Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Wie machen Sie das denn? Vom WG-Leben im Alter.

| 244 Lesermeinungen

Vorbemerkung: Ich werde oft gefragt, wie man in die FAZ kommt, und die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Man wird gefragt und sagt Ja. So war es zumindest bei mir, meiner Kunstfigur Don Alphonso und meinen Blogs, und so geht das eben immer weiter. Ich lese viel, denke mir: Die könnte etwas taugen! – frage an, mansplaine und hole mir dann manchmal einen Korb. Diesmal ist es zum Glück anders, denn die Gastautorin, die ich hier einleten darf, kann etwas ganz Unerhörtes berichten: Dass man nämlich gar keinen barocken Stadtpalast für ein standesgemässes Dasein braucht, und auch in einer WG glücklich und zufrieden sein kann. Die Bilder sind natürlich trotzdem von Stadtpalästen, chacun a son gout, ausserdem ist es wie mit dem Tafelsilber, ich muss es nehmen, ich habe nichts anderes. Don Alphonso.

Das Huhn, das Huhn ist schuld daran, dass Sie ausgerechnet von mir etwas auf diesem Blog lesen. Man muss dazu wissen, dass Don Alphonso und ich eine Lebensgeschichte haben, ein Leben führen, das konträrer nicht sein könnte. Er, der Aufsteigerkinder wie mich aus kleineren Verhältnissen nicht immer schätzt. Und ich, die ich häufiger etwas irritiert darüber bin, wie man aus gesegneten Herkunftsverhältnissen heraus so manches Mal über andere so hart urteilen kann.

Das Huhn also.

Ich hatte eigentlich nur einen kleinen Tweet abgesetzt aus meinem kleinen, aber feinen WG-Leben.

Der Mitbewohner zerhackt gerade sein Huhn auf dem Holzschneidebrett der sonst wirklich toleranten Veganer-Mitbewohnerin.

*Holt Popcorn*

Und dann kam eine sehr nette Privatnachricht, warum ich eben über dieses WG-Leben nicht einmal was schreiben wolle. Hmmm, dachte ich, was soll man bloß darüber schreiben? Wir leben hier fröhlich zusammen, ab und zu gibt es mal eine kleine Auseinandersetzung, kurz darauf haben wir uns wieder lieb.

Für mich alles ganz normal, ich habe fast immer mit Menschen zusammengelebt, als Kind in der Großfamilie, später in langjähriger Partnerschaft und nach der Trennung eben in Wohngemeinschaften. Was soll daran besonders sein? Darüber dachte ich ein bisschen nach und stellte fest: Doch, es gibt da etwas Besonderes.

Ich gehe nämlich auf die 60 zu. Ich wohne derzeit mit einer Mitdreißigerin und einem Mitvierziger zusammen. Für Berliner Verhältnisse zum Beispiel mag das normal sein, dass auch Ältere in einer Wohngemeinschaft leben, in Bayern ist das nicht die Regel, wenn ich mir die Reaktionen so anhöre.

Neulich zum Beispiel im Biergarten. Ich sitze an einem heißen Sommermittag so da, vor mir eine Apfelschorle und eine Zeitung. Ein Mann mit Weißbier und Wurstsalat setzt sich an meinen Tisch, Alter zwischen Mitte 50 und Mitte 60, so ganz genau kann ich das nicht abschätzen.

„Sie müssen auch was essen, junge Frau.“
„Danke, wir essen später gemeinsam zuhause.“
Der Mann kratzt sich kurz am Kopf und fragt charmant: „Wer ist wir? Sie sind doch nicht etwa vergeben?“
Der Versuch einer Annäherung, das ist in München so, wenn man im Biergarten sitzt.
Kurzes Überlegen. Lügen mag ich auch nicht.
„Nein, ich lebe in einer Wohngemeinschaft.“
„In Ihrem Alter?“
„Ja, warum nicht?“
„Eine Weiber-WG also.“
„Nein, zwei Frauen, ein Mann.“
Der Mann kratzt sich wieder am Kopf.
„Ja streitet man sich da nicht dauernd um den Mann?“
„Nein, wieso? Und wie leben Sie so?“

Und dann erzählt der Mann seine traurige Geschichte. Seit 19 Jahren verheiratet, die Frau arbeitet noch. Wenn er, Frührentner, aufsteht, ist sie schon weg und wenn er nach seinen fünf, sechs Weißbieren, die er tagsüber trinkt, um 20 Uhr schon schläft, kommt sie nachhause. „Wir sehen uns fast nie.“

Und schließlich will er es noch einmal wissen.
„Und was ist, wenn Sie alle auf einmal auf die Toilette müssen?“
„Wir haben eine Gästetoilette und ein großes Bad mit Toilette.“
„Aber man muss sich ja auch sonst mal aus dem Weg gehen können.“
„Wir haben eigene große Zimmer und zwei große Balkone. Und wie ist das bei Ihnen so?“
„Ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche, kleines Bad. Eng, aber wir sehen uns ja eh nie.“

Das Huhn, das Huhn, das lässt noch andere Erinnerungen in mir wach werden.

Die von der Kollegin, die in einem riesigen Haus wohnt und das gar nicht verstanden hat, dass ich in einer WG lebe. „Wir hätten da ja genug Platz. Mein Mann und ich leben so nebeneinander her, aber wildfremde Leute bei uns einziehen lassen? Da gibt es doch nur Probleme mit der Putzerei. Aber schön wäre das schon, so eine Mini-WG. Wir hätten endlich wieder jemanden, mit dem wir reden können.“ Und sie fügt hinzu: „Wie machen Sie das denn? Das ist doch bestimmt nicht unkompliziert, so ein Zusammenleben mit Nichtverwandten.“

Ja, wie ich das mache, weiß ich manchmal auch nicht. Ich weiß nur, dass mir das Leben in einem einsamen kleinen Appartement nicht liegt. Ich habe lange alleine gewohnt, sogar Jahre auf dem Land in einem schicken kleinen Häuschen. Wobei alleine so nicht ganz stimmt. Die Katze und ich lebten zusammen. Und ich bin da einfach nur untergegangen.

Ich könnte Ihnen noch viele Geschichten erzählen von „wie machen Sie das denn?“, von Bewunderung, von Abneigung, von Neid und doch denke ich gerade beim Schreiben so: Das Huhn, das Huhn …

Vielleicht will mich dieses Huhn ja einfach nur an meine eigenen Erfahrungen und an die Einsamkeit so vieler Menschen erinnern, von denen und über die ich zum Beispiel auf Twitter lese. Das macht mich manchmal ganz einfach nur traurig. Zwei meiner Follower haben sich umgebracht aus eben ihrer Einsamkeit heraus. Dazu die zahlreichen Tweets, die ich tagsüber, selten auch in der Nacht lese über Trennungen, über die Sehnsucht nach einem Partner, einer Partnerin, über das einsame Altern. Gerade letzteres beschäftigt mich sehr. Da leben die einen in viel zu großen Wohnungen und schwelgen alleine in Erinnerungen, während die anderen in ihrem kleinen Appartement sitzen, genauso einsam.

Und eine Zigarettenlänge später fällt mir die zentrale Botschaft ein: Bevor Sie so ganz alleine untergehen, ziehen Sie in eine WG oder gründen Sie eine, egal, wie alt Sie sind. Sie können nur gewinnen, nicht verlieren. In Ihr kleines Domizil mit Fernseher, Notebook, Pizzalieferservice, Katze und sich selbst können Sie immer noch zurückkehren. Oder Sie könnten, wenn Sie in einer zu großen Wohnung leben, erst einmal für kürzere Zeit untervermieten. Zusammenleben auf Probe sozusagen. Sie müssen ja nicht ganz so mutig sein wie ich, als ich damals nach der Trennung in einer viel zu großen Wohnung saß und die unterschiedlichsten Menschen einziehen ließ.

Das Huhn, es erinnert mich nämlich zum Beispiel an Herr S., den ich in den Anfangszeiten von BISS in deren Schreibwerkstatt kennenlernte. Herr S., ein ziemlich verrückter bayerischer Kerl um die 50, lebte damals auf der Straße und versuchte mit Hilfe der Gründer der Münchner Obdachlosenzeitung wieder Fuß zu fassen. Durch den Verkauf des BISS, aber auch durch das Schreiben. Das für ihn Unbegreifliche und damit sein Schicksal in Worte zu fassen, das war sein Ziel. Jahrelang war er auf Märkten unterwegs gewesen, hatte allerlei Sinniges und Unsinniges verkauft, gut verdient, aber leider vor lauter Arbeit den Überblick über seine Finanzen verloren. Zehntausende Mark an Steuerschulden, unfähig, das zu regeln, Scheidung von seiner langjährigen Partnerin, Kündigung der Wohnung.

In meiner WG war damals gerade kein Zimmer frei, aber hey, Platz ist in der kleinsten Hütte. Herr S. verkaufte also tagsüber den BISS und für die Nacht haben wir ihm eine Matratze in die große Wohnküche gelegt, bis er eine eigene Wohnung fand. Wir haben gemeinsam gekocht, gelacht, waren traurig. Und ich habe so viel begriffen, vor allem, wie schnell das Scheitern gehen kann.

Profitiert habe ich immer von den Menschen, die einzogen und mehr oder weniger lange blieben. Von B., die Theaterwissenschaften studierte und die mich für die Welt der großen Bühnenstücke und die des kleinen Experimentiertheaters begeisterte. Vom Mailänder Model M., der damals viel in München für große Modezeitschriften arbeitete und der das harte Geschäft erst richtig verstehbar machte. Oder von S., der für ein Gastsemester Philosophie in München war. Die Gespräche mit ihm über Gott und die Welt möchte ich nicht missen und auch nicht seine skurrile Sloterdijk-Hörigkeit. Wie oft saß er in der Küche mit Kopfhörern und Kassettenrekorder, hörte die Vorlesungen seines großen Vorbildes und murmelte ständig „was will er damit nur sagen?“ Wir anderen und auch er hatten dabei viel Spaß und Spaß gab es ohnehin immer viel.

Was ein Huhn so alles in einem an Erinnerungen wecken kann. Die meisten davon sind einfach nur schön und berührend.

41

244 Lesermeinungen

  1. Französisch
    Geht auch auf einer deutschen Tastatur: Chacun à son goût. Pardon, bin gewohnheitsmäßiger Klugscheißer. Besten Gruß, C

    • Chacun à son goût
      „Pardon, bin gewohnheitsmäßiger Klugscheißer“

      Völlig WG-untauglich. Klugscheißern statt Küche und Bad putzen, sorgt zuverlässig für Unbeliebtheit.

    • französi
      Zirkumflex ist nicht mehr allzu gängig.

      Am schwierigsten ist cedille (krieg ich nur über die Rechtschreibprüfung und das nicht immer)!

      Den kann man nicht mehr so einfach wegreformieren…

    • Titel eingeben
      Jeder nach seiner Fasson.

    • [zu Wassermann] Cedille, klein und groß - leicht gemacht ...
      Einfach Fn- und Alt-Tast gleichzeitig drücken und 0231 bzw. 0199 eingeben.
      Pardon für das technische – und somit wenig literarische – Niveau.
      ;-)

  2. steile Thesen
    Willkommen Phoenicia, Sie reihen sich ein in eine feine Gruppe Gastautoren.
    Sie passen auch zum Don insofern Sie von Wagnis, Mut und einer fernen Welt berichten.

    ich nehme an, Sie können Nein sagen. Eine von mir vermutete Basisfähigkeit in einer WG.

    Ich habe bereits dreimal Wohnraum mit Kommilitonen geteilt, zweimal mit Kameraden und zweimal mit Gattin (aktueller Istzustand) Ich könnte mir eine Zweckgemeinschaft mit Fremden vorstellen.

    Wenn es sein muß. Wenn die Rückzugsräume luftig und still genug sind und mein Klo mein KLo ist, mein Bad mein Bad.

    Danke für Ihren Bericht. Falls Sie es noch nicht realisiert haben, werte Phoeni, dann beginnt Ihr Beitrag jetzt noch einmal. Die Gemeinschaft der Alphonsianer ist aufmerksam, kritisch, hungrig nach Neuem und will gehegt werden. Nein ist jetzt nicht asngebracht. Vielleicht Donnerstag.

    • In der Tat, lieber Melursus, die Fähigkeit, "Nein" zu sagen, ist im Zusammenhang mit WGs wichtig
      und aus meiner Sicht am besten schon bei der Anfrage für die Begründung einer solchen zur Anwendung zu bringen.

      Zu meiner Studienzeit hat uns ein Professor mal die haftungsrechtlichen Folgen eskalierender WG-Feten von Mitbewohnern für die eigene wirtschaftliche Situation bedeutet, wenn bei den Mitbewohnern nichts zu holen ist – mich hat er damit für alle Zeit von solchen Phantasien kuriert. Um nur so viel zu sagen: die persönliche Haftung der Gesellschafter für Verbindlichkeiten von formlos begründeten Gesellschaften bürgerlichen Rechts ist summenmäßig im Grundsatz unbeschränkt.

      Im Zusammenhang mit ungebetenen, eskalierenden Partygästen bietet sich nun durchaus eine Allegorie auf wesentliche aktuelle politische Themen an, aber das Thema hatten wir zuletzt sehr häufig und werden es sicherlich bald wieder haben, daher will ich das Frau Pukke bei ihrem Erstlingswerk ersparen.

      Stattdessen meine ich mich zu erinnern, dass auch der Don kürzlich irgendwann Negativerfahrungen bei der Überlassung seiner Wohnung an Studenten zum Besten gab. Es scheint aber mit Renovierungsaufwand verbunden gewesen sein….

    • Wir sind aus dem Party-Alter raus. Bei uns geht es gesittet zu. :-)

    • Partyalter
      Oh, gibt es da eine Altersbeschränkung? :-)
      Da muß ich aber aufpassen das nächste Mal.

  3. Titel eingeben
    Man möchte jetzt schon gern wissen, wie das mit dem Huhn und dem Brett ausgegangen ist.

    • Achtung Spoiler
      In ihrem Twitter Account folgt auf: „Der Mitbewohner zerhackt gerade sein Huhn auf dem Holzschneidebrett der sonst wirklich toleranten Veganer-Mitbewohnerin“ die Frage: „Hast Du es ihr schon gesteckt?“ und darauf antwortet die Autorin: „…Sie merkt es gleich selbst…“. Etwas später (sie nennt es: „Zwei Hühnersuppen später…“) passiert noch etwas.
      Daraus folgt bisher:

      1. Der „Mitbewohner“ mit dem Hühnerhass ist eine Mitbewohnerin.
      2. Die Autorin ist kein Veganer (sie ißt Hühnersuppe. Das ist unveganerisch)
      3. Das Huhn kommt in die Suppe. Es handelte sich wohl um ein Suppenhuhn.

      Wenn in der zehnten Folge dann jemand ermordet wird: die als Hühnerhasser verkleidete Hühnerhasserin war die Täterin. Sie hat Motiv (Veganerhass), Gelegenheit (ein Blog hat keine Augen) und das Werkzeug (Hühnerhassermesser). Die einzige Frage: WEN ermordet sie in der zehnten Folge (das Huhn ist schon in der Suppe)? Den Brühwürfler? den Senfdazugeber? den Suppenkaspar? den Mikroweller? den Backröhrerich?

    • Woher wissen Sie das alles? Ey, ich verklage die Person, die alles schon verraten hat.

    • Entschuldigen Sie bitte, aber das alles kommt erst in Folge zwölf vor. Etwas Geduld also bitte noch.

    • Titel eingeben
      Mensch Alois,

      nu ist die ganze Spannung futsch. Ich schließe mich der Klage an. Ich hasse Leute, die das Ende verraten.

      Irgendwie klingelts bei mir, wenn ich „meist toleranter Veganer“ höre.

    • Ich hasse solche Leute auch. :-)

  4. Und Zufluchtsuchende?
    Haben Sie keine Zufluchtsuchenden aufgenommen?

  5. Mehrgenerationen-Häuser etc.
    Man muss halt schauen, wie sich das entwickelt. An meinem Wohnort gibt es ein Mehrgenerationen-Haus, das als Konzept schon interessant ist, aber wohl nicht als Patentlösung herhalten kann. Trotzdem und gerade deshalb: Es muss etwas passieren! Als Parkbanksitzer gerate ich häufig mit netten Senioren ins Gespräch (niemals mit jungen, hübschen Frauen … nie! ;-) ) und erfahre da teilweise erschütternde Beispiele von Einsamkeit im Alter.

    Da sind vor allem die älteren Damen, denen der Ehemann „weggestorben“ ist. Die stehen nicht nur plötzlich ganz allein da, sondern haben oft auch Probleme, die große Wohnung zu halten. Gerade in letzter Zeit habe ich ziemlich depremierende Geschichten von Rentnern gehört, die nach zig Jahren ihr gewohntes Umfeld verlassen und sich eine neue bezahlbare Bleibe suchen mussten, was sich immer schwieriger gestaltet, weil auch in meinem Wohnort der Markt momentan wie leergefegt ist.

    Gerade vor ein paar Tagen meinte ein älterer Herr zu mir, dass er in seinem Umfeld mit einem Anstieg der Selbstmordrate rechnet, weil viele einfach so verzweifelt und perspektivlos seien; sich gar nichts mehr leisten könnten, nicht mal einen Nachmittag im Café bei Kännchen & Kuchen. Eine Nachbarin von mir, die sich ihren Halt in der Kirchgemeinde und dem dortigen Chor suchte, schrumpfte nach Mobilitätsverlust durch Krankheit förmlich zu einem greisen Mütterchen zusammen und starb (immerhin friedlich) in ihrem Bett. Sie hatte keine Angehörigen mehr; wir alarmierten die Polizei, als ihr Briefkasten überquoll.

    Kurz: Mehrgenerationen-Konzepte als Alternative zum Altenheim sind dringend notwendig! Ich bin vorsichtig optimistisch, dass sich in diesem Bereich in den nächsten Jahren einiges entwickeln wird.


    • Lange bevor es „das Konzept Mehrgenerationenhaus“ gab, lebten ein Onkel und seine Frau und Kinder sowie meine Großeltern genau so: zusammen in einem Haus. Das Haus war von den Großeltern in den 1920ern gebaut worden mit der Intention, die oberen Stockwerke zu vermieten, was auch geschah. Später wohnte nur noch Familie drin.
      Exotenbonus hat das bei mir aus diesem nachvollziehbaren Grund nicht.

    • Ja. Alternativen sind grundsätzlich nötig und ich bin da auch vorsichtig optimistisch.

  6. kösrötlich!
    Text eingeben

  7. Auf dem Holzweg im Biergarten
    „Der Versuch einer Annäherung, das ist in München so, wenn man im Biergarten sitzt“.
    Nein, genau so ist es gerade nicht. Man schweigt und trinkt still. Herrlich!

    • @skag: Wenn man im Biergarten sitzt leuchtet München amphibolisch anämisch!
      Nichts ist mehr, was es einmal war. Nicht ohne Ursache, so ungefähr nach der Olympiade verblasste nach und nach das „Leuchten“. Zur Aufmunterung erschuf die bayerische Landeshauptstadt München eine offizielle Ehrung für besondere Verdienste um München, die Medaille München leuchtet (München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens) in Gold, Silber oder Bronze.
      Preisträger (Auswahl) 2014:
      21 Münchner Stadträte in Gold: Christian Amlong, Josef Assal, Oliver Belik, Ulrike Boesser, Lydia Dietrich, Ömer-Yasar Fincan, Nikolaus Gradl, Sabine Krieger, Michael Lonhart, Ingo Mittermaier, Christian Müller, Gabriele Neff, Marian Offman, Manuel Pretzl, Klaus-Peter Rupp, Josef Schmid, Irene Schmitt, Johann Stadler, Christa Stock, Brigitte Wolf und
      Ottfried Fischer in Gold
      Konstantin Wecker in Gold

  8. köstlich
    Danke – sehr schön! Sehr, sehr gern mehr dieser Schilderungen!

    Hab nach einer Trennung die Wohnung mit einer Art Zweck-WG gehalten, und auch viel erlebt und gefeiert. Aber darunter waren zwar super tolle Menschen, aber auch ein schlimmer Messi (es ging immer nur rein ins Zimmer, und was sich da ansammelt!) und einer der Fremde Dinge nicht so achtete… Danke, aber mir reicht es für immer. NUr sie haben einen anderen Werdegang, andere Bedürfnisse vielleicht und dann ist es sicher prima. Finde es sehr schön, wenn ich mich möglichst ungestört aus dem Bett durch die Wohnung bewegen kann, ohne mich erst präparieren zu müssen. Aber wie gesagt: Diversität bzw Leben und Leben lassen, nach jeweiliger Fasson, ist auch gut.

