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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Köhler’sche Lektionen in Müstair

| 239 Lesermeinungen

Die Schweizreise in diesem Blog neigt sich zum Ende, wie auch das Amt des Bundespräsidenten Köhler. Vielleicht hätte Köhler vor seiner verhängnisvollen Reise nach Afghanistan und seinen unvorsichtigen Einlassungen wie ich das Val Müstair besuchen und seine Geschichte studieren sollen - dann wäre sein Ton vielleicht ein anderer, und angemessen weiser gewesen.

Ich will auf den Tag im Schweizerland räuchern und brennen, dass Gott im Regenbogen vor Rauch und Hitze blinzeln und die Füße an sich ziehen muß.
Burkhardt von Randeck in der Sage von  Benedikt Fontana

Vom Schwarzhorn, dessen Spitze so schnell kein Reicher bewohnen wird, geht es hinab ins Tal nach Susch und weiter nach Zernez, aber anstatt nach St. Moritz oder Silvaplana in andere hässliche Dörfer der Besserverdienenden zu fahren, oder gar hinunter zum Comer See, wo die Italiener das gleiche mit ihrem Geld tun, wie die Deutschen am Bodensee – biege ich links ab. Dort geht es hinauf in den Schweizer Nationalpark, eine Region frei von Menschen und an jenem Tag auch ziemlich frei von anderen Fahrzeugen.

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Hier oben wird versucht, die Schweiz wieder so zu machen, wie sie vor den Eingriffen des Menschen war. Ab und an tauchen wieder Wölfe auf, der erste Braunbär seit Jahrzehnten wurde hier 2005 wieder gesichtet (näheres dazu im Buch der Kollegin Melanie Mühl), und in 100, 200 Jahren sieht es hier vielleicht wirklich wieder so aus, wie vor ein paar tausend Jahren. Der Mensch muss hier auf Wegen bleiben, aber das macht nichts, es ist auch so eine für den an Menschen gewöhnten Mitteleuropäer eine feine Sache, eine Weile keinen Menschen zu sehen.

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Irgendwann erreiche ich den Ofenpass, 2149 Meter hoch, die Wasserscheide zwischen dem Inntal und der Etsch, die sich mit dem Po vereint und ins Mittelmeer mündet. Am Südhang riecht es italienisch, am Nordhang liegt noch Schnee. Der Ofenpass ist die eigentliche Grenze zwischen Nord- und Südeuropa.

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Von dort aus geht es hinunter ins Münstertal, oder auch Val Müstair, und am Ende des Tales liegt Südtirol, links geht es zum Reschenpass und rechts nach Meran. Es ist alles so satt und so grün hier, und gleichzeitig immer noch relativ frei von der Moderne. Dicht drängen sich schwere Steinhäuser aneinander, das Val Müstair ist eine weitgehend vergessene und touristisch wenig erschlossene Region, verschlafen, verzaubert, und wenn man in Müstair rechts abbiegt, kommt man auf den Umbrailpass, dessen einzigartiger Vorteil es ist, dass man ihn mit dem Auto frei befahren darf, obwohl er im Mittelstück nicht asphaltiert ist. Der Umbrail ist der höchste Pass der Alpen, auf dem man noch das Fahrgefühl der 30er Jahre erleben kann. Oben geht es weiter zum Stilfser Joch oder hinunter nach Bormio. Pässe, Wege, Übergänge, und am Schnittpunkt liegt das Kloster St. Johann aus dem späten 8. Jahrhundert, berühmt für seinen weitgehend erhaltenen, karolingischen Freskenzyklus.

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Eine Laune des Schicksals hat dafür gesorgt, dass unten im Vinschgau, nicht weit von hier, die anderen beiden herausragenden beispiele karolongischer Wandmalerei zu finden sind. St. Johann in Müstair, St. Benedikt in Mals und St. Prokulus in Naturns geben einen guten Eindruk von der Farbenpracht des frühen Mittelalters, aber Müstair hat fraglos die bedeutendsten und ältesten Kunstschätze an den Wänden. Als das Kloster vermutlich von Karl dem Grossen gegen 775 gegründet wurde, waren im Südtiroler Vinschgau noch die Bajuwaren und Langobarden an der Macht. Ein paar Jahre später hatte Karl beide Völker in dermassen brandschatzend und brutal unterjocht und ihrer Führungsschicht und Rechte beraubt, dass es einen zweifeln lassen kann, ob sein Namenszusatz nicht eher auf „der Schreckliche“, „der Hinterhältige“ oder „der Kriegsverbrecher“ lauten sollte. Gern sagt man in geschichtsvergessenen Kreisen dem Manne nach, er sei der erste Europäer gewesen, und tatsächlich steht er für eine bestimmte Traditionslinie des Kontinents, die jeder nach Gutdünken weiterstricken konnte, der seine Nachbarn überfiel, unterdrückte und ausbeutete.

Die Kirchen in Mals und Naturns sind dann schon Eigenkirchen der neu eingesetzten, fränkischen Oberschicht, aber das Kloster in Müstair selbst ist in seinem Netz der Wege und als Einfallstor nach Südtirol vermutlich der Ausgangspunkt der Eroberungen gewesen. Man darf sich ein Kloster dieser Zeit nicht als Ort des Rückzugs von der Welt vorstellen; Klöster waren Verwaltungs- und Herrschaftsorganisationen für Regionen, Mittel des Machterhalts und der Interessensdurchsetzung, Rechtskanzleien und Erzwinger der dem Herrscher genehmen Staatsreligion. Noch heute steht eine Statue von Karl dem, nun, was auch immer, neben der Hauptapsis von Müstair, und bewacht den Weg aus dem Frankenreich in die Lombardei.

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Es hätte auch anders kommen können, denn auch im Mittelalter gierten die Mächtigen und ihre Handelsherren nach Strassen und Transportwegen zur Sicherung ihrer Herrschaft und Profite, ohne dabei Rücksicht auf Baudenkmäler zu nehmen. 1499 war es Kaiser Maximilian I., noch so ein in der Geschichtsschreibung gut wegkommender Herrscher, der Einfluss und freie Bahn zwischen Tirol und Mailand haben wollte. Zu diesem Zweck wurde Müstair geplündert und Geiseln genommen, und das Tal ein Dorf weiter Richtung Vinschgau abgeriegelt. Die Schweizer wehrten sich in der Schlacht an der Calven, besiegten die Deutschen vollständig, und  massakrierten alle, die ihnen in die Hände fielen, Soldaten wie Bewohner der Dörfer. Daraufhin marterte man auf der anderen Seite 38 Schweizer Geiseln zu Tode, drang noch einmal kurz brandschatzend ins Val Müstair ein, und musste in den Folgejahren weiterhin über das beschwerliche Stilfser Joch nach Mailand, um die Handelswege offen zu halten.

120 Jahre später kam es im angrenzenden Veltlin und rund um Bormio erneut zum Konflikt, als die Eidgenossen im 30-jährigen Krieg sowohl den deutschen Katholiken  in  Richtung ihrer Besitzungen in Mailand, als auch den Franzosen und ihren protestantischen Verbündeten auf dem Weg nach Venedig den Durchzug erschwerten. Das Geschehen ging verharmlosend als „Bündner Wirren“ in eine wenig ruhmreiche Geschichte ein: Es entbrannte ein von den Grossmächten angeheizter Bruderkrieg. Zuerst begingen die Protestanten unter Jörg Jenatsch Justizmorde an der katholischen Partei, dann rebellierten die Katholiken und begingen den „Veltliner Protestantenmord“, oder, wie es katholisch genannt wird, die „Heilige Schlachtung“, die in eine gewaltsame Säuberung des Landstrichs von Protestanten mündete, und die Ereignisse in dem auseinanderbrechenden Yugoslawien und anderer Stellvertreterkriege vorwegnahmen. Beide Parteien riefen ihre Verbündeten zu Hilfe, die nur zu gern im Kampf um die Pässe und Wege eingriffen, und Tod, Mord, Seuchen und Verwüstung auch in diesem reizenden Tal mit sich brachten.

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Wenn der Torbau des Klosters von Müstair also der Turm einer Befestigung ist, und Zinnen trägt, ist das nicht allein gebauter Herrschaftsanspruch, sondern pure Notwendigkeit des Überlebens in Zeiten von Militärdoktrinen, die eigene wirtschaftliche Ziele über die Integrität und Schicksale der Menschen setzen, durch deren Länder ihre Handelsrouten gehen. Gute Gründe, Notlagen, Erklärungen und wirtschaftliche Logiken wurden dafür immer gefunden, wenn man sie gerade brauchte, Karl der Irgendwassige wurde offiziell vom Papst gegen die Langobarden zu Hilfe gerufen, Maximilian I. konnte sich auf alte Rechte berufen, und im Veltlin wussten beide Seiten beim Morden das göttliche Recht auf ihrer Seite, das verteidigt werden musste, und wenn am Ende noch jemand greifbar war, machte man ihm auch den Prozess, damit alles seine Ordnung hatte.

Das Tal und den Nationalpark, die ich vielleicht als die „Schweiz der Schweiz“ bezeichnen würde, so verlassen, vergessen, so ruhig in ihrer Einsamkeit, mit ihren Naturkäsereien, die noch Chascheria heissen und nicht „Milch Arena“ wie in Davos, und mit Pässen, die noch aussehen wie in den 50er Jahren und in einem Licht liegen, das Technicolor in die Kamera zaubert, diese Region wurde erst friedlich, als weiter westlich andere Pässe ausgebaut wurden, über die andere Heere mordend und plündernd zogen, alle mit dem besten Recht und den besten Gründen und immer der Gewissheit, dass den Sieger keiner mehr fragen wird, und immer jemand kommt, der einem die Absolution erteilt. Das Val Müstair wurde eine Sackgasse am Rand der Schweiz, durch eine lange, wilde Passstrecke vom Rest des Landes getrennt, es wurde kein Zentrum der Steuerhinterziehung und der neuen Geldstrassen auf elektronischen Wegen, für die andere Kriege mit anderen Mitteln geschlagen werden, mit anderen Verlierern und Hungernden, vielleicht in Falludja oder in einem amerikanischen Neubaugebiet, und anderen Gewinnern in irgendwelchen Türmen, für die keine Zinnen mehr brauchen, sondern nur noch Lobbyisten und käufliche Parteien – das alles ist sehr weit weg. Nur in der Raiffeisenbank, da kann man an den Schalter gehen und die Goldvreneli zu vernünftigen Preisen kaufen, die in der Vitrine liegen, sie in den Geldbeutel legen, und dann über die Grenze, die kleine Schweizreise beendend, getrost nach Hause fahren, in die Heimat, die nicht neutral wie die Schweiz, sondern in Afghanistan im Kriegseinsatz ist, und dort nach den Pfeifen anderer Interessen tanzt.

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Und wenn Sie glauben, der Rücktritt eines darüber stolpernden Staatsoberhauptes namens Bundespräsident Köhler, das auch gern Handelswege dominieren möchte, wäre eine schlimme Sache: Die Grossmutter eines der Soldaten, der vor sechs Wochen in Afghanistan ums Leben kam, hat bei der schlimmen Nachricht einen Schlag erlitten, und ist vor drei Wochen an den Folgen gestorben.

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239 Lesermeinungen

  1. Wertester Don Alphonso,
    Danke...

    Wertester Don Alphonso,
    Danke für Bilder und Text

  2. Bitte. Das war auch für mich...
    Bitte. Das war auch für mich der Höhepunkt der Schweizreise.
    .
    Generell mal eine Frage: Was gefällt eigentlich besser: Wenn ich in der Heimat Mikrogesellschaften seziere oder unterwegs fabuliere?

  3. D.A. Ihre Geschichte hat mich...
    D.A. Ihre Geschichte hat mich unterhalten und auch belehrt. Ihrem Brachialvergleich am Schluss moechte ich allerdings nicht zustimmen. Fahren Sie ruhig weiter durch das alpine Mitteleuropa und finden Sie Erzaelenswertes wie oben. Vielen Dank.

  4. Es ist eigentlich kein...
    Es ist eigentlich kein Vergleich. Es ist eine Geschichte, von der ich denke, dass man sie wissen sollte, wenn man über das Thema redet.

  5. Werter Don, Ihre Reisefabeln...
    Werter Don, Ihre Reisefabeln gefallen mir am besten. Besondere Freude finde ich in den automobilen und kulinarischen Teilen; das kunstgeschichtliche lese ich interessiert mit.

  6. Anyway, wenn´s...
    Anyway, wenn´s interessant,lehrreich und unterhaltsam geschrieben steht, wie meistens, so auch diesmal, ist es immer ein nachdenkenswertes Vergnügen.

  7. Danke: Wunderschöne Bilder...
    Danke: Wunderschöne Bilder und auch der Text ist nicht schlecht. Den letzten Absatz finde ich wichtig. Das zeigt nämlich wie „dämliche“ Politik ganz konkret in das Leben in der Provinz eingreift. Es gibt keine Enthaltung als Bürger zu solch einer Regierung

  8. >>
    Was gefällt eigentlich...

    >>
    Was gefällt eigentlich besser: Wenn ich in der Heimat Mikrogesellschaften seziere oder unterwegs fabuliere?
    >>
    Die Abwechslung. Und statt oder.

  9. Schwer zu sagen, was besser...
    Schwer zu sagen, was besser gefällt, in meinem Fall sind es wohl eher die Reisebeschreibungen. Wenn man einen Teil der Reiserouten selbst kennt und hin und wieder befährt, tappt man gerne in die Falle: Der leicht sehnsuchtsvolle Blick zurück in eine Zeit, die in vielem nur aus der Retrospektive besser scheint, als sie es tatsächlich war: Schon früher hatte ein Staatsoberhaupt vorzeitig auf sein Amt verzichtet: Heinrich Lübke.
    Danke für den letzten Absatz, natürlich müssen solchen Schicksale erzählt werden. Gerade bei einem Thema, bei dem sonst nur in großem Maßstab und mit ebenso großen -hohlen- Phrasen über Weltpolitik fabuliert wird.

  10. Sehr geehrter Don,
    ich...

    Sehr geehrter Don,
    ich schätze noch mehr Ihre Geschichten aus D, folge Ihnen aber auch gerne zu Ihren Ausflügen nach ausserhalb mit den Rückverknüpfungen nach D.
    Chapeau übrigens zu der gelungenen Mischung aus „lehrreich aber nicht belehrend“, mit sonnigen Grüßen aus HH.

  11. Bester Don
    Ihre...

    Bester Don
    Ihre Reisefabulierungen finde ich ausgezeichnet – es erfreut mein Herz, dass es noch andere Naturromantiker gibt. Und umso besser, wenn sie denn noch eine gute Feder zu führen verstehen….
    Wunderbare Zerstreuung!
    .
    Die gesellschaftlichen Einlässe sind aber m.E. ebenso wichtig. Sie zentrieren mehr, zwingen zur Konzentration!
    .
    Und der Blog folgt gleichermassen, zerfleddert sich eher in den Reiseberichten, konzentriert sich eher auf einige wenige Linien bei einem gesellschaftlich durchleuchtenden Thema.
    .
    Aber wer will schon sagen, was besser ist (Danke, Klaus Wolfrum).

  12. Es sind wunderbare Berichte...
    Es sind wunderbare Berichte und besser kann man Vergangenheit und Gegenwart wohl nicht so unterhaltsam verschränken. Danke

  13. DA: ‘Generell mal eine...
    DA: ‘Generell mal eine Frage: Was gefällt eigentlich besser: Wenn ich in der Heimat Mikrogesellschaften seziere oder unterwegs fabuliere?’
    .
    Sowohl als auch, aber am besten finde ich, dass es immer eine Überraschung ist.

  14. >> Die Abwechslung. Und statt...
    >> Die Abwechslung. Und statt oder.
    Dem schließe ich mich an. Mir gibt die Gesellschaftsbeschreibung und implizite -kritik auf die Dauer zwar mehr als Reisebeschreibungen; aber gerade den heutigen Bericht mit seinen geschichtlichen Ausflügen habe ich auch wieder sehr gerne gelesen.

  15. Verwirrend, aber genial, wie...
    Verwirrend, aber genial, wie hier der Bogen aus den Wirren in einer anderen Region Europas, von der frühmittelalterlichen Zeit über den 30jährigen Krieg zum Zeitgeschehen geschlagen und zum Verenden zurück nach Afghanistan geschickt wird.

  16. Ich kann Klaus Wolfrum nur...
    Ich kann Klaus Wolfrum nur zustimmen. Und statt oder ist die ideale Mischung.
    Bitte beides beibehalten

  17. Man hatte gestern tatsächlich...
    Man hatte gestern tatsächlich den Eindruck, es sei ein Staatstrauertag.

  18. Werter Don,
    wie wär´s, wenn...

    Werter Don,
    wie wär´s, wenn Sie mal den Khyber-Pass unter die Räder des stilstiftenden Sportwägelchens nähmen und von dortigen Käsesorten berichteten?

  19. Werter Don Alphonso,
    Sie sind...

    Werter Don Alphonso,
    Sie sind der erste, der bei mir Interesse für die Schweiz wecken konnte, dank
    dieses Artikels.

  20. Dieser Beitrag kommt meinen...
    Dieser Beitrag kommt meinen Neigungen wieder mal sehr entgegen. Don, ich bin mehr fuer’Fabulieren. Besonders im Sommer zur Reisezeit.
    Im Winter lasst uns das traurige Westviertel betrachten, wenn ein heisser Grog hilft, dem Elend murig ins Auge zu schauen.
    .
    Lieber Don, ich ziehe meinen frisch erworbenen Panamahut vor Ihnen.
    .
    Nun aber frische Pferde vor die Dilligence gespannt-und weiter ueber die Paesse.

  21. Was Afghanistan betrifft, sind...
    Was Afghanistan betrifft, sind mir die echten Interessen, speziell auch die der Amerikaner, nicht so ganz klar. Im Irak war ja es eindeutig, aber sollte in Afghanistan nicht irgendeine Pipeline gebaut werden? Sind das die Köhlerschen Handelswege? Auch wenn er vielleicht tatsächlich in erster Linie das derzeitige Piraterieproblem meinte. Man möge mich diesbezüglich bitte gerne aufklären.

  22. Don, Ihre fotografierten...
    Don, Ihre fotografierten „Bildungsreisen“ machen Spaß und regen zum Nachdenken an – fahren Sie ruhig weiter nach Südtirol.

  23. Lieber Don,
    bitte wieder mehr...

    Lieber Don,
    bitte wieder mehr Betrachtungen der deutschen Mikrogesellschaften. Da polarisieren Sie mehr, bei Ihren Reisegeschichten bleibt einem doch nur der Konsens. Lieber ärgere ich mich den ganzen Tag unterschwellig über Ihre Gedanken, als dass ich Sie gleich wieder vergesse.
    Schöne Reise noch!

  24. Das Sezieren der...
    Das Sezieren der Mikrogesellschaften in D.
    Die Reiseberichte steigern mein Fernweh so sehr.

  25. Werter Don,

    die...
    Werter Don,
    die Mischung macht’s. Momentan genieße ich Ihre Reiseberichte aus der Schweiz sehr, da ich erst im nächsten Winter wieder auf richtige Berge komme. Im Sommer hat das Segeln den Vorrang und heute ist herrliches Segelwetter (Wind: N (010°), Windstärke: 2 m/sec, 4 Bft., Sicht: > 5.3 sm), Bewölkung: keine unterhalb von 1.524 m, Temperatur: 18° C)
    Ihr Beitrat heute ist für mich heute eine gelungene Mischung aus Tucholsky und Fernau. So wie man halt selbst gern schriebe, wenn man nur könnte.

