Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Rettung der Alpen durch britische Silberkannen

| 63 Lesermeinungen

Seien wir ehrlich: Wir hassen die Krise, wir wollen nicht in Sack und Asche gehen, wir wollen Luxus und Freude, wir wollen über Pässe in den Urlaub brettern und Silber auf dem Tisch. Und natürlich wissen wir auch, dass uns der Zusammenbruch des angloamerikanischen Bankensystems davon abhält. Solange wir nicht einen taktisch klugen Bailout machen, bei dem wir die Werte bekommen, und die anderen unser schönes Land nicht schädigen. Ich weiss da einen Trick.

Abgesehen davon ist dies ja auch ein Krieg für die Demokratie, und da sähe es furchtbar dumm aus, wenn die Reichen den Eindruck vermitteln, als wollten sie sich der Verantwortung entziehen.

Basil Seal in Evelyn Waughs „Mit Glanz und Gloria“

Obwohl ich und meine Bekannten dafür eintreten, Europa zu teilen und mit unserem angenehmen Teil der Schweiz beizutreten, kommen wir nicht umhin, uns vorläufig mit dem Rest Europas zu beschäftigen. Besonders unerfreulich, wie sich an diesem Wochenende wieder zeigte, ist die Lage auf der britischen Insel. Faktisch war sie am 10. Oktober 2008 pleite, und die Banken standen vor dem Zusammenbruch. Inzwischen sind die Hauspreise weiter gefallen, die Arbeitslosigkeit steigt, das britische Pfund heisst fast schon offiziell britischer Peso. Mittelfristig wird die Regierung nicht umhin kommen, den gesamten Bankenmüll zu verstaatlichen und abzuwickeln, und danach angesichts der immensen Schulden auch den Staat verstaatlichen und abwick – nein, halt, das geht nicht. Wäre das Land eine Firma, müsste man Premier Gordon Brown wegen Insolvenzverschleppung anzeigen. Alles in allem ist das Land ein hässliches, aber treffendes Abbild dessen, was weite Teile des Kontinents – darunter auch die Heimat so manchen Lesers – in drei, vier Monaten darstellen werden.

Bild zu: Die Rettung der Alpen durch britische Silberkannen

Die Tage, da das Pfund Sterling seinen Wert aus dem Sterling Silber ableitete, sind lange vorbei. Sogar der stramm rechtskonservative Telegraph ist mitsamt seinen Euroskeptikern nach langen Monaten des Verdrängens und Beschönigens im Panikmodus. Wer allerdings gedacht hätte, dass man dort jetzt um die Aufnahme in den Euroraum bettelt, sieht sich getäuscht: Deren Lösung der Krise mit dem wertlosen Peso ist das Sparen auf Kosten des Kontinents. Schamlos empfiehlt das Blatt, den Skiurlaub in Österreich zu machen – und zwar an Bord eines pinkfarbenen Wohnmobils.

Sie haben kein Geld, also machen sie es so billig wie möglich. Sollten die britischen Skifahrer das beherzigen, droht dem Alpenraum – meiner Heimat – eine schlimme Zeit. Hoteliers werden pleite gehen, es wird überall nach selbstgekochtem britischen Essen riechen, sie werden erheblich mehr trinken, denn der Alkohol im Supermarkt ist billiger als im Hotel, sie werden besoffen auf den Pisten sein und, weil die Nacht im Auto sicher kein Vergnügen ist, sehr spät kleine Alpendörfer in Mitleidenschaft ziehen. Sie werden als Wintervariante der Fussball-Rowdies den Apres-Ski-Alptraum nach mallorquinischer Art vollenden. Und das Schlimmste: Sie nehmen einer bedrohten, zentraleuropäischen Spezies mit ihrem Wohnmobil den Lebensraum weg.

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Meiner Spezies. Die Spezies der schlechteren Kinder aus besserem Hause, die den stolzen Alpenpässen mit den röhrenden Roadstern und flinken Maseratis erst den grossbürgerlichen Charme verleihen; die Geniesser, die den O*el *stras den Platz auf den Seitenstreifen offerieren und deren Insassen überzeugen, dass sie ein vernünftiges Auto, aber nicht wirklich vernünftigen Spass haben. Wir sterben, wenn wir nach dem O*el auf dem Pass von einem schwankenden Holländer oder Briten ausgebremst werden. Meine Spezies ist es, die Träume lebt und in den Asphalt schreibt, meine Spezies durcheilt den Stelvio und Jaufenpass offen und schneidig wie im Film, wir sind es, die den Geissbock mit offenem Verdeck und C.P.E. Bachs Cellokonzert in A-Dur grüssen, wir fliegen ohne Behinderung durch breite Wohnwägen über die Grenzen der Schweiz zu den Banken in Müstair und Zuoz, es ist unser Lebensraum, und wenn es etwas gibt, das wir bremsend in unseren Kurven, vor dem Hotel Imperial in Meran, oder beim Markt in Naturns, oder auf dem Parkplatz am Gotthard, oder auf den Rampen zum Sellajoch, oder beim Transfer zur Mille Miglia, oder auf dem Weg zum Schokoladenkauf in Rottach oder Schwaz, oder gar vor unseren Frühstückterrassen mit Bergblick keinesfalls sehen wollen – dann sind es vier restalkoholisierte Telegraph-Journalisten oder deren Leser in einem pinkfarbenen Wohnmobil, die jammern, weil es hier kein Brot mit der Konsistenz eines benutzten Schwamms gibt, zur Erbauung Reden von Frau Thatcher hören, und uns auf dem Berg unter die Rodelkufen kommen. So nicht, Freunde der Blasmusik.

Nun wird man aber sagen, dass den Briten gar nichts anderes in Zeiten des Niedergangs ihrer Heimat übrig bleibt. Das Hotel, das Restaurant und den Flug können sie nicht mehr zahlen, und keiner denkt daran, ihnen einen Bailout zu bescheren. Erschwerend kommt hinzu, dass sie tatsächlich nichts haben, was sie noch dem Kontinent anbieten könnten: Die Insel ist weitgehend entindustrialisiert, die „britischen“ Autos werden von Deutschen entwickelt, von Indern gefertigt oder gar von den Chinesen geliefert, Wedgwood ging soeben wie viele andere Porzellanhersteller pleite, und niemand braucht hier mehr hochtoxische Bankdienstleistungen aus der City of London, die in den letzten Jahren der Exportschlager waren. So sieht die Kreditkrise am Einzelnen aus: Kein Geld. Ganz einfach.

