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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Bürger, Würger und noch Schlimmeres

| 108 Lesermeinungen

Es ist ja nicht so, dass man grundlos froh ist, der besseren Gesellschaft anzugehören. Und jede Kritik an den Zuständen dieser Schicht, die oft erheblich schlechter als ihr Ruf ist, wird sofort erstickt, wenn man sie an der Realität der anderen misst. Diese andere Realität ist normalerweise gut abgeschottet, aber hin und wieder dringt sie auch in meinen Lebensbereich vor. Wie gestern Nacht. Ein Protokoll.

Er verstopfte die Türritzen mit Zeitungspapier und legte sich dann auf das Bett.
Nazim Hikmet, Die Romantiker

Gemeinhin zieht man an den See, um dort Sommerfrische zu halten, den Ärger des Alltags ein paar Wochen oder gar Monate zu vergessen, dem schlichten Landleben mit seinen 14-schichtigen Torten zu frönen; hat man Kinder, begehen die einigen Unfug und sind sie älter, schleppen sie falsche Geschlechtspartner an; hin und wieder kommen Freunde vorbei, und angesichts der Festivals in Kreuth, Innsbruck, Schwaz, München und Salzburg weiss man nicht, wie man das alles schaffen soll, und zwischendrin müssen die Damen nach Mailand oder zumindest nach Verona, weil die Kleider nicht reichen. Der Himmel ist blau, das Wasser ist warm, man lächelt über die Urlauber, die nach zwei Wochen wieder fahren müssen und anderen Platz machen, die auch nicht lang bleiben. Es ist eine schöne und gute Zeit, die Zeit der Sommerfrische, und so bedarf es einiger Erklärung, warum ich fern des Sees bin, in jener Donauebene in der dummen, kleinen Stadt, in der mein Stammhaus zu finden ist.

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Dass ich nun hier sitze und den langsam steigenden Preis einer Silberkanne des Jahres 1819 betrachte, hat seinen tieferen Grund in der Idee der Stadtväter vor 25 Jahren, man müsse etwas zur Belebung der Altstadt tun. Zu diesem Zweck wurde ein Bürgerfest ins Leben gerufen, völlig frei von jeder Tradition und damit auch allen Bewohnern zur Gestaltung überlassen; es kamen die Ausländervereine und Trachtengruppen, die Motorsportfreunde und unser Schülertheater, die Verkaufsbuden und Sambatrommlerinnen. Kurz, es kamen alle, setzten sich unter den blauen Himmel Oberbayerns, der Fluss strömte vorbei, und das Leben war so dumm, angenehm und klein wie diese Stadt und ihre Weltmarke, die erst später zu jenem Traum aller Verteter und Sachbearbeiter wurde, die sie jetzt ist.

Auch die Stadt veränderte sich; aus den verschlafenen Altstadtgassen wurden Investitionsgebiete, aus Äckern Bauland, und das tiefschwarze Heimatblatt gewöhnte es sich an, von der kleinen, dummen Stadt als „die Boomtown Deutschlands“ zu sprechen. Wir wurden auch älter, erreichten das in Deutschland einzig nennenswerte, bayerische Abitur und studierten in München das Nachtleben, Grünwalder Villen, deren verreiste Besitzer sie frei von angemessenen Bedenken in der Obhut ihrer Söhne zurückgelassen hatten, und das Fahrverhalten eines gelben Fiat Uno Turbo auf dem Mittleren Ring, was beinahe mit einem Fahrverbot für den Fahrzeughalter – den zu jenem Zeitpunkt in der Provinz schlafenden Zahnarzt-Onkel der auf dem Rücksitz laut singenden Nichte – endete. Ab und zu, wenn es sich nicht vermeiden liess, kamen wir heim. Und gerieten auf das Bürgerfest.

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Damals war es des Nachts zu dem geworden, was es bis heute ist: Eine sinnlose Sauferei von Leuten, die von weither zu eben jenem Zweck anreisen. Halb Niederbayern verliess die Bäume und sogar Oberpfälzer kamen aus ihren Höhlen, um sich Prügeleien mit den Bewohnern schlechterer heimatlicher Viertel liefern, Glas auf den Strassen zertrümmern und sich auch sonst so benehmen, dass man kaum von „Bürgern“ sprechen möchte. Der kulturelle Anspruch lag in etwa auf dem Niveau der politischen Integrität der Staatspartei. Es war einfach eine gute Gelegenheit, sich kollektiv zu betrinken und angesichts der Menschenmassen Dinge zu tun, die selbst in der Oberpfalz verpönt wären. Für ein Wochenende verwandelte sich die Altstadt in einen stinkenden, dröhnenden Moloch; einen Abgrund, dem man nicht entgeht, wenn man hier über eine grössere Immobilie verfügt und diese beschützen möchte. Ich habe so eine Immobilie.

Es herrscht Ausnahmezustand, während der Preis der Silberkanne in schmerzvolle Regionen steigt. Polizei an allen Ecken und Enden der Stadt, dann Sirenen, irgendwo muss etwas passiert sein, eine Schlägerei vielleicht oder ein Raub, eine versuchte Vergewaltigung oder eine Messerstecherei; etwas sehr Unbürgerliches jedenfalls, weshalb die Ordnungskäfte mit Blaulicht Streife fahren und in alle Hauseingänge blicken. Hier jedoch ist niemand; Leute mit Blasenproblemen und andere Paarhufer gehen bei mir schnell weiter, wenn ich den Strahl der Stablampe auf sie richte. Bürger, ich hätte jetzt gerne eine Schrotflinte, um die mit Sauborsten und Salz zu füllen, würde ich mir gern denken, aber das ist illegal, und so belasse ich es bei der Lampe, beim Rufen und, falls dennoch einer meint, billige Pizza und Alkohol aus welcher Körperöffnung auch immer der Strasse überantworten zu müssen, bei einem grellen Blitzlicht der Kamera. Wenn man das mehrmals mitgemacht hat, weiss man, was denen nicht gefällt.

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Trotzdem ist man gewillt, die eigene gute Herkunft zu vergessen, je mehr vor dem Fenster in die Nacht gebrüllt wird. Gruppen stehen sich gegenüber, fuchteln mit den Mobiltelefonen und streiten sich bis auf das Blut über Belanglosigkeiten, von denen sie nach dem Abflauen des Rausches nicht mehr wissen werden. Eine erstaunliche Mischung des indigenen Dialekts mit teils russischer Schwerfälligkeit und türkisch-berlinierischer Aggressivität dringt hoch zu mir, und nach einer Viertel Stunde frage ich mich, was passieren würde, wenn ich in die Küche ginge und ihnen den Bierkrug zuwürfe, den ich als Andenken an den bayerischen Wirtschaftsminister und dessen Internetkongress in der Residenz aufbewahre, und der mit seinem aufgedruckten Spruch „B2B in Upper Franconia means Beer and Business“ in Teilen erklärt, warum hier das Gscher auf der Strasse so ist, wie die Herren in München und unserer Stadtverwaltung.

Statt eines anheizenden Momentums mit jenem ministerlichen Bierkrug gehe ich hinunter und bitte die Anwesenden um Ruhe, was überraschenderweise ohne Messerstich in meinen Bauch vonstatten geht. Die Türken entschuldigen sich sogar, die einen gehen in die eine Richtung, die anderen torkeln in die andere. Ich schaue, ob der Weinstock Schaden genommen hat, und eine junge Frau kommt die Strasse herunter. Sie trägt hohe Schuhe und geht so schnell, wie Frauen gehen, die unsicher sind, Tacktacktacktack, die Arme verschränkt und Blickkontakt vermeidend. Sie ist allein. Sie fühlt sich unwohl. Vorne brüllen die Besoffenen wieder, und sie wechselt die Strassenseite. Diese Sommerabende beginnnen mit dem Verlangen und enden in der Angst.

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Ich mache eine kleine Runde um den Block, nur zur Sicherheit; vor drei Jahren fand ich zudem einen Schirm, den ich immer noch benutze, und in den vergangenen Jahren den ein oder anderen hilflosen Menschen. So sehr ich an deren Eigenverantwortung glaube, so starb in meiner Jugend auch ein Bekannter, den seine Freunde mit Alkoholvergiftung vor dem Gartentor seiner Eltern abgeladen hatte, wo er einen alles andere als meiner Klasse angemessenen Tod fand. Ich mag keine Leichen vor meinem Haus. Allerdings erfährt meine Hilfsbereitschaft einen Dämpfer, als ich zum Münster komme. Nachdem während der letzten Fussball-WM jemand eine Rotweinflasche auf den Kalkstein des frisch restaurierten Portals der Zeit um 1430 geworfen und schwer beschädigt hatte, sind die Portale diesmal umzäunt, aber das hält nicht jeden ab, das Baudenkmal als Pissoir zu missbrauchen. Die tun das einfach.  Auf der einen Seite ungehindert, auf der anderen Seite dagegen vor den Augen der Polizei, die das für zu wenige zu einem teuren Vergnügen macht.

Wieder beschleicht mich ein Gedanke, sollen sie doch alle – und dann gehe ich heim. Vor dem Haus wieder johlende Gestalten und kleine Klumpen auf der Strasse, die sich bewegen. Es sind die jungen Amseln, deren Nest im Weinstock ist, sie müssen in Panik geraten und auf die Strasse gepurzelt sein. Der Mob findet das witzig. Hier draussen werden sie nicht überleben, also mache ich mich unter dem Gelächter der Bürger daran, sie einzufangen. In meiner Jacke geborgen, und bringe sie in den Hof, von wo aus es nur ein kleiner Hupser zurück ins Nest ist. Als ich in meiner Wohnung bin, ist die Kanne bereits verkauft, aber sie wäre mir ohnehin zu teuer gewesen. Draussen schreien sie wieder. Manchmal denke ich, es sollte nicht weniger Klassengesellschaft geben, sondern mehr. Die Altstadt jenen, die historische Bausubstanz zu schätzen wissen, und das Besäufnis wird sicher nicht schlechter, wenn man es woanders macht. Die kleine, dumme Stadt an der Donau hat genug schlechtere Viertel.

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Begleitmusik: Jetzt ist es morgen, und gerade hüpften Amselmama und ein Amselkind vorbei, und das Tschilpen von der Fahnenstange vor meinem Fenster ist sehr erfreulich. Trotzdem möchte ich den Tonträger empfehlen, der mich durch die Nacht des Geschreis gebracht hat; es sind die bei Accent erschienenen Concerti von Johann Friedrich Fasch, die jener Zeitgenosse Bachs mit grossem Erfolg an die Höfe von Dresden und Darmstadt schickte, wo sie in den letzten Jahren wiederentdeckt wurden. Ein wenig klingt Vivaldi an, und auch etwas Telemann, eine wirklich angenehmer Teppich aus Musik, der sich durch die offenen Fenster in eine Nacht ausbeitete, die in sich vieles vereinte, was diese Stadt so klein und dumm macht.

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108 Lesermeinungen

  1. Wie ist das eigentlich, wenn...
    Wie ist das eigentlich, wenn mit einem hübschen Kübel Wasser, auf die Straße, resp. grölende „Bürgergruppen“ gekippt wird? Körperverletzung oder unorthodoxe Durchsetzung der Maxime „Ruhe ist die erste Bürgerpflicht“ ?!?
    :-)

  2. <p>Notwehr oder Selbstjustiz?...
    Notwehr oder Selbstjustiz?
    (Ich hab Haftpflicht und Rechtsschutz, ich würd’s riskieren.)

