Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Wie der stählerne Individualismus gehärtet wurde

| 488 Lesermeinungen

Dieser Beitrag erfüllt nicht die Frauendarstellungsquote nach dem Staatsratbeschluss vom 3. Juni 1963.

Wie soll das Kind denn heißen?
Alphonso.

Also Don Alphonso, sagte der Priester und vermerkte vor 300 Jahren unabänderlich Namen und Geburtsdatum im Taufbuch. Damit war man eine Nummer in der Kirche, auf ewig und ohne Ausweg, und Staaten verfahren heute nicht anders, mal abgesehen davon, dass seine niedrigunwohlgeborenen Büttel einen nicht mehr mit “Don” ansprechen. Versichertennummer, Steuernummer, Aktenzeichen, Hausnummer, Identifikationsnummer, und ab jetzt auch IP-Nummer, wenn man etwas weniger Nettes über den Zensurminister Maas und seine Partnerin, die Ex-Stasi-IM Kahane sagt, und es unter das NetzDG fallen könnte: Nummern will der Staat. Nummern sind das Gängelband, an dem der Bürger durch das Leben geführt wird, und wenigstens im Urlaub möchte man davon seine Ruhe haben.

Meine Aversion gegen Nummern – überflüssig zu sagen, dass meine mathematischen Fähigkeiten noch schlechter als meine Neigung zum Decorum gegenüber weniger sozial Bevorzugten sind, ich würde mich dauernd bei der Zahl meiner Leibeigenen verrechnen, ganz schrecklich – bekam allerdings im schönen Gaiole in Chianti einen Dämpfer, weil dort ein alter, weißer Mann an einem Tisch saß, und Armbinden mit individuellen Startnummern beschrieb. Armbinden sind in ihrer historischen Ableitung auch so eine etwas schwierige Sache, aber man fragte mich, ob ich nicht auch so eine Nummer möchte, schließlich gehöre ich gewissermaßen inzwischen zur Familie, und somit machte man mir ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte. Ich, Don Alphonso, Startnummer 4275.

Mir liegen Massenveranstaltungen eigentlich nicht. Es macht mir auch überhaupt nichts aus, wenn ich allein auf dem Rad oder zu Fuß unterwegs bin. Mit Beifahrer im Roadster könnte ich auch nicht laut bei der Missa Cellensis mitsingen. Trotzdem bin ich also in Gaiole in Chianti unter 7000 Menschen, die ganz ähnliche Leidenschaften wie ich haben, und lasse mir auch noch eine Nummer an den Arm malen, zusätzlich zu den anderen Nummern, die auf meinem Rücken und am Rad befestigt sind.

Und das letzte Mal, als ich freiwillig eine Nummer bekam, ging es schief: Die SPD, die mir so eine Mitgliedsnummer ausstellte, war mal vor langer Zeit eine liberale Partei des sozialen Ausgleichs. Heute ist diese SPD eine nordwestdeutsche, lustfeindliche Regionalpartei, die für Vorratsdatenspeicherung. Quotenzwang, Netzzensur, Genderzwamg. und den Versuch steht, die Folgen ihres eigenen Versagens in den Regierungen bei der Migrations- und Wohnungspolitik auf die Allgemeinheit und die Vermieter abzuwälzen. Und mit einer, nämlich meiner Mitgliedsnummer, weniger.

Warum also eine Nummer hier, in Gaiole, unter vielen anderen, die ein harmonisch-vorgestriges Bild einer vergangenen Epoche auferstehen lassen? Und warum komme ich nicht einfach so hierher, und fahre die Strecken allein und unabhängig? Weil es anders ist. Ganz anders. Als Journalist war ich auf Parteitagen von Parteien und auf Demonstrationen, auf denen mich Leute mit Megaphonen anstachelten, dumme Reime wie “Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Daten klaut” zu rufen. Ich war bei Veranstaltungen mit Choreographie, die minutiös geplant wurden, damit alles auf einen Höhepunkt zusteuert, der dann mit dem richtigen Applaus bedacht werden muss. Der Delegierte, der empörte Bürger, der für seine Rechte auf die Straße geht: Sie werden zu Teil eines Ganzen, das weit weniger ist als die Summe der einzelnen Teile. Sie werden Deko, Kulisse, Teil eines Kameraschwenks in einem 30-Sekunden- Einspieler einer TV-Station. Da ist so ein Gas-Gerd mit koreanischer Frau im Wahlkampf oder eine Hinwerf-Petry nach der Wahl, egal wie man zu ihren Ansichten steht, wenigstens einmal eine individuelle Abwechslung.

Und so ist das hier in Gaiole auch. Natürlich sitzt jeder auf einem alten Rad, aber alle Räder sind unterschiedlich. Die Marken haben oft längst keine Bedeutung mehr, der Erbauer meines RUFA Sports etwa war ein Herr Rickert und hat längst den Lötkolben abgegeben. Der Hersteller meiner Pedale, in die ich trete, ist vor Jahrzehnten untergegangen, und meinen Sattel zieren kein Markenschilder, sondern nur Dellen und Flecken und Kupfernieten, die von der Radhose blank poliert wurden. Nichts passt an diesem Rad wirklich zusammen, es ist ein bunter Hund – aber es ist mein bunter Hund, und ich bin mittlerweile über viele tausend Höhenmetern, von der Hitze Italiens bis zu den verscheiten Höhen der Südtiroler Pässe mit ihm verwachsen. Mich gibt es hier nur ein einziges Mal.

Und die jungen Amerikanerinnen, die alle das gleiche “Velociraptor”-Trikot, die gleichen karierten Socken und Miniröcke tragen – sie werden schon vom ersten Berg zerblasen zu Einzelkämpferinnen, die jede für sich ihre eigene Geschichte in die weißen Schotterpisten der Toskana schreiben. Das hier ist kein Aufmarschgebiet für Massen. Es sind enge, steile und gefährliche Wege, die den Menschen als Individualisten fordern.

Wir sind hier, wir keuchen laut, wir werden vom Regen eingesaut. Oben Nass und unten Schlamm, wir beissen unsre Zähne zsamm – so könnte man hier rufen, aber nebenan fliegt eine Asiatin singend den Berg hinauf und zeigt, dass jeder mit sich allein ist, mit seinen Stärken und offen zu Tage tretenden Defiziten. Ich beispielsweise hatte diesmal eine Nummer mehr als sonst dabei, aber eine Regenjacke weniger – was ab 25 Kilometer, wie soll ich sagen, einen eklatanten Mangel an Voraussicht offenbarte.

Sehen Sie, es gibt normalerweise immer zwei Arten von Menschen auf dieser Welt, die einen sind oben und die anderen sind unten, aber hier ist jeder mal keuchend oben auf dem Berg, und dann wieder im Tal – die einen behutsam und vorsichtig, weil sie an ihre Knochen denken, und die anderen schnell, weil sie das alles schon kennen und wissen, dass sich das Rad mit hoher Geschwindigkeit auch auf losem Untergrund stabilisiert. Die einen kreischen vor Freude und die anderen lassen ihre Bremsen aus Angst kreischen.

Aus Gründen der Körperstählung war ich übrigens schon am Freitagabend hier oben: Allein beim Sonnenuntergang. Dort wo jetzt Rotkäppchen mit dem candyroten Colnago steht, war nur einsamer Wald.

Und dort, wo eine nackte Steinmauer die Weinberge von Brolio stützt, ist nun ein flinker Herr, der sein möglichstes tut, ein Rad wieder fahrbar zu machen. Denn das Schaltwerk hat den harten Antritt den Berg hinauf nicht überstanden, und so gilt es nun, den Weg mit nur einem Gang zu bewältigen. Ich weiß, wie das ist, ich habe im Frühjahr selbst mein kleines Kettenblatt verloren. Im ersten Moment ist es schrecklich, aber im Abstand von einem halben Jahr – ein Meisterstück der Selbstüberwindung und Stärke.

Hier oben war am Freitag niemand, aber jetzt zieht sich eine bunte Perlenkette hinunter ins Tal. Man sollte denken, man sollte befürchten, dass tausende von Individualisten, manche alt, manche jung, manche lahm, manche blitzschnell und manche beim Versuch, an Rotkäppchen und den amerikanischen Velociraptoren dran zu bleiben – auch so etwas soll es gerüchteweise geben – einander behindern und zu Fall bringen. Aber rücksichtsvoll und dynamisch ist das Chaos, und löst sich zum allgemeinen Wohlbefinden auf.

Allein, ganz ohne Nummer, hat man genug Grund, auf das eigene Keuchen zu hören, und sich dumme Fragen zu stellen wie “schaffe ich das” oder “wie weit ist es noch zum Ristoro”.

Zusammen kann man sich die anderen anschauen, man überholt die einen und wird von anderen überholt, man sieht stramme Wadeln und in Merinowolle gepferchte Bäuche, und Menschen aller Länder und Altersstufen. Sie alle sind irgendwie – schön. Nicht Teil einer Masse, sondern jeder für sich ein Unikat.

Angeblich soll es geregnet haben und heute, vier Tage danach, meine ich mich auch düster erinnern zu können, dass es von oben zwischenzeitlich feucht war, und von unten Dreck nach oben spritzte. Mein Begleiter behauptet auch standhaft, dass ich nicht die 75 Kilometer gefahren bin, sondern aus Bequemlichkeit nur 46 Kilometer gefahren sein soll. Das stimmt natürlich nicht, denn erstens habe ich auf den leicht angeschlagenen Begleiter aufgepasst.

Und zweitens ist es meine Aufgabe als Bildberichterstatter, die schönsten Momente einzufangen, und je mehr Frauen sich unter den Helden tummeln, desto besser ist das nachher für die Auswahl der passenden Photos. Hinter mir war eine junge, pinupartige Dame in Hotpants, und ich habe mir an der Abzweigung zwischen drei Routen gedacht: Folge der Schönheit. Keinesfalls habe ich also geschwächelt oder gar Rücksicht auf meine Gesundheit genommen.

Es war einfach mein individuelles Schicksal, und es hat sich, das kann ich offen sagen, sehr gelohnt. Denn auf dem Weg zum Ristoro der kürzesten Runde trifft man vielleicht nicht die stärksten Muskeln, aber doch die lustigsten Leute.

Sogar ein Vertreter des anderen deutschen Staates, der 1989 meine BRD übernehmen sollte, war mit einem Textima-Hemd anwesend. Der ganze Stolz des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik mitten in der Toskana!

Ob uns der neue Staatsrat mit grüner Staatsfeinstaubsicherheit solche Autoreisen ins Ausland wohl noch erlauben wird? Oder solche Bilder von Frauen, die Männern das Essen reichen?

Immerhin fließt hier der Wein vor der Abfahrt ins Tal noch in Strömen, und beim Essen wird auf hohen Fett- und Zuckergehalt geachtet. Das passt alles so gar nicht in die Anforderungen, die die deutsche Gesellschaft in ihrer Vorstellung von entsagungsreicher Gesundheit pflegt.

Vielleicht aber sehen die Menschen hier vor der Kulisse des Chianti gerade deshalb so, entschuldigen Sie das undeutsche Fremdwort, “zufrieden” aus.

Sie peitschen sich den Berg hoch, keuchen, japsen, geben den Nachzüglern aufmunternde Klapse auf den Hintern, und dann legen sie die Arme umeinander und lächeln sich an.

So ist das hier. Alle haben ein Ziel, aber es gibt unendlich viele Geschichten, mit denen es erreicht wird. Die Nummer prangt nur am Arm, aber im Kopf fährt jeder sein eigenes Rennen. Mit dem Berg muss man sich alleine abkämpfen, aber die Freude hat jeder.

Das Gehirn des Menschen merkt sich das. Wie gesagt, es hat geregnet, es war ein Tag mit schlechtem Wetter zwischen zwei Tagen mit schönstem Sonnenschein, und ich weiß genau, dass ich gefroren habe. Der Mann mit der Nummer 4275 ist nur die kürzeste Runde gefahren.

Aber ich, ich bin im milden Wetter der Toskana Berge hinaus geflogen und in Täler gerast. Ich habe gelacht und gegessen und nicht gebremst, als andere abgestiegen sind, und die Räder vorsichtig den Berg nach unten schoben. Ich habe Oi! Oi! Oi! gerufen, als ich das RUFA durch eine Gruppe aus Lettland eine Rampe hinauf gewuchtet habe.

Und ich habe Bilder vom Begleiter gemacht, wie er mit gefletschten Zähnen die letzte Steigung erklomm, vorbei an anderen, denen hier die Kraft ausgegangen ist. Das bleibt im Gedächtnis. In zwei Wochen werde ich mich nicht einmal mehr daran erinnern, dass ich wirklich in meinem dünnen Hemdchen unterkühlt war, und das hier nach einer fiebrigen Nacht röchelnd im Bett geschrieben habe.

In der Erinnerung werde ich immer neben meinem Begleiter hinauf zum Ziel nach Gaiole fahren, und rechts und links werden Italiener applaudieren. In meiner Erinnerung werde ich die 4725 vergessen und ganz oben auf den Hügeln im Sonnenschein stehen. Das ist das Angebot, das die L’Eroica einem macht, und es ist so ganz anders als die Abnummerierung, die man sonst so im Leben bekommt, damit man sich einfügt, unterordnet und das tut, was für andere, aber nicht für einen selbst das Beste ist.

Kein Mitleid bitte wegen der Grippe. Ich wollte es genau so und was ich wollte, und viel mehr, habe ich auch bekommen.

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488 Lesermeinungen

  1. Kein Mitleid
    Aber trotzdem wünsche ich gute Besserung!

    Wie sagte schon Al Bundy. „A man’s home is his coffin.“ Deshalb müssen Männer raus. Offenbar vor allem die alten und weißen.

  2. Folge der Schönheit!
    Immer noch die beste Möglichkeit,jeden drögen Zählappell elegant zu unterwandern.Vielen Dank für den Beitrag!

  3. You can't always get....
    Schöne Landschaft, weise Entscheidungen und nette Leit.

    Beim Einkehrschwung hätten Sie allerdings schon über Ihren Schatten springen und anstandshalber die Risikobereitschaft mit einem Becher Roten hochdrehen können.

    Angenehm fällt auf, dass man nirgendwo eine Actioncam sieht.

  4. Purer Neid
    …..was für wunderbare Triiiikooooo(t)s, schlanke Rahmen, anmutige Damen, schlammige Straßen, topppfitte Bäuche…..
    in diesem Text, mit diesen Bildern….
    wie gerne wäre man dabei gewesen….wenn die Grippe nicht vorher gekommen wäre….
    Danke für den Bericht und mehr..

  5. Titel eingeben
    wenns nach mir ginge: Prix Goncourt plus Pulitzer Preis

    Ich melde nächstes Jahr, Trikot hab ich schon.

    • Wir sehen uns – aber denken Sie nüber die Eroica montalcino nach, die ist noch schöner und kleiner.

    • Gestern war es übrigens ganz bezaubernd, in Oberbayern zu fahren:
      Wind und Sonne in anregender Intensität, aber nicht im preußisch-puertoricanischen Übermaß. Und es waren auf den Wegen mehr geheimniskrämerische Schwammerlfinder unterwegs als Amifrauen, die den reisepaßlosen Kolleginnen daheim ihren Fahrradurlaub als feministische Übersee-Intervention verkaufen, wie im vielversprechenden Minirock-Link (enttäuschenderweise…) zu lesen ist:
      „It isn’t just cool that we’re a group of chicks on bikes, it’s phenomenal that we’re a team of women riding vintage bicycles in a historically male-dominated Tuscan race.“

  6. RuFa
    Rufa steht doch eigentlich für Rudolf Fauss,ode hat Hugo Rickert bei ihm gearbeitet?
    gruss

  7. Vorwärts immer
    Der bayerische Pawel Kortschagin – der Sozialismus siecht!

    • Ho Ho ho Tschi Min
      Anetta war bei der Stasi drin!
      Mao Tse Tung
      SPD ist Dung.

    • Anetta bzw. ihre Leute sollen auf der Frankfurter Buchmesse einen
      Stand nah beim Stand des Verlages aufschlagen, der Sieferles Bücher heraus gibt.
      Und, wie es heißt, freuen die Buchdrucker sich schon auf die ungewohnte Nachbarschaft.

    • Ähm – ist das ernst gemeint?

      Falls ja, müssten sie noch mehr Stände machen, speziell beim Platz-1-Bestsellerliste-Kopp-Verlag.

      Nicht, dass mir der Erfolg gefallen würde. Aber sich nur hinstellen und beleidigt schauen und Broschüren von Frau Schramm verteilen ist nichts mehr, was da noch helfen würde.

    • Das scheint so schon seine Richtigkeit zu haben
      „Die Messeleitung hat auch ohne die Verhinderungsaufforderung der buchmessegegenrechtsblog.wordpress.org-Bürger einen wenig kreativen Bückling vor der „Zivilgesellschaft“ gemacht (der anzugehören – meine Prognose – in fünf Jahren das Uncoolste sein wird, das es gibt): Man hat einen Verleger schräg gegenüber überredet, er hat seinen Stand verlegt – nun darf die Amadeu Antonio Stiftung dort einziehen und muß (unseren Informationen nach) noch nicht einmal etwas dafür bezahlen.“
      https://sezession.de/57420/

    • Wollen die Sieferles bescheidenes Buch schon wieder nach oben bringen? Haben die denn gar nichts dazu gelernt? Glaubt jemand, die Kahanestiftung hätte sowas wie einen guten Ruf?

    • Zu Mao Tse Tung et al. hat einer von denen schon mal etwas gemacht:
      Hhzc5qrJu5E

      Das

      50NjdDfI57s

      war vor vierzig Jahren, den Bastler gibt’s noch – höchste Zeit für ein Updateremix…

    • Doch, die Kahanestiftung ist so blöd ...
      ww.hessenschau.de/kultur/buchmesse/schachzug-gegen-rechtsextreme-auf-der-buchmesse,amadeu-antonio-stiftung-100.html

      bestätigt den Stand für AAS genau neben den Rechtsradikalen. Hübsche Werbung für die. Völlig unbezahlt (und unbezahlbar).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Wenn sie dann noch mit der Kamera a ala Horch und Guck auf die Besucher drauf halten, hat die Buchmesse ihren Skandal. Naja. Nicht mein Problem.

    • Herr Haupts - war die Nutzung des Wortes "radikal" in Verbindung mit "rechts"
      jetzt so von Ihnen wirklich gewollt?
      Und wenn ja, in Bezug zu was?

    • Meine Meinung
      „Wer hat uns verraten?
      Sozialdemokraten!
      Wer war dabei?
      Die grüne Partei!“

      Nicht von mir, dafür aber verssicher.

    • Und zutreffend. Wobei nun CDU und FDP den Part der SPD übernehmen werden.

    • Kahane + Co
      Haben in der Tat einiges dazu getan, Herrn Sieferle posthum bekannt und den Verlag Antaios reich zu machen. Ich hatte Finis Germania schon fast vergessen. Als es der Spiegel ultimativ durch Listenstreichung adelte, habe auch ich es mir bestellt.

    • Ich habe es geschenkt bekommen und weggelegt, es lohnte sich nicht. Jetzt lese ich ein Buch über alte Räder.

    • Und ich gebraucht gekauft.
      Und inzwischen entsorgt. Was ich mit allen wirklich schlechten Büchern mache. Gedankenarm, sorgenschwer, schwarzseherisch und so ziemlich alle nationalkonservativen Klischees der letzten 50 Jahre noch mal aufwärmend.

      Der Verlag kann sich bei dem hochgejazzten Empfehlungslisten“skandal“ und bei den Idioten bedanken, die das Buch für „gefährlich“ halten. Billige, kostenfreie und wirksame Werbung.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @Don+Thorsten
      Besonders beglückend fand ich es auch nicht, aber gelegentlich habe ich herzlich gelacht. Es bekommt ja nun jedes Völkchen sein Fett weg.

      Trotzdem empfand auch ich Finis Germania nur als Set schlecht geordneter Textfragmente aus den 90ern, die klingen, als habe gelegentlich einer nächtens wütenden Gedanken in den Rechner gehackt. Wenn sie dort 20 Jahre rumlagen, läßt das darauf schließen, daß Sieferle an eine Veröffentlichung in der Form gar nicht gedacht hatte.

      Interessant fand ich allerdings im nachhinein, daß AFAIR nirgendwo in der schimpfenden Presse das Alter des Textes erwähnt wurde. Ich dachte zuvor, das Buch sei in den letzten Jahren vor seinem Tod entstanden und nur aus Zeitgründen nicht zu Lebzeiten zur Veröffentlichung gekommen. Ob einer der empörten Rezensenten es je vollständig gelesen hat?

  8. Viel besser als der Durchschnitt
    Ob nun 46 oder 75 Kilometer; egal. Das wäre allemal mehr an einem Tag, als zwei Drittel der deutschen Radlfahrer im Schnitt in einer ganzen Woche packen.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1928/umfrage/pro-jahr-mit-dem-fahrrad-gefahrene-kilometer/

    Und, als Bonus: Sie haben die Zukunft gesehen. Der Herr im Textima-Hemd verkörpert genau diese. Es könnte allerdings auch ein Konkurrent der schreibenden Zunft gewesen sein: Der „Text-IM-Ausland“.

    Schöne Impressionen aus einer Region, die ich vor zwei Wochen intensiv und bei ähnlichem Wetter erkundet habe.

  9. Wie wahr...
    >> Vielleicht aber sehen die Menschen hier vor der Kulisse des Chianti gerade deshalb so, entschuldigen Sie das undeutsche Fremdwort, “zufrieden” aus. <<

    Aber das Don Alphonso einmal Mitglied der SPD war und trotzdem nicht die Schar seiner Leibeigenen berechnen kann, schockiert mich zutiefst!

    • Führende Sozen können alle nicht rechnen. Nur mit Bürgerrechten und der Verfassumg kennen sie sich noch schlechter aus.

    • Sozen müssen sich nicht mit der Verfassung auskennen
      das wäre overdressed.

      Heute läuft jeder mit dem Grundgesetz unterm Arm
      herum.

  10. Hotpants! Das war doch nicht alles mit dem Girl...
    „Fantasy“ Earth Wind & Fire

  11. ROTKÄPPCHEN STATT ROTER ZORA
    werter DON, sie beglücken mich mit bildern schöner sportlicher frauen, voller anmut im dienste des sports mit gleichgesinnten ALLER geschlechter die einem massenhysterischen event verfallen sind.

    zunächst ihnen aber gute Besserung und nehmen sie Salie Pastillen für die stimme, ich kann ihnen nachfühlen, geht es mir doch ähnlich und beim Achterfahren darf mich eine sportliche blondine vertreten solange ich der schonung bedarf.

    Rotkäppchen überstrahlt alle ihre bilder und macht die auftritte von Barbie, das sich in talkshows zur zornigen Roten Zora komplett in rot gewandelt hat vergessen und versöhnt mit dem „schwachen“ geschlecht. (es fehlten beim fernsehauftritt lediglich die Roten Socken, schade !)

    welch wohltuende sportliche, erwartungsfrohe und optimistische grundhaltung zeigt sich da im süden und kontrastiert mit den bildern des regierungsfernsehens und der regierungsnahen presse von amöbenförmigen politikerinnen mit hängenden mundwinkeln und unreiner haut im gesicht sobald die maskenabteilung der regimetreuen talkshow nicht parat ist.

    und dann erst noch der MANN im TEXTIMA-TRIKOT, leider mit geschlossenen augen…………………ja anders konnte man das elend nicht miterleben, das eine unfähige Treuhandanstalt mit unfähigen beratern der Kategorie

    Roland.Täler&Praktikanten

    mit diesem stolzen kombinat anstellte. wer die ursachen der sog. „tektonischen“ verschiebungen in der parteienlandschaft wirklich verstehen will, der muss sich schon die mühe machen auch 27 jahre zurück zu gehen, die einen machten platt, die anderen plattenbau.

    meine grüsse gehen nach Karl-Marx-Stadt, Großenhain, Leisnig, Wittenberge und Limbach, besonders aber in die Alt-Chemnitzer-Strasse 27.

    grüsse heute wieder mal nach Bordesholm in den hohen norden – aus der intergalaktischen und globalen community, leider ohne verlinkung zu YT, aber wir alle schaffen das: von TOM PETTY (slg.) das FREE FALLING hören zu können !

    • Also, ich war ja von der Dame am Ristoro ganz hingerissen, aber so verschieden sind die Geschmäcker.

      DDR-Trikots konnte man dort übrigens auch kaufen, und unsere rotgrünen Freunde hätten sich auch Trikots mit MfS- oder Team Mielke – Aufschrift machen lassen können.

    • Nicht ganz:

      http://www.fahrradsammler.de/index.php?article_id=147

      Bei Osträdern will bei mir der Funke aber nicht überspringen. Ich bin auf der L’Eroica einmal einen Italiener gefahren (Colnago), 1 mal einen Briten (Woodrup), 3 mal einen Franzosen (Wohlhauser) und 5 mal zwei Deutsche (Mittendorf und RUFA-Rickert)

    • Danke für den Hinweis - revanchiere mich gern - große Gratulation Don!
      Riesige Gratulation Don! Hab mich schon so auf diesen Bericht gefreut – und wurde belohnt! Danke sehr!

      Danke auch für den Hinweis auf Tom Petty, der ja leider vor ein paar Tagen gegangen ist. Holle ich gern für Sie nach: https://www.youtube.com/watch?v=0obFM380J20&index=6&list=PLcPB_vW3T6GeHzrYL1UQEWMGztOEiX9D2 (in der playliste oder Spielliste noch mehr gute Gründe ihm nachzutrauern). Den Link auf seinen Wiki-Eintrag findet jeder selbst. Denn ich möchte mich gern an das Limit halten und mich revanchieren:

      Wie eine DDR-Schlagzeile:

      „Wahl 2017: Große Zustimmung für den Kurs der Kanzlerin“

      > der Stern hatte es so geschrieben

      „Union in der nächste Koalition deutlich gestärkt

      SPD verteidigt Platz 2 mit Abstand“

      (und auf nächster Seite, neben vielem anderen Feinem: Gremien aller Parteien sind sich einig, dass sie daran keinen Anteil hätten)

      http://www.zellerzeitung.de/index.php?id=479

      Der Zeller hat es echt raus (der hat unserem Großen zur Geburt einen ausgestalteten Pionierausweis gemacht, mit Portrait – später hat er viel für Harald Schmidt und auch große Zeitungen gearbeitet , bis heute – und kann doch selbstständig richtige Satire bringen, ein Beispiel das uns Mut machen sollte, uns nicht von Spinnern den Mund verbieten zu lassen, die sich als Leibstandarte einer wirtschaftsgesponserten, neoliberalen und herzlos gegen über den Ärmsten des ihr anvertrauten Volkes vorgehenden Kanzelerin gefällt!)

      Kurieren Sie sich bitte gut aus DA! Und allen einen schönen Sonntag.

    • Hihi. Ja, auf die Staatspresse ist in Deutschland verlass.

      GGesundheitlich geht es schon wieder, ich bin vor dem Schreiben trotz schlechten Gefühls einen Berg gefahren, und das war ein Fehler.

    • Nelly Benedetti oder doch Küstenbarbie mit Adler in schwarz-weiß, an einem schlechten Tag?
      Warum erfahrene alte Männer aufgedunsen wirkenden roten Steuereintreiberinnen nicht über den Weg trauen:
      http://www.notrecinema.com/images/filmsi/la-peau-douce_567280_42152.jpg

      Truffaut, La Peau Douce, Schlußszene, /watch?v=MYZj9Jzf6kI

    • Meine Zustimmung zu Textima
      Das war wirklich schade, was aus Textima wurde.

      Hier im fernen Osten gibt es immer noch Maschinen, die produzieren und mit ueber 30, oft 40 Jahren auf dem Buckel immer noch laufen, wie ein Raedchen.

      Zum Glueck ist ja nicht alles kaputt gemacht worden – und die Ingenieure von Ex-tima sind ja wietgehend bei west-deutschen oder Schweizer Unternehmen untergekommen und stell(t)en dort das mit das Rueckgrad der technischen Abteilungen. Einige grosse Namen gibt es ja auch noch, man denke nur an Malimo (heute bei der Karl-Mayer Gruppe).

      Ich fuer meinen Teil habe als junger Ingenieur viel von alten Kollegen aus der Stadt mit den 3 O gelernt. Auch deren Lebenserfahrung und Humor habe ich immer geschaetzt. Ich als Suedwest Wessi habe mich mit den Ossis immer besser verstanden und naeher gefuehlt, als mit den Nordwessi (noerdlich der Linie Heidelberg – Weisswurstaequator).

      Davon ausnehmen will ich die Stuttgarter und Freiburger, das sind meist richtige „Hemmethaettler“.

    • Im Radbereich ist Textima ja nicht verschwunden, die Organisation FES wurde vom Bund übernommen: https://www.fahrradmonteur.de/FES

      Den ehemaligen mitarbeitern der Textilmaschinenbranche hilft das nicht, aber das war auch bei und mit der West-weltfirma Schubert & Salzer auch nicht anders. Spitzenprodukte, aber dauerhaft nicht komkurrenzfähig.

    • time after time
      @azur: So manchen Sturm übersteht man auch im Baumhaus im Park am (Hallstätter)See.

  12. Sehr
    Es ist wunderschön. Vielen Dank.

  13. Titel eingeben
    Sehr geehrter Don,

    Steht „Rufa“ nicht für Rudolf Fauss aus Köln?
    Oder hat evtl.Hugo Rickert in frühen Zeitenbei ihm gearbeitet und sich dessen Know-How angeignet.
    Und der der Bericht war lesenswert.Danke!

    gruss

  14. Im Text dieses Mal fast vollständig ein ß dort, wo es hingehört - eine enorme Revolution!
    Und sogar ein Topolinist, der offenbar schon für die nächste Millemiglia übt, war dabei – naja, alt genug ist das Gefährt ja und vielleicht sogar umgebautpedalenbetrieben…

    Die Fliegendsingendeasiatin, war die eine von den Japanerinnen, die Sie dieses Jahr eigentlich die Alpenpässe hinaufscheuchen wollten

    blogs.faz.net/stuetzen/2016/09/14/6877-6877/#comment-135240
    ( v.gd/kV45dl ) ???

  15. Zeit
    Gute Besserung, Don!

    Auf Ihren Blog reagiere ich nun, wie heute Nachrichtenmedien reagieren: umgehend!

    Newsmeldung überflogen, aha, Thema Zeit, Informationsteitalter, das übliche Radler-Helden-Gedchichtlein, für FAZ-LeserInnen im gemütlichen Ohrensessel.

    Dazu meine innere Redaktion: aufnehmen, das hier raushauen:

    http://www.deutschlandfunkkultur.de/das-newsgeschaeft-in-momentaufnahmen-passe.958.de.html?dram:article_id=393133

    Es lohnt sich anzuhören, für Grippekranke erst recht, da haben Sie mal ausreichend Zeit zum Zuhören und (!) Nachdenken.

    Die Radtour und der Artikel – wie viele Kilometer weiter könnten Sie geflogen sein, als es den Berg quälend langsam hinaufging? Wie viele Themenbeiträge konnten FAZ-Kollegen zwischenzeitlich schreiben? Nein – MUSSTEN sie schreiben?

    Und wieviele Online-Registrierungen erwarten meine Kinder zeitlebens? Wieviele Daten werden sie senden über Smartphones, die sie rundum profilen lassen – falls sie mal etwas Besonderes werden?

    Und sei es in dem Moment, in dem globale Newsagenturen auf sie (zufällig?) aufmerksam werden. Oder Konzerne, Regierungen, Geheimdienste.

    Wie frei bleiben wir?
    Wie limitiert bleiben aber unsere Gehirne und Seelen, die nicht News nach vorgegebenen Faktoren blitzschnell sortieren – oder ist es nicht gerade das politische Thema von Antifa bis Pegida, dass Medien vorgefertigte Bilder massenhaft filtern, prägen, reproduzieren, und zwar schablonenhaft, auch weil Medien immer der Headline hinterherhatzen!?

    Reflektion. Zeit. Individuelle Betrachtungen und Entscheidungen. Die bleiben auf der Strecke dank IT?

    Auf der Strecke bleiben. Das wünsche ich Ihnen heute Abend und weiterhin. Im Sinne des Tourenradlers)

    Es ist ein Kraftakt. Es ist eine Zeitfrage. Es gibt nichts Besseres, als die individuelle Freiheit zum Radfahren und Nachdenken – gerade auch im Berufsalltag.

    • Ich glaube, man sollte sich einfach lange Zeit vom Netz entfernen. Wenn ich radle, habe ich nicht mal ein Handy dabei. Das ist auch schon etwas.

    • Lieber vonmicha
      Hier helfen nur Fluchten in die innere Emigration, möbiliert mit den Klassikern der Antike.

      Zwangslagen,sehr ähnlich den unseren, kannte z.B. schon Schiller als
      er notierte: „Wie ekelt mich unser tintenklecksendes (kann mit „mediales“
      updatet werden) Säkulum, wenn ich in meinem Plutarch lese von
      großen Menschen.“

      Auch Radfahren hilft gewaltig und das ist keineswegs ein „Strampeln im
      Hamsterrad“. Da hat dem Herrn v. Goslar ein misanthropischer Anfall
      ein Bein gestellt. Der alte abendländische Körper/Geist Gegensatz—-,
      ein schlimmer Aberglaube.

  16. Rufa-Rickert
    Lieber Don Alphonso,

    Rufa steht doch für Rudolf Fauss
    Oder hat Hugo Rickert für/bei ihm gearbeitet?

    • Rickert hat manche Rahmen gebaut, die bei RUFA verkauft wurden. Man erkennt sie an den doppelten Strichen an den Sattelstrebenenden, den sog- Doris-Streifen, die seine Frau angebracht hat.

  17. Überzeugt!
    So, Hotel für 2018 ist gebucht. Also 2018 zweimal Eroica, einmal Nova mit Carboni und dann Gaiole. Und keine Angst vor Stalking, falls ich Sie sehe, Don, grüße ich freundlich, mehr nicht ;)

    • Sie können mich auch gern ansprachen, das macht eh jeder, ich bin da bekannt wie ein bunter Hund.

  18. Sitzfleisch
    Wann wird Masse zur Bedrohung für das Individuum, wann fühlt sich das Individuum innerhalb der Gruppe gut aufgehoben?
    Ich teile Ihre Vorbehalte gegenüber größeren Menschenansammlungen und wundere mich zuweilen, wie sehr diese für viele zum unverzichtbaren Ressonanzboden ihrer Selbst werden kann.

    Am Anfang steht die Lust am Spiel und an der Bewegung, wir rennen den Bällen hinterher, erbringen die kognitive Meisterleistung Zweihräder zu bewegen, wir kämpfen gegeneinander und rennen miteinander.
    Irgendwann kristaliert sich dann eine Persönlichkeit mit ihren ganz individuellen Präferenzen heraus, der eine sitzt stundenlang auf dem Rad, als Gegner nur die Uhr oder der eigene Körper, als Gefährten den Rausch, die Landschaft, die Einsamkeit. Andere müssen sich mit anderen messen, gehen im Gefühl der Mannschaft auf, können nur im Kollektiv Glück teilen.

    Ich selbst bin als Kind der 80er beim Tennis gelandet, habe meinem Idol Becker nachfeiert und wenn es auch nur stundenlanges Ball gegen eine Wand schlagen in Ermangelung von Mitspielern war. Ich hatte nichts gegen die Einsamkeit auf dem Feld, dieses mit sich hadern und sich ins Reine kommen, diese permanente Selbstkritik, da kein Nebenmann oder versagende Technik da war, die man hätte Verantwortlichen machen können. Dieses sportliche Einzelgängertum ist schon symptomatisch für den eigenen Charakter.

    Fußball als Freizeitspaß, kickend auf der Wiese, ist das eine. Was ich nie verstanden habe war das vereinsmeierische, das männerbündische des Fußballsports. Bis heute diese kollektiven Jubelarien übereinanderliegender Männer, die Masseneuphorie auf Stadiontribünen, die rituellen Besäufnisse und Stammesrituale.
    Ja, ich weiß um das gemeinschaftsstifende Gefühl eines kollektiven Glücks, ob als Fan einer Mannschaft, als Demonstrant mit vielen Gleichgesinnten, als Konzertbesucher oder Feiernder.
    Und doch bleibt da immer eine Distanz zur Gruppe, zur Masse, will man sich schon aus Selbstachtung nicht gemein machen mit vielen.

    Die meisten von uns schauen doch befremdet auf vor Begeisterung berauschte Parteitagsdeligierte, die sich nicht entblöden, Klatschrekorde aufstellen zu wollen.
    Wir schauen mit Grausen auf die uniformen Massen in den Dokumentationen der 30er Jahre, wohlwissend das diese Sehnsucht nach Gleichschaltung in so manchem Menschen wohnt.
    Wir leben in einer Zeit, in der der individuelle Lebensentwurf von puritanischer Ehe bis zu unaussprechlichem jedem zugestanden wird, gleichzeitig suchen wir nach identitätsstifenden Strohhalmen, landen aber nur in der Filterblase bei Facebook.

    Menschen schunkeln im Fernsehgarten, lassen sich für 10 Tage auf der Aida einpferchen, akzeptieren Plattenbauten und energetisch optimierte Schuhschachteln als Wohnraum.

