Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Luxussorgen oder ein Versuch über das Unglück der Reichen

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Die Medizin, die Heizung, die Nahrungsmittelversorgung, die Bequemlichkeit - fast alles, von der Bildzeitung, dem Privatfernsehen und junger deutscher Literatur mal abgesehen, wird besser, schöner und angenehmer. Ausser natürlich die Anlässe zum Jammern und Klagen. Besonders in den begüterten Kreisen leidet man am Wegfall alter und bewährter Besorgnisse und Schicksalsschläge, hat aber dank der Position durchaus die Möglichkeit, würdigen Ersatz zu finden.

Fanny Pistor dagegen verspricht, so oft als tunlichst Pelze zu tragen, und besonders wenn sie grausam ist.
Unterwerfungsvertrag von Leopold Ritter von Sacher-Masoch für Fanny Pistor, 1869

Pünktlich um 17 Uhr rief mich das Auktionshaus an. Die Bücherschränke kämen jetzt zum Aufruf, sagte er, und im Hintergrund hörte ich schon: Nummer 2214, Limit 100, schriftliche Gebote liegen bis 200 vor, bietet jemand mehr. Im Saal meldeten sich Käufer, darunter vielleicht auch die Frau in meinem Alter, die sich bei der Vorbesichtigung so intensiv um die Schränke bemüht hatte. Man überbot sich, erreichte einen hohen Preis, und ich verzichtete darauf, mich zu beteiligen. Dann kam unter 2215 der zweite Schrank zum Aufruf. Die Abläufe wiederholten sich, zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten.

Doch anstatt nun zu Nummer 2216 weiter zu gehen, teilte der Auktionator dem Publikum mit, dass ein telefonischer Bieter für beide Schränke bieten wollte. Im Saal stöhnte eine Frau, die Preise wurden addiert, und ich wurde gefragt, ob ich das zu bieten bereit sei. Natürlich. Es stöhnte im Saal. Und jemand hielt dagegen. Ob ich…? Natürlich. Stöhnen. Wieder wehrte sich der Saal. Ob…? Aber sicher. Stöhnen. Zum Ersten, zum Zweiten. Der Saal zuckte noch einmal stöhnend. Ich gehe drüber! Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten. Stöhnen. Lautes, entsetztes Stöhnen. Da sah jemand schon seine Bibliothek mit Schränken erweitert, die er sich nicht leisten konnte. Man gratuliert mir, ich bedanke mich, Montag schicken sie die Rechnung. Woanders, möchte ich vermuten, nahm nach hoffnungsfrohem Beginnen ein schrecklicher Tag seinen Verlauf.

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Man sagt ja, dass Essen der Sex des Alters sei, aber ich würde bei den Angehörigen der besseren Kreise behaupten, dass das Auktionshaus das Bordell der älteren Reichen mit ausreichendem Bildungshintergrund ist: Gewollt wird viel, aber nicht jede Hoffnung erfüllt sich. Von einem Freudenhaus ist hier keinesfalls zu reden: In aller Regel gelten die Käufe als zu teuer, denn man hat beim Heben der Hand nie an die zusätzlichen Gebühren gedacht. Und die schönsten Gemälde, Sekretäre und Bücherregale sind stets jene, die man unter lautem Stöhnen nicht bekommen hat. Mit derlei gekauften und entgangenen Imponderabilen des gehobenen Lebensumfeldes lassen sich Opernpausen bestreiten und langweilige Einladungen überbrücken, und gemeinhin war es stets teuer oder zu teuer, man wurde an seine Grenzen gebracht, oder es wurden einem die Grenzen aufgezeigt.

Diese schlechte Laune, die bei Bedarf auch nach Jahren wieder hervorgeholt wird – damals, in den späten 80ern, hätte ich bei Neumeister noch, aber dann habe ich doch nicht – ist erstaunlich angesichts von Betroffenen, die ein Schicksal beklagen, das sie zwingt, fünfstellige Eurobeträge zu behalten, sie nicht in Leinwand zu stecken und sparend für andere Zwecke aufzubewahren. Und all das nur, weil es jemanden gab, der noch ein wenig mehr zahlen wollte. Was bleibt, ist das bescheiden angenehme Wissen, dass man den anderen sauber hochgetrieben hat, und die kleine Hoffnung, dass einem selbst nicht so oft geschah, wie mir etwa mit meinen Bücherschränken. All das Gejammer, von dem ich mich ausnehmen möchte, denn Bücherschränke können gar nicht so teuer sein, um nicht gut investiert zu sein, solange sie nicht von Ikea und anderen Geschäftemachern mit anderer Leute Elend kommen – all das Gejammer ist so unerquicklich, wie das Lächeln des nachlässig bekleideten Mannes hocherfreut war, der gestern in der Bahnhofunterführung hinter einem Müllkorb einige dort deponierte Pfandflaschen entdeckte.

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Was unweigerlich zu der Frage führt,  wie es denn mit dem Glück in den besseren Kreisen aussieht. Angesichts der sporadisch im Tegernsee schwimmenden, schmuckbehängten Frauenleichen und den hochroten Gesichtern, sobald man auf das Thema Steuern kommt, kann es damit nicht immer und überall allzu weit her sein. Die Einstiegsklasse in das mangelnde Wohlbefinden liegt aber schon weit darunter: Der vielleicht skurrilste Augenblick meines Lebens mit reichen Menschen war einer der hundert reichsten Deutschen, der sich allen Ernstes eine halbe Stunde Zeit nahm – eine halbe Stunde wohlweislich, die man mit jedem anderen Thema und Zeitvertreib hätte zubringen können – sich über das verwaltungstechnische Elend zu beschweren, das ihm die geringfügige Beschäftigung eines Gärtners verursachte.

Während es bei armen Menschen zumeist das Schicksal zu sein scheint, das ihnen die schweren Stunden bereitet, ist das Luxusproblem eher die alltägliche und selbstbestimmte Sorge der vermögenden Klassen. Lieferte im vorletzten Jahrhundert eine fragwürdige Moral den Anlass für all die Anna Kareninas aus höheren Kreisen, vor die Züge zu springen, oder aber, so männlich, sich bei einem Duell von einem anderen Idioten gleicher Machart den Bauch durchlöchern zu lassen, sind die Anlässe für derlei Betragen in der liberalen Gesellschaft nach 1968 eher frei wählbar, und sie werden auch gewählt. Fast mag es scheinen, als wäre einem Menschen generell einfach nur ein gewisses Mass an Glück und ein bestimmtes Quantum an Elend zugesichert: Der Reiche kann sich die Anlässe öfters frei aus einer breiten Palette von Gelegenheiten heraussuchen, und wenn es die ungleichmässige Maserung seines Marmorwaschbeckens ist. Nichts garantiert ihm, dass sein Kind mit der Farbe des neuen Motorrollers höchst unzufrieden ist, während in Afrika ein erdgefülltes Tuch den Kindern einer Strasse im Slum zur Fussballfreude gereicht.

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Es ist nicht nett, wenn man die Luxusprobleme auf das Elend der Gewöhnung zurückführt, aber historisch gesehen kann man es kaum bestreiten: Kamen vor 100 Jahren die Damen noch an den Tegernsee, um sich hier ein wenig Linderung von ihren Lungenkrankheiten zu verschaffen und das Leben angenehmer zu gestalten, hat sich die Sorge um das körperliche Wohlergehen zum heutigen Tag verschoben. Keine muss heute noch über den baldigen Hustentod jammern, aber das Leid um das körperliche Wohlergehen ist angesichts des runderneuerten Freundinnenkreises nicht kleiner geworden. Heute sind nicht mehr ausgehustete rote Brocken und Ödeme Anlass zur Verzweiflung, sondern Falten, Fettpolster und andere Makel, die nicht mehr mit dem früher üblichen Kropfband, dem Brilliantdiadem und der wertvollen Kleidung zu kaschieren sind. Erlösung verspricht der Schönheitschirurg, aber bald schon steht die zart hingejammerte Frage im Raum, ob nach dem Fettabsaugen nicht vielleicht ein wenig Tackern im Gesichtsschatten angemessen wäre. Sollte man diese Probleme je vollkommen in den Griff bekommen, wären als nächste Problemzone die gealterten Hände ausgemacht, für die bis heute allein der Schmuck ein wenig Linderung verschaffen kann.

Es kann natürlich kein Zweifel daran bestehen, dass es sich in besseren Kreisen leichter und angenehmer jammert, und man sich schluchzend in wahrlich weiche Kissen der trügerischen Sicherheiten wirft. Echte Unglücke, die auch hier nicht zu vermeiden sind, sind in ihrer heilsamen Wirkung durchaus angeta, für eine Weile zu desensibilisieren. Man wünscht natürlich niemandem etwas Schlimmes, aber so eine Krebsdiagnose lässt die besseren Regelsorgen als die peinlichen Bagatellen erscheinen, die sie sind. Und dennoch ist das Tal voller Aufspritzer und Abnäher und Leuten, die sich unten, im düsteren Nebel über Rottach-Egern sehr unwohl fühlen, wenn die Bankenkrise gerade den Erwerb jener roten Aallederjacke verhindert, die so wunderbar zum Interieur ihres neuen Sportwagens passen würde, mit dem sie beim neuen Luxusretaurant vorfahren wollen.

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Dort oben, woher die Bilder stammen, kam mir knapp unter dem Gipfel ein erkennbar ausgesorgt habender Mann in jenem Alter entgegen, vor dem ich wie jeder etwas Angst habe – man kann ja nie wissen, Alzheimer, Schlaganfall und Tumore können späte Lebensphasen ziemlich unerfreulich gestalten. Da kam also dieser alte Mann den letzten Anstieg mit seinem Rennrodel vom Berg herunter, faltenübersäht und von der Sonne verbrannt, breitbeinig und robust, grinste mich, der ich weniger als die Hälfte seiner Jahre zähle, mit Blick auf meinen Eistorpedo dick an und fragte, ob ich Lust auf ein Wettrennen ins Tal hätte. Ich bedauerte, ich müsste nun auch hinauf, dort, wo die Sonne sei, wo die Temperatur an der Hauswand 17 Grad erreiche, nur 100 Meter über all dem Nebel  und den Wolken über dem fetten Tal und dem reichen Deutschland, jenes graue Gebräu, das für 82 Millionen Menschen die Sonne nicht scheinen liessen und für die paar Tausend auf den Gipfeln sehr wohl, und so trennten sich unsere Wege, jeder sein Glück suchend, er bei der Hatz in das Tal und ich hinauf in das Licht, in dem alle Sorgen von einem abfallen. Zumindest steht es einem frei, das Elend und das Unglück zu suchen, oder die Erfüllung und die Liebe.

