Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Kulturelle Identität vor dem moralischen Sperrbezirk

| 518 Lesermeinungen

Hey Baby Baby Baby I glaub Dei Muada woass ned wos ia oanzige Dochda grod machd
Spider Murphy Gang

Er ist am Ende. Er ist am Tisch in sich zusammengefallen, und verbirgt sein Gesicht zwischen seinen Armen. Der Lärm, das laute Reden von Tausenden um ihn herum dringt nicht mehr zu ihm. Aber niemand stirbt hier allein, und deshalb setzt sich nach einer Stunde ein anderer zu ihm: Ebenso jung, ebenso rotgesichtig, die Droge macht sein Blut heiß, und er schaut den Verlorenen eine Weile an. Dann erdröhnt der 1982er Hit “Hallo Klaus” von Nickerbocker & Biene, und der Dazugekommene beginnt, den Fertigen zu schlagen. Er schlägt ihn im Takt mit den flachen Händen ins Gesicht, und um sie herum singen alle:

I wui nua – Schlag von rechts – zruck zu Dir – Schlag von links
I wui nua – Schlag von rechts – zruck zu Dir – Schlag von links
Konnst Du mia – Schlag von rechts – no omoi vazeihn – Schlag von links
I hob vui – Schlag von rechts – vui zu bereihn – Schlag von links

Die Schläge prasseln also auf das rote Gesicht des Fertigen ein, und nach einer Weile macht er auch die Augen einen Spalt weit auf. Er schaut regungslos in das rote, fleischige Gesicht seines Gegenübers, der ihn anlächelt und anspricht, und ihm jedes Mal, wenn er wieder die Augen zu schliessen droht – I wui nua – Schlag von rechts – zuck zu Dir – Schlag von links – wieder ins Gesicht haut. Irgendwann bleiben die Augen offen, und die Hand des Geschlagenen tastet sich am Tisch entlang, bis sie einen Halt findet. Sie findet den Halt im Henkel des riesigen, halbvollen Bierkrugs aus Glas, der noch auf dem Tisch steht. An ihm richtet sich der Geschlagene auf, und lallt den Schläger an, es gehe schon wieder und dann bricht die Hölle los, die Hammondorgel kreischt los und alle anderen singen, was hier jeder kennt: In München steht ein Hofbräuhaus, doch Freudenhäuser müssen raus, damit in dieser schönen Stadt das Laster keine Chance hat…

Der Fertige, der Schläger, die Männer in ihren uniformen Strickjacken und Lederhosen, die grünen Hüte auf dem Kopf und die Mädchen mit den sorgsam geflochtenen Haaren und dem Glühen im Gesicht von der ungewohnten Menge des Josefibocks, sie alle waren nicht dabei, als das Lied 1981 von den Radiosendern in Bayern wegen Obszönität boykottiert wurde. Sie waren noch lang nicht geboren, als wir Skandal im Sperrbezirk auf Kassetten in der Schule tauschten. Bei uns sackte auch niemand bei den Festen in Tracht und mit grünem Hut auf dem Kopf zusammen. Bei uns sang man das in einem Austragshaus im Donaumoos unter niedrigen Decken, gewärmt von einem altem Kohlenofen und beim erfolglosen Versuch, den Korken irgendwie in die Weinflasche zu bugsieren, weil er sich der Entfernung mittels einer Gabel widersetzte. Hätte ein eingeschlafener Erzengel mit seiner rauchenden Zigarette ein Loch ins Raum-Zeit-Kontinuum gebrannt, und mein heutiges Ich würde wieder das Austragshaus betreten, und meinen damaligen Freunden erzählen, dass ihre Kinder dereinst genau das Verbotene singen würden, was wir hier sangen und was in der Schule konfisziert wurde, aber eben in einem Festzelt zum kirchlichen Feiertag des heiligen Josefs und zwar aus tausend Kehlen, mit Musik von einer Trachtenkapelle, damals noch die Heimat stockkonservativster Einstellungen, und alle, wirklich alle in 100% Tracht singen das – das hätte keiner geglaubt. Es ist aber so gekommen.

Wahrscheinlich haben wir – zivilisationstechnisch gesehen – gesiegt und den Laden auch übernommen, ohne das wirklich zu wollen, jedenfalls, sie spielen unser Lied und sie können es nach über 30 Jahren alle auswendig. Nur tragen sie hier nicht das, was wir damals getragen haben, sie singen unsere Lieder und kleiden sich wie unsere Grossväter. Meine Mutter erzählt, dass es Mitte der 60er Jahre in Bayern noch vollkommen normal waren, wenn Lehrerinnen im Unterricht ein Dirndl trugen. Feministinnen erzählen, dass des eine schlimme Zeit war und damals Männer ihren Frauen noch das Arbeiten verbieten können. Tausend Kehlen aus Trachten erzählen mir, die Lungen unter herausgepressten, jungen Brüsten schreien mich an, dass die Rosi ein Telefon hat und sie ihre Nummer haben, und unter 32 16 8 herrsche Konjunktur die ganze Nacht. Der Geschlagene hält sich am Masskrug fest und versucht, seine Umgebung durch die Alkoholschwaden in Blut zu begreifen. Ich halte mich wie damals am Apfelschorle fest und treibe haltlos durch die Nebelschwaden meiner Erinnerung. Damals gab es bei der Jugend kein Gefühl für das Josefifest, das wurde zu unserer Zeit abgeschafft, und erst in den letzten Jahrzehnten wieder erfunden und, wie man sieht, okkupiert. Es ist nicht das Alte. Es ist – erklärungsbedürftig.

Am nächsten Tag stehe ich stocknüchtern in zwei Schlangen. Zuerst einmal in einer Schlange vor dem Neureuther Saal in Gmund, weil um 10.30 Uhr der Trachtenmarkt beginnt. Eine Stunde später stehe ich in einer zweiten Schlange, die sich vom Eingang bis zum Ausgang des Saales und zur Kasse erstreckt. Vor, hinter und neben mir sind viele junge Leute, manche von hier und manche aus München, zwei Drittel Frauen, und sie alle haben gerafft und geplündert und gedrängelt und schamlos zugegriffen, so wie ich auch. Deshalb ist man hier, und wer nicht schnell zugreift, sieht das erhoffte Dirndl an einer anderen Frau. Die besseren Sachen sind ganz schnell weg, die anderen, die später kommen, finden halt kein absolut ungetragenes Schneiderdirndl für 100 Euro mehr, schwarz mit rotem Samtbesatz, wie es die junge Frau vor mir gekauft hat. Die ist zwar nicht von hier, wird darin aber sicher blendend aussehen, und dann nimmt sie noch zwei Hüte, einen für sich und einen für einen Freund. So verbreitet sich das aus den Tälern zwischen den Bergen hinein in die urbanen Räume.

Es gibt in den Medien gewissen Beiträge, die deutlich abweichende, rechte und identitäre Meinungen mit einer Eiterblase vergleichen, an denen der Betrachter im übertragenen Sinne fasziniert und angeekelt herumdrückt. Vermutlich würden solche Autoren Festzelte und Räume, von denen diese seltsame, ethnisch begründete Uniformierung anhand der Geschlechtergrenzen hinaus in die Städte gelangt, auch als Krankheitsherde betrachten. Man geht gegen Seehofer vor, weil der sagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, und es mag tatsächlich etwas überheblich sein, das als Angehöriger eines Stammes zu sagen, der selbst das Land vor 1500 Jahren von den Römern übernahm, die auch nicht dachten, dass die Männer aus Böhmen zur Provinz Raetia gehören. Aber der Islam ist nun mal mit der Übernahme zweimal in den letzten Jahrhunderten vor Wien gescheitert, und jetzt ist es hier halt so, wie es ist, und die ein oder andere nüchterne junge Frau, die hier im Saal einkauft, wird nachher vor dem Spiegel überprüfen, dass es möglichst viel Brust aus dem Mieder drückt, und später mit dem schweren Masskrug in der Hand singen: Und wenn dich deine Frau nicht liebt, wie gut dass es die Rosi gibt! Das gehört sicher nicht zur Scharia.

Die Haltung eines Ministers zum Islam, Tellkamps Einstellung zur Migration, bis hin zum  verlorenen Häuflein von Pegida in München, gegen das Tausende auf dem Marienplatz ansingen, das sind die leichten Übungen der Kulturdebatten über die Bedeutung der Identität in Deutschland. Da wird etwas greifbar, da stellen sich manche offen hin und bieten sich für den Gegenschlag an, da ist man sich auch weitgehend einer Meinung und erklärt, welche Sichtweise besser, ehrlicher und wünschenswerter wäre: Bestrafe einen, erziehe hundert. Die Grenze des Sagbaren wird von wenigen erweitert, das wird stets aufs Neue beklagt, und viele hätten die Grenze gern enger – wir kennen das noch gut aus dem Radioboykott gegen “Skandal im Sperrbezirk”, da wollte man das öffentlich Sagbare über die Doppelmoral dieser schönen Stadt München auch eng halten. Denn nur weil es Meinungsfreiheit gibt, muss noch lange nicht alles sagbar sein, dachten die Chefs der Sender damals. Darunter brodelte aber schon 1982 das hedonistische Aufbegehren der Jüngeren. Jetzt wird die neue kulturelle Identität meiner Heimat im Sperrbezirk der Medien wieder nicht zur Kenntnis genommen, und man zeichnet das Bild einer weltoffenen Jugend, die Dieselverbote will, Migration wünscht und global denkt. Und draußen vor der grossen Stadt, wo der Diesel entscheidet, ob man dabei ist oder nicht, entsteht etwas, das nüchtern, offen gesagt, bisweilen ziemlich erschreckend ist. Aber hier ist keiner nüchtern. Hier wird gesoffen. Und einen regierungsamtlichen Twitterchannel von no Hatespeech, der erklärt, was sagbar ist und was nicht – den gibt es hier auch nicht. Am Sonntag kommt dann der Söder vorbei, und man wird sehen, was er zum Islam sagt, und wie das hier ankommt.

Ich kenne auch die andere Seite. Ich kenne den Glauben, dass mehr Diversität die Gesellschaft besser machen soll. Das sagen mir Linke genauso wie Freunde der neoliberalen Globalisierung, und am Ende würden wir alle durch die Aufgabe von Kompetenzen und Privilegien von dieser Entwicklung dank einer besseren und reicheren Gesellschaft profitieren. Ich kenne sogar Beispiele, die das bestätigen könnten: Das berühmte bayerische Barock wäre ohne die Einflüsse italienischer Bauleute und Künstler nicht denkbar, und der heutige Spargel aus der Donauebene wird von Polen gestochen, deren Vorfahren schon die Polka in die Volksmusik der Bayern getragen haben. Ich sehe nur in er aktuellen Debatte, die in der eigenen Zivilisation so viel Schlechtes, Falsches und Überkommenes sieht, das alles bis aufs Messer bekämpft werden muss, zur Not auch in Komplizenschaft mit Linksextremisten, einfach kein Angebot an diese Welt hier draußen. Da ist einfach nichts, was hier gefallen könnte, da wird keine Kirchendecke ausgemalt und da wird nicht zusammen musiziert. Die Rolle, die in dieser Theorie bleibt, ist die des Zahlens und des Mundhaltens und des Schämens ob der eigenen Identität, die im schlechtesten Fall eben so aussieht, dass der eine Besoffene vom anderen so lange gewatscht wird, bis er mit glasigem Blick aufwacht und gleich wieder nach dem Bier greift. Aber über uns hängt ein Plakat und darauf steht:

Wer unbedingt den Islam zu Deutschland gehören lassen will, muss sich auch die Frage stellen, was dieses gemeinsame Deutschland eigentlich ist. Und wenn das hier ein Teil Deutschlands ist, muss man diese Sichtweise hier auch, sogar hier, auch wenn es weh tut und schwierig ist, so erklären, dass es akzeptiert wird. Ich fürchte, das wird allenfalls gehen, wenn man erst um Verzeihen bittet, für das, was in den letzten Jahren so alles über Eiter und Dunkelheit und Wahn gesagt wurde, und dazu ist man auf der anderen Seite sicher noch nicht bereit, egal wie oft man sie behutsam und nachsichtig auf die linke und linkslinke Wange schlägt. Momentan läuft es in der öffentlichen Debatte eher so, dass man Migration und Islam drinnen und das hier draußen haben will. Sperrbezirkspolitik. Wir Älteren kennen das noch von Gauweiler.

Aber wir kennen halt auch die Nummer von der Rosi. Und am Korken vorbei sind wir damals auch an den Wein gekommen, weil wir der widerborstigen Flasche irgendwann kurzerhand den Hals abgeschlagen haben.


518 Lesermeinungen

  1. Gehört der Islam zu Deutschland?
    Die NZZ stellt die Frage heute aus einer anderen Perspektive: Wollen, in Anbetracht dessen, dass für 47% ihre Religion und damit die Scharia wichtiger sind als das deutsche Grundgesetz, die Muslime überhaupt zu Deutschland gehören?
    Auch eine interessante Fragestellung, die man den überzeugten Integrierern durchaus auch mal stellen könnte.

    • 47 %
      NZZ und Freunde haben es wohl noch immer nicht so ganz begriffen. – Und mit den 47 % wird es sich ähnlich verhalten wie mit der Diskrepanz zwischen Wahlergebnis und Umfrageergebnis bei Parteien mit weniger gutem öffentlichen Ansehen…

      Als ein Mensch mit einer über das rein Materielle hinausgehenden Religio ist es mir auch möglich, mich sehr gut einzufühlen in die Fragestellung Scharia oder Grundgesetz. – Und wäre mein Religio der Islam, so wäre ich, so ich es offen bekennen wollte, gewiß bei den 47 %.

      (Zum Thema ein kleiner Youtube-Link, mir geht es rein um diese kleine Zusammenkunft und die dort erzielte Zustimmung zu ähnlichen Fragen, ich vermag nicht zu sagen, wer dieses Video eingestellt hat, mit welcher Intention: https://www.youtube.com/watch?v=HKp2nuTXNAI&feature=youtu.be&t=18s)

      Wenn die Zustimmung zur Scharia dermaßen hoch ist, vielleicht sollten wir uns dann Gedanken dazu machen, ob wir sie nicht hier und da anwenden wollen, z.B. bei Straftaten von Gästen aus dem islamischen Raum, die sowohl unsere Gesetze als auch ihre eigenen mißachten.

      Bei unseren guten Kontakten zu unseren Freunden in Saudi-Arabien sollte es doch ein Leichtes sein, ein wenig Rechtshilfe zu bekommen (umgekehrt bei der Grenzsicherung in Saudi-Arabien helfen wir ja schließlich auch…).

      Ob ich das ernst meine oder ironisch?

      Das wüßte ich selber gerne.

    • Da gibts auch....
      was von Danisch
      http://www.danisch.de/blog/2018/03/17/warum-der-islam-nicht-zu-deutschland-gehoert/
      mit ähnlichen Fragen….

      Plus mein Geschreibsel inklusive der dortigen Links:
      http://www.danisch.de/blog/2018/03/17/warum-der-islam-nicht-zu-deutschland-gehoert/ dazu, wobei die Liste um Mireille aus Flensburg ergänzt werden kann….und anscheinend hat es da nochmals einen kleinen Disput gegeben: Haftbefehl gegen Messerstecher Flensburg

      In dem Posting ist auch auch ein SZ-Artikel verlinkt (Ab „Btw. auch ein „netter“ Artikel in drei Teilen:“), der sich in drei Teilen über „Gewalt im Schwimmbad“ in Berlin auslässt…..meiner Ansicht nach durchaus lesenswert, weil er das beschreibt, was auf die hiesige Gesellschaft zukommen wird, wenn dem nicht massivst entgegen gesteuert wird. Okay….hat allerdings dann nur zum Teil was mit Religion zu tun, sondern eher mit „patriarchalisch geprägten Familienverbänden“ und/oder auch einer „mittelalterlichen Einstellung“ z.B. wie dem Ehrbegriff, die Einstellung zu Frauen, Schwulen, Nacktheit, Alkohol/Drogen, Vergnügen und zur der hiesigen Gesellschaft an sich oder auch zu der Gewalt in ihrer unterschiedlichen Ausformungen bzw. Ausprägung (Was kuckst Du so blöd). Plus der Fakt, dass diese Klientel gerne auch bei einem relativen geringen Anlass aus der Haut fährt, sich angepisst und in der Ehre gekränkt fühlt und nach der verbalen Aggressivität dann auch gleich die physische Variante kommt und dies dann auch noch durch „Namus“ ergänzt wird, was dafür sorgt, dass im Fall des Falles eine Aussage gegen viele Aussagen steht und eine Krähe einer anderen kein Auge aushackt. vgl.
      siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Namus und daraus folgendes Zitat:
      [….]Eine Verletzung der Familienehre bzw. Namus, sei es von innen heraus durch unangepasstes Verhalten eigener Verwandter (sexueller oder krimineller Art), oder von außen durch Fremde (zum Beispiel in Form von tätlichen oder verbalen Angriffen auf Verwandte), bedroht stets auch die persönliche Ehre der übrigen Familienmitglieder.
      […]

      Bleibt die Frage…was tun?

      In der Notwehr heißt es „Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen“ was bedeutet, dass in einer Notwehrsituation akut keine Güterabwägung stattfinden muss (was allerdings die juristische Nachbereitung mit u.U. diversen Konsequenzen nicht ausschließt) so stellt sich mir die Frage, ob dieser Satz u.U. auch auf den Begriff der Freiheit anzuwenden wäre, praktisch „Die Freiheit braucht der Unfreiheit bzw. der Einschränkung der Freiheit nicht zu weichen“?

      Okay da landet man sehr schnell beim Art. 2 Abs. 1 GG mit der freien Entfaltung seiner Persönlichkeit und den dortigen Schrankenregeln wie dem Sittengesetz. Nur ganz böse gefragt….welches Sittengesetz darf es bitte sein und wer bestimmt das Sittengesetz?

      bombjack

    • bei der Grenzsicherung in Saudi-Arabien helfen wir ja schließlich auch
      Schön, dass auch andere das hier einmal erwähnen!
      Guugel: „Saudi-Arabien“ „Grenze“ „EADS“

      „3000 Kilometer deutscher Grenzen kann man nicht schützen.“

      Statt „kann“ muss hier „will“ stehen.

    • Oha
      „Wenn die Zustimmung zur Scharia dermaßen hoch ist, vielleicht sollten wir uns dann Gedanken dazu machen, ob wir sie nicht hier und da anwenden wollen, z.B. bei Straftaten von Gästen aus dem islamischen Raum, die sowohl unsere Gesetze als auch ihre eigenen mißachten.“

      Es ist Ihnen nicht klar offenbar, dass dann bei sexuellen Fehltritten jeglicher Art nach dortiger Lesart grundsätzlich die Frau belangt wird, oder. Und dass eine Geschiedene nix kriegt, also zurückfallen würde auf den Steuerzahler. Handabhacken und Auspeitschen wird bei Einspruch oft ausgesetzt.

    • Ganz klar,...
      …die Muselmanen wollen zu einem muselmanischen Deutschland gehören
      und uns integrieren wenn wir schön brav sind. Sonst……

    • Entweder oder
      „…„mittelalterlichen Einstellung“ z.B. wie dem Ehrbegriff, die Einstellung zu Frauen, Schwulen, Nacktheit, Alkohol/Drogen, Vergnügen und zur der hiesigen Gesellschaft an sich oder auch zu der Gewalt in ihrer unterschiedlichen Ausformungen bzw. Ausprägung (Was kuckst Du so blöd). Plus der Fakt, dass diese Klientel gerne auch bei einem relativen geringen Anlass aus der Haut fährt, sich angepisst und in der Ehre gekränkt fühlt und nach der verbalen Aggressivität dann auch gleich die physische Variante kommt…“
      Also kurz gesagt: Die passen nicht zu uns.
      Jetzt kann man zweierlei tun:
      1. sie nicht hereinlassen
      2. uns selbst entsprechend anzupassen

    • Und dann?
      Jetzt stellen wir uns mal vor wir wachen morgen früh aus dem Schlafe der Gerechten auf und Artikel 4 des GG wäre ergänzt um den Hinweis: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“.

      Und dann? Welche Handlungen, Maßnahmen und konkrete Konsequenzen würden dann hieraus resultieren und umgesetzt werden?

      Ließt man hierzu etwas bei Danisch, Tichy, Ach gut usw.?

      Seltsam, sonst sind sie immer doch nie um ein offenes Wort verlegen und betonen sich zu trauen, auch das vermeintlich nicht sagbare zu sagen.

      Also nochmal: was folgt dann als konkrete Handlung?

      Das Fehlen von Antworten hierauf bringt vielleicht am deutlichsten die Unsinnigkeit der Diskussion, ob und ob nicht irgendwas zu Deutschland gehört oder nicht zum Ausdruck.

      Es muss nicht über das „ob“, sondern über das „wie“ gesprochen werden doch da herrscht links (wer hätte anderes erwartet) aber auch rechts nur dröhnendes Schweigen.

    • Titel eingeben
      !

    • @Advocatus Diaboli: Und dann?
      Und dann müsste auch der Advocatus Diaboli seine grauen (schwarzen?) Zellen anstrengen, statt hier von allen anderen – nur nicht von sich selbst – Antworten zu verlangen.

    • Was bedeutet "gehört zu..."?
      Unsere ältesten Traditionen stammen von unseren germanischen Vorfahren und ihren Göttern (z.B. Weihnachtsbaum, Osterbräuche, Namen mehrerer Wochentage). Das aus dem Nahen Osten eingeschleppte Christentum spielte danach für mehr als 1000 Jahre die dominierende Rolle und hinterließ natürlich zahlreiche Spuren. Unsere heutigen Werte und Normen entstammen jedoch der Aufklärung. Wissenschaftlich-technologischer Fortschritt, gleiches Recht und Bildung für alle, individuelle Freiheit usw. mussten erst mühsam gegen den Willen der Kirchen durchgesetzt werden.
      Muslime leben in nennenswerter Zahl erst seit den 1960er Jahren in Deutschland, im östlichen Teil erst nach 1990. Viele von ihnen haben sich gut integriert und nützliche Beiträge für unsere Gesellschaft geleistet. Aber mir fällt keine einzige positive Errungenschaft ein, die der ISLAM (als Religion/Ideologie) für Deutschland erbracht hat. Wenn Angela Merkel also sagt: „Der Islam gehört zu Deutschland“, könnte sie auch sagen: „Meine Marionettenfalten und Fettpolster gehören zu mir“. Beides ist nicht falsch: Islam, Falten und Fettpolster sind vorhanden, aber das bedeutet nicht, dass man nicht auch gut darauf verzichten könnte.
      Natürlich möchte die Bundesraute etwas ganz Anderes mit ihrer Behauptung implizieren, aber das wäre dann historisch falsch. Aber wer interessiert sich schon für Geschichte, wenn er/sie sich stattdessen in der eigenen überlegenen (Pseudo-)Moral sonnen kann?
      Leider bleibt es nicht bei Merkels eigentlich sinnloser Behauptung: die Islamisierung und Ideologisierung der Gesellschaft schreiten fort, Wissenschaft, Bildung, Freiheit und Selbstverantwortung sind auf dem Rückzug. Frau Merkel und ihre Ideologen treiben uns zurück ins Mittelalter.

    • @Walter Claasen
      Ein ganz ausgefuchster Schlawiner sind Sie, das muss ich schon eingestehen.

      Nur ich habe zuerst gefragt und da erwarte ich auch als erster eine Antwort zu erhalten.

      Das ist so allgemeiner Brauch in Diskussionen und auch eine Form der Höflichkeit auf die wir hier alle Wert legen.

      Und nicht zuletzt kann man von den von mir genannten Personen, die Ihre Meinung laut und nachdrücklich verkünden auch erwarten, dass sie der Öffentlichkeit ihre gesamte Meinung nennen und nicht nur ein paar Brosamen hinstreuen.

      Aber ich werde gerne meine Vorschläge (man kann sagen eine schwarze Liste) hier im Forum darlegen wenn die Reihe an mir ist. Und dann, dann dürfen Sie auch.

      Allein, ich bin noch nicht am Zug.

    • ... und dann ...?
      … na ja, das wichtigste ist einfach: Problem erkennen, Problem begrenzen, d. h. so unattraktativ für „die“ werden, dass sie von selbst verschwinden oder jedenfalls nicht noch mehr werden.

      Das ließe sich schon durch relativ einfache Maßnahmen erreichen, zB kein H4 für Zweitfrauen und Auslandskinder und kluge Ausgestaltung des Leistungssatzes so, dass nicht Großclans begünstigt werden. Wer sich durch das Tragen von Kopftüchern, Kaftanen usw. dem Arbeitsmarkt verschließt, sollte von H4-Bezug ausgeschlossen werden.

      Das würde jedenfalls einen Teil der Problembären erledigen, aber natürlich längst nicht alle …

    • @Advocatus Diaboli
      Der ausgefuchste Schlawiner sind doch Sie :-))
      Sie stellen eine Was-wäre-wenn-Frage und zeigen sich verwundert darüber, dass noch niemand Ihnen diese Frage beantwortet hat. Kann man machen, ist aber nicht besonders redlich.
      Und dass Sie selbst die hypothetische Frage erst dann beantworten wollen, wenn Sie an der Reihe sind, klingt dialektisch.
      Ich vermute mal, das wird so nix mit den Antworten.

    • @Advocatus Diaboli
      Sie machen aus einer Mücke einen Elefanten.

      Wir haben fast 50 Jahre problemlos mit ein 2(?) Millionen Muslimen in Deutschland zusammen gelebt und es hat unsere Gesellschaft in der Tat bereichert.

      Nun hat dieses verblödete deutsche Volk aber einige Male hintereinander eine absurd inkompetente Ossi Tussi zur Anführerin gewählt, und nun muss man halt wegen deren Wirtschafts- und Militär-Politik nicht mehr nur mit völlig normalen Menschen aus Ländern in denen der halt zufälligerweise Islam Religion ist umgehen, sondern mit ein paar Millionen auf einmal, unter sich auch die fundamentalistischen der Muslime umgehen.

      Ohne USA und deren Unterstützung durch die NATO und und Europa….keine Terroristen.
      So weit zu den Ursachen, ja?

      Man hätte 2015 erstens die Zuwanderung begrenzen müssen, die Bundeswehr aus dem Ausland zurückziehen MÜSSEN, und es den Waffenherstellern des Landes verbieten weiterhin ihre Produkte an alle Krieg führenden Seiten zu verkaufen.
      Wie sie sehen, angesichts dieses Volkes in DE, völlig unmögliche Dinge.

      Man hätte alle Ankommenden registrieren MÜSSEN, und diejenigen die bleiben wollen oder staatliche Unterstützung auf Dauer erhalten, bestätigen lassen, dass es ihnen bewusst ist, dass in diesem säkularen Land das Grundgesetz, und zwar ohne jede Einschränkung, auch über dem Koran steht.
      Wer das nicht kann, der kann nicht bleiben.

      Aber wie oben, das deutsche Volk und seine Repräsentanten mit solch simplen Dingen bereits überfordert.

      Nun lebt mal schön in einer Gesellschaft die eure Dummheit und Lernfähigkeit ganz wunderbar repräsentiert….

    • Ich habe noch genau vor Augen
      wie meine Mutter in meiner Kindheit neben vielen anderen Frauen ein Kopftuch getragen hat, ich sehe es genau vor mir.

      Sirisee will also Trachtenträger jubilierend begrüßen, aber solche die vielleicht an diese Tradition anknüpfen verdammen?

      Da können wir ja froh sein, dass Don Alphonso kein Bild für uns hatte, dass eine Sennerin oder sonstige Feiernde mit Kopftuch beinhaltet hat.

    • @Thomas Cgn
      … nö, jede kann Kopftuch tragen wie sie will, aber das „Hochkultur“-Kopftragen mit der Absicht, sich als „stolze Muslima“ gegenüber den (minderwertigen) „Ungläubigen“ zu präsentieren, und am besten noch mit dieser Begründung keiner Erwerbstätigkeit nachzugehen, sollte jedenfalls nicht noch staatlicherseits mit H4 und kostenloser Wohnung belohnt werden. Dann hört das schnell auf.

      Ihre Mutter dürfte kein H4 bekommen haben.

    • @tdv
      Seit mehr als 50 Jahren (!) legst du diese Platte auf:

      „Ohne USA und deren Unterstützung durch die NATO und und Europa…“
      (wäre das Wetter besser und wir hätten längst Rückenwind auf allen Radwegen etc.)

      Du heulst auch immer noch rum, daß die Stasi aus Versehen einen gewissen Benno Ohnesorg anstatt des tatsächlich verfolgten Bernd Ohnesorge abgeknallt hat. Du glaubst immer noch, daß das auch die Amis, Juden, Kapitalisten, Springer etc. waren – all die Pösen, die dich um das Leben, das du eigentlich leben wolltest, gebracht haben.

      Hast du dich nie gefragt, ob du nicht viellleicht selbst schuld bist, dass das bei dir alles so scheiße gelaufen ist und du deshalb jetzt so verbittert dastehst?

      Man! Die Welt hat sich stark verändert im letzten halben Jahrhundert!
      Natürlich kauft sich einer wie du keine neue Langspielplatte mehr. Aber er muß doch deshalb nicht immer wieder die alte auflegen wie Opa Hoppenstedt auf links gedreht.

      Meine Meinung.

    • Das schaut schon arg nach üblem fake aus.
      zusammengeschustert aus Dreierlei

    • Islam, ... Marionettenfalten und Fettpolster ...
      … sind zwar schon länger da, haben auch eine bedenkliche Ausbreitungstendenz, sollten im Sinne gesundheitlicher Vorsorge- und Nachhaltigkeitsbestrebungen eingegrenzt und reduziert werden.

      Mir selber ist ja als erstes eingefallen, dass sich in diesem Fall Assoziationen von „… gehören zu …“ mit Ergänzungen “ … wie die Rote Armee 1945, diverse Kartoffelkäferplagen, oder die Pest etwas früher, etc.“ aufdrängen…

    • Sirisee - Gesinnungsprüfung vor Sozialleistungsbezug?
      Ich fürchte, ich verstehe Sie zu gut.

      Sie wollen Bürger dieses Landes vor dem Bezug von Sozialleistungen einer Art Gesinnungstest unterziehen, wie der früher mal üblich war, wenn jemand den Wehrdienst verweigern sollte.

      Also beispielsweise mit der Folge, dass Kopftuchträgerinnen gleich welcher Herkunft und welcher Lebensleistung möglicherweise nichts mehr bekämen, dass in Berlin und Thüringen vielleicht keine AfD oder FDP oder CDU Sympathisanten Sozialleistungen mangels akzeptierter Einstellung bekämen.

      Im übrigen verkennen Sie, dass Sozialleistungen einer „Zweitfrau“ nicht der Person als Zweitfrau sondern der Person an sich gewährt wird.

      Vielleicht können Sie sich ja mit unserem Rechtssystem anfreunden oder aber politisch dafür kämpfen, dass sich das ändert.

      —–

      Missbrauchsbekämpfung, Mehrfachehen, mangelndes Lohnabstandsgebot spätestens bei mehreren Kindern usw. sind andere Themen.

    • @ThomasCGn
      Sie lesen, betreiben aber nur Gesinnungsprüfung.
      Es geht um die Abschaffung von Fehlsteuerungen. Das ist eine rationale Fragestellung und Teilgebiet der Gesetzgebungslehre und Verwaltungslehre. Das ist doch nicht schwer zu kapieren und mit etwas Fleiß einfach zu erarbeiten.

    • @Sirisee
      Zitat:
      „Es geht um die Abschaffung von Fehlsteuerungen. Das ist eine rationale Fragestellung und Teilgebiet der Gesetzgebungslehre und Verwaltungslehre. Das ist doch nicht schwer zu kapieren und mit etwas Fleiß einfach zu erarbeiten.“

      U.a. So etwas nicht einreissen zu lassen:
      http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Politik-bleibt-beim-Sichtschutz-für-Muslima-im-Wasserland-article3812869.html
      Da wird ein Bad neu gebaut und vorab schon für die Burkiniträgerinnen eines muslimischen Sportvereines geplant. Allen voran engagiert sich ein einschlägig stadtbekanntes Ratsmitglied der Linken.
      Ich finde so etwas irrsinnig.

  2. Gleich mal gebookmarkt...
    Das ist einer dieser Texte, die man sich bookmarkt für die Post-DonAlphonso-FAZ Zeiten. Um später mal zeigen zu können: Ja, solche Texte waren in der FAZ mal möglich.

    Vielen Dank dafür.

  3. Eine kleine Medienkritik
    Danke Don, wieder einmal. – Entmündige, was Dich entmündigen will!

    • Oberbayerischer Gast @ 18. März 2018 um 18:58 Uhr
      Oberbayerischer Gast sagt:
      „Danke Don, wieder einmal. – Entmündige, was Dich entmündigen will!“

      Aber wir wollen doch nicht zu den 68er-Methoden zurückgreifen, oder?

      Oder müssen wir jetzt auch durch die Institutionen, damit wir das wieder geradebügeln können?

    • @foxrommel
      Ob diese Institutionen uns dann wohl abermals 50 Jahre Zeit geben werden für solch einen langen Marsch?

      Die Saat der 68er geht doch gerade erst auf, steht nicht einmal in voller Blüte.

      Nein, nein, man müßte ihnen eine Steilvorlage zu einem ‚Eigentor‘ geben, etwas, zu dem jeder wirklich Gutmeinende nicht Nein sagen kann und dessen Frucht dann eine Erkenntnis ist, die diesem Wahnsinn ein Ende setzt und die aufgerissenen Gräben zuzuschütten vermag.

      Was das sein könnte, liegt eigentlich auf der Hand, aber der Mensch als solcher hatte schon immer seine Schwierigkeiten es zu sehen…

  4. Spießer
    Don Alphonso sagt:
    „… und man zeichnet das Bild einer weltoffenen Jugend, die Dieselverbote will, Migration wünscht und global denkt.“

    Die neuen Spießer und die alten Spießer haben halt eins gemeinsam: Denkverbote, Sprechverbote, Intoleranz. Und sie halten sich für die Avantgarde und wer wagt, zu widersprechen, kriegt eins drauf.

  5. Der Sperrbezirk im Kopf
    Schon oft habe ich mich gefragt, wo dieser Selbsthaß der Linken herkommt. Die PC vergiftet inzwischen viele (ehemals) bürgerliche Gesellschaften, aber die Verachtung der eigenen kulturellen und nationalen Herkunft bis hin zur Selbstverleugnung und freiwilligen Unterwerfung unter eine religiös verbrämte Feudalmoral, die gibt es in dieser radikalen Form wohl nur in Deutschland.

    • Titel eingeben
      Das haben Sie genauso oder noch extremer in anderen westlichen Gesellschaften, schauen Sie doch nur nach Schweden oder Großbritannien. Die europäische Linke mit ihrer Islamanbiederung hat völlig versagt, die Establishment-„Konservativen“ wie Christdemokraten ebenso. Beide politischen Richtungen gehören entsorgt.

    • Die Zuschreibung Selbsthaß ist zu hoch gegriffen?
      Eine Pose kommt wie Selbsthaß daher.
      Zuerst:
      wer alleine posiert, ist Außenseiter.
      Das Außenstehen wird Mode und verstärkt sich, bis es überwiegt.
      Das Überwiegende fordert Unterwerfung.
      Keine Unterwerfung, wie verflochten das lebt, beschreibt hier gerade der Herr Alphonso.

    • Ja, Tommy
      Foxrommel hat es genau darüber besser beschrieben, als ihm wohl lieb ist. Linke Spiesser und rechte Spiesser haben sehr viel mehr gemeinsam als ihnen bewusst ist.

      Die sogenannten linken sind keineswegs links, sondern politisch korrekt und selbstgerecht, die Konserquenzen interessieren sie nicht, und eine Sarah Wagenknecht, die ganz banal feststellt, dass eine unbegrenzte Zuwanderung idiotisch ist, weil sie tatsächlich noch altmodisch links ist, die wird zum Dorf hinaus gejagt.
      Die rechten Spiesser sind keineswegs konservativ sondern einfach an Fakten nicht interessiert. Es sind diejenigen die in den USA Trump gewählt haben: „Mich interessieren keine Fakten, sondern nur meine Habgier, ich will keien Verluste akzeptieren sondern ich will noch MEHR!“ Die in DE wollen zwar weiterhin die Profite einsacken, die die Export Perversion der Merkel Regierung ermöglichen, aber die Konsequenzen der deutschen Wirtscháfts- und Militär Politik, also Millionen von vor Krieg und Armut Flüchtenden, die wollen sie nicht.

      Beide Seiten werden sich wundern… aber das haben die Verblödeten aller Zeiten schon immer gemacht.
      Wenn es zu spät war.

    • Die Linke hasst sich nicht
      Sie liegt nur im Clinch mit der überlieferten Gesellschaft. Ein Priester der predigt, dass wir alle Sünder sind, meint damit ja auch nicht, dass er sich dringend ändern muss. Er meint uns. Um die bessere Welt zu schaffen muss die alte zerstört werden; das ist der einfachere Part und danach wird man schon sehen. Alles andere, wofür man sich angeblich einsetzt, ist nur Mittel zum Zweck. Was dabei im Weg steht, ist die Freiheit der anderen, zumal die Freiheit, einfach in Ruhe gelassen zu werden. Die darf es bei den Linken nicht geben.

      Im Islam gibt es die auch nicht, das sind schon mal zwei Dinge, wo man sich nahesteht. Ich habe als Jugendlicher in den 80er Jahren mal auf einem SPD-Kongress eine junge sehr fanatische Feministin getroffen. Zur schlimmen Lage der Frauen im Iran (die Revolution war noch nicht so lange her; Khomeini lebte noch) sagt sie nur: „Wieso, dass ist halt deren Kultur.“ Was zählt ist das Zerstörungswerk. Individuen zählen nicht. Gruppen zählen nur, solange sie nützlich sind.

    • facts of life
      Zum Verständnis:

      Links/Rechts ist nur Synonym für Chaos/Struktur.

      Deshalb funktioniert es immer und überall.

    • @tommy: Die Briten haben white guilt, sind aber gerne british
      Ein Leiden am Schottisch- oder Englischsein im engeren Sinne, so wie es manche antideutschen Linken haben, die auf Deutschland angesprochen körperliche Symptome des Unwohlseins zeigen, gibt es dort meines Wissens nicht. Ich kenne aber auch keine englischen Antifaschisten.

      Und es hat auch, soweit mir bekannt ist, niemand nach mehr V2 verlangt.

    • ... was es nur in Deutschland gibt ...
      … ist die Hinnahme von Unverschämtheiten durch Ausländer oder MigruHu-Paßdeutsche wie la Özuguz („Keine Kultur“) oder Anmaßlinge wie Cem, die vorschreiben wollen, was Heimat sei und wen man in das eigene Land hineinzulassen habe …

      Das sind Leute, die jeden Tag dankbar sein sollten, dass sie hiersein dürfen.

      In anderen Ländern würde das denen unmissverständlich klargemacht, bzw. es käme auch keiner auf die Idee, das anders zu sehen.

      Ein Deutscher, der z.B. in der Türkei solche Sprüche riskierte, wäre nicht lange unversehrt.

  6. Gehört Deutschland zu Bayern?
    Don Alphonso sagt:
    „Wer unbedingt den Islam zu Deutschland gehören lassen will, muss sich auch die Frage stellen, was dieses gemeinsame Deutschland eigentlich ist.“

    Oder:
    Die viel wichtiger Frage wäre ja, ob ein Land wie Bayern (noch) zu Deutschland gehört, oder vielmehr anders rum – ob das GEZ-Deutschland noch zu Bayern passt.

    • Den Winter austreiben mit Suff
      Zu Berlin, wo diese Politik angerichtet wurde, passen allenfalls, NRW, Niedersachsen, Bremen und Hamburg, vielleicht noch SH und Nordhessen, das war’s. Der Rest passt besser zu Österreich. Baden-Württemberg ist ein Sonderfall wegen Kretschmann, und Palmer könnte in Bayern durchaus ankommen.

      Wir hatten eine Mauer von Nord nach Süd, heute hätten wir eine halbkreisförmige.

      Ich hab überlegt, ob ich dahin geh. Sagt mir ein schon sehr lange Hierseiender: Sie bleiben lieber hier. Dort wird nur massiv gsuffa. Das ist aber ein Sonderfall. Sonst wird hier malocht, denke ich. Die scheinen dort für 365 Tage zu saufen.

    • SH
      Kommen Sie mal hier aufs Land.
      Sonntag morgen beim Bäcker, Donnerstag auf dem Markt, beim Reifendienst, am Badeteich, beim Schlachter (so heissen die Fleischer hier), wo jeder grüsst, jeder geduldig in der Schlange steht bis die Oma die Groschen zusammengesammelt hat oder einfach der Verkäuferin die Börse reicht „ich habe meine Brille nicht dabei“ und jeder so tut als ob er es nicht merkt, das die Hände zu zittrig sind, die Münzen rauszuholen. Wo der Schornsteinfeger tiefenentspannt ist und Silvester angegrillt wird, die Osterfeuer brennen und das auch wenns noch schneit. Wird dann Glühwein statt Bier getrunken oder einfach noch ein Schnaps dazu. Wo der Maler, dessen Frau die Mangel betreibt Dir sagt „die da oben, die f… uns kleine Leute doch sowieso immer nur“ und wo Du dann Teil der normalen Leute bist, auch mit Merser und 7er, weil Du auch im T Shirt bei Minusgraden rumläufst und Moin sachst und so im Prinzip jeden duzt und mit anpackst, wenn das mal sein muss.

      Werner ist hier echt und keine Karikatur, wie man im Rest der Republik meint und wenn D zerbricht, dann kann Hamburch ja mit Sylt, den Norderstedtern und Pinnebergern an Preussen fallen, aber der Rest fühlt sich hier eher als Wikinger und will eigentlich gar keinen Staat und wenn schon nich anners geht, dann am Liebsten Dänemark. Aber eigentlich klappt ohne Staat alles besser.

      In Schleswig-Holstein ist Berlin weit wech und die Küste und der Wind sind ganz dicht. Falls das Land zerbricht, würde ich in Berlin auf unsere Steuergelder nicht zählen…

    • Identität ist relativ !
      Besten Dank für diesen Einwurf. Die Frage nach einer irgendwie krampfhaft herbeiphantasierten deutschen Identität beantwortet sich selbst, je genauer man hinschaut auf die tatsächliche kulturelle Praxis. Es gibt keine deutsche Identität und es hat nie eine gegeben. Der österreichisch und damit katholisch geprägte Süden, der sich nach der Niederlage vom 3.7.1866 spätestens 1871 zwangsweise ins rein preussische Reich begeben musste hat bis heute keine kulturell verwurzelten Gemeinsamkeiten mit dem protestantisch-preussischen Norden. Dementsprechend krampfhaft und obsessiv fällt die erzwungene Suche nach einer „gemeinsamen“ Identität von Mecklenburgern, Niedersachsen und Oberbayern oder Südbadenern aus und umso empfindlicher reagiert das äusserst dünne und labile Nervenkostüm der Groß-Identitäts-Fans, wenn diese durch wasauchimmer relativiert wird. Diesen geplagten Seelen hilft dann der Therapeut Seehofer mit Heimatgefasel und Leitkulturmasturbation. Insofern Danke Horst, weiter so ! Besorg’s ihnen regelmäßig!

    • Bürger @ 18. März 2018 um 20:49 Uhr
      Bürger sagt:
      „In Schleswig-Holstein ist Berlin weit wech und die Küste und der Wind sind ganz dicht. Falls das Land zerbricht, würde ich in Berlin auf unsere Steuergelder nicht zählen…“

      Ich hab ein Jahr in Ostholstein gelebt und kann das bestätigen. Am meisten überrascht hat mich, wie sich bei der Mentalität der äußerste Norden dem äußersten Süden ähnelt, auch wenn das erstmal absurd klingt.

    • @Oberlaender
      NRW? Da fallen mir so einige Regionen ein, die von meiner Erinnerung her auch eher nach Sueden denn nach Berlin gehoeren wuerden. Rheinland, Voreifel, Eifel. Niederrhein, Muensterland abseits der grossen Staedte halt.

      Muss an der Religion liegen …

    • Wohin gehört Deutschland
      Allein die Fragestellung löst Beben aus. Im öffentlichen wie im privaten Raum.

      Ein Großteil, der dem deutschen Raum zugeordneten Menschen, hat diese Fragestellung jedoch noch nicht begriffen.

      Der Blick zurück in die Geschichtsbücher (über mehrere Jahrhunderte) zeigt, wie fließende Grenzen im Grunde sind.

    • Religion
      Nö, möglich dass es an der Religion liegt aber nicht an der Konfession.

      Kommen Sie einmal hier ins pietistisch calvinistische Siegerland und lauschen einmal einer – gerne auch freikirchlichen – Sonntagspredigt oder der heimischen Zeitung wo der ehemalige Chefredakteur in seinem Samstagskommentar vom „blutdurstigen Islam“ spricht und die Leserbriefseiten anschließend des Lobes voll sind.

      KGE oder die betrunkene Bischöfin mögen vielleicht offiziell der gleichen Glaubensrichtung angehören, aber offiziell und reell sind zwei Paar Schuhe.

      Es liegt – wie der Don hier schon mehrfach klar herausgearbeitet hat – an dem Unterschied zwischen Stadt und Land.

    • Regionales Gepose
      Meine Region, deine Region, tandaradei. Das alles bringt uns nicht weiter. Zum einen, weil auch die CSU seit Jahren der Bundesregierung angehört und offensichtlich noch nicht vom Wähler dafür hinfortgejagt wurde, zum anderen, weil auch bayrische Kindergärten große Mengen an islamischen Kindern beherbergen. Die grundlegenden Fragen stellen sich in allen Regionen, sogar in Österreich, die Unterschiede sind nur graduell. Das Gepose um die Regionen ist nicht zum Problemlösen geeignet und nur für schnelles Dampfablassen gut.

    • aufm Land
      Die Beobachtungen, die der Bürger aus SH gebracht hat, passen
      (Wind und Küste abgezogen) genauso nach Sachsen. Sie passen
      eigentlich auf jeden ländlichen Raum.
      Das Wesen des Deutschen, nach dem so viel geforscht wird, ist
      eine seit vielen hundert Jahren praktisch gelebte Kleinstaaterei.
      Eine alles gleichmachende EU paßt da nicht dazu. Eine zeitlang sprach man mal vom Europa der Regionen, aber das scheint vorbei zu sein.

      GH

    • PzDiv Atatürk @ 19. März 2018 um 12:09 Uhr
      PzDiv Atatürk sagt:
      „Regionales Gepose
      Meine Region, deine Region, tandaradei. Das alles bringt uns nicht weiter.“

      Das stimmt schon. Aber was es bewirkt, dass viele mal darüber nachdenken, wo und wie sie gerade leben, und wie es eigentlich weitergehen soll.
      Und viele Regionen und deren Menschen, ob Ostsee oder Voralpen, ähneln sich erstaunlich. Vielleicht auch die Auswirkungen zweier Weltkriege, die die Menschen ähnlich, vielleicht unverwechselbar geprägt haben, wie nirgends sonst auf der Welt?
      Gibt es doch eine deutsche (Leit-)Kultur?
      Wer weiß.

    • Regionalgeplänkel kann doch nur Spaß sein
      Das erinnert an Köln gegen Düsseldorf oder an MA gegen LU.
      Ich bin zweisprachig aufgewachsen, mit Plattdeutsch und Kurpfälzisch. Bin sowohl in SH als auch in BW zur Schule gegangen und habe emotionale Bindungen zu Land und Leuten an beiden Orten.
      Ich empfehle jedem, der nicht weiß was deutsche Kultur ausmacht, mal 2 Jahre ins nichteuropäische Ausland zu gehen, ohne Heimaturlaub. So lange bis er weiß wie sich Heimweh anfühlt. Dann sprechen wir uns wieder.

    • Uli49
      Vielen Dank.

      Ich denke auch, ein wenig Gelassenheit könnte beim Blick auf die Dinge helfen.

      Es gibt unterschiedliche Politikansätze in Berlin und Bayern z.B.. Na, sollen se doch mal so machen.

      Die Berliner werden auch noch erkennen, was es bedeutet, ca. 43.000 ausreispflichtige Migranten Wohnungen und Leben zu finanzieren und die Folgen zu beklagen.

      Dinge benennen hilft, Träumerei hilft eher selten.

      Was es hier mittlerweile alles an Rufen zur Separation gibt, ist kaum noch nachzuvollziehen.

  7. Da bin ich jetzt aber platt, dass die Rosi von der Spider Murphy Gang in Bayern
    verboten war und ja, Wikipedia, meint, dass das bei Sendern in Bayern tatsächlich der Fall war. Man hat es gehört, wenn man irgendwo war, wo das lief, aber irgendwie war das damals nicht unbedingt Musik, die man als Gymnasiast hörte, dass man gar die Platte gekauft hätte, das war einfach nur prollig. Das lief im Rest Deutschlands mangels Verbots wohl ins Leere, d.h. hat nie die Überhöhung erlangt, welche ein Verbot mit sich bringt.

    • Frank Zander und seine "Susi" waren ein paar Jahre vorher ebenso verboten.
      So ändern sich die Zeiten…

    • Gruß aus der Unterschicht
      Mit 12 Jahren mein erstes Livekonzert in der Stadthalle Kassel. ;)

    • @Bürger
      So ist es!

      Danke für diesen hoffnungsverstärkenden Text, DA: Es ist wirklich schön, daß es junge Leute gibt, die trotz Kika und bessermenschlicher Schul-Indoktrination noch Sinn für Vernunft und Heimat haben.

      Besonders gefreut hat mich auch diese Passage:
      „Hätte ein eingeschlafener Erzengel mit seiner rauchenden Zigarette ein Loch ins Raum-Zeit-Kontinuum gebrannt…“

      Er weist darauf hin, daß Sie Erziraphael und seinen Gegenspieler, den Dämon Aleister Crowley aus Terry Pratchetts „Ein gutes Omen“ kennen? – Eins der Pratchett-Bücher, die man den Politikern zu lesen geben sollte, die die Kriegseskalation grade mal wieder auf Anschlag bringen.

      Was „Antifa“ und Konsorten betrifft, scheinen sich da einige (vorgeblich) linke Gruppen im Nachgang der kontraproduktiven Buchmesse-Aktivitäten grade gegenseitig zu beharken. Einer der Auslöser könnte ein ungewohnt guter taz-Artikel (mit ungewohnt guten Leserkommentaren) namens „Schnell, schneller, Nazivorwurf“ sein. – Vielleicht erleben wir noch, daß es gar nicht mehr so kuhl und angesagt ist, zu den kreischenden und gewaltbereiten SJW zu gehören?

      Morgen abend in Hamburg ist mit dieser Trendwende wohl leider noch nicht zu rechnen, darum bitte ich um gedrückte Daumen für alle Mit-Demonstranten, damit wir heil nachhause kommen.

    • Nein, ich habe das einfach so hingesudelt.

    • o mei, der Wecker
      is im BR aa lang ned gspuit gwesn


    • In Bayern wurde immer schon gerne verboten. Das reichte von der Sesamstraße bis zu Hitlers Mein K(r)ampf.

    • Manuela
      Soweit ich weiß (nicht erlebt, da zu jung) ist auch „Schuld war nur der Bossanova“ im Rundfunk nicht gespielt worden, weil „am nächsten morgen fragte die Mama“ zu unsittlich war.