    Mit 7000 fröhlichen Retrotrikots durch die Toskana zu radeln ist sicherlich keine Preisgabe der Individualität, sondern mit das Beste, was man im jamaikanischen Herbst tun kann.
    Auch um sich eventuell ein paar Verbündeter zu vergewissern, denn das vergisst das moderne Individuum zu häufig und überlässt das Feld dem Sitzfleisch anderer.

    • Es ist sowohl individuell, weil man allein mit Rad und Srtrecke kämpft, als auch gemeinsam, und das mit angenehmen Menschen. Es ist keine Rennatmosphäre, saondern mehr Ausflug mit Gleichgesinnten in einem bestimmten Punkt.

  19. Individualismus ohne Helm
    Danke Don Alphonso, dass Sie trotz angeschlagener Gesundheit einen tollen Bericht verfasst haben. Sie verstehen es auch sehr geschickt, einen Eroica-Report mit Gesellschaft und Politik und den üblichen kleinen Sticheleien zu kombinieren. Diese Kombinationsgabe findet sich auch in vielen anderen Ihrer Beiträge.

    Der Individualismus der Eroica ist in Ihren Bildern schön zu finden, die Herren ohne Helme mit Retro-Mützen und Brillen, die Damen mit Basecaps und die Dame in rot mit Kopftuch und geschulterten Eratzreifen …herrlich.

    Ich glaube auch hin und wieder umgehängte Taschen zu erkennen. Ich für meine Person kann mir so eine Tour ohne kleines Gepäck (Ersatzhemd, -Pulli, Regenjacke, Getränk, Ersatzschlauch) gar nicht vorstellen, war ich doch in jüngeren Jahren nie ohne Gepäck auf dem Rad unterwegs. Warum sieht man nie einen kleinen Rucksack? Sind die auf der Eroica oder auf Rennrädern verpönt?

    Es gibt heute Kleine (Wander-)Rucksäcke die haben ein innenliegendes Gestell was die Gepäckfläche etwas vom Rücken fernhält so dass Luft an den Rücken kommt und man ungehindert schwitzen kann. Entspricht das womöglich nicht den Eroica-Bestimmungen?

    Schön dass sie kleine Schutzbleche am Rad hatten …. Gute Besserung.

    • Wer mehr mitnehmen will, hat entweder Sattel- oder Lenkertaschen, und in Trikots ist eine Menge Platz. Ausserdem ginbt es im Radsport sogenannte Brotbeutel, die man umhängen kann – die L’Eroica verteilt die auch.

  20. Orden
    Dafür gebührt auch Ihnen der Leninorden!

  21. Wenn ich das richtig sehe, sind Sie kein Freund von MultiKulti, oder?
    Denn so sehr Sie auch den Individualismus lobpreisen, so setzt der von Ihnen beschriebene Individualismus doch kulturelle Übereinstimmung der Teilnehmer voraus. Unter Seinesgleichen fühlt man sich eben doch am wohlsten. Ich schätze, länderübergreifenden Parallelgesellschaften gehört die Zukunft. Die Auflösung der Nationalstaaten wird nicht zu einer klassenlosen Gesellschaft führen, sondern, im Gegenteil, diese erst richtig beflügeln. Aber als bekennendem Anhänger der Leibeigenschaft kommt Ihnen diese Entwicklung sicher entgegen.

    • Ich wollte dazu etwas im kommenden Beitrag schreiben. Ich mag Vielfalt und Wettstreit um gute Lösungen. Beispielsweise der Verkehrskreisel. Was ich nicht mag, ist Unterdrückung aus Prinzip (ausser bei Leibeigenschaft).

  22. Du schreibst zu schnell
    Du stellst miserable Diagnosen. Wir sind hier alle heilfroh, dass du kein Mediziner bist. Wir denken hier wohl alle, [Editiert. So nicht. Don]thmus sozusagen.

    Ich hab dem Don ganz langsam mitgeteilt, dass ich mir seine nächtliche miese Laune jetzt besser erklären kann und außerdem, dass er die junge Dame mit den Sandwiches als Krankenpflegerin hätt nehmen sollen, da hätt er sich gefühlt wie mit der Binoche. The Bavarian Patient sozusagen. Das war langsam geschrieben, denn sowas muss man auch formulieren.

    • Es gab hier ein paar kommentare- und manche wurden erst gar nicht freigeschaltet, einer ist kurz durchgerutscht, leider – die die Existenz des Blogs hätten gefährden können. Wenn Sie nicht kapieren, dass es so nicht geht, ist das nicht mein Problem.

    • Sorry, falls es kein Programm ist
      Ich red doch mit einem Programm, zumindest meinte ich das. Man muss doch ein Programm A#### nennen können. Zu Menschen würde ich das nicht sagen, außer im verschlossenen Auto.

    • Das nervt mich jetzt
      Ach wissens was, ich schreib jetzt mal hier eine Weile nicht. Wenn Sie damit nicht umgehen können, dass ich ein Programm A#### nenne, kann ich Ihnen nicht helfen. Ein Programm ist eine Sache.

      Ich schreibe hier an sich keinen Mist und mache vor allem keine Hetze gegen Linke, wenn ich auch konservativ bin.

      Ich habe Ihnen geradezu eine Hommage zu Ihrem Cortinareißer geschrieben, das zählt offensichtlich nicht. So kann man Leser vergraulen.

      Sie wirken zuweilen recht arrogant und humorlos, schade. Wie Sie den Herrenschneider in Rottach-Egern einst runtergeschrieben haben, war auch unappetitlich.
      Hier wird doch nur ein wenig rumgeflaxt mit dem Duschreibstzuschnellkram.

    • Don,ich nutze den @oberländer-Beitrag als OT - Entkräfter,
      wir, (den Oberländer exkludierend, iseahmseisach) verstehen das schon mit der Inquisition, denn sie hat viele Zuflüsterer, nutzt den allzeit bereiten Verrat, versteht sorgfältig aufzuzeichnen, fein abzuwägen und hart zu strafen.

      Oranien ist flugseilig weg, Egmont sitzt ein und auch den Grafen Hoorn wird es treffen, er führt öffentlich gar ketzerische Reden. Margarete, die radelnde Blogstatthalter*in wandelt seit Alba’s (fällt das unter Deppenapostroph?) Eintreffen auf dünnem Eise, verzehrt in Sorge um sich selbst.

      _______

      Seit jeher ist mir des Marbachers Werk zum Thema das liebere, fundierte. Absolut lesenswert. Der Frankfurter hat nur oberflächlich dramatisiert.

    • @ alle frustrierten Schreiber- Du schreibst zu schnell
      Natürlich ist es frustrierend, wenn das eigene Geschreibsel verschwindet. Die Software ist nicht perfekt. Na und? Ist allgemein bekannt. Längere Texte kann man ganz leicht auf dem PC-eigenen Textprogramm vortippen und dann rüberkopieren. Wer schon hier auf der Website angefangen hat zu schreiben, kann noch in letzter Sekunde vor dem Abschicken eine Kopie anfertigen. Es gibt also eigentlich kein Problem. Freundlicher Umgangston gegenüber Mitforisten und Gastgeber schadet nichts und die Software beschimpfen bringt nichts. Die Zahl der zu lesenden Kommentare ist ja nicht gerade gering und ich vermute der Don hat hier keinen großen Mitarbeiterstab zur Verfügung. Ich glaube ich an seiner Stelle würde auch eine Reihe nutzloser Zweifelsfälle insbesondere mit Beleidigungen oder fragwürdigen Youtube-Links rausschmeissen, obwohl ich gegen Zensur bin, einfach um den Arbeitsaufwand erträglich zu halten.

    • Es ist leider so, dass ich hier alles prüfen muss, weil es schon, ich sage mal, Provokateure gab, die in 5k-Zeichen-Beiträgen fragwürdigste Dinge versteckten oder Links drin hatten, die für die FAZ rufschädigend geweswen wären. Wenn hier 400 Kommentare am Teg reinkommen, ist das ein Fulltime Job. Und da habe ich nicht den Nerv, anderen gross zu erklären, was hier geht und was nicht. Mich anpflaumen ist dann auch keine gute Idee. Bei praktisch allen anderen Medien haben sie an meiner Stelle einen Prakti sitzen, der stur nach Richtlinie löscht und keinen Autor, der auch noch mit den Leuten redet.

    • Quark
      Ja, ich hab sowas aber nicht gemacht, links verstecken a) und b) ich war nicht frustriert, sondern hab einen Witz machen wollen.

      Sie wollten nur ein Exempel statuieren.

    • Die Debatte ist da auf mehreren Ebenen ausser Kontrolle geraten. Ich kann so etwas schon laufen lassen, aber dann ist das halt nicht mehr „mein Blog“ bzw. das der FAZ. Wenn Sie nicht verstehen, dass das hier kein Forum für alles und jeden ist, wo jeder immer alles sagen kann, und ich habe die Arbeit und das Risiko, dann ist das halt so. Mein Job sind a) gute Beiträge und b) sinnvolle Diskussonen. Wer mitmachen will, ist herzlich eingeladen, ich höre auch zu und antworte. Wem das nicht reicht, dem kann ich nicht helfen. Ich bin aber weder 6k-Zeichen-Kontrolletti noch YT-Anschauer und auch kein Linkschleudernachläufer.

    • kommt drauf an wer und wie
      Doch, doch, das ist nachvollziehbar, aber nicht, dass Sie’s öfter mal auf harmlosen kleinen Kackern wie mir ablassen und wegen Bagatellen. Bin nicht der Einzige.

      Sie hacken gern mal auf Schwächeren herum.

    • @Oberländer
      Ich bin dem Hausherrn hier nicht nur für seine Texte, sondern auch für das Forum dankbar. Aber es ist das Forum der FAZ und des Hausherrn, da gelten genau deren Regeln unterhalb der gesetzlichen Regeln. Wenn es irgendwem nicht passt, dann kann derjenige fernbleiben, wenn das alle machen, ist es das Problem des Hausherrn, auch wenn es sehr schade wäre.

      Meinungsfreiheit heißt, dass man sagen kann was man will, das heißt aber nicht, dass jemand zuhören muss und erst recht nicht, dass es jemand veröffentlichen muss.

    • Um das nochmal klar zu sagen: Es gab hier auch Wortmeldungen, nach denen ich als wohlgesinnter Mensch keine besondere Lust mehr gehabt hätte, weiter zu kommentieren. Es geht nur, wenn sich hier jeder etwas am Riemen reist. Wenn jemand unbedingt nekrophile Witze reissen will, dann ist das hier nicht der passende Ort. Und so sehr ich OT verstehe: Es sollte halt nicht ein 6k-Zeichen-totscroll-ego-Kommentar sein, den keiner liest. Wenn so etwas dauernd kommt, bleiben andere weg.

    • @Kommentariat: Fasse Dich kurz! Und einfach mal die Klappe halten.
      Wo wir beim Thema Kommentare sind: Die meisten LANGEN sind meiner Erfahrung nach das Lesen nicht wert. Schon gar nicht, wenn einer lang & oft schreibt. Ich meine damit die anlassarmen Welterklärer, denen alles zum Rundumschlag gerät, nicht selten im Ton des empörten Kleinbürgers. An sowas kann ein Forum ersticken.

      Fehlende Absätze deuten darauf hin, dass ein Gespür für den Leser und auch der Anstand gegenüber dem Gastgeber fehlen. Youtube-Links sind dem Leser nur als Beleg, dem Host eher gar nicht zumutbar.

      Gut geht so: Sich auf 1-2 gezielte Anmerkungen und Hinweise beschränken. Ausnahme: Wer wirklich etwas (relevantes) aus dem eigenen Leben zu erzählen hat.

    • Ich würde es so sagen: Wer ausschweift, sollte es auch können.

    • Verteidigt ihn ruhig, wenn er seien K. braucht
      Allmählich denke ich, dass an meinen kurzen Kommentar, in dem ich ein Programm das nannte, was man schon heimlich zu manchem Lieferwagenfahrer denkt, jemand etwas anghängt hat.

      1. Ich habe ein Programm beleidigt. Darf man das nicht mehr?
      2. Es war kurz
      3. Es war fraglich witzig, Geschmacksache
      4. Es war kein Link drin
      5. Es war Don gegenünber freundlich

      Heute morgen dachte ich an Josef K.
      Und da muss man beim Internet gedanklich zuweilen hingehen.
      Wenn es denn der Falsche abkriegt und der fällt aus allen Wolken.

      Nochwas: Ich habe hier noch nie auf die FAZ geschimpft und Sachen losgelassen wie etwa „Fischeinwickler“. Deswegen hat er, Don, sich hier seinen Josef. K. geschaffen und – mal sehen – vielleicht einen Leser weniger. Vielleicht auch nicht.

    • Es war völlig unklar, gegen was sich das richtete. Ausserdem brauche ich so einen Tonfall auch nicht, wenn mal was nicht funktioniert. Wenn ich das immer durchlassen würde, bekäme ich wie jeder andere irgendwann auch Ärger mit der Redaktion – zurecht. Das Problem gibt es lang, es nervt mich auch, ich mahne es immer wieder an, aber es liegt wohl an WP. Vermeiden Sie einfach Verbalinjurien.

    • Mir kommen die Tränen
      Da ich mich hier doppelt angesprochen fühle, werde ich ausnahmsweise nochmal antworten:

      1. Auch ich habe dieses Programm, das von einem Erstklässler programmiert zu sein scheint (es kann nicht sein, dass es niemand schafft, so einen Bug in kürzester Zeit wegzubringen und wenn das nicht klappt, muss man halt jemanden fragen), kürzlich beschimpft.
      Selbstverständlich kenne ich den Trick, den ganze Text vor dem Abschicken zu kopieren. Aber wenn man es einmal vergisst, und mit einem dämlichen, unpassenden und ungehobelten Kommentar (Du schreibst zu schnell – zurück) zwei Stunden Arbeit innerhalb einer Millionstel Sekunde einfach verdampfen, dann habe ich keinerlei schlechtes Gewissen, einem Programm, das mich schließlich auch duzt, mitzuteilen, dass es Buchstabe für Buchstabe gelöscht gehört, solange, bis es wehtut.

      Allein dieser Satz heißt für mich, das ein durchschnittlich gebildeter Mensch daraus schließen kann, das ich damit keinen Menschen beleidigen will, denn Menschen kann man nicht buchstabenweise löschen.

      Etwas ganz anderes ist das Herumreiten auf den nekrophilen Witzen (s.o). Da waren auch zwei von mir.
      Witze sind unter anderem dazu da, Tabu-Bereiche gedanklich zu betreten, die man anders nicht betreten kann. Und wer das Blog-Thema „Fetisch“ wählt, welches sich mit zig-Perversionen überlappt, der darf nicht den Empörten spielen, wenn Perversionen zur Sprache kommen sollten. Die Nekrophilie ist eine davon (und die wird dank Feminismus immer populärer).
      Mit der schon einige Tage dort gestandenen Überschrift (nicht von mir): „Kommt ein Mann zum Arzt“sollte dort meiner Meinung nach ein Zwischenkapitel entstehen, dass sich mit Witzen befassen sollte.

      Ich bin nicht Nekrophil und finde Nekrophilie eklig. Aber ich muss nicht alle Perversionen mögen, so wie die Nekrophilen nicht meine.
      Aber so weit weg sind Sie und Ich und alle anderen davon trotzdem nicht:

      Denken Sie mal Mal daran, wenn Sie das gekochte Bein eines toten Tieres, genannt: Schweinshaxe, als „Lustgewinn“ beschreiben. Das ist auch Nekrophilie, und zwar: „Nekrophilie mit Tieren“ (fürs Protokoll: ich bin überzeugter Fleischfresser).
      Und was den Fetisch betrifft: Die ICD-10 Definition des Fetisch ist:
      „Gebrauch toter Objekte als Stimuli für die sexuelle Erregung und Befriedigung. Viele Fetische stellen eine Erweiterung des menschlichen Körpers dar, z. B. Kleidungsstücke oder Schuhwerk. Andere gebräuchliche Beispiele sind Gegenstände aus Gummi, Plastik oder Leder….“.

      Dazu erklärt WiKiPedia (zu etwas anderem habe ich gerade weder Zeit noch Lust, nachher ist der Text wieder weg):

      Ein weiterer Anlass für Fehldiagnosen ist der Gebrauch des Wortes „tot“ in der neuesten deutschen Textversion. Dies wurde in Buchausgaben des ICD-10 mit „gegenständlich“ beschrieben und im DSM-IV mit „unbelebt“. Per Definition ist demnach die Fixierung auf einzelne Körperteile kein sexueller Fetischismus, selbst dann, wenn es sich um die tatsächlich toten Körperteile einer Leiche handelt“.

      Wenn das kein Grund zum Diskutieren in einem Blog über „Fetische“ ist, dann weiß ich nicht, welcher Grund es noch sein soll.

      Also tun Sie nicht so, als wäre ich hier nur unterwegs gewesen, um nekrophile Witze loszuwerden. Ich wollte interessante Diskussionen anstossen, aber diese haben SIE persönlich abgewürgt mit ihren im Sekundentakt losgelassenen Schnellschüssen, von denen ich immer noch bezweifle, das es physikalisch überhaupt möglich ist, Text in dieser kurzen Zeitspanne zu lesen, zu bearbeiten und zu beantworten.

      Also hat das im schlimmsten Fall ein Bot gemacht und im Zweitschlimmsten ein paar Praktikanten, die eine andere Einstellung zur Freiheit und Diskussionskultur haben, als der Chefblogger selber und deshalb sind, wie in jüngster Vergangenheit auch, mehrere Schreiber, so wie ich, aufgelaufen (für mich war es das letzte Mal).

      Sie haben also nicht den geringsten Grund, alle anderen hier wie Schulbuben zu behandeln. DAS ist schlechter Stil, den Sie anderen vorwerfen.

    • Das nennt man Hausrecht. Ganz einfach. Sie können gern ein eigenes Blog aufmachen und dort Ihre Witze erzählen, aber das bleierne Schweigen auf Ihre Einlassungen hier sollte ihnen vielleicht selbst aufgefallen sein. Ein Blog, in dem so etwas die regel wäre, würde m.E. keiner lesen wollen und speziell hier schon gleich gar ncht. Sie können bei der Gelegenheit hier auch mal die Nettiquette durchlesen. Und es ist beileibe nicht das erste Mal, dass Sie hier Dinge abgeliefert haben, die nach meinem Gefühl nur mit Widerwillen freischaltbar waren. In dem Fall habe ich eingegriffen und wenn Sie damit ein Problem haben: Das ist dann Ihr Problem. Mehr werde ich dazu nicht sagen und diese Debatte auch nicht weiter durch Freischalten laufen lassen.

    • ... na ja ...
      … ich habe schon einige Mods erlebt und der hiesige lässt eigentlich alles passieren, auch wenn Dissens ist. Nur der mir unvergessene mitta_hand war mE noch einen Tick besser, aber da geht es um die Hundertstel-Sekunden.

      Die an der Raststation ist sicher netter als Rotkäppchen und wird nächstes Jahr wieder dabei sein. Also vernünftiges Trikot mitnehmen und ansprechen, dann wird das schon.

    • Man’s gotta know his limitations. Ich schätze Itakienerinnen wirklich sehr, aber anbandeln wäre mir viel zu riskant.

    • Wer ist die Schönste im ganzen Land?
      Rotkäppchen und Ristoro sind ohne Zweifel attraktiv – deutlich besser gefällt mir persönlich die mit der blauen Kappe von „Brooklyn“.
      Da scheine ich aber der Einzige zu sein…

    • Bei 16000 Lesern ist das schwer zu sagen.

    • Meine bisherige These ist falsch...
      Eigentlich dachte ich, in letzter Zeit würde hier im Blog ein Präzedenzfall herbeigeschrieben, bei dem sich die FAZ respektive der Blogbetreiber mit den „Zensur/Hate speech“gesetzen auf juristischer Ebene eine Auseinandersetzung gewünscht hätten….nun ja.

      So bleibt eventuell nur die Verleihung des durchgeschwitzten Trikots von Don Alphonso…für den

      langweiligsten Beitrag
      den mit den meisten Redundanzen
      den mit ausschließlich egoistischem Inhalt
      den mit „Aufgeschnapptem“ und „Nichtverstandenem“ u.v.m.

      Eventuell hat der Don noch ein T-Shirt anfertigen lassen: mit „Eure Armut kotzt mich an“, selbstverständlich mit eigenhändiger Unterschrift.

      Demnächst die FAZ nur noch mit deaktiviertem Adblocker bzw. mit Bezahlung…

      Das war´s dann wohl für mich….war manchmal ganz nett….

    • Don Alphonsos Blog – seit 1999 auf dem absteigenden Ast.

  23. Nummern
    Ach was. Das ist doch jammern auf hohem Niveau. Wenn es nämlich so weiter geht, dann schützt uns Herr Maas mit bei der Geburt eintätowierten Social und Netz ID’s. Also bin ich glücklich und zufrieden, wenn ich im Wald auf einer Bank sitze. Ich freue mich, dass ich die Geräusche des selben noch hören kann und die Sonne strahlt in Blitzen durch die Bäume. Das ist meine L’Eroika. Und das kann ich Gott sei Dank auch alleine geniessen. Und dann macht man sich so seine Gedanken. Als Wahlgewinner mit über 25% in meinem kölner Westen glaube ich nicht, dass der Feinstaub uns unfrei machen wird. Die Sonnenblume ist immer noch gelb. Und wir werden deshalb auch weiter untätoviert Wein, Käse, Wurst und unseren Sport genießen können.
    Gute Besserung

    Salve

    • Danke, es ist schon wieder recht gut. Ich bin blöderweise in dem Zustand noch einen Berg danach gefahren, das war einer zu viel.

  24. Don Alphonso, bel' uomo ,dove la sprezzatura della camera ,
    .

    .
    . dove gli minigonne ??????????

    Superphotos, aber die Miniröcke haben Sie uns unterschlagen.

    Die Radlerinnen hatten sicher das, was wir Bayern ,,zornige Wadln “ nennen.

    Nix zan segn .

    Zan rearn ! Osteade Urwaschln ersetzn do koane scheenan Weibaleithaxn !

  25. Der Austritt aus der SPD
    ist nur folgerichtig. Eine solche Veranstaltung wäre angesichts des aus Ihren Bilder erkennbaren Männeranteils von besagter Partei längst verboten worden. Da kennt die SPD, im Sinne des Wortes, keinen Spaß mehr.

    • Ich weiss, ich wollte schon lange mal einen Beitrag über die veränderten Sichtweisen zum Thema Sex schreiben.

    • @ MMW
      Jaja, der Männeranteil. Die SPD meint ja jetzt sich zukunftsfähig zu machen, indem man den Stab an Nahles weitergibt. Wem dazu noch was einfällt, der sollte mal zum Arzt. Eine Partei, die sich immer weiter Stück für Stück selbst hinrichtet.

      Früher ging es bei SPD-Wählern (hier einem Ehepaar) zu Hause so zu:

      Sie: „Na, wie war’s auf der Schicht?“
      Er: „Frag besser nicht. Essen fertig?“
      Sie: „Steht in der Küche.“
      Er: „Hoffentlich nicht wieder kalt.“
      Sie: „Na mach’s dir warm, Mensch. Kannste doch,oder?“
      Er: „Wenn ich fertig bin stell ich alles auf die Spüle. mach den Abwasch besser gleich.“

      Und heute so (auch Ehepaar):
      Sie1: „Du, ich bin heute auf der Aufsichtsratssitzung von so ’nem Typ übel angemacht worden. Der wollte mir doch glatt guten Tag sagen.“
      Sie2: „Diese Ratte. Hast du Zeugen? Die Drecksau machen wir sauer ein.“
      Sie1:“Zeugen nicht direkt, aber ich hab immer das Handy an, weißt du doch. Aber ob das gerichtsverwertbar ist?“
      Sie2: „Lass mal, ich krieg das schon hin. Wir haben in der Frauenrechtsgruppe eine Anwältin, wenn die mit ihm fertig ist kann er sich gehackt legen. Ach ja, hast du schon gegessen?“
      Sie1: „Nee, außer den Kaviarcanapés in der Firma noch nix.“
      Sie2: „OK, dann gehen wir doch in die „Ökosoße“ da ist heute wieder „upper class all you can eat“.
      Sie1: „Prima, genau richtig für starke Frauen. Was man nicht im Kopf hat, hat man eben auf den Oberschenkeln, hihi. Hat die Hinz auch immer gesagt.“

    • Schön umschrieben, kein Wunder, dass die SPD so gut ankommt!

  26. Trotzdem:
    Gute Besserung!

  27. Rennrad
    Übrigens ein sehr schöner Tipolino!

  28. Übrigens: Schöne Beobachtung mit Gas-Gerd und Rücktritts-Frauke,
    die alleine schon deswegen auffallen, weil sie – ein bisschen – aus der Reihe tanzen. Was genau sagt es eigentlich über eine Gesellschaft aus, bei der solch kleine Grenzüberschreitungen bereits eine derartige Aufmerksamkeit bekommen? Haben wir uns tatsächlich derart uniform gemacht, und das ganz freiwillig?

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Die anderen kleben halt an ihren Posten – es gab nach der Wahl ja auch keine Rücktritte.

    • Titel eingeben
      Um den Tatsachen die Ehre zu geben, „Rücktritts-Frauke“ und ihr Ehemann haben Parteiposten aufgegeben, während sie die vier auf Parteiticket eingefahrenen bezahlten Mandate in zwei Landtagen, im Bundestag und im EU-Parlament behalten. Die in Summe zwei Millionen Euro nehmen sie schon noch mit, das versteht sich ja wohl von selber.

    • Ja. Aber es ist doch mal was anderes, wenn so etwas offen und bewusst ausgelebt wird. ausserdem erspart das der AfD einen Teil des Piratenschicksals.

  29. Nicht unterordnen
    und das tun, was für andere, aber nicht für einen selbst das Beste ist.
    Sehr schöner Beitrag, danke DA.
    Und nicht verzweifeln an dem Polit-, Medien-Mainstream-Wahnsinn, da sind Sie schon eine große Stütze.

  30. „You‘ll take the high road......“, Loch Lomont lyrics.
    Fahre in Gedanken mit….unkaputtbar nannte man das früher.

    • „Erfahren und mittlerweile nicht mehr so dumm wie früher“ würde es bei mir besser treffen.

  31. 1977
    Karwendelmarsch. Über 2000 Höhenmeter und 50 Kilometer, eigentlich eine Dreitagestour.
    Beim ersten Anstieg schon bald Schneetreiben, das bleibt.
    Zu spät, erst mehr als eine Stunde nach Eröffnung am Start gewesen, bereits im Morgengrauen. Mindestens zwei Stunden langsamer unterwegs als die Profis. Vom Ahornboden zum Gramai-Sattel enteile ich meinem älteren Kameraden und warte oben eine halbe Stunde auf ihn. Dann schnell absteigen, und im Zielbereich im Schwimmbad von Jenbach unverdrossenes Publikum, das applaudiert.
    Zurück zum Start ist der Bus mehr als zwei Stunden unterwegs.
    Wohl alle Beteiligten haben dieses Rennen überlebt, aber es ist gefährlich gewesen. Vor ein paar Jahren ist eine ähnliche Massenveranstaltung auf der Zugspitze zur Katastrophe geworden.
    Auf solche Naturerlebnisse gegründeter Heroismus sollte nicht zu viele Aktive anspornen, sondern auf ein paar skurrile Athleten und drei Dutzen Fans beschränkt bleiben, und das ist ja auch so.

    • Ich habe einem Neuling auch abgeratenn, die 75 zu fahren – der Mann sass zum ersten Mal auf einem alten Rennrad…

  32. Ein Hoch auf die Individualität
    Soviel zur Schau gestellte Individualität dürfte für Schnappatmung bei den Rotgesinnten sorgen. Die werden selbst ganz schön strampeln müssen, wenn sie uns alle mal auf ein gleiches Maß an Unglücklichkeit bringen wollen.

    • Es gibt halrt welche, die wollen nicht, dass es anderen gut geht, und das auch noch ohne Scham und Skrupel.

  33. 'ne fette Grippe wollte er, sowas aber auch
    „Kein Mitleid bitte wegen der Grippe. Ich wollte es genau so und was ich wollte, und viel mehr, habe ich auch bekommen.“

    Damit können Sie jedem den Ausdruck Euphemismus erklären.

  34. Individualismus ist nicht Egoismus
    Zivilisation sollte eigentlich dazu dienen, das Leben der Menschen angenehmer, sicherer, farbiger und erlebnisreicher zu machen. OK, wer Auto fährt weiß: es muss auch Ampeln geben. Die Kunst Zivilisation zu managen besteht aber nicht darin, möglichst viele Ampeln aufzustellen (auch an Stellen wo sie vollkommen unnötig sind), sondern ihre Anzahl auf das absolute Minimum zu begrenzen.

    Unsere Gesellschafft erlebt gerade in den letzten Jahren eine Proliferation an Zwängen. Besonders augenfällig wurde das in Zusammenhang mit der Asylkrise. Die Medien, statt ihrem Auftrag nach ausgewogener, sachorientierter und (wenn es nicht um Kommentare geht) neutraler Berichterstattung nachzukommen haben sich dazu benutzen lassen, Wahrheit zu unterschlagen, zu beugen und zu verdrehen. So war dann etwa nicht die Rede von einem „Straftäter, der in einer nahe Ludwigshafen gelegenen Asylunterkunft untergebracht war“, sondern beschönigend und verzerrend von einem „Ludwigshafener“.

    Die Tratschtalkshows hat man dazu missbraucht, einen einzelnen Gegner der verfehlten Asylpolitik zu isolieren, ihn bloßzustellen und zu diffamieren. Er sah sich einer geschlossenen Front von meinungsgleichgeschalteten Moralaposteln gegenüber, unterstützt von entsprechend instruierten Claqueuren aus dem Publikum. Die feige Masse gegen den Einzelnen, der mutig versuchte seine Meinung zu vertreten und lediglich eine sachliche Diskussion wollte.

    Ein überzeugter, mündiger Demokrat hat vor sachlicher Diskussion keine Angst, er weiß dass nur im Austausch von Argumenten Lösungen gefunden werden können. In der Manier absolutistischer Staatsräson hat man demokratische Grundwerte (freie Meinungsäußerung, etc.) unterdrückt und Dinge gefördert, die es in einer Demokratie keinesfalls geben dürfte (Meinungsgleichschaltung, vor allem auch bei den Medien [die damit ihrer demokratischen Grundfunktion nicht mehr nachkommen konnten]).

    Straftaten einzelner Asylbewerber wurden verharmlost oder unterschlagen. Im Gegenzug wurden harmlose Bürger, die sich verbale Entgleisungen leisteten als Schwerstkriminelle hingestellt.

    Einer der Volksvertreter, Angehöriger einer Partei, die früher mal mit dem Anspruch auftrat Anwalt der kleinen Leute zu sein, hat sich dazu hinreißen lassen zumeist friedlich protestierende (und nicht selten sozial benachteiligte) Bürger in der zynischsten Weise als „Pack“ zu beschimpfen. Jene Bürger, die (oft als Geringverdiener) ihn und seinesgleichen mit ihren hart erarbeiteten Steuerabgaben finanzieren.

    Die Art und Weise wie viele Medien und ein Großteil der Politik mit manchen von uns umgingen war nicht nur menschenverachtend, es war auch eine Untergrabung elementarer demokratischer Werte. Dazu gehört auch das Konzept des Individualismus. Kollektivismus ist eher ein Kennzeichen totalitärer Systeme. Ohne einer übertriebenen Egozentriertheit das Wort zu reden, der Individualismus ist untrennbar mit dem Menschsein und menschlichen Werten verbunden.

    Der Kollektivismus hat leider in Deutschland eine unheilvolle Tradition. Begonnen im Absolutismus fand er seine schlimmste Ausprägung in der Nazizeit („du bist nichts,…“) und in der DDR.

    Wer in der Nachkriegsdemokratie geboren wurde und aufwuchs glaubte schon diese Dinge seien überwunden. Die vergangenen 2-3Jahre habe einen eines Besseren belehrt.

    Jeder Mensch ist etwas nie dagewesenes und wenn er nicht mehr lebt etwas nie wiederkehrendes. Außer bei Zwillingen hat die Natur jedem ein anderes Gesicht gegeben. Ich sehe damit verbunden auch einen Auftrag der Evolution: seine Individualität zu nutzen, sich gegen totalitäre Anwandlungen zur Wehr zu setzen.

    Letztere finden sich nicht nur in Zusammenhang mit der Asylkrise, sondern auch bei Dingen wie „politischer Korrektheit“ oder „gender mainstreaming“. Immer geht es darum Mitmenschen zu etwas zu zwingen, immer unter dem Deckmantel angeblichen gesellschaftlichen Nutzens oder vermeintlicher Werte. Dabei sind es oft gerade die besonders marktschreierischen Toleranzapostel, die den Gedanken der Toleranz missbrauchen, nur um über andere Macht zu erlangen (indem sie auf eine als gesellschaftliche akzeptiert geltende Art und Weise Zwang ausüben).

    Freiheit ist mit das höchste Gut was dem Menschen gegeben ist. Es gibt wohl kaum etwas Schlimmeres als seine Freiheit zu verlieren. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass man sie immer wieder erkämpfen muss. Und zwar am besten mit den Mitteln des Verstandes. Kant hat an das Individuum appelliert, dass es den Mut haben möge SEINEN EIGENEN zu gebrauchen.

    Massenmenschen, Kriecher, Feiglinge, Opportunisten und dergleichen benutzen aber nicht ihren eigenen (sie haben entweder keinen oder sind zu feige dazu), sie verstecken sich hinter dem was sie für den „Mainstream“ halten.

    Durch starre Gesetze verordnetes Quotendenken ist auch eine Form von Totalitarismus, es führt nur zu neuen Ungerechtigkeiten und mündet in nie endende Extreme.

    Und: der totalitäre Charakter dieses überdrehten Feminismus dürfte offensichtlich sein.

    • Danke
      @“Harry Charles“ sagt:
      „Individualismus ist nicht Egoismus“

      Danke fuer den wahren und humanistischen Kommentar.

  35. Ganz rassistischer Artikel, der sich voll auf die Freuden der Weißen in Italien kapriziert - eh -
    – ok – schwarzer Humor, hehe.

    – Sehr gute Laune auf diesen Bildern wieder – wie auch auf den letzten Fotos schon. Ganz wunderbar – e grazie!

    apropos – heute vom steinalten krebskranken u n d fidelen Adolf Muschg gelernt – grazie heißt auch Gnade….in Italy sowieso, ne…

    • Es gab wohl auch eine chinesische Starterin, mit der hätte ich gern gesprochen, aber leider habe ich sie nicht gefunden.

  36. DDR
    @ djangohatnemonatskarte

    Die DDR war schon vor 1989 total runtergewirtschaftet. Kein Kombinat war in der Weltwirtschaft
    Überlebensfähig. Wer so etwas behauptet hat entweder keine Ahnung oder verdreht die Geschichte bzw die eigene Erinnerung.

    Ich kannte die DDR als Besucher vor der Wende und war ab 1990 bei der Treuhand um den Saustall aufzuräumen.

    Wer die Situation in der DDR nachträglich verklärt ist entweder ein Vollidiot ( ich muss es leider so drastisch formulieren) oder ein idiologischer Schwätzer, dem nicht mehr zu helfen ist.

    Beste Grüsse
    SeeMichel

    • VOLLIDIOT ODER IDIOTISCHER SCHÄTZER ? am besten beides !
      aber mein werter freund SeeMichel, natürlich war ausser Berlin-Mitte und Wandlitz, vielleicht auch noch ausser dem Majakowski-Ring alles etwas versifft.

      wie sagte der spätere BDI-Präsident, als er mich in jungen jahren über die strassen der DDR fuhr: hier muss doch jeder cm2 erneuert werden.

      nur wenige kennen die Zahlen besser als ich.

      aber es gab Know-How oder wie wir heute sagen würden „Kernkompetenzen“ gerade im sächsischen maschinenbau deren bewertung der langfristigen überlebensfähigkeit man nicht 24-jährigen beratern noch ohne studienabschluss hätte überlassen sollen.
      die meist in Berlin sassen und eine spinnmaschine nicht von einem webstuhl unterscheiden konnten.

      genausowenig, wie es leute gibt, die zarte ironie nicht erkennen können !

    • Der Kommunismus war zuerst im All
      Naja, so gesehen war aber auch der gute alte rheinische Kapitalismus nicht lebensfähig und Telefunken und Konsorten. Es kommt jetzt halt alles aus China, wo die kommunistische Partei regiert. Naja! Sowas hätte die DDR so wohl auch noch hingekriegt, hätte es den Kollektivismus von ’89 nicht gegeben. Und wo wäre Siemens eigentlich ohne das ganze Schmiergeld. Aber mit Schmiergeld hätte sich ja auch irgendein VEB Kombinat Elektrotechnik irgendwo reinkaufen und Umsatz machen können, das ist ja keine große Elektrokunst.

  37. Alles Gute!
    Eine schöne Geschichte! Ich mußte beim Lesen an mein erstes Radrennen denken. Wir sind fast als letzte ins Ziel gekommen, da wir einen schönen Biergarten kurz vor dem Ziel entdeckt hatten. Dort haben wir alle Nachfahrenden mit einem Hefeweizen begrüßt. Aber was für eine rauschende finale Abfahrt die letzten Kilometer ins Tal. Unvergesslich!

