Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der roadsterfahrende Christbaumkugelbär

| 204 Lesermeinungen

Ich übernehme für Folgen aus diesem beitrag keinerlei Verantwortung, und besonders nicht, wenn Frauen und Kinder an den Rechner gelassen werden. Mehr denn je gilt: Lesen auf eigene Gefahr. Denn nichts und niemand, ausser vielleicht Osama bin Laden und unangenehm kleinliche Schweizer Hasser von Minaretten, ist gefeit gegen die Verlockungen in bester Münchner Lage - und schon gar nicht die besseren Mütter aus Frankreich und Starnberg.

Wenn man das zierlichste Näschen von seiner liebsten Braut
Durch ein Vergrößerungsgläschen näher beschaut,
Dann zeigen sich haarige Berge dass einem graut.
Joachim Ringelnatz, Genau besehen

Die aschblonde Französin raucht hastig, und schaut nervös durch das Fenster. Sie muss rauchen, denn der Tag war menschlich eher schwierig, und sie muss schauen, denn mit der Zigarette darf sie nicht hinein. Drinnen quäken ihre Kinder mit denen einer typischen, jedoch nicht rauchenden Starnberger Mama um die Wette. Die aschblonde Französin trägt einen feinen Wollmantel über dem kurzen Rock und einen unfein gestressten Zug in den Mundwinkeln. Als sie noch keine Kinder hatte, sah sie rauchend vielleicht gar nicht unelegant aus. Hier jedoch, in der abendlichen Kälte des ersten Voradvents, sieht sie einfach nur aus wie eine vermögende Französin, die sich das Kinderhaben vermutlich anders vorgestellt hat.

Bild zu: Der roadsterfahrende Christbaumkugelbär

Die Kinder jedoch haben sich das Kindersein einer im Normalzustand immer noch eleganten und vermögenden Französin in Aschblond vermutlich genau so vorgestellt: Mama ist draussen, und drinnen richten sie maximales Unheil an. Alles ist zerbrechlich, aus dünnem Glas und teuer, mit jedem falschen Griff zu einem Gegenstand könnten sie, herkulesgleich, Bäume umreissen, und man sieht den Verkäufern an, dass sie am liebsten jede Sekunde zugreifen würden, um Schlimmeres zu verhindern. Eine unerträgliche Spannung der unausweichlichen Katastrophe liegt über der Szene, nur die Starnberger Mama bekommt nichts mit und fragt ihre Tochter in  blauem Flanell: Willst Du das? Oder das? Oder beide?

Keine hundert Meter wäre, glühweingeschwängert und sangesüberdröhnt, der normale Münchner Weihnachtsmarkt, voll mit Italienern und deutscher Provinz, die sich mal was in München gönnen möchte. Dort sind Kinder und Mütter durch eine Bretterwand und Personal von ihrem zerstörerischen Treiben getrennt, dort kann man schauen und kaufen, aber nicht anfassen. Hier, in jenem Tischdekorgeschäft, das sich in dieser Zeit zu einer kitschigen, goldüberladenen Schatzkammer wandelt, ist das anders. So offen man alles anfassen kann, so prohibitiv sind die Preise.

Bild zu: Der roadsterfahrende Christbaumkugelbär

Schuld ist natürlich nur das grosse Kleiderkaufhaus gegenüber und deren Unfähigkeit, Starnberg das zu liefern, was der Starnberger Wille ist. Bis vor ein paar Jahren gab es dort jene amerikanisch-britischen Besonderheiten, ohne die es in besseren Haushalten zu Weihnachten rund um den Baum kaum geht. Es ist die Sonnenseite der Globalisierung; dort die Unterjochung mit Chinesischkurse in den Luxuskindergärten, hier die Christmas Trinkles, Phantasiefiguren, Katzen mit gestreiften Socken und Geschenken, elegante Krokodile mit Pumps und Frack, nicht nur als Baumschmuck, sondern auch als Salz und Pfeffer (sagen Sie bitte nichts, neben meinem Dutzend Silberstreuern habe ich die auch), ja sogar eine Krokotasche: Das Damenkrokodil dieser Serie mit Henkel. Für das grosse Kaufhaus reichte der Umsatz wohl nicht ganz aus, und so verschwanden diese Oberklassenprodukte aus dem dortigen Weihnachtsmarkt.

Hier jedoch sind sie noch zu haben, und sind angetan, den kleinen Laden in ein Gewühl aus Entzückensschreien und patschender Kinderhände zu verwandeln. Nicht aller Kinderhände natürlich: Zu Preisen, da in den schlechteren Vorstädten ganze Wohnblocks mit blinkenden Weihnachtsmännern für die Öffentlichkeit illuminiert werden, finden sich tief verschneite Gabenbringer und Elfen, Katzen in Einkaufstüten, roadsterfahrende Bären und Elche und, für die jungen Damen, natürlich auch Froschprinzessinnen mit Perlenkettchen, alles klein, zart, zerbrechlich und nur für ganz bestimmte Innenräume geeignet. Denn dergleichen wäre, beleuchtet und an die Fassaden geklebt, vielleicht noch etwas mehr daneben als jene Las-Vegas-Flutlichter, die andernorts von der stillen Zeit und vollen Auftragsbüchern in China künden.

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Es sind dies die Innenansichten jener stilleren und scheinbar dezenteren Welt, die sich nicht so aufdrängelt – aber im direkten Erleben nicht weniger bunt und schräg, nicht weniger von unartigen Kindern gefordert, aber bei aller Verschwendungssucht und Gier eben auch die richtige, die jenen Kreisen angemessene Begeisterung ist; ein Wollen, das sich nur wenige leisten können und ganz einem selbst, und nicht dem Teilen mit der Allgemeinheit geschuldet ist. In dieser Hinsicht passt es auch, wenn sich diese sehr eigene Welt in einen kleinen Laden zurückgezogen hat, wo das Publikum zwischen Paris und Starnberg und ihr Nachwuchs ganz unter sich bleibt, mit ihren Wünschen und Vorstellungen von einem glücklichen, feenverzauberten Fest.

Natürlich hat das alles auf seine ganz eigene Art und Weise nur noch wenig mit Religion zu tun, auch hier feiert die Profanisierung fröhliche Urstände. Christkinder, Krippen und Ähnliches sucht man vergebens, die Globalisierung der Kinderfreuden kann offensichtlich bei diesen Preisen nur wenig mit Obdachlosigkeit und Behelfsgeburt in agrarischen Zusammenhängen anfangen. Solange die Väter nur genug verdienen, braucht man nicht zwingend einen Erlöser, und angesichts der real existierenden Folgen sind vielleicht zipfelbemützte Braunbären in offenen Sportwagen oder Pelze auch für Christbaumkugeln keine allzu schlechte Ideologie im Arsenal der kindlichen Prägung.

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Die aschblonde Französin hält es nicht mehr lange aus; sie wirft die halbfertig gerauchte Zigarette weg, atmet den Rauch in den Laden hinein aus, und belehrt ihre Kinder, dass sie vorsichtig sein müssen. Dann pflückt sie – höflich und acht gebend, kein Starnberger Kind zu behindern – dies und jenes von den  Bäumen und zahlt, bevor der Nachwuchs auf die Idee kommt, auch zur Decke zu schauen, wo noch mehr davon zu sehen ist. Die Starnberger Mutter dagegen beugt sich hinab zu ihrer Tochter und zeigt hinauf, und kein Stern von Bethlehem könnte die Augen grösser machen, als das Funkeln der mit Kugeln überladenen Kronleuchter, und kein vom Glühwein bezechter Provinzler stört das stille, nun gut, im ersten Moment stille Kinderglück. Sie wählt immer noch aus, als ich gehe; dieses noch und jenes auch, und die aschblonde Französin steht, kinderumwuselt, wieder vor der Tür und raucht die nächste Zigarette.

Von weiter vorne dringt der Lärm des allgemeinen Marktes herüber, die Stadt ist knallvoll und sehr fern von Dubai und London. Später werden sie alle heimfahren, und im Hasenbergl wird das Knistern der Plastikverpackungen in Kinderohren kaum weniger angenehm klingen, als das feine Rascheln des Papiers, in dem Elfen und Elche dem diskreten Fest entgegenträumen, vielleicht sogar in einem Alpendorf zwischen Garmisch und Chamonix, wo es wirklich Schnee gibt, und nicht nur städtischen Matsch, in dem sich Lichterketten aschfahl spiegeln.

Bild zu: Der roadsterfahrende Christbaumkugelbär

Begleitmusik: Überhaupt, wenn man schon auf den religiösen Inhalt verzichtet, könnte man auch von den üblichen Weihnachtsklängen zu dieser Jahreszeit absehen – auch in der Alten Musik wird man gerade wieder mit den üblichen Angeboten von Gregorianik bis Barock überhäuft. Der kontrastprogrammatische, roadsterfahrende Christbaumkugelbär könnte in meinen Augen die CD Olinto Pastore von Glossa sein, amüsante und leichte italienische Singspiele von eben jenem Händel, der in späteren Jahren jene Messen schrieb, denen der Klassikfreund in diesen Zeiten ebenso wenig entkommt, wie das amerikanische Hauskreditopfer den Jingle Bells, und der SPD-Abweichler den freundlichen Aufmerksamkeiten des begünstigten Ministerpräsidenten.

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204 Lesermeinungen

  1. Verehrter Don Alphonso,
    zu dem...

    Verehrter Don Alphonso,
    zu dem Ringelnatz-Spruch faellt mir ein anderer, von Lichtenberg, ein: „Wenn Scharfsinn ein Vergrößerungsglas ist, so ist der Witz ein Verkleinerungsglas.“
    In Gegenwart einer schoenen Frau wuerde ich jetzt nicht zum Verkleinerungsglas raten, sondern, wenn ueberhaupt, zum Weinglas, wissend, dass eine Frau, die um ihre Schoenheit weiss, damit nicht zufriedenzustellen ist, was manchmal ein Segen, ein andermal sehr teuer sein kann.

  2. Elite bei den...
    Elite bei den Weihnachtseinkäufen hier, Elite beim Schweinegrippenimpfstoff dort. Wie schön, dass nicht alle gleich sind. Wobei man auch nie vergessen sollte, dass der positive Freiheitsbegriff der Bibel ohnehin fremd ist.

  3. Guten Morgen, werter Don,
    Sie...

    Guten Morgen, werter Don,
    Sie auf dem Weihnachtsmarkt? Dazu muß ich dringend Max Goldt “ Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens“ empfehlen. Wenn ich morgens die Fußgängerzone Münchens durcheile und bereits ekligen Glühwein schlürfende Menschen sehen und riechen muß, dazu eine Art blechernes Geklimper aus armseligen Lautsprechern die Gerhörgänge mißhandeln, ja dann weiß auch ich, es ist wieder soweit.
    Ist das ein Stück Punschtorte neben dem Bär?

  4. Soll man einen Text mit so...
    Soll man einen Text mit so einem fiesen Eingangszitat wirklich zu Ende lesen?
    Wie ungalant, pfui!

  5. Ach Don, du hättest doch...
    Ach Don, du hättest doch Vater werden sollen. Ganz ehrlich, du hast nur die Ängste der Nichteltern. Wenn ich meine drei jüngsten in so einem Laden loslasse, ist das Inventar normalerweise völlig ungefährdet. Da ist es eher die dicke Dame, die sich als Fabrikantengattin sieht und doch nur einen kleinen Drehereinhaber als Gatten besitzt, die mit ihrem Schirm, ganze Regale leerfegt und sich dann bei den grinsenden Kindern beschwert.
    Nein die kleinen Engel sind in dieser Hinsicht völlig ungefährlich. Draußen, da wo es wirklich spannend ist, zerlegen sie so gut wie nie etwas. Im Restaurant haben die glänzende Tischmanieren und können sogar ihre Lautstärke auf ein erträgliches Maß absenken.
    Dramatisch wird es wenn die reizenden Kleinen bei Tante Margarete mit eingeladen sind. Ja, genau der zu der keiner hin will, aber jeder muss, weil sie doch die mit dem Erbe ist. Dort ruinieren sie in blitzartiger Geschwindigkeit wie ein Tornado alles was in ihrer Reichweite ist. Margarete ist extra von dem grünen Meissner auf schlichtweißes aus der Metro ausgewichen. Das werden sie nie zerstören, aber die große KPM-Vase die ist diesmal wohl erledigt. Ein selten hässliches Teil.
    Selbst beim Weihnachtsbaumschmücken können Kinder sehr fein unterscheiden was Schmuck oder nur ätzend ist. Als Vater brauchst du nur wegzusehen und die ganz großen Scheußlichkeiten werden aussortiert.
    Deine Französin wird andere Sorgen gehabt haben. Das alljährliche Erstellen von Geschenklisten. Egal welche Mühe sie sich auch gibt. Ihre Tante Margarete und ihre Schwiegermutter kann sie nicht zufrieden stellen und viele andere auch nicht. Das lässt Frauen altern. Durch ihre Kinder kann sie in solchen Situationen hindurch sehen. Da fühlt sie sich sicher.

  6. Es ist halt doch...
    Es ist halt doch Frauenverachtung, nur an verschiedenen Exemplaren zelebriert…

  7. Werter Don,
    ich bin ja...

    Werter Don,
    ich bin ja geradezu entsetzt, schockiert ja fassungslos sogar! Krokodile in Frack und Pumps??? Ach wie schön, das auch die wohlhabende Gesellschaft nicht frei von Geschmacksverwirrungen ist und nicht nur das Prekariat.

  8. @Don Alphonso
    Fuer Frauen mit...

    @Don Alphonso
    Fuer Frauen mit heruntergezogenen Mundwinkeln gibt es im franzoesischen ein Idiom, welches ich, als ich es das erste Mal hoerte, falsch uebersetzte: „mal baiser“!
    Ich dachte an Kuesschen, aber das war es mitnichten!
    Heute ist mir die etwas vulgaere Uebersetzungung (in Kurzform m.b.) gelaeufig und ich hoere sie auch zuweilen.
    Die Person, welche sie damals anwandte, eine aparte Person, kam nicht etwa aus der Bidonville, sie war aus dem 16.Ar. in Paris.
    In Westdeutschland konnte man dies Phaenomen in den 80ern an Frauen mit der damals sehr haeufig zu sehenden Porsche-Brille beobachten, das hiess: Porsche-Brille= Mundwinkel nach unten!
    Es gibt aber auch genuegend Maenner mit dieser Physiognomie.
    Bei uns im Uebrigen herrvorragend geeignet, Fahrer von Luxuskarossen in Eigner und Leihwagenfahrer zu unterteilen.
    Roter Wagen aus Maranello+ Mundwinkel oben= Leihwagen
    Roter Wagen aus Maranello+ Mundwinkel unten= Eigner
    Gruss aus dem den 2.Tag sehr verregneten MC
    G

  9. Hmpf. Irgendwie falsches Thema...
    Hmpf. Irgendwie falsches Thema heute. Für mich zumindest…

  10. Mittlerweile haben die meisten...
    Mittlerweile haben die meisten Eltern die anerzogene Blödheit ihrer Kinder der Einfachheit halber in den Alltag mit eingepreist…und lachen ganz heftig, wenn etwas kaputt geht und der kleine, „hochbegabte“ Wanst fragend um sich schaut. Ja,ja Leon-Rochus, das ist nicht schlimm, das zahlt unsere Haftpflicht…komm jetzt, der Spanischkurs bei Berlitz fängt gleich an.
    Es gibt keine Geschichte, die schlimm genug ist, dass sie das tatsächliche gegenwärtige Elend & die Realität in einem Geschäft beschreiben könnte. Es ist ein Fass der Ignoranz ohne Boden…aber es gibt sie noch, ganz selten, diese ruhigen Kinder mit dem freundlichen Lächeln. Meist genauso sympathisch wie ihre Eltern. So etwas überträgt sich eben. Aber die Quote liegt leider nur etwa bei 1/10. Glauben sie mir, ich spreche wirklich aus Erfahrung.
    http://www.youtube.com/watch?v=nojWJ6-XmeQ

  11. Am meisten gehen mir die Elche...
    Am meisten gehen mir die Elche aus Holz, Blech / Blech „antik“ usw. im Pseudo-Landhausstil auf den Keks. Mit denen wird momentan jeder Friseursalon dekoriert. Und diese Prinzessin Lillyfee-Sachen. Häßlich, teuer und überflüssig.
    Bei uns gibt es noch haufenweise alte Silberkugeln, die meine Mutter seit Jahrzehnten sammelt. Leider konnte ich sie noch nicht dazu bewegen, mir diese im Zuge einer vorweggenommenen Erbfolge zu übertragen.