  8. Diversität mit Schlagseite
    Leider widersetzt sich der Islam ja wohl ein wenig der Vorstellung, als buntes Kirschlein auf der Schwarzwälder zu sitzen und unsere Gesellschaft bunt und vielfältig zu machen, aus dem Geist des offenen Miteinanders heraus. (Das Thema kulturelle Appropriation streifen wir jetzt mal nicht. Oder DARF man sich Döner „aneignen“?).

    Wenn er wirklich dazugehören will, in einem bunten Miteinander, dann müsste der Islam seinerseits bereit sein, anderes neben sich gelten zu lassen, so im Sinne einer Liberalität auf Gegenseitigkeit, und er dürfte insbesondere auch nichts dagegen haben, dass man andere Sichtweisen, sogar kritische, sogar gegen ihn, äußert.

    Ich habe nämlich keine Lust, Leuten Rechte zu geben, die die gleichen Rechte dann mir und vielen anderen wegnehmen wollen.

    Leider glauben irregeleitete „Linke“, dass in der Opferhierarchie die Muslime hier im freien demokratischen Westen die allerschlimmsten Schweine sind, und deshalb genießen sie Narrenfreiheit und dürfen sofort beleidigt sein und auch noch viel mehr als das und „zuhause“, da wo der Islam so herkommt, da gelten Menschenrechte ohnehin nicht das meiste. Bekanntermaßen nicht mal mehr in der Türkei, die schon mal sehr, sehr viel weiter war. Von Pakistan oder Afghanistan zu schweigen.

    Ja, ich weiß, dass ganz viele Muslime hier in Deutschland anständige Demokraten sind und liberal und tolerant und dass sie ihre Religion ungefähr so ernst nehmen wie die verbliebenen christlichen Kirchenmitglieder die ihre, durchschnittlich.

    Trotzdem, und erst recht in einer internationalen Perspektive: Der Islam birgt so offensichtlich Gefahren für eine offene Gesellschaft, davor die Augen zu verschließen aus irgendeiner Art von falsch verstandener Großzügigkeit oder Gastfreundschaft oder was auch immer, ist extrem dumm. Die unaufgeklärten Parallelgesellschaften hier in unserem Land sind inakzeptabel.

    Und man tut ja gerade denen keinen Gefallen mit einem solchen laisser-faire, die den Islam in die Moderne bringen wollen, „von innen heraus“. Wenn man die Hardliner in den Moscheen und bei der Ditib machen lässt, dann werden sich die Reformer wohl kaum ermutigt fühlen können.

    Also ja, eine differenzierte Auseinandersetzung und Gesprächsbereitschaft etc., das versteht sich von selbst.
    Aber dass eher der Seehofer recht hat als die KGE, das wohl auch.
    Für mich jedenfalls.

    (Im übrigen, wer es noch nicht kennt: Auf YT mal nach Dave Rubin im Gespräch mit Sam Harris suchen. Großes Ideenkino. Rücklehnen und staunen.)

    • Menschenrechte im Islam?
      Der geneigte Leser sollte bitte die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ googeln. Die Gültigkeit dieser „Menschenrechte“ existieren grundsätzlich nur in der Dualität der Scharia und Allah.

    • Sam Harris
      Das Gespräch zwischen Dave Rubin und Sam Harris findet sich auch unter „Rubin Report“ auf YT.

      Sam Harris hat einen eigene Podcast (www.samharris.org), wo er mit Gäste diverse Themen behandelt. Es ist immer interessant, dort reinzuhören. Das Thema Islam spricht er in mehreren Podcasts an, u.a. in den zwei Podcasts mit Douglas Murray, einen mit Majid Nawaz, mit Ayaan Hirsi Ali und mit Gad Saad.

    • Zweifel
      „Ja, ich weiß, dass ganz viele Muslime hier in Deutschland anständige Demokraten sind und liberal und tolerant und dass sie ihre Religion ungefähr so ernst nehmen wie die verbliebenen christlichen Kirchenmitglieder die ihre, durchschnittlich.“
      Tja, was bedeutet denn „ganz viele“? Im übrigen ist die schweigende Masse nur so lange relevant, wie sie selber den Ton angibt. Der diesem Satz innewohnende Widerspruch sagt alles aus, was man wissen muss: Was nutzt die größte Toleranz, wenn man den extremistischen Nachbarn oder Bruder gewähren lässt?

    • Which way?
      Die grundsätzliche Unterwerfungsbereitschaft der Deutschen in Betracht
      ziehend und deren auf Endlosschleife eiernde Kompromißlerei, fürchte
      ich allen Ernstes das Umkippen dieser Nation in spätestens
      30Jahren. Helfen wird dabei die überall wild wuchernde Sozialromantik,
      die Hoffnung auf die Große Umma, die von den Fans der pommeranischen
      LPG Köchin eh wie verrückt angeheizt wird und im Übrigen ist es sowieso
      egal, an was man da im Grunde eigentlich gar nicht glaubt und nur
      so tut
      als ob.
      Die letzten Römer scheinen ähnlich konditioniert gewesen zu sein.
      Bei Edward Gibbon findet sich da Näheres.

  9. Öffentlichen Debatte?
    Don Alphonso sagt:
    „Momentan läuft es in der öffentlichen Debatte eher so, dass man Migration und Islam drinnen und das hier draußen haben will.“

    Öffentlichen Debatte?
    Was soll das sein? Wo findet die statt?
    Oder ist damit das GEZ-Geschwurbel gemeint?

    Das war ein guter Beitrag zu dem Thema:
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2018/03/15/__trashed-8829/#comment-200360

    • "Empfindungsjournalismus"
      Der so betitelte folgende Beitrag, der mit dem gestrigen, durch @Foxrommel verlinkten zusammenhängt (danke!), fand heute Morgen nicht die Gnade der faz.net Kommentarredaktion. So bleibt jede Gruppe in ihrer eigenen Echokammer – wir hier bei DA, seine geschäftige Kollegin mit ihren gehorsamen Lesern im leck geschlagenen Mutterschiff und die gröhlenden Saufbrüder mit Rosi im Bierzelt.
      ———————
      Es gibt einen sehr guten Grund, diesen Artikel nicht zu lesen, ohne überhaupt zu erfahren, worum es geht: den Satz „Was für ein Unfug!“ im Header. Erst ein wütender Kurzkommentar, dann die Reportage. Die Schreibende möchte also zuerst einmal ihre eigene zornige Meinung durchzusetzen. Hier ist mit selektiver Wahrnehmung zu rechnen. Auch dieser Artikel wird also nicht derjenige sein, den ich seit langem auf faz.net wieder einmal lese – nach Wochen ausschliesslich im aufs Monatsende wegfallenden Teil Ihres Blogbereichs.
      An Bezahlangeboten herrscht im Internet kein Mangel. Versuchen Sie einfach einmal, es besser zu machen, als die Konkurrenz, vor allem diejenige im nahen, finanzstärkeren Ausland. Viele Leser würden Ihnen dann sicher gerne treu bleiben.

    • GEZ-Geschwurbel
      Gestern nachmittag zufällig in BR2 aufgeschnappt: „Der Rassismus, der sich von den Rändern in die Mitte der Gesellschaft frisst“.
      Wo ich’s jetzt aufschreibe bin ich mir nicht mehr sicher, ob „Rand“ tatsächlich im Plural und ohne „rechts“ genannt wurde, mag mir das aber nicht noch einmal antun….

    • astroklaus @ 19. März 2018 um 11:52 Uhr
      astroklaus sagt:
      „GEZ-Geschwurbel
      Gestern nachmittag zufällig in BR2 aufgeschnappt: „Der Rassismus, der sich von den Rändern in die Mitte der Gesellschaft frisst“.“

      Also ehrlich. Da setzt man den Leuten 2Mio arbeitsfähige Typen vor die Nase, die Überzahl nicht aus Kriegsgebieten und der Rest wäre lieber in der Nähe geblieben, um den andern, zB der Verwandtschaft, zu helfen.
      Und diese Typen erwarten, dass wir sie durchfüttern, auf Westniveau natürlich. Mit Taschengeld und exklusivem Zugang zu den Tafeln, die reich gedeckt sind.

      Und wenn man das als Steuerzahlerdepp etwas merkwürdig findet, ist man für den GEZ-Onkel gleich ein Rassist.
      So einfach ist der GEZ-Onkel halt gestrickt, da kann man nix machen. Er hat noch nie auf dem freien Markt seinen Lebensunterhalt verdient, sondern stets den GEZ-Beitrag abgegriffen, so eine Art Edel-H4. Er kann nicht wie ein normaler Bürger denken und handeln, da muss man Verständniss haben.

  10. Die deutsche Identität ...
    …muß einem ebenso wenig durchgehend gefallen wie die bayerische. Negative Auswüchse sind Bestandteil der Sache. Die heutzutage normale Ultrasauferei ist eine widerwärtige Geschichte, die man überall beobachten kann.

    Erst kommt das Saufen, dann die Moral. Und dann die Politik.

    Dennoch ist eine diskutable Identität – und welche ist das nicht – besser als keine. Oder besser als eine Identität, die abgeschafft werden soll, so wie das bei uns die Regierung, die Presse und andere Kreise wollen.

    Und Dons Bericht zeigt ja auch, dass sich „da draussen“ ganze Bevölkerungsgruppen überhaupt nicht um die Verordnungen und die Meinungsdiktatur kümmern – die Gehirnwäsche kommt gar nicht bei der Zielgruppe an :-)

    Ein Effekt, der auch Mut macht. Dennoch ist hier die Sichtweise naturgemäß auf gewissen bayerische Spezialitäten und/oder eher ländliche Verhältnisse verengt?

    Es wird jeden Tag später und es werden jeden Tag Tatsachen geschaffen. Kommt der Tag, an dem ein Dirndl als „Nazi“ gilt? Gefühlt sind wir davon nicht mehr weit entfernt. Jeder Bayer, der Söder zuhört, sollte nicht vergessen, dass die CSU die Kanzlerin wieder ins Amt geholfen hat.

    Es wird allerhöchste Zeit, dass die schweigende Mehrheit endlich ihre Lethargie überwindet und auf die Strasse geht.

    Ich schlage es hier nochmal vor:
    Hängt eine deutsche Fahne raus. Klebt deutsche Fahnen auf Eure verdammten Diesel. Heftet Euch eine deutsche Fahne ans Revers.
    Soviele Fahnen kann AM nicht runterreißen.
    Soviele Fahnen kann niemand ignorieren.

    Unsere Heimat hat Fehler. Wir haben Fehler. Aber unsere Heimat ist die einzige, die wir haben.

    • Hmm.
      In dieser Woche war gerade der genaue achtzigjährige Gedenktag des Anschlusses des Geburtslandes des F.s an das Deutsche Reich.

      Am Tage nach dem Anschluss hingen die Hakenkreuzfahnen aus tausenden von Fenstern. Eine Antwort auf die Frage ‚woher kamen die, so über Nacht?‘ habe ich noch nicht erhalten können.

      Roland, Sie überzeugen mich nicht. Als Nicht-Deutscher, was soll ich dann heraushängen? Die Tricolore meiner Nationalität, oder die Tricolore, die als solche meiner gefühlten zweiten Heimat unter diesem Namen als zugehörig angesehen wird?
      Was drückt man damit aus? Eigentlich würde ich vorzugsweise eine europäische Fahne aus dem Fenster hängen. Aber die europäische Fahne des derzeitigen Europas? Nie!

      Fahnen aus dem Fenster hängen ist so ambiguous, finde ich. Welche message sollte das sein (oder erst werden)?
      Vielleicht ist es auch Hilflosigkeit; so wie Sie es beschreiben könnte es Hilflosigkeit sein.

      Die Deutsche Fahne ist auch so seltsam vorbelastet. Weder nach dem zweiten Weltkrieg noch nach der Wiedervereinigung hat man sich durchringen können, wirklich mal einen Frühjahrsputz durchzuführen, und tabula rasa für eine wirklich neue Zeit zu machen.

      In order to change the subject completely:
      Ja, ich gehe in Tracht. Nicht täglich, aber regelmässig, und bewusst. Dabei bin ich – wie man mittlerweile verstanden haben kann – nicht einmal aus den Gefilden aus denen die Tracht kommt, die ich anziehe. Ich könnte sagen, ich täte das wegen der guten Qualität. Ich könnte sagen, ich täte das wegen der Tradition. Beides mag stimmen.
      Allerdings ist da auch eine Komponente der Revolte drin. Zu meinen Studentenzeiten waren es Bart und lange Mähne, auch um auszudrücken ‚Nein, vieles von dem was ihr macht, gefällt mir nicht!‘. Und in meinen älteren Jahren zeige ich auf meine Art ‚Nein, vieles von dem was ihr macht, gefällt mir (noch immer) nicht!‘.
      Und, ja, die freundlicheren fragen mich, ob ich CSU-Fan sei. Die weniger Freundlichen sagen, zur Seite gedreht ‚Schaut, ein Nazi!‘. Im Grunde ist das in Ordnung. Ich weiss, mit wem das Gespräch Verschwendung kostbarer Atemluft ist, und mit wem ein Austausch möglich ist. Und diejenigen, die offenbar eine gewisse Sympathie für mich hegen, übrigens, fragen ob ich jagen würde. Das ist wahrscheinlich die unverfänglichst-mögliche Frage.

      Nein, Don Alphonso, 2018 ist nicht anders als 1874. „Kleider machen Leute“. Soviel zu Toleranz und Weltoffenheit. Dabei wäre ich wirklich froh, auch, wenn es so wäre.

    • @Roland
      “ Unsere Heimat hat Fehler. Wir haben Fehler. Aber unsere Heimat ist die einzige, die wir haben. “

      – Richtig.

      Mit den Fahnen ist es aber schwieriger:
      Morgen abend (nach der Hamburger Merkel-muß-weg-Demo) werde ich wieder erleben, wie “heimlich” mitgebrachte, kleinformatige, deutsche Nationalflaggen von Patrioten – aus Sicherheitsgründen! – vor Verlassen des von der Polizei geschützten Bereichs wieder zusammengefaltet und in Taschen und Jacken versteckt werden…

      Wer sich nämlich auf dem Heimweg mit einer erwischen läßt, wird von der „Antifa“ verprügelt oder zusammengetreten. Das ist die Realität in Deutschland.

    • @ Roland, mit Fahnen allein ist es nicht getan
      Die Nation ist zwar eine Selbstverständlichkeit, die möglicherweise besser vermittelt gehört, die sich auch in der Fahne symbolisiert.

      Aber nur mit der Fahne im Fenster wird man auf Dauer keine Politik machen können.

      Verlinke hier einen guten Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung, der zeigt wie schwierig neue Parteibildungen sind und welchen Fährnissen sie ausgesetzt sind.

      Einmal unabhängig davon, ob sie rechtspopulistisch sind oder nicht – und was sich seit dem – alten – Artikel änderte, lasse ich ebenso beiseite.

      http://www.bpb.de/apuz/26907/perspektiven-des-rechtspopulismus-in-deutschland-am-beispiel-der-schill-partei?p=all

    • Werter Herr Dippel,
      zur Zeit der WM in Deutschland (nicht die von 1974, wo es möglich war, am Spieltag kurz vor Spielbeginn Brasilien-Schottland in Franfurt noch zwei Stehplätze in der Südostecke zu erhalten) war ich in der S-Bahn im Ruhrgebiet unterwegs. Mir gegenüber saßen zwei Mädchen – äh junge Frauen, die sich für ein Fußballspiel schminkten – blau-weiß-blau auf der linken und schwarz-rot-gold auf der rechten Wange.

      Neugierig wie ich nunmal bin, habe gefragt. Es waren zwei Studentinnen aus Argeninien. Und auf meine Frage, warum nicht blau-weiß-blau auf beiden Wangen, war die Antwort: Deutschland ist doch ein tolles Land und hat eine tolle Nationalmannschaft. Die Nachfrage, wen sie denn am liebsten als Weltmeister sehen würden? Die Besten sollen gewinnen, aber sie sehen leider nicht Argetinien dort.

      Wir sollten vielleicht unser Bekenntnis zu blau-weiß und schwarz-rot-gold nicht nur in der Vitrine manifestieren.

      MfG
      Alfred Haás

    • Wer sich selbst nicht bekennt weis auch nicht zu wem er gehört
      @Uwe

      Mit der Zugehörigkeit, der Identität ist es wie mit der Heimat.
      Man bekommt sie, erhält sie und lässt sie wachsen, wenn man sie haben will, wenn man für sie lebt, in sie investiert, für sie kämpft und stirbt und wenn die Anderen, mit dem gleichen Lied auf den Lippen, den gleichen Hut auf den Kopf oder dem richtigen Mieder und der passenden Schürze das auch so erleben.
      Das ist Gemeinschaft und Heimat, daraus wächst Identität.

      Mieder und Hut, Lieder und Bier, die gemeinsame Art des Tanzens und Watschen austeilen und empfangen, ist die Kultur der Gemeinschaft.

      Wenn die Gemeinschaft der Menschen, die eine gemeinsame Kultur haben, ein gewisses Maß übersteigt, wird sie ein Volk.
      Ein Volk, das sich auch noch Macht und Rechte erkämpft hat, hat auch noch einen Staat, natürlich mit Grenze, denn außerhalb der Grenze, ist eine andere Gemeinschaft.

      Und um das, was den Staat ausmacht, geht es in Wahrheit.
      Es geht um das Volk und um das was das Volk noch im erheblichen Maße besitzt.
      Demokratie, Vermögen, Macht und Rechte!

      Wer das Volk zur Bevölkerung, also quasi Dahergelaufene, mit vielen Kulturen machen will will in Wahrheit das was dem Volk gehört.
      Ihren Staat, ihre Rechte, ihre Heimat und billige Sklaven.
      Denn das ist was bleiben wird: Barbarische, skrupellose Herren mit kulturlose, armseligen Sklaven.
      Gerade wir Deutschen sollten es wissen, wir sind ein Volk das dank unserer gemeinsamen Sprache, Kultur und Tradition geworden.

      „7. Das ist des Deutschen Vaterland,
      wo Eide schwört der Druck der Hand,
      wo Treue hell vom Auge blitzt
      und Liebe warm im Herzen sitzt.
      Das soll es sein! Das soll es sein!
      |: Das wackrer Deutscher, nenne dein!“

      „Was ist des Deutschen Vaterland?“
      Text: Ernst Moritz Arndt 1813 Musik: Gustav Reichardt 1825

      Lieber Uwe es wird der Tag kommen an den Sie sich offen entscheiden müssen welche Fahne Sie aushängen.
      Besser ist es sich schnell zu entscheiden sonst tun es andere für Sie. (Der Jäger, der Nazi, der Österreicher, der Ungläubige, der Christ)
      Es könnte eine schwarze Fahne, mit weißer Schrift werden.

    • @Alfred Haas
      Zu Ihrer Erinnerung an die Fußball-WM 1974 möchte ich eine Erinnerung aus dem Jahr 1989 hinzufügen.
      Es war einige Tage nach jenem 9. November, der wieder mal die deutsche Geschichte veränderte. Im Kölner Fußballstadion sollte die deutsche Nationalmannschaft gegen Wales spielen, es war sogar ein Qualifikationsspiel, wenn ich mich recht entsinne. Das Stadion war naturgemäß rappelvoll, die Mannschaften liefen ein, die Hymne des Gastes wurde gespielt… und dann die deutsche Nationalhymne. Und vom ersten Ton an sang das komplette Stadion in donnernder Lautstärke und 100 % textsicher mit. Ich saß vor meinem Fernseher, nur ein paar Kilometer entfernt, und hatte Gänsehaut. Ich erinnere mich nämlich auch an die Zeit vor diesem Datum und die maue Reaktion, die die Nationalhymne im allgemeinen auslöste. Da wurde vielleicht von einem kleinen Teil der Zuschauer pro forma mitgesungen, und damit hatte es sich.
      Leider hat sich das nicht über den Fußball hinaus ausgeweitet. Zumindest nicht bis vor kurzem.

    • @Alfred Haas
      Herr Haas, ich kenne die Geschichte der Fahne.
      Soll ich sagen, und: kann ich sagen, ganz ohne persönlichen Anwurf, bitte, sondern als reine Beobachtung, dass Ihre Antwort dennoch – ohne Bewertung – ‚typisch deutsch‘ ist?
      Sie antworten auf etwas, das ich nicht einmal im Sinne hatte: die vermaledeiten abgekürzten 1000 Jahre. Derzeit scheint sich fast alles in Deutschland darauf zu reduzieren … .

      Eigentlich hatte ich etwas anderes im Sinne: 1989/1990. *Auch* da hat man einfach alles beibehalten: das parlamentarische System, nur erweitert. Die Währung. Die Nationalhymne. Die Fahne (sic!). Die Bundesrepublik Deutschland von da an war kein Zukunftsprojekt, kein visionäres Projekt, keine ‚Bewegung‘, keine Aufbruchsstimmung. Es war ein ‚Weiter So!“ mit minimalen, notwendigen Adjustierungen.
      Und aus diesem WeiterSo mit dem WeiterSo-Kanzler Kohl, aus dieser Stimmung ist das Land nie mehr herausgekommen.
      Auch Schröders Agenda war lediglich ein notwendig erscheinendes und auf das Wirtschaftliche begrenztes Umschwenken. Gefolgt von dämmrigen Jahren unter Merkel. Nie Agieren, immer nur Re-Agieren.
      Aufbruch? Gott bewahre! Wohin auch? ‚Keine Experimente‘

      Ihre Antwort fällt da hinein wie ein Stück ins Puzzle. Ich dachte an tabula rasa, einen echten Neubeginn. Und Sie weisen – vollkommen richtig – darauf hin, dass die deutsche Fahne nicht von den Nazis beschmutzt ist. Richtig, man *konnte* die Fahne beibehalten, man *hat* sie beibehalten.
      ‚Weiter so‘, mit 12 Jahren Unterbrechung.
      Und da wundert sich jemand, dass Deutschland sich selbst langsam aber sicher ins Abseits bewegt?

    • @PAule
      Danke für die freundlichen und hilfsbereiten und gutgemeinten Worte! Wirklich. Ich war beinahe gerührt von Ihrem Versuch, mir die/eine Fahne nahe zu bringen.

      Wenn Fahne, wenn Tradition, dann fühle ich mich in einer europäischen Tradition, einer Tradition der Aufklärung. Von Erasmus über die Verteidigung Wiens, der Reconquista, Locke und Kant, bis hin zu Foucault. Bach bis Boulez. Diese Fahne gibt es nicht. Die würde ich aus dem Fenster hängen. Die wäre stärker als die schwarze mit der weissen Schrift.

      Jede nationale Fahne kommt mir dagegen hilflos vor. Und vieldeutig. Welche Nachricht schickte ich auf die Strasse, hinge ich die niederländische Fahne ans Fenster? Baudet? Klaver? Rutte? Das Haus von Oranje? Vielleicht bin ich auch Unterstützer der Elftal? (Nein, bin ich nicht, wäre mir auch egal.)
      Wer würde schon beim Sehen der niederländischen Fahne in meinem Fenster auf die Idee kommen dass ich sie hinaushänge weil mir die oben beschriebene Fahne fehlt, und ich die Niederlande einfach für das zivilisierteste Land halte, das ich persönlich kenne?

    • Volk entwickelt sich nicht aus gleichen Gewohnheiten, sondern aus eingeschränkter Mobilität.
      Es ist eine ethnische, eine biologische, eine genetische Kategorie. Nicht beliebig erweiterbar, sondern nur organisch, und insofern abhängig vom Wanderverhalten der Population. Im allgemeinen (also ohne intellektgeleitete Eugenik) ergibt sich als Volk ein Durchschnitt von guten und bösen Gestalten, konstruktiven und destruktiven. Wer von Volk spricht, grenzt automatisch aus, nämlich alle, in deren Adern ein anderes Blut fließt. Immer wieder kommt Ihr mit Eurem Gerede vom Volk (das es so reinrassig in einer Transitregion wie Mitteleuropa ohne natürliche Barrieren gar nicht gibt) und gebt damit Vorwand, Eure durchaus bedenkenswerten Vorstellungen als völkisch abzutun. Mit Recht, denn es ist sowohl unsinnig als auch unnötig, gewählte Identität ausschließlich von ererbter Herkunft ableiten zu wollen. Und es verleitet zu brutalen und in ihrer Konsequenz selbstmörderischen Segregationen. Eine der gelungendsten Integrationen war die der Juden ins wirtschaftlich und wissenschaftlich aufstrebenden II. Deutsche Reich. Sehr oft auch bei kulturell hochstehenden Personen bis hin zur Aufgabe des Kerns jüdischen Selbstverständnisses, der mosaischen Religion. Und wie übel wurde es ihnen späterhin vergolten, als es darum ging, Sündenböcke zu finden. Ergebnis der Engführung gemeinschaftlicher Identität auf das Völkische, also auf eine die souveräne Entscheidung freier Menschen ausschließende Kategorie.

      Was Ihr meint oder meinen solltet, ist: die Nation. Die Nation ist die Gemeinschaft derer, die bewußt sich dafür entscheiden, eine gemeinsame Identität zu teilen und für ihren Erhalt einzustehen und ggf. auch Opfer zu erbringen. Den Mechanismus erklärt man in unserer jetzigen begrifflichen Verworrenheit, wenn es denn der Sport sein muß, statt mit Nationalmannschaften tatsächlich besser mit Vereinsfußball. Kein alteingesessener Münchner ist verpflichtet, Anhänger des TSV 1860 zu sein; man darf sich auch dem FCB verbunden fühlen. Ebenso wie viele andere aus ganz anderen Städten und Landschaften oder gar Ländern. Als Anhänger der einmal (oft früh im Kindesalter) auserkorenen Mannschaft teilt man aber eine Leidenschaft und eine Identität mit den anderen Fans. Erinnert sich gemeinsam großer Ereignisse in Sieg und Niederlage, ob sie nun selbst miterlebt seien oder nur gehört von den Alten. Entscheidend ist, dazugehören zu wollen. Und warum wohl entscheidet sich ein Kind für eine bestimmte Mannschaft? Wohl nicht aus lokalpatriotischen Erwägungen heraus; das kommt erst später. Sondern weil diese eine Mannschaft als groß erlebt wird, als identifikations- und verehrungswürdig. Natürlich wird sich diese Verehrung an die großartigen Momente der Vereinsgeschichte knüpfen. Aber einmal geknüpft, werden auch die tragischen und die bösen Momente als Teil der eigenen Identität akzeptiert, doch ohne daß dies die positive Identifikation irgendwie beflecken würde. Genauso verhält es sich im Bereich der sozialen Identität. Die Gemeinschaft, der man sich gern und bereitwillig anschließt, muß attraktiv erscheinen, jedenfalls in den entscheidenden identitätsstiftenden Aspekten. Der intergationswillige Neuankömmling muß auf ein Kollektiv trotz allem immer noch begeisterter Anhänger treffen, die ihm diese positiven Aspekte in ihrer beständig geübten eigenen Selbstvergewisserung vorstellen, erklären, vorleben.

      Es sind ja nicht die aktuellen Spieler, die die Fanbasis binden und weiterentwickeln. Dazu ist die Realität des Sports ebenso wie die der Politik und Gesellschaft zu schnellebig und zu unverbindlich. Sondern es ist die Schar der Anhänger, die schon länger da sind und die ihre Narrative pflegen: „weißt Du noch, damals…“. Wie kann eine Vereinsführung ernsthaft erwarten, neue Fans oder gar Mitglieder zu gewinnen, wenn ihre Anhängerschaft sich schämt, sich zu ihrem Verein zu bekennen, und dies auch gar nicht gewollt ist? Nicht mal deren eigene Kinder werden sich für die verrauchten Leidenschaften ihrer Eltern interessieren, sondern sich anderen, atttraktiveren Vereinen zuwenden.

      Nationen dauern nicht ewig. Sie leben solange, wie ihre Angehörigen sich mit ihr und über sie miteinander identifizieren. Es gibt Momente in der Geschichte, da verblaßt eine alte Identität und eine neue tritt ins Bewußtsein. Gründe hierfür können ganz unterschiedlicher Natur sein; sie hier zu entfalten, würde zu weit führen. Wichtig aber ist und bleibt ihre Funktion: Identität zu stiften. Denn nur sie vermittelt dem einzelnen Menschen, von wem er Loyalität erwarten darf und wem er umgekehrt Loyalität schuldet, wenn’s drauf ankommt. Und diese Identität wird ihm nicht geschenkt, er erwählt sie sich, bewirbt sich um Aufnahme in eine Gemeinschaft, oder aber begründet eine neue. Das ist auch kein formaljuristischer Akt, der mit Ausgabe eines Paßdokuments erledigt würde. Staatsbürgerschaft begründet keine Identität, dafür ist die gescheiterte französische Praxis Beleg genug. Und so wird es auch keine europäische Identität geben nur auf Basis irgendwelcher Staatsverträge und Bürokratismen. Wer eine europäische Identität propagiert, eine Gemeinschaft der Europäer den alten Nationen vorzieht, der muß aber doch das Konzept der Nation an sich bewahren. Ja, sogar hochhalten, wenn es gilt, eine neue Nation der Europäer zu begründen.

  11. Sogar der "schwarze Peter" ist nicht mehr der wie vor 40 Jahren :-)
    Wobei ich Gauweiler sehr schätze. /// Wie aber „Gemeinsam sind wir stark“ in Zeiten hoher Scheidungs- und Alleinerziehenden-Quoten funktionieren soll – also schon innerhalb einer Familie die Bande auseinanderbröckeln – bleibt fraglich. Diesbezüglich sind uns viele Muslime einiges voraus. Auch wenns rückwärtsgewandt erscheint. Ein Scheinriese sozusagen!? Die Floskel vom allseits „starken Staat“ wird zuletzt häufig bemüht. Ich sehe das ebenso zwiespältig: mir erscheint er STARK bezüglich Einmischung in persönliche Lebensbereiche („von der Wiege bis zur Bahre“). STARK nach „außen“ ist ein grenzenloser Staat wohl eher nicht./// Europa (nicht die EU, was wohl mancher Politiker gern hätte) reicht von den Kanaren bis zu Ural, vom norwegischen Hammerfest bis ins sizilianische Pachino. Die Menschen dieses riesigen Kulturraumes schlugen sich – mutatis mutandis – über Jahrtausende gegenseitig die Köpfe ein. Das verbindet ;-)

    • @Ferris Ferstl: "Diesbezüglich sind uns viele Muslime einiges voraus."
      Nein, Muslime sind uns einiges hinterher. Die leben noch im Mittelalter und können mit unserer modernen Lebensform nichts anfangen.

      Bis vor kurzem gabs sogar noch Steinzeitgesellschaften in Afrika. Müssen wir deswegen in Afrikas Mittelalter oder Steinzeit zurück wegen Merkels Toleranzedikt? Zurück in christl. oder muslim. Clanverbände? Ich meine, wer seine archaischen Sitten ausleben will, ist in Afrika richtig. Da hat er freie Auswahl an Gottesstaaten.

      Keine Wiederansiedlung von Urmenschen, auch keine Rückzüchtungen bitte!

    • @Ferris Ferstl: Familienbande
      Jeder Mensch und jede Menschin (und sogar Menschen, die das Fleisch wider die Natur versuchen) haben hierzulande die Möglichkeit, sich eine Familie nach eigener Vorstellung aufzubauen.
      Dazu muss man nicht einer quasi-faschistischen monotheistischen Religion mit intolerantem Menschen- und Gottesbild huldigen.
      Niemand muss sich scheiden lassen, oder eine Existenz als Alleinerziehende/r anstreben, egal welcher Weltanschauung oder Religion er/sie angehört.

      Ehrenmorde für andersdenkende Töchter sind nicht nötig, eine Ehre muss nicht mit Faust, Messer und Feuer verteidigt bzw. mit Blut gesühnt werden, im allergrößten Notfall kann man einen Anwalt beschäftigen, das ist mMn schon schlimm genug!

      Eine Überlegenheit muslimischer Intoleranz, die mit patriarchaler Macht alle Andersdenkenden erstickt und töten will, sich keinerlei intellektuellem Diskurs stellt, kann niemals Vorbild oder gar ernstzunehmende Glaubenswahrheit sein!

      Unsere Vorfahren haben jahrhundertelang ihr Blut und Leben für das bisschen Freiheit, was wir heute haben, gegeben. Und nun sollen wir das alles kampflos für einen neuen Unterdrückergott opfern und uns fünfmal täglich brav vor irgendeiner numinosen Entität niederwerfen und uns von mittelalterlich fühlenden, vollbärtigen Mullahs die Welt erklären lassen?

      Damit irgendein orientalisches Familienbild, eher „Sittenbild“ zu nennen, hierzulande fröhliche Urständ feiern kann?

      Da kauf‘ ich mir lieber einen Trachtenjanker und eine Lederhose und geh‘ im Bierzelt unter blau-weißer Rautenfahne singen und feiern. Ein Prosit der Gemütlichkeit.

      Großes Lob übrigens – wieder mal – an den Autor und Gastgeber des Blogs.

      Und auch an den Seehofer Horst. Man macht sich nicht immer Freunde, wenn man unbequeme Wahrheiten ausspricht, aber es ist ehrlicher und damit letztendlich besser, als wenn man sich in einer diktaturgleichen, stillschweigenden, gar heuchlerischen Konsenzsauce befindet.
      Klare Ansage mit deutlichen Worten, das ist das, was ich an Menschen mit Charakter zu schätzen weis, und nicht, wenn man mir erzählt, dass alle Menschen gleich sind, alles gut wird und man das schon schaffen wird.

      Das der Seehofer Horst sogar Grenzschutz für möglich hält, lässt mich weiterhin an unsere Demokratie glauben.

      Man muss nicht gleich allerorts die Nationalfahne heraushängen, um vernünftige Politik für das ganze Land – und im übergeordneten Kontext für den ganzen Kontinent – zu machen. Konzentrieren wir uns auf das in unserem Land machbare und nützliche, verbieten wir Faschismus und Menschenfeindlichkeit auch in sog.: „Weltreligionen“, wie z. B. dem Islam, dann wird das Zusammenleben für uns alle leichter.

      Der Islam mit seiner Menschenverachtung darf niemals Bestandteil unseres Vaterlandes werden.
      Verhindert Moscheebauten, die als konspirative Treffpunkte von aus der Türkei gesteuerten und bezahlten Staatszersetzern fungieren und weist nicht anpassungsbereite Muslime und nicht deutsch sprechende und predigende Imame sofort aus!

      Freiheit kriegt man nicht geschenkt, man muss sie sich immer wieder gegen die Intoleranten erstreiten. Keine Toleranz mit den Intoleranten, keinen Fußbreit den faschistischen Weltanschauungen, Religionen und ihren Anhängern. Wir brauchen kein zweites „drittes Reich“ im Muslimkostüm.

    • @ weiterer Gast
      >“Zurück in christl. oder muslim. Clanverbände?“ Wenn Sie mich so direkt fragen: JA. /// Der Staat hat kein Interesse an starken (religiösen?) Familienbanden, weil sie ihm u.a. kein (z.B. Alleinerziehenden oder H-4)Klientel in die Arme spülen. Für Sie persönlich mag anderes zutreffen, aber für mich ist meine (erweiterte) Familie der Kern, um den mein Leben kreist (und zwar völlig frei von Religion). Inklusive Altvorderen, die – vielleicht schon das Zeitliche gesegnet – unseren persönlichen Wohlstand mit begründet haben. Ihnen gebührt die Ehre und Lobpreis – nicht Merkel, Schulz und Konsorten, weil sie dem primär familienlosen Bodensatz vielfältige Sozialtransfers gewähren. /// Das bedeutet nicht, die Familie und deren Entscheidungen über die Gesetze der Gesellschaft (Staat) zu erheben, gar obsolet zu machen. Ethik, Anstand, Sitte, Moral, Ehre, Familiensinn und-zusammenhalt, etc. sind staatlicherseits eh kaum in Gesetze gegossen. Recht (Rechtsprechung, staatlich) und Gerechtigkeit (Familie, privat) werden niemals zeitgleich auf die beiden Seiten einer Medaille passen. Wer sich auf Ersteres verlässt, bleibt meist verlassen.

    • @ Knut Gnadenbrotler
      Scheint so, als hätten sie mich – zumindest Großteils – missverstanden. Mir ging es um den Wert der Familie an sich. Immanent sozusagen. Nicht hinterfragbar. Und wenn sich Ihre Gattin von Ihnen von heute auf morgen trennt, weil z.B. ein anderen, aufmerksamerer Mann in ihr Leben getreten ist, und Ihre drei Kinder dabei „vor die Hunde gehen“, möchte ich sehen, wie sie proklamieren „Niemand muss sich scheiden lassen“. Sie werden nämlich gar nicht gefragt.

    • @ Knut Gnadenbrotler v. 19. März 2018 10:46 Uhr
      Stimme Ihnen zu: Wir brauchen kein zweites „drittes Reich“ im Muslimkostüm. Und Freiheit kriegt man nicht geschenkt, man muss sie sich immer wieder erstreiten – gegen diejenigen, die den öffentlichen Raum als ihr vorgebliches Privateigentum okkupieren, die Rechte ihrer Mitmenschen einschränken, ihre Mitmenschen einschüchtern, bedrohen, verletzen, usw.
      Aber das mit der Toleranz und der Intoleranz ist kompliziert. So besorgniserregend manche aktuellen Entwicklungen auch erscheinen mögen, sollten wir doch versuchen, die Freiheitsrechte des Grundgesetzes zu verteidigen und sie nicht bei der ersten Auseinandersetzung mit einer an andere Ordnungen gewöhnten Minderheit über Bord werfen.
      Konkret: Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
      – Das mag mancher heute als Zumutung empfinden. Selbstverständlich gibt Art. 4 GG niemandem ein Recht, unter Berufung auf seinen Glauben oder die Gebote der Religionsausübung andere Menschen in ihren Rechten (auf Leben, körperliche Unversehrtheit, freie Entfaltung seiner Perönlichkeit usw.) einzuschränken.
      Aber die Garantie der Religionsfreiheit – die auch die Freiheit einschließt, von religiösen Heilslehren nichts wissen zu wollen – ist unerläßlich, damit nicht der Laizismus oder die sog. Vernunft oder die „wissenschaftliche Weltanschauung“ oder wie immer man es nennen mag, ihrerseits totalitär werden.
      Letztlich wird es keinen Weg zu einem friedlichen Zusammenleben der vielfältig Verschiedenen in diesem Land geben können, als indem übergriffigem Verhalten – von wem auch immer – entschieden und maßvoll entgegengetreten wird und die Vorzüge einer freiheitlichen, durch demokratisch legitimierte und für alle geltende Rechte geordneten Form des Umgangs miteinander so erklärt werden, daß sie auch von allen Beteiligten verstanden werden können.

  12. Titel eingeben
    Sehr treffend. Danke

    • Nein,nicht treffend.....
      weil die Clans besonders ausgefuchst sind im Abmelken der Sozialsysteme.
      Gern und gar nicht selten studiert dort jemand Jura um Ansprüche
      juristisch wasserdicht machen zu können.
      Claneigene Consiglieri sozusagen.

  13. sperrbezirk
    Gegen die seit den 70erJahren implantierten Strukturen in den Medien ,Universitäten pp ist kein Kraut gewachsen, egal wieviel % die RRGs haben.Das hat auch die Bundeskanzlerin erkannt, die weiß ,wo die stärkeren Batallione sind. Lieber faktischer und geistiger Verbündeter der wirkmächtigen Kräfte ,also RRG-Politik, als (eigenständige) CDU oder gar CSU Politik.So hält man sich die zum Machterhalt erforderlichen Optionen offen.Das mit den Watsch`n geht weiter,

  14. Oh là là!
    Lieber Don Alphonso,

    Das Lied mit dem Sperrbezirk kam bei uns groß raus, als ich in der Grundschule war. Ich habe den Text nicht wirklich verstanden, aber ich wußte, es war… „oh là là“!

    Zehn Jahre später sang ich es in der Disco, ich verstand jetzt, um was es ging, aber immer noch mit diesem Gefühl von „Oh là là!“ Dieses „Skandaaal“ richtig laut mitzusingen, wie die Mädchen, von denen Sie schreiben – ja, das hat etwas sehr Befreiendes.

    Heute gibt es diese politisch erwünschten Sperrbezirke in den Köpfen, aber ich finde es eine gute Idee, weiter dagegen anzusingen.
    Es hat sich für die Mächtigen noch nie bewährt, Meinungen zu verbieten, und es wird auch dieses Mal nicht gelingen.

    Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe

    • Titel eingeben
      Ich dachte früher die Truderinger Straße an der A94 wäre ein Skandalbezirk. Aber nachdem die SZ dort residiert ist da ja bezeichnender Weise Schluß mit Skandal.

      Man könnte fast meinen das wäre das Prinzip der SZ, TAZ, ZEIT, etc, mit Skandalbezirken aufräumen: ungesunde Lebensgewohnheiten, Alte weisse Männer, Individualverkehr, Geschlechterkampf, Nation, Migration…

      Nur das ich teilweise das Gefühl habe, sie greifen bei der SZ und anderen Medien in einer Art und Weise ins Geschehen ein, die sich ähnlich gestaltet als wenn man eine Vergewaltigte noch festhält…

      Man kann es keinem verübeln auf der Suche nach dem Glück oder dem heiligen Gral ein anderes Land zu überfallen. Schwierig ist es jedoch wenn „man“ es diesem Land verbiet sich zur Wehr zu setzen und sogar noch dafür zahlen lässt. Das kenne ich so nur aus der Geschichte der Chinesen unter der Herrschaft der Mongolen oder Engländer. Wer das freiwillig anstrebt muss nicht mehr ganz zurechnungsfähig sein…

      Da werden sich einige Medienschaffende noch Fragen nach der Position gefallen lassen müssen, welche denen nach der Position zwischen 33 und 45 ähneln.

  15. Titel eingeben
    Bißchen viel Bayernkitsch wieder. Ich denke auch nicht, dass Besäufnisse in Trachtenkleidung auf Volksfesten so relevant sind, das ist ja alles noch harmlos-folkloristisch. Das Identitäre wird aber wiederkommen, in Form eines knallharten ethnischen Nationalismus unter der jüngeren deutschen Bevölkerung, die sich perspektivisch in eine Minderheitenposition gedrängt sieht und das auch noch bejubeln bzw. dafür zahlen soll. Die Gegenreaktion auf das, was in den letzten Jahren und Jahrzehnten angerichtet wurde, wird hoffentlich sehr, sehr hart sein. Seehofer mit seinen rhetorischen Tricks, die ja sowieso nur der Angst vor der Landtagswahl geschuldet sind, wird da mittelfristig belanglos sein.

    • ... es wird nix anderes übrig bleiben ...
      … wenn die Özuguzze und Özdemirs irgendwann meinen, dass sie die Herren im Lande seien und ethnisch-religiöse Auswahl betreiben (was sie heute schon tun), dann sind wir im Zeitstrahl in den 30er Jahren und dann gibt es viel Gelärm und Geschrei und wer übrig bleibt am Ende wird zeigen.

      Vielvölkerstaaten sind irgendwann immer implodiert…

    • Don, Tommy & Sirisee
      „Darunter brodelte aber schon 1982 das hedonistische Aufbegehren der Jüngeren.”

      …schon 1982? Echt? Hedonistische Aufbegehren gabs in den 50ern mit dem Rock n Roll, und ab 62 mit den Beatles. Meine grosse Schwester und ich sind Zeugen die dabei waren….

      „Ich sehe nur in er aktuellen Debatte, die in der eigenen Zivilisation so viel Schlechtes, Falsches und Überkommenes sieht, das alles bis aufs Messer bekämpft werden muss, zur Not auch in Komplizenschaft mit Linksextremisten, einfach kein Angebot an diese Welt hier draußen.”

      Ich habe hier bereits vor etlichen Jahren darauf hingewiesen, dass solche unangenehm unkontrollierten Änderungen halt nicht zu verhindern sind, wenn diejenigen, die die Macht gehabt hätten die Dinge rechtzeitig zum Besseren zu wenden, sich aus Angst vor Verlusten irgendwelchen tatsächlich nötigen Änderungen widersetzen.
      Man merkt es gar nicht, wie schnell man selber vom Besitzer von Rosis Telefonnummer zum simplen Reaktionär geworden ist. Das Wort Reaktionär ist nun mal immer wörtlich zu nehmen.
      Wer irgendwann reagieren muss, ist immer zu spät dran. Konservativ wäre etwas ganz anderes….

      Nehmen sie als Symbol was die Diesel Betrügerei über den Umweltschutz aussagt, mit dem die besitzende Klasse die Mehrheit der Bürger zu verarschen versucht. Es ist ein Nebeneffekt des Internets, dass das nun so ganz anders, sich so „unangenehm unkontrolliert“ verselbstständigt.
      Ob man diese Leute nun läccherlicherweise zu „Linken“ erklärt oder nicht ist unwichtig. Sie sind da und sie sind mehr als in ein Bierzelt reinpassen.

      Wer, wenn nicht das 1% hatte ein tatsächliches Interesse an all den Wahlsiegen einer Merkel? Sie war der Garant für ein „immer weiter so“ mit der leistungslosen Abzockerei der Couponschneider der Diesel Kfz Hersteller Aktien, aber 2015, viele Jahre später, kam halt der typische, strohdumme Ossie Gut-Mensch in ihr durch, der sich am Beifall der Welt erfreuen will, indem er Alle willkommen heisst.

      „Wer unbedingt den Islam zu Deutschland gehören lassen will, muss sich auch die Frage stellen, was dieses gemeinsame Deutschland eigentlich ist. Und wenn das hier ein Teil Deutschlands ist, muss man diese Sichtweise hier auch, sogar hier, auch wenn es weh tut und schwierig ist, so erklären, dass es akzeptiert wird.”

      Da brauchen sie keine Angst man wird das erklären… Ungefähr so stichhaltig wie man der anderen Seite seit knapp 20 Jahren HartzIV, die monatelangen Wartezeiten der Kassenpatienten auf den Facharzt, das Fehlen bezahlbarer Wohnungen, 400 Euro Jobs, Leiharbeit, einen lächerlichen Mindestlohn und die von Arbeitgebern jederzeit zu umgehenden Regelungen zu Zeitverträgen, erklärt hat.

      Und ich befürchte, dass es dann sehr viel mehr Hälse geben wird, als man abschlagen kann.

      Die Vernunft ist verstorben und keiner hat es gemerkt. Nun muss man halt das nehmen was übrig ist.

      Zumindest im Fernsehen sieht es recht lustig aus, ihr dürft gerne weiter machen.

    • ethnischen Nationalismus
      Ich glaube auch das es wieder ethnisch werden wird. Der civic nationalism, also das jeder der den Pass hat dazugehört als Bürger, Stichwort Verfassungspatriotismus, wird nicht funktionieren, da ein Pass nichts über Loyalität und Identität aussagt. Jeder Isis Kämpfer freut sich über den deutschen Pass und die damit verbundenen Vorteile.

      „Es ist doch bloss ein Stück Plastik“.

    • @TDV
      Özuguz ist doch Beleg gegen Ihre These: Die Frau und ihre Familie bekamen Millionen und öffentliche Ämter, Aufmerksamkeit ohne Ende und doch ist Deutschenhass und -Verachtung (keine Kultur) aus der nicht gewichen.

      Sehen Sie es endlich ein. Es gibt unterschiedliche Völker und nicht überwindbare abstammungsdefinierte Solidarität, bei der „Hochkultur“ zusätzlich bekenntnisdefiniert, und daran ändern weder Pass noch gute Worte etwas.

    • @Sirisee
      Dass sie das Verständnis des Sinns meiner Texte überfordert, brauchen sie nicht in jedem Blog wiederholen, ich weiss das längst.

      Wenn sie es noch mal versuchen wollen: Die Banalitäten, die sie von mir anscheinend jedesmal hören wollen, die stehen weiter oben in einer Antwort auf Advocatus Diaboli (der übrigens mit seinem Namen masslos übertreibt)…

    • ... schön ...
      … dass ich nicht die Einzige bin, die das Verständnis Ihrer – wie Sie das Zeug bezeichnen – „Texte“ überfordert; und nur Sie verstehen wohl in der ganzen weiten Welt, wieso ich Interesse an „Banalitäten“ Ihrerseits haben sollte …

  16. Bayerische Starkbierzeit und Stärke

    Aber über uns hängt ein Plakat und darauf steht:
    Gemeinsam sind wir stark.

    Ach was. Das Plakat hängt da wecher der Starkbierzeit, isse Bierwerbung (rinks und lechts a Bierrwappen). Wortspiel, verstengens.

    Der kleine Irrtum der Bayern bei dem netten Werbe-Wortsspiel:
    Besoffen ist man leider alles andere als stark.

    Wie man ja am getrachtelten Watschenmann sieht, der des süßdunklen Gerstensafts voll, sein beduseltes Haupt auf den Biertisch gebettet …

    • verstengens?
      Nun denn, anderer Gast, Ihre Abneigung gegen die Bayerische Volksseele habe ich verstanden. Bin zwar selbst kein Bayer, war aber schon öfter mal dort und bin nie verhauen worden. Ich fand es sogar eigentlich immer recht angenehm. Aber! Bei Ihrem Dialekt (oder ist das Jargon?) tue ich mich schon schwerer: „isse“, „getrachtelten“ und sowas. Bei „Watschenmann“ schließlich habe ich mich dann plötzlich an ein bayrisches (<- beachten!) Zitat erinnert: “Wos sogsd? Glei foid da Wadschnbam um.” Schon mal gehört? Es wäre ja vielleicht nicht ganz unverdient, wenn – ich meine ja nur so.
      Bei der Gelegenheit, an den Don gerichtet: Es gab doch auch noch andere Lieder, die der g'schamige deutsche Spießbürger gerne ungeschrieben gemacht hätte, die heute, zwar mit dem Bionadeglas und nicht dem Maßkrug in der Hand fröhliche Urständ feiern? . "Am Tag, als Conny Kramer starb" und "je t'aime" waren doch auch vom Reinheitsgebot der deutschen Musikverspielung betroffen. Interessant in dem Zusammenhang ist allerdinggs, wer heute Fans dieser Lieder sind. Man kann drauf kommen, wenn man sich nur mal die Leute um sich 'rum so anschaut. Aber egal, ich muss noch zum Foto mit der Maß des Josefibocks loswerden, dass mir bei diesem Anblick, dieser unbeschreiblichen Farbe, schlagartig der Hals eingetrocknet ist. Was für eine Augenweide! Vor allem, wenn man nicht Anti… usw ist. Mein Kompliment an den Fotografen! Super Licht, toller Kontrast, tolle Farbe. He da, anderer Gast, könnten wir uns bei dieser Gelegenheit nicht auf einen Josefibock als kleinsten gemeinsamen Nenner der Völkerverständigung einigen?

    • Sie können sich noch bis zum kommenden sonntag in Reutberg treffen , da ist dann auch Trachtenmodenschau.

    • Verehrter Kunde
      Sie haben? vermutlich? Dons Text nicht ganz fertig gelesen.
      Wegen des inkriminierten Begriffs ‚Watschenmann‘: Der gute Mann in der Geschichte hat halt saubere und mehrfache Watschen gekriegt, ja der, der da beduselt mit dem Kopf auf dem zierlichen Biertisch …, nur deswegen nahm ich den Begriff.

      Komme aus Bayern. Nein! – Doch! – Ohh!
      Ich hatte nur leider dauerhaft schlechten interkulturellen Umgang.