  38. Titel eingeben
    Dass die DDR das Silbergrau der deutschen Vorkriegs-Grand-Prix-Autos für ihre Radfahrer übernommen hat, war nicht der einzige äußerliche Versuch, an alte alldeutsche Symbole anzuknüpfen.

    Mindestens Armee- und Bahn-Uniformen würden mir dazu noch einfallen.

    Letztere beide allerdings waren nie von Beliebtheit belästigt, während das Rad-Silber mir immer noch ein herzliches Friedensfahrt-„Hach!“ auf die Lippen lockt.

  39. Fake news!
    Zweimal wird im Artikel die Startnummer 4275 genannt, am Ende dann die Startnummer 4725, die Sie angeblich nicht vergessen werden, obwohl Sie die vermutliche richtige (Mehrheitsprinzip) da doch ganz offensichtlich schon vergessen haben.

    Bevor ich mich jetzt gleich beim Presserat wegen gruppen­bezogener Menschen­feindlichkeit gegenüber meiner ohnehin schon schlecht angesehenen Minderheit (Numerische Pedanten) beschwere, aus reiner Gutwilligkeit doch noch ein kleiner Tipp. Beide Zahlen kann man sich ganz einfach merken:
    • 4275 = 3² · 5² · 19
    • 4725 = 3³ · 5² · 7
    Einfacher geht es ja doch wohl kaum mehr. Merken Sie sich einfach die passende Primfaktor­zerlegung, dann können Sie bei Bedarf die Startnummer leicht wieder im Kopf zusammen­multiplizieren.

    Eine oder auch zwei Millionen mit eintausend oder auch zweitausend und dann noch mit zwölf zu multiplizieren, das kann man dagegen von keinem verlangen, diese Zahl wird einfach zu groß, anders als die zwei vierstelligen oben, also darf man solches Rechen­künstler­tum auch von keinem verlangen.

    • Ray Ban....
      Die „4275“ von Ray Ban hat der Don ja nicht gebraucht wegen des Wetters.
      So konnte er die Sonne dann auch ohne den Serientyp genießen, denk ich. Und so den Zahlendreher verantworten.

      Wie heißtˋ s so schön: Zahlen sind Schall und Rauch….oder so ähnlich.

  40. Che bella cosa
    Das ist wirklich ganz schön.
    Es ist ja tatsächlich so: den Regen vergißt man. Das Gesicht der Helferin am Ristoro … niemals!

  41. tiopolino
    Muss hück zovill Sonnesching abjekricht hann. Tipolino. Sehr wichtig: es ist natürlich ein Topolino.

  42. Das Licht kommt nicht aus der Steckdose
    Sehr schön, der Einblick in einen unbekannten aber sympathischen Mikrokosmos. Ist das – bei vierstelligen Teilnehmernummern – nun eine kommerzielle Franchise geworden, diese „Eroica“? Gibt’s ja sogar in Kalifornien.

    Heute habe ich an einem Gebrauchsrad für die Stadt geschraubt. Ist vielleicht 10 Jahre alt, nichts wertvolles, etwas vernachlässigt. Aber der Rahmen trägt ein schönes „British Racing Green“. 7-Gang-Sachs-Nabenschaltung, zerlegt, zusammengebaut, geht. Erstaunlich, wieviele Sonnenräder in so eine Nabe reinpassen. Warum soll ich das wegwerfen? Es hat jetzt einen Brooks-Sattel bekommen und gefällt mir ganz gut. Bei der Beleuchtung habe ich an Sie gedacht und den alten, kaputten Felgendynamo (aus Plastik) nicht gegen die üblichen LED-Batterielampen getauscht, sondern einen neuen Felgendynamo gekauft und drangeschraubt. Erstaunlich, der ist sogar „Made in France“ statt „Made in China“, in einem hübschen Alugehäuse, daß es sowas heute noch gibt? Licht erzeugt er auch.

    • Kapitalismus würde ganz anders gehen. Deshalb mag ich das dort auch so. Weil es eben keine Kommerzveranstaltung ist.

  43. VELOWINO
    Lieber Don,
    ich war zusammen mit zwei Freunden auch dieses Jahr wieder dem Charme der L’Eroica erlegen, 75km sind es wieder geworden. Ihr Bericht weckt schöne Erinnerungen, eine Intensität, die im Nachlesen das Erlebte wunderbar nachwirken lässt!
    Ich wünsche mir, dass Sie auch einmal den Charme des Odenwaldes entdecken, über die VELOWINO:
    http://www.velowino.de
    Auf bald!

  44. mystisch, mystisch...
    Beim heutigen Frühstückseinkauf in der Schrannenhalle habe ich mir den dortigen Bianchi-Laden mal genauer angesehen: Die üblichen neusten Radmodelle aller Art.
    Den prominentesten Schaufensterplatz mit eigener Beleuchtung hatte dort ein einziges türkisfarbenes Retro-Rennrad mit der Aufschrift „L’Eroica“.
    Seitdem frage ich mich, was Gott mir damit sagen will.

  45. Oben nass und unten Schlamm
    Danke für diese beeindruckenden Bilder einer ebenso beeindruckenden Veranstaltung, hierzulande irgendwie undenkbar.

    Diese Photos klingender Stahlrahmen werden mich morgen anschieben, wenn ich mit einem neumodischen Alurenner durch die verregnete Fränkische Schweiz strample.

  46. Topolino
    Text eingeben

  47. Topolino
    Topolino ist die reizende Verkleinerungsform von „topo“ (italienisch) = Maus…
    Für die italienienischen Kinder heisst Mickey Mouse Topolino…
    Topolino wurde auch das Fiat-Modell 500 genannt, eine Art italienischer Volkswagen, das 1936 auf den Markt kam und einen grossen Erfolg hatte…
    Vielen Dank, Don, für den heiteren Bericht!

  48. Machen Sie nun einen Text zu den Fotos oder Fotos zum Text?
    Egal, wie herum man sich dem annähert, es ist beides ein Genuss.

    Bei den Fotos gibt es keine Rechtschreibfehler, nur mal weniger oder mehr Licht von oben.

    Gute Besserung, weils halt schon gut war.

    • Nun, ich knipse gern und Bilder sagen bei solchen Veranstaltungen nicht mehr, aber durchaus gleich viel wie Worte. Bei normalen Beiträgen wäre die Bebilderung auch eine Kostenfrage, wenn ein Knipser mitfährt oder eine Agentur gefragt wird. Insofern kann ich mir diesen Luxus leisten.

  49. Irgendwo ist immer schlechtes Wetter
    Lieber Don Alphonso,

    Oh wie schön für Sie, daß Sie noch immer in Urlaub sind.

    Man schreibt Ihnen ja zu Historiker zu sein, was eine Erklärung dafür sein könnte, daß Ihr freudvoller Bericht über das Rudelfahrradfahren, in Ermangelung eigener Investitionsbereitschaft, eine vorgelagerte Feldforschung ist, da Ihnen die Reise in die Volksrepublik China so nicht möglich ist.

    „zixingche“ – zi (selbst), xing (vertikale, lineare Bewegung) und che (Fahrzeug), also das Ding mit welchem Sie so inniglich verbunden scheinen.

    Bemerkenswert fand ich was imperialtours.de schreibt:
    Der Markt für Räder, die in China etwa 40% teurer als anderswo. Eine Gruppe potentieller Käufer waren die Prostituierten in den Vertragshäfen: diese „Sing-Song-Mädchen“ hatten nicht nur ein relativ hohes Einkommen über das sie verfügen konnten, sondern waren auch weitgehend frei von gesellschaftlichen Zwängen.

    Womit ich auch gleich Ihre Worte:
    „Sehen Sie, es gibt normalerweise immer zwei Arten von Menschen auf dieser Welt, die einen sind oben und die anderen sind unten“
    aufgreifen möchte, obwohl Sie, wohl um jeglichen Anschein antisozialer Reflexe vermeiden zu wollen, im zweiten Teil des Satzes wieder alles mutlos relativieren.

    Mit „Sehen Sie, es gibt normalerweise immer zwei Arten von Menschen auf dieser Welt, die einen sind oben und die anderen sind unten…“ haben Sie doch Recht.

    Vilfredo Pareto dessen Theorie der Eliten den Kern seiner Soziologie bildete kommt der Gedanke: Unter „Elite“ versteht er zunächst einen (wertneutralen) funktionalen Begriff von „den Besten“ in einer Handlungskategorie – dies konnten Politiker oder Gelehrte oder Kurtisanen sein.

    Das ist natürlich für alle die „Unten“ leben müssen nur schwer zu verstehen oder gar zu akzeptieren, doch es ist nun mal so und auch in der berüchtigten Elmauer Rede von Peter Sloterdijk war der Satz zu hören:

    „Von hier aus ist es nur ein Schritt, wenn auch ein anspruchsvoller, zu der These, dass Menschen Tiere sind, von denen die einen ihresgleichen züchten, während die anderen die Gezüchteten sind – ein Gedanke, der seit Platos Erziehungs- und Staatsreflexionen zur pastoralen Folklore der Europäer gehört.“

    So als Blogger mußten Sie halt die Befindlichkeiten vieler Ihrer Leser berücksichtigen und so kam es halt zu Ihrem Nebensatz: „hier ist jeder mal keuchend oben auf dem Berg, und dann wieder im Tal.“

    Blogger haben es ja nicht leicht, wie auch die FAZ am 03.09.2015 berichtete, daß der EGMR an Blogger, also auch an Sie, als „Bürger-Journalist“ ähnlich hohe Anforderungen stellt wie an professionelle Journalisten.

    Doch mag dies vielleicht auch erklären weshalb es Ihnen, als „Bürger-Journalist“, vergönnt ist einen so langen Abenteuerurlaub zu genießen in Schweiß und Dreck.

    Und Ihr winziger Appetithappen: „Zensurminister Maas und seine Partnerin, die Ex-Stasi-IM Kahane“ für den begierigen, unter Druck stehenden deutschen Bürger, als Kommentaranregung.

    Ich bitte Sie.

    „…wenigstens im Urlaub möchte man davon seine Ruhe haben.“ Das ist ja verständlich, doch sollte ein Bürger-Journalist nicht ein paar Gedanken mehr zu seiner Heimat haben? Da hat ja der Herr Bundespräsident in seiner Rede am 3.10. mehr gesagt.

    Jetzt werden Sie mir vielleicht im Stillen sagen, was soll´s meiner Heimat, Deutschland, geht es gut, womit Sie ja auch eigentlich Recht haben.

    Doch man sollte über Deutschland reden, vielleicht, um eine Antwort zu finden was es ist.

    Das Land ist noch nicht untergegangen und die Menschen sind leidensfähig. Wenn man so bedenkt, was der Bürger so alles ertragen hat.

    Nazideutschland, was so über sie gekommen ist, haben die Menschen geduldig ertragen und es waren keine 1000 Jahre der Herrenrasse.

    Die DDR und Ihren Anspruch auf die Überlegenheit des Sozialismus haben die Menschen ebenso ertragen. Man hat die DDR geduldig durchgefüttert und als sie am Ende waren, gab man den Ossis Bananen und Geld und hat ihnen ihren sozialistischen Herrenanspruch gnädig verziehen.

    Einigen hat man sogar politische Ämter gegeben und die haben vor kurzem andere eingeladen, die wieder die Herrenrasse leben wollen.

    In Ihrem letzten Beitrag haben einige ja schon davon berichtet von der muslimischen Familie, die in Oberhaching ein paar Meter Abstand von Andersgläubigen, also von uns, fordert.

    Ja, Deutschland geht es gut und ist bisher mit allem irgendwie fertig geworden, doch seien wir einmal ehrlich, die andauernde Beschäftigung mit solchem Herrenrassenanspruchdenken in unserer Heimat ist doch wenig innovativ und nach Vorne gerichtet. Das hat doch am Schluß immer etwas mit zusammenkehren zu tun und mit einem Neuanfang.

    Ein wenig zur Nachdenklichkeit tendierend kommt mir da eine Stelle aus Nietzsches Zarathustra in den Sinn:

    „Und Zarathustra blieb stehen und dachte nach. Endlich sagte er betrübt: ‚Es ist Alles kleiner geworden!’

    Überall sehe ich niedrigere Thore: wer meiner Art ist, geht da wohl noch hindurch, aber – er muss sich bücken!

    … Ich gehe durch dies Volk und halte die Augen offen: sie sind kleiner geworden und werden immer kleiner: – das aber macht ihre Lehre von Glück und Tugend
    .
…Einige von ihnen wollen, aber die Meisten werden nur gewollt.
    ..
…Rund, rechtlich und gütig sind sie miteinander, wie Sandkörnchen rund, rechtlich und gütig, wie Sandkörnchen sind.
    
Bescheiden ein kleines Glück umarmen – das heissen sie ‚Ergebung‘!…
Sie wollen im Grunde einfältiglich Eins am meisten: dass ihnen Niemand wehe thue…
Tugend ist ihnen das, was bescheiden und zahm macht: damit machten sie den Wolf zum Hunde und den Menschen selber zu des Menschen bestem Hausthiere.“ (KSA 4, S.211-214)“

    Das ist natürlich blöde so etwas in Ihrem funblog zu schreiben.

    Na, dann bis zum nächsten Mal.

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

  50. Rotkäppchen & der Wolf als Betrachter
    Werter Don,

    „Dort wo jetzt Rotkäppchen mit dem candyroten Colnago steht, war nur einsamer Wald.“

    Dieser Satz ist sehr aufschlußreich, und zwar in mehrfacher Hinsicht.

    1. Frauen achten mehr als Männer auf Ihr Erscheinungsbild (Outfit).

    2. Das gilt auch für sportliche Ereignisse, hier: Radrennen.

    3. Die Farbe „Rot“ mit ihrer Signalwirkung wird gezielt eingesetzt.

    4. Der Autor hat diese Signalwirkung vermutlich falsch eingeschätzt.

    5. Er konzentriert sich stattdessen auf technische Aspekte (Colnago)!

    6. Während er den Wald mit Einsamkeit, auch mit Ruhe (?) verbindet.

    7. Hebt Rotkäppchen mit ihrem Erscheinen diese wieder auf.

    8. Rotkäppchen, bewehrt mit einem Ersatzreifen, kann sich selbst helfen.

    9. Rotkäppchen braucht nicht den Wolf. Rotkäppchen ist der…

    Danke für die schöne Geschichte über Männer und ihrem stetigen Drang, sich selbst zu beweisen und über ihre Grenzen hinauszugehen.

    Wie lange braucht man eigentlich bei dieser Tour für die 75 Kilometer bzw. für die kürzere Distanz? Das würde ich gerne mal wissen.

    Gegen Erkältung/Grippe hilft immer eine kräftige Hühnersuppe.

    Rezept bitte bei unserem Experten für das Kulinarische, Herrn Moser Otto.

    Schönes Wochenende.

    • Ich würde mein Geschreibsel nicht psychologisieren, weil da keine Psyche ist.

      Die kurze Runde kann man bequem in 4 Stunden fahren, sofern man halt die 800 Höhenmeter packt.

      Die 75km-Runde 7-8 Stunden realistisch, aber man sollte da schon klettern können.

      Bie 140 ist man 12 Stunden unterwegs, und diese Runde würde ich bei schönem Wetter empfehlen – da sind auch lange Flachlandpassagen dabei.

      Am besten aber sind die 70 und 110er Runden bei der Eroica Montalcino.

    • Genau
      „Ich würde mein Geschreibsel nicht psychologisieren, weil da keine Psyche ist.“
      So siehts aus. Ein richtiger Mann hat vor seinem Gehirn keine Geheimnisse, und umgekehrt. Geht mir auch so.

    • Welches Gehirn?

  51. SPD
    Also eine liberale Partei war die SPD nie und nimmer.
    Vielleicht die sogenannte liberalsoziale Koalition unter Beteiligung der FDP in Bezug auf die Strafrechtsreform nach 69.
    Und auch auf sozialen Ausgleich war die Klientelpartei SPD nie bedachte, sondern auch nach Godesberg um Umverteilung zu Gunsten ihrer Wählerschaft.

    • Bei uns daheim war die SPD die relativ gesheen liberale Kraft. Die FDP war eine reine Wirtschaftspartei und die Grünen waren eine Sekte.

  52. radlfahrn
    bemerkenswert kurze Schutzbleche

    • Ja, aber die schützen neuralgische Punkte wie Sattel, Bremsgelenke und Gesicht recht gut. Die Idee kommt von den Briten aus den 50er bis 70er Jahren, meine habe ich selbst gebastelt

  53. Leben
    Lieber Don,

    vielen lieben Dank für diese wundervolle Hommage an das Leben und wie es auch bei uns daheim wieder sein könnte!

    Dank dafür!

  54. The One-Twenty a individual iron ....
    …one of Detroit finest…. well done by
    James Ward Packard und William Doud Packard.
    https://i.pinimg.com/736x/9b/57/1e/9b571e1f156cd1ef77041b54ad9a1012–cars-usa-brochures.jpg

    • Mit dem 120er und Folgemodellen hat Packard versucht ,
      .
      .
      .
      .die Weltwirtschaftskrise und damit den Einbruch im Luxusautobereich zu überleben.

      Darüber, und wie das wesentlich modernere Auto 120 Packard als Oberklassenhersteller verändert hat, gibt es bis heute Seminare in BWL .

      Ebenso wie Cadillacs Type 60 ein Aufbruch in moderne Zeiten war, mit juice brakes , Ganzstahlkarosserie ( turret top hieß das bei GM ) ,etc.

      Heute alles Liebhaberstücke, die viel Geld und TLC erfordern.

  55. Titel eingeben
    Herrlicher Text wieder einmal, lieber Don, dazu diese schönen, stimmungsvollen Bilder. Leider habe ich mir zu wenig Zeit genommen, die Atmosphäre auf der Strecke außerhalb der Verpflegungsstationen auf SD-Karte zu bannen. Beim nächsten Mal…

    Nachdem ein Freund mich früh morgens bereits live mit Ihren Bildern aus dem Twitter Post versorgt hatte, hielt ich Ausschau nach dem DON ALPHONSO Maillot, leider jedoch vergebens. Dass Sie am Abzweig der Schönheit und nicht der sportlichen Herausforderung gefolgt waren, konnte man (nicht?) ahnen.

    Was den Teilnehmer in den Farben unseres früheren sozialistischen Bruderstaats anbelangt: haben Sie sein Rad gesehen? Da hätten Sie Ihre wahre Freude gehabt: der Textima Rahmen hatte ein wunderschönes Decal am Steuerrohr sowie Lenkerbandabschlüsse mit Hammer und Zirkel im Ährenkranz auf schwarz-rot-gold! Das war aber nicht ganz authentisch, wie er mir sagte, da es sich in Wirklichkeit um das Emblem der NVA handele. Geschenkt, für den (DDR-)Laien außerhalb der AAS ohnehin nicht erkennbar. Jedoch entsprach die zeitgenössische Campa-Rekord, die er montiert hatte, nicht ganz dem damaligen DDR-Standard für Hobbyradler, was er schmunzelnd einräumen musste.

    Ach, und noch eins: mache se mer das Bianchi ned so schlechd. Meines ist tadellos gelaufen!

    Es grüßt
    Ihr Tommasini

    PS: für alle Interessierten, im nächsten Jahr soll die erste offizielle Eroica Germania im Rheingau stattfinden, wie wär’s?
    http://www.rheingau.de/artikel/details/11214

    • Im Rheingau bin ich dabei, da bin ich beruflich nicht weit weg. Nein das Textimarad habe ich nicht gesehen, leider. Aber nachdem der Mann auch eine Armbinde trug, sehe ich den wohl noch öfters.

      Ich habe lang überlegt, was ich machen soll, und bin an der Abzweigung auch noch ein paar hundert Meter Richtung Radda -aber da stand dann eine dunkelgraue Wolkenwand, und darauf hatte ich einfach keine Lust. Und ohnehin wäre ich wenn dann lieber die 140 gefahren. Insofern war es in Ordnung, und letztlich muss ja der Bericht gut werden.

  56. Der Horstl-Kaschpal will der AfD Wähler abjagen ,
    ..
    .
    die er mit Gewalt aus seiner Sphäre verjagt hat,

    der lappische Bettvorleger , der !

    Merke :

    Auch eine CSU vergast das Merkel locker in einer Koalition.

    Jaja, Depperl Horsti, auf nach Jamaika .

    Die Kraft deiner labbrigen Forderungen kennen wir ja, Knickebein .

    Was für ein ekelhafter Schwächling .

    Bei der Landtagswahl brenn‘ ich dir und deinem FJS-Gedächtnisverlustverein eine auf, dass sich der Stimmanteil der AfD gewaschen hat.

    Du Schande Bayerns !

    • Die CSU kann sich warm anziehen
      Es gibt rechts der Mitte als Konkurrenz schon die FW, jetzt ist die AfD dazugekommen. Leute, denen das Weichei Voll-Horst zu labbrig ist, finden schnell eine neue Heimat , und damit meine ich nicht die in Südtirol.

    • Weil Sie gerade Südtirol erwähnen...
      Da geht auch gerade die Post ab, für mich erstaunlich, sieht doch alles so friedlich aus.Wie auch in Teilen Bayerns, wo schwer gewildert wird.Zu sehen beim selben Sender.

      http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/quer-aepfel-100.html

    • @Moser, Nahuatl
      Bin völlig d’accord mit Ihrer Einschätzung, aber eine weitere Partei die an der CSU in Bayern(LT Wahl) saugt ist die Bayernpartei, ich denke vor keiner anderen Partei hat die CSU mehr Angst als vor dieser.

      Das geht soweit, daß die MSM die Ergebnisse der BP schlicht unterschlagen. Dies ist insofern interessant, weil die BP bei der letzten LT Wahl 2013 einen fast gleich hohen Stimmenanteil wie die Linke erreichte und damit ihren Stimmenanteil verdoppelte. Diese Tatsache wurde totgeschwiegen. Meiner Meinung nach wird aufgrund des Länderfinanzausgleiches, Katalonien, Brexit, BettvorlegerHorst auch in der nächsten LT Wahl der Stimmenanteil der BP steigen.
      Und wenn die CSU es nicht schafft bis zur LT Wahl, einen mehr oder weniger, glatten Übergang zu „PostHorstzeiten“ hinzubekommen…(frei nach Strauß) 35% minus X.

    • eine Trennungsdebatte will hier grade keiner, alle wissen, dass das ein Spiel auf dem Pulverfass ist.

    • @DA
      Sicher, richtig aber wenn die nötige Debatte und die über „PostHorst“ weiter ausgesessen wird, wird dieses Pulverfass womöglich hochgehen.

    • Schauen Sie diesen Sonntag nach Österreich, das kommt auch noch bei uns.

    • Danke,
      Hoffentlich klappt es wie gewünscht

  57. Bitte keine Kippen aus dem offenen Fenster auf die Strasse werfen...
    …. hochgeschätzte Koalitionsunterhändler, wenn Sie mit diesem Packard
    zu Verhandlungen in die Smoky Mountains unterwegs sind.
    Dafür Danke im Voraus.
    http://theoldmotor.com/wp-content/uploads/2016/12/Six-Wheel-1929-Packard-Staight-Eight-Smoky-Mtn-Tour-Car.jpg

  58. manche beim Versuch, an Rotkäppchen und den amerikanischen Velociraptoren dran zu bleiben
    Oh, da habe ich die Eroica überschätzt. Nur ein Haufen alter Spanner und Grabscher. Iiih.

    • Wenn sie den Text mit der Selbstbeschreibung der Damen gelesen haben, – er ist verlinkt – werden Sie feststellen, dass sie das Lob ihrer Beine gut finden. Es gibt nun mal solche Frauen und solche, wie auch bei Männern. Generell können Sie aber bei Sportlern davon ausgehen, dass Lob für sportrelevante Gliedmassen in etwa so willkommen ist, wie ein Lob des Verstandes bei einem Schriftsteller.

    • SPANNER UND GRABSCHER UND VERKLEMMTE RAUS
      was ist denn das für ein verklemmter kommentar, der vor lust-, lebens-und körperfeindlichkeit nur so trieft, ich vermute dahinter steckt eine schwierige kindheit oder eine traumatische erfahrung mit (um in der diktion von DON zu bleiben) den eigenen sportrelevanten oder sportunrelevanten gliedmaßen oder denen des anderen geschlechts.

      ich bin immer als adressat erfreut, wenn diese von mitsportlern aller geschlechter – egal bei welcher disziplin auch immer – gelobt werden und dazu kommt ja auch, dass insbesondere beim RUDERN neben den beinen dem gehirn eine zentrale rolle zukommen soll. obwohl ich da im Deutschen Ruderverband eine minderheitenmeinung vertrete.

      wer natürlich die figur eine amöbe hat – etwas das in den politikerInnenkreisen der BRDDR als stilrichtung aktuell sehr um sich greift – der oder die darf sich nicht wundern, dass nichts gelobt wird, sportrelevant ist ja nichts vorhanden. dann kommt als motiv auch noch der NEID in frage.

    • Vielleicht darf ich das noch sagen: Mir gefallen hier alle Menschen auf allen Bildern. Das ist zuerst einmal Anerkennung, und warum soll man schönes nicht loben?

    • den Kommentaren zufolge ist es sogar noch schlimmer,
      als zunächst befürchtet. Grusel.
      .
      Aber Danke an Don und django für die tiefen Einblicke und die Warnung.

  59. Die Strapazen kann ich nachvollziehen,
    sonst habe ich wenig Ahnung. Hätte aber gern gewusst, ob die Nr.7084, die ja schlank wie eine Tonne daherkommt, auch angekommen ist?

    Hübsche sportliche Frauen sind nett anzuschauen, wie auch richtige, gutgelaunte Kerle. Ohne Bart geht heutzutage wohl nix mehr?

    Frauen, die Männern Verpflegung reichen, sind mir sympathischer, als Frauen, die nun plötzlich von Heimat faseln, wie KGE. Da wird das Thema derer okkupiert, neben denen man nicht sitzen möchte – und das der CSU.

    Heimat, deine Sterne (Tröge) strahlen mir auch an fernem Ort…

    • 7084 war mit einem ganzen Team unterwegs, und ich meine sie beim Ristoro 13 km vor dem Ziel noch gesehen zu haben. Es sind übrigens auch Schwerbehinderte mitgefahren und von ihren Teams gezogen worden.

      Ich war halbwegs frisch rasiert, und zu Heimat schreibe ich auch noch was.

    • Die No. 7084
      Also ich hab davor einen Heidenrespekt. Ich weiss wie es sich anfühlt mit 15kg weniger (nein, ein Rucksack ist nicht gemeint, also jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne) z.B. die kurze Steigung der Hasenbergsteige in Stuttgart (15%, hat jetzt nix mit Wahlwunschergebnissen zu tun) raufzuhecheln. im Vergleich zur Gegenwart 15+.
      Jedes! Kilo zählt, bergauf ;o( und bergab ;o)

    • Ja, das sehe ich ähnlich. Es ist keine Kunst, anfang 20 und gertenschlank, einen Berg hinauf zu brennen. eine Kunst ist es, dem Ideal überhaupt nicht zu entsprechen und es trotzdem zu wagen. Diese Überwindung ist der grösste Berg von allen, und das die Eroica auch solche Leute mitnimmt, finde ich sehr schön.

    • Ja, ich finde das auch schön,
      dass jeder mitmachen darf.Fast jeden Tag 100 Kalorien zuviel – und schon ist es ja passiert. Ich bin inzwischen auch bei Größe 42 angekommen, 38 ist passe.Das halte ich seit 15 Jahren und sehe keinen Sinn mehr darin, mich zu kasteien.Zumal meine Werte alle in der Norm liegen, mein Doc lachte wieder.

      Meine Runden sind nicht eben, haben immer kleine Anstiege und Gefälle.Noch muss ich nicht keuchen, nur langsam gehen.
      @ BlackBlacky, falls Sie die Highline 179 bei Reutte kennen,(viele Schwaben, Italiener und Chinesen waren da) ging es letzte Woche noch einwandfrei.

    • Sehr gut! Wenn man alte Radsportler aus den 50ern sieht, waren die nach heutigen Vorstellungen auch eher nicht dürr.

    • Radfahren ist Ausdauersport. Da die Eroica kein Rennen ist dürfte das Gewicht keine so große Rolle spielen, sofern die Dame einigermaßen trainiert ist. Den Nachteil sehe ich bei untrainierten Magersüchtigen.

    • Js, ein paar Reserven sind da schon gut.

  60. Bilder
    Einfach wunderschöne Bilder und ein Bericht, der das graue Wetter vergessen macht. Vielen Dank Don Alphonso

  61. Ihre Photos sind zu gut!
    Und so bin ich als eidetisch veranlagter Mensch an den Bildern hängen geblieben.
    ich liebe es ja, wenn auch anständig angezogene Menschen an so einer Unternehmung teilnehmen. (Mir hat es da besonders jene Frau mit rot gemustertem Kopftuch angetan- aber natürlich auch die Kieswege!)
    weiter viel Freude bei der Fahrt!

    • Ich finde ja die Dame mit Schleier ganz phantastisch. Das Bild von dem Mann mit silbernem Spazierstock am Rad habe ich leider nicht verbraten können. Das kommt vielleicht noch.


    • die Dame mit Schleier
      Die mit dem Rosenkleid und dem weißen Hütchen? Die gefiel mir auch sehr. War die auf dem concorso d’eleganza? Und, falls ja, was ist das für eine Veranstaltung (abgesehen davon, daß sich alle „retro elegant“ anziehen) bzw. wie läuft die ab? Auch mit Rad oder ist das nur Accessoire?
      [Wollte dies früher schon schreiben, aber das berüchtigte „Du schreibst zu schnell“ hat ihn gefressen.]

    • Da muss man sich vorher anmelden und dann bei einer Jury passend gekleidet und mit Originalrad der Epoche vorfahren. Das sind zumeist Räder aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg.


    • Räder aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg
      oh, und dazu die passenden Kleider… nicht so leicht.
      Das Rosenkleid würde ich als „1950er“ gelten lassen, aber 1920er oder 30er eher nicht… aber schön anzuschauen ist es auf alle Fälle.
      Hat sich auch jemand als Jahrhundertwende-Radfahrer versucht? Aber damals gab es vermutlich noch keine wirklich praxistauglichen Räder – ich nehme an, die kamen erst so in den 1920ern mit dem Breitensport auf – oder irre ich mich da?

    • Das Safetyrad, wie wir es kennen, gibt es seit ca. 1890 in grosser Verbreitung.


    • Ach, doch schon so lange?
      Aber damals werden das wohl fast ausschließlich Männer gefahren haben, denn mit den langen Damenröcken dürfte die Safety nicht mehr gewährleistet sein… wiewohl ich „Lebensreformern“ (die erfanden auch „Reformkleider“, nicht nur Fruchtschnitten und Vollkornbrot) selbst das zutrauen würde. Nur bin ich mir dabei mit der Datierung nicht sicher, die könnten 10 Jahre vorher ihren Auftritt gehabt haben. –
      Ich war vor ein paar Wochen in Gignese im Sonnenschirmmuseum. Das war wohl im 18. und 19. Jhdt. ein unverzichtbares Accessoire auf der Promenade. Hergestellt wurde es in winzigen Werkstätten um den Lago Maggiore herum, verkauft in den Städten wie Turin, Mailand. Aus dem 18. Jhdt. haben sie einen recht winzigen Sonnenschirm mit Federn und knickbarem Elfenbeingriff.

  62. Titel eingeben
    Bei Ihren Erlebnisberichten bekommt man doch immer Lust, sich auf den alten Drahtesel zu schwingen und einfach loszufahren. :)
    Gute Besserung!

  63. Das. genau ist unser Problem:
    Die „undeutsche Zufriedenheit“. Uns geht es so gut, deshalb haben wir German-Angst. Es könnte ja schlechter werden. Aber Ängstliche treffen falsche Entscheidungen. Sie wählen z.B. AFD. Davon wird zwar nichts besser. Aber es erzeugt das wöhlige Gefühl, es Angela Merkel mal so richtig gezeigt zu haben. Aber was eigentlich?

    • die Ängste vor dem Abstieg sind durchaus begründet – und in Italien hätten das vor der Krise auch verneint. Der Punkt ist, dass mit der EU tatsächlich nue Gefahren drohen, während im Inland die Sozialsysteme wackeln. Näheres zu Beitragsbemessungsgrenze finden Sie im Netz. Dazu kommt dann noch der unproduktive Teil der Gesellschaft, der auch nicht kleiner wird.

    • @Peter Keul: falsche Entscheidungen
      Das ist die tiefgründigste Erklärung, die ich bisher zu dem „Phänomen“ AfD gelesen habe :-)) Im Grunde plädieren Sie für „Merkel als Kanzlerin bis an ihr Lebensende“. Und natürlich wissen Sie ganz genau (woher eigentlich?), dass durch die falsche Entscheidung der Ängstlichen nichts besser wird. Ja geht’s noch?

    • Herr Keul: Die "Ängstlichen" habe ich eher unter den cdu-Wählern
      (zur spd kann ich nichts sagen- das ist nicht mein Milieu) gefunden. Da wäre z.B. mein Vater, der die politische Situation seit Jahren so einschätzt wie ich – natürlich mit mehr Erfahrung! Oder ein benachbarter ehem.Ministerialbeamter…
      Beide sehen die Lage wie ich, – und argumentieren mit Scheinrealitäten eines Wahlkampfes der Linken gegen die cdu. Eine Argumentation, die mich deshalb ratlos zurücklässt, weil ich den Unterschied konkret nicht sehe!
      Beide müßten, wie ich, von ihren Überzeugungen AfD wählen, aber (im Ggs. zu mir) ist ihnen das scheinbar nicht möglich, denn bei Beiden überwiegt die Angst, die sie zwang diejenige zu wählen, die uns das alles eingebrockt hat (darin sind wir uns alle drei einig). Es ist pure Angst, die die alten konservativen Stammwähler bei der cdu hält…! Und für diese Angst bin ich zu jung…! Daher wähle ich, den Argumentationen von uns drei folgend, – die AfD (angstfrei, nicht abgehängt, soweit es geht… – ohne Wut).
      mfG PF


    • @peter Keul: mit den Diagnosen haben Sies offenbar nicht so.

    • Aber Ängstliche treffen falsche Entscheidungen
      Werter Her Peter Keul, woher wollen Sie das wissen?

      Mutige treffen mutige Entscheidungen, die sich auch als
      falsch heraustellen können.
      Bei Angst und Mut handelt es sich um Gefühle, wenn
      sie keine Existenzberechtigung hätten, gäbe es sie nicht.

    • Es ist noch nicht mal ausgemacht, dass die Afd die nächsten vier Jahre übersteht – also, wer weiss, ob sie selbst eine Zukunft hat.

    • @Peter Keul 8. Oktober 2017 um 13:05 Uhr ;
      Es geht den Leuten gut, klar. Es gibt nicht diese pauschal >> German-Angst, es geht um das Leben in DE und das was uns besucht und bleibt, den Staat aushöhlt, unterwandern wäre eventuell präziser, sowohl kulturell als auch finanziell.
      Das Brutale an dieser Geschichte ist, daß die Politk es nicht zugeben und somit wissen will. Die Krux an dieser Situation ist, daß sich die Politiker den Staat zur Beute gemacht haben. Das ist Fakt. Die meisten leben in einem weltfremden Kokon, gut beschützt, bewacht, in besseren Gegenden, auf dem Land. No go areas gibt es doch mehr als genug.
      Herr Feldmann spricht es an, ich sehe in meinem Umfeld das gleiche Problem, sie wissen es, aber ändern ihr Wahlverhalten nicht.
      Der Umstand, daß DE eine christliche Prägung hat, verschafft der Immigration den Vorteil, daß diese unter dem Vorwand christlicher Nächstenliebe, Hilfe etc. einfach dem Land aufgezwungen wird; und die Bevölkerung- wissend oder unwissend- kann sich nicht wehren. Die Politik entscheidet über alle hinweg.

      Wie kann es sein, daß in unser Land kommenden Muslimen nicht von staatlicher Seite untersagt wird, mich als Ungläubigen zu bezeichnen, Frauenrechte zu mißachten, Polygamie zu unterlassen etc. etc. .

      Die AfD, wie auch immer, sorgt dafür, daß die satten und machtgierigen Politiker die Hosen voll haben, da sie wissen, daß es so nicht weitergehen kann. Und die Etablierten werden sich für diese Grenzoffenlassung-Nichtüberwachung Entscheidung rechtfertigen müssen; es wäre zu einfach, wenn die Politiker, diese Abnicker und Jasager, sich aus dem Staub machen könnten, und sagen Frau Merkel hat entschieden, sie allein sei schuld an diesem Drama. Es ist ein Desaster.
      Die Verallgemeinerung der EU, wir kümmern uns, wir machen das, dann wird schon alles gut, (Du Untertan, vertrau‘ uns doch !) wird und kann nicht funktionieren, das sieht man auch an den politischen Situationen in den Mitgliedsländern so wie auch am Brexit.
      Und die EU funktioniert absolut nicht, da die Migranten rechtlich nicht in DE hätten ankommen dürfen, es gab keine Kontrolle bzgl. dem Einhalten von Gesetzen, denn, Einreise nach DE, nur mit dem Flugzeug oder über die Nordsee an Land schwimmen und Asylantrag stellen, das wäre der legale Weg (gewesen).

