Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Motorisierte Müttergangs vor meinem Haus

| 157 Lesermeinungen

Die Altstadt ist eine feine Wohnlage, und sie ist allerorten wieder schwer im Kommen: Die Wege sind kurz, man hat alles in der Nähe, und man braucht kein Auto. Leider kann hier nicht jeder wohnen, und so kommen sie umgekehrt mit dem Auto herein - nachts die Proleten mit ihren tief gelegten Schleudern und lauter Musik, am Wochenende die Hochzeitspaare mit ihren Hupen, und an den Werktagen die weiblichen Angehörigen der besseren Gesellschaft. Wenigstens sind sie halbwegs leise, wenn sie mein Haus zuparken.

Rufe nur mit Andacht zu Maria. Sie wird deine Not nicht unbeachtet lassen, da sie barmherzig, gar die Mutter der Barmherzigkeit ist.
Bernhard von Clairvaux

Schon immer waren Trauben am Haus, die Familie kennt es nicht anders. Schon die erste bekannte Abbildung aus dem frühen 19. Jahrhundert zeigt Traubenstöcke seitlich der Türen. Damals war das normal. Viele Häuser, die heute vom Geld der kleinen, dummer Stadt an der Donau in allen historischen Bonbonfarben erstrahlen, waren früher grün vom Weinlaub, und im Herbst setzte man selbst Wein an, dessen Ausdünstungen in der Sonne die Kinder beschwipste. Im 20. Jahrhundert wurden die Stöcke dann abgeholzt, und nur bei uns blieben sie bestehen, denn der Stock gehört zum Haus. Starb ein Weinstock, wurde sofort ein Nachfolger gepflanzt. Die Touristen, die vor das Haus geführt werden, um seine Bedeutung in der deutschen Geschichte zu erfahren – die Gesellschaft Jesu agitierte von hier aus gegen die Häresie, eine Schlüsselfigur des 30-jährigen Krieges starb hier – finden erfreulicherweise den Weinstock oft schöner als die grausame Historie, der bis zur Säkularisierung noch andere, wenig erbauliche Geschichten folgen sollten, in diesem Bollwerk der Gegenreformation. Sie machen davon Bilder und fragen manchmal auch, ob sie probieren dürfen, bevor sie zur nächsten Sehenswürdigkeit getrieben werden.

Bild zu: Motorisierte Müttergangs vor meinem Haus

Die jedoch, die jeden Tag hier sind, würdigen die Weinstöcke keines Blickes. Jeden Nachmittag wird die sonst eher ruhige Altstadtstrasse laut, dann kommen die Autos. Hier ist überall Parkverbot und Feuerwehranfahrtszone, schliesslich ist das hier eine besondere Gegend voller Denkmäler, aber das kümmert die motorisierten Horden nicht. Alle kommen sie zu früh, denn wer nicht pünktlich kommt, findet keinen Platz mehr, und muss im Kreis fahren. Der beste Platz ist unter meinem Weinstock, unter meinem Fenster. Je mehr Zeit sie haben, je mehr sie sich das warten leisten können, desto besser stehen die Chancen für diesen Platz an der richtigen Stelle. Denn gegenüber ist das Tor der Schule, und da kommen die Kinder raus. Jene, die nach Hause laufen können. Jene, die den Bus in die Vorstädte nehmen müssen. Und jene, auf die sie warten. Jene, denen man den Nahverkehr und seine Grausamkeiten nicht zumuten will.

Die ganze Strasse ist voll von Müttern. Das sagt einiges aus über den Stand der Emanzipation und den Folgen von 68 in jenen Kreisen der Stadt, die ihren Kindern – und hier mehrheitlich Töchtern – ein musisches Gymnasium angedeihen lassen, das traditionell als jenes gilt, das dem Nachwuchs keinesfalls die schwersten Wissenssteine in die Wege legt. Man kann sich oft auf die Tradition berufen, denn früher war es eine Klosterschule und damit die einzige, in denen Frauen die Hochschulreife erlangen konnten. Manchmal sind sie dort schon in der dritten oder vierten Generation. Und immer sind es die Mütter, die die Kinder holen. Es macht nicht den Anschein, als hätten sie viel zu arbeiten, wenn sie, nur um die besten Plätze im Parkverbot zu ergattern, eine halbe Stunde unter meinem Weinstock ihre Cabrios vorführen und sich langweilen.

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Eine halbe Stunde, die man in diesen besten Platz investiert, damit die Tochter einen sofort findet, kann lang werden. Das Mobiltelefon hat sich in dieser Stadt, wie in vielen anderen kleinen Städten, noch nicht als Zeittotschläger durchgesetzt, also sitzen sie in ihren Wägen und beschäftigen sich anderweitig. Prüfen die Kosmetik. Überlegen vielleicht, wann sie wieder zum Friseur gehen können. Betrachten ihre Hände. Mit einem gewissen Missmut. Frauen fangen in einem bestimmten Alter, mit dem Wachsen ihrer Töchter an, ihre Hände zu betrachten. Die Finger. An denen erkennt man, wie es mit der Alterung so vorangeht. Dort wird die Haut mürbe und wirft spitze Falten, dort herrscht Handlungsbedarf, ein zäher Kampf ist auszufechten mit Hilfe der Maniküre, gegen einen Feind, der am Ende immer gewinnt. Später einmal werden sie in der Oper sitzen und die eine Hand vor die andere legen, und die vordere Hand wird die hintere umklammern, dann sieht man an beiden nicht die Spuren jener Zeit, die Botox und Straffung eine Weile aus dem Gesicht schieben können. Aber noch ist es nicht so weit, noch ist das Kind in der Schule, noch können sie sich sicher sein, dass man es nicht wirklich erkennt oder erkennen will, denn gemeinhin sind Männer auch nicht so indiskret, auf den Sachverhalt hinzuweisen. Mit Ringen kann man diese Frauen stets beeindrucken, sagt man damit doch, dass ihre Hände es wert sind, dass man mit Gold und Steinen die Blicke darauf lenkt. Es sind diese Mechanismen, die Frauen dazu bringen, selbst die Gartenarbeit mit Brilliantringen zu verrichten. 

Sie reden übrigens nicht miteinander. Vielleicht, weil solche Gespräche immer schnell unschicklich werden, wenn man beginnt, Kinder zu vergleichen. Die Kindermodenindustrie erlaubt ohnehin subtile Ausdifferenzierungen, ohne dass man viel sagen müsste, und die Noten sind nicht das, was die Kinder vollbringen, sondern was im Zweifelsfall die Nachhilfe zu leisten im Stande ist. Auch darüber spricht man nicht. Abitur ist wichtig, ein Instrument soll auf jeden Fall sein, Studium natürlich auch, aber das Rollenbild sieht nicht zwingend einen Beruf vor. Warum sollte nicht auch die Tochter, gut verheiratet, in einem Cabrio eine halbe Stunde auf die Tochter warten, dann schon in der 5. Generation.

So verfliessen die Minuten des Lebens, während daheim jemand anderes vermutlich das Essen bereitet, ein Au Pair vielleicht oder die Haushälterin, oder sie gehen Essen, was sich in den letzten Jahren auch verbreitet hat – das sind dann aber jene Mütter, die das Auto in der Tiefgarage abstellen und am anderen Tor warten, oder gleich im Restaurant schräg gegenüber der Schule. Danach kann man noch einkaufen, und keine Küche muss aufgeräumt werden. Dann, nach einer halben Stunde unter meinem Weinstock, der Schulgong, Horden kommen heraus, mittendrin die Tochter, Mama schiebt die Sonnenbrille in die Haare, es gibt Küsschen, der Rucksack verschwindet auf dem Rücksitz, und dann rollt das Cabrio aus der Altstadt hinaus zu jener Villa, die man sich leisten kann.

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Sind erst die Parkplätze in der Parkverbotszone frei, fahren jene, die zu spät kamen und vielleicht nur einen Firmenkombi vom Mann haben, aus der Feuerwehranfahrtszone vor unter den Weinstock, damit auch ihre Töchter sofort sehen, dass Mami auf sie wartet. Es kann immer etwas dauern, die Töchter nämlich haben das Mobiltelefon durchaus für sich entdeckt, es gibt viel zu bereden, bevor man den Rest daheim im sozialen Netzwerk bespricht, Jaqueline ist total doof, Kerstin bekommt nie einen Freund und Sarah braucht Nachhilfe, weil sie zu dumm für Mathe ist. Sie können sich Zeit lassen, sie müssen keinen Bus erwischen oder nach Hause radeln, um pünktlich beim Essen zu sein. Mutter ist ja draussen und wartet. Die Tochter der Asiatin, die nach Deutschland bestellt wurde und hier erst das Leben des Bestellers auf Vordermann brachte, um danach ihre Töchter zu Spitzenleisterinnen im Chor und allen Fächern zu trimmen, die Tochter der Asiatin muss natürlich schnell zum Bus. Die Tochter, deren Mutter wartet, und deren Freundin, sie schlendern über die Strasse, schlecht gelaunt vom öden Unterricht, und dann verschwinden auch sie in jenem dunklen Kombi von der Art, wie auch Vertriebler ihn schätzen, für ihre Rasereien auf der Autobahn und für ihre Frauen und Kinder, denn nicht jeder findet es gut, wenn sich seine Frau in einem Cabrio vor allen anderen kapriziert.

Dann sind sie weg, die Strasse ist wieder frei, das Leben geht in den Vorstädten weiter, zwischen Hausaufgaben und Feuchtigkeitscreme und Einkauf, vielleicht ein paar Bioäpfel oder ein Wellnesswochenende, während dem man die Tochter zum Reiten schickt, oder vielleicht findet sie doch Gefallen an dem Golfkurs, den auch die Nachbarn ihre Tochter machen lassen. Natürlich nicht in der mickrigen Anlage am Krankenhaus, sondern im herzoglichen Golfplatz, weil, wenn man schon in das Kind investiert, dann gleich richtig. Ich gehe derweilen hinunter, klettere mit der Leiter hinauf zu den Trauben, und erzähle Touristen, dass er schon immer zum Haus gehört hat, und dass es schon immer so war, was heute nicht mehr selbstverständlich ist.

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157 Lesermeinungen

  1. Schöner Artikel um den Tag...
    Schöner Artikel um den Tag einzuleiten! Es handelt sich wohl um ein weit verbreitetes Phänomen. Ich wohne hier in einem kleinen Dorf auf dem flachen Land, das nächste kleine dumme Städtchen liegt ungefähr 15 km entfernt, den ganzen Tag herrscht Beschaulichkeit, aber rund um die Schule gibt es morgens und mittags einen Verkehrskollaps. Es ist in diesem noch kleineren und noch dümmeren Ort sogar Vorschrift, die Kinder zu bringen und abzuholen! Woher kommt das? Ich durfte schon als 4-jähriger alleine zum Kindergarten gehen. Nachmittags haben wir dann mit dem Fahrrad die ganze Gegend unsicher gemacht und ziemlich viel Unfug getrieben. Ein wenig Glück gehörte zugegebenermassen dazu, die Kindheit weitgehend unbeschadet zu überleben. Ich als Kind habe es aber außerordentlich genossen. Diese Nanny-Kultur zieht sich mittlerweilen durch die ganze Gesellschaft, alle und alles will inzwischen behütet werden. Die Kinder von den Eltern, die Eltern vom Staat, die Unternehmen auch vom Staat usw.
    So aber jetzt muss ich wieder in die Hände spucken, damit wieder ein paar Steuern rumkommen…

  2. Haette es sich bei den...
    Haette es sich bei den Muettern und Toechtern herumgesprochen, dass in Trauben und insbesondere historische Trauben mehr Anti-Aging Substanzen stecken als die Krankenkassen Defizite angehaeuft haben, muessten Sie auf das Vergnuegen des Hinaufkletterns verzichten.

  3. Thomas B., da muss sich...
    Thomas B., da muss sich tatsächlich etwas verändert haben. V, der Sohn eines Mittelständlers, wurde in meiner Zeit ein paar Mal von seiner Mutter mit dem Porsche abgeholt, was damals fast so viel Verwunderung auslöste wie S., die ab und an am Morgen von ihrem Handballtrainer in aller Öffentlichkeit gebracht wurde. Ansonsten war da nur noch die Bürgermeisterstochter eines kleinen Kaffs mit „Dallas“-Komplex, die es toll fand, wenn Papa mit dem SL (in Rot) kam. Das war es dann aber auch schon mit den Ausnahmen.
    .
    Dr. Eisenbart(h), da passi ich schon auf – und die meisten Trauen hängen ohnehin viel zu hoch.

  4. Ein sehr schönes...
    Ein sehr schönes Stimmungsbild, das mich teilhaben lässt an den Vorzügen des Fensterplatzes über dem Weinstock. Ich frage mich nur, warum in solch netten Texten auch immer eine Kröte ihren Platz findet, die ich – beim besten Willen – nicht schlucken mag.
    Die „bestellte Asiatin“ ist ein dummes, diskriminerendes Vorurteil, das von wenig Differenzierungsvermögen zeugt.
    Ich war selbst 30 Jahre mit einer Asiatin verheiratet und habe deshalb im Laufe der Jahre viele Menschen aus asiatischen Ländern kennengelernt. Die so oft, von Kommödianten und anderen Oberflächendenkern, gern beschriebene „bestellte Asiatin“ war nicht dabei. Offensichtlich gibt es sie denn doch nicht so oft, wie chauvinistische Männephantasien sich das wünschen würden. Meine „Asiatin“ ist zum Beispiel als qualifizierte und sehr gesuchte Pflegefachkraft, sprich Krankenschwester, in den 70ger Jahren nach Deutschland gekommen. Sie wurde zwar nicht „bestellt“, aber alle waren froh, dass sie kam, um in „Pflegenotstandszeiten“ kranken deutschen Hinterteilen die Bettpfanne unterzuschieben. Etliche Asiatinnen die ich kenne, sind nach Deutschland gekommen, weil ihr Ehemann hier – als qualifizierte Fachkraft – eine gut bezahlte Stellung gefunden hat. Einige Asiatinnen aus Vietnam hat die Bunderepublik sozusagen als Mitgift von der ehemaligen DDR übernommen, und sogar einige der weiblichen „Boatpeople“ haben hier dauerhaft eine Heimat gefunden.
    Sicher, es gibt sie auch. Die willige, anschmiegsame, bedürfnislose kleine Asiatin (wie Gerhard Polt sie schon vor Jahrzehnten in einem launischen Sketch beschrieb), die sich danach sehnt, von einem „Deutschen Helden“ bestellt und erlöst zu werden. Aber eben sehr viel weniger, als dass man daraus einen Prototypen konstruieren könnte, den man in jeder Asiatin als Serienmodell wiedererkennen kann.
    Mit verschnupften Grüßen, Sec

  5. Ach Trauben am Haus! Möchte...
    Ach Trauben am Haus! Möchte man doch mit Rilke ausrufen:
    Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
    gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
    dränge sie zur Vollendung hin und jage
    die letzte Süße in den schweren Wein.
    Also ich würde sie auch immer probieren, sie sehen lecker aus und wesentlicher gehaltvoller als die anderen Früchtchen, die grün noch ihrer Reifung entgegentreiben. PS Täusche ich mich oder wartet die Dame im Cabrio im falschen Auto für Ihre kleine dumme Stadt an der Donau?

  6. SecondAttempt, ich bedaure,...
    SecondAttempt, ich bedaure, aber das drückt tatsächlich den Vorgang aus. In dem Fall hat einfach jemand, ich nehme an aus Bequemlichkeit, zumindest ist das die von ihr verbreitete Version, eine derartige Ehe abgeschlossen. Und hat sich halt etwas im Charakter seiner Frau getäuscht, die absolut keine anschmiegsame, häusliche Lotusblüte ist, sondern resolut, strebsam und nicht bereit, sich mit seinem Schlendrian abzufinden. Es hat also gar nichts mit Polt zu tun; diese Frau passt durchaus in die bayrische Landschaft mit ihren starken Frauen (steht aber auch oben so in etwa im Text).
    .
    BlackJack, man bringt hier niemanden wegen des falschen Autos um, nur Japaner werden nicht so gern gesehen, aber die Dominanz des grossen Konzerrns mit den vielen Marken ist ohnehin erdrückend.

  7. Das mit dem Kinder-Bringen und...
    Das mit dem Kinder-Bringen und Abholen ist mir auch ein Rätsel. Ich bin schon im Kindergarten zu Fuß gegangen – hatte praktischerweise zwei etwas ältere Brüder, deren Grundschule direkt neben meinem Kindergarten lag. Nach erfolgreichem Bestehen der Fahrradprüfung in der 2.Klasse (gibts sowas eigentlich noch???) durfte ich dann die 1,5 km sogar mit dem Rad zur Schule fahren (grenzt heutzutage ja fast an Kindesmißhandlung).
    Ich finde man nimmt den Kindern so viel, wenn man sie immer hin-und herkutschiert – das Trödeln und Lachen mit anderen Schulfreunden, das heimliche und halbverbotene Ausgeben von Taschengeld im Kiosk für ungesunden Weingummi-Süßkram (eine „saure Fritte“ für 5 Pfenning)… hach, das waren noch Zeiten.
    Meine Mutter war übrigens 16 Jahr Vollzeit-Hausfrau, und ihr wäre es nie in den Sinn gekommen uns ständig zur Schule zu fahren und abzuholen.

