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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Hilfreiche Sekundäruntugenden II: Mit Anstand lügen

| 132 Lesermeinungen

Es liegt in der Natur der Menschen, dass eine höfliche Lüge beiden Seiten mehr behagt, als eine unhöfliche Wahrheit. Den Rest kann man sich ja denken. Ausserdem musste man es nicht Lüge nennen - das ist ein unfeines Wort, und der Umschreibungen gibt es nicht nur viele, sondern gar viele ausgezeichnete, was sich eben so in zwei Jahrhunderten verlogener Bürgerlichkeit ergibt. Ob das aber noch lange so sein wird, ist hier zu bezweifeln, und ob neue Wahrheiten besser gefallen - nun, das wage ich hier zu eigentlich nicht zu hoffen, zu angenehm sind die höflichen Lügen doch für alle Beteiligten.

Die Wahrheit ist ein Ding, hart und beschwerlich
Und in höchstem Masse feuergefährlich.
Brenn damit nieder, was da morsch ist
Und wenn’s dein eigner Bruder Schorsch ist.
Kurt Tucholsky

Mit der Wahrheit, jene Grosstugend, die einem kleinbürgerlich allenthalben nahegelegt wird, ist es in besseren Kreisen ja so eine Sache: Für das Diskriminieren anderer mag sie noch taugen, aber zur Selbstbeschreibung ist sie nur mittelprächtig geeignet. Man nehme nur einmal die unausrottbare Überzeugung jener Kreise, ihr Verhalten würde niederen Schichten als Orientierungshilfe für ein besseres Dasein dienen. Das mag noch – durch Nihilisten mit Höllenmaschinen und gespitzten Feilen begrenzt – für Zeiten gegolten haben, in denen der Besuch einer Gräfin von Hohenems in der Zeitung vermeldet wurde. Heute jedoch müsste man, wollte man ehrlich sein, Werbung, TV und Gelber Presse den Vortritt lassen. An Stelle der Dienstmädchenliteratur von Hedwig Courths-Mahler sind Castingshows und Quizsendungen getreten, aber für deren Aufstieg muss man sich nicht mehr dem für Unkundige ausserordentlich lästigen Diktat der Bürgerlichkeit unterwerfen. Die Bürgerlichkeit wurde von den Promiseiten verdrängt, sie findet öffentlich nicht mehr statt, also ist man auch kein Vorbild mehr. So einfach, so ehrlich – so eines Existenzgrundes beraubt.

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Entwickelt sich eine Gesellschaft weiter, hat dieser Fortschritt je nach Schicht aber unterschiedliche Geschwindigkeiten oder gar auseinanderstrebende Richtungen, kommt der Moment, da alte Wahrheiten auch mit feinster Ignoranz nicht mehr zutreffen. Geht der Wandel in einer Schicht nur sehr langsam vor sich, gibt es über Jahrhunderte gelebte Traditionslinien des auf Status bedachten Selbstbewusstseins, während  andere von der Rechtlosigkeit der Kaiserzeit bis zur verwahllosten Medienanarchie katapultiert wurden, entstehen im besten Falle verschiedene, sich im Alltag durchaus widersprechende Wahrheiten, die als Klassenkonflikte in Erscheinung treten. Im schlimmsten Fall aber wäre es an der Zeit, die alten Wahrheiten abzuschaffen.

Das allerdings, wie sich gerade in den weihnachtlichen Wochen zeigt, wäre momentan noch unhöflich. Egal wie agnostisch die Kinder sind, an Weihnachten haben sie sich mehr oder weniger den kurzfristig wieder eingeführten Wahrheiten der Kirche freiwillig unterzuordnen. Es mag falsch, gelogen und geheuchelt sein  – aber es ist höflich. Lügen werden um so bereitwilliger akzeptiert, je grösser die mit der Wahrheit einhergehende Unhöflichkeit wäre.

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Für diese spezielle Form der Lüge zugunsten der Systemerhaltung gibt es eine Belohnung, das schöne Wort „Selbstverleugnung“.  Man ist damit, tröstlich zu wissen, in bester Gesellschaft aller Klassengesellschaften; es singen davon die Troubadure in Aquitanien, und es schreibt darüber Baldassare Castiglione in seinem Hofmann jener Renaissance, die zwar Giftmord nicht unbedingt als unfein ablehnte, aber sehr wohl jene Lügen verurteilte, die nicht mehr mit „Haltung“ zu vereinbaren waren. Das prominenteste Beispiel für diese Selbstaufgabe war Kaiser Franz-Joseph I., der bei allen gesellschaftlichen Anlässen stereotyp zu sagen pflegte: „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut.“ Als er sich anderweitig über die Oper an der Wiener Ringstrasse äusserte, brachte sich deren Architekt Eduard van der Nüll um.

Von da an: Nicht gut gebratene Gans bei der Einladung von Frau v. B. – es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut. Missratener Sohn der Familie v. D. versucht sich als Maler – es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut. Zurecht bald vergessenes Singspiel – es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut. Drittklassiges Kurkonzert in Bad Ischl – es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut. Den Rest kann man vielleicht mit Betonungen wahlweise auf sehr, schön und gefreut machen. Und eventuell einem Gähnen. Aber die Form ist gewahrt. Und gilt bis heute.

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Haltung, Selbstverleugnung, Form wahren, höflich sein, aber auch Diskretion, Verständnis zeigen und Nachsicht haben, vergeben und sich entschuldigen, all diese Kommunikationsstrategien wuseln wie ein Schwarm hungriger Piranhas an der dummen, fetten Kuh der Wahrheit herum und fressen das Fleisch der Ehrlichkeit, bis nur noch das Gerippe des Anstandes übrig ist. Das geht nur so lange gut, bis der Anstand alleine nicht mehr trägt. Früher erschoss man sich oder floh wenigstens mit dem Liebhaber weit weg an die Riviera, heute dagegen gibt es diese vollkommen unvermutet auftauchenden Beschwernisse, von denen ja keiner eine Ahnung haben konnte: Ehen, deren heile Fassade in wenigen Tagen weggebröckelt ist, Scheidungskriege, psychische Probleme, eine zum Burnout führende Kombination aus bürgerlicher Pflichterfüllung und überfordernder Arbeit, alles Situationen, in denen die herkömmlichen Abmachungen keine Gültigkeit mehr haben, selbst wenn ihre Einhaltung von allen Seiten nur Lippenbekenntnisse verlangte. Lippenbekenntnisse, wie man merkt, aus denen durch die neuen Realitäten Lebenslügen werden.

Unschön ist das gerade in Zeiten, deren nichtbürgerliche Wahrheiten derartige Prozesse beschleunigen – wie leicht etwa wird ausgebrannten Mitarbeitern gekündigt, wie schnell hat man Zweit- und Drittliebhaber, wie schlimm sind die Verluste bei der Hausversteigerung. Insofern stellt sich natürlich die Frage, ob man dieser schlimmen Zeit, die unsere alten Wahrheitsvermeidungen und doppelmoralischen Ansichten nicht mehr belohnt, nicht vermehrt mit klaren und stabilen, weil faustdicken Lügen antworten sollte: Die gerade angelaufene Erfindung eines neuen Berliner Bürgertums der neoliberal-konservativen Ära, die Fortschreibung einer Generation Firmenkombi, konservativ im Raffen und Ausgrenzen, und liberal beim Partnertausch und beim Kunstinvestment, könnte so eine Lösung für das Unwahrhaftigkeitsdilemma sein. Dieser Ansatz würde ohne die Lippenbekenntnisse der Altvorderen mehr Doppelmoral und gleichzeitig mehr Ehrlichkeit bieten. Theoretisch ist das natürlich nicht möglich, aber angesichts der auseinanderlaufenden Realiäten bietet es die praktische Spurbreite zwischen der Karriere als Lobbyist, dem globalisierten Kindergarten für die Patchworkkinder, der DVD-Sammlung und den Bildern nackter Japanerinnen von Lumas über dem Esstisch.

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Ob das aber noch sehr schön ist, und uns sehr freuen kann? Seit Jahrhunderten ist die Lüge in all ihren Erscheinungsformen ein, wenn nicht gar der zentrale Wesenskern der bürgerlichen Gesellschaft und ihres Anstands, auf dem sich ihre Überlegenheit gründet. Aufklärung war nicht nur die Abschaffung von kirchlichen Lügen, sondern eben auch die Einigung auf einen bürgerlichen Lügenkodex, der jedem seine eigene Wahrheit zugestanden hat. Es ist die Lüge, die den Charme und die Nachsicht geschaffen hat, das kleine moralische Zipperlein, das einen daran erinnerte, ab und an eine Dosis Fortschritt zu schlucken und auch dem anderen die Lüge zuzugestehen. Mit noch mehr modernen Wahrheiten, die zu allem Überfluss auch noch gelebt werden, fürchte ich, würde man nur den bessergesellschaftlichen Grundkonsens aufbrechen, der bislang allen höflichen Menschen eine unehrliche, aber wirklich sehr schöne und sehr erfreuende Heimat bot.

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132 Lesermeinungen

  1. Baldassare Castiglione war der...
    Baldassare Castiglione war der weiseste Italiener der Renaissance. Niemals, so riet er seinen Lesern, solle man Heldentaten vollbringen, wenn es der Vorgesetzte nicht bemerkt. Sich stets ins rechte Licht zu setzen, darauf allein komme es an. Sein Held war Heinrich VIII. von England — der junge Prinz, nicht der alte Fettwanst, versteht sich.

  2. @dunhaupt
    Mir hat mal ein...

    @dunhaupt
    Mir hat mal ein deutscher Vorgesetzter geraten: „Tue Gutes und red‘ darüber“. Vielleicht hätte er mich eher überzeugt, wenn er klassisch-bürgerlich Heraklit zitiert hätte: „Nicht die Taten bewegen Menschen, sondern die Worte über die Taten.“

  3. Etiam omnes, ego non....
    Etiam omnes, ego non.

  4. Muss natürlich "Etiam si...
    Muss natürlich „Etiam si omnes, ego non“ heißen.

  5. Man ahnt es vielleicht: Wenn...
    Man ahnt es vielleicht: Wenn es um Bücher zum Verhalten geht, greife ich stets zum Castiglione. Und eher nicht zum Knigge oder anderen Leuten. Ansonsten: Pietro Bembos Asolaner Gespräche sind immer zu empfehlen. Bembo und Castiglione, ein Paar für alle Gelegenheiten, und für den Rest den Aretinos La Cortigiana.