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Trotzdem sind wir heute bei Tee und Kuchen auf die Lösung der Probleme gekommen. Die Briten nämlich haben durchaus noch etwas, das sie verkaufen können, um dadurch ihren Skiurlaub zu finanzieren, mit dem das Geld gleich wieder in den Alpenraum zurück kommt: Ihr nutzloses Silber. Briten haben 100.000e von weitgehend sinnlos gewordenen Teekannen aus Silber. Sie stammen aus der Zeit, da die Insel noch eine richtige Oberschicht ungefähr an der Stelle hat, wo heute Frau Whinehouse Drogen nimmt und Thronfolger, vorsichtig gesagt, schräge Dinge tun, aus einer Epoche, als die Landhäuser noch nicht bei Sotheby´s verramscht wurden, und ein breites Bürgertum die Würde besass, am Nachmittag niemals im Starbucks mit Kaffee die Mails zu checken. Die silberne Teekanne war der Inbegriff dieser bewundernswerten Einstellung; heute jedoch hat man einen Becher und einen Teebeutel, wenn überhaupt. Und das Silber der Erbtanten läuft irgendwo im Schrank dunkel an.

Das hätten wir hier gerne, schliesslich ist hier noch jede Scheidung verzeihlich, wenn der Tisch ordentlich gedeckt ist. Wir möchten unseren Lesern raten, diese Form des kleinen Bailouts für die einzelnen Briten ebenfalls in Betracht zu ziehen. Es wird unser Schaden nicht sein: So, wie die Vertreter des Telegraph meine Berge tatsächlich mit ihrem pinkfarbenen Wohnmobil verstopften, habe ich heute über das Internet eine massiv silberne, weit über ein Pfund schwere Teekanne ersteigert. Für lachhafte 180,55 Peso. Lachhaft, weil der aktuelle Materialwert des Silbers schon bei 152,52 Peso liegt. 85 Jahre aufbewahren, putzen, pflegen und zur Antiquität werden lassen, bringt den Verkäufern 28,03 Peso. Restwert der Geschichte von drei Generationen. Abzüglich Auktionsgebühr. Man darf darüber nicht zu lange nachdenken, sonst realisiert man, wie schlimm es wirklich ist. Hätte ich die gleiche Menge Silber in Deutschland im Barren gekauft, wären mit der Mehrwertsteuer 28,98 Peso für Herrn Steinbrück dazugekommen. Und Barren, mit Verlaub, sind wirklich nur etwas für Menschen, die nichts von Werten verstehen. Wer einen Barren auf den Tisch legt, ist ein erbärmlicher Angeber. Wer mit einer Silberkanne serviert…

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Sie verstehen. Vielleicht haben Sie ja Kinder. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie toll Kinder verschnörkelte Silberkannen finden. Kinder lieben solche Gegenstände. Nutzen Sie diese famose Gelegenheit und erzählen Sie ihnen die traurige Geschichte der entbürgerlichten Briten, die angefangen haben, mit einem Teebeutel im schmutzigen Pott auf Bildschirme mit Zockerspielen zu starren, statt sich beim Tee in Konversation zu üben, und am Ende so arm wurden, dass sie ihr Silber verkaufen mussten, um sich mit einem pinkfarbenen Wohnmobil nicht zum Gespött der Berge zu machen. Während Ihr Kind dereinst, diese Kanne im Gepäck, die Grand Tour nach Italien im eigenen Roadster* antreten wird. Die Briten sind pleite, aber wir bewahren ihr Erbe.

*Vielleicht wäre unsere Gelegenheit auch gar nicht unpassend, einem verarmten britischen Banker seinen hübschen Austin Healey abzukaufen, bevor auch der Euro den Weg aller Peseten geht.

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  1. Das ist ja schön und gut;...
    Das ist ja schön und gut; aber wo bekomme ich gutes Personal her, um das ganze Silber sach- und fachgerecht zu putzen, äh, putzen zu lassen? Oder gibt es da schon Wanderungsbewegungen aus den „guten“ Haushalten an der Themse in die „besseren“ an den bayerischen Seen?

  2. Nun, ich bin zuversichtlich,...
    Nun, ich bin zuversichtlich, dass sich im Rahmen der Bankenkrise so manches Ehepaar mit einem Alleinverdiener wird nach Alternativen umsehen müssen. Und ich denke, dass deren Frauen ganz hervorragende Gesellschafterinnen abgeben würde, denen man diese Aufgabe diskret übereignen kann. Gesellschafterinnen waren ja schon früher ein bewährtes Rezept zur Unterbringung von Damen ohne sonstige Perspektive, die sich sonst vielleicht einen Lover aus dem Volke suchen würden. Man tut ein gutes Werk, wird angenehm unterhalten, und das Silber wird auch gereinigt. Allerdings reicht es, wenn men es zweimal im Jahr putzt.

  3. Der Investmentvorschlag zum...
    Der Investmentvorschlag zum Tage meinerseits: Handwerklich gearbeitete Jagdgewehre. Sollte der Kollaps der westlichen Welt wirklich nochmals eine Generation weiter gereicht werden, lässt sich voraussichtlich eine solide Wertsteigerung erzielen. Sollte das Weiterreichen scheitern und die Rechnung für die hier bereits mehrfach angesprochene Fehlentwicklung präsentiert werden, lässt sich mit der Investition immer noch Haus und Hof verteidigen und im weiteren verlauf ein würdiges Ende machen.
    Mit verbindlichem Gruß
    Franz

  4. Ich würde dann aber raten,...
    Ich würde dann aber raten, das passende Dosenessen – schliesslich lässt sich hausgemachte Marmelade oder frische Pasta nicht in freier Wildbahn schiessen – doch lieber aus der Europesozone, namentlich Frankreich und Italien zu beziehen. Englisches Essen ist zwar billiger als eine Kugel und ein Gewehr, aber dieses Ende wünscht man niemandem.