      Mit echte Hessn aus Frankfurt. Außerdem mit echten Unterfranken aus Aschebersch. (Nein, geben Sie auf Google Maps nicht genau diesen Begriff ein…).

      Das ist natürlich ungünstig für die Sprachentwicklung, aber gut für die Küche, ab und an gibt es seitdem Grie Soß. Weiterhin hatte ich wiederhollt schlechten Umgang mit nicht integrierten Hamburgern. Ab und an kommt noch Ohnsorg-Missingsch.

      Ich bitte das herzlich zu entschuldigen, ich habe gefehlt. Tu das auch nie wieder (Finger gekreutzt.) Bin mir bewusst, dass die Reinheit der pairischen Sprake erstreben ist.

    • OT: Nichts für ungut,
      werter Oberländer. Den Fehler nehme ich auf mich. Ich erlebe doch seit zwei Jahren selbst, welche Folgen unerwünschter interkultureller Umgang hat!

  17. Sonntagslektüren
    Erneut ein schöner Beitrag, der am sonntäglichen Abend erfreut. Ein Dank dem Don! Das rettet den Abend auch nach dem gerade versehentlich aufgeschnappten Beitrag in der SZ, der wieder mal unverrückbare Wahrheiten dargelegt: „Political Correctness ist kein Unterdrückungsinstrument“ Wer daran ansatzweise Zweifel haben sollte, ist für das Gute natürlich verloren. Sollte er dann nicht unterdrückt werden? Ach, wie auch immer! Auch der Seehofer Horst lässt es im Blätterwald rauschen, da ist mal wieder die Empörung groß! Überhaupt treibt es einen mittlerweile in den Wahnsinn, wenn eine Zeitungs- oder TV-Meldung über einen solchen Vorgang verkündet: „xxx hatte mit seiner Äußerung für Empörung gesorgt.“ Bei wem? In der Redaktionsstube? Wenigstens ist der Schnee zurück und auf dem Dorfplatz wird die Welt offenbar ganz anders gesehen als in der SZ, so lehrt es der abendliche Winterspaziergang. Tja, ein Wintermärchen …

    • Seehofer? Wohl selten traf ein Sprichwort prägnander zu:
      „Hunde, die bellen, beißen nicht“.

    • Pol.Korrektheit ist kein Unterdrückungsinstrument......
      und Deutschland gehört zum Islam.
      Ihrer personellen und psychologischen Beschaffenheit nach,
      läßt sich die Antifa ganz leicht
      in Religionspolizei umwidmen.
      Voll schariakompatibel, die Herrschaften.

    • Titel eingeben
      Schön gesagt.., schließe mich ihrem Dank an den Blog-Schreiber na.., und ich habe nun begriffen, dass es diesen Blog nicht mehr lange gibt, schade..- den Rest der Online- Ausgabe der FAZ habe ich schon länger nicht mehr gelesen.., wie gesagt, wurde mir „zu links“, regierungsnah (?, korrekt?), und, was man wohl in Deutschland aktuell so ausdrückt: „(to much) political correcness“, und dadurch di entwertet… Ich denke, der FAZ könnte es helfen, einen „echten Herausgeber“ zu haben, well-situated financially , konservativ.., muss ja nicht gleich ein Sulzberger sein (aber etwas wie das..). Oder wird so etwas in Deutschland heute nicht länger gebraucht?

  18. Identitäre überall
    Wird eine dominante Kultur oder Religion, wie der Islam in größerem Umfang ins Land gelassen, dann gelingt Integration nur, wenn die aufnehmende Gesellschaft sich integriert, d.h. sich an die Religion der neuen Einwohner weitgehend anpasst.

    Der Islam hat aus meiner Sicht das Zeug dazu, Deutschland zu sprengen. Damit meine ich nicht die gelegentlichen Attentate, sondern eher die Abspaltung der Teile Deutschlands, die ihre alte Deutsche Identität halbwegs bewahren wollen. Nur wird es dann in Zukunft eben eine Bayerische oder Sächsische Identität sein.

    VT über Globalisten finden derzeit Zulauf. Das liegt leider nicht nur an der erleichterten Kommunikation über das Internet. Es hat eben auch mit dem Versagen der vermeintlichen Eliten in Politik und Wirtschaft zu tun. Versagen ist noch freundlich, es könnte auch einfach eine Kombination aus Korruption und Selbsthass sein.

    Wer sich TTIP oder CETA zur Beseitigung der staatlichen Souveränität ausdenkt oder auch gruseliges wie das NetzDG zur Beseitigung der Meinungsfreiheit oder das Prostituierten-Schikanier-Gesetz, von dem ist auch in Zukunft nichts Gutes zu erwarten.

    Und so wie der Euro die EU zerstört, so zerstört massenhafte muslimische Einwanderung das alte Deutschland, das wir kennen.

    Ich habe mich nie als besonders konservativ empfunden, aber jetzt habe ich das Gefühl, dass eine Beibehaltung des gegenwärtigen Zustands (selbst in Berlin) besser wäre, als alles was vermutlich daraus entsteht, sei es nun eine zunehmende Islamisierung oder der Aufstand der Nationalisten oder der Sieg der radikalen Globalisten.

    Tja. Schade. Wir hatten ein schönes Land in dem man gut und gerne leben konnte.

    • Wann, Kpax, wann?
      Meine Meinung dazu: so von 1948 bis ziemlich genau 1990.
      Natürlich würde ich weder FJS noch §175 noch §218 zurückhaben wollen. Und ich habe auch nichts gegen die Ossis. Im Gegenteil, ich hatte damals einen Ausweis der mir regelmässige Reisen in die DDR erlaubte, und das tat ich eifrig. Und fand – zum normalerweise Entsetzen vieler Foristen – nicht alles schlecht. Nein, kein Vergleich zu ‚Autobahnen‘.

      1990 wurde aus der spiessigen Republik des Alfred Tetzlaff eine Republik des Brutalkapitalismus. Dass ich damals mit meiner damaligen Freundin entfleuchte, also ab 1991, war vollkommen richtig, in dem Moment und auch im Nachhinein. Vor 5 Jahren zurückzukommen, und auch noch ohne Not, war eine ziemliche Dummheit.

    • Titel eingeben
      Wenn das so weiterläuft werden die Freistaaten Bayern und Sachsen den Bund in einigen Jahrzehnten verlassen und sich an andere Regionen anschliessen. Was für eine Katastrophe.

    • @uweDippel
      Sans ned immer so destruktiv.
      Das Kollektiv und dieser Blog hier profitieren eindeutig.
      Man muss auch mal gönnen können.

    • @ Uwe Dippel - Wann?
      Wann die Situation hier (in Deutschland und Europa) sich deutlich verschlechtert hat, ist sicherlich für jeden eine ganz individuelle Angelegenheit.

      Ich habe hin und wieder die These gehört, das nach dem Zusammenbruch des Ostblocks die Notwendigkeit weggefallen sei, hier noch den Anschein des Sozialen in der sogenannten „Sozialen Marktwirtschaft“ aufrecht zu erhalten.

      Ich persönlich habe allerdings das Gefühl, dass sich in der Kohl-Ära relativ wenig bewegt hat.
      Es wurde in den „Qualitätsblättern“ sicherlich für zunehmende Privatisierung getrommelt. Nur gab es die Tendenz dazu bereits vorher und in Großbritannien unter Thatcher wurden die Wünsche der Marktliberalisten bereits lange vor der Wende umgesetzt.

      Lassen wir also die lange Zeit der medialen Vorbereitung beiseite, so spielen Gesetze und Verträge sicherlich eine besondere Rolle bei der Bestimmung eines solchen Zeitpunktes.

      Mein Vorschlag für Deutschland wäre der Zeitraum der Einführung der Hartz-Gesetze (also 2003-2006) insbesondere mit Hartz-IV im Jahr 2005.

      Besonders negativ auf EU-Ebene empfinde ich die Etablierung der sogenannten Troika, die von keinem Volk gewählt, sich erdreistet hat Staaten mit Sparauflagen zu quälen. Die gesamte Handhabung der Bankenkrise also vor allem die Zeit ab 2009. Die Etablierung eines Bankensozialismus. Der ESM… Es ist wirklich zum heulen.

      Der Prozess der Verschlechterung ist ja noch nicht abgeschlossen. Anfang der 2000er hatte ich noch das Gefühl, immerhin gibt es mehr Möglichkeiten sich zu informieren, Internetblogs, eine kaum regulierte Welt ohne Zensur. Irgendwie hatte ich da noch mehr Vertrauen in die Selbstheilungskräfte unserer Gesellschaft.

      Inzwischen haben wir monopolartige Internetkonzerne wie Facebook, Alphabet (Google, Youtube) und Twitter die in vorauseilendem Gehorsam den Regierungen bei Überwachung und Zensur behilflich sind.
      In Deutschland gibt es als Schmankerl jetzt noch das NetzDG.

      Fazit: Für mich ist die „gute alte Zeit“ die Zeit bis 2005. Allerdings kann ich nicht ausschließen, dass der wirkliche tiefgreifende Umbruch nicht noch bevor steht.

      Vielleicht sagen unsere Enkel in 30 Jahren: Bis 2035 war noch alles in Ordnung.

    • Zustimmung an Kpax
      Die vermeintlichen Eliten wurden schon lange korrumpiert. Lange Zeit mit amerikanischem Geld – sodass die Selbstreflexion und Vertrauen in eigene Kraft und Geist völlig abhanden kam. Neuerdings kommt das Geld vom Golf – oder aus Fernost. Wie schnell man sich wenden kann, ist an „unseren“ Sportfunktionären zu sehen, allen voran der freundliche Dr. Bach. Anmerkung nach Bayern: Der dortige Effzeh ist auch bloß nicht besser. Siehe sinnlose „Trainingslager“. Die Vereinsmitglieder sollen ja bis an den Tegernsee verstreut sein.

      Mein Pessimismus ist vor allem darin begründet, dass aus meiner Sicht unsere Gesellschaft keine vom aktuellen politischen Geschehen unabhängige Elite wieder entwickeln kann. Es wäre nicht erstrebenswert, dieser Elite anzugehören – und man würde auch nicht gehört werden. Und die DFG mit ihren Strukturen wird das auch zuverlässig verhindern.

      Das zunehmende Fremdsein im eigenen Land / in der eigenen Stadt ist auch darin begründet, dass vor allem die moralisch zu hinterfragenden Kommunenvorsteher bisheriges Gemeindegut für schnelles Geld verscherbelt und damit oft das weit vorausschauende Denken unserer Väter in kaum zu unterbietenden Fristen zerstört haben.

      Und wenn der Bürger das alles nicht will, dann muss er beim nächsten Mal eben besser abgeholt werden und – natürlich – muss man es ihm auch besser erklären, dem kleinen Doofi. Ich werde langsam wohl noch zum Monarchisten.

    • kpax, ja, wenn Sie
      die physischen Folgen betrachten, dann gebe ich Ihnen gerne Recht.
      Für mich stellte sich eher die Frage nach dem Umschwenken der politischen Voraussetzungen. Und die sah ich sehr schnell nach 1989/90 gegeben; also die schnelle und komplette Abwicklung der DDR, egal ob kulturell, ideologisch oder – entscheidend! – wirtschaftlich. Treuhand, ein nettes Wort, nicht wahr? Und schnell hatten die früher Enteignete bzw. deren Erben ihre Güter wieder. Richtig, aber rücksichtslos. Eine an den Kapitalismus nicht gewöhnte Bevölkerung wurde überschüttet, ausgebeutet (Verdienst- und Rentenunterschiede).

      Auch das Argument mit der Notwendigkeit, eine Alternative zum Real Existierenden Sozialismus/Kommunismus anbieten zu müssen, fiel, wie Sie richtig anmerken, weg.
      Nun konnte man aber nicht die Gehälter der ganzen, neuen, wiedervereinigten Republik über Nacht halbieren. Das wäre aus verschiedenen Gründen nicht durchführbar gewesen. Deshalb hat man einfach den Fuss vom Gas genommen, und zum Ende des Jahrzehntes gab es dann ca. 5 Millionen Arbeitslose, es gab jede Menge Verlierer der Finanzkrise. Und dann hat man sozusagen auf Standgas geschaltet; also Hartz-IV.
      Dass es irgendwie so kommen würde, war mir allerdings tatsächlich schon klar, als sich im Jahre 1990 der Eindruck verstärkte, ‚Runder Tisch‘ und ähnliches würde nicht ziehen, sondern eine Wiedervereinigung im Sinne einer formalen Unterordnung der DDR sich abzeichnete. Im Jahre 1991 verliess ich ja dann auch ‚for good‘ Deutschland. Und aus der Ferne zeichnete sich der Niedergang peu-à-peu ab.

  19. Moment der Wahrheit
    Das ist ein wirklich schauriger Text tieftraurigen Nachdenkens.
    In aller unbarmherzigen Kürze.
    Gut gemacht.

  20. .....
    Die neue Spaltung ist halt nicht mehr zwischen den Klassen, den Besitzenden und den Besitzlosen sondern zwischen der Mitte und denen die das Sagen im Staat haben.
    Sie haben natürlich recht mit Polka, Spargelstecher und italienischen Bauleuten aber es gibt hier eben drei Dinge die man nicht berücksichtigt:

    1. Waren das immer Migrationsschübe, es gab immer so eine Abwechslung zwischen Migration und dann wieder Jahrzehnten der Ruhe. In den USA lässt sich das historisch eindeutig zeigen, da gabs Migrationswellen und wieder strenge Migrationsgesetze, bis die Integration und Assimilation gelungen war, danach wurde wieder gelockert. Heute fallen die Pausen weg, die Gesellschaft kann sich nicht mehr stabilisieren.

    2. Früher wanderte man meist endgültig aus, da gabs kein türkisches TV, kein Anrufen daheim, sondern da wanderte man aus und dann war man weg und der Kontakt zur alten Heimat war auch weg. Man brachte Folklore mit aber spätestens in der zweiten Generation war im Regelfall abseits der Folklore jegliche Beziehung zur alten Heimat dahin. Genau dieses Ende der alten Heimat findet nicht mehr statt auch in der dritten Generation bleibt man „Deutsch-Türke“ anstatt einfach Deutscher zu sein. Man will auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen und das klappt nicht, denn Loyalität kann nur einer Nation, einem Volk und einem Staat gelten und nicht 2-3 gleichzeitig und über Generationen.

    3. Die Polen, die Italiener usw. brachten etwas das man hier wollte, Fachwissen oder musikalisches Geschick. Mir fällt aber nichts ein was ich aus Afgahnistan haben will oder aus Nigeria. Die haben einfach nichts was hier bereichern könnte.

    • Migrationsschübe
      Das mit den Migrationsschüben, die erst verdaut werden müssen, ist eine nur zu unterschätzte Erkenntnis. Nirgendwo war die Integration ein Selbstläufer, in den USA gab es härteste Konflikte, die heute nicht mehr sichtbar sind. Den Afghanen tun sie unrecht: Afghanisches Essen kann ausgezeichnet sein, Paschtunen sind die schönsten Menschen der Welt. Schade, dass sie ihre Frauen so verstecken.

    • Brachialeigriffe in Systeme gehen schief.
      Bzw. egal welches Ziel man erreichen möchte, es wird was anderes dabei heraus kommen, da sich heftige nicht voraus zu planende Eigendynamiken entwickeln werden.
      Bei so vielen Variablen.
      Wie dumm kann man sein? All das kann man wissen…

    • .....
      Rezepte kann man lernen, dazu brauchts keine Migration. Wissenstransfer geht auch ohne Personentransfer.

      Wegen der Schönheit der Paschtunen, das mag alles sein aber ehrlich gesagt suche ich keinen männlichen Ehepartner und die Frauen kann ich eh net anschauen.

    • Migration und Integration
      Was gerne vergessen wird: Die Einwanderer in den USA, aber auch in Deutschland (Italiener, Griechen) waren in erster Linie Christen, bzw. christlich geprägt. Ein Grundverständnis von Werte und Lebensweise war damit schon mal vorgegeben.Trotzdem gab es genug Konflikte. Die Türken, die als Gastarbeiter zu uns kamen, waren schon immer unter sich und die kamen aus einer säkularisierten, von Atatürk geprägten Türkei. Aber erst in der zweiten Generation(ab den 80ern) machten sich die Schwierigkeiten bemerkbar.

      Die ganze Diskussion, ob der Islam zu Deutschland gehört, macht die Diskrepanz von zwei religiös geprägten Weltanschauungen offensichtlich.
      Verstärkt wird sie noch durch eine säkularisierte westliche Gesellschaft einerseits und eine fundamental-radikalgeistliche Religion andererseits, die Toleranz als Schwäche deutet. Die Anhänger der in ihren Augen falsche Religion(Christentum) und des Atheismus` sind gleichermaßen als Ungläubige zu verachten. Das kann nicht funktionieren.

    • Hinter der Schönheit lauert das "Paschtunwali", der Ehrenkodex.
      Wir sind vollkommen ahnungslos, was es bedeutet, wenn dieser auf irgend eine, vielleicht auch eher unbedachte Art nicht beachtet oder gar verletzt wird oder was ein falscher Blick bedeuten kann – aber wir wenigstens sind zumeist lernfähig und lernbereit und schulen unsere Achtsamkeit.
      Wie es dahingegen mit so manchen wenig beschulten aber durchaus glaubensindoktrinierten steht, dem nicht möglich ist, sich selbst oder sein Gedankengebäude infrage zu stellen, zeigen inzwischen schlimmstenfalls Polizeiberichte.
      Sapere aude gilt nicht weltweit und nicht für alle – und wie die in unsere Gesellschaft eingliedern, die in ihrem Gedankenkonstrukt verhaftet sind und bleiben wollen?

      Jetzt kamen natürlich mittlerweile nicht nur Paschtunen, auf die sich auf Dauer einzustellen ist…

    • Toleranz ist Schwäche, in diesem Fall
      Jemandes Vorstellung von einem gelungenen Scherz ist es, der evangelischen Kirche zur Durchführung des Gedenkgottesdienstes vom Breitscheidplatz einen Imam zu empfehlen, der wegen salafistischer Umtriebe vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

      Und das führt nicht zu einem Aufschrei und zum Ausschluß aus der Öffentlichkeit und zur Ächtung dieser Person, sondern es geht einfach so weiter?

      Was ist hier die Botschaft?

      Daß wir jeden Hohn hinnehmen, Tote hin oder her?

      Der Mann, dessen Name oben nicht steht, ist unser Feind und der Freund der radikalen Moslems, das zeigt er immer wieder.

      Ich kann Toleranz und Schwäche hier nicht mehr auseinanderhalten.

    • Eingeladene Auswanderung
      Was auch noch einigermaßen funktioniert hat, ist das Ansiedeln von größeren Gruppen in bis dato weniger beliebten Gebieten.
      Beispiele von Deutschen im Ausland dazu sind die „Siebenbürger Sachsen“ (seit dem 12. Jh) und die „Banater Schwaben“ (ab dem Ende des 17. Jh in den von den Türkenkriegen verwüsteten Gegenden), die „Wolgadeutschen“ (18. Jh.), die Deutsch-Chilenen im Süden des Landes (ab Mitte 19. Jh – ich meine hier nicht die späteren „Flüchtlinge“…).
      In allen diesen Fällen haben diese Gruppen ihre Identität durch die Jahrhunderte bewahrt, insbesondere auch die Sprache. Soweit ich es persönlich kenne, war es aber auch immer selbstverständlich, daß man sich in der jeweiligen Landessprache verständigen konnte.
      Mindestens in Siebenbürgen und in Chile werden die Kulturleistungen der Eingewanderten auch rundherum anerkannt.
      Obwohl das ursprüngliche deutsche Siedlungsgebiet in Chile etliche hundert Kilometer von der Hauptstadt entfernt liegt und nur etwa 2% der Chilenen von Deutschen abstammen, habe ich in Santiago an einem 3. Oktober mehr schwarzrotgoldne Flaggen gesehen als hier. Fast jeder Taxifahrer hatte sie neben die chilenische gesteckt.

  21. Titel eingeben
    Sehr geehrter Don,

    Wie gestern auf der Achse zu lesen war, wird nun die „Hyperkultur“ propagiert, die alle sinn- und identitätsstiftenden Zusammenhänge zerstören soll. Die Propagandisten versprechen sich dadurch die Vernichtung aller Nationen – mal wieder so eine Idee, die im Grunde auf Nietzsche zurück geht.
    http://w ww.achgut.com/artikel/auf_in_die_hyperegal_kultur

    Was das für jeder Form von Gemeinschaft, deren Sinn und Zweck das Überleben darstellt, daß dem einzelnen mit anderen nicht verbundenen Menschen, nicht möglich ist, bedeutet, liegt auf der Hand. Es bedeutet den vorzeitigen Tod.

    Da Menschen, wie jedes andere Tier auch, Überlebenskünstler sind, werden sie sich zu kleinen Stämmen zusammen finden und wir sind wieder in der Steinzeit. Dank von Milliarden von Toten, die dieser Unsinn zur Folge haben wird, wird die Erde natürlich wieder viel lebenswerter werden, da es keine Alles-Verschmutzung mehr gibt.

    Zu schwarz gesehen? Gut möglich.

    Nicht zu schwarz gesehen: Der Linkskomplex aus Linken und ihrer Kampftruppe (sog. Antifa – aufgestellt wie einst die SA) propagiert über die von ihnen in festem Griff gehaltenen Geisteswissenschaften, die seit Jahrzehnten nur wie blanke Indoktrination ohne jede Wissenschaft wirken, diese schlechte Idee, um für völliges Chaos zu sorgen. Aus diesem alle erdrosselnden Chaos will sie dann mit Hilfe all ihrer nützlichen Idioten (s. Geisteswissenschaften) als repressive kleine Clique, die als wenige über die vielen herrscht und sie versklavt, aufsteigen. So viel zum Neid der, derer, die sich nicht mit Arbeit zum eigenen Vorwärtskommen aufhalten wollen, sondern gerne andere zahlen lassen wollen.
    Denn frei nach Maggi T. geht es ihnen nur das Geld anderer Leute, daß sie zum eigenen Vorteil expropriieren wollen.

    Gott sei dank gibt es eine zunehmende Gegenströmung in diesem politisch offensichtlich gewollten Irrsinn. Nicht nur auf dem Land in Bayern, sogar in NRW.

    Danke für dieses kleine Stück Hoffnung. Bis bald bei den Rebellen.

    • "(sog. Antifa – aufgestellt wie einst die SA)"
      Bleiben wir doch beim Original: dem Rotfrontkämpferbund.

      Die Verengung des Blickwinkels auf den Natioalsozialismus und Gleichsetzung der Deutschen mit dem Nationalsozialismus ist der Hebel, der die heutigen Zustände erst möglich gemacht hat und der Deutschland stürzen soll. Die Nationalsozialisten sind zudem im geschichtlichen Vergleich mit Stalin, Mao, Pol Pot und anderen „Größen“ eher Waisenknaben.

      Die Gehirnwäsche funktioniert aber so gut, dass die Ratio bei bestimmten Triggerworten komplett umgangen wird.

    • Titel eingeben
      Ich finde die Gegenwehr in Deutschland jetzt schon bemerkenswert wenn man unseren Nazi Knacks bedenkt und das wegen des Gelddruckens und der Nullzinsen hier jeder noch sein Geld kriegt. Bin mal gespannt was hier los ist wenn das nicht mehr der Fall sein wird.

    • In Ergänzung zu Herrn Keller
      Herr Keller hat Recht, wenn er von der Verengung des Blickwinkels spricht. Wer die AntiFA als SA, nicht aber als Glied in einer Kette ähnlicher Organisationen wie eben dem angesprochenen Rotfronkämpferbund sieht, der übersieht glatt, dass sie nicht irgendwann „entartete“ oder „mutierte“, sich gar von ihren Idealen löste, sondern dass sie weiterhin genau das macht, was zahlreiche marxistische Organisationen schon vorher taten: Mit Gewalt den Marxismus zur Macht bringen. Mal heißt der Marxismus Bolschewismus, mal Sozialismus, mal ganz anders, mal heißt die AntiFa Rotfrontkämpferbund, es bleibt am Ende immer das selbe. Wir erleben hier keinesfalls dämonische Besessenheit durch tote SA-Leute, sondern Marxismus in Reinform.

  22. Islam
    Man muss endlich mal in die öff. Debatte die Frage eine
    Werfen, warum die Linke von Religionsabschaffern zu Islamfreunden degeneriert sind. Ist escwiklich nur das übliche „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“?

    • Ja, warum wohl?
      Beide Ideologien haben den selben Vater.
      Der protestantische Pastor Richard Wurmbrand war sich sehr sicher, in Marx einen Satanisten zu sehen.
      Dann vergleichen Sie einmal die beiden wirkmächtigsten Privatoffenbarungen, die Verkündigung an Maria und die an Mohammed. Einen krasseren Gegensatz zwischen den Verkündern werden Sie nicht leicht finden. Nichtsdestotrotz wird immer der „Engel“ Gibril mit dem „Erz-“ Engel Gabriel gleichgesetzt, obwohl sie sich vom Wesen her überhaupt nicht vergleichen lassen. Ein königlicher Bote im Gegensatz zu einem mordlüsternen Rüpel, den nur sein Auftrag daran gehindert hat.

      Um Sie zum Nachdenken darüber zu ermuntern, erinnere ich daran, wie eine absolut irre Idee, wie der Genderismus sich in den Staaten durchsetzen konnte. Eine Ideologie, die eine Gleichheit propagiert, die es nirgends gibt.

      Ein Beispiel: Mann und Weib sind gleichwertig. Gott sei Dank sind sie nicht gleich.
      Die Paarungen heißen Mann und Weib, Herr und Frau, Vater und Mutter.
      Ich hoffe, der DON kennt das Gegenstück zur Dame.

    • Weiche, Satan!
      „Der protestantische Pastor Richard Wurmbrand war sich sehr sicher, in Marx einen Satanisten zu sehen.“

      LOL. Ja, das muss die Erklärung sein.

  23. So traurig
    Lieber don alphonso, ihr text macht mich so depremierend, da er eine zeit und einen zustand beschreibt, den „wir“ alle nicht wollten, damals vor 50 jahren.

    Ich muss es sacken lassen, bevor ich vernuenftiges antworten kann.

    • Tico,
      es ist selten, Sie so zu erleben! – Eher mittelamerikanisch-angepasst, optimistisch, sonst.

      Würde ich das Philosophieren anfangen wollen, würde ich die Frage aufbringen, ob das was wir heute haben, wirklich etwas ist, das ‚wir‘ – inklusive aller Betreiber dessen – wirklich wollen? Also bewusst, kognitiv, herbeigearbeitet haben.?
      Meine Arbeitshypothese wäre, dass jemand einen Weg gegangen ist, dessen Ende – wenigstens für ihn – unabsehbar im Irgendwo geendet hat, wo er selbst nicht hin wollte. Eine Dose mit Würmern aufgemacht, aus der viel zu viele Würmer kletterten, deren Anwesenheit in der Dose unvermutet war. Eine Handlung, eine Vorstellung, eine Vision, ein Versuch, der daneben ging.
      Bloss, und das wäre noch immer menschlich, dann schlecht zugeben können, dass man das nicht gewollt hatte. Sich also in seinen eigenen Gedankennetzen verfangen hatte. Es kein Zurück mehr zu geben schien und scheint.

    • @Uwe Dippel
      eine mögliche Metapher, wäre der Jemand unsichtbar und unhörbar. Hier jedoch kann die Geste in ihrer Bestimmtheit, wieder und wieder, bei dieser sichtbaren Jemand(in) fast täglich beobachtet werden, den Worten braucht man gar nicht zuzuhören – und schon fallen die Schuppen von den Augen. Wurde ja auch mehrfach betont – man habe einen Plan.

    • und immer noch so sechzehnhundertschiessmichtot nordwestlich von Monrovia
      Text eingeben

    • Awena, das ist wie die Frage mit dem Huhn und dem Ei
      Zu einer Zeit als es noch viele offene Jauchegruben gab, ist manch ein Mensch aus manch einem Grund dort hineingefallen.
      Glauben Sie nicht, dass wenn zwei Menschen gleichzeitig in eine solche Grube fielen, nicht auch der eine zum anderen gesagt hätte: „Ich habe einen Plan!“

      Erinnert mich an den Begleiter von BlackAdder, der in allen Serien sich durch „I have a cunning plan!“ auszeichnete.

      Nein, Awena, meine Hypothese bleibt, dass zunächst ein zunächst unverdächtiger Abweg gewählt wurde, dann die Schei**e kam, und erst dann der Plan.

    • @Uwe Dippel 10:56
      in der Jauche Grube gelandet, haben vermutlich beide den Mund geschlossen gehalten, und beim Sturz zuvor sicherlich nicht miteinander geredet.

      So abwegig ist es ja nicht, vor ca. 4-3 Jahren in den Seiten der UN herumgeblättert und hierbei etwas entdeckt zu haben, was zum USP – unique selling point – entwickelt werden konnte, nach dem Motto: ‚Ich, nur ich bin die 1. (ERSTE! und Einzige), endlich habe ich etwas gefunden, was mich in der Geschichte selbst nach Jahrhunderten mit Bookmarks versieht. Uns Arbeitsplätze wurden hierdurch ebenfalls geschaffen, auch wenn sie keinen BSP generieren. Sicherlich hat der Freund auf der gegenüber liegenden Seite des Teichs – Uncle Sam Junior – diese Idee noch unterstützt „Angela, my angle – just perfect“. Möglich ist hierbei der Denkfehler, den ein überheblicher Rüde beim Markieren glaubt: Ich, nur ich habe ein Zeichen gesetzt, das mich unvergessen macht. Weil er die Reaktion anderer nicht mit berücksichtigt.

    • Awena, ich befürchte, Sie
      überschätzen die Kanzlerin!
      Die ist zwar gerne Kanzlerin, nutzt aber ihre Freizeit lieber zum Anbau von Kartoffeln und später zum Stampfen derselben für Kartoffelsuppe, als proaktiv zu arbeiten.

  24. Diversität
    Don Alphonso sagt:
    „Ich kenne den Glauben, dass mehr Diversität die Gesellschaft besser machen soll. Das sagen mir Linke genauso wie Freunde der neoliberalen Globalisierung,…“

    Diversität macht die Gesellschaft besser, genauso wie Handel und Wandel. Das ist richtig.

    Das hat aber nichts mit unserer derzeitigen Situation in den letzten 2 bis 3 Jahren zu tun.
    Das Einwandern in Sozialsystem hat nichts mit Diversität zu tun, denn das angesprochene Publikum ist alles andere als divers, es besteht aus einem kulturellen Bock mit einer einzigen gemeinsamen Motivation, und mit, sagen wir, eher geringen Bestreben, Motivation und Vermögen, diese Gesellschaft zu bereichern.

    Sie wird diese Gesellschaft ärmer und schlechter machen, und wer Augen und Ohren offen hält, kann das schon beobachten. Es fängt an mit dem gesellschaftlichen Klima. Ist das etwa nicht schon vergiftet? Wie war das noch nur im Vergleich von, sagen wir, 5 Jahren?
    Auch die GEZ-Tanten und -Onkel werde das noch irgendwann begreifen.

    • Foxrommel, Unsinn!
      Wenn auch an der Grenze der Contenance, aber „Diversität macht die Gesellschaft besser“ ist einfach Unsinn. Weder à priori besser noch à priori schlechter. Machen wir zwei orthogonale Funktionen daraus, und dann können wir über Potentiale sprechen. Aber zunächst: orthogonal.

    • Uwe Dippel @ 18. März 2018 um 21:32 Uhr
      Uwe Dippel sagt:
      „Foxrommel, Unsinn!
      Wenn auch an der Grenze der Contenance, aber „Diversität macht die Gesellschaft besser“ ist einfach Unsinn. Weder à priori besser noch à priori schlechter.“

      Dass man den anderen so lässt wie er ist, ob Frau, Mann, Orthodoxer, Greis, Pubertierender, Einbeiniger, Bayer, Sachse etc. und ihm gleiche Chancen einräumt, sich zu entfalten, macht eine Gesellschaft besser.

    • Foxrommel
      Absolut einverstanden!

    • Uwe Dippel @ 19. März 2018 um 07:33 Uhr
      Uwe Dippel sagt:
      „Foxrommel
      Absolut einverstanden!“

      Aber das ist mit Diversität gemeint.
      Für die GEZ-Neurotiker ist Diversität 10Mio Leute ins Land lassen, damit sich alles schön durchmischt.
      Das, würd ich sagen, ist eher Krankheit.

    • Ja eben, Foxrommel,
      Diversität ist ein Ergebnis der Freiheit. Nicht Diversität an sich ist gut; es ist nicht an sich selbst toll, in einer Strasse mit Chinesen, Japanern, Gelben, Roten und Schwarzen zu wohnen; mit Professoren, Wanderarbeitern und Schornsteinfegern, mit Schwulen, Lesben und Transen, mit geistig und körperlich Behinderten. Eine künstliche Durchmischung zum Zwecke einer Diversitätserzeugung bringt überhaupt nichts. Also ist Diversität an und für sich kein Fortschritt.

  25. Titel eingeben
    Sehr schoene Metapher, der im Vergleich zur „Loeschdichtruppe“ hellwache Bierkrugsurfer.

  26. so isses
    und ich wüsste
    noch ein paar Kreise,
    die dann zu Bayern gehören
    sollen! wollen?

  27. Weltoffen und tolerant
    „Der Islam ist ein Lebensweg, der sich auf alle Bereiche des menschlichen Daseins erstreckt und der in grundsätzlicher Übereinstimmung mit der Natur, ihren Gesetzen und ihren Anforderungen steht. Islam ist das in die Praxis umgesetzte Wissen um die Existenz Gottes, die Wahrhaftigkeit seiner Propheten, seiner Bücher, seiner Engel und des Lebens nach dem Tode.“ (Quelle: islam.de, dessen Mitbegründer heute im Zentralrat der Muslime sitzt)

    Ob das zur bayerischen oder sonstwie mitteleuropäischen Lebensart (vulgo: Kultur) passt?

    • Ich hatte es schon lange nicht mehr, also wage ich mich an eine Wiederholung:
      Aus seinem Selbstverständnis heraus ist der Islam *keine* Religion.
      Der Islam versteht sich selbst als دين‎, ‚Deen‘, oder ‚way of life‘. Es gibt im Islam keine Möglichkeit einer Säkularisation. Der Islam schreibt dem Gläubigen eben nicht nur religiöse Dinge vor, sondern auch weltliche. Damit unterscheidet er sich von Religionen.
      Beispiele hierfür sind, dass Muslime nur von Muslimen regiert werden sollen. Und dass es deshalb eine religiöse Aufgabe ist, den säkularen Staat durch eine Theokratie zu ersetzen. in der die Anhänger der Religionen des Buches (Juden, Christen) keine Autorität haben, aber ihre Religion frei ausüben dürfen, gegen Bezahlung einer Kopfsteuer.
      Nein, niemand sagt dass das heute oder morgen umgesetzt werden muss; aber langfristig ist das eine religiöse Verpflichtung.

      Das heisst nicht, dass ich heute oder während meines Lebens immense Angst hätte, dass das käme. Aber es bleibt eine uneasiness auf meiner Seite, wie man mit solchen Menschen längerfristig umgeht. Denn so sehr ich akzeptieren kann, dass es sich um eine religiöse Vorschrift handelt, und der Gläubige selbstverständlich versucht, seinen religiösen Vorschriften nachzukommen, ist doch absehbar, dass es irgendwann einen Unfall geben muss, wenn beide Vorstellungen von der *Welt* zusammenrasseln.
      Ginge es lediglich um eine Religion, die sich hinter der Türe, in den eigenen vier Wänden, abspielte, hätte ich keine Bedenken. Dort darf jeder beten wie er will, selbstverständlich.

    • Ergänzend zu Herrn Dippel: "Scharia für Nichtmuslime"
      Bill Warner über alles, was mit westlichem Denken unvereinbar ist. 39 Seiten pdf im www.

    • Religion und Säkularisierung
      Keine Bekehrungs-Religion der Welt hat je die Säkularisierung vorgesehen, da ist das Christentum nicht besser als der Islam. Man hat die Ketzer verbrannt, die Evangelischen katholisch gemacht und umgekehrt und die Juden fortgejagt. Irgendwie kam die Säkularisierung dennoch, aber nicht aus dem Herzen der Religion. Ich wage nicht zu sagen, ob der Islam das leisten kann. Aus seinem Selbstbild heraus nur schwer, aber aus den grimmigen Israeliten des AT wurden irgendwie auch die Juden von heute. Sicher, als Minderheit, aber dennoch.
      Viel an Radikalisierung des Islams weltweit ist das geduldige Wirken saudischen Geldes. Verrückte mit Öl, die Schulen bauen, schlechte Kombination.

  28. Mit einem schmalen Daumen
    …geht der Korken leicht in die Flasche. Vorher ein Grillspiess, Stricknadel. Wirkt wie die Blutrinne bei Blankwaffen. Das zum Schluss Ihres Beitrags.
    Noch kein Theologe hat mir erklären können, wie das Zusammenleben von Muslimen unter christlicher Hegemonie ablaufen soll. Ich werde mich informieren, wie auch immer….
    Die Plattitüde hätte Seehofer nun wirklich nicht wieder ausgraben müssen.

    • Seehofer ...
      … ist sooo einfach. So berechenbar. Es war klar, dass die Plattitüde kommt. Er wird jetzt seinen üblichen Aktionismus machen, seine üblichen Sprüche klopfen, seine üblichen Luftballons starten und gleichzeitig versuchen, für nichts mitverantwortlich zu sein, was in Berlin entschieden wird. Und gleichzeitig wird er der Kanzlerin die Schleppe tragen. Der Mann ist soooo langweilig. Er sollte bitte, bitte endlich heimgehen. Er sollte die Menschheit endlich von sich selbst verschonen.

    • Geh mit Gott, aber geh!
      @Roland:
      Das geht nicht!
      Der Seehofer kann nicht heim gehen.
      Die haben ihn doch gerade von dort in das Berliner Exil verbannt, damit sie ihn in Bayern los sind.
      Die CSU hat bedauerlicherweise nicht verstanden, daß man ausgebrannte Politiker nicht nach Berlin entsorgt, sondern in Brüssel endlagert, wie sich das gehört.
      Genauso wie die SPD nicht verstanden hat, daß man dort einmal endgelagerten verstrahlte Politik-Elemente auf gar keinen Fall zurück nach Berlin bringen darf.

  29. Ähnliches
    geschieht aber wohl in ganz Bayern, auch in Franken. Erinnere das letztjährige Brauereifest in Titting. Alles in Tracht, vor allem die Jüngeren ausnahmslos, entweder blau-weiß oder rot-weiß. Unser Gastgeber erklärte mir dann, daß dies vor ca. 10 Jahren nicht üblich war und mehr oder weniger die meisten in Zivil erschienen. Tracht sei in den letzten 5 Jahren wieder aufgekommen.
    For the times they are a-changin‘

    • Titel eingeben
      Das ist die logische Folge von Identity Politik. Identität wird gestärkt. Die Gesellschaftsalchimisten (Yascha Mounk lässt grüssen) haben das nicht zu Ende gedacht. Oder doch?

  30. Titel eingeben
    Da scheint sich jemand langsam den Weg ins Bundespräsidentenamt vorzubereiten….

  31. Der ist nicht, wie ein Markttag, wo das Volk zusammenläuft und lärmt und auseinandergeht.
    Wenn ich das Narrativ richtig verstehe, wird hier das Bestreben geschildert, einen Trachtenverein durch einen anderen zu ersetzen.

    Man könnte ja auch etwas Verbindendes schaffen, das jedem eigen ist und allen gemein:

    Ein Jodeldiplom zum Beispiel.

    Könnte man zu Voraussetzung sowohl der Aufnahme in den Trachtenverein als auch zum Erwerb deutscher Staatsbürgerschaft machen.

    Auch der Sangesfreude würde Rechnung getragen. Damit wäre doch allen geholfen.

    • di dudel di
      in den 70ern war dies den Ehefrauen vorbehalten – ich bin dafür, dass diese Volkshochschulausbildung auch Ehemännern zugänglich gemacht wird, eigentlich allen Männern und Frauen, wenn’s hilft, das Pendel wieder in die Mitte zu bringen

  32. Titel eingeben
    wenige Jahre später hieß es Schwanz ab, Schwanz ab, runter mit dem Männlichkeitswahn. Ärzte, keine Allys

    Sie hat einen roten Minirock…

  33. Dann ist das nicht mehr mein Land.
    Ich habe heute in dieser Zeitung einen äußerst gelehrten Kommentar
    über die Dresdner Diskussion zwischen Tellkamp und Grünbein und die
    Spaltung des Landes gelesen. Diese lässt sich schwerlich bestreiten.
    Manchmal ist ja so, dass der Hass unter Verwandten stärker ist als der
    unter Fremden. Häufig ist auch das Verhalten zu beobachten, dass
    Angehörige oder Ehepartner sich von einander auf Kosten des anderen
    distanzieren oder lustig machen, um vor Fremden gut da zu stehen. In der Tafeldiskussion war das unübersehbar. Ich kenne andere nationale Charaktere nicht so besonders, aber ich habe das Gefühl, dass es hierzulande stark ausgeprägt ist. Zum Riss in der Gesllschaft zurück: Ehrlich gesagt, wenn ich z. B. unsere Oberhirten – die nicht Dick und Doof heißen – betrachte, dann geht mir jegliches Gefühl von Gemeinsamkeit ab. Ich befürchte, ich kann und will es auch nicht mehr haben. So weit, dass ich ihnen die Scharia an den Hals wünsche, bin ich allerdings noch nicht. Aber nur aus Selbsterhaltungsgründen.

  34. Kann es sein,...
    …dass es sich bei all dem, was Sie hier beschreiben, um die bayrische Variante des jugendlichen Hipstahtums handelt – im Sinne einer ironisch gebrochenen Aneignung? Sie wäre mir auf jeden Fall sympathischer als die RSH-Variante, aber dennoch…

  35. do the math
    Die Linke möchte eine moderne Gesellschaft ohne Macht und Gewalt und Liebe.

    Das muss man verstehen.

    Die moderne Gesellschaft wird durch Macht und Gewalt und Liebe zusammengehalten.

    Das muss man verstehen.

    Wenn man beides verstanden hat, dann kann man sich den Rest selber denken.

    Was da in den Bierzelten geschieht, das ist der Ruf nach Macht (Identität), Gewalt (Tradition) und Liebe (Familie).

    In den Bierzelten beginnt die Revolution.

    Wer hätte das gedacht.

  36. Blöd gelaufen und Sprengstoff gefunden
    Wirklich dumm. Da haben sich 25 jährige Antifa erwischen lassen. Wollten nur spielen.

    Bin aber beruhigt. Uff, den Täter geht es gut:

    „..beide sind derzeit auf freiem Fuss, was die AfD kritisiert. Am Sonntagnachmittag lobte Ministerpräsident Ramelow per Twitter die Arbeit der Polizei, …“ (NZZ)

    Alles ok. Die Guten sind draussen. Die Polizei vernünftig. So froh. Gesetze? Och, halt Einzelfallgerechtigkeit.

    • ja klar
      Hier hat sich ein Bombenbauer beim Basteln mit Chemikalien selbst verletzt. Wie wird die Bombe wohl in der Presse schöngeschrieben?
      Böller!

    • Wenn aber doch keine Haftgründe vorliegen!

      Mit einer Meldeadresse gehen Sie in Deutschland für gar nichts in Untersuchungshaft, scheint mir.

    • Untersuchungshaft mit Meldeadresse
      @白左

      frau Zschäpe sitzt schon recht lange in U-Haft und auch die Gruppe Freital war in der selben.

    • GEZ:
      Nichtzahler
      kommen schnell
      ins Kasterl!

  37. Titel eingeben
    Danke für dieses Feuerwerk an tollen Texten zum Ausklang Ihrer Faz-Zeit.
    Mir hat das besoffene Rumgeiere in Menschenmassen nie Etwas gegeben, aber gerade deswegen reagiere ich auch allergisch auf die Totalitären jeder Coleur, die einem meinen vorschreiben zu können wie man*Innen (oder was das heute für’n Mist ist) zu leben hat. Hier wird von politischen und kulturellen „Eliten“ der Versuch einer Säuberung unternommen was nicht in deren eigenes, durch bunte-Vielfalt-Utopie gegangenes Raster, passt.
    Und wie immer: Sie haben wirklich ein Talent, die tollsten Worte zu finden. Danke für jeden Ihrer Texte und ich hoffe, dass sie nach der Faz nicht hinter ner Paywall verschwinden, sonst müsste ich doch wirklich mal Geld für Essays ausgeben.

  38. Traditionelles Fest veranstalten
    aber nicht mal die Fraktur richtig schreiben können.

  39. Apodiktische Kreuzfahrten ins Nirgendwo
    Die Formulierung, „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ erinnert stark an konservative Beschwörungsformeln wie „Deutschland ist kein Einwanderungsland“. Das hat man damals in den 90 ern in Bierzelten verkündigt und gleichzeitig auf beinahe jede Einwanderungssteuerung verzichtet. Hätte man gesagt, dass wir als faktisches Einwanderungsland Einwanderung regulieren müssen, und zwar nach definierten Interessen Deutschlands, – wir alle wären in einer besseren Situation. 2015 hätte so nicht stattgefunden. Nun gehört der Islam also nicht zu Deutschland, die Moslems aber schon. Das ist mir zu seehoferisch. Demnächst gehören dann Autos zu Straßen, aber nicht die Reifen zu den Autos. Das hat alles keine Logik. Faktisch gehört der Islam zu Deutschland, im Guten und im Schlechten, ob man will oder nicht. Revertieren lässt sich das nur per Bartholomäusnacht und Bürgerkrieg. Wer das will soll seine Truppen zählen und sein Lebensalter kontrollieren, ich bin gerade noch den kampffähigen Jahrgängen zuzuordnen, aber in letzter Zeit wurde ich sehr unsportlich und ich werde mich sicher nicht ohne absolute Not mobilisieren lassen oder weil die AfD es will. Ich will allerdings Einwanderungsregulierung, sehe den Islam kritisch, ohne ihn zu hassen oder den Anblick von Moscheen als unerträglich zu empfinden, und würde mich insgesamt von etwas mehr Pragmatismus erfreuen lassen. Wie etwa “ Zwar gehört der Islam zu Deutschland, jedoch ist das kein Widerspruch zu Grenzkontrollen und Abweisung nach 18/1 Asylgesetz und einer europäischen Grenzsicherung, die in Libyen EU-kontrollierte Lager zur Vorfeldprüfung vorsieht“. Oder : „Da der Islam zu Deutschland gehört, möge er sich gefälligst anpassen oder wir machen ihm Beine“. Alles sinnvoller, als Aussagen, die derart realitätsfern sind, dass sie nur Widerstand provozieren können und den liberalsten Moslem ins Mark treffen müssen. Im Prinzip wird darin eine Trennung der Gesellschaft in Moslems und Nicht-Moslems befördert, die dann – um der Ruhe willen – Gräßlichkeiten wie in Telford nicht unwahrscheinlicher macht, sondern erleichtert. Wir werden nicht umhinkönnen, den innerislamischen Kulturkampf als unseren Kampf anzunehmen. Nicht weil wir wollten, sondern weil es einen integrierten Islam geben muss, wenn das Land eine Zukunft haben will. Es muss eine gleichzeitig deutsche und islamische und verfassungstreue Identität geben, ganz einfach weil sonst der Kessel explodiert. Das beste wird sein zu sagen „Der Islam gehört zu Deutschland, – deswegen muss er sich ja an Deutschland anpassen.“ „Du bist in Bayern – also sauf auch“. Und das dann beharrlich einzufordern. Mit Geduld und unerschütterlichem Druck, mit Zuckerbrot und Peitsche. Vielleicht gibt es dann irgendwann eine Dirndlschürze, deren Farbe unter prallem Mieder die islamische Konfession anzeigt. Seehofer hat Recht, wenn er Grenzkontrollen andenkt, – er, nicht Merkel, ist der Dienstherr der Bundespolizei. Mit dem, was er per Anweisung umsetzen kann, könnte er Merkel sehr lästig werden. Warum nicht mal die juristischen Einschätzungen der Fachbeamten des BMI aus dem Jahre 2015 veröffentlichen? Warum nichtmal im EU-Ministerrat mit Orbans Mann oder dem FPÖ-Innenminister stimmen? Allianzen mit den Niederländern schmieden ? Den ernüchterten Schweden? Immer mit den Fachkollegen, versteht sich. Die EU so aufstellen, dass Merkel sich anpassen muss. Ihr Europa wegnehmen also. Mit Einfach widerlegbaren Parolen wird er aber für das dringend Erforderliche keine Verbündete finden und er wird als ein anatomisches Wunder enden: zweimal von derselben Frau kastriert worden zu sein, das gelingt sonst keinem.

    • Vielen Dank.
      Ihr Kommentar ist ein Lichtblick an einem winterlichen Frühlingstag…

    • an Märchen
      glaube ich nicht.
      Tilmann Nagel
      hat vieles wenn nicht alles
      zum Islam gesagt.
      Wir können an den Islam
      nicht unsere Maßstäbe anlegen.
      Wenn der sich anpasst,
      ist er kein Islam mehr.
      Alles andere ist Taqiyya.
      Leider. Mir wäre es anders lieber…

    • Kann es wirklich so einfach sein?
      Kann es wirklich so einfach sein die Dinge zu lösen: das gültige Gesetz nach innen und nach außen anwenden und jedwede Gesetzesverstöße verfolgen und ahnden?

      Ohne falsch verstandene Rücksichtnahmen auf jede noch so exotische Befindlichkeit und „drückt doch hier ein Auge zu“ Ausnahmen?

      Ich antworte mir einmal selbst:

      Ja, so einfach ist es und weil es so einfach wäre ist die Verzweiflung bei mir umso höher.

    • "Du bist in Bayern, also sauf auch"
      „Du bist in Bayern, also iss Schweinefleisch“ – ich denke, hier verläuft eine innerislamische Bruchlinie zwischen säkularen und gläubigen Muslimen, die sie in zwei Gruppen spaltet.

      Ich fragte letztens eine Türkin von der Westküste, die hier studiert hat, ob ihr ein deutsches Gericht schmecke:

      „Schäufele“.

      Aber als Deutscher den Kampf gegen islamische Lebensmittelvorschriften aufzunehmen, ist das nicht noch gefährlicher, als den Islam auszuschließen?

      Im Prinzip bin ich ganz bei Ihnen, nur fürchte ich, daß es aus den Leuten selbst kommen muß, und da ist es bei der einen Hälfte gar kein Problem und bei der anderen unmöglich.

    • Speisevorschriften
      Das mit den Speisevorschriften ist ein wichtiger Hinweis. Ich erwarte eigentlich schon, dass man sich aus Neugier wenigstens einmal im Leben überwinden kann, ein entsprechendes Verbot zu überwinden,- es ist souveräner auch der eigenen Religion gegenüber. Bedenklich ist der umgekehrte Weg: In Frankfurt-Hoechst sah ich letztes Jahr eine alte deutsche Metzgerei, die ihre Schnitzel mit “ garantiert nicht halal“ beworben hat. Wenn der Inhaber nicht gerade ein Witzbold von der AfD ist, vermute ich mal, dass es Einflussversuche gegeben hat, das Viertel ist sehr stark migrantisch geprägt, was mich bei dem Fachwerkcharakter sehr wunderte. Aber vermutlich sind die Deutschen fortgezogen, gerade weil Fachwerk viel Arbeit macht ( Tut es wohl wirklich, dazu die niedrigen Zimmer) und es keine Gärten gibt. Das Fachwerk sah allerdings noch ganz in Ordnung aus, streichen die arabischen und türk. Bewohner jetzt fünfjährlich die Balken? Würde mich freuen. Oder die deutschen Vermieter tun es. Das Beispiel der Metzgerei hingegen hat mich nicht gefreut. Ich ärgere mich, dass ich nicht gefragt habe, ob es Übergriffigkeiten gab oder ob der Metzger nur einen schrägen Humor beweisen wollte.

