Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das stilvolle Überleben der Pandemie IV: Schöner Schweinegrippen mit Vermögenssteuer

| 88 Lesermeinungen

Sterben ist bekanntlich nie das, was man so gemeinhin als schön bezeichnet, und was man so hört, soll Schweinegrippe als Todesform auch nicht gerade angenehm sein - von der unpassenden Benennung mal ganz abgesehen. Besonders übel jedoch wäre es, zu sterben und dabei genug Zeit zu haben, sich über verpasste Gelegenheiten zu ärgern. Diesem tragischen Umstand könnte unser Staat jedoch mit einer mutigen Steuerpolitik abhelfen, denn bislang ist es so, dass Raffgier belohnt und Lebensfreude massiv besteuert wird. Eine saftige Vermögenssteuer könnte meine Schicht zumindest von diesem Übel erlösen.

Im Grunde ist es auch dasselbe, für was man stirbt, wenn nur für etwas Liebes gestorben wird.
Heinrich Heine, Italien

Einen Moment bitte, sage ich, und verweile an der Rezeption. Die Begleiterin, die schon in Richtung Frühstückssaal – leer und von allen anderen, weitaus disziplinierteren Gästen vermutlich schon vor vielen Stunden verlassen – gegangen ist, bleibt stehen, und ich lese, was da in der Zeitung steht.

Nun, fragt die Begleiterin.

Achtzehn Italiener von der Schweinegrippe angesteckt. Und alle kamen sie aus Mallorca. Ich finde ja, man sollte die Krankheit Mallorcaschweinegrippe nennen.

Ach so. Wir nehmen einen Tee und einen Kaffee, instruiert die Begleiterin reichlich desinteressiert den freundlichen Herrn Ober, und schert sich nicht weiter um die 18 Italiener, die sich in der Quarantäne nun vermutlich wünschten, sie wären auch lieber nach Meran gefahren und dort am Pool geblieben.

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Dort nämlich, sagen wir mal, im Palace Hotel oder im Bavaria, könnte man als junger Mann auch seinen Spass haben. Wo sich blühende Parklandschaften um alte Kurarchitektur ausdehnen, wo der Bentley neben der S-Klasse in der Tiefgarage schläft, wo man wohlig zur Kenntnis nimmt, dass im Wirtschaftsteil der F.A.Z, der Mehrwertsteuererhöhung in reichenfreundlicher Weise das sanfte Wort geredet wird, wobei der Autor Clemens Fuest leider vergisst, sich auch ein paar Gedanken über eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer zu machen – dort könnte man mit ein paar klugen Anmerkungen mehr Aufsehen erregen, als mit, sagen wir mal, einer Freundin aus dem schönen Sachsen, flächig tätowiert und mit Piercings dem Emmentaler angenähert, mit blonden Strähnchen und pinkfarbenem T-Shirt mit erkennbar falschem Gucci-Aufdruck, die ihre Füsse mit strassbesetzten Stilettos auf den Tisch legt und das Bier aus der Flasche trinkt. Im fernen Mallorca kann man sich gar nicht so daneben benehmen, dass man damit Aufmerksamkeit erhielte – hier jedoch…

gibt es dazu eine bessere Alternative, und deshalb möchte ich sagen: Ja. Ich bin für Vermögenssteuern. Nicht nur kosmetische Steuern, um bei den Wählern zu punkten. Wirklich heftige Vermögenssteuern, gern progressiv bis zum zweistelligen Prozentbereich, und knappe Freibeträge, und somit für eine Regelung, die so gut wie alle meine Bekannten und erst recht deren Eltern voll treffen würden. Denn dank der Wirtschaftskrise hat Deutschland enorme Schulden aufgehäuft, die man möglichst schnell bezahlen muss, bevor es uns wie England oder den USA geht. Es sind Schulden, die zur Rettung von Banken und grossen Konzernen aufgenommen wurden, und die wiederum gehören auf die ein oder andere Art und Weise meiner Schicht, und sonst niemandem. Sollte es demnächst wieder besser gehen, verdankt man das dem Eingreifen des Staates. Und natürlich ist es nur gerecht, wenn jene, deren Vermögen damit gerettet wurde, den Staat für seine Leistung entschädigen.

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Denn die Ärmeren haben in den letzten Jahren durch die Reallohnverluste schon genug dazu beigetragen, dass die Reicheren den grauen Kapitalmarkt mit seinen sinnlosen Film- und Hotelprojekten und die Schweizer Banken mit ihren Giftpapieren fördern konnten. Die Krise ist ursächlich auch entstanden, weil es bei den Reichen zu viel Geld gab, für das neue Produkte wie CDOs, Filmfonds und Immobilienprojekte erfunden wurden. Die Ärmeren dagegen, die angesichts der Durchleuchtung bei Hartz IV jeden Grund hätten, den Besitz der Sicherheit eines Schweizer Kontos anzuvertrauen, wurden mit der Abwrackprämie zu Opel Astras reingelegt. Manche sogar in Metallicfarben. Ich finde: Die leiden jetzt schon genug. Und ich bin mir sicher, dass die Bentleyfahrer im Palasthotel da auch nicht nein sagen können, wenn sie schon mal von einem Astra am Jaufenpass auf der langen Geraden zum Hospiz von 180 auf 40 ausgebremst wurden.

Wichtiger aber scheint mir das gesellschaftliche Signal zu sein, das mit einer knackigen Vermögenssteuer gesetzt wird. Als man 1997 die Steuer in Deutschland aussetzte, sagte der Staat seinen Reichen: „Nehmt, was ihr könnt, und behaltet es. Niemand wird kommen und es euch nehmen, egal wie viel ihr zusammenrafft.“ Es war ein Appell an die Sparsamkeit, an das Einkaufen beim Billigdiscounter, eine Aufforderung, das Vermögen zu vergrössern und es jenen zu geben, die die höchste Rendite versprachen. Und, wie jeder weiss, der heute nur im Palace zu Meran sitzt, statt in seiner inzwischen notverkauften spanischen Villa, nicht gehalten haben.

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Man hat gespart, man hat falschen Formschinken gegessen und sich an Zahlen berauscht, die nur fiktiv waren, man hat Jahre dem Anhäufen hingegeben, und würde es nach Clemens Fuest gehen, müsste man sofort wieder damit anfangen: Denn ohne Vermögenssteuer, aber mit höherer Mehrwertsteuer würde erneut das Raffen belohnt und das Ausgeben bestraft werden. Und dabei ist man alt. Und nicht mehr so gesund. Und da draussen laufen vielleicht noch Hunderte ebenfalls infizierter Italiener rum. Vielleicht arbeiten sie auch in der Wäscherei des Hotels. Vielleicht findet die Pandemie auch hierher. Nicht heute, nicht morgen, aber vielleicht im November, wenn man hier den goldenen Herbst geniesst. So ein junger Südtiroler Bauernbursch steckt die Pandemie weg. Aber die Schweinegrippe ist tödlich für geschwächte Menschen. Rentner. Kränkliche Rentner. Und wo sind mehr kränkliche Rentner als in Kurorten wie Meran?

Da sitzen sie also in ihren *****+-Hotels und Wellness-Ressorts, haben lange gespart und entsagt, und nun kommt die Seuche und rafft sie dahin. Die Vermögenssteuer kann den Tod auch nicht aufhalten, aber sie sagt: Gib Dein Geld lieber jetzt aus, nimm noch die Haselnusstorte im Cafe Imperial und kauf Deiner Gattin jeden Biedermeier-Schmuck bei Frühauf, den sie will, nimm immer gleich die Loge in der Oper, brenn das Geld lieber jetzt durch, lebe heute, bevor es die im November die erbende Verwandtschaft, oder noch schlimmer, am Jahresende der Staat bekommt, und es vielleicht an jene gesträhnte Sächsin mit der Tätowierung, dem Piercing, dem pinken T-Shirt und den Stilettos für eine Ausbildung zur Werbekauffrau in München gibt, wo sie dann deinen Sohn mit dem Eheproblem kennen lernt und…

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Es kommt eben nur darauf an, wie man es meiner Klasse vermittelt. Wirklich einschränken müsste sich dort ohnehin niemand, die elende Rafferei ist allein dem genussfeindlichen Zeitgeist geschuldet. Der Staat tut meiner Schicht etwas Gutes, wenn er Geldvermögen progressiv abschöpft. Er sollte es noch nicht bestrafen, wenn Eltern ihren Kindern zum Studium Wohnungen und kleine Sportwägen bis zu einem Boxster kaufen, aber zugreifen, wenn es nur noch um Anhäufung von Geld und damit Umverteilung der irdischen Güter geht. Das ist gut für den Finanzminister, es reduziert die Schuldenlast, es trifft jene, denen es de facto nichts ausmacht, oder es kurbelt die Wirtschaft an, wenn sie das Geld lieber verprassen. So oder so bleibt für alle mehr übrig, man hätte mehr Opulenz und Grandezza, das Leben wäre angenehmer, die Buffets besser und die Millionäre netter, denn sie würden von ihren Kindern auf der Heimfahrt mehr Parmaschinken aus den Lauben und Bergkäse aus St. Martin im Passeier importieren lassen, und dieses unmögliche Zeug im Supermarkt lassen. Sie könnten dem Tod durch die Schweinegrippe satt und zufrieden begegnen, als echte Oberschicht, die so gelebt hat, wie es sich gehört. Vielleicht mit einer Villa in Obermais, einem rauschenden Sommerfest mit Musikern und langen, weissen Kleidern für die Damen, man könnte all die Herrlichkeit der k.u.k.-Monarchie mit den Vorteilen der Moderne verbinden, alles wäre uns recht, solange es nicht der Staat bekommt – der es natürlich über Umwege durchaus bekäme, aber davor hätte man wenigstens noch seine Freud, wenn wir schon alle krepieren müssen.

