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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Glück fern von Dubai und London

| 217 Lesermeinungen

Natürlich ist die Krise nicht vorbei. Wenn man etwa in London oder in Dubai wohnt, oder in Amerika arbeitslos ist, oder die Immobilie im Schuldenstrudel versinkt. Davon hört man in süddeutschen Regionen und wundert sich, und wendet sich dann wieder den wirklich relevanten Problemen zu: Wie gross etwa muss ein Trüffel bei vier Personen sein, und verträgt die Figur einen Butterchriststollen. Denn fern ist hier die Krise; sie ist nie angekommen und soll auch schön weiter vor der Tür bleiben. Denn schliesslich muss es, wenn es schon so viele Verlierer gibt, auch ein paar Gewinner geben.

„Sie hat keinen Stil“, sagte Mr. Hedreick feierlich.
„Aber eine gute Figur“, sagte Mr. Sandwood.
F. Scott Fitzgerald, Winterträume

Eine der hübschesten Analyseleistungen der Wirtschaftsprognosen für das Krisenjahr 2009 lautete ungefähr so: Die Krise werde besonders den exportorientierten und hoch industrialisierten Süden treffen, der für die Lage an den Weltmärkten besonders anfällig sei. Dort seien die grössten Verwerfungen zu erwarten, dort seien die Immobilien zu teuer und die Menschen würden noch zu viel verdienen, um diesen Standard beim Absturz bewahren zu können. Im Süden sei man im Boom mit dem Weltmarkt gewachsen, nun werde man mit ihm schrumpfen. Im Osten, Norden und kriselnden Westen dagegen habe man das Schlimmste schon hinter sich und auch entsprechend in Sachen Dienstleistungen die Gewichte verschoben, so dass Deutschland sich insgesamt wieder an sich annähern würde. Kommen Sie mit auf den Wochenmarkt? Ich brauche Trüffel. Nicht irgendeinen Pilz aus dem Feinkostladen, sondern den besten, den man kriegen kann.

Bild zu: Glück fern von Dubai und London

Das hier ist, wenn man so will, der Inbegriff der süddeutschen Boomregion. Jene Ansiedlung im Donausumpf, die ich „die kleine, dumme Stadt an der Donau“ nenne, musste Anfangs des Jahres als ideales Beispiel für den kommenden Niedergang gelten, denn die meisten Produkte gehen in den Export. Es sind vor allem Autos, Autos der Oberklasse, Produkte von krisenhaftester Anmutung, welchen Trüffel nehme ich jetzt? Ich denke, 14 Gramm sind nicht schlecht. Ach so, die Krise im Süden.

Es ist nämlich so bei uns: Im Westviertel sind die Grundstücke in ihrer Zahl begrenzt und in der Fläche sehr gross. Momentan kratzen dort die Immobilienentwickler an den Türen der Besitzer und fragen, ob sie für potente Kunden nicht ein Stück Grundstück kaufen könnten. Zweimal ist es ihnen gelungen. Und nun versucht der eine Käufer eines solchen neuen Hauses, seines Zeichens Steuerberater, den Entwickler des anderen, daneben entstehenden Hauses mit einer sechsstelligen Summe zu bestechen, dass er nur zwei statt drei Stockwerke in das kleine Grundstück setzt. Es ist das Krisenjahr 2009 im angeblich betroffenen Süden. Und jene, die es besonders treffen sollte, die Elite des Südens, amüsieren sich trefflich über die Grattler in ihrem winzigen Loch, die andere für eine halbwegs freie Sicht bestechen müssen. So sieht bei uns Armut aus.

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Es geht uns nicht schlecht. 40 Euro sind eine Menge Geld in Neukölln, aber das ist es, was die Frau vor mir am Käsestand lässt. Es darf natürlich immer ein wenig mehr sein. Die Krise, die nun gerade wieder Dubai schüttelt, ist längst vergessen, das war mal Thema im letzten Winter. Man hat davon hier – das muss ich wirklich zugeben – nur eine Weile in den Depots etwas bemerkt. Ansonsten hat sich kaum etwas getan. Niemandem geht es hier schlechter. Rüsselsheim, das ist hessisches Ausland, Werftenkrise ist im Norden, nur die Sache mit der bayerischen Landesbank kratzt am Selbstbewusstsein, aber das ist auch schon wieder vergessen. Viel schlimmer: Das nächste, hässliche Studentenwohnheim. Am Rande des Stadtparks: Muss das sein? Noch mehr Leute?

Die Krise kennt man vielleicht aus der Heimatzeitung, es gab ein paar weniger schöne Firmenpleiten wegen multinationaler Konzerne, aber da, wo Woolworth war, kommt jetzt ein Herrenmodenanbieter hinein. Die Krise, das sind die anderen, die in London etwa. So fragt eine Fluglinie per Email, ob wir nicht „auf Schnäppchenjagd gehen wollen: In den unzähligen Geschäften und Märkten Londons finden Sie alles, was das Herz begehrt. Nutzen Sie den günstigen Wechselkurs und sparen Sie!“ Der Flug für den ökonomischen Katastrophentourismus kostet nur die Flughafengebühren. Allerdings gibt es dort nichts Gewohntes zu essen, und was es gibt, soll den wirtschaftlichen Zuständen angemessen schlimm sein.

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Man muss die Erkenntnis nicht mögen, denn fad ist ihr Beigeschmack wie zu lang gedünsteter Kräuterseitling, aber besser als die Prognosen sind jene simplen Weisheiten des besseren Volks, die da heissen: Wer ko, der ko. As Geid hoid zsam. Wea nix daheirad und nix dairbt, bleibt oam ois wiara schtiabt. Die Krise hat sich an dieser Region eine blutige Nase geholt, denn wer sein Geld in Sicherheit bringen wollte, kaufte eine Immobilie in den aufstrebenden Zentren Oberbayerns. Krisen brauchen einen Ansatzpunkt für ihre Dominoeffekte, die eine falsche Bilanz muss die nächste vergiften, Ausfälle müssen sich multiplizieren, schwache Glieder müssen reissen: Das alles gibt es hier kaum. Die Reichen haben durchaus geblutet, aber nicht so sehr, dass sie hungern müssten. Oder nur noch Tempo 180 fahren würden. Und die Münchner Hypo Real Estate gehört dem Bund, vulgo denen in Berlin.

Abgesehen davon sind die Vermögen erhalten geblieben. Das Geld war nicht weg, und es hatte auch nicht ein anderer. Es lag an so spiessigen Dingen wie hohen Sparquoten und Risikoaversion. Und dem Umstand, dass die Industrie etwas herstellt, was man tatsächlich  benötigt, und oft genug im Gegensatz zu luftigen Dienstleistern nicht einfach einsparen kann. In Krisen leiden sie Schwachen zuerst – hier sitzen die Starken. Zu Beginn der Krise hiess es: Wer als erster hineingeht, kommt auch als erster wieder heraus. Heute wissen wir: Wer hineingeht, war drinnen und bleibt es auch. Wer gar nicht erst hineinging, muss sich keine Sorgen machen. Mangold brauche ich auch noch, für eine Tarte.

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Die Erkenntnis ist weder neu noch besonders klug: Krisen sind selten ausgleichend und Verstärker der Gerechtigkeit. Es kommt darauf an, den längsten Atem zu haben, wenn die anderen schon japsen, und noch sicher zu stehen, wenn andere schon abstürzen. Irgendwo müssen die Verlierer der Krise sein, die Verarmten, Entlassenen und Chancenlosen, vielleicht in Berlin oder auch in Bochum, im amerikanischen Mittelwesten oder in Dubai, in der Londoner City oder vor der Haustür in Nürnberg wegen Quelle. Hier jedenfalls nicht.

Das ist nicht zwingend gerecht, und auch nur bedingt dem wirtschaftlichen Sachverstand der Bürger geschuldet. Aber es wird Weihnachten; es macht sich das satte Gefühl breit, dass man davongekommen ist, und man offensichtlich auf der richtigen Platte der globalen Verwerfung sass. Glück, Zufall, Gegenstand von Neid vielleicht, aber so ist es nun mal: Niemand, denkt man sich, hätte etwas davon, wenn es auch uns erwischt hätte. Dafür zündet man doch gerne eine Kerze an, eine möglichst dicke.

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Und noch eine dafür, dass man nicht zu jenen beiden Familien gehört, die vor ein paar Jahren nicht nur in Dubai auf einer Palmeninsel gekauft, sondern das auch noch öffentlich erzählt haben. Es können eben nicht alle gewinnen. Einen Kranz bekomme ich dann auch geschenkt. Für den Bergwinter am Tegernsee. Wo die Krise bislang nur ein paar Russen abgehalten hat, noch einen scheusslichen Klotz hinzustellen. Vielleicht ziehen jetzt auch ein paar Araber weg. Krisen, das möchte ich festhalten, sind gar nicht so schlimm, wenn sie einen  nicht treffen.

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217 Lesermeinungen

  1. In zentrales Eurasien leben...
    In zentrales Eurasien leben viel armes Menschen in traurig Hochhäusern, aber in Krise trotzdem nicht so schlimm. Als 1998 Rubel kaputt, alle russisches Banken kaputt, alle Geschäfte drei Tage zu, aber egal: Wir Pilze Sammeln in Wald, Fische fangen in Fluss, und haben noch Nudeln, Gretschki und Fischkonserven in Schrank. Außerdem Kartoffeln, Gurken und Tomaten aus eigenes Garten viel besser schmecken als im deutsches Supermarkt.

  2. Lieber Don Alphonso,
    Da ist...

    Lieber Don Alphonso,
    Da ist aber das Käseangebot im Alnatura-Supermarkt in z.B. Kriftel besser.
    ich galube nicht so recht an die Gourmetkenntnisse er dummen Stadt an der Donau. Die Bayern haben Ihre (Essens-)Tradition doch mit Beginn des 19. Jh. billigst prostituiert an die Preussen

  3. Lieber Don,
    bon appétit!...

    Lieber Don,
    bon appétit! Aber dass nun alle einen Wagen mit vier Nasenringen „brauchen“, das kann ich nicht bestätigen. Übrigens gehört der Konzern – na wem? – der niedersächsischen Tiefebene! Und Bavarien hat auch in den 90ern mal Länderfinanzausgleich kassiert. Und warum fließt das Geld von den vier Nasenringen jetzt in die Würstchenbude von Uli Hoeness, die in letzter Zeit ganz Teutonien blamiert? Wir lassen uns Ihre Klasse einiges kosten. So soll es bleiben. Aber hören Sie auf mit dem England-Bashing (Krisenshopping in London)! Erstens sind die Engländer am nettesten zu den Arabern, zweitens trinken sie auch in der Krise Tee, drittens fliegen sie billig zu Ihren süddeutschen „Christkindlsmärkten“ oder wiedieheißen – die in Nürnberg können das brauchen. Sincerely

  4. @Zentraleurasier;...
    @Zentraleurasier; Towarischtsch, in Eurasien alle Menschen verbunden an Natur. Da? So Menschen koennen schiessen mit Automat K. Koennen schiessen Wolf fuer Frau geliebte? Kann sich werden kalt in platte Land. Alte Wolf tat schrumpfen. Nix passen. Ich zahlen. Habe auch Schwester. Koenne habe.
    Dawai, pack die Flinte!

  5. Mit (ost)westfälischen...
    Mit (ost)westfälischen Tugenden ist man aber auch ganz gut durchs Jahr 2008 gekommen. Es gibt sie noch, die paar Inseln des Wohlstands in unserer Republik außerhalb des Freistaats.

  6. @BertholdIV: Und die Erdbeeren...
    @BertholdIV: Und die Erdbeeren im Mai erst…Da werden sogar die Hofheimer neidisch.

  7. Satter Fatalismus in den...
    Satter Fatalismus in den Zeiten der Krise. Auch mir ist dies nicht fremd. Nur, wenn sich die Mächtigen nicht um die Welt kümmern, warum sollten es die Machtlosen tun?

  8. Verehrter Don Alfonso,...
    Verehrter Don Alfonso, verehrte Anwesende
    gerade eine eine so beschaulich einfache Sichtweise, wie die in Ihren Schriftbeitraegen (siehe oben) formulierte bzw. vertretene, hat schon so manchen Besitzer eines stattlichen Anwesens an den Bettelstab gebracht und in den Plattenbau vertrieben. Bitte bei den nachsten Beitaegen wieder zurueck zur alten Qualitaetsarbeit.

  9. Sehr geehrter Alphonso, bitten...
    Sehr geehrter Alphonso, bitten doch zu bemerken, dass nicht alles was nicht cisdonau ist auch Transleithanien zu sein hat.
    In einer katholischen Stadt am Rhein sitzt mancher noch auf trockener Krume. ( siehe auch muskat).
    Man erfeut sich der Ahnen, die, so nicht im ersten Kriege gefallen, einige Morgen weitergaben, derer man geduldig erharrt.
    Auch von hier fährt man transalpin, etwa ins hohe Sulden oder ins mattglänzende Cortina.
    Man verbliebt auch gern am wärmenden Kamin, auch hier wollen reisige Eltern mit Gespaltenem versorgt sein.
    Und so sieht man, die Unterschiede sind graduell, und das wenige, was erreicht wurde, nicht bemerkenswert.

  10. Sie irren - 25%...
    Sie irren – 25% Vermögensverlust unter den Reichen. Seit 2007. In Süddeutschland.

  11. Buchverluste von den...
    Buchverluste von den Aktienhöchstständen, zu verrechnen mit den aktuellen Rekorddividenden. Wenn man dagegen noch eine Wohnung in einem guten Viertel in München hat, gewinnt man seit 2007 zwischen 5 und 10% dazu.
    .
    gheluveld, sicher, das steht ausser Frage, auch andere kommen ganz gut durch. Nur freut es mich, dass es gerade hier, wo man Bitterstes vorhersagte, so locker gelaufen ist.

  12. No. 6, ich darf doch auch mal...
    No. 6, ich darf doch auch mal die Lage ein klein wenig loben, wenn sich alles zum Guten gewendet hat. Natürlich ist das nichts fies. Aber der Wochenmarkt macht ich immer friedfertig.
    .
    muscat, sicher, nur wird auf die nicht so in schadenfroher Erwartung gestarrt, wie auf die Regionen Bayerns, die niemand wirklich gerne mag, aus welchen Gründen auch immer. (Und so schlimm wie manch anderer ist der Seehofer auch nicht)

  13. Ich mag Ober-Baiern, weil es...
    Ich mag Ober-Baiern, weil es schön flach ist und Berge ganz weit weg.
    Genau wie bei uns in Zentraleurasien.

  14. Na, es gibt so Gegenden im...
    Na, es gibt so Gegenden im Freistaat, die leiden beträchtlich. Mehr so das fränkische: Nürnberg-Erlangen, Schweinfurt bis Burgkunstadt. Das war einmal klassisches, deutsches Wirtschaftswunderland.
    Und es wird auch lang nicht mehr jeder Audi in Ingolstadt gebaut. Audis werde ja schon seit längerem auch in Ungarn gebaut, die Verwaltung konzentriert man dann in Wolfsburg, der internationale Manager tauscht dann Kaff gegen Kaff, Kohle stimmt weiter, was machen die Ingolstädter denn, wenn sie einen Job brauchen?

  15. Lieber Gospodin...
    Lieber Gospodin Zentraleurasier,
    zu Oberbayern gehören auch die Bayrischen Alpen vom Watzmann bis zur Zugspitze, das Oberland etc.
    Also nix nur flach !!

  16. schusch, der Satz "Das...
    schusch, der Satz „Das funktioniert alles nur, solange Audi noch in Ingolstadt fertigen lässt“ ging mir beim Lesen auch durch den Kopf. Was durchaus noch eine ganze Weile dauern kann: Die Leute in der Gegend sind gut ausgebildet und außerhalb von Wirtschaftspolitikseminaren ist die Lohnhöhe nicht das einzige Argument. Andererseits sind den Norddeutschen in den Siebzigern und Achtzigern ihre Werften auch abgesoffen, nachdem die Südkoreaner raus hatten, wie man Schiffe baut.
    Allein, auch wenn Audi mal aus Ingolstadt weggeht, wird es wahrscheinlich noch eine Generation dauern, bis das Vermögen der Region ausgegeben ist und die Leute auf dem Wochenmarkt was merken. Dubai war da schneller.

  17. Don, 5-10% p.a. kann man nur...
    Don, 5-10% p.a. kann man nur gemacht haben, wenn man schon in 2007 angefangen hat, die Aktienquote auf unter 30% zu reduzieren.
    Steuerlich funktioniert die Verrechnung alte Buchverluste gegen neue Dividenden übrigens nicht (oder nur sehr umständlich), aber das wissen Sie sicherlich.

  18. Nachdem ich im Gymnasium noch...
    Nachdem ich im Gymnasium noch großer Anhänger von André Kostolany und der Börse als solcher war, hatte ich dann allerdings ziemlich schnell die Nase voll. Für mich war das schon damals unberechenbare Zockerei. Gut so, denn ich habe kein Geld mehr verspielt, denn Glücksspiel langweilt mich. Wir sind zwar hier noch nicht am Bettelstab, aber die diversen Crashs der letzten Jahre haben meinen Vater zur Weißglut getrieben und das Familienvermögen leider drastisch reduziert – und mein Vater ist in seiner Anlagestrategie alles andere als risikofreudig. Die Bankenpleiten waren nun das leider nicht angekündigte „next level“, bisher war man mit festverzinslichen Wertpapieren ja eher auf der sicheren Seite.
    Nun gut, alles äußerst unerfreulich. Da ist man wohl besser dran, noch den einen oder anderen Oldtimer hinzuzukaufen. Die sind nun zwar auch weniger wert, stehen aber wenigstens noch in der Garage und lassen den Hormonspiegel schwellen, wenn man sie zum Leben erweckt!
    Filou, ich kenne das mit dem Fischen anders: Handgranate in den See werfen – Bumm! – und die Fische kommen von alleine an die Oberfläche. Man sagt, das funktioniert recht gut.