  6. Doppelmoral ist die Nische der...
    Doppelmoral ist die Nische der bürgerlichen Gesellschaft. Qed.
    Allerdings gehört zum Bürgertum und zu seiner politischen Emanzipation auch das nie ganz verschwundene Streben nach einer heucheleifreien Einheitsmoral: Siehe Calvin, Siehe die Puritaner, siehe die Jakobiner und schließlich auch die Marxisten.

  7. "Tue Gutes und rede darueber"...
    „Tue Gutes und rede darueber“ ist von Tucholsky, und war Teil einer lustigen Betrachtung ueber (damals nannte man es so) Reklame.

  8. Und was ist bei all dieser...
    Und was ist bei all dieser „Moral“ mit der Korruption?
    Sie ist verboten, existiert nicht und trotzdem liest man des oefteren davon.
    Was ist, bei aller Moral, der Preis des Einzelnen?
    Wann kippt die Moral?
    Wann stimmt der Inhalt des Koffers, um ehrlich gegenueber sich selbst zu sein?
    Was ist ihr aller Preis?

  9. Fürchterlich sind diese...
    Fürchterlich sind diese Mütter, die die Schulkameraden ihrer Kinder am Kaffeetisch neugierig über die Familie ausfragen und bei unklaren Antworten gnadenlos nachhaken.
    .
    Nichtsdestoweniger ist das bürgerliche Privatleben die Wurzel allen Übels.

  10. Dissimulatio - Desegano. Der...
    Dissimulatio – Desegano. Der Cortegiano ist meines Erachtens langweilig. Alles ist letztlich Rhetorik. Gracian sagt es besser und schneller. Und gut ist immer Humor.

  11. @Filou - vielen Dank. Ich habe...
    @Filou – vielen Dank. Ich habe mir schon des öfteren überlegt, woher besagter Vorgesetze den Ratschlag gehabt haben könnte.
    @HansMeier555 – ich bin durch und durch bürgerlich. Darum, würden Sie mir bitte erklären, warum mein Privatleben die Wurzel allen Übels sein soll.

  12. Nur, was ist Wahrheit? Ist die...
    Nur, was ist Wahrheit? Ist die Luege eine Verleugnung der Wahrheit, oder ist es garkeine Luege, vielmehr eine selbst-oder fremdmanipulierte Realitaetswahrnemung?
    Ist das Aussprechen einer Wahrheit wirklich Wahrheit, oder nur eine Aussage ueber sehr persoenliche Erkenntnisse? Hat man diese Wahrheit ausgesprochen, und die Gegenseite reagiert empoert, hat man gerade eine empfindliche Stelle getroffen, oder ist man einem nur ueber die Huehneraugen gelatscht?
    .
    Allein die vielen Fragezeichen…

  13. Lieber Tiger,
    Zu...

    Lieber Tiger,
    Zu Renaissancezeiten hatte die Elite kein Privatleben im heutigen Sinn. Die familiäre und persönliche Existenz der maßgablichen Clans und Persönlichkeiten waren öffentliche Angelegenheiten.
    Das sollte heute auch wieder so sein.
    Stattdessen ziehen es die heutigen Eliten vor, zu „privatisieren“. Sie leben in ihrem Bungalow in der gated community und glotzen auf die Zahlenreihen auf dem Kontoauszug. Das ist nicht in Ordnung. Sie sollten, wenn schon, in einem Schloß auf dem Hügel oder in einem Palais im Stadtzentrum leben und zur Hochzeit ihrer Töchter 5.000 Gäste einladen. Dann würde wieder Transparenz herrschen, dann wüßte man wieder, an wen man sich wenden muß, wenn man ein Problem hat.
    Soweit in Kürze.
    Speziell im Ihr Privatleben ging es mir nicht.

  14. Werter Don,
    .
    die Wahrheit ist...

    Werter Don,
    .
    die Wahrheit ist vielschichtig wie ein Zwiebel und zum heulen.
    .
    Um es sich leisten zu können, die Wahrheit zu sagen, muss man
    reich und damit unabhängig sein,
    .
    Das Gegenteil eine Lüge, ist nicht schon deshalb Wahrheit. Was vielen die reine Wahrheit scheint, ist manchen Lüge – wer soll hier richten?
    .
    Gruß Hanskarl

  15. Mal 'ne Frage. Muss hier immer...
    Mal ’ne Frage. Muss hier immer alles so zitatenreich zugehen?
    Gibt’shier keine eigenen Erkenntnisse?

  16. @Filou 27. Dezember 2009,...
    @Filou 27. Dezember 2009, 23:00/Mal ’ne Frage.
    Sich produzieren ist doch, in jugendlichem Neudeutsch gesagt, „geil“!
    N’est-ce pas?

  17. o mein gott-für die...
    o mein gott-für die „Wahrheit“ hat doch gar keiner Zeit. Aber wer doch zwei Stunden hat der könnte das lesen: Wilhelm Raabe-Else von der Tanne.
    Dann für weitere drei,vier Stunden: Harry G.Frankfurt-Bullshit.

  18. @ Filou
    Ein Zitat ist nur ein...

    @ Filou
    Ein Zitat ist nur ein elegantes Kommunikationsvehikel. Aus der Tatsache, dass jemand ein Zitat benutzt, sollte man nicht schließen, dass dem Zitierenden die eigene Erkenntnis fehlt.

  19. Ich möchte zu meiner...
    Ich möchte zu meiner Zotatentschuldigung anführen, dass im Rahmen einer schweren Erkältung alle Wege zu meinem Kopf verstopft sind, und deshalb dort drin alles im eigenen Saft kocht – und da schwimmen auch ein paar Zitate mit rum, als Hirnsättigungsbeilage.

  20. ... na dann gute Besserung;...
    … na dann gute Besserung; haette den Wunsch gern als Zitat ausgedrueckt, habe aber keins bei der Hand oder im Kopf, obgleich ich kerngesund und pudelmunnter bin.

  21. A Guada hoids aus und um an...
    A Guada hoids aus und um an Schlechdn is ned schod, sagt man hier in liebevoll-besorgten bayerischen Familien.

  22. Unterstütze die Meinung von...
    Unterstütze die Meinung von HansMeier555 hinsichtlich des Privatlebens der Eliten: das morgendliche Ankleiden von Louis XIV. als Zeremoniell sorgte in verschiedenster Hinsicht für Transparenz…
    Es ist ja schon irgendwie enttäuschend, dass einem für die Steuergelder nichts wirklich Zufriedenstellendes bei der Staatsrepräsentation geboten wird. Blasse, schlecht gekleidete Menschen ohne Stil meist hinter verschlossenen Türen zweifelhafter Architektur. Ich weiß nicht, ob ich da unbedingt eingeladen werden wollte.
    Habe derzeit mal wieder den charmanten Oscar entdeckt. (Er hat auch schon – zwar mit anderer Stoßrichtung – über dasselbe Problem nachgedacht: http://en.wikipedia.org/wiki/The_Decay_of_Lying)
    In guter Erinnerung ist mir die Stelle in einem seiner Stücke, an der der Earl of Caversham seinen Sohn fragt: „Glauben Sie wirklich, was Sie sagen?“ Und Lord Goring entgegnet: „Aber nein, Sir.“ Das scheint mir eine elegante und zugleich ehrliche Einstellung zu sein.
    Dem Don an dieser Stelle auch eine gute Besserung.

  23. Sie haben es gut, mein bester...
    Sie haben es gut, mein bester Don, die ganzen Weihnachtstage hoffte ich mit Fieber, Tee und Asterixheften zu verbringen. Aber ich bin pumperlgsund, mit Ausnahme des Katers am 1ten Weihnachtstag. Abr man ist ja Katzenliebhaber.

  24. Morgen gehe ich auf den...
    Morgen gehe ich auf den Dachboden und krame den Buechmann ‚raus.
    …und dann gnade euch Gott, ihr Ritterschaft, der Filou stand auf im Lande.
    .
    (Hauptmann ?)

  25. @Don Alphonso
    Ich wuensche...

    @Don Alphonso
    Ich wuensche gute Besserung!
    Und ich dachte, ich waere der einzige, der zur Weinacht mit Fieber im Bett zubringt.
    Seit ueber 20 Jahren meine erste Grippe…

  26. Wollte nur sagen: Jede...
    Wollte nur sagen: Jede Gesellschaft hat ihren Modus der Verlogenheit, und bei uns ist es eben ein spezifisch bürgerlicher. Die 1968er-Bewegung muß in diesem Licht betrachtet werden: Bürgerkinder versuchen, da auszubrechen und kreieren eine neue Lügenzivilisation, die uns heute in Gestalt der Windrädchen und Menschrechtskriegseinsätze wiederbegegnet. (Das zumindest war ein notwendiger Zwischenschritt auf dem WEg in das vom Don so verachtete „Neubürgertum der Berliner Republik“).
    .
    Dort, zwischen Schloß, Universität und Bundespressekonferenz würde ich auch die Perückenmode des 17. Jahrhundert gerne revivalisiert sehen.
    Das macht sich gut in Kombination mit einem blechblitzenden Harnisch.
    .
    Allen die da Husten und Schneuzen wünsche ich nicht uneigennützig gute Besserung.

  27. Gegen die Lebenslüge gibt es...
    Gegen die Lebenslüge gibt es immerhin noch Hendrick´s Tonic. Oder Rotwein aus Vacqueyras. Wie machen Sie das eigentlich, Don? Über die Feiertage ohne Alkohol, meine ich.

  28. muscat, nachdem ich von allen...
    muscat, nachdem ich von allen Beteiligten sicher der schlechteste Sohn einer besseren Familie bin – indiskret, vergnügungssüchtig und auch noch gern in einem aus Sicht meiner Klasse Beruf III. Wahl arbeitend – muss man eher fragen, wie die anderen das mit mir aushalten.

  29. v.K., oder wie es der...
    v.K., oder wie es der legendäre Groucho Marx einmal so treffend sagte: Das sind meine Grundsätze. Wenn Sie Ihnen nicht passen, habe ich auch noch andere.
    .
    Ich glaube, aus einer sichtbaren Herrschaft würde bei uns nichts werden. Kennt jemand diesen dicken Ministerpräsidenten in Schleswig-Holstein mit jener in kriminelle Machenschaften verwickelten Landesbank? Diesen Carstensen? Als der zum ersten Mal durch einen Abweichler der SPD ins Amt kam, hatte er sich davor noch über eine Rundfunkshow, wenn ich mich recht erinnere, eine Frau suchen lassen. Also noch nicht mal eine Mätresse, sondern einfach jemand zum Herzeigen, falls er MP wird. Im Radio. Wie gotterbärmlich ist denn das bitte. Nein, da ist es mir lieber, die seehofern sich ihre gschlamperten Verhältnisse heimlich zusammen. Ich will das weder wissen noch mir vorstellen.
    .
    Filou, wenn Sie wüssten, wie es mir geht, dann wäre Ihr Wunsch nach Krankheit eine Lüge. Über 1000 schwierige Sexszenenzeichen habe ich für mein Buch zusammengeschrieben heute Nacht. Wenn ich schon so weit bin, dass ich solche Szenen schreiben kann, ist es nicht mehr lustig.