  40. Ein Glanzstück des späten Don Alphonso bei der FAZ
    Herzlichen Dank dafür!
    Sie laufen in den letzten Tagen virtuell am Mainufer offenbar noch einmal zu Hochleistungen auf.

    Nun bin ich natürlich auf den neuen Landeplatz gespannt – nach oder vor Italien … .

  41. Herrlicher Bericht!
    Und eine von links, und dann wieder eine von rechts…

    Ganz wunderbar beobachtet. Weil ich heute den Aufkleber sah: Trachten schlagen! Deutschland bleibt scheixx! (das kann so viel für die Schützlinge der Text-Ersteller machen, wie es will…), hab ich über Trachten nachgelesen, denn mir war, als hab ich noch bei Wiki gelesen, dass die katholische Kirche den Trachtentrubel fast ein Jahrhundert hartnäckig entgegengetreten war. Bei Wiki.

    Aber wie so häufig dort, sind auch dortige Beiträge, sofern sich nur der Anlass bietet, „gehobelt“. Und auch bei der ARD-Anstalt BR liest man davon fast nichts: https://www.br.de/service/programm/br-magazin/tracht-erfindung-macht-2015-01-100.html

    Dagegen kann man es durchaus erfahren: https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Trachtenbewegung,_Trachtenvereine#Stellung_zur_katholischen_Kirche
    Stellung zur katholischen Kirche
    Der sich entfaltenden Trachtenvereinskultur stand die katholische Kirche von Beginn an skeptisch bis ablehnend gegenüber. Die abendlichen und sonn- beziehungsweise feiertäglichen Treffen und Ausflüge von jungen Erwachsenen beiderlei Geschlechts namentlich aus den ländlichen Mittel- und Unterschichten (Handwerker, Dienstboten) und ohne Aufsicht von Geistlichen oder bürgerlichen Honoratioren lösten Unterstellungen von Unmoral und Sittenlosigkeit aus, die durch die tänzerischen Aktivitäten und den Kleidungsstil (kurze Lederhose) noch gesteigert wurden. Diesem nichtbürgerlichen Kulturmilieu mit Tendenz zur Flucht aus der kirchlichen Überwachung verweigerten Kirchenvertreter die Weihe der Vereinsfahnen bis in die 1930er Jahre (ab 1902 sogar durch die Erzdiözese München-Freising). Im Anschluss rückte die Kirche von ihrer Distanzierung mehr und mehr ab bis zu einem heute weithin problemfreien Umgang.
    Politische Orientierung
    In politischer Hinsicht sind in der organisierten Trachtenbewegung seit den Anfängen unterschiedliche Richtungen nebeneinander greifbar. Gerade für die Anfangsjahrzehnte bis um 1920 wird vielfach eine spürbare sozialdemokratische beziehungsweise sozialistische Gesinnung unterstellt, die sich allerdings nach derzeitigem Forschungsstand nur indirekt erschließen lässt (zum Beispiel über die Sozialstruktur der Vereinsmitglieder). Politisch eindeutig rechts orientierte Vereine bildeten und bilden die Ausnahme. Den Gleichschaltungsmaßnahmen der NS-Herrschaft widersetzten sich die Trachtenfunktionäre mehrheitlich tatkräftig zum Erhalt der eigenständigen Vereinskultur. Eher sind diverse Annäherungsversuche politischer Parteien (BVP in der Weimarer Republik, CSU nach 1945) festzustellen als eine im engeren Sinne parteipolitische Orientierung der Trachtenverbände, deren parteipolitische Annäherungen vorrangig aus verbandsstrategischen Gründen zur möglichst effektiven Verfolgung der eigenen Ziele erfolgen. …“

    Huch, und wie es passt: Erzählt mir neulich unsere fast zehnjährige, dass das doch unser Land sei und wir dafür sorgen würden, dass es so bliebe… Und wir reden über Dinge, die sich nicht verändern dürften, wie die Gleichberechtigung (es ist entsetzlich das Staunen in den Gesichtern meiner Töchter zu sehen, wenn man erzählt, wie Frauen und Mädchen früher und heute in vielen Teilen der Welt als Menschen 2. Klasse gelten. Wie soll sie das verstehen..? Natürlich versichere ich sofort, dass ich so groß geworden sei, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sein sollen und es nie anders gesehen hätte – wir seien vor allem Menschen).

    Und dann berichtet sie unlängst dass ein Junge mit muslimischem Namen und Herkunft in ihrer Klasse (es sind hier im Prenzlauer Berg noch wenige) immer sie und die anderen Mädchen wie Menschen 2. Klasse behandelt. Dann erzählen wir, dass da schon in unserer Kindheit Empörung geherrscht habe und man so einen zurecht gewiesen habe. Mit Nachdruck! Sie solle die anderen fragen, ob es ihnen auch so geht, und gemeinsam sollten sie den Lehrer darauf ansprechen, denn das sei nicht hinzunehmen. Und zugleich wissen wir, dass hierbei immer eine Gefahr lauert (wie bei bösen Nachrichten über böse Taten, von denen das Kind immer mehr mitbekommt – wir wollen das gar nicht so sehr, denn sie soll behütet aufwachsen, aber die Kinder werden groß und wollen bescheid wissen und mitdenken… Was grundsätzlich klasse ist. Und wir auch unterstützen. Natürlich! Und natürlich ist keine Floskel.).

    Manches Mal denke ich, ach gäbe es doch endlich so etwas wie eine Versöhnung. Kann es nicht endlich aufhören, dass man verunglimpft, was man nicht teilt?

    Martenstein hat es zu Tellkamp übrigens auch ganz Gutes gesagt.

    Hab dann, als die anderen mal weg waren, mal wieder laut FreiWild Wahre Werte gehört, und es ist auch klar, welche Reizwörter selbst bei Bekenntnis gegen Nazis, Nationalismus und Rassisten andere aufscheuchen, dass sie Verbote fordern, auch wenn sie selbst Verbote erfuhren (allerdings auch bewusst herbei führten) wie die Ärzte. Denn denjenigen, denen sie sagen, sie sollten die Heimat doch sonst verlassen (wobei soetwas die sich dabei Angesprochenen auch nicht selten äußerten: über Afghanstan abwerfen, wer der Merkel-Zuwanderungs-Politik widerspricht, und auch „Nazis raus“ fordert irgendwie Deportation oder Verbannung aus politischen Gründen)… Ja, es ist nicht einfach, aber Versöhnung und Tolerance (die Toleranzforderer von einst rufen auch nicht mehr so sehr nach Toleranz – ist das noch jemanden aufgefallen?) sind wichtig für den gemeinsamen Frieden. Und der nützt allen.

    Übrigens: Auch die jüngst Rede von Orban ist lesenswert. Kein Wunder, dass der israelische MP dorthin jetete, während andere beiden Seiten vorwerfen, dass sie bei ihrer Einwanderungspolitik Interessen der Einheimischen achten (die israelischen Kampfflieger nutzten schon vor Jahren Ungarische Flughäfen für eine Aktion gegen bedrohliche Atomanlagen).

    Viele freundliche Grüße aus meiner Heimatstadt Berlin

  42. PS: als mein Berliner Sohn in München studierte -
    Als einer meiner Söhne vor Jahren in München studierte, hat er sich mit vielen Münchenern befreundet (einer teilt mit ihm die Studentenbude in Berlin). Die haben ihn dann beraten beim Trachtenkauf fürs Oktoberfest usw. Der kleine Bruder hat erst etwas geguckt, aber mich hat das sofort gefreut.

    Wir sind früher immer gern zum slowakischen Kulturfestival nach Stracnice gefahren, wo viele Geigen spielen, wie hier Geige – und in lauschiger Sommernacht messen sie sich mit den Violinisten vom Konservatorium Bratislawa. Und ob Alt oder Jung: Trachten. Herrliche alte Trachten (wie die nur 3,6 Mio Slowaken ihre Kultur bewahrten, ist schlicht bewundernswert. Man siehe nur die vielen Videos bei Youtube von Schul-Vorsingen usw. und alle Kinder sind mit großer Freude dabei… Und die Slowakei hat all das neben anderer moderner Kunst, denn Volkskunst erfindet sich immer wieder neu).

    Wer den Trachten nach dem Nicht-Tragen trachtet, der hätte übrigens viele, viele Gegner auf den Karneval der Weltkulturen in Berlin.

    (es war übrigens immer schon etwas traurig, was die Deutsch vor dem Mauerfall als internationale Gäste bei dem slowakischen Kulturfestival boten. Alle anderen, ob Osteuropäer oder Italiener oder Spanier hatten da weit mehr in petto, als die Leute aus der DDR. Aber immerhin hat im Osten Heimatliebe und auch das kulturelle Erbe hochgehalten, um das sich von Ferne Zugereiste kaum kümmern werden)

    PPS: und vieles an „Wahre Werte“ von FreiWild ist eben doch richtig, und sollte zumindest nachvollziehbar sein.

    (Entschuldigung wegen der Länge des vorigen, nur ich fand das Zitat so „wichtig“)

  43. Könige und Fürsten und dergleichen...
    Zitat:
    „Aber der Islam ist nun mal mit der Übernahme zweimal in den letzten Jahrhunderten vor Wien gescheitert“
    Zitat Ende.

    Wenn ich bösartig wäre, was ich hoffentlich nicht bin, könnte ich jetzt behaupten, dass der vom Don bevorzugte Absolutismus irgendwie erfolgreicher war, den politischen Islam abzuwehren, als unsere Demokratie…

    • Die Polen
      @Thomas Meyer
      Leider haben die Polen wg. einer Reprise von 1683 schon abgewinkt: ‚Wir retten Europa nicht ein zweites Mal.‘

    • Nein, es ist einfach ein historisches Ereignis, da gibt es sonst nichts zu sagen.

    • und wie mein Arbeitskollege sagte
      es wird nie wieder ein vor Wien geben, wir sind schon in Wien, selber schuld.

      übrigens voll integriert, nicht wie so mancher deutsche, zb sein Sohn läuft jedes Jahr als Krampus rum und vermöbelt seine Kollegen mit der Rute, ganz im Sinn des Brauchtums.

  44. Was wäre wenn ...
    … Merkel sich nicht auf den Rücken gerollt hätte und es geschehen ließ, als die Grenze 2015 überannt wurde?
    Es gäbe vermutlich immer noch eine Rot-Rot-Grüne Mehrheit im Bundestag – ohne AFD. Die globalistisch-grün-linken Medien-, Beamten- und Politik-Eliten hätten weiterhin still und heimlich in bester STASI-Zersetzungstradition in jedem Kaff Anti-Rechts-Forschungsprojekte mit arbeitslosen Soziologen installiert und Anti-Diskrimierungsnetzwerke für die kleinste Minderheit geschaffen. Die globalistische Guilt-Indoktrinierung wegen Kolonisierung/Klima/Ausbeutung/Fleischkonsum/Autofahren und weißer Hautfarbe wäre bedeutende Schritte weiter, und der Tag X nur noch Formsache. Auch in Polen,Tschechien und der Slowakei.

    2015 kam dann wohl doch zu früh für die heiße Phase.

    Spätestens ab 2020 wäre der gesellschaftliche Widerstand in Form von Pegida, AFD oder der rest-konservativen CDU faktisch erledigt gewesen. Es gäbe bereits die Presse-GEZ für unkritische Regierungspropaganda (die kommt aber sowieso) und dank frühkindlicher, grüner Polit- und Sexual-Erziehung stünde die nächste Generation globalistisch-sensibilisierter Gegendemonstranten bereit, um jede öffentliche Unmutsbekundung lautstark zu nullifizieren. Islamophobie wäre strafbar, UK wohl noch in der EU. Österreich hätte eine andere Regierung – vermutlich eine Linke. Orban wäre international erledigt, weil er die wirklich häßlichen Bilder verursacht hätte.

    Bleibt die Frage: Begann das multi-ethnische Transformations-Experiment zu früh, weil man bei passender Gelegenheit mal schnell den Euro retten wollte, indem man in einem humanitären Blitzkrieg eine zweite Front aufmacht, um damit ganz schnell die Soft-Power-Ressourcen für die Kujonierung der defizitären Südländer zu erobern? Oder hat Merkel einfach vom Ende her gedacht – ihrem eigenem: Wollte sie mal schnell mitten in der Legislatur SPD und Grüne erledigen, indem sie ihnen unbegrenzt Migrations-Strick gibt, so dass die sich zwangsläufig daran aufhängen mußten, um damit letztlich selbst an der Macht zu bleiben? Zumindest das hat geklappt.

    • Die AfD hat mit dem Euro und der EU
      noch ein zweites grosses Thema, eigentlich ihr erstes. Und das wird früher oder später hochkochen und mit der Völkerwanderung zu einem grossen Thema werden. Auch ohne die Einwanderung in die Sozialsysteme, so unsensibel und dumm wie sich die Altparteien aufgestellt haben, die AfD war nicht zu vermeiden.

    • @Max Richter
      der letzte Absatz trifft den Nagel auf den Kopf – meine Meinung..

    • In den letzten Tagen las ich irgendwo,
      dass der Prof. Münkler meint, Merkel hätte durch ihr Handeln Europa gerettet. Es hätte wohl kriegerisch werden können.
      Mir will das nicht in den Kopf, bin halt kein Prof, nur Lieschen Müller.

    • Target-II-Salden sind ein viel zu komplexes Thema für den Bundestagswahlkampf, da wäre die AfD erst in den Bundestag gekommen, nachdem das Geld schon abgeschrieben worden ist.

    • @ Philomena wg. Herfried Münkler und seinen Kriegsphantasien - und wg. Ihrer Gelassenheit
      Ich vertraue in diesen Dingen eher Ihnen und Ihrer Gelassenheit als dem honorigen Lehrherren Münkler, weil: Der denkt seit Jahrzehnten über Kriege, neue Kriege, große Kriege, dreißigjährige Kriege, neue Konfliktherde, asymmetrische Kriegführung und Krieg und Terror (Wintersemester), und dann wieder über „Terror und Krieg im Lichte der asymmetrischen neuen Kriegsführung“ (Sommersemester) usw. nach – was soll ein so ein Geist anderes hervorbringen als Angst vor Kriegsgefahren im Besonderen und Kriegsgedanken allgemein?! –

      – Alles andere wäre übermenschlich. Insofern taugt er als Warner glaubich gar nicht, weil einfach sein komplettes Sensorium zu sehr auf Krieg und Katastrophen geeicht ist, wie es aussieht und dann auch noch renitente Linksgegenderte Studentinnen, die sich beklagen, der Herr Münkler sei menschenfeindlich und mache ihnen Angst usw. (kein Witz – der Herr im Himmel meint es mit den Seinen hier unten manchmal durchaus streng…der arme Herr Münkler – einen ganz realen kleinen Mikro-Krieg hat er gar selbst zu bestehen, hienieden…).

      Also – solange sie nicht zeter und mordio rufen, will ich auchnicht allzu furchtsam sein – und wegen dem herren Münkler sicher schon gar nicht.

  45. Im Zweifel sind wir alle Bayern, wenn damit Deutschland erhalten bleibt
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    Ihr Beitrag behauptet sich sehr gut gegen die Texte des Sagbaren und des eh alles schon Gesagten von z. B. Gustav Seibt und Felix Stephan in der aktuellen Süddeutschen Zeitung (online). Er stellt diese Texte aus der deutschen Wirklichkeitserfahrung heraus mehr als in den Schatten.

    Was für Sie die Musik „Sperrbezirk“ war, war für mich 1989 „Dresden“ als eine handvoll Hamburger Studenten in der damaligen DDR Flugblätter mit dem 2-Punkte-Plan zur Wiedervereinigung und einer Einladung an die Hamburger Universität mit Prof. Wolfgang Seiffert verteilten, der auf den damaligen Wiedervereinigungsartikel GG 23 verwies.

    Die Parteien der DDR an der Hamburger Uni, die unmittelbare und die der nur in den Köpfen vernagelten, machte uns und alle Teilnehmer unserer Veranstaltungen zu „Nazis“ (wenigstens zu „Rechtsradikalen“).

    Also,
    nix Neues unter der Sonne mit den Un-Sagbarkeits-Ferkeln und ihren lallenden Voodoo-Nachäffer-Zeichen-setzen-Kindlein.

    Da die Russen und die Amis halfen und Helmut Kohl, Helmut Kohl wurde, schwenkten die „Nazi-Rufer“ schnell ein….und es erwuchs der später zu-recht-gestückelte-ein-Klick-Satz: zusammen was zusammen gehört.

    Auch die SED-Zeitung holte wieder ihr Deutschland einig Vaterland heraus und Täve Schur, der Radrennfahrer, erinnerte sich der alten SED-Parolen aus den 50iger Jahren zum Vaterland im SED-Interview.

    Tja,
    so schnell können Zeiten und „Zeichen“ wechseln und „Unsagbares“ wirkliche Wirklichkeit sein.

    Obwohl
    ich heute eher (bzw. nach wie vor) ein identitärer Wassertrinker bin – aber nicht glaube, das zwischen dem ICH und der Welt nur der globale Rechtsstaat steht (was für eine blindzonale, antideutsche Wirklichkeitsverdrängung aus selbstverzweifelnder Selbstverständlichkeitsverleugnung) – halte ich „Ihren“ und alle deutschen „WIR-Trachtenjanker-und-Dirndl“ hoch.

    Mein Jankerl kaufte ich zwar einmal spontan in Wien bei Hofer – und auch noch herabgesetzt.

    Aber,
    wenn Sie mir den Spontankauf durchgehen lassen, aus allzeit- notwendiger Solidarität mit dem „Sperrbezirk“ ziehe ich ihn am Ostersonntag in Hamburg über.

    Mit Hochachtung und auf Torte und Pfefferminztee Ihr Baldur Jahn

  46. Buona Sera, kommens hera, san ma mehra
    Tja, Seehofer will die Grenzen mehr kontrollieren, sagt er.

    An den Skandal im Sperrbezirk kann ich mich gut erinnern. Norbert Schramm ist danach seine Kür gelaufen und bekam donnernden Applaus, weil er den Titel wählte.

    Ich sehe gerade die Brettl – Spitzen und da singt eine dunkle Frau mit indischen Wurzeln: Du musst die Männer schlecht behandeln, dann sind sie gut zu dir…

    Übrigens sagte mir jemand, der den BR – Stammtisch gesehen hatte, dass die 80 Sitze der Engländer im EU – Parlament nach dem Brexit nicht wegfallen werden, wie der gesunde Menschenverstand annehmen würde,sondern auf die 27 Staaten verteilt werden.Es wird nichts verschlankt an Diäten und Pensionen.

    • Verteilt auf 26 Staaten
      Deutschland hat nämlich schon 97 Sitze, mehr sind nicht erlaubt.

    • Es wurde dort von einem Journalisten
      wohl so gesagt. Dann bekommen andere halt mehr und könnten uns gut überstimmen? Ich hätte nachfragen sollen, ob es sich nur um Abgeordnete oder auch Verwaltungsleute handelt.

  47. kleine Anmerkungen ...
    Trotz des Namens, der irgendwie mit dem 2/4-Takt („halber“ Takt) zu tun hat, ist die Polka urspünglich böhmisch. Polnisch ist die Mazurka. cf. Wikipedia.

    Anderes Thema:
    Was ist, falls einerseits die Beziehung „gehört zu“ transitiv ist und andererseits Scharia und Salafismus bzw. Wahabitismus „zum Islam gehören“?

    Also:
    A gehört zu B und B gehört zu C -> A gehört zu C?

    Dann würden Scharia und Fundamentalismus auch zu Deutschland gehören?

    Wie gut, dass in den Medien wie in der Politik die einfachste Logik nichts gilt, man vielmehr meist assoziativ argumentiert …

    • Ich habe eine Lösung
      Ihre Logik mag stimmen, und mathematisch käme man da wirklich kaum raus, aber:

      „Das hat mit dem Islam nichts zu tun!“

  48. Erzengel...
    Ich habe das Gefühl, da oben ist wirklich ein Erzengel am Steuer eingeschlafen und die brennende Zigarette ist direkt von der Wolke hier unten in den trockenen Zunder gefallen. Und der schläft immer noch, während alles lichterloh in Flammen steht.

  49. Wollen nur spielen... (Vol.2)
    Der Zweite „… war laut der «Thüringer Allgemeinen» bis Mittwoch Sprecher des Bündnisses «Zivilcourage und Menschenrechte» im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Mittlerweile ist sein Name von dessen Website verschwunden. Das Anti-rechts-Bündnis hatte im Jahr 2016 von der Landesregierung einen Demokratiepreis erhalten…“

    Demokratiepreisträger baut Bombe. Deutschland 2018. Wie war das nochmal mit dem Baader und dem Kaufhausanschlag? Ach. So lange her. Das waren ja auch die Guten. Schade war die Polizei und Staatsanwaltschaft damals nicht auch so vernünftig.

    Der Baader wäre woll heute im Bundestag. Cooler Dienstwagen, klagende Reden und ein paar bunte Hühner Drumherum. Was für ein Leben.

    • Nun, vielleicht will man die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten, obwohl es schon schräg ist.

    • *Könnte* sein, hätte man nicht versucht, die Ermittlungen zu hintertreiben
      „Dennoch hat das Landeskriminalamt die Ermittlungen erst am gestrigen Samstag übernommen – offenbar aufgrund wachsenden politischen Drucks“ [Die Welt]

  50. Titel eingeben
    Danke für einen erneut sehr starken Text.

  51. Der FAZ zum Scham
    Wer jemaden wie Sie gehen lässt, beschämt sich selbst. Wie immer: Vielen Dank und beste Wünsche auf Ihr Wohlergehen!

    • Nein, der will halt was anderes machen. Sie dürfen nicht übersehen, auch dieses Blog war ein Experiment, und ich denke, sie lassen sich schon was Neues einfallen.

    • Abwärts
      „Sie dürfen nicht übersehen, auch dieses Blog war ein Experiment, und ich denke, sie lassen sich schon was Neues einfallen.“
      Mag sein. Sicher ist nur: Besser wird es nicht.

    • Das kann man vorher nicht sagen.

  52. Dirndl in der Schule - 60er...
    @DA: „Meine Mutter erzählt, dass es Mitte der 60er Jahre in Bayern noch vollkommen normal war[en], wenn Lehrerinnen im Unterricht ein Dirndl trugen.“
    Verzeihung, aber da braucht es nicht nur Ihre Mutter in Bayern dazu.

    Selbst als Bub in Hessen in der Schule bis 1966 erlebt, eine Frau gebürtig aus – äh: Hinterpommern, „geflohen mit der Mutter vor den Russen 1945“, Lehrerin in Deutsch, Biologie und Geschichte, Fräulein Ursula M.

    Die Gute hatte eine Bienenwabe mitgebracht in den Unterricht, bloß ein bißchen tief vorne in der Klasse auf einem Hocker zur Ansicht plaziert, damit man von oben in die Waben sehen konnte. – Und wir immer wieder: „Wie nochmal, Frl. M., war das mit der Bienenwabe und der Bienenkönigin und den Drohnen, genau?“. Und sie beugte sich unermüdlich in ihrem Dirndl weit vor und erklärte es mit ihrem Bleistift geduldig zeigend uns nochmals und wieder.

  53. Der Seehofer
    macht den gleichen Fehler wie Pe- und sonstige Gidas: Sie wettern gegen den Islam und machen sich damit angreifbar. Wovor die Leute tatsächlich zurecht Angst haben, ist die Rückkehr der allesbestimmenden Religiosität.

    Das Christentum war Jahrhunderte keinen Deut besser in der Ausgrenzung und Unterdrückung Nicht-konformer, Anders- und Nichtgläubiger, in der Vernichtung ganzer Völker und Kontinente, im Krieg unterschiedlicher Glaubensausrichtungen gegeneinander, unerträglicher Vermehrung und daraus resultierender Auswanderungswellen und Eroberungskriege.

    Der Unterschied zum Islam ist lediglich: Das Christentum hat es hinter sich, zumindest in Teilen des Islam scheint sich die Uhr dagegen rückwärts zu drehen.

    Die Bayern des Jahres 1800 würden heute auch nicht mehr zu Deutschland gehören. Eigentlich noch nicht mal die von 1984. Sie erinnern sich: Nicht nur Spider Murphy Gang wurde abgedreht, auch Frankie goes to Hollywood (Relax), Falco (Jeanny), und… – Hab ich was vergessen? Ein Wunder eigentlich, wie Biermöslblosn und Hans Söllner überleben konnten.

    Aber soviel Selbstreflexion ist in der Politik nicht erwünscht, zumal die klerikale Kleinkariertheit noch gar nicht solange her ist.

    • Säkularität
      Sehr schön auf den Punkte gebracht. Deshalb finde ich auch Religion als Schulfach unangemessen.
      Weder die Form der Religiösität noch die der Sexualität sollte einen Anspruch auf Sonderrechte begünden und jedenfalls dem Rechtsstaat untergeordnet sein. Ebenso sollte weder der Glaube noch die Sexualität noch das Geschlecht Grund oder auch nur Anlass für Diskriminierung sein?

      Leider ist das mittlerweile falsch: Im Beruf „Frauen und Minderheiten bevorzugt“, „bei gleicher Eignung werden…“, Bevorzugung wegen Herkunft, sexueller Orientierung, Geschlecht, Religion, Diversity etc . Alles Formen der Diskriminierung, die eben nicht nur negativ sondern auch positiv, durch Bevorzugung erfolgen kann.

      The good news: moderne Arbeitsformen hebeln die Diskriminierung der bürokratischen Organisationen aus. Die alte Organisation der Arbeitswelt stirbt langsam aus und mit ihr die neue Form der positiven Diskriminierung. Der freie „professional“ sucht sich seine Geschäftspartner nach Kriterien der Profitmaximierung und nicht nach Religion oder Geschlecht aus.

    • ... nee ...
      … die sog. „Hochkultur“ bedroht uns heute und morgen, da brauchen Sie nicht mit Zeug zu kommen, das 100 Jahre alt ist. Und dass knallharte ethnisch-religiöse Auseinandersetzungen uns hier bevorstehen … und die – wenn man Jugoslawien, Libanon, Syrien – als Erfahrungswissen hinzunimmt bis zur letzten Patrone ausgefochten werden …

      Es ist einfach strunzdumm, Unterschichten aus dieser „Hochkultur“ außer in verträglichen Mengen ins Land zu lassen … das ist alles eher keine Kermanis, sondern eher Anus Amris …

    • Titel eingeben
      Das denke ich auch: in Europa hat die Kirche ihre politische Macht nicht freiwillig abgegeben, es war ein langer Prozess. Europa ist zwar vom Christentum geprägt, aber inzwischen säkularisiert, und die meisten möchten es nicht mehr anders.

      Noch zum Artikel: ich glaube, es war Dickens der sagte, das Schlimmste an einer Bewegung sei die von ihr ausgelöste Gegenbewegung. Da können wir uns auf einiges gefasst machen.

    • Das finde ich jetzt zu weit abstrahiert, ich habe wenig Angst vor der Wiederkehr eines orthodoxen Christentums.

      Aber ich habe Kämpfer des IS mit Köpfen Fußball spielen gesehen, und die Leute freuten sich wie kleine Kinder.

      Auf /gif/ gibt es immer wieder rekt oder IS threads, wenn Sie mal die Segnungen des Islamischen Staates mit der Repression des ländlich katholischen Bayerns vergleichen wollen.

    • @ Bürger-Minoritätsdemokratur
      Der Diskriminierungsvorwurf von Minderheiten ist deren Allzweckwaffe in der Minoritätsdemoktratur( Muslime, Homosexuelle, HartIVler, Frauen, Christen etc.). Nur die steuerbereitstellende Minderheit mit oder ohne Familie wird keine Politik gemacht. Die können sich auch nicht wehren, weil sie auf Arbeit sind und am Wochenende die Versäumnisse der Woche aufholen müssen.

  54. Ichabnochnixglesen aber: Die Fotos - so gut, so gut!! - _ -
    Michael Rutschky prägte den Begriff der „Ethnographie des Inlands“ – das wäre ein Ansatz…

    Und Walter Keller – Rutschkys Ko als Herausgeber-Duo des „Alltags“ – jenes – spätestens: Nunmehr! – öffentlichen Vorläufers, von Don Alphonsos Blog, sagte, die Zürcher Zeitschrift widme sich den „Sensationen des Gewöhnlichen“… That’s it, that’s it… Ah ja – Keller war ein erheblicher Kenner&Liebhaber der Photographie…tempi passati…weil er leider nicht mehr unter uns weilt…

    Soll ich jetzt auch noch gestehen, dass mir die Äuglein feucht wurden, als ich der „Fotünen“ (Schyzerdüütsch für – – – Fotos….) oben ansichtig wurde?

    Naja – und ein klein wenig existentielle wucht hat das alles hier ja sowieso – weil – – – etwas zuende geht…


    • Wie schön, daß Sie den „Alltag“ mal erwähnen, mit seinen „Sensationen des Gewöhnlichen“. Ich erwischte einmal ein Heft an einer Zeitschriftentheke in einem großen Supermarkt. Und las mich völlig fasziniert fest. Seither ist mir dieses Heft nie mehr untergekommen, aber den Namen weiß ich heute noch.

    • @ Colorcraze - ich wollte heute morgen Ihr "Alltag"-Lob an Michael Rutschky weiterleiten
      -weil ich dachte, dass Ihre Worte ihn sehr freuen würden, und hab‘ dann vorhin mitbekommen, das Rutschky am Wochenende gestorben ist.

      Walter Keller tot, Michael Rutschky tot – beide „Alltag“-Macher. Das ist traurig.

      Rutschkys letztes Buch „In die Neue Zeit“ – Aufzeichnungen aus der Zeit des Mauerfalls und danach habe ich im Januar gelesen.

      Am besten fand ich seine Idee der „Ethnographie des Inlands“ (und den entsprechenden Essay-Band „Erfahrungshunger“ – suhrkamp) – – und das passt, wie oben schon zart angedeutet, sehr gut zu Don Alphonsos „Stützen der Gesellschaft“ blog, wie ich finde.

      Keine Ahnung, ob das eine Art zufälliger geistiger Parallelaktion von Rutschky und Rainer Meyer ist, oder ob Rainer Meyer von Michael Rutschky Ideen empfangen hat.

      Dass ich hier landete, hat jedenfalls mit Michael Rutschkys trefflichem Wirken zu tun.

      Er ruhe sanft!


    • @Dieter Kief: ach, das ist schade, daß die beiden verstorben sind. Immerhin weiß ich jetzt dank Ihnen überhaupt, wer den sagenhaften „Alltag“ gemacht hat! (Davon hatte ich vorher keine Ahnung)
      Und Sie haben die beiden sogar gekannt?!
      Waren das Zürcher? Haben die das über einen Verlag herausgebracht oder in Eigeninitiative (damals war ja die Zeit der Fanzines…)? Und ist irgendwo noch eine Gesamtauflage zum Nachlesen für die Nachwelt erhalten?
      Ab und an gibt es so etwas Lebensnahes, das den Nerv der Zeit trifft.

    • rutschky(s)
      Ein interessanter Einfall, Rutschky und DA zusammen zu denken – obwohl, Michael Rutschky hat ja einen eher hintergründigen Zeitlupenhumor praktiziert. Wir hatten Rutschky in den 90ern zu einem Symposium eingeladen. Er hat hat damals einen rätselhaften, völlig unspektakulären Diavortrag über das Leben in einer Berliner Strasse gehalten, der aber irgendetwas gehabt haben muss, weil man ihn auch nach 30 Jahren nicht aus dem Kopf bekommt…
      Übrigens: Wenn man Rutschky & den Don zusammendenken will, dann sei an Katharina Rutschky verwiesen (auch letztens verstorben) – da sind die Temperamente ähnlicher.

  55. Tracht, Tanz Identität
    Serbische Freunde hatten uns jüngst zu einem Folkloreabend eingeladen, es war lustig fröhlich und stärkt den Zusammenhalt in der Diaspora.

    Ähnlich geht es bei Eriträern zu, bei Festen trägt man heimische Tracht inklusive komplizierter Frisuren

    Trachten scheinen demnach überall normal zu sein, nur nicht in deutschen Großstädten.

    Ich interpretiere diese Rückkehr zu den Kleidern der Altvorderen als Besinnung auf die eigenen Wurzeln. Manche müssen sich eben mit künstlichen Wurzeln behelfen, weil sie die eigenen nicht mehr kennen, und kommen dann aus Hamburg zum Trachtenmarkt ins Bayrische.

    Ich halte dies dem Grundsatz nach für eine gesunde Entwicklung, mit tiefen Wurzeln ist man offen für Anderes, kann neugierig sein und sich am Fremden freuen

    Durch ihren Artikel angeregt, habe ich gerade nach ‚Trachtenmarkt Schlitz‘ gegoogelt. Es sind unheimlich viele jungen Leute dabei, vor 10 Jahren hätte ich noch gewettet, dass solche Feste aussterben. Schön, dass ich mich geirrt habe.

  56. Stark
    Sehr starker Text! Kein Wunder, dass dieser Blog so erfolgreich ist. Das bezieht auch die Kommentare ein.
    Ich muss nochmal nachtreten, die Schließung durch die FAZ war ein ganz großer Fehler!!!

    • Es ist keine Schliessung, die FAZ verbreitet es nur nicht mehr.

    • @Don: Sie stehen ja bis zuletzt zur FAZ
      aber es ist trotzdem ein Unterschied, ob man im Zweifelsfall eine große Rechtsabteilung im Hintergrund hat oder wie Danisch Einzelkämpfer gegen staatlich gesponserte Weltverbesserungsvereine ist.

    • Ich weiss, und die FAZ war ja auch gut zu mir.

  57. Liebe, wo man auch hinschaut
    Der Text von „Skandal im Sperrbezirk“ …

    [ … und draußen im Hotel L’Amour
    langweilen sich die Damen nur,
    weil jeder, den die Sehnsucht quält,
    ganz einfach Rosis Nummer wählt. …]

    … handelt übrigens weniger von heute heftig drangsalierten CIS-Männern, als denn von jungen Frauen wie Rosi, die es den sie mögenden Männern wirklich gerne besorgen würden, ohne sich dabei schlecht oder unmoralisch zu fühlen. Der Text des Liedes handelt eigentlich von der Emanzipation der Frau, die einem (oder mehreren) Männern „ihre Nummer“ gibt.

    Dafür braucht man Charakter, Liebe, Hingabe und eine gewisse körperliche Anziehungskraft, also alles Eigenschaften, die unseren staatlich geförderten Genderfaschistinnen leider vollständig fehlen. Kein Wunder, dass man mit einer so gottlosen Lebenshaltung früher oder später in der Klapse oder sogar auf dem Schafott landet.

  58. Feuerwerk
    Großartiger und kongenial illustrierter Text – vielen Dank!

  59. Hilflos?
    Ja. Womöglich ist das Raushängen einer vorbelasteten Fahne hilflos. Ich gebe aber zu bedenken, dass es die Fahne des neuen Deutschlands nach 1945 ist. Eines demokratischen Deutschlands ohne Zensur und Meinungsdiktatur. Eines Deutschlands, dessen einstige Politiker noch für anstatt gegen Deutschland und die deutsche Bevölkerung statt gegen die Deutschen gearbeitet haben.
    Wie hierzulande mit zweierlei Maß gemessen wird, sollte mittlerweile jedem auffallen, so primitiv wie dabei vorgegangen wird. Ich bin gegen Verschwörungstheorien, unterstelle aber mittlerweile Absicht.

    • Fahnen
      Ausser bei der WM der Männer (ab Halbfinale gibt es auch schon mal Deutschlandfahnen), hängen hier Flaggen in blauweissrot, manchmal auch welche mit Kühen oder dem Weihnachtsmann, früher auch mal vom Fussballverein der Wahl, aber überwiegend blauweissrot. Das ist wie in Bayern, da hängt auch kaum eine Deutschlandfahne.

    • Titel eingeben
      Es ist die Fahne des Hambacher Festes, des ersten Deutschen Parlaments und der ersten Deutschen Republik. Keine schlechte Historie.

    • Fahnen
      Geht man an Schrebergärten vorbei, sieht man sehr viele Deutschlandfahnen. Muss das der SPD nicht zu denken geben? Und allen anderen auch?

    • Titel eingeben
      Im Amerikanischen Bürgerkrieg haben sich die Soldaten darum gerissen die Fahne tragen zu dürfen. Obwohl sie dann wehrlos waren und eine hochgradige Todeschance hatten da der Gegner versucht hat den Fahnenträger zu töten.
      Je zerfledderter eine Fahne nach der Schlacht war desto mehr wurde sie verehrt.
      Den deutschen Text dazu kennen wir ja.

  60. Schön beobachtet, wunderbar geschrieben.
    Möge dieser März nie zu Ende gehen.

  61. Im Mutterschiff hat ein Leser die Zugehörigkeit
    sehr schön definiert:
    Zu uns gehört, was wir vermissen, wenn es uns verlassen würde.
    Da kann jetzt jeder selbst entscheiden.
    (Sollte ich ihn jemals kriegen, mein Krebs gehört nicht zu mir.)

    • nicht leicht
      Ich würde KGE und Trittin nicht vermissen, den türkischen Handwerker schon eher. Insofern ist das schwierig. Aber was der freitags macht, gehört nicht zu mir.

    • Über Saupreissn
      hat auch mal einer gemeint, dass das Leute sind, die man daheim auch nicht mag.

    • Aber solange Ihre hauseigenen Polizeikräfte im Anfangstadium wieder und wieder jeweils
      stiekum erfolgreich dagegen vorgehen, gibt’s für Sie keine Probleme. Regelmäßige, sogar gesetzlich vorgeschriebene, externe Früherkennungsmaßnahmen sind jedoch nicht unbedingt durchweg wirksam – manchmal fehlen einfach Symptome: Keine Schmerzen woauchimmer, keine Verfärbungen woauchimmer, keine Schwellungen woauchimmer, keine Blutwerteänderungen wieauchimmer et al. Und die niedliche, lütte jedoch bereits (!welch ein Wort!:) bösartige Raumforderung tummelt und dehnt sich vergnügt im Verborgenen bis zum abrupten Ausbruch – dann ist die Zugehörigkeit schon lange, sozusagen unverfallbar, vorhanden…

    • @Oberländer
      welches Handwerk übt denn Ihr türkischer Handwerker aus? Mir scheint als wenn das handwerkliche Verständnis der Türken selten über Reifen wechseln, KFZ allgemein und Änderungsschneiderei hinausgeht…

  62. Blase der Ahnungslosigkeit
    Ich kenne eine ganze Menge Linker, die sich fröhlich in dieser schön beschriebenen Blase der selbsternannten Bessermenschen tummeln. Die meisten sind Männer, weshalb ihnen schon einmal grundsätzlich viele negative Erfahrungen fehlen, die Frauen mit einer bestimmten Klientel in ihrem Leben machen – Köln Silvester 2015 war nur ein Fanal für etwas, was in bestimmten Maß längst Alltag ist oder spätestens seit September 2015 Alltag geworden ist. Jene Linken haben sich auch offensichtlich nie näher mit den Lebensgeschichten von muslimischen Frauen in deutschen Parallelgesellschaften befasst. Drückt man ihnen den Koran in die Hand, dann halten sie ihn das erste Mal und einer von ihnen amüsierte sich köstlich darüber, dass darin in einer Textstelle Frauen mit Kühen verglichen werden. Die Situation von Frauen in islamischen Ländern interessiert sie sowieso nicht, dafür müsste man ja lesen. Das tun sie aus Prinzip nicht, selbst wenn man ihnen Texte schickt, in denen entsprechende Gesellschaften respektive Frauenschicksale beschrieben sind, auch UN-Berichte lassen sie kalt, ebenso Studien. Dafür bekommt man dann im Brustton der Überzeugung Berichte aus erster Hand, die ungefähr so lauten: „Meine Freunde, die Muslime sind, erzählen mir immer, dass gerade Muslime Frauen besonders respektieren.“ Zeigt man ihnen Berichte über Übergriffe oder erzählt man eigene negative Erfahrungen heißt es: „Ja, ich weiß, es gibt Übergriffe.“ Sind es linkswählende Frauen, waren sie in der Regel niemals allein außerhalb der geschützten Touristenzonen in einem islamischen Land und haben nie nähere Erfahrungen mit der Lebenswelt muslimischer Frauen in D. gesammelt. Sie haben vielleicht gar nicht mitbekommen, dass ihre türkische Mitschülerin aus der Grundschule mit 18 schon unglücklich verheiratet war, da sie längst den Kontakt verloren haben. Was beide Geschlechter bei den Linken zu vereinen scheint, ist, dass sie absolut von ihrer wie auch immer gearteten Mission im Sinne einer nebulösen Buntheit in der Gesellschaft überzeugt scheinen und alles andere ist Nazi. Noch nie ist mir das Ergebnis medialer Gehirnwäsche deutlicher geworden, immerhin bin ich eigentlich selbst Altlinke. Und was auch alle gemeinsam haben, ist dass sie jeden Zusammenhang zwischen ihrer eigenen Wahlentscheidung und schlimmen Ereignissen wie den Kölner Massenübergriffen, Terrorangriffen wie am Breitscheidplatz, den von den neuen Migranten getöteten jungen Frauen und generell allen Todesopfern durch die verantwortungslose Migrationspolitik leugnen. Ich kann es immer noch nicht fassen, welches Ausmaß an Ignoranz und dummen Geschwätzes mir von dieser Seite her begegnet ist, übrigens auch von Leuten mit dem Stempel höchster akademischer Weihen. Irgendwann blieb mir nichts als zu beschließen, jene kafkaesken Gespräche zu beenden. Mit Linken reden? Für mich kaum mehr möglich.

    • Jo, Durs Grünbein hats "erklärt" - der Hass in D. kommt von "rechts" und die Mordserie des "N
      sind daher das eigentliche und sozusagen maßgebende Ereignis.

      Der Breitscheidplatz-Anschlag und der Anspacher Anschlag usw. kommen bei ihm im Dresdner Streitgespäch mit Tellkamp daher auch gar nicht vor.

      (Mich würde interessieren, wie er diese Dinge, auch die von Ihnen erwähnte „Verheiratung“ junger Muslimas, und die Silverereignisse in Köln, und die Morde und Totschläge der Zugezogenen überhaupt –
      – wie Tellkamp das alles einordnet, ehrlich gesagt…).

    • Meinten Sie, Herr Kief...
      …wie Durs Grünbein das alles einordnet? In der Regel habe ich den Eindruck, dass man bei diesen Linken die erwähnten Ereignisse gegen Leib und Leben der Deutschen als leider in Kauf zu nehmenden Kollateralschaden für etwas viel Größeres sieht – die Vorstellung des unermesslich Guten bei der Aufnahmen von „Flüchtlingen“ ist derartig überhöht, dass man den Tod und das Leid der Einheimischen durchaus mit einem gewissen Bedauern zur Kenntnis nimmt, aber man müsse das eben so hinnehmen. Also andere. So lange es jene Leute selbst nicht trifft, ist es ihnen offenbar herzlich egal, das Gefühl der unendlichen moralischen Überlegenheit und das Bewusstsein zu den wahrhaft Guten zu gehören, wirkt hier scheinbar wie eine Droge und blendet alles andere aus. Dann kommen so Sätze wie „Aber es ist eben christlich, das zu tun.“ Und das kommt dann tief aus dem Inneren und man merkt, hier legt sich eine Gehirnwäsche über die andere, da ist jegliche Realitätsbeschreibung und jegliche vernünftige Argumentation chancenlos. Das andere ist die Angst vor Jobverlust oder dem negativen Status als „Rechter“ oder „Nazi“ – also die Angst ausgegrenzt zu werden oder möglicherweise Position und Status zu verlieren. Das Mitläufertum in unserer Gesellschaft ist eben scheinbar so groß wie eh und je. Besonders spannend ist, wenn man z.B. mit einem Mitglied der Linken im Wahlkampf geredet hat und festgestellt hat, er denkt eigentlich wie man selbst, denn er hat mittlerweile eigene wenig begeisternde Erfahrungen mit neuen Migranten gemacht. Das teilt er dann aber nur halblaut mit, so dass die Umgebung das nicht hören kann. Mittlerweile weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, wie ich diese Leute noch respektieren soll.

    • Schein oder echt?
      Es wirkt so, dass ihnen diese Mädchen in Kandel und Flensburg und eine solche dämliche Sendung wie die in KiKa über das Mädchen, das jetzt Kopftuch tragen soll, egal sind, ja. Es wirkt so oder beschämt sie ohne Möglichkeit, Fehler zuzugeben, getreu nach dem Vorbild.

    • Herr Oberländern, das ist gut möglich...
      …dass viele die Folgen ihrer Haltung erst jetzt begreifen und sie deshalb ungern zugeben wollen, falsch zu liegen. Sicher ist es unangenehm, einen Fehler zuzugeben, besonders wenn er schwerwiegende Folgen hat. Aber dass es für sie grundsätzlich nicht möglich sein sollte, das bezweifle ich doch sehr. Es ist eben einfach viel leichter, immer weiter mit dem Finger auf die (vermeintlich) Rechten zu zeigen, als eine selbstkritische Haltung einzunehmen.

    • @ Sabine Schönfeld und Oberländer wg. Fehler zugeben und Zuzügerdebatte
      Das ist in der Tat eine der schwereren Übungen: Fehler zuzugeben.

      Ich überlege immer, was dazu beitragen könnte, diese Übung zu erleichtern. Vielleicht hilfts, die Debatte nicht allzusehr moralisch aufzuladen, aber doch immer wieder auf die Dinge, die nachweislich nicht gut laufen, hinzuweisen.

      Manche (ehemals) gutwilligen Leute machen derzeit auch ein paar Erfahrungen, die sie nicht für möglich gehalten hätten, wie ich immer wieder höre.

      Gleichzeitig treffe ich immer wieder auf ganz normale Leute im Berufsleben, bürgerliche Umgebung usw. die – im vertraulichen Gespräch, – sozusagen von selbst, urplötzlich anfangen: Dass sie ihr Zeitungsabo gekündigt haben, dass sie wirkliche Wutanfälle kriegen, wenn die die ARD-Sendung „Report“ z. B. über die Zuzügerproblematik sehen. Obwohl, so sagte mir am Samstag ein ehemaliger Klassenkamerad aus der Grundschule, obwohl er sonst nie Wutanfälle kriegte, passiere ihm das in letzter Zeit plötzlich häufiger.

      Es bewegt sich also etwas – und zwar nicht zu knapp!

      Selbst das FAZ-Feuilleton bewegt sich ganz langsam, z. B. weg von den Gender-Sprachregelungen und angeschlossenen Denkverboten – in den letzten Tagen waren gleich zwei Artikel, die in diese Richtung wiesen.

      PS
      (Mir ist klar, dass das alles (alles….) höchst widersprüchlich ist (natürlich auch die Vorgänge in der FAZ).

    • Mit Linken reden
      ist leider sehr schwierig geworden. Egal ob im privaten Bereich (seit 2015 ist da im Freundeskreis mit bestimmten Freunden etwas zerbrochen, ich weiß nicht ob das je wieder so gekittet werden kann, dass es wie früher wird – eine lustige, unbeschwerte, aber auch ehrliche Freundschaft. Schade und ja, auch schmerzhaft) oder auch in Foren.

      Ich hab mal versucht, ich weiß nicht, war es letztes oder vorletztes Jahr, über eine Kommentarspalte einer örtlichen Zeitung mit einem überzeugten Flüchtlingshelfer zu diskutieren. Wir sind dann auch so weit gekommen, dass er zugeben musste, dass es nicht unbegrenzt geht und für unser Land auch nicht machbar ist. Aber schon im nächsten Artikel Tage später wurde die selbe unbelehrbare Schiene gefahren, so als ob unsere vorherige Diskussion nie stattgefunden hätte. Ich hab nicht mehr geantwortet, man gibt auf, es ist sinnlos.

      Auch die Weltfremdheit und Unbedarftheit gerade akademischer Kreise hat mich doch schockiert. Man glaubt nicht, in welchen Parallelluniversen diese Menschen leben.

    • @ Herr Kief - Debatte
      „Vielleicht hilfts, die Debatte nicht allzusehr moralisch aufzuladen…“ Das Problem ist aber ja gerade, dass diese Leute aus ihrer Sicht hochmoralisch argumentieren. Man muss also bei ihnen ein Verständnis dafür erreichen, dass die Frage, was ist richtig in der Migrationskrise, ja eben keinesfalls eindeutig zu beantworten ist, sondern im Gegenteil ein moralisches Dilemma (!) ist, für das es keine ideale Lösung gibt. Das Problem ist ja gerade, dass hier Migranten und die einheimische Bevölkerung klar gegenteilige Interessen haben. Und die Pseudoantwort darauf aus Politik und Presse, man dürfe verschiedene Gruppen nicht „gegeneinander ausspielen“, geht deshalb deutlich an der Thematik vorbei, diese Interessen sind eben faktisch gegenläufig. Und im Zweifelsfall hat selbstverständlich die einheimische Bevölkerung Priorität vor Fremden. Und weiterhin hat natürlich eine langfristig gute Lösung Vorrang und die Ansiedlung so vieler Menschen einer inkompatiblen Kultur führt längerfristig zwangsläufig in eine absehbare gesellschaftliche Katastrophe für alle Beteiligten. Und moralisch richtig liegt wohl derjenige, der das längerfristig Gute vorzieht!

      „Gleichzeitig treffe ich immer wieder auf ganz normale Leute im Berufsleben, bürgerliche Umgebung usw. die – im vertraulichen Gespräch, – sozusagen von selbst, urplötzlich anfangen: Dass sie ihr Zeitungsabo gekündigt haben, dass sie wirkliche Wutanfälle kriegen, wenn die die ARD-Sendung „Report“ z. B. über die Zuzügerproblematik sehen.“ Darin sehe ich ein großes Problem – dass die Leute noch immer die Stimme senken, um das auszusprechen, was wahrscheinlich die Mehrheit längst denkt. Und dass die Menschen bei der Bundestagswahl nicht klar gegen jene Parteien gewählt haben, die die falschen Entscheidungen Frau Merkels in Punkto Migration mitgetragen haben. Das muss ja dann nicht zwangsläufig die AfD sein, eine kleinere Partei würde es wohl auch tun. Die Menschen reden und wählen noch immer nicht ehrlich und konsequent.