Wobei, zugegeben, man sich wirklich leichter tut, wenn man daheim die Bücher gut und standesgemäss zwischen intarsiertem Mahagoni untergebracht weiss.

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127 Lesermeinungen

  1. Lieber Don Alphonso, Ihre...
    Lieber Don Alphonso, Ihre Kommentarseite schaut mich jungfräulich an – unglaublich und auch erstaunlich! Wonach suchen Sie, oder haben Sie es schon gefunden? Herzlichen Grüße!

  2. Ach, mir geht es prima -...
    Ach, mir geht es prima – daheim nennt man mich „Bruder Leichtfuss“.

  3. Gell, daheim fühlt man sich...
    Gell, daheim fühlt man sich denn doch am wohlsten.

  4. Absolut. Wenn man wie ich ein...
    Absolut. Wenn man wie ich ein häuslicher Typ ist und jedes Jahr kaum 30.000 Kilometer fährt.

  5. Werter Don,
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    Ihre Aussage zum...

    Werter Don,
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    Ihre Aussage zum Quantum an Glück, welches einem Menschen zugemessen erscheint, veranlasst mich die folgende Beobachtung mitzuteilen .
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    Es gibt Menschen, wenn es denen gut geht und sie sind glücklich und sie entdecken, dass es anderen auch gut geht – dann sind sie schon nicht mehr so glücklich.
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    Menschen müssen sich offensichtlich sorgen, und wenn sie keine Sorgen haben, machen sie sich welche – weiß schon der Volksmund. Ich glaube aber, dass auch die „besseren Kreise“ bald zurecht Grund zu Sorgen haben werden – unseren Politikern traue ich die Behebung der Folgen der Finanzkrise nicht zu.
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    Gruß Hanskarl

  6. Werter Hanskarl, nun, diesmal...
    Werter Hanskarl, nun, diesmal hat der Staat sie und die Banken eindeutig gerettet, und wenn ich höre, wie Roland Koch, dessen Bundesland Hauptnutzniesser der Rettungsaktionen in Deutschland war, de facto Zwangsarbeit propagiert, und zwar nicht für die Schuldigen, sondern für Hertz-IV-Empfänger – nun, da darf man wohl davon ausgehen, dass die entsprechenden Leute auch weiterhin dafür sorgen, dass entsprechend umverteilt wird. Und bei einem Währungsschnitt wäre nur das Geld betroffen. Das ist nicht so arg schlimm. Wohnungszwangswirtschaft wäre übler.

  7. So bequem das Bieten per Mail...
    So bequem das Bieten per Mail und per Telefon sein mag, es geht doch nichts über persönliche Anwesenheit im Auktionssaal. Die spannungsgeladene Atmosphäre, die Batterie der Telefone zur Außenwelt, das Munkeln über die Identität eines fabelumwobenen anonymen Bieters, das Drama der bedauernswerten Verlierer und die stolz verhaltenen Siegermienen der Gewinner — all das entginge uns, wären wir nicht selbst „mit dabei“.

  8. Es wäre sich diesmal einfach...
    Es wäre sich diesmal einfach nicht ausgegangen. Nicht, weil ich zu viel zu tun hatte, sondern weil ich sehr viel besseres zu tun hatte – und das ging tatsächlich über die Anwesenheit im Auktionssaal. (Ausserdem haben Telefonbieter ja immer so eine „Widerstand ist zwecklos“-Aura.)

  9. Zitat D.A.: "Mit derlei...
    Zitat D.A.: „Mit derlei gekauften und entgangenen Imponderabilen des gehobenen Lebensumfeldes lassen sich Opernpausen bestreiten und langweilige Einladungen überbrücken…“
    D.A., Sie meinten gewiss Ponderabilien. Imponderabilen können weder gekauft noch in Besitz genommen werden. Mit gehobenen Plaudereien über Imponderabilen und Ponderabilien lassen sich dennoch vortrefflich Opernpausen bestreiten und langweilige Einladungen überbrücken, d’accord.

  10. Während ich diesen sehr...
    Während ich diesen sehr schönen Bericht lese, erscheint wieder IKEA Werbung auf am oberen und am Seitenrand!
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    Ich mag an einen Zufall nicht mehr glauben! Kongenial!

  11. ...wie jetzt... ...GAR NICHT...
    …wie jetzt… …GAR NICHT weg gewesen ??? — weder in eng~ noch in irland ?? — hab ich da was verpasst, nur durch 2 tage lang nicht online (gewesen zu) sein ?? — ich arbeite zuviel. dabei haette ich besseres tun sollen/koennen. — „DON HILF, (mir reich zu werden) !!! “ , moechte ich schreien, …allein: der prospekt zwischen (zu teuren) mahagony-regalen eingepfercht zu werden haelt mich davon ab. (zum glueck verfuege ich ueber die faehigkeit meine regale selber und fuer andere bauen zu koennen. deshalb ist es kein wunder, dass ich das wochenende ueber mit der aufarbeitung, allein der hausinnenseite, meiner tuere ueber 20h zubrachte (d.h. ausbau&einpassen der tuere, ablaugen, schleifen, lackieren, zwischenschleifen, endlackieren usw.))
    hoffe trotzdem, dass der don sich, entgegen/trotz der winterlichen freuden, auf „familie“ besinnt und die freuden der liebe geniessen kann.
    (telemarketern begegnet man hierzulande uebrigens am besten durch entschlossenes betaetigen der rufannahme-taste, SOFORT gefolgt von der „aufhaeng-taste“)
    ;-)

  12. Lieber Don Alphonso,
    allein...

    Lieber Don Alphonso,
    allein Ihre Beobachtung: „all das Gejammer ist so unerquicklich, wie das Lächeln des nachlässig bekleideten Mannes hocherfreut war, der gestern in der Bahnhofunterführung hinter einem Müllkorb einige dort deponierte Pfandflaschen entdeckte“ scheint auf des Pudels Kern zu weisen. Der Grund von Schönheit, Genuss und Freude ist die empfundene und gesehene Qualität im Detail. Dann verbinden sich High and Low: Die gefundene Pfandflasche und das eingebundene, rare Graphik-Blatt im abgestossenen Folianten von Antiquariat oder Flohmarkt; das Borelli-Hemd aus dem Designerladen mit der unbekannten aber anziehenden textilen Oberbekleidung im Wühltisch; der Pfannkuchen (donna laura) mit frisch geraspelten Trüffeln über der Pasta oder mit Lautréamonts surrealistischem Duo auf dem Seziertisch. Es soll heute etwas Sonne geben und 3-4° C warm auf der Alpennordseite sein. Für einen späteren Januartag gar nicht so schlecht.

  13. Werter Don,
    mal wieder ein...

    Werter Don,
    mal wieder ein schöner spitzer Artikel aus Ihrer Feder, als Quintesssenz bleibt nur übrig, dass ein bisschen Demut und nicht alles als selbstverständlich zu betrachten jedem (wirklich jedem) zu Gesicht steht – auch denen, die Pflanzen auf dem Dach vom Studentenwohnheim vertrocknen lassen.
    Gruss aus dem Norden,
    Moritz

  14. Ein Mann hat seinen Sport...
    Ein Mann hat seinen Sport gefunden. Das ist doch jedes Mal beeindruckend, worin sein Streben nach Höherem sich Bahn bricht. Wunderbar, wie sie dem Teufel ein Wettrennen ausschlagen. – Allerdings fehlt ihnen die letzte Hingabe, sonst würde Ihnen das Gerede von Glück und Unglück überhaupt nicht in den Sinn kommen: Sie glauben es nicht, aber der Schlüssel allen Glücks liegt in Ihnen. – Die Zahl der Bücher, die ein Mann in seinem Leben verarbeiten kann, ist doch sehr übersichtlich, besonders wenn es um gehaltvolle Kost geht. Wieso brauchen Sie dann zwei Bücherschränke? Aus dekorativen Gründen? Das wäre die reine Eitelkeit. Für Ihre Sex-mit-sechzig- und Iss-Dich-Schlank-Ratgeber? Das kann ich nicht glauben, dafür drücken Sie sich zu kultiviert aus. Aber wozu dann?

  15. Well done!...
    Well done!

  16. "Überhaupt ist Bedürfnis...
    „Überhaupt ist Bedürfnis nach Einsamkeit ein Zeichen dafür, daß in einem Menschen Geist ist und der Maßstab dafür, was an Geist da ist.“ S.K.
    Vielen Dank, Don, für die Teilhabe an Ihrem Rodelabenteuer! t.

  17. Die beste Zeile ist wirklich...
    Die beste Zeile ist wirklich diese hier: „den Erwerb jener roten Aallederjacke verhindert, die so wunderbar zum Interieur ihres neuen Sportwagens passen würde“ Zeigt er doch wie dumm unsere Sorge sind und unsere Nöte. Es geht längst nicht mehr ums nackte Überleben, sondern um das weiter Verfetten, das sich entfernen von allem realen Werten. Glück kann man nicht kaufen, wer das glaubt unterliegt einer Illusion. Glück kommt aus dem Inneren heraus und kann nur flüchtig sein, sonst ist es nicht erfahrbar. Einen Dauerorgasmus von 80 Jahren will auch keiner von uns haben. (Darf man so etwas hier schreiben? Ich bin gespannt, ob es veröffentlicht wird!) Und so jagen sie nach Glück, was keines ist, denn ein Nachbar hat bestimmt die rote Aallederjacke gekauft und dann tut es weh, wenn das Glück davon abhängt. Doch man sollte sich nicht zu sehr darüber amüsieren, denn jedes Problem, das über den derzeit möglichen Lösungshorizont liegt (verstandesgemäß oder rein nicht praktikabel ist) ist eben ein worst case. Für das Baby, dass im Kinderstuhl befestigt ist, ist es der runtergefallene Löffel, dür den gelangweilten Reichen oder seine Geliebte das Fehlen der roten Aallederjacke.