  19. Der Wohlstand in Bayern ist...
    Der Wohlstand in Bayern ist keine geschichtliche Konstante.
    Eher umgekehrt.
    Ich möchte daran erinnern das das heute so geschmähte Ruhrgebiet
    nach dem letzten Weltkrieg das damals rückständige und arme Agrarland Bayern mit den Erträgen aus Kohle und Stahl erst hochgepäppelt hat.
    .
    In Ingolstadt hängt alles an Audi, so wie in Rüsselsheim an Opel.
    Ein paar Jahre die Entwicklung verschlafen (dafür gibt es Anzeichen bei Audi)
    und schon kommt ein Autokonzern in die Bredoullie. Das sind zyklische Vorgänge.
    Auch Opel war mal eine solide selbstzufriedene Firma.
    Ich hoffe das VAG die Kurve kriegt. Die asiatischen Autohersteller werden in Zukunft nicht nur billiger produzieren, an der Qualität wird es immer weniger zu meckern geben.
    .
    Die Krise ist noch nicht vorbei.
    Wenn es dumm kommt dann bleiben Ingolstadt der Wochenmarkt und eventuell noch Holzgewinnung in den Donauauen.
    Mit dem früheren Vorzeigeobjekt, dem bayrischen Armeearsenal ist ja nichts mehr los.
    Die Rüsselsheimer können immerhin noch nach Frankfurt fahren und dort irgendetwas arbeiten oder z.B. Dönerbuden eröffnen.

  20. Ich mag ihre Eingangszitate...
    Ich mag ihre Eingangszitate und das jetzige ganz besonders! Erinnert mich zu sehr an meine jetzige Situation. Ach hätte ich doch lieber einen Trüffel gekauft und die gute Figur niemals bemerkt! http://schwarzmarkt.blog.de/2009/11/22/she-is-gone-7439228/

  21. Während Sie in die bayrische...
    Während Sie in die bayrische Miefigkeit zum einzigen deutschen Kulturgut stilisieren macht Hubert Burda das Richtige: In Potsdam verleiht er seine Kulturpreise. Auch im nächsten Jahr.

  22. Filou
    Wolfen wir schissen nur...

    Filou
    Wolfen wir schissen nur von Hubschrauber aus aber nicht zuviel, ohne Wolfen werden Elche in Taiga zu fett.
    Sollen sagen schöne Gruss an Schwester.

  23. @Reiterjunge
    Ja, die Krise ist...

    @Reiterjunge
    Ja, die Krise ist noch nicht vorbei! Warten wir mal, was passiert, wenn die Billionen Cerditkartenblase platzt. Dann geht das Gezitter erst richtig los.
    Wohl dem, der dann noch Holz hat. Der Rat meines Grossvaters war nicht schlecht:
    „Mein Junge, kauf Wald. Das waechst ins Geld!“
    Viele unserer Waelder sind heute gutes Bauland.
    @Don Alphonso
    Und, Don Alphonso, wer sich in Dubai auf Palmeninseln eingekauft hat (ich kenne auch einige davon), der hatte sicher Visionen, welche ich nie nachvollziehen kann und will.
    Bei all den Verlusten in letzter und kommender Zeit, gehen mir so Dinge, wie folgende viel mehr ans Herz. Wobei ich auch an Ihre „Villa Minerva“ denke!
    http://www.nicematin.com/ra/antibes/224285/antibes-juan-chene-roc-laisse-sa-place-a-une-residence-de-luxe
    Da blutet mir das Herz!

  24. ... ich werde Ihnen mal einen...
    … ich werde Ihnen mal einen „deine Armut kotzt mich an“-Aufkleber für Ihren kleinen Fiat besorgen!
    Ihre Beiträge erscheinen mir immer mehr wie Therapiesitzungen. Ohne die neidische Bewunderung Ihrer „Blog-Jünger“ halten sie es anscheinend nicht mehr aus in ihrer, mit ebay- und Flohmarkt-Plunder zugestelltem, Kleinstadt-Mansarde.
    Wer hat Ihnen denn so eine Abfuhr erteilt, das sie sich als relativ junger Mann nur noch in „Altersruhesitz-Gegenden“ herumtreiben !?
    Bevor man alt wird werden Menschen meistens erst einmal erwachsen …

  25. Nun, wenn die...
    Nun, wenn die Kreditkartenkrise platzt, werden die USA wie in Fall von AIG sicher noch mehr Geld drucken. Ausserdem haben die Briten ja schon gezeigt, wie das mit der Krisenbewältigung geht: Einfach einen 61-Miliarden-Pfund-Jredit an alles Kontrolinstanzen heimlich rüberschieben:
    .
    http://egghat.blogspot.com/2009/11/zahl-des-tages-251109-68500000000.html
    .
    Hat es übrigens kaum in die deutschen Medien geschafft, weil man sich das Weihnachtsgeschäft nicht versauen will. Und natürlich auch nicht jenen, die jetzt schon wieder nach Wohnraum in Südfrankreich suchen. Es ist eben immer so: Mit der Schönheit kommen die, die es zerstören. Im Sommer las ich ein Buch über die Region in den 20er Jahren: http://www.schirmer-graf.de/index/bedford_0901.html Daher kommen all die Träume.
    .
    Der Gärtner, ich gebe mir ganz bewusst absolut keine Mühe, das Wesen dieser Region irgendwie feingeistig zu adeln, ich zeige sie, wie man sie empfindet, wenn man hier ist. Was Herr Burda tut, ist mir egal, weil es mit TV zu tun hat, und das überlässt man besser anderen.
    .

  26. Shylock, im Gegensatz zu Ihnen...
    Shylock, im Gegensatz zu Ihnen möchte ich den meisten Lesern durchaus unterstellen, dass sie eine gewisse innere Distanziertheit, mitunter auch leicht ironisch verbrähmt, in diesem Text zu erkennen vermögen. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm, das ist Interpretationsspielraum. Darf ich mal fragen, wie Sie denn so leben, wenn Sie schon solche mutigen Urteile aus der Anonymität fällen?
    .
    BlackJack66, auch diese Geschichte von Fitzgerald hat nicht unbedingt das, was man ein perfektes Happy End nennen würde. Und Trüffel leider auch nicht.

  27. BertholdIV, ich kann ja mal...
    BertholdIV, ich kann ja mal was über das dicke, handgeschriebene Rezeptbuch meiner Urgrossmutter schreiben, allerdings wird man da schon vom Lesen fett. Das Bild zeigt nur eine kleine Auswahl, der Stand hat unendlich viel mehr. Und ich denke, dass es schon seinen Grund hat, wenn die Bayern im Schnitt sehr viel runder sind, als die Preussen. Ich kenne Leute, die wären in Berlin „übergewichtig“, und würden hier in Bayern eher als schlank durchgehen, gerade bei den Frauen. Das hat auch was mit dem Essen hier zu tun.
    .
    Driver, ich habe gestern eine George-III-Kanne ersteigert, sprich, ich unterstütze sehr wohl die Briten. Und ich würde sie mit noch mehr Geld unterstützen, würden die britischen Auktionsgegner nicht schon bei einem Preis das Feld räumen, der unter dem aktuellen Silberkurs des Metalls der Kanne liegt. Das nenne ich Krise. Sicher sind sie sympathisch. Aber die Aufforderung, dort plündernd einzufallen, kam nicht von mir, sondern von einer staatlichen Fluglinie.

  28. @Don Alphonso
    Es wird sicher...

    @Don Alphonso
    Es wird sicher so laufen mit dem Geld drucken. Ich glaube, da liegen wir mit dem Wald, den richtigen Immobilien, der richtigen Kunst und den richtigen alten Kraftfahrzeugen doch auf der richtigen Seite. Den Markt dafuer wird es auch noch geben, wenn es den Euro mal nicht mehr gibt! Aber dann haben wir immernoch unseren guten alten CHF!
    .
    @mawu
    Ein Tip fuer Sie: Ein Traum von einem 6-cyl! Den wuerd ich sogar in Rot acceptieren!
    http://www.rmauctions.com/FeatureCars.cfm?SaleCode=AZ10&CarID=r530#

  29. Gretchenfrage Inflation
    Wenn...

    Gretchenfrage Inflation
    Wenn die Kreditkartenblase platzen sollte, dann müsste bares (=echtes!) Geld doch im Wert wieder steigen, oder nicht? Mit Inflation wird dann erstmal nix, weil die, die Heu haben, es ja nirgendwo mehr ausgeben sondern nur horten.
    Die Inflation kommt dann erst wieder mit dem Wachstum, also nicht so bald, sondern frühestens in drei bis fünf Jahren.
    Oder ist meine Annahme falsch?

  30. Nichts bleibt für die...
    Nichts bleibt für die Ewigkeit:
    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1119612&kat=27&man=3
    „Ganz ohne Kratzer kommt jedoch auch Ingolstadt nicht durch die Krise: Bereits im nächsten Jahr rechnet die Stadtverwaltung mit einem «gewaltigen Einbruch» bei der Gewerbesteuer. Auch die Wartezimmer der Arbeitsagentur füllen sich allmählich. Zwar ist die Arbeitslosigkeit im Bereich der Hauptagentur Ingolstadt von September auf Oktober um 0,3 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent gefallen. Insgesamt sind mit 4245 Arbeitslosen jedoch 39,2 Prozent mehr Ingolstädter ohne Beschäftigung als im Vorjahr.“
    .
    Aber die Unternehmer dort sind findig:
    .
    „Ein-Euro-Jobber? Ach was, es geht noch billiger. In einigen Supermärkten stehen inzwischen an den Kassen Einpackhilfen, die am besten sehr freundlich zu den Kunden sein sollten. Denn: Außer Trinkgeld gibt’s nichts.“
    .
    „Vermittler der Einpackhilfen sei das Ingolstädter Unternehmen Friendly Service, das dafür pro Person und Stunde drei bis fünf Euro von Läden kassiere. Die Helfer sind laut «Impulse» selbstständig und haben einen Vertrag mit Firmenchef Martin Lettenmeier.“
    .
    „Lettenmeier gesteht demnach aber auch ein, dass es sich dabei um «ein brutal kapitalistisches System» handelt“
    .
    http://www.netzeitung.de/wirtschaft/unternehmen/1522039.html
    .
    .
    @HansMeier555: das ist doch genau das, was Sie immer wollen. Arbeiten für ein Trinkgeld

  31. Lieber HansMeier555, das ist...
    Lieber HansMeier555, das ist der in VWL-Buechern noch nicht vorgesehene japanische Fall: Zinsen bei 0 % und – wie gerade im Fernsehen gesehen – Deflation.
    Gruss
    G. Schoenbauer

  32. Don Alphonso, Treibsand von...
    Don Alphonso, Treibsand von der Bedford ist auch sehr gut.

  33. HansMeier,
    Wenn alle sagen,...

    HansMeier,
    Wenn alle sagen, dass wir demnächst Inflation haben werden (weil sie es sich wünschen, denn jeder Mensch mag lieber größere Zahlen als kleine), dann wird eines mit Sicherheit in nächster Zeit nicht kommen – die Inflation.
    Für wohlhabende Menschen ist die eh nicht das Problem. Dennoch würde ich auch diesen Menschen nicht raten, ihr Geld unters Kopfkissen zu stopfen (Platzproblem) oder nur in Staatsanleihen zu parken.

  34. @shylock
    Neid ist doch die...

    @shylock
    Neid ist doch die hoechste Form der Anerkennung!
    Mit Therapiesitzungen scheinen Sie sich aber auszukennen.
    Als „Blog-Juenger“ geh ich wohl weniger durch, eher als „Blog-Aelter“.
    Woher dieser Frust, junger Mann?
    Soll irgendwann auf Ihrem Grabstein stehn: 70 Jahre lebte er beschissen, aber die Bererdigung war Spitze (Zitat R.Rolfs, leider zu frueh gestorben)!
    Auf meinem steht so etwas mit Sicherheit nicht!
    Schoenen Tag aus MC und nichts fuer ungut!
    G

  35. vadder Krause,
    das Problem...

    vadder Krause,
    das Problem ist, daß uns hier in Deutschland das System und die Akzeptanz der Einpackhilfen fehlt.
    In USA sind sie ja schon immer weit verbreitet und werden gerne gegen Trinkgeld in Anspruch genommen. Es sind recht beliebte Schüler Jobs!
    Das von Ihnen geschilderte Bespiel scheint aber ein der Leibeigenschaft ähnliches System zu sein !

  36. Ey, wie die Emotionen wieder...
    Ey, wie die Emotionen wieder hochfliegen nur weil der Don über seinen Wochen matkt plaudert! :) deswegen schätze ich ja diese Bloggemeinde!

  37. @Vadder Krause
    .
    Nicht ganz,...

    @Vadder Krause
    .
    Nicht ganz, aber beinahe.
    .
    Wobei sich die Tütenpacker allerdings, wenn sie geschickt sind, ihren Verdienst selbst gleich abzweigen können. (Verdammt, haben wir denn kein Kirschwasser gekauft?)

  38. Die eine schwere, aufgeworfene...
    Die eine schwere, aufgeworfene Frage ist tatsächlich, was passieren würde, wenn der grosse Autokonzern versagen würde.
    .
    Das wäre für die Region nicht das totale Ende, denn es sind hier auch noch eine Reihe anderer guter Firmen. Die Gefahr bestand während des Versuchs von Porsche, VW zu übernehmen. Da hätte es sein können, dass die Stuttgarter die Stadt und die Firma aussaugen und vielen nach Schwaben bringen. Das wurde zwar immer bestritten, aber trau, schau, wem.
    .
    Meine Meinung als jemand, der die Fabrik kennt, ist, dass dort die Qualität kein Zufall ist, und sehr viele, die dort arbeiten, es tatsächlich auch als Ziel betrachten, ein wirklich gutes Produkt zu machen. Das war keine Gehirnwäsche, sondern auch der Wille, voranzukommen und es zusammen zu schaffen. Der Geist in der Firma ist ganz anders als der, den ich andernorts kennengelernt habe. Und das sage ich, obwohl ich es hasse, wenn von hinten einer deren Wägen angerast kommt, und obwohl ich mit dem Ruf der Firma mehr als nur ein kleines Problem habe – die Raser sind dorthin von BMW gewechselt.
    .
    Was das Management angeht, so ist das mit dem Wechsel durch den Konzern eher undramatisch, ein Schulfreund etwa arbeitet recht weit oben in der Hierarchie und war nie lönger als ein paar Wochen weg aus der Stadt. Die Firma und die Stadt hängen zum gegenseitigen Nutzen heftig zusammen, es hat vieles verändert, aber ich glaube auch, dass hier alle aufpassen, um den Stand zu wahren. Es gibt so eine typisch bayerische Beharrlichkeit, von der ich glaube, dass sie der Firma durchaus nützt. Natürlich währt nichts ewig. Aber soweit ich das erkennen kann, denken die schon darüber nach, wie sie vorne bleiben. Nach all den Jahren würde ich sagen: Das ist deren Kernkompetenz.

  39. christina, ich lese mich ja...
    christina, ich lese mich ja gerade ein wenig wieder in die englische Literatur ein, also Danke für die Empfehlung.
    .
    Diese Einpackhilfen erlebte ich damals in Amerika, in deutschland habe ich das noch nie gesehen – allerdings muss ich auch sagen (und das wird einer der nächsten Beiträge), dass für moch Supermarktbesucher nur wenig unangenehmer als Zahnarztbesuche sind. ich weiss, es ist nicht richtig, und ich bewundere Leute, die das alles an der Kasse stoisch ertragen – mich macht das völlig fertig. Solche Jobs an der untersten Schwelle würden das Gefühl keinesfalls verbessern. Die Firma und deren Chef sagen mir absolut nichts, die sind sicher ursprünglich nicht von hier.

  40. Werter Don, die Krise hat...
    Werter Don, die Krise hat natürlich auch ihre Vorzüge, doch in meinem schönen, großen Dorf an der Isar zeigt sich gerade das ganze Zombie-Geschwerl, vornehmlich Max.-Straße und sonstige Marienkäfer-Bastionen, gänzlich unbeeindruckt. Man wünscht sie sich geradezu auf einige Palmeninseln hinfort. Vielleicht auch nur in den mittlerweile türlosen Super-Hasen-Treff P1. H1N1 war hier erfolgreicher und kappte den regelmäßigen Sommer-Araber-Ansturm auf Kliniken/Hotels und Läden.

  41. Und was die Inflation angeht:...
    Und was die Inflation angeht: Schwierig. Aber angesichts des Umstandes, dass die Menge der vorhandenen Güter auf der Welt langsamer steigt als das Geld, würde es sich anbieten. Das Problem ist auf der anderen Seite, dass die Gelddruckerei bislang nur dazu dient, Löcher zu stopfen, die entstanden, weil erfundene Vermögen sich als nicht existent herausgestellt haben. So gesehen wäre die Inflation dann schon vorweggenommen gewesen. Umgekehrt kann man sich natürlich auch fragen, ob die steigenden Kurse durch alle Anlageformen ausser Staatsanleihen nicht vielleicht auch schon eine Inflation sind, denn damit könnte man die vollkommen irrwitzigen KGV und KUV erklären, was sich ansonsten jeder Logik angesichts der kriselnden Firmen widersetzt.
    .
    Geld? Ja sicher! Aber dann ist auch noch die Frage, welche Währung.

  42. Lieber Byron, leider...
    Lieber Byron, leider überleben mit den Gerechten auch sehr viele Ungerechte. Das grosse Strafgericht ist ausgeblieben, aber vor der Tür lauert schon der nächste Fondsanbieter, um die Gerechtigkeit auszugleichen. Ich denke, am besten fährt man, wenn man in sein eigenes, gutes Leben investiert – und der letzte Ort, wo das in München geht, ist meines Erachtens der Käfer. Dort straft man sich selbst.
    .
    Vadder Krause, ich sage es nur ungern, aber die weitesten Teile dieses landes und auch dieses Kontinents und vermutloch auch der Welt werden niemals eine Arbeitslosenquote von 3,7% erreichen. Man spürt unten, etwa bei den Leiharbeitern, tatsächlich etwas von der Krise. Es gab etwas Kurzarbeit (auch wenn das Gerücht geht, dass die bei Schaefflers nicht durch Aufträge, sondern Ausnutzen der Vorteile bedingt war). Aber fahren Sie mal durch Rüsselsheim, Köln und Bremen und kommen Sie dann hier vorbei.