  26. @DA: bitte beide Richtungen...
    @DA: bitte beide Richtungen weiterverfolgen, das eine ohne das andere wird blind. Die Bilder von der karolingischen Kirche sind sagenhaft, und daß Sie eine kurze Skizze der Müstair-Lokalgeschichte anfügen und vage mit heute parallelisieren, ist äußerst anregend. Anhand von alten, stehengebliebenen Gebäuden läßt sich ganz gut ein wenig Tiefenbohrung betreiben, was die sich immer wieder ändernden Verhältnisse in Europa betrifft. Manche Orte geraten zu manchen Zeiten völlig an den Rand und da bleibt dann der alte Zustand konserviert, sofern sie nicht völlig verlassen werden (und dann allenfalls noch als „abgegangene Orte“ referiert werden). Und andere, von der Zeit als zentralere ausgewählt, werden völlig überformt, siehe Davos. –
    Ich finde es ganz gut, daß Sie mit den Davos- und Müstair-Bildern Beispiele für ganz langsame und recht schnelle Veränderungen bringen. Müstair: die Kirche, ein verhältnismäßig großes Steingebäude, steht seit 1000 Jahren ziemlich unverändert. Davos: die Grandhotel-artigen Sanatorien, die seit der Jahrhundertwende das Tal zupflasterten, wurden seit den 60ern/70ern durch aller Voraussicht nach ebenfalls recht kurzlebige neue Temporärbauten ersetzt. Immer noch Stein/Betonbauten, trotz Kurzlebigkeit (max. 100 Jahre bis zum Abriß), kein Fachwerk oder Holz, also immer noch ziemlicher Wohlstand und ein, wenn auch eigentlich mehr voluntaristischer als weitsichtiger, Glaube, daß dies ein Ort zum Bleiben ist. (Um Las Vegas, wo vor wenigen Jahren massenhafter Zuzug herrschte, wurden Holzständerbauten gebaut. Die werden schön verputzt, so daß sie aussehen wie sehr solide Steinhäuser. Ob da so lange so viele Leute bleiben, daß die irgendwann durch Steinhäuser ersetzt werden, muß sich erst noch erweisen.).

  27. Es scheint eine herrliche...
    Es scheint eine herrliche Reise zu sein, die Sie da von Nord nach Süd unternehmen – immer hart am Wind und den Blick von West nach Ost. Gerne mehr. Indes wäre ich sehr gespannt, wenn Sie das Fabulieren anfingen. Das bisher Beschriebene scheint ja eher tatsächlich erlebt und nicht erfunden zu sein.

  28. Da sie gefragt haben:...
    Da sie gefragt haben: Reiseberichte können Sie wesentlich besser, als Sozialkritik.

  29. Natürlich muß Lena...
    Natürlich muß Lena Bundespräsidentin werden. Seht her, alle Welt. Deutsche sind das schönste, netteste und natürlich hübscheste Volk.

  30. mawu, was Herr Köhler meinte,...
    mawu, was Herr Köhler meinte, wußte er wohl selbst nicht so genau, sonst wäre
    seine Chance sich zu erklären größer gewesen.
    …vielleicht muß man es dabei belassen, was die NZZ zur 1. Amtseinführung
    bemerkte: ein Märchen aus deutscher Beamtenfeder.

  31. Don Alphonso@: Das meine...
    Don Alphonso@: Das meine geschichtlichen Rückblenden dermassen auf Ihr wertes Gemüt gewirkt haben, Donnerkeil, Chapeau. Nun haben Sie aber tief in die Chroniken gegriffen, selbst Jürg Jenatsch nicht vergessen.
    Verblüffend ist ja, dass Abgänge hochmögender Personen heutzutage in unserem ehemals blutrünstigen Europa mit so gelindem Theaterdonner über
    die Szene gehen. Das kurzfristige Auswechseln und Zurücktreten wird allgemach zur Routine in diessem unsserem Land. Die hochmögende Grande Dame muss sich jetzt aber schon einige ganz besonders tolle Rochaden einfallen lassen um ihr Powerpack über die nächsten (?) Tage, Wochen zu halten.
    Ihr Äutochen macht sich wirklich putzig vor der alpinen Kulisse. Bedenken Sie auch, dass die Schweizer Söldner über diese Pässe hier hinunterrmarschierten zur Schlacht bei Pavia 1525, wo ihr Kriegsherr Roi Francois premier de Valois, verbündet mit Papst Clemens VII, dieses Treffen verlor, von den Tütschen unter Kaiser Maximilian v. Habsburg gefangengenommen wurde. Dem französischen Potentat konnte die Schwarze Deutsche Garde vor diesem Ungemach nicht bewahren.
    http://www.frundsberg.de/die-schlacht-von-pavia.html,http://www.kriegsreisende.de/neuzeit/italien.htm
    Da wir grad von Kriegsläuften sprechen. Durch die Schweiz wurde auch die „Reichs“-Armee Kesselrings im WW II in la bella Italia mit Logistik und Panzern versorgt, Nachts, damit die Alliierten es nicht merken sollten und wg. deren Luftüberlegenheit, durch den Gotthardtunnel mittels der pünktlichen, properen SBBCFF (siebebuebebrunzecircafeuffass).
    Kompliment für die Innenaufnahme der klitzekleinen Kathedrale von Müstair.

  32. mawu@:....eigentlich meinte...
    mawu@:….eigentlich meinte vermutlich unser EXpräsi die weiter nördlich von Afgh. gelegene Seidenstrasse und nicht irgendwelche tubes.

  33. Ich darf anfügen, dass mir...
    Ich darf anfügen, dass mir die (für mich neuen) historischen Betrachtungsweisen mit dem Bezug zur gesellschaftspolitischen Situation in D gut gefallen. Der Don folgt dabei nicht dem üblichen Geschriebsel und wagt auch den politisch unkorrekten Ausspruch -> davon gerne mehr! Auf Reisen ist der Perspektivwechsel mitunter noch augenfælliger.
    .
    Bitte daher beide Teile gerne weiter führen.

  34. Werter Don, hier muß ich mich...
    Werter Don, hier muß ich mich der Mehrheit anschließen! Beides gefällt, und ja, die Mischung machts!
    Grüße
    FS

  35. Ich mag das was, egal von wo....
    Ich mag das was, egal von wo. Von daher schließe ich mich dem „und“ an.

  36. Donnerstags das Reiseblatt in...
    Donnerstags das Reiseblatt in der FAZ-Print ist seit Erscheinen eine feste Größe in der Woche, ohne diese fehlte etwas wie das Fabulieren in Ihrem blog, werdter Don.
    Und ich werde es tunlichst unterlassen, zwischen diesem und dem Sezieren zu präferieren, sonst schwächeln Sie am Ende noch in einer Disziplin. Und das kann wirklich nicht in unserem Interesse sein. Bitte um Verständnis.
    .
    Gekonnt legen Sie final den Finger in die Wunde. Deutete Köhler nicht nur das an, was jeder sehen kann und längst angewandte Praxis ist. Er ist eben kein verhinderter Jurist – wie viele da in Berlin -, die uns sukzessive in den finanz. Ruin führen. Höchstens an den Rand eines Kraters.

  37. Verehrter Don Alphonso, hat...
    Verehrter Don Alphonso, hat das unbefestigte Mittelstück des Umbrailpasses dem Schweller ihre Barchetta diese üble Deformation zugefügt? Oder ein scharfes Einlenken in Kombinantion mit ekelhaft hohe Begrenzungsbordsteine in den Spitzkehren?

  38. lieber don, wo sie fragen, was...
    lieber don, wo sie fragen, was bevorzugt wird – ich schliesse mich den zahlreichen vorrednern an: sowohl als auch, die surprise macht’s. also: schön schön weitermachen, alles wunderbar. ausserdem lerne ich gerne etwas über kulturgeschichte. man weiss ja nie alles.
    .
    Filou, mein bester, sie haben recht, Grimaldeli ist just aufgetaucht, als ich wieder meldung machte. wirklich kurios. und er kennt sich mit chinese eyes wirklich aus. wer weiss?
    allerdings habe ich die vorstellung von einem (mindestens) um die sechzigjährigen, wenn ich mir die äusserungen von Grimaldeli in erinnerung rufe. ein wenig sehr überreif für mich, aber sicher sehr reizend. er findet die unterstellung in rahemn der koinzidenz des gemeinsam wieder auftauchens sicher auch amüsant; es wäre ja auch schmeichelhaft. und er wird ja gern gebauchpinselt, n’est ce pas? (vermutlich verschluckt er sich im moment an einer auster …)
    .
    lieber Rosinante: bohlen for bp? branduardi als positive vorstellung eines latin lovers?
    mit verlaub, ohne ihnen zu nahe treten zu wollen:
    rein geschmacklich dürfte ihnen jemand in letzter zeit auf die zunge getreten sein, als sie mal wieder den klee abweideten, nein?

  39. Sie könnten ein wenig mehr...
    Sie könnten ein wenig mehr über Torten schreiben. Ob auf Reisen gekauft oder in der Provinz, vollkommen egal.

  40. Die Torten, die der Don nachts...
    Die Torten, die der Don nachts vernascht (umsonst natürlich), lassen wir aus Jugendschutzgründen aber lieber weg.

  41. @mawu, 01. Juni 2010,...
    @mawu, 01. Juni 2010, 10:55
    Das Interesse der USA liegt nach Lage der Dinge derzeit wohl vor allem darin, 0. nicht sichtbar zu verlieren, weil das die Hegemonie gefährdet. Die anfänglichen Interessen des derzeitigen westhemisphärischen Welterlösers bzw. seines Vorgängers waren wohl, in zugegeben vagem Mischungsverhältnis: 1. ein Exempel zu statuieren (muss nicht den Richtigen treffen) 2. einen (für die jetzige Charaktermaske: „guten“) Krieg vorweisen zu können (sonst Memme) 3. auch westlich der aufsteigenden Großmacht China ein Standbein zu haben 4. sich inkünftig von der bösen, ambitiösen Mittelmacht im Westen Afghanistan die eigene nationale Sicherheit glaubwürdig bedroht fühlen zu können 5. einen Klienten einzusetzen (immer nützlich) 6. Optionen auf Energiekorridor bzw. auch Verhinderung von solchen (etwa Iran-Indien).
    Die Begründung: Analogieschluss nach den Motiven der mesopotamischen Befreiungsaktion. Im „Sommer des Hochvergnügens“ nach der Irakinvasion hatten sich auch einige Zungen erfreulich gelöst, man erfuhr da freihin, dass es in der US-Regierung ganz und gar widersprüchliche Gründe für den „war of choice“ gab; einig war man sich nur darin, dass es ihn geben müsste, also konnte man ihn auch führen. Großer Vorteil der Demokratie ist eben, dass man immer bereit ist, ich sage mal unideologische Kompromisse zu schliessen.
    Die deutschen Interessen, so wie sie unsere hiesige classe politique versteht, liegen wohl vor allem darin, dem eigenen moralisierenden Welterlösungsgeschwätz, das allein den tumben und den Ausschlag gebenden Teil der Öffentlichkeit zum Kriegsengagement bestimmen konnte, nicht im Nachhinein sichtlich widersprechen zu müssen. Mit „Das souveräne(!) Deutschland darf sich seiner menschenrechtlichen Verantwortung nicht entziehen“ fängt man an und mit „Die eigenen Toten dürfen nicht umsonst gestorben sein“ hört man nicht auf. Ein altes Lied, aber dergleichen verrückte Selbstbindungen (dem Ausgang des Milgram-Experiments liegt übrigens wohl ähnliches zugrunde) sind gerade unter den Bedingungen einer massenmedial bestimmten Öffentlichkeit alles andre als selten; man darf da als Häuptling auf keinen Fall ruchlos erscheinen, aber gerne mal den Groschen scheinbar erst um halb zwei fallen hören. Putin darf sich zynisch äußern, für auf Wiederwahl trachtende Demokraten gilt dagegen die Sernersche Regel: „Sprich nie zynisch. Sei es immer.“ („Letzte Lockerung“)
    Daneben geht es wohl der deutschen Politik darum, die Gunst des großen Zampanò im Bündnis nicht zu verlieren. Ob das rational und seinen Preis wert ist, wage ich nicht zu beurteilen.

  42. @Autor

    Schöner Artikel,...
    @Autor
    Schöner Artikel, schöne Bilder. Das Gefährt stört aber eher.

  43. @ plindos ...
    .
    naja er ist...

    @ plindos …
    .
    naja er ist schon nach der situation in AFGH gefragt worden. ich vermute aber auch, dass er tatsächlich die Mission vor Afrika im Kopf hatte als ihm seine verhängnisvolle äußerung über die lippen kam.
    .
    Afgh ist zwar als pipelineland im gespräch, spielt aber in handels und energiepolitischen überlegungen keine rolle. deutlich spannender wird es auf dem geopolitischen Feld, da muss man sich nur mal anschauen, wer drumherum liegt: China, Russland und natürlich der Iran und Pakistan. es wäre denkbar, dass afgh als Ausgangspunkt für einen Irankrieg gedacht war. Längerfristiges engagement ist dort kaum denkbar, da die logistikkette über instabile „partner“
    geführt werden muss.
    .
    deutlich interessanter ist da schon der kaspische Raum. stabiler als afgh, und genauso nah an Ru, Chin und iran und dazu noch mit energierohstoffen gesegnet. das europäisch amerikanische interesse am Transkaukasus zielt in die gleiche richtung. über georgien verläuft der einzige weg, das russiche Pipelinemonopol für Erdgas zu brechen. handelsinteressen spielen hier aber auch keine rolle. die seidenstraße starb spätestens mit den Ost-Irgendwas kompanien – seehandel ist deutlich günstiger als überland.
    .
    es kann natürlich auch sein, dass der gute Herr wirklich gedacht hat, in afgh werden auch handelsrouten verteidigt. dummheit darf man nie ausschließen bei sowas. ist halt Sparkassendirektor und kein Fachmann für IB, der gute.

  44. @D. A. Beides die Abwechslung...
    @D. A. Beides die Abwechslung machts.
    @mawu Das Land in dem gerade unser aller Freiheit verteidigt wird ist reich an Bodenschätzen und liegt ja auch strategisch auch nicht so ungünstig.
    Die Pipeline wären dann nur noch die Schokosplitter auf dem Eis.

  45. @D. A. Beides die Abwechslung...
    @D. A. Beides die Abwechslung machts.
    @mawu Das Land in dem gerade unser aller Freiheit verteidigt wird ist reich an Bodenschätzen und liegt ja auch strategisch auch nicht so ungünstig.
    Die Pipeline, wäre dann nur noch die Schokosplitter auf dem Eis.

  46. Mikrogesellschaft sezieren!!!!...
    Mikrogesellschaft sezieren!!!!

  47. Ah, gut, ich sehe schon, mein...
    Ah, gut, ich sehe schon, mein Verzig in Reiseressort wird nicht allgemein gewünscht. Zurück also zu den Arzttöchtern, was ja auch eine feine Sache ist (vielleicht irgendwie kombinieren?)

  48. Anwaltstöchter bitte....
    Anwaltstöchter bitte.

  49. Nicht wirklich....
    Nicht wirklich.

  50. Ja, Mikrogesellschaft....
    Ja, Mikrogesellschaft.
    .
    Reiseberichte nur ausnahmsweise, wenn folgende Gegenden nicht vorkommen:
    – Deutschland südlich der Mainlinie
    – Nordfrankfurt
    – Berlin
    – Schweiz
    – Tirol (Nord-, Süd, Ost-)
    – Italien nördlich der Linie La Spezia-Rimini

  51. Die Strasse seines Lebens war...
    Die Strasse seines Lebens war mit Arzttoechtern gepflastert?

  52. Ambrosius von San...
    Ambrosius von San Francisco@:
    ….werter Herr, im Hauptstrang geht es hier Blog momentan um Schweizer Alpenpässe und deren Bezwingung mittels antiker Auto´chen. Nebenstränge dienen eher der aktuellen Aufheiterung mit mehr oder weniger starkem Bezug zum Hstr. Es sei denn, dieszse unszsere Ostfront am Hindukusch bräche zusammen und die Horden stünden unversehens vor Wien oder Züri.
    Don Alphonso@…damit kann ich nicht dienen, habe aber eine Tochter, die wo eine Ärztin ist. Sie ist aberst auch schon kombiniert.

  53. Filou, ich richtete mich...
    Filou, ich richtete mich früher nach den Angeboten, und heute richte ich die Waage. Zwangsweise.
    .
    HansMeier555, ich muss auf eiun seminar nach Köln einer Medienstiftung, reicht das? Ist das schrecklich genug?

  54. Reiseberichte, Reiseberichte!...
    Reiseberichte, Reiseberichte!

  55. Hier ein kleines Präsent für...
    Hier ein kleines Präsent für HansMeier555 und Konsorten:
    http://www.youtube.com/watch?v=gYjkLUcbJWo
    Man sieht, wie israelischen Soldaten von supertapferen „Friesensaktivisten“, die sich je zu fünft auf einen Juden werfen, mit Eisenstangen im Wortsinn die Köpfe eingeschlagen werden. Gehen wir, anders als etwa Henning Mankell, davon aus, dass auch Juden Menschen sind, war dieser „Friedenseinsatz“ der lustvollen Pürierung von Menschen nicht wirklich überzeugend. Ein wenig bedauerlich ist, wie jämmerlich schnell sich der Superheld Mankell wegduckte, als die überlebenden Soldaten sich zu wehren begannen. Nun, Edel-Friedensaktivisten verstehen zu opfern…

  56. @ HansMeier555: Nordfrankfurt?...
    @ HansMeier555: Nordfrankfurt? Davon hat der Don doch noch gar nicht berichtet, oder irre ich mich? Ich kann mich nur an Gegenden wie das Gallusviertel oder das Gebiet vor dem Hauptbahnhof erinnern. Nordfrankfurt ist das aber nicht. Vielleicht sollte der Don beim nächsten Frankfurt-Besuch mal ins Holzhausenviertel fahren, das dürfte ihm dann schon eher gefallen.

  57. Ach, irgendwann wird Don...
    Ach, irgendwann wird Don Alphonso, den Reiz Frankreichs entdecken. Es ist natuerlich architektonisch und landschaftlich nicht ganz so sensationell wie Italien-aber man weiss ja nie…

  58. Lieber Filou,
    ich weiss nicht,...

    Lieber Filou,
    ich weiss nicht, ob es gerne gesehen ist, wenn wir diese Debatte hier im Blog führen.
    .
    Meine Einstellung zum Krieg kennen Sie ja bereits: Er sollte nach sportlichen Kriterien geführt werden.
    Wenn die Israelischen Soldaten bereit wären, ohne tödliche Waffen Mann gegen Mann gegen die Friedensaktivisten zum Faustkampf anzutreten (immer schön einer gegen einen), dann wäre das eine Sache, die ich rundum befürworten würde.
    .
    Wenn die Israelis unter diesen Bedingungen stets siegreich bleiben, dann hätte ich auch keine Einwände gegen fortgesetzen Landraub, Diskriminierung und Apartheidregime. Denn das gehört zum Feudalismus nun einmal dazu. Wer es sich auf diese Weise ehrlich erkämpft hat, darf dann auch die Feudalrente einbehalten.

  59. @ fouli ...
    .
    mich täte ja...

    @ fouli …
    .
    mich täte ja interessieren tun, ob sie die piraten vor somalia auch mit ähnlich viel Verve verteidigen würden. alternativ dürfens sich och amal mit den legitimen gegenmaßnahmen für den fall eines piratenangriffes auseinandersetzen. und wer hat eigentlich behauptet, dass man den frieden friedlich bringen muss? davon ist bei „robusten“ friedensmissionen och nur gar selten die rede!
    .
    könne mer vieleicht die diskussion übr die großartige selbstverteidigungsaktion der Israelis im heiseforum diskutieren ? die aussicht is grad so schön auf der geschotterten piste…

  60. Oh, danke für den Hinweis auf...
    Oh, danke für den Hinweis auf youtube. Dazu habe ich auch etwas. Hier aus der FAZ (!): „Nach ihrer Rückkehr aus Israel berichten die Abgeordneten der Linkspartei von der Erstürmung der „Mavi Marmara“ durch Israels Marine: „Wir haben uns wie im Krieg gefühlt.“ Mehr als „zweieinhalb Holzstöcke“ hätten die Aktivisten nicht geschwungen.“ Ja ne, is klar. Das zeigt der Film. Nur – anders. Bilder der Bestialität.

  61. Aber zum Thema: bitte...
    Aber zum Thema: bitte Mikrogesellschaften, Reisen und viele Antiquitäten. Nicht zu viele Torten, hören Sie nicht auf Dipsy.