  5. Franz, ist das nicht ein wenig...
    Franz, ist das nicht ein wenig spät zum Einsteigen? – siehe auch
    http://www.businessweek.com/magazine/content/06_29/b3993083.htm
    Was den Zweitnutzen angeht, keine Frage sinnvoll (und, bei eventuell vorhandenen weiblichen Kindern, nahezu notwendig).

  6. Wenn wir gerade dabei sind:...
    Wenn wir gerade dabei sind: Ich habe hier ein Angebot für einen leider quietschrot lackierten, aber gut erhaltenen Bentley S1 von 1956 für weniger als 5000 Peso. Weiss jemand, wie die Beschussfestigkeit dieser alten Prachtstücke ist? Durch eine Barrikade kämen sie wohl, aber wie sieht es mit Projektilen aus?

  7. Wie war das noch gleich?...
    Wie war das noch gleich? Optimisten kaufen Gold (bzw. Silber), Pessimisten Konserven …
    Das mit den Teekannen ist eine gute Idee. Nur würde ich wahrscheinlich immer mit versilberten Kannen über den Tisch gezogen. Wie unterscheidet man das?
    Und ich brauche sowieso erst einmal einen neuen Teehändler meines Vertrauens. Der alte hat einfach dicht gemacht. Aber außerhalb von Lotharingien wird das Angebot an hochwertigem Assam Dirial scheinbar schon magerer. Und in Südtirol gibt’s bestimmt keinen guten Tee. Hmm. Doch nach Holland ziehen? Da kann man dann auch entspannt den Phelps machen ;-)

  8. <p>Im obersten Bild siehst Du...
    Im obersten Bild siehst Du einen schreitenden Löwen und noch ein paar andere Punzen. Wenn der Löwe und anderes an der Flanke der Kanne zu sehen ist, ist es 925er Silber. Die restlichen Punzen stehen für den Hersteller, den Ort und das Jahr.
    Man erkennt Silber auch daran, dass es sehr dünn getrieben ist. Ich habe eine einzige Silberkanne, die wirklich dickes Material besitzt, der Rest ist stets fein und zart. Und es gibt davon in England so viel, dass ich Fälschungen – zumindest bei Leuten, die einen Ruf zu verlieren haben – ausschliessen würde. man darf halt nicht auf 99-Peso-Sofortkauf aus Malaysia reinfallen.

  9. Ansonsten kann ich bar jeder...
    Ansonsten kann ich bar jeder Schleichwerbung nur raten, sich mal in der Teeabteilung von Dallmayr umzuschauen. Das liegt in Lotharingien und ist sehr fein.

  10. Sollte man vorausschauend...
    Sollte man vorausschauend Vorräte an Tiptree Tawny thick cut Orange Marmalade anlegen, falls diese Zierde des Frühstückstisches wegen Untergang des Königreiches nicht mehr erhältlich sein sollte?
    Ich werde dann heute Abend mal Hamsterkaufen gehen.
    Schöne Kanne übrigens, aber ein noch schönerer Preis.

  11. Honi soit qui mal y pense!...
    Honi soit qui mal y pense!

  12. Was für menschenverachtenden...
    Was für menschenverachtenden Arschlöcher seid ihr denn hier!

  13. Englisches Silber ist von...
    Englisches Silber ist von hervorragender Qualität und erzielt auf dem Antiquitätenmarkt enorme Preise, im Gegensatz zu dem völlig wertlosen deutschen Talmisilber mit dem bekannten 800-Stempel.

  14. "Sollte man vorausschauend...
    „Sollte man vorausschauend Vorräte an Tiptree Tawny thick cut Orange Marmalade anlegen, falls diese Zierde des Frühstückstisches wegen Untergang des Königreiches nicht mehr erhältlich sein sollte?“ Da sehe ich eher die Gefahr das spekulationswütige floridianische Orangenbauern ihre Plantagen verkaufen müssen und dann der Rohstoffnachschub einbricht. Muss allerdings zugeben, dass das in der Tat die beste „Marmelade“ ist die es gibt.

  15. haha, die briten sind...
    haha, die briten sind pleite?seit wann ist ein land mit triple a-rating pleite?zum glück sind spanien, italien und konsorten ja viel besser unterwegs…wachen sie doch auf, bitte

  16. Puis Müller, dass sie am...
    Puis Müller, dass sie am Rande der Pleite standen, sagen die Briten selbst. Und nicht ohne Grund trete ich, wie sie im Link oben lesen können, für die Abtretung weiter Teile Europas an die EU und einen Beitritt eines Kerneuropas zur Schweiz ein.
    Aber auch, wenn die EU erhalten bleiben sollte: Ich denke, der Sturz dr Briten zu einem insularen Osteuropa ist weitaus härter, als die Rückführung von Spanien und Italien auf ein früheres Niveau. Zudem haben diese beiden Länder eine Sonderwirtschaft durch die Mafia, russische Kriminelle und sehr viel Schwarzgeld, das natürlich kein Rating, sehr wohl aber Einfluss hat.

  17. The British have been written...
    The British have been written off so many times its getting a bit boring. As my dear mother always said, the British lose every battle except the last.

  18. thick cut, thick cut - ich...
    thick cut, thick cut – ich lese immer thick cut. vor die wahl gestellt wähle ich fine cut. „coarse“ ist für die grobschlächtigeren marmeladen-connaisseure….

  19. Das Triple A Rating ist nur...
    Das Triple A Rating ist nur noch politisch begründet und die Ratingagenturen sind ja auch bekannt dafür, nach einer Krise schnell die Ratings zu senken, aber leider nicht vor einer Krise, siehe auch Worldcom, Enron, Parmalat etc – wenn sie es vor der Krise wüssten, könnten sie ja mit dem Wissen risikolos Geld verdienen und müssten keine Rating-Reports schreiben.
    Die Frage bleibt daher schon berechtigt, wie sich UK wieder aus der Grütze arbeiten will, um die Devisenverschuldung abzutragen. Spanien, Italien und Griechenland können relativ problemlos wieder auf Tourismus machen, um Devisen ins Land zu bekommen, bei UK sehe ich da ziemlich schwarz.

