Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Wanderungen in der Mark der Anderswählenden

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Jedem Besiegten wird es schwer, den Grund seiner Niederlage an der einzig richtigen Stelle, nämlich in sich selbst zu suchen.
Theodor Fontane

 

Die Flüchtlingsfrage. Da haben sie sich also am Wochenende geeinigt, die Unionsparteien. Wenn es nach dem Willen von CDU und CSU geht, soll die sogenannte Netto-Zuwanderung aus humanitären Gründen pro Jahr nicht mehr als 200.000 Menschen betragen. Dazu kommt ein ganzes Paket aus Vorhaben wie Flüchtlingsursachen bekämpfen, illegale Migration reduzieren, Schlepperkriminalität bekämpfen, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Flüchtlingsfrage also, sie steht einmal wieder im Vordergrund der aktuellen politischen Debatten.

Die Flüchtlingsfrage, sie überlagert so vieles. Das dachte ich bereits vor zwei Wochen kurz nach der Bundestagswahl, als ich über einer Landkarte von Brandenburg saß und in Gedanken noch einmal, wie ich das 1998 ganz real tat, durch das Land reiste. Von Berlin aus in den Norden nach Neuruppin und Rheinsberg, dann in den Westen nach Templin, von da aus in den Süden über Eberswalde und Straußberg nach Cottbus und wieder hoch in den Norden über Potsdam und Berlin. Nein, die Sommerreise, die ich mit einer Kollegin unternahm, war kein Urlaub und auch keine Wanderung auf den Spuren Fontanes. Sie diente der Suche nach dem, was sich, ein knappes Jahrzehnt nach der Wende, getan hatte. Wie die Menschen dort leben, was sie denken, was sie fühlen, wie es ihnen ergangen ist.

Warum die Erinnerungen an diese Reise gerade so kurz nach der Bundestagswahl hoch kam? Ganz einfach: Weil gerade das AfD-Ergebnis der Bundestagswahl in Brandenburg mich an etwas erinnerte, was ich bereits 1998 wahrnahm: Dass es nämlich viele Probleme dort gab und dass die sich irgendwann, wenn sie nicht gelöst würden, in nicht allzu gutem Sinne Bahn brechen würden. Und genau das geschah bei der Wahl. Lag die AFD 2013 noch bei 6,0 Prozent, ist sie jetzt dort mit 20,2 Prozent zweitstärkste Kraft. 14,2 Prozentpunkte mehr also und die neuen Stimmen kamen nicht nur von ehemaligen CDU-Wählern und Wählerinnen.

Die Sommerreise also. Eine der wichtigsten Lehren, die ich daraus zog: Vielen ging es in den Gesprächen um ihre ganz eigenen Probleme. Um Arbeitslosigkeit, Abstieg, Armut, aber auch um die  nicht verarbeitete Vergangenheit. Und was auch eine große Rolle spielte: Das Gefühl, vom Westen überrollt worden zu sein.

Wir haben unter anderem mit Landwirten über die Schwierigkeiten geredet, sich eine neue Existenz aufzubauen, genauso wie mit Vertretern einer Arbeitsloseninitiative, deren Mitglieder jeden Montag demonstrierten und die doch wussten, wie sinnlos das ist. Wir waren in der Lausitz in einem kleinen Dorf, in dem viele Bewohner und Bewohnerinnen verzweifelt und doch vergeblich dagegen ankämpften, dass ihre Häuser dem Braunkohleabbau geopfert werden sollten. Der Gang bis hinauf auf höchste europäische Ebene war später erfolglos, der ganze Ort wurde abgerissen, die Menschen umgesiedelt. Sie fühlten sich mit ihren Problemen ganz einfach alleine gelassen.

Wir führten zudem Gespräche in einer Begegnungsstätte, in der Sozialarbeiter versuchten, trotz der damals hohen Arbeitslosenquote eine Perspektive zu bieten. Und sie versuchten das, was schon längst da war, zu bekämpfen: das rechte Gedankengut. Das trat auch bei der Unterhaltung mit den jungen Menschen offen zutage und war für uns Besucherinnen erschreckend. Gleich in der Nachbarschaft lebten viele Vietnamesen, wir sprachen mit einigen von ihnen. Sie fühlten sich nicht direkt bedroht, aber auch nicht willkommen geheißen. Kontakte zu Deutschen gab es kaum, man beäugte sich gegenseitig misstrauisch.

Für mich machte das damals alles den Eindruck einer Ruhe vor dem großen Sturm und die ist uns damals an vielen Orten begegnet. Die stillere latent in vielen Köpfen vorhandene Fremdenfeindlichkeit genauso wie der ganz offen zur Schau gestellter Rechtsextremismus. Nicht nur einmal empfand ich die bevorzugt zu mehreren auftretenden Glatzköpfe als bedrohlich.

Die Ausschreitungen 1991 in Hoyerswerda nahe der brandenburgischen Grenze  gegen Asylbewerber und Vertragsarbeiter und die 1992 im weit entfernten Rostock-Lichtenhagen, die vielen darauffolgenden Angriffe auf Asylbewerber und Asylbewerberheime, hatten ihre Saat bereits überall gelegt und sie war aufgegangen. Die vermeintlich Schuldigen an der eigenen Misere, die Ausländer,  waren gefunden, das sollte so bleiben.

Zurück in München beschloss ich zwar, an den vielen Themen, denen ich begegnet war, dran zu bleiben und nach ein paar Jahren die Fahrt zu wiederholen. Aber es war schließlich doch so, dass ich das aus den Augen verlor. Es gab zu viele neue Themen, zu viele neue Aufgaben, Brandenburg war irgendwann weit weg. Ich habe den Menschen nicht mehr zugehört. Dabei hatte ich durchaus den Eindruck, dass es gerade das ist, was sie brauchen. Ein Ventil, jemanden, der zumindest versucht, sie zu verstehen.

Als AfD und Pegida aufkamen und im Osten gleich sehr stark wurden, habe ich anfangs zwar noch stets gesagt und geschrieben, dass man auf die Leute zugehen müsse, dass noch nicht alles verloren sei. Dass man zwar die Hardliner nicht mehr überzeugen könne, aber vielleicht doch welche von denen, die Pegida zunächst nicht in erster Linie aus Protest gegen eine vermeintliche Islamisierung  zuliefen. Man befasse sich gar nicht erst mit ihren sozialen Alltagsnöten, so lautete mein Vorwurf. Aber da war es bereits zu spät. Eine Mehrheit an Journalisten, Politikern und eine Mehrheit in der Gesellschaft hatten sich bereits dafür entschieden, mit diesen Menschen nicht den Dialog zu suchen, sondern sie zu bekämpfen.

Dumm, zurückgeblieben, frustriert, ungebildet, undankbar ob des Segens der Wiedervereinigung, nicht fähig, die DDR-Vergangenheit zu verarbeiten – nur einige der vielen Negativworte und -wörter über die Protestierer. Dass die das nicht mit einer Umkehr goutierten, sondern darauf mit noch stärkerer Identifikation mit AfD und Pegida reagierten, lag auf der Hand. Was da geschah wollten bloß so viele nicht wahrhaben. Die neue Partei und Pegida taten das, was die sogenannten Etablierten versäumt hatten. Sie boten denen eine politische Heimat, die keine hatten. Das Abwerten und das Belehren, all das, was sie als Arroganz verstanden, war bei den Neuen nicht vorhanden. Dafür zuhören, Verständnis zeigen, sich an Stammtischen austauschen, Netzwerke im Arbeitsbereich bilden. Dass sie bei weitem nicht für alle politischen Probleme eine Lösung haben, fiel unter den Tisch. Zugute kam ihnen noch die sogenannte Flüchtlingskrise ab Herbst 2015. „Für die ist Geld und Aufmerksamkeit da, für uns nicht“, lautete ab spätestens da die Devise.

Apropos „Flüchtlingskrise“. Eine seltsame Allianz gab es die letzten zwei Jahre zudem in vielen Medien, bei vielen Politikern, bei vielen der „Refugees wellcome“-Menschen. Der Grundtenor: „Das schaffen wir schon“. Probleme, die schon längst in der Luft lagen, wurden totgeschwiegen. Wer wie ich und einige andere schon vor ein oder zwei Jahren darauf aufmerksam machte, dass man sich durchaus einmal Gedanken machen sollte wie das alles weitergeht, der wurde rasch in die rechte Ecke gedrängt. Nicht zuhören, verdrängen, das war die Devise. Um nur einige Beispiele zu nennen: Der nötige Ausbau der Infrastruktur, der sich verstärkenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum vor allen in Großstädten, wurde kaum benannt. Genauso wenig wie der soziale  Sprengstoff, der in der drohenden Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt im Niedriglohnsektor liegt. Abgetan als Ängste „sozial Abgehängter“.

Nicht nur in Ostdeutschland, sondern im ganzen Bundesgebiet wurde auf diese Ängste in immer größer werdenden Teilen der Bevölkerung nicht eingegangen. Die Quittung dafür gab es am 24. September.

Fazit: Das ganze Geschrei von vielen Seiten gegen die AfD und deren Wählerinnen und Wählerinnen statt einer kritischen Analyse des eigenen Verhaltens hat also in der Tat wenig gebracht. Zu hoffen ist jetzt nur noch, dass es nicht so weiter geht. Dass gerade die Politikerinnen und Politiker wieder verstärkt auf die Menschen vor Ort zugehen, dass  sie zuhören, dass sie aber vor allem handeln.

Und was den Umgang mit den Neuen im Bundestag und in den Medien betrifft, da wäre eine Entmystifizierung ganz angebracht. Vielleicht hilft dabei ja auch der Blick von außen. Wie hieß es in der Neuen Zürcher Zeitung kurz nach der Wahl so schön?

„Deutschland nützt die grosse öffentliche Aufregung … wenig. Wer über den Einzug von voraussichtlich 94 unerfahrenen, teils rüpelhaften, teils rassistischen, teils amateurhaften, teils ganz unauffälligen Abgeordneten der Alternative für Deutschland in den Bundestag schockiert ist, sollte das besser diskret für sich behalten. Denn lautes Lamentieren hilft der auf Skandalisierung und inszenierten Widerstand gegen die Etablierten angewiesenen Protestpartei nur.“

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383 Lesermeinungen

  1. Waren Sie auch in Wien, Graz, Salzburg oder Innsbruck?!
    Werter Don!

    Bei Ihrer Beschreibung fühle ich mich an Wien und andere Städte meiner Heimat erinnert. Beispielsweise an die Linzer Straße in Penzing oder an die Simmeringer Hauptstraße.

    Im Unterschied zu Deutschland ist jedoch das Flüchtlingsthema das hierzulande alles entscheidende Thema im Wahlkampf. Ich bin ja mal auf das Ergebnis in Wien gespannt. Ob dort der „Basti“ auch so stark sein wird? Am Land, insbesondere in den Tiroler Bergen hat die ÖVP die Reihen dicht geschlossen und jeden „Berg- und Waldschratt“ hervorgeholt. Seit Wochen „Basti“ von allen Berggipfeln. Am Sonntag wissen wir’s! Viele meinen aber, das „Kreuzerl“ könnt am Zettel nach unten verrutschen. Versehentlich!

    • Merken Sie nicht an der Stimme...
      …Hochwürden Hirn, daß da Frau Pukke und nicht Herr Alphonso bei Ihnen im Beichtstuhl kniet? – Nein?

    • Frau Pukke schreib von Wählern und Wählerinnen
      und nennt die Herren der Schöpfung sogar zuerst, aber vielleicht ist das ja ein wirklich feministischer Zug.

      Ansonsten fand ich den Diagnoseversuch „abgehängter Ossi = AFD-Wähler“ ziemlich daneben. Da paßt der Hinweis auf Österreich dann ganz gut, und auch in anderen Ländern haben sich Parteien rechts von einer (ehemals) bürgerlichen Mitte etabliert. Das ist also kein Ossi- und noch nicht einmal ein rein deutsches Phänomen, weshalb eine Ursachenforschung wie im obigen Artikel zu kurz greift.

      Im Übrigen wäre dann auch zu klären, ob die Wähler- und die Mitgliederschaft besagter Parteien denn wirklich extremere Ansichten vertritt als Parteien am anderen Rand des politischen Spektrums, und dabei sollte man nicht nur klassisch linke und grüne, sondern auch neulinks-populistische Parteien wie Podemos, die Grillo-Bewegung oder Syriza und deren noch radikalere Ableger mal unter die Lupe nehmen.

    • @Mann vom anderen Ufer
      Und man möchte hinzufügen: Schusterinnen.
      Um sie an eine gewisse Bleibepflicht zu erinnern.

    • Tut mir leid, dass dieser kranke Spammer vom anderen Strand durchgerutscht ist. Mein Fehler. Was für eine widerwärtige Person.

    • Szenario
      Man darf auf den weitgehenden Zusammenbruch von Erziehungs- und Gesundheitssystem spekulieren – auch dort wo jetzt bloß balkanesische und keine westrussischen Zustände herrschen.

      Belastung durch Demographisches Versagen ist gegeben.
      Wenn man die jetzt durch eine negative Auslese bei der Einwanderung potenziert muss es fast krachen.

    • Man darf auf den weitgehenden Zusammenbruch von Erziehungs- und Gesundheitssystem spekulieren
      Da habe ich doch das Pensionssystem ganz vergessen!
      Ist evtl wichtiger als das Gesundheitssystem.
      Die Reihenfolge ist mir nicht ganz klar, auch einen Zeitpunkt könnte ich nicht nennen.

      Es sind dies aber neue Bedrohungsszenarien über die man sich vor 20 Jahren keinen Kopf zerbrechen musste. Da konnte man noch in Ruhe für seine Pension einzahlen und eine Gegenleistung erwarten…

  2. Schuldige ....
    “ Die vermeintlich Schuldigen an der eigenen Misere, die Ausländer, waren gefunden, das sollte so bleiben.“
    Zu erwähnen wäre noch, dass damals Wolfgang Schäuble die Nazi-Ausschreitungen als Zeichen dafür betrachtete, dass zu viele Asylsuchende im Land seien. Irgend ein Gelehrter verglich das dann mit Aussagen von Goebbels nach der Reichspogromnacht, hat richtig Wirbel gegeben.

    • Der Schäuble...
      Denk‘ ich an Schäuble, denk‘ ich an seine „durch Inzucht degenerierte“ Deutschen. (Da meinte er gewiss nicht sich selbst). Sehr hilfreich. So macht man sich Freunde.

      Und solche menschenverachtenden Sprüche dann auch noch angesichts der Tatsache, dass 70 Prozent der Flüchtlinge Männer sind und die sexuelle Gewalt gegen Frauen zunimmt.

      Die Überlegungen von Frau Pukke greifen viel zu kurz. Das Wahlergebnis hat mit Ausländerhass wenig, nur in Ausnahmen, zu tun, sondern mit der Ignoranz und Arroganz der bisherigen Regierung, aber auch der Politiker bis in das hinterste Kaff.

      Was haben die Leute also durch die Abwahl wählen wollen? Sie haben für die Wiederherstellung des Rechtsstaats gewählt – ganz überwiegend. Sie haben permanente Rechtsbrüche, Statistik-Schönfärberei, die Erosion staatlicher Gewalt, die Nicht-Verfolgung von Straftaten und die dafür Verantwortlichen an oberster Stelle abgewählt.

      Bis in das hinterste Kaff wurde von ganz oben bis nach ganz unten „durchregiert“. Ohne Rechtsgrundlage oder Notwendigkeit und gegen alle EU-Verträge wurde eine Fluchtwelle in Gang gesetzt, die Bürger am Ende deutschlandweit ohne irgendwelche Mitsprache vor Ort, von lokalen Politikern vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Autorin hat es vielleicht nicht erlebt, ich aber schon, wie das ablief. Da war auf der angeblichen Info-Veranstaltung nicht ein Wutbürger oder irgendwelche Mistgabeln, sondern Bürger mit Fragen und legitimen Bedingungen (wenn schon 17-35 Jährige Männer direkt im Gebäudeteil der Grundschule einziehen sollen). Fragen konnte man nicht beantworten und „man könnte daran sowieso nichts ändern“. Frau Pukke, eines können Sie mir glauben, das waren ganz normale Leute in Westdeutschland, die so, wie in ganz Deutschland auch wählten: Jetzt ist man eine Erfahrung reicher und hat erlebt, wie undemokratisch, rücksichtslos, arrogant und ignorant die Politik vorgeht, dass der Bürger gar nichts zählt. Sollte das noch einmal passieren, garantiere ich, dass die auf dem Podium es nicht mehr mit Bürgern zu tun haben werden, denen das Kinn herunter hängt, sondern einen Auszug aus dem Saal erleben werden, der diese in den gleichen Gemütszustand versetzen wird. So etwas machen die Bürger nur einmal mit.

    • durch Inzucht degeneriert ?
      ich kenne ja seinen hier öfter zitierten Schwiegersohn nicht.
      Meint er vielleicht den?

      Ansonsten sollte er Sarrazin lesen.
      Da finden sich andere Indizien für Inzuchtrisiko.

    • Schäuble
      müsste mittlerweile eigentlich Pchäuble heißen, wenn man sie Saulus-Paulus-Metapher in die Jetztzeit transformiert.

  3. Die Obergrenze, die nicht sein darf
    Das Wahlergebnis und die weiteren Entwicklungen haben mich in meiner Vermutung bestärkt, dass die nächste Bundestagswahl im Jahre des Herrn 2018 stattfinden wird. Die Obergrenze, die nicht so heißen darf, wird der große Knackpunkt der Koalitionsverhandlungen werden, an ihr wird sich entscheiden, ob CSU oder Grüne der Koalition Schwarz-gelb-grün zustimmen werden oder nicht. Eine der beiden Parteien wird in den sauren Apfel beißen müssen. Wenn niemand sich dazu durchringen kann, wird es wohl schon nach der ersten Bundestagssitzung zur Auflösung des Parlaments und Neuwahlen kommen.

    Vielleicht kommt die Koalition dennoch zustande, und zwar indem die Kanzlerin den Grünen im Geheimen versichert, dass die Einhaltung der Obergrenze nicht erzwungen wird oder sie offiziell in den Verhandlungen fällt und dennoch unter der Hand bestehen bleibt, um der CSU das Gesicht zu wahren. Falls das passiert, attestiere ich der Koalition keine lange Lebensdauer – vielleicht ein paar Monate, wenn überhaupt. Schaden wird es dann allen Beteiligten.

    Außer natürlich der AfD, die es dann wohl auf 20 Prozent plus schafft. Die Medien werden dann vollständig in den 1933-naht-Modus schalten.

  4. Wanderungen in Owaschwoba und im Nordschwarzwald sind auch lehrreich
    werte Frau Pukke…………..ihre Bilder assoziieren eher einen Zusammenhang zwischen Gerümpel, Unordnung und Müll und den Zahlen für die AfD ! und nähren das Vorurteil, dass allein die sog. Abgehängten und Frustrierten und die mit Testosteronüberschuss die AfD gewählt haben.

    dem ist nicht so, das zeigt ein Blick auf die Wahlkreisergebnisse im intakten Oberschwaben, wo den feigen Schwarzen Blöcken solange die Zustimmung zunehmend entzogen wird als bis sie zum Marsch auf Merkel, Kauder und Tauber aufbrechen. Überall liegt dort die „Schmuddelpartei“ nur knapp hinter der sog. SPD auf Rang 3, teilweise fehlen wirklich nur zehntel Prozentpunkte.

    und im Wahlkreis Calw im schönen Nordschwarzwald liegt die AfD direkt hinter der CDU, die verlor 14 %. die AfD endete bei 15 %.

    also liebe Schwarzen im Süden, wollt ihr euch das noch lange tatenlos ansehen ? Und eure Posten, Nebentätigkeiten, Reputationen, Netzwerke und Aufstiegshilfen der ulFuM opfern ?

    • Stimmt...
      der Beitrag greift zu kurz. Der Don hatte doch schon über das gute Abschneiden der AfD am sozial nicht gerade abgehängten Tegernsee geschrieben. Hier im Südwesten ist das ähnlich.

      In meiner kleinen, dummen Heimatstadt wird die AfD bevorzugt von ehemaligen russischen Spätaussiedlern gewählt, die eigentlich hervorragend integriert wurden. Vor 20 Jahren gab es Wodkagelage auf dem Parkplatz von Penny, heute schätzen sie Recht und Ordnung und Begrenzung von Zuwanderung. Integration gelungen.

    • Ja, da haben Sie völlig recht.

    • Ex Zeitleser
      Die „Schwarzen“ gehen sehenden Auges ihren Irrweg bis zum Ende in Ihrem Tunnel und folgen BK Merkel treu ergeben. Natürlich mit total überlegener Moral und von unkritischen regierungstreuen Pressestimmen begleitet. ja sogar befeuert. Eine deutsche Tugend eben. Erinnert mich an den Film der Untergang.

      Ich komme aus einem rabenschwarzen Landesteil und einer überwiegend schwarzen Familie im Ländle. Aus vorbei! Das Urvertrauen in die CDU ist nachhaltig dahin…Man sucht sich nun bedächtig und teils verschämt eine neue politische Heimat, die geringste Fluchthürde, die meine 80 jährige Mutter mit bis dato lebenslangen alternativlosen CDU-Wahlabo beschritt, ist der zu den Nichtwählern.

      Dazu ein guter Beitrag der Welt ht tps://www.welt.de/debatte/kommentare/article169493780/Es-geht-nicht-um-Obergrenzen-es-geht-um-Vertrauen.html

      Zur Frage, weshalb die unausprechliche Partei der Menschen ohne Anstand (Nils Schmid) gerade im wohlhabenden Süden so viele Stimmen erhielt, auch im Vergleich zum Norden. Nun man könnte darüber sinnieren, dass das Bildungsniveau und die Schulstandards dort noch deutlich besser sind, und dass v.a. noch Grundrechenarten beherrscht werden. Dies führt z.B. zu einer kritischen Analyse der Aussage: Des koscht ons alles nix. Wenn man eine Summe durch 10 statt durch 8 teilt gibt es mathematisch halt einen Unterschied. Diesen Zusammenhang erkannte messerscharf übrigens auch Lafontaine.
      Der zweite Aspekt ist, dass v.a. die Bayern noch in der Lage dazu sind kritisch zu denken vs betreutes Denken und vorgekaute Interpretationen durch deutsche Leitmedien. Man könnte nun auch behaupten dass es Hinweise gibt, dass in Bayern die Indoktrination noch so weit fortgeschritten ist wie in anderen Ländern, in denen die Menschen ja schon ab dem 2. Lebensjahr der fortschrittlichen halbstaatlichen Erziehung anheimfallen. Und noch eines haben Bayern, BW und einige Ostländern gemeinsam, nämlich dass sie eher und häufiger in Kontakt mit Medien benachbarter Länder wie A, CH kommen.

    • Was so manch einer vor 27 Jahren anders oder genauso so sah
      @ChristianBW

      Auch wenn Broders Blog Achse nicht zu des Hausherren Favoriten zählt, gibt es dort einen lesenswerten Artikel der letzten Tage von dem Autor Markus Vahlefeld, den man lesen sollte. Irgendwas mit „Die späte Rache der Linken für die Wiedervereinigung“ oder ähnlich. Da kommt der Lafonataine in dieser Hinsicht einigermaßen konsequent weg, andere Moralisten sollten lieber schweigen.

    • Ex Zeitleser
      noch eine Ergänzung: Ich kenne auch etliche CDU-Wähler, die bei der letzten BTW nur noch unter Schmerzen und mit zusammengebissenen Zähnen die CDU wählten. Der Eine oder Andere davon wird von den Reaktionen BK Merkels nach der Wahl not amused sein, ebenso von manchen zu erwartenden Zugeständnissen an die Grünen und FDP. Und nehmen die Probleme der Migration (v.a auch die Anzahl der Einreisenden) weiter zu, was immer mehr im Alltag aufschlägt und wahrnehmbar wird, ist für Manchen Schluss mit lustig. Die Situation und die Zukunft der CDU sehe ich jedenfalls deutlich kritischer als manche Parteifunktionäre oder Medien. Von daher wird auch die Niedersachsenwahl etwas spannend.

  5. "Modernisierung"
    Sehr geehrte Frau Pukke, ob sich die Linien von 1998 an so bruchlos bis heute ziehen lassen, lassen wir mal dahingestellt.
    Mir drängt sich ein anderer Gedanke auf: Die Einwohner der Ex-DDR mussten nach 1989 notgedrungen einen Crachkurs bei der Anpassung an westdeutsche Kultur hinlegen. Eine Umstellung, die uns Westlern weitgehend erspart blieb.
    Und jetzt verlangt man schon wieder eine „soziale und kulturelle Modernisierung“, wie der Euphemismus heißt, mit dem man den Umbruch durch die Einwanderung von Menschen aus anderen Kulturkreisen umschreibt.
    Den Bewohnern der DDR hat man damals nicht die rasche Assimilierung ersparen wollen, sondern sie sehr schnell dem rauhen Wind aus dem Westen ausgesetzt. Da könnte man sich schon ärgern, wenn man sieht, wie sehr auf kulturelle Befindlichkeiten bei unseren Neubürgern Rücksicht genommen wird.

    • Ein Crashkurs
      mit Folgen für die Demografie.
      Die Geburtenzahlen sind dauerhaft und
      massiv eingebrochen. Nach 25 Jahren wirkt sich das positiv auf
      Arbeitslosenstatistik aus. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in den Ostländern ist viel größer als im Westen und Teil der Merkelschen
      Erfolgsbilanz.
      Und genau in dieser Situation schmiert man nicht nur den Ostdeutschen ihre geringen Geburtenzahlen ins Gesicht und lobt die islamischen
      Familien wegen ihres Kinderreichtums, den man bereitwillig
      zu finanzieren hat.
      Wieviel Geringschätzung können Menschen ertragen?

    • Ich stimme Ihnen da völlig zu. Das sollte auch der Grundtenor meines Artikels sein. Vielleicht ist mir das nicht ganz gelungen darzustellen, dass es halt nicht geht, Ländern was überzustülpen.

    • Was immer mitschwingt...
      …in den letzten Tagen und Wochen (sehr überspitzt):

      Der dumme Ossi soll doch bitte mal dankbar sein, schließlich hat man ihn ja Jahrzehnte nun aufgepeppelt. Achja, natürlich soll auch der dumme Pole oder Ungar (und der ganze sonstige Drecks-Ostblock) dankbar sein, schließlich hat man ihn jahrzehntelang aufgepeppelt.

      Alle müssen dem guten Deutschen, also dem Westdeutschen, dankbar sein. Alle sollen gefälligst das Maul halten und hinnehmen, was der Wessi für moralisch geboten hält. Er hat ja dafür bezahlt und nur dafür, diesem Ost-Dreckspack endlich schwarz auf weiß vorschreiben zu können, was er zu denken hat und wem er danken muss. Alle, außer die Gastarbeiter (nichts gegen die), die hier das Land „aufgebaut haben“ (ja nee, is klar), und auch die restlichen Griechen, die Italiener, die Türken. Die dürfen sogar böse sein mit ALLEN Deutschen, weil die nicht genug zahlen.

      Aber Ossis? Bewahre! Ist ja nicht so, dass die bei ihrer „Einreise“ ein Land, Bildung, Infrastruktur, Sprache, Fleiß, Hab‘ und Gut und eine Basis für das Zusammenleben mitgebracht hätten.

      Vor 27 Jahren hatten SPD, Grüne und Linke Angst davor, dass die Ossis den Wessis die Arbeitsplätze wegnehmen, dass die alle „rübermachen“. Ham se nicht. So verschieben sich die Maßstäbe.

    • Ich vergaß wovor die Linken im Westen Angst hatten...
      Die Linken hatten vor allem Angst vor dem Ostdeutschen FACHARBEITER, die Gastarbeiter vor den ungelernten Arbeitskräften bis dahin, dass sich Verbände besorgt äußerten, dass Wessis lieber Ossis einstellen.

      Ja, so dreckig ist und war die Welt. Nur heute ist sie noch dreckiger.

    • Anpassung
      Sie haben natürlich völlig Recht. Es wurde eine rasche Anpassung erwartet. Aber nicht nur von den neuen Mitbewohnern. In den alten Bundesländern wurde auch niemand gefragt ob sie die neuen Menschen geschenkt haben, und alles mit ihnen teilen wollten. Viele sind damals aus den neuen Bundesländern in die alten übergesiedelt, viele haben studieren können und/oder gute Arbeit gefunden. Es war ein Kraftakt, der aber gerechtfertigt werden konnte.
      Nicht unterschätzt werden sollte jedoch, dass die Westdeutschen damals bereits einen erheblichen Anteil ihrer Sozialleistungen, Renten, ihres gesamten sozialen Netzes verloren haben, denn es musste eine nicht unerhebliche Menge an Neubürgern mit versorgt werden, die sich zuvor nicht am System beteiligt hatten. Auch haben und hatten der Großteil der Westbürger keine unmittelbaren Vorteile durch die Sanierung der Ostländer.
      Die Bürger bekamen den Solidaritätszuschlag und den Abbau ihres Sozialsystems, die Agenda, Hartz4 und Renten auf Hartz4-Niveau, folgerichtig und unvermeidbar, und da konnte man Grausamkeiten, die anderen Herren und Damen aus der 1% Liga dienen, gleich noch mit drin verstecken und das „Teile und Herrsche“-Prinzip munter weiter betreiben.
      Funktioniert richtig gut, oder?
      Ein großer Prozentsatz der wiedervereinigten Deutschen ist nie wirklich in diesem wiedervereinigten Deutschland angekommen. Die „wir-sind-aber- die Ärmeren“-Debatte führt zu genau gar nichts und trotzdem ist sie offenbar unvermeidlich, da niemals die Folgen der Wiedervereinigung für alle offen aufgearbeitet wurde.
      Die Mehrheit hatte zu zahlen und letztlich haben sie sich das gegenseitig auch nicht vergessen.
      Kein Ponyhof, nirgends, um C.W., etwas abgewandelt, zu zitieren.

      Jetzt hält es die wi(e)dervereinigte Regierung offenbar für nötig die Daumenschrauben noch ein bisschen mehr anzuziehen. Die völlige Abschaffung des Sozialsystems könnte doch am Besten mit dem völligen Überladen des Systems durch, dieses Mal, muslimische und afrikanische Neubürger erreicht werden.
      Neue Billigarbeiter für die Unternehmer, neue Konkurrenz für die Normalbürger und eine wunderbare Gelegenheit die maroden Kirchen mit neuem Geldsegen bei schwindenden Mitgliedergebühren zu pampern und deren Dogma und Indoktrination ihrer Mitarbeiter und „Schäfchen“ zusätzlich durch die Gelder zu kaufen. Zahlt ja der Bürger selbst, kostet die Profiteure ja nix.

      Die ohnehin Gebeutelten und Gerupften murren leise und lassen ansonsten mit sich anstellen, was die „Oberen“ für richtig halten. Immer noch, immer wieder.

      Aber wie schon Napoleon über die Deutschen sagte:
      „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen.
      Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden.
      Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“

      Wir werden sehen ob und wie lange er recht behält. Es hat Napoleon letztlich auch „dabreselt“ weil er zu gierig wurde und damit die Verhältnismässigkeit seines Tuns nicht mehr einschätzen konnte.
      Mal schauen wann es in unserer „Geiz-ist-geil“- „Shareholder-value“-Gesellschaft soweit ist, dass die Verhältnismässigkeit überschritten ist.

  6. Titel eingeben
    Die Ausländer sind nicht „schuld“.
    Die meisten haben sich nur schuldig gemacht von Paßvergehen, illegaler Einreise. Das dürften ihnen die meisten Bürger nachsehen.

    Was ich dem Leitungspersonal der Bundesrepublik nicht nachsehen kann, ist die Unfähigkeit, dem Zustrom zu steuern.
    Was mich rasend provoziert ist die vorgebliche Alternativlosigkeit offener, ungeschützter Grenzen. Weshalb kann nicht an der Grenze individuell über Asylanträge entschieden werden? Einreise aus sicherem Drittstaat Österreich ist von jedem Grenzbeamten eindeutig zu erkennen.

    unser Führungspersonal und viele Leser hier waren bereits einmal in USA. Ein Beamter am Flughafen entscheidet final über Einreise oder nicht.

    Was mich weiter provoziert ist die laxe Haltung gegenüber tatsächlich schuldigen Ausländern. Bei Drogenhändlern erwarte ich ab der zweiten Festnahme einen Unterbindungsgewahrsam von drei Monaten. Bei Vergehen gegen die sexuelle Selbstbestimmung erwarte ich die sofortige Ausweisung.
    Nicht unbedingt den Heimflug nach Afghanistan. Doch Streichung aller Leistungen und Abschiebegewahrsam bis der Täter zur Ausreise gewillt ist.

    • Nachsicht
      „Die meisten haben sich nur schuldig gemacht von Paßvergehen, illegaler Einreise. Das dürften ihnen die meisten Bürger nachsehen.“

      Dann zähle ich zu einer Minderheit, denn wer illegal einreist (Straftat 1), sich eine Scheinidentität gibt (Straftat 2), damit er Sozialleistungen (Straftat 3), Gesundheitversorgung, Sprachkurse und eine Wohnung kostenlos erhält (Straftat 4) hat schon in seinem kurzen „Hiersein“ zu viel an massiven Rechtsbrüchen begangen. Den will ich hier nicht haben.

      Diese Regeln stehen doch nicht auf dem Papier, sondern sind gültige Rechtsnormen, die zT strafbewehrt sind und an die sich andere halten.

      Verständnis habe ich natürlich sehr wohl, weil es alle machen, über whattsapp stolz die Wohnung und die Geldscheine gezeigt werden, es kinderleicht ist, als „Ali“, traumatisierter Bauingenieur aus Aleppo, durchzukommen, der sich nicht mehr erinnern kann, wie er eingereist ist, wegen Trauma, und es ja „nur“ Steuergeld ist.

      Niemand, der illegal einreist, sollte mehr bekommen als eine Rückfahrkarte und Reiseproviant, egal wieviel er zetert. Anders schaffen wir das nicht.

    • Ich verstehe Sie völlig. Wobei ich das „die meisten haben sich schuldig gemacht“ nicht so teilen würde.

    • Doch ...
      … unbedingt den Heimflug nach Afghanistan!

      Der Staat brucht einfach ein plausible Drohungen für alle Un- und Unterangepassten!

      Entweder Schadensersatzpflicht (nach Scharia) – ansonsten körperliche Bestrafung oder freiwillige Selbstdeportation auf eigene Kosten als Begnadigungsprivileg.

    • „die meisten ... sind ... schuldig“ ...
      … und zwar diverser Verfehlungen!

      Es gibt mit Sicherheit in Deutschland und den Nachbarländern kaum mehr als 1000 echte asylberechtigte Flüchtlinge!

      Wer durch ein sicheres Drittland eingereist ist (das sind auch die Türkei, Libanon, Iran!!!) hat keinen Anspruch auf Asyl.

      Ein einfacher Tatbestand, den man sich nicht durch unangebrachte Empathie schönreden muss…

    • googelt "Melursus, Kagame"
      und findet dass der geschätzte Honigbär heute milde gestimmt ist.

      Das mit dem „schuldig gemacht“ ist nicht der Punkt. An deren Stelle hätte sich mancher von uns auch „schuldig gemacht“.

      Es geht darum, dass das „Laissez Faire“ negative Auswahl und unerfreuliche Lernprozesse befördert. Seine Identität zu verschleiern, um ein Bleiberecht und die damit verbundenen Versorgungsleistungen zu erzwingen, ist keine Kleinigkeit, wird aber als Lappalie abgehandelt.

      Die Einwanderer lernen von vorneherein, dass sie durch Regelverstöße und Unverschämtheit wesentlich mehr erreichen, als mit Ehrlichkeit und Wohlverhalten. Wenn dem nicht konsequent ein Riegel vorgeschoben wird, dann kommen eben hauptsächlich die durchsetzungsstarken, rücksichtslosen, skrupellosen ins Land. Und sind sie angekommen, dann werden sie zusätzlich noch auf „schlecht“ trainiert, weil die Guten die ersten sind, die im Flieger nach Hause sitzen.

      Ich habe nichts gegen eine Zuwanderung aus humanitären Gründen, solange sie sich in der gleichen Dimension abspielt, wie es sonst in den Staaten der westlichen Welt üblich ist. Wenn aber die Einwanderung aus humanitären Gründen fast ausschließlich eine illegale ist und ein großer Teil der Menschheit aus dem Erreichen des Staatsgebiets einen dauerhaften Versorgungsanspruch herleiten kann, dann ist etwas oberfaul.

    • Abschiebegewahrsam ist nicht nötig
      Die Streichung bzw. Nichtgewährung von Leistungen von anfang an würde schon ausreichen, um den Zuzug auf ein Minimum zu reduzieren. Es kommt ja schließlich keiner aus der Türkei oder Griechenland wegen des schönen Wetters hierher.

      Solange aber selbst Ausreisepflichtige, die nicht abgeschoben werden können, den vollen Hartz4-Satz erhalten (das ist wirklich so, ich wollte es erst auch nicht glauben), darf man sich nicht wundern, wenn die ganze Welt herbeiströmt. Ein Land, das sich so verschaukeln läßt, hat es letztlich auch nicht anders verdient.

    • Institutionalisierter Rechtsbruch
      Gibt es da nicht so etwas wie eine Amzeigepflicht, wenn man von Straftaten erfährt? Illegaler Grenzübertritt, Aufenthalt ohne gültige Papiere werden eigentlich in jedem Land als Kapitalverbrechen angesehen.
      Wenn auch der Bürger – Arzt/Helfer – das Recht bricht und die Rechtsbrecher nicht zur Anzeige bringt, müsste nicht die Staatsanwaltschaft eingreifen, die von dieser Praxis natürlich Kenntnis hat?
      Wie sieht es mit der Veruntreuumg von Steuergeldern aus, die für diesen Rechtsbruch verwandt werden?

      „Anonymer Krankenschein Göttingen:

      Sick without papers?
      We offer anonymous, non-bureaucratic and free medical help, without giving your personal data to any official institution of the state.
      If you don’t have health insurance, you can come to our office during opening times and get an “Anonymer Krankenschein” –A paper for free access to medical treatment. With this paper you can go to any doctor or, if necessary, hospital.
      We support you in making appointments with doctors and go there with you, if you want. We pay for the necessary medical treatments. We can also help you to get legal advice.“

    • Titel eingeben
      @Gewuerztraminer
      danke des Lobes. Ich bin meistens milde und sehe den individuellen, einzelnen Zuwanderer gewiß nicht als persönlichen Feind oder gar als Schädling.
      Einer ist keiner und tausend gut verteilt sind kein großes Problem. Unbegreifliche Folgen erwarte ich von den vielen Hunderttausenden und von den Tausenden hardcore Kriminellen.
      Die müssen raus und ohne Rücksicht.

      Das Zitat ist die härteste von mir vorgeschlagene Lösungsmöglichkeit. (workuta haben zuviele Deutsche nicht überlebt)
      Doch habe ich von Trippmadam schon für den nächstmilderen Vorschlag die Keule bekommen. Flederhund hat mich dankenswerterweise unterstützt.

    • Ein Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume.
      Was im Einzelfall gut und angebracht ist, kann dennoch in der vieltausendfachen Wiederholung schlecht werden. Dabei ist es kaum zu erkennen, wann genau es schlecht wird. Der Grenzer steht vor dem Dilemma, dass er im Einzelfall subjektiv den Ankommenden unangemessene Härte zufügt, aber über das Ganze gesehen genau das richtige tut. Das Ganze ist aber anonym. Es hat keine traurig dreinblickenden Augen, es zeigt keine verständnislose Wut. Das macht es so schwierig.

      Ihre Einlassung damals war die emotionale und verständliche Replik auf einen anderen Forenbeitrag. Sie haben das geschrieben, was wahrscheinlich viele Denken, sich aber nicht zu äußern trauen. Das fand ich bemerkenswert. Es war für mich auch ein Zeichen, der Hilflosigkeit, mit der die Diskussion geführt wird. Bessere Vorschläge hat keiner bei der Hand, aber KZ-Vergleiche zum Unterbinden des Diskurses sind schnell gemacht.

    • Melursus, weshalb "nicht unbedingt den Heimflug nach Afghanistan"?
      Mütter, Schwestern, Frauen, Nichten und Tanten leben dort doch auch?
      Genau wie in Syrien und in ganz Afrika und Asien.
      Die hierher kommen erscheinen mir keineswegs leidend. Sie wirken durchaus trainiert und wehrfähig. Jammernd vielfach nur dann, wenn etwas nicht so klappt, wie sie es sich wünschen.
      „Flüchtlinge“ hab ich mir schon seit den Bildern aus Ungarn immer ganz anders vorgestellt. Ärzte und andere Fachkräfte übrigens auch. Und dass sich die Männer vor und nicht mit den Frauen über viele viele Länder hinweg „retten“ ist wahrscheinlich eh neu in der Geschichte.
      Wie eben auch das Ganze, was uns hier in reichem Maße und auf Dauer beschert ist.

    • Titel eingeben
      Herzlichen Dank @Gewürztraminer

  7. Schöner Beitrag, nur leider vermutlich wirkungslos ...
    Lehren aus der Bundestagswahl, die sichtbar nicht gezogen werden:
    1) Eine Mehrheit von Deutschen hat ein Problem mit Massenzuwanderung. Gestern, heute und ziemlich sicher auch morgen
    2) Eine grösser werdende Minderheit schreckt aufgrund der bei ihr massiven Ablehnung nicht mehr davor zurück, eine in Teilen rechtsradikale und rassistische Partei zu wählen. Der Anteil wird wachsen, solange die anderen Parteien lavieren
    3) Die üblichen Beruhigungspillen der bis 2015 „natürlichen“ Heimat dieser Wähler, der CDU/CSU, wirken nicht mehr, weil man ihr den Ernst nicht mehr abnimmt, solange ein amtierender Bundeskanzler die Grenzsicherung bewusst und öffentlich an andere auslagert
    4) All das trifft auf Ost und West gleichermassen zu. Es wirkt in Ostdeutschland nur etwas stärker, weil die Ostdeutschen (anders als die Westdeutschen) bereits eine Riesenumwälzung bewältigen mussten. Und weil sie, geschult durch DDR-Medien, viel misstrauischer gegen die gewohnten Politeuphemismen des westdeutschen Medienbetrtiebes sind
    5) Ausser Mitleid hat die komplette linksliberale und linke Polit- und Medienelite des Landes keine positive Sicht auf die Massenzuwanderung mehr anzubieten, seitdem sich sämtliche Lügen, Illusionen und haltlosen Verprechungen aus 2015 sichtbar in heisse Luft auflösen. Womit eine Mehrheit hilflos herumlavierender „Zuwanderung ich weiss doch auch nicht“ das Feld öffentlicher Diskussion fast zwangsläufig an ihre entschlossenen Gegner abgeben muss, die wenigstens genau wissen, was sie absolut nicht wollen

    Das Ossi-Bashing ist genau genommen auch nur Ausdruck absoluter Hilflosigkeit.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Zustimmung
      Sehr geehrter Herr Haupts,

      Sie bringen es auf den Punkt. Wobei mit der Einführung der Nicht-so-genannten Obergrenze von der CDU ein paar Lehren schon gezogen werden. Zumindest wird (wenn auch nur verschämt) zugestanden, dass die Massenzuwanderung von nicht asylberechtigten Personen eben nicht „alternativlos“ ist (und auch 2015 nicht war). Das ist wichtig, denn dann kann man endlich eine ehrliche Debatte darüber führen, wie viele (Bürger)Kriegsflüchtlinge Deutschland entweder dauerhaft oder vorübergehend aufnehmen will. Und zwar nicht weil wir das „müssen“, sondern weil wir uns auf der Grundlage unserer Werte und als verantwortungsvolles Mitglied der internationalen Gemeinschaft dazu entschließen. Und wenn eine Mehrheit der Meinung ist, dass die Grenze der Aufnahmebereitschaft erreicht ist, dann ist das eben so – so lange bis sich die Meinung der Mehrheit ändert (woran die Minderheit gerne arbeiten darf). Nennt sich Demokratie.

      Gruß,
      Moritz Am Ende

    • Es gäbe so viele gute Gründe für ein Staunen;
      verehrter Herr Haupts,die,die Ihnen auffallen und die Sie beschreiben,das sind doch solche,von denen man sich fragt,wie die einsickern können.
      Riesenumwälzung,zu welcher Form und zu welchem Ziel.

      Am Kaffeetisch sprach ich gerade mit einer Bekannten über einen verstorbenen Freund,der sich als Heranwachsender von einem Kirchenmaler ausbilden ließ,Volksschüler.
      Er komponierte sich ein Abiturzeugnis und begann um 1973/74 ein Theologiestudium.(Er wurde kein Theologe.)
      Seine Wohngemeinschaft war unter anderem Brigitte Mohnhaupt und Christan Klar.(Er,wohl kein ein Eingeweihter.)
      „Felix Krull“,die deutsche Vorhut.

    • Ossis und Medien
      „misstrauischer“ gegen die gewohnten Politeuphemismen des westdeutschen Medienbetrtiebes … Ich hätte „immuner“ geschrieben.

    • Erfreulicherweise sachliche Betrachtung
      Ich kann Ihnen nur zustimmen. Ergänzend zu Punkt 4: Es gab im Ost-Fernsehen die Sendung „Der schwarze Kanal“. Dort wurde fanatisch über den damaligen Westen hergezogen – im neueren Sprachstil: „Wessi-Bashing“. Auch damals schon Ausdruck von Hilflosigkeit. Über die Zeitspanne, die man sich eine solche Sendung antun konnte, wurden damals Witze gemacht. Ein anderes Mittel hatte man damals dagegen nicht. Für viele wurde es dadurch zumindest zeitweise erträglicher. Aber im Endeffekt gab es dann den Herbst ’89 – man hatte damals auch keine Wahl innerhalb des etablierten Systems.

      Wenn ich heute wirklich mal beim Zappen in eine Talkshow rutsche, erinnern mich viele Teilnehmer an die damalige Art des Umganges und den Ton. Nur ist mir persönlich die Gabe abhanden gekommen, darüber noch Witze machen zu können. Ich kann als Reaktion darauf die Verbitterung verstehen bis hin zur Ablehnung dieses sich selbst feiernden Gesamtkomplexes von vor allem TV-Medien als auch Politikern und dazugehörenden Denkfabriken und Lobbyisten. Dazu muss man übrigens weder „links“ noch „rechts“ sein, und es hilft dagegen auch weder ein Rechts- noch Linksruck. Vielleicht versucht man es mal mit Ehrlichkeit.

      Und ich sehe eine Gefahr, dass diese Verbitterung, Ablehnung und Ausgrenzung in innere Emigration münden – die vereinzelt (und nicht vorhersehbar !) in unkontrollierbare Gewalt umschlägt.

      Im Grunde scheint es mir die Art des Umganges miteinander zu sein. Und da kann ich gerade bei den Politspitzen unseres Landes weder Vorbilder noch Identifikationsmöglichkeiten überhaupt sehen. Das Peinlichste, was ich diesbezüglich gesehen habe, war die Runde der Parteivorsitzenden nach der Wahl. Da habe ich mich geschämt für dieses Land. Sollen das wirklich die Repräsentanten meiner (geistigen) Heimat sein?

      Einen fernsehfreien Abend noch vom Igel

    • Eine Mehrheit von Deutschen hat ein Problem mit Massenzuwanderung.
      … und vor allem mit der Art und Weise wie hier von Merkel und anderen Dummschwätzern eine negative Selektion vorgenommen wird!

      Man könnte vielleicht präziser von islamistischer Invasion sprechen.

      Wenn diese Mehrheit sich auch noch aufraffen könnte ihr Kreuzchen an einer Stelle zu machen, wo es den Fettärschinnen weh tut, wäre Deutschland noch nicht vollständig abgeschafft (innerhalb der nächtsten 30 bis 50 Jahre).

    • „immuner“ gegen die gewohnten Politeuphemismen des westdeutschen Medienbetriebes …
      … ist sicher die bessere Formulierung.

      Ich würde sagen: erfahrener im Detektieren der Verscheißerung durch die Machthaber. Schließlich haben die guten Leute seit 1933 wenig anderes erlebt.

      Eine gewisse Grundskepsis (die man am besten auch normalerweise nicht so deutlich vor sich herträgt) ist da einfach eine Lebensversicherung, die sich schon öfter bewährt hat!

    • Nicht nur die Deutschen
      haben ein Problem mit Massenzuwanderung. Das haben, soweit ich das überblicke, alle Völker. Diejenigen, die es nicht hatten, haben nicht lange überlebt.

