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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die gute Unverkäuflichkeit Veroneser Schuhe

| 102 Lesermeinungen

Es gibt seit ein paar Jahren in den besseren Kreisen eine neu entdeckte Lust am guten Schuh. Ich, der ich in meiner Kindheit unter Massanfertigungen zu leiden hatte, tue das natürlich als überzogene Snobismus ab; als eine mausetote Tradition, die geschickte Marketingstrategen neu erfunden haben, um vollkommen unangemessene Preise zu verlangen. Alle das Getue um solches Schuhwerk ist schlecht. Solange es nicht um meine eigene, soeben neu begründete Tradition geht.

Der Ursprung aller Waren ist dunkel. Das ist das Gesetz des Kapitalismus.
Roberto Saviano, Gomorrha

Gewisse Traditionen haben zwar definitiv nicht überlebt, aber trotzdem kommen sie wieder. Wie etwa massgefertigte Schuhe. Ich gebe frei zu, dass ich Spezialanfertigungen lange abhold war. Von der Natur mit zwei sehr ungleichen Füssen gesegnet, die mich mit Gloster in Shakespeares Henry VI. sprechen lassen können „Then, since the heavens have shaped my body so, let the hell make crooked my mind to answer it“, hatte ich als Kind das Privileg, echte Leisten bei einem Schuster zu haben. Ein Schuster, der hässliche, aber medizinisch korrekte Klötze fertigte, während alle anderen Kinder das Vergnügen hatten, ihre Füsse und manchmal auch, wenn die Eltern nicht aufpassten, die Köpfe unter ein grünliche Bilder erzeugendes Röntgengerät zu halten, das damals bei einem Schuhgeschäft der Innenstadt zu finden war: „let the X-rays make crooked…“

Aber auch Massanfertigungen sind nicht zwingend angenehm. Sie drückten. Meine Grossmutter meinte, das wäre ganz normal, früher habe man Schuhe erst mal blutig laufen müssen, bis sie passten. Früher waren andere froh, überhaupt Schuhe zu haben. Früher, in der guten, alten Zeit der Leisten und echten Schuster, ging es nicht im Mindesten so fein und edel zu, wie uns die Legende der unzerstörbaren und perfekt sitzenden Lederkunst erzählen will. Der Schuster, bei dem ich war, fluchte, trank und vergass auch manchmal eine Naht, an der man sich dann blutig riss. Eine gute Tradition, wenn man so will, gibt es allein bei jenem Schuster in der Stadt, dessen Familie seit Urzeiten alles Leder der Familie repariert. Aber irgendwann war ich doch in der Lage, wie jeder andere Schuhe im Geschäft zu kaufen. Zur Hölle mit der Tradition.

Bild zu: Die gute Unverkäuflichkeit Veroneser Schuhe

Dafür entstand eine neue Tradition: Der Schuhkauf in Italien. Wir kauften immer in Italien Schuhe. Nicht nur ein Paar, sondern gleich richtig. Die Marken waren besser als daheim, nur billiger, schöner, in grösserer Auswahl. In Italien gab es noch Budapester, als sie in Deutschland vollkommen vergessen waren, es gab Damenschuhe, die nicht nuttig aussahen und gute, stilsichere Beratung. Das Deutschland der 70er und frühen 80er Jahre hatte da klare Defizite. Es dauerte lang, bis sich in Deutschland wieder bessere Marken durchsetzten, und die letzten Reste der Schuhmanufakturen zu neuem Glanz aufstiegen. Zu Preisen jedoch, die sich bei meinen immer noch nicht geraden Füssen, die Schuhe schnell und an sehr unterschiedlichen Orten durchtreten, nicht wirklich lohnen. Bekehrungsversuche an dieser Stelle sind überflüssig, ich habe es probiert: Es lohnt sich nicht.

Zudem verbinde ich das Thema Massfertigung mit einem wahrlich unerfreulichen Charakter, der um die Zeit des Niedergangs des Ostblocks versuchte, Zugang zu unseren Kreisen zu erhalten: Ein BWL-Student aus München, der dort in einem Verbindungshaus wohnte, liess Schuhe in Ungarn fertigen, und brüstete sich damit, sie seien billiger als Schuhe aus deutschen Geschäften. So lange, bis die Schuster in Ungarn die Preise erhöhten, was eine Lieferung verteuerte und ihn zu einer öffentlichen Klage ermutigte, die mich und andere, vorsichtig gesagt, befremdete. Man könnte auch sagen: Auch Nichtschuster sollten bei dem bleiben, was sie sich leisten können.

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Nach diesen einschränkenden Ausführungen jedoch, nach diesem Weg, den meine Schuhleichen der ersten Häuser wie auch banaler Serienhersteller pflastern, nach erbrachtem Nachweis, dass ich kein Fetischist bin, der hirnlos jede Marketingerfindung alter Schuhmacherkunst glaubt – muss ich zugeben, dass ich jetzt doch wieder bei einem Schuster bin. Es ist nämlich auch in Italien, jenem Refugium des guten Lederprodukts, nicht mehr so einfach, Gutes und Verlässliches zu finden: Die dortige Qualität zu günstigen Preisen verdankt man nur zu oft mafiösen Geschäften in Süditalien, Produktfälschertum und dem Aufdruck „made in Italy“, der in China nicht schwer zu imitieren ist. Schuhe riechen auch nicht mehr so wie früher; ein Ergebnis der chemischen Lederbehandlung. Manchmal stinken sie auch, dann darf man rätseln, welchen Industriemüll man in die Gummisohle der Mokassins gekippt hat. Aber während ich absolut kein Problem habe, mit Gepäck zu verreisen, das schon Brandlöcher vom Auspuff vorsintflutlicher Adler-Automobile hat, bin ich nicht bereit, gebrauchte Schuhe zu kaufen, um die Zumutungen der Moderne und ihrer globalisierten Warenströme zu umgehen. Zumal vor 1945 Schuhgrösse 45 eher selten anzutreffen war.

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Wie auch immer, das Grübeln hat ein Ende, denn als ich in Verona den Giardino Giusti verliess, um über die Via Giosué Carducci zu gelangen, kam ich auf der linken Seite an einem Geschäft vorbei, das jenen typischen Geruch verströmte, wie ihn nur natürlich gegerbtes Leder verbreitet. Ein winziges Geschäft, gleichzeitig Laden und Werkstatt, in der gearbeitet wird. Und nicht verkauft. Es ist hier nämlich so: Es gibt Schuhe. Ausnehmend schöne Schuhe. Man kann sie betrachten, anfassen, die Machart der Nähte bewundern und sich erklären lassen, wie sie gemacht werden: Vom Bruder der Besitzerin, aus einem speziellen Leder, dessen produzierende Vereinigung ausnahmsweise mal weder die Camorra, chinesische Fälscherbanden, die Loge P2, die Faschisten oder von Berlusconi zusammengekaufte TV-Sternchen und Hinterzimmeradvokaten oder gar alles zusammen ist. Man wird ein wenig vorsichtig, wenn man sich eine Weile mit dem Gedanken getragen hat, den Wohnsitz nach Italien zu verlegen. Ich habe dabei in den letzten paar Jahren zu viel erlebt. Dass ich letztlich doch an den Tegernsee gezogen bin, obwohl die CSU dort um die Ecke ihr Hauptquartier hat, sagt vieles.

