Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die karolingische Teilung Europas beim Tee

| 38 Lesermeinungen

Nicht zu Unrecht wird die erste Hälfte des 9. Jahrhunderts mit dem grossen Wort von der "karolingische Renaissance" gewürdigt. Kunst und Kultur lebten in antiker Tradition auf, und auch politisch hatte man gute Ideen, die uns Bewohner angemessener Viertel in diesen traurigen, von Finanzkrise und Börsensturz zerrütteten Zeit einen Weg in eine glanzvolle Zukunft weisen. Gerne stellen wir Ihnen unsere auf einer bewährten Reichsteilung basierenden Planungen zur Neuordnung des alten Europa hier vor.

Liebe Mädchen, ihr werdet so gut wie ich gehört haben, dass es niemand Schande bringt, sich in geziemender Weise seines Rechts zu bedienen. Das natürliche Recht eines jeden, der auf Erden geboren ward, ist es aber, sein Leben, soviel er vermag, zu pflegen, zu erhalten und zu verteidigen.

Pampinea in der Einleitung des Decamerone von Giovanni Boccaccio

 Eigentlich wollte ich meine Freundinnen – wie ich Kinder aus der Zone hinter dem progesellschaftlichen Schutzwall – über die Probleme der Mesalliancen ausfragen, aber das ist im Moment nicht so einfach. Nur ein kleiner Teil der Deutschen hat sein Geld noch in Aktien angelegt, doch hinter dem Schutzwall leben die, die der Pest der Finanzkrise schutzlos ausgeliefert sind, und täglich mit ansehen müssen, wie geliebte Anteile scheinbar unzerstörbarer Stützen des Systems bröckeln, stürzen und in sich zusammensinken. Und wo man früher leise über unerklärliche Vaterschaftsfragen tuschelte, tauscht man heute die traurigen Geschichten des eitrigen Depotabflusses aus. In allen Häusern trauert ein Vater um den Gegenwert eines kleinen Sportwagens, und in mancher Villa ist ein reicher Erbe betroffener, als er beim Reichtum bringenden Todesfall war. Es scheint keinen Schutz zu geben, und Schlimmeres kündigt sich an: Schwärende Beulen der Ratingabstufung für die geschätzten Nachbarn Spanien, Italien, Portugal und Griechenland; Irland in den letzten Zuckungen, und Dänemark wünscht, das giftige Blut seines Geldes einzutauschen gegen den scheinbar sauberen Euro. Gibt es überhaupt noch das britischen Pesopfund? Und statt die Tore zu verrammeln vor dem Veitstanz der amerikanischen Infektion und britischer Krankheit, hörte ich, dass nun auch ganz Europa Schulden machen will, um den Mitgliedern zu helfen, die eigentlich zu krank sind, um im Euro zu bleiben, aber ihn rechtlich nicht nach unten verlassen können.

 Was? fragten da die Gefährtinnen aus dem schönen Bayern, die dank der unermesslichen Weisheit unserer Staatspartei schon für die Bayerische Landesbank und deren Verluste in Ungarn, Polen, Österreich und anderen Balkanländer aufkommen müssen. Nun auch noch eine Anleihe, die alle kassieren, aber absehbar nur wenige bezahlen werden? Und das in einer Zeit, da man ohnehin nur noch zwei Wochen beim Skifahren ist und Taschen vom letzten Jahr aufträgt?

 Vor der 1348er Pest konnte man davonlaufen, aber wie versteckt man sich in 661 Jahre später in der EU vor den Begehrlichkeiten der EU? Und in dieser Not hatten wir eine rettende Idee: Wie wir ja alle wissen, wird die EU mittels des Karl des Grossen „gebranded“ und mit dem Karlspreis beworben. Karl der Grosse war zwar ein widerlicher Tyrann und Gewaltherrscher; er unterwarf die Langobarden, die sich selbst bis dahin ohne Hilfe von aussen abgeschlachtet hatten, und er setzte den bayerischen Herrscher Tassilo III. ab, um ihm 794 in Frankfurt einen Schauprozess stalinistischer Prägung zu unterziehen. Trotzdem gilt Karl den Gebildeten als erster Einiger Europas; übrigens unter sträflicher Missachtung des Hunnen Attila, der sich auch nicht mieser benahm, sogar einen grösseren Teil Europas unterjochte und brandschatzte, aber zu seinem Pech vergass, wie Karl eine kirchliche PR-Agentur seinen Ruhm mehren zu lassen. Wir jedenfalls haben beschlossen, dass es an der Zeit ist, die Vereinigung Europas nicht nur in der Nachfolge der Karolinger herbeizuführen, sondern auch zu vollenden und damit die Probleme der Finanzkrise von uns abzuwenden.