      Ich stimme Don Alphonso zu, sehe das genauso.

      Und auch für @Keul

    • Insofern ist es jetzt auch nict so klug, wenn gewisse Zirkel in Berlin auch noch die Heimat verbieten wollen.

    • Vier Jahre
      da wette ich aber mal, dass die neue Regenbogenregierung schneller aufgeben muss als die AfD. Wie alle Potentaten, die schon lange im Amt sind, merkt auch Merkel nicht, dass das Fundament bedrohlich wackelt. Özdemir, als Vertreter der Partei mit dem 5. Wahlergebnis, fordert die Union schon mal zur Geschlossenheit auf und die FDP Verteilt schon mal mit den Grünen die Ministerposten. Da weiß man, wer mit wem regieren wird.

      @ Peter Keul: Es wird schlechter werden, dazu braucht man keine prophetische Gabe.

    • Es ist jetzt schon absehbar, dass diese Regierung in etwa so beliebt wie R2G in Berlin sein wird.

    • Und das Irrsinnigste wird sein,
      dass diese Regierung nicht einmal bei den eigenen Wählern beliebt sein wird. Seehofer weiß das, und die CSU trägt das größte Risiko, da sie schon nächstes Jahr wieder ran muss.

    • Ja, und er kann wenig machen. Sein Fehler war, dass er das nach Köln nicht radikal durchgezogen hat.

    • Vier Jahre?
      Ich glaube ja, dass Lindner Jamaika erst macht, dann aber platzen lässt, sollte er sich von Neuwahlen einen Gewinn, keine Grünen und jemand anderen als Merkel versprechen. Einen (wahrscheinlich sogar berechtigten) Anlass zu finden, dürfte mit den Grünen nicht zu schwer werden.

      Bei der AfD muss man abwarten. Radikalisiert sie sich weiter oder verschiebt sie sich in die Mitte und sammelt weiter fleißig CDU, Linke und SPD Stimmenanteile. Man muss ja sehen, dass die ostdeutschen, im Schnitt eher radikalen Vertreter trotz lokal großer Prozente im Verhältnis relativ wenig Abgeordnete stellen.

    • Ich glaube auch nicht, dass das dauerhaft gut geht – wer soll so ein Bündnis der Not und Gier mögen=

      Mir fällt auf, dass es um die AfD gerade wieder sehr still wurde. Seltsam.

    • "wer soll so ein Bündnis der Not und Gier mögen"
      Natürlich niemand. Die FDP steht nun aber vor dem Problem, dass die SPD nicht will und das (von vielen Medien verbreitete) Narrativ, die FDP hätte aus diesem Grund ihrer demokratischen Verantwortung zu genügen, tatsächlich bei nicht gerade wenigen Menschen ankommt.

      Da gilt es taktisch so zu agieren, dass man nicht als beleidigter Spielverderber da steht – wie die SPD das jetzt tut. Eigentlich kann die FDP in der Regierung aber momentan nur verlieren und ich habe den Eindruck, das wissen sowohl Lindner als auch Kubicki.

      Die AfD… ist es da so ruhig, weil bei den ÖR die Schelte, sie hätten die AfD erst groß gemacht, gerade voll durchschlägt? (vgl. Spiegel Plasberginterview)
      Oder weil es momentan einfach noch kein wirklich aktives Parlament gibt?

    • Warum es so ruhig um die AfD ist?
      Na, die Medienfuzzis spüren, dass sich der Wind gerade gegen sie dreht. Als die Blockparteien noch hofften, die AfD sei mit Hilfe der regierungsnahen Propagandaschleudern zu verhindern, wurden die Medienmacher gehätschelt. Jetzt, wo erkannt wurde, dass die Hetze kontraproduktiv ist, passt zwischen Blockparteien und Medien mehr als nur eine Ausgabe der BILD.

      Es ist sogar absehbar, dass der Wind auch innerhalb der Blockparteien ganz schnell nach Rechts dreht, und dann wird die Stimmung in den Rundfunkräten krass umspringen. Selbst eine Regierungsbeteiligung der AfD in einem oder mehreren Bundesländern scheint nicht mehr ausgeschlossen. Vielleicht macht Bayern schon nächstes Jahr den Anfang.

      Medienmacher und Stimmensammler sind, von wenigen löblichen Ausnahmen abgesehen, die wahren [Editiert. Sie können hier fast alles beschimpfen, aber nicht die freundlichen Lebenshelferinnen der Lustwirtschaft. Don]

    • Ich meinte das anders – die AfD produziert überraschend wenig Skandale im Moment. Ich erlebe das nicht in der FAZ, aber extern sehr wohl, dass es Druck gibt, gewisse Themen nicht zu bringen. Beispiel?

      Meine Heimatzeitung hat nach der Wahl in einem langen Beitrag aufgeklärt, dass die dumme, kleine Stadt an der Donau massenhaft Wirtschaftsmigranten aus Nigeria zugewiesen bekommen hat, die eine „geringe Bleibeperspektive“ haben. Das passt vperfekt zum Eindruck, dass ständig ein paar hundert Schwarzafrikaner ohne Deutschkenntnisse, dafür aber recht guten Italienschkenntnissen, nicht gerade die Integrationsweltmeisterschaften abhalten. Das dumpfe Gefühl, dass man hier am hintersten Ende der „Wir schaffen das“-Propaganda ist, wird dann sogleich durch eine vorher geplante „sicherheitskonferenz“ der betroffenen Landkreise mit der Ministerin bekämpft. Die Basiserlebnisse dagegen, der neue Western Union Shop und Söldnerfelcktarngruppen und eine Razzia in einem Park beim Bahnhof, die werden klein geschwiegen.

    • Ich dachte, das seien keine "....." , sondern
      Sexarbeiterinnen, also Frauen, die, im Gegensatz zu den von mir anders bezeicheneten, einem ehrenwerten Beruf nachgehen.

    • Aber es gibt doch genug anderer unehrenhafte Berufe, die man nehmen kann. Lobbyisten zum Beispiel.

    • „geringe Bleibeperspektive“?
      @DonAlphonso „geringe Bleibeperspektive“? Das ist sicher nur de jure gemeint, de facto sieht es teilweise ganz anders aus. Sucht man bspw. nach Massenabschiebung Afghanistan findet man für 2017 eine Aktion bei der 10, in Worten zehn, Afghanen abgeschoben wurden, dafür standen 180 Demonstranten zum Protest herum. Selbst wenn man Vorurteile gegen diese Demonstranten berücksichtigt, dann sollten 18 Demonstranten eigentlich in der Lage sein, einen Afghanen zu versorgen.

      Für 2016 findet man für Massenabschiebung Afghanistan tatsächlich größere Zahlen wie 50.

      Für Nigeria eigentlich nichts.

      Persönliche Erfahrung, es kommt bei uns regelmäßig ein Nigerianer zum Betteln vorbei, seit ca. 10 Jahren im Lande (AT), sehr gebrochenes Deutsch, wir geben eigentlich immer etwas und unterhalten uns kurz.

      Die wenigen Stellen wie Küchenhilfskraft hat er immer nur kurz, aber das scheint aber ihn auch nicht zu stören. Insgesamt sei es auch mit Sozialhilfe in AT deutlich besser als in Nigeria mit einfacher Arbeit. Lediglich der Winter sei schlimm. Arbeit mit mehr Geld wäre schön, ein Zusammenhang mit Fleiß, Deutsch lernen oder Anstrengung scheint nicht hergestellt zu oder als zu aufwendig abgelehnt zu werden, so ganz klar ist uns das nicht.

      Klar nur ein „Einzelfall“ aber die Mentalität scheint einen gewissen Verbreitungsgrad zu haben, so zumindest gem. Bekannten aus sozialen Berufen.

    • Da haben Sie recht. Ich schreibe noch was dazu in den kommenden Tagen. Faktisch sind wir hier die endstation des Staatsversagens. Men will die Leute (zurecht, weil es da keinen Asylgrund gibt) nicht integrieren, man wird sie aber auch nicht los. Die Folgen sieht man auf dem Rathausplatz.


    • man wird sie aber auch nicht los.
      Wenn man ihnen Geld gibt, schonmal gar nicht.

    • Ja, und ausserdem gibt es, hört man so, auch noch andere Verdienstmöglichkeiten. Mir wurde erzählt, sie warteten nur darauf, dass der Weg nach England wieder frei wird.


    • Mir wurde erzählt, sie warteten nur darauf, dass der Weg nach England wieder frei wird.
      Einige Nigerianer vielleicht, aber den anderen sind andere Teile Europas auch recht.
      Was Calais angeht, so habe ich mich schon vor Jahren gefragt, wann es dort wohl mal wirklich blutig wird, weil die Übersetzwütigen den Güterverkehr kapern.

    • In England ist es für Halblegale leichter als bei uns, weil es da schon Communities gibt.

    • Ängstliche und falsche Entscheidung
      Wenn jemandes Ding nicht gerade die Politik ist, dann wird man ihm das nicht nachrechnen.
      Wenn er aber aus dem Verzicht auf politisches Denken bräsige Urteile
      über „falsch wählene“ Mitbürger bastelt, dann stellt er sich in ein schräges
      Licht. No doubt about that.
      Ich habe AFD gewählt.
      Da war weder Ängstlichkeit im Spiel, noch habe ich falsch gewählt.
      Ein rechtsradikaler Dummie bin ich auch nicht.
      Sodele.


    • weil es da schon Communities gibt
      Ach, ich glaube, da ist Kontinentaleuropa sehr am Aufholen…

    • Ja, ja die besorgten Bürger
      >Aber Ängstliche treffen falsche Entscheidungen. Sie wählen z.B. AFD.

      Man könnte fast meinen, die Kanzlerin schreibe persönlich („Angst ist kein guter Ratgeber“). Aber von „falschen Entscheidungen“ habe ich schon öfter gehört, gelesen oder mich beschimpfen lassen müssen. Die entsprechenden Aussagen und Artikel sind archiviert.

      In ca. 20-30 Jahren, so ich es erleben sollte, würde ich mich gerne mit Ihnen noch einmal über die „falschen Entscheidungen“ der Jahre 2016/17/18… unterhalten. Damit meine ich die Entscheidungen der Wähler, nicht die der hier schon länger Regierenden.

      Die Reaktionen derer, die trotz 20% Stimmenverlust nichts falsch gemacht haben wollen, keinen Anlaß zu Rücktritt oder Konsequenzen sehen und mit aller Kraft weiter gegen den neuen inneren Feind kämpfen, statt sich um das Wohlergehen des Volkes zu kümmern, sind in der Spoekenkiekerei gut beschrieben: Man ist sprachlos – ich auch.

      https://spoekenkiekerei.wordpress.com/2017/10/07/blockparteien-mauern-sich-ein/

  64. Nachtrag
    Sie wählen z.B. AFD. Davon wird zwar nichts besser. Aber es erzeugt das wöhlige Gefühl, es Angela Merkel mal so richtig gezeigt zu haben. Aber was eigentlich?

    • @Keul
      halten Sie die AfDWähler für so einfach gestrickt?

    • ... also ...
      … es WIRD ja hoffentlich besser.
      Gäbe es die Protestwähler – auch FDP und sonstige – nicht, ginge die Zuwanderungskatastrophe erst recht ungebremst weiter.
      Wer das 2015/2016 erlebt hat weiß, dass wir kurz vor Enteignungen, Ausbürgerungen und Zwangsdiensten zu Gunsten der sakrosankten Erlöser (Goldstücke) standen, 500.000 jedes Jahr galten mindestens als verkraftbar und zu leisten. Der Irrsinn war allgemein und feierte prunkvolle Messen. Die ARD-Reschke hetzte jeden Abend gegen Renegaten.
      Erst nach Köln kam die Wende und das viel zu schwerfällig und die sind alle immer noch hier. Die von Wölki im Kölner Dom aufgestellten Berührungsreliquien stehen immer noch zur Anbetung da. Weder die Merkel noch ihre Klatschhäschen sind wegen der Toten, Verletzten und Beraubten zur Rechenschaft gezogen worden. Ob das noch kommt, wird man sehen.

    • Deutschland hat köln gebraucht, damit die Reschkes zur Besinnung kommen – fatal ist nur, dass die Lasten aller Art nicht auf die Reschkes dieser Welt, sondern auch auf die Renegaten abgewälzt wurden.

    • Horst
      Angelas weinen nicht, aber dafür offenbar Horsts. Das beste ist nicht immer möglich, dafür das zweitbeste.

    • Ich sehe ehrlich nicht, was sich nach Köln geändert hat...
      außer daß sich die Apologeten des Guten Wilden – trotz Merkellego- nicht mehr so leicht verstecken können. Und Skylla -Charibdys haben der AfD vor der Wahl das Gesangsbuch gestohlen- finden aber nach der Wahl die Seiten nicht mehr…
      Was hat sich geändert? Werden die Grenzen kontrolliert?

    • Was eigentlich?!
      Man hat dieser Waisenhausdirektorin zeigen können, daß ihre „Politik“
      der Alternativlosigkeit von einer beachtlichen Wählermenge nicht
      akzeptiert wird.
      Politik und Alternativlosigkeit vertragen sich wie Wasser und Öl.
      Eine(r) der zu Alternativlosigkeit seine Zuflucht nimmt, ist in der Politik
      per definitionem an der falschen Stelle, weil politikmachen und regieren
      von vornherein das Finden und Schaffen von Alternativen erfordert.

      Das braucht Verantwortungsethik, auch wenn es weh tut.

      Wem es beim Kochen zu heiß wird, der hat in der Küche
      nichts verloren, wird gesagt.

  65. Don,
    wieder ein das Herz und die Seele erwärmender Beitrag. Sind Rennrad-Fahrer wirklich die besseren Menschen? Nach jedem Ihrer Beiträge bin ich etwas mehr geneigt, diese Behauptung als unbestreitbare Tatsache zu akzeptieren!

    • Es gibt auch echte Ekel, die Stimmung in Gaiole ist ganz anders als woanders, wo es teilweise wirklich übel zur Sache geht.

    • Rennradfahrer
      Es gibt da schon ein breites Spektrum. Wichtig bei Veranstaltungen wie der Eroica ist z.B., daß da keine Zeiten gemessen werden, daß es um das Fahren und das Ankommen geht und nicht um „Erster“.
      Sobald da Ranglisten gemacht werden oder gar, noch schlimmer, irgendetwas Lukratives lockt, ist es vorbei mit der Gelassenheit.
      Das geht dann so weit, daß auch noch das Training für solche Veranstaltungen mit bitterstem Ernst angegangen wird.

      Ich habe mal den Fehler begangen, daß ich gewagt habe, hinter einer Gruppe solcherart Beschäftigter mit dem Auto zu hupen, weil sie die ganze Straße beanspruchten. Ich kam dann vorbei, aber die wutverzerrten Gesichter im Rückspiegel waren gar nicht schön.
      Als ich dann kurz langsamer fahren mußte, um jemanden queren zu lassen, versuchte einer, trotz Gegenverkehr zu überholen. Diplomatisch ausgedrückt „völlig von Sinnen“…

    • Es gibt auf den Rennrädern schon schräge vögel – ich weiss schon, warum ich in keinem Verein sein will. Aber wie gesagt, in der Toskana zählt das alles nicht.

    • Nette Leute
      Ja, genau!
      Als Kind hab ich mal am örtlichen Sparkassenrennen um ein städtisches Gewässer teilgenommen und als ich dann langsam an der Ziellinie eintrödelte, während die anderen schon am Picknicken waren, hab ich fast genauso viel Applaus und Bepuschelung bekommen wie die Sieger…War witzig.

  66. Wie war das doch gleich vor genau drei Jahren?
    faz.net/aktuell/feuilleton/die-135-kilometer-der-l-eroica-13196367.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

    ( v.gd/nBPaES )

  67. Flow
    Schöne Impressionen.

    „…die einen behutsam und vorsichtig, weil sie an ihre Knochen denken, und die anderen schnell, weil sie das alles schon kennen und wissen, dass sich das Rad mit hoher Geschwindigkeit auch auf losem Untergrund stabilisiert.“

    Ein anregendes Bild.
    Es geht nicht darum, sich adrenalin- und testosterontrunken leichtsinnig in die Tiefe zu stürzen, im Gegenteil, wer um die Zusammenhänge weiß (Nachlauf, Kreiselkräfte, sozusagen freihändig fahren, nicht am Lenker zerren, Gewichtsverlagerung einsetzen), der erreicht fast von alleine und sicher das Ziel, das System kann sich selbst stetig stabilisieren, im Gegensatz zum verkrampft Lenkenden, dem genau das krampfhafte Lenken zum Verhängnis wird.

    Sagt das etwas über die aktuelle Zensur-Debatte aus, über krampfhaft gelenkte Demokratie?

    • Ich habe mir das Gewackel runter von Brolio schon öfters angeschaut, und in weichem Kies steil bergab vorne bremsen – wie das viele machen – ist zwar langsam, aber problematisch, besonders, wenn viele unterwegs sind. Nach meiner Erfahrung läuft es besser, wenn man flüssig solche Passagen quert und davor und danach bremst. Also erst, wenn es wieder flacher wird.

      Ja, es sagt auch etwas über Zensur und Regelwut. Man sollte eingreifen, wenn es sinnvoll ist und nicht da, wo einen irrationale Ängste überkommen.

    • Titel eingeben
      So ist es.

      Das Rad (System) sucht sich, auch durch Unebenheiten, in leichter Schlangenlinie, den Weg. Man kann das spielerisch probieren, nur Zeige- und Mittelfinger auf die Bremshebel, der Rest gelöst. Den Blick positiv vorausschauend auf die fahrbare Strecke gerichtet, nicht auf ein mögliches Hindernis, der Blick bestimmt die unweigerlich gefahrene Richtung.

      Wer langsam „falsch“ fährt, stürzt, wer es frei rollen lässt, kommt ans Ziel. Diese Regeln, sowohl für das Rad als auch für weitere dynamische Systeme, sind bekannt. Daher frage ich mich ab und an, ob krampfhaftes Lenken und Bremsen (Zensur & Co.) in Kombination mit einer Blickrichtung auf Hindernisse (Hass & Co.) bewusst eingesetzt werden, um das ausbalancierte und stabile System (der freien Meinungsäußerung) bewusst zu Fall zu bringen.

    • Wen man einmal mit dem Zensieren anfängt, kann man damit nicht mehr aufhören.

      Ansonsten ist es richtig, alte, weiche Stahlräder mit flachen Winkeln suchen sich schon den Weg, wenn man sie laufen lässt.

    • Ride the Swamp
      „Wenn man einmal mit dem Zensieren anfängt, kann man damit nicht mehr aufhören.“

      Auf den Punkt.
      Hand in Hand mit der Zensur in Misstrauenssystemen geht die Denunziation, Karol Sauerland hat das treffend beschrieben.

      Dieses sich den Weg suchen kennen auch Mountainbiker sehr gut, es funktioniert in schwierigstem Gelände. Sie surfen eher bergab, als sie radeln.

      Womit wir schon beim Internet sind – mit seinen angeblichen rechtsfreien Räumen. Wobei, das Surfen im Netz wird durch Zensur stetig erschwert, während sich rechtsfreie Räume in der Realität breit machen.

      Ja, die direkte Konfrontation mit sich selbst und einer Anforderung, an der man wachsen kann, L’Eroica, ist eine (ideologiefreie?) Frischzellenkur für Körper und Geist, von der man zehren kann, wenn man sich wieder in den Sumpf begibt.

    • Ich weiss noch immer nicht, wie Maas das NetzDG gegenüber Gab.ai durchsetzen will. Einmarsch in die USA? Ein Amerikabomber? Leider werden wir es nie erfahren.

    • Modernisierung
      Maas modernisiert die Meinungsfreiheit.

      So lautet die aktuelle Frame-Semantik. Die Bertelsmannstiftung versorgt einmal mehr die veröffentliche Debatte mit Neusprech-Rabulistik, Medien und Politik nehmen es dankbar auf.

      Da der Ansturm hochgebildeter Ärzte und Facharbeiter auf sich warten lässt, bösartige Realisten behaupten, dass es sich eher um bildungsferne Schichten und altertümliche Strukturen handelt, wird nun ein Frame gezimmert, in welches ein Wahrheitsplagiat gehängt wird.

      Demnach handelt es sich bei dem, was gegenwärtig betrieben wird um Modernisierung und bei denjenigen, die das kritisieren um Modernisierungsskeptiker. Nicht Kritiker, Skeptiker, denn Skeptiker ist negativ konnotiert (Klimaskeptiker).

      So gesehen erleben wir sozusagen eine zweite Aufklärung und Modernisierung, auch wenn diese etwas verschleiert daherkommt. Die Obergrenze als atmender Deckel. Wording ist eine feine Sache.

    • Die Bertelsmannstiftung sagt auch nur, was ins Kanzlerinnennarrativ passt. So eine Art private ARD.

    • Nudging
      Die Bertelsmannstiftung ist das Kanzlerinnennarrativ!

      Siehe !!!2012!!!: Deutschland, öffne dich!
      https://www.bertelsmann-stiftung.de/en/publications/publication/did/deutschland-oeffne-dich-2/

      Aktuell:
      „Gleichzeitig zeigt sich eine neue Konfliktlinie der Demokratie, die quer durch die Wählerschaft zwischen Modernisierungsskeptikern und -befürwortern verläuft. “

      https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2017/oktober/bundestagswahl-2017-wahlergebnis-zeigt-neue-konfliktlinie-der-demokratie/

    • Neusprech
      Ich finde diese Wortschöpfung „soziale und kulturelle Modernisierung“ total süß. Beim ersten Lesen sind mir innerlich die emotionalen Sicherungen durchgeknallt (Blutdruck), nach einer Weile habe ich mich dazu durchgerungen, für die Urheber einfach nur intellektuelles Mitleid zu empfinden.

      Für wie dumm müssen die eigentlich große Teile der Bevölkerung halten? Sind die wirklich in einer undurchdringlichen Blase gefangen, oder werden die da gehalten, so als Sozio-Biotop?

  68. suum cuique - Jedem sein Hamsterrad
    In der postbürgerlichen Welt üben die Individuen Teilfunktionen in der Megamaschine Kapitalismus aus, die vom Primat G -> G´ bestimmt ist, also vom Systemzwang aus Geld Mehr-Geld zu machen.

    Diese kapitalistische Megamaschine ist nichts als ein großes Hamsterrad, in dem die Individuen in ihren alltäglichen kleinen Teil-Hamsterrädern rotieren. Und solange sie zur Erwerbsarbeit gezwungen sind, führen diese post-bürgerlichen Individuen – selbst wenn sie eine akademische Qualifikation aufweisen – fremdbestimmte und im Wesentlichen immergleiche Arbeiten aus.

    Das kapitalistische System bringt einen Typus von Nutzmensch hervor, der sich ganz wesentlich von einem bürgerlichen Individuum unterscheidet, welches als kreativer Intellektueller, Entdecker, Forscher, Entwickler, Unternehmer, Wissenschaftler Künstler etc. tätig war.

    Das Bürgertum war eine revolutionäre Klasse, deren Tätigkeit gesellschaftlichen Fortschritt brachte.

    Im entwickelten Kapitalismus wird nur das realisiert, was Profit verspricht. Die besten Ideen und besten Erfindungen werden nicht umgesetzt, wenn sie nicht die Erwartung erfüllen, dass sie das eingesetzte Kapital vermehren.

    Das postbürgerliche Individuum bewegt sich nur im Arbeitsprozess, sondern aus im Freizeitbereich in Hamsterrädern.

    Ein typisches Beispiel ist der Freizeitsport. Er dient einzig allein der Herstellung eines subjektiven Wohlbefindens, in dieser Funktion ist er dem Konsum von Unterhaltung oder von psychotropen Substanzen ähnlich.

    Einen anderen Sinn hat die sportliche Betätigung nicht. Sie ist körperliche Arbeit, die nichts verändert als den Zustand des eigenen Körpers.

    Es ist unproduktive und selbstbezogene Arbeit, die keinerlei Beitrag zum Fortschritt der Gesellschaft leistet, darin identisch mit den Aktivitäten eines Tieres.

    Im Sport wird nichts produziert, nichts trägt zum gesellschaftlichen Fortschritt bei. Es werden keine neuen Ideen generiert, keine relevanten Entdeckungen oder Erfindungen gemacht, sondern das Ganze ist durch Immergleichheit und Geistlosigkeit gekennzeichnet.

    Selbstverständlich ist es im Sport möglich, Grenzerfahrungen zu machen.

    Aber das Suchen von Grenzerfahrungen im körperlichen Bereich kennzeichnet nicht einen erwachsenen, mündigen Bürger, sondern Menschen in der Pubertät.

    Das erwachsene bürgerliche Individuum suchte sich Grenzerfahrungen anderer Art, nämlich als kreativer Intellektueller, Entdecker, Forscher, Entwickler, Unternehmer, Wissenschaftler Künstler etc.

    Im letzten Thread habe ich gefragt:
    „Ist eine ObjectBe eine Sexarbeiterin und ein Don Alphonso ein Lohnschreiber?“

    Auf diese Frage ist niemand eingestiegen. Meine Position:

    In der abstrakten kategorialen Zuordnung sicherlich, aber konkret unterscheiden sie sich von anderen Sexarbeiterinnen und Lohnschreibern. Es ist die künstlerische Komponente, die den Unterschied macht.

    Es ist keine große Kunst, wie es die bürgerliche Kunst einmal war. Sondern es ist marktkonforme Kunst, die ihre Dienstleistungen und Produkte so aufhübscht, dass sie von Konsumenten nachgefragt werden, was sich positiv auf die Erwerbssituation der Anbieter auswirkt.

    Die marktonforme Kunst will subjektives Wohlbefinden auf Seiten der Konsumenten herstellen. Damit sie nachgefragt wird. Mehr nicht.

    Zum gesellschaftlichen Fortschritt wird durch diese Angebote von Unterhaltung, Infotainment, marktkonformer Kunst etc. nichts beigetragen und ist auch nicht intendiert.

    All dies kann der Kategorie „Tittytainment“ zugeordnet werden. Das sind „Schnuller“ fürs postbürgerliche Individuum.

    Selbstverständlich fällt auch die Blogkommunikation unter die Kategorie „Hamsterrad“. Denn hier findet nur verbale Strampelei statt, die nichts bewusstseinsmäßig und gesellschaftlich bewegt, sondern auf der Stelle dreht.

    • Ich kenne eine Sexarbeiterin privat gut und wenn man die Arbeit so vergleicht, gibt es da gewisse Überschnweidungen.

      Ansonsten habe ich mittlerweile doch recht viele Leute wegen ungesundem Lebenswandel erkranken oder sterben sehen und so will ich nicht enden. Ich will flink und beweglich altern. Und die Zeit jetzt ist nun mal die kritische Phase, in der man etwas tun muss.

    • Marktkonformes Nutten- und Stricher-Verhalten ist heute ubiquitär
      .
      @Don Alphonso sagt 8. Oktober 2017 um 17:08 Uhr
      „Ich kenne eine Sexarbeiterin privat gut und wenn man die Arbeit so vergleicht, gibt es da gewisse Überschnweidungen.“

      Die Arbeitswelt hat sich generell gewandelt. Der frühere Lohnarbeiter wird immer mehr zum „Arbeitskraftunternehmer“ (AKU). Die Theorie dazu ist im Internet nachzulesen.

      Sexarbeiterinnen und freie Journalisten sind typische AKUs. Als Selbstvermarkter müssen sie für ihre Produkte oder Dienstleistungen zahlungsfähige Nachfrage herstellen.

      Sie sind Produzent/Dienstleistunger und Verkäufer in einer Person.

      Generell ist dies typisch für alle Berufe, die ihre Produkte oder Dienstleistungen selbst an den Mann bzw. an die Frau bringen müssen.

      Daher die heutige Dominanz von angepassten, kriecherischen, mainstreamigen und heuchlerischen Verkäufertypen.

      „Kernige“ und konfliktbereite Menschen mit Rückgrat und Zivilcourage findet man kaum noch. Dafür umso mehr Blender und Opportunisten. Männer zeigen weibliche Verhaltensweise.

      Ob Lanz oder Illner, Maischberger, Will etc. – da sehe ich im Verhalten keine geschlechtsspezifischen Unterschiede.

      Das Verhalten dieser AKUs weist allgemein Ähnlichkeit mit jenen von Prostituierten auf, z.B. bei selbständigen Beratungsberufen, wie Psychotherapeuten, Anwälten etc.

      Bei Politikern ganz ausgeprägt.

      Selbst bei Professoren nimmt ein derartiges Verhalten zu. Denn die Studenten werden heute als „Kunden“ angesehen und diese bewerten ihre Hochschullehrer.

      Am besten werden jene bewertet, die ihre Lehre unterhaltsam gestalten, keine hohen Leistungserwartungen stellen und gute Zensuren geben.

      Anders ist es nur noch in den MINT-Fächern, da spielt bei der Bewertung der Studenten die fachliche Qualität der Lehrenden eine große Rolle. Weil die Studenten wissen, dass sie diese Fachlichkeit benötigen, um in ihrem Beruf erfolgreich zu sein.

    • Es ist aber auch so_ wie gute Sexarbeiter bin ich in der Lage, mir die Kundschaft selbst auszusuchen, solange ich etwas tauge. Im Moment bin ich eine Edelcourtisane. Und ich bin es mit Leidenschaft.

    • Nach satt und trocken fängt das Leben erst an.
      Wohl dem, dem es gelingt, nachdem es gelungen ist, die existentiellen Bedürfnisse zu befriedigen, sich einfach nur dem Spiel zu widmen. Leider sehen es die meisten Menschen als ihr Lebensziel an, permanent den gesellschaftlichen Status zu erhöhen. Das sind dann die, die uns mit ihrer verkniffenen Besessenheit immer weiter rein reißen. Da sind mir Leute, die mit alten Rädern aus Spaß an der Freud mit Gleichgesinnten Radtouren machen, entschieden lieber.

      Wer ständig von der gesellschaftlichen Relevanz seines Tuns schwadronieren muss, ist mit Sicherheit für nichts und niemand von Nutzen, am Ende nicht einmal für sich selbst.

    • Mir auch, denn hier gewinnt jeder und es verliert fast niemand.

    • H. v. Goslar sagt: 8. Oktober 2017 um 15:20 Uhr
      H. v. Goslar sagt:
      8. Oktober 2017 um 15:20 Uhr

      …..Zeile , ähem 135,79 >>>
      Im letzten Thread habe ich gefragt:
      „Ist eine ObjectBe eine Sexarbeiterin und ein Don Alphonso ein Lohnschreiber?“
      Auf diese Frage ist niemand eingestiegen. Meine Position:
      ! Ihre Position interessiert nicht sehr viele und somit können Sie weiterhin Ihren Sermon ablassen und sich selbst beweihräuchern… .

      Zuerst führt man Selbstgespräche, danach …

      Letzter Absatz:
      Selbstverständlich fällt auch die Blogkommunikation unter die Kategorie „Hamsterrad“. Denn hier findet nur verbale Strampelei statt, die nichts bewusstseinsmäßig und gesellschaftlich bewegt, sondern auf der Stelle dreht.

      Warum sind Sie hier obwohl Sie laut eigener Aussage sich auf dem Weg in den Orbit befinden?

    • Nichts begriffen
      .
      @Deresschonimmerwusste sagt 8. Oktober 2017 um 19:18 Uhr
      „Wohl dem, dem es gelingt, nachdem es gelungen ist, die existentiellen Bedürfnisse zu befriedigen, sich einfach nur dem Spiel zu widmen. Leider sehen es die meisten Menschen als ihr Lebensziel an, permanent den gesellschaftlichen Status zu erhöhen. Das sind dann die, die uns mit ihrer verkniffenen Besessenheit immer weiter rein reißen. Da sind mir Leute, die mit alten Rädern aus Spaß an der Freud mit Gleichgesinnten Radtouren machen, entschieden lieber.“

      Sie stellen sehr treffend die proletarisch-kleinbürgerliche Lebensphilosophie dar:

      Keine anspruchsvollen Lebensziele entwickeln, kein anspruchsvolles Lebenswerk zustandebringen, im Hier-und-Jetzt leben, konsumieren und spielen, fatalistisch in die Zukunft gehen, nichts begreifen und nicht vorausdenken können, keine Verantwortung für die zukünftigen Generationen übernehmen. Etc.

      Typisch: Existentielle Bedürfnisse befriedigen und danach spielen.
      Wie Kinder.

      Zu blöd sein, zu begreifen, dass sich diese Gesellschaft im Niedergang befindet und die meisten Menschen spätestens im Alter Armut erwartet.

      „Wer ständig von der gesellschaftlichen Relevanz seines Tuns schwadronieren muss, ist mit Sicherheit für nichts und niemand von Nutzen, am Ende nicht einmal für sich selbst.“

      Sie begreifen vermutlich nicht die Dummheit dieses Satzes.

    • Ist eine ObjectBe eine Sexarbeiterin und ein Don Alphonso ein Lohnschreiber?
      Sehr geehrter H. v. Goslar,

      Ihre sachlichen Gedanken aufmerksam lesend, wie Ihre erneute Frage: „Ist eine ObjectBe eine Sexarbeiterin und ein Don Alphonso ein Lohnschreiber?“ ließ mich kurz innehalten und mir selbst die Frage stellend, ob es sinnvoll sei, Ihnen hierzu zu antworten.

      Ein Versuch:

      Auf die von Ihnen gestellte Frage hier, in einem Sport-und Funblog, ausführlicher einzugehen erscheint mir deplaziert.

      Eine cortigiana onesta ist keine Venus Vulgivaga, wie auch eine cortigiana onesta in Herrn Meyers Blog keine, wie schreiben Sie doch, „Konsumenten“ gewinnen wollen oder müssen.

      Als cortigiana onesta pflegen wir unsere Kontakte über viele Jahre und müssen keine „Konsumenten“ ak­qui­rie­ren. Es ist sehr schwierig heute Kontakt zu uns zu finden.
      Von der Gesellschaft neuerdings Sexarbeiterinnen genannte, Prostituierte und Huren wollen neue Kunden gewinnen.

      Der Beruf der cortigiana onesta ist ein wenig in Vergessenheit geraten und in der Zeit der Gleichmacherei wird vieles gleichgesetzt.

      Dies zu tun sei jedem unbenommen.

      So beantworte ich Ihre Frage: „Ist eine ObjectBe eine Sexarbeiterin“ mit einem klarem, wie kompromisslosem Nein.

      Kompromisse bedeuten stets, daß beide verlieren, wofür von uns wenigen nicht der geringste Anlaß besteht.

      Mit freundlichem Gruß
      ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Sie aus Goslar sind genau der Prototyp, den ich meine, wenn ich von Leute spreche,
      die ständig von der „gesellschaftlichen Nützlichkeit“ ihres Tuns schwadronieren. Das tun die, die die von ihnen (und auch mir) erwartete Altersarmut verursachen, auch ständig. Im Übrigen halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass den Don Altersarmut erwartet.

      Die zu erwartende Altersarmut zu verhindern, liegt primär im Interesse derjenigen, die davon betroffen sein werden. Die aber scheinen immer noch mehrheitlich mit ihrer Altersarmut einverstanden zu sein. Anders sind nämlich die Wahlergebnisse nicht zu erklären. Und ein solches Verhalten verbinde ich eher mit einer proletarisch-kleinbürgerlichen Lebensphilosophie.

      Ich, der ich ja lieber mit motorisierten Zweirädern unterwegs bin, kann Ihnen versichern, dass die meisten Motorradfahrer in meinem Umfeld eher weniger von Altersarmut bedroht sind und dass die gesellschaftliche Relevanz ihres Tuns überdurchschnittlich ist, ohne dass davon groß Aufhebens gemacht wird. Die wenigen Frauen in dieser Comunity, einschl. meiner eigenen, sind das Gegenteil der unzufriedenen, aber von der gesellschaftlichen Relevanz ihres Tuns überzeugten, Genderistinnen. Genau so, wie es der Don von der L’eroica berichtet.

      Nur die Menschen, die mit Leidenschaft etwas um seiner selbst willen tun können, haben am Ende gesellschaftliche Relevanz. Aber ich befürchte, das zu begreifen, liegt außerhalb Ihrer Möglichkeiten.

    • Naja, viele Motorradfahrer kommen auch gar nicht mehr in den Genuss einer Rente. Was ich da alles sachon am Berg gesehen habe…

    • Ehre und Stolz einer „cortigiana onesta“
      .
      Sehr geehrte ObjectBe

      Der Anlass, die o. g. Frage erneut einzubringen war, dass Sie in diesem Blog wiederholt als „Sexarbeiterin“ bezeichnet wurden. Das empfand ich als eine Abwertung, die Ihrer Person und Tätigkeit nicht gerecht wird.

      Ähnlich, wie wenn man den Autor von D.A. pauschal als einen „Lohnschreiber“ abwerten würde.

      Wie es Hegel formulierte:
      „Abstraktionen in der Wirklichkeit geltend machen, heißt Wirklichkeit zerstören.“

      Nun bezweifle ich sehr, dass jene, welche Sie abwertend titulieren, zu dergleichen Gedankengängen in der Lage sind.

      Auch wenn in der Abstraktion eine entsprechende kategoriale Zuordnung möglich wäre, so wäre es „daneben“, eine Frau, die einen reichen Mann um des Geldes geheiratet hat, als „Sexarbeiterin“ zu bezeichnen.