  20. Spätburgunder schrieb: "Was...
    Spätburgunder schrieb: „Was den Zweitnutzen angeht, keine Frage sinnvoll (und, bei eventuell vorhandenen weiblichen Kindern, nahezu notwendig)“
    eine sexistische ader? oder einfach nur die generation von ur-großvaterß das „spät“ in spätburgunder könnte ein hinweis darauf sein…

  21. Zusammengenommen ergeben...
    Zusammengenommen ergeben Lotharingen und das strauchelnde Albion durchaus Sinn. Anfang dieses Jahres hatten wir beinahe Parität zwischen Euro und dem Pfund (i’m sorry, but „peso“ !?!) – eine gute Gelegenheit, gezielt und punktgenau groß einzukaufen auf der Insel (habe um ein paar Tage den günstigsten Zeitpunkt verpasst). Inzwischen ist – und damit kommt Lotharingen ins Spiel – der Euro ebenfalls aus dem Tritt (was schon früher zu erwarten gewesen wäre), Geschäfte in GBP lohnen sich jetzt schon wieder weniger.
    Wenn die Euro-Zone irgendwann das Pfund retten muss, dann haben wir ein Währungs- und Inflationsproblem. Und dann wäre ein „opt-out“ der Regionen tatsächlich eine wünschenswerte, wenngleich nicht realistische Option.
    Da lohnen sich dann die Blicke an den Tegernsee oder an andere Orte, an denen die Besitzdichte (nicht Einkommensdichte) besonders hoch ist, um zu lernen, wie man Krisen übersteht. Und vielleicht, lieber Don, ist gerade der Blick in andere Gegenden, wo tatsächlich existentiellere Krisen (nach der Pest) von manchen Besitzenden durchgestanden wurden, auch einmal einen Blick wert. Im Sinne: Stützen, die nicht eingebrochen sind (ohne jetzt hier das Nähkästchen aufmachen zu können, wohlgemerkt).

  22. Ich verstehe nicht, daß Sie...
    Ich verstehe nicht, daß Sie nicht direkter zu Edelmetallinvestments raten. Gold und Silber in Barren-und Münzenform sind sicher profaner als Kunstobjekte, aber sind im Fall der Fälle viel leichter zu verkaufen. Ein Krügerrand oder eine Maple Leaf Silbermünze sind weltweit bekannt und im Zweifelsfall nimmt sie auch der Bäcker, wenn das große Elend denn losgeht

  23. Krisendämpfung durch...
    Krisendämpfung durch Schattenwirtschaft und organisierte Kriminalität? Ein interessanter Gedanke! Ich frage mich allerdings, inwiefern dieser Bereich nicht auch unter den gegenwärtigen Bedingungen leidet (Einlagen bei Madoff verloren, Geldwäscheoptionen reduziert, weniger Erlöse bei Schutzgeld und Prostitution …).

  24. Lieber Stolperstein, Du hast...
    Lieber Stolperstein, Du hast keine Kinder? Da ist manchmal auch Schutz angebracht, bzw., bei Töchtern, das Fernhalten von unerwünschten Besuchern. Stichwort Klasse. Und Bewußtsein. Unterstreichen kann man das durch das Zeigen einer side-by-side-gun …

  25. Nanana, meine Herren, das ist...
    Nanana, meine Herren, das ist ja nur ein Fiat Barchetta, da auf dem Foto… da fragt man sich, ob die donalphonsischen Roadster-Fahrer hier überhaupt zu den Britenrettern aufschwingen sollten…?
    War das Alpenland nicht schon immer eher ein Hort eher dümmlicher Allrad- und Fiat-Fahrer, während in London die Maseratis und Bentleys vom Großbürgertum gefahren wurden und immer noch werden?
    Das Alpenland kulturell höherstehend als London? Ich bitte Sie….

  26. Dudley, I couldn't agree more!...
    Dudley, I couldn’t agree more!
    Congratulations, Don Alphonso! For 28,03 Peso your purchase was an even better bargain that you thought. The hallmarks show – from left to right- that the teapot is Sterling Silver( Lion passant), was made in London ( leopard’s head, which is not a maker’s mark), dates from 1889 ( „O“ ) and the right-hand mark is Queen Victoria’s head ( she died in 1901). In other words: The pot is 120 years old, not 85( George V was King in 1924!). Never ever clean the pot inside once you started serving tea from it. Just rinse it with warm water.

  27. dudley holley, I´m absolutely...
    dudley holley, I´m absolutely sure that the UK will recover – some day. If someone is willing to help. Maybe it will take a little while, maybe it´s not the UK of the New Labour era, maybe they will join the Euro. However, it will change, maybe lose a lot of tradition, and all I want is a little share of it. Maybe, in 50 years, someone from the UK will want to buy it back. So, get your stuff done, scrap those lousy banks, get rid of your politicians and start to sell something. I´m even willing to go there and buy a Sunbeam Talbot 90 Mk II or an MG Magnette, but at some point you´ll simply run out of tea sets and classic cars, and then you´ll have to sell somethung you actually produce.

  28. Was das Rating angeht: Es ist...
    Was das Rating angeht: Es ist ein Witz. Die Briten haben an oberster Stelle inzwischen zugegeben, dass es um den 10. Oktober herum einen Bank Run von Grossinvestoren gab und das ganze System knapp vor dem Zusammenbruch war. Ich muss da immer an die Börsenweisheit denken, die da sagt: Hope is not a strategy. Das Rating ist nur Hoffnung, sonst nichts. Die Credit Default Swaps für Staatsanleihen sagen was ganz anderes. Und nach dem Ende von Investmentbanking, Orivate Equity und Hedge Fonds: Was hat das Vereinigte Königreich sonst noch zu bieten? Und was rechtfertigt AAA?