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Signora jedenfalls hat nichts zu verkaufen. Die Schuhe sind nur hier, um probiert zu werden. Es gibt sie in vielen Grössen und Farben, um das Sortiment vorzustellen und zu probieren: Wo sitzt es, wo muss verbreitert werden, welche Gummierung soll auf die Sohle, welche Farben passen zu welchem Kleid, welche Nähte möchte man haben, wo soll das Leder umgeschlagen werden, wie breit soll die Sohle sein. Die Modelle sind absolut nicht modern, sondern zeitlos. Es gibt die Klassiker, Budapester, Halfbrogues, Stiefel und ähnliche Formen, und sonst nichts. Keine hochhackigen Schuhe, keine Modekappen, kein Glanzleder, wie es den hässlichen kleinen Männern gefällt, bei denen man nie weiss, ob sie Zuhälter oder nur Parlamentarier der Lega Nord sind. Das Leder ist dick, genarbt und vermutlich auch bergschuhtauglich. Etwas anderes gibt es nicht. Zwischendrin kommt ein Ehepaar vorbei, dessen Frau in Louis Vuiton einen Gürtel für ihren durchgelacosteten Mann braucht, heraussucht und anpassen lässt. In dieser Region, vielleicht etwas darüber, würde ich den Laden und seine Produkte auch verorten. Weil die Besitzerin nicht das Zeug anderer Leute verkauft, sondern nur das, was sie wie ihre Taschen anfertigt und wie die Gürtel sofort anpassen kann. Alles andere – wie Schuhe – muss bestellt und am besten vorher bezahlt werden. 40 Tage Minimum, bis die Schuhe kommen. Die sind dann aber exakt so, wie man sie haben will. Jedes Detail macht extra Arbeit und kostet extra. Idealerweise kommt man aber vorbei und holt sie ab. Kein Problem, wenn man am Tegernsee wohnt, da schafft man es zum Mittagessen nach Valeggio, und danach zu jenem Laden. Frankfurter müssen sich auf die Post verlassen.

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Frankfurter können nicht sagen „Ich muss schnell mal nach Verona, meine Schuhe sind fertig, und ausserdem, Liebling, soll ich die nächsten in Braun und Weiss oder lieber in Braun und Beige nehmen? Oder hast Du Zeit, mich zu begleiten? Wir könnten danach San Zeno besichtigen, oder uns einfach nur Zeit lassen und auf der Landstrasse erst nach Innsbruck zu Dahler, dann nach Meran unter die Lauben, die Gardesana hinunter…“ Irgendeinen Vorteil muss es ja haben, unter Bayern zu leben – neben der Fähigkeit, charmant aufzutreten. Denn es war all mein Charme vonnöten, die strikte Regel der Unverkäuflichkeit der Schuhe zu umgehen; ich jammerte nach dem Probieren, dass sie perfekt sitzen, was bei meinen schlimmen Füssen so gut wie nie vorkommt, ich beschwor sie, ihren Bruder anzurufen und zu fragen, ob es nicht doch, ausnahmsweise, vielleicht, und nach langem Bemühen kaufte ich sie gleich so. Ohne Schuhkarton, ohne all den Chichi, den Nobelmarken mit einpacken, in einer braunen Papiertüte, zu einem Preis, der recht hoch ist, wenn man sich die Sensationspreise des chinesischen Ramsches vergegenwärtigt, aber angemessen, wenn man die bekannten Adressen in München und Wien zum Vergleich nimmt. Sie sind ein hervorragender Grund, alle 40 Tage nach Verona zu fahren. Wenn die alten Traditionen schlecht sind, mache ich mir eben eine neue, gute Tradition.

Und fragen Sie mich nicht an der exakten Adresse. Ich habe keine Lust, in Zukunft wegen einer deutschen Invasion 80 Tage auf meine Schuhe warten zu müssen.

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102 Lesermeinungen

  1. ... haben sich bei...
    … haben sich bei Sportschuhen auf besondere Breiten spezialisiert und damit bin ich heute Erster!

  2. Auf die Schuhe mussten wir...
    Auf die Schuhe mussten wir lange warten. Und nun: Genauso ist es. (Nur: zweifarbige Schuhe!? Oh je…) Und noch um einiges schöner die echten Tiefen des Themas: (Töchter weglesen) Pferdeleder z.B.
    .
    Nun fehlen noch die Gürtelmanufakturen und – Highlight sozusagen – die letzten echten Schirmmacher. Da gibts droben in Hamburg einen Laden… *Seufz*

  3. Gute Schuhe sind immer ihren...
    Gute Schuhe sind immer ihren Preis wert!! Ich habe leider viel zu viele Schuhe und das passt mit meiner Familientradition nicht mehr überein:
    http://schwarzmarkt.blog.de/2009/05/15/dekadenz-geht-6119629/
    aber gut aussehende Schuhe gefallen auch mir als Mann
    http://schwarzmarkt.blog.de/2009/05/11/fashionluxusstreet-big-m-6095001/
    von daher ein guter Beitrag.
    Schuhe sind ein Statement des Mannes von WElt.
    LG BlackJack

  4. Sorry, wird etwas viel an...
    Sorry, wird etwas viel an Sekundanz: Zwar tut sich in London und in Wien auch noch etwas. Aber es gilt: italien hat noch die höchste Dichte (ok: geringste Seltenheit) an guten Schuhmachern der hier schön beschriebenen Art.

  5. Ich habe ja auch ein...
    Ich habe ja auch ein zweifarbig-grünes Auto! Und die Sportschuhe, die ich mir bestelle, sind British Racing Green mit weissen Streifen.

  6. Das Thema war übrigens ein...
    Das Thema war übrigens ein mehrfach an mich herangetragener Wunsch. Wer sich aber mal echten Luxus ansehen will: Die Copilotin dieser und anderer Reisen auf dem Kontinent hat sich des Protestantismus enthalten und:
    .
    http://gig.antville.org/stories/1905991/

  7. Ich denke, je mehr unsere...
    Ich denke, je mehr unsere Städte mit 1-€ Ketten zugemüllt werden, je mehr sich MBA Absolventen mit Boss Anzügen und Hilfiger casual aus Sklavenarbeit aus China und der dritten Welt uniformieren, desto mehr schätzt man gute alte Hnadwerkskunst, sei es vom Schneider, Schumacher oder aus einer heimischen Manufaktur! Kein „Label“. kein Polyester, sonder gutes heimisches Leder, gutes Tuch und solide Verabeitung.
    Übrigens kann man Dank des GB-peso Verfalls nun auch außer Teekannen anständige Schuhe in England günstig erwerben!

  8. Nun, die zweifarbigen...
    Nun, die zweifarbigen Damenschuhe im dritten Bild wurden vor der Heimfahrt im Sunbeam in London erstanden. Allerdings muss ich sagen, dass es mich in jedem Fall eher nach Italien ziehen würde, selbst wenn der Peso noch schlechter als die Regenwolken über der Insel hängt. Danach gingen wir gar nirgendwo mehr hin, sondern lachten über das zeug in normalen Schuhgeschäften und gingen in San Matteo essen.

  9. ich füge noch zwei schuster...
    ich füge noch zwei schuster aus wien bei (ort wo ich arbeite):
    w. kosznedar, blindengasse 1a, 8. Wien
    h. kammel, kahlenbergerstr. 41, 19., wien

  10. (Ich hatte ja eigentlich auf...
    (Ich hatte ja eigentlich auf den Aufmarsch der Fans jenes grossen Hauses gewartet, ebenfalls aus jener Stadt an der Donau)

  11. (Nachtrag: Ich hoffe, Herr...
    (Nachtrag: Ich hoffe, Herr Kammel macht bessere Schuhe als Webseiten: http://www.massschuh.at)

  12. meine hat er sehr gut...
    meine hat er sehr gut repariert. Aber selber vorbeischauen. Sind auch sehr schöne lokale in der Nähe (Bamkraxler.. mit ab und zu live Auftritten von Neuwirth).
    BTW: Stadt an der Donau. Genauso gut wie es in Wien nicht die schönsten kafeehäuser gibt. Für mich ist das schönste immer noch das Cafe Slavia gegenüber dem Nationaltheater in Prag mit dem Absintgemälde, gilt das halt auch für Budapest oder doch nicht

  13. Ich hab erst ein Problem mit...
    Ich hab erst ein Problem mit Schuhen seit Chucks nur noch in Vietnam gefertigt werden. Nichts gegen Vietnam, aber Schweißfüße und Sweatshop ist mir zuviel Geschwitze. Der Preisvorteil wurde ja offensichtlich nicht an den Endkunden weiter gegeben.