    • Richtig, AHE, gerade die Akademiker fallen hier negativ auf!
      „Auch die Weltfremdheit und Unbedarftheit gerade akademischer Kreise hat mich doch schockiert. Man glaubt nicht, in welchen Parallelluniversen diese Menschen leben.“

      Gerade von politisch links stehenden Akademikern habe ich hier auch schon schier unglaubliche Äußerungen vernommen. Beispielsweise habe ich das Thema Flüchtlingskrise und Islam unabhängig voneinander mit zwei Professoren diskutiert, beides Geisteswissenschaftler, die in – den Gesellschaftswissenschaften nahestehenden – Fächern lehren. Vom einem von ihnen hörte ich eben jene Äußerung, seine muslimischen Freunde würden ihm aber versichern, gerade Muslime stünden Frauen mit besonderem Respekt gegenüber. Auf gefühlt 1000 Studien, Berichte über muslimische Frauenschicksale und UN-Reporte über die rechtliche und allgemeine Situation von Frauen in muslimischen Ländern, die ich ihm schickte, bekam ich dann die Antwort, er könne ja als Professor nicht auf allen Gebieten gleichermaßen kompetent sein, ohne dass sich dann aber seine Einstellung merklich änderte. Ich wüsste aber kein geisteswissenschaftliches Fach, in dem die Studie nicht letztlich Maß aller Dinge ist. Der andere Professor argumentierte insgesamt ebenfalls nicht besonders stark und setzte allem die Krone auf, indem er tatsächlich das furchtbar traumatische Erlebnis seines von einem Deutschen geklauten Geldbeutels den von mir angeführten Kölner Massenübergriffen auf Frauen gleichsetzte. Gestohlener Geldbeutel gegenüber intimen Übergriffen vieler Männer bis hin zur Vergewaltigung. Irgendwann fing ich an mich zu wundern, wie heutige Professoren an deutschen Hochschulen sich überhaupt über das mangelnde Niveau ihrer Studenten beschweren können. Denn wie sollten sie das denn überhaupt bemerken, vorausgesetzt meine Erfahrungen sind ansatzweise repräsentativ. Über die Äußerungen anderer linker Akademiker meines Bekanntenkreises kann man eigentlich nur noch den Mantel des Schweigens breiten, es gipfelte in der Bemerkung eines von ihnen, die Übergriffe in Köln seien ja so schlimm auch nicht gewesen, da die Feinstrumpfhosen der Frauen ja immerhin ein Eindringen der Finger der Männer i n die Vagina der Frauen verhindert hätte. Spätestens an diesem Punkt merkte ich, dass auch bei mir die Zivilisation nur eine etwas dickere Lackschicht ist, da in mir ganz eindeutig Mordgelüste aufstiegen. Und sonst rette ich sogar Käfer, die auf dem Rücken liegen!

      Ich sage das sehr ungern, aber schlecht verhüllte Frauenfeindlichkeit ist offensichtlich das neue Markenzeichen der „intellektuellen“ Linken.

    • Frau Schönfeld - ok, Sie haben recht (und verve!), aber neu ist die Weltfremdheit der Akademiker
      gerade nicht.
      Das hat Tradition – und sogar einen gewissen Sinn.

      Ohh – und nichts von dem was ich hier bemerkte zu Ihrem (fulminanten) 23:00 Uhr Kommentar spricht dagegen, diese weltfremden Leute zu kritisieren – – egal wo sie gerade sind – : Selbst wenn sie in der FAZ wirken (leitende Kräfte Platthaus, Kaube), und deswegen informell sogar noch über den Professoren stehen, weil da ja die Professoren Schlange stehen, um für sie zu arbeiten.

      – Ich versuchs mal so: Diese hochspezialisierten Gelehrten-Kräfte bekommen einen gehörigen Lohn dafür, dass sie bereit sind, sich bis zur Verblödung zu spezialisieren. Das ist z. T. sicher Schmerzensgeld – und wirklich v e r d i e n t e s Schmerzensgeld.

      Man muss das nur richtig einsortieren.Dabei helfen solche posts wie Ihrer, aber auch so dolle Artikel aus der Bayerischen Wirklichkeit wie der hier von Don Alphonso, unter dem wir uns so gutgelaunt versammeln.

      Auch wenn Don Alphonsos Artikel – an einer kanadischen Uni z. B. vorgetragen, wegen Gender-Verstößen (Sexismus!) und wg. Befürwortung von Gewalt („links-rechts, links-rechts“) gegen Wehrlose (!), und wegen der Verherrlichung von Frauen-Ausbeutung (=Prostitution) bereits einen Straftatbestandskatalog (Bill C-16) – ja, einen Straftatbestands-Katalog erklecklichsten Ausmaßes darstellen würde – – und wohl nicht einmal mehr zur Diskussion gestellt werden dürfte, wegen Trigger-Reizen.

      (Wer sich für diesen allerneusten kanadischen Schmarren auf der Gender-Ebene ein wenig interessiert, der schaue ein Video, das derzeit auf youtube steht und: – – Lindsay Shepherd and Jordan B. Peterson – – im Gespräch (mit einem ganz aufgeweckten Moderator) zeigt. – Oh – und nein: das ganze ist überhaupt kein Spaß, auch wenn die FAZ meint, es einfach ignorieren zu sollen. Was die junge Frau Shepherd (sehr auf den Punkt) und der grimmige Professor Peterson da betreiben, ist absolut notwendige und wirklich taffe Aufklärung über die Gegenaufklärung und Illiberlität – die sich ausgerechnet im Namen der Vielfalt in der westlichen Welt Bahn bricht.

      Und ja, Frau Schönfeld- auch das an einer Universität, nämlich in Toronto.
      (Es ist – ich stimme Ihnen hier letztmalig ausdrücklich zu: Wirklich nicht lustig).

    • Weltfremdheit der Akademiker
      Ich habe mir zu dieser Anomalie – als dass so viele formal Gebildete einen solchen Unsinn reden – schon vor längerer Zeit etwas Schopenhauer kopiert:
      „Hingegen bei der künstlichen Erziehung wird durch Vorsagen, Lehren und Lesen der Kopf voll Begriffe gepfropft, bevor noch irgendeine ausgebreitete Bekanntschaft mit der anschaulichen Welt da ist. Die Anschauungen zu allen jenen Begriffen soll nun die Erfahrung nachbringen: bis dahin aber werden dieselben falsch angewendet und demnach die Dinge und Menschen falsch beurtheilt, falsch gesehen, falsch behandelt. So geschieht es, daß die Erziehung schiefe Köpfe macht, und daher kommt es, daß wir in der Jugend, nach langem Lernen und Lesen, oft theils einfältig, theils verschroben in die Welt treten und nun bald ängstlich, bald vermessen uns darin benehmen; weil wir den Kopf voll Begriffe haben, die wir jetzt anzuwenden bemüht sind, aber fast immer sie verkehrt anbringen. …
      Nachmals hat dann eine lange Erfahrung alle jene, durch falsche Anwendung der Begriffe entstandenen Urtheile zu berichtigen. Dies gelingt selten ganz. Daher haben so wenige Gelehrte den gesunden Menschenverstand, wie er bei ganz Ungelehrten häufig ist.“

    • Uhh - Herr Kinshofer - Ihr Schopenhauer-Zitat über die Gefahren der höheren Bildung ist - hehe -
      mehr wert als Gold. Danke!

      Solche großartigen Funde gibt’s hier, deswegen ist auch dieser Blog mehr wert als Gold!

      Goethe hat das auch gewusst, dass Bildung und Verbildung Geschwister sind.

      Auch Freud – und seine Tochter Anna. Bei ihnen taucht das Problem als Rationalisierung, Verdrängung usw. = als neurotische Abwehrmechanismen auf.

      Thilo Sarrazin thematisiert dieses Phänomen auch gerne: Es gibt eine Art höherer Verblödung in Form von höhere Bildung.

      Ralf Dahrendorf mein‘ ich, ebenfalls: Er kleidete den Gedanken in diese Form, die die Kritiker des Populismus stutzig machen sollte: Populismus ist in der Massen-Demokratie modernen Zuschnitts ein ganz naheliegender Vorwurf, der in der Regel gerne erhoben wird, wenn angestammte Merheiten zu kippen drohen – wie gerade jetzt.

      Dahrendorfs Fazit: Der Vorwurf „Populist“ wird besonders gerne gegen die erhoben, von denen man befürchtet, sie würden alsbald – die etablierten Kräfte aus ihren bequemen Machtpositionen vertreiben (bisschen freihändige Umschreibung das wörtliche Zitat geht ca. so: Populisten sind immer die politischen Gegner, sobald sie sich anschicken, Mehrheiten zu gewinnen).

      – Sagte der gewiss liberale Sir Ralf Dahrendorf. Bisschen komisch, dass kaum was davon hört, in den aktuellen Debatten.

    • @ Kinshofer nochmal wg. Dahrendorfs einleuchtenden Populismus-Überlegungen
      Hier ein wörtliches Zitat aus o. a. Dahrendorf-Artikel über den Populismus-Vorwurf:

      „Die Schwierigkeit beginnt schon mit dem Begriff Populismus. Er besagt, dass der Rekurs auf das Volk nicht in Ordnung ist. Jedenfalls ist Populismus ein abwertender Begriff. Aber ist nicht das Volk der Souverän, der daher die Demokratie legitimiert? Der Verdacht ist nicht von der Hand zu weisen: des einen Populismus ist des anderen Demokratie, und umgekehrt.

      Wir sind ganz einverstanden, wenn ein Politiker sagt, er werde eine große Frage – den Irak-Krieg, die Einführung des Euro – mit den Leuten diskutieren. Er habe daher eine Reihe von Versammlungen organisiert, in denen er seine Auffassung erklären und zur Diskussion stellen wolle. Noch heute wird daran erinnert, wie der britische Premierminister Gladstone seine Wähler mit stundenlangen Referaten über Unrecht traktierte, das im fernen Bulgarien begangen wurde, um eine britische Intervention zu begründen. Das war gut, es war Demokratie pur. Oder war da doch ein Schuss Populismus im Spiel?

      Wir sind nämlich nicht einverstanden, wenn einer mit allen Mitteln der Rhetorik eine große Menge zu stürmischen Reaktionen bewegt. Es muss nicht gleich Goebbels’ “rhetorische” Frage sein: “Wollt Ihr den totalen Krieg?” Schon eine einseitige Darstellung von Gewaltverbrechen etwa genügt. Bald entsteht eine Stimmung, die zu Pogromen führen kann. Das “Volk” wird aufgeputscht. Wir sprechen dann von Demagogie, und die Demagogie hat ein großes Register von Methoden.

      Die Grenze zwischen beiden, Demokratie und Populismus, Wahlkampfdebatte und Demagogie, Diskussion und Verführung ist nicht immer leicht zu ziehen. Es ist daher Vorsicht am Platze bei der Verwendung der Begriffe. Der Populismus-Vorwurf kann selbst populistisch sein, ein demagogischer Ersatz für Argumente.

      Hier ist der ganz interessante Artikel des späten Lord Dahrendorf ganz:
      https://www.eurozine.com/acht-anmerkungen-zum-populismus/

    • @ Kief und Kinshofer - Solche Professoren und ganz andere
      „Diese hochspezialisierten Gelehrten-Kräfte bekommen einen gehörigen Lohn dafür, dass sie bereit sind, sich bis zur Verblödung zu spezialisieren.“ Und aus dem Schopenhauer-Zitat: „…weil wir den Kopf voll Begriffe haben, die wir jetzt anzuwenden bemüht sind, aber fast immer sie verkehrt anbringen.“

      Tatsächlich habe ich Solches auch erlebt, bei meinem ersten Studienversuch an einer sehr altehrwürdigen Universität in deren Gänge aber leider schon zu der Zeit spürbar der Geist der Postmoderne wehte. In den Vorlesungen und Seminaren weitgehende Realitätsferne. Inhalte wurden selten auf Richtigkeit und Plausibilität überprüft, Unlogisches und Sinnloses stand gleichberechtigt neben Sinnhaften. Die Beiträge der Studenten wurden – schien mir – v.a. für ihre Kreativität geschätzt, weniger auf der Basis dessen, ob sie echte Erkenntnis förderten. Den Rest gab mir dann ein unglaublich aufgeblasener Professor, der es tatsächlich für angezeigt hielt, in einer Einzelbesprechung einer Hausarbeit mit einem studentischen Erstsemester in einer fast ausschließlich aus seltenen Fachwörtern bestehenden Sprache zu reden. Also verstand ich den Mann – trotz guter schulischer Vorbildung – kaum und das, was ich mir aus dem Gespräch an Texthinweisen zusammenklaubte, ergab für den Gesamtzusammenhang nicht den geringsten Sinn. An dem Punkt war mir endgültig klar, ein zweites solches Gespräch würde ich mir sicher niemals antun und was nützt schon eine solche Institution, wenn sie eher einem Irrenhaus als einer soliden Lehranstalt ähnelt. Also packte ich meine Sachen. Erst viel später konnte ich über kritische Texte zur Postmoderne, den Adorno-Generator und insbesondere über die Sokal-Affäre überhaupt einigermaßen nachvollziehen, was mir damals dort begegnet war.

      ABER:

      Gleich danach begann ich ein zweites Studium, das ich dann auch erfolgreich abschloss, an einer Hochschule, die das völlige Gegenteil dieser ersten Erfahrung darstellte. Die Professoren waren in ihrer Lehre stark realitätsbezogen, Inhalte wurden eingeordnet, Denkrichtungen als solche vorgestellt, gegenüber gestellt, verglichen. Man war als Student in dieser Weise recht gut orientiert, konnte gezielt vertiefen, was interessant schien und auf der Basis dieses vergleichsweise großen Grundverständnisses auch ganz gut kritisch hinterfragen. Die Professoren waren oft rhetorisch brillant und sehr unterhaltsam, in Diskussionen in der Regel souverän bis überzeugend. Sie schienen auch überwiegend echtes Interesse daran zu haben, Inhalte für die Studenten möglichst gewinnbringend zu vermitteln. Und nicht bei einem einzigen hatte ich den Eindruck, er hätte den Kontakt zur Wirklichkeit verloren oder wäre nicht mehr in der Lage, die von ihm gelehrten Inhalte in den Kontext der Realität zu stellen. Es war sicher auch hier nicht alles ideal, aber diese Erfahrung war Welten entfernt von meinem ersten Studienversuch.

      Insofern muss ich an dieser Stelle klar widersprechen – es gibt offensichtlich keine Zwangsläufigkeit für derartig negative Entwicklungen im akademischen Betrieb, weder muss ein Professor automatisch zum spezialisierten Fachidioten werden, noch ist es unmöglich, die Verbindung zwischen den Begrifflichkeiten der Lehre und der nachprüfbaren realen Welt aufrecht zu erhalten.

      Ich selbst habe sicherlich noch 10 bis 15 Jahre gebraucht, bis ich alle Studieninhalte für mich vollständig richtig eingeordnet und vernetzt hatte und ggf. Widersprüche zur gelebten Realität konstruktiv aufgelöst hatte, Inhalte bewertet und in ein Gesamtsystem geordnet. Es ist sicher nicht einfach, aber weitgehend machbar.

      Mein Eindruck ist eher, dass solche erwähnte negative Bilder von Lehrenden ein Produkt aus einer Mischung letztlich geistiger Bequemlichkeit, mangelnder intellektueller Redlichkeit und der Narrenfreiheit einer postmodernen Strömung ist, in der ein wissenschaftlicher Text zur Kunstform verkommt, man die Form über die Inhalte stellt, die oft geistige Armut hinter abenteuerlichen Satzkonstruktionen voller Fremdwörter verbirgt und eigentlich zu faul oder zu arrogant ist, diese Konstrukte an der erfahrbaren Realität zu messen.

      Aber zwangsläufig – ist das alles sicher nicht.

      Zu den sexistischen Konservativen und den erwähnten Inhalten der entsprechenden Kunstfigur Don Alphonso – die machen mir eigentlich vergleichsweise wenig Probleme. Sicher, jede Frau kennt sie, aber man hat schon seit ewigen Zeiten gute Strategien, mit ihnen klarzukommen. Immerhin weiß man, dass bei allem einschlägigen Geschwätz jene Konservativen in der Regel ihren Töchtern jedes Studium ermöglichen und im Unternehmen stellen sie ggf. auch genauso Frauen wie Männer ein. Also misst man sie an ihren Taten und schaltet ansonsten auf Durchzug. Deutlich frauenfeindliche Lektüre entsorgt man dann unauffällig und wenn es in der Öffentlichkeit zu peinlich wird, leugnet man konsequent jegliche Bekanntschaft. Und wenn sich eine Äußerung partout nicht ignorieren lässt, nun ja, es ist ja nicht so, als ob man selbst unbewaffnet wäre. Ich sehe hier längst kein großes Problem mehr, das ist etwas für die Fraktion der „Schneeflocken“.

      Viel größere Sorgen machen mir die von Ihnen, Herr Kief erwähnten Entwicklungen: „Gegenaufklärung und Illiberlität – die sich ausgerechnet im Namen der Vielfalt in der westlichen Welt Bahn bricht.“ Also gerade das, was uns Linke und Schneeflocken in geeinter Unbedarftheit für die Zukunft bescheren. Das macht mir wirklich Angst.

    • If you want a new idea, read an old book
      „Ihr Schopenhauer-Zitat …“
      Ich empfehle als Einstieg die „Aphorismen zur Lebensweisheit“. Stand im 19.Jh. in vielen deutschen Haushalten.
      „Goethe hat das auch gewusst, dass Bildung und Verbildung Geschwister sind.“
      Das Problem ist alt, aber in letzter Zeit durch die „Bildungs“expansion natürlich auch expandiert.
      „Auch Freud – “
      Freud sehe ich eher als Schriftsteller.
      „Die Schwierigkeit beginnt schon mit dem Begriff Populismus. Er besagt, dass der Rekurs auf das Volk nicht in Ordnung ist.“
      Das Kernproblem ist doch: Irgendwelche Leute meinen, darüber befinden zu können, worüber „das Volk“ entscheiden darf und worüber nicht. Das ist nichts anderes als ethischer Feudalismus.

    • @Sabine Schönfeld,
      „Insofern muss ich an dieser Stelle klar widersprechen – es gibt offensichtlich keine Zwangsläufigkeit für derartig negative Entwicklungen im akademischen Betrieb, …“
      Nein, das wurde auch nicht behauptet.
      „…noch ist es unmöglich, die Verbindung zwischen den Begrifflichkeiten der Lehre und der nachprüfbaren realen Welt aufrecht zu erhalten.“
      Das hängt aber sehr stark vom Fach ab! Gerade wenn es sich nicht um Naturwissenschaften oder technische Fächer handelt, wird mit Begriffen hantiert, die nicht klar definiert sind und oft auch nicht zu definieren sind. Deshalb nützt dann auch die Logik nichts.

    • @S. Schönfeld & J. Kinshofer wg. der besonderen Blödigkeit der obeneren Stände & Don Alph
      als Gegengewicht.

      Es gibt die spezifische (nicht jedoch: notwendige) Blödigkeit der oberen Stände, und es liegt, wie ich weiter unten etwas ausführe, ein besonderer Reiz darin, dass Don Alphonso hier mit Bierzeltperspektive dagegenhält.

      Herr Kisnhofer, ich gebe Ihnen, mit Habermas, recht, zwischen Freud und Goethe (und auch Schopenhauer) ist kein fundamentaler Unterschied: Alles Deutungsvirtuosen.

      Ja, Frau Schönfeld – nicht alle Professoren sind weltfremd. Es liegt aber in der Spezialisierung, die der heutige Wissenschaftsbetrieb mit sich bringt, eine Tendenz zum Fachidiotentum – bei allen Fächern, selbst in der Philosophie, wie der ganz ausgeschlafene Konstanzer Wolfgang Spohn vor zwei Wochen nochmal haarklein in der ZEIT auseinanderfaltete.

      Also: Spezialisierung und Fachidiotentum sind ein Problem, und die Sache, dass mehr Wissen notwendig ein mehr an Fehlerquellen mit sich bringt, ist ein strukturelles Problem, das Freud erlebt hat, als er schlaue Leute analysierte: Wenn die sich in ihren Worten verstricken, haben sie mehr Material, und die Verstrickung wird dadurch n i c h t automatisch leichter aufzulösen als bei Leuten, die weniger wissen.

      Jetzt kommt aber noch etwas: David Perkins, ein namhafter Havarder Sozialwissenschaftler, hat etwas gefunden, auf das Jonathan Haidt (noch namhafter) in diesem Video hinweist, und das mit Goethe, Freud und Don Alphonso und meiner Wenigkeit weiter oben kompatibel ist, dass nämlich Menschen mit zunehmender IQ-Höhe an Schläue gewinnen, aber an Moral verlieren:

      https://www.youtube.com/watch?v=uogEbb0WOJE (ab ca. Minute drei redet Haidt über Perkins)

      Dass besonders schlaue besonders einseitig argumentieren liegt daran, dass sie besonders gut wissen, wie g e f ä h r l i c h es ist, sich gegen eingefahrene Muster, liebgewordene Vorurteile und Gewohnheiten aufzulehnen. Denn all‘ das wird von der Gruppe, der sie angehören, höchst ungern gesehen. Gruppen wollen Bestärkung und keine Irritationen: Irritationen die werden verabscheut. Und wir sind Gruppenwesen durch und durch!

      Perkins, sagt Haidt, hat mit besonderem Blick auf die IQ-Höhe festgesetllt: Wenn einer einen höheren IQ hat, so wird er mehr Argumente finden, aber sie werden die Sicht seiner Gruppe stärken. Also: Je höherer IQ, desto ausgefeilter wird zwar die Argumentation, aber zugleich werden die Argumente auch desto einseitiger.

      Das ist das eine, weshalb es keine Selbstverständlichkeit ist, dass schlaue Leute richtig liegen.

      Das andere hängt mit Freud zusammen, und mit vielem was Goethe in den Maximen und Reflexionen insbesondere geschrieben hat, und es hängt auch mit Ihrem Schopenhauer-Zitat zusammen, Herr Kinshofer und die einfachste Version dieses Gedankens geht so, dass für Handwerker oder Bauern z. B. Ansichten und Handlungen sehr nah beisammen liegen: Ihre Lebensform immunisiert sie gegen die Überschätzung von auf theoretischer Basis gewonnenen Einsichten! Deshalb gelten sie als halsstarrig, schwer zu überzeugen, konservativ – aber auch als geerdet, zuverlässig und bodenständig. Deshalb singen sie das Bayernlied im Festzelt so gern,wie Don Alphonso so schön – und so unzynisch (das ist in diesem Zusammenhang ein großer Vorzug von Don Alphonso! – geschildert hat.

      Wer sich einen Gutteil dieser Sachverhalte auf sehr lockere Art und Weise erklären lassen will, schaue dieses Video des derzeit populärsten US-Amerikanischen Psychologen – nämlich Jonathan Haidts – sein Atlantic-Artikel gegen die neue Religion der PC und der Selbstvergötterung der eigenen Gefühle (=Schneeflöckchenmentalität) im liberalen ATLANTIC-Magazine zeitigte unglaubliche 5 Millionen Aufrufe – lockte aber in den oberverschnarchten deutschen Wissenschaftsberichterstattung kaum eine müde Chronistin hinter ihrem gemütlichen Ofen hervor. Das sollte sich, wie ich finde, schleunigst ändern!

      (Im Übrigen laufen die großen aktuellen Zeitgeist-Deuter – Haidt, Peterson, Paglia, Douglas Murray, Charles Murray, Sam Harris – und Steve Sailer (bester Wissenschafts-Journalist der Welt, was die Genauigkeit seiner Berichterstattug über IQ angeht, nach Ansicht einer internationalen Jury von über siebzig Fachleuten) – laufen diese Leute ohnehin an den etablieren Medien vorbei direkt in die Wohn- und Studierstuben ihres weltweiten Publikums. Das Publikum braucht die Mittelsmänner- und Frauen in den Medien gar nicht mehr, und wendet sich massenhaft ab. – Große Ausnahme: Die NZZ, wo fast alle der oben genannten gut vertreten sind.

    • Sehen Sie, Herr Kinshofer, genau das meinte ich:
      „Gerade wenn es sich nicht um Naturwissenschaften oder technische Fächer handelt, wird mit Begriffen hantiert, die nicht klar definiert sind und oft auch nicht zu definieren sind. Deshalb nützt dann auch die Logik nichts.“

      Hierin irren Sie eben. Die Geisteswissenschaften sind mit Hilfe der Statistik eben durchaus in der Lage, Sachverhalte weitgehend eindeutig festzustellen, die nicht naturwissenschaftlich begründet sind, aber trotzdem Regelmäßigkeiten unterliegen. Dass es in den oft sehr komplexen Fragestellungen oft schwieriger ist als in den linearen Systemen der Naturwissenschaften ist ja keine Frage, weshalb man hier eben noch viel härter daran arbeiten muss, die Theorien der Wirklichkeit so gut wie möglich anzugleichen. Sie können sicher sein, ich weiß sehr wohl, wie schwierig das ist und wie kritisch man hier sein muss, um nicht seinen eigenen subjektiven Vorstellungen aufzusitzen. Man muss von dem ausgehen, was tatsächlich als gesichert gelten kann. Aber auf dieser Basis baue ich selbst Systeme, die so zuverlässig wie Maschinen jeden Tag der Wirklichkeit standhalten. Und diese Systeme basieren auf einer Mischung aus mathematischer Logik und reiner Sprachlogik. Sie sind sehr komplex und greifen auf verschiedenen Ebenen und sie sind zuverlässig! Also lassen wir sie doch ruhen, Goethe und Schopenhauer, ich bedarf ihrer nicht. Die Moderne hat ihnen in diesem Punkt längst ihre Irrtümer bewiesen und zumindest ich brauche keine Postmoderne um die Unmöglichkeit dessen zu beweisen, was ich tatsächlich täglich möglich mache. Ich bleibe dabei. Sie irren sich in diesem Punkt gewaltig, Herr Kinshofer.

    • Diese Dinge sehe ich durchaus, Herr Kief - Aber!
      „Dass besonders schlaue besonders einseitig argumentieren liegt daran, dass sie besonders gut wissen, wie g e f ä h r l i c h es ist, sich gegen eingefahrene Muster, liebgewordene Vorurteile und Gewohnheiten aufzulehnen.“ Das ist in vielen Fällen sicher richtig, hängt aber doch sehr stark vom spezifischen Umfeld des „besonders Schlauen“ ab. Sicher findet sich das in allen staatlichen Institutionen und auch in anderen großen Systemen wie Konzernen. Aber wenn man z.B. mit Selbständigen redet, findet man sehr oft helle Köpfe, die ihren Gedanken erst einmal keinerlei Schranken setzen – und dort findet sich genau in der Regel das Gegenteil, jegliche These wird auf den Prüfstand gestellt und was nicht passt, wird verworfen.

      Aber auch innerhalb von Systemen finden sich oft Querdenker, es scheint also auch eine Frage des Mutes und der persönlichen Stärke zu sein.

      Weiterhin ist es ja nicht nur der „kleine Handwerker“, der seine Thesen jeden Tag an der Realität überprüfen muss, das gilt ja auch grundsätzlich praktisch für alle Akademiker außerhalb des Lehrbetriebs.

      Also scheint es mir wohl zusammengefasst eher doch so, dass die von Ihnen zitierten Thesen zu allgemein sind, Herr Kief. Der „besonders Schlaue“ entwickelt sich vielleicht doch eher individuell verschieden, je nach System, individuellem Charakter und Notwendigkeit zur Auseinandersetzung mit der Realität.

    • @ S. Schönfeld - äahh, halten zu Gnaden - Perkins hat das herausgefunden, und Haidt bestätigt das
      bzw. zitiert es, um seine Argumentation zu stützen in o. a. Video in meinem Post vom 22. März, 19:43 Uhr, das ich nochmal sehr empfehle.

      Bei solchen Forschungen geht es immer um Gruppendurchschnitte – und im Fall von Perkins Forschungen ist die Größe, die die relvante Aussage fundiert, der IQ.

      Also: Je höher der gemessene IQ einer Person, desto mehr Argumente weiß die Person beizubringen – und desto wahrscheinlicher wird es, dass diese Argumente nur eine Seite (= einen Aspekt) des in Rede stehenden Problems behandeln und die Sichtweise der Gegenpartei unberücksichtigt lassen.

      Perkins sagt also: Handwerker oder Bauern z. B. sind (im Durchschnitt!!) weniger geneigt, opportunistisch zu argumentieren, als – nun ja: Havard Professoren z. B. (von denen weiß man, dass ihre IQs hoch sind) oder Vorstandsvorsitzende, für die so ca. das gleiche gilt.

      (Ganz in Klammer dazugesagt: Ich schätze Leute, die auch bei erstrangigen akademischen Kadern wie Perkins und Haidt noch heftige Gegenreden führen (ok: – Ich mache selber manchmal solche Stunts -), aber das geht nicht immer gut – manchmal irrt man sich. Solche Irrtümer sind freilich nicht das Schlechteste, was einem passieren kann).

      PS

      Dass Don Alphonso das hier weiterlaufen lässt – wunneba!

    • Herr Kief, Sie sind aber auch hartnäckig!
      Also gut…ich werde mir Ihre Links vormerken und mir das Ganze bei Gelegenheit in Ruhe zu Gemüte führen.

      Ich sage Ihnen nur jetzt gleich, was mich – soweit sie diese Erkenntnisse beschrieben haben, doch ziemlich stört. Zum einen ist für mich hohe Intelligenz und hoher IQ noch immer nicht ganz identisch, sicher ist ein IQ-Test ein Anhaltspunkt und ein Hinweis. Aber in Bezug auf unser Thema fehlt jedem mir bekannten IQ-Test schon einmal der Teil, in der die Qualität eines Argumentes zu beurteilen ist – welches Argument wiegt schwerer und aufgrund welcher Kriterien wird das so beurteilt, das findet in diesen Tests in der Regel nicht statt. Und ich würde mir einfach herauszunehmen, diese Fähigkeit, ein gutes Argument von einem schlechten zu unterscheiden und die Basis dafür zu kennen, als bedeutenden Teil der Intelligenz für mich festzulegen.

      Dann verstehe ich auch die Zielsetzung nicht – für mich ist die Argumentation ein Mittel, die Wirklichkeit zu begreifen und anderen begreifbar zu machen. Also wäre für mich nicht die Ausgewogenheit der Argumente entscheidend, sondern inwieweit sie das zu beschreibende Thema tatsächlich treffen. Ausgewogenheit ist etwas für genau jene politisch Korrekten, über die Sie selbst zu Recht so spotten. Der Punkt von dem wir ausgingen ist doch – warum ist jemand mit hohem Rang im akademischen Betrieb ggf. nicht in der Lage, zu erkennen, dass seine Argumentation blödsinnig ist? Gegen besseres Wissen ein komplexes Nonsensegedankengebäude zu errichten, nur um die Harmonie mit seiner Umgebung in jedem Fall aufrecht zu erhalten, erscheint mir hier eigentlich schon fast pathologisch. Aber sicher nicht als Zeichen überragender Intelligenz.

      Aber um jetzt die Erkenntnisse jener gelehrten von Ihnen zitierten Herren zu überprüfen, bräuchte ich ganz viel Zeit, das wäre mir doch zu mühsam.

      Es gibt da auch weitere Themen, wie z.B. die Übertragbarkeit der Ergebnisse amerikanischer Studien auf unsere eigene Gesellschaft. Die kulturellen Unterschiede sind größer, als man vielleicht denken würde.

      Ansonsten fiel mir bei Ihrem letzten Post noch ein Comic von Johann Mayr ein, zum Thema mangelnde „Ehrfurcht vor Respektspersonen“. Man sieht auf diesem einen Sektempfang an der Universität, vielleicht bei einer Abschlussfeier, alle Dargestellten in einer sehr gelehrt wirkenden schwarzen Vogelgestalt. Und der abgebildete Student sagt zu dem älteren Vogel mit Brille: „Ich sag immer – „dumm f. gut“, Frau Universitätsprofessorin.“

      Womit ich nicht sagen will, dass es nicht tatsächlich sehr gebildete und eloquente Menschen gibt, die mich wirklich beeindrucken.

    • @ Frau Schönfeld - Sie haben recht, der IQ ist kein Erkenntnisgarant - und ja, ich bin hart-
      näckig, das – will ich schon zugeben.

      OK – Sie haben recht, der IQ misst nur ein allgemeines Vermögen, er misst nicht, was die eine oder der andere damit macht.

      Heißt: Sie haben auch recht, wenn Sie sagen, wie jemand Argumente bewertet, kann der IQ n i c h t bemessen…

      Es ist wirklich das Gleiche wie bei der Körpergröße und beim Hochsprung: Man sieht wenige Japaner unter den Olympiatilnehmern in dieser Disziplin. Andererseits sind lange Leute wie die Holländer nicht automatisch gute Hochspringer. – Das wissen die IQ-Forscher sehr gut, und mit diesen Lücken (Widersprüchen) gehen die besten unter ihnen auch sehr umsichtig um – wie gesagt, seit Jahrhunderten.

      Der weltweit beste kurze Text, den es dazu meiner Kenntnis nach gibt, ist von Steve Sailer, den Sie auf seiner Seite iSteve.com finden: FAQ about IQ. Man braucht dafür sicher eine halbe Stunde, ist dann aber einen großen Schritt in dieser Sache weitergekommen.

      Steve Sailer’s Text ist ein zukünftigen Lehrbuch-Klassiker, bin ich mir sicher – er gibt ein paar Antworten zu den wichtigsten Fragen über den IQ – und zwar erfreulich gut und auf den Punkt:

      ht tp://www.unz.com/isteve/my-iq-faq/?highlight=Way+back+in+2007%2C+I+wrote+a+Frequently+Asked+Questions+list+about+IQ+for+VDARE.+I%E2%80%

      (Ichab den link deaktiviert, dass DA nicht gucken muss – wenn man das getrennte ht tp zusammenschreibt, dann funktioniert er)

      Der IQ ist einfach ein Messergebnis und die Erfahrungen (Beobachtungen), die man mit Leuten, die das und das Ergebnis erzielen, seither gemacht hat. Im Grunde, was man aus diesen Messungen für überprüfbare (!) Schlüsse ziehen konnte. Gemessen wird seit ca. 1890.

      Also, z. B: – man weiß: Handwerker – im Schnitt 100 – normal.

      Hilfsarbeiter – im Schnitt 85 +

      Unter IQ achtzig: Kaum auf dem regulären Arbeitsmarkt unterzubringen.

      Über 140, z. T. deutlich über 145 – Harvard Prof. z. B. ,oder Vorstandsvorsitzender – das sind geistige Vermögen wie man sie bei uns z. B. in einem Fall unter zehntausend findet oder gar in einem Fall unter 100 000 – da wird die Luft langsam dünn.

      Die Gesprächssequenz von Haidt in meinem oben verlinkten Video ist deswegen so interessant, weil sie etwas sehr Einschlägiges über den Zusammenhang von IQ und Konformität bringt, nämlich via Perkins‘ Forschungen, dass ein hoher IQ mit hoher Konformität einhergeht, und dass Haidt eine praktische Nutzanwendung zieht in Bezug auf die Blockaden, die derzeit von der Politically Correct Fraktion an den Unis ausgeht. Haidt sagt, dass man denen nicht nachgeben dürfe, weil sie die Universität – zerstören könnten.

      Seine Kur ist einleuchtend – wenn auch nicht neu – es kann auf diesen Gebiet nicht viel Neues geben, weil es schon sehr alt ist, aber es ist schon sehr wichtig, dass man versteht, was vom Alten man sozusagen lebendig erhalten m u s s – wenn man nicht will, dass man eine Errungenschaft wie die Unis mir nichts dir nichts wieder verspielt.

      Also Haidt mit direktem Bezug auf John Stewart Mills Klassiker „On Liberty“: Der Kern der Unis ist nicht, wie die Fake-news Debatte nahelegt, dass man dort die Wahrheit lehrt, sondern: Dass man dort den
      argumentativen (!) S t r e i t darüber, was die Wahrheit oder was das Richtige sei, institutionalisiert hat: Die Uni lebt nicht, so kann man sagen, davon, dass man die Wahrheit lehrt, sondern dass man versteht, dass man die Wahrheit nur lehren kann, wenn man den zivilisierten (=argumetativ ausgetragenen) Streit darüber, was wahr sei, schützt, und pflegt. Daher Haidts gegen die PC-Jüngerinnen und jünger allüberall gerichtete Zuspitzung: Heute sei es am wichtigsten zu verstehen, dass die Unis Schutzräume der Nicht-Übereinstimmung (=des Widerspruchs) seien.

      PS
      (Ichab hier bei DA z. B. am 13. 1. 2018 18:35 und davor und danach debattiert über diese Fragen – da könnten Sie auch gucken – auch da kommt Steve Sailer vor – aber noch ein wenig ausführlicher – und etliche andere – sehr sehr gut ist auch der allerdings zweistündige Gespräch von Sam Harris mit Charles Murray über das umstrittene Buch „The Bell Curve“ von Murray/Herrnstein- das Gespräch ist aber sehr zivilisiert und : Überaus erkenntnisträchtig).

    • Abschließende Bemerkung @ Herr Kief
      Es tut mir leid, Herr Kief, ich bin nicht im Ansatz überzeugt von Ihren Thesen. Und zwar leider so wenig, dass ich gar nicht motiviert bin, mich weiter damit auseinanderzusetzen. Sie können gerne hohe Intelligenz und Konformität weiterhin weitgehend gleichsetzen, wir können das so stehen lassen.

      Aber die wirklich auffallend cleveren Menschen, die ich kenne, sind allesamt Nonkonformisten. Was nicht heißt, dass sie sich überhaupt nicht anpassen können, sie schwimmen nur so lange mit dem Strom als es unvermeidbar ist. Und verlassen ihn bei erster Gelegenheit, um ihre eigenen Vorstellungen umzusetzen. Hier findet man die tatsächlich kreativen und innovativen Köpfe, diejenigen mit den bahnbrechenden Erfindungen, die tatsächlich die Welt verändern.

      Wer sich im akademischen Betrieb mühsam nach oben buckelt ist natürlich zwangsläufig ein Konformist – und er kann sehr gut erfüllen, was andere von ihm fordern, auch das, was der IQ-Test fordert. Und wie wird man Vorstandsmitglied einer großen Firma, durch die Fähigkeit zu eigenständigem kritischen Denken? Die hellen Köpfe finden Sie aber tatsächlich bei den Firmengründern und oft entsprechend bei den Firmeninhabern.

      Ich werde also sicher keine Ideen weiterverfolgen, die in keiner Weise mit meiner lebenslangen Erfahrung kompatibel sind, pardon, allein der Gedanke langweilt mich.

      Und ich weiß, es ist böse. Aber es werden seit so vielen Jahren so viele seltsame US-Studien in allen Medien veröffentlicht, viele in der Art von „Amerikanische Forscher haben bewiesen, dass Pinguine 5 Minuten lang das hohe C halten könnten, wenn sie es nur wollten.“ Ein Großteil offensichtlicher Unsinn, ein Teil ig-nobelpreiswürdig. Seit längerer Zeit muss ich deshalb zugestehen, ist in meinem Umfeld der Terminus „US-Forscher haben herausgefunden…“ ein Running Gag geworden. Aber nichts für ungut – jedem das Seine und Ihnen und dem Don einen schönen Sonntag.

    • @ Sabine Schönfeld - Mille grazie für Argumentenaustausch! - Ich sag' nur noch das da: Ihre
      Feststellung, dass es sehr gescheite Leute gibt, die sich nonkonformistosch verhalten, auch im Unternehmerlager, d e c k t sich mit dem, was meine o. a. Gewährsleute sagen.

      Es ist gibt die sehr schlauen Querköpfe, gar kein Zweifel, und Jordan B. Peterson, ein anderer Mann von einigem Renommèe, diskutiert das auch ausführlich gerade in Bezug auf Unternehmensgründer!

      Perkins und Haidt sagen lediglich, dass bei den sehr schlauen Leuten in den USA diejenigen, die unkonventionell argumentieren, deutlich in der Minderheit sind.

  63. 1683 und die Gbegenwart
    Bei der prallen Beschreibung des bayrischen Volkslebens kann der Nicht-Bayer nur beidisch werden. Nirgends sonst findet man ein in Teilen der Bevölkerung so tief verwurzeltes Interesse an traditioneller Gesittung und deren Bewahrung.
    Im übrigen, das heutzutage leider unvermeidliche „Islam, Deutschland und dessen Negierung“, das durch einen Bayer berechtigterweise wieder verstärkt ins öffentliche bewußtsein gerückt wurde, ist leider älter, als man gemeinhin denkt, lieber Don.
    Bereits 1983, als in Österreich die Zeitungen an Berichten über das Türkenjahr geradezu überquollen, blieb es in der BRD dazu seltsam still. 1955, zu Zeiten Adenauers, war dagegen der 300. Geburtstag des Türkenlouis eine Sondermünze und mehr wert gewesen.
    Man darf daher mit Fug und Recht sagen, der sehr erhebliche Anteil der „Reichs-Deutschen“ an der erfolgreichen Bekämpfung der osmanischen Invasoren wurde 1983 beschwiegen.
    Der historische Hintergrund, die seit dem späten 14. Jahrhundert nicht mehr abebbenden Versuche der Sultane, sich mit militärischen Mitteln den Weg nach Mitteleuropa zu bahnen und der immense Blutzoll, den sämtliche deutschen Fürstentümer bis ins 18. Jahrhundert bei deren Abwehr zahlten, war kaum eine bundesdeutsche Zeitungszeile wert gewesen.
    Keine nennnenswerten Berichte in der Presse zu diesem großen, für Geschichte Mitteleuropas fundamentalem Ereignis und dessen Darstellung in verschiedenen Ausstellungen auf österreichischem Boden.
    Die Welt brachte einen größeren Überblicksartikel und die Faz widmete in ihrer Wochendbeilage eine Seite dem Thema. Das Ereignis und die Akteure waren an die Alpenrepublik abgetreten worden.
    Gelegentlich konnte man hinter vorgehaltener Hand aus einer Redaktionsstube hören, man wolle die Gefühle der hier lebenden Türken mit dem blutigen Kriegsgeschehen nicht verletzen und deren Integration gefährden.
    Auch kein bundesdeutsches Museum griff zum aktuellen Datum dieses primär militärische Thema auf.
    Heute werden diese Ereignisse primär im Kontext der opulenten Türkenbeute aus diesen Feldzügen behandelt, während der politische Kontext und die große Bedeutung dieses Geschehens für das Reichsbewußtsein eher unerwähnt bleiben.
    Über Jahrhunderte gehörte der Kampf gegen die Osmanen zum politischen Grundwissen. Allein die Deutschen, geschichtsvergessen wie sie in jüngerer Zeit geworden sind, haben diese Erfahrungen entsorgt.
    Wer kennt noch den Viktoriensaal der bayerischen Kurfürsten. Der Blaue Prinz verdankte seinen damaligen Ruhm allein dem Kampf gegen die Türken.
    So ist es auch kein Wunder, daß viele Deutsche und ihre bildungsferne „Elite“ nur mit Verwunderung den massiven Widerstand der ostmitteleuropäischen Politiker gegen orientalische Einwanderungsströme zur Kenntnis nehmen.
    Sie verkennen, daß diese Völker sehr genau wissen, wie der Sultan im Namen Allahs seine Form der Toleranz handhabte.
    So gesehen kann man nur hoffen, daß Bayern sein unislamisches Brauchtum, wie einst der Blaue Prinz, gegen alle Invasoren unerschrocken verteidigen wird.

    • Verletzte Gefühle...
      Ich habe vor kurzem auf Twitter ein kurzes Video entdeckt, auf Youtube zu finden mit dem Suchbegriff „Jihad vs. Crusades“. Es zeigt mal ziemlich eindrücklich, wie weit die islamischen Eroberer bis 1648 innerhalb Europas vorgedrungen sind. Und dann kommt, am Ende des Videos, zum Vergleich die Kartendarstellung der Kreuzzüge. Ein paar Punkte an der Küste des Nahen Ostens, wo die ihre Festungen hatten. Und das ist das große geschichtliche Trauma im islamischen Raum?
      Da hätten wir in Europa weit mehr Grund, schwer traumatisiert zu sein. Aber selbst beim Dialog der katholischen Kirche mit islamischen Würdenträgern wollten die immer gerne über die große Schuld des Westens und die Kreuzzüge sprechen… die islamischen Eroberungsfeldzüge und die damit einhergegangenen Bluttaten wurden abgebügelt.

    • in Dresden
      < Heute werden diese Ereignisse primär im Kontext der
      < opulenten Türkenbeute aus diesen Feldzügen behandelt,
      < während der politische Kontext und die große Bedeutung
      < dieses Geschehens für das Reichsbewußtsein eher
      < unerwähnt bleiben.

      Zumindest einen optischen Eindruck kann man sich hier verschaffen:
      https://ruestkammer.skd.museum/ausstellungen/tuerckische-cammer/

      GH

  64. Liedgut in der Provinz...
    Auch anderswo, gar nicht so weit weg von FFM, nur einen Katzensprung jenseits der hessischen Grenze, tickt die Jugend ganz und gar nicht so, wie der Patrick, die Birte und die Christina vom Feuilleton sich in ihrem gleichstellungsbesoffenen Wolkenkuckucksheim das so vorstellen:

    „Jetzt kommt die „Nachttischlampe“. Willi Herren hat mal in der Lindenstraße mitgespielt und war auch bei Promi Big Brother dabei. Jetzt besingt er mit komplizenhaftem Zwinkern, wie er seine Nachttischlampe an- und ausmacht. Er habe sie billig mitgebracht, es gab sie zum Schnäppchenpreis. Sie sei zwar nicht besonders hell, aber wenn sie brennt, sei sie heiß. Den Stecker habe er schon reingesteckt. Einige Mädchen schütteln den Kopf, lachen darüber hinweg. „Der Fall ist hoffnungslos.“ Eine Studentin sagt nachher: „Das ist schon sexistisch.“ Eva sagt: „Die Frauen, denen es überhaupt nicht gefällt, kommen nicht her.“ Und viele, die da sind, spielen richtig mit. Ein junges Mädchen bückt sich. Ihre Freundin klatscht ihr im Rhythmus der Silben „Nach – Tisch – Schlampe“ auf den Hintern. Die Jungs drum rum feuern sie an.“

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/mallorca-party-in-der-kleinstadt-jugend-feiert-im-festzelt-15487942.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

    Solche Artikel sind der Grund, die FAZ auch nach dem bedauerlichen Abschied des Don weiter zu beziehen. Aber die FAS muss weg.

  65. ... ohne Heimat gibt es keine Integration,
    denn wohin sollte man sich integrieren, wenn da nichts ist ? Ich selbst habe es erleben dürfen. Meine Jugend in Hamburg war geprägt vom „Sich über Bayern lustig machen“ und den Spaziergängen am Deich, den Finkenwerder-Hemden und dem Trinken von „Flens“, weil Holsten und Astra halt so schlecht schmeckten. Die Stadt war dreckig, schlecht regiert und die Pfeffersäcke machten sich diskret über die plebs misera lustig, die trotzdem immer angepaßte Pfeffersack-Imitate wählte, und dies heute noch tut. Und die Stadt ist immer noch dreckig und schlecht regiert. Aber Heimat ? Außer Wind an der Alster, meiner Schule (aber eine katholischen daher bin ich aus der Sicht der Pfeffersäcke nicht wirklich Hamburger, mit Ausnahme der Sievekings) und den Wolken fünf Meter über den grünen Marschen ? Nichts.

    Als ich dann nach Bayern kam, brachte ich meinen norddeutschen Dünkel mit, der mit den Jahren der Bewunderung wich. Diese Jahrhunderte alte Härte, diese Liebe zur Erde, dieses Leid als Opfer der Großmächte drumherum, diese Beharrlichkeit im Verfolgen der Ziele, diese stille Brutalität, diese Opferbereitschaft für ein paar Kühe, für einen schlechten Acker, der zu hoch liegt, um wirklich fruchtbar zu sein, die unermüdliche Arbeit für ein paar Taler, diese Wurzeln tief im bayerischen Boden, den Blick auf die Berge, die dem Erdenmenschen zeigen, daß es einen Gott dort oben gibt, die Tristesse, den Weinbau im 13. Jahrhundert verloren zu haben, ihn mit Bier zu ersetzen, das Wissen um die einfache Küche der Bauern im harten Land, das harte Leute macht, die ihre Freiheit über alles lieben, die Anarchie der Bergler, die keinen Herrn dulden, der irdisch ist, es sei denn, er sei selbst einer, der die Füße auf dem heiligen bayerischen Boden hat, und die Transformation all dessen in das erfolgreichste Bundesland nach 1945, in den Erfolg dieser einfachen, harten und im Herzen liberalen Menschen.

    Diese Heimat integriert, weil sie so stark ist, daß sie integrieren kann. Weil sie etwas bietet, eine Tradition, eine Innerlichkeit, eine Einfachheit, eine Ehrlichkeit, eine Klarheit, eine Freiheit, die es sonst nirgendwo in Deutschland gibt. Sie läßt Freiheit, sie setzt sich nicht über andere Religionen oder Meinungen, sie akzeptiert selbst mich, den früheren Fischkopf, mit meinem Tegernseer Janker und meiner Hirschledernen, der dies bis zum Alter von 30 Jahre entsetzt von sich gewiesen hätte, weil es eine offene Willkommenskultur ist. Aber es ist ein starke, wehrhafte Kultur, die sich dagegen wehrt, wenn andere sie als Religion zweiten Ranges oder als Rückständige bezeichnen oder versuchen, diese Freiheit zu zerstören.
    In tiefer Dankbarkeit singe ich „Gott mit dir, Du Land der Bayern, Heimaterde, Vaterland,..“ wenn immer ich es kann, und meine bayerischen Freunde singen mit mir, die Hand auf dem Herz, und dann singen wir „Einigkeit und Recht und Freiheit“ und danach schaffen wir das neue Europa. Und wir haben neben Verachtung für die politischen Äußerungen all der rechten und linken Hetzer, der Höcke und Stegner, der Göring(mit und ohne – ) und Trittin noch das Mitleid für sie, das aus der Nächstenliebe der Menschen kommt, die eine Heimat haben.

    • Ja, ja, sehr schön, diese Geschreibung, aber....
      eines verzeihe ich den Bayern nie: Dass sie dem Schalck-Golodkowski einen solch angenehmen shelter boten. Dazu noch in dieser preziösen Lage. Aber der wusste ja auch ggf. einiges über die Führungsclique dort zu erzählen. Frei nach die Randfichten: „Lebt denn die fette Kommunisten-S.. eigentlich noch?“
      .
      Don, schaffen Sie den Artikel mit den alpenländischen Zier-Giebelbrettern in Anlehnung an etruskische Dachverzierungen noch?
      (DdH)

  66. Alle trachtig
    Ich stelle es mal ein, dauert aber 90 Minuten und ist bayerisch.

    https://www.br.de/br-fernsehen/index.html

    Es kommt die Engelmacherin vor und dass man ab 67 scharf aufs Flaschenpfand ist. Die Entscheidung liegt natürlich bei Ihnen,Don.


  67. Tja, der Josephitag. Wurde der im 19.Jhdt. kirchlich gefeiert? In einem meiner Familienzweige gab es wohl eine „Josefstradition“, einer der Buben mußte immer Josef heißen. Das ging wohl 200 Jahre so, mein Großvater war der vorerst letzte.

  68. Bin ja längst nicht mit allem einverstanden
    …aber dies ist einer der wirklich großen Texte des Don. Vermutlich für so etwas – und nicht so sehr für tages- oder genderpolitisches Geplänkel – hat Schirrmacher ihn geholt. Ein Format, das unter den nunmehrigen Epigonen wohl fehlen wird.