Wir würden es schon so drehen, dass wir unter den Freibetrag kommen. Also, her mit der Vermögenssteuer! Erst wenn die Rendite der Champagnerhersteller und Edelwinzer besser ist als bei der Deutschen Bank, und wenn man in den Fluren der noblen Seuchenquartiere nicht mehr erkennen kann, wer in den Leichenstapeln von der Krankheit und wer vom Lebensglück verlöscht wurde, erst dann wird unsereins wieder begriffen haben, was wirklich die Vorteile des Reichtums sind.

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88 Lesermeinungen

  1. Die Vermoegenssteuer hat neben...
    Die Vermoegenssteuer hat neben dem Konsumanreiz noch den weiteren Effekt, Investitionen anzukurbeln, zumindest dann, wenn sie nur auf das disponible Vermoegen abzielt. Ich glaube naemlich auch nicht, dass die deutschen Unternehmer in Scharen das Land verlassen werden, sondern eher mehr Geld in ihrem Unternehmen belassen werden (vermoegenssteuerfrei), das dann bei heutigem Recht auch relativ steuerarm vererbt werden kann (wenn die Arbeitsplaetze erhalten werden, etc.). Folge sind ein hoeherer Kapitalstock in der mittelstaendischen Wirtschaft, dadurch weniger Abhaengigkeit von Bankkrediten oder alternativ hoeheres Wachstum, usw. Durch seinen erwirtschafteten Profit oder die Gestaltungsspielraeume hat der Unternehmer immer noch genug, um den im Blog beschriebenen Lebensstandard zu verwirklichen. Und sollte das gegeben sein, dann ist der Grenznutzen, den man aus seinem Gesellschaftsstand als Unternehmer in Deutschland zieht, fuer manche sicherlich hoeher als der fuenfzigmillionste Euro in der Tasche und ein Wohnsitz irgendwo im Ausland, wo die Nachbarn alle noch reicher sind. Vielleicht wuerde sogar der eine oder andere, der heute „einfach nur reich“ ist, neuerdings zum Unternehmer – man kann die Verwaltung ja an einen Manager oder sein „Family Office“ auslagern, somit ist der Tag genauso frei verfuegbar wie vorher.

  2. Erste!!!!

    Geschätzer Don,...
    Erste!!!!
    Geschätzer Don, dieses Thema ignorierte ich bisher vollständig, bis mir im New Yorker folgendes auffiel: http://www.newyorker.com/online/blogs/cartoonlounge/2009/05/top-secret-swine-flu-document-intercepted.html
    Es wäre doch schön, wenn Sie im Alto Adige oder Ihrem Gasthof demnächst etwas über „Prosciutto Cancer“ lesen könnten?
    Dies garantiert Lebensglück bis zur letzten Stunde, da keiner wirklich merkt, daß er sich statt einer Mahlzeit einen Virus bestellt…
    Liest die bessere Gesellschaft ihre Speisekarten gründlich oder werden nur die ersten Worte erspäht und dann verläßt sich der bessere Herr auf die Lügen der Menukreateure (Köche) in der Hoffnung, die bessere Dame möge nicht erraten, daß er der Speisen nicht kundig ist….?
    Wobei natürlich „Prosciutto“ sogar der schlechteren Gesellschaft schon bekannt ist.
    Also hier scheinen die Vorteile des Reichtums eher in dessen Nachteile umzuschlagen.
    Einen schönen und sonnigen Sonntag in Meran wünsche ich.

  3. @Don, sehr schön getextet....
    @Don, sehr schön getextet. Und in vorauseilendem Gehorsam hole ich mir, um richtig zu verprassen, „Christies iphone `n app“ mit 450 Katalogen im Handflächenformat. Kein Weg führt in diesen Zeiten an diesem Alleskönner vorbei. FZ/Kunstmarkt – Christies macht mobil

  4. Zapato, sher richtig. Um hier...
    Zapato, sher richtig. Um hier nur mal von jener Firma zu erzählen, in der mein Vater leitend tätig war: Da gab es zwei 600er Mercedes und zwei Chauffeure und zwei Firmenhäuser am Wendelstein, wo man sich mit Politikern und anderen Leuten traf. Und auch heute rpllen die ganzen schweren Wagen schon auf dem Firmenticket durch die Lande. So einfach ist es mit der Flucht ins steuergpnstige Ausland heute auch nicht mehr, wenn es um grosse Summen geht. Und für manche waren die letzten zwei Jahre sicher auch ein heilsamer Schock.
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    Auch muss man sagen, dass es in sachen Erbschaftssteuer genug Nachlässigkeiten gibt, da kann man sich in Deutschland nicht beschweren, und wer es doch tut, der wird halt Österreicher.

  5. Astarte, das Lesen der...
    Astarte, das Lesen der Speisekarten sollte eigentlich grundsätzlich möglich sein, wenngleich ich gestehen muss, dass es in jungen Jahren auch einen Bekannten gab, der grundsätzlich nur auf die rechte Spalte schaute und das Teuerste bestellte – verzogenes Einzelkind, das er war. Ich persönlich bin vegetarier und daher für Umbenennungen höchst unempfindlich, wenn es um Schinken geht; historisch ist es aber so, dass man eben zu den bekannten Metzgern in den Lauben geht und denen daheim etwas mitbrngt. Denn einerseits ist Coppa von Gögele immer noch etwas Besonderes, weil er eben echter schmeckt, und andererseits ist es auch erheblich billiger als in der Kleinmarkthalle.. Zudem ist es mit Melone das perfekte Sommeressen, sagen zumindest meine Eltern.

  6. Das Problem mit den digitalen...
    Das Problem mit den digitalen Katalogen ist nun mal, dass sie nie so gute Abbildungen haben. Ausserdem ist eine gewisse Auswahl an von Katalogen – etwa die Sammlung Hirsch, oder van Ahlen, oder der 98er Katalog zur Thyssen Tureen – stets Hintergrund und Ausweis beständigen Fachwissens. Es gibt einfach Kreise, in denen ein paar echte Bände mejr als nur Schmuck sind – selbst wenn es auch auf das Mobiltelefon passt.

  7. Dürfen wir - in Erinnerung an...
    Dürfen wir – in Erinnerung an die jüngsten Irritationen beim Reichtumsbegriff- noch erfahren, ab welcher Summe von einem „Vermögen“ gesprochen werden sollte, das es zu besteuern gibt?

  8. Werter Don Alphonso,

    die von...
    Werter Don Alphonso,
    die von Ihnen vorgeschlagene Vermögenssteuer im zweistelligen Prozentbereich wird tatsächlich den Lebensstil gewisser Kreise verändern, wie Sie richtig vermuten.
    Den wohl entscheidenden Punkt übersehen Sie aber: Man wird sich künftig nicht länger als 179 Tage in der deutschen demokratischen Republik aufhalten und den Rest des Jahres in den Bergen (wahlweise AT, CH, IT) verbringen.
    In der Folge würde durch diese Maßnahme nördlich der Alpen eher Grandezza verloren gehen.
    Mit Gruß
    H. Müller

  9. @Don, ich wußte, ich kann...
    @Don, ich wußte, ich kann mich auf Ihr Stilempfinden verlassen. Alter spanischer Adel eben.
    @anderl, mit Vermögen geht immer ein gewisses Mäzenatentum – Universitäten, Museen (Thyssen etc.) etc. einher, also andere am eigenen Vermögen teilnehmen lassen zu können. Für mich ein einleuchtender Unterschied.

  10. Vermögenssteuer? Ja, bitte!...
    Vermögenssteuer? Ja, bitte! Ich liege mit meiner halben DHH sowieso unter der Bagatellgrenze. Außerdem verbringe ich 180+x Tage im UK, also juckt mich das nicht. Da fällt mir ein: In UK und USA gibt es doch schon eine Vermögenssteuer. Warum sind die dann trotzdem pleite? Lieber Don, recherchieren Sie!
    Nach Adam Riese genügt die Vermögenssteuer, auch die progressive, trotzdem nur, um die Zinsen für die Staatsschulden=für die reichen Staatsanleihenbesitzer zu zahlen. Wie kitzeln wir die Einnahmen hoch zur Tilgungsgrenze?
    Okay, Schritt für Schritt. Die Reichen müssen mal wieder (wie die Kinder) Grenzen erlernen und zu spüren bekommen. Grenzen der Rendite, des Vermögens, der Legalität. Aber diese Lernprozesse sind sehr langsam, unser Wirtschaftsmillionärminister sehr populär, und das exponenzielle Schuldenwachstum scheint mir schneller zu beschleunigen als ein Sunbeam oder Lamborghini.
    Fazit: Die Reichen, denen ja in der Tat alles gehört, haben beschlossen, die Show weiterzuspielen, bis die Zinsen das Staatsbudget übersteigen. Auf diese Weise bleiben uns noch einige Legislaturperioden Spass. Danach muss jeder in den Sachwerten sein wie bei der Reise nach Jerusalem. In diesem Sinne ein motoristisches „Shalom“.