      Ich finde, die Deutschen waren diesbezüglich seit dem Weltkriegsende sogar sehr geduldig. Sie haben eine Zuwanderungswelle nach der anderen aufgenommen, währenddessen ihnen ihre Volksvertreter andauernd erzählten, dass Deutschland kein Einwanderungsland wäre. Dabei war die Zuwanderung in die Bundesrepublik größer als in klassischen Einwanderungsländern. Trotzdem hat das alles überraschend gut funktioniert. Irgendwann setzt aber die Überforderung ein. Vor allem wenn kein definitives Ende abzusehen ist.

    • Naaaa. Die ersten Zuwanderungswellen waren politisch wirklich gewollt,
      die Leute wurden aus Südeuropa und der Türkei geholt. Und da sie gebraucht wurden, ging das auch lange Zeit ganz gut. Damit wurde Deutschland faktisch natürlich Einwanderungsland, das „Gastarbeiter“prinzip wurde ja nie wirklich umgesetzt (dann hätten die Leute nach wenigen Jahren automatisch wieder gehen müssen, was die deutsche Wirtschaft absolut nicht wollte, wegen Ausbildung & Einarbeitung).

      Inwieweit die Deutsch-Türken der jetzt dritten Generation wirklich integriert sind und sich als Deutsche verstehen, ist eine ganz andere Frage. Mein ganz grober (und anekdotischer) Eindruck ist – die Frauen deutlich mehr als die Männer. Logisch, sie waren die grossen Gewinner des Zivilisationsgewinns für die Gastarbeiter.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Nochmal der "Punkt 4"
      …ist zwar schon angeklungen, aber…
      Wie wäre denn die folgende Beschreibung: im Osten haben die Menschen viel früher mitbekommen, daß sie von Medien und Regierung eingeseift werden, weil sie damit einfach wesentlich mehr Erfahrung haben als im Westen.
      Deshalb haben sie demonstriert (weil sie gelernt haben, daß das in einer Demokratie geht) – wie jede ordentliche Demonstration mit etwas dick aufgetragenen Gegenpositionen.
      Das gab dann seltsame Reaktionen („was habt ihr denn gegen Ausländer, bei euch sind doch gar keine!“); ich kann mich nicht erinnern, das in dem Stil bei Demonstrationen im Westen erlebt zu haben. Etwa bei den „Friedensdemos“ der 80er gegen die „Nachrüstung“ – da hat auch keine Zeitung geschrieben „was habt ihr gegen die Pershings, bei euch in der Stadt stehen doch gar keine!“
      Nun haben sie sogar noch mehr Demokratie gelernt: man darf die Partei wählen, die einem das verspricht, was man gerne haben möchte.
      Oder ist das dann nicht mehr demokratisch – was meinen die erfahrenen Westler dazu?


    • @ThorHa: aber die vielen (Süd-)Italiener, die in den 1960ern die Fabriken und Arbeitersiedlungen bevölkerten, zogen wieder weg, nach Hause. Die Russen wurden innerhalb von 20 Jahren so „blaß“, daß sie kaum noch zu erkennen sind. Nur die Türken krallten sich fest und blieben und holten für ihre Söhne neue türkische Mädchen zum Heiraten nach.

    • Integration
      der Frauen gelingt tatsächlich oft besser. Nicht nur bei den türkischen Gastarbeitern, gerade auch bei Italienerinnen, Spanierinnen, Griechinnen und auch Osteuropäerinnen ist das so deutlich, dass es nicht mal auffällt. Übrigens sind auch enorm viele junge Frauen aus den neuen Bundesländern in den Westen gewandert…
      Allerdings wird das mit der Integration der Frauen immer weniger gut gelingen, je größer die kulturellen Unterschiede sind.
      Und ich bin nicht der Meinung, dass die Zuwanderung von 1 Mio Asiatinnen eine massiv geringere Belastung des Landes wäre als 1 Mio Araber, Afghanen und Afrikaner. Auch wenn Frauen üblicherweise weniger sexuell übergriffig sind, alle anderen Probleme gäbe es auch.

    • colorcraze, viele Italiener blieben auch.
      Nimmt nur keiner wahr, weil deren Sitten und Gebräuche nicht radikal anders waren und ihre Nachkommen längst selbstverständliche Deutsche sind.

      Gruss,
      Thorsten Haupts


    • @ThorHa: zu den weggezogenen Süditalienern habe ich nur anekdotischen Augenschein – meine Erinnerung an meinen kleinen Heimatort im Laufe der Jahrzehnte. Ich erinnere mich auch noch an einen großen kollektiven Aufbruch mit bis oben hin gepackten Autos. ME sind erst in den 90ern ff. andere Italiener nachgekommen, und zwar eher aus Norditalien. In Wolfsburg habe ich ein paar „hängengebliebene“ Süditaliener aus der „Gastarbeiter“-Zeit gesehen, aber es sind doch sehr wenige. Dafür stieß ich 1980 in San Francisco auf eine italienische Trattoria, deren Chef vorher lange Jahre am Band bei Ford in Köln gearbeitet hatte.

    • Die Integration der Deutsch-Türken
      ist unterschiedliche weit fortgeschritten und verläuft nicht immer geradlinig. Schon ihre Ausgangspositionen waren sehr unterschiedlich. Der Satz „Jenseits der Verkehrssprache ist keine spezifische Kultur erkennbar“ gilt für das türkische Volk mehr noch als für das deutsche. Die weltanschauliche und kulturelle Heterogenität scheint mir in der Türkei größer zu sein.
      Ein Mann aus der Verwaltung hier sagte mir vor Jahren: „Wir haben hier eine größere Gruppe von Türken am Ort. Das ist eine sehr bunte Truppe. Bei denen finden sie alles: Fromme und säkulare, Islamisten, Kommunisten und Graue Wölfe sowie Übergangsformen dazwischen. Die dritte Generation spricht teilweise schlechter deutsch als die zweite, aber wir arbeiten mit einigem Erfolg daran in Kindergärten und Schulen.“
      Meine eigenen Erfahrungen mit den türkischstämmigen Mitbürgern sind vor allem positiv. Das liegt aber auch daran, das ich im Wohnviertel und am Arbeitsplatz mit denjenigen zu tun habe, die den Aufstieg geschafft haben und gut integriert bis halb assimiliert sind. Ist man aber tagsüber in der Stadt, wenn die Erwerbstätigen am Arbeitsplatz sind oder schaut sich in Kindergarten oder Grundschule um, dann zeigt sich doch ein recht gemischtes Bild. Und auch als Frau ergeben sich dann schon mal ganz andere Eindrücke, die einem Mann verborgen bleiben.

      Beobachtungen und Anekdotisches:

      Kinder der dritten Generation sprechen mit den Eltern meist türkisch untereinander aber deutsch.

      Männer der 2. Generation sprechen das lokale Rheinfränkisch besser als die zugezogenen Deutschen.

      Die Deutschkenntnisse der Frauen der 2. Generation sind sehr unterschiedlich.

      Wenn eine fremde erwachsene Frau einen in Deutschland geborenen Türken mittleren Alters anspricht, um ihn um eine Kleinigkeit zu bitten, dann kann es durchaus passieren, dass der nur antwortet: „Du Mann holen.“

      Es ist nicht ungewöhnlich, wenn ein türkischer Vater der volljährigen Tochter Schläge androht, für den Fall, dass sie mit einem Deutschen ausgeht. Wenn es aber tatsächlich dazu kommt, setzt er das aber nicht in die Tat um und sie kann ihren Freund treffen, solange sie das heimlich tut.

      In vielen türkischen Familien tragen die Mütter Kopftuch, die Töchter aber nicht. Manchmal ist es aber auch anders herum. Ich habe den Eindruck, dass die Verkopftuchung des öffentlichen Raums in den letzten Jahren eher zugenommen hat. Es gibt Burka-Trägerinnen, Kinder werden in Niqab oder Tschador vom Kindergarten abgeholt, Kopftücher in allen Varianten sind allgegenwärtig. Ich sehe darin weniger ein Zeichen der Unterdrückung der Frauen oder von gestiegener Religiosität als einen ethnisch identitären Abgrenzungsversuch, einen Protest gegen die Zumutungen der Moderne. Und das geht durchaus von den Frauen selbst aus und ist nicht notwendigerweise von den Männern diktiert.
      Es gibt sie natürlich, die karriereorientierten Türkinnen, die meist kinderlos sind und von der liberal-westlichen Gesellschaft extrem profitieren. Es gibt aber auch die anderen, die ihre Aufgabe vor allem in der Erziehung eigener Kinder sehen und erst danach, wenn überhaupt in der Erwerbstätigkeit.
      Für die hat die moderne Gesellschaft nur wenige Verheißungen parat. Sie wirkt eher verunsichernd und bedrohlich. Religion, ethnische Gruppe und Familie versprechen dagegen Geborgenheit, Sicherheit und Orientierung in einer fremden und unverständlichen Umwelt.

      Ich fühle mich manchen türkischen Familien stärker verbunden, als denen junger ansässiger Deutscher. Ich erlebe die Türken als bodenständiger. Ihre Vorstellungen von Familie entspricht dem, was ich von zuhause aus den 70er und 80er Jahren kenne. In dem Lebensstil mancher deutschen Familie meine ich dagegen nur die billige Kopie amerikanischer Vorabendserien zu erkennen.

      Natürlich sind viele Türken mit der ganzen Sippe und im besten Anzug zum Fahnenschwenken nach Karlsruhe ins Stadion gefahren, als dort der Erdogan sprach. Ich nehme das nicht so ernst. Ich halte das für ein klein wenig Heimweh-Faschismus.

      Die einzige muslimische Familie am Ort, bei der ich mit Sicherheit weiß, dass die Integration suboptimal läuft, ist eine albanische und keine türkische. Da kauft der Vater für den Sohn für ein Handgeld von zehn bis fünfzehntausend Euro eine sechzehnjährige Braut ohne Schulabschluss, die im Zwang gehalten wird und dann als Magd der Familie ihre Aufwartung machen muss. Der Pass wird ihr weggenommen, das Haus verlässt sie in der Regel nur in Begleitung männlicher Mitglieder der Familie des Mannes. Über Geld verfügt sie nicht für Empfängnisverhütungsmittel wird ihr auch keines gegeben. Bei Ungehorsam gibt es Schläge.

      Ich kenne aber auch albanische Familien, die ganz anders sind. Das gesellschaftliche Milieu bestimmt die Integrations-Willigkeit und -Fähigkeit stärker als die ethnische oder religiöse Herkunft.

      Soweit meine Sicht als herkunftsdeutscher Einwohner eines südwestdeutschen Ortes unter 10000 Einwohnern mit nicht unbedeutender türkischer Minderheit. In den ethnischen Kolonien der Großstädte mag das noch einmal ein Stück weit anders sein.

    • Die Integration der Deutsch-Türken
      @Gewürztraminer

      Ich stimme Ihrer schön und liebevoll formulierten Feststellungen zu und empfinde dieselbe Nähe und gar Liebe zur deutschen Kultur und Deutsche. Ich kann mich viel besser verstehen, verständigen mit einer außergewöhnlichen Persönlichkeit wie Fr. ObjectBe als mit einem Täntchen mit Kopftuch aus Anatolien. Während die letztere nur ein ‚Kultur’Bereich der religiösen Unterdrückung und Bevormundung zu bieten hat, wo Verschweigung oder Verschweigenmüssen eine pseudo Atmosphäre des Mystischen verschafft, wo Individualität zugunsten einer authoritären Kollektive geopfert werden muss, haben wir bei der Ersteren, eine Frau, die Ihr Dasein frei von irgendwelchen ‚Normen‘ selber bestimmt, Ihre Berufsbezeichnung in einen historischen Kontext setzt, gebildet ist, Sinn fürs Ästhetische besitzt und dies Alles im Diskurs dieses Forums auch weiterleitet.

      Punkt 2: Sie haben vollkommen Recht, wenn Sie schreiben, dass die Türken in der TR und D, eine sehr heterogene Gruppe sind. Mein absoluter Favorit sind die urtürkischen, ethnisch wahre Türken, die Aleviten. Ich könnte noch sehr viel zu der Heterogenität der Türken schreiben, aber nicht heute.

      Punkt 3: Es scheint sehr markante Unterschiede zu geben, bei der Integration zwischen den verschiedenen Bundesländern, z.B HH und Bayern❤️.

      Ich bin Istanbul aufgewachsen und um meine Gedankenführung verständlicher zu gestalten, lasse ich mal die falsche Bescheidenheit beiseite und sage in relative hohen Kreisen, kulturell und wirtschaftlich. Die Zuwanderung aus Anatolien nach Istanbul, hat unserer Stadtkultur sehr geschadet. !!!

      Bei einem Flug von München nach Istanbul, habe ich mal eine Gruppe von jungen deutsch-türkischen Männern gesehen, die zufällig beim Boarding neben mir standen. Top schick gekleidet, elegant und gepflegt, einer ganz dandyhaft mit einer LV Tasche in der Hand. Sie haben untereinander ein wunderbares Deutsch gesprochen. Nach einer Weile began einer von denen Türkisch zu reden, kein Hochtürkisch, fürchterliches Akzent, ohne Klang und Musikalität in der Betonung der Wörter. In den Wörtern sah ich förmlich seine kulturell karge Herkunft und die Gründe, warum so ein Kluft herrscht …

      Einen schönen Tag an uns Allen …

    • Grenzen der Integration von muslimischen Türken
      @El.Pe sagt 12. Oktober 2017 um 09:10 Uhr
      „Ich bin Istanbul aufgewachsen und um meine Gedankenführung verständlicher zu gestalten, lasse ich mal die falsche Bescheidenheit beiseite und sage in relative hohen Kreisen, kulturell und wirtschaftlich. Die Zuwanderung aus Anatolien nach Istanbul, hat unserer Stadtkultur sehr geschadet. !!!“

      Die kulturellen Gegensätze sind m. E. unter Türken viel größer als bei irgendeiner anderen Nation in Europa.

      Istanbul war und ist europäisch ausgerichtet und seine Bürger sind europäisch sozialisiert. Mit denen gibt es keine Probleme mit der Integration in Europa.

      Andere Teile der türkischen Bevölkerung sind hinsichtlich der kulturellen Entwicklung noch im religiösen Mittelalter vor der Aufklärung. Da gibt es kulturelle Inkompatibilität bis hin zum Bürgerkrieg, was man jetzt in der Türkei beobachten kann.

      Die islamistische Erdogan-Diktatur ist ein Rückfall in die Vormoderne, so wie der rassistische Hitlerfaschismus Ausdruck einer kulturellen Regression war.

      Die Türkei war als Gesamtgesellschaft kulturell nie wirklich in der Moderne angekommen. Atatürk konnte sein Regime nur diktatorisch aufrechterhalten, eben wegen der kulturellen Rückständigkeit der Massen.

      Auch Deutschland ist als Gesamtgesellschaft nie wirklich politisch-kulturell in der Moderne angekommen. Die Ossis sowieso nicht, die mussten 150 Jahre in einer Diktatur leben.

      Auch in der BRD ist der Versuch einer wirklichen Demokratisierung gescheitert.

      Willy Brandt versprach zwar „Mehr Demokratie wagen!“, machte in seiner politischen Praxis mit dem Radikalenerlass genau das Gegenteil.

      Mit Kohl begann eine neue Stufe politisch-kultureller Regression.

      Kohl regierte ähnlich wie Erdogan, nämlich als eine Art König. Er ignorierte Verfassung und Recht und betrieb eine Günstlingswirtschaft.

      Die Merkel-Zeit stellt eine Steigerung der politisch-kulturellen Regression dar.

      Die „Politik ohne wirkliche Opposition“ schaffte eine Art „Türkei 2.0“ mit zunehmender politisch-kultureller Heterogenität und Inkompatibilität.

      Nach meinem Eindruck – und ich habe durch meine unterschiedlichen Berufstätigkeiten viel Erfahrung mit türkischen Immigranten – sind Türken, die sich mit der europäischen Kultur identifizieren nur eine kleine Minderheit. Es sind vor allem Menschen, die sich vom Islam emanzipiert haben. Nur diese sind m.E. wirklich in die europäische Kultur integrierbar. Alle anderen werden versuchen, aus Deutschland einen islamistischen Staat zu machen, so wie heute die Erdogan-Politik.

    • Die Grenzen der Integration muslimischer Türken ...
      scheinen seit eh und je vom Islam festgelegt zu sein bzw. von seiner Auslegung durch diejenigen Personen und Institutionen, die eigentlich den hiesigen Behörden bekannt sein müssten.

      Lieber Herr v. Goslar, ich grüße Sie und teile Ihre Ansichten in mehr oder weniger nuancierterem Form, was auch gut ist, da man somit die Möglichkeit hat, noch mehr zu diskutieren. Sie nennen bspw. die vormittelalterliche Zeit, ich hingegen sage Steinzeit und möchte den Atatürk lieber als einen aufgeklärten, visionären Soldat/Staatsman bezeichnen, der angesichts der immensen Summen von Reparationszhlungen an die Siegermächte nach dem WW1, den wirtschaftlichen Aufschwung mit konsequenten Methoden durchsetzen musste. Dazu brauchte er sinngemäß Fachkräfte und hat deshalb rigorose Bildungs- und Reformmassnahmen realisiert.

      Der Islam, unter Erdogan, ist wieder eine die Türkei heimsuchende Gefahr geworden. Frauen- und Bildungsfeindlich, kein Wunder mit einem Propheten, der ein Analohabet war.

      Ich möchte niemandem die TGIF-Stimmung verderben, darum sehe ich davon ab, einige erschreckende öffentliche Statements von Sektenführern hier zu schreiben, Sektenführer, die auch in D Anhängerschaften haben.

      Einen schönen Tag an uns allen …

    • Zur Kollusion der Doofen „oben“ und „unten“
      Liebe Frau El.Pe,
      aus Ihren Beiträgen spricht Lebenserfahrung aus unterschiedlichen Perspektiven.

      Wir erleben in der Türkei gegenwärtig, wie unaufgeklärte, ungebildete und naiv-religiöse Massen einen Führer an die Macht bringen, der ähnlich wie ein Hitler oder Chomeini die Nation ruiniert, und zwar hinsichtlich Geistesleben, Liberalität und wirtschaftlichem Niveau.

      In der BRD hat das in ähnlicher, allerdings abgemilderter Form begonnen mit Kohl. Und Merkel ist noch viel schlimmer. Die kann man schon mit Erdogan vergleichen, auch wenn sie keinen Islam propagiert, sondern die Religion der Marktwirtschaft.

      Die auf Ignoranz basierende Arroganz und Doofheit „oben“ wie „unten“ bilden einen sich gegenseitig verstärkenden Circulus vitiosus.

      Doofe Journalisten und TV-Medienleute fördern die Doofheit von Lesern und TV-Konsumenten und umgekehrt.

      Es findet sich eine Arroganz sowohl „oben“ wie auch „unten“

      Es gibt nämlich die Arroganz der unaufgeklärten und ungebildeten Massen, die sich selbst aber nicht so wahrnehmen, sondern im Gegenteil sich als überlegen ansehen, weil die anderen – „nur“ – „Theoretiker“ oder „Intellektuelle“ sind. Im Proletariat und im Kleinbürgertum sind das negativ konnotierte Bezeichnungen oder sogar Schimpfworte.

      Psychologisch wird dies als Dunning-Kruger-Phänomen bezeichnet:

      „Als Dunning-Kruger-Effekt wird eine kognitive Verzerrung bezeichnet, bei der relativ inkompetente Menschen die Tendenz haben, das eigene Können zu überschätzen und die Kompetenz anderer zu unterschätzen.

      An der Cornell University erforschten die beiden Wissenschaftler diesen Effekt in weiteren Experimenten und kamen 1999 zum Resultat, dass weniger kompetente Personen
      – dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen;
      – überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht erkennen;
      -das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht zu erkennen vermögen

      Dunning und Kruger zeigten, dass schwache Leistungen mit größerer Selbstüberschätzung einhergehen als stärkere Leistungen.“ (Wikipedia)

      Fazit:
      Je intellektuell inkompetenter, desto mehr kognitive Dissonanz und Arroganz finden sich bei diesen Menschen.

      Das gilt für „Rechte“ wie „Linke“, für „unten“ wie für „oben“.

  8. vielen Dank für Ihren ehrlichen Artikel
    Liebe Frau Pukke

    vielen Dank für Ihren Artikel, der sich teilweise mit eigenen Anschauungen aus dem Urlaub deckt. Mir war nie klar, wie sehr das negative Bild des Westlers Normalität im Osten ist. Ich wurde in aller Freundlichkeit als ‚Sch … Wessi“ angesprochen, dabei meinte das niemand böse. Es war einfach der normale Ausdruck … In der Mitte Deutschlands spielt der Osten schlicht keine Rolle, was die Sache auch nicht besser macht.

    Es ist eine maßlose Arroganz, die Ängste sozial Abgehängter als (irreales) Gefühl abzutun. Haben sie nicht als allererstes Grund, sich bedroht zu fühlen?

    Leider glaube ich nicht, dass es zu einer kritischen Hinterfragung des eigenen Benehmens (oder wenigstens der Strategie) durch Politiker kommt.

    Es würde mich freuen, mehr von ihnen zu lesen, herzliche Grüße

    Hessin

    • Vielen Dank für das Lob. Ich freue mich.
      Ja, die maßlose Arroganz ist das Problem.

    • Nach allen Untersuchungen haben auch im Osten
      die „Ängste sozial Abgehängter“ NICHT die Wahl entschieden. Das ist eine der bequemen Illusionen über Wahlverhalten – und ganz nebenbei an Arroganz gegenüber dem Souverän, nämlich dem Wahlbürger, nicht zu überbieten. Der ist häufig weniger einseitig informiert und ideologisch aufgestellt, als seine geifernd mitleidigen Von oben herab Volkserzieher.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  9. Die AfD ist besser als die CSU
    Zitat: „Wenn es nach dem Willen von CDU und CSU geht, soll die sogenannte Netto-Zuwanderung aus humanitären Gründen pro Jahr nicht mehr als 200.000 Menschen betragen. Dazu kommt […]“

    Die AfD ist die einzige Partei, die sich konsequent gegen die Masseneinwanderung stemmt. Die CSU laviert aus Rücksicht auf die CDU nur herum.

    Ich hoffe, dass in den nächsten Monaten enttäuschte Abgeordnete anderer Parteien zur AfD wechseln.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph

    • Netto ist ein Schlüsselwort!
      Da so etwa 900000 Menschen aus menschlich verständlichen, also humanitären Gründen auswandern, kann die Zuwanderung brutto durchaus 1100000 betragen, ohne daß die unionsinterne Abmachung berührt wird.
      Und ob ein Abgeordneter in den Chaoshaufen AfD wechseln wird, da habe ich so meine Zweifel. Obwohl es andererseits aus humanitären Gründen verständlich wäre, wenn er’s täte.
      Jetzt kommen aber erst Niedersachsen und dann Jamaika!
      Gruß K
      PS: Der Text ist schön und wahr, aber leider so ganz ohne Zynik und schlägt deshalb eher auf den Magen.

    • Danke.
      Aber: Ach, ach, muss es wirklich immer Zynismus sein? Das jetzt schlägt wiederum mir auf den Magen.

    • Ich sehe Volksverhetzung
      Ein eigenartiges Kompliment
      Ich war mit Frau und Tochter auf die Grillparty meines eigentlichen Arbeitgebers, einem total querschnittgelähmten Mann, eingeladen.
      Eine Frau setzte sich zu uns und wir unterhielten uns eine Stunde lang nett. Als ich das Gespräch in Richtung AfD lenkte, kam sofort das Wort „Schießbefehl“. Schon bei den ersten Worten meines Versuchs, die Sache klar zu stellen, erhob sich die Dame und sagte: „Bis jetzt habe ich Sie für einen sympathischen Mann gehalten. Jetzt nicht mehr!“

      Ich bin ewiger CSU-Wähler, seit meinem 13. Lebensjahr 1956 (!) Antikommunist und immer ideologieresistent.

      Die Vernünftigen werden ausgegrenzt.

  10. Nicht verwunderlich
    Ich habe damals als Wessie einige Jahre dort gearbeitet und gelebt und die künftige Entwicklung war absehbar. Bei den nächsten Bundestagswahlen – ganz egal, ob sie nun in vier Jahren oder schon früher stattfinden – hat die AfD gute Chancen, stärkste Partei in Brandenburg und anderen neuen Bundesländern zu werden. Die alten Parteien begreifen die eigenen Wähler nicht mehr, verleugnen deren Interessen und Sorgen, echauffieren sich über sie („das Pack, die Abgehängten, die Modernisierungsgegner, die Ängstlichen, die Ungebildeten“) und werden im Verbund mit den Medien niemals zugeben, dass sie es sind und nicht die zusammengewürfelten Protagonisten der AfD, die das eigene Land ins Verderben führen. Die Anderswählenden werden spätestens in der nächsten Rezession auch in den alten Bundesländern beträchtlich zunehmen.

  11. Titel eingeben
    Es wird weitergehen wie bisher. Bis zu den nächsten Bundestagswahlen….

  12. Branitz Fürst Pückler Park Cottbus Brandenburg
    Ein Muß für alle Versteher von Mensch und Natur.

  13. Wie sollen Sie denn handeln?
    Ihrer Meinung nach? Die Politiker? Sie handeln doch. Nur eben nicht so, wie es die AfD-Wähler gerne hätten. Es treffen Welten von Andersartigkeit und Dissenz aufeinander.

    • Die Politiker
      können nicht handeln.

      Der Preis ist die Abkehr von der Globalisierung.
      Die wird kommen, aber unsere Eliten- nicht
      nur die Politiker-begehren nicht Schuld zu sein.

      Dafür bezahlen sie jeden Preis.

    • Vielleicht können Sie nicht
      Aber sie könnten schon!

      Und überhaupt welche Globalisierung? Bis jetzt ist kein signifikanter Rückgang des Freihandels feststellbar. Gleichzeitig globalisiert sich identitäre Politik. Es geht munter weiter … mit der Globaliserung. Nur die Phänomene verschieben sich.

  14. Diese Flüchtlingsfrage...
    …wurde keineswegs beantwortet, es wurde ein fauler Kompromiss verabredet, der ein Schlag ins Gesicht des Wählers ist. Es wurde ein „weiter so“ ausgekungelt, um des Machterhalts willen. Allein das zeigt schon, dass hier niemand, aber auch garniemand einen Schritt auf „sozial Abgehängte“, auf die „Modernisierungsskeptiker“ oder schlicht „das Pack“ zugehen wird und das auch nie vorhatte. Die betroffenen Menschen – und das sind Menschen in ganz Deutschland – dürfen sich für weitere vier Jahre abgehängt, vergessen, verraten und verkauft fühlen.

  15. scheint nix zu nützen
    Verehrte Frau Pukke,
    einen lesenswerten Text haben Sie geschrieben, sachlich und zutreffend im Fazit.
    Ob die Politiker wieder auf die Menschen zugehen und zuhören? Sieht nicht so aus.
    Nach dem Spruch der Kanzlerin dass sie nicht sehe was man anders machen sollte und dem Jungen-Union-Parteitag wo der Einzige, der deren Rücktritt gefordert hatte, ausgebuht wurde, müssen wir leider weiter leben mit dem
    „Weiter wie bisher weg vom Volk, die sollen zahlen die Klappe halten und wieder richtig wählen“.

    Und auf die Quittung die die CSU erhalten wird müssen wir auch noch ein Jahr warten.
    Grüße ….und schreiben Sie öfter mal.

  16. Titel eingeben
    Schade. Selbst 200 Zeichen in 5 Minuten sind zu schnell geschrieben.

    • NZZ
      nicht alles, was dort geschrieben steht,
      sh. Zitat im letzten Abschnitt:

      nur Schaum vor dem Mund,
      sich nicht mit dem Programm beschäftigen.

      schaut mal die Proleten der anderen Parteien an:
      Fresse-Nahles, Fresse-Pofalla usg.

    • Och nö!
      Möglicherweise haben Sie es noch nicht bemerkt aber große Teile unserer Zivilisation sind mittlerweile digitalisiert und damit ähnlich fragil wie diese Blog-Software.

      Da hilft alles Meckern nicht, man muss sich für diese Eventualitäten vorbereiten.

      *** Für Kommentare (falls Sie nicht aus einem Editor kopieren): Strg+A (bzw. Ctrl+A) markiert den kompletten gerade geschriebenen Text.
      Strg+C (bzw. Ctrl+C) kopiert den nun markierten Text

      Sollte nun die Blogsoftware wieder mal mit „zu schnell geschrieben“ kommen, setzen Sie den Cursor in ein neues Eingabefeld und betätigen
      Strg+V (btw. Ctrl+V) und – schwupps – wird der von Ihnen zuvor kopierte Text ins frische Textfeld eingefügt.

      *** Für analoges Leben: Vorrat an Trinkwasser, Lebensmitteln, Medikamenten und eigene Energieerzeugung sicherstellen, außerdem Maßnahmen zur Verteidigung Ihrer Vorräte treffen, einem starken Clan beitreten.

      (Jetzt drücke ich gleich Strg+A gefolgt von Strg+C …)

    • einem starken Clan beitreten...
      … und ein analoges Leben vorbereiten und trainieren ist wahrscheinlich die bestmögliche Lebensversicherung.

  17. Vielen Dank für die
    Bilder aus der Vergangenheit. Auch hat mir der Text gut gefallen.

    Aber Sie scheinen da etwas nicht so recht verstanden zu haben: Die Regierung sagt doch, dass alles im Griff ist, dass es niemandem schlechter geht als vorher und das wir das schaffen.

    Vor diesem Hintergrund: Meinen Sie nicht, dass Sie da in die verkappten und tatsächlichen Faschisten in den zurückgebliebenen Landstrichen etwas hinein interpretieren, was da nicht drin sein kann? Bei Ihrem Text hat man fast den Eindruck, da wohnten auch normale Menschen mit eigenen Sorgen und Nöten.

    Also beim letzten Tag der Einheit war kein einziges kritisches Wort zu hören. Es herrschte Konsens in der Regierung, dass die Landschaften nun blühen und alles gut ist. Bis auf die Faschisten.

    # Ironie aus

  18. Wer die bundesrepublikanische Politik...
    …seit Jahren interessiert verfolgte, für den waren die Wahlergebnisse vom 24.09.2017 keine sonderliche Überraschung. Die bürgerlich Wertkonservativen wurden schmählich vernachlässigt, was auch das AfD-Wahlergebnis bei uns in Bayern bestätigt. Die Überraschung besteht vielmehr darin, dass Politiker den Karren sehenden Auges an die Wand fahren. Nur weiter so. Am Ende heißt es wieder „aber wir konnten doch nichts dafür…“. Man wäscht wie immer seine Hände in Unschuld. Und da sagt man, Geschichte wiederhole sich nicht.

  19. Geschätzte Gastautorin : Et audiatur altera pars .
    .
    .
    ..
    Das Erscheinen und Erstarken der AfD , die in vielem eine CDU von vor
    20 , 30 Jahren ist ,

    wird nicht durchgehend als Problem wahrgenommen .

    Weder AfD , noch Pegida, sind per se einfach ,,Nazi“ .

    Die ,,Flüchtlingskrise“ ab 2015 in Anführungszeichen zu schreiben , ist richtig .

    Zum Großteil handelt es sich dabei um Migranten, die ohne Rücksicht auf bei uns geltendes Recht bei uns einwandern ,

    was vom immer größer und linker werdenden ,,Mainstream“ gutgeheißen und gefördert wird .

    Die Islamisierung Deutschlands ist auch real, und nicht erst seit 2015 .

    Das zu Tode labern dieser Phänomene, wie auch der Reaktion darauf, in Gestalt nicht linker Gruppierungen,

    das Behaupten, diese Reaktion sei irgendwie krank, zu bekämpfen ,

    man müsse den ,,Menschen da draußen “ die Segnungen, die Merkels Nichtpolitik bedeute,

    oder die EU, der Euro, auf den es keine Zinsen gibt, und den wir mit Bankrotteur-Staaten gemeinsam haben,

    statt der werthaltigen D-Mark , und über den wir andere Staaten finanzieren, sprich, deren Konsum bezahlen,

    die ,,Rettung“ Griechenlands, wohl bald Italiens, Frankreichs, etc .,

    all das muß man den ,,Menschen da draußen“ erklären.

    Dann wird alles gut.

    Entschuldigung, aber das glaube ich nicht .

    Sie haben zwar, wenn auch vor längerer Zeit, mit den ,,Menschen da draußen“ , außerhalb der Blase ,

    gesprochen, haben ihnen zugehört ,

    aber halt alles durch den Filter Ihrer persönlichen Blase .

    Ihre geschätzte Sicht der Situation unseres Landes ist nicht die einzige,

    und sie ist auch nicht automatisch die gute und richtige.

    Mir fehlt da realistische Härte gegenüber den eigenen Positionen, die Bereitschaft, ein X für ein X zu akzeptieren ,

    mir fehlt da die Erwähnung und Kommentierung des Anstiegs der Kriminalitätsrate seit 2015 ,

    die Auseinandersetzung mit Menschen, die einen nahen Angehörigen, oder oft eine Angehörige, durch Mord verloren haben, weil jemand meint, Grenzen könne man nicht schützen,
    und Gesetze nicht einhalten.

    Was sagen Sie denen ?

    Pech gehabt, falsches Wohnviertel ?

    Stimmt so nicht.

    Manche Verbrechensopfer kamen aus guten Gegenden, waren gebildet, und glaubten den Welcome-Verheißungen.

    Kamen gerade durch diese Ideologie in Kontakt zu den letzten Menschen, die sie lebend gesehen haben.

    Ok, wir sind tausende Meilen in unseren Meinungen dazu voneinander
    entfernt.

    Ich stelle die provokante Behauptung auf, dass gerade Personen aus dem linken Mainstream

    zu Selbstüberhöhung und Selbstgerechtigkeit neigen,

    und Andersdenkende gerne als ,,Patienten“ sehen .

    und dass Augenhöhe im Diskurs, so er überhaupt stattfindet, oft nicht ehrlich gemeint ist,

    sondern paternalistisch.

    Zurückholen .

    Ja, wohin denn ?

    Zu Merkels Beliebigkeit ?

    Zu pietistischem Suizid ?

    Denken Sie sich nichts Böses, ich neige zu Frechheit und Unbotmäßigkeit gegenüber Popanzen.

    Fragen Sie meine ehemaligen, katholischen Religionslehrer in Bayern.

    Und nicht nur die.

    Ich neige aber nicht zu Dummheit, Nachplappern und andere-denken-lassen .

    Danke für Ihren Beitrag, der sicher eine lebendige Diskussion auslöst,

    eben –

    et audiatur alters pars.

  20. derzeit versuchen viele ...
    … das offensichtliche Debakel zu erklären, sogar in der taz – ein Ausschnitt:

    =======
    Auf Bevormundung und betreutes Denken reagiert man im Osten gern mal allergisch. Man kennt das gut aus einer Zeit, als Harry Tisch und Günter Mittag noch was zu sagen hatten. Es gab das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei, und am Hauptgebäude der Landwirtschaftlichen Produktions-Genossenschaft hing ein Banner: „Der Sozialismus siegt“. Und weil sich viele noch so gut an die DDR-Zeit erinnern, kam ihnen auch der Umgang mit der Flüchtlingskrise irgendwie komisch vor.

    Plötzlich glaubten sie Muster aus der Vergangenheit zu erkennen. Die Medien ließen tatsächlich vieles weg, was nicht in die aktuelle Erzählung passte. Die Politik verkaufte Losungen, aber erst mal keine Lösungen. Das hat den Osten skeptisch gemacht und erneut politisiert. Man bildete wieder private Recherchekreise, suchte selbst nach Wahrheiten und stellte „die da oben“ in Frage – das typische Nischenverhalten, wie man es vor 1989 gelernt hat.

    Die politische Energie floss ungerichtet in viele Richtungen. Weil sich die politische Mitte aber beharrlich weigerte, den Zufluss zu kanalisieren, kam er bei der AfD an. So ist der Osten vor allem Sinnbild für ein Versäumnis der etablierten Parteien. Sie müssen die richtige Therapie für den Primärpatienten finden. Ossi-Bashing ist es sicherlich nicht.
    =====

    Wer den ganzen Artikel lesen möchte, suche nach: taz der ostdeutsche Patient
    (mit Absicht kein Link)

    Ja, die AfD ist im Osten stark, aber nicht nur dort.
    Gründe gibt es überall.

    GH

    • Bevormundung und betreutes Denken ...
      … das klingt ja verdächtig nach durchdachter Analyse!

      (ich werde ich taz natürlich trotzdem nicht anklicken. das könnte denen einige cent Werbeeinnahmen bescheren.)

    • Ein wirklich schöner Artikel
      In der TAZ. Manchmal ist diese Zeitung zu erstaunlicher Selbstreflexion fähig.

  21. Unterschiedliches Staatsverständnis
    Sehr geehrte Frau Pukke,

    Sie haben den Osten bereist aber nicht verstanden. Es hapert am unterschiedlichen Staatsverständnis. Die DDR war ein nationaler Staat. Sie war ein deutscher Staat. Die Geschichtsschreibung war zwar arg geschönt, aber die DDR sah sich immer in deutschen Traditionen und hat das auch so gelehrt. Der Osten kann mit diesem Holocaustgejammer nichts anfangen, denn in der Lehre der DDR wurde der Staat DDR von Antifaschisten errichtet, während die Nazis im Westen saßen. Deshalb gibt es im Osten auch kein Kollektivschuldbewußtsein. Im Staatsverständnis des Ostens hat der Staatsapparat dem Staatsbürger zu dienen. Nicht der Bürger den Regierenden.
    Durch eine lange Praxis des Zwischendenzeilenlesens und Gorbatschows Glasnost hat der DDR-Bürger ein Gespür dafür bekommen, ob er in den Medien belogen wird oder nicht. Weil er bereits erfahren hat, wie es ist, wenn ein Staat trotz wohlklingender Worte zusammenbricht, mitsamt der Biografien und Ersparnisse, ist er vorsichtig, wenn irgendwo „wir schaffen das“ getrötet wird, denn das erinnert ihn an Honeckers „Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf.“ Und wie der Staat bereits in Teilen zusammengebrochen ist, kann er im Westen beobachten. Dort, wo in Stadtteilen fast kein Deutscher mehr lebt, wo Polizei und Rettungskräfte beim Retten angegriffen werden und Zonen existieren, in denen deutsche Gestze nichts mehr gelten. Und er sieht Richter, die das Totschlagen von Deutschen mit Augenzwinkern quittieren und andererseits die rabiate Verfolgung von Schwarzfahrern. Der Ostdeutsche hat sich gesunden Menschenverstand bewahrt. Wenn jemand sagt, man könne Grenzen nicht sichern, dann fragt der sich, ob derjenige die Wohnungstür bei sich Zuhause ausgehängt hat, alles Andere wäre nämlich ausgrenzend. Es liegt nicht an fehlenden Streicheleinheiten. Es liegt an der Angst, nach dem Untergang der DDR in eine weitere, schlimmere Katastrophe zu geraten. Und die ist nicht unbegründet.

    • Titel eingeben
      Chapeau, Karl Eduard! Sogar Chapeau claque!
      In nicht allzu vielen Worten einige autistische Lebenslügen der westlichen Linken (inkl. modernder CDU) freigelegt. Jetzt, gegen Ende, da die wohlfeilen linken Selbstgewissheiten sich als ausgehöhlt und untauglich erweisen, werden sie mit letzter Verve wieder ihrer Erstbestimmung als Wi***vorlagen der Besten der Besten zugeführt.

      In Abwandlung von Honeckers Bonmot vom 19.01.1989 kann man 2017 folgern: „Die Außengrenzen der BRD werden in 50 und auch in 100 Jahren noch offen stehen, wenn die dazu vorhandenen Gründe nicht beseitigt werden.“

    • "Im Staatsverständnis des Ostens hat der Staatsapparat dem Staatsbürger zu dienen...
      … Nicht der Bürger den Regierenden.“

      Das reizt natürlich zur Gegenfrage:
      Wie in der Farm der Tiere?

      Ansonsten herzlichen Glückwunsch zu Ihrem intelligenten und wohlformulierten Kommentar!

  22. Titel eingeben
    „Dumm, zurückgeblieben, frustriert, ungebildet, “
    .
    Gab’s nicht mal ’ne wissenschaftliche Untersuchung der Pegida-Anhänger und die erbrachte gerade das Gegenteil?! (die verschwand dann aber wieder ganz fix)

    • Die AfD Interessenten,
      die ich traf lasen Economist, NZZ und evtl FAZ. Die waren wohl situiert und hatten eine Sorge:

      Wer soll die Sause bezahlen, wenn nicht meine Enkel.

      Die Anhänger/ Interessenten der CRRG Block-Parteien hatten nur Worthülsen.

    • Wer soll die Sause bezahlen, wenn nicht meine Enkel ...
      … sollte überhaupt eine Kernfrage darstellen!

      es muss aber nicht solange dauern: auch ich selber, meine Frau, Tochter, sonstige Kinder, Neffen, Nichten, Enkel, Nachbarn, etc!

      Ziemlich sicher nicht: uLF und Draghi, sowie Konsorten…

  23. Nicht überzeugend - kenn wa ooch schon.
    Frau Pukke wiederholt eigentlich genau das, was die von ihr kritisierten Medien, Politiker und andere Bürger mantraartig vorbeten: Den armen, abgehängten ex-DDRlern hört keiner bei ihren Problemen zu. Ach so, ja…gähn..Das sagen nämlich alle. Von AfD bis Linke, von ZDF bis NZZ. So weit ist das ja auch zur Genüge vertalkshowt worden und entsprechend Gemeinplatz geworden. Und wenn der alte, weiße Ossi die von Frau Pukke gewählten Bilder betrachtet, weiß er, was gut gemeint bedeutet.

    Viel interessanter wäre es ja gewesen, wenn Frau Pukke von München nicht nach Eberswalde gefahren wäre, sondern den Regionalzug in eine der BIP-stärksten Regionen Deutschlands genommen hätte: Ingolstadt. AfD-Ergebnis dort: über 15%. Trotz CSU. Trotz Audi und jahrzehntelang wachsendem Wohlstand. Trotz intakter Heimat ohne Regimewechsel, Stasi und Reiseverboten. Beste Schulen, niedrigste Kriminalität, keine Polen, usw blablabla, aber es ist ja Fakt.

    Wie kommt das? Was treibt die alten, weißen Bayern aus Ingolstadt an? Hört ihnen keiner zu? Diese Frage ist noch nicht ausreichend erörtert, bebildert mit zwei 300-PS-Audis vor der geranienbestückten Traditionsvilla, blonden Mädchen im Dirndl und murmelnden Bächen vor Alpenkulisse.

    Und überhaupt: Die Bebilderung dieser Kolumne als rhetorisches Mittel ist schon genial, schapoh! Würde ICH über München schreiben, wäre in meinem Artikel z.B. ein total besoffener, mit Erbrochenem besudelter Australier in Tracht in einer Urinalrinne der Wiesn zu sehen. Und kein Alpenpanorama.

  24. Auch im Westen gibt es Feinde des Sozialismus
    Ich meine gehört zu haben, daß es nicht nur in den Marken Brandenburg und Sachsen Feinde des Sozialismus gebe, sondern sogar im Westen, wo die Sonne versinkt. Selbst im tiefschwarzen Bayern müssen Politik und Medien die Vorteile der Zuwanderung aus Drittweltien noch besser erklären.

  25. Die Kraft der Bilder
    Zugegeben, die Fotos von den Plattenbauten sind trostlos.
    Wenn man in einer der schoeneren Gegenden des
    Landes lebt, eher zu vergleichen mit dem Odenwald, Breisgau o. Bayern,
    kann man sich schon gluecklich schaetzen.
    Ein Trainingsmorgen an den verregneten , nebligen Ufern des Rheins ist eben romantisch.

    Aber die zerstoerten Raeume auf den Fotos erinnern mich auch an eine Zeit
    In einer anderen deutschen Grosstadt, Industriehafen, Arbeitersiedlungen,
    Trostlosigkeit irgendwie, wenn man es lieber gruen hat.
    In meinem Fall wurden die Raeume einer alten Fabrik als Werkraeume fuer Kunst genutzt. Aehnliches kenne ich aus Mailand. Aber vielleicht ist ja hier auch alles asbestverseucht.
    Man sollte solche Gebiete als kulturelles Entwicklungsgebiet benennen und ebenso behandeln und foerdern.
    Mal sehn was dann passiert.

    • Eine Großstadt kann eine Industriebrache für Kunst nutzen, auch zwei, auch zwei große.

      Aber braucht eine 20 000 – Seelen-Stadt wirklich 400 Ateliers?

    • Kameraschwenk 90° zur Seite....
      … und schon sieht’s anders aus: Ahhh, die unglaubliche Weite Brandenburgs, wo die Sonne über den Feldern untergeht, unbeschreiblich schön.

      Endlose Unberührtheit. Man bekommt das Gefühl von Ewigkeit, wenn man von der Autobahn runterfährt, und zwei Kilometer weiter im Nirgendwo aussteigt, um mal zu Pinkeln … sorry ;-)) .

      Nirgends sonst habe ich das Gefühl, das Land war schon da, bevor wir kamen, und wird nach uns noch sein. Nicht mal in der (ganz ähnlichen) Rheinebene – zu viele Strommasten, zu viele Fabriken.

      Dort Autobahn fahren, man kommt sich vor wie in Amerika! Herrliche Gegend. Das Herz geht mir auf.

      Die Photos im Beitrag sind schon sehr suggestiv, regen aber auch die Phantasie an.

      Was waren das wohl für Büros, vielleicht die Stasi-Bezirksverwaltung, nachdem die Bürgerrechtler damit fertig waren? In diesem Falle würde ich sagen: Recht so. Macht kaputt, was Euch kaputt macht; ich mag solches Denken eigentlich nicht, hatte ’89 aber vollstes Verständnis.

      Es wäre interessant, Bilder von denselben Stellen, heute aufgenommen zu sehen: Vieles wäre gar nicht mehr da, renaturiert, abgerissen.

      Was auch auffällt: Heute wäre alles voller Graffiti.

      Mir kommt auch in den Sinn: Anno ’46 sahen weite Teile Deutschlands noch viel schlimmer aus.

    • Die Photos im Beitrag sind schon sehr suggestiv
      Ganz sicher sind sie das.
      Vor allem zeigen sie eher das Ende der SBZ – vielleicht aber auch die Zukunft von NRW nach dem Abflauen der islamistischen Invasion…

  26. Kriminelle
    Den Zuwanderern/Flüchtlingen/Asylanten, wasimmer kann man ihren Versuch hier her zu kommen natürlich keinen Vorwurf machen. Die versuchen nur ihre Chance wahrzunehmen.
    Was unserer politik und Behörden vorzuwerfen ist, sit das totale Versagen.
    Abgelehnte müssen zeitnah auch wieder gehen, kriminelle Elemente ebenso.
    Personen unklarer Herkunft (keine Pass) müssen so lange festgehalten werden, bis das geklärt ist.
    Die Duldungsquote ist viel zu hoch.
    Auch an dem Gefühl, für „die“ ist alles auf einmal da und für „uns“ gibt es nix, arbeitet die Politik ja auch kräftig.

    Welcher H4ler soll den auch verstehen, das die Neubürger in neu eingerichtete EFH einziehen und sie selber keine vernünftige Wohnung finden.
    Auch der Normalbürger versteht das nicht.
    Warum die Rentner weniger bekommen, wie uns die Neubürger im Schnitt kosten.
    Ist ja wohl auch nicht wirklich zu erklären, oder?

    Die wirklichen Täter sind unser Politiker.

    • Die wirklichen Täter sind unser Politiker...
      … mit lautstärkster Unterstützung der medial-propagandistischen Blase!

      Ich finde es wichtig das hervorzuheben und zu unterstreichen.

  27. Danke Frau Pukke
    für die Fortschreibung Ihrer Eindrücke von damals in die heutige Situation. Von der Regierung, egal wer in der Koalition mitmachen wird, kann man nichts mehr erwarten. (24. September: War da was?) Merkel hat Seehofer mit heißer Luft (atmende Regelung oder so) nach München zurückgeschickt. Die Absichtsbekundungen werden in den Koalitionsverhandlungen zerrieben werden. Damit kann die CSU nicht ernsthaft glauben in einem Jahr irgendwelche verloren gegangenen Wähler zurückzugewinnen.
    Aber wer sagt es dem Horst, außer Gauweiler?

  28. Oh mein Gott,
    was für ein Blockflötentext zum Zeitgeist,

    der schlaumeierische Unterschied: Sie sahen das „Wahlverhalten“ schon

    damals voraus.