  8. "Jaqueline, hau den Kevin ni...
    „Jaqueline, hau den Kevin ni de Schippe über´n Kopp!“…
    Gibt es in Ihrer kleinen dummen Stadt tatsächlich Töchter mit diesem Namen? Die werden ja selbst in den Plattenbauvierteln unserer Stadt seltener.
    Auch wenn es hypothetisch ist, was würden die geschilderten Damen wohl nur machen, wenn es plötzlich keinen Bedarf mehr an Vertreter-Kombis der besseren Sorte gäbe? Also bei uns sind in Folge mangelnder Chip-Nachfrage manche ziemlich unsanft in einer bis dahin für sie sehr fernen Lebenswelt gelandet. Auch das Wohnraumangebot in erstklassigen Lagen hat spürbar zugenommen.

  9. Die Cabrio-Mütter sind eine...
    Die Cabrio-Mütter sind eine ganz besondere Spezies; interessant wäre mal ein soziologischer Abgleich mit den SUV-Müttern. Die sind sehr ähnlich, aber doch nicht deckungsgleich.
    .
    In der Haupt- und Residenzstadt galt das Sozialwissenschaftliche (Mädchen) Gymnasium immer als das einfachste. Währenddessen beim musischen immerhin die Beherrschung eines Instruments von Nöten war!
    .
    Noch eine Frage an die Nichtbayern: unser bajuwarischer Blogger schreibt immer fröhlich „Wägen“. Gibt es diese Schreibweise auch außerhalt Bayerns??

  10. Sehr geehrter Don,
    wieder eine...

    Sehr geehrter Don,
    wieder eine wunderbare Beschreibung, des Lebens von Töchtern aus besserem Hause.
    Es ist halt die Muße, des Warten könnens, der diese Töchter und später ihre Töchter sich hingeben können. Wobei ich überrascht bin, dass es Männer geben soll, die ihren Frauen ein Cabrio vorenthalten.
    Die Vorteile eines solchen Gefährtes liegen klar auf der Hand und sei es nur die Einfachheit, in der mal eben schnell eine Visitenkarte der charmanten Fahrerin zugeworfen werden kann.
    Dies passiert den Müttern in Vertriebskombis mit Kindersitz nie, vielleicht ein Zettel unter dem Scheibenwischer für den nächsten Babybasar mit Gebrauchtkleidung und Gebrauchtspielzeug oder eine Visitenkarte eines windigen Autoankäufers.
    BlackJack66
    Danke für die Rilkezeilen. Die hatte ich leider schon wieder vergessen.

  11. Schreckliches Abgeholtwerden!...
    Schreckliches Abgeholtwerden! Denn für mich und meine Freunde waren das Nach-der-Schule-nachhause-Radeln eigentlich das Wichtigste des Vormittags. Hier wurden selbstbestimmt die Freundschaften gefestigt, Verabredungen getroffen, geredet. Den Kindern, die sich dort kutschieren lassen müssen, entgeht vieles, zumindest jedoch die Freiheit. Und natürlich das Selbstständigwerden. Und den ausgelebten Bewegungsdrang.

  12. Wehrter Don,
    reichen die...

    Wehrter Don,
    reichen die Trauben noch zum Wein machen?
    Herzlichst P.

  13. unellen, nun, die Mehrheit...
    unellen, nun, die Mehrheit macht das sicher noch so mit allem drúm und dran, aber oben entwickelt sich das eben in eine andere Richtung. In Berlin könnte ich das ja noch verstehen, aber in einer Stadt wie der unseren mit 3,1% Arbeitslosenquote und bayerischer Sittenstrenge? Das hat dann eher was mit „können“ zu tun, denn mit „müssen“.
    streuf, ich nehme mal an, dass es sich bei dem Namen um ein gesunkenes Modekulturgut handelt, das sicher mal französisch anmuten sollte. Wie auch immer: Man soll nicht nach den Namen gehen, Kinder können nichts dafür (schlimmer finde ich all die dem Adelsdünkel entlehnten dreifachnamen wie Anna-Theresa Henriette Hinkel).

  14. @D.A. Sehr schöner Artikel...
    @D.A. Sehr schöner Artikel und die Bilder erinnern an den nun doch ausklingenden (Spät-)Sommer. Ich muss mich allerdings outen: Ja, auch ich habe mich – sofern möglich – gerne kutschieren lassen…Hintergrund war wohl eine Melange aus Faulheit und die besonderen „Vorzüge“ des ÖPNV (es gab keinen Schulbus). Zum ÖPNV fragen Sie einfach mal Frau Diener ;-)…

  15. P.S. @D.A.: Zu meiner...
    P.S. @D.A.: Zu meiner Ehrenrettung: Ich wurde niemals mit einem tiefergelegten offenen BayrischenMistWagen abgeholt, das wär dann doch zuviel gewesen!

  16. Wenn es nur das Abholen wäre....
    Wenn es nur das Abholen wäre. Die Lehrer in meinem Freundes- und Bekanntenkreis bekommen bei der Erwähnung dieser Mütter-Spezies regelmäßig Bluthochdruck und Schnappatmung. Nicht nur, dass sich ein Großteil dieser Mütter in schulischen Fragen natürlich für wesentlich qualifizierter hält als die Lehrer – schließlich ist man ja vor 15 Jahren mal irgendwie durchs BWL-Studium gekommen – und daher jede Note bis aufs Blut diskutiert wird. Nein, das wirklich Traurige ist doch, dass sie ihren Kindern die Kindheit vermiesen. Ich wollte es auch zuerst nicht glauben, aber die planen die Woche für ihre Kinder generalstabsmäßig durch: Musikunterricht, Sport, Nachhilfe, etc. Und dann wundern sie sich, wenn das Kind vor lauter Überlastung die Bildungsempfehlung für das Gymnasium nicht bekommt, obwohl die Voraussetzungen dafür (Notenschnitt von 2,5) wirklich nicht zu hoch sind.

  17. Don Ferrando, ich würde...
    Don Ferrando, ich würde sagen: Die SUV-Mütter sind rücksichtsloser und innerlich gleichzeitig recht unsicher, weshalb sie so ein Monster brauchen. In England hat Audi den Q7 (bei uns sagt man Qutzie dazu) beworben, damit die Kinder beim Unfall sicherer untergebracht sind. Wie es jenen geht, in die so eine SUV-Mutter hineinknallt, fragt natürlich keiner. An dieser Schule war der Musische Zweig früher auch ifentisch mit dem Hauswirtschaftszweig.
    .
    Frau Waldwuff, solche Frauen wollen eben oft genug einen Kombi für den Grosseinkauf, ausserdem ist es nicht so leicht, hört man, Kinderwägen in einem Cabrio unterzubringen (allein deshalb gingen bei mir Kinder nicht). Ansonsten habe ich nicht den Eindruck, als dränge es hier meine Altersgenossinnen zu Scheidungsanlässen; die meisten sind ja doch eher zufrieden, und wenn es dich zum grossen Knall kommt, dann ist eher die Langeweile der Triebsatz, denn eine Affaire.

  18. Wehrter Don,
    man spürt...

    Wehrter Don,
    man spürt förmlich die Wärme eines goldenen Oktobertages in Ihren Beschreibungen.
    Das mit dem Abholen hat sich sehr geändert, kommt meiner Meinung nach aber aus einer Mischung aus diffuser, von der Boulevardpresse geschürten Angst (vor Entführungen) und der einfachen Tatsache, dass es einfach nur im Regelfall 1 Kind, maximal 2 gibt. Da konzentriert sich dann die komplette Fürsorge/ Angst der gehobenen Mittelschichts/ Oberschichtsfamilie auf dieses 1/ diese 2. Ich sehe das bei uns zu Hause, unser Sohn (2 Jahre alt) bekommt zu Weihnachten/ Geburtstag Geschenke im 4-stelligen Eurobereich, während ich zwar auch nicht einen Teller mit Nüssen und Südfrüchten bekommen habe, aber garantiert nicht kubikmeterweise Zeugs.
    Gruss aus dem kalten Schleswig-Holstein

  19. Hübsch.
    Fast so entspannend,...

    Hübsch.
    Fast so entspannend, wie an einem sonnigen Tag gegen Mittag durch eine stille Wohngegend zu gehen, es riecht schon nach Zwiebeln und Fleisch und jemand übt bei offenem Fenster Geige oder Klavier, nicht einmal sehr gut.

  20. Hmmm, ich wollte meinen...
    Hmmm, ich wollte meinen Kindern die Erfahrungen der Mitschülerin B, 8 Jahre, im Gebüsch auf dem Schulhof beinahe vergewaltigt, und G, 9 Jahre, auf dem Heimweg vom Fahrrad gerissen, zusammengeschlagen und mit Gehirnblutung im Krankenhaus gelandet, gerne ersparen. Auch der Fall von M, 18, der im letzten Jahr, nach den Herbstferien nicht mehr zurück ans Gymnasium ging, weil er es nicht mehr ertrug von der Türkengang fertiggemacht zu werden, ist nicht wirklich beruhigend.

  21. @Don: Sehr fein und kundig...
    @Don: Sehr fein und kundig beobachtet (auch wenn ich nach der Lektüre des Teasers drüben im rebellmarkt fast erwartet hatte, dass Du prall gefüllte Wasserbeutel in Kinderwagen oder offene Cabrio-Verdecke wirfst.;-)) Meine verflossene Jugendliebe aus Studententagen ist übrigens eine Cabriomami. Die wurde von deswegen von den Kombi- und SUV-Muttis in der Nachbarschaft als Rabenmutter und Selbstverwirklichungs-Schlampe (sie arbeitet Teilzeit als Ärztin) verunglimpft. Ich denke, die Diagnose, dass die Mütter im Voll-SUV tief drin irgendwie unsicher sind, hat durchaus etwas für sich. Nachdem ich die Ein- und Ausparkmanöver dieser Spezies nicht nur auf dem Kindergartenparkplatz sehe, sondern auch vor dem Tortenbäcker gegenüber, neige ich dazu, die Fahrerinnen von Cherokees und anderen Ami-Monstern für noch unsicherer zu halten als die Pilotinnen von X 5, Q 7, Touaregs und Cayennes.

  22. Diese ständige...
    Diese ständige Kinderkutscherei ist eine Elternkrankheit. Ich hätte es furchtbar gefunden, jeden Tag geholt und gebracht zu werden. Ich musste allerdings auch auf dem Schulweg all die wichtigen Fragen klären, die heute per Internet und Handy abgearbeitet werden. Handys gab es nicht und das teure Telefon stundenlang zu blockieren hätte elterlichen Zorn hervorgerufen. Telefoniert wurde nur das Nötigste. Dafür sorgten schon die damals als prohibitiv empfundenen Telefongebühren. Damals, als das Telefon offiziell noch Fernsprecher hieß und es Fernmeldeämter gab. Diese Kinderkutscherei ist also ein selbstauferlegter Zwang, der mit irgendwelchen Sachzwängen getarnt wird (gefährlicher Schulweg, viele Termine: Ballett, Geige, Yoga, Nachhilfe). Manche „Kids“ sind wohl auch zu faul, den Bus zu nehmen. Und manche Mutti, Mami, Mamma oder wie dieses Wesen regional genannt wird, braucht den Streß wohl auch zur Selbstbestätigung („Ich tue alles für meine Kinder!“). Ist das vielleicht auch eine Spätfolge der `68er? Früher gabs zwischendurch mal was mit dem Teppichklopfer aber ansonsten ließen die Eltern einen in Ruhe. Heute bleibt der Teppichklopfer, so noch vorhanden, im Schrank (gute Entwicklung) dafür muss der Nachwuchs rund um die Uhr betreut und gefördert werden. Moderne Eltern erziehen ihre Kinder zu völliger Unselbständigkeit und das nennt man dann Förderung. Ohne Förderung wird heute aus Kindern nichts mehr. Ohne förderung wissen Kinder auch nicht mehr, wozu sie Lust haben. Das wissen die Eltern besser. Totale Kontrolle ist angesagt. In einem Alter, in dem wir uns noch gegenseitig Matsch in die Haare schmieren durften, sitzen die Kinder heute ab dem 24. Monat in der Englisch-Frühförderung. Förderung und Beförderung gehören daher untrennbar zusammen. Als Ausgleich haben sich die berüchtigten „bildungsfernen Schichten“ entwickelt, denen nun wieder völlig wurscht ist, ob die Bälger zur Schule gehen oder lieber länger schlafen, um anschließend ein paar Typen „abzuziehen“.

  23. smaug - vielleicht hängt das...
    smaug – vielleicht hängt das auch von der Wohngegend ab?
    Bei uns ist ausser dem, von niemandem je gesehenen Exhibitionisten im Wäldchen, meiner Kenntnis keinem Schüler je ein unangenehmer geschweige denn gefährlicher Zeitgenosse über den Weg gelaufen. Dabei hatten manche recht lange Fahrradwege (20 minuten eine Richtung) oder mussten den Bus nehmen.
    Auf dem Schulhof können die Mütter nichts tun.

  24. Ha no, Don Ferrando, wia soll...
    Ha no, Don Ferrando, wia soll des denn sonscht hoißa? D‘ Mehrzahl vo‘ Wage isch no mal Wäga ond nix anders – egal was dia Fischkepf nerdlich vom Negger so moinet.

  25. @ Don Ferrando
    "Cabrio-Mütter...

    @ Don Ferrando
    „Cabrio-Mütter und SUV-Mütter, ähnlich aber nicht deckungsgleich“. Eine schöne Beschreibung… Denken Sie bitte an die Männer, die „ihren“ Gattinnen solche Gefährte unter das Beinkleid schieben – ein ähnliches Bild in der afghanischirakischen Kampfzone, wo Journalisten „eingebettet“ von der jeweiligen Armee ihrem Auftrag nachgehen. Ungefährlich, sicher und korrupt. Da erscheinen die Amazonen-Kampfweiber in den offenen (9)3ern geradezu obszön. Wie riecht ein Humvee-Eisprung?

  26. @ Don Ferrando
    "Cabrio-Mütter...

    @ Don Ferrando
    „Cabrio-Mütter und SUV-Mütter, ähnlich aber nicht deckungsgleich“. Eine schöne Beschreibung… Denken Sie bitte an die Männer, die „ihren“ Gattinnen solche Gefährte unter das Beinkleid schieben – ein ähnliches Bild in der afghanischirakischen Kampfzone, wo Journalisten „eingebettet“ von der jeweiligen Armee ihrem Auftrag nachgehen. Ungefährlich, sicher und korrupt. Da erscheinen die Amazonen-Kampfweiber in den offenen (9)3ern geradezu obszön. Wie riecht ein Humvee-Eisprung?

  27. Werter Don,
    man kann ein...

    Werter Don,
    man kann ein kleines Kind ins „Ställchen“ setzen und beschränken.
    Bleibt es im „Ställchen“, erhält man einen „Beschränkten“.
    .
    In meiner Umgebung habe ich manchmal den Eindruck, man ist zu faul zu erziehen.
    .
    Gruß Hanskarl

  28. Werter Herr Don,
    Ich gönne...

    Werter Herr Don,
    Ich gönne Ihnen von Herzen den schönen Ausblick auf wartende Mütter vor Ihrer Immobilie. Die führen wenigstens Familiensinn fort allerdings in moderner, sicherlich fragwürdiger Form. Überhaupt, da Sie ständig so Ihre Familientradition bemühen (schon immer Wein am Haus; Mutti meinte neulich etc..): Tradition hat was mit Kontinuität zu tun, Fortpflanzung, Nachwuchs. Da scheinen Sie aber ganz aus der Art zu schlagen mit Ihrer Ablehnung von Kindern (und Frauen?) Sind die Alphonsos im Begriff mit Ihnen auszusterben? Puh, jetzt werde ich wieder aus dem Blog geschmissen wegen Mangel an Affirmation.
    Als tagesaktuelle Lektüre empfehle ich übrigens heute Durs Grünbein ,,Unfreiheit“ in der FAZ

  29. Warum eigentlich nicht eine...
    Warum eigentlich nicht eine Stunde vor Schulschluss selber den besten Platz zuparken? Ein Bekannter kaufte bei einer älteren Dame mal einen Anhänger fürs Auto, der noch nix an Kilomtern gezogen worden war. Der einzige Anschaffungsgrund für die Besitzerin war, dass sie ihn vor ihrem Haus abstellte, damit niemand anderes dort parken kann.
    Meine älteste Tochter wird auch mit dem Auto zur Schule gebracht. Was daran liegt, dass die Schule etwa 25 Autominuten entfernt ist. Und Bus und S-Bahn für Erstklässler auf der Strecke noch nicht sein muss (erst Bus, dann S-Bahn, dann noch mal Bus). Aber in den Kindergarten, da haben wir sie immer so oft es nur ging mit dem Fahrrad gebracht. Entweder Radl und Hänger, oder sie hat eben selber gestrampelt.

  30. Wenn die Kids erst laufen...
    Wenn die Kids erst laufen können, also spätestens ab 2 und vielleicht sogar windelfrei sind, eignen sich Cabrios im Allgemeinen ganz hervorragend zur Kinderbeförderung – die Rückbank des Porsche 928 z.B., neu wohl leider nicht mehr zu haben, war m.E. eindeutig zu diesem logischen Zweck bestimmt.
    Sie sollten diese Möglichkeit in ihrer Biographie vielleicht noch einmal anschauen Don. Wer weiß, wozus nutzt. Im Übrigen fahren jüngere Villen-Gattinnen heute doch eher Geländewagen, der Sportwagen für Mütter scheint mir seltener zu begegnen – oder irre ich mich da?

  31. tjaha, ein gewisses Maß an...
    tjaha, ein gewisses Maß an Risiko hat schon immer zur Freiheit gehört.