  12. Ein Lob dem aufmerksamen...
    Ein Lob dem aufmerksamen Beobachter! Besonders Ihre Ausführungen zu den Auswüchsen einer fortschreitenden Säkularisierung des Weihnachtsfestes sind m. E. sehr treffend. (Ich fühlte mich an die wohltuende Predigt vom ersten Adventssonntag erinnert.)
    Bei der Schilderung des Weihnachtsschmucks überfällt mich allerdings ein Schauer.
    Ich bin in dieser Hinsicht allerdings auch in keinster Weise tolerant. Was nicht handgemacht aus Lauscha, dem Ezgebirge oder Herrnhut kommt, gehört nicht in meine Stube.
    Ich wünsche eine besinnliche Adventszeit.

  13. Werter Don,

    kitschiger,...
    Werter Don,
    kitschiger, unnötiger Tand bleibt ein solcher, auch wenn die bessere Gesellschaft auf die grandiose Idee kommen sollte, sich Fabergé-Eier an den Christbaum zu hängen (gleichsam um das halbe Kirchenjahr auf einmal abzudecken). Nun ja, ich hoffe sie lassen zumindest von den ekligen Duftkerzen ab (in Ihren Kreisen natürlich aus Walrat und feinsten Blütenauszügen).
    Allerdings, auch wenn mir jeder Weihnachtsmarkt heute ein Gräuel ist und ich niemals meinen Fuß (also keinen der beiden) freiwillig in ein iiehnachtliches Dekorationsgeschäft setzte, muss ich zugeben, dass mich als kleines Kind wohl doch die buntesten Kugeln am meisten zusagten. Und meine Großeltern hatten bunte Glasvögelchen im Baum (..oder aus Plastik? – mir war’s egal), die mir besonders gefielen. Und überhaupt: „Früher war mehr Lametta!“
    Beste Grüße,
    T.I.M.

  14. Werter Don Alphonso,

    der...
    Werter Don Alphonso,
    der roadsterfahrende Braunbär macht sich neben dem sicherlich exquisiten Stück Torte famos. Geben Sie es ruhig zu: Sie hatten, inmitten des hübsch beschriebenen Szenarios stehend, einzig und allein Angst davor, dass Ihnen eines der Gören mit einem „Will haben, Mama“ das Kleinod vor der Nase wegkaufen lässt ;-)

  15. Guten Morgen, Monsieur,

    heute...
    Guten Morgen, Monsieur,
    heute bin ich mit Ihnen leider wieder mal nur ganz & gar einverstanden, aber vielleicht sollte man auch dies ab und an vermerken.

  16. Lars, die hatten noch...
    Lars, die hatten noch vieldavon. Ich stand nur vor der Frage, ob ich zugunsten der Wagenfarbe – der andere war grün wie mein Sunbeam – nicht doch lieber den Elch nehmen sollte. den Bären fand ich dann aber doch gemütlicher.
    .
    T.I.M., ach ich finde, es ist immer noch besser, als Kinder vor der Glotze ruhig zu stellen. Und so bekommen sie wenigstens Dinge, die nicht in Fermost hergestellt wurden, um nach dem fest wieder auf dem Müll zu landen. Man sollte es vielleocht einfach als die moderne Version des dauerhaften Entzückens sehen. Ich privat würde übrigens einen Südtiroler Bergbauernchristbaumtraum bevorzugen. Mit Strohsternen. Aber ich brauche das eh nicht.

  17. Teutobrecht, erfahrungsgemäss...
    Teutobrecht, erfahrungsgemäss hilft auch eine endorphingetränkte späte Stunde und Luft mit schwerem Kerzenduft, auf dass man nicht jenen berühmten Titel der Gruppe Dead Kennedys zitieren muss, in dem es darum geht, dass mit Alkohol nichts geht.
    .
    ErnstWilhelm, man könnte es natürlich auch als Parabel auf die Erbsünde und die Vorbestimmung sehen, Man entgeht nicht seinem Schicksal.

  18. Guten Morgen Byron, ja, das...
    Guten Morgen Byron, ja, das ist eine Punschtorte; zum Glück ohne Alkohol, vom üblichen Lieferanten an den Gestaden des Tegernsee. Und es ist ja kein weihnachtsmarkt, nur ein kleiner Laden, vielleicht 20m², der den Rest des Jahres Silber und feine Tischdecken verkauft. Nur zu dieser Zeit werden sie zur Kinder- und Mütterfalle. Und ich gehe eben auch dort hin, wo es weh tut. Solange es keine Gosse wie die Bildzeitung ist.
    .
    Jochen Hoff, danke für dieses feine Stück Propaganda, aber ich war selbst auch mal Kind, und wenn ich wissen will, wie das ist, also: wirklich ist, dann rede ich einfach mal mit Eltern. Zwischen 0 und 25 ist immer irgendwas, worauf ich blendend verzichten kann. Und es ist ja nicht so, dass ich zu wenig von Kindern erlebe.

  19. @Don Alphonso
    Sollen das auf...

    @Don Alphonso
    Sollen das auf dem einen Bild N°3 Froesche sein?
    Froesche am Weinachtsbaum?
    Ich hab schon viel gesehn! Aber so was?
    Was es im Freistaat alles gibt…

  20. Sehr elegant, sehr gewandt....
    Sehr elegant, sehr gewandt. Bravo!

  21. maria-theresia, immer nur zu,...
    maria-theresia, immer nur zu, nur keine Scheu, und wenn alle immer einverstanden wären, wäre es ja auch langweilig.
    .
    Streuf, der eine bevorzugt Thüringen, andere – nesonders im Süden – lieben dagegen die Grödner Schnitzereien – ich denke, in 60 Jahren ist das, was sich heute in solchen Läden findet, auch schon wieder Grossmutters Tradition, die davon erzählt, wie sie in der guten alten Zeit Anfangs des 21. Jahrhunderts von ihrer Mama… so geht das nun mal. Niemand bekommt heute zu Weihnachten Weihrauch und Myrrhe vom afghanischen Feinkosthändler, nehme ich an.

  22. Parfümierter Weihnachtstee....
    Parfümierter Weihnachtstee. Auch ein Muß!

  23. Gast 99, freut mich, gefallen...
    Gast 99, freut mich, gefallen zu haben.
    .
    Grimaldeli, es ist nicht der Froschkönig (allseits bekannt), sondern sein weibliches Gegenstück. Und ja, so etwas wird gekauft. Andere verschenken zu Weihnachten TV-Geräte, Ballerspiele und Abos der Welt.

  24. Parfümierter Weihnachtstee?...
    Parfümierter Weihnachtstee? Disgusting!

  25. "Solange die Väter nur genug...
    „Solange die Väter nur genug verdienen, braucht man nicht zwingend einen Erlöser“ — Der Satz ist gut! Besser als manche Weihnachtspredigt.

  26. @Don Alphonso
    Bei uns gibt es...

    @Don Alphonso
    Bei uns gibt es sogar Weinachtsbier! Es schmeckt nach Spekulatius!!!
    Kein Scherz! da dreht es mir den Magen. Einem Bayern wird es aehnlich gehn!

  27. Mit der...
    Mit der Weihnachtsschmuckbeschaffung halte ich es so wie der Don mit den Silberkannen:
    Gediegene Qualität, gebraucht zum Schnäppchenpreis.
    Die Sachen verderben ja nicht und es sammelt sich in deutschen Kellern immer mehr an.
    Bis es dann zur Haushaltsauflösung kommt.
    Es sind dann halt meistens klassische Kugen, keine Roadster-Bären.
    Da werde ich wohl noch 30 Jahre warten müssen.

  28. Stilbruch Anfang

    Ach Advent....
    Stilbruch Anfang
    Ach Advent. Herrje. Muss meine RWO-Weihnachtskette aufhängen
    Stilbruch Ende

  29. Werter Don,
    nicht nur Ihre...

    Werter Don,
    nicht nur Ihre Beiträge verschönern mir stets den Tag – es sind auch Ihre Musikempfehlungen. Während ich nun auf meinen neuen Händel warte, höre ich derweil und voller Begeisterung das martialistischte aller Weihnachtslieder: „See the conqu’ring hero comes!“ aus dem Judas Maccabaeus.
    Hochachtungsvoll
    Ihr weißer Rabe

  30. Heißt es überhaupt noch...
    Heißt es überhaupt noch „Adventsmarkt“? Der Advent ist aus gutem Grund abgeschafft, es gibt nur noch Weihnachten, und es beginnt zu Thanksgiving.
    .
    Das wäre doch mal eine Idee für die Oberammergauer Festspiele: Den Santa Claus ans Kreuz zu schlagen, mitsamt seiner roten Zipfelmütze.

  31. ... die Auspeitschung des...
    … die Auspeitschung des Osterhasen zu Gründonnerstag: Ecce cuniculum.

  32. Es ist der Rausch dessen man...
    Es ist der Rausch dessen man Bedarf in einer Jahreszeit zwischen Flachlandniesel, Stadtmatsch und knackiger Kaelte irgendwo in Deutschland.
    Die Sehnsucht nach innerer Waerme, im Bauch, im Herzen, im Hirn, treibt einen hierhin, dorthin; auf Weihnachtsmaerkte oder voluptieus ausgestattete
    Warenhaeuser.
    Ach, wuerden die Kirchen genuegend Volk, Geld und Geist finden, um die Adventmessen so zu feiern, dass man uebervollen Herzens nach Hause
    ginge, einen Vorrat haette, der fuer mehr als eine Woche ausreichte.
    Dem ist nicht so. Der Merkantilismus fuellte die Luecke welche die gefluechtete Spirtitualitaet hinterliess. Da es dem Kommerz an Geist und Glaube
    mangelt, er am Ende garnicht mehr recht weiss, worum es eigentlich gehen sollte, wird alles, alles beliebig.
    Dennoch bleibt die Freude am Licht, an der Farbe und an Musik. Selbst wenn das heute mehr anmutet wie eine mit ihrem billigen Schmuck ersoffene Hure.

  33. "Andere verschenken zu...
    „Andere verschenken zu Weihnachten TV-Geräte, Ballerspiele und Abos der Welt.“
    .
    Und zwar an Kinder, um deren waldorfbewegte Eltern zu ärgern!

  34. Weisser Rabe, Tochter Zion...
    Weisser Rabe, Tochter Zion freue dich, bei der Last Night of the Proms, gehoert es zum Potpourrie der englischen Semannslieder.
    Bei Besuch der Koelner Weihnichtsmaerkte druecke man eine andere Nummer in der Musicbox: My strong right hand with terror armed… (Saul).

  35. Krokodile und Bären in Autos...
    Krokodile und Bären in Autos am Christbaum? Da schüttelts mich als waschechte Erzgebirgerin gewaltig. Aber meine Armeen an Räuchermänneln, Nussknackern, Bergmännern und Engeln und in jedem Fenster ein Schwibbogen sind sicher auch nicht jedermanns Geschmack- auch wenns zum Teil noch von meinen Urgroßeltern stammt.

  36. Also, in den mir bekannten...
    Also, in den mir bekannten besseren Familien findet momentan in Hinsicht auf die Weihnachtsdeko eher eine Rueckbesinnung Richtung 19. Jahrhundert statt.

  37. Und was heisst das? Die...
    Und was heisst das? Die Rückkehr des Pockelhaubenpickels? Nach meiner Erinnerung sind die Bienenwachskerzen etc. schon Trend von 2005.
    .
    medchen, alles ist willkom men, solange es nicht Hummelfiguren sind (wobei die wiederum immer noch erstaunliche Preise auf Auktionen erzielen)

  38. @egghat...
    @egghat
    RWO-Weihnachtskette?
    Sollte das eine von diesen bunten Ketten sein, welche man vor das Fenster haengt? Das nennen wir in unseren Breitengraden „Bordell-beleuchtung“! ;-)

  39. HansMeier555, ich kann mir...
    HansMeier555, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kleinen so ungebildet sind, dass sie die Welt lesen würden.
    .
    Filou, ich las in einem alten Reiseführer über Bayern, geschrieben um 1900, von den entsprechenden Riten am zugefrorenen Tegernsee. Damals gingen die Wiesseer in Tegernsee und die Tegernseer in Wiessee in die Kirche – beide Kirchen sind nah am Wasser, oder damals, Eis. Der Reiseführer nun führt aus, dass man das tat, um den Frauen des jeweils anderen Kaffs nicht die Frömmigleit, sondern die gaachen Wadln beim Schlittschuhlaufen vorzuführen. Was eventuell darauf hindeutet, dass es auch in der besten aller guten, alten Zeiten anders zuging, als die Legende lehren möchte.

  40. BlackJack66, ab und zu, wenn...
    BlackJack66, ab und zu, wenn ich Gäste schockieren will, packe ich Krokodilmann als Pfeffer- und Krokodilfrau als Salzstreuer aus und reiche sie zu Tisch. So wird es dann stets ein unterhaltlicher Abend.
    .
    Grimaldeli, ich denke, es ist keine Überraschung, dass es die Franzosen waren, die mit dem Bodoir ein spezielles Schmollzimmer eingerichtet haben; das Problem scheint also ebenso alt zu sein wie die Unfähigkeit, es zu lösen. Wie auch immer, mit „mal baiser“ zeigt sich der Franzose wieder als vollendeter Herr von Welt im Gegensatz zu dem, was der Deutsche da sagen würde.

  41. miner, als ich noch in der...
    miner, als ich noch in der Grundschule war, trafen sich meine Mutter und eine Bekannte, und die schlug ihr vor, doch schon jetzt in München Wohnungen zu kaufen, da doch ohnehin beide Söhne dort sicher mal Medizin studieren würden. Eine Bekannte mit absolut nullkommagarkeiner Neigung und Befähigung wurde mit allen familiären Mittels durch das Pharmaziestudium gepresst, nur um jetzt alleinerziehende Mutter zu sein. In meiner Jugend war dieser Druck vielleicht noch nicht so institutionalisiert und als Geschäftsmodell vorhanden, die Ziele waren vielleicht etwas kleiner, und nur die Keureichen schickten ihre Kinder ins BWL-Studium nach Passau – aber so ganz ohne war das schon damals nicht.
    .
    muscat, in Pfaffenhofen konnte man schon diesmal wieder enorme Kontingente solcher Stücke, blind und wachsverscmiert, allerorten erwerben. Und gerade in der Erbengeneration könnte man damit eigentlich die Säue, Ochsen und Esel füttern, so viel läuft da zusammen.

  42. Nein, nein, man sollte es in...
    Nein, nein, man sollte es in den Kirchen zur Adventszeit krachen lassen um das Volk von groesse GOttes und der Freude der Botschaft zu ueberzeugen. Was Hollywood schafft, kann eine grosse und lustvolle Religion wie die katholische mit links, braucht man doch nur auf alte Bestaende zurueckzugreifen.
    Licht, Waerme, Gold und Silber, Musik, Musik, Musik. Die Leute muessen erschlagen sein von dem was sie gerade erlebten.
    Es waere doch gelacht, wenn man nicht diesem banalen Dreck á la Lloyd-Webber gewaltig Paroli bieten koennte.
    Es muss gut sein, Qualitaet zeigen-und viel muss es sein. Es muss mehr sein als die simple Seele innerhalb einer Stunde verarbeiten kann.
    Hier sollten die kulturellen Schlachten der Zukunft geschlagen werden. Lasst den Wuestenreligionen ihre Steinigungen. Das pralle Leben soll hier brummen. Korrumpiert die Leute mit Schoenheit und der Sehnsucht der Menschen, selbst schoen zu werden.