  14. Berthold, mit Wien halte ich...
    Berthold, mit Wien halte ich es wie mitg Berlin: Ich bin zu selten dort. Das letzte Mal wollte ich mir dort einen Peugeout 403, gut erhalten und nie restauriert, sowie ristfrei anschauen. Der Wagen war unter dem Schwarz entweder Rot, oder nicht mehr vorhanden. Vom Inneren des Kofferraums konnte man die Hinterräder anschauen. Das ist Wien. Und wenn ich erst über meine Erfahrungen als Ostküstenjournalisten im ersten Jahr des blauschwarzen Regimes erzähle, nun.

  15. schusch, wie man es nimmt -...
    schusch, wie man es nimmt – ich denke mal, dass ich in Verona den gereichten Preis für Schuhe zahle, die ohne Werbung, Marketing, globalen Transport und Billigjobs auskommen. Ich sage mal: Das ist dann immer noch mehr, als die meisten Bewohner dieses Landes für Schuhe auszugeben bereit sind. Weniger, als die Schuhfetischistinnen, die ich in erheblicher Zahl kenne, aber nicht unbedingt viel weniger. Man wird eben damit leben müssen, dass derartige Produktion abwandert und verschwindet. Früher mussten auch Rennradrahmen in Italien mit Muffen gelötet werden. Heute wird in China mit Alu geschweisst. Man muss wissen, ob man bereit ist, Preise zu zahlen in einer Zeit, da es immer irgendwie billiger geht.

  16. Die Erfahrungen als...
    Die Erfahrungen als Ostküstenjournalist würden mich und ich denke die ganze Lesergemeinde interessieren. heute beim mittagessen im pan e wien saß die justizministerin, die Herrn Elsner verurteilte, am nebentisch. Das ist alles sehr unterhaltsam hier…
    Zu Wien: ich bin Katholik und habe einige jahre in Wiesbaden gearbeitet und jetzt in Wien. In Wiesbaden ärgern sie sich, dass Sie als Katholik gar nicht „existieren“ und in Wien verstehen sie es (?). Das rechtfertigt aber es trotzdem nicht.

  17. nein, auch für veroneser...
    nein, auch für veroneser schuhe zieh ich nicht nach bayern, dann doch lieber frankfuretrisch.

  18. Ich will hier ja nicht...
    Ich will hier ja nicht politisieren, aber ganz ehrlich: Seit dem Auftauchen von Roland Koch würde ich lieber in Aschaffenburg (Bayern) als in Frankfurt (Hessen) leben.

  19. oh Nichtexisiterender, lauter...
    oh Nichtexisiterender, lauter schreckliche tippfehler, aber der schuldige besitzt einen klangvollen namen, nämlich: rosé, insofern… :)
    je sais, je sais monsieur alphonso, aber der liebe koch wird doch irgendwann sterben & die passionsspiele in oberammergau scheinen sich für jahrhunderte amalgamiert zu haben….

  20. Entschiedener Widerspruch. Ich...
    Entschiedener Widerspruch. Ich habe meine Jugend in den 80ern in der Oberpfalz nicht so weit von der WAA entfernt verbracht…
    Das können Sie heute gar niemanden vermitteln, wie dominant die CSU dort war. Trotz der gepflegten Unterhaltung in diesem Blogg: ‚Lieber‘ Don Alphonso das geht nicht. Alleine schon wegen der hundertausende Bayern, die das Land verlassen haben, da ihnen das politisch zu eng wurde.

  21. Ich habe mir berichten lassen,...
    Ich habe mir berichten lassen, dass es in Hessen einen Ort namens „Fulda“ geben soll: Schweizer Humor, protestantischer Eifer, adenauersche Toleranz und zu all dem katholischer als Bettbrunn (wer übrigens Oberammergau schlimm findet, sollte auf einen Besuch in Bettbrunn nicht verzichten.)

  22. nein, das nehme ich Ihnen...
    nein, das nehme ich Ihnen nicht ab, nach diesen ganzen hymnen auf weltlichkeit & co plötzlich dieses lob der provinz? also bitte… :)
    ja, in fulda läßt sich leben, sofern man die wunderbaren gärtchen der alten schloßanlage durchwandert… zu mehr war ich bei meinem kurzweiligen besuch nicht bereit… zeitmangel? da bin ich mir nicht ganz so sicher…

  23. "ich will hier ja nicht...
    „ich will hier ja nicht politisieren“
    Werter Vetter, aber gerade das tut Ihr doch laufend!
    Und es schadet dem blog auch nicht-auch wenn ich völlig anderer Meinung bin, was Koch und FJS betrifft!

  24. Ach, bei uns gab es einen...
    Ach, bei uns gab es einen katholischen Religionslehrer, der den Kindern von den Freuden der Partisanenbekämpfung an der Ostfront erzählte und noch vieles andere mehr…. Bayern war schlimm, keine Frage, und auf den Dörfern ist es immer noch übel. Ich mache da kein Geheimnis draus:
    .
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/442267/
    .
    Aber Aschaffenburg hat einen roten Bürgermeister, vor dem die Staatspartei so viel Angst hat, wie die Roten in Frankfurt vor der Mutter aller Schreifarben: http://gig.antville.org/stories/1901786/

  25. Zum Katholizismus kann ich nur...
    Zum Katholizismus kann ich nur immer wieder Thomas Bernhard „Auslöschung“ empfehlen.
    Ich glaub‘, das habe ich hier schon mal getan!

  26. ja, sie haben gewonnen, don...
    ja, sie haben gewonnen, don alphonso.

  27. Oh, kann ich aus obigem Bild...
    Oh, kann ich aus obigem Bild schließen, dass dort auch Damenschuhe angefertigt werden?
    .
    Zur Kleidung: hat einer der Anwesenden Interesse an „Evidenz und Ambivalenz des Herrenanzugs“? Wenn ja, sollten Sie sich das nicht entgehen lassen: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=11381. Ich habe über dieses Thema sehr gelacht….

  28. Okay, Don, wenn Sie mir die...
    Okay, Don, wenn Sie mir die Adresse Ihres Veroneser Schuhmachers verraten, bekommen Sie von mir die Anschrift des besten Hamburger Mützenmachers! Wie klingt das? Eine original hanseatische Lotsenmütze – Stil Helmut Schmidt – würde perfekt zu Ihrem Stil passen…..

  29. Fulda ist ein windiges Loch in...
    Fulda ist ein windiges Loch in der Röhn! Gummistiefel dort die richitige Wahl! Meine Erfahrung zu Italienischen Schuhen: Schön aber unbequem (zumindest was die gänige Massenware angeht!) Ich würde immer die Handwerkskunst der englischen Schuhmacher bevorzugen!

  30. FS, wie man es nimmt in der...
    FS, wie man es nimmt in der Globalisierung: Church’s wurde von Prada übernommen, und seitdem werden die Schuhe wohl zumindest teilweise in Italien genäht. Und dort stellt sich wiederum die Frage, ob sie nicht aus einer Hinterhoffirma in der Region Neapel, und so.
    .
    Es ist eben alles sehr schwierig geworden.

  31. Wohl war! Es wird zunehmend...
    Wohl war! Es wird zunehmend schwieriger den Schuhmacher, Handwerker, Frisör, Arzt des Vertrauens zu finden! Aber, … was für eine Herausforderung für die gegenwärtige Realität! :)

  32. Bevor hier alle...
    Bevor hier alle Handwerksmeister Europas geoutet wurden und man sich noch Permutmuschelbrillengestellmanufakturen aus Saas Fee empfiehlt, muss ich noch einmal einen ernsten Gedanken anbringen:
    Ist euch schon einmal aufgefallen, dass 9 von 10 Trägern massangefertigter Kleidungsstücke ein wenig dieses „Stock im ….. -Gefühl“ versprühen ?
    Ist ja nicht weiter schlimm, aber Qualität sollte meiner Meinung nach ebensowenig vernachlässigt werden, wie eine natürliche Lässigkeit zum Kleidungsstück…denn ohne die wirkt der ganze handwerkliche Zauber leider nicht und der Schuss geht nach hinten los.

  33. @miner
    Meine Erfahrung mit...