  30. HansMeier555, der Grundfehler...
    HansMeier555, der Grundfehler von 68 war zu sagen: Alles geht, solange es links ist. Darauf sagten dann die anderen nicht: Nein, das geht nicht, weil es links ist. Was sie sagten war: Alles geht, solange es nicht links ist.
    .
    Im Prinzip hat man doch nur darauf gewartet, dass endlich mal die starren Regeln aufbrechen, man hat die Sause mitgemacht, aber ohne dafür die Verantwortung zu übernehmen. Man hat uneheliche Kinder, lässt sich als Lobbyist schmieren und ist homosexuell und redet trotzdem von traditionellen Werten: Alles geht, solange es nicht links ist. Und der Erfolg gibt ihnen im Gegensatz zu mir recht.
    .
    Grimaldeli, gute Besserung! Ich denke, das schlimmste habe ich hinter mir (schlimmer als die letzte Nacht ist nur der Tod, und den bekomme ich ja nicht mit, weil ich vom Ersticken abgelenkt bin).

  31. Hat dieser Nordleuchter das...
    Hat dieser Nordleuchter das wirklich? Übers Radio? Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.
    Ich will keine kultivierten Bürger als Herrscher, sondern schillernde Promis.
    Ob es uns gefällt oder nicht, da müssen wir jetzt durch!
    Kommende Generationen werden es stilvoller machen.
    .
    Lieber Don, Ihre 1001 Zeichen aus fiebriger Nacht könnten Anregung sein, den Aretino-Faktor zu erhöhen.

  32. Lieber Don,
    bis Ende nächsten...

    Lieber Don,
    bis Ende nächsten Jahres sollten Sie uns schon noch erhalten bleiben. Auch das Ende der Finanzkrise und die abrupten Wertsteigerungen von Edelmetall werden Sie doch wohl noch miterleben wollen.
    .
    Nur die Suche nach einem guten Komponisten fürs Requiem kann man nie früh genug beginnen.

  33. Moment, meine Tante Mammi, die...
    Moment, meine Tante Mammi, die erfahren war in solchen Dungen und das auch beherrschte, legte mir die Karten und kam zum Schluss, ich würde gesund mindestens 95 Jahre alt werden. Und daran gedenke ich mich auch zu halten. Vermutlich kommt das alle nur daher, weil die übliche Winterfettschicht dieses Jahr zu dünn war. Elende 4500-Kaloriendiät.
    .
    Was ich ja lieber als schillernde Promis möchte, sind Talente, die sie dann wirklich so entblössen, dass es im gedächtnis bleibt – und dazu reicht ein deutscher Promi nicht aus, da muss man schon nach Texas, in den Iran, nach China und in andere Diktaturen gehen.

  34. Josef, mit etwas Glück findet...
    Josef, mit etwas Glück findet man ab und an auch noch eine Ausgabe des Wörterbuch des Teufels von Ambrose Bierce. Das ist ehrlich. Und trotzdem charmant.

  35. @Don Alphonso
    Bierce. Sehr...

    @Don Alphonso
    Bierce. Sehr gut.
    Ansonsten: Abwarten und sehen was da kommt.
    Einer der großen Sinnstifter des Abendlands zerlegt sich m.E. im Moment selber (r.k. Kirche). die letzten 500 Jahre seit dem Konzil von Trient waren halt ein Irrweg, der jetzt, da die stützenden Kräfte wegfallen, nicht mehr geht. Ich denke ganz Südeuropa ab Bayern ist eine Experimentierwerkstatt im Moment

  36. Weihnachten blieb sauber, und...
    Weihnachten blieb sauber, und nun lese ich nachsitzend: „Bei mir ging es definitiv nicht, aber ich bin ja auch nur der Chef des Blogs.“ Mit oder ohne Salz verstanden: Ein vollendeter Satz! In dieser Klasse kenne ich nur die Klage des römischen Hauptmannes: „Sie sind alle so dumm und ich bin ihr Chef! Buhu!“

  37. Von wegen "Lügen"! Surely...
    Von wegen „Lügen“! Surely you mean „terminological inexactitudes“?

  38. Lieber Filou, wenn Sie mich...
    Lieber Filou, wenn Sie mich gemeint haben, mit den Zitaten, dann sage ich Ihnen, dass meine Beiträge meine eigenen Erkenntnisse beinhalten ( habe viele vor Jahren mal veröffentlicht – möchte hier aber anonym bleiben ).
    .
    Wenn ich Zitate von Anderen benutze, dann erscheinen diese immer unter Nennung der Quelle.
    .
    Gruß Hanskarl

  39. HansKarl, gerade Sie meinte...
    HansKarl, gerade Sie meinte ich nicht. Es war auch mehr allgemein bemerkt. Und es waren auch nicht alle Zitierer gemeint. Hin und wieder muss ich halt das Muendchen spitzen.

  40. Am 2. Weihnachtsfeiertag bin...
    Am 2. Weihnachtsfeiertag bin ich unfreiwillig Zeuge einer geschmacklosen, grottenschlechten (aber dafür umso teureren) Musical-Vorstellung geworden, zu der ein wohlmeinender Bekannter Mitglieder meiner Familie (Alter 18 bis 83) geladen hatte.
    Als „Presenter“ fungierte ein privater, bekanntermaßen nervtötender Rundfunksender, produziert wurde das ganze von einer gewissen „Semmel Concerts GmbH“ in Zusammenarbeit mit „Freddy Burger Management“, was meinem Bekannten für sich genommen schon eine Warnung hätte sein müssen. Nach den ersten (schiefen) Klängen, pseudo-dramatischem Gewirbel und Lichtshow auf der Bühne konnte ich die Lachtränen in meinem Gesicht vor den Blicken der neben mir sitzenden Zuschauer nicht mehr verbergen.
    In der Pause bei einem Gläschen Weinschorle dann die Frage meines Bekannten, wie es uns denn gefalle? „Super“, war die Antwort, die aus meinem breit grinsenden Munde kam. Ich denke nicht, dass das eine höfliche Lüge war. Aber ehrliche Lügen gibt´s nun mal nicht… oder etwa doch?

  41. Bevor er zur Lüge greift
    Es...

    Bevor er zur Lüge greift
    Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet einer, der auch als Berater des CIA tätig war, ein prominenter Begründer des modernen radikalen Konstruktivismus‘ geworden ist. Jeder kennt wahrscheinlich dessen populäres Buch: „Wie wirklich ist die Wirklichkeit“; die Rede ist von Paul Watzlawick (http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawick). Und wer ist nicht geradezu magisch angezogen von dessen „Wahrheiten“. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie mir während meiner unruhigen Oberschülertagen immer wieder gewisse Schlaumeier entgegen hielten, dass es doch gar keine Wahrheiten gäbe, somit auch keine revolutionären. Schlag nach bei Watzlawick, hieß es dann, wenn ich ein klassenkämpferisches Schlagwort loswerden wollte.
    .
    Das habe ich getan, nachgeschlagen und natürlich auch gelesen. Aber wer kommt schon auf die Idee, den Propheten der Wahrheit der Unwahrheit als Propheten der Unwahrheit von der Wahrheit zu begreifen? Das war vielleicht nicht mein erster Gedanke, denn auch ich war fasziniert, von dieser mir bis dato völlig neuen Welt, der der „Perspektiven“. Und ich erinnerte mich natürlich an jene erstaunt-ironische Frage jenes Pilatus an Jesus, als der ihm von der göttlichen Wahrheit was zu erzählen vorhatte: „Was ist denn d i e Wahrheit“, wollte Pilatus wissen, nicht, was ist die
    W a h r h e i t ?
    .
    Von den Vorsokratikern über Kant bis zu den modernen Relativisten, den Agnostikern – Mach und Co. (vgl. Lenin: Materialismus und Empiriokritizismus) -, finden wir all diejenigen, denen die Wahrheit offenbar ein Fremdwort ist, ein Ärgernis zuweilen, auf jeden Fall ein Hindernis auf dem Weg zur Wahrheit – ihrer Wahrheit nämlich.
    .
    Es ist diesen Schlauköpfen niemals aufgefallen, dass der, der die Wahrheit nicht kennt, oder auch nur vorgibt, diese nicht zu kennen, sich eigentlich sofort in absolutes Schweigen hüllen müsste, am besten mit Gelübde, unter einer Kutte verborgen, und in einem Kloster versteckt. Denn wenn er nur ein Wort sagt, sagt er ganz bestimmt die Unwahrheit.
    Bekanntlich gab es in Deutschland nur einen Menschen, der das mehr oder weniger konsequent zu begreifen suchte, nämlich als er sagte: „der wahre Dichter schweigt“ – dieses war Hölderlin.
    Nun erzählt uns Hölderlin keine Wahrheiten, sondern er offenbart uns – göttliches -, aus des Menschen Alltag, aus dessen Natur und seiner natürlichen Umgebung.
    .
    All zu oft liebestrunken, jedenfalls voller philosophischer Erschöpftheit, predigte er uns Menschen, was für göttliche Wesen nicht nur wir, sondern auch jener „Rhein“ da sein, der Deutschen Strom, der uns führe, hin zur Glückseligkeit – zur Freiheit. Aus seiner Isolierkabine heraus – u.a. verweilte er länger im Bad Homburger Schloss, dessen Turm nämlich – , schien ihm offenbart, wie ebenso trübselig des Menschen irdisches Glück doch da sei, nämlich wenn es sich nicht mit höherem verbinde.
    .
    Das waren großartige Eingebungen, denen man da zu folgen vermag oder auch nicht, aber Wahrheiten?
    Das sollten wohl die begreifen, die sich da so postmodern-modern auf Hölderlin beziehen, ohne eben diesem überhaupt folgen zu können, seine Wahrheit begriffen zu haben. Worüber sollte der Dichter schweigen? Natürlich über die Dinge, die man nicht als Wahrheit bezeichnen kann. Das waren jene, die verboten waren. Von großen Taten der Menschen, ihrem göttlichen Wesen, ihren Taten, ihren revolutionären Visionen, ihren „Wahrheiten“. Weil man sie dafür entweder tötete, wenigstens aber verachtete, wenn nicht gar ins Irrenhaus steckte. – Und auch das waren Wahrheiten, „Tatsachen“, „Fakten“, wie man heute zu sagen pflegt.
    Nun, wer solche Taten nicht sieht, solche Wahrheiten nicht erkennt, jene Fakten zu leugnen sucht, der sollte demnach auch schweigen, bevor er zur Lüge greift.