  69. Besaufen
    …ist kein bayrisches Alleinstellungsmerkmal, mit Stil besaufen war es einmal. Alles fließt. In Dirndl&Lederhose steckt heute vom Nordkap bis Feuerland alles, und Münchner Bier brauen ausländische Konzerne.

    Die bayr. Gentrifizierung wurde in den 90ern mit ‚Laptop&Lederhose‘ abgeschlossen. Der Sprücheklopfer Herzog verirrte sich genau so mit seinem Spruch, dass ‚Bildung auf die Titelseiten der Tageszeitungen‘ gerückt werden müsse.

    Wenn der Teufel Wünsche erfüllt…

    D.A. gratuliere ich, eine Zeitung zu verlassen, deren einer Herausgeber die Chuzpe besitzt, Merkelsche Flüchtlingskonkurrenz auf dem Wohnungsmarkt als AfD-Hetze abzutun. Warum er das nicht auch von der Essener Tafel behauptet hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

  70. Titel eingeben
    Und wieder einmal herzlichen Dank, dieses Mal für das Feuerwerk zum Schluss!
    Gestern war ich zum halbjährlichen Waschmittel-Einkauf im benachbarten Waldshut. Im Edeka dann per Lautsprecher eine Kinderstimme, die etwas zittrig vor Aufregung verkündete, dass heute die siebte Klasse der örtlichen Schule beim Einpacken hilft und sie das Geld für eine Klassenfahrt NACH ULM sammeln… und draussen dann eine bewunderndswert pittoreske ältere Dame, die am Mäuerchen nach dem Stadttor sass und irgendwelche bunten Blechdinger verkauft hat. Zeitgleich haut Erika ihre Banksterkumpane mit Milliardensummen raus, fährt dem Gerdgas seine ganovenhaften Steuergeschenke dreist weiter, quält die Arbeitslosen munter fort und macht obendrauf Milliarden für Goldstücke locker, während Schulkinder im Supermarkt und Omas vor dem Stadttor betteln gehen.
    Grosser Gott, wie kann man denn sowas immer und immer wieder wählen? Hoffentlich gehen Ihre vernünftigen jungen Menschen vom Josefifest bald zur Wahl.


    • Geld für eine Klassenfahrt zusammenkriegen ist aber nicht betteln, sondern alter Brauch. Wir haben seinerzeit einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt gemacht und Karten und Bastelzeugs verkauft. Was den Tiengenern 1980 recht war, darüber brauchen die Waldshuter 2018 nicht die Nase rümpfen.

    • "Sowas immer wieder wählen"
      Aber dem Putin seine Wahl ist ja so gelinkt und unfair und überhaupt, er „lässt sich wählen“, so als hätten die Bürger nicht freiwillig entschieden.
      Wahlen in D – Verzeihung, ich hab nur den ö. Standpunkt von außen – laufen natürlich ganz anders.

    • Titel eingeben
      Colorcraze, ich bin auch in Baden-Württemberg zur Schule gegangen und wir haben ebenfalls im Schulkiosk Brötchen verkauft für unser Klassenfahrt. Das ist doch klar, es ist lediglich die amerikanisierte Form der Bettelei, die mich in Waldshut betroffen gemacht hat.

      Carina, die Russen werden Putin ewig dankbar sein, dass er sie vor dem zugedachten Schicksal eines nuklear verseuchten Libyen bewahrt hat. Die russischen Einkommen und Renten, das Wirtschaftswachstum, die Staatsreserven und öffentliche Sicherheit – alles hat sich drastisch verbessert, seit Putin regiert. Die Russen können heute zum ersten Mal in ihrer Geschichte frei von elementarmateriellen Sorgen leben.
      Was hingegen Honeckers Rache, der allseits beliebte Bundeskrapfen seit 2005 im ehemals besten aller Sozial- und Wirtschaftssysteme (kurz „alte BRD“) alles kaputtgemacht hat geht auf keine Kuhhaut.

  71. Danke
    Du meine Güte, wohin wird sich noch Ihre Schreibkunst entwickeln?
    Wie kann ein Text so sehr heimatbezogen und zugleich so international sein? Der Text könnte vom Anfang bis zum Ende aus einem beliebigen Ort der heutigen Europa stammen, vorausgesetzt ein Patriot von dort greift zur Feder.

    Was den Islam betrifft, müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass es immer mehr Menschen in Europa gibt, die nach dem Koran leben wollen und sie halten das auch für richtig.
    Die EU ist jedoch entstanden, weil Menschen völlig gleichberechtigt miteinander leben wollten, sowie in Frieden miteinander handeln wollten.
    (Die neuerdings so agressiv eingeforderte Solidarität war übrigens nie das Ziel der EU, ganz im Gegenteil, finanzielle Solidarität wurde in dem Vertrag von Maastricht sogar explizit ausgeschlossen.)
    Sollten Ideologien, Menschen oder Gruppen von Menschen zu den Werten Gleichberechtigung, friedliches Leben und Handeln in Widerspruch stehen oder diese Werte gar aktiv bedrohen, dürfen wir uns niemals mit diesen Ideologien, Menschen oder Gruppen von Menschen solidarisch erklären. Vielleicht ist das die Antwort darauf, ob irgendetwas zu uns gehört oder nicht.

    Zu irgendwelchen Rosi-s und zu Saufereien möchte ich mich selbstverständlich nicht äußern.

    Übrigens, ich habe heute Ihr Buch „Liquid“ bestellt und bin neugierig, wie schon lange nicht mehr auf ein Buch war. Hoffentlich wird das Buch nicht so düster, wie der Anfang Ihres Artikels. Das war etwas „frightening“! Ich wusste gar nicht, dass Sie so Chandler-like schreiben können. Wir kennen hier im Blog eher Ihre spöttisch-sanfte Seite. Chandler nehmen wir aber zur Not auch… R.I.P.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Danke und Gute Nacht!

    • Es ist halt so passiert, ich habe es nur notiert.

    • facts of life
      @British Islands

      Da ich hier der einzige Mensch weit und breit bin, der mal eine Geschichtsbuch gelesen hat, muss ich Ihnen die traurige Wahrheit verkünden:

      Die EU war Folge zweier Weltkriege. Und ihr Bestand wurde gesichert, durch die Existenz eines kalten Krieges.
      Als auch dieser Krieg beendet war, ging es abwärts mit der EU.

      Nochmals zum mitschreiben:

      Krieg als Grundlage, Krieg als tragende Stütze, Frieden als Ursache für den Untergang.

      Ich könnte das systemtheoretisch erklären, aber wen könnte ich als Empfänger der Information voraussetzen, wenn hier nichtmal grundlegende Geschichtskenntnisse vorausgesetzte werden können?

    • @Goodnight
      So ist es. Ich bin heute noch Stalin dankbar, dass er den Wiederaufbau Deutschlands nach 45 ermöglicht hat und der Morgentau Plan nicht zum Einsatz kam.

    • @goodnight
      Zwei Fragen:

      Welches „Geschichtsbuch“ meinen Sie konkret?

      Woraus schließen Sie dass nur Sie „mal eine Geschichtsbuch“ gelesen haben und der übrige Teil der Foristen nicht?

      Ich habe hingegen den Eindruck die Mehrheit hier kann schon Dinge auch in einen langfristigen historischen Kontext einordnen oder geht es Ihnen anders?

    • 18. März 2018 um 23:56 Uhr
      … hauptsächlich die Importware >>>Was den Islam betrifft, müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass es immer mehr Menschen in Europa gibt, die nach dem Koran leben wollen und sie halten das auch für richtig<<< !

      @Goodnight sagt:
      19. März 2018 um 08:48 Uhr

      Hab auch mal eins gelesen,
      aber:
      Die EU war Folge…
      Krieg als Grundlage….

      Danke Goodnight, echt gut.

    • Die EU war Folge zweier Weltkriege.
      Jedenfalls entstand sie nach einem Plan der Amerikaner (CIA), die dieses europäische Chaos als zu kompliziert empfanden. Verkünden durfte den Plan dann Churchill, der sein eigenes Land aber als nicht dazugehörig sah.

    • Thank you... for your consideration
      Jetzt bitte konzentrieren, jetzt wird es etwas anstrengend für BildungsexpansionsAkademiker:

      Wenn ich eine Einheit wie die EU erzeuge, so erzeuge ich diese durch eine Grenzziehung. Diese Grenzziehung ist in diesem Fall EU/Nicht EU.
      Durch diese Grenzziehung erzeuge ich eine Ungleichheit in Europa. Denn ich deklariere Länder zu Nicht-Eu Ländern.

      Das ist der Witz an Einheiten. Sie bedürfen der Ungleichheit mittels Grenzziehung.

      D.h.: Mehr Gleichheit durch Einheit erzeugt mehr Ungleichheit zu den nicht Inkludierten.

      D.h. …ein paar Hirnrotationen weitergedacht:
      Frieden ist nur durch Konflikt möglich.

    • Vorsicht Goodnight
      Das von Ihnen angesprochene Problem, welches sich aus Grenzen / Inkludierten / Außenstehenden ergibt, könnte man doch auch durch ständige Ausdehnung der Einheit lösen.

      Dann gäbe es keine Ausgegrenzten weil alle Teil der Einheit wären.

      Nicht Frieden durch Konflikt wäre dann das Ergebnis, sondern Frieden durch Auflösung der Grenzen.

      Keine Grenzen, keine Außengrenzen, sorry, wollte sagen Ausgegrenzten. Alles ward gut.

      No Borders. (Wo hab ich das schon einmal gehört, wo nur …?)

    • @ Paule: tatsächlich, hier hat sich Goodnight vergallopiert
      Ich schätze Goodnights Kommentare sehr, aber hier irrt er. Ich kann die Nationalstaaten erhalten und trotzdem mit meinen Nachbarn eine Zollunion vereinbaren (das war der Anfang der EU). Nur weil ich mit jemandem Handel treibe, muß ich nicht die Haustür offen stehen lassen und den Händler in mein Haus lassen. Bis vor 20 Jahren war die EWG ein Projekt, das Frieden und Wohlstand stiftete. Erst mit der Wahnvorstellung der Vereinigten Staaten von Europa begann der Niedergang. Ein de Gaulle hätte das verhindert.

    • Nee, Ulli49, hier haben Sie sich vergallopiert!
      Zollunion zwischen Nationalstaaten geht nur mit unterschiedlicher Währung. Mit gemeinsamer Währung bilden sich ganz schnell Cluster, die die Industrie in vielen dieser beteiligten Nationalstaaten ruinieren. Wenn Sie dann noch Niederlassungsfreiheit dazu nehmen, werden auch noch die Sozialsysteme in den vermeintlichen Gewinnerstaaten ruiniert.

    • Nach Paris, mich juckt die Säbelspitze
      Tja, Idealisten hier.

      Sorry, aber der Raum ist der Raum. Und man entkommt ihm nicht, auch nicht durch Lichtgeschwindigkeit.

      Der Raum in dem Gesellschaft stattfindet, das ist die Kommunikation. Und die Regeln der Kommunikation ergeben sich aus der Logik.

      Und der kann man nicht entkommen.

      Man kann sie ignorieren. Eine Zeit lang. Das wars aber auch.

      Wer meint, mittels ganz schnellen und ganz weitem Laufen, oder gar bilateralen Vertragsmodellen die Exklusion zu überbrücken, der illusioniert.

      Denn jeder Vertrag ist wiederum Exklusion der Nicht-Vertragsteilnehmer.
      Und ein endgültiger Frieden mit allen funktioniert nicht als Einheit. Weil das nicht als Einheit operativ möglich wäre ohne eine Welt außerhalb des Friedens. Man kann Frieden nicht definieren, ohne Krieg. Und würde man dies mit Bezug auf Zeit, d.h. hier vergangene Kriege , versuchen, so würde der Sinn und Zweck von Frieden rasch an Bedeutung verlieren und somit die Einheit in Auflösung übergehen.
      Letzteres kann man gerade beobachten. In Zentral-Europa.
      Zu lange Frieden. Einheit ohne Differenz. Die Folge ist Auflösung und der Hunger nach Differenz, nach Konflikt, nach Gewalt, nach Krieg.

      Wie schon gesagt, der Mann ohne Eigenschaften, das was der Don in den Bierzelten beobachtet, das erinnert alles sehr an 1914.

    • Sperrbezirk im Kopf oder schreib dein Leben auf ein Stück Papier
      und warte bis die Zeit vergeht.

      Kommunikation ist eine Interpretation.
      Die Logik ist immer begrenzt/bestimmt durch die Bezugspunkte.
      Ändert man diese – ändert sich die Logik oder eben die Wirklichkeit wie man sie wahrnimmt oder versteht.

      Nehmen wir den Satz:
      „Wie kann ich innen sein, wenn es kein außen gibt ist.“
      Dieser ähnelt ihrem Krieg-Frieden oder jenem altgedienten Arm-Reich.

      Der Karneval war nie vorbei.
      Die Masken versteckten nur die Schminke.
      Lügen haben nie ein Gesicht.
      Sie pflanzen sich fort von Kopf zu Kopf.
      Von Land zu Land und Kontinent zu Kontinent.
      Der Mensch ist nur der Wirt der Lüge.

      Zurück in den Sperrbezirk …
      Die Menschen im Zelt singen das Lied nicht wirklich –
      sie grölen nur die Zeilen und bewegen ihre Lippen dazu.

  72. @Uwe Dippel - Hmm. Schwarz-Rot-Gold vorbelastet?
    „Die Deutsche Fahne ist auch so seltsam vorbelastet. Weder nach dem zweiten Weltkrieg noch nach der Wiedervereinigung hat man sich durchringen können, wirklich mal einen Frühjahrsputz durchzuführen, und tabula rasa für eine wirklich neue Zeit zu machen.“

    Am Niederrhein würde man fragen: „Nä wieso?“
    Die schwarzrotgoldene Fahne (auch eine Tricolore) der deutschen Demokratie, der Revolutionen von 1848 und 1918, der ersten deutschen (Weimarer) Republik, welche von den Nazis abgeschafft und erst nach dem II. Weltkrieg wieder als Farben beider deutschen Republiken wiederhergestellt wurde – in der DDR mit Hammer und Sichel – war damals nach dem Krieg ein Zeichen der wiedererstandenen Demokratie, und insofern durchaus Ergebnis eines „Aufräumens“ durch Anknüpfung an demokratische Traditionen. In dieser Hinsicht war das also ein „Frühjahrsputz“.

    Nur unsere heutigen „linken“ Aktivisten, die keinerlei elementare Geschichtskenntnisse, dafür aber jede Menge „Haltung“ zeigen, können das Zeigen der deutschen Farben als „rechtsradikal“ oder „nationalistisch“ interpretieren und verurteilen.
    Ich habe mich mein ganzes Leben lang kaum für „schwarz-rot-gold“ begeistert – ich hielt es nur für selbstverständlich – aber als ich lesen musste, dass die grüne Jugend anläßlich der letzten WM das Zeigen dieser Farben als chauvinistisch verurteilte, habe ich mir – „damn it! Nu grade!“ – eine nicht sehr große Fahne besorgt und auf meinem Balkon im Blumenkasten aufgestellt. Und da ist sie noch.

    Aus Wikipedia:
    „1933 beseitigten die Nationalsozialisten sofort alle Spuren der verhassten republikanischen Nationalfarben „Schwarz-Rot-Gold“ aus den nationalen Symbolen und führten die kaiserlichen Nationalfarben „Schwarz-Weiß-Rot“ wieder ein.“

    Wenn ich dichten könnte, würde ich mit einem Gedicht eine neue geschichtsbewusste Interpretation der Farben Schwarz-Rot-Gold propagieren:

    Schwarz – in Erinnerung an die Spuren der Kriegsfeuer und an die verbrannten Menschen
    Rot – in Erinnerung an das im Massenmord vergossene Blut
    Gold – zum Zeichen des unglaublichen Glückes, welches nach dem Krieg das Land so unverschämt reich werden ließ (with a little help from our friends).

    Und eigentlich sollte die Fahne einen abgerissenen Rand bzw. eine Ecke als symbolische Spur der vorausgegangenen Zerstörung zeigen …
    aber das wäre in unserer aufgeräumten und ordnungsliebenden Gesellschaft wohl nicht durchsetzbar.

    • Weiter oben schon
      hatte ich etwas dazu geantwortet. Die ‚Belastung‘ hatte ich nicht so sehr in der Nazi-Zeit gesehen, sondern in ihrer ganzen Geschichte eines phantasiearmen ‚Weiter So!‘.

    • Sichel ohne Handgriff plus Stern = Türkei, Sichel mit Handgriff und Hammer plus Stern = Sowjetunion
      Hammer und Zirkel (der sichtbare Bogen ist Teil davon) im Ährenkranz = DDR

  73. Der Bürgerschreck von heute trägt Haferlschua und Huad
    Werter Don,

    zunächst meinen besten Dank für diesen weiteren Leckerbissen aus Ihrer spitzen Feder. Sie laufen gerade zur Höchstform auf!

    Die (Wieder)Endeckung der Tracht speziell bei Jugendlichen beobachte ich seit ein paar Jahren mit wachsendem Interesse.

    Musste man mich und die meisten meiner „Spezln“ vor 30 Jahren noch unter Androhung drakonischer Strafen in´s traditionelle Dirndlgwand bzw. die Hirschlederne und das Berchtsgodner Jackerl zwingen, so scheint es, als wäre das Tragen von Tracht heute eine Art von offen getragenem Rebellentum.
    Mädels in Kleidern, Gamsbart statt Irokesenschnitt auf dem friseurbetreuten Haupt, Haferlschuhe statt Knobelbecher an den Füßen, Edelweiss statt Buttons am Revers… So was hätte es zu meiner Zeit nicht gegeben ;)

    So ganz bin ich mir noch nicht sicher, ob das Tragen von Tracht nicht einfach nur eine blutleere Retro-Mode oder tatsächlich ein bewusstes Statement Richtung Berlin/Brüssel ist, an dem sich der heute erwünschte Zeitgeist wie gewohnt erzürnt und lautstark abarbeitet.

    Was in dieser verfemten, trachtligen FreiWild-Kundschaft steckt, wird sich erweisen, wenn der Wind anfängt, rauher zu wehen. Sie wird ihre Gelegenheiten, Farbe zu bekennen, noch bekommen.

    • Ich habe da auch nur Vermutungen, aber vielleicht schreibe ich die bald manl auf – es kann sein, dass die Heimat besser wurde.

    • Definitiv

      So ganz bin ich mir noch nicht sicher, ob das Tragen von Tracht nicht einfach nur eine blutleere Retro-Mode …

      In der bayrischen Hauptstadt ist das definitiv so.
      Ist auch meine Befürchtung, zumindest was die Stadt betrifft.

      Der zugereiste Immobilenmakler aus Biefleld trägt hier grundsätzlich Trachtenjanker. Net nur wegen der Kundschaft, sondern weil er es einfach schick findet. Daueroktoberfest. Die Gattin immer eine ins Haar hochgschoppte Sonnenbrilln und fertig ist das intrigrierte ähm integrierte In-Pärchen.

    • Retro?
      Ist nicht Vintage Style überhaupt im Trend? Fällt doch auch bei der Haarmode auf, man sieht bei vielen jungen Mädchen seit einiger Zeit einen Dutt bzw. ein Krönchen, während die nicht mehr ganz jungen Frauen gerne Pferdeschwanz tragen. Meine Enkelinnen machen sich freiwillig Zöpfe! Die müsste ich bis zur Konfirmation ertragen, danach ging ich sofort zum Friseur, Haare ab.

    • Heimat, Identität und Gesellschaft wird nicht nur gemacht sie macht sich auch selber!
      @Elly Seidl,

      gute Frage.

      Aber die Heimat lässt eine nicht einfach los.
      Viele wissen erst, wenn sie sie nicht mehr haben, das sie einen hatten, und noch wichtiger ist, das sind die die sich am stärksten bemühen sie wieder zu bekommen.

      Heimat, wie Identität, ist eine so offensichtliche Sache, das es schon wieder eine unheimlich heimliche Sache ist.

      Der Mensch, egal wie zivilisiert, arbeitet immer an seiner Identität ganz unbemerkt und doch ganz offensichtlich. Auch wenn es nur eine blutleere Mode ist, was ist denn auch sonst.
      Blut bekommt die Sache (Mode, Heimat, Identität) doch erst wenn es darauf ankommt. Also was die Gemeinschaft sagt, nickt sie oder schüttelt sie den Kopf?

      Dann zeigt sich erst wie gut, unheimlich heimlich die Heimatgefühle, das Identitätssein an der Sache gearbeitet hat.

      Dann, wenn der Dunst aus dem frisch gewatschten Schädel weicht und er an sich runter schaut und seinen Gegenüber anschaut und den gleichen Hut und die gleiche Hose und das gleich Jankerl erkennt, er automatisch zum Bierkrug greift: sagt er sich aha, einer von den Meinen, die Eigenen, na dann trinken wir halt noch ein Schluck!
      Und schon wieder hat Heimat, Identität und Gemeinschaft ein Stückchen an sich gearbeitet.

      Sonst? Naja, so ein Krug kann auch wehtun.

    • Letztes Jahr, auf dem Trachtenmarkt in Lenggries
      höre ich doch glatt bereits erwähnten Immobilienmakler aus der Immobilienmakler-Zuchtstation „Biefleld“, wie er seiner aufgedonnerten Schickse zuraunt: „Jetz brauch ich nua noch sone Seppeljoppe“, das S der Seppeljoppe stimmhaft gesprochen.

      Hat mich kurz drauf ganz schön im Fußgelenk gejuckt.

  74. Mädchen mit ... dem Glühen im Gesicht
    Das hat mir wirklich gut, am besten gefallen.

    Denn solches erblicke ich immer voller Freude.

    Auch wenn ich angesichts meines Alters kein Glühen mehr bewirken werde.

    Glühen im Gesicht – wie herrlich :)

  75. Titel eingeben
    Den Buben mit den Händen als Auflage würde ich als zugereisten Preussen vermuten. Was ich kenne an bayrischen Bierfesten wird am Schluss auf den Tischen getanzt. Das setzt voraus, dass man noch orientierungs- und bewegungsfähig ist.
    Das also höchstdero zu Tuntenhausen, Eging am See und Deggendorf so um die Anfang der 80er Jahre. Ich mag nicht ausschließen, dass es heute anders ist.
    Von meinem bayrischen Zweigwerk in Pfaffenhofen a.d.I., dem Straßhof, bin ich solche derangierten Menschen überhaupt nicht gewohnt.

  76. sie singen unsere Lieder und kleiden sich wie unsere Grossväter.
    Das ist schon bedeutend. Da muss man erstmal drauf kommen.

    Da passt – wiedermal – mein Lieblingsrätsel:
    Wahre Dinge sind wie umgekehrt.
    Lao Tse

    Mit dem Rosilied bin ich sozusagen umsozialisiert worden. Die Stones wurden im Moccaeck am Alex nicht mehr gespielt. Goldene Reiter waren angesagt und natürlich weiser Storch, niemals Bier.

    Dunkle Nächte, weißer Schlaf.

    Dunkel auch der letzte Satz, Hinz-artig, tya

  77. schonalthalt
    und mal wieder die falsche Taste halt.
    @ Tico
    Es ist auch für mich ein deprimierender Text.
    Eine noch deprimierendere Wirklichkeit in D.

    Mit grossem Genuss einen zweieinhalb jahrtausendealten Text im Schatten wieder mal gelesen. Shunzi, so ein alter Chinese. Köstlich vorallem das erste Kapitel.
    @goodnight
    Ja, Macht …stimmt!

    Beste Grüsse zu Ihnen allen

  78. Wie vergiftet der Diskurs ist...
    …zeigt sich daran, dass sich überhaupt eine Debatte an Herrn Seehofers Meinung entzünden kann. Wenn man unbedingt will (und ich sähe nicht, warum), könnte man wohl aussagen: „Der Islam gehört mittlerweile zu Deutschland“.

    Allein Tatsache ist und bleibt, dass vor den Wirtschaftswunderjahren der einzige quantitativ und qualitativ relevante Kontakt der deutschsprachigen Welt mit dem Islam eine Reihe von Kriegen darstellte, insb. die osmanischen Angriffe auf das Heilige Römische Reich. Nur so ließe sich die historische Kontinuität konstruieren, die nötig wäre, damit der Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ überhaupt einen Sinn ergeben kann. Haben Frau Göring-Eckardt und Konsorten dies berücksichtigt?

    Man fragt sich natürlich, warum mittlerweile selbst solche Aussagen inkriminierbar sind.

    Der Grund mag sein, dass die unausgesprochene Problematik westlicher Einwanderungspolitik genau das bleiben soll: unausgesprochen. Dürfen die Ist-Mitglieder einer Gesellschaft über den Zuzug künftiger Mitglieder entscheiden, und darf die gesellschaftliche Mehrheit den kulturellen Kurs des Landes vorgeben?

    Ich sehe nicht, was dagegen spräche, ausgenommen die (freilich in allen Facetten gesellschaftlicher Interaktionen) drohende Gefahr des Machtmissbrauchs. Wenn die Eliten der Gesellschaft Fremdenfreundlichkeit verordnen können, und zwar in einer Lesart, die alles Tradierte anzweifelbar macht, stellt sich die Frage, warum man überhaupt an gemeinschaftlichen Merkmalen festhalten sollte.

    Warum bemühen wir uns überhaupt um den Zusammenhalt der Gesellschaft, wenn diese keine fest zu umreißende Einheit darstellt, sondern einen Zufallswert – die Summe aller, die sich zurzeit innerhalb der Grenzen aufhalten?

    • Nun, nicht wirklich, die Deutschen waren Verbündete und Freunde der Osmanen/Türken ab dem späten 19. Jahrhundert.

    • Verbündete
      Der ältere Moltke, also der siegreiche, war in jüngeren Jahren schon an die „Hohe Pforte“ als Militärberater ausgeliehen und hat dort türkische Stabsoffiziere ausgebildet und Generale beraten, er hat auch ein lesenswertes Büchlein drüber geschrieben. Später war man offiziell verbündet, Liman von Sanders hat einem später sehr berühmt gewordenen General geholfen die Dardanellen zu verteidigen. Und ein anderer preußischer General hat mit türkischen Truppen bei Kutt-el-Amara ( Region Bagdad) eine englisch-indische Armee eingekesselt und gefangen genommen. Hat nur alles nichts genutzt.
      Atatürk hat nach 33 zunächst einige vertriebene Fachleute und Hochschullehrer aufgenommen, so bekam die Universität Ankara einen Aufschwung. Rudolf Nissen, Oberarzt bei Sauerbruch und derjenige der als erste eine Pneumonektomie mit überlebendem Patienten hatte, wurde da Professor für Chirurgie, emigrierte dann aber weiter in die USA.
      Das ist alles ein weites Feld, mit dem alten Fontane zu sprechen.

    • Sinn und Unsinn
      „damit der Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ überhaupt einen Sinn ergeben kann“

      Der Satz ist semantisch sinnlos, weder eindeutig falsifizier- noch verifizierbar, weshalb so aufgeregt über ihn geredet werden kann („Rede“ im Sinne von „leerer Rede“).

      Der Satz hat eine andere Funktion: Der Sprecher will damit zum Ausdruck bringen, dass „der“ Islam (den es bekanntlich nicht gibt) hier dazugehört. Es ist daher nicht mehr und nicht weniger als eine Respektbezeugung und ein Anerkennungsakt.

      Man sollte daher mE eher fragen, ob (a) eine solche Respektbezeugung situativ veranlaßt ist; (b) ohne eine Klärung, was „Islam“ bedeutet erfolgen kann, (c) angemessen ist, z. B. angesichts der vielen im Namen „des Islam“ Ermordeten, Begrapschten und Beraubten; und (d) was dem Anerkennungsakt für konkrete Folgen abzuleiten wären (zB islamische Kindergärten, wenn die mit „Ungläubigen“ nichts zu tun haben wollen, symbolische Schutzsteuer für „Ungläubige“ wie in islamischen Staaten usw. ?) und (e) ob man diese Folgen eigentlich will.

      Wer schon (a), (b) und (c) verneint, muss sich mit (d) und (e) nicht befassen.

      Das wäre eine rationale Diskussion die aber angesichts des grassierenden Wahnsinns namens Merkelei nicht mehr führbar ist.

  79. Der Islam gehört zu Bayern ?
    1. Die Scharia gehört zum Islam
    2. Der Islam gehört zu Bayern (Soeder)
    3. Die Scharia gehört zu Bayern (Deduktion)
    4. Die Libaraltas Bavariae gehört zu Bayern

    Finde den Fehler!

  80. BaZ
    Kurzer Beitrag zur Islam Debatte: der eine oder andere wird sicher in der Baseler Zeitung (Westpresse, Sie wissen schon) die Kommentare von Herrn Bassam Tibi zum Islam und Europa lesen und gelesen haben. Ohne Blatt vor dem Mund, ohne Beschönigungen. Er legt den Finger deutlich in die Wunden was in linken Kreisen zum hysterischer Schnappatmung führt.

    Nur: Herr Tibi bezeichnet sich selbst in seinen Kolumnen ebenso deutlich wie er die linken Traumtänzer kritisiert selbst klar und bestimmt als Muslim.

    Gehört Herr Tibi also zu Deutschland oder gehört er nicht dazu?

    Und bitte: jetzt nicht in die vermeintliche Lösung flüchten man müsse Glaube und Gläubige trennen. Islam nein ordentliche Muslime ja. Wie soll denn das funktionieren?

    • Vielleicht geht es darum, über die Grenzen des in den Büchern beschriebenen
      hinaus denken zu können und das eng gefasste bzw. verbreitete der Schriften weit auszulegen, zum Teil auch eher im Privaten zu lassen, statt es allen auf oktroyieren zu wollen. Wobei Tibi damit entgegen dem unveränderbar Geschriebenen handelt.

      Tibi z.B. hat während seiner Studienzeit bei Adorno in Frankfurt seinen „Judenhass“ betrachten und verlieren gelernt – und er möchte gerne Deutscher sein, wobei er dennoch seine Herkunft immer in sich tragen wird. Auch er erkennt die Grenze seiner „Integration“ und macht sie bei Auftritten der Mehrheitsgesellschaft nicht leise zum Vorwurf, statt zu erkennen, dass auch ein Deutscher in Rom ewig Deutscher bleiben wird, mag er sich auch noch so anpassen.
      Tibi ist wohl beispielhaft einer, der über seine Grenzen hinaus gewachsen ist – wie einige andere mit islamischer Sozialisation auch, die hilfreich den Finger in offene Wunden legen – und noch zu wenig gehört werden.

      Schöne weite Betrachtung zu dem Thema von Rudolf Brandner gerade bei Tichy.

    • Sand in die Augen streuen
      Es gibt keine Dichotomie Islam-Islamismus. Und selbst wenn man ein Konstrukt bildete, dem man ‚Islamismus‘ zuschriebe, könnte es sich nur um ein fiktives Konstrukt handeln. Als einer der beiden Pole in einer Polarität. Die Muslime befinden und bewegen sich ganz individuell irgendwo dazwischen. Ganz kontinuierlich.

      Nicht an Worten, sondern an Taten sollt ihr sie messen.
      Jeder, für den die Sharia höher steht als das Grundgesetz hat hier nichts verloren. Egal ob Muslim, Islamist oder Buddhist. Religionsfreiheit ist die Freiheit, hinter seiner Wohnungstüre zu beten, zu wem man will. Glauben, an was man will. Ob es der Koran ist, oder dass die Mondlandung statt auf dem Mond im Filmstudio in Hollywood geschah.

    • Wie soll das funktionieren?
      Garnicht!

      Herr Basam Tibi ist mir als „Erfinder“ einer angeblich
      benötigten deutschen Leitkultur bekannt und er hat
      den BP Gauck zu seinen Iman ausgerufen.

      Wenn dann noch der einzig gültige Maßstab ein Verfassungs-
      patiotismus sein soll, dann hat man einen Euroislam, dem
      sich alle und alles unterwerfen sollen.

      Das alles mag für säkulare Muslime taugen, für gelernte
      Europäer taugt es nicht.

    • Wie das funktionieren soll, weiß ich auch nicht.
      Tatsache ist aber:

      Muslime wie Herr Tibi brauchen in D Polizeischutz.

      Slafisten und Hassprediger in Moscheen nicht.

    • @binvonhier
      Ich kann Ihren Ausführungen leider nicht folgen. Wenn nicht unter Verfassung und Recht, unter was sollte man sich Ihrer Meinung nach als Europäer denn dann unterwerfen?

    • Deskriptiv und normativ
      @Ulrich Drescher
      „Gehört Herr Tibi also zu Deutschland oder gehört er nicht dazu?“

      Sie schreiben mit Ihrer Frage meiner Ansicht nach die Problematik der Aussagewurzel „Der Islam gehört zu Deutschland“ nur fort.

      Eine Differenzierung brächte Klarheit. Welche Art von Aussage liegt eigentlich vor?

      Eine deskriptive Aussage, die einen Sachverhalt wertfrei beschreibt? Dann ist die Aussage, der Islam gehöre zur Deutschland, eindeutig wahr. Es ist eine Tatsache, dass der Islam in Deutschland Fuß gefasst hat.

      Oder liegt hier eine normative bzw. präskriptive Aussage vor, die ein Werturteil ausdrückt, eine Tatsache rechtfertig oder ein Sollen angibt?
      In dem Fall wäre die Aussage „Der Islam gehört zu Deutschland“ dahingehend zu paraphrasieren, dass er zu Deutschland gehören soll bzw. es gut ist, dass er zu Deutschland gehört.

      Als präskriptive Aussage ist der Satz diskutierbar. Ein überzeugter Moslem wird ihn wohl bejahen, ein überzeugter Atheist ihn wohl eher bestreiten – ich verkürze hier bewusst.

      In der politischen Debatte oszillieren die beiden Aussagearten, was m.E. intendiert ist, um einerseits eine Emotionalisierung durch die normative Dimension zu erreichen, andererseits sich stets den Rückzug auf die Tatsachenbeschreibung offenzuhalten (deskriptiv).

      Diese Vermischung schwingt auch in Ihrer Frage mit. Für mich persönlich ist sie im Übrigen leicht zu beantworten: Es ist eine Tatsache, dass Herr Tibi ein Teil Deutschlands ist und es ist gut so. Er ist ein kluger Kopf und unerschrockener Mann, dem wir viele scharfsinnige Analysen zu verdanken haben.

      Die Frage, ob der Islam sich in Deutschland ausbreiten soll, ist damit aber nicht beantwortet, ihr normativer Aspekt nicht entschieden. Aussagen über Herrn Tibi implizieren keine Werturteile über den Islam als vielschichtige Religion verschiedenster Strömungen.

    • @gogard
      Meine ursprüngliche Absicht war, mit meiner Frage den Widerspruch und die Unmöglichkeit allein zu der Aussage „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ eine Antwort zu finden ohne zunächst die Frage näher zu definieren.

      Sie haben diesen Widerspruch besser herausgearbeitet als ich es vermochte.

      Hierfür meinen Dank.

    • @ Ulrich Drescher
      Der Unterschied liegt im sich unterwerfen.

      Ich kann akzeptieren, andere wollen gestalten.

      Einfach das eigene gewohnte Islam-oder
      Koranverständnis als Blaupause für eine genuin
      deutsche oder europäische Gesellschaftsordnung
      zu benutzen, kann nicht gelingen.

    • @gogard, Ergänzung
      In der bewusst unzulässig reduzierten Aussage „Der Islam gehört zu Deutschland“, der mangelhaften Vermittlung des widersprüchlichen Charakters und den damit geradezu herausgeforderten politisch motiviert unterschiedlichen Interpretationen hat dieser Satz vor allem polarisierenden, populistischen und damit demagogischen Charakter.

      Ich bin nach wie vor beschämt über die mangelnde Reife bzw. Karriereversessenheit des Urhebers, der sich damit zwar ein bleibendes Andenken gesichert, jedoch das von ihm ausgeübte Amt in meinen Augen massiv beschädigt hat.

    • x gehört zu y
      @Ulrich Drescher
      Ich freue mich, dass Sie meine Antwort als Klärung Ihrer Frage verstanden haben. So war der Post auch intendiert. Sollte er zu belehrend geklungen haben, bitte ich Sie, das zu entschuldigen.

      @Stacheligel
      „Unreif“ beschreibt das Verhalten des Mannes während seiner Amtszeit sehr gut, und zwar auf vielen Ebenen.

  81. apropos Kriegseskalation weiter oben
    ich glaube, die in Berlin meinen,
    sie würden Sandkastenspieke machdn,
    so ganz ohn Verbindung zur realen Welt.
    Die Bürger sind ihnen sch…egal.
    “ Die haben uns gewählt, ran an den Koben.“

    Haben die keine Familien?

    Mutti-Madam nicht. Die hätte mal
    was Kleines aufziehen müssen.
    und sich nicht nur mit Kulleraugen
    fotografieren lassen sollen…

  82. "von den Radiosendern in Bayern wegen Obszönität boykottiert"
    Wie wir wissen, erstreckt sich das Boykottieren und Zensieren inzwischen auch ins Internetz. Das YT Video einer Band in der ich die Ehre habe, mitwirken zu dürfen, wurde kürzlich wegen einer Beschwerde gelöscht.

  83. @ DA - Demokratiepreisträger baut Bombe. Deutschla
    Don Alphonso sagt:
    19. März 2018 um 02:26 Uhr
    Nun, vielleicht will man die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten, obwohl es schon schräg ist.

    • Vllt eines Tages M.-Schwesig-Preis...
      …für die Anzahl angezündeter AfD-Autos oder die mit Großglockner-Aufkleber. Als Tätowierung auf den Unterarm. Aber auf den linken bitte. So nach der Machart wie der Michel Wittmann bei Fallaise die Ringe auf die H-H-Kanone seines Tigers malen ließ.
      .
      Ja,ja, is ja schon gut! Muss jetzt ohnehin nach Klein-Beyrouth.
      (DdH)

    • Teppich
      Da werden wir lange warten.
      Das wird nur wieder unter den grossen Teppich gekehrt.
      Das da überhaupt noch Platz ist?

  84. You shouldn't have become a priest
    Zur Islam-Debatte:

    Religion gehört nicht zu einem modernen Staat.

    Es ist Grundlage der Definition eines modernen Staates.

    Sollte man wissen, wenn man eine ordentliche deutsche Schule besucht hätte….

    Bin immer wieder erschrocken über das Bildungsniveau nicht nur von Politikern.

    • smart-arse
      Es?

    • Religion ohne modernen Staat
      Religion ist ebenso wie der Staat ein soziales Konstrukt, das aufgrund seiner Funktion überaus wirkmächtig geworden ist: die Funktion, eine Gemeinschaft zu konstituieren und zu stabilisieren, welche die Größe von Stammesverbänden überschreitet. Evolutionspsychologisch betrachtet, schafft und befördert sie gesellschaftlichen Zusammenhalt innerhalb großer Populationen, indem sie den Individuen Kooperationsvorteile bietet, sie damit effektiv ins Kollektiv einbindet.

      Ohne in die Details zu gehen, kommt auch den Großkonstrukten ‚Staat‘ und ‚Nation‘ solch gemeinschaftskonstituierende wie stabilisierende Funktion zu. Historisch haben sich diese Konstrukte daher lange Zeit symbiotisch entwickelt.

      Die Moderne unternimmt den Versuch, die Verbindung zu kappen und setzt primär auf das Konstrukt ‚Staat‘, in Deutschland mit besonderer Gründlichkeit bis zum Zusammenbruch des Dritten Reichs. In den Trümmern Nachkriegsdeutschlands geht auch die Idee der Nation verschüttet. Im Osten soll sie das Klassenbewusstsein ersetzen, im Westen der Verfassungspatriotismus, die Vergangenheitsbewältigung und die Konsumorientierung.

      Das funktioniert mehr oder weniger gut, im Fall des Ostens eher weniger. Die Religion bleibt präsent, wird aber in ihrer gemeinschaftsstiftenden Funktion nur selten gebraucht und zur Privatsache deklariert.

      Momentan sieht sich der postreligiöse Staat mit einer Religion konfrontiert, die sich nicht als Privatsache betrachtet, sondern als universale soziale Ordnung. Konflikte des säkularen Staates und des religiösen Fundamentalismus sind programmiert. Was führt der Staat nun gegen eine vitale Gemeinschaft religiös Überzeugter ins Feld: den Verfassungspatriotismus und die deutsche Vergangenheitsbewältigung als Leitkultur? Der Erfolg wird überschaubar bleiben.

      Insofern mag Religion nicht zu einem moderen Staat gehören, aber vielleicht gehört in einigen Jahrzehnten der moderne Staat einfach nicht mehr zu der dann dominanten Religion.

      Merkels schwacher Re-Christianisierungsaufruf bietet da keinen Ausweg. Setzen kann man allenfalls auf die korrumpierende Kraft des Kapitalismus und die Verlockungen des Konsums. Schade nur, dass die vereinigte Linke gerade diesen möglichst stark einschränken will.

    • Nobody calls me chicken.
      Die Exklusion von Religion ist „Es“, d.h. die Grundlage eines modernen Staates.
      Nennt sich auch Säkularisierung.

      Unsere Großväter haben den Islam vor Wien gestoppt und zwischen 1618 und 1648 all den Religionswahnsinn in Blut ertränkt.

      Seitdem ist eigentlich Ruhe gewesen…bis die Merkel den Islam angeschleppt hat. Und hier es an Bildung und Wille fehlt, den Wahnsinn zu stoppen.

    • simple questions help a lot to counter megalomania
      @goodnight
      Wenn ihre Großeltern 1648 die Türken vor Wien gestoppt haben sind Sie tatsächlich noch etwas älter als ich dachte.
      nuff said.

    • come and see
      @gogard

      Die Religion erfüllte seinen Zweck. Aber sie ist nicht in der Lage eine moderne Gesellschaft zu konstituieren bzw. dort wesentliche Aufgabe zu erfüllen Die Modern Gesellschaft ist funktional, d.h. hier operieren mehrere Funktionssysteme parallel und gleichberechtigt, d.h. die Politik, das Recht, die Wirtschaft etc. Solche eine Konstruktion ist dem hierarchisches Verständnisses der Religion nicht zugänglich.
      Deshalb wurde sie abgeräumt, die Religion. Das war ein lange und blutiger Prozess, mit Toten im zweistelligen Millionenbereich.

      Es hat noch gar keiner verstanden, welche Büchse der Pandora im Sep 2015 geöffnet wurde.

      Weil es einfach an Bildung fehlt.

    • You make all things and direct them in their ways, O Grandfather.
      @Gast

      Großeltern ist die Summe der Einheit der Endstufe unserer Vorfahren.
      Sie lässt sich nur noch in den Steigerungsformen Ur-, Ur-Ur, etc. fortführen, ändert jedoch nichts an ihrer Letztlichkeit.

      Die Anzahl der vorgesetzten Ur- überlasse ich gerne Ihrer Phantasie.

    • 2015
      @goodnight
      „Es hat noch gar keiner verstanden, welche Büchse der Pandora im Sep 2015 geöffnet wurde.“

      Sie haben sicherlich recht mit der Annahme, dass das Jahr 2015 eine historische Zäsur für Deutschland darstellt. Deren Bedeutung wird vielen wohl erst später klarwerden, wenn die Auswirkungen ungesteuerter Massenmigration einerseits flächendeckend in der Demographie, im Bildungs- und Sozialsystem sowie in den Renten- und Krankenkassen durchgeschlagen sind, andererseits ein Kulturkampf zwischen Religion und Aufklärung, der in Europa längst entschieden schien, neu auflebt. In manchen Schulen ist er bereits angekommen.

      Ich glaube aber, dass in der Politik und Verwaltung vielen die historische Tragweite durchaus klar ist. Das zeigt sich u.a. daran dass sich offizielle Narrativ zur Massenmigration geändert hat. Wurde zuerst der Mehrwert betont, der der deutsche Gesellschaft aus der Zuwanderung hochqualifizierter und arbeitswilliger Fachkräfte erwächst, redet heute kaum noch jemand davon. Man kann nur eine begrenzte Zeit lang kontrafaktisch argumentieren, selbst man am Aufbau der DDR 2.0 arbeitet.

      Inzwischen wird der humanitäre Aspekt betont und die Diskussion moralisiert. Der nächste Schritt wird ein Bußnarrativ sein, das die Sünden des Westens und spezifisch Deutschlands betont und die Last der Massenmigration als moralisch gebotenes Opfer darstellt.

      Es wird interessant werden zu sehen, wie lange und wie weit die jetzigen Wähler von CDU und SPD bereit sind, dieses Narrativ mitzutragen, wenn es für sie auf drastische Erhöhung von Steuern und Krankenkassenabgaben, Rentenkürzungen, Verlust innerer Sicherheit und Niedergang des Bildungssystems hinausläuft.

  85. Das Leben ist Therapie...
    Selbstbegreifung per Selbstbegegnung…Leben-Wege-Kreuz(ig)ung-Therapie…Selbst- und Gegen(über)selbst-…
    Ver(nunft)stand-Reife-Therapie.

  86. Titel eingeben
    „Ich sehe nur in er aktuellen Debatte, die in der eigenen Zivilisation so viel Schlechtes, Falsches und Überkommenes sieht, das alles bis aufs Messer bekämpft werden muss, zur Not auch in Komplizenschaft mit Linksextremisten, einfach kein Angebot an diese Welt hier draußen. Da ist einfach nichts, was hier gefallen könnte, da wird keine Kirchendecke ausgemalt und da wird nicht zusammen musiziert.„

    Don Alphonso, meine Anerkennung.

  87. Ja, was früher "verboten" war, ist heute "mainstream"
    Ich erinnere mich, als ich Student war…

    da waren wir links. So links, daß es verboten war. Manche bezeichneten sich als Anarchisten, das schien romantisch zu sein, Sacco und Vanzetti lief im Kino. Es gab Frauengruppen, in denen Frauen erkannten, daß eine Frau einen Mann braucht, so dringend, wie ein Fisch ein Fahrrad. Es gab sogar Männergruppen, wo man lernte, daß Männer auch weinen dürfen.

    Wilhelm Reich war interessant, man machte Atemübungen, um einen intensiveren Orgasmus zu erleben. Männer trugen Kajal auf, um schönere Augen zu haben, Henna brachte Haare zum leuchten, und- heute kaum zu glauben- nicht nur andere Männer, sondern auch die Frauen fuhren drauf ab. Sah so schön sensibel aus.

    Kaum zu fassen, daß dieser ganze Tinnef, der damals Spaß machte, weil er als Randerscheinung uns vom „Establishment“ abgrenzte, eben exclusiv im Wortsinne war, eines Tages in Form von Gender“wissenschaft“, Multikulti, Inklusion und Vielfalt zur Staatsdoktrin werden konnte. Wir wollten doch nur spielen! Wir konnten doch nicht ahnen, daß man versuchen würde, uns an dem Strick aufzuhängen, den wir selbst gedreht hatten!

    Aber der Don beschreibt ja im Grunde ähnliches. Spider Murphy, einst verboten, jetzt singen alle mit. Nur daß das harmlos ist. Und das, was wir angerührt haben, leider nicht. Was soll ich sagen? War nicht so gemeint!

  88. Nichts bleibt wie es war
    Manches war/ist gut, manches war/ist sclecht. Oft auch eine Frage der Perspektive. Die Türken stehen nicht mehr vor Wien, Sie leben in unseren Städten. Und mit den meisten von ihnen haben wir keinen Ärger. Mein Metzger zum Beispiel wo ich mein Lammfleisch kaufe – ehrlich er würde mir fehlen. Die AFD würde mir allerdings nicht fehlen. Aber so ist das: Die Freiheit hat auch ein par Nachteile. Die Schaden/Nutzen-Relation fäll bei mir immer noch zugunsten der Freiheit aus. Zum Beispiel der des Don Alfons. Der wurde zwar bei der FAZ ausgemustert, wird aber nicht zum Schweigen gebracht. Das ist doch schon was.
    Und ob der Islam zu Deutschland gehört, ist eine müßige Frage. Der Horsti stellt eben immer die falschen Fragen. Der Islam ist in Deutschland. Solange er nicht übergriffig wird, kann ich das ertragen. Wiewohl er schon ziemlich verrückt ist. Das Frauenverständnis zum Beispiel ist so absurd. allerdings auch kontraproduktiv für den Islam. Mir würden Merkel und V.D.L hinter dem Herd als Fehlnutzung der Recource Frau erscheinen. Bei Wagenknecht wäre mir das egal.

    • JohannB.
      “ Der Islam ist in Deutschland. “ – So isses.
      Deshalb ist die Frage ja auch falsch gestellt. Richtigerweise müsste Seehofer sagen, was alles nicht geht:
      * Vorrang der Religion vor politischen Entscheidungen
      * Menschenrechte unter Scharia-Vorbehalt (siehe Kairoer Erklärung von 1990)
      * Benachteiligung von Frauen per Gesetz
      * Kinderehe, Zwangsehe, Polygamie,

      Wir haben in Deutschland lange Zeit gebraucht, bis wir den Prälaten und Superintendenten abgewöhnt hatten, sich in Angelegenheiten einzumischen, die sie nichts angehen. Und jetzt sollen wir den Ajatollahs und Imamen folgen?

    • "Der Islam ist in Deutschland"
      War in der falschen Zeile. Bitte um Entsch.

    • "hinter dem Herd"
      .
      „hinter dem Herd als Fehlnutzung“ = sehe ich auch so.

      Könnte eine Nutzung im Herd die Situation verbessern?

    • Titel eingeben
      Der Stärkere wird gewinnen. Und das ist gut so.

  89. An welchen Orten könnte man denn mit Vertretern des Islams....
    … noch diskutieren ?
    Auch im Hofbräuhaus bei Bier und Haxe?
    Würde mich mal interessieren, ob das ginge?

  90. Skandal im Sperrbezirk
    …dürfte einer der wenigen Pop-Songs mit deutschem Text sein, den im Alter von 17 bis 77 wirklich alle Deutschen kennen.
    Es ist eine großartige Leistung, so etwas komponiert zu haben.

  91. Zum Ende hier...
    …noch einmal in Höchstform.

  92. Im Unterschied zu den Polen und anderen...
    ist der Moslem heute nicht gezwungen sich den Gepflogenheiten hier zu unterwerfen.
    Die multikulturellen Einflüsse der Vergangenheit gingen einher mit erheblichen Druck zur Anpassung und nur das was allgemein gefiel blieb erhalten.
    Multikulti ist eine Schimäre, sie setzt eine Basis voraus, die bestenfalls bei Gebildeteren vorhanden ist mit abnehmender Bildung sinkt auch die Fähigkeit über eine solche Basis zu verfügen.
    Aber selbst mit Bildung fehlt sie immer wieder, dann aber aus Überzeugung.
    Ich bin gegen den Zuzug, weil mir dieser zutiefst menschliche Sachverhalt bewusst ist und nicht von Träumen menschlichen Zusammenlebens überlagert ist, weil man selbst in einer Wohlstandsblase lebt, die die Ignoranz dessen, was nicht reinpasst erlaubt.
    Es hat viel mit den linken Erklärungsmodellen für soziale Ungleichheit zu tun, die einfach nicht bereit sind die menschliche Unzulänglichkeit Klassen oder Privilegien unabhängig zu beurteilen.
    Zu sehen das Arme der reich wird nicht selten eine noch schlimmerer Unterdrücker oder Ausbeuter ist, als der Reiche vorher.
    Das die Mechanismen dieser Diskrepanz nicht nur Ungerechtigkeit widerspiegeln sondern auch menschliches Unvermögen auf Seiten der Schwächeren und das nicht selten in viel größerem Ausmass.
    Das gilt eben auch für kulturelle Prägungen.
    Die Ghettos in den USA sind das beste Beispiel dafür, was Multikulti eben auch bedeutet, Anpassungsdruck und Anpassungsweigerung und gewaltsame Auseinandersetzungen an den Schnittstellen.
    Das Gleichheitsprinzip ist auf unterschiedliche Weltanschauungen Gruppen nur bedingt anwendbar und nicht innerhalb einer sozialen Gruppe, deren größte Einheit die Nation ist.