    @miner
    Meine Erfahrung mit massengefertigter Kleidung (also Hugo Boss und dergleichen) war eher, dass man den Leuten anmerkt, dass sie sowas normalerweise nicht im Traum anziehen würden und sich entsprechend unwohl fühlen.
    .
    Großartig war auch vor ein paar Jahren die Bemerkung einer Nachbarin im Studentenwohnheim, dass der Anzug ihres Freundes ein ganz guter sei. Er blickte sehr skeptisch und frug sich wohl, wie sie auf die Idee kommen könne. Kostenpunkt des „guten Stücks“ war wohl um die 300,- EUR. Zu ihrer Ehrenrettung muss man sagen, dass sie in der ehemaligen SBZ aufwuchs und ihre Eltern in derselbigen Lehrer und somit ideologisch indoktriniert waren. Wahrscheinlich wusste sie es nicht besser.
    .
    Ich selbst bin genau zwischen zwei Sondergrößen: Entweder passen die Anzüge an den Schultern, dann sind die Ärmel und Schösse zu kurz, oder die Länge stimmt, dann sind die Schultern zu weit… somit habe ich keine andere Wahl, als zum Schneider zu gehen. Und dann hat man – zumindest bei mir ist es so – auch eine ganz andere Beziehung zu dem Kleidungsstück: Es ist für mich, und nur für mich!

  34. Gut - man muss hier klar...
    Gut – man muss hier klar zugeben, dass wir schon bei den Schuhen von Preisen reden, die mit dem deutschen Durchschnittseinkommen eher nicht zu bezahlen sind. Und auch ich kann mir solche Dinge nur leisten, weil ich auf anderen Luxus verzichte: Kein Alkohol, keine Raucherei, keine Spielsucht, keine Gadgets und was sonst so das Geld frisst. Nach modernen Massstäben lebe ich nachgerade asketisch und ärmlich, mein Handy hat mir ein Geschäftspartner überlassen, meine Notebooks sind 6, 7 Jahre alt, und ich würde mir auch kein neues kaufen.
    .
    Die in meinen Augen spannende Frage wird sein, ob wir wieder auf einem Weg der Rückbesinnung sind, oder das alles nur durch die grosse Umverteilung der letzten Jahre möglich war. Die Verkaufszahlen von Luxusmarken stimmen mich, vorsichtig gesagt, nicht eben zuversichtlich.

  35. @miner
    @cvs

    Eben ! Ein Prolet...
    @miner
    @cvs
    Eben ! Ein Prolet im Maßanzug belibt ein Prolet ( Gerhard Schröder docet!)

  36. FS, bewusst einkaufen ist...
    FS, bewusst einkaufen ist Hochleistungssport, wenn man neue Quellen braucht. Es ist leichter, sich Wissen um Antiquitäten anzueignen und Dinge „pre-used“ zu erwerben, als sich mit den ganzen Konglomeraten rumzuschlagen. Die Sache mit Church’s hat mich auch überrascht.

  37. Ich darf an dieser Stelle...
    Ich darf an dieser Stelle erwähnen, dass Münchens Laden für Brioni, Zegna und Co. traditionell unter der BayernLB zu finden ist, und auf den bezeichnenden Namen Harry´s hört. Harry’s. BayernLB.
    Da suche ich doch lieber in Verona einen Schneider. Wobei auch in der provinz in der Parallelstrasse eine Dame zumindest meine Vorhänge toll gemacht hat, und sie sagt, dass sie anderes noch besser könnte.

  38. Werter Vetter,
    ich darf...

    Werter Vetter,
    ich darf anfügen, dass Zegna nun ein eigenes Geschäft in den Fünf Höfen, ehemals Hypo-Vereinsbank Areal, hat !

  39. ich muss sagen, dass die...
    ich muss sagen, dass die Zeiten, da Politiker geschmacklos, schlecht gekleidet und betont hässlich waren, bessere Zeiten für manche Marken und Restaurants waren.

  40. Bei Bloomberg ist übrigens...
    Bei Bloomberg ist übrigens ein hübscher Beitrag über das Investitionsgeschäft der Mafia in Zeiten der Krise:
    http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601109&sid=aHtly5QjUYzo&refer=home
    Sprich, man kann gerade jetzt, da die Banken die Kredite streichen, gar nicht so genau wissen, wo überall die Mafia mit ihrem Geld drin steckt.

  41. Werter Vetter, wie recht Sie...
    Werter Vetter, wie recht Sie doch haben. Aber nicht nur wegen der Politiker, auch wegen der sogenannten „Promis“ haben Marken stark gelitten.
    Darum haben Sie nun gerade recht mit Ihrem Schuster in Verona oder dem Schneider in der Provinz.
    Jetzt heisst es, Distanz zu zeigen zu o.g. Personenkreis und tatsächlich das Augenmerk nun auf gutes Material und gute Machart zu legen und nicht auf Labels!

  42. Georgiana Darcy: Wo...
    Georgiana Darcy: Wo Herrenschuhe angefertigt werden, werden eigentlich auch immer Damenschuhe angefertigt – so es sich um die klassischen Herrenmodelle handelt und nicht um Schläppchen mit Chichi.
    .
    (Ich habe übrigens auch schon Referate über den Herrenanzug und seine Aneignung durch den Dandy gehalten, allerdings in der Anglistik. Ein aufschlußreiches Buch zu dem Thema schrieb Anne Hollander mit „Anzug und Eros“. Sehr zu empfehlen.)

  43. Hallo Don,

    Eine Frage, bitte....
    Hallo Don,
    Eine Frage, bitte. Stimmt es eigentlich, dass Maßschuhe sehr viel länger halten, als normale Schuhe, und dass sich somit deren höhere Preise rechnen?
    .
    So hat nämlich mal ein deutscher Politiker seinen Maßschuh-Kauf gerechtfertigt, also dass er sie quasi aus Sparsamkeit erworben hat.

  44. Wer handgefertigte Schuhe oder...
    Wer handgefertigte Schuhe oder überhaupt handwerkliche Produkte für teuer hält, kennt den Unterschied zwischen „preiswert“ und „billig“ nicht. Man bezahlt für Expertise, gutes Material, Handwerk und Erfahrung. Und das Ergebnis hält – ein wenig Pflege vorausgesetzt – ein halbes Leben lang.
    Aber leiden glauben die meisten Menschen in diesem Land, für 42 Cent / Liter gute Milch kaufen zu können und dass es bei einer Schuhkette mit D. „echte Markenschuhe zu günstigen Preisen“ gibt. Es ist allemal günstiger, einmal gute Schuhe zu kaufen, die fünf Jahre halten, als fünf mal billige, die ständig ersetzt werden müssen.

  45. Auch zu empfehlen: Barbey...
    Auch zu empfehlen: Barbey d’Aurevilly, Vom Dandytum und von George Brummell. Älter, aber schön subjektiv und unwissenschaftlich.

  46. Tommy, in meiner Kindheit...
    Tommy, in meiner Kindheit brachten Massanfertigungen praktisch nichts. Ich habe teilweise sehr gute Erfahrung mit einem bekannten Schweizer Hersteller gemacht, dessen dünne Tasselloafer auch nach jetzt 12 Jahren immer noch prima im Konzert aussehen. Umgekehrt hatte ich Schuhe eines teuren italienischen Herstellers mal sehr schnell und dann wieder sehr langsam durch, mal hielt die Sohle bestens, dafür lösten sich die Absätze nach zwei Tagen auf, mal war es umgekehrt. Die besagten Schuhe oben trage ich seit drei Tagen, um zu sehen, wie sie sich entwickeln, und bislang habe ich keinen Grund zur Klage.
    .
    Es gibt in dieser Frage viele Legenden, und ich weiss nicht, ob sie stimmen. Im Kern sage ich mir hier aber: Was soll´s, der Aufpreis ist es mir wert, wenn ich weiss, dass die Produktion meiner Schuhe weder die Klaidermafia noch die Müllmafia in Italien finanziert, und dafür sorgt, dass Leute ein Auskommen haben, die etwas für die Kunden tun wollen, und nicht für den Boss. ich kann nur raten, das Buch von Saviano zu lesen, siehe oben, das öffnet ganz schön die Augen.