  62. @Don
    Aufrichtiges Mitgefühl....

    @Don
    Aufrichtiges Mitgefühl. Ich freue mich auf Ihren Bericht darüber.
    Und passen sie auf, daß das Gebäude nicht über einer U-Bahn-Baustelle steht.

  63. Reise. Das ganze karolingische...
    Reise. Das ganze karolingische Reich bitte abfahren. Und dann noch Slowenien.
    In den Wochen dazwischen schöne Töchter. Der letzte Satz kann in der Budgetplanung bei der FAZ gerne weggeschnitten werden ;-)

  64. @Ambrosius von SF,...
    @Ambrosius von SF, vorderasienprolet, Fred – ich bin sicherlich kein großer Experte der Geopolitik. Aber sich ausgerechnet in Afghanistan ein „Standbein“ in dieser Region schaffen zu wollen war wohl äußerst optimistisch gedacht. Gut, man hatte sich mit den Terroristen einen Grund zurechtgelegt, den man bei umliegenden Ländern nicht hatte, man hatte einen schwachen Gegner und eine vordergründige Hilfsaktion (reichlich spät nach bereits 10 Jahren des Talibanregimes). Das war wohl scheinbar verlockend genug, sich mitten auf den Ameisenhaufen zu setzen. Ich frage mich nur, nach allem, was im Irak passiert ist – wie stellte man sich vor, das ganze über längere Zeit zu kontrollieren? Fred, bis man da an die Bodenschätze kommt, vergehen ja Jahrzehnte. Speziell auch im Vergleich zum Irak, in dem ja das Öl schon erschlossen ist.
    .
    @Fouli – interessanter Film. Aber irgendwie war ja auch klar, daß die Israelis zumindest nicht einfach so blind herumballern, speziell wegen der darauffolgenden, negativen Propaganda. Man muß einfach erkennen, wenn man Schachmatt ist, ob im Recht oder nicht.

  65. Achtung, der Videolonkposter...
    Achtung, der Videolonkposter Fouli ist NICHT Filou. Und jetzt würde ich auch gern die Videos der Israelis sehen, wo sie die Leute umbringen.

  66. HansMeier555: da pflichte ich...
    HansMeier555: da pflichte ich Ihnen bei. Aber wie Sie im Film sehen könnten, sind es 5 „Friedens“aktivisten pro (zunächst unbewaffnetem!) Soldaten. Ich fürchte, die tapferen Aktivisten um Herrn Mankell werden sich auf die von Ihnen geforderte Fairness niemals einlassen.

  67. Der Teilnehmer mit dem...
    Der Teilnehmer mit dem Wortspielnamen ist mir bereits gestern aufgefallen. Obwohl ich den Intentionen dieses Kommentators durchaus einverstanden bin, sollte hier bekannt sein, dass ich mich an die ungeschriebenen Regeln (meistens) halte.
    Zum Thema Free Gaza haette ich auch einiges beizutragen. Ich unterlasse das aber vorlaeufig.
    Dem Herrn/ Dame mit dem Pseudonym FOULI moechte ich bitten, sich einen weniger missverstaendlichen Namen zu suchen. Immerhin moechte ich SELBST weiterhin fuer meinen schlechten Ruf verantwortlich sein. Also bitte!

  68. Foul, haben denn die...
    Foul, haben denn die Friedensaktivisten die Schiffe der Spezialkräfte angehalten, geentert und unzuleiten versucht? Ein wenig Augenmass bitte, die Sache ist zu ernst für Propaganda – wer das anders sieht, soll es woanders machen.

  69. Ist recht. Wer andere als...
    Ist recht. Wer andere als „Videolonkposter“ verunglimpft, hat ohnehin jedes „Augenmass“ verloren.

  70. Es kann mir passieren, dass...
    Es kann mir passieren, dass ich mich vertippe, und lonk statt link schreibem aber als Gast würde ich mich eher nicht wie Fouli benehmen. Ich hoffe, das wird beherzigt,

  71. die Pointe mit Herrn Köhler...
    die Pointe mit Herrn Köhler verstehe ich nicht.
    Nach den unverschämten Unterstellungen von SPD, Grünen und Linken und deren zynischen Kommentaren und deren Nachtreten nach dem Rücktritt hat sich sein Schritt doch schon bestätigt.
    Denn mehr als den status quo mit den Einsätzen der Bundeswehr auf dem Balkan, in Afrika und vor Somalia hat er doch gar nicht geschildert. Ihm irgendetwas anderes unterstellen zu wollen ist berechnende Böswilligkeit.
    Er ist halt ein anständiger Mensch.
    Ob er hofft dass einige zynische „Volksvertreter“ wieder zur Vernunft kommen oder nur durch sein Beispiel nicht noch mehr „Volksvertreter“ Zyniker werden – darüber will ich nicht spekulieren.

  72. @ mawu ...
    .
    geopolitik war...

    @ mawu …
    .
    geopolitik war mit sicherheit nicht der einzige grund für den einmarsch da im gebirge, aber aus dem land eine „foward operation base“ im großen maßstab zu machen, war mit sicherheit nicht ZU zuversichtlich. Die Taliban waren nach wenigen Wochen toast und „Wir“ halten uns da jetzt schon fast 10 Jahre und es gelang den lokalen Aufständischen erst in den letzten 1-2 Jahren ordentlich Boden gutzumachen. Die Russen hattens schwerer…
    Sie sollten auch bedenken, dass die Irakinvasion nach afgh erfolgte… die lehren aus Falludscha hatte man da noch gar nicht ziehen können.
    .
    @ fouli … woran erkennen sie denn auf dem pixelmatschhaufen den sie da gepostet haben, dass die ersten jungs des piratenkommandos ( ich bin mal so frei die polemik von fauli zu übernehmen, wo sie schon so deftig draufhauen hier) unbewaffnet sind?
    .
    @ DA … das unser einig Vaterland nach 1000jähriger ruhmreicher geschichte nur nach andererleuts pfeife tanze, halte ich für eine recht steile these. afghanistan mag zwar leicht abseits der interessanten reiserouten liegen, aber wenn man schon mal eine Basis in Usbekistan hat, ist das kaspische öl (und va Gas) nicht mehr weit. die gelegenheit, sich dort festzusetzen war einmalig, ohne islamistische bedrohung hätte russland das nie zugelassen (Stichwort „nahes Ausland“). Deutschland ist auch in 1. Reihe auf dem Kaukasus mit dabei, von der „gemeinsamen Nachbarschaft“ an dieser Stelle ist Moskau ebensowenig begeistert.

  73. @Hansmeier555
    vollste...

    @Hansmeier555
    vollste Zustimmung zu den Ausschlusskriterien, bis auf Nordfrankfurt. Was verstehen Sie eigentlcih darunter? Wozu zählt z.B. Bornheim dann oder Bockenheim?
    http://www.karl-marx-buchhandlung.de
    gehört aber auch schon einer kette, aber nicht weltbild

  74. @vorderasienprolet - "dass die...
    @vorderasienprolet – „dass die Irakinvasion nach afgh erfolgte“, stimmt, da haben Sie recht. Zeitlich hatte ich das wohl nicht mehr so ganz auf der Reihe. Man dachte wohl, das wäre ein ganz praktischer „walk in the park“ und nun sitzt man auf dem verdammten Ameisenhaufen…

  75. @BertholdIV: Das war wohl die...
    @BertholdIV: Das war wohl die Buchhandlung, in der Fischer seine Bücher geklaut hat?

  76. Don Alpinphonso,
    Es ist schön...

    Don Alpinphonso,
    Es ist schön eine Geschichtsstunde zu lesen und alles anders zu sehen. Mein Italien! Wunsch nach Lesen der „Stützen“ wurde so groß dass ich mir ein Flugticket aus der dummen Stadt mit dem großen Turm kaufen musste um es endlich wieder selbst zu sehen. War keiner da, sind ja alle in woanders. Interessant an den vergessenen Destinationen, dass in Europa so vieles stehengelassen wurde, aber die Menschen in Umvergangenheitung sich dessen nicht bewusst sind. Merkt man am Blog, danke fürs Bewusstmachen. Ihr Blog ist ein Scheinwerfer also immer Licht draufwerfen und weiterschreiben, bitte.

  77. Lieber Otto Karl,
    die...

    Lieber Otto Karl,
    die Wiedereinführung des Majestätsbeleidigungsparagraphen würde ich ja brutalstmöglich unterstützen. Aber vorher müssen wir ersten einmal die Monarchie wieder herstellen. Und das hat ja nicht nur Vorteile (fliegen mit dem Heli), sondern bringt auch Belastungen mit sich. Monarch ist man lebenslänglich und kann nicht bei jedem Zwischenruf im Unterhaus gleich abdanken.
    .
    Königin Elisabeth von England ist keine armselige Heulnutte. Sie erträgt seit 60 Jahren tapfer die Häme der Schlammpresse und hat sich gerade dadurch bei jedermann großen Respekt erworben.

  78. Lieber Berthold,
    Nordfrankfurt...

    Lieber Berthold,
    Nordfrankfurt ist alles, was nördlich des Mains liegt, in den sonstigen Auschlußkriterien (D südlich des Mains) nicht enthalten war und folglich extra erwähnt werden musste (hätte man drauf kommen können).
    .
    Nach Wiesbaden darf der Don gerne fahren. Mannheim geht auch (ausnahmsweise).

  79. Vielen Dank für den...
    Vielen Dank für den Rückblick, welchen man ja ebenfalls in Bezug zu Mikrogesellschaften jeder Art betrachten kann.
    Die Gegenüberstellung mit etwas völlig Anderem, naturbelassenem finde ich gut. Wir verlieren Alternativen und Visionen aus dem Sinn. Geradezu Kopflos bzw. „Oberhaupt-los“. Eigentlich ganz konsequent von Herrn Köhler.
    .
    Im übrigen finde ich das klare Wort von HK schon gut. Er sagt was die meisten denken. Das es auch in Afghanisten durchaus eher um Handelskontakte geht. So etwas soll m.E. von Unternehmen ausgehandelt werden, welche davon einen Gewinn haben. Karllemann musste sich ja wahrscheinlich auch ständig mit den Leuten arrangieren von welchen er Soldaten bekommen hat.

  80. Mir ist es bekennenderweise...
    Mir ist es bekennenderweise lieber, Don Alphonso, wenn es kulturhistorisch wird. Ich hab es eben gern, wenn zu Scherz, Satire, Ironie auch tiefere Bedeutung gegeben wird. Mir gefällt es außerordentlich, mich von Ihren Beobachtungen anregen zu lassen. Die Parma-Geschichten brachten mich endlich dazu, die (relativ) neue Manzoni-Übersetzung von Burkhart Kroeber zu lesen. Feine Sache, sehr zu empfehlen.
    .
    Es ist doch nachgerade erstaunlich, wie gut sich die Fresken über die Jahrhunderte erhalten haben, wie viele Bilderstürmereien und Modernisierungen sind darüber hinweggegangen, ohne Schaden zu hinterlassen. Unsere Generalisten mit dem Spezialwissen wie man den Gegner bekämpft, vulgo Politiker, glauben ja nie daran, daß die Menschen früher auch Leute waren. Dabei ist doch die Situation um das Veltlin im 30jährigen Krieg so erschreckend ähnlich der unseren. Was haben sich damals die europäischen Höfe über das Veltlin die Köpfe heiß geredet und nicht nur geredet. Die „spanische Straße“ nach den Niederlanden! Denn die Niederlande mußten á tout prix gehalten werden, denn sonst wäre Spanien ja ruiniert, sein Ansehen, seine Wirtschaft, seine Macht! Ja, dann waren die Niederlande futsch, die spanische Straße interessierte plötzlich niemanden mehr und Spanien war doch ruiniert. Aber es will ja niemand aus der Geschichte lernen, denn früher ist früher und jetzt ist jetzt und außerdem alles ganz anders.

  81. Geschätzter Don...
    Geschätzter Don Alphonso,
    Variatio delectat.
    Torten delectant.
    Entschuldigung für die späte Antwort, aber ich darf auch arbeiten.

  82. Ich verstehe die Frage vom Don...
    Ich verstehe die Frage vom Don nicht. Ein Blogger kann doch schreiben, was er will. Das hat doch er auch immer postuliert. Er soll schreiben, was er will. Wenn es in der gewohnt guten Qualität geschieht, finde ich es weiterhin interessant. Mal herausragend, Mal ganz nett, aber ich freue mich immer auf den nächsten Eintrag. Es darf halt nie beliebig werden, und die Frage nach dem Geschmack des Publikums ist der erste Einstieg in die Beliebigkeit.

  83. Lieber HansMeier555
    Ich muss...

    Lieber HansMeier555
    Ich muss mir jetzt eine Wahrheitstafel aufmalen um das durchzudenken. Zuviele bedingungen in ihrer Argumentation. Gefällt Ihnen Wiesbaden wirklich?
    Ich hab da mal ein paar Jahre gewohnt. Ein interessantes Studienobject diese Stadt…

  84. @specialmarke
    eine Kollegin...

    @specialmarke
    eine Kollegin aus der Unternehmensberatung in der ich damals arbeitete, hat dort immer eingekauft. War aber eine sehr gute Buchhandlung. Wie sie jetzt ist,w eiss ich nicht

  85. Don Alphonso, beides ist...
    Don Alphonso, beides ist genehm. Ich würde mich aber über einen Schwerpunkt im Sezieren freuen. Anregungen zum Reisen sind nett. Polarisierende Auslassungen über die Gesellschaft sind allerdings amüsanter.

  86. @HansMeier555, ich hatte Don...
    @HansMeier555, ich hatte Don Alphonso schon die Vorzüge unseres Dünkels geschildert. Nie habe habe ich behauptet, daß ein Auswärtiger nach Wiesbaden reisen sollte. Der Dünkel eben. Wir haben schon die Mainzer deren wir uns erwehren müssen.

  87. @ HansMeier555 (18.32 Uhr):
    Da...

    @ HansMeier555 (18.32 Uhr):
    Da gibt´s nichts wiedereinzuführen. Ist alles noch da:
    http://dejure.org/gesetze/StGB/90.html

  88. Verehrter Don,

    Ihre Reisen...
    Verehrter Don,
    Ihre Reisen sind für mich persönlich wichtiger, da ich selbst nicht reisen kann. Aber die Vivisektion der Mikrogesellschaften gehört einfach zu Ihrem Stil dazu, genau wie die Berichte von den Vorzügen der Qualität traditionellen Handwerks. Und Sie verweben das ja auch alles klug mit Kritik an den Auswüchsen globaler Dummheit und den Zumutungen der globalen Makroökonomie! Das macht für mich den Charme ihrer Erzählung. Und deshalb haben Sie, solange ich Ihre Figur lese, auch noch nie die Sünde begangen zu langweilen.
    Machen Sie nur gerad so weiter, tun Sie alles was Ihnen in den Sinn kommt und lassen uns daran teilhaben wie bisher. Hören Sie nicht auf die leute, die Ihnen raten weniger Schuhe zu kaufen oder ein „angemessenes“ Fahrzeug anzuschaffen. Es ziehmt sich, was gefällt! Und es soll gefallen, wofür das Herz schlägt!
    Nun werde ich doch den ollen Meyer mal abstauben, den ich von meinem Lateinlehrer habe, der ganz oben auf dem Regal steht, und noch mal den Jürg Jenatsch lesen, in Gedanken nach Bünden auswandern, wo einem mancherorts auch heute noch erfreulich wenig Demmels über den Weg laufen. Danke für Ihren Bericht und für „Karl den Irgendwassigen“.
    Knicks, Zerlina

  89. Sie brauchen meine aufgeregten...
    Sie brauchen meine aufgeregten Kommentare bestimmt nicht. Ich gehe noch mal hoch, zum zweiten Mal lesen:-)

  90. @Savall: genau, die...
    @Savall: genau, die sagenhaften spanischen Staatsbankrotte, früher fanden die wohl alle paar Jahre statt. – Das mit den Fresken wäre wirklich mal genauerer Betrachtung wert. Sind das wirklich noch die unausgebesserten Originale von vor 1000 Jahren – und wenn ja, wie hat man das damals hinbekommen?

  91. Das "Heilige Schlachten" hat...
    Das „Heilige Schlachten“ hat die Menschheit offenbar schon von ihren behaarten afrikanischen Urahnen geerbt. Anthropologen beobachten zwei verfeindete Gorillastämme im Kampf auf Leben und Tod. Der Siegerstamm gab sich nicht eher zufrieden, als bis sie sämtliche Mitglieder des Verliererstamms restlos ermordet hatten.

  92. Ein Text zum...
    Ein Text zum Süchtigwerden!
    Fabulieren oder Mikrogesellschaft sezieren – die Mikrogesellschaft hat man doch sowieso unentrinnbar am Hals/im Kreuz, und es gibt über sie so viele kluge und erschöpfende Analysen – aber sich von dem fabulierenden Don Alfonso davontragen zu lassen in die Tiefen der Geschichte, die Weiten unzerstörter Landschaft, die Schönheiten der Kultur – und immer wieder blitzt unversehens eine zeitkritrische Beobachtung auf, die nachdenklich macht – das ist das Unikat – unverwechselbar und schwer zu entbehren.

  93. Ich finde Schweiz und...
    Ich finde Schweiz und Perlenketten auch wesentlich erträglicher als ihre teilweise doch recht ausfallenden Bemerkungen bei anderen Themen.
    OT: Für alle, die das Video vom türkischen Schiff heftig fanden, sei an dieser Stelle dieses Video verlinkt, dass zeigt wie Israelische Soldaten vor laufender Kamera (aber in Abwesenheit von unabhängigen ausländischen Beobachtern die Hilfs-Container öffnen und dann diesen Inhalt finden:
    http://www.flix.co.il/tapuz/showVideo.asp?m=3423928
    Mediale Beweise, deren Echtheit nicht von unabhängigen Dritten glaubhaft geprüft werden können. Naja, das kennen wir ja schon von den USA beim Einmarsch in den Irak. (Where are the Weapons of Massdestruction?)

  94. Hallo,
    werter Don, ich würde...

    Hallo,
    werter Don, ich würde auch die breite Abwechslung bevorzugen. Der polternde und wütende Don wäre auch mal intererssant. Was ärgert Sie eigendlich? Unterhaltszahlungen?
    .
    Ist das Elend nur erst lange genug vorbei, dann war es auch nicht so groß und auch nicht so schlimm.
    Massenvergewaltigungen, Folter, Mord und Unterdrückung sind genau so wenig modern/neu wie der (von Menschen betrachtete) Sonnenaufgang.
    Also auf zu neuen Ufern und auf zur neuen Runde im Karussel (bitte anschnallen, wir fahren heute rückwärts).
    .
    Das Westviertel hat, wie mir scheint, gedacht, es wäre der natürliche Nachfolger der „Stehend k.o.- Amis“.
    Alles scheint auf Europa hinauszulaufen und das Westviertel beherrscht doch Europa (oder zumindest seine Schulden).
    Die israelische Aktion im Mittelmeer ist doch pures Angstbeissen. Die Panik kriecht denen doch so eindeutig die Beine hoch, daß es fast Mitleid erregt (scheint ihnen vor die Füsse zu fallen, daß sie über Jahrzehnte alle Gegenparteien gezielt radikalisiert haben).
    Die Türken sind aber nicht doof, denn die sitzen ja an den Quellen der Flüsse und haben schon gesagt, sie wollen das Wasser stärker für die Türkei nutzen. Wer braucht da schon Israelische Freunde.
    .
    Der Exodus der Berufspolitiker seit gut 2 Jahren (war Lafontaine nicht der erste Blitzzurücktreter?, als Minister der Finanzen unter Schröder?), zusammen mit der Veränderung der deutschen Haltung zu Europa im allgemeinen (wer braucht die schon) und Frankreich im besonderen (die haben wir doch sowieso in der Tasche, was wollen die denn schon machen?), läßt mich vermuten :
    Wir Deutschen sind wieder wer.
    Ich bin ja schon soooo gespannt, wer wir wieder mal sind…….. bekommen hat uns das ja noch nie.
    Die deutsche Schaukelpolitik zwischen Ost und West hat uns schon immer einsam und anfällig gemacht.
    Und trotzdem schaukeln sie wieder.

