Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Idylle mit Katzen, Eltern, 6 Ster Holz und Sohn des Hauses

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Formaljuristisch wurden Frondienste mit Rahmen der Aufklärung abgeschafft, aber mit dem Überleben der voraufklärerischen Institution der Familie ist das bedeutungslos: Dort feiern veraltete Abhängigkeiten immer noch fröhliche Urstände, sei es nun die Mercedes-Aussteuer für die Tochter oder ihre Wohnungsmitgift, oder aber die niederen Knechtdienstleistungen, für die man auf die Söhne des Hauses zurückgreift, während über allem Tun der Menschen die Weiheit der wahren Herren, der Katzen wacht. Man entgeht dem einfach nicht, und schon gar nicht im November, da das Holz geliefert wird, und der Stapelung vor der Garage harrt.

Don’t you call me St. Peter ‚cause I can’t go, I owe my soul to the company store.
Merle Travis, 16 Tons

Der beste Beweis gegen die Annahme, dass nichts besser wärmt als ein Pelz, sind Pelzträgerinnen selbst. Wäre es denn so, würden sie sich die ganze kalte Jahreszeit hindurch draussen aufhalten, vielleicht ab und an unter einem Heizstrahler sitzen, und ansonsten stoisch das Wiedererwachen des Lebens unter der Frühlingssonne warten. Das aber ist nachweislich nicht der Fall, den Pelzträgerinnen wissen sehr wohl, dass es Besseres gibt. Man betrachte nur dieses unzufrieden dreinschauende, verfrorene Exemplar:

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Unter ihm ist zwar ein Heizkörper, aber die ganze Haltung, die versteckten Beine und der angewiderte Gesichtsausdruck, die einheitliche Erscheinung drückt Missfallen aus: Mit der Jahreszeit, den Temperaturen und der absolut nicht ausreichenden Erwärmung durch die Heizung. Es ist auch nicht der angestammte Platz der Pelzträgerin. Ginge es nach ihr, würde sie ein paar Meter entfernt auf einer Bank sitzen, und den Rücken dem heissen Kachelofen entgegen recken. Doch der Kachelofen ist kalt, die Katze ist folglich unzufrieden mit der Art der Beheizung, und somit ist es an der Zeitfestzuhalten: Nichts wärmt besser als ein gutes Holzfeuer. Und damit ist es Zeit für das Holz.

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Obwohl manche Artgenossen der Spezies „schlechtere Söhne aus besserem Hause“ ein echtes Talent an den Tag legen, jeder Tätigkeit zu entgehen und dafür sogar mitunter Politiker, Verbandsfunktionäre oder wenigstens Galeristen werden, so ist es der Spezies doch unmöglich, der Sache mit dem Holz zu entfleuchen. Würde man etwa den Aussagen des beauftragten Landwirtes Glauben schenken, er rufe zwei Tage vor der Anlieferung an und teile den Termin mit; würde man sich dann eine Ausrede für einen Kurzurlaub südlich der Alpen einfallen lassen  – es würde gar nichts nützen. Denn nie ruft der Bauer an, er hat gerade etwas Zeit, kommt früher als erwartet, und kippt die Ladung breit vor die Garage. In der die Autos stehen. Mit denen man nach Italien wollte, und jetzt nicht heraus kann. Und so bleibt nur, sich unterzuordnen und an einer dieser kleinen, aber für meine Generation sehr typischen und verbindenden Traditionen mitzuwirken: Das Aufschlichten des Holzes.

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Begründet wurde diese Tradition durch den Wechsel der führenden Schichten aus ihren grossen, hohen Häusern in der Stadt, wo sie das Piano Nobile, den ersten Stock bewohnten und den Rest vermieteten, hinein in die typischen Westviertel mit ihren umfangreichen Grundstücken und niedrigen Ansitzen mit den typischen 250 Quadratmeter Wohnfläche plus Einliegerwohnung für eines der Kinder, die später einmal gleich einen guten Start in das Leben haben, wenn sie hier die Geschäfte des Vaters übernehmen, und was da sonst noch an zu enttäuschenden Illusionen mehr ist. Da hatte man also diese riesigen Komplexe ganz für die Familie allein, und im Hauptraum durfte natürlich auch das Feuer nicht fehlen. Die einen bauten einen offenen Kamin, den sie nach ein paar unschönen Erfahrungen mit Kohlenmonoxid, angekohlten Perserteppichen und grauen Wänden stilllegten, und die anderen gönnten sich einen Kachelofen. Deren Söhne schleppen bis heute.

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Im Prinzip kann man nichts gegen so ein gefrässiges Monster aus grünen Kacheln sagen. Er macht anders warm als Heizkörper und Fussbodenheizung, er sieht gemütlich aus, und man sitzt dort gerne, wenn die Katzen etwas Platz machen (Falls nicht – Lachs und Parmaschinken helfen manchmal bei der Weglockung). Dortselbst ist dann auch bald die Plackerei vergessen, die traditionell im Nieselregen, Nebel oder im leichten Schneefall stattzufinden hat. Ich jedenfalls kann mich auch nach 3 Jahrzehnten an keinen einzigen Fall erinnern, da die Sonne schien und warme Luft das Gefühl vermittelte, es sei noch viel zu früh für das Holz. Gemeinhin nämlich bleiben gegen Ende des Winters immer Reste übrig, die bis Anfang November verheizt werden. Erst dann kommt neues Holz. Und Regen, Schnee und Nebel.

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Die Arbeit wäre weniger unerfreulich, hätte man bei der Anlage der Gärten und Häuser gerade Auffahrten gebaut. Aus unerforschten Gründen jedoch bevorzugten die besseren Leute der letzten wirklich reichen Nachkriegsgeneration stets verwinkelte Wege und seitlich angebrachte Eingangssituationen; der säulenbewehrte Porticus dagegen ist eine Errungenschaft der Neureichen und späten 90er Jahre. Altes Vermögen hat keine Lust auf offensiv gestaltete Fronten, statt dessen schlängeln sich die Wege zwischen Garage und Haus hindurch, machen enge Bögen und Knicke und verschwinden weitgehend im Urwald, dessen Bekämpfung und Rodung nur stattfindet, um den Damen des Hauses neue Kaufexzesse beim Gartenzentrum zu erlauben. Im November jedoch steht aller Wuchs des Sommers noch im Weg, es pieksen die Äste von der Seite und es stechen die Rosen von oben. Ausserdem müssen, bevor der erste Scheit angekarrt wird, ein Dutzend Oleander, Agapanthus und fette Hennen in Kübeln evakuiert werden.