  47. Obszönitäten
    @Don Alphonso: ...

    Obszönitäten
    @Don Alphonso: Die sog. Budapester, die es da vor einiger Zeit bei „Levi“ in Frankfurt für einen skandalös niedrigen Preis gab, erweckten in mir schon beim Ansehen den Verdacht, dass da überall nicht nur an Leder gespart wurde, sondern auch an nicht gesundheitsschädlichen Bearbeitungsmaterialien, daher habe ich mich von diesen Dingern Ekel erregt abgewendet. Und doch finde ich es beinahe noch obszöner, wenn Schuhe ab 1000 € aufwärts, bei Görtz, noch vor der Fressgass, frech im Frontfenster zu bestaunen sind. Görtz ist kein Discounter, aber auch nicht gerade eine Nobelkette, sondern ein vielleicht etwas zu groß geratener Schuhladen – ein etwas besserer Deichmann halt -, wo jeder seine Schuhe kauft, wenn er mag. Das gibt mir zu denken und senkt meine Schadenfreude, ob der gescheiterten Luxus-shopping-mall, genannt „My Zeil“, wo man doch tatsächlich hoffte, dass nun die Leute – die Leute mit viel Zeit und mit eben so viel Geld – nicht mehr nach Mailand, London, Paris, Petersburg, nein, nach Frankfurt kommen, um richtig gutes Geld hier los zu werden. (Vorerst findet dort nur ein Umsortieren, Umziehen, bzw. ein etwas verschärfter Verdrängungswettbewerb, zwischen all den Nicht-Kauf-Touristen statt.) Und das vielleicht auch nur, weil sich so ein paar GaGa gewordene russische Mafiosi die halbe Fressgasse in die Hosentasche gesteckt haben und damit den Eindruck vermittelten, Frankfurt sei jetzt so was wie eine Nobeldestination. Dabei haben sie nur eine kleine Tratschfläche für ihre Ehefrauen ergattert, damit die ein wenig von ihrem frisch gewaschenen Geld – es wird halt in Frankfurt gewaschen – , so mal auf die Schnelle ausgeben können, und sei es auch nur beim Frisör mit 200 Euro, damit sie sich nicht so langweilen eben, für ein Schwätzchen unter Gleichen.
    Und natürlich gibt es in Frankfurt auch gute Schuhe zu kaufen, auch italienische, man muss die Geschäfte aber kennen, es sind nicht die teuersten, aber keinesfalls die ganz billigen. Gebe ich doch im Durchschnitt für ein paar Schuhe sicher nicht mehr als 150 € aus (eher weniger, Preisnachlässe und gewisse Sondermodelle bei Pro Idee inbegriffen), und ich weiß, dass ich recht gute Schuhe gekauft habe. Teuer werden die Schuhe übrigens erst durch die Sohle, die schlechte, wie die oft gewechselte, eben weil auch der ganze Schuh schon von übler Qualität ist. So hat sich für mich heraus gestellt, dass meine billigsten Schuhe oft die zunächst teuersten waren.
    Die Frage bleibt nur, was für Schuhe kauft man, die von der Substanz her länger als 10 Jahre halten können, wenn man nicht permanent, von den Knien abwärts, als Relikt eines vergangenen Jahrhunderts erscheinen will? Stichwort Budapester: Frankfurt ist Bankenstadt, und jeder Banker, groß wie klein, wichtig wie unwichtig, ist mit diesen „Corporation Identities“ beschwert, wer will hier schon Budapester tragen? – den einzigen Schuh, der noch jede Moderichtung überstanden hat!
    Mit diesem Spruch: „kein Glanzleder, wie es den hässlichen kleinen Männern gefällt, bei denen man nie weiß, ob sie Zuhälter oder nur Parlamentarier der Lega Nord sind“, dürften Sie sich die nächste Einreise nach Italien nicht unerheblich gefährdet haben, zumal immer die Gefahr besteht, dass zwischen Italien und seinen nördlichen Nachbarn die Grenzbalken fallen, z.B. wenn Berlusconi sich zum König ernennt. Seien Sie vorsichtig!

  48. "Die besagten Schuhe oben...
    „Die besagten Schuhe oben trage ich seit drei Tagen, um zu sehen, wie sie sich entwickeln, und bislang habe ich keinen Grund zur Klage.“
    Oh nein! Bitte bitte: Schuhe nach 1 Tag tragen 2 Tage ruhen lassen! Bittebitte…

  49. Keine Gnade! Hier wird noch...
    Keine Gnade! Hier wird noch mit echten Blasen an Fingern und Füssen gearbeitet und über nichts geschrieben, was nicht im Feuer der Realität gehärtet wurde. Alles andere wäre nur nachplappern.

  50. Werter Vetter,
    "juhu" hat...

    Werter Vetter,
    „juhu“ hat nicht Angst um IHRE körperliche Unversehrtheit, sondern um die Kunstwerke des armen calzalaio aus Verona !!!

  51. @ Don Ferrando: danke!...
    @ Don Ferrando: danke! Dankedanke!

  52. Und aus eigener Erfahrung...
    Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Schuhspanner einen Sinn haben. Gebrochenes Leder sieht irgendwie … auf jeden Fall trägt man sowas dann nicht mehr!

  53. Lieber Don Alphonso, Juhu hat...
    Lieber Don Alphonso, Juhu hat Recht: wenn Sie Ihren Schuhen keine Pause goennen, leiden nicht Ihre Fuesse sondern die Schuhe! Vielleicht ist das ja mit ein Grund warum Ihre meisten Schuhe wie von Ihnen geschrieben nicht lange halten. Jeder Fuss schwitzt und gerade Leder braucht dann eine Regenerationszeit, waehrend der es am besten mit hoelzernem Schuhspanner in der passenden Form gehalten wird. Dann koennen Sie sich sehr lange ihrer schoenen Schuhe erfreuen :) P.S.: Ist der Tester denn nun genesen?

  54. Dank auch an CaoKy60. Man...
    Dank auch an CaoKy60. Man kommt sich allein ja schnell unangenehm oberklug vor. Der Don ist bei Ihnen in besten Händen, und juhu darf nun verrreisen + auf seine jungen Jahre die Sanatorien der Schweiz besichtigen. Nur interessehalber. Denn die Stützen der Gesellschaft mögen regelhaft am T.-See oder im Westen von Audihausen leben, aber wenns eana fast derbröselt, dann winkt das Sanatorium. Eine Welt übrigens, noch verschlossener als jede Heckensiedlung.

  55. Lieber Don Alphonso,

    der von...
    Lieber Don Alphonso,
    der von Ihnen erwähnte Münchner BWL-Student wohnte sicherlich auf und nicht in dem Verbindungshaus, ein sprachlicher Unterschied, auf den korporierte Studenten sehr viel Wert legen. Ansonsten wieder mal gelungene Betrachtung.
    mfg
    moritz

  56. @cvs Ja, das Problem mit den...
    @cvs Ja, das Problem mit den Schulterrn und langen Armen kommt mir bekannt vor.
    Aber es findet sich immer etwas Schönes, was dann schliesslich & enlich passt. Aber es bedingt auch bei mir eine lange Suche und natürlich müssen Änderungen vorgenommen werden.
    Ich wollte kein Plädoyer gegen qualitativ hochwertige und massgefertigte Waren halten. Nichts liegt mir ferrner. Ich selbst lebe von der Produktion und dem Vertrieb hochwertiger Waren und habe das „Vergnügen“, die Produktionsstätten regelmässig zu besuchen und die Diskrepanz zwischen geleistetem Handwerk und erzieltem Gewinn auf mich wirken zu lassen.
    Nein, mir geht es um die Art des Umgangs mit hochwertigen Gütern. ( Ob es sich nun um Kleider oder andere Waren handelt) Und der ist meist recht gezwungen, protektionistisch oder künstlich zur Schau gestellt.
    Dabei gewinnt jeder Gegenstand, und mit ihm der Besitzer , erst seinen wahren Glanz, wenn er mit einer gewissen „Lockerheit“ und Freigiebigkeit präsentiert wird. Man könnte sagen:Auch hochwertige Waren haben ein Recht auf ein normales Leben.
    Bsp: Handgefertigte Schuhe locker getragen und sei´s zum Wandern. Ok ! Mit den Schuhspannern und der täglichen Pflege jedoch zeigt sich wieder der zwanghafte Charakter des Trägers. Zwar alltäglich, aber weniger schön.
    Ein altes Fahrzeug mit Liebe behandelt und mal locker damit auch auf dem Zeltplatz Halt gemacht, ergiebt ein harmonisches und schönes Bild. Das tägliche Wachsen & die Garage mit Feuchtigkeitsregulierung plus Heizung hingegen lassen den üblichen Kleingeist wieder durchschimmern.