    Aber, die reale Differenz ist nicht die Zeit, sondern die Lage und deren Entwicklung.

    Viele „DDR-Ler“ sind inzwischen auf Augen-, Lese- und Lebenserfahrungshöhe.

    Merkwürdige Angebote vom „betreuten Wohnen“ gehen an der Wirklichkeit vorbei.

    Das Fontane-Zitat am Eingang trifft in viel umfassenderer Weise zu als die Wohlmeinenden meinen.

  29. AfD-Grüne-Merkel-DDR
    Ja, als ich Ende der 1990er zwei Jahre in Sachsen-Anhalt lebte, arbeitete und wohnte, habe ich all die vergessenen Orte in Ostdeutschland erleben, bereisen, bearbeiten können. Drei Erinnerungen sind präsent bis heute:
    1) Die richtigen Neo-Nazis am Bahnhof auf Rückreise von einer NPD-Demo erlebt zu haben – da war ich für jeden Bundespolizisten in Kampfmontur dankbar, die die begleiteten. Da waren Schläger dabei, die denen der Rocker- und Drogenbanden entsprechen – ohne Hemmungen.
    2) Die Kollegen, speziell die jungen Kollegen, in „Ostdeutschland“ waren einfach überwiegend super.
    3) Die beiden westdeutschen Chefs in meinem Unternehmen waren katastrophal. Arrogant, verlogen, intrigant, egoman und karrieregeil.

    So weit zu Ihren Bildern und den Wirtschaftsteil-Lesern bei der FAZ. Wir haben uns aus dem Westen nie wirklich Richtung Osten bewegt. Wir hatten es nicht nötig – und die Wenigsten haben es getan. Und bis heute noch urteilen SPON, TAZ, WAZ, SZ, DIE ZEIT aus den westdeutschen Hochburgen bundesdeutscher Alt-68er-Denke heraus – differenziert und aus unterschiedlichen Perspektiven heraus über Pegida zu berichten ist da einfach von vorneherein ausgeschlossen. Schottern statt Stottern, und sei es für den einen Augenblick, in dem das eigene Weltbild mal komischerweise so gar nicht passt… nein, keinen Moment zweifeln und die eigene Voreingenommenheit und Meinung auf gar keinen Fall selbstkritisch hinterfragen.

    So haben unsere Medien reagiert.

    Aber der Rückblick bringt uns nicht weiter. Die Zeit läuft 100.000en, die wir im Anerkennungsstatus seit inzwischen Jahren abhängen lassen, schlicht davon. Sie wandern allmählich in die Enttäuschung, Sozialhilfe oder illegalen (internationalen) Kriminellen-Netzwerke, denen sie ja oft noch Schleuser-Kosten schulden oder sonstige Gefälligkeiten, wie Miete für überteuerte WG-Zimmer in sanierungsbedürftigen Wohnungen am Rand der Großstädte.

    Und da habe ich gestern folgende Akteure gesehen:
    AfD-Landesvorsitzenden Hampel, der sein über Jahrzehnte aufgestautes Weltbild nun in Reden vorträgt. Er kritisiert viele Punkte sogar zur Zustimmung der jungen Protestierer, die ihm zuhörten (wenngleich nicht zustimmten). Aber es bleibt an der Oberfläche. Nun, er kann nun im Parlament arbeiten – seine Wähler hoffen, dass nun auch gearbeitet wird, anstatt Polemiken weiterzutreiben.

    Dann kommen einer Bundesregierung bereits angehörenden beiden Akteure als Beispiele: Jürgen Trittin versucht in der ARD wie seit Jahrzehnten, seine linksideologischen, systemzerstörenden Positionen (Energiewende um jeden Preis; offene Grenzen um jeden Preis) weiter zu erhalten, indem er die Jamaika-Verhandlungen an den wesentlichen Bruchpunkten bereits ansägt. Wie 2013 wird er mit Peters alles dafür tun, dass die Grünen bei der linken reinen Lehre bleiben. Lebensprojekt!

    Und Merkel taktiert munter weiter: wenn 300.000 Menschen ausreisen, können ja künftig 500.000 Menschen neu aufgenommen werden. Jährlich.

    Ja, was soll ich dazu noch sagen? Dass wir am Sonntag in Niedersachsen den Landtag wählen. Die bisherige wie die neue Regierung (aus SPD-Grünen-CDU-FDP-ggf. LINKE) wird keine Lehrkräfte für Deutschkurse finden bzw. finanzieren, nicht einmal für die bereits hier seit längerer Zeit Lebenden, aber jedes Jahr schleusen wir munter ein und aus in 100.000en?

    Sie haben NICHTS aus dieser Bundestagswahl an den entscheidenden Stellen gelernt. Am wenigsten – siehe Fontane – Selbstkritik.

    Eine Gesellschaft ohne Selbstkritik scheitert. Immer.
    Denn der Kaiser ist immer nackt, wann immer in den entscheidenden Phasen geschwiegen wird. Und es wird weiter geschwiegen, wie wir nun ehrlich umgehen mit:
    – Wirtschaftsflüchtlingen und Rückführung
    – Pflegebedarf, Pflegekosten und dem Umgang mit dem Pflegepersonal
    – Umweltschutz vs. Lebensweise

    Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union waren mehr als 50% der Delegierten – ich habe mir die Videos und Reden des Samstags angesehen – übergewichtig.

    Wir müssen uns ehrlich machen. Und zwar in Regierung und Parlament, in den Medien wie in der Beamtenschaft. In den Gewerkschaften und Kirchen. Doch überall sehe ich zuvorderst: Funktionäre, die primär an sich selbst denken.

    So war das nach 1989 viel zu oft. So ist das heute nicht anders.
    Solange wir weiterhin in links-rechts-denken und uns selbst blockieren, solange wird das anhalten. Siehe oben: Trittin beherrscht das – und solange er unsere Politik beherrscht mit seiner Leitkultur, werden wir nicht selbstkritisch und ehrlich unser Verhalten ändern als Gesellschaft.

    Wenn wir die Verhältnisse nicht ändern, ändern die Verhältnisse uns.
    Danke für den Gastbeitrag – Brandenburg ist mit dem Fahrrad wunderschön zu erleben – es lohnt sich!

  30. Aber beinahe
    „Als AfD und Pegida aufkamen und im Osten gleich sehr stark wurden, habe ich anfangs zwar noch stets gesagt und geschrieben, dass man auf die Leute zugehen müsse, dass noch nicht alles verloren sei. … Aber da war es bereits zu spät. Eine Mehrheit an Journalisten, Politikern und eine Mehrheit in der Gesellschaft hatten sich bereits dafür entschieden, mit diesen Menschen nicht den Dialog zu suchen, sondern sie zu bekämpfen.“
    .
    Wahnsinn. Beinahe hätten Sie uns gerettet, Frau Pukke. Nur ganz knapp zu spät kamen Sie.

  31. Calw
    Calw, Calw , calw da war doch was…….
    KSK wenn man sich nicht irrt ….

    Ob da einige die dann auch dort in der Nähe residieren dürften etwa wohl doch…..

    N E I N das kann ja nun gar nicht sein, nicht unter „Frau“ v. Leiden., oder so…..

    Nicht in Zeiten wo man sich seine Gefechtsweste besser selber kauft wenn man am Leben bleiben will, oder so

    Stellt sich jetzt nur noch die Frage aller Frage>?
    Kaba oder besser doch Nesquik ?

  32. das Grundproblem
    scheint mir zu sein, dass die lieben deutschen Bürger mittlerweile in zwei Gruppen gespalten sind: Die einen, das sind die „Ordnungsmenschen“, die Leistung, Rechtsstaat wollen, die old-schools-Typen. Die anderen sind die no-Borders Menschenrechtsmenschen, bunt, irgendwer wird’s schon zahlen, Hauptsache lustig und offen. Und die Obergrenze ist schon um mehr als das Doppelte 2017 gerissen, 450.000 „Neue in 2017“ schreibt die Welt.

    • Zahlen
      @akosia

      Sie zählen noch mit, weil sie glauben, dass die Zahlen Merkel-Kirchenlinksgrün etnsthaft interessieren?

      Das ist denen EGAL. Es geht um ein weltoffenes, global aufgestelltes Europa.

      Die Internationalisten aller Denkrichtungen sind am Ball – und lassen ihn nicht los.

      Glauben Sie, dass derzeit jemand begrenzen will? Das passiert erst, wenn SPD mit 15% als Beamtenpartei umsteuert.

      Wenn sie es je tun werden!

  33. Titel eingeben
    In dem Zusammenhang darf man hinweisen auf den in Leidenschaft geschriebenen Aufsatz, den die Brandenburger Bürgerrechtlerin Angelika Barbe (erst Staatsfeind, dann SPD, dann aus der Umfaller-SPD ausgetreten, jetzt CDU) dieser Tage einem gewissen Wolf Biermann aus Hamburg anlässlich dessen jüngsten Wortdurchfalls gewidmet hat. https://cicero.de/comment/89940

    PS: Die Bilder wirken seltsam unpassend. Sie scheinen älter als 1998, aus einer vor Generationen stillgelegten Fabrik, und sie tragen unser heutiges Thema nicht recht voran. Gegen den Strich gebürstet ein paar Politikervisagen, wie sie dämlich gucken, zwischen den Absätzen, das hätte mir gepasst.

  34. Wie immer hat mir auch dieser Artikel gut gefallen
    Ergänzend dazu ein Link:

    http://cicero.de/kultur/ost-und-west-deutschland-hat-schluckauf

  35. Gegenteil von abgehängt?
    Wieder kommt die Sprache auf die „Abgehängten“: männlich, weiß, so weit gebildet daß es für einen Arbeitsplatz im produktiven Sektor und für regelmäßiges Steuer zahlen reicht.

    Doch was ist das Gegenteil von abgehängt?
    „Progressiv“? Weiblich, bunt, kinderlos, irgendwas mit Genderstudies oder Theaterpädagogik, als gesetzlich vorgeschriebener und unkündbarer Kader der Political Correctness in Produktionsbetrieben über Gender-WC, Sprachhygiene, Inklusion und Quoten und Integration wachend?
    Geistig-moralische Helikopter-Nannies der prekär bezahlten Arbeiterschaft?
    Parallelen zu den Parteikadern in den VEB sind nicht von der Hand zu weisen. Das Ende kennen wir auch.
    Dann doch lieber „abgehängt“ und sinnvoll produktiv tätig.

  36. Nur den Paß verloren....
    @melursus
    Ein guter Start, den neuen Staat erst einmal zu belügen/betrügen
    Für die Paßlosen bahnt sich mit dem Familiennachzug ein gutes Geschäft an, insbesondere wenn man den Berichten „Asylsuchende machen Urlaub in ihren Heimatländern“, glauben will.

    Ein Beamter wird aus dem Beamtenverhältnis entfernt, wenn er mehr als 1 Jahr auf Bewährung bekommt, ich finde eine äquivalente Regelung für Asylbewerber angemessen.

    • Und Sie glauben, das hätte keine Auswirkungen auf das Strafmaß?
      „Das kann man doch nicht machen, dann muß er ja gehen!“

    • Titel eingeben
      Es gibt keine Gleichheit im Unrecht. Bei auffälligen Migranten könnte man diesen Tatbestand mit anklagen und so das Strafmaß etwas austarieren. Bei Mensche denen die Mehrheit der MdB helfen will und bei Menschen, die uns wortwörtlich bereichern können, wird der Einreisebetrug eben verjähren.

      Im Übrigen bin ich der Meinung Obergrenze 0 an der Grenze durchsetzen.

  37. Ich verstehe Ihre Angst vor diesen "sozial abgehängten ... Glatzen" -
    als Kind habe ich mich auch immer gefürchtet, wenn Dagobert Lindlau den Weltspiegel moderierte. Und gerade heute hört man ja so viel von diesen ganzen Gruppenvergewaltigungen durch, diese ganzen, ehm- glatzköpfigen Gruppenvergewaltiger

  38. Die Ossis
    haben halt noch keine starke Parteibindung und kreuzeln anderswo an, wenn die gewählten Politiker ihre Versprechen nicht halten und/oder nicht die Interessen ihrer Wähler vertreten.
    Dazu, wie bereits erwähnt, gesundes Misstrauen in Propaganda-Medien.

    Alles eigentlich nur natürlich und auch Sinn der Demokratie.

    Alle anderen Gedanken und Erklärungsversuche fürs Wählerverhalten verbieten sich eigentlich aus Respekt vor der Idee der Demokratie.

    Übrigens, Danisch hat es erwähnt:

    Art3 GG (3)
    (3) 1 Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. 2 Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

    Das mit den politischen Anschauungen sollten sich manche mal genauer anschauen.

  39. Wählerwanderungsanalysen
    „Dass gerade die Politikerinnen und Politiker wieder verstärkt auf die Menschen vor Ort zugehen, dass sie zuhören, dass sie aber vor allem handeln“

    Nachdem das Parlament nicht nur quantitativ, sondern auch um ein paar dissidente Stimmen gewachsen ist, wird Ihr Wunsch evtl. erhört. Bisher beschränkte sich das Zuhören der Abgeordneten im Wesentlichen auf die von den Fraktionsvorsitzenden vorgebenen Parolen. Woher wiederum die sie hatten, sei hier nicht weiter ausgeführt.

    Keine Illusionen allerdings. Wenn schon die „Integration“ der Ossies nicht gelungen ist, wie sollte da jene der „Einwanderer“ zustande kommen? Denen hört übrigens auch niemand richtig zu, es sei denn der Imam in der lokalen Moschee. Rund 2’500 gibt’s davon in Deutschland inzwischen, laut Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD).

    Themawechsel: was halten Sie von der zu beobachtenden Integration des Westens in eine Republik, die in Sachen Politik- und Demokratie zunehmend von einem östlichen Vorwende-Verständnis geprägt scheint? Ist dafür irgendwo ein Ventil in Sicht?

    Inzwischen freuen Sie sich auf den LT-Wahlkampf in Bayern. Das wird lebhaft, nicht allein der AfD wegen, auch die Grünen scheinen sich Großes vorzunehmen … „Heimat, Digitalisierung, christliche Werte“ …

    Laptop und Lederhose halt, plus Kruzifix gegen böse Geister und schwarze Seelen. Noch vor Brandenburgern, Sachsen und Einwanderern müssen endlich die Bayern integriert werden!
    Dann wird alles gut. Dann schaffen wir das.

  40. Möge das Fazit
    dieses Beitrages von den verantwortlichen Politikern, die der Bevölkerung – wider besseren Wissens – viel zu lange Potemkinsche Dörfer vorgegau(c)kelt haben, gelesen, verstanden und umgesetzt werden.
    So wie es derzeit aber aussieht, wird gerade an einer neuen Erzählung für die Bevölkerung gebastelt, die sich als jamaikanische Fata Morgana entpuppen wird.

  41. Pathologisierung der AfD-Wähler
    Der Artikel von Frank Luebberding in der FAZ hat es treffend wie selten zuvor, auf den Punkt gebracht:

    „Robin Alexander, Hauptstadt-Korrespondent der „Welt“, grätschte entschieden dazwischen. Nicht nur fiel ihm diese „Pathologisierung“ der AfD-Wähler erkennbar auf die Nerven.“

    und

    „Tatsächlich war die AfD im Sommer 2015 wegen ihrer innerparteilichen Konflikte fast am Ende. Ihr Wiederaufstieg begann mit einem Interview der Kanzlerin bei Anne Will, so Alexander: Als Merkel erklärte, die „deutschen Grenzen nicht länger schützen zu können. Zu dem Zeitpunkt hätten viele Leute gesagt: „Wie, die können das nicht? Dafür sind die doch da.“ In so wenigen Worten kann man den damals eingetretenen Vertrauensverlust in die Handlungsfähigkeit der Bundesregierung beschreiben.“

    Ob die ganze Wiedervereinigung (die ja mal 1990 mit rd. 90 Milliarden Gesamtkosten veranschlagt war), ob die Finanzkrise, in so wenigen Worten kann man den Vertrauensverlust in die Handlungsfähigkeit der Bundesregierung nicht erst seit Sommer seit 1990 beschreiben, sondern die ganzen, letzten 28 Jahre.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-zu-anne-will-bildung-einer-neuen-regierung-15237725-p2.html

  42. Front- und Grenzbundesländer Sachsen und Bayern
    Dass gerade in Sachsen und Bayern erstaunliche viele Wähler der AfD ihr Kreuzchen schenkten, liegt wohl auch an deren Grenzerfahrungen. Das Lamento sogenannter „Bürgergesellschaften“ schwoll schon bei der ersten Bagida-Demo in München Januar 2015 zu einem wachsenden Crescendo an, förderte Steuer finanzierte Bekämpfung der „Rechten“ und gipfelte in einem bösen Brutprogramm für gewalttätige Antifanten. Und jetzt?

    Dass sich die Seehofer-CSU als langjähriger politischer Dickbrettbohrer jetzt bei Merkel mit einer „revolutionären Idee“ namens „Obergrenze“ hervorgetan haben soll, lässt sich so naheliegend und logisch deuten. Doch klärt diese naheliegende, logische Deutung die Agenda der politischen Akteure wirklich? Oder schmerzt Politprofis nicht eher Verlust an Macht, Einfluss und Geld, wenn CDU/CSU wie andere Parteien Wähler verlieren und bislang Nichtwähler dann noch ihre Stimme den Schmuddelkindern der AfD zuspielen?

    Der Schmerz der Menschen, „die schon länger hier leben“, ihr Land zunehmend an Kulturfremde, dazu an Analphabeten und Leistungsunwillige oder -unfähige zu verlieren, die außer viel Nachwuchs recht wenig schaffen, greift jeden rettenden Gedanken „als revolutionäre Idee“ auf, um unsere absehbare Umvolkung abzuwenden.

    Die von der CSU scheinbar erfolgreich eingeforderte „Obergrenze“ gilt vielen, vorrangig auch dem Autoren Floydmasika gleichsam als rettender Strohhalm in der umvolkenden Flut von Invasoren. Auch wenn hübsche Reden Alliteration von „Rationierung“ zu „Rationalisierung“ zu „rettender Richtungsgrenze“ rattern, aus dem Strudel global-politischer Interessen und Vorgaben, wirtschaftlicher und militärischer Vernetzungen schwimmt kein noch so „revolutionärer“ Regionalfürst sich frei.

    Dass die unbotmäßigen Wähler der Front- und Grenzstaaten Bayern und Sachsen die Macht von Merkel und Seehofer angreifen und schmälern, bewegt erst mal nach Jahren die Politik in Richtung des „normalen Menschenverstands“, der nichts als „grenzenlos“ im Leben erfährt und einschätzt. Der Wähler bewegt Merkel-Seehofer mehr als deren Einsicht in eine richtigere Richtung, wobei der Druck der Straße dank Pegida-Demos und identitärer Aktionen nicht zu unterschätzen ist.

    Was Merkel wie Seehofer mehr als alles wieder zu Sinn und Verstand bringen, sind Niederlagen. Nur Niederlagen entmachten Merkel wie Seehofer. Semantische Einigungsrituale über Begriffe mit rabulistischen Hütchenspielen um Zahlen dienen wohl weniger dazu, Hoffnungen wie von Floydmasika und der Seehofer-Fraktion zu erfüllen, sondern sollen die „rechte Flanke“ mit dem gerissenen Geplänkel schließen. Weiteres werden wir sehen, wetten dass?

  43. 1998 erklärt nicht 2017
    Sehr geehrte Frau Pukke,

    auch ich bin Ende der Neunziger, in meinem Falle 1996, aus dem Westen in den Osten, in meinem Fall Sachsen, gekommen. Allerdings bin ich im Gegensatz zu Ihnen geblieben. Sie beschreiben das Stimmungsbild von 1998, zu Zeiten von Arbeitslosenraten von von um die 30%, in denen Heerscharen von Beschäftigten in ABM noch nicht enthalten waren, treffend. Seit dem hat sich jedoch viel verändert.

    Heute haben die allermeisten ein vernünftiges Auskommen. Viele haben eine Existenz aufgebaut. Es ist mancherorts sogar ein bescheidener Wohlstand entstanden. Entlohnung und Beschäftigungsgrad sind gerade in den letzten zwei Jahren drastisch gestiegen. Der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Ich habe Schwierigkeiten freie Stellen zu besetzen. Daran kann es nicht liegen. Bezeichnenderweise ist Pegida in Dresden, einer der wohlhabendsten Orte in Ostdeutschland, entstanden.

    Ich habe vielmehr den Eindruck, daß zum einen den Menschen hier die SED-Diktatur und deren leere Propaganda noch in den Knochen steckt. Ähnlichkeiten des heutigen Politplastiksprech mit der damaligen Parteisprache sind auch für mich immer offensichtlicher. Das stößt übel auf. Die Leute hier haben schlicht keine Lust sich zum Narren halten zu lassen.

    Zum anderen haben die Menschen hier, auch ich, in den letzten 20 Jahren die Trümmer des Sozialismus weggeräumt. Das war harte Arbeit und nur bedingt vergnügungssteuerpflichtig. Ich darf Ihnen versichern, daß ich, als zum Teil persönlich haftender Unternehmer, regelmäßig emotionale Höhepunkte erlebt habe. Und ich habe weiß Gott ein durchaus passables Los gezogen. Die Erinnerung an diese Mühsal macht wenig Lust auf neue sozialistische Experimente einer immer weiter nach links rückenden CDU und Kanzlerin, die sich prinzipienlos auch linksextreme Positionen, Stichwort No Border, zu eigen macht, wenn es ihr opportun erscheint.

    Es gab bei diese Bundestagswahl eine anständige – FDP – und eine unanständige – AfD – Alternative für diejenigen aus dem bürgerlichen Lager, die nicht für Merkel stimmen wollten. Die FDP gilt immer noch als Umfallerpartei. Da ist in der letzten schwarz gelben Koalition viel Porzellan zerschlagen worden. Ich selbst habe habe mich für die FDP entschieden, kenne aber manchen, der es anders gemacht hat. Keiner von denen hat eine völkische oder rassistische Einstellung oder diese Partei wegen Programm oder handelnden Personen gewählt.

    Natürlich gibt es hier auch solche … Bürger, wie überall sonst auch. Aber die hatten immer schon die NPD um ihre Stimme zu vergeben. In dieser Größenordnung, niedriger einstelliger Bereich, wird der harte Kern überzeugter AfD-Wähler wohl auch liegen.

    Es ist vielmehr so, daß die Wählerbindung an Parteien hier deutlich geringer ist. Wieso auch? Warum sollte man einem Politdienstleister, der die versprochene Leistung nicht erbringt, und die Zahl merkelscher Kehrtwendungen ist legendär, noch einmal das Vertrauen aussprechen? Da macht man halt sein Kreuzchen an einer Stelle, von der man sich den meisten Effekt verspricht. Kann man ja beim nächsten mal wieder anders machen. Und das die AfD tatsächlich an die Macht kommt war ja ohnehin ausgeschlossen.

    Es sollte ein Warnschuß sein. Ich fürchte er ist nicht gehört worden. Und die dümmlich herablassenden Zuschreibungen mancher medialer Geistesgröße stoßen hier allen, gleich welcher politischen Couleur, übel auf. Das macht es nicht besser. Wir werden sehen wie die Sache weitergeht.

    Aber vielleicht besuchen Sie uns mal wieder. Sie werden sehen, daß sich hier viel verändert hat.

    • Herr Schiepansky, viel interessantes und richtiges in ihrem Beitrag-
      .
      .
      .. aber erklären Sie, als deren Wähler, mir kurz, warum die FDP eine Obergrenze nicht will ?

      Und, nachdem das auch zum Narrativ der FDP gehört, was wir so alles von der EU haben, an ersprießlichen Vorteilen,
      und wie die Gesamtbilanz (Sie sind ja Unternehmer ) aussieht,
      im FDP- Märchen ?

    • Wie man's sieht
      Der Osten Deutschlands hat seit der Wende 2.5 Millionen Einwohner verloren, hauptsächlich durch Abwanderung in den Westen und weiter hinweg.

      Das Absinken der Arbeitslosigkeit ist ganz banal darauf zurückzuführen: nicht auf mehr Jobs, sondern auf den Weggang der Jobsuchenden. Oder das Abrutschen der verbliebenenen in Frühpensionierung oder Nichtvermittelbarkeit. Die Wunden des Ausblutens, der freiwilligen Heimatvertreibung, die bleiben aber. Und werden an die nächste Generation gegeben.

      Und, natürlich, das Fremdsein im eigenen Land. Da redet die Tagesschau vom „deutschen“ Bundeskanzler Adenauer, aber vom „DDR-Parteichef“ Ulbricht (viele Westdeutsche werden das doppelt lesen müssen, um überhaupt die Zumutung zu begreifen). Da wird die Geschichte der DDR in wenigen Schulstunden abgehandelt, wie die Geschichte der Türkei. Da wird Dankbarkeit gefordert für die Finanztransfers, die effektiv nur ein verspäteter und teilweiser Ausgleich der Kriegsschulden sind. Da fahren gutvernetzte Journalisten a la Hasnain Kazim und seine feinen Freunde Spottkampagnen gegen die ihm fremden Ostdeutschen – wohlgezielt, beleidigend bis auf’s Blut, aber dank guter Ausbildung immer knapp jenseits der Strafbarkeit. Und erhalten dafür noch Applaus.

      Und dieses Gefühl der Benachteiligung, das bleibt ebenfalls.

    • "Die Leute hier haben schlicht keine Lust,
      Text eingeben

    • "Die Leute hier haben schlicht keine Lust,
      sich zum Narren halten zu lassen.“

      Danke (auch) für diesen Satz, er ersparte mir eine Philippika. Geschenkte und besser verbrachte Zeit.

    • Wann darf ich vorbeikommen?

    • Anständige Alternative
      Wenn es der FDP bis zur nächsten Wahl gelingt, die Einwanderung in das Sozialsystem der Bundesrepublik zu unterbinden, dann wähle ich sie wieder – versprochen! Aber ich glaube, eher wandelt der Herr Lindner Wasser zu Wein oder speist Hunderttausend mit einem Leib Brot, als dass das geschieht.

      Da bleibe ich dann doch lieber „unanständig“.

    • Warnschuß ... nicht gehört
      So ist es!
      Schon die erste blöde Meldung der uLFin nach der Wahl hat das vollkommen klar gestellt. Ihr Kommentar zu Horstls Klopapier mit der „Ober“grenze hat es wiederum bestätigt.

    • ... warum will die FDP keine Obergrenze?
      … ganz einfach: weil es gegen das liberale Freiheitsverständnis verstößt, das nur leider immer einen funktionierenden Rechtsstaat voraussetzt…

      Die FDP kapiert aufgrund der Sozialisation ihres Personals und ihrer Wähler nicht, dass es sich um eine existenzielle Katastrophe handelt und unser Land in den notwendigen Untergang rast, der dann irgendwann sicher, wenn auch schleichend kommt.

      D wird eine Art Libanon mit miesem Wetter sein, wobei die Libanesen ihre Zweitwohnung im Zedernstaat haben, während der Deutsche von Kahane & Co gefilzt wird.

    • Jederzeit gerne ...
      … werte phoenicia! Das blühende Leipzig mit seinem reichen kulturellen Angebot, das längst unter Kreativen als Geheimtip gilt, wird Sie begeistern.

      Aber auch bei mir auf dem Land läßt es sich ganz kommod leben. Mögen Sie Pferde? Gehen Sie zur Jagd?

    • @Jörg Schiepanski
      Unter der Hand: Auch im blühenden Leipzig bekommt man bei adäquater Vernetzung schon mal die Nachricht aufs Handy, wegen Gefahrenmeldung und bevorstehendem Einsatz die Innenstadt zu meiden.

      Schön, wenn man den Abend das reiche kulturelle Angebot ohnehin (dort) nicht nutzen will. Schön auch für Einsatzkräftespotter. (Wer, welche Bewaffnung, darf man eigentlich fotografieren?) Oder für Menschen, die ihr Leben gern modernisieren.


    • @Sirisee: stimme Ihrer FDP-Diagnose zu. Die meinen, sie könnten weiter in vertrauten Formen „gestalten“. Ist aber nicht so. – Libanisierung, da haben Sie vielleicht ein treffenderes Modell gefunden als viele.

  44. Dieser Beitrag...
    offenbart – mit Verlaub – einen erschreckenden Mangel an Einsichtsfähigkeit, den ich an dieser Stelle nicht gewohnt bin. Er geht wie tausende andere von einer sozialpsychologisch-therapeutischen Sicht auf die Entwicklung aus: Schön, wenn wir über eure Traumata reden würden.

    Aber nichts anderes tut der Westen seit über 20 Jahren. Der Osten ist in einer unendlichen Therapie gefangen – wenn die Wessis (aka der ‚anständige‘ Teil der Gesellschaft) nur den richtigen Pycho-Trick für ein bisschen Nudging finden (siehe Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften), dann wird alles gut. In Wirklichkeit wird natürlich nicht alles gut, aber vielleicht verschwinden dann die verstörenden ‚Bilder‘, die die Kanzlerin so gar nicht mag.

    Warum muss man Leute mit Meinungen, die nicht dem linksgrünen Mainstream entsprechen, pathologisieren – und sei es noch so gut gemeint.

    Könnte es nicht sein, dass es sich bei AfD-Wählern um völlig normale Menschen handelt, die aufgrund von völlig normalen Vernunftüberlegungen zu vernünftigen Schlüssen kommen? Im Westen wie im Osten? Könnte es sein, dass es vernünftig ist, etwas gegen faktisch ungeregelte Einwanderung zu haben? Könnte es sein, dass solchen Menschen einfach nur nicht abhängig von Übermoral und Gutmenschentum sind, wenn wir hier schon sozialpsychologisierend daherreden wollen?

    • Könnte es nicht sein?
      Nein! Darüber sind wir längst hinaus.

      Falls Sie die Ideologie der Blockparteien nicht teilen, sind Sie entweder verrückt (zB Islamophob) oder ein Verbrecher.

      In beiden Fällen benötigen Sie dringend ein Treatment von staatlicher Seite.

  45. Das gemeinste Wort
    das in diesem Zusammenhang gebraucht wurde ist: „Modernisierungsverweigerer“. Was allerdings konkret moderner werden soll, wird nicht gesagt. Offensichtlich geht „man“ davon aus, das die Moderne in den Wortgemälden der politischen Elite ausreichend realisiert ist. Visionen müssen genügen, die Realität stört nur. Das wird sehr unschön enden.

    • Fritz StR
      Das sehe ich auch so, was soll „modernisiert“ werden, was genau?
      Keiner der Ostdeutschen oder Afd-Wähler hat was gegen Digitalisierung.
      Aber genau deshalb wird gar nicht drüber gesprochen, was das heißt.
      So will man den „Bewahrern“ argumentativ entgegentreten, mit Worthülsen.

    • Modernisierungsverweigerer
      Es dürfte sich bei diesem Ausdruck in erster Linie um eine nicht strafbare Variante von Diskriminierung und Beleidigung handeln.

      Es ist beinahe unvorstellbar dass jemand der im produktiven Sektor arbeitet auf so eine Formulierung bzw. Gedanken kommen kann…

  46. Selbstzitat
    Ich möchte mir einfach mal die Freiheit nehmen und mich selbst zitieren – aus einem Kommentar, den ich kürzlich im anderen Blog von Don Alphonso schrieb:

    „Als Anhänger eines zyklischen Geschichts- und Gesellschaftsbildes sehe ich das alles eher nüchtern. Es gibt langlebige gesellschaftliche Grundwellen, die das Klima in einem Land bestimmen. Aber irgendwann übertreiben die Vertreter der gerade herrschenden Grundwelle ihr Anliegen und werden zu Tyrannen. Das meine ich übrigens mehr metaphorisch – ich erwarte in Deutschland weder einen zweiten Hitler noch einen zweiten Stalin. Die Vertreter der einen Welle erschaffen also selbst ihren Widerstand, das „Monster“, das sie fürchten. Der letzte diesbezügliche Paradigmenwechsel war 68/69, und jetzt gerade befinden wir uns mitten im nächsten Wechsel, und übrigens nicht nur wir (siehe Trump, siehe Österreich). In 20 oder 30 Jahren werden die heutigen sogenannten Gutmenschen (durchaus nicht ohne eigene Schuld) die neuen Parias der Nation sein, so wie heute die „Rechten“, dann wird es eine Weile so bleiben, und danach kommt ein neues 68 …“

    • Die 4. Jahreszeit - Der Winter kommt...
      Ich schließe mich Ihrer Einschätzung und Sichtweise an. Ähnlich sehen es ja – für die Zyklizität der Gesellschaftsentwicklung in den USA – Strauss–Howe in ihrer „generational theory“ auch genannt „The 4th Turning“. Ich kann jedem Interessierten empfehlen, sich deren Theorie einmal zu nähern.

    • dumm gloffa
      für die, leider,
      die die 20 bis 30 Jahre (oder 40)
      dann überstehen mussten.

      Wie z.B. auch meine Oma 1914 bis 1954.

    • es wird einen Paradigmenwechsel geben
      aber anders, als wir alle wollen. In zwei Generationen werden die jungen ethnisch Deutschen eine Minderheit von einem Drittel ihrer Generation bilden. Was glauben Sie, in welche Richtung dann die Gesellschaft läuft?

    • Minderheit von einem Drittel
      Andreas Müller, Sie haben die demographische Selbstzerstörung ziemlich klar erfasst. Heute sind das erst Inseln, in 30 Jahren bleiben nur ein paar Reservate (Tegernsee?) für die Eingeborenen…

    • Die Zyklizität der Gesellschaftsentwicklung
      verläuft nicht isoliert von der wirtschaftlichen
      Entwicklung ab.

      Es ist immer eine Boom-Zeit wie 68/69, die 73
      schon wieder vorbei war.
      Daraufhin wurde der erste Anwerbestop verhängt.

      Nach meiner Kristallkugel haben wir erst 61erreicht.
      Frau Merkel bleibt also noch genug Zeit ihr Werk
      zu vollenden.

    • @Andreas Müller
      Dann gibt es in jeder größeren Stadt gated communities für die, die es sich leisten können. Und Ghettos für die bildungsfernen Schichten jeder Nationalität. Das Schlimmste daran ist nicht mal in erster Linie, dass es so kommt, sondern dass es eine Kanzlerin der CDU war, die das zu verantworten hat …

    • @Ulrich Lott
      Interessant. Ich würde aber meinen, dass wir in diesem Sinne bereits mitten in der 4. Jahreszeit, also der Krise, sind, der dann eine neue, sagen wir, konservative Ära folgt, vergleichbar mit der Nachkriegszeit bis 68.

  47. Titel eingeben
    Leider sind die amtierenden Politikprofis nicht mehr willens ihren Amtseid für die deutschen Bürger auszufüllen. Machtgelüste, Postenschacherei,Weltverbesserei , oberlehrerhafte Besserwisserei ,Populismus und ein schräges Demokratieverständnis auszuleben scheint wichtiger als die Probleme Energie, Renten, Bildung , Pflege, Bildung und Digitale Zukunft der Arbeitswelt anzugehen. Mit medialer Unterstützung konnten den lästigen Wählern bisher noch die unangenehmen Wahrheiten verschleiert werden. Aber nun komt langsam der Turnaround wo Wählerschichten sich verändern und sie zur Verantwortung gezogen werden. Wenn man nur noch die wahl hat zwichen Pest und Cholera, was sagt das über eine Parteienlandschaft aus? Leider geht das noch zu langsam . Aber es wird kommen und das ist auch gut so.

  48. Wieder so ein spaltender dummer Text
    Es wird wohl noch etwas Zeit beanspruchen, bis die deutschen Medien zurück zur Realität kommen und endlich anfangen, objektiv über die AfD zu berichten!? Die Linksverblödung der letzten Jahrzehnte hat sehr viel Schaden in den Köpfen von geistig labilen, naiven Menschen angerichtet…

  49. Feminanzensubstitutin?
    Lieber Don, ihre werte Aushilfsschreibkraft scheint Sie überflüssig machen zu wollen. Textet sie doch im „Fazit“: …..Wählerinnen und Wählerinnen….
    Und der lamoryante, ironiefreie Stil dieser „Dame“ entspricht wahrlich nicht ihrem Niveau.

  50. Nach Westen
    Von Rheinsberg nach Templin in Richtung Westen- tolle Leistung, da muss der Autor ja die ganze Erde umrundet haben.

  51. Ost-Blues
    Naja,
    die lange Zeit hinter der Mauer hat die Leute halt geprägt:

    Im Fordern, was die Westverwandten so alles anschleppen
    sollten… waren sie gut. Im Einheimsen des Erbes
    von mutigen, geflohenen Brüdern waren sie perfekt!

    Im Beurteilen, wenn man als Westfrau mit einem Radl kam,
    waren sie ganz famos:
    „Westvo*** mach dassde nach driieben kommst“ …
    Sie erkannten das alte Westrad am Fahrradständer,
    ihre Räder hatten so einen „Comfort“ nicht. Böseböse.

    Allerdings habe ich auch wunderbare alte Leute – jene,
    die noch nach alten Westenstandards erzogen wurden-
    kennen gelernt,
    doch die sind nun alle tot.

    Als sie 1989 uns in West-Berlin überfielen – haben
    sie mit ihrer Anwesenheit alles kaputtgemacht.
    Denn es war eben auch nichtsanderes, als
    > Masseneinwanderung!

    Sie waren uns so fremd, wie auch umgekehrt.
    Wir gehörten eher zu den honky tonk women…
    Und da kam Ernst Thälmann mit Kind + Kegel.

    • ach je
      … noch ein Wessi mit Minderwertigkeitskomplex. Nach dem Krieg nix geschafft, nur alles in den Allerwertesten geschoben bekommen – Demokratie, Marschallplan, Reparationsverzicht, Berlinzulage, „Entnazifizierung“. Raffen Sie sich auf, auch aus Ihnen kann noch was richtiges werden.

    • Ost-Blues
      gehe ich recht in der annahme, dass sich ihre OSSI-Kritik auch auf ulFuM bezieht ?…………die kam allerdings nicht mit Kind + Kegel, dazu hats nicht mehr gereicht !

    • Dunque,
      Sie profitieren von dem Recht auf Meinungsfreiheit und der Großzügigkeit des Verfassers dieses Blogs. Ich profitiere aber auch von dieser, wenn ich Ihnen mitteile, dass Ihr Beitrag seit langem der dümmste ist, den ich in den Don-Kommentaren zu lesen bekam. Ich kann verstehen, dass Sie der guten alten Zeit nachtrauern. Die Wiedervereinigung hat Ihnen für ein paar Jahre die Wehrpflicht beschert und die Zitterprämie für immer genommen. Das ist wirklich schade für Sie.

    • @dunque- es gibt keine Kneipen mehr, aber zu viele Konvertiten
      Ihre Beiträge, geschätzte Dunque, mußte man sich bisher nie schön trinken.
      Die Frage der Kneipenmelancholie stellte sich nicht.

      Alles, was sie beschreiben (und auch die Autorin schildert) war
      erlebbar. Aber, die Zeiten, der Stil und die Relevanz der Inhalte wandeln sich.

      Selbst im „Rotfuchs“ dem Selbstverständigungsblatt der alten SED und DKP-Heroen sind einige Artikel lesbar geworden.

      Die DDR war der Staat der Arbeiter und Bauern (und Vertriebenen) und deren Sprachebenen plus des SED-Jargons plus der Klassenkampf-Kneipen-Schlägersprache…Literatur (und Alkohol) war Ausstiegsdroge aus dieser geschlossenen Anstalt.

      LTE, die Sprache des 3. Reiches, empfand man als gelungene DDR-Satire. Besonders wenn Ort, Zeit und pädagogische Absicht stimmten, sich aber dialektisch ins Gegenteil verkehrten. Z. B. bei mir, als ich das Buch von Victor Klemperer in der Stasi-Untersuchungshaft zu lesen bekam.

      In Ungarn, Polen, Tschechien… war das soziale Feld stärker ausdifferenziert. Auch deshalb fühlte man sich dort angelegentlich athmospärisch freier.

      Man greift aber zu kurz und daneben (wie die Autorin), wenn man
      die „alten Platten“ herausholt und sie vermeintlich da und dort nur „aktualisiert“.

      Das ist aber kein ausschließliches Ost-West-Problem.

      Beispiel: Vor einiger Zeit fuhr ich nach München. Unter den Teilnehmern waren auch welche, die es früher – wohl mit ähnlichen Leidenserfahrungen der CSU gegenüber wie Don A. – nicht mehr in Bayern aushielten aber statt auf`s Rennrad zu steigen, nach Hamburg zogen.

      Einige suchten bei der München-Reise immer wieder die Leidensbestätigung von früher und griffen immer wieder ins Leere….

      Kurz
      meine Gegenthese zur Ihrigen:
      Die östlichen Zonen begreift man nicht mehr von früher, der Sowjetzone/DDR oder der Nachwende her, sondern vom Konvertitenstand und vom – kritischen – Lernwillen derjenigien
      auf die man sich heute einläßt. Auch vom intellektuellen Widerstand gegen „Westzonen-Entmündigung“. Leider strömt auch aus dem Beitrag der heutigen Autorin dieser parfürmierte, pseudo-therapeutische Sound der Weltdeutung.

      Beispiel zur Konvertiten-These:
      Die Dame mit dem „Aufschrei“ wegen der Tanzkarte von Brüderle, ist nicht so, weil sie aus der DDR kam, sondern weil sie sich
      an die westlichen Schreias, Brüllas und Zankas „überanpaßte“. Ihre Mutter hatte einen anständigen Beruf.

      Und hier zum Schluß:
      Was man aktuell bei Klonovsky zur Frankfurter Buchmesse und dem lebenden Gegendenkmal Alexander Skipis liest, da kommt mir Ernst Thälmann schon beinahe wie ein aufrechter Mensch vor. Zumindest würde ich mich für sein Denkmal einsetzen. Zu Skipis und dem Kahane-Börsenverein fällt einem nichts mehr ein.

      Sehr geehrte Frau Dunque, es sind nicht die Ost- sondern die Konvertitenzonis aller Zonen (68 ff), die heute problematisch sind.

      Darauf gern die Rolling Stones und – nur mit und wie Andrea Nahles es meint – den anderen: auf die Fresse.

  52. randbemerkung a la Beckmesser
    Ein schöner Text, der nüchtern einige Probleme infolge der Wiedervereinigung beschreibt.
    Einen nicht oft diskutierten Gedanken kann man m.E. noch hinzufürgen: große Teile der DDR-Bevölkerung erwarteten von der Wiedervereinigung die Herstellung von „Deutschland einig Vaterland“, wo sie gleichberechtigt leben würden. Stattdessen mußten sie die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialordung einfach übernehmen, und dabei hatten sie schlechte Karten.
    Es ging wohl nicht anders, wenn man das kurze Zeitfenster nutzen wollte. Wenigstens blieb der Trost, einer gemeinsamen Nation anzugehören, wie es die Mehrheit in den neuen Bundesländern wünschte.
    Jetzt in der Flüchtlingskrise wurde aber deutlich, daß das „Deutschland“ mit dem man sich vereinigt hatte, dabei war, sich in ein Internationales Ansiedlungsgebiet zu verwandeln, und dass man von den Bürgern der Neuen Länder erwartete, sich dieser, den einstigen Erwartungen widersprechenden Entwicklung ohne Protest anzuschließen. Kein Wunder, daß sich dadurch viele Leute provoziert fühlten, die die Vereinigung damals enthusiastisch begrüßt hatten. Westdeutsche Polemik, Bekehrungsversuche und Diffamierungen machten die Sache nicht besser und förderten rechtsradikale (nicht „rechte“ – „rechts“ ist wie „links“ eine ganz legitime politische Richtung) Propaganda.

    Bitte erlauben Sie ein wenig Detailkritik und einen Korrekturvorschlag:
    Haben Sie sich wirklich von Rheinsberg bzw. Neuruppin „westwärts“ gewandt, um über Templin und Eberswalde nach Cottbus zu gelangen? Von Rheinsberg und Neuruppin aus gesehen, liegen Templin, Eberswalde und Cottbus doch jeweils nordöstlich, östlich und südöstlich. Die beschriebene Fahrt hätte also sinnvolerweise im Uhrzeigersinn um Berlin stattgefunden.

  53. Ein Lob der funktionierenden Demokratie? Ein Lob der möglichen Inanspruchnahme
    medialer und persönlicher Freiheit sich zu artikulieren und organisieren? Das alles könnte das Auftreten von Pegida und AFD teilweise eben auch sein. Oder wenn man es anders sehen will zu Marktdemokratie gehört eben auch, dass Demokratie ein Markt ist, also wie von selbst auf die Suche nach neuen anderen besseren Lösungen. Das Versagen der etablierten Angebote eben hat überhaupt erst den Aufstieg der Neuen möglich gemacht. Und selbstverständlich wird das veränderte Angebot auch eine veränderte Nachfrage durch Wähler anderer Lösungen nach sich ziehen. Das alles wären Allgemeinplätze? Ja auch, wesentlich ist eben nur, dass ich auch weiterhin alles im Rahmen der freiheitlich demokratischen Grundordnung abspielt. Und da hört es eben in der Tat auf lustig zu sein, zumal wenn man in Sorge sein muss, dass Teile des tiefen Staates, sowie gegen Ende der Weimarer Republik schon einmal, selber aufhören könnten auf dem Boden der FDGO zu stehen. Bürgertum und freie Presse haben hier, wenn man so will, eine doppelte Aufgabe.

    Und danke für die Bilder, man fühlt mit. Und Menschen, die rausgehen und dann so sehen, sind sehr selten; wir freuen uns, dass die FAZ solche hat. Möge es so bleiben!

  54. Titel eingeben
    Pardon, aber der Text mach mich ärgerlich. Er ist geprägt von einer klassisch westdeutschen Attitüde, die aus jeder Zeile spricht und wieder einmal den alleinigen Durchblick zu haben glaubt. Man könnte denken, die Dame war auf einer Reise zu den Wilden der östlichen Inseln und beschriebe nun in freundlicher Herablassung die seltsamen Spleens der schrägen Eingeborenen, und wie man diese bessern könne.

    Genau diese Art Herangehensweise ist es, welche die Menschen im Osten in Rage bringt. Immer weiter so, dann hat die AfD in Mitteldeutschland bei den nächsten Wahlen die absolute Mehrheit.

    • Nein, da war ich nicht. Ich war in einem Land, in dem ich unendlich viele tolle Menschen kennengelernt habe.

  55. Ruhige Bestandsaufnahme
    Frau Pukke,
    Danke für Ihren sachlichen Beitrag, aber wie von Herrn Haupts bereits geschildert, wird ihr Artikel niemals von den Verantwortlichen in der Politik gelesen, geschweide denn verstanden.

    Der gesamte Irrsinn geht weiter und auf Deutschland warten vier bleierne Jahre, wo nichts gestaltet wird, sondern nur der Machterhalt und die Postensicherung betrieben wird.

    Die Jamaika Koalition ist faktisch die Kapitulation an vernünftiger Politik, eigentlich liegen inhaltlich Welten zwischen den Parteien. Der verschlafene Michel erkennt nicht einmal, daß es gar nicht mehr um politische Inhalte geht. Wie Gute Nacht schon mal in der Vergangenheit erwähnt hat: die Zukunft füttert die AFD. Die Situation im Herbst 2017 in der Bundesrepublik erinnert mich ein bißchen an den Herbst 1989 in der DDR, wo die SED Spitze und alle Kader die Bevölkerung und die Welt nicht mehr verstanden haben.

    So ist es auch mit der Perle aus der Uckermark und den anderen halbgaren Gestalten.

    Gruß aus der norddeutschen Tundra

  56. Sie erwähnten die NZZ
    Mittlerweile lese ich die BAZ oder die NZZ, wenn ich eine unabhängige Analyse von Problemen in Deutschland haben will. Eigentlich traurig für deutsche Medien. Da findet man dann eher eine Journalistin die „Händische Arbeit“ fordert“ wie in Spiegel-Online. Ein Medienberater des Bistums Köln, der den Freistaat Sachen gegen Atommüll tauschen möchte. Bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, wo Journalisten fragten, darf man da noch Urlaub machen usw.. Wo blieb der Aufschrei der anderen Journalisten. Darf man, wenn man sich auf der richtigen Seite wähnt alles erlauben?
    Parteien, die die Schuld am eigenen Versagen beim Wähler suchen. Der nimmt nur sein Recht war. Es gibt den Spruch, Wahltag ist Zahltag. Danach wurden die großen Parteien abgestraft für ihre Politik, und zwar in der gesamten Republik.