Bild zu: Die karolingische Teilung Europas beim Tee

 Die Vollendung der karolingischen Einheit wurde im Jahre 843 mit dem Vertrag von Verdun erreicht. Hier können Sie die Karte sehen: Die Vollendung war eine vollendete Reichsteilung. Wir nun haben bei Tee und Tegernseetorte beschlossen, dass uns dieser Plan ausnehmend gut gefällt und mit ein paar Modifikationen auch zur Schaffung einer krisenfreien Zone innerhalb der EU geeignet wäre. Konkret schwebt uns eine Art neues Lotharingien der besten Regionen vor. Wir hätten darin gerne die fleissigen Niederländer und den flämischen Teil von Belgien, gerne auch mit dem reizenden Bad Spa und den Ardennen. Damit lösen wir auch den belgischen Konflikt zwischen Flamen und Wallonen, denn zweitere werden wie auch das bankenverseuchte Luxemburg dem neuen Westfrankenreich von Nicolas I. (dem Kurzen) zugeschlagen. Weiterhin nehmen wir über Aachen das Rheinland beginnend bei Bonn, das die Ehre hat, wieder Hauptstadt zu werden. Die Mosel würde uns auch gefallen, der Hunsrück und überhaupt das Rheintal bis nach Baden-Württemberg, das uns als arbeitsam und ertragreich erscheint. Ausserdem wollen wir das wohlgeformte Elsass.

Hessen dagegen ist nicht ganz so einfach: Eigentlich wollten wir die Region Frankfurt mit seinen kriselnden Banken und Opels und dem lärmenden Flughafen dem sächsischen Ostreich unter Angela I. zuschlagen – der Name Sachsenhausen etwa zeigt eindeutig, wo das hingehört. Wir sind aber auf mein Drängen hin überein gekommen, die Grenze östlich des Gallusviertels zu ziehen: Mein Arbeitgeber bliebe bei uns, die Banken – wer ausser Berliner Politikern will schon Banken in diesen Zeiten, fragen Sie Susis Papa nach seinem Depot –  kämen wie Fulda und Rüsselsheim und Bremen und das Ruhrgebiet und das ganze Land, das da im Norden und Osten liegt, zum sächsischen Grossreich, woraus man ein vorzügliches Stammesherzogtum machen kann. Wir haben uns natürlich auch mit dem Problem der deutschen Einheit beschäftigt, die dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden könnte: Allein, 1989 rief man auf sächsisch „Wir sind das Volk“ und nicht auf bayerisch „Wir wollen Bayern sein“, was wir gegen Ende des ersten Tortenstücks als Beleg für die Richtigkeit unserer Vollendungsbestrebungen auffassen.

 Bayern käme als natürlicher Wirtschaftchampion und Global Leader in Everything auch dazu, die Franken wären damit wiedervereint, dann nehmen wir noch das Kleinwalsertal, Tirol und Österreich bis zur Grenze zum Wiener Balkan hinter dem Schlosspark von Schönbrunn, geben allerdings Kärnten auf und kassieren dafür das Veneto mit Venedig, Südtirol und die Lombardei hinunter bis zur italienischen Riviera, sowie einen Teil der Toskana, Marken und Umbrien – den Rest kann der Kirchenstaat wiederhaben, da brauchen wir erst gar nicht nach Canossa gehen, und beim aktuellen Papst aus Bayern ist das, wie man bei uns so schön sagt, eine gemähte Wiesen. Dann nehmen wir noch die Côte d’Azur, die Seealpen, die Provence und was wir sonst noch bis hoch ins Elsass brauchen. Anschliessend bieten wir der Schweiz, die sowieso de facto uns gehört – nicht umsonst sind wir so oft im schönen Graubünden, fragen Sie mal die Banken in Davos, St. Moritz und Müstair – ein Geschäft an, das sie nicht ablehnen kann: Wir treten komplett der Schweiz bei, und übernehmen damit den vom globalen Schwarzgeld gestützten Schweizer Franken als Währung. Den Euro und seine Anleihen kann Resteuropa behalten, und mit etwas Glück fällt er so tief, dass sogar die Briten ihre Pesopfunde zu vernünftigen Kursen aufgeben können. Unseren hoch verschuldeten Partnern wird unser Austritt als inflationärer Ausweg aus ihrer Schuldenkrise erscheinen – sie werden froh sein, wenn wir Sparer und Anleger nicht mehr mit Geschrei nach Geldwertstabilität nerven.

Bild zu: Die karolingische Teilung Europas beim Tee

Meine Freundinnen waren jedenfalls nach zwei Stück rumgetränkter Torte vollauf überzeugt, dass dies ein schönes, angenehmes und lebenswertes Land sein wird, wirtschaftlich stark, von fröhlichen Menschen bewohnt, voller Feriengebiete und ohne Angst vor den alten Zollkontrollen, wenn mehr als 10.000 Euro pro Person den Übertritt in die Schweiz begleiteten, multikulturell und so offen wie unser schönes Westviertel. Nur Liechtenstein, das wir bisher vergessen haben, wird den amerikanischen Steuerbehörden als Sündenbock zum Frasse vorgeworfen. Bliebe noch die Umsetzung: In wenigen Tagen ist der Schwarz-Weiss-Ball der Staatspartei, und glücklicherweise kommt der Herrscher des Landes auch aus unserer schönen Stadt, wenngleich nicht aus einem ganz so guten Viertel  – Susis Papa aber kennt ihn trotzdem, und dann wird Susi unseren Plan vorschlagen. Sie wird ihn mit landestypischem Anstand bitten, den Plan unter dem Motto „Europa der Regionen“ befreundeten Politikern nahezubringen, und wir sind der festen Überzeugung, dass in Berlin niemand trauern wird, wenn Bayern durch die Reichsteilung nicht mehr in der Lage ist, in der schwersten Wirtschaftskrise seit den 2. Weltkrieg den, oder besser: ausgerechnet diesen Wirtschaftsminister zu stellen.