  43. @Don Alphonso, shylock - trotz...
    @Don Alphonso, shylock – trotz des unfreundlichen Tonfalls stellt shylock einen „wunden Punkt“ an dem Einstellungskanon „Kaufen und behalten“ etc. dar. Es ist sicher der kurzfristig anstrengendere Weg zur Lusterfüllung, als einfach von allem immer das Neueste zu kaufen, sofern das Geld auf dem Konto ist, oder eben diese Befriedigung bei entsprechend günstigeren Anbietern (Stichwork Me-too, IKEA) zu erheischen. Wen Don Alphonso aus dem vollen schöpfte und Anstelle seines alten Fiats etwa einen Porsche oder gar die böse F-Marke führe – was würden Sie ihm dann unterstellen? Impotente Porschefahrer hatten wir gerade im letzten Beitrag.
    @Grimaldeli – im Gegensatz zu Geld lassen sich die richtigen Grundstücke, alte Kraftfahrzeuge etc. eben nicht beliebig multiplizieren. Ich erinnere mich aber noch gut daran, als, Anfrang der 90er war das glaube ich, Aston Martin drei „neue alte“ DB4GT Zagato produziert hat – sicher übrigens eines der – mit Verlaub – geilsten Autos, die es je gegeben hat. Den Wagen aus Ihrem Link würde ebenfalls gerne nehmen, sogar in rot. Allerdings habe ich schon etwas anderes in racing green nach meinen Spezifikationen, mit FIA Papieren usw. Etwas „gewöhnlicher“, wenn man das so sagen kann, aber nicht weniger schön.

  44. @Don
    "Meine Meinung als...

    @Don
    „Meine Meinung als jemand, der die Fabrik kennt, ist, dass dort die Qualität kein Zufall ist, und sehr viele, die dort arbeiten, es tatsächlich auch als Ziel betrachten, ein wirklich gutes Produkt zu machen“
    .
    Und bei der AUdi-Zulieferfirma, wo ich mal vor langer langer Zeit gejobbt habe… was meinen Sie, wie war es dort?
    ;-))

  45. @Don
    haben Sie eigentlich eine...

    @Don
    haben Sie eigentlich eine gute Hausratversicherung?

  46. Lieber Don,
    so billig kommen...

    Lieber Don,
    so billig kommen die Bayern nicht davon. Die HRE gehört dem ganzen deutschen Volk, auch wenn es eigentlich nur den steuerzahlenden Teil betrifft.
    In punkto Dubai ist es aber ganz klar eine Krise der vermeintlichen oberen Zehntausend. Vernünftig denkende oder < 500 T€ Jahreseinkommen liegende Leute haben dort meines Wissens nicht investiert. (Ich müsste mir dazu aber noch mal diverse VOX, RTL und Kabel Magazine zum Thema Auswandern ansehen)

  47. Verehrter Don,
    das...

    Verehrter Don,
    das Selbstverständnis des Weltmarktführers und seiner Angestellten als dermaßen einzigartig darzustellen finde ich gewagt.
    Diese Einstellung findet man zuhauf in westdeutschen Regionen, angefangen vom kleinen „hidden champion“ bis zu Großkonzernen der neuen Generation ala SAP.
    .
    Allerdings durfte man in meiner Heimatregion auch miterleben, wie ein einziger größenwahnsinniger Globalisierungsfan als Unternehmenschef, sowohl das Selbswertgefühl der Mitarbeiter als auch das Unternehmen massivst schädigte.
    Ich habe derletzt nochmal Zahlen gesehen die den Gesamtschaden schätzten…
    Damit hätte man Dubai Generalsanieren können und noch eine weitere „Palmeninsel“ bauen können.
    Das spricht allerdings für die unglaubliche Substanz in diesem Unternehmen.

  48. Die historische Waffensammlung...
    Die historische Waffensammlung sollte gegen bedrohungen aller Art auch heute noch ausreichen.
    .
    Prüfer, Dubai wurde bei und von einer gewissen Bank (die gerade behauptet, sie sei davon nicht betroffen) massivst beworben. es wäre jetzt auch sicher nicht meine Vorstellung gewesen, aber man muss zugestehen, dass es ein gewisses Publikum angesprochen hat. Deutschland ist weniger betroffen als England, aber es findet sich immer einer, dem der Gardasee oder Spanien zu vorgestrig ist. Letztlich ist das auch eine Frage, wie man die oberen 10000 definiert. Der Dreh hier war wohl auch, dass Dubai keinerlei Armenprobleme wie Spanien oder Italien habe, wo man stets vor Betrug und Einbruch haben müsste: Eine Welt allein für die Reichen.

  49. Lieber Don,
    soweit mir bekannt...

    Lieber Don,
    soweit mir bekannt ist, kommt AUDI ja ursprünglich aus Mosel (Sachsen). Dort hatte die Familie meines Mannes zwei Häuser und ein Baugrundstück. Verkauft für ’nen Appel und ’nen Ei. Davon wurde vor gut 10 Jahren eine Eigentumswohnung in einer anderen ostdeutschen Stadt gekauft, die vor kurzem mit fast 50% Verlust wieder verkauft wurde.
    Die ketzerische Frage nun: Was wäre wohl gewesen, wenn die Geschichte anderes gelaufen und Audi damals nicht nach Ingolstadt gekommen wäre? Nun ja, des einen Leid, des anderen Freud.
    Grüße
    Eiche

  50. Meines Erachtens eine gute...
    Meines Erachtens eine gute Zustandsbeschreibung der in gewissen Schichten vorherrschenden Selbstzufriedenheit. Die Frage ist, wie lange das vorhält. Man fühlt sich an Talleyrands Ausspruch erinnert, dass, wer das Ancien Régime nicht erkebt habe, die wahre Süße des Lebens nicht kenne. Übrigens war er einer derjenigen, die sowohl vor als auch nach der Revolution an entscheidender Stelle saßen – das gelingt nur wenigen.

  51. Das mit der bestimmten Bank....
    Das mit der bestimmten Bank. Ich glaube, die haben einfach ein gutes Risikomanagement und können Produkte analysieren im Gegensatz zur Allianz, LBBW, Commerzbank oder LB Bayern. Ich bin froh, dass es Dubai gerade „zerreist“. Diese Art des Islam, wie er auf der Arabisches Halbinsel gepflegt wird, muss nicht sein. Das bedeutet doch nur Entspannung für die progressiveren Islamgelehrten wie in Kairo, wenn die arabische Halbinsel die extremen Wahhabiten in aller Welt nicht mehr fördern kann

  52. Eiche, nun ja, man muss...
    Eiche, nun ja, man muss natürlich sehen, dass die „Audi“, die hier in den 40er Jahren ankam, nicht das war, was sie in den 80er Jahren hier wurde. Insofern ist die Frage nicht leicht zu beantworten; was die Firma ist, wurde sie hier. Wäre es in Sachsen genauso geworden? Schwer zu sagen. Kleiner Trost: genügend Leute hier haben in den 90er Jahren aus Steuerspargründen Immobilien im Osten gekauft, wo es fast so gut wie in Dubai gelaufen ist. Ich persönlich bin halt jemand, der sein Geld nach alter Tradition zusammenhält an jenem Ort, wo er ist.

  53. Apropos Steuervergünstigungen...
    Apropos Steuervergünstigungen – mein Vater hatte mal Anfang der 80er ein solches Modell in der Schweiz gekauft. Ein Jahr lang konnte er es absetzen und mit dem damaligen Regierungswechsel zu Kohl (!) war’s plötzlich vorbei, auch für laufende Objekte. Soviel zur Rechtssicherheit in diesem Staat. Wie in einer Bananenrepublik.
    Andere haben sich vor ein paar Jahren Dieselfahrzeuge gekauft, da sie aus Umweltgründen staatlich ja gefördert wurden. Heute bezeichnet man diese Fahrzeuge als „Stinker“ und sie dürfen nicht mehr in die Großstädte einfahren. Und die Rechtslage für Anwohner und Oldtimer war bis zur letzten Sekunde unklar. Wahnsinn, wie in einer Bananenrepublik….

  54. Leider ist in das Stadthaus...
    Leider ist in das Stadthaus meiner Familie in Dortmund vor 65 Jahren eine Fliegerbombe gefallen.
    Wenn nicht, wer weiß – vielleicht würde ich dort heute Kuriositäten sammeln und in Hörde über den Markt flanieren.
    Schade, schade…
    .
    Aber ich gönne es dem Don, immerhin schreibt er dafür ein kurzweiliges Blog.

  55. zu Don's obiger apologia...
    zu Don’s obiger apologia audiensis: Das trifft den der Tat den Kern des sog. „Qualitätsmanagaments“: Echte Spitzenqualität (also das, was unseren globalen Vorsprung durch -nicht nur bayrische- Technik ausmacht) kommt ausschliesslich aus der oben beschriebenen Geisteshaltung. Nur wenn alle vom Pförtner bis zum Chef die -gern an leichte Besessenheit grenzende- feste Überzeugung haben, dass unter 100%+x nichts, aber auch gar nichts das Haus verlässt, dann kommen Spitzenprodukte heraus. 99,9% ist nicht genug. Das ist eine Frage der Ehre. Etwas nicht perfektes auszuliefern – so etwas macht man in solchen Unternehmen einfach nicht. Das gehört sich nicht. Wenn man die „Qualität“ erst „managen“ muss, dann liegt schon was im Argen. Über die Autos mit den Ringen kann ich nichts sagen, aber wir haben ja so manches, was alle Welt für erstklassig hält.
    .
    Zur Inflation: Das scheint mir durchaus so zu sein, dass wir es mit verschiedenen Inflationen zu tun haben, je nach Güterklasse. Preise für Konsumgüter (Brot/Butter/Milch) sind stabil bis leicht deflationär – dann gibts auch keine Revolution. Aber Aktien und Immobilien? Die Anlagetips der werten Teilnehmer dieser kleinen Plauderei gehen ja eher in Richtung Wald und gutes Leben. Und dann gibt es da noch einen „Finanzanalytiker aus Reutlingen“ (desch is da wo g’spart werd), der immer ausrechnet, dass Investitionen in die eigene Bildung den höchsten return on investment bringen – in jedem Alter. Es lohnt sich, darüber nachzudenken.

  56. Zur Audi-Diskussion: "Audi"...
    Zur Audi-Diskussion: „Audi“ hiess ursprünglich „Horch“, also „lausche“. „Audi“ ist lediglich die lateinische Übersetzung. Zur Ehrenrettung des Nordens: Das Weltklavier kommt immer noch aus Stellingen an der Elbe. Fängt bei 50 Scheinen und 1,50m an. Wertzuwachs locker 5% im Jahr – und spielen kann man es extra noch, d.h. wenn man lieber Musik hört als Motorengeräusche. Wann kommt denn der Autobahngroschen? Und kommt der auch geschwindigkeitsabhängig? Lieber Don, üben Sie Czerny … !

  57. Im wesentlichen befindet sich...
    Im wesentlichen befindet sich Audi im Besitz zweier österreichischer Familienclans und des Landes Niedersachsens.
    Die braven Ingolstädter dürfen nur so lange Qualität produzieren als man sie läßt.
    .
    Ich kenne Opel in Rüsselsheim aus eigener praktischer Erfahrung.
    Mein Nachbar ist dort in verantwortungsvoller Position tätig.
    Auch dort möchte man Qualität produzieren und ist dazu auch in der Lage.
    Leider ließ man sie nicht immer. Erwirtschaftete Gewinne mußten nach USA
    überführt werden, die dann für eigene Investitionen fehlten.
    .
    Das ist wie gutes oder schlechtes Wetter.
    Die Leute vor Ort, vom Arbeiter bis zum Topmanagement, sind dem völlig ausgeliefert, auch wenn sie noch so engagiert ihrer Arbeit nachgehen.

  58. Ohne Werbung für andere...
    Ohne Werbung für andere Wirtschaftszeitungen machen zu wollen, gibt es im HB online einen netten Artikel zu deutschen Investitionen, Immobilienpreisentwicklungen und Doppelbesteuerungsabkommen in und mit Dubai. Schadenfreude ist halt die schönste Freude.

  59. Und schnell kann es einem wie...
    Und schnell kann es einem wie Sindelfingen ergehen:
    .
    http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1285830/Einst-reichste-Stadt-Deutschlands-in-Schuldenfalle.html
    „Sindelfingen . Einst war sie die reichste Stadt Deutschlands – jetzt sitzt das schwäbische Sindelfingen in der Schuldenfalle. Nach massiven Einbrüchen bei der Gewerbe- und Einkommensteuer muss die 60000-Einwohner-Stadt den Gürtel drastisch enger schnallen.
    .
    Hintergrund ist die Absatzkrise bei Daimler. “
    .
    .
    Da kann man manchmal garnicht so schnell schauen, wie es dann abwärts geht.
    Natürlich nicht bei denen, die Besitz haben. Wer aber vom Lohn lebt, bekommt das doch zu spüren.

  60. ......

  61. Werter Don,
    könnte es sein,...

    Werter Don,
    könnte es sein, Sie tatsächlich in der Barchetta am Tegernsee zu sichten oder ist es eine Maskerade?
    Einen so skurilen Altreichen zu treffen wäre ich nicht abgeneigt.

  62. Selten so gut gelacht!

    Alle...
    Selten so gut gelacht!
    Alle Achtung, den haben Sie in Ihre gute Stube gelassen.
    Da muss ich direkt meinen kleinen Finger abspreizen vor Hochachtung vor Ihrer Courage!
    shylock
    27. November 2009, 11:05
    … ich werde Ihnen mal einen „deine Armut kotzt mich an“-Aufkleber für Ihren kleinen Fiat besorgen!
    Ihre Beiträge erscheinen mir immer mehr wie Therapiesitzungen. Ohne die neidische Bewunderung Ihrer „Blog-Jünger“ halten sie es anscheinend nicht mehr aus in ihrer, mit ebay- und Flohmarkt-Plunder zugestelltem, Kleinstadt-Mansarde.
    Wer hat Ihnen denn so eine Abfuhr erteilt, das sie sich als relativ junger Mann nur noch in „Altersruhesitz-Gegenden“ herumtreiben !?
    Bevor man alt wird werden Menschen meistens erst einmal erwachsen …

  63. Russische Oligarchen alle Auch...
    Russische Oligarchen alle Auch sitzen in Dubai.

  64. @Don
    Bisher haben Sie Wert...

    @Don
    Bisher haben Sie Wert darauf gelegt, kein Bürger der dummen Stadt zu sein, sondern eben nur ein Haus zu haben, das dummerweise eben dort steht und Sie nur deswegen auch ab und zu Ihr Tortengrab da (und damit auch in der dummen Stadt) parken müssen.
    .
    Jetzt aber identifizieren Sie sich doch voll mit Ihrer Klasse (die sie in manchen Momenten auch schon pinzettiert als „diese Klasse“ bezeichnet haben) in Morontown Area, und es wundert mich auch nicht.
    .
    Darf ich Sie künftig hin und wieder „Dönnchen Fönsele“ nennen?

  65. Eine Krise ist eben auch nur...
    Eine Krise ist eben auch nur ein Spiel, was Mitspieler braucht um gespielt zu werden.
    Ich befand mich im Okt. 2008 in Spanien. Auf Feierlichkeiten bemerkte ich, dass die älteren Herrschaften aus dem Taunus schon zu Beginn der Krise förmlich nicht mehr aus dem Lachen herauskamen. Sie spielten die Krise nicht mit. Dachten nicht eimal darüber nach.
    Auch diesen Oktober befand ich mich dort und musste feststellen, dass die Deutschen dort auf ihren Feierlichkeiten noch ungezwungen lachen….wenn jetzt auch ohne Briten und Russen als Nachbarn.

  66. jo, is denn scho Wocheend?...
    jo, is denn scho Wocheend?

  67. @Don Alphonso / 27. November...
    @Don Alphonso / 27. November 2009, 14:10
    Vieleicht waere es dann „Audi“ wie Opel und Porsche ergangen.
    Seitdem die im Osten produzieren, laeufts nicht mehr so gut.
    Mir kaeme kein Porsche aus der Ostzone auf den Hof.

  68. wessinger, shylock: heisst das...
    wessinger, shylock: heisst das nun, Sie können es besser? Wo denn?

  69. Pardon, ich war eine Weile...
    Pardon, ich war eine Weile unterwegs und konnte nicht freischalten.
    .
    Es gibt so zwei, drei Leute, die das hier aus Prinzip dumm, oberflächlich und schlecht finden und sich ab und zu zu Wort melden, um ihre Überlegenheit unter Beweis zu stellen. Komisch, wenn mkir etwas nicht gefällt, kümmere ich mich einfach nicht weiter darum, aber ich hatte ja auch sowas wie Kinderstube.

  70. Werter Don, werte(r)...
    Werter Don, werte(r) Eiche,
    Audi ist nicht von Mosel in Sachsen nach Ingolstadt gekommen. Es war die Auto Union aus Chemnitz, die dort bis zum Ende der 60er Jahre die schönen zweitaktenden DKWs baute. Die hatten mit den alten Audis nichts zu tun. Erst als es mit DKW nicht mehr lief, und die Auto Union von Mercedes an Volkswagen verkauft wurde, besann man sich für den ersten Viertakter, der noch auf dem letzten DKW F 102 basierte, auf den zur Auto Union gehörenden Namen Audi. Tja wer weiß, was ohne den Technologietransfer aus dem Osten aus der kleinen dummen Stadt an der Donau geworden wäre.

  71. @Grimaldeli
    Dann ist es wohl...

    @Grimaldeli
    Dann ist es wohl auch bald mit Audi vorbei. Audi produziert nicht nur in Deutschland, sondern in Europa auch in Brüssel, Preßburg und Györ sowie in Indien und China. Also Vorsicht, wenn das nächste Mal ein Audi auf den Hof drängt.

  72. Driver, also ich habe mich...
    Driver, also ich habe mich letztens auch mal vor so ein Steinway gesetzt, allerdings „nur“ vor das Klavier V-125 für läppische 25T Euro. Überall bei denen lese ich von diesem „Investment“ und glaube das irgendwie nicht. Gut, es gibt keinen wirklichen technischen Fortschritt, der das Instrument entwertet, aber es gibt auch keine Lieferzeiten o.ä. Haben Sie denn konkrete, eigene Erfahrungen diesbezüglich?