  95. Sorry, gerade erst gesehen,...
    Sorry, gerade erst gesehen, dass das Waffencontainer-Video älterem Datums ist. Mein Hebräisch muss aufgefrischt werden.
    Trotz des Irrtums bleibt abzuwarten, wie Israel auf eine internationale Untersuchung der Tötung von Zivilisten aus einem NATO-Mitgliedsland in internationalen Gewässern durch ein Israelisches Killerkommando reagieren wird.
    Und ob die Deutsche Politik endlich anfangen wird Israel im Jahre 2010 so zu behandeln wie sie mit jeder anderen Apartheidsnation umgehen würde. Ächtung und politisch/wirtschaftliche Strafmassnahmen sind ohne Zweifel angebracht.

  96. Lieber Don Alphonso,

    Ihre...
    Lieber Don Alphonso,
    Ihre Mischung aus Landschaftserleben und Machtreflektion gefällt mir gut. Das Münstertal, auch im Abgang von der Ofenpasshöhe nach Süden hat etwas Ursprüngliches, wie es in Mitteleuropa vielleicht nur noch in den Pyrenäen zu finden ist. Und die Fresken in Mustair sind ja noch 200 Jahre älter als jene in Nordost-Katalonien. Also grosse Klasse, dass es diese und in dieser Qualität noch gibt.
    .
    Aber mit der Schlacht an der Calven (1499), dem patriotischen Zentralereignis Graubündens (dem „Sieger“ Benedikt Fontana wurde 1903 in Chur ein Standbild errichtet), erwähnen Sie auch ein schönes Beispiel für die Asymetrie der Schweizer Geschichte. Graubünden stiess 1801 als einer der letzten Kantone zur Eidgenossenschaft und war bis dahin ein autonomes Territorium. Der Stand Basel, um ein Beispiel zu nennen, gehörte auch nicht zu den Gründern des Bundes, trat mit 1501 aber doch 300 Jahre zuvor ein. Und der tragische Verlust des Veltlins entspricht in der Bündner Geschichte der Schmach von Marignano in der nationalen Historiographie.
    .
    Obwohl die Bündner durch den frühen Ausbau ihrer touristischen Infrastruktur (erste Hotelbauten im Unterengadin in den 1840er Jahren) als „alpine Ethnie“ früh in Globalisierungskontakte kamen und heute längst Schweizer sind, sind sie primär Bündner. Die grösste Kolonie ausserhalb des Kantons existiert zwar in Zürich, aber auch in Bern gibt es einen Bündnerverein (der den Verlust des Veltlins immer noch rückgängig machen will). Es war wohl kein Zufall, dass die Volksabstimmung über den Beitritt zum EWR 1992 in Graubünden mit fast 80 Prozent den grössten Nein-Stimmen-Anteil aller Schweizer Kantone hatte.
    .
    Ihre schöne Aktualisierung der Südbündner Geschichte mit Herrn Köhler und Afghanistan, funktioniert -vielleicht- auch mikrokosmisch. Benedikt Fontana, der in der Calven-Schlacht gegen die Österreicher starb, ist in den Quellen eines Wohnturms in Lumbrein im Val Lugnezia als Bewohner/Besitzer (?) nachgewiesen, dessen Umbau 1980/81 ein „Jugendwerk“ des heutigen Architektenstars Peter Zumthor ist.
    .
    Ach ja, bitte fahren Sie thematisch so weiter wie bisher.
    .
    Herzlich, Ihr Rosinante

  97. Mir scheint, was sich zwischen...
    Mir scheint, was sich zwischen Israel und den Arabern abspielt, eine Wiederholung des „Stanford-Prison-Experiments“ in der Realität.
    Damit meine ich jetzt nicht die Vorfälle auf dem Schiff im Speziellen, sondern die Besatzungsrealität seit über 40 Jahren.
    .
    Im Standford-Experiment mutierten die Gefängniswärter zum Sadisten, der bei den Eingesperrten überall „Regelverletzungen“ feststellt und sich dann zum brutalen Zuschlagen auch innerlich berechtigt fühlt. Darüber hinaus muß er aber auch seine menschliche Würde verteidigen: „Der hat mich durch sein freches Grinsen provoziert“.
    .
    Für dieses Verhalten sind zwei Erklärungen denkbar.
    Nimmt man die Position des Sadisten ernst, dann sehnt er sich auch nur nach einem Zustand des Friedens, in der die Gefangenen sich endlich vollkommen unterworfen haben und dadurch zu besseren Menschen geworden sind.
    .
    Äußere Beobachter ware allerdings zumindest im Falle des Experiments davon überzeugt, daß der Sadist sich eigentlich freut, wenn er heftig zuschlagen darf und daher die Regeln absichtlich so aufstellt, daß sie unmöglich eingehalten werden können.
    .
    Der Sadist verhält sich wie ein Süchtiger (süchtig nach Macht), der eine immer höhere Dosis braucht, um den gleichen Effekt wieder zu spüren (vgl. Fritzl). Von alleine kann er seine Abhängigkeit nicht überwinden. Selbstredend ist er (ebensowenig wie ein Junkie) unfähig, das Unrecht in seinem Verhalten zu erkennen. Denn die Sucht ist stärker als alle moralischen Vorstellungen, die in seinem früheren Leben irgendwann mal eine Rolle gespielt haben mögen.

  98. "Männer machen die...
    „Männer machen die Geschichte“. Elizabeth I., Maria Theresia, Victoria, Margaret Thatcher, Angela Merkel?
    >
    Lieber Don Alphonso, im letzten Sommer war ich genau dort – außer in Müstair. Mit Ihrem Trostpflaster inmitten der umliegenden Kriegswüsteneien fahren Sie in Ihren dialektischen Panoramen fort. Ich wünschte mir persönlich einen Rundgang durch das 2000 Jahre alte Köln in diesem Stil inklusive Richter-Fenster und die von M.Lüpertz in der Dominikanerkirche.
    >
    Kölns Chuzpe : „Et is noch immer jut jejange“ (Staatsarchiv auch?) scheint mir sehr weltstädtisch, vor allem, dass diese schwerzerstörte Stadt ihre romanischen Kirchen ohne Bundesmittel wiederaufgebaut hat. Und folgende (wahre?) Anekdote: Vor einem der entscheidenden Angriffe gab man die unglaublichen Kirchenschätze den Bürgern zur privaten Rettung frei. Nach dem Krieg bat man die Bürger, sie zurückzugeben und ließ die Kirchentüren nachts offen. Die Verluste waren gering.
    Wie wärs mit einem Ausflug nach Schwarzrheindorf?
    >
    Zu ihrer Frage. Ihre Art, alle Ihre Motive (nicht immer) ironisch in Kontrast zu- und gegeneinander zu stellen, macht wohl den überraschenden Reiz Ihrer Kulturgeschichten aus. Das gilt fürs In- wie Ausland. Das Echo Ihrer Bloggemeinde stellt Ihnen höchstes Lob aus. Ihre Schreibe macht mich ein wenig süchtig, wie es anderen wohl auch geht. Ihre Aufnahmen: hmmm!

  99. @ Fouli : Habe gerade das...
    @ Fouli : Habe gerade das Video angeschaut. Also von wann ist das denn ?
    Da ist nicht der Schiffsname zu erkennen, aber 5 Schnitte drin. Was haben die Israelis erwartet ? Kaffee und Kuchen?
    Das kann eine uralte Übung sein oder eine Nachstellung nachdem die Schiffe aufgebracht wurden und die Passagiere unter Deck mussten.
    Das können auch Amis sein die eine Jacht zum Kaffee trinken besuchen und von den Besuchten aus Jux verrollt werden, mit Schaumgummi-Schlägern, ein Jux für die ganze Familie.
    Der Soldate wird jedenfalls ganz ganz langsam ins Beiboot runtergelassen.
    Ist das Gelächter auf dem Video das man im Hintergrund hört?
    Entschudligung, aber das Video ist weniger als garnichts.

  100. Werter Don, drehen wir doch...
    Werter Don, drehen wir doch mal den Spieß um. Was erwarten denn Sie von uns, denn wir liefern ja die restlichen vier Fünftel des Contents, den Sie hier managen. Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung, klar! Aber soll es Selbsterlebtes, Selbsterdachtes, Selbstergoogeltes sein? Finden Sie es in Ordnung, daß die Amtssprache Deutsch hier öfters verlassen wird und unverständliche Dialekte, Latinismen, Englisch, Französisch, Holländisch vorkommen? Wie finden Sie unsere Bild- und Videobeiträge, die aus technischen Gründen leider nur aus dem Netz kopiert werden können? – Wie wäre es, wenn wir unsere Beiträge künftig vor einer Videokamera sprechen, uns wechselseitig unsere Silberkannen zeigen und unsere selbstgebackenen Torten. Wir könnten Ihnen vielleicht auch per Videoschaltung bei der Reparatur ihres Sunbeam helfen. – Also, was halten Sie von „Stützen der Gesellschaft 3.0“? – Ich seh, Sie verziehen das Gesicht…

  101. "Generell mal eine Frage: Was...
    „Generell mal eine Frage: Was gefällt eigentlich besser: Wenn ich in der Heimat Mikrogesellschaften seziere oder unterwegs fabuliere?“
    Ich lese beides gerne, obwohl ich nicht mit Ihnen d’accord gehe, was einige Aspekte der Mikrogesellschaft(en) betrifft. Ihre Reiseberichte wirken auf mich entspannter, trotzdem möchte ich die anderen Gedanken nicht missen.
    MD

  102. Mikrostudien würden mich viel...
    Mikrostudien würden mich viel mehr interessieren, denn sie enthalten Erfahrungen, die ich mir auf Wikipedia oder GoogleEarth nicht auch selber beschaffen könnte.

  103. Herrgott, die Kloppereien in...
    Herrgott, die Kloppereien in Nahost sind so spannend und vorhersehbar wie die Demo am 1. Mai in Kreuzberg. Wann endlich hört mal diese krankhafte Fixierung auf, dort jede Beule mit der Lupe zu untersuchen? Die hauen sich da auch noch in 100 Jahren die Nasen blutig, weil ihnen der Zwang zur Zusammenarbeit fehlt, wie Europa vor 400 Jahren. Es gibt weiß Gott naheliegendere Baustellen, ich sage nur Kurdistan und Bosnien.

  104. @Jens Best
    aber, aber! Auch...

    @Jens Best
    aber, aber! Auch Irre sind menschlisch!

  105. Lieber colorcraze,
    da kann ich...

    Lieber colorcraze,
    da kann ich Ihnen nicht ganz zustimmen. Die Geschehnisse im Nahen Osten haben für weltweite Folgen, u.a. auch für unser eigenes Verständnis von Völkerrecht, Kriegsvölkerrecht und Menschenrechten. Wenn die westliche Staatengemeinschaft jetzt wieder zur Normalität des 20. Jahrhunderts zurückkehrt und Kolonialkriegen, rassistischen Staatsdoktrinen und Apartheidgesetzen ihre volle moralische Anerkennung ausspricht (wie das ja bis zu den 1960er Jahren durchaus der Fall war), dann wird das früher oder später uns alle betreffen.
    Es gibt genügend Zeitgenossen, die auch mitten in Europa die Einführung rassistischer Apartheidgesetze befürworten würden.

  106. specialmarke, ich kann ja,...
    specialmarke, ich kann ja, wenn es beliebt, eine Kommentatorencontentplattform einrichten.
    .
    Unabhängig davon bin ich in dieser Frage mehr als unschlüssig. Freischalten ist ja keine Arbeit, antworten tue ich, wenn ich Zeit habe, gerne, ich empfinde dieses Gedankenpingpong als sehr bereichernd und habe für den Rest die Gnade der Verdrängung. Manchmal wünschte ich mir etwas mehr Nähe zum Thema, aber auch nicht immer, aber so, wie es läuft (und das sieht man ja an diesem Thread, ich stelle im Kommentar eine Frage, und es kommen 80 Antworten), läuft es enorm gut. Ich möchte, aber das ist eine rein technische Frage, dass ich gewisse Kommentatoren so stellen kann, dass ich nicht extra auf den Publish-Knopf drücken muss, und ich will Permalinks bei den Kommentaren. Und mich jeden Tag aufs neue überraschen lassen.

  107. In den Reisebeschreibungen...
    In den Reisebeschreibungen klingt die Freude des Schreibers durch, schon alleine deshalb +++. Geschriebes, weil’s sein musste, gibt’s eh zuviel. Allerdings gefallen mir auch die „Silberkannen“, die gegen den mainstream rudern.Gerne würde ich mal lesen: Köhler darf das, Köhler hat’s richtig gemacht. Schließlich ist er nicht von Gottes Gnaden und muss queen- und papstlike durchhalten. Ein Neubeginn außer der Reihe ist immer spannend, offenbart eine Lücke und schafft Raum zur Veränderung.
    In einem früheren Blog war mal die Rede von einem Hotel mit „stehengebliebener“ Uhr (Lago Maggiore ?)
    Gibt es soetwas auch in Meran ? Auch bei anderen Orten wäre ich für Übernachtungshinweise, die ein wenig aus dem Rahmen fallen, dankbar.
    Ansonsten nehme ich gerne, was kommt und freue mich immer wieder aufs Lesen. Danke dem Schreiber.

  108. JorgeLoma@. Watt wollense...
    JorgeLoma@. Watt wollense eijentlich mit däm Richter? Dieser Fotagrafienkopierer. Dat Finste im Dom is doch sowatt von langweilich, dat et langweilich is. De Kardinal Meisner is do ausnahmswies sisch einisch mit singem Kirschenvolek un met mia. Dä Lüpertz is doch ooch sone Schlawiner mit Chuzpe. Dä Kardinal, in seine Eijenschaft als Erzbischof un Churfürst, hätt jo seit dä Schlacht vo Worringen, 5. Juni 1288, op dä Fühlinger Heide, em Dom nit me drek jet ze Kamelle, nur Gastrescht. Zwejen däm wuud Bonn un Brühl sing Residenz bis 1798 (unplugged).
    „Natürlich“ ist Schwarzrheindorf (Bonn) ein Juwel Deutscher Romanik, versteckt gibt es überall in Deutschland solche Trouvaillen, fahren Sie mal in Bad Breisig mit Ihrem offenen Fiat Topolino (es soll heut nicht regnen!!) rechts ab in die Eifel, die erste Dorfkirche danach ist schon eine Kostbarkeit.
    Don Alphonso@: In dieser besten aller Welten, lt. Leibnizen, sollte man an diesen kruden und öden Speckgürteln, die auch Schweizer Städtlein verunzieren, unbeirrt und wie blind (astaroschna) vorbeifahren und die Schönheiten finden, die einen suchen. Lassen Sie sich weiterhin in Ihrer Mission nicht beirren, das rudimentäre West/Südviertel (auch in Nord/Ostvierteln gedenkt man Ihrer bisweilen) wird´s Ihnen danken. Auf einen kurzen Grappa.
    Ganz der Ihre un Tschüss.

  109. colorcraze...
    colorcraze 9:27,
    danke
    HansMeier555 9:46
    …so ähnlich war es sicher auch bei Spanien/Niederlande; Savall 20:15 hat es
    beschrieben.

  110. Guten Morgen,
    Wissen Sie, um...

    Guten Morgen,
    Wissen Sie, um auf Ihre Frage zu antworten Herr Alfonso, ich persönlich finde Ihre Beiträge insgesamt gut, mit allen dazu gehörenden Höhen und Tiefen. Gut erinnere ich mich noch an meinen Einstiegsblog bei Ihnen, der nicht während einer Reise verfasst worden war, den ich aber nach wie vor für einen Ihrer besten halte.
    Gleichwohl habe ich den Eindruck, dass Sie Ihre Reisebeiträge gelassener vortragen.
    Ein weiterer Pluspunkt für die Reiseberichte sind Horizonte, die dem Leser weiter gemacht werden.
    Verwunderlich und mir lästig (egal ob Sie von daheim oder unterwegs schreiben) ist nur, immer wieder lesen zu müssen, dass Sie den Deutschen so schlecht gewogen sind.
    Aber vielleicht wählen Sie doch noch Hannibal aus, wenn Ihr Weg Sie tatsächlich noch nach Frankreich führt.
    Der Beiname >der Schreckliche< ist schon vergeben an >Iwan< Seltsam, dass auch ich gestern eine Kirche von innen sah, wenn auch nicht mit einer Statue von Karl der Irminsulfäller, jedoch mit einer übergroßen Darstellung desjenigen, dessen Namen Sie nicht aussprechen mögen . Der Capitano hatte den rechten über den linken Fuß gelegt, (ihrer auch? Ich vermute sie sind alle gleich, die Darstellungen) war nur mit einem goldfarbenen Tuch um die Lenden bekleidet, trug etwas sehr unkleidsam eine Art Stacheldrahtkopfbekleidung und hing erschöpft aussehend an einem Holzkreuz. Mit anderen Worten: Geknechtet an Raum und Zeit, die Kraft seiner Lenden in goldene Erkenntnis verwandelnd, die seine Gegenüber durch seinen wehrhaften Geist erkannten, vermochte der Capitano seine rechten Standpunkte über die gemeinen zu stellen. Zu H.K. nochmals. Daß Zitat von Ihm bezog sich NICHT auf Afghanistan. Nachzulesen ist das auch in der Druckausgabe der Sonntagszeitung der Frankfurter Allgemeinen. Darüber hinaus ist in dem Weißbuch der großen Koalition von 2006 zu lesen: >Die Sicherheitspolitik Deutschlands wird von….dem Ziel geleitet…, den freien und ungehinderten Welthandel als Grundlage unseres Wohlstandes zu fördern.< Ebenfalls aus der o.ang. Zeitung. An der Aussage ist vom Kern her nicht zu rütteln, denn ohne Rohstoffeinfuhren, sähen wir recht alt aus, abgesehen davon, dass wir uns auf Grund modernster Düngemitteltechnik selbst ernähren könnten, allerdings auch nur so lange, wie ein Düngervorrat reicht. Ansonsten hätten wir bei Unterbrechung von Handelswegen ähnliche Schwierigkeiten wie zwischen 1916/17 und 1919/20, als nämlich die Seeblockade, die England über das Deutsche Reich verhängt hatte zu Hungersnöten führte, die als >Steckrübenwinter< in Erinnerung der Überlebenden blieben. Eine ganz andere Frage ist die Ehrlichkeit des Handelns. Einen angenehmen Tag noch.

  111. Naja, ich sehs so: solange bei...
    Naja, ich sehs so: solange bei den Palästinensern keine Gestalten wie Adam Miekiewicz und Pilsudski, Theodor Herzl und Ben Gurion, Yomo Kenyatta, Seewoosagur Rangoolam oder Sukarno auftauchen, geht da überhaupt nichts vorwärts, und sie bleiben die ewig patronisierten Nervensägen am Rande. Mit der trotzigen Beharrung auf „wir sind die ohne Land“ erreicht man dauerhaft eben allenfalls Roma-Status, und mit der Fixierung auf Jerusalem katapultiert man sich die nächsten 2000 Jahre ins Exil. Ich tät mich auf Gaza und Sinai kaprizieren, wenn ich Palästinenser wär, auf Pipelines von Saudi nach Mittelmeer, Sonnenenergie, Wassergewinnungstechnik, Glasherstellung, Fischverarbeitung. Das könnt vielleicht noch was werden. Und als größerer Rahmen eine Levante-Kooperation mit Zypern, Libanon, Israel, Syrien, Jordanien. Muß man aber nicht. Man kann auch noch 500 Jahre weiter in der Endlosschleife weitermachen.

  112. Lieber colorcraze,
    jetzt auf...

    Lieber colorcraze,
    jetzt auf einmal interessieren Sie sich doch für das Thema?
    .
    Mir jedenfalls geht es weniger um die Palästinenser als um uns. Wer sind wir? Wie stellen wir uns unseren Platz auf der Welt vor, woher leiten wir unsere Rechte ab, das zu tun, was wir tun?
    Und damit sind wir wieder bei der Rede des Bundespräsidenten.
    .
    Daß man zur Freihaltung der Handelswege nicht nur Überschallflugzeuge und Panzer, sondern auch Eisenstangen benutzen darf, davon hat Köhler allerdings tatsächlich nichts gesagt.