Im Mittelalter hat man übrigens, wenn die Pest an Orten vorbei ging, zum Dank Ketten um die dortigen Kirchen gelegt. Nachdem am Erfolg unserer Massnahme, ein ganzes Land zum geeinigten Westviertel zu macht, nicht gezweifelt werden kann, wäre es eine hübsche Verneigung vor dieser Tradition, gleich noch eine dicke Kette in Auftrag zu geben, die man um unser ganzes, schönes Lotharingien legen kann. Unsere Lösung ist solide, überzeugend und nachhaltig – schon die originale Teilung hatte 12 Jahre Bestand, das ist 624 mal länger als der wochenendorientierte Planungshorizont Ihres Abgeordneten. Wir würden uns deshalb freuen, wenn auch Sie Ihre Politiker in unserem Bestreben, das ganz sicher auch in ihnen längst im Verborgenen nistet – schauen Sie sich nur mal die protzigen Statthalterschaften der Länder in Berlin an – bestärken könnten.

Bild zu: Die karolingische Teilung Europas beim Tee

 Begleitmusik: Europa teilt sich leichter, wenn man es weiter umfassend anhören kann: Charles Tessier, ein wirklich feiner Komponist des späten 16. Jahrhunderts etwa behauptete von sich, durch seine Reisen die Musik des gesamten Kontinents zu kennen, und veröffentlichte teils echte, teils wie Lehmanbilanzen erfundene Lieder, die weitaus besser klingen als jede Beteuerung unseres Wirtschaftsministers, dass es nicht so schlimm wird. Ein wirklich umfassender Eindruck von der musikalischen Fülle der Zeit um 1600 ist unter dem Titel „Carnets de voyages“ als Nummer 100 beim französischen, äh, pardon, westfränkischen Label Alpha erschienen.

0

38 Lesermeinungen

  1. hmm.
    Interessant.
    Aber wo...

    hmm.
    Interessant.
    Aber wo werden dann die Ingolstaedter Pfeffersaecke ihre 6-Spaenner los ?

  2. Nun, mir scheint, Sie haben...
    Nun, mir scheint, Sie haben das aktuell diskutierte Konzept der „Bad Banks“ konsequent weiterentwickelt! Bravo! Hatte man früher auch nicht geglaubt, dass sowas jemals überhaupt in Erwägung gezogen würde. Warum also nicht gleich die Auslagerung ungenügend prosperierender Landstriche in „Bad Regions“. Für die USA z.B. könnte man sich ähnliches vorstellen. Entsprechend der Mentalität dort würde man dafür wohl nicht unbedingt Anregungen aus der Geschichte beziehen, sondern sich eher an Hollywood orientieren, beispielsweise an John Carpenters „Die Klapperschlange“. Ganz Manhattan als Hochsicherheitsgefängnis. Vor dem Hintergrund, dass wir heute tatsächlich über „Bad Banks“ diskutieren, würde ich beides nicht mehr unbedingt für abwegig halten.

  3. Der Link unter...
    Der Link unter „landestypischem Anstand“ führt in die Irre.

  4. Lieber Don,
    bitte achten Sie...

    Lieber Don,
    bitte achten Sie beim Teilen unbedingt darauf, dass das Saarland nicht nach Lotharinen rutscht, sondern schön dem *Westreich* angegliedert wird!
    Mahnt aus Mainz der HH.

  5. Fragt sich nur, wie lange man...
    Fragt sich nur, wie lange man dann seinen Tee in Frieden trinken könnte.

  6. Herrlicher Artikel.

    Ich zieh...
    Herrlicher Artikel.
    Ich zieh dann nach Südtirol.

  7. Ach ja, Lotharingien. Auch nur...
    Ach ja, Lotharingien. Auch nur so ein historischer Blinddarm, der schon bald wieder von der Geschichte gekappt wurde. Und uns heute nur noch in Form der Namensbezeichnung für ein erst von der industriellen Revolution und dann von deren Niedergang verwüsteten Landstrich…

  8. Interessant. Einen kleinen...
    Interessant. Einen kleinen Einwand habe ich: Laut Metternich beginnt der Wiener Balkan hinter dem Rennweg und nicht schon hinter dem Schönbrunner Schlosspark.

  9. Kroesus2, wenn man hier wohnt,...
    Kroesus2, wenn man hier wohnt, hat man natürlich auch immer das Wohl und Wehe unseres vorzüglichen Weltmarktführers im Auge, denn was würde hier sonst die Mieten hoch halten? ich denke, wir haben das Stammesherzogtum Sachsen so zugeschnitten und mit Assets versehen, dass zwar ein jeder nicht umhinkommt, Opels zu kaufen, die Reicheren jedoch schnell bemerken werden, das beschusssichere Limousinen von uns oder aus Stuttgart das Fortbewegungsmittel der Wahl sind. Genau genommen entwickeln wir dort also einen markt gerade für teure Spezialversionen.
    Herrentorte, ich fürchte, Sie haben da etwas missverstanden: Die Klapperschlange ist eine berühmte Dokumentation über das New York der 80er. Heute ist es dort nicht mehr so friedlich.