  3. Maestro, Sie klimpern...
    Maestro, Sie klimpern meisterhaft auf der Klaviatur von Sentiment und Ressentiment. Anstatt klaglos den Sacco d’Ingolstadt über das bessere Viertel ergehen zu lassen – merken Sie auf, Don, es ist Volkes Wille, daß es so geschehe -, renaturieren Sie sich vom Blogwart zum Blockwart und wieder zurück, beleidigen benachbarte Völkerstämme, die schon da waren, als Mark Aurel gegen die markerschütternden, skalpierenden Markomannen antreten mußte (obwohl er doch viel lieber philosophierte), schütten perlenhaftes Engagement vor die gestrandeten Gefährten des Odysseus, weil in der Stadtverwaltung jemand Kirke spielen wollte, spielen mit dem Gedanken, den „Dirty Harry“ zu geben, legen die Concerti von Fasch gegen das Concertante von faschoähnlichem Gebrüll auf – und glauben tatsächlich daran, daß Ihnen Lamento furioso weiterhilft. Verschanzen Sie sich lieber mit Boethius im Kerker Ihrer Immobilie und deklamieren Sie laut die „Consolatio philosophiae“, etwa diese Sentenz: „Also sieche nicht im Geist dahin und begehre nicht, nach eigenem Rechte zu leben, da du Platz genommen in dem Reiche, das allen gemein ist“. Und ab nach St.Quirin.

  4. Hoch verehrter Don...
    Hoch verehrter Don Alphonso,
    die Diskontinuitäten beim Rücksturz in die kleine Stadt beginnen mit besonderen Variationen der Quantenmechanik. Die spürbare Raum-Zeit-Verschiebung erzeugt Hoffnung. Insofern, daß die real erlebbar gemachte Illusion nur eine weitere Illusion sei. Weit gefehlt. Nachdem der Reisende sein Eintrittsgeld in Höhe von € 40.- bei der hiesigen Exekutive brav bar abgeführt hat (Raum-Zeit-Verschiebungen präjudizieren von Zeit zu Zeit Geschwindigkeitsüberschreitungen) ist er angekommen.
    Was ehemals als Heimat sich definierte blieb immer fremd. Die Statististen des närrischen Treibens fallen da nicht aus dem Rahmen, der nie einer war.
    Der aus dem Traditionellen abgeleitete Imperativ des Saufens ist der Versuch einer Ästhetisierung dionysischen Treibens welches mit dem Versuch der Selbstfindung durch den Karfreitagszauber gleichgesetzt werden kann.
    Noch schlimmer: Es kommt nicht einmal zu einer Vergewaltigung. Nicht mal in der Oberpfalz.
    LG Doktor Benway, der sich immer noch als Amberg-Sulzbacher über das masslos missgestaltete Sulzbacher Rathaus aufregen würde, so Dürer noch lebte. Ahoi.

  5. Toleranz ist, wenn man es...
    Toleranz ist, wenn man es selber macht.

  6. Geehrte Frau...
    Geehrte Frau Diener,
    Haftpflicht zahlt bei Vorsatz nicht und Rechtschutz trägt nur die Verfahrenskosten!
    Werter Vetter,
    ich habe im Text die ganze Zeit die versteckte Veknüpfung zur Summer Challange der WiFi gesucht aber nicht entdeckt!

  7. ich hab´s riskiert (mit...
    ich hab´s riskiert (mit Haftpflicht und Rechtsschutz), aber es bringt nix! Gebt den Leuten einen anständigen Job jenseits von Sklavenarbeit und wenn aus Überproduktivität 40 Stunden für alle nicht mehr drin sind, dann eben 30 oder 25 Stunden mit einer Bezahlung von der man anständig leben kann, dann muß man sein Elend und Perspektivlosigkeit nicht in Alkohol ersäufen. Dazu noch ein wenig Vermittlung dass Konsum nicht gleich Glück ist und eine Öffnung der (pseudo-)elitären Kunst für alle, erschwinglich und einladend. Ach wie schön könnten laue Sommerabende sein.

  8. Manuel, ich bemühe da lieber...
    Manuel, ich bemühe da lieber die Polizei, dann ist das problem an der Stelle, wo es hingehört. Wobei ich mir wirklich manchmal wünsche, es gäbe für das Geschrei wie im Internet einen Löschknopf. Das wäre prima.

  9. Kampfstrampler, was wirklich...
    Kampfstrampler, was wirklich hilft, ist negatives Berichterstatten und der Schock, wenn man die Stadt am Morgen danach betritt. daraus hat die Stadtverwaltung zwei Lehren gezogen. Einerseits gibt es das Fest nur noch alle zwei Jahre, und andererseits muss die Putzkolonne um zwei Uhr Morgens antreten. Es ist eine Abwägung zwischen den Wünschen der abfüllenden Wirte und jenen, die es erdulden müssen. Immerhin: Es war schon mal schlimmer. Und nachdem diese Nacht kurz und ärgerlich war, ist von meiner Seite auch keine Toleranz gegen andere bayerische Stämme zu erwarten, die hier ihre übelsten Auswüchse abladen. Das hier ist wie die Auflösung von Guantanamo, nur mit echten Terroristen statt Unschukdigen.

  10. Belustigung für's Volk,...
    Belustigung für’s Volk, durch’s Volk.
    Hinschauen, Wegschauen…. ich tendiere zu Letzterem, einzig aus der Überlegung heraus, dass es ein gutes Gefühl ist, dass ich damit nichts anzufangen weiß.
    Wozu auch? Es erschliesst sich mir nicht welchen Sinn es für mich machen sollte in einem Pulk von angetrunkenen BürgerInnen, welche sinnentleert sich verbal und sonstwie entleeren zu bewegen, um zu feiern.
    Vertane Ressourcen wären das, mit dem unangenehmen Nebeneffekt, dass meine natürlich vorgegebene 80 cm körperliche Distanz zwischen Fremden und mir ununterbrochen missachtet würden.
    Bleibe ich „einsam“….. und feiere eine schöne Nacht auf meine Weise.

  11. Mit dem Saufen und dem Grölen...
    Mit dem Saufen und dem Grölen könnte ich noch meinen Frieden machen, da ich analog der Argumentation von sabine365 weiß, das die das einfach brauchen; was mir aber den Blutdruck in eindeutig ungesunde Höhen treibt ist die mit „Musik“ eigentlich falsch bezeichnete Lärmkulisse, nach der solche „Events“ offenbar in immer höheren Wattzahlen verlangen (und das sage ich als bekennender und praktizierender Punk-Musiker). Die stumpfsinnigen Baßlinien und das monotone Tock-Tock der viel zu laut abgemischten Bassdrum dringt noch durch die dicksten Wände und mich dieselben hoch. Über Jahre hinweg mußte ich das jeden Sommer vier Tage lang ertragen, da ich das Privileg habe, direkt an einem der schönsten Parks der Stadt zu wohnen. Erst als die Stadtverwaltung begann, dem (ansonsten sehr lobenswerten) Bürgerverein, der das „Fest“ ausrichtete, die jährlichen Schäden, die nachher im Park zu beheben waren, in Rechnung zu stellen, ist Ruhe – das Spektakel lohnt sich nicht mehr.

  12. ... na da sind wa ja endlich...
    … na da sind wa ja endlich richtig bei der FAZ anjekommen, „ein Runde um den Block …“, jawohl und dann dit janze Jesindel notieren und am naechsten Werktag bei der Schutzploizei melden, und Fotos machen, allet dokumentiern, janz wichtich.
    Zivilist Alphonoso, geniessen sie weiter in Ruhe ihre Rente, wie wir ja alle wissen ist die zumindest – sicher – liejense bequem!

  13. Doktor Benway, besuchen Sie...
    Doktor Benway, besuchen Sie das idyllische Ingolstadt und erfreuen Sie sich an unserer Stadtsparkasse, die so oder ähnlich auch in jedem schwäbischen Dorf stehen könnte, in dem man noch mit Dynamit saniert. Dazu ein Aufmarschplatz wie am Königsplatz in München in der ganz schlechten Zeit. Sie werden Amberg wieder mit neuen Augen sehen.

  14. @Alter Bolschewik

    Ein paar...
    @Alter Bolschewik
    Ein paar Worte zur ungefragten Beschallung mit künstlichen Lauten vs. selbstgewählter Stille.
    Gut kann ich nachvollziehen was Sie da umtreibt. Ich tendiere dazu mir nach beschallten Tagen daheim die absolute Ruhe zu gönnen. Wenn man mich dann ließe.
    Nicht nur sogenannte Feste kennen da kein Pardon…. egal wo ich hinkomme, es dudelt mich zu.
    Musik ist wundervoll, zu gegebener Zeit, Stimmung und Geschmack. Eben nach eigenem Gusto.
    Die Entscheidung wird heutzutage schlichtweg vereitelt indem jeder meint, irgendwie Laut geben zu müssen. Durch ebensolche Töne wie von Ihnen beschrieben, aber eben auch durchdringender Berieselung mit Sonstwas.
    Sie sind aktiver Punkmusiker. Ich nun nicht. Egal…. egal ist nicht, dass mir was aufgezwängt wird, was ich nicht will.
    Offene Fenster in solchen Nächten? Vergeblicher Versuch anzuknüpfen an natürliche Geräusche. Stattdessen Lärm. Anders kann ich das nicht nennen.
    Hier, privat, muß ich das selten ertragen. Mach‘ ich ja auch. Aber lästig ist es schon.

  15. Don Ferrando, das ist ein...
    Don Ferrando, das ist ein Thema, das man seperat bespielen sollte!.
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    John Dean, wenn es um meinen Weinstock geht, werde ich so tolerant wie ein Grossinquisitor nach einer schlechten Nacht mit Darmgrippe.

  16. Wau – Nazim Hikmet!
    Bekommen...

    Wau – Nazim Hikmet!
    Bekommen wir da mehr von zu hören. Ich habe ein paar Sachen von ihm (Menschenlandschaften). Er ist unbeschreiblich. Daher fehlen mir auch jetzt die Worte.

  17. Monsieur, je suis...
    Monsieur, je suis navre(accent). Ist schon traurig, wenn der Pöbel sich auf den Weg macht, das war es schon vor 220 Jahren. Eine Alternative ist das urbürgerliche Reihenhaus ohne Silberkanne, man rückt zusammen, bleibt in seiner Schicht, streitet sich gelegentlich über Grillemissionen und kennt die Kinder der anderen. Merke: Wer weniger zu verlieren hat, hat auch weniger Stress.
    Es stimmt leider, dass es für das deutsche „Komasaufen“ in allen anderen Sprachen einen entsprechenden Ausdruck gibt. Demnach ist das nicht neu. Aber Downsizing täte uns allen gut. Sourcen Sie Ihr Stadtfest aus, sorgen Sie für Eigenverantwortung und lassen Sie Sponsoren suchen – ich bleibe inzwischen auf meiner Terrasse mit Elektrogrill.

  18. Ein sehr schöner und...
    Ein sehr schöner und richtiger Text mit einem ganz wunderbaren universalen Satz. Kompliment.

  19. Ärgerlicher Nebeneffekt...
    Ärgerlicher Nebeneffekt solcher Vandalenstürme ist, daß der öffentliche Raum, ähnlich Elefantengehegen, zunehmend nach dem Motto „abwaschbar und unzerbrechlich“ gestaltet wird. Davon hat man dann das ganze Jahr etwas…

  20. Ich fürchte, Don, als Sie vor...
    Ich fürchte, Don, als Sie vor ein paar Jahren nächtens aus dem Park Cafe in München kamen, haben Sie auf die Anwohner auch keinen anderen Eindruck gemacht…. Man wird halt älter….

  21. Nurmalsozwischendurch, das...
    Nurmalsozwischendurch, das Parkcafe lag damals zwischen den Pharmakologen der Uni, dem Finanzamt und dem Justizpalast. Gemeinhin nicht das, was man als Anwohner bezeichnen könnte. Ausserdem war das nicht der Ort, wo man sich um eine Frau fetzend angebrüllt hätte.

  22. sabine365, leider ist die...
    sabine365, leider ist die kleine, dumme Stadt an der Donau der Hort der Vollbeschäftigung, hat unsagbar viele leere Museen (ausser dem bayerischen Armeemuseiúm, das gefällt den Leuten), es steht viel Kunstmöblierung in den Parks. Man verdient prächtig dort. Und trotzdem.
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    Weltbürgeron, das kann man natürlich auch anders halten, auch ich hätte lieber über die Torten am Tegernsee geschrieben, aber ich war in dieser Stadt aus diesem Grund und wartete ein paar nächtliche Stunden. So kam es zu diesem Beitrag. Ausserdem hat sich gezeigt, dass sich Aufmanndeln in der Stadt durchaus etwas bringt. Unter anderem wegen der Unzufriedenheit in der Altstadt hat bei uns die CSU die Wahl verloren.

