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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Tod kommt zurück in seine Heimat

| 192 Lesermeinungen

Es hätte jede andere Stadt auch erwischen können, aber die vier Soldaten, die vor kurzem in Afghanistan getötet wurden, kamen vor allem aus Bayern, und waren teilweise in meiner Heimatstadt stationiert. Diejenigen, die an ihrer Trauerfeier bezteiligt waren, sperrten also die Innenstadt ab, bauten Kameras und Grossleinwände auf, probten und warteten auf die Prominenz, und hörten der Reden, übertrugen sie, halfen mit bei der Sinnsuche, was man halt so tut, wenn nichts mehr getan werden kann, an einem wunderbaren Frühlingstag in der bayerischen Provinz, in der nur noch wenig an die eigene, kriegerische Vergangenheit erinnert.

Das Militär hat die Stadt geprägt. Noch heute ist die Altstadt von einer mittelalterlichen Mauer und hundert Türmen umgeben, und davor legen sich weitere, abweisende Backsteingürtel übereinander. Der Stadtpark ist das frühere Schussfeld, das umlaufende Gewässer der Schutzgraben, und über dem grossen Fluss stehen die Türme der Landesfestung des 19. Jahrhunderts. Das hier residierende Teilherzogtum lag Zeit seiner Existenz im späten Mittelalter im Krieg mit anderen, das Herzogschloss ist eine Trutzburg, und die grosse Kirche wurde mit dem Geld finanziert, das ein Herzog in Frankreich während des 100-jährigen Krieges zusammenraubte. In meinem Haus starb einer der übelsten Schlächter des 30-jährigen Krieges, während Gustav Adolf die Stadt vergeblich belagerte. Man schoss ihm dabei das Pferd unter dem Hintern tot. Als „Schwedenschimmel“ wird er heute den Schulkindern im Stadtmuseum vorgeführt, auch das ist in einer ehemaligen Festungsanlage. Die Industrialisierung kam mit der Geschützgiesserei in die Stadt.

Diese starke Verbindung von Stadt und Bewaffneten hatte erst mit dem zweiten Weltkrieg ihr Ende. Die alten Mauern hielten die Bombenflugzeuge nicht auf, und die amerikanischen Panzer schossen die letzten Verteidiger in die Gräben, die sie gerade gegen die Panzer ausgehoben hatten. Die Bewohner plünderten die Lager des Militärs und begruben ihre eigenen Toten. Erst später, und widerwillig ging man in die Kaserne in meiner Strasse, wo die hierher vor den Russen geflohenen Pfeilkreuzler aus Ungarn ihr Lazarett hatten. Typhus, Hunger und Tiefflieger hatten diese Truppe auf ihrem Weg an die Donau begleitet, und in der Kaserne waren sie in den letzten Kriegstagen wie die Fliegen gestorben. Ganz zum Schluss erst holte man ihre Leichen heraus, und meine Grossmutter erzählte mir, wie ihre Köpfe an jenem Frühsommmertag aus dem Pferdewagen heraushingen und schaukelten, als sie zum Friedhof in ein anonymes Massengrab gekarrt und vergraben wurden. Mit ihnen verliess der kriegerische Tod diese seine Stadt, nach all den Jahrhunderten, und man begann, erfolgreich Autos zu bauen. Nur im Sumpf über der Donau und gut verborgen, da baut man weiterhin Kampfflugzeuge.

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Jetzt ist der kriegerische Tod wieder da. Es war den Taliban, die jene vier Soldaten nahe einer hier vollkommen unbekannten Stadt namens Baghlan umbrachten, vermutlich egal, wen sie trafen, und was genau ihre Opfer in diesem Land taten, in dem unter amerikanischer Führung seit über acht Jahren gekämpft und gestorben wird. Brunnen graben, Schulen schützen, Demokratie bringen, Strassen sichern, Terror bekämpfen, sinnlosen Dienst verrichten, Bomben auf Terroristen oder Zivilisten werfen lassen, egal, genauso egal wie die Herkunft. Es ging um das Töten, es hätte jeden treffen können. Diesmal hat es eben Männer aus dieser Stadt getroffen. Die Stadt ist nicht sehr gross, man ist offen, ratscht gerne und kennt viele, und man hofft natürlich, dass niemand betroffen ist, den man kennt. Man würde das Leid fern halten wollen, aber ein Opfer war der Neffe einer Frau, die ich kenne. Man lebt drei, vier Tage in der Ungewissheit, und dann erfährt man es und weiss nicht, was man sagen soll. Inzwischen sind aber schon die Planungen angelaufen, dem kriegerischen Tod in dieser Stadt wieder willkommen zu heissen.

Sie nehmen natürlich die grosse, gotische Kirche, die jener Herzog mit seinen Kriegsgewinnen finanziert hat. Teams der ARD und anderer Anstalten reisen pflichtschuldig an, das ist fraglos „relevant set“ und gehört in die Nachrichten, sie versorgen sich bei meiner Bäckerei mit Nussecken und freuen sich über die günstigen Preise der Provinz, und überall stehen die Lastwagen der Sender. Man kann so einen Event nicht aus dem Stegreif inszenieren, man muss die Lichtverhältnisse und Einstellungen überprüfen, und so stehen schon am Tag vor der Veranstaltung ein paar hundert Soldaten aller Waffengattungen vor dem Münster, rauchen, reden, schlagen die Zeit tot, sie sind nur Statisten, aber man braucht auch hier Menschenmaterial, damit morgen bei der Trauer auch alles richtig abläuft. Verloren in diesem Aufmarsch in  Uniformen sind die Fahrzeuge der angeheuerten Dienstleister für Leichentransport, Technik und Blumen mit ihren netten, bayerischen Namen, und  auch der weisse Bus des Wachbattalions mit seinen poppig-bunten Bildern salutiernder Soldaten wirkt seltsam fremd. Das alles jedoch ist hinter den Kulissen, am nächsten Tag wird das ganze Areal grossflächig abgesperrt und versteckt, denn es wird die Prominenz kommen, die Hauptpersonen bis auf den krisengeschüttelten und verhinderten Militärbischof, die Politik, die Kanzlerin, die präventiv schon verkündet habe, es der Einsatz im Afghanistan sei über jeden Zweifel erhaben. Und erhaben soll nun auch die Trauerfeier werden, alles muss sitzen, der Eindruck muss der richtige sein, gerade wenn nicht jeder diese Ansicht teilt.

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Auf dem Wochenmarkt, der zeitgleich stattfindet, ist man weitgehend doch anderer Meinung, nicht allein wegen der Sperrung der Altstadt. Kriegsmüdigkeit wäre ein beschönigender Ausdruck; man wünscht vielmehr die Verantwortlichen dort, wo die Betrauerten starben, und dergleichen mehr, was man im Münster als Stammtischparolen abtun würde. Der Wochenmarkt erdreistet sich sogar, dem Krieg in Afghanistan andere Interessen als die Wahrung der dortigen Demokratievortäuschung zu unterstellen, und ist der Meinung, dass man dort nichts verloren habe. Die Politiker sehen das anders, und der Verteidigungsminister erklärt es auch. In der Kirche, und über Grossbildschirme davor auf der Strasse, die man trotz des organisierten Events natürlich nicht im üblichen Massenerlebnisduktus als Trauermeile bezeichnet, und über Funk und Fernsehen. Der Verteidigungsminister sagt, dass der Tod der Soldaten „uns“ auch in Zukunft begleiten werde, und es ist tatsächlich zu befürchten, dass er diesmal die Wahrheit bemüht.

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Draussen stehen ein paar hundert Menschen und schauen der Übertragung zu, wie Orden vorgezeigt und Särge mit Flaggen und Stahlhelmen präsentiert werden. Ein Reporter ist über der eher lichten Menge auf einem olivgrünen Armee-LKW mit Tarnnetzen und spricht von dort aus in eine Kamera, eine lächerliche und peinliche Figur, eine Okkupation zwischen all den bunten Bürgerhäusern der Stadt, die so gar nichts Militärisches haben. Irgendwo müssen auch Leute sitzen, die so etwas planen, inszenieren und die Kulissen besorgen, die sich überlegen, wie es wirken soll, was man braucht, damit in den Medien von ergreifenden Szenen schreiben. Trotz der implizierten Zusage des Ministers, dass sich die gleichen Leute ein paar Tage oder Wochen später schon wieder zu so einem Anlass treffen werden. Sicher seltener jedoch, möchte man beruhigend anmerken, als wenn man nach Frau Merkels Wunsch auch Soldaten in den Irak geschickt hätte. Das sind heikle Momente im Politikerleben, das muss sorgsam über die Bühne gebracht werden, und möglichst nicht zu oft, gewisse Schauspiele verlieren enorm schnell ihren Reiz, und an den Sinn der ganzen Angelegenheit glauben auch nicht mehr alle. Man wird die Musik auswechseln und die Location, man wird es etwas anders orchestrieren und andere Argumente aufsagen, die einen bezahlen es mit dem Leben, die anderen mit ihrem Samstag Mittag, und wir alle die Verkündung des Sinnes mit den Rundfunkgebühren.

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Vielleicht aber ist in einem der Wagen auch einer, der profitiert, der das alles besonders vollendet inszeniert hat, und wenn die Umfrageergebnisse danach passen, und manche Leute im Kanzleramt und Bendlerblock die ganze Inszenierung auch mochten, wird man ihn vielleicht für seine Treue belohnen. Vielleicht war es doch nicht so gut, den Reporter auf den LKW zu stellen, vielleicht muss man Fehler machen, um es das nächste Mal besser zu können, neue Einfälle zu haben, es gab ja noch nicht so viele Gelegenheiten, das zu üben, Jahrzehnte des Friedens sind eine schwere Hypothek, wenn man sentimental definierte Werbefilme für den Krieg über Särgen drehen muss. Keiner ist hier, weil er hier sein möchte. Man muss darin zum Ausgleich einen Sinn finden, wie man im Tod an einer beliebigen Sprengfalle in einem unbekannten Kaff in Afghanistan einen Sinn findet. Jetzt schaut der Minister schön betroffen. Zoom auf ihn und seine Frau. So bleiben. Perfekt.

Ich gehe durch das zu bezeichnende Areal, das man aus Gründen der Pietät trotz der vielen Deutschlaaaaandfahnen nicht als Public Viewing bezeichnen sollte, und unter dem Film mit Minister und Särgen und Orden Richtung meines Hauses, das nur einen Block von der Kirche entfernt ist, werde aber aufgehalten und über einen grossen Bogen umgeleitet. Ich halte mich nicht ganz an die militärische Order, nutze ein paar Passagen aus, und gerate so an einen  Stau in einer Gasse. Ein Bus nach dem anderen steht dort, irgendwelche Menschenmengen müssen an der Kirche abgeholt und transportier werden. Die Fahrer sind schwarz bekleidet, aber die Aufkleber der Fahrzeuge verkünden anderes: „Unsere Bade- und Kurreisen im wöchentlichen Turnus: Rimini Jesolo Riccione Albano Terme“. Wohl kaum. Diesmal jedenfalls nicht.

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Es ist eine seltsame Stimmung in der Stadt, zu viel Absperrungen und Polizei und Militär an allen Ecken und Enden, das kennt man gar nicht mehr so in dieser Stadt, die reich ist und all das Bedrückende des Kriegerischen lange hinter sich gelassen hat. Man wird angeschaut und behindert, man muss Umwege gehen und kann nicht frei fahren, überall sind die Fahnen auf Halbmast, die Soldaten sind da und der Tod, und das in der warmen Frühlingsluft und unter dem Himmel der Bayern, so blau, dass man hineinbeissen möchte, alles will leben, und auch die Militärs, die gerade eine Pause haben und in voller Montur vollkommen unpassend unter all den normalen Menschen im Cafe sitzen, räkeln sich ich der Sonne, bestellen noch etwas und plaudern gar nicht betrübt, während von fern die Geräusche der öffentlichen Übertragung herüberwehen.

Jemand spielt Trompete, und dann fahren Autos weg.

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Dann heben sie die Sperrung der Strassen auf, und ich verlasse die Stadt über jene Strasse, auf deren Kopfsteinpflaster man 45 die toten, wackelnden Ungarn zum Friedhof brachte. Ich werde ein paar Tag in Italien und der Schweiz verbringen, etwas mehr leben und weniger denken, vielleicht. Ich will weg, der Wagen möchte brausen, und ich fahre vielleicht etwas zu schnell, fliege auf der Autobahn an Übertragungslastwagen auf dem Weg ins endlich wohlverdiente Wochenende vorbei, ziehe auch an ein paar schweren Limousinen mit dunklen Scheiben vorüber, und bremse erst in der Holledau ab, wo 120 vorgeschrieben ist. Nur ganz langsam nähere ich mich einem Bus des Bundeswehrfuhrparks an, der über die schadhafte, rechte Spur Richtung München rumpelt. Darin sitzen prächtige Soldaten mit Uniformen und Abzeichen, man frage mich nicht nach der Bedeutung, ich bin überzeugter Zivilist. Der Bus schaukelt über die Rippen im Beton, und ihre Köpfe wackeln hin und her, sie wackeln wie die Ungarn, sie können nicht anders. Der kriegerische Tod hat mit uns allen die Stadt verlassen.

Er ist wieder unterwegs. Aber ich bin gut in Italien angekommen.

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Nachtrag: Dieser Beitrag wurde ursprünglich nicht für dieses Blog geschrieben und hat auch inhaltlich und stilistisch wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun. Aber ich mag diesen Beitrag sehr, und mich interessiert auch, wie er in diesem Rahmen ankommt.

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192 Lesermeinungen

  1. Guter Beitrag, sehr ernst aber...
    Guter Beitrag, sehr ernst aber kompetent geschrieben.
    ES wäre schon wenn sich mehr Menschen so offen
    aussprechen würden.

  2. @Don Alphonso
    Was soll man...

    @Don Alphonso
    Was soll man noch nach diesem Nachruf sagen?

  3. Krieg ist im Kern Sport und...
    Krieg ist im Kern Sport und bei der Fußball-WM ist der Rummel noch viel größer.
    .
    Was soll also die Aufregung?

  4. In einem Land in dem man in...
    In einem Land in dem man in Totenfeiern den Tod feiert gehört das Nachdenken über den Tod nicht in die Zeitung. Das Nachdenken über einen sinnlosen militärischen Tod und dessen Heldengedenkfeiern gehört ganz sicher nicht in diese Zeitung, die ansonsten fleißig bemüht ist, den Kriegstreibern und neoliberalen Spaltern nach dem Mund zu reden.
    Aber das wusstest du ja vorher. Es ist schön, wenn man aus diesem Land wegkann und sei es auch nur für ein paar Tage. Wegträumen tun sich schon viele. Einge wenige träumen auch von Revolution. Aber es werden mehr, die aus ihren Träumen mit Wut erwachen.

  5. Es ist halt so, dass wir dem...
    Es ist halt so, dass wir dem Tode nicht entfleuchen können. Auch wenn ich in einem kleinen dummen Land lebe, das seit Jahrhunderten keinen eigenen Krieg mehr geführt (aber sich an anderen dumm und dämlich verdient) hat.
    .
    Es ist ja auch der eigene Tod, der irgendwann kommen wird. Das ist unausweichlich.
    .
    Ihre Fragen, lieber Don, sind natürlich – darüber hinaus – vollkommen berechtigt: Muss es denn gerade auf so dumme Art sein? Und muss es denn auch noch verpolitisiert werden? – Ja, offensichtlich muss es das (mindestens glauben es die Offiziellen).
    .
    Und warum sind wir so hilflos dabei?! (Jochen Hoff, Revolutionen sind schön – nur gehen sie in ihrer Konsequenz meistens in die Hose – darauf wage ich daher nicht zu hoffen).
    .
    (off the topic) Lieber Don, passen Sie auf mit Ihrem schnellen Fahrstil. Auch in der Schweiz ist nur 120 erlaubt….

  6. Werter Don,
    ich halte den...

    Werter Don,
    ich halte den Einsatz in Afghanistan zwar für richtig, gleichwohl bin ich aber sehr froh und erleichtert darüber, endlich eine so fulminante Gegenrede wie die Ihrige zu lesen. Die Medien berichten über solche beklemmenden Ereignisse gerne wie eine Mischung aus Sportreportage und Promi-Auflauf, daß es schon mehr als beängstigend ist, wie die veröffentlichte Meinung jenseits parteipolitischer Poltereien (bei denen das Thema statt Krieg auch genausogut ein ganz anderes sein könnte, denn nur auf die Form kommt es an) mit diesem historischen Einschnitt umgeht: nämlich so gut wie gar nicht.
    Zwei Klicks weiter wurde ja neulich die Meinung vertreten, daß Geschichte irrelevant sei. Eine nüchterne Philippika (eigentlich ein Widerspruch in sich, aber hier faßt es die Stimmung gut auf) wie die Ihrige zeigt, wie heilsam ein langes Gedächtnis sein kann und was anderswo versäumt wird, um Inszenierung und Geblöke in so etwas wie einen Diskurs zu verwandeln, der dringend gebraucht wird.

  7. Bitte mehr von solchen...
    Bitte mehr von solchen Artikeln, Don. Von denen über die besseren Kreise auch – aber kleiner und dümmer als der Rest des Landes ist Ingolstadt vielleicht gar nicht. Ihr Beitrag kommt genau aus der Mitte.

  8. @ Jochen hoff,
    lch war ...

    @ Jochen hoff,
    lch war zwanzig Jahre weg, einfach so, kein Grund.
    Bin aber froh wieder zurück zu seien, besondes ohne
    Revolutionen und Wut in Träumen die jenseits von Gut
    und Bose sind.

  9. Leider muß man befürchten...
    Leider muß man befürchten das in Zukunft immer mehr Routine in den Ablauf solcher Feierlichkeiten hineinkommt.
    Die Besetzung der Gästeliste wird dann auch immer weniger hochkarätig sein.
    Das Wachbatallion kann dann auch nicht mehr jedesmal bemüht werden.
    Dies bringen steigende Opferzahlen dann zwangsläufig mit sich.
    .
    Ist Präsident Karzai in Afghanistan nicht Staatsoberhaupt ?
    Wurde er nicht von allen Regierungen, auch der Deutschen, anerkannt ?
    Hat er unlängst nicht darum gebeten alle ausländischen Truppen mögen das Land bitte verlassen ?
    .
    Ich drücke den Soldaten der Bundeswehr meine Anerkennung für den geleisteten Dienst aus.
    Nun würde ich gerne so bald wie möglich alle Soldaten wieder wohlbehalten zu Hause begrüßen wollen.
    Ich komme dann auch gerne zum Empfang und stelle mich applaudierend an den Straßenrand.

  10. Kommt Ihnen allen eigentlich...
    Kommt Ihnen allen eigentlich auch der gute Kamerad von Uhland so deplatziert vor? Ein Gedicht der Romantik, das damals zwar nicht zur Realität des Krieges aber zum Gefühl der Zeit gepasst haben mag, im 21. Jahrhundert als Bestandteil des Soldatenbegräbnisses immer noch bestehen zu lassen, finde ich unglaublich absurd, kann aber darüber hinaus gar nicht erklären, warum es mich so ärgert und warum es mir seit Tagen im Kopf herumschwirrt.

  11. Was - außer der Angst vor den...
    Was – außer der Angst vor den Amerikanern – spricht eigentlich gegen einen Abzug?

  12. Geschätzter Don...
    Geschätzter Don Alphonso,
    vielen Dank für die Einblicke in die neue Propaganda, deren Ausstrahlung mir erspart bleibt, weil ich keinen Fernsehapparat haben möchte.
    Auch bei uns hier in München beobachtet man oft bizarr anmutende Scharen von Fernsehleuten, die sehr genau planen, wie sie ein Ereignis dokumentieren. Auch, wer unwichtig genug ist, um außerhalb des Kamerablickwinkels zu verweilen. Erst im Sarg wurden die vorher für die meisten Menschen, außer den Angehörigen, Anonymen nun zum Objekt einer vorgetäuschten Dokumentation. In der die Politiker natürlich noch immer öfter im Bild sein müssen als die Soldaten-Statisten oder Trauernde.
    Mir ist noch genau das verdutzte Gesicht einer RTL-Reporterinnen-Nachbildung in Erinnerung, die meinte, mich in der Münchner Innenstadt ansprechen und mir ein puscheliges Mikrofon vor die Nase zu halten zu müssen. Sie konnte einfach nicht fassen, dass jemand Nein zu ihr sagt, trotz ihrer sorgsam gepflegten Fassade und „Bedeutung“. Eine Berufsgruppe, die sich im Kreis dreht, schwindlig wird dabei den anderen.
    Es sollte übrigens „Abano Terme“ heißen, meine ich. Auch wenn Ihre Wortschöpfung Charme hat und oft von den Busunternehmen genutzt wird.
    Eine geneigte Leserin

  13. Der Beitrag erinnert mich an...
    Der Beitrag erinnert mich an Weihnachten vor ein paar Jahren. Ich ging, wie jeden morgen zum Zeitungshändler. Aber da war statt der FAZ große Aufregung, Polizei überall, Abgrenzungsbänder, aufgeregte Bürger, ein Überfall, bei dem der Zeitungsverkäufer umgekommen sei (was sich später Gott-sei-Dank als falsch herausstellte).
    Aber was wollte jemand um 8 Uhr morgens in meinem FAZ-Laden? Geld ist da noch nicht angehäuft, und wegen ein paar Edelpornos mit Zigarren lohnt es sich wohl kaum eine Pistole einzusetzen…. Und dann natürlich das nagende Gefühl, was, wenn der Überfall mir gegolten hat.