  11. Driver, die hlchsten...
    Driver, die hlchsten vermögenssteuern in Europa haben – die Schweiz und Luxemburg. Beide nicht gerade Pleitekandidaten. Und ich hoffe doch, dass bis zur Wahl der ein oder andere versteht, dass der Wirtschaftsminister und die FDP von der real existierenden Wirtschaft so viel verstehen wie, sagen wir mal, der Halsabschneider vom Raubmord.

  12. H. Müller, ja, das ist eine...
    H. Müller, ja, das ist eine schöne Theorie. In Österreich werden wir knackige Veränderungen erleben, Italien wird doch einiges von seinem Reiz verlieren, mal ganz abgesehen von den Problemen des dauerhaften Wohnsitzes, und die Schweiz kann und will sich auch nicht jeder leisten – unter Schweizern leben ist fast so angenehm wie unter aus Halle zugezogenen Berlinern.
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    Ich habe hier aber einen Prospekt über eine Art Staat im Staate in Montenegro, direkt an der Küste mit allem westlichen Komfort, eigener Sicherheit und den lahmsten Finanzbehörden Europas, die gar nicht erst reinkommen. Die Initiatoren suchen gerade Geld. Wenn die Regierung dort so bleibt, wie sie ist, könnte das eine Alternative sein.

  13. Lieber Don,
    wenn Sie sich mit...

    Lieber Don,
    wenn Sie sich mit solchen Pamphleten mal keine Feinde machen! Wie werden Sie ihre Kolumne hier fortsetzen, wenn Ihre Bekannten aus „Ihrer Klasse“ den Rücken kehren? Wenn Sie ihr soziales Kapital verspielen und Ihr finanzielles demnächst progressiv besteuert wird, von welchen Zinsen wollen Sie dann leben?

  14. Anderl, ich denke, ab einer...
    Anderl, ich denke, ab einer viertel Million Geldermögen für Allleinstehende sollte man langsam mal anfangen und dann weiter zulangen. Viel wichtiger aber erscheint mir das Signal, dass man besser ausgeben als wuchern sollte.

  15. hansmeier555, man kennt meine...
    hansmeier555, man kennt meine nicht unbedingt systemkonformen Ansichten, und ausserdem ist die Forderung nach Vermögenssteuern auch in diesen Kreisen häufig zu hören – solang man den Freibetrag oberhalb des eigenen Vermögens ansetzt. Ich würde natürlich gern von Zinsen leben, aber wie es nun mal so ist: Ich bin praktisch besitzlos, wohne in einem Konglomerat zweitklassiger Lagen und Stadtpaläste, und sehe mich gezwungen, mein dasein mit dem Schreiben zu finanzieren. Aber meine Klasse schätzt es bisweilen, ein wenig hinabzusteigen, sich an meinem nur Dreistern-Elend zu ergötzen und geistreiche Bemerkungen mitzunehmen.

  16. Lieber Don,

    in Ihrem Blog...
    Lieber Don,
    in Ihrem Blog „Die Neureichensteuer“ vom 20.4. (http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/04/20/die-neureichensteuer.aspx) hatten Sie noch eine etwas andere Einstellung:
    „Hier zeigt sich dann auch die – manche werden sagen Schwäche, ich jedoch finde Vorteilhaftigkeit – des sozialdemokratischen Ansatzes: Denn mit vorhandenem Vermögen kann man Steuern besser ausweichen, als mit einem hohen Einkommen. Für einen Wohlhabenden, der schon hat und zufrieden zwischen zwei, drei Wohnsitzen pendelt, ist die „Reichensteuer“ kein Problem, das man nicht mit einer Denkmalschutzimmobilie und deren Geltendmachung in den Griff bekommen könnte.“
    Wie kommt’s zum Sinneswandel?

  17. Gudaun, die "Reichensteuer"...
    Gudaun, die „Reichensteuer“ bezog sich auf das Gehalt der Reichen. Also eher auf Neureiche, bei denen das Gehalt eine relevante Grösse ist und die sonst nichts haben. Ich bin aber auch der Überzeugung, dass angesichts der enormen Schuldenlast und der Probleme des Staates auch die sog. Altreichen ihren Beitrag leisten sollen und müssen, denn zu deren Rettung wurde das ja veranstaltet.

  18. Verehrter Don,

    köstlich, wie...
    Verehrter Don,
    köstlich, wie ich Ihre Fin de Siècle Beschreibung der protestantischen Unkultur versus des immerhin lebensbejahenden Katholizismusses römischer Prägung geradezu schmecken kann. Das Rezept für eine Steigerung der Genüsse liegt sicherlich in der Kompromisslosigkeit warmer Körper im langsam aber dann doch sehr konsequent heraufziehenden Bürgerkrieg. Geruch und Geschmack – mehr bleibt nicht vom Leben.
    Sonntägliche Grüsse
    Doktor Benway

  19. ... ich denke, ab einer...
    … ich denke, ab einer viertel Million Geldvermögen für Allleinstehende sollte man langsam mal anfangen …
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    Aber wie bewerten wir die bebauten Grundstücle, wie das landwirtschaftliche, gewerbliche und freiberufliche Betriebsvermögen? Wie irgendwelche Rechte und Anwartschaften auf eine private oder staatliche Rente?
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    Ich nehme übrigens an, dass die Vermögensteuer kommen wird. Schon allein deswegen, um das Volk bei 25% (ermässigter Steuersatz 15%) Umsatzsteuer ruhig zu halten. Spätestens mit der Pkw-Maut ist sie dann da.

  20. Heute fühle ich mich zum...
    Heute fühle ich mich zum ersten mal provoziert, einen Blogkommentar zu schreiben. Ein Vegetarier, der so großzügig liebevoll übers Kaufen von gutem Schinken schreibt, einfach schön.
    Könnten Sie, als Experte für Bayern und Italien, nicht mal in eine württembergische Kleinstadt reisen und die heuchlerischen Pietisten aufmischen? Vom Masochismusanteil für Sie selbst könnten Sie sich in der Natur erholen.

  21. ich mag das.
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    bitte dabei...

    ich mag das.
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    bitte dabei etwas debussy & zitronencremetorte [wegen der hitze etwas leichtes] auf dem rosenthaler.

  22. Das ist wieder ein sehr...
    Das ist wieder ein sehr schönes Eingangszitat. Mir persönlich, als bekennender Kunstbanausin, sind die Jungs aber noch wesentlich lieber, wenn sie sich dazu aufraffen können, für etwas Liebes zu leben, als ihr schönes, langes Leben lang dekorativ und bildschirmschonend dahinzuscheiden.

  23. Herrlich überspitzt, diese...
    Herrlich überspitzt, diese Vorschläge.
    Andererseits: in der deutschen Steuerliteratur, -rechtsprechung hat sich das der „Gerechtigkeit“ verpflichtete „Ausnahmenwesen“ eingenistet, daher auch im Resultat die niemals ausreichenden Einnahmen.
    Sollte nun jemand auf die Idee kommen, den Luxus etwas heftiger zu besteuern, da wissen die französischen Hersteller ehemals renommierter Fahrzeuge höchst jammervolles zu berichten, auch über die dabei verlustig gegangenen Beschäftigungsmöglichkeiten.

  24. Mors certa, hora incerta; ob...
    Mors certa, hora incerta; ob man sich die Seuche von einer gesträhnten Metze mit – igittigitt – straßbesetzten Trippe(r)lchen abholt oder sich dann doch lieber die Psittakose von seinem Lieblingjagdfalken auf der Beiz kredenzen läßt … da nhme ich doch lieber Letztere(s). Charmanten Sonntag noch.

  25. Driver, eine halbe DHH? Das...
    Driver, eine halbe DHH? Das ist in der Tat zu beweinen. Ein Viertele darauf!

  26. Ich bin praktisch besitzlos,...
    Ich bin praktisch besitzlos, wohne in einem Konglomerat zweitklassiger Lagen und Stadtpaläste, und sehe mich gezwungen, mein dasein mit dem Schreiben zu finanzieren. Oh, schlimmer als ich dachte. Halten Sie die Ohren steif!

  27. sterne! es kommt noch...
    sterne! es kommt noch schlimmer, ich habe mich ja nur reich gerechnet, damit der don mich freischaltet. ich habe in wirklichkeit keine halbe DHH, sondern nur ein halbes halbendreihenhaus (sic!). und dann sind auch noch schulden drauf. zum mittelstand sind eben wirklich alle unfair, und dann lachen noch alle drueber. jetzt will der don mich ab einer viertelmillion besteuern, d.h. kaum habe ich abbezahlt, kommt schon wieder der fiskus? da waehle ich lieber meine suburbane-F.D.P. und geniesse noch einige semester die verschuldungs-party! aus dem mittelstandsbauch beste gruesse

  28. Werter Don,
    "Ich würde...

    Werter Don,
    „Ich würde natürlich gern von Zinsen leben, …“
    „Weltbild plus“ müßte doch eigentlich einen ganz netten Mietzins einbringen.
    Hoffentlich ist dieser an den Umsatz gekoppelt. Solange die Leute am Glauben festhalten, wird der Weltbild Verlag profitieren, gerade in der Krise und wg der drohenden Grippe.