  29. Spätburgunder, good times are...
    Spätburgunder, good times are here to stay:
    http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=a0BYJQ2J_2Qo&refer=home
    Gordon Brown hat den Widerstand gegen ein fallendes Pfund aufgegeben, und die BoE tut ein Übriges, um das Shopping zu erleichtern. Ich sehe das aktuell an meinem privat geführten MGB-Index: Der kleine Roadster in gutem Zustand ist jetzt seit ungefähr zwei Monaten gleich billig geblieben, weil jeder Anstieg des Pfundes nichts gegen den Preisverfall durch die Krise ist. Früer hies „or near offer“ 10-15% Nachlass, heute sind es oft 30%. Ich vermute mal, dass es in anderen Bereichen ähnlich ist. Und die Parität wird kommen – hoffentlich in 5 Wochen, denn dann habe ich etwas grösseres vor :-)

  30. Das blöde an den britischen...
    Das blöde an den britischen Autos ist ja auch noch, dass sie alle auf der angeblich richtigen Seite fahren – nämlich der falschen für continental europe. Dann lieber Silberservice. Und nicht zu vergessen: etliches an Scotch Whisky.

  31. oh mann..... dazu fällt mir...
    oh mann….. dazu fällt mir nur noch eins ein: ……HYBRIS.
    jaja, sicher. Das freut den gemeinen Tegernsee-Meran Rallyepiloten – wenn das perfide Albion abschmiert…..
    Aber wie gesagt, Hybris.
    Wo sind Don alphonso und Kollegen investiert, das sie sich nicht betroffen sehen?
    Haben Sie auch ans Jagdgewehr gedacht? Oder besser, schon eine Privatmiliz aus Ihnen bedingungslos ergebenen Hartz4-Empfängern aufgestellt?
    Mal sehen, wie lange es diesen Blog noch gibt.
    Schöne Grüsse an den Tegernsee…

  32. Thema Credit Default Swap: Die...
    Thema Credit Default Swap: Die Preise sind nur relativ schlechte Indikatoren, u.a. (um das einfachste Argument zu bringen), weil die Umsätze viel zu gering sind im Verhältnis zu den ausstehenden Anleihen. D.h. wer sich sinnvoll absichern möchte, bekommt gar nicht genug CDSs, ohne den Preis signifikant zu bewegen. Vergleichbar zu der Anlageproblematik in Small Caps für große Investment-Fonds. Der ganze CDS Markt (auch auf der Corporate Seite) ist weit weg von einer sinnvollen Risikobepreisung, u.a. weil niemand weiß, welchen Wert (=Extraspread) er für die Liquidität bezahlen soll. Belastbare Modelle für das aktuelle Liquiditätsproblem gibt es leider nicht.
    Was können die UK noch machen? Die russische Variante – Kronjuwelen verkaufen und ansonsten auf den Anleihen defaulten – und dann vielleicht in 70 Jahren zurückzahlen …

  33. Nun, mein lieber el cabron,...
    Nun, mein lieber el cabron, ich bin in Immobilien in 1A-Lagen investiert: München Maxvorstadt, eine reiche Innenstadt der bayerischen Provinz, und Tegernsee. Ich weiss nicht, wo Sie leben, aber die Zone, aus der ich stamme, ist höchst stabil und eigentlich auch ziemlich krisenresistent.
    Und gegen das Vereinigte Königreich habe ich absolut nichts. Ich trinke hier Tee aus einer Kanne aus Sheffield und einem Service von Wedgwood, die einzigen Zeitschriften, die ich halte, kommen aus England – aber die heissen Intelligent Life und World of Interior und NICHT die Grossmäuler vom Telegraph. Briten sind herzlich willkommen, solange es keine beinharten Euroskeptiker sind, die jahrelang Dreck auf den Kontinent kübelten und im Credit Crunch nun beschliessen, auf Kosten des Kontinents trotzdem einen alkgeschwängerten Skiurlaub zu machen. Und ihren pinken Autopavianhintern in meinen Weg zu halten. Das kann man gerne in London so schreiben, aber man darf sich nicht wundern, wenn so etwas in den Bergen nicht eben gut ankommt. Die Herrschaften können gern von Stansted aus einschweben, logieren, Sport treiben und wieder heimfahren. Aber es reicht definitiv, wenn die Niederländer schon im Sommer zu den Mordmaschinen enger Passstrassen mutieren.

  34. Sir Fiat, besorgen Sie sich...
    Sir Fiat, besorgen Sie sich einE Barchetta – weiblich, mit Verlaub – und fahren Sie mal das Stilfser Joch hoch. Ich glaube nicht, dass es ihnen kein Lächeln ins Gesicht zaubern wird. Mit dem richtigen Feintuning sind es 139 PS auf 1065 kg und damit in etwa das gleiche Leistungsgewicht wie bei einem Ferrari 250 Inter der frühen 50er Jahre. Klein, schnell, wendig, prima Strassenlage – ich kenne keinen, der sie nicht mochte. Ich kenne viele, die sich eine nachher gekauft haben.
    Man kann über unser Alpenland natürlich viel böses sagen – etwa, dass darin Österreich liegt, oder die wahren Gründe für den Volksaufstand unter Andreas Hofer benennen. Aber obwohl ich hier in einem recht schwarzen Kaff lebe, würde ich die Bewohner hier für aufgeschlossener halten, als die Redaktion oder viele Leser des Torygraphs. Und um die geht es. Was uns hier Österreich ist, ist denen Evans-Pritchard.

  35. Würde man sich die Insel als...
    Würde man sich die Insel als Haus vorstellen, wäre das Problem, dass es an wirklich allen Ecken und Enden brennt – das ist der kleine Unterschied zu vielen EU-Ländern, die nur eine Banken- oder Währungskrise habem. CDS sind sicher ein nicht allzu tollen Mittel, aber was mir auffällt, sind die kleinen Dinge. Mails, dass ich, wenn ich noch etwas bräuchte, einfach sagen soll… sehr viele „priced for quick sale“-Angebote in Bereichen, die vor wenigen Monaten noch sehr von oben herab taten… Und wenn ich das hier lese:
    http://business.timesonline.co.uk/tol/money/property_and_mortgages/article5640624.ece
    Eine Verdoppelung der Leute, die Probleme haben, ihre Kredite zu bedienen, und dann noch der Bankenmühlstein am Hals des Landes… je mehr man überlegt, desto weniger erscheint die Insel als ein Land, dem man Geld leihen möchte. Rating oder CDS hin oder her, unter all den unsicheren Planken erscheint es gleich nach Irland die wackligste zu sein.