    (Dachte auch: Don, Sie alter Fuchs – und woanders wäre nun ein Zwinkern abgebildet)

    • @Don Alphonso...@azur
      An den alten Fuchs dachte ich auch.
      Nach den über 700 Beiträgen im letzten Blog und einer von mir so empfundenen einseitigen „Grundstimmung“ bei manchen Schreibenden musste wohl die Zäsur her.
      Zuerst meinte ich, dieser Gastbeitrag sei ein Experiment a lá Festinger um die Reaktionen zu testen, wenn eine manchmal so „böse“ attackierte Person schreibt (Frau, Medienbranche, Bloggerin, einige Buchtitel googlebar, WG, anderer „Lebensentwurf). Würden die Attacken auch „direkt“ formuliert?

      Nun ja.
      Ich persönlich habe den Eindruck, dass mir etwas fehlt; vielleicht eher ein Blog bei der „Apothekenrundschau“?

      Aber Ihnen sei die Auszeit gegönnt. Vielleicht gibt´s nach der Wahlaufregung wieder die gewohnt-geliebten Spitzfindigkeiten. LG

  9. Wir -
    die beste Ehefrau von allen und ich hatten zwei Jahre lang zusammen mit zwei anderen Paaren nach einem Haus für eine Alters-WG gesucht und konnten uns auf keines einigen. Heute sind wir froh, dass das nicht geklappt hat und unsere alten Freunde noch immer unsere alten Freunde sind.

    Die Menschen sind halt (noch) verschieden.

  10. Der Alte Fritz
    Der Alte Fritz sagte: „In meinem Staat muss ein jeder nach seiner Facon selig werden.“ Und auch als Bayer muss ich zugeben, dass es wohl so ist. Mir zum Beispiel geht es da völlig anders als Frau Pukke. Ich war nie sonderlich erpicht auf soziale Kontakte, und mit dem Alter verstärkt sich das. Wenn ich reden will, rede ich mit meiner Frau. De facto also redet sie in der Regel mit mir, was sehr angenehm ist, denn so erfahre ich dies und das und weiß, dass es ihr gut geht. Geht es ihr nicht gut, redet sie nicht, und das bedeutet immer Rotalarm. Wie dem auch sei: Eine WG wäre für mich in Dantes Inferno angesiedelt. Ich komme sehr gut auch allein zurecht, und zwar unbegrenzt lange. Ein jeder muss eben nach seiner Facon … Und so weiter.

  11. Und nun das WG-Leben in München
    Nicht für ungut, aber gibt es eigentlich auch Fernfahrer die twittern?

    Jemand von der F.A.Z. hat sich jetzt mal aufgerafft. Jenseits der Zufriedenheit, ob nun im barocken Stadtpalast oder der WG.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/parteien-und-kandidaten/wieso-ist-die-afd-in-bitterfeld-wolfen-so-wuetend-15193211.html

  12. Super
    Das versuch ich jetzt auch mal….

    • Toll. Wenn Sie Tipps brauchen: gerne.

    • Titel eingeben
      Liebe Phoenicia,

      ich hätte da schon ein paar Fragen.

      Haben Sie Erfahrungen im Zusammenleben mit Freunden oder sind es eher Fremde, die sich über Zeitungsanzeigen melden?
      Sollten die WG-Mitglieder in etwa gleichaltrig sein oder ist, wie bereits angesprochen generationsübergreifend auch für Sie denkbar?
      Wichtige Anforderungen an die Wohnung / das Haus?
      Notwendige Regeln?
      Vermeidbares Konfliktpotential?

      Vielleicht erfahren wir ja da einiges bis zum 12. Artikel.

    • A) Beides geht.
      B) Lebe mit Mitdreißigerin, Mitvierziger zusammen, gehe auf 60 zu. Passt wunderbar, zusammen mit Gleichaltrigen geht auch …
      C) Ach, das sprengt alles den Rahmen hier. Ich schreibe demnächst einen Artikel genau zu Ihren Fragen. Ok?

    • Titel eingeben
      Ja, ist o.k. Danke schön. Ich freue mich drauf.

  13. Endlich!
    Endlich mal wieder ein Text, der nicht von Ressentiments und Hähme trieft. Bitte mehr davon!

    • Hm, ist der Vorwurf, dass andere Texte von Ressentiment und Häme triefen,
      nicht seinerseits ein hämisches Ressentiment ?

      Ist nicht bös gemeint, aber Ihr Nick lädt gerade so schön zum Haarspalten ein… ;)

    • @S&R
      Nein, nicht wenn die anderen Texte vor Ressentiments und Häme triefen. Was sie halt tun.

    • @ Herr Kratel
      Hm, naja, aus der Sicht des Zeloten (egal welcher Seite) ist natürlich jeder Widerspruch ein Ressentiment. Und sicher macht oft der Ton die Musik. Aber manchmal wirkt es halt ein wenig so:

      2015:
      A: „Das wird nicht gutgehen, Ihr schadet uns allen, auch Euch selbst“.
      B: „Nazi !“

      2017:
      A: „Seht Ihr, ich hab doch gesagt, das wird nicht gutgehen, und jetzt habt Ich Euch auch selbst geschadet…“
      B: „Hämischer Nazi!“

      Bitte nicht missverstehen, ich will weder Ihnen, Herr Kratel, noch dem Schlauberger unterstellen, andere als Nazis bezeichnet zu haben, zumal nicht ganz klar wird, ob hier dem Don dieser Vorwurf gemacht werden soll oder wem sonst. Aber das von mir skizzierte, zugrundeliegende Argumentationsmuster ist m.E. nicht ganz aus der Luft gegriffen.

      Für den einen ist es halt Häme, für den anderen nur die längst überfällige Feststellung, dass man von Anfang an vor dem Wahnsinn gewarnt hat…

  14. Warum
    Warum lebt man mit anderen Menschen zusammen oder zu zweit einsam oder einsam alleine? Es ist schön und auch sehr anrührend zu lesen, wie Sie für sich diesen Erfahrungsweg gefunden haben.

    Ja, mit Mitmenschen längere Zeit zusammen zu leben, sich umeinander Kümmern und Sorgen auf der Basis der gegenseitigen Zuneigung kann sehr viel Glück im Leben bedeuten. Das geht auch mit guten (auch neueren) Freunden.
    Ihre beispielhaften Ehepaare sind hier das Zerrbild dessen. Es endet dann so, wenn man nur noch nebeneinander herlebt. Die Singles vegetieren in diesem Zustand dann nur noch vor sich her und greifen zur Flasche.

    Aber wirklich sehr schön geschrieben. Das für mich erstaunliche (sagt vielleicht auch mehr über mich oder meine Vorurteile aus): Sprache und Stimmung dieses Beitrages lesen sich für mich, als ob er von einer jungen Frau geschrieben wurde. Ob diese Assoziation durch Verbindung WG ./. junger Mensch entsteht (meine Schublade) oder ob es tatsächlich „einfach nur so klingt“, vermag ich nicht zu bestimmen.

    Einfach schön und bei mir anklingend.

    Und herzlich willkommen im Blog und vielen Dank dafür.

    • Danke fürs Lob, danke für das nette Willkommen.
      Aber hey, ich BIN jung. Ok, Spaß beiseite: Ich glaube, ich werde nie erwachsen. :-)

  15. Vorzüge einer WG
    Ganz offensichtlich ist doch der größte Vorzug einer WG, dass man sich seine Freunde aussuchen kann.

  16. Einer der besten
    Gastbeiträge überhaupt,bitte mehr.

  17. .
    Sie gehen davon aus, daß wer alleine lebt, einsam ist oder sein muß.
    Das ist aber nicht zwangsläufig so; soziale Kontakte kann man auch sehr gut außerhalb der Wohnung haben.
    Und wer Schwierigkeiten hat, soziale Kontakte zu knüpfen, der wird wohl auch in der WG einsam bleiben.
    Und wer aus rein ökonomischer Notwendigkeit in eine WG zieht, obwohl er lieber alleine wohnte, wird auch nicht glücklich werden.
    Schön, daß es Ihnen taugt.

    • Nein. Davon gehe ich nicht aus. Ich kenne viele glückliche Menschen, die alleine leben.
      Aber auch viele, die alleine leben und unglücklich sind. Jedem, jeder wie es gefällt und gut tut.

  18. Schade.
    Liebe Frau Pukke, gerade als ich dachte, dass es jetzt richtig losgeht- da war Schluss! Schade! Ich freue mich auf Ihren nächsten Text.

  19. Titel eingeben
    Wunderbarer Beitrag. Ich freue mich für sie. Für mich wäre das zwar nichts, aber : Jeder Jeck ist anders und jeder soll nach seiner façon selig werden. Das ist es doch, was unser Land so schön macht. Jeder sollte dafür sorgen, dass es so bleibt.

  20. Man muss doch nicht einsam sein
    Als mein Mann, der 10 Jahre älter war als ich,starb,fiel ich in ein dunkles Loch. Ich fühlte mich im freien Fall und hoffte, bald aufzuschlagen.Das erste Vierteljahr war kaum auszuhalten.
    Meine Kinder riefen mich täglich mehrmals an, wo immer sie auch waren. Meine Freundin aus Jugendtagen, die geschieden war, meinte, ich hätte das Glück zu trauern – sie hatte nur Wut.Ich wisse, wo mein Mann sei…Tja.

    Dann sagte ich mir,dass ich weiterleben muss und annehmen will, was dieses Leben für mich bereithält.Mein Hausarzt meinte, ich solle mich der Trauer nicht so sehr ergeben, das könne zu Krebs führen.

    Um es kurz zu machen,ich habe mich aufgerappelt und fühle mich überhaupt nicht einsam, weil ich noch viel um die Ohren habe und mitten im Leben stehe.Mich interessiert auch alles, man muss neugierig bleiben.
    Ich gehe auch auf Menschen zu.Lebte ich zur Miete in einer Stadt, hätte ich höchstwahrscheinlich sowas gesucht wie eine Leihoma zu sein.Rotes Kreuz und Caritas oder Kirche wären nicht mein Ding.

    Eine WG käme für mich nie infrage.Ich kann mich gut selbst beschäftigen, pflege Freundschaften und das hält fit.Jedes Leben verläuft anders und jeder entscheidet anders.
    Ich denke, nicht gebraucht zu werden, Krankheit und Geldnot sind das Schlimmste im Alter.

    PS: Rotes Kreuz, da wird ja nun Frau Hasselfeld Präsidentin – sicher gut dotiert.

    Eines noch. In unserer Kreisstadt gibt es Vereine wie Zahnrad, wo sich jung und alt treffen kann. Für junge Eltern/ Mütter gibt es den Rockzipfel z.B.

  21. Eine Frau, die ihr Leben in die Hand nimmt.
    Sehr guter Beitrag. Ich erfreue mich an den Schilderungen der Gastautorin. Sie trifft den Nerv der Zeit oder eher meinen Nerv. Positiv über das Zusammenleben zu schreiben, außerhalb der gemeinhin akzeptierten Lebensformen für Menschen jenseits der Studienzeit. Aktuell lebt immer mal wieder eines meiner Kinder bei mir, mein Partner wohnt in seiner eigenen Wohnung im gleichen Stadtteil und ich plane schon mein Leben in einer WG.:) Und das, obwohl ich finanziell unabhängig bin.

  22. Ich lebe seit ca. 10 Jahren allein und das ist gut so.
    Immer lebte ich mit anderen zusammen.
    Erst mit Eltern + Geschwistern …
    dann mit Mann und Kindern.
    Es geschah zu viel gegen meinen Willen.

    Immer „erfüllt“ von den Belangen anderer,
    denn auch im Beruf hatte ich es immer
    mit einer mich auffressenden „Meute“ zu tun.
    Auf Baustellen sich mit Glacehandschuhen und
    Samtpfoten durchzusetzen ist Schwerstarbeit!
    Ich bin nämlich keine Führungspersönlichkeit,
    habe daher immer alle überzeugen müssen.
    > Kindergarten!
    .
    Nach Beendigung des verzehrenden Arbeitslebens
    stehe ich nun jeden Morgen am Fenster im 15. Stock,
    blicke gen Osten – in der Yogahaltung „Der Baum“ –
    und bin dankbar und froh, dass n i e m a l s wieder –
    irgendjemand, irgendetwas von mir zu wollen hat.
    Bin gerettet. Juhu!

    Geplauder von Freund- und *innen – ab und zu.
    Komischerweise werde ich davon wie betrunken,
    inclusive Kater, obwohl ich ja keinen Alkohol trinke.

    Es wäre für mich furchtbar in eine WG
    oder gar in ein Heim zu müssen.
    Mit meinen Kindern habe ich alles geregelt.

    • „n i e m a l s wieder – irgendjemand, irgendetwas von mir zu wollen hat"
      Wunderbares Gefühl, nicht wahr?
      Und durch nichts in der Welt zu ersetzen.

      Die WG-Erfahrungen in der Jugend waren so schlecht nicht, aber wiederholen möchte man sie dennoch nicht.

      Bei einer 3er-WG denke ich an 9 Zimmer, 3 Badezimmer und eine sehr große Küche mit 3 Kühlschränken … Stadtpalais wäre wohl passend.

      Genießen Sie die Unabhängigkeit als Baum im 15. Stockwerk, recken Sie die Äste und lassen Sie die Blätter rauschen …

      Werde Baum doch! Werde Birke!
      Schlage Wurzeln, daß du bleibest
      Und im herbstlichen Bezirke
      Blütenherz zum Blühen treibest…
      (Klabund)

      PS Ob der Blogherr nach neuen Vermietungsmodellen sucht, falls bei Horch die Bänder stillstehen?

  23. Poltesk...
    die Biergartenszene
    (DdH)

  24. Lustig ist das WG-Leben
    Als Sproß einer für heutige Verhältnissen großen Familie habe ich Jahre in einer Sechser-WG gelebt und dann in einer Zweier-WG. Abseits von Blutsverwandschaft habe ich die längste Zeit mit einem Mitbewohner zusammengelebt. Am Ende glich das ziemlich einem alten Ehepaar: Man musste kaum noch miteinander reden, weil man sich so gut kannte. Umso angenehmer, als dass es an so eine „Beziehung“ keine Ansprüche gesellschaftlicher Konventionen gibt, weshalb man miteinander dieses und jenes machen, aber auch lassen konnte. Das waren immerhin neun Jahre, manche Ehen haben nicht so lange gehalten. Nur das Musizieren, dass ist in WGs schwierig.

  25. Vielen DANK!!!
    Bitte mehr davon…

  26. Titel eingeben
    Liebe Frau Pukke,

    auch von mir ein herzliches willkommen. Vielen Dank, dass Sie uns ein klein wenig an Ihrem Lebensmodell teilhaben lassen. Auch von mir die Bitte , mehr davon.

    Ich finde es immer wieder schön, wie sich Nischen gegen den allgemeinen Zeitgeist bilden. Erinnert an die Pusteblume, die sich durch den Asphalt kämpft. Wird doch eher der hilflose, einsame, kranke, im Alters- und Pflegeheim dahinsichende, Rentner, mit wenig Anspruch auf eigenen Wohnraum und Teilhabe, erwartet. Die jungen Grünen und Linke sind da wohl noch radikaler in ihren Wünschen.

    Wie ich schon mal zu einem anderen Thema schrieb, ist das auch das Zukunftsmodell von mir und ein paar Freunden. Sicher spielen auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle, so z.B. das Haus weiter behalten und bewirtschaften zu können und mit der zu erwartenden Grundrente durch gemeinsames wirtschaften auch noch Restaurantbesuche, Teilhabe an Kultur usw. zu ermöglichen.

    Doch wichtiger ist für uns für die anderen da zu sein, die Ängste vor dem Alleinsein und vor Krankheit oder drohender Altersarmut zu nehmen. Das wird sicher nicht konfliktfrei abgehen, da wir alle ziemlich eigenwillige und unabhängig Persönlichkeiten sind, was ja mit zunehmenden Alter noch ausgeprägter sein dürfte, aber spannend wird es auf jeden Fall. Na ja und ein bißchen Zeit habe ich ja noch für mich, denn ich liebe und genieße es allein zu leben.

    Popcorn wird nicht helfen. Das gibt noch mächtigen Ärger. Veganer, denen man ihre Küchenutensilien, hier auch noch ein Holzbrett, mit Fleisch verunreinigt, können schon arg ärgerlich reagieren. Aber das weis man doch als Mitbewohner.

    Also was war da los …

    • Was für ein wunderbarer Plan!

      Ach. Und was los war? Vielleicht mehr darüber demnächst in diesem Theater. :-)

    • >>ein Holzbrett, mit Fleisch verunreinigt
      .
      Ja, sowas darf man ja nicht machen.

      Wer als Vernünftigesser diese Wegetarier oder Wehganer an sich heran lässt,
      wird wohl kein stressfreies Leben erreichen können.

      Am besten hält man sich diese so weit wie nur irgend geht vom Hals,
      aus dem Haus, vom Grundstück, aus der WG. Anderes Sonnensystem ist ideal.

    • Titel eingeben
      Nur mal so,

      Klingt als hätten Sie auch so Ihre Erfahrungen gamacht mit den unterschiedlichsten Ernährungsvorlieben der Mitmenschen und der gegenseitigen Toleranz. Ich bin da eigentlich der Meinung, jeder sollte essen was er mag.

      Nur wenn man mich umerziehen will, werde ich grillig.

      Das geht nun im Kindergarten bereits los und ist auch bei uns in der Kantine angekommen.

    • Ja ja, @Nur ein leser
      .
      So, wie Sie es ausdrücken, ist es äusserst höflich formuliert.
      Fast schon Keigo.

    • Keigo
      Nur mal so,

      Habe gerade mal weiter wiki vorbeischaut und mich ein bißchen eingelesen. Kannte ich gar nicht. Wirklich interessant, da werde ich mich mal mit beschäftigen.

      Aber ich sehe das als großes Kompliment und sage Dankeschön.

    • .
      Bitte, gern geschehen.

  27. Gemütlicher Blog zum Zurücklehnen, malaspina,
    Der geübte Felix-Dahn-Leser kann nach der Eingangs-Biergartenszene zuverlässig vorhersagen, wie es weitergeht. Der eigentlich erwartete Einzug eines Goldstücks in die WG hätte noch mehr silberhelles Lachen in die weiten Flure gezaubert, aber es reicht auch so mit Stereo*.

  28. Schöne Aus- und Einsichten!
    Vielen Dank, Frau Pukke, für die Einblicke in Ihre WG-Erfahrungen, die Sie freundlicherweise gewähren. Für manche mögen sich evtl. nun Perspektiven öffnen, die sie so noch gar nicht in Erwägung gezogen haben – wer weiß?

    Tja, der Hund, der Hund… war für mich nach meiner Trennung der Grund, in vorgerückterem Alter wieder in eine WG zu ziehen.

    Ich konnte mir damals – mit Anfang 30 – nämlich kein eigenes Haus mit Garten leisten, das eines bewegungsfreudigen Irish Setters, auf den ich nicht gänzlich verzichten und zum „Trennungsopfer“ machen wollte, würdig gewesen wäre.

    Es war eine gute Entscheidung. Zum damaligen Zeitpunkt. Jeder von uns dreien hatte ein großzügiges Zimmer und man konnte, musste sich aber nicht begegnen. Toleranz für die Eigenheiten der Mitbewohner ist Grundvoraussetzung eines WG-Menschen, was aber nicht mit der totalen Aufgabe der eigenen Bedürfnisse zu verwechseln ist. Man kann aneinander wachsen oder verzweifeln – je nachdem.

    Heute ist das anders, der Hund ist nicht mehr, das Leben geht weiter, und ich kann mir nun mein momentan sehr geschätztes Eigenbrötlerdasein leisten. Für´s Alter könnte ich mir dennoch eine (gerne etwas spleenige) Senioren-WG wieder vorstellen, so eine Art HQ meiner täglichen Exkursionen. Aber wer weiß, was bis dahin noch so alles kommen mag. „Wenn Du den lieben Gott zum Lachen bringen willst, dann mache einen Plan…“

    • Danke für den Erfahrungsbericht. Wenn es den einen oder die andere zum Nachdenken anregt, wie man im Alter leben will, dann ist das gut.

  29. "Wer sein Leben in die Hand nimmt...."
    sagten mir Eltern und Lehrer, fleissig und in einem guten Beruf und als Macher tätig ist, kann sich aussuchen, wie er zu leben wünscht. Vielleicht so wie der Don? Oder an einem See in den Alpen im eigenen EFH? Für Hilfe im Alter wenn es zwickt ist dann auch noch Kleingeld übrig. Inklusive eines live-in caretaker, falls erforderlich. Andere weniger Glückliche können versuchen, in Senioren WGs zum Beispiel im Reichshauptstadtslum unterzukommen. „Kontakte“ – ich will in meinen vier Wänden in Ruhe gelassen werden, war lange genug durch den Beruf für die Allgemeinheit verfügbar gewesen. Wirklich perfide diese Gegenüberstellung vom Leben eines freien Mannes unter Stuck und mit Silbergeschirr mit dem Leben in einer schöngeschriebenen, der Not gehorchenden Senioren WG.