  29. Was Beamte und Vermögende...
    Was Beamte und Vermögende noch viel mehr fürchten, als Vermögenssteuer (im Zweifel hat man dann kein Vermögen mehr, zumindest kein eigenes), ist die Veranlagung zu Sozialabgaben ohne Bemessungsgrenze. Dies geschieht in der bekanntermaßen kommunistischen Schweiz, wo man sogar auf die fiktive Miete bei selbstgenutztem Wohnraum Steuern und Sozialabgaben zahlen muss und es keine Beitragsbemessungsgrenze gibt.
    2008 wurden 27,6% des deutschen Bundeshaushaltes, 78,3 Milliarden Euro in die Rentenversicherung zugeschossen, nur damit Beamte und Vermögende beitragsfrei bleiben und die Bemessungsgrenze bleibt.
    Die FAZ weigert sich seit Monaten, diese Zahlen zu veröffentlichen. Da kommt eine Vermögenssteuer-Debatte (Neiddebatte) gerade recht, obwohl Fachleute die Einnahmen daraus auf max. 4 Mrd. Euro schätzen.
    Es geht aber um 78,3 Mrd. Euro – pro Jahr!
    Das ist fast doppelt soviel, wie die Zinszahlung des Bundes bei den jetzt gesunkenen Zinsen. Tatsächlich wird die Neuverschuldung von Bund und Ländern nach all diesen Geschenken bis 2013 bei 1,13 Billionen Euro liegen (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30607/1.html) Da wird in Köln, München und Oxford noch viel Potential in der Mehrwertsteuer entdeckt werden. Vorschlag für FAZ-Leser: Leistungsträger sollten nicht nur von Sozialabgaben, sondern auch von der Mehrwertsteuer ausgenommen werden, denn ohne sie gäbe es ja gar keine Produkte, also auch keine Arbeit, um sie herzustellen, also auch keinen Staat, um sie zu besteuern.
    Das sollte hier mal gesagt werden.

  30. Liebesgejammer, Leichentücher...
    Liebesgejammer, Leichentücher und der Unsinn von der Reichensteuer
    Ich ahnte es: Heine war doch Nihilist. Sein Liebesgejammer war nur die Kehrseite seiner Todessehnsucht. Marx hatte deswegen öfters mit ihm zu Schaffen. Ich sage das, obwohl ich ein wirklicher Fan von ihm bin, besonders bzgl. des „Leichentuches“ (wieder dieser Tod!), das da von den Webern gewebt worden sei, aber Kritik lohnt sich nur an denen, die man schätzt.
    Daher kommen von mir auch keine Gedanken zu den Reichen, wie man die besser schröpfen könnte, das wäre der Mühe zu viel, mal abgesehen davon, dass das nicht geschieht, denn wer hat denn die Macht in diesem Staat?
    Man sollte sich Gedanken machen, wie man sie am elegantesten los wird, und wie man die Massen dafür begeistern könnte – nicht nur dafür, wie man sie los wird, das wäre zu wenig, sondern wie man sich von ihrem Einfluss befreit, und eine Gesellschaft aufbaut, wo eine Reichensteuer keinen Sinn machen würde, so wenig wie Transferleistungen an Arbeitslose.
    Dass die Schweinegrippe über Mallorca nach Europa kommt, scheint mir nicht von ungefähr. Spanien, und dazu gehört nun mal Mallorca hat die engsten Verbindungen zu Mexiko – beide sind sie nun mal auch spanisch sprechend. Vielleicht kommt bald die Quarantäne über alle spanisch sprechenden Nationen?

  31. Doktor Benway, Bürgerkrieg in...
    Doktor Benway, Bürgerkrieg in Deutschland? Nichts könnte ferner liegen, nicht mal Politik, die den Namen verdient von Frau von der Leyen.
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    Auch so einer, mit dem Immobilienvermögen ist es nicht so leicht, da einen Wert festzustellen. Ich würde mich da lieber an einfach verifizierbare Vermögen halten.

  32. Konfuzius sagt, ich war da...
    Konfuzius sagt, ich war da schon mal, sogar länger. Tübingen und Stuttgart. War schwer zu ertragen. Aber ich denke, die leute dort werden sich einfach verstellen uns so tun, als sei alles in Butter. Man wünscht mich ja oft an Orten, wo es mir nicht gefallen sollte, und eher selten dort, wo ich sofort hinfahren würde. Woran das wohl liegt?
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    Swina, gern. Im Cafe Imperial haben sie sogar signierte Teller.

  33. missino, Heine bezog das...
    missino, Heine bezog das ausschliesslich auf das tatsächlich irgendwann unvermeidliche Ende, hier: Den südtiroler Freiheitskampf.
    codizil, dass all die feinen Abschreibungs- und Steuerve3rmeidungsmodelle der deutschen Banken unter Strafe zu stellen sind, versteht sich doch von selbst. Gerade wegen der Gerechtigkeit.

  34. Steuervermeidung weg....
    Steuervermeidung weg. Einkommensteuer rauf. Alle müssen in GKV und Rente einzahlen ohne Kappung. So dass jemand mit 250.000 oder mehr Jahreseinkommen auch wirklich 50% abdrücken muss (und nicht 35 (oder so) wie aktuell). Dann eine Erbschaftssteuer, für alle, die ihr Geld nicht während ihres Lebens verprasst haben.
    Wenn das alles wäre, könnte man auf die Vermögenssteuer verzichten.
    Die These, dass eine Vermögenssteuer den Konsum fördert, teile ich übrigens nicht.

  35. Wohin dann mit all den...
    Wohin dann mit all den schönen Steuerberatern?

  36. Och, die finden schon einen...
    Och, die finden schon einen Job.
    Man schaue sich mal eine Steuer wie die Abgeltungssteuer an. Auf dem Papier (25% auf alles) total einfach aus, in der Praxis gibt es einen Wust von Ausnahmen, Sonderregeln, Übergangsregeln, internationalen Abgleichsregeln (u.U. mglw. nicht einmal EU-konform) etc. pp. Außerdem hat man auch mit der Erbschaftssteuer schon eine Menge zu tun …
    Die sind wie Quecken: Wenn sich der Berufsstand einmal gebildet hat, ist er nicht mehr wegzubekommen. 80% der Steuerliteratur weltweit soll ja deutschsprachig sein. Dass nicht einmal annähernd 80% der Steuerberater auf der Welt deutsch sind, sollte die Branche beruhigen … Die gibt’s selbst in Ouagadougou ;-)

  37. Werter Don Alphonso,
    auch mit...

    Werter Don Alphonso,
    auch mit Strafe wird das System nicht gerecht. Mein verhaltener Spott gilt der vergeblichen staatlichen und rechtsprechungsgetriebenen Regelungswut, die der „Steuer“ – „Gerechtigkeit“ allenfalls hinterherlaufen, sie aber niemals erreichen kann.
    In Schweden hat man da schon einige Kuriositäten ausgetestet, wovon die Autorin von „Pippi Långstrump“ in „Pomperipossa in Monismanien“ (http://www.astrid-lindgren.de/omastrid/politik/possa1.htm) Zeugnis gibt.
    Gewissermaßen läßt sich die empfundene Steuergerechtigkeit auch an den Ausprägungen der „Economia sommersa“ einschätzen.

  38. Werter Don, was sagen denn die...
    Werter Don, was sagen denn die wesentlichen Südtiroler Familien zur zukünftigen Staatsangehörigkeit dieses fruchtbringenden Landes ? Die Finanznöte der römischen Regierung werden von Jahr zu Jahr deutlicher, und man könnte die Stiefelspitze auch durch die Beschäftigung von Wanderarbeitern unterstützen, statt Steuermittel aus Tourismus und Landwirtschaft abzuführen. Ist die Unabhängigkeit eines Staates Südtirol im Rahmen der EU (oder auch nicht) ein Thema ? Mit Wien und seinen Finanzabenteuern im ehemaligen östlichen Kronland wird Südtirol sicher nicht glückbringende Zukunft suchen. Und ein Neues Südtirol würde keine Reichensteuer benötigen, die Kurtaxen werden ausreichen: ein unverbrauchtes Refugium für Rolls-Fahrer, als Alternative zu Montenegro, Moritz und Monaco.
    (unabhängig davon: der Parmaschinken aus den Lauben kommt realiter aus Holland, oder aus Großmastbetrieb in Sachsen oder so)
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/499925/index.do
    Italien: Edler Prosciutto, feine Pomodori – made in Holland

  39. Ein Kompromissvorschlag: Wir...
    Ein Kompromissvorschlag: Wir erhoehen die Einkommensteuer fuer alle, fuehren die Vermoegensteuer fuer die Stuetzen wieder ein und im Gegenzug schaffen wir die Finanzbeamten und Steurfahneder ab. Hoert sich ein bisschen realitatesfern an? Aber die ARD, Report aus Mainz hatte am 20.07.2009 doch folgenden Bericht (in der ARD mediathek noch verfuegbar): AUSGEBREMSTE STEUERFAHNDER, Wie aus engagierten BEamten psychisch Kranke wurden. Im speziellen ging es hier um Beamte der FA V aus Frankfurt/Main.