  57. Die Ausländerfeindlichkeit als Form zivilen Ungehorsams
    Werte Fr. Pukke,

    einen schönen Einblick in ihre Wahrnehmungen und Erinnerungen geben sie hier zum Besten. Auch die zugehörigen Fotos passend dazu – ganz in der Tradition des Hausherrn.

    Ich möchte auf einen zentralen Aspekt ihrer Ausführungen eingehen, mit dem ich nicht einverstanden bin. Sie schreiben zum Thema Ausländerfeindlichkeit folgendes: „Die vermeintlich Schuldigen an der eigenen Misere, die Ausländer, waren gefunden, das sollte so bleiben.“

    Ich störe mich schon seit Langem an dieser These, da sie die Situation viel zu vereinfacht bzw. einfach falsch darstellt.

    Beginnen wir mit der Frage der Sozialisation in der DDR. Als Ausländer dort gab es im Prinzip nur solche aus den sozialistischen Bruderländern. Die der Besatzungsmacht Sowjetunion (welche sich oft auch so gaben) und solche aus Ländern, deren sozialistisches System man (offiziell) über die Ausbildung deren Bürger zu Facharbeitern stützen wollte. Integration war nicht vorgesehen bzw. gar verboten (z.B. waren Vietnamesinen angehalten, abzutreiben); man war in Wohnheimen kaserniert etc. Es gab also eine staatlich gewollte Existenz von Parallelgesellschaften, die sich entsprechend auch ausbildete. Und zwar umso mehr, je größer die kulturellen Unterschiede waren (Ungarn weniger, Kubaner mehr).
    Trotz des offiziellen Anspruches der Wirtschaftsförderung durch Ausbildung wurden die sog. Vertragsarbeiter in der Realität vielfach für einfache, ungeliebte oder gefährliche Arbeiten eingesetzt, waren also Arbeiter zweiter Klasse. Der Einsatz für niedere Tätigkeiten sorgte auch seitens der (ja absichtlich nichtintegrierten) Ausländer für hohes Neid- und Aggressionspotential (Schlägereien in Kneipen etc.). Mit entsprechender Beurteilung seitens der DDR-Bürger (Bemerkung: ich sage explizit nicht Vorurteil, da man ja urteilte anhand eigenen Erlebens. So wie auch heute immer mehr Menschen anhand von Einzelfällen urteilen. Und es sie höchstens auf die Palme bringt, wenn ihnen „Vorurteile“ unterstellt werden).
    Ebenso prägend für die Bürger der DDR war die polit-Propaganda, welche das Volk bzgl. der Ausländer durchgängig mit Parolen zum proletarischen Internationalismus etc. beschallte.

    Dies alles züchtete in der Tat ein Volk von latenten Ausländerfeinden heran. Weil nämlich in diesem Unrechtstaat DDR Ausländerfeindlichkeit zu einer allgemein akzeptierten Form des „zivilen Ungehorsams“ heranwachsen konnte. Nebenbei einige der wenigen Form des Ungehorsams, die staatlich kaum sanktioniert wurde.

    Daher sage ich übrigens auch, daß das jedem so gegangen wäre, der in einem solchen System sozialisiert wurde. Also den meisten von uns. Auch einer Fr. Pukke. Oder einem Hr. Nase.

    Zu sagen, daß sich die Ausländerfeindlichkeit in den Gebieten der ehemaligen DDR sich primär an der eigenen Misere festmachte, ist daher zu kurz gesprungen.
    Nein, die Ausländerfeindlichkeit in der DDR ist eine Form des zivilen Ungehorsams gegen ein übermächtiges System. Und hat damit im Prinzip auch nichts mit Rechtsradikalismus zu tun – eine solche Interpretation kann nur von Besserwessis kommen.

    Insofern ist auch die Ausländerfeindlichkeit nach der Wende (wie von Ihnen, Fr. Pukke beschrieben) bis hin zu PEGIDA auch genau so zu deuten. Als eine Fortführung dieser Form des zivilen Ungehorsams gegenüber einem allmächtigen System. Welches in der Tat viele Verlierer produzoert hat. Abgehängt hat.

    Deswegen ist es auch unerheblich, wie viele Ausländer dort überhaupt leben.
    Und deswegen wird auch die Strategie des Beharrens auf Meinungshoheit seites der Politik („Pack“ etc.) oder seitens der Medien („Abgehängte“) nicht fruchten. Das fördert nur diesen zivilen Ungehorsam.

    Nein, nur dem zivilen Ungehorsam den Nährboden zu nehmen, wird hier fruchten. Sprich, politische Teilhabe und das Gefühl, das System ändern zu können.
    Das Paradoxe daran ist, daß eine Systemänderung nur die AfD verspricht (so wie früher die Linke). Sprich nur ein politischer Erfolg der AfD wird dieser Art von Ausländefeindlichkeit den Nährboden entziehen können.

    Also nochmal zurück zu ihrer These, Fr. Pukke: „Die vermeintlich Schuldigen an der eigenen Misere, die Ausländer, waren gefunden, das sollte so bleiben.“
    Nein, als Schuldigen für ihre Misere haben die meisten Ostdeutschen schon immer das System angesehen (damals wie heute). Ausländerfeindlichkeit dort war und ist nur ein mögliches (und anerzogenes) Ventil.

    • Nachtrag
      Sorry, nur um es klar zu stellen. Ich meine, daß das, was als „Fremdenfeindlichkeit“ oder „Ausländerfeindlichkeit“ empfunden und diffamiert wird (v.a. seitens MSM etc.), eigentlich ziviler Ungehorsam ist; es also im Prinzip gar keine Fremden- und Ausländerfeindlichkeit ist (Ausnahmen bestätigen die Regel).

  58. Danke, Frau Pukke
    für Ihren Artikel und schön, Sie wieder hier zu lesen!

    @djangohatnemonatskarte: Ihre Beobachtung teile ich hier aus dem südwestlichen Teil Bayerns ebenso.

    Nicht der überall unterstellte und ge(t)witterte Rechtsradikalismus hat die Wähler in die Arme der AfD getrieben, sondern das Komplettversagen der Sozialpolitik seit „Gas-Gerd“ Schröder und ff. mit dem schleichenden Ausverkauf der Mittelschicht.

    Die Etablierten haben in ihrer Selbstgefälligkeit zu lange weggesehen, Probleme marginalisiert und stolpern nun in den gesellschaftlichen Graben, den sie selbst vertieft haben.

    Na, da kommt der beschlossene Gratis-ÖPNV für hessische Beamte (Kosten: 51 Mio) jetzt auch nicht gerade zum passenden Zeitpunkt, um die schwindsüchtige Mittelschicht als Wähler zurückzugewinnen.

    Nein, sie haben offensichtlich nichts verstanden. Gar nichts. Und so lange gibt´s auch kein Kreuzerl mehr für sie.

  59. Im Mark anders
    Wer bisher viele soziale Forderungen für „immer schon hier Wohnende“ damit ablehnte, es sei kein Geld da, muss sich, nachdem die Finanzierung der „Willkommenskultur“ und ihrer (un)absehbaren Folgekosten überhaupt kein Problem zu sein scheint, den Vorwurf der „Täuschung“ (beschönigend ausgedrückt) gefallen lassen.

    Und dieser Vorwurf dürfte um so nachvollziehbarer sein, je mehr der einzelne direkt oder auch nur indirekt von den Einsparungen zum Ausgleich der Folgekosten betroffen ist. Wie z.B. der Rentenversicherte, der (übrigens: systemwidrig) statt des Steuerzahlers für die Mütterrente aufkommen muss oder der Wohnungssuchende, der wegen des Raumbedarfs der Neuankömmlinge und ihrer nachziehenden Familien am Ende mehr Miete zahlen muss.
    Jedenfalls, so lange er nicht zu den Besserverdienenden gehört, die gut reden haben, weil sie sich das ja alles locker leisten können.

    Und dieser Vorwurf dürfte sich noch verstärken, wenn politische Fehleistungen wie „Treuhand-Privatisierungen“, „Riester-Rente“, „Exportüberschüsse“, „Agenda 2010“, „Schwarze Null“ nach dem Motto „Weiter so, wir schaffen das …“ unter den Tisch gekehrt statt korrigiert werden.
    Wofür im übrigen m.E. nicht nur grünschwarzrotlinke Ideologen verantwortlich sind, sondern vor allem deren Parteien, die das nicht unterbinden können oder wollen.
    Und ja: auch ein das nicht deutlicher ansprechender „Mainstream“.

    Wenn das Offensichtliche totgeschwiegen wird, vermehrt sich die Zahl der Protestwähler eben weiter – ob in Ost oder West, Nord oder Süd. Also eben im Mark. Und nicht nur in der Mark – wenn auch, vielleicht wegen einschlägiger „Erfahrungen“, dort früher und stärker.

  60. Für illegale Einreisen "Obergrenze 0" wie in seit dem 27. September in Österreich
    Dazu ein Zitat der ehemaligen Berliner Ausländerbeauftragten Barbara John:

    „… Obergrenzen-Diskussionen gehen am Asyldilemma vorbei, was inzwischen bekannt sein sollte. Auch mit einer strikten Obergrenzenpolitik hätte nach wie vor jeder – ob politisch Schutzbedürftiger, Arbeitssuchender, Krimineller oder Terror-Gefährder – die gleiche Chance, nach Deutschland zu kommen. Und genau das ist zu ändern. Deshalb braucht man eine „Obergrenze null“, um unkontrollierte Einreisen zu verhindern.“

    Aus einem kurzen und treffenden Artikel:

    http://www.tagesspiegel.de/politik/jamaika-koalition-und-asylpolitik-nur-obergrenze-null-hilft-gegen-unkontrollierte-einreise/20426162.html

  61. Gibt es zum Auswandern überhaupt noch eine Alternative?
    Die Anzahl der Auswanderer wird immer größer. 2015 fast eine Million.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157440/umfrage/auswanderung-aus-deutschland/

    Wie es aussieht, werden die Deutschen ihren Staat und ihr Heimatland der muslimischen Invasion überlassen.

    Immer mehr Hoch- und Höchstqualifizierte wandern aus („Brain-Drain“).

    Millionen von Deutschen sind bereits „geflüchtet“, d.h. emigriert. Man braucht nur die Zahlen der Auswanderer in den letzten 10 Jahren addieren.

    Warum machten nur so wenige Deutsche kein Kreuzchen bei der einzigen Oppositionspartei?

    Warum gibt es so wenige mündige Bürger, die mit intelligenter Argumentation in der Öffentlichkeit opponieren?

    Glaubt man in Zukunft in „Gated Communities“ bei muslimischer Mehrheitsbevölkerung (über)leben zu können?

    Wer zu spät geht, den bestraft das Leben …

    [Sorry, ich hatte einen ähnlichen Text bereits im Nebenthread gepostet. Passt aber besser hier.]

    • Korrektur
      Warum machten nur so wenige Deutsche ein Kreuzchen bei der einzigen Oppositionspartei?

    • Warum machten nur so wenige Deutsche ein Kreuzchen bei der einzigen Oppositionspartei?
      Herr Goslar,

      ich schätze überwiegend aus einem der beiden folgenden Gründe:

      – nostalgisches, moralisches Überlegenheitsgefühl,
      – Reste von schlechtem Gewissen und Glauben an Realitätsgehalt in der Zwangsgebühren-Blase.

    • Am Staatsgebiet hängt nur die Staatsbevölkerung, nicht aber die Nation.
      Es gibt zwei Arten zu gehen (und zwei Arten zu bleiben). Wer als Einzelner das Land fluchtartig verläßt wie das vermeintlich sinkende Schiff, um anderswo eine neue Identität anzunehmen, muß sich den Vorwurf, wie eine Ratte zu handeln, gefallen lassen. Wer sich aber auch am neuen Ort seine nationale Identität bewahrt und aktiv für ihren Zusammenhalt und Fortbestand eintritt, der flüchtet nicht und gibt auch nicht kampflos preis. Wie die jüdische Nation in der Diaspora doch immer eine Nation blieb, die unverbrüchlich auf die Rückkehr ins verheißene Land hoffte, und wie die imperiale britische Nation die Einschiffung gen Indien zumindest gedanklich vorbereitete und wohl auch vollzogen hätte, wenn Raeders U-Boot-Leute und Students Fallschirmjäger sich denn zum Sturm auf Albion hätten entschließen mögen, so kann auch die deutsche Nation sich ein neues Territorium wählen, entweder auf Einladung einer wohlmeinenden oder auch nur auf echte Bereicherung spekulierenden Macht oder in menschenleeren Gegenden.

      Wer aber meint, die deutsche Nation höre auf zu existieren, wenn in dem derzeit als deutsch anerkannten Staatsgebiet maßgeblich nurmehr Bevölkerung lebt, die sich nicht mehr zur deutschen Nation bekennt (und damit deren glorreichen, wie tragischen und bösen Momente als Teil der eigenen Geschichte annimmt), der denkt ja im Grunde nicht anders als die diskursbeherrschende Gruppen, für die es keinen Unterschied zwischen den drei durchaus wohlunterscheidbaren Entitäten der Nation, des Volks und der Staatsbürger gibt. Wesentlich für das gedeihliche Zusammenleben nach innen und die Behauptung nach außen ist allein die Nation. Um ihr anzugehören, bedarf es allein des echten Willens, ein Teil eines größeren Zusammenhangs zu sein, ein Erbe anzunehmen und in die Zukunft fortzuschreiben, wenn nötig für ihren Erhalt Opfer zu erbringen. Doch Herkünfte (völkische Blutlinien), Rechtstitel (Pässe und Staatsbürgerschaften) und private Überzeugungen spielen hier keine Rolle.

      Im Unterschied zur ethnologischen Herkunft kann man seine Nationszugehörigkeit sehr wohl wechseln. Übrigens ohne dabei seine Herkunft zu verraten, denn die Blutlinie bleibt ja. Die neue Nation kann auch die alte in sich einschließen wie etwa eine oft adressierte, wiewohl wenig erlebbar gemacht Nation der Europäer die deutsche (und andere). Unabdingbar für deren Erfolg ist aber ihre Attraktivität. Sie muß als Identität mehr bieten als die alte. Die Anhänger des Elitenprojekts Europa versäumen gerade, diese europäische Identiät mit Leben zu füllen und so attraktiv zu machen, gerade wegen ihrer Abneigung gegen die Idee der Nation an sich. Sie identifizieren Nation mit Volk und übernehmen gerade damit die stark und unzulässig beschränkende Sicht der völkisch Denkenden, die sie doch eigentlich zu bekämpfen vorgeben.

      Wer integrieren will, zumal Immigranten aus Systemen mit ihrerseits starker Identität, sei es in eine als politisches Faktum neu zu begründende europäische Nation oder aber in die bestehende deutsche (oder irgendeine andere) Nation, der muß seinerseits eine starke, eine stärkere Identität anbieten. Je heterogener die Herkünfte, desto stärker muß die Gravititation des ideellen Zentrums sein.

      Auswandern ist immer eine Alternative. Genauso wie Einwandern. Aber auch das Dableiben. In allen Fällen gilt: Wer nicht als Monade im umgebenden Menschenzoo sein Leben fristen will, der muß sich entscheiden. Für eine Gemeinschaft, vulgo Nation. Wer mithilft, seine Nation, ob nun hineingeboren und ererbt oder mit Entschluß neuerwählt, stark und attraktiv zu machen, der zieht (auch) die Migranten und Heimatsuchenden an, die wirklich bereichernd wirken und auf die es folglich ankommt, ohne mit Aufwand und unter moralischen Schmerzen ausgrenzen zu müssen. Und: Je mehr ehrenwerte und leistungsstarke Bürger sich für ihre Nation starkmachen, je breiter also die Schultern sind, auf denen das ideelle Zentrum ruht, desto größer wird dessen Gravitation, desto mehr insgesamt und desto mehr auch weniger individuell bereichernde Migranten können aufgenommen und integriert werden.

      Ergo: Wer für Einwanderung und gelingende Integration ist, muß Nationalist sein. Wer völkisch denkt, begrenzt so mutwillig wie unnötig die (best-)mögliche Fortentwicklung der Nation. Wer Staatsbürgerschaft als allein aussschlaggebend betrachtet, pflegt ein mechanistisches Menschenbild. Wer auswandert, um sich zu retten vor der Bestrafung des Lebens, handelt wie eine opportunistische Ratte. Wer auswandert, um sich aus Überzeugung einer anderen Nation anzuschließen, handelt subjektiv vernünftig und ehrenwert, selbst wenn opportunistische Motive eine Rolle spielten. Wer auswandert, um die bedrohte Nation im Exil zu erhalten und wiederaufzurichten, ist ein wahrer Patriot.

  62. Es geht alle an, nicht nur die Abgehängten
    Darf ich kurz Raffelhüschen und Moog aus dem ifo-Schnelldienst 4 2016 zitieren:

    „Weiterhin ist auch die unterstellte Integrationsdauer von
    sechs Jahren eher als optimistisch zu betrachten: Jedes
    weitere Jahr an Integrationsdauer würde die Nachhaltigkeitslücke
    um weitere 1,8 Prozentpunkte und die Abgabenlast
    um 0,1 Prozentpunkte erhöhen. Als fiskalische Höchstbelastung
    würde sich die Einwanderungswelle aber dann
    entpuppen, wenn es nicht gelänge, die Kinder der Flüchtlingswelle
    in die Arbeitsmärkte zu integrieren. Würden diese
    nämlich mit dem Qualifikationsniveau der Ausländer in die
    Berechnungen eingehen, dann müssten die Abgaben für
    alle um 16,8% erhöht werden, um die Nachhaltigkeitslücke
    von dann 331% des BIP zu decken.“

    Das wird noch richtig teuer. Selbst wenn man die Kriminalität in den Griff bekommt, kosten die Leute so viel Geld, daß auch die Wohlhabenden die Willkommensdividende nicht mehr gern leisten werden.

    .
    Ein Gedankenspiel: Wie wird es wohl um die Hausfrauenquote im Familiennachzug bestellt sein?

    .
    Das Einzige, was man da tun kann, ist, die Kosten zu verschleiern, indem man großzügig einbürgert.

    • Kosten verschleiern, indem man großzügig einbürgert.
      Sie scheinen mir ein großer Prophet zu sein!

      Ist es nicht auch jetzt schon so dass die Kriminalitätsstatistik so frisiert wird?

  63. Tut mir so leid dass Sie angepöbelt wurden
    Werte (Frau?) @Dunque

    was soll ich sagen, außer, daß es mir leid tut, daß sie beschimpft wurden. Ich kann nur wünschen, daß Sie das für ihr Leben nicht traumatisiert hat.

    Ich hätte mich gerne als V… beschimpfen lassen, wenn
    meine Währung nicht abgewertet worden wäre
    und die Ersparnisse nicht um die Hälfte reduziert,
    meine Fernseh- und Radiosender nicht terminiert worden wären
    ich nicht plötzlich arbeitslos gewesen wäre,
    um mich dann als faul und dumm beschimpfen lassen zu müssen,
    zusehen zu müssen, wie die heimischen Betriebe symbolisch für eine Mark verkauft wurden, um dann Zeuge ihrer Schließung zu sein.
    Zu erleben, daß bisherige Kompetenz nichts mehr galt, weil die BRD-Praxis galt in Allem. Zusehen zu müssen, daß bei gleichen Löhnen, nur in D-Mark, sich langsam die Lebensmittelpreise, die Mieten und Nebenkosten an das Westniveau annäherten. Und sich zu fühlen, als lebte man unter einem Besatzungsregime. Einem höflichen zwar aber es waren nicht unsere Leute.

    Und natürlich weiß ich, daß das Alles ökonomische Ursachen hatte aber das machte das Gefühl nicht besser und die LINKE hat es heute noch nicht überwunden.

    Zu Ihrer Beruhigung kann ich Ihnen versichern, daß ich Wessis und Ossis nicht mehr wahrnehme. Und niemandem mehr grolle. Für mich sind das Alles nur noch Deutsche. Und wenn mein Chef den Begriff „Wessis“ gebraucht, dann korregiere ich ihn höflich, daß er jetzt auch einer ist und daß es Wessis und Ossis nicht mehr gibt.

    • Na ja Herr Karl Eduard
      Wir vormaligen Wessis sind nicht für die Einheit auf die Straße gegangen. Es waren die Landsleute der DDR, welche skandierten „Kommt die D-Mark bleiben wir, kommt sie nicht, gehn wir zu ihr.“
      Schon vergessen?
      Natürlich habe ich mich für die DDR -Bürger gefreut, aber ich weiß noch, wie mir ob der euphorisierten Fernsehbilder und der hohen (ja, auch etwas naiven) Erwartungen in den neuen Ländern doch etwas mulmig wurde.
      Ich hatte damals das Gefühl, dass sich die DDR -jede Bedenken wegwischend- in die Arme des Westens warf, um nicht zu sagen, auf den Schoß setzte.
      Ich für meinen Teil wollte das gar nicht, was natürlich daran liegen könnte, dass ich mit der deutschen Teilung aufgewachsen bin.
      Und ich bitte zu bedenken, dass auch mein Land, die alte BRD, untergegangen ist.

    • .
      Ich habe in meinem Text nur Erlebtes und Tatsachen aus
      meiner Familie geschildert.
      Mein Schwager in Bayern hat eine Frau -vor der Wende-
      aus Potsdam „heraus“geheiratet.
      Sie wurde zur Raupe „Nimmersatt“.
      Der Kaufrausch seiner Prinzessin war uns allen ein Graus.
      Mein Schwager,ein bayrischer Softie, liebte sie sehr.
      Er erschoss sich dann.
      .
      Eigentlich ist da Gras drüber gewachsen, es kam halt
      wieder hoch…
      ich gräme mich doch nicht über fremdes Geschimpfe.
      .
      Ich bin eine Frau, die nicht sehr materiell eingestellt
      ist, und darum sind mir Habgierige + Schnäppchen-
      jäger unangenehm.
      .
      Im Alltag sehe ich den Leuten in die Augen – und weiß
      Bescheid… und ich radl auch gerne in den Osten.
      Tagestouren halt, da schlafen, nein das mag ich nicht.

  64. Corrigendum
    Sehr geehrte Frau Pukke,

    von Rheinsberg nach Templin ist die geografische Richtung Ost und nicht West, wie sie in ihrem schönen Artikel schreiben:

    >>Von Berlin aus in den Norden nach Neuruppin und Rheinsberg, dann in den Westen nach Templin,…<<

  65. Ignoranz der Aengste der Menschen
    Wenn ich so einen Satz schon lese “ Zugute kam ihnen noch die sogenannte Flüchtlingskrise ab Herbst 2015″ kommt mir die Galle hoch.
    Sogenannte. Klar, es gibt gar keine Fluechtlingskrise, die sind ja alle herzlich Willkommen, es gibt nur verbohrte Koepfe rechtsradikaler Deutscher, die Begriffe von Heimat kennen.
    Die Kulturbereicherer aus Marroko, Algerien, dem Sudan ect. sind willkommen, die besorgten Deutschen sollen gefaelligst ihre angeblichen Sorgen endlich ablegen.
    Mann wie Ignorant ist das nur?

    Deutschland ist das einzige Land der Welt, in das unkontrolliert Verbrecher, Frauenschaender, Diebe, Betrueger, Schlagetote kommen koennen und wer sich beklagt der gehoert zu dne Unverbesserlichen aus der braunen Ecke, denn es gibt ueberhaupt keine sogenannte Krise.

    Ich werde meiner Bank sagen dass ich keine Bankschulden habe, das sind nur ihre sogenannten Zahlen. Ich berufe mich dabei auf diesen Artikel hier. Mal schaun wie die Bank reagiert…..

    • Tico, ...
      … ich halte die sogenannte „Flüchtlings“krise für eine korrekte Bezeichnung. Es gab ja kaum echte Flüchtlinge, zumindes keine in Deutschland asylberechtigte!

      Die Hauptkrise war wohl eine Denkkrise, vor allem der uLFin und ihrer Einflüsterer…

  66. Kostenkalkulation
    mit der Aufnahme des neuen Ostens in den Produktionsprozeß konnten die Anlagen des Westens zu Grenzkosten produzieren und absetzen.
    Danach gab es EU-Subventionen und tariffreie Zonen um die Vollkosten der notwendigen Ersatzinvestitionen weiter zu senken.
    Heute ist die Produktionseffizienz so hoch, dass bis Weißrußland und Putinland wieder zu Grenzkosten hergestellt und verkauft werden kann.
    Die Kapitäne der Unternehmen schöpfen Konsumentenrente und lobbyieren bis die Ausschüttungskasse stimmt.
    Da ist kein Platz für sentimentale Heimatgefühle und menschliche Kulturbetrachtungen.
    Dazu soll Frischfleisch/Human Capital aus Zuwanderung die Kostenkalkulationen weiter nach unten modernisieren.
    Bündnis 90 hat die Grünen damals vor dem Ende der Pfründe und Tröge des Parlamentarismus gerettet.
    Jetzt gibt es die Lohnanpassung für Einheitsparteien!
    Nur Gewerkschaft mit Tarifen kann gegenhalten, siehe Metall.
    Bei Luftfahrt ist gerade Schlachtfest zulange zuviel Tarife.
    Damit gibt es keine ausreichende Kohle mehr für Rente.
    Es folgt Pfändungsfreies Einkommen wie für die Zugänge aus der weiten bunten Welt und ziert den Kontoauszug.
    Europa machts möglich.
    Alles Gute in der Hölle.
    Meat Loaf Bad out of Hell

  67. Lieber Don,
    übernehmen Sie bitte wieder.

    Es gibt zwei Arten von Bloggern auf dieser Welt. Solche, die geistreiche und witzige Beiträge über Fahrräder, schöne Menschen und Torten schreiben und solche, die 20 Jahre zurückliegende Reisen aufwärmen um mitzuteilen, dass sie es schon immer gewusst haben. Wenig erquicklich.

  68. hätte, hätte, hätte
    Liebe Frau Pukke,
    der Befund stimmt, hätte man als interessierter Politiker schon allein an vorhandener deutscher Literatur spätestens 2015 wissen können müssen.
    Peter Richters 89/90 , Dresden.
    Moritz von Uslar Deutschboden, brandenburgische Provinz, genau da , wo sie auch waren.
    Der Osten ist aber auch im Westen.
    Waren Sie mal hier im mittleren Ruhrgebiet ? Gelsenkirchen hat mit 17 % AFD gewählt , Bochum mit 13 %. Besuchen Sie die Städte Gelsenkirchen, Essen Nord, Wattenscheid, Herne, Dortmund -Nord, Duisburg und Bochum.
    Wenn die Leute es bis jetzt noch nicht gemerkt haben, spätestens ab September 2015 merkten aber immer mehr Leute, die Region ist schon abgehängt und dann noch die Flüchtlinge als Päckchen obendrauf!
    Was sollen wir auch noch mit denen, die ab da kamen !?
    Zukünftige Stützen der Gesellschaft ? Oder wieder bloß Leute die von der Stütze leben ? Und zwar für Generationen. Haben wir hier schon genug, brauchten wir nicht einzuführen.
    Auch nicht als Ausweis größter christlicher Nächstenliebe !
    Herrn Trittin ist wohl nichts zu schleimig !
    Und von der SPD für die kleinen Leute im Wahlkampf nichts dazu , keine Spur , kein Gedanke, ja,ja, die Gerechtigkeit , was immer das auch ist, aber keine klare Aussage zur Flüchtlingspolitik.
    Im Gegenteil , alles war richtig, die Lichtgestalt Merkel und wir. Herr Gabriel mit dem Refugee welcome Button im BT !
    Da kann sich jeder kleine Mann im Ruhrgebiet ausrechnen, wie lange das gut gehen soll.
    Vor allen Dingen, wenn das mentale Mittelalter , hauptsächlich , jung , männlich mit dürftiger Schulbildung hier angelandet ist.
    Der kleine Mann versteht nämlich sehr wohl die moderne Welt.
    Er versteht , dass alles erwirtschaftet werden muss, im Zweifel von denen, die willens und fähig sind, wenn sie überhaupt eine Möglichkeit dazu haben bzw. von der Politik bekommen.
    Arbeitsplätze , nachhaltige , mit Infrastruktur fehlen hier auch im Ruhrgebiet , seit Jahr und Tag. Alles seit mindestens 30 Jahren verpennt.
    Mit Länderausgleich und “ Ruhrkultur “ meinte man, Industrie ersetzen zu können.
    Das bringt aber allenfalls in der Gastronomie etwas, ist Beiwerk. Stattdessen wird “ Bochum Total, Ruhr Trienale , Musicals , Industriekultur , Wir sind nicht Detroit und solche Liedchen hochgejodelt.
    Man findet sich hier in der eigenen Abgerissenheit fast so schick und sexy wie in Berlin.
    Und jetzt noch mehr Orient als sowieso schon!
    Da tun sich für die Einheimischen gewaltige Gerechtigkeitslücken auf.
    Was ist mit der Infrastruktur ?
    Behörden, Ämter, Gerichte
    Schulen, Kindergärten,
    Straßen, Verkehrsmittel,
    Wohnungen,
    Polizei,
    Krankenhäuser.
    Alle am Limit und nur noch mit Asylantragsteller und deren Rundumversorgung beschäftigt ? !
    Nein, mir geht da nichts verloren, aber ich leiste Steuern und Beiträge !Nur dafür ?
    Für einen schicken, hippen Moment der Kanzlerin, die den moralischen Imperativ verkündet ! ?
    Und wenn mir was passiert, gibt es nichts mehr , ist niemand in den kommenden Generationen da, der leistet ?
    Es sollen mal alle Politiker ins GG gucken, zum Wohle des Deutschen Volkes steht da, ganz klarer Verfassungsauftrag.
    Der ist den Herrschaften völlig abhanden gekommen, nein, vielmehr , man schämt sich gerade, ihn überhaupt in Betracht zu ziehen, ihn erfüllen zu wollen.
    Vom Grundgesetz wird schwadroniert , als wenn da die Menschrettung an sich vorgeschrieben wäre.
    Ja, zum Teufel, kann man nicht Rechtsstaat mit einem Asylverfahren sein, wo nur der Antragsteller mit Ausweis einer ist und der nicht unseren Boden betritt , erst dann , wenn das geklärt ist.
    Kurz und Knackig : Ein Antrag, ein Bescheid , ein Rechtsmittel, dann Schluss .
    Einwanderungsgesetz, ha, ha, ha, wer will denn hier hin nach Deutschland , zum Arbeiten ?
    Und dann “ die Sprache “ !
    Wie Politiker reden ! Ich kann es nicht mehr hören das Wort“ Menschen.“
    Ich bin deutsche Bürgerin und möchte auch genau so qualifiziert wahrgenommen werden .
    Der Gipfel war das imaginäre “ Du “ von Herrn Gysi am Sonntag bei Anne Will.
    Frau Barley lamentierte , die SPD ist doch die Mutter aller kleinen , einfachen Leute .
    Ich kann nur sagen, nur zu SPD. Neuer Slogan, Deutschland den Deutschen zuerst.
    Wir schaffen nur das, was wir schaffen können , wir sind nicht vermessen !
    Grenzen zu , wir kümmern uns Jetzt mal 10 Jahre um uns und die , die schon hier sind, wir sind für mindestens 10 Jahre komplett, bauen Wohnungen, machen wirklich was Modernes im Verkehr , in der Digitalisierung, machen Integrationsschulen, mit extra Klassen ab Analphabet aufwärts. Nur, wer schon Deutsch kann, wird normal beschult, bilden Polizisten aus , stocken bestimmte Behörden und Gerichte auf und halten dazu mal ganz keck die Hand bei der EU auf.
    Und diese frohe Kunde verbreiten wir zudem professionell mit unseren Lieblingsmedien einschließlich den BIG -Playern des WWW.
    Ich glaube, die gute alte SPD könnte sich vor Stimmen bei den nächsten Wahlen nicht retten.
    Und wenn Sie diese meine Einlassung wieder nur als rassistisch, fremdenfeindlich , egoistisch, national etc.pp. abtun, springen Sie wieder zu kurz .
    Denn die Überlegung muss sein, ich muss mir erst selbst helfen können und dann kann ich auch erst anderen helfen. Und jede Hilfe kann nur begrenzt sein. Grenzenlose Hilfe ist Größenwahn !
    Das Versprechen grenzenloser Hilfe ist Größenwahn!
    Der Grundsatz gilt auch für ein Gemeinwesen, das in mehr als einer Region in einem prekären Zustand ist, ja nach westeuropäischen , deutschen Standards prekär. Diese Standards werden ja auch für jeden Geflüchteten hier verlangt !
    Die angeblichen Noch -Volksparteien müssen jetzt klar definieren, was sie für Deutschland tun wollen. Deutschland ist unser Gemeinwesen. Alles andere sind unreife, größenwahnsinnige Ideen.
    Soviel Erfahrung hat der kleine Mann, er weiß , den Größenwahnsinn bezahlt er am teuersten. Mag sein, dass er es nicht ausdrücken

  69. Zusammenhang mit PISA
    In einem anderen Blog hat dieser Tage jemand darauf hingewiesen, dass es vielleicht einen Zusammenhang gibt mit den guten Schulleistungen, vor allem in Mathematik, im Freistaat Sachsen:
    Jahrzehntelang, schon seit Norbert Blüm, hat uns die Politik davor gewarnt, dass das ja nicht gutgehen kann, wenn einer immer kleiner werdenden Zahl von Beitragszahlern eine immer größer werdende Zahl von Leistungsempfängern gegenübersteht.
    Und die Ossies können vielleicht so gut rechnen, dass sie wissen, in welche Richtung sich die Relation derzeit verändert.

  70. Titel eingeben
    In meinem Wahllokal in einer Ecke des Westens, wo die Wirtschaft am meisten brummt, erreichte die AfD ebenfalls über 20 %, und ich kann sagen, ich bin dabeigewesen – bei der Auszählung, vielleicht aber auch noch bei mehr. Auch Ihr Artikel zeigt leider allzu viel von der inzwischen, nachdem die Diffamierung so offensichtlich nicht verfangen hat, gegenüber dem unverstandenen Wahlpöbel gewöhnlichen Haltung, nämlich den Versuch, in psychologisierender Herablassung diesem Verständnis zu zeigen und diesen mit betreuender Sprache und Bekümmerung wieder auf den rechten Weg zu führen, den allein man selbst weiß, da man doch als hochvernetzter Medienarbeiter das ambiente Gerede besser aufgesogen hat als der vom Angesagten so peinlich unberührte Bürger.

    Die am meisten verbreitete Religion hierzuland ist eine säkulare, nämlich der Glaube, Gesellschaft und Staat müssten sich in eine vorherbestimmte und unvermeidliche Richtung der Modernität entwickeln, die die bestallten Meinungsführer und Regierenden natürlich zu wissen wähnen. Aber in einer funktionierenden demokratischen Gesellschaft müssen Politik und Gesetze anthroponom sein, also den Wünschen der (anwesenden!) Menschen genügen.

    Die Frauen wollen Fruchtbarkeit nach eigenem Belieben an- oder auch abschalten, so sie denn unvorsichtig waren? – Nun gut, also gibt man die Abtreibung frei, trotz der zuvor noch mit Pauken und Trompeten erst theologisch, dann naturrechtlich begründeten „Heiligkeit des Lebens“ und malt dazu halt als Verfassungsrichter nostalgische Juristenschnörkel auf die Gesetzesänderung. („Rechtswidrig, aber straffrei“)

    Ein erklecklicher (und mit laufender Immigration sicher wachsender) Teil der Wahlbevölkerung will aufgrund deren Nachteile für sich selbst keine Zuwanderung ins Sozialsystem? – Nun gut, also muss man diese zureichend einschränken, selbst dann, wenn man gerade erst aus politischer Dummheit (Wunsch nach einer industriellen Reservearmee nun gerade aus Analphabeten) oder Entscheidungsunwilligkeit („Für meine vier Jahre hält es auch so noch aus“) oder Feigheit („Der Heribert würde mich ganz böse anschauen“), welche man danach trefflich mit Moral übertüncht, das gerade Gegenteil getan hat, nämlich den grenzenlosen Hippiestaat erfunden.

    Eine funktionierende Demokratie kann die Richtung in Gesetz und Politik ohne unangenehme Erschütterungen wechseln, entweder mit einer klugen Elite in Funktion – oder durch deren Rotation, wenn diese dazu unfähig ist. Die Neulinge haben nicht immer die besten Manieren, aber wissen eben oft besser, was aktuell ansteht, als die alteingesessenen Machthaber. Kann man aber eine dysfunktionale Elite nicht austauschen, dann ist das System korrumpiert und laut knarzend setzt sich das Rad des Verfassungskreislaufs wieder mal in Bewegung, in diese oder jene Richtung.

    Interessante Zeiten. Es wird in jedem Falle Opfer geben; einige werde ich bedauern, andere nicht.

  71. Rassistische Partei
    Wer früher gegen einen mittelalterlichen Aberglauben wie z. B. den Katholizismus war, galt als aufgeklärt oder auch fortschrittlich, gar als links. Ist man heutzutage gegen einen viel schlimmeren mittelalterlichen Aberglauben, z. B. den Islam, ist man dagegen plötzlich ein Rassist. So auch der designierte Bundestagsvizepräsident der AfD.

    Nach dieser Definition gibt es halt viele Wähler, die erkennen, selbst Rassist oder Rassistin zu sein. Dann gehen sie auch noch den Schritt weiter und wählen eben die als rassistisch bezichtigte Partei. So schlimm kann das dann doch nicht mehr sein.

  72. Buntes Deutschland
    Afd im Bundestag. Das kann man mögen oder vehement ablehnen.

    Aber eigentlich wollen die „Fortschrittlichen“ doch ein bunteres Deutschland.

    Jetzt haben sie zumindest einen bunteren Bundestag.

    Das kann man mögen oder vehement bekämpfen.

    • Mein Verständnis von Demokratie ist,
      dass man sie mögen sollte, die AfD, weil sie eine vom Wahlleiter zugelassene Partei ist.Alles Andere ist Kindergarten. Man muss sich mit ihr auseinandersetzen.

  73. Seltsam
    Immer wieder schreibt D.A. gegen AfD und Pegida auf diese weltfremde Art an. Dabei ist doch völlig klar, der Wahlerfolg der AfD in Bayern und die Dauerhaftigkeit von Pegida sind BEWEIS dafür dass es sich eben nicht um die Themen von Abgehängten handelt. Vielmehr sprechen AfD und Pegida die ECHTEN Probleme z.B. mit der Massenmigration an, als einzige. Auch wenn D.A. es nicht wahrhaben will – gerne Einzelbeispiele wie Gauland etc ins Spiel bringend – Pegida und AfD sind erfrischend. Dass nicht mehr Leute die AfD gewählt haben, ist nur mit der medialen einseitigen – dazu zähle ich auch die FAZ – Gehirnwäsche zu erklären. Was Groko und demnächst Jamaica mit diesem Land machen ist WAHNSINN.

  74. Die bösen, dummen, fremdenfeindlichen Ossis
    Als ich den Artikel las, war ich war zuerst sehr enttäuscht, dann erleichtert, als ich festgestellt hatte, dass dieser von Vorurteilen strotzende Text nicht von Don Alphonso stammt.

    Meine Antwort:

    Die AfD zu wählen ist nicht per se negativ, wie Frau Pukke voraussetzt. Diese Partei hat noch einige wenige unerfreuliche Parteimitglieder, aber das Programm ist ausgezeichnet und entspricht zu ca. 80% dem, was die CDU vor Merkel vertreten hat. Apropos unerfreuliche Mitglieder: „In-die-Fresse“-„Nahles, „Pack“-Gabriel und „rechtsradikale-Arschlöcher“-Kahrs gehören zu einer anderen Partei.

    Die AfD wurde übrigens auch von Westdeutschen gewählt, besonders stark wurde sie in Bayern.

    Undifferenzierte Fremdenfeindlichkeit ist bei Ostdeutschen nicht mehr verbreitet als bei Westdeutschen. Kaum einer feindet vietnamesische oder polnische Gastarbeiter oder Austauschstudenten aus Afrika oder Unternehmer aus China an.

    Abneigung besteht nicht gegenüber „den“ Ausländern, sondern gegenüber denjenigen, die sich durch schlechtes Benehmen, im Extremfall durch Kriminalität wie Gruppenvergewaltigungen und Terroranschläge, hervortun. Man hilft Hilfsbedürftigen gern, sieht aber nicht ein, dass man auch Wirtschaftsflüchtlinge und Kriminelle finanzieren soll.

    Da es sich immer wieder um dieselben ethnischen Gruppen handelt, mit denen die Deutschen schlechte Erfahrungen machen, ist es kein Wunder, wenn immer mehr Menschen in Ost und West (!) von vornherein Vorbehalte gegenüber allen Angehörigen dieser Gruppen haben, so ungerecht das auch im Einzelfall ist.

    Dieser ständig anwachsende Rassismus (von vielen Ankömmlingen ohnehin gepflegt, „Scheißdeutscher“ werden nun auch ostdeutsche Kinder immer häufiger von ihren syrischen Mitschülern genannt, wie schon früher westdeutsche Schüler von ihren türkischen und arabischen Klassenkameraden) ist die logische und voraussehbare Folge einer unkontrollierten Zuwanderung. Hätte man ausgewählt, wer ins Land darf, dann würden die Einwohner Deutschlands jetzt beim Anblick eines „Südländers“ denken: „“Wunderbar, ein Arzt, wie gut, dass er hier ist“. Was sie jetzt beim Anblick eines „Südländers“ denken müssen, nachdem sie mit vielen schlechte Erfahrungen gemacht haben, sieht ganz anders aus.

    Dass es sich nicht um unbegründete Vorurteile handelt, zeigt die Kriminalstatistik. Beispiel: „Beim besonders gravierenden Bereich der Gewaltkriminalität beträgt die Relation von Deutschen zu Asylbewerbern 1:15,1 und von Deutschen zur Gesamtgruppe der Ausländer 1:5. Unter 100.000 Asylbewerbern befanden sich demnach 15mal mehr tatverdächtige Gewaltkriminelle als unter 100.000 Deutschen.“

    https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/auslaenderkriminalitaet-die-gewaltspirale-dreht-sich/

    Die Erfahrung, dass die Kriminalität dank der Einwanderung massiv zugenommen hat und man sich im öffentlichen Raum nicht mehr so sicher fühlen kann wie noch vor zwei Jahren, ist für das gute Wahlergebnis der AfD in Ost und West entscheidend, nicht das angebliche Abgehängtsein. Schließlich wurde die AfD nicht nur von den sozial Schwachen gewählt, und laut Untersuchung stehen die Pegida-Demonstranten eher besser da als der Durchschnitt.

    In Ostdeutschland ist die AfD besonders stark geworden, weil Ostdeutsche wegen ihrer Diktaturerfahrungen schneller bemerken, wenn eine Regierung demokratische Grundrechte aushebelt und gegen die Interessen des eigenen Volkes handelt. Westdeutsche konnten ihrer Regierung bis zur Merkelzeit weitgehend vertrauen und lernen erst allmählich, dass sie das nun nicht mehr können und sich wehren müssen. Der Realität kann sich aber auf die Dauer niemand verschließen.

    Dieser Artikel und die Fotos, mit denen er illustriert ist, sind hoch tendenziös. Der Artikel ist trotz seiner Verständnisrhetorik beleidigend für die Ostdeutschen, die zu neidischen, engstirnigen, dummen Versagern heruntergeschrieben werden, und ein reines Propagandamachwerk im Sinne einer Frau Merkel, die ihre Politik (ungeachtet dessen, dass die meisten Bürger in Ost und West sie ablehnen) weiter fortsetzen will.

    • Vielen Dank
      Frau Schneider, das haben Sie schön gesagt. Als westdeutsche Akademikerin in gesicherten Verhältnissen und (trotzdem?/ deswegen?) AFD-Wählerin stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu.

    • Ursachenforschung
      „Westdeutsche konnten ihrer Regierung bis zur Merkelzeit weitgehend vertrauen und lernen erst allmählich, dass sie das nun nicht mehr können und sich wehren müssen.“

      Es wäre mal zu ergründen inwiefern das ein Merkel-spezifisches Problem ist oder ein Problem, dem die Verschiebung unserer Demokratie zu einem Parteienstaat mit einer per se Politikerkaste zu Grunde liegt.

      Man muss sich einfach mal die Vitae der Politiker anschauen. Fast alle aus den Jugendorganisationen, mit Stipendien der aus Steuergeldern quersubventionierten „Stiftungen“ versehen, oft genug kein Abschluss und niemals außerhalb des Politsektors Erfahrungen gesammelt. Dass so etwas in einer Echokammer resultieren kann, die so gut wie keine Schnittmengen mit der Lebenswirklichkeit der Mehrheit der Bürger hat, ist jetzt nicht eine komplett unwahrscheinliche Hypothese.

    • Don Alphonso, ...
      … ich stelle fest, dass Bärbel Schneider wahrscheinlich einen besseren Beitrag abgeliefert hätte!

      Ich hatte auch in früheren Beiträgen schon mindestens zweimal einen Namen genannt, der mir vielversprechend erschien…

    • Rheintochter, ...
      … gesicherte Verhältnisse gab es in der BRD wahrscheinlich von 1950-90, trotz RAF u.ä.

      Ohne innere und äußere Sicherheit – und dieser Zustand wurde von der uLFin mutwillig oder aus Beschränktheit herbeigeführt – kann es keine gesicherten Verhältnisse geben, weder für Ihr Alter, noch Ihre Iinder und Enkel!

  75. Nicht ganz, Frau Pukke, leider
    Mit Ihrem Teil aus 1998 kann ich leicht ziemlich übereinstimmen.
    Ihre Schlussfolgerungen, die Gegenwart auf der Basis jener Erkenntnisse extrapolieren zu wollen, halte ich allerdings für unhaltbar.
    Die gesellschaftlichen Bewegungen von 1998 haben sich nicht linear weiterentwickelt; die Vermutung der AfD als Folgeerscheinung der tatsächlich Rechten und Glatzköpfe von damals als weiteres Fortschreiten der subjektiven Abgehängtheit erscheint mir zu weit hergeholt.

  76. An Frau Pukke
    Ich weiss nun nicht, warum der Hausherr zugelassen hat, dass Sie hier Ihre „Erkenntnisse“ verbreiten dürfen, wahrscheinlich um journalistische Unterschiede darzustellen.
    Aber gut: Nur mal so um Ihre Thesen nun nicht ganz so hundertprozentig zu unterstützen: Bin 50, habe vier Kinder, vier Angestellte, einige Häsuer, bin nicht abgehängt und bei uns sieht es auch nicht so aus wie auf den Bildern, die Sie hier einstellen.
    Komme aus Meißen und habe die dort stärkste politische Kraft gewählt.
    Und nun?

    • Ich habe das nicht „zugelassen“, sondern erbeten. Und es steht hier, weil ich es gut finde und ich keinen Wert darauf lege, immer meine Meinung zu lesen.

  77. Lieber Don,
    auch wenn ich Ihnen diese Phrasen nicht zuschreibe, ich kann das Gejammere über die Abgehängten im Osten und ihre Zuwendung zur AfD nicht mehr hören. Ich und viele meiner Freude sind weder ungebildet, noch arbeitslos und auch nicht auf andere Weise sozial abgehängt. Und trotzdem haben wir die AfD gewählt. Kabarettistischer Unsinn, warum man nicht, wenn man schon Protest wählen wolle, nicht die Tierschutzpartei gewählt habe, langweilt mich und zeigt mir, dass solche Künstler nichts verstanden haben. Eine Stimme für die Tierschutzpartei übt keinen Druck auf Merkel in der Migrationspolitik aus. Wenn im Osten tatsächlich vor allem die sozial Benachteiligten rechtsextrem sein sollten, hätte die NPD in den vergangenen Jahren, bevor es die AfD gab, gute Wahlergebnisse eingefahren. Das hat sie aber nicht.
    Ich kann Ihnen nur ans Her

  78. Masseneinwanderung und kollabierende Sozialsyteme
    Das erschreckende ist ja, dass die Masseneinwanderung nicht nur in unser räumliches Staatsgebilde erfolgt, sondern vor allen Dingen auch in
    unsere Sozialsysteme. Diese werden aber langfristig kollabieren müssen,weil sie nur auf eine bestimmte Personenzahl ausgelegt sind. Wer soll denn z.B. die Renten der jetzt einwandernden Menschen bezahlen, wenn diese längerfristig von unseren Arbeitsmärkten in keinster Weise integriert werden können ?

  79. Ist es eigentlich so schwer zu verstehen, dass *ich* mir aussuchen möchte wer in *mein* Land kommt?
    Aktuell diskutieren CDU, CSU und der andere linke Rest darüber wieviele Leute *mehr* jedes Jahr in mein Land kommen sollen, die ich mir nicht ausgesucht habe.