  32. Don Alphonso
    Für den...

    Don Alphonso
    Für den entsprechenden Geldbeutel gibt es Cabriolösungen und dazu passende Kinderwagen, die sogar auch in einen kleinen Porsche passen…
    Nichtsdestotrotz habe auch ich mich, abhängig und fremdbestimmt arbeitend für eine Kombilösung der Mittelklasse entschieden und mich von meinem junge Frauenspassmobil verabschiedet. Ich kann Sie aber gut verstehen, Ihr Auto als Grund für den Verzicht auf Kinder zu sehen. So ein Kombi ist eine Einschränkung, die einen hart trifft.
    Das Problem bzgl. Affären (aus Langeweile in solch einer Konstellation: Tochter aus gutem Hause, unausgelastet durch Hilfe im Haushalt durch Zugehfrau und Kindermädchen) ist weniger die Existenz dieser, als das Vergessen bzgl. des guten Benehmens in solch einem Arrangement und dem Missachten des wichtigsten Grundsatzes – Diskretion.

  33. Hat einer von euch...
    Hat einer von euch Alleswhizzern einen Link zum Vatikan, bei dem ich die Selig- und/oder Heiligsprechnung v. Barack Obama beantragen kann?

  34. Lieber Don,
    danke für die...

    Lieber Don,
    danke für die psychologische Klassifizierung nach a) SUV b) Vertriebsvan und c) Cabrio. Offenbar sind die PanzerSUV-Muttis unsicher und übertragen das auf ihre Töchter. Die Cabriomuttis sind dagegen dauerblond, und diejenigen im Vertriebsvan müssen immer erst Papi fragen. Wenn die Oberschicht so neurotisch und gelangweilt ist, wie es ihre Photos suggerieren, was und wen soll ich dann meinem Sohn empfehlen? Vor meinem Fenster in einer englischen Kleinstadt spielen sich dieselben Szenen ab, alldieweil die Privatschule im Zentrum neben der Kathedrale liegt. Die Kinder erscheinen angenehm schlank und natürlich aufgeräumt, aber richtig glücklich sind die nicht. Das wirkliche Leben spielt dann freitags einige Schritte entfernt in den Pubs, aber da dürfen ja die Töchter (und abhängigen Söhne) gar nicht hin. Kennen Sie den Manga „Boys over Flowers“, der auch auf einem Internat für Reiche spielt? Da kommt es dann zu gangrapes aus Langeweile. Mein Fragen:
    a) Sind wir endlich am Ende der Geschichte?
    b) Werden die reichen Kids auch immer blöder, zufriedener, mutterhöriger?
    c) Laut Nick Hornby sind Frauen mit bewußten Problemen interessanter.

  35. Verkehrs-Chaos vor der Schule,...
    Verkehrs-Chaos vor der Schule, da gefähren Mütter mit ihren sportlichen Utilitäts-Vehikeln ihre und anderer Leute Kinder. Merkt man eigentlich mit einem Cayenne (in Ihrer „kleinen dummen Stadt“ wohl eher im Q7), wenn der Superbreitreifen über ein Kindlein rollt? Die deutsche Polizei interessiert so was jedenfalls nicht.
    .
    Frankreich regelt das Thema etwas anders: Schon im Kindergarten wird gesiebt, wer von den lieben Kleinen es später vielleicht mal auf die Ecole Nationale Superieure und dann der glorreichen Republik Ruhm und Ehre bringen wird. Dem Staate sind die Kinder deshalb etwas wert. Immer wieder sehe ich dort, dass morgens und zu Schulschluß die Dorf- oder Kleinstadtpolisten (die gibt es da noch) kommen und die Strasse vor der Schule schlicht und einfach sperren. Nicht mit einem Schild. Mit einer Sperre. Öffentliche Parkplätze gibt es in der Nähe, da wartet dann das Au pair. Madame arbeitet derweil – nicht weil sie es finanziell nötig hätte, aber sie mag es wohl so.
    .

  36. heeyyy, sie haben mich unter...
    heeyyy, sie haben mich unter ihrem balko fotografiert. ich verbitte mir das. löschen sie sofort das bild der attraktifen kabriofahrerin. meine finger sind überhaupt nicht faltig. meine sophie ist nur deshalb im herzoglichen golfressort weil die eltern von der cornelia sie auch dort haben. ich verbitte mir diese ganzen anzüglichkeiten. ich habe sehr wohl nach dem studium gearbeitet und erst dort meinen mann kennengelernt. ich bin sehr sehr ungehalten über ihren artikel und werde nicht mehr unter ihrem dummen weinstock warten….
    erboste grüße
    petra

  37. Das sind ja wirklich schlimme...
    Das sind ja wirklich schlimme Zustände in Ihrer Stadt. Ich bin immer mit dem Fahrrad gefahren, bei jedem Wetter. Es gab zum 18. durchaus einen Wagen (aber, nur weil meine Schwester auch einen bekam und die bekam den nur, weil meine Tante seinerzeit heftig bei meinem Vater intervenierte und ihm drohte, wenn er es nicht tun würde, dann würde sie einen kaufen). Allerdings einen Gebrauchten, nach Wahl meines Vaters in einer ziemlich scheusslichen Farbe. Ich musste auch -da gab es gar keine Diskussion- ein grosses Anfängerschild auf den Wagen kleben und wurde dafür ziemlich ausgelacht in der Schule. Eine Unaufmerksamkeit meinerseits hat den Wagen dann leider zerstört. Aber, er ist ersetzt.
    Diese SUV (wenn man einen fährt, dann doch allenfalls eine alte G-Klasse oder einen Defender, nicht diese modernen Dinger) scheinen mir so eine Art Busenvergrösserungen (analog zu dem Porsche bei Männern zu sein) für Frauen zu sein. Jedenfalls verstehe ich beim besten Willen nicht, warum man a) als Frau so ein Ding fahren muss; die haben ja ohnehin schon Probleme beim Einparken und mit so einem Ding wird es nicht leichter und b) warum es unbedingt ein schwarzes Modell sein muss (90% der Hausfrauen fahren ein schwarzes Modell).
    Naja, jeder etikettiert sich mit so einem Wagen selbst. Wer ihn fährt, der zeigt sich als Aufsteiger. Von Emanzipation von dem Geld der Familie ist da noch nichts zu erkennen.

  38. Mich wuerde wirklich...
    Mich wuerde wirklich interessieren, was die Gruende fuer die Abholmentalitaet sind. Gerne auch mehrere mit einer Gewichtung. Ich glaube nicht, dass es die geringere Anzahl an Kindern ist – musste frueher als Einzelkind geradezu selbstverstaendlich auch zu Fuss gehen und Bus fahren, obwohl ein zweites Auto da war und meine Mutter Hausfrau. Die naechste Entwicklungsstufe mag dann das japanische Modell sein. Habe gehoert, dass es dort angeblich schon Kindergaerten mit Aufenthaltsraeumen fuer Muetter gibt, da bei Anfahrt quer durch Tokyo (manchmal noetig, um zu einem der besser gerankten zu gelangen) Rueckundwiederhinfahrt nicht lohnt. Hoffe (?) das ist kein Grossstadtmaerchen…

  39. Auch in unserem kuschligen...
    Auch in unserem kuschligen Mittelstandsörtchen mit knappen 2000 Einwohner ist das Kutschierphänomen zu beobachten. Vielleicht will man es den Schönen und Reichen gleichtun oder fühlt sich dann mehr als solche. Der Ort hat eine Grundschule und einen Kindergarten, die Abholtradition beginnt schon im zarten Alter von 2 Jahren (bloß nicht das Laufen fördern) und endet nicht mit der 4. Klasse, da man das Kind ja dann prima in die weiterführende Schule fahren kann. Kein Haus im Ort ist mehr als 10 Gehminuten von Schule/Kindergarten entfernt. Da fässt man sich an den münsteraner Kopp. Und die Parkplatzsituation ist ähnlich wie in Ihrer Kleinstadt. Nur keine Caprios, eher Zweitkleinwägen.
    In meiner Grundschule gab es auch noch eine Fahrradprüfung in der zweiten Klasse, ab dann wurde geradelt. Mit gelegentlichem Halten am Fluss, um hinein zu spucken, schnell ein kleiner Klingelstreich am Morgen, kurz beim Bäcker rein um das Taschengeld in Süßes zu investieren, oder im Sommer zum Eismann (eine Kugel 30 Pfennig). Nur zur Musikschule konnte ich nicht radeln, Cello und Akkordeon waren zu schwer…
    Allerdings hätte ich später gern auf einige Busfahrten zum Gymnasium verzichtet. Alle drei Schulen der nahen Kleinstadt nutzen denselben Bus, und von den Hauptschülern wurde man regelmäßig verprügelt, was aber soweit niemanden störte (auch den Busfahrer nicht). Meine Mutter (Hausfrau) hätte nie im Leben daran gedacht, mich ständig rumzukutschieren und fand auch die Prügeleien durchaus charakterbildend (man muss lernen, sich zu wehren).
    Da fallen mir meine frischen Trauben vom Markt ein, leider wächst an unserem Haus kein Weinstock. Warum eigentlich nicht?

  40. @Zapato. Ich denke, diese...
    @Zapato. Ich denke, diese Mütter haben schlicht nichts anderes zu tun. Und irgendwie müssen sie sich ja den Titel „Familienmanagerin“ verdienen. Und das Auto will ja auch bewegt werden, wenn es nur in der Garage steht, sieht es ja keiner…

  41. Bitte gehorsamst die werte...
    Bitte gehorsamst die werte Gemeinde um Permission dem Gegenstand dieser geschätzten Disputation ein wenig andere Distinctiones abzugewinnen. Es entgingen gewiß der werten Aufmerksamkeit die Worte des hochgeschätzten Don: „…die Gesellschaft Jesu agitierte von hier aus gegen die Häresie, eine Schlüsselfigur des 30-jährigen Krieges starb hier…“ Don Alphonso, ich bitt Euer Liebden mir umständlich und ohn weitern Verzug zu vermelden ob es tatsächlich an diesem ist. Ich hielt das Gebäu, in dem der hochgeschätzte Graf so elendiglich, aber doch gefaßten Gemütes zu den Himmlischen Heerscharen versammelt wurde, schon längst den wütenden Zeitläuften preisgegeben. Wisset denn, daß Unterfertigter dieses sein unbeständiges Wirtschaftsglück unter anderem auf jenem Breitenfelder Blachfelde betreibt, allwo sich Sachsen und Bayern, wiewohl auf unterschiedlichen Parteyen befindlich, sich gleichermaßen zur Flucht entschlossen. Meine Anteilnahme an des sel. Grafen Schicksal gebietet es mir zu fragen, ob das Gemach seines Hinscheidens der Öffentlichkeit zugänglich ist? Im Behuf solcher Occasiones verbleicht die Question, ob das einheimische Frauenzimmer in offener oder geschlossener Kalesche der Nachzucht ihres Stammes obliegt zur necessité.

  42. Ephemeride, das macht man...
    Ephemeride, das macht man heute alles über soziale Netzwerke und Handy. Ist so. ich verstehe es auch nicht, ich bin zu alt.
    paulchen, es würde reichen – allerdings essen wir die Trauben einfach so.

  43. Beobachter, mir geht es auch...
    Beobachter, mir geht es auch ganz ähnlich – aber ich bin dann eben geradelt. Bei uns wäre keiner auf die Idee gekommen, sich abholen zu lassen.
    .
    Ariadne, nicht zu vergessen: Chinesisch schon im Kindergartenalter! Studienabschluss mit 21! Das sind die neuen Messlatten für Kinder, und mit dem G8 hat auch der Staat dazu beigetragen, dass sich die Turbomütter bestätigt fühlen können. Naja: Ich habe das alles längst hinter mir, mit etwas Faulheit ging das alles an mir vorüber.

  44. Moritz, es gibt hier...
    Moritz, es gibt hier eigentlich keinen Anlass für Angst, und auch keine Boulevardpresse. Ich glaube, das alles hat mehr mit Prestige und Mithalten zu tun: „Schaut her, ich kann mir das leisten, eine halbe Stunde zu warten.“ Dass es dabei auch noch zugeht wie bei einer Modenschau, rundet den Eindruck vorzüglich ab.
    icke, naja, hübscher wäre es ohne den Neubau des Studentenwohnheims an der Stelle, wo früher Bäume waren. So riecht es dort eher nach Kantine und Fertigpizza, und zu den real existierenden Qualitäten der Musikbeibringung und den resultierenden Tönen möchte ich hier nichts ohne Anwalt sagen.

  45. D.A. Wie wahr. Ich mache...
    D.A. Wie wahr. Ich mache ebenfalls drei Kreuze, dass ich eine normale Kindheit haben durfte, zwar z.T. in der DDR, aber ich musste weder Chinesisch noch Englisch (oder Russisch?) lernen, sondern durfte im Kindergarten Roller fahren und Indianer spielen. Ganz ehrlich verstehe ich das Gejammere über G8 allerdings auch nicht, denn für uns ist Abi nach 12 Jahren normal (und überarbeitet habe ich mich dabei wirklich nicht, ich hatte nie wieder so viel Zeit zum Lesen, wie in der 11.+12. Klasse, ich habe damals praktisch in der Bibliothek gewohnt). Vermutlich beruhen die Schwierigkeiten aber einfach nur auf der schlechten Organisation und überfrachteten Lehrplänen.
    So nett sich diese kleine Abhandlung über die SUV- / Cabrio-Muttis auch liest, so leid tun mir die Kinder.

  46. Gnädiger Don. Irgendwie hat...
    Gnädiger Don. Irgendwie hat schließlich die potente Männerwelt dazu beigetragen,dass es Frauen in Cabrios gibt die noch vor Ableben ins Wachskabinett Einzug nehmen könnten. Männer dominieren in den Branchen, die fast ausschließlich durch Weiberkonsum ihre Umsätze vergolden lassen.
    Es gibt keine Mütter,die sich nicht irgendwie um ihren Nachwuchs sorgen( die pathologischen Fälle ausgenommen)..
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    Die Frage ist doch,wie es dazu gekommen ist,dass kaum mehr jemand , Verantwortung-Kontrolle, sich kümmern-Zeit totschlagen-auseinanderhalten kann.
    Peter Ustinov( trotz seiner Genialität und Menschlichkeit) hatte z.b. gar keinen Bock sich um seine Kinder zu kümmern, er sagte: “ die wollen ja immer was machen…“
    Dieses Problem taucht bei Unmengen von Vätern auf.
    Wissen Sie was lieber Don, Sie schreiben eine Menge über den weiblichen Teil Ihrer Familie, zum Ausgleich würde ich mich über Ihr Vaterbild ehrlich freuen,
    selbst wenn der sich in Genialität überschlagen hätte.

  47. Kann ich machen, kleinerberg,...
    Kann ich machen, kleinerberg, aber dann muss ich auch über Themen wie Karriere reden, und das wird nicht unbedingt amüsant.
    .
    Ariadne, ich kann nur sagen, dass das bayerische Abitur zu meiner Zeit schon eine ziemliche Plackerei war, und die Vorstellung, dass es jetzt nochmal um ein Jahr verkürzt wird, mit dem Ergebnis eines de facto voll verschulten Tages mit massenhaft Nachmittagsuntericht (bei uns gab es das einmal die Woche, und es war schon übel) sehe ich nicht mehr so arg viel Platz für eine unbeschwerte, lässige Kindheit.

  48. @ Ego, nur kein Neid, einfach...
    @ Ego, nur kein Neid, einfach mal „Vatikan“ googeln, dann „Heiligsprechung“ suchen und Obama als Kandidaten vorschlagen.
    Ansonsten würde ich kurz und bündig sagen: Thema verfehlt!

  49. Karriere oder Haushalt?
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    Die...

    Karriere oder Haushalt?
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    Die Antwort kann eben auch „weder noch“ heißen. Vor der Schule auf die Kinder warten ist allemal erholsamer als zu Hause was Vernünftiges zu kochen, etwas, das die Kinder von alleine nach Hause locken könnte.
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    Frauen studieren heute gern, aber Karriere machen wollen sie eigentlich nicht. Sobald der erste Mann mit realen Aussichten auf eine lukrative Festanstellung am Horizont auftaucht, lassen sie Arbeit und Studium reuelos sausen und machen stattdessen einen Foto- oder Zeichenkurs, um die Zeit bis zur Schwangerschaft zu überbrücken.
    .
    Andererseits wollen sie aber auch keine echte Hausfrau und Mutter sein. Statt mit 19 zu heiraten und dann innerhalb von 10 Jahren vier oder fünf Kinder zu gebären, warten sie bis kurz vor der Menopause und haben dann allerhöchstens zwei. Die müssen dann aber auch rundumbetreut werden, das hört mit deren Abi noch lange nicht auf.
    .
    Frauen erscheinen mir schon darum als seltsame Wesen, weil so viele von ihnen ausgerechnet die Erwerbsarbeit immer mit „Selbstverwirklichung“ assoziieren, den blödesten Angestellten- oder Verkäuferinnenjob mit eingeschlossen. Für eine wirkliche Karriere fehlt ihnen meistens der Ehrgeiz. Auf der Uni wählen sie sich zielsicher die brotlosen Fächer aus. Sie studieren spanische Literatur, weil sie dort im Urlaub waren und die Musik ihnen gut gefiel.
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    Kein Wunder, daß die Emanzipation keine Fortschritte macht! Wer seine Job als „Selbstverwirklichung“ betrachtet, — statt als existenzielle Notwendigkeit — der wird niemals gleichen Lohn für gleiche Arbeit kriegen. Andererseits ist es schwer, sich eine existenzielle Notwendigkeit einzureden, wo diese gar nicht besteht.
    .
    Da könnte Kinderkriegen und -erziehen eigentlich schöner und interessanter sein, wenn man es denn nicht ebenfalls mit diesem idiotischen Begriffsfetisch der Persönlichkeitslosen bezeichnen würde: „Selbstverwirklichung“. Tja, und dann „verwirklichen“ sie sich eben, indem sie ihren unschuldigen Kindern das perfekt behütete Leben aufzwingen.
    .
    Wenn sie schon zu viel Geld und zu wenig Kinder haben und auch darüber hinaus keinerlei gesellschaftlichen Zwängen mehr ausgesetzt sind, könnten diese Frauen dann nicht wenigstens irgendwas freches, kühnes, großartiges veranstalten? Einen literarischen Salon, eine Ball- oder Jagdsaison, ein paar niveauvolle Seitensprünge, Einmischung in die Politik?