  18. Seien wir ehrlich, deutsche...
    Seien wir ehrlich, deutsche Antiquitäten sind m.M.n. ausgesprochen hässlich und schwer (Ausnahme Bauhaus?), doch gerne würde ich andere Meinungen lesen oder auf Hinweise auf Links aufmerksam gemacht werden.
    Aber m.M.n. sind englischen Möbeln des 18. Jahrhunderts und vor allem was zwischen 1920-1940 in Frankreich und in Amerika kreiert wurde (Art Deco) kaum zu überbieten.
    Die Malerin Tamara de Lempicka: „Art Deco Icon“ (Royal Academy London Exhibition May – August 2004 – I have the 142-page colour catalogue with 58 of her paintings). Superb.

  19. @Don Ferrando, gucken Sie...
    @Don Ferrando, gucken Sie gerne IKEA-Werbung ?
    Falls Sie Herr über Ihren PC sind könnten Sie auch Ihren PopUp-Blocker aktivieren.

  20. " ... bei einem...
    “ … bei einem Währungsschnitt wäre nur das Geld betroffen. Das ist nicht so arg schlimm. Wohnungszwangswirtschaft wäre übler.“
    .
    Von Menschen mit hinreichend großem Gedächtnis und Vermögen wurde mir berichtet, man habe nach dem „letzten Kriege“ (gemeint ist WW II) das zweifelhafte Vergnügen gehabt, im Grundbuche plötzlich Zwangshypotheken eingetragen zu sehen, zwecks Beteiligung der Grundbesitzer an der Behebung der allgemeneinen Not, wo die Währung doch schon geschnitten war wie das Brot, das es nicht gab.
    .
    . Sagen Sie, werter D.A., wie hat man in Ihren Kreisen Häuser, Paläste, Jesuitenseminare, Latifundien etc. vor solcher Unbill bewahrt?
    .

  21. For Ski- und Rodel Fans
    "St...

    For Ski- und Rodel Fans
    „St Moritz“ by Tamara de Lempicka
    http://www.soho-art.com/cgi-bin/shop/shop.pl?fid=1062747757&cgifunction=form

  22. Also, "Essen sei das Sex des...
    Also, „Essen sei das Sex des Alters“ – und „das Ersteigern“?
    Der Orgasmus natürlich.
    Uebrigens, guete Besserig, Don Alphonso. Sind Sie zwäg?

  23. Ich habe mir nach dem Sport,...
    Ich habe mir nach dem Sport, beim Aufräumen, einen Zeh lädiert. Nein, ich sitze daheim und jammere wie ein alter mann über ein Wehwehchen.
    .
    yaq12, Hypotheken wurde man damals leichter los, als Mieter, die man nicht haben wollte.

  24. fionn, Ruhlmann ist natürlich...
    fionn, Ruhlmann ist natürlich auch nett, aber ich würde keine Epoche in bausch und Bogen verwerfen – man denke nur an Röntgen, den Ruhlmann seiner Epoche. Die Bücherregale sind, von einer kleinen Girlande abgesehen, eher schlicht und klassisch.
    .
    BlackJack66, man darf. Eine der oft gestellten Fragen für den Jubiläumsbeitrag bezog sich sogar auf sex, das wird die reine Freude, das zu schreiben. Die rote Aallederjacke ist keine Erfindung, es gibt sie zu einem recht hohen Preis tatsächlich in Rottach.

  25. Thairat & tiberiat, aber...
    Thairat & tiberiat, aber bitte, gern geschehen, mit dem grössten Vergnügen.
    .
    Wilhelmine, natürlich fehlt mir die letzte Hingabe. ich bin ein zynischer Libertin, ich habe zu viele Schwüre anderer Menschen gehört und bevorzuge es, meinen Garten zu pflegen, statt Parks anzupflanzen, die zu schön sind, um wahr zu sein. Wie auch immer, ich habe ein Faible für Aufklärungs- und Hesuitenliteratur des 17. und 18. Jahrhunderts, ich lese ab und an auch gern Kirchenlatein, und für eben jene Bücher brauche ich noch einen netten Bücherschrank. Natürlich muss man an der Menge der zu lesenden Bücher fast verzweifeln, aber ich habe keinen Fernseher und damit genug Zeit, meinem bibliomanen Ziel – bis zu meinem Tod mindestens 10.000 Bücher zu haben – nachzueifern.
    .
    Hingabe, ach, das ist ein trauriges Thema. Wer gibt sich heute noch hin?

  26. 08.55h Don Alphonso
    Ich habe...

    08.55h Don Alphonso
    Ich habe eine Ausnahme erwähnt – Bauhaus / ART DECO. Ich werde Röntgen ergoogeln, danke.
    In der Schweiz sind (oder waren) Antiquitäten günstig i/v mit London. Einmal „browsing around“ in der Vieille Ville in Genf (meine Mutter wohnt in der Romandie) habe ich in einer Art-Deco gallery (Rue Calvin) eine Süe et Mare Beistelltisch (a large laquered side table) gesehen – zum Preis von SFr500.– !!!
    Doch leider war SFR 500 ein Tippfehler – der richtige Preis war 5’000. Das war vor 12 Jahren.
    Z.Zt sammele ich Art Deco Posters der 21.Jh – es gibt die schon – z.B. eine 4-teilig Serie von BMW (Alpenszenen in blau, grau und weiss) und auch 4 von Eptinger (Mineralwasserproduzent in der Deutschschweiz).
    Hauptsache – es macht Spass.

  27. Werter Moritz, ach, die...
    Werter Moritz, ach, die Demut… jene Pflanze, die auf dem Dach vor sich hin trocknete, steht auch jetzt noch da, und wird bald wieder mit einem beitrag gewürdigt werden, denn sie hat Gesellschaft bekommen.
    .
    Liebe Rosinante, leider schreibe ich schon wieder vom Donautal aus, denn der Mensch kann nicht immer nur Urlaub machen. Ausserdem ist es heute am Alpenrand ausgesprochen hässlich. Ich persönlich halte es ja mit Wedekind, der gesagt hat: „Meide nicht die ird’schen Schätze, wo sie liegen, nimm sie mit.“ Aber dazu braucht es natürlich auch eine bestimmte, lockere Einstellung, für die mein Umfeld zwar beste Entstehungsanlässe bieten würde, aber die Umsetzung, die Umsetzung, die sieht dann leider ganz anders aus. Man gewöhnt sich an ein gewisses Mass an Komfort und achtet es dann nicht mehr. Und genau das ist das Problem: Die Gewöhnung.

  28. Don A, ich weiß, Aalleder...
    Don A, ich weiß, Aalleder wird gerne von den Luxusdesignern genommen. Versace, Gucci und Escada haben es gaube ich alle schon mal im Angebot gehabt.

  29. Werter Don,
    mit jeder Ihrer...

    Werter Don,
    mit jeder Ihrer Beschreibungen dieser tranigen Schicht, die Sie die Reichen nennen, wird der Jammer größer. Nichts als sich selbst, seine Falten, seine Fettpölsterchen, seine Aallederjacken, seine Auktionserfolge (oder auch -mißerfolge) im Kopf treibt da eine Sorte Mensch auf seinem Geld schwebend wie der Schwimmer im Toten Meer durchs Leben. Scheinbar ohne Risiko aber auch ohne Freude. Welch ein Glück, in einer Gegend leben zu können, die von solchen Zombies nur spärlich besiedelt ist. Schade nur, dass die schöne Landschaft in Oberbayern von diesen traurigen Gestalten und ihren Villen im Marianne-und-Michael-Stil verunstaltet wird.

  30. 10.000 Bücher - soviel würd...
    10.000 Bücher – soviel würd ich gern loswerden.
    Sagen Sie mir ihre genaue Adresse und halten Sie die Anfahrt frei, damit der LKW rückwärts einfahren und alles abladen kann.

  31. @BlackJack66: Aalleder, da...
    @BlackJack66: Aalleder, da wird mir schon beim Gedanken an den Dreck fressenden fettigen Fisch ganz anders. Darauf einen Dujardin!
    Und so exklusiv ist das auch nicht: http://www.poeme.ch/web/media/poemenews20080609.jpg

  32. @fionn
    Meinen Sie damit auch,...

    @fionn
    Meinen Sie damit auch, dass ein Biedermeiersofa entweder nicht deutsch sein kann, oder häßlich und schwer sei? Meines ist jedenfalls høechst elegant und fast schwerlos.

  33. @ HansMeier555
    darf ich ihnen...

    @ HansMeier555
    darf ich ihnen auch etwas abnehmen?
    lieber donatién, pardon: don alphonse,
    telefonauktionen machen eindeutig mehr spass. weil ich niemanden verlieren sehen kann – und vor allem nicht sehen will, wer meinen geschmack so alles teilt. das hat schon so manche schocks ergeben (in aalleder, triefäugig, langweilig, blasiert-borniert und vom chirurgen mit zierabnähern versehen, die umgebung mit schwerem, teurem parfum belastend … ich bin ja so einiges gewöhnt von den besseren kreisen (und kenne viel besseres), aber so etwas ist doch dégoûtant. vielleicht liegt es am auktionshaus).
    .
    catch and release als motto, wenn man mal wieder in der online-silbermine sitzt und silberkannen (und serviettenringe als kleinteilige alternativwährung) angräbt … sportsgeist in kombination mit einem anflug von buddhismus hilft, über nie besessen habendes mit zartem lächeln hinwegzukommen
    .
    wobei wir bei der fehlgeleiteten maserung der grossen marmorplatte für das damenbad wären. da glück auch umsetzungsfähigkeit bedeutet, kann für einen ästhetisch geschulten menschen dies eine beeinträchtigung des wohlgefühls bedeuten. genauigkeit der umsetzung kann auch ein gefühl der selbstermächtigung bedeuten
    – wobei ich hier schätze, werter Don Alphonso, liebe runde, dass der rechte esel, über welche portemonnaiefüllung er auch verfügen mag, doch immer sein unglück findet – und wenn er es sich selbst bereitet. apropos masoch. mei wer’s braucht.
    .
    wer antiquitäten, die dem menschen seine biologische endlichkeit zeigen, versteht, lernt „fehler“ zu verzeihen. beim marmor. und auch bei sich selbst.
    .
    @fionn
    ja! art deco! wunderschön!!