  57. Angesichts meiner...
    Angesichts meiner Eigenschaften als bekennender Nichtalkoholiker und Angehöriger einer transnationalen Religionsgruppe mit deutlichen Eigenheiten ist diese Unwissenheit meinerseits hoffentlich entschuldbar.

  58. ...ja das Problem mit "auf"...
    …ja das Problem mit „auf“ und nicht „in“ würde ich neben og. Schuhspannern und DauerAutowachserei gerne als drittes Beispiel für zwanghaftes Verhalten aufzählen.

  59. Das läßt aber befürchten,...
    Das läßt aber befürchten, dass über diese „Stützen der Gesellschaft“ (vgl. george Grosz) hier -leider- keine Ausführungen zu erwarten sind. Und dabei ist das doch ein so weites Feld, das bestimmt gerne „beackert“ würde.
    .
    Die eigene Religion sollte andererseits nur in wenigen Verbindungen tatsächlich eine Rolle spielen.

  60. Lieber Don Alphonso, Sie sind...
    Lieber Don Alphonso, Sie sind doch nicht etwa ein Baha’i? Da haetten Sie dann sehr stark gegen den Katholizismus Ihrer spanischen Vorfahren reagiert! – @miner: „mit Liebe behandelt“ bedeutet einen gewissen Pflegegrad, und hochwertige Dinge haben schon den Anspruch, laessig aber gut behandelt zu werden, ob Sunbeam oder Veroneser Schuhe :) Ihre Nikes aus Sai Gon koennen Sie auf amerikanisch auch in die Toplader-Waschmaschine werfen wenn sie schmutzig sind.

  61. @miner: was an einer solchen...
    @miner: was an einer solchen Unterscheidung zwischen „in“ und „auf“zwanghaft sein soll leuchtet mir nicht ein.

  62. Sehr geehrter Herr Don...
    Sehr geehrter Herr Don Alphonso,
    viele schöne Bilder und ein ordentlicher Artikel! Allerdings lassen die beiden Detailbilder nicht gerade auf überragende Qualität schließen – doch das kann auch der Bildkomprimierung geschuldet sein.
    Als jemand, der sich leider keine Maßschuhe von John Lobb, Cleverley oder Aubercy leisten kann, möchte ich anmerken, daß auch der Normalverdiener bei den guten, alten Rahmennähern ein Paar wundervolle Schuhe bekommen kann, vorausgesetzt er findet einen Leisten und eine für ihn passende Weite + Größe. So ist man bspw. beim englischen Hoflieferant TRICKER’s für ca. 500 Euro dabei: dafür bekommt einen Schuh nach seinen Wünschen (Leisten, Weite, Größe, Material, Modell etc.) Eine Maßanfertigung ist damit nicht mehr unbedingt notwendig.
    Deutsche Schuhhersteller haben ihre Stärken vor allem in Arbeits- und Wanderschuhbereich (u.a. Trabert, Schuh-Bertl), wenn man einmal von dem guten Eduard Meier Label aus München absieht. Aber auch dessen Schuhe kommen aus England/Italien.
    In Italien schätze ich vor allem Santoni und Sutor Mantellassi, aber wenn ich mir’s so recht überlege kommen meine Favouriten allesamt aus Frankreich: die Franzosen haben die perfekte Mischung aus italienischer Leichtigkeit und englischer Förmlichkeit, zudem sind deren Schuhe oft deutlich preiswerter, werden allerdings auch kaum ins Ausland exortiert. Daher Augen auf in Frankreich für Paraboot, Heschung, Hardrige und J. M. Weston. Berluti – von Christian Kracht in „1979“ erwähnt – halte ich eher für den typischen LV-Rip-off. Diese Schuhe sind meist nur durchgenäht, mitunter sogar mit einer Brandsohle aus Rosa-Pappe, dafür aber gut 1000 Euro teuer… Doch jedem das Seine.
    Ihnen jedenfalls viel Freude mit Ihren Schuhen und auch ansonsten im Leben.
    Hochachtungsvoll
    malaparte

  63. juhu & CaoKy60, ich finde Ihre...
    juhu & CaoKy60, ich finde Ihre Besorgnis um meine Schuhe ja wirklich liebevoll, aber mein Verhältnis zu Schuhen ist eher prosaisch. Meine Bergschuhe trage ich ja auch jeden Tag, wenn ich im Berg unterwegs bin, und das müssen die auch aushalten. was mir an denen so gefallen hat, war genau diese leicht rustikale Anmutung. Schuhe, mit denen man bis zur nächsten Oase kommt, wenn der Sunbeam zusammengebrochen sein sollte.

  64. @ Don: Eigentlich ging es...
    @ Don: Eigentlich ging es nicht um Bergschuhe… Und ja, man kann alles schonend oder exzessiv gebrauchen. Die Freunde (sehr) guter Schuhe bevorzugen die beschriebene Form des Schonens, weil sie ihre Schuhe ziemlich gut finden und auch sonst Mutwillen meiden. Interessanterweise werden von Literaten beide Formen des Gebrauchs stets auf das Zeitverständnis des Gebrauchers bezogen. Schonen kann, ja darf nur der, der von sich glaubt, Zeit, Zukunft zu haben.

  65. Sorry wegen der...
    Sorry wegen der Doppelei.
    „Meine Bergschuhe trage ich ja auch jeden Tag, wenn ich im Berg unterwegs bin, und das müssen die auch aushalten.“ Klar, das können auch gute Schuhe aushalten. Aber warum sollten sie?

  66. malaparte, die copilotin ist...
    malaparte, die copilotin ist ausgewiesene lederexpertin, und es ist mit meinen hohen, aber nicht zwingend allerhöchsten Ansprüchen eine rechte Qual, ihre Blicke zu erdulden, wenn ich etwas erwäge, was ihr nicht passt. Wenn sie dann ebenfalls zu solchen Schuhen greift, kann es so schlecht nicht sein. Diesmal jedenfalls hatte sie nichts auszusetzen. Das ist selten. Sehr selten.
    .
    Ansonsten bin ich eigentlich froh, etwas zu haben, wo ich ohne grosse Gedanken einkaufen kann. Ich bin der Typus des Stammkunden, ich reagiere grätzig auf Veränderungen meines Lebensumfeldes und bin froh, wenn alles so läuft, wie es war. Im Innersten bin in erzreaktionär, und es macht mir überhaupt nichts aus, wenn die Trüffelravioli morgen so wie heute schmecken. Ich lasse mich natürlich gern beraten und mir auch andere Dinge zeigen, aber zumeist fliesse ich träge in mein Bett zurück. Das Leben ist kein ruhiger Fluss, ich selbst bin es.
    .
    (Demnächst probieren wir mal: Weinprobe für Antialkoholiker mit Mietweintester)

  67. Juhu, in der World of...
    Juhu, in der World of Interiors – wie man weiss, meine Hauszeitschrift schlechthin – fand sich vor einiger Zeit einmal ein Beitrag über ein magazin, das amerikanischen Kunden in den schlimmen 50er Jahren englische Qualität nahe bringen sollte. Da ging es dann auch um die Frage, ob man feine Schuhe mit einer grösseren Bergtour in den Schweizer Bergen testen dürfte. Nachdem die angesprochene Route justament über dem von mir sehr geschätzten Müstair liegt, fand ich die Idee sehr imposant. Und wie schon erwähnt: Das Leder ist eher robust denn fein. man denke da eher an Schuh-Bertl, den malaparte ansprach, denn an Alden und andere.