  40. WErter Don,
    predigtet Ihr...

    WErter Don,
    predigtet Ihr nicht noch vor kurzem, dass der Tod nicht alle gleich macht? Jetzt doch, oder habe ich es falsch interpretiert?
    Nun ich finde auch, lasst uns die Vermögen besteuern und die, die wirklich haben dazu bringen es zu inverstieren in Kunst, Kultur und Edelkonsum! Nur der Tod und vielleicht der Wunsch etwas mehr als nur Millionen zu hinterlassen führt dazu das Mäzenatentum entsteht und Werke geschaffen werden, die noch weitere Generationen erfreuen mögen!
    Gedanken zum Tod findet Ihr hier: http://schwarzmarkt.blog.de/2009/07/31/sterbende-steine-6625427/
    oder hier: http://schwarzmarkt.blog.de/2009/07/01/gedanken-tod-6430795/
    LG an den See

  41. Don, in Neuseeland hat man...
    Don, in Neuseeland hat man kurzerhand tausende von Finanzbeamte entlassen könne nach dortiger Steuerreform. Dort gibt’s keinerlei Abschreibungen und Steuersparmodelle mehr. Jeder muss Steuern zahlen. Ohne Ausnahme. Die soziale Absicherung wird dort über die allgemeine Steuer finanziert und nicht über Sozialversicherungssysteme. Allerdings liegt der max. Steuersatz dort auch nur bei 33 %.
    „Das Gesundheitssystem entspricht europäischem Standard und ist öffentlich finanziert. Neuseeländer oder Migranten mit unbefristeter Aufenthaltserlaubnis kommen in Genuss kostenfreier Leistungen. Inhaber von Arbeitsvisa sollten sich privat krankenversichern. Sozialversicherungsbeiträge sowie Pflichtbeiträge für Krankenkassen sind in Neuseeland unbekannt das gesamte Sozial-und Gesundheitssystem wird aus dem Steueraufkommen finanziert. Unfallfolgen werden von staatlicher Seite reguliert (Accident Compensation Cover).
    Die neuseeländische Einkommenssteuer variiert in Abhängigkeit von der Höhe des Einkommens. Ein Durchschnittsverdiener wird ungefähr 22-25% bezahlen. Im Gegensatz zu Deutschland ist das Steuersystem deutlich einfacher und klarer strukturiert. Ausnahmen, Möglichkeiten etwas von der Steuer abzusetzen oder sonstige Vergünstigungen sind weitestgehend unbekannt.
    Auch bei der Mehrwertsteuer (GST – Goods & Service Tax) gilt ein einheitlicher Satz von 12.5% auf alles.“
    http://www.gotonz.de/new_zealand/lifestyle/lifestyle/c=1&l=36&CFID=524204&CFTOKEN=21702&s=go&p=326

  42. egghat, ich denke aber, dass...
    egghat, ich denke aber, dass eine Vermögenssteuer durchaus der Gerechtigkeit entspricht, und auch ein gutes Signal gegen das reine Anhäufen ist. Und wir reden hier nicht vom Sparer: Sobals man im Bereich von 100.000 oder mehr in den grauen Kapitalmarkt geht, ist das etwas gänzlich anderes.
    .
    codizil, ganz gerecht wird es nie sein, aber der Versuch von Fuest, Greenspan, alle Lasten der Bereicherung über die Mehrwertsteuer an alle zu verteilen, ist schlicht und einfach die Aufforderung zum staatlich organisierten Raub gegen jene, die sich nicht dagegen wehren können und zugunsten derer, die mal eben in die Schweiz fahren. Ich denke, dass zumindest ein Gefühl der Gerechtigkeit aber hilft, diesen Staat zusammen zu halten. Und das ist gut für alle.

  43. staph.aureus, das mit dem...
    staph.aureus, das mit dem hplländischen Schinken würde ich bei den bekannten Metzgereien in Südtirol ausschliessen wollen. Die könnten sich das nicht leisten – ausserdem kann man sich ja deren Fabriken anschauen. Was die Loslösung von Italien angeht: Südtirol bleibt vermutlich ruhig, solange die Autonomie Bestand hat. Wäre es anders, könnte ich durchaus verstehen, warum man sich dann gern lösen würde. Nur: Auch Österreich ist nicht so toll. Vermutlich wäre es das Beste für die Menschen, wenn man sie in Ruhe lassen würde.
    .
    Chiquito Amigo, was da beschrieben wird, sind bayerische Verhältnisse, und es freut mich immer wieder zu sehen, dass jetzt andere Bundesländer eine derartig funktionierende Rechtsstaatlichkeit ihr Eigen nennen – und zwar selbst gewählt und demokratisch legitimiert. Dann sind wir Bayern nicht mehr die letzten Deppen.

  44. Black jack, was ich sage ist:...
    Black jack, was ich sage ist: Am Ende sind wir alle tot, aber es macht einen Unterschied, wenn man mit 70 in der Sozialwohnung stirbt, oder mit 80 im Grandhotel: 10 feine Jahre.
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    anderl, nette Idee, aber in deutschland vermutlich nicht durchführbar, dazu bräuchte es einen Gewaltakt, zu dem die Politik nicht fähig ist. Und prinzipiell geht es hier erst mal gar nicht um Umverteilung, sondern allein um die Frage: Wer haftet für den verursachten Schaden?

  45. Zitat: "Sollte es demnächst...
    Zitat: „Sollte es demnächst wieder besser gehen, verdankt man das dem Eingreifen des Staates. Und natürlich ist es nur gerecht, wenn jene, deren Vermögen damit gerettet wurde, den Staat für seine Leistung entschädigen.“
    Das sage ich schon die ganze Zeit.
    Nun scheint das Volk ja mit Hartz IV seine eigene Option gefunden zu haben sich vor dem bezahlen der Rechnungen der Reichen zu drücken.
    Irgendwann wird sich der Staat wohl doch noch der oberen Klasse nicht nur als Gönner zuwenden müssen.

  46. Grüß Gott Don...
    Grüß Gott Don Alphonso,
    falls Sie sich mit diesen vernünftigen Gedanken gegen eine weitere Mexikanisierung Deutschlands allzusehr zum Outcast gemacht haben und wegen notorischem Verrat von Betriebsgeheimnissen vonseiten der Oligarchie ordentlich Feuer kriegen möchte ich Ihnen etwas vom Großmeister Proust mitgeben: „Die Klassen des Geistes nehmen keinerlei Rücksicht auf die Geburt.“ Wer hätte gedacht, dass das hier einmal passen könnte.. :-))
    Devin, nach meiner Erinnerung beschreibt Heine Marx nur kurz als furchtbar humorfreien Schnarrer mit gestelztem professoralem Getue. Habe ich etwas überlesen?

  47. Wie immer, schön...
    Wie immer, schön geschrieben…mit Suchtcharakter.
    Was mich jedoch stört ist der Satz: „Sollte es demnächst wieder besser gehen, verdankt man das dem Eingreifen des Staates. Und natürlich ist es nur gerecht, wenn jene, deren Vermögen damit gerettet wurde, den Staat für seine Leistung entschädigen.“
    Sie reden hier von einer Art „Rettung durch den Staat“. Das sehe ich nicht so. Ich sehe hier keine Rettung. Das ist ähnlich der Rettung einer Ehe, in der das Männchen in flagranti erwischt wird und dann zur „Rettung“ sagt: Es ist nicht so wie Du denkst“…und die Frau nach ein paar Tränen sagt: „ Ach, dann bin ich aber beruhigt“.
    Ich denke eher, dass man sich spätestens seit dieser Krise aktiv gegen die eingeschlagene Richtung dieses Staates und seiner Protagonisten richten sollte. Aktuelle Amtswalter sind dabei, das letzte Stück Glaubwürdigkeit und Demokratie mit ihrer aufgebauten Scheinwelt regelrecht hinzurichten.
    Irgendwas, tief in mir weigert sich einfach für Lügen zu bezahlen.
    … wieso also sollte jemand einen Staat bezahlen, der einfach nur lügt ? Ich soll also den Staat finanzieren, der: schnell neue Bilanzregeln erfindet, schnell eine Bad Bank erfindet und schnell mal Geld druckt…nur damit kein smarter CDO-Erfinder, Landesbanker, Opelaner, etc. der Wahrheit ins Gesicht schauen muss?
    Mir persönlich ist die Wahrheit aktuell nun mal mehr wert, als die Fortsetzung der o.g. „Reise nach Jerusalem“ …mit heftig-dumpfem Knall in 2-3 Jahren.

  48. @ Don Alphonso: Zu ihrer...
    @ Don Alphonso: Zu ihrer Frage, wer für den Schaden haftet, hat Peter Sloterdijk im Philosophischen Quartett sehr schön die alten Griechen zitiert. Wie es auch so schön der Seite steht: „Die Kunst, es nicht gewesen zu sein“
    Die Sendung finden Sie auf der Webseite des ZDF (Link befindet sich auf der rechten Seite): http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/25/0,1872,7554873,00.html

  49. Nun, Don Alphonso. Ich musste...
    Nun, Don Alphonso. Ich musste am Wochenende auch einmal wieder aus meiner Studierstube in einen badischen Kurort. Sehr entspannend, wäre da nicht die rheinische Tochter (ca. 50) mit Mutter (Ende 70) gewesen, die sich lautstark am Schwimmbecken über jene SFr. 20.000,00 unterhalten haben, die sie für den „Financial Planer“ ausgegeben haben. Leider werden die Grand Hotels mit morbiden Charme werden inzwischen von lauten Personen bevölkert. Sehr amüsant dann die Wassergymnastik; die Damen mit Badehaube im Pool und die Kursleiterin stöhnte im zwei Minuten Takt: „Atmen, Atmen, Atmen, und weiter.“
    Ich will und muss Ihnen da aber in einem Punkt ganz entschieden widersprechen. Die eigemtlichen Leidtragenden der Bankenkrise sind, Sie ahnen es sicher, die Aktionäre dieser Häuser. Profitiert haben hingegen das von ihnen karikierte amerikanische Pendant zu den Frauen mit Tätowierung und Strähnchen. Die haben in Saus und Braus gelebt, in Häusern die sie sich nie leisten konnten und dazu Unmengen an Konsum (auch sehr viel Zucker und Fett, wohl aber nicht aus Torten). Alles von zwei amerikanischen Staatsbanken finanziert.
    Aber, im Grunde haben Sie ganz recht. Es gibt immer einen Grund um eine Flasche Puffbrause zu öffnen.