  73. Werter Don,
    .
    da fällt mir...

    Werter Don,
    .
    da fällt mir Goethe ein: „Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte.“ ( Faust I )
    .
    Gruß Hanskarl

  74. @elbsegler
    Wir hatten bis in...

    @elbsegler
    Wir hatten bis in die 80er Jahre Audi 80 im Fuhrpark fuer die Aussendienstler.
    Die waren stoerungsfrei im Betrieb, hatten fuer die Jungs aber das Image mit der Haekelrolle auf der Hutablage. Als dann der DB190 kam, haben wir die Flotten von Stuttgart geleast. Einen Audi haett ich zu der Zeit nie gefahren.
    Heute ( ich hab heut Mittag in Menton grad wieder ein grosses Audi-Coupé gesehn ohne Typenbezeichnung mit ING-Kennzeichen) wuerde ich so etwas gern mal antesten.
    Aber bei insgesamt nicht mehr, als 8tsd km im Jahr!
    Da rechnet sich das wohl nicht.
    Ich fahr heut mehr mit meinen Velos, als unter Motor.

  75. Generell halte ich...
    Generell halte ich Produktivität ja für ein typisch bürgerliches Konzept, das inzwischen krass überbewertet wird.
    Warum soll alles und alle produktiv sein? Wozu brauche ich 250 PS, wenn ich mich in der Sänfte tragen lassen kann, während alle anderen auf mich warten müssen? Warum muß jedes Auto perfekte Qualität haben, wenn es überall einen Dorfschmied gibt, der es reparieren kann?

  76. Sänften sind, so hört man...
    Sänften sind, so hört man allgemein, ein sehr unkommodes Fortbewegungsmittel, und obendrein extrem eng. Es ist kein Zufall, dass der Herr oder die Dame von Welt dergleichen nur in Städten und dann auch nur bei schlechter Witterung nutzte.

  77. miwa, man muss sich den...
    miwa, man muss sich den Steinway schon so bestellen, wie man ihn selbst wünscht. Schwarz, starke Bässe, harter Anschlag. Dann dürfte die Lieferzeit ein Jahr betragen, bei Stückzahlen von unter 400 pro Jahr. Die Lagerzeiten für das Holz sind mindestens das 20fache, u.a. deshalb der Preis. Die Klaviere von Steinway sind alle schlecht. Die Flügel aber besser als ein vollverzinkter Audi. Man muss sich allerdings mindestens 1,60m leisten, sonst wäre der Resonanzboden schon wieder kleiner als: beim Klavier. Dafür braucht man auch den Platz zu Hause, das TV muss dann raus. Während der Don seine Sportwägen nach 9 Jahren zwangsverschrottet, hält der Steinway hundert Jahre und länger, in allen Klimazonen. Der Don könnte noch seine Enkel drauf spielen lassen, wenn er denn Kinder hätte. Musizieren steigert die Schullleistung, wissenschaftlich erwiesen. Ich besitze leider keinen Steinway, sondern spiele gelegentlich auf dem Erbstück (natürlich) eines Freundes. Tadellos. Aber meinen alten Stutzflügel aus Sachsen haben zwei Steinway-Experten restauriert, und den vererbe ich auch meinen Enkel, so ich welche habe, die analoge Musik verstehen. Best wishes!

  78. DRIVER
    Das ist...

    DRIVER
    Das ist nachgeschwätzter Quatsch.
    Im Gegensatz zu einer Geige, beispielsweise, verschleißt ein Klavier und auch ein Flügel und ist in der Regel nach einigen Jahrzehnten Schrott !

  79. @Don
    Repräsentation fordert...

    @Don
    Repräsentation fordert Opfer und junge Designer-Generationen auf neue Aufgaben: Die Sänfte fürs 21. Jahrhundert zu kreieren.

  80. Ich stelle mir das so vor,...
    Ich stelle mir das so vor, daß nicht irgendwer, sondern der Unternehmensvorstand persönlich die Sänfte des Hauptaktionärs vom Schloß in den Sitzungssaal trägt.

  81. Da wollen alle schon wieder...
    Da wollen alle schon wieder Instrumente kaufen: Als Wertanlage.
    Anstatt daß sie sich ein Orchester zulegen plus Komponisten, der hin und wieder mal was neues komponiert. Man stelle sich vor, sie hätten Mozart unter Vertrag. Das wäre allerdings Wertschöpfung.

  82. @Driver
    Flügel aus...

    @Driver
    Flügel aus Sachsen…dann hoffe und tippe ich auf Förster?

  83. Desperado, bitte pianissimo....
    Desperado, bitte pianissimo. Die beweglichen Teile eines Flügels sind austauschbar (Hämmer, Filze, Saiten). Das Holz hält ewig, wenn es vorher ordentlich eingelagert wurde. Die Verarbeitung ist die halbe Miete, wie beim Auto auch. Die andere Hälfte ist die Pflege und der sorgsame Gebrauch. Und selbst wenn nach 50 Jahren ein Riss im Resonanzboden auftaucht (worst case), ist das Auto schon seit 40 Jahren Altmetall. Da capo!

  84. @hansMeier555....
    @hansMeier555. Produktivität,materielle,ist ja nicht mehr das Zauberwort.
    Wachstum hätte genug zu tun im Bereich der Energie und Umwelt, Medizin,Bildung….
    Perfekt ist die Technik solange sie funktioniert,und der Dorfschmied hat seine Esse längst verlassen.
    .
    Ernst Wilhelm hat viel Recht,wenn er sagt: wenn sich die Mächtigen nicht um die Welt kümmern,warum sollten es die Machtlosen tun.

  85. Das ist eben, weil...
    Das ist eben, weil Orchester-Musik heute für nichts mehr steht, alles ein reines Museum („Konservatorium“, nomen est omen).
    Im Feudalismus würden die Großen Herren auf ihren Schlössern Konzerte aufführen sich untereinander die besten Komponisten auszuspannen versuchen. Dann hätten die Erwachsenen wieder eine Freizeitbeschäftigung und die Wirtschaft eine Wachstumsbranche. Und auch die Nachfrage nach brachliegenden Steinways würde wieder ansteigen.

  86. @Radal
    Frage nicht, woher der...

    @Radal
    Frage nicht, woher der Klapperkasten kommt, frage nur, wer jemals darauf irgendwas spielen wird.

  87. Palmeninsel und wer weiß was...
    Palmeninsel und wer weiß was gehört doch der Vergangenheit an, bevor man es ausspricht. Das Alte Europa, in dem will man sich laben, und mit gutem Käse, Baguette und Wein, hier und da eine Pilzgericht, eine handgeformte Nudel, damit übersteht man so manche Krise. Oder auch mit Silberputzen und dabei den Goldberg Variationen lauschen.

  88. Die Zeit, die die Kinder beim...
    Die Zeit, die die Kinder beim Klavierspielen verplempern, fehlt ihnen dann beim Chinesischlernen, das doch viel wichtiger ist. Und bis in die Endauswahl von „Jugend musiziert“ schaffen sie sowieso nie, wenn sie mit niemandem aus der Jury verwandt sind.

  89. Bei uns steht zwar der...
    Bei uns steht zwar der Bechstein in 3. Generation, aber ausser Stimmen, dem Wechseln von Haemmern und Filzen, etc. ist da noch nie etwas angefallen.
    Und er klingt unbeschreiblich. Ich selbst spiele das Instrument zwar nicht und es hat viel Ueberedungskunst gekostet, mich dazu zu bewegen, ihn mit hierunter zu nehmen. Aber jedesmal, wenn Gaeste, welche das Teil beherrschen, da sind, geht mir das Herz auf. Selbst, wenn es zuweilen, man verzeihe mir, nur Jazz ist.
    .
    Heute sind wir von Dubai, nicht auf Café, sondern bei der Music gelandet..
    Das hat ja auch was!

  90. @nico
    Aber Goldberg bitte auf...

    @nico
    Aber Goldberg bitte auf einem Cembalo!!!

  91. @Driver - das ist ja wieder so...
    @Driver – das ist ja wieder so eine Aussage: „Die Klaviere von Steinway sind alle schlecht.“ Wieso das denn bitte? Ich bin zwar absolut kein Könner und Kenner, als Musikliebhaber aber eine gute Vorstellung davon, wie etwas klingen soll – vor allem im Vergleich. Und das Steinway Klavier ist wirklich das beste, was ich bisher gehört habe – und zwar mit Abstand, egal ob neu oder 90 Jahre alt. Es mag sein, daß es langwierig ist ein Piano zu bauen. Die Versorgung an neuen Produkten dürfte jedoch sichergestellt sein, was alleine schon dafür spricht, daß die gebrauchten Produkte entsprechende Preisabschläge haben. Sicher, ein erhaltener Steinway mag sich gut im Preis halten. Aber ob das jemals ein „Investment“ wird? Ein Flügel hätte bei mir zwar problemlos Platz, dafür müsste ich aber meine Stereoanlage entfernen. Momentan höre ich gerade Enrico Rava & Stefano Bollani – no way!
    &bsp;
    @HansMeier555 – Wer darauf jemals etwas spielen wird ist das Hauptproblem. Als leidenschaftlicher Jazzhörer habe ich da dummerweise immense Ansprüche. Vor einigen Jahren habe ich dann angefangen ein bisschen mit Logic am Mac zu arbeiten und ein paar einfachere Lounge Stücke zusammengebaut, die ich sogar meinen Agenturkunden verkaufen konnte. Aber so ganz befriedigt hat mich das nicht – einerseits das recht einfache Ergebnis, andererseits der Aufwand um dieses zu bewerkstelligen. Daraufhin hatte ich die Idee technisch einfache, mich aber ungemein faszinierende Musikstücke einzuüben, von John Cage etwa. Jetzt spiele ich schon einige Zeit wieder täglich und es macht mir ausgesprochen Spaß. Zudem haben meine Zwillingsmädchen mit Klavierunterricht begonnen.

  92. Grimaldeli, natürlich ein...
    Grimaldeli, natürlich ein Cembalo, oder dar es auch ein Spinett sein?

  93. 1000 Jahre an einem...
    1000 Jahre an einem Tag
    @:Ernst Wilhelm: „Nur, wenn sich die Mächtigen nicht um die Welt kümmern, warum sollten es die Machtlosen tun?“ Das ist die Standardversion, und das ist tatsächlich so, aber nur in den „guten Zeiten“. Wenn aber folgendes eintrifft: „Krisen, das möchte ich festhalten, sind gar nicht so schlimm, wenn sie einen  nicht treffen (Don Alphonso)“, dann sind es die Machtlosen, die Krisenverlierer, die sich sehr wohl „kümmern“, denn wer möchte schon verhungern?
    Und da es sich dann um ein Massenphänomen handelt, ist es auch nicht mehr zu kontrollieren, und genau das wäre dann auch der Grund, warum auch die, die von der Krise „nicht betroffen“ sind, ganz plötzlich betroffen sein werden, und dann werden auch sie sich kümmern – auf die eine oder andere Weise.
    Und das sind dann jene Tage, an denen „1000 Jahre an einem Tag“ (Lenin) vergangen sein werden, vergangen, in Abkehr zu den 1000 Jahren zuvor.

  94. Driver, das Weltklavier ist...
    Driver, das Weltklavier ist eine wunderbare Sache, aber die Firma, die es herstellt, hat laut eigener Aussage weniger als 400 Mitarbeiter. Das reicht nicht für flächendeckenden Reichtum wie in Bayern.

  95. @nico
    Ein kurzes: OUI!
    Ich...

    @nico
    Ein kurzes: OUI!
    Ich muss mit meinem Lab raus! Die mault an der Tuer…

  96. Krisen sind bestimmt nicht...
    Krisen sind bestimmt nicht nicht schlimmer als Weltkriege, und auch die waren nicht für jeden gleich schlimm.
    Der traumhafte Flügel in Wohnung meiner damals ausgebombten Verwandten X wurde jedenfalls im Jahre des Herrn 1946 angeschafft, wie auch die Bilder, die Biedermeiermöbel und alles andere, was den Ansprüchen des Don standhalten würde.
    Es geht halt nichts über dem Besitz eines Arzneimittellagers zur rechten Zeit.
    .
    Wir schreiten in goldener Fülle…

  97. die rechte Zeit ist die...
    die rechte Zeit ist die schlechte Zeit.

  98. Apothekertöchter,...
    Apothekertöchter, apropos.
    (Fremd bin ich eingezogen).

  99. Nihao!

    Erstaunlicherweise...
    Nihao!
    Erstaunlicherweise gibt es etwa 60 Kilometer südlich der kleinen dummen Stadt an der Donau eine große (und sicherlich ähnlich dumme) Stadt an einem kleinen Fluß. Hier ist seit dem Ausbruch der Krise… Eben nicht wirklich viel passiert. BMW verkauft ein paar spritschluckende Panzer weniger, die BauernLB sowie die HRE hats zusammengefaltet. Aber das wars dann auch schon wieder. Das häßliche Dorf am Tegernsee für Arme hat auch nicht das bekommen, worauf viele in der Region insgeheim hofften. Also, was nun? GIbt es Nachschlag?

  100. @ Devin08
    Das mag alles sein....

    @ Devin08
    Das mag alles sein. Nur habe ich da so ein merkwürdiges Gefühl. Die Machtlosen sind heute machtloser als vor 100 Jahren. Woran mag das liegen? Was ist machtvoller als Religion und Tradition, als Autorität und Nachtwächterstaat, als altüberkommene Ordnung und Herrengewalt?

  101. Ich denke, das hat etwas mit...
    Ich denke, das hat etwas mit der Komplexität von Machtstrukturen zu tun. Vor 100 Jahren stand man dem Fürsten, der Kirche, dem Richter, dem Fabrikanten und dem Polizisten gegenüber. Jeder dieser Faktoren hat sich extrem verteilt und ist undurchschaubar geworden. Es gibt nicht mehr den Fabrikanten, sondern den eingekauften Manager eines in Streubesitz befindlichen Betriebs, dem das Geld von einer Bank geliehen wird, die von einem Hedge Fonds beherrscht wird, der wiederum Funds of Funds gehört, in die Rentenkassen investieren… Und all diese Faktoren spielen in Entscheidungen mit hinein. Gegen wen soll man da die Höllenmaschine Anno 1900 schleudern?
    .
    Grimaldeli, was den Franken angeht: Es spricht Bände, wenn die Schweizer Nationalbank den Kurs drücken muss. Bände. Viele Bände waren das in den letzten beiden Tagen. Krisenzeit ist Frankenzeit.

  102. @ErnstWilhelm: ...die...
    @ErnstWilhelm: …die subversive Unterwanderung der Systeme durch das Indiviuum. Jeder fuer sich und Gott fuer uns alle.

  103. @Don
    Genau. In den Jahren der...

    @Don
    Genau. In den Jahren der forcierten Atomrüstung hat meine Tante mir schon mal vorsorglich Vrenelis gekauft. Ist es wieder so weit? Die passen in jedes Bankschließfach.

  104. Esau, ich hatte heute...
    Esau, ich hatte heute Nachmittag gelegenheit, mit ein paar von den Begünstigten zu reden, und dort dominiert der Ekel vor dem, was Dubai war. Wenn die nun hinweggefegt werden, ist es schon mal eine gute Sache, denn damit verschwindet das Extrem. Selbstzufriedenheit wird erst zum Problem, wenn sie in Masslosigkeit umschlägt. Und ein Adventskranz und eine selbstgebackene Tarte sind weit davon entfernt.
    BertholdIV, ich muss gestehen, ich ban da jetzt auch nicht trauriger als wenn ich hörte, dass eine Busladung iranischer Folterknechte in einen Abgrund stürzte. Spannender wird vermutlich noch Saudi-Arabien selbst, wo es auch einen Immobilienboom gab, und nun die Firmen wackeln. Sollen sie mal. Gehört dazu zur Globalisierung.

  105. Oder die Machtlosen wurden...
    Oder die Machtlosen wurden einfach gekauft? So machen das hier die Oligarchen in Russland und Aserbaidschan. Solange das Geld reicht.
    Zum Franken. Seit einigen Jahren gehen meine Altersrücklagen in Schweizer Franken nach Liechtenstein. Eine gewisse Genugtuung kann ich nicht verhehlen. Wie lange die wohl anhält?

  106. TucholskyfuerArme, es ist...
    TucholskyfuerArme, es ist sicher nicht einzigartig, aber schon… wie soll ich sagen: da drinnen gibt es die unwidersprochene Meinung bei normalen Arbeitern, dass jemand, der ein japanisches Auto kauft, seine Stelle in Deutschland verlieren sollte. Das ist der negative Aspekt. Der positive Aspekt ist ein eher entspanntes, team- und zielorientiertes Zusammenarbeiten, das einem heftig fremd vorkommt, wenn man danach Medien und Kreativberufe kennenlernte. Ich bin sehr froh, diese Erfahrung gemacht zu haben, weil ich dort sehr viel gelernt habe – nicht nur Schweissroboter füttern und Rohre verlegen, sondern Arbeitsdisziplin und auch das Wissen, wann etwas gut ist. Und ja: ich würde viele Kollegen in den Medien unbedingt mal ein paar Monate in meine alte Abteilung stecken wollen. Das, was man dort lernt, ist wichtiger als das, was sie in den Journalistenschulen mitbekommen. Gerade für diesen Beruf. Und besonders wünschenswert, wenn ich das noch sagen darf, für neoliberal eingestellte Politik- und Wirtschaftsschreiber.
    Reiterjunge, ein anderes Haus der Familie hat es damals auch erwischt. Man kam durch. Aber keinesfalls ungeschoren.

  107. yaq12, die zuverlässigsten...
    yaq12, die zuverlässigsten Arbeiter, die ich je kennenlernte, waren die leute, die für die technischen Gase in der Fabrik zuständig waren. Bildung – nun, es hängt davon ab, in welchem Bereich. ich habe ja sehr viel für nutzloses Wissen übrig, denn BWL pauken kann jeder.
    .
    Driver, ich rate im Moment allgemein eher zum Erwerb eines Fahhrades und zur Nutzung desselben. Gut für den Körper und den Geldbeutel, und gar nicht mal so arg teuer, wenn man sieht, wie schnell erstklassige Räder wieder verschleudert werden.