  93. Das große Missverständnis...
    in den 60ziger glaubte man sich vom Dirndl und Tracht distanzieren zu müssen, weil man es mit dem Beharrungsvermögen der Altvordern gleichsetzte.
    Viele der Protestler haben aber nie gelernt Distanz zu gewinnen und Äußerlichkeiten von Innerlichkeiten im Zeitablauf zu trennen.
    Die kämpfen heute immer noch gegen dieselben Windmühlen ohne zu realisieren, das heute ganz andere darin wohnen, die längst erkannt haben, das nicht alles falsch war, und am angenehmen und Richtigen heute entspannt festhalten können und die Stressmacher mit Beharrungsvermögen die sind, die einfach den Absprung verpasst haben und die Windmühlen schon immer mit den Bewohnern gleichgesetzt haben.
    Sie damit das, was glaubten zu bekämpfen.

  94. Der Islam gehört zu Deutschland,
    ob uns das gefällt oder nicht.
    Oder wie Mutti sagt „Nu sind sie mal da“.

    Wie die ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Frau Özoğuz so feinsinnig bemerkte, müssen wir das Zusammenleben mit Migranten jeden Tag neu aushandeln.
    Das heißt bei einem Islam, der unveränderlich ist, wir sollen jeden Tag ein Stück unseres Grundgesetzes hergeben.
    Die Folge ist, wir akzeptieren Körperverletzung aus religiösen Gründen durch Beschneidung von Kindern. Eine Minderheit bestimmt durch religiöse Essensvorschriften den Speiseplan in Kindergärten und Schulen für die Mehrheit der Nichtreligiösen.
    Wir lassen eine türkische Religionsbehörde, durch Imame die vom türkischen Staat bezahlt und verpflichtet werden,in Deutschland Propaganda für Kinderehe, Märtyerertum, AKP-Propaganda, Spitzeltätigkeit gegen Kurden Gülenanhänger ausüben.

    Wir haben faschistische Graue Wölfe, Salafisten, Aleviten und Wahabiten.
    Allen gemeinsam ist, dass säkularer Staat,Gleichberechtigung von Frauen, Akzeptanz von Homosexualität ,Abfall vom Islam, Anerkennung der UN-Menschenrechtkonvention Existenzberechting Andersgläubger oder Ungläubiger etc. nicht in das islamische Religionsverständnis passen.

    Da die Zahl der Muslime mittlerweile beträchtliche Zahlen erreicht hat,
    monatlich neue Muslime einwandern, ist die Frage nur noch wann die
    Nichtgläubigen, Christen, Juden etc. ihre Opferhaltung und Duldungsstarre aufgeben. Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist gezwungen sie zu wiederholen.
    Etwas wie der Dreissigjährige Krieg als Religions,- und Eroberungskrieg ist das was uns erwartet, wenn wir die Errungenschaften der schmerzhaft durchlebten Aufklärung und Beschneidung religiöser Bevormundung durch christliche Religionen, ohne Not dem aggressiven Islam preisgeben.

    Menschen wie Erdogan, die von einem Osmanischen Grossreich träumen
    und Deutschland mit den hier lebenden Türken und Deutschtürken bereits als Provinz der Türkei betrachten, werden weiterhin Ditib und AKP nahe
    Institutionen als fünfte Kolonne arbeiten lassen.

    Ich mag Seehofer und Gauland nicht aber ich freue mich dass die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Islam an Fahrt gewinnt.
    Es reicht wenn wir in islamisch dominierte Länder schauen um zu sehen wie eine islamische Zukunft aussehen wird.

    Wir sind es unseren Kindern und Enkeln schuldig.
    Wir können nicht wieder sagen, wir haben von nichts gewusst.

    Um Martin Niemöller abzuwandeln :

    Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.
    Zitat von Martin Niemöller

    Setze wahlweise Homosexueller, Ehebrecherin, Ungläubieger, Jude Christ,
    in einer mehr und mehr islamisch geprägten Gesellschaft ein.

    Gruß aus Hessen

    • @Uli_of sagte am: 19. März 2018 um 11:41 Uhr: Der Islam gehört zu Deutschland...
      …und weiter: „Wie die ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Frau Özoğuz so feinsinnig bemerkte, müssen wir das Zusammenleben mit Migranten jeden Tag neu aushandeln….“ Chargez donc bien déjà les chargeurs, s.v.p.
      .
      Ergänzung: Mean time etwa wie Sarrazin voraussagte……und muss täglich ausgeschossen werden. Zum Glück werde ich das wohl nicht mehr erleben.
      .
      Sie, meine Herrschaften, werden es erleben, bald. Zwischen Kurden und Türken wird es beginnen. Da wo ein Brandsatz, da auch eine Kalaschnikov.
      (DdH)

      ,

    • Sivas, 1993 – Die Stadt der toten Dichter
      Inwieweit die Aleviten in das islamische Religionsverständnis einzuordnen sind, ist „umstritten“:

      http ://www.spiegel.de/politik/deutschland/15-jahre-massaker-von-sivas-die-auferstehung-der-aleviten-a-563623.html

  95. Solidarisches Heimateinkommen..
    Warum sich Arbeit nicht lohnt:

    „…Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, fordert die Abschaffung von HartzIV. Als Alternative sieht er kein bedingungsloses Grundeinkommen, sondern ein solidarisches…“Quelle: WELT

    Solidarisch mit was? Damit Demokratiepreisträger besser ihre Bomben bauen können? Damit Politiker ungewählt ein Einkommen haben? Einkommensabhängige Steuern sind solidarisch. Punkt.

    Es ist immer erstaunlich, dass jene, die Solidarität einfordern, ebendiese sich nicht leisten können. Aber sich bestens auskennen mit „burn other peoples money..“ die anderen sollen müssen. Heimat 2018.

  96. Ausserhalb Deutschlands
    haben linke und liberale Globalisierungsfreunde kein Problem mit ihrer angestammten Kultur. Ganz im Gegenteil, denn echte diversity kann es schliesslich nicht ohne Vielfalt geben, und dazu gehört nun mal auch die Pflege der eigenen Tradition.

    Die deutsche Linke hat das seit dem Krieg natürlich nicht so gesehen, aber ist Deutschland mittlerweile tatsächlich in AfD/Pegida und eine „linksversiffte“ Mehrheit gespalten? Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht so recht vorstellen.

  97. Heissa!
    Sogns amol Don, bei Ihna gehts ja fei rustikal zua!
    Zumindest an Josefi im Moos.

    Für mich als Ungläubigen und Scharia-Leugner sieht der Inhalt der (gefüllten) Krüge aber auch sehr verlockend aus. Herrliche Farbe, und wahrscheinlich ordentliche Umdrehungen.

  98. Wenn die Einwanderer dominant werden
    ist es eher eine Okkupation mit Hilfe blinder Linker. Das ist heute in nicht wenigen Orten Deutschlands Fakt. Da kommt es auch nicht mehr darauf an, ob die kulturelle Entwicklung der Okkupanten 500 Jahre hinterher hinkt und eigentlich im Zweifel Linke zum Frühstück frisst. Wer also dem tropfenden Schwert den Weg bereitet, der sollte den Weg des Arthur Beauty gehen. Wunscheinwanderer sollten hingegen begrüßt werden: zB Thailänder, Japaner, Koreaner, US Amerikaner, EU Bewohner sowieso.

    • Titel eingeben
      Diese Völkerwanderung, der massive Einwanderungsdruck aus der dritten Welt bedeutet das Ende des Lebens wie wir es gekannt und geschätzt haben. Es war lange angekündigt in dystopischen Filmen und Büchern. Jetzt ist es da. Und zwar unabhängig davon wie wir darauf reagieren (Orban vs Merkel Doktrin).
      Wenn man es positiv sehen will hat uns Merkel mit ihrer Entscheidung 2015 noch ein paar Jahre (halbwegs) Frieden und Stabilität erkauft. Doch diese Zeit läuft ab. Immer schneller. Wenn die nächste grosse Welle kommt, und sie wird kommen neben dem täglichen Tröpfeln, kann das schon der tipping point sein.
      Isch over mit der BRD.

  99. Eine Schwalbe
    …macht noch keinen Sommer und ein moderater taz-Artikel (wie der gestern benannte) beweist noch kein Umdenken bezüglich des Umgangs mit politisch Andersdenkenden.
    In einem heutigen Text bei der taz heißt es u. a. wieder:
    „…Man muß sie (vermeintliche Nazis) deshalb sozial ächten. Bis sie sich nicht mehr trauen, auch nur zum Bäcker zu gehen.“
    („Mit Nazis reden bringt nichts“)

    Und dazu passt dann auch diese Aufforderung aus „Hinweise zum Verhalten bei Demonstrationen“ (einer „keinepegidainhamburg“-Unter-Seite des antideutschen jungle world):
    “ Neonazis, Wutbürger_innen und der Verschwörungstheoretiker_innen sind keine Diskussionspartner_innen! Miteinander reden, ins Gespräch kommen usw. führt zu gar nichts – außer dass die von euch Bilder machen und/oder euch anpöbeln.“

    Ein Hinweis darauf, daß Gewalt gegen Andersdenkende zu vermeiden sei, fehlt da allerdings…

    Der harte Kern der Globalisierungs- und Pro-Merkel-Schlägertruppen scheint weiterhin unbelehrbar zu sein.

    Als jemand, der welche ähnlichen Alters hat, möchte man diese verhetzten, verblendeten Kinder leicht schütteln, um sie zur Vernunft zu bringen und dann tröstend in den Arm nehmen: Irgendwas muß bei deren Sozialisation – im Gegensatz zu ihren Altersgenossen auf den Fotos im Blog – gewaltig schiefgelaufen sein.

    • Das ist die Sprache von Extremisten
      Ein Antifa-Anhänger, angesprochen auf den von ihnen zerstörten Bus und das demolierte Ladengeschäft der noch vorhandenen kleinen Händlerin, antwortete von oben herab, dass das eben Kollateralschäden seien und ich das garnicht verstehen könnte. Es geht ja um das „Große, Ganze“.

      Eine Erklärung ist man nicht wert. Entweder man will dazugehören oder nicht.

      Anmerkung: Bei der Beseitigung der Kollateralschäden haben sie natürlich nicht mitgemacht. Und bei der Händlerin um Entschuldigung gebeten auch nicht.

  100. "Den" Islam will hier niemand, nicht mal die, die den Islam verteidigen.
    Das Problem ist aber immer dasselbe, einige Verwirrte glauben eben immer noch, „den“ Islam samt Scharia in das Grundgesetz integrieren zu können, so wie sie glauben, anderen Staaten unsere Art der Demokratie schönreden zu können.

    Noch schaut sich das die schweigende Mehrheit mehr oder weniger kopfschüttelnd an. Noch, denn noch ist sie überwiegend nicht selbst betroffen. Sollte der Tag kommen, an dem sich das ändert, wird das Schweigen enden und nicht nur staatlich finanzierte linke Bombenbauer dürften sich dann wundern.

    Ob das Klären der deutschen Identität dann aber für die Mehrheit der Deutschen erfreulich sein wird, wage ich zu bezweifeln. Beim Josefi wirds dann nicht bleiben.

  101. Maßstab aller Dinge......
    sollte für ALLE die sich in Deutschland aufhalten, die deutsche Gesetzgebung sein, solange die nicht durchgehend zur Anwendung kommt, wird keine Ruhe einziehen, ganz im Gegenteil.
    Öfter wurde ich als Angehöriger der Nachkriegsgeneration als Faschist und Nazi diffamiert, keiner wurde dafür zur Rechenschaft gezogen, aber wehe ich nenne mal einen so, wie es mir auf der Zunge liegt.
    Ordnung und Gerechtigkeit herrscht für mich erst dann, wenn so ein
    „Integrationsbemühter“ für deutschfeindliche Äußerungen verurteilt wird und der TV – Sender für „schlechtes Gewissen“ ausführlich im Abendprogramm darüber berichtet, aber dazu müssten sich erst mal die Deutschen einig sein, egal ob Ost oder West, Preuße oder Seehoferanier.

  102. Don Alphonso forever
    Werter Don, ich wollte bei dem vorangegangenen Block noch anhängen, dass ich die 567 Kommentare zweimal vollständig las, täglich die bis abends ‚Geposteten‘, insofern manche Kommentare vier-oder fünfmal aufnahm oder streifte. Warum ich auf Ihre Blogs aufmerksam wurde? Am Anfang war das Bild der Kunstfigur, das mich in den Bann zog (male selbst viel); fand bereits vor Jahren den Gesichtsausdruck und die Farbgebung faszinierend, sowie den Stil bezogen auf Kleidung und Haarpracht. Die inneren Werte zeigen sich ja bekanntlich erst, wenn die Attraktivität der Erscheinung begeistert.

    Nun lese ich seit Jahren – zuletzt als Gast, da nach 40 Jahren Abo gekündigt – Ihre Blogs und stelle das Einhaken in Ihre Themen der mit Begeisterung und teilweise großer Differenziertheit und Sachkenntnis schreibenden Kommentarfangemeinde mit Freuden fest. So hoffe ich doch sehr, dass diese Gemeinde inkl. mir sofort erfahren, wohin wir Ihnen folgen können – gibt es dazu eine Rückmeldung aus Italien via Internet, wobei uns dann Gugel behilflich wäre?

    Passt jetzt nicht zum Thema, auch wenn ich den Skandal im Sperrbezirk noch bestens erinnere – lebte damals mit meinem pubertierenden Sohn in München, da musste die Wortwahl gesiebt werden… viel später lernte ich, dass er jedes Wort aufgesogen hatte in Zeiten, wo seine Eltern dem Broterwerb frönten, um die bereits damals hohen Mieten zahlen zu können….

    Bei 6 Blogs im Januar, 6 im Februar, fehlen noch zwei weitere im März – konkret, wir dürfen uns noch an zwei zusätzlichen Themen abarbeiten?

    In großer Anerkennung, Ihr Fan (w)

  103. Wenn ich die gegenwärtige politische Situation in Deutschland, Europa
    und der Welt -so NÜCHTERN wie möglich- beTRACHTe, dazu den links“liberalen“ Mainstream grün-merkelscher Prägung mit den Beiträgen in diesem Blog (und anderen) abgleiche, fällt das Fazit ernüchternd aus.

    Wenn ich in einem Beitrag treffend lese, dass „das Alte erst zerstört werden muss damit etwas neues entstehen kann -was, das wird man dann sehen-“ habe ich sofort Frau KGE vor Augen. Sie kann sich nicht nur auf ihre Genossen in Politik, Medien, Gerichten und Verwaltung verlassen, sondern verfügt mit der Antifa auch über SCHLAGkräftige „Aktivisten“ die jeden offenen Wiederspruch mit Gewalt bekämpfen und nicht daran gehindert werden.

    Die „Solidarisierung“ mit muslimischen „Aktivisten“ passt ins Bild. Das Ziel eint und für Nachschub wird gesorgt.

    Wie die jüngere Geschichte lehrt, hatten Bolschewiken, Nationalsozialisten und Stasi-Sozialisten großen Erfolg mit dieser Strategie. Die bestehende Ordnung wurde zerstört und durch Angst-Systeme ersetzt, welche vom ersten Tag an am eigenen Untergang arbeiteten. Soviel zu Thema -was danach kommt.

    Insofern ist nicht nur die zerbrechende EU bedroht, sondern auch die Grundfeste unsere Republik. Die links-grüne Unterwanderung aller Institutionen lässt kaum noch Raum für Korrekturen. Der Entmündigung der Bürger folgt nun die Enteignung.

    Die gute Nachricht: Mit dem Ende dieses Blogs endet auch mein FAZ Abo. Immerhin.

  104. In einem fernen Land vor nicht allzu langer Zeit.....
    ……war die Dorfheilige in einem ihrer periodischen Anfälle des Ergriffenseins durch Überirdisches mit glühenden Holzstückchen in die Savanne gerannt.
    Wie nicht anders zu erwarten, begann das Gras zu brennen.

    Die Dorfbewohner bemerkten den Rauch und in ihrer Mehrzahl bezeichneten sie diesen als heilig.
    Manche meinten aber mit der Zeit, wo Rauch sei, sei auch Feuer.
    Dies wurde aber sofort empört von sehr vielen Dorfbewohnern zurückgewiesen.

    Andere meinten, es sei zwar Feuer, ziehe aber vom Dorf weg und erfasse allerhöchstens das Nachbardorf. Leider war dem nicht so.
    Ein ungünstiger Wind trieb die Flammen immer weiter auf das Dorf zu.
    Eine kleine und sehr unbeliebte Gruppe empfahl nun mittels eines Gegenfeuers eine Brandschneise zu legen. Dieser Vorschlag wurde wegen unkontrollierbarer Gefahrenlage abgewiesen.
    Auch der Dorfpoet, ansonsten recht hellsichtig was das Beschreiben örtlicher Riten anbelangt, konnte sich mit dem Vorschlag nicht anfreunden.

    Wie nicht anders zu erwarten brannte das Dorf ab.

    Völkerkundler, die diese Gegend untersuchen meinen, das passiere bei diesem Dorf überzufällig häufig. Die Bewohner hätten im Gegensatz zu ihren Nachbarn panische Angst davor, dass ihnen die Arbeit ausginge und so schaffe ihr Unterbewusstsein ihnen stets neue Aufgaben.
    Als Beweis nehmen sie die Dorfhymne, die gerne nach dem üblichen Kumbaya gesungen wird und die übersetzt etwa so lautet: „Heute wird wieder in die Hände gespuckt…“

  105. Frequenz und Schlagzahl..
    nehmen nochmal zu im März. Wieder eine excellenter Beitrag von ihnen.

    Neid und Scham auf die Fähigkeit des Erfühlens, und das Zulassen, von kultureller Identität. Das ist womöglich der Grund darin eine Eiterblase zu sehen. Es wird, nein es muss verteufelt werden was nicht verstanden wird, um es zu bekämpfen. Koste es was es wolle. Mir kommt unsere Gesellschaft, unser Land schon jetzt nur noch als ein Torso vor.

    Blick nach Thüringen und wie dort ermittelt wird, nein nicht bei den „Guten“ natürlich. Vorbereitung ist alles.

    @ goodnight.
    Eine erschreckende Erkenntnis. Weil so einleuchtend.

  106. Beitrag zu Islamdebatte
    Passend zu der Islamdebatte hier im Blog bin ich zufällig auf zwei Zitate von Winston Churchill gestossen; wann mag er wohl die Ausagen gemacht haben…
    “”Individual Moslems may show splendid qualities…But the influence of the religion paralyses the social development of those who follow it. No stronger retrograde force exists in the world. Far from being moribund; Islam is a militant and proselytizing faith…””
    Und, wohl im anderen Zusammenhang:
    ““ Islam can be more dangerous in a man than rabies in a dog””

  107. Solidarisches Heimateinkommen..
    Warum sich Arbeit nicht lohnt:

    „…Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, fordert die Abschaffung von HartzIV. Als Alternative sieht er kein bedingungsloses Grundeinkommen, sondern ein solidarisches…“Quelle: WELT

    Solidarisch mit was? Damit Demokratiepreisträger besser ihre Bomben bauen können? Damit Politiker ungewählt ein Einkommen haben? Einkommensabhängige Steuern sind solidarisch. Punkt.

    Es ist immer erstaunlich, dass jene, die Solidarität einfordern, ebendiese sich nicht leisten können. Aber sich bestens auskennen mit „burn other peoples money..“ die anderen sollen müssen. Heimat 2018.

  108. 32168
    Ich glaube das war ihre Nummer. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, dass ( ich hasse dieses Doppel S, wo ist mein ß? ) ein Bayer einem Kölner meinungsphilosophisch so nahe kommen kann.

    • wo? hier:
      Das ß ist immer hinter laaaang gesprochenen Vokalen, z.B.: eine Maß Bier.
      Im Gegensatz zum Fass Bier.
      Oder: der Schneider nimmt die Maße. Die Masse hingegen kauft bei Kick.
      .
      Eigentlich ’ne ganz einfache Regel.
      .
      (ß sind auch hinter Diphtongs. Aber das …)

    • 32 16 8 ! Volltreffer
      .

    • @kdm
      So,so, das ß kommt also hinter laaaaang gesprochenen Vokalen „wie z.B. Maß Bier“.
      Ich schmeiß mich gleich weg vor Lachen….


    • @kdm: Potzblitz, Sie sprechen „daß“ als „daas“ aus? Sowas ist mir noch nicht untergekommen. (Die „Regel“ taugt nicht.)

    • Regeln...
      Das ist doch ganz einfach: ein ß steht heute dort, wo es auch früher gestanden hat, wird aber gelegentlich von Manchen durch ein ss ersetzt…
      Die „Hilfe“ mit den kurzen und langen Vokalen wird zwar gerne zitiert, ist aber nicht wirklich nützlich: „A Moss“ wird in Bayern meist kurz gesprochen, trotzdem shcreiben die Hochdeutschen dort ein ß hin, während der Bus keines bekommt…

  109. kulturelle Identität
    Für Ihre langjährige spannende Dynamisierung des Konzepts „kulturelle Identität“ sei Ihnen herzlichst gedankt.

    Definitiv ein Armutszeugnis der betreffenden FAZ-Verantwortlichen, Ihre wertvollen FAZ-Blog-Aktiva nicht weiter zu nutzen.

  110. Menschenrechte im Islam
    @Ferris Ferstl

    Sehr gut vergleichbar mit der Verfassung der DDR – alle Rechte galten nur unter dem Vorbehalt des Sozialismus.

    Und was Sozialismus ist definieren……

  111. Neues aus dem Wahrheitsministerium
    „Bestrafe einen, erziehe hundert.“

    Unterdessen wurde heute nach dem Gedankenverbrecher Uwe Tellkamp („geistige Nähe zur AfD“) auch Jens Spahn durch die belehrende Strafpredigt einer Radiogouvernante geadelt –
    dies aufgrund seiner gesund moralischen, dabei aber implizit dem Selbstverwirklichungsdogma widersprechenden Aussage über das Reklameverbot für Abtreibungen.
    Denn wer daran zu erinnern wagt, dass beim Abteiben jeweils ein Mensch zu Tode kommt, verlässt damit das im DLF zugelassene politische Spektrum.
    Vermutlich werden noch Einige vom wachsenden Machtvakuum im Zuge der Selbstüberschätzung politisch korrekter Zwangsmedien zu profitieren versuchen.

    • DLF ade
      Ich habe den DLF früher geliebt: Er war informativ, gut und ausgewogen, kein Gequatsche – ganz klar mein Lieblingssender. Das ist aus und vorbei. Nur manche Themen werden noch ernsthaft erörtert, ein kritischer Geist gerade in punkto Wirtschaft und Immigration hat dort keine Chance. Vieles davon kann man sich leicht erklären, wenn man die Werdegänge der Redakteure liest, die immer in Kürze unter den Kommentaren angegeben werden.

    • Update aus dem Wahrheitsministerium
      Eine als Nachrichtensprecherin in der öffentlichen Meinungsbildung tätige Volkserzieherin hat am 20.03. mittags Einblick in die mittelfristige Nachrichtenplanung des DLF gewährt:
      Mit der Insolvenz der Weinstein Studios fallen soeben (potentielle) Schweigevereinbarungen über (potentielle) Belästungsvorgänge weg.
      Damit die Planung des DLF zur Umsetzung kommt, sollten jetzt (potentielle) Opfer recht eilig zu den bereitstehenden Veröffentlichungsmedien eilen, damit noch vor einer allfälligen Prüfung ihrer tränenreichen Anklagen der immer mächtigere Skaleneffekt des gesprochenen oder getwitterten Wortes Raum greift.

  112. Falsche Frage zum Islam und zur Zugehörigkeit
    Man sollte doch besser fragen, ob die Moslems zu D gehören wollen, oder ob sie lieber in Parallelgesellschaften unter sich bleiben wollen. Wollen sie wie die Deutschen werden und wollen sie, daß ihr Sohn eine Deutsche und ihre Tochter einen Deutschen heiratet? Oder wollen sie ihre eigene Kultur und Gesellschaft auf deutschem Boden errichten, ohne sich mit uns zu vermischen? Als Beispiel für erfolgreiche frühere Einwanderung werden gerne die Ruhrpolen angeführt: die haben sich aber vermischt!

    • Grundlage.
      Um ihre Fragen nicht beantworten zu müssen, was ja eigentlich sinnvoll ist, muss die Grundlage dafür nachhaltig zerstört werden.

      Ist da geschehen gibt es keinen Grund mehr ihre Fragen nicht nur nicht wahrzunehmen, sondern erstrecht nicht zu beantworten.

    • @Uli49: Mich hat ein muslimischer Freund über die Ehemöglichkeit mit einer Nichtmuslimin aufgeklä
      Zusammenfassung: höchstens ausnahmsweise und unter besonderen Umständen. Und trotz sonst perfekter Integration konnte er sich unmöglich den Glaubensgrundsätzen entgegenstellen. Diese stecken anscheinend tief drin in einem Muslim. Er war zutiefst verzweifelt.

      In der Praxis wurden in meinem Kreis muslimischer Bekannter europäische Frauen in teils häufiger Wechselfrequenz für kurzfristige Arrangements herangezogen. Später dann wurde nicht selten eine Kandidatin aus der Heimat sehr brav muslimisch geheiratet.

      Zuweilen nahm ich Geringschätzung für uns europäische Männer wahr. Wir liessen uns von unseren Frauen auf der Nase herumtanzen.

    • @Uli 49 - Denken Sie, Einheimische kämen in Erdoganland auf die
      Idee, sich solche Fragen auszudenken, wenn Fremde in Massen einzögen?

    • @ Trojaner: eben nicht!
      Sie würden auch nicht diskutieren, ob das Christentum zur Türkei gehört oder nicht. Mit meinem Kommentar wollte ich die Absurdität dieser Diskussion sichtbar machen. Die Mehrheit der Moslems will sich hier nicht integrieren, dazu gibt es seit Jahren einschlägige Umfragen.

    • Zum Glück gibt es nicht nur schwarz und weiss
      @Uli49: zur Integrationsbereitschaft deutscher Muslime

      Vorgestern ein Beitrag in Radio France Internationale:
      Ein Berliner Politiker aus Palästina setzt sich für den Bau einer Synagoge in Berlin ein. Dazu dankbare Worte vom Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde dort.

      Ob „die Muslims“ zu Deutschland gehören wollen? Mindestens einer von ihnen möchte dies vermutlich. Ich kenne weitere Muslime mit deutschem Passs, die ganz selbstverständlich dazugehören. Menschen mit arabischer Muttersprache lernen schwierige Sprachen wie Deutsch übrigens eher schneller als z. B. spanisch- oder französischsprachige.

    • Ein interessanter Artikel hierzu...
      …ausnahmsweise mal in der ZEIT. Nur halt aus umgekehrter Sicht:

      ht*tp://www.zeit.de/politik/2015-11/neue-anschrift-bosporus-buch-reisebericht-istanbul-susanne-landwehr-michael-thumann/komplettansicht

      Man beachte folgendes Zitat:

      „Ein Hindernis, uns in Istanbul zu Hause zu fühlen, wuchs mit der Zeit. Es waren die polarisierten Debatten in der Gesellschaft (…) Säkulare Eliten (…) verabscheuten den Anblick von Kopftüchern in den ehemals kopftuchfreien schicken Vierteln der Stadt.“

      Man beachte: Türken(!), die sich in Istanbul an kopftuchtragenden Frauen stören, sind in der ZEIT „säkulare Eliten“!

      Deutsche, die das gleiche in Deutschand tun sind bekanntermaßen bestenfalls „Pack“, schlimmstenfalls „Braune Brut“ oder „Nazis“.

    • deutsche Frauen
      sind halt Testobjekte.

      könnte man noch krasser
      auf deukisch ausdrücken.

    • Thumann hat meines Wissens während seiner Zeit für die Zeit in Istanbul, immerhin
      6 Jahre, das Lernen der türkischen Sprache relativ schnell aufgegeben. Mir war bei Erscheinen seines Buches über diesen Aufenthalt unklar, wie er sich dennoch so lange als politischer Korrespondent bewähren konnte.

  113. Ähnlichkeiten nicht ausgeschlossen.
    Die Rechten verbreiten ihre nationale Wahrheit, die Linken ihre internationale Wahrheit, die Kommunisten ihre kommunistische Wahrheit, die Kapitalisten ihre kapitalistische Wahrheit, die Liberalen ihre liberale Wahrheit und die Religiösen ihre religiöse Wahrheit. Und so hat jeder seine Wahrehit.

    Was sollen Regierungen da anders machen, als ebenso ihre eigene Wahrheit zu verbreiten. Schon dumm, daß die selbst in so genannten Demokratien am längeren Hebel sitzen, oder?

    Persönlich fände ich es schon sehr interessant, abseits all dieser Wahrheiten einmal die Bürger zu fragen, was die so über die eine oder andere Wahrheit denken. Denn, auch wenn die Medien dies nicht immer ausreichend vermitteln, so scheinen Regierungswahrheiten nicht unbedingt Allgemeingültigkeit zu besitzen.

    Es wäre auch sehr interessant, wie weit solche Befragungen Einfluß auf die politische Willensbildung durch die Parteien und Regierungen hätten, ob sie überhaupt Wirkung zeigen würden.

    Noch interessanter fände ich es, die Bürger würden entscheiden können, denn dann läge die Wahrheit ja offen auf dem Tisch. Zumindest die Wahrheit der Mehrheit der Bürger darüber, wie die sich die Zukunft der Gesellschaft vorstellen. Und es sollte mich doch nicht wundern, wenn von allen Wahrheiten etwas dabei wäre, wenn Ähnlichkeiten zu belastbaren Kompromissen führten.

    • "Die Politik ...
      sitzt am längeren Hebel.“ Und die Parteien sind sich (weitgehend) einig, dass das so bleiben muss. Wo kämen wir denn hin, wenn wir in Deutschland Schweizer Verhältnisse bekämen, und die Bürger selber über ihre Anliegen entscheiden könnten.


    • Die Piraten sprachen ja mal von Schwarmintelligenz, JohannB. Betrachtet man die Leistungen unserer Regierenden, könnte die, bei aller Vorsicht, auch nicht zu schlechteren Ergebnissen führen.

  114. Wie wär's damit?
    „… egal wie oft man sie behutsam und nachsichtig auf die linke und linkslinke Wange schlägt“. Und wenn man es mal ohne Behutsamkeit und Nachsicht versuchen würde?

  115. Benenne nie den Leibhaftigen
    Die FAZ: „Laut einer Studie des Londoner Quilliam-Instituts haben 84 Prozent aller Männer, die seit 2005 für das systematische Anwerben minderjähriger Mädchen für sexuelle Dienstleistungen verurteilt wurden, einen südasiatischen Hintergrund. „Wir müssen darüber reden, sonst wird das Problem nicht verschwinden“, sagte der Autor der Studie.“
    .
    „Südasiatisch“. Was würde passieren, stünde da wer auf und sagte: „Nein. Es sind Muslime. Es ist der Islam.“ Träfe dann die FAZ-Redaktion der Schlag? Wäre die Wahrheit so furchtbar?

    • @Rabe
      Nichtchristliche Pakistanis: ht tps://www.mirror.co.uk/news/uk-news/failure-integrate-pakistani-immigrants-led-12205812

    • @Rabe: Nie ist ein Gegenstand so leibhaftig da, wie der, der nicht mehr da ist. Tucholsky,
      Staaten in Südasien sind:
      Afghanistan
      Bangladesch
      Bhutan
      Indien
      Malediven
      Nepal
      Pakistan
      Sri Lanka

    • Dass es Muslime aus Nepal waren,
      können wir ausschließen. Ironie aus.
      .
      Es nervt einfach der angstvolle Affentanz, wenn es darum geht, die Religion zu nennen, die solche Verbrechen erlaubt/wünscht/begünstigt.

  116. Jenau
    Das Land ist weit und die Merkel ist fern.

  117. "Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden."
    Quelle: Eckpunktepapier für eine integrative Flüchtlingspolitik in Deutschland, vorgestellt von der Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz hat am 21.09.2015

    „Die Polizeigewerkschaft zeigt sich besorgt über eine zunehmende Bewaffnung mit Messern bei jungen Menschen. Immer mehr Jugendliche – vor allem Männer – würden Messer mit sich tragen, weil sie sich damit überlegen fühlten.
    Die Erfahrung der Polizei habe gezeigt, dass vor allem viele junge Migranten sich mit Messern bewaffnen würden.“

    Quelle: Osnabrücker Zeitung vom 16.03.2018
    https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1175012/messerattacken-mehr-integration-und-schaerferes-waffenrecht-gefordert

    • Der Herr Pfeiffer mal wieder...
      „… Dass junge Flüchtlinge trotzdem Gewalt gegen junge Mädchen ausüben, sei vor allem „der sozialen Lage geschuldet, dass sie hier in unserem Land keine Verankerung haben“, sagte Pfeiffer. Wer keiner sozialen Gruppe angehört oder keine Familie hat, und eine Beziehung zu einem Mädchen anfängt, dem fehle nach einer Trennung eine positive Verankerung im Leben. Beeinflusst durch die männlich dominierte „Machokultur“ aus dem Heimatland, würden Täter in der Konfliktlage keinen anderen Ausweg sehen, als Rache auszuleben und wütend zu zustechen. …“

      Als „Biodeutsche“ will man nicht, dass er es schönredet, man will das es aufhört.

    • SPD-Fraktionsvize Kutschaty fordert eine ausführliche Stichwaffen-Statistik
      Bild, 19.3.18
      Die Zahl der Messer-Angriffe von September 2017 bis März 2018:
      572 Fälle in NRW, mehr als zwei Messerattacken pro Tag. In Deutschland insgesamt 2075 Fälle.
      Dem ZDF erläuterte der christdemokratische Innenminister Herbert Reul, Studienrat, Studiengänge Sozialwissenschaft und Erziehungswissenschaft, wie er das Problem in den Griff bekommen möchte:
      „Polizisten schützen wir, daß wir sie mit Schutzwesten ausstatten.
      Bürgerinnen und Bürger werden einfach sensibler sein müssen.
      Man muß nicht unbedingt Menschen nah an sich ranlassen.“

      Der Duden schreibt zu „sensibel“:
      diskret, sensitiv, subtil, zartsinnig, empathisch, schmerzempfindlich

      Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker empfiehlt Frauen, möglichst eine Armlänge Abstand zu fremden Männern zu halten – um Übergriffen vorzubeugen.

    • Eine Frage habe ich doch
      „Er beruft sich dabei auf die sinkende Zahl der Gewalttaten durch Flüchtlinge in Niedersachsen im Jahr 2017 (…)“

      Woher hat er seine Zahlen? Die PKS 2016 und die neu veröffentlichten Statistiken aus bspw. Hessen weisen die Flüchtlinge nicht aus, sondern sortieren anerkannte Flüchtlinge und subsidiäre Geschützte in die „Sonstigen“, während sonst „Asylbewerber“ und manchmal auch „Zuwanderer“ (Bewerber, Illegaler Aufenthalt, Ausreisepflichtig) ausgewiesen werden.

      Es liegt der Verdacht nahe, daß hier jemand in die Spalte „Asylbewerber“ schaut, die schon durch die Abarbeitung der Fälle beim BAMF weniger TV aufweisen m u s s.

      Die Tatverdächtigen Flüchtlinge werden ja mit Absicht nicht als Gesamtheit ausgewiesen – woher also das Insiderwissen?

    • Mir noch immer nicht klar
      warum die „respect“-Armbändchen nicht funktionieren.

    • Nahuatl: Gesunder Menschenverstand ist, wenn man den volkseigenen Experten misstraut!
      Die „respect“-Armbändchen funktionieren nicht da die Soziologen keine Zoologie studieren.

    • Nachtrag zu 19. März 2018 um 19:59 Uhr: Messerattacken in Deutschland
      Die aktuellen Zahlen für 2017!
      Deutschland 2.737 Messerattacken.

  118. Ruhrpolen
    Ich kenne aber auch Perser und Afghanen, die deutscher sind als ich. Und das meine ich als ernsthaftes Kompliment. Tugenden wie Fleiß, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit sind überall zu finden. Jetzt hätte ich fast die Chinesen, Argentinier und die Rednecks vergessen. Und gebe ich gerne zu: Charakter ist eine Frage der Erziehung, nicht der Erbung.

    • Ruhrprussen
      Deutschtum ist eine frage der Erbung, nicht der Erziehung.

    • Vererbung vs Umwelt
      Ich persönlich finde es ja einigermaßen offensichtlich, dass Menschen das Produkt sowohl ihrer Umwelt als auch ihrer Erbanlagen sind. Das gilt im Prinzip doch für alle ihre Eigenschaften.

      Da künstlich einen Gegensatz aufzubauen ist für mich ein bisschen so, als würde man sagen, nur die eine Klinge der Schere ist wichtig.

    • o jeh
      „Deutschtum“. „Erbung“.
      Deutschdumm. Werbung für.

      Der Bayer hat schon zuweilen recht mit Saupreissn.

      Der Don ist manchmal zu tolerant.

    • @Oberländer
      Ja, gell?
      Wie kann man es nur wagen, von Abstammung zu reden?
      Fohl Nahdsi und dumm und so!!!1!
      Denn: Wenn ein Schwein im Pferdestall aufwächst, wird es zum Pferd!

  119. Fern des Sperrbezirks... Albert the best of all Alberts...
    … der Gegenentwurf zu Don who was net a slave of millions of things…
    …keine silbernen Teeausschänkgeräte mit versilberten Teeauschänkgeräteropfenfängeram Teekannschnabel, no Spitzendeckchen on the Sofa,
    have had a Leatherjack genäht von Levi Strauss.

    Year 2018
    Levi’s brings back Albert Einstein’s iconic leatherjacket
    Back in the 1930s, Albert Einstein purchased a Levi’s Menlo Cossack leather jacket, a signature piece he would wear for decades.
    limited-edition of 500 pieces.
    https://ei.marketwatch.com/Multimedia/2016/07/14/Photos/NS/MW-ER552_einste_20160714151203_NS.jpg?uuid=d907aa92-49f6-11e6-9333-0015c588dfa6

    Wo alle friedlich zusammenleben.
    Jim Knopf, Lukas, Emma, König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte,
    Herr Ärmel, Frau Waas und noch more.
    Eine Insel mit zwei Bergen und dem tiefen weiten Meer
    Mit viel Tunnels und Geleisen und dem Eisenbahnverkehr
    Nun, wie mag die Insel heissen, ringsherum ist schoener Strand
    Jeder sollte einmal reisen in das schoene Lummerland

    • Nicht vergessen
      Herrn Turtur, den Scheinriesen, der eine Anstellung als Leuchtturm findet.
      Das wäre auch eine nette Anschlussverwertung für unsere Leute in Berlin.

    • @FJ45
      Coca rauchen ist auf Dauer auch keine Lösung.

    • Ja ... vieleicht finden wir auch noch eine Anstellung...
      … für Dr. Seltsam hahaha

  120. Gut, dass Sie weitermachen!
    Jetzt, wo der Hadmut vor nem Chris Chan ähnlichen Meltdown steht, braucht es jemanden, der noch nicht vollkommen abgedriftet ist.
    Gemeinsam sind wir stark!

    • Wg. Hadmut - ein wenig seltsam klingt er manchmal - ich weiß (noch) nicht (richtig) - -
      – – aber ich meine klar vor Augen zu haben, was Sie veranlasst hat, Ihr Hadmut-Menetekel hier aufzusetzen.

  121. Sind Dirndl immun gegen Feminismus?
    Ich glaub schon.

    Keine langen Arien-hier ein paar Gedankenfetzen:

    1. Wenn die Instrumentalisierung von Sexualität für Werbezwecke „Sexismus“ (keiner weiß genau was das ist) sein soll, ist deren Instrumentalisierung für politische Zwecke es dann nicht umso mehr?

    2. Unter großen Genies gab es viele Sexisten und Schweinigel. Brahms erzählte gern schmutzige Witze, bei Beethoven drehte sich alles nur um das Eine-bei Goethe sowieso. Wie gut, dass es heute keine Genies mehr gibt, die wären unmöglich, inakzeptabel, würden überall anecken.

    3. Aus dem Lied „Rumpelstilzchen“ der „Münchner Freiheit“ (etwa dieselbe Zeit wie die „Spider Murphy“):
    „Oh wie gut, dass niemand weiß, dass mein Stilzchen Rumpel heißt,
    kuck unter die Decke,
    da liegt ja die nette,
    Blondine von gestern,
    mit ihren zwei Schwestern,
    ohohohoh.

    Und das Dirndl gleich daneben.

    4. Sehr reizvoll: gut gebaute (und zwar wie auf dem Oktoberfest zu sehen durchaus auch jüngere) Damen ohne breite Feminanzenwaden im Dirndl, aber bitte ohne Koks und Tattoos. Jawoll, Stewardessen, Ihr seid schick und das sollt Ihr auch sein. Auch im Dirndl: passt!

    5. Dirndl, das ist wie Wiener Schnitzel oder Tafelspitz mit Semmelkren. Lecker. Und zum Dessert Kaiserschmarrn-oder Dirndl.

    6. Was ich gern höre: Rock, Techno, Klassik und geschmackvolle Volksmusik. Eine meiner Lieblingssendungen daher: Alpenpanorama, ohne doofes Geschwafel.

    7. Zitat aus einem Columbo-Film: Old Rumplecoat (der Inspektor) zum Sekretär einer einflussreichen Anwältin: „Wie können Sie sowas nur machen?“ „Wieso, was meinen Sie?“ Columbo: „Für eine Chefin arbeiten!“

    8. Ist es eine faire Gesetzeslage wenn Frauen überall bevorzugt werden, positive Diskriminierung bis zum Anschlag einfordern (obwohl die genau so grundgesetzwidrig ist wie negative) und für sich selbst Narrenfreiheit einfordern während sie Männerfreiräume bestmöglich beschränken wollen?

    9. Wenn jemand behauptet, die Globalisierung bringe auch Fortschritte: tut der Krieg ebenso, immer schon, vor allem in technologischer Hinsicht. Ist er deshalb wünschenswert?

    10. Fällt Seehofer wieder um oder bleibt er einmal standhaft? Auch wenn man aus dem Extrem der nun schon zu lange andauernden linksspießigen Monokultur nicht wieder in das entgegengesetzte verfallen will-Grenze sichern macht jetzt Sinn, für längere Zeit.

    11. Es gibt wohl kaum etwas Feminineres als ein Dirndl.
    Ich glaube gegen dicke Waden ist es immun.

    • 2 Antworten
      10. Er fällt gar nicht mehr um, er rotiert im Liegen.
      Die CSU stellt sich breit auf, blinkt rechts und biegt links ab.
      11. Schauen Sie auf yt von den Hollerstauden „Des passt mir so“ an, da geht es auch um Dirndl. Gesegneter südlicher Nachbar.

    • Stewardessen, werter @Harry Charles
      sind bei weitem nicht die einzigen Damen mit schlanken Waden.

      Hubert von Goisern verschmäht sie zwar, aber vielleicht wäre ein Hiatamadl genau das Richtige für sie. ;)

    • Wer breit aufgestellt ist...
      …hat die Hosen voll, @Nahuatl.

    • Von Goisern,@Elli seidel,
      ist authentisch.“Wenn sich dia Sunn hinta die Bam abidraht“ ist Heimat.

      Bei den Brettl – Spitzen hat mir manches nicht zugesagt. Der ewige Jodler der einen Walküre z.B..

      Zum Seehofer. Hier gibt es welche, die sagen: der kennt Berlin, war schon 2x Minister und hat damals Merkel ganz schön zugesetzt, als sie für jede Person denselben mtl.Beitragssatz wollte für die GKV, vom Kind bis zum Greis.Seehofer hatte sich durchgesetzt.

      Jetzt hofft man, dass in seiner Macht mehr steht, als in Bayern.Da war der Bund für die Grenzen zuständig, er war machtlos.Ich lasse mich überraschen, mehr geht ja nicht.Dass Seehofer da wiever ist, als Söder in Berlin, leuchtet mir ein.

      Ach, Don, ich beneide Sie. In Italien ist es doch um einiges wärmer, als hier z.Zt.Eine gute, angenehme Zeit wünsche ich Ihnen dort, in Ihrer 2. Heimat.

    • Sorry, Elly Seidl,
      gleich 2x, wie verhext.

    • Bei den Pralinen,@ Elly Seidl,
      hatte ich mich korrigiert und entschuldigt für gleich 2 Fehler.Mir ein Rätsel, wie es passierte.

    • Das Dirndl kann sowas wenigstens gnädig verdicken äh verdecken:
      L8eqOUza99I

      ( 0GrVhVPyEx0 )

      (( Ynfv0FM0GWo ))

    • Liebe @Philomena
      Pralinen? Oh, da ist mir wohl was entgangen :) Nein, wirklich kein Anlaß sich zu entschuldigen, ich habe nichts davon mitbekommen. Vermutlich hat der Hausherr dankenswerterweise eingegriffen.

      Ja, von Goisern hat teilweise sehr berührende Werke geschaffen. Mein Favorit: Heast as net.

    • Das hat mir die Augen geöffnet, Frauke
      Ich werd‘ jetzt die Moser-Diät anfangen.

      Da haben Sie was Feines ausgegraben.

      Fast so wertvoll wie

      http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/bitcoin-brite-james-howells-warf-bitcoin-festplatte-auf-den-muell-a-1182083.html

    • Ich denke, Sie wissen das?
      https://www.ellyseidl.com/produkte/pralinen/

      Liebe Fau Seidl, mein erstes Sorry wurde erst mittags eingestellt und ich dachte, es sei verschütt gegangen.Es war mir einfach peinlich.

  122. Dhimmi for dummies
    zur Abhaertung kuenftiger Dhimmis: ht tps://www.amazon.de/Myth-Andalusian-Paradise-Christians-Medieval/dp/1610170954/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1521486392&sr=8-1&keywords=dario+fernandez+morera&dpID=514MV–gxTL&preST=_SY264_BO1,204,203,200_QL40_&dpSrc=srch

    eine deutsche Uebersetzung wirds wohl aus politischen Gruenden kaum geben.

    • Der Mythos von Al Andalus
      Der Mythos hält sich hartnäckig, dabei ist Information über die wahren Verhältnisse leicht zu finden, z.B.unter der Überschrift „Islamisches Spanien – Der Mythos vom friedlichen Al-Andalus“
      Das Land, wo Blut und Honig floß
      von Eugen Sorg Quelle: Die Weltwoche 35/2005

  123. Opponent
    Jetzt wird Zeit das was neues kommt.

    Auch für Herrn Mayer.

    • Sie sollten wenigstens meinen Namen richtig schreiben.

    • Fragen!
      Wer braucht schon einen Meyer, wenn er dafür einen Don haben kann?

    • Der Nachfolger...
      ….von Herrn M(a!)yer soll dann wohl ihr intellektuelles Niveau haben?
      P.S. Ich erlaube mir, Ihren leicht analphabethesken Kurzsatz in korrektes Deutsch umzuformen: „Jetzt wird es Zeit, daß etwas Neues kommt“. 100x abschreiben und auswendig lernen.

  124. Opponent
    In Sarajevo gibt es den grossen Friedhof am ehemaligen Olympiastadion. Dann Srebrenica. Da haben sich selbst als Christen begreifende andere Menschen massakriert. Die waren meist Moslems.

    Das möge jeder bedenken.

    • da sollte man den
      historischen Kontext beachten. Wenn man jahrhundertelang unter muselmanischem Terror litt, als Christ von den Osmanen immer als Menschen zweiter Klasse behandelt wurde und nicht frei leben durfte, dann entwickelt man eine Aversion gegen solche Menschen. Das bricht sich dann Bahn, wenn man die Chance auf Freiheit von der Unterdrückung sieht. Ich empfehle einen Besuch in Sofia, wo den Russen von den Bulgaren Denkmäler für die „Befreiung“ vom Terror der Osmanen errichtet wurden, was einem Polen oder ehemaligem Ostzonler natürlich etwas quer im Hals liegt.

    • Osmanen in Bulgarien
      Ich war in den Achtzigern als Student in Bulgarien via Studentensommer: vier Wochen Arbeit zusammen mit bulgarischen Studenten, zwei Wochen Ferien.

      Wir gerieten da als nicht viel, eher wirklich nichts wissende Deutsche zwischen die Alltagsanimositäten zweier Bevölkerungsgruppen, die es offiziell gar nicht gab. Eigentlich waren es sogar drei, denn neben Bulgaren und Türkischstämmigen waren da auch noch Roma, die sehr verachtet und gegen Fremde sehr aggressiv waren.

      Ich habe in den sechs Wochen viel über die Interaktion von Gruppen gelernt, eben weil das alles so fremd war und man sich tunlichst nicht positionierte. Als „Ostzonler“ lag mir damals ziemlich viel quer im Hals, allerdings nicht die Russen, eher die rohe Ausübung von Gewalt im hierarchischen Umgang miteinander. Nach der Rückkehr schien mir die DDR für ein paar Tage fast rosig.

      In puncto Befreiung: Die russische Lust auf Konstantinopel war allerdings auch nie ganz völkerfreundlich.

    • @ Solon
      Das Osmanische Reich war doch ab dem 16. Jh keine türkisches Reich mehr. Man durfte keine muhammedanische und türkische Frauen ins Harem holen. Die Mütter von den Sultanen waren allesamt ‚ausländische‘ meist christliche Sklavinnen. Und darunter litt das türkische Volk, die Osmanen haben die Türken verabscheut, sie nannten die Türken ‚ etraki bi idrak ‚ verstandlose Türken. Es gibt kein anderes Volk als die Türken, die unter Osmanen so gelitten haben. Die Türken waren für die Osmanen, ab der oben genannten Zeit, nur als Soldaten und Bauern wertvoll …

    • @Solon: Aller Rätsel Lösung liegt im Kontext.
      Welche Wonne ist es zu denken, daß der Türke, der mich für einen Hund, und der Jude, der mich für ein Schwein hält, sich einst freuen werden, meine Brüder zu sein.
      Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

    • @ Peter Bernhardt
      Eine Sache muss ich doch klarstellen, da es notwendig erscheint, um meine liebevolle Annäherung, ja gar meine Begeisterung für die deutsche Denkweise, Philosophie und der Wissenschaften kräftig zum Ausdruck zu bringen. Meinerseits kann von einer Köterrasse nicht die Rede sein. Ich sehe und möchte ja nur das Erhabene in der deutschen Kultur sehen. Ich suche sie und finde es auch … All die abfälligen Bemerkungen an meine Person, im Alltag und während des Alltagsrassismus gegen mich, lasse ich außen vor, da ich die Menschen, unter den Deutschen, die sich so was leisten, nach Art der Anrede und Beschimpfung anschaue und wie sie sich bekleiden, und habe doch irgendwie Mitleid anstatt verärgert zu sein, dass ich als etwas dunkelhäutig ausschauende Türkin, mich minderwertig fühlen würde. Ich habe diese Begeisterung für Deutschland, sitzt fest in mir.