  50. Hans Meier555, ergänzen Sie...
    Hans Meier555, ergänzen Sie doch Ihre Aufzählungen durch ein paar männliche Heldentaten wie etwa solcher Mediengranaten wie Beckmann,Jauch und Kerner.
    Oder internationale Autoschieber,Drogen und Waffenhändler, Filialleiter von Versicherungsagenturen, akademische Eineurofünfzigjobber, Selbstmörder der französchen Telekomgesellschaft, arbeitslose ITspezialisten, frühzeitige Frührentner, kränkelnde Lehrer, kriminelle Psychotherapeuten, überbewertete Künstlerfürsten,……….und das ist erst der Anfang einer vielversprechenden
    Entwicklung männlicher Karrieren.

  51. Vielleicht hat ja durchaus das...
    Vielleicht hat ja durchaus das eine mit dem anderen zu tun – keine Reben am Haus mehr, weil Madame 20 Jahre ganztags mit Kinderkutschen befaßt ist und keine Zeit hat, sich um sowas zu kümmern. Ich weiß es nicht.
    Ich weiß nur, daß zu meiner Kinder- und Jugendzeit es allgemein als peinlich empfunden wurde, von den Eltern herumgekutscht zu werden – das galt als babyhaft. Sobald die Kinder halbwegs über die Straße laufen konnten – so mit 4 – gingen sie ohne Begleitung in den nahegelegenen Kindergarten. Dasselbe mit der nahegelegenen Grundschule, hier kamen alle zu Fuß, und die aus dem Haus neben der Schule natürlich als letzte. Ja, es wurde mal ein Kind auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten überfahren. Daraufhin baute man eine Straßenunterführung, und damit hatte es sich. Hauptschülergangs, die die Kleineren schikanierten und die Lehrer verprügelten, gab es damals auch; von den Eltern wurde einem geraten, sich zu wehren und ansonsten davonzulaufen, und Diskussionen darüber waren nicht erwünscht. Klavierlehrer kamen ins Haus oder sie wohnten nah genug, daß die Kinder hinlaufen konnten. Ins etwas entferntere Gymnasium kamen dann die meisten per Bus oder Fahrrad, nur die Lehrer mit Auto. Ein paar Schüler hatten einen täglichen Weg von einer Stunde hin und einer Stunde zurück, im Winter anderthalb oder auch mal 2. –
    Bei meinen Nichten und Neffen wird es nicht anders werden, denn der Kindergarten ist nah, der Weg dorthin einigermaßen verkehrsberuhigt (es ist heute schon deutlich mehr Verkehr als vor 40 Jahren) und sie scheinen lauffreudig zu geraten. –
    Für die wöchentliche Modenschau gab es den sonntäglichen Kirchgang. Hierbei wurden zeitenweise auch Miniröcke präsentiert. –
    Der Überwachungs- und „Förderungs“-Wahn war damals allerdings auch recht ausgeprägt, er äußerte sich z.B. in einem Mengenlehre-Abendkurs für die Eltern, die Panik hatten, die Hausaufgaben ihrer Kinder nicht kontrollieren zu können (es waren viele). Nicht, daß es für die Kinder in irgendeiner Weise schwierig zu verstehen gewesen wäre, das Problem war eher die gekränkte Eitelkeit oder auch das Gefühl von Kontrollverlust für die Eltern.
    @Ariadne: ich denke, in 2, 3 Jahren wird Abi mit 12 Jahren wieder so normal sein wie zu Ihrer Schulzeit, das sind nur die Anlaufschwierigkeiten, bis die Lehrer etwas Erfahrung mit der Stoffverteilung haben. Ich gehörte damals zum ersten Jahrgang mit reformierter Oberstufe, bei mir war die 11. völlig überfrachtet mit 40 Schulstunden Unterricht plus etwa 12 – 16 h Hausaufgaben jede Woche. Die 13. hingegen war reines Geplemper, speziell das 2. Halbjahr war noch ein bißchen Zeit absitzen und Clique treffen, gelernt wurde da nichts mehr. Insofern denke ich eh nicht, daß man eine 13. Klasse unbedingt braucht. Die Verteilung soll danach besser geworden sein. –
    @Benkop: die 2 Kugeln gutes italienisches Eis, die ich mir auf dem Schlenker durchs Städtchen am Samstag nach dem Unterricht gönnte und aufschleckte, bis der Bus kam, möchte ich auch nicht missen. – Probieren Sies einfach aus mit dem Rebenpflanzen! Berlin ist zwar etwas trockener als das Münsterland, aber von der Temperatur ähnlich, und bei uns gedeihen sie. –

  52. @HansMeier555, anhaltenden ...
    @HansMeier555, anhaltenden Applaus und herzlichen Dank für diesen
    Zustandsbericht.

  53. Ich ahnte, daß ich am...
    Ich ahnte, daß ich am heutigen Tag vergebens darauf warten würde. Aber die Vergangenheit ist nicht tot, sie ist nicht mal vergangen. Heute ist der 9. Oktober 2009, damals war der 9. Oktober 1989. Heute haben Sie Angst vor Opel, damals hatten wir Angst vor Panzern. „Quite an experience to live in fear, isn’t it? That’s what it is to be a slave.“ Putzig, nicht? Vielleicht ist die Alternative zwischen Rolex und Rolex (Made in China) wichtiger?

  54. Im Internat wurde man vom...
    Im Internat wurde man vom Chauffeur abgeholt. Ich glaube, manche meiner Mitschueler haette sich gewuenscht (mich eingeschlossen), die Mutter haette eine halbe Stunde (oder mehr) Zeit gehabt, auf ihr Kind zu warten.

  55. Ist mir da ein Hintersinn...
    Ist mir da ein Hintersinn entgangen? Warum „motoristierte“ und nicht „motorisierte“? Warum „Müttergangs“ und nicht „Muttergans“?

  56. @Hans Meier: Jaja, schon...
    @Hans Meier: Jaja, schon seltsame Wesen, diese Frauen…
    ich frage mich wo Sie leben, dass Sie so ein merkwürdiges Frauenbild haben. Wahrscheinlich auf einem anderen Planeten, denn die Frauen in meiner Umgebung sind nicht so. Aber ich vergaß, ich zähle ja nicht als Frau, ich bin ja Ingenieurin. Mein Mann hat eine Festanstellung, aber ich bin trotzdem nicht schwanger… außerdem erwarte ich von ihm im Falle der Reproduktion 6 Vätermonate. Ich glaube, irgendwas stimmt nicht mit mir. Wenigstens träume ich heimlich von einem Cabrio – allerdings einem ganz kleinen knuffigen Cabrio..
    Falls ich aber irgendwann mal in die Situation kommen sollte, zuviel Geld und zuwenig Kinder zu haben und der Fiat 500C dann verwirklich ist, werde ich mir das mit der Politik oder den niveauvollen Seitensprüngen vielleicht mal überlegen.
    @Dipsy: Erstens können Frauen genausogut/schlecht einparken wie Männer und zweitens gibt es Parkpiepser ;-) Ich persönlich habe jedenfalls in meiner Autofahrerinnenkarriere im Gegensatz zu meinem Mann noch keinen einzigen Parkrempler verursacht (und das bei mehr gefahrenen Kilometern).
    @yaq12: Das mit dem Asperren von Straßen in Frankreich ist ja toll – in meiner Kindheit gabs nur popelige Schülerlotsen. Hmm, vielleicht fliehe ich ja doch nach Frankreich – spätestens falls der Oskar im Saarland tatsächlich Minister wird.

  57. @kleinerberg
    Sie haben...

    @kleinerberg
    Sie haben natürlich recht, Männer sind noch viel schlimmer. Aber das hätte diesmal nicht zum Thema gepaßt. Aber beim nächsten Mal hol ich es nach!
    @unellen
    Wenn Sie als Ingenieurin arbeiten, sind Sie allerdings die Ausnahme. In der DDR war das häufiger (siehe Kanzlerin), daß Mädchen „so was“ studieren. Aber heute wieder bei uns?
    Im übrigen meine ich nicht, daß Frauen für irgendwas schlechter befähigt wären („von Natur aus“ oder so). Mein (möglicherweise falscher) Eindruck ist aber, daß sich Frauen heutzutage selber fatal im Weg stehen. Es gibt kein „Patriarchat“ mehr, daß sie am Studium oder Beruf konsequent hindern würde, aber sie nutzen die Möglichkeit trotzdem nicht.
    .
    Viele Frauen studieren heute, wie mir scheint, aus dem gleichen Grund, aus dem ihre Großmütter NICHT studierten: Aus Anpassungbedürfnis heraus. Weil sie so sein wollen wie alle. Weil es sich ja nicht gehören würde zu sagen: „Eigentlich will ich gar nicht jahrelang auf der Uni rumhängen, ich will einen netten Kerl mit einer guten Anstellung kennenlernen und dann eine Familie haben, so glücklich wie die in der Margarinewerbung“. Obwohl viele nur genau das wollen, was ja für sich genommen auch vollkommen okay wäre. Aber zugeben dürfen sie es halt nicht, darum müssen sie jahrelang Karrierewünsche heucheln, die dannleider, leider, leider, aufgegeben werden müssen, sobald der Prinz geangelt ist.
    .
    Klar betrifft das nicht alle, vielleicht nichtmal eine Mehrheit, aber diese Fraktion gibt es.
    .
    Mit dem Kinderkutschieren ist es dann wieder das gleiche: Nix Ganzes, nix Halbes und 100% konformistisch. Weder erzieht man die Kinder so, daß die auch unabgeholt schnurstracks nach Hause kommen, noch stellt man es ihnen frei, wohin sie nach der Schule gehen wollen. Stattdessen der Fahrdienst, die sanfte Kontrolle durch Service. In der totalitären Sowjetunion wurden früher die ausländischen Touristen so behandelt: Vom Hotel in den Autobus in das Museum und wieder zurück…

  58. smaug, ich kann nur betonen:...
    smaug, ich kann nur betonen: Solche Probleme haben wir hier bei dieser Schule nicht. Generell scheint mir die Sicherheitslage in bayern erheblich besser zu sein, als an anderen Orten, und gerade an den Gymnasien, wo ohnehin vorher stark gesiebt wird.
    .
    Mark793, es reicht da, wenn ab und zu der Aufschreiber kommt. Nur einmal musste ich mich wirklich aufregen, als ein 6,3-Liter-Benz nicht einsah, warum er vor meiner Einfahrt nichts zu suchen hat. Das SUV ist meines Erachtens die autogewordene „Ist mir doch egal was aus Euch wird“-Aussage an alle, und daher auch nicht wirklich nett. Ich weiss nicht, ob denen klar wird, wie deren Scheinwerfer den Fahrers von niedrigen Autos von hinten in die Spiegel brennen, aber es ist ihnen egal (die Sache, dass viele von denen auch noch günstig als Firmenwagen zugelassen sind, ist auch nicht gerade nett).

  59. Als ich derletzt zum...
    Als ich derletzt zum Schulbeginn meiner kurzen in der kleinen dummen Stadt war und mich über die Möglichkeiten informiert habe, bedeutete man mir mit eingeborener Stimme, dass sich in der Stadt zuviel „Gesocks“ rumtriebe und man da in den ersten Jahren besser das Kind abhole. Diese Einschätzung konnte ich mangels eigener Erfahrung weder bestätigen noch dementieren, allerdings war ich ob meines auf Besuchen erlangten gegenteiligen Eindrucks doch etwas konsterniert.

  60. @colorcraze. In Sachsen gab es...
    @colorcraze. In Sachsen gab es seit jeher nur ein 12jähriges Abi. Allerdings ist hier auch die Wahl der Leistungskurse (2 Stück mit je 5 h pro Woche) sehr eingeschränkt. Ethik, Gemeinschaftskunde, Geographie durften wir als Leistungskurs nicht wählen und die Noten aus solchen Fächern wurden auch nur begrenzt in die Abiturgesamtnote eingerechnet. Wer Musik als Schwerpunkt wollte, ging auf eine Spezialschule und legte dort das Abitur nach 13 Jahren ab; ähnliches galt für Sport. So blieben als Leistungsfächer eben nur die Mathe, Chemie, Bio oder Physik, Deutsch, Geschichte und Fremdsprachen. Das hat den Lehrplan durchaus entschlackt.
    Das mit dem „Verplempern“ glaube ich Ihnen auch aufs Wort. Nachdem Verwandte von Sachsen nach Niedersachsen umzogen, gab es am neuen Gymnasium ihrer Tochter (bei 8 Parallelklassen!) nicht einen Leistungskurs in Physik. Dafür ist dort das Fach Theater Pflicht. Da braucht man eben 13 Jahre…
    @HansMeier555. Absolut treffende Beschreibung.
    @unellen. HansMeier555 hat leider Recht. Ich hätte das früher auch nicht geglaubt, aber es gibt diese Sorte Frau tatsächlich und nicht zu knapp. Das Problem ist auch nicht, dass sie zuhause sind, dass Problem ist, dass sie ständig „Eigentlich bin ich ja hochqualifiziert und habe meine Karriere nur dem Wohle meines Kindes geopfert!“ – Lamento.

  61. Geschätzter Don Alphonso,...
    Geschätzter Don Alphonso, werte KommentatorInnen,
    Als auch in einem bayerischen Gymnasium Gewesener, der zu Fuß, mit DB, Bus und wieder zu Fuß dorthin kam, war bei ungünstigem Stundenplan ein Rückweg von 1 1/2 Stunden leicht möglich. Mein jüngerer Bruder ist in einem näher gelegenen Gymnasium zu Kollegstufenzeiten mit dem väterlichen Qualitätsprodukt aus Süddeutschland erschienen.
    Dafür darf er seither in Plätzen wie China, Arabien, Äthiopien und Oklahoma arbeiten gehen. Ich dagegen fühle mich in der Schlucht meiner Ahnen wohl – allerdings ohne Trauben am Hauseingang.
    Mit bestem Dank an unseren edlen Gastgeber und Mitwirkende für das Lesevergnügen, das ich hier regelmäßig haben darf.

  62. @hans meier,
    welche frauen...

    @hans meier,
    welche frauen kennen sie?
    also zonenhanna habe ich für mich gelernt (abi in 12 jahren und wie ariadne richtig bemerkte: streßfrei), für mich studiert (zwei diplome) – und sehe männer auch heute noch als wunderbare ergänzung aber nicht als „jagd- und lebensziel“ an.

  63. Von Idioten im...
    Von Idioten im 6,3-Liter-VollSUV (vorzugsweise von AMG oder Brabus gepimpt) könnte ich auch paar haarsträubende Geschichten erzählen. Die Fahrer dieser Hobel scheinen mir nochmal eine ganz spezielle Untergattung innerhalb der Allradler-Spezies zu sein. Aber ganz allgemein und markenunabhängig verstehe ich die Grundaussage dieser Blechmonster genau so, wie man in Holland so schön sagt: „Ikke, ikke, ikke – en de rest kan stikke“ (ich, ich, ich – und der Rest kann ersticken).

  64. @swina. Bestimmt alles nur ein...
    @swina. Bestimmt alles nur ein Missverständnis. Wir hatten keinen Stress, weil während Abi und Studium nur gelernt haben – und nicht zusätzlich noch einen finanzkräftigen Versorger erlegen mussten. Das wäre für mich allerdings auch stressig gewesen…

  65. Wie meinen Sie das: "der...
    Wie meinen Sie das: „der kleinen, dummer Stadt an der Donau“ eigentlich genau?
    Ich erinnere mich, dass schon „Stellvertreterschlachten“ über die richtigen Worte geführt wurden.