  113. @ D.A / 02. Juni 2010,...
    @ D.A / 02. Juni 2010, 10:02
    Entschuldigen Sie bitte eine Frage: Was ist eine Kommentatorencontentplattform?

  114. Und kennen Sie denn, lieber...
    Und kennen Sie denn, lieber colorcraze,
    irgendeinen deutschen Schriftsteller oder sonst ein deutsches Genie, das Sie den Bewohnern des Gaza-Streifens als Vorbild empfehlen könnten?

  115. Anlaesslich der letzten...
    Anlaesslich der letzten Intifada schickte ich einem Freund mein einziges Buch:
    „Die Arglosen im Ausland“ von Mark Twain, mit Lesezeichen ab Damaskus. Das Buch enthaelt sehr schoene Beschreibungen von Stadt, Land, Religion und Mentalitaet. Den Kritikern des „Besatzerregimes“ ist die Neulektuere dringend zu anzuraten.
    Es gibt hier einige Kommentatoren, die in den 60er Jahren, besonders den fruehen, noch nicht geboren waren. Denen sind einige Nachhilfestunden in Nahostgeschichte dringend zu empfehlen. Die fatale Rolle der christlichen Welt in den 30ern und 40ern will ich AUSDRUECKLICH beiseite lassen.
    .
    Zu dieser merkwuerdigen Hilfsflotte nur soviel: Jeder, auch der allerletzte Hammel, weiss, dass die Israelis hinsichtlich Sicherheit zu extremer Humorlosigkeit neigen. Wenn diese wohlmeinenden Schiffsreisenden das Angebot Israels nicht annehmen wollten, via Ashodod die sog. Hilfsgueter nach Gaza zu bringen, muss man Unrat riechen.
    .
    Ueberhaupt ist die prominente deutsche Personage auf dem Schiff weiss Gott nicht ueber alle Zweifel erhaben, bis hin zur 85jaehrigen Holocaustueberlebenden Hedi Epstein, die das Elend in GB ueberlebte, und mehr den Eindruck einer egomanischen Trittbrettfahrerin macht. Mit den Juden, den toten und den lebenden, versuchen viel zu viele ihr eigenes dummes Profil zu schaerfen.

  116. Lieber Filou,
    ihre ganz...

    Lieber Filou,
    ihre ganz persönlichen Eindrücke, Empfindungen, Weltmeinungen und Lektüreerfahrungen in Ehren — aber so wird da kein Argument daraus, auf das man sinnvoll antworten kann.

  117. @HansMeier: ich bin annähernd...
    @HansMeier: ich bin annähernd 50 und in meinem früheren Leben kamen unter anderem auch 1.Mai-Demonstrationen und Nahostkonflikt vor. Darum habe ich hierzu eine dezidierte Meinung. In der deutschen Geschichte sehe ich wenig, das sich für die Palästinenser nutzbringend parallelisieren ließe (auch für die Entwicklung Fischis gibt sie nichts her), deshalb die Beispiele von andernorts. Abweichend von Ihnen halte ich die Levante nicht für den Nabel der Welt, sondern derzeit eher für einen Ort wie Müstair, wo wenig Neues passiert. Daß in Berlin an einer historisch-kritischen Ausgabe des Koran gearbeitet wird, _das_ halte ich für wichtig, denn das kann Folgen haben wie die Haskala, die auch in Berlin das Zentrum hatte.

  118. Die DDR-Grenzsoldaten...
    Die DDR-Grenzsoldaten reagierten auch ziemlich humorlos, wenn irgendjemand die Grenze ohne gültige Ausreisedokumente überschreiten wollte.
    „Illegale Grenzübertritte sind auch anderswo verboten“, hieß es dann immer, und: „Wir verteidigen nur das Existenzrecht unseres hübschen kleinen Staatsgebildes gegen imperialistische Diversion“.
    .
    Später standen diese Leute vor Gericht und verstanden die Welt nicht mehr.

  119. Noch zum Thema "Mir jedenfalls...
    Noch zum Thema „Mir jedenfalls geht es weniger um die Palästinenser als um uns“: eine derzeitige Lehre ist vielleicht, daß man nicht jeder Pappnase, die sich auswärts als Gefahrensucher betätigt, Aufmerksamkeit schenken sollte, nur weil sie die deutsche Staatsbürgerschaft hat.

  120. Helsinki Principles on the Law...
    Helsinki Principles on the Law of Maritime Neutrality
    .
    5.1.2(3) Merchant ships flying the flag of a neutral State may be attacked if they are believed on reasonable grounds to be carrying contraband or breaching a blockade, and after prior warning they intentionally and clearly refuse to stop, or intentionally and clearly resist visit, search, capture or diversion.
    5.1.2(4) Merchant ships flying the flag of a neutral State may be attacked if they:
    (a) engage in belligerent acts on behalf of the enemy;
    (c) are incorporated into or assist the enemy’s intelligence system;
    (e) otherwise make an effective contribution to the enemy’s military action, e.g., by carrying military materials, and it is not feasible for the attacking forces to first place passengers and crew in a place of safety. Unless circumstances do not permit, they are to be given a warning, so that they can re-route, off-load, or take other precautions.
    5.2.1 Visit and search
    As an exception to Principle 5.1.2. paragraph 1 and in accordance with Principle 1.3 (2nd sentence), belligerent warships have a right to visit and search vis-à-vis neutral commercial ships in order to ascertain the character and destination of their cargo. If a ship tries to evade this control or offers resistance, measures of coercion necessary to exercise this right are permissible. This includes the right to divert a ship where visit and search at the place where the ship is encountered are not practical.
    5.2.10 Blockade
    Blockade, i.e. the interdiction of all or certain maritime traffic coming from or going to a port or coast of a belligerent, is a legitimate method of naval warfare. In order to be valid, the blockade must be declared, notified to belligerent and neutral States, effective and applied impartially to ships of all States. A blockade may not bar access to neutral ports or coasts. Neutral vessels believed on reasonable and probable grounds to be breaching a blockade may be stopped and captured. If they, after prior warning, clearly resist capture, they may be attacked.

  121. Lieber colorcraze,
    wenn man...

    Lieber colorcraze,
    wenn man aus Ihren Gewichtungen die Schlußfolgerung ziehen würde, daß Deutschland sich im Ausland nicht militärisch engagieren sollte (sagen wir mal: weil es „unerheblich“ ist, was in Jugoslawien, im Irak, in Afghanistan etc. passiert), dann hätten Sie allerdings meine Zustimmung.
    Wenn nicht in der Beobachtung, dann zumindest in der Schlußfolgerung.

  122. ... wenn man in D die Türkei...
    … wenn man in D die Türkei nicht in der Eu haben und für die Griechen
    nicht zahlen will, dann braucht man wohl kaum zu hoffen, daß man im
    östl. Mittelmeerraum oder im Nahostkonflikt etwas zu sagen hat.
    Da hilft auch kein deutscher Großschriftsteller oder gar ein Genie.
    .
    Palästinenser/Israelbasching oder Propaganda (siehe auch Filou12:00
    letzter Satz), in der medialen Endlosschleife soll der Ersatz sein ; für was
    und vor allem für wen?

  123. @minna, fuer all' die Dackel,...
    @minna, fuer all‘ die Dackel, die weiters keine Eiche finden, die anzupinkeln sie sich trauen. Es ist DAS Thema fuer Leute mit Gratismut und existentielle Bruckpiloten und Judenhasser in der Latenzphase.

  124. Lieber Filou,
    vor welcher Art...

    Lieber Filou,
    vor welcher Art von Mut hätten Sie denn Respekt?
    .
    Von Hause aus anonyme Kommentare zu posten oder Artikel zu schreiben (also was wir hier den ganzen Tag tun) erfordert sowieso keinen Mut. Und das kann man seinen Meinungsgegnern dann auch immer zum Vorwurf machen.
    .
    Aber wenn sich jemand doch in Gefahr begibt und sich in die Schußweite der Humorlosen begibt, dann heißt es, er handele unverantwortlich und wolle sich nur profilieren, etc.
    .
    Welches Verhalten wäre denn nun Ihrer Meinung nach das richtige?

  125. Es kann halt nicht jeder so...
    Es kann halt nicht jeder so mutig sein wie Oberst Klein oder unser Ex-Bundespräsident.

  126. holly01, Sie meinen, das Video...
    holly01, Sie meinen, das Video ist eine jüdische Verschwörung?

  127. @HansMeier: Sie müssen mir in...
    @HansMeier: Sie müssen mir in meiner Priorisierung ja nicht zustimmen, zu einem Neofeudalismus werden Sie mich ja auch nie bereden können. Ich halte halt andere Baustellen für wesentlich wichtiger als gerade die Levante.

  128. Fouli, niemand macht solche...
    Fouli, niemand macht solche Aufnahmen ohne Hintergedanken, niemand umschreibt sie und niemand verbreitet sie – wie Sie das tun – ohne Absicht. Israel hat nicht wirklich klug gehandelt und versucht es jetzt mit PR und rechnet mit Helfern an der Internetfront. ich sage: Solange es keine Berichte von Dritten gibt, oder auch die fehlenden Aufzeichnungen der Erschiessungen durch Israelis, kurz: Glaubwürdige Informationen – solange würde ich das als Propaganda bezeichnen.

  129. @HansMeier555/02. Juni 2010,...
    @HansMeier555/02. Juni 2010, 13:59
    Es ist ja wohl kein Zufall, dass ich dies letzten Freitag hier schrieb und Herr Köhler drei Tage später zurücktrat. Mutiges Verhalten seitens des Ex-Bundespräsidenten würde ich das nicht nennen:
    Mai 2010, 16:21
    Der Kernunterschied zwischen DDR und den europäischen Organisationen besteht darin, dass man die DDR nach dem Mauerbau nicht mehr freiwillig verlassen konnte. Wenn es einem in einer europäischen Organisation nicht gefällt, kann man kündigen und gehen.
    .
    Aber solange man da arbeitet, ist man rechtlos und der Willkür des Systems und den Vorgesetzten ausgeliefert. Auf den ersten Blick ist das nur ein Problem der Mitarbeiter, und die werden immerhin recht gut bezahlt für ihre Rechtlosigkeit. Auf den zweiten Blick ist es ein Problem für uns alle, wie ich schon in zurückliegenden Kommentaren erklärt habe:
    .
    (1) Unser Euro wird von einer Bananenrepublik kontrolliert. Wenn an der EZB Entscheidungen getroffen werden, mit denen sich die Manager dort auf Steuerzahlerkosten eine goldene Nase verdienen, gibt es keinen Staatsanwalt, der das aufgreifen kann.
    (2) Für die Milliarden von Steuergeldern, die in Brüssel verteilt werden, gilt das Gleiche.
    (3) Wir wissen nicht einmal, ob die Statistiken stimmen. Aus eigener Erfahrung als Auditor in der europäischen Raumfahrtbehörde weiß ich, dass und wie sie getürkt werden können.
    (4) Intellektuelles Eigentum ist nicht geschützt, denn das europäische Patentamt hat auch keine zuständige Gerichtsbarkeit. Mitarbeiter dort brauchen keine Polizei zu fürchten, wenn sie zu patentierendes Wissen an die Konkurrenz verkaufen.
    .
    Wie ich auch schon zuvor geschrieben habe, Frau Merkel weiß das sehr wohl schon mindestens seit über zwei Jahren – nicht nur der Herr Bundespräsident. Aber beide und ihr Klientel sind an einer Korrektur dieser Verhältnisse offensichtlich nicht interessiert.
    .
    Zum Schluss, ich habe gestern drei Backenzähne gezogen bekommen und mir tut mein Kopf weh. Bevor jemand weitere Frage stellt, bitte ich Ihn oder Sie, zuerst meine Kommentare und die damit initiierte Diskussion in zurückliegenden Beiträgen von Dons Blog zu lesen.
    .
    und
    .
    28. Mai 2010, 18:04
    Rechtsfreie Räume für etwas Schlechtes zu halten, ist eine Frage der grundsätzlichen Einstellung, die sicherlich nicht von allen Menschen geteilt wird. Frau Merkel und Herrn Köhler haben ihren Amtseid auf das Grundgesetz abgelegt.

  130. @colorcraze, filou und...
    @colorcraze, filou und weitere: In der „Levante-Frage“ steckt nun leider der Ausgangspunkt für die weltweite Polarisierung zwischen Moslems und den aufgeklärten Völkern, voran den USA, wo es bekanntlich keine Fundamentalisten und Haßprediger gibt. Und um die Israelis sollten wir uns auch keine Sorgen machen, denn sie handeln offensichtlich immer angemessen und haben auch keine Atomwaffen. Das Landnahme-Projekt läuft in sehr geordneten Bahnen und wahrscheinlich können Sie bei der Bank Ihres Vertrauens jederzeit Fondanteile kaufen, mit bester Bewertung und Verzinsung.

  131. In den Vereinigten Staaten...
    In den Vereinigten Staaten gibt es viele Menschen, die es nicht nur für das Recht, sondern auch die Pflicht eines jeden guten Amerikaners halten, immer und überall mit der Knarre rumzulaufen, um dadurch z.B. in der Lage zu sein, einen Amoklauf zu verhindern.
    Ein weiteres Argument der US-Waffenlobby ist durchaus politischer Natur. Individueller Waffenbesitz sei notwendig, weil sich die Bürger im Falle eines Putsches nur so wirksam gegen eine diktatorische Regierung wehren könnten.
    .
    Dazu gibt es eine Gesetzgebung, die den Notwehrbegriff extrem weit auslegt und es dem Hausherrn z.B. erlaubt, auf ungebetene Besucher in Haus und Garten das Feuer zu eröffnen.
    Und es gibt eine Unterhaltungsindustrie, die ein derartiges Verhalten als vorbildlich propagiert.

  132. Ja, und die Frage nach der...
    Ja, und die Frage nach der Benutzung von Eisenstangen halte ich auch für überbewertet.
    Die Elitekämpfer hätten ja die Möglichkeit gehabt, sich angesichts der offensichtlichen Humorlosigkeit der Schiffspassagiere einfach mal in ihren sicheren Hubschrauber zurückzuziehen und gegen die Gewalttäter beim zuständigen Seegericht eine Strafanzeige zu stellen.

  133. Lieber Tiger, der rote Hering...
    Lieber Tiger, der rote Hering stinkt schon…

  134. @colorcraze - Das Video zu...
    @colorcraze – Das Video zu Gefahrensuchern:
    http://www.youtube.com/watch?v=U38HmSSAGSo

  135. Also lieber HansMeier555, ich...
    Also lieber HansMeier555, ich würde Tiger auch raten, es mal mit einer Waffe zu probieren…

  136. ... welchen...
    … welchen Informationswert/Beweiskraft haben Bilder oder Videos eigentlich
    noch, wenn selbst ich jetzt weiß wie man sie fälscht.
    Nachdem Verlust des Schriftlichen (kann man getrost nach Hause tragen) der
    Verlust des Bildes und mit den Zahlen und math. Formeln ist man auch hereingefallen.

  137. Hm ja, klingt wasserdicht....
    Hm ja, klingt wasserdicht.

  138. @HansMeier555 02. Juni 2010,...
    @HansMeier555 02. Juni 2010, 11:47
    Und kennen Sie denn, lieber colorcraze,
    irgendeinen deutschen Schriftsteller oder sonst ein deutsches Genie, das Sie den Bewohnern des Gaza-Streifens als Vorbild empfehlen könnten?
    Sehr geehrter HansMeier 555,
    auch wenn Sie mich nicht gefragt haben, hätte ich, wenn es genehm ist, einen Vorschlag für Sie. Ich möchte ich Ihnen den oben von Plindos ins Spiel gebrachten sehr erfolgreichen Feldherren Georg von Frundsberg ans Herz legen. Dessen Erkenntnis „Drei Dinge sollten jedermann vom Krieg abschrecken: Die Verderbung und Unterdrückung der armen, unschuldigen Leute, das unordentliche und sträfliche Leben der Kriegsknechte und die Undankbarkeit der Fürsten.“, kann man uneingeschränkt jedem ans Herz legen.

  139. Filou 13:12, Sie hätten ruhig...
    Filou 13:12, Sie hätten ruhig noch etwas weiter zitieren dürfen:
    .
    5.3 Relief
    A blockade may not be used to prevent the passage of relief consignments which has to be free according to the applicable rules of international humanitarian law …

  140. "Ja, und die Frage nach der...
    „Ja, und die Frage nach der Benutzung von Eisenstangen halte ich auch für überbewertet.“ Völlig, HansMeier555. Der anwesende „Arzt“ von den „friedlichen Ärzten gegen den Atomkrieg“ sah das ähnlich und grinste zynisch, die zu Brei geschlagenen Soldaten litten wohl „an Kreislaufschwäche“. Tja, sind so nette Menschen. Kaum zu verstehen, dass die Juden den „Frieden“ dieser „Friedensaktivisten“ und ihrer nützlichen Idioten (Mankell nehme ich aus, der ist dabei, weil er Gewalt liebt) nicht recht goutieren mögen.

  141. @specialmarke: die...
    @specialmarke: die paranoisieren in ihrer Ecke, und wenn sie übertreiben, sind sie Matsch, das wissen sie. Die Moslems haben heiligere Städte als Jerusalem, da kann ihnen Ahmedinedschad lang was anderes zu verzapfen suchen. Erdogan wird Netanjahu schon auf die Finger hauen, daß ers merkt.

  142. Sehen Sie Filou,
    genau...

    Sehen Sie Filou,
    genau deswegen hätten die Soldaten ja den Rückzug antreten können. Damit nicht noch mehr passiert.
    Das internationale Seerecht bietet genügend Möglichkeiten, einen solchen Fall vor Gericht zu bringen und die Schuldigen zu bestrafen.

  143. @specialmarke
    Wollen Sie damit...

    @specialmarke
    Wollen Sie damit ausdrücken, ich sei links? Da kann ich nur grinsen. Offensichtlich fühle ich mich in Don’s Silberkannen e-salon mit Spezialreiseprogramm pudelwohl und zu Hause. Würden Sie daraus schließen, dass Don’s Silberkannen e-salon mit Spezialreiseprogramm rot sei?
    Was Waffentragen betrifft, als ich jung war und (Test)pilot werden wollte, wurden Frauen zu Bundeswehr (und Lufthansa) nicht zugelassen, und heute will ich nicht mehr.

  144. Pardon, Filou,
    da habe ich Sie...

    Pardon, Filou,
    da habe ich Sie wieder verwechselt.
    Sorry.

  145. Auch im Zeitalter der...
    Auch im Zeitalter der elektronischen Medien ist das beste Beweismittel immer noch die Aussage von glaubwürdigen Zeugen.

  146. Gianozzo, hoppala, da, wo ich...
    Gianozzo, hoppala, da, wo ich es kopierte, war es nicht dabei.
    Nur sollten wir bei der Frage der Hilfsgueter vorsichtig sein. Die Israelis haben nicht nur mit Palis zu tun, sie haben die Hamas im Genick. Da kann ein Fehler schreckliche Folgen haben. Wer weiss schon, welch huebsche Dinge ansonsten unter den Hilfsguetern verborgen sind? Die Charta der Hamas ist bei Wikipedia zu finden. Wer damit einverstanden ist, soll sich aussern.
    .
    Ich moechte nochmals auf die Schilderung dieser Gegend durch Mark Twain verweisen. Es hat sich, glauben Sie mir, bis auf die willkuerliche Staatengruendung nach dem Abgang der Tuerken am Ende von WK I, nicht viel veraendert. Waren bis dahin die Tuerken ein starker, korrupter und allseits verhasster Ordnungsfaktor, so ist nach Ende von WK II einzig Israel als geordnetes, zivilisiertes Gebilde in die Geschichte gekommen.
    Die Palaestineser selbst sind nichts anderes als die Geisel, ihrer glaubensgleichen Nachbarvoelker. Alle zusammen eint nur der Hass auf Israel. Ansonsten? Pustekuchen. Wo bleibt die Solidaritaet der Aegypter, der Jordanier, der Syrer, der Libanesen? Ernaehrt wird Palaestina von der WESTLICHEN Welt, von den verachteten Christen.
    .
    Und noch ‚was: als die Iraelis vor Jahren den Gazastreifen verliessen, hatte das Volk von Gaza nichts besseres zu tun, als das, was die illegalen Siedler hinterliessen, kurz und klein zu schlagen. Es waren ja auch nur so unwichtige Dinge, wie Gewaechshaeuser dabei und, und, und….
    .
    Die Empoerung nach dem Flottendebakel ist gross. Ich neige allerdings zur Vorsicht bei der Beurteilung.
    .
    Ein Grossteil der Schiffe fuhr unter tuerkischer Flagge. Das ist interessant, denn die Tuerkei hat sich in Sachen Menrechte bisher noch nie gross engagiert. Nanu?
    .
    @Fouli, bitte suchen Sie sich einen anderen Nicknamen. Es kommt sonst irgendwann zu einem Kuddelmuddel. Bitte!