  34. Werter Don,
    nur 10.000 Bände?...

    Werter Don,
    nur 10.000 Bände? Mein Ideal war ja immer Aby Warburg. Leider scheitert dieser Traum bei mir an der fehlenden, solventen Bankiersfamilie im Hintergrund.

  35. "Der vielleicht skurrilste...
    „Der vielleicht skurrilste Augenblick meines Lebens mit reichen Menschen war einer der hundert reichsten Deutschen, der sich allen Ernstes eine halbe Stunde Zeit nahm – eine halbe Stunde wohlweislich, die man mit jedem anderen Thema und Zeitvertreib hätte zubringen können – sich über das verwaltungstechnische Elend zu beschweren, das ihm die geringfügige Beschäftigung eines Gärtners verursachte.“ Herr Don, Sie müssen ein Buch schreiben!

  36. Apropos „Steuern“ und...
    Apropos „Steuern“ und „Luxussorgen“,
    dazu habe ich noch was im letzten Blog geschrieben, auch als Antwort auf „Köstlichs“ trotziges „Kenne ich doch in meinem Umfeld 3 Personen…“: „Die Lust faul zu sein“ – http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2010/01/14/sparsamkeit-von-der-tugend-bis-zur-dummheit.aspx

  37. Lieber sterne, da könnte ich...
    Lieber sterne, da könnte ich auch noch den Verlagsimperiumsbesitzer anführen, der einen Koller bekam, als er bei einem Redaktionsbesuch ein Blatt Papier im Abfall fand, das nur einseitig bedruckt war – so war das in der späten Zeit der New Economy. Die einen gingen vor die Hunde, und die anderen fanden es unmöglich, dass man etwas von ihnen wollte.
    .
    windsbraut, mindestens 10.000, oder mehr. Aber das wird sich alles noch zeigen. Immerhin, mit 10.000 stellt man normale Architektur schon vor gewisse Probleme, wenn man sie nicht gut verteilt.

  38. feine beobachtungen, donna...
    feine beobachtungen, donna laura, vitale reflexionen auch. ein spass. herzlichen dank.

  39. Apropos Tegernsee... Für...
    Apropos Tegernsee… Für diese Dokumentation, Don, lohnt es sich ausnahmsweise mal einen Fernseher auszuleihen: Das geschundene Tal – Bauboom am Tegernsee. Von Meinhard Prill, ein brillianter Autor. Kommenden Sonntag, 19h00, in BR3 (http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/unter-unserem-himmel/das-geschundene-tal-meinhard-prill-himmel-bub-2010-ID1260431330523.xml)

  40. evm, von Kaltenbrunn abgesehen...
    evm, von Kaltenbrunn abgesehen – was wirklich eine elende Schande ist – betrifft dads Problem vor allem Tegernsee selbst. Und wenn es die ins Tal schwoabt, werde ich nicht weinen. Ich wohne da nicht.
    .
    liebe donna laura, das mit dem Parfüm hat etwas mit dem Alter zu tun – der Geruchssinn lässt nach, also nehmen die entsprechenden Leute mehr. Ganz schrecklich: Der staubige Geruch von Knize Ten bei älteren Herren, ein einziges Elend. Prinzipiell denke ich auch, dass man nehmen sollte, was man kriegen kann, und nicht lange jammern sollte. Ansonsten bin ich bei Räumen wie Bädern enorm unempfindlich, da wohne ich nicht drin, und als Kosmetik reicht mir Azeton und Stahlwolle (fast).

  41. HansMeier555, leider geht es...
    HansMeier555, leider geht es da nicht um irgendwelche Bücher, sondern nur um spezielle Werke. Jeder hat irgendwo ein paar Kisten mit den Büchern der Verwandten, die unlesbar sind – mir geht es nicht allein um die 10.000, sondern um das, was die 10.000 sind. Der Corpus Vitrearum Medii Aevi ist natürlich stets willkommen.
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    elbsegler, das ist ja nicht immer so. ich wollte mir nur mal einen Aspekt, der auch wieder vergeht, herauspicken. Tags darauf schon kann die Erbtante gestorben sein, und alles ist bestens.

  42. Darf ich das sagen? ich finde...
    Darf ich das sagen? ich finde Aalleder hässlich, und seitdem eine liebe Freundin an so einem Vieh auch beinahe mal erstickt wäre, ekelt es mich an, ganz abgesehen von meiner generellen Abneigung gegen alles, was kalt ist und schwimmt. Kurz, wenn es nach mir geht, lässt man die Fische, wo sie sind. Da, wo ich in aller Regel nicht bin. Ich schwimme übrigens auch nicht gerne.
    .
    fionn, meine Erfahrungen mit der Schweiz sind – eher schlecht. Tatsächlich kann und muss ich unbedingt Belgien und Holland empfehlen, ja ich denke auch darüber nach, 2010 wieder das belgische Tongeren zu besuchen, was eine wirklich feine Sache ist.

  43. Verehrter Don Alfonso,

    auch...
    Verehrter Don Alfonso,
    auch wenn die letzten Runzeln in erlesener Runde am Tegernsee geliftet werden – auch wenn der Herr Professor den Patienten mit vollem Namen ehrt und nicht mit „Na wie gehts uns denn heute“ anspricht (womit er sich natürlich selbst in der dritten Person huldigen will) … Je intellektueller der Kandidat, um so mehr sucht er am Ende den Thrill im Verdacht zu stehen jene Graue Eminenz zu sein, die den Zuschlag ohne weitere Fragen am Telefon bekommt – einmal nur das Gefühl habe, am Drücker zu sein bzw den richtigen angesagten und anerkannten Geschmack gezeigt zu haben (Art Deco ?). Dagegen habe ich Simpel heute in Osaka eine „Unstoppable Offroad Machine ersteigert.“ In Plastik eingeschweisst 0 km auf der Uhr. Nun raten Sie mal was das ist. … Guter Geschmack ?

  44. Werter Don,
    was wird denn...

    Werter Don,
    was wird denn wieder bestens, nur weil die Erbtante stirbt? Erhöhte Endorphinausschüttung in Erwartung des Erbes? Noch ein paar Bücherkisten für den Speicher, noch ein paar Möbel mehr und natürlich dieses wahnsinnig empfindliche Bargeld, um das man sich sofort kümmern muss, damit es nicht verdirbt?

  45. Werter Don,
    .
    ich meinte...

    Werter Don,
    .
    ich meinte Sorgen in der Art eines „von Poschinger-Camphausen“.
    .
    Sollten derart chaotische Zustände eintreten und die Behörden deren nicht mehr Herr werden, dann hilft nur noch die gute alte Schrotbüchse Ihres Herrn Großvaters selig.
    .
    Aber, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Bis dahin erfreue ich mich an Ihren Aufsätzen.
    .
    Gruß Hanskarl

  46. Ach, es ist ja doch recht...
    Ach, es ist ja doch recht einfach, bei sich das reinste Glück zu finden im Anblick eines morgendämmernden Waldes oder beim Herumtollen auf vereisten Kanälen – und mit Fingern zu zeigen auf vermeintlich all die anderen, die angeblich nur und ausschließlich im Aalleder oder hinter sechszehnzylindrigem Motorblock maximal zufrieden werden können. Man selbst ist höchst individuell, die anderen, das sind die Leute. Man kennt Gier und Materialismus nur von Hörensagem, bei sich selbst adelherrschaftet Sammlergeschmack und Intellekt. Über einem scheint gern die Sonne, über anderen eher (Ikea)-Leuchten. Man selbst altert in Ehren und ergraut in Würden, der Rest verliert jeden Tag jammervolle Kämpfe gegen die Uhr und den Spiegel. Jaja, man blickt herab auf Tal und Menschen und die Gemeinde blickt ebenfalls hinab, obwohl sie schon unten steht und allenfalls nur den Boden unter den Füßen hat, aber man ist allenthalben gebildet und verbildet und bildet sich ein, nicht zu denen gehören, die schrecklich oberflächlich sind und so schrecklich unbelesen und so unangenehm menschlich.

  47. @ Doctor Snuggles: Danke für...
    @ Doctor Snuggles: Danke für den Link, ich kannte Aalleder bisher nur von teuren Marken und den Fisch als solchen finde ich geborener Bremer und Arbeitersohn lecker!

  48. @ Der Tiger ...
    @ Der Tiger 12.10h
    Eigentlich achte ich SEHR auf Comfort wenn es um sitzen oder um schlafen geht. Also meine Sofas sind „Maralunga“ (von Cassina in Italien).

  49. @Don Alphonso: Ich möchte...
    @Don Alphonso: Ich möchte meinen, dass es meinen Kommentar ziemlich verhagelt hat. Denn all die komischen Dopplungen waren durchaus nicht im Original enthalten. So klingt alles nun recht freigeistig und ein wenig erinnert es an Jelinek. Sollte sich das nicht korrigieren lassen, und auch nicht löschen, dann bitte ich alle Leser um Entschuldigung für die Fehlleistung der Übertragungstechnik.

  50. Ich schau, was ich tun kann...
    Ich schau, was ich tun kann (mir ist eigentlich nichts aufgefallen)

  51. @ donna laura @ 11.21h
    Haben...

    @ donna laura @ 11.21h
    Haben Sie sich für Art Deco interessiert seit langem? Und wofür – (auch) für Schmuck, wie ich?
    @ Don Alphonso 12.36h
    Schlechte Erfahrungen mit der Schweiz? That’s bad news!!!
    Hatten Sie auch schlechte Erfahrungen dans la Suisse romande (das sog. Welschland) et Swizzera (die italienische Schweiz)?
    Ref. Corpus Vitrearum Medii Aevi!!! Sie sind offensichtlich ein hochkaratige Deutscher.