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Gefragt wird man im Übrigen nicht. Nie heisst es: Willst du. Oder: Hast du Zeit. Oder auch nur: Ich frage mal deine Schwester, vielleicht mag die auch kommen. Es heisst: Das Holz ist da. Also kommt man, pumpt das ewig leere Rad des Schubkarrens auf, ölt das Lager – wollten die Eltern nicht schon letztes Jahr eine neue Schubkarre kaufen? – Geht schon noch, wird man beschieden, und: Von den reichen Leuten kann man das Sparen lernen – und fängt an. Sechs Ster Holz ist ein Berg, und eine Schubkarrenladung ändert gar nichts. Nach vier Ladungen kann man wenigstens wieder halbwegs am Berg vorbei zum Gartentor. Nach fünf Ladungen muss man wieder aufpumpen und ölen. Neugierige Katzen betrachten das Geschehen auf dem Weg liegend, oder beschnuppern eben jenen Scheit, den man gerade aufnehmen möchte. Wie immer sind viele krumme Hunde dabei, so nennt man bei uns die schrägen Aststücke, die sich der sauberen Schlichtung widersetzen. Und jene Scheite, an denen die Schiefer hervorstehen.

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Vielleicht wären auch mal neue Handschuhe nicht schlecht; die ausgeleierten Skihandschuhe der 70er Jahre sind längst an den Fingerspitzen durchgerissen, aber etwas anderes gibt es nicht, denn, geht schon noch, wird man beschieden, und: Von den reichen Leuten kann man das Sparen lernen. Solange es nicht um die Kosten einer eigentlich überflüssigen Holzheizung geht, denn sechs Ster, Fichte und Buche gemischt, kosten 375 Euro. Trotzdem ist es eine Freude und gut für die Katzen, und es ist sicherlich nicht das kleinste Vergnügen der Elternschaft, etwas Holz zu holen und zu sehen, dass der Stoss vor dem Haus wie von Geisterhand auf luftige zwei Meter Höhe bis unter die Fenster angewachsen ist. Hat man das einmal gelernt, dieses Gefühl für Holzformen und ihre sinnvolle Verkeilung, auf dass der Stoss stabil und fest gefügt ist, verlernt man es nicht mehr. Das ist wie Rennradfahren, man ist schnell wieder drin, und nach sieben Stunden tut auch der Rücken entsprechend weh.

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Natürlich verschätzt man sich in Regen, Nebel und Schnee; sagt man sich, dass es noch 15 Fuhren sind, werden es doch 20, und dann müssen auch noch die kleinen Reste aufgesammelt und zur Verheizung gebracht werden, denn weggeworfen wird nichts, es geht schon noch, wird man beschieden, und: von den reichen Leuten kann man das Sparen lernen. Drinnen fechten die Katzen derweilen den Kampf um den besten Platz an der Ofenbank aus – das ist jener mit Blick auf Tisch und Küchentür, die Quellen für Lachs und Parmaschinken, weniger beliebt ist der Platz bei den Zeitungen, die in den kommenden Monaten nicht weggeworfen, sondern verbrannt werden. Nun aber geht es an die Belohnung; mit etwas Glück hat Frau Mama inzwischen Apfelstrudel gebacken, und man ist nun frei, doch den Weg nach Italien anzutreten. Wenn es der Muskelkater und das verspannte Kreuz und das Wetter zulassen, denn, wie Merle Travis es besingt, man hat danach a mind that’s a-weak and a back that’s strong. So also sorgt das Holz für geordnete Verhältnisse, denn es ist warm im Haus, exakt jene Wärme, die man nur hat, wenn man etwas draussen mit Kachelofen wohnt, und nicht etwa in Reihenhäusern oder gar Blocks, die Katzen sind zufrieden, der Winter kann kommen, und der Sohn bleibt nach dem Wechsel vom Schlaf- zum Fresskoma über dem Apfelstrudel auf Rekonvaleszenz in der Stadt, ohne sein und das Leben einer Bekannten auf italienischen Pässen zu riskieren.

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Begleitmusik: Statt dessen hört er eher anspruchslose, aber sehr angenehme Musik von Antonio Vivaldi, während draussen Nebenschwaden vorbei ziehen. La Stravaganza hat sich der ländlichen Kammerkonzerte des Komponisten angenommen, die er unter dem Titel „La Pastorella“ veröffentlicht hat, und für Blasinstrumente adaptiert. Diese Idyllen wurden nicht so berühmt wie andere Werke des Komponisten – sind aber trotzdem eine famose Ergänzung zu einem schweren Apfelstrudel. Mit Weinberln, so mit Sahne und Saft vollgesogen, dass sie unendlich süss im Mund zerspritzen, wenn man auf die beisst.

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80 Lesermeinungen

  1. Na, das war doch harmlos. Nur...
    Na, das war doch harmlos. Nur die Scheite transportieren und schichten, kein Sägen und Spalten, gar noch Fällen: Da kann man durchaus ein paar Tage länger beschäftigt sein. Ich wohne inzwischen weit genug weg von meinen Eltern, als daß ich noch zur Futterbeschaffung für deren ebenfalls grünes Kachelofenmonster herangezogen würde. Wobei ich das aber eigentlich immer gerne gemacht habe – allerdings gibt es bei meinem Vater auch keine Schubkarre, die nicht hundert Prozent funktionstüchtig wäre, oder stumpfe Sägeblätter oder ungeschärfte Äxte. Hinterher protestieren Muskeln, von denen man gar nicht ahnte, daß man sie besaß, aber die Endorphine, die bei der Aktion ausgeschüttet werden, geben einem ein Hochgefühl, das die Erschöpfung vergessen läßt. Und über die Wärme eines Kachelofens geht, gerade in Schwäbisch Sibirien, nichts.

  2. Zwei Blogeinträge, einer von...
    Zwei Blogeinträge, einer von alliierten Personen und stundenlange körperliche Anstrengung. Welch elaborate Vorarbeit, nur um auch in diesem Blog einmal Katzencontent zu bringen. Stilvoll!

  3. Ich finde dies eine schöne,...
    Ich finde dies eine schöne, ehrliche und sinnvolle Arbeit, die ich eigentlich gerne tätige. Man sieht am Abend, was man vollbracht hat (ist bei vielen Tätigkeiten leider nicht der fall), bemerkt mal wieder alle Muskeln am Körper und freut sich besonders bei schlechtem Wetter auf eine warme Dusche/ Bad.
    In diesem Sinne einen schönen warmen Sonntag

  4. Wobei gerade der Transport zur...
    Wobei gerade der Transport zur und das Aufschichten an der Lagerstelle eher untergeordnete Aufgaben sind gegen das männliche Sägen und Hacken. Das sind die Dinge, die den eigentlichen Spaß machen. Natürlich nach dem Gang in den Wald und dem Aussuchen des richtigen Baumes nebst dessen Fällen. Aufstapeln … naja, da hat die Frau auch noch was zu tun.