  50. Denken, die Frage ist da nur,...
    Denken, die Frage ist da nur, ob das in einer Oligarchie – denn daruf steuern wir zu, angefangen bei der Gesundheit bis zum Wohneigentum – überhaupt noch möglich sein wird. Bei nüchterner Betrachtung müsste man extreme Reformen einleiten, angefangen bei der Zerschlagung von Systemrisikobanken wie den Landesbanken über neue Rentenregeln bishin zu einer massiven Belastung der reichen Kreise. Sonst bleibt mittelfristig nur die Notwehr des Währungsschnitts. Nicht umsonst hedgen viele Reiche in Fremdwährung.
    .
    Besucher, ach, noch geht es, keine Sorge. Proust selbst hatte ja das vergnügen, niemals vor einem dadaistischen oder surrealistischen Ehrengericht zu stehen, da kann man solche Aussagen schon mal treffen.

  51. Miner, hier geht es...
    Miner, hier geht es weiter:
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    http://faz-community.faz.net/blogs/ding/archive/2009/08/03/am-beispiel-trauttmansdorff-die-touristenfalle.aspx
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    Warum man so einen Staat zahlen sollte – nun, vielleicht sollte man besser versuchen, zu jenen zu gelangen, denen man meint die Wahrheit ersparen zu müssen. Aber bitte: Die Bevölkerung ist doch selbst schuld. Hätte man beizeiten in Frankfurt demonstriert und ein paar Mistgabveln mitgebracht, hätte es sicher mehr Druck gegeben. jetzt wird alles wieder in den Hinterzimmern ausgekungelt, und von einer Reform des Bankwesens hört man gar nichts. Und GM ist auch nicht mehr pleite, hurrah – an der Lüge arbeiten alle.
    .
    Doctor Snuggles, es geht ja noch weiter: Von der Kunst, es nicht gewesen zu sein, und dafür entschädigt zu werden. Deutschland ist darin seiz 1945 globaler Marktführer, zusammen mit Österreich.

  52. Dipsy, wer sich auf Aktien...
    Dipsy, wer sich auf Aktien einlässt, hat eben die Risiken zu tragen, wie auch den Profit. Da kenne ich keine Gnade. Und angesichts der Lebenszeit des Unterschichtenmülls diesseits und jenseits des Atlantiks sieht es auch so aus, als sei das Geld gleich weitergereicht worden an jene cleveren Chinesen und Banker, die die Schulden verbrieften. Nun ja: Weg ist weg.

  53. Sprache im...
    Sprache im Epochenbruch
    @Besucher: Überlesen mögen Sie nichts haben, aber Sie haben die Sache etwas stark verkürzt. Marx und Heine mochten sich, sie waren Verbündete. Verbündete, die sich gegenseitig auch scharf kritisierten. Das ist in Ordnung so. Heine war noch ein Schwärmer, ein romantischer, der letzte Romantiker, und schon nicht mehr Romantiker; das war es, was sie beide zusammen führte: der Blick auf die Zukunft, nicht die Vergangenheit. Der Epochenbruch. Auch Marxens Art zu Schreiben, stand im Zeichen dieses Bruches. Gerade noch positivistische Wissenschaft, englischer proveniance, (und die war recht eigentlich noch nicht mal so richtig geboren), aber schon – durch die Dialektik – weit über diese hinaus gehend. Das war damals noch neu, und die Sprache dafür eigentlich noch gar nicht geschaffen, wenn man von der „Hegelei“ mal absehen will. Aber die Hegelei war nur Hülle, kein Inhalt, auf den Kopf gestellte Wissenschaft. Es wundert daher auch nicht, dass Sprachform auch eines Marx weitestgehend hegelisch – „schnarrend professoral“ – war. Aber der Inhalt war es nicht mehr, und das konnte dann wiederum von einem Lenin gut aufgegriffen werden. Man vergleiche die Sprache eines Lenin mit der eines Marx. Es soll Leute geben, die genau das, an einem Lenin nicht zu schätzen wissen.

  54. Werter Don Alphonso,
    die...

    Werter Don Alphonso,
    die Mehrwertsteuer zu erhöhen ist natürlich brüllendes moralisches Unrecht, da es erst mal die kleinen Stützen unmittelbar trifft und dann mit Verzögerung nocheinmal, wenn die Arbeitsplätze dank mehrwertsteuerinduzierter Konsumzurückhaltung verloren gehen.
    Dennoch werden angesichts der zeitnahen Ergiebigkeit, von schwarz bis purpurrot, fast alle Politiker vom Liebreiz dieser Maßnahme gekirrt.
    Bis allerdings die Vermögenssteuer zusätzliche Einnahmen gebiert, können schon mal drei Jahre vergehen, für die auf kurzfristige quick-and-dirty-Lösungen angewiesene Politikelite weniger verlockend.
    Unterschätzen sollte man das Gerechtigkeitsgefühl natürlich nicht, aber ich habe mich schon immer über die Begeisterung für „Schumi“ gewundert, dessen PR-Arbeit ausgezeichnet Gefühle zu mobilisieren versteht, was dann wohl auch übersehen läßt, daß dieses „deutsche Idol“ die Eigenschaft „deutscher Steuerinländer“ anscheinend geschickt zu vermeiden geneigt ist.
    Jetzt nicht am „deutsch“ festhalten; „italienischer oder anderer Steuerbürger“ wäre auch akzeptabel, nicht jedoch eine Position als „Steuervermeidungsbürger“.

  55. Als verarmter Proll bitte ich...
    Als verarmter Proll bitte ich dringend darum, Ihre Forderungen in die Tat umzusetzen. Ich hab schon keine Lust mehr, reich zu werden. Man schaue sich bloß Leute wie Zumwinkel an: 70 Stunden Woche und das bisschen freie Zeit, das er hat, hat er damit verbracht, zu überlegen, wie er den Staat besch.. kann.
    Keinen Hund würde man so ein Leben zumuten. Da hat ja noch die Sachsendame mehr „savoir vivre“. Von anderen medialen Elendsgestalten wie Beckenbauer und Becker, die zur Not noch für Ahoi-Brause Werbung machen würden, um Kohle zusammen zu kratzen, wollen wir erst gar nicht reden.

  56. Was die Schweinegrippe angeht,...
    Was die Schweinegrippe angeht, so stimmt das mit den Rentnern allerdings nicht ganz: – gerade die Älteren sind prozentual signifikant weniger betroffen. Anscheinend hat der Kontakt mit Antikörpern zu dem alten H1N1-Virus der Spanischen Grippe (selbst, oder vielleicht auch ncoh durch die Muttermilch) immer noch eine gewisse Wirkung.
    Die Rentner werden jedenfall sehr wahrscheinlich immer noch munter in Meran auf der Kurpromenade flanieren, während es die jungdynamischen Kotzbrocken in den selbsternannten Metropolen dahinrafft.

  57. @ Sethos: ich denke mal, dass...
    @ Sethos: ich denke mal, dass prozentual einfach mehr junge Leute Urlaub auf Mallorca machen als alte Leute. Wenn der Virus dort dann rumgeht, trifft es eben mehr junge Leute. Zumal die Verbreitungsorte Plätze wie Discos sein dürften, wo sich ebenfalls mehr junge als alte Leute finden lassen.
    .
    Aber es wäre mal einen Versuch wert: setzen wir doch einfach mal ein paar Viren in Altersheimen, Schulen, Discos, Billigfliegern und Senioren-Busreisen aus und zählen anschließend in beiden Gruppen, wo mehr Dahingeraffte zu beklagen sind.
    .
    Im übrigen: aus jungdynamischen Kotzbrocken werden irgendwann mal altdynamische Kotzbrocken. Gewisse Einstellungen zum Leben und seinen Mitmenschen sind unabhängig vom Alter.

  58. Fabriken kann man anschauen,...
    Fabriken kann man anschauen, aber wo die Viecher herkommen… Polen habe ich auch schon oft gehört. Mir egal, ich lese hier nur – essen tu ich Tofu.
    Don, dass man Sie in die Hölle wünscht liegt daran, dass man Sie gern lästern liest.
    Steuern: In meiner Familie gibt es da einen Generationenkonflikt. Die Alten interessieren sich dafür, wie sie sich etwas mehr sichern können, um nicht in der Sozialwohnung zu sterben. Die Jungen interessieren sich dafür, was man mit dem Geld tun sollte, egal wie viel Steuern man hinterher für was zahlt. Man hat ja noch mehr im Leben vor, und vor sich zu verantworten, außer sich Bett und Kühlschrank zu sichern.

  59. Wenn man den Epidemiologen...
    Wenn man den Epidemiologen glauben darf waren schon bei der großen Pandemie 1918 / 19 die 25-34 Jährigen bei der Mortalität überrepräsentiert. In Deutschland mag das an der schlechten Ernährungslage der Soldaten an der Front gelegen haben aber sicher nicht in den Ausbildungscamps der US Army in Amerika, wo die Verpflegung reichlich und relativ gesund war. Dazu passt dass Forscher bei alten Menschen Teil-Antikörper gefunden haben, den höchsten Spiegel davon bei über 80 Jährigen. Also so schnell wird die Seuche nicht zu vermehrten Erbschaftssteuern durch Wegsterben einer Generation führen.