  108. messieurs don et mawu: "wer...
    messieurs don et mawu: „wer ein japanisches Auto kauft, seine Stelle in Deutschland verlieren sollte“.
    Das ist genau die Frage. Wozu die Produkte um die Welt ballern, mit Schiffsraum, den nun keiner mehr braucht? Warum sind die Japaner, die jetzt selber gute Autos bauen, so scharf auf unser „Premium“-Segment? Und warum kaufen die unsere Steinways containerweise, obwohl Yamaha-Flügel auch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Das Problem verschlimmert sich, wenn unsere eigenen Kids nur noch die Bontempi Orgel aus HongKong kennen und unsere eigenen Firmen (Klavier oder Auto) sich vom Export abhängig machen. Wozu? Die HSH ist ja gerade deshalb pleite, weil den Schiffsraum für die weltweite Zirkulation (Steinways und Autos raus, Barbypuppen rein) keiner mehr braucht. D.h. das Qualitätsbewußtsein an der Donau in Ehren, aber wer stellt sich hin und kippt die Container aus Fernost ins Meer? Welches Importprodukt könnten wir nicht selber herstellen? Außer Wein und Trüffeln?

  109. @Driver
    Wie soll ich deutsche...

    @Driver
    Wie soll ich deutsche Verbraucher konditionieren deutsche Produkte und nicht asiatische zu kaufen, wenn diese immensen Preisunterschiede bestehn?
    Anfang der 80er hat man (ich hatte vor einiger Zeit eine alte Preisliste in den Haenden) fuer einen DB 200 nur 12800 DM bezahlt!
    Was bekommen Sie heut fuer 6500 Euro geboten?
    Da hat mein MP3-Scooter ja mehr gekostet.
    Beim eigenen Portemonnaie hoert der Nationonalpatriotismus schnell auf!

  110. ... tja, was bekommt man heute...
    … tja, was bekommt man heute fuer 6500 Euro. lieber Grimaldeli? Vielleicht einen gebrauchten 200er aus den achtiger Jahren, oder zwei?
    Dass Sie zu diesem Preis aber einen nagelneuen 200er Benz dieser Klasse bestellen konnten, sagen wir 1984, als ich mir fuer mehr als das Doppelte davon einen 3er BMW leistete, scheint mir eher unwahrscheinlich zu sein: http://www.mobilverzeichnis.de/pdf/Mercedes-Benz/Gesamt/Mercedes_PL_1_1984.pdf

  111. Dubai ist weitweg heut morgen!...
    Dubai ist weitweg heut morgen! Die Boersen haben gestern abend im leichten Plus geschlossen und ich komm schon vor Sonnenaufgang vom Strandlauf zurueck.
    Warum es heisst, der Morgen graut, werde ich nie vertehn.
    Eher zieh ich da A.Heller vor mit der Blaeue des Herbstes, welche ueber das Wasser gleitet und sich in einem leichten Erroeten in Richtung Corse ergibt.
    Es wird wieder ein schoener Tag, trotz Krise…

  112. @Driver - Sie sind mir noch...
    @Driver – Sie sind mir noch eine Antwort zu den Flügeln schuldig, ich bin ganz neugierig! Ich wollte eben auch, wenn überhaupt, explizit etwas heimisches anschaffen. Es spricht ja nichts dagegen etwas aus Ferost zu importieren, aber wenn dann alles nur noch Made in China ist…
    .
    @Grimaldeli – ich nehme an, beim Preis des DB 200 vergassen die Aufpreisliste von 20.000 DM für Radio, Räder und Sitze…

  113. hans meier,
    .
    Die Hausmusik...

    hans meier,
    .
    Die Hausmusik hat was für sich.
    .
    Es soll Zeiten gegeben haben, da wurde in besseren Häusern das Personal auch nach musikalischen Gesichtspunkten eingestellt, zur Ergänzung des häuslichen Orchesters. Komponisten waren billig zu haben, es gab damals genug davon, Kost, Logis, eine Livree, etwas Taschengeld genügten schon, und wenn da noch ein anschmiegsames Kammerkätzchen im Haus war, konnte es an Inspiration nicht fehlen.
    .
    Wer heute wieder damit anfangen will, kann ja mal der örtlichen Jugendmusikschule Gutes tun, die freuen sich bestimmt. Für tausendfünfhundert EUR Spende bringt sogar der örtliche Kindergarten ein Geburtstagsständchen, wie ein gewisser Krenz experimentell bewiesen hat.
    .
    Hausmusik ist natürlich nur was für Leute, die sich nicht nur die Musik sondern auch die dazu passenden Räumlichkeiten haben. Einfache leute werden den Gesang pflegen, dabei kann auch zu mehreren in der freien Natur gesungen werden, so ein Männerchor kommt immer noch am besten vor Naturkulisse. wer hätte gedacht, dass ausgerechnet der so überaus umtriebige Fischer Gotthilf seiner Zeit weit voraus war?
    .
    Die etwas bürgerlicheren Stände dressieren ihre Töchter am Klavier, so wie das schon früher der brauch war. so spart man das teuer studium und hat trotzdem die chance, einen akademiker zum schwiegersohn zu bekommen.
    .
    Die Akademiker vereinigen Kunst und Geselligkeit und pflegen das Streichquartett. So haben sie eine angenehme nützliche Beschäftigung, weil so das ewige Fernsehen und Vidiogucken erschwert wird.
    .
    Und die Grossen, Schönen, Reichen? Die werden nur noch grösser, wenn sie sich für ihr Geld ein anständiges Orchester leisten. Die echten aficionados spielen selber mit, so gehört das.
    .
    Die noch Grösseren haben eine eigene Oper, mit Ballett, versteht sich, und bieten so jungen Menschen die Möglichkeit, an der verfeinerten Lebensart ihrer Kreise teilzuhaben. Die Allergrössten wetteifern darum, Kastraten einzustellen. denn darauf läuft das ganze letztendlich hinaus, eigene Oper mit Kastrat und dazu moch einen Leibbarbier für das kritische Fach. Es sollen die Feuilletonisten in Neapel ihre Stammfriseure haben, die sie beim Verfassen ihrer Opernkritiken beraten. Wer das dort nicht so macht, bringt es dort nicht weit.
    .
    Aber auch das ist noch zu toppen: Eigener Dom mit Erdbeeerschorsch, äh, Erzbischof, Dommusik, Domchor mit Kastraten für die Soli. Da wird dann sogar die eigene Beerdigung zum Vergnügen.

  114. @mawu
    Das war kein Scherz . Es...

    @mawu
    Das war kein Scherz . Es war auf jeden Fall eine sehr alte DB-Preisliste. Aber es stimmt, das Radio war im Preis nicht mit drin und ein 2. Spiegel kam auch extra. Und fuer ein Telephon, welches sicherlich fast den halben Kofferraum ausfuellte, waren noch mal einiges faellig. Zumindest die Telephone sind wenigstens guenstiger geworden.
    Wobei mir grad auffaellt, alte Angewohnheit, ich red natuerlich von netto, also ohne UStr!
    Ich hatte die Liste letztes Jahr in Luzern in einer Umzugskiste mit alten Prospekten gefunden,Baureihe 115 etc . Ist jetzt ein bissel weit zum Suchen. Aber ich bin demnaechst malwieder dort oben. Dann schau ich, ob ich sie finde.
    Da waren auch noch alte Prospekte dabei. Es kam ein wenig Wehmut auf!

  115. @Teutobrecht
    Ups,um 0 Uhr 25...

    @Teutobrecht
    Ups,um 0 Uhr 25 liegen die 8 und die 7 auf meiner Tastatur fuer einen alten Mann wohl doch wohl etwas zu dicht beieinander.
    Wie ich schon an Driver schrieb, das war eine Liste mit Baureihe 115.
    Aber gefahren hab ich so etwas nicht…

  116. @Kunstrat Fraischdörfer
    Und...

    @Kunstrat Fraischdörfer
    Und nicht vergessen, fuer das gemeine Volk gibts Karaoke!
    Schrecklich!

  117. So spät noch auf? Ich alter...
    So spät noch auf? Ich alter Mann lag um 0:10 Uhr bereits angezogen und schlafend im Bett. Habe mich noch einmal rausgekämpft. Heute dann: Tegernsee.

  118. Ob die am Klavier...
    Ob die am Klavier abgerichteten hoeheren Toechter dann wirklich einen Akademiker (was heisst das heutzutage schon?) abkriegten, scheint auch von der Qualitaet des Klavierspieles abzuhaengen. Ein mir sehr bekannte Dame wusste das Pianoforte sehr artig zu traktieren (ich weiss, worueber ich klage), und…
    .
    …bekam keinen Akademiker.

  119. und was? Wir würden die...
    und was? Wir würden die geschichte gern ganz hören.

  120. Sehr gerne, bei passender...
    Sehr gerne, bei passender Gelegenheit, und nach Einnahme legaler Nervengifte. Dafur ist es jetzt zu frueh. Ausserdem muessen Sie, lieber D.A., gleich mit einem wasserdurchlaessigen Automobil durch den Regen in die Berge. Da wird eh‘ nix freigeschaltet. Farhnsevorsichtig!

  121. Oft reichts dann eh nur fuer...
    Oft reichts dann eh nur fuer Halbakademiker, also Leer, pardon Lehrkraefte mit Beamtenstatus! Die Person , welche ich meine, spielt hervorragend Piano und kommt aus einem wirklich guten Stall!

  122. Es gibt einen...
    Es gibt einen Freischaltservice in der Zwischenzeit. Also nur frisch ans Werk!

  123. …was mir am Alfons gefällt?...
    …was mir am Alfons gefällt?
    .
    Er ist wie ein Eber, der sich in jedem Schlammloch wälzt, dass er erschnüffeln kann. Er verschlingt – mit einem nicht zu überhörendem Schmatzen – nur die allerfeinsten Leckereien. Er folgt seiner eigenen Kulinarik. Stehen sie ihm dabei nicht im Weg herum, sie könnten umgerempelt werden. Hauen Sie ihm ruhig auf die Schnauze – dass macht ihn nur wütender. Er lässt sich nicht verbiegen und das ist heute aller Ehren wert. (Ich frage mich nur, ob es ihm auch so leicht fallen würde, wenn er eine arme Sau wäre.)
    .
    Schlimm sind die Schweine, die ihm die Schnauze lecken und von seinem Sabber zehren. Die so tun als würden sie zu seinem Saustall gehören…

  124. Spaeter, spaeter. Nur Geduld....
    Spaeter, spaeter. Nur Geduld. Ich muss jetzt in den Supermarkt Bratwurst kaufen. Und Katzenfutter. Und Toertchen fuer die gescheiterte hoehere Tochter.

  125. Töchter sollten Gesang...
    Töchter sollten Gesang lernen, Klavier nur so viel, daß sie (beim Üben sich auch mal selber begleiten können).
    .
    Lieder von Richard Strauss und Arien aus Opern von Mozart und all den Italienern.
    .
    Eine Frau, die so was kann, ist viel zu gut für einen armseligen Akademiker.

  126. @Don Alphonso
    Angezogen und...

    @Don Alphonso
    Angezogen und schlafend im Bett?
    Ich kenn das nur angezogen und schlafend im Sessel, um dann gegen 6h von jemandem, der mir die Hand ableckt, geweckt zu werden, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass es Zeit ist Gassi zu gehn!

  127. Der Heinz meint… ach bitte....
    Der Heinz meint… ach bitte. Wenn hier jeder pauschal die Integrität der anderen bezweifeln würde, könnten wir die Veranstaltung schliessen oder das alles nur noch mit Anmeldung und Personalausweischeck machen. Und? Was wäre dann gewonnen?

  128. @Der Heinz meint…
    Mir...

    @Der Heinz meint…
    Mir gefaellt da eher die Metapher mit einem Gestuet.
    Meine Grossmutter pflegte immer zu sagen: „Ein Pferd verliert nie seinen Stallgeruch“!
    Glauben Sie mir, werter Heinz, das gilt auch fuer Menschen.
    Einen schoen Tag in den kuehlen Norden!
    G

  129. …ein guter Eber hält seinen...
    …ein guter Eber hält seinen Schweinestall zusammen! Ich frage mich nur: Warum?
    .
    Pauschale Antworten helfen da oft nicht weiter: »Integrität ist die fortwährend aufrechterhaltene Übereinstimmung des persönlichen, an einer humanistischen Ethik ausgerichteten Wertesystems mit dem eigenen Handeln. Gesellschaftlich deuten folgende Eigenschaften auf eine integre Persönlichkeit hin: Aufrichtigkeit, Humanismus, Gerechtigkeitsstreben, Vertrauenswürdigkeit, Zivilcourage. Ein integrer Mensch lebt in dem Bewusstsein, dass sich seine persönlichen Überzeugungen, Maßstäbe und Wertvorstellungen in seinem Verhalten ausdrücken. Persönliche Integrität ist als Treue zu sich selbst umschrieben worden. Das Gegenteil von integer ist korrumpierbar, also sich in seinem Verhalten nicht von inneren Werten und Prinzipien, sondern von äußeren Drohungen und Verlockungen leiten zu lassen.
    Der Begriff „Integrität“ ist komplex und vielschichtig. Integrität ist etwas, wofür eine Person zum einen Teil selber verantwortlich ist. Zum anderen Teil hängt Integrität vom Wohlverhalten der Mitmenschen ab und von den gesellschaftlichen Lebensbedingungen. Der Begriff findet Verwendung vor allem dann, wenn darauf hingewiesen werden soll, dass die Persönlichkeit eines Menschen, seine Ganzheit und Unversehrtheit ein zerbrechliches Gut ist und gegen Angriffe von außen geschützt werden muss. Neben dieser Verwendung gibt es eine zweite Bedeutungsrichtung. Die Aussage über einzelne Menschen – sie seien „integer“ – meint, dass diese Personen „unbestechlich“ sind und über „feste, tief verankerte, positive Werte“ verfügen, zu denen sie stehen und von denen sie sich nicht abbringen lassen.«

  130. ... wir sind alle...
    … wir sind alle unterschiedlicher Meinung, allerliebster Heinz, aber wir vertragen uns, d.h. lernen ein bisschen dazu, unterhalten uns, mancher kugelt sich gelegentlich auch vor Lachen (wie ich) usw. usf. Vorausgesetzt ist die Kunst der Konversation. Also halten Sie still u. lesen dafuer umso fleissiger mit, dann werden Sie diese Kunst vielleicht auch noch erlernen.

  131. @Grimaldeli, versuchen Sie es...
    @Grimaldeli, versuchen Sie es mal mit: es graute dem Morgen. Kann man besser und öfter anwenden. Und dabei wenden wir uns Bach zu, und da dürfen es auch auf dem Klavier die Konzerte 1,2,und 4 sein. Ich empfehle Murray Perahia/Academy of St. Martin….., echt hörenswert, denn er verleiht Bach Flügel.

  132. Verehrter Don! Nanu, hat man...
    Verehrter Don! Nanu, hat man in der kleinen dummen Stadt die Pleite der großen Herrenmodenfabrik bereits wieder verdrängt? Ich darf wohl davon ausgehen, dass die Dame mit dem 40-Euro-Käse nicht zu jenen gehörte, die dort ihren Job verloren. Wie verlautet, soll es jedoch selbst in Neukölln ein oder zwei Damen geben, die sich Käse für 40 Euro leisten können. Inflation herrscht schließlich an allen Orten: Ein Bekannter verkaufte jetzt seinen uralten, abgetakelten Gebrauchtwagen für mehr als das Doppelte des Neupreises von vor 30 Jahren. Freilich war’s ein Mercedes Kabriolett.

  133. Mal eben 'was anderes. Gerade...
    Mal eben ‚was anderes. Gerade war ich beim Niggemeyer, der sehr schoen ueber etwas voellig gagaistisches berichtete. Und wen treffe ich da an? Den von mir inzwischen stark vermissten Herrn v. Bentheim-Burg mit einem Kommentar…
    …a Hund issa scho!

  134. @nico
    Ihre Formulierung sagt...

    @nico
    Ihre Formulierung sagt mir eher zu!
    Nur mit Bach hatte ich gestern abend meine Probleme!
    Als ich die Platte aus dem Katalog ziehen wollte (ich archviere meine CDs aehnlich, wie Visitenkarten, in Orndern), musste ich feststellen, dass einige, u.a. die Goldbergvariationen nur noch die Cover enthielten.
    Kollateralschaeden!!!Das bringen Scheidungen eben so mit sich!
    Ich muss wohl nachkaufen gehn!
    Bon weekend!
    G

  135. Dieser Kerl mit seinen...
    Dieser Kerl mit seinen pseudo-elitären Kommentaren passt schon recht hervorragend in ein durch Immobilienbesitze, weniger durch Auflage finanziertes Schirrmacher-Blatt wie dieses hier.