  43. Messen des späten Händel?...
    Messen des späten Händel? Ist mir da bisher etwas entgangen oder meinten Sie die meist nicht weihnachtskompatiblen Oratorien des „Caro sassone“. Weihnachten gibts eigentlich immer nur „Messiah“, HWV 56, Teil 1, Pifa und „For unto us a child is born“, tapfer gestemmt von so ehrgeizigen wie überforderten Kirchenchören. Die musikalische Grundversorgung in der bürgerlichen Vorweihnachtszeit deckt eher das „Jauchzet! Frohlocket!“ BWV 248 des sächsischen Kollegen ab!

  44. Don und Grimaldeli: wenn man...
    Don und Grimaldeli: wenn man schon sich im französischen vergreift dann bitte richtig. Infinitiv als Adjektiv geht schon mal garnicht.. Ausserdem ist diese Redewendung aus der alleruntersten Gosse und man ist gut beraten, so man weiter irgendwie dazugehören will, das etwa in Anwesenheit von Damen nie auszusprechen.

  45. Don, ich kann ja meine Mutter...
    Don, ich kann ja meine Mutter mal in Pfaffenhofen vorbeischicken. Sie wird begeistert sein (allerdings nicht von den wachsverschmierten Exemplaren).
    .
    Filou, keine schlechte Idee.
    Und wer´s WIRKLICH besinnlich mag, der kann immer noch „Weihnachten für alle“, „Weihnachten für Senioren“ oder „Weihnachten für Singles“ bei den netten Franziskanern feiern, z.B. hier:
    http://www.exerzitienhaus-hofheim.de/

  46. @Don Alphonso
    Haben die Lehrer...

    @Don Alphonso
    Haben die Lehrer schon wiede Feierabend?

  47. muscat, da krampft mein Herz....
    muscat, da krampft mein Herz. Wenn ich ganz ehrlich bin, finde ich die frommen Brueder, welche herzerwaermende Biere brauen oder feine Likeurchen brennen viel besser. Das ist praktiziertes Christentum. Das liebt der HErr und schenkt diesen Menschen ein langes Leben.
    Moegen sie noch viele Flaschen an mich verkaufen, und mit meinem Geld ihre Beutel fuellen. So tue ich Gutes fuer diese Welt.

  48. Ein paar dicke Autos und ein...
    Ein paar dicke Autos und ein Bankkonto in MC reichen halt nur bedingt als Kulturzeugnis..

  49. Bitte.
    Danke....

    Bitte.
    Danke.

  50. Und schwupps - schon haben wir...
    Und schwupps – schon haben wir eine schöne Abschweifung…
    Also Filou, welche Biermarke bevorzugen Sie denn? Bin ich nicht nett, Don? Jetzt müssen Sie nicht mal kommentieren.
    .
    Also ich finde ja Pilsener Urquell ganz lecker. Oder Licher. Oder Pott´s Landbier.

  51. @Filou
    Advent ist die Zeit des...

    @Filou
    Advent ist die Zeit des Verzichts, da läßt man es eben gerade NICHT krachen, Pyrotechnik ist ebenso tabu wie Fett und Zucker.
    Stattdessen stinklangweilige Gregorianik a capella auf nüchternen Magen, dazu entsprechende Predigten.

  52. Personifizierte Salzstreuer,...
    Personifizierte Salzstreuer, Bärengebaumsel u.ä. finde ich nicht nicht originell.
    Im Einzelfalle geht es nicht einmal um die Qualität, sondern um die Qual,dass
    wohl immer etwas erfunden werden muß, damit das Dopamin einen Kick transmittert.
    .
    Dieses kurzweilige Glück lässt sich aber nicht aufadieren-je mehr Gebaumsel,je…
    Die Starnberger Mütter sollten vielleicht Bastelkollektive bilden, wo man heute
    vor hochkomplizierte Aufgaben gestellt wird,wie aus einem Quadrat Staniolpapier
    ein schöner Stern wird.
    All diese fertigen Sachen brennen uns Schablonen ins Hirn, die die Computerprogramme ersinnen.Es lebe die freie Wahl.
    .
    Und ketzerisch hinzugefügt,ist die Frage,ob es schlimm wäre wenn dieser ganze Ramsch sich der Achtlosigkeit durch Kinderhände der wahren Wertbestimmung
    unterzuordnen hätte.

  53. @Der Gärtner
    Versteh ich Sie...

    @Der Gärtner
    Versteh ich Sie richtig: es heißt ***-sé, nicht ***-ser, und bezieht sich dann nicht auf die Person als solche, sondern auf den Grund für die schlechte Stimmung ?!

  54. Das Anstreben des...
    Das Anstreben des Beamtendaseins ist die Vorwegnahme des Eingestehns des Scheiterns!
    Mein Gott, ich bin halt einfach strukturiert, denke bei Accusativ an Lithium-jon und bin froh, dass ich als Legastheniker wenigstens meinen Namen auf dem Scheck richtig hinkriege!
    So, jetzt haben wir unseren Spass gehabt und korrigieren fleissig unsere Hefte weiter.

  55. @HansMeier: Da kann man mal...
    @HansMeier: Da kann man mal sehen, wovon ich auch keine Ahnung habe.
    Aber die Ordnung des Kirchenjahres bedarf sowieso der Aenderung, will doch die rechte Freude nicht mehr aufkommen. Wenn man schon sieht, an welchen Nickeligkeiten selbst der Heilige Vater sich erfreut:
    http://www.youtube.com/watch?v=gK-p_OZd24k

  56. @muscat: Abweichung nach dem...
    @muscat: Abweichung nach dem 100ten Kommentar und/oder nach 23 Uhr? Waer das ein Vorschlag an die Gemeinde? Eins ist sicher: Ich fange nicht damit an.

  57. @Grimaldeli,
    apropos...

    @Grimaldeli,
    apropos Korrekturen:
    Könnten Sie mir das vielleicht erklären, warum die in der Zeitung immer von „Gewinnwarnung“ schreiben, wenn doch eigentlich Verlustwarnung gemeint ist?

  58. Die nordamerikanischen...
    Die nordamerikanischen Puritaner, so hab ich mal gehört, haben Weihnachten zwischendurch ganz abgeschafft.
    .
    So was nötigt mir wirklich Respekt auf. Und da rege sich noch einer auf über die DDR mit ihren „geflügelten Jahresendfiguren“.

  59. Mein Eindruck ist: Je...
    Mein Eindruck ist: Je säkularer die Wohnungsinhaber, desto aufwendiger die Weihnachtsdeko.
    Schade auch, dass viele Menschen offenbar Advent und Weihnachten nicht mehr auseinander halten können. Im Wohnzimmer gegenüber steht seit gestern schon der geschmückte Weihnachtsbaum…
    Statt irgendwelchen Weihnachtsklimbim zu kaufen höre ich mir zur Einstimmung lieber eine der wenigen Adventskantaten von Bach an. „Nun komm der Heiden Heiland“ gibt es gleich zwei mal! Aber auch „Bereitet die Wege“ ist sehr hörenswert. Sehr viel mehr an Adventsmusik gibt es leider nicht von Bach, im Leipzig des 18. Jahrhunderts war mehrstimmige Kirchenmusik während der Adventszeit nämlich unerwünscht, Advent war schließlich Buß- und Fastenzeit.

  60. Werter Don,
    .
    kennen Sie...

    Werter Don,
    .
    kennen Sie eigentlich Doboschtorte?
    .
    Sie stammt wohl aus Ungarn. Heute gibt es sie, soweit ich weiß, z. B. bei Faltejsek in Wien oder bei Zeiner in Ischgl.
    .
    Gruß Hanskarl

  61. @Filou: Das mit dem "mal...
    @Filou: Das mit dem „mal baiser“ scheint ja nicht der Renner zu werden (zumindest nicht, solange die Grammatik-Diskussion anhält). Nach Dons Ankündigung gestern hatte ich mir mehr Spektakel erhofft. Deswegen mein Einwurf auf dem vermeintlich kleinsten gemeinsamen Nenner. Aber ich seh schon, die Sancerre-Trinker sind in der Überzahl. Typisch Balachesenseeger, trinken eigentlich alle lieber Bier, machen dann aber einen auf kultivierten Weintrinker.
    .
    Ich bin zu faul zum Zählen. Sagen wir nach 23 Uhr.

  62. @Grimaldeli und andere,
    .
    zu...

    @Grimaldeli und andere,
    .
    zu „mal baiser“ oder „mal baisè“ hatte Brenoite Groult in „Salz auf meiner Haut“ einige nette Beobachtungen mitzuteilen.
    .
    Gruß Hanskarl

  63. @Grimaldeli: Fürsten, die aus...
    @Grimaldeli: Fürsten, die aus dem Jenseits zu uns sprechen verzeihe ich die falsche Schreibweise des eigenen Namens in jedem Fall.

  64. Jochen Hoff muß ich dennoch...
    Jochen Hoff muß ich dennoch recht geben, zumindest teilweise.
    .
    Die ach so schrecklich ungezogenen Kinder kenne ich eigentlich gar nicht.
    Die mir näher bekannten Kinder sind (ausgenommen natürlich meine eigenen) alle lieb und würden nie was absichtlich kaputtmachen oder im erwähnten Laden die Dekoration vom Baum zupfen (außer die ganz kleinen, die jünger sind als 18 Monate).
    .
    Auch die Kinder der Französin waren so schlimm vermutlich nicht. Der Don schreibt zwar, „sie richten sie maximales Unheil an“, sagt aber nicht, worin dieses Unheil besteht. Okay sie „quäken mit der Starnbergerin um die Wette“, aber diese Formulierung sagt nur etwas was über den Schreiber aus.
    .
    Das gleiche gilt für die „unerträgliche Spannung“, von der nur der Don und die vermutlich ebenso kinderfeindliche Ladenbesitzerin etwas mitkriegt haben, die Starnberger Mama aber bezeichnenderweise nichts.

  65. Hatte doch glatt gelesen...
    Hatte doch glatt gelesen Abschweifung erst nach dem 100sten Bier (muss an den Dead Kennedys liegen) also mein Favorit ist Lamms Braeu (Fair zum Bauern) und fast alles, was es so im Naturkostladen an Bieren gibt. Bevor ich es vergesse Lammsbraue biitet zur Zeit ein Weihnachtsbier an, ohne Zimt, Kardamon, Chili etc).

  66. @muscat: Nur mit Zustimmung...
    @muscat: Nur mit Zustimmung des Hausherrn. Ausserdem ist hier doch noch einiges zum Thema zu erwarten. Die Leute muessen ja erst aus dem Mantel.
    Segelyacht hatten wir auch noch nicht.
    Also ich moechte mir nicht noch mehr Unmut von Don Alphonso zuziehen.
    .
    Das ich so frueh hier bin, liegt daran, dass Madame mit Ihrer Schwester auf einem grosssteadtische Weihnachtsmarkt ist und ich darum unbeaufsichtigt Allotria treiben kann.

  67. Muscat Hans Maier: Leider ist...
    Muscat Hans Maier: Leider ist es keine Grammatik-Diskussion sondern eine über Stil. Ich wüsste nicht bei welcher Gelegenheit es passend wäre von einer Frau zu behaupten sie sei mal baisée (schlecht gefi…) Mit Schimpfworten in fremden Sprachen sollte man vor Ort so vorsichtig wie mit TNT hantieren.

  68. Lieber Don, und wenn das...
    Lieber Don, und wenn das Gewissen doch mal drücken sollte, gibt es für die Besserverdienenden ja immer noch Lk 16,9 als Trost: „Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.“ Also nicht alles in die Schweiz schaffen, sondern hin und wieder auch mal was für das Seelenheil abdrücken. So machte es übrigens ein Fabrikant mit Chalet in Arosa und einer Zacht an der Côte d’Azur aus meinem Heimatort. Er war aus der Kirche ausgetreten aber ließ dem Postor jeden Monat einen Umschlag zukommen mit der Anweisung, das Geld nur in der eigenen Gemeinde auszugeben.

  69. @Barocke Hörerin: ich bin da...
    @Barocke Hörerin: ich bin da nicht sicher, kenne doch ich genug saekulare Menschen, die vor Heiligabend ausser dem Adventskranz nichts an spezifischer Dekoration haben. Das tun sie nicht wegen der Regeln, sie tun es aus blanker Ablehnung des immer lauter und platter werdenden Getues.
    Ich bin sicher, dass bei Abwesenheit des gesellschaftlichen Druckes, selbst das Weihnachtsfest ausfallen wuerde. Das waere bedauerlich, aber verstaendlich. Mit den Jahren ist es ueblich geworden, bei jeder Gelegenheit eine oeffentliche Party zu veranstalten. Das Uebelste ist Public-Viewing, aber auch sog. Stadtteilfeste sind eine Pest. Das Allerschlimmst war aber die diesjaehrige Feier zum 20ten Jahrestag des Mauerfalles. Da hat Deutschland gezeigt, wes Geistes Kind es ist.
    Aber bitte, andere sind nicht besser. Als im Oktober 1992 eine EL-Al-Maschine in Amsterdam auf ein Wohngebiet stuerzte, zog halb Holland mit Bierkisten und Klapphockern zum Ungluecksort.

  70. Ein paar biografische Details...
    Ein paar biografische Details über Don-Boy, bitte – wer ist er eigentlich?

  71. Don, es gibt noch andere...
    Don, es gibt noch andere Kinder. Vor ein paar Tagen in eine Porzellanladen (Fachgeschaeft fuer Tischkultur) standen zwei Maedchen mit ihrem Papi (zwei von der ganz suessen Sorte) vor einer Dekoration aus Keramiktierchen. Man sah, wie die Haendchen dorthin wollten, dann zoegeren sie, das Kind schaute fragend nach oben. Von dort schaute der Vater nach unten, schuettelte ganz leicht den Kopf-erledigt der Fall.

  72. P.S: re Dons Identität
    Bin...

    P.S: re Dons Identität
    Bin einfach neugierig
    (Curiosity killed the cat
    Satisfaction bought her back)

  73. @HansMeier555
    Ich weiss nicht,...

    @HansMeier555
    Ich weiss nicht, warum Sie diese Frage grad an mich richten, aber ich will mit einem kleinen privaten Beispiel antworten:
    Das ist alles relativ! Der Verlust meiner 5. Frau hat sich zum Beispielnach einiger Zeit als echter Gewinn erwiesen!
    @muscat
    Wenn ich in Bayern bin, trinke ich gern das ortsuebliche Bier der ansaessigen Brauereien; z.B. Schlenkerla in Bamberg oder in Vierzehnheiligen von der Klosterbrauerei.
    Bei uns gibt es meist nur diese hollaendische Farbmischung namens Heineken, welche mit Bier weniger zu tun hat. Da bevorzuge ich eher ein Leffe.
    Ich hab jetzt aufgepasst, das ich mir nicht vertippe, sonst kommt zu Noël noch ein blauer Brief!

  74. Extremst langweilig: Die...
    Extremst langweilig: Die Familie sitzt, von ein paar Ausnahmen abgesehen, seit mindestens 300 Jahren in der gleichen Region und kam auch, von ein paar Ausnahmen abgesehen, nie davon weg: Zuerst in einem riesigen haus in der Altstadt, wo er geboren wurde, später dann in der Mutter aller Westviertel. Durchschnittlicher Schüler, mittelprächtiger Student der Kulturgeschichte und der Freuden des Münchner Nachtlebens, eine Weile in der new Economy als Lästermaul unterwegs, eine Weile in berlin, danach froh zurück nach Bayern, letztes Jahr dann verzug an den Tegernsee, weil er dort wohnen möchte, wo sich andere den Urlaub nicht mehr leisten können. Hat nie was richtiges gelernt und wird trotzdem umworben, was seine Verachtung für den Journalismus nur nahrung gibt. Privatleben mit Alter Musik, Hausrestaurierung und vielen Büchern, zwei Teilzeitkatzen und Verschwiegenheit zum Sexualleben.
    .
    Machen Sie nur einen Seitenstrang auf, meinen Segen haben Sie.