  60. Prince Matecki, da tendiere...
    Prince Matecki, da tendiere ich eher zur Vermutung, dass das mit der klassichen Ansteckung beim Sex zu tun hat. Gerade bei Soldaten und ihren Gegenstücken. Bei Impotenz und Desinteresse fällt dieser Verbreitungsweg, den man auch so manchem Malletouristen a la mode syphilis unterstellen darf, praktisch komplett aus. Ausserdem sind Ältere ohnehin nicht so arg kontaktfreudig gewesen – damals trug man in Gesellschaft auch noch Handschuhe, solange es die richtige Gesellschaft war.

  61. Konfuzius sagt, Gögele,...
    Konfuzius sagt, Gögele, Siebendörffer und Rossi in Sterzing sind alteingesessene Firmen, die mit sowas meines Erachtens nicht anfangen, Ich vermute mal, dass einem sowas eher bei Eurospar und anderen Supermärkten passiert. Und der Preiseinbruch bei Hirschwurzen im letzten Jahr war eine direkte Folge der hohen Abschussquote im Stilfser Nationalpark. Das sind halt keine Grossbetriebe, sondern die erste Klasse der südtiroler Metzger. Der ein oder andere gilt nördlich der Alpen als Geheimtip, und es ist üblich, von da Urlaubspräsente mitzubringen – nun schon seit Jahrzehnten.

  62. In der Medizin soll man ja nie...
    In der Medizin soll man ja nie nie sagen. Allerdings, die Geschwindigkeit mit der das damals von den USA aus nach Spanien ( daher in Europa damals die Bezeichnung „spanische Grippe“) und dann über Frankreich bis nach Rußland ging. Diese Länder pflegten im Krieg und nach der Glanzzeit von Mata Hari eigentlich keinen Austausch entsprechender Damen mehr.

  63. prince Matecki, Das ging den...
    prince Matecki, Das ging den Weg von Soldaten, die Kriegsgefangene wurden, in die Lazarette, von dort zu den Ärzten, die auch heimische Soldaten pflegten, zu den entsprechenden Damen in den Etappen an die Front.

  64. Zumindest die genannten sind...
    Zumindest die genannten sind jetzt nicht mehr ganz so geheim. Danke!

  65. Oh, nichts zu danken, ich...
    Oh, nichts zu danken, ich empfehle gern, wenn etwas gut ist. Das hilft den Richtigen.

  66. Ich widerspreche dem Don ja...
    Ich widerspreche dem Don ja ungern, aber nach dem Scheitern der Märzoffensive 1918 an der Westfront gerieten nur noch relativ wenige alliierte Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft, dafür reichlich deutsche Soldaten in die Hände der Alliierten. An der Ostfront gab es nach dem „Frieden“ von Brest-Litowsk nur noch wenige Kampfhandlungen und wenn wurden eher russische Soldaten gefangen genommen, nicht umgekehrt. Auch war die medizinische Versorgung der Kriegsgefangenen im Osten auch im ersten Weltkrieg schlechter als im Westen. Schließlich war die stärkste Altersgruppe bei den Alliierten, besonders bei den US Soldaten jünger als die am stärksten betroffene Gruppe in der Pandemie.
    Die Wanderungsbewegungen waren also nicht parallel zur Ausbreitung der Pandemie. Wobei ohnehin der zweite Gipfel der Pandemie nach dem Waffenstillstand war. Pandemien verlaufen in der Regel zweigipflig, das lässt sich mathematisch auch recht gut modellieren. Bei der Schweinegrippe sind wir derzeit im Anstieg auf den ersten Gipfel.

  67. Irgendwie muss sie sich ja...
    Irgendwie muss sie sich ja verbreitet haben, so oder so.
    .
    Das mit dem zweiten Gipfel ist interessant, ich wollte Ende des jahres ohnehin nochmal nach Naturns und Meran, und in der Schweiz habe ich auch zu tun.
    .
    Docror Snuggles, wohl wahr, wohl wahr. Aber es gibt manchmal auch so etwas wie Altersmilde. Nur nicht bei jenen, die zwar alt, aber dennoch nicht reicher wurden. Die werden böse und jammern vergangenen Chancen nach. Oder werden gleich Borderliner.

  68. Ja wir rechnen mit dem zweiten...
    Ja wir rechnen mit dem zweiten Gipfel entweder zum Jahreswechsel oder etwas später ( Mitte Januar) (wenn die mathematischen Modelle wirklich so gut sind eher das zweite…)
    Schaun wir mal aber Hochgebirge Schweiz wäre in jeder Hinsicht eine gute Rückzugsmöglichkeit.

  69. <p>Es gibt oben auf dem...
    Es gibt oben auf dem Strilfser Joch die alte k.u.k.-Grenzsiedlung auf 2650 Meter, kurz vor dem Umbrail-Pass – da sollte es einigermassen sicher sein, sobald sie im November die Pässe zumachen:
    .

    .
    Tolle Gegend. Dreht man sich um, ist links der Ortler, rechts unten Bormio und das grosse Sterben.

  70. Wehrter Don,
    nicht das ich Sie...

    Wehrter Don,
    nicht das ich Sie an so einer Grippe würde sterben sehen, denn
    dazu glaube ich währen Sie zu unwillig dem Leben abzuschwören.
    So erheitert mich Ihr Gedanke, sie mit Fieber noch schnell einen
    Schinken kaufen zu sehen um dann zu erkennen das nur die Gesunden und Willigen ausharren und überleben.
    Doch wer ist schon gesund an Körper und Geist?
    Obwohl gerade dann, oder besser dadurch Sie zur Kur in die Berge
    fahren sollten.
    Ein Herr Mann hat auf sehr interressante Weise beschrieben wie es
    sich doch geziehlt und bewusst in den Untergang lebt.
    Also wünsche ich Ihnen Gesundheit und Ruhe auf Ihrem ganz privaten
    Zauberberg.
    Herzlichst P.

  71. Paulchen, es muss immer welche...
    Paulchen, es muss immer welche geben, die daran zugrunde gehen und andere, die davon der nachwelt berichten. ich fühle mich mit der zweiten Aufgabe vollkommen ausgelastet und tendiere doch dazu, die andere anderen zu überlassen; schliesslich gibt es auch noch den Inhalt des Springerhochha äh ja also ich mein und so.
    .
    Sethos, es wird ohne Frage immer Rentner an der Kurpromenade geben. Das ist ein ehernes Naturgesetz, und das ist gut so.

  72. Lebowski, ich habe mal den -...
    Lebowski, ich habe mal den – laut Eigenaussagen – Restaurator kennengelernt, der für den besagten Herrn arbeitet. Ich weiss nicht, ob das stimmt, aber was ich ganz sicher weiss ist: Der Mann ist ein Fälscher, und noch nicht mal ein besonders guter Fälscher. wenn er aber in dem Punkt nicht gelogen hat – und eines der anwesenden gemälde deutet durchaus auf eine entsprechende Verbindung hin – denn muss ich in bezug auf diesen Herrn schon mehr als nur lächeln.

  73. Lieber Donsky, interessant zu...
    Lieber Donsky, interessant zu lesen, wie praechtig Sie den Hofnarren der FAZ abgeben, und wie viele der Lesenden und Kommentierenden auf Ihren froehlichen Schabernack hereinfallen. Wenn Ihre Kunstfigur es wirklich ernst meinen sollte – und es gibt ja durchaus ernste Narren, beispielsweise den des King Lear, den Rigoletto und Kafka’s Grock – kann man nur mit den Beatles sagen: „Just a fool on the hill.“ Trotzky haette dann in der Tat seine Freud‘ mit Ihnen.

  74. @ Don Alphonso: Eine meiner...
    @ Don Alphonso: Eine meiner Großmütter war recht wohlhabend, da mein Großvater mit eine der höchsten Stellungen bei einem regionalen Energieversorger hatte. Dazu kam eigenes Geld aus ihrer Familie. Hatte ein abbezahltes Haus mit großem Grundstück und war mit dem Leben insgesamt und im Speziellen unzufrieden. Sie hatte zwar auch ihre netten Momente, aber eigentlich war sie der Meinung, dass das Leben zu ihr schlecht war. Wahrscheinlich war es das Trauma ihrer gestorbenen Tochter, wie es ja im Krieg bzw. danach so viele erlitten hatten. Das hat ihr wahrscheinlich einen Knacks verpasst, bzw. eine gewisse Überkeit dem Leben und verbundenen Personen gegenüber. Darüber haben sie auch zwei gesunde Jungen, viele Urlaube und all das Geld nie hinwegkommen lassen. Von Altersmilde war da nichts zu spüren, im Gegenteil, je älter sie wurde, desto mehr nahm die Bösartigkeit meinen Eltern gegenüber zu. Kenne noch andere Fälle in dieser Richtung, wo man fast schon von Psychoterror sprechen könnte.

  75. Cao Ky, es ist doch so: Da ist...
    Cao Ky, es ist doch so: Da ist dieser eine Beitrag im Bereich Wirtschaft. Über den kann man geteilter Meinung sein; meines Erachtens ist das ein ausgesprochen üppiges Stück Lobbyarbeit vor dem Herrn. Die Art Lobbyarbeit, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, die man nur macht, wenn man sowas nötig hat. Dafür bekam dieser Herr auch meist ablehnende Kommentare. Mein Zugang zu dem Thema ist ein anderer: Ich habe zwar keine Ahnung von Wirtschaft, aber dafür sehr viel Ahnung von denen Kreisen, bei denen gewisse Herschaften nie über den Posten der Oberhofspucknapfreinigers hinauskommen werden. Und dort geht es halt nicht immer rational zu. Es ist ein steter Widerstreit zwischen Raffen und Verprassen. Ich denke, man sollte den Schubs zum Verprassen geben. Das ist alles.