  136. Für die Goldberg-Variationen...
    Für die Goldberg-Variationen braucht man als Cembalo einen Zweimanualer. So etwas fertigen deutsche und niederländische Intrumentenbauer auf Maß und nach Bestellung, mit astronomischen Preisen und Design ( einfarbig oder mit barocker Szenerie innen ausgemaltem Deckel – das ist doch wahrer Snobismus – wenn zu sieht keiner die Claude Lorrain Kopie -) nach Wunsch. Für einen bekannten Heidelberger Cembalobauer der Alte Musik Szene lagen die Lieferzeiten mal jenseits von 5 Jahren. Auf einem Spinett (schmalere Tasten in historischer Mensur) geht das so gut wie gar nicht. Schon auf einem modernen Flügel ist das ineinandergreifen trickreich. Deswegen hat Martin Stadtfeld ja an einigen Stellen oktavisch gegriffen nach oben oder unten. Es bekommt dem Klang gar nicht schlecht. Ich habe daheim sowohl ein Cembalo als auch einen Flügel und weiß wovon ich schreibe.
    Steinway halte ich zwar für eine sehr gute Marke, aber man muss sich sein Intrument aussuchen im Werk oder detaillierte Vorgaben für den Bau machen. Mir persönlich gefällt ein leicht und sanglich weich intonierter Blüthner deutlich besser.
    Überhaupt, das Qualitätsmanagement. Mein erster Benz Anfang der 80er kostete knapp 30 Tausend DM. Das war ein 200er Benziner ohne allzuviel Extras, immerhin mit Getriebeautomatik. Für die damalige Qualität sprach die Erschütterung der Mitarbeiter beim Vertragshändler bei der Auslieferung, als mein Umherschauen ergab dass hinten rechts eine Fensterkurbel mit dem falschen Muster auf dem eingelegten Streifen verbaut war. Natürlich wurde das getauscht (gegen eine korrekte aus einem Ausstellungsstück dass zufällig dieselbe Innenfarbe hatte). An dem 123er hatte ich dann außer den „Pflege- und Wartungsdiensten“ ( MB Neusprech für Inspektionen) nie irgend etwas.
    Leider hatte er keinen Kat. Deswegen kaufte ich dann Ende der 80er einen 124er. Mit dem begannen die Qualitätsprobleme unter dem guten Stern. Der Höhepunkt war dann bei einer 4-Matik in den 90ern erreicht. Danach wechselte ich vom MB Regen in die BMW 5-er Traufe. Inzwischen bin ich wieder bei MB. Beim aktuellen 4-matik 240 E W 211 sind (bei 115tsd km bisher) Getriebe, Allradantrieb und Differential auf Garantie, per Rückruf bzw. 4 Wochen danach auf Kulanz erneuert. Soviel dazu.
    Und wenn die Controller weiter den Lieferanten die Daumenschrauben anlegen und immer mehr „Hilfsaggregate“ oder Getriebe von Zulieferern gebaut werden, dann könnte es mit der Autofabrik in der kleinen Stadt an der Donau auch mal wieder in die Richtung gehen die es schon vor 40 Jahren gab.

  137. Wertester Don Alphonso,...
    Wertester Don Alphonso, geschätzte „Blog-Jünger“ und stumme Mitlesende
    @Driver und Mawu bezüglich Klavier ist Ihnen der Konkurs von Schimmel sicher nicht entgangen. Bösendorfer, in Besitz von Yamaha, machte letztes Jahr 3,5 Mio. Euro Verlust. Selbst bei Steinway können Sie wie auf dem Bazar um Prozente feilschen, so daß Listenpreis und bezahlter Preis auseinanderklaffen. Geliefert bekommen Sie so ein schweres Trumm innerhalb der Dauer einer Lastwagenfahrt, so schnell geht das, wenn Sie bezahlt haben. Dann mag das Klavier (meine natürlich immer „Flügel“ – es heißt ja Klavierkonzert) beständige 50% Luftfeuchtigkeit und zumindest jährliches Stimmen (kostet was).
    In Wahrheit werden bloß die Zahlen bezüglich des Wertes größer – siehe Teutobrecht´s wunderbare Preisliste von MB anno 1984 (war das Absicht?).
    Der Don Alphonso Lederkoffer kann da als Beispiel dienen – hat nur ein paar Pfund bei Herstellung vor dem Krieg und jetzt viele britische Pesos gekostet aber in Relation zu Don´s Lohn – so er bei Audi und nicht Bäumler arbeiten würde – wäre er 2009 viel billiger als zum Erstverkauf. Und wenn nichts mehr nachkommt, wie bei Bäumler, so kann ich meine Hemden, Hosen und Jackets dieser Firma sicher nicht „mit Gewinn“ weiterveräußern – höchstens trotz bester Pflege herschenken. Bei einem Bild von van Gogh allerdings…

  138. Nur noch mal kurz wiederholen:...
    Nur noch mal kurz wiederholen: „Das Problem ist auf der anderen Seite, dass die Gelddruckerei bislang nur dazu dient, Löcher zu stopfen, die entstanden, weil erfundene Vermögen sich als nicht existent herausgestellt haben. So gesehen wäre die Inflation dann schon vorweggenommen gewesen.“ Und auch den Umkehrschluss hab ich so in der Wirtschaftpresse noch nich gelesen. Gute Analyse!
    Merci!

  139. Die Ketten ums Hirn
    @Ernst...

    Die Ketten ums Hirn
    @Ernst Wilhelm: „Die Machtlosen sind heute machtloser als vor 100 Jahren“, wem sagen Sie das? Oder hat hier jemals jemand behauptet, dass die Machtlosen heute wenig machtlos wären? Es sind nur keine massiven Ketten mehr – jedenfalls nicht für alle -, die uns da binden, denn es sind die Ketten ums Hirn in jedem Einzelnen. Auch diese Ketten müssen gesprengt werden, sind sie doch das Letzte, was uns gegenwärtig noch daran hindert, den letzten Schritt zu machen (verloren haben wir doch längst alles, viele gar die Arbeit, den Sinn eines bürgerlichen Lebens) – denn wissen, tun wir längst, wie es steht und worum es geht (nur glauben wollen wir es nicht) -, den in die Freiheit – von Lohnarbeit und Kapital.

  140. Und was würde es heutzutage...
    Und was würde es heutzutage kosten, wenn ich mir von einem zeitgenössischen Komponisten ein Requiem schreiben lassen wollte, für Chor und Orchester?
    (Selbstverständlich inklusive der kommerziellen Verwertungsrechte).
    Hat dazu auch jemand Zahlen?

  141. Hm, das Komponieren ist...
    Hm, das Komponieren ist relativ preisgünstig, je nach Renommee des Komponisten irgendwo zwischen 2 und 5 Kilo Euro, und wenn es jemand vom Kaliber Henze oder Penderecki sein soll hängen sie ne Null dran.
    Die Aufführung ist das teure Vergnügen. Zunächst müssen Sie die Stimmen aus der Partitur ausschreiben lassen oder einen Verlag finden der das in Stimmen (leihweise bei modernen Musik, das kauft keiner) verlegt. Dann muss man üben. Ein Orchester mit Streichern, Holz und Blech sowie Schießbude kostet für 4 Proben und Aufführung irgendwas zwischen 10.000,- und 50.000,- Euro ( Muggen-Musiker aus einem kleineren städtischen Orchester gegen ein komplettes besseres B oder unteres A Orchester) und wenn es die Berliner oder Wiener sein sollen hängen Sie noch ne Null dran. Für moderne Musik braucht man dann als Chor einen Profi Chor, der kostet Sie dann etwa 10 Kilo Euro bis 50. Man kann den Prager oder andere östliche Opern- und Oratorienchöre preisgünstig einfliegen lassen (zahlen Sie auch) aber dafür sind die wirklich willig. Dazu kommt das Solistenquartett (SATB) mit etwa 2000 Euro für Studis aus dem Schlußjahr der Musikhochschule bis 40.000 Euro wenn Sie wirklich gute Profis haben wollen, mit Buchungsfristen etwa 2 bis 5 Jahre im voraus.
    Dazu die Übernachtungen der auswärtigen Musiker und SängerInnen ( für die komplette Besetzung haben Schlösser heute meist nicht mehr genügend Zimmer mit Bett) und sonstige Nebenkosten. Also wenn Sie Esterhazys und Haydn Konkurrenz machen wollen nehmen Sie etwa 200 Kilo Euro in die Hand für das bestellte Requiem oder die Cäcilienmesse. Aber der Nachruhm bleibt.
    Nicht zimperlich sein hilft. Ferrante Gonzaga entführte den sehr gut singenden Knabensopran Orlando (di Lasso) einfach. Beim zweiten Versuch hatte er (Gonzaga) Erfolg. Das wäre heutzutage gefährlich, aber damals, zumal wenn man Vizekönig von Sizilien war….

  142. ... wuerde Ihnen zu Ihrem...
    … wuerde Ihnen zu Ihrem Ableben, das Gott noch lange hinauszoegern moege, zu etwas Minimalistischem raten, lieber HansMeier555, u. als Komponisten etwa Philip Glass empfehlen, der sich ja auch an grossen Persoenlichkeiten abgearbeitet hat: Echnaton, Einstein, Gandhi. Seinen Stundenlohn kenne ich allerdings nicht.
    Wenn er zu teuer ist, scheint mit John Cages 4′33″ nie verkehrt. Das dreifache Tacet als einzige Partituranweisung … Gibt es fuer ein Requiem etwas Angemesseneres?
    Gott sei Ihrer armen Seele bereits hier u. heute gnaedig.

  143. @Filou, wenn Sie die...
    @Filou, wenn Sie die Herumtreiberei des Herrn v. Bentheim-Burg in anderen Blogs nicht ohne einen gewissen Respekt monieren („…a Hund issa scho!“), muss man ihm doch zugutehalten, dass er sich des Fremdgehens selber gar nicht bewusst zu sein scheint, bedauert er doch in seinem Beitrag den „sehr geehrten Don“ u. spricht ihm sein „volles Mitgefühl“ aus: „Wieso zwingt man Sie über die Präkariatsveranstaltungen zu schreiben??“
    Kommt mir vor,als ob man sich als Mann mit einer Frau einlaesst, die nicht die eigene ist, ohne diese Ab- und Verwechslung zu bemerken. Aber es ging bei dieser „Präkariatsveranstaltung“ ja um die Berliner Filmfestspiele, und da kann man sich schon leicht im falschen Film wiederfinden.

  144. @ Grimaldeli
    Auch ich muss...

    @ Grimaldeli
    Auch ich muss Gassigehn mit meiner Basset Cookie
    VG
    Cookies Mummy
    CH/ZG

  145. @Prince Matecki
    Altesse,
    Haben...

    @Prince Matecki
    Altesse,
    Haben Sie Dank für den Kostenvoranschlag. Alles in allem eine lohnende Sache.
    Gruß
    P.S. Natürlich geht es mir nicht darum, irgendwelchen Jungkomponisten Depressionen einzujagen.

  146. @Teutobrecht: Der "Hund"...
    @Teutobrecht: Der „Hund“ bezieht sich auf eine bayrische Redensart, die nach meiner Auffassung durchaus zweischneidig aufgefasst werden kann.
    Die Anrede „Don“? Ich weiss nicht, welche Rechnung der Herr mit D.A. offen hat. Ich halte es im Zweifel fuer eine gepflegte Frechheit, die erlaubt sein sollte. Es kann aber auch sein, dass Herr vBB ein bisschen verwirrt war, immerhin kann auch D.A. gewaltig zulangen, wenn’s ihm mal nicht passt.
    Kid und kurz (Jack London): es sah mir nach einer Rauferei aus.
    .
    Uebrigens: Veranstaltungen wie die hier Besprochene sind mir zu daemlich. Ich lag in der Badewanne, sah Jauch und lachte Rotz und Wasser. Der Freitag ist bei mir der Tag des „besonders schlechten Geschmacks“, neben den anderen Tagen, die nur dem schlechten Geschmack gewidmet sind.

  147. @Teutobrecht
    Phil Glass,...

    @Teutobrecht
    Phil Glass, hmmm… meinen Sie, der packt das?

  148. @HansMeier555,

    kann es...
    @HansMeier555,
    kann es natuerlich nicht versprechen, waere aber zuversichtlich, u. die Zuversicht ruehrt vor allem von der Art her, mit der sich Glass des Echnatons angenommen hat, als Religionsstifter, Kunstrevolutionaer, Stadtgruender, Dichter u. Denker und zu allem Ueberfluss auch noch Pharao fuerwahr kein einfacher Brocken. Kurzum: er packt es.
    @Filou
    wohne zwar weitab vom Schuss, bin aber auch in der dummen, kleinen Stadt an der Donau zur Schule gegangen, kenne die Redensart also. Soweit ich mich entsinne, wurde Herr v. Bentheim-Burg kuerzlich von jemand anders angemacht. Moeglich, dass er den Sack schlaegt u. den Esel meint, mir aber um zuviele Ecken gedacht.

  149. @princeMatecki: Sie...
    @princeMatecki: Sie ueberraschen mich immer wieder.
    Ich darf kurz zitieren: …Ein Orchester mit Streichern, Holz und Blech sowie Schießbude…
    .
    Wenn Sie nochmal hier sein sollten: was bitte nennt man im Musikerjargon eine Schiessbude?
    Ahnungslos verbleibt F.

  150. ...meine freundin, seit nahezu...
    …meine freundin, seit nahezu 30 jahren klavierlehrerin, schwoert auf bluethner. ihr zimmerfluegel ist (nach meiner schaetzung) mind. 25 jahre alt und haelt die stimmung immer noch (dank regelmaessiger „wartung“). die frage ist nur : wie lange ?? — die andere frage : was dann?? –> antwort: berufswechsel, weil einen „neuen“ fluegel kann sie sich nicht leisten.

  151. "Schiessbude" = Schlagzeug...
    „Schiessbude“ = Schlagzeug bzw. Schlagwerk

  152. Eine Schiessbude ist, soweit...
    Eine Schiessbude ist, soweit ich weiss, ein Schlagzeug!

  153. @Filou: Dieser Niggemeyer ist...
    @Filou: Dieser Niggemeyer ist nicht besonders cool, bzw.: sein Humor scheint nur aufgesetzt. Diesen Beitrag habe ich gepostet, bisher ohne Erfolg:
    .
    „Burda, der BND und Schäubles Kriegseinsätze
    Zwischen Uschi Glas und Uschi Obermeier gab es eine Zeit lang keinen großen Unterschied, zumindest für ein gewisses Publikum, jenes das gerne auf nackte Haut starrt, auf weibliche, bevorzugtermaßen.
    Ach ja, und zu Burda: Man sollte Schmidt-Eenboom („Undercover“) gelesen haben, diesen Bestseller aus den 70ern, dort wo er über die BND-Verflechtungen gewisser Journalisten, Verlage, Rundfunkanstalten…, ja und natürlich der Firma Burda, geplaudert wird.
    Die Frage, die ich mir, seit dem ich das gelesen habe, stelle, ist aber die: wer hat hier eigentlich wen unterwandert, äh engagiert? Pullach Burda, oder Burda Pullach? Oder anders gefragt: wie stark ist Pullachs Liebe zur Mode? Ähnliches gilt natürlich für die „Familien“ Springer und Bertelsmann, nur heißt die Frage hier: wie sehr lieben die beiden eigentlich die Wahrheit, oder ist nicht eher eines Pullachs Dienst ihr Geschäft, dem der Lüge, pardon: der Verwirrung? Hat da nicht erst kürzlich der Axel Springer Verlag ein wehrpolitisches Symposium abgehalten, wo unser damaliger Innenminister, damals war er das noch, der Schäuble, als eine Art angehender Superminister, seine sensationellste Rede überhaupt, um nicht gesagt zu haben, seine verwirrendste Rede denn je, gehalten hat – die, worin er behauptete, dass man zwischen Frieden und Krieg, so wenig unterscheiden könne, wie zwischen einem Innen- und Außenminister, wobei er nämlich den Kriegsminister vergessen hatte?
    Jetzt ist er Finanzminister, und darf sie beide finanzieren, nein, alle drei: die im Innern, die Außeneinsätze, auf jeden Fall aber alle Kriegseinsätze, denn ist nicht Globalisierung vor allem Kriegseinsatz? So wollte er das nicht gesagt haben, aber was anderes sollte er dann auf einem wehrpolitischen Symposium eigentlich erzählen?
    Ich schweife ab, aber solches erfährt man natürlich nicht im Gemengelage einer Bambiverleihung.“

  154. Driver, prince Matecki -...
    Driver, prince Matecki – könnte mir einer der ausgewiesenen Spezialisten denn nun empfehlen, welches Klavier (nicht Flügel) kaufen sollte? Ich selbst habe bisher antike Instrumente von Anfang des letzten Jahrhunderts, sowie die aktuelle Palette von Steinway bespielt und habe festgestellt, daß das Steinway Klavier den mit Abstand besten Klang hatte. Und das nicht nur mit Cages 4’33″…
    .
    Wenn mir das alles zu kompliziert wird, dann schaffe vielleicht erstmal ein Stage Piano von Roland oder so an. Die Dinger sind Profiinstrumente (etwas anderes kommt mir sowiso nicht ins Haus), haben wenigstens etwas Spielgefühl und sind in verschiedensten Bereichen einsetzbar: transportabel, MIDI, usw. Aber ein wirklicher Ersatz für ein echtes Intrument ist das natürlich nicht und wenn sich meine Kinder und ich weiterentwickeln, stellt sich mal irgendwann die Frage: was nun? Steinway? Steingraeber & Söhne? Blüthner? Schmimmel? … was meinen die Experten?

  155. Eine Schiessbude ist, soweit...
    Eine Schiessbude ist, soweit ich weiss, ein Schlagzeug! Im Franzoesischen Batterie, was im militaerischen Jargon wiederum mehrere Geschuetze sind.

  156. Bachs Elaborate und...
    Bachs Elaborate und Abhandlungen über Instrumente vergangener Epochen und der Neuzeit in einem Beitrag über Pferd-und-Wagen-Getriebe eines schnöden Benz, das beeindruckt mich doch sehr. Eine schöne Überleitung gleichwohl.
    Das Virtuose an Mercedes-Schaltgetrieben hat man allerdings nie gefunden, und die Modellpalette der Gegenwart, siehe G-Klasse und R-Klasse, dios mio, hat eher was von Wagner und Untergangsscenarien by Dubai.

  157. Diese Marken werden nicht so...
    Diese Marken werden nicht so bald krepieren. Selbst wenn sie keinen wirklichen „Vorsprung-durch-Technik“ mehr haben sollten, so bleibt doch der Mythos. Und was gibt es denn sonst noch im Angebot weltweit?

  158. Apropos Dubai: Es sind schon...
    Apropos Dubai: Es sind schon manche schöne und nützliche Dinge entstanden, deren Urheber daran bankrott gingen.
    Ob die Investoren ihre Dollars zurückbekommen, das interessiert mich nicht so sehr wie die Frage, was diese Seeblumenstadt für die Region langfristig bedeuten wird, für ihre geistige Entwicklung.

  159. Grimaldeli, exacto y de...
    Grimaldeli, exacto y de acuerdo, en espana se dice: tocar la baterìa. Schlagzeug spielen.