  30. Geplauder
    Nettes Geplauder aus der Münchene Beinahe-Senioren-WG. Wenn die Autorin es schafft, das Ganzenauf 1000 Seiten auszuwalzen und ihre Vita aufzupeppen (Eskimo als Großvater? Inzest mit dem Goldhamster??), winkt der Literaturnobelpreis. Ansonsten fehlt die polarisierende Arroganz des Don.

    • Ach bitte, immer nur ich ist doch auch langweilig.

    • Sie bringen mich auf eine völlig neue Idee. :-)
      *Arbeitet Konzept für Buch und Hollywood aus*

    • Och, ich kann durchaus arrogant sein. Sozusagen so arrogant, dass ich Ihnen gerne sagen würde …
      Aber ich bin gerade abgelenkt. Großartige Idee, das mit dem Nobelpreis.
      Erarbeite gerade das Konzept.

  31. Wohltuend im Wahlschwafel
    D.A.: Mit der Auswahl dieser Gastautorin haben Sie gezeigt, was unsereins coup d’œil nennt.

    Cumulus: Billigen Sie obigen mit DE Tastatur generierten FR Ausdruck?

    Nettelbeck: Nach x Jahrzehnten das erste Mal, dass die Meinung eines Bayern sich mit meiner deckt. Die Reihe Ihrer Vorväter muss irgendwo einen Preußen enthalten. In Kolberg?

    Frau A.-S. P.: Gut! Sie hätten früher entdeckt werden sollen. Bitte weiter.

    Gruß,
    C.
    Ceterum censeo Europam esse construendam

    • Ja, Kolberg
      Die unvergleichlichen Erinnerungen des Nettelbeck sind wirklich lesenswert. leider aber politisch vollkommen inkorrekt. Minister Maas, übernehmen Sie.

    • Danke. Ja, vielleicht schreibe ich ein bisschen weiter …

    • danke für den Buchtipp
      wollte es bei amazon mitbestellen uns stieß auf „ist in ihrem Land nicht verfügbar“. Ich vermutete schon das Schlimmste – wurde dann aber bei booklooker fündig.

  32. Schwer off topic, aber ums Zusammenleben geht es allemal auch.
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/kriminalitaet-fast-prozent-mehr-angezeigte-vergewaltigungen-in-bayern-1.3664325

    Sollte das so stimmen, würde man gern Reaktionen aus der Politik sehen. Wahrscheinlich vergeblich. Fürchte ich.

    • Aber welche Fallgruppe?
      Wenn es nicht
      111100 –
      Vergewaltigung überfallartig (Einzeltäter) gemäß
      § 177 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 und 4 StGB

      oder

      111200 –
      Vergewaltigung überfallartig (durch Gruppen)
      gemäß § 177 Abs. 2 Nr. 2 StGB

      sind, sagen die Grünen doch, das sei das sich erhellende Dunkelfeld von Vergewaltigungen in der Ehe.

    • Erschreckend Erweiterndes - und bezogen nur auf Oberbayern Nord:
      https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/dramatische-zunahme-der-kriminalitaet-durch-zuwanderer/

      Seltsam auch das:
      Nicht zu „Zuwanderern“ zählen anerkannte Asylbewerber. Wie viele
      Taten davon innerhalb von Asylunterkünften gezählt wurden, konnte das
      Innenministerium nicht sagen.

      Was ist mit Doppelpassinhabern oder denen, die per Familiennachzug ja gar nirgends sonst aufgelistet sind – und mit solchen, die sich nirgends haben registrieren lassen und einfach so überall sind, wo sie hier sein wollen?

  33. Kann man so machen. Möchte ich nicht.
    Als für mich die Frage kam, wie ich denn weiter wohnen wollte, nach Trennung so etwa im 32. Ehejahr (- drei Kinder aus dem Haus – ich hatte jung geheiratet), und ein früher Ruhestand zwangsläufig wurde, dazu ein paar flexible Zusatztätigkeiten, gab es keinen Zweifel: Auf´s Land. Und dort allein leben.

    Natürlich, man kann irgendwann nicht mehr allein, aber dann – so war meine Überlegung – gibt es im Dorf oder im nächsten Dorf immer eine Zugehfrau, die ich engagieren und natürlich angemessen bezahlen könnte, soviel ist trotz Versorgungsausgleich und Zugewinnausgleich noch da.

    Und ich hab´wirklich meine Ruhe, niemand schwatzt mir dazwischen. Für Kontakt mit Kindern und Enkeln gibt´s Telefon, Skype und Whatsapp, und kurze Besuche. Freunde sind willkommen und ich bei ihnen, aber nach drei Tagen ist es auch wieder schön seine Ruhe zu haben. Die Musik laut zu hören, die man will, und – wenn der Schlaf nicht kommt – nachts die steif gewordenen Finger auf Bach loszulassen.

    Warum sollte ich dies Glück gefährden durch zwangsweises zusammenleben mit irgendwelchen Leuten?

    Ja, die Liebe, das wäre bzw das ist etwas anderes.

  34. Der Wesenskern des Uebels
    Es gibt so Sätze, die ich grauenhaft finde. „…kein Zimmer frei, aber hey, Platz ist in der kleinsten Hütte“. Er hatte einen tödlichen Unfall, aber hey, sein Bein hatte keine Schrammen…..da weiß der Autor nicht mal, was er denken und sagen soll und verliert sich in eine dumme faselnde Floskel.

    Ja ja, ich muss es ja nicht lesen, aber ich habe es angefangen und stoße mich an dieser grauenhaften Floskel, die derart oeberflächlich ist , dass es mich schaudert.

    Wohngemeinschaft, aber hey, die Lösung, klar doch. Wer „aber hey“ sagt, der zeigt, das er denkend nicht in die tiefe geht.

    Und die Liebe, was ist mit der Liebe? Sollte nicht eher das Bestreben vorhanden sein, eine Partnerin zu finden oder einen Partner, ach, sagen wir es offen, eine oder einen Liebhaber für immer, die Bemühung um eine stabile Beziehung -aber wer will sich schon noch bemühen in der Spassgesellschaft? Sich also lieber in die unverbindliche Gemeinschaft des zufälligen Zusammenlebens zurückziehen und nicht einmal das Gefühl der Verantwortung für den Ehepartner tragen wollen- Verantwortung zu tragen ist eine Auszeichnung, keine Pflicht. Verantwortung hat etwas mit tiefem Vertrauen zu tun.
    Sehnen sich „alte Leute „(das hatten wir doch gerade!) nicht auch nach Liebe. Und da soll eine banale Wohngemeinschaft eine Lösung der Einsamkeit sein? Einsamkeit ist etwa innerliches. In großen Meuten kann man auch einsam sein. Ein Beitrag, den ich, mit Verlaub, grauenhaft oberflächlich finde.

    Ja ja, da wird von Theater gefaselt und dem Provit den man gewann, das sind Erfahrungen, aber das, was den Menschen tief im inneren bewegt, die Sehnsucht für jemanden da zu sein, gebraucht zu werden, geliebt zu sein, das wird geflissentlich geleugnet, damit ja keine unangenehme Erkenntnisse aus der Tatsache dringen, dass Wohngemeinschaften nichts anderes sind, als Konserven, als Ersatz für tief sitzende, hinter dem Herzen lauernde, unerfüllte Sehnsucht nach Zweisamkeit.

    Davon handeln nämlich die Theaterstücke, Romane und Opern, stets von der Liebe , ob Macbeth oder Heinrich der VIII, immer geht es um Liebe, sogar bei Mäckey Messer. Wer Theaterstücke um des Theaters wegen benennt, hat nicht das Wesen des Theaters verstanden. Nicht umsonst galt das fahrende Volk als unmoralisch zu alten Zeiten.

    „Wir anderen und auch er hatten dabei viel Spaß und Spaß gab es ohnehin immer viel.“, sagt die Spaßgesellschaft, die spätestens den Spaß verliert, wenn der aus der Wohngemeinschaft nicht mehr ins Raster passt und ins Altersheim abgeschoben wird.

    Vielleicht sehe ich es nur anders. Vielleicht sind mir solche Vorstellungen einfach nur zu fremd, zu kalt, zu – ja, herzlos. Da stehe ich mit meinen 70 Jahren und fühle mich wie 45 etwa und bin wie ein junger Gockel verliebt in eine Witwe von 60 Jahren und wir machen rum wie kleine Kinder. Da stört sich keiner dran, bei uns. Ja, wer nur in Partnerschaften lebt und nicht in der Liebe, wird nie wissen, was er im Leben versäumt.

    Bei mir sind die Türen offen und wenn ich auf der Straße gehe grüßen mich Leute oder ich sie und man fragt wie es einem geht und die Wohngemeinschaft ist die ganze Straße, die Anteil nimmt am Liebesleben, weil sie selber in Liebe aufgewachsen sind.

    Doch in Ländern wie Deutschland, Holland, Belgien und so weiter, wo die Distanz zum Menschen, als das höchste an Mitmenschlichkeit angesehen wird, sind Wohngemeinschaften wohl nichts anderes als der Ausdruck unterdrückter , in sich erstickender Liebessehnsucht, die übertüncht wird mit sogenannten Erfahrungen, die man auch ohne Wohngemeinschaft ergründen kann.

    Ja bin ich froh meine amante zu haben und von ihr mit offenem Herzen geliebt zu sein, als seien wir jugendliche. Es braucht keine Wohngemeinschaft, wenn man es als normal betrachtet, dass auch für ältere Leute die seelische und körperlich liebe eine stinknormale Angelegenheit ist, und nicht nur zur sogenannten Jugend gehört.

    Die Menschen in Deutschland altern einsam, und bringen sich um, weil der Altersrassismus in Deutschland es den Alten nicht gestattet, die junge Liebe zu spüren und zu leben, die einem Mut und Gottvertrauen gibt. Das ist der Kern allen Übels. Die gesellschaftliche Ablehnung des älter werdens, der Jugendwahn. Anstatt sich dem entgegen zu stellen, gründet man also eine, ich fass es nicht, Wohngemeinschaft, bis dass das Siechtum euch zurück in eure Einsamkeit trennt.

    Eines aber verstehe ich nicht, welchen tieferen Sinn hat die doppelte Benennung des Huhnes?
    Die Verdoppelung eines Begriffs bedeutet noch lange keine Steigerung!
    Saludos.

    • Titel eingeben
      Robert Gernhardt verwendete einst in einem Gedicht oder in einem Cartoon den Begriff „Hu-huhn“ und in meiner Erinnerung war das sehr lustig; jedenfalls werfen meine Frau und ich uns seit ein paar Jahren ab & zu ein lautes „Hu-huhn“ an den Kopf und finden das jedesmal sehr lustig. Ja, es ist albern. Aber es macht Spaß.
      Vielleicht ist’s bei Frau Pukke ähnlich?


    • Naja… Tico, sie sind ein Mann. Sie werden immer eine jüngere Frau finden. Aber es ist nunmal biologisch so, daß Frauen älter werden als Männer und dann irgendwann allein dastehen, weil nicht jede einen jüngeren Liebhaber findet. Deswegen war das Untervermieten z.B. traditionell eine Witwenbeschäftigung. Soviel Kontext muß man sich schon dazudenken.
      Und, „richtig alt“, im Sinne von greisenhaft, werden die meisten erst über 80 oder gar 90. Das Alter ist zweigeteilt, 60-70 ist „typisches Vermieteralter“.

    • ...
      komisch, warum erscheint mir jetzt dieses Bild von Rudolf Scharping, seelig planschend im Pool…

    • Ja, da heben Sie recht. Das „hey …“ war wirklich zu flapsig.

      Ansonsten freue ich mich für Sie sehr, dass Sie die Liebe (noch einmal) gefunden haben.
      Alles Gute Ihnen und Ihrer Partnerin.

    • Achtung Spoiler
      Das mit der Verdoppelung des Huhns ist der subtile Hinweis, das es sich um ein Transgender-Huhn handelt, dass dafür kämpft, dass Wasserhähne in Zukunft als „Wasserhähne und Wasserhühner“, zur Not auch als WasserhähnInnen angesprochen werden müssen. Das gleiche gilt für Suppenhähne und Hühnin..Hähninnen..Suppenhühnen, Gashühner und Hähne, sowie die Automarke „Hühnomag (Hahnomag)“.
      Die Umbenennung der Städte Hühnau und Hühnnover sowie die Ski-Strecke „Hühnerkamm“ stehen ebenfalls auf der Liste zu erkämpfender Hühnergerechtigkeit.
      Zum Eier-Gap wird sich das Küstenhuhn aus Hühner-Hohlstein demnächst melden.

      (Hier reift langsam das Tatmotiv zum späteren Hühnermord)

    • Hey kommt bei mir auch nicht gut an
      und in Ihren Antworten, geehrte Frau Pukke kommt es allemal wieder. Fehlt eigentlich nur das „Alder“ dahinter. Man merkt, dass Sie viel bei Twitter hocken, das versaut anscheinend bei einigen das Sprachgefühl. Was soll hey eigentlich ausdrücken? Zu meinem Wortschatz gehört es nicht, drum frage ich einfach mal. Junge Leute, bei denen das wohl umgangssprachlich drin ist, habe ich grad nicht greifbar.

  35. Von einer Senioren-WG
    erwartet man eigentlich, dass sie eine Bank überfällt, mindestens.

    • Bank überfallen?
      .
      Ist doch völlig veraltet.
      Um eine Bank auszurauben, lässt man sich heute bei ihr anstellen.

    • Interessanter Aspekt!
      Wenn die potentielle Höchststrafe die statistische Restlebenserwartung deutlich übersteigt, könnte man sich kriminellen Aktivitäten zuwenden.

    • Von einer Senioren-WG erwartet man eigentlich:
      > dass sie eine Bank überfällt …

      Oder mit Dope dealt. Oder beides.

      Ohne Scherz, viele werden nach dem Eintritt in die Fake-Rente vor die Wahl gestellt werden:

      Altersarmut oder „kreatives Aufstocken“.

    • Responde
      @ colorcraze sagt:
      „Naja… Tico, sie sind ein Mann. Sie werden immer eine jüngere Frau finden. Aber es ist nunmal biologisch so, daß Frauen älter werden als Männer und dann irgendwann allein dastehen, weil nicht jede einen jüngeren Liebhaber findet.“

      Sogar ein Mann kann einen Text als grauenhaft oeberflächliche empfinden…..
      Aber vielleicht bin ich nur zu streng im Urteil.

      Ich halte den Ansatzpunkt für falsch. Auch Frauen, die ihre Männer durch Tod verloren haben, müssen nicht einsam sein und Wohngemeinschaften gründen, wenn -und hier sind wir an des Pudels Kern, ein gewisses „Rollenverständnis“ akzeptiert worden wäre, dass es nun mal Frauen sind, die Kinder kriegen. Und später, wenn der Mann nicht mehr lebt, können sie umgeben sein von Kindern und Enkeln, ohne Wohngemeinschaft, das war eigentlich mal der natürliche Kreislauf, aber das ist ja unmodern und passt nicht mehr ins Heute, weil auch Liebe zu der Sache gehoert, da viele Frauen die besseren Männer sein wollen oder doch zumindest sich weigern oder geweigert haben, und ihr Lebensziel in Karriere oder ähnliches steckten.

      Warum, frage ich mich, gibt es so etwa in Lateinamerika nicht, Wohngemeinschaften für Frauen oder ältere Leute? Weil es hier noch große Familienverbände gibt, ich sags mal so, weil hier noch „die Sippe“ funktioniert, in denen man sich gegenseitig besucht, zu Festen trifft, niemanden alleine lässt. Ich habe in den 22 Jahren noch nie einen Menschen hier getroffen, Mann oder Frau, der alleine gelassen wurde. Immer sind Kinder da und Enkel und Tanten und Onkels und Neffen und was es alles gibt.

      Warum aber ist das in Deutschland, Holland, Belgien so? So kalt und ernüchternd?

      Das meine ich mit des Wesens Übel, mit den Ursachen. Nicht die Wohngemeinschaft ist die Rettung, sondern die Besinnung auf familiäre Werte (und eine Familie bringt halt auch Streit und krach, das ist so wenn sich zwei Menschen treffen, die unterschiedlich sind und hier beginnt die Toleranz den anderen immer wieder zu verstehen zu versuchen). Wärme, die wir brauchen zum Leben, Wärme und menschliche Hingabe finde ich nicht in künstlich gebauten Gemeinschaften. Das erinnert mich an die „Bezugsperson“ von denen in den 68ern behauptet wurde, Kinder brauchen keine Eltern, nur Bezugspersonen. Irgendwen halt der oft da ist.

      Gerade durch meine Erfahrung zweier unterschiedlicher Kulturen – hier die eine, die zusammenrückt, die im Herzen offen ist, die das Freundliche auch im überfüllten Autobus verströmt – und dort die hoch technisierte Gesellschaft die ihr „Glück“ in Apple findet und Jobst und Windows für Apostel Gottes hält.

      Ich sehe ein, man kann nicht von heute auf morgen die Zustände ändern, aber ich erfahre ein immer kälter werdendes Deutschland (das schon lange nicht mehr meine Heimat ist!) und immer mehr Menschen die entfremdet vor sich hin leben (müssen). Zumindest wurde mir das durch die vielen vielen deutschen Besucher vermittelt und das erlebte ich auch vor 6 Jahren, als ich in Deutschland war. Kälte, Entfremdung, Grusslosigkeit.
      Ich kann mir vorstellen dass einigen hier mein Gefasel fuer Weltfremd halten, aber so ist es nicht.

      Es gab vor vielen Jahren mal eine Werbung in Deutschland, über Eis, und jemand kaufte sich das Eis und der Andere wollte mal probieren und es hieß: Nein, das ist mein Eis! Mein Egoismus. Nichts da, ich gebe nichts von mir ab oder weg, ich beziehe mich nur auf meinen Nabel, mach dir doch Inselmäßig deine eigene isolierte Welt.

      Und da steckt die Einsamkeit, die Wohngemeinschaften gründen lässt. Im Denken, im Erfassen des Lebens, oder der Verschlossenheit. Als Student schon war es mir suspekt und als älterer Mensch erst recht.

      Interessant am Rande: meine zukünftige Frau ist Witwe und war nie in einer Wohngemeinschaft, sondern stets waren Kinder und Enkel da und zur Zeit ist sie in Holland und leidet unter der Kälte der Menschen, genau unter dem was ich als Kritik, oder besser, als Mangelerscheinung benenne. Isolation. Sie ist natürlich eine Latina. Ihr fällt es auf.

      Also alles in allem fehlt mir im Beitrag eine echte Tiefe, die mir sonst immer im Blog gefallen hat. Na gut, niemand ist perfect, es kann noch werden.
      Saludos. Es verspricht wieder ein heisser Tag zu werden, bis am Nachmittag der Wassersturz kommt, die Regen, so fuer 2-3 Stunden, der Strassen zu Fluesse werden laesst.

    • Sie bringen mich, uns auf völlig neue Gedanken. ;-)

    • Kriminell im Alter
      Ich bin dabei. Endlich mal was los.

  36. Danke für diesen sehr guten Beitrag, Frau Puke!
    Vielleicht rührt es mich deshalb, weil ich notorischer
    Einzelgänger bin mit einer großen Sehnsucht nach wirklichem Austausch…
    Angesichts der Tatsache, daß ich eigentlich Benediktiner geworden wäre und mir das Monastische sehr liegt, und angesichts der Probleme, dei ich in etlichen WGs sehe, frage ich mich allerdings, wie sollte ich- würde ich wollen- die „richtigen“ Menschen finden, denn zugegebenermaßen ertrage ich die Meisten kaum noch.
    Wie bringt man einen Misanthropen (also nicht einen Misogynen!) in einer WG unter?

    • Vermutlich wäre eine WG mit Schweigegelübde Ihre Lösung.
      Ob sich dann auch die veganische Mitbewohnerin daran noch gehalten hätte, als sie das Huhn, das Huhn auf ihrem Brett entdeckte, vermag vermutlich nur Frau Pukke zu beantworten…

    • Achach. Wenn Sie wüssten … Ich ähnle Ihnen da schon sehr.
      Ich muss über ausführlichere Tipps nachdenken.
      Aber vorab schon: Da fällt mir was ein!