  10. Rüsselsheim ist ein Problem....
    Rüsselsheim ist ein Problem. Das liegt nämlich deutlich im Westen Frankfurts, eigentlich gleich bei Mainz um die Ecke, und wenn man das Main-Taunus-Gebiet und den Odenwald mitnehmen will, wozu ich dringend rate, müßte man das als Exklave des Ostreichs deklarieren.

  11. Ich bin zwar kein Freund der...
    Ich bin zwar kein Freund der Österreicher, aber das würde ich ihnen dann doch nicht antun wollen.

  12. thyrver, Metternich als...
    thyrver, Metternich als Hausheiliger der deutschen Innenpolitik in allen Ehren, aber wenn die Hohe Pforte auch historische Vorbilder bemüht und den Balkan balkanisiert, wäre mir ein „Wien ohne Wiener“ im Sinne des verehrten Georg Kreisler als kleiner Puffer gar nicht so unrecht.

  13. Liebe Loreley, soeben erreicht...
    Liebe Loreley, soeben erreicht mich diesbezüglich eine Anfrage eines grossen Energieversorgers, der für eine Neuauflage des schnellen Brüters in Kalkar und einen Wiederbetrieb der WAA in Wackersdorf den Reststrom seiner erneuerbaren Energien zur Verfügung stellen würde, um unsere schöne Kette kostenlos zu elektrifizieren. Nachdem man mir angeboten hat, in Basel „im hessischen Stil“ zu verhandeln, erscheint es mir als spannungsgeladene Möglichkeit, Besucher wirksam in Freund und Feind zu teilen.

  14. Und ich brüll leise -...
    Und ich brüll leise – Höhepunkt! Es scheint als würde das Experiment gelingen…

  15. Wirklich ein ganz köstlicher...
    Wirklich ein ganz köstlicher Beitrag, Chapeau!

  16. Egghat, demnächst werde ich...
    Egghat, demnächst werde ich auch mal mein Meran vorstellen.
    Oldeurope, ich hoffe doch, dass dieses Land wieder neuen bedarf an schönen Gläsern und anderem Luxus hat, der traditionell aus Lothringen kommt. Mit dem Gotteskönigtum werden auch die kirchen wieder Schreine und anderes in der Tradition der Rhein-Maass-Schule benötigen. Wie setzen da an, wo man dummerweise in der Romanik aufgehört hat.
    Hiwwelhuber, ich musste erst mal nachschauen, wo dieses Mainz da… das ist doch dieses Faschingsdingens und dieser rentnerklamauk ZDF, oder? Ich glaube ja eher nicht, dass Westfranken sowas… ich mein, die sind etwas reserviert…. aber bitte, wenn ihr wollt, reisende Lachsäcke soll man nicht aufhalten.
    Majo, danke, wir werden sehen. Wenn ich als Politiikberater gekauft werde, kann es schnell wieder vorbei sein.

  17. schlage vor, dass der...
    schlage vor, dass der östliche teil berlins, insbesondere kreuzberg und neukölln, als reichseinsatzgebiet für schwer integrierbare frankfurter genutzt wird. dies würde nicht nur zur satisfaktion der turkmenischen bevölkerung beitragen, sondern auch den frieden an der neu entstandenen balkangrenze sichern.

  18. "für schwer integrierbare...
    „für schwer integrierbare frankfurter“
    Die gemeinen Hools aus Griesheim oder die unverantwortlichen Zocker aus dem Bankenviertel?

  19. Sehr amüsant zu lesen... :-)...
    Sehr amüsant zu lesen… :-)

  20. Brauche Beratung. Brauche...
    Brauche Beratung. Brauche Näheres. Auch ich möchte den Euro rechtlich nach unten verlassen.

  21. <p>Nun, da würde sich der...
    Nun, da würde sich der nahe liegende britische Peso anbieten – er fällt, er hat noch viel Raum zum Staatsbankrott und sehr amüsante Verteidiger mit lustigen Namen wie Ambrose Evans-Pritchard im Torygraph.
    blogs.telegraph.co.uk/ambrose_evans-pritchard
    Alternativ kann ich mich aber auch bei afrikanischen Währungen umtun, die sind noch besser als der GBPeso. Schulden macht man bekanntlich am besten in Weichwährung.

  22. Darum lieben wir Norddeutsche...
    Darum lieben wir Norddeutsche unsere Bayern so: Bis Anfang der 1990er Jahre selbst vom Länderfinanzausgleich profitieren, und hinterher das Maul aufreißen, wie furchtbar es ist, mit Mitte/Norden/Osten in einem Staat zusammenleben zu müssen.
    Übrigens: die meisten klugen Köpfe, die hier in München und Umgebung (auch) zum Wohl des Freistaats arbeiten, kommen nicht aus Bayern. Wenn die gehen, können gern die bayerischen Ureinwohner Pharmazeutika und Hochtechnologie her(zu)stellen (versuchen).
    Zumindest Hamburg (und später auch das Gebiet um den Jade-Weser-Port) wird dann gut von den Zöllen leben können, die erhoben werden, damit der südliche Rumpfstaat seine Produkte überhaupt in alle Welt verschiffen kann. Falls die dann noch jemand haben will.