  160. zum Thema Musiker und...
    zum Thema Musiker und Schlagzeuger:
    .
    „Ein böses Schicksal jedoch hat der Harfe einen Platz ganz hinten im Orchester zugewiesen, nahe beim Schlagzeug, und das ist eine eigene Bande. Von den Streichern werden Schlagzeuger fast noch mehr verachtet als die Blechbläser, denn: Kann es Musik sein, irgendwo draufzuhauen? (Dass ein Pianist im Grunde nichts anderes macht, wird dabei vergessen.) Das Problem der Schlagzeuger ist, dass sie nach einer unglaublich komplexen Ausbildung an allen Instrumenten des Schlagwerks – Pauken, Trommeln, Triangel, aber auch Drumset, Xylophon, Vibraphon –, nach dem auch körperlich anstrengendsten Training aller Musikstudenten, später im Orchester rumsitzen und nichts zu tun haben.“
    .
    Mehr davon?
    Googeln hilft, hier nach „Süddeutsche Zeitung Grabenkämpfe klassische Musik“.

  161. @nico
    R-Klasse, OK, das ist...

    @nico
    R-Klasse, OK, das ist was fuer chinesische Parteikader!
    Aber bitte nichts gegen die alte G-Klasse!
    Ich hab den 1. in den 80ern gefahren, damals 230GE kurz und auch heut haben wir noch einen GD Diesel im Fuhrpark, der inzwischen schon 8 Jahre alt ist. Das ist ein echtes Arbeitsgeraet, ein Muli, welches urspruenglich fuer das Militaer geplant wurde und die Qualitaet ist top!
    Sie meinen wahrscheinlich diese Yuppie-SUVs, ML etc.

  162. @mawu: Auch wenn meine...
    @mawu: Auch wenn meine Kenntnisse bezüglich Tasteninstrumenten begrenzt sind und Flügel sicherlich nicht so individuell sind wie Streichinstrumente, so würde ich trotzdem folgende Übertragung wagen: Es gibt nicht „das richtige Instrument“, sondern es hängt vom je eigenen Spiel ab. Ich würde mich daher beim Kauf eines wirklich guten Instruments vom Klavierlehrer oder der Klavierlehrerin beraten lassen, weil die, wenn sie etwas taugen, das eigene Spiel besser beurteilen können als man selbst und folglich auch wissen, welches Instrument zu einem paßt. Mein Cello wurde vor dreißig Jahren von meinem damaligen Cellolehrer ausgesucht und ich finde es (im Rahmen des damals vorgegebenen Preises) nach wie vor ein großartig klingendes Instrument. Es gibt natürlich bessere, aber die liegen auch deutlich jenseits meiner finanziellen Möglichkeiten.
    Für den Anfang aber würde ich tatsächlich zu einem guten Midi-Masterkeyboard und einem Expander tendieren, denn das Üben mit Kopfhörern, gerade wenn man sich wegen Zwillingen das gleiche Pensum zweimal anhören darf, schont die Nerven der restlichen Hausbewohner ungemein (es gibt allerdings auch Klaviere mit Umschaltmöglichkeiten, wenn Sie gleich etwas mehr Geld anlegen wollen).

  163. Nur mal so als Hinweis: wenn...
    Nur mal so als Hinweis: wenn ich nachher was über die Adventseinkäufe der Starnberger und Französinnen mache – wohin möchte das werte Publikum dann nach Kommentar 100 abschweifen?

  164. Übrigens muss ich als...
    Übrigens muss ich als Vermieter sagen, dass ich es auch sehr begrüsse, wenn in unserem Haus in der kleinen, dummen Stadt an der Donau die Klavierübung mit Kopfhörer stattfindet. Es sieht auch gar nicht mehr so furchtbar schlimm aus.

  165. @Devin08
    Zwischen Uschi Glas...

    @Devin08
    Zwischen Uschi Glas und Uschi Obermeier gab es eine Zeit lang keinen großen Unterschied? Mein Gott, die Uschi!
    Man kann Rosinen auch mit frischen Weintrauben vergleichen.
    Ich persoenlich fand in „diesem Film aus dieser Zeit“ in der Uschi Glas eine Rolle hatte, das mehr interessant, was Werner Enke unter dem Kopfkissen hortete!
    Glas in Corsage war damals nix und heute? Naja, sans commentaire !

  166. wohin möchte das werte...
    wohin möchte das werte Publikum dann nach Kommentar 100 abschweifen?
    .
    katz kontent zieht hier nicht sonderlich. wenn hier von dubai die rede ist, wird nach etlichen posts dann nach empfehlungen zum klavierkauf gefragt.
    .
    das hier ist hier kein blog wie die anderen. ist aber auch nichts neues.
    ist aber schön.

  167. "ist aber schön."
    .
    Oh,...

    „ist aber schön.“
    .
    Oh, absolut.

  168. @Don Alphonso
    Starnberger und...

    @Don Alphonso
    Starnberger und Französinnen? Abschweifen, na sagen wir, auf Italienerinnen!
    Bei dem tristen meteo heute (regen ohne Unterlass bei 12,5°) sind Italienerinnen die schoenere Abschweifung…, als z.b. Uschi G.

  169. Mir gefällt's auch. Es ist...
    Mir gefällt’s auch. Es ist einfach nette Konversation und die entwickelt sich nunmal von ihrem Ausgangspunkt weiter. Trotzdem bedarf es wohl immer wieder eines neuen Themas von Don Alphonso, denn sonst würde sich die Plauderei irgendwann zerstreuen. Nach wie vor würde ich sagen: weiter so!
    .
    Hinzu kommt, daß man sich ja auf keinem anderen Wege „private“ Fragen stellen kann, was übrigens auch interessant wäre – oder vielleicht auch nicht, es ist gerade das möglicherweise das „Salz in der Suppe“…

  170. Also wenn Sie Platz genug...
    Also wenn Sie Platz genug haben würde ich statt eines Klaviers zum Digitalflügel von Yamaha raten. Die Tastatur mit Anschlag ist vom Klavier bzw. dem realen Flügel wirklich nur minimal unterscheidbar. Der Klang ist recht gut, vor allem aber die Lautstärke regulierbar wenn der Nachwuchs übt. Und zur Not kann man dem Spieler (bzw. der Spielerin) den Kopfhörer aufsetzen ( Beyerdynamic 880 pro z. B.).
    Das kann man am realen Klavier nicht. An diesen elektronischen Geräten kann man darüber hinaus die Anschlagdynamik einstellen, d.h. für die Kids die Bandbreite im Anschlag begrenzen. Solange bis die genug Kraft in den Armen für fff und genug Sensibilität in den Fingern für ppp haben. Für FFF ging Gilels bei Brahms mal vom Sitzen ins Halbstehen vor dem Flügel um fest genug donnern zu können. Aber das ist für nicht Gilelse weder unter dem Aspekt der Treffsicherheit noch des Klangs empfehlenswert. Und wenn es wirklich ein akustisches Klavier sein soll nehmen Sie ruhig ein Steinway. Lassen Sie es aber im Lager vom Nachwuchs bespielen und nehmen das mit dem der Nachwuchs den gleichmäßigsten Anschlag hinbekommt.
    Einen schönen ersten Advent!
    abiter dictum: Philipp Glass würde mir als Komponist nicht so zusagen. Die minimalistische Repetitionsmasche nutzt sich doch schnell ab. Abgesehen davon dass J S B seelig ein Choralvorspiel mit durchgehend perkussiv auf der Orgel anzuschlagenden Akkorden ( Achtel!) komponiert hat und also auch schon wusste wie man das macht. Ich spiel das manchmal und lass dann raten wer es komponiert hat. ( Dafür muss man es etwas schneller spielen….)

  171. Oh, ich haette da einen Wunsch...
    Oh, ich haette da einen Wunsch zur Abschweifung: von Weihnachten zu Franzoesinnen zu Frauen zu schoenen Beinen zur Verwendung von schoenen Beinen beim Klavierspielen (sehr erotisch) zum Ballett am Hofe Louis X!V bis XVI zu Autobeinen zu MB, dann RR, dann Bentley, dann Ezspressomaschine.
    Bei den beiden Louis‘ mach’ich mit.
    @alle: Danke fuer die Erhellung btr. Schiessbude.
    @Grimaldeli: Da haette ich selbst drauf kommen koennen. Tat ich aber nicht.

  172. „Zur Sache,...
    „Zur Sache, Schätzchen“
    @Grimadeli: Nun der Altersunterschied beträgt da mal gerade 2 Jahre – zuungunsten der Rosinen. Und immerhin hatte die eine mal einen echten Start aus den 68ern, während die andere nur mit denen schlief. Aber vielleicht ist das ja der Grund, warum Letztere dabei geblieben ist, bis sie dann den Stones begegnete. Man schlief dann weiter mit jemanden, aber nicht mehr so solchen Langweilern. Die andere Uschi hingegen entdeckte ihre Liebe zur CSU und dem Franz, dem Josef, dem Strauss meine ich. Ein echter Systemwechsel, wie dann auch in ihrem Genre, nach „Zur Sache, Schätzchen“.
    Also wer hat hier eigentlich den Bambi verdient?

  173. @Grimaldeli, die alte G-Klasse...
    @Grimaldeli, die alte G-Klasse lasse ich als 2-türige Ranger-Version durchgehen, insbesondere, wohnt man in mediterranen Gefilden zum Transport des Wein-, Olivenöl -und Schinkenvorates oder als Jagdmobil. Aber bitte nicht die Papa-Mobil-Version in schwarz oder weiß als untrügliches Zeichen großstädtischer Dekadenz. Die neue, nein, lassen wir`s. Und die R-Klasse muß denselben Konstrukteur wie der erste Dinosaurier als Coupe-Variante haben. Mit Opulenz dem Untergang entgegen und als Festung, kommen die Araber und wollen die 2 Milliarden zurück.
    @Don, bei den Französinnen werden wir etwas länger…: verweile doch, du bist so schön.

  174. @Devin08: Der TV-Blog ist nun...
    @Devin08: Der TV-Blog ist nun mal die ganz leichte Wolke. TV ist nun mal so, es sei denn zu ganz spaeter Stunde, wenn die Doofen schon schlafen und die Nachtarbeiter munter werden. Fernsehen vor 22.00 Uhr ist sinnlos, danach fragwuerdig.
    .
    Klavier: Da hoerte ich mal Joe Zavinul am Fender-Piano und dachte, das ist was fuer Madame. Kopfhoerer auf-und Ruhe im Haus. Nix da. Sie liebt Klavier nur wenn es laut ist.
    Das Thema Cembalo wurde niemals aussdiskutiert. Krieg mal eins zu bezahlbaren Preisen.

  175. @auch einer: Katz content...
    @auch einer: Katz content zieht bei mir immer. Leider schweife ich ab zu Mensch zu Frau zu Katze zu Kater zu Rabauken zu Manipulation zur Subversion zum leisen Terror, ab dann zu Katzenfutter, Nahrungsverweigerung, dann wieder zum Katzenleben in mehreren Welten gleichzeitig, zum Authismus zu Frauen, die Welt an sich und im Speziellen-warum liegt dieser Mistkater immer auf meinem Verstaerker. Punkt.

  176. Orgeln ohne Kirche, Orchester...
    Orgeln ohne Kirche, Orchester ohne Schloss … da bleibt uns immerhin noch das Autofahren als Ritual.

  177. @nico
    Asche ueber mein Haupt...

    @nico
    Asche ueber mein Haupt und gleichzeitig ein Danke an Sie!
    Durch das Abschweifen auf den den „G“ habe ich die Goldbergvariationen-disc gefunden!
    Sie war in der Garage im CD-Wechsler, welchen ich seit Jahren nicht mehr benutze, da der iPod mit den 60Go deutlich handlicher ist.
    Und was hab ich fuer Schaetze wiedergefunden ausser der Goldberg:
    Eine Polnareff live, eine Volker Kriegel, eine alte Harry Roy.
    Dieser Fund gleicht das truebe Meteo voll aus!
    Bon après-midi
    G
    ps: Mein 1. G in den 80ern hatte den kurzen Radstand und war gruen. Aber damals trug ich auch Lodenmantel, obwohl ich weder Jaeger, noch Jurist bin…
    Der heutige G ist ein Langer und silbern. Den Platz brauch u.a. fuer die Hunde, zuweilen aber natuerlich auch fuer Vino etc.
    Helle Farben sind bei unseren Temperaturen besser geeignet. Die Araber hier unten fahren mit Vorliebe weiss oder beige. Die wisssen, warum!

  178. @Grimaldeli, con mucho gusto....
    @Grimaldeli, con mucho gusto. Abschweifen hat zuweilen Vorteile, stößt man denn auf verschollen Geglaubtes. Glenn Gould`s unterschiedliche Interpretationen aus den Sechzigern und der 20 Jahre späteren z. B.
    A propos: den Vorteil heller Farben kenne ich aus Andalusien. Verstehe nur nicht, warum man auf Beerdigungen so gern schwarz trägt, ist doch so unbequem.
    Don, ich darf an das Thema Beerdigungstourismus erinnern?

  179. Lieber prince Matecki, beim...
    Lieber prince Matecki, beim Wort „Digitalflügel“ schüttelt es ich irgendwie, zumal, wenn ich selbst auch darauf spielen möchte. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, auf Dauer ein lautes Klavier zu ertragen. Es gibt ja diverse Stummschaltungen mit Digitalabtastung, bzw. auch die „Silent Pianos“ von Yamaha (allerdings eben wieder von Yamaha).

  180. @nico
    Nun, Schwarz ist meine...

    @nico
    Nun, Schwarz ist meine Lieblingsfarbe.
    Wenn es auch die Haare schon lang nicht mehr sind und die waren, man sagt, glaube ich, kohlrabenschwarz, an Kleidung bevorzuge ich die Farbe schon.
    Wobei, im Sommer natuerlich weiss ueberwiegt.
    Und schwarz schmeichelt ausserdem der Figur!
    Auch einer meiner Wagen ist schwarz, wobei der eigentlich gruen sein sollte…

  181. Nun wieder daheim sitzend :...
    Nun wieder daheim sitzend : ach diese Geräte sind besser als ihr Ruf und die Tastaturen und Pedale beim Spielen mit Augenbinde praktisch nicht von einem echten Flügel zu unterscheiden ( es wird eine Hammermechanik nachgebildet innen). Auch der Klang ist ganz gut, solange man ein (auch gern größeres ) Wohnzimmer beschallen will.
    Bei den Stummschaltungen und Abstater-Klavieren ist der Klangeindruck dem Digitalklavier meilenweit unterlegen. Wenn Sie mal nach Ibbenbühren kommen, besuchen Sie Musik-Produktiv und spielen Sie mal auf sowas. Die Yamahas liegen von knapp 4000 bis 13000 Euro. Sie brauchen zwar Strom, aber müssen nie gestimmt werden.
    Beim Cembalo einkalkulieren den Luftbefeuchter (hab ich im Winter immer am laufen weil bei unter 50 % Luftfeuchtigkeit akut Gefahr für den Resonanzboden) und das Stimmen. Fürs Cembalo hab ich Stimmknebel und ein Digital-Meter. Wenn man das auf A 415 (oder etwas angenehmer A = 420) umprogrammiert kann man damit ganz gut selbst stimmen. Da auch die Kiele auf Feuchtigkeit und Trockenheit reagieren sowie auf die Spannung der Saiten muss man nach dem Stimmen die Springer und die Stellschraube ( Überhang des Leder- oder Federkiels) nachregulieren. Ohnehin altern die Kiele.
    Die Elektronik hat schon was für sich.
    Höre gerade Bach Kantaten BWV 48, 5, 90, 56 Bach Pilgrimage Monteverdi Chor und Orchester, Gardiner („So löschet im Eifer der rächende Richter…“)

  182. @mawu
    Auf einer Cebit, Anfang...

    @mawu
    Auf einer Cebit, Anfang der 90er, hatte ein Austeller einen Fluegel mit einem Computer ausgestattet, welcher klassiche Musik spielte.
    Es klang traumhaft!

  183. @Grimaldeli - sehen Sie,...
    @Grimaldeli – sehen Sie, schwarz ist auch meine Lieblingsfarbe! Dafür ist einer meiner Wägen schwarz, einer schwarz-grün und einer grün…
    .
    @prince Matecki – das mit der Luftfeuchtigkeit ist ein Problem. Vermutlich werde ich daher auch beim Stage Piano landen, das ist am flexibelsten und auch eine Mechanik usw. Oder eben das Silent Piano von Yamaha, das muß wahnsinnig gut sein, sagte ein Freund.

  184. Dauert noch etwas mit Advent...
    Dauert noch etwas mit Advent und Starnberg – ich musste erst mal mein Oparad reparieren und testfahren.
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1537945/

  185. mawu und prince Matecki!
    Das...

    mawu und prince Matecki!
    Das musste ja kommen mit den Yamahas. Ja, das sind sicher die besten digitalen/nicht-akustischen Instrumente, und die Japaner sind auch die besten Handwerker im kleinen – und die besten Spione, auch bei Steinway. Aber ich rate trotzdem ab. Werimmer den Platz hat oder sich beim Don eingemietet, sollte auf seinem teutonischen Recht auf Hausmusik bestehen. Akustische „vibrations“ sind nicht ersetzbar, nur die erzeugen Synapsen. Glaubt mir, ich habe genug asiatische Studenten… Ueben mit Autistenklemme ist Gift! Das kann der Don als Kinderloser natuerlich nicht verstehen. Wenn also Platz, Klang und Raumgefuehl fuer mehr als ein elektrisches Zwitteryamaha da ist, kauft ein Klavier. In der Tat, das muss man dann individuell ueberpruefen. Kann gerne auch gebraucht sein. Euterpe bietet ein gutes Preis/Leistungsverhaeltnis, fuer Norddeutsche hat Bechstein einen „Playroom“ in der Europa-Passage HH. Nehmt den Nachwuchs mit, aber nur keinen Flohwalzer und keine Elise spielen!

  186. Hoffentlich reden wir nicht...
    Hoffentlich reden wir nicht aneinander vorbei. Als „stage piano“ bezeichnet der Techniker ein Keyboard, das zwar 88 Tasten hat, wenn es gut ist eine unterlegte Mechanik und digitale gesamplete Klaviersounds, ansonsten aber auf ein Metallgestell aufgebockt werden kann und keine Lautsprecher hat sondern an die Anlage der Band angeschlossen wird. Es gibt auch welche mit 76 Tasten und die Keyboarder der Bands haben manchmal 2 oder 3 auf dem Gestell übereinander für die Klangkontraste, dann braucht man nicht hektisch umzuschalten und kann trotzdem eine Zeile im honkey-tonk oder anderem Klageeffekt begleiten.
    Manchmal wird auch der meist abrufbare alte hammond sound ganz gern genommen, und auch das Cembalo bei Filmmusik oder in Songs ist meist die gesamplete elektronische Version. Gute stage pianos schalten bei Orgel und Cembalo Simulation automatisch die Anschlagdynamik ab.
    Auch da würde ich Probespielen sehr empfehlen.