  66. Ich meine, dass diese Stadt im...
    Ich meine, dass diese Stadt im Gegensatz zu ihrem neureichen Boomtowngehabe und der protzigen Weltmarktführerattitüde immer noch ziemlich klein ist, gerade in jenem Bereich der Bevölkerung, der das Sagen hat. Dort hat sich die letzten 100 Jahre nicht wirklich viel getan.
    .
    Und ich meine, dass die Stadt dumm ist – man schlage einfach dazu den Lokalteil der Lokalzeitung auf. Auch hier hat sich in den letzten Jahrzehnten wenig bewegt. Es gibt inzwischen eine Elite-Uni, aber keine intellektuellen Zirkel. Es gibt mehr Buchhandlungen mit mehr Dreck auf Papier. Es gibt mehr Mensch, aber nicht mehr Hirn. Kurz: Die Stadt ist dumm.
    .
    Im übrigen weiss ich, es wird mir auf dem Wochenmarkt und im Konzert erzählt, dass nicht jeder glücklich ist mit dieser Umschreibung, und man es eigentlich nicht gewohnt ist, dass mit dieser Boomtown so umgegangen wird. Die kleine, dumme Stadt an der Donau ist obendrein auch noch so borniert zu glauben, dass man sie zusammen mit ihrer rot angeschmierten Bauklotzarchitektur, dem Reiche-Russen-Wasserfall in der Sparkasse und dem nazitauglichen Aufmarrrschplatz vor dem Rathaus stets als tolle Boomtown zu würdigen hat. Klein und dumm trifft das Wesen dieser Stadt vorzüglich. Und nachdem wir, im Gegensatz vielen aus dem deutschen Ausland zugezogenen Parteiprekariatlern der Staatspartei hier schon über 150 Jahre ansässig sind uns kein Tropfen Preussenblut in unseren Adern schwappt, dürfen wir das hier denen und ihren propagandistischen Heimatzeitungshofnarren auch so sagen.

  67. Ja, die DDR, die hat den...
    Ja, die DDR, die hat den Frauen noch ein etwas anderes Männerbild vermittelt – aber damit auch Frauen herangezogen, denen die ein oder andere, der Jagd zuträgliche Tugend des Westens etwas fehlt. Und mir deucht, als würden sich diese Westtugenden heutigentags immer noch besser verkaufen als „he mann ich sag Dir mal die Meinung“. Ungerecht vielleicht, aber es ist so (Offenlegung: Ich habe professionell schon mit ostdeutschen Frauen zusammengearbeitet und musste erleben, dass ich mit diplomatischen Andeutungen nicht wirklich weit kam)
    .
    mark793, es ist mit Müttern auch nicht anders als mit Militärs: Als sie nur Schwerter hatten, waren die Kriege kleinräumige Angelegenheiten. So war es auch mit dem Kindergarten. Leider gibt es heute Atombomben und Brabus. Natürlich redet man über Abrüstung und tempolimit, aber lieber wäre mir eine Abschaffung von Militärs. Und auch etlicher Mütter.

  68. @don,
    dann mal...

    @don,
    dann mal nachhilfeunterricht: welche der-jagd-zuträgliche-tugend-des-westens fehlt zonenpaulas?

  69. swina, wenn ich mal den...
    swina, wenn ich mal den Eindruck habe, dass mein Leben zu schön und konfliktfrei ist, mache ich das gerne. Nur entspanne ich gerade für die Buchmesse vor. Um es anzureissen: Fehlendes diplomatisches Geschick, dem anderen keine Freiräume lassen, eventuell auszuweichen, elaborierte Höflichkeitsformen sind auch nicht oft anzutreffen, und obendrein eine gewisse Unfähigkeit, Gefühle zu zeigen (man erklärte mir, das käme aus der Diktatur, wo man damit nur auf sich aufmerksam machen würde). Ich habe mal ein paar frühe Farbfilme aus der DDR gesehen, in denen auch systemkonforme Tischsitten vorgeführt wurden – Du lieber Himmel!
    .
    Schluchten-Ossi, oh, bitte, freut mich sehr. Ausserdem: Auch in China und Amerika sind die Schluchten keinesfalls besser. In der heimischen Schlucht gibt es wenigstens, was man so braucht. Und wie man das vermissen würde, merkt man erst in der Fremde.
    .

  70. @don
    zonenpaulas sind also...

    @don
    zonenpaulas sind also „kasachische flintenweiber“?
    tja: das klingt wirklich nicht sehr sexy.
    dann
    doch lieber eine charmant-elegante westelbische verführung, nicht wahr?!
    .
    no further comment.
    .
    gute entspannung!

  71. Nazi-tauglicher...
    Nazi-tauglicher Aufmarschplatz?!
    Warum nicht 68er Sit-In Anti-Schah-Demo-tauglicher Platz???

  72. <p>hiddensee, es gab hier...
    hiddensee, es gab hier schon immer gesocks. Früher war es in der Schleifmühl („red nicht wie einer aus der Schleifmühl“), heute einem der besten Viertel der Altstadt. Heute gibt es, dank der Regierung Kohl und ihrem rassisch angehauchten Deutschtumsbegriff, eine grössere Kolonie von Deutschen russischen Ursprungs, aus deren Mitte so mancer entsprang, den man doch nicht hätte hier haben wollen. Aber die Besoffenen gestern Nacht um 10 waren Deutsche. Dass es am helllichten Tag ein Problem gäbe, wäre mir aber neu.
    .
    Mary Miller, das erste war ein Tippfehler, das zweite Absicht (nie würde ich Gans zu einer Frau….)
    .
    Grimaldeli, es gibt sicher Schlimmeres, als von der Mutter abgeholt zu werden. Aber wenn man sie dann den rest des Tages ohnehin sieht, kann man auf dem Schulweg meines Erachtens schon darauf verzichten (und einen Strauss Wiesenblumen mitbringen, den richtigen Schulwg vorausgesetzt)

  73. Don Ferrando, weil diese...
    Don Ferrando, weil diese spezifische Gestaltung mit Bodenplatten sehr stark an die Gestaltung des Münchner Königsplatzes in der NS-Zeit bis in die 80er Jahre erinnert (den Älteren dürfte die freie, unstrukturierte Fläche zu Aufmarschzewcken erinnerlich sein, http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/52/Bundesarchiv_Bild_146-1988-105-32%2C_M%C3%BCnchen%2C_K%C3%B6niglicher_Platz.jpg )
    .
    swina, das habe ich nicht im Mindesten gesagt. Sie sind eine Herausforderung, für die man sich erst mal umstellen muss – wenn es einen nicht zu sehr ermüdet, was bei einigen durchaus sein kann.

  74. <p>Actung Test: Das ist die...
    Actung Test: Das ist die Abschlussgrafik für die kommenden Buchmessenbeiträge.
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    Ich hoffe, sie gefällt.

  75. ... und der Bezug zum Buch?...
    … und der Bezug zum Buch? Ist doch keine Obstmesse.

  76. Nun, sie kommt aus einem Buch:...
    Nun, sie kommt aus einem Buch: 1774 hat es einem Augsburger Drucker gefallen, damit eine Messe abszuschliessen. Nachdem es eine Totenmesse ist, hat sie auch dazu keinen direkten Bezug.

  77. (Ausserdem sind auf der...
    (Ausserdem sind auf der Buchmesse grosse Menge fauler Äpfel und auch junges, unreifes Gemüse aus Leipzig und anderen Schreibschulen)

  78. Requiescant in pace...
    Requiescant in pace fructi
    .
    Das Gnädigsein, hochmögender Don, müsst Ihr noch üben.

  79. @Schluchtenossi:
    „Mein...

    @Schluchtenossi:
    „Mein jüngerer Bruder ist in einem näher gelegenen Gymnasium zu Kollegstufenzeiten mit dem väterlichen Qualitätsprodukt aus Süddeutschland erschienen. Dafür darf er seither in Plätzen wie China, Arabien, Äthiopien und Oklahoma arbeiten gehen.“
    Sehen Sie, das kommt davon – als Kind betüttelt, und darum nicht rechtzeitig gemerkt, wie man sich den *echten Streß* vom Halse hält. Verglichen mit dem chinesischen Verkehr herrscht in Europas Großstädten zur Stoßzeit gähnende Leere. An den anderen genannten Orten hat man dafür bei einer Autopanne die realistische Chance, zu verdursten. Will man sich solchen Unannehmlichkeiten jenseits der 40 wirklich noch aussetzen? Sowas bringt man besser in Jugendjahren hinter sich.
    @Don: Vignette genehmigt. Sie sind aus Bayern, sie dürfen Barock.

  80. wahrscheinlich ist es keine...
    wahrscheinlich ist es keine gute gewohnheit von mir hier immer vorbeischauen zu wollen, auf der suche nach etwas, was ennui, katathymie (amorosa acuta) oder alles was sich in herbstlichen zeiten einem so wunderbar aufdrängen will, erfolgreich vertreiben könnte.
    in der hoffnung auf interessante buchmessebeiträge & fern jeglicher mütterlichkeit & 68-er bleibe ich ihrem schreiben doch weiterhin gewogen :)

  81. laperla, jene reizende kleine,...
    laperla, jene reizende kleine, spätsommerliche Liebesgeschichte, die zu schreiben man mich seit Jahren nötigt, versuche ich gerade in Word und nicht in Blog zu bringen. Und schlimmer noch, auch das morgendliche Thema wird, wenngleich auch gewünscht, eher graubraun.
    .
    HansMeier555, ich versuche gerade mir vorzustellen, wie ich in nett wäre. Ich nehme an, so wie eine harmlose Reaktorkernschmelze.

  82. Nicht Nettigkeit, sondern...
    Nicht Nettigkeit, sondern GNADE.
    Sie verstehen: Vom Ende her denken.

  83. Don, hättest Du drei...
    Don, hättest Du drei stressige Balgen wäre Deine Sichtweise garantiert eine andere: Du wärest dankbar, dass Dir Deine Luxus-Gattin den Kinder-Chauffeur-Dienst abnimmt. Klar, Du fändest das ganze Prozedere immer noch albern, aber es wäre Dir einfach egal, solange Du Dich in dieser Zeit in Ruhe um Deinem Blog, bwz. um köstliche Apfeltorten kümmern könntest….

  84. Ich schreibe keinen Kommentar,...
    Ich schreibe keinen Kommentar, denn diese ellenlangen Texte liest ja doch keine Sau.

  85. Natürlich nicht - welcher...
    Natürlich nicht – welcher Bauer stellt schon ein Notebook in den Stall.
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    evm, wenn ich drei Kinder hätte, hätte ich vermutlich nicht die Zeit zu überlegen, auf welche Art die Blagen nach Hause kommen, aber fein fände ich es schon, wenn sie in der warmen jahreszeit das Radl nehmen könnten – und wenn ich ein BMW Cabrio kaufen würde, hätte ich auch das Geld, in einer angenehmen Gegend nahe der Schule zu wohnen.

  86. HansMeier555, ich glaube...
    HansMeier555, ich glaube nicht, dass Gnade Spass macht.
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    Colorcraze, ich finde, das Leben ist schlicht genug, da kann üppiges Barockdesign nicht schaden.

  87. Ich fahre einen SUV, bin...
    Ich fahre einen SUV, bin Studentin, gehe nebenbei Teilzeit arbeiten und moechte vor 30 keine Mutter werden. Ein Cabrio wuerde mir trotzdem gefallen…

  88. @haf31: falscher fehler, sogar...
    @haf31: falscher fehler, sogar mit vergnuegen !!
    …damals (in ffm) mussten wir zu fuss in die grundschule (ca. 1,5km einfach), weil mutti keinen fuehrerschein hat(te) und vati mit dem wagen in die arbeit fuhr. als wir dann aufs gymmi in der innenstadt gingen, fuhren wir immer schoen mit der „18“. da liessen sich prima hausaufgaben erledigen und aufsaetze austauschen. am 2. tag nach der „mofa-pruefung“ fuhr ich dann bei wind und wetter mit demselben in die schule, quasi eine modernere variante meines vaters, von dem ich weiss, dass er damals per rad 15km (einfach) schulweg hatte. nach unserem umzug nach bayern war dann eine yamaha Y50M das transportmittel der wahl. mit dem bus bin ich soweit ich mich erinnern kann nur 1-2 mal gefahren, als das mokick in reparatur war (oder so was aehnliches).
    meine tochter wurde nur und ausschliesslich solange „kutschiert“, bis sie sicher die kunst des radfahrens beherrschte. damit schliesst sich der generationenkreis. –was vor 60 jahren in der bayrischen provinz begann, in der hessischen grossstadt seine fortsetzung fand, endet vorlaeufig in der bayrischen provinz. mal gucken ob/wann ich grossvater werde…. (sieht gottseidank bisher nicht danach aus!)
    ;-)

  89. ps.: huebsche grafik !! --...
    ps.: huebsche grafik !! — sowas kenne ich von den katechismen (oder wie heisst gleich nochmal der plural von „katechismus“) aus omas buecherkeller.

  90. Ja in der DDR war das alles...
    Ja in der DDR war das alles noch viel besser! Die blöden Frauen sitzen in ihren Bonzenautos während wir Assis den ganzen Tag vorm PC abhängen, uns Zigaretten stopfen und Fertiggerichte essen. Und so toll sind wir nur weil wir nicht zur Schule gefahren wurden!! Und wir brauchen auch keinen Plural von Wagen!!

  91. Aha, also so gemütlich geht's...
    Aha, also so gemütlich geht’s zu in der kleinen dummen Stadt an der Donau. Der Zufall wollte es, dass mich ausgerechnet gestern mein Morgenspaziergang in der großen reichen Großstadt an einer Privatschule für die Haute volée vorbeiführte, wo glitzernde schwarze Limousinen mit livrierten Chauffeuren die jungen Damen nebst ihren Schulbüchern an der schlossartigen Terrassen-Auffahrt ablieferten. Von Müttern war weit und breit nichts zu sehen.

  92. @ Don A:
    Die Schlussvignette...

    @ Don A:
    Die Schlussvignette ist sagenhaft. Keine Feld-Wald-und-Wiesen-Vignette, die man auch oben oder irgendwo mitten im Text anbringen könnte. Sie sagt vielmehr laut und deutlich: „Hiermit ist der Schluß erreicht. Mehr kommt nicht. Basta.“

  93. Schade, dass der Don seine...
    Schade, dass der Don seine kleine Geschichte nach dem Abholen abgebrochen hat. Denn noch schlimmer als die Cabrio- und SUV-Mütter ist ein allerliebstes Kind, das seit 2 Jahren jeden Nachmittag den Fidelbogen schwingt, ohne dass es mir bisher gelungen wäre herauszuhören, ob es sich bei der Weise um Hänschen klein, alle meine Entlein oder etwas Höherwertiges handelt (z. B. eine bisher unbekannte Bach-Variation), obwohl das Kind doch SOOO talentiert ist. Da lobe ich mir das gestandene Kind mit SUV-losen Eltern aus dem 2. Stock, das der sooo talentierten Jacqueline-Joelle (gesprochen: Schackeline-Schoäl)) auf seine Prahlerei einfach antwortet: „und mit Hausnamen heißte Meier“.
    Die „Wägen“ sind übrigens auch nicht schlimmer als „BoniS“, „LkwS“ oder „Schmidt’S Katze“.

  94. Vorläufige sind wir, und nach...
    Vorläufige sind wir, und nach uns wird kommen: Nichts nennenswertes.
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    Die Jahrzehnte laufen an uns vorbei wie Schulkinder, die am Haus vorbeilaufen und Trauben naschen.
    .
    Was soll da die Aufregung? Zurücklegen, entspannen, Silber putzen und in alten Requienliturgien blättern…

  95. @HansMeier555 Bravo für Ihre...
    @HansMeier555 Bravo für Ihre griffige Analyse der ca. 90% Frauen.
    @Don Alphonso Einfach nur Dank, dass Sie stets als erster, sonntäglich, meine Schmunzelfalten strapazieren.

  96. ... na ja, mein verehrter Don...
    … na ja, mein verehrter Don Alphonso, wenn vom Gnadenthal-Gymnasium die Rede ist, meine drei Nichten gehen auf diese Schule. Dass sie je von ihrer Mutter abgeholt worden waeren, ist mir nicht erinnerlich. Fragen kann man jetzt, ist sie, meine Schwaegerin, eine Ausnahme oder nicht.
    Vor 40 Jahren waere sie eine solche gewesen. Damals bin ich mit meiner nagelneuen Herkules Super Sport eine gewisse Zeit vor dieser Schule vorgefahren, angetrieben von einem 5,3 PS-Motor und einer durch nichts zu bremsenden Libido, um eine angehende Abiturientin zu bezirzen, von der ich meinte, dass nur ich fuer sie in Frage kaeme, was ein Irrtum war. Auch andere Liebestolle hatten sich eingefunden. Nicht wenige. Wartende Muetter sind mir nicht erinnerlich.
    Was mich interessieren und worueber ich Sie um Aufklaerung bitten wuerde. Hat hier im Laufe der Jahre und Jahrzehnte ein harter Verdraengungswettbewerb stattgefunden, in dem besagte Muetter den Sieg davongetragen haben (was ich mir andererseits nicht recht vorstellen kann, wenn sich die Betreffenden hauptsaechlich um ihre Schoenheit, ihr Alter oder die Organisation des bevorstehenden Mittagessens sorgen; Anmerkung am Rande: der Sinn ist eine multiple Groesse, und man kann seine Zeit sicher sinnloser nutzen)? Oder haben junge Maenner die Lust am weiblichen Geschlecht verloren? Wenn dem in der Tat so waere, koennte dies mit der Attraktivitaet der Schuelerinnen zusammenhaengen (was ich mir beim Aussehen meiner Nichten eigentlich nicht vorstellen kann)?
    Also was sehen Sie, wenn Sie durch die Blaetter und Veraestelungen Ihres Weinstock blicken?

  97. ..es gibt sogar den...
    ..es gibt sogar den Fachbegriff Soccer-Moms für diese Frauen

  98. @greulicher
    Lieber Don...

    @greulicher
    Lieber Don Alphonso, mir scheint Sie haben grundsätzliche Probleme mit Frauen und womöglich schreiben Sie nur so wunderbar sarkastisch und mit spitzer Feder, weil Ihnen der Porsche zu verräterisch wäre. Feigheit hat viele Facetten.