  68. Andrea Diener, leider nicht...
    Andrea Diener, leider nicht immer. Ein Freund von mir hatte sich vor eine Weile wirklich schöne Budapester anfertigen lassen, als ich dann nachfragte wurde ich zu meinem Mißvergnügen mit einem „Wir fertigen keine Damenschuhe“ beschieden. Und die Schuhe waren wirklich schön…
    .
    Merci für den Literaturtip, er steht jetzt auf Nr.3925 meiner Liste, sollte ich den Rest durchhaben, kommen er sofort dran;-)
    .
    Überdies: welch ein Koffer! Man könnte neidisch werden…

  69. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Alphons,
    nichts gegen Ihre Schuhwahl und auch nichts gegen Ihr prosaisches Verhältnis zu Schuhen, aber ein Herr kleidet sich in England, überall anders zieht man sich nur an.
    Und all denen, die Schuhspanner und die regelmäßige Wagenwäsche als Zeichen für einen „zwanghaften Charakter“ ansehen, sei gesagt, daß es vielleicht weder „lässig“ noch „cool“ ist, die hochwertigen Dinge, für die ein qualifizierter Handwerker sein Können und seine Leidenschaft gegeben hat, so zu pflegen, wie es sich gehört, daß aber die bewußte Vernachlässigung von Dingen unökologisch, neureich und kleinbürgerlich ist.

  70. Eben, das ist es. Es gibt...
    Eben, das ist es. Es gibt unterschiedliche Schuhe für unterschiedliche Anlässe zu unterschiedlicher Kleidung. Das, was in Verona feilgeboten wird, ist robust, wird sicherlich nicht auf Hochglanz poliert und eignet sich hervorragend für künftige Gartenspaziergänge, weniger hingegen für Opernbesuche. Dafür ist der Schuh rundherum handgemacht, und zwar aus einer Hand, und konkurrenzlos günstig. Das Leder ist vegetabil gegerbt, die Sohle rahmengenäht und mit Gummi versehen und der Schuh umschließt den Fuß auf genau die Weise, die sich richtig und gut anfühlt. Die Verarbeitung ist nicht von der hervorragend feinen Sorte, aber solide. Ich bin mir sicher, der Schuh wird dem Besitzer (und der künftigen Besitzerin) jahrelang viel Freude bereiten.
    Abseits der nach oben offenen Qualitätsskala gibt es, finde ich, eine Berechtigung für diese Art Schuhe. Wenn ich weiß, daß ich einen Pressetermin auf einem Baugelände habe, ziehe ich eher die robusten Bertl-Stiefel an als die Spectators mit Ghillie-Schnürung.
    .
    In Sachen Lesestoff wäre noch Max Beerbohms Dandies and Dandies zu nennen.

  71. Werter Hugoservatius,
    .
    wie...

    Werter Hugoservatius,
    .
    wie oben schon ausgeführt: Respekt und Decorum kann man von mir nicht verlangen, wenn Dinge im perfekten Rahmen funktionieren. Mein Leben ist kein Ballsaal, das Wetter am Tegernsee kann, auch wenn es nicht so wirkt, extrem sein, und Garantien gibt es auf dem Land ohnehin keine. Eine gute Freundin behauptet die Sache mit der Kleidung vin Paris, und als Ausgräber bin ich vertraut mit der Endlichkeit alles Seienden. Ausserdem habe ich absolut nichts gegen Patina; mein Lederkoffer kostete damals ein Vermögen, aber wie es eben hiess, er ist „luggage so fine it will stand as a symbol of excellence“. Und deshalb erträgt er auch alles, was ich ihm von Null bis auf 2757 Meter Höhe zumute:
    .
    http://www.gtblog.de/press/?p=1419
    .
    Ich nenne das artgerechte Haltung.

  72. Übrigens, es dürfte für...
    Übrigens, es dürfte für Freunde britischer Lederwaren auch weiterhin unschöne Geierpreise geben:
    http://business.timesonline.co.uk/tol/business/economics/article6379008.ece

  73. Werter Vetter,
    durch Ihre...

    Werter Vetter,
    durch Ihre ständigen Käufe habt Ihr leider den Silberteekannenpreis ziemlich hochgehalten!

  74. Nun, eine Kanne von 1827...
    Nun, eine Kanne von 1827 kostete mich diese Woche nur 200 Pfund. Das ist spottbillig und nicht wirklich hoch.

  75. Vielleicht bin ich dann nur...
    Vielleicht bin ich dann nur ein schlechter Teekannenkäufer!
    Falls Sie die Kanne zum Selbstkostenpreis wieder abstoßen wollen, so bitte ich um Nachricht an DonFerrando@t-online.de

  76. @ Devin 08: In Frankfurt habe...
    @ Devin 08: In Frankfurt habe ich mir vor 10 Jahren 7 Paar Budapester von Lotusse bei Sassivari an der Hauptwache gekauft (Rinderleder schön Matt auch ohne Pferdeleder). Die trage ich abwechselnd und immer mit Schweissabsorber. Mein Schuster vor Ort hält die Schuhe am Leben – Sparen ist eben Qualität kaufen + Konsumverzicht und nicht das Schnäppchen bei D!

  77. Betreffs der Silberkannen...
    Betreffs der Silberkannen frage man meine Erben in ca. 70 Jahren.
    .
    Frühestens.

  78. Schuhspanner sind ein Muss und...
    Schuhspanner sind ein Muss und kein Zwangsverhalten!

  79. ich kann nicht sagen, dass...
    ich kann nicht sagen, dass mich der Diskussionsverlauf besonders überrascht hat.

  80. Was miner und die...
    Was miner und die Zwanghaftigkeit angeht: Ich kenne diese Zwanghaftigkeit auch aus vielen Bereichen. Man muss nur mal mit Messersammlern reden. Oder mit Mountainbikefetischisten. Oder manchen Köchen. Da vergeht einem irgendwann die Lust, weil sich alle auf der nach oben offenen Skala überbieten. Irgendwann wird der Zugewinn an Qualität nicht mehr durch Preise gerechtfertigt. Schön, wenn jemand darüber geht. Aber unschön, wenn er damit auf eine Industrie reinfällt, die ihm etwas entsprechendes vormacht. Und das sage ich im vollen Bewusstsein über meine eigenen Schwächen, die bei Möbeln und Teppichen durchschlagen.

  81. zu später Stund schau ich...
    zu später Stund schau ich hier herein und seh, ach….Aufgebrachtes. Zur kurzen Erklärung. Es war ein Statement, subjektiv, meine eigene Weltanschauung.
    Vor vielen Jahren hat meine Liebe zu klassischen Fahrzeugen mit einem 1967er 912er angefangen. Ich habe bestimmt 3 Jahre damit verbracht, alle Literatur über das Fahrzeug zu lesen und es zu hegen und zu pflegen ( und ich möchte hier nicht darauf eingehen, was ich alles fürs gute Bürzelchen getan habe, es wäre mir höchst unangenehm ).
    Bis ich eines Tages vor meinem „überpflegten“ Fahrzeug stand und dachte: Moment mal, das ist ein qualitativ hochwertiger Sportwagen. Der will von einem jungen Kerl auch mal richtig rangenommen werden.
    Nach meiner ersten Tour durch Österreich und Slowenien ( durchs wunderschöne Soca-Tal ) nach Trieste, stand das Fahrzeug stolz und mit einigen Kratzern und Beulen mehr neben unserer Pension. Ich stand davor und dachte mir, dass solche Qualität nicht gemacht ist, um sie mit Samthandschuhen anzufassen, sondern um den vollen Genuss & die Mühen des täglichen Lebens zu überstehen. Ansonsten müsste sich der Meister in punkto Qualität auch nicht solche Mühe geben. Viele wunderschöne Touren sind dieser gefolgt und das Fahrzeug hat mir immerhin knapp 10 schöne Jahre die Treue gehalten, bevor ich es mit einem lachenden und einem weinenden Auge veräussert habe.
    Also nochmal: Es sollte kein Affront gegen Sammler&Liebhaber von Schuhspannern, Autowachs und Pudelmäntelchen sein.