  147. Liebe Windsbraut,
    Vor allem...

    Liebe Windsbraut,
    Vor allem der Hinweis auf „die Verderbung und Unterdrückung der armen, unschuldigen Leute“ ist bestimmt am besten geeignet, die Bewohner des Gaza-Streifens von unüberlegten Aktionen abzuhalten.

  148. Nur am Rande: Afghanistan...
    Nur am Rande: Afghanistan verfolgt mich schon genausolang wie der Nahostkonflikt, nämlich seit der Schulzeit. Ich hatte einen Bio-Lehrer, der von dort zurückgekommen war, und dem Tränen in den Augen standen, wenn er über die Lebensverhältnisse dort berichtete. Das komische ist, eigentlich kochen die so gut, das können keine schlechten Menschen sein. Aber trotzdem herrscht dort die brutale Gewalt.

  149. "Auch im Zeitalter der...
    „Auch im Zeitalter der elektronischen Medien ist das beste Beweismittel immer noch die Aussage von glaubwürdigen Zeugen.“ Ja, HansMeier555, das schreibt so auch der Don. Man nennt diese Volte „wasserdicht“, weil sie zirkelschließt: „Die Juden betreiben bösibösi Propaganda, und Zeugen, die etwas anderes berichten, können schon deshalb, weil sie der Prämisse widersprechen, nicht glaubwürdig sein.“
    Kurzum: wer „glaubwürdige Zeugen“ sagt oder „Informationen von Dritten“ oder „glaubwürdige Informationen“ (Don), der meint nur eines: „Aussagen, die mir zupaß kommen.“
    Filou, ich will Ihnen nicht zu nahe treten. Statt „Fouli“ nehme ich besser ein anderes Wörtlein. Schlagen Sie eines vor?

  150. Aha, das ist...
    Aha, das ist interessant:
    http://www.lefigaro.fr/international/2010/06/02/01003-20100602ARTFIG00535-reportage-chez-l-ong-turque-a-l-origine-de-la-flottille.php
    .
    Wenn mein schlechtes Franzoesisch micht nicht taeuscht, ist eine tuerkisch-islamistische Gruppe hinter der Aktion zu vermuten.

  151. Filou 16:02, ich verstehe...
    Filou 16:02, ich verstehe vollkommen, dass Israel nicht von Friedensfürsten umgeben ist und legitime Sicherheitsinteressen hat. Nur: Es IST bereits ein Fehler passiert, und er HATTE schreckliche Folgen. Nicht jeder, der das feststellt, ist gleich ein Gutmensch oder Judenhasser. – Eine vorsichtige Beurteilung ist in diesen trüben Propaganda-Gewässern sicher angebracht.

  152. Fouli, das ist jetzt wirklich...
    Fouli, das ist jetzt wirklich die letzte Warnung: Benehmen Sie sich hier, und Sie können weiter mitreden, selbst wenn der Ton, den Sie hier reingebracht haben, absolut nicht zu meinem Thema passt. Unterstellungen haben hier keinen Platz, und die Forderung nach Material, das nicht gerade nur von der israelischen Armee kommt, die in internationalen Gewässern vermutlich mehr als 10 menschen ungebracht hat, ist kein Zirkelschluss. Noch so eine Nummer, und Sie brauchen hier keinen neuen Namen, sondern gar nicht mehr. Verstanden?

  153. @Fouli, wie waer's mit...
    @Fouli, wie waer’s mit Schlingel?

  154. @ Fouli : Da Sie gefragt...
    @ Fouli : Da Sie gefragt haben, müssen Sie auch mit der Antwort leben :
    Ich denke man sollte den Nahen Osten mit Waffen versorgen. Vielen Waffen die man an jeden verkauft der die haben will.
    Billig sollen die Waffen sein, hochwirksam und es soll Munition vom Himmel regnen.
    Tag und Nacht muss die Versorgung laufen, wer die A-Bombe will soll sie haben, aber der Zünder muss schon ticken.
    .
    Zynisch? Nicht halb so zynisch und dumm wie die Politiker die dort ihr Unwesen treiben.
    Palästina war UN-Protektorat bis die Zionisten die Briten da per Terrorismus weggejagt haben. Ben Gurion ? Terrorist ! Oder zumindest von Terroristen Gnaden.
    In der Geschichte kommt das gotterwählte Volk nach Hause (wen interessiert schon 2000 Jahre Geschichte und wer fragt nach den Besitzern des Landes) und nimmt sich was es braucht.
    Es ist eine Mangelregion, man kann da garnichts machen, weil es von allem zu wenig gibt. Ausser man hat die USA und die EU als Geisel und erpresst die mit 6 Mio Toten oder 7 Banken.
    Ich mag die Politiker Juden genauso wie Napalm.
    .
    Die armen Opferpalästinener und die restlichen Völker und Staaten der Region sind nicht einen Hauch besser. Nur dummer Hass, vorgeschobene Argumente und Machterhalt zulasten der eigenen Mitmenschen.
    Ich mag die Politiker der Palästinener genaus so leiden (sehen) wie die der Israelis.
    .
    Verschwörungsvideo ? Ja natürlich was denn sonst ? Denken Sie da informiert Sie aucxh nur einer realistisch?
    Die Leben doch alle vom Krieg und von der UNterstützung von Aussen. Eine Gemeinschaft von Schmarotzern die sich um die Knochen Balgen die ihnen die dösige um „Gerechtigkeit“ bemühte Staatengemeinschaft hinwirft.
    .
    Lösung des Konfliktes? Gibt es nicht, ausser Waffen-Waffen-Waffen und warten bis alle tot sind oder vom kämpfen so die (sry) Schnauze voll haben, daß sie es dran geben.
    .
    Europa und vor allem Deutschland schauen da so gehemmt hin, weil das sind eigendlich wir alle, genauer der Nahe Osten ist Europa mit all seinen Grenzstreitigkeiten.
    Genauso sind Menschen die man von der ethischen Leine lässt.
    Jede Partei hat „ihre“ Freunde. Wir lassen da kämpfen.
    Ansich müsste ein EU-Kommando alle Politiker der letzten 50 Jahre aus der Region holen und vor das Gericht in Den Haag bringen.
    Aber wer wäre so dumm da rein zu gehen ?
    Also lasst sie sich die Schädel spalten und sorgt nur dafür das es schnell geht.
    .
    Es ist im Übrigen immer wieder ein willkommener Anlass sich selbst gut zu fühlen. Wir haben das ja alles überwunden. Wir sind mit den Nachbarn im Reinen (Der Seehofer will mit den Sudetendeutschen nur befreundet sein und der Vertriebenenrat ist doch nur ein Ventil für die Gestrigen).
    Die Erfolgsgeschichte mit den Franzosen, lese ich immer wieder gerne.
    Schauen Sie doch mal in wiki wer Adenauer war. Seine familiären Hintergründe und seine Familiengeschichte sind recht interessant.

  155. ...glaubwürdig, wer ist...
    …glaubwürdig, wer ist glaubwürdig, nur wenn er sich selbst bezichtigt?
    Ich bin soweit, daß ich es auch dann nicht glaube.

  156. Hach Filou, das glaub ich...
    Hach Filou, das glaub ich sofort! D hat für die Griechen bezahlt und die Franzosen stecken sich die Feder an den Hut.

  157. Gianozzo, ich moechte nicht...
    Gianozzo, ich moechte nicht zynisch erscheinen, aber man sollte sich die Toten gut anschauen. Ich bin sicher, dass Shin-Bet und Mossad den Hintergrund der Opfer gut ausleuchten werden, und je nach Opportunitaet auch vernehmbar davon berichten.
    Was gerne bei dem Assault uebersehen wird: die Geheimdienste der Israelis gelten als ziemlich gerissen. Selbst bei dem Blunder in Saudi-Arabien darf man sich einiges fragen. Mer weess es nicht, mer steggd nich drinne.
    Kurz, die Israelis haben sicher gewusst, das da irgendetwas Ungutes laeuft. Denn normalerweise neigen sie dazu, solche Sachen diskret zu erledigen.
    Ich habe einmal auf einem Flug von Tel-Aviv nach Amsterdam erlebt, wie schnell und professionell ein sog. Gefaehrder ausgeschaltet wurde. Das merkten nur diejenigen, welche ganz in der Naehe sassen.

  158. Lieber Filou,
    es gibt eben...

    Lieber Filou,
    es gibt eben auch bei nichtchristlichen Völkern so etwas wie ein Streben nach Selbstbehauptung, sowohl individuell wie kollektiv. Aus der Sicht aufgeklärter Weltbürger mag das hin und wieder etwas fremdartig oder archaisch wirken.

  159. Lieber Filou,
    bis zu diesem...

    Lieber Filou,
    bis zu diesem Zwischenfall war mir das mit der israelischen Blockade nicht so bewußt. Daß nach Gaza z.B. auch kein Zement oder Papier geliefert werden darf (stand gestern in der Süddeutschen), das konnte ich mir nicht vorstellen.
    Wenn die seriösen, aufgeklärten, verantwortungsbewußten, friedliebenden, mutigen, westlichen, christlichen, lieberalen, marktwirtschaftlichen, ausgewogenen Medien, Parteien, Regierungen, Organisationen und Religionen nicht bereit sind, so einen Zustand als Problem zu erkennen und für Abhilfe zu sorgen, dann sind sie wohl selber schuld, wenn das die kriminelle islamistische böse archaische Terroristenorganisationen übernehmen und zum Propagandathema ihrer zynischen menschenverachtenden Hetzpropaganda machen.

  160. Lieber Colorcraze,
    in den...

    Lieber Colorcraze,
    in den Gettos von Chicago kochen sie eher schlecht.

  161. Lieber HansMeier555,
    Sie...

    Lieber HansMeier555,
    Sie fragten nach einem deutschen Schriftsteller oder Genie, das man den Bewohnern des Gaza-Streifens als Vorbild empfehlen könnte. Da fand ich den Herrn schon ganz passend, den sein Beruf spät zu solch weiser Erkenntnis verhalf (besser spät als nie). Ob die Bewohner des Gaza-Streifens von unüberlegten Aktionen durch irgendetwas abzuhalten sind, ist eine ganz andere Frage und da gehe ich eher mit Filou 02. Juni 2010, 16:02 d’accord, denn Gefühlen wie Hass und Liebe ist mit Vernunftgründen nun mal nicht beizukommen.
    Dies ist für heute leider mein Schlusswort. Ich wünsche einen angenehmen Feierabend allerseits!

  162. Mit einer letzten Beleidigung...
    Mit einer letzten Beleidigung hat Fouli seinem Wunsch Ausdruck gegeben, in diesem Rahmen nicht mehr in Erscheinung zu treten.

  163. Liebe Windsbraut,
    welche...

    Liebe Windsbraut,
    welche Versuche, die Bewohner des Gazastreifens zu beinflussen, sind Ihnen denn sonst noch bekannt?
    .
    Lieber Filou,
    sind Sie eigentlich Christ?

  164. Liebster Tiger, schauen Sie...
    Liebster Tiger, schauen Sie sich doch in Dons Salon um. Roter Hering paßt da absolut nicht dazu.

  165. Ihre Berichte sind durch die...
    Ihre Berichte sind durch die Mischung von Sozialkritik, Reisebeschreibung und persoenlichen Bemerkungen so interessant und einzigartig. Lassen sie einen Teil weg dann stimmt das Rezept nicht mehr und die einzigartige Torte schmeckt ganz gewoehnlich.
    Sie haben Ihren Stil gefunden und die Kommentare Ihrer Gefolgschaft sind auch etwas Besonderes.
    Vielen Dank fuer die anregende Unterhaltung die zum Denken fuehrt.

  166. Optische Täuschung
    Semjon...

    Optische Täuschung
    Semjon Semjonowic setzt die Brille auf, schaut die Kiefer hinauf und sieht: Auf der Kiefer sitzt ein Kerl, der ihm droht mit der Faust.
    Semjon Semjonovic nimmt die Brille ab, schaut die Kiefer hinauf und sieht, dass auf der Kiefer niemand sitzt.
    Semjon Semjonovic setzt die Brille auf, schaut die Kiefer hinauf und sieht wieder: Auf der Kiefer sitzt ein Kerl und droht ihm mit der Faust.
    Semjon Semjonowic nimmt die Brille ab und sieht wieder, dass auf der Kiefer niemand sitzt.
    Semjon Semjonovic setzt die Brille wieder auf und sieht wieder: Auf der Kiefer sitzt ein Kerl und droht ihm mit der Faust.
    Semjon Semjonovic will dieser Erscheinung nicht glauben und hält sie deshalb für eine optische Täuschung.
    Daniel Charms, Fälle, Prosa Szenen, Dialoge, S.Fischer, 1970

  167. ...
    @Specialmarke
    Hochinteressanter Link! Aber ich widerspreche Ihnen trotzdem. Bei dem Visspecialist in meinem kleinen dummen Dorf gibt es fabelhafte frische Herringe. Wenn ich die mit selbstgemachtem Ketschup übergieße und dann auf meinem alten Porzellan mit Fischbesteck und diversen anderen Utensilien garniere, sieht das Ergebnis fast genauso aus wie auf einem von Dons chicken Photos.

  168. liebe Tiger, ich vermute...
    liebe Tiger, ich vermute schwer, unser Salon hat deutlich rötliche, sehr charmante einfärbungen – und wir fühlen uns hier offensichtlich pudelwohl.
    meineeine jedenfalls, trotz aller provenienz. ich habe ja noch resthirn und relativ wenige ressentiments – alors!
    .
    und nochmal danke an den don für die muntere belebung unseres e-alltags (oh pardon, jetzt habe ich ihn vollgeschleimt!): thanks for all the fish!

  169. Im übrigen möchte ich den...
    Im übrigen möchte ich den Kommentar von Amos Oz in der heutigen New York Times empfehlen.
    Mir scheint, er sagt etwas ähnliches wie ich mit meinem Standford-Prison-Vergleich.

  170. Für alle, die finden, dass...
    Für alle, die finden, dass Soldaten Respekt verdienen, gibt es noch diesen Link:
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Zabern-Aff%C3%A4re

  171. Das ist jetzt aber etwas lang...
    Das ist jetzt aber etwas lang und 3 Systemwechsel her. Dass eine Welt ohne Waffen (abzüglich der drei Panzerhaubitzen Peppone, Smilzo und Brescello in meiner Holzlege, die ich aus nostalgisch-weltrevolutionären Gründen bewahre) schöner, wäre, steht ausser Frage, aber im Kern geht es doch um die Frage, wie man das Militär nutzt, um seine Existenz so weit wie möglich zu beschränken.

  172. Ja, Specialmarke, vielen Dank...
    Ja, Specialmarke, vielen Dank für den schönen Link.
    Don, Sie haben eine – geöffnete – Flasche Chianti fotografiert!? War das nicht noch schlimmer als Teile toter Hirsche von Meran nach Frankfurt zu transportieren?

  173. Prinzipiell glaube ich auch...
    Prinzipiell glaube ich auch nichts mehr, was so in den Medien verbreitet wird. Ein solches Video „nachzustellen“ und dann als Beweis zu präsentieren wäre allerdings sicher zu aufwändig, zu viele Personen wissen davon (vom Piloten bis zur Schiffsbesatzung), es wäre zu leicht zu wiederlegen. Ich habe ausserdem keinen Zweifel daran, daß das Aufbringen des Schiffes genauso stattgefunden hat, wie es auf dem Video zu sehen ist.
    Richtiger Betrug auf diesem Niveau ist zu kompliziert, wenn natürlich auch nicht unmöglich. Meist reicht es schon, reale Informationen zurecht zu legen oder zu biegen oder Dinge einfach weg zu lassen.
    .
    Es wird ausserdem wieder Zeit für ein Asterix-Zitat. Nun aber gleich eine ganze Seite aus der Odysee, die ja hauptsächlich im mittleren Osten spielt:
    http://www.sceneario.com/Planche_bd_7954_ASTERIX.jpg
    .
    @colorcraze – „Das komische ist, eigentlich kochen die so gut, das können keine schlechten Menschen sein.“ – Genau das sage ich ja auch immer! Wir haben hier in Schwabing ein vorzügliches afghanisches Restaurant. Leckeres Essen für alle Afghanen müsste doch wirklich die Gemüter kühlen, ich wäre daher für Bomber über Afghanistan, für „Rosinenbomber“!
    http://www.lemar-restaurant.de/

  174. Lieber Don,
    Das mit dem...

    Lieber Don,
    Das mit dem Systemwechsel gilt für Deutschland im innern. Wenn deutsche (oder andere westliche Truppen) irgendwo anders eingesetzt werden, kann es ruckzuck wieder so sein. Das hat eine Eigendynamik.
    Im übrigen bestreite ich niemandem das Recht auf Selbstverteidigung, auch nicht den Staaten (oder anderen Völkerrechtssubjekten) das Recht auf militärische Selbstverteidigung.

  175. Und was heißt schon "System"....
    Und was heißt schon „System“.
    Die Offiziere des Kaiserreiches sind von niemandem zu diesem Verhalten gezwungen worden. Sie taten aus innerer Überzeugung, weil sie von ihrer Überlegenheit durchdrungen waren.
    (Ansonsten waren es natürlich Bürger mit humanistischer Gymnasialbildung, viele aus dem Westviertel).
    Und diese Situation haben wir auch heute eigentlich überall, wo Europäer auf Nichteuropäer treffen.

  176. @Liebster Tiger: Gut schicken...
    @Liebster Tiger: Gut schicken Sie mir die Fotos. Ich werde Sie über alle Maßen rehabilitieren.

  177. Nabend,

    Tja Holly, ich glaube...
    Nabend,
    Tja Holly, ich glaube ,ich hätte als Jude, als auch als Araber die Briten rausgeworfen. Denn waren es nicht die gewesen, die 1916, (Stichwort Balfour) sowohl den Juden als auch den Hedschafs (Araber) einen eigenen Staat versprachen, das Land und die ganze übrige Gegend aber dann unter sich und den Franzosen aufteilten. (Stichwort Sykes-Picot GEHEIM Abkommen)
    Ansonsten frage ich mich, wieso eigentlich dieses Thema diskutiert wird, was doch recht wenig mit dem Beitrag zu tun, bzw. gar nichts.
    Warum Sie diesen Fouli oder wie der sich nannte hinauswarfen, kann ich nicht so ganz nachvollziehen Herr Alfonso; er drückte nur eine Meinung aus, aber hat er jemanden wirklich beleidigt?
    Ich wird mal wieder Rasen mähen.
    PS.
    Ja Hans Meyer, ich finde, dass auch Soldaten Respekt verdienen, wie zunächst einmal jeder Mensch.
    Inwieweit jeder Mensch durch seine Taten den ihm zuzubilligen Respekt verliert, ist eine andere Frage.

  178. Grenzgänger, das kam dann in...
    Grenzgänger, das kam dann in dem Beitrag, den ich – wie bereits angekündigt – nicht freigeschaltet habe. Wenige fangen sich nach einer Warnung und werden freundlicher, die meisten machen es so wie er und kotzen mir vor die Füsse. Und deshalb fliegt er hier auf Lebenszeit raus. Ich habe keine Lust, meine Zeit mit den Trollen zu verblödeln.