  76. codizil, über gewisse Dinge...
    codizil, über gewisse Dinge sollte man sich keinen Kopf machen, wenn man einen gesunden Kopf behalten will. Sportler und die ihnen Nachlaufenden sind ganz klar so ein Thema.
    .
    Und natürlich wird man versuchen, an der Mehrwertsteuer zu drehen. Deshalb drängeln sich ja auch die Banken- und Firmenlobbyisten nach vorne und quäken das in alle Mikrophone, damit schon jetzt klar gemacht wird, was später dann nicht kommen soll: Eine knallharte Regulierung der Strukturen, die das ganze verursacht haben. Aber man wird wenigstens noch darüber reden dürfen. Auch hier.
    .
    Doctor Snuggles, nun, so eine zähe, langlebige und nicht eben vorbildhaft ethisch agierende Grosstante haben wohl die meisten. Das ist Schicksal. Aber die alten Tanten sind per se nochmal ein ganz eigenes Kapitel, das man im Übrigen besser nicht nach Meran mitnimmt, um einen schönen Urlaub zu haben.

  77. Ach, lieber Don: aus Ihnen...
    Ach, lieber Don: aus Ihnen spricht auch der Kinderlose, fuer den es nichts bedeuten kann, ein Vermoegen weitergeben zu wollen, die Grille statt der Ameise. Natuerlich koennen solche Menschen wie Ihre Kunstfigur, wenn sie das Schicksal an die Macht spuelen sollte, den „Reichen“ alles abnehmen, die EZB in die Luft sprengen und die Euros zu bunten Papierschnipseln machen, die Staedte entvoelkern und die Leute aufs Land schicken, um als „neue Menschen“ wieder im Schweisse ihres Angesichts ihr Brot zu verdienen. Und dann schiessen Sie auf die, die Ihrem Paradies den Ruecken kehren wollen, frei nach Erich Miehlke, „Aber ich habe euch doch alle lieb!“ – Und wenn es schiefgeht, geniessen Sie ihre Pension oder ihr Haus in Palin bis die UN zuviel Druck macht und es zu ein paar Schauprozessen kommt wenn Sie in Ihren 90ern sind.

  78. @cao ky,
    soviel...

    @cao ky,
    soviel angst?
    .
    soviel angst zudem, daß ihre kinder aus ihrer erziehung nicht überlebensfähig hervorgehen?

  79. Cao Ky, alles, was ich will,...
    Cao Ky, alles, was ich will, ist meine Ruhe. Ist das so viel verlangt? Menschen müssen keine Tischsitten haben. solange sie mich nicht damit belästigen. Sie können gern auf ostdeutsch raunzen, solange sie es unter ihresgleichen tun. Ich möchte einfach meine Ruhe davon haben. Ob ich dafür über Leichen gehen würde, möchte ich bezweifeln, aber das Fehlen von Kindern ist schon mal der erste gute Schritt der Ruhe.

  80. Oh, verehrtes Fraeulein, hier...
    Oh, verehrtes Fraeulein, hier wird es gleich heftigen Streit geben. Ich schlage vor, dass wir Zwei uns auf den Balkon begeben sollten, und die laue Nachtluft beim Anblick des vollen Mondes geniessend, ein wenig ueber die Freuden des Schaeferdaseins in bacchantischer Landschaft plaudern sollten. Ich hoffe, dass Ihre Frau Mutter nicht in allernaechster Naehe sich befindet. Habe ich Ihnen schon gesagt, dass Sie ein wunderbares Brusttuechlein ueber Ihrem Herzen tragen?

  81. @Cao Ky Sie missverstehen...
    @Cao Ky Sie missverstehen das. Selbst mit Kind kann man Don´s Gedanken prima teilen & nachvollziehen.
    Und wenn einer wirklich Ruhe sucht, dann sollte man es akzeptieren, wenn er auf´s Kind verzichtet. Fakt.
    Kurz & metaphorisch: Meiner Meinung nach handelt es sich hier nur um Gedanken einer Person, die fähig ist Ihr geistiges Auge um 360 Grad kreisen zu lassen um danach Schlussfolgerungen zu ziehen. Extreme Erkenntnisse werden nicht ausgeklammert.
    Das mag irritieren, denn die meisten Menschen sind beileibe nicht in der Lage, sich geistig um die eigene Achse zu drehen.
    Was hat also das Ergebnis solcher Gedanken nun bitte mit Kinderlosigkeit zu tun ?

  82. wenn es demnächst wieder...
    wenn es demnächst wieder besser gehen sollte, verdankt man das also dem Eingreifen des Staates? Und das soll eine Leistung sein, die es zu entschädigen gilt? Ist es nicht derselbe Staat, der uns durch Deregulierung des Bankenaufsichtsrechts und mangelhafte Aufsicht über staatseigene Landesbanken erst in die Misere geritten hat?
    Wenn der Staat sich hier korrigiert, ist das keine Leistung, für die er zu loben wäre oder für die er gar eine Entschädigung zu beanspruchen hätte. Eine Entschädigung steht eher den Opfern der verfehlten Politik zu. Es lohnt sich die verdrängten Sünden der Heuschrecken-Bändiger in Erinnerung zu rufen. (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,611329,00.html)
    Um die Rettung eigenen Vermögens sollten sich lieber deren Inhaber kümmern. Staatliche Hilfe dabei zu fordern hiesse, den Bock zum Gärtner machen.
    Sich aus dem Meraner Salon für die Wiedereinführung der Vermögenssteuer stark zu machen, greift zu kurz. Gerechter wäre durch Erhöhung der Kapitalertragssteuer die Geldumlaufgeschwindigkeit zu erhöhen.

  83. @ Cao Ky: der Don als...
    @ Cao Ky: der Don als Revoluzzer? Ein „stürmt die Paläste“ mit Che-T-Shirt? Nein, nicht wirklich.

  84. Kleingartenmentalität - 2....
    Kleingartenmentalität – 2. Versuch!
    @Dr. Snuggles/Sethos: „Gewisse Einstellungen zum Leben und seinen Mitmenschen sind unabhängig vom Alter.“ Da scheint was dran, Alter macht zumindest nicht immer klüger, bzw. gar rücksichtsvoller. Ich habe da ein Erlebnis in Erinnerung, das ich so schnell nicht vergesse. So vor etwa 4 Jahren bin ich mit meinem damals noch Baby im Kinderwagen auf einem landwirtschaftlichen Weg gefahren. Einem Weg, wo man sicherlich nicht mit rasenden Autos rechnet. Das aber genau durfte ich erleben. Und wer oder was war am Steuer? Ein älterer Herr mit seiner Frau, denen ich nicht schnell genug Platz gemacht hatte, mit dem Kinderwagen. Der Kerl hätte mich fast umgefahren. Und zu allem Übel beschimpft er mich auch noch, kräftig unterstützt von seiner Frau. Ich mochte es nicht fassen; die wollten zu ihrem Gartenhäuschen, das da ein paar Meter hinter mir lag. Ich möchte doch bezweifeln, dass das so was wie Altersstarrsinn war, ich denke, dass das Rüpel – Mann wie Frau – schon immer waren. Und dass Kleingärtnerei eine besonders üble Form von Kleinbürgerlichkeit erzeugt, will ich nicht annehmen, aber es ist wohl möglich.

  85. nestor, das wäre fraglos die...
    nestor, das wäre fraglos die sauberste Lösung und würde gleichzeitig die Bankenwelt auf einen Stand zurückwerfen, wo man zur Not auch auf sie spucken könnte, statt umgekehrt. Wird man aber nicht tun, fürchte ich.
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    Devin08, nun, ich weiss nicht, ob es eine Geschichte des Kleingartens unter der NS-Diktatur gibt, aber gewisse Traditionslinien des selbstversorgenden Volksgenossen könnten durchaus, also, sagen wir mal so: ich will keinen Schrebergarten.

  86. Gehört wohl auch hierher: Bei...
    Gehört wohl auch hierher: Bei Goldman Sachs will man, dass die Angestellten so tun, als hätten sie nichts, trotz der Bonusmilliarden:
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    http://www.nypost.com/seven/08042009/news/regionalnews/goldman_princes_told__spend_like_paupers_182904.htm
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    Ich kann nur noch mal betonen: Man sie vor die wahl stellen, es entweder der Wirtschaft oder dem Staat zu geben.

  87. Verehrter Don,

    Ich bin...
    Verehrter Don,
    Ich bin bestürzt über die Hiobsbotschaft, dass die Schweinegrippe Sie nun in Ihr geliebtes Südtirol verfolgt hat. Doch keine unnötige Sorge, denn neulich erwischte sie mich selbst, wie ich jetzt erst nachträglich erfuhr. War total harmlos, nur ärgerlicher Husten. Nahm heißen Tee mit Honig und Dr. Soldans altbewährte Eukalyptusbonbons, und schon nach ein paar Tagen war sie weg. Much Ado about Nothing, würde der alte Barde sagen.

  88. Das ist aber schlecht - womit...
    Das ist aber schlecht – womit soll ich meine winterliche Reise nach meran begründen, wenn das alles harmlos ist?

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