  14. Guter Text.
    Das alles ist nur...

    Guter Text.
    Das alles ist nur Wetterleuchten eines großen, immer noch weit entfernten Grauens.

  15. Werter Don,

    danke für den...
    Werter Don,
    danke für den nachdenklichen Beitrag.
    Den kriegerischen Tod haben wir all die Jahre nur ausgelagert – indem wir mit unserem Geld die Kämpfe anderer (für uns !?) finanziert haben. Insofern sind wir nur „zur Normalität zurückgekeht“… und der Job eines Soldaten (eines richtigen, nicht so eines Wehrdienstleistenden, der soll ja nur wehren) ist wohl nun mal das töten. Insofern, um bei Ihrer Fußball-Analogie zu bleiben:
    It’s coming home, it’s coming home – death is coming home!
    Ciao, T.I.M.
    PS: Bei den Italienern sieht es diesbezüglich aber wohl auch nicht besser aus („Siam pronti alla morte“ oder so ähnlich?)

  16. Auch wenn dieser Beitrag nicht...
    Auch wenn dieser Beitrag nicht das spezifische Westviertel-Flair verströmt, so hat er mit dem Titelthema doch insofern zu tun, dass es auch Stützen der Gesellschaft sind, Kanzlerin, Minister, Regierungsbürokraten, die junge Männer in einem Feldzug verheizen, dessen tieferer Sinn sich der Normalbevölkerung nicht so recht erschließt.
    Man könnte natürlich auch zynischerweise anmerken, dass in jedem großen Herbstmanöver der 80er Jahre mehr Soldaten gestorben sind als am Hindukusch, aber das ist nun mal bei gleichem Ergebnis noch lange nicht das Selbe.

  17. "Jahrzehnte des Friedens sind...
    „Jahrzehnte des Friedens sind eine schwere Hypothek“
    .
    Wir haben in diesem unserem Lande ja die stolze Tradtion aufgebaut, 60 Jahre lang ( das zwei Generationen! ), staatlichereits keine Menschen getötet zu haben. Das hat sogar gut funktioniert, so gut, dass es es allen „normalen“ Staaten wohl als unerhört erscheint. Jetzt soll unser Land wieder „normal“ sein, und heisst wohl; der Statt soll wieder töten. Wäre es nicht eher unsere Berufung, das Experiment des staatlichen Nichttötens fortzusetzen? Wie hoch wäre der Preis, der dafür zu zahlen ist, die Hypothek, die man dafür aufnehmen muß?
    .
    Der Tod der Soldaten war -wie fast jeder Tod in fast allen Kriegen- leider eben doch sinnlos. Das zu sagen wäre aber leider nicht im neuen Sinn „normal“.
    .
    Sie fragten, wie das Thema in Ihrem Weblog wohl ankommen mag: Wenn ich das letzte Jahr Revue passieren lasse, dann haben Sie gerade hier wohl ein Publikum, das mit Sinn und Herz und Verstand auch hinter die hohlen Phrasen schaut. Wer soll darüber nachdenken, wenn nicht dieses Publikum? Welchen Preis hätte es zu zahlen? Den der Erkenntnis, dass die sog. Angeh. d. bess. Kreise wieder einmal mehr entmachtet sind? Angesichts dieser leichten Hypothek verbietet sich ein konformistisches Schweigen.
    .
    Non dulcis non decorum est pro patria mori. Man ist danach nämlich weder süß noch berühmt, sondern bloß tot. Das sagte schon Achill in dem von ihm verfluchten Krieg gegen Troja.
    .
    Warum gilt das Menschenrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit dann nicht mehr, sobald jemand a) männlich, b) jung und c) uniformiert ist?
    .
    Fragen über Fragen.
    .

  18. Der Don hat das sehr, sehr gut...
    Der Don hat das sehr, sehr gut geschrieben (nur am Schluss ist er wieder mit dem Auto gerast und muß „bremsen“, um auf „120“ herunter zu kommen).
    @ HansMeier555. Nicht der „Krieg ist im Kern Sport“, es ist ganz im Gegenteil genau umgekehrt, schon der „Sport ist im Kern Krieg“ und man soll sich darüber sehr wohl aufregen, und zwar schon beim Sport.

  19. So richtig vorstellen kann ich...
    So richtig vorstellen kann ich mir nicht, dass derartige Veranstaltungen halbwegs intelligenten Menschen Lust auf den Tod am Hindukusch machen – Wer möchte in seinem Unglück noch von peinlichen Figuren in einer schmierigen Inszenierung vereinnahmt werden. Man müsste schon sehr pflichtbewusst und gleichzeitig unehrlich sein, um das ganze „ergreifend“ zu nennen.
    Darüber, ob, und wenn ja, warum die BW in Afghanistan notwendig/sinnvoll ist oder nicht, kann man verschiedener Meinung sein. Vielleicht müsste es erst einen Anschlag in Deutschland geben, damit die Solidarität mit den Verbündeten wächst. Aber es wäre schön, wenn die Politiker endlich begreifen, dass Pathosschauspiele zumindest in Deutschland (woanders vielleicht schon) nicht mehr funktionieren und man Menschen anders überzeugen muss.

  20. Immerhin wissen wir jetzt, wo...
    Immerhin wissen wir jetzt, wo der Tod zu Hause ist.

  21. Sehr geehrter Don...
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    ein Beitrag, der menschlich wirkt.
    Keine sinnlosen Sinnereien über Oberschicht, Mittelschicht und Unterschicht.
    Die Betroffenheit, das Leid macht uns menschlich.
    Das merke ich immer wieder.
    Vielleicht war das auch hier der Fall.
    Ein anderes Thema: Leiden Sie vielleicht an einer leichten Klaustrophobie?
    Ihr wahrscheinlich menschlicher KFZ-Dienstleister,
    Geppetto
    P.S. um die beschriebenen Geschehnisse zu interpretieren, hilft Euch vielleicht eine Erfahrung aus Italien von vor einigen Jahren: EXAKT die gleiche triste Inszenierung, EXAKT die gleiche widerliche Rhethorik, EXAKT die gleichen Reaktionen in der „glotzenden“ Bevölkerung. Wie kann das sein, bei so unterschiedlichen Kulturen? Einfach: die Manipulation der Trauer zur Manipulation der – manipulierbaren – Gehirne.
    Vergleicht und denkt stets individuell nach.
    HansMeier555: was soll das bloß bedeuten, „Krieg ist Sport“? Ziehen Sie das bitte zurück.

  22. HansMeier555, der Tod ist...
    HansMeier555, der Tod ist Verwaltungsbeamter im mittleren Dienst einer bayerischen Kleinstadt.
    .
    Geppetto, man hat dafür sicher irgendwelche Leitlinien entwickelt, sei es aus Tradition oder moderner Fernsehtauglichkeit.

  23. inter faeces et urinam...
    inter faeces et urinam nascimur
    .
    da ist es doch nur gerecht, wenn wenigstens der Tod süß und ruhmvoll ist.

  24. Aber, lieber Don Alphonso,...
    Aber, lieber Don Alphonso, dann würde ja ein Berufsverbot völlig ausreichen.

  25. Vielen Dank für diesen...
    Vielen Dank für diesen hervorragenden Beitrag. Ich lese Ihr Blog regelmäßig und habe bisher noch nie kommentiert, aber dieser Artikel gefällt mir hervorragend.
    Mich wundert ohnehin das seltsam-einheitliche Schweigen, das Fehlen von Protesten gegen diese Inszenierung des Neuen Deutschlands, der mangelnde Aufschrei, niemand beschäftigt sich so recht damit, was eigentlich passiert. Und die Öffentlich-Rechtlichen spielen Hoffunk. Seltsam, wo doch angeblich der Großteil der Menschen gegen Krieg ist. Oder wiegt das die inszenierte gemeinsame Trauer der Schicksalsgemeinschaft Deutschland auf? Zwar sterben ein paar Menschen, aber immerhin können wir uns in diesem Elend noch verbunden fühlen. Auch das wäre historisch ja nichts neues für die Deutschen.
    Dieses Bedürfnis jedenfalls konnte man ja auch schon an der Berichterstattung über den Vulkanausbruch beobachten, in dessen Zusammenhang die Presse auch die Glanzleistung brachte, minütlich über den Aufenthaltsort der gestrandeten Kanzerlin zu berichten, was die tatsächlich festhängenden deutschen Reisenden wohl getröstet haben mag.

  26. Schon erstaunlich, wie viele...
    Schon erstaunlich, wie viele heimliche Pazifisten doch die Bloggemeinde hier bevölkern. Was soll man davon nun halten?
    .
    Ich sag‘ mal so: Zu meiner Jugendzeit, als die Berliner Mauer noch stand und die Russen mitten in Deutschland und Europa so massiv präsent waren, daß sie mühelos innerhalb von 48 Stunden an den Ärmelkanal hätten durchmarschieren können — damals gehörte es in der bildungsfernen Mittelschicht meiner dummen Kleinstadt durchaus zum guten Ton, mit größter Selbstverständlichkeit den Wehrdienst zu verweigern und gegen die Nachrüstung zu demonstrieren.
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    Natürlich aus Gewissensgründen.
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    Wer dennoch zur Bundeswehr ging, stand unter starkem moralischem Rechtfertigungsdruck.
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    1999 waren nicht alle, aber erstaunlich viele der Zivildienstveteranen aber plötzlich FÜR die deutsche Beteiligung am Kosovokrieg. „Was soll man denn sonst machen, um den Irren Milosevic zu stoppen?“. Ja, in der Tat!
    Auch das hochseriöse BVG brauchte für seine Eilentscheidung, daß der Krieg okay ist, nicht länger als ein Fußballspiel dauert.
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    Und die GRÜNEN waren auch dabei.
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    Liebe Provinzbürger, Euren Pazifismus kenn‘ ich schon.

  27. HansMeier555, "gengan Griag"...
    HansMeier555, „gengan Griag“ sein hat ja nicht zwingend etwas mit Pazifismus zu tun. Man ist halt nicht in der Lage, nach 8 Jahren zu erklären, was das alles noch bringen soll.
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    Osbert, gern geschehen. Es ist ja nicht so, dass es keinen Unwillen gibt, und das Grummeln war auch vernehmlich, aber so eine Trauerfeier hat eben auch den „Vorteil“, dass man kriegsministern und sich gleichzeitig hinter Toten verstecken kann, und niemand möchte in der Lage den Angehörigen noch mehr Leid zufügen. Mutig wäre dieser Herr, wenn er es auf dem Wochenmarkt sagen würde, wo man ihm antworten könnte.

  28. Guter Artikel, der auch...
    Guter Artikel, der auch hierher passt (und so oder so ähnlich auch in die gedruckte Ausgabe gehört).
    Außerdem kann ich auch Osbert zustimmen, der das Schweigen der Medien zum Thema bedenklich findet. Wo ist die große, ausgewogene Diskussion über das Für und Wider dieses Krieges in den Medien (außerhalb der Linken, die ich aus verschiedenen Gründen leider nicht ganz ernst nehmen kann)? Und ab welchem Punkt wiegen die Bedenken der Bevölkerung schwerer als die zu erwartende Enttäuschung der Bündnispartner? Was hieße ein früherer oder auch eine späterer Rückzug für die Rolle Deutschlands in der Welt?
    Stattdessen gibt es die offizielle Betroffenheitskultur, und – wie oben auch schon erwähnt – irgendwann eine Gewöhnung, so dass die Titelseiten wieder für andere Themen frei werden.

  29. Don Aphonso, da muß man sich...
    Don Aphonso, da muß man sich schon die Mühe machen, und ein Schrittchen weitergehen, um zu erkennen, daß Tradition und Fernsehtauglichkeit die Mittel zum Zweck sind.
    Ich nenne zwei, die das wussten: Adolf und Benito.

  30. Rosinante, das lässt sich mit...
    Rosinante, das lässt sich mit der freiheitlich denmokratischen Grundordnung, die am Hindukusch verteidigt wird, nicht in Einklang bringen.
    Hansmeier5555. „süss scheint der Krieg den Unwissenden“, sagte dereinst – und vergeblich – Erasmus.

  31. Latidundius, im Print war kein...
    Latidundius, im Print war kein Platz dafür, Montag, heisst es, ist es immer sehr voll. Dafür kann man hier ja zumindest die Diskussion selbst vorantreiben, und ich mag Online irgendwie lieber.
    .
    Geppetto, da gibt es durchaus unterschiedliche Herangehensweisen. Mit und ohne Särge. Bush hatte ja einiges dagegen, mit Toten abgelichtet zu werden. In Deutschland könnte ein Minister in solchen Fällen dagegen einpacken, wenn er nicht selbst erschiene – solange es bei den jetzigen Opferzahlen bleibt.

  32. @ HansMeier555

    Es ist der...
    @ HansMeier555
    Es ist der Pazifismus, der die Frage des Krieges löst, indem es sie aus seinem Denken verbannt. Insofern ist es nicht das Schlechteste, dass der Tod auch einmal wieder in Deutschland vorbeischaut. Alternativ wäre er wohl in eine Stadt im Mittleren Westen der USA gekommen, in der derartiges kaum noch Aufregung erzeugt.

  33. Öffentliche Leichenschau,...
    Öffentliche Leichenschau, welch ein Graus. Ich, der Gruppe der Wochenmarkt’ler zugehörig, hätte zu gern den Stecker gezogen. Ihr Beitrag, 1A.

  34. Danke....
    Danke.

  35. Lieber Don,
    danke für dieses...

    Lieber Don,
    danke für dieses schöne Stück Reportage!
    Die mediale Inszenierung wird natürlich nachlassen, wenn die Zahl der Toten steigt. Ich war Anfang März in den USA und als ich in Philadelphia landete, sah ich in der Nähe des Ausgang ein kleines Häuflein Männer und Frauen mit einer amerikanischen Flagge. Ein Sarg wurde herbeigerollt und die Männer salutierten. Auf Nachfrage stellte sich heraus, das es sich um einen Soldaten handelte, der in Afgahnistan gefallen war. Ich wollte die Menschen nicht stören und habe nicht weiter nachgefragt. Von Presse oder Politikern war aber weit und breit nichts zu sehen, das war alles sehr privat.
    Ich bin – das muss ich bei diesem Thema vorausschicken – kein Pazifist und habe prinzipiell nichts dagegen, die Demokratie auch militärisch zu verteidigen. Mir ist klar, dass so etwas nicht ohne Tote abgeht, aber wenn man schon Leute in den Tod schickt, dann sollte er zumindest einen Sinn haben. Den Angriff auf die Al-Kaida-Lager nach dem 11. September fand ich noch gerechtfertigt.
    Ich frage mich aber schon seit geraumer Zeit, wen oder was das Bündnis eigentlich inzwischen in Afghanistan verteidigt und worin das Ziel besteht. Der fundamentalistische Terror wurde jedenfalls nicht beendet (oder auch nur unter Kontrolle gebracht) und Karzai an der Macht zu halten, scheint auch nicht gerade den demokratischen Wandel zu befördern.
    Geht es etwa bloss noch darum, die Illusion aufrecht zu erhalten, man tue etwas? Gegen den Terror und für Demokratie? Ist das nur noch Politsymbolik?
    Dann würde ich dorch vorschagen, die Soldaten auf hiesigen Altären zu opfern, anstatt sie erst ins Ausland zu fliegen. Der magische Effekt wäre derselbe und es käme billiger.

  36. @HansMeier555 10:42 und D.A....
    @HansMeier555 10:42 und D.A. 11:00 Uhr:
    Ist der Verwaltungsbeamte die Tod 2.0 Aktualisierung zu Paul Celan? (Sie und ich wissen welche Zeile ich meine)

  37. ""gengan Griag" sein hat ja...
    „“gengan Griag“ sein hat ja nicht zwingend etwas mit Pazifismus zu tun.“
    .
    Das haben Sie, lieber Don, allerdings schön auf den Punkt gebracht.
    .
    Ich z.B. hab was gegen Hochleistungssport.

  38. HansMeier555, aber genau daran...
    HansMeier555, aber genau daran arbeitet man ja: Dass die Leute den Krieg bittschön wieder verstehen.
    .
    prince Matecki, in meinen Augen ist er die letzte ausgleichende Gerechtigkeit.

  39. "Es ist der Pazifismus, der...
    „Es ist der Pazifismus, der die Frage des Krieges löst, indem es sie aus seinem Denken verbannt.“
    .
    Lieber Ernst Wilhelm, m.E. trifft genau das GEgenteil zu: Pazifisten denken immerzu an den Krieg und seine Folgen.
    Die ihn aus ihrem Denken verbannen sind diejenigen, die unverdrossen CDU/SPD/FDP/GRÜN wählen.

  40. Trias, danke, wenn es keiner...
    Trias, danke, wenn es keiner tut, muss man es eben selber machen.
    .
    JorgeLoma, ich weiss es nicht. Was man will. ich glaube, das Dümmste, was man tun kann, ist nichts sagen.

  41. Lieber Prince...
    Lieber Prince Matiecki,
    .
    Nicht Meister, sondern Weltmeister.
    .
    Und es ist genau wie beim Fußball: Es gibt keine schwachen Gegner mehr in der Endrunde.

  42. Ein Reserveoffizier, bitte,...
    Ein Reserveoffizier, bitte, gern geschehen.
    .
    Observator, Pazifist bin ich auch nicht, aber man muss schon sehen, dass die Dinge, die bei der Abstimmung über den Einsatz genannt wurden, schon seitg Jahren obsolet sind. Der ganze Krieg ist ein einziges Elend, und wenn man die verzweifelte Suche nach Gründen zu seiner Fortführung sieht, würde man gerne nochmal die Frage nach der Legitimierung stellen. Zu sagen „über jeden Zweifel erhaben“ reicht jedenfalls nicht aus.

  43. Ingolstaedter Geisterfahrer,...
    Ingolstaedter Geisterfahrer, und das ist nur die Version für die FAZ. In der heimatversion kämen Begriffe wie dawuzln, om Hois bagga und a so ane drum fodsn vor, alles live auf dem Wochenmarkt gehört.
    .
    Jochen Hoff, ich habe hier auch anderes gelesen, das stimmt. Und manches, was nicht in den Duktus der Kriegsbefürwortung passt, taucht hier einfach nicht auf. Aber, wie man sieht, man kann es durchaus schreiben. Und darüber nachdenken.

  44. Kopfgeburt, der von mir sehr...
    Kopfgeburt, der von mir sehr verehrte Bewegungsphilosoph Jeremy Clarkson sprach von „car-hating switzerland“. Aber ich habe vor, über abgelegene Bergpässe zu preschen, zu irgendwas muss das land ja nach dem Ende der Steuerhinterziehung ja noch gut sein.
    .
    Die Politik ist in einer wirklich unschönen Lage, und das weiss sie auch. Sie hat keine Alternativen, und es ist offensichtlich schwerer, dem amerikanischen Präsidenten ein Nei zu sagen, als solche Termine zu besuchen. Ausserdem ist es mal wieder was anderes als die Unwahrheiten rund um Kundus.
    .
    Jean-Luc, danke, ich bin ja auch nicht gegen jeden Krieg, aber hier muss man wirklich zweierlei sehen:
    1. ist das noch so, wie es mal geplant war?
    2. Ist es legitim, die Andacht für die Toten zu benutzen, Kritik und Zweifel einfach wegzuwischen, und sich breit zitieren zu lassen?
    .
    Und das ist es, was so stört. Dieser Mangel an Zweifel an den Särgen. Hauptsache, man kommt politisch durch. Das und der Krieg in Afghanistan gehört zusammen, ist aber nicht das gleiche.

  45. @Don
    Wie war es denn geplant?...

    @Don
    Wie war es denn geplant?

  46. schoepka, Anfragen dazu bitte...
    schoepka, Anfragen dazu bitte an die FAZ, ich persönlich habe da aus einigen, hier nicht zur Debatte stehenden Gründen gewisse Vorbehalte. Es würde das Blog sprengen, und meine Lust, mich ausserhalb dieses Blogs in andere Strukturen und die Folgen daraus einzupassen – allein die Nichtkommentarfunktion der normalen FAZ-Beiträge! e-paper! – , ist angesichts meiner Vermögensverhältnisse eher begrenzt. ich mache das hier, weil es mir Spass macht.
    .
    Reiterjunge, die Soldaten trifft dort keine Schuld, das Ganze wurde frühzeitig von ganz anderen in den Sand gesetzt, auf die man jetzt bitte nicht zurückschauen soll – und alle waren sie dabei. Mutig genug, andere in den Tod zu schicken, aber für die debatte um das, was daraus wurde, reicht es bei ihnen nicht. Die einen – Fischer, Schröder – sind in rente, die anderen haben keinen Zweifel. Na denn. Kann man ja weitermachen.

  47. wazzerpfärdt, Uhland, weil...
    wazzerpfärdt, Uhland, weil man Ereignisse mit Traditionen am leichtesten einsortieren kann. Das hilft natürlich keinem, aber es gibt eine schöne Textzeile bei der Berichterstattung. Und „In Zaire“ ist kein deutsches Liedgut.
    .
    Kommentator, nun, die weltpolitsche Lage, man möchte in der Region ja auch weiterhin mitreden, und hat so (mehr oder weniger) den Iran in der Zange.