    • @Phoenicia Sehr nett (Tipps), aber bei mir stehen derzeit ganz andere Umstürze an
      und später wird es das Leben in der ein oder anderen Weise fügen.
      Vielleicht gehe ich irgendwo in Patagonien mit dem Rad auf dem Weg nach Feuerland verloren- wozu da noch meine WG-Tauglichkeit (die aber zweifelsfrei doch besteht) verbessern…
      @S&R:
      Vllt. wäre eine WG mit Gehorsamsgelübde effektiver!
      Generell ist es mir egal, was andere sich in den Mund stopfen. Ich habe jedoch beizeiten situativ ein loses und bissiges Mundwerk und da könnte es schon passieren, daß ich die gehäkelte Metaphysik der ostentativen veganen Rechtgläubigkeit ins Lächerliche ziehe- es würde schwierig, denn selbst mein Schweigen ist beredt (fragen Sie die, die mir nahe stehen)!

    • "Veganer essen meinem Essen das Essen weg."
      Dann wünsche ich eine gute Reise, und genießen Sie unterwegs für mich ein ordentliches argentinisches Rindsteak mit….

    • Titel eingeben
      Lieber P. Feldmann,

      also in meiner WG, wenn ich mich denn mal zu einer zusammenfinden würde, wären Sie herzlich willkommen. Ich mag Ihre Kommentare beim Don, ja ich bin diejenige die alle liest, was beim letzten Blog mit mehr als 800 Kommentaren eine echte Herausforderung war.
      (D.A. ich verneige mich ehrfürchtig, wo bleibt da ihr Privatleben?)

      Tico hat schon mit allem recht was er geschrieben hat. Die zwischenmenschlichen Beziehungen in Deutschland sind in vielen Bereichen ein Desaster. Die Spaltung zwischen den Geschlechter und den Generationen kaum noch zu überwinden. Schade ich habe es bisher nicht geschafft in Alaska verloren zu gehen. Aber ich bleibe dran.

      Dazu tragen auch manche der Blogbeiträge und die Kommentare einiger männlicher Teilnehmer bei. Da verdrehe ich oft die Augen und bin heilfroh sowas nicht mehr bei mir Zuhause sitzen zu haben.

      Wir wissen alle, dass wir uns nach Partnerschaft sehnen. Aber wenn es doch nun mal nicht passiert, ist es halt so und man kann das Leben genießen und macht das beste draus.

      Und Tico ich war 25 Jahre verheiratet, habe auch das obligatorische Einzelkind, mit dem richtigen Partner hätte es gerne eine Fußballmannschaft sein können, und Verantwortung mehr als genug getragen.

      Wenn es nochmal mit einer Beziehung klappen sollte dann muss es richtig Funken. So wie Tico es beschreibt.

    • @nur ein Leser : Danke für das Kompliment
      :-)


    • die gehäkelte Metaphysik der ostentativen veganen Rechtgläubigkeit
      Oho, Herr Feldmann, so kannte ich sie ja noch garnicht.
      Sind Sie etwa auch ein Anhänger des gelegentlichen Schweinebratens und occasionellen blutigen Rumpsteaks?

    • @colorcraze Ich brate meine Schnitzel selbst...
      Ja, über dieser Formulierung habe ich einige Wochen gebrütet… (und daher kommen die ja auch bei mir so selten)

      Und jetzt kommts: ich rauche sogar Pfeife!

  37. WG
    Katzen! Wenn die Kinder aus dem Haus sind, kann ich nur Katzen empfehlen.

    Der Unterschied ist wirklich nur gering.

    • Katzen? im Alter? gar mehrere?
      In meinem früheren Leben war ich auch mal einige Jahre lang Briefträger (als man noch Uniform trug und zwei Mal am Tag austrug) und ich erinnere noch den beißenden Geruch von zig Katzen in riesigen Wohnungen älterer Damen (ich sage nur: Riemers Hofgarten zwischen York-, Großbeeren- und Hagelberger Str.).

    • Katzen
      sind eher wie kleine Mädchen, oder Frauen. Berechnend und manipulativ, im weitesten Sinne.
      Hunde dagegen eher wie Buben, boodscherd, und wenn unehrlich, dann so, dass man sofort draufkommt und aus Mitleid nichts sagt.

      Kommt drauf an, was man will. Hier , wie vom Don schon verwendet:
      Cum grano salis

      @Patrick Feldmann

      Da bin ich ähnlich wie Sie veranlagt.
      Die Vormittage habe ich frei, also Kür, nachmittags und abends mit Kindern und Frau die Pflicht.

      Mit viel Glück auch mit der Familie ab und an eher Kür als Pflicht.

      Und ab und zu, und das schreibe ich jetzt nur, weil ich mich ein alter Freund gestern mit diesem Spruch erfreute und ich diese Freude teilen will:

      „an Wochenenden mit den Freunden die Leber baumeln lassen.“

      Das Genick würde es mir brechen, wenn meine Familie mitläse.

    • @ kdm / Riemers Hofgarten
      Sie wissen sicher, dass Jurek Becker dort gewohnt hat.
      > Hagelberger Str. 10c
      Ich sah in manchmal;
      ach er war so eine Bereicherung für „unsern Kiez“…

      Dort hin hat er von unterwegs unvergessliche Postkarten
      an seinen kleinen Sohn geschickt.
      In weiser Voraussicht?
      Becker wurde mit 53 Papa und starb so früh, mit 60.
      Man weiß es nicht.

  38. Erwartungshaltungen
    Sehr geehrte Fr. Pukke,

    zunächst einmal herzlich willkommen hier in unserem kleinen aber feinen – der Großzügigkeit unseres Gastgebers und dessen Arbeitgebers zu verdankenden – Biotop. Sie müssen verzeihen, aber mangels Alternativen (sie wissen schon, maximale Zensur in den Kommentarfunktionen fast überall anderswo) sowie aufgrund der besonderen Art, Denkweise und Schreibweise und Themenwahl unseres Gastbebers hat sich bei mir – wie gewiss bei vielen anderen – eine gewisse Erwartungshaltung ausgebildet, wenn es um den blog hier geht. Daher nehme ich mir die Freiheit und verbalisiere diese, in der Hoffnung, sie nicht zu verschrecken sondern im Gegenteil anzuspornen. Interessante Themen gibt es genug und neue Perspektiven sind mir immer willkommen.
    Also, zu den Erwartungshaltungen:
    Eine der Qualitäten unseres Gastgebers ist ja, daß er plaudern will und dies auch entsprechend tut – wenn er nicht gerade Wasserrohrbrüche zu flicken hat oder den ganzen Tag auf dem Rad verbringt. Also sich gerne in den Kommentaren zu Wort meldet. Dies macht das alles hier zu etwas persönlichem, zu keiner Einbahnstraße wie print es so ist – und befruchtet den Gedankenaustausch. Ich würde mir von Gastautoren eine ähnliche Bereitschaft zum plaudern.
    Eine weitere Erwartungshaltung ist, daß es hier bei den Stützen der Gesellschaft eben um dies Stützen geht. Also gesellschaftliche (Fehl)Entwicklungen gespiegelt werden an dem Lebenswandel und der Gedankenwelt dieser Stützen. Stützen auch im weiteren Sinne, wenn ich neben Dons eigener Lebenswirklichkeit auch Geschichten z.B. zu Tankstellenverkäuferinnen o.ä. denke. Ihr Beitrag hätte sich wunderbar dazu geeignet, diese Ihre Lebensweise an solchen zu spiegeln, die dem gesellschaftlichen Zusammenhalt vielleicht nicht unbedingt zuträglich sind. Der Don hätte da sicher in seiner unnachahmlichen Weise auf Fett in Leggins, Schneeflöcken oder andere wenig Stützenhafte Lebensweisen verwiesen. Natürlich macht das die Kunstfigur Don immer auch zum Richter über die in seinen Seitenhieben beschriebenen Personen(gruppen) – eine Rolle, die natürlich nicht jedem liegt – aber eben auch seinen Charme ausmacht. Aber so ganz in den luftleeren Raum gestellt, fehlt mir in ihrem Text dann einfach was. Weil ihre Lebensweise meiner Ansicht nach eben auch eine Stütze für die Gesellschaft ist.

    • Sie haben recht und ich entschuldige mich. Ich wollte gestern schon antworten, allein es gab ein technisches Problem. Darüber, ob ich das jetzt unter „Frauen! Keine Ahnung von Technik“ oder unter „Alte Menschen! Keine Ahnung von …“ verbuche, weiß ich auch gerade nicht. Ich denke darüber nach. :-)

  39. In einem Doppelpack.....
    ….. hat man ja schon Mühe, den fliegenden Untertassen auszuweichen.
    Und dann die ganze Unordnung, nee, nee, nee.
    Klappt ja schon beim Doppelpack kaum, überall hängt Wäsche rum.

    http://theoldmotor.com/wp-content/uploads/2016/06/Model-T-Ford-Camper-760×540.jpg

  40. WG im Alter als Stütze der Gesellschaft
    Werte Fr. Pukke,

    ein interessantes Thema haben sie da angeschnitten. Natürlich hab ich es mit dem Alten Fritz, wonach jeder nach seiner Fasson glücklich werden soll, aber ich bin klar befürworter ihre Lebensweise. Aber mal abgesehen von eher praktischen Erwägungen wie reduzierter Platzverbrauch, ressourcenschonenden Teilens von gemeinsamer Infrastruktur etc. (was das zu einem urgrünen Thema macht) ist das Leben in einer engeren Gemeinschaft (sofern nicht totalitär) immer der Gesellschaft allgemein zuträglich. Egal ob in der Familie, in der WG – aufgrund der deswegen notwendigen Verhaltensweisen (echte Toleranz, Zuhören können, einander helfen und füreinander da sein, Verlässlichkeit) und dem unausweichlichem unmittelbaren Miterleben von Hochs und Tiefs (wie Krankheiten oder Tod).
    Ich bin der Meinung, daß viele gesellschaftlichen Fehlentwicklungen (der entfesselte Turbokapitalismus, Schneeflöckchen, Gutmenschentum, die Unsitte mangels naher Themen die ganz großen Themen aus subjektiver Einzelperpektive heraus lösen zu wollen mittels Vorschriften an andere , virtue signalling, Genderwahn etc.pp. – alles leider aktuelle und nicht urgrüne Themen) der gesellschaftlichen Entwicklung weg von festen sozialen Gefügen wie Großfamlilie und Dorfgemeinschaft hin zum anonymen Einzel- oder Singleleben in urbanen Räumen (ohne soziale Kontrolle des engeren Umfeldes) entspringen. Eine WG – möglichst noch mit unterschiedlichen Altersklassen – ist eine Möglichkeit, diesem zu begegnen. Von daher definitiv ein Modell, das man kommunizieren und fördern sollte (für wen es halt passt).


  41. Herzerfrischend dieser Artikel von jemandem, dem das Zusammenleben mit Anderen problemlos gelingt.
    Ob ich das nochmal mache (in meiner Lehre lebte ich in einer WG), weiß ich nicht, vielleicht, wenn ich nach 7 Jahren Alleinleben genug hätte.
    Aber sehr wahrscheinlich ist das nicht, denn man wird doch je älter desto eigener. Auf der anderen Seite möchte man gern ein paar vertraute Menschen um sich haben.
    Meine Erfahrungen mit WG sind nicht so ganz ungetrübt, bei Ihnen scheint es gut zu klappen. Könnten Sie vielleicht noch ein wenig mehr über ihre „Randbedingungen“ schreiben – wer kocht, wer putzt, wer zahlt wie, wie werden Nachrücker ausgesucht, wer sucht die aus, wie sehen gemeinsame Alltagsaktivitäten aus -, um ein bißchen ein Bild zu bekommen, worauf man achten muß, daß das Zusammenleben erfreulich wird.
    Vermutlich ist es hilfreich, wenn man mit mehreren Geschwistern aufgewachsen ist, und das Nicht-Alleinleben von Anfang an gewöhnt.
    Aber das ist nicht prinzipiell so, mit mehreren Geschwistern Aufgewachsene, die strikt eigenbrödeln wollen, kenne ich auch, und Einzelkinder, die ihre Wohnung untervermieten mit gemeinschaftlicher Küchennutzung.

    • Kochen: derzeit getrennt wegen unterschiedlicher Ernährungsstile.
      Putzen, bezahlen: kein WG-Plan. Es läuft von selbst und wenn nicht, dann wird geredet.
      Nachrückerwahl: Sympathie und einigermaßen gleiches Grundbedürfnis an Sauberkeit.
      Alltag: Zwei, drei Stunden am Tag reden, spielen …
      Ich denke über einen Extra-Artikel nach. Dank für die Anregungen.


    • Kochen: derzeit getrennt wegen unterschiedlicher Ernährungsstile.
      Hm, aber schon in einer Küche, oder habe ich das mit dem Veganerbrett falsch verstanden?
      Putzen, bezahlen: kein WG-Plan. Es läuft von selbst
      Hm.. aber Miete /Wohngeld wird schon verpflichtend von jedem gezahlt, oder?

    • a) Ja, in einer Küche. Töpfe und Geschirr verwenden wir gemeinsam, aber das Huhn auf dem Holzschneidebrett musste dann doch nicht sein. :-)
      b) Klar, beides verpflichtend, genauso wie WLAN, Strom, andere Nebenkosten. Was Putzmittel betrifft: Das ist schon auch verpflichtend, aber halt ohne schriftlichen Zahlplan oder Haushaltskasse.

  42. Die Hölle, das sind die anderen
    Schön, dass es für die Autorin so gut funktioniert – beneidenswert. Man hüte sich aber davor, das zu verallgemeinern. Sonst kommt wieder – schwupps – irgendein grünlinkssozialromantischer Politiker und meint, das sei die ökologischgenerationengerechtalleinseligmachende Lebensform, die subventioniert gehört und alle anderen Daseinsformen seien egoistisch und unsozial und zu überwinden. Geht ganz schnell, wir kennen das von den Berliner Innenstadt-Hipstern, die meinen, niemand bräuchte ein Auto, weil sie´s selber nicht brauchen.

    Nein, wer dergleichen mag, möge so leben. Ich möchte erst recht im Alter meine Ruhe haben und keine unnötigen Kompromisse eingehen. Wenn ich Menschen sehen will, lade ich sie ein oder gehe raus. Nichts gegen ein gutes, freundschaftliches Verhältnis zu den Nachbarn, aber diese müssen ja nicht gerade in der selben Wohnung hausen. Das würde bei mir zu einem sozialverträglichen Frühableben führen – nicht unbedingt dem meinen.

  43. Audiatur et altera pars...
    …und in diesem Sinne dem Herrn des Hauses meinen besten Dank für die heutige Gastautorin, und natürlich ergebensten Dank an die Frau Gastautorin für ihren Aufsatz!

  44. Könnte auch ein Modell sein
    Als wir anfangs der Neunziger hier in der dörflichen Vorstadt auf ein geerbtes Grundstück ein Haus bauten, ergab sich in zweiter Linie zur Straßenseite hin mit dem neuen Nachbarhaus eine Art abgeschlossener Hofsituation. Gleichzeit änderte sich durch Besitzerwechsel fast die komplette Anwohnerschaft. Neben uns gingen zwei Häuser an insgesamt 4 Familien siebenbürgisch-sächsischer Herkunft. Direkt neben uns, das ehemalige Haus einer Ärztin an eine Sippe mit drei Familien. Kinder bis zur Urgroßmutter. Als ich den Graben für die Leerrohre Gas/Wasser vom Übernahmeschacht auf dem Grundstück der Tante grub flüsterte mir die gehässige Alte vom nördlichen Grundstück zu, daß das Haus von „Frau Doktor“ an „Zigeuner“ gegangen sei.
    .
    Nun sah ich da aber nur Leute, die fleißig dabei waren das übernommene Haus ihren Ansprüchen anzupassen. Sie sahen aus wie wir, nur aus ihrer Sprache heraus war „Deutsch“ nur zu erahnen. Als es im Verlauf unseres Hausbaus, z.B. beim Setzen eines 12 Zentner schweren Firstbalken oder beim Dacheindecken wegen Regengefahr innerhalb von wenigen Stunden ging war ungefragt die Hilfe nicht weit. Also man hilft sich wenn nötig.
    .
    Das kann sein bei einem Blattfuß am Auto der Frau wenn Mann auf Abbait. Oder eines der im Freien stehenden Autos eines Nachbarn findet bei Hagelgefahr Unterschlupf in meiner „Bastelgarage“. Mansches Mal ist es auch nur der Garten, den es bei Urlaubsabwesenheit zu gießen gilt, oder der Mülleimer der an die Straße muß. Für die Nachbarn, unter rumänischer Mangelwirtschaft aufgewachsen sind, ist z.B. die Floskel „geht nicht“ so gut wie unbekannt. Die bauen dir aus drei Brocken Eisen und einem Rest Messing vom Alteisen-Knoblauch eine Dampfmaschine, ehrlich. Alles da, mehrere Schweißverfahren, Drehbank, Fräsmaschine (habe dort erst kürzlich eine Backmodel aus Olivenholz gefräst).
    .
    Der Nußbaum im Wiesle geht etwas aus der Form. Kein Problem. Hans im übernächsten Haus hat einen Motor-Entaster. Dafür helfe ich beim Sterholz-Sägen.
    Mutti möchte ein Rosenpavillon, aber kein gekauftes. Opa Mich (82) macht das, ich lege ihm nur die Einzelteile aus dem Rest einer Blitzschutz-Erdung hin. Ich brauche ein Edelstahl Geländer für die Gartentreppe, kein Problem, wird aus Eigenfertigung geliefert. Dafür muß ich ihm von der europäischen Geschichte erzählen. In Rumänien gab es ja nur die Daker und deren kommunistischen Nachfolger.
    .
    So war auch sein größter Wunsch einmal das Grab von Napolèon und den Eifelturm zu sehen. Auch kein Problem für seinen nachbarschaftlichen Reiseführer. Zum Schluß war es dann sogar noch eine Seinefahrt mit dem Bateaubus, ein Blick in Commisaires Maigrets Büro (ich gab ein offenstehendes Fenster im Erdgeschoß als dessen Büro aus, der darin sitzende Agent de Ppolice lachte hell auf) am Quai des Orfèvres und einen Besuch auf dem Montmartre. Das Angebot, mit der Funiculaire nach oben zu fahren lehnte er empört ab. Na gut, bei den Geschichtserzählungen gibt es auch hin und wieder einen Selbstgebrannten aus Siebenbürgen. Als vor zwei Jahren Opa Michs Frau starb haben wir geheult wie die Schlosshunde.
    .
    Im Parallelhaus, ehemaliges Grundstück einer Gärtnerei, mit vermieteten Eigentumswohnungen wohnen regelmäßig ältere Herrschaften (Fritzen, der Zimmerermeister ostpreußischer Herkunft aus Potsdam, den wir hin und wieder zum Essen einluden, ist uns mit 84 Jahren im letzten Jahr leider von der Fahne gegangen). Es ist ausgemacht, daß wir täglich schauen ob die Rollläden auf gemacht werden.
    .
    Oben an der Straße, andere Seite, hat zu Beginn des Jahrtausends eine scheue türkische Familie ein Haus gekauft. Die Mädchen gingen noch mit dem Geigenkasten zum Unterricht. Die eine arbeitet inzwischen als Ingenieurin bei Audi in N´sulm. Der Scheffe grüßt inzwischen auch mit der Hand und einem Lächeln, von seiner Frau beziehe ich seit Jahren meine Tomatenpflänzchen, nachdem ich mal einen Korb mit Feigen vor die Haustüre gestellt hatte.
    .
    Jetzt habe ich ganz vergessen was ich eigentlich sagen wollte.
    .
    http://www.db-bauzeitung.de/db-themen/db-archiv/wohnhoefe-in-offenau/

    • Um Ihre Schlussfrage zu beantworten: Sie haben es schon gesagt!
      Mensch, DdH, Sie können Integration?!

      Man staunt und denkt, dass Sie ein überaus passabler Kandidat für einen längeren Gastbeitrag zur Groß-WG in Ihrer Heimwerkerstraße wären.
      Ich kann Sie dem Don nur empfehlen.

    • Das ist sehr schön, DdHi,
      und läuft im Dorf ähnlich mit der Nachbarschaftshilfe.Bei Sturm und Unwetter klingelt die freiwillige Feuerwehr und fragt, ob was ist.Mir sagt man immer, ich solle einen Schrei lassen, falls nötig.Selbst helfe ich natürlich auch in dem Maße, das mir möglich ist.

      Senioren – WGs werden zukünftig vermehrt gegründet werden und sind doch auch sinnvoll, wenn alles passt und nicht an qm gespart wird.In meiner Anfangszeit hier hatte ich auch etwas ähnliches, noch mit Gemeinschaftsbad.