  99. Wolfgang Greulach, mit dem...
    Wolfgang Greulach, mit dem Problem haben Sie vollkommen Recht: Niemals könnte ich je so promiskuitiv und libertär sein, als dass es mir vergönnt wäre, auch nur die Schönheiten meiner kleinen, dummen Stadt zu geniessen – das Schlimme ist doch, dass die Auswahl prächtig, die Möglichkeiten aber sehr begrenzt sind, und wenn man dann jenseits der 60 ist, ärgert man sich auf beiden Seiten. (Allerdings sind meine Erfahrungen mit Müttern eher, na, sagen wir mal, nicht so, dass ich eine Erweiterung für nötig halten würde. Ich habe ein Faible für verwöhnte Einzelkinder und Geschiedene)
    .
    G. Schoenbauer, damals und zu meiner zeit war das ja noch ein Mädchengymnasium und das Sche*ner, wo ich Sie mit Herkules verorten würde, mehrheitlich von Jungen besucht. Insofern war es nur logisch, dass man die dortige Unterversorgung mit Frauen dort oben zu reduzieren gedacht. Heute haben die ihre eigenen Männer und auch gar nicht so wenige, insofern ist das Ausharren vor dem Tor unter den kritischen Blicken der Nonnen eher selten geworden. Ich glaube ohnehin, dass neben den Pr0****nos im Internet die Aufgabe von Mädchen- und Jungenklassen ein Grund dafür ist, warum das für die heutige Jugend gar nicht mehr so arg zentral ist.
    .
    Kurz, ich sehe eine Schule, die gar nicht mehr im Schatten junger Mädchenblüte liegt, auch keine Samstagsschule mehr, und ob die noch die selben alten verzogenen Fratzen sind, durch die man einfach mal hindurch gehen musste, wie später durch die unvermeidliche Krankenschwester – ich weiss es nicht. Aber ich bin im Rückblick froh, noch den alten Zustand mit allem Drum und Dran kennengelernt zu haben.

  100. Byron, oh bitte, gern...
    Byron, oh bitte, gern geschehen.
    .
    Barb, bei uns dagt man da Wogn für den Wagen und de Wegn für die Wägen. Es is, wias is. Ich bin halt a wengal dialektgebunden, was man bei diesem Blog eines altbayerischen Auslandsreporters hinnehmen muss. Grämen Sie sich nicht: Von einem Hessenragout für die Woipertinga, das ein Ausländer aus Frankfurt hier bald werden würde, hätten Sie auch nichts.
    .
    Das besagte Thema wurde schon mal hier abgehandelt:
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/07/04/die-vergeblichkeit-musikalischer-zwangsmassnahmen.aspx

  101. ...hab ganz vergessen zu...
    …hab ganz vergessen zu erwaehnen, dass es hierzulande, eine, fuer den (deutsch~)normalen autofahrer unverstaendliche/unertraegliche verkehrssituation gibt, die das thema mit der schule wieder aufgreift: vor jedweder schule finden sich schilder und „schueler-lotsen“, d.h muetter die den suv (meist kein porsche) signaltraechtig auf dem gehweg parken und „stop“-zeichen schwenkend den verkehr in allen richtungen zum erliegen bringen, sobald sich ein oder mehrere goer/en dem strassenrand zu naehern droht/drohen. — dass die schilder eine geschwindigkeit von 15m/h = 24km/h vorschreiben, die auch von dem renitentestem autobahn~, aeh „highway“~raser eingehalten werden, weil sich strafen in diesem abschnitt verdoppeln, sei nur nebenbei erwaehnt.

  102. Lieber Don Alphonso
    ich...

    Lieber Don Alphonso
    ich verstehe Sie jetzt besser weil selbst auch schon 60.

  103. dunnhaupt, so geht das...
    dunnhaupt, so geht das natürlich auch. Ob es im Ergebnis etas ändert? Ich weiss es nicht. Solche Fälle werden bei uns in der Regel gleich an den Chiemsee verfrachtet. Und das „Basta“ der Vignette passt auch – sie kommt ja von einer Totenmesse.
    .
    Manni1000, einen Buss haben wir im Westviertel auch gehabt – gross und leer, weil praktisch alle zusammen in die Schulen geradelt sind, aber die meisten eben in unterschiedliche Schulen. So konnte man sich vorher noch etwas austauschen, und danach traf man sich wieder, oder auch nicht. Nur der V., der wurde ab und an von seiner Mutter heimgeporschet. Wir fanden das, wenn ich mich recht entsinne, reichlich daneben.
    .

  104. kleiner Nachschlag
    eine...

    kleiner Nachschlag
    eine Enkelin wäre hilfreich. Wissen Sie, so ein kleiner süßer Fratz der in 1 Sekunde Ihr gesamtes Weltbild auf den Kopf stellt wenn Sie Ihnen um den Hals fällt und sagt: Opa ich hab dich lieb. Dann stehen Sie am Ende selbst zusammen mit den Monster Müttern vorm Kindergarten oder Schule und warten.
    Ach und zu Frauen ansich fällt mir ein, sie sind ebenso schrecklich wie faszinierend und als Mütter mutieren sie gerne zu Monstern. Leider sind sie nur in dieser hochexplosiven Mischung zu haben. Was sich wohl der liebe Gott dabei gedacht hat?

  105. Ein wunderbarer Artikel,
    den...

    Ein wunderbarer Artikel,
    den ich als Mutter – berufstätig und das auch noch sehr erfolgreich – nur bestätigen kann. Leider sind diese Berufsmütter auch in anderen Situationen nur schwer zu ertragen. Eine Schande für alle Frauen und ihre Kinder.
    Jetzt weiß ich wieder, warum ich mich auch beim Kauf des letzten Autos gegen das Audi-Cabriolet und für einen „Vernunft“-Volvo entschieden habe. Aber den habe ich selbst bezahlt :-). Und mein Sohn hat gelernt, Verantwortung zu übernehmen und selbst etwas zu leisten. Ich hoffe, er wird sich nicht für eine Tussi entscheiden…

  106. @Don Alphonso (10. Oktober...
    @Don Alphonso (10. Oktober 2009, 16:28)
    Meinen Sie damit Frau Merkel?
    @haf31 (10. Oktober 2009, 23:22)
    Wollen Sie damit behaupten, ich sei eine Sau?

  107. Das ist lustig. Gerade...
    Das ist lustig. Gerade vorgestern kam ich im Berlin-Wilmersdorf (war in einem Hotel neben der dortigen Waldorfschule) zu meinem Mietwagen, der auf der Strasse geparkt war und konnte gerade noch sehen, wie mich eine solche Kampfmami (in zweiter Reihe parkend) zustellt und ein Kind zustellt. Mein Hinweis, dass ich nun auszuparken gedenke wurde kommentiert, „man koenne ja kurz warten“ und weg war sie samt Brut. Lernt man derartiges grenzwertiges Betragen an der Waldorfschule? (ich habe dann ueber den Gehweg ausgeparkt – ging mit einigem Rangieren…)

  108. haf31

    Da kann ich Ihnen nur...
    haf31
    Da kann ich Ihnen nur zustimmen.
    Ich kenne auch kein sus scrofa domestica das lesen könnte.
    Das Phänomen der anrollenden Mütter kenne ich auch. Da werden die Töchter im Pseudo-Geländewagen zu unserer Reitanlage gekarrt und sich dann darüber gefreut, dass die Kinder nun ja so engen Kontakt zur Natur hätten. Mein Hinweis die Kinder zwecks verbesserter Naturbindung radfahren zu lassen wird da meist nur mit irritierten blicken und dem Hinweis auf die immense Gefahr abgetan. Die Mütter haben natürlich recht. Bei dem immensen Verkehrsaufkommen und der gefahrenen Geschwindigkeit, so plus/minus 70km/h, würde ich meine Tochter auch nichtmehr radeln lassen.
    (Vom Dorf zur Anlage sind es so 20 min mit dem Rad, alles Feldweg und vor 20 Jahren gab es dort keinen Unfall. Dieses Jahr waren es drei. Zweimal Mütter von denen keine ihrem „Geländewagen“ den Acker zutraute und die sich infolge dessen die Spiegel abrissen und einmal Vater im Kombi gegen Nachbars Hofhund.)

  109. "Das Leben hat seine schönen...
    „Das Leben hat seine schönen Momente, aber die Qual der Geburt wiegt es nicht auf“. (Schopenhauer).
    .
    Im Grunde sehnen sich die Eltern selbst in die Schule und auf den Pony-Hof zurück und nutzen daher jeden Vorwand, dort aufzutauchen.
    .
    Das Erwachsenendasein scheint den 18jährigen verlockend, aber dann platzen die Illusionen. Da die Rückkehr in die Gebärmutter technisch noch nicht machbar ist, begnügen wir uns mit der Rückkehr ins Kinderzimmer.
    .
    Heutige Rentner fahren zur Not auch ganz ohne Enkel, Nichten oder Neffen in den Freizeitpark, um dort einen schönen Tag zu verbringen.

  110. Von diversen...
    Von diversen Berufstätigkeiten abgesehen gibt es in unserer armseligen Gegenwartskultur einfach keine angemessene Freizeitbeschäftigung für Erwachsene.
    .
    Auch darum brauchen wir den Feudalismus wie die Luft zum Atmen.

  111. @Christoph: ja, so hab ich mir...
    @Christoph: ja, so hab ich mir das vorgestellt. Anderswo sollen Eltern Druck auf die Stadtverwaltung gemacht haben, daß vor der Schule eine verkehrsberuhigte Zone hinkommt, und als es dann soweit war, wars ihnen auch wieder nicht recht, weil sie sich nun regelmäßig Knöllchen für zu schnelles Fahren und Falschparken holten.

  112. Lieber Don Alphonso,

    nette,...
    Lieber Don Alphonso,
    nette, humoristische Einlage. Lang‘ nicht mehr so gelacht.
    Ähnliche Erlebnisse meinerseits am geöffneten Fenster des Konvikts, damals, waren unbeabsichtigt und rein zufällig.
    Der Part der „bestellten Asiatin“, da muß ich SecondAttempt wiedersprechen wird häufiger vergeben. Ergebnis: Vorurteile – Wahrheitsgehalt dieser 80%.
    Nix fia unguad.

  113. Diese Mamis (und zunehmend...
    Diese Mamis (und zunehmend Papis) dringen sogar in die Grundschulen ein, um ihren Einzelkindern die Bücher, Hefte, Mäppchen, Getränk (trinken darf Dir keiner verbieten !) etc. auf den Tisch zu drappieren, lassen ihre Abkömmlinge nachmittags solange auf IQ-Tests üben, bis sie endlich die Quoten schaffen, um als Hochbegabte in die entsprechenden Förderklassen eingewiesen zu werden. Wenn es nicht reicht, ist auf einmal „formale Bildung nicht so wichtig, auf die soziale Kompetenz kommt es doch an“. Wenn es sich wirklich um ein Wohlstandsphänomen handelt, kann man nur hoffen, dass dieser Wohlstand sehr lange anhält – denn diese Kinder haben für andere, schwerere Zeiten nicht das notwendige Rüstzeug erhalten.

  114. unelle, ich glaube Ihnen das...
    unelle, ich glaube Ihnen das ja durchaus mit den Unfällen. Allerdings muss hier berücksichtigt werden, dass die indirekte Unfallverursachung durch Frauen weitaus höher ist. Stichwort: Verkehrshindernis, Provokation von gefährlichen Manövern. Ausserdem ist die Gefahr von „Anremplern“ bei Frauenparkplätzen ja nun wirklich gering. Wer bei 3.50 Parkplatzbreite noch anrempelt … .
    Ich habe in einer Zeitung aus der Schweiz gelesen, dass, seitdem es dort eine Promillegrenze von 0.5 gibt, weitaus mehr Unfälle zu verzeichnen sind als sonst. Nach Restaurantbesuchen sollen weitaus häufiger die Frauen den Weg in die Schlafstätte antreten. Die Unfallstatistik ist seitdem stark gestiegen. Was lernen wir daraus: Männer fahren angetrunken besser als Frauen nüchtern. :-))
    buchleser, diese Getränkekiste ist eine Frechheit. Ein befreundeter Professor (er ist ziemlich jung), der wirft regelmässig Leute aus seinen Vorlesungen und Seminaren die dort an der Flasche nippen. Irgendwann fangen die Leute noch an zu essen in den Stunden. Das muss strikt unterbunden werden.

  115. Herrn Meier ist wohl leider...
    Herrn Meier ist wohl leider nur zuzustimmen, auch wenn Ausnahmen, liebe Unellen, die Regel bestätigen. Als ich vor vielen vielen Jahren anfing, eine Ausnahme zu sein, glaubte ich mich in der selbstverständlichen Mehrheit. Rückblickend sehe ich, es kam anders. Das kann man nicht wirklich leugnen.

  116. Don, diese Frauen leben...
    Don, diese Frauen leben einfach die Imitation aristokratischer Lebensformen: der Mann schafft heran, die Frau konsumiert und pflegt als oberstes Distinktionsmerkmal Insignien der Arbeitsbefreiung, deren kleinbürgerlichste, weil geizigste Form wahrscheinlich das aufmerksame Beobachten der Fingernägel ist. Dass sich sowas in Zeiten gehetzter Kombivertreter und zwangsanglisierter Bürohengste nicht erfüllend oder intelligent anfühlen muss…merken sie wahrscheinlich schon vor dem sonnigen Parken am Ihrem Weinstock.
    Eine Lanze für „Zonenpaula“: es ist unfair, die aus dem Westfernsehn erworbenen Manieren der ostdeutschen Unterschicht pauschal auf alle auszudehnen. Ich schätze die frische, muntere und skeptisch-patente Art der Frauen aus dem Osten sehr, und wem ihre Herzlichkeit etwas zu egalitär daherkommt kann sich durch etwas Brummigkeit jederzeit in den dicken Wattemantel der Distanz retten. In den intern sehr undeutsch, weil kommunitaristisch gestimmten Schweizer Krankenhäusern sind sie jedenfalls beliebt und sehr geschätzt.

  117. Sehr geehrter Herr Dipsy,
    Sie...

    Sehr geehrter Herr Dipsy,
    Sie geben ein sehr seltsames Bild ab, wenn ich Sie mir so vorstelle:
    Löchrige Pullover, abgestoßene Hemdkragen, ein farblich zweifelhafter Gebrauchtwagen mit „Anfänger“-Abziehbild, ungeschnittene Hecken, sehr offensiv klug, Café Möhring-Besucher und nun auch noch das: Frauen können nicht einparken. Und sowieso nicht autofahren!
    Waren Sie eigentlich in der Schule beliebt?
    Und was unterscheidet eigentlich eine alte G-Klasse oder einen Defender von all den anderen Geländewagen? Außer, daß die Heizung nicht funktioniert?
    Und wären Sie nicht auch lieber im (geschlossenen) Cabrio zur Schule gebracht worden, statt mit dem Rad durch den Regen zu preschen? Und wie war eigentlich Ihr Notendurchschnitt im Abitur?
    Beste Grüße aus der Hauptstadt, hs.
    P.S. Meine Frau fährt weitaus besser Auto als ich. Und sie kann einparken, im Gegensatz zu mir. Und sie sieht besser aus als ich.

  118. @ego: Kindliches Wortspiel:...
    @ego: Kindliches Wortspiel: Barackenerbarmer.

  119. Nur an die ganzen stänkernden...
    Nur an die ganzen stänkernden Herren zu Erinnerung:
    80% der Frauen wünschen sich eine gleichberechtigte Partnerschaft mit flexiblem Rollenmodell – das also heißt, dass auch Papi mal zu Hause bleibt, sich um die Kinder kümmert und Haushaltsarbeiten übernimmt. Allerdings sind nur 40% der Männer bereit, eine solche Partnerschaft einzugehen, der Rest bevorzugt immer noch das „traditionelle Modell“ (Soziologen nennen das mittlerweile die 80/40 Katastrophe). Diese Tatsache sollte man bei der Diskussion vielleicht im Hinterkopf behalten.
    @dipsy:“Frauenparkplätze“ sind übrigens deshalb so breit, damit man auf einer Seite mit dem Kinderwagen drankommt bzw. genug Platz hat, den kleinen Nachwuchs ein-und auszuladen. Deshalb heißen diese Parkplätze in fortschrittlicheren Gegenden ja auch nicht mehr Frauenparkplätze, sondern Elternparkplätze.
    Ihre Formulierung der Unfallzahlen („sollen“…) sagt ja wieder schon alles. Ich könnte jetzt nette Anekdoten von ausschließlich männlichen Rasern beisteuern, die sich am Wochenende bemüßigt fühlten mich auf rücksichtsloseste Art und Weise von der linken Spur zu drängen, als ich grade mit einem Kleinwagen LKWs überholte. Der schaffte nunmal nicht mehr als 160km/h, und ich finde ein Tempo von 150km/h zum Überholen weder schleichend noch drängelungswürdig. Ich hatte ausnahmsweise einen kleinen Mietwagen, wenn ich in meinem Ford Mondeo unterwegs bin passiert mir viel seltener…
    aber lassen wir das, das führt eh zu nix.
    @hugoservatius: Danke.