  23. Alter Bolschewik, bei uns ist...
    Alter Bolschewik, bei uns ist es leider die Stadt selber. Und in den letzten Jahren gab es ein Wettrennen um die lautesten Boxen. Von mir aus sind es gut 70 Meter zu einem der Epizentren, aber dazwischen steht noch eine Klosterschule. Versuche, das alles bis zu uns hoch zu machen, wurden erfolgreich abgewehrt. Aber es stimmt, man möchte ihnen einen Hochpassfilter einbauen. Mindestens.
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    Devin08, das haben wir bei einem verständnisvollen Deutschlehrer neben der Schulzeit gelesen.

  24. Gruss aus Wien, mit grösstem...
    Gruss aus Wien, mit grösstem Vergnügen.
    Dracula, tatsächlich ist die 135m²-DHH für manche ideal, kleiner Garten, kleine Zimmer, Wohnlandschaft, warum nicht. Nur bin ich hier geboren worden, es war mein erster Eindruck, und danach ist es immer schwer, sich mit weniger zu bescheiden. Man gewöhnt sich an 10 Zimmer leichter, als an eines, wenn man mal fünf hatte. Man möchte gewisse Dinge dann einfach nicht mehr missen, ein riesiges Bad etwa mit Kronleuchter, das Parkett und den Stuck – natürlich geht es auch ohne. Natürlich könnte man, wenn man müsste. Aber ich denke lieber in grösser denn in kleiner. Und zentrale Lage ist nun mal wunderbar, gerade in einer herausgeputzten Altstadt mit einem Mietniveau von über 8 Euro/m².

  25. Gelebte Tierliebe ist immer...
    Gelebte Tierliebe ist immer sympathisch.

  26. Niemand bleibt allein zurück....
    Niemand bleibt allein zurück. Ausserdem liebe ich den Gesang der Amseln am Abend.

  27. An ihrer Festkultur sollt ihr...
    An ihrer Festkultur sollt ihr sie erkennen!
    Was soll das eigentlich für eine Oberschicht sein, die nicht mal genug politischen Einfluß geltend machen kann, den Pöbel auch räumlich auf Distanz zu halten?
    Meine Vermutung ist: Die wollen das gar nicht! Die Verprollung kommt aus der Mitte der Gesellschaft, mitunter auch von oben. Beim Münchener Oktoberfest ist das Bier so teuer, das kann sich ein Hartz-IV-Empfänger doch gar nicht leisten. Was im 17. Jahrhundert der Hof war, ein Ort zum Protzen, ist heute das Fußballstadion („VIP-Lounge“) und selbst der Wiener Opernball ist ja insgeheim längst eine BILD-Veranstaltung.
    Was Don Alphonso hier beschreibt, ist eben das Mißverhältnis zwischen dem Geldbürgertum (das diese Veranstaltung ja politisch zu verantworten hat) und dem alten, distinguierten, nur zufällig wohlhabenden Bildungs-Bürgertum, dem der Erhalt der gotischen Kathedrale im Zweifelsfall lieber wäre als Klinsmanns „Sommermärchen“.

  28. Verprollung der...
    Verprollung der Festkultur.
    Ein schoenes Beispiel sind die Niederlande. Die derzeitige Koenigin Beatrix, wurde durch ihre PR-Berater genoetigt, eine Monarchie zum Anfassen darzustellen. Die Folgen sind fatal. Jedes Jahr zum „Koniginnedag“ muessen die Prinzen sich zum Amuesierhorst machen. Die Zustaende in Amsterdam an diesem Tag (und der Nacht davor) sind schreiend ordinaer. Und Majesteit muss dazu freundlich laecheln. Nur einmal, wirklich nur einmal, zu ihrem 60ten Geburtstag (glaube ich) liess sie ihr Volk fuehlen, was Dignitaet ist: Es wurde ein Fest OHNE Volk, nur mit geladenen Gaesten. Das Volk war entsprechend beleidigt. Ueber die Ursache wurde natuerlich geredet. Und gelernt sowieso nix.

  29. Das Oktoberfest ist nochmal...
    Das Oktoberfest ist nochmal eine ganz andere Geschichte. In meiner Jugend ging da keiner hin, aber dann haben sie das Marketing verbessert, den Eventcharakter herausgestellt und somit dieses Ding neu erfunden.
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    Das Problem in meiner Stadt ist, dass nur die wenigsten besseren Bürger in der Altstadt wohnen. Die meisten sind im Westviertel und damit fernab der Probleme. Aber wir arbeiten daran. Langsam und beständig. Egal was die untertänigen Reporter des regionalen Schmarrnblatts sagen.

  30. Hmm, will ich mich nun...
    Hmm, will ich mich nun pflichtschuldig der allgemeinen Empörung anschließen? Da mir bei dem Wörtchen „Bürgerfest“ jedoch schon nichts Gutes schwandte, wohl eher nicht. Wäre das Dante Festival für Sie eine Alternative? Es findet, wenn ich mich recht erinnere, irgendwann im Frühsommer statt und ist von öffentlichen Lesungen in der ganzen Stadt begleitet.
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    Wenn Sie jedoch in der „kleinen, dummen Stadt“ bleiben möchten, um Haus & Hof & Amseln zu verteidigen, empfehle ich, mit den Störern ebenso zu verfahren wie die Berliner Volksbühne mit ihrem Publikum. Also einen Wasserscooter besorgen, und damit eine Bannmeile um das Anwesen ziehen. Wenn das zur Konditionierung des hartgesottenen, an Berliner Straßenkämpfe gewöhnten Volksbüne-Publikums reicht (da setzt sich keiner mehr in die ersten Reihen!) , hilft das in Oberbayern doch sicher allemal….
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    PS: Wenn Sie jetzt dazu noch „Schwarze Katze, weißer Kater“ von Kusturica laufen lassen, wird es ein Happening.

  31. Wieso sollten die Feste...
    Wieso sollten die Feste niveauvoller sein als der ganz normale Alltag in diesem Land? Da bricht halt das untere, versteckte in den Gestalten nach oben durch und zeigt sich offen.
    ein wenig nach Karl V: Der Mensch ist gut, aber die Leut sind schlecht…

  32. Das ganze noch einmal gelesen....
    Das ganze noch einmal gelesen. Besonders die Sache mit den Amseln. Mir wird ganz warm ums Herz. Und ich begreife zum X-ten Mal, man muss robust und ein bisschen brutal sein, um seine Menschlichkeit zu bewahren. Und immer einen Zacken haerter sein als der Rest.
    Das ist elitaeres Denken und Handeln. Selbst scheint es laecherlich oder arrogant: es ist notwendig. Das Handeln des Individuums praegt die Welt, nicht die opportunistische Indolenz der Masse.

  33. @Don Alphonso
    In dieser Sache...

    @Don Alphonso
    In dieser Sache eine tröstliche Begebenheit:
    Das Lärmproblem wurde in meiner Stadt schon mal ganz praktisch gelöst.
    Ein technisch versierter Betroffener dieses alljährlichen Lärmspektakels, bei dem wiederholt die vereinbarten Pegel und Zeiten, von ordnungsbehördlicher Aufsicht unbehelligt, deutlich überschritten (Lokalzeitung: „ist ja nun einmal ein Volksfest für alle, da muß der einzelne zurückstehen“) wurden, entwendete in einer kurzen Ruhepause einen Teil der Verstärkeranlage, was dem Fest einen ruhigen Ausklang bereitete.
    Auf die spätere Anklage beschied das Gericht die Veranstalter, es habe hier ein Fall höchst berechtigter, sozusagen „Notwehr“ vorgelegen.
    Natürlich gab der „Ruhestifter“ das lärmverstärkende Teil nach dem Ende der Veranstaltung zurück.

  34. @Filou13. Juli 2009, 01:17 Das...
    @Filou13. Juli 2009, 01:17 Das ist so schön von Ihnen, das schreibe ich hier gleich nochmal hin:
    „Das ganze noch einmal gelesen. Besonders die Sache mit den Amseln. Mir wird ganz warm ums Herz. Und ich begreife zum X-ten Mal, man muss robust und ein bisschen brutal sein, um seine Menschlichkeit zu bewahren. Und immer einen Zacken haerter sein als der Rest. Das ist elitaeres Denken und Handeln. Selbst scheint es laecherlich oder arrogant: es ist notwendig. Das Handeln des Individuums praegt die Welt, nicht die opportunistische Indolenz der Masse.“
    Nur, wie sagte der Königsberger: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Um wieviel härter als der Rest darf man also sein? Wieviel „Elite“ (nicht zu verwechseln mit „Geldadel“) braucht das Land? Wieviel verträgt es? Wann fängt der Fasching an?
    Wir sind jetzt über 6 Milliarden Menschen auf der Welt und gehen stramm auf die 7 zu. Im Jahr 2050 werden so ca. 9 Milliarden „vernunftbegabte Wesen“ auf unserer Murmel namens Erde erwartet. Was mögen das dann erst für „Volksfeste“ werden…
    Will man nicht in die völlige Barbarei abgleiten, kann die Lösung meiner Meinung nach nur in konsequenter, bedingungsloser Anwendung von Recht und Gesetz liegen. Koste es, was es wolle. Und so meine ich, daß Recht und Gesetzt immer einen Zacken härter sein müssen als die härtesten und indolentesten der „vernunfbegabten Wesen“.

  35. @Weltenbürgerin: Ja, ich kann...
    @Weltenbürgerin: Ja, ich kann Ihnen nur beipflichten. Ein Stadtfest einmal im Jahr – das wäre doch problemlos zu ertragen. Unerträglich aber ist der flächendeckende Wahn, mit sich nichts mehr anfangen zu können, wenn Stille herrschte. Jede laue Sommernacht wird mit ‚Anton aus Tirol‘-oder-‚Violent Femmes‘-Klängen verpestet, die Herbstnachmittage sind den Laubsaugern gewidmet, am Chinaturm tutet die ach-so-traditionelle Blaskapelle das letzte bisschen Kommunikationswille hinweg, und wer sich in die Naturidylle flüchtet, der findet sich mehr und mehr dem Quad-Geziefer ausgesetzt, welches Bäume und Wiesen zu Hindernisen degradiert und aus der Stille einen Nürnburgring macht. In der S-Bahn dudeln Handys und MP3-Player gleichzeitig um die geschätzte Aufmerksamkeit, Auspuffrohre müssen Pipelinecharakter haben, um als solche wahrgenommen zu werden und noch auf dem letzten Berggipfel der schottischen Highlands knipsen Digicams mit Zwitscher-Zwitscher-Digiton, damit auch jedes Schaf im Umkreis weiß, dass da fotografiert wurde.
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    Tja, und nun kommt als trauriges Bonbon noch obenauf, dass diejenigen, welche andere mit ihrer lärmenden Rücksichtslosigkeit belästigen, diejenigen, welche sich belästig fühlen, als Spießer und als Blockwart diffamieren. Als ob der lärmende Stumpfsinn etwas mit Bohemientum und mit Freiheit zu tun hätte. Oder gar mit Lebensfreude…

  36. Heinzpeter Licht, ich sage es...
    Heinzpeter Licht, ich sage es nur ungern, aber von dem NS-Staat und seinen Bücherverbrennungen heisst da Arbeit vermeiden lernen. Und genau diesen Eindruck des Aufmarschplatzes habe ich auch bei den diversen Entseelungen deutscher Stadtplätze.
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    Filou, im Mittelalter war es zu Karneval oft üblich, dass die führenden Schichten ebenfalls den Amüsierhorst für die Massen gaben, insofern ist das, ähnlich wie die Monarchie, auch nur eine gelebte Tradition. Ändert natürlich nichts an der generellen Abscheulichkeit.