  52. Wehrter Don,
    ich dachte Ihr...

    Wehrter Don,
    ich dachte Ihr hättet schon angemessene Schränke für
    Eure Bücher.
    Das Ihr auf alte Sachen ausseid freud mich, und ganz leise muss
    ich lachen wenn höre das Ihr in der Lage seit Leute zum aufstönen
    zu bringen ohne das Diese da arbeiten müssen.
    Hderzlichst P.
    P.S. Darf ich fragen wie alt die Schränke sind?

  53. Bräsig, bitte kein Buch...
    Bräsig, bitte kein Buch schreiben. Gut aber der Tipp mit Tongeren.

  54. @BlackJack66: auch ich bin...
    @BlackJack66: auch ich bin gebürtiger Bremer, dennoch bin ich kein Aal-Liebhaber. Wenn Aal, dann nur geräuchert oder japanischer Aal im Sushi. Übrigens habe ich gerade herausgefunden, dass der Aal eigentlich kein Aas-Fresser ist, die Sache mit dem Dreck war also unbegründet.

  55. HansMeier555, Bücher wird man...
    HansMeier555, Bücher wird man heute kaum noch los, auch wagenweise nicht. Selten geht etwas von vor 1820 in gute Hände. Machen Sie´s doch wie dieser Kriminalkommissar aus Spanien, dessen Namen ich vergaß: Er warf alles mit hoher Achtung ins Kaminfeuer. (Ich versenke die noch immer zu vielen Bücher portionenweis in den See, den wirklich schon arg umbauten.)

  56. Oh, HansMeier555, ich überlas...
    Oh, HansMeier555, ich überlas den Beitrag: bevorzugen Sie donna laura als Ziel Ihrer Bestände! Gäbs nur der lauren mehr…

  57. Josef, seien Sie doch so nett...
    Josef, seien Sie doch so nett und versuchen Sie wenigstens mal, sich zu benehmen. Dann komme ich auch nicht in Versuchung, Sie für ihre dummen Raunzereien auch mal anzuschnauzen und vor die Tür zu setzen.
    .
    Ich kann mich an ein Buch erinnern, in dem ein Anglist nach dem Ende einer Liebschaft ein Haus aus allen seinen Büchern baute – und es zerstörte, als seine ehemalige Geliebte unbedingt ein Buch haben wollte. Ganz famose Geschichte. leider habe ich das Buch gerade nicht zur Hand.

  58. Paulchen, bei der Datierung...
    Paulchen, bei der Datierung bin ich mir recht unsicher, die sind einfach zu schlicht, um Genaueres zu sagen – es gibt jedenfalls keine Metallbeschläge, und das Furnier ist weder sehr dick noch sehr dünn. Es kann auch 2. Zeit des Biedermeier sein; wenn sie hier sind, werde ich genauer schauen. Aber darum ging es nicht: ich brauchte zwei mittelgrosse, identische Bücherschränke mit klassischem gesimse in Mahagoni. Und ich suche sie seit vier Jahren. Ich habe durchaus Zeit und Bücherstapel.
    .
    JMense, ich darf hier zusichern, dass ich demnächst mal wieder ganz schlecht aussehen werde – wenn ich die Fragen der Leser zum Jubiläum beantworte.

  59. @sterne: Der Autor hiess...
    @sterne: Der Autor hiess Manuel Vázquez Montalbán, die Figur Comisario José „Pepe“ Carvalho.

  60. @fionn
    Wenn schon das Angebot...

    @fionn
    Wenn schon das Angebot in den Metropolen nicht gefällt, was soll dann in den Kolonien zu finden sein?
    Und diese vitri verstießen halt mal gegen das Abbildungsverbot.
    @Don
    Wozu noch Scholastiker lesen, es findet sich ja doch kein Opponenten fürs quodlibet. Obwohl Rodelpartien und Telefonversteigerungen auch ihren Reiz haben.

  61. Danke, pardel. Ich muss...
    Danke, pardel. Ich muss Carvalho vergessen haben, weil ich – alles fällt mir wieder ein – seine späten, etwas albernen Abenteuer weniger gern gelesen hatte. Carvalhos Kamingedanken aber bleiben.

  62. @fionn: hm, also deutsche...
    @fionn: hm, also deutsche Biedermeier- und Jugendstilsachen kenne ich nicht als wuchtig. Wenn Sie es aber gern leicht und filigran haben, empfehle ich allgemein die 1960er. Der Snapcouch vom Sperrmüll, die wir zu Studentenzeiten hatten, weine ich immer noch eine leise Träne nach – genial, das Teil. Mit Gründerzeitmöbeln können sie natürlich die Decke auf Festigkeit testen. Der Trödler um die Ecke hatte vor einem dreiviertel Jahr einen wunderbaren Jugendstilschrank, geometrischer Jugendstil, also recht selten. Leider zu groß fürs Gäste- und Rumpelzimmer, schnüff.

  63. @abf
    danke leicht errötend...

    @abf
    danke leicht errötend mit bescheiden geneigtem kopfe.
    .
    @ Don Alphonso
    zu tongeren – o nein, jetzt haben sie es verraten – belgien, verflixt, und es sollte doch keiner wissen (nenne immer noch keinen ort…)
    .
    zur badezimmernutzung:sehr männlcihe haltung!
    ich habe auch so einen john wayne an meiner seite. kernseife genügt. wenn irgendetwas eklig ist, ihn kümmerts nichts und er beseitigt es trotz grosser zivilisationsanstrengungen aller holden weiblichkeit um ihn herum: mit blossen händen (damit sind nicht etwa mitauktionäre gemeint).
    .
    aber wissen sie was: ich habe ihn mal reingelegt, als er seine zweifelphase bzgl. körperpflege hatte („hm, vielleicht sollte ich mal was unternehmen …“), reichte ihm eine lotion, die ziemlich offentsichtlcih für eine frau gedacht ist (craptree & evellyn), und meinte: schatz, das ist was für dich.
    er ignorierte sie geflissentlich, aber einige tage später … raten sie mal, wer so ungeheuer nach rose duftend durch unsere burg lief … nicht nachlassende heiterkeit bei der nachkommenschaft …
    @ fionn
    art deco l(i)ebe ich quasi seit meiner geburt: mit den prächtigsten lackmöbeln in schwarz oder auch in holz aufgewachsen – die haben damals in den 30ern meinen grossvater in den ruin getrieben (okay, ich übertreibe …), aber seine gattin in spe wollte diese, und nur diese … sie bekam sie, und er schloss eine glückliche frau in seine arme. und heute bin ich die glückliche. meine geschwister wollten lieber interlübke …
    schmuck? schön, aber steht mir nicht. weshalb ich ihn ignoriere.
    .
    @ sterne
    ich gebe unseren donatién recht: es kommt auf die bücher an. meist auf deren inhalt.
    aber alte bücher nicht jünger als 200 Jahre, die nicht auseinanderfallen? immer her damit.

  64. Bibliotheken - sehr sehr...
    Bibliotheken – sehr sehr schön. Ich würde auch eine neugotische nehmen :-) oder Chippendale aus den Fuffzgern oder Gelsenkirchner Barock. Wer sowas abzugeben hat, möge mir bitte einen Hinweis zukommen lassen ;-) Och, und Auktionen sind doch auch lustig, wenn man sich’s nicht „leisten“ kann? Schon diese Beschreibungen im Katalog – . Manchmal bleibt ja dann doch was liegen oder unbeachtet, im Nachverkauf erwerblich oder als schriftliches Gebot. Das olle Pressglas von Schlevogt hab ich mir übrigens dann doch geleistet. Also mir gefällt es – noch ;-)

  65. pardel, und beim Autor...
    pardel, und beim Autor Camillieri heißt dann der Kommissar Montalban, aus Respekt. So bin ich von einem zum anderen gekommen. Ich suche händeringend nach solchen Autoren.

  66. Und wo Bücherregale stehen,...
    Und wo Bücherregale stehen, kann man weder Bilder noch historische Landkarten noch Kaseln aufhängen.

  67. @HansMeier ja. und so eine...
    @HansMeier ja. und so eine Kasel ist doch gleich viel schöner, wenn ein echter Jesuit drinsteckt (ich meine, nicht zum Aufhängen, einfach so in seiner – sagen wir – natürlichen Umgebung ;-) sonst wird das Unternehmen doch arg zum Kuriositätenkabinett. Das schlimmste, was ich sah, bestand aus einem zur Minibar umfunktionierten Tabernakel. Kann man da das Wort „geschmacklos“ eigentlich noch irgendwie vermeiden?

  68. um die geliebte schweiz zu...
    um die geliebte schweiz zu retten: eine bibliothek im st. gallener stil – unschlagbar, dafür baute ich glatt noch einmal an. leider schicke ich mich wie erwähnt an, anderweitig noch einen bauplatz zu erwerben. immerhin wüßte ich jetzt, wofür ich sparte, wenn ich es täte. der wermutstropfen wäre nur, die bibliothek wäre wohl handwerklich ordentlich verarbeitet, aber leider neu. oder weiss hier jemand in der runde von antiken bibliotheken, deren holz in gänze (!) veräußert wird …
    @ Hans Meier555
    doch, sparen sie einfach einen teil aus, und auf die holztäfelung geben sie dann ihren stich, besser noch ein ölgemälde des besten pferdes im stall. die stuckerne decke dürfen sie auch ausmalen (lassen).
    .
    werter Don Alphonso, meine gratulation zu ihrer beute! darf ich sie mit aller gebotenen zurückhaltung fragen, wo sie sie ersteigerten?
    .
    art deco bibliotheken? kenne ich leider nicht. dafür hinreissende bars.
    .
    ich schlage mal eine kombination von bibliothek und bar vor:
    ein erfrischendes, hauseigenes quellwasser zu luhmann , bei hellstem sonnenschein
    foucault verträgt nächtens einen barolo
    heidegger (man muss ja nicht mögen, was man liest) geht eigentlich nur mit whisky an einem stürmischen herbstnachmittag
    joyce lädt dagegen schon um 11 uhr zum antibes ein, am besten mit blick auf das heitere mittelmeer, und danach zu einem zweiten, und anschließend immer weiter machen, mit dem, was gerade mundet – sehr entspannend! das regiment in der küche muss dann allerdings eine andere dame übernehmen, da in diesem zustand sämtliche gelinggarantien erlöschen.