  23. <p>Pardon, aber wer braucht...
    Pardon, aber wer braucht Hamburg, wenn er die Niederlande hat?
    Ich bitte auch zu beachten:
    de.wikipedia.org/…/L%C3%A4nderfinanzausgleich
    Bayern war über alles gerechnet mit über 21 Milliarden (and counting) für die anderen Länder äusserst generös. Berlin dagegen hat 33 Milliarden bekommen, aber als ich dort war, hat sich niemand bei mir bedankt. Da braucht man sich dann auch nicht wundern.
    Es bleibt natürlich Ihnen überlassen, bei Ihren Politikern auf die Wiedereinrichtung der Hanse zu drängen. Allerdings würde mir auf die Schnelle wenig einfallen, was man aus Sachsen exportieren… aber das ist nicht mein Problem.

  24. Die unverantwortlichen Zocker...
    Die unverantwortlichen Zocker aus dem Bankenviertel sinn kaa eschde Frankfordder net. Die weden genauso schnell wieder weg sein, wie sie gekommen sind. Vorzugsweise in die Finanzzentren dieses Lotharingdings. Die werdet ihr also nicht los.
    Und wenn wir schon beim Teilen sind: Frankfurt muss wieder freie Reichsstadt werden.

  25. Aus purem Eigennutz muß ich...
    Aus purem Eigennutz muß ich widersprechen, da ich Bayern und Baden-Württemberg bereits benötige, um zusammen mit Sachsen und Böhmen die »Conföderierten Staaten von Europa« (CSE) auszugründen, wie schon unter http://www.kerngesund.eu/index.php/cat/c70_EU-Austreten–1-.html vorsichtig angeregt.
    Allein die vage Aussicht auf die Möglichkeit eines Secessionskrieges für den Fall, daß die EU uns nicht freiwillig ziehen läßt, sichert mir die Unterstützung aller Keynesianer (und welcher Bundespolitiker ist heuer kein Keynesianer), denn ohne Zweifel würde ein Secessionskrieg zu deutlich mehr Fahrzeugverschrottungen führen als eine lausige Zweitausendfünfhundert-Euro-Prämie. Verhandlungsgegenstand ist momentan eigentlich nur noch, ob die CO2-Certifikate für explosive Kampfmittel kostenfrei zugeteilt werden oder käuflich erworben werden müssen.

  26. wie doof ist das denn? in...
    wie doof ist das denn? in einer eurobereinigten zone wollen wir keine t-shirts made in fernost bedruckt mit indifferenten postmodernismusaussagen. kann man ja gleich hemden an flughäfen kaufen.

  27. Den Ausführungen des "schwer...
    Den Ausführungen des „schwer integrierbaren Norddeutschen“ ist ausdrücklich beizupflichten. Anfangs dachte ich, dieses blog über die Stützen der Gesellschaft könnte sich tatsächlich für diese als interessant erweisen.
    Aber die Beiträge des guten Don Alphonso – pardon – haben weder etwas mit der Gesellschaft und schon gar nicht mit der Stützung derselben zu tun. Die Auswahl des Lotharingischen Staatsgebiets spricht für die provinziell-bieder (piefige) Weltanschauung des Autors. Oh Gott – wenn man die merkwürdigen Weststattteil-Ansichten irgendwelcher bayerischen Provinzorte – die vermutlich nicht mal als Kulisse für eine üblich-minderwertige DEGETO-Filmproduktion taugen – zum Zentrum seiner gesellschaftlichen Vermessung der Welt macht, wird wohl nur um dass Alpenmassiv herumdenken können.
    Bitte bleiben Sie, wo Sie sind, bester Alphonso und suchen Sie vor allem nicht den aus Ihrer Sicht „sächsischen“ Westen Hamburgs auf. Dann wären Sie beschämt, da Ihnen endlich mal aufgehen würde, wo wirkliche Stützen der Gesellschaft leben.
    Vielleicht nur noch eine Bemerkung zu Ihrer Annahme, Ihr Lotharingische Weltreich sei in Zeiten der Finanzmarktkrise so sicher gebettet: Ihre – bayerische – Landesbank hat doch trotz (oder wegen) der weltsichtigen Führung Ihrer vergangenen und gegenwärtigen staatstragenden Spitzen schon viele Milliarden verbraten, der LBBW gehts nicht besser und Österreich schafft es zur Zeit nicht mal mehr, seine Anleihen unters ausser-Lotharingische Investorenvolk zu bringen und könnte dank seiner Investments im Osten auch bald vor der Pleite stehen.
    Na ja, und den Schweizer (Gross-)banken ist schon am Anfang der „Krise“ – als die meisten z.B. der müllermeisternde Bundes-Wirtschaftsminister Ihrer Staatspartei (im März/April 2008) noch verkündete, dass „habe mit der realen Wirtschaft alles nicht zu tun“ … das „Deutschland ein stabiles System öffentlicher Banken hab“.. – die Luft ausgegangen.
    Vermutlich dürften alle, die aus Ihrer Sicht nicht nach Lotharingien passen, froh sein, die Politexporte aus Lotharingien nicht mehr ertragen zu müssen. Und Sie sollten sich vielleicht in Ihrem nächsten Beitrag z.B. doch lieber mit Porzellan respektive dem Niedergang von Wedgwood, Rosenthal & Co. beschäftigen, was die echten Stützen der Gesellschaft wohl mehr beschäftigt als regionalpolitische Phantsien, die im übrigen – mit nahezu gleicher geographischer Aufteilung – CHRISTIAN KRACHT in seinem neuen Buch „Ich werde hier sein im Sonnenschein und Schatten“ viel besser beschrieben hat. Nur dort hieß dieser Staat dann SSR (Schweizerische Sowjet Republik) – was vermutlich, wenn man Ihrer Staatsorgane weiter machen lässt – realistischer ist, als Lotahringien.
    Mit besten Grüßen von der Elbe Auen,
    Ihr
    Algernon Montcrief