  37. Georgina Darcy, was ich in...
    Georgina Darcy, was ich in einigen Käffern an klassischen Feiern sehe, oder auch nur im Nachbarkaff Neuburg (!), dem verkommensten Ort auf diesem schönen Erdenrund: Selbst die schaffen es, mit einem prächtigen Renaissancefest zumindest etwas Bildung und Geschichtsinteresse einzuweben. Nir würde ich sagen, dass man etwas von unserem Vasallenkaff Neuburg lernen sollte, aber wer es einfach nicht kann, soll es bleiben lassen. Selbst in Gmund am tegernsee ist das Seefest sowohl so, dass man da hingehen kann, als auch zivilisiert.
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    miner, weil Festkultur auch viel mit „das beste zeigen“ zu tun hat, und nicht zwingend mit „eine Steaksemmel und sechs mass für jeden“.

  38. Filou: Natürlich muss man...
    Filou: Natürlich muss man hart sein. Hart, unfexibel, unbeugsam. Viele Leute halten das für eine Masche oder auch für altmodisch oder intolerant, gerade wenn es um die Erweiterung solcher Asozialenunterhaltung in die Medien geht. Ist es nicht. Man wird so erzogen, man gibt es weiter.
    .
    codizil, ich habe ja auch im Radio gearbeitet und wüsste schon, mit welchem kleinen Kabel man grosse Wirkung erzielt, wenn so ein Cretin meint, Nachts um zwei noch Malle für alle machen zu müssen. Leider sind diese Cretins hordenweise unterwegs, und ein Verstärker allein, so schön diese Idee auch ist, würde da nicht reichen. Man müsste schon ergeblich krimineller vorgehen.
    .

  39. Man liebt das, was man nicht...
    Man liebt das, was man nicht ist
    @Don Alphonso: „…verständnisvollen Deutschlehrer neben der Schulzeit“. Das ist aber lange her. Lesen Sie ihn wieder! Wie gesagt, ich war von den „Menschenlandschaften“ tief beeindruckt. Es ist vielleicht jenes Paradoxon, die Menschen, die einem u.U. sogar verfolgen, zu „lieben“, nicht aus christlicher Sicht, sondern aus marxistischer. Das klingt ganz anders als bei Heine, obwohl dem sehr nahe kommend. Ich habe immer Hikmet im Kopf, wenn ich über die Türken nachdenke, über die so vielen „Dummköpfe“, die sich da von ihren Herren so betrügen lassen, und dabei so liebenswürdig sind, wenn man nicht über Armenier oder Kurden redet. Sich nationalistisch aufzublähen, wo doch „der Türke“ erst durch die verschiedenen Massaker an anderen Völkern entstanden ist. Ein Geschöpf des modernen Genozids, des Völkermords beim Eintritt in die Moderne. Bis dahin gab es den Osmanen, den Muslimen, den Armenier gab es, sogar den Juden, den Griechen, den Kurden gar, aber den Türken? Den Bauern gab es, den Herren, den Intellektuellen, den Fremden, den Ungläubigen, den Händler, den Großgrundbesitzer, den Agha also, und dessen Steuereintreiber… Und außer dem Bauern, waren sie alle unerreichbar, für den Bauern, Fremdlinge, wie Yakup Kadri, ein Fremder im eigenen Volk (http://www.amazon.de/Fremdling-Yakup-Kadri/dp/3518019945/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books&qid=1247474497&sr=1-3). Man liebt das, was man nicht ist, oder nicht hat. Die Türken das Türkentum, der Nazim sein Volk.

  40. Schoen, dass die Amselkinder...
    Schoen, dass die Amselkinder ueberlebt haben. Die Eltern nehmen sie ja nicht immer wieder an, wenn sie mit Menschen in Beruehrung gekommen sind.

  41. Don Alphonso, ein deftiger...
    Don Alphonso, ein deftiger Vergleich, den Sie da vornehmen. Aber ich muß gestehen, der Gedanke entfaltet mit der Zeit seinen ganz eigenen (durchaus treffenden) Charme.

  42. Heinz Peterlicht, ich glaube,...
    Heinz Peterlicht, ich glaube, Faschismus hätte es 2010 besonders leicht, wenn er auf einer Partymeile stattfinden würde

  43. Don Alphonso, da haben Sie...
    Don Alphonso, da haben Sie wohl recht. Die nötige Begeisterungsfähigkeit für dumme Dinge ist bei dieser Klientel zweifellos vorhanden.

  44. Ich empfehle eine Immobilie in...
    Ich empfehle eine Immobilie in der westfälischen Provinz, etwa einen Kilometer vom Dorfrand. Da herrscht Ruhe. Und dank naher Autobahnauffahrt kann man binnen 45 Minuten den kulturellen Genüssen verscheidener umliegender Städte frönen oder flott im Rheinland oder an der holländischen Küste sein. Jagen und Reiten als ergänzenden Zeitvertreib, kann man direkt vor der Tür haben. Das einzige Problem ist, dass man sich so sehr daran gewöhnt und nach einigen Jahren anfängt es als eine Zumutung zu empfinden in einem Haus zu leben, von dem entfernt der nächste Nachbar näher als 200 Meter wohnt…Soetwas macht einen für immer Stadtuntauglich…

  45. Tu felix villa Ingoldesstat,...
    Tu felix villa Ingoldesstat, deren Bürger nur gelegentlich Gänge um den Block absolvieren und sich nicht allnächtlich Gedanken um die Abwehr von Sprayern machen müssen. Meine Frau hätte gerne so eine Büchse, die sich mit Salz laden ließe. Leider sind die Waffen meines ehedem jagenden Großvaters verschollen.

  46. @von Hahn: Das Problem des...
    @von Hahn: Das Problem des Don Alphonso ist ja nicht, dass er einen ruhigen Wohnort sucht – er hat schon das Anwesen am Tegernsee – sondern dass es ihn berechtigerweise aergert, wenn er seine Ruhe nicht dort geniessen kann, wo sein Heimathaus schon steht, weil sich die Feiernden schlecht benehmen und die Stadt dies hinnimmt. Das kann man voll nachvollziehen.

  47. @Don Alphonso
    In den...

    @Don Alphonso
    In den Niederlanden finden sich interessante technische Lösungen,
    anonyme pro bono Flüssigkeitsspenden überlasteter Biertrinker
    abzumildern und umweltfreundlich zu erwidern.
    Zeit- und bewegungsgesteuerte Sensoren, im Verbund mit einer
    laufenden Computerauswertung, starten erforderlichenfalls einen wassergewaltigen Reinigungsvorgang, der auch den Spender
    angemessen berücksichtigt.
    Wer gibt, dem soll gegeben werden, ein gleichsam moralischer Impetus.
    An dezenter Stelle noch eine Warntafel, könnte der Sache vermutlich
    erfreuliche Klageresistenz verschaffen.
    Die olfaktorische Umdeutung des Hauseingangs wird jetzt vermeidbar.

  48. Aber ich habe im...
    Aber ich habe im Biologieunterricht gelernt, dass die Amselmama die Kleinen nicht mehr annimmt, wenn man sie angefasst hat.
    Habe ich etwas falsch verstanden? Habe ich nicht aufgepasst?
    Ich war doch auf einem humanistischen Gymnasium…

  49. Ich versteh den Unmut ja,...
    Ich versteh den Unmut ja, aber, Liebe Leut, Gemach, wie oft findet das Fest denn statt? Alle zwei Jahre für 2 Tage?
    Mit etwas Toleranz und Geduld sollte man diese Zeit schon überstehen können, oder? Auch ohne Pumpgun, Wasserwerfer und Mordgedanken! In anderen Regionen unserer Murmel geht es wsentlich heftiger zu!

  50. Inette, das ist tatsächlich...
    Inette, das ist tatsächlich ein Problem, aber von der Strasse in den Hof ist es nicht weit – zehn Meter – und gefangen habe ich sie mit meiner Jacke. Ich glaube nicht, dass ein paar Sekunden einer Amselmama etwas ausmachen – da müsste sie schon eine verdammt feine Nase haben. Und angesichts des sonstigen Gestanks in der Stadt sollte mein frisch gereinigtes Sacko nicht zu schlimm gewesen sein.

  51. Franz von Hahn, wie von Cao Ky...
    Franz von Hahn, wie von Cao Ky schon ausgeführt: Ich habe nur selten Anlass für das Bürgererwehren, aber hier sorgt man besser vor, bevor man demolierte Autos und verärgerte Mieter hat.

  52. Warum dort wohnen?
    Lärm ist...

    Warum dort wohnen?
    Lärm ist ein Grundproblem unserer Zeit, und ich finde schon lange, eigentlich gehört der Schutz vor Lärm ins Grundgesetz, noch vor den § 1, denn wer Lärm ertragen muss, hat schon keine Menschenwürde. Wobei ich allerdings nicht glaube, dass das Problem zu lösen geht, aber vielleicht ist die Haltung zu ändern und damit ein Teil des Problems, der lösbare Teil. So lebe ich mitten in der Stadt, einer kleinen Stadt, etwa 40000 Einwohner, am Fuße des Taunus. Bin extra hierher gezogen, weil ich ein wenig weniger Stress und dafür aber nicht die Langeweile einer Großstadt wie Frankfurt an ihren Wohnrändern für eintauschen wollte. So gab es sich, dass wir – frisch eingezogen, und es war ein heißer Sommer -, das Kinderzimmerfenster offen ließen, es geht zur Straße raus. Zugegeben, eine Hauptverkehrsstraße, doch wäre das eigentlich zu ertragen, denn ab einer bestimmten Uhrzeit nimmt der Verkehr hier eigentlich ab, um einen dann morgens um 6 wieder freundlich zu wecken. Nicht so aber, wenn die Stadt Geld sparen möchte, und daher die Ampeln ab 23 Uhr ausschaltet. Dann geht hier die Rallye ab. Man(n) fährt 100, mitten in der Stadt, und das möglichst die ganze Nacht, denn der Spaß ist ja unbezahlbar, und an der Ampel zur Kreuzung, und da wohnen wir genau, stellt man das Radio, nur so zum Zeitvertreib auf eine Lautstärke, dass unser Wohnhaus, ein ehrwürdig altgedientes, mit starken Mauern und hohen Räumen, zu zittern anfängt, incl. unseres Kindes im Bett, im 2. Stock. So passierte es, dass da mal einem dieser Irren etwas aufs Dach fiel, aus meinem Fenster, so ganz zufällig, aufs Autodach. „Mir den Hals durchzuschneiden“, war dann wohl noch das freundlichste seiner Angebote. Und die Polizei meinte, warum ich ausgerechnet hierher zöge, ich könnte doch in irgendeiner Vorstadt wohnen. Worauf ich ihn dann fragte, ob ich dieses Angebot, morgen per Flugschrift allen Anwohnern dieser Straße unterbreiten dürfe, mit freundlichster Empfehlung unserer Polizei nämlich, damit wenigstens diese nachts schlafen könne.
    Ich hörte nie wieder was, weder von diesem „Halsabschneider“, noch von diesem einfallsreichen Polizisten. Eine Anzeige gab es auch nicht, weder gegen mich, wegen Sachbeschädigung, noch gegen die Drohung einem Bürger den Hals abzuschneiden. Aber der Lärm hat für eine gewisse Zeit nachgelassen. Es hat sich rumgesprochen, dass dort ab und an mal was aus dem Fenster fällt.

  53. @devin08: Köstlich....
    @devin08: Köstlich. Originalität hilft manchmal eben doch.

  54. Fasch kenne ich nicht, dafür...
    Fasch kenne ich nicht, dafür aber Vivaldi. Die vier Jahreszeiten. Welch ein Kitsch. Mann, was war ich froh, als ich von zu Hause ausziehen konnte und die Lieblingsplatte von meinem Vater nicht mehr hören musste.

  55. "Get off my lawn!" Clint...
    „Get off my lawn!“ Clint Eastwood. „Gran Torino“.