  120. hugoservatius, wie...
    hugoservatius, wie geschrieben: dieser Wagen ist einer kleinen Unaufmerksamkeit von mir zum Opfer gefallen; ist bereits einige Jahre her. Inzwischen fahre ich einen Wagen für den ich mindestens 50 Jahre zu jung bin und auch das falsche Geschlecht habe. Jedenfalls (so meine unrepräsentative Beobachtung) wird dieser Wagen häufig von stark ergrauten Damen gefahren. Das war dann das Konsensmodell (ich hänge nach wie vor am finanziellen Tropf meiner Eltern und muss mir bei solchen Entscheidungen reinreden lassen).
    Soweit Sie das wirklich interessiert, ich war mässig beliebt. Entweder man hat mich gehasst oder man hat mich geliebt (das zog sich auch durch die Lehrerschaft). Das Abitur auch eher mässig (ich bin und war immer ein ziemlich fauler Hund).
    Nunja, es wäre ab und an durchaus praktisch gewesen (also gefahren zu werden). Allerdings hätte es mindestens doppelt solange gedauert (so 7 bis 8 Minuten, immer queer durch den Park, Auto mindestens 15 Minuten). Ausserdem öffnet meine Mutter ihre Praxis regelmässig recht früh und es wäre schlich niemand da gewesen der mich hätte fahren können.
    Schämen Sie sich aber nicht dafür, dass Ihre Frau besser einparken kann als Sie? Aber, Sie sind mal wieder ziemlich humorlos. Liegt das an Grossberlin? Oder an der falschen Kirche? Ich behaupte ja, Protestanten sind von Natur aus humorlos.
    unelle, ich habe das nur so wiedergegeben wie ich es gehört habe. Ganz wertungsfrei :-)

  121. Es ist umwerfend, wer da...
    Es ist umwerfend, wer da wieviel Zeit hat.
    Da sind die Mütter, die ihre Kinder abholen, schon, schon. Aber noch umwerfender ist doch, dass jemand nichts besseres zu tun hat, als denen auch noch dabei zuzusehen. Und sich darüber mockiert !

  122. @hugoservatius,
    du armer Tor...

    @hugoservatius,
    du armer Tor

  123. Wieder ein sehr schöner...
    Wieder ein sehr schöner Bericht, Don Alphonso!
    Mein Schulweg am Frankfurter Zoo entlang war fast schöner als die Schule selbst :-) Bevorzugt in den Wintermonaten mit Nebel (bzw. wegen der schlechten Luft in Frankfurt häufiger mit Smog – wer kennt heute noch Smogalarm?) und mit Wolfsgeheul (Wölfe gibt es heute im Zoo aus Artenschutzgründen nicht mehr). Höhepunkt war ein ausgebüxtes Leopardenjunges, da haben die Nachbarn gegenüber auf ihren Balkonen uns Schulkinder gewarnt, dass man die Straßenseite wechseln solle.
    Was dazu die Cabriomütter sagen würden?
    Es ist einfach nur Schade, jede Begegnung mit der Umwelt als „Gefahr“ zu vermeiden!

  124. arbeitender Mensch, nun, für...
    arbeitender Mensch, nun, für mich zumindest ist es tatsächlich Arbeit.
    .
    felida, gern geschehen.Ich fürchte nur, der Wettlauf geht nicht hin zur Natur, sondern zur Antwort auf die Frage, wer das behütetste Kind der Stadt hat. Auch eine Art Prestige.

  125. Lieber Don, ich kann mich des...
    Lieber Don, ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass sich in ihrem vom Schreibstil her sicher lesenwerten Artikel Sozialneid mit Kinderhass mischt. Sie machen sich lustig über die Randgruppe „Mütter mit Auto“ (welches Auto auch immer). Da Sie hoffentlich nicht erwarten, dass die Schulmädchen (in welcher Generation auch immer) auf das langsam vorbei fahrende Auto während der Fahrt aufspringen, müssen die Mütter parken. Sinnvollerweise in der Nähe der Schule. Huch, die Schule befindet sich dort schon seit Generationen? Und Sie, lieber Don, fühlen sich nun belästigt? Durch die Autos, die vorbei fahren und durch die Autos, die parken? Diese Mütter, die dadurch die Altstatdt und bedeutende Kulturdenkmäler gefährden (falls es mal brennt und die Mütter wahrscheinlich die Feuerwehr am Löschen hindern)? Aber sehe ich es richtig, dass SIE in das Haus gezogen sind, als es die Schule schon gab? Und ein paar Fragen muss ich dann doch noch stellen:
    Kennen Sie ein einziges der Schulmädchen? Wissen Sie, wie die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Wohnort jedes einzelnen Schulmädchens gestaltet ist? Wird wirklich jedes Schulmädchen mit einem Cabrio (welches Ihnen direkt vor dem schönen Haus mit historischem Weinstock mit Parken die Aufmerksamkeit stiehlt) abgeholt? Stört es Sie, dass die wartenden Mütter NICHT mit einem Mobiltelefon telefonieren? Haben Sie die Mütter befragt, ob sie sie ablichten und in das World Wide Web stellen dürfen? Geht wirklich jedes Schulmädchen auf den Golfplatz? Was wollten Sie mit ihrem Artikel ausdrücken, welche Nachricht verbreiten? Wohlgemerkt: Sie betiteln diese Frauen, die sich um ihren Nachwuchs kümmern, mit „Motorisierte Müttergangs“.
    Ich habe es mir angetan und ihren Artikel bis zum bittteren Ende gelesen. Ausser zynischem Sarkasmus gegenüber den Mitgliedern unserer Gesellschaft, die sich um ihren Nachwuchs kümmern, Neid auf Wohlstand und Besitz (Au Pair, Goldringe, Autos, Musikinstrumente, Golf etc. etc.) konnte ich nichts sinnvolles entnehmen. Sie beschimpfen diese Frauen im Text auch noch als „Horden“ – mir fehlen die Worte. Tatsächlich habe ich beim Lesen ihres Artikels ein Bild ihrer Person vor Augen: Das Bild des vergrämten Blockwarts, der am Fenster hockt, Nummernschilder notiert, Beweisfotos macht und diese an die Polizei schickt. Wie schade, dass Sie nichts besseres mit sich und ihrer Zeit anzufangen wissen!
    Abschließend zwei Sätze: Erstens wissen Sie nicht, ob auch nur eine einzige ihrer Aussagen über die Mütter und Schulmädchen, deren familären und sozialen Verhältnisse und über deren Freizeitverhalten zutreffen. Also sind ihre Behauptungen, die zu Beschimpfungen mutieren nur phantasievolle Vermutungen. Und zweitens: Selbst wenn jede ihrer Vermutungen stimmen würde, ist es der Verdienst ihrer Familien (der arbeitenden Männer, der vererbenden Eltern und so weiter), dass es diesen Familien materiell und finanziell so gut geht, ihre Töchter auf eine Schule zu schicken, sich um die Abholung zu kümmern und für eine sinnvolle Gestaltung der Freizeit ihrer Kinder zu kümmern. Neiden Sie den arbeitetenden und schaffenden Menschen dieser Gesellschaft nicht ihr Einkommen und das, was diese Säulen unserer Gesellschaft mit ihrem Geld anstellen. Freuen Sie sich doch, dass Sie all das in ihrer Kindheit nicht über sich ergehen lassen durften oder mussten (je nach Standpunkt).
    Sozialneid ist Ursache, Erklärung und Entschuldigung für einige sehr dumme gesellschaftliche Entgleisungen.

  126. Bin ich doch zufällig auf...
    Bin ich doch zufällig auf diesen netten Artikel und die zugehörigen Bemerkungen gestoßen und fühlte mich leicht auf die Zehen getreten, da auch ich seit Jahren notgedrungen zur wachsenden Gruppe der Schulchauffeusen gehöre, wenn auch weder mit Cabrio noch SUV (schade, eigentlich). Bei uns ergibt sich das durch die absolute Abgelegenheit unseres Häusleins in Bezug zur Schule – 12 km sind nun mal kein Pappenstiel, und bis man hier bei der nächsten Bushaltestelle ist, ist man auch schon fast im Nachbarort. Beim Abholen kommt es allerdings auch immer öfter zu Änderungen (Plan B), denn die Tochter möchte verständlicherweise auch mal spontan mit FreundInnen Eis essen gehen oder Hausaufgaben machen (??)…Jedenfalls blicke ich nicht ohne einen gewissen Neid auf die Schar der sehr wohl Cabrio oder SUV fahrenden, allemal jüngeren, wohlfrisiert-gesträhnten, permanent-ge-make-upten Damen, die ich ohne weiteres dem Establishment zurechne und die es sich leisten können, die Kids vom Reiten zum Fußball zum Tennis zum Hockey zum Ballett zum Musikunterricht und retour zu kutschieren, ohne mit der Wimper zu zucken. Das muss ja auch erst mal bezahlt werden. (Wo gibt’s diese gut verdienenden Ehegatten ?) Und dann der Gruppendruck…! Ich stehe da irgendwie völlig außen vor, allerdings fahre ich auch einen älteren Kombi ( in den ich aber dafür auch notfalls das Fahrrad der Tochter bugsieren kann, falls das schulmäßig mal erforderlich wäre). Schlimmer noch, meine Tochter musste sogar von Geburt an auf das ja sonst allgegenwärtige Fernsehgerät (wurde entsorgt) verzichten, dafür wurde sie schon in der Maxi-Cosi in die Bibliothek geschleppt, was natürlich, wie zu erwarten war, zu einer nicht zu bändigenden Lesewut führte. Manche Leute sehen auch das als Kindesmisshandlung an…(„Wie, ihr habt keinen Fernseher???“ / Unverständnis/). Was ich damit sagen wollte: Kinder mit dem Auto zur Schule bringen kann was mit Konformismus zu tun haben, hat aber vielleicht auch nur praktische Gründe…? Und wenn es Dich, lieber Weinstockbesitzer, stört, dass zuviele Cabrios unter selbigem Weinstock parken, solltest Du vielleicht das schöne Pflänzchen mal vom Fenster aus begießen? Eine kühle Dusche schreckt eventuell so manchen lästigen Parkierer ab, und Trauben haben ja bekanntlich viel Wasser nötig…

  127. Frank Aushaha, Sozialneid? Ah...
    Frank Aushaha, Sozialneid? Ah gehn’S und lesen Sie sich erst mal etwas ein, bevoer Sie sich hier zur küchenpsychologischen Lachnummer machen. Meine Familie wohnt hier seit Zeiten, da an der Stelle der heutigen Schule noch ein Bauernhof war. Wir waren zuerst da.

  128. @Veronique: Je nach Wetter...
    @Veronique: Je nach Wetter lassen sich 12 km doch prima mit dem Fahrrad fahren ;-) Wenn Ihre Tochter dann 15 ist, können Sie ihr ja ein Mofa kaufen, dann wären Sie von den Fesseln des Bringens befreit.
    @Dipsy: Jaja, wertungsfrei, soso ;-) Ich verzeihs Ihnen nochmal – besonders wenn Sie es aus einer Schweizer Zeitung haben, die Eidgenossen hinken was das Frauenbild angeht bekanntlich ja manchmal ein wenig hinterher… außerdem können Sie ja nichts dafür unabsichtlich ein Thema gewählt zu haben, bei dem ich unausweichlich wie ein HB-Männchen in die Luft gehe (da ich grade dank meiner Genialität einen Weg gefunden habe, mir etliche Stunden stupide Arbeit hier im Büro zu ersparen bin ich im Augenblick versöhnlich gestimmt ;-)).
    Sie können übrigens froh sein, von den Eltern ein Auto bekommen zu haben, ich musste mich mit einem Mofa und dann einem Roller zufrieden geben (grenzt heute ja auch schon fast an Kindesmishandlung).
    @felida: Ein Leopardenjunges, och wie süüüüß!

  129. Bravo, Frank Aushaha. Der...
    Bravo, Frank Aushaha. Der beste Kommentar. Sozialneid und Kinderhass sind in Deutschland einfach üblich.
    Wenn ich das schon höre: Wir früher! Ohne Helm und Aufsicht! Zu Fuß! Alles war besser! Und aus Holz! Hallo, wir haben 2009, die Welt dreht sich, auch für Frauen und Kinder.

  130. @unellen: Fahrrad: theoretisch...
    @unellen: Fahrrad: theoretisch gut und schön, praktisch schlecht: erster Streckenteil total abgelegen, zweiter Streckenteil absolute Hauptverkehrsstraße. Außerdem: durchschnittliches Gewicht der Büchertasche: 10-12 kg („erschwerende Tatsache“).
    Als ich 15 bzw. 16 war, wohnten meine Eltern auf dem Land und wollte ich auch ein Mofa/Moped (wer nicht??). Ein Mitschüler fuhr sich in der Zeit zu Tode mit seinem Moped. Wir fuhren dann also alle weiter mit dem Bus zur Schule, und mit 18-19 wurde an ein Auto gedacht.-

  131. @savall: Ich wäre Ihnen sehr...
    @savall: Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir den Namen des Gebräus bzw. der Arznei bekannt geben würden, welche(s) Sie vor Ihrem Beitrag am 09. Oktober um 18:12 Uhr eingenommen haben. Und bitte wechseln Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. ihren Hehler. Es ist doch bestimmt noch nicht zu spät, oder?
    Die helfende Hand reichend…

  132. Noch @ unellen: "die Fesseln...
    Noch @ unellen: „die Fesseln des Bringens“ – ok, aber ich kombiniere das Bringen/Abholen immer mit notwendigen Erledigungen, damit ich nicht noch öfter fahren muss. Die Bibliothek (mein 2. Wohnsitz) ist nämlich nicht weit weg von der Schule!

  133. @Don Alphonso
    An und für sich...

    @Don Alphonso
    An und für sich ein netter Beitrag. Allerdings gibt es viel zu viele polemische Verallgemeinerungen in Ihrem Text. Und den Sozialneid sollten Sie lieber versuchen zu widerlegen, anstatt so platt zu antworten. (Das wird Ihnen jedoch kaum glaubhaft gelingen…) Desweiteren ist der Abschluß „wir waren zuerst da“ wohl so ziemlich das – nennen wir es einmal „unüberlegteste“ und billigste was man an Ihrer Stelle einwerfen kann. Kaufen Sie doch das Grundstück gegenüber und gut iss‘ Vor vielen Generationen gab es auch keine Kraftfahrzeuge, verklagen und verbieten Sie doch alle – oder lernen Sie einfach mit dem Vortschritt zu leben. Und anbei, wenn wir schon bei Generationen und der Vergangenheit sind – wie hätte Ihr Urgroßopa einen „Blogger“ in der damaligen Zeit betitelt?!? Eines noch, ich wünsche ihnen viel Spaß, wenn Sie z.B. einmal in Italien (insbesondere Palermo!) auch nur in die Nähe einer Schule kommen… Morgens, Mittags und Abends gibt es dort in der Umgebung jeden Tag auf’s neue einen totalen Verkehrskollaps – und das schaffen die dort auch mit Uno’s, Seats und undefinierbaren, verbeulten Gefährten…

  134. Das hier ist kein...
    Das hier ist kein ernstgemeinter Blogg, oder? Der „Autor“ (Kunstfigur, siehe oben) schreibt uns was gewollt Provokantes und alle regen sich auf? Schade, dass sowas auf Google news erscheint, welche Zeitverschwendung.

  135. Nun, für Google news kann ich...
    Nun, für Google news kann ich nichts, aber das hier sind die „Stützen der Gesellschaft“, soweit erkennbar das meistkommentierte Profiblog in deutschen Landen und sehr beliebt, was die Leserzahlen angeht. Muss aber nicht jedem gefallen.

  136. Veronique, wieso kaufen Sie...
    Veronique, wieso kaufen Sie dann eine Immobilie die so weit von der nächsten Schule entfernt ist? Ich habe das auch nie verstanden, warum Leute sich ein Haus auf irgendwelchen Käffern (nicht gegen die Dörfer an sich) kaufen und dann rumjammer, die Anbindung wäre so furchtbar schlecht und überhaupt. Man ist da immer auf einen Wagen angewiesen. Nur schon wenn der Gin oder andere Kleinigkeiten aus sind, immer muss man das Auto nutzen. Zahlt im Laufe des Lebens ein Vermögen an Parkgebühren.
    Jede Stadt hat vernünftige Wohnlagen nahe der Innenstadt bzw. nahe der üblichen Infrastruktur. Aber, behalten Sie den alten Kombi. Der ist praktisch und warum einen neuen Wagen kaufen, wenn es der alte auch tut.
    unelle, ich habe mir schon ghedacht, dass Sie darauf anspringen. Die allermeisten Frauen lassen sich damit provozieren.

  137. Nee, gefällt mir auch...
    Nee, gefällt mir auch nicht.
    Was gibt es eigentlich gegen Cabrios zu sagen? Was ist gegen Golf und Tennis und Ballett und Musikunterricht zu sagen? Was ist gegen Kinder zu sagen?
    Welche Eltern holen Ihr Kind mit dem Auto ab, wenn der Schulweg für das Fahrrad geeignet ist oder ein Bus fährt?
    Was geht Sie das alles an, Don Alphonso? Warum haben Sie diesen Artikel geschrieben? Brauchen Sie Geld, Don Alphonso? Für ein Cabrio, Frau und Kind?

  138. Nun, um ehrlich zu sein, ich...
    Nun, um ehrlich zu sein, ich mache das mehr aus sportlichen Gründen, Geld ist eigentlich immer eine mediokre Triebfeder. Die Frage, was mich das anginge, ist so dumm wie universal stellbar, dass ich auf eine Antwort verzichte, und ansonsten möchte ich raten, den beitrag vor dem Kommentar zu lesen, dann spart man sich auch Aussagen wie „Welche Eltern holen Ihr Kind mit dem Auto ab, wenn der Schulweg für das Fahrrad geeignet ist oder ein Bus fährt?“ Genau das ist das Thema des Beitrags, aber das scheint ja mitunter manchen zu hoch zu sein.