  5. Man muß heutzutage wirklich...
    Man muß heutzutage wirklich jede noch so blöde Arbeit selbst machen.
    .
    So ein Kachelofen, und speziell ein offener Kamin, sind wirklich unglaublich gemütlich. Aber gut, daß meine Eltern ihren Kamin nur ab und an beheizen, auch das Zusammenkehren von Laub gehört zu meinen Lieblingsbeschäftigungen – ein Grund mehr, in der Stadt zu wohnen. Da gibt’s wenigstens einen Hausmeister.

  6. Werter Don,
    das sind die...

    Werter Don,
    das sind die kleinen Perlen des Alltags, aus denen sich später süß-schmerzliche Erinnerungen speisen. Madeleine oder Apfelkuchen, jeder kennt diese Wehmut. Ich neige eher zur Verdrängung, weil die Intensität teilweise unerträglich ist.

  7. Gut geschlichtetes trockenes...
    Gut geschlichtetes trockenes Holz, eine Speisekammer voller Rexgläser, Holzregale voller Äpfel und Quitten. Heuvorrat für die Tiere — das vermisse ich in der Stadt.
    Dafür hab ich heute einer bezaubernden 8ojährigen Dame das Vorgärtchen gerecht und den Weg vorm Haus von Lindenblättern aus der Allee freigekehrt und mich gefreut über diese Luxusmühen.

  8. Geschätzter Don,
    Wunderbar...

    Geschätzter Don,
    Wunderbar erhaltene Skihandschuhe nach so vielen Jahren harter Belastung.
    Der Apfelstrudel schmeckt nach vollbrachtem Werk ja so viel besser als Zwetschgendatschi, Kürbistarte oder eine ohne vorherige Kalorienverbrennung bestellte Torte.
    Und wenn man das mit dem offenen Feuer halbwegs richtig macht, sieht es hinterher auch nicht aus wie in der Sixtinischen Kapelle nach einem halben Jahrtausend.
    @ Filou: Homerisches Gelächter seitens meiner Frau – da hat Dich einer ertappt.
    Sie haben damals hoffentlich geruhsam geschlummert und sich nicht meinetwegen geärgert.

  9. Und wie ist es mit den...
    Und wie ist es mit den gepreßten Braunkohlebriketts? Gibt es die auch?
    .
    Anonsten würde ich schon darum nie ein Anwesen ohne Kachelofen oder Kamin beziehen, weil ich anderen Methoden der Dokumentenvernichtung nicht traue.
    Ein Kachelofen im Haus erweitert die Handlungsmöglichkeiten beträchtlich.

  10. Lieber Don Alphonso,
    warum...

    Lieber Don Alphonso,
    warum heizen Sie eigentlich nicht mit Föhren oder Fichtenem, sondern lassen Sich Buchenholz liefern. Und BTW. Für Buche braucht’s keine Handschuhe. Die sind vielleicht nur für ersteres o.g. notwendig.
    Also in der seit der Schlacht am Weissenberg armen (und der unglückseligen weiteren Geschichte mit den Bayern) berpfalz wird oft das schlechte Fichterne und Föhrene verheizt. Buchenes nur für die ‚Show-Klientel‘ aus der Stadt.

  11. Lieber BertholdIV, das ist...
    Lieber BertholdIV, das ist leicht zu erklären: Meine Eltern wohnen, wie der Bauer, direkt am Auwald. Und dort ist Nedelholz eher selten, aber alles ist übervoll mit Buchen. Man könnte natürlich anderes Holz heranschaffen, aber wo es so praktisch steht… ausserdem finde ich, dass ein Mischgeruch von Kiefer und Buche sehr fein ist.
    .
    HansMeier555, wie schon erwähnt: man nimmt, was da ist. An der Donau die Buche, in Garzweiler die Braunkohle. Mir kommt gerade Kreislers Gelsenkirchen in den Sinn.

  12. @Schluchten-Ossi: Wie, was?...
    @Schluchten-Ossi: Wie, was? Homerisches Gelaechter? Keine Ahnung. Kindliche Unschuld. Ertappt? Wer nix tut, wird nicht ertappt. Tunix ist mein Name, vom Stamme der Rhenanier bin ich.

  13. Alter Bolschewik, das mit dem...
    Alter Bolschewik, das mit dem Sägen und Spalten wurde zwar früher auch gemacht, aber es passt inzwischen nicht mehr in die Wohngegend, und der bauer hat das geeignete Gerät dazu. Das war jedesmal eine extreme Sauerei, und ich muss sagen, dass ich gerne darauf verzichte. Der Umstand, dass mein Vater immer nach der Arbeit ein paar Scheite Holz hackte, war eher der Arbeit geschuldet. Und nachdem wir einen Fall in der Familie hatten, in der jemand seiner Frau mit dem Hackl nachgerannt ist (Altersdemenz bei körperlicher gesundheit), finde ich, dass es gut ist, wie es jetzt gehandhabt wird. Schlichten und verbrennen, es geht ja letztlich nur um die Wärme.
    .
    Not quite like Beethoven, we3nn ich sehe, was Nichtkollegen in der Springergosse auf sich nehmen, nur um eine Schlagzeile zu bekommen, dann bin ich hier immer noch sehr gut gefahren.

  14. Thomas, das finde ich auch,...
    Thomas, das finde ich auch, allerdings ist jetzt auch die Zeit, wo ich die Muskeln gern nach einem Bergaufstieg und anschliessendem Rodeln auf Eschenholz spüren würde. Abgesehen davon wäre ein Ster weniger auch nicht schlecht gewesen, denn so hat es sich doch etwas gezogen.
    .
    Andreas, dieser atavistische Teil kann nach meinem Dafürhalten gerne Dienstleistern vorbehalten bleiben. Irgendwann muss ich ja auch wieder feinsinnige Blogeinträge schreiben, und das ist nach einer Woche im Wald wohl nicht so leicht.

  15. @Gelsenkirchen
    jaja!
    Schreiben...

    @Gelsenkirchen
    jaja!
    Schreiben Sie ein analoges Lied über die dumme Stadt?