  28. da wollte ich doch nur mal...
    da wollte ich doch nur mal schnell die rss feeds löschen, weil ich heute nacht keinen bock mehr auf blogs habe und dann:
    ein Boccaccio-Zitat.
    das muss natürlcih doch noch gelesen werden.
    also, sowohl der artikel (schön!) als auch das buch (dick!)

  29. "Na bitte, geht doch." Würde...
    „Na bitte, geht doch.“ Würde Pedant schreiben. Hier aber ist Schlaumeyer, nicht Spielverderber, zurück aus dem Park. Erholt. Und Schlaumeyer freut sich, denn die Klammern sind weg. Neulich überzog sie. Böse! Schön war das nicht, nur persönlich, also langweilig. Aber Streiten ist schön.
    Über Inhalt oder Form? Oder Inhalt und Form, oder wie?
    Nicht um Krümel jedenfalls. Tortenschlacht! Mhm. All right.
    Zunächst dachte sie, es ginge nur um Krümel hier, um Vertrocknetes, und floh mit dem Dackel. Aber es tut sich was. Und wenn er nun zündet, der Knall? Mal sehen. Schon der vierte Beitrag. Fast kann man reinbeissen. Wem es nicht schmeckt, der kann ja gehen. Sie kaut noch – an dem vielen Zucker. Aber das interessiert nun wirklich kein Nachtgespenst mehr….

  30. Algernon, mein Bester, ich mag...
    Algernon, mein Bester, ich mag Leser. Was mir weniger gefällt, sind dagegen Leute, die nur anlesen, drüberfliegen und sich dann an ihrer Meinung ergötzen, ohne sich mit der Möglichkeit von Ironie oder gar der tatsächlichen Aussagen auseinandergesetzt zu haben. Womit wir bei Ihnen wären: Ihre Einlassungen zur Bayern LB möchte ich nicht bestreiten und habe ich auch nicht bestritten, denn wenn Sie nicht schon beim Anlesen zum selbstgefälligen Kommentarsudler geworden wären, hätten sie feststellen können, dass der obige Text tatsächlich deutlich auf die wenig erfreuliche Lage der Landesbank eingeht. Mir deucht, Sie finden mehr Gefallen an ihren eigenen Worten denn an einer echten Beschäftigung mit dem, was hier steht. Ausserdem finde ich es wirklich bestürzend – obwohl, naja, eigentlich nicht, es ist ja nur anonymes Geblubber aus dem Netz – dass Sie sich ernsthaft Illusionen über das Wesen von Westvierteln machen, und in dem Moment, da man ihre sumpfige Heimat an die kulturell höher stehende Uckermark verschenkt, auch nicht mehr in der Lage sind, ein paar Körner Salz zu entdecken. Natürlich geht es dort bieder zu. Natürlich findet man dort immer noch das Häkeldeckchen. Und natürlich sehe ich es nicht als meine Aufgabe, in dieses Bürgertum eine gefällige Barbara-Cartland-Version des modernen Hamburger nasehochs hineinzuerfinden. Trotzdem, und das ist das Schöne, hat diese Welt so viel Kraft, dass sie überleben wird – Dünkel, selbstverliebtes Geschwätz und Wirtschaftskrise. Ich schreibe nicht für komische Erwartungshaltungen oder gar Gummizellen des strukturellen Analphabetismus, insofern wünsche ich Ihnen noch viel Spass irgendwo anders, zum Beispiel mit den gesammelten Werken von Christian Kracht, der im übrigen ein sehr höflicher und freundlicher junger Mann ist, sich aber seine Leser – wie wir alle – leider nicht aussuchen kann.

  31. Anonymes Geblubber,...
    Anonymes Geblubber, selbstverliebtes Geschwätz: Touche.
    Nur angelesen. Gut erkannt. Kam eben einfach nicht durch. Weniger wäre mehr, und Ironie, Alfi, müssen sie dem Dackel auch nicht erklären, wenn der die Bonbontüte hinhält, zum Teilen. Selber schuld, stimmt.
    Ausgrenzung, Beleidigtsein? SIND bestürzend, im Sumpf, wie auf dem Spielplatz. Kindisch, gemein. Da hört der Spaß auf, ja. Lerne gerne dazu.
    Doch Christian? Der ist schon lange woanders.
    Sprachlos:
    Letzte Grüße aus der Gummizelle

  32. Nicht wirklich bedauernd zur...
    Nicht wirklich bedauernd zur Kenntnis nehme ich, dass Sie offensichtlich sogar den Adressaten der zitierten Zeilen überlesen haben. Lesen und Begreifen ist nun mal für Diskussion unabdingbar, und wenn man sich dafür nicht die Zeit nimmt, kann man sie sich auch für Antworten sparen und die Zeit des Lebens besser nutzen. Ich hoffe, Sie verübeln mir diese deutlichen Worte nicht.