  56. Hm. Ich versuche den...
    Hm. Ich versuche den Zumutungen der vollen Dröhnung mit Gelasseheit entgegenzutreten. Leider sind unsere Stadtpalazzi ja den Verwicklungen der jüngeren deutschen und polnischen Geschichte zum Opfer gefallen, wiewohl der Name bei einer kleinen Straße in Krakau (Krakow) nocht aufscheint.
    Aber solche alten Gemäuer sind doch Mauern im Strom der Zeit. Ob noch jemand das gleichnamige Buch von Alvensleben erinnert? Den Gleichmut kann man durch schließen der Fenster und vorziehen der Brokatsamt-Vorhänge noch förden. Noch wirkungsvoller ist dazu das aufdrehen der eigenen Anlage (potenter Verstärker, große proAc Lautsprecher). Notfalls eigenet sich mit beachtlicher Aussenwirkung das Meistersingervorspiel. Eine weitere Steigerung der Gleichmut wird durch den genussvollen Konsum einer halben bouteille Burgunder erzielt, an schwülen Sommerabenden wahlweise auch Sancerre oder Würzburger Stein ( bei Wein muss man dem Herrn auch für Franken danken).
    Gegen die Verunreinigungen sollen kleine Aggregate der Firma Kärcher erstaunlich wirkungsvoll sein, fallweise auch gegen die Verursacher. Diese Geräte kann man inzwischen sogar mieten, sodass die Kapitalbindung sich in Grenzen hält.

  57. @devin08
    Eine wahrhaft...

    @devin08
    Eine wahrhaft treffliche Sache, die wohl gehörig Eindruck nicht nur im Autodach hinterlassen hat. Der nächste Radio-lautstell-Wettbewerbsteilnehmer gewinnt bestimmt einen Blumentopf.
    Wundert mich, daß die aktuell finanziell klammen Taunusstädte nicht diese sichere Einnahmequelle, polizeilich ermittelter Teilnahmegebühren für die Nachtrallye, nutzen.
    Dieser sich ein wenig an gesetzlichen Vorgaben vorbeischlängelnde Vorgang lehnt sich nahtlos an das an, was in der Politik auch „normative Kraft des Faktischen“ genannt wird, somit eine gewisse Art von (Eigen)gesetzlicher Rechtssetzung.

  58. @devin08: Kann ich verstehen,...
    @devin08: Kann ich verstehen, dass Sie das Gewissen immer noch plagt und Sie das Ganze mal loswerden mussten. Hilflosigkeit ist manchmal schon schwer auszuhalten.

  59. Zerstörungen hat es in der...
    Zerstörungen hat es in der Geschichte immer gegeben. An erster Stelle stehen hier Kriege, es folgen Grundstücksspekulationen, ideologische Sprengungen, „Sanierungen“ und erst zuletzt Vandalismus.
    Ich habe vor den Wilden weniger Angst, als vor dem Bürgermeister.

  60. Darf ich, lieber Don, Ihre...
    Darf ich, lieber Don, Ihre Haltung wie folgt zusammenfassen: Ja, die Oberschicht gibt es noch, ja, sie hat ihr Vermögen geerbt und auch sonst eine lange Vergangenheit und ist familiär verflochten — aber, und das ist das, was Sie letztlich in Ihrem Blog herausstellen — sie ist abgetaucht, unsichtbar geworden, hat sich der Leit(un)kultur der Mittelschicht längst unterworfen.
    Aber dabei handelt es sich um ein Mißverständnis: Was sie beschreiben, ist die in Deutschland traditionell kulturpessimistische Sicht des Bildungsbürgertums.
    In was für einer Welt unsere heute real existierenden und ökonomisch aktiven Superreichen eigentlich leben, ob und welche kulturellen Bedürfnisse sie haben — das geht aus ihren Blogs, so gerne ich sie lese, leider auch nicht hervor.

  61. Nachttopf ins Kinderzimmer,...
    Nachttopf ins Kinderzimmer, und des Deutschen Minderheitenschutz
    @Saum/alle: Mein Gewissen ist sehr belastbar, im Übrigen bedaure ich es immer noch, dass ich Grossmutterns alten Nachttopf nicht mitgenommen habe, vor so etlichen Zeiten. Der hätte heute wirklich wieder im Kinderzimmer auf der Fensterbank einen schönen Platz gehabt.
    Bei dieser Gelegenheit noch eine Info am Rande. Am Tag danach sprachen mich alle nur möglichen Nachbarn an, die wollten natürlich wissen, was da los. Der Kerl hatte wirklich richtig Krach gemacht. So erfuhr ich, dass diese armen Leutchen schon einige Zeit wegen des Lärms zu leiden hatten, sich auch mal beschwert hätten, aber bisher ohne Erfolg. Den Vorschlag des Polizisten, doch weg zu ziehen, war ihnen dann die entsprechende Erklärung.
    Und außer meines unmittelbaren Nachbarn – der sorgte sich um den Lack seines Autos, nein nicht wegen mir, er fürchtete die Rache (der Deutsche, denkt er nicht immer erst ans Auto?) dieses Irren – fanden Sie mein Verhalten angemessen.
    Desweiteren erfuhr ich, dass der Kerl schon polizeibekannt gewesen war, aber eigentlich ein ganz „passabler Typ“ sei, so der genannte Polizist. Offenbar hat er bisher noch keinen abgemurkst. Naja, es hat ihm ja auch noch niemand seinen Lack beschädigt.
    Die Lehren am Rande: Sich Wehren lohnt sich. Es muss ja nicht gleich eine Bürgerwehr sein. Die Polizei pflegt natürlich bevorzugt ihre Beziehungen zum Milieu, wer weiß, wofür die noch gut sind, warum soll man da sich in jede Kleinigkeit einmischen. Lärm geht schließlich in aller Regel von demselben Bürger aus, der sich da beschwert, von Ausnahmen mal abgesehen. Die Justitia ist schließlich eine Waage. Und eigentlich ist er nicht vermeidbar, dieser Lärm, von Ausnahmen mal wieder abgesehen.
    Diese Ausnahmen haben es aber in sich: Lautes Radio im Auto oder in der Wohnung, so dass jeder jedermanns Geschmacklosigkeiten gleich voll mitbekommt, scheint des Bürgers erste Bürgerpflicht zu sein. Die meisten halten das wohl für das Wesen der Demokratie. Sich hingegen wehren, ist undemokratisch. Schließlich haben Minderheiten auch ihre Rechte.
    Apropos Minderheiten: Von demselben Nachbar, der, der sich um seinen Lack sorgte, bekam ich dann noch zu hören, dass ich wohl was gegen Ausländer hätte. Der „Halsabschneider“ war halt doch zufällig ein Ausländer. Und was für einer! Ich dachte schon, der sei vom Rundfunk, Ihr wisst schon, die zwei mit ihrem herrlichen Balkandialekt. Dragan heißt der eine, glaub ich. Schon witzig, wie man die Moral so halbiert. Einerseits befürchtet man, dass einem dieser Kerl den Lack auf dem Auto zerkratzt, andererseits hält man ihn für eine schützenswerte Minderheit. Das scheint des Deutschen Moral, man schützt die, die man fürchtet. Und das wiederum ist mir doch beinahe die wichtigste Lehre.

  62. Ich verstehe Franz von Hahn...
    Ich verstehe Franz von Hahn ganz gut. Ein Wohnsitz in der Stadt ist im Zeitalter der individuell motorisierten Mobilität einfach die falsche Wahl. Den Vorteil am Leben in der Stadt habe ich noch nie verstanden…

  63. Wer kennt noch nicht Albrecht...
    Wer kennt noch nicht Albrecht Dürers köstlichen Holzschnitt der jungen Dame, die den Inhalt ihres Nachttopfs über die nächtlichen Störenfriede entleert? Der geniale junge Künstler schuf ihn in seiner Baseler Zeit vor 1494 als Illustration zu Sebastian Brants „Narrenschiff“. Ein Exemplar findet sich in jeder Bibliothek.

  64. Lieber Don Alphonso, ich habe...
    Lieber Don Alphonso, ich habe herrliche Kindheitserinnerungen an das Oktoberfest, sind Sie tatsächlich nie hingegangen? Vielleicht liegt das an Ihrem Wohnort, der doch eine gewisse Anreise vonnöten macht. Wir als Münchner waren schon dort, Sonntag Mittag natürlich, gepflegt im Augustiner ein Händ’l mit der ganzen Familie essen, die Kinder fahren „Rund um den Tegernsee“ und dann wieder nach Hause. Erst viel später habe ich dann die Komponente des Massenbesäufnisses kennengelernt.
    .
    Ihren Ärger beim Stadtfest kann ich nachvollziehen, da ich hier in Schwabing gegenüber einer „Kneipe“ wohne. Während die schicke kleine Pizzaria weiter hinten um 9.30 Uhr den Garten schliessen und um 10.30 Uhr das Licht ausschalten muß (klagende Anwohner), lärmen die Gäste der gegenüberliegenden „Kneipe“ bis drei Uhr früh, gröhlen anschließend noch etwas und das Bum-bum-bum hören wir auch den ganzen Abend, da die Türe andauernd offen bleibt. Das macht aber alles nichts, da der Wirt ein Freund unseres Oberbürgermeisters ist und auf seiner Bühne intellektuelles Kabarett spielt, wie etwa „14 Brüste für ein’Hallo Julia'“ und die Wahlfeiern seiner Partei finden ebenfalls dort statt. Trotzdem ärgert mich das nicht soweit, daß ich mich beschweren würde. Denn wenn ich es ruhig haben wollte, hätte ich nicht in die Stadt ziehen dürfen und ausserdem produziere ich, zumindest im Haus, ebenfalls genügend Lärm, wenn mir der Sinn mal wieder nach etwas „Free Jazz“ steht…
    @Alter Bolschewik: kennen Sie zufällt Eivind Aarset? Ist ein norwegischer Electro Jazz Gitarrist, der mal Punk Musiker war.

  65. Also Herold, was lese ich da,...
    Also Herold, was lese ich da, das hätte ich nun eigentlich nicht von Ihnen erwartet! Ich kann Ihrer Ärger zwar verstehen, aber hier in Schwabing haben wir auch dauernd die Bum-bum-bum Autos, gröhlende Besoffene und dergleichen. Da muß man eben einen gewissen Gleichmut entwickeln, und schieben Sie bitte nicht das schlafende Kind vor, denn ich habe Zwillinge und kenne mich aus. Die wachen einerseits fünf mal in der Nacht grundlos auf und schlafen nächstes Mal Silvester oder bei schweren Gewittern völlig friedlich.
    .
    Wir leben aber nunmal eine Gesellschaft und alle wollen und sollen ja nach ihrer Fasson glücklich werden. Was man selber macht, ist immer in Ordnung und was die anderen machen nicht. Sie gehen in Ihrer Freizeit sicher auch einigen Menschen auf den Geist, und wenn es nur die Anwohner sind, die der Zug stört, in dem Sie politisch korrekt sitzen um Tante Johanna zum Kaffee zu besuchen oder das andauernde Geschrei Ihres Sprößlings im Restaurant.

  66. Trauen muss man...
    Trauen muss man sich
    @Dunnhaupt: Das habe ich als im Kopf, aber trauen tut sich das doch heute kaum noch einer. Ich jedenfalls denke nur drüber nach.
    @Mawu: Auch ich vertrage eine gewisse Menge Lärm. Kinder zum Beispiel – und ich habe so eine Kröte in dem entsprechenden Alter – machen reichlich davon. Hin und wieder frage ich meine Nachbarn unter mir, ob sie das noch ertragen. Nicht nur des schlechten Gewissens wegen. Die über mir, fragen mich das nie. Doch mag ich keine Rücksichtslosigkeit, darum geht es doch hier, und zwar von Einzelnen, nicht von Massen. Massenverhalten hat seine Eigengesetzlichkeit, da mach ich mir nichts vor, da geht es nicht um Rücksicht sondern um Vorbild und Nachahmung, bzw. um blinde „Gesetze“. Und die Kneipenszene ist pures Massenverhalten. Will man da was ändern, muss man die Verhältnisse ändern. Aber einzelne Leute könnten ein wenig mehr Rücksicht aufbringen, ein bisschen mehr Verstand übrig haben.