  16. mawu, ich persönlich denke...
    mawu, ich persönlich denke immer nur ein paar Augenblicke an einen Holzofen in meiner Stadtwohnung, aber dann fällt mir auch das Ungeziefer ein, das man sich damit in die Wohnung schleppt – schliesslich wohne ich im 2. Stock, und da will man nicht jede halbe Stunde laufen, und dann steht das Holz rum… dazu noch die Feuergefahr, die Teppiche, nein, es ist schon gut so, wie es ist. Und es muss auch passen, was bei mir nicht der Fall ist. Ich wollte ja weg aus der Vorstadt, um anders zu leben.
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    Byron, da möchte ich raten, ei8nfach Frau mama um das Rezept zu bitten. Ansonsten denke ich, dass die Plackerei, wenn sie vorbei ist, eine schönere Erinnerung darstellt, als es die Arbeit je gewesen ist.

  17. Nochmals @Schluchten-Ossi:...
    Nochmals @Schluchten-Ossi: Geaergert habe ich mich hier noch nie. Dies hier ist mir ein sehr feiner Bolzplatz, gelegen zwischen den Haeusern der besseren Herrschaften und den umliegenden Strassen des Personals. Ich finde es hier sehr nett. Wenns friedlich ist, ists langweilig, und wenns ’ne Rauferei gibt, bin ich gerne dabei.

  18. @Don
    Ster: Ein Mengenmaß, das...

    @Don
    Ster: Ein Mengenmaß, das auch für antiquarische Bücher geeignet wäre

  19. Man fühlt sich erinnert ... ....
    Man fühlt sich erinnert … . Wie war das noch? Am Beispiel des „Jahrmarktsfestes zu Plundersweilen“ evtl. auch ? „Man hört Goethen so gerne zu, wenn er so behaglich plaudert. Sein Tonfall ist’s, seine Art zu erzählen, der man so gerne lauscht, dass es einem am Ende manchmal bald schon ganz egal war, wovon er uns berichtete, Hauptsache, er erzählte uns von sich weiter … .“
    .
    Kann man mehr, Besseres sagen, von einem erzählerisches Talent?

  20. Die Arbeit hat Ihnen sicher...
    Die Arbeit hat Ihnen sicher nicht geschadet bei den vielen Torten, Keksen und Strudeln die Sie so zu sich nehmen. So schön die Essbilder auch sind die Sie in Ihre Beiträge gelegentlich einstreuen: Meine Frau meint immer, Ihre Blutfettwerte würde sie gerne mal sehen… Das ist die Kehrseite des Vegetarierseins; das Ganze mündet meist in eine sehr ungesunde und einseitige Ernährung. Da hilft dann auch kein Holzhacken…

  21. Foersterliesel, was Vorräte...
    Foersterliesel, was Vorräte angeht, so hält einen ja keiner ab, das in der Stadt zu bunkern. Und so gut einkochen wie die Spezialisten könnte ich selbst nie – noch dazu, wo mir die Bäume fehlen. Ich finde, man kann durchaus das ein oder andere delegieren, sehr zur Freude jener, die das gern tun.
    .
    Schluchten-Ossi, nicht nur, dass ich Holz schlichte – ab und an streiche ich bei meinen Eltern auch die Küche neu, wo der Feuerschlund zu finden ist. Nach 30 Jahren muss ich sagen, dass selbst bei grösster Vorsicht immer was zurückbleibt. In der Toskana hatte ich eine schreckliche, kalte Nacht in Verbindung mit einem nicht sauber funktionierenden offenen Kamin – das war dann auch nicht die reine Freude, der Raum hat eine Woche später immer noch wie ein Brandherd gerochen. Kurz, ich bräuchte es nicht.

  22. Und natürlich schichten auch...
    Und natürlich schichten auch wir hier, wie viele andere auch, immer nur Buche. Was auch sonst. Alles andere als Buche lohnt die Mühe nicht wirklich. Resp. lassen holen, spalten & schichten. Wozu sonst hat man der eigenen Kinder reiche, gesunde Schar? – und ist vor allem auch schon fast selbst in einem Alter, in dem man nicht mehr Kind ist. Fast nicht mehr, *g*.

  23. Toskanische Kamine scheinen...
    Toskanische Kamine scheinen tückisch zu sein!
    Meinen beherrsche ich nach 35 Jahren immer noch nicht richtig; Kälte und Brandgeruch auch dort die Folge!
    Aber Kachelofen passt einfach nicht in das Haus eine Halbleibeigenen!

  24. Auch Gott hat ein Herz für...
    Auch Gott hat ein Herz für Katzen http://ftalphaville.ft.com/blog/2009/11/12/82986/goldman-sachs-saves-kittens-really/

  25. ... und was ist mit...
    … und was ist mit Ikea-Möbeln? Billy: Erst die Bücher, dann das Regal? Oder gibt das ungesunde Dämpfe?

  26. Allmählich merke ich, was...
    Allmählich merke ich, was mich stört: es geht um Holz und Feuer und Wärme und deutsches Gemüt, aber es fehlt das Hacken. Vom Sägen (Schneiden) will ich gar nicht reden. Will natürlich sagen, ich will es doch.
    Aus der Zeit, als ich auch noch kein Waldbauernbub war, habe ich noch alle drei Levels in Erinnerung: Abholen im Wald, etwas später Sägen mit der Kreischmaschine daheim, dabei immer die Spannung, ob einer der Leute nicht endlich einmal einen Daumen…, und dann geruhsames Hacken, jeden Tag ein bisschen mehr nach den Schularbeiten. Zur gleichen Zeit (zeitgleich, ja?) beim Trocknen zusehen und zuriechen. Dann ab ins Holzhaus. (So hieß das Teil.)
    Beim Holzhacken konnte man so wunderbar ins Träumen geraten. Die Zeit verschwamm, und plötzlich war der Haufen größer geworden; das entsprechende gute Gewissen gab es ohne arebeit dazu. Manchmal flog die Schneide der Axt sirrend weg in eine erdnahe Umlaufbahn, weil die Wucht zu ungestüm oder das Gerät, ähnlich den Don’schen Fahrrädern mit feinen ausländischen Namen, falsch justiert war; dann gab es ein bisschen Hallo, aber es war nicht weiter zu erwähnen, solange niemand von Konsequenz getroffen worden war.
    Wahrscheinlich hätte ich damals sogar den dementen Kaiser verstehen können, hätte ich nur von ihm gewusst.
    So ein Holzhacken hat die Spätsommer begleitet, der Holzgeruch, die gerechte Anstrengung, das wholesame Gefühl und alles. Der Bruder, der manchmal anerkennend ein paar Takte mithackte, wenn er nachhause kam. Die Schwester, die fragte, ob sie was bringen könne. Hach.
    Aber jetzt einfach gehacktes Holz, das vom Lastwagen geworfen wird, von der Einfahrt einmal um die Ecke karren – wozu so viele Worte?
    Warum lassen Sie die Lieferung nicht gleich von der Lieferfirma in das entsprechende Kabuff schaffen, wie bei den Getränken auch?
    Das wäre doch überhaupt das Thema: Getränkelieferungen, und wie man die ganze Plaste und Elaste gottgefällig, treuherzig, altbacken und rechtschaffen in den Keller verbringt. Irgendwie stolz auch.