  33. Heissa - ruft da Sauerbrot,...
    Heissa – ruft da Sauerbrot, heissa – meine EU ist tot! Dem guten Manne fehl’n die Worte: Sie starb an bairischer Damentorte. Welch ein Abgrund an Familienverrat! Fast wie vom Herzog Tassilo III., der mit voller Berechtigung von seinem Sippenchef Vetter Karl gnadenhalber ins Kloster, zu zwangssozialistischen Käsesticks und Eierplätzchen nach Lorsch gesteckt worden ist. „Harisliz“ (Heeresspaltung) war der Grund, zudem glatte Zumwinkelei. Dahinter lauerte – wie bei jedem mittelprächtigen Mafiaboss – eine obermafiose Mamma Calzone, natürlich aus Monza oder Pavia, eine Strega Padana mit dem schwarzen Herzen jenseits der Alpen. Zug’roaste waren die vertasselten Agilulfinger, eh Drei-Viertel-Franken und Rotweinnasen aus Burgund – wie übrigens auch die Stifter der Tegernsee-Torte.
    Und wenn schon die T(ee)-Frage gestellt wird, die T(eilung) Europas, wg. T(Euro) – dann aber bitte nach frommer T-Karte gedrittelt. Lotharingien, diese Kegelbahn, ein reiner Schwindel – ausgehandelt ausgerechnet in Verdun, dem größten karolingischen Sklaven-, somit Frischfleischmarkt (lange vor 1916) -, nur weil Lothar, Stinkstiefel von einem Karlsenkel, auf die Stammlande an Maas/Mosel wie auch auf Italien nicht verzichten wollte. Patriarch Karl hatte einfach (wie Helmut Kohl) die Famillje zu lange regiert. Wäre es nach 806 (Divisio regnorum) halbwegs realfränkisch zugegangen, dann hätte Karolus iunior, dieser Hagestolz (keine Ehefrau, keine Konkubinen, keine Bastarde – so ähnlich wie Päderast Richard Löwenherz), das wichtigste Drittel zwar übernommen, aber dann an seine Brüder und Neffen vererbt. Das nennt der Verfassungshistoriker „Eintrittsrecht“ – im Falle eines Austritts hätte der Erbe den Hausdreck (aus allen 4 Ecken) über die Schulter werfen, splitterfasernackt über die Schwelle springen, das Kleine Schwarze auf den Zaun hängen und sich aus dem Staube machen müssen. Sollte man jetzt der Versuchung nachgeben, sich Blog-Aufrührer Don Alfonso und seine Tortenschwestern in paradiesischem Zustande vorstellen?! (Forts. folgt)

  34. Mir gefiel es in Hamburg. Mir...
    Mir gefiel es in Hamburg. Mir gefiel es in München. Habe mit ähnlichem Staunen auch schon Ingolstadt besucht. Der Haken ist: Bin Sachse. Wir exportieren in kleinen, unansehnlichen Schachteln politische Bildung. Man fängt ja meistens ganz klein, womöglich gar unabsichtlich an. Nun aber brauchen wir schon Container die großen Container.