  48. während in ostdeutschland...
    während in ostdeutschland flächendeckend schulen geschlossen werden und der weg zur schule mittlerweile stundenlange fahrten durch entvölkerte ortschaften vorbei an ehemals vor leben berstenden und heute gähnend leeren schulgebäuden bedeutet, lassen deutsche soldaten – von denen 50% ostgermanen sind, bei einem bevölkerungsverhältnis von 15 (ost) zu 67 mio. (west) – ihr leben in afghanistan, damit afghanische mädchen ungehindert zur schule gehen können.
    auch die stammes- und korruptionskultur in afghanistan ähnelt der ostdeutschlands, wo der stammesälteste für viele halt feuerwehrhauptmann oder landrat heißt. mancher mag einwenden, daß der lebensstandard in ostdeutschland höher ist als der afghanische, aber realistisch betrachtet entspricht dieser lebensstandard lediglich dem existenzminimum einer industriegesellschaft und sein wert ist hinreichend an seinem herstellungsort in ostasien ablesbar. es spricht eher für die afghanen, sich nicht von dessen fadem glanz korrumpieren zu lassen und sich gegen die zwangsweise steigerung des lebensstandards zu wehren. die taliban scheinen jedenfalls nicht ganz so doof zu sein, wenn sie zivilisatorische errungenschaften wie funktelefone ablehnen, durch die sie jederzeit zu orten wären.
    der einzige – jedoch gravierendste und ökonomisch nicht nachvollziehbare – unterschied besteht darin, daß den ostgermanen nicht erlaubt wird, ihren lebensunterhalt durch opiumanbau zu bestreiten. stattdessen bauen die söhne von ehemaligen anhängern der ’schwerter-zu-pflugscharen‘-bewegung brunnen zur bewässerung der mohnfelder und es werden lange transportwege in kauf genommen, während der deutsche osten über fruchtbare ackerflächen sowie kurze, mit steuergeldern gut ausgebaute wege zum endverbraucher verfügt.
    die ständige, allerdings nur punktuelle gefahr durch terroristen aus dieser fernen gebirgslandschaft kann nicht größer und existenzbedrohender sein als die sich seuchenartig ausbreitende, alles überflutende diktatur der dumpfheit in diesem land.
    warum also in die ferne schweifen, wenn doch die geistige freiheit und beweglichkeit deutschlands zuhause verteidigt werden müßte gegen dieses ständige anbranden ministeriell vor- und von medien verbreiteter phrasen und parolen, deren inszenierungsqualität deutlich über der der staatsmedien in der ehemaligen ddr liegt, genauso wie deren unausweichlichkeit, wiederholungsrate und realitätsferne.

  49. <p>So sieht übrigens das...
    So sieht übrigens das Schnellfahren jenseits der Autobahn aus
    .


    .
    (Sie wollen gar nicht wissen, wie man vor der nicht einsehbaren Kurve auf einem Pass beim Überholen solche Bilder macht)

  50. Die 'Sinnlosigkeit' des...
    Die ‚Sinnlosigkeit‘ des Afghanistaneinsatzes ist direkte Folge der ‚Sinnlosigkeit‘ des Mandats, bzw. der ‚Sinnlosigkeit‘ der Deutschen Außenpolitik. Man kann in Afghanistan mehrere Sachen machen wollen, als Deutschland mal gesprochen. Jede dieser Unternehmungsziele muß dann anders verfolgt werden. Wenn man da Demokratie will, muß man erstmal Staatlichkeit schaffen. Also ein Gewaltmonopol errichten, und es dann (irgend)jemand Gewähltem in die Hand geben, ganz einfach ausgedrückt. Aber niemand, niemand, ich wiederhole niemand schultert diese „white men´s burden“. Das hieße nämlich: Besatzung mit Hundertausenden (500 000 insgesamt durch die NATO; Minimum), Entwaffnung. Will Deutschland scheinbar nicht. Und auch sonst keiner so richtig.
    Andere Ziele mag man mit geringerem Personalansatz erreichen können. Aber über diese Ziele wird nicht geredet. Stattdessen wählt man Mittel und Methoden für irgendwas Nachgeordnetes („Ausbildung & Assassinen“), was keiner genau weiß, was es sein soll, proklamiert aber das Große zu wollen. Aus diesem Misverhältnis beruht eine reale ‚Sinnlosigkeit‘, die auch die Soldaten spüren; manche daran kaputtgehen. Und sie ist ein Rieseneinfallstor für Vulgarkritik an Militärischem an und für sich aus verschiedensten Richtungen.
    Die Frage ist ja nicht: „Was sollen unsere Jungs denn in Afghanistan?“, sondern „Was sollen so wenige unserer Jungs in Afghanistan denn ausrichten?“.

  51. @Don Carlos
    Das ist wirklich...

    @Don Carlos
    Das ist wirklich eine entzückende Idee. Mit genügend Opium für’s Volk aus eigenem, biologisch kontrolliertem Anbau brauchen wir dann natürlich auch den übrigen Medienrummel nicht mehr. Und wer weiss, vielleicht entsteht dank Laudanum-Ost sogar eine neue Blüte der dekadenten Poesie.

  52. Don, danke für diesen...
    Don, danke für diesen Beitrag. Ihren Nachsatz: „Das ist es, was so stört. Dieser Mangel an Zweifel an den Särgen.“ würde ich gern mal in einer Tageszeitung als Überschrift lesen. Oder in einem Fernsehkommentar hören. Am liebsten kurz nachdem der kleine Freiherr mit belegter Stimme verkündet hat: Tscha Kinners, daran werdet ihr euch jetzt wohl gewöhnen müssen.
    .
    Allerdings glaube ich ganz und gar nicht, dass die Leute den Krieg „wieder verstehen“ lernen sollen. Warum sollte das jemand in Berlin wollen?

  53. @ Gepetto
    Stimmt ! Und es...

    @ Gepetto
    Stimmt ! Und es bräuchte wieder Profis anstelle der Diletanten,
    ist die Riefenstahl schon Tot ?

  54. Könnte man in Niedersachsen,...
    Könnte man in Niedersachsen, wo bald die Kreuze in den Schulen verboten werden, den freiwerdenden Platz nicht für ein schön gerahmtes Bild von Che Guevara (wahlweise Rosa Luxenburg) und ein zweites von Groucho Marx (wahlweise Jeanne d’Arc) nutzen?

  55. @ Gepetto
    Stimmt ! Und es...

    @ Gepetto
    Stimmt ! Und es bräuchte wieder Profis anstelle der Diletanten,
    ist die Riefenstahl schon Tot ?

  56. @Observator
    wir sind doch in...

    @Observator
    wir sind doch in diesem forum die avantgarde dafür, oder!?

  57. Ich würde André Heller...
    Ich würde André Heller beauftragen.

  58. @ Gepetto
    Stimmt ! Und es...

    @ Gepetto
    Stimmt ! Und es bräuchte wieder Profis anstelle der Diletanten,
    ist die Riefenstahl schon Tot ?

  59. Früher, da wusste ein jeder...
    Früher, da wusste ein jeder Fürst noch wofür es galt in den Krieg zu ziehen.
    Entweder standen materieller Gewinn an oder immaterieller, aber dafür ging eben geistliche Güter auf.
    Heute wird ein Szenario entwickelt, dass Gefahr suggeriert und von weltfernen
    Politikern beschlossen, wegen eines Gruppenzwanges (Nato), den eigentlich keiner aus der herrschenden Abteilung der Politik überschaut und nicht begreift.
    Der Einsatz nicht nur der Bundeswehr in Afghanistan, dient dem Machterhalt eines jeden Politikers, um nicht in die Mühlen der Nato oder EU zu kommen.
    Als wenn der noch überwiegend im geistigen Mittelalter lebenden Bevölkerung auf einmal ein Schub an zivilisatorischem Fortschritt gelingen könnte und selbst wenn, in Zeiten der Globaliserung, sich die Afghanen ein wenig weltoffenere
    entwicklen können, so wird weder die Bundeswehr noch eine andere Natoeinheit, die Terroreinheiten von ihrer Idiologie abbringen können.
    Wenn die Bundeswehr aus Berufssoldaten bestünde und die Verteidigung
    des Vaterlandes als Berufswahl vorgenommen würde, so wäre dies ggfs.
    ein Job mit hohem Risiko, wie so manch anderer mit hoher Gefahrenzulage.
    Aber wozu alles in der Welt, ein vermeintliches Attentat mit immensem Aufwand
    verhindern wollen, was durch bessere Kontrollen im eigenen Land, weniger
    menschliches Leid mit sich bringen würde und kostengünstiger wäre.
    Dass die aktuelle Politik die Suppe auslöffeln muss und nichts dafür kann,
    wenn der mediale Fernsehzirkus auf den nationalistischen Zug, wie die Amerikaner vor vielen Jahren, aufspringt, ist leider nicht zu verhindern. Aber eine
    gewisse Verantwortung haben sie halt, denn, wenn man wirklich einmal
    die zivilisatorische Entwicklung von Afghanistan zugrunde legt, so ist mit
    solch infamen Reaktionen stets zu rechnen.
    Aber dem deutschen kribbelt es doch spätestens seit Karl May immer wieder
    in die Ferne zu schweifen und jetzt gibt es eben pur und live „Durch wilde
    Kurdistan“…, doch das Gute liegt so nah und die Friedensbewegung hat
    nicht den Krieg im Kopf (Hans Meier555), und mag den Wettkampf nur bedingt,
    sondern im Kopf sind die Alternativen, deren Ihre leider doch sehr begrenzt sind.

  60. @ Hans
    Ich habe die...

    @ Hans
    Ich habe die Geländespiele überlebt in den 80, das hält mich nicht davon ab allen in Frage kommenden Kindern in meinem Umfeld nahezulegen nicht in den „Sportverein“ einzutreten

  61. @ HansMeier555
    Ich habe die...

    @ HansMeier555
    Ich habe die Geländespiele in den 80ern überlebt, kann aber nicht verhelen das ich allen in Frage kommenden Söhnen in meinem Umfeld, nahegelegt habe, nicht in den „Sportverein“ ein zu treten.

  62. Don Carlos, nachdem das...
    Don Carlos, nachdem das Drogengeld während der Finanzkrise schon einige Banken vor dem totalen Kollaps bewahrt haben soll…
    Ja, es klingt geradezu zwingend logisch, was Sie da vorschlagen.

  63. @ auxtroisglobes
    Da haben Sie...

    @ auxtroisglobes
    Da haben Sie den Finger in die Wunde gelegt: das ist genau die Frage, die zu beantworten in puncto Afghanistan seit Jahren vermieden wird. Ich glaube aber nicht, dass es mit mehr Soldaten gelänge, dort ein Staatswesen nach westlichem Vorbild aufzubauen. In Afghanistan sind schon ganz andere Leute mit vergleichweise weniger hehren Zielen gescheitert. Das dürfte der unausgesprochende Grund dafür sein, warum sich keine der westlichen Mächte in Afghanistan massiv engagieren will.
    Ich denke auch nicht – Kipling hin oder her – dass wir verpflichtet sind, überall auf der Welt mit Waffengewalt die Demokratie einzuführen (die unsere zu verteidigen ist etwas Anderes).
    Aber das geben die higher echelons auf beiden Seiten des Atlantiks nicht zu. Stattdessen sitzen sie die Entscheidung aus und verheizen derweil lieber Menschen in einer Zivilisationsaufbau-Simulation.
    @Don Carlos:
    Tja, nur an die Opiumtinktur ist so schwer zu kommen …

  64. André Heller ist wirklich...
    André Heller ist wirklich eine prima Idee. Und was, wenn Elfriede Jelinek assistieren würde?

  65. Apropos Heller -und weil Sie...
    Apropos Heller -und weil Sie ein Parteigänger des Viertel vor Zwölften sind- wären als Arbeitsgrundlagen auch zwei Karten von Lummerland und Entenhausen denkbar.

  66. Was so ein Komma doch...
    Was so ein Komma doch ausmacht…
    Die in jedem Presseauszug überlieferte Fassung:
    Thomas Broer, Jörn Radloff, Marius Josef und Josef Kronawitter starben nicht allein für eine zerstörte Hoffnung, sondern für die Gewissheit, ihre und unsere Freiheit, das Leben unserer geborenen wie ungeborenen Kinder, unserer Familien zu schützen. Auch und gerade in Afghanistan.
    Man darf davon ausgehen, dass man hier eine offizielle Redefassung abdruckte.
    Doch auf der Website des Verteidigungsministerium findet sich jetzt folgende Version, mit eingeschobenem Komma:
    „Thomas Broer, Jörn Radloff, Marius Dubnicki und Josef Kronawitter starben nicht allein, für eine zerstörte Hoffnung, sondern für die Gewissheit, ihre und unsere Freiheit, das Leben unserer geborenen wie ungeborenen Kinder, unserer Familien zu schützen. Auch und gerade in Afghanistan.“
    http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/de/service/redenundinterviews/redendesministers?yw_contentURL=/C1256F1200608B1B/W284TG6L955INFODE/content.jsp
    Nur ein Komma? Wer die Rede gehört hat, weiß, dass da kein Komma war.
    Im ersten Fall ist „allein“ nämlich ein Synonym für „nur“, im zweiten aber für „einsam“. Das Komma verändert den Sinn der Aussage komplett.

  67. Werter Don, ein einfühlsamer...
    Werter Don, ein einfühlsamer Beitrag – danke.
    .
    Mich entsetzt und empört der Satz der Trauerrede: „Und mit politischer Verantwortung hat man Sie, verehrte Angehörige, auch um Verzeihung zu bitten“ – der Herr „von und zu“ sagt nicht etwa „ich bitte Sie um Verzeihung“! Mir wird übel.
    .
    Gruß Hanskarl

  68. Krieg ist Sport
    .
    Was ist...

    Krieg ist Sport
    .
    Was ist daran so schwer zu begreifen?
    .
    Der Erdball ist rund
    Dabei sein ist alles
    Der nächste Krieg ist immer der gerechteste und notwendigste
    Ein Krieg dauert immer 90 Sekunden (tagesschau)
    Bei Halbzeit werden die Seiten gewechselt
    Nach dem Krieg ist vor dem Krieg
    Die Amateure werden von der Bundeswehr bezahlt

  69. Lieber Don: Autorasen, das...
    Lieber Don: Autorasen, das klingt für mich – neben dem Rausch des Vergessens und Entfliehens – ein wenig nach Todessehnsucht und Selbstzerstörung…. Da hoffe ich doch sehr, dieser Teil möge fiktiv sein…..
    .
    Aber wenn es denn unbedingt sein muss: Um diese Jahreszeit ist es dann wohl der Ofen- und Berninapass und/oder der Maloja (gute Auswahl, gehören meiner Ansicht nach zu den schönsten schweizer Pässen).

  70. Wenn ich einen Sohn hätte,...
    Wenn ich einen Sohn hätte, würde ich alles tun, damit er nicht in die Grüne Firma eintritt. Mütterliche Friedenserziehung, wenn es sowas gibt.
    .
    Ich bin schon der Meinung von K. T. , dass alle Soldaten Mörder (1) sind, und eben entsprechend auch gemordet werden können (2). Nicht nur wegen des Grundes Nr. 2 sollte daher ein junger Mann das nicht wollen, sondern vor alem wegen Grund Nr. 1.
    .
    „Gutti“ & Regierung sind wegen ihrer Wortakrobatik fast schon zu bewundern.^^ (herumätz). Wenn es nicht so gräuslich wäre. (Vielen Dank an dieser Stelle an @ Avantgarde, der/dem das verräterische Un-Komma aufgefallen ist.)

  71. Verehrter Don Alfonso,
    Der...

    Verehrter Don Alfonso,
    Der Beitrag passt gerade hierher ! Ich bedanke mich dafür, daß Sie Ihn geschrieben haben.
    Die Anzahl jener Mitbürger, deren Nummern am Ende abgebrochen und zu den Akten gelegt werden, soll hochwahrscheinlich zunehmen. So wurde uns aus gegebenem Anlaß aus dem behufenen Mund einer Instanz mit höherer Nummer mitgeteilt. Die führenden Nummern in unserem Gemeinwesen geben in dieser Angelegenheit ein hervorragendes Beispiel für ein wesentliches Herrschaftsprinzip: -DOPPELMORAL-
    Unklarer Auftrag, unklare Legitimation, unklarer Rückhalt für die Truppe, stramme Haltung der führenden Nummern: offen und unverbindlich nach allen Seiten hin. Wohlwissend, daß Deutschland nicht am Hindukusch verteidigt wird sind sie auf Besitzstandswahrung aus – gerade so wie sie es von Kindesbeinen an von Ihren Eltern in den Westvierteln gelernt haben.
    Ich fühle mit den Betroffenen vor Ort am Hindukusch und ihren Angehörigen und wünsche den Nummernträgern aller beteiligten Seiten, daß Sie die zweite Hälfte ihrer Marke behalten und heil aus dem Schlamassel herausrauskommen. Aus eben diesem Interesse habe ich meine Marke schon vor langer Zeit abgegeben.

  72. @ Don Carlos, gute Idee, aber...
    @ Don Carlos, gute Idee, aber bitte mit Hanf. Den kann man dann auch zivil nutzen für Fasern, Stoffe und Klamotten. Ist DIE Nutzpflanze der Zukunft. Wächst Mohn überhaupt bei uns in D? Auf diese Weise könnte man auch die Bekleidungsindustrie in die Ostzone zurückholen und das Dummchen ohne Genetiv könnte abzwitschern.
    Es fehlt noch das Heinsohn-Argument. Unsere Ostbrüder (zeitweise niedrigste Kinderzahl der Welt nach dem Anschluß, daher leere Schulen heute) sind einzige Söhne, daher nicht opferbereit. Der Taliban dagegen hat genug Brüder, an deren Stelle der das Opiumfeld erben will. Folge: Youthbulge, Dezimierung, Darwinismus. Frauen und Ostdeutsche stören da nur.
    Ihren Beitrag, Don A., goutiere ich wie fast immer. Aber man fragt sich ja doch, wer denn die F.D.P. gewählt und wer den Krieg da unten angefangen hat. Hinterher wills keiner gewesen sein. Übrigens ist das Sterberisiko in A. mathematisch nicht höher als auf einer ostdeutschen Chaussee. Die Rente ist aber höher als für einen gestrandeten McPommie ohne Schulabschluss. Immerhin. Im Erlebensfall.

  73. Erst vor kurzem hatten wir...
    Erst vor kurzem hatten wir doch schon mal so ein solemnes Staatsbegräbnis.
    .
    „Er hat gehalten. Der Zug nicht.“

  74. HansMeier, wie gemein. Aber...
    HansMeier, wie gemein. Aber eben auch wahr: Der Einsatz in Afghanistan hat durchaus etwas Selbstmörderisches.

  75. @ driver

    so man dem...
    @ driver
    so man dem wikiartikel glauben kann, wurde „drüben“ sogar bis zur Wende fleißigst angebaut.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schlafmohn
    Die BA könnte ja mal ein paar Exilafghanen einstellen, die dann Kurse zum Kapselritzen anbieten. Eventuell ist das aber schon nicht mehr nötig. die In der Truppe etwas überrepräsentierten Zonis bringen das Wissen um Anbau und Verarbeitung vlt direkt mit und können nach DZE gleich loslegen.
    .
    Als erfreulicher Nebeneffekt, würde auch die deutsche Chemieindustrie unterstützt. Es wäre ja Blödsinn, die Verarbeitung von Opium zu Heroin und damit den interessanteren Teil der Wertschöpfungskette, ins Ausland zu verlagern.
    .
    Dank der Stabilisierungspolitik unserer tapferen Recken, konnten die Afghanen auf diesem Gebiet ja ebenfalls massiv Fortschritte erreichen.
    .
    Mit der Rückkehr der Taliban würde der Opiumanbau dort auch deutlich zurückgehen und wir könnten endlich auch auf diesem Gebiet den Exportweltmeistertitel errringen.
    .
    Blühende Landschaften hatter doch versprochen, der dicke Pfälzer, wenn ich mir recht erinnere. soll er bekommen …

  76. Das alles zeigt auch, über...
    Das alles zeigt auch, über wie viel Macht die etablierten Parteien verfügen. Außerhalb ihrer Strukturen scheint so etwas wie demokratische Willensbildung in Deutschland nicht möglich zu sein.
    Und die Parteien wiederum sind feudale Gefolgschaftsklumpen, in denen wiederum eine Handvoll Paten auskungelt, was geht und was nicht.
    Auch die Grünen halten still, wenn Fischer starke Hand es will.

  77. Don,

    wenn Sie als bekennender...
    Don,
    wenn Sie als bekennender Langsamfahrer auf Autobahnen sich erst einmal einbremsen mussten, dann hat Sie das bewegt.
    Ihr Blogpost hat mich auch bewegt, mehr als alles andere um diese Thema herum.
    Danke!

  78. @HansMeier555: Hört sich an,...
    @HansMeier555: Hört sich an, als wünschten Sie dringenst eine außerparlamentarische Opposition, die möglichst von diesem Blog ausgehen soll. Dieses Mal rettet die Intelligentia nicht unsere Unterschicht, sondern unsere Söldner. -Ich fürchte nur, die Solidarität der zu Rettenden erhalten wir wieder nicht.
    Ich stelle mir gerne vor eine Armee, die entschieden der Auffassung ist, daß sie diesen oder jenen Kriegsauftrag nicht für gerecht hält und daher ablehnt. Aber Träumen kann man, die Unbedingtheit eines Befehls wird als essentieller Wert unverändert hochgehalten. Und wir hier sind nicht in der Lage, eine Mehrheit gegen diesen Krieg im Bundestag zu organisieren. Stattdessen träumen wir vom Mohnanbau in den Neuen Ländern. Und sehen uns selbst als romantische Konsumenten des Laudanums. – Ist das die neue Außerparlamentarische Opposition? Schlage als Schlachtruf vor:“Nicht schon wieder Krieg!“

  79. @ driver
    'Wächst Mohn...