  36. Kohlrabiapostel, Schwarzgeld...
    Kohlrabiapostel, Schwarzgeld bedeutet, dass manche Leute eben etwas länger mehr ausgeben können, als es die Wirtschaftslage theoretisch zuliesse. In Spanien gab es vor ein paar Monaten so eine Idee, Schwarzgeld zu legalisieren, wenn es die Besitzer ausgeben.
    Finmike, ja, es ist nicht so einfach, aber man kann sich vermutlich auch daran gewöhnen. Oder den Wagen umbauen lassen. Gerade bei wirklich alten Autos ist das nicht so arg schwer.

  37. Ich sage ja auch nicht, dass...
    Ich sage ja auch nicht, dass UK gut aussieht und ich würde auch nicht ins Pfund investieren und die Verschärfung der private Verschuldung in UK war (leider) auch seit ein paar Quartalen absehbar – in UK wird üblicherweise alle 2 Jahre der Zinssatz angepasst, d.h. Veränderungen der Leitzinsen kommen (wenn überhaupt) nur mit Verzögerung an. Der einzige positive Faktor für UK ist, dass es immer noch eine deutliche Unterversorgung mit Wohnraum gibt im Vergleich zur Bevölkerung und zu den Einwandererzahlen (selbst wenn die sich verringern sollten), d.h. es *sollte* eigentlich irgendwann wieder eine sinnvolle Nachfrage nach UK-Objekten geben. Aber auch hier werden die 1a Lagen zuerst anziehen. Wer vor ein paar Monaten in London gekauft hat, wird irgendwann einen Mieter finden, in Leeds oder Manchester wäre ich mir nicht so sicher.
    In Spanien ist das noch viel schlimmer, da gibt es für viele Objekte keine Nachfrage und wird es auch nie mehr geben – aber das ist dann ein anderes Thema.

  38. congratulations to the lucky...
    congratulations to the lucky bargainer. in contrast to what he states to overly blatantly (and remember german irony is never subtle) i’d say the silver tea pot will be in good hands and not be sold any time to anyone — not even to hypothetically willing brits in the future.
    to my own experience, the english upper class is the less reluctant worldwide to sell out. they’d rather live on tea and kippers for the rest of the year than sell any of their furniture. which i personally find very good. it’s my inkling also that they might resemble the owner of this blog, if not the german (bavarian) middle class, in this respect at least.
    the reason why there’s always been a market for british antiques simply is that there’s so much of it. i might add, the reason why tea pots are this cheap at the moment is that there’s presently such a difference in value of the euro to the pound. of course, this might easily change throughout the upcoming years. i doubt there’s gonna be much of a market to resell these goods at a reasonable price any time soon. so, given the economical wisdom of the author, the relative cheapness of british silver goods cannot have been the reason of the purchase in the first place.
    the problem is a different one. unless britain joins the european domestic market in every necessary respect (including the euro) — where’s the british economy going to? they can’t possibly rely on their real estate market for now, and investment banking is well out of the question. what’s more, with the new presidentship in the US, war ecomomy seems to be going down the drain.

  39. Dear Sir Henry, I really...
    Dear Sir Henry, I really appreciate the lesson in victorian silver marks, and of course you´re completely right. However, this tea pot isn´t the one I bought yesterday as part of the work on this article. The one I ordered yesterday – and paid today with a strengthened euro – hasn´t arrived until now, but it will appear in a later issue of the Stützen. The bachelor pot pictured above is part of my collection of british tea pots; I already own some 40, and whenever a friend of mine is engaged, a tea set will be presented to the couple. There´s a constant streeam of tea pots, stands and entree dishes to Bavaria, and I can assure you that we use them with deep respect for the country that really created the world standard for silverware. Nothing ever compares to the british tea pot.
    Anyway, the only way to part with antiques is to give them to friends. But we have to face the fact of all those house sales in Britain, where everything is spread around the world for the good profit of greedy heirs. And why should someone keep a tea pot, when all he wants is a pint of american coffee and a free WiFi access?

  40. Latifundius, die spanischen...
    Latifundius, die spanischen Immobilienprobleme sind durch Abriss lösbar – das schafft Arbeitsplätze, und was man so hört, soll es tatsächlich überlegt werden. Dagegen hilft auch knapper Wohnraum nicht, wenn Geld noch knapper ist, wie bei einer überschuldeten Bevölkerung. Im Zweifelsfall kann man auf 10 Quadratmetern leben, und das auch recht lange. „Wohnungszwangswirtschaft“ hiess das nach dem Krieg in Deutschland. Der oben zitierte Basil Sealt ist übrigens im zweiter Weltkrieg Einquartierungsbeauftragter und zwingt reiche Leute, arme Kinder aufzunehmen. Man sieht: Wohnungsmangel lässt sich auch anders beheben, als durch Schulden und überteuerten Wohnraum :-)

  41. Ich sehe mit Freude, dass ich...
    Ich sehe mit Freude, dass ich das Topos vom Jagdgewehr als Produktionsmittels des Sicherheitsselbstversorgers in der Disskusion hält.