      Das sind Komplexitätsreduktionen, die der konkreten Wirklichkeit nicht gerecht werden.

      Was meine Person betrifft, so teile ich mit dem bürgerlichen Humanismus die Orientierung auf das Gute, Wahre und Schöne.

      In gewisser Hinsicht bin ich ein antiquierter bürgerlich-humanistischer Mensch, der auf seine Ehre, Autonomie und Nicht-Käuflichkeit sehr stolz ist.

      Der postbürgerliche Mensch hingegen sieht im seiner Selbstvermarktung und Käuflichkeit kein Problem. Im Gegenteil, er schöpft Genugtuung aus seiner Käuflichkeit, und zwar umso mehr, je höher der Preis für seine Käuflichkeit ist.

      Die Sexualität in der Prostitution unterliegt einem geldvermittelten Tausch, sie würde ohne Bezahlung nicht stattfinden. Zugleich gibt es entscheidende Unterschiede. So in der Qualität der zwischenmenschlichen Beziehung.

      Eine „cortigiana onesta“ erfährt – wie der Name sagt – Wertschätzung. Sie ist eine „Frau der Ehre“, sie ist gebildet, künstlerisch begabt und schätzt das Schöne.

      Zwischen einer Prostitution in Form von „Sexarbeit“ oder von „Lohnschreiberei“ gibt es einen wesentlichen Unterschied.

      Sexuelle Prostitution ist – sieht man von verlogenen Ehebeziehungen ab – in der Regel eine ehrliche Sache. Der Kunde/Partner weiß, dass es sich nicht um eine Liebesbeziehung handelt.

      Anders verhält es sich bei der Lohnschreiberei. Da sind gerade die bestbezahlten Journalisten und TV-Moderatoren die größten Heuchler und Lügner.

      Denn in einer antagonistischen Klassengesellschaft verraten diese nicht nur das Wahre, sondern auch das Gute, denn sie sind Komplizen von Herrschaft, Ausbeutung und Betrug.

      Im Gegensatz zu einer „cortigiana onesta“ lassen sie sich Ehre und Stolz abkaufen.

      Freundliche Grüsse zurück!
      H.v.G.

    • Nun, die Motorradfahrer, die ihrer Altersarmut durch Ausüben ihrer Leidenschaft
      zuvor kommen wollen, sind nicht gerade die in meinem Umfeld. Aber nach dem Herrn aus Goslar hat deren Frühableben doch bestimmt gesellschaftliche Relevanz, erhöht es doch den zu verteilenden Anteil der Überlebenden. Allerdings erlebe ich in den Bergen auch genug strampelnde Vertreter dieser potenziellen Altersarmutsverhinderer, allerdings weniger auf Gebrauchträdern, als eher auf diesen neumodischen offroad-fähigen Dingern.

    • Naja, wir sind eine kleine Minderheit. Das letzte Mal auf dem Jaufenpass war ich ein Rennradfahrer gegen weit über hundert Mororräder.

    • Altersarmutsverhinderer
      Wobei vermutlich aber die motorisierte Fraktion entsprechend ihres deutlich höheren Durchschnittsalters schon mehr für die Allgemeinheit getan (hier: Rentenbeiträge gezahlt) hat als die Offroad-Radler…

      Davon mal abgesehen ist es in der Tat für mich immer wieder verblüffend, wie bescheuert viele fahren, Alter hin oder her – die einen haben wohl noch keine Erfahrung, was alles passieren kann, die anderen müssen sich anscheinend beweisen, was noch geht.

    • Ich fahre nach uneinsehabren Kurven absichtlich weit in der Strasse, damit ich lang sichtbar bleibe und ausweichen kann, wenn da einer auf Ideallinie kommt. Und da kommen und wackeln ganz schön viele. Oft auch ohne besondere Übung.

    • Das Problem der meisten Motorradfahrer in den Bergen ist,
      dass sie vollkommen übermotorisiert sind. Die Maschinen meiner Frau und mir, die wir vorzugsweise in den Bergen benutzen, haben beide nur bescheidene 48 PS. Das hat den Vorteil, dass sie sehr leise und wendig sind. 150 PS-Monster, egal ob als Reise- oder Rennmaschine ausgelegt, sind selbst für erfahrene Lenker kaum durch Spitzkehren zu steuern, ohne in den Gegenverkehr zu kommen.

      Aber die beste Lebensversicherung ist immer noch, wie vom Don beschrieben, die Damen vorausfahren zu lassen und die Aussicht zu genießen. Es gibt Bereiche im Leben, wo eine Frauenquote auch den Männern zum Vorteil gereicht. Verheiratete Männer sollen ja länger leben als unverheiratete. Auf Motorradfahrer, deren Frauen selbst auch Motorrad fahren, trifft das ganz bestimmt zu. Vielleicht überdenkt der Don ja noch einmal seine Lebensplanung. Wenn ich seine Schilderung der L’Eroica mit Damenbegleitung vergleiche mit den Berichten seiner halsbrecherischen Einzelabfahrten, so wäre eine ständige Begleiterin auch für ihn womöglich lebensverlängernd.

    • Man muss ja nicht gleich heiraten, um mit einer Frau unter einem Dach zu leben (wobei ich zugebe, dass mich so etwas in Kurven auch vorsichtig werden lässt).

    • Titel eingeben
      Ist das hier Satire?

    • Nee, Goodnight, die findet doch gerade in Berlin statt.
      Oder wollen Sie jetzt auch noch eine Diskussion über den Zwang zur gesellschaftliche Relevanz allen Handelns anfangen?

      Ich schlage vor, der Don nimmt Angela mit zum Radfahren nach Italien und ich drehe mit dem Horst ein paar Runden um die oberbayerischen Seen. Wegen der Relevanz und so.

    • Mauern helfen.

    • @Deresschonimmerwusste
      Es stimmt schon, die Damen auf dem Motorrad haben es nicht so mit dem Sterben, besonders wenn sie in den Bergen unterwegs sind. Männer sind da viel schlimmer, wie die Fliegen. Schwirren den ganzen Tag um einen rum und sind zu schnell, um sie zu klatschen.

      Allerdings übertreiben die Damen es gelegentlich mit der Vorsicht. Ich erinnere mich noch gut, eine von ihnen bergab überholt zu haben – mit dem Rad. Ein seltener Spaß :-)

    • Es gibt auch genug Männer auf dem Motorrad, die nicht bremsen und beschleunigen können.

    • übermotorisiert
      „in den Gegenverkehr zu kommen“ hat Null mit der Motorleistung
      und ausschließlich mit dem fahrerischen Können zu tun.

      Man kann allerdings auch mit Null-Motorleistung im Leerlauf
      mit gerissenem Kupplungszug das Timmelsjoch hinunter eine Menge Autos und Fahrräder überholen ohne in den Gegenverkehr zu kommen, das stimmt.

      Gefährlich für mich war immer nur extreme Bremsleistung verbunden mit Grobmotorik. Überbremstes Vorderrad ist evtl. auch auf dem Fahrrad unangenehm.

    • Also ich bin im Schwarzwald auf dem Motorrad auch schon von einem Fahrrad überholt worden.
      Ich bin jetzt nicht der Kurvenräuber, dass ich nicht Bremsen und Beschleunigen kann halte ich aber für übertrieben.

      Wenn es kurvig und steil bergab geht, dann kann das Fahrrad gegenüber der schweren Maschine durchaus im Vorteil sein, zumal wenn der der Motorradfahrer die Strecke nicht kennt.

  69. Zitat:
    „Ja, es sagt auch etwas über Zensur und Regelwut. Man sollte eingreifen, wenn es sinnvoll ist und nicht da, wo einen irrationale Ängste überkommen.“

    Bezieht sich das auf den Zensor, oder auf den Zensierten?

  70. Prinz Willem und das Hausrecht
    Da dies hier meine erste Teilnahme an einem Blog ist möchte ich Herrn Willem gerne zustimmen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass hier ganze, etwas inhaltsleere, Manifeste gelegt werden. Musste gerade nachschauen: 6000 Zeichen sind frei.

    Ich bin kein Radsportler, kann diese Passion aber sehr gut nachvollziehen.

    Da ich hier neu bin, habe ich mich sehr über die interessanten und unterschiedlichen Beiträge gefreut; mit wenigen Ausnahmen.

    Ich lese sehr gerne die Beiträge über radsportliche Aufgaben und Liebe zu dem, was man in seinem Leben so auf dem Dachboden angesammelt hat.

    Für mich ist das eine großartige Metapher für die Demokratie, die Politik, die persönliche Freiheit, ein selbstbestimmtes Leben, Moral und Genuss.

    Vielleicht liege ich falsch, aber dies ist für mich ein Land, “ in dem ich gut und gerne lebe“.

    Freue mich auf den nächsten Beitrag.

    • Danke für das Lob. Es ist das Land, in dem ich gerne weiter gut und gerne leben könnte. Was gar nicht so einfach ist, wenn einem beim Geldabheben drei Araber mit Flecktarnhosen und Lederjacken zu nah auf den Leib rücken, wie gerade vorhin. Ich mag eigentlich eine gewisse Distanz durchaus.

    • Da haben Sie jetzt ein weiteres Argument geliefert...@Don Alphonso
      …für die Abschaffung des Bargelds…war wohl nicht beabsichtigt?

    • Nein, aber noch 10 Jahre Merkel und wir schaffen das! Illegales Geld wird dann halt in Dollar verschickt.

    • Um illegales Geld...
      @Don Alphonso….

      ging es doch immer nur vordergründig, oder? Da gibt´s immer Möglichkeiten.

      Ich sage nur: security solutions.

      Und Daten, Daten, Daten….

      Was unterscheidet uns dann von den Goldminenarbeitern im 19. Jahrhundert…..

  71. ...
    Bei dieser Veranstaltung wird aber kein gemeinsames Ziel angepeilt, sondern bloß von jedem dasselbe …

    Das macht bloß einsam und fördert das Gruppendenken, wie zum Beispiel das da: „Sogar ein Vertreter des anderen deutschen Staates, der 1989 meine BRD übernehmen sollte, war mit einem Textima-Hemd anwesend. Der ganze Stolz des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik mitten in der Toskana!“

    Ansonsten geht es da um gar nichts, nicht mal ums Kraft tanken für etwas Wichtiges.

    • Das war ein Witz. Und es ist ein runnig Gag in diesem Blog, dass 1989/90 die DDR die alten Bundesländer angeschlossen und übernommen hat.

    • Ein Witz ?
      Sind Sie sicher? Ein Freund, hier im Osten aufgewachsen und sozialisiert, meinte neulich, es sei mittlerweile wie zu „Zonenzeiten“.

    • MMW
      Sie sollten vielleicht bedenken, dass bislang noch kein System, auch nicht der realexistierende Sozialismus der DDR das Rad neu erfand. Dort aß man zum Beispiel auch Mischbrot, tatsächlich.

      Die einseitige Zuordnung von Schattenseiten zu einer „glücklicher Weise überwundenen Vergangenheit“ ist also so wenig zielführend, als würde man auf den Boden, statt ihn zu beackern, schimpfen, dass er irgendwie nicht genug Getreide trägt. Es suggeriert, man könne überhaupt Getreide ernten, ohne dass man es im Schweiße seines Angesichts anbauen musste. Ich weiß, dass man Ihnen anderes erzählt hat … Aber ich hoffe, ich habe das nun im Gegensatz zu Ihrem Freund aus der „Zone“ so erklärt, dass Sie das auch nachvollziehen können, denn dieses Gesetz gilt nunmal auch bei Ihnen, da Sie, wie Ihnen vielleicht schon auffiel, offenbar auch kein Paradies geschaffen haben.

  72. Don Alphonso sagte am 8. Oktober 2017 um 13:13 Uhr
    „Dazu kommt dann noch der unproduktive Teil der Gesellschaft, der auch nicht kleiner wird.“

    Ca. 15 Millionen Nettoeinzahler sind’s noch, geschätzt, die den Laden am Laufen halten, vielleicht etwas mehr. Tendenz weiter abnehmend. Ein Stichwort: Babyboomer, da geht’s bald los. Auch bei den Staatbediensteten mit guten Pensionsaussichten (kein Neid, lediglich Fakten!). Keinerlei Rückstellungen dafür. Mahlzeit.

    Mir graust vor der Zukunft, das ist nicht mit Angst zu verwechseln. Ein Mann mit meiner Silhouette hat keine Angst. Aber ich bin weder debil noch besoffen und weiss wer uns das alles eingebrockt hat, Tendenz seit 12 Jahren (welch Ironie, schon wieder 12) immer weiter und immer mehr aussitzend hin zu signifikanter Verschlechterung. Natürlich ist es hier immer noch besser als in Burkina Faso (so ein blöder Vergleich immer wieder). So, das war jetzt der Extra-Absatz speziell für den Merkel-Fan, der die AfD keult (der mit der Angie Fan Seite).

    Gibt’s eigentlich lebenslange Sperre bei der L’Eroica wer mit modernen Klickpedalen erwischt wird?

    • Ich habe mich getäuscht, ich meinte „auch nicht grösser“

    • 12 Jahre
      Es sind erst 12 Jahre AM. Mittlerweile denke ich, es werden noch 21 daraus werden.

    • googet „Haus toskana Staatsbürgerschaft wechseln“

    • Klickpedale und andere sinnlose Sinnfragen
      Laut Reglement wird man aus dem Rennen genommen bzw. darf gar nicht erst starten, wenn man gegen die Regeln verstößt. Zwar guckt bei der Menge der Leute beim Start keiner so genau hin (wegen der nicht wirklich historischen Anforderungen auch unnötig), aber ob die wenigen eindeutigen Regeln wie „keine Klickpedale“ beachtet werden, sieht man dann doch schon auf den ersten Blick.

      Ich finde es eh schade, dass da mehr und mehr pseudohistorische Räder und entsprechendes Equipment dabei sind. Leider macht es der Veranstaltern nicht nur leicht, den historischen Charakter zu umgehen und zu verwässern, sondern verdient da fleißig mit.

      Es gäbe mehr als genug altes Material, das man nutzen kann (siehe Dons Leidenschaft), das kann man vielleicht an der einen oder anderen sicherheitsrelevanten Stelle wie Reifen oder Bremsgummis sehr dezent mit passenden Neuteilen oder nachproduzierten Ersatzteilen rennfertig machen, wenn es gar nicht anders geht.

      In jeder Stadt fahren dutzende Eroica-fähige alte Rennräder als studentische „Stadtschlampen“ durch die Gegend und könnten für sehr kleines Geld erworben werden. Für wenige 100 EUR bekommt man wirklich schicke Alträder der passenden Epochen fahrfertig in diversen Webbörsen. Alte Trikots etc. findet man zuhauf bei Ebay und Co.

      Aber nein, man muss nagelneue Eroica-Trikots herstellen und nagelneue Räder mit nagelneuen asiatischen Massenteilen, die für den Laien in etwa wie die alten aussehen, mit alten Logos bepinseln und überteuert verkaufen (wie das Bianchi). Und die Regeln anpassen, damit das dann durchgeht. Traurig, dass selbst der Veranstalter den Spirit so zu Geld macht.

      Gott sei Dank sind die Kulturbanausen, die sich und anderen derartige Sinnlosigkeiten antun, so in der Minderzahl, dass der Spirit der Eroica von den Dons dieser Welt ausreichend bewahrt wird. Und nur wegen diesen lohnt sich der weite Weg.

      Wer mit modernem Material fahren will, kann ja gerne zu den historischen Events als Zuschauer kommen und dann mit seinem Klickieradl an der Eroica Nova teilnehmen. Oder halt beides fahren, aber jeweils mit dem wirklich passenden Material.

    • Toskana ist mehr Ihre Preisklasse
      aber über Slowenien denken wir ernsthaft nach. Hoffentlich kommen wir noch rein, bevor der eiserne Vorhang wieder aufgebaut ist und deutsche Staatsbürger Visum und Sicherheitscheck benötigen.

  73. Zensur und Regelwut
    Habe Don’s Antwort auf das Ich gerade gesehen.

    Da capo!

  74. Radsuche
    Hallo

    Kann mir jemand die Herstellerbezeichnung dieses Rades nennen?

    http://blogs.faz.net/stuetzen/files/2017/10/erobd.jpg

  75. Falsche Richtung
    Unser Zug fährt nicht in Richtung Individualismus. Wir sehen das als Selbstsucht und mangelnde Nächstenliebe und schleudern den aussterbenden Individualisten ein empörtes „Neoliberal!“ entgegen. Möge es diese Unmenschen bald aus der Kurve tragen, während wir in D – nun bereits zum dritten Mal – einen beherzten Anlauf zur Errichtung des Sozialismus (die Welcome-Öko-Gender-Variante) nehmen. Dabei fühlen wir uns wieder tugendhaft und sind sicher für „die gute Sache“ einzustehen. Dieses Mal schaffen wir es!

  76. Welch' Geschwindigkeit Sie vorgeben und....
    Eine wunderbare Beschreibung und schöne Fotos von der Tour, danke. Das macht richtig Lust und Sie bringen es locker rüber und ziehen alle mit rein. Herrlich. Es besteht permanente Suchtgefahr.

  77. sich freiwillig schinden und es auch noch toll finden
    Lieber Don Alphonso

    ich habe es zwar nicht mit dem Radeln, technische Details sind daher völlig an mich verschwendet.

    Dennoch kann ich das Gefühl nachempfinden, das sie bei solch harten Touren vermutlich haben.

    Es muss ähnlich sein, wie wenn man 8 Stunden durch den Regen stapft, nass und dreckig wird, die Nase tropft, die Socken qualmen, man aber dennoch (oder gerade deswegen) siegreich am Ziel ankommt!

    Ich muss allerdings zu geben, dass es derart schicke Wanderveranstaltungen leider nicht gibt.

    Viel Spaß weiterhin bei ihrem Hobby wünscht Ihnen

    Hessin

    • Danke! Fairerweise muss man sagen, dass ich das wirklich nur so durchgeradelt bin, da gab und gibt es wahrhaft Schlimmeres. Innichen vor drei Wochen war brutal, das hier war einfach nur hübsch.

    • Stundenlange Regenwanderung
      Hmmm….doch, das gibt es: Haben Sie schon mal im Spätherbst am Margarethenhof Golf gespielt? Ein Alptraum.

    • Wanderveranstaltungen
      Oh, gibt es die nicht? Würde mich eigentlich wundern. Eine liebe Ex-Kollegin von mir nimmt z. B. gerne an Fahrradausfahrten teil, an denen sich schick gekleidete Menschen beteiligen und mit (teilweise) älteren klassischen Rädern gemütlich durch die Gegend fahren. Ein bisschen so wie der Don, nur gänzlich ohne Berge. Diese Treffen (haben sogar einen Namen, der mir gerade komplett entfallen ist) finden derzeit überall in Deutschland statt.

      Ein Ex-Chef von mir hat gerade in Hamburg am Distinguished Gentleman’s Ride teilgenommen. Das ist so etwas ähnliches, nur mit Motorrädern und -rollern. Da treffen sich dann Leute mit Schiebermütze und Lederhandschuhen, die vielleicht auch mal eine Knickerbocker tragen, zum gemeinschaftlichen Ausritt. Kann mir also nicht vorstellen, dass es unter Wanderern nicht auch so ein Retro-Event gibt … irgendwo.

    • Sie meinen Tweed Run. Oder Critical Mass?

    • Ja genau
      Hab noch mal in der Timeline der Kollegin geschaut: Sie war beim Tweed Ride Düsseldorf … Wohl eine Abwandlung des Tweed Runs, vielleicht, weil der Begriff bereits geschützt ist. Schöne Fotos! Und alle sehen irgendwie ganz entzückend und richtig glücklich aus.

    • Wanderveranstaltungen
      Liebe Hessin

      Wenn es noch keine so schicken Wanderveranstaltungen gibt, müsste halt jemand eine solche Tradition begründen. Loden, Tweed und Filz statt Haglöfs atmungsaktiver, hi-tech Kunststoff.

      Geben Sie mir Bescheid, wenn es dann einen Ableger in der Schweiz gibt ;-)

      Beste Grüsse aus dem Alpenbogen

  78. Sozialismus
    “Sozialismus kann per se nicht gewalttätig sein“. Hat letztens irgendwie, irgendwo, irgendwann gesagt. Die Frage ist nur, ob es nationaler Sozialismus, demokratischer Sozialismus oder erzieherischer Sozialismus ist. Es sind alle Menschen gleich groß, gleich dick, gleich schön, gleich Intelligent ( Intelligenz hat nichts mit Klugheit zu tun), gleich strebsam, gleich gut und glauben an das Gleiche.

    Ich bin für eine Quote für Taubstumme im Hörfunk.

    Denk ich an Deutschland………..

  79. suum cuique - Jedem sein Hamsterra
    H. v. Goslar sagt:
    suum cuique – Jedem sein Hamsterrad
    „Aber das Suchen von Grenzerfahrungen im körperlichen Bereich kennzeichnet nicht einen erwachsenen, mündigen Bürger, sondern Menschen in der Pubertät.“
    und
    „Selbstverständlich fällt auch die Blogkommunikation unter die Kategorie „Hamsterrad“. Denn hier findet nur verbale Strampelei statt, die nichts bewusstseinsmäßig und gesellschaftlich bewegt, sondern auf der Stelle dreht“

    Oh wie es mich schaudert derartige menschenfeindliche Kommentare zu lesen. Leben um des Lebenswillen ist, scheint mir, dem obigen Kommentator ein Graul. Er sucht verzweifelt einen Zweck in seinem Dasein, wohl um die seelische Lücke aufzufüllen, die er in sich spürt, wenn er scheinbar in eine Zwecklosigkeit hinein existiert.

    Vom Lebensinn will ich erst gar nicht sprechen.

    Kommen Sie mal bei mir vorbei, dann nehme ich sie mit in den Dschungel und zeig ich ihnen, wo es lang geht im Lebendigsein und welchen erhebenden Wert es hat, sich schlicht lebendig zu fühlen, ohne einen bestimmten Zwecken damit erfüllen zu müssen. Aber vielleicht brechen Sie mir dann innerlich zusammen.

    Eine ganze Woche alleine im tiefen Dschungel und sie haben danach zwei Möglichkeiten: Sich umzubringen, weil sie begriffen haben wie Sie ihr Dasein bislang verschleudert haben in der verzweifelten Suche nach Zweck, oder begreifen wie wertvoll das Leben auch ohne irgendwelche Zweckerfüllung sein kann.

    In diesem Sinne, ein toller und schöner Bericht vom Don, mit ebenso wunderbaren Fotos, besonders der Damen. Trotz meines alters empfinde ich beim lesen grosse Lust mal mitzumachen,wenn nur die Entfernung nicht waere…..(tolle Ausrede, wa?)

    • Roman über den Pantanal
      Menschenfeindlich finde ich das zweite nicht, nur realistisch.

      Haben Sie mal „Das Testament“ von John Grisham gelesen? Spielt im Pantanal. Grisham’s bestes Buch, finde ich. Es geht da permanent um Grenzerfahrungen. Würde Ihnen gefallen, glaube ich.

  80. Sirisee - schätze ich
    Siriser sagt:
    8. Oktober 2017 um 14:47 Uhr

    „… na ja …
    … ich habe schon einige Mods erlebt und der hiesige lässt eigentlich alles passieren, auch wenn Dissens ist.“

    Na ja, es ist schon arg seltsam, wenn er das Fischeinwickelpapier, eine Bezeichnung, die mich persönlich schmerzt, durchgehen lässt, aber nicht, wenn man mit einem Programm herumflachst.
    Ich meine, es ist doch so: Ich lese Teile der FAZ. Ich bin damit ebenfalls degradiert, wenn ich „Fischeinwickelpapier“ lese.
    Und der Humor war hier auch absent. Für Humorlose habe ich sehr wenig übrig, da können sie sich kurz, mittellang oder sehr lang in der Toscana abstrampeln.

    Ich bin jüdische Blogs aus den USA gewohnt. Da geht die Post ab bezüglich Humor, und wenn einer sagt, er wiegt jetzt bald einen Zentner und sein Sessel sei ihm am liebsten, also den Churchill gibt, ist das auch egal.

    Im Prinzip macht das hier dennoch Spaß, genügend Unterschiede, die normalerweise toleriert werden. Ab und zu gefällt einem ein Stück besonders gut im Sinne von literarischer Qualität. Das war für mich Cortina und das über Arezzo. Nun ja. Man weiß nicht, was man daraus macht. Schaumamoi.

    • nicht alles ist witzisch
      Korrektur: Doppelzentner.

      Nekrophilenwitze, wie der o.G. macht, finde ich nicht witzig, wie die meisten Leser offensichtlich auch nicht. Und Alzheimer als Namen zu verwenden ist auch nicht gerade nobel. Alzheimerfamilien leiden oft sehr, und die Krankheit befällt oft intelligente Persönlichkeiten wie Ronald Reagon zum Beispiel. Es ist eine sehr grausame Krankheit.

    • Ich setze erst sehr spät Grenzen, aber irgendwann dann doch.


    • Naja, daß Sie das Programm meinten, kam nicht so recht raus. Es wirkte alles etwas sonderbar, so wie jemand, der im Auto aufs Gas tritt, wo er eigentlich auf die Bremse treten wollte, und dabei dann schimpft wie ein Rohrspatz. Kurz, es war ziemlich unverständlich.
      Und so, wie da jemand meinte, „das sei ein Bug, der in 5 Minuten zu beheben sei“, ist es nunmal eben nicht. Das ist eine eingebaute Bremse in den tiefsten Eingeweiden von WP, und wer in dieser Tiefe rumfrickeln will, kann gleich ein komplettes Blogprogramm entwickeln. Das ist so wie ein neueres Auto neu verkabeln (aber ohne Schaltplan), nicht wie den Schnak mit der Fliegenklatsche erwischen.
      Wer aber länger bei diesem Blog dabei ist, kennt das und weiß, daß man immer mit diesem Kommentarfresser rechnen muß. Und daß man längere, überlegte Kommentare tunlichst nicht bloß im Textfeld formuliert, sondern in einem Textprogramm.

  81. Titel eingeben
    Mit Genuss gelesen – da wäre ich gern dabei gewesen. Danke!

    • Gern geschehen – die nächste chance ist Anfang Mai in Buonconvento und eine Woche später in Montalcino.

  82. Sonntag abend nach einem grauen Tag mit Rieselregen
    Vielen Dank für den schönen Artikel. Ich hoffe, werter Don, Sie erholen sich schnell. Es ist ermutigend zu lesen, dass es auch in Italien Regen und Matsch gibt. Nach 85km unter grauem Himmel und auf nassen Radwegen mit gigantischen Nachlassenschaften von Kühen tröstet es mich, nicht der einzige zu sein, der völlig verdreckt nach Hause kommt und so ein Erlebnis auch noch schön findet, nachdem der Dreck abgewaschen und der Magen mit Penne und Tomatensoße gefüllt ist.

    • Es war bezeichnenderweise der einzige schlechte Tag weit und breit… ansonsten war es nur schön.

  83. Sie sind ja, nun,
    ein Schnösel, aber dieser Text ist sehr schön, unterhaltsam geschrieben und macht Lust auf die sich selbst gestellten Herausforderungen in der Natur. Danke! Übrigens ich war immer der Klassenbeste in Mathematik obschon aus einer Hilfsarbeiterfamilie kommend. Meine Mutter hat die später gelungene Assimilation an diese Gesellschaft, durch liebende Herausforderung und Forderung möglich gemacht. War bei mir keine leichte Nummer(!).

  84. Titel eingeben
    Oberländer: „Ich bin jüdische Blogs aus den USA gewohnt. Da geht die Post ab bezüglich Humor, und wenn einer sagt, er wiegt jetzt bald einen Zentner und sein Sessel sei ihm am liebsten, also den Churchill gibt, ist das auch egal.“

    Das ist aber kein jüdischer Humor: Jüdischer Humor wäre, wenn sie behaupten, sie unterhielten sich lieber mit Fischen als mit Menschen, weil diese die Zeitung, in die sie eingewickelt werden, wenigstens lesen.

  85. @Oberländer . Auch ich lese fallweise die Rückseite vom Don ,
    .
    .
    .
    vulgo, FAZ, und stelle immer wieder mit Entsetzen fest-

    im Vergleich zum Anspruch , den ich an eine unverlogene Qualitätszeitung stelle

    ist es einfach ein Fischeinwickelpapier .

    Das ist in keiner Weise eine Beleidigung anderer Leser , auch nicht solcher, die dem Blattl heute noch Qualität attestieren.

    Ja, hin und wieder erscheint ein kleines Aufblitzen echten Jouranalismus‘

    aber im großen und ganzen ……

    Das ich klare Meinungen vertrete , und diese gern kernig zum Ausdruck bringe, ist ebenso bekannt ,

    wie dass ich kein Problem mit Gegenmeinungen habe, wenn man mir nicht untergriffig oder dumm kommt.

    Nur, weil ich, wie der Horstl-Bazi, Bayer bin, bin ich noch lange keine Auslegeware vorm Bett.

    Niemandes Fußmatte .

    Also, abschließend – die Bewertung der Zeitung ist keine Abwertung ihrer Leser,

    besonders nicht von Ihnen, Herr Oberländer, OK ?

    Sie tun ja nachgrad‘ so, als SCHRIEBEN Sie auf der Rückseite !

  86. Wunderschön
    Zu lesen. Ich glaube beim Anblick dieser feschen Frauen legt jeder Fahrer nochmal 3 Umdrehungen zu und durchbricht seine eigene Bestleistung.

    • Ich denke, man versucht da jetzt nicht zwingend davon zu fahren.


    • man versucht da jetzt nicht zwingend davon zu fahren
      Hihi. So allmählich kommt die Atmosphäre durch – „Ausflug“ und solche Bummelstrecken. Scheint wirklich nett zu sein, ohne allzuviel Verbissenheiten – zwar sind so ein Berg und eine Kiesabfahrt nicht ohne, man will also schon was schaffen, aber ohne Verzicht (auf gutes Essen und Trinken) und Scheuklappen (Zielerreichung ohne andere eines Blickes zu würdigen).

    • Schmierige Altherrenphantasien
      schaden Ihrem Blog.

    • Altherrenphantasien von Mitte 40jährigen ...
      Oha. Da hat jemand den Seniorenteller aber selbst für die fünfziger Jahre weit vorverlegt.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Nur eine Scheibe Schweinebraten und einen kleinen Kloß
      Angenehme Nostalgie durch den Seniorenteller.

  87. Rote Armbinde
    Werter Don, wieder einmal herrliche Bilder und ein schöner Text!

    Ja, es ist schon ein Kreuz mit den unfreiwilligen Nummern, aus denen man gar nicht oder nur unter Inkaufnahme von Unannehmlichkeiten wieder herauskommt.

    Gestatten Sie mir noch die Frage: Ich verstehe die Farbe der Armbinde mit Sig. Berruti´s Namen nicht (nicht schwarz, sondern rot für die Liebe zur L´Eroica?). Bitte helfen Sie mir weiter.

  88. Wir werden von Fußpilz regiert .
    .
    .
    .
    . Ob das die jetzige, gestorbene Koalition ist, oder der nach Don, Not und Gier- Verein Jamaika,
    den man uns krampfhaft antun will-

    die Regierungen sind beliebt, wie Fußpilz, und ebenso effizient im Anrichten von Schaden.

    • Obergrenze light und die Sache mit dem Fußpilz ...
      lieber Otto Moser –

      Wir werden nicht von Fußpilz regiert – wir werden von Regierungsfilz … äh ..pilz gequält …

      doch nach einem ganzen langen Sonntag (Sonntags-Arbeit – gibt das Gehalts-Zuschlag!!??) schmerzvollem „kreisen“ – gebar der CSUHorst´l zusammen mit CDUAngela ein Mäuslein namens „Obergrenze-light“ …

      Applaus, Applaus …

      ob jedoch die Grünen mit diesem „vermurkselten Babyhorst“ einverstanden sind ?? …

      … GrüneSimone Peter grantelt schon: das Kind ist uns zu hässlich – wir beteiligen uns so nicht bei der Aufzucht … vermutlich wird es bald um-operiert …

      … und jeder weiß es – Fußpilz ist hartnäckig – um ihn dauerhaft zu eliminieren muss man starke Geschütze auffahren.

    • Wie saoll das ohne massivste Grenzkontrollen denn laufen, wenn die Leute weiterhin ihre Pässe wegwerfen und erst im hinterland auftauchen?

    • Voll(wiederumgefallendaslangeelendunddanebengegriffen)Horst
      Hoffentlich gibt’s wahltechnisch im Herbst 2018 die Quittung, aber diesmal richtig.

    • Warten wir ab, was aus Jamaika wird.

    • Grenzkontrollen
      Am Wochenende wieder zwischen AT und DE gefahren, am Walserberg einspurig, Bundespolizei. An der Landstraße nichts zu sehen. Eigentlich ein Dauerzustand. Es gibt Leute, die meinen ich würde obskuren Verschwörungstheorien aufsitzen, wenn ich das erzähle, die Bundespolizei sei ja nicht doof. Letzteres kann ich bestätigen, die erste Aussage bekomme ich von allen hier im Grenzgebiet bestätigt.

      Damit fällt die Erklärung Dummheit statt Absicht wohl weg.

    • Am Brenner haben sie gerade wieder an der Landstrasse ein Kontrollhaus aufgestellt, Richtung Österreich.

    • Ex Zeitleser
      Die Wahlen in Niedersachsen werden den weiteren Weg der CDU weisen. Natürlich werden Verluste dann zunächst auf die Pflegemisere, VW, dem Kandidaten oder Landesthemen zugeordnet, aber solange die „Merkel-Clique“ an der Spitze ist, gewinnt die CDU nach meiner Überzeugung nichts mehr…..Es ist nun schlicht zu viel an Zumutungen und der Krug geht solange zum Brunnen, respektive dass Fass ist voll…..

      Ich komme aus einer (ehem.!) tiefschwarzen, ländlichen Region und aus einer konservativ-christlich-geprägten Familie (nicht aus Oberschwaben, das ist ja jetzt recht grün). Wenige wählten da bei der BTW noch CDU. Der Rest flüchtete zur „Kretschmann“, der FDP und natürlich zu der unaussprechlichen Partei und meine 80 jährige Mutter mit eingebauten lebenslangem CDU-Abo ging diesmal bewußt nicht wählen. Da ist bei den CDU-Stammwählern definitiv und erkennbar ein „Urvertrauen“ in die Schwarzen kaputt gegangen, was sich, wenn überhaupt nicht mehr so leicht reparieren läßt. Der Schnellschuss Ehe für Alle hat das für solche ländlich geprägten Konservativen nochmal sehr schön auf die Spitze getrieben (Motto: Ihr Gestrigen, Rückständigen und Abgehängten seid mir egal). Aber auch die Kirche hat „verloren“, denn wenn kinder- und partnerlose Pfarrinnen in der ersten euphorischen welcomephase junge Männer bzw. Flüchtlinge im Pfarrhaus aufnehmen und dann Kreuze verhüllen oder dezent verrücken, findet das die „stille“ Mehrheit der Gemeinde nicht mehr ganz so toll, wie die Medien und die Kirchenleitung, die sich selbst feiern und moralisch (über)erhöhen. Ja Leute, ich komme aus einer extrem pietistischen Ecke des Ländle, so verklemmt, gläubig und arbeitsam, dass ich in den 1970/80iger Jahren nicht einmal in den Fußballverein durfte. Denn Sonntags war Kirchgang Pflicht oft auch 2x (mittags).

      Noch ein wichtiger Aspekt:“In Wirklichkeit hat diese unionsinterne Sprachregelung nur ein Ziel: Den Verzicht auf solche Zurückweisungen im Herbst 2015 nicht nachträglich zu delegitimieren. Sonst fragte sich nämlich jeder Bürger unwillkürlich: Warum konnte man das nicht schon damals machen, sondern erst in Zukunft? (Aus der FAZ)

    • Mit Verlaub: trick me once, shame on you, trick me twice ...
      Der Fusspilz wurde mit einer Mehrheit von 87 % gewählt – obwohl man wusste, was man zu erwarten hat.

      Jeder, der jetzt jammert, ohne schon bei der vergangenen Wahl die Konsequenzen gezogen zu haben, hat mit seinem „waschmichabermachmichnichtnass“ In meinen Augen sein Recht, sich zu empören, verwirkt.

      In 4 Jahren besteht allgemeine Gelegenheit zur Rehabilitation…

  89. Alles geordnet?
    Was heißt denn „keiner wird an unserer Grenze abgewiesen“? Es hat sich doch nichts zum Besseren geändert seit gestern.Außer, dass angeblich das Parlament abstimmen darf zum Durchatmen, soll heißen: die Zahl erhöhen.

    Wenn auch in Zukunft niemand abgewiesen wird, ist doch Schengen außer Kraft? Please,help.

    • Ja, offensichtlich. eine „wer sich nicht ausweisen kann, kann nicht einreisen“-Regelung sehe ich nicht, also besteht die indirekte Einladung an die Welt weiter.

    • Titel eingeben
      Das ist nicht mehr lustig, was die Regierung da so treibt, es ist hochgradig kriminell sich über alle Gesetze hinwegzusetzen.

      @Don: „wer sich nicht ausweisen kann, kann nicht einreisen“
      + schlimmer noch,
      wer sich nicht ausweisen kann, kann auch nicht ausreisen resp. abgeschoben werden.
      Da haben wir den Salat.