    @ driver
    ‚Wächst Mohn überhaupt bei uns in D?’… – soweit ist es nun schon gekommen in deutschland. vielleicht sollte die bundeswehr hier mal dafür kämpfen, daß deutsche einen ordentlichen schulabschluß machen dürfen. immerhin wird an ostdeutschen schulen deutsch gesprochen. schon von daher wundert mich die auseinandersetzung mit den taliban – muslimisch geprägte westgermanen peitschen für einen krieg gegen ihre muslimischen brüder und schwestern in afghanistan ein. soweit es überhaupt noch westgermanen gibt. die höhere geburtenrate wird auch nur mit hilfe von gastarbeitern erreicht. quo vadis, germania?

    @derherrvorstadtprolet
    ‚Die BA könnte ja mal ein paar Exilafghanen einstellen, die dann Kurse zum Kapselritzen anbieten.‘ – früher hat man in deutschland für sowas mal maschinen erfunden. aber mit einem bildungssystem, das die erlangung der hochschulreife sogar mit zwei fünfen auf dem abschlußzeugnis ermöglicht, langt’s halt nicht zu mehr als zum kapselritzen von hand oder zu freiwilligem wehrdienst mit verwendung im bundesland kunduz.

  80. Lieber Don, erhalten wir einen...
    Lieber Don, erhalten wir einen Zwischenbericht vonm „Concorso d’Eleganza Villa d’Este“ am Comer See zur Auflockerung der Stimmung? – Der Blog läuft Gefahr,
    radikale Züge anzunehmen.

  81. Naja, auf einer Trauerfeier...
    Naja, auf einer Trauerfeier mehr Zweifel anzubringen als daß man den Angehörigen geschadet hat, fände ich nicht situationsadäquat, eher eine Unverschämtheit gegenüber den Angehörigen. Der Zweifel ist sowieso allenthalben da, denn einem verelendeten, seit 30 Jahren im Bürgerkrieg zerstrittenen Bergvolk Staatlichkeit beibringen zu wollen, ist ein arg schwieriges Unterfangen. McChrystal meint, wenn man ganz nahe an die Leute herangeht, könnte das gehen. Versuchen wird mans, hoffentlich wirkt das endlich…

  82. Danke. Auch im Namen meiner...
    Danke. Auch im Namen meiner Kameraden.

  83. Bitte. Es war mir ein...
    Bitte. Es war mir ein Bedürfnis. Alles Gute.

  84. Don,
    wir werden uns daran...

    Don,
    wir werden uns daran gewöhnen müssen. Und, wie es so oft geschieht, wir werden uns daran gewöhnen. Irgendwann kommen keine Übertragungswagen mehr, und auch die Kanzlerin wird sich dann nicht mehr blicken lassen. Es wird Alltag sein, so wie der Wochenmarkt…

  85. @ specialmarke,...
    @ specialmarke, HansMeier555
    wer sich in der kindheit von ‚authoritäten‘ wie lehrern oder geistlichen sexuell belästigen/nötigen/mißbrauchen lassen muß, wird auch als erwachsener kaum widerstand gegen anordnungen jeglicher form von obrigkeit leisten. auch würde Ihnen jeder politiker entgegenhalten, daß in unserer hehren wehr nicht jeder befehl unbedingt auszuführen sei, denn es werde ja schließlich zwischen rechtmäßgen und verbindlichen, rechtswidrigen und verbindlichen, rechtmäßigen und unverbindlichen sowie rechtswidrigen und unverbindlichen befehlen unterschieden. zwar sind die juristischen feinheiten dieser differenzierungsmöglichkeiten nicht für jeden absolventen einer deutschen hauptschule mit überproportionalem migrantenanteil sofort nachvollziehbar, aber im notfall kann das rechtssystem in jahrelangen prozessen nachholen, was das bildungssystem nicht vollbracht hat. opposition, demokratische willensbildung, mehrheiten, organisieren… wo denken Sie den hin!?

  86. Vieleicht sollten wir...
    Vieleicht sollten wir anstandshalber dieses Jahr die Fussball WM ausfallen lassen. Dann würden sicherlich bald wieder alle deutschen Soldaten im Heimatland sein.
    P.S. Auch ich danke für diesen Beitrag

  87. Werter Don,
    ich lese ihren...

    Werter Don,
    ich lese ihren Blog oft mit dem größten Vergnügen, heute „mal“ ein erstes Thema. Ich möchte mich den obigen Komentatoren anschließen´und danke sagen, dass einmal jemand nicht iin das refelxhafte „de mortui nil nisi bene“ verfällt, wenn es schließlich nicht um die „mortui“ geht sondern darum, wieso sie starben. Ich möchte anmerken, dass ich die Präsenz der Bundeswehr in Afghanistan befürworte, aber die Umstände, wie diese uns dem Souverän „Volk“ beigebracht wurde und wird, ist in meinen Augen für eine demokratische Regierung untragbar. Es hat zunächst Jahre gedauert, bis die Soldaten und dann auch nur die Gefallenen (ja, Kriegssprache, ich weiß) Aufmerksamkeit von der Bevölkerung bekamen. Doch die Art und Weise, wie diese Aufmerksamkeit ausgenutzt wird von unseren Politikern, um sich ja nicht rechtfertigen zu müssen, wieso Deutsche im fernen Afghanistan sterben mussten, macht mich nicht nur traurig sondern wütend… Einer meiner Cousins dient selbst in Afghanistan und mir bleibt nur zu hoffen, dass er nicht auf diese Art und Weise heimkehrt und ich einem derartigen Spektakel beiwohnen muss, wenn ich ihm, was hoffentlich nicht passiert, die letzt Ehre erweise…
    Lassen Sie uns alle hoffen, dass diese Toten nicht um sonst starben und unsere Medien eine „ausgewogene Berichterstattung“ wiedererlenen…
    Mit freundlichen Grüßen
    ….

  88. Werter Don,
    es hat...

    Werter Don,
    es hat außerordentlichen Wert, solche Beiträge zu lesen, die sich aufrüttelnd laut im Leisen und Nachdenklichen bewegen. Da finde ich es, um auf ihre abschließende Frage zu kommen überhaupt nicht weiter wichtig, dass der Artikel etwas aus der sonstigen Thematik und Stilistik fallen mag – zumal, wenn es einer ihrer vielleicht besten Beiträge ist.

  89. Er hat Kunst geschrieben - und...
    Er hat Kunst geschrieben – und es gerne getan. Denn eigentlich ist er so. Wird ganz sicher irgendwann Mut und Stelle finden, nur noch so zu schreiben. Und ohne Nachsatz. Zum Glück.
    .
    Kleinigkeit, die auffiel: „Menschenmaterial“ kommt nicht gut. Weil falsch. Ist LTI. „Menschen“ hätte gereicht. (Schon „Statisten“ wäre vielen evtl. zu stark gewesen. Menchen sind Menschen. Nie Material. Nie. Bestimmt nicht für uns. Bestimmt nicht für die FAZ.)
    .
    Wir kennen es ja eigentlich alle: „‚LTI‘ – Lingua Tertii Imperii“ http://cgi.ebay.de/LTI-Viktor-Klemperer_W0QQitemZ320510880773QQcmdZViewItemQQptZSach_Fachb%C3%BCcher?hash=item4a9fefec05
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sprache_des_Nationalsozialismus
    .
    http://books.google.de/books?id=UTPi6fejmcYC&pg=PA300&lpg=PA300&dq=zauberberg+fiebernde+Knaben&source=bl&ots=HxE6PJ6P4E&sig=jS7IRePry_-2tXbntoW9kvAeG54&hl=de&ei=CObVS4fuAsyisQbikMwl&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CAoQ6AEwAA#v=onepage&q=zauberberg%20fiebernde%20Knaben&f=false
    .
    http://www.zeit.de/1989/46/Der-Sturm-auf-Langemarck Seite 1 und folgende. “ . . Treu ihrem Soldateneid und gehorsam dem Befehl sind sie den Weg der Pflicht gegangen und haben der deutschen Jugend für alle Zeiten ein leuchtendes Vorbild gegeben… „

  90. Und doch wirkt diese...
    Und doch wirkt diese Westviertelperspektive auf mich sehr beklemmend.
    .
    Da gibt es Leute, die schon lange vor irgendwelchen Auslandseinsätzen gegen die Maschinerie bekämpft, Kasernentore blockiert und öffentliche Gelöbnisse gestört haben. Die keinen echten Krieg mit echten Toten nötig hatten, um zu wissen, worauf der Mummenschanz früher oder später wieder hinauslaufen würde.
    Dafür haben sie Strafverfahren, Spitzelei durch den Verfassungsschutz, Schikanen bei der Einreise in die USA und Schwierigkeiten bei ihrer späteren Karriere riskiert — von der körperlichen Mißhandlung durch deutsche Polizisten mal ganz abgesehen.
    .
    Und jetzt, 2010, raffen sich die Bürgerlein auf und merken, daß sie Krieg eigentlich auch nicht so toll und das Heldengedenken irgendwie geschmacklos finden.
    .
    Kant hatte unrecht, q.e.d.

  91. Ob der Kampf in Afghanistan...
    Ob der Kampf in Afghanistan notwendig ist, darüber kann man streiten. Wenn schon nicht das Volk, dann wenigstens die Volksvertreter sind der Meinung, er sei notwendig.
    .
    Was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde, wieviele direkten Verwandten derjenigen, die dem Einsatz zustimmen sind (a) in der Bundeswehr tätig und (b) gar direkt im Einsatz, sei es in Afghanistan oder sonstwo?
    .
    Würde man eine Quote einführen nach der beispielsweise wehrfähige Nachkömmlinge der Abgeordeneten zum (Kampf-)Einsatz eingezogen, ausgebildet und auch eingesetzt würden, die Abstimmungsergebnisse würden wahrscheinlich anders aussehen – und wenn sich doch eine Mehrheit für einen Einsatz fände, die Truppe wäre wahrscheinlich zumindest besser ausgerüstet …

  92. Was für ein makabrer Tanz, so...
    Was für ein makabrer Tanz, so ein Staatsbegräbnis mit Berichterstattung. D.A. wird wissen, wo danse macabre herkommt, die anderen können es im Stichwort „Totentanz“ bei wikipedia nachlesen. Ist es Hoffnung, wenn wir sagen dass der Tod der große Gleichmacher ist, der Tod auch mit dem Minister tanzt und der Kanzlerin, dem General und dem Oberst?
    Der Christ würde daran auch die Erwartung des Gerichts knüpfen und der Rechtfertigung, eben dass etwas über das Ende hinaus besteht.
    Für den Rest bleiben die Würmer, vielleicht etwas Händel („though worms destroy this body, yet this my eye shall see GOD“, Messiah).
    Gespannt bin ich wie lange unsere Regierung (immerhin 3 unterschiedliche Koalitionen) das noch durchhält, gegen den in Umfragen erklärten Willen der Mehrheit der Bevölkerung.
    Der „gute Kamerad“ ist im Westen ja als Melodie und Lied immer noch emotional präsent, darauf wird Bezug genommen. Im Osten wird der ein oder andere eher die Umdichtung, das „Hans Beimler Lied“ im Ohr haben und sich fragen ob er noch oder wieder im falschen Film ist. Milva sang diese Version vor einigen Jahren in einem Fernsehfilm mit sozialistischer Inbrunst.
    Wie stark das Lied im kollektiven Unbewussten der Deutschen verankert ist wusste noch Zuckmayer als er seine Memoiren betitelte. Nicht zuletzt ist das Lied vom „Guten Kameraden“ das einzige Lied neben der Nationalhymne, bei dem Soldaten in Uniform den militärischen Gruß zu erweisen haben.
    Ansonsten war ich bei meinem letzten Einsatz froh alle Untergebenen gesund und munter wieder nach Hause schicken zu können, bevor ich dann wieder zurück flog. Aber solches Glück ist nicht immer und jedem gegeben.
    Ut deus omnipotens bene vertat!

  93. Das Hauptinteresse des Staates...
    Das Hauptinteresse des Staates ist der Selbsterhalt des Staates. Verlust von Staatsbuergern ist nur eine statistische Groesse. Der zeremonielle Umgang mit diesen Verslusten ist von einer inneren Haltung gepraegt. Also von der Schnittmenge der geistigen, moralischen und ethischen Vefassung seiner Staatsbuerger.
    .
    Die Debatte darueber ist begleitet von C. Jennens „The lord gave the word. Graet was the company of the preachers!“
    Jennens meinte es wirklich so. Aber Handel war ein grosser Ironiker. Man hoere, erkenne die Wahrheit und und denke ueber die Wichtigkeit der eigenen Meinung nach.
    Es wird von der Politik nicht die Wahrheit gesagt. Wir wollen sie nicht wirklich wissen. …company of the preachers!

  94. ...
    http://www.youtube.com/watch?v=NsLILbcYesc
    .
    Na, dann wollen wir doch mal spasseshalber die Wahrheit erfragen. Bei Herrn Struck zum Beispiel. Stellt die Massen vor seine Wohnung und noetigt ihn, zu erklaeren, was er meinte mit seinem dummen Spruch „Die Freiheit Deutschlands wird am Hindukusch verteidigt!“. Na, was wird er uns wohl sagen? „Ihr dummen Wahlschafe, Ihr denkfaulen Idylliker! Ich rede Unsinn, weil ich weiss, das Ihr um des faulen A****es Willen, jeden Mist glaubt, weil ihr morgen noch das letzte friedliche Bier trinken wollt. Weil Ihr Euch barmt um irgendeinen Mist, der keinerlei wirkliche Bedeutung im Leben hat, ausser der Bedeutung fuer Eure kleine, sehr kleine Existenz!“

  95. @don alphonso
    danke, für die...

    @don alphonso
    danke, für die geradlinigen worte.

  96. Hallo Don,

    ein schweres...
    Hallo Don,
    ein schweres Thema. Wir sind im Krieg, ganz sicher sogar. Ich denke dabei nicht an das Horn von Afrika oder Afghanistan, nein wir sind mitten in einem Wirtschaftskrieg.
    Am Ende jeder Epoche gibt es Umwälzungen, das Ende der anglikanischen Epoche scheint eine wirtschaftliche und eine militärische Komponente zu haben.
    Die USA stehen mehr oder weniger direkt vor dem Zusammenbruch. Halt gibt nur noch die schiere Masse und die Dreistigkeit des Vorgehens. Großbritanien hat schon fertig.
    Man redet nicht gerne darüber, aber ohne ständige massive Hilfe wäre das Königreich nicht einmal dazu in der Lage, neue Kredite für die auflaufenden Zinsen zu bekommen.
    Die Soldaten sind der deutsche Fuß in der Tür zum kaspischen Becken. Absolut sinnfrei und militärisch vollkommen irrelevant. Wirtschaftlich ist es die Region mit den größten Ölreserven weltweit und weder Russland noch China werden auch nur einen Gedanken an ein paar deutsche Soldaten verschwenden, wenn sie ihren geografischen Vorteil einsetzen. Dünkirchen am Hindukusch wäre noch die Variante mit dem geringsten Schaden für alle.
    Die Welt fällt in die Zeit vor den Weltkriegen zurück.
    Europa und die Politiker haben eins gezeigt: sie trauen sich gegenseitig nicht weiter als sie sich sehen. Als Grundlage ist das einfach zu wenig.
    So können die USA noch einmal über die schwachen Euro Länder Kasse machen, erst Griechenland, dann Spanien, vielleicht Italien, wer weiss das schon vorher, aber immer mit Methode und „ohne Alternative“. Am Ende wird es Deutschland sein, denn hier ist noch etwas zu erbeuten, jedenfalls wenn man schnell ist.
    Die Show für das Volk, die Verlogenheit der Medien und Amputation von Individualrechten ist schwer zu klassifizieren. Die Fronten zwischen Rechteverwertung, Industriespionage/-gegenspionage und Zweckbündnissen ist fliessend und wechselhaft.
    Wenn der Tod der polnischen Elite ein Unfall war, dann ist der Zeitpunkt zumindest bemerkenswert.
    Die Demontage von Kirchenfürsten in den Medien (katholische wie evangelische) um die Kirche als moralische Größe zu minimieren ist jedenfalls kein Zufall. Es ist aber gut, um zu sehen wo die Medien stehen und wie umfassend der Einfluß der deutschen Elite ist.
    .
    Zweifelsfrei werden wir unseren Enkeln einmal sagen: das wussten wir nicht.
    Sicher werden unsere Enkel sagen: so etwas darf nie wieder passieren.
    .
    Ich fürchte UNS ist einiges wieder passiert, von dem wir ähnliches gesagt und gehört haben.
    Schade ansich, denn es wird uns dahin bringen wo wir herkommen: in eine einsame Position mitten in Europa, umgeben von vielen die aus verschiedensten Gründen Ansprüche anmelden.
    Wenn ich einen kleinen Kerl sehe mit einem schmalen Oberlippenbart, der plötzlich und unerwartet populär wird, dann werde ich wohl anfangen den Garten umzugraben und Kartoffeln zu pflanzen.
    .
    P.S: ich habe gerade Fluch der Karibik gesehen und bei der East India Trading Company musste ich an Goldman Sachs denken … weiss auch nicht woher der Gedankensprung kam.

  97. Filou, Fehler eingestehen,...
    Filou, Fehler eingestehen, oder sie gar erkennen, passt einfach nicht zum Politikerprofil aller Parteien.
    .
    prince Matecki, im Prinzip leben die Koalitionen alle vom kurzen Hirn der Regierten und dem Versagen der Medien. Man muss nur mal lesen, was sonst über diese Veranstaltung (auch in dieser Zeitung) geschrieben wurde: Durchreiche der Ministerworte, das war es. Nur der alte Donaukurier, ein dunkelschwarzes Blatt, ist in den heimatort eines Opfers gereist und hat sich angehört, was die Leute sagen. Schande über die deutschen Medien.

  98. babe, bitte, gern...
    babe, bitte, gern geschehen.
    .
    Holly01, immerhin ist man ja schon mal so weit, sich von der Legende des Schulbaius partiell zu entfernen. Generell sehe ich aber gar kein Rohstoffproblem, sondern eines der Überkapazitäten und der Verteilungsgerechtigkeit. Vielleicht wird man irgendwann von einem Weltbürgerkonflikt sprechen müssen, mit unterschiedlich kritischen Zonen.

  99. Filou,
    das haben Sie schön...

    Filou,
    das haben Sie schön zusammengefaßt.
    .
    Die Kritik an der „Verlogenheit, Heuchelei und Doppelzüngigkeit der Politiker“ hat so etwas Abgeschmacktes. Es war ja wirklich nicht schwer, irgendwen zu „betrügen“.
    .
    Widerlicher ist nur die notorische Empörung, wenn wieder mal so ein Olympiaheld des Dopings überführt wurde.
    .
    Und das neuerdings von wirklich jedem Kommentator so hartgescholtene „Gewäsch vom Brunnenbauen“ hatte doch immerhin ein Gutes: Dadurch wurde den „armen, armen Jungs dort unten“ über mehrere Jahre hinweg ein klares Signal gegeben, daß blindwütiges Drauflosballern politisch nicht erwünscht ist.
    Vor lauter Frust mußten die armen Jungs darum mit Totenschädeln Fußball spielen,
    http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E2284771776904B6DAF5D8201BACC372A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    .
    Das war zwar eklig, aber noch lange nicht das schlimmste, was Soldaten so anstellen können.
    .
    Gott allein weiß, wieviele afghanische Zivilisten der deutschen Brunnenbau-Lüge ihr Leben verdanken.
    .
    Jetzt aber hat endlich, endlich, Oberst Klein die Verhältnisse wieder zurechtgerückt. Jetzt darf endlich, endlich wieder getötet werden. Jetzt kommen die Politiker ihrer Verpflichtung nach, dem Töten die politische Unterstützung zu beschaffen und die rechtlichen Grundlagen nachzuschieben.
    Das sorgte doch allerorten für riesengroße Erleichterung. Das war das reinigende Gewitter. So gesehen hatte zu Guttenberg schon recht, daß der Luftschlag „unvermeidlich“ war.
    .
    Denn Krieg ist Sport, und das Rumsitzen auf der Ersatzbank schlimmer als der Tod.

  100. Panzergrenadier a.D., unter...
    Panzergrenadier a.D., unter der Hand bekommt man gesagt – aber wirklich nur unter der Hand, dort aber dann auch von kundiger Stelle, sprich Verwandten – dass die Entlohnung sicher auch eine Triebfeder ist, in solche Einsätze zu gehen. Ich finde das vollkommen legitim angesichts der Risiken. Aber genau das haben Angehörige der führenden Schicht nicht nötig. So einfach, eigentlich. Nicht gerecht, aber einfach.
    .
    HansMeier555, man sollte nicht übersehen, wie viele aktuelle Westviertler vor 40 Jahren auch 68er waren. Und dann hatten wir in Bayern auch noch Wackersdorf.

  101. @Don
    .
    Im "Versagen der...

    @Don
    .
    Im „Versagen der Medien“ besteht deren Leistung.
    Demnächst werden sie über die GEZ finanziert.

  102. perfekt!57, es wäre generell...
    perfekt!57, es wäre generell mal eine feine Aufgabe für Germanisten, sich die entsprechenden Texte durch die letzten 200 Jahre zu besorgen und zu vergleichen, was sich verändert hat, und warum, und was geblieben ist. Besonders beim Thema „fern der Heimat“ habe ich ein komisches Klingeln im Ohr.
    .
    Christoph, danke, aber nachdem mich ja eher die Texte schreiben, als ich die Text schreibe, stehe ich dem hier auch etwas unschlüssig gegenüber. Es ist noch nicht mal mein Thema, es war nur bei uns, und im Print war kein Platz. Was mich nicht stört, weil man bei Print auch keine Reaktionen hat. Es war also nur ein Experiment, wenn man so will.