  42. In Zeiten wie diesen sollte...
    In Zeiten wie diesen sollte man sich alle Optionen und Gewehrläufe offen halten.

  43. Gewehrläufe offen halten?...
    Gewehrläufe offen halten?

  44. Ich vom unteren Ende der...
    Ich vom unteren Ende der Gesellschaft, verjuble meine paar Cents im Supermarkt, denn Brot & Butter über ebay.co.uk wäre von dort selbst frisch ungenießbar und wird auf der Insel sicher nicht mehr vor der Euroumstellung einen Stiftung-Warentest-Stern erhalten. Als Hartz4-Kunststipendium-Empfänger hat man im Vergleich zu den Kollegen vom 60-Stunden-Praktikum, dann doch ein wenig Zeit sich wenigstens mit Informationen vollzufressen. Und weil meine Würdigung ihres bizzaren A(u)ktionismus jeglichen Neid meinerseit erst gar nicht aufkommen lässt, flüstere ich ihnen eine davon, lieber Don:
    Auch der Russe Ihrer Gattung sieht seinen rollenden Scheinchen beim Abfahrtslauf zu und verweilt, welch Zufall, zu gerne im selben Alpen-Exil. Aber nicht ihm rosa Wagen, sondern trotz Schulden locker einen Hotelstern über euch altreichen germanischen Sparefrohs. Diese Oligarchen gleichen dem landsmännischen Proletariat an post-sozialistischer Anspruchlosigkeit, bezahlen nur für den selben Fussel-Wodka gerne mal das 1000fache und brauchen dafür frische Euros.
    Meine geschenkt-geniale Idee (in Zukunft sind alle Ideen geschenkt) wäre ein Erwerb eines mittelsibirischen Aluwerks über ebay.ru, welches sich für die Herstellung von Teekannen mehr als eignet und das zu für Bailout-Britten leistbaren Preisen. Ein Tee-Süchtiger Lord, nach Verlust seiner Silber-Kannen, läßt auf ebay.ch selbst seinen letzten Peso für die Alu-Kopie springen und wird die Krisenzeit in seiner Burgruine ohne Gasheizung aber mit neuer Teekanne glücklich aussitzen, anstatt gegen Süden zu vagabundieren und alle haben gewonnen, außer ich.

  45. Die Idee ist so grandios, dass...
    Die Idee ist so grandios, dass sie leider schon über 200 Jahre alt ist: Neben Silberkannen gibt es auch noch genug, gar wirklich viele Kannen, die nur versilbert sind, und die sich mit ein paar kleinen Punzen – so genau schaut keiner hin – für den flüchtigen Betrachter zu Silber machen lassen.

  46. Verdammt, ich hätt doch alle...
    Verdammt, ich hätt doch alle Postings lesen sollen. Jetzt weiß ich welcher Kopf dahinter steckt und warum meine Ex-Wohnung in Maxvorstadt irgendwann mit echter Arbeit nicht mehr zu bezahlen war. Und wem ich das berliner Wohnloch zu verdanken habe, in welches ich mich vor der münchener Straße gerade noch retten konnte.
    Tja, ein Jagdgewehr wird euch nicht reichen, wenn der Opfer-der-Gesellschaft-Mob wie die Aggro-Lemminge euch den letzten Hirschen streitig macht ;)

  47. Ja, es sind zu viele Kannen...
    Ja, es sind zu viele Kannen auf dieser Welt. Wie konnte ich auch die indische und chinesische Teetechnik vergessen, vielleicht weil ich sie nur aus der Zeitung kenne.

  48. "wenn der...
    „wenn der Opfer-der-Gesellschaft-Mob wie die Aggro-Lemminge euch den letzten Hirschen streitig macht“
    ich bedaure, aber solange diese Klassen bevorzugt vor der Glotze sitzen und TV-Grössen beim Urlaub im Urwald betrachten, wird das nich etwas dauern. Vielleicht sollten wir uns mit dieser Frage Anfangs des 4. Jahrtausends nochmal auseinandersetzen.

  49. Naja, ein Studienkollege vom...
    Naja, ein Studienkollege vom Fach sagte mal, er will lieber nicht wissen was hierzustadte abgeht, wenn für 3 Tage der Strom für die Kiste ausfällt und das was noch zur Hochkonjunktur. Meine alleroptimistische Vermutung wäre ein Volks-Dschungelcamp in Lebensecht.

  50. Ich weiß, das ist nun ganz...
    Ich weiß, das ist nun ganz klar abweichend vom Thema. Dennoch wäre ich gespannt, ein Essay von Dir zu lesen über Schreibwerkzeuge und Schreibkultur.
    Mit besten Grüßen. Herr Liebreiz.

  51. Ich bin ohnehin für die...
    Ich bin ohnehin für die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke, sobald jedem Bürger Rommeekarten und Fang den Hut zugeschickt wurden.
    Nun, das Thema Schreiben wird ja schon bei Felix Krull angesprochen. Allerdings wüsste ich da Blogger und Schreibfreunde, die das weitaus besser könnten. Ich habe eine entsetzliche Sauklaue.

  52. Natürlich, ich komme nicht...
    Natürlich, ich komme nicht umhin zuzugeben, dass ich es auf Tinte und Kolbenfüller absah, aber doch zielte es im Wesentlichen auf die Kultur des Briefes. Egal ob nun den den papierenen oder digitalen. Ich habe das Gefühl, dass ich über die Jahre immer mehr Emails von Freunden, mit immer weniger Inhalt bekomme. Nur einer schafft es wirklich in angemessener Anzahl von Zeilen, schön und klar, Interessantes zu erzählen, ganz ohne mich mit Gedankenstrichpunkten, „Emoticons“ und alphabetisierten Grundźlauten zu penetrieren.

  53. Oh je. Sogar die Software der...
    Oh je. Sogar die Software der FAZ erlaubt Emoticons. So weit sind wir schon. [6]
    Ich habe letzthin etwas darüber geschrieben, denn ich sortiere hier natürlich auch aus: http://blogbar.de/archiv/2009/02/01/kommentare-und-trackbacks-loschen-fur-dummheit/
    Allerdings ist diese Haltung nur bedingt mehrheitsfähig. Man drückt solche Leute aus dem eigenen Reservat in die Weiten des Netzes, aber man macht sie nicht besser.

  54. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Alphons,
    sicher haben Sie Recht, daß das Leistungsgewicht der Barchetta dem eines Ferrari 212 Inter (einen 250 Inter gab es meines Wissens nicht) nicht unähnlich ist.
    Der fundamentale Unterschied besteht jedoch darin, daß die hübsche Barchetta unter ihrem knappen Blechkleid die biedere Mechanik des alten Fiat Punto trägt! Und ein Sportwagen mit Frontantrieb ist ungefähr so sexy wie unrasierte Frauenbeine.
    Also, lieber adeliger Tegernseer: Der Pfundkurs ist günstig, kaufen Sie sich das Auto, das zu Ihrer Diktion und Attitüde paßt, Ihnen schlage ich einen Daimler SP 250 Dart vor, der stammt auch aus gutem Hause, wollte nie so richtig in die Familie passen und war leider ein Flop!
    Nichts für Ungut, Sie werden langsam besser, hs.
    P.S. Rote Bentleys sind zwar für Tegernsser Augen vielleicht etwas ungewöhnlich, haben aber Tradition und Stil, erinnern Sie sich an die wunderbare Anzeige zur Einführung des Bentley Turbo-R in den Achtzigern, ein Bentley in Vermillion-Red, den Sella-Paß im Nebel hochfahrend, Überschrift „Winds of Change“.