  42. Die Wahrheit ist, daß...
    Die Wahrheit ist, daß Unmündigkeit nicht selbstverschuldet ist, sondern der Menschen unabänderliches Geschick.
    Das zumindest haben wir seit Kant dazugelernt.
    .
    Es kommt aber darauf an, diese Unmündigkeit humanitätsoptimiert zu managen, am besten nach meiner Agenda Neofeo: Zuwendung, Distinktion, Gnade.

  43. Wer aber gilt als muendig, und...
    Wer aber gilt als muendig, und wer als unmuendig?

  44. Aber zurück zum...
    Aber zurück zum Beitragsthema: Finden Sie den Don eigentlich dick?

  45. Meine Mutter geizt da nicht...
    Meine Mutter geizt da nicht mit ehrlichen Antworten.

  46. @Filou
    Ist ja egal, wer genau...

    @Filou
    Ist ja egal, wer genau als unmündig zu gelten hat.
    Wenn wir zur Mündigkeit fähig wären, könnte sogar die Demokratie funktionieren.
    .
    Die Philosophen haben die Ursachen der Unmündigkeit nur unterschiedlich interpretiert. Es kömmt aber darauf an, etc. pp.

  47. @HansMeier555 (19:02) - so...
    @HansMeier555 (19:02) – so what? Lasst dicke Männer um mich sein. (Nun wird Filou natürlich wieder nachfragen, ob dass jetzt nur wieder ein Zitat oder persönliche Erfahrung/Erkenntnis sei). Meine Antwort schon im vorraus: sowohl als auch. Meine Freundin möchte noch hinzufügen, von charmanten Männern kann man sowieso niemals genug kriegen.

  48. Es wird Zeit für eine neue...
    Es wird Zeit für eine neue Revolution
    @HansMeier555: Wo steht das geschrieben? – Ich vermute mal im Alten Testament. Und doch wusste Homer schon, und er ließ uns das wissen durch Odysseus, dass der Mensch sogar die Götter zu überlisten vermag. Woher also dieser Fatalismus, bzw. Nihilismus, dieser Glaube an eines Gottes Gnadentum, genannt: Schicksal? Es ist dies das Produkt einer mit dem Christentum umformulierten Antike, die dann vor allem im feudalen europäischen Mittelalter fröhlich Urständ feierte. Und dies eigentlich bis wiederum zu den ersten europäischen Revolutionen, der in England, in Frankreich, ja selbst jener halben in Deutschlands und Böhmens 1848. Schon die Puritaner unter Cromwell, dann aber die „Guillotineisten“ von den Jakobinern der Französischen Revolution, waren gewillt der Welt zu zeigen, dass man – um des Gottes Gnadentum abzuschaffen – nur einen Henker für braucht. Nachdem auf diese Weise die Revolution zuletzt dann auch ihre „eigenen Kinder aufgefressen“ (Leonhard) hat, die Bolschewisten waren diesbezüglich also nicht die Erfinder, kommt dieser totgeglaubte Nihilismus – und diesmal offenbar als Zombie – wieder zum Vorschein.
    Das Land braucht ein paar (kluge) Köpfe. Es wird doch Zeit für eine neue Revolution!

  49. Meine kenntnisreiche Madame,...
    Meine kenntnisreiche Madame, liebe Tiger, meint es waere Julius Caesar, dessen Sicht sie niemals teilen wuerde (und schon garnicht mich mit Cleo).
    Herrje, man nehme nicht jede meiner flapsigen Bemerkungen so schrecklich ernst.
    Auch ich bin nur ein Causeur.

  50. @Devin08
    Soweit ich orientiert...

    @Devin08
    Soweit ich orientiert bin, hat die Papierversion der FAZ zusammen mit der FAS ungefähr 1.000.000 Leser. Eine Million kluge Köpfe, ist das nicht genug für ein Land… und sogar für eine Revolution?

  51. geehrter don alphonso, unter...
    geehrter don alphonso, unter einem Beruf 3. Wahl leidet so mancher in meiner Familie,
    Hier gilt Professor als 1. Wahl, Dur jur. als zweite, dr. med. als zweieinhalbte, abgeschossenes Studum als akzeptiert, Fachhochschulstudium: Wird nur eingeladen , wenn er lustige Geschichten über sein Scheitern erzählen kann.
    So weiss ein jeder , wo er steht, wird natürlich nie ausgesprochen , wirkt daher um so härter.
    Wünsche einen angenehmen Abend.

  52. gheluveld, glückjlicherweise...
    gheluveld, glückjlicherweise bin ich alt und ledig genug, um als Frischfleisch für den zweiten Heiratsmarkt in Frage zu kommen. Und immerhin ist es nicht irgendeine Zeitung, sondern diese hier. Die kennt man sogar in Rottach, und man bekommt sie dort auch (glaube ich).

  53. (ob man sie dagegen in Rottach...
    (ob man sie dagegen in Rottach lesen kann – nun, das ist eine andere Frage)

  54. Don Alphonso, Gegenfrage...
    Don Alphonso, Gegenfrage erlaubt? : Was ist denn der 1. Heiratsmarkt, und kann man mit Erfolgen auf dem 2. Heiratsmarkt gegen 1. Kategorie Beruf punkten.?

  55. @gheluveld
    Und wie ist die...

    @gheluveld
    Und wie ist die Hierachie der Damen in Ihrer Familie? Gelten da die gleichen Regeln, oder werden die nur auf den Herrn Gemahl angewendet? Wo steht eine Frau Prof., die ihren schicken jungen Tennislehrer geehelicht hat?

  56. Rottach oder Gmund. So groß...
    Rottach oder Gmund. So groß wie Sie es sich herbeischreiben, ist der Unterschied nicht!

  57. Sagen wir so: Wenn man aus...
    Sagen wir so: Wenn man aus Berlin, Bremen oder Essen kommt, dann fallen die Unterschiede nicht besonders auf.

  58. @Devin, Tiger:
    Wozu...

    @Devin, Tiger:
    Wozu Revolutionen, nachher wird es so weitergehen wie vorher, nur noch fieser und stilloser.
    Die alte Illusion, daß man durch Bildungsoffensiven Armut und Ungleichheit beseitigen könnte, hat sich inzwischen ja wohl selbst widerlegt.

  59. gheluveld, ach so, ich müsste...
    gheluveld, ach so, ich müsste hier mal ein Glossar machen. Der 2. Heiratsmarkt umfasst gebrauchte Ehepartner aus den Resten gescheiterter Vertreter des 1. Heiratsmarktes, den man in der Regel zwischen 18 und 32 okkupiert. Danach muss versucht werden, die Reste der Unverheirateten mit den Resten der Kriegsversehrten zu verbinden. Beliebtes Spiel auf allen besseren Parties, früher nannte man es noch Kuppeln, aber auch hier hat die Globalisierung zugeschlagen, also: 2. Heiratsmarkt.

  60. Geehrter Der Tiger, gerne, die...
    Geehrter Der Tiger, gerne, die erste Kategorie ist höchsten s 10 Jahre jünger , hat Hochschulstidium, gute Familie gern gesehen , aber nicht Bedingung, zu gute Familie steht schon wieder unter Dekadenzverdacht.
    2. Katergorie: Nicht besetzt
    3. Kategorie: 20 Jahre jünger, osteuropäisch, häteroides Aussehen, führt zu kurzfristigem Interesse der Familie und wird später rausgemobbt
    Die Frau Prof. exisitiert bei uns nicht, sie müsste aber mit ihrem jungen Skilehrer einen Neuen Stammbaum eröffnen, dazu begleiten Sie dann die besten Wünsche.

  61. @DA: von sehr viel näher auch...
    @DA: von sehr viel näher auch nicht unbedingt.
    Da ist bei manchem Gmunder schon der Wunsch der Vater des Gedanken !
    Wobei es in Rottachallerdings nicht nur pelzbehangene Metzgersgattinen aus Wanne_Eickel gibt, sondern auch Herrschaften von Familie; die produzieren sich aber nicht unbedingt bei Bachmaier etc.

  62. Lieber Don Ferrando, das...
    Lieber Don Ferrando, das wiederum ist eine Wahrheit über ein Hotel, die man dort auch nicht gerade schätzen wird.

  63. Verehrter Don Alfonso

    Äonen...
    Verehrter Don Alfonso
    Äonen zurück in einer Ihrer Mitteilungen zum Stand der Forschung hämmerten Sie mir das „Herrschaftsprinzip Doppelmoral“ ein. Ich hatte dieses Phänomen vorher zwar auch selbst beobachtet, aber bis dato nie in den Stand eines Naturgesetzes erhoben. Aufbauend auf Ihren Ergebnissen habe ich im Verlauf des letzten Jahres Experimente unternommen, um weitere, möglichst reproduzierbare Verhaltensweisen zu beobachten. Ein Großteil der Individuen aus der Vergleichsgruppe bediente sich nicht der bewußt angewendeten Doppelmoral (Lüge), sondern nutzte (unbewußt) die Möglichkeit der Anwendung einer modifizierten Wahrheit. Es gab sogar Individuen, die, um in der Vergleichsgruppe zu überleben, sich verschiedener, teils widersprechender Wahrheiten bedienten. Das die Forschungsobjekte gelogen hatten konnte jedoch in keinem der Fäelle explizit nachgewiesen werden. Nich einmal im Fall einer teetrinkenden Dame im Negresco welche sich abwertend üeber die Lebensweise einer gerade das Café betretenden Freundin äußerte. Außerdem konnte in meinen Experimenten gezeigt werden, daß objektiv zwingend notwendige Einsichten von Teilgruppen in belanglose anderere Wahrheiten oder Gegenwahrheiten umgedeutet wurden, um in der Petrischale dem Schicksal einer kollektiven Ächtung oder dem Fall in die Bedeutungslosigeit zu entgehen (Nichts schweisst so zusammen, wie eine gemeinsame Leiche im Keller).
    In 99 % aller Fälle überlebten Probanden, welche sich eine passende Wahrheit kaufen oder mit Hilfe weitergehender Resourcen verschaffen konnen. Auch hier konnte i.d.R. auch unter Anwendung der juristischen Methode kein unwahres bzw. unredliches Verhalten nachgewiesen werden. … Wenn nun, wider Erwarten, bei den Beobachtungen Unwahrheit, Falschaussage, oder Lüge gefunden worden wären, dann wäre gegebenenfalls sogar der Zweck des Experimentes in Frage zu stellen und es hätte entweder das Studienobjekt oder die ganze Petrischale vernichtet werden müssen. Die Schlußfolgerung liegt nun nahe, daß es die Lüge nicht gibt, daß Alles nicht so schlimm ist, daß es so gut ist – wie es ist -, daß der Aufwungschwung bereits da ist, daß es die Experten ja auch nicht wissen konnten weil inzwischen neue Fakten vorliegen … und überhaupt Fakten Fakten Fakten … Denn wenn es die Lüge gäbe, müssten die Lügner aus Gründen der Moral ja zur Verantwortung gezogen werden. Habe ich nun Ihre Forschungsergebnisse bestätigt – oder widerlegt ?