  69. Also jetzt hab ich doch mal...
    Also jetzt hab ich doch mal nach Aalleder-Bildern gegoogelt.
    Es entsprach den geschmacksverirrt halbseidenen Vorstellungen, die das Wort bei mir erweckte; zusätzlich, daran hatte ich nicht gedacht, muß es natürlich noch aus Streifen zusammengenäht werden, was schon beim kleinsten Stück unschöne Nähte erzeugt. Aber das mag dann ja zum Abnäher am Lid und den Dellen von der Fettabsaugung passen.
    Ok, für Ostsibirien mags gehen, da laufen nicht so viele Leute rum, und wenn, dann haben sie wegen der Kälte Verständnis dafür, daß man nicht so nach dem Aussehen geht, aber in Mitteleuropa?!

  70. donna laura, Sie sind eine...
    donna laura, Sie sind eine kleine Wortbombe und das ist erfrischend. Wenn’s stimmt, was Sie mit John Wayne andeuten, ist’s schön für Sie. Und wenn schon Luhmann, Foucault, Heidegger und Joyce (passt der?) Ihre Getränke- und Atmosphären-Phantasie anregen, warum nicht auch Carl Schmitt: „Der Feind ist die Frage nach dem eigenen Ich in Gestalt“?

  71. @Donna Laura: so eine...
    @Donna Laura: so eine Bibliothek ist was feines, und eine Art-Déco-Bar auch. Solange man sie nicht selber putzen muß und drin rauchen darf. Was, ich gebe es zu, den Büchern natürlich nicht so bekommt, weshalb Glastüren doch eigentlich ein segensreicher Kompromiß sind, wenn ich mirs so überlege. –
    Ja, der Peter Thumb, der hat schon recht schöne Räume gestaltet. Die Kirche von ihm, die ich kenne, hat mir im Vergleich zu den Kirchen in der Umgebung schon als Kind immer am besten gefallen. Und tut es noch.

  72. Madame, sollen wir diesem...
    Madame, sollen wir diesem hochkultivierten Don Alphonso Publikum gegenüber zugeben, dass unser Biedermeiersofa nur in unserer Phantasie existiert, dass unser Schreibtisch gediegene 50ziger Jahre Bürostil ist, und vom Sperrmüll kommt, dass wir unsere reichliche Rechtsliteratur hinter unserem Rücken im ausrangiertem IKEA Kinderschrank aufheben?

  73. Kultiviert bin ich insofern,...
    Kultiviert bin ich insofern, als ich den alten Krempel dort lasse, wo es ihm besser geht als bei mir.
    Nur was wir zerstören, besitzen wir wirklich – aber mir macht es nicht aus, arm zu bleiben.

  74. Merle, merle! Ts, ts!...
    Merle, merle! Ts, ts!

  75. Welchen Vorteil habe ich von...
    Welchen Vorteil habe ich von den Sorgen der Reichen? Ganz klar, ich habe endlich mal die Chance, in einem Auktionshaus etwas zu ersteigern, was vor der Wirtschaftskrise nicht mal annähernd im Bereich des Möglichen war. Bei Ihnen, lieber Don Alphonso sind´s die Regale, bei mir ist es das Ölgemälde eines nicht mehr ganz zeitgenössischen, aber dafür sehr berühmten Malers, dessen Name ich lieber hier verschweige. Warum? Ja, ich erfahre jetzt, welch aufregendes Gefühl es ist, ein Schnäppchen zu ergattern, das gemeinhin in den gehobenen Kreisen als bewundernswertes Statussymbol gilt und mir das Gefühl gibt, dass ich etwas besseres bin als der Kreis in dem ich mich normalerweise bewege. Wieso lästern wir denn immer über die Reichen? Sie geben uns doch jetzt die Möglichkeit, an Ihrem Reichtum teilzuhaben und genauso diskret zu werden wie sie.

  76. Das Carl Schmitt Zitat geht...
    Das Carl Schmitt Zitat geht meines Gedächtnis nach anders. Sei’s wieder drum. Bräsig formuliert ist das. Und ich vermutete, Sie könnten es besser. Ich kenne den Anglisten nicht, ich kenne nur Kien. Aber den kennen Sie bestimmt auch. Sei’s zum zweiten Mal drum. Und mich unter Ihnen zu haben gereicht einstweilen Ihnen zur Ehre und mir zum Gefallen. Sie üben sich ja in dem unaristokratischen Wortfindungseskapismus und der Geist, mijn Herr ist ein Wühler und Larifari ist und bleibt bräsig. Geist ist aristokratisch, the rest is …blub.

  77. ... nicht vergessen, lieber...
    … nicht vergessen, lieber Josef, wer sich mit anderen vergleicht, ist schon verloren.
    Gruss,
    G.S.

  78. @Josef, @ Rosinante

    Ich...
    @Josef, @ Rosinante
    Ich glaube, das Zitat ging etwa so: „Der Feind ist unsre eigene Frage als Gestalt.“ Kann sein noch etwas dunkler, denn der HErr und der Herr haben es mehr mit der prophetischen Verkündigung als mit der offenen, unmissverständlichen, kritikablen Begründung. Mit Speck fängt man Mäuse, mit Nebel die Leichtgläubigen.

  79. Josef, dann zitieren Sie Carl...
    Josef, dann zitieren Sie Carl Schmitt doch richtig, statt im Wikipedia-Lauwarm zu bleiben. Schön, dass sie Ihrer Anwesenheit eine Ehre bezeugung und diese in Kulissen andeuten. Der dialektisch-materialistische Geist ist ein opportuner Hybrid, der einen Froschkönig mit quakendem Schatten gibt.

  80. Wehrter Don,
    dann viel Freude...

    Wehrter Don,
    dann viel Freude mit Ihnen.
    Herzlichst P.

  81. Lieber Schöngeistig,
    ich...

    Lieber Schöngeistig,
    ich kannte mal einen Kunstprofessor, in dessen Wohnung waren alle Wände kalkweiß und kahl.
    Bilder gab es in seinen Büchern.

  82. @donna laura, Rosinante:...
    @donna laura, Rosinante: Luhmann, Foucault, Heidegger und Joyce in einem Satz? Wird das nicht ein bißchen viel?

  83. Der bücherhausbauende Anglist...
    Der bücherhausbauende Anglist stammt aus „Das Papierhaus“ von Carlos Maria Dominguez, Don Alphonso. Es wäre in der Tat ein würdiger Abgang, aber leider mit viel Arbeit verbunden. Ich präferiere dann doch lieber eine Spende an die örtliche Bibliothek, da dauert die Zerstörung der Bücher nur unwesentlich länger.

  84. Raritäten ersteigern muss...
    Raritäten ersteigern muss nicht immer eine teuere Angelegenheit sein. Ein Onkel von mir hat einmal ein Stalaktit (oder war es ein Stalagmit?) ersteigert und dies in einem Ecken in seinem Wohnzimmer plaziert. Wenn immer er eine Party gab, war über das Stalaktit immer wieder rege diskutiert. Uebrigens, das (orangenfarbenes) Stalaktit war ca. 70m hoch, der Fuss ca. 11cm breit.
    Nun muss ich auf E weiter – the stalactite had a rough surface, but some parts of the surface looked carved-out, and were smooth (like the empty space after taking a spoonful out of a carton of ice-cream – nur zur Info ….).

  85. Uebrigens, ein...
    Uebrigens, ein gesellschaftliches Phänomen in England heisst „Oneupmanship“
    (die Kunst, allen anderen eine um eine Nasenlänge voraus zu sein – d.h. how to be one up on other people).
    Der englische Schriftsteller Stephen Potter hat zahlose Bücher über das Thema „Oneupmanship“ geschrieben – ob er in Deutschland bekannt ist?

  86. Moin, ihr Luschen! Was soll...
    Moin, ihr Luschen! Was soll das ganze Gejammere hier über Aale (und Aalleder, würg)? D.A. meint „ich finde Aalleder hässlich (Ansichtssache), und seitdem eine liebe Freundin an so einem Vieh auch beinahe mal erstickt wäre (wie doof ist die? nachdenken über Change?) , ekelt es mich an (Weichei!), ganz abgesehen von meiner generellen Abneigung gegen alles, was kalt ist und schwimmt (Sissy!). Kurz, wenn es nach mir geht, lässt man die Fische, wo sie sind (gut,gut,gut!).
    Ich sage, so ein Aal ist ein Wunderwerk an Technik, ein Navigationskünstler sondersgleichen (kommt aus dem Bermudadreieck, Grusel, Grusel) und ein absolut faszinierender Anblick wenn er sich bewegt. Kurz, ein Aal schlägt Deinen Sunbeam in jeder Disziplin um Längen. Nichts für ungut ;-). Aber ich denke, es ist wohl an der Zeit, den Mitgeschöpfen auf diesem Planeten endlich den gebührenden Respekt zu erweisen und sie nicht als „Viehzeug“ zu desavouieren.

  87. @ rosinante
    naja, john wayne...

    @ rosinante
    naja, john wayne schmutzt manchmal ein wenig, aber das tut die nachkommenschaft, insofern weiblich und nicht jünger als sieben (nur die kombination), auch. das dreckige dutzend. aber sehr begehrenswert ist john wayne schon, kein verweichlichtes zivilisationsopfer, trotz gehobener herkunft.
    .
    wollte unser werter Don Alphonso nicht etwas über sex schreiben, zur jubiläumsausgabe?
    .
    carl schmitt mag ich nicht, wegen der für mich falschen politischen tendenz – aber sie haben ja recht, meine beste, ich lese ja auch heidegger (aber da lernt man geduld und verschwurbelte neologismen und fängt nach einr stunde lektüre das lachen an – was glauben sie, wie oft ich die familie mit laut vorgelesenen zeilen erfreue)
    .
    was halten sie von dem diktum von rainald goetz: „die feinde meiner feinde sind auch meine feinde“?
    @Schöngeistig
    was heißt da „die“ reichen – sind wir hier etwa nicht unter uns?? ts ts.

  88. FritzV, immerhin stelle ich...
    FritzV, immerhin stelle ich ihm nicht nach, lasse ihm seine Haut und esse ihn nicht auf!
    .
    Savall, vielen Dank, die ganze Nacht habe ich unter der Frage gelitten, ich alter, vergesslicher mann, ich.