    In der Schule würde man jetzt sagen „Thema verfehlt“.

    Und im Osten Deutschlands ist man vielleicht einfach besser sensibilisert um (alternativlose) Propaganda zu erkennen.

    So einfach ist das.

    • ...ja...
      … das ist der Pudels Kern der gesamten Zuwanderungskatastrophe.

      Wir hatten einmal einen Konsens zur Zuwanderung, der darin bestand, dass Ausländer grundsätzlich nur nach sorgfältiger Prüfung von eng beschriebenen Tatbeständen kommen durften (einschließlich Identitätsfeststellung). Das wurde in der Praxis stillschweigend schon immer recht großzügig (m.E. zu großzügig) gehandhabt.

      Merkel & Co. haben aber alle Schleusen geöffnet (wegen vorgeblichem Fachkräftemangel) und uns der Willkür der Migranten und der Migrationsindustrie ausgeliefert, die jetzt entscheiden, ob sie hier einwandern, bleiben oder nicht.

      Das Problem ist, dass das keineswegs jeder als negativ empfindet. Einigen – wie vermutlich der Autorin – ist das oft egal, sie empfinden kein Störgefühl, dumpfe linksdrallte Fanatiker finden das sogar gut (Kehrseite der Globalisierung usw. usw. Wir können nicht Waren exportieren und nicht erwarten, dass „die Menschen“ kommen usw. ).

  80. Fotos
    Sehr geehrte Frau Pukke,
    mir gefällt die Lampe aus Bild 1. Wo hängt sie? Genauso eine brauche ich.
    Grüße

  81. Gut gemeint ist noch nicht gut gemacht
    Werte Frau Pukke, ich muß meiner Enttäuschung Ausdruck verleihen. Erfreulich, daß Sie und DA das Radeln verbindet, aber bei der listigen Hintersinnigkeit können Sie sich – wenn ich von diesem Beitrag ausgehe – noch einige Scheiben abschneiden.
    Die Bilder: larmoyante Nostalgie. Der Text: Mehrere in der Analyse zu trennende Fragestellungen werden vermengt: Die Entwicklung Ostdeutschlands seit 1990, die Asylantenfrage seit 2015 und die Abkoppelung der Bundes- und teilweise Landespolitik von der Bevölkerung, sowie das Verhalten der Wähler bei der jüngsten Bundestagswahl.
    Wie die Wahlergebnisse in vermögenden Wahlkreisen (z.B. Miesbach-Bad Tölz, Ingolstadt) zeigen, ist das Wahlergebnis kein spezifisch ostdeutsches Thema, wenngleich dort manches noch deutlicher zutage treten mag. Vielmehr lehnen viele Bürger (im Sinne dieses Begriffes) die Abkehr vom Recht (Grenzöffnung, diskriminierende Behandlung der Inländer verglichen mit den Ayslanten, Euro usw.) ab. Ihre Anliegen und Sorgen werden von den „Volksvertretern“ überhaupt nicht wahrgenommen. Vielmehr setzen diese auf Manipulation (mit tatkräftiger Unterstützung durch die Lügenpresse), Ausgrenzung („Nazi“, auch innerhalb der Clique, etwa „in die Fresse“) und weitere Abschottung (u.a. finanzielle Versorgung der Politiker verglichen mit normalen Rentenzahlern).
    Da aus ihren Ausführungen ein Verständnis dieser aktuellen Gesamtsituation für mich leider nicht zu entnehmen ist, möchte ich einen Blick in die Geschichte empfehlen. Nehmen wir die letzte Phase des Ancien Regime, 1774-1789. Da kam ein 19-jähriger Lackel auf den Thron, der außer seinen Adelskreisen nichts von seinem Land und seinen Leuten kannte. Unglückliches Alter, da zu alt für eine Regentschaft, aber zu jung für vernünftiges Regieren. Die Taubheit ggü den Bedürfnissen des Volkes inklusive der erwachenden Bourgeoisie ist bei ihm nachvollziehbar. Er hat sie noch gewürzt durch viel Hochmut und wenig Klugheit. Und so hat er seine Gesellschaft in 15 Jahren zugrunde gerichtet. Unsere heute maßgeblichen Politiker (ich weiß, daß dies einzelnen gegenüber sehr unfair ist – Herr Gauweiler, bitte um Nachsicht!) teilen die Taubheit und überwiegend auch den Hochmut. Anstelle der Lebensklugheit haben Sie ideologische Verblendung gesetzt.
    Und da, werte Frau Pukke, wundern Sie sich, daß selbst die politisch trägen, ja eher obrigkeitshörigen Deutschen mit der Wahl der AFD und den Wahlverlusten von CDU (32,9%), CSU (38,x%) und SPD (20,x%) in West- und Ostdeutschland ihren Unmut ausdrücken? Schauen Sie sich die Wahlergebnisse der AFD detaillierter an; die Wähler etwa an den oberbayerisch en Seen fühlen sich gewiß nicht abgehängt.

    • Oh bitte. Jeder Autor ist anders. Und das ist auch gut so.

    • Völlig unabhängig
      Völlig unabhängig von der Ost-/West-Diskussion:
      Die sog. Alt-Parteien haben doch jede Menge Strategen, die die Richtung vorgeben etc.
      Und nach der Wahl sagen sie dann: Wir haben nicht gut genug erklärt,
      die Leute haben nicht zugehört, die Leute haben nicht die Programme gelesen usw.

      Kommt denn keiner von diesen Strategen auf den einfachen Gedanken, daß die Alt-Parteien nicht gewählt wurden, WEIL die Leute zugehört und gelesen haben?

      GH

    • Ober-Bayer, ...
      … gut gemeint ist sogar vielfach das Gegenteil von gut gemacht!

  82. Erdnüsse Frau Pukke - das sind doch nur Erdnüsse.
    Nach Auskunft der Bundesregierung ist die Zahl der Wohnungslosen 2016 in Deutschland auf ca. 335.000 (darunter 29.000 Kinder) gestiegen. Ein Plus von 35 Prozent zum Jahr 2010. Die Fraktion der Linkspartei hatte die Zahlen angefragt. Die BAG prognostizierte bis 2018 einen Zuwachs auf 536.000 wohnungslose Menschen. Die Bundesregierung erklärte, an Wohnraum mangele es nicht. In der Regel hätte es auch psycho-soziale Ursachen.

    Ein wenig Schwund ist immer.
    335.000 Menschen die auf der Straße leben.
    Erdnüsse.

    Zur der Bilderauswahl die blühende urbane Landschaften zeigen:
    eine total psycho-sozial subjektiv-destruktive Sichtweise

    Mfg
    Dr. Seltsam

  83. Ad Rem!
    Der Text ist ein schönes Beispiel dafür, dass es vielen in der Auseinandersetzung mit der AFD unmöglich zu sein scheint, sich ad rem, also zur Sache zu äußern. Dazu würde gehören, Argumentationen nachzuvollziehen, und zwar nichts als Zerrbild, sondern so, dass der politische Gegner sich in diesem Nachvollzug wiederfinden kann. Anschließend wären die Schwächen dieser Argumentation aufzuzeigen und sie ggf. zu widerlegen. So würde ein rationaler Diskurs möglich, ein Streitgespräch unter Vernünftigen. Den ‚Rechten‘ aber Rationalität oder gar Vernunft zuzugestehen, ist ein Schritt, den wenige machen mögen. Don Alphonos Blog war ein Ort, in dem solches möglich war und damit eine Ausnahme.

    In der Regel flüchtet man sich lieber in die Rabulistik und argumentiert ad personam, reduziert den ‚Dialopartner‘ auf einen irrationalen Defizittypus mit Störungsbiographie. Den kann man wahlweise beschimpfen („Nazi“), bemitleiden („Sorgen ernst nehmen“), bevormunden („besser erklären“), therapieren, betrafen etc. Es ist ein Diskurs, der vom hohen Ross aus mit dem Pöbel geführt wird, der dankbar zu sein hat, dass man sich ihm etwas von der eigenen wertvollen Zeit widmet.

    Der Artikel scheint mir überwiegend die zweite Möglichkeit, das argumentam ad personam durchzuexerzieren. Zwar wird gegen Ende kurz die Sache erwähnt, nämlich die aktuelle Probleme, die Anlass zu Kritik der Rechten führen, doch überwiegt die Beschreibung des ostdeutschen Defizittyps.

    Das mag gut gemeint sein, ist aber nicht gut, und dass die Autorin die paternalistischer Attitüde durch eine maternalistische ersetzt, macht es nicht besser. Bewusst oder unbewusst setzt der Artikel die allgegenwärtige Defamierungsstrategie fort: Seht nur, all diese Problemmilieus und Problembiographien im Osten! Zum Glück wimmelt es im deutschen Journalismus von Sozialtherapeuten. Die werden es richten, wie sie es auch schon im Willkommensjournalismus gerichtet haben.

    • .... ja ..
      … teilweise berechtigt. Die Zuwanderungskatastrophe ist eben eine Frage, die grundsätzlich spaltet. Wenn ich über Aktivisten der Migrantionsindustrie schriebe, die auch oft ehrenvolle Motive haben, nicht nur Geldgier, Naivität oder psychische Störungen, käme es, wie schon der Nebensatz zeigt, dazu, dass sie sich unweigerlich schief gezeichnet fühlten …. man muss das eben, wie der Don meist, annekdotisch schreiben..

    • noch was zu den Ostdeutschen,
      und entlastendes zur Autorin.
      Gogard, zweifellos völlig zutreffende Beschreibung.

      Zur Selbst- und Problemwahrnehmung der Ostdeutschen 1990 meine Beobachtung:
      Die Behauptung, das man „Gerechtigkeit“ erwartete, und stattdessen den Rechtsstaat erhielt, als Erklärung für weitverbreitete Unzufriedenheit ist ein beschönigender Euphemismus. Man erwartete schlicht mehr Glück, im ganz allgemeinen Sinn von Lebensglück.

      Das solcherlei Erwartungen enttäuscht werden mussten, versteht sich von selbst. Unvermeidliche Härten der Umstrukturierung kamen zum Kater lediglich noch obendrauf.

      Der DDR Deutsche hatte ein überidealisiertes Bild vom Leben in Westdeutschland, und, das wurde durchaus auch auf den Westdeutschen als solchen übertragen. Auch diese Erwartung konnte selbstverständlich nur enttäuscht werden.
      Ähnlich und schlimmer wird es übrigens über kurz oder lang den meisten Migranten gehen. Das hat viel mit dem häufigen Scheitern von Lotto Millionären zu tun.

      Die Wurzel dieses speziellen ostdeutschen Minderwertigkeitskomplexes liegt insofern in der Notwendigkeit einer Mindestidendifikation mit seinem Lebensumfeld, der DDR. Also: Staat unfähig, wir also auch?

      Spiegelbildlich gab und gibt es den westdeutschen Dünkel. Also: Staat besser, wir also auch!

      Das auch mal zum Nachdenken über die Generationen die vor uns gelebt haben.

      Diese Last der Vergangenheit schleppen keineswegs nur alte, aber aktuelle Wähler, der Linke mit sich, ganz sicher aber nicht die Pegida Demonstranten.

      Man sollte also von einer, vermutlich in den 90ern sehr jungen Autorin auf den Spuren Fontanes, nichts Unmögliches erwarten.

      Übrigens sehr erhellend zum Thema:

      Enttäuschte Westdeutsche,
      Aus dem Gefängnis befreien – von Thorsten Hinz (JF online vom 8.10.).

    • Spielregeln
      @Sirisee
      Sie haben recht, das Lagerdenken und die Pathologisierung des Anderen ist allgegenwärtig und betrifft beide Seiten. Die Reihen sind geschlossen, abweichende Meinungen werden persönlich genommen und rufen emotionale Abwehrreaktionen hervor.

      Ich nehme mich da selber durchaus nicht aus. Wenn ich auf jemanden treffe, der klingt, als habe er einen Fernseher verschluckt, habe ich Schwierigkeit, nicht aufzustehen und den Raum zu verlassen. Bilder und O-Töne von ulF rufen bei mir inzwischen heftige Abwehrreaktionen hervor. Die Zeit habe ich mir jahrelang am Donnerstagnachmittag gekauft und mich intensiv in sie vertieft, die FAZ war über ein Jahrzehnt lang täglicher Begleiter, doch jetzt geht es nicht mehr. Ich ertrage den Ton nicht mehr, diesen pädagogischen Gestus, den Konformismus, das virtue signaling, das Ersticken jeder offenen Debatte im Keim – obwohl sich dahinter natürlich auch eine argumentative Basis verbirgt und nicht nur ein Herrschaftsgestus und die mediale Stabilisierung von Parteienherrschaft. Das ist mir klar, und trotzdem reagiere ich inzwischen akut allergisch auf diese Art von Framing.

      Also bin ich im deutschsprachigen Bereich ins mediale Asyl eines NZZ-Abos gelüchtet und lese in Deutschland die wenigen Seiten wie diese hier, in denen Bürgerrechte und Freiheitsgedanke nicht nur lästiger intellektueller Ballast sind, den man längst über Bord geworfen hat, um leichter mit dem Strom zu schwimmen.

      Damit aber schaffe ich mir meine eigene Filterblase, in die Argumente der anderen nur noch eindringen wie fernes Meeresrauschen, ein Hintergrundgeräusch, das ich ausblenden kann. Ich sage: In meinem Fall ist es Notwehr und ich wünschte, es wäre anders. Aber das sagt natürlich auch die andere Seite.

      @Erfurter
      Eine interessante und meiner Meinung nach auch zutreffende Beschreibung das damaligen Zustammestoßes von Ideal und Realität. „So toll, wie ich mir den Westen vorgestellt habe, konnte er gar nicht sein“ – das ist ein Satz, den ich aus meinem ostdeutschen Freundes- und Bekanntenkreis, in den ich sozusagen eingeheirate habe, nicht nur einmal gehört habe. Und an den westdeutschen Hochmut kann ich mich auch nur allzugut erinnern („Ossis geben Pfötchen“ z.B. zur Gewohnheit des Händeschuttelns statt eines belanglosen „Hallo“).

      Ich wehre mich nur dagegen, die aktuellen Probleme entlang dieser alten Konfliktlinien zu verhandeln. Dass solches seit dem Erstarken der AFD im Osten wieder verstärkt versucht wird, ist m.E. ein bewusste Strategie, eine Stratgie der Stimatisierung. Alte Etiketten gibt es ja noch genug und die Autorin – durchaus im Trend – hat einige davon plichtschuldig ja wieder hervorgekramt: Skinhead, ausländerfeindlich, asozial, Verlierer, Frustrierte, abgehängt. Das pappt man den Leuten an die Stirn, mit ein paar Relativierungen vielleicht, wenn man großmütig ist, und sie stehen wieder in der Schmuddelecke. Man kann für sie dann auch ruhig Verständnis zeigen oder Mitgefühl, aber niemand wird sich dazustellen wollen, so das Kalkül.

      Das ist kein Zufall, sondern Strategie und ein Spiel, das man nicht mitspielen sollte.

    • @gogard
      Ich kann das nachvollziehen; hat man einmal den übergriffigen Belehrungsjournalismus durchschaut, ist es wie mit einem widerlichen Geschmack, der alles überlagert.

      Man kann das nur ironisieren. Ich mache mir zB den Spaß Greenthink und Greenspeak zu parodieren. Es ist unerträglich, dass ein ganzes Land von vulgärsozialistischen Spinnereien in den Ruin getrieben wird.

  84. heiliger Herr, schmeiss Hirn ra.............!
    was die wähler in ost und west und vor allem auch süd von den mainstreamern wegtreibt

    https://www.nzz.ch/meinung/politik-im-schlafwagen-ld.1320933?mktcid=nled&mktcval=124_2017-10-10

    ist doch dies: politik im schlafwagen wie die beobachter an der südgrenze melden.

    wir sollten beachten: die von der NZZ schreiben „im Schlafwagen“, also dort allein findet politik aktuell statt, isoliert und bürgerfern. und so wie ulFuM ja am wahlabend abschliessend sagte und keiner widersprach: „in der Ruhe liegt die Kraft“.

    nun mag mancher dies auf den schwindenden hormonhaushalt von ulFuM zurückführen, aber auch dafür soll es tabletten geben. aber meine frage ist dennoch immer mehr, liegt hier ein krankheitsbild vor ? auch amöben bewegen sich ja eher langsam oder zeitweise garnicht !

    bei Gas-Gerd war es kurz vor seinem abtritt als kanzler die „Politik der ruhigen Hand“, so bezeichnete er seine einfallslosigkeit und sein nichtstun, sein poltitisches meine ich !

    anderorts war und ist er ja immer aktiv wie wir lesen !

    aber wir können die NZZ, die sich so um uns sorgt, trösten: es war nicht im schlafwagen am Sonntag, es war im K.Adenauer – Haus.

    a propos K.Adenauer, da fällt mir ein: Frau (Dr.) Schavan, die beim Pabst akkreditierte gläubige lustige Jungesellin kehrt an die seite von ulFuM zurück, als Vorsitzende der Adenauer-Stiftung. sie soll morgens die wege aussegnen, auf denen ulFuM tagsüber zu wandeln gedenkt.

    • Ökomenischer Gottesdienst...
      … nennt man das wohl.Da sich um das gemeine Volk sich nicht genug gekümmert wird, würde ich es Politik im Salonwagen titeln.

  85. BRD auf dem Merkelmussweg
    Ich glaube ja nicht, dass es nur an den passlosen Wanderern, oft mit Schein- oder Mehrfachidentität liegt. Sicherlich trägt das zum Wahlergebnis bei.
    Aber diese Wanderer erschienen der CDU/CSU vielleicht sogar ganz kommod, decken sie doch ein anderes fail der Regierung seit zwei Jahren völlig zu: Den ESM. Ohne die Wanderer hätten wir weiter über Banken, Bankenrettung, Transfers, griechische Frührentner und französische Halbfrührentner und den ESM debattiert.

    Wir hätten außerdem offener darüber geredet, dass es mal genug sein muss mit zwölf Jahren. Wir hatten Kohl ebenfalls knüppeldick, so wie auch die Briten am Ende Thatcher und die Franzosen irgendwann Chirac.

    PEGIDA hatte daher eine völlig richtige Ansage im Gepäck: Das Straßenschild des Merkelmussweges. Alter ostdeutscher Humor übrigens. Sie wird keine Wähler zurückgewinnen, erst recht nicht mit der Koalition mit grün. In NS fällt sie auch jede Woche weiter, dabei ist ihr Kandidat nicht schlecht und Weil nicht so beliebt.
    Sie sollte aufhören, übergeben.

    • Schlaff, ich weiss ...
      Aber dennoch: „übergeben“ liegt bei mir nahe am Herzen wenn ich sie sehe …

  86. Liebe Frau Pukke / phoenicia,
    ich finde Ihre westliche Perspektive völlig korrekt.
    Daß hier gute Stimmung ist, zählt für sie.
    Und immer cool Kontra geben, weil Sie haben den Beitrag erdacht.
    Danke, mir kommen meine Reise mit dem grünen Tigra und MTB im Kofferraum die Elbe aufwärts und eine weitere Reise von Branitz bis Görlitz in Erinnerung.
    https://put.edidomus.it/auto/guidaacquisto/auto_nuove/foto/00003215.jpg

  87. Warum fehlen Breitscheidplatz, Köln, Kahane, gescriptete Linke, 11 Minuten Applause
    tägliche Axt und Messerstechereien, Schwimmbaderlebnisse und Spracherfindungen und Medieneinheit in dieser sich ständig wiederholenden Verständnisduselei für den armen unverstandenen.

    Hat der „arme unverstandene Ossi“ sein Plazet zur Wiedereinsetzung Kahanes zur erneuten Lauer gegeben? Von Schwesig bezahlt, von Maas beworben?

    Warum stört das eigentlich nie das westliche, weibliche Medienwesen?

  88. Das Volk hat dieses Schicksal selbst gewählt
    Im Oktober 2015 schrieb ein gewisser Goodnight zu Ostdeutschland:

    Wenn man den Deutschen, die kaum Geld haben, jetzt tausende Neubürger, die gar kein Geld haben, vor die Tür setzt, damit sich beide um wenige Arbeitsplätze, Kitaplatze und Hartz IV prügeln, dann ist das Ergebnis dieses Sozialexperiment vorhersehbar.

    Da Goodnight anscheinend der einzige Mensch in Deutschland mit akademischer Ausbildung, d.h. der Fähigkeit Kausalität denken zu können, bevor Kausalität entsteht, so ist dann das halt so, wie es jetzt gekommen ist.
    12,6% haben es wenigstens nach 2 Jahren begriffen, die anderen ca. 83% der Deutschen werden erst durch Schmerzen lernen.

    BTW: NRW ist das neue Ostdeutschland. Eigentlich ist alles nördlich von Frankfurt abgebrannt. Deutschland ist wie Italien, nur umgekehrt, hier ernährt der Süden den Norden.
    Wenn man mal big picture denkt, dann wird sich Ostdeutschland mit Polen verbinden und Süddeutschland eigenständig bzw. Richtung Schweiz+ Norditalien.

    Wie ich schon mal sagte, der große Gewinner bei dem Spiel ist Putin. Und Erdogan. Die EU zerlegt sich gerade, während die in Brüssel noch glauben die Türkei maßregeln zu können.
    Hier und dort haben alle noch nix begriffen.

    Egal, Goodnight erwartet da draußen, in der Kommunikation, keine Intelligenz mehr.

    • ... keine Intelligenz mehr ...
      Werter Goodnight –

      Schwächelt Er etwa? —

      Zur allgemeinen Erbauung – und um zu begreifen, mit welchen Kräften wir es hier zu tun haben – empfiehlt sich an dieser Stelle die Lektüre der Studie „Europa und das kommende Kalifat“ von Bat Ye’Or (so noch nicht geschehen). Das kräftigt, erfrischt und baut auf.

  89. Etwas verständnisvoller
    aber nicht grundsätzlich anders als die Mainstreampresse liest sich dieser Artikel. Mit den Anhängern von Pegida oder AfD müssen man diskutieren, es sei vielleicht „noch nicht alles verloren“ im Kampf gegen das „rechte Gedankengut“ und die „vermeintliche Islamisierung“.

    Liebe Frau Pukke, wenn die „diskutieren“ wollen, sollten Sie das ergebnisoffen tun. Ansonsten ist es nur ein Beharren auf Standpunkten, auch wenn es etwas freundlicher daherkommt als die Mainstreampresse. Sie sollten zumindest in Betracht ziehen, daß der Gegenüber auch teilweise Recht hat.

    Was z.B. die „vermeintliche Islamisierung“ betrifft, so bitte ich Sie, die Bevölkerungsentwicklung etwas genauer anzuschauen. Gleichstand zwischen Muslimen und Christen/Ungläubigen erwarte ich in der fortpflanzungsrelevanten Gruppe des Alters 20-50 in ca. 20-30 Jahren. Das hat nichts mit „rechtem Gedankengut“ zu tun, sondern ist reine Mathematik und Statistik.

    Ob man das dann „Islamisierung“ nennt, steht auf einem andern Blatt. Ganz wesentlich ist die Frage, ob der Islam den Weg des Christentums von der gesellschaftlichen Macht zum rein privaten Glauben geht, oder eben nicht. Die Erfahrung in anderen Ländern läßt da leider nichts allzu Gutes (im Sinne der Aufklärung) erwarten. Z.B. zeigen alle Statistiken, daß Muslime generell gerne unter sich heiraten, wie früher auch die christlichen Konfessionen, bzw. daß bei gemischten Ehen gerne der Übertritt zum Islam verlangt wird (hatte gerade so ein Pärchen zu Gast). Unbedarftes kreuz-und-quer Heiraten, wie es heute im Sinne der Integration unter Christen, Juden, Buddhisten der Fall ist, ist eher nicht angesagt.

    In jedem Fall wird es Diskussionen und Konflikte in einem Ausmaß geben, das heute noch ganz unvorstellbar erscheint.

    • Natürlich ziehe ich es in Betracht, dass andere recht haben. Da teile ich völlig Ihre Meinung, dass das sehr wichtig ist.

  90. die ABGEHÄNGTEN IM OSTEN
    ES HÄNGT MIT ZUM HALSE RAUS, dieser spruch…………..

    sehen sie mal die website der ruderkameraden aus Pirna (Achtung: tiefer Osten!!!!) mit ihren erfolgen im achterboot des Berliner Bootsbau, nachfolgebetrieb des ehemaligen VEB Boots-und Yachtbau Berlin.

    ich beobachte deren master -mannschaften seit ca. einem jahr, ob bei der langstrecke in Passau schon im frühjahr oder auf der MastersRowing WM in Bled oder jetzt am kommenden Wochenende in würzburg wieder auf der langstrecke.

    immer in form, immer siegreich, immer mit grosser clubmoral, vor allem wenn es gegen Dresden geht. immer laut und gut gelaunt. und immer einen gut spruch aus der klappe !

    abgehängt werden deutsche Politikerinnen, deren memoiren werden lauten: aus dem Tagebuch einer Schnecke ! (ist geklaut, aber ich wollte nicht amöbe schreiben !)

    http://www.pirnaer-ruderverein.de/pirna-8er/

  91. Falsche Devise
    „Für die ist Geld und Aufmerksamkeit da, für uns nicht“ ist keine Devise. Es ist eine Tatsache.

    Bei realistisch geschätzten 50 Mrd. Euro Transfer an die sog. Flüchtlinge im Jahr ergäbe sich eine Summe von 1,35 Bill.Euro in 27 Jahren. Realistische Zeitachse wäre aber Minimum drei Generationen.

    Transfer in die exDDR beträgt rund 1 Bill. Euro seit 1990. Pro Kopf kosten zugelaufene Afrikaner und Asiaten heute das Zehnfache unserer Stiefbrüder und -schwestern im Osten. Sachsen ist in trockenen Tüchern, Erdogans NRW in der zweiten Generation Notstandsgebiet.

    Die Dolchstoßlegende von Weimar ist heute die Flüchtlingskrise. Ob richtig oder falsch, es funktioniert. Wegen Versailles, den Reparationen, frz. Besetzung und Rotfront-Terror hat mein Opa seinerzeit NSDAP gewählt.

    Wegen Merkels Versailles 2.0 in 2015, islam. Besetzung der Ruhrstädte, Autonomenterror und Heimatleugner bis in die roten Ministerien wählen ich und und andere wieder rechts. Actio est reactio. Newton, nicht Hitler.

    • Enteignung
      Sie haben 100% Recht. Es findet eine massive Enteignung der Deutschen zugunsten häufig krimineller, sich überwiegend illegal hier aufhaltender muslimischer Männer statt.

      Die niemand hier braucht.

      Die Wähler haben dem mit ca. 80% bis 85% zugestimmt.

      Ziehen Sie daraus Ihre Schlüsse.

  92. Strausberg
    Werte Frau Pukke,

    dortmals im oder gegen den Uhrzeigersinn durchs Land gefahren – aber Sie waren jedoch vermutlich in Strausberg, wenngleich im Wappen des Städtchens schon ein großer Strauß sich nach einem kleinen roten Adler hinten umguckt. Dort war der Sitz des Ministeriums für Nationale Verteidigung der Täteräh. Dieses in die „Hauptstadt der DDR“ zu verlegen, hat man sich angesichts des Berliner Viermächtestatus bis 1990 dann doch nicht getraut.

    • Ja. Ich war in Strausberg.
      Deutsch-Deutsche Einheit in der Armee – ein großes Thema damals. Auch für mich.

  93. The Times They are a-Changin'
    Heute lese ich hier lediglich eine Großpackung CoolAid mit einer Extraportion des Geschmacksverstärkers Empathie++, verschnitten mit einem großzügigen Schuß 90er-Nostalgiecola, serviert von einer stolpernden Traumtänzerin in einem kitschigen Ambiente der Stilrichtung Sozialpädagogenromantik. Solche Spezialitäten des Hauses spuckt meine Wenigkeit mit verzerrtem Gesicht wieder aus und greift beim Zechprellen noch tief in die weit geöffnete Registrierkasse; wie man das eben jetzt so macht als Kulturbereicherer und Vorkämpfer des Internationalsozialismus.

    Auch das Fräulein Pukke hat noch nicht begriffen, daß jener Schwarze Peter, welcher der AfD beständig untergeschoben wird, der aktuell einzige Trumph im kompletten Kartensatz ist. Viel Vergnügen beim weiteren Verlieren sei ihr gewünscht. Vielleicht lernt sie eben erst mühsam durch Schmerz und Schaden auf die harte Tour hinzu, so daß ich die Hoffnung für sie noch nicht ganz aufgeben mag.

    Wie sich an den anderen Kommentarattentätern erahnen lässt, verbreitet sich durch solche (derzeit häufiger erscheinenden) Beiträge der Eindruck von einem Teil des Milieu Juste, welcher nach der Bundestagswahl zwar Verständnis zu heucheln versucht, jedoch dabei an seiner eigenen Ahnungslosigkeit scheitert und so erst seine vollkommene Unfähigkeit im Umgang mit der Realität unter Beweis stellt. Umso überheblicher wirkt dann natürlich der moralisch erhobene Zeigefinger der „anständigen“ Gesinnungsschreiberlinge, von denen ich jedoch diese Autorin im Zweifel auszunehmen bereit bin. Sie kann es vielleicht gar nicht besser wissen.

  94. Allein mir fehlt der Glaube
    Liebe Frau Pukke,

    Sie scheinen eine der Wenigen zu sein, die überhaupt versuchen zu verstehen, was bei der Bundestagswahl zu den schlechten Ergebnissen der ehemals großen Parteien geführt hat.

    Wenn ich allerdings höre, welche Art der Problemanalyse bei eben jenen „großen“ Parteien betrieben wird, vergeht mir jegliche Hoffnung, dass es wirklich besser werden könnte. Man ist vielleicht kurz zusammengezuckt, aber ein paar Tage später klopft man sich schon wieder gegenseitig auf die Schulter und sagt „weiter so“.
    Ich bin immer noch sprachlos über so viel Realitätsverweigerung.

    Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe

  95. Höchste Zeit für eine Untergrenze bei Kindern
    In 2014 wurden in Deutschland 715 Tausend Kinder geboren, davon 470.000 ohne Migrationshintergrund. Es gibt in Deutschland viel zuwenige Kinder, dies ist letztlich die Hauptursache für die Veränderungen seit 2015.

    Deutschland sollte sich als Untergrenze eine Million einheimischer Neugeborener pro Jahr setzen. Das Problem ist mit Geld erschlagbar. 55 Milliarden pro Jahr kann der Staat locker machen und auf 500.000 Zweit- und Drittgeborene verteilen. Natürlich nur auf Kinder von Eltern, welche die letzten drei Jahre gearbeitet oder ein Hochschulstudium erfolgreich absolviert haben.
    100.000 Euro Willkommensgeld gleichen Kosten und Opportunitätskosten von Kindern aus. Mit 55 Milliarden Willkommensgeld klappt das mit einer Million Kinder pro Jahr.

    Wir schaffen das!

    • Andreas Müller, ...
      … schön wärs!

      Eine wirksame Förderung für mehr Kinder von intelligenteren Eltern würde aber dem fest etablierten Geschwätz von „sozial“ und „gerecht“ voll die Faust in die Fresse hauen.

      So gut es mir gefiele, halte ich doch die Wahrschienlichkeit der Umsetzung für vernachlässigbar.

    • Ja, jetzt will man das Kindergeld...
      … auch noch beträchtlich erhöhen.

      Hier im Ort gibt es noch mehrere Familien mit 4 Kindern,zwei,drei sind Usus.Die Kinder können noch schön aufwachsen, die Eltern haben Häuser mit Gärten, die Umgebung ist noch abenteuerlich, Handys braucht’s nicht.

    • Eine Untergrenze für Kinder
      muß es in der Politik geben. Sinnvoll wäre es, wenn die Fraktionen in den Parlamenten es auf durchschnittlich 2 Kinder pro Abgeordneten bringen müssten. Und 2 Enkel.
      Wie auch die Regierungen.
      Das wäre mal was.

      Ansonsten halte ich überhaupt nichts davon, Nachwuchs mit Geld zu „produzieren“. Das sorgt nur für überproportional viele Kinder in den prekären und problematischen Bevölkerungsgruppen.

      Viel wirksamer wäre es, dem ganzen Selbstverwirklichungswahn engegenzutreten, welcher Millionen von Singles in den ach so hippen urbanen Räumen erzeugt, welche dann mangels Kinder vor lauter Langeweile meinen, ihre Mitmenschen (also den Rest der Republik) erziehen zu müssen.

      Das Geld wäre daher besser angelegt mit einer Stärkung der ländlichem Räume, so daß man dort vermehrt auch hochqualifizierte Arbeit finden und problemlos eine Familie gründen kann. Ländliche kleinere, überschaubare und damit auch stabile Sozialstrukturen helfen beim heranwachsen ungemein und vermeiden Wohlstandsverwahrlosung.

    • Kindergeld abschaffen und durch 20.000 € Freibetrag ersetzen, und zwar auch in der
      Sozialversicherung. Da werden aus Feministinnen ganz schnell Heimchen am Herd, weil endlich wieder eine Familie vom Nettoeinkommen des Mannes leben kann.

    • Sinnvoll wären ... Fraktionen in den Parlamenten mit durchschnittlich 2 Kindern pro Mitglied
      Meiner Meinung nach schon!

      Allerdings: ODER 2 Enkel.

      Ihre intelligente, verständliche und gerechtfertigte Forderung wird aber als nati verunglimpft werden befürchte ich.

    • @Wassermann
      Daß ich als Nazi verunglimpft werde, daran habe ich mich schon gewöhnt. Das ging los mit dem Sarrazin-bashing und setzte sich mit dem aufkommen von PEGIDA fort – weil ich jedesmal das Voltaire zugeschriebene Zitat brachte: Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich würde dafür sterben, daß du es sagen darfst“.
      Ich habe damals beschlossen, daß ich Leute, die mir so kommen, nicht ernst nehme, ja nicht ernst nehmen kann.
      Mittlerweile ist „Nazi“ für mich – zumindest im heutigen Sprachgebrauch, wenn es nicht explizit um das 3. Reich geht – kein Schimpfwort mehr. Im Gegenteil, das Wort wurde für mich ein Trigger, daß da jemand ist, dem man mal genauer zuhören müsste.

      achgut.com arbeitet ja auch so ;)

  96. Titel eingeben
    Warum denn immer nur die angeblich zurückgegeblieben Ostdeutschen vorführen ?
    Die Wahlergebnisse für diese fiese Partei sind im Westen zwar niedriger aber in unserem südwestfälischem Dorf sind sie auch mit 12% dabei.
    Arm sind hier nur wenige, dank 120 Weltmarktführern in der Region. Die Leute sind helle, wissen sich zu helfen und müssen in den Firmen richtig „reinklotzen“. Umsonst gibt es den Wohlstand, die 2 Autos und das Eigenheim für die 4 köpfige Familie und Oma in der Einliegerwohnung nicht.
    Nichtstuer, die „durchzufüttern sind“ kommen hier nicht gut an.
    „Malocher“ egal welcher Hautfarbe und Religion sind akzeptiert.
    Mein Nachbar schickt seine Tochter auf die Realschule in die Stadt. Von 34 Kindern haben noch 4 die Muttersprache Deutsch.
    Das Niveau ist daher niedriger als das der 8 -jährigen Volksschule vor 40 Jahren.
    Eine andere junge Nachbarin ist aus Mannheim „geflüchtet“. Sie sagt: Hier hat man Ruhe, in M.heim wird man von Immigranten begrapscht und dann die Spritzen überall …
    So kommen 12 % zustande. In 4 Jahren vielleicht mehr.

  97. Alles ein bisschen einfach....
    Ich zitiere mal

    „Dass es nämlich viele Probleme dort gab und dass die sich irgendwann, wenn sie nicht gelöst würden, in nicht allzu gutem Sinne Bahn brechen würden.“

    Es tut mir leid, aber in einer Demokratie ist es so vorgesehen, dass Menschen sich dann, wenn ihre Probleme von denen, die sie dafür wählen, nicht gelöst werden, andere suchen, die dann vielleicht mehr Glück, Fähigkeiten und/ oder Einsicht zeigen. Wenn man damit ein Problem hat, nun ja, das sagt vielleicht mehr über einen selbst aus, als über die anderen, über die man meint, richten zu können. Was das Thema „echte Glatzen angeht“: Ein Verwandter ist vor nicht allzu langer Zeit in Deutschlands Südwesten verzogen. Dort gibt es seit längerem, wie er entsetzt feststellen musste, eine sehr aktive und in den Ortsbildern präsente Neonaziszene. Der Nachbar hat Gläser mit der Aufschrift „Dem Führer in unverbrüchlicher Treue“ im Schrank… Bevor man also dem Osten ein Nazisyndrom unterstellt, sollte man sich im klaren darüber sein, dass es Idioten überall gibt und die einfachen Erklärungen auch in diesem Falle nicht die richtigen sind. Wie sagt die Bibel noch so schön: …“ der werfe den ersten Stein.“

  98. Immer noch im Osten
    So kann nur jemand schreiben, der nicht im Osten aufgewachsen ist.
    Ich kann nur für die AfD- Wähler sprechen, die sich mir anvertraut haben, und das sind keineswegs Abgehängte – im Gegenteil – sie alle haben gute Jobs, viele besitzen eine eigene Immobilie, einige eine kleine Firma und Schiss vor Ausländern haben sie auch nicht.
    Sie sind nur bei klarem Verstand!
    In meinem Wahlbüro haben 25 % die AfD gewählt, dieses Büro befindet sich in einem guten Wohngebiet, dort wohnen nur wenige arme Schlucker. Das passt überhaupt nicht zusammen.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass der größte Teil die AfD wegen der Flüchtlingspolitik gewählt hat.
    Da geht es nämlich immer noch drunter und drüber und ein Ende ist auch nicht in Sicht, weil unsere Grenzen immer noch so offen wie ein Scheunentor sind.
    Die Ostdeutschen schauen nach Westen und sie wissen ganz genau was ihnen blüht, wenn das so weitergeht.
    Jugendarbeit…
    Ich habe Mitte der neunziger Jahre in einem Jugendhaus gearbeitet, das Jungendhaus war als Rechter Szenetreff bekannt. Die Jugendlichen liefen zwar mit Bomberjacken und Glatze herum, aber rechts, im Sinne von rechtsradikal war niemand von denen. Sie kamen auch nicht aus prekären Verhältnissen, sie wollten nur anders sein, anders als der durchschnittliche Jugendliche.
    Junge Menschen sind Suchende.
    Alle sind ihren Weg gegangen, niemand von denen ist auf die schiefe Bahn geraten, alle haben Jobs und eine Familie gegründet und sie haben Verantwortung übernommen.
    Es gibt im rechten, wie auch im linken Spektrum Leute, die übrig bleiben und sich dann radikalisieren, das sind die wahren Abgehängten…

    • Ich bin da völlig Ihrer Meinung.
      a) Selbstverständlich sind sehr viele nicht „sozial abgehängt“.
      b) Und ja, Ihren letzten zwei Zeilen stimme ich auch völlig zu.

    • Werte Klara,
      Sie beschreiben etwas, das ich auch schon dachte. Es scheinen diejenigen die AfD zu wählen, die das auch alles mit ihren Steuern berappen
      müssen.Es gibt ja noch einige davon, die ihre Gaben lieber anders eingesetzt hätten.

      Ich denke auch, dass es außerdem ein Protest gegen Brüsseler Bürokratie und Bevormundung ist, immer auf die Masse druff, wie Staubsauger, Legionellen, Rauchmelder und vor allem Landwirschaft und Dämmung.

  99. Titel eingeben
    r in der drohenden Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt im Niedriglohnsektor liegt

    Die neuen waren doch alles Ärzte wenn nicht mindestens Professoren, alle hochqualifiziert
    .
    Zu hoffen ist jetzt nur noch, dass es nicht so weiter geht
    Aber Frau Merkel macht so weiter
    denn das alles kratzt Frau Merkel nicht

  100. Ich habe schon länger kein so interessantes Kommentariat gelesen.
    Danke fürs Freischalten !

  101. was für Fotos?
    Ich lebe seit über 20 Jahren im Berliner Umland: Neuruppin, Rheinsberg, Templin, Eberswalde, Straußberg usw.; was für schöne Fotos Sie damals und heute hätten aufnehmen können. Wo man schlecht gelaunte Leute sucht, wird man sie auch finden.

  102. in nicht allzu gutem Sinne Bahn brechen würden
    Ich dachte die Katalanen wollen sich selbständig machen.

    Spaß bei Seite, warum sollten die Leute im Wahllokal
    nicht etwas neues probieren? Man hätte auch mit dem weitermachen können was schon zwischen 1933 und 1989 nicht funktioniert hat
    oder mit dem was zwischen 1989 und 2017 nicht funktionierte.
    (2 nicht direkt vergleichbare Zeiträume, aber sie liegen nun einmal hintereinander)

    Da heulte wirklich jemand rum weil in einem Braunkohlerevier
    Braunkohle abgebaut wird? Die Grünen hätten das sicherlich verhindert
    und in den dann ehemaligen Abbauorten wären wunderbare neue Jobs entstanden. Wasservogelzähler zum Beispiel.

    Was im Text leider völlig fehlt ist z.B. die Entwicklung der
    Lebenshaltungskosten oder die Zahl der Auswanderer

    Als ich 1991 meine Ausbildung in der Krankenpflege beendete
    war 1/4 der neuen Krankenpflegeschülerinnen (in einem KrHs in Südhessen) aus Neufünfland.

    PS Natürlich ist bei den Wahlen gar nichts besonderes passiert.
    Die CDU als Partei der Mitte hat das Feld weit geöffnet,
    wie die SPD, nur in die andere Richtung.
    (ggf sollte sich die CDU/CSU künftig Zentrum nennen)

    Für mich ist das eine Normalisierung der politischen Verhältnisse.
    Es gibt kaum einen Staat in dem nur Linksliberale leben.

    ggf gibt es noch genug Linksliberale die Glauben das alles
    auf die eine sozialistische Welt zuläuft. Ich glaube das nicht.

    vgl aktuelle Entwicklung in den USA, Russland, Polen,
    Frankreich, Türkei, GB etc.

  103. Ich wohne nicht im Osten...
    … Und ich bin auch nicht sozial abgehängt. Und ich habe nicht AfD gewählt, aber doch sehr ernsthaft darüber nachgedacht, es zu tun.
    Denn: ja, ich habe durchaus Angst vor einigen der Leute, die sich hier eingeschlichen haben unter dem Vorwand, Flüchtlinge, gar Kriegsflüchtlinge zu sein.

    Aber noch viel mehr Angst habe ich vor den Menschen, die beauftragt sind, UNSERE Interessen zu vertreten und wahrzunehmen und die sich stattdessen als eine Elite verstehen, die das Recht haben, uns ihre verqueren Meinungen aufzuoktroieren – und vor den vor Güte nur so triefenden Jasagern.

  104. Sir, I think we should be getting back.
    Und noch einmal einfach in die Kommunikation reinwerfen:

    All das gab es schon einmal.

    http://diepresse.com/home/zeitgeschichte/1512998/Erster-Weltkrieg_Das-Ende-der-ersten-Globalisierung

    (der Mann ohne Eigenschaften..sagte ich schon mal öfter…aber hier liest ja keiner Bücher…)

    Der Witz der Moderne ist ja, dass sie auf der Ausdifferenzierung beruht und diese Ausdifferenzierung immer auch ihr Ende ist, wenn kein Anschluss in Form einer funktionsfähigen Einheit einer Differenz erfolgt.

    Ups, das ist Euch zu kompliziert?

    Tja, liegt vielleicht daran, dass Ihr über Sozialwissenschaften lacht, weil ihr nie irgend etwas aus den Sozialwissenschaften gelesen habt.

    Denn lange vor dem Goodnight warnte ein Herr Luhmann vor den Gefahren der Ausdifferenzierung.

    Aber um mehr als eine Seite Luhmann lesen zu können muss man schon fähig sein, sich zu konzentrieren und abstrakt zu denken.
    Also nix für Euch.

    Egal, ich will mal helfen:

    In einer Welt, in der neben dem Rechtsstaat ein Kapitalismus existiert, die ist schon instabil (siehe 2007/2008). Wenn jetzt noch mehrere Religionen und die Gewalt hinzukommen, weil man sie reinlässt, in die Moderne, dann wird es nicht mehr stabil, dann kippt alles um.

    Und da unsere Politiker geistig nicht in der Lage sind, das zu verstehen, wird es nicht mehr besser, sondern völlig aus dem Ruder laufen.

    Wir sind einfach zu dumm.

    Deswegen landen wir wieder im Mittelalter.

    Easy as…

    • Ob Sie es nun glauben, oder nicht...
      …das habe ich auch ohne Studium der Sozialwissenschaften kapiert.

      Da reicht auch schon ein Satz heute aus dem Radio: Die Obergrenze ist etwa so, wie auf der Autobahn.Die Richtgeschwindigkeit liegt bei 130km, alle fahren schneller und halten sich nicht daran.

      So’n Satz ist sogar für Doofe zu verstehn.

    • Bester Goodnight, Sie übersehen die entscheidende Einheit in der Differenz, nämlich die Sprache.
      Gemeinsame Sprache ist die Grundvoraussetzung für Gemeinsamkeit. Und genau aus diesem Grund funktioniert die Zuwanderung in klassischen Einwandererländern und bei uns eben nicht. An der nicht vorhandenen gemeinsamen Sprache wird auch die EU zerbrechen. Mir kann nämlich auch der noch so globalisierte Kosmopolit nicht erzählen, er könne die nationalen Entwicklungen in allen EU-Ländern verfolgen.

      Mir hat ein türkischstämmiger Deutscher einmal gesagt, die Integration sei mit dem Satellitenfernsehen an ihr Ende gekommen. Ohne Satelliten – mittlerweile müssen auch noch Smartphone und Internet hinzugefügt werden – keine Parallelgesellschaften!

    • @Deresschonimmerwusste
      Da muß ich widersprechen.
      Selbst die „Sprache als Einheit in der Differenz“ wird schon lange strumreif geschossen. Dazu muß ich erst gar nicht auf Sprachbarrieren zu anderern EU-Länder oder zu Zugewanderten betrachten:

      MAnc betrachte nur Gender-sprech (Binnen_I; Sternchen, „Studierende“ statt „Studenten“ etc.) oder die PC-Sprachpolizei (man darf nicht mehr „Neger“ sagen, Etablierung von gewollten Unschärfen wie „Schutzbedürftige“ statt „(illegale) Einwanderer“ und „Asylanten“).
      Selbst in den Familien sind mit der „neuen deutschen Rechtschreibung“ oder so Quatsch wie „Schreiben nach Gehör“ schon Sprachgräben eingezogen worden. Ich sage nur „Lufthoheit über die Kinderbetten“…

    • I had a flair for languages. But I soon discovered that what talks best is dollars.
      In der Moderne wird Sprache immer mehr von symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien ersetzt, wie z.B. Geld.
      D.h. man kann nur durch Zahlungen eine Gemeinschaft stabilisieren.
      Das Problem ist folglich nicht die Sprache, das Problem ist die fehlende Dominanz eines Kommunikationsmediums, d.h. die Gleichzeitigkeit von Geld, Macht und Glaube. Da entsteht der Konflikt, wenn der eine nicht zahlen sondern schlagen oder seinen Glauben verbreiten will.

  105. Absurd
    Ich bin oft im „Osten“ und kann das Geschriebene nicht nachvollziehen. In meiner Nachbarschaft wohnen einige „Ossis“ und mir ist noch nicht aufgefallen, dass diese in irgendeiner Form ausländerfeindlich oder rassistisch sind. Tatsächlich halte ich sie für sensibler und kritischer gegenüber den Medien und der aktuellen Politik. Lobenswert aus meiner Sicht die Montagsdemontrationen. Glaubt jemand, diese Menschen würden nicht auch lieber nach Feierabend auf der Couch liegen oder mit den Kindern einen Spieleabend machen? Offensichtlich ist ihnen ihr Anliegen zu wichtig und darum gehen sie friedlich auf die Straße und demonstrieren.