  64. Don Ferrando, bitte lassen Sie...
    Don Ferrando, bitte lassen Sie mich nicht dumm sterben: was ist „häteroides Aussehen“?

  65. ach, devin, da war doch nach...
    ach, devin, da war doch nach offizieller und kanzeramtlich beglaubigter lesart erst eine vor zwanzig jahren.
    .
    mit dem erfolg, dass da, wo nicht die alten bonzen von den blockparteien sitzen, die alten bonzen von der sed und vom mfs sitzen. ein gewisser platzeck, ehemals bürgerrechtler, will sich ja nun mit den alten tätern versöhnen. hätten er und die anderen erfüllungsgehilfen, verzeihung, bürgerrechtler, das nicht schon vor der wende tun können?
    .
    aber, keine angst, devin, es wird schon machtvollst in ihre richtung argumentiert.
    ein gewisser sloterdiiek, philosoph, ist durch konzentriertes nachdenken zum schluss gekommen, dass er zu viel steuern zahelen muss uhnd tingelt mit der erkenntnis durch talkshows und magazine.
    ein anderer philisophicus verbreitet im zentralorgan der zahnarztgattinnen von castrop-rauxel die erkenntnis, dass die soziale umverteilung die ganz reichen noch viel reicher macht. heiliger osama. welch geist muss da in new york city wehen.
    da fällt der genannten leserschaft doch das philosophieren leicht: wenn die armen keine stütze menr kriegen, können sie ihr geld nicht mehr zu aldi und lidl tragen. im nebeneffekt bleibt dann uns mehr.
    dass all das, was als vorsorgestaat umschrieben wird, zu einer enormen ausweitung des staatlichen bereichs und vor allem der stellen dort geführt hat, braucht man ja nicht laut zu sagen. sonst könnten ja noch welche auf die idee kommen, dass nicht die leistungen sondern deren verwaltung entbehrlich ist. aber das wäre dann eine revolution.

  66. gheluveld, wo steht denn ein...
    gheluveld, wo steht denn ein Dr.-Ing. oder ein Dr. rer. nat. in Ihrer Hierarchie? Rein pekuniär betrachtet stehen diese doch, so sie in der Großindustrie in Lohn und Brot stehen, nicht schlecht da.

  67. @Doc Snuggels: ich glaube Sie...
    @Doc Snuggels: ich glaube Sie meinen gheluveld vom 28.12. um 22:29 ?

  68. @DoctorSnuggles;...
    @DoctorSnuggles; Hetaere
    http://de.wikipedia.org/wiki/Het%C3%A4re
    Keine Ursache, gerne geschehen.

  69. @ Don Ferrando, natürlich....
    @ Don Ferrando, natürlich. Habe mich irgendwie verguckt. Ich bitte um Entschuldigung.
    @ gheluveld: ich bitte um Aufklärung, wie ich mir „häteroides Aussehen“ vorzustellen habe.

  70. Filou, vielen Dank. Daher...
    Filou, vielen Dank. Daher bekam ich das nicht auf die Reihe, den Sprung von „Hetäre“ zu „häteroides Aussehen“ habe ich grammatikalisch nicht hinbekommen.

  71. @Dr.Snuggles: Die Assoziation...
    @Dr.Snuggles: Die Assoziation kam auch erst als ich mich eines nicht gut versteckten Buches meines Vaters erinnerte. Es hiess „Hetaerengespraeche“, soweit ich mich erinnere war es griechischer Klassiker. Die Zeichnungen dazu blieben mir unvergesslich.

  72. @Filou
    Womit wir schon bei der...

    @Filou
    Womit wir schon bei der vom Don bevorzugten Anstandsliteratur angekommen wären.

  73. @Filou: sehr schön ist...
    @Filou: sehr schön ist übrigens auch die Nachfrage von Google, ob man nicht statt „häteroid“ eher etwas anderes meinte. Das wird dann schnell pathologisch.

  74. Ich glaube mich erinnern zu...
    Ich glaube mich erinnern zu können, dass es da mal eine bibliophile Ausgabe xon Lukian aus der DDR gab.

  75. gheluveld - ich dachte,...
    gheluveld – ich dachte, Professoren gelten als Hungerleider, jedenfalls, wenn sie nicht privat liquidieren oder Gutachten schreiben dürfen?

  76. @B.A.H.
    Es dreht sich ja hier...

    @B.A.H.
    Es dreht sich ja hier nur um die Professoren, die sowieso schon dem Kreis angehören, dass heißt diejenigen, die den Titel erworben haben, um Chefarzt zu werden und nicht um eine akademische Karriere zu machen. Außerdem werden solche Professoren eingeladen, die die Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns oder Bankmanns geheiratet haben. Dann benutzen ihn nämlich die Bankerkreise, um sich mit seinem Ruf zu schmücken.

  77. B.A:H:, Professoren haben...
    B.A:H:, Professoren haben nicht nur das Sozialprestige der Bildung, sondern auch eine geruhsame Lebensanstellung. Man weiss also, was man bekommt, und das ist nicht schlecht in Zeiten wie diesen.

  78. Werter Don,
    werte Mitschreiber...

    Werter Don,
    werte Mitschreiber und -leser,
    .
    es bedarf ( nach meiner Meinung ) nicht der Unterscheidung Wahrheit oder Lüge im Umgang miteinander. Ausschließlich maßgebend ist doch die Unterscheidung der „Anwendung“ zum Schaden oder Nutzen für den Betroffenen. Ob ich es gut mit Jemandem meine, das ist die eigentliche Frage. „Liebe“ im biblischen Sinne – liebevolles Verhalten – k a n n nicht an schwammigen ( meiner Meinung nach, nie exakt definierbaren ) Begriffen wie Lüge und Wahrheit gemessen werden.
    .
    Objektivismus, Fakten, Sachzwänge, Tatsachen – sind subjektive Begriffe, die dialektisch verwendet werden. Sachen haben keine Meinung und können nichts beurteilen, nichts werten und nichts wissen – es gibt nur Subjektivität auf der Welt ( die subjektive Meinung Mehrerer bleibt Subjektivität ).
    .
    Gruß Hanskarl

  79. @Hanskarl - Glauben Sie...
    @Hanskarl – Glauben Sie wirklich, die Bibel hält Lüge und Wahrheit für schwammige Begriffe? Was sagen Sie dann zu diesem sehr eindeutigem Ratschlag:
    „Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten“
    Eph 4,25

  80. touché, Hanskarl.
    Aber das...

    touché, Hanskarl.
    Aber das könnten Sie noch tausend Mal schreiben. Kapieren tun es nur die Allerwenigsten.

  81. Nach der Revolution ist vor...
    Nach der Revolution ist vor der Revolution
    .
    @Tiger: So war das nicht ganz gemeint: einige (kluge) Köpfe müssen wohl (auch) rollen, auch im Zusammenhang mit dem nun wieder aufgekommenen Fatalismus, bzw. Nihilismus, aber eben nicht nur deshalb, denn: siehe unten!
    .
    @auch-einer: Keine Revolution, eine Konterrevolution war das, die Vollendung der zuvor schon vollzogenen. – Oder wie Marx sich ausdrückte: auf eine halbe Revolution folgt immer eine ganze Konterrevolution.
    .
    @HansMeier555: Nicht die Revolutionen sind es, die die Geschichte machen, jedenfalls nicht in jenem romantisch-naiv zu verstehenden Sinne, sondern die Bedingungen, die jeweils zur Revolution führen. Wie fies also eine Zeit nach der Revolution wird, wäre dann die Bedingung für die nächste. Dafür bedarf es nämlich der Revolutionen. Nach der Revolution ist somit immer vor der Revolution. Ich sagte es ja schon: wenn Trotzki das s o gemeint hätte, wäre er im Recht gewesen (siehe auch: „Also zwei Schritte zurück“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=548).

  82. Geehrter Dr Snuggles, 3:2 für...
    Geehrter Dr Snuggles, 3:2 für Sie , natürlich wie Sie sagen hetäroid, bekanntlich oides: altgriechisch für ähnlich, von eidos: Die Gestalt, aber hört sich besser an als huresk
    geehrter zeitkommi, die genannten stehen ungefähr beim dr. med, diese können noch dadurch punkten, dass sie selbständig sind und sich nicht als Abhängige überarbeiten.
    geehrter Don Alphonso, Sie kennen unsere Herren Prof., die können sich eigentlich alles erlauben, von ihnen wird eigentlich nur ein representativ- zurückgelehntes Verhalten verlangt.

  83. geehrte BAH und Der Tiger,...
    geehrte BAH und Der Tiger, welche Art Prof. ist eigentlich schnuppe, sie können jedenfalls nicht durch Eigenschaften oder Liegenschaften der anderen inkommodiert werden.

  84. @geluveld
    Gehen sogar...

    @geluveld
    Gehen sogar Pädagogikprofs? Oder Gewerbeschullehrer mit Prof-Titel?

  85. "Siehe, ich sende euch wie...
    „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“

  86. Ach ja, nett, hier wieder was...
    Ach ja, nett, hier wieder was zu lesen, nachdem ich mich vorgestern am Rande des Nervenzusammenbruchs von Familienweihnacht heimschleppte (1 1jähriges Kind, in der „teste die Schwerkraft“-Phase und zahnend, 1 2jähriges Kind mit verstimmter Verdauung und gerade in der „Nein“-Phase. Ständiges Gerenne am Tisch. Die ganzen Tage, mehr als 12 Stunden am Stück, ununterbrochenes Essen zubereiten, aufräumen, mit Kind auf Toilette gehen. Das Essen war gut und die Menge passend, aber zum Genießen blieb keine Zeit, kaum zum Essen). Den Rest gaben mir dann noch 2 vermutliche Südberlinerinnen, die im wie immer an diesen Tagen vollgestopften Zug 5 Stunden ununterbrechbar von den Eifersüchteleien in ihrer Familie, WeihnachtsCDs und anderen quälenden Umständen quasselten, daß ich fast die Wände hochging. Warum nur müssen die Leute ihre Küchentischgespräche immer in aller Öffentlichkeit ausbreiten? Nächstes Mal werde ich in dieser Jahreszeit die Handyzone nehmen, dort war wohltuende Ruhe, nur die Tastaturen klapperten leise. Im Ruhebereich dagegen nichtendenwollendes Familiengequassel. Wenigstens – es müssen wohl schon Berlinerinnen gewesen sein – waren sie so blickig, mein auf der völlig entnervten Flucht liegengelassenes Handy am Bahnhof abzugeben, so daß ich es eine Stunde später wieder hatte. Wieder daheim (endlich Ruhe, Ruhe!) kam prompt der Anruf von der Bahn, man habe es nicht gefunden, woraufhin ich mich bedankte und fürs unnütze Losschicken entschuldigte, da ich das ja mangels Nummer nicht hatte absagen können. Wah, ich bin urlaubsreif. Und zu Silvester auf den Prenzlauer Berg. Das wird etwas weniger anstrengend, die Kinder dort sind schon älter.