  103. Don,
    .
    die Wertigkeit...

    Don,
    .
    die Wertigkeit Afghanistans sieht man in einem wenig beachteten Interview. Ein US-Militär sagt öffendlich, er könnte sich vorstellen, daß amerikanische Soldaten unter deutschem Kommando dienen. Es gab in den USA keinen Aufschrei, weil es dort nicht kolportiert wurde.
    Die USA erkennen keine deutsche Gerichtsbarkeit für US-Bürger an und sprechen Deutschland das Recht ab, an der Entscheidung zu amerikanischen Atomwaffen in Deutschland mitzuwirken.
    Die USA lassen keine ausländischen Verfahren zu, die amerikanische Soldaten betreffen.
    Es ist den US-Militärs egal ob sich ihre eigenen Soldaten, Verbündete oder Gegner an den abgereicherten Atomgranaten verstrahlen.
    .
    Ausgerechnet diese Militärs würden ihre Soldaten in Afghanistan unter ein fremdes Kommando stellen. Ja ne ist klar. Da kann man sich vor Lachen ja nur kugeln.
    Am Ende werden alle weg sein und die Bundeswehr steht alleine in Afghanistan, weil unsere Polis zu dumm sind über ihre Nasenspitze hinweg zu sehen.
    Das „B“ Szenario wäre noch übler. Der große arabischer Krieg mit der Zange von Irak/Israel und Afghanistan geführt auch von deutschen Soldaten, mit Abschlussfeier in Teheran.
    .
    Wer als erster ganz klar Befehle gibt die deutschen Soldaten zurückzuholen bekommt für 10 Jahre meine Stimme bei den jeweiligen Wahlen. Die Stimmen sind sowieso nichts mehr wert.

  104. Nix von wegen fehlender...
    Nix von wegen fehlender Wahrheitserkenntnis bei Politikern. Es gibt Demokratien die ein bisschen anders verfasst sind als die Unsere. Wir, wir sind der Souverain. Wir sollten unsere Politiker min-des-tens so am Hintern packen, wie es in Holland oder Frankreich der Fall ist.
    Uns, uns fehlt der Wille zur Rebellion. Uns fehlt der Wille, innerhalb dreier unbequemer Wochen des Aufstandes unseren Politikern kurz den rechten Weg zu weisen. Nicht umsonst karrikierten wir uns im 19ten Jhdt. als Michel mit der Schlafmuetze.
    Wir sollten unseren Fuehrungskraeften einmal deutlich machen, das sie nur die Diener unserer RES PUBLICA sind. DIENER! Hochbezahlte Diener!
    Wir haben offensichtlich den Untertanengeist vergangener Generationen noch stets im Erbgut. Dank an unsere Studienraete, Pfarrer und anderer Huren des Systems.
    .
    Wenn ich mich jetzt weiter so echauffiere, muss ich Musik hoeren und mich dem Alkoholmissbrauch hingeben.
    Oder mit Liebermann zu sprechen: Man kann garnicht soviel fressen, wie man Kotzen moechte!
    (Dabei wuerde ich doch viel lieber, auch mit Liebermann sprechen, als er ein sehr huebsches Kunstgroupie sah: Die ueberspring‘ ick!)

  105. MaRaLuA, danke, wobei ich mich...
    MaRaLuA, danke, wobei ich mich explizit bemüht habe, die Toten draussen zu lassen, die es nicht verdient haben, von der einen oder anderen seite als Propaganda missbraucht zu werden. Es geht eigentlich nur darum, was aus dem Tod gemacht wird. Und das finde ich durchaus erstaunlich.
    .
    Sinclaire, bitte, wobei ich auch anregen möchte, die Bierpreise zu erhöhen. Das hätte den gleichen Effekt und würde auch mehr Steuereinnahmen bringen.

  106. Lieber Hans Meier, ich bin...
    Lieber Hans Meier, ich bin noch nicht besoffen, gar weit entfernt davon.
    Den Oberst Klein kann ich bestens verstehen. Diesen Frust, den man aufbaut, wenn man sieht, das unsere Soldaten die Opfer einer fehlgeschlagenen Politik sind, wenn man ahnt, das der entfuehrte Benzinlaster sich zur Bombe gegen die eigenen Leute verwndeln kann, wenn man um die Vergeblichkeit des militaerischen Bemuehens weiss, weil der Gegner nicht zu fassen ist, weil man ihn nicht erkennen kann. Dann muss man draufhauen!
    Frueher, es ist noch nicht so lange her, da wusste man Bescheid, wenn der Mann die andere Uniform traegt: DAS ist ein Feind!
    Heute verstecken sich die sog. Freiheitskaempfer unter der Zivilbevoelkerung, tragen Zivil, verstecken sich heldenmuetig hinter Frauen und Kindern.
    .
    Vor vielen jahren gab es hier in der BRD Theater, wegen dem Herrn Oetschalan, der mit Hilfe cleverer Israelis endlich in die Haende der tuerkischen Regierung geriet. An der hollaendischen Grenze wurde einem Kovoi von protestierenden Kurden die Einreise untersagt. Die Folge davon: 1 verbrannter Streifenwagen, 2 Staffeln martialischer BGSler, 2 Busse gelassener NL-Einsatzbrigaden, und-das Bild muss man genussvoll schildern: 150 Kurden, versammelt auf einem Autobahnparkplatz. Und nun beachte man die Staffelung dieser Leute:
    Vorderste Staffel: Kinder mit Steinen ind der Hand,
    Dahinter: Frauen, Klagelieder singend,
    Letzte Staffel: Die mutigen maennlichen Helden der Aktion. Die schwenkten die Fahnen!
    Dies kann man sich muehelos auf die afghanischen Verhaeltnisse umdenken.
    Ich kann nur sagen: Raus aus dem Land. Zaun drumherum. Lasst die unter sich ihre 10jaehrigen Toechter verheiraten. Moegen sie keine Schule besuchen, und vor allen Dingen: Bleibt unter euch!
    Man muss auch das Vergebliche guten Bemuehens erkennen.

  107. sorry, bei all diesem...
    sorry, bei all diesem propaganda geheuchel fällt mir nur der alte löns ein:
    …Es schlägt ein fremder Fink im Land,
    radibimmel, radibammel, radibumm.
    Die Luft, die riecht wie angebrannt,
    der Tilly, der zieht um.
    Es klingt so fein, radibimm, bumm, bamm,
    in majorem dei gloriam,
    die Pfeife und die Trumm.
    Die Rose blüht, der Dorn der sticht,
    das steht in jedem Krug.
    Wer gleich bezahlt, vergißt es nicht,
    des Zögerns ist genug…..
    und letztens, irgendwo in deutschland, im abteil der db 2. klasse, folgenden fetzen von einem gespräch aufgeschnappt:
    „..wenn die raf heute noch existent wäre, dann hätten die eigentlich viel mehr zu tun als je zuvor..“
    eine frage beschäftigt mich besonders: unter welchen umständen scheint der tod von menschen gerechtfertigt werden zu können?

  108. Vor dem Irakkrieg kam in einer...
    Vor dem Irakkrieg kam in einer Glosse, auf der Titelseite dieser Zeitung, ein
    Us-ler so zu Wort: Wenn diese Story (Massenvernichtungswaffen) nicht läuft,
    erzählen wir euch eine andere, ob ihr sie glaubt, ist uns egal.
    .
    Auf den Aufschrei warte ich noch heute.
    .
    Von wegen, wir haben es nicht gewußt! Und der Stellenwert deutscher Politik
    für mich hinreichend beschrieben.
    .
    Mein, allerdings sehr persönlicher Eindruck seither, man ist ganz froh nur der
    Verwaltungsbeamte im Mittl.Dienst zu sein, der hofft durch seine Nützlichkeit
    sich unentbehrlich zu machen.

  109. @Don Alphonso/26. April 2010,...
    @Don Alphonso/26. April 2010, 14:13
    @Kopfgeburt/26. April 2010, 16:47
    Ich kann mich dem 1. Absatz von K. nur anschliessen. Nach Betrachten des Photos war mein erster Gedanke: sowas tut man nicht! Auf einem Rodel ja, aber um Himmelswillen nicht in einer Barchetta und dann noch vor einer Kurve!!!!! Mon dieu! ISowas mach ich nicht mit den 4fachen PS! Was ist, wenn da ein GT3 um die Kurve kommt oder etwas aehnliches? Ich denke mawu wird meinem Denken beipflichten!!!
    .
    Ihren Artikel habe ich uebrigens heutmorgen schon kurz vor 6h gelesen und bin danach, wie ueblich mit meinem Lab an den Strand. So traurig und gleichzeitig voller ohnmaechtiger Wut, habe ich noch nie einen Sonnenaufgang erlebt, denke ich.
    Und ich bin mal wieder froh, zumindest keine Kinder zu haben, welche fuer solch irrationale Hindukusch-Freiheits-phantasien verheizt werden koennen.

  110. Lieber Filou
    .
    Ihr...

    Lieber Filou
    .
    Ihr Verständnis für Oberst Klein schockiert mich ein wenig.
    .
    Ich erklär mir das so: Zum Sport gehören klare Regeln, und Frauen haben auf dem Platz nix verloren. Was diese Bärte da (Kurden oder Afghanen ist letztlich egal) da abziehen (Holland oder Kunduz, auch egal) — es hat mit Fußball nix mehr zu tun.

  111. @Der Tiger,
    Sie sind glaube...

    @Der Tiger,
    Sie sind glaube ich, viel zu
    simpathisch um überfallen zu
    werden.
    @DA
    lch würde mich sehr freuen wenn
    Sie hin und wieder ernsthafte Artikel
    wie diesen schreiben.
    Mehr Spaß habe ich natürlich wenn
    Sie Ihren Sunbeam erwähnen,
    hätte dem etwas entgegenzusetzen.
    Angesicht der Ernsthaftigkeit des
    Themas möchte ich jetzt aber nicht
    allzuweit abschweifenn.
    Beste Grüße TTTTTs

  112. sport und krieg..>da ist was...
    sport und krieg..>da ist was `dran..es fehlt das spiel..über spielerische Mittel Kondition, Kraft und Technik trainieren(für den Wettkampf).ohne die Leichtigkeit zu verlieren..Leitsatz fürs Leichtathletiktraining/Kinder /Jugend.-Leistungsbereich
    ich glaube, gerade im krieg usw fehlt die Leichtigkeit, wie auch dem heutigen blog.
    Sie hat dort auch nichts verloren.
    ..es gibt zwar das Kriegspiel ,aber da ist eher das zusammenwirken unter schiedlicher Komponenten/Elemente nach(Kriegs)regeln gemeint.
    In diese Richtung wird man denken können.
    Welche kriegerischen Regeln etablieren sich so, dass die Zielgrösse Krieg unausgesprochen und schleichend zur Akzeptanz gelangt , mit all ihrem Brimborium.
    ..nicht ganz passend:lit. : das prinzip fairness im sport:lenk/pilz ..<>Rechtfertigung des agress. Einsatzes…(schon etwas älter..)

  113. Ich hoffe das der Text nicht...
    Ich hoffe das der Text nicht gegen die Soldaten gedreht wird, weil ich die eher als Opfer der Umstände sehe, aber :
    Was mich an der ganzen Afghanistan Sache zur Weissglut bringt ist der Punkt, das die Polis ganz locker ihr Showprogramm abarbeiten obwohl:
    a.) diese Opfer herbeigeführt werden damit man endlich deutsche Gründe vorweisen kann um dort zu bleiben. Rache war nicht der Grund für die Ankunft aber es reicht vielleicht um zu bleiben.
    b.) nach 8 Jahren Seitwärtsbewegung hat man die Strategie „pro Opferwahrscheinlichkeit“ geändert und das gewünschte Ergebniss auch erhalten.
    .
    Nach 8 Jahren erhalten die Soldaten vor Ort die erste Waffe, mit einer Reichweite oberhalb von 350m. Eine Haubitze aus deutscher Produktion, die die Niederländer direkt mitgenommen haben.
    Um die ganze Terrorhype in Deutschland endlich begründen zu können lechzen die Medien nach deutschen Opfern und würden die Taliban am liebsten direkt selber einfliegen und ausrüsten damit sie „ihren“ Angriff auf Deutschland haben mit dem man dann alles begründen möchte.
    Während der ganzen „Show“ läuft der Parteienapperat zur neuen Höchstform auf, um Individualrechte zu gegrenzen und die Gesellschaft als feindliches Objekt angreifbar zu machen (Bundeswehreinsatz im Inneren).
    .
    Es gibt da ein Gesetz für das Recht auf zivilen Ungehorsam gegen Feinde im Inneren, wo ist eigendlich die Grenze an der man sich gegen die eigene Führungselite wehren darf? Ist das nur sozialer Ungehorsam wie Wahlverzicht und Steuerungehorsam?
    Eine vergleichbare Agressivität gegen das eigene Volk haben nur die Nazis gezeigt. Selbst zu kaisers Zeiten gab es eine Fürsorgepflicht.
    .
    Der doppelte Boden ist so etwas von verlogen und äzt sich so sehr durch die Gesellschaft, das ich mnich frage wieso da keiner ist, der eingreift und zumindest öffendlich macht was unsere Polis alles treiben.
    Es ist ja kaum wahrscheinlich, daß die Sachen, die ein Töffel mit meiner Informationslage sieht auch nur eine Spitze vom Eisberg darstellen.
    So langsam nähere ich mich dem Punkt, an dem ich unserer Führungselite jede Sauerei zutrau.

  114. Ein Paradigma des -...
    Ein Paradigma des – euphemistisch ausgedrückt – antirealistisch-pazifistischen sicherheitspolitischen Diskurses der Republik: Two-level-game: Realpolitische Notwendigkeit vs. Lieschen Müllers selbstgerechte „nie wieder Krieg“ Ideologie; Deutsche Soldaten in Afghanistan fallen wegen der normativen Diskurshoheit des biedermännischen Mainstream-Pazifismus wie sie in der abgehobenen und schöngeistigen Alt-68er Rhetorik des Herrn Don Alphonso phänomenal wird. Wenn die Realität der sicherheitspolitischen Situation in Zentralasien und im Nahen Osten den deutschen Elfenbeinturm in ein paar Jahren wieder einholt, wird sich dieser blinde Fleck bitter rächen.

  115. HansMeier, 21.34 Uhr: Worin...
    HansMeier, 21.34 Uhr: Worin hatte Kant unrecht?

  116. Holly01, es gibt ein RECHT auf...
    Holly01, es gibt ein RECHT auf Widerstand gegen jeden, der die verfassungsmäßige (demokratische, soziale) Ordnung gefährdet, Art. 20 Abs. 4 GG.
    Die Frage ist hier: Wie kann man etwas gefährden, was womöglich nur auf dem Papier existiert(e)?

  117. @Trias
    Vielen Dank für Ihr...

    @Trias
    Vielen Dank für Ihr Kompliment. Am Anfang ist es mir schwer gefallen, mir selbst klar zu machen, dass ich mich nicht dafür verantwortlich zu fühlen brauch, die Ursache hinter allen möglichen tödlichen und nicht tödlichen Ereignissen zu sein.

  118. Ja, ja, dieser Artikel ist...
    Ja, ja, dieser Artikel ist eine Wohltat. Eine Wohltat für all`jene, die das Leid dieser Welt mit Larmoyanz bekämpfen wollen. Die ein paar herzige Worte in die Tasten klimpern, bei einem Cappuccino in den blauen Himmel blicken und dabei traurig den Kopf schütteln, angesichts des ganzen Leids, das die militante Seite der deutschen Gesellschaft in die Welt bringt.
    Es ist das alte Lied einer Generation, für die es nur eine Wurzel des Bösen gibt, – der eigene kulturelle Umkreis, der deutsche Staat, die westliche Welt. Und doch möchte diese Elite kritscher Geister am liebsten eine Mauer um den vollkaskoversicherten Wohlfahrtsstaat errichten. Freilich ausgestattet mit einem kleinen Schlupfloch für diejenigen, die sich ihren wohlverdienten Urlaub ins politisch korrekte Berlusconiland nicht nehmen lassen wollen, sobald der Cappuccino ausgetrunken ist.
    Man sollte sich langsam einmal überlegen, ob die kategorische Verneinung von militärischen Aktionen, wirklich noch auf ernst zu nehmenden Idealen beruht. Vielmehr wird immer öfter der Verdacht genährt, dass Pazifismus nur noch eine Maske ist, um den eigenen Hedonismus zu verbergen.

  119. Holly01, die Hollaender sind...
    Holly01, die Hollaender sind Pragmatiker. Nach dem 11.9. 2001 erklaerten die Amerikaner den NATO-Verteidigungsfall. D.h. Alle muessen ran! Nach dem Elend von Srbrenica wollten sich die Hollaender nicht nochmals der Feigheit zeihen lassen, also machten sie fast alles richtig. Nur nicht bei der persoenlichen Ausruestung der Soldaten, die uebrigens sehr frueh im Kampfeinsatz in sog. Unruheprovinzen zu finden waren. Die Soldaten sahen, womit die Briten ausgeruestet waren, und bestellten ueber die Heimatfront (Familie, Freunde) in England Stiefel, Splitterwesten-was man halt so braucht.
    Auch der „Dank des Vaterlandes“ gestaltet sich hier etwas bescheidener, dafuer aber wuerdiger.

  120. Werter Don,

    was für ein...
    Werter Don,
    was für ein Schauspiel, ergreifend, total durchsynchronisiert. Ich schwanke immer bei zwischen dem Mitgefühl mit den Angehörigen und dem Gedanken, dass so schwierig der Gedanke ist, dass das Töten und Getötet werden eben zum Soldatenberuf dazugehört und das Ergreifen des Soldatenberufes sicher freiwillig geschah. Wenn diese Freiwilligkeit allerdings aus einer Perspektivlosigkeit heraus geboren wurde, lässt sie mich am System zweifeln. sollte man diese jungen Menschen lieber nicht durch Investitionen in Bildung am Fortbestehen unseres Wohlstandes arbeiten lassen? Der demographische Wandel ist in vollem Gange, und wir haben nichts Besseres zu tun als unsere Ingenieure, Ärzte, Facharbeiter etc. in diesen sinnlosen Konflikt zu schicken. Wenn sie dann traumatisiert und verletzt zurückkommen, ist ihre Versorgung nicht gewährleistet, dafür fehlt dann das Geld und der Wille. Offenbar ist die Hilfe adäquat zu synchroniseren schwieriger als ein Public Viewing für eine Trauerfeier zu organisieren. Traurig und beschämend….
    Schönen Gruß aus dem Norden,
    Moritz
    (Haben Sie wieder den Koffer mit den herauslugenden Geldscheinen dabei?)

  121. .
    Nach den Kommentaren hier,...

    .
    Nach den Kommentaren hier, hab ich den Verdacht, daß auf die
    deutschen Öffentlichkeitsarbeiter, kein anstrengungsfreies Einkommen
    wartet.

  122. Ihren Nachtrag halte ich für...
    Ihren Nachtrag halte ich für überflüssig, und das möchte ich als Kompliment verstanden wissen. Ansonsten ist das alles entsetzlich, einfach und unsagbar entsetzlich.
    Grüße donauaufwärts.
    JB

  123. ..an dieser Stelle...
    ..an dieser Stelle interessiert mich noch, wie mit einer retorischen Symbolverwendung: lieschen müller, biedermayer-mainstreampazifismus..(wie wär´s denn mit dem spätromantischen Nieschen-Militarismus) .schöngeistige alt 68er usw…..es fehlt noch der Hausfrauentest; der etwas traurigen Thematik Rechnung getragen wird.
    Wie würde Ihre(??) Einleitung für eine solche Feierlichkeit klingen, bzw. die Beschreibung der Massnahmen ausschauen?
    Liebe Versammelte, ich erklähre Euch jetzt mal, was ein blinder Fleck ist und wo er herkommt…
    …..oder so….

  124. @muscat
    Kants Definition von...

    @muscat
    Kants Definition von Aufklärung war falsch. Die Wahrheit ist, daß wir nichts dafür können, wenn wir aus unserer Unmündigkeit nicht herausfinden.
    Die Lösung heißt Feudalismus, und diesen auch in Afghanistan wiederherzustellen kämpfen unsere Sicherheitsdienste nun schon ca. 35 Jahre.

  125. Gibt es überhaupt ein Recht...
    Gibt es überhaupt ein Recht auf Selbstverteidigung?
    .
    Den „Anderen“ (Afghanen, Irakern, Iranern, Palästinensern, Russen, etc.) billigen wir es ja auch nicht zu.

  126. @muscat
    Recht hatte Kant m.E....

    @muscat
    Recht hatte Kant m.E. mit seiner Idee vom „ewigen Frieden“.
    .
    Aber das ist politisch nicht durchsetzbar. Genausogut könnte man fordern, die Fußball-WM abzuschaffen.

  127. HansMeier, Kant hat das...
    HansMeier, Kant hat das Projekt der Aufklärung auch nicht für abgeschlossen erklärt.

  128. yag12 ,

    Sie tun gerade so...
    yag12 ,
    Sie tun gerade so ,als hätten Sie die vorherigen 60 Jahre Deutschland gar nicht erlebt !
    Sonst könnten Sie nicht schreiben :
    „Wir haben in diesem unserem Lande ja die stolze Tradtion aufgebaut, 60 Jahre lang ( das zwei Generationen! ), staatlichereits keine Menschen getötet zu haben. Das hat sogar gut funktioniert, so gut, dass es es allen „normalen“ Staaten wohl als unerhört erscheint“.
    Solche etwas weltfremden Gedanken gebiert man nur auf der Hollywoodschaukel sitzend hobbyphilosophierend.
    Wir lebten schließlich im Kalten Krieg,der aber jederzeit auch richtig ausbrechen hätte können. Und dann wären nicht bloß 4,10,30 gefallene Soldaten zurückgekommen,sondern derer 1000de.
    Oder wäre dann trotzdem die Deutschen,weltennaiv, weiter auf den Wochenmarkt gegangen und hätten schlaue Vershcwörunstheorien gesponnen ?
    Die Deutschen haben sich infolge der Schrecknisse des WWII -was das tatsächlich Geschehende auf der Welt anbetrifft-über Jahrzehnte eine Art „milchig-durchsichige Blase“ angeschafft,durch die sie die Welt so sehen,wie sie sie eben sehen woll(t)en.
    Und durch die Blase sehen sie vorallem,daß die Welt hauptsächlich aus Reisezielen bestünde.
    Und nun hat irgendjemand diese Blase etwas punktiert und ein kleines Löchlein gibt den Blick auf die Wirklichkeit frei.
    Da ist der4 Wochenmarkt freilig völlig erbost !