    Die AfD hat Themen aufgegriffen, die von den Parteien ignoriert wurden. Nun kam die (in meinen Augen) viel zu kleine Quittung. So geht halt Demokratie. Die AfD hat übrigens von Beginn an durch das Nazi-Bashing Probleme gehabt, anständige Mitstreiter zu finden. Das liegt daran, dass AfD Politiker mit körperlichen Angriffen, Zerstörung des Eigentums und Ausgrenzungen und Schikanen bis hin zum Mobbing ihrer Kinder rechnen müssen. Hier hätte doch unser Bundessteinmeier auch einmal ein paar warnende Worte sprechen müssen und auch Merkel und der Gerechtigkeitsmartin, dass sie solch eine Entwicklung nicht wollen. Wurde nicht gemacht, da den Parteien die Argumente fehlten. Statt dessen sind, sicher auch aufgrund der klaren Aussagen, wie die AfD die Flüchtlingspolitik verändern möchte (und hier trennt sie klar zwischen den Begrifflichkeiten Flüchtling, Asylant, Migrant) auch einige aus unlauteren Gründen in die AfD eingetreten, die ein Gedankengut pflegen, von dem ich mich natürlich distanziere. Aber die AfD hat auch gute Leute und hätte viel mehr, wenn man sie nicht immer in die rechte Ecke stellen und jede Aussage (z.B. Gauland „jagen“) auf die Goldwaage legen würde.

    Ein Dialog täte dringend not, bei dem die Fakten (auch was das alles kostet) auf den Tisch kommen. Statt dessen hört man ständig von Lehrern, die in den Schulen überfordert sind, Polizisten, die nicht mehr können und die Verbrechensstatistik zeigt erschrechende Entwicklungen. Da wohl doch weniger Ingenieure und Ärzte kamen, als man uns vorhergesagt hat (ich sage, man hat bewusst gelogen) wird man doch noch fragen dürfen, wie das ganze finanziert werden soll, wo die Wohnunge herkommen etc.

    Frau Merkel hat gesagt: Wir schaffen das. Es wurden aber doch überhaupt keine Maßnahmen ergriffen, dass es überhaupt machbar ist. Und jede Kritik mit der Nazikeule totgeschlagen.

  106. Die Katze ist tot und lebt zugleich
    ….. Exakt so verhält es sich auch mit Horst Seehofers Obergrenze. Es gibt sie und es gibt sie nicht.

    Verehrte Frau Pukke, Verehrte Leser, obiges Zitat ist aus

    http://www.achgut.com/artikel/schroedingers_katze_ist_schlauer_als_frau_peter

    und der Artikel ist einfach zu gut, ein quantenmechanisches Gedankenexperiment zu Herrn Seehofer, zum Lachen und Weinen zugleich.

  107. Dem guten Fontane würde ich so nicht zustimmen,
    denn es gibt durchaus Niederlagen, deren Ursachen nicht im Besiegten selbst liegen. Von einem Gefühl, vom Westen überrollt worden zu sein, würde ich auch nicht sprechen, das ist, zumindest was die Privatwirtschaft betrifft, Realität. Mich überrascht auch nicht der Rechtsruck im Osten, hat man doch mit Mitte-Links in der Vergangenheit wenig gute Erfahrungen gemacht. Da war angesichts der nicht blühen wollenden Landschaften der Rechtsruck quasi zwangsläufig. Schon da waren die Ausländer die Blitzableiter für eine verfehlte Politik. Und nach dem, was an Stammtischen im Westen zu hören ist, zu urteilen, hat bei vielen wohl nur noch eine gewisse Schamgrenze verhindert, die AfD zu wählen. Nach dem politischen Offenbarungseid der Kanzlerin ist aber kaum damit zu rechnen, daß diese Scham in Zukunft noch ein Hindernis darstellen wird. Spätestens mit der Agenda 2010 würde ich nicht mehr großartig zwischen Ost und West unterscheiden, auch wenn es bis heute durchaus noch politisch zu verantwortende und völlig unnötige Unterschiede gibt.

    Schon zu jener Zeit waren auch die Integrationsprobleme nicht mehr zu übersehen, die Islamkonferenzen scheiterten grandios. Parallelgesellschaften hatten sich gebildet. Und obwohl die Agendapolitik das genaue Gegenteil bewirken sollte, begann mit der amerikanischen Immobilienkrise die bis heute andauernde Finanz- und Eurokrise, die zu immenser öffentlicher Verschuldung führte. Mit Fördern und Fordern nahm die Spaltung der Gesellschaft deutlich an Fahrt auf. Der Sozialstaat wich dem Neoliberalismus und fiel dem Vorrang des Wirtschaftswachstums zum Opfer. In der Gesellschaft begann es unübersehbar zu brodeln.

    Dann geriet die humanitäre Geste der Kanzlerin außer Kontrolle, spätestens mit Köln war die Willkommenskultur beendet und die Medien mußten nach und nach vor den im Netz nicht zu unterdrückenden Einzelfällen kapitulieren. Auch stieß das Anspruchsdenken mancher Flüchtlinge zunehmend auf Unverständnis, führte zunehmend zu Ablehnung. Islamistischer Terror heizte die Stimmung weiter an. Der Gegensatz zwischen Willkommenskultur mit finanziell scheinbar unendlichen Ressourcen und dem Hartz-IV Zwangssystem sorgte für weiteren Ärger. Auch das machte es leicht, Flüchtlinge zu Sündenböcken zu erklären und als Blitzableiter zu mißbrauchen.

    All das und noch einiges mehr brachte immer mehr Menschen auf die Straße, führte zu Haßtiraden im Netz und bescherte der Partei der Euroskeptiker einen ungeahnten Zulauf. Das politische Establishment reagierte darauf mit Arroganz, Ignoranz und Stigmatisierung. Wie immer und bei fast allen Bürgerprotesten. Und als das alles nicht mehr half, die Medien umzuschwenken begannen, das Netz explodierte, griff die Regierung zu altbewährten Mitteln, die Bürger mundtot zu machen, zu kontrollieren. Der Datenschutz wurde zum schweizer Käse und Hatespeech zum ziel- und zweckgerichteten Straftatbestand. Der Demokratieabbau nahm Fahrt auf, 13 Änderungen der Verfassung durch Bundestag und Bundesrat in 48 Stunden waren kein Problem mehr. Der Dieselskandal offenbarte den gemeinsamen Betrug von Politik und Wirtschaft am gutgläubigen Bürger. Mit der Paralleljustiz der Freihandelsabkommen wird das Bild dann endgültig stimmig.

    Diese Gesellschaft ist nicht erst durch die Flüchtlinge außer Rand und Band geraten. Die Flüchtlinge waren nur noch ein Tropfen von vielen, die das Faß zum Überlaufen brachten und bringen. Eine durch und durch entsolidarisierte Gesellschaft hat nunmal keine lange Halbwertszeit.

    Die Politik hat kaum noch Schnittmengen mit dem Leben der Bürger. Sie reagiert nur noch, statt zu agieren. Sie ist gefangen in globalen Strukturen ohne diese beeinflussen zu können, opfert dafür aber die meisten Ressourcen, da bleibt nicht mehr viel für die Bürger, das Volk übrig. Sie hat längst Vertrauen und Glaubwürdigkeit verspielt und regiert zunehmend ohne demokratische Zustimmung. Ein Grund, warum sie plebiszitäre Elemente auf Bundesebene scheut wie der Teufel das Weihwasser. Lösungen werden nicht geboten, stattdessen immer dieselben Phrasen von Bildung, digitalem Wandel, Industrie 4.0 und der gebetsmühlenartig vorgetragenen Erklärung, die eigene und alternativlose Politik dem dummen Bürger nur nicht richtig erklärt zu haben.

    Auch wenn ich Fontane nicht grundsätzlich zustimme, im Fall unserer Parteien und Politiker stimmt seine Aussage jedenfalls, daran gibt es keinen begründbaren Zweifel. Mehr als Zweifel habe ich allerdings daran, daß sich das noch ändert. Es ist halt einfacher, die Schuld an anderer Stelle zu suchen, ob bei Arbeitslosen oder besorgten Bürgern, als bei sich selbst. Das Fatale daran ist, daß sich diese Haltung auf die Bürger überträgt, daß alle gegen alle hetzen, statt ihren Frust richtig zu adressieren. Gerade das aber macht es der Politik so einfach, weiterzumachen wie bisher. Es ist zum Verzweifeln.

  108. Ich konnte den Text noch nicht mal ganz lesen .... das weibliche Ossirumgeheule ...
    … geht mir auf den Zeiger.
    .
    Mag sein, dass es noch eine Wende nahm … die kam im Text dann leider für mich zu spät und in meinem Leben viel zu früh … so wie auch AIDS meinen Weg unnötigerweise kreuzte, als gerade spassig wurde …
    .
    Ich meine den Westdeutschen Zeiger, der in Richtung CH deutet.
    .
    „Nettozuwanderung“ -> das ist der Superdeal für DE!
    .
    2 Mio Subsaharabildungsbürgertum rein in Eure Bildungs- und Sozialsysteme und 1,8 Mio ab nach CH, Canada, Österreich, Alto Adige, ZAR oder wo es sonst noch schön ist …. und zwar jährlich.

    • Alto Adige
      Vergessen Sie das, ich habe beruflich ein Zeitlang dort zu tun gehabt. Da gab es Italiener, die Ihre Kinder auf deutschsprachige Schulen geschickt haben, damit die eine Zukunft in DE oder AT haben. Ich kennen einen Italiener, der versucht in AT die italienische Staatsbürgerschaft für seine Kinder loszuwerden. Die trauen Italien keine Zukunft mehr zu.

    • rhadamanthys, ...
      … Südtirol zeichnet sich durch seine Autonomie aus.
      Diese bezieht sich auch, oder besser: VOR ALLEM auf finanzielles.

      Insofern haben sind sie wie Kurdistan am besten dran, wenn sie ihre de-facto Unabhängigkeit nicht an die große Glocke hängen. Es ginge ihnen in Ö schlechter. Nur eine Anbindung an die Schweiz könnte ein paar Vorteile bringen…


  109. 1998 ist lang her.
    Gar so desolate Häuser wird man heute nicht mehr sehen in Brandenburg, gleichwohl ist es wirtschaftlich nach wie vor recht prekär.
    Bekannten im Oderbruch mit eigenem Häuschen (Neubau) wurde alle paar Monate eingebrochen. Sie waren nicht die einzigen, und mehr als daß die Einbrecher wohl über die Grenzbrücke kamen, kam nicht raus.
    Weder die Afd noch die Linke (die allerdings etwas stärker) sind reine Ost-Phänomene. Der zweifelhafte Nutzen allzu offener Grenzen dürfte in Brandenburg allerdings bereits seit Jahren deutlich merkbar sein.

  110. Mit Verlaub ...
    Es gab 1998 im Osten unserer Republik Probleme, die 15 Jahre später zu 6% für die AfD führen würden und vier weitere Jahre später zu einer größeren Prozentzahl an Wählern?

    Und ich bin arg irritiert, es ging seinerzeit um die persönlichen Probleme der Angesprochenen?

    Vorher nicht, nachher nicht? Im Süden, Norden und Westen nicht? Weder vorher noch nachher?

    Das Gefühl, vom Westen überrollt worden zu sein? Wer ist denn die Bundeskanzlerin und wo wurde diese sozialisiert, die aufgrund der medialen Reaktion ihres Verhaltens einem kleinen Mädchen gegenüber beschloss, die Grenzhoheit aufzugeben, meiner Einschätzung nach nur deshalb?

    Sind um ihre Existenz kämpfende Landwirte im Osten etwas besonderes oder dortige Arbeitsloseninitiativen oder vom Tagebau bedrohte Dörfer? Oder kann man solches auch im schönen Rheinland erleben?

    Bedeutet latent nicht im Hintergrund und verborgen? Wieso dann latent, wenn es erkannt wurde und nicht offensichtlich ist?

    Da schreibt die Autorin, dass sie am Thema hätte dranbleiben wollen, da es ihr Eindruck gewesen wäre, dass diese Menschen ein Ventil und sei es im Sinne des Gehört-Werdens bräuchten.

    Und was macht diese Autorin? Sie verhält sich exakt so, wie die von ihr gescholtenen Politiker, ihr gehts am Arsch vorbei, weil ja das Leben in einer Wohngemeinschaft oder was weiß ich nicht alles soviel bedeutsamer wäre, wie die entsprechenden Gespräche. Man mag sich an einen vorherigen Beitrag erinnern.

    Man befasse sich nicht mehr mit den sozialen Alltagsnöten, stellte die Autorin 15 Jahre nach ihrer aufsehenderregenden, Humboldt-ähnlichen Exkursion fest.

    Ihr wars solange schnuppe, solang sie sich fein in ihrer Welt bewegen und diese genießen konnte. Und es wieder ein größeres Thema wurde.

    Darf man Abscheu vor solch bigottem Verhalten haben? :)

    Flüchtlingskrise hat etwas mit dem Ausbau und Erhalt der Infrastruktur in Deutschland zu tun? Das ist ja nun wirklich mal etwas völlig Neues für mich und da bitte ich doch um erhellende Ausführungen.

    Konkurrenz im Niedriglohnsektor? Mag vorkommen, ich habe so einige Paketboten erlebt, die kein Deutsch sprachen, ihre Arbeit aber sehr zügig und korrekt erledigt haben.

    Also vielleicht doch eher Druck auf die Systeme sozialer Alimentierung von nicht so Leistungsfähigen oder leisten Wollenden? Einfach so als Frage.

    —–

    Den Erfolg der AfD auf Erkenntnisse von vor fast zwanzig Jahren zu begründen, mag in bewegenden Begegnungen begründet sein, aber sicherlich nicht mit den tatsächlichen Ursachen.

    Ich nenne mal zwei Beispiele seit Beginn des Migrantenzustroms in 2015:

    In Köln müssen Bezieher von Hartz 4 und auch Rentner, die einen staatlichen Zuschuß benötigen, mit etwas über 8 Euro pro qm Wohnfläche auskommen, bei natürlich vorgeschriebener Höchstgrenze pro Person oder Personengemeinschaft.

    Kurz nach der Migrantenschwemme hat die seinerzeitige Sozialdezernentin und heutige Oberbürgermeisterin von Köln, Frau Reker, für Migranten Wohnungen für etwa das doppelte pro qm angemietet. Es gab also keinen Wohnraum für den von der Sozialdezernentin vorgebenen Kostenrahmen für Deutsche Bedürftige. Für Migranten gabs halt Höherpreisiges, für Deutsche Bedürftige gabs Kürzungen und Bevormundungen.

    Ein Blick in den Kölner Stadtanzeiger seinerzeit hätte genügt, um zu erkennen, was sich anbahnen wird.

    Jeder Migrant bekam sofort vollumfängliche Krankenversicherung. Nun haben fast alle meine Cousins und Cousinen Medizin studiert und ich höre recht viel von den Ansprüchen der Migranten.

    Ein Deutscher, der älter als 55 Jahre alt ist und aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehrt, dem wird die Rückkehr in eine gesetzliche Deutsche Krankenversicherung mehr als erschwert. Da wird systematisch verhindert und ohne guten rechtlichen Beistand steht so ein in sein Heimatland Zurückkehrender ohne Krankenversicherungsschutz da, ganz im Gegensatz zu jedem Migranten, auch solchen ohne Ausweispapiere.

    Im übrigen, in meinem Wahlkreis hat die AfD trotz allem das zweitniedrigste Wahlergebnis in Deutschland erziehlt. Sehr zu meiner Freude.

    Ok, ich gebe noch ein drittes Beispiel.

    Meine Mutter hatte Grundsicherung beantragt, im Alter von 80 Jahren. Wurde abgelehnt. Ich habe den Widerspruch verfasst und ein gemeinsam vom Sozialministerium NRW, dem kommunalen Landesverband und von zuständigen Richtern des Oberverwaltungsgerichts Münster herausgegebenes Werk, das als Leitfaden für Entscheider in diesem Bereich Tätigen gelten sollte, zitiert.

    Der Widerspruch wurde abgelehnt und es ging um fast 100 Euro pro Monat.

    Daraufhin habe ich einen erneuten Widerspruch fast wörtlich wie den vorherigen formuliert, diesmal allerdings wissenschaftlich aus dem vorhin genanngen Werk zitiert.

    Und es hat keinen Monat gebraucht, bis meine Mutter den Bewilligungsbescheid inklusive aller rückständigen Beiträge erhalten hat.

    So, verehrte Damen und Herren, wird in Deutschland mit den wehrlosen Bürgern umgegangen, den schon länger hier Lebenden.

    Ossi? Wessi? spielt überhaupt keine Rolle.

    —–

    Also bitte, die Autorin möge künftig nicht mehr so anekdotisch unterwegs sein, es genügt, sich ein wenig in der Nachbarschaft umzuschauen und umzuhören.

    —–

    Entschuldigen Sie bitte, Don Alphonso, ich halte auch diesen Beitrag für weitaus weniger anregend oder weiterführend als z.B. die Beiträge der Schlimmen Helena oder von Frau Müllner.

    Ich halte diesen Beitrag für Kaffeekränzchengeschwafel im Altersheim oder beim Taubenfüttern.

    Mal abgesehen von der Schlußfolgerung, nicht über jeden AfD-Wähler herzuziehen, ohne seine Gründe für seine Wahl zu kennen.

    • Danke für den ausführlichen Kommentar.
      Um nur einen Punkt herauszustellen: Die Grundsicherung. Ja, das Problem kenne ich. Dieser elende Kampf. Ich habe viel mit Senioren zu tun und da ist die Altersarmut nur eine von zahlreichen Baustellen. Pflege, Betreuung usw. – alles Themen, die neben anderen gesellschaftspolitischen Fragen dringend angegangen werden müssen.

  111. Viele Male mußte ich mich während des Lesens ärgern, verehrter Don,
    die AfD ist kein „Malheur“. Und man hätte sie nicht „noch verhindern können“ etc etc. Wofür hätte man sie verhindern wollen? Sie ist legitimer und anerkannt demokratischer Ausfluß unseres langjährig allseits mit Stolz betrachteten Systems, vielleicht im Moment noch mit kleinen Schönheitsfehlern, ja. Nun und. Haben Sie denn keine Pickel und Muttermale?
    Sie hätte nicht verhindert werden müssen, im Gegenteil: Sie ist neben dem korrupten machtgeilen schwachsinnigen Haufen von Altparteien der Phönix aus der Asche. Der einzige Funken Hoffnung, den wir haben! Helfen Sie ihr, werden Sie Mitglied, gestalten Sie mit!

    • Ja, ich bin auch sehr gespannt, was die Neuen im Bundestag die nächsten vier Jahre so alles zustande bringen.

    • Liebe phoenicia,
      Sie sollten Ihre Erwartungen für diese Legislaturperiode nicht zu hoch ansetzen. Die Damen und Herren von der AfD müssen das parlamentarische Handwerk erst lernen -und dieser Prozeß wird, auch wenn wir optimistisch von bestem Willen und seriöser Arbeitsweise ausgehen wollen, mehr als 4 Jahre in Anspruch nehmen.
      Mal ganz abgesehen von sicherlich noch anstehenden Häutungen dieser noch sehr jungen Partei. Es würde mich überraschen, wenn da mit dem ein wenig unrühmlichen Abgang von P&P das Ende der Fahnenstange schon erreicht wäre. Und wer weiß heute schon, wie sich die Partei und ihre Bundestagsfraktion am Ende dieses Selbstfindungsprozesses präsentieren wird?
      Immerhin: die weit überwiegende Mehrheit der neuen Mandatsträger scheint ja solide (oft mit akademischem Studium verbundene) Berufe erlernt und tatsächlich auch ausgeübt zu haben, was für ein Mindestmaß an Niveau und Reife spricht. Nix mit zwei Semestern Theaterwissenschaften oder abgebrochenem Theologiestudium.
      Wichtig ist aber etwas anderes: die AfD wird indirekt wirken, ganz ohne ihr eigenes Zutun; die müssen eigentlich nur grobe Fehler und Selbstzerfleischung vermeiden, dann ist schon viel gewonnen.
      Allein durch ihre Präsenz im Bundestag (und die weiterhin bestehende Bedrohung der Platzhirsche bei anstehenden Landtagswahlen) wirken die als Stachel im Hintern der Etablierten.
      Sehr kluger Artikel von Sarrazin zu diesem Thema:
      http://www.achgut.com/artikel/besichtigung_einer_truemmerlandschaft

  112. @ Phoenicia
    Glückwunsch,

    Sie haben sich was getraut und einen Stein ins Wasser geworfen, der Wellen und Wellchen, Muster und Überlagerungen, hervorgebracht hat. Eine respektable Beute, die manchem Feuilleton gut anstünde. Bloß trauen die sich kaum mehr was, „Ergebnisoffenheit“, Arglosigkeit und Neugierde schon gar nicht.

    Vergessen Sie die paar Schrammen, die Sie möglicherweise erlitten haben oder die der eine oder andere Ihnen im Vorbeigehen vielleicht gern zugefügt hätte … nichts als Phantomschmerzen vor dem Hintergrund der relativen Bedeutungslosigkeit und – gleichzeitig – der enormen Vergnüglichkeit solcher Debatten.

    Immer wieder aufs Neue faszinierend, was hier alles zusammenkommt, mehr Talent, mehr überraschende Einsichten, Sprachkunst und Humor, als vorne auf den Hauptseiten je zu finden sein wird. Hier und anderswo.

    Das Bild des belehrungsbedürftigen Lesers sollte längst schief an den Redaktionswänden hängen, aber noch hält es sich an wacklig hingetackerten Nägeln und behelfsmäßig angebrachten Klebestreifen.

    Hat sich mit dem Rechthaben, wenn man sich so rumhört.
    Die Marketing-Fuzzis, null Ahnung vom Internet und seinen Möglichkeiten, können mit Programmen für Minderheiten eh wenig anfangen. Entsprechend sind die faz.blogs für Neuleser immer schwieriger zu finden.

    Schreiben Sie wieder, wenn Ihnen was Besonderes durch den Kopf geht und werfen Sie es der Wolfsmeute vor, nicht zum Fraß natürlich – hier findet man sich ohnehin nur zum Apéro – aber zum Zerkleinern und Zerschreddern in Stückgrößen, aus denen sich was Neues oder Besseres zusammensetzen lässt.
    Ich fand die Anstrengungen darum heute durchaus ermutigend.
    Was bitte bleibt sonst zu tun?

    • Danke, das tut gut. Nichts anderes wollte ich erreichen: Eine Diskussion anstoßen.

    • Diskussion anstoßen ...
      … ist perfekt gelungen!
      Herzlichen Glückwunsch.

      Die übersehenen oder schief gewichteten Faktoren werden ja in der Diskussion von allen Seiten nachgereicht…

  113. Andere Perspektive
    Zwischen 1977 und 1987 habe ich als ordentlicher toitscher Fernfahrer via Berlin-Transit (den mit der Tyden-Plombe) die nichtsnutzigen und faulen West-Berliner mit Tissue-Watterollen beliefert, woraus sie dann Küchenpapier-Rollen fertigten, die wir wieder Richtung Alt-West fuhren.
    Nach 1990 hatten wir statt der Rohwatte Werkzeugmaschinen auf den 40 Tonnern, um in den neuen Fundländern Arbeitsplätze zu schaffen. Für Produkte, die in Alt-West jeder hatte. Es war aber so schön, mit Alt-West-Staatsknete Firmen aufzubauen, deren Produkte eh keiner brauchte. Fünf Jahre später durfte ich dann die Maschinen zum Gebrauchtmaschinen-Verwerter in Alt-West bringen.
    Wie die Leute in Neu-Ost von Alt-West betrogen wurden, das spottet jeder Beschreibung. Leider wurde Frau Dr. Birgit Breuel nie vor Gericht gestellt.
    Die wirtschaftliche Entkernung der DDR ist eins der kriminellen Stücke der CDU. Die wurde von den Sozis konsequent fortgesetzt. Für mich gehören die alle in den Bau.

    • Folkher Braun, ...
      … danke für Ihren überzeugenden Bericht.

      Aus etwas größerer Entfernugn weise ich immer wieder darauf hin, dass die beiden von Birne aus politischem Kalkül verbrochenen Währungsunionen sich als die Quelle vieler nachfolgender Probleme erwiesen.

      Ich führe den Zusammenbruch der ostdeutschen Industrie in erster Linie auf den falschen Umrechnungskurs zurück. Da ging dann nichts mehr mit dem Export nach Osten.


    • An dem Abend, bevor in der DDR die DM eingeführt wurde, saßen einige feiernde Ossis beim Türken, wo ich ein Grillhähnchen holte. Sie freuten sich auf die DM und was damit alles möglich wäre. Ich hingegen dachte nur „Prost Arbeitslosigkeit“ – denn wenn mir auch nicht viel klar war, daß das den ganzen Betrieben das Genick brechen würde, schon. Und daß dann die gesamte DDR-Volkswirtschaft sozusagen in den Totalräumungsverkauf geriete. Nur, wie man es anders hätte machen können, hatte ja auch keiner eine Idee. Weshalb ich an diesem Tag meinen Mund hielt und dachte, ihr werdet von der guten Laune des heutigen Tages noch lange zehren müssen.

  114. Vergangenheit und Gegenwart ist Zukunft
    Ein hoch auf die Gesellschaft, auf das Volk dieses Blogs.
    Es ist brüderlich in Einigkeit, Recht und Freiheit im Kommentar und Artikel vereint.
    Es zelebriert klug moderiert vom Don, wie die Demokratie im Großen, in der realen Welt funktionieren könnte.
    Es ist alles da was ein Volk so braucht.
    Eine gemeinsame Sprache. Ein gemeinsamem es Ziel. Das Bewusstsein das man nur zusammen stark ist und der nicht geringe emotionalen Zusammenhalt in Leid und Freud, in Erfolg und Niederlage.

    Auch eine Leitkultur, also eine gemeinsames Verständnis darüber mit welchen Strategien man Probleme löst und mit welchen nicht.

    Mutige, die Probleme benennen und die, die ihre Ansichten über Ursache und Lösung der Probleme zur Diskussion, wie z.B. unser Autorin.
    Dafür Danke.
    Kommentatoren die Widersprechen und kluge eigene Vorschläge machen.
    Also haben wir zivilisierten Streit, der auch innerhalb der Regeln frei ausgetragen werden kann. Das nennt man gemeinhin Demokratie.

    Der Blog hat seinen Platz, sein Volk und seine Regel und seine Regierung. Also ist das hier durchaus mit einem Staat vergleichbar.
    Keiner, auch der gütige Don nicht, ändert plötzlich die Regeln und will uns in die z.B. aus Bayern und die aus Dunkeldeutschen spalten, und schon gar nicht wird hie Propaganda für die Leibeigenschaft betrieben oder dafür das wenn wir alle Eichen ausreißen und durch Pinien ersetzen wir bald aus der Mecklenburgischen Seenplatte elysische Gefilde wie in der Toskaner gemacht hätten und das die Hügel in Preußen dann die Alpen wären.

    Das versucht man aber mit den Deutschen (ob Ost oder West).
    Raus was Deutsch ist – rein was von wo anders herkommt.

    Des Eigene ist nichts wert, die Eiche nicht, die Sprache nicht, die Kultur nicht, die Geschichte nicht, das eigene Leben nicht, die eigene Frau und Kinder nicht und weiße Männer so wie so nicht.

    Unsere Kinder wissen besser was in England passierte oder in den lächerlichen 300 Jahren neuer amerikanischer Geschichte als in den 2000 Jahren deutscher.
    Rübezahl wird für ein vegetarisches Gericht gehalten und Siegfried kennt man nur als Freund von Roy, Barbarossa wird für das Pferd von Ivano gehalten.
    Otto ist ein Warenhauskonzern und Walter von der Vogelweide wird mit Kübelbock von Gurkenlaste in Verbindung gebracht.

    Wundert sich also wirklich immer noch jemand wenn man gerne seine Blog, sein Volk, seine Sprache, seine Kultur behalten will, Mann die wählt die wenigsten noch wissen das Mann ein Volk, ein Staat, eine Kultur hatte und haben will?
    Nicht nur für sich sondern auch für seine Kinder, Enkel und Urenkel!
    Und Weib geht es genau so!

    Ich gehöre gerne zu diesem Blog, zu diesem Volk und seiner Kultur in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Und ich werde diesen Staat der für unsere Nation bestimmt ist verteidigen.
    Ohne dieses, haben wir bald keine eigen Gegenwart und schon gar keine Zukunft.

    Na gut, eigene Kinder gehören schon noch dazu!

    Frau Autorin, denken Sie bitte an ihre und(!) an die Zukunft ihrer Familie.
    Es wird den Blick auf die Probleme der Vergangenheit und der Gegenwart verändern und die der Zukunft verhindern helfen.

  115. Reintochter - Auf die Straße gegangen
    Werte@ Rheintochter sagt:
    10. Oktober 2017 um 18:31 Uhr

    „Na ja Herr Karl Eduard
    Wir vormaligen Wessis sind nicht für die Einheit auf die Straße gegangen. Es waren die Landsleute der DDR, welche skandierten „Kommt die D-Mark bleiben wir, kommt sie nicht, gehn wir zu ihr.“
    Schon vergessen?“

    Richtig. Aber es war nicht die Mehrheit. Es waren die, die am Lautesten waren. Wie auch nur die Bahnhofsklatscher 2015 von den Medien wahrgenommen wurden. Die, die besorgt waren, was danach kommt, waren gar nicht gefragt. Gesiegt haben 1989 die Gefühlsbesoffenen, wie auch 2015 die Gefühlsbesoffenen gesiegt haben, weil die Vernunft dieses Land schön längst verlassen hat.

    @Werter Don,

    einige Stammkommentatoren scheinen hier irgendwie in einer Filterblase zu leben, da sie Autoren, wie Frau Pukke, die gegen ihre Überzeugung schreiben, nicht mal mehr tolerieren können. Das erinnert mich irgendwie an linke Praktiken, die durchsetzen, wer seine Meinung äußern darf und wer nicht.
    Bitte lassen Sie sich nicht davon beeinflussen.


    • Linke Praktiken sind nicht auf die Linken beschränkt. Bitte mal die eigene Filterblase überprüfen.

      Der Grund, warum aus Linken Rechte werden, liegt nicht am politischen Inhalt der Rechten, sondern an der Hoffnung, dort mehr bewegen zu können.

      Die Linken haben dieses Land nicht derart verändert, es waren und sind die Neoliberalen, die man in allen Parteien und politischen Spektren findet. Oder halten Sie die Agenda 2010, die Privatisierung existenzieller Fragen und gesellschaftlicher Aufgaben für linke Politik?

      Dieses ewige Linken-Bashing entbehrt in seiner Pauschalität doch jeder Grundlage. Das nervt.

    • Bevor Sie hier weiter mit 'links' und 'rechts' jonglieren, Herr Meier,
      beantworten Sie doch bitte eine Frage: War das Regime der DDR ein linkes oder ein rechtes?


    • Was, das wissen Sie, der schon immer alles wußte, nicht?

      Also ich würde Ihnen da ja gerne weiterhelfen, aber mich deucht, das brächte uns nicht viel weiter.

      Aus meinen Besuchen in der DDR kann ich nur sagen, daß es für systemtreue Bewohner recht sozial zu ging. Andersdenkende hatten da weniger zu lachen. Und was die Freiheit betraf, so war die Unfreiheit für fast alle gleich. Die Frage rechts oder links, schwarz oder weiß, läßt sich so für die DDR nicht beantworten, für die BRD aber auch nicht. Und streng genommen gibt es nie derart strenge Trennungen.

      Was sich aber fast generell sagen läßt, ist, daß weltweit fast alle Staaten nach dem Führerprinzip organisiert sind. Und, daß die politische Ausrichtung angesichts der global angesiedelten Macht des Kapitals keine echte Bedeutung mehr besitzt.

      Doch ich weiß ja, Sie wollten eigentlich etwas anderes lesen. Nur, den Gefallen kann ich Ihnen nicht tun. Sie fragten ja aufgrund meines Beitrages und der sollte Antwort genug sein.

  116. Titel eingeben
    Sprache und Verhalten des Ossis sorgten schon immer für Irritationen, lange vor der AfD oder gar der deutschen Teilung. Hier z.B. Otto Reutter 1930:

    https://www.youtube.com/watch?v=G2t6PQTOFBk

  117. Lösungsvorschläge sind da
    Fehlt nur die Umsetzung. Wenn ich um mich blicke, mindestens 90% in meinem Umfeld scheint überhaupt nie nicht nachzudenken, in keinster Weise und in keiner Richtung. Wie Lemminge im trott…….Ich gelte schon als Querulant nur weil ich ab und an schonmal meine Oberstube einschalte und versuche mein Gegenüber / Umfeld zu verstehen. Der Hinweis, das nicht alles gesagt und gezeigt wird in den ÖR scheint mich schon in die rechte Ecke zu drücken. Ganz zu schweigen von dem Hinweis, man könne auch mal in einem Buch etwas nachlesen und sich selbst Gedanken machen…….
    Meine Frage jetzt an Sie : Was Kann man tun ?
    Hiiiilfeeee

    • Diese Woche könnten Sie solche Leute...
      … auf den aktuellen Spiegel hinweisen, der ARD und ZDF kritisiert. Den halten die doch bestimmt für links und akzeptieren das, was sie Ihnen nicht abnehmen wollen.;)

    • @Philomena
      Danke für den Tip, allerdings fällt es mir echt schwer, den „Spiegel“ als etwas „gutes“ anzupreisen !
      Aber vielleicht kommt ja dann jemand mal ins grübeln….die Hoffnung stirbt zuletzt…..

    • Fragen Sie doch einfach
      ob man viele Millionen Einwanderungswillige ohne Aussicht auf sozialversicherungspflichtige Arbeit, offene Grenzen und ein Sozialsystem miteinander kombinieren kann.

      Rolf Peter Sieferle hat dazu ein ganzes Buch „Das Migrationsproblem: Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung“ geschrieben aber ich denke, man versteht die Unvereinbarkeit auch so, einfach indem man eine halbe Minute darüber nachdenkt.

  118. Binse
    Ohne Strichliste: Tendenziell beurteilen Menschen ohne Nachwuchs gesellschaftliche Veränderungen (aufgezwungene oder gewachsene) anders als Leute mit Nachwuchs.

    Es finden sich auch wenig Überschneidungen zwischen beiden Gruppen, da die Lebenswirklichkeit eine andere ist.

    Das betrifft nicht nur Eltern, sondern auch Leute, deren Eltern noch am Leben sind und auf Hilfe angewiesen vs. Leute, die schon von allen Seiten geerbt haben. (Kurz: Pflege)

    Man könnte auch sagen: Praxis und Theorie.

    Diejenigen in meinem Bekanntenkreis, die ihre Linie aussterben lassen, sind sehr offen für Sozialexperimente, die mit Nachwuchs nicht oder aber sie finden einen Sonderweg für die eigene Familie legitim.

    Vielleicht sollte man das Land teilen in einen Teil mit Nachwuchs und einen ohne.
    Praktisch Afrika und Europa im Kleinen.

    Die ohne könnten nach Lust und Laune aussterben und die anderen aufs Aussterben der ohne Nachwuchs warten wie gierige Angehörige, die ihr Leben schon mit der zu erwartenden Erbschaft planen.

    • ich sag schon lange
      daß man das passive Wahlrecht am besten an Elternschaft koppeln sollte. Oder zumindest eine Elternquote einführen (statt Frauenquoten).
      Denn Kinder zu haben, erdet ungemein.
      Kanzler, Länderchefs und deren Minister sollten sogar Enkel haben müssen.

    • Nahuatl: was allerdings unterlassen werden sollte ist, dass die Austerbenden den
      länger hier gut leben wollenden die Lebensgrundlage durch ihr Tun nehmen.
      Sollen sie doch nach Madagaskar oder sonst wo hin gehen zum Sterben.
      Dazu ist auch das aktive Wahlrecht an Elternschaft zu knüpfen – also zumindest mit einer ganz hohen Quote zu versehen.
      Es entsteht ein langfristigerer Blick auf die Welt und die eigene Verantwortung, wenn an die Nachfolgenden gedacht wird und man damit auch selbst beständig konfrontiert ist.
      Irgendein Volk in Lappland berücksichtigt bei allen Entscheidungen die Auswirkungen auf die 7. Generation nach ihnen.

    • @Hans_Nase
      Volltreffer

    • Dann müssten Sie doch die Neubürger begrüßen, gehören die doch vermehrt der Fraktion der
      Kinderreichen an. Ich befürchte allerdings, dass die auch nicht auf Ihrer Wellenlänge sind, sehen die doch vermutlich Ihre Kinder als die Versorgungseinrichtung ihrer eigenen Kinder an.

    • @Deresschonimmerwusste
      Ich protegiere die eigene Sippe und ich habe keine Lust auf Entwicklungen, die meinem Nachwuchs kurz-oder mittelfristig schlechtere Bedingungen zuteil werden lässt, als ich sie vorfand.

      Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, Interessenskonflikte mit dem Verweis darauf, dass keiner erwarten soll, dass ich nicht meine Interessen vertrete, einzuleiten.

      Das würgt kleinere Diskussionen schon im Ansatz ab.

      Mir wäre es generell das Liebste, wenn sich die Natur schon vor langer Zeit einen Kniff hätte einfallen lassen, die Fortpflanzungsfähigkeit an eine gewisse soziale und intellektuelle Reife zu koppeln. Selbst auf die Gefahr hin, dass mein Geschreibsel dann nicht hier stünde.

      Zum Thema Nachwuchs: Das könnte man doch locker über Kindergeldzahlungen steuern. Sogar ziemlich genau, wenn der finanzielle Anreiz groß genug ist.
      Will man nicht, sondern man will, dass die Frauen beim Schlecker oder beim Karstadt zu familienfeindlichen Zeiten ihr Dasein fristen.


    • @Deresschonimmerwußte: Eben, ja.
      Woran man sieht, daß solche Einfach-Regeln das Gegenteil dessen bewirken, was sie sollen.

    • @Nahuatl
      „Will man nicht, sondern man will, dass die Frauen beim Schlecker oder beim Karstadt zu familienfeindlichen Zeiten ihr Dasein fristen.“

      Den Schlecker gibt’s nicht mehr, und bei Aldi, Lidl & Co. sitzen schon lange nicht mehr die einst typischen mittelalten Frauen, sondern – eher sogar für noch weniger Geld – meist sehr junge adrette Damen, frei nach dem Bauernmotto „Warum a alte heiraten, a junge hübsche koschtet auch nicht mehr“. Wer da älter ist als dreißig wird schlicht ausrangiert.

  119. Wanderungen in und nach Deutschland
    heute morgen in der NZZ entdeckt für mich, vielleicht auch für manch anderen, ein Diskussionsforum mit dem Thema , was halten Sie von dem CDU/CSU Kompromiss zur Obergrenze.
    Ein Kommentator hat einen YouTube Link des BAMF – Bundesamt für Migration – eingestellt. Ein Filmchen , auch in Arabisch pp, was genau zeigt , wie man in Deutschland Asylanträge stellt.
    Das sagt doch alles !!!
    Wer es findet , möge es hier mit dem Link einstellen. ich bin jetzt an der Schüppe und komme nicht in mein NZZ -Abo wg der anderen Kennung des PCs, denke ich mir.


    • Von wann ist das Filmchen – habe davon nämlich schon vor einiger Zeit (2 Jahre, etwa) gehört. Es ist mit ein Beweis für das Pullen durch die Regierung, neben Gaucks Einladungen an die Inder („wir brauchen Sie!“) und Merkels Selfies. Allerdings müßte man mal eine Bestandsaufnahme machen, ob die Pull-Kanäle immer noch unverändert angeschaltet sind, mit anderen Worten, wie sich der Tenor seit 2015 verändert hat, bzw. ob.

    • Pulling
      wurde wesentlich durch den Einsatz von Near Government Organisations (NGO) vor der Lybischen Küste verstärkt.

      Durch das Abholen der Migranten direkt vor der 12-Meilen-Zone konnte das Business Model der Schlepperorganisationen entscheidend verbessert werden. Durch diesen Shuttle-Dienst konnten wesentlich mehr Personen in billigeren Booten mit kleineren Motoren und weniger Treibstoff transportiert werden.

      Als Resultat fallen die Schlepperpreise und größere Teile der 240 Mio. auf die Überfahrt Wartenden konnten ihre Reise antreten.


    • @Hausschwein: Ja, sicher. Aber es war eben auch (bzw. ist noch) offizielle Politik.

  120. Irritationen in Ostdeutschland
    Das Abschneiden der AfD im Osten hat mehrere Ursachen, deren Wurzel aber vielfach die Migrations“politik“ ist:

    – man hat die eine gesellschaftliche Umwälzung noch nicht verdaut, weiß sehr genau was eine solche bedeuten kann, und will nicht schon wieder eine. Vor allem wenn sie offensichtlich keine gesellschaftliche Verbesserung verspricht.
    – in großen Teilen der Provinz kämpft man, ob fortdauernder Abwanderung, darum den Status Quo zu erhalten, und erlebt auf einmal ein Land das für Fremde praktisch unendliche Ressourcen („keine Obergrenze“) zur Verfügung stellt. Dann fragt man sich warum eigentlich die Schule vor Ort schließen muß, der Bahnhof eine Ruine ist, und Kultureinrichtungen ums Überleben kämpfen.
    – für die atheistischste Region Europas (mit Tschechien) war Religion bisher kaum ein Thema. Die Aussicht das sich nun Religion ins öffentliche Leben schleicht ist für viele wirklich ein Horror und Rückschritt in längst vergangene Zeiten.
    – es gab im Zuge der Migrationskrise eine Gleichschaltung des Landes. Das Parlament kontrolliert die Regierung nicht mehr, im Parlament gibt es keine Opposition, und die Medien sind die Cheerleader der Politik. Das alles erinnert viele an die DDR. Besonders die Indoktrinations- Versuche durch die Medien wecken sehr unangenehme Erinnerungen.

  121. Ich lebe im Nordwesten der Republik, da, wo die AfD ihr schlechtestes Ergebnis hatte,
    aber dieses Ergebnis ist ganz bestimmt nicht darauf zurückzuführen, dass die Menschen hier fortschrittlicher als im Osten sind.

    Vielmehr gibt es hier verhältnismäßig weniger Menschen mit Erfahrungen des Heimatverlustes in der Familienhistorie. Mangels Großstädten gab es keinen Bomber Harris, der Stadtbilder zerstören konnte, und die Besatzer waren auch keine Rache nehmenden Rotarmisten, die dauerhaft eroberten, sondern entstammten dem eigenen Kulturkreis und konnten tatsächlich als Befreier wahrgenommen werden.

    Den höchsten Anteil an Ausländern stellen hier die Niederländer, die aber gar nicht als Ausländer empfunden werden. Sie sprechen alle sehr gut Deutsch, und im Gegenzug hat Niederländisch in den Schulen Französisch als zweithäufigste Fremdsprache abgelöst. Kulturfremde Migranten haben in der Regel nur ein Ziel, nämlich so schnell wie möglich von hier weg in eine Großstadt zu ziehen. Und wie gesagt, die nächste Großstadt ist weit weg.

    Die Bevölkerung hier wächst auch ohne den Zuzug von Kulturbereicherern, allein durch Geburten und den Zuzug von niederländischen Familien mit Kindern, die unsere Immobilienpreise schon seit beinahe 20 Jahren in die Höhe treiben. Dank extrem hoher Eigenheimquote bei den Einheimischen stört das aber kaum jemand. Der Arbeitsmarkt hier ist, wie in den Boomregionen des Südens der Republik, leer gefegt und hängt auch nicht an einer Branche, die gerade zum neuen Erzfeind grün-links-versiffter Heimatzerstörer auserkoren wurde. Die CDU-Welt ist hier also noch intakt. Ach ja – in meiner Heimatgemeinde sitzen nicht einmal Grüne im Rat.

    Wenn also jetzt das Wahlergebniss der AfD im Osten als Beweis für die Rückständigkeit der Ossis herangezogen wird, dann halte ich das für falsch und diskriminierend. Die Menschen dort haben in nur 45 Jahren zweimal Heimatverlust hinnehmen müssen, haben die Hauptlast des verlorenen Krieges getragen, wurden nach der Wende erneut betrogen (von wegen VEB und das Land gehört allen), und sollen jetzt hinnehmen, dass die Heimat und die öffentlichen Ressourcen erneut preisgegeben werden. Das Einzige am Wahlergebnis der AfD im Osten, was mich verwundert, ist, dass diese Partei dort noch nicht die absolute Mehrheit hat.

    Überzeugt bin ich allerdings davon, dass nach 4 Jahren Jamaika auch hier im Nordwesten CDU-Land abgebrannt sein wird. Ob dann immer noch von den rückständigen Ossis geredet wird, wage ich zu bezweifeln. Vielmehr müsste dann wohl von rückständigen Wessis gesprochen werden, die den Fortschritt der Ossis nachgeholt haben.


    • Danke für die Beschreibung der Lebensumstände im ländlichen D-NW. Als ich mir die Ergebnisse auf der BTW-Karte anschaute, wunderte ich mich darüber, daß dort anscheinend noch völlig „alte BRD“ à la 1960er, 1970er herrscht, mit CDU und SPD unangefochten als Mehrheiten, weitere Parteien so winzig, daß sie keinerlei Einfluß haben. Die neuste Partei, die AfD, kommt gewissermaßen von D-SO her (Cottbus und Passau) und wird Richtung D-NW schwächer. Die Linke ist nach wie vor v.a. eine Ost-Partei (überflügelt dort die SPD oftmals), aber auch im Saarland stark. Grüne und FDP sind eher wohlhabend-städtisch (abgesehen vom grünen Lüchow-Dannenberg).
      Aber es sieht so aus, als kommen die Veränderungen im NW als letztes an.

    • Ich persönlich rede nicht von „rückständigen Ossis“. Ihre Schilderung gibt mir dabei auch recht.
      Es wird denen, die Veränderungen, wie Sie sie schildern, nicht möchten, oft vorgeworfen. Es ist falsch.

  122. Kleiner Einspruch!
    Sehr geehrte Frau Pukke,

    Ihre Ausführungen kann ich nur bedingt teilen. Ich als gebürtige und auch gebliebene Münchnerin war das erste Mal nach meinem missglückten Jura-Freischuss 1995 in (Ost-) Berlin, um mich und meine angeschlagene Seele für 1/2 Jahr dort zu therapieren. Gefunden habe ich eine vertraute und doch fremde Welt, die ich seit damals in etwa der gleichen Intensität bereist habe, wie Don Alphonso sein Italien.

    Da Ostmänner das halten, was Westmänner versprechen, bin ich jetzt seit 10 Jahren glücklich mit einem Ossi verheiratet. Seitdem kommen zu den Urlaubsreisen nach Thüringen, Berlin und an die Ostsee auch noch regelmäßige Verwandtschaftsbesuche in Wilsdruff bei Dresden hinzu. Laut SPON der Wahlkreis mit der höchsten AfD-Dichte.
    Zwei Dinge fallen mir dort immer wieder auf. Zum einen würde ich als Wessi nie akzeptiert werden. Umso schwerer dürften sich Nichtbiodeutsche tun. Da sind die Sachsen den Bayern in der Mentalität recht ähnlich. Das Zweite: der Sachse ist gern seines Glückes Schmied. Schon zu DDR-Zeiten übte man sich in passivem Widerstand gegen die Bevormundung aus Berlin. Nach der plötzlichen und zunächst bedrohlichen Freiheit haben die meisten etwas aus der neuen Situation gemacht. Man sieht es an allen Ecken. Renoviert, aufgebaut, gepflegt und vor allem heimatverbunden. Die, die der alten Zeit nachtrauern sind entweder jenseits der 65-70 oder sie schrammen dicht vorbei am Asozialen.

    Ich weiß nicht, ob einer meiner Vorkommentatoren den Beitrag von Frau Barbe aus dem Cicero bereits verlinkt hat. Ich denke, er drückt sehr genau die Befindlichkeiten im Osten aus. https://cicero.de/innenpolitik/offener-brief-an-wolf-biermann-von-politischer-kultur-kann-hierzulande-keine-rede-sein

    Wenn ich mir meine Schwiegereltern ansehe. Mein Schwiegervater hat an den Sozialismus geglaubt. Die Familie musste sich dem unterordnen. Langsam dämmert ihm die Erkenntnis, dass diese Vision auf Kosten seiner Familie und damit letztlich auch auf seine Kosten ging. Und meine Schwiegermutter, die ihre Kinder nicht in die Krippe gab und den finanziellen Nachteil durch eiserne Haushaltsdisziplin ausglich; die täglich mit dem Mangel zu kämpfen hatte und als lebenskluge Frau den Zusammenbruch noch vor ihrem Mann spürte, sagt heute, die politische und mediale Situation erinnere sie stark an DDR-Zeiten.

    Bei aller globalsozialen Tünche ist die staatlich geförderte Einwanderung mit Prekariat und Billigarbeitskräften wohl nicht im Sinne derjenigen, für die linke Politik eigentlich gedacht ist. Vielleicht beginnt mit dem Erstarken der AfD ein Umdenken bei den Linken. Oder sie verraten zum zweiten Mal ihre Anhängerschaft.