  82. Und gegen Studenten mit...
    Und gegen Studenten mit Säbel, Florett und Biergläsern habe ich auch nichts….solange sie mir damit nicht vor der Nase rumfuchteln.

  83. Ich werde versuchen, beim...
    Ich werde versuchen, beim Sunbeam die drei Jahre auf ein paar Stunden mit dem Poliertuch zu begrenzen. Und dann ab über die Berge an die Riviera.

  84. ...einmal in die wunderschöne...
    …einmal in die wunderschöne Stadt Piran. Aber nicht zur Hauptsaison! Den Wagen vor der Stadt geparkt und hoch auf die alte Stadtmauer, mit Blick über die See auf die verschneiten Gipfel Italiens. Es lohnt sich so sehr.

  85. Hallo Don,

    Vielen Dank für...
    Hallo Don,
    Vielen Dank für Ihre Antwort. Ja, „Gomorrha“ ist auf meiner Muss-ich-noch-lesen-Liste. Allein deshalb schon, weil ich Bücher klasse finde, deren Schreiben großen Mut erfordert.
    .
    Ebenso werde ich mir „Anzug und Eros“ zu Gemüte führen. Danke Frau Diener für diesen Tipp, und ich wünsche Ihnen viel Spaß jetzt beim Turnfest hier in Ffm!
    .
    Noch etwas zum Thema Maßschneidern und eine gewisse Ablehnung gegenüber Werbung, wie sie der Don hat. Es gibt einen Mann, der noch einen Schritt in dieser Richtung weitergeht: Prinz Asfa-Wossen Asserate schreibt in seinem Buch „Manieren“ über das Herren-Ideal: „Erkennbare Markenartikel kommen ohnehin nicht an seinen Leib. Monogramme und Wappen anderer Leute zu tragen gehörte zur Livree der Lakaien.“

  86. Die Zahl 7
    @Köstlich: Vielen...

    Die Zahl 7
    @Köstlich: Vielen Dank für den Hinweis. 7 paar Budapester! Warum eigentlich 7? Hat diese Zahl irgendeine Bedeutung?

  87. Jeden Tag ein Paar, nehme ich...
    Jeden Tag ein Paar, nehme ich an.

  88. Das für Frauen Schuhe immer...
    Das für Frauen Schuhe immer ein Thema sind war mir klar! Aber das auch das starke Geschlecht hier tagelang über Schuhe philosophiert! Respekt meine Herren!!

  89. Prinz Agfa Woffen Asservate...
    Prinz Agfa Woffen Asservate geht noch viel weiter als wir alle hier. Ich denke da an sein knapp hundertseitiges Kapitel über die richtige Wahl der Socke, die Sockenwollqualität, die Schafzuchtländer und die Spinnereien… sozusagen.

  90. Ich muss ganz ehrlich sagen,...
    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich bei jenem Buch immer noch an einen Marketingtrick und nicht an einen echten Verfasser Glaube. Herstellersignaturen würde ich auch nicht in Bausch und Bogen ablehnen, schliesslich ist das ein Zeichen der Emanzipation des Herstellers vom Auftraggeber. es kommt immer darauf an, wer etwas signiert, aber schon früher fand man in Mänteln den Schneidernamen.

  91. @devin08: 7 Paar - mehr Geld...
    @devin08: 7 Paar – mehr Geld wollte ich damals nicht anlegen. Ich hoffe den Sassivari gibt es noch -ich war nämlich, dank der Qualität der Schuhe und meines lokalen Schusters seither nicht mehr dort. Der Laden sah auch alles andere als luxeriös aus, aber der Verkäufer verstand etwas von Schuhen.
    @Don: Wechseln tue ich regelmässig aber nicht so zwanghaft ;-) wie das Aufspannen.

  92. Zum Zwecke einer Stildebatte...
    Zum Zwecke einer Stildebatte werfe ich hier in den Ring mir steht’s genähte Ledersohlen zu kaufen, diese abzulaufen und dann eine dünne Gummisohle Aufkleben zu lassen. Der Schuh bleibt atmungsaktiv wie Volleder – gleichzeitig aber Rutsch und regensicher wie eine Gummisohle. Klackernde Eisenbeschläge trage ich nicht mehr.

  93. Nun, in Verona kann man sich...
    Nun, in Verona kann man sich gleich von Amfang an eine Gummisohle aufkleben lassen.

  94. Die nächsten 7 kaufe ich dann...
    Die nächsten 7 kaufe ich dann in Verona, dann dürfte auch diesmal mein Budget erschöpft sein. Was muss man denn ungefähr anlegen für Budapester braunes oder schwarzes Rindsleder und geklebter Gummisohle ?

  95. Oh mei o mei! Die schönen...
    Oh mei o mei! Die schönen handgemachten Lederschuhe mit einer aufgeklepten Gummisohle verschandelt!
    Bin gespannt, was Ihr dann mit dem Sunbeam schreckliches anstellt.
    Wahrscheinlich einen Subwoofer in den Kofferaum.
    Und im Jesuitenkolleg flauschige amerikanische Teppichböden auf den Holzboden.
    Und aus der Silberkanne trinkt Ihr dann Red Bull !!!

  96. Don Ferrando, dort, wo ich...
    Don Ferrando, dort, wo ich wohne, gibt es nicht nur den städtischen Asphalt, sondern auch andere Herausforderungen: Nasses Gras, Wiesem, Feldwege, im Herbst viel Laub und im Winter Unmengen schon Schnee. Mit einer reinen Ledersohle hätte man dort dauerhaft wenig Vergnügen, und ich bin ganz froh. dass darunter eine dünne, profilierte Gummischicht eines bekannten und respektierten Herstellers zu finden ist.

  97. Köstlich, es ist günstiger...
    Köstlich, es ist günstiger als die von Ihnen bevorzugte Marke.

  98. Maßkonfektion gibt es auch...
    Maßkonfektion gibt es auch sehr schön und auch mit modernen vom Schuhmacher selbst entworfenen Modellen, aber auch Klassikern in Lucca in einem kleinen Lädchen. Man kann Leder, Farbe, Sohlen etc. jeweils selbst wählen und die Modelle vorher in der passenden Größe probieren. Bin da vor ein paar Jahren zufällig reingestolpert und habe sofort zugeschlagen und mir das Ergebnis ganz unkompliziert nach D schicken lassen. Ich trage die – zugegeben eher robust als elegeant – gewählten Schuhe nun seit über drei Jahren fast täglich und sie sind quasi unverwüstlich. Bisher nur einmal neu besohlen lassen. Den Laden am besten einfach in Lucca selbst erfragen, man weiß dort bescheid. Grüße, Heinz.

  99. Werter Don - vielen Dank für...
    Werter Don – vielen Dank für den Hinweis!

  100. Oh, bitte, nichts zu danken....
    Oh, bitte, nichts zu danken.

  101. Heinz, Lucca wird leider nicht...
    Heinz, Lucca wird leider nicht so schnell auf meiner Route sein, und insgesamt scheint mir die Stadt doch recht gross, um einen einzelnen Schuhmacher zu finden.

  102. Warum nach Italien schweifen?...
    Warum nach Italien schweifen? Auch in D gibt es handgemachte Schuhe zu bezahlbaren Preisen. Gerade im Freizeitbereich unverwüstlich. Trabert, Lavitus und Rexsons. Habe meine über e-bay oder Vitalinus erworben. 1a Qualität, super Service, schnell und seit Jahren zufrieden. Kann ich nur empfehlen, na ja obwohl Italien ja auch so seine Reize hat. Vielleicht fallen ein Paar Business Schuhe im Sommer ab.
    Viele Grüße
    Stephan

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