    • @DdHi (fast wie GTI)
      klingt besser…
      bei uns heissen die Vandalen!
      Ach so hallo phoenicia – schön was anderes Timbre zu lesen.
      Aber was DdHi alles zu erzählen hat – Weltpoesie
      wäre schön mit Süleiman mal wieder Ssss zu spielen

  45. Wann ist die Gastgeberin mal hier?
    Wäre interessant was Sie zu dem Völkchen im Kommentariat sagen können!
    Der Schulz und die Integrierer machen einen Wirklichkeitsfehler :
    wer denkt, dass die farbigen Neueuropäer polnisch, tschechisch, slowakisch oder ungarisch lernen können bzw wollen?

  46. Liebe Mitforisten
    Nach ausgiebiger Lektüre des Artikels (die Sache mit dem Huhn ist mir immer noch nicht klar…, vielleicht eine Anspielung auf vegane Spiesser, wer weiß). Zu den Kommentaren fällt mir ein, dass alle sich gefreut haben über ihr eigenes Altern sprechen zu können und jeder dabei seine Besonderheiten betont hat. Toll,dass kriegt man nur im Alter hin. Chapeau an alle. ‚Ich bin ok, Du bist ok“ (Thomas A. Harris)

  47. @ Antje-Susan Pukke
    Damit’s in der üblichen Kommentarrauferei – ein harmloses, aber gern die Zähne fletschendes Wolfsrudel hier – nicht untergeht, schließe ich mich den Komplimenten an: richtig gut haben Sie das gemacht!

    Schreiben Sie mehr zum Thema, legen Sie die Schüchternheit (?) ab und lassen Sie sich von miesepetrigen Einwürfen nicht beeindrucken. Berichten Sie vom Alltag in Ihrer WG, wie Sie mit Problemen umgehen, aktuelle Themen behandeln, kochen, feiern usw. usf.
    Ich würde mich freuen, Ihnen hier wieder zu begegnen.

    • Danke für die netten Worte. Ach, schüchtern bin ich nicht wirklich. Eher zurückhaltend.
      Ich gucke mir das Ganze einfach erst einmal in Ruhe an. :-)

    • Ruhe ist gut
      „schüchtern bin ich nicht wirklich. Eher zurückhaltend“

      Passt schon. Immer auf Armlänge halten, das Kommentariat.

  48. Gamskampler sagte 12. September 2017 um 21:27 Uhr
    „Gemütlicher Blog zum Zurücklehnen, malaspina,
    Der geübte Felix-Dahn-Leser kann nach der Eingangs-Biergartenszene zuverlässig vorhersagen, wie es weitergeht. Der eigentlich erwartete Einzug eines Goldstücks in die WG hätte noch mehr silberhelles Lachen in die weiten Flure gezaubert, aber es reicht auch so mit Stereo*.
    .
    Hallo, ich werd´s Ihm geben. Vor allem zurücklehnen?! Pustekuchen!
    .
    Er denkt bei Felix D. an die Wandalen oder allgemein an die Völkerwanderung? Zumindest aus dem östlichen Atlas wandern die aktuell teilweise wieder zurück Richtung Deutschland-Ostseeraum. Aber an die obere und mittleren Weichsel, von wo sie einst kamen und von wo jetzt die Reparationsforderungen an die Deppennation kommen, werden sie weder wollen noch können. Die Polen werden doch die Sache mit dem Kahlenberg bei Wien nicht umme erledigt haben?
    .
    Achtung, jetzt wird´s privat-OT. Die Antwort auf den Beitrag im anderen Blog. Das mit der Holden am Neckarstrand von Neckargerach (Gärich) tut mir leid. So gings mir mit der schönzarten Fuhrunternehmerstochter vom Tanzkurs als das Vaterland rief. Ein gemeinsames Schicksal. Gräme er sich nicht, der Soldat steht beim Wengerter auch an der schwäbisch-badischen Scheide nicht hoch in der Achtung. Es sei denn, der Offiziersanwärter hätte am Main, der Pfalz, an Rhein und Mosel 40 Hektar Erberwartungswengert.
    .
    Aber die Schilderung böte immerhin Stoff für einen Lore-Roman. Er wird wissen, die häkelnde junge Frau des ewig auf dem Truppenübungsplatz herumsprengenden und in Somalia brunnengrabend-mädchenschulenbauenden Pionierleutnants, sehnsuchtsvoll am Fenster der Villa in Binau mit direkterhöhtem Blick auf das Kernkraftwerk Obrigheim (mögliche Schädigungen einer evtl. Leibesfrucht lasse ich mal gnädig ganz außen vor). Und wäre die Liaison, wie angedeutet, nicht unfallfrei geblieben beim Wiesle-Mähen hätte eine Versetzung zu den Schlipssoldaten unter und auf des Götzens Berg über die größte Not hinweggeholfen. Die haben (eher hatten) dort in ihrer Höhle sogar die gleiche Schutzheilige wie Ihr Brückenwegpuster (den Gebirgsgrenadier mit dem Edelweiß behandle ich in einer Extraantwort)
    .
    Ein Pionier war er also. Einer von der Art des Artilleristen der sagt „Wir kennen weder Freund noch Feind, wir kennen nur lohnende Ziele.“ Will er schon nicht in die Altreservisten-Grenadiergruppe „Hauwech Mittlerer Neckar“ eintreten, so benenne er den köstlichen Trunk, ohne den die allgegenwärtig über die Bildschirme flimmernden Gestalten und Gestalt*Innen so gar nicht zu ertragen sind, nicht auch noch „Gesöff“. Allein, die mickrigen 11% eines Neckarweines führen, wenn nicht in den Mengen genossen die man dem Neckarzimmerner Götzen nachsagt, reichen schon lange nicht mehr. Das sollte es in Wahlkampfzeiten schon ein 14,5% iger Pugliese sein. Schaue er, @ Frau Simon greift da gleich zu richtigen Getränken.
    .
    In Erwartung auf Wirtinnenvers 330 verbleibt: DdH

    • DdH, das aber nur aus rein praktischen Erwägungen
      würde ich versuchen mich mit meiner Pfälzer oder chilenischen Rotweinplörre zu besaufen, bräuchte ich wohl doch mehr als ein Viertele, was dann ständige Unterbrechungen der Nachtruhe zur Folge hätte (an der Prostata kann’s bei mir ja eigentlich nicht liegen ;-). Beim Carlos brauche ich höchstens, aber allerhöchstens zwei Fingerbreit und ich ertrage jedes Wahlergebnis für diese Frau, zumindest für den Abend.
      https://s6.postimg.org/m6lu0zqcx/heilbronn_17.8.2017d.jpg

      Übrigens haben Sie eine feine Nachbarschaft. Ich bin eher der totale Einsiedler, nicht kompatibel zu irgendwelchen Verpartnerungen und wie Dunque meint, froh um jegliche Verantwortungslosigkeit.

  49. Titel eingeben
    Das geht aber nicht, erst mal angucken- sonst sind wir weg.

    Etliche Male waren Sie ja da, also nochmal Danke

    • Doch. Das geht. Und wenn Sie/sie weg sind, dann sind Sie/sie halt weg.
      Dann kommt jemand Neues. Zeit nehmen. Den Luxus nehme ich mir nach 40 Jahren durcharbeiten.
      Ansonsten war ich tatsächlich etliche Male da. Es gab nur ein technisches Problem
      mit dem Passwort. Ich hätte auch gerne eher kommentiert.

    • Titel eingeben
      Das war zu verkürzt. „Dann kommt jemand Neues, der/die schreibt …“
      So habe ich das gemeint. Sie alle bleiben natürlich.

  50. Zwei Personen sind genug...
    ……langt sogar, wenn man im ersten Stock wohnen würde.
    Jeder trägt sein Päckchen und ab geht`s.
    Könnte sogar Don einen netten Nachbarn bitten, ihm beim Runtertragen zu helfen.
    An`s Steuer gesetzt und ab geht`s, müsste er nicht immer seinen Bobbes auf so ein kleines Sättelchen quetschen und strampeln.
    http://footage.framepool.com/mov/809-257-948.mp4

    Herr Zetsche, schauen Sie genau hin, so ging Auto-Inovation heute.

  51. Gerne gelesen, danke schön.
    Sogar sehr gerne. Gastautoren auf einem eingespielten Blog
    sind ja so eine Sache. Es gab hier schon (den?) die ein oder andere.
    Sie sind die Erste, die ich mit Freude las.

    Wie das mit dem Huhn ausging, wäre schon interessant.
    Vielleicht haben Sie Lust, eine Fortsetzung zu schreiben,
    oder etwas ganz anderes.

    Ihr Wohnkonzept kann ich mir für die Zeit nach der Familie gut
    vorstellen, allerdings eher auf dem Land.
    Das gibt es hier schon ab und an, es bietet sich an, wenn die
    Kinder ausgezogen sind und plötzlich viel Platz da ist.

    Beste Grüße und auf bald.

  52. Kälte
    @Tico 13. September 2017 um 14:21 Uhr

    Die gefühlte Kälte ist beabsichtigt. Vereinzelung und Isolation gehen einher mit der anderen Stufe der Industrialisierung in (West-)Europa gegenüber Ihrer Wahlheimat. Sie sind notwendig, denn je weniger Einigkeit herrscht, desto weniger gefährlich sind Erkenntnisprozesse und Widerstände. Aktuelles Beispiel – Wahl am 24.09.2017.

    • @Andreas Kreuz: Düstere Aussage über Destabilisierung und Zukunft?
      Edward Grey, 1. Viscount Grey of Fallodon (1862-1933),britischer Außenminister 1905–1916
      „Ein Freund besuchte mich an einem Abend der letzten Woche; er glaubt, es war am Montag, den 3. August [1914]. Wir standen an einem Fenster meines Zimmers im Foreign Office. Die Dämmerung brach herein und die Lampen wurden auf der Straße angezündet. Mein Freund erinnert sich, wie ich damals bemerkte: Die Lampen gehen in ganz Europa aus, wir werden sie in unserem Leben nie wieder leuchten sehen.“
      Fünfundzwanzig Jahre Politik. Memoiren 1892-1916. München, Bruckmann, 1926, Band 2, Seite 18.

  53. So nah am Totentanz?
    Die Kombination mit der
    Prinzregentensuite fand
    Ich liegend recht Inspirierend.
    Schade, warum nicht das ganze
    Bild?

  54. @ Zuvielgesellschaft sagte am 13. September 2017 um 14:42 Uhr u.a.
    „Mensch, DdH, Sie können Integration?!“
    „Man staunt und denkt, dass Sie ein überaus passabler Kandidat für einen längeren Gastbeitrag zur Groß-WG in Ihrer Heimwerkerstraße wären. Ich kann Sie dem Don nur empfehlen.“
    .
    @ Zuvielgesellschaft, ich kann da nix dafür. Bei uns ist das normal. Und wir schreiben hier doch ständig „Gastbeiträge“. Aber irgendwie sollten wir den beim Mutterkutter vergrämten Otto aus Thüringen hier rüberziehen (Achtung Deutschlehrer!) dem sein Freund der Bundestagsabgeordnete für Erfurt und Weimar, der Schneider Carsten ist. Der spielte bei der Fraktur regelmäßig den Kohler aus, obwohl der ja auch nicht übel ist. Aber ich fürchte der ist ausgewandert.
    .
    Mensch, @ Blue Monday, die häufigere Schreibweise ist Wandalen, z.B. „hasdingische Wandalen“ und den ollen Geiserich kann ich nicht mehr fragen ob er´s lieber mit „V“ oder mit „W“ sähe. Und wie kommt ihr nur immer auf DdHi (das wäre „Déjà de Hildesheim“) oder DhD-Buchstabendreher (?) Außerdem verstehe ich teilweise nur „Bahnhof“. Das muß sich ändern wenn exakte Zielansprachen gefordert sind. Sie wissen schon, PzGren Blue Monday, Entf. 400, Kastenwäldchen , Daumensprung rechts….F….frei.
    .
    @ Philomena, ja Alten-WG ginge womöglich. Mit Geburtsjahrgängen bis etwa 1970-75. Von da an könnte es ekelig werden. Es sei denn, Sie fühlten sich dazu berufen den anderen ständig das Geschirr zu spülen, die angebrannten Ravioli aus den Töpfen zu kratzen, die Bremsspuren unter dem Wasserspiegel im Klo zu entfernen, Sitzpinkler zu erziehen, darauf hinzuarbeiten dass Damenbinden und auch kleine Bärenmarkedosen nicht geeignet für die Siphons von Kloschüsseln sind, die Innenmaße des Backofens oder der Mikrowelle wieder auf einen Stand zu bringen so dass eine Müslischüssel wieder reinpasst oder die Schimmelpilzkulturen vom 2 Quartale zuvor angebrochenen Joghurt im Gemeinschaftskühlschrank zu eliminieren. Von solchem Pillepalle wie Müll oder leere Spritflaschen wegbringen soll gar nicht erst die Rede sein. Kenne aus Arbeitsschutz-Betriebsbegehungen auf der Dienststelle mit dem Betriebsarzt die allerfeinsten Beispiele menschlichen Gemeinsinns.
    .
    Ja, ja z.B. Studenten-WGs. Unsere Tochter hatte damals an der Uni Konstanz in einem nagelneuen und preisgekrönten Studentenwohnheim einen Schock für´s Leben geholt, ihr Politologiestudium geschmissen und Außenhandelskauffrau gelernt. Meine Frau leidet heute noch an den Folgen eines Besuchs im Studentenwohnheim der Uni Kallsruh´. Ich konnte sie damals, das muß um 2001 herum gewesen sein, nur handgreiflich werdend daran hindern den Schlampern und Schlamper*Innen die Etagenküche sauber zu machen.
    .
    Und wo bleibt @ Djangohatnemonatskarte? Womöglich treibt er gleich dem «Floß der Medusa» auf dem Iseo-See und kann hier nicht mitmachen weil Akku leer.
    https://artinwords.de/theodore-gericault-malerei/

    • aller liebster wertester DdH,
      eine gewisse Schlampigkeit solls schon sein – im Beruf wie im Privaten…

    • VWandalen
      DdH,

      völlig zurecht räumen Sie für Ihre Kommentare hier sämtliche Pokale ab.

      Besonders die Lagemeldung aus dem Erbgrundstück und umzu ist einsame Spitze.

      Und den VWandalen ist vermutlich wurst, wie sie nach der x. Rechtschreibreform hierzulande geschrieben werden. Interessant zu wissen ist lediglich, woher sie kamen, bevor sie über`s Mittelmeer setzten und Rom plünderten: Zur Zeitenwende saßen sie nämlich beiderseits der Oder. Die Vandalen waren gar keine Nafris, sondern Schlesier!

      Wenn der Herr Bundesminister des Auswärtigen das erführe, würde er sich in seiner Meinung über ostdeutsches Pack gewiss bestätigt fühlen…

      Mit Dank und Gruß
      C.
      Ceterum censeo Europam esse construendam

    • @Civilitas, @Blue Monday: Que sais-je? Was weiß ich denn?
      Die Vandalen auch Wandalen, Vandali, Vandili, Vandilier und Vanduli genannt; griechisch Οὐανδαλοί Vandaloi, Βανδῆλοι Wandeloi, Βανδίλοι Wandiloi.
      Wahrlich, ich sage euch, geht mit dem Lesen etymologisch um; ›legere‹ bedeutet auswählen! Karl Julius Weber (1767 – 1832)


    • Ah, Iseosee, da kommt die Erinnerung durch an meine erste Segelfahrt mit Schlauchboot und Handtuch am Stecken damals in den 1970ern…
      und das damals in Iseo gekaufte Schlauchboot gibt es immer noch, voll funktionstüchtig, hab gerade vor einer Woche wieder damit gepaddelt: „Gondola I – seewasserfest“ steht immer noch drauf zu lesen.
      Der Laden in Iseo, wo wir es vor über 40 Jahren gekauft hatten, scheint auf die gegenüberliegende Platzseite gezogen zu sein, und es sind jetzt wohl die Kinder oder Enkel, die ihn weiterbetreiben, und den Eimer voll Anglermaden gabs nicht mehr, und überhaupt ist der Laden leider kleiner geworden. Den Sonntagskrammarkt samt Kleiderverkauf gibt es aber schon noch, inzwischen wie zu erwarten mit vielen Chinesen.
      Auch die Trattoria, in der ich das Gabelwickeln der Spaghetti lernte, existiert noch.
      Wenn ich nur wüßt, wo es die furchtbar leckere Bratsalami noch gibt. Aber das war damals schon so ein Geheimtip, das gabs wohl nur auf der Montisola.

  55. Titel eingeben
    phoenicia sagt:
    13. September 2017 um 14:55 Uhr
    Sie bringen mich, uns auf völlig neue Gedanken. ;-)

    Ja, Danke fuer ihre Ironie. Wenn Sie mein Geschwafel nicht fuer ernst nehmen, dann lassen Sie halt den Kommentar. Und wenn die Idee ihne neu waere, warum setzen Sie sie nicht mal um?
    Grusslos. Keine Lust mich beleidigen zu lassen.

  56. @phoenicia
    Verehrte Phoenicia, schöner Text, mal etwas erholsames. Vielen Dank.

    Verehrter Don, die sympathische Phoenicia als erholsames Intermezzo hätte was, gerade in Bezug auf Ihre doch sehr unterschiedlichen wie auch immer Verhältnisse.

    Fährt Sie etwa auch Rennrad?

    • Moin, Frau Simon.
      Denke, als Nachteule pennen Sie noch.

      Bei mir ist es blitzsauber und ich habe WFM – Töpfe, die kaum benutzt werden, weil die Leute zum Essen gehen. Sind ja alles Erwachsene.Denen geht es eher darum, dass sie frühstücken können wie und wann sie wollen. Tiere werden nicht aufgenommen und ich bin ein Nichtraucherhaus. Es ist eigentlich alles ok.

      Vor Jahren allerdings brachte eine Frau ihre 90jährige Mutter mit, die mit Klopapier spiele. Rollenweise versenkte die und das Durchblasen der Rohre kostete mich mehr, als ich einnahm.War ein Einzelfall, Simönchen…Ich könnte Don doch mal fragen, ob ich hier auch schreiben darf, so als Schlummermutti.(Mach es ja schon)

      Dass die Leute Wasser sparen, liegt sicher auch am Preis. Lieber spülen die Kommunen die Kanalrohre für Millionensummen durch, als das Abwasser zu verbilligen.


    • Dass die Leute Wasser sparen
      Der jahrzehntelange Hype „Wasser sparen“ (ich hab mich immer gefragt, was das in diesem regenreichen Land soll), der sich in hohen Wasser/Abwasserkosten und „Wasserspartasten“ am Klo ausprägte, hat nunmal Folgen. Und keine guten, speziell für die Rohre.
      Ich predige jedenfalls seit x Jahren dagegen „spült die Rohre, spart nicht mit Wasserdurchlauf!“ – dann fängt die Kanalisation auch nicht so arg an zu stinken.
      Neulich bei der Hausversammlung, als es um die Legionellenbekämpfung ging, kam z.B. auch raus, daß in 1, 2 Whgen immer noch etwas Problematik bestehen würde, weil die zu lange den Wasserhahn zulassen (sind wohl öfters mal 1/4 Jahr nicht da, o.ä.) und nicht regelmäßig eine größere Menge heißes Wasser rauslassen.

    • @ colorcraze
      Das Robert Koch Institut empfiehlt Berlin, diesen Krampf mit den Legionellen zu stoppen, weil nach wie vor 1,2 von 100000 Bewohnern daran erkranken.Wir haben von jeher das Heißwasser auf 60^ gefahren, bei 58^ seien die abgetötet.Bei mir waren die Dinger bei den Proben jedesmal bei 0,0.Das Haus ist 30 Jahre alt.Was stillgelegt ist, wird aber regelmäßig mal ingang gesetzt.

      Es ist schon ein Witz, dass wir Wasser sparen sollen, wie in Andalusien. Obwohl, ein Teil Frankens hat wohl öfter Probleme.


    • Ja, man zieht sich das durch Sparen an der Wassertemperatur und Sparen am Durchlauf zu. Seit ein Steuergerät bzw. eine Zeitschaltuhr angeschafft wurde, was am Wochenende 60° macht, ist bis auf die zu oft Abwesenden wieder Ruhe. Die Rohre sind auch erst bißchen über 30 Jahre, für Rohre kein Alter.
      Allerdings haben wir „viel Wasser in der Wand“, weil das damals (Mitt-80er) so gebaut wurde, daß bei zentraler Wasserbereitung jederzeit überall im Haus sofort Warmwasser verfügbar ist. In heißen Sommern wirkt sich das manchmal etwas unangenehm aus, wenn man um jedes 1/2 Grad froh ist, das die Wand weniger hat, im Winter naturgemäß eher angenehm.