    • Ja, und ich sehe auch nicht, dass diese „Obergrenze“ irgendwas bringen würde, wir haben ja schon genug ausreisepflichtige, die nicht gehen werden.

    • Das macht schon Angst.....
      ….oder eher sauer ?

    • Keine Angst, aber tiefe Sorgen um die weitere Entwicklung dieses Landes
      Mit diesen 709 Nasen im Parlament. Und sauer, ja, das ist richtig. Stinksauer.

      Ich bin für eine konkrete Obergrenze: -709 (minus 709).

    • @Don, Philomena
      Deswegen (habe nur den betr. Ausschnitt gesehen) ging Alice Weidel aus der Pressekonferenz; ihre Frage war ja ungefähr so… wollen Sie alle Illegalen nachträglich legalisieren also mit Pässen ausstatten? Die weiteren Sprachfetzen erspare ich uns hier, diese sind bekannt.

      Das zusätzliche Problem besteht in der Lobby-EU, die sich um nichts kümmert außer um Bevormundung. Diese EU behandelt die Staatsbürger respektlos, sorgt dafür dass es überall Ärger gibt. Das Migrationsdesaster ist ja lange genug bekannt.

    • Es müsste ganz dringend die EU reformiert werden, sonst fleigt das in den kommenden 20 Jahren mit Knall auseinander, und das bei immensen Reibungsverlusten. Ab nächster Woche dann Blauschwarz in Österreich – Orban steht dann direkt vor der Tür. Es wird alles dunkel.

    • Titel eingeben
      Ganz wundervolle, grossartige Pruegel hat die CSU doch erst kassiert. yuuge Pruegel; doch scheinbar nicht hart genug um Denkvorgaenge auszuloesen.
      Noch ein Jahr Zuwanderung a la Merkel und die CSU erhaelt bei der LTW2018 35%.
      Seehofer muss doch wissen, dass Gruene, FW, FDP, SPD geniesserisch ohne die CSU regieren werden, wenn es mit einer Stimme reicht. Und wenn Bayern auch zusammenbricht. Will er als Arvedui der Letztkaiser in die Walhalla (Donau)?

    • CSU und AfD werden in Bayern immer eine Mehrheit haben, und man darf FDP Bund in Bayern nicht mit FDP Land verwechseln. Aber wie die CSU da wieder raus kommen will, ist mir schleierhaft.


    • @DA: Das ist in 4 Sätzen das Problem zusammengefaßt. Und drum herum wird nach wie vor filibusternd herumgeschlichen wie die Katze um den heißen Brei, auf daß das so bleibt und man bloß nichts tun muß.

    • Ja, das befürchte ich auch. Man will das einfach nicht erkennen müssen.

    • Showbiz
      Dieses „Ringen um die Obergrenze“ war doch eine reine Show-Veranstaltung zur Ablenkung der Bevölkerung. Solange niemand weiß, wie viele und wer überhaupt unkontrolliert über die Grenze kommt ist das doch alles Makulatur. Da bekommen Afghanen 5000 Euro Rückkehrhilfe + Freiflug wenn sie ausreisen. Die nehmen das Geld, liefern es zu Hause ab und sind in 4 Wochen wieder hier.
      Ich zermartere mir den Kopf über das „cui bono“. Mittlerweile muß doch bei Jedem die Realität im Kopf angekommen sein.

    • rosa
      Genau, der große rosa Elefant ist immer noch da:-))) Wächst er eigentlich noch?

      @Don
      Wunderschöne Fotos. Erheitender Text. Man merkt auch an Ihren Antworten, das es Ihnen eine Freude war, daran teilzunehmen. Die ganze Atmosphäre scheint sehr aufhellend zu sein in Bella Italia.

      Mein Wermutstropfen: ich habe mich im Frühjahr von meinem fast ungefahrenen Raleigh getrennt, aus 753 Reynolds. Leider viel zu klein, mit fast 50 kann ich nicht mehr mit einer riesigen Sattelüberhöhung rumkurven. Aber der Trennungsschmerz ist immer noch da. Mal Ausschau halten nach einem alten Italiener für die ganzen übrig gebliebenen Campa-Teile.

      So, fertig. War jetzt auch sehr spät dran, um meinen Senf dazuzugeben;-)

    • Wie gross sollte es denn sein? Ich habe hier noch ein NOS Raleigh Team aus 531c in 56. Das verleihe ich auch gerne.

      Es war wirklich schön, das muss man sagen, in jeder Hinsicht.


    • Es müsste ganz dringend die EU reformiert werden
      Wohin denn.
      Denen fällt doch nichts ein als „weiter so“ und das Bestehende weiterzuwürgen, auch wenn das bereits am Zerbröseln ist.

    • Ja, sicher. Die glauben, es renkt sich alles schon wieder ein.

    • Dann doch wieder mit Lucke
      zurück zur guten alten D-Mark ! ? !

    • Größe
      Na ja, Mitte-Mitte 58 bis 60 cm. Bin Sitzzwerg.

    • Da dürfte das Viking von 1961 passen. Ich ja mal in den Speicher.

    • Es wird alles dunkel
      @DonAlphonso

      In AT wird gewählt und „es wird alles dunkel“, vermutlich ja. Aber auch als außenstehender Beobachter (keine Staatsangehörigkeit in AT) muss man zugeben, dass wenig anderes übrigbleibt. Die SPÖ ist zumindest in Wien ein Filzhaufen, mit dem sich nach einem Wechsel der Landesregierung vermutlich in erster Linie der Staatsanwalt beschäftigen wird. Auf Bundeseben können die genau das selbe wie die deutsche SPD, nämlich das Geld des Steuerzahlers ausgeben und den dabei noch drangsalieren. In AT kommt jetzt die Schmutzkampange mit hilflosen Vertuschungsversuchen hinzu.

      Einzelne sind noch so vernünftig, dass sie in DE mit einem Parteiausschlussverfahren rechnen müssten.

      Klar, die Blauen haben sich beim letzten Mal auch völlig ungeniert bedient, aber denen und Kurz nimmt man noch ab, dass sie sich zumindest nebenher für das Land interessieren. Die Grünen sind nur noch an Minderheiten und Goldstücken interessiert. Pilz war zu lange bei den Grünen. Die Neos? Da weiß man nicht so genau wofür die stehen, die als relevant wahrgenommenen Themen in der Bevölkerung sind dieselben wie in DE, die laut veröffentlichter Meinung keine sind.

      In Wien wurde jetzt einer Lehrerin, die eine Vollverschleierte auf das inzwischen geltende Burkaverbot ansprach von der Polizei, die mit 10 Mann den Tumult auflösen musste, geraten, solche Ansprachen zu vermeiden, da sie dann leicht ein Messer im Bauch haben könne. Soetwas macht Stimmung in der Bevölkerung.

      Man ist eher bereit gegen etwas etwas zu unternehmen als für etwas.
      Damit hat die SPÖ die letzten Tage ihren Untergang besiegelt.

      Kurz kann nicht mehr mit denen zusammengehen, dann muss er irgendwann sein Jusstudium beenden, weil er in der Politik nichts mehr werden kann.

      Zu den vernünftigen SPÖlern zählt bspw. der Verteidigungsminister Doskozil, suchen Sie mal nach dessen Namen und dem Stichwort Grenze, da braucht unser Held aus Würselen dann erstmal einen Schnaps und die Grünen können gleich wieder ihr beliebtes NAZI Geschrei anstimmen.

      Möglicherweise ist das auch aus dessen Laufbahn zu erklären, der war mal einfacher Polizist und soll wohl noch einen guten Draht zur Polizei haben.

    • colorcraze,
      Macron muss in seiner Rede in Versailles gesagt haben, das er die altherkömmlichen Parteien überall in der EU mit Bürger- Konvents ersetzen möchte, ähnlich wie in Frankreich.Ich denke, es bleibt Utopie; aber der Gedanke gefällt mir, weil die Parteien es nicht schaffen in ihren Strukturen. So, wie man die Menschen kennt, würden sich auch die Konvents zoffen.

      Ziemlich weit oben stand auch der Schutz der EU – Außengrenzen, der von allen getragen werden muss.Den Fond,der bei Katastrophen wie Erdbeben und Überschwemmungen einspringen soll, finde ich auch nicht verkehrt.

    • In der Schweiz sprechen Sie über 90% der Eingereisten, deren Identität
      bisher nicht geklärt ist. Wer sich dahinter wohl so alles verbirgt?
      https://bazonline.ch/schweiz/erschreckende-zahlen/story/24106713
      Manches will ich gar nicht wissen.
      Wie kann eine verantwortliche Regierungsmannschaft so etwas tun und beständig fortsetzen?

    • Philomena sagt am 9. Oktober 2017 um 15:53 Uhr
      Werte Philomena,
      nur am Rande so mal nebenbei, den Tsunami hätten Sie auch erwähnen dürfen, dann die Überschwemmungen.

  90. Herr Moser, Ungarn hat jahrhundertelange Erfahrung
    in der Abwehr muslimischer Eindringlinge.
    Als Schmankerl kann man das sanierte türkische Bad in Budapest besuchen.
    Bayern konnte bereits durch die Römer (Limes) nicht vor Fremden geschützt werden.
    Und in Berlin reden Volksparteiler von Obergrenzen, wo sie selbst noch nicht mal die illegalen Menschenströme zählen können.
    Für mich macht es es keinen Sinn sich mit derartigen unfähigen Parteivertretern auseinander zu setzen.
    Selbst Ihre bayerische Folklore wirkt derzeit nicht mehr irgendwie lustig.
    Meine Kostenrechnung sieht drei Kostenträger für die Abrehnung des Grenzschutzes vor Land, Wasser, Luft – gemessen in Kosten pro Meter.

  91. Immerhin ...
    … einmal ein Rad-Artikel in dem das Wort „Testosteron“ nicht vor- und bei dem die Frauen auch gut wegkommen.

    Der hat irgendwie laune gemacht, sowas mal mitzumachen (die letzten klangen dagegebn eher ein bißchen so wie das morgendliche literarischer Abhusten eines unzufriedenen mittelalten Mannes mit Selbstzweifeln).

    Abba naja, ich kenn die alten Stahlrenner noch aus meiner jugendzeit und verbinde die immer noch mit schlechten Bremsen, seitenschlagfreudigen Felgen und so weiter. Ich weiß, es ist ein Vorurteil, aber ich hab mich mit so nem Ding sogar mal überschlagen, weil ich beim Schalten zu lang nach hinten auf’s Kettenblatt schaute und ein von vorn kommendes Auto übersehen habe.

    Von daher würd ich wohl, wenn ich in diesen alte-weiße-Männer Sport einsteige, wohl doch eher bei einem mit modernen Fahrrädern bleiben, nicht wegen des Carbongewichts, aber wegen der unkaputtbaren Felgen und Bremsen mit denen man sich schön überschlagen kann während man nach vorne schaut.

    Ich war übrigens kürzlich in Südtirol und oben auf der Seiser Alm, da fahren jetzt alle in Schöffeljacken mit E-Mountain-Bikes. Vielleicht doch Eroica?

    • Schon damals zeigte sich der Könner in der Wahl der Komponenten und im Gefühl für Schaltungen. Mit modernen Aussenhüllen und neuen, guten Bremsklötzen ziehen auch meine billigen, 60 Jahre alten Universalbremsen ausreichend gut, Die kaputten Felgen von damals waren Folgen von auf 10 bar aufgepumpten 18mm-Reifen. Wenn man heute einen 28mm Panaracer Pasella aufzieht und mit 4 bar befüllt, gibt es kaum noch Probleme. Bei modernen Rädern haben Sie neuralgische Punkte wie sich lösende Tretlagerbuchsen, reissendes Carbon, gerne am Sitzrohr, und verklemmte Sattelstützen, bei denen die alten Methoden nicht mehr helfen. Dazu früher eine unschöne Neigung zu Rissen in der Gabel. Abgesehen von den Cevlar-Reifen ist das neue Zeug mindestens so anfällig wie das alte. Oh, und die neuen Felgen sind natürlich härter als früher. Aber dafür bekommen sie auch schnell mal Risse. Einen 8er kann ich rauszentrieren, ein Systemlaufrad muss ich wegwerfen.

    • Carbon
      Naja, bis Carbon würde ich gar nicht gehen wollen, nur für die Gabel vielleicht. Sonst Alu-Rad mit Mavis Rädern und anständige Bremsen, vermutlich nichtmal viel leichter als ein damaliges Top-Rennrad und heute gebraucht sogar billiger.

      Nebenbei: Ein flüchtiger Bekannter sprach davon, dass die Stahlrahmen von damals sogar bequemer seien, weil sie nicht die unnachgiebige Härte von Alu/Carbon hätten (kann ich aber nicht beurteilen).

      Aber egal, vielleicht wart ich noch 30 Jahr. Dann sind die Räder von heut wie heut die von 87, und ich bin 81 und kann dann standesgemäß mitfahrn.

    • Werkstoff @Markus
      Die Diskussion über die unterschiedlichen Eigenschaften der vier Werkstoffe (Alu, Cab, Stahl, Titan) wird doch schon seit Anfang der 90er geführt. Stahl hat sehr schöne Eigenschaften (u.A. Comfort), kann aber bei Gewicht und Steifheit ggü. Alu u.Carbon nicht mithalten.

      Wenn man keinen alten Rahmen möchte und das Rostrisiko vermeiden will, es gibt auch in Deutschland noch Rahmenbauer, die wunderschöne Rahmen aus Edelstahl löten, z.B. Marschall. Hält bis zur goldenen Hochzeit.

      Fahre selbst noch einen Stahl- und einen Carbonrahmen. Beides gleich gerne. Jedoch Unterschied wie Tag und Nacht.

  92. Deutschlandbeansprucher und Ossihasser Kazim
    versucht offenbar, etwas gut zu machen. Nicht, dass ihn das Schicksal der Christen in seiner Heimat ein Dreck interessierte.
    Aber sein Beitrag ist trotzdem gut. Er zeigt den Islam in seiner „reinen“ Form:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistan-verurteilte-christin-asia-bibi-galgen-oder-freiheit-a-1170925.html

  93. „Wie, die können das nicht?
    Dafür sind sie doch da.“ (Überschrift einer tv-Kritik auf FAZ.Net)

    Als ich das las, dachte ich zuerst die deutsche Bürokratie sei
    gemeint. Auf deren Leistungsfähigkeit und Effizienz sich alle
    genauso verlassen wie auf die deutsche Exportindustrie.

    Nein, die Berliner Regierung war gemeint, die keine Grenzen
    schützen kann.

    Alles etwas peinlich für die Bürger, wenn diese Stützen der
    Gesellschaft nicht mehr tragen, sondern sich als wacklige
    Strohhütten heraustellen, die der nächste Sturm wegfegt.

    Auf die deutsche Intelligenz, die sich nie mit deutschen Grenzen
    aufgehalten hat, sollte man sich auch nicht verlassen,
    die wurde von den Grünen gekapert.

  94. Mit und ohne Grenzschutz auf 2 Rädern
    Die Eroica ist halt mehrere Veranstaltungen in einer. Und nicht jede davon ist Grenzerfahrung.

    Wettbewerbe um das schönste historische Rad (der einzige Part mit echtem „Grenzschutz“ im Sinne der Kontrolle der Einhaltung historischer Grenzen), fast grenzenlose Lust am historischen Kostümieren auf der leichten Kurzstrecke, unbegrenzte Spaß- und Protzveranstaltung für Möchtegern-Heroen auf pseudohistorischen Rädern oder Genießer auf Donschen Schummelrädern mit Popogucken auf den mittleren Strecken, grenzwertig harter Sport auf der Langstrecke (209 km mit mehr als 3000 Höhenmetern und bei feuchtem Wetter klebrigen Lehmbodenauffahrten schaffen nur Leute, die das ganze Jahr über quasiprofessionelles Training betreiben, und die haben keine Zeit für Popogucken).

    Wirklich breite Reifen mit geringem Druck helfen, gehen aber nur auf sehr alten Rädern, viele Rahmen der 80er Jahre erlauben maximal 25 mm, und da heißt es immer noch recht viel Druck fahren oder Pannen riskieren. Problem ist da weniger der Schotter als der je nach Wetter abschnittsweise recht weiche Boden.

    Eigentlich alles ein Fall für alte Cyclocrossräder oder klassische Mountainbikes. Aber die sind zu Recht nicht erlaubt. Denn dann wäre da ja keinerlei Heroismus mehr …

    So auch bei der Übersetzung. Das Ganze ist ohne Weiteres mit einer klassischen Campa-Übersetzung von 39 x 27 fahrbar, eine Dreifachtrickserkurbel braucht es nicht. Hat ja auch Don letztes Jahr nach seiner Panne erfahren. Für 39 x 27 sollte man natürlich kein Übergewicht haben und darüber hinaus im Vorfeld mit dem Renner viel und lange Wiegetritt auf steilen Schotterstraßen fahren üben. Kraftausdauer in Rumpf und Armen sind da ebenso gefragt wie Gleichgewichtssinn. Schafft aber selbst ein fitter 70-jähriger.

    So haben es auch die Heroen der alten Zeit gemacht, denen man dort eigentlich nacheifern will. Der ganze Rest, die Ästhetik historischer Räder, alter Trikots und runder Waderln, waren und sind doch genau genommen nur schönste Nebensachen.

    • Schummelrad würde ich bestreitem, ich folge lediglich der französischen Tradition, und die ist nun mal dreifach. Crossräder mit Lenkerendschalthebeln sind übrigens erlaubt, wenn sie vor 1987 sind – daher baue ich gerade ein Alan auf.

    • Die klassische Campaübersetzung ist 41×23. Weniger als 41 Zähne gingen nicht auf Lochkreis 144. Und das war bis so Mitte der 80 üblich. 23 Zähne hinten waren noch schaltbar, alles Andere nicht mehr. Generationen von Helden stiegen mit Knieproblemen aus.
      (Die Klügeren schraubten sich statt Nuevo Record eine Cyclotourismeausstattung dran. Sachs Duopar konnte damals hinten 36 Zähne)

    • Nun, mit Victory kann man 36 vorn 32 hinten fahren – alles eine Frage der Einstellung.

    • Sie haben recht, auch beim Schummeln kommt's drauf an
      Sie waren mit Ihrem Rad in diesem Jahr in Gaiole auf den 46 km regelkonform unterwegs ;) Und in Buonconvento waren Sie es auch, da andere Regeln.

      Ansonsten ist Gaiole lt. Statuten ein Event für „road racing bikes … built up to and including 1987“ oder „assembled using vintage components or replicated parts similar to the original, as described above. … No other bikes will be accepted.“ Ausnahmen sind Räder für Behinderte und historische Nichtrennräder auf der 46 km Strecke.

      Cyclocross ist beim besten Willen kein road racing sondern off road racing. Die zentrale Idee der Eroica ist doch, die harten Bedingungen früher Straßenrennen nachzuempfinden und nicht, diese Bedingungen durch Material anderer Radsportarten wegzuzaubern.

      Lenkerendschalthebel haben nichts damit zu tun, sie sind zugelassen, da es historische Rennradschaltungen damit gab, so die Campa-Gran-Sport-Serie von 1951 und 1952.

      Koblet gewann 1951 mit diesen Schalthebeln die Tour de France. Das Rad hatte in Übersetzung, Bereifung etc. absolut nichts mit einem CX oder Tourer zu tun, obwohl man damit Wege wie bei der Eroica fuhr. Ein wunderbares Bild von diesem großen Helden und genau dem tollen Rad hier: https://i.pinimg.com/originals/8c/b2/39/8cb239fa3773a7e529999a58042605dc.jpg

      Alan ist historisch dagegen völlig OK, solange Rennrad. Das würde ich aber lieber nicht auf den Eroica-Strecken fahren, wenn ich über 70 kg wiegen würde und mein Leben mir lieb wäre. Die Muffen reißen gerne und die Klebungen lösen sich, was man auf Schotter unter Umständen erst merkt, wenn es zu spät ist. Bitte bleiben Sie uns erhalten!

      Dreifachkettenblätter gab es an Rennrädern vor 1987 nicht, nur an Tourenrädern oder Randonneurs. Prima also auf der 46 km Strecke. Ich weiß, dass mehr als genug Leute historische oder nachgebaute Tourenradteile oder pseudohistorische Kurbelgarnituren mit kleineren Blättern verwenden, um auch bei mittlerem Trainingszustand die längere Eroica zu fahren. Aber halt gegen den Spirit, der nun mal auch beinhaltet: Schieben ist OK.

      Das haben wir hier dankenswerterweise von Ihnen gelernt. Stolz schrieben Sie in „Gehen wie ein Italiener“: „So schlimm ist das gar nicht. Ich gehe aus dem Sattel, ich drücke mich hoch, es tut zwar etwas weh, aber andere kämpfen auch, manchmal steigen wir dann ab und manchmal kommen wir zusammen oben an.“

      Vielleicht nehmen Sie im Oktober 2018 doch wieder eines der herrlichen bici da corsa aus ihrer Sammlung und fahren damit wie ein Italiener. Und wenn nicht, haben Sie trotzdem Spaß – und auch einem Erbsenzähler wie mir wird dann kein Zacken aus dem Kettenblatt brechen ;)

    • „Dreifachkettenblätter gab es an Rennrädern vor 1987 nicht“

      An meinem KTM Strada S war 1983/4 eine Stronglight Triple Kurbel. Ich habe hier auch ein original Redl von 1966, ebenfalls mit Triple. Es stimmt, dass in Italien LK 144 vorherrschte, aber ich habe da auch einige Räder mit Sugino 110er LK gesehen, ebenfalls original. Nur weil man in den 70ern jund 80ern mit 30er Frequenz und 45-19 die Berge hoch kroch, um damit anzugeben, muss ich das nicht auch machen. Die Franzosen, aber auch manche Briten haben das halt anders gesehen, die 49D war nicht unsonst ein Bestseller.

    • @Landei
      Ja.

    • Schiebung oder Alles eine Frage der Einstellung
      Richtig, vor den 80ern war es noch härter. In den 80ern gab es allerdings schon Nuovo Gran Sport mit 116er Lochkreis und dann die Victory, bevor Ende der 80er der 135er Lochkreis eingeführt wurde, der als C-Record von 1987 sogar noch Eroica-korrekt ist. Hinten konnte man aber auch schon früher 27 oder gar 28 Zähne fahren. Damit kommt ein leichter und trainierter Fahrer auch mit 41er Blatt über die Eroica, mit 39 oder gar 36 x 27 auf jeden Fall.

      Aber wie gesagt, es geht darum die Härte der alten Rennen zu spüren. Wenn die Kraft fehlt oder Knieprobleme kommen, sind Tricks wie Dreifachkurbel oder im nächsten Schritt ein e-Bike eben nicht die Lösung.

      Die Lösung heißt schieben, was die Helden im übrigen auch taten. Schieben auf der Tour de France (nicht Froome): https://i.pinimg.com/originals/31/0b/2a/310b2a245876ecde5828f8d040676c0e.jpg

    • @Don: Alte Dreifachkurbel-Rennräder
      Interessante Infos! Es gab ja auch in den 80ern wohl eine dreifache Nuovo Gran Sport. Und in den 90ern kam die ganz große Zeit der Dreifachkurbeln.

      Mich würde mal interessieren, ob sowas vor 1987 in Rennen gefahren wurde und wenn ja in welcher Klasse – oder ob das nur für Hobby-Radler, Reiseradler und Randonneure gedacht war (was ich annehme, da mir auf alten Rennaufnahmen so etwas noch nie begegnet ist). Was waren die Regeln der UCI damals dazu? Vielleicht kann das ja eines der älteren Semester beantworten. Will damit aber nicht sagen, dass das für die Eroica relevant wäre.

      Heute in Zeiten der Compact-Kurbel werden ja z.B. von Campa in den unteren Gruppen immer noch Dreifachkurbeln für Hobbyisten angeboten.
      Selbst die Profis bauen sich heute bei Bergetappen auch mal eine 34×32 Kompaktübersetzung an. Manche Sprinter, bei denen es in den Bergen um das schiere Überleben geht, sollen in der Not sogar zu Dreifach greifen. Die UCI hat wohl um 2012 mal überlegt, solche „Weichei-Übersetzungen“ zu verbieten, da wider den Kampfgeist des Radsports.

      Daher gebe ich zu, dass es legitim sein mag, als Hobbyist die Eroica auch dreifach zu bestreiten, wenn solche Räder vor 1987 verkauft wurden.

      Reizvoller und passender finde ich es persönlich, in Italien mit „klassischer“ italienischer Technik anzutreten, mit dem Ziel, das damit auch zu schaffen. Wo nicht, wird halt geschoben. Das Ziel gibt mir auch eine entsprechende Motivation zum Saisonende.

      Aber man sollte sich nicht zum Maßstab machen – und wie gesagt gönne ich auch jedem „Dreifachradler“ seinen Eroica-Spaß auf seine Weise.

  95. Ein Wahnsinn,
    das Rad mit den Holzapplikationen bis hin zu den Holzfelgen und ganz ohne Nummer, die das Bild auch nur getrübt hätte. Im Rudel Gleichgesinnter kann eine Massenveranstaltung auch für den eher einsamen Wolf durchaus etwas Beglückendes haben. Und wenn dann auch noch neben der inneren eine äußere Schönheit dazukommt, dann wird die Schmerzgrenze der Toleranz doch auch ganz schön nach oben verschoben, was den inneren Gemütszustand nur positiv beeinflussen kann. Es ist schon sehr befreiend, die Prioritäten mal ein paar Tage anders setzen zu können. Auch fremde Glücksmomente quasi miterleben zu dürfen, ist schön, wenngleich sie die eigenen selbstverständlich nicht ersetzen können.

  96. MrSVP qui dit mamanmadit sagt: 9. Oktober 2017 um 11:34 Uhr
    Staatsbürger?
    Die EU hat keine Staatsbürger und die Bundesrepublik wird verfassungswidrig „aufgegeben“.
    Für mich ist das Bayern und Schwaben da unten persönlich uninteressant.
    Wir hier oben sind schon längst nach Jameika verkauft.
    A bien tot!
    Die Erträglichkeit der Höllenqualen ist hoch.

    • Danke für die Nachhilfe
      .
      Keine Leibeigenen, aha.
      Das Bayern und das Schwaben.
      Das Oberweite verhökert nach Dreipakt.

      /- Die Erträglichkeit der Höllenqualen ist hoch./-
      ! Leibeigenschaft will erlitten sein.

      À bientôt !

    • Entschuldigung, gestern war lundi bleu aber
      bin kein Nachhelfer eher Freiheitskämpfer,
      habe als Ordonanz für Offiziere genug von dem Pack gesehen.
      Ärgere mich nur über die Führungsqualitäten des derzeitigen Personals in Politik, Wirtschaft, Recht, Kultur und Militär (Talcott Parson : Systemtheorie).
      Deshalb heute Supertramp mit Crime of the Century auf den Plattenteller.
      Unser bester Trainer der Jugendspieler zum Profifußballer ausbildete, der Reinhold Fanz, kommt ubrigens aus den Badischen Landen…
      Es ist wunderbar die Leibeigenschaften abgelegt zu haben!

    • Alles okay, gestern war lundi bleu,
      aber heute ist NICHT Mardi Gras. Entschuldigung angenommen.
      Allons, Monsieur Lundi Bleu, même en mardi il faut travailler dans le blog phantastique, mais aujourd’hui vous êtes ailleurs chez Frau Pukke, hm.

      Der Weg zur Ewigkeit ist gar nicht so weit:
      Um 9 ging ich fort, um 11 war ich dort.

  97. Jetzt kann ich mir auch erkären,
    dass am Wahlabend von der Union gesagt wurde: wir haben jedenfalls Rotrotgrün verhindern können, was auch ein Ziel von uns war.

    https://www.hss.de/download/publications/PS_460_SPORT_07.pdf

    Es gab ein Strategiepapier von Mathias Jung/ Forschungsgruppe Wahlen, worin es heißt, die AfD sei mehr Segen als Fluch, weil sie Stimmen abgreift.Nicht zu fassen, was da abläuft.

    • Diese Strategie wurde von der CDU 1:1 umgesetzt
      Dieses Strategiepapier wurde dem CDU-Vorstand vor 2 Jahren vorgestellt und von ihm 1:1 umgesetzt. Es verdient deutlich mehr Beachtung, denn auf dieser Basis versteht man alle Aktionen der CDU in den letzten Jahren.
      Verständlich, daß Frau Maischberger schnell das Thema gewechselt hat, als Herr Alexander auf das Papier hinwies.

      Damit war auch meine Protestwahl der AfD nutzlos. Die Kartellparteien halten weiterhin zusammen.

    • Welch interessanter Einblick
      Das Interessante an dem Papier ist, daß man hier einmal schwarz auf weiß hat, worum es der Union (und damit Merkel und ihren Steigbügelahltern) wirklich geht. Es geht rein um Machterhalt. Und nicht um Inhalte, Haltungen und Positionen – also einem Politikangebot, hinter dem man aus Überzeugung steht. Was der eigentliche Zweck von Parteien ist.

      Nicht, daß man das nicht schon längst gewußt hätte. Aber das mal direkt so offiziell lesen zu können, das ist schon was. Welcher überzeugte Demokrat kann bitte so was (noch) wählen?


    • Da werden doch Erinnerungen wach – NSDAP. Damals glaubte man auch, seine Spielchen treiben zu können, alles im Griff zu haben.

    • Matthias Jung und Merkel als Zauberlehrling
      Als ich das mit dem Strategiepapier las musste ich mich festhalten: Das soll einen veritablen Verfassungsbruch und die Gefährdung des inneren Friedens der Gesellschaft, von der gestiegenen Kriminalität zu schweigen, aufwiegen? Dass die CDU der SPD die Regierungsbildungsfähigkeit wegnimmt? Mein Gott. Eine Rechtsverschiebung ist nicht dauerhaft kontrollierbar, siehe Österreich, siehe alle anderen Beispiele, weltweit. Der Vertrauensverlust in die Institutionen ist nicht einfach kompensierbar, das schlägt immer irgendwo zurück. Diejenigen, die glauben, dass wenn der Teufel einem eine Tür öffnet, man sie dem Teufel ruhig ins Gesicht schlagen darf, diese Neunmalschlauen wissen nicht, was sie tun. Politik ist ein Kampfsport, so Helmut Kohl. Das ist aber etwas anderes als Ruchlosigkeit. Es gibt Altenpfleger, die vergiften ihre Schutzbefohlenen um 20 Minuten früher nach Hause gehen zu können. Merkel will die SPD untenhalten ( als ob das überhaupt nötig wäre) und vergiftet dafür die Republik. Du liebe Güte. Möge sie ein langes Leben in Schande haben. Möge ihr Name ein Schimpfwort werden.

    • ...
      Meiner Erinnerung nach hat sich Gerhard Schröder einmal
      sehr breitbeinig hingestellt und verkündet: Ohne die SPD
      kann nicht mehr regiert werden.

      Das war wohl ein Schock für die Union.

  98. Obergrenze als Untergrenze - Grenzerfahrung als Farce (ohne 2 Räder)
    Haha, die ausgehandelte Obergrenze ist ja eher eine Untergrenze. Es sollen pro Jahr 200.000 Menschen aus humanitären Gründen und beim Familiennachzug aufgenommen werden, keine Zurückweisung an der Grenze. In Ausnahmesituationen entscheiden Bundesregierung und Bundestag, die mit Grünen und FDP in der Regierung und SPD und Linken im Bundestag sicher kaum im Sinne der CSU oder AfD agieren werden. Dazu ein ebenso sinnloses Einwanderungsgesetz.

    Dabei ist doch sonnenklar, dass die Obergrenze oder das Einwanderungsgesetz nur Symbole für das sind, was ihre Durchsetzung erfordern würde: Grenzkontrollen, Auffanglager, dort schnelle und unbürokratische Abweisung Nichtasylberechtigter, sofortige Abschiebung illegal eingereister Nichtasylberechtigter oder nichtkooperierender Antragsteller, wenn nötig in Zwischenlager. Humanitäre Kulanz bei Nichtasylberechtigten (Frauen und Kinder als Kriegsflüchtlinge) bis max. 200.000 / Jahr.

    Dieses Manöver dürfte die CSU dann wohl erledigt haben.

    • da haben Sie ja bereits die Kostenstellen aufgestellt;
      jetzt geht es an die Kostenverteilung :
      aber nicht so proletarisch prekär wie über die Umsatzsteuer für April5er…
      nur mit den 200.000, dass geht nochmal in den Retest!

    • Schaun mer mal, ob die "Flüchtlinge" sich daran halten, was der Seehofer Horst
      und die Merkel Angela uns da augenwischend anbieten. Die nehmen sich einfach ihr „Recht“ zu kommen – was auch immer wir meinen und die da oben klüngeln.
      Denn Grenze schützen ist ja nicht möglich, wie ulF beständig von sich gibt. Und diese Bilder wieder – ich warte auf Frau Simons Kommentar…

    • ...ja, die EU-Kommission ....
      … und die GrünInnen verstehen das ganz klar als UNTER-Grenze.

      Wie bei der gefaketen Arbeitslosenstatistik kommt alles darauf an, was man NICHT hineinrechnet.

      Alle z.B., die irgendeinen Anspruch auf Aufenthalt haben, wäre so ein Ansatz.

      Wenn man die OBER-Grenze glauben wollte, dürften die nächsten 10 Jahren überhaupt keine mehr aufgenommen werden (weil wir de facto 2-3 Mio. ab 2012 aufgenommen haben).

      So wird man das aber nicht verstehen.

      Man sollte eine UNTER-Grenze der Zurückführung von 200.000 netto pro Jahr definieren; wenn die gerissen wird, haften die Parteien und die Asyl-Industrie für die Schäden…

  99. Nächstes Jahr ...
    … dann vielleicht mal Richtung Süden fahren und sich auf die Percorso 135 wagen – hier tummeln sich auch sehr viele schöne und fröhliche Menschen. Und Sie haben viiiiiiiel mehr Zeit für Ihre Fotos und sammeln noch mehr Eindrücke auf und neben der Strecke ;)

    Es grüßt No 3113, der mit 42-23 als kleinsten Gang unterwegs war und ja …. auch ich hab öfters geschoben!

    • Ich kann auf der 135 – da war ich auch schon zweimal – nur zu einer Dreifachkurbel raten, und 28 vorne, 28 hinten. Wozu die Schinderei, wenn es auch einfach geht? Mein erstes Mal war 39-26 auf der 75, aber ich habe gelernt.

    • Allergrößten Respekt...
      …lieber Stefano! Ich habe es nicht gewagt, mit dem original 23/14 Zahnkranz anzureisen.

      Bin stattdessen auf 42-28 gegangen. Mit dem granny gear ließen sich die kurzen, giftigen Anstiege im Schotter gut meistern, wenn man nicht durch vorausfahrende ‚Bahnschranken‘ ausgebremst wurde.

      Am Castello di Brolio stieß auch meine Fahrkunst im Schotter an ihre Grenzen. Nachdem ich auf dem Hinweg BERGAB(!) geschoben habe, habe ich das gleiche wieder auf dem Rückweg, allerdings bergauf getan.

      Es grüßt
      Tommasini

  100. Was wollen die Grünen mit „Heimat“ anfangen
    Sie kommen schon mit Umwelt und Klima nicht klar.

  101. Mir fehlt jetzt doch ...
    … die Begutachtung der hübschen Radldamen durch @ Frau Simon.

    Das Wetter ist z.Zt. sicher nicht zu ihrem Wohle, dennoch wäre eine kleines Zeichen ganz nett.

    Frau Simon, können Sie sich vorstellen, dass ich 1956 mit einem ähnlichen Hütchen, wie es die Rosenkleiddame trägt,mit einer Freundin nach Bad Harzburg in den Urlaub gefahren bin? Häkelhandschuhe gehörten auch dazu.Sagen Sie das heute mal einer 20jährigen.Vor Ort dann in Wanderklamotten mit festen Halbschuhen.

    • Häkelhandschuhe kann man wieder neu nachkaufen. Das gibt es dort alles.

    • Wollmarkt in Vatterstetten
      Wir, die wir uns die Fahrt in südliche Gefilde, den Unterhalt und die Bewegung italienischer Rad-Pretiosen nicht vorstellen, gönnen, leisten können oder wollen, sondern uns mit den gemeinen Angeboten des bayrischen Provinzherbsts bescheiden, fanden gestern am Wollmarkt in Vatterstetten unser bescheidenes Vergnügen.

      Häkelhandschuhe hätte es da bestimmt auch gegeben. Mitgenommen wurden schließlich ein Paar Pulswärmer aus Lama-Wolle von der Alp, ein Mantel aus sagenhaftem Tiroler Walk und bayrischer Fertigung, eine Handvoll in Honig gerösteter Bio-Mandeln und reichlich Eindrücke von einem Bayern, das es allen Unkenrufen zum Trotz doch noch gibt, wenn man weiß, wo es zu finden ist.