  87. Und vorwegen Lüge: man sagt...
    Und vorwegen Lüge: man sagt die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, aber nie die vollständige und komplette Wahrheit. Lügen tut man nur ganz selten, dann, wenn Leute unbedingt belogen werden wollen.

  88. Es gibt die Lügen zugunsten...
    Es gibt die Lügen zugunsten der vielen Nächsten auf Kosten der fernen Wenigen. Man nennt es auch Geschichtsschreibung.

  89. Lieber Der Tiger,
    .
    die Bibel...

    Lieber Der Tiger,
    .
    die Bibel ist nun gewiss nicht „die“ Offenbarung für die Menschheit geworden, auch wenn dies einige meinen, nicht zuletzt auch wegen der vielen „schwammigen“ Begriffe und der unendlich vielen Widersprüche.
    .
    Auch Jesus nennt in manchen Formulierungen nicht das „Kind beim Namen“ – seinen Vater z. B., Josef, dem er die Förderung seines Intellekts verdankt, erwähnt er nie! Ich könne andere Beispiele seines zu kritisierenden Verhaltens ( Maria Magdalena ) nennen, dies würde hier den Rahmen sprengen und außerdem ist es ungewiss ob es sich so zugetragen hat, wie die Bibel es darstellt.
    .
    Wie ich schon mal geschrieben habe: Wenn es Gott gäbe, müsste man ihn der milliardenfachen unterlassenen Hilfeleistung anklagen – vor dem, der ihn geschaffen hat.
    .
    Gruß Hanskarl

  90. Einiges an dem Gelesenen...
    Einiges an dem Gelesenen reizte mich ganz arg, und ich wollte schon was „Gescheites“ über die Philosophie der Lüge loswerden, aber ich bin heute so gut gelaunt träge, dass ich lieber mit muscat anstoße (Hendricks), und Hanskarl (17:33) zustimmen möchte.
    „Meine lieben Freunde, es gibt keinen Freund!“, sagte Kant mal … ich glaube das übrigens nicht, und ich wünsche Ihnen, Don Alphonso, und allen Lesern und Kommentatoren ein lesbares und vergnügliches Neues Jahr.
    @gheluveld: Küsschen.

  91. Auf diesem Blog lasse ich mich...
    Auf diesem Blog lasse ich mich umsonst weiterbilden – danke!
    Re Hierarchien: wird heute mehr geduzt in Deutschland als früher? Und wenn ja, ist das per se schlimm? Auf englisch sagt man „Familiarity breeds contempt“…Vertrautheit erzeugt Verachtung.

  92. Verkneife es mir, den Kreter...
    Verkneife es mir, den Kreter zu zitieren.

  93. Zu Lukian: Es gab da mal eine...
    Zu Lukian: Es gab da mal eine Übersetzung von Wieland in der Anderen Bibliothek: Lukian von Samosata, Lügengeschichten und Dialoge, Greno, AB 1, 1985. Gebraucht günstig zu haben. Der Lukian passt gut in die heutige Zeit, wie überhaupt antikes Denken sehr aktuell ist (Die Philosophie der Alten zielte unmittelbar auf Lebensbewältigung, dorthin kommt sie ganz sachte wieder. Nachdem der Trost der Kirche infolge der damit verbundenen Anforderungen nicht mehr so gefragt ist, bleiben den neuen Heiden immer noch die Erkenntnisse der alten Heiden. Statt allem anderen für den Anfang: Hochkeppel: War Epikur ein Epikureer? dtv, 1984, Gebraucht günstig zu haben. Von daher wäre für die, denen der Mut zum Denken und Handeln der Kyniker fehlt, immer nich die Hinwendung zut Stoa zu überlegen. Wem Epiktet zu lästig, zu anspruchsvoll in den Forderungen ist, bleibt immer noch Epikur)
    .
    Zur Lüge: Was für ein hässliches Wort für etwas, was im gesellschaftlichen Verkehr so nützlich sein kann, vorausgesetzt, es geschieht mit Mass und Ziel – was letzteres überhaupt entscheidend für Vieles ist.
    Der Betrüger weiss, das sein Betrug nur dann erfolgreich ist, wenn er selber von seiner Masche überzeugt ist, und an seien eigenen Vorspiegelungen glaubt, denn nur wer selber überzeugt ist, kann andere überzeugen. Von daher ist auch einsichtig, warum die Dialektik ursprünglich religiöses Denken ist.
    Die praktische Nutzanwendung ist die: Die Wahrheit ist in manchen Fällen so unglaubwürdig wie die frechste Lüge, die Lüge ist schwerer durchzuhalten. Frech zu lügen und die Lüge unumwunden zuzugeben, kann eine Strategie sein, wenn man auf persönliche Glaubwürdigkeit nicht angewiesen ist. Wer wenig kreativ und auf seine Glaubwürdigkeit angewiesen ist, kommt mit der Wahrheit weiter als mit der Lüge, die weiterer Lügen zu ihrer Festigung bedarf.
    Die unwesentlichen Unwahrheiten kommen am besten, wenn sie so formuliert sind, dass sie, mit einer kleinen reservatio mentalis, nicht direkt unwahr sind: Frau XY? Tut mir leid, Frau XY ist nicht hier (nein, ist sie auch nicht, sie ist im Nebenzimmer).
    .
    Die Fortsetzung dieser Sekundäruntugend ist ein für das intellektuelle wie gesellschaftliche Leben sehr bedeutende Verhaltensweise: Der Bluff – das deutsche Wort Täuschung kommt so plump daher, dass es den Kern nicht trifft.
    .
    Der Bluff verdient deshalb eine gesonderte Betrachtung.

  94. Das größte Lügenkartell...
    Das größte Lügenkartell aller Zeiten
    Weil es bisher noch nicht erwähnt wurde, in dieser klugen Gesellschaft: Aber das größte Lügenkartell der alten Welt war wohl das Orakel von Delphi. Danach folgte das des Vatikans, welches sich dann nach dem 2. Weltkrieg in jenes Superkartell auflöste, was man auch mit den Worten „ Es lügt nach allen Seiten“ (vgl. Tim Weiners „Er log nach allen Seiten“, womit er wohl „Richard Bisell“ den Leiter der Abt. Geheimoperationen unter Eisenhower und Vize Nixon meinte, was dann aber auch auf alle CIA-Chefs, wie im übrigen auch US-Präsidenten, zutraf, aus: „CIA“, S. 216), betiteln könnte (siehe auch: http://www.sgipt.org/politpsy/usa/cia.htm, „Die Präsidenten der USA als politisch Hauptverantwortliche und Hintermänner“).
    Jenes Kartell wäre dann wohl auch das größte Lügenkartell aller Zeiten, nämlich das aus „CIA, Vatikan und CNN“ („Was dem Manne sein Orakel“, http://www.herold-binsack.eu/downloads/Was%20dem%20Manne%20sein%20Orakel.pdf), was im Übrigen auch aus Tim Weiners Buch indirekt hervorgeht, nämlich im Zusammenhang mit den Aktivitäten des CIA in Italien nach dem 2. Weltkrieg, wo Gelder aus dem Marshallplan abgezweigt wurden, um in Italien eine kommunistische – und zwar legale – Machtergreifung zu verhindern. Diese Gelder flossen sowohl an den Vatikan und seine Christdemokratische Partei – und damit auch an die Mafia -, als auch an alte wie neue Faschisten, in- und außerhalb des Staatsapparates. Und was die Rolle des CNN angeht, braucht man ja nur auf die eingebettete Berichterstattung aus dem Irak-Krieg zu verweisen.
    Angesichts solcher Ausmaße des Lügens, kommt es mir mehr als merkwürdig vor, wenn es immer noch Leute gibt, das das Lügen quasi als Kulturerrungenschaft zu verherrlichen suchen.
    „Lügen“ scheint in der Biologie allerdings eine Rolle zu spielen, aber abgesehen davon, dass es sich dann um harmlose Lügen handelt, und diese wohl als Ausdruck einer gewissen Intelligenz gelten dürfen, wäre das dann ein anderes Thema.

  95. fionn, würden Sie sagen, dass...
    fionn, würden Sie sagen, dass auch der Hl. Gral mit hineinspielt? Das wäre ja eine echte Verschwörung.

  96. ...und nicht vergessen:...
    …und nicht vergessen: Geheimbund der Zahnaerzte, der die Weltherrschafft anstrebt. Sie fuellen die Zaehne mit kleinen Radioempfaengern, die nachts Botschaften Ueberirdischer empfangen und an die unsterbliche Seele weiterleiten (CC: Erich von Daeniken, Comorra, MI5, MfS, Elders of Zion, SPD, FDP u.A.), mit der Folge von Klimaerwaermung, kalte Swimmingpools und Drahtkleiderbuegeln…

  97. Filou, warum erwähnen Sie den...
    Filou, warum erwähnen Sie den Vatikan nicht? Immerhin war der Großvater von Papst Benedikt mit einem Zahnarzt befreundet. Sie haben die wahren Hintermänner noch nicht im Blick. Ich sage nur: die Templer.

  98. Ich sage nur:...
    Ich sage nur: Rennes-les-Chateaux und der Kiosk vor meinem Haus! Ich habe ihn vermessen. Eine Seitenlaenge entspricht dem 165tausendstel der Grossen Pyramide von Gizeh und somit-logisch-dem dem 40tel …
    .
    Gestern Nacht erwachte durch einen warmen Hauch von Chanel #5. Auf meiner Bettkante sass Marilyn Monroe (ja sie lebt, Elvis lebt auch) und hakte sich den BH zu. Scheinbar hatte ich da was verpennt. In der Tuer lehnte Leo Trotzki (ja, auch der lebt) und reinigte sich grinsend die Fingernaegel mit einem Eispickel. Aus der Kueche rief Stalin, ob ich nicht frischgepressten Katzensaft habe…

  99. Filou, man hat Sie reingelegt....
    Filou, man hat Sie reingelegt. Eco hat da bei Pauwels falsch abgeschrieben. Und vor allem Ihr Trotzki lügt. Der echte ist seit 1996 unser Pförtner. Er hat es uns beteuert. Er versichert auch, dass die Pyramiden nie einen Einfluss auf die Revolution hatten, nie. Oder nur ganz wenig. Jedenfalls weniger als die Templer.