      Als ich die deutsche Staatsangehörigkeit beantragt habe, nach langem Zögern, da ich die türkische abgeben musste, habe ich mich an die Arbeit gemacht. Der Kultfilm Schweizermacher von dem legendären schweizer Komiker, Emil, im Kopf, habe ich, mit sowieso vorhandener und in der CH, während des Studiums perfektionierter Gründlickeit und Detailsbessenheit, angefangen zu lesen über deutsche Geschichte, Teile von J. Fests Hitler Biographie, deutsche Kindergeschichten, tradionelle Lieder, sogar Bücher über die deutsche Aberglaube, von dem einige Grundsätze ich im Alltag einhalte, insbesondere im Umgang mit Salz.

      Noch ehe ich die deutsche Natuonalhymne, aus eigenem Trieb und Wille, auswendig gelernt habe, kam der Bescheid der Einbürgerung, ganz trocken, in einem grauen recyceltem Couvert, ohne eine Zeremonie, die man von US Verhältnissen wusste, ohne Befragung dessen, was ich über Deutschland weiß usw. Das fand ich nun wirklich schwach.

      Als mein Mann sich vor ein Paar Jahren, um eine Aufenthaltsbewilligung in der Türkei bemühte, da muss ich sagen, es gab ein Interwiew, mit einer super kompetenten Beamtin, ich war begeistert von ihrer Art, die hat ihm sogar prompt die türkische Staatsangehörigkeit angeboten, da er eben der Vater, unserer Tochter, von einer türkischstämmigen Mutter (ich) ist. Aber mein Mann, als Sohn einer ziemlich strengen deutschen Mutter, so wohl erzogen, schien mir auch in dem Warteraum, wo viele Menschen aus x Nationalitäten auf ihre Aufenthaltsbewillungen warteten, als Jemand besonderer, in seiner typisch deutschen cool und collected Art.

      Der Bescheid kamm dann in einem weißen Couvert, drin ein weiteres, in der Farbe, welche ein weltberühmter Küchengerätehersteller, imperial rot nennt. Sein Name war darauf in goldschrift geschrieben, darin noch ein pas par tout, wo die Chipkarte, mit der Bewillung eingebettet war.

      Nicht nur ich war begeistert davon. Er auch. Er war so ziemlich beeindruckt …
      Die, so von ihm völlig unerwartete, hyper elegante Präsentation der Aufenthaltsbewillung hat bei ihm Spuren hinterlassen. Immer wenn die eine Person, der türkischen Politik in den deutschen Nachrichten erscheint und ich die Schimpftiraden loslege, dreht er sich zu mir und schaut so als ob er es nicht verstehe warum …

  125. Danke Don!
    Ihr Schlussfeuerwerk hier ist wirklich beeindruckend!

  126. @Uwe Dippel / "Belastung..." / "Weiter so..."
    (Aufgrund eines Bedienungsfehlers stand als „Name“ „Gast“ über meinem Post zu Schwarz-Rot-Gold“)
    Gut, daß Sie über die Geschichte der deutschen Landesfarben Bescheid wissen! Dise Farben waren übrigens auch die der DDR – warum hätte man sie ändern sollen? Es lag nahe, sie nach der Wiedervereinigung beizubehalten.

    Was die allgemeine Belastung durch Kohls „weiter so!“ ab 1990 angeht, so ist die Kritik insoweit berechtigt, wie man nicht die deutschen Traumata des 20. Jahrhunderts berücksichtigt, welche die Generation Kohl, Schäuble, Schröder und noch bis in unsere Gegenwart geprägt hat: aus diesen traumatischen Erfahrungen resultiert ein absurdes Bedürfnis nach Stabilität, man könnte Hyperstabilität sagen, und eine Furcht vor jedem politischen Risiko. Dieser Mangel an realistischem Mut (nicht Tollkühnheit!) führt noch heute dazu, daß alle Welt ein Weiterregieren in jeder beliebigen Koalition – hauptsache unter Merkel – einer Minderheitsregierung oder Neuwahlen vorzieht: denn das würde möglicherweise einen Verlust an Stabilität bedeuten.

    Man muss diese psychische Disposition in Rechnung stellen. Vielleicht werden ja Merkels Experimente, sofern die günstige ausgehen, dazu führen, daß die deutsche Gesellschaft etwas risikofreudiger wird, so daß die alte Parole „Keine Experimente“ früherer CDU-Wahlkampagnen in der Versenkung verschwindet. Ich habe da aber so meine Zweifel…

  127. Titel eingeben
    Als Regelalters-Rentenbezieher kann ich in Flingern-Nord von Düsseldorf nur feststellen, dass die Zunahme der Mitbewohner aus China moderierend wirkt auf die „schon länger hier wohnenden“ ziellos mit „active sound“ Brüll-Miet-Pkw-auf-oma-leasing ziellos umherfahrenden Muselmanen. Die machen Fotos und zeigen die Kasper einfach an.
    Davon kann der Biodeutsche noch etwas lernen.

    • Herr Braun
      Ich habe nie verstanden, dass die Bundesrepublik seinerzeit in China nicht verdeutlichte, dass in Deutschland Paare mehr als ein Kind bekommen können.

      Das hätte vielleicht eine ganze Reihe von chinesischen Zuwanderern nach Deutschland geführt, die sich ins Zeug gelegt hätten, um ihren Kindern die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen.

      Vielleicht wäre dann Alibaba ein Deutsches Unternehmen geworden.

  128. Zwei Deutsche - ein Christ und ein Moslem
    Ich habe neben anderen diese zwei Deutschen, zumindest mittlerweile Deutschen, seit 1997 als Angestellte gehabt.

    Ca. 2005, aber da hab ich keine genaue zeitliche Erinnerung mehr, kam der Deutsche islamischen Glaubens zu mir. Er stammte aus dem Kosovo und sollte dorthin abgeschoben werden, wenn er keine Bestätigung seines Arbeitgebers vorlegen könne, dass seine Anwesenheit für das Unternehmen, also meines, überlebenswichtig wäre.

    Das war ein junger Mann, der meines Wissens nach niemals einen Cent Sozial- oder sonstige Hilfe des Staates in Anspruch genommen hatte.

    Ich habe mich also damals rechtswidrig verhalten, da ich die Bescheinigung erstellt habe. Und das machte ich, weil ich aus eigener Anschauung wusste, dass sich dieser alles selber erarbeitet hatte.

    —–

    Etwa 10 Jahre später:

    Ich war nicht mehr selbständig, ich war im Ausland unterwegs.

    Aber meine Mutter war es noch mit ihren damals über 85 Jahren. Nun, sie hatte mehrere Lendenwirbelbrüche, es gab Probleme mit der Umstellung der Telekom auf Voice over IP usw., es gab da also wirtschaftliche Probleme für sie.

    Der christliche Deutsche hat die Umstände schamlos ausgenutzt. Er hat sehr viele wenn nicht alle Aufträge, an die er herankommen konnte, auf sich gelenkt und schwarz abgearbeitet, obwohl er bis fast dahin immerzu gutes Geld – ca. 2.500 Euro netto – von ihr erhalten hatte.

    Der mittlerweile Deutsche islamischen Glaubens- – obwohl seit ca. 10 Jahren weder bei mir noch bei ihr beschäftigt – half ihr mit allem, was er konnte.

    So kanns auch aussehen.

    Es kommt weniger auf den Glauben als auf die Person an.

  129. Titel eingeben
    Niemals haette ich vor 50 jahren gedacht, in die depremierende lage zu kommen „mein “ deutschland, dass ich verachtet, bekaempft ( mit worten) und verhoehnt habe, eines tages zu verteidigen.

    Die kleinschreibung verzeit, ich tippe muehsam auf dem telefon.

    All das linke, das wir so gelebt haben, hat was vollbracht? Bomben, hass, diktatorisches verhalten, arroganz, bevormundung, gedankenkontrolle, sexuelle und erotische erstickung, buecherverbrennung der anderen art -mein gott, die liste ist lang und hat kein ende.

    Wo gibt es den sogennannten linken, der eine goettliche madonna schnitzt , ein verehrungswuerdiges bild malt, eine synfonie komponiert die einen “ heiligen schauer“ ausloest?
    Nichts. Gar nichts ist da.

    Statt dessen die vorderung auf deutschland zu schei…..na ihr wisst schon.
    Und diese ganoven gehen hand in hand mit den islamischen christenhasser, die im selbstzerstoerungswahn in jenes land aufgefordert zu kommen wurden, in den germanen gegen roemer kampften, die eine uralte niebelungensage hervorbrachte, die zauberhafte minnedichtung erfand und beruehmt war fuer seine wertarbeit.

    Meine neue liebe ist kolumbianerin. Neulich gab es streit und sie schrie mich an „aber ich bin kolumbianerin verstehst du?“.
    Sie haette niemals die frage gestellt, was ist es, das eine kolumbianerin ausmacht? Sie ist derart fest in ihrer identitaet verwurzelt, die alles beinhaltet. Korruption, buergerkrieg, drogenbarone, hetvortagende soziale gesundheitsleistung, universitaeten, schoene frauen, und die fahne. Die fahne die ueber alles weht.

    Wie in costa rica, wo man keine sekunde fragt:“ja aber was ist ein tico?“.

    Neger, indios, mestizen, spanisches fussvolk von vor 500 jahren, xeutsche, franzosen, chinesen, libanesen – sie alle sind unter einer fahne und die besagt „glaube an gott, allah, budha oder sonstwas, aber befolge die gesetze des landes, ansonst geht es in den knast oder im schlimmen fall wirst du des landes verwiesen. Bringe dich ein, sei teil der sozialen gemeinschaft und tu nichts boeses“.

    Ist das so schwer zu verstehen in deutschland, das man sich fragt ob der moslem „zu uns gehoert“?
    Haelt er sich an die deutschen gesetze und bringt sich ein in die gemeinschaft? Dann gehoert er zu uns.
    Bildet er eine gegenwelt und bricht die gesetze? Dann gehoert er nicht dazu.

    Da vorne ist die tuer.

    Und wenn er meint er brauche schutz, dann soll er zuerst die pflicht geben dankbar zu sein aufgenomme zu werden.

    Das problem ist, dass zuviele meinen „linkssein“ bedeute fortschritt.
    Nein.
    Bedeutet caos und vernichtung gewachsener werte.

    • Tico - was für eine Schubumkehr in Sachen Deutschland! - Ich vermute, DAs Beiträge haben Ihnen
      diesen Positionswechsel erleichtert.

      Ich will mir gar nicht ausmalen, wie Sie früher über Willy Brandts Partiotismus z. B. gedacht haben.

      Jetzt kommt mir ein schräger Gedanke: Welcome back, Tico – wo immer

      Sie weilen mögen!


    • Links ist da, wo das Herz ist, Tico. Was Sie da beschreiben, hat nichts mit links zu tun, sondern mit Manipulation von Meinungen und Überzeugungen. Und es hat etwas mit der dunklen Geschichte des Landes und deren permanenter Präsenz zu tun. Denn gerade daraus resultiert der zwanghafte Impuls, unbedingt zu den „Guten“ gehören zu müssen.

      Auch die Politik hat doch nichts mehr mit links zu tun. Spätestens seit Schröder gibt es doch überhaupt keine linke Regierungspolitik mehr. Armutspolitik ist nicht links.

      Das Streben nach Gleichberechtigung ist links, aber doch nicht in der Art von Möchtegernfeministinnen, Genderverwirrten und anderen.

      Vom roten Bosch bis zum Götz Werner und anderen Unternehmern ist linkes Denken erkennbar, das BGE als Bestandteil einer zukünftigen Wirtschaftsordnung gewinnt zunehmend an Bedeutung, selbst die Direkte Demokratie ist für einige kein Schreckgespenst mehr.

      Die pauschale Schuldzuweisung, hauptsächlich wegen der Flüchtlingspolitik, obwohl diese ja durch die Bundeskanzlerin der CDU initiiert wurde, die sicherlich keine Linke ist, an alle „Linken“ ist als Mittel zum Machtgewinn doch sehr leicht zu durchschauen. Realistisch betrachtet ist die Schuldzuweisung aber eindeutig falsch, so falsch wie die Bezeichnung all der Verwirrten als Linke.

      Selbstverständlich ist weitgehende Integration die Voraussetzung für ein gedeihliches Zusammenleben und muß von Asylanten, Flüchtlingen und Migranten verlangt werden dürfen. Kein Linker würde das ernsthaft bestreiten. Aber warum sollte ein wohliger Schauer bei Fahne und Hymne Pflicht sein? Wozu dient Nationalstolz dem Einzelnen, wem dient er wirklich? Ist dieser Stolz nicht gerade ein Hindernis auf dem Weg zu Frieden, Freiheit und Gleichheit? Ermöglicht nicht gerade dieser Stolz die einfache Manipulation der Menschen? Zeigt das nicht gerade die Türkei ganz eindeutig?

      Die Linken vernichten keine Werte und sind auch keine Heimatlosen Gesellen, ganz im Gegenteil. Ein Blick auf die Wurzeln der SPD sollte das belegen. Aber Linke verlangen auch keine Dankbarkeit für Hilfe aus humanitären Gründen, sondern nur, diese nicht zu mißbrauchen.

      Es mag so erscheinen, als kämen die meisten Verwirrten aus dem linken Lager, aber der Eindruck täuscht. Richtig ist, die Linken kommen kaum noch zu Wort und kaum noch zum Zug. Sie werden vom lauten Geschrei der Verwirrten übertönt, die als Linke bezeichnet werden, sich selbst vielleicht für solche halten.

    • Guter Rat ist heute mal umsonst...
      „Meine neue liebe ist kolumbianerin. Neulich gab es streit und sie schrie mich an „aber ich bin kolumbianerin verstehst du?“.

      …verstecken Sie oder besser noch, werfen Sie alle Nudelhölzer, Teller, Tassen, Untertassen, Töpfe, halt alles was fliegen kann, ins Meer.
      Diese, sich in Ihrem Haushalt befindlichen Geschosse, sind für Sie gefährliche, als Kim Jon Uns Raketen.

    • Nicht mal geschenkt oder einfach mal die Tastatur abklemmen.
      @FJ45

      Ihre geistige Inkontinenz ist wirklich beeindruckend.
      Sie haben einfach nicht gelernt still zu halten wenn sich Erwachsene unterhalten.

    • Ja, das Linkssein...
      …ich hatte mich bis vor ein paar Jahren auch für links gehalten. Bis ich gemerkt hatte, daß das, was inzwischen als „links“ galt, einfach nur noch totalitäre Sch… war.

      Nebenbei, meine grundlegenden Überzeugungen sind immer noch dieselben. Aber „links“ im Sinne von Marxismus waren sie nie.

    • Sie irren, @Tico
      …leider, und zwar gewaltig. Ich lese Sie gerne – aber hier irren Sie! Was Sie hier als „links“ benennen, ist es nicht. Das ist der Pseudo Mainstream Bullshit, der die Sprache okkupiert hat. Neusprech eben; Orwell grüsst. Otto Meier hat es richtig beschrieben. Grüsse über die Meere…

  130. @ Tico,
    gestern sah ich die Inbrunst junger Polen im TV, mit welcher sie über ihr Land reden. Leider musste ich ich den Ton wegnehmen wegen eines Anrufs.Dort gibt es tatsächlich eine „Sonntagsarmee“ aus Zivilisten, die die Grenzen schützen will – gegen Putin…

    Ich finde ja auch, dass sog. Linke überhaupt keinen Humor haben. Sie sind nur verbissen durch ihren Kampf gegen alles Ungerechte.Da bekomme ich manchmal mit, dass man, obwohl gut verdienend, billig essen will und sich dann beschwert, dass das Personal nicht gut bezahlt wird.

  131. Tico: Noch ist Polen nicht verloren
    Sie, Linke und Grüne haben letztlich bekämpft Mammon um jeden Preis. Das Problem heute ist, dass jetzt jeder in dieses Gewinnstreben eingebunden ist.

    So haben Sie Kirche bekämpft. Ich hielt das für falsch. Heute sehe ich, dass Diakonie und ähnliche orgs sich gegen Altersbestimmung von Flüchtlingen einsetzen, obwohl Stichproben eine hohe Anzahl an Fehlangaben ergeben und alle anderen Länder diese durchführen. Sie verdienen daran kräftig, Den Kirchen geht es, fern von Jesus, nur um Mammon. Sie passen durch kein Nadelöhr mehr mit ihren Gründern. Sie hatten Recht mit dem Bekämpfen. Ich bin ausgetreten. In den Schuhen des Fischers gegen Christen und ohne Tendenz, Christen und echte Verfolgte wie Yeziden zu retten brauche ich nicht. Open Doors ist besser.

    In der linksgrünen Ecke genau dieselbe Fehlentwicklung. Palmer oder Wagenknecht, Logiker mit Vernunft, werden daher von ihren eigenen Parteien beschimpft.

    Und das ist das ganze Problem: Eine kollektive Entwicklung ins Gewinnstreben bei klammen Kassen. Das ist daher ein gordischer Knoten. Der ließe sich aufdröseln durch eine neue Partei mit Figuren wie Bosbach, CDU, Wagenknecht, Linke, Sarrazin, SPD, Palmer, Grüne, evtl Lucke und ähnliche, Personen, die offensichtlich eine Restvernunft ausstrahlen. Teile der AfD, die von unterwandernden Antisemiten den Kanal voll haben, würden beitreten.

    Sonst fällt mir nichts ein außer einer Kehrtwende von Merkel mit der Absicht, ein besseres Bild für die Historie zu hinterlassen. Das würde intensive Grenzkontrollen und Zurückweisungen sowie konsequente Ausschaffung erfordern. Sarrazin bemerkte kürzlich diese Möglichkeit, und daher habe ich das.

    Altersbestimmung von Flüchtlingen halte ich schon wegen echt minderjähriger Flüchtlinge, außerdem wegen Mädchen wie Mia in Kandel, sehr wichtig. Es ist abzulehnen, dass erwachsene Männer in Schulklassen ihr Unwesen treiben.

    • wahrscheinlich läuft es darauf hinaus, dass man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben muss.
      Sie haben Recht Oberländer, gerade die christlichen Träger von Maßnahmen oder Betreiber von Einrichtungen verdienen sich dumm und dämlich.
      Vor allem in Ballungsräumen ist der Überblick längst verloren, man genehmigt großzügig Maßnahmen, die natürlich voll ausgeschöpft werden.
      Die Mitarbeiter bekommen häufig vom christlichen Arbeitgeber Jahresverträge, über Jahre hinaus.

      von diesem Teil
      https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2017/oktober/medica-2017-fraunhofer-zeigt-ultraschall-handscanner.html

      hört man in der Diskussion um die Altersfeststellung auch wenig, lieber schwadroniert man davon, dass Röntgen unzumutbar ist.

      Wenn ich mitbekommen würde, dass ein deutlich älterer Flüchtling in der Klasse meiner Kinder säße – ich ginge auf die Barrikaden, und zur Not ins Gefängnis, genau an diesem Punkt wäre meine eh kaum vorhandene Langmut endgültig aufgebraucht.

    • Wer nimmt die erste Kugel
      @Oberländer,

      wer von den Aufgezählten stellt sich ganz oben, mit nackter Brust auf die Barrikade und spielt den Fahnenhalter?

      Sind Sie derjenige?

      Mann, wie kann man am Scherben die Wahrheit und Schönheit eines Dinges beurteilen wenn man die Schönheit nie gesehen, gefühlt, die Wahrheit nie geahnt hat und das Blut in den Adern steht’s zäh wie Honig ist.

      Leute die eine Sache wenden können sprechen, denken, handeln so:

      „Der Gott, der Eisen wachsen ließ,
      der wollte keine Knechte,
      drum gab er Säbel, Schwert und Spieß
      dem Mann in seine Rechte;
      drum gab er ihm den kühnen Mut,
      den Zorn der freien Rede,
      dass er bestände bis aufs Blut,
      bis in den Tod die Fehde.

      So wollen wir, was Gott gewollt,
      mit rechter Treue halten
      und nimmer im Tyrannensold
      die Menschenschädel spalten.
      Doch wer für Tand und Schande ficht,
      den hauen wir zu Scherben,
      der soll im deutschen Lande nicht
      mit deutschen Männern erben.

      O Deutschland, heil’ges Vaterland!
      O deutsche Lieb’ und Treue!
      Du hohes Land, du schönes Land!
      Dir schwören wir aufs neue:
      Dem Buben und dem Knecht die Acht!
      Der fütt’re Krähn und Raben.
      So ziehn wir aus zur Herrmansschlacht
      und wollen Rache haben. „

      Das Vaterlandslied Ernst Moritz Arndt 1812

      Das! Ein Herr Lucke? Ein Herr Palmer? Ein Herr Sarazin?

      Buchhalter mit Buchhalterpolitik, mit Buchaltersaldo, dem persönlichen.

      Passend zur Doppelmama.
      Oder besser, deswegen haben wir Doppelmama.

      Solche Lieder singen nur Helden, der alten Sorte.
      Die neun flennen lieber und lauschen bald unterwürfig dem Imam.

    • hätte, hätte, Fahrradkette
      Oberländer. Sie blinzeln in die Sonne. Bosbach hätte sicherlich die Möglichkeit einer Grundsatzrede auf einem Parteitag gehabt. Der Mann ist müde. Kann ich verstehen.

      Wagenknecht hat sich bisher nicht zur Sezession durchringen können. Nicht sehr wahrscheinlich, dass sie springt.

      Sarazzin: Er hat seinen Beitrag geleistet. Mehr kann kein anständiger Mensch verlangen.

      Lucke hatte alle Möglichkeiten, zuwenig Blick für das Ganze. Als Parteiführer leider ungeeignet. Niemand hat ihn aus der Afd gedrängt.

      Palmer zur Afd? Wäre jedenfalls ein Knall. Aber glauben Sie doch selbst nicht.

      Ihr Eliteprojekt ist reines Wolkenkuckucksheim. Halten Sie sich an den Don: Nehmen was man kriegen kann.
      Oder schwimmen Sie weiter mit.

  132. Titel eingeben
    Eine wunderbare Veranschaulichung einer tief gespaltenen Gesellschaft! Sie wirft die Frage auf, warum die Freunde der Unterwerfung bei jeder Wahl überwältigende Mehrheiten bekommen.
    Wahrscheinlich wegen der zutiefst menschlichen Aversion gegen das Anpacken von Problemen, die von den Regierenden mittels der bewährten Methode „Panem et Circenses“ komplementiert wird. Mit volkstümlichen Besäufnissen und öffentlich subventionierten Fußballerfolgen kann man sich wunderbar betäuben, um die Unterwerfung leichter zu ertragen.
    Aber unsere Kinder liefern wir dadurch rücksichtslos aus! Auf diese Weise hätten meine Ahnen die beiden Belagerungen ihrer Stadt nicht gebrochen – wobei wieder die Hilfe der vielgescholtenen Polen notwendig war!

    • Titel eingeben
      ich glaube das die Verteilung von Kampfbereiten, Gleichgültigen und Unterwerfungsbereiten damals nicht anders war als heute.
      Im Krieg gegen die englische Krone 1776 waren nur 4% der Kolonisten aktiv beteiligt. Die meisten haben abgewartet welche Seite gewinnt. Viele waren auch loyal zur Krone zB New York überwiegend.

    • @Marcus Porcius Cato: Die Freunde der Unterwerfung der heutigen Zeit!
      Prähistorischen, teutonischer Irrtum! Augurenlachen! Hihihi!
      Blinde Unterwerfung war das charakteristische Merkmal der früheren — freie, vernünftige Selbstbestimmung ist das charakteristische Merkmal der heutigen Zeit.
      Aus »Sonntags-Zeitung fürs Deutsche Haus«
      Illustrierte Familien- und Frauenzeitung, 1911/12

  133. mal ganz ohne VT
    Der künftige Schwerpunkt der FAZ-Blogs droht aus meiner Sicht etwas sehr Schach-lastig und klassenfahrtmäßig zu werden.
    Darf ich als weitere Themen Cricket, Golf und Tennis vorschlagen?
    It kind of breaks up the ennui.

    • @Skag! Diskriminierungsgefahr!
      Im Sinne des überproportionalen Einbezugs auch von Randgruppen zwecks Diskriminierungsvermeidung fordere ich für die packenden Sportarten Curling und Hornussen (bisher nur in der Schweiz ausgeübt) einen angestammten Platz in den Blogs. Tickets für die International Hornussen Competition Arena werden zukünftig zum Investmentobjekt für Anlagesenkrechtstarter.

      Fingerhakeln und Schuhplatteln verdienen dann selbstverständlich auch Aufmerksamkeit.

  134. "Historisch-kritische Ausgabe rückt den Koran in ein neues Licht"
    https://www.nzz.ch/feuilleton/das-beruehrt-die-grundfesten-des-islam-ld.1365477

    Das könnte noch interessant werden, es herrscht bereits Alarmstimmung.

    • Da werden Köpfe rollen.
      Und das nicht sinnbildlich.

    • Koran
      So gründlich hat das wohl noch niemand gemacht (bzw. sich getraut), aber auch Hamed Abdel-Samad nimmt die Variante des „unumstößlich wahren“ Koran genüßlich auseinander.
      Wie die Behauptung des „direkten Diktats“ überhaupt zusammenpassen kann mit den offensichtlichen inneren Widersprüchen ist mir ohnehin unverständlich.
      Von der biblischen Schöpfungsgeschichte (und etlichen anderen Stellen in der Bibel) gibt es auch einige Varianten, die nebeneinander stehen – aber da sagt halt niemand, alles sei gleich wahr.
      Einfacher, aber offensichtlicher Unterschied im Umgang mit der Schrift:
      bei den Juden lernt seit „Anbeginn“ jeder (traditionell allerdings tatsächlich nur die Männer) Lesen und Schreiben, um sie selbst studieren zu können, bei den Muslimen ist eine solche Diskussion offensichtlich nicht erwünscht, da erzählt der Imam, was man zu glauben hat.


    • Vor allem zeigt das, wie wichtig das Quellenstudium ist, um Zusammenhänge zu verstehen. Es zeigt aber auch, wie sehr die Gelehrten des Islam diesen zu eigenen und ganz weltlichen Zwecken instrumentalisieren, denn gerade ihnen sollten die Quellen ja durchaus bekannt sein.

      Das gilt selbstverständlich nicht nur für den Islam, sondern generell für weltliche und religiöse Eliten aller Art. Mal abwarten, ob das Denkverbot der gläubigen Moslems dadurch beseitigt wird. Es wäre ihnen zu wünschen.

    • Beginn von Exegese?
      Die Bibel-Exegese kam letztlich erst im 19. Jh. Auch hier wurde mündlich überliefert, auch hier wurden Testamente (Apokryphen) unterdrückt.

      Vielleicht bricht der Wunsch nach einer Exegese auch gerade durch. Er würde den Menschen mehr Freiheit verschaffen. Letztlich muss das gegen den Terrorismus erkämpft werden, sonst siegt letzterer.

    • Eine Art islamischer Luther...
      …ob das für ihn gut ausgeht?


    • Das Werk des Herrn Chafri ist sehr löblich, aber ich sehe nicht, daß das irgendetwas ändert, denn es bestätigt ja die mekkanischen Suren.


    • Nun ja, soweit ich das verstanden habe, stammen ja nur eine handvoll Suren vom Propheten selbst. Die überragende Mehrheit der Suren wurde von Dritten hinzugefügt. Wie schnell dabei aus einer Mücke ein Elephant wird, weiß wohl jeder. Und daß weltliche Interessen dabei wie immer eine Rolle spielten, darf wohl auch als sicher angenommen werden.

      All das und die Forderung nach Bereinigung des Koran und seiner Anpassung an heutige Erfordernisse, zumindest in der Auslegung, ist zwar nicht neu, aber nie wurde es so deutlich artikuliert und vor allem mit Quellen belegt. Das ist neu und läßt eine gewisse Hoffnung auf Weiterentwicklung des Islam durchaus zu. Die Reaktionen reichen schon jetzt von Ausverkauf bis zum Verbot des Buches. Und ganz wichtig, es kommt aus dem Islam selbst, nicht von außen.

  135. Guten Morgen !
    Für morgen wünsche ich Ihnen eine gute Reise. Sie werden bestimmt mit neuen Eindrücken nach Hause kommen.
    Aber dann geht es volle Pulle mit dem neuen Projekt los.
    Alles Gute für Sie und Glück auf diesen neuen Weg.

    Frau Ghnim

  136. Wieso soll die Altersbestimmung durch Röntgen seine Rechte einschränken
    wir wurden ja auch der Röntgenreihenuntersuchung ausgesetzt.

    • Die Altersbestimmung durch Röntgen ist wissenschaftlich nachweisbar gefährlicher als Asteroiden -
      – und das langt unserem Ärztebundsprecher Montgomery, um sie abzulehnen. Alles wissenschaftlich einwandfrei. Auf Ehre!

      Noch Fragen – etwa über den Geldsegen, den die Zuzüger für die deutsche Ärzteschaft bedeuten (so ein Zufall!!), weil sie ja als „Geduldete“ und „Asylbewerber“ usw. allesamt als Privatpatienten abgerechnet werden dürfen? –

      – Freilich, Alsaya: Alle, die so fragen, werden von Frau Hayali und Herrn Montgomery und Frau Chebli und Frau Miosga und so weiter usw. unfehlbar als unmenschliche Wissenschafts- und Menschenfeinde abgebürstet, die den schnöden Mammon über die Moral stellen!

      (_ – _)

    • Außer Geldflüssen völlig unklare Motive
      Die Strahlenbelastung ist absoluter Pipifax und wahrscheinlicher niedriger als bei einem Langstreckenflug. Jeder Sportler wird dem ausgesetzt bei jedem Verdacht auf Fraktur/Kreuzbandriss etcetera. Ich wüsste nicht, dass jemand je daran erkrankt wäre.
      Die geringe Strahlenbelastung wird lediglich instrumentalisiert.

      Ich weiß überhaupt nicht das Motiv. Es ist doch in jedermanns Interesse, Männer aus Jugendgruppen, Einheimische wie Flüchtlinge, fernzuhalten, Männer, die oft schon in der Vergangenheit eine Waffe in der Hand gehalten haben (Syrien, Irak, Afghanistan, Kongo, Sudan).

    • Genau, Herr Kief.
      Es ist da, wie bei den Knackis, alles privat. Sonst ginge da keiner hin.
      Vielleicht doch nicht alles so edel?

    • Andere Beispiele ...
      Bevor ich bei den Städtischen Kliniken in Dortmund meinen ersten Job antreten durfte, wurde ich im Gesundheitsamt einen halben Tag lang komplett durchgecheckt, inkl. Röntgen (wegen des Tuberkels). Ich musste außerdem – nur nebenbei bemerkt – einen Eid auf die Verfassung leisten. Laut und mit erhobener Hand, eigentlich, aber der Personaler hat darauf dann verzichtet. Das war 1984.

      Bei der Musterung wurde ich sogar mehrfach geröngt, weil ich frech behauptete für den Wehrdienst ungeeignet zu sein und das dann auch bestätigt bekam (nach einer Nachuntersuchung, die ebenfalls einen hlaben Tag dauerte). Dazu musste ich eigens im Bundeswehr-Krankenhaus zu Hamm vorstellig werden.

      Ich kann es also auch nicht nachvollziehen, warum jetzt urplötzlich so ein Wirbel gemacht wird. Das hat früher halt auch keine Sau interessiert.


    • Ich weiß überhaupt nicht das Motiv. Es ist doch in jedermanns Interesse,
      sagen Sie. Aber die ganz große GroKo sagt was anderes. Weil die Glücksritter möglichst gleich „in der Fläche“ verteilt werden sollen.

  137. Mental pasteurisiert oder sterilisiert
    Apropos Röntgenreihenuntersuchung: Wir wurden DURCHLEUCHTET!

    Das ist eine erheblich höhere Strahlenbelastung als eine Röntgenuntersuchung und möglicherweise auch höher als eine Computertomographie der Hand. Nun sitzen wir hier, nicht wahr, alle auf die 70 oder gar 80 zugehend, voll leukämisch fällt uns der Griffel aus der Hand, bzw. wir rutschen mühsam nach Luft schnappend über die Tastatur, das Tuberkulosescreening hat uns geschafft und die Pockenimpfung, oh Mann.

    Den Rest hat uns der Zahnarzt gegeben, wenn er mal guckte, wie weit eine Karies in die Tiefe ging. Die Kinder alle deformiert geboren, nicht wahr, Strahlenschutz für die Eier wurde konsequent ignoriert. Wie man im Lande von Wilhelm Röntgen, Robert Koch und Rudolf Virchow auf ein argumentativ so niedriges Niveau absinken kann, werden spätere Historiker noch zu beleuchten haben.

    • Herr Oberländer,
      Sie haben ja so recht. Das dachte ich auch, als ich las, daß das unzumutbar sei für die Jungens.Blöder ging’s echt nicht.

  138. Galilei entlässt seine Kinder
    Kurz vor der elenden Verendung aufgrund der Rö-Reihenuntersuchung, der kleinen Bilder und der Impfungen von der Tastatur rutschend muss ich noch anfügen, dass manche Dinge schnell anders wären, wenn man den Staat verklagen könnte, hier die Jugendämter von Freiburg, Kandel und Flensburg. Die Juristerei hat schon manchen Missstand beendet, natürlich nur, wenn sie funktioniert, nicht, wenn man Nur-Frauen-Klippenwerfer aus dem Gefängnis frei lässt.

    Ich wundere mich ernsthaft, dass ich noch fit bin, wenn ich alle Rö-Untersuchungen meines Lebens zusammen zähle, auch die für die Einstellung, die für den Skidaumen, die für den Verdacht auf Bandscheibenschaden, die ungefähr jeder zweite durchmacht. Und die Flüge noch dazu. Und die Höhenstrahlung auf dem Berg. Plus die Bodenstrahlung.

    Und dass in Fukushima kaum jemand gestorben ist, ist doch auch extrem seltsam. Darüber darf nichts geschrieben werden, denn das reduziert Argumente oder macht sie unhaltbar.
    Wir bewegen uns inzwischen in einem parawissenschaftlichen pseudoreligiösen Raum. Galileo Galilei wäre entsetzt.

    Dabei wird jedem Kind, das von der Garage springt, das Fersenbein geröngt und der Kopf dazu, ist ja nur ein Kind, das schon länger da ist, aber Röntgen der Hand bei potentiellen Altersbetrügern ohne Papiere geht nicht. Inzwischen – das Interview mit CSU-Weber in „Welt“ – merken sie aber, dass manches nicht mehr so hingenommen wird.

    • kaum gestorben ist,
      naja. Es gab schon tausende Todesopfer. Vom Sturm. Und etliche wegen sinnloser Evakuierung. Aber 0 wegen Strahlung.

    • Don Sie gestatten? Unterländer an @ Oberländer....
      ….was die Röntgerei zur Feststellung des Alters bei den sog. unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen (dafür, meinen Respekt, gibt es inzwischen sogar einen Bundesfachverband) anbelangt, so kann ich Ihnen folgen. Zumal diese Herrschaften in ihren Herkunftsländern kaum Gelegenheit gehabt haben durften, sich einer nennenswerten Dosis an Röntgenstrahlen ausgesetzt zu sehen..
      .
      Mit Ihren Aussagen zu Fukushima begeben Sie sich eventuell aber auf gefährliches Glatteis. Es sei denn, Sie verfügten über die Erkenntnisse z.B. eines Strahlenschutzmediziners oder eines wissenschaftlichen Mitarbeiters wie z.B. an der Uni Würzburg.
      .
      Zwar wurden in Fukushima die Umgebung um die havarierten Meiler nicht in der gleichen Weise kontaminiert wie wir das aus Tschernobyl erfahren mussten. Zudem waren in F. die Evakuierungsmaßnahmen und die Dekontaminationsmaßnahmen konsequenter, aber nach einer Latenzzeit von 4-5 Jahren konnte man einen erheblichen Anstieg von Schilddrüsenveränderungen (Schilddrüsen-Krebs), vor allem bei Kindern konstatieren.
      .
      Bei Tieren werden es in der Region F. verstärkt Mutationen beobachtet. Die auch bei kleinen Dosen aufgenommener radiotoxischer Stoffe zu beobachtenden Veränderungen der Zellteilung/Blutbild mit erhöhten Leukämie-, Diabetes- und Herzinfarktraten werden bald auch bei den Menschen dort nicht mehr von der Hand zu weisen sein. Die WHO geht für Japan im betroffenen Bereich mit 60-70000 zusätzlichen Krebserkrankungen aus.
      (DdH)

    • oui, c'est trop difficile
      Ja, das kann noch kommen, sicherlich, SD-CA. aber nur, wenn sie ohne Jodid-Prophylaxe gearbeitet haben. Und sicher, es passiert nur bei denen, die nicht ertrunken sind. Fukushima, man sollte ein Buch darüber lesen, ein völlig nüchternes Buch. Bei dem ganzen Dramatisieren auf dem Rücken der Flutopfer habe ich etwas den Überblick verloren.

      Jedenfalls bin ich der Meinung, dass Leute, die Theaterwissenschaften studiert haben, keine Ahnung von Strahlung haben und Physiker nur, wenn sie sich weiter damit befassen, statt in die Politik zu gehen.

  139. Den Linken.....
    …geht die Deutungshoheit flöten, genau so, wie es dereinst, wie schön dargelegt, umgekehrt der Fall war. Diese merken das natürlich, deswegen keifen sie jetzt auch so.

    Und sie machen sich berechtigte Sorgen. Denn die Bewegung des Pendels in die entgegensetzte Richtung hat gerade erst begonnen. Daß „der Islam gehört nicht zu Deutschland“ bald auch im Bierzelt gesungen wird, ist sicher nicht einmal nötig. Meine neue maßgeschneiderte Lederhose aber wurde jedenfalls letzte Woche schon einmal fertig, es geht also voran…….

  140. Keine Bange...
    Dr. Seltsam sagt:
    20. März 2018 um 16:45 Uhr

    Nicht mal geschenkt oder einfach mal die Tastatur abklemmen.
    @FJ45

    Ihre geistige Inkontinenz ist wirklich beeindruckend.
    Sie haben einfach nicht gelernt still zu halten wenn sich Erwachsene unterhalten.

    auf Ihre Niveau steige ich nicht hinab.

  141. Und noch etwas Dr..Seltsam....
    … Sie dürften hier im Blog die Finger wesentlich weniger stillgehalten haben, als ich.
    Humor, etwas Schmunzeln bei Leuten wie Ihen Fehlanzeige.
    Ihr Name sagt schon alles.

    • Leute, bleibt ruhig...
      und bitte lasst das mit den persönlichen Beleidigungen, sowas möchte ich hier nicht lesen. Man kann sich mit Anstand streiten, und es sollte immer der persönliche Respekt gewahrt bleiben. Sonst kann ich gleich die Kommentare im Tagesspiegel und anderen mit extrem niedrigem Niveau ausgestatteten Foren wieder zu lesen anfangen. Dort habe ich aufgehört, weil mir zu viel derartige Anfeindungen, nebst einigen wirklich lästigen Trollen wie mogberlin, southcross und anderen Simpeln irgendwann zu viel wurden.

  142. Danisch hat darauf kürzlich eine sehr strukturierte Antwort gegeben
    Und ich habe jetzt leider nicht die Zeit, alle Kommentare hier durchzulesen, ob es jemand schon genannt hat (vermutlich schon), deshalb hier als Querverweis:
    Warum der Islam nicht zu Deutschland gehört.
    http://www.danisch.de/blog/2018/03/17/warum-der-islam-nicht-zu-deutschland-gehoert/

  143. PS.: Wenn nun auch langsam die Trägeren erkennen, daß die Frage der Identität
    genau eine jener Schlüsselfragen ist, die uns die Laschheit der Vorderen auf die Füße geworfen hat, – dann kann man nur verwundert die Augen reiben, warum sich alle Welt genau über jene echauffiert, die genau diese Frage zum Thema machen!

    Ich habe bspw. noch nichts Schlechtes von den Identitären gelesen oder gehört. Und ich bin durchaus feinfühliger als der Durchschnitt!

  144. wenn die Heimat
    nur durch Komasaufen und in die Fresse hauen erträglich wird, sollt man ml drüber nachdenken.

  145. zartes Reformpflänzchen
    Werter Don,

    gestatten Sie mir bitte den Verweis auf einen australischen Imam, Mohammad Tawhidi, der nachdrücklich davon spricht, dass eine Reform des Korans notwendig sei und auch die während seiner Ausbildung in Iran und Irak erlebte Korruption anprangert.
    Mir kommt das AT in Erinnerung, wo das auserwählte Volk immer wieder gegen die Heiden kämpft. Und dennoch gibt es keinerlei Problem beim Zusammenleben mit Einwohnern jüdischen Glaubens. Neben ungläubigen Moslems und gelegtentlichen Moscheenbesucher gibt es aber nicht nur Terroristen und ihre Sympathisanten, sondern auch Gläubige, die morden, wenn ihr Glaube vermeintlich angegriffen wird. Die stark rückläufige Zahl an Franzosen jüdischen Glaubens, vormals eine halbe Million, spricht Bände. Wie lange noch?

  146. Klartext
    Don, Japaner sind sich ihrer Kultur und Geschichte bewusst. Ich sehe kein Widerspruch zwischen Tracht und Technologie. Gerade so etwas schenkt mir einen kleinen Lichtstrahl in der Finsternis.
    Ist Westeuropa nicht orientierungslos, verleugnet sich selbst? Es gibt sehr wohl Gruppen, die klar eine Lösung vortragen: 1 Grenzkontrollen 2 Remigration. Konsequente Abschiebung. Angesichts der aktuellen Gegenoffensive in der Öffentlichkeit hege ich eine LEISE Hoffnung – sofern sie sich bei den Landtagswahlen im Osten 2019 deutlich andere Wahlergebnisse zeigen. Bitte nicht vergessen, dass weiterhin ein Zuzug von 15.000 und mehr je Monat erfolgt.

  147. Der Kampf um die Heimat
    Demokratiepreisträger baut Bombe.

    Der Staatsschutz will nicht ermitteln.

    Der Täter, er ist teilgeständig, ist schwuppi auf freiem Fuss.

    Der Minister lobt ausdrücklich das milde Vorgehen der Polizei.

    Antimerkeldemonstrant wird gezielt schwer verletzt.

    Die Polizei vor Ort in 5-facher Mannstärke (gegenüber den Demonstranten) gibt sich ratlos.

    Affaire a suivre. Kein Film. Realität 2018.

  148. "Und wenn das hier ein Teil Deutschlands ist, ..."
    Nein, meine Prognose ist, dass wir es noch erleben werden (ich bin 40), dass Bayern nicht mehr Teil der Bundesrepublik Deutschland ist.

  149. Noch so ein Brüller
    Kretschmann will Messerattacke auf Lehrerin nicht überbewerten. (Welt 20.3.18)

    Es ist schon anstrengend. Soviel Selbstverleugnung.

    Wann lassen die Kräfte nach?

  150. erst: Rückzug ins Private ...und dann Besinnung und Stolz auf...
    …das, was man uns von berufener Seite nehmen will.
    Leider bin ich in einem Kreis großgeworden, der weder über Mundart, noch über allzu viele typische Traditionen verfügt (hat), sodass sehr schwierig wird, eine kulturelle Identität wenigstens mal zu diskutieren.

    Was mich immer wieder erstaunt, ist die Diskussion um Leitkultur und dass es sowas wie typisch deutsch nicht geben soll. Doch, gibt es- und am besten können das Leute beschreiben, die lange im Ausland waren. War ich nicht, ich versuchs trotzdem mal (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

    -das Vertrauen auf Rechtsbeständigkeit und den Rechtsstaat
    – Sinn für Recht, Ordnung, Organisation, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Genauigkeit, Effektivität (all das gerade auch in wissenschaftlicher &sprachlicher Hinsicht)
    – der Willen zur Leistung
    – eine völlig unangebrachte Obrigkeitshörigkeit dem Staat und Kirche ggü
    – Kadavergehorsamkeit
    – Geheimniskrämerei in finanziellen Aspekten
    – eine gewisse Humorlosigkeit, wobei der Hang zu Ironie, Sarkasmus, Zynik und Süffisanz meist unerkannt bleibt, weil zu trocken vorgetragen
    -Hang zu schlechter Mode und Frisettenkunst
    – die Fähigkeit, unglaublichem Leistungsdruck auch unter Beleidigungen, Verachtungen und gesellschaftlichem Abseits standzuhalten
    – überbordendes oder auch indiskretes Verhalten im Urlaub (da kann man von obig genanntem nämlich schön die Sau rauslassen, weil man sich das ganze Jahr untergeordnet hat)
    -Mangel an Eleganz ,Savoir Vivre und Genußfähigkeit

    Ich bin nichtmal eine urdeutsche Kartoffel. Meine Familie ist ursprünglich freudloses Hugenottenpack, aus FR geflohen. Gilt das noch als MiHiGru oder darf ich mich trotzdem dazugehörig fühlen, obwohl einiges der o.g. Eigenschaften shice finde- und andere richtig klasse?

    Egal wie- ich wünsche diesem neuerlich selbstbewusstem, identem Auftreten alles gute und werde ihm Vorschub leisten, wo immer ich kann.

    Guten Abend
    Gaetane

    • Fühlen Sie sich als "dazu gehörig"!
      Obwohl ich als im Ausland Lebender das gar nicht so einfach finde, die Charakteristika der Deutschen oder des Deutschseins zu definieren. Aber zweifelsohne gibt es so etwas!
      Und wer, bloß weil es keine eindeutige Antwort auf die Frage gibt, die Berechtigung und Gültigkeit der Frage verneint, der müßte konsequent auch der Frage nach dem Sinn des Lebens einen Todesstoß versetzen und sich mit einem Quallen-Dasein zufrieden geben. Es gibt diese Genügsamen, aber meine Achtung gilt denen nicht!

    • Es war einmal
      – das Vertrauen auf Rechtsbeständigkeit und den Rechtsstaat
      – Sinn für Recht, Ordnung, Organisation, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Genauigkeit, Effektivität (all das gerade auch in wissenschaftlicher &sprachlicher Hinsicht)
      – der Willen zur Leistung
      – die Fähigkeit, unglaublichem Leistungsdruck auch unter Beleidigungen, Verachtungen und gesellschaftlichem Abseits standzuhalten

      Von den ehemals beschworenen „deutschen Tugenden“ ist nicht mehr viel übrig. Und was das Vertrauen in den Staat, in Recht und Gesetz, in den Sozialstaat oder die politische Führung, in die Wirtschaft, in Made in Germany, selbst in die Medien betrifft, was ist davon denn noch übrig?

      Sorry, Deutschland und mit ihm die Deutschen haben sich sehr verändert in den letzten Jahrzehnten. Manche mögen das, manche merken es nicht, aber viele mögen es nicht.

  151. Titel eingeben
    Bester Gaetane: Ich bin aufgewachsen in einem Dorf in Westfalen, wo ein Herr Petit eine Glockengießerei gründete. Die westfälischen katholischen Bauern fanden das in Ordnung, weil der Mann war zwar mit der falschen Religion ausgestattet, aber er konnte Glocken gießen. Später auch Kanonen.
    Der Niedergang der französischen Ökonomie bestimme ich mit dem Verbot der Zigarettensorte Gitanes Mais. Wir Proleten im Fuhrgeschäft qualmten die alle, weil die im Mundwinkel geparkt, nicht ausging und man sich während des Rauchens weiter unterhalten konnte.
    Weil diese Kulturtechnik von der EU verboten wurde, fehlt uns natürlich das sozialverträglich frühe Ableben der arbeitenden Bevölkerung. Ich erinnere mich unscharf, dass der gewerbliche Arbeitnehmer (ohne Innen) in Doitschland nur 69 Jahre alt wird.
    Um auf das Kernthema des Berichts des D.A. zurückzukommen: warum soll sich nicht jemand restlos besaufen? Wenn seine Verrentung statistisch durchschnittlich mit 60,78 Jahren eintritt? Das gilt für meine Berufsgruppe, Kraftfahrer im Güterverkehr.

  152. Da fehlt noch was
    – der Drang, anderen Menschen ungefragt die Welt zu erklären und
    – entsprechende besserwisserische Ratschläge zu erteilen
    – wahlweise vorwurfsvoll oder herablassend

    • Noch was ...
      Leider alles richtig, gerade auch im Ausland – und ich hoffe, Sie wuessten wie schwer das abzulegen ist. Heimat praegt doch ganz erheblich.

      Ein oder zwei habe ich auch noch:
      – das dauernde Motzen und Klagen (auf extrem hohem Niveau. Aus einer Muecke einen Elefanten machen.)
      – nicht mal fuenfe gerade sein lassen.

      Auch nicht so leicht abzulegen …

    • letter
      Gute Reise!

    • Der unstillbare Drang
      mit allerlei Fehlintonationen in der Sprache des Urlaubslandes zu kommunizieren, obwohl das Ggü., sei es der Ober, die Dame am Infoschalter oder sonstwer, fließend Deutsch spricht.

  153. De Welt op platt...
    … gab es mal im NDR und ich habe die Sendungen verfolgt.Es ist erstaunlich,wo das weltweit noch gepflegt wird nach Jahrhunderten.Selbst Volkstänze und Arten von Trachten sind dabei.

    https://www.ndr.de/kultur/norddeutsche_sprache/plattdeutsch/De-Welt-snackt-Platt,platt912.html

  154. my deepest secret fear
    Dr. Plagiator , Sie sind noch grausamer als ich dachte. Mich am Rückweg das Imperium retten zu lassen…
    https://www.youtube.com/watch?v=NDQ6A3LEF20

    • Bitte?
      Sicher das Sie mich meinen?

    • Ja leider
      Das liest sich wirklich komplett jenseitig. Und ich kann mich nicht einmal auf Alkoholisches ausreden, da ich kaum etwas trinke. Wahrscheinlich zuviel gelesen in letzter Zeit. Sie haben sich sicher schon durch Abartigeres durchquälen müssen, ich möchte mich aber trotzdem entschuldigen.

    • .
      Was denn, bevor ich Sie mal höflich filetiere? Ich habe zu diesem Blogbeitrag nichts geschrieben. Und wenn Sie sich auf etwas beziehen, dann zitiert man gewöhnlich denjenigen. Ihr verschwurbeltes nicht alkoholisiertes Quälen, hilft nur dümmlichen Fortbestehens: Also Ihnen.

  155. Wie sich doch die Erinnerungen und Erfahrungen gleichen,
    lieber Don Alphonso, wir sind ja schließlich aus demselben Jahrgang, und waren gleich alt, als der Rosi-Song überall zu hören war, und unsere Musiklehrerin Frau Blaimberger, die tatsächlich, obwohl auf einem Gymnasium in BaWü, immer ein rotes Dirndl trug, ließ es zu, daß dieser Song im Unterricht gespielt wurde, jedoch nicht ohne ihren Protest kundzutun, und uns darauf hinzuweisen, daß das Leben von Prostituierten gar nicht lustig sei. Das war uns als Schüler natürlich herzlich egal (und ich verstand gar nicht, worum es im Song überhaupt ging), wenn nur der Refrain mit dem Wort Nu…n mitgebrüllt werden konnte…

    Hören Sie NIE auf, zu bloggen, Don A.

    • Irgendwann schon, aber ich habe mich entschieden, weiter zu leben, um noch an anderen Tagen zu kämpfen.

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