      Nette Begegnungen mit netten Menschen … „Entschuldigen Sie bitte, aber würden Sie mir verraten, wo Sie die Lederhose herhaben, die Sie da tragen?“ „Freilich, zeige ich Ihnen gerne“ … zückt das Handy und sucht die Adresse raus. Man ratscht ein wenig und tauscht sich über gutes Adressen aus.
      Oder die Reaktion der Marktfrau, als ich im Gedränge meine Frau nicht mehr finde … „Wos Guads kimmd oiwei zrugg …“ „… und wann’s ned zruggkimmd?“ „Dann finden’S a Bessere!“

      Herrlicher Tag und nebenbei, Wolle und hand-made ist wirklich im Kommen. Junge Designer mit neuen Ideen, weg vom Jodlerstil, einfach toll, vor allem wenn man Qualität und Preise mit dem hippen Plaste-Goretex-Sondermüll vergleicht. Verhält sich offenbar ähnlich wie mit handgefertigten Rädern und nameless-Industrieprodukten.

      Auf der Heimfahhrt über München die üblichen unerfreulichen Begegnungen. Bewunderung für das gelassene Zugpersonal und Verwunderung darüber, dass es nicht täglich massiv scheppert.
      Die CSU wird sich strecken müssen, wenn’s so bleiben soll.
      Obergrenzen? Mei, die Obergrenzen der Volksverdummung werden sich irgendwann nicht weiter dehnen lassen.

    • Ich sehe schon, Don,
      da muss ich auch nochmal hin! Eventuell für den nächsten Fasching? Oder ich muss eine Retroparty anleiern.;)

  102. Hofstaat
    So langsam komme ich zu der Erkenntnis, dass es eine Bereicherung sein muss, ihrem Hofstaat angehöhren zu dürfen. Selbst ihre Erzählung weitet meinen kulturellen Horizont regelmäßig.. nicht auszudenken wie es wäre, da dabei sein zu dürfen.

  103. Obergrenze ist Quatsch,
    hier entscheiden die Einwanderer selbst. Es gibt níemanden, der ihnen Grenzen setzen könnte oder wollte.
    .
    Interessant ist aber die herumgereichte Zahl von 200.000 im Jahr. Barak Obama, der Säulenheilige, ja Messias und Gott der wahrhaft guten Menschen, hat für die USA eine Obergrenze von 100.000 pro Jahr eingezogen. Das entspräche bei uns einer auf Einwohnerproportion umgerechnete Zahl von 25.000.
    .
    Also ,wer gut, ja edel und gut sein will wie der Heilige der Linken, St. Obama, der fordere eine Obergrenze von 25.000.
    .
    Oder will etwa ein guter oder auch sehr guter Deutscher besser sein als Gott Obama? Da steht doch den guten Menschen aus dem „miesen Stück Scheiße“ (Gutsprech für Deutschland) etwas Demut an.

    • Ohne Erklärung, gar Aufklärung wird die Problematik ja nicht von der
      Grenzöffnerin selbstständig und eigenhändig einer Lösung zugeführt. Nein, sie reicht alles, was ankommt, an andere weiter – besser: sie lässt es durchlaufen und unten setzt es sich ab.
      Auf kommunaler Ebene soll und muss gezahlt, ausgebildet und integriert werden. Die Einwohner baden aus, was Madame de Malheur anrichtet – und verhandeln ihr Leben mit Zugereisten täglich neu, so nicht andere ungewohnte Verhaltensweisen dies verhindern.

      Pfarrerstöchter, die eventuell heilig gesprochen werden wollen, sollen sich selbst um den Schmarrn kümmern den sie anschaffen und nicht anderen den steinigen Weg zur Santa Angela aufbürden – was eh nicht mehr vonstatten gehen wird, wenn man gegenrechnet, wie viel Elend täglich ob ihrer Entschlüsse neu entsteht – sowohl auf der Seite der Alten wie auch auf der Seite der Neuen.

  104. Wie immer ist auch für alle "Radfahrer" anderer Art etwas dabei,
    auch für solche, die noch nicht wissen, daß sich IP-Adressen nicht mehr unbedingt alle 24 Stunden ändern. Die Durchnummerierung des Lebens wird aber nicht nur vom Staat begrüßt, sondern der digitale Wandel braucht auch so seine Nummern, schließlich will man dem Individuum ja angemessen begegnen. Und manche scheinen ja auch nicht abgeneigt zu sein, sich wie Haustiere benummern zu lassen. Nur gut, daß nicht alles an dieselbe Nummer gebunden ist, das wäre dann wohl der Gipfel der Domestizierung. Obwohl, was nicht ist, kann ja noch werden.

    Was die SPD betrifft, so hat es da ja im Zusammenhang mit der Wahl viele neue Nummern gegeben. Manche brauchen das halt. Das ist wie in einer Ehe, das Nummernziehen ist wie das Markieren des Reviers. Der Gas-Gerd hat wohl auch so seine Probleme mit den Nümmerchen, aber mußte das Erinnern an das eingelöste Wahlversprechen des Subventionsabbaus denn sein? Da hatte vermutlich nicht nur ich ganz andere Subventionen vor der seinerzeitigen Wahl im Sinn. Doch, diese Blauäugigkeit verflog dann schnell und machte ungläubigem Staunen Platz, angesichts des unrühmlichen Abgangs und des weiteren beruflichen Werdegangs dieses Gasmanns. Irgendwie hätte ich dem eine derart durchdachte Planung garnicht zugetraut. Mein Fehler.

    Ja, es hat lange gedauert, bis ich einsah, daß es dumm war, Parteien und Politikern zu vertrauen. Und da es ja meist noch länger dauert, wieder Vertrauen zu fassen, werde ich das wohl nicht mehr schaffen und erleben. So manchen dummen Spruch habe ich in meiner Jugend auch aus voller Überzeugung gerufen und, mal ganz ehrlich, nicht nur der Datenklau braucht solche griffigen Sprüche und Parolen. Es können ja nicht immer ganze Romane im Chor einstudiert werden. Und ja, auch wenn das alles nur Beiwerk ist, den schönen Schein der Demokratie und Meinungsfreiheit aufrechtzuerhalten, fast nie eine meßbare Wirkung erzielt, eine gewisse Zeit beruhigt es doch die Gemüter, sich einmal richtig Luft verschafft zu haben. Dann aber erlahmt der Elan bei fast allen, das eigene kleine Leben erreicht einen höheren Stellenwert. Nur gut, daß immer wieder Rebellen nachwachsen, auch wenn sie manchmal über die Strenge schlagen.

    Ach, was ein interpretationsfähiger Text mal wieder. Vom Bremsen, Laufenlassen oder Beschleunigen ist es nicht weit bis zum Aussitzen und auch die Hotpants lassen den Opportunismus in ganz neuem Licht erscheinen. Und was man schafft, schaffen kann oder auch nicht, wem fiele angesichts der Gänsefüßchen nicht sofort das Motto der letzten Legislaturperiode wieder ein. Nur das mit den stärksten Muskeln und den lustigen Leuten auf den kürzesten Wegen, da weiß ich wirklich nicht, ob das mit den lustigen Leuten wirklich so stimmen kann. Da kommt die Abrechnung mit den Grünen doch wirklich deutlicher zum Vorschein. Ja, wer weiß, welch gut gemeinte Erzeihungsmaßnahmen uns da noch blühen.

    Kein Happy End. Mit Abnummerierung und der Feststellung, manchmal mehr zu bekommen als man wollte, paßt das Ende nicht so recht zu der Sonne auf dem Gipfel. Aber vielleicht habe ich ja auch nur überinterpretiert und alles ist gut. Nicht jede Erkältung ist ja gleich eine Grippe.

  105. Gemauschel, dazwischen schrille bubenhassende Femen überall
    Bei Danisch sollte man mal lesen über „Das Sandwich-Verbrechen“. Mich gruselt’s manchmal. Am schlimmsten die Bemerkung über die Schwangerschaft mit einem Buben.

    Vitztum in der „Welt“ kritisiert immerhin die Vereinbarung von gestern zwischen CSU und CDU deutlich. FAZ noch nicht gelesen. Wenn die Medien ihrer ursprünglichen Aufgabe wieder nachkommen sollten – Kritik allerorten und Bürgerinfo ohne Scheuklappen – wäre schon etwas gewonnen.

    Was sie gestern im Konrad Adenauer-Haus gemacht haben, nennt man vermutlich Kuhhandel.

    • Lesen Sie's nicht
      Ich hab‘ mich über Altenbockum sehr geärgert.

      Art 16a (2) Satz 3 GG: „In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden.“

      Der Jasper: “ [Sondersituationen können] Grundrechte nicht einfach außer Kraft setzen.“

    • Kuhhandel
      Worum es geht, Oberländer:

      Steigende Bevölkerungszahlen, da mit der bisherigen Politik kaum einer der deutschen Mittelschicht Lust hat und verantwortungsvoll genug ist, sich fortzupflanzen.

      Kindererziehung aus der Familie outsourcen, zumindest für diejenigen, die schon länger hier sind.

      Sozialstaat aushöhlen, weil Sozialstaaat & offene Grenzen nicht funktioniert.

      Arbeit muss billiger werden

      longum est.

      Heute beim MRT in Agatharied, die Ärzte Ausländer, unfähig mir etwas zu erklären, Sprachbarriere. Nichts gegen die Ärzte, eh Scheißjob, aber als Patient erwartet man schon etwas, wenn es teuer abgerechnet wird. Allein: Umsonst.

      Fazit: Gewollt.

      Kuhhandel beschreibt die Show in meinen Augen nicht korrekt. Vielmehr Sprachregelung, um die Wähler weiterhin zu verarschen, um vermeintlich breit aufgestellt zu bleiben, vulgo: Stimmen von „Besorgten“ abzugreifen.

      Ich meine das jetzt nicht böse, aber bei Macron waren Sie auch recht euphorisch und optimistisch, bei Lindner ebenso, jetzt trauen Sie der CSU etwas zu. Get real, man, es ist eine Aufführung für die Wähler.

    • Bei Tichy in einem Kommentar gefunden:
      „Wer oder was steckt hinter AM und ihrer Politik? Das ist die spannende Frage. Denn der/das selbe scheint ja auch Heißlufthorst und die anderne Sockenpuppen im Sack zu haben.“

    • verantwortungsvoll - verantwortungslos Korrektur
      die crux des „Alle muss schnell raus“

    • nochwas, Oberländer
      schon aufgefallen? wie auf ein geheimes Signal hin sprechen/schreiben die meisten Medien seit kurzem von Migranten und Einwanderern.
      Wo sind die Flüchtlinge geblieben? Die Leidgeplagten? Die, die unser Gewissen kneten?


    • wie auf ein geheimes Signal hin sprechen/schreiben die meisten Medien seit kurzem von Migranten und Einwanderern.
      „Migranten“ kann man ja als Realitätszugeständnis ansehen, aber „Einwanderer“ läßt aufhorchen: offenbar will man die, die sich ihre „Duldung“ ersessen haben, indem sie stets die Amtsbriefchen im Papierkorb entsorgten, zu Staatsbürgern legalisieren. (Mit dem als wichtigstes genommenen Nebeneffekt, daß die dann ihre Kreuzchen bei der nächsten Wahl brav bei der Ganz Großen Koalition machen sollen)

    • Die NRW-FDP und Lindner wünschen das jedenfalls, @colorcraze
      Noch vor der Wahl bekannten sie sich dazu, daß am Ende der illegalen Immigration der deutsche Pass stehen solle.

      Als Teil des „Einwanderungsgesetzes“.

      Gelungene Integration natürlich vorausgesetzt, aber die Einhaltung des Rechts spielt bei großen Teilen der Gesellschaft keine Rolle mehr, solange sich der Rechtsbruch nur richtig anfühlt.

  106. Leute heute, ihr kriegt aller euer
    Heimatmuseum – lest bei Siegfried Lenz, wie die alte Welt war, weil für euch kommt die nie wieder
    (sorry-vertippt)
    Apropos Bertelsmännchen, die machen den Märchenerzähler.
    Genauso, wie es die Tante Liz in ihrem Schloss für richtig hält.
    Wie gesagt mein Freud ist in ihren „Biotop“ und erzählt bald mal, was abgeht…

  107. Zahlen macht der Autor hier verächtlich...
    …daran erkennt man den Besserverdienenden. Denn ein anderer hätte besser das Hohe Lied der Mathematik gesungen. Schließlich werden es nicht die Germanisten sein, die einst den Löwenanteil an unserer Rente einzahlen.

    • Welche Rente?
      Es wird in nicht allzu ferner Zukunft den „Umschwung“ (via BigBang) auf eine staatliche Grundversorgung im Alter geben, Rentenpunkte sind fürn Arsch.

      Wer privat vorgesorgt hat (Immo, LV, etc.) oder in (s)einer Familie aufgenommen wird, hat’s dann ein bißchen besser. Speichern Sie das bitte in Ihr Archiv!

    • Ja, das befürchte icg auch. Einheitsrente in deer Einheits-DDR.

    • Titel eingeben
      Habe nun, ach, Mathematik studiert mit viel Freude…

      und möchte Ihnen widersprechen. Mathematik hat sehr, sehr wenig mit Zahlen zu tun; es geht bei ihr um Muster, Struktur, letztlich: Schönheit.

      In der Mathematik benötigt man an Zahlen nur 0, 1, allenfalls 2; i, e, Pi. https://de.wikipedia.org/wiki/Eulersche_Formel#Eulersche_Identit.C3.A4t
      https://de.wikipedia.org/wiki/Mathematische_Konstante

      Alles andere ist variabel oder speziell.

      Den Löwenanteil der Rente werden weder Mathematiker noch Germanisten einzahlen; von beidem gibt es zu wenige. Es werden Fachangestellte, Sachbearbeiter, Ingenieure und Handwerker sein – die verbliebenen.

    • Rentenmathematik
      Die, wer auch immer, kriegen nichts mehr ausgezahlt, also des Don`s neue Sklaven), und wir kriegen nichts mehr ausgezahlt, die Altlasten der Alternativlosen.
      Wobei das alte Glaubensschulen sind, Umlageverfahren bzw. Kapitaldeckung. Funktioniert aber nicht mehr – deswegen wird auf Schulden- durch Kreditfinanzierung aus dem Nichts mit ungarantierter Wechseleinlösung umgebucht.
      Das praktizieren aber nur die ganz hippen Finanzmanager von morgen.
      Der Spahn als BMF und König Theodor I von Bayern werden es erklären.
      Viele Unterhaltung – nicht zynisch verstehen bitte.

    • Die verbliebenen Einzahler
      @@quuux Die Verbliebenen werden einzahlen, es werden immer weniger. Wenn ich mich in meiner Familie umsehe, dann sind die gut ausgebildeten nicht mehr in DE, Ingenieur, Physik, Arzt, Dolmetscher, alle weg.
      Der Anteil der Staatsbeschäftigten, die auch in den Parteien den Ton angeben wird größer, Werte schaffende sind zwar nicht selten aber wenig geworden. Vor ein paar Jahren auf dem Klassentreffen waren die Auslandsdeutschen mit einer Ausnahme alles welche aus den oben genannten Bereichen, ein erschreckend hoher Anteil war in der Verwaltung oder Betrieben wie der Telekom.

  108. Hach.
    Kein wichtiger Text, nein; aber ein schöner, gefühlstragender Text.
    Ich danke dafür.

    (- störend allein: der Tippfehler in „Genderzwamg“, den ich mit Bitte um Korrektur nenne.)

  109. nearly 4 billion by
    Luis Fonsi – Despacito ft. Daddy Yankee
    Don, wenn sie angreifen wollen, sind ein paar hotpans bilder unverzichtbar.
    Das Sie ein guter Phtographier sind sehen wir in jedem Beitrag.
    Die Mädels im Blog sind bestimmt dabei – eine Art Folklore-Shooting für unsereins.
    nichts für böse

  110. Wie soll das Kind denn heißen? Mogelpackung aus dem Heimatministerium.
    Bei all den Zähnen und Übersetzungen fällt der Blick unweigerlich auf den Zahnlosen aus dem Süden und die Obergrenze, die keine ist. Und noch so einer aus dem Süden ist vom Hof geritten und möchte all die Familien der uns geschenkten Menschen zu- bzw. nachziehen lassen, um die Integration zu verbessern. Muß man nicht verstehen, da die Familien der bereits länger hier Zugezogenen in großer Zahl nicht unbedingt dafür sprechen, die Integration verbessert zu haben. Das ist auch so eine Art Mogelpackung. Obwohl, menschlich ist das wohl nicht zu kritisieren.

    Vielleicht ist deshalb ein Heimatministerium ja auch so keine ganz schlechte Idee. Für die Vertriebenen gab es ja auch Hilfen der Eingliederung. Gegen etwas Hilfe beim Kennenlernen der neuen Heimat ist doch nichts einzuwenden. Und wenn das dann noch ein Südländer übernimmt, dann muß das ja funktionieren.

    Wie bitte? Ich habe da was falsch verstanden? Das Heimatministerium ist für die immer schon hier Lebenden? Ach so, aber kommt das dann nicht ein wenig spät und wozu soll das denn dienen? Zur Resozialisierung der CDU? Ist die denn noch nicht sozi genug? Ach so, Resozialisierung im Sinne von Repatriotisierung der Linken, jetzt verstehe ich. Aber haben die denn keine Heimat? Die haben die falsche Heimat? Aber dann können die doch mit den geschenkten Menschen zusammen in die richtige Heimat integriert werden, oder? Wie, das funktioniert nicht. Die haben die falsche falsche Heimat? Ja wieviel Heimaten gibt es denn und welche ist denn nun die richtige? Vielleicht sollte man das mit dem Heimatministerium doch noch einmal überdenken, mir scheint das viel zu kompliziert, geradezu zu komplex zu sein. Und dann noch diese Sprachbarrieren, die hinterm Weißwurstäquator, die versteht doch sowieso keiner.

    • so klein denken die Grünen nicht
      da muss schon ein globales Heimatschutzabkommen her.


    • Wohl wahr, E.R.Binvonhier.

      Andererseits habe ich den Verdacht, in Erinnerung an Minister Niebel, daß bei vier Regierungsparteien die vorhandenen Ministerien einfach nicht ausreichen, alle zufriedenzustellen.

  111. Meii ,is des wieda GENIAAAL ! Da Horstl fallt im Liegn um ,
    .
    ..
    und mochd mid da Angela a g’schmackige Totgeburt !

    Die nicht Obergrenze-Obergrenze-Bürgerverarschung ohne Hintergrund und Durchführungsmöglichkeit mangels Grenzschutz, wei- des geehd goa ned .

    Mir gfrein si ! Wai a Schnitzl gfrei ma si !

    Owa- wos her I ?

    Des kau ma mid de Deitschlondhossa vo Greane und FDP goa ned mocha !

    Da san de ned dabei, weil es muaß deitlich sei, dass Deitsche in Deitschlaund koa -hoamad haum.

    Ahaaa !

    Gei, do denkn maunche, de wo FDP gweid haum, weis aundane is jo voi bees ,

    iatzatn no amoi nooch .

    Z’schbääd !

    A bleede G’schicht owa aa .

    Nojo,

    Futtadroog is Futtadroog, iagendwia wean de scho eana Sch..Jamaika zaumanschuastan !

    Geht jo ums Geiid !

    Do head ois auf, wauns ums eigane Poatmonää geht !

    Iwazeigunga, Weate, ois gehd iwa Boad, Geiid, Geiiid, Geiid !

    Schlaumpma, umestandige, deaf ma owa ned sogn, sondan des is

    elastisch.

    So muaß ma sogn.

    Süü sünd süch ühra stootsdrogadn Vöörontwurtung böwußd.

    Aha .

    Mia wean vom Fuaßpuiz regierd .

  112. Austausch der Bevölkerung
    @rhadamanthys sagt 9. Oktober 2017 um 18:23 Uhr
    „Die verbliebenen Einzahler
    Die Verbliebenen werden einzahlen, es werden immer weniger. Wenn ich mich in meiner Familie umsehe, dann sind die gut ausgebildeten nicht mehr in DE, Ingenieur, Physik, Arzt, Dolmetscher, alle weg.“

    Nennt sich „Brain-Drain“.

    Die Anzahl der Auswanderer wird immer größer. 2015 fast eine Million.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157440/umfrage/auswanderung-aus-deutschland/

  113. "Mein Freund Harvey"
    Er hat Shakespeare in Love produziert und The English Patient und The King’s Speech und vieles mehr. „Mein Freund Harvey“ hat er nicht produziert, aber irgendwie zu wörtlich genommen.

    Die Demokraten distanzieren sich von ihm. Sanders und Pocahontas sollen schon Spenden zurückgezahlt haben. Man schlägt ihn von sich ab wie Fusseln vom Anzug/Kostüm.

    Wär das nicht ein Thema für Sie, Don?

    • Ich überlege noch. Die Entwicklungen sind atemberaubend.

    • Who told you ... on my block, in my neighborhood, on my side of the ...
      Don, Hollywood ist nicht Ivy league.

      Da gelten andere Gesetze, das sind keine netten Jungs aus dem Bildungsbürgertum, das ist Straße. Weinstein war schon vor Jahrzehnten berüchtigt.

      D.h. ich fürchte, das ist nicht die Gegend, in der Sie die Regeln kennen und verstehen werden. Folglich könnten Sie sich da die Feder verbrennen.

    • Pikanter für die gesamte verlogene Gesellschaft
      Ich finde das gar nicht so peinlich für Harvey, denn man kann Nein sagen.
      Mit Katherine Hepburn hätte das niemand gewagt, und Zarah Leander beschreibt in ihrer Biographie, wie sie sich mit zwei Dosen Ölsardinen aufgefüllt hatte, um Göbbels dann unter den Tisch zu trinken.

      Peinlich ist es für diverse Showgrößen und für das gesamte schweigende Establishment. Und besonders pikant ist, dass es beweist, dass Trump Recht hatte, als er solche Vorgänge vor einem Jahr detailliert beschrieb.

      Nun hacken alle auf Harvey herum, statt ihre Verlogenheit zu beklagen oder ihre Käuflichkeit.
      Nur schade, dass Harvey nicht etwas mehr wie die Fiennes-Brüder, zwei davon, die er groß herausgebracht hat, aussieht. Man könnte sich das dann besser vorstellen und ein schönes Movie daraus machen mit einem Hauptdarsteller und unzähligen Nebenakteurinnen.

  114. Keep cool
    @Goodnight sagt 9. Oktober 2017 um 20:03 Uhr
    „Ist das hier Satire?“

    Nein, ein Infotainment-Blog im Feuilleton der FAZ mit Schwerpunkt Radeln.

    Derzeitiges Thema: Wie der stählerne Individualismus durch Radeln gehärtet wird

    • I can do anything I want to baby, I ain't lost.
      Wenn ein erwachsener Mensch im 21. Jhd. von sich behauptet, er „teile .. mit dem bürgerlichen Humanismus die Orientierung auf das Gute, Wahre und Schöne.“, während eine andere erwachsene Person sich voller Stolz als cortigiana onesta zur Figur einer Venus Vulgivaga abgrenzt, dann kann ich diesen Personen nur raten, ins Rheinland zu ziehen. Denn hier haben wir noch jährlich die soziale Institution des Karnevals. Da kann man sich für einige wenige Tage im Jahr in Rollen versetzen, die dem Mittelalter entsprachen. Ein wunderbarer Urlaub von der Moderne, für die, die es brauchen.
      Aber zu glauben, man könne in der Moderne als Guter, Wahrer, Schöner, oder als Kurtisane in der Kommunikation Anschluss gewinnen, das ist doch etwas außerhalb der Realität.

    • Gemütliches Parasitenleben
      Herr v. Goslar, wie wäre es mit einem eigenen Blog?

      Dann sind Sie mehr als nur Trittbrettfahrer, der die Aufmerksamkeit nutzt, die einem anderen Blogger zukommt, um Leser für Ihre systemkritischen Monologe zu gewinnen. Er mag unangenehm sein, der Gedanke, dass da weder ein Staat für Reichweite sorgt, noch dass man ein gemütliches Parasitenleben führen kann, sondern sich selbst um Leser und Aufmerksamkeit kümmern muss, aber andere Linke haben das auch geschafft und bedienen nun einen Markt.

    • Titel eingeben
      @goodnight
      Die „cortigiana onesta“ ist ein wunderbares Beispiel für den stählernen Willen des Einzelnen zum Individualismus.

      Der „Kunde“ zahlt viel Geld um sich von anderen Kunden abzusetzen. Ganz im Trend der Zeit gibt er kein Geld um noch ein exquisites Stehrümchen zu erwerben oder ein drittes Cabrio zu Jeep, Limousine und Supersportwagen zu stellen.
      Der „Kunde“ zahlt für ein Erlebnis.

      Vielleicht ist es sogar günstiger, mit einer C O durch Mailand oder Zürich zu bummeln und Spesen und Honorar zu begleichen, als in Familie zu reisen. ich bekomme manchmal Menschen mit, die Geld wie Dreck haben. Nicht aber die social skills eine paarungswillige Dame in der Lounge anzusprechen.

      Um Ihnen, werter goodnight, noch etwas entgegen zu kommen: ich habe vor dreißig Jahren auch Johannes Mario Simmel gelesen; seine Protagonisten stelle ich mir als das Klientel vor, welches mit einer Cortigiana honesta versucht, in der Schickeria anzukommen.

    • @goodnight und die Moderne
      Ach, wenn ich recht erinnere, dann sind wir ja schon in der Postmoderne. Und hier genügt es wohl, nur das Bild zu erzeugen, ein Guter, Wahrer, Schöner oder eine Kurtisane zu sein. Sowie die im Überfluß verfügbaren Kommunikationsmittel zu nutzen, um sich eine entsprechende Nachfrage zu generieren.

      Inwiefern so ein Lebensmodell trägt (z.b. wenn die Kurtisane altert und die Nachfrage nachlässt), ist natürlich ein Anderes. Und welche Evolution man dann zu durchlaufen fähig ist, so im Laufe der Jahrzehnte.

      Einfacher haben es da die „Guten“ – denen genügt der Staat als Beute. Einmal in den staatlich (von den dortigen „Guten“) organisierten Alimentierungskreislauf eingeloggt zu sein, genügt meist schon.

  115. Individualismus mit beschränkter Haftung
    Wieder sehr schön zu lesen. Sympathische Veranstaltung. Der Individualismus ist halt leider nicht für alle gleichermaßen zu schaffen. Je mehr private Optionen, umso eher gedeiht er. Privat kommt vom Lateinischen privare, das heißt: berauben, befreien. Es muss von wem genommen werden. Oft von der Allgemeinheit. (Die im Allgemeinen weniger gemein ist, als man gemeinhin denkt.)
    Kurz bedient in Österreich diese Schiene sehr gut. Es freuen sich schon die mit ohnehin guten Aussichten. Seine Strahlkraft reicht aber weit darüber hinaus. Denn er darf auch das Abstaubertor erzielen, das die FPÖ unbedingt machen wollte. Europaweit vernetzt hat er die Balkanroute erfolgreich geschlossen. Nun soll er – ähnlich wie Macron, der sich als Anwalt der Reichen entpuppt – Politik jenseits herkömmlicher Parteien wieder attraktiv machen. Nächstes Jahr als junger Hoffnungsträger mit EU-Vorsitz. Damit sich wirklich etwas zugunsten weiter Teile der Bevölkerung verändert? Zu hoffen wäre es.

    Zu befürchten ist aber auch, dass sich die hohe Zustimmung als weiteres Abtreten von demokratischen Rechten entpuppt. Er spricht ja nicht einmal irgendwelche Bürgerkonvente an. Und profitiert in erster Linie von der Handlungsunfähigkeit der SPÖ. Kann sich so gut vermarkten, dass sich viele angesprochen fühlen. Weil ihn Medien eher decken bzw. fördern. Kern hat seine Schuldigkeit getan. Er hat Van der Bellen erst ermöglicht. (Neuer Wind für Große Koalition) Jetzt hat er sich im eigenen Netzwerk verfangen.
    Politikern glaube ich erst wieder, wenn ich tatsächlich einmal mehr darf, als alle paar Jahre über Kandidaten abzustimmen, die medial gepusht oder vernichtet werden. Zufällig ausgeloste Bürger könnten z.B. – wie im Schöffenamt bei Gericht – die repräsentative Demokratie ergänzen und nachhaltig erden. Neben selbstverständlichen Abstimmungen zu politischen Weichenstellungen.

    Andernfalls gibt es gewöhnlich mehr Individualismus für Reiche. Und solche, die ihre Theorien und Pläne aufs Volk regnen lassen dürfen.
    Die in der Praxis Tätigen wissen zwar viel mehr über die Umsetzung konkreter Lösungen, werden aber meist nicht gefragt. (Und in ihrem individuellen Handeln gerne eingeengt.) Der Individualismus würde im Allgemeinwohl eine natürliche Grenze finden. So wird er vorübergehend als Illusion beworben, die nach der Wahlentscheidung demaskiert wird. Die Fassadendemokratie erlebt in Österreich gerade eine neue Blüte. Nach dem 15. Oktober werden die Blätter fallen.

    • Zufällig ausgeloste Bürger
      Interessante Idee, @Hinterwäldler! Allerdings befürchte ich, dass auch diese ganz schnell das Spiel begreifen und korrumpiert werden (Generaldirektor Heinrich Haffenloher läßt schöne Grüße bestellen…).

      Bei Volksentscheiden schätze ich diese Gefahr geringer ein. Darüberhinaus würde ich dabei den öffentlichen Wettstreit um die besten Lösungen und das erwartbar zunehmende politische Interesse der Bevölkerung begrüßen.

    • Titel eingeben
      @hinterwäldler Sie haben Ihren harten Nick gewählt und ich will nicht drauf reinfallen, Sie als solchern anzusprechen.
      Etymologie ist wenn es raucht und stinkt….

      In der Geschichte finde ich genug Belege für Ihre These des privare, namentlich ‚Enclosure‘ in England und Schottland.

      Die meisten Anhänger solcher Thesen, ob in DGB, SPD oder CSU begreifen aber nicht, daß im Leben selten Nullsummenspiele gespielt werden.
      Selbst eine schlichte 100 Euro Wette mit Thorha ergibt nicht mich mit -100 und Thorha mit +100 (oder minus 3 jetzt). Ich hatte auch Spaß. Thorha hatte Spaß. Mitleser echauffierten oder amüsierten sich. Minimale Wertschöpfung doch ungleich Null.

      Sparen, Akkumulation von Kapital und Einsatz des Kapitals finden wir schon in Olims Zeiten. Abram hatte viele Tiere, die nachfolgenden Hirten das Gras auf der selben Strecke erstmal wegfraßen.
      What ist it good for? Von einem Schaf können Sie etwas Milch trinken. Von einer Herde können Sie Milch und Folgeprodukte gewinnen. Von einer Herde können Sie Wolle haben, die über den Eigenverbrauch hinaus Handel oder Verarbeitung ermöglicht. Die Verarbeitung der Wolle ermöglicht Spinnern, Webern, Strickern, Häklern, Färbern und Kaufleuten ein besseres Leben als der Besitz eines eigenen einzelnen Schafes.

      OOT aus der Geschichte Abra(ha)ms und noch mehr Josuas können wir lesen, was aus einem grün angehauchten Volk wird, das fremde Hirtenstämme ins Land läßt. Unsere Bereicherer nutzen Schafe nur als Fleisch und halten sich Melkkühe.

    • Abram / Abraham
      @ Melursus:
      Zu Zeiten Abrahams galt Kinderreichtum auch noch als ausgesprochener Segen……..ich als fünfacher Vater(alle erwachsen, bis auf eins), geschieden und die letzten 20 Jahre dermaßen geschröpft, empfinde jetzt erst langsam meine Kinder als Segen, während politischer und „Schöpfungslehre“ Debatten zwecks jedemenge neue Gedankengänge. Man sollte einfach Kind bleiben !

    • Titel eingeben
      @nurrealschule

      Sie Glücklicher. Mark und Pfennige werden den Weg nicht zu Ihnen zurück finden. Liebe und Anerkennung und Enkel sind Ihr Preis.
      Ich habe ein (1) und bin sehr dankbar dafür, dies 1 zu haben.

  116. Die Gier der Grünen
    nach Regierungsbeteiligung, lässt sie über jedes Stöckchen
    springen.
    Jetzt soll Heimat der neue „ heiße Scheiss“ sein, damit ihren
    Anhängern die Debatten nicht ausgehen.
    Die ZEIT maschiert vorneweg: Heimat ist Patchwork nicht Privileg.

    Zum Gähnen.

    • Das nimmt der Zeit nur niemand ab. Und den Grünen auch nicht.

    • Grüne und Heimat
      In AT hat sich der Kandidat der Grünen sogar in Tracht plakatieren lassen

    • ... alte Strategie ...
      „Begriffe“ besetzen. Bei „Digitalisierung“ passiert derzeit das gleiche.

      Pervers wird das, weil die GrünInnen glauben, dass man dement ist und Hohn und Häme vergisst. Aber es klappt in einem gewissen Grad, wie man an den Vertriebenen sieht, die für die Zuwanderungskatastrophe als Sozialbild herausgeholt wurden und deren „Recht auf Heimat“ immer verachtet wurde.

      Schamlosigkeit siegt.

    • Das von Gott vorgesehene Amt der Grünen
      Inzwischen sehen sich die Grünen auch zuständig für die Verteidigung des Christentums bzw. für die Diskurshoheit in christlichen Fragen.

      Die Klientel am anderen Ende des kulturellen Spektrums wird es mit Befremden zur Kenntnis nehmen, aber so lange sich unter den Wähler*nnen genügend Follower finden, mag Trittin den Reggae tanzen wie’s ihm passt und sei es als Fundamental-Apologetiker von eigenen Gnaden.
      Laut Kurt Hutten („Seher, Grübler, Enthusiasten“) hat Gott auch für die Sekten ein Amt vorgesehen, weil diese auf Lücken in der kirchlichen Verkündigung sowie auf Mängel in der kirchlichen Praxis aufmerksam machen …

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gruener-zur-fluechtlingseinigung-trittin-union-verleugnet-urchristliche-werte-15239291.html

    • Ja, die Heimat ward sehr groß: Prantl in der ARD, die Zeit, die Jamaikaner, gestern die FR
      – wie immer zuletzt, ne.

      Der Altlinke Arno Widmann schreibt in der FR einen Leitartikel, in dem er die Heimat oberschlau einkreist: Nur wer die Fremde absolut setze, werde erwachsen – sagt der ex-TAZler Widmann. Dann phantasiert er über die Freiheit nach der Scheidung (!) und die Tücken (!) der Heimat.
      Steinmeiers „Tag der Einheit“-Rede wird ihm zur Folie, auf der er seine höchst private Weltsicht des geschiedenen Mannes aufträgt.

      Ein Artikel über die neue Disziplin der Widmannologie, einschließlich Widmanns Onkel und Tanten, die einst wirkliche Nazis waren. Was einer Scheidung halt manchmal so vorausgeht, lebensgeschichtlich. Das Leben ist hart, aber Arno Widmann ist, indem er Steinmeier attackiert, noch härter. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Leitartikel schreiben und – gedanklich – hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben…

      PS
      Man müsste mal den Nachweis führen, dass Rilke eigentlich auch Nazi war. An sich, Moppel, kein Problem, zumal bewiesen ist, dass Rilke von vielen Nazis begeistert gelesen wurde. – Wer weiß, vielleicht sogar von „Onkeln“ und „Tanten“…
      Den erbarmungswürdigen Rest erledigt wie immer „Der Mann mit der Pauke“ als Sprecher des „Kuratoriums Unheilbares Deutschland“. Denn nicht wahr: „Erwachsen wird man in dem Maße, in dem man sich klar darüber wird, Fremder unter Fremden zu sein“ (A. Widmann).

      Die Hölle, das sind nicht die anderen, sondern im Zweifel immer die Deutschen. Oder wenigstens deren sozialdemokratischer Bundespräsident.

      Superlogisch und perfekt altlinks, die FR, und ohne jede Peilung darüber hinaus! Sie schafft sich mit herkulischem Denkaufwand zielsicher selbst ab. Viel ist ohnehin nicht mehr übrig…

    • Das wirkt halt auf dem flachen Lsnd nicht, da wird Anzeigenblatt gelesen. Das ist eine reine Hochnasendebatte.

    • Gibt es eine Chance
      dass sich unsere intellektuellen Vormünder über den Begriff
      Heimat so in die Wolle kriegen und das Schlachtfeld zerrupft
      und blamiert verlassen müssen?

  117. On-topic: Individualismus
    „In der sozialistischen Gesellschaft, auf der Grundlage des gesellschaftlichen Eigentums an den Pro­duktionsmitteln, der moralisch-politischen Einheit des ganzen Volkes und der grundsätzlichen Übereinstimmung der gesellschaftlichen, kollektiven und individuellen Interessen sowie der neuen, gleichberechtigten und verantwortlichen sozialen Stellung des Individuums verliert der bürgerliche Individualismus die sozialen Grundlagen seiner Entwicklung und Wirksamkeit und wird der sozialistische Kollektivismus mehr und mehr zur bestimmenden Denk- und Verhaltensweise der Menschen. Die theoretische Überwindung des Individualismus hat der historische Materialismus vollzogen.“ (Buhr/Klaus (Hg.), Philosophisches Wörterbuch, 6. Aufl., 1969, S. 514)

    Lieber Don, dann man** mal viel Spass in der DDR 2.0. Hupert von Gosselar mag das (noch) nicht bloggen, aber er brauchts auch nicht.

    • Sozialistische Kollektivismus ist eine sehr schöne Beschreibung des Lebens in
      Steinzeithorden.