  35. Austritt? Nee - bloß nicht...
    Austritt? Nee – bloß nicht die Blöße. Das Europa der Erbengemeinschaften macht gern halbe-halbe. Die Ressourcen wären aber lustiger verteilt, nach den Kriterien vor 1200 Jahren. Das Angelische Sachsen-Reich mitsamt Thüringen (depressiven Brot-Bernds), Unter-, Mittel-, Oberfranken (auch den Gottschalks und Priolen), den Hesseköpp (hätten ihren Ebbelwoi von der Unterelbe bezogen), den rheinischen Separatisten in Köln und Bonn (Adenauer, Rüttgers!), den Kaasköppen Friesen und Holländern, den Fritten-Fritzen Flamen und Wallonen (mit Letzeboarg und Spa) – ein Regen-Regnum voller Blutwurst, Schweißgeruch und Tränentieren, das wäre zu all den trotzigen Nicht-Franzosen gestoßen. Als da sind die Pikarden (Bienvenue chez les Ch’tis), Normannen (kamen zwar erst später, blieben aber eisern blond), Bretonen (zwischen Le Pen und Houellebecq), Angeviner und Aquitanier (cherchez Eleonore), Westgoten (lauter Adalfunse in Toulouse), Burgundern und Provenzalen (von Monaco bis Casino Royale). Räucherfisch-Buttje Helmut Schmidt und der Arverner-Gallier Giscard d’Estaing hätten ihr anglophiles Condominium aufmachen können. Nach ihnen die uckrische Nebelfee und ihr weinseliger Jacques aus Chirac (Aquitaine) – in Handküssen und sonstigem Süß-Saurem vereint.
    Und das südliche, vermeintlich sonnigere Pendant?! Bayern (mitsamt Ösi-Schmäh und Kärntner Alpenslawen), Alemannien (inclusive Elsässer Schäferhunde, Tiroler Extremkraxler, Raclette-Rätoromanen), Suisse Romande (das unheilige IOC in Lausanne), die obere Lorraine (hach, diese Jeannes und Charles‘ aber auch – immer das himmlische Jerusalem in den Augen) und die Kern-Francia (Reims, Paris, Orléans) mitsamt diszivilisierten Banlieues – diesen ganzen Schmott hätte der König von Italo-Bayern bekommen. Schon ist die Revolution nicht weit (dran denken: Garibaldi, uralt lango-bairisch). Vergessen Sie Nicolas – Carla(!) Bruni Tedeschi(!) wäre die wahre Kerl-in Brunihilde, sie hätte ein herzinniges Verhältnis mit dem Langobarden, ach was, Kurzokahlen Silvio B. (wird immer jung-ranziger, ohne den Charme von Brad Pitt). An der Donaugrenze jedoch, im randständigen Königshof (fränkischen Ursprungs) Ingolstadt rumort der mediatisierte Herzog vor der Tür, Horst holzt gerne im „Hurst“ (Kampfgewühl; vgl. alemann. „horsc“ rasch, gierig, eben „hurz“). Seine Stadt heißt schließlich nach Ingeld: Horch, ein Priestername wie Donnerhall („Ingui-Opferer“) – den trug der nordelbische Berserker und Häuptling der Hadubarden (das sind die Hadufunse). Quod Hinieldus cum Christo? (fragte empört Karls Kultminister Alkuin, er kannte die CSU noch nicht). Von wegen ex Oriente lux – ex Ingeldesstat nulla salus. Don, peccavi.

  36. Habe mich köstlich amüsiert....
    Habe mich köstlich amüsiert. Die kirchliche PR-Abteilung, fein beobachtet. Ansonsten mein Beileid an alle, die ebenfalls aus besseren Hamburger Kreisen kommen und nicht in der Lage sind, solchen Text ohne die „Wir gegen die“-Brille zu genießen…

  37. Lieber Don Alphonso,
    Ist doch...

    Lieber Don Alphonso,
    Ist doch gar nicht so schlimm mit der Finanzkrise. Sehen Sie mal, Aktien waren vorher Papeir, sind jetzt Papier und warden auch wieder Papier bleiben.
    Tus es denn wirklich weh wenn von den 17 Millionen die man auf dem Konto hat momentan 15,3 Millionen geworden sind? Wer wird sich denn wegen Lappalien aufregen, das wird auch wieder mehr.
    Da fallen doch die Ausgaben fuer die Debuetatinnen Tocher gar nicht ins Gewicht. Gut, etwa £ 60.ooo fuer die diesjaehrige Saison auszugeben mag fuer die Unterklasse nicht so leicht nachvollziehbar zu sein, aber bitte, sollen wir an unseren Kinden sparen? Man ist nur einmal jung und eine Investition in die Garderobe und Sportwagen ist ja eine Investition fuers Leben, speziell wenn die Tochter beim Debuet am Hofe ihren zukuenftigen Ehemann kennenlernt, in diesem Falle erfreuen wir uns sogar eines Return of Investment.
    Aber Euro ? Ich bitte Sie! Wer will denn schon eine Waehrung die von der italienischen Mafia ebenso benutzt wird wie vom deutschen Arbeitermilieu. Nein nein, das hat doch unser Britisches Pfund, mit Ihrer Majestate auf jeder Muenze und jeder Banknote doch eine ganz andere Klasse.
    Die Frage wie man sich 661 Jahre nach der Pest von den Begehrlichkeiten der EU verstecken kannn, darf ich Ihnen im Vertrauen mit den Worten “Herne”, “Sark” und “Man” beantworten. Wie, nie gehoert? Mein Lieber, Sie sollten Ihren Privatbanker wechseln. Diese Kleinode im Aermelkanal und in der Irischen See sind off-shore Paradise “mit ohne” Mehrwertsteuer, Einkomenstteur und Koerperschaftssteuer.
    Wenn Sie also die Teilung Europas vornehmen, vergessen Sie bitte nicht die kleinen aber wertvollen Privat-Eilande, deren Besitz kann sich als vortrefflicher Schachzug erweisen.

  38. Wenn in Lotharingen der...
    Wenn in Lotharingen der unsägliche BA/MA abgeschafft, die Diss (oder zumindest der solide Magister Artium) wieder als letztlich gültiger Abschluß eingeführt, sämtliche albernen „Exzellenz“-Initiativen sofort abgesetzt werden und das (dort ja in reichlichem Maße vorhandene) Geld statt in Bad Banks in Unibibliohteken, marode Institute und gut bezahlte Mittelbaustellen gesteckt wird, bin ich sofort dabei. Nein, ich bin sogar begeistert! Und gründe sofort die LAF (Lotharingische Armee Fraktion) oder alternativ die LBF (Lotharingische Befreiungsfront). Das Logo wäre eine mit Serranoschinken überkreuzte Weißwurst….

Kommentare sind deaktiviert.