  179. @Grenzgänger, angefangen...
    @Grenzgänger, angefangen hatte es mit HansMeier555, der irgendtewas darueber verlauten liess. Der andere? Jo mei…
    Fangen Sie mal ganz oben an, da werden Sie schon merken, wer hier einem menschlichen Beduerfnis Ausdruck verleihen musste.

  180. ... wenn jetzt auch noch die...
    … wenn jetzt auch noch die BK hinschmeißt, dann weiß ich wer schuld ist!!!

  181. Werter Don, nach meinem...
    Werter Don, nach meinem Grundstudium bei Sascha Lobo „How to survive a shitstorm“ mache ich hier gerade einen Bachelor als Troll, ich bin – wie sagt mein
    Prof? – teilnehmender Beobachter. – Ist meine Ausbildung jetzt gefährdet?

  182. "Wie man das Militär nutzt,...
    „Wie man das Militär nutzt, um seine Existenz so weit wie möglich zu beschränken“ ist und bleibt ein Paradoxon, weil sich das Militär originär mit der Ausübung der äußersten Gewalt beschäftigt. Man kann das wie eine Legitimitätsfrage behandeln oder utilitaristisch.
    #
    Der Irrtum der den Verfechtern beider Gedanken unterläuft, liegt darin, dass sich der eigentliche Zweck der Dienstleistung Töten, sei sie institutionell geheiligt, sei sie als Reaktion auf Gewalt gebilligt, nicht modifizieren lässt. Will sagen: Man hat das Militär oder man hat es nicht. Im letzteren Fall kann man überfallen werden. Im ersteren kann man überfallen und trotzdem überfallen werden.
    #
    Wenn man das Militär hat, für den Fall, dass man überfallen werden könnte, ist es am besten, man sorgt dafür, dass es kein von den Interessen der Verfasstheit unabhängiges Eigenleben führen kann.
    #
    Und hierin liegt auch die Schwäche der israelischen Institution sie ist ein Staat im Staate – sagen jedenfalls die, denen ich persönlich die Deutungshoheit über den s.g. Nahostkonflikt einräumen möchte. Allen voran jüdische und palästinensiche Israelis, die alt genug sind, um diesen gottverdammten Kreislauf des Misstrauens und des Hasses offen zu benennen und ihm parktische Schritte der Versöhnung entgegenzuwerfen, die heldenhaft sind. Sie haben Unterstützung verdient.
    #
    „Wir haben eine rechtsradikale Regierung, die glaubt mit Gewalt alle Probleme lösen zu können. Das war eine reine Abschreckungsaktion. ….Und er sagt der internationalen Öffentlichkeit, dass sie ihm den Buckel runterrutschen kann.“
    Uri Avneriy gestern im Interview mit „Neue Presse“ Hannover über die israelische Militäraktion

  183. @DA: wenn Sie von Ihrem...
    @DA: wenn Sie von Ihrem Hausrecht gegenüber hier Ausfallendwerdenden Gebrauch machen, stößt das zumindest bei mir auf Zustimmung.
    @Filou: nä, nix Islamisten, das war wohl ein konservativer muslimischer Wohltätigkeitsverein aus Istanbul, eher Kaliber „Brot für die Welt“ als „Kreuzzug II“. Ein Zeitungsjournalist hat sich den angeguckt. Was die sich da noch an Gefahrensuchern ins Boot geladen haben, wird man wohl nicht mehr rausfinden können, weil jetzt alle schon wieder auf Automatiklautsprecher geschaltet haben.
    @Holly: es ist ja nicht nur das Pärchen Israel-Palästinenser, Libanon und die Syrer sind auch nicht gerade ein Herz und eine Seele. Und die Zweitpaßbesitzer aus dem Libanon, die dann großmäulig meckern, daß sie nicht schnell genug ausgeflogen werden, haben nicht nur in D schon für Unmut gesorgt. Hatte ich Zypern erwähnt? Nein, machen wir schnell den Vorhang wieder zu. Nochmal kurz auf: Irak-Iran-Pakistan-Indien. Nu aber genug davon.

  184. Schade, dass das hier jetzt...
    Schade, dass das hier jetzt Richtung Nahost abgebogen ist.
    Revenons à nos moutons…
    Danke für den schönen Beitrag und die Fresken, die wirklich faszinierend sind. Müstair ist glaube ich der einzige Ort, bei dem man das Gefühl hat, dass die grellen romanischen Fresken fast kitschige Übermalungen der karolingischen Zeichnungen sind. Ein früher Ausbruch von Popkultur.
    Es gibt da übrigens einen wirklich gelungenen Bildband zu Müstair.
    Ansonsten: Der Mix macht’s, obwohl ich schon ein großer Fan der Reiseerzählungen bin, aus denen man – meiner Meinung nach – durchaus einen schönen Essayband machen könnte. Die gewonnenen Erkenntnisse habe ich so noch nirgendwo gefunden. Dafür darf man schon etwas Totholz einsetzen.
    Was die freien Handelswege betrifft. Hauptsache, die Alpenpässe bleiben frei.

  185. Nachtag: "er" im letzten Satz...
    Nachtag: „er“ im letzten Satz ist B. Netanjahu.

  186. Specialmarke, das bezog soch...
    Specialmarke, das bezog soch ganz allein auf den „Fouli“, sonst niemanden, und hier auch nur explizit auf die letzten 2 Kommentare, die ich nicht mehr freigeschaltet habe. Ich habe den zweimal darauf hingewiesen, dass er argumentieren und nicht nur andere anblaffen soll – wenn er dann noch was drauflegt, fliegt er eben raus. Ich bin freundlich, aber nicht blöd.
    .
    Filou, ich bin aus privatem Interesse ja auch viel in dem Bereich unterwegs, und kann mich des Eindrucks gerade nicht erwehren, dass gerade bei der Frage eine Menge Leute unterwegs sind, die es gezielt darauf anlegen, eine spezielle Sichtweise im Rahmen von Propagandakampagnen einzubringen. Ich hatte früher auch lang genug Ärger mit „Pro-Atlantikern“, „Pro-Westlichen“ und „Israelfreunden“, die es nicht akzeptieren konnten, wenn man ihnen klar gemacht hat, dass nicht jeder mit jüdischen Vorfahren ihre fremdenfeindliche Hetze oder ihre Überidentifikation mit dem Judentum schätzt. Es gab lange, zähe Auseinandersetzungen, und am Ende musste ich zu unerfreulichen Mitteln greifen, um mit denen fertig zu werden. Hier nun taucht plötzlich einer auf und verbreitet gezielt Propaganda und mault mich an, wenn ich ihn darauf hinweise, dass er – gerade, weil man ihn ja noch nicht kennt und einschätzen kann – es vielleicht mal eine Stufe lockerer versuchen soll. Ich lasse eine Menge zu, wenn ich die Kommentatoren einschätzen kann, aber irgendwelche IP-Adressen, die gleich ganz oben einsteigen wollen und nicht auf Mahnungen hören, schmeisse ich raus, umfassend und zugunsten meiner eigenen Beiträge. Ich gebe solchen Leuten keine Plattform. Aus wirklich guter und einschlägiger Erfahrung.

  187. Avantgarde, man kann es auch...
    Avantgarde, man kann es auch so sehen: In Müstair kann man sehen, was an Körperauffassungsgabe von der Spätantike, deren letzte Ausläufer in Müstair, aber schon nicht mehr in Mals zu sehen sind, bis zum hohen Mittelalter verloren ging. Ich sehe in der Romanik durchaus ein eigenes und nicht minderwertiges Kunstschaffen, aber was in Müstair zu sehen ist, ist von den Quellen her noch vorchristlich.

  188. Ach so, und was Papier angeht:...
    Ach so, und was Papier angeht: Irgendwie fehlt mir da die Rückmeldung, und im Internet bleibt es ja präsent. Das ist das Schöne daran. Was die Berge angeht, darf ich sagen, dass ich die durchaus nicht unähnlichen und fein geschriebenen Reportagen von Melanie Mühl (siehe oben) wirklich empfehlen kann; das spielt auch alles in der Schweiz.

  189. "Ansonsten frage ich mich,...
    „Ansonsten frage ich mich, wieso eigentlich dieses Thema diskutiert wird, was doch recht wenig mit dem Beitrag zu tun, bzw. garnichts.“
    Werter Grenzgänger die Überschrift des Artikels lautet „Köhler´sche Lektionen in
    Müstair“ und ich habe es so verstanden, daß es um Äußerungen von Herrn Köhler geht, daß im wirtschaftlichen Interesse Deutschlands auch globale Militäroperationen zur Sicherung der Handelswege notwendig sind und darum
    geht es m.E. im östl. Mittelmeeraum auch. Ich erinnere mich, daß auch schon
    von Militäraktionen zus.mit der israel.Armee die Rede war.
    Auch die Bekämpfung der Piraterie, wo es um die Interessen von Reedern geht,
    die selbstredend ihre Schiffe unter liberianischer etc. Flagge fahren lassen, soll
    auf Kosten der deutschen Steuerzahler erfolgen.
    Aber ich gebe zu, daß muß einem nicht wirklich interessieren.

  190. Mein wirklich sehr lieber Don,...
    Mein wirklich sehr lieber Don, ueber Massnahmen, den Troll betreffend gibt es keine Beschwerden. Vielmehr bin ich Ihnen dankbar, dass Sie meinen Ruf wahrten.
    Hinsichtlich der IL/Pr-Problematik sind wir auch nicht so weit auseinander. Aergerlich finde ich vielmehr, wenn jemand den gemuetlichen Teil Ihres Beitrages mit kleinen, spitzen, sabotierenden Anmerkungen versieht, in der Hoffnung, dass irgendjemand darauf anspringt. Das passierte ja auch. Hat er gut gemacht. Aus seiner Sicht.

  191. Also, ohne dass ich es wollen...
    Also, ohne dass ich es wollen würde, passt die problematik natürlich auch zu den aufgebrachten Schiffen in den internationalen Gewässern – ob man jetzt einen Pass oder einen Seewag dicht macht und Leute umbringt – am Ende ist beides nicht eben eine feine Sache. Insofern habe ich es laufen gelassen, und wenn man von der besagten Person einmal absieht, ging es auch relativ gut.
    .
    Filou, man muss nicht darauf eingehen, wenn man nicht mag. Generell fühle ich mich durchaus dazu verpflichtet, hier einen breiten Diskurs zuzulassen, und wenn das Thema aktuell ist, habe ich auch nichts dagegen. Ärgerlich wird es erst, wenn ich den Eindruck habe, dass hier nicht mehr ein Gespräch unter Leuten stattfindet, sondern plötzlich jemand auftaucht, der ziumindest die Taktik der typischen Aktivisten in dieser Sache genau kopiert.Und dafür bin ich zu lange im Geschäft. Will sagen: Wer hier lang genug zur Unterhaltung beiträgt, darf auch mal deutlicher und angriffslustiger werden, ohne dass ich es verüble, wenn es gegen mich geht. Aber einfach hier reinkommen, Leute anblaffen, und wenn ich dann um Zurückhaltung bitte, mich gleich mit blöd anmachen bei einem wirklich schweren Thema, das geht nicht.

  192. liebe donna laura,
    bitte...

    liebe donna laura,
    bitte machen Sie sich keine Futtersorgen. Bohlen und Branduardi waren Schnellschüsse aus der Hüfte (System Lucky Luke). Wenn ich den Geiger wirklich für einen Latin-Lover halten würde, fände ich auch den Literaturnobelpreis an Dario Fo prima. Ich bitte freundlich um Ihre geriatrische Nachsicht und (weil MRR heute 90 wird) auch um Rücksicht auf meinen literarischen Rang. In nahezu 400 Jahren habe ich die Bücherregale dieser Welt in allen Farben kennengelernt. Das macht proof. Aber den John Wayne zu lernen, ist happig. Könnten Sie ihn nicht ‚mal fragen, wie er das gemacht hat?
    Ihr Rosinante

  193. "Ich sehe in der Romanik...
    „Ich sehe in der Romanik durchaus ein eigenes und nicht minderwertiges Kunstschaffen“
    Oh absolut, gerade wenn man sich die leuchtenden Fresken in den kleinen Pyrenäenkirchen ansieht. Das waren Dorfkirchen, aber z.B. der Christus von Taüll (heute Museu Nacional d’Art de Catalunya) ist von faszinierender feingliedriger Raffinesse.
    Und die Eve von Autun erst… von der Leyen würde da wahrscheinlich ein Stoppschild drüberkleben.

  194. Es ist in der Tat die Frage,...
    Es ist in der Tat die Frage, welche Rolle das Militär genau übernehmen soll.
    .
    Die wichtigste Erkenntnis ist wohl die, daß auf der Erde immer Gewalt herrschen wird und Waffen bzw. Militär wenigstens zur (theoretischen) Selbstverteidigung benötigt werden. Sonst wäre man selbst jedweger Gewalt schutzlos ausgeliefert. Am effektivsten ist dabei eigentlich die Abschreckung, also das reine Vorhandensein der Möglichkeiten aber noch keine Ausübung tatsächlicher Gewalt. Hierbei sorgt natürlich die Frage, was genau „Selbstverteidigung“ ist, für erhebliche Probleme: verteidigen „wir“ uns zum Beispiel schon selbst, wenn wir in Afghanistan „Terroristen“ bekämpfen?
    .
    Die zweite Erkenntnis ist die, daß militärische Gewalt kaum mehr zu brauchbaren Ergebnissen führt. Seinerzeit hat man noch einfach einen lombardischen König töten können und weg war das Königreich. Und wir waren ja auch wirklich gute Verlierer. Aber man sieht an aktuellen Beispielen, daß militärische Gewalt einfach nur unmengen Geld kostet und daß es überhaupt nichts bringt, etwa im Irak einzumarschieren.
    .
    Ich bin wahrlich kein Pazifist, aber Gewalt bringt einen in den wenigsten Fällen irgendwie vorwärts. Das ist einfach eine rationale Erkenntnis.

  195. Ich denke nach dem Ausflug in...
    Ich denke nach dem Ausflug in den Frust, ist es angebracht darauf hinzuweisen, daß es mich sehr sehr traurig macht, wie wenig sich Europa seines Friedens bewusst ist.
    Es gibt unendlich viele Beispiele von Jahrtausednden währenden Kleinkriegen und dazu kommen die ganzen Konflikte die von aussen geschürrt und in Bewegung gehalten werden.
    Hat man in Deutschland speziell und in Europa allgemein aus den 100 Millionen toten aus 2 Weltkriegen so wenig gelernt ?
    Es waren deutsche Kriege, ja; zum Krieg führen aber immer Anlässe / Verhältnisse die mehr als einer beeinflusst.
    Deutschland ist wunderschön und Europa hat herrliche Ecken,Winkel und Gebiete, warum machen wir nicht viel mehr da draus?

  196. Werter HansMeier555, unserer...
    Werter HansMeier555, unserer Gastgeber hat in Sachen Entschiedenheit bei Fouli gerade -und plausibel- den Alarich gegeben. Eine solche Handlung liegt im Bereich Ihres theoretischen Feudalismus‘-Konzepts. Aber -und dies beträfe ja nur eine Praxis des Verbalen- beobachte ich bei Ihnen die Tendenz, eine solche Konsequenz durch dialektische Kurven und Szenenschnitte durchgegehend zu vermeiden. Laden Sie ungern Schuld auf sich?

  197. Lieber Don,
    p.s.: das mit...

    Lieber Don,
    p.s.: das mit Kaiser Maximilian ist noch viel länger her und taugt (inzwischen wieder, muss man wohl sagen) trotzdem für einen Vergleich.
    .
    Lieber Filou,
    danke noch für Ihre ethnographischen Auskünfte, Literaturtips und Argumente. Ich halte mich aber doch lieber an 1001 Nacht, Micky Maus und Karl May.
    .
    Liebe minna,
    Vielen Dank. Wie schön, wenn zumindest eine Leserin mitten im Wald ein paar Bäume erkennt.
    .
    Lieber Grenzgänger, auch Soldaten verdienen Respekt als Menschen. Aber wenn Soldaten versuchen, aus der Forderung nach „Respekt vor der Uniform“ weiter gehende Rechte abzuleiten und das ganze als politisches Druckmittel einzusetzen, dann wird es gefährlich. Diese Haltung: „Du siehst doch, daß ich ein Schnellfeuergewehr in der Hand habe, warum kuschst Du dann nicht vor mir“ verdient Verachtung und sonst nichts.

  198. Rosi? Kuesschen!...
    Rosi? Kuesschen!

  199. Wir Europäer denken ja in der...
    Wir Europäer denken ja in der Tat, daß die Welt nach WK II friedlicher geworden sei. Aber wenn man die Liste der Operationen und Einsätze der Amerikaner (s.o.) betrachtet, die entweder die Welt vor einem anderen Wirtschaftsmodell (Kommunismus) retten wollten, oder Ihre Absatzmärkte, oder ihre Ölinteressen oder Ihr Rüstungskonglomerat, oder Ihre Ehre, da war die Vergangenheit in Münstair und Umgebung doch wohl letztlich eine bessere. Wir waren ja glücklicherweise nie das Aufmarschgebiet der Amerikaner.- Mitwirkung in Afghanistan muß auch als Preis dafür gesehen werden. Nach dem Abflugort einiger Attentäter von 9/11 hätten sie ja auch mal schnell Hamburg auslöschen können, als Warnung für uns. Unsere Bundeswehr hätte es nicht verhindert oder gerächt…

  200. Nun bin ich ein wenig...
    Nun bin ich ein wenig geschafft vom Rasen mähen, aber kurz noch ein Wort.
    Verehrte Minna, ich hatte den Eindruck, dass es in dem Beitrag von Herrn Alfonso um Köhler und Afghanistan nur am Rande ging, wenn auch die Überschrift Köhler direkt erwähnt. Dazu hatte ich bereits heute morgen etwas geschrieben.
    Ansonsten habe ich nichts dagegen, wenn sich weitere Themen wie auch dieses ergeben, nur schien es mir, als würde man sich daran festkrallen und das vielleicht zu sehr.
    Ihre Bemerkung zu den Reedereien und den Flaggen finde ich sehr interessant.
    Beim Lesen Ihrer letzten Bemerkung > Aber ich gebe zu, daß muß einem nicht wirklich interessieren.< fragte ich mich, ob ich mich jetzt beleidigt fühlen muß. Schönen Abend noch.

  201. @Holly01, si vis pacem, para...
    @Holly01, si vis pacem, para bellum. Immer!

  202. lieber Rosinante, john wayne...
    lieber Rosinante, john wayne erlernen dürfte m.e. kompliziert werden, meistens hat man es oder man hat es nicht. pardon. hilfreich wäre aber, ein gesundes, gewachsenes selbstvertrauen, gerader freundlicher blick (je nach situation auch mal ernster), contenance, schmerz- und ekelfreiheit. etc.
    .
    wofür benötigen sie diese haltung denn? habe ich zwischen den zeilen ganz zarte, erste amouröse anbahnungen lesen dürfen? meine glückwünsche! (aber schiessen sie nicht so schnell aus …äh der hüfte.)

  203. Liebe Rosinante, ich finde,...
    Liebe Rosinante, ich finde, HansMeier555 macht das sehr gut. Die Rhetorik ist nach überkommenem Verständnis (Platon) eine „Hebammenkunst“ des geschickten Fragen und Ausdeutens, oder der geschickten Auswahl der Fakten. Andere nennen die Rhetorik auch eine „Seelenleitungskunst“ – auch nicht schlecht…Man kann sich eine Facette wählen.

  204. Liebe Rosinante,
    alle sind wir...

    Liebe Rosinante,
    alle sind wir verstrickt im Verhängnisn. Gestern und heute habe ich hier wohl eine Debatte über Nußtorten, Autobremsen oder Schlagersänger verhindert und muß mit dieser Schuld jetzt leben.