  100. Merle, wir sind wieder beim...
    Merle, wir sind wieder beim Thema. Ihr Trotzki log mit Anstand, sehr ehrenwert, aber er schlich sich heimlich von Ihnen fort, um Fotos von mir und Marylin zu machen. Damit will er mich erpressen. Falls ich ihm nicht die neue Handynummer von Dscherjinsky gaebe, will er die Bilder meinen Frauen zuspielen. Glauben Sie mir: das waere sehr sehr schlimm.
    Eine Pyramide hatte sehr wohl Einfluss auf die Revolution. In dieser reifte naemlich eine Substanz, welche ewiges Leben verleiht. In seinem finnischen Versteck bekam es ein gewisser Uljanow durch einen lappischen Schamanen verabreicht. Seitdem, so gegen Mitternacht, schleicht Lenin heimlich in den Kreml (da ist der Empfang besser), um Anweisungen zum Umsturz des Weltensystems entgegen zu nehmen.
    .
    Das ist die reine Wahrheit. Wenn Sie mir nicht glauben, koennen sie morgen auf meine Party kommen. Jack the Ripper hat sich auch schon angesagt. Er will zusammen mit Einstein Musik machen. Jack wird Luftgitarre spielen, und Einstein Geige. Meine Lielingsfrau macht das Klavier fertig. Es wird sehr schoen werden. Alle Spiegel wurden abgehaengt.
    .
    PS. Wer ist Eco?

  101. @Stalin über Filou
    Geben Sie...

    @Stalin über Filou
    Geben Sie nicht so an! Keine geschmackvolle Katze würde sich von Ihnen auspressen lassen. Bestenfalls haben Sie abgestandenen Wodka zu bieten, aber welcher Filou sollte den schon wollen?

  102. Es darf weiter gewitzelt...
    Es darf weiter gewitzelt werden
    @Filou/Merle und womöglich noch folgende Witzbolde:
    Ich zitiere bzgl. Tim Weiners „CIA“ – und dieses Buch ist meine Hauptquelle – Bernd Greiner von „Die Zeit“:
    „Nach 20 Jahren Puzzlearbeit und gestützt auf eine Fülle erst in jüngster Zeit freigegebner Dukumente, hat der Journalist Tim Weiner jetzt eine Maßstäbe setzende Studie vorgelegt.“
    Und die Los Angeles Times betitelt ihre Stellungnahme mit „Von strahlender Beweiskraft“, und weiter: „Seit 60 Jahren manipuliert die CIA die Weltpolitik – und dies mit unfasslicher Inkompetenz und Naivität. Was der zweifache Pulitzer-Preisträger Tim Weiner in über 20 Jahren Recherche zusammen getragen hat, ist spektakulär und geht weit über alle bisherigen Veröffentlichungen zur CIA hinaus. Er deckt dabei die bisher unbekannten wahren Hintergründe vieler großer historischer Ereignisse auf, erstmals wird die gesamte Geschichte der CIA kenntnisreich und lückenlos dokumentiert. Ein Buch packender als ein Thriller.“ (Buchumschlag – Rückseite, Fischerverlag)
    Es darf weiter gewitzelt werden!

  103. Lieber Devin, in dem Wust...
    Lieber Devin, in dem Wust mittelfrischer Buecher an meinem Bett befindet sich eine Menge dieser Art Aufklaerungsliteratur. Auch ich moechte ueber die scheinbar wirren Weltlaeufte Bescheid wissen. Ob Attentat auf den Papst, die RAF, der Mossad, die CIA, der KGB, selbst „Gespraeche mit Bakunin“ (B. ist ein anderes Kaliber) findet sich da. Glauben Sie mir: wenn ich Witze mache, dann schon mit etwas Hintergrundwissen.
    Sie duerfen mir auch glauben, dass ich keine Witze ueber Sie mache. Ueber Inhalte um so lieber. Verschwoehrungsliteratur fordert das geradezu heraus.

  104. @Der Tiger: Seit dem 9ten...
    @Der Tiger: Seit dem 9ten November 1989 befindet sich kein Wodka mehr im Hause. Ich hatte ihn damals auf Vorrat ausgesoffen.
    Wenn aber Vaeterchen Stalin sich zum Besuch ansagt, werden die Katzen der Nachbarschaft gekeltert. Sehr zum Aerger meines allernaechsten Nachbarn. Der hat naemlich ein chinesisches Restaurant.
    Oft kommt Herr Dschugaschwili allerdings nicht. Auf Partys laesst er sich von seiner Mutter vertreten. Dann singen wir zur Klavierbegleitung gregorianische Choraele, unterbrochen durch einige Suren des Kommunistischen Manifestes.

  105. Filou, Eco ist der verlauste...
    Filou, Eco ist der verlauste Hausdackel des letzten Templers, der behauptet, es sei alles mit der CIA abgesprochen gewesen. Übrigens reift bei Trotzki (dem echten, unserem Pförtner) in dem kleinen Kühlschrank seiner Loge (Loge, hören Sie!?) auch etwas seltsames. Riecht aber weniger lebendig.
    Devin: „erstmals wird die gesamte Geschichte der CIA kenntnisreich und lückenlos dokumentiert.“ In einem (1) Buch? Im Fischerverlag? Ich bitt´ Sie schön! Nicht einmal die Geschichte meines Schminktäschchens passt „lückenlos“ in ein Buch.

  106. Merle, was da so riecht, ist...
    Merle, was da so riecht, ist Stalins letzte Katze.

  107. Ach, Devin, noch was: Wenn Sie...
    Ach, Devin, noch was: Wenn Sie literarische Quellen zur Einflussnahme des KGB und des MfS auf die westliche Politik haben sollten, ich hoere gerne davon.
    Die Verquickungen von bestimmten Verlagen des Westens, von Journalisten, Kabarettiers und Schriftstellern der westlichen Welt mit den boesen oestlichen Geheimdiensten sind noch lange nicht richtig ausgeleuchtet worden.

  108. @Filou + Merle
    Meine Dame,...

    @Filou + Merle
    Meine Dame, mein Herr, ich flehe Sie an, mit ihrem konspirativen Dialog fortzufahren. Dieser Blog begann mit Tucholsky. Sie machen ihm alle Ehre.

  109. Dabei, verehrte Rosinante,...
    Dabei, verehrte Rosinante, berichten wir ueber nichts anderes als die reine Wahrheit. Noch! Noch koennen wir es tun, denn wenn uns der BND auf die Schliche kommt, wird uns das Maul gestopft werden. Und Devin bekommt ein neues Buch zu lesen. Irgendwann.

  110. Mittelfrisch?
    @Merle:...

    Mittelfrisch?
    @Merle: „Lückenlos“, nun ja, daran können Sie sich jetzt hochziehen, aber mal davon abgesehen, dass das die vielleicht doch zu etwas optimistische Meinung anderer über das Buch ist, denn man kann natürlich niemals Lückenloses über einen Geheimdienst wissen, kann man das auch positiv so verstehen, dass die wichtigsten Aktivitäten, und diesmal in aller Regel aus erster Hand“ (damit hätten Sie jetzt einen neuen Aufhänger – was ist schon die erste Hand?) dokumentiert sind. Sie weichen im Übrigen nicht wesentlich, von dem von mir auch genannten Link zu: „Die Präsidenten der USA als politisch Hauptverantwortliche und Hintermänner“ ab, glänzen aber durch Aktualität.
    .
    @Filou: Über mich kann man lachen, ich bin mir nicht so wichtig, das ist also nicht das Problem, aber das Thema ist mir zu wichtig, um es unkommentiert derart durch den Kakao gezogen zu sehen.
    Tim Weiners „CIA“ ist nicht „mittelfrisch“ und definitiv nicht vergleichbar mit irgendwelchen „verschwörungstheoretischen“ Schmökern, im Stile über „die Templer“, „die Freimaurer“, oder ganz anderer offensichtlich antisemitisch konnotierte Hetzliteratur, sondern 2007 herausgegeben.
    .
    Über welches „Hintergrundwissen“ sie auch verfügen mögen, aber „dieses Buch sollte jeder lesen, der die Außenpolitik der USA begreifen will: Amerikafreunde und Amerikafeinde.“ (Alan Posener, Welt am Sonntag – sicherlich kein politischer Freund von mir – Buchumschlag Innenseite).
    .
    Zum KGB kenne ich keine spezielle Literatur, die damit vergleichbar wäre (Tim Weiner geht auf diesen natürlich auch ein, aber nur indirekt, indem er den CIA diesem gegenüber als im Prinzip völlig unterlegen darstellt – bis auf das Geld, über das der CIA nahezu unbegrenzt verfügte); ich vermute auch, dass es solche gar nicht geben kann, denn der KGB war besser abgeschottet als der CIA, bzw. die, die es wagten, solches zu veröffentlichen, dürften nicht mehr leben.

  111. Rosinante, da haben die Herren...
    Rosinante, da haben die Herren Don Alphonso und Filou vielleicht ihren eigenen Kopf. Don Alphonso schon deshalb, weil sein Blog verschworen ist mit den Umtrieben des Froschkönig und und den ältesten Logen um Weißhaupt (ich sage nur: Ingolstadt!!). Devin und Filou, fürchte ich, sind dem Buben schon auf den Leim gegangen und plaudern alles aus…

  112. Wahrheit ist das, was...
    Wahrheit ist das, was Identität zerstört. Insofern macht sie uns „frei“.

  113. Lügen stiften Gemeinschaft...
    Lügen stiften Gemeinschaft

  114. Der Froschkoenig laesst sich...
    Der Froschkoenig laesst sich nicht von Prinzessinen kuessen. Er bevorzugt vermoegenslose hoehere Toechter. Vollwaisen. Keine Geschwister.

  115. Oh, Filou, da nehme ich alles...
    Oh, Filou, da nehme ich alles zurück. „Reine Wahrheit“, krass. Nichts lenkt die Verschworenen um Alphonse de Richelieu besser ab. Leider muss ich Sie nun allein lassen, morgen springe ich bei der Silvesterfeier für die 7 Zwerge aus der Torte, dafür suche ich noch was passendes.

  116. Hans Karl hat es schön auf...
    Hans Karl hat es schön auf den Punkt gebracht:
    Wichtiger als die Wahrheit ist die Liebe.
    .
    Vor allem die kollektive Eigenliebe, würde ich hinzufügen.