  67. Wildpisser:

    Dunkel erinnere...
    Wildpisser:
    Dunkel erinnere ich einen fiktiven Reisebericht ueber den Amazonas. In diesem Fluss soll es piranhaaehnliche Fische geben, ganz, ganz winzig, die blitzschnell den Urinstrahl des Pinklers aufwaerts schwimmen, um dort verheerende Arbeit zu verrichten. Ach, koennte man daraus glaubhaft eine „Urban Legend“ stricken.

  68. ...und wenn ich gerade dabein...
    …und wenn ich gerade dabein bin, mich mit Gewaltphantasien zu amusieren:
    Vor langer Zeit las ich sehr gerne Krimis von Joyce Porter (immer noch eine fette Empfehlung), die wusste von einem Hausbesitzer in Fussbalstadionnaehe zu berichten, dem die besoffenen Fusballfans staendig in den Briefkasten pinkelten.
    Dieser Mann erfand eine Mini-Guilloutine fuer seinen …
    …eine zu Traenen ruehrende feine Idee.
    PS: Wer jemals Briten in Calais erlebt hat, weiss was ich meine.

  69. Der Spass nimmt kein Ende:

    An...
    Der Spass nimmt kein Ende:
    An einem saukalten Januartag stand unter dem Fenster meiner Studentenbude (das Haus hatte 30 Mietparteien) eine Clique animierter Kegler der ebenfalls im Haus befindlichen Kneipe. Eine Dame in teurem Pelzmantel kraehte und kreischte, das es gar den Teufel grauste. Zehn Liter Wasser aus einem Eimer sorgten noch fuer heftige Reaktionen, die Polizei kam auch, aber alle Fenster waren dunkel-und niemand wollte etwas bemerkt haben.

  70. In Polen gibt es den "Nassen...
    In Polen gibt es den „Nassen (Pfingst-) Montag“ (oder war es der Ostermontag?).
    Na, jedenfalls darf jeder Wasser auf jeden schuetten, unbestrafbar. Sollte man der Verhaeltnismaessigkeit wegen auch fuer die sommerliche Volksfestkultur in den einschlaegigen gemeindesatzungen festschreiben.

  71. @Devin08: "bekam ich dann noch...
    @Devin08: „bekam ich dann noch zu hören, dass ich wohl was gegen Ausländer hätte“: Nach dieser verbalen Keule (Ausländerfeindlichkeitsvorwurf) haben Sie natürlich nachträglich Absolution verdient.

  72. Man entschuldige bitte meine...
    Man entschuldige bitte meine Abwesenheit aufgrund einer grösseren Familienfeier.
    .
    WetT-Shirt, so eine Notwehrklausel wäre gut, aber ich denke da eher an das gute, alte Eisenvitriol, äh, nein, natürlich nicht, das gehört sich nicht.
    .
    Filou, das Problem betrifft heutigentags jede dunkle Ecke der Stadt. Wie oft schon dachte ich an eine offene Stromleitung draussen am Haus.

  73. Einen eindrucksvollen Eindruck...
    Einen eindrucksvollen Eindruck bescherst du uns in deiner Reflexion, verehrter BlockBlogwart!

  74. Verehrter Don Alphonso,

    der...
    Verehrter Don Alphonso,
    der Ihrer „Klasse angemessene Tod“ ist immer noch der auf dem Schafott, im Namen der Republik.
    Das ist dann Klassenkampf von unten… ;-)

  75. Ich bin jederzeit offen für...
    Ich bin jederzeit offen für Alternativvorschläge, solange sie wirken.
    .
    mawu, also: ich finde schon, dass man sich bemühen sollte, auch anderweitig die Anderen nicht zu belästigen. Einerseits, weil es höflich ist. Andererseits, weil das Leben eigentlich am schönsten ist, wenn man sich selbst genügt, ohne andere damit zu tangieren. Ich weiss, dieses Blog widerspricht dem, aber wir alle sind nicht ohne Makel. Immerhin ist es nur ein Blog und kein Geschrei in der Nacht.

  76. Fischer, ja, das wäre mal...
    Fischer, ja, das wäre mal was. Haha. Statt dessen werde auch ich vermutlich an Demenz mit 104 Jahren sanft von dieser Welt gehen, davor am Leben erhalten durch Maschinen, die ich mir nicht leisten wollte und andere sich nicht leisten können.
    .
    mawu, ich wohnte in München ja zwischen Treszniewski und Cafe Puck, insofern bekommt man einiges mit. Allerdings innerhalb des Strassengevierts. Da geht es sich leichter in solche Lokale. Trotzdem war München gerade zur Zeit des Oktoberfestes stets ein Anlass, um in den Urlaub zu fahren.

  77. @Don Alphonso: Treszniewski,...
    @Don Alphonso: Treszniewski, Cafe Puck, dann sind wir ja fast Nachbarn! Es stimmt, das Oktoberfest kann äußerst anstrengend sein. Meine Frau wohnte mal am Goetheplatz – Sie können Sie sich vorstellen, wie es da zuging. Ausserdem erinnere ich mich mit Grausen an die wochenlange Fußball WM, das war wirklich die absolute Katastrophe hier.

  78. Herold, Ihrer Argumentation...
    Herold, Ihrer Argumentation mit Massenverhalten und individueller Rücksichtnahme kann ich nicht ganz folgen. Denn letztlich entscheiden auch in der Masse Personen individuell bzw. ist Ihr „Halsabschneider“ auch Teil eines Massenverhaltens, denn sein Verhalten ist von ländlicher Jugend ja durchaus bekannt. Ist Ihr im Restaurant schreiender Sprößling „besser“? Und ist das nun Massenverhalten oder ist individuelle Rücksichtname gegenüber den anderen Gästen geboten? Don Alphonso wäre zweifelsohne „begeistert“, säße er in so einem Fall neben Ihnen…
    .
    Ein schlechtes Gewissen ist keine Rücksichtnahme und den Nachbarn auf den unvermeindlichen Kinderlärm anzusprechen ist zwar freundlich, ändert aber weniger an der Lärmquelle als wenn man auf den Spielplatz gänge.
    .
    Herold, Ihr „Halsabschneider“ hat natürlich ein andauerndes, aggressives Verhalten an den Tag gelegt, trotzdem ist Ihre Reaktion der Sachbeschädigung übertrieben.
    .
    Mich ärgert allerdings maßlos, daß in dieser Gesellschaft die Bürger- und Freiheitsrechte des Einzelnen durch eine „Mehrheit“ mehr und mehr beschnitten werden. Es wird doch nur noch vor Gericht geklagt und Gemüse auf’s Auto geschmissen, weil jedem alles nicht paßt. Was soll denn das für ein Umgang sein, frage ich mich?
    .
    Wir können uns natürlich über diese Leute und Situationen, die von Ihnen und Don Alphonso beschrieben wurden, mit Recht echauffieren. Aber man sollte eben nicht vergessen, daß man auch selbst Ärger für andere bedeutet, und wenn es die Lautstärke und der Gestank des Sunbeam Supreme 90 Mk III oder Kindergeschrei im Restaurant sind.

  79. @Devin08:

    Lärm ist ne olle...
    @Devin08:
    Lärm ist ne olle Kammele
    vgl. nur bei Tucholsky :
    – Was machen die Leute da oben eigentlich?
    – Lärmschutz
    -Traktat über den Hund, sowie über Lerm und Geräusch

  80. @ alle: Rückkehr zu mehr...
    @ alle: Rückkehr zu mehr Erhabenheit erwünscht, ihr motzenden Kleinbürger.

  81. @mawu: Danke für den Hinweis...
    @mawu: Danke für den Hinweis auf Eivind Aarset – der Mann sieht ganz interessant aus, auch wenn er, wenn die Wikipedia recht hat, nicht vom Punk sondern vom Metal herkommt, was etwas gaaaaaanz anderes ist. Aber da ich auch eine Schwäche für krachigen New Jazz habe, könnte mir das durchaus gefallen, ich werd’s mir auf jeden Fall anhören. Und ich verspreche (um hier nicht ganz off topic zu sein), die Nachbarn damit nicht zu behelligen…

  82. Ist der steigende Preis der...
    Ist der steigende Preis der Silberkanne schon ein Vorzeichen der Konjunkturerholung oder fliegen die Amseln noch um den Berg?

  83. Zu den Amseln sei noch...
    Zu den Amseln sei noch hinzugefügt, das man kleine Vögel ruhig anfassen darf(soll9, der Geruchssinn unser gefiederten Freunde ist nicht besser entwickelt als unser. Finger weg gilt nur bei Säugetieren, besonders bei Rehkitzen. Zu lärmenden Folksfesten reicht wohl der Hinweis, das ich Kölner bin….

  84. @Don Alphonso
    *davor am Leben...

    @Don Alphonso
    *davor am Leben erhalten durch Maschinen, die ich mir nicht leisten wollte und andere sich nicht leisten können.*
    Das haben Sie sehr schön ausgedrückt. Immerhin erqucklicher als auf der eigenen Fußmatte an Erbrochenem zu ersticken.
    Ich wünschte ja, ich könnte konstruktiveres beitragen, aber ich fürchte ein universelles Gegenmittel gibt es nicht. Ihren abschließenden Wunsch nach mehr Klassengesellschaft kann ich jedenfalls nicht teilen: Die gehobenen Klassen haben es über Jahrhunderte eher noch schlimmer getrieben.

  85. @ Don: Potzblitz, wo stecken...
    @ Don: Potzblitz, wo stecken Sie? Hoffentlich ist auf der Jagd nach Ruhestörern nichts passiert?

  86. Im familienfeierlichen...
    Im familienfeierlichen Tortenlimbo.
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1446869/

  87. Nicht 0-Toleranz, aber auch...
    Nicht 0-Toleranz, aber auch nicht All-Toleranz
    @Mawu: Wer redet hier von Sachbeschädigung? Was da auch immer dem Kerl aufs Dach geflogen ist, das geschah von ganz alleine, vielleicht aus Versehen, weil ich mich aus dem Fenster lehnen musste…Bei mir liegen immer so ein paar Dinge auf der Fensterbank rum.
    Abgesehen davon war nichts zu entdecken auf dem Dach, die heutigen Autos vertragen doch so einiges. Aber unabhängig davon werden wir uns wohl nicht einig. Wie gesagt, ich wohne in keinem Kneipenviertel, also muss ich so manches nicht ertragen. Ich habe auch so eine Stammkneipe – in der Altstadt -, dort gibt es freitags Live-Musik, mit dem entsprechenden Krach. So wie ich das beobachte, achtet der Wirt auf ein Maximum an Rücksichtnahme, so weit das geht, und damit werden auch seine Gäste dazu angehalten. Und in der Tat, mein Kind ist ein Grund, das hat eine Krankheit, und da sind Schlafstörungen extrem abkömmlich – also kein Vorwand.
    Aber selbst wenn es nicht so wäre, und Sie haben natürlich Recht, auch hier steckt Massenverhalten dahinter, aber doch veränderbares, nicht unbedingt tolerierbares. Ich komme vom Land, und ich weiß, wie das Verhalten der Menschen sich schlagartig verändert, wenn sie sich beobachtet fühlen. Es gibt dort kaum Geheimnisse, bis auf die aus dem Schlafzimmer – vielleicht. Das will ich nicht unbedingt haben, aber es ist doch merkwürdig, wie schnell Massen sich anders verhalten, wenn sie sich nicht mehr durch Anonymität geschützt fühlen. Und hier spielen Charakterfragen auch eine Rolle. Es gibt Leute, die verhalten sich so, dass sie sich selbst noch ertragen können, selbst in der Masse. Sie benötigen keine Anonymität um einen schlechten Charakter zu frönen.
    Gibt es nicht ein übleres als ein anonym agierender Stalker, zum Beispiel?
    Fußballweltmeisterschaft, Sie bringen ein neues Stichwort: Die gab es in Frankfurt ja auch, und es ist gar nicht so lange her, und zur gleichen Zeit ein Volksfest bei uns in der Stadt. Was glauben Sie wohl, wie es hinterher aussah, hier bei uns, nach dem die Kerle (und die Mädels nicht weniger), ehe schon stockbesoffen, dann ihren Nachdurst bei uns löschten, und ihrem Randalebedürfnis nachgingen. Die Glasscherben überall, davon wollen wir gar nicht reden, aber der Uringestank in der ganzen Stadt, von der U-Bahnunterführung beginnend…
    Nach diesem Erlebnis, konnte ich einem Westerwelles Fußballpatriotismus noch weniger abgewinnen, als ehe schon, um mal wieder bei der Politik zu landen. Und ich denke, es ist eine Frage der politischen Kultur, die man haben möchte oder nicht.
    Warum werden Hooligans in der rechtsradikalen Szene so gefördert? – Und auch weitestgehend von der Polizei toleriert? Weil sie politisch opportun sind! Eine Art reaktionäre Reservearmee. Ähnliches gilt für die oft intimen Beziehungen zwischen Staatsmacht und Mafia, auch hier werden politisch opportune Strukturen gefördert. Allerdings muss man genau hinschauen, es ist nämlich genauso opportun eine gewisse „Bürgerwehr“ dagegen, dann auch wieder zu instrumentalisieren, nicht gegen die Mafia, sondern gegen die harmlose „Migrantenszene“.
    Zuviel Toleranz verschließt uns die Augen davor, so wie „0-Toleranz“ definitiv auch ein reaktionäres Manöver ist.