  27. verehrter Don,
    früher waren...

    verehrter Don,
    früher waren diese Vorräte (für die ich in der Stadt gar keinen Platz habe, ich bin selber auch eine schlechte Köchin, und Quitten findet man selten und wenn haben sie schon ihr Pelzchen und ihre duftende Wachsschicht verloren; mit frischen Quitten – die sehr lange halten – kann man einen Raum parfümieren) so selbstverständlich, daß Quittengelee schon was Langweiliges war, rote Vierfruchtmarmelade aus dem Pappbecher wie bei anderen Kindern was Interessanteres, genauso wie mir die bunten Kleider aus der amerikanischen Nachkriegshilfe (rosa und hellblaue Perlonträume) an ihnen besser gefielen als das eigene Dirndl, der Schottenrock und die Latzhose. Heute finde ich Quittengelee nur noch – manchmal – da http://www.demel.at/frames/index_shop_gesamtuebersicht.htm

  28. Don, so ein Garten- und...
    Don, so ein Garten- und Kaminholz-workout hat doch was Befreiendes – und es gibt nichts Männlicheres. Zu WG-Zeiten in den 70/80ern heizten wir ausnahmslos mit Holz und sonntags auch mit Briketts oder gar Anthrazit – ein ursprüngliches Gefühl. Auch der Küchenherd – man kannte noch keine Induktionsherde – brachte die besten Eintöpfe und Bratkartoffeln aus geschmiedeten Töpfen hervor. Und die dadurch versprühte Wärme war und ist letztlich dem Feinsinnigen dienlich. Wer wollte das bezweifeln. Musikempfehlung: Mahlers 5te.

  29. @Fensterliesel
    Quittengelee...

    @Fensterliesel
    Quittengelee gab es bei uns im gleichen Jahr, in dem wir auch den Hühnerstall zerlegt und verheizt haben.

  30. Verehrter Don,
    Das Ausmalen...

    Verehrter Don,
    Das Ausmalen ist ja so oder so eine wiederkehrende Notwendigkeit, die Sie auch in Ihrem wie Sie selbst im Scherz zu sagen pflegten „Renaissanceloch“ auch ohne Feuerschlund sicherlich schon durchgeführt haben. Für das wunderbare Prasseln und Knistern ist es mir der unvermeidliche Schmutz trotzdem wert, so ein offenes Feuer ist ja nur selten – reine Zier für einen kleinen Zündler bar jeden Heiznutzens. Die schrecklich kalte toskanische Nacht ist schade, hätte da der Kamin wirklich was gebracht? Für meinen Teil habe ich nie wieder so gefroren wie im Juli in kalifornischen Nächten – natürlich ohne Pelz und wärmende Rauferei mit Filou.

  31. @Schluchten-Ossi:...
    @Schluchten-Ossi: Herzerwaermend!

  32. @ HansMeier555 Hühnerstall...
    @ HansMeier555 Hühnerstall wurde in der WG gebaut. Wir hatten sogar eine dicke große Äskulapnatter die Küken fraß.

  33. @Foersterliesl
    Die Natter legt...

    @Foersterliesl
    Die Natter legt ja auch Eier, also was soll’s.
    Der Quittenbaum wurde ein paar Jahre später dann aber auch verheizt.

  34. HansMeier555, wie interessant,...
    HansMeier555, wie interessant, noch Tee?

  35. Werter Don,
    .
    bei der Lektüre...

    Werter Don,
    .
    bei der Lektüre Ihrer Betrachtung fiel mir, passende zur Stimmung im November, ein: Im Tode und beim Aufräumen der Gartenmöbel ist der Mensch stets allein.
    .
    Gruß Hanskarl

  36. Lieber Hanskarl, wie es der...
    Lieber Hanskarl, wie es der Zufall will, sitze ich gerade an einem Beitrag zum Thema Midlife Crisis, passend zur Jahreszeit.
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    nico, nun, in der Küche bevorzuge ich ganz klar Gas. Es gibt nichts Besseres. Anthrazit hatte ich in Berlin – einmal pobiert, nie wieder gemacht. Manchmal lobe ich mir mein 21. Jahrhundert, bei Heizung und Warmwasser ganz sicher.

  37. Schluchten-Ossi, dazu ist...
    Schluchten-Ossi, dazu ist meine Heimatstadt nicht romantisch genug. Insgesamt ist es vermutlich weitaus ökonomischer, einmal eine ordentliche Hütte in den Bergen zu mieten. Mit offenem Kamin und Bärenfell davor, gerade für romantische Momente. In Grafen von Meran hatten wir in der Suite so einen Kachelofen. In mein sonstiges Ambiente passt ein Ofen nicht mehr richtig rein.
    .
    Foersterliesel, nun, bei uns gäbe es für die Vorräte das sog. Kartoffelkammerl und draussen, Erinnerung an vergangene Epochen, auch noch Holzlegen. Da stehen aber inzwischen Fahrräder drin.

  38. B.A.H., ich trinke fast...
    B.A.H., ich trinke fast ausschliesslich Tee, insofern sind meine Erfahrungen begrenzt, was Lieferung angeht. Ausserdem sehe ich nicht, wieso ich alles selbst machen muss. Ich kann natürlich Holz hacken, aber 1. ist das in einer Wohngegend vielleicht nicht gerade überall beliebt und 2. verdienen andere damit auch ihr Geld. Das ist ähnlich wie bei Torten, die ich auch könnte – aber in aller Regel lieber kaufe, denn der Konditor kann es besser. 6 Ster Holz im diesem Wohngebiet zerhacken geht wahrscheinlich nicht ohne Anwalt.
    .
    Don Ferrando, es kann etwas mit der Art zu tun haben, wie man früher einheizte. Was man aus der Kunst kennt, sind in aller Regel sehr kleine Feuer, die nicht unbedingt zum Durchheizen gedacht waren. Ausserdem gab es früher keine „Kinderzimmer, in der kalten Jahreszeit schlief man in einem kleinen Raum, um so von der Wärmeentwicklung der Menschen zu profitieren. Unser Konzept eines grossen, prasselnden Feuers ist nicht das, wofür solche Kamine angelegt wurden. In England ist das natürlich anders.