  89. Re: Mein Beitrag um 08.22h ...
    Re: Mein Beitrag um 08.22h
    Berichtigungen.
    „…in einer Ecke“
    „… das (orangenfarbene) Stalaktit“

  90. @muscat, Ihre Frage: "Wird das...
    @muscat, Ihre Frage: „Wird das nicht ein bißchen viel?“
    Frei nach Luhmann hilft bei solcher Komplexitaet nur Systembildung, am besten mit einer huebchen Frau; dann aber Luhmann vergessen, bei dem die Liebe ja auf der kommunikativen Ebene verbleibt und man sich nicht wirklich, koerperlich, nahekommt.
    Gruss
    G.S.
    P.S.: Times Online gelesen; thanks fuer den Hinweis.

  91. G. Schoenbauer,...
    G. Schoenbauer, gerne.
    Systembildung ist immer gut! Übrigens hat Luhmann bisweilen recht gegenständlich über die Liebe geschrieben. Daher noch eine weitere Empfehlung für Sie: „Liebe – Eine Übung“, ein hübsches kleines Bändchen, erschienen bei Suhrkamp.

  92. Da kommen Wünsche und...
    Da kommen Wünsche und Angebote doch schön zusammen. Herr Meier wird seine Bücher los, andere ihre Möbel… Weiter so!

  93. pardon, meine lieben, ich habe...
    pardon, meine lieben, ich habe im eifer des gefechts meinen satz verhauen. ich habe natürlich betonen wollen, dass insbesondere die liebliche weiblichkeit in unserem hause rein nach rosenwasser und vanille duftet.
    @ muscat
    ach nein, das passt schon – zumindest bei mir. luhmann ist doch die brillante klarheit in reinform. und amüsant. und joyce der karneval des geistes.
    .
    was lesen sie denn ausser den ausführungen des meisters über die liebe?
    .
    ich denke, dass es doch nicht hedwig kurz-maler sein wird? eher hölderlin oder doch lieber jünger? doch bitte nicht grienspan oder wickert? schlimm wäre onkel kontz, aber so schätze ich sie, lieber, geschätzter muscat, nicht ein.
    .
    zum spass am der freud – freud?
    .
    oder kleist(er) – die marquise von obi?
    .
    nachtrag zur bibliothekenbarfrage: donald duck mit heisser schokolade an triefschnupfen (aber dann sollte die kleidertracht im sinne einer raschen genesung nicht der der gefiederten freunde aus entenhausen oder gar der sylter badetracht – pudelmütze und dicke socken – gleichen).

  94. @ Rosinante
    zu carl schmitt...

    @ Rosinante
    zu carl schmitt fiele mir met und bombenhagel an feldlazarett ein …

  95. Der Fehler Liebe kann...
    Der Fehler Liebe kann blitzartig die perfektesten System unterlaufen — auch dasjenige des Don. Davor schützt kein Lebensalter.
    Eine Bibliothek und ein Garten und täglich ein paar Pinselstriche — auf Dauer reicht das halt doch nicht.

  96. Tiger, schade, mit deiner Idee...
    Tiger, schade, mit deiner Idee sind wir auch bei dem Don Alphonso Publikum jetzt eine persona non grata. Niemand hat unser e-Biedermeiersofa kommentiert. Da setzen wir uns halt dann alleine drauf und erzählen uns gegenseitig über unsere Erlebnisse während unserer (real) Reise nach St. Moritz.

  97. @Muscat, auch fuer diesen...
    @Muscat, auch fuer diesen Hinweis ein Dankeschoen, obgleich der Titel eine Thematik anspricht, die ich doch lieber in der Praxis angehe.
    Gruss,
    G.S.

  98. Also Don, St. Moritz im Januar...
    Also Don, St. Moritz im Januar ist wie ein unerkannter Rubens auf dem Flohmarkt, eine sagenhaft gepflegten Loipeninfrastruktur und keiner geht hin. Ich habe mit meinen 30 Jahre alten Schiern und einem blauen langen Schafsfellmantel auf den Loipen mehr Aufmerksamkeit auf mich gezogen als all die schicken Damen im Nerz. St. Moritz hat einen eigenen Flughafen. Aber wir sind nur bis Zürich geflogen und dann im Weltkulturerbe, der Rütlibahn, zum Dorf gefahren – traumhaft.

  99. G. Schoenbauer, eben, deswegen...
    G. Schoenbauer, eben, deswegen heißt es ja im Untertitel auch „Eine Übung“.
    Gruß, m.
    .
    Der Tiger, ach was, wahrscheinlich liegen Sie mit Ihrer Annahme gar nicht so daneben. Es gibt eben keiner gerne zu.
    .
    donna laura, „Grünspanne“ (den meinten Sie doch, oder?) und Wickert lese ich ganz bestimmt nicht und den Katalog dessen, was ich darüber hinaus NICHT lese, könnte man ins beinahe Unendliche erweitern. Als Beispiele seien hier nur genannt J.K. Rowling, Nick Hornby, sowie bei den deutschsprachigen Autoren Peter Handke, Martin Walser und diverse andere Preisträger, deren Namen ich vergessen habe.
    Weder bei Genres, noch bei Regionen oder Epochen bin ich ansonsten festgelegt.

  100. Verehrter Don,
    Sie könnten...

    Verehrter Don,
    Sie könnten doch einmal gedanklich die Seiten wechseln und einen Ratgeber für Hartzer schreiben. Eine Voraussetzung Ihres Glückes haben nämlich auch diese Leute, auch wenn sie es nicht wissen: Zeit. Und Geld ist weniger entscheidend, als Geist und körperliche Gesundheit.
    Leider stellt sich ein Sinneswandel nicht so schnell ein. Und von den Politikern ist er auch gar nicht gewünscht. Die sind nämlich ganz zufrieden mit der Neuen Lethargie immer größerer werdender Bevölkerungsschichten.

  101. alte ski und noch lustigere...
    alte ski und noch lustigere gardrobe ist seit jeher gesetz in moritz. beim fruehstueck genuesslich ein paar stullen in silberpapier gewickelt und brotzeit oben weit ab des kaviartreibens schoen auf nem stein in der sonne sitzend. macht freude und freunde. teilte dort in kerniger verbruederung mein proviant schon mit so manchem, nach dem die glamourgierige damenwelt nervoes ueber den rand ihrer champusglaeschen ausschau hielt.

  102. Manchmal sind eingestreute...
    Manchmal sind eingestreute Randthemen die, die die (dreimal „die“!) interessantesten Gespraechslaeufe nachziehen, wie ich finde. Sehr interessant zu verfolgen, wie immer wieder der Aal aufgetaucht, insbesondere, wenn dabei schoene Erinnerungen wieder aufleben. Bei mir: der Film „Unagi“, den ich vor gut zehn Jahren auf Japanisch in den USA im Kino gesehen habe (zum Glueck mit Untertiteln!). Sehr schoen, wie das Blog.

  103. muscat, "Luhmann, Foucault,...
    muscat, „Luhmann, Foucault, Heidegger und Joyce in einem Satz?“. dies sind nur, na ja, 30-50 Bände der Bibliothek von donna laura. Ich habe nur abgekupfert.
    donna laura, „Ihr“ Rainald Goetz ist mir zu neutestamentarisch, aber Ihre Waynomania liest sich vielversprechend. Carl Schmitt muss man/frau nicht zwingend lesen (und wenn „bombenhagel an feldlazarett“ persönlich erlitten wurde mein aufrichtiges Beileid), aber Nachdenken lohnt allemal (Vorspann stammt vom Verlag):
    24.10.2009 Eine Lehre von der Feindschaft in der Welt
    Schon seinen Zeitgenossen schien er schwer fassbar – brillant und verschlossen, bescheiden und auffahrend, ein Romantiker oder der kühle Theoretiker der Macht: Carl Schmitt, Staats- und Verfassungsrechtler, «Kronjurist» des Dritten Reichs und später während Jahrzehnten eine graue Eminenz im deutschen Geisteswald. Daran hat sich bis heute wenig …
    NZZ Neue Zürcher Zeitung; 1945 Wörter

  104. Na das sind doch mal ganz neue...
    Na das sind doch mal ganz neue Töne:
    Zumindest steht es einem frei, das Elend und das Unglück zu suchen, oder die Erfüllung und die Liebe
    Davon würde ich gerne mehr hören.
    Weniger über Autos, Bücher, Hemden und Koffer, mehr über Erfüllung und Liebe!
    Und was das heisst und wie man sie erreicht….

  105. @ Der Tiger. 12.02h Viel...
    @ Der Tiger. 12.02h Viel Koks im Abwasser – ich lese http://www.blick.ch
    Nur so weiss man was wirklich passiert in der Schweiz.
    Ich mag Peter Richter und die Richterspruch Videos. Full of dry humour.
    Können wir bald mit Don on Video rechnen? Schon ist er ein Phänomen – a well-bred, educated, polite, interesting Bavarian. Die angelsächsische Welt hat ihn dringend nötig.

  106. @fionn
    Guter Vorschlag, aber...

    @fionn
    Guter Vorschlag, aber bitte nur VHS-Videos, handgearbeitet in der Holzkassette.

  107. Apropos:
    Sagen Sie, lieber...

    Apropos:
    Sagen Sie, lieber Don,
    haben Sie eigentlich keine Filmkamera mit Projektor und Leinwand? So wie wir in den siebziger Jahren Charlie-Chaplin und Urlaubsfilme gesehen haben? Die so schön knattern?
    Damit könnten Sie sich dann stilecht filmen lassen, wie sie aus dem Tegernsee vom Dach des in diesem falschgeparkten Sumbean winken. Und dann auf Wunsch alles wieder rückwärts laufen lassen.

  108. Vielleicht taugt er ja auch...
    Vielleicht taugt er ja auch als Aalreuse.

  109. Rosinante, ich kenne donna...
    Rosinante, ich kenne donna lauras Bibliothek nicht, aber grundsätzlich tue ich mich schwer mit akademischen Aufzählungen, was man alles gelesen haben muss sowie mit den darauffolgenden unvermeidlichen Kurzcharakterisierungen. Verstehen Sie meinen Einwurf einfach dahingehend, dass ich zwischen Neid und Mitleid (wegen Heidegger, weil sie den ja scheinbar nicht mag) schwanken würde, wenn donna laura die 30-50 Werke von N.L., M.F., M.H. und J.J. tatsächlich auch komplett gelesen haben sollte. Hat sie ja bestimmt.