  88. Herold, wir sind uns im...
    Herold, wir sind uns im Prinzip ja eh‘ einig. Ihrer Schilderung nach dachte ich, es wäre vielleicht ein Blumentopf auf dem Auto des „Halsabschneiders“ gelandet – irgendeine Kleinigkeit ist natürlich nicht übertrieben. Stichwort Anonymität – es ist vollkommen richtig, was Sie sagen. Hätten Sie den „Halsabschneider“ mal persönlich inder Mittagspause angesprochen und auf die Situation der Schlafstörung Ihres Kindes aufmerksam gemacht (und vielleicht auch noch sein Auto bewundert) wäre er sicher verständig gewesen.
    .
    Ihre Schilderungen der Fußball WM sind übrigens schrecklich, ich bin mir nicht so sicher, ob Don Alphonso und ich das so kennen. Ich bin ja großer Frankfurt-„Fan“, 20m neben mir wurde mal ein Drogendealer erschossen. Das ist hier in Bayern alles irgendwie anders…
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    „Eine Art reaktionäre Reservearmee.“ – Also diese Ihrer Schilderungen erscheinen mir doch etwas gewagt. Wie kommen Sie denn bitte darauf? Das gehört wohl eher in den Bereich der Verschwörungstheorien…

  89. filou und don,
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    im...

    filou und don,
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    im einschlägigen landhandel (gott mit dir, du land der baywa) gibt es weidezaungeräte.

  90. @Don Alphonso: Da Renaissance-...
    @Don Alphonso: Da Renaissance- und MIittelalteralterfeste meistens ein angenehmeres Publikum anziehen, verschenkt die Stadt da wohl etwas. Dabei wäre die Kulisse wahrscheinlich reizend – nach Ihren Bildern zu schließen, hat Ingolstadt ja eine hübsche Altstadt (ich war noch nicht dort). Kann man denn nicht auf die Verantwortlichen einwirken, ein anderes Konzept für das Bürgerfest zu entwickeln?
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    Eine Anmerkung zu den Blogwart/Blockwart-Kommentaren: scusa, aber es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen einem Denunzianten in einem faschistischen System und einer Person, die es vorzieht, keine Exkremente um das eigene Anwesen vorzufinden. Diese Bemerkungen sind doch wirklich Dümmelei, bzw. mangelndes Geschichtsverständniss!

  91. Alles Verschwörungstheorie,...
    Alles Verschwörungstheorie, oder was?
    @Mawu: wie man die Leute alle ansprechen soll, die da anonym unter dem Kinderzimmerfenster an einem vorbeifahren, bzw. mit lauter Musik dort ihre Wartezeiten überbrücken, weiß ich natürlich nicht. Ich kann nur werben, hier und überall. Es vertreten, also einen Standpunkt beziehen.
    Die „Reservearmee“ klingt nach Verschwörungstheorie, aber wer sich ein wenig mit den Behörden, in den Behörden, und dabei insbesondere mit der Polizei auskennt, weiß deren wahre Gesinnung richtig einzuschätzen. Ich habe diesbezüglich privat wie beruflich so einiges erlebt, sodass ich sagen kann: leider alles andere als Verschwörungstheorie.
    Nur ein Beispiel und da plaudere ich auch nur darüber, weil der Betreffende nicht mehr lebt, und in der besagten Behörde zwischenzeitlich „aufgeräumt“ wurde:
    Da gab es vor Jahren einen bundesdeutsch bekannten Naziführer – in Frankfurt -, der starb später, an einer unheilbaren Seuche, nach Entlassung aus dem Gefängnis. Er und seine Mannen terrorisierten in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Polizeirevier die Anwohner (Horst-Wessel-Lied über Lautsprecher). Jede Anzeige der Anwohner dagegen, landete postwendend bei dieser Nazigang, mit Benennung des Anzeigenden. Jenes Polizeirevier stand dann Jahre später in der Presse, es sei dort etwas aufgeräumt worden – die Mannschaft komplett ausgewechselt, hieß es, etwas orakelnd. Denn kein Wort darüber – warum? Und warum erst so spät?
    Solche Beispiele belegen natürlich für sich alleine gar nichts. Ich persönliche kenne so viele, dass es mir reicht, um zu wissen, dass da mehr als Zufall dahinter steckt. Aber die Beispiele alle zu benennen, würden nicht nur mich, sondern eine Menge anderer Leute, gefährden.
    Auch wir leben inzwischen in einer „lupenreinen Demokratie“ (siehe auch: http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E40BE6C3686E246CF92871350BBE0539F~ATpl~Ekom~SKom~Ak~E268700.html)

  92. @FritzV: Es ist leider so,...
    @FritzV: Es ist leider so, dass das Einfordern der Beachtung von Grenzen bereits als elitaer gilt.
    @ D.A.: noch frueher. Saturnalien.
    @pildwisser: Wenn sich dieses Thema erledigt hat, gehe ich gern in Keller um mein Niveau zurueck in die Bel-Etage zu bringen.
    @rennfahrer biebele: Das weiss ich. Ist aber sinnlos. Wird sofort geklaut. Besonders der Akku.

  93. Herold, in all Ihern Texten...
    Herold, in all Ihern Texten schwingt immer etwas sehr ideologisches mit. Die Themen dieses Blogs werden von Ihnen zum Beispiel meistens unter Zuhilfenahme ideologischer Begriffe und Definitionen beantwortet. Das hört sich auf Anhieb zwar sehr gut an, denn belesen sind Sie ja ausserordentlich, jedoch vermisse ich persönlich dabei die rationale, logische Analyse; die nüchterne Realitätserkenntnis. In Ihren Argumentationen gibt es immer gleich „linke“, „rechte“, „Sozialisten“ oder „Kapitalisten“.
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    Ihre „Reservearmee“ impliziert das Vorhandensein einer Struktur innerhalb der Polizei mit ideologischem (!) Hintergrund, die sogar soweit gehen kann, einzelne Personen im Gefängnis „auszuschalten“ und sogar eine „Reservearmee“ bilden möchte – dazu müssen aber viele verschiedene Personen an völlig unterschiedlichen Orten miteinander kommunizieren. Das halte ich für unwarscheinlich. Bis jetzt hat sich immer noch das Prinzip von Occam’s Rasierklinge bewarheitet: Sie besagt, dass von mehreren Theorien, die den gleichen Sachverhalt erklären, die einfachste zu bevorzugen ist. Und das ist nunmal nicht die, daß es innerhalb der Polizei den Masterplan einer „Reservearmee“ gibt, das ist einfach viel zu kompliziert.

  94. Saturnalien? Ich denke an eine...
    Saturnalien? Ich denke an eine „Volksfest-episode“ anno 95. Ich wartmit Freunden an der Bergstrasse und es war „Kerwe“.
    Wir hatten, zwangs Enge unsere Vehikel auf der Strasse gelassen.In der Nacht sind die Depperten ueber unser Wagen „gelaufen“!Der Schock war unterschiedlich: Mein Volvo-Break und der Bentley meines Feundes hatten nur Fussabdruecke; der DB meines Schwagers…..,Dellen,Dellen, nein,eher Krater! Dann kam die Polizei und nahm auch noch mit Folie Abdruecke der Fussabdruecke. Es war die typische deutsche Beamten-Parodie
    But never the less, Don Alphonso, Volksfeste hasse ich auch! Und grad heute, in MC,angrenzend an France, konnte ich dem „Volksfest 14.Juillet nicht entgehn.
    Normalerweise fliehe ich tagsueber aufs Meer,aber die See hats heut nicht zugelassen