  39. Sehr verehrter Don...
    Sehr verehrter Don Alfonso,
    in einem angemessenen Wohngebiet vernimmt der Nachbar nicht einmal das Geraeusch der Motorsaege aus der Ferne, geschweige denn die sportliche Betaetigung mit der Axt (haelt uebrigens gut fit und ist sehr hilfreich gegen jegliche Art von Zwicken, Ziehen und Reissen. Darueberhinaus sorgt das Zubereiten 20 Festmetern Kaminholz (natuerlich Birke, Buche oder Eiche aus eigenen Gefilden) fur den Rueckbau der Quermuskeln, es gibt zweimal warm und erspart darueberhinaus unangemessene Aufwendungen fuer nutzlose Wellness-Aufenthalte in den ueberlaufenen Orten am See.

  40. Ist ja richtig Harmoniehütte...
    Ist ja richtig Harmoniehütte mit Holzhackschrat. Jetzo fehlt nur noch der Hinweis auf die Märklin-Eisenbahn mit Fallerhäuschen dann dürfen wir besinnlich Kerzen anzünden.

  41. Lieber Don Alphonso,
    Dann sei...

    Lieber Don Alphonso,
    Dann sei Ihnen das Buchenholz verziehen. Auf der anderen Siete macht es dem Landwirt ja eigentlich auch mehr Arbeit. Meistens ist es nicht so gerade wie Fichtenes oder Föhrernes, es hat mehr Äste beim Ausnasten.
    Der Hauptgrund warum es die Städter aber und nicht nur die kaufen ist, dass es weniger Spreisln (den Nichtdialektausdruck kenne ich nicht) – also Dreck – beim Verheizen (beim ins Haus Tragen..) macht und es etwas besser heizt, man es also weniger oft nachlegen muss. Also fast schon ein Convenience-Produkt

  42. Hoffentlich ist der Garten...
    Hoffentlich ist der Garten Ihrer Eltern wildschweinsicher – nicht dass nach 7 Stunden Holzaufschichten noch Rasen-Puzzle ansteht.

  43. cat in the kitchen,
    den Link...

    cat in the kitchen,
    den Link fand ich sehr erheiternd!
    Ich bedauere zwar, dass ich zu Hause keinen Kamin habe, aber noch schlimmer fände ich die asthmatischen Anfälle, die mich zweifelsohne heimsuchen würden, wenn ich mich dort auch noch mit dicken Katzen um einen Platz kloppen müsste. Die sollen lieber draussen Karnickel jagen (und mir dann das Fell bringen; das Thema gehört allerdings in den vorhergehenden Blog).

  44. Wie schön, dem Don bei...
    Wie schön, dem Don bei ehrlicher handfester Arbeit zuzusehen! So was muß man sich ja auch erst einmal leisten können.
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    Zu den anscheinend überall gleichen und richtigen Lebensweisheiten der Eltern („geht schon noch, … sparen lernen“) bekam ich als Therapievorschlag gegen den schmerzenden Rücken empfohlen: „Mehr und öfter solche Arbeiten, dann geht der Schmerz weg.“
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  45. Buche ist sicher gutes Holz...
    Buche ist sicher gutes Holz für den offenen Kamin, denn es knallt nicht aus der Glut. Habe das 4sitzige Sofa in einem Meter Abstand quer vor dem Kamin stehen, so ist’s am besten, aber der Heizwert ist dennoch relativ bescheiden, weil die Raumwärme mit durch den Kamin gesogen wird. Gelegentliche Explosionen von Kirschholz haben auf dem Teppich Spuren hinterlassen. Selbst mit einem Funkengitter sollte man immer im Raum bleiben…da ist der Kachelofen schon ein Fortschritt. Die archaiche Valeur des offenen Feuers geht aber verloren…

  46. Lieber Don,

    sehr schön ist...
    Lieber Don,
    sehr schön ist es auch, wenn der Sohn 600 km entfernt in Berlin lebt und die Lieferung des Holzes so terminiert wird, dass er kurz vor dem Besuch der Hochzeit eines Freundes in der alten Heimat am Vormittag mal eben etwas Holz hacken und stapeln darf. Meine Eltern sind nämlich der Ansicht, dass der Sparerfolg noch größer ist, wenn das Holz icht gehackt, sondern in unhandlichen Stämmen direkt in die Einfahrt gekippt wird.
    Zur Verbesserung meines Loses wünsche ich mir aber dieses Jahr eine neuen Axt – damit wird es wenigstens etwas besser gehen….

  47. Kleine Anmerkung: Im unter der...
    Kleine Anmerkung: Im unter der Überschrift zitierten Lied heißt es richtigerweise: „St. Peter, don’t you call me, ..“, der Petrus gehört nicht ins Innere des Satzes.
    Aber schöner Vergleich, wenn Ihre Seele nicht dem arbeitgebereigenen Kaufladen, sondern Ihrer Familie gehört.

  48. Harry S., in Clanstrukturen...
    Harry S., in Clanstrukturen ist es nun mal so, dass einem die Seele vom Clan nur gestellt wird, und da kann man auch nicht aus. Ausserdem waren die Investotionen in meine Person jetzt nicht gerade niedrig, da kann man schon mal erwarten, dass ich mich revanchiere.
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    Lieber Sohn aus Berlin, ja, so kenne ich das, das war in meiner Berliner Zeit auch nicht anders, da passte man ein Wochenende ab, und statt um die Liebste musste ich mich dann um das Holz kümmern. Die Sache mit dem Hacken ist natürlich noch ein weiteres Handycap, und ich bewundere die Weitsicht der Eltern, die anschliessende kalorienzufuhr an das Brautpaar auszugliedern. Sehr bayerisch!

  49. Das Lied zum...
    Das Lied zum Holzfaeller:
    http://www.youtube.com/watch?v=PpxQp3Hy5nk
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    Und hier wird alles, aber auch alles ueber Katzen gesagt:
    http://www.youtube.com/watch?v=B2Je1CEPkUM
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  50. yaq12, das ist wahrhaft...
    yaq12, das ist wahrhaft christliche Einstellung, denn es war die heilige Theresa von Avila, die sagte: Bete nicht um eine geringere Last, sondern um einen stärkerem Rücken. Oder auch, um meine Grossmutter zu zitieren: Tu was, dann vergisst du es.
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    Der Gärtner, man darf nicht übersehen, dass der Kachelofen auch ein Wärmespeicher ist, sprich, er gibt die Hitze gleichmässiger ab. Im 18. und 19. jahrhundert deckte man offenes feuer übrigens mit Ofenschirmen ab. Es ist halt eine Urgewalt, und wer sich darauf einlässt, muss auch die Risiken tragen.