  110. Lieber muscat,
    als jemand, der...

    Lieber muscat,
    als jemand, der (fast) nur Walt Disney’s Taschenbücher gelesen hat, freue ich mich über jeden Gesprächspartner, der auch mal ein Buch ohne Bilder angefangen hat. Dann lass ich mir immer gleich erklären, was drin steht. Kurzurteile sind toll, dann kann man immer so schön nachhaken. Am Ende des Sektglases kennt man dann zwar noch nicht den Inhalt des Buches, aber hat doch eine Vorstellung davon, was ein normalbegabter Kulturbürger davon im Gedächtnis zu behalten im Stande war. Und das genügt schon, um beim nächsten Mal so tun zu können, als hätte man selbst…

  111. muscat, ich verstehe Ihre...
    muscat, ich verstehe Ihre sanfte Verstimmung ob jeder Bildungshuberei. Denn diese sollte, was ja meist der Fall ist, in diesem Blog en passant einfliessen. Wenn überhaupt. Aber donna laura meint mit den Namen, die sie nennt, ja primär inhaltliche Positionen. Und alle genannten Autoren (von James Joyce vielleicht abgesehen) sind nicht für eine Fortschrittsgläubigkeit bekannt. Und indem die Dame (nehme ich an) die Bücher dieser Herren mit Getränken und Wetterformationen verknüpft, versucht sie unserem bibliophilen Gastgeber Eins auszuwischen. Und in diesem Anliegen ist sie hartnäckig, aber dies nicht ohne inhaltlich-stilistischen Charme. Deshalb antworte ich. Wobei, und hier gebe ich Ihnen völlig Recht, jede dieser Personen einen geistigen Kosmos vertritt, der mehr Respekt verdient.

  112. Auch, was heisst schon...
    Auch, was heisst schon „gelesen haben muss“…. ich denke, wichtig ist einfach die Neugier und die Fähigkeit, sich in Texte fallen zu lassen, alles andere ergibt sich dann von selbst, und welchen Fluss der Bildung man befährt, ist Gechmackssache.

  113. geschätzter Don Alphonso, ich...
    geschätzter Don Alphonso, ich stimme ihnen aus tiefster seele zu. einen kanon würde ich rundheraus ablehnen. es geht vielmehr darum, wie man mit und in den büchern lebt … werte runde, es ist unübersehbar, ich aale i.s.v. winde mich ob der peinlichkeiten …
    nein, hilfe, ich habe bestimmt noch einige werke – sowie einiges an lebenszeit -vor mir. wie bei Don Alphonso weitet sich die büchersammlung stetig aus, die begehrenswerten werke zeigen mir noch ihren wohlgestalten rücken, die vorfreude schwillt …
    .
    aalsuppe. aber höchstexklusiv nur für die feinde meiner feinde, die ja auch meine feinde sind.
    .
    womit wir bei den illustren luxussorgen sind. den preis der aalsuppe erhöhen, am besten noch am rande erwähnen, dass die tierchen vom aussterben bedroht sind – und schon wird sie, die gute aalsuppe, zum luxusgut.

  114. Eine Umgebung, wo man...
    Eine Umgebung, wo man krampfhaft Bildung vorschützt, ist mir lieber als eine, in der man seine paar Brocken krampfhaft verstecken muß…

  115. Das, HansMeier555, ist schön...
    Das, HansMeier555, ist schön gesagt.
    .
    donna Laura, eugentlich besteht jede Bildung nur aus mehr oder weniger gestopften Löchern.

  116. @Don
    Wobei es sich aber auch...

    @Don
    Wobei es sich aber auch um ein und dieselbe Gesellschaft handeln kann.

  117. @Tiger: das können Sie ruhig...
    @Tiger: das können Sie ruhig zugeben, denn wenn das Biedermeiersofa schon in ihrer Vorstellung existiert und Bücher schon da sind, werden sich andere Regale und ein schönes Sofa irgendwann materialisieren, wenn das Glück Ihnen etwas Geld und etwas Ruhe zukommen läßt. Das ergibt sich dann irgendwann einfach.

  118. einbildung soll ja auch eine...
    einbildung soll ja auch eine bildung sein …
    .
    @ Don Alphonso
    @ HansMeier555
    hahaha!!! sehr gut!

  119. Werte donna laura,
    .
    Aalsuppe...

    Werte donna laura,
    .
    Aalsuppe enthält keinen Aal ( „aal“ meint hier alles ).
    .
    Gruß Hanskarl

  120. Werte donna laura,
    Nachtrag:...

    Werte donna laura,
    Nachtrag: http://www.rezeptewiki.org/wiki/Hamburger_Aalsuppe
    Gruß Hanskarl

  121. Sehr entspannt. Sehr angenehm...
    Sehr entspannt. Sehr angenehm und angenehm melancholisch.

  122. @Tiger, colorcraze,
    also wenn...

    @Tiger, colorcraze,
    also wenn man kein bibliophiler Typ ist (nach Thomas Bernhard typisch deutsch). Gibt es etwas Schoeneres also ein altes, durchgesessenes Sofa, ein oder zwei Dutzend Billy-Regale (!) voller Krimis, seichten Geschichten, ein wenig anspruchsvollerer Literatur (muss ja nicht unbedingt der sauertoepfige Boell sein, oder wie heisst sie gleich wieder, diese Nobelpreistraegerin aus Oesterreicherin?), etwas Wissenschaft fuer die Erkenntnis der Welt und ein paar philosophische Schmoeker fuer Lebenssinn und -genuss?
    Habe gestern zufaellig einen Fim ueber die Sankt Galler Bibliothek gesehen. Wer sich so etwas als privates Ambiente ersehnt … Kommt mir wie der Wunsch vor, in einem Museum leben zu wollen.
    Muss gestehen, dass mich an meinen eigenen Buechern vor allem interessiert, was drinsteht, habe frueher sogar Seiten herausgerissen, drin rumgestrichen sowieso. Was uebriggeblieben ist: Man sieht es ihnen an, sie wurden tatsaechlich gelesen, mehrfach, ein wahrer Raubbau. Omnia mea mecum porto.
    MfG
    G.S.

  123. @Teutobrecht: also ich selbst...
    @Teutobrecht: also ich selbst besitze nur 1 selbstgebautes Bücherregal, und was darin keinen Platz findet, ist quasi 2. Wahl. Die findet sich verstreut in Regalen bei meinen Eltern oder auf Regalen von meinem Mann. 3. Wahl, also schnellverderbliche IT-Fachbücher, kommen im Büroschrank unter. Für die 2. Wahl brauche ich längerfristig ein Gehäuse, weil evt. Erbstücke und noch ab und an was Antiquarisches dazukommen mag. 3. Wahl wird weggeschmissen, wenn veraltet, und sollte sich nicht über die Büroschränke hinaus ausdehnen.
    Ob das bibliophil ist, weiß ich nicht; für jemanden, der auch mal eine Uni von innen gesehen hat, finde ich meine Büchermenge sehr gering.

  124. @ Hansmeier
    "Eine Umgebung, wo...

    @ Hansmeier
    „Eine Umgebung, wo man krampfhaft Bildung vorschützt, ist mir lieber als eine, in der man seine paar Brocken krampfhaft verstecken muß…“
    Right you are. I know this feeling.
    -hidden

  125. Guten Abend,

    ich möchte...
    Guten Abend,
    ich möchte anmerken, dass in der Art Deco – Zeit auch sehr gerne Fischleder (Rochen) als Möbelschmuck verwendet wurde. Mir gefällt es sehr gut, leben möchte ich aber in einem Art-Deco Ambiente nicht. Ich bewundere das Design und die handwerklich teilweise extrem hohe Qualität, aber es wäre mir zu kalt. So kalt, wie die ganzen, auf A.-D. spezialisierten Galerien auch dekoriert sind.
    Im Ernst Tongeren? Ich bin dort zwar seit ca. 10 Jahren nicht mehr gewesen, aber lohnt sich das überhaupt noch dort? Ist es nicht allzu arg gerümpelig und qualitätlos geworden? Kann man dort wirklich noch ein Originalmöbelchen finden?
    Deutsche Antiquitäten -gemeint waren wohl eher deutsche Möbel- müssen nicht schwer sein. Besonders grossartig und leicht hat z.B. Schinkel entworfen und so empfinde ich gerade den berliner Klassizismus als ideal für`s Auge. Oder das frühe Biedermeier: immer gut proportioniert, wenngleich es eine Qual ist, es sich auf einem Sofa aus der Epoche bequem zu machen. Das hatte der Erbauer ja aber auch nicht so vorgesehen, das Rumlümmeln.
    Sie lassen sich gut lesen, lieber Don! Auch Ihren Rebellenblog mag ich. Ich habe sie kürzlich erst entdeckt und zwar über Umwege, von einem Sportblog ausgehend. Seltsam? Aber so steht es geschrieben.
    Tschüss zusammen!

  126. @ Hanskarl
    da sieht man mal...

    @ Hanskarl
    da sieht man mal wieder, dass sogar das küchenlatein lücken aufweist. aber ob mit oder ohne aal – das Rezept klingt doch eher nach sensorischer herausforderung.
    .
    noch ein wenig hechtsuppe?

  127. @stefano: ich finde, die...
    @stefano: ich finde, die Art-Déco-Sachen haben so einen enormen Platzbedarf. Die sind so raumgreifend und brauchen noch einen Abstandsraum um sich, um zu wirken. Das wäre mir dann irgendwann schätzungsweise zuviel Laufweg; ich hab mein Geraffel lieber zur Hand.
    Von Donna Laura hätt ich ja gern mal einen Link zu Photos von ihrer Einrichtung, ob ihre Sachen auch so nach Hallen schreien oder ob es auch anders geht. Es gibt so selten mal eine gerettete komplette Art-Deco-Einrichtung anzuschauen!

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