  75. @Der Gärtner
    "Ein paar dicke...

    @Der Gärtner
    „Ein paar dicke Autos und ein Bankkonto in MC reichen halt nur bedingt als Kulturzeugnis..“
    Das ist sehr persoenlich, werter Gaertner.
    Vieleicht schaun Sie mal in den Spiegel und kontrollieren Ihre Mundwinkel!
    Nach unten…? M.B.?
    Sein Sie Froh, dass das hier ohne Photos ablaeuft.
    Sonst muessten Sie damit leben, dass ich neben meiner Unkultur nicht nur dicke, alte Autos fahre, sondern dazu auch noch wahnsinnig gut aussehe.
    Fuer M.B. und gegen Sozialneid gibts uebrigens jetzt auch diese kleinen, blauen rautenfoermigen Helferlein beim Arzt Ihres Vertrauens, sicher auch beihilfeberechtigt
    Und im Uebrigen habe ich geschrieben, dass ich das gehoert und nicht selbst gesagt, aber… s.o.

  76. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Alphons,
    .
    mit dem Erwerb des Roadster-fahrenden Weihnachtsbären haben Sie bei mir schwerst gepunktet, Sie müssen Herz haben.
    Ich will auch so einen! Er würde trefflich zu meiner Christbaumkugel in der Form eines VW-Käfers passen, die seit vielen Jahren immer wieder an unserem Weihnachtsbaum hängt.
    .
    Und überhaupt.
    Ich liebe die Vorweihnachtszeit, den Kitsch, das Funkeln, sogar ab und zu einen Weihnachtsmarktbesuch, verbunden mit dem Erwerb weihnachtlicher Überflüssigkeiten und dem Genuss eines Bechers Glühwein.
    .
    Ich betrachte mit großer Freude, wie es meiner Frau gelingt, an jedem Adventswochenende weitere Kisten im Keller zu finden, aus denen Engelsfiguren, Zauberer und funkelnde Kleinkugeln ihren Weg in die leeren, architektenmäßig gestalteten Räumlichkeiten finden und dort an Wagenfeld-Lampen, auf Eileen-Gray-Tischen und auf sdr+-Regalen ihren vorübergehenden Aufenthaltsort finden und dem smarten Mid-Century-Haus etwas von seiner geschmackssicheren Überheblichkeit nehmen!
    .
    Und ich träume immer noch von einem mittels Zigarettenanzünder beleuchteten, künstlichen Weihnachtsbäumchen auf dem Armaturenbrett meines im Innern schwarzledern tapezierten Sportwagens.
    .
    Und ich gestehe, daß der Teddybär, der in unserem Schlafzimmer seinen Hauptaufenthaltsort hat, zur Weihnachtszeit immer einen Pin in Form eines bunten Weihnachtsbäumchens an seinem selbstgestrickten Pullover trägt, er soll schließlich auch in eine vorweihnachtliche Stimmung kommen!
    .
    Und ich gestehe ganz offen, daß ich die Vorweihnachtszeit sehr liebe, und wer das insgeheim nicht auch tut, ist eigentlich ein bißchen doof, oder jedenfalls arm dran.
    .
    Mit den besten, adventlichen Grüßen,
    Ihr hs.
    .
    P.S.
    Mit den Hummel-Figuren haben Sie allerdings völlig Recht, die Dinger gehören nach China verkauft!

  77. "Sie müssen Herz haben." -...
    „Sie müssen Herz haben.“ – das dachten schon viele, sehr zu ihrem späteren Bedauern. ZU bekommen ist der Bär hier: http://www.schoeneressen-interieur.de
    .
    Ich denke auch, dass man sich dem Kitsch eine Weile hingeben darf und vielleicht auch sollte. Diese modern-kühlen Weihnachtskränze aus nackten Ästen sind genauso passend wie Diätplätzchen. Natürlich ist es nicht schick. Aber was hätte man davon?
    .
    filou, das kann schon sein. Aber ich weiss noch, wie ich als Kind war: brav, aber nicht so brav. Unsereins muss immer alles in die Hände nehmen. Das geht gar nicht anders. Und wenn man selbst so ist, kann man Kindern ja nur schwer das Gegenteil beibringen.

  78. um Gottes Willen, nur nicht...
    um Gottes Willen, nur nicht die Hummel-Figuren nach China verkaufen! Am Ende kriegen wir hier eine Invasion derselben aus Plastik billig produziert zurück- wenns das nicht schon gibt.

  79. Für den Export ist - auch...
    Für den Export ist – auch wenn man es kaum glauben mag – die heimische Nachfrage zu gross. Ich verstehe es auch nicht, aber es ist so.

  80. @Don
    In die Hände nehmen...

    @Don
    In die Hände nehmen heißt aber nicht kaputt machen!
    Auch wenn das manche Leute nicht begreifen, denen jedes nichtangeleinte Kind im Raum Adrenalinstöße verursahcht.

  81. Ich kenne Zweijährige, die...
    Ich kenne Zweijährige, die mit einer Schere umgehen können.

  82. medchen, alles ist willkom...
    medchen, alles ist willkom men, solange es nicht Hummelfiguren sind (wobei die wiederum immer noch erstaunliche Preise auf Auktionen erzielen)
    .
    oh weh, Schwester Maria Innocentia geb. Hummel hat das nicht verdient. Sie konnte auch anders, wenn man sie liess. Ihre Oberen liessen sie aber nicht so recht.
    .
    Die Franziskanerinnen im Kloster Siessen (bei Bad Saulgau, sehenswert, wenn man in der Gegend ist) konnten das Frische, das ihnen das Schaffen von Sr. Maria Innocentia einbrachte, gut brauchen. Es wurde da seinerzeit auch ein recht unfranziskanischer Prozess um die Urheberrechte und deren Rechtsnachfolge geführt. Ein Hamburger Wochenmagazin berichtete 1971 in gewohnt süffisanter Art (googeln hilft. Der Spiegel, 16.08.1971, Hummel Figuren, Engel und Erben) wer da was von wem wollte und warum (20 mio de-em waren 1971 noch richtig Geld, das der jugend ins öhrchen geflüstert, für 8.500 gabs damals die ersten Opel Manta)
    .
    Die Franziskanerinnen heute. also sich weiss nicht. Was da so in gewissen kirchlichen Kreisen gefordert wird, angefangen beim Schuldenerlass und so, dagegen sieht DIE LINKE recht blass aus. Gegen einen v. Nell-Breuning fallen die doch krass ab. Auch bloss noch Besitzstandwahrer, wie die anderen Bonzen auch.

  83. @HansMeier555
    Ich habe keine...

    @HansMeier555
    Ich habe keine Kinder. Aber wer leint Kinder an?
    Das vermeide ich sogar so oft es geht bei meinen Labradoren!

  84. @Hans Meier
    Solche Kinder...

    @Hans Meier
    Solche Kinder lassen sich hervorragend als Aktenvernichter neben dem Schreibtisch platzieren …

  85. Re Antwort von Don Alphonso -...
    Re Antwort von Don Alphonso – 30.Nov 18.46h
    du bisch doch ein typischer Innerschwyzer. Unauffällig, bescheiden, wortkarg…

  86. Auf meinem Wagen: Das Wappen...
    Auf meinem Wagen: Das Wappen von Graubünden. Sagen wir einfach, ich sei ein schlechterer Sohn aus besserem Hause.

  87. Puh! Der heutige...
    Puh! Der heutige Kindergeburtstag ist nun vorüber. Lieb und süß sind sie ja, die nun fünfjährigen Mäuse, aber so ein Tag ist einigermaßen anstrengend. Um 13 Uhr Abholen vom Kindergarten, gemütlich zum Elisabethmarkt spaziert um einen Weihnachtsstern zu kaufen. Hündchen „Sissi“ wird mutig an der Leine geführt. Kerzen ausblasen, Spiel-Reitpferde und neues Häuschen mit Barbapapa-Lampe begutachten. Dann Donauwellenkuchen mit geliebten Großeltern und Tanten. Zwischen den Besuchen zur Beruhigung gemeinsames „101 Dalmatiner“ schauen. Nächste Besuche, leichtes Überdrehen mit hochrotem Kopf, die Pferde wiehern ununterbrochen. Alle werden irgendwie müde und etwas genervt. 30-minütiges Geschichtenvorlesen und „Ich habe aber noch Durst“-Diskussionen mit dem (armen) Taufpaten. Beide schlummern und der Fliegenpilz glimmt gemütlich.
    .
    Kinder sind nicht so oder so, sondern so und so. Sie können einen bis zur Weißglut bringen, natürlich, aber: sie lieben ihre Eltern. Absolut. Ohne Kompromisse. Und wenn man es schafft, die meisten seiner Sperenzchen aufrecht zu erhalten – um so besser.

  88. Die Predigt des Don ist ja...
    Die Predigt des Don ist ja keineswegs neu: Weihnachten sei nur noch ein profaner Kommerz-Rummel. Diese Zeitkritik gehört zu Weihnachten dazu, seit ich denken kann.
    Da möchte ich doch die verehrten Gesprächspartner um Auskunft bitten: Welche Rolle spielte die christliche Botschaft (oder zumindest die christliche Symbolik) vor einigen Jahrzehnten? Und war das damals aufrichtiger?
    Nach meiner Vorstellung gehörten z.B. Krippenspiele (aufgeführt von Kindern) zum bürgerlichen Weihnachten einfach mit dazu. Schwer vorstellbar, daß es in bayerischen Westvierteln heute so was gar nicht mehr geben soll.

  89. Du lieber Himmel, ich will das...
    Du lieber Himmel, ich will das absolut nicht als Predigt verstanden wissen. Es ist eine Zustandsbeschreibung der besten aller möglichen Welten. Woanders kaufen Eltern Ballerspiele! Das ist übel.

  90. Werter Don,
    der Frosch am Baum...

    Werter Don,
    der Frosch am Baum irritiert auch mich ein wenig. Ein Freund schenkte mir mal vor einem Jahr ein Christbaumkugel in Form eines rosa Pumps (von einem der hochgeschätzten Märkte in Ihrem Freistaat), als Anlehnung an meine Schuhsammelei. Das Forum möge dies zerreissen, aber ich finde Ihn so kitschig, dass es schon wieder schön ist (Ähnlich wie Ihr Bär im Roadster…). Wie dem auch sein, bei uns baumelt in diesem Jahr an die Modefarben angepasster Tand am Christbaum, und ich freue mich schon auf die strahlenden Augen meiner Nichte und der Nachbarskinder.
    Beste Grüße Jeanne
    Ps. Die Französin und der Kuchen geben dem Artikel wieder einmal das gewisse Etwas!

  91. @Don
    "Predigt" sollte kein...

    @Don
    „Predigt“ sollte kein Schimpfwort sein.
    .
    Die Zustandsbeschreibung ist alt, aber zugleich immer von neuem richtig. Es gibt da einen hundertjährigen Trend, Weihnachten wird immer säkularer und kommerzieller. Meine weiß Gott gut katholische Oma sprach schon vor 40 Jahren vom „Betlehem-Terror“. Aber immerhin: Bethlehem! Das ist es, was mich interessieren würde, das Verschwinden des Krippenmotives aus der Werbung und aus den Weihnachtsfeiern selbst der bayerischen Westviertel. Gibt es irgendeinen objektiven Maßstab, an dem man das festmachen kann?

  92. Herr Meier, das ist ein...
    Herr Meier, das ist ein durchaus ernstes Thema. Wer in der DDR geboren wurde und lange Zeit dort lebte, hatte mit der christlichen Botschaft nur zu tun, wenn er in entsprechenden Kreisen lebte. Da in diesen Zeiten, direkt nach dem Krieg, die Vaeter entweder tot, gefangen oder einfach nur abgehauen waren, hing viel an den Muettern. Die aber waren oft ueberfordert und desillusioniert, denen war der Glaube abhanden gekommen. Religonsunterricht war fakultativ, somit fuer Kinder eine gute Gelegenheit der Schule fuer ein paar Stunden zu entwischen. Nein, mit der Frohen Botschaft hatte man nichts am Hut.
    Voellig ohne fremdes Zutun kommt aber, aus rudimentaeren Wissen erwachsend, eine gewisse Religiositaet zurueck. Sie kommt nicht aus der Verzweiflung, sondern sie kommt aus der Erfahrung der Gnade, wenn man feststellt, dass das meiste trotz ekelhafter Voraussetzungen dann doch noch sehr gut gelaufen ist. Der flotte Spruch `Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott`hat eine tiefere Berechtigung, als angenommen wird.

  93. Herr Meier, christliche...
    Herr Meier, christliche Symbolik spielt im persoenlichen Leben keine Rolle, als Wegweiser und Kennzeichen sehr Wohl, auch dient sie dem Wissen zu welchem Kulturkreis man gehoert. Somit ist man, ohne es zu wollen immer religieus. Dem entkommt man nicht. Wozu auch.

  94. @Filou
    Der "flotte Spruch" hat...

    @Filou
    Der „flotte Spruch“ hat wirklich was;
    Ich bin jeden Tag mindestens einmal in der Kirche, weil es mir einen Moment der Besinnung und auch eine Erkenntnis de Gnade vermittelt, welche mir in meinem Leben zu teil wurde.
    Ich bin mitnichen ein verbohrter Christ, der der Kirche ohne nachzufragen hinterherlaeuft, aber aus diesem Bereich meines Lebens schoepfe ich eine Menge der Kraft, welche ich auch brauche.
    Einen besinnlichen Abend mit den Katzen
    G

  95. Händel, George Frederic, hat...
    Händel, George Frederic, hat in seiner Zeit in Rom zwar katholische Kirchenmusik geschrieben, u.a. ein sehr schönes „Salve Regina“ als Solomotette für Sopran und Violine und b.c., aber natürliche keine Messe. Bach dagegen hat, jedenfalls hat der die h moll Messe BWV 232 beim Kurfürst von Sachsen und König von Polen als Probestück eingereicht um Hofkompositeur zu werden. Der KK war aber – wegen der polnischen Königswürde, Pole sein heißt katholisch sein geht das Sprichwort – katholisch geworden und lies in der Hofkirche entsprechend zelebrieren.
    Wer aber gute Chormusik von Händel sucht abseits ausgetretener Pfade dem seien die Chandos- Anthems ans Herz gelegt die er für den dortigen Herzog und dessen Kapelle komponierte. Es gibt mindestens eine komplette englische Aufnahme auf 4 oder 5 CDs, und der UK Amazon versendet sowas promptest nach Germanien. Man kann natürlich im Frühjahr zum Chorfest rüber fahren und vor Ort kaufen, eine Gelegenheit den Bentley standesgemäß zu bewegen.

  96. Matsch gehört nun mal zum...
    Matsch gehört nun mal zum Heiligen Abend in der Großstadt wie die Oblate zum Lebkuchen. In alpinen Lagen mag man sich an der kalten Weißheit des Schnees erlaben, doch nichts geht über einen wohligen Heiligabend-Heimweg aus der Kirche durch den Schneematsch der festlich erleuchteten Straßen ins gemütlich warme Heim mit Lichterbaum, Bescherung und den köstlichsten Weihnachtsdüften.