    • wg. RKI: Berlin ist halt tief im Untergrund schon noch preußisch, und so eine preußische Maxime ist „sparsam ist nicht geizig“. Die wird halt fleißig beherzigt.

    • Wasser sparen oder am Wasser sparen
      das ist ja die Idiotie in diesem Lande. Meine Nachbarin z.B., zwei schulpflichtige Kinder sind noch im Haushalt, die beiden größeren immer sporadisch, auf jeden Fall Hartz IV und Wasser nur in Flaschen. Was die Frau an Leergut wegkarrt, ist der helle Wahnsinn. Bei mir kommt das Wasser aus der Leitung und ehe ich hier Lagebestände an Wasserkisten oder Petflaschen anlegte, müsste sonstwas passieren. Zudem schmeckt mir das Flaschenwasser auch nicht besser.

      Komischerweise klinkt sich immer der linke Küchenstrang aus. Auf der Seite wohnt die direkte Nachbarin und darüber eine Mutter mit drei schulpflichtigen Kindern, die etwas grün daherkommt, aber im Garten ein Riesenbecken mit fast 3m Seitenlänge für ihre Nachkömmlinge stehen hat, Wasser raus, nicht an die dürstenden Hibisken, nee auf den jämmerlichen Rasen und wieder frisches Wasser rein, auf dass der Junge, der nicht barfuß übers Gras läuft, „weil das dreckig ist“, eine Stunde mit seinen Schwestern plantschen kann.
      Die Leute san einfach blöd und die Kinder werden nicht anders.

      Zum Glück haben wir keine zentrale Warmwasserversorgung, das habe ich vor 20 Jahren erlebt. In der Nachbarschaft sehr viele Japaner, die nachts noch duschten und das war richtig teuer, weil auch die Heizung ständig lief. Verbrauchsgeräte in den Wohnungen gab’s nicht, das haben die Eigentümer anscheinend glatt verpennt. Heute wird es dort anders sein.

      .
      Liebe Philo, gerade das Frühstück im Hotel ist doch das, was mich da zum Dauergast werden lassen könnte. Daheim baut mir keiner ein Buffet auf, schlägt den Joghurt sahnig, schnibbelt fleißig Obst, presst frische Orangen aus, stellt allerlei Sorten Käse und andere feine Sachen hin.
      Das Frühstück in einer Ferienwohnung wäre also nicht anders als daheim, das wäre wahrlich kein Anreiz. Dann muss man die Wohnung ja möglichst besser putzen als die daheim usw., ach nee, im Hotel hab ich damit überhaupt nix zu tun. Ich werde also kein Fan mehr.

    • Jaaa, @ Frau Simon,
      jeder hat halt seine Vorlieben.Wer allein lebt, möchte mal in Gesellschaft ausgiebig frühstücken, andere essen morgens nur Obst und das am liebsten im Nachthemd um 10:00Uhr.Andere möchten nicht mehr, als ein Müsli oder Porredge.Es ist doch schön, dass wir nicht alle die gleichen Bedürfnisse haben,oder?
      Die Leute fragen Fewos für 2 oder 3 Tage an, was ich aber nicht mache.
      Persönlich gehe ich auch gern ins Hotel um mich mal verwöhnen zu lassen.
      Man muss nur auf die 30 Minuten- Regel bei manchen Dingen achten.

      Bei mir gab es übrigens heute Semmelknödel mit Schwammerl…

    • Na ja, mein Frühstück findet gegen 12:3oh statt
      besteht aus einer Scheibe Malzkorn mit Haselnüssen, belegt mit Butter und Käse. Dazu, soweit verfügbar, zwei bis drei Tomaten und etliche Scheiben Gurke. Das späte Frühstück erspart mir das Mittagessen, außerdem brächte ich daheim frühs nix außer Kaffee runter. In den Zeiten, als ich noch arbeiten ging, war es freilich anders, aber heut…

      Nachdem ich mich eben bei momox über den wohl auch heute nicht kommenden Hermesfahrer (hier wartet ein ca. 15kg Paket Bücher auf Beförderung) beschwerte, kurz die Frage gewälzt, was esse ich nachher bloß. Es wird auf Spaghetti mit Pesto rauslaufen, Semmelnknödeln sind aus, Schwammerl nicht im Haus, es ist ein Elend. Im Kühlschrank liegen zwar Paprika (kommen mir längst zu den Ohren raus) und Zucchini, die mir aber grundsätzlich viel zu nichtssagend sind, ein Fleisch ist nicht aufgetaut, also Nudeln. Mal schaun, ob ich nachher glücklicher bin.


    • @Frau Simon: Zucchini, kürzlich gehört: scheibeln und in der Pfanne anbraten, Ei drauf. Bekannte sagte, das sei VIEL besser als kochen. –
      Paprika: ich mache Peperonata davon. Hab ich vor X Jahren mal beim Italiener in Moabit bekommen, und ist mir vor paar Wochen gelungen, perfekt nachzukochen: 1-2 längsgeschnittene Zwiebel(n) in Öl anschwitzen, 3 vorher geputzte rote Paprika (500g roh) in Würfeln dazuwerfen, 2 kleingeschnittene runde Tomaten (ich bin immer zu faul, die Haut abzuziehen, schneide sie daher klein, dann merkt man davon auch nix), 1 ziemlicher Schluck Weinessig, 1 1/2 TL Zucker, 3 Prisen Salz. Kochen, ca. 20-30 min. Dazu was kartoffeliges, nudliges und ein Stückchen Fleisch. Schmeckt.

    • Ah sind wir wieder bei einem Lieblingsthema, colorcraze
      aus Zucchini habe ich ja letztens mal wieder eine Quiche gemacht, die Hälfte eingefroren und vorgestern bin ich doch tatsächlich im Tiefkühler über ein Viertel gestolpert, hat sehr fein geschmeckt. Der polnische Bekannte hat das Rezept ausprobiert und war mitsamt seiner Frau ebenfalls sehr angetan. Allerdings ist immer nur Quiche auf Dauer ja auch ebbes eintönig.

      Nun habe ich drei von den Dingern im Kühlschrank, d.h. also dreimal davon essen, ein Ei drauf pellen… nun ja, weggeworfen wird bei mir nix, da muss ich also durch.

      Da ich morgen einkaufen fahre, werde ich mich mit Tomaten usw. eindecken, Paprika habe ich den Mix rot, grün, gelb, was den Paprika ja egal sein dürfte, werde das ausprobieren, evtl. weißen Balsamico dran geben, ein Steak vom Frost befreien und den Rest Paprikagemüse kann man dann ja auch kalt essen.

      Aber morgen gibt es erst einmal den Rest Spaghetti mit Pesto und Parmesan, hat auch gut geschmeckt und Nudeln machen ja glücklich, was ich hiermit bestätige.

      Übrigens bekomme ich wieder Boskop, der Kuchen ist zur guten Hälfte vertilgt, aber die Äpfel machten heftigste Schwerstarbeit. Sehr groß, ließen sich nur mit äußerster Mühe teilen und schälen, sahen dabei stocktrocken aus, haben z.T. auch noch leichten Biss, was aber nicht weiter schlimm ist. Einen sehr guten Schuss Eierlikör dran, einen Teil Buchweizenmehl, doch, sehr fein geworden.
      Davor hatte ich zwei Kuchen mit Klaräpfeln, beim ersten meine 2kg Äpfel dran… das war tu matsch(ig), beim zweiten die Menge reduziert, war dann auch sehr gut.


    • @Frau Simon: wenn Balsamico, dann aber kein Zucker, gell; aber das dürfte Ihnen ja klar sein. – Wie machen Sie denn die Quiche, vor allem den Boden? Mürbteig mit bissel Käs drin? Bin bisher wg. Aufwand davor zurückgeschreckt, außerdem gibt es in der Kastanie um die Ecke immer Quiche, könnte also problemlos dort welche essen.

    • Schon klar, Colorcraze
      hier das Rezept Quiche
      https://s6.postimg.org/f18bn52cx/zucchini_quiche.jpg

      hab auf die Schnelle ein pdf umgewandelt und hoffe, es ist alles lesbar.


    • Danke @Frau Simon, ja, Rezept gut lesbar.
      Aha, in den Mürbteig kommt ein bißchen Zitronenschale.
      Wenn ich das mal mache (irgendwann in 10 Jahren, wahrscheinlich), will ich mal ein bißchen Parmesan reintun.
      Weil Dons Käse-Semmelknödel gar schmackhaft klangen und ein Schweineschnitzelchen mit Parmesan paniert auch sehr gut schmeckt.

    • @colorcraze: Würzige Komplettierung von Paprikagemüse
      Zusätzlich 2 Lorbeerblätter, Oregano, Thymian, Knoblauch, rote Chilischote (entkernt und gewürfelt), Tomatenmark, Pfeffer ergibt den nicht alltäglich authentischen Bums!


    • @Herr Bernhardt: Kann man machen, muß man nicht machen. Es wird dann halt etwas kräuterig-scharf. Den Thymian hab ich lieber am Fleisch (Wild, Lamm, evt. auch mal Rind), Oregano gabs mal am Kräuterstand, aber hab ihn schon lange nicht mehr gesehen. Tomatenmark macht mich eher stirnrunzeln, ist als Geschmackszutat nicht meins (auch wenn mich alle paar Jahre das Bedürfnis überkommt, einige Döschen leerzuessen). Gegen Knoblauch habe ich hingegen nie Bedenken, der unterstreicht das Aroma sehr gut.

    • Colorcraze, den Käse würde ich aus dem Teig lassen,
      er ist ja in der Füllung drin und da kann man auch einen Höhlen- oder Bergkäse, also einen sehr würzigen nehmen. Der Teig ist allenfalls dazu da, der Füllung Halt zu geben, mehr nicht und sollte m.E. nicht zu geschmacksintensiv werden. Übrigens kommt bei mir keine Zitrone rein, sie steht im Rezept, das reicht.

      .
      @peter bernhardt
      Danke für die Komplettierung, wusste doch, dass da was fehlt ;-)

    • @colorcraze: Nachschlag zu Paprikagemüse. Passt auch gut zu Pasta!
      Oregano und Thymian „nach Bedarf“. Viele Rezepte der Mittelmeerküche verwenden Oregano aufgrund des mild-pikanten Geschmackes.Oregano entfaltet seinen Geschmack am besten getrocknet! Sehr gut für Pizza und Pasta.
      Das Tomatenmark wird durch Anschwitzen aromatischer. Es verflüchtigt sich der Säureanteil und es bilden sich karamellartige Würzstoffe.
      Buon appetito!


    • @Renate Simon: Ja, leuchtet ein, wenn die Füllung schon kräftig käsig ist, kann der Teig ruhig Teig sein, um ein bißchen zu kontrastieren. Ich dachte eher an Ricotta o.ä. läbbriges in der Füllung, drum kam ich auf die Idee.
      @Herr Bernhardt: aber ich will doch gerade auch mal saure und bittere Aromen, karamellisiertes Tomatenmark ist mir nicht so recht geheuer.
      Mit etwas Abstand fällt mir auch ein, warum ich so eine gewisse Skepsis gegenüber Ihrer Variante habe. Nicht wegen dem Geschmack, nicht wegen den Zutaten, sondern, ganz was anders: es ist für mich eine „abgespeckte Ratatouille“ (ohne Speck und ohne Auberginen), also, eigentlich eine Beilagen-Ratatouille, und nicht Peperonata.
      Ratatouille ist gekräutert und mit nicht zu knapp Knofi versehen, Peperonata war es, die 2 Mal, die ich es in dieser einzigen Wirtschaft, wo ich das je auf der Karte sah, gegessen habe, nicht.
      Auch wenn keine Auberginen drin sind (solche Varianten sind mir aber schon untergekommen), würde ich Ihre Version also eher als „Ratatouille“ ansprechen. Vielleicht als „italienische Ratatouille“, wegen dem Oregano. Aber Thymian gehört immer an Ratatouille.

    • @Verehrte colorcraze! Mit etwas Abstand fällt mir ein, mein Rezeptvorschlag ist ...
      … weder italienische Peperonata noch französische Ratatouille, sondern selbstbestimmtes, autozentriertes Paprikagemüse!
      Andere Zeiten, anderer Geschmack!
      Iwan Sergejewitsch Turgenjew (1818 – 1883), russischer Erzähler und Dramatiker


    • Herr Bernhardt, ich glaubs Ihnen ja, das das Ihre eigene Komposition ist (wg. Tomatenmark). Aber ich bin nunmal in Südbaden aufgewachsen und lernte Rattatüll in der Oberrheinebene in den 1980ern kennen, Djuvecreis in Dalmatien wenig davor, und in den 1970ern gab es das eingelegte ungarische Tomatenpaprika.
      Mittlerweile sind mir ein paar Varianten von Paprikaverarbeitung übern Weg gelaufen, es gibt die zig balkanischen Mischungen mit Karotten, die sich scheints bis zur Türkei und noch weiter hinziehen, die Mischung mit Auberginen wie das erwähnte Rattatüll, dann die gefüllten Paprika…
      Das Paprikaland Ungarn habe ich noch nicht bereist, die werden auch noch ein paar Varianten in petto haben.
      Nicht-Sizilianern, die das Modegericht Caponata auf den Tisch bringen, würde ich zutrauen, Paprika zuzugeben, so wie die billigen vietnamesischen Imbisse auch mal Paprika ans Thaihuhn geben.

      Aber alles in allem werde ich, wenn ich meine 7 Paprika im Kühlschrank verarbeitet habe, für dieses Jahr die Nase voll haben davon.
      Dann wird noch das Chilibäumchen abgeerntet und ein paar Mal das Essen angeschärft, und das spanische geräucherte gemahlene Paprika wartet still in seinem Blechdöschen auf die winterliche Raclette-Saison.
      Aber so langsam muß es sich auströpfeln mit dem Paprika.

      Es wird Herbst, Zeit für Kürbis und schwere Kohlgemüse.


    • Doch noch ein Nachschlag:
      habe Peperonata mit Estragonessig gemacht. Gefällt. Kann ich weiterempfehlen.
      (Estragonessig: in eine große Schüssel in der Saison 2-5 Topf frisches Estragon abschneiden und reinlegen, 1/2 – 0,75 l Weißweinessig drübergeben, 2-6 h ziehen lassen*, ein bißchen Salz dazu, abseihen. Hält sich jahrelang und ist zu gebrauchen für Tomatensalat, Sauce Bearnaise, Linseneintopf, Paprika. Und wahrscheinlich noch einiges andere.)
      * ich finde es besser, wenn es nur kurz zieht, das schmeckt anders. Also eher 2x Schüssel mit Estragon füllen und den Essig drübergeben, als 1x lang drinlassen.

  57. @ DdH
    Fragen Sie mal die Leute hier, die Fewos vermieten an junge Familien… Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.Ganz schlimm muss es sein, wenn 2 Familien zusammen eine große mieten.Ich habe nur welche für 2-3 Personen und bekomme sie zu 95% sehr ordentlich zurück.

    Haben Sie im Netz den Fett/Windel/Tücher/Ölklumpen im Londoner Kanal gesehen?!

    Wenn es so kommt, wie Fachleute sagen, dass bis ca. 2030 bis zu 500000 Pflegekräfte fehlen,ist eine Senioren- WG mit Gleichgesinnten vielleicht keine schlechte Idee. Überhaupt, wenn die sich dann etwas Personal leisten können.Es käme keine Heimatmosphäre auf.Jede/r hofft ja, dass ihn/sie früh genug der Schlag trifft, stelle ich fest.

    Gut, dass keiner weiß, wie es genau endet.

    • Liebe Philomena, auch wenn Sie sicher die allerbeste Wirtin sind
      ich hasse Ferienwohnungen, alldieweil ich mich ekel. Dabei bin ich die schlechteste Hausfrau unter der Sonne, bei mir kann man vom Fußboden essen, man findet immer was.
      Ich stand in Greetsiel in einer Ferienwohnung, sah mir die Küche an, sie war wohl sauber, aber ich konnte einfach nicht die Pötte nehmen und kochen. Der Gedanke, wer da womöglich schon alles drin rumgeprötkert hat, es ging einfach nicht. In einem Hotel habe ich keine Probleme, aber Ferienwohnungen waren danach gestrichen.

      Der Londoner Fettkloß ist widerwärtig, aber im linken Küchenstrang des Hauses hatte sich wohl auch ein Knubbel gebildet (ich nutze den rechten und der hatte noch nie Probleme ;-), das Rohr wurde undicht, das Wasser lief durch die Decke, lief die Treppe zur Garage runter, unter der Haustüre durch, doch war und ist immer noch toll, weil alles feucht und muffig ist. Der Installateur kam, der Rohrreiniger kam und danach gleich nochmal zwei Brüche im gleichen Strang.
      Die Leute sparen Wasser, der größte Blödsinn in unseren Breiten, anstatt öfter mal kräftig Wasser laufen zu lassen… bei mir läuft es mehrmals am Tag mehrere Minuten, denn abgestandenes Leitungswasser zu trinken ist nicht so meins. Dafür gibt’s bei mir kein Wasser in Flaschen.

      PS: ulF will doch Pflegekräfte aus Afrika holen, seien Sie also unbesorgt, da kommen Fachkräfte.

    • Uups, WMF wollte ich schreiben...
      Text eingeben

    • Die Angestellten der Senioren-WGs schmeißen doch nur noch
      die Inkontinenz-Windeln dazu.

      Diese 8 Leute, die diese Fett&Windel&Tamponmade wegkärchern beneide ich nicht.

  58. Wo steckt eigentlich Frau Amgelin?
    Frauuu-keeee! Alles okay?

  59. aber Hey !@antje susann pukke
    Punkt Punkt Punkt aber Hey! Das aber Hey!
    Aber hey!? …..was können wir daraus lernen? Aber hey?

    Dieses aber hey?! Bentoschneeflöckchenkreischennachahmend? muss das?
    Ohne Anrede in Ebay, ohne vorherigen Kontakt: “ Letze Angebot!!!“

    Ein grosses Danke für den Text.
    Ein feiner und nachdenklichmachender Text.

    @tico
    auch hier in Westafrika sind die Familienbande sehr stark. Alle kommen durch, durch die Familienverbundenheit. Und wer das Klo putzt ist auch klar verteilt!
    Romantisieren tu ich nix, hier in Afrika auch nicht.Und wer der Looser der Familie ist wird auch klar gezeigt.Wenn er nix bringt, ist er ganz unten.
    Was die Liebe betrifft, stimme ich Ihnen zu.
    45 Jahre verheiratet, gerne meistens und ich kann immer noch nicht den Ackersalat im Gewächshaus in D zufriedenstellend pikieren. Das Gewächshaus aber perfekt putzen. Ich verkneife mir jetzt aber das: ist doch gut so…..hey!!! Bin haltschonaltalt und so

    Und dann fehlt mir noch goodnight mit den Analysen

    beste Grüsse zu Ihnen allen

    • Aber hey, ich habe die flapsige Wortwahl doch schon bereut und das „hey“ aus meinem Schreibwortschatz gestrichen. :-)
      Und herzlichen Dank natürlich für das Lob, freut mich sehr.

  60. Da gemäß Nachbarblog von Herrn G.B. ...
    … Eure Euro – Zentralbank irgendwann mit einem Federstrich = Ratsbeschluss vermutlich alle ihre Nominal-Forderungen gegen GR, IT, FR, ES …. und am Ende auch DE einfach streichen wird … werdet Ihr kein gutes Leben im Alter mehr haben, wenn Ihr bei Banken und Versicherern für Euer „Leben im Alter“ in Nominalforderungen gegen diesen „Nominal-Geldbrei“ von Banken und Sparkassen spart.
    .
    Lasst die Finger von Bankenforderungen und Depotbeständen innerhalb von Euro-Land … und merkelt Euch – die kleinen Vreneli kann man sich auf der Flucht aus Euro-Land auch in den Rocksaum nähen.

  61. 🤢
    Was für ein müder Artikel.
    Welche Zeitverschwendung.

    • Never lament casually
      Also wirklich, hier geht’s doch fast so zu wie in meinem Hühnerstall. Und ich muss auch schon wieder an die Arbeit…

    • Kokolorix @ 14. September 2017 um 10:31 Uhr
      Kokolorix drivels:
      „Never lament casually
Also wirklich, hier geht’s doch fast so zu wie in meinem Hühnerstall. Und ich muss auch schon wieder an die Arbeit…“

      Never, please never bore other people.
      Annoy them, if you cant abstain from doing so, but dont bore them.


    • C’est pas charmant…

  62. Ähm
    Vorab, ich z. B. tu mir zur Zeit – ausgesprochen widerwillig – eine Überdosis ÖR-Konsum an: die Wahlen, die Parteien, die Programme, die Prognosen etc. etc.