  51. No. 6, n un ja - also, der...
    No. 6, n un ja – also, der nächste Bauernhof am Tegernsee liegt 200 Meter entfernt, und wenn die dort Holz machen, hält sich auf der Terrasse nichts mehr. Das ist schon sehr laut, und des Bauern Freude, seine Stihl, scheint mir ähnlich geräuschoptimiert wie manches Motorrad zu sein.
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    BertholdIV, beim Schlichten ist Buche natürlich auch anspruchsvoller. Meine Stadterlebnisse stammen allesamt aus dermassen dicht bebauten Regionen, das dort ohnehin kaum Holz anzutreffen ist. In München (Bau der 60er Jahre) war das einfach nicht vorgesehen.

  52. Don Nutella, die Wildschweine...
    Don Nutella, die Wildschweine finden andernorts mehr Betätigung, da gibt es etwa Tennisclubs, die damit ein Problem haben. Zudem ist der Auwald mit Unmengen von Eichen durchsetzt, da muss man nicht in Gärten.
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    Was die Kätzchen von Goldman angeht: Da musste zuerst mal öffentlich Druck gemacht werden:
    http://ftalphaville.ft.com/blog/2009/11/12/82906/goldman-sachs-abandons-kittens-really/

  53. In unseren Gefilden sind...
    In unseren Gefilden sind Eicheln völlig out, die lässt man liegen zusammen mit dem Fallobst. Viel lieber nascht man als Schwarzkittel Würmer und Engerlinge, garniert mit etwas Pilzgeflecht. Dazu muss man den Boden aufwühlen. Das tut man vorzugsweise in der Nähe von Siedlungen bzw. in Gärten, dort darf schließlich nicht gejagt werden – man ist ja nicht doof.

  54. Don Alphonso
    Mit dem...

    Don Alphonso
    Mit dem Schlichten haben Sie Recht. Da tut man sich mit Fichte oder Föhre leichter als mit Buche. Sind die 375 EUR ein Echter Preis für 6 Ster (Buche und Fichte und Föhre gemischt). Die „kleine dumme“ Stadt an der Donau ist auch da nicht billig. Aber ich verkaufe kein Holz an den Endverbraucher, sondern, wenn dann an Sägewerke.
    BTW: Wie wäre es mit einer Diskussion, welche Motorsägen sie besten sind…

  55. BertholdIV, Wir sind mit zwei...
    BertholdIV, Wir sind mit zwei Timberjack 1070 seit Jahren sehr zufrieden.

  56. poisson
    Nicht schlecht. Ich...

    poisson
    Nicht schlecht. Ich weiss nicht, was bei uns beim letzten mal im Einsatz war.
    Ich dachte ber eher an einen schwäbischen hersteller, dessen CEO öfters nette Kommentare zur Wirtschaftspolitik abgibt, dessen Hauptverkaufsargument das verteilen von Kalendern ist, in denen die Produkte von leicht bekleideten Frauen präsentiert werden.

  57. verehrter Don...
    verehrter Don Nutella,
    Wildschweine sind ganz und gar nicht doof, Feinschmecker und schwierig zu bejagen. Sorgen Sie für einen ordentlichen Zaun um Ihr Grundstück und lassen Sie
    (in bewohnten Gebieten sind Wildschweine nachtaktiv) mal nachts einen Kläffer innen um den Zaun rennen, dann haben Sie Ruhe. Auf freiem Feld und im Wald ist die Wühlerei ökologisch sinnvoll, weil der Boden gelockert wird und Schädlinge kurz gehalten werden.

  58. Braunkohle? Verkeilung von...
    Braunkohle? Verkeilung von Holzformen? Wildschweine?

  59. Auwald mit Buche? Buchen...
    Auwald mit Buche? Buchen vertragen weder Überschwemmungen noch Staunässe. Die Buche wächst im standörtlichen Mittelbereich, wie der Forstwissenschaftler sagt. Irgendwas stimmt da nicht ganz mit Ihrer vornehmen Aue.
    http://www.sdw.de/wald/baum_infos/faltblatt-buche/fagus.htm

  60. Ganz kurz: Erstens gi8bt es in...
    Ganz kurz: Erstens gi8bt es in diesem Auwald schon seit Jahren keine Überschwemmung mehr, zweitens ist der Auwald im Donaubecken mehrere Kilometer breit und mitunter entsprechend weit vom Fluss entfernt, drittens stehen da definitivf Buchen, und viertens muss ich jetzt für ein paar Stunden weg, es wird aber freigeschaltet

  61. Foersterliesel, in tiefster...
    Foersterliesel, in tiefster Verehrung und Handkuss:
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    http://www.youtube.com/watch?v=ayvXxADjACg

  62. ooohhh, Filou, wie charmant,...
    ooohhh, Filou, wie charmant, danke!
    Als ich – vor Jahren – den nick wählte, kannte ich diese Loriot-Moritat bereits, hör sie aber immer wieder gern, danke!

  63. Sehr geehrter Herr Filou,
    'mal...

    Sehr geehrter Herr Filou,
    ‚mal abgesehen von Ihren – teilweise sehr charmanten – Kommentaren, die Förstergattin ist großartig!
    Werde ich zum ersten Advent versenden!
    Beste Grüße, hs.

  64. Bin leicht geruehrt und...
    Bin leicht geruehrt und bedanke mich brav.

  65. Werter Don Alphonso,
    Irgendwie...

    Werter Don Alphonso,
    Irgendwie geht die fachliche Diskussion nicht richtig los, also noc mal ein Versuch.
    Wie machen Sie denn das mit den Zeitungen. Wenn Sie die verbrennen, haben Sie doch andauernd den Ofen voll Asche oder. Ich tu das zwar auch immer, weil es richtig schön kurzzeitig aufflammt, aber mein Vater beschwert sich dann fürchterlich, dass er Unmengen Asche wegräumen muss.
    Liefert Ihnen der Bauer auch Kienspan, oder wie zünden sie an?
    Ein letztes: Das Holz ist mit der Kreissäge gesägt (zumindest auf den Bildern erkennbar). Zahlen Sie die 6 Ster im Zustand auf Zimmerlänge gesägt oder noch in den üblicherweisen meterlangen Stücken.
    Zu Stihl: Selbst die BayWa verkauft schon das schwedische Konkurrenzprodukt
    http://www.husqvarna.com
    Ich habe zwar selber eine Stihl, gut, aber o.g. ist wahrscheinlich doch eher zu empfehlen

  66. ist nicht witzig!...
    ist nicht witzig!