  95. Ein Haus, das mit seinen...
    Ein Haus, das mit seinen Bewohnern verwachsen ist
    @Mawu: Also: Es ist im Allgemeinen nicht leicht solche Strukturen aufzudecken, denn sie sind natürlich verdeckt. Ich empfehle zur Lektüre Jürgen Roths einschlägig bekannte Bestseller (Ermitteln verboten, Anklage unerwünscht, Der Deutschland-Clan…). Jürgen Roth kann sich Personenschutz leisten, ich nicht. Wie so etwas dann von innen betrachtet aussehen kann, erfährt man in Tim Weiners „CIA“. Es zeigt die Methoden, den unglaublich banalen Praktizismus wie den brutalen Pragmatismus. Diese ideologischen Strukturen sind tatsächlich vorhanden. In aller Regel speisen sie sich aus dem bekannten Antikommunismus, aber auch aus einem gewissen Rassismus – Antisemitismus/Antiislamismus (letzteres stellt aber u.U. kein Hindernis dar, mit sog. islamistischen Terroristen ebenso gemeinsame Sache zu machen, wie mit rechtsradikalen jüdischen Gruppierungen, bzw. deren ideologische Matrize zu benutzen) -, vor allem aber aus dem Bewusstsein, dass man die Macht dazu hat (die weiße Herrenrasse ist, u.U. oder die herrschende Nation), alles zu tun, was nötig ist. Das Recht ist immer das des Stärkeren, nicht des Zögerlichen, sondern das des Zupackenden, des seine Chance nutzenden. Das alles ist Ideo-logie, nämlich die Logik einer gesellschaftlichen Ordnung, die Paralogik. Einer ganz gewissen. Man stelle solches und eine dementsprechende Gestalt einer noch indigenen Einwohnerschaft im südamerikanischen Dschungel vor. Dort wo vielleicht noch Kannibalismus herrscht (denn Kannibalen sind diese Herrschaften gelegentlich ja auch, nur ganz andere: sie fressen ganze Gesellschaften, ganze Völker, ja sich selber – sind „Autokannibalen“/Robert Kurz). Ich glaube solche Leute würde man dort nicht mal verspeisen wollen, denn die hielte man für ungenießbar. Leute verspeisen, damit will man sich ihrer Seele vergewissern, mit diesen Unsterblichkeit erlangen. Aber was will man mit solchermaßen „entseelten“ Gestalten, Gestalten die keinerlei gesellschaftliche Moral verkörpern, da nur wertlose Ideologie. Womit hätten sie sich verdient gemacht?
    Es zeigt sich, dass es oft gar keine offen formulierte ideologische Strukturen sind, sondern ganz banale „Geldgier“ (mag auch als ideologische Struktur gelten) die da die Triebfeder für ist. Gewisse Ideologien erweisen sich als nützlich, andere als weniger nützlich. Aber das ist eben „Ideologie“, nämlich der Pragmatismus einer sich in der Untergangsschleife befindenden herrschenden Klasse.
    Ich ganz persönlich hatte vor jetzt schon mehreren Jahrzehnten das höchst zweifelhafte Vergnügen (mir wird es heute noch schlecht, bei den Gedanken daran) solche Strukturen innerhalb der türkischen Polizei (in Verbindung mit deutschen Dienststellen) kennen zu lernen, ganz persönlich. Teile meiner Kenntnisse hierüber habe ich in der FAZ als Leserbriefe verstreut untergebracht. Sehr lange Zeit konnte ich darüber überhaupt nicht berichten, da ich als Quelle sofort erkannt worden wäre, und ich damit meine damalige Familie in Gefahr gebracht hätte (mich natürlich auch). Und auch mehr möchte ich auch jetzt nicht dazu sagen, obwohl es viel mehr dazu zu sagen gäbe, besonders im Hinblick auf die Verbindungen zu gewissen deutschen Dienststellen (Kripo, Verfassungsschutz, BND…).
    Es erstaunte mich selbst mit welcher Selbstsicherheit diese Leute mit ihrer solchermaßen „freigewählten“ ideologischen Maske umgehen (in meiner Umgebung sahen sie aus wie ganz normale Leute, gut gekleidet, immer bei Laune, spentabel, das Monster bemerkte ich erst in ihrer eigenen Umgebung). Waren sie doch recht eigentlich Schauspieler. Sie wähnen sich sicher, als die Herren eines Landes, einer Stadt…Die Rolle wirkt ihnen plötzlich wie auf den Leib geschneidert. Und dazwischen liegen nur 3000 km Fluglinie, von der einen Rolle zur anderen. Aufgrund ihrer Macht und auch der sie umgebenden Strukturen verfügen sie nunmehr frei über alle Mittel. Ihre Spentabilität kommt einem plötzlich zuwider. Weitere Strukturen in nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche erschließen sich ihnen wie von selbst. Sie sind Polizei, sie sind Gangster, sie verkörpern die öffentliche wie private Macht, selbst der Chauffeur eines solchen Banditen hatte Privilegien, durfte töten wen er wollte, wenn er wollte.
    Das ist keine Verschwörungstheorie, keine Horrorfantasie, das ist Realität des Kapitals. Ich behauptet sogar, dass die anonymen Strukturen des Kapitals, die abstrakten, gar nicht funktionieren können ohne solch höchst banalen, mehr vorzeitlichen Clanstrukturen entsprechenden als modern repräsentativen. Nicht jeder Kapitalist ist ein Bandit, aber ohne dieses Banditentum kein Kapital an der Macht. Die Mafia wie die Kirche sind zwei unersetzlichen Säulen dieser Gesellschaft, ohne diese keinen wirklichen Staat, denn keine Manifestation von Ideologie. Ideologie wir dort nicht mehr geschrieben, sie wird gelebt. Nur dort ist Ideologie anfassbar/fassbar. Wir müssen nicht nach Italien gehen und uns eine dementsprechende „konzertierte Aktion“ quasi auf dem Weg einer katholischen Prozession anschauen, denn auch wir erleben gerade eine Wiederkehr von Clanstrukturen, da das Kapital verwildert, teilweise zerfällt, und damit seine politische Macht demaskiert.
    Was ist der Unterschied zwischen einem Putin, der bekanntermaßen Geheimdienst, Mafia, Kapital und politische Macht vereint und einem, na sagen wir mal Franz Josef Strauß (Gott hab ihn selig)? Nur die Mafia konnte man diesem nicht nachweisen – bis zu seinem Tod (in Pullach saß seine Hausmacht, und zwischen CSU und dieser konnte man ehe nicht unterscheiden) -, aber es hätte nicht viel gefehlt. Waffengeschäfte sind fast immer mafiös, so wie Prostitution; oder hat jemand schon mal einen Priester gesehen als Zuhälter oder als Waffenhändler? Einen Politiker doch wohl nur deshalb nicht, weil das nicht gut ankäme! (Es gab aber da einen, auch der ist tot, jener von der FDP, und der war Waffenhändler! Seine ideologische Maske war der Antisemitismus. Das war er seinen arabischen Geschäftsfreunden schuldig.) Und Straußens Sohn Max hat da heute noch seine liebe Not bei. Über die Geschäfte dieser Branche plaudert man nicht, das kann tödlich sein. Wir werden sehen, ob der Schreiber seine Überstellung aus Kanada überhaupt überlebt. Ein Kohl schweigt schließlich auch ganz beherzt/unbeherzt bezüglich seiner Leunageldwäschegeschäfte, denn dahinter stand die französische Waffenindustrie, wie man längst weiß. Wann will schließlich nicht mit einem ungesicherten Fallschirm vom Himmel fallen. Wenn das alles Ideologie ist, dann ist die Realität „ideologener“ (man verzeihe mir die Wortschöpfung) als wir wahrhaben wollen.
    „Reservearmee“ ist ein technischer Begriff, aus dem Militär, in der Soziologie wird er nur analog verwandt, dort ideologisch schimmernd („die Reservearmee“ aus Arbeitslosen), aber im alltäglichen Geschäft (und dieses Geschäft hat auch formal viel mit einem „Waffengeschäft“ zu tun, und für diese Leute ist Politik immer auch ein Geschäft, identisch mit Geschäft, siehe auch Tim Weiner zu gewissen CIA-Größen) ist er ein ebenso rein technischer. Aber nunmehr ist diese Reservearmee kein Ding mehr, und doch etwas ideologisch aufgeladenes, denn eine Geheimarmee, eine verheimlichte, eine paramilitärische Institution, ein dem Volk nicht mehr zugängliches, ein Mythos. Die wahren Mächtigen haben diese Macht auch nur aufgrund dieser Identität von Geschäft, Politik und Technik, incl. der Technik einer „Geheimarmee“. Das schafft ihnen Macht wie Mythos. Jede Revolution, jeder Aufstand, jeder Staatsstreich, bringt das Zutage. Und „Ideologie“ müssen sie nicht haben, all diese wie jene, sie sind die Ideologie. Ideologie ist ihnen, was dem Don seine Nobelhütte ist, mit einer Menge Räume, manche davon gar noch nie bewohnt, sie wohnen drin, aber so, dass man sie nicht daraus entfernen kann (was für den Don natürlich nur bedingt gilt – vermutlich). Sie sind das Haus, das Gebäude, der Raum dessen, in dem ein Adam Smith nur eine „unsichtbare Hand“ entdecken wollte/konnte. Die Unsichtbarkeit kommt daher weil alles sichtbar ist, aber als solches nicht wirklich begreifbar, nicht fassbar all zu oft. Sie wollen es ja auch nicht fassen, was ich Ihnen da erzähle, sowenig wie ich fassen wollte, als man es mir erzählte, grausam vorführte, demonstrierte, unwiderruflich deutlich machte. Und mir damit klar machte, wie ordinär Kapitalmacht doch ist. So ordinär, dass sie auch kriminell sein kann, ohne Übergang.
    Ein Haus, das mit seinen Bewohnern verwachsen ist, wer will solches glauben?

  96. @Devin08: Die Länge, die...
    @Devin08: Die Länge, die Ausführlichkeit, Ihrer Antwort deutet daraufhin, dass mawu mit seiner Kritik ins Schwarze getroffen hat.

  97. In meinem Studentenwohnheim...
    In meinem Studentenwohnheim pflegte unser Hausmeister das sadistische Hobby, regelmäßig frühmorgens (also noch vor acht Uhr) mit seinem kindgerechten Traktorrasenmäher unter den Balkonen hin- und herzufahren – bis jemand von uns einmal eine Fahrradkette im Gras „verlor“.
    Es lohnt sich wirklich, nicht jede Zumutung hinzunehmen.

  98. @Besucher: Ja, ja, der...
    @Besucher: Ja, ja, der zivilisatorische Fortschritt ist schon enorm. Früher, ohne diese neuen Beeinflussungs-Techniken, ließ sich ohne körperlichen Einsatz bei solchen Menschen keine Verhaltensänderung bewirken.

  99. Wir scheuen uns vor uns...
    Wir scheuen uns vor uns selber
    @Saum: Das macht nichts, das Thema war ehe mal fällig, und gerne treffe man auch bei mir ins Schwarze. „Ideologie“ ist ein oft gebrauchtes Wort, und doch scheut man es, wie ein Reh den Geruch des Jägers. Nur im Unterschied zum Reh: hier scheuen wir uns vor uns selber. Und: Verschwörungstheorie, auch so ein Totschlagsargument, auch die sog. „Verschwörung“, die ja recht eigentlich gar keine ist, gehört i n die Theorie, als durchaus basale Kategorie. Ich habe den Versuch dazu unternommen. Denn das wollte ich deutlich machen: Ideologie und „Verschwörung“ sind die zwei Seiten einer Medaille. „Verschwörung“ existiert dort, per se, wo Ideologie gelebt wird – nicht gelehrt, nicht verinnerlicht, nicht immateriell vorausgesetzt – materiell gewordene Ideologie, einfach gelebt, veräußerlicht. Die idealen Tummelplätze dafür sind Mafia, Geheimdienste, gewisse Bereiche der Polizei und des Militärs, also der ganze politisch (ideologisch) motivierte Repressionsapparat. Ist das ein Zufall?

  100. Jesses, Devin08, kommen Sie...
    Jesses, Devin08, kommen Sie doch mal wieder runter. Das hier ist eine nette, mehr oder minder sinnfreie, wenn auch amüsante und gelegentlich geistreiche Plauderei, die aber die Welt nicht verändern wird. Noch ein Täßchen Tee?

  101. ...
    @Devin08
    Verschwörungstheorien sind immer ein dankbares Thema, auch Trolle nahmen so in zahlreichen Foren ihren festen Wohnsitz .
    Um so leichter läßt sich diese Ansammlung von Verdacht unappetitlicher Rechtsbrüche bewältigen, wenn unabweisbar gerichtsfeste Fakten nachgereicht werden.
    Das eine oder andere vielleicht aus x-ter Quelle gehört und dann variiert weitergetragen, eine mehr oder weniger vergebliche Übung.

  102. Tortenlimbo... naja,...
    Tortenlimbo… naja, dummerweise gibt es aus dem echten Limbo keine Rettung. Aus dem der Torten aber einen (oder zwei): Bloggen (und evtl. Bergwandern).

  103. @Filou
    Das Weidezaungerät...

    @Filou
    Das Weidezaungerät stellt man ja auch ins Haus…
    Draußen braucht man nur ein paar Drähte spannen…
    Wirkt Wunder… ;-)

  104. @ filou: Denn mal los! Ihr...
    @ filou: Denn mal los! Ihr Thema hat sich nämlich erledigt, und während hier alle wie das Milchvieh über Weidezäune räsonniert, hat sich der Hausherr nach Benediktbeuren verfügt (ein Ort, der zum Schlafe lädt, und so wirkt das…)

  105. Ich bin zurück an der Arbeit...
    Ich bin zurück an der Arbeit mache gerade die Bilder und melde mich in zwei Stunden (man wird doch noch in Ruhe Familienfeste begehen dürfen)

  106. @ Don: nö, die Zeit ist...
    @ Don: nö, die Zeit ist vorbei. Wozu ist man erwachsen?

  107. So erwachsen wird man in...
    So erwachsen wird man in besseren Kreisen nie sein, sonst wären es keine besseren Kreise.

  108. @Don Alphonso: "So erwachsen...
    @Don Alphonso: „So erwachsen wird man in besseren Kreisen nie sein, sonst wären es keine besseren Kreise.“ Um logische Fehlschlüsse zu vermeiden, möchte ich kurz darauf hinweisen, dass Nichtzugehörigkeit zu den besseren Kreisen nur notwendige Bedingung für Erwachsenheit ist, aber beileibe keine hinreichende Bedingung.

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