  97. wenn ich mir so das
    bemützte...

    wenn ich mir so das
    bemützte bärli im auto
    betrachte,
    vermute ich mal,
    daß da das kind im manne „zugeschlagen“ hat.
    .
    ich kenne im grunde nur männer,
    bei denen ich dieserart von edelkitsch begegne.
    .
    zumeist alleinstehende männer … –
    wenn ich`s mir recht überlege.
    .
    .
    seltsamerweise
    nervt mich heuer die beschreibung der
    oberen dreihundert?tausend.
    vielleicht weil ich eher auf kik & arche treffe und
    „gerade an weihnacht“
    mir manch erzwungener verzicht (für kinder) schmerzt.

  98. swina, aber nein, das hängt...
    swina, aber nein, das hängt absolut nicht von der Umfrauung ab. Ein Lächeln, ein Gedanke, ein Nichts.

  99. liebe swina - na, dem...
    liebe swina – na, dem Unbehagen können Sie abhelfen und zwar beispielsweise hier:
    http://www.kinder-armut.de/hilfe/weihnachten/
    einen Besinnlichen wünsche ich noch….

  100. "Da möchte ich doch die...
    „Da möchte ich doch die verehrten Gesprächspartner um Auskunft bitten: Welche Rolle spielte die christliche Botschaft (oder zumindest die christliche Symbolik) vor einigen Jahrzehnten? Und war das damals aufrichtiger?“
    .
    Werter Hansmeier,
    in meiner Kindheit in der früher Sechziger Jahren las uns meine Mutter am Heiligen Abend die biblische Geschichte vor, während mein Vater die Krippe aufbaute, Wir sangen Adventslieder ( „Macht hoch die Tür“ etc) bevor es die Bescherung gab. Die (wenigen) Geschenke brachte auch das Christkind.
    Ein Weihnachtsmann war uns damals unbekannt!

  101. Das Bier welches mir bisher am...
    Das Bier welches mir bisher am besten geschmeckt hat war Lübzer Pils.
    Allerdings war das kurz nach der sogenannten „Wende“.
    Heutzutage schmeckt es angeblich nicht mehr so toll.
    .
    Für den Alltag bevorzuge ich Oettinger, im Sommer Pils, im Winter Export.
    Die „Fernsehbiere“ sind doppelt so teuer und schmecken auch nicht besser.
    .
    Bayerisches Bier ist mir ein Graus, es ist in der Regel labberig.

  102. Ich bin ehrlich geschockt vom...
    Ich bin ehrlich geschockt vom Bär im Roadster… sowas würde mir nie ins Haus kommen (pardon: Ich meine in die Wohnung). Bei mir zu Hause gabs in den letzten Jahren keinerlei Weihnachtsdeko und es wird auch dieses Jahr keine geben. Reicht schon, dass ich die bei Eltern und Schwiegereltern ertragen muss.
    Als Rache werde ich für dieses Weihnachten einige Swinging-Christmas Stücke auf dem Saxophon vortragen, da werden wir mal sehen wer am Ende noch lacht…
    (ja ich bin schlecht gelaunt. Dieses Jahr habe ich auf Weihnachten mit der lieben Familie überhaupt keine Lust und würde lieber in Skiurlaub fahren, aber dann werde ich enterbt und hinterlasse anscheinend ein lebenslanges Trauma bei meinen zahlreichen Neffen und Nichten).
    Zur Grammatik-und Schimpfwörter-Diskussion: Ich kenne das ja eher so, dass man einem schlecht gelaunten Herrn im Stammtisch-Jargon unterstellt, er wäre deswegen so schlecht gelaunt weil er bei der Gattin nicht zum Zuge gekommen sei…

  103. Wehrter Don,
    findet der nette...

    Wehrter Don,
    findet der nette Bär auch die Strasse
    an den Baum, oder bleiben Sie da doch eher klassisch?
    Herzlichst P.

  104. Der Bär hängt in Socherheit...
    Der Bär hängt in Socherheit an einem Kronleuchter.
    .
    unellen, das hätte ich davor vielleicht auch gesagt, aber wenn man schon mal da drin ist, ist es wie Gehirnwäsche. Weihnachtsflucht ist ein bekanntes Phänomen, und vielleicht hilft bei der erzuwungenen Anwesenheit die Vorstellung eines komplizierten Oberschenkelbruchs fernab der Pisten, den man sich so erspart. Ski geht eigentlich gar nicht, wenn ich das sagen darf.

  105. @swina: Mit Ihrem letzten...
    @swina: Mit Ihrem letzten Absatz haben Sie leider Recht. Während es unsereins fast schon wieder schick findet, am Heiligabend den traditionellen Kartoffelsalat mit Würstchen zu essen, wird in finanziell sehr schwachen Familien zur Feier des Tages das Lachs-Fertiggericht in den Ofen geschoben, welches man sich sonst von den ALG II-Regelsätzen eher nicht gönnt.
    .
    Alte Freunde unserer Familie halten es seit vielen Jahren so, dass Sie am Heiligabend einen Obdachlosen zum Essen einladen. Ein schöner Moment, auf den sich alle freuen. Auch das ist Weihnachten.

  106. Don, wieso geht Ski nicht?...
    Don, wieso geht Ski nicht? Wenn Sie damit den klassischen Ski-Tourismus und die damit verbundene unkontrollierte Schändung von Berglandschaften meinen, dann stimme ich Ihnen zu. Aber ein paar Örtchen ohne Skizirkus, Riesen-Liftanlagen und künstliche Beschneiung gibt es ja zum Glück noch. Nur werden die halt von den grölenden Bretterrutschern (Snowboardern) und Kegelvereinen eher nicht besucht.

  107. @Reiterjunge, Sie trinken...
    @Reiterjunge, Sie trinken Oettinger (= bayerisches Bier), finden aber anderes bayerisches Bier labberig?
    Üblicherweise hört man das genau umgekehrt: Oettinger sei (noch vor Spaten) das geschmackloseste bayerische Bier!
    Probieren Sie doch mal Reutberger !

  108. @Don Alphonso
    Und...

    @Don Alphonso
    Und Schlittschuhlaufen? Lassen Sie das durchgehn?
    Bei uns wird ueber den Winter seit Jahren das Schwimmbecken am Port Hercule in eine Eisbahn umgewandelt, sehr zur Freude der Kleinen und Grossen. Ringsherum ist der Weinachtsmarkt nd natuerlich gibts, wie jedes Jahr, viel,viel Kunstschnee.
    Bei uns zu Haus gibt es als Deco nur den Mistelzweig und die klassische Crèche mit einer kleinen Abwandlung:
    Zwischen den Schafen liegt ein kleiner Labrador.
    Und Geschenke zur Weinacht haben wir schon letztes Jahrhundert abgeschafft.
    Spenden an „Les Restos du coeur“ oder „FAM“ sind wohl die schoenere Variante.

  109. Liebe Frau Unellen,
    .
    jetzt...

    Liebe Frau Unellen,
    .
    jetzt bin ich aber von Ihnen enttäuscht!
    So hatte ich Sie mir nicht vorgestellt.
    Überhaupt keine Weihnachtsdekoration???
    Nichts? Nicht ‚mal einen Adventskranz, keine kleinen Engel, keinen hölzernen Weihnachtsmann?
    .
    Sie machen auf mich immer einen so warmherzigen und sympathischen Eindruck, ich kann mir gar nicht vorstellen, daß ich mich so getäuscht haben soll.
    Oder liegt das in Wirklichkeit wieder an Ihrem Herrn Gemahl, der Sie ja wohl auch am liebsten in sportlichen Funktionsklamotten sieht und Sie allen Ernstes mit einem Ford Mondeo fahren läßt, daß solche Anflüge von Romantik unterdrückt werden?
    .
    Erschütterte Grüße, Ihr hs.

  110. @Reiterjunge
    Wenn sie...

    @Reiterjunge
    Wenn sie „Schlenkerla“ als labberig bezeichnen, dann muessen Sie besonders tough sein! ;-)
    Ich trink da eins, ein zweites geht nicht oder nur mit einer fetten Haxe.
    Man darf die bayrischen Biere nicht mit den Biergartenploerren verwechseln;

  111. @Grimaldeli: Keine Santons?...
    @Grimaldeli: Keine Santons?

  112. Zum Skifahren habe ich zum...
    Zum Skifahren habe ich zum Ende der Rodelsaison noch einen Beitrag geschrieben, den ich aber nie veröffentlicht habe – Skifahren hat sich massiv verändert. Mein Onkel war Direktor eines berüchtigten Sportlergymnasiums, und wir sind immer zum Skifahren gegangen, weihnachten, Fasching und Ostern in den Hochlagen. Aber damals gab es kein Flutlicht, keine Beschneiungsanlagen, keine Boxen an den Pisten, keinen DJ und auch keinen Eventtourismus. Nicht mal am Arlberg gab es in den 70er Jahren das heutige Champagnergesaufe, und ich kann mich auch nicht an Austernexzesse in der Schweiz erinnern. Früher war Skifahren ein Berg, zwei Ski und Schnee. Mein Onkel ist dann in den 90ern nur noch Touren gegangen, weil er den Partyzirkus nicht mehr ertrug. Mir geht es genauso. Ich gehe rodeln, auf einsamen Bergwegen. Zwei Kufen, Schnee, der Berg und ich. Kein Hilfsmittel, keine Bergverschandelung, ein Aufstieg, eine Abfahrt. Das macht mich glücklich. Der Irrsinn am Spitzingsee oder weiter hinten am Achensee würde mich krank machen,.

  113. Grimaldeli, ich möchte Ihnen...
    Grimaldeli, ich möchte Ihnen widersprechen.
    Ein persönliches, mit Gefühl und Verstand ausgewähltes Geschenk in bescheidenem Rahmen ist eine sehr schöne Sache. Man muss sich dazu Mühe geben und nicht einfach beim Juwelier ein paar Klunker holen.
    Ich plädiere daher eher für Geschenk und Spende!

  114. Uebrigens Leffe und andere...
    Uebrigens Leffe und andere katholische Gebraeue nennt meine Madame Knickbiere. Keine Ahnung wieso.

  115. Filou: "Herr Meier,...
    Filou: „Herr Meier, christliche Symbolik spielt im persoenlichen Leben keine Rolle, als Wegweiser und Kennzeichen sehr Wohl, auch dient sie dem Wissen zu welchem Kulturkreis man gehoert. Somit ist man, ohne es zu wollen immer religieus. Dem entkommt man nicht.“
    .
    Ein interessanter Kommentar. Denn selbst als Atheist fühle ich mich unserem hiesigen Kulturkreis vollkommen zugehörig. Ich finde Glockenläuten am Morgen schön, feiere die Feste in gewissem Umfang, die ja z.T. heidnischen Ursprungs sind, wie wir wissen. Und trotzdem glaube ich keine Sekunde an Gott und habe es mein ganzes Leben nicht getan.
    .
    Leider konnte die Pfarrerin bei unserer Hochzeit dieser Argumentation nicht folgen (meine Frau ist zumindest noch evangelisch). Mit der „gütigen Vergebung“ mir gegenüber war es dann auch nichts weiter. Ich frage mich, ob der Hl. Martin vor dem Teilen des Mantels den Bettler gefragt hatte, ob er an Gott glaubte. Und bei der Taufe unserer Kinder durfte ich mir dann vom Pfarrer mal wieder den Schwachsinn anhören, daß man nicht glücklich sein kann, wenn man nicht an Jesus Christus glaubt. Eigentlich eine regelrechte Frechheit, was da zum Teil so gepredigt wird. Aber das fällt einem erst jetzt ganz besonders auf, nach der jahrelangen Islambombardierung durch die Medien, vorher hatte ich es wohl einfach größtenteils überhört und ignoriert.

  116. ich glaube durchaus, dass es...
    ich glaube durchaus, dass es sowas wie einen regional bedingten Kulturkreis gibt, in dem sich Religion immer noch massiv einbringt – und dieser Dialog der unkritischen Übernahme des Angenehmen ist mir dann immer noch lieber, als das Elend broderscher Kulturkriegsunsäglichkeiten. Obwohl ich dem Katholizismus mit einer Mischung aus zu guter kenntnis und Verwunderung gegenüber stehe, bin ich ganz froh um seinen Einfluss, wenn es um den Zusammenhalt der Gesellschaft gaht. es ist eben eine Schaden/Nutzen-Rechnung, die so lange positiv ist, solange kein Faktor komplett dominiert. Vielleicht ist es auch so, dass sich gewisse Mentalitäten einfach gewisse Religionen raussuchen und die auch wieder prägen; das laute, barocke Bayern funktioniert nun mal anders als der protestantische Norden.

  117. @Filou
    Natuerlich auch ...

    @Filou
    Natuerlich auch Santons. Und als kleines Gimmick hinten rechts steht dann noch im gleichen Masstab eine Figur von Picsou, ein Geschenk meines Stiefsohns (sollte wohl eine kleine Anspielung sein)
    @Don Ferrando
    Sie machen sich ein falsches Bild.
    Die Caillou gab es bei uns noch nie.
    Das klingt so, wie Frauen kaufen.
    Liebe geben ist das schoenere Geschenk, denke ich.
    Und den Menschen, denen ich nahestehe, gebe ich das ganze Jahr ueber soviel Zuwendung, da wird die Entscheidung zu Spenden einstimmig akzeptiert.

  118. @mawu: Leider ist das so. Ich...
    @mawu: Leider ist das so. Ich weiger mich, mein Leben der Institution Kirche zu ueberantworten. Es ist gut, das es sie gibt. Es darf aber nicht verlangt werden, ihr anzugehoeren.
    Die Botschaft ist klar, eindeutig und einfach. Zehn Gebote, eine Bergpredigt.
    Der Priester ist im Idealfalle klueger als ich. Im Normalfall…tschae.

  119. @Don Ferrando, @Grimaldeli,...
    @Don Ferrando, @Grimaldeli, Oettinger braut an 5 Standorten in Deutschland.
    Einer davon liegt in Bayern (Schwaben !).
    Man kann hier eigentlich nicht mehr von einem bayerischen Bier sprechen.
    Ich würde es ein vereinigtes deutsches Discountbier nennen.
    .
    Allerdings habe ich ich bayerisches Markenbier (-ploerre) bisher nur im Biergarten verkostet.
    Ich werde die Empfehlungen beachten.

  120. Grimaldeli, für das...
    Grimaldeli, für das Schlittschuhlaufen in Bergeindamkeit habe ich schon Vorsorge getroffen: http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1528756/ Ic h weiss, ich bin entsetzlich retro, unheilbar, aber so ist es nun mal: Mir sind Menschenmassen zuwider. Mir ist Anstehen zuwider. Ich möchte allein sein. Oder mit Menschen, die ich mag. Alles andere empfinde ich schnell als Zumutung.
    .
    dunnhaupt, nun, bei uns führte der Weg über den Matsch nach den Festivitäten direkt in die Boazn, wo man sich ab 11 Ihr sammelte, dann auf jene wartete, die in die Christmette mussten, und dann wurde etwas länger gefeiert. Heute gilt das vor allem der Vermittlung frisch Geschiedener. ich weiss nicht warum, aber ein Fetznrausch war in meiner Jugend (nicht bei mir) ebenfalls Teil des Nachfestes. Matsch war also nicht auf die Strasse begrenzt.

  121. Don, Broder ist auch nur eins...
    Don, Broder ist auch nur eins von vielen Diskussionsangeboten. Der Diskurs ist eben variationsreich und ist der Meinungsbildung genauso zutragraeglich wie das entlarvende Verfertigen der immer alten langweiligen Worthuelsen evangelischer Bischoefe. Da sind mir ein paar stramme, reaktionaere Katholiken allemal lieber. Bei denen weiss man was man hat. Man kann sich an ihnen reiben, und wird dabei nicht duemmer.

  122. @Don Alphonso
    Wir sind nun...