    Gestern Abend z.B. bei der ARD „Der verwirrte Wähler: Welche Partei steht noch wofür?“
    Zu sehen sind ein paar der üblichen Verdächtigen, im Halbkreis sitzend. Immerhin, kein Verständnis störendes Gebrüll, keine bestellten Claqueure im Hintergrund, bloß routinierte Statements auf die Fragen der ebenso routinierten Moderatorin.
    Dazu ein paar Einblendungen, z. B. Szenen Eier- und Tomaten- beworfener UlF-Auftritte, Parolen, Plakate, brüllende Bürger.

    Dass ein guter Teil der ärgsten Schreier früher SPD gewählt haben dürfte, blitzt einem nebenbei durch den Kopf, aber Ralph Stegner würde solche Eindrücke zweifellos weit von sich und seiner Partei weisen. Alles Nazis selbstverständlich.

    Nachdem hier die Gelegenheit geboten ist, würde mich interessieren, welche Wirkung diese Welt der Politik und der Medien auf das Idyll oder Biotop der WG zeitigt. Wird debattiert? werden TV, Radio, Internet, Social Media gemeinsam genutzt, Inhalte ausgetauscht, oder gelten gemeinsame Mediennutzung und Politik als verpönt, weil sie den WG-Frieden nachhaltig stören könnten?
    Existiert ein politisches Castingprofil für WG-Bewerber – oder reicht „wirkt sauber, mag Katzen und kann die Miete zahlen“?

    Ertragen die Mitgliederinnen, falls die WG in Bayern zuhause ist, die Sendungen des BR (geteiltes Leid ist halbes bzw. gedritteltes Leid), oder sorgen die für Zoff? werden ihre Inhalte (mit)geteilt und diskutiert?
    Werden SZ, FAZ, Zeit, Spiegel gemeinsam abonniert/gelesen? Unterhält man/frau sich über die Lektüre?
    Wird sowas eher/lieber und mit Bedacht gemieden?
    Fänden S&R, Renate Simon, Otto Moser oder Déjà – als Gäste – einen Platz am WG-Tisch?

    Fragen über Fragen. Nachdem Sie sie geweckt haben, sehen Sie mir die Neugierde bitte nach.

    • a) Hier wohnen gerade eine Tierärztin, eine Diplom-Politologin und ein Ingenieur zusammen. Selbstverständlich diskutieren wir über Politik, aber viel auch über andere Themen. Vor mir auf dem Schreibtisch liegt z. B. gerade die neueste Ausgabe „Deutsches Tierärzteblatt“. Interessante Lektüre, interessanter Redestoff.
      b) Politisches Castingprofil: Nein, existiert nicht.
      c) Ich schaue politische Sendungen, die Mitbewohnerin mag eher Dokus und Reportagen, der Mitbewohner Musik und YouTube-Videos. Klar tauschen wir uns darüber aus. Ansonsten lieben wir alle Radio.
      d) Selbstverständlich wären S&R, Renate Simon, Otto Moser oder Déjà willkommen. Würde bestimmt ein interessanter Abend werden.

    • Ihre Leidensfähigkeit ist bewundernswert, Larousse
      Nachdem ich Anfang der Woche ulF 40 Minuten waren es wohl ertragen habe, war es mir gestern wirklich nicht möglich, auch noch den Mann aus Bordesholm auszuhalten. Dem Schulz habe ich mich schon verweigert, ich kann nicht mehr. Heute schwurbelt ulF im ZDF nochmal die gleichen Sätze, die sie bei jedem verpfiffenen, schade um die Tomaten Wahlkampfauftritt von sich gab, nein, ich kann das nicht mehr anschauen, anhören, ertragen, das übersteigt ganz einfach meine Möglichkeiten.

      Der polnische Bekannte fürchtete gestern schon um meine Gesundheit, reg dich doch nicht so auf, dabei regen wir uns am Telefon gemeinsam auf, nun ja, ich bin 20 Jahre älter, aber wenn man mir sagt, ich solle mich doch nicht so aufregen… bezweckt man genau das Gegenteil.

      Ich kann mir ein Leben in einer WG so wenig vorstellen wie eines in einem Heim, würde aber hoffen, dass da politischdiskussionstechnisch gesehen die Fetzen fliegen, normalerweise. Das scheint bei Ihnen, Frau Pukke, aber bei der Interessenlage nicht gegeben zu sein, das finde ich schade.

      Nun leben wir in Zeiten, in denen man entweder auf Gleichgesinnte trifft oder auf Leute, denen eh nicht mehr zu helfen ist, die dann gern grün oder ulF wählen dürfen. Diskutieren könnt ich allerdings mit denen nimmer.

      Liebe Frau Pukke, führen Sie uns nicht in die Irre, die Tierärztin sind Sie ja nicht. Sagen Sie, hat die Dame eine Kleintierpraxis oder arbeitet in einer? Dacht ich mir’s doch.

      Radio würde ich lieben, käme dort noch irgendein Sender, den man ertragen könnte. Allein mir fällt keiner mehr ein und so habe ich mein Bose verkauft, es ging nicht mehr. CDs zu hören hatte ich mir auch schon lang abgewöhnt, zu tränenreich.

      .
      Und nun stellt sich doch wirklich die Frage, wo ist der Moser Otto? Der wird doch nicht so abgenommen haben, dass ihm die Kräfte schwinden?

      Und der lieben Frauke von hier herzliche Grüße, bleiben Sie tapfer, so schwer das auch fallen mag. Wär doch schad um die Zeit, die Sie schon geschafft haben. Kommt man übern Stert, kommt man auch übern Hund, irgendwie. Seien Sie liebumarmt.

    • Liebe Renate Simon, danke für Ihre Kritik und die Anregungen. Ja, ich bleibe am Thema dran, vor allem auch politisch. Wobei sich die Frage stellt, was Sie sich fürs Alter vorstellen und wie da die Politik handeln sollte. Bin gespannt auf Antwort.
      Was die Tierärztin betrifft: Seien Sie mir nicht böse, aber zu einer WG gehören auch Vertrauen und Diskretion. Alles, was ich hier über die WG veröffentliche, wird selbstverständlich vorher besprochen. Aber soviel: Die Tierärztin hat weder eine Kleintierpraxis noch arbeitet sie in einer.

    • Fürs Alter muss ich mir nichts mehr vorstellen,
      alldieweil mich das Alter längst ereilt hat. Es ist mir selbst unbegreiflich, stimmt doch die innere Wahrnehmung mit der äußeren absolut nicht überein, aber es ist nun einmal Fakt, dass ich die 71 überschritten habe. Und viel weiter wollte ich auch nicht mehr kommen, da sind zum einen gesundheitliche Probleme, die sich nicht bessern werden, im Gegenteil sie verstärken sich immer mehr und ich sehe meine Zukunft nicht mit transportablem Sauerstoffgerät in einem Heim.

      Dazu hat mir die Lage der Nation den Rest gegeben. Ich wollte nicht abwarten, dass Merkel sich ein fünftes Mal zur Wahl stellt, mir reicht’s jetzt schon wirklich dicke. Und so schaue ich vergnügt dem Wahlabend entgegen und was dann kommt wird nicht mehr lange mein Problem sein.

      Die Politik hat sich aus meinem Alter rauszuhalten, hat sich allerdings vor zwei Jahren Beschlüsse angemaßt, die es vielen unmöglich machen, halbwegs selbstbestimmt und in Würde ade zu sagen.

    • Darf ich fragen, welche Beschlüsse Sie meinen?

    • Ja natürlich dürfen Sie fragen
      ich meine das Verbot der „geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe“, der z.B. der damals schon schwer an Krebs erkrankte Peter Hintze sehr positiv gegenüber stand, dabei hätte ich es von ihm als Pfarrer am wenigsten erwartet. Aber leider haben die kirchlich organisierten Abgeordneten ihren Willen durchgesetzt, wohl allein auch, um insbesondere dem früheren Hamburger Innensenator Kusch zu zeigen, wer die Macht hat.
      https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2015/kw45_de_sterbebegleitung/392450

      Eine völlig verlogene Debatte, die auch durch den EKD-Mann Schneider und seine krebskranke Frau nicht aufrichtiger wurde. Er legte ja sein Amt nieder, um ggf. seine Frau in die Schweiz zu begleiten, war aber mit dem Vorgehen als solchem nicht einverstanden.
      Frau Schneider ist genesen und hat anschließend im Nachtcafé gegickelt, sie hätte ja gar nicht in die Schweiz gemusst, ihr hätten, so es nötig geworden wäre, genügend Ärzte vor Ort geholfen.

      So ist es in allen Bereichen, es wird mit mindestens zweierlei Maß gemessen, der Dumme ist der normale Bürger, der sich z.B. die Fahrt in die Schweiz nicht leisten kann. Mein Arzt dürfte mir die Medikamente nicht verschreiben, da die Ärztekammer Rheinland anderer Auffassung als die in Westfalen ist, die Uneinigkeit der Landesärztekammern ist ein weiteres Dilemma, ebenso wie das, dass der Helfer sich vom Ort des Geschehens entfernen muss, ansonsten wäre das unterlassene Hilfeleistung. Das Drama hat ein Sohn sehr eindrücklich bei Zon geschildert
      http://www.zeit.de/2015/31/sterbehilfe-beihilfe-selbstmord-schnell/komplettansicht


    • dass ich die 71 überschritten habe
      Pah. „Meine Vorfahren“ wurden 90, aber die waren Nichtraucher.
      Ich weiß, ich weiß, Wuppertal und umzu macht Atemnot – selbst schon erlebt. Trotzdem sollten Sie nicht mit läppischen 71 die Flinte ins Korn werfen wollen, gelle. Also, 80 sollten Sie schon mindestens werden.

    • Selbst wenn ich das wollte, es wäre von mir nicht zu schaffen
      Ich hatte mich ja auf einen schönen Frühling, einen sehr heftigen Sommer gefreut, was hatten wir, nix von beidem, mir viel zu kalt und heute grad so 12° und Regen. Das ist für mein Lungenemphysem das pure Gift.
      Dazu die Feuchtigkeit im Haus, die sich ja nicht nur im Erdgeschoss und da drunter befindet, sie ist im ganzen Haus, die Schimmelpilze wuchern unten am Treppenaufgang, da hilft auch der Anstrich vom Maler nicht, der Fahrstuhl ist vor Feuchtigkeit innen ständig beschlagen, das ist seit 6 Wochen hier die Hölle für mich. Die kleinste körperliche Anstrengung bringt mich momentan an den Rand des kaum Erträglichen. Hätten Sie mich heute am Telefon erlebt, hätten Sie mir den Gnadenschuss geben wollen.

      Mit COPD im 3. Stadium werde ich keine 80, es wäre wirklich zu mühsam. Der v.Brauchitsch hatte COPD und ist mitsamt seiner Frau in die Schweiz, das Sauerstoffgerät dabei. Mir drohte allenfalls das Pflegeheim, eine Vorstellung, der ich mich lieber nicht hingebe. Die 10 Tage vor 6 Jahren mit meinem Mann haben mir völlig gereicht und das Heim war gut geführt. Allein die Aussicht, ständig von fremden Leuten umgeben zu sein, würde mich narrisch machen und was ist es anderes, als das Wartezimmer zum Tod? Das kann ich doch daheim alles viel gemütlicher haben.

      Es ist alles geregelt, manches schaffe ich mangels Luft nun doch nicht mehr, aber ob die Gardinen frisch gewaschen, die Fenster nochmal geputzt sind, ist sowas von egal. Bei dem Regen wäre es eh völlig blödsinnig und es soll den ganzen September wettermäßig so weitergehen. Da lese ich lieber noch die vier Bücher, die meiner harren.

  63. ich bins nicht!
    Achwas sagt:
    13. September 2017 um 20:23 Uhr

    Kriminell im Alter
    Ich bin dabei. Endlich mal was los.
    …………………………………………….
    Können Sie sich nicht anders nennen?
    Ich komme ja noch in Verruf!
    Grüße von ‚achwas‘ aus 2015

    • Als zukünftiger Krimineller
      verwendet man evtl. schon mal andere Identitäten.
      Ich finde, das fängt vielversprechend an.

  64. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit,
    bis all die Singlehaushalte in den Ballungszentren wegen explodierender Mieten implodieren. Spätestens dann wird die WG-Fähigkeit überlebenswichtig. Ich vermute allerdings, dass bei all den narzisstisch gestörten Individualisten die Nachfrage nach Microwohnungen zunehmen wird. Mit dem dazu nötigen Umbau des Immobilienbestandes werden allerdings die meisten Privatvermieter überfordert sein.

    Das Handelsblatt empfiehlt bereits, lieber Aktien von Wohnungsgesellschaften zu kaufen, anstatt sich als Kleinvermieter zu betätigen. Diese Gesellschaften dürften auch eher in der Lage sein, sich mit renitenten Rentner-WG-GbRs herumzuschlagen. Bin gespannt, wann der Don dem Rat des Handelsblattes folgt und sich vom Immo-Besitz trennt. Die großen Städte haben den Schritt ja bereits getan.

    • Oder Anteile an diesen Genossenschaften erwerben
      in Düsseldorf beträgt die Rendite immer noch 4%. Das Geld liegt zwar ein oder zwei Jahre fest, wird im Todesfall sofort fällig, kann aber auch von den Erben weitergeführt werden.

  65. Magermilch
    Tja , etwas sehr dünn die Hühnersuppe. – Was bleibt ist die Aussicht auf etwas WG-Krawall. # „Du hast mein veganes Schneidbrett entweiht,wir müssen reden!“ #
    Das ist mir alles zu fade.

    Ich bin ganz „normaler“ Freizeit-Radfahrer und überhaupt kein Fan von Radrennsport,trotzdem habe ich die Texte vom Don zu diesem Thema sehr gerne gelesen und mich über den ein oder anderen Seitenhieb sehr amüsiert! – Danke und bitte weitermachen!

    Etwas WG-Erfahrung habe ich auch. Mein Fazit aus diesen Jahren: Es gibt Lebensabschnitte ,die finanziell nicht so üppig sind und sich deshalb sowas anbietet.
    Wie groß der damit verbundene Ärger dann wird,ist letztendlich wohl sehr abhängig von den jeweilig beteiligten Personen und den Wohnverhältnissen.

    Klar, das Leben im Alter sollte rechtzeitig im Hinterkopf geplant werden,aber dieses Thema reicht nicht für einen politischen Blog meine ich. – OK, den zweiten Beitrag kann man ja nochmal abwarten.

  66. ... Erinnerungsauffrischung ...
    … manchmal liest man in den eigenen Erinnerungen, wie bei Ihrem Gastbeitrag … muss mich gerade an meine eigene WG-Zeit erinnern, die ich im zarten Alter von 51 Jahren gründen musste, um vorübergehend das Haus zu finanzieren … eineinhalb Jahre mit 2 wunderbaren 25 Jährigen Damen verbracht, die ihre eigene Etage in meiner DHH anmieteten … für mich als fürsorglicher, kochender & rennradfahrender Vater einer siebenjährigen kamen damals nur Damen in Betracht, um die männliche Partyfraktion aus dem Haus zu halten & ab und zu auf die Möglichkeit des Babysittens zurückzugreifen … es war eine Zeit, wo die eigene Jugendlichkeit wieder auflebte (manchmal stärker als bei den jungen Frauen) … zudem waren beide Damen optisch sehr attraktiv, so das ich vorübergehend wieder mehr Besuch von meinen männlichen Freunden bekam … nach gut 18 Monaten war der Zauber vorbei, meine Expartnerin wollte jetzt ganz dringend das Geld für eine eigene Immobilie … und so musste ich das Haus & die WG wieder auflösen … würde aber jederzeit wieder darüber nachdenken, das alleinige Altern durch eine ähnliche Konstellation mit Wärme, Geselligkeit, gemeinsamen Kochen und vielen positiven Lebensalltäglichkeiten aufleben zu lassen … man muss sich nur selbst ein Stück zurück nehmen und Toleranz leben … P.S. zum Glück habe ich eine neue wundervolle Lebenspartnerin gefunden, wir teilen uns vorerst unsere eigenen vier Wände – jeder für sich ;-) …

    • Ach, das klingt so wunderbar. Schön. Der Bericht über Ihre WG-Erfahrungen und vor allem das mit der wundervollen Lebensgefährtin. Alles Glück der Welt Ihnen beiden.

  67. @ Renate Simon sagte am 13. September 2017 um 23:21 Uhr
    „DdH, das aber nur aus rein praktischen Erwägungen“
    .
    Ich sage nur: schauderhaft! War das wirklich Heilbronn? Ich glaubte einen dieser Oberteile mit Stich ins minzige gesehen zu haben. Die hervorquellende Falte mit Bauchnabel-Einbeulung (lag vermutlich am Gegenwind), terribile. Man sollte das dem Hattata-Udo in „Brl“, Moraststadt, ihrem Stilberater, zeigen. Ab in die Sammlung. Und was den Wein betrifft: der Götz von Berlichingen (letzter Alterssitz des Deutschland-Rucks), der wider Erwarten auf der Götzenburg bei Neckarzimmern seinen Ansitz gegen den Erzi von Mainz hatte, soll 8 Liter seiner hauseigenen Produktion runtergespült haben. Nun sagt man diesem Wein neben erheblicher Aggressivität gegenüber den Magenschleimhäuten nur 8% Alk-Gehalt nach. Der mehrfach bildungsreformierte könnte jetzt vorschnell einwerfen, daß das immerhin 8 x 8 = 64% Alkohol wären. Der ohne Bildungsreformen 1954 in einer Zwergschule Eingeschulte kommt dabei hingegen allerdings auch auf die beachtliche Menge von 640 Gramm, was ja fast einer 0,75-er Flasche reinen Alks entspricht.
    .
    Das mit der Augenrollerin Maischberger gestern Abend habe ich mir so lange angetan, bis jeder seinen ersten Senf verstrichen hatte. Dabei ist mir aufgefallen, daß der Stegner entweder ein Rollentrainig in der Leisberg-Klinik in Baden-Baden durchlaufen haben könnte oder massiv unter Tavon oder so Zeugs gesetzt war. (Bei dem Psychi mit den roten Schaukelschuhen, bei dem sich jeder zu Behandelnde nach 30 Sek. als der Scheff im Ring fühlen muß und sich fragt, wer hier jetzt der Bekloppte ist. Ja, das waren herrliche Tage dort, ich der burn-out-Darsteller und die ganzen migrationskindergrschädigten Lehrer*Innen aus der RHS. Völlig fertisch. Allerdings konnten der BKA-Beamte (hallo Reiner) und ich Spaß (nein, nein, nicht was Sie denken) haben nur mit Zweien von ca. 8. Die sechs jüngeren…-m.E. zu keinerlei Verwendung an der Öffentlichkeit mehr geeignet. Baden-Baden kann ich dem Angehörigen des ÖD als Privatpatient nur wärmstens empfehlen. Sollte jeder mal machen, am besten kurz vor der Pension. So mit Frühsport auf dem Rasen an der Lichtentaler Allee, 2 x in der Woche Wanderung mit der 28-jährigen Sporttherapeutin hinten in Lichtental am Kriegerdenkmal 1870/71 vorbei s´ Trepple hoch in den Stadtwald zum Geschichtsunterricht und Douglasienalter-schätzen (haha, die wurden nach Aktenlage alle im gleichen Zeitraum gesetzt aber man beeindruckt doch). Warum wollen nur alle Leute etwas über die Geschichte hören? )=> weiter mit oben: Da lese ich doch lieber in meinem köstlichen Buch über Zugreisen nach Polen, solange bis ich mein Nachtgebet spreche.
    .
    @ Philomena. Schlußendlich! (sic) wird uns nichts anderes übrig bleiben als die Lösung des Reichsluftmarschall („Hering, so fett wie der Göring“ soll eine Heilbronner Marktfrau einst gerufen haben. Aber nur einmal. Die Heilbronner sind ja als alte Reichsstädter und in ihrer Überlegenheit, so wie die Eßlinger, den Schduegardern gegenüber für ihr loses Schandmaul bekannt. Sie erinnern sich, die „Schwarze Hofmännin“, die mit dem aus dem Bauchspeck jenes Herren von Helfenberg Korrosionsschutzöl für ihre Hellebarden und Sensen sieden wollte. )
    .
    Also sollten wir uns konspirativ schon mal nach einem Dentisten mit Spezialkenntnissen umschauen. Die Schienenlösung wäre eher ekelig. Und so weit wie jener alte Türke, der sich von einer Fußgängerbrücke über @ Djangohatnemonatskartes Ruderstrecke in den „Necker“ stürzte, möchte man auch nicht gehen. Die arme Frau von ihm, 40 Jahre hier, konnte die Nachricht der Polizei nicht verstehen, so stand es in unserem xxxxxxblatt.