  129. Aber, verehrter HansMeier555,...
    Aber, verehrter HansMeier555, in Afghanistan den Feudalismus wiederherzustellen hat ein revanchistisches Problem. Denn während Äonien hat Kabul den halben indischen Subkontinent geknechtet, der erst mit Hilfe der East-India-Compagny und das entschlossene Auftreten des British Empire von Afghanistan befreit wurde. Wollen Sie dies rückgängig machen?

  130. @ dirk puderbach

    Danke für...
    @ dirk puderbach
    Danke für Ihren Kommentar. Er zeigt vortrefflich, dass der Diskurs über (bewaffnete) Außenpolitik in Deutschland vorrangig auf der Ebene der massenmedial geprägten Wahrnehmung statt auf der Ebene der Faktizität geführt wird.
    Und Fakt ist: Pazifismus bedeutet über Mittel der Politik zu Urteilen ohne diese in Beziehung zu ihren Zielen zu setzen. Wer dies tut, ist, um mit Max Weber zu sprechen, ein „politisches Kind“. Der deutsche Diskurs um das Afghanistanengament ist nicht sachorientiert weil er eben ein Diskurs ist: Von Strukturen beherrscht die hinter dem Rücken der Diskurs“akteure“ wirksam sind (Und bevor wieder die Frage kommt was ein Diskurs ist empfehle ich Michel Foucault; selber lesen macht klug Herr Puderbach): Dazu gehört selbstverständlich und zuerst die politisch-moralische Sozialisation politischer und gesellschaftlicher Eliten und darüber hinaus breiter Schichten in den 1960er und 70er Jahren. Diese Sozialisation beschert uns den außenpoltischen Biedermann, eine hinrissige Debatte darum wieviele „schwere Waffen“ in einer bewaffneten Auseinadersetzung nun eingesetzt werden dürfen und gefährdet somit ganz konkret das Leben deutscher Soldaten. Bei der Diskussion um den Einsatz von Leopard 2 Kampfpanzern und der Panzerhaubitze 2000 geht es nicht um die Afghanen (welche die deutsche ISAF Präsenz ohnehin für überflüssig, geradezu für gefährlich halten, eben aus Mangel von schweren Waffen und den restriktiven ROE’s); es geht um die Deutschen und um die Angst um Wählerstimmen die man hat, wenn man militärisches Gerät und Fachvokabular verwendet.
    In Afghanistan muss ein legitimer militärischer Gegner bekämpft, d.h. wo nötig VERNICHTET werden. Wer das, noch dazu ohne jegliche sicherheitspolitische und militärische Kompetenz, als politisch morlalisch verwerlfich einstuft, gefährdet das Leben deutscher Soldaten.

  131. minna, ich glaube, der...
    minna, ich glaube, der Aufschrei ist einfach der Depression gewichen. Aber Amerika muss sich auch nicht wundern, wenn man es nicht wirklich liebt. Mittelfristig sehe ich da einen Bruch im Transatlantik. Sehr ärgerlich, das alles.
    .
    Grimaldeli, ich war ja nicht immr Journalist. Davor war ich Archäologe, Hafentaucher, Berufssohn (der beste Job von allen, darf ich sagen) und Profifahrer, das brachte meine Heimatstadt so mit sich. Und im Gegensatz zum GT3 geht die Barchetta auch nicht aus der Kurve, sie ist ein sagenhaft neutrales Fahrzeug.

  132. Lt874, wie soll man...
    Lt874, wie soll man bitteschön einen Gegner „vernichten“, wenn der Gegner teilweise das Volk ist, das man beglücken möchte? Mir scheint, die USA und die westlichen Staaten glauben, dass es wie mit dem 3. Reich ist, das endete, „because the Germans ran out of Nazis“, wie das mal ein Bpmberpilot so treffend bemerkte. Die Geschichte zeigt leider, dass es nicht der Fall ist. Und jede Politik, die nach 8 Jahren immer noch dort steht, wo sie angefangen hat, muss begründen, warum nicht vorwärts ging, und was man zu tun gedenkt, um das zu ändern. Statt dessen Panzer zu schicken – man kann nicht alle deutschen Soldaten 24/7 hinter Panzerung stecken. Bei realistischer betrachtung würde ich sagen: Man kann und soll sie da raus holen. Ich glaube nicht, dass da unten unsere Zivilisation verteidigt wird.

  133. "Es war also nur ein...
    „Es war also nur ein Experiment, wenn man so will.“
    Bitte weiterexperimentieren, Don.
    War für mich Ihr bisher bester Text, nicht krachledern und ohne Silberkannen.

  134. Don (26. April 2010, 14:13),...
    Don (26. April 2010, 14:13), ich habe keine Ahnung von Autos.
    Ich sehe da einen Falz. Entsteht der, wenn Ober-und Unterteil der Karosserie zusammengepresst werden? In meiner Spielzeugkiste war auch mal so ein Ding.

  135. Chris, da gibt es sicher...
    Chris, da gibt es sicher welche, die so ticken. Das heisst nicht, dass deshalb alle so sind, oder dass man keine abweichende Meinung haben darf, weil man privilegiert ist. Mich würde wirklich interessieren, was der ganze War on Terror gebracht und gekostet hat. Wieviel Geld in Afghanistan pro Kopf ausgegeben wurde, und was dort wirklich angekommen ist. Zu sagen: Wir machen einfach weiter und haltet den Mund – das ist zu einfach.
    .
    Lieber Moritz, natürlich, ich teste am Donnerstag einen italienisch-schweizer Alpenpass und freue mich schon auf das Ergebnis. Generell denke ich, dass das alte Konzept vom „Bürger in Uniform“ ebenso klug war, wie das einer „Defensivarmee“. Das Töten kam doch erst mit den „internationalen Herausforderungen“, die nun in eine Welt der Kleinbombereien übergeht, mit zivilien Opfern und all dem, das öffentlich kaum zuzumuten ist. Und dann auch versteckt wird. Nur wenn dann einer von „unseren Jungs“ stirbt, muss man ihn besonders „unseren“. Ich bin Zivilist, aber bei mir hebt sich trotzdem der Magen. Ich will nicht in einem Land leben müssen, in dem bei irgendeinem Menschen der Tod „dazugehört“. Nicht so wie in Afghanistan.

  136. Vom feudalen Standpunkt aus...
    Vom feudalen Standpunkt aus gesehen sind Krieg und Zivilisation ohnehin identisch.
    „Wer nicht kämpfen will, verdient das Leben nicht“ — dieses Zitat von Adolf Hitler würde kein Edelmann unterschreiben. Wer nicht kämpfen will, verdient durchaus Schonung, aber keine Privilegien. Politische Herrschaft und Körpereinsatz hingegen gehören zusammen.
    .
    Vom feudalen Standpunkt aus gesehen kommt es beim Krieg auch nicht in erster Linie darauf an, zu gewinnen. Es geht darum, einen ehrlichen, sportlichen Kampf gegen einen ehrlichen Gegner auszufechten. Egal wie der Kampf ausgeht, wenn er ehrlich geführ wurde, erwächst daraus Ehre, nicht nur für den Sieger, sondern auch für den Verlierer.
    Gar nicht kämpfen zu wollen oder die Notwendigkeit des Kämpfens zu leugnen wäre aber ehrlos und damit auch das Ende jeglicher Zivilisation.
    .
    Wer sich wie kurdische Demonstranten vor der bekifften holländischen Polizei hinter Jungfrauen und Müttern versteckt, handelt ehrlos und verdient kein Heldenbegräbnis.
    .
    Aber andererseits erfüllen auch die modernen Demokratien nicht den Ehrenkodex. Sie wählen sich immer nur schwache Gegner. 19 Industrieländer gegen Serbien, 45 Länder gegen den Irak! Ist das ruhmvoll? Können wir auf solche Siege stolz sein?
    .
    Drohnen und Überschallflugzeuge gegen afghanische Dorfbewohner? Was soll das für eine jämmerliche Zivilisation sein, bei der die Aristokraten im Ledersessel Papiere untrschreiben, indessen sie ihre Hörigen, Hintersassen, Heloten und Leibeigene an die Front schicken. Was wundern die sich über Anthrax im Briefkasten!
    .
    Ehrlicher Kampf wäre, wenn die Nato den Taliban die Wahl der Waffen überlassen würde. Wenn sie ihre Gegner auch mit Panzern und Lenkwaffen ausrüsten würde, damit Waffengleichheit herrscht. Dann könnte der Beste gewinnen und Krieg würde wieder Spaß machen.

  137. Filou, das ist ein Stilzitat,...
    Filou, das ist ein Stilzitat, übernommen von einer Ferrari Barchetta von 1951, glaube ich. Aber bald ist ja wieder Mille Miglia
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    Gartenzwerg, danke, ich werde mich bemühen. Auch wenn es heute Abend wieder eher albern wird.

  138. HansMeier555, es hängt von...
    HansMeier555, es hängt von Umfeld ab. Kabinettskriege des späten 17. und 18. Jahrhunderts, sowie mittelalterliche Schlachten vor dem Einsatz der Eidgenossen waren tatsächlich eher Schaukämpfe, in denen sich Heere suchen und Schlachten anbieten mussten. Aber das alles verschwindet mit den napoleonischen Kriegen. Da kommt das Bürgerheer. Und der Kamerad, den man hatte.
    .
    Trias, soweit es ins Blog passt, gerne. Und wenn nicht, suche ich mir Alternativen.

  139. Faktizität = Tatbestand, da...
    Faktizität = Tatbestand, da ich mir nicht ganz sicher war hab ich es nachgeschaut.
    @ Lt874: Pazifismus bedeutet über Mittel der Politik zu Urteilen ohne diese in Beziehung zu ihren Zielen zu setzen. = absoluter Schwachsinn
    .
    Wer dies tut, ist, um mit Max Weber zu sprechen, ein „politisches Kind“. = diffamierend und herabsetzent (ist es sehr einsam da oben wo sie residieren?)
    .
    Der deutsche Diskurs um das Afghanistanengament ist nicht sachorientiert weil er eben ein Diskurs ist: Von Strukturen beherrscht die hinter dem Rücken der Diskurs“akteure“ wirksam sind (Und bevor wieder die Frage kommt was ein Diskurs ist empfehle ich Michel Foucault; selber lesen macht klug Herr Puderbach):= Inhaltsfrei (wer tut was wozu?)
    .
    Dazu gehört selbstverständlich und zuerst die politisch-moralische Sozialisation politischer und gesellschaftlicher Eliten und darüber hinaus breiter Schichten in den 1960er und 70er Jahren. Diese Sozialisation beschert uns den außenpoltischen Biedermann, eine hinrissige Debatte darum wieviele „schwere Waffen“ in einer bewaffneten Auseinadersetzung nun eingesetzt werden dürfen und gefährdet somit ganz konkret das Leben deutscher Soldaten. = aha, erste Aussage und trotzdem völliger Unsinn. Im Krieg zählt Zweckmässigkeit/Effizienz, wer Entscheidungen in Frage stellt muss nicht mit „Biedermann“ herabgesetzt werden. Ist herabsetzen ein Hobby oder kommt das aus dem handgelenk?
    .
    Bei der Diskussion um den Einsatz von Leopard 2 Kampfpanzern und der Panzerhaubitze 2000 geht es nicht um die Afghanen (welche die deutsche ISAF Präsenz ohnehin für überflüssig, geradezu für gefährlich halten, eben aus Mangel von schweren Waffen und den restriktiven ROE’s); es geht um die Deutschen und um die Angst um Wählerstimmen die man hat, wenn man militärisches Gerät und Fachvokabular verwendet. = Hammer, Sie wissen nicht nur was die deutschen Gegner denken sondern auch warum. Wenn es um die Angst vor den Wahlen ginge, hätte man die Taktik der ersten 7 3/4 Jahre beibehalten und wäre bei null Opfern geblieben (auf deutscher Seite).
    .
    In Afghanistan muss ein legitimer militärischer Gegner bekämpft, d.h. wo nötig VERNICHTET werden. Wer das, noch dazu ohne jegliche sicherheitspolitische und militärische Kompetenz, als politisch morlalisch verwerlfich einstuft, gefährdet das Leben deutscher Soldaten. = In afghanistan sind Guerillias am Werk die am Tag helfen einen Brunnen für ihr Dorf zu bauen und am Abend ihre Kalaschnikow schultern um den Feind zu bekämpfen (in beiden Fällen unsere Soldaten).Wer hinterfragt, ob es Sinn macht das ganze Volk auszurotten gefährdet keine deutschen Soldaten, sondern schützt sie.
    .
    Einen Text zu zerpflücken ist ansich stillos, aber ihrer tut so als hätten Sie eine qualifizierte Meinung, für lassen Sie nur beim Lanzer denken.

  140. Lieber Don, vielen Dank fuer...
    Lieber Don, vielen Dank fuer die ernsthafte Antwort. Ich revanchiere mich, indem ich Ihrem Sunbeam den Austritt aus Gewerkschaft befehle. Damit ist die Streikgefahr aus der Welt.

  141. @ Don Alphonso

    Zu einer...
    @ Don Alphonso
    Zu einer sachorientierten und nicht diskursgeprägten Analyse gehört vor allem Differenzierung.
    1) Es geht nicht darum unsere „Zivilisation“ zu verteidigen sondern handfeste außenpolitische Interessen die objektiv bestehen und von denen auch Müller, Maier, Schulze am Fließband bei VW profitieren. (Pakistan: 160 mio Einwohner, Durchschnittsalter unter 25, 96% Muslime, Atomwaffenstaat; was passiert wenn sich dieses Land unter dem Einfluss eines nicht kontrollierbaren Afghanistan radikalisiert?; Stichwort paschtunische Stammesgebiete Nordpakistan? Der „asiatische Vorhof“ geht in Flammen auf. Was bedeutet das dann für die zweitgrößte Exportnation der Erde? Was bedeutet das für die Energiesicherheit Europas? Was bedeutet es für den internationalen Terrorismus jenseits von Al-Qaida …
    2) Wer Afghanistan (und nicht nur Italien :) tatsächlich einmal (oder mehrmals) besucht hat, der weiß, das Afghanen Stärke respektieren denn der „Staat Afghanistan“ ist in Wirklichkeit eine archaische Stammeskultur. (Dieser Gegensatz zur pazifistischen außenpolitischen Kultur ist zu einem Großteil an der Dilemmasituation beteiligt in der sich die NATO in Afghanistan befindet.) Das ist der Grund warum sich die Bevölkerung und die „politische Führung“ der Nordterritorien freut, dass die Amerikaner jetzt einen „zweiten Schwerpunkt“ (Kenner mögen mit den Fauxpas verzeihen) auf die Operationen im Norden legen. Lokale Eliten gewinnt man nicht dadurch, dass man sie davon überzeugt, dass man sie im Falle einer Kooperation mit ISAF nicht vor „Taliban“ beschützen könnte. Schwere Waffen machen hier jenseits ihrer physischen Wirksamkeit einen hohen psychologischen Faktor aus und vermitteln ganz im Gegenteil keinen „Besatzermentalität“. Die Kanadier verwenden Leopard 2 in Afghanistan. Die Bevölkerung hält diese für „magische Waffen“ denn sie können feindliche Kämpfer „verschwinden lassen“ … Leopard 2 hätten auch bei den jüngsten Gefechten zur schnellen Schwerpunktbildung und damit Herstellung von Wirkungsüberlegenheit führen können.
    3) Die Strategie eines jeden Guerilla Krieges besteht in der Vermeidung eigener Verluste durch die Instrumentalisierung des Zivils. Die einzige (realpolitisch durch westliche Demokratien praktizierbare) Antwort darauf kann nur lauten den Gegner a) in Situationen zu bekämpfen in denen er nicht in der Lage ist diese Instrumentalisierung durchzuführen, zum Beispiel durch hochmobile Spezialkräfte gepaart mit Luftunterstützung und b) der Bevölkerung die Motivation für die Instrumentalisierung zu nehmen – sofern diese freiwillig erfolgt !! (siehe dazu oben psychologische Wirkung schwerer Waffen)
    BEIDES erfordert aber die die Behauptung militärische Initiative, will heißen OFFENSIVE und eben das schaffte weder ISAF noch OEF lange Zeit. Warum? Weil Worte wie Offensive, Spezialeinheiten und Luftunterstützung zum diskursiv negativ konnotierten Wortmaterial gehören, ohne dass man sich über deren Bedeutung im Klaren ist. Wenn vom Einsatz des KSK in den Medien die Rede ist, dann riecht das nach semilegaler Geheimdienstarbeit welche jenseits des parlamentarischen Mandats erfolgt. Ein Bick in den Mandatstext zeigt: UNFUG!
    4) Auch wenn man über das Ziel des Afghanistan Einsatzes geteilter Meinung ist, ist es doch Realität dass jetzt dort deutsche Truppen stehen. Mann muss also unterscheiden zwischen dem Warum und dem Wie. Dabei kann das eine natürlich nicht ohne das andere diskutiert werden aber klar musss zumindest eines sein: Egal welches Ziel in Afghanistan verfolgt wird, es darf niemals dazu führen, dass Soldaten wegen politischem Kalkül nicht das bestmögliche Gerät in Punkto Eigensicherung UND Wirkungsüberlegenheit zur Verfügung gestellt wird.

  142. Lt874, wie passt eigentlich...
    Lt874, wie passt eigentlich sowas in die Strategie und die ROE?
    .
    http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/afghanistan/article7040216.ece
    .
    Und bitte, das ist keine linke Propaganda, es ist das, was in Afghanistan geschieht. Stärke? Naja. Respekt? Keine Ahnung. Aber die Russen wurden mit dem Problem trotz ganz anderer Möglichkeiten auch nicht fertig. Pakistan ist nochmal eine ganz andere Sache, inhomogen, totalitär und antidemokratisch und, äh, unsere Freunde, oder?

  143. Obwohl Sie offensichtlich...
    Obwohl Sie offensichtlich jeden analytisch geleiteten Versuch einer Diskussion grundsätzlich ablehnen und an Stelle dessen selbst der größte Freund der Verwendung, der von Ihnen so herzzerreißend beklagten, Diffarmierungen sind, möchte ich dennoch den Versuch einer sachlichen Frage wagen:
    Wo sind ihre Argumente?
    Sie haben zwar mit beachtenswerter Ignoranz die Autorität zweier geisteswissenschaftlicher Klassiker vom Tisch gewischt; darüber hinaus gestaltet sich ihre „Argumentation“ aber ohne Wert und etwa nach jenem Muster: Argument 1: Schwachsinn weil ????; Argument 2: Schwachsinn weil: ?????; Argument 3: Schwachsinn weill ????? Vom zerpflücken des Textes kann hier also nicht die Rede sein (von Stillosigkeit hingegen schon :)
    Es tut mir übrigens herzlich leid, dass Sie die Verwendung von Fachvokabular so sehr erzürnt, aber so gestaltet sich eben die semantische Realität abseits des von Ihnen so glänzend praktizierten SPRACHMÜLLS!

  144. @Don Alphonso

    Hoffnungslos....
    @Don Alphonso
    Hoffnungslos. In der Politik geht es nicht um Freundschaft. Ich melde mich hiermit ab und wünsche trotz aller Differenzen einen schönen Tag.

  145. Als die Russen in Afghanistan...
    Als die Russen in Afghanistan waren, unterstuetzten die Amerikaner die Taliban mit Waffen und Intelligence. Da fuehrten die Russen einen unerklaerten Zweifronten-Krieg.

  146. Wenn das so wäre, könnte ich...
    Wenn das so wäre, könnte ich die Gewehre von meinem Opa zurückholen. Aber irgendwie finde ich Zivilgesellschaften auf der Basis von Verständnis wirklich nicht so schlecht.

  147. "Egal welches Ziel in...
    „Egal welches Ziel in Afghanistan verfolgt wird, es darf niemals dazu führen, dass Soldaten wegen politischem Kalkül nicht das bestmögliche Gerät in Punkto Eigensicherung UND Wirkungsüberlegenheit zur Verfügung gestellt wird.“
    .
    Lieber Lt874,
    Das beste Gerät wäre ein Hirn.
    Und ihren Wunsch, von vornherein bessere Waffen haben zu wollen als der Gegner, finde ich irgendwie feige. Da könnte ja jeder kommen! Das hat doch mit Fußball nix mehr zu tun.