      Und bisher waren alle sozialistischen Gesellschaften im Schweinsgalopp auf dem Weg in diese Zeit und mussten am Ende durch den Kapitalismus gerettet werden. Das Tragische ist nur, dass die Menschen, immer wenn der Kapitalismus am erfolgreichsten ist, in sozialistische Spinnereien verfallen. Vorreiter dabei sind dabei die Menschen, die am weitesten vom kapitalistischen Produktionsprozess entfernt sind.

    • immer wenn der Kapitalismus am erfolgreichsten ist
      So ist es. Dieser Gedanke wurde auch von Friedrich August von Hayek in seinem Buch „Der Weg zur Knechtschaft“ formuliert, das er während WK II in England schrieb. Er nennt allerdings den Liberalismus, der auch den niederen Ständen im 18. und 19. Jhd. einen erheblichen Zuwachs an Lebensqualität gebracht hat. Wenn man dieses Werk heute liest, staunt man eventuell über seine Aktualität.

      Man hat vergessen, wie man den Weg in die heutige Lebenssituation bewältigt hat und möchte z.B. einfach mal Verbrennungsmotoren abschaffen (unter anderen blödsinnigen Ideen). Dabei ist es einem auch egal, welchen Stoff sie verbrennen.

      Von diesem hohem Lebensstandard aus, möchte man abermals die wirtschaftlichen Grundlagen zerstören, die bürgerlichen Freiheiten einschränken und den Bürger umerziehen. Man könnte wissen, dass diese Richtung bereits die katastrophalsten Auswirkungen hatte, die das Leben von abermillionen Menschen
      zerstörte aber es scheint ein unwiderstehlicher Drang zu sein.

      Wie die Lemminge …


    • Die Gehirnwäsche hat bestens funktioniert. Der Kapitalismus als Retter sozialistischer Gesellschaften, soweit muß man die Realität erst mal verbiegen. Respekt.

      Es scheint nur noch das Kurzzeitgedächtnis zu geben, früher hieß das, sich etwas nur von 12 bis Mittag merken zu können. Die anhaltende Sozialisierung privater Verluste, also die Rettung des Kapitalismus, scheint bei manchen nicht mal mehr im Kurzzeitspeicher zu landen.

    • zu komplex
      Würde doch nicht so gemacht, Otto Meier, wenn nicht Arbeitsplätze dranhingen und, auch wichtig, meistens Investitionen von wirklich für jeden Einzelnen von uns Systemrelevanten, also z.B. der Allianz und Co.

      Daher erscheint mir die Gegenüberstellung von Sozialismus/Kommunismus heutzutage verkehrt, denn viel wichtiger erscheint mir das Netz von Verstrickungen und Verflechtungen allüberall, auch über Parteigrenzen hinweg, das einfache Lösungen erschwert.

      Wollte man das ernsthaft ändern, müsste man reformieren. Um Verluste zu vermeiden, müsste man zum Beispiel Aktiengesellschaften langsam zurückführen in kleinere Entitäten, für die dann auch jemand so verantwortlich ist wie einst der Herr Fischer für seine Dübelfabrik und deren Angestellte.

      Entglitten sind nicht nur Größenverhältnisse und Verflechtungen, sondern Preise. Ein einfaches Beispiel: Transfers, Übertragungsgebühren, Ticketpreise.

      Was an den Berichten von Don erfreut, ist die regelmäßige Darstellung von etwas Einfachem, Überschaubaren, das mit viel Selbstdisziplin verbunden ist, dabei sich abspielt in angenehmer Landschaft.

      Alles andere ist inzwischen so komplex, das man Kopfschmerzen bekommt. Die schlimmste Sünde der Industrie hierzulande in den letzten Jahren war, zu träumen von Wachstum und mehr Arbeitskräften und die industriehörige Regierung dazu zu bringen, dies „an“schaffen zu wollen.

      Fakt ist, es scheint keine gut ausgebildeten Arbeitskräfte mehr zu geben, weil man ganze Kontinente vernachlässigt hat, und Inder gehen wenn, dann nach Amerika und Australien, schon weil sie Englisch sprechen. Gut ausgebildete Afghanen und Perser kamen nach 1979. Daher stellt sich auch die Frage, ob die sich ständig verschlechternden Verhältnisse in Afghanistan oder Pakistan (GB) Folge eines gigantischen Brain Drain waren, der die weniger gut Aufgestellten, religiös Anfälligen zurückließ.

      Eigentlich müsste alles auf Reset, und deswegen fürchte ich, dass wir auch hier Kriege bekommen könnten. Kriege sind mitnichten „Die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“, sondern der Reset-Button.

    • die andere Seite
      Der andere Fehler, Otto Meier, liegt natürlich bei den Linken und den Menschenrechtlern. Erstere gehen von Millionen neuen Wählern aus, wohlwissend, dass so schlecht Ausgebildete hier vollkommen chancenlos sind. Das ist doch zynisch.

      Die Menschrechtler dagegen können nicht zusehen, wie sie sich gegenseitig in die Steinzeit bomben. Aber genau das ist in Europa, vor 1939 und besonders 1918 voll mit perspektivlosen jungen Männern, passiert und führte zur Läuterung, Selbstläuterung. Daher müsste man im Grunde tatenlos zusehen, dass sie sich bekriegen, bis sie die Sinnlosigkeit selbst erkennen und den Ursprung: Zu hohes Bevölkerungswachstum und Perspektivlosigkeit. Danach bräuchten sie den guten alten Kapitalismus, aber den guten alten.

      Was sie auch bräuchten, wäre eine Besinnung auf nachhaltige Landwirtschaft und Bewässerung. Alle funktionierenden Staaten haben darauf aufgebaut, Musterbeispiel das junge Israel.

      Fakt ist doch, dass zu viele zunächst meinten, sie profitierten davon: Großfirmen, Keinunternehmen wie Hotels, die Kirchen, die Sozialindustrie allgemein und ein paar Parteien. Die Bevölkerung ist ihnen schnurzegal, was doch an dem abartigen Ausdruck „Diejenigen, die schon länger hier leben“ zu besichtigen ist. Und am Ende jammern alle, wenn keiner mehr nachts in die Innenstädte geht und niemand mehr auf die beschwörende Formal, man solle keine Angst zeigen, hört.
      Offen gestanden kann man auch zu Hause Silvester feiern und meistens besser. Und was es auf den Weinachtsmärkten gibt, ist teuer und überflüssig wie ein Kropf. Der Weihnachtsmarkt muss wenigstens Spaß machen, unbefangenen Spaß mit Glühwein und Weihnachtsstimmung.

      Jetzt scheinen sie so weiter zu basteln. Die Botschaft wurde nicht vernommen. Man macht fleißig „Shoot the Messenger“, unterstellt Abgehängtsein oder Blödheit. Blöd ist nur das Weiterso.


    • Nein, Oberländer, solche Ausreden lasse ich nicht gelten, wenn der Kapitalismus über den grünen Klee gelobt wird. Selbstverständlich sind die Zusammenhänge sehr komplex, wie sollte man sie sonst verschleiern. Und darum geht es doch, wenn darauf hingewiesen wird, daß gescheiterten Kapitalisten geholfen werden müsse, damit die Unbeteiligten nicht noch mehr zu Schaden kommen, als es sowieso schon der Fall ist.

      Das aber hat mit Kapitalismus nichts mehr zu tun, das ist auch weder Sozialismus noch Kommunismus, das ist einfach kriminell. Das ist Unterdrückung und Ausbeutung auf höchstem Niveau.

      Die reine Lehre des Kapitalismus oder auch der Marktwirtschaft wurde doch nie umgesetzt, auch wenn immer so argumentiert wird, als wäre das der Fall. Denken Sie nur mal an Zölle, an Subventionen, an Steuervorteile, an staatliche Sozialleistungen trotz vorgeblich guter Löhne, denken Sie an Strompreise für die Industrie, an die Kostenverteilung der Infrastruktur und und und.

      Heute, und dessen sollten wir uns doch schon lange angesichts des global agierenden und unkontrollierbaren Kapitals bewußt sein, hat das Kapital den Kapitalismus längst hinter sich gelassen und agiert jenseits aller marktwirtschaftlichen Theorien in mafiösen Strukturen. Es geht doch schon lange nicht mehr um Systemfragen, sondern um die beste Art persönlicher Bereicherung. Das ganze Drumherum wird doch nur noch deshalb aufrechterhalten, um die Kontrolle zu behalten. Letztlich müssen wir doch schon dankbar dafür sein, daß man uns noch ein paar Brotkrumen läßt, zwingend ist das nicht.

      Und seien Sie gewiß, solange sich die Menschen das auch weiterhin bieten lassen, wird es keine Reformen geben, die daran irgendetwas ändern könnten.

      Ganz sicher wird es auch nicht zu kleineren Strukturen kommen. Die Entwicklung geht nunmal dahin, den Markt zu bereinigen, um sich dann in aller Ruhe bedienen zu können. Theoretisch wäre es zwar möglich, die Strukturen zu verändern, das würde aber globale Eingriffe voraussetzen. National ist die Entwicklung nicht zu beeinflussen. Und wie man an Europa und der EU unschwer erkennen kann, ist politisch globales Handeln selbst in kleinen Einheiten nicht das, was uns bevorsteht.


    • Na, das war ja klar, Oberländer, die Schuld liegt bei den Linken und den Menschenrechtlern. Seltsam nur, daß Linke und Menschenrechtler schon eine geraume Zeit keinen direkten Einfluß (mehr) auf die Politik haben und wenn doch, sich ihre Politik, denken Sie nur mal an Schröder, nicht von der der marktwirtschaftlich Orientierten unterscheidet. Und billige Arbeitskräfte sind doch genau das, was der Kapitalismus braucht.

      Die Kriege wurden auch nicht aus Gründen der Überbevölkerung oder wegen perspektivloser junger Männer geführt. Die wurden geführt, um Machtansprüche zu befriedigen bzw. Gewinne zu erzielen. Der einzige Unterschied zwischen WKI, II, sieht man mal vom Holocaust ab, und den nachfolgenden Kriegen ist, daß es sich fast ausschließlich um Stellvertreterkriege handelte. Zweck und Ziele unterscheiden sich jedoch nicht. Der Kapitalismus verhindert keine Kriege, er fördert sie.

      Und es ist auch genau dieser Kapitalismus, der am Ende die Flüchtlinge generiert. Und so wie wir die Banken retten durften, dürfen wir nun die Flüchtlinge retten.

      Einen guten alten Kapitalismus gibt es ebensowenig wie eine soziale Marktwirtschaft. Kapitalismus und Marktwirtschaft folgen immer dem darwinistischen Prinzip. Und es war immer schon so, daß die gefallenen Starken von den Schwachen wieder aufgefangen werden mußten. Würde das einmal unterbleiben, wäre der Kapitalismus am Ende. Dann würde sich sofort zeigen, was der Kapitalismus wert ist.

      An Diskussionen über die Dummheit beteilige ich mich nicht, dazu hat Einstein schon alles gesagt.

  118. EU-Kommissare und Grüne Vorsitzende in Hotpants auf dem Marktplatz in Islamabad
    @sirisee

    „Man sollte eine UNTER-Grenze der Zurückführung von 200.000 netto pro Jahr definieren; wenn die gerissen wird, haften die Parteien und die Asyl-Industrie für die Schäden…“

    Das ist eine Lösung, die hilfreich wäre.

    Aber darf man das heutzutage in Deutschland schreiben, geschweige denn laut sagen? Oder muß ich dann mit Zwangsmaßnahmen rechnen?

    Zum Thema Hotpants noch: War das nicht Mario Cipollini, der auf seinem Vorbau ein Foto einer nackten Frau als Motivationshilfe geklebt hat? Dürfte er damit heutzutage noch bei einem internationalen Wettbewerb antreten?

    Viele Fragenzeichen in aller Früh.

  119. Zu spät um die D-Mark zurück zu holen
    ….die „guten“ (von uns aus übers große Wasser zu erreichen), haben es doch nur durch einen blutigen Bürgerkrieg hin bekommen, die United States zu unit(en). Und das trotz einer gemeinsamen Muttersprache……ich sehe kpl schwarz für die US-EU …….

    • Der gute alte Joschka 2017
      ….“die westliche Welt wird vor unseren Augen versinken.“
      02.10.2017 auf Focus.de

    • Könnte man auf den Gedanken kommen
      …….der Ex-Außenminister wäre gegen diese unkontrollierte Zuwanderung, und das als Turnschuhtragendes Urgestein der Grünen. Oha

    • Ohne den deutschen Schuldkomplex wäre die EU in ihrer derzeitigen Ausgestaltung
      längst Geschichte.

      Frankreich und BeNeLux hängen auch nur dran, weil sie Angst haben, wirtschaftlich den Anschluss zu verpassen. Die EU hat es bis heute nicht einmal geschafft, verbindlich eine zweite gemeinsame Amtssprache in allen Ländern einzuführen. Und die Muttersprachler, deren Sprache als einzige geeignet wäre, verlassen gerade die EU. Bekloppte allerorten.

    • No, nicht real und kaum Schule
      Nein, kann man nicht. Es geht in Fischers Ausführungen nicht um das Abendland, das er weiter bestehen sieht, sondern um den Westen ohne die Vereinigten Staaten als Schutzmacht.

      Pflegen Sie lediglich Überschriften zu lesen?

  120. Rotkäppchen auf dem Radl/Velo ...
    Ich habe mal hier im Blog erwähnt gehabt, dass ich als Kleinkind Rotkäppchen ausnahmslos jeden Abend vor dem Einschlafen vorgelesen bekommen hab, bis ich das Lesen und Schreiben gelernt habe und anfing die Bücher, die ich lesen wollte, selbst auszusuchen.

    Das Rotkäppchen und seine Geschichte scheint irgendwie eine symbolische Bedeutung für mich zu haben, da ich nach der Lektüre dieses Artikels plötzlich gemerkt habe, dass ich früher Eigenschaften von fast allen Charakteren der Geschichte getragen habe, mal als Rotkäppchen mal als Jäger*in, mal Wolf, mal Großmutter (hoffe noch tätsächlich zu werden) , und womöglich noch immer trage. Zudem habe ich bemerkt, dass solche Geschichten eine Form der Abstraktion der Wirklichkeit in sich bergen, die wiederum eine und dieselbe Wirklichkeit oder eine Andere darstellen. So wie Paralleluniversen und Wurmlöcher. ( Herr v. Goslar, i grüß Sie, ich profitiere sehr von Ihren Beiträgen, sowohl sprachlich als auch als Denkanreiz, wie Sie das Politische und die sozialen Phänomene so theoretisieren, dass Sie quasi in eine mathematische Kausalität und Formel bringen, obwohl ich der Meinung bin, dass Sie zuweilen a bisserl zu streng mit Menschen sind, in Ihren Erwartungen ).

    Zurück zum Thema, als ich ein Mal in Istanbul war, da lief gerade Istanbul Contemporary, eine Kunstausstellung, wo ein großes Bild vom Rotkäppchen im Wald vor einem alten Chevvy zog meine Aufmerksamkeit und erst jetzt ist mir eingefallen, mit Reue dass ich Bild nicht gekauft habe.

    Und hier dasRotkäppchen auf dem Radl, auch schön, irgendwie und doch definitiv, aber das Rotkäppchen trug, so wie ich zufällig herausgefunden habe, bei der Durchreise durch Rotkäppchenland Schwalm-Knüll, in Hessen, ja es trug eine kreisförmige, runde, oben Fläche, ungefähr 5-10 cm. hohe Kappe, wie ein kleinformatiger Fes, aber auf gar keinen Fall, ein Kopftuch, Turban u.ä 😀.

    Lieber Don, Ihre Beiträge und die schönen Kommentare des Blogs verbreiten mir große Freude.

    DANKE …

    • @El.Pe - huch Schwalm-Knüll - da wohnt doch einer Top- Rotkäppchen Deuter - wie Tom Petty, noch
      dazu.
      Der schwalm-Knüller Top-Checker in Sachen Märchen und Mythen und andere Zustände ist Ulrich Holbein – cf. sein Buch „Jean Paul und Goethe“ und – eins geht um die Verbesserung der Welt – auch super, auch sehr bedient, ehe…nennt sich „Weltverschönerung“, im Untertitel: „Das Handbuch der lustvollen Lebensgestaltung“ – das war wahrsscheinlich die Initialzündung für DAs Blog, ne. – Ok – (M)eine Fantasie, hehe: Übertreibung – aber schöne Übertreibung, ne?

      Hier der Rotkäppchen und „Ein Männlein steht im Walde“ und „Rapunzel“- Deuter Tom Petty – er ruhe sanft!

      https://www.youtube.com/watch?v=h0JvF9vpqx8

      (Yep – Ernst Jünger & Albert Hofmann, Achim Freyer, (cf. Phil Glass‘ Stuttgarter Satyagraha Inszenierung), Alan Aldrigde’s Beatles Illustrated Song Texts, Lewis Carroll, Sigmund Freud, Carl Jung, die Märchen der Brüder Grimm, Bob Dylan – alle da in diesem Song – und in dem Video – – – Pink Floyd, U2 …)

      Learning to Fly, Running Down a Dream, Free Falling, You Don’t Come Around Here no More**** – ich lese diese Song-Titel als Kapitel-Überschriften – – – sagen wir zu: Franzens Roman „Korrekturen“ – der ja in erheblichem Maße ein Rock ’n‘ Roll Roman ist, und nicht zu knapp um Bob Dylan und einen Connor Oberst nachgeschriebenen Rock’n’Roller turned – – Zimmermann**… (=Carpenter…..) kreist.

      ** Dylans Taufname ist Zimmermann…

      ****Fliegen lernen, Einem Traum entlang saussen, Sich im freien Fall befinden, und schließlich Hier (= auf dieser Welt…???) nicht mehr vorbeikommen

      R. I. P. Tom Petty

    • @ Dieter Kief
      Lieber Herr Kief,

      Es ist ja Alles ganz interessant, was Sie geschrieben, gelinkt und als Lektüre empfohlen haben. Bin schon dabei …

      Vielen herzlichen Dank und Grüße …

  121. Democrats: Doppelzüngige Partei
    Die Gerüchte gab es schon länger und dennoch lässt er seine Tochter dort arbeiten:
    „Zudem veröffentlichten die Republikaner Fotos, die Weinstein in inniger Unterhaltung mit Hillary Clinton beziehungsweise Barack Obama zeigen. Obamas ältere Tochter hatte erst kürzlich ein Praktikum in der Produktionsfirma des Spenders absolviert.“

    Madame hat es die Sprache verschlagen. Dass das jetzt auch noch herauskommen muss:
    „Der Sohn des Präsidenten, Donald Trump Jr., wunderte sich am Wochenende via Twitter über das Schweigen von Hillary Clinton.

    Weird, Hillary has been really quiet about Harvey Weinstein. You would think she would be all Over this.“
    https://www.nzz.ch/international/skandal-um-filmproduzent-weinstein-belastet-demokratische-partei-ld.1320837

  122. Heimatbegriff
    @ E.R.Binvonhier

    So neu ist die Auseinandersetzung der Grünen mit dem Heimatbegriff nun auch nicht:

    http://www.sued deutsche.de/bayern/gruene-suchen-einen-neuen-heimatbegriff-das-suesse-gift-1.1226280

    Und warum sollten sie das auch nicht dürfen. Wenn man Heimat als dynamisches Konzept versteht und nicht als verklärtes Idyll. Also Heimat nicht „als Kulisse verstanden wird, sondern als Lebenszusammenhang, als Element aktiver Auseinandersetzung“ (Hermann Bausinger)

    Die Rechtspopulisten nutzen den Begriff natürlich als Mittel zur Ausgrenzung. Zeugt mal wieder von großer Unkenntnis.

    • Der Heimatbegriff der Grünen ist wie der Sexbegriff der Lutheraner.

    • @ Don Alphonso
      Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich ;-). Wenn Sie unter Heimat ein „kuscheliges Gefühl“ verstehen, ist das sicherlich richtig. In der Definition des Heimatbegriffs ist man aber eigentlich schon weiter. Man kann das dann natürlich als abgehobene akademische Diskussion bezeichnen. Das ist dann aber auch nicht gerade hilfreich.

    • Luthers Beischlafformel: In der Woche zwier! Luther der Hallodri is oiwei sakrisch gamprig!
      Dr. Christine Eichel, Philosophin und Publizistin in der BILD vom 10.10.2017:
      „Für die römische Kirche war Sex des Teufels, für Luther ein wichtiges Bindeglied zwischen Mann und Frau. Und – das war neu – Sex diene nicht nur der Fortpflanzung, sondern auch der Befriedigung der Lust. Deshalb sollten Männer „zärtlich und freundlich“ mit dem weiblichen Körper umgehen.“
      „Die Begierde kommt ohne besonderen Anlass, wie Flöhe und Läuse.“ Deshalb dürfe eine Frau, sofern sie unwissentlich einen impotenten Mann heirate, einen Liebhaber haben.“

    • Weit entfernt in den unerforschten Einöden
      eines total aus der Mode gekommenen Ausläufers des westlichen Spiralarms der Galaxis leuchtet unbeachtet eine kleine gelbe Sonne.

      Um sie kreist in einer Entfernung von ungefähr achtundneunzig Millionen Meilen ein absolut unbedeutender, blaugrüner Planet, dessen vom Affen abstammenden Bioformen so erstaunlich
      primitiv sind, daß sie annehmen, sie könnten das Klima auf ihrem Planeten steuern.

      (Das jedenfalls predigen die Affenpriester ihren Unteraffen vor der Kollekte)

    • Sehr guter Gedanke......
      @ Hausschwein:
      Er setzt nur das bewiesen sein der Evolutions“theorie“ voraus. Es gibt nach wie vor extrem große Lücken………

    • oh mei
      so viele Unwörter in einem Achtzeiler, wenn man den link abzieht:

      verklärt, Rechtspopulisten, Ausgrenzung, Unkenntnis, (natürlich).

      Heimat muss nur dann so dynamisch sein, wenn man in einer auf Zuwanderung ausgerichteten Heimat lebt.
      Heimatpflege ist meistens auch Brauchtumspflege, und ich verstehe, wenn keiner Interesse hat, das Brauchtum Auswärtiger zu pflegen.

      Ich bin von der Stadt aufs Land gezogen, jetzt quasi heimatlos, was das gewachsene Miteinander von Einheimischen x-ter Generation betrifft und ich versuche auch nicht, hier irgendetwas neu auszuhandeln oder die Leute mit meinen Weisheiten zu beglücken.
      When in Rome do as the Romans do, damit fährt man eigentlich weltweit gut.
      Außer natürlich, man kommt mit Unterwerfungs-Absicht.

    • @Wettersturz im Widerstand - äh, Widerspruch
      Zitat 1: „Die Rechtspopulisten nutzen den Begriff natürlich als Mittel zur Ausgrenzung. Zeugt mal wieder von großer Unkenntnis.“
      2. Zitat: „In der Definition des Heimatbegriffs ist man aber eigentlich schon weiter. Man kann das dann natürlich als abgehobene akademische Diskussion bezeichnen. Das ist dann aber auch nicht gerade hilfreich.“
      Also: Die Rechtspopulisten glänzen in Ihren Augen eindeutig durch Unkenntnis. Die Diskussion der Nicht-Rechtspopulisten ist „akademisch“, darf man aber so nicht bezeichnen, weil „nicht hilfreich“.
      Was lernen wir Unbedarften denn jetzt aus Ihren weisen Worten?

    • Man kann es sich aber auch schwer machen...
      Man, was für ein Gewese… Man wird irgendwo heimisch. Meist da wo man seine Heimstatt weiß (meist in der Heimatstadt – oder im Heimatort), wo es einem vertraut und heimelig ist. Nach Zuhause gehen heißt auch heim gehen (nicht nur wenn jemand stirbt – gerade die Sachsen reden gern von Heme – sehr schön zu hören bei den nicht umsosnt so berühmten Duo Sonnenschirm). Da ist dann Heimat.

      Puh. Diese ganzen Gehirnverrenkereien von diesen ach so Obergescheiten! Akadmisch weiter… (unter uns Pastorentöchtern)

      http://www.sueddeutsche.de/kultur/katalonien-und-europa-staemme-unter-sich-1.3699149

      Der Kampf gegen Nationalstaaten geht weiter (ein Kampf gegen Windmühlen, wie das Internet kontrollieren zu wollen) – Katalonien ist der Katalysator.

      Huh, es drohe dort die Diktatur – dabei hatten doch die Spanier endlos einen solchen: Bis in die Geschichte der EU hinein: General Franco: „bis 1975 Diktator des Königreiches Spanien.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Francisco_Franco )!! Aber darüber liest man bei solchen „Experten“ nichts.

      Wird empfohlen mit:
      „Die liberalen Öffentlichkeiten aber sollten den Unfug des Stammesdenkens mit Gründen bestreiten“ Seibt in der @SZ“

      Wir leben jedoch schon seit Ewigkeiten nicht mehr in Stämmen bzw. Stammesgemeinschaften, sondern in Staats-Gesellschaften (das ist Basiswissen Geschichte bzw. Soziologie!). Diese haben ein eigenes Rechts-, Besteuerungs- und Ausgaben-System. Überall auf der Welt. Leben nach gemeinsamen Regeln aus einer gemeinsamen Kasse, die allen vertraut sind: Und das macht, dass man sich auch als zB Hamburger in Berlin nicht so fremd fühlen lässt, wie in einem anderen Lande…

      (Übrigens wählen wir ja auch nicht anderswo, weil wir dort keine Bügerrechte haben – so wie andere erst über rechtlich genau ausgestaltete Regeln die Bürgerschaft erlangen müssen, ehe sie hier wählen dürfen usw. Das ist an und für sich Basiswissen aus dem Gesellschaftskundeunterricht.

      Die linksbizarren Spinner, die gern für ihre Projekte von „ihrem Staat“ Geld haben wollen, mithin von den anderen Staatsbürgern, und gern den Schutz durch „ihren Staat“ haben wollen, predigen dessen Auflösung und diffamieren die, die noch etwas damit anfangen können.

      Niemand in der EU sonst würde seinen Staat wegwerfen wollen. Weder Franzosen, Belgier, Österreicher, Schweizer, Holländer, Dänen, Schweden, Tschechen, Polen – um nur die Anrainer zu nennen (man denke nur an Griechenland, Spanier, Italiener, Norweger und die anderen Ostblockstaaten – die wollen alle ihren Staat behalten), würde seinen Staat auflösen wollen.

      BESONDERS bizarr wird es bei der Überschrift: Ein „Europa der Regionen“ unterläuft die Idee der Bürgerschaft

      Welcher Bürgerschaft? Bisher haben alle die Staatsbürgerschaft in einem EU-Mitgliedsstaat. Das ist die Realität. Vor der diese langsam nicht mehr ganz ernst zu nehmenden Leute ausweichen wollen, unter Verweis von sich immer wieder verschiebenden Grenzen in den letzten 1.000 Jahren (sie zeigen dabei immer nur Europa, aber das war überall so). Was oft genug mit Krieg und Leid verbunden war.

      Und es besteht kaum eine Aussicht, dass sich das demnächst einfahc in der EU ändern ließe (wo den Deutschlandhassern ein Aufgehen unseres Staates in der EU vorschwebt – wir sollen dann in Regionen leben und irgendwie mitbestimmen? Aber lat Bayernprawda sind nun auch schon Regionen toxisch – es ist nicht einmal in sich logisch, was da gepredigt wird, aber das ist ja auch nichts neues.

      Basisdemokratie, lange so heilig wie Pluralismus, sagt u. a. aus, dass die Entscheidungen möglichst dicht an den davon betroffenen stattfinden sollen.

      Mein Tipp? Diese Anti-Heimat-Bewegung wird mit Pauken und Trompeten untergehen.

      Übrigens: auch andere Sprachen kennen den Ausdruck für Heimat. Dieses 1984-mäßige Rumbasteln an der Sprache ist natürlich wie so oft frei von jedem tieferen Überlegen, wozu oft ein Blick über die Grenze ausreichen würde. Aber nein, das wird ignoriert, denn eigentlich sind ihnen die anderen EU-Staaten so egal wie ihr eigenes Land.

    • Titel eingeben
      @peter bernhardt
      in der woche zwee bis vier schadet weder im noch ihr

      kenne ich. Ü50 scheint es auch weise

    • @Wettersturz
      Natürlich dürfen sich die Grünen gerne
      am Heimatbegriff abarbeiten. Meine
      Erlaubnis brauchen sie dazu nicht.

      Was immer dabei herauskommt, es
      interessiert mich nicht.

  123. Der Kapitalismus im Einsatz.
    „Der nächste Messerabwehrkurs soll 39,90 Euro kosten. Er findet am 5. November statt.“

    Eine Kampfsportschule in Leipzig erweitert ihr Angebot. Und die Refuttschie-Wällkamm-BILD ist sich nicht zu schade, dafür Propaganda zu machen.

    • @Deresschonimmerwusste Ironie?
      Ist Ihr Kommentar „Und die Refuttschie-Wällkamm-BILD ist sich nicht zu schade, dafür Propaganda zu machen.“ Ironie?

    • Was denn sonst?
      Der BILD waren doch die „Refuttschies“ von Anfang an egal, die wollten nur auf der vermuteten Mainstream-Welle reiten. Aber als Indikator eignet sich das Schmierenblatt immer noch. Bin gespannt, wann die Massenabschiebungen verlangen.

  124. Selbstbild der Deutschen! Altfränkisch, bieder, zuverlässig, strebsam, strebsam!
    O Heimat, alte Heimat,
    Wie machst das Herz du schwer!
    Joseph Victor von Scheffel (1826 – 1886), deutscher Schriftsteller

  125. Wer zu spät geht, den bestraft das Leben ...
    @ Gast 9. Oktober 2017 um 20:36 Uhr
    „Nennt sich „Brain-Drain“.
    Die Anzahl der Auswanderer wird immer größer. 2015 fast eine Million.“
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/10/07/wie-der-staehlerne-individualismus-gehaertet-wurde-8268/#comment-178612

    Wie es aussieht, werden die Deutschen ihren Staat und ihr Heimatland der muslimischen Invasion überlassen.

    Millionen von Deutschen sind bereits auf der Flucht, dies wird als „Auswanderung“ bezeichnet. Man braucht nur die Zahlen der Auswanderer in den letzten 10 Jahren addieren.

    Warum machen die deutschen Sheeples kein Kreuzchen bei der einzigen Oppositionspartei?

    Warum gibt es so wenige mündige Bürger, die mit Zivilcourage und intelligenter Argumentation in der Öffentlichkeit opponieren?

    Glaubt man in Zukunft in „Gated Communities“ bei muslimischer Mehrheitsbevölkerung leben zu können?

    Gibt es zum Auswandern überhaupt noch eine Alternative?

    • Die Brain Drainage nach aussen abfließend ist ein Tabu Thema
      Bzw. interessiert in der Breite nicht da es dafür keinen Pokal und keine Meisterschale zu gewinnen gibt. Und die seit 2 Jahren massiv forcierte Neubetankung wiegt das nicht mal ansatzweise auf (böser BlackBlacky!).

      Aber wenn weg dann richtig.

      Vorhersage Absolut-Zahlen muslim. Bevölkerung für 2030 von Pew Forum on Religion & Public Life (2011), schlampig gerundet:

      Fronckraisch: 6,9 Mio
      Great Briten: 5,7 Mio
      Deutschland: 5,5 Mio
      Niederlande: 1,4 Mio
      Belgien: 1,2 Mio
      Schweden: knapp 1 Mio
      Österreich: 0,8 Mio
      Schweiz: 0,6 Mio

      Die Alternative ist und bleibt Cocooning.

  126. Moderne Mosaiken
    Die Berichte von den Touren verleihen der Toscana eine heitere Note, sonnig wie das weiße Kleid mit roten Blumen einer abgebildeten Dame. Da wird gestrampelt, geschwitzt, gefroren, gefiebert, gegessen, und die meisten werden den Wein genießen. Berichte von zerborstenen Kettenblättern und Gang-Übersetzungen passen so gar nicht zu der Toscana strengem Outfit. Streng?

    Ja, ich finde sie streng, und besonders gut kommt das an grauen Tagen hervor. Die geraden Linien aus braunem Sandstein, das regelmäßige der Fensterreihen sind große Architektur, aber kühl. Man nehme als Anschauung ein Bild vom Palazzo Medici-Riccardi. Innen ist es kühl, die Decken hoch, man fühlt sich einsam. Wie sie das wohl warm gekriegt haben?, fragt man sich. (Gar nicht). Die Capella dei Magi entschädigt einen, und im Lauf der Jahre zieht sie einen immer wieder nach Florenz, zusammen mit den anderen Kunstwerken der Stadt.

    In dieser parallelen ordentlichen Strenge die Savonarola, Medici, Dante. Man möchte dort nicht gelebt haben. Selbst die Pinien sind ordentlich.
    Ich war immer etwas enttäuscht von der Toscana, war ich doch quasi getauft mit der farbenfrohen Heiterkeit Venedigs, das ich früher kannte.

    Aber was die Römer hinterlassen haben, änderte einst meine Meinung. Die Theater in Fiesole und Volterra lassen eine andere Toscana erahnen. In jener wurde Theater gespielt, Sport gemacht und gebadet. Sie wirkt heiterer. Ich bin voreingenommen. Die Römerzeit wurde irgendwann meine große Liebe, und nichts hat mich mehr erschüttert als die Geschichten über Pompeji und Herculaneum.

    Aber die Geschichten des Don knüpfen in meinem Kopf eher hier an. Sie erinnern mehr an Mosaiken als an alte Paläste.

  127. In meiner Jugend waren schmalztriefende Heimatromane nicht unbedingt der Brüller.
    Im Grunde ist der Begriff der Heimat derart vielschichtig, daß er nicht wirklich zu fassen ist. Jeder definiert Heimat irgendwie anders, falls er überhaupt definiert und nicht einfach ein Gefühl damit verbindet, welches mehr oder weniger undefiniert ist.

    Der Begriff der Heimat unterliegt auch ständigen Veränderungen. War die Heimat in früheren Zeiten wohl eher das Heimatdorf, so ist es heute, wo die Welt zum Dorf geworden ist, für manche schon die Welt. Selbstverständlich kann Heimat auch das Land oder die Nation sein, obwohl, viele wären dann wohl heimatlos. Manche sprechen auch von ihrer kulturellen oder geistigen Heimat, ihrer Wahlheimat oder ihrer zweiten Heimat usw.

    Obwohl die Definition der Heimat also schon immer etwas schwammig war, habe ich noch nie jemanden getroffen, der damit nicht etwas verbunden hat. Es ist also völlig absurd, den Linken oder anderen beispielsweise Heimatgefühle abzusprechen, nur weil sie nicht mit den eigenen Gefühlen übereinstimmen.

    Die Instrumentalisierung des Heimatbegriffes trägt nur zur Spaltung der Gesellschaft bei, wird er auf das Nationale reduziert. Der Versuch ist einfach zu durchsichtig und sollte keinesfalls von der Politik auch noch honoriert werden.


    • Im Grunde ist der Begriff der Heimat derart vielschichtig
      Vielschichtig würde ich das nicht nennen, eher vage.
      Es gibt welche, für die ist „Heimat“ etwas genau Bestimmtes wie das Elternhaus (das „Heimatl“), andere verstehen darunter eher Gleichgesinnte, die sich nicht ändern (Personengruppen, oder auch Ideologien).
      Andere den Herkunftsort, von dem sie weggezogen sind (und wohin sie zurückkehren könnten: sich eben nie ganz weg fühlen), oder die Lebenssituation der Großeltern, die sie nie genau kannten (wo Orte und Zeiten aber bekannt sind).
      Begriff würde ich das nicht nennen, eher Gefühl der Einbezogenheit und Herkunft.
      Spaltung der Gesellschaft
      (Wie sagt der Bayer:) Jo, mei. Bei 6 Parteien im BT ist mit Differenzen zu rechnen.


    • Vage trifft es wohl auch, colorcraze. Es ist halt mehr eine emotionale Geschichte und Emotionen bergen immer die Gefahr in sich, mißbraucht zu werden. Wir sollten uns „unsere“ Heimat nicht nehmen lassen, nicht von Menschen, die damit ihre eigenen Ziele verfolgen.

      Die Heimat steht quasi über den Dingen. Heimat war, ist und bleibt, egal was auch geschieht.

    • "Wie Gott verschwand aus Jorwerd"
      Über den Untergang des Dorfes in Europa schrieb Geert Mak 1996.
      Schon ohne Zuwanderung bleibt hier nichts, wie es war.

  128. HW
    Nun ja, Sie werden sich drüber belesen wollen, es geht in die Tiefe und umspannt 17 Jahre mindestens, ein Haufen Leute sind involviert.
    Lesen Sie Lee Smith auf Newsweek, Rebecca Traister in thecut, Sharon Waxman in thewrap, Mark Steyn auf steynonline, Daniel Greenfield auf frontpagemag. Jede/r hat andere Aspekte. In thecut auch ein Hinweis auf Gawker/Hogan. Tabletmag ist auch interessant. Sie nennen es Portnoy’s Complaint.
    Tja, dies ist die andere Seite der Medaille. Übel.

    • Selbst lesen ?
      Wer selbst ein Buch in die Hand nimmt und gar ein Gedankenaustausch über das gelesene anstrebt, wird doch ratz fatz in die rechte Ecke geschoben. Sie Querulant Sie ! ;-)

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