    @Don Alphonso
    Wir sind nun nicht gerade laut und barock, aber doch erzkatholisch hier unten.
    Vergelts Gott!
    @Filou
    Knickbiere? Dito! Keine Ahnung!
    Vieleicht ein Wortspiel, da es aus Belgien kommt?
    Da muessste es aber dann eher was mit einer Anspielung auf Frittiertes sein! ;-)

  123. Ein Freund nahm mich mal mit...
    Ein Freund nahm mich mal mit zum Hermon. Grippe hatte ich und Fieber. Als ich in Kyriat Schemona bei 25 Grad plus ein Auto sah mit Skiern auf dem Dach, glaubte ich mich dem Tode nah. Es war irre!
    Auf dem Hermon lag noch Schnee, ganz hinten die Wachtposten der Armee, vorne ein Skilift, daneben eine Schneeraupe, am Hang Israelis und Araber, die mit Plastiktueten unterm Hintern talwaerts rodelten…

  124. @Grimaldeli: Gerade...
    @Grimaldeli: Gerade Langenscheidt konsultiert: kein Picsou gefunden. was ist das?

  125. Aber kann man das Christentum...
    Aber kann man das Christentum nicht wieder pushen?
    Einen ganz massiv auf barock-retro machen und die europäische Weihnachtskultur (auch den kaltheidnischen Norden, oja) mal kräftig aufbayern?
    Ich meine, mit Singspielen, Krippenspielen und so fort? Können der hl. Nikolaus (Namensfest am 6. Dezember) und das Christkind (24./25. Dezember) nicht gemeinsam den bösen Santa Claus (diese Spottgeburt post-protestantischer Profanisierungsglobalisierung) mal so richtig k.o. schlagen wie die anderen Roten auch?
    Stille Nacht statt Jungle Bells…?
    Wenn wir es wollen, ist es kein Traum.

  126. HansMeier555, was das...
    HansMeier555, was das Verschwinden der Krippen angeht: Gefühlt, aber man nagle mich da nicht fest, waren die Antikmärkte Ende Novem ber voll mit Krippen. In Pfaffenhofen habe ich diesmal nur zwei gesehen, dafür Unmengen Glitzerkram. Warum das so ist… ich denke, das sind einfach Zeitläufe, die andere Ausstattungen erfordern. Früher, im 19. Jahrhundert, war die Krippe ja auch nichts für daheim, die wurde in der Kirche aufgestellt. Erst später bei der Verbürgerlicherung gelangte sie unter den Weihnachtsbaum (deshalb sind wirklich alte Krippenfiguren auch gross und neuere eher klein, für daheim hatte man eher sogenannte „Fatschelkinder“, also kleine Christkinder, oft auch in Klosterarbeiten unter einem Glassturz). Man könnte es sich leicht machen und von kommenden und gehenden Moden schreiben. Ich denke aber, dass alte Krippen einfach nicht mehr stimmig sind, wenn man sich mal anschaut, was heute zu Weihnachten verschenkt wird.
    .
    mawu, ich will nichts verschreien, aber das mit den Kindern muss nicht so bleiben. Ein ganz liebes Kind aus der entfernteren Bekanntschaft sagte einmal zu seinem Vater, als der bei der Wildschweinjagd von einem Kollegen niedergeballert wurde: „Warst bessa glei vareggt.“ Das hätte sich früher auch keiner vorstellen können. Ich denke, man kann mit Erziehung einiges erreichen. Aber eine Garantie gibt es nicht.
    .
    Wie auch immer: ich muss jetzt Verpflichtungen als Sohn nachkommen, bin aber bald wieder da, und es wird zwischendrin auch freigeschaltet.

  127. @Don Alphonso/...
    @Don Alphonso/ rebellmarkt.blogger.de/…/1528756
    Ich habe uebrigens die gleiche Tasche in Schwarz.
    Fuer Kurzreisen besser, als ein Pilotcase und , das ganz sicher, auch viel,viel schoener!
    Nun, mit solchen Schlittschuhen ist Mann/Frau sicher retro, aber die Verletzungsgefahr durch Umknicken mit den Folgen einer Knoechelfraktur…
    Da bleib ich doch lieber bei meinem ski de fond.
    Abfahrt war mal! Das ist wir heute zu gefaehrlich geworden.
    Hinterher sieht man wohlmoeglich alth aus!

  128. Tja, sie meinte, diese Biere...
    Tja, sie meinte, diese Biere waeren der Keuschheit dienlich. Muss DIE gerade sagen.

  129. Doch, doch geht schon. Ich war...
    Doch, doch geht schon. Ich war 5, da kriegte ein Freund eine Abreibung von seinem Vater, und ich bemerkte trocken, dass es sehr schoen ist, dass mein Papi tot sei.
    So macht man sich beizeiten unbeliebt.

  130. @Filou
    "Balthasar Picsou" ist...

    @Filou
    „Balthasar Picsou“ ist die Figur des „Dagobert Duck“ in den franzoesischen Comics von Disney.
    Ich bin zwar kein Donaldist, aber ….manchmal…!
    Es muss ja nicht immer Tranzendentalpragmatik und Erkenntnisanthropologie sein! ;-)

  131. @HansMeier555
    Das schlimmste...

    @HansMeier555
    Das schlimmste fuer mich ist diese permanente Gedudel von englischer Weinachtsmusic!
    Einmal „Jingle-Bells“, „Run rudolph, run“ und „White Christmas“, OK,!
    Aber als Endlosschleife? Im December laeuft das bei uns im radio 24 Std.
    Ich kann mich entsinnen, als Kind, hatten wir immer diesen ueber 3meter hohen Christbaum, geschmueckt mit weissen Kerzen, Lametta, Watte und Silberkugeln.
    In irgendeinem Jahr, Ende der 50er kam mein Vater und hatte eine bunte, electrische Lichterkette aus den USA mitgebracht.
    Das war das schrecklichste Weinachtsfest, an welches ich mich erinnern kann.

  132. Zum Thema Krippen hier noch...
    Zum Thema Krippen hier noch ein interessanter link:
    http://www.krippenweg-edelstetten.de/
    Edelstetten liegt im „Schwäbischen Barockwinkel“ in Bayern.
    Das säkularisierte Kloster gehört den Fürsten Esterhazy.

  133. @hugoservatius: Es betrübt...
    @hugoservatius: Es betrübt mich, Sie enttäuscht zu haben. Als kleine Erklärung: ich bin sehr katholisch erzogen worden, im Alter von 16 aber vom Glauben abgefallen (hatte wochenlang Stress zu Hause weil ich mich nicht habe firmen lassen). 16 Jahre allsonntäglicher Pflichtgottesdienst und bischöfliches Gymnasium haben in mir eine ziemliche Allergie auf Religion verursacht. Dazu kommt noch erschwerend, dass das letzte bischen Sinn den das Weihnachtsfest haben könnte durch den Konsumirrsinn genommen wird. Ach ja, und natürlich die obligatorischen Familienzusammenkünfte. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mag meine Familie und auch meine Schwiegerfamilie, aber ich muss mit denen nicht zwei Wochen aufeinanderhocken (bei meinen Schwiegereltern über die Feiertage zu 6 Erwachsenen und einem Kleinkind in einer 100qm Wohnung mit nur einem Klo. Mein zaghafter Vorschlag, man könnte sich für die Zeit doch ein Hotelzimmer nehmen wurde leider empört abgelehnt).
    Das alles macht mich ziemlich weihnachtsmüde – inclusive Deko.
    Mein Gatte ist diesmal aber völlig schuldlos, der würde am liebsten schon Ende November Lichterketten in die Fenster hängen, einen Baum aufstellen und nikolausbemützte Elche oder Ähnliches kaufen. Ich lasse ihn aber nicht. (Was das in Ihren Augen nicht angemessene Auto angeht: Wir haben uns aus Gründen des ehelichen Friedens zum Kauf eines Zweitwagens entschlossen – fänden Sie es besser, mich vor Ihrem geistigen Auge in einem roten Fiat 500 zu sehen? Ist nämlich durchaus möglich, dass ich heute Abend einen kaufe :-)).
    @Don: Ich kann Ihre Abneigung gegen Skifahren verstehen. Ein gewisses Maß an Geschwindigkeitsrausch brauche ich persönlich aber ab und zu, nach einer gründlichen Risikoabwägung habe ich mich gegen Motorradfahren und für das Skifahren entschieden.
    Man muss ja auch nicht zum Après Ski auf die Hütte gehen und da „Anton aus Tirol“ mitgrölen, man kann ja auch abends einfach in der Ferienwohnung bleiben (ich bin nach einem Tag auf der Piste eh so müde, dass ich froh bin wenn ich um 20 Uhr schlafen gehen darf).

  134. @unellen
    Wie schön, daß Sie...

    @unellen
    Wie schön, daß Sie unser anonsten unansehnliches Gruppenbild ein wenig aufhübschen.
    Ansonsten fehlen hier ein paar militante Protestanten in der Manege, mit wem soll man sich da noch zoffen? Auch ein paar Neoliberale wären doch mal ganz gut. Traut sich keiner aus der Versenkung?
    .
    Ich könnte mir doch vorstellen, daß die Gregorianik Ihnen ab und zu fehlt. So die 23. Messe. Oder das samstägliche Warten in der Beichtschlange.

  135. ... und tatsächlich habe ich...
    … und tatsächlich habe ich die seit ca. 10 Jahren an deutschen Hauswänden rumhängenden Sancti Clausi usprünglich (als ich sie das erste mal sah, so um 1999) als Hinrichtungsszenarien militanter Weihnachtsgegner misinterpretiert.
    Dabei fehlt doch nur eine minimale Andeutung eines Galgens in der OBI-Version, um Weihnachten und Ostern logisch zusammenzuführen.

  136. @wortschubse
    so sensibel,
    daß...

    @wortschubse
    so sensibel,
    daß sie nicht einmal die erwähnung der
    dark side of germany
    ertragen können?
    .
    nun,
    es ist besserung in sicht:
    gated communities sprießen (nicht nur am glienicker horn) –
    die selbstschuldfamilies sind außer sicht- und sinnweite.
    ..
    und für ich.will.auch.wissen.wohin.mein.geld.geht – nützliche projekte gibts den steuerablaßbrief.

  137. Liebe Frau Unellen,
    .
    das mit...

    Liebe Frau Unellen,
    .
    das mit dem Katholizismus ist natürlich ein Argument, wächst sich aber mit den Jahren aus, meine Frau war Klosterschülerin in Köln, katholischer geht’s kaum noch.
    Und trotz meiner völlig anderen Religionszugehörigkeit haben wir sogar katholisch geheiratet, sind einfach im Rheinland die schönsten Kirchen…
    Und so arg christlich ist so ein Weihnachtsbär im Sportwagen ja nun auch nicht, nur auf eine kindliche Art herzerwärmend.
    .
    Aber zum Auto:
    Der kleine Fiat ist hinreißend, ich habe ihn auch probegefahren, ein wirklich sehr nettes Auto, solange nicht irgendwelche PS-Junkies Spoiler, Breitreifen und so’n Krams d’ranschrauben.
    Und das Rot gefällt mir auch sehr gut, insofern:
    Meinen Segen haben Sie, mein Weltbild bezüglich Ihrer Person ist ein Stückchen geradegerückt, ich bin versöhnt.
    Und vielleicht ein ganz, ganz kleiner Weihnachtsmann am Innenspiegel, nur bis zum 26., wäre das nichts?
    Herzliche Grüße, Ihr hs.

  138. Wo wurde dieser Roadster-Bär...
    Wo wurde dieser Roadster-Bär eigentlich hergestellt ?
    Nur um mal zum Thema zurückzukommen.
    Der ist ja dermaßen grottig.
    Steht da nicht „Made in China“ oder „P.R.C.“ auf dem Sockel ?
    Wurden hier chinesische Patentrechte verletzt ?
    Hat ein bayerischer Weihnachtsmarktmundglasbläser ein Muster aus dem
    1€ – Shop vor sich stehen gehabt ?

  139. @HansMeier555
    Diese hängenden...

    @HansMeier555
    Diese hängenden Weihnachtsmänner sah ich das erste Mal Mitte der Neunziger als ca. 4 m große Versionen an einem Einkaufszentrum hängen – da die Gestaltung der Konsummeilen aber direkt die Gestaltungswut unseres geistigen Prekariats prägt (nicht nur zu Weihnachten), war schon damals klar, was bald darauf die Plattenbau- und Reihenhausfassaden schmücken würde.

  140. Ja ja, die Gated......
    Ja ja, die Gated… http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,656192,00.html

  141. @HansMeier: Die Neoliberalen...
    @HansMeier: Die Neoliberalen kommen deswegen nicht aus der Versenkung, weil sie vom Katholizismus nun mal keine Ahnung haben, ganz einfach.
    Und Atheisten sind (im Gegensatz zu Heiden) meiner Erfahrung nach oftmals nicht das, was sie vorgeben: Sie glauben an Gott, aber der heißt eben Mammon. Wie praktisch, dass man dabei auch gleich Kirchensteuer spart.
    Nun ja, und die Protestanten… die haben jetzt eine geschiedene Ratsvorsitzende. Ist doch schon revolutionär genug.

  142. Und werden irgendwo noch...
    Und werden irgendwo noch Gedichte auswendig gelernt?

  143. Wer von der teutschen...
    Wer von der teutschen Weihnacht geheilt werden will, sollte am Heiligabend nach Bethehem gehen. Ich war ein ein, zweimal dort, als noch ein paar Christen in der Stadt lebten, also vor der ersten Intifada. Da wurde, unter den Bethlehemern jedenfalls, der Marktplatz vor der Geburtskirche zum dröhnenden südländischen Korso hoch drei, mit ein paar verwirrten, zunehmend unergriffenen Pilgern am Rand. Nix Gemüt. Auch englische Wehnachten können hilfreich sein. Die dortige „Weihnachtsfeier“, jedenfalls was offiziell als solche gilt, wird begangen wie bei uns die Faschingsparty, mit Konfetti und Lärm und so. Die deutsche Weihnacht wiederum hat sich, scheints, in den letzten Jahren besonders krass verändert. Ich war ungefähr zwanzig Jahre nicht im Land und habe dann hier keinen Christbaumschmuck mehr kaufen können, wie ich ihn erinnerte – nur noch diese ewigen albernen Rentiere, fetten Niko – Entschuldigung (sorry) Weihnachtsmänner und Zeug. Und vorher zum Überdruss noch schnell Halloween, falsch geschrieben wie das meiste, anstatt Allerseelen/Allerheiligen. Im Zeitlupentempo, also gewissermaßen in Echtzeit, merkt man das wohl weniger. Ruckartig dagegen ist die Veränderung befremdlich. Und erst die Musik, direkt (live on tape) aus dem abgestandenen Hollywood-Fahrstuhl! Warum lassen die Leute das alles mit sich machen, wie Versuchsratten?

  144. mawu, Sie bezeichnen sich als...
    mawu, Sie bezeichnen sich als Atheist und lassen Ihre Kinder taufen? Wie passt denn das zusammen? Das würde mir als Protestant ja nicht in den Sinn kommen.
    .
    Jetzt will ich mal alle Stammkommentatoren loben. Sie treiben hier wunderbare Diskussionen voran. Es wird immer interessanter diesem Blog zu folgen.

  145. Meine Nette findet ja, dass...
    Meine Nette findet ja, dass Armut ein grosser Glanz von Innen sei. Das fuehrte in den ersten Jahren unserer Armut dazu, dass sie Plaetzchenfoermchen mit Gips ausgoss, diese nach dem Trocknen mit einem Baendchen versah-und schwupps war der Baum behaengt.

  146. @atomfried - Ich hätte meine...
    @atomfried – Ich hätte meine Kinder auch nicht taufen lassen, wenn meine Frau das nicht unbedingt gewollt hätte. Das kirchliche Heiraten ist halt wegen der Prozedur schön. Ich glaube nicht an Gott, ich glaube nicht an Mammon, und auch nicht an’s Flying Spaghetti Monster. Habe ich noch nie getan, auch als Kind nicht. Es ist sogar so, daß ich mich sträube das Wort „Atheist“ zu benutzen, da ich mich keiner „Gruppe der Atheisten“ zugehörig fühle. Es ist mir einfach egal, Glaube spielte und spielt in meinem Leben keinerlei Rolle. Ich lasse mich lieber von meiner Ratio leiten, bis jetzt ging das auch wunderbar.