  148. So viel Geschwurbel...
    So viel Geschwurbel …Verteidungung der Demokratie? Schmarrn. Verteidigung unserer Sicherheit? Ja. Der ganze Einsatz dient letztlich doch nur dazu, die „heiligen Krieger“ zu konzentrieren. Oder wäre es Euch lieber, sie würden aus ihren Ausbildungslagern (wo sie ja vornehmlich das Bauen heimtückischer Bomben erlernen) unkontrolliert durch die Welt ziehen und ihr „gottgefälliges“ Todesgeschäft verrichten? So sind die Ziele Afghanistan und Irak wenigstens bekannt. Und so gesehen tun unsere Soldaten dort wirklich etwas für uns. Und wenn ihr Euch wieder einmal unbesorgt irgendwo in Straßencafe setzt oder einen Markt besucht, denkt beim Cappucino mal an die Jungs und Mädels am Hindukusch. Anderswo endet der Cappucino allzuoft in Trümmern, Blut und Gedärmen.

  149. Bei allem Charme, den...
    Bei allem Charme, den ehrenhafte Kriege zwischen Kombattanten auf waffentechnischer Augenhöhe zweifellos hätten – ich gebe Lt874 recht, wenn er für die Soldaten, die nun dort sind, besseres Gerät fordert. Wenn man sie schon dahin schickt, dann sollten sie auch eine höhere Überlebenschance haben dürfen. Ansonsten sollte man sie nach Hause holen. Sie sind schließlich nicht aus sportlichen Motiven dort.
    Die geopolitische Rechtfertigung des Einsatzes erscheint mir aber immer noch zweifelhaft. Pakistan berunruhigt mich auch, sehr sogar. Doch die dortigen Radikalen haben sich meines Wissens in erster Linie selbst radikalisiert. Das geschah nicht primär durch infiltrierende Taliban. Der islamische Fundamentalismus ist eine religiös-politische Bewegung, der ältere und verzweigtere Wurzeln hat. Ich kann nicht sehen, wieso die pakistanischen Radikalen sich durch eine erfolgreiche Intervention in Afghanistan stoppen ließen. Stellen Sie sich doch – nur als Gedankenspiel – für einen Moment vor, man hätte in den Siebzigern die DDR besetzt, um den deutschen Terrorismus und die 68er-Bewegung zu stoppen. Absurd? Eben.

  150. @HansMeier555

    Bravo! Das "du...
    @HansMeier555
    Bravo! Das „du bist blöd“ Argument zeugt natürlich immer von besonderer Fachkompetenz dessen der es bemüht. „Eigentor“ um in ihrer bunten Fußballwelt zu bleiben.
    Nur leider beschreibt „Fußball“ äußerst unzureichend die Situation deutscher Soldaten die im Gefecht gegen einen Gegner stehen, der keine ROE’s und keine VR Richtlinien kennt und der auf den Schiedsrichter sch****. Die Differenz von Fußball und Krieg ist die von Wettbewerb und Konflikt um ihr Argument mal analytisch zu bewerten.
    Ich vermute übrigens, dass Sie ihre verquere Definition von Feigheit auf den Prüfstand stellen würden, wenn Sie einmal das Glück haben sollten mitzuerleben, wie Ihnen RPG’s rechts und links um die Ohren fliegen. Ich denke in dieser Situation wäre auf „HansMeier555“ sicherlich verlass … Vielleicht reicht es Ihnen aber auch schon aus, in ein paar 1000 Kilometer Entfernung während der Sportschau im wohligen heimischen Wohnzimmer selbstgerecht über Mut und Feigheit von Soldaten zu sinnieren und dabei lächerliche Fußballanalogien auszubrüten. Bravo!
    Thema feige (es lebe der Diskurs):
    http://weblog-sicherheitspolitik.info/2010/04/25/afghanistan-ist-der-feind-feige/

  151. Alphonso, natürlich geht es...
    Alphonso, natürlich geht es um Geld. Die militärischen Interventionen kosten zweifellos Geld, das wir für unsere kriselnde Solidargemeinschaft dringend benötigten, um unsere in der Welt einzigartigen Lebensstandards zumindest annähernd aufrecht zu erhalten. Dieses Bedürfnis nach Stabilität und Sicherheit hat aber nichts mit einer Moral im globalen Maßstab zu tun. Man kann es drehen und wenden wie man will. Wenn man die Lebensqualität der eigenen Gesellschaft priviligiert, dann ist der Einsatz in Afghanistan in der Tat nicht zu ertragen.
    Der Verweis auf die toten Soldaten und die zivilen Opfer in Afghanistan sind dagegen doch nur Heuchelei. Kaum jemand hat sich je vorher um die Opfer der Talibanherrschaft geschert. Und die Soldaten selbst wissen genau, was sie tun. Jedenfalls besser, als der feuilletonistische Betroffenheitsmensch.
    Natürlich kann man, nein man muss sogar kritisieren. Allerdings sollte sich Kritik auch vorwärtsbewegen und nicht nur auf ideologischen Standpunkten beharren. Nur problemorientierte Kritik ist zielfördernd. Aber das Problem ist nicht die Existenz von Militär und soldatischem Ehrgeiz. Diese Annahme ist längst obsolet. Das Problem ist eine gemeingefährliche Ideologie, gegen die der jahrzehntelang immer wieder geäußerte Spruch „Wäret den Anfängen“ auch gerne einmal in die Tat umgesetzt werden darf. Allerdings liegen die Anfänge schon längst hinter uns.

  152. @Obersvator

    Sehr vernünftige...
    @Obersvator
    Sehr vernünftige Überlegungen. Zu Ihren geostrategischen Ausführungen: Man muss bedenken, dass nahezu alle Taliban Paschtunen sind. Weiterhin ist ganz Nordpakistan paschtunisches Siedlunggebiet. Die Radikalisierung vollzieht sich nicht durch „einsickernde“ Taliban so als ob diese (im Sinne radikaler Paschtunen) dort in der Minderheit wären. Im Gegenteil: Die Operationen der pakistanischen Armee in der Region des Cyberpasses im letzten Jahr zeigen die Dimension der Konfliktwahrnehmung durch Islamabad.
    Das DDR Argument würde ich ehrlich gesagt nicht gelten lassen, da die richtig bemerkte Absurdität des Gedankens aus mehreren entscheidenden Differenzen gegenüber der Afghanistan Situation herrührt: Die Besonderheit des deutsch-deutschen Verhältnisses, die Grenzsituation zweier Militärbündnisse, die fraglose Staatlichkeit der DDR (die in Afghanistan nicht gegeben ist)

  153. lieber HansMeier555, die...
    lieber HansMeier555, die lustige und keinesfalls unintelligente Gleichsetzung von Krieg und Sport übertreiben Sie (13:48) mit einer kabarettistischen Pointe. Dies ist blanker Zynismus.

  154. Als Vorrede: Ich "durfte" den...
    Als Vorrede: Ich „durfte“ den Vater eines der Gefallenen begleiten, als der Sarg eben seines Sohnes in Köln landete und im engen Familienkreis eine erste Gedenkzeremonie stattfand. Es war wahrlich kein Geschenk, zumal man in der unangenehmen Lage ist, die Uniform zu tragen, die der Sohn trug und die auch diejenigen Vorgesetzten tragen, welche den Einsatzbefehl gaben. Vielleicht versucht ein jeder für Momente, sich in die Familie hineinzuversetzen, die gerade Sohn, Ehemann, Vater verloren hat.
    Dass die Großveranstaltung in Ingolstadt ein medial aufbereitetes Großereignis wurde, lag in der Natur der Sache: Bundespolitik muss indirekt als Todesursache der Gefallenen betrachtet werden und über Bundespolitik wird der Sinn des Todes publikumswirksam zelebriert.
    Die semantische Feststellung, Soldaten sollte man nicht als „Material“ oder „Statisten“ bezeichnen, führt an der Realität vorbei: eine Inszenierung lebt immer von der anonymen, weil gesichtslosen Masse, die man aber einer bestimmten Gruppe (hier Soldaten, Angehörige etc.) zuordnen kann.
    Auch wenn ich den Vergleich Fussball – Krieg pervers finde, in dem Punkt der Inszenierung passt er: ein fussballerisches Großereignis wie ein WM- Endspiel, das Derby Schalke gegen Dortmund usw. leben auch und gerade von den gesichtslosen Menschen, den Zuschauermassen im Stadion… Trauerfeiern „leben“ von der echten, gespielten und / oder zur Schau gestellten Anteilnahme.
    Als Nachrede: so seltsam es klingen mag, gerade mit dem Bewusstsein, Uniform zu tragen, kamen mir immer stärker pazifistische Gedanken, denn ich wusste, ich (ein unpersönliches „ich“ im Sinne von „ich = deutscher Soldat“) könnte der nächste sein, den es trifft. Wer ernsthaft glaubt, dass die Bundeswehr aus 250.000 Deutschen besteht, die ausnahmslos Krieg spielen wollen, irrt.

  155. Observator, in den...
    Observator, in den pakistanischen Koranschulen werden über ein einhalb Millionen Kinder zu Talibankämpfern ausgebildet (siehe Phoenix „Im Griff der Taliban“). Für die Taliban gibt es keine Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan. Im pakistanischen Parlament saßen bereits Talibanführer, die zudem munter Weisungen in alle Richtungen verschicken, man müsse die Atombombe in Besitz bringen und diese sei unbedingt gegen die Ungläubigen einzusetzen.

  156. ... als inländische...
    … als inländische Biederfrau mißtraue ich allen geopolitischen Weltstrategen,
    insbesondere den „deutschsprachigen“, wenn es erlaubt ist.

  157. Das Töten eines anderen...
    Das Töten eines anderen Menschen ist falsch, immer. Manchmal kann man es sich jedoch nicht aussuchen (als Soldat zum Beispiel): „Der oder ich“.
    So darf ein Staat in der heutigen Zeit jedoch nicht denken. Keine (Angriffs-)Kriege, keine Todesstrafe. Wohl aber: „Einkassieren“ von Terroristen durch Geheimdienste; rigorose internationale Strafgerichtsbarkeit u.ä.
    .
    Die Alternative ist zurück ins Mittelalter.

  158. Heute mal ein...
    Heute mal ein Videozitat:
    http://www.youtube.com/watch?v=9YUDvAnoM7I
    Sagt alles, vor allem die letzten 2 Minuten.

  159. @Lt874
    .
    Okay, dann schlag'...

    @Lt874
    .
    Okay, dann schlag‘ ich Ihnen mal folgenden Deal vor: Sie begnügen sich mit der Bewaffnung eines Taliban und dürfen dafür wie bisher schon auf die ROE’s pfeifen.
    Topp?

  160. @D.A. April 26 2010 ...
    @D.A. April 26 2010 h 14:13
    Feundliche Grüße,
    ohne das traurige Thema allzusehr unterbrechen zu wollen,
    möchte ich aus reiner Neugierde doch gerne wissen wie man
    solche Photos macht ohne sich selbst anzuklagen.
    Vielen Dank im Voraus.
    P.S.: viel Spaß bei der Mille Miglia!

  161. @Lt874 & Chris

    Entschuldigen...
    @Lt874 & Chris
    Entschuldigen Sie bitte, dass ich so spät antworte, aber ich war die letzten drei Stunden in einer Sitzung (geisttötend, aber was will man machen).
    Nun, die Frage ist, welchen potentiellen Gewinn militärische Interventionen in diesen Regionen haben. Und es zeigt sich doch, dass wir einerseits einheimische Stammesgruppen wie die Paschtunen haben, die schon seit längerem untereinander und mit anderen um die lokale Autonomie/Hegemonie (das ist für mich schwer auseinander zu halten) kämpfen. Und andererseits eine Schnittmenge zu einem islamischen Fundamentalismus, der sich durch ganz Pakistan zieht und nicht so leicht lokalisierbar ist. Der auch bleibt, selbst wenn es gelänge, die paschtunischen Stammesgebiete zu besetzen und zu entwaffnen. Zumal es in Pakistan noch andere oppositionelle Gruppen gibt, die vielleicht auf die Idee kämen, mit den Fundis ein taktisches Bündnis einzugehen (und dann die Geister, die sie riefen, nicht wieder los würden).
    Wie ginge es also weiter? Müssten wir dann als nächstes Truppen nach Pakistan schicken? Sehen sie, ich glaube einfach nicht, dass es leistbar wäre, peu à peu jeden Staat zu übernehmen, von dem aus Islamisten operieren.
    Diese Gruppen agieren asymmetrisch und sind ein globales Phänomen. Sie können auf diese Weise zwar ihren Dschihad auch nicht gewinnen, aber solange der Konflikt asymmetrisch und nicht-lokal bleibt und keine Situation entsteht, in der man tatsächlich gegen einen identifizierbaren (und isolierbaren) Staat kämpfen kann (so wie im ersten Golfkrieg), lässt sich das Problem mit einem brutal-force-Angriff auf Regionen (um mal einen Begriff aus der Kryptografie zweckzuentfremden) m. E. nicht lösen. Wir können glaubhaft klar machen, dass wir jeden Angriff auf uns vergelten, aber einen weltweiten Präventivkrieg gegen alle Regionen, in denen die eine Operationsbasis finden (könnten)? Der Aufwand stünde in keinerlei Verhältnis zum Ergebnis, von der politischen Moral ganz zu schweigen.

  162. @Lt874: Wenn das funktionieren...
    @Lt874: Wenn das funktionieren würde, was Sie hier feil halten, könnte Israel seinen Krieg gewinnen und hätten die USA im Irak eine echte Chance.
    Vietnam als Beispiel eines asynchronen (weil frontlosen Krieges mit unterschiedlicher Ausgangslage und Ausrüstung) spricht ihre Argumentation ebenfalls Lüge.
    Nur die Deutschen haben in Jugoslawien (WK II) einen ähnlichen Konflikt erfolgreich beendet, mit entsprechenden Mitteln.
    Im Übrigen halte ich es ,in dieser Frage, mit Filmchen wie „Zeitgeist und ähnlichem, diese Kriege dienen der Geldmacherei und sollen garnicht gewonnen werden, diese Kriege sollen nur andauern und damit Banken und Firmen Gewinn bringen.
    Achja, Panzer machen in Afghanistan NULL Sinn, weil die zu groß und zu schwer sind. Geländegängigkeit und zu geringe Möglichkeiten der Bewegung (kaum Brücken davon keine mit einer solchen Tragkfaft), würden den Einsatz von Transporthubschraubern erzwingen.
    Hubschrauber hatten die Russen auch erfolglos im Einsatz (Stichwort: fliegende Festungen).
    Die Aufrüstung hat der afghanische Präsident (von US-Gnaden) bereits abgelehnt und auf http://www.heise.de/tp sind diverse Berichte von Afghanistankennern im Archiv. die vor einer weiteren Ausdehnung der Militärtätigkeit warnen, weil die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber den westlichen Truppen sehr gering ist und eine Ausweitung den Taliban nur Zulauf von Freiwilligen bringen würde.
    Zuletzt: ich kann/will es nicht gut heissen, wenn der Opiumanbau in Afghanistan nach dem Rauswurf der Russen unter amerikanischer „Hilfe“ massiv ausgebaut wurde. Bei den Taliban war der Anbau verboten und die Ernte gleich NULL. Heute (sollen) fast 90% des weltweiten Opiumanbaus in Afghanistan stattfinden. Sterben dafür unsere Soldaten?

  163. Hoffentlich bleiben die...
    Hoffentlich bleiben die westlichen Truppen noch möglichst lange im Irak und in Afghanistan.
    Denn solange sie dort beschäftigt sind, können sie anderswo weniger Unheil anrichten.
    Das war der Grund, warum Stalin 1950 in jener Sitzung des UN-Sicherheitsrat sich der Stimme enthielt. Wenn die Amerikaner sich in Korea engagieren, so sein Kalkül, dann sind Chinesen und USA schön miteinander beschäftigt, und die Sowjetion kann in Mitteleuropa (dem eigentlich wichtigen Schauplatz) in aller Ruhe ihr System aufbauen.
    Und so lange er lebte, tat Stalin alles, um den Koreakrieg schön am Köcheln zu halten. Erst nach seinem Tod kam es dann bald zum Waffenstillstand (1953).

  164. @Lt874
    irgendwo klang es so,...

    @Lt874
    irgendwo klang es so, als wären Sie schon mehrfach in afghanistan gewesen. den strategisch-politischen durchblick bescheinigen sie sich selbst. demzufolge müßte es in Ihrer zeit dort in der ebene um kundus ja richtig vorwärts gegangen sein. oder hoffen Sie hier auf Ihre entdeckung als löser unser aller sicherheitsprobleme? nur, wozu warten? es gibt doch wirklich keinen grund, sich nicht das kreuz an den waffenrock zu nähen und gen kundus zu ziehen. augenscheinlich gäbe es genügend mitstreiter für einen neuen kreuzzug. und bei Ihren offensichtlichen militärischen erfahrungen und fähigkeiten sollten durchgreifende erfolge nicht ausbleiben.

    nach meiner persönlichen meinung hat es durchaus gründe, daß die bundeswehr dort in der mitte einer ebene hockt, von wo aus das gebirge mindestens zwei tagesmärsche entfernt ist und von wo aus sie einen eventuell anrückenden gegner rechtzeitig ausmachen kann. es hat auch gründe, warum sie ihren gegner nach gefechten nicht verfolgt und eingenommene stellungen wie nach dem letzten in der faz beschriebenen gefecht mit tapferkeitsmedaillenfolge nicht hält. und es hat auch gründe, weshalb sie dort kein schweres gerät einsetzt. denn der gegner sitzt im gebirge und wird sich (verständlicherweise) keiner feld- und materialschlacht stellen, weil er diese nicht gewinnen könnte. und die bundeswehr kann sich nicht zu ihrem gegner ins gebirge begeben, weil dort ihre verluste drastisch ansteigen würden, umso mehr, wenn sie schweres gerät einsetzte. also sitzkrieg und das ertragen von provokationen, die in unwirtliches gelände locken sollen. da auf diese weise keine seite eine entscheidung wird herbeiführen können, wird das spiel wohl noch fünfzig jahre so weitergehen. bis eine seite keinen nachsschub mehr gewährleisten kann und aufgeben muß. die taliban werden es nicht sein.

    wozu also dort zeit, kraft und menschenleben vergeuden? falls es darauf außer propagandageschwafel eine echte antwort gibt, die bisher wohlweislich verschwiegen wurde.

  165. Den von Lt874 angefuehrten...
    Den von Lt874 angefuehrten Aspekt der pakistanischen nuclearen Waffen sollte man nicht unterschaetzen. Ich kann und moechte mir nicht vorstellen, was passieren koennte, kaemen diese Dinger in die falschen Haende. Es sei denn hinter der Warnung vor dieser Bedrohung stuende eine voellig Idee.
    Denkbar waere es, denn bei all den verschwiegenen Wahrheiten und den geausserten Unwahrheiten neigt man schon zur Paranoia.

  166. Filou, wenn ich mich recht...
    Filou, wenn ich mich recht erinnere, sind die Pakistanis Freunde des Westens, oder etwa nicht? Sollten wir da etwa einen Fehler…?

  167. Don, wer weiss schon, wer in...
    Don, wer weiss schon, wer in dieser Gegend ein Freund ist. Wer weiss schon welche Interessen im indisch-pakistanischen Konflikt eine zusaetzliche Rolle spielen. Wer weiss, was Pakistan mit der Bombe anfangen will. In eine Rakete stecken, mit dem Bollerwagen ins Ziel bringen…?
    Vielleicht ist Pakistan auch nur ein Buhmann, um andere Ziele zu rechtfertigen?
    Natuerlich gibt es jede Menge Menschen, die genaueres wissen. Bloss warum halten die alle den Mund?

  168. Ich denke da an diese ...
    Ich denke da an diese „ïnformative Desinformation“ in der Sache des Israelis Mordechai Vanunu. Das war ein ungemein schlauer Schzug, der Welt zu erzaehlen, Israel habe die Bombe und trotzdem die Existenz derselben zu bestreiten. Genial.

  169. @Da wieso driftet das jetzt in...
    @Da wieso driftet das jetzt in eien Diskussion über Waffenausstattungen der Bundeswehr etc. ab. Ich denke Ihr Artikel war sehr sehr gut. Die Wahrheit über den Afghanistaneinsatz lies sich schon aus den Lügen im Detail ablesen: Gutenberg spricht von man muss sich entschuldigen, die Faz schreibt, Gutenberg hat sich entschuldigt. Was war das eigentlcih für eine veranstaltung? Eine katholische hl. Messe für die verstorbenen? Oder eine ökumenische-säkulare Erbauungs-Trauerfeier.ich habe die Übertragung nicht gesehen? Wenn letzteres, dann wären wir wieder bei den letzten blogg und dem zu hilfe rufen staatlicher Gewalt durch die Kirche wie beim Beispiel der Donatisten?
    Wenn Sie mal wieder die Donau überqueren. In einem Nachbardorf von dem Ort meiner Kindheit beginnt man jetzt das Grab für die toten des gewaltmarsches aus Flossenbürg herzurichten. Es gab bisher nur ein kleines Grab am hintersten Eck des friedhofs mit 5 mose 32, 35

  170. .
    "Bloss warum halten die alle...

    .
    „Bloss warum halten die alle den Mund?“
    …WEIL sie genaueres wissen evtl.; und in der 3.und 4. ..reihe dürfte es
    sich um „Fließbandwissen“ handeln, wie bei einem Medienkonsumenten auch.