  117. @Devin08,
    die erwaehnten...

    @Devin08,
    die erwaehnten CIA-Buecher habe ich nicht gelesen. Handelt es sich bei den darin verwerteten Materialien um die „Family Jewels“, die ja im Internet einsehbar sind: http://www.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB222/index.htm?
    Fuer den KGB wurde ja bisher nichts Vergleichbares veroeffentlicht. Warum eigentlich nicht?
    Verehrter HansMeier5553, kann natuerlich sein, dass Wahrheit die eigene Identität zerstört. In der Psychoanalyse geht man vom Gegenteil aus. Max Weber spricht von Entzauberung. Das trifft es m.E. eher.
    Gruss u. guten Rutsch ins neue Jahr
    G. Schoenbauer

  118. Ich vermute, dass...
    Ich vermute, dass Bramarbasieren in höheren Kreisen durchaus die Langeweile, die notorisch zu sein scheint, kurzfristig zu zerstören scheint, schließlich aber, und dies ist vermutlich unvermutet zutreffend, tut sich doch gehörige Geistlosigkeit auf. That for that.

  119. Werter HansMeier555,...
    Werter HansMeier555,
    .
    natürlich auch die Eigenliebe. Warum sollten Andere mich lieben, wenn ich es nicht selbst tue? Warum sollten Andere mich wertschätzen, wenn ich selbst nichts von mir halte?
    .
    Für Andere etwas zu tun, geschieht oft aus Eigennutz ( Eigenliebe? )
    und ist deswegen doch nichts Schlechtes. Genau betrachtet ist alles menschliche Handel ( meiner Meinung nach ), durch Eigennutz begründet.
    .
    Gruß Hanskarl

  120. @Josef
    Warum nehmen Sie denn...

    @Josef
    Warum nehmen Sie denn an unserem Blog teil, wenn Sie unser Amusement zwischen den Jahren für geistlos halten?

  121. @Josef
    Ich finde es...

    @Josef
    Ich finde es amuesant.
    Aber es soll Leute geben, die zum Lachen in den Keller gehn.
    Bon fin d’année!
    G

  122. Keine Familien-Juwelen –...
    Keine Familien-Juwelen – Primärquellen
    @Teutobrecht: Die „family jewels“ werden bei Tim Weiner als Quelle nicht genannt. Dagegen eine ziemlich umfassende Liste von Primärquellen, wie div. Akten des CIA, Veröffentlichungen etlicher Präsidenten und Dokumente von Senatsausschüssen, und auch des FBI. Bezüglich des CIA beziehe ich mich auf ein Buch, der genannte Link gehört zu einer Website – und dort werden vor allem Historiker genannt. Wie gesagt, ich empfehle die Lektüre des Buches.

  123. Lieber HansKarl
    dann sind wir...

    Lieber HansKarl
    dann sind wir uns ja vollkommen einig.
    Wahrheit ist aber, sagt man, aber auch im Wein.
    Gruß

  124. ...
    @Devin08
    Verschwörungstheorien sind gut, aber die Praxis ist besser, und wer wirklich Macht und Einfluß hat, braucht doch gar nicht Versteck zu spielen.

  125. ... thanks, Devin08.
    Wenn Sie...

    … thanks, Devin08.
    Wenn Sie mal Zeit haben, blaettern Sie mal in den „Family Jewels“; leider zu umfangreich, um sich alles anzuschauen; habe mir mal die Muehe gemacht, die groebsten Boecke zu notieren, habe die Notiz aber nicht griffbereit.
    Hier nur ein Hinweis auf ein Dokument, in dem davon berichtet wird, wie man John Lennon nachspuerte: http://www.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB222/top08.pdf
    Gruss u, guten Rutsch
    G. Schoenbauer

  126. @Filou, bei der beschwingten...
    @Filou, bei der beschwingten Logik Ihrer Gedankenkaskade kann an der reinen Wahrheit kein Zweifel bestehen. Und dass Sie den BND nicht unterschätzen, ehrt Sie. Irgendwann.
    @Merle, beim Froschkönik kann ich folgen, aber wer ist Weisshaupt? Bekommt er Morgen eine frischgepresste Katze als Sylvestercoctail?

  127. @ Rosinante:...
    @ Rosinante: http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Weishaupt
    Im übrigen empfehle ich: http://de.wikipedia.org/wiki/Illuminatus
    Ziemlich abgedreht, Weisshaupt kommt auch darin vor.

  128. @Doctor Snuggles, vielen Dank....
    @Doctor Snuggles, vielen Dank. Und in der Theresienstr. 23 liegt die Wiege eines amüsanten FAZ-Blogs?

  129. Nein, bei mir im Haus starb...
    Nein, bei mir im Haus starb der Tilly, und die hiesigen Jesuiten sind eine viel schaurigere Geschichte als die Illuminaten (von denen auch einer hier gehaust hat, aber mei).

  130. Danke für die Antwort. Ich...
    Danke für die Antwort. Ich war -mea culpa- noch nie in Ingoldstadt.

  131. "Aufklärung war ... Einigung...
    „Aufklärung war … Einigung auf einen bürgerlichen … Kodex, der jedem seine eigene Wahrheit zugestanden hat.“
    .
    Naja, eher wohl so eigen nicht (wie auch so von Don voranstehend geschrieben). Sondern „eigen“ natürlich nur im Rahmen der verinnerlichten Übereinstimmung mit der Wahrheit des Kollektivs, der sozialen Referenzgruppe halt. („… und wehe, wenn nicht“)
    .
    .
    Und war schon immer so: Goethes Vater versuchte, wie bekannt, in der Frankfurter Bürgerschaft mitzuarbeiten. Da er aber finanziell unabhängig war, wurde er wegemobbt: Die Karrieisten wollten (notwendig) unter sich bleiben.
    .
    („Was will dann der hier? Der hat doch Geld. Und das nicht nötig. Also störe er unsere Kreise nicht.“ Woran man leicht die Art all dieser niederen Charaktere erkennen kann – und auch die eigenen Kinder schon am Eszimmertisch entsprechend im Erkennen schult: Solche machen Karriere. um ans Geld zu kommen. Und zwar mit dem einzigen Ziel „dann nicht mehr zu müssen“. … und was sie dann alles nicht mehr müssen, wenn sie „es“ erreicht haben (was immer das wäre), das bleibt weiter völlig im Unklaenr, maximal unreflektiert. Würde ja auch beim Streben stören. Ganze Marktwirtschaften leben davon, dass das alles so bleibt, wir wissen.
    .
    Und natürlich leben und arbeiten die Söhne und Töchter der wirklich besseren Kreise auch weiterhin weit jenseits solcher Mechanismen. (Wenn der Begriff aus dem Bereich der Mechanik hier ausnahmsweise gestattet wäre).
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    Thx for the Blog.
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    Immerhin froschen wir viel: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/945969/ ( … forschen: „Wie reagieren die Menschen auf das Wort „Liebe“?“ Und:: „Was sagt der Bundespräsident dazu?“ „Die Tatsache, dass Menschen eine Kategorie entdecken, die jenseits von trivialer Leistung, jenseits von Ökonomie Gültigkeit hat, hat ihn sehr optimistisch gemacht… “ „Ach was?“ ließ wohl schon Loriot „zu sowas“ sagen, falls wir richtig erinnern)
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    Nachtrag: “ Ende 1741 kehrte Goethe nach Frankfurt zurück, wo er schon seit 1733 gemeinsam mit seiner verwitweten Mutter zwei nebeneinanderliegende Fachwerkhäuser am Großen Hirschgraben besaß. Die Übernahme des angestrebten politischen Amtes in seiner Vaterstadt blieb ihm verwehrt, weil sein Halbbruder Hermann Jacob, ein Zinngießermeister aus der ersten Ehe seines Vaters, schon Mitglied im Rat war. Am 16. Mai 1742 erwarb er für etwa 300 Gulden den Titel eines Wirklichen Kaiserlichen Rathes unter Kaiser Karl VII., der während seiner Regierungszeit längere Zeit in Frankfurt lebte. Der Kaiser schätzte Goethe sehr, starb allerdings schon 1745, so dass Goethe auch die vielleicht erhoffte Laufbahn als kaiserlicher Diplomat verschlossen blieb.
    Goethe blieb daraufhin in Frankfurt und lebte fortan als Privatmann, da ihm die Erträge seines Vermögens eine standesgemäße Haushaltsführung erlaubten und er keinem Broterwerb nachzugehen brauchte. Am 20. August 1748 heiratete der inzwischen 38-jährige Kaiserliche Rat in der Katharinenkirche Catharina Elisabeth Textor, die älteste Tochter des Stadtschultheißen Johann Wolfgang Textor[1]. Am 25. Juni 1749 erwarb er das Frankfurter Bürgerrecht. Fortan widmete er sich ausschließlich seinen privaten Studien, dem Aufbau einer Sammlung von kostbaren Büchern und Kunstwerken und der Erziehung seiner Kinder.“
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    Natürlich gibt es keinen Grund es heute anders zu machen als gestern. (Sich z.B. in aktiver Nachfolge des Gothe Senior solange als immer möglich selbst der Erziehung/Ausbildung der Kinder mit zu widmen, die Früchte finanzieller Unabhängigkeit zu genießen, also natürlich nicht arbeiten gehen zu müssen, wenn man nicht will. Und zwar ganz unaufgeregt. Eben einfach nur so.)
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    Und überhaupt: „Manchmal fragen wir uns schon, warum man darum soviel bloggen muss. Weiß doch eh jeder. Und hält es so.“ Aber bloggen ist halt auch schön. Und:
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    „Johann Caspar Goethe (* 29. Juli 1710 in Frankfurt am Main; † 25. Mai 1782 ebenda) war ein wohlhabender Jurist und Kaiserlicher Rat in Frankfurt am Main. Sein Sohn Johann Wolfgang gilt als der größte deutsche Dichter und ist eine herausragende Persönlichkeit der Weltliteratur.“
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    http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Caspar_Goethe
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    Tja, so ist das halt, und wird nie neu oder anders: Finanzielle Unabhängkeit verpflichtet eben. (Solche wie Don halt mehr als andere, nicht wahr?) (Und Talent(e) auch … .) Und wir erinnern an Thomas Mann, der diese finanziell unabhängige Zwischenschicht für Ägypten zu Zeiten des Joseph als vorrauszusetzen ganz selbstverständlich als gegeben angenommen und deshalb auch dort, und so wie er es tat, literarisch gestaltet hat – obwohl es zu seiner, also TM’s Zeit, dafür noch ungefähr keine archäologischen Beweise gab.)

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