  139. Nein, es ist bei Google News...
    Nein, es ist bei Google News prominent aufgeführt, und das zieht mitunter Leute an, die sich nicht wirklich mit dem beschäftigen, was da geschrieben steht, sondern gleich mal losquäken. Als ob ich es bei Google News eingestellt hätte (soviel dann auch zum Thema Medienkompetenz).

  140. @Dipsy
    "Veronique, wieso...

    @Dipsy
    „Veronique, wieso kaufen Sie dann eine Immobilie die so weit von der nächsten Schule entfernt ist? Ich habe das auch nie verstanden…“
    1. Schauen wir einmal was mit den Städten und deren Infrastruktur und Immobilienpreisen passiert, wenn _ALLE_ dort rein wollen… 2. Ich bin seit meiner Kindheit, „München approved“ und weiss recht genau, das gerade Familien bzw. deren Kinder es dort sehr schwer haben können. 3. Schauen Sie sich die Städte doch einmal genauer an, sie platzen schon jetzt aus allen Nähten und sind vollkommen überteuert.

  141. @Dipsy: Ist auch kein Wunder,...
    @Dipsy: Ist auch kein Wunder, dass die allermeisten Frauen allergisch auf das Thema reagieren – würden Sie als Frau auch tun.
    ich fände es übrigens nett wenn Sie mein letztes n nicht immer vergessen würden.
    @Veronique: Ich kann zwar Ihren Einwand bezüglich Mofa verstehen, aber man kann sich auch mit dem Auto totfahren. Man kann als Fußgänger umgefahren werden, man kann in öffentlichen Verkehrsmitteln totgeprügelt werden, es kann einem ein Meteorit auf den Kopf fallen…
    (die 10-12 kg schwere Büchertasche könnte man bestimmt auf den Gepäckträger verfrachten).
    @all: ich glaube die ganzen von google news angelockten Stänker haben das Thema nicht verstanden… ich finde wer über die Beiträge hier nicht lachen kann und dem Don abwechselnd Sozialneid, Hochmut und was weiß ich nicht was unterstellt brauchen auch nicht hier zu kommentieren ;-)
    Andererseits habe sie sich dann vielleicht für den Tag genug aufgeregt und drängeln nicht mehr an der Supermarktkasse oder auf der Autobahn oder so.
    Natürlich rege ich mich auch ab und zu hier auf – aber mehr über diejenigen, die von einer treffenden Beschreibung einer bestimmten Randgruppe (in dem Fall cabrio- oder SUV-fahrende Übermuttis) seltsame Schlüsse auf die Allgemeinheit (in dem Fall alle oder so gut wie alle Frauen) ziehen.
    @Tyler: München ist aber auch wirklich der Extremfall, das gilt denke ich nicht für den Großteil deutscher Städte.

  142. unellen, oh, da muss ich mich...
    unellen, oh, da muss ich mich entschuldigen. Ich habe das in meiner Schusseligkeit übersehen.
    Tyler Durden (MUC), sind Sie Amerikaner? Also, ich fürchte sonst einfach, dass Sie mit diesem Namen ernsthafte Probleme in besseren Wohnlagen haben werden. Man könnte Sie für eine Jacqueline oder einen Kevin oder Mandy oder Sindy oder Justin halten. Das wäre wirklich nicht gut. MUC, ist das irgendein Consultantsvokabel?
    Ach, was. Eine vernünftige Wohnlage hat nun einmal einen vernünftigen Preis. Für die Erziehung der eigenen Kinder sollte durchaus der ein oder andere Euro zur Verfügung stehen. Da kann man halt nicht jedes Jahr einen neuen Flachbildfernseher kaufen, ausserdem braucht es dann kein Auto. Ich habe gerade nachgeschaut. Eine Wohnung im Herzogpark kostet um die 6.000 Euro auf den Quadratmeter. Da sind Sie also mit Fünfzimmerwohnung also mit ungefähr 1.2 Mio Euro dabei. Für ein Reihenhaus in Garching sind Sie bei der gleichen grösse mit ungefähr 700.000 Euro dabei. Verrechnet man nun all die Parkgebühren, Kosten für einen Zweitwagen, Benzin, die versteckten Kosten der Diskriminierung aufgrund der nachteiligen Wohnlage, dann lohnt sich der Herzogpark sehr.

  143. @Don Alphonso, vielen lieben...
    @Don Alphonso, vielen lieben Dank für diesen wunderbaren Artikel. Sie haben ja so Recht!
    @HansMeier555, Ihnen sei ebenfalls gedankt! Ich finde es mehr als beachtlich, dass 2 Männer einen ziemlich exakten Zustandsbericht verfasst haben. Würden die Frauen ihr eigens Leben so gut beobachten wie Sie das tun, selbst vom Fesnter aus, es würden massenhaft Männer verlassen werden.
    Als meine Kinder noch sehr klein waren, hatte ich soviel zu tun, dass ich mir noch keine Gedanken über Untermotorisierung gemacht habe. Die Tage waren mit Hinbringen, Füttern, Abholen, Wäsche und Spielplatzbesuchen gefüllt. Später, 1994, als der Ernährer der Familie sein „Glück“ bei seiner Angestellten versuchte, fing die turbo stressige Zeit an. Auch vorher schon war ich fast allein erziehend, aber psychologisch konnte ich mir noch einreden, nicht verlassen zu sein. Aber alleine mit 3 kleinen Kindern wäre ich für ein Auto dankbar gewesen, irgendeins, auch ne Schrottkarre.
    Die Anfänge dieser Soccer-Mütter waren so ca. Anfang der Neunziger. Oh Gott, was habe ich früher diese Mütter beneidet. Ich saß mit 3 kleinen Kindern und ohne Auto in einem dummen Ort mit ca. 5.000 Einwohnern. Die Autos wurden größer, die Verdienstspannen vieler arbeitender Ernährer auch, die Banken waren größzügiger und der Staat zahlte ja auch noch Kinderbaugeld. Das waren die besten Voraussetzungen, als Mutter zu Hause zu bleiben und sich ausschließlich nur um die Kinder zu kümmern und den Mann beruflich zu pushen.
    Meinereiner musste auch zwangsläufig zu hause bleiben (der Vater war ja über alle Berge), aber eben mit wenig Geld und vor allem ohne symbolträchtiges, lebensgefühltransportierendes , angeberisches, gesellschaftsfixierendes und unglaublich dämliches (kommt nicht von Dame!) Auto. Meine Kinder haben das natürlich auch festgestellt und als ihre Mami dann sich 1997 zur Computer-spezialistin hochgearbeitet hat, wurde, man glaubt es kaum, ein schwarzer Kombi verlangt und tägliches Abholen von der Schule.
    Da ich ja dieses schwarze Gefährt (mein neuer Lebensabschnittsgefährte, übrigens, zuverlässiger als der über alle Berge geflohener) finanzieren musste, war ein Abholen und Hinbringen nicht möglich.
    Aber Hauptsache, die anderen wussten, dass es so ein Fahrzeug in der Familie gibt.
    Was ich aber sagen will; es fing alles harmlos an und hat sich schlimm verselbständigt.
    Dieses Gehabe soll der Außenwelt und vor allem, was noch viel schlimmer ist, sich selbst finanziellen, sozialen und vor allem, familiären Reichtum weismachen.
    Dem ist natürlich nicht so!
    Väter glänzen durch Abwesenheit, weil Sie wie die Irren schuften um Geld heran zukarren oder um ihren gefrusteten Familienangehörigen aus dem Weg gehen zu können.
    Frauen glänzen durch Permanenz, sind unterfordert und neimand weiß ihre Arbeit richtig zu schätzen und Sie bereuen vielleicht auch schon ihre Prostitution für Haus, jährlichen Urlaub, Geld und Auto (in welchem Sie dann auf die Kinder warten).
    Und die Kinder? Oh Gott, die haben in ihrem jungen Leben schon mehr ge-macht/unternommen als ich mit über 40. Die waren auch schon in mehr und weiter entfernteren Ländern als ich. Sie sind gelangweilt, unausgelastet, dadurch äußerst zickig und aggressiv. Mit 17 wollen die dann die dicken Kombis fahren und Mami sitzt dann daneben auf dem Beifahrersitz.
    Wofür, wenn man ja alles jetzt schon darf, sollte man erwachsen werden?
    In unseren Wohngegenden findet man weder im Frühling, noch im Sommer, noch im Herbst bei strahlendem Sonnenschein ein spielendes Kind draußen. Die Kinder, welche mit schmutzigem Shirt auf ihren Fahrrädern die Gegend unsicher machen werden als Assis beschimpft und gemieden. Ich kenne einige kleine Herrschaften dieser Sorte. Es sind die friedliebensten Kinder, die ich kenne.
    Meine, in 2 super chicen Fahrzeugen rumkutschierten verwöhnten Nichten und Neffen grüßen nicht einmal, auch nicht die Tante, sind faul, jammern ständig rum und halten sich für was Besseres, weil Mami und Papi nicht nach Holland in den Urlaub fahren, sondern mit ihrem Nachwuchs den lebensgefährlichsten Ort im nahen Osten beurlaubt haben.
    Wette drauf; demnächst ist das Abholen in teuren Luxuskarossen out und egal, dafür aber Urlaub an gefährlichen Orten der Welt in.
    Dieses gesättigte und gelangweilte Volk verlangt nach mehr!
    An den Gesichtern der Kinder erkennt man den Frustpegel der Eltern.

  144. Dipsy, sind Sie...
    Dipsy, sind Sie Immobilienmakler/in? (Manisches Lachen).

  145. @Dipsy

    Also, ich bin kein...
    @Dipsy
    Also, ich bin kein Amerikaner sondern ein Freidenker mit dt. Paß, geboren in München… Meine letzte Immobilie wurde mir aufgrund der Schufaauskunft und den letzten Gehaltsnachweisen ohne weitere Probleme verkauft. Und das obwohl ich nicht Müller, Maier oder Zimmermann heisse. Auch der Vorname ist nicht Michael, Sepp oder Josef! Aber was soll’s – für oberflächliche Schubladendenker wie Sie wäre mein (reeler) Name wohl wirklich ein großes Problem. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, das bei unserer Hirarchie ein „Dipsy“ einen Posten im Upper Management bekommen würde…
    Meinten Sie vielleicht „Consultants Vokabel“ ?!? Nein, das MUC steht international als Abkürzung für München. Ich empfehle Ihnen ggf. mal einen Flieger zu nutzen und in München/Erding zu landen.
    Und Ihre banale Rechnung zum Herzogpark, mein Gott ist das Leben einfach – in Ihrer kleinen Welt!!! Nur sei’s drum, es gibt da draussen auch so etwas das sich Realität nennt! Auch der vollkommen abgedroschene „LCD/TFT/Plasma-TV pro Jahr“ Spruch Ihrerseits offenbart wieder einmal Ihre sehr eindimensionale Denke.
    Es wäre bestimmt _noch_ interessanter Ihre persönliche Meinung zu Hartz IV Empfänger zu lesen…

  146. Tyler Durden, »upper...
    Tyler Durden, »upper management« und internationale Bezeichnungen für eine Stadt. Zwei Sätze zuvor »Freidenker«. Ich will das alles nicht kommentieren, nur eine kleine Lektürempfehlung aussprechen: Liessmann, Konrad Paul: Theorie der Unbildung.
    Ich kenne Ihre Realität nicht. Meine schon, ich habe im Moment grosse Sorgen, ich habe kein Gyokuro mehr im Haus und mein Händler bekommt erst in der nächsten Woche Nachschub. Hat Ihr »upper management« vielleicht noch welchen vorrätig? Ich würde mich dann da einladen wollen.
    Veronique, weil es bei google news nicht steht: ich bin kein Immobilienverkäufer. Nur schlichter cand. iur..

  147. "Dipsy" - ich lege auch nicht...
    „Dipsy“ – ich lege auch nicht allzugroßen Wert auf Ihre Kommentare bzgl. meines Schreibstils. Auch auf Buchempfehlungen Ihrerseits kann ich dankend verzichten. Ihnen empfehle ich allerdings als erstes, sich über Freidenker zu informieren. Denn Schreibstil, Anglizismen oder andere Oberflächlichkeiten machen aus einem Freidenker noch lange „keinen Freidenker“ Viel Glück bei der Suche nach dem Gyokuro… In unserem Upper Management werden allerdings vorzugsweise Kaffeebohnen, in jeglicher Zubereitungsart verköstigt. Damit kann ich also nicht dienen. Ausser vielleicht wenn ich bei der nächsten Geschäftreise in Japan welchen kaufen würde… Aber das würde Ihnen wahrscheinlich doch etwas zu lange dauern.

  148. Da hat es aber einen wirklich...
    Da hat es aber einen wirklich schwer erwischt. Wer zentral wohnt – und auch noch überm Wein – darf sich nicht beklagen, wenn es dort denn auch noch schön ist, daß unterbeschäftigte Nichtstuerinnen ihm die Bude vollstinken während sie auf den zuhause und vor der Schule pädagogisch hoffnungslos verkorksten Nachwuchs mit laufendem Motor schon mal ein halbes Stündchen warten. So what?

  149. @ Tyler Durden...
    @ Tyler Durden
    Geschäftsreise nach Japan? Mit dem – wie sie vorher schreiben – „Flieger“? Ich bitte Sie, das ist der Sprachgebrauch von Verkäuferinnen oder Versicherungsvertretern, also allen, die sich gehoben fühlen, wenn sie „Schampus“ trinken (für 7,99 EUR) anstelle schnöden Sekts (für 2,99 EUR).

  150. @Johs...
    Mich interessiert...

    @Johs…
    Mich interessiert nicht im geringsten, was Sie wie auch immer versuchen zu interpretieren… – Denn ein Kleingeist bleibt ein Kleingeist, nicht wahr Mr. Pomp-Blogger… Ansonsten, haben Sie vielleicht irgendetwas konstruktives oder zumindest originelles zu bieten?!?

  151. ach bitte......
    ach bitte…

  152. @Don Alphonso
    "Ach bitte...",...

    @Don Alphonso
    „Ach bitte…“, was?

  153. Das alles wird langsam etwas...
    Das alles wird langsam etwas kindisch.

  154. @Querdaherkommer: Ui, das...
    @Querdaherkommer: Ui, das klingt teilweise traurig… mir kommt es ja (trotz meiner relativen Jugend) auch so vor, dass in den letzten Jahren auf bestimmte Statussymbole viel mehr Wert gelegt wird als früher.
    Meine 5-jährige Nichte darf übrigens auch nie alleine draußen spielen, dabei wohnt sie in einer ruhigen Gegend mit einem Spielplatz im die Ecke, zu dessen Besuch noch nicht mal die Straße überquert werden muss. Radfahren und schwimmen kann das arme Kind auch immer noch nicht, weil ihre Eltern es wichtiger finden sie am Wochenende zwecks des Erwerbs von Kinderdesignerkleidung in die „City“ zu schleifen.
    @Don: Recht haben Sie ;-) die Streithähne sollten lieber mal in Ruhe einen Tee trinken, dazu Zwetschgendatschi essen und sich mal abkühlen…

  155. Komisch, wenn ich so an meine...
    Komisch, wenn ich so an meine Schulzeit zurückdenke, kann ich mich kaum an Dinge erinnern, die sich innerhalb des Schulgebäudes abspielten. Dafür habe ich eine ziemlich klare Erinnerung daran, was sich auf den Schulwegen abspielte. Da fanden die großen Dramen statt. Da wurden Freundschaften geschlossen und zerstört, da gab es Schlägereien und die erste Liebe, da wurden Koalitionen geschmiedet und aufgelöst. Da hat man die ersten Zigaretten geraucht. Alles, was man zum Leben brauchte, lernte man auf dem Schulweg.
    Diese Selbstabholer wissen nicht, was sie ihren Kindern antun.

  156. @ colorcraze, 10.10.2009,...
    @ colorcraze, 10.10.2009, 19:53
    Entschuldigung für die späte Antwort. Sie haben recht in der Annahme, solche Dinge in einem gewissen Alter zu tun. Einem ungebundenen Mittzwanziger, der dies freiwillig macht, muß man nicht dreinreden. Und später heißt es in der Firma, der war doch schon in China, da kann er auch nach … . Und über Abhängigkeitsverhältnisse haben wir von unserem scharfzüngigen, derzeit leider maroden und trotzdem immer noch liebenswürdigen Gastgeber ja viel gehört.
    Liebe Grüße

  157. Wobei ich den gröbsten...
    Wobei ich den gröbsten Klopper erleben durfte, als eine dieser Mutterschutz-Niagara-Fälle im Wegfahren (nach dem Absetzen ihrer höheren und ach so schützenswerten Übertochter) noch durch die elektrisch heruntergekurbelte Seitenscheibe zischte: „Gell, Selina, pass auf! Wenn’s nachher regnet, dann ruf mich and und ich hol dich dann. Der Haarschnitt hat 70 € gekostet! Gell, nicht vergessen, gell!“ – und rauschte ab, nicht ohne ein Hupkonzert zu veranstalten wegen falsch gesetztem Blinker.
    Ich selber verblieb kopfschüttelnderweise, ging rein und hörte von Töchterlein sofort: „Mach was! Ich darf in der nächsten Prüfung nicht hintendran hängen, sonst bekomme ich das Pferd nicht!“
    Ich ließ sie langsam und genüsslich durchrauschen. Bin ich nun ein Sünder?
    PS.: Es war GEIL, es hat richtig Spaß gemacht.

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