    Danke für den Beitrag. Sehen wir, wie es weitergeht….

    • Danke für den einfühlsamen Bericht.
      Und ja, Ihre Schwiegermutter hat recht.
      Und über den letzten Absatz muss ich noch nachdenken. Da ist was dran.

  123. "Gefüchtete & Beheimatete"
    Ich schätze Ihre Artikel sehr, eine objektive-kritische Meinung in diesen weichgespülten Zeiten. Falls Sie es noch nicht gelesen haben… kann dieser Unsinn bitte ein für alle mal aufhören?
    https://twitter.com/BAMF_Dialog/status/913387464483594240

    • Danke für den Link!
      Sie wissen selbst, dass dieser Unsinn nicht aufhören wird. Im Gegenteil, Neusprech, Political Correctness und Propaganda werden in den nächsten Jahren noch stärker auf die schon länger hier Lebenden (aka „die Beheimateten“) einwirken.

      Warum?

      Man hat nichts falsch gemacht, würde alles wieder so tun und weiss nicht was man anders machen sollte. Da bleibt nur die Möglichkeit, „die Menschen mitzunehmen“ und ihnen die Politik „besser zu erklären“. Finden Sie sich damit ab.


    • Die sind halt immer noch auf den Willkommenspartys, die vom Migräne-Amt. Hat es das mit Hartzern schon mal gegeben?

      Selbst der gutmütigste Mensch wird sich so etwas auf Dauer nicht ohne Reaktionen bieten lassen.

      Beheimatet – die wissen einfach nicht, was die da reden. Das Volk hat denen das vermutlich noch nicht richtig erklärt.

    • das eigen "WIR" und "SIE"
      @Enough,

      warum sollten „Sie“ denn damit aufhören?
      Dafür sind die Gäste Merkels doch da.
      Nennt sich Rollentausch.
      Wurde uns doch angekündigt per Wort und schlüssiges Handeln.

      Erst die Deutschen aus den Sprachschatz und Redetexten gestrichen ausser aus der Adresse von Rechnungen, dann die Fahne entsorgt, die Grenzen als nicht wichtig und unhaltbar deklariert, die eigen Schutzengel (Polizei, Armee und Feuerwehr) dezimiert und das eigene Volk entwaffnet, dann das Volk abgeschafft (Das Volk sind alle die hier leben, und wer das ist bestimme ich.)
      Als nächstes das Gericht der Gerichte der Deutschen lasst man deklarieren es gibt kein ethnisches Volk und im übrigen „Wir“ schaffen das oder „Sie“ schaffen uns.
      Alles Handlungen gemäß der selben Logik.
      Nun ja – nun wird es getan.
      Ich nenne das zielgerichtet Handeln.

      Also warum sollen sie damit aufhören, so kurz vorm Ziel?

      Wenn man das stoppen will und das sollte man, wenn man jung ist oder Kinder hat und nur eine Staatsbürgerschaft, muss Mann und Weib darüber nach denken wer „Sie“ und wer „Wir“ sind und wie das eigene „Wir“ mit dem „Sie“ künftig umgeht.

      Und das hat nichts mit Flüchtlingen zu tun.

  124. Ich weiß nicht...
    …ob RDPrecht Ossi ist oder Wessi, ich tippe wegen des absoluten Pragmatismus auf Ersteres, aber ich finde, den sollten die Jamaikawürfelspieler mal an ihren Grünen Tisch bitten. Dem aufgeschlossen zuzuhören, lohnt sich.

    Ansonsten sollten die Oppositionsparteien mal genau hinhören, was er sagt. Oder ihn gleich anzuwerben und ihm einen Stuhl anzubieten versuchen.

  125. Kalkül
    Das Kalkül ist doch klar: als Partei konzentriert man sich auf die Mehrheit, also wenn Frau Merkel sagt „Uns geht es gut“ auf jene, die alles in allem dieser Ansicht sind. Mit den Grünen und FDPlern geht sich eine solide Mehrheit aus. Und da Deutschland nicht nur Export- und Fußball-, sondern auch Moral- (Flüchtlinge) und Demokratie (Trump-Standpauke) Weltmeister ist, sind alle Miesepetrigen eben auch noch sogar ein Argument gegen sich selbst. Insofern stärkt das Reden über die armen Abgehängten wieder jene, denen es „gut geht“. Ihr Zitat drückt ja genau das aus. Dazu kommt natürlich noch verstärkend der Graben Ost/West. So lässt sich noch viele weitere Jahre regieren.

  126. Denkanstöße
    …alles würde ich von Precht ganz sicher nicht unterschreiben.
    Aber er vermittelt sehr interessante Denkanstöße.

  127. Safari in der Ostmark
    Meine Damen und Herren, schön, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Diesmal führt uns unsere Safari in die wilde Ostmark.

    Die mittlere Ostmark wird fast ausschließlich vom gemeinen Brandenburger bewohnt. Seine bevorzugten Lebensräume sind Ruinen, Brachflächen und verwilderte Bushaltestellenhäuschen. In der Regel ernährt er sich von dem, was Besucher des Reservates über die Zäune werfen: Alkoholika, Südfrüchte und abgelaufene Lebensmittel.

    Allerdings sollte man sich vom possierlichen Äußeren des gemeinen Brandenburgers nicht täuschen lassen. Besonders bei der Fütterung zeigt die Spezies ein ausgeprägtes Revierverhalten, welches ihr weder durch gutes Zureden noch durch Elektroschocks ausgetrieben werden kann. Experten, wie die Rassekundlerin Annett K. Hahne, versuchen allerdings seit einiger Zeit, die negativen Eigenschaften des gemeinen Brandenburgers durch Einkreuzung geselligerer Arten zu verringern. Bisher mit überschaubarem Erfolg…

    …begleiten Sie uns doch auch nächste Woche wieder auf unserer Safari. Dann besuchen wir in der südlichen Ostmark ein noch gefährlicheres Wesen: den gemeinen Sachsen.

  128. kinder erden ungemein sagt der...............
    @Hans Nase

    dem kann mann und frau wohl nur beipflichten, denn der umkehrschluss ist so eindeutig wie nur was:

    ulFuM: kinderlos
    Macron: kinderlos
    Junker: kinderlos

    die haben alle ein akutes kompensationsproblem, im günstigsten fall für uns untergebene und steuerzahler ist es die flucht in den alkohol, bei anderen sind es wilde allmachtsfantasien und die anderen schenken uns ungewollt menschen !

    • @ Django
      Man könnte Ihrer Liste noch ein paar Namen anfügen, absolut
      gruslige Vorstellung jedenfalls, dass die auch noch Kinder hätten …

      Tägliche Bildstrecken in den MSM
      Homestories im TV
      Errichtung von Erbmonarchien nach dem Vorbild der Kims
      Dynastisches Heiraten
      usw. usf.

    • Analogien
      Die aus der Vererbung abgeleitete Verantwortung erklärt auch den langen Bestand von Monarchien (Ich überlege schon lange, ob ich meinen letzten König wieder haben will, der damals so verärgert wurde, dass er das Parlament „seinen Dreck alleene“ weitermachen ließ.) und den langfristigen Erfolg von Eigentümer-geführten Unternehmen im Gegensatz zu AGs (die Betonung liegt auf „langfristig“).

    • Ergänzung
      Reichskanzler (1933 bis April 1945): Kinderlos, Vegetarier, Antialkoholiker, Nichtraucher, Hundebesitzer

  129. ...
    Liebe Frau Pukke!

    Hatte gestern eine grobe Wutrede auf den Blog im allgemeinen und Sie im speziellen verfasst, aber gelöscht und nicht abgeschickt. Heute Nacht hab ich aber gut geschlafen und meine gräßliche Retraumatisierung durch Ihre unbarmherzigen Worte wenigstens reflektiert: Im ersten Teil Ihres Artikels sprach mich die Ära Kohl, im zweiten die Ära Schröder an und beide haben sie mir fürchterliche Angst eingejagt, wie Ihre Bilder sehr schön zeigen. Würde Ihnen die Erinnerungen an die Bücher in den leeren Regalen und an die Menschen hinter den leeren Fenstern nicht mehr für Geld noch gute Worte zeigen wollen! Mit der AfD werden nun stellvertretend andere für anderes geprügelt. Wir sind schon längst gegangen.

    • Ich danke fürs Löschen. Nicht, dass ich einen Wutkommentar nicht ausgehalten hätte. Ich finde das nur so viel konstruktiver.
      Interessante Denkanstöße, die Sie mir da bieten.
      Nur eine kurze Nachfrage, wenn Sie verzeihen: Wen meinen Sie (im letzten Satz) mit „Wir“?

    • @ phoenicia
      Die Menschen hinter dem Klischee des Ostlers. Die mal hinter den leeren Fenstern zu Hause waren und die leeren Bücherregale befüllten und auch bevölkerten.

  130. .....
    Man hätte die DDR ernst nehmen müssen, im Endeffekt kam da der westliche Teil Preussens und Sachsen wieder zu Deutschland und statt das man gemeinsam an einem neuen Deutschland gearbeitet hätte, eventuell auch weniger westlich, hat man das ganze wie die Kolonisierung eines anderen Landes behandelt.
    Ein wichtiger Schritt wäre es gewesen das Grundgesetz tatsächlich neu zu fassen da nun ein geeintes Deutschland da war, anstatt einfach das GG zu perpetuieren. So ist West-Deutschland gekommen und hat seine Welt, seine Ansicht, sein GG auf die ehemalige DDR übertragen. Viele Westler vertreten dann dazu noch eine Ansicht von „die sollen doch das Maul halten wir zahlen denen ja“ was auch nicht gerade zur Einheit beiträgt.

    Deutschland muss seine Nation neu verhandeln und das heißt eventuell auch das der Westen sich ändern muss und „östlicher“ werden muss und nicht einfach seine Ansichten auch dem Osten aufdrücken kann.

    Dazu kommt natürlich das gerade die großen politischen Parteien auf dem Land nichts mehr tun, wegen denen 2000 Einwohnern geht man da nicht in die brandenburgische Provinz. Die NPD und die AfD tun aber genau das und siegen damit.
    Die Linken waren immer eher urban aber die CDU hat sich zu dem gemacht, Potsdam, Dresden und Co. waren denen weit wichtiger als irgendwelche Dörfer mit -itz am Ende.

    Als Fazit lassen sich zwei Dinge feststellen:

    1. Die Politik muss aufs Land
    2. Die Politik muss nicht besser erklärt werden sondern geändert werden, die Politiker müssen begreifen das sie zuhören müssen und offen sein müssen und nicht einfach als Prediger ihrer selbst erfundenen Wahrheit auftreten sollen.

  131. Wir waren zu viert, Großfamilie
    Mit drei Geschwistern wurden wir in den 80ern schon immer schief angesehen……..Assis ?

  132. Der Zuzug vieler Ausländer ist nicht nur ein soziales Problem
    Das Erklärungsmuster folgt der 68er-Bewegung: Es gibt „Anderswähler“ (guter Ausdruck übrigens), dann muss es eine soziale Schieflage geben. Doch so einfach funktionieren menschliche Gesellschaften nicht. Es sind keine Maschinen, die laufen, wenn alles seinen Platz gefunden hat. Menschen brauchen eben auch Vertrautheit (das Wesen alles Konservativen).

    Bei einem starken Zuzug von Ausländern in kurzer Zeit gehen – wenn diese sehr stark abweichende gesellschaftliche Vorstellungen und geschichtliche Hintergründe haben – vieles verloren. Das kann bei Alltäglichkeiten wie traditionsreichen Lebensmitteln aus Schweinefleisch beginnen, die nicht mehr in den Kantinen angeboten werden oder im Lebensmittelregal Platz machen müssen für exotische Speisen der Einwanderer. Doch dabei bleibt es nicht. Plötzlich ist Religionskritik unschicklich, muss der Ausländer willkommen geheißen werden – was weit vom Konsens des Rechts auf körperliche Unversehrtheit entfernt ist; müssen Steuern gezahlt werden, um Menschen zu unterhalten, deren einzige Leistung darin besteht, Deutschland erreicht zu haben. Eine Verbindung zu den Einheimischen besteht indes nicht; ein Wille zu Anpassung, den jede Migration (daher) voraussetzt, fehlt ganz überwiegend. Ein Verständnis dafür auch. Das nimmt nicht wunder, denn nur gebildete Zuwanderer bringen die nötige Einsicht mit und können (auch in den Arbeitsmarkt mit Perspektive auf einen Aufstieg) integriert werden. Die anderen haben Glück, wenn sie sich nützlich machen können, doch das befriedigt (darin steckt Frieden!) schnell niemanden mehr.

    Nein, es geht nicht nur darum, dass wir eigene Landsleute unbeachtet zurück gelassen haben. Das sagt nur viel über das Verhältnis der Bessermenschen zu ihren Nachbarn aus, die Unfähigkeit zur Empathie (ohne Anerkennung als Gegenleistung), die Eitelkeit, die sich darin zeigt, der Narzissmus und die Ausgrenzung, die auch diesem Verhalten innewohnt. Die Bevorzugung der Falschen trägt mehr zur Eskalation bei als diese Menschen begreifen (können). Ihre Unfähigkeit zur Einsicht, zur Perspektivübernahme derer, die ihnen näher stehen (sollten), lässt erkennen, dass wir tatsächlich soziale Fehlentwicklungen haben. Nur nicht bei denen, bei denen man es als erstes vermutet.


    • „Gebildet“ triffts doch auch nicht. Ein Ex-Muslim, der sich zur Schweinshaxe bekehrt hat, wird auch bei Hauptschulabschluß viel eher integriert als eine Koryphäe in sonstwas, die den Islam leben will.

  133. Er´s und Innen´s
    Ein bißchen abseits des Artikelinhalts (, dem ich in weiten Teilen zustimme, aber nicht in allen, und der das Denken anregt, was heutzutage selbst in Qualitätsmedien nicht unbedingt selbstverständlich ist,):
    Ich bin erst durch einen Leserbeitrag auf die zweigeschlechtsorientierte Schreibform der Autorin aufmerksam geworden. Seit etlicher Zeit verfügt mein Browser nämlich über ein schönes sprachverbesserndes Addon, das Binnen-I´s und geschlechtsaufzählende Formen durch die historische Pluralform für schon länger des Lesens Mächtige ersetzt. Der Einsatz dieser digitalen „Lesebrille“ verbessert den Lesefluß und ich bin nicht meht so vom Inhalt abgelenkt.

  134. Den Neusprech der guten Menschen
    halte ich für teilfaschistisch.
    .
    Aber.
    .
    Das Unwort „Deutsche“ durch das Wort „Beheimatete“ zu ersetzen, halte ich für angenehm. Allerdings für nicht zuende gedacht.
    Es klingt wie „Behinderte“. Und das ist bei den s e h r guten Menschen längst ersetzt durch „Menschen mit Behinderungen“.
    .
    Also, liebe Guties, passt euch den Sehrguties an und sprecht ausschließlich von „Menschen mit Beheimatungen“.

    • meine liebe Sprache
      Das Rumdoktern an der Sprache hat etwas Albernes. Es kommen schlimme Sachen dabei heraus.

      Den Holocaust haben die Nationalsozialisten organisiert. Ansonsten waren wir schon immer Berliner, Bayern, Schwaben, Nordfiresen, Sachsen, Hessen usw. Am Holocaust haben welche kooperiert, teils freiwillig, teils unter Zwang. Die Freiwilligen hatten einen erbärmlichen Charakter. Aber hatte der etwas mit der deutschen Sprache eines Hernn Schiller, Goethe, Heine zu tun? Sicherlich nicht. Es hatte nur mit dem erbärmlichen Charakter und eliminatorischem Antisemitismus zu tun.

      Wer seine Sprache nicht liebt und evtl. andere noch dazu, hatte schlechte Lehrer. Nichts ist so schön wie gut gesprochene Sprachen ohne Sterne und Binnen-I’s, Sprachen, die ohne jegliche Veränderung an der Art der Formulierung erkennen lassen, dass sie Frauen zum Beispiel nicht ausschließen.

      Goethe und Heine liebten Frauen. Im 18. und 19. Jh war man in solchen Kreisen mit Frauen von Geist befreundet. Ich nenne Bettina von Arnim.
      Fremde zu mögen ist eine Frage des Geistes auf beiden Seiten. Wer würde einen Russen ablehnen, der ihm von Dostojewski oder Tolstoi erzählt, einen Chinesen, der ihm die Ming-Dynastie erklärt oder auch nur sein Land? Aber wie soll man solche mögen, die Verständnis für Terrorismus und Antisemitismus aufbringen und selten ein Buch gelesen haben? Solche, die dann auf anderem Niveau, beim Essen, wo Gastfreundschaft entstehen kann, nicht ertragen, wenn der Tischnachbar eine Schweinshaxe verzehrt?

      Wie soll das jemals gehen? Die Sprache ändert nichts daran. Der andere muss sich ändern, der, der hierher als Gast kommt. Und der Gastgeber muss die Runde beenden können.

    • Die sehr Guten
      sprechen – soweit ich weiss – nicht von „Menschen mit Behinderungen“ sondern von „Menschen mit Herausforderungen“, wie z.B. im politisch korrigierten Märchen „Schneewittchen und die sieben vertikal Herausgeforderten“.

      Hätten Sie eventuell noch einen Vorschlag, wie man die völlig veraltete Inschrift am Reichtagsgebäude ändern könnte?
      (Da kommen ja gleich zwei schlechte Wörter drin vor!)

  135. zu Wolf Biermann und der Feigheit der Ossis oder der Paradigmenwandel der Linken plus "ein Ei)
    Biermann ist immer eine Auseinandersetzung wert. Sein Text über die „Feigheit“ der Ossis steht offen:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-153371497.html

    Mir machte es die Stasi nicht schwer, zu erkennen, dass sie lügt; denn auf den Vorhalt, ich hätte am 17. Juni Flugblätter für Bahro, Biermann und Kunze verteilt, fiel die Erwiderung nicht nicht schwer: Für Reiner Kunze vielleicht. Für Bahro und Biermann am 17. Juni, dem Tag der Deutschen Einheit, nicht …; dh. nicht, das man das Bahro-Buch (die Alternative) nicht nächtens abfotografierte…

    Wolf Biermann landete nun bei Angela Merkel, das ist symbolisch-exemplarisch für viele Linke.

    Aber,
    durch Biermann (und Havemann) lernte man auch, selbst wenn er die SED immer links, zuckererbsig überholen wollte (also damals nix vom Sozialismus kapiert hatte), dass Voltaire und die Meinungsfreiheit einen Sinn hat und nicht jeder Linke die Wiedergeburt des Totalitarismus ist.

    Und man lernte – wie die Havemann-Linke wohl ebenso – dass man unter totalitären Verhältnissen sich gegenseitig hilft, selbst als man schon im Westen war.
    Dieser Respekt zählt lebenslang – was immer Biermann sagt.

    Interessant an den Bierman-„Feiglingen“-Text ist der Paradigmenwechsel. Früher beschimpfte man die Deutschen von links gern als die Schlafmützen mit der Bahnsteigkarte zur Revolution, denen der französische Mut zur Guillotine fehlte…(Aufgabe: suche Westzonen-Beispiele und nicht nur bei Lenin).

    Tja, die Dummheit der Linken und die unterschiedlichen Lernbögen.
    Früher waren sie international, weil das Kapital national war und man sich dafür – zu Recht – nicht industriemäßig verheizen lassen wollte.

    Heute ist das Kapital international und die LinksGrünen sind es mit Merkel ebenso.

    Den Weg zum europäischen Imperialismus beschreiten sie in frz. Einwickelpapier. Damit es keiner merkt, legen die LinksGrünen zwischen durch ein Ei und nennen es „Heimat“.

    Und alle Zonis rufen, ei gucke Mal: ein Ei.

  136. Maurice Druon, Elite und Volk, 14. Jh.:
    „ er rückt an der Spitze einer englischen Armee auf französischem Boden vor. Aber ist es für ihn von Bedeutung, dass seine Truppen fremdländisch sind? Gibt es denn diesen Begriff für die Grafen, Barone und Ritter? Ihre Streifzüge sind Familienangelegenheiten und ihre Kämpfe Erbschaftsstreitigkeiten. Der Feind ist ein Vetter und der Bundesgenosse ebenfalls. Nur für das Volk, das man massakriert, dessen Häuser in Brand gelegt, dessen Scheunen geplündert und dessen Frauen vergewaltigt werden, bedeutet das Wort „fremdländisch“ den Feind, nicht für die Fürsten, die Ansprüche verteidigen und sichern“.
    Die Inhalte ändern sich, das Verhältnis bleibt. Abhilfe gibt es nicht.

  137. zu Gruber Nation neu verhandelt
    Lieber Herr Gruber

    Sie übersehen, dass Deutschland nur kurz eine Nation war und daher keine gemeinsame Identität hat. Die trauriger Wahrheit im von Süden bis Mitte ist in meiner Generation (geboren Mitte der 60er) spielt und spielt es zu großen Teilen heute noch nicht.

    Uns ging es gut, Mauern sahen wir nicht, und Schweizer, Franzosen und Italiener waren uns weit näher als Preußen etc. Ich ging fast schon zur Schule, als ich überhaupt mitbekam, dass ein Staat namens DDR existierte. In Frankreich und der Schweiz war ich zu dem Zeitpunkt schon oft gewesen … Solche Prägungen verlieren sich ebenso wenig wie Prägungen innerhalb der DDR.

    Eine Ausnahme scheint mir lediglich Thüringen zu sein, der Übergang vom hessischen ins thüringische ist mittlerweile so fließend, als hätte das schon immer zusammengehört, zumindest in den grenznahen Regionen.

    Außerdem scheinen mir Nationen ohnehin out zu sein, das Regionale kommt mehr durch, schauen sie nur nach Spanien!

    Herzliche Grüße

    Hessin

  138. Neue Bezeichnung für the artists formerly known as Deutsche
    Lt. BAMF: „Beheimatete“.
    Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Heimat überhaupt geht. Frag nach bei the Dienstwagenbesitzer, formerly known as Grüne…

    • BEHEIMATETEN-NATIONAL-MANNSCHAFT
      ist der Titel der DFB-Auswahl dann die Beheimateten-National-Mannschaft !

      blicke da so langsam vor lauter „Studierendenwerken“ und sonstigem Kram gar nicht mehr durch.

      wird sich legen, mit den GrünInnen und CEM an der Macht kommen bald eine Sprachreform, ein Islamischer Feiertag, Islamische Nachrichten im Ersten und der Freitag wird frei !

  139. Ja und nein
    Ich arbeite täglich (als gebürtiger Wessi) in Brandenburg. Einerseits glaube ich, dass gewisse Linien schon seit einiger Zeit zu beobachten sind. Andererseits hat sich seit 1998 wirklich viel verändert und eine Reise damals taugt IMO kaum dazu, über das jetzige AgD-Ergebnis nachzudenken.
    Es wird immer viel zu schnell und viel zu einfach über die Motive „im Osten“ geurteilt. Von widerwärtigem, echten Rechtsradikalismus über eine gewisse Orientierungslosigkeit bis hin zu merkwürdiger, querfrontiger (N)ostalgie gibt es viele Stimmungslagen, die Leute zu Gegnern der Bundesrepublik werden lassen. Flüchtlinge spielen in echt an vielen Orten überhaupt keine Rolle, in der Fantasie aber eine gewaltige. Das ist ähnlich wie mit den gierigen Westdeutschen, die sich für viele Ecken des Landes bis heute kaum interessieren, aber als böser Feind die Imagination bevölkern. Dieser „Die bekommen, was ich haben sollte“-Gedanke ist oft anzutreffen. Eine Neigung, erhaltene Leistungen zu vergessen und die Leistungen, die andere erhalten, zu vergrößern auch.

    Es führt m.E. kein Weg in sinnvolle Diskussionen, wenn sich nicht alle Beteiligten etwas zumuten mögen. Wer nur die eigenen Meinungen bestätigt und gespiegelt haben will, findet dafür reichlich Gelegenheit, aber natürlich ist das dann zum großen Teil nichts als Selbstgespräch. Das allerdings ist nun wirklich kein Ost-Phänomen.

    • Nein, das ist wahrlich kei9n reines Ost-Phänomen, da haben Sie völlig recht.

    • "die Leute zu Gegnern der Bundesrepublik werden lassen"
      Ich habe Ihren Beitrag dreimal gelesen und das Zitierte, liebe/r Osmin, hat vielleicht nicht in der Absicht, sehr wohl aber in der Wirkung, nun ja, einen denunzierenden Hautgout. Geht’s ohne das nicht?
      Einen abwertenden Tonfall, der dem Gegenstand Ihrer Betrachtung die Urteilsfähigkeit abspricht, weil …, während man selbst über jede Menge Urteilsfähigkeit verfügt, weil …

      Es ist entweder geschickt oder gedankenlos von Ihnen, ein paar Stimmungslagen aufzuzählen und dann als weitere Eigenschaft pauschal „Gegner der Bundesrepublik“ hinzuzufügen. Ganz das Gegenteil anzunehmen, nämlich dass die Kernwerte der Republik als erodiert empfunden und das Besinnen auf ihr Kerngeschäft vermisst wird, dürfte näher an den Tatsachen liegen.

      Analog hätten Sie Luther unterstellt, er sei Gegner des Christentums, weil er sich aufmachte, dem durchdrehenden Papst Leviten zu lesen.
      (Und der war nicht mal gegen das Papsttum, nur gegen die Auswüchse, geschweige gegen das Christentum.)

  140. Die Anderswählenden sind keine Aliens
    sie sprechen eine Sprache, die man verstehen kann (auch wenn sie nicht immer nett sein mag) – wenn man sie denn verstehen will. Allerdings leben die Anderswählenden tatsächlich oder eingebildet – das ist von Einzelfall zu Einzelfall sehr unterschiedlich, manchmal trifft wohl beides zusammen – in einer anderen „Lebenswelt“. Auch wenn man dies nicht wirklich zugeben will, so wird es doch trotzdem implizit bestätigt, wenn z.B. Politiker ihre Kinder selten bis nie an Schulen schicken, die in Brennpunkten liegen oder einen hohen Migrantenanteil aufweisen.

    Ein Hineintauchen in diese Lebenswelt ist für alle jene, die dort nicht gefangen sind, nicht möglich. Ein Hineintauchen auf Zeit unterliegt immer der Perspektive, dass es eben nicht von Dauer ist und es einen Ausweg gibt. Die Änderung der Lebenswelt so vieler würde aber so aufwändig sein, dass sie kurzfristig kaum zu bewerkstelligen ist.

    Wer also Anderswählende als „Schlecht“ ansieht, sollte sich die indianische Weisheit „Urteile über niemanden, bis Du nicht 1000 Schritte in seinen Mokassins gegangen bist.“ zu Gemüte führen.

    Ich denke, ein großes Problem ist, dass diejenige, die für viele Anderswählende „schuld“ ist – nämlich Frau Merkel – so gar nicht geeignet ist, hier Brücken zu bauen. Die Entscheidung von Fr. Merkel 2015 bewerte ich nicht unbedingt als Fehler aber auch nicht als Glanzleistung. In einer Ausnahmesituation human handeln zu wollen ist nicht falsch, was dies nach sich zog, konnte man eventuell ahnen, sicher war es aber nicht unbedingt. Die Verrenkungen im Nachhinein sind zwar unschön und einige auch durchaus falsch, jedoch auch dem politischen Lagerdenken in Deutschland geschuldet, welches älter ist, als Frau Merkels politische Karriere.

    Das kaum jemand, egal von welcher Partei, riskiert hätte, im Herbst 2015 hässliche Gewaltszenen an deutschen Grenzen zuzulassen, kann man als sicher ansehen.

    Nur – was den Brückenbau angeht – hier tritt Fr. Merkels großes Manko auf – sie hat auch viele Stärken. Sie ist eine bedächtige, verstandsgebtriebene Frau – was weder schlecht, noch gut ist. In manchen Fällen ist das sicher ein großer Vorteil. Die Anderswählenden jedoch sind teils aus sachlichen Gründen, teils aus Emotionen, welche durch Sachgründe bedingt sind und teils aus nicht genau fassbaren Emotionen verärgert. Nur, dass wird jeder Psychiater/Psychologe bestätigen, Emotionen sind eben keine wolkige Bedeutungslosigkeit, sie prägen Lebenswirklichkeit sehr stark, sie sind sozusagen „Realität“.

    Die Anderswählenden müssen nicht nur sachlich, sondern auch emotional „abgeholt“ werden. Dabei muss die Sachpolitik mit den zu kommunizierenden Emotionen ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Und hier sehe ich eben das Problem, dass Frau Merkel und auch Hr. Altmaier so gar kein Talent haben, dies zu leisten. Das wäre nicht einmal so schlimm, wenn sie Personal hätte, welches dies leisten könnte und wollte. Aber diejenigen, die über Pathos und Charisma verfügen, wollen sich an den anderswählenden nicht die Finger verbrennen bzw. können aufgrund ihrer eigenen Weltsicht nicht auf diese zugehen, diejenigen, welche Verständnis und Sachverstand haben, sind eben keine Personen, die mitreissen und begeistern können.

    Nur…. Diffamierung, weitere Ausgrenzung oder Ignoranz wird die Anderswählenden nicht zurückgewinnen. Ein Stück weit wird Umdenken nötig sein und ebenso eine gewisse Demut im Auftreten, um dieses Umdenken glaubwürdig zu kommunizieren.

    • Danke. Das sehe ich auch so. Mehr Begegnungen sind nötig. Ob das in Demut sein muss, weiß ich gerade nicht so genau. Überhaupt reden und zwar möglichst auf Augenhöhe wäre ja schon etwas.

  141. Emigration und Immigration stehen in kausalem Zusammenhang
    .
    Soweit es im Bereich seiner konkreten Möglichkeiten geht der Mensch – wie jedes Lebewesen – dorthin, wo er am besten leben kann und sich wohl fühlt.

    Innerhalb eines Staates wird dies als vollkommen normal angesehen. Der Aufsteiger geht in ein besseres Wohnviertel oder zieht an einen besseren Ort.
    Beispielsweise an den Tegernsee, an den es bekanntlich auch Nazi-Größen wie den Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei Heinrich Himmler hingezogen hat.

    Andere gehen in ein anderes Staatsgebiet, wo sie erheblich weniger Steuern bezahlen. Dort treffen dann deutsche Emigranten, wie reichgewordene Unternehmer, Sportler, Show- und Mediengrößen auf Wirtschaftsflüchtlinge besonderer Art aus anderen Ländern, nämlich Oligarchen und Verbrecher aus Russland, Afrika, Asien etc., die sich der Strafverfolgung in ihrem früheren Staat entziehen und ihr Vermögen vor der Justiz retten wollen.

    Dies alles wird in der Öffentlichkeit als völlig normal angesehen.

    In der heutigen Zeit wird Emigration nicht als etwas Negatives angesehen, zumal wenn es sich „Prommis“ handelt, die sind nach wie vor – auch bei den arbeitenden Massen – gerngesehene Talkshow-Gäste.

    Überhaupt hat man den Eindruck, dass die meisten Deutschen nicht besonders gern in Deutschland leben. Viele würden gern emigrieren, wenn sie könnten.

    So entsteht bei Ferienbeginn regelmäßig eine millionenfache Massenbewegung, die an Massenflucht erinnert, wenn mit Auto oder Flugzeug Deutschland verlassen wird.

    Betrachtet man Deutschland aus der Außenperspektive, so wird deutlich, dass gleichzeitig Massenemigration und Massenimmigration stattfinden.

    Es vollzieht sich ein Austausch der Bevölkerung mit der zunehmenden Tendenz, dass kulturfremde Migranten immer mehr Deutsche aus Deutschland verdrängen, welche eigentlich gern in Deutschland bleiben würden, wenn ihr Lebens- und Kulturraum nicht diese Veränderungen durch die kulturfremde Massenimmigration erfahren würde.

    „Kultur“ erfasst dabei ein komplexen sozialen Gegenstandbereich wie Verfassung, Rechtsstaatlichkeit, Sozialstaatlichkeit, ja überhaupt die Art und Weise zu leben und zu arbeiten, wozu selbstverständlich Lohnniveau, Lebensstandard, Arbeitsplatzsicherheit, Schutz vor Armut und vor Kriminalität, Krankenversorgung, Rentenniveau etc. gehören.

    Man sollte sich also genau anschauen, wer und warum jemand in Deutschland bleibt bzw. auswandert oder einwandert.

    Wobei die sowohl das quantitative Verhältnis von Aus- und Einwanderung sowie die soziale Zusammensetzung von Aus- und Auswanderern nicht konstant ist. Der Anteil der Hochqualifizierten

    Die Öffnung der staatlichen Grenzen für jeden, der nach Deutschland immigrieren will, zumal ohne Erfassung der Identität, ist wohl in der gesamten Weltgeschichte einzigartiger „deutscher“ Vorgang, so wie die industrielle Tötung von Millionen von Menschen aus rassistischen Motiven ein bislang einzigartiges „deutsches“ Geschehen ist.

    Selbstverständlich war die Öffnung der Grenzen ein politisch gewollter Vorgang. Völlig absurd ist es, diesen mit einem „Humanitätsanfall“ der Frau Merkel zu erklären und noch viel erschreckender ist es, dass dieses Narrativ massenhaft geglaubt wird.

    Man setzt sich nicht mit den wirklichen Motiven dieser Einwanderungs- und Bevölkerungspolitik auseinander, nicht mit den Hintergründen, Interessen, Zielen usw.

    Goodnight schreibt:
    „Wenn man den Deutschen, die kaum Geld haben, jetzt tausende Neubürger, die gar kein Geld haben, vor die Tür setzt, damit sich beide um wenige Arbeitsplätze, Kitaplatze und Hartz IV prügeln, dann ist das Ergebnis dieses Sozialexperiment vorhersehbar.
    Da Goodnight anscheinend der einzige Mensch in Deutschland mit akademischer Ausbildung, d.h. der Fähigkeit Kausalität denken zu können, bevor Kausalität entsteht, so ist dann das halt so, wie es jetzt gekommen ist.“

    Diese Aussage ist eindeutig falsch, denn diese Folgen haben von Anfang nicht nur ein Goodnight gesehen.

    Wer die Diskussion im „Wiesaussieht“-Blog verfolgt hat, weiß dies.

    Während Goodnight das Narrativ von der humanitären Motivierung aufrechterhielt, gab es kritische Geister, die Hintergründen, Interessen, Zielen etc. recherchiert haben und zu dem Resultat kamen, dass es sich um eine schon lange intendierte Bevölkerungspolitik handelt, die in einem humanitären Narrativ verpackt wurde.

    Logischerweise waren die Folgen, die immer manifester werden, bewusst intendiert. Denn es sind gerade dieses Folgen, weshalb man diese Politik macht.

    So wird nach wie vor die Politik der Massenimmigration „ohne Obergrenze“ fortgesetzt, nur etwas anders gehandhabt und gelabelt.

    Am Resultat wird sich nicht viel ändern:
    Die Deutschen werden im absehbarer Zukunft eine Minderheit im eigenen Land sein, Staat, Recht, Lebensstandard, Kultur etc. werden sich entscheidend zu Lasten der deutschen Arbeitsbevölkerung verändern.

    Wird man diese Politik aufhalten können?

    Bislang gibt es noch keine breite und wirkungsvolle Gegenbewegung.

    Nur eine sehr kleine Minderheit ist bereit, dafür zu kämpfen. Denn dazu müsste man sich im Real Life organisieren, sich in der Öffentlichkeit engagieren und zumindest Geldmittel für diejenigen bereitzustellen, die sich engagieren.

    Davon ist aber kaum etwas zu sehen. Die Meisten machen fatalistisch so weiter wie bisher. Nur 12,6% waren bereit, ein Kreuzchen bei der Oppositionspartei zu machen. Die meisten von diesen verschweigen ihre Wahl der AfD ihrer Umwelt.

    Geschätzt engagieren sich weit weniger als 1% politisch im Real Life gegen diese Politik. Die Anzahl derer, denen die wirklichen Hintergründe, Interessen und Ziele dieser Politik bewusst ist, dürfte unterhalb des Promillebereichs liegen.

    Massenhaft findet man völlig verkehrtes Bewusstsein. Die Politik einer neoliberalen und sozialdarwinistischen Regierung wird als „links“ angesehen.


    • Mann oh Mann, Herr Goslar. Ist das nicht etwas viel VT?

      Diesmal würde ich nur beim letzten Absatz absolut zustimmen.

    • a difference that makes a difference
      Na, na, Herrr von und zu Goslar,

      die VTler, die haben ja erwartet, dass da ein Masterplan vorhanden ist und es folglich funktionieren wird.
      Das ist etwas ganz anderes als wie der Goodnight zu prophezeien, dass all das nicht funktionieren wird, weil gerade kein Masterplan vorhanden war, sondern nur Emotionen.

      Ich bin sicher, Sie begreifen den Unterschied.

    • Das VT-Argument ohne Widerlegung durch Fakten ist primitiv
      @Otto Meier sagt 11. Oktober 2017 um 19:15 Uhr :
      „Mann oh Mann, Herr Goslar. Ist das nicht etwas viel VT?“

      VT schreien alle, die die wirklichen Zusammenhänge nicht kennen, nicht begreifen können/wollen oder diese verschleiern wollen.

      Es gibt ausreichend Belege und Beweise. So z.B. in den Publikationen von Friederike Beck. Aber nicht nur dort.

    • Wachen Sie auf, Herr Goodnight!
      @Goodnight sagt 11. Oktober 2017 um 20:03 Uhr
      „die VTler, die haben ja erwartet, dass da ein Masterplan vorhanden ist und es folglich funktionieren wird.
      Das ist etwas ganz anderes als wie der Goodnight zu prophezeien, dass all das nicht funktionieren wird, weil gerade kein Masterplan vorhanden war, sondern nur Emotionen.“

      Herr Goodnight, es ist empirisch evident, dass es funktioniert. Nur eben nicht so, wie es massenmedial propagiert wird.

      Wie es funktioniert. kann jeder beobachten:

      Es werden neue Möglichkeiten der Kapitalverwertung geschaffen („Asylindustrie“, Bauwirtschaft etc.), Immobilienpreise und Mieten steigen, der Lebensstandard der Arbeitsbevölkerung wird, Sozialstandards werden abgebaut werden, die soziale Infrastruktur (Bildungs-, Gesundheit-, Rechtssystem) wird sich verschlechtern, Renten werden gesenkt werden und das Renteneintrittsalter erhöht werden, Lohndrücker werden importiert, es fehlt Kapital für die Sanierung und Verbesserung der Infrastruktur usw. usf.

      Deutschland wird wirtschaftlich geschwächt und die Infrastruktur verfällt immer mehr.

      Die Schulen und Hochschulen taugen immer weniger, die Hoch- und Höchstqualifizierten wandern aus. Dies hat Konsequenzen für das Qualifikationsniveau der deutschen Arbeitsbevölkerung

      Die Schwächung von wirtschaftlichen Konkurrenten ist eine altbekannte Strategie.

      Immer mehr deutsche Unternehmen werden von ausländischen Investoren aufgekauft.

      Bevölkerungsgruppen treten in Konflikt zueinander (divide et impera).

      Der Postdemokratie wird – falls im Interesse der Herrschenden – eine demokratische Diktatur folgen.

      Der Islam wird nicht nur zu Deutschland gehören, er wird früher oder später Deutschland dominieren. Dann haben wir muslimische Verhältnisse mitten in Europa, so wie heute in der Türkei.

      Man wird die muslimischen Immigranten mit der deutschen Staatsbürgerschaft versorgen. Dann sind sie formal Deutsche und haben als EU-Bürger Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit.

      Dem werden jedoch andere Länder ein Riegel vorschieben. Denn die wollen keine muslimische Immigration. Die Frage ist, was dann aus der EU und der EU-Bürgerschaft wird?

    • Cui bono?
      von und zu Goslar,
      wem soll all das denn nützen, dieses ganze Chaos? Am Ende muss ja für irgendjemanden ja irgendwie Macht oder Profit oder Wahrheit oder Heil oder Liebe rausbringen, ansonsten macht das wenig Sinn.
      Und ohne Sinn kann man es nicht erfassen und nicht kommunizieren, folglich ist das hier egal. Denn Sinnlosigkeit kann man nicht in Worte fassen.

    • No future außer Chaos und Krise
      .
      @Goodnight sagt 11. Oktober 2017 um 21:51 Uhr
      „wem soll all das denn nützen, dieses ganze Chaos? Am Ende muss ja für irgendjemanden ja irgendwie Macht oder Profit oder Wahrheit oder Heil oder Liebe rausbringen, ansonsten macht das wenig Sinn.“

      Das ist Ihr Denkfehler.

      Denn das postmoderne Individuum denkt nichts mehr zu Ende. Alles Denken verbleibt im Hier-und-Jetzt. Alles dreht sich um Narzissmus. Die Verantwortung für das Gemeinwohl und die folgenden Generationen fehlt.

      Die Leute, die heute das gesellschaftliche Geschehen dominieren, sind narzisstische Psychopathen: Glücksritter, Raubritter, Spieler, Spinner, Größenwahnsinnige etc.

      Mit solchen Psychopathen identifizieren sich die Massen, eifern ihnen nach und laufen ihnen hinterher.

      Den meisten Akteuren geht es nur um die kurzfristige Befriedigung narzisstischer Bedürfnisse, durch Geld und/oder Macht. Durch Sex oder was auch immer. Und vielen geht es um ihr Selbstbild. Da gibt es die Gutmenschen von rechts und von links.

      Man macht alles, was Profit bringt. Zerschlagung von Unternehmen, Krieg, Ausraubung der Bevölkerung durch Privatisierungen, Währungs- und Zinsmanipulationen etc.

      Dieser Typ von Akteur hat sich längst von der bürgerlichen Rationalität verabschiedet, wo es den Citoyens darum ging, das Gemeinwesen zu erhalten und den Nachfahren eine gute Zukunft zu ermöglichen.

      Der Kapitalismus fördert einen extremen Individualismus und Egoismus. Es gibt nur noch wenige gemeinwohlorientierte Menschen, gerade unter denen, die über Geld und Macht verfügen.

      Die heutigen Menschen haben den Sinn und Blick fürs Ganze verloren. Das sind vereinzelte Einzelne, die mikrosozialen Inseln leben, in Familien, Betrieben, Gruppen. In ihren alltäglichen Hamsterrädern.

      Diese Monaden praktizieren einen kleinbürgerlichen Anarchismus, sie haben sich von der Verantwortung für das Gemeinwesen und die Zukunft der nachfolgenden Generationen gelöst.

      Daher das Chaos.

      Was in den kapitalistischen Gesellschaften nach Chaos, Niedergang und Totalkrise kommt, wissen wir nicht.

      Das einzige Gegenmodell was Zukunft besitzt, ist China. Das ist eine geordnete Gesellschaft mit ökonomischer Rahmenplanung und –steuerung sowie klaren Zukunftszielen, die Schritt für Schritt erfolgreich angegangen werden.


    • Sorry, Herr Goslar, aber der Kopp-Verlag ist kein Hort vertrauenswürdiger Quellen für mich.


    • China als Zukunftsmodell. Jetzt fehlen mir so langsam aber wirklich die Worte. Damit ist hier dann auch fini. Aber wenn ich noch etwas empfehlen darf, in aller Freundschaft, dann eine kleine Denkpause.

    • Wie sich Linke und Rechte ähneln
      Herr Meier, sie kommen mir vor wie das linke Pendant zu jenen Rechten, die meinen, die Regierung Merkel betreibe eine „linke“ Politik.

      Immer im Mainstream der linken Political Correctness und ständig auf der Suche nach Bestätigung der eigenen linken Vorurteile.

      Was ist denn gegen den Kopp-Verlag inhaltlich vorzubringen? Dass er nicht politically correct ist, sondern ein breites Meinungsspektrum abdeckt?

      Wollen Sie ernsthaft behaupten, dass es unter dem Bücherangebot des Kopp-Verlages keine seriösen und lesenswerten Autoren gibt?

      Zu China muss ich immer wieder feststellen, dass es – bei Linken wie Rechten – ein massemedial geprägtes Bild voller falscher Vorurteile gibt.

      Kaum jemand hat sich ernsthaft mit China befasst, dazu recherchiert und gelesen. Die Wenigsten verfügen auch nur über grundlegende Informationen.

      Wie hier die Rechten glauben, dass die Merkel-Regierung eine linke Politik macht, so sind sich im Falle Chinas sowohl Rechte wie Linke einig, dass in China der Kapitalismus herrsche.

      Verkehrtes Bewusstsein:

      So soll in Gesellschaften mit kapitalistischer Herrschaft angebliche eine „linke“ Politik stattfinden in China mit kommunistischer Herrschaft angeblich eine kapitalistische.

      Meist haben die massenmedial propagierten Informationen über China so viel bzw. so wenig mit der Realität zu tun, wie Kohls blühende Landschaften im Osten.

    • Diese Verehrung von China als "Zukunftsmodell" erinnert mich an was ...
      Ach richtig, die Verehrung von Japan als „Zukunftsmodell“ in den achtzigern. Was daraus geworden ist, ist ja seit einigen jahren sehr sichtbar.

      Irgendwie haben zuviele Leute ein Problem, mit vielschichtigen und vielfältigen gesellschaftlichen Entwicklungen umzugehen, die sich darüber hinaus auch noch wechselseitig überschneiden oder sogar widersprechen. Kann gut sein, dass Menschen für wirklich liberale Gesellschaften einfach nicht gebaut wurden.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Vorurteil statt kritischer Analyse
      Sie wissen doch gar nicht, warum ich China als Zukunftsmodell ansehe.

      Sie wollen es gar nicht wissen. ansonsten würden Sie nach den Gründen fragen

      Sie haben Ihre Vorurteile und daran halten sie fest, indem Sie nur das rezipieren und akzeptieren, was ihre Vorurteile bestätigt.

      Sie unterstellen anderen jene Gläubigkeit, durch die sie selbst gekennzeichnet sind.

    • China
      „Das einzige Gegenmodell was Zukunft besitzt ist China.
      Das ist eine geordnete Planwirtschaft mit ökonomischer
      Rahmneplanung und-Steuerung sowie klaren Zukunftszielen,
      die Schritt für Schritt erfolgreich angegangen werden.“

      Oje, genau das klappt in China mit Chinesen. Die haben
      das nie anders gemacht und in 20 Jahren stehen sie vor dem
      gleichen Problem wie die westlichen Industriestaaten auch.

      Eine rasch alternde Bevölkerung mit wenigen Jungen.
      Dafür hat man auch in China keine Lösung.

      Unsere Wirtschaftsführer schauen immer gerade dahin, wo
      aktuell die „Post“ abgeht. Erst Japan dann die „Tigerstaaten“
      und nun China! China!
      Es wird nix nützen. Man wird sich eine Lösung einfallen lassen
      müssen die für Europa und Europäer taugt.

    • Sorry mein Lieber, aber wer Kapitalismus derart wirr wie Sie pauschal verurteilt,
      gleichzeitig aber genau das Land in den Himmel lobt, das sich über 30 Jahre hinweg als klassische Werkbank internationalen Kapitalismus vom Entwicklungsland zum Industriestaat katapultiert hat (wie Deutschland und Japan vor ihm), der hat schlicht seine Gedanken nicht sortiert.

      Und da würde nachfragen auch nichts nützen :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts,
      leider nicht vom Grosskapital, von der CIA und vom Vatikan finanziert. Seufz.

    • Vernunft und Freiheit statt Kapitalismus
      @Thorsten Haupts sagt 12. Oktober 2017 um 21:54 Uhr
      „wer Kapitalismus derart wirr wie Sie pauschal verurteilt, gleichzeitig aber genau das Land in den Himmel lobt, das sich über 30 Jahre hinweg als klassische Werkbank internationalen Kapitalismus vom Entwicklungsland zum Industriestaat katapultiert hat (wie Deutschland und Japan vor ihm), der hat schlicht seine Gedanken nicht sortiert.“

      Nein Herr Haupts, ich habe nie den Kapitalismus pauschal verurteilt.

      Dies tat auch Marx nicht. Der sprach von der zivilisatorischen Tendenz des Kapitals, weil der Kapitalismus die effektivste Methode der gesellschaftlichen Fortentwicklung auf ein höheres wissenschaftlich-technisches Niveau (Industrialisierung, Automatisierung) ist.

      Weil dieses System von der Konkurrenz und der Gier zur Bereicherung auf Seiten der Kapitalisten und Unternehmer angetrieben wird und kein anderes System die Selbstausbeutungsbereitschaft auf Seiten der Arbeitenden so forciert..