  55. Ich bin erfreut, dass Sie mit...
    Ich bin erfreut, dass Sie mit Brettspielen einen Beitrag für den sozialen Frieden leisten. Die +50-Zielgruppe werden Sie damit der Straße fern halten, ob der demographischen Situation ein nicht zu unterschätzender Faktor. Und wenn die Medikamente zur Neige gehen, können die auch richtig ungemütlich werden.
    Bleiben noch die 15-39er, welche sich in der bisherigen Weltgeschichte, mit ideologische oder religiösen Konflikten in Krisenzeiten gut zu unterhalten waren. Das Neueste vom römischen Oberhaupt schlägt geradezu in diese Kerbe. Ob die christlichen Kids vom kölner Weltkirchentag gegen die jugendliche Migraten ein ehrwürdigen Schlachtfeld abgeben ist zweifelhaft. Da wird sich mancher Ihrer Kumpanen dazu entschließen, im Dienste der Kriegsästhetik mit in die Schlacht zu ziehen, anstatt die Gewehrkugel selbst zu verspeisen. Aber nun bin auch ich mit den Gedanken ins nächsten Jahrtausend vervisioniert.
    Ich möchte doch einen Politiker zitieren, den uber-liebling John F. Kennedy:
    „Eine Gesellschaft die den Armen nicht mehr helfen kann, wird auch bald den Reichen nicht mehr helfen können“
    Danach lebte der steinreiche Kennedy nur noch kurz, doch wenn er von Ihrer profitablen Silber-Ebayung hört, können Sie aus seiner Grabesrotation viel alternative Energie gewinnen – und die Atommeiler gerne abschalten.

  56. Den Dart wollte damals schon...
    Den Dart wollte damals schon keiner haben, und Jaguar soll über die Qualität schockiert gewesen sein. Ganz ehrlich, ich finde ihn schrechlich unproportioniert. Aber über einen Sunbeam kann man mit mir stets reden.
    Was die Jugend angeht: Die hat doch genug Rollenspiele, um sich zu verlustieren. Was dann noch an Energien da ist, kann bei Reenactment oder Paintball oder was die sonst noch machen verwendet werden.

  57. Oh, noch was Hübsches von...
    Oh, noch was Hübsches von Bloomberg:
    http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601102&sid=avxHscaqt.8g&refer=uk
    Wenn sich das mit dem Einbruch so bewahrheiten sollte, geht es nicht mehr um die Farbe des Autos, sondern um die Anzahl der Autos.

  58. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Alphons,
    nun hatte ich gerade ein wenig meinen Frieden mit Ihnen gemacht und nun jetzt das:
    „…über einen Sunbeam kann man mit mir stets reden.“
    Das meinen Sie doch hoffentlich nicht ernst. Dieses pastellfarbene Mädchen-Auto, das Eddie Ahrendt in den grausamen Edgar-Wallace-Verfilmungen aus den sechziger Jahren fahrt? Ihr hochnobler Tegernseer Janker auf einem Kunstledersitz eines Sunbeam?
    Offensichtlich ist Ihr Bild der britischen Inseln geprägt von diesen nebligen Schwarz-Weiß-Verfilmungen, die übrigens in den Landkreisen Segeberg und Pinneberg gedreht wurden. Holmmoor statt Dartmoor, Schloß Tremsbüttel statt Blenheim Palace!
    God save the Queen.

  59. <p>Nein, ich meinte den...
    Nein, ich meinte den hier:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Sunbeam-Talbot_90

  60. *gäääähn*
    soso, die briten...

    *gäääähn*
    soso, die briten haben’s bei ihnen also auch verschissen.
    don, wo ist ihre eleganz geblieben? schon wieder einer dieser bashing-texte (siehe berlin u.a.). ich lese hier nur noch häme?! und wenig ist übrig von augenzwinkern, selbstironie und anderen charmanten kipferln, die sie uns früher doch öfter schenkten. bitte ein bisschen mut zur dialektik, zur ambivalenz, zum locker jovialen. oder auch mal zum loben und gutfinden. gerne mit ihrer unvergleichlich feinen sprachliche stilistik und entrückten arroganz verknüpft.
    ausser einem stirnrunzeln bleibt mir nicht viel …

  61. sorry, hab diesen-blog eintrag...
    sorry, hab diesen-blog eintrag nicht in der ursprünglichen chronologie ihrer texte gelesen, sondern irrtümlich als „neu“ aufgefasst. eben genannte kritik muß ich daher ein bisschen relativieren, berlin-bashing kam ja erst was später ;o)
    trotzdem: der grund-tenor dieses textes ist mir zu durchgehend hämisch. sie können das besser. origineller.

  62. ziemlichgut, ich würde es...
    ziemlichgut, ich würde es nicht bestreiten, würde man mir ein gewisses Mass an Eitelkeit vorwerfen, aber Gefallsucht ist einer der wenigen Makel, die ich sicher nicht mein eigen nenne. Manche der von ihnen als fehlend monierte Punkte ist durchaus zu finden, nur liegt es mir fern, das allz dick aufzutragen, und wer es nicht findet – mei. Bei einem Text des Guardian wäre ich sicher freundlicher gewesen, aber hier geht es um den chronisch europahassenden Telegraph.
    .
    Ausserdem fände ich es wirklich freundlich, wenn Sie beim Gähnen mit der Hand die Aussicht auf Zähne oder das, was davon übrig ist, verdecken könnten. (Zwinkeremoticon)

  63. geht klar (augenroll)...
    geht klar (augenroll)

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