  67. ... und morgen gibt es wieder...
    … und morgen gibt es wieder einen Beitrag zu einem richtigen Thema. Hoffentlich. Wünsche allen eine gute Nacht und möchte höflich bitten, das Feuer nicht ganz ausgehen zu lassen.

  68. Das
    Sie haben Recht, aber...

    Das
    Sie haben Recht, aber sehen Sie sich die Statistik an. Dieser Beitrag reisst von der Anzahl der Kommentare nach unten aus. Von daher verzeihen Sie mir bitte den Versuch.
    Um es auf eine andere Ebene zu heben.
    Fellini hatte mal ein ähnliches Problem. Er hatte keine Idee einen Film zu drehen.
    herausgekommen ist dann 8 1/2 also ein Film über das Problem eines Regisseurs einen Film zu drehen.
    Einmal Metaebene geht immer

  69. @Don Alphonso: Ah, ich glaube...
    @Don Alphonso: Ah, ich glaube es handelt sich um ein Missverständnis – anscheinend ist bei Ihnen im konkreten Fall im Volksmund der Begriff „Auwald“ etwas großzügiger gefasst. Irene hat nämlich nicht Unrecht, im streng gefassten ökologischen und bodenkundlichen Sinne sind Auenwälder stets nässebeeinflusst und beherbergen meist den typsichen Brucherlenwald.

  70. Einerseits ist mir die...
    Einerseits ist mir die Statistik egal – denn jeder Kommentarstrang mit mehr als 50 Kommentaren ohne Beleidigung ist schon eine sehr tolle Sache – und andererseits, gerade bei schönen Themen, ist eben nach 70 Kommentaren alles gesagt. Es is wias is.
    .
    HansMeier555, bedaure, das wird kein besonderes Thema, nur wie immer etwas Geplauder.

  71. BertholdIV, fachlich kommen...
    BertholdIV, fachlich kommen Karton, Spreissln, Zeitungen und darüber ein Holzblock in den Ofen, das geht ganz gut. Und es ist natürlich schon auf Ofenlänge gesägt.
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    Don Nutella, hier ist der Wals so weitläufig – insgesamt gut 25 Kilometer lang – dass man als Wildschwein vermutlich nie raus muss. Jedenfalls habe ich noch keines ausserhalb des Waldes gesehen.

  72. Don Alphonso.
    Ich bin immer um...

    Don Alphonso.
    Ich bin immer um jetzt G-tt zu lästern – für kaddisch ha schem (hier der eigene Name). Hauptsache es wird über einen geredet

  73. verehrter BertholdIV,
    leider...

    verehrter BertholdIV,
    leider kann ich nicht über Motorsägen plaudern, finde aber jammerschade, daß Sie Ihren heimatlichen Wald verlassen haben und nun im Belvederepark joggen müssen (Vorsicht vor Finanz-Keilern!). Bei uns wird üblicherweise Spanholz (pechhältiger) in Bündeln dazuverkauft; mann kann aber auch selber Späne machen, ich kanns.
    Mit Kachelofen und Badeofen aufgewachsen, in der Studentenzeit mit Torf (eine Ökoverschwendung, aber so war das damals üblich) und Holz und Kohlen geheizt, selber Holz aus dem erzbischöflichen Wald (im steilen Gelände um die Feste Hohensalzburg herum) geklaubt, das hieß „die große tour“. Viel wäre zu erzählen übers Holzmachen im alpinen Gelände, mit klugen und geschickten
    Arbeitspferden. – – Vielleicht mag der Don einmal die winterlichen Bälle als Spur der Saturnalien beplaudern?

  74. Sie ahnen nicht, wie schräg...
    Sie ahnen nicht, wie schräg dieses Ansinnen klingt, wenn man gerade ein Bild für die Weihnachtsgala des Bachmair in Rottach bearbeitet. Mit Max Greger!

  75. ist sparen nicht ein synonim...
    ist sparen nicht ein synonim für bürgerlich? (zumindest so habe ich es beigebracht bekommen), aber das ist wahrscheinlich schon asche von gestern…

  76. verehrte Försterliesl,
    Danke...

    verehrte Försterliesl,
    Danke für das syn pathein, aber soviel hat sich da jetzt nicht geändert. Der Wienerwald ist nicht weit weg. Der nordbayerische ist nahe dem in Wien gesprochenen mittelbayerischen (?). Und bei der Kirchensteuer spart man wirklich immens. Allso alles sehr kommod.
    Die ’schwarzen‘ Finanzkeiler tollen im Stadtpark rum. Beim Belverdere wacht die rote Armee (die Kalaschnikov hatte gerade 90. geburtstag) , da trauen die sich diese nicht hin – Also keine Gefahr.

  77. Lieber Don,

    dem aufmerksamen...
    Lieber Don,
    dem aufmerksamen Leser dieser blumigen Ausführungen stellen sich mir bei Ihrer Brennholzgeschichte doch einige Fragen.
    1. Wieso wird der Brennstoff vor die Garage des Wagens geworfen, mit dem Sie nach Italien reisen würden, wenn Sie denn an ihn herankämen. Und dass obwohl sie doch denn Absprung von Mamas Kochstelle in die große Stadt geschafft haben. Könnte man nicht auch mit dem Stadt/Zweitwagen über die Alpen? Bzw. gleich per Privatjet?
    2. Sie beschreiben die räumliche Nähe des Heizstofflieferanten Wald zur elterlichen Auffahrt. Ebenso scheint sich diese Plackerei jedes Jahr aufs Neue abzuspielen. Doch wer verbrennt schon frisch geschlagenes Holz – sollte dieses nicht Minimum 2 Jahre trocken lagern.
    Grüße aus der Perle Oberschwabens

  78. Später Nachtrag: Birkenholz...
    Später Nachtrag: Birkenholz verbrennt ganz ruhig mit gleichmäßigen Flammen und ohne Knallen! Da kann man daneben einschlafen und muss nicht mit Löchern im Perser rechnen.

  79. Ich als Extremallergiker gegen...
    Ich als Extremallergiker gegen Birkenpollen freue mich, das zu hören.

  80. Oberschwabe, das bezog sich...
    Oberschwabe, das bezog sich nicht auf mich, sondern auf einen Bekannten, der dasselbe mit Mamas Volvo geplant hatte, und dann überrascht wurde, als das Holz so schnell kam. Ist aber auch schon geschmeidige 20 Jahre her.
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    laperla, Sparsamkeit weniger, Geiz trifft es mehr. Dazu müsste ich auch mal was schreiben.

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