  147. <p>"Agnostiker" wäre da...
    „Agnostiker“ wäre da vielleicht der passend unaufgeregte Begriff. Legitimiert auch zum Scheiterhaufen, macht einen aber noch nicht zum Kirchenschänder.

  148. @mawu: "Das kirchliche...
    @mawu: „Das kirchliche Heiraten ist halt wegen der Prozedur schön.“
    So was höre ich in letzter Zeit häufiger, auch von Bekannten und Freunden. Wenn die dann meinen Rat hören wollen, lege ich ihnen nahe, nur eine standesamtliche Hochzeit zu feiern. Entweder Gelöbnis vor Gott oder halt nicht. Nur bitte nicht so einen Murks (auch wenn Sie die Hochzeit mit Ihrer Frau vermutlich nicht als Murks erlebt haben – hoffe ich zumindest).

  149. Liebe Swina,

    nein, ganz im...
    Liebe Swina,
    nein, ganz im Gegenteil.
    Ich wollte nur anregen: Wie wäre es denn, wenn Sie, wir, Ihr, ich….. die zuviel Geld haben (oder jedenfalls übrig) einem Kind einen Weihnachtswunsch erfüllten? Ganz ohne Spendenquittung, einfach so?
    Es sind eh nur Wünsche bis 25 Euro erlaubt – Kinderhand ist schnell gefüllt.
    Der Funkelbär hat sicher mehr gekostet.
    Und wer lieber einen Jahresbeitrag Fußballklub bezahlen will, kann das auch tun.
    nochmals die Adresse
    http://www.kinder-armut.de/hilfe/weihnachten/
    (und ja: ich hab schon ;-)

  150. Lieber Don Alphonso, die...
    Lieber Don Alphonso, die Agnostik geht mir nicht weit genug, denn ich bin vollkommen der Überzeugung, daß es keine göttlichen Wesen gibt. Also trifft Atheismus die Sache wohl doch besser.
    .
    Ich bin logischerweise ebenfalls der Überzeugung, daß bei weitem noch nicht alles erforscht ist und es daher sicherlich noch so manches „Phänomen“ gibt. Es ist jedoch vollkommen widersinnig und unlogisch, die Existenz eines unbeweisbaren übersinnlichen Wesens anzunehmen, bloß weil vor 2.000 Jahren mal irgendwer dergleichen behauptet hat.
    .
    Woran meine Mitmenschen glauben, ist mir in erster Linie egal. Durch meinen „Unglauben“ hingegen werde ich aber direkt und konstant von der Kirche diffamiert. Durch die mediale „Islambombardierung“ wird man plötzlich auch hellörig. Hören Sie mal genau zu, was bei uns so alles gepredigt wird, über diejenigen, die nicht an Gott glauben.
    .
    Wenn ich nicht wüsste, daß, wie Filou ganz richtig sagt, auch ich im weiteren Sinne Christ bin, zumindest an christliche Werte glaube, und dem kulturellen Einflußgebiet des Christentums überzeugt angehöre, dann würde ich wirklich Gefahr laufen, mich zu einem Religionsgegner zu entwickeln. Man sieht ja anhand der Geschichte und auch aktuell, wozu Religion im Stande ist.
    .
    Trotzdem bin ich der Meinung, daß Religion nicht grundsätzlich schädlich ist, wie andere Atheisten. Die gute Idee ist ja, das Zusammenleben der Menschen zu regeln und zu erleichtern (10 Gebote u. dgl.) und den Glaube an Übersinnliches, dem die meisten Menschen seit allen Zeiten erlegen sind, unschädlich zu kanalysieren. Leider ist dies auch ein entsprechendes Machtinstrument…

  151. Bevor ich an diesem kalten...
    Bevor ich an diesem kalten Abend mit der Bordeaux-Befeuerung beginne, mawu, ich weiss es nicht mehr so genau, aber vor vielen, vielen Jahren glaube ich Bertrand Russel (nicht schlagen, wenn ich jetzt Gustav mit Gasthof verwechsle) so verstanden zu haben, dass es Werte gibt, die in uns kulturell so verwurzelt sind, dass das Goettliche in uns wohnt, wir mit dem allerkleinsten Denkbaren Gott sind.
    Ich mag jetzt furchtbar in die Irre gehen. Um mir Sicherheit zu verschaffen, muesste ich meine Buecherkisten auspacken.

  152. Mehr Gaensehaut als...
    Mehr Gaensehaut als Weihnachten in der Familie kann doch eigentlich nur noch die Weihnachtsfeier im Betrieb erzeugen in diesem Krisenjahr.

  153. Mawu, ich gebe zu, dass manche...
    Mawu, ich gebe zu, dass manche Menschen ein externes Regelkorsett brauchen können, und ob sie nun aus innerer Überzeugung oder aus moralischer Überlegung heraus nicht morden und plündern, ist mir einerlei. Aber es fällt schon auf, dass man dem Christentum ein Ende der Grausamkeiten nur mit seiner politischen Entmachtung beibringen konnte. Insofern liegt mir dann auch das Sefer he Chassidim weitaus näher als die christliche Bibel. Darin dann auch genug Apokatastase, die Filou anspricht.
    .
    TDTF, sicher, gerade in der Medienbranche rückt man gerade angesichts leerer Redaktionen wieder mehr zusammen.

  154. @ mawu
    ach, was der kleine...

    @ mawu
    ach, was der kleine verstand als „unlogisch“ bezeichnet. wer sich selbst
    grenzen setzt,….. jeder wie er will.
    wenn sie sich von be- und verurteilungen verabschieden könnten, würde dies einen
    quantensprung bewirken.
    es ist wie es ist, sagt die liebe.

  155. Die betriebliche...
    Die betriebliche Weihnachtsfeier fällt in diesem Jahr aus Gründen der Kostenersparnis komplett aus.

  156. Also ich glaube eigentlich...
    Also ich glaube eigentlich nicht an Gott, aber die Kirche als Institution finde ich einfach geil.
    Wer das nicht begreift, möge einfach zwischen Bayern und Ostdeutschland vergleichen.

  157. Mawu, die Übergänge zwischen...
    Mawu, die Übergänge zwischen Agnostikern und Atheisten sind fliessend. Ein extremer Agnostiker kann einem göttlichen Glauben kritischer gegenüber stehen als ein Atheist, der sich nicht ganz sicher ist.
    Filou, Russel war auch das mit der Teekanne: http://de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne

  158. Hans Meier, Da sich keiner als...
    Hans Meier, Da sich keiner als Protestant outen will, habe ich ich mich in der Mittagspause der Mühe unterzogen und das ADAC-Heft der evangelischen Welt (chrismon) durchgesehen.
    .
    Die gute Nachricht zuerst: Das Krippenspiel lebt, Wie sich das heute gehört vertraut man evangelischerseits nicht auf wage Mitteilungen vom Don aus Pfaffenhofen, Nein man gibt eine Emnid Umfrage in Auftrag und findet harte Fakten: 72% finden „Stille Nacht“ unverzichtbar, das Krippenspiel hält aber einen gefährdeten 7.Platz mit 54%. Fragen Sie mich jetzt bloß nicht wen die da gefragt haben.
    .
    Der Rest ist weniger heilversprechend.Zwar geißelt auf Seite 22 ein echter Chefredakteur wie zu erwarten Konsumismus und Ablaßprediger (und Chefredakteurinnen befreundeter Lifestyle- Magazine als Pharisäer) . Auf Seite 36/37 wird dann aber voller Ernst für die Produkte aus dem „chrismonshop“ geworben und zwar höchst katholisch ablaßhändlerisch:
    „Wie im Himmel, Schutzengel, bronzefarben“
    „Geschenkset Engel der Liebe oder Engel des Geistes (hochwertig)“
    Der Herrgott hat sicher mehr Gefallen an Dons Capriobär und das hier keiner evangelisch sein will verstehe ich nun umso besser.

  159. @mawu
    Wenn ich mir die...

    @mawu
    Wenn ich mir die europäischen Kirchen des 20. Jahrhunderts ansehe, dann finde ich es immer wieder erstaunlich, in welchem Maße diese sich haben durch die wissenschaftlich-rationalistische Kritik in die Ecke drängen lassen.
    Die Frage, wie man „im Zeitalter der Mondlandung noch an Gott glauben könne“ erschien auch christlichen Intellektuellen als diskussionswürdig.
    Vollkommen absurd!
    Suchen Sie eine beliebige Buchhandlung auf schauen sie sich die Regalwände an, wo esoterischer Humbug verkauft wird. Jede noch so abstruse Theorie findet willige Anhänger, vom Astralleib über Erdstrahlen bis zur „alternativen Chronologie“. Auch der Erfolg von Freud und Marx erklärt sich nicht unbedingt durch Rationalitätsstreben.
    Ja die Leute glauben an jeden Sch**** – nur mit der Himmelfahrt Mariä in Kleidern und Schuhen haben sie Probleme, angeblich.
    Die Kirche müsste in der Verbreitung ihrer Dogmen viel agressiver und selbstgewisser vorgehen, so wie die militanten Bibelfanatiker in den USA, dann hätten sie auch mehr Zulauf.

  160. Liebe unellen, so ein 500er...
    Liebe unellen, so ein 500er Retrolookfiat ist doch im Innersten seines Herzens auch nur ein Ford. Gerade Sie als Ingenieurin könnten eine Lanze gegen den (männlich, technisch ungebildeten) Preßblechsymbolismus brechen und das Original der geschmäcklerischen Kopie vorziehen. Von den 2000 Euro die Sie dabei sparen könnten Sie sich z. B. ein paar Ohrringe unter den nicht vorhandenen Weihnachtsbaum legen.

  161. Chefredakteurin Antje Vollmer?...
    Chefredakteurin Antje Vollmer?

  162. @poisson
    Danke für die...

    @poisson
    Danke für die Feldforschung!
    Aber wer so oft das Wort „ablaßhändlerisch“ gebraucht, steht bei mir auch unter starkem Protestantsmusverdacht. ;-).
    Mich als Post-Katholiken erfüllt es mit tiefer Befriedigung zu sehen, wie die ketzerische Reformation nach 500 Jahren in der Sackgasse verfault. Über Preußen müssen wir nicht reden, und auch in England überlegt sich die anglikanische Tiefkirche die Rückkehr in den Schoß der Alleinseligmacherin. Schon jetzt leben auf der Insel mehr praktizierende Katholiken als Anglikaner. Wenn das Philipp II. und Thomas Morus noch hätten erleben dürfen!

  163. Dat Leedsche zum...
    Dat Leedsche zum Thema:
    http://www.youtube.com/watch?v=dc9Oklle6nQ

  164. unellen, angesichts der...
    unellen, angesichts der reichlich grossen Kurvenradien und der extrem tiefen Lage auf einem Rennrodel würde ich das geschwindigkeitsgefühl darauf nicht unterschätzen. Man glaubt gar nicht, was so ein simples (und obendrei dauerhaftes, auch nach 40 Jahren kann man ihn noch problemlos nutzen) Gerät wie ein Rennrodel aus einem scheinbar harmlosen Waldweg machen kann. Es ist erheblich günstiger als Skifahren, man ist allein, man ist ohne Liftpass auch nicht gezwungen, den ganzen Tag zu opfern, denn nach der vorhergehenden Bergtour ist man auch schön geschafft – und es gibt nicht sowas: http://www.christlum.at Bitte vor dem Einfügen in den Browser die Lautstärke runterfahren. Das ist, vom Hang neben meiner Wohnung abgesehen, das nächste richtige Skigebiet gleich über der Grenze.

  165. filou, Nein die Gegeißelte...
    filou, Nein die Gegeißelte bleibt ohne Namen, schreibt anscheinend ein Magazin aus dem Wellness/Fitness-Bereich (?? Wellfleisch/Darwinismus-Bereich??)
    Hans Meier ist das Wort so gebraucht? korrodiert?, technisch unzulänglich? dann schnell den TÜV-Aufkleber abreissen und ab in die Tonne!

  166. Hey, ich bin evangelisch !
    Und...

    Hey, ich bin evangelisch !
    Und ich finde unsere neue Ratsvorsitzende ungemein attraktiv.

  167. @Don: Ob ich mir nun beim...
    @Don: Ob ich mir nun beim Rodeln den Hals oder beim Skifahren das Bein breche ist auch egal ;-) Außerdem schätze ich beim Skifahren auch den Wärmeeffekt (durch die Anstrengung friert man nicht, ich bin sonst eine totale Frostbeule aber beim Skifahren ist mir nie kalt). Dazu kommt noch die die Komponente, dass man auf zwei Beinen steht und selber „fährt“, anstatt sich wo „draufzusetzen“.
    Was das Tagopfern angeht, so muss ich sowieso erstmal wohin fahren wo Berge sind, dann macht das keinen Unterschied.
    Ich kann wirklich verstehen warum Sie Skifahren doof finden, aber ich lasse mir von dem negativen Image den Spaß trotzdem nicht verderben ;-)
    @poisson: Da ist zwar was dran, aber grade als Ingenieurin möchte ich auch ein Auto mit Airbags, 4 Sternen im Crashtest, Klimaanlage und mp3-Player ;-) Und eins, das im Winter zuverlässig anspringt.
    Die Zweitwagendiskussion rührt auch nicht daher, dass ich was dagegen hätte Ford zu fahren (unser Mondeo ist ein tolles Auto, da stehe ich auch zu), sondern daher dass wenn es regnet in einem Bundesland wo öffentlicher Nahverkehr quasi nichtexistent ist sonst zwangsläufig einer auf dem Weg zur Arbeit nass wird…
    Dazu kommt dass ich mich unglücklicherweise ganz irrational allen Klischees zum Trotz unsterblich in den neuen Fiat 500 verliebt habe (als Feministin sollte ich eigentlich bei einem so typischen „Frauenauto“ schreiend davonrennen. Aber ist es nicht eigentlich wahrhaftiger Feminismus wenn mir das wurscht ist und ich mir einfach das Auto kaufe das mir gefällt?)
    Samstag gibts einen Probefahrt mit dem konkret ins Auge gefassten Modell :-))))

  168. Unellen, machen Sie nichts...
    Unellen, machen Sie nichts draus. Meine Madame liebt die Stuttgarter Babyschaukel auch sehr.

  169. wie hiess es vor vielen jahren...
    wie hiess es vor vielen jahren so schön in der titanic
    (war zum ausklappen, auf a3, farbig, von poth, glaube ich):
    .
    also ward uns der highland geboren.

  170. Dürft ihr Katholiken...
    Dürft ihr Katholiken inzwischen überhaupt Weihnachtsbäume aufstellen und schmücken ?
    Die galten doch lange als rein protestantischer Brauch.
    .
    In einer katholischen Kirche habe ich noch nie einen gesehen.

  171. @HansMeier
    Ich schließe mich...

    @HansMeier
    Ich schließe mich dem Reiterjungen an. Auch ich bin es, aber radikal werde ich immer erst dann, wenn mich die Papisten wieder zu sehr quälen. Ist man ja auch selbst schuld, wenn man in ein Ensemble eintritt, dass an eine Gemeinde angeschlossen ist und hin und wieder im Gottesdienst singen muss. Es ist nicht die Hauptkirche, aber der Priester benötigt nicht weniger als 30 Ministranten, damit er sein Ego würdig zelebrieren kann. Dabei predigt er nur mäßig. (Zugegebenermaßen war es einigermaßen gut für eine katholische Predigt, aber im Vergleich zur durchschnittlichen protestantischen Predigt doch eher tief im Mittelfeld. Aber es wird aufgezeichnet, die Predigtreihe vom letzten Jahr gibt es auf CD gebannt käuflich nach dem Gottesdienst zu erwerben. Das wird im Gottesdienst abgekündigt.) Ich werde jetzt nicht das Ornat beschreiben, es reicht mir.
    Von Hause aus bin ich reformiert – wenn Sie irgendwann von neuen Bilderstürmen hören, denken Sie an mich und daran, dass ich einfach gar nicht genug sündigen kann, um bei der katholischen Karfreitagsliturgie Buße tun zu müssen.
    Ansonsten bin ich nämlich relativ verträglich. Und ich kann Gedichte auswendig aufsagen. Auch Weihnachtsgedichte.