    • Es gibt wahrlich keinen Rechtsanspruch in alle Ewigkeit
      auf ästhetisch anspruchsvolle ulF-Bilder oder so ähnlich. Saget Sie, haben Sie noch immer das busenschwellende Bild überm Bett? Ich fürchte ja fast täglich um Ihr leibliches Wohl. https://s6.postimg.org/ibifyf775/oslo.jpg

      Und noch ebbes, hat die Frau ein Alkoholproblem? Das wäre ja ein Witz, ein trockener Alki will ins Amt und eine aktive ist drin oder so. Ich habe zumindest doch etliche Fotos, auf denen sie alkoholische Getränke konsumiert und teils schaut, als wäre es nicht das erste Bier an dem Tag. https://s6.postimg.org/d1dh74my9/merkel-trinkt-bier-102-.jpg

      Den Bordesholmer habe ich mir gestern erspart. Wie ich weiter oben vorhin schon schrieb, ist mein Fassungsvermögen an Dummsprech erschöpft, heute Abend geht’s ja im ZDF mit ulF weiter, auch das kann und werde ich mir nicht antun.
      Tomaten, die ich gegen den Fernseher schleudern könnte, müsste ich erst einkaufen, kann aber nicht weg, weil der Hermesfahrer mal wieder die ganz langen Socken an und mich gestern schon verschaukelnd auf den Warteproppen gesetzt hat.

    • Noch eins, haben Sie nebenan das Breitwandfoto gesehen?
      ulF schaut nicht mal halb so schnell wie ihr A8
      https://s6.postimg.org/texgqa33l/angela-merkel-eroeffnet-iaa-und-rueffelt-autoind.jpg


    • @Renate Simon: zuviel Alk ist bei den Politikern Berufskrankheit, mW. Das war früher so und ist immer noch so.

    • Ja colorcraze, das ist mir lange bekannt
      ging doch früher die Saga, als Bonn noch mehr oder weniger Hauptstadt war, dass man doch nicht zu früh in den Bundestag kommen sollte, alldieweil man in den Aufzügen die ihren Rausch ausschlafenden Abgeordneten antreffen würde.

      Das wird sich in Berlin nicht geändert, allenfalls verschlimmert haben. Wer seine Meinung nicht sagen darf, weil ihm sonst der Lebensunterhalt entzogen wird, kann sich ja nur dem ein oder anderen Laster hingeben.

      So wie ich mir am Wahlabend einen sehr großzügigen Carlos genehmigen werde, um das Elend zu überstehen.

    • Beck schläft schonmal nicht.

    • @ DdH,
      ich hab’s ja mehr mit Murmeltierfett für die morschen Gelenke….

    • @ Renate Simon
      Die hat kein Alkoholproblem. Die ist eine norddeutsche Pastorentochter. Da ist die spaßbefreite Askese schon genetisch bedingt.


    • in den Aufzügen
      Au weia. Davon hatte ich noch nicht gehört.

    • Solche Zoten erzählte uns Emil Obermann auf Elba
      der weißhaarige Stoppelkopf vom SDR, der damals Pro und Contra machte. Er war mit seiner Frau zufällig im gleichen Hotel wie wir und wir hatten viel Spaß in der Zeit. Er meinte, er könne uns ja gar nicht alles erzählen, was in Bonn so abliefe, also wirklich nicht.

    • @Renate Simon: Da dampft es von Opium und Kokain!
      SPIEGEL, 02.11.2000
      Bundestag, Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Kokain-Verdachts.
      Nachdem auf 22 Toiletten des Parlamentsgebäudes angeblich Kokainspuren gefunden wurden, hat sich nun die Staatsanwaltschaft Berlin des Themas angenommen. Der Ältestenrat des Parlaments wird sich ebenfalls mit dem Verdacht befassen.

  68. Nordic Walking Sporttherapeutinnen
    sind schon erst Güte für die Motivation!
    Aber Douglasien? Unsere Grünefraktion hat gewettert, daß die Forst diese Standortfremdengewächse sofort zertrümmert und entsorgt – absolute No Stays…
    Wie wäre es mit einem Dry-In?

    • Blue Monday, Dry-In....
      ..habe ich weder in der ZDV 3/11 „Gefechtsdienstes aller Truppen“ der Bundeswehr noch in der „DV-30/2 Gefechtsvorschrift für mot.-Schützen-, Panzer- und Fallschirmjägereinheiten der NVA“ gefunden.
      .
      Er meint wohl Dry-Gin? Und Douglasien sind bäääh? Unser Förster lässt seit einigen Jahren hier im Stadtwald wieder pflanzen. In hundert Jahren können ja dann Mehmed und Halil darüber befinden ob لال ḥalāl.
      .
      Die Grünen finden also Douglasie standortfremd. Dabei müßte Douglasie, ähnlich wie Lärche, der nachhaltige Bauwerkstoff für Häuser aus Holz oder zumindest Wetterschutzverschalungen sein. M.E. sind wohl eher die grünen Spinner hier standortfremd. Evtl. sollte man den wissenschaftlichen Namen der Douglasie einfach umbenennen Pseudotsuga Cemclaudirenata morituri un gut is.
      (DdH)


    • Douglasien sind bäääh
      Wenn man davon ordentlich Dämmstoff machen könnte, statt Styropor, wärs ja was…

    • Dry In ist der Einsatz im Trockenbau
      Prüfe gerade, wie die Sicherung und Garantie des Suwalki-Korridor durch die Russische Armee ablaufen könnte – aber pst streng geheim!
      https://www.washingtonpost.com/news/worldviews/wp/2016/06/20/this-tiny-stretch-of-countryside-is-all-that-separates-baltic-states-from-russian-envelopment/?utm_term=.c7835d6d8f03
      Eins jedoch ist klar, für Polen verdeitige ich garnix mehr.
      An der Elbe is Sense…das sollen die Faschos ab Mäc-Pom selber machen.
      Bis morgen zur Nato-Pause.
      Gute Nacht bis zur Befehlsausgabe
      DdH

    • coloraze - Sie sind eine
      Frau vom Bau, chapeau.

  69. phoenecia, haben Sie versucht die W-Lan Kosten
    verursachungsgerecht aufzuschlüsseln oder erfolgt pauschale Verteilung?
    Ist ein riesen Gaudi mit Politologen und Ingineur darüber zu diskutieren…

    • Ähm. Interessant wäre das sicherlich. Aber ich glaube, ich käme da schlecht weg. Wir lassen das lieber so wie bisher mit dem Dritteln der Kosten. :-)

  70. Mindestens eine Villa - oder gar ein kleines Schlösschen, brauchte man schon,
    um die Neuzugänge gestern in Bad Muskau WG-mässig unterzubringen.
    http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/74159/3734259
    Man nimmt an, es sind 40 Angehörige eines irakischen Familienclans, die den Ruf von ulF hörten und es sich nicht haben nehmen lassen, ihm zu folgen – und so wahrscheinlich alle Brücken hinter sich abbrachen.

    Und nun bin ich neugierig, wie sich der Umgang im Land der ungeahnten Möglichkeiten mit so viel geballter Kultur auf einem Haufen gestalten wird.
    Ska Kellers bon mot von den zu besetzenden Litauischen Dörfern bekommt damit plötzlich ganz neue Dimensionen.

    Wie viele werden noch auf dem Weg sein?

  71. Männergruppe sagen unsere geliebten Medien,
    weil ihnen schon beim Wort „Muslim“ das Herzchen in die Hose rutscht.

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/alexanderplatz-maennergruppe-bedraengt-frau-und-verpruegelt-helfer-28402880

    Naja, man weiß ja, wer gemeint ist. Der Zeitungsartikel ist hochspannend, vor allem gegen Ende, wo eine hilflose, desinteressierte Polizei auftritt.
    .
    Jetzt ist sie halt da, die Religion namens „Männergruppe“.
    .
    Der städtische Raum gehört ihr und ihrer Gewalt. Findet euch ab. Und ihr Frauen, was habt ihr nachts auf der Straße zu suchen?

  72. Träumer oder
    eine Nacharbeit der Profijournalisten wegen Lektüre hier beim Don.
    http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/ingenieure/elektroautos-vor-allem-der-preis-ist-entscheidend-15188410.html
    Also immer mit Augen auf durch das Leben.

  73. Was Qualitätsmedien, die schön länger hier verschweigen,
    natürlich nie bringen würden: Klarheit über unseren Menschenrechtspartner am Golf:
    https://www.nzz.ch/international/saudische-kinder-werden-in-der-schule-zum-hass-auf-unglaeubige-erzogen-ld.1315932

  74. Juhuu
    es könnte Wohnraum freiwerden. Wenn man einen langen Atem hat und die Migration stoppt.

    ohne Zuwanderer seit 1945 gäbe es
    in Deutschland heute nicht 83 sondern nur
    61 Millionen Einwohner – als auch was die
    Auswanderung betrifft – 2016 allein gab es
    800.000 Auswanderer. Ohne Migration gäbe
    es bei der heutigen Geburtenentwicklung im
    Jahr 3000 in Deutschland weniger als 2000 (!)
    Einwohner.

    aus:

    http://www.malteser-wetzlar.de/fileadmin/Files_sites/Regionen/HRS/Limburg/Wetzlar/Integrationslotsen/Info_Anmeldebogen_DAM.PDF

    • Es kann aber auch sein, dass es auch mit dieser "Immigration" im Jahr 3000
      in Deutschland nur noch weniger als 2000 Einwohner gibt.
      Die sind sich doch gegenüber sich selbst nicht wirklich gut. Oder?

    • Nahuatl: Sie sind wohl , wie ich, fleissiger Perry Rhodan Leser?
      “ Im Jahr 3000″…
      Dort schreibt man, glaube ich, das A.D.5300 oder nach neuer Galakt.Zeit 1500 sonstwas.


    • Das Jahr 3000 ist noch lang hin, und sich darüber Gedanken zu machen, kann nur fehlgehen.

  75. Sehr verehrte Antje-Susan Pukke
    ich fühle mich kollektiv fast schon mit verantwortlich für das, in das Sie hier reingeraten sind. Hatte Sie der Don denn nicht vorgewarnt? Was müssen Sie für einen Eindruck von der Verfasstheit der Don-Familie bekommen haben? Wie oft werden Sie sich gefragt haben, was hier denn los sei. Aber ich versichere Ihnen, soweit mir das möglich ist, Sie haben hier den Gesellschaftsquerschnitt nach 12 Jahren ulF an der Tastatur.
    .
    Da ich ansatzweise die Zeit unter Adenauer noch kenne, versichere ich Ihnen, dass diejenigen, die damals bei dieser Art Offenlegung u.U. in Weinsberg, Goddelau, Andernach, Merzig, Emmendigen…….. gelandet wären.
    .
    Daher, es lebe Don (und seine Co-Autoren) und machen Sie weiter so, so lange es noch nicht gemaasregelt ist.

    • Oh. Danke für die netten Worte. Unter uns gesagt: Der Don hat Wochen gebraucht, um mich zu überreden, wieder zu schreiben, weil ich genau wusste, was auf mich zukommt.
      Es ist für mich ein spannendes Experiment und im Grunde genommen überwiegt doch die positive Resonanz, was ich sehr schön finde. Und für Kritik, Anregungen bin ich immer offen, da war auch überwiegendes Kluges zu lesen.
      Insofern: Machen Sie sich keine Sorgen um mich …

    • Also mir gefällt die zunehmende Aufmüpfigkeit
      in der Don-Familie, zeigt sie doch, dass nicht alle im biedermeierlichen Dämmer liegen. Der kleine Mann von der Saar überreicht hier stellvertretend ein paar Blumen an die Autorin ;-) https://s6.postimg.org/nsar3nwa9/heiko_maas12.jpg

      Dass er das Buch unterm Arm noch immer nicht hinreichend kennt, soll uns grad nicht weiter bekümmern. Die SPD ist im Sinkflug, hat z.Z. knapp 20% und es sollte doch möglich sein, das Minus weiter zu steigern.


    • Der Don hat Wochen gebraucht, um mich zu überreden,
      Soso, da kommts raus.
      Also, allen Respekt, wenn er Wochen gebraucht hat, dann sind Sie wirklich sehr zurückhaltend.
      Ich hoffe, es ist eine interessante Erfahrung für Sie, keine unangenehme.

  76. Wer hat die Macht ....
    das Ganze zu beenden?
    ;-)
    Würde das Ganze sehr gerne mal von denen beschrieben haben,
    die da nur Mieter sind.
    .
    Der Kommentar von dem, der drei Klos und Bäder benötigte,
    gefiel mir. (Bin zu faul hochzuscrollen)
    Also ich brauchte drei Küchen.
    Die Vorstellung einige meiner Freunde nicht nur auf einen Tag
    begrenzt in meiner Küche zu haben, würde mir nicht behagen.
    .
    Bei meinem Freund G. würde ich sehr wahrscheinlich auch
    das Messern entdecken und G. Hackfleisch oder G.-Sülze kochen.
    .
    Bei den Gastkommentatoren erinnere ich eine Dienerin,
    einen 3x5Meier und eine Edelprostituierte.
    .
    Wohnen im Alter ist jedenfalls ein Thema.
    Dann mal weiter so.

  77. @ Renate Simon sagte 14. September 2017 um 15:11 Uhr
    „Es gibt wahrlich keinen Rechtsanspruch in alle Ewigkeit“
    .
    Wahrlich nicht, aber wenn man weiß wie´s wirklich ausschaut, so muß man sich dessen nicht schämen. Ich hörte schon Leuten zu, die der
    Meinung waren SIE würde sich aufopfern für „ihr“ Volk (steht „Volk“ nicht auf dem Index ?)
    .
    Gestern beim Einkaufen fürs Wochenende an solch einer Werbetafel vorbei gefahren. UlF-Antlitz in Riesengroß-ohne Aussage. Da war kein Visagist sondern ein Stuckateur am Werk ( Giuseppe Volpini lässt grüßen-und ich hatte den Gipser mal mit zwei „k“ gelernt).
    Die alternierende Werbetafel zeigte als nächstes (für irgend einen Schrott): „Mehr wow geht nicht“. Meine Frau meinte, ihr Gesicht strahle eine unendliche Güte aus (die geht mir von der Fahne beim Wahlverhalten)
    .
    *) Die wird doch nicht schon an ihrer Totenmaske arbeiten?
    (DdH)

    .

    • Jesses DdH, halten Sie Ihre Frau auf
      wo um Himmels Willen sieht Ihre Frau die unendliche Güte? Braucht sie eine neue Brille oder wieso bekommt sie einen solchen Eindruck?
      UlF trägt übrigens Kontaktlinsen, sah man beim Duell ganz gut, diese geröteten Äuglein gereichten mir doch zur Schadenfreude.

      https://s6.postimg.org/71zdebxv5/tumblr_msnr320_L0_Z1shd00xo1_1280.png

      https://s6.postimg.org/k8terliy9/8.9.2017.jpg

      https://s6.postimg.org/chcot1esx/3.9.2017b_nach_dem_duell.jpg

      Nur so auf die Schnelle, alldieweil ich jetzt endlich mal ins Dorf will, um einzukaufen, dabei hocke ich noch immer im Schlafanzug vorm PC.

      Großplakate sind hier vor Ort nicht viele zu sehen, aber dass da heftig gespachtelt wurde und nicht mit dem Schwämmchen getupft, ist klar. Aber dank Photoshop kann man ja aus einer 80jährigen heutzutage einen jungen Hüpfer machen.
      Ich wunderte mich ja schon beim „Duell“ mit Schulz, wie gut erholt ulF aussah. Die beiden waren nur optimal ausgeleuchtet worden, denn anschließend sah das Gesicht von ulF doch wieder ebbes verrutscht aus.

      Übrigens opfert die sich nicht fürs Volk auf, allenfalls dafür, ihre Macht mit aller Macht zu erhalten. Ein kleiner, aber feiner Unterschied, aber die Leut sehn halt nur das, was sie sehen wollen, die subjektive Wahrnehmung verzerrt vieles.

  78. @Alexander Steinmann (der ist neu hier?) sagte am 12. September 2017 um 23:31 Uhr
    „Geplauder
    Nettes Geplauder aus der Münchene Beinahe-Senioren-WG. Wenn die Autorin es schafft, das Ganzenauf 1000 Seiten auszuwalzen und ihre Vita aufzupeppen (Eskimo als Großvater? Inzest mit dem Goldhamster??), winkt der Literaturnobelpreis. Ansonsten fehlt die polarisierende Arroganz des Don.“
    .
    Es sollte unbedingt von einer und in einer feuchten Biosphäre handeln und stattfinden. Und wie wir gelernt haben, leitet sich Berlin aus dem altslawischen Wort für Sumpf/Morast ab.
    .
    Daher sollte der eher auf trockenem Terrain lebende „Goldhamster“ gegen den Biber (Castor) ersetzt werden, der „Großvater“ gegen den SS-Mann von der Wallonischen Legion, der seit dem Endkampf immer noch auf die Wunderwaffe wartend, in vergessenen U-Bahnstollen haust und sich von Wehrmachts-Schmalzfleischdosen, Hartkeksen, Dosenbrot, franz. Beutecognac aus der Reichskanzlei und Tropfwasser ernährt.
    .
    Dass Berlin jetzt schon seit 12 Jahren, das ist exakt die Zeitspanne….(hier selbst einfügen) eine Wunderwaffe gelungen ist war, ihm dabei entgangen.
    (DdH)

    • DdH,
      kann Ihnen für Ihre Frau einen alten Wahlschein aus den 60ern organisieren.
      Denn schieben Sie Ihrer Frau dann in der Wahlkabine unter. Dort steht keine AfD zur Wahl und Sie fragen die Madame, ob Sie auch den Erich Mende gewählt hat.
      Dann kann nix schief gehen.
      Grüße von der polnischen Westfront.

  79. Frau Simon:
    Das ist ein Leisure Suit – kein Schlafanzug!!!
    Und der Wählerbetrug durch Täuschung mit Hilfe des ÖRR ist plumpe Überheblichkeit, weil denen lange keiner die Erbärmlichkeit ihres Wesen ins Gesicht gesagt hat.

    • ah gehns mir doch weg mit dem neumodischen Kram
      normalerweise nenne ich das Pölterchen ;-)

      Die Erbärmlichkeit, wer sollte die wem vorhalten? Der ÖRR ist erbärmlich, einfach gottserbärmlich, liest man ja beim Don nebenan wieder, wissen tat man’s eh schon und gottserbärmlich ist die Politik. Dazu gesellt sich die sogenannte freie Presse, die ihre Freiheit aber gottserbärmlich an der Garderobe des Kanzleramtes abgegeben hat. Wer also sollte wem die Erbärmlichkeit vor Augen führen, wenn nicht wir, der Wähler wenigstens den Parteien? Würde ja zu gern mal die Wahlprognosen sehen, die wohl überall für Panik sorgen.

      Habe eben meinen Wahlbrief trotz BlackBarrys Unkenrufen in den Briefkasten expediert, alldieweil ich der letzten Wahl in diesem Leben nicht noch durch Latscherei ins Wahllokal huldigen wollte. Ich kann den Wanderzirkus nicht mehr ab, also Brief und hoffen, dass mein Wahlzettel nicht der Manipulation zum Opfer fällt.

  80. DdH, apropos "Hattata-Udo"
    der Mann sollte sich sein Lehrgeld wiedergeben lassen. Ich würde mich nicht freiwillig seinem „Können“ aussetzen, wirklich nicht. Übrigens scheint er nur eine Haarfarbe parat zu haben, Anfang der Woche war nebenan ein Foto Klöckner mit ulF und beide haben die gleiche Haarfarbe, das kann ja kein Zufall, sondern nur dem Hattata-Udo geschuldet sein.
    https://s6.postimg.org/4ft1ovlf5/julia-kloeckner-und-angela.jpg

    .
    Und weil Sie Heilbronn anzweifelten, hier noch ein Bild mit dem selten „intellent“ guckenden Schwiegersohn vom gleichen Tag https://s6.postimg.org/xjh9l49ip/heilbronn_17.8.2017h.jpg

    Ach ich habe so viele Schätzchen auf dem Rechner und der polnische Bekannte hat wohl kein Interesse daran. Ich schicke ihm immer mal besonders ausgesuchte, die er schnurstracks weiter verteilt, aber sie werden für die Nachwelt wohl verloren sein. Werde noch etwas Überzeugungsarbeit leisten müssen, denn manches Bild taucht bei google nicht mehr auf.

Hinterlasse eine Antwort

Angemeldet als GAST





Noch Zeichen frei

Richtlinien für Lesermeinungen