  171. Hallo erstmal wäre nicht die...
    Hallo erstmal wäre nicht die richtige Begrüßung, aber begrüßt hier überhaupt jemand?. Anscheinend ist es in so einem Medium gleichgültig, ob jemand >Guten Abend< , >Guten Morgen< oder einfach nur >Tach< schreibt. Munter wird drauflos geplappert, aber gleichzeitig werden schlechte Manieren aus den Schichten von uns hier Unten angeprangert. Aber wir, wir hätten es uns niemals erlaubt, im Zusammenhang mit dem beschriebenen Ereignis von einem >Event< und >Location< zu sprechen. Auch hätten wir nicht Deutschlandfahne mit entsprechend viel a´s garniert, geschweige denn von >Public Viewing< geschrieben. Auch wenn es möglicherweise ironisch oder wie auch immer gemeint war, empfinde ich es als fehl am Platz. Und was ist mit dem Titel gemeint? >Der Tod kommt zurück in seine Heimat< . Erneut so eine Art Koketterie mit dem deutschen Schuldkult? Der Tod ist überall zu Hause, nicht nur in Deutschland! Deutschland wird meines Erachtens nicht am Hindukusch verteidigt. Aber wenn sich schon deutsche Soldaten in einem quasi Kriegseinsatz befinden, dann sollten sie auch mit den bestmöglichsten Geräten ausgerüstet sein. Und Krieg ist >Sport< !!??.... Was für ein Quatsch. Umgekehrt könnte man es vielleicht schreiben, ja das ganze Leben ist Krieg und der bewaffnete Krieg ist gewissermaßen das radikale Aufwachen, die grausame Erkenntnis, dass man ähnliches schon immer gemacht hat, nur das mit dem Ausschalten von Mitbewerbern auf dem Arbeitsmarkt oder bei der Werbung um die angebetete Holde in den seltensten Fällen noch Blut fließt. Krieg bedeutet >Anstrengung, Bemühen, Streben, Widerstand, Hartnäckigkeit< und dergleichen mehr, auch wenn der Ursprung des Wortes nicht restlos geklärt ist. Von daher ist das Leben an sich Krieg, nämlich das Bemühen, die Anstrengung so lange wie möglich zu überleben. Nur sie hier in ihrem durchorganisierten und hochtechnisierten Umfeld nehmen das in der Regel gar nicht mehr wahr. Da bedarf es dann schon den Hinabstieg nach hier Unten, zu dem Pöbel, wie wir immer wieder gern von dem Verfasser bezeichnet werden. Eine Gesellschaft ohne Krieg, eine sogenannte Zivilgesellschaft wie Sie es nennen wird es nicht geben. Dazu müsste die Menschheit einen gewaltigen Sprung tun, aber könnte sie dann noch unterscheiden? Denn nur dadurch, dass Unterschiede wahrgenommen werden, kommt es zu Konflikten, die wiederum auf unterschiedlichen Eskalationsstufen ausgetragen werden. Ich hatte die Absicht eines von meinen eigenen Werken hier einzubringen, aber es erscheint mir doch zu einfach, zu ... mir fällt außer provinziell kein anderes Wort ein, aber das ist es wohl- von geringem geistigen, kulturellem Wert. Stattdessen zitiere ich lieber. There is a war between the rich and poor, a war between the man and the woman. There is a war between the left and right, a war between the black and white, a war between the odd and the even. (Leonard Cohen; >There is a war< ) UND ICH WERDE GEHEN:UND DIE VÖGEL WERDEN BLEIBEN und singen; und bleiben wird mein Garten, mit seinem grünen Baum und seinem weissen Brunnen. Jeden Abend wird der Himmel blau und friedlich sein, und läuten werden, wie heute abend, die Glocken vom Kirchturm. Sterben werden jene, die mich liebten; und das Dorf wird neu jedes Jahr; und in jener Ecke meines weißblühenden Gartens wird mein Geist heimwehtrunken umherirren... Und ich werde gehen; und ich werde allein sein, ohne Heim, ohne grünen Baum, ohne weißen Brunnen, ohne blauen und friedlichen Himmel... Und die Vögel werden bleiben und singen. (Juan Ramón Jiménez; >Die endgültige Reise<)

  172. Schwejk!
    .
    Dieser ganze...

    Schwejk!
    .
    Dieser ganze deutsche grün-rot-schwarz-gelbe Nichtkrieg in Afghanistan 2001, das ist in Wirklichkeit eine große Schwejkiade.
    Formell wird die Bündnisverpflichtung erfüllt, formell steht man stramm bei Gewehr, in der Praxis findet man einen Weg, sich aus der Frontlinie rauszuhalten.
    .
    Das macht doch irgendwie auch Hoffnung. Natürlich können wir nicht laut „NEIN“ sagen, wenn die Amerikaner uns rufen, wer sind wir denn — edle Ritter oder was?

  173. @Grenzgänger
    dort wird aber...

    @Grenzgänger
    dort wird aber kein krieg geführt. ein krieg wird geführt zwischen zwei staaten, vertreten durch ihre armeen, die sich durch ihre uniformierung voneinander unterscheiden. ein krieg folgt regeln. eher könnte man es mit der besetzung indianischer gebiete in amerika vergleichen, also einem kampf der zivilisation gegen in der gesellschaftlichen entwicklung tieferstehende volksstämme mit dem ziel, ihr territorium zu gewinnen. und genau das ist das verwerfliche. um dieses zu verschleiern, wird behauptet, die taliban gefährdeten unsere zivilisation, sie strebten nach der bombe. propaganda unterster schublade. und dafür sollte ein land seine soldaten nicht hergeben.

  174. Ist natürlich irgendwie auch...
    Ist natürlich irgendwie auch Betrug sowas, genau wie das Skandalspiel D-Ö in der Vorrunde 1982.
    Damals übrigens zum Nachteil eines Landes, das nach Aussagen beteiligter Legionäre zu seinem Glücke heute noch französische Kolonie sein könnte, wenn nur der damalige Startrainer Charlemagne seine Mannschaft besser im Griff gehabt, fortschrittlichere Techniken sowie moderne Mann- und Raumdeckungskonzepte eingesetzt hätte.

  175. Guten Morgen...
    Guten Morgen miteinander.
    .
    Ich mag mich an der Kriegsdiskussion gar nicht mehr beteiligen – es scheint, es sei alles schon gesagt: Von der Betroffenheit, Scheinheiligkeit der Politik bis zum strategischen Nutzen. Und auch die Parodie darauf fehlt nicht.
    .
    Deswegen jetzt etwas komplett anderes:
    Don Alphonso, Splügen und Umbrail/Stilfserjoch sowie Einfahrt Livigno beim Ofen- resp. Berninapass sind noch geschlossen (Wintersperre) – aber das wissen Sie bestimmt schon längst selber….
    Was ich aber gerne erfahren würde: Ist der Kofferraum Ihrer Barchetta gross genug, um eine gewilderte Gämse darin zu verstecken ? ;-)

  176. @grenzgänger
    Wenn die...

    @grenzgänger
    Wenn die Atombomben erst einmal gefallen sind, gibt es auch keine singenden Vögel mehr. Dann ist die Erde tot und leer, und es ist völlig gleichgültig, ob die erste Bombe, die die Eskalation in Gang setzte, von einem Terrorist oder einem ausgerasteten Geheimdienst initiiert wirden war. Wenn es uns nicht gelingt diese Gefahr auszuräumen, haben unsere Kinder und Enkel keine Überlebenschancen.

  177. Nee, das ist keine...
    Nee, das ist keine Schweijkiade. Schwejk, der heimliche Anarchist, sorgte still und leise nur fuer sich selber in einem zerruetteten Kaiserreich. Ausser sich selbst hatte er keinerlei Mittel. Kein Geld, kein Haus, weder Frau noch Kinder. Man konnte ihm nichts nehmen. Darum konnte man ihn zu nichts pressen. Eine Meinung hatt er auch nicht. Darum konnte er nach dem Krieg im Krug sitzen und auf einen Kameraden warten. Es war ihm alles powidel.
    Nur das nette Hunderl da, das interessierte ihn. Ein Rattler. Dafuer gab es einen Interessenten. Aber der Krieg war vorbei, niemand hatte noch Geld. Die Bestellung wurde nicht ausgefuehrt.

  178. Schwejk gibt zu, dass er...
    Schwejk gibt zu, dass er „bled“ ist. Das würde ich gern mal von anderen auch hören.

  179. @D.A., that's me!...
    @D.A., that’s me!

  180. Großartiger Beitrag, vor...
    Großartiger Beitrag, vor allem der letzte Satz. Eine scheußliche Zeit, in die wir da wieder geraten sind. Und die Demos bleiben nicht aus, weil die Menschen emppört sind. Sie bleiben aus, weil ihnen egal ist, wer wo stirbt, so entsolidarisiert sind sie. Die größte Sorge: Dass es dem Regierungsclübchen gelingt, das zu ändern. Die ARD sollte einfach nicht über diesen teuren Propagandamist berichten, sondern irgendeine Serie wiederholen!

  181. Filou, sooo nicht! Die Doofe...
    Filou, sooo nicht! Die Doofe hier im blog, das bin ich. Ich bitte Sie höflichst
    darum, sich hinten anzustellen.

  182. minna, bitte gerne! Ein...
    minna, bitte gerne! Ein Gentlemen bleibt auch in Ballonseide und Deichmannschuhen ein Gentlemen.
    .
    Der vom Judentum zum Katholizismus konvertierte Feldkurat Katz (die nehmen wirklich jeden) verlor beim Kartenspiel den Offisiersdiener Schweijk an Oberleutnant Lukasch. Lukasch belehrte Schwejk, dass er (Lukasch) oft Damenbesuch erhalte, und Schwejk den Damen alle Wunsche zu erfuellen habe.
    Bald darauf beehrte die abentuerlustige Gattin eines Hopfenhaendlers die Garconniere. Nachdem sie ein wenig das Nestchen arrangiert hatte, legte sie sich aufs Kanapee und befahl Schwejk, zu tun, was ihn sein Herr geheissen: den Damen alle Wuensche zu erfuellen. Und Schwejk tat. So war er der Schwejk. Jaja.

  183. @Don
    Was soll der Franz Jung...

    @Don
    Was soll der Franz Jung zugeben?
    Braucht’s dös?

  184. Guten Morgen,

    AN Don Carlos;...
    Guten Morgen,
    AN Don Carlos; natürlich weiß ich, dass dort kein Krieg im herkömmlichen Sinn geführt wird. Es ist das, was man früher als Partisanenkrieg bezeichnete, heute heißt so was >asymmetrische Konflikte<. Und das trifft für Afgh. besonders zu. Um was es dort letztendlich geht,( Rohstoffsicherung, Kampf gegen den Terror, der möglicherweise von denen, die gegen ihn angehen, selbst inszeniert wurde; Verteidigung der Einheimischen gegen Eindringlinge; Aufbau von Demokratie, Frieden und Freiheit; usw.) vermag ich nicht abschließend zu beurteilen. Ich jedoch wollte nur zum Ausdruck bringen, dass das Leben an sich Krieg ist. Und ganz ausdrücklich nochmals, dass ich nicht der Meinung bin, das der Tod seine Heimat in der Stadt hat, von der in dem Bericht die Rede ist. AN TIGER; Freut mich, dass es hier noch Menschen gibt, die an Kinder und Enkel denken, bei 1,3 Kinder pro Frau in Deutschland und der Ansicht des Herrschers dieses Blogs über Kinder. Zu den Atomwaffen: Irgendwas bleibt immer. Ich muß mich jetzt wieder in meinen persönlichen Krieg stürzen, mit den Kratzern und Blessuren des mich noch beherbergen Körpers. Kämpfen um das Überleben. DOCH: It´s better to burn out, than to stay away….. ( Neil Young, Hey hey, My my.) Schönen Tag noch, angenehmes Maifest.

  185. Werter Don,
    auch wenn Sie nie...

    Werter Don,
    auch wenn Sie nie wieder mit mir sprechen wollen, so gebe ich doch gerne eine Statement ab.
    Überall in den Medien wird immer der Bundeswehrsoldat als Opfer, der Bundeswehreinsatz insgesamt als unumgänglich und der Verteidigungsminister als Medienrepräsentant seines Ministeriums dargestellt.
    Der Beruf des Soldaten ist NICHT, Schulen zu bauen. Ist NICHT der freundliche Umgang mit Talibanbauern. Ist NICHT mit Schaufel und Bagger, Brunnen zu bohren. Ist NICHT in einem Lager, das gesichert ist, wie ein Gefägnis, auf die nächste Patrouillenfahrt zu warten.
    Sein Beruf ist es, in einem militärischen Auftrag, sein Leben zu riskieren und es ggf. zu geben. Die Soldaten, die nach Afghanistan gehen, sind keine 8monatigen Wehrdienstleistenden, sondern Berufssoldaten, die sich diesen Beruf ausgesucht haben.
    Das schlimme an dieser speziellen Mission ist jedoch, dass es den Soldaten nicht ermöglicht wird, ihre vollen Fähigkeiten einzusetzen.
    Weil Frau Merkel keinen Krieg kennt und darüber nicht sprechen möchte. Weil die Linke fordert, dass ganz Deutscland einen pazifistischen Kommunismus bekommt. Die SPD eigentlich nie weiß, wo sie steht, was sie will, aber doch meistens gegen irgendetwas oder -jemanden ist. CDU und CSU sind auch nur eine verkappte SPDGrüne und somit nimmt niemand der Regierung die Interessen und Bedürfnisse der Soldaten wahr.
    Wir haben Marder, Leoparden, Eurofighter, KSK und GSG9, die neueste und weltweit beste Waffentechnik. Alles Dinge, die es unserer Truppe in Afghanistan irgendwie ermöglichen könnte, eine Gegend zu befrieden, um dann die passenden Organisationen zu unterstützen, Schulen und Krankenhäuser und eine Infrastruktur aufzubauen.
    Einzusetzen ist das alles aber nicht, weil es ja keinen Krieg gibt. Und dieser Krieg mit keinen Mitteln dieser Welt zu gewinnen ist. Es sei denn, man tötet alle Einwohner Afghanistans, Pakistans und aller umliegenden destabilisierten Staaten. Das wäre politisch aber nicht correct und somit werden wir im Fernsehen immer wieder Trauerfeiern sehen. Wo Berufssoldaten betrauert werden und die trauerangereisten Politiker zum Teil eine erhebliche Mitschuld am Tode dieser Männer tragen.
    Mit traurigem Gruß aus Hamburg
    MvB-B

  186. Ein Staat m u s s um...
    Ein Staat m u s s um souverän zu sein über eine eigene Kultur, feste Grenzen, eine eigene Währung und Militär – zumindest zum Zweck der Verteidigung – verfü- gen. Das vielfältige Geplappere auf der Basis des Wunsches nach einem praktisch nirgendwo verwirklichten, pazifistischen System, ist reine Zeitverschwendung. Es
    gibt den Kampf in der Natur, wir sind als denkende Wesen nur besonders „abge-
    feimt“, womit jeder Mensch seit Anbeginn leben muss. Sonst bliebe ihm nur der Suizid. Diesmal stellt der Islam die Agressoren. Das haben seine Gehorsamen be-
    wiesen durch tausende Attentate. Es bleibt uns nur die Wehr oder die Fügung. Es
    nützt nichts, dies mit Pazifismus zu überdecken und durch zuviel Selbstbetrug.

  187. @MarkusvonBentheim-Burg:
    Die...

    @MarkusvonBentheim-Burg:
    Die Entente hat bereits im WK I. begonnen das dt. Soldatentum zu diffamieren. Es gab die preussisch behelmte, blutbefleckte Bulldoggen-Bestie nicht. Die kaiserliche OHL hat das Problem verkannt und darauf praktisch nie reagiert. Sie hat dies als hilflose Überteibung gesehen. Der Hitlerismus (Faschismus ist hist. falsch) hat eine Erweiterung und Vertiefung des Antisoldatischen Gedankens im dt.Volk durch die katastrophale Niederlage gebracht. Weder Bundeswehr noch NVA konnten anfangs ohne Wehrmachtsoffiziere und mittl. Mannschaftgrade als Berufssoldaten auskommen. Freiwillige? Mangelware ! Der überwiegende Teil des dt. Volkes war stringent gegen die Neubewaffnung. Über 60 Jahre Frieden (unter US-Schutz) hat jeden Wehrwillen verkümmern lassen. Ich bin nicht sicher, ob sich die dt. Bevölkerung überhaupt gegen die Machtübernahme anti- demokratischer Kräfte wehren würde. Eher wohl nicht. Genau dort liegt die Krux aller Auslandseinsätze. Sie bewirken nur die Steigerung der Inlandsabnei- gung gegen alle Art von Uniformen. Im Kern heisst das: Niemand will verteidigt werden. Demokratie, Freiheit und vor allem Wohlstand werden als fester Be- sitz gesehen, obwohl die Nachrichten täglich voll von Katastrofen sind. Zurück zum Anfang: Die Entente hat nach rund 100 Jahren ihr Ziel der Kriegspropagan- da erreicht. Das so gründlich, dass ein dt. Erwachen in der realen Welt an krampfhaft geschlossenen Augen bei voller Negierung von Zukunftsinterressen scheitert.

  188. Guten Tag,
    @ Markus v. B.-B. ,...

    Guten Tag,
    @ Markus v. B.-B. , (nun benutze ich doch dieses @Zeichen, es ist einfach zu eingebürgert) Sie haben sich einmal als jemand beschrieben, der auf Grund seiner Daseinsverhältnisse einen Lebensstil innehat, der sich noch jenseits dem des Verfassers dieses Blogs befindet.
    Wenn dem so ist, und es nicht eine Erfindung dieses virtuellen Raumes ist, dann freut es mich, dass jemand von >da oben< mit mir >hier unten< übereinstimmt. Einen sonnigen ersten Maisonntag wünsche ich, von noch etwas nördlicher als Hamburg.

  189. Werter Faznetto, werter...
    Werter Faznetto, werter Grenzgänger,
    ich finde es besonders bemerkenswert, dass es noch andere gibt, die das rechte Spektrum unserer Gesellschaft nicht als Faschisten, sondern korrekter als Nationalsozialisten bezeichnet. Fasces waren italienische Scharfrichter zu Zeiten des alten Rom, und so wurde der extreme Nationalismus Italiens als Faschismus bezeichnet, während es hier in Deutschland einen o.e. Nationalsozialismus gab und gibt. Warum linke Gruppierungen diese Begriffe gerne mixen, ist, dass da ja der Begriff Sozialismus drinsteckt. Etwas extrem schönes, erstrebenswertes, nach den letzten Wahlergebnissen zu urteilen.
    Meine provokante These wäre für diesen schönen sonnigen Sonntag, dass all die Randalierer der letzten Jahre und der letzten Nacht zum 1. Mai alle in Freischärleruniformen gesteckt werden und an alle Brennpunkte des Weltgeschehens geschickt werden. In Afghanistan werden ehrenvolle Soldaten einfach in Hinterhalte gelockt, da könnten doch schön ein paar militante Linke , Vermummte und radikale Hooligans ihr unnützes Dasein aushauchen. Sollten die doch mal in Kabul ein paar Müllcontainer anzünden und gegen die dortigen Sicherheitskräfte, besser noch gegen Talibanfeiglingsheckenschützen opponieren. Das wäre mal ein Spaß und ein toller Medienerfolg. ÜbertragungsLKW von ARD, ZDF und NTV direkt vor Ort.
    Wenn Sie mir begegneten, werter Grenzgänger, würden Sie nie erkennen aus welchem Hause ich käme. Auch im Gespräch würden Sie mich nicht erkennen. Auch von meinem neuen Ostseerittergut aus wünsche ich Ihnen alles Gute für dies Wochenende.
    Mir werden von der Baumschule Bruns nächste Woche zweihundert alte Bäume und Büsche für meinen neuen Park geliefert. Bin schon sehr gespannt. Bagger, Kräne, Tieflader…Hoffentlich sieht der Park hinterher besser aus und nicht wie eine Baustelle. Oben ist die Seite meines Nachbarn.
    Und an Sie Herr Don, kramen Sie endlich Ihre mittelmäßige Erziehung heraus und reagieren Sie mal wieder, wenn ich mich schon erniedrige, Sie in der Anrede zu erwähnen…Mannmannmann, schlechter Stil, schlechte Erziehung, mittlere Herkunft.
    Empörte Grüße aus dem neuen Park am See
    MvB-B

  190. Herr von Bentheim-Burg, ich...
    Herr von Bentheim-Burg, ich bin mir tatsaechlich absolut sicher, dass ich Sie in einem Cafe nie erkennen würde. Ich bin mir auch relativ sicher, dass ihre Existenz eine zumindest partiell imaginaere ist. Am sichersten bin ich mir aber, dass keine Frage besteht, wer die besseren Umgangsformen hat.

  191. Guten Tag.
    @ Markus v. B-B....

    Guten Tag.
    @ Markus v. B-B. – Da haben Sie ja noch so gerade Glück gehabt mit dem Wetter meine ich, denn um diese Zeit so große Solitärs zu pflanzen, ist zumindest in den meisten Jahren schon mehr als bedenklich. Sicher haben Sie heute dann auch einiges Gutes von dem endlich in benötigter Menge herabfallenden Regen für Ihr neues Gut gehabt.
    Ihr Nachbar wohnt dort !!?? Eine schöne Gegend. Ich habe dort in der Nähe gute Bekannte wohnen und meine Mutter ist in den 50er Jahren auf Gut Margarethenhof >in Stellung< gewesen, wie es damals so hieß. Für eine Ausbildung zur Schneiderin, die sie so gern erstrebte, reichte das Geld meiner Großeltern nicht, denn damals musste man für Lehrstellen bezahlen. Warum nicht von >von Ehren< ? Aber letztendlich sind beide ganz gute Adressen, wobei >von Ehren< vermutlich der teurere ist. Viel Erfolg wünsche ich bei der Pflanzaktion und Freude am hoffentlich Weiterwachsen der großen Bäume. Schade, dass ich der Aktion nicht ein wenig beiwohnen kann.

  192. Eines muss man klar sagen: Sie...
    Eines muss man klar sagen: Sie haben sich wesentlich verbessert im Vergleich zu Ihren ersten Monaten auf FAZ.net. Stilistisch wie inhaltlich.

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