  172. mawu, ich kann Sie gut...
    mawu, ich kann Sie gut verstehen. Meine Schwester ist überzeugte Atheistin und teilt Ihre Ansichten. Was ich mit ihr schon diskutiert habe, herrlich. Meine Frau ist Heidin, hat mit Religion nichts am Hut ist jedoch sehr abergläubisch. Kurios ist, dass wir trotzdem kirchlich (evang.!) geheiratet haben. Naja meine Schwester war nur geringfügig begeistert. Aber meinen Sohn werde ich keinesfalls taufen lassen. Ethik geht sehr gut ohne Religion, diese sollte sich jeder selbst aussuchen, oder auch keine.
    .
    wortschubse (und don alphonso z.K.), ich denke Kinderarmut könnte ein eigenes Thema in diesem Blog sein. Im globalen Vergleich bitte.

  173. @wortschubse,
    dann habe ich...

    @wortschubse,
    dann habe ich sie wohl falsch verstanden …
    .
    nichts für ungut!

  174. @wazzerpfädt
    30 Ministranten,...

    @wazzerpfädt
    30 Ministranten, Ornat und Chorgesang?
    Sie sind einfach nur neidisch, das ist alles!
    „Schöne Predigten“, dz. Als ich den schönen Text des Dons vorhin als „Predigt“ bezeichnet habe, war er beleidigt. So schaut’s aus, meine Ablaßhandelsgegner.

  175. Sind wir wieder bei den...
    Sind wir wieder bei den Agnostikern, oder noch beim Weihnachtsbock? Kann jemand – egal, ob Agnostiker oder Biertrinker – sich oder mir bitte die Unendlichkeit vorstellen? Wie in: das Weltall dehnt sich aus; wohin? ins Unendliche? Es gibt Sachen, die weiß man nicht (was alles in der Fleischwurst ist usw. ), aber lernen und verstehen kann, und es gibt Sachen, da funktioniert das nicht. Das wäre doch ein Trost, oder eine Entschuldigung, oder Begründung. Von da zur „leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel“ (für Katholische) ist es natürlich noch ein weiter Weg, aber der beträfe Fall eins, nämlich die Anekdoten der Papstgeschichte. – Den abenteuerlichsten, vielleicht plausibelsten Gottesbeweis haben übrigens die jüdischen Theologen, die das Holocaust-Problem auszulegen hatten. Man nennt das wohl Rabulistik, ein nicht-euklidisches, anti-aristotelisches Arrangement von Gedanken. Wenn ich das richtig zusammenkriege, hat es mit der Zerstörung des Tempels durch die Römer im Jahr 70 zu tun. (Das nämlich war die kosmische Katastrophe, nicht, um Vergebung, das bisschen Massenmord später. So jedenfalls fing die Konstruktion an.)

  176. @HansMeier
    Ich bin nicht...

    @HansMeier
    Ich bin nicht neidisch, ich bin verwöhnt. Normalerweise bekomme ich gute Musik und eine gute Predigt.
    Auf den Kasperletheater kann ich verzichten, es ist so durchschaubar.
    Für den Chorgesang ist es übrigens sehr viel besser, wenn der Chor nicht mit Weihrauch benebelt wird.
    Das ganze Brimborium ist so überfüssig, es lenkt nur von der Bibel ab, was dort aber niemanden zu stören scheint.

  177. @Reiterjunge: in der Gemeinde...
    @Reiterjunge: in der Gemeinde meiner Eltern gabs immer einen geschmückten Weihnachtsbaum in der Kirche. So verkniffen wie viele Leute denken sind viele Katholiken eh nicht mehr (meine Mutter hat schon vor 40 Jahren dem Papst innerlich einen Vogel gezeigt und trotzdem die Pille genommen).

    meine Schwiegerfamilie ist übrigens schon in zweiter bzw. dritter Generation atheistisch, die haben aber trotzdem keine Probleme damit Weihnachten zu feiern und eine Krippe und einen geschmücken Christbaum aufzustellen (wohingegen ich hingegen als Ex-Katholikin Weihnachen oft am liebsten komplett ausfallen lassen würde).

  178. @Doctor Snuggles - so wie ich...
    @Doctor Snuggles – so wie ich es verstehe, ist es genau umgekehrt: der Atheist ist sich sicher, daß es keine höheren Wesen gibt. Der Agnostiker hingegen läßt es offen oder sieht es als irrelevant.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus
    http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostik
    .
    @atomfried – das mit der kirchlichen Hochzeit – vielleicht hat man einfach zu viele Filme gesehen… Es ist ein riesiges Versprechen, das ich sehr ernst nehme und so wird es in unserer Kultur eben gegeben. Auch die Kinder nun getauft – na und? Bringt nichts, schadet auch nichts. Man ist von dieser Kultur natürlich durchdrungen, wenn die anderen in meiner Familie Weihnachten in die Kirche wollen, dann gehe ich eben mit. Wozu soll ich andauernd Diskussionen führen? Man bekommt schlimmstenfalls nur so Antworten, wie die von francesca. Darauf kann ich verzichten, ich habe keinerlei Intention mit ihr zu diskutieren.
    .
    Es ist trotzdem die Frage, ob meine passive Haltung als Atheist die richtige ist. Um Richard Dawkins und andere gibt es ja neuerlich eine Art Atheistenbewegung. Das ist sicher ein nötiger Gegenpol zu Kreationisten und anderen Spinnern, nur hat auch das schon wieder religionsartige Züge, eben im Sinne von „nicht glauben“. Auch das kann ich persönlich so nicht befürworten.
    .
    @B.A.H. – Sie werden immer irgendetwas finden, das „spooky“ klingt und dann auch wissenschaftlich noch nicht erklärt wurde. Von der Erkenntnis, daß das Universum expandiert bis zum Glaube an übersinnliche Wesen ist es zum Beispiel auch unendlich weit…

  179. Not macht erfinderisch.

    Das...
    Not macht erfinderisch.
    Das Minarettli zum Selberbauen :-)

  180. Wenn schon Priesterinnen bei...
    Wenn schon Priesterinnen bei den Katholen nicht erlaubt sind, so tragen die Pfarrer immerhin die schöneren Frauenkleider.
    Das hat auch etwas.
    Ist aber doch irgendwie traurig.

  181. lieber atomfried -
    das können...

    lieber atomfried –
    das können Sie gerne haben! direkt aus drittweltland. komischerweise wird trotzdem gelacht – es scheint den menschen nicht auszutreiben;-)

  182. Ich bin ja versucht, den elend...
    Ich bin ja versucht, den elend hohen Kommentarstrang mit einem Halbmond zu krönen und mit ihm als Solidaritätsminarett die Schweiz zwangszubeglücken.

  183. @HansMeier
    Für mich darf eine...

    @HansMeier
    Für mich darf eine gute Predigt übrigens nicht wirklich schön sein, wenn schön heißt, dass sie nur ästhetisch schön und ansonsten selbstbeweihräuchernd ist. Dafür gehe ich sonntags nun wirklich nicht aus dem Haus. Theologisch fundiert muss sie sein und sie muss mich überraschen. Dass der Don sich wehrte, kann ich verstehen. „Predigt“ ist außerhalb der Kirche immer mit einem Vorwurf verbunden, so wie „dozieren“ außerhalb der Universität – oder empfinde nur ich das so?

  184. Reiterjunge, pah, das, was...
    Reiterjunge, pah, das, was Prister heute tragen, ist billiger Tand ohne Prunk. Ich habe ein paar Kaseln aus dem 17. und 18. Jahrhundert: Die sind toll. Von deren Kosten hätte eine Familie ein Jahr essen können. Dieser moderne Baumwollkrempel ist dagegen Chinamassenware.

  185. @Reiterjunge
    Zu den...

    @Reiterjunge
    Zu den Frauenkleidern: http://www.youtube.com/watch?v=6xqGcQOsR5w

  186. @unellen:
    KAUFEN!!!
    der Wagen...

    @unellen:
    KAUFEN!!!
    der Wagen ist wirklich klasse. Bin diesen Sommer damit in der Toskana gefahren!!
    Aber unbedingt die 100 PS Motorisierung!!
    Buon Viaggio!

  187. @wazzerpfädt
    Das ist ja grade...

    @wazzerpfädt
    Das ist ja grade das Gute am Brimbrambrorium, daß es von der Bibel ablenkt!
    .
    In ihrem heutigen postkonziliaren Zustand ist die alleinseligmachende natürlich ein Witz und von den Billigkopien kaum noch zu unterscheiden. Trotzdem, sie hat die core assets, die back files und die Markenrechte und kann jederzeit wieder loslegen.
    „Theologisch fundiert“ – ein Widerspruch in sich.

  188. Von wegen billiger...
    Von wegen billiger Baumwollmist aus China. Ha, in der Naehe der paepstlichen Moschee, auch Dom genannt, da gibt es ganz feine Laedchen fuer ganz feine Sachen der Gottesdiener. Da glaenzt Gold auf feinster Seide. Waere ich eine Frau, dort wuerde ich arbeiten lassen.
    Das koennen Sie natuerlich nicht wissen, weil Sie sich vor lauter Ekel in Ihrem Hotelzimmer haben einschliessen lassen, statt sich zu sagen: Es stinkt nach billigem Zigarillo, Filou ist in der Naehe, er moege mir die Stadt zeigen.

  189. Filou, heitige Seiden sind...
    Filou, heitige Seiden sind nicht im Mindesten das, was man früher darunter verstand. Im 18 Jahrhundert hatten normale Menschen 1 Kleid. Eine Kasel mit leonischen Drähten kostete so viel wie ein kleines Haus. Ein normaler Mensch konnte es sich nicht vorstellen, so etwas je zu besitzen, selbst wenn es nur die Stoffe gewesen wären. Heute kommt das alles nicht mehr aus süditalienischer Handweberei, sondern aus Fabriken. es wäre heute wie damals für normale Menschen nicht zu bezahlen. Leonische Drähte wurden damals noch aus Kupfer mit der Hand gezogen und feuervergoldet. Unvorstellbare Kosten für die Zeit nach dem 2. vaticanum.
    .
    In der besagten Strasse waren wir übrigens durchaus: http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/04/08/wo-nonnen-shoppen-gehen.aspx

  190. Den Link habe ich erwartet....
    Den Link habe ich erwartet. Ich werde der Sache nachgehen. Es wird seine Zeit dauern. Sie haben mich da auf eine Idee gebracht. Danke.

  191. Bitte. Wir haben alle Zeit der...
    Bitte. Wir haben alle Zeit der Welt.

  192. Bitte, nicht das wir uns...
    Bitte, nicht das wir uns falsch verstehen. Es ist da ein sehr interessanter Aspekt, der mir noch sehr vage durch den Kopf geht. Aber bei Textilien aller Art empfinde ich eine, sagen wir mal, unerfuellte Liebe, der bei Gelegenheit nachgegangen werden will.

  193. @Don Alphonso /...
    @Don Alphonso / wo-nonnen-shoppen-gehen.aspx
    Manche moegen es fuer dekadent halten, aber fuer zuhaus hat eine Moenchskutte, passend im Stoff zur Jahreszeit, etwas schoenes!
    Was ist soviel anders an dem Bekleidungsstil der Beduienen/Scheichs?
    Ich liebe es!

  194. Mawu, genau. Vielleicht muss...
    Mawu, genau. Vielleicht muss man das mit den Extremen erklären. Jemand, der sein Agnostikertum sehr stark vertritt, kann dem Glauben an einen Gott kritischer gegenüber stehen als ein Atheist, der zwar einen Gott/Götter ablehnt, aber in seiner Haltung nicht so ganz sicher ist. Zwar sollte ein Atheist eigentlich einen Gott gar nicht nötig haben, aber ich denke, dass viele doch ganz schnell ein Stoßgebet absetzen würden, wenn sie in eine kritische Situation geraten. Dem entgegen kann ein Agnostiker, der seine „gleichgültige“ Haltung gegenüber Göttern sehr stark vertritt, ein kritischerer Vertreter bei einer Diskussion sein als so mancher Atheist.

  195. Herr Alphons,
    tragen Sie Ihre...

    Herr Alphons,
    tragen Sie Ihre Kaseln auch gelegentlich?
    Ich stelle mir vor, Sie sitzen im Jesuitenkolleg mit der Kasel über dem Merinopullover und lesen Augustinus oder Voltaire!

  196. Gerne würde ich ja behaupten,...
    Gerne würde ich ja behaupten, dass ich darin mit einer Schar gefallener höherer Töchter die delikatesten Szenen der Juliette von de Sade nachspiele – aber allein, ich hänge sie nur gerahmt an dje Wand.

  197. lieber don,
    indiskretion...

    lieber don,
    indiskretion gehört nicht zu meinen hervorstechenden eigenschaften, aber ausnahmen…….
    welche köstlichkeiten stehen auf ihrer festlichen weihnachtstafel zum verzehr bereit? da sie vegetarier sind, dürften rebhühnchen, täubchen oder die grossen
    geschwister ente oder gans,
    reh, hirsch oder auch meeresfrüchte nicht die wahl der stunde sein.
    antworten sie nur, wenn sie dies gerne tun.

  198. Ach, ich habe es nicht so mit...
    Ach, ich habe es nicht so mit diesem Fest, warum auch. Und nachdem ich das ganze Jahr gut esse, esse ich halt einfach, was der Kühlschrank und der Markt hergeben.

  199. Ach so: Fleisch und Fisch esse...
    Ach so: Fleisch und Fisch esse ich überhaupt nicht.

  200. Ich weiß nicht genau warum,...
    Ich weiß nicht genau warum, und ich meine das auch nicht despektierlich, aber irgendwie stelle ich mir den jungen Don Alphonso so ähnlich vor: http://www.taz.de/digitaz/.tom/gif.t,tom.d,1259708400 ;-)

  201. Lieber Don,
    der...

    Lieber Don,
    der Christbaum-Perlenketten-Frosch steht in meinem Bücherregal, das dem Ihren – ich habe sie gegoogelt, da mir weder don alphonso – sie mögen mir verzeihen – noch das thema blog viel sagte – direkt sehr ähnlich ist….Silberschale und Kerzenleuchter inkl, nur die Punschtorte ist eher eine französische Tarte….p.s. mein frosch kommt tatsächlich aus dem laden, ich habe ihn sofort erkannt, ich bin aber nicht die französin, auch wenn ich einen franz. namen habe…und auch eine journalistenkollegin bin – allerdings wirtschaft & finanzen…da muss es ab und an mal ein bisserl weihnachtskitsch sein, sonst wär das leben zu trocken :)) – herzlicher gruss – immer noch schmunzelnd – bb
    p.s. der ladenbesitzer ist ein enger freund von mir, by the way

  202. A very impressive blog with...
    A very impressive blog with delightful comments. It was very much enjoyed. Frohe Weihnacht and ….pax vobiscum

  203. Da hat uns wieder diese...
    Da hat uns wieder diese Zeit
    Äpfel und Birnen gebracht
    und einen nächtlichen Gast an den Tisch.
    .
    Da sitzen wir einander zugekehrt
    um eine Kerze
    im feinsten Sprühregen
    aus den Poren der Mandarinenschale,
    .
    knacken dann und wann eine Nuß auf.
    Ein Splitterchen springt in den Wein.
    .
    Sitzen da,
    einander zugekehrt im Gespräch,
    und haben die Nacht im Rücken.

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