  187. @Driver - die "Silent Pianos"...
    @Driver – die „Silent Pianos“ von Yamaha sind normale, akustische Instrumente, die irgendwie abgekoppelt werden können und dann alternativ im Kopfhörer digital spielbar sind: http://de.yamaha.com/de/products/musical_instruments/keyboards/silentpianos/
    .
    @prince Matecki – genau das meine ich mit „Stage Piano“

  188. Jazz, Schiessbude, Cembalo:...
    Jazz, Schiessbude, Cembalo: hier etwas Erhellendes von Herrn Jacobs.
    Seht schoen. Mehr als das.
    http://www.youtube.com/watch?v=DY3LoBd1ZPs&feature=PlayList&p=8949CC226BDFEE41&index=7

  189. Die "Vibrations" entstehen ja...
    Die „Vibrations“ entstehen ja egal ob durch elektronische oder mechanische Tonherstellung, gleiche Lautstärke vorausgesetzt. Der Kopfhörer ist da nur ein Notbehelf, aber einer den ich auch an meiner Anlage ( trotz der proAc Lautsprecher) nachts nicht missen möchte.
    Wer sich mit Psychoakustik beschäftigt und mit Messungen, der weiß: auf diesem Gebiet wird viel erzählt und mit Verve als Evangelium verkündigt, das dem Test des Doppelblindversuchs nicht standhält. Solche Glaubenskriege werden im Orgelbau auch um mechanische Spiel- und Registertraktur ausgefochten (obwohl man ohne Assistenz zum Registrieren für die Vorprogrammierung dankbar ist) oder bei Anlagen um Röhre und Transistor, Phono analog oder CD…. Ich habe auch immer noch den Tangentialplattenspieler, aber an Vodoo auf diesem Sektor glaube ich nicht. Die unmittelbarste Rückkopplung der Finger hat man beim Clavichord. Da kann man dann sogar Vibrato manuell versuchen. Ansonsten – wenn beim Anschlag der Druckpunkt vorhanden ist und der Widerstand der Tastatur, das Aufschlagen der Tasten am Endpunkt, der Widerstand des Filzhammers und die Repetition, wenn das Messmikrofon am Ohr die Dezibel registriert und damit Emotion ( z B in der Wellenform eines abgeleiteten EEG) induziert wird, dann ist die Art der Erzeugung der Schwingungen ziemlich gleichgültig.

  190. Aber taugen die elektronischen...
    Aber taugen die elektronischen Teile auch als Wertanlage?

  191. Was taugt bei den heutigen...
    Was taugt bei den heutigen Fertigungsmethoden und Produktzyklen noch als Wertanlage?

  192. Und jetzt frage ich mich: War...
    Und jetzt frage ich mich: War das, was Mr. Jacobs da bespielte ein Cembalo?
    Ein Clavicord?
    Ein Clavicimbel?

  193. @Don
    Die Verwertungsrechte an...

    @Don
    Die Verwertungsrechte an der Partitur von einem Genie.

  194. Nein, verehrter Don, als...
    Nein, verehrter Don, als Wertanlage taugt Elektronik nur ausnahmsweise. Etwa Accuphase Verstärker sind auch nach 10 Jahren rund die Hälfte des damaligen Kaufpreises wert, das ist recht wertstabil. Aber bei den stage pianos ist das sicher nicht der Fall, da sind Marken und Design etwas modeabhängig und die Generationen werden a billiger und b jedenfalls in den letzten 10 Jahren jeweils geringfügig besser.
    Wenn der Platz reicht, die Nachbarn und die Hellhörigkeit der Behausung kein Thema sind, regelmäßiges Stimmen und Wartung gewährleistet sind und keine häufigen Umzüge zu erwarten, dann empfehle ich den Blüthner (oder nach Maßgabe der Sympathie den Steinway usw).

  195. Das was Herr Jacobs da...
    Das was Herr Jacobs da bespielt ist ein italienisches Cembalo ( bzw dessen Nachbau), Typ venezianisch und ins 17. Jahrhundert zu datieren, meist mit zwei 8 Füßen ausgerüstet und Lautenzügen. Demgegenüber haben die Cembali aus dem 18 Jahrhundert als Einmanualer meist 8 `4`als Register.

  196. Lebet einfach. Was zählen...
    Lebet einfach. Was zählen schon Werte, habt ihr nicht gelebt.

  197. @prince Matecki: Woher wissen...
    @prince Matecki: Woher wissen Sie das bloss? Davon abgesehen, das Stueck gefaellt mir. Haben Sie irgendeine Ahnung wo man so etwas erhaelt? Eventuell mit einer Idee, wie tief ich in meinen schmalen Beutel greifen muss?

  198. @prince Matecki - also ich...
    @prince Matecki – also ich habe vor langem mal neugierigerweise einen alten High-end Röhren-Vorverstärker meines Schwiegervaters ausprobiert – damit war’s um mich geschehen. So einen schönen, natürlichen Klang hatte ich noch nicht gehört. Meine Anlage habe ich dann sukzessive umgestellt (Audio Research, JBL K2). Ich bin ziemlich überzeugt davon, daß der Unterschied Röhre-Transistor hörbar ist, speziell im Vergleich. Die Dynamik eines echten Instruments ist hingegen nach wie vor kaum reproduzierbar, wobei auch bei einem echten Instrument Probleme der Raumakustik gibt. Aber das, lieber Don Alphonso, wäre ja einen eigenen Blogbeitrag wert.
    .
    Um den Jazz nicht zu kur kommen zu lassen, empfehle ich das Tomasz Stanko Quartet. Absoluter Spitzenjazz. Diese Aufnahme des Stück „Kattorna“ könnte ich derzeit ca. 100x täglich hören, einfach Wahnsinn:
    http://www.youtube.com/watch?v=VC08wS44ZuA

  199. Ja, man hört Unterschiede...
    Ja, man hört Unterschiede zwischen Röhre und Transistor (bzw IC). Röhren produzieren mehr Verzerrungen beim Verstärken, aber dafür sog. „harmonische“, d.h. welche in ganzzahligen und intervallartigen Verhältnissen zum Grundton. Das stört uns nicht so. Dafür haben Röhren weniger Leistung, altern deutlich, brauchen eine Heizspannung usw. Meine proAc bräuchten einen 2×200 Watt Röhrenverstärker, da muss man dann einiges auf die Theke legen. Mit JBLs mit besserer Effektivität ( output bei gegebener Eingangsleistung, Schallpegel pro 1 Watt) geht das deutlich besser. Allerdings bleiben die Verzerrungen, die kann man im Meßschrieb nachweisen. Aber wir glauben unseren anpassungsfähigen Ohren mehr.
    Also die Aufnahmen von René Jacobs sind eigentlich als CDs weitgehend erhältlich, seine Opernprojekte (u.a. auch an der Lindenoper in Berlin) sind auch auf DVD erhältlich. Aber wenn Sie so ein Cembalo suchen:
    Das gibt es als Bausatz, wenn sie sehr handwerklich begabt sind knapp 8000 Euronen und 200 bis 250 Stunden Eigenleistung. Bei Sassmann
    http://www.sassmann.de/preisi.htm
    kommt sie ein „Italiener“ mit etwa 11,5 tausend Euro auch nicht viel mehr, aber Sassmann als Cembalobauer ist wirklich sehr gut. Wenn er nicht gerade eins da stehen hat, erwarten Sie längere Lieferzeiten. (und nahc meiner Schätzung ist
    das keine sehr aktuelle Preisliste)
    Neupert ist als Serienbauer verschrieen, hat aber inzwischen schöne Kopien historischer Instrumente. Ein Italiener dort kostet 17.800 Euro, ist aber nicht nur gut verarbeitet sondern auch schön gestaltet und hat eine Stimmwechseleinrichtung von 415 auf 440 Hz. Neupert ist auch im Internet.
    Daneben gibt es reichlich handwerkliche Cambalobauer in Deutschland, die Ihnen das auf Bestellung bauen.
    Ein Italiener hat relativ dünne Böden und Resonanzböden, dementsprechend sind die Leisten mit den Saiten auch nicht sehr stramm gespannt für die Stimmung. Deswegen sind Italiener recht lang, anders als die Franzosen sind 2,40m Länge gar kein Thema. Das bedeutet aber auch regelmäßig stimmen.
    Den Deckel kann man abmontierbar machen lassen ( so wie Herr Jacobs im
    Video. Sowas macht man meist im Orchester, wenn der Dirigent dran sitzt. Das ist aber nicht historisch, das Cembalo war oft rechts, hinter dem Deckel waren Kontrabass und Fagott (deren Noten lagen auf dem schrägen Deckel auf einer Leiste) und der Cellist saß davor. Rechts (vom Cembalist aus gesehen) war dann Viola und dann die Geigen. So eine Sitzordnung ist (Bass links, Geigen mit der Öffnung nach hinten!) genau entgegengesetzt wie heute im Orchester, wo oft Geigen links, Celli rechts und Kontrabass hinten gesetzt werden.

  200. Oh die Wirkungen des...
    Oh die Wirkungen des Burgunders! Das Cembalo in der historischen Sitzordnung war links vom Publikum aus gesehen. Mittig bei der Dresdener Sitzordnung die in Diderots Enzyklopädie abgebildet ist ( aber dort ist auch ein zweites nachgewiesen hinten)

  201. Allein wegen der Links zu Oper...
    Allein wegen der Links zu Oper und Jazz ist dieser Blog schon Gold wert!
    Danke Filou und mawu!
    ps: Hoer grad Tomasz Stanko Quartet, zwar nur ueber Yamaha,l eider nicht ueber Roehren.

  202. @prince Matecki - ja, die JBLs...
    @prince Matecki – ja, die JBLs haben Hörner, das kommt den Röhren natürlich entgegen. Mit 2x200W kann ich auch dienen, daran mangelt es nicht, dafür an einem Cembalo. Das heizt aber wiederum nicht so gut…
    .
    Ihre Bausätze für Cembali erinnern mich wiederum an die „Fastbuild Kits“ für Flugzeuge. Schon 5.000 Stunden später sitzt man im selbst zusammengebastelten Flieger. Na denn, gute Nacht!

  203. Vielen Dank Prince Matecki....
    Vielen Dank Prince Matecki. Ich darf doch bitten! Natuerlich weiss ich, wo ich meine CD’s und anderes bekomme. Ohne eine gewisse Kenntnis kommt man auch bei YT-Suche nicht so schnell ans Ziel.
    Soweit die beleidigte Leberwurst.
    .
    Wegen der Cembali: Es ist so, dass ich in den einschlaegigen und rennomierten Geschaeften bei meiner Nachfrage nur fassungslose Blicke zu sehen bekam. Allerdings bin ich aus verschiedenen Gruenden der Sache nicht sehr engagiert nachgegangen-eine Frage der Prioritaeten und des Geldes (selbstverstaendlich).
    Zaeh aber verfolge ich das Ziel. In der Hoffnung, noch vor dem Ende meiner Tage Entsprechendes zu erreichen.
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    Ein Kompliment muss ich Ihrer weitreichenden und tiefen Sachkenntnis machen. Um so mehr, als meine gelegentlichen Erfahrungen mit hoeheren Militaers selten meinen Erwartungen entsprachen. Milde gesagt. Unterboten werden konnten sie nur noch durch Unterhaltungen mit Musikern.
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    Darum nochmals mit allem Respekt: Danke.

  204. @Grimaldeli: Man bringt gerne...
    @Grimaldeli: Man bringt gerne einen positiven Beitrag. Neben Raufereien ist das auch sehr befriedigend.

  205. Werter Don Alphonso,
    Zu Ihrer...

    Werter Don Alphonso,
    Zu Ihrer Frage von 18:53 kann ich die uralte Fertigungsmethode der sexuellen Reproduktion mit dem Resultat eines hin und wieder lebenslang haltenden Produktes namens Kind als Antwort vorschlagen.
    Zivilisationen wurden auf diesem Produkt in unterschiedlicher Güte auf allen habitablen Kontinenten errichtet, oft mit längerer Haltedauer als Dubai´sche Sandkastenspiele.
    Alles andere ist irgendwann wertlos, da hätte ich es mit nico 19:39.
    Windhauch, Windhauch, alles ist Windhauch.

  206. Ha! Darüber - und die...
    Ha! Darüber – und die Endlichkeit solcher Freuden – schreibe ich gerade den nächsten Beitrag.

  207. @Filou - was die...
    @Filou – was die Unterhaltungen mit Musikern betrifft, kann ich Ihnen nur beipflichten. Es ist eben so, daß im Prinzip auch der Dümmste sein Extrapyramidales Motorisches System so lange trainieren, bis er Laufen oder Klavierspielen kann. Und dazu muß man auch die Energie und Zeit aufbringen – nicht ganz einfach. Intelligente Musiker gibt es natürlich genauso, aber scheinbar wesentlich weniger, als man erwarten würde.
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    Na, lieber Don Alphonso, da bin ich ja mal gespannt auf Ihre Perspektive. Bezogen auf das Endprodukt – in dem Fall von extern.

  208. Sehr gut, Don. Dann besteht...
    Sehr gut, Don. Dann besteht immerhin die Chance, dass nach dem ganzen Technik-Gedröhne hier auch mal wieder die Damen das Wort ergreifen.

  209. @Filou
    Ich bin zuweilen eine...

    @Filou
    Ich bin zuweilen eine Mimosa!
    Aber das ist auch gut so…
    Bon nuit

  210. @fionn
    Gruezi in die CH
    Ich...

    @fionn
    Gruezi in die CH
    Ich hoffe, Sie sind heute mit Cookie trockener zurueckgekommen vom Gassi, als ich soeben. Es hat heut nur einmal geregnet, aber das ununterbrochen!
    Cookie hiess uebrigens unser Airdale, der uns vor 5 Jahren verlassen hat.

  211. Noch zum Schluss bemerkt: Auf...
    Noch zum Schluss bemerkt: Auf der Miami Beach Antique Show gibts im Januar grosse Auswahl an gebraucht Fluegeln mit Computer gesteuerter Mechanik. Verblueffend! Klaviere die sich selber spielen und Eingangshallen verzaubern. Ab 50.000$

  212. @muscat
    Bei den Erdbeeren war...

    @muscat
    Bei den Erdbeeren war ich leider beim Straßenverkauf noch nicht aktiv. Ich bin da ein zu großer Anhänger (selbst Landwrt) der biologischen Landwirtschaft. Alnatura hat da den Markt sehr gut durchdrungen, nachdem sich der mir sehr liebe Anbieter Basic durch die Lidl’sche Unternehmung selbst masakriert hat. Die Hessen sind halt doch kleverer als die Altbayern; aber das ist nur eine Tautologie
    @ Don Alphonso: Seit kurzem gibt es so etwas auch in Regensburg (Dachauplatz), also wenn Sie sich aus Oberbayern raustrauen..

  213. Müssen Sie nicht...
    Müssen Sie nicht freischalten, denn es gehört ja nicht so richtig hier hin, aber da Sie sich gerade mit englischer Literatur beschäftigen … E.F. Bensons Lucia Romane würden Ihnen vielleicht gefallen. Falls sie die nicht ohnehin schon kennen. Nicht gerade im Walhalla der Literatur, aber sehr unterhaltsam.

  214. Ach, eine bessere Abchweifung...
    Ach, eine bessere Abchweifung als Bücher kann ich mir gar nicht vorstellen (lese gerade kommentierungsfaul den Roman „Krematorium“ von Rafael Chirbes)

  215. Ich würde kein Cembalo im...
    Ich würde kein Cembalo im „Fachhandel“ kaufen. Kontaktieren Sie einen der Instrumentenbauer oder Neupert ( Wittmayer und Sperrhake bauen nicht mehr, aber ab und zu sind solche Instrumente gebraucht zu haben). Wenn Ihnen ein gebrauchtes angeboten wird, kaufen Sie keines dass nach Flügel- Konstruktionsbedingungen ( „Rastenbauweise“) bis etwa Mitte der 70er / Anfang der 80er gebaut wurde. Kaufen Sie ein historisches („Kastenbauweise“) und achten Sie auf überholte Mechanik, regulierte Springer und neue Kiele ( die Leder oder Federkiele mit denen die Saiten angerissen werden). Die „Silbertonkiele“ bei Neupert sind Kunststoff, aber was das Verschleißverhalten angeht ein echter Fortschritt. Allerdings nichts für Fanatiker der historischen Korrektheit. Gleichwohl benutzen diese zu dieser Jahreszeit auch elektrische Lampen neben den Noten und keine Unschlittkerzen.
    So, nach dem Adventskonzert des Musikkorps der Bundeswehr und angesichts des auch morgen früh hektisch weitergehenden Geschäfts des Regierens eine gute Nacht.

  216. @Vadder Krause: und ich hab...
    @Vadder Krause: und ich hab den Sindelfingern schon Anfang der 80er den Vogel gezeigt, weil sie sich darüber echauffierten, daß die Zebrastreifen aus Marmor nicht so billig waren wie 3 Jahre Farbmarkierung zu Fuß. Jetzt bleiben sie ihnen erhalten, auch ohne daß sie dafür Geld ausgeben müssen!

  217. Geschäftig sind die...
    Geschäftig sind die Menschenkinder,
    Die große Zukunft von kleinen Meistern,
    Als Mitbegründer, Miterfinder
    Sich diese Welt zurechtzukleistern.
    .
    Nur leider kann man sich nicht einen,
    Wie man das Ding am besten mache.
    Das Bauen mit belebten Steinen
    Ist eine höchst verzwickte Sache.
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    Welch ein Gedrängel und Getriebe
    Von Lieb und Haß bei Nacht und Tage,
    Und unaufhörlich setzt es Hiebe,
    Und unaufhörlich tönt die Klage,
    .
    Gottlob, es gibt auch stille Leute,
    Die meiden dies Gewühl und hassen’s
    Und bauen auf der andern Seite
    Sich eine Welt des Unterlassens.

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