      Das hatte die chinesische Führung begriffen. Sie haben ihre Arbeiterklasse den Kapitalisten zur Ausbeutung zur Verfügung gestellt. Der chinesischen Führung ging es um den Technologie-Transfer. Und die Kapitalisten sind gekommen, weil sie große Profite machen konnten.

      Die Chinesen haben durch diese Politik die wissenschaftlich-technische Entwicklung extrem beschleunigen konnten, und zwar viel effektiver als unter Bedingungen einer stalinistischen oder maoistischen Diktatur.

      China ist das bislang einzige Entwicklungsland was den Übergang zum modernen Industriestaat schafft.

      Der Kapitalismus wird im Verlaufe seiner Entwicklung zu einem gesellschaftlich selbstzerstörerischen System.

      Darum geht es bei „meiner“ Kapitalismuskritik. Mit dem „Arbeiter-Marxismus“ mit seiner Gleichmacherei habe ich nichts am Hut.

      Herr Haupts, Sie nehmen diese Kapitalismuskritik als „wirr“ wahr, weil Sie diese nicht verstehen.


    • @Binvonhier: Ja. Eben.

    • Verehrter Herr Goslar,
      ich entnehme Ihrem Text erstens, dass Sie Marx entweder nicht gelesen oder nicht verstanden haben. Macht nichts.

      Und zweitens wurde „Der Kapitalismus wird im Verlaufe seiner Entwicklung zu einem gesellschaftlich selbstzerstörerischen System.“ ja angeblich das erste Mal 1917 in Russland erreicht. Und seit nunmehr 100 Jahren (!) jährlich wieder, überall auf der Welt. Wenn man Marxisten glaubt. Ich vertraue da eher Astrologen, deren Prognosegenauigkeit ist höher.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Es fehlt ein Verständnis von moderner Ökonomie - Dominanz von Bullshit-Jobs
      E.R.Binvonhier sagt 12. Oktober 2017 um 21:42 Uhr
      „Chinesen. Die haben das nie anders gemacht und in 20 Jahren stehen sie vor dem gleichen Problem wie die westlichen Industriestaaten auch. Eine rasch alternde Bevölkerung mit wenigen Jungen. Dafür hat man auch in China keine Lösung.“

      Die Vorstellung, der größer werdende Anteil von älteren Menschen würde in Zukunft zum Problem werden, ist eines der größten Irrtümer und Lügen dieser Zeit.

      Denn das Gegenteil ist der Fall.

      Eine schrumpfende Bevölkerung mit einem großen Anteil von Hochqualifizierten wäre von Vorteil. Es gäbe mehr Wohn- und Lebensraum und es gäbe keine Arbeitslosen mehr, also jene überflüssigen Menschen, die im Prekariat als Empfänger staatlicher Sozialleistungen leben.

      Heute arbeiten in den entwickelten Industriegesellschaften weniger als 10% im produzierenden Bereich und es werden durch Automatisierung und Roboterisierung immer weniger. Daneben gibt es noch ca. 20% der Arbeitsbevölkerung, die gesellschaftlich notwendige und nützliche Tätigkeiten, z.B. im Bildungswesen, Gesundheitssystem, in der Verwaltung usw., machen.

      Die wirkliche Arbeitslosigkeit liegt in der BRD bei ca. 20%. Das sind die Menschen, die eigentlich arbeiten können und wollen, aber keinen Job finden.

      50% sind in Bullshit-Jobs tätig, die eine rational organisierte Gesellschaft nicht braucht:, wie Jobs in der Unterhaltungsindustrie, im Sport, in der Werbung etc.

      Völlig oder zum Großteil sind überflüssig:
      Steuerberater, Sozialarbeiter, Armutsverwalter im HartzIV-System, Rechtsanwälte, Betriebswirte, Unternehmensberater, Versicherungs-, Pharma- und sonstige Vertreter usw. usf.

      Es gibt überflüssige Tätigkeiten, die es vor 50 Jahren nicht gab, z.B. Nagelstudios, Berater in banalen Alltagsfragen, wie Farb-, Bewerbungs-, Psycho-, Lifestyle-Berater, „Coachs“ usw. usf.

      Früher haben sich die Menschen bei Alltags- und Beziehungsproblemen gegenseitig beraten, ihre Fingernägel selbst lackiert usw.

      Zudem wird der Anteil derer immer größer, die sich mit berufsmäßiger Kriminalität im System der Marktwirtschaft über Wasser halten, wie: Betrüger, Zuhälter, Menschenhändler, Drogendealer, Berufskriminelle etc.

      Auch China hat das Problem der zunehmenden Zahl der Überflüssigen und Arbeitslosen. Allein eine Firma wie Foxconn will 1 Mio. Arbeitsplätze durch Roboter ersetzen.

      Herr „E.R.Binvonhier“, Sie waren offensichtlich noch nie in China. Machen Sie eine Reise dorthin. Ist alles nicht mehr teuer.

      Da sieht man auf Parkplätzen zwei Parkplatzwächter. Eigentlich völlig überflüssig. Die werden durch staatliche Programme bezahlt, damit diese Menschen einen Erwerbsjob haben. Das ist nur ein Beispiel, es gibt sehr viele Jobs dieser Art.

      Selbstverständlich nimmt der Anteil der alten Menschen in China zu.

      Auf der anderen Seite hat man sich inzwischen auch von der 1-Kind-Politik verabschiedet.

      So sieht rationale Bevölkerungspolitik aus.

      Im Gegensatz dazu werden hier Millionen von muslimischen Unqualifizierten und Analphabeten importiert, von denen ca. 90% lebenslang Sozialhilfeempfänger sein werden. Einfach allein deshalb, weil in Zukunft der Anteil marktwirtschaftlich überflüssiger Menschen stark steigen wird.

      Fazit:
      Die angeblichen gesellschaftlichen Probleme durch eine alternde und abnehmende Bevölkerung sind reine Propaganda.

      Aber die Menschen quatschen die papageienhaft nach, weil sie nicht begreifen, wie eine moderne Ökonomie funktioniert und welche Auswirkungen der wissenschaftlich-technische e Fortschritt durch Automatisierung, Roboterisierung und Computerisierung besitzt.

      Jeremy Rifkin beschreibt die Entwicklungstendenz:
      https://economy4mankind.org/downloads/Langfristig-wird-die-Arbeit-verschwinden-Interview-Jeremy%20Rifkin-StZ

      Siehe auch „Jeremy Rifkin: Langfristig wird die (Erwerbs-)Arbeit verschwinden“ bei YouTube.

      Auch wenn Rifkin m. E. die Entwicklung überzeichnet, liegt er in der Tendenz richtig.

      Aus der Perspektive einer rationalen Ökonomie sind schon jetzt geschätzt über 50% der gegenwärtigen Erwerbarbeit überflüssig und wirtschaftliche Verschwendung.

      Aber das System der Marktwirtschaft hält diese Bullshit-Jobs aufrecht. Auf Kapitalseite werden neue Dienstleistungsangebote kreiert, weil man damit Profite machen kann. Auf Seite der Arbeitsbevölkerung versucht jeder, irgendwie Geld zu verdienen, auch mit unsinnigsten und sogar gesellschaftsschädigenden Tätigkeiten.

    • Ohne dadurch erneut in eine Diskussion einsteigen zu wollen, aber:
      „Die Vorstellung, der größer werdende Anteil von älteren Menschen würde in Zukunft zum Problem werden, ist eines der größten Irrtümer und Lügen dieser Zeit.

      Denn das Gegenteil ist der Fall.

      Eine schrumpfende Bevölkerung mit einem großen Anteil von Hochqualifizierten wäre von Vorteil.“

      Herr Goslar, Sie vergessen, daß die Probleme für die Zeit des Schrumpfungsprozesses jedenfalls gegeben wären und ziemlich teuer würden, irgendwie finanziert werden müßten. Und Sie setzen voraus, daß es in einer geschrumpften Bevölkerung einen großen Anteil von Hochqualifizierten gäbe, was eine unbewiesene Behauptung ist.

      Überhaupt setzen Sie eine statisch und in sich abgeschlossene Gesellschaft voraus, die es so noch nie gegeben hat und sicherlich auch nie geben wird.

      Das soll nur ein Einwurf sein. Ich werde das hier nicht weiter diskutieren. MfG

    • Ossis sind in gewisser Hinsicht politisch bewusster als Wessis
      Herr Meier, mir ist klar, dass man so theoretisch anspruchsvolle Themen wie gesellschaftliche Transformationstheorie hier nicht diskutieren kann.

      Bestenfalls kann man versuchen, Ideen wie Saatgut einstreuen, aber meist ist es so, wie auf Beton gesät. Da entwickelt sich in dieser Gesellschaft nichts. Die Menschen können sich einfach kein weiterentwickeltes neues System vorstellen. Sie begreifen nicht, dass es sich um ein von Menschen gemachtes und beherrschtes System handelt, welches von Menschen verändert werden kann.

      Das gilt besonders für die meisten Westdeutschen, die in ihrem Leben nie etwas anders als dieses System kennengelernt haben und für die es quasi den Stellenwert von „Natur“ bekommen hat.

      Mein Großvater hat als erwachsener Mensch 4 Systeme (Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Staat, BRD) und 2 Weltkriege erlebt, mein Vater 3 Systeme und die furchtbaren Krisenjahre mit Massenarbeitslosigkeit sowie die 7 Jahre Krieg als Soldat.

      Aber die heutigen Nachkriegsgenerationen, die in Westdeutschland aufgewachsen sind, haben ein nunmehr fast 70 Jahre stabiles System erlebt und können sich gar keine Veränderung vorstellen.

      Für ist diese Nachkriegsgenerationen ist das marktwirtschaftliche System das höchste Stadium in der Menschheitsgeschichte und nicht zu toppen. Die haben ein völlig a-historisches Bewusstsein und sind weitgehend soziologisch theorielos.

      Den Ostdeutschen hat man immer erzählt, dass der reale Sozialismus eine höhere gesellschaftliche Entwicklungsstufe als das kapitalistische System darstellt und das beste und zukunftsträchtigste ist.

      Die Ostdeutschen sind mehr sensibilisiert für den politischen Schwindel. Die sind misstrauisch gegenüber der Fassadendemokratie. Anders als die Westdeutschen sind sie kritischer gegenüber einer Politik, die behauptet, alternativlos zu sein.

      Die kennen politische Typen wie Merkel & Co. aus ihrer DDR-Erfahrung.

  142. Und es steht hier, weil ich es gut finde und ich keinen Wert darauf lege, immer meine Meinung zu le
    Das verstehe ich unter dem Begriff Intelligenz.

  143. Dieser despektierliche unbetroffene Ton, der hier bei vielen
    durchklingt, ist nicht angebracht.
    Der Bsirske soll den 4,6 Mio Beschäftigten im öffentlichen Dienst mal richtig in die Fresse hauen, damit die letzte Etappe zur Beendigung der flächendeckenden Tarifautonomie so richtig eingeläutet wird.
    Dann können die Millionen Migranten endlich bei Mindestlohn untergebracht werden und die Qualität der Arbeit entspricht endlich dem Niveau das die globalisierenden Finanzanleger brauchen, um ihre Interessen widerstandslos durchzusetzen. Bertelsmann macht die Expertise.
    Als erstes wird bei Kaufhof die Mieterhöhung für die transatlantischen Eigentümer durch Gehaltskürzungen kompensiert.
    http://www3.hbc.com/fr/hbc/about-us/
    en francaise si vous plait
    Ihr wollt doch alle die bunten Verkäufer, die euch so hilfesuchend angucken, damit euer Gefühl des entlastenden Schuldverhältnisses mit dem Kauf volle Wirkung entfaltet – ihr Übergutmenschen!
    Die Prekarisierung ala Amazon und DHL, Hermes … wird diese Legislatur voll durchgeszogen.
    Der Spahn war auch schon beim Treffen in den USA mit dem Bsirske.
    Die Ansagen sind angekommen.
    Und jetzt schluckt die weiteren Einkommens- und Vermögensverschiebungen.
    Das ist alternativlose Integration in die Modernisierung der Scheinassimilation.
    Heimat, Nation, Volk usw. die erste Stufe der Demenz – geht heute gerade nochmal durch.
    Mit Jameika kommt das besser.

    • Titel eingeben
      Hey, hey, hey ….. Sie drücken aber ab ! (*-*)

    • Neuer Rechtsstandard,"Mit Jameika kommt das besser"
      12.10.Mittags,die Nachrichten im Deutschlandfunk,der Untersuchungsbericht zum Weihnachtsmarktverbrecher. Einleitung: der Täter habe den Lastwagen gestohlen.Zu der Zeit,als ich mich das Lesen lehrte,hieß das noch Raubmord.
      Ist das „Stehlen“ eine Sprachburka?

    • Amtssprache ist deutsch
      steht in unserem Landesverwaltungsgesetz.
      Das gilt in den Amtsstuben nicht mehr.
      Und im Fall Amri haben doppelte Handabdrücke, die zur Überstellung nach Tunesien akzeptiert zur Identifikation sind beim Bundeskriminalamt.
      Die höchste polizeiliche Organisation.
      Der Staat hat sein Gewaltmonopol sprachlich wie faktisch entblößt.
      Die örtlichen Ausländerbehördenmitarbeiter leben damit seit Jahrzehnten. Eine erfolgreiche Arbeit ist nicht mehr möglich und die Politiker tragen die Verantwortung. Das sind harte Fakten, die keiner verleugnen kann.
      Das Europa ohne Grenzschutz (Schengen-Abkommen) ist definitiv beendet.

  144. Die wahren Abgehängten
    Wer sich für die und vor allem seine Zukunft interessiert, sollte den aktuellen Raffelhüschen-Bericht zur Versorgungssituation in Deutschland anschauen; ein wenig googeln. Zwei Punkte: Welche große Rolle für die zukünftige Gesetzliche Rente die Integration der zweiten Generation der Asylsuchenden spielt, vor allem aber, die bereits heute real existierende Rentenlücke der 20-34Jährigen, welche auf schlappe 800€ pro Monat veranschlagt wird. Liebe Jüngere unter uns, da sollten Sie aber eine Notiz im elektronischen Kalender anlegen: Monatlich wiederkehrender Termin: Achthundert Euro ansparen! ht tp://www.focus.de/finanzen/news/rente-jungen-menschen-droht-800-euro-rentenluecke_id_7696422.html
    Außerdem möchte ich Ihnen zwei Fragen auf Ihren hoffentlich langen und glücklichen Lebensweg mitgeben: Wieso ist Ihnen die prekäre Situation Ihres Rentenanspruches nicht gewärtig? Vielleicht haben Sie etwas zu viel der deutschen Presse vertraut? Und vor allem, wie gehen Sie mit Ihrer Rentenlücke politisch um. Ach ja, weiter die Altparteien wählen. Nun ja, das ist Ihre Entscheidung, aber Sie sind nun gewarnt.

    • Ex Zeitleser
      Ja apropos Rente und Altervorsorge. Meine seit über 30 Jahren bestehende LV, der wesentliche Baustein meiner Altersorsorge wird wohl laut Medienberichten in Kürze an einen Investor (Heuschrecke?) verkauft. Zuerst Volkfürsorge, dann Generali jetzt? Ich mach mir da nichts mehr vor, die ursprünglich prognostizierte Auszahlungs-Leistung wird so oder so weit verfehlt.

      Angesichts meiner zur erwartenden sehr bescheidenen Rente und sonstigen Leistungen bei langjährigen ununterbrochener hohen Einzahlungen in die Sozialsysteme, wäre alleine dies schon Grund genug Protest zu wählen. Ich denke Viele haben es noch nicht überrissen, dass gerade die aktiven Einzahler in die Sozialkassen auch den Löwenanteil der Migration schultern müssen. Irgendwo hat für mich Solidarität Grenzen und außerdem trifft dies nicht nur die Abgehängten
      und ärmeren Bürger.

    • @ChristianBW
      Lieber ChristianBW,
      als Würdigung einer solchen Lebensleistung empört es mich, aber leider scheint diese Reaktion nicht weit verbreitet. Der moderne Deutsche funktioniert wohl eher kurzfristig „Bäuchlein voll – alles gut“.
      Um eventuelle Unklarheiten hinsichtlich des Paketverkaufs zu beseitigen, würde ich mich an den Bund der Versicherten mit dem Vorsitzender Kleinlein als erste Adresse wenden, außerdem ist der Grünenabgeordnete Schick versiert, ferner eventuell Philip Kron, FAZ-Korrespondent, der freilich eher auf der Unternehmensseite steht. Die geschäftsführende Wirtschaftsministerin Zypries würde ich der Versicherungslobby zurechnen.
      Mittelbar sind wir Versicherungskunden übrigens Opfer des Euro, genauer der Null-Zinspolitik des Herrn Draghi, welche das traditionelle Geschäftsmodell der deutschen Versicherungen zerstört hat (würden Sie eine neue LebensV abschließen?), um die Südländer, zufällig allen voran Italien, vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch zu bewahren.

    • Irgendwie wird es schon gehen
      @Oberbayerischer Gast

      „Außerdem möchte ich Ihnen zwei Fragen auf Ihren hoffentlich langen und glücklichen Lebensweg mitgeben: Wieso ist Ihnen die prekäre Situation Ihres Rentenanspruches nicht gewärtig? Vielleicht haben Sie etwas zu viel der deutschen Presse vertraut? Und vor allem, wie gehen Sie mit Ihrer Rentenlücke politisch um.“

      Das ist die Generation Doppeleinhorndoof. Die bis heute nicht begriffen hat, daß kein Verbrauchermagazin und keine Journalistin, die eine weitere abwertende Reportage, wo man um himmelswillen nicht sparen sollte, für sie die Beiträge einzahlt, von denen sie im Alter leben kann. Das ist die Generation, die glaubt, der Generationenvertrag wäre einklagbar und verbindlich, die aber nicht begreifen, daß der Staat nur Geld ausgeben kann, solange er noch kreditwürdig ist und daß die Millionen Neubürger, die sich Jahr für Jahr potenzieren sollen auch versorgt werden müssen. Das ist das Ergebnis deutsches Schulsystems und des Bildungsversagens der Eltern, die zwar die Praxis kennen, sich aber nicht trauen, ihren Prinzessinnen und Prinzen die Wahrheit aufs Nutellabrot zu schmieren. Die ihre Herzchen nicht aus der elterlichen Wohnung schmeißen, damit sie flügge werden.

  145. Danke, dass Sie wenigstens versuchen, differenziert ranzugehen und die
    …Leute verstehen zu wollen dort. Ich empfehle Ihnen „Eisenkinder“ von Sabine Rennefanz zu lesen. Ich habe es erst vor kurzem gelesen und habe endlich in Worte verpackt gefunden, was ich mit Anfang 20 erlebte und was diffus in meinem Gedächtnis war. Wahrscheinlich kann Sie das Buch nicht so berühren, aber doch eben einen Einblick geben. Ich gehöre zu denen, die großes Glück hatten, auf die Beine gefallen sind. In meinem Umfeld, in meiner Familie sind aber viele, auch Akademiker, die nicht das Glück hatten: Depressionen, sich Nutzlos fühlen und ja mit dem Schicksal hadern. Und nicht klagen dürfen: sonst undankbarer Jammerossi. Seit 2015 bin ich immer wütender, wie abgehoben bestens situierte Wessis (ja, nun spielt es wieder eine Rolle) sich mokieren über die bösen Ossis: selbst aber nur in besten Gegenden wohnen und Kinder natürlich nur auf der Privatschule. Wie es Christophe Guilluy im Interview so schön auf den Punkt brachte neulich in der Welt: Absolute Arroganz. Multikulti heißt für die Eliten exotisch essen gehen – das direkte Umfeld bleibt. Der dumme imBlock hat keinerlei Einfluss auf sein direktes Umfeld. Soziale Unsicherheit verstärkt durch kulturelle Unsicherheit. Ein Kommentator schrieb so schön im Geiste von Marie Antoinette: „Ja wenn sie denn keine Arbeit haben, sollen sie doch Flüchtlingen helfen“…

    Und nach dem ganzen Bashing rund um den 3.Oktober empfinde ich nur noch Abscheu und Trauer. Ich habe gar keine Lust mehr zu reden mit solchen Leuten. Das war mal anders. Ich habe mich wirklich echt engagiert für dieses Land – auch gegen rechte Tendenzen. Ich war ein fleißiger Idealist. Es ist alles vergeblich – ich passe mich an und gucke, dass der eigene Arsch an der Wand bleibt und pflege meine innere Verachtung und werde nun auch einen dummen „Ossi-Stolz“ entwickeln. Und ich werde unmerklich meine Leistung, mit denen ich gerade auch meinen Wessi-Kollegen die Karriere mit geebnet habe über Jahre unmerklich runterfahren. „Isch over“ – leider.

    • Vielen Dank für den Kommentar. Er hat mich sehr berührt, ich verstehe Sie und Ihre Argumente. Es gibt Grenzen im Leben, die zu solchen Entscheidungen führen. Schade finde ich das trotzdem, Sie hätten soviel zu sagen.
      Was den Buchtipp betrifft: Ja, das schaue ich mir gerne einmal an.

    • Wasser predigen
      Hallo Crossi,

      hier im Westen ist es doch auch nicht anders. Meine Heimatstadt Gelsenkirchen (und das ganze nördliche Ruhrgebiet) ist doch genauso am Ar… wie viele Regionen im Osten. Und wir haben die gleichen Probleme mit unseren „Eliten“. Wasser predigen, Wein saufen.

      Hier sind doch auch die Ergebnisse für die AfD entsprechend hoch. Unsere Hochwohlgeborenen interessieren sich einfach nicht dafür und wollen es auch gar nicht mehr sehen. Die Kreise Münster, Coesfeld und Borken z.B. haben kaum Auswirkungen der Flüchtlingskrise zu spüren bekommen. Dann kann man schön die Augen verschließen und mit dem Finger auf die ganzen Asozialen im Ruhrpott zeigen.

      Aber Hauptsache kulinarische Vielfalt;-)…von den alltäglichen Beeinträchtigungen ist man außen vor, und ja, die Kinder dann Privatschule oder besser noch sofort Internat. Wenn Kinder denn überhaupt vorhanden sind.

      Und last but not least, sich von irgendwelchen dahergelaufenen grünen Spinnern aus nördlicheren Bundesländern erklären lassen müssen, wie Strukturwandel zu funktionieren hat.

    • Bin etwas spät dran...
      Möchte aber gerne hier im Subthread noch antworten, vielleicht auch weil ich „als Wessi“ nicht ins Besserwessi-Schema falle. Der Bann trifft mich dennoch, aber ich verstehe nicht nur die Wut, ich teile sie. Ich lebe und arbeite in BaWü in der IT und bin alles andere als abgehängt, (super-)gut verdienend, eigentlich alles bestens. Eigentlich.

      Was (auch) mich umtreibt: diese Politik der aktuellen Kanzlerin und ihrer Entourage wird „irre“versible wirtschaftspolitische und gesellschaftspolitische Sch…erbenhaufen hinterlassen. Und das hat (bei mir) nichts mit diffusen Ängsten zu tun (ein Mann mit meiner Silhouette hat keine Angst), es ist eher die tiefe Sorge um die weitere Entwicklung dieses von mir immer noch geliebten Heimatlandes.

      Ich gehöre (auch 2013 schon) nicht zu denen die ein „Weiter-so“ gewählt haben. Leider ist der 12,6% Dämpfer für den etablierten Parteienblock noch zu schwach ausgefallen, das war ja bereits in der Wahlnachlese insbesondere in der CDU zu sehen, zu hören und zu lesen.

      Dieses gerade nach der BT-Wahl laufende Ossi-Bashing in Dauerschleife, insbesondere (aber nicht nur) im ÖR-TV ist würdelos, beschämend und macht wütend, und das sage ich als Wessi! Die Motivation dahinter war und ist (es geht ja weiter) m.E., daß die Kanzlette als „ursächliches Problem“ aus dem Blickschussfeld genommen werden soll(te). Die Vorgänge zeigen: die MSM sind brutal, rücksichtslos und beschämend im Gleichschritt. Fremdschämen für dieses Vorgehen kann ich mich jedoch nicht mehr, da mein ursprünglich politisch gefülltes Fremdschämreservoir über die letzten Jahre zur Neige ging.

      Ich will Ihnen nur sagen: ich verstehe die – aus der Machtlosigkeit herrührende – Verbitterung. Ich bin auf Ihrer Seite. Stärkende Grüße aus dem Südwesten der Republik.

  146. Titel eingeben
    Herr Alphonso hat in seinem Text doch eine Menge Gründe dafür geliefert, dass längst nicht nur Abgehängte AfD wählen, zuerst natürlich die Wahlergebnisse in Bayern. Dennoch muss ich Teilen ihres Textes zustimmen, insbesondere die fatale Kommunikationsstrategie der sonstigen Parteien und Medien. Ich muss aber noch ergänzen: Während die AfD Politiker anderer Parteien massiv angreift, unterlässt sie dies bei deren Wählern. Langfristig kann ihr dies bei späteren Wahlen enorm nutzen, trotz in Teilen furchtbaren Programms und Politikern wie Höcke. Parteien, die eine Diskussion aufrechterhalten wollen wie die FDP und Teile der CSU werden dies nicht alleine schaffen.

  147. Ich kenne anderes aus der Lausitz
    Ich bin mit Freunden viel mit dem Rad unterwegs, und so waren wir auch in der Lausitz. Dort hörte man, im Sommer 2015, vor der Grenzöffnung für alle, ausgerechnet in Orten, die für den Braunkohletagebau weichen sollten, überwiegend Zustimmung zum weiteren Kohleabbau. Die Leute vertraten die Ansicht, das sei da schon immer so gewesen, und sie waren stolz auf die rekultivierte Seenlandschaft.

    Auffällig war, daß man sich sehr viel von Subventionen erwartete. Bei den tatkräftig veranlagten Leuten waren sie ein wesentliches Element der Kalkulation. Und da braucht es großen Mut, an so einem See eine Marina mit Leuchtturm und riesigem Veranstaltungsrestaurant hinzustellen, was sicher einen zweistelligen Millionenbetrag erforderlich macht.

    Ich glaube nicht, daß die sozialen Gründe für die Wahl so wichtig waren. Man findet in der Lausitz vielmehr, daß die politische Themensetzung absurd ist. Der Klimawandel geht Leuten, die für ihr Land und ihre Arbeitsplätze reihenweise Dörfer geopfert haben, komplett am A… vorbei! Und dafür dann mit hohen Strompreisen belohnt zu werden bei gleichzeitigem Entzug der Arbeitsplätze- das ist Verrat!

    Wenn dann solche exotischen Fragen wie Ehe für alle, Rettung überschuldeter Griechen und Aufnahme von möglichst vielen Muslimen die Politik bestimmen, völlig alternativlos, dann sehen die Leute eben keinen Zusammenhang mit dem, was sie sich vorstellen.

    Und der Gender-Paygap ist auch nicht ihr Problem, eher machen sie sich Sorgen über die Beschulung ihrer Kinder und fehlende Verkehrsverbindungen jenseits des Fahrrades.

    Die haben eben andere Themen.

  148. Titel eingeben
    flitz: „Ich habe Ihren Beitrag dreimal gelesen und das Zitierte, liebe/r Osmin, hat vielleicht nicht in der Absicht, sehr wohl aber in der Wirkung, nun ja, einen denunzierenden Hautgout. Geht’s ohne das nicht?
    Einen abwertenden Tonfall, der dem Gegenstand Ihrer Betrachtung die Urteilsfähigkeit abspricht, weil …, während man selbst über jede Menge Urteilsfähigkeit verfügt, weil …
    Es ist entweder geschickt oder gedankenlos von Ihnen, ein paar Stimmungslagen aufzuzählen und dann als weitere Eigenschaft pauschal „Gegner der Bundesrepublik“ hinzuzufügen. Ganz das Gegenteil anzunehmen, nämlich dass die Kernwerte der Republik als erodiert empfunden und das Besinnen auf ihr Kerngeschäft vermisst wird, dürfte näher an den Tatsachen liegen.“

    Danke fürs Lesen und Argumentieren. Mir ist hinterher auch aufgefallen, dass ich da ungenau war und deswegen herablassend klinge.
    Ich meine mit „Gegnerschaft zur Bundesrepublik“ nicht nur die Wähler der AfD. Von denen ist m.E. ein Teil Gegner dieser Republik, ebenso aber von den Nichtwählern, denen der PDS und wahrscheinlich sogar von anderen „Alt“parteien. Ich spreche denen nicht die Urteilsfähigkeit ab, ich bin aber dezidiert anderer Meinung als diese Leute, um es vorsichtig auszudrücken.

    Ihre Meinung, dass hier „Kernwerte“ der Republik verteidigt würden – meinen Sie die AfD? Das kann nicht Ihr Ernst sein. Selbst wenn man 100% gegen die Flüchtlingspolitik, gegen den Euro, gegen die Europapolitik der Regierung wäre – das macht doch so eine Truppe für einen bürgerlichen, republikanisch gesinnten Menschen nicht wählbar.

    Ich denke schon und habe es auch oft genug gehört, dass Leuten, die da sympathisieren „der ganze Laden nicht passt“. Und das ist leider meist mehr als eine abweichende Meinung zu Sachthemen, sondern eben eine massiv abweichende Staats- und Gemeinschaftsvorstellung. Nicht umsonst gerne gepaart mit Respekt für Putin.

    Das sind aber im Osten oder meinetwegen in ganz D im Durchschnitt höchstens 20 %, soviel Gegnerschaft müssen die meisten Republiken aushalten. Wichtig ist IMO, dass auch unter den und mit den anderen 80 % viele Dinge ehrlich zu diskutieren wären. Darauf wollte ich hinaus.

    Letzter Punkt, und den habe ich wirklich oft im täglichen Leben vor mir: Es ist ein schmaler Grat zwischen Respekt und Herablassung wenn man mit Meinungen umgeht, die einem dumm und absurd vorkommen. Irgendwann wird es auch zur Herablassung, nicht zu sagen „Du hast sie doch nicht mehr alle.“ Ich habe viel ergreifende und wichtige Erfahrungen und Meinungen aus dem „Osten“ gehört, aber auch viel hanebüchenen Schwachsinn und vieles, was politisch und moralisch schlicht nicht akzeptabel ist. Irgendwer hat die Verbrechen der DDR auch begangen – damit müssen nicht nur Wessis umgehen, denke ich. Man kann nicht einerseits immer Merkel als FDJ-Sekretärin bezeichnen und im eigenen Dorf jeden Ex-Stasi-heute-Nazi-Idioten als wichtiges Mitglied der Gesellschaft respektieren wollen. Hier war auch von jungen Leuten die Rede (nicht bei Ihnen!), die nach Nazi-Eskapaden dann doch nette Bürger wurden….fragen sie doch mal die Leute, die von denen verprügelt wurden. Die meisten sind weder Flüchtlinge noch sonst irgendwie „fremd“.

  149. Ex Zeitleser
    @ Oberbayerischer Gast sagt: 12. Oktober 2017 um 07:06 Uhr

    Die Versicherungen haben sich mein größtes Mißtrauen redlich verdient.
    Vor einigen Jahren versuchte die Versicherung meinen Altvertrag zu „optimieren“ und bombardierte mich monatelang mit Anrufen und Vertreten, bis ich ein Fax an die Zentrale schickt, indem ich mir dies unterbat. Ich las später einen Bericht eines ehem. Mitarbeiters dieser Versicherung in der WiWo, wie die Mitarbeiter und Druck gesetzt wurden, um Altverträge zu optimieren (schönes Wort). Nein beim Thema Versicherung bin ich durch. Nur einige wenige Direktversicherungen und nie eine intransparente LV-Kombiversicherung. Die LV hat noch mein Vater für mich abgeschlossen, als ich 18 war. Jetzt etwas über 50 kann man kaum mehr eine komplett andere Strategie der Altersvorsorge fahren. Ich habe mehre Kinder in Ausbildung und bezahle dafür allein fast 1000€/Monat (Zimmer in Unistadt u.a ) ohne einen Euro BaföG. Dazu noch einige Jahre Hauskredit. Da bleibt, bei sogar überdurchschnittlich. Einkommen so gut wie nichts mehr für Altersvorsorge.

  150. auch ein Buchtipp
    Tyll von Daniel Kehlmann
    Habe letztes Jahr den leibhaftigen Till auf der Reha erlebt.
    Der ist richtig klasse!
    http://www.moelln-tourismus.de/till-eulenspiegel
    Früher der dreißigjäfrige Krieg heute die Migrationsbewegungen –
    Till überlebt alles und kennt seine Instrumente.

  151. Der Reisebericht liegt richtig - Die Empörung ist weitreichend
    Im Westen und Osten zu Hause, nicht nur mal eine Tour, sondern auch schon in Vorwendezeiten, kann ich den Reisebericht, die Bewertung nur unterstreichen. Auf Fakt-online ist aktuell auch eine treffende Einschätzung wiederzufinden, der Soziologe aus Jena hat vollkommen Recht. Es sind die „Wendeverlierer“, viele fleissige Leute, die mit leeren Händen da stehen, die damals um die 25 in das neue System katapultiert wurden. Auch wir Wessis wurden nur bespart. Und auf einmal sind 45/55 Milliarden € pro Jahr verfügbar, wenn es um Nicht-Deutsche geht, die keine Leistung für unser Gemeinwesen erbracht haben und nur in seltenen Fällen dies tun werden. Der Hotelier aus Halle, der nach Indonesien fliegt sich, um sich die Fachkräfte zur Berufsausbildung und späteren Erwerbstätigkeit zu holen, die er unter den Flüchtlingen nicht zuletzt wegen der bürokratischen Hindernisse, dem unklaren Bleiberecht, leider nicht findet, sind ein schlagendes Beispiel dafür, was hier schief läuft. Und dann der Stadt-Land-Konflikt, wie die Provinz zwischen Eisenhüttenstadt und Greifswald totgespart wird, die Infrastruktur verfällt, die Dörfer sterben usw. Die sozialen Lebensbedingungen interessieren niemanden, es sind zu wenig Wähler auf den Dörfern. Am Gradmesser, wie hoch man die Bedrohung durch die Wölfe wirklich einschätzt, kann man ablesen, wie ernst die Politik fern ab in der Stadt die „Landeier“ nimmt, im Osten besonders, aber auch im Westen. Und von den Diebesbanden aus dem Ostblock, aus Polen entlang der Grenze, darüber reden wir ja gar nicht mehr, denn auch das wurde einfach als Ossis Schnappatmung – von der eigenen SPD-Landesregierung in Brandenburg – abgetan. Sparen für die EU, für Südeuropa, für die Bankenrettung, für die Taschen der Reichen……Ich nenne es ein System der Umverteilung, das viele mehr erfühlen, als verstehen, bzw. erklären können. Sie stellen in der Mindestlohnprovinz-Ost fest, dass es Ausländern leicht fällt, hier Zugang zu erlangen und mit Hilfe des Rechtsstaates lange und leistungslos zu leben, um irgendwann den kostenlosen Asylprozess zu verlieren, aber ohne Konsequenzen. Bei derzeit fast 160.000 Asylverfahren werden Steuergelder ohne Ende verheizt und die Gerichte für alles Andere blockiert, ohne dass es zu weitreichenden Protesten kommt. Das dann kein Geld mehr Lehr- und Pflegekräfte mehr da ist, dürfte klar sein! Mit dieser Lethargie und Apathie des Wohlstands-Westens ist es vorbei, weil sich im Osten ein Widerstand gegen diese Mentalität des Wegsehens und der Gleichgültigkeint gegenüber den eigenen, deutschen Mitbürgern erhebt.

    • Danke. Ich stimme Ihnen da völlig zu und verstehe sehr gut, dass es Widerstand gibt.
      Schauen wir mal, was daraus wird. Im Idealfall etwas, was gut ist.

  152. Danke an phoenicia und Laurentius für die Antworten...
    …tut gut. Naja, deswegen lesen und schreiben wir ja hier auch. Diese Ohnmacht ist es auch, was einen als denkenden Menschen fertig macht. Und dass man sich halt wieder nicht traut, den Mund auf zu machen, gerade weil man eben vielleicht der Einzige in der Familie ist mit ordentlichem Einkommen und es sich schlicht nicht leisten kann, dieses zu gefährden. Es sind wieder nur Leute wie Lengsfeld, Klonovsky und Co. Die Mutigen, Unerschrockenen aus den 80ern – und die müssen nun wieder Angst haben am Ende, weil sie sich nach vorne wagen? Das darf nicht sein, da dürfen wir nicht hinkommen. Ich unterstütze diese wenigstens finanziell. Sie müssen wenigstens so spüren, dass sie viele hinter sich haben…

    Naja, und der Don lädt dann auch mal in der Pause bei den Schubert-Konzerten den einen Mutigen auf nen Drink ein sicher…

  153. OT: Kein Ffm - Beamter kam ....
    …. nach dem Abbrennen von zwei öffentlichen Holz-Pavillions in Frankfurt offenbar auf die Idee, dass der hölzerne Goethe Turm die nächste nächtliche Fackel sein könnte.
    .
    Wenn Ihr Frankfurzer Euch ärgert, dann doch bitte auch über solche administrative Unfähigkeit, den mutmasslichen Brandstiftern keine Fallen gestellt bzw. wenigstens eine Bewachung markanter Holzbauten angeordnet zu haben.
    .
    Sagt Euren nun so traurig und empört tuenden Beamten und Politikern auch das mal bei dieser Gelegenheit.
    .
    Dieses Wanderziel ist nun erstmal perdu.

  154. Auszug: Tyll Ulenspiegel
    Sogar zu uns kamen Flugschriften. Sie kamen durch den
    Wald, der Wind trug sie mit sich, Händler brachten sie –
    draußen in der Welt wurden mehr davon gedruckt, als irgendwer
    zählen konnte. Sie handelten vom Schiff der Narren
    und von der großen Pfaffentorheit und vom bösen Papst
    in Rom und vom teuflischen Martinus Luther zu Wittenberg
    und dem Zauberer Horridus und dem Doktor Faust und dem
    Helden Gawain von der runden Tafel und eben von ihm,
    Tyll Ulenspiegel, der jetzt selbst zu uns gekommen war. Wir
    kannten sein geschecktes Wams, wir kannten die zerbeulte
    Kapuze und den Mantel aus Kalbsfell, wir kannten sein hageres
    Gesicht, die kleinen Augen, die hohlen Wangen und
    die Hasenzähne. Seine Hose war aus gutem Stoff, die Schuhe
    aus feinem Leder, seine Hände aber waren Diebes- oder
    Schreiberhände, die nie gearbeitet hatten; die rechte hielt
    die Zügel, die linke die Peitsche. Seine Augen blitzten, er
    grüßte hierhin und dorthin.

    Tyll Ulenspiegel lachte, und wir lachten auch, weil man ihm nicht widerstehen konnte und weil es guttat, daran zu denken, dass die
    Großen starben und wir noch lebten, und dann sang er vom
    König in Spanien mit der vollen Unterlippe, der die Welt zu
    beherrschen glaubte, obgleich er pleite war wie ein Huhn.
    Vor Lachen merkten wir erst nach einer Weile, dass die
    Musik sich verändert hatte, dass plötzlich kein Spott mehr
    darin klang. Eine Ballade vom Krieg sang er jetzt, vom gemeinsamen
    Reiten und dem Klirren der Waffen und der
    Freundschaft der Männer und der Bewährung in Gefahr
    und dem Jubel der pfeifenden Kugeln. Vom Söldnerleben
    sang er und von der Schönheit des Sterbens, er sang von
    der jauchzenden Freude eines jeden, der auf dem Pferd
    dem Feind entgegenritt, und wir alle spürten unsere Herzen
    schneller schlagen.

    • Till Eulenspiegel ...
      Seine Geschichten waren Unterrichtsstoff, als ich anfing Deutsch zu lernen. Meine wunderbare Deutsch Lehrerin, eine Amerikarin deutscher Herkunft, die mich so akzeptierte, wie ich war, rebellisch eben.

      So wie ich den Till kennengelernt hab, der würde doch alle Genfer Resolutionen, UN Abkommen u.ä gewitzt und gekonnt durchbrechen um all die Wirtschaftsflüchtlinge abzuwehren. Das gilt auch für die Türkei, wo die Einheimischen sehr zu leiden haben unter den syrischen Flüchtlingen …

  155. Fontane ist der falsche Einstieg
    Sehr geehrte Frau Pukke,

    bitte verzeihen Sie das so späte Kommentieren, ich hänge nur phasenweise (aber dann halbe Tage) am PC, so fand ich Ihren Beitrag erst jetzt, das Herbstwetter war noch zu gut.
    Nun geht es ja um AfD und die Vorwürfe gegen die Regierenden, welche nicht genug für bessere Arbeitsplätze und bessere Infrastrukturen getan hätten, und man müsse mehr auf die Menschen zugehen …

    Haben Sie Fontane und seine Geschichten von den Schlössern und deren – früher oder später geadelten – Erbauern und Besitzern gelesen? Das ist ganz nett, wenn man ein paar Ausflüge machen möchte. Aber was hat das mit dem Brandenburg zu tun, dessen „Abgehängtheit“ angeblich zum AfD-Wählen geführt hat? Nichts.

    Der Fontane als preussischer Kriegstreiber, den könnte man eher als Ausgangspunkt nehmen. Für ihn rechtfertigt das Ziel Bismarcks, die Schaffung des Deutschen Reiches unter preussischer Führung, eine bodenlose Hetze gegen die Dänen, die Franzosen, gegen die Österreicher (- in dieser Reihenfolge, immer nach der gerade aktuellen Feindesliste des preussischen und späteren Reichs-Kanzlers).

    Und jetzt komme ich zu dem aktuellen Verhalten von Journalisten, heut sagt man wohl „Medienschaffenden“ und ihrer Orientierung an der jeweiligen aktuellen Meinung der Rauten-Kanzlerin. Ihre Agenda ist Machterhalt, und dies erfordert für sie offensichtlich, die Volksstimmungen zu erspüren und auf solchen Stimmungswellen zu surfen.

    Volkes Stimme schlägt schnell um, getrieben hauptsächlich von TV und Internet. Oh, wie schnell schlug die Stimmung um, als Merkel – ganz cool – am 15. Juli 2015 dem Palästinensermädchen Reem sagte, dass sie abgeschoben werden würde, wenn das Gesetzeslage das erfordere. „Merkels Mädchen“ weinte vor der Kamera, und die Kanzlerin hat seitdem nie wieder Verantwortungsethik vor Gesinnungsethik gesetzt, denn bei den Medienschaffenden zählt die Gesinnung, nicht das Abwägen.

    Seither ist Zuwanderung „alternativlos“, und an der zunächst himmelhoch-jauchzend schwärmerischen, dann immer noch wohlwollenden Behandlung von Migranten in den Medien hat sich der gute Deutsche zu orientieren.

    Nun war der DDR-Bürger es gewohnt, manipuliert zu werden, und nur ein Teil hat das damals wirklich gestört. Aber ein Teil derer war widerständig und misstrauisch. Das waren diejenigen, die ab 1988 sichtbar wurden in den Kirchen- und Umweltvereinigungen, und die 1989 die Mauer und schliesslich die SED zu Fall brachten. Das, so behaupte ich, sind diejenigen, die heute gegenüber der staatsnahen Begeisterung wieder extrem misstrauisch sind, und sie sehen die merkwürdigen Prioritäten der Medienschaffenden. 80 Prozent von denen tendieren nach grün-links, und sie möchten unbedingt die Welt retten. Wem das Hemd näher ist als die Hose, ist ein Faschist.

    Im Unterschied zu den 68ern und den von ihnen im Westen sozialisierten Menschen waren die DDR-Bürger pragmatisch – man arrangierte sich und organisierte sich. Die von oben verbreiteten Sprechblasen gehörten dazu, einige Ehrgeizlinge schwammen mit und nach oben, die meisten kümmerten sich um Beruf und Familienleben. Aber sie wussten, dass sie hinhören mussten und blieben misstrauisch gegen „die da oben“. Und als sie die Euphorie mit den „Flüchtlingen“ erlebten, erkannten sie eine Form der Gleichschaltung und Volkserziehung, die ihnen sehr bekannt vorkam.

    Und je mehr wieder der Appell an den „Antifaschismus“ als Keule gegen Andersdenkende in Gebrauch kam, je mehr es Sprachregelungen gab und der Deutsche Presserat Richtlinien herausgab, welche Angaben zu vermeiden sind, je mehr der Kontrollverlust offenkundig wurde, desto stärker wuchs gerade in den östlichen Ländern die Verbitterung dagegen, nun zum weiteren Male manipuliert und verschaukelt zu werden.

    Die AfD ist nun wirklich kein Vertrauen erweckender Verein, aber bei vier gleichklingenden Parteien im Bundestag die einzige Möglichkeit, dagegen zu sein.

    In ihrer Erfahrung mit staatlicher Propaganda und Volkserziehung unterscheiden sich die in der DDR Aufgewachsenen von denen im Westen. Im Osten haben die Grünen nie Fuss fassen können, weil sie im Kern die 68er Idealisten und abgehobenen Weltverbesserer sind, Gläubige ihrer Überzeugungen. Die in Mangelwirtschaft und Begrenzungen, unter dem Dach von rieselnder Propaganda aufgewachsenen Pragmatiker glauben weder an politische noch ökologische Phrasen, sondern sehen sich um und denken nach.

    Und sie befürchten, dass mit den 1,5 Millionen und dann immer mehr kommenden Arabern und Afrikanern, die meisten ohne für unsere Gesellschaft nützliche Qualifikation, mit in archaischen Gesellschaften erhaltenen Prägungen, die in den vergangenen 25 Jahren gewachsene Ordnung und der Wohlstand verloren gehen. Sie sehen, dass die Regierung auch nicht weiss, wie mit den Problemen fertig zu werden ist, und erkennen die alten Regeln der Staatsplanung: Wenn´s nicht geklappt hat, dann mehr vom Bisherigen, denn Fehler macht die Partei, die Partei nicht, die immer recht hat. „Sie hat uns alles gegeben / Sonne und Wind und sie geizte nie“

    Man muss nur dran glauben – aber das haben viele heute gründlich satt.

    Sehr geehrte Frau Pukke,

    die Menschen wählen nicht die AfD, weil die Strassen und Schulen defekt sind, sondern wegen der Zuwanderung – und weil sie sich von diesem Regierungs-plus-Medien-System unschön an die Idealisierungen und unerfüllbaren Versprechungen erinnert fühlen. Und wenn dann die dummen Sprüche kommen, dass „dort in M-V ganz wenig Fremde sind“, aber die Ablehnung besonders hoch, dann kann ich nur sagen: Es gibt Erfahrungen, die man nicht selbst machen muss, da reicht der gesunde Menschenverstand. Und wer genau auf die Arbeitsligkeit der Migranten auch der 2. und 3. Generation in Frankreich schaut, und die Stadtviertel mit hohem Migrantenanteil kennt, wer die arbeitslosen jungen Männer ihre Tage verbringen sieht, wer die Polizeistatistiken von 2015, 2016 und 1. Hälfte 2017 ge

  156. Kleiner Hinweis:
    Irgendwas ist an den Ossis politisch anders. Sind sie eventuell politisch selbstbewußter und nicht so politikhörig wie ihre Geschwister im Westen?
    Denn die Menschen in der DDR waren die ersten und einzigen Deutschen, die es geschafft haben eine Diktatur zu stürzen.
    Noch was: Die Leute sind nicht dumm. Sie schauen in die Altbundesländer und Großstädte, sehen entsprechende Probleme, sehen Köln-Kalk und die Bin-Laden-Allee und sagen „nein, sowas möchte ich hier nicht haben!“ und kriegen dann exakt diese Probleme potenziert übergebraten. Dafür kriegen sie von der Politik angekündigt (weil sie wegen Mangel an entsprechenden Problemen da eigentlich nicht mitreden können) ein Mehr an diesen Problemen übergebraten zu bekommen.
    Wenn die, die relativ wenige „Ausländer“ haben nicht noch mehr wollen, dann ist dieser politische Wunsch genauso legitim wie der eines Parteimitglieds der Grünen, welches zwar kein eigenes Auto besitzt, aber trotzdem für ein Tempolimit auf der Autobahn eintritt.

  157. Auch noch an Blackblacky vielen -Dank für die aufbauenden Worte...
    ..habe extra nochmal reingeschaut. :-) Und ich krieg mich auch wieder ein gerade. Kämpfergeist kommt zurück. Viele sind nach 2 Jahren Wut, Ohnmacht und Entsetzen erstmal resigniert. Aber die 2. Welle wird kommen…Und „isch nicht over“, wie wir seit heute wissen…:-) Den Südwestpflanzen des Landes sei Dank!

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