  205. @Avantgarde: herzlichen Dank...
    @Avantgarde: herzlichen Dank für den Hinweis auf den bemerkenswerten Bildband zu Müstair. Ah, wenn man Zeit hätte.. man sollte mal die Ikonologie vergleichen, von dem sehr wenigen Byzantischen, was noch erhalten ist, und dem ebenfalls sehr wenigen Karolingischen und Romanischen, das erhalten ist. Ich bin sehr froh, daß ich mal nach Thessaloniki kam, denn dort sieht man noch die Anfänge des christlichen Bildprogramms. Dies entfaltete sich in der orthodoxen Kirche schließlich zu einer ganz bestimmten Anordnung, die dann jahrhundertelang mehr oder weniger fest stand. So ein paar Elemente daraus finden sich auch in Müstair – Apsiden, der Pantokrator im Strahlenkranz oben, die Bänder mit den Heiligen (hier offenbar weiterentwickelt zu biblischen Szenen) an der Wandfläche. Wie ich in der Zusammenfassung las, gäbe es in Müstair auch eine Darstellung des jüngsten Gerichts (@DA: stimmt das?). Die müßte demnach ca. 800 oder 1200 Jahre alt sein. In einer bulgarischen Kirche (es war nicht im Rila-Kloster, das entstand wohl später) wurden wir von der Reiseführerin darauf hingewiesen, daß dies die älteste Darstellung einer Szene des jüngsten Gerichts in Bulgarien sei, WIMRE datierte die so um 1500. Was es damit auf sich hat, daß dieses Bild nun 500 Jahre später auf dem Balkan ankam?

  206. colorcraze, es gibt eine...
    colorcraze, es gibt eine Darstellung von Jesus als Weltenrichter, aber das ist ikonographisch in Müstair und generell in der karolingischen Kunst absolut nicht zu vergleichen mit dem, was man später an Höllen- und Fegefeuerdarstellungen des jüngsten Gerichts kennt; das kommt eigentlich erst mit der Ausformulierung der Erbsündenfrage um 11. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Investiturstreit auf.

  207. @DA: ah, danke. Die...
    @DA: ah, danke. Die Darstellung in Bulgarien war eine mit Hölle. Ich fragte mich, warum gerade zu dieser Zeit dieses Bild in Bulgarien auftauchte. Meine spontane Spekulation war, es habe mit dem Untergang von Byzanz und der Entdeckung Amerikas zu tun. Gewissermaßen eine Westwendung im Bildprogramm (Übernahme von dort, Anschlußsuche im Westen). Und eben die Hölle. Etwas, das vorher nie aufgetaucht war im orthodoxen Raum. Die hatten seit das Christentum Staatsreligion geworden war (in Thessaloniki gibt es noch eine Kirche aus der Zeit davor) immer ihren bestimmten Platz für die Soldatenheiligen gehabt, der sich zu manchen Zeiten ausdehnte. Aber die Hölle, das war neu.

  208. da ich im letzten Mai die...
    da ich im letzten Mai die Strecke Zürich-Meran eben über den Flüel – und Ofenpass gefahren bin, kann ich die Begeisterung teilen, noch dazu als Ostseeküstenbewohner – war ich von St. Maria und Müstair wirklich sehr angetan,
    da beneide ich den geldsorgenlosen freizeitbesitzenden schreibendenFahrer oder fahrendenSchreiber sehr, wenngleich ich ihm wünschte, zu erkennen, auf wessen Puckeln er fährt – das machte seine kritischen statements glaubwürdiger

  209. Auch wenn es mal wieder...
    Auch wenn es mal wieder trollig erscheinen mag, die Verzückung die in manchem Kommentar über Ihre geschichtlichen Schnittchen zum Ausdruck gebracht wird, kann ich nicht teilen. Eher halte ich es für widersinnig, ausgerechnet Historikern wie Siegfried Fischer-Fabian geschichtsvergessenen Kreisen zuzuordnen. Tatsächlich kann die Brutalität unter Karl des Großen, schreckliches Kind seiner Zeit und ohne Zweifel Teil einer europäischer Identität, durch zahlreiche historische Quellen belegt werden und sie ist vor allem im Zusammenhang mit den Sachsenkriegen hinreichend bekannt. Daraus allerdings in einem Atemzug auf eine Tradition von Gewalt und Unterdrückung zu schließen, ist ebenso weit hergeholt wie die unterschwellige Behauptung, ein Schlaganfall befinde sich in direkter Abfolge mit Terroranschlägen am Hindukusch; es sei denn es handelt sich um eine chaostheoretische Betrachtung. Respektvollen Beifall darf ich andererseits der nolens volens gezogenen Linie zwischen Charlemagne und Horst Köhler zollen. Wie einst Karl seinen Geist in die Hände des Vaters befahl, befiehlt Köhler sein Amt (wieso eigentlich sein Amt?) in die Hände der Väter unserer Verfassung. Dies tut er redlich wie Schweizerkäs und kommt dabei um. Rein politisch wohlgemerkt, denn immerhin leben wir in einem weitgehend friedfertigen Europa und dies nicht trotz, sondern wegen vergangenem Morden und Schlachten. Nebenbei sei noch erwähnt, dass sich Karls Beiname ursprünglich auf seine Körpergröße bezog und er mit seiner stattlichen Figur so manch holdes Weib beglückte. Wie wäre es also mit Karl der Lange? Schon gut, Konsens erwarte ich hier nicht.

  210. @colorcraze

    Danke, wie ich...
    @colorcraze
    Danke, wie ich sehe, findet man den entsprechenden Band auch ohne explizite Verlagswerbung. Beim gleichen Verlag ist auch ein (leider noch sehr teurer) Bildband zu den Mosaiken in Italien 300-1300 erschienen. Auch hier kann man faszinierende ikonographische Entwicklungen ablesen.
    Ja in Müstair (Westwand) gibt es die ältesten erhaltenen Weltgerichtsfresken (in drei Registern). Allerdings sind die mutmaßlichen Höllenszenen im unteren Register ikonographisch nicht mehr auszuwerten.
    In der Buchmalerei dieser Zeit dominiert der Topos vom Christus triumphans und die Unterwerfung Satans. Das „höllische“ Schicksal der Menschen wird erst so richtig im 11 Jh. zum Thema.
    Die Ikonographie ist im Westen wesentlich vielfältiger, allerdings gab es in Serbien (Sopocani) und Bulgarien (Kirche von Bojana) einen künstlerischen Austausch mit dem Westen, der die Renaissance geradezu vorwegnimmt.
    Umgekehrt ist der byzantinische Einfluss in der westlichen Malkunst des 12. und frühen 13. Jh. ebenfalls nicht zu übersehen. Man findet ihn in den romanischen Fresken von Müstair ebenso wie in den Fortentwicklungen z.B. in der Burgkapelle von Hocheppan. Hier ist der byzantinische Stil besonders frappierend.
    Spannendes Thema, wann der ikonographische „Schnitt“ zwischen Spätantike und Mittelalter erfolgt. Auch außerhalb des karolingischen Reichs (z.B. in den Fresken von San Julian de Los Prados bei Oviedo) ist er Mitte des 9. Jh. noch nicht vollzogen.

  211. Die Frage die sich mir nun...
    Die Frage die sich mir nun aufdrängt Hans Meier, ist die, ob Sie das was Sie an mich schrieben auch für die Menschen so sehen, die mit Hilfe von leeren Versprechungen, Verleumdungen, Intrigen, kurz, mit ihrem MUND betreiben, was der Soldat, den Sie verachten mit der Waffe tut?
    Und was ist mit denen, deren Haltung in etwa so aussieht: >Ich habe die bessere Ausbildung, ich habe größere Reichtümer, also hat der Ungebildete und Arme vor mir zu kuschen

  212. Werter Grenzgänger,
    ich...

    Werter Grenzgänger,
    ich wollte Ihnen keinesfalls zu Nahe treten; ich ging einfach davon aus, daß
    sich nicht jeder in gleichem Maße von einem Thema angesprochen fühlt und
    dieser Umstand trägt ja auch zur Lebendigkeit dieses Blogs bei.
    MfG
    P.S. Gerade fällt mir ein, daß ich “ Davonausgeher“ eigentlich nicht so toll finde ;-)

  213. donna laura, bitte bitte...
    donna laura, bitte bitte (wegen des „Pardon“). Ich weiss um meine Limitiertheit und strebe kein Plagiat an. Zudem kann ich nicht reiten (ich leiste nur Beihilfe). Aber Ihr vorgeschlagener Wayne-Verhaltenskodex gefällt. Vielen Dank. „Contenance“ fällt mit mitunter schwer. „Meinungssicherheit“ wäre eventuell hinzuzufügen. Und wenn Sie „Schmerz- und Ekelfreiheit“ eher mental denn physisch meinen, stimme ich freudig zu. Aber bitte keine Sorge, meine Wayne-Motivation (graduate, mother, daughter) schrieb ich ja schon. Aber ich finde, dass Dustin Hoffmann hier einen schlechten Wayne gab.
    .
    specialmarke, ich gehe mit Ihnen einig, dass HansMeier555’s „Hebammenkunst“ konstruktiv und -na, ja- auch vorbildlich ist. Die sprachliche und gedankliche Qualität unseres Mitstreiters steht völlig ausser Zweifel. Aber weder Vorlesung noch Predigt ersetzen die Handlung.
    .
    HansMeier555, schön, dass Sie antworten. Dass wir alle irgendwie dazugehören, ist unbestritten. Und die Verhinderung von Nusstorten und Autobremsen will ich nicht tadeln (bitte, der pädagogische Duktus nur wegen Davos und Thomas Mann). Aber zum Schlagergesang (wenn man die Gattung etwas dehnt) gehört auch der Evergreen der antifaschistischen Solidarität (Gaza). Und getreu den Gesetzen der Elektromechanik fühlt sich der linke vom rechten Faschismus abgestossen. Wer hier einseitig Partei ist, setzt sich in Schuld. Dies meinte ist.

  214. Lieber Grenzgänger,
    mit dem...

    Lieber Grenzgänger,
    mit dem Mund alleine kann man halt nicht so viel Schaden anrichten.
    Wenn Sie mit dieser Umschreibung (leere Versprechungen, Intrigen, etc.) die „Politiker“ meinen, so würde ich antworten, daß die Politiker auch mit dem Mund beträchtlich weniger Schaden anrichten können, solange sie keine schießwütige out-of-area-Elitetruppe zur Verfügung haben und wollen.
    Was Ihre zweite Frage betrifft, so stimme ich Ihnen zu. Das ist auch nicht besser.
    .
    Liebe Rosinante,
    „Solidarität“: Diesen Begriff fand ich schon immer blöd. Ich bin nicht „solidarisch“ mit irgendwem. Ich stelle nur (an uns selbst) die Frage, in welcher Welt wir leben wollen.

  215. Guten Tag,

    Puh, so ein Tag in...
    Guten Tag,
    Puh, so ein Tag in der Sonne am Arbeiten……
    Verehrte Minna, so ein wenig humoristische Selbstbetrachtung mag ich ja, und in etwa genau so, war meine Bemerkung bezüglich des Beleidigtsein gemeint, vielleicht noch mit einer Spitzenspitze, die wahrscheinlich nur ich selber verstehe. Hier war jedenfalls damit niemand gemeint.
    Herr Meier noch eine Frage an Sie: Wenn jemand zum gewaltlosen Widerstand aufruft und sich daraus Tote auf der Seite der gewaltlosen Widerständler einfinden: Wem würden Sie die Verantwortung (Schuld; was ich aber für nicht das richtige Wort halte) dafür geben?
    Und Herr Meier, auch durch leere Versprechen und durch Intrigen kann man Menschenleben zu Grunde richten.
    Gar nicht zu reden von denen, die nur ein müdes Lächeln oder Achselzucken übrig haben, wenn durch Ihre >Geschäfte<, (Drogen, Menschenhandel, Waffenhandel und dergl.) Leben vernichtet wird. So, jetzt noch eine Entspannungstour per Fahrrad.

  216. Lieber Don,

    kommen sie doch...
    Lieber Don,
    kommen sie doch mal zu uns nach Belgien! So lange es Belgien noch gibt. Bereisen sie Lüttich, Brüssel, Leuven, Brügge, Gent und Antwerpen, sowie das was dazwischen liegt. Tauchen Sie ein in die Surealität des späten Belgiens.
    Glauben Sie mir, es lohnt sich!

  217. So,so,aha, klingelklingel! Ich...
    So,so,aha, klingelklingel! Ich hätte fast schon vermutet, dass „Herr Meier“ >Geschäfte< macht. @HansMeier555. So, mit dem Mund ... nicht soviel bzw. weniger Schaden" (s. BP, Ww, Mixa nur als jüngste Beispiele). "In welcher Welt leben"? Fragen Sie Opa Augustinus oder Kopernik!

  218. T.H., ich war da schon...
    T.H., ich war da schon (Tongeren etc.) und fand es sehr hübsch.

  219. Ehrlich, ich moechte in der...
    Ehrlich, ich moechte in der weiter oben stattgehabten Debatte nicht das letzte Wort haben. Zur moeglichst sachlichen Betrachtung der Angelegenheit ist dieses Link gedacht. Ich finde, dass wir alle mit Vorverurteilungen zurueckhaltend sein sollten.
    Ein Kommentar der Taz, bitteschoen:
    http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&dig=2010%2F06%2F04%2Fa0126&cHash=a1593226e9

  220. Nabend,
    Herr Oberlehrer...

    Nabend,
    Herr Oberlehrer JorgeLoma, Sie haben recht. Mir ist da ein großes I rausgerutscht… iiihhh. Es hätte ein kleines sein müssen, um Missverständnissen vorzubeugen.
    Noch schöner wäre selbstverständlich ein >deren< gewesen. Aber Herr Meier scheint sowieso woanders zu sein.

  221. Und ehrlich Filou, ich weiß...
    Und ehrlich Filou, ich weiß nicht, ob ich jemals wieder auch nur per Internet und fast kostenlos überhaupt eine Zeile der TAZ lesen möchte.
    Mein Grund ist dieser Hinweis:
    http://www.taz.de/1/berlin/artikel/?dig=2008%2F01%2F16%2Fa0182&src=UA&cHash=7b6f441a34

  222. @Grenzgänger, Sie lassen mich...
    @Grenzgänger, Sie lassen mich ratlos stehen. Inhaltlich und stilistisch ist der Artikel ein echter Sch****dreck. Der von mir gelinkte Kommentar ist etwas anderes. Ich haette auch gerne die gestrige Pressekonferenz von Mankell, oder den Unsinn von Norman Paech eingeblendet, war aber zu faul zu suchen.
    Wenn’s um Israel geht, hyperventiliert die deutsche Journaille etwas zu heftig. Die hollaendische uebrigens auch. Ueber deren Motivation bin ich mir im Klaren. Ist aber ein Sonderthema.

  223. Nun gut, Filou, ich habe...
    Nun gut, Filou, ich habe meinen Schatten übersprungen und mir den Artikel angeschaut und auch gelesen.
    Ist eine vernünftige Sichtweise, denke ich.
    Das ganze Thema (Juden,Israel,Palästinenser) ist aber so vermint, dass es schwer fällt darüber offen und unbefangen zu reden.
    Aber sind die Hamas nicht demokratisch gewählt worden und hat Israel sie nicht anerkannt? Ich meine ,das war so 2006 oder 2007.
    Wie gesagt, ein vermintes Thema.

  224. Filou, ich glaube, ich habe...
    Filou, ich glaube, ich habe mich erneut mißverständlich ausgedrückt. Schreiben und ausdrücken wollte ich folgendes: Aber die Hamas sind doch demokratisch gewählt worden, und Israel hat diese Wahl nicht anerkannt..
    Verzeihen Sie, manchmal schreibe ich doch zu ungebildet.

  225. Lieber Grenzgänger, das Thema...
    Lieber Grenzgänger, das Thema ist schwer zu beleuchten. Meiner Meinung nach, hat es etwas Psychologisches. Alle europaeischen Nationen tragen eine gewisse Schuld am Holocaust. Die Deutschen tragen die groesste Last. Hollaender, Franzosen, Belgier tragen etwas minder. Das Bewusstsein der unloeschbaren Schuld lastet aber auf allen. Alle haetten so gerne ein gutes Gewissen. Wenn jetzt diese neu entstandene (1948) Nation zu Mitteln greift, die jeder anderen Nation zugebilligt werden, ist es ein schoenes Gefuehl, zu rufen: Seht, sie sind nicht besser als wir, sie sind sogar schlimmer! Es ist ein schiefes Bild, besonders deshalb, weil wir auf der Schule nicht umfassend genug unterrichtet wurde-und spaeter die Sache uns nichts mehr anging. Man hatte andere Sorgen.
    Verstaendlich.
    Es gibt ueber den Zionismus in all seinen Spielarten eine Menge sehr unterhaltsamer Literatur. Manches davon ist nur noch antiquarisch zu bekommen. Man muesste sich halt nur dafuer interessieren. Da es im Wesentlichen eigentlich um den Konflikt Islam vs. christlich-juedischer Kultur handelt (ein wesentliches, politisch instrumentalisiertes Element), empfehle ich ich darum Mark Twains „Die Arglosen im Ausland“. Eine wunderbare Sicht auf den Orient des spaeten 19ten Jahrhunderts, die noch heute aktuell ist.
    Bei Rowohlt erschienen. Von Herzen viel Vergnuegen. Die Nachdenklichkeit kommt von selbst.
    .
    PS. Vor meiner ersten Reise in diese Gegend (lang ist’s her) las ich ich dieses Buch. Es hat mir beim Umgang mit diesen Menschen sehr geholfen.

  226. @Grenzgänger (23:14), die...
    @Grenzgänger (23:14), die Hams wurde gewaehlt, weil das PLO-System unter Arafat nicht mehr haltbar war. Arafat war der Ausbeuter dieses Volkes, der Intrigant, der es schaffte mit der ewigen Luege der Befreiung Palaestinas, sein eigenes Vermoegen gigantisch zu vermehren. Man mache sich via Google und Wikipedia auf die Suche. Madame Arafat, eine Deutsche, lebt immer noch in Paris herrlich und in Freuden.
    Diese Wahrheit mussten die Palis gegen ihren Willen akzeptieren. Die Hamas versprach Besserung, Ehrlichkeit, Sauberkeit-und brachte doch nur wieder Terror ins Land. Die Palaestinenser sind wirklich Opfer. Auch die Opfer der israelischen Sicherheitspolitik, Aber siesind ganz sicher das Opfer ihrer Liebe zur Illusion, ihrem Glauben an die Luegen, ihrer verzweifelten Hoffnung, durch ihre Glaubenbrueder gerettet zu werden. Niemand wird die Palis retten. Ihnen bleibt nur Israel als Hoffnung. So wie die Hollaender die Deutschen nicht moegen, und trotzdem gedeihlich mit ihnen leben koennen. Es ist eine Frage der Vernunft. Aber ist Arabien vernuenftig wenn es um Fragen der kulturellen Identitaet geht? Ich weiss es nicht.

  227. Filou,
    danke für Ihre...

    Filou,
    danke für Ihre Antwort, der Titel ist notiert und bei Gelegenheit wird er von mir erworben und dann hoffentlich auch gelesen.
    Ja , diese Geschichte mit dem Holocoust ist das allergrößte Minenfeld.
    Der Her Fischer, der ehemalige Außenminister und frühere Commandante der Putz Truppe hat uns ja Auschwitz als Gründungsmythos für die deutsche Republik nahegelegt.
    Wußten Sie eigentlich, dass die Opferzahlen von Auschwitz seit dem Zusammenbruch des Sowjetimperium zweimal verändert wurden?
    Sie haben recht was die PLO angeht, jetzt wo Sie es schreiben, erinnere ich mich auch wieder an Madame….

  228. PS, Ach ich erinner gerade:...
    PS, Ach ich erinner gerade: Sie schrieben doch etwas von Interviews bezüglich der Hilfsschiffe für GAZA. Hier ein Interview auf FAZ mit Mankell
    Interessant!

  229. Es war schon eine...
    Es war schon eine Provokation.
    Kurz, aber deutlich. Bitte, Herr Kapitaen der „Mavi Marmara“:
    .
    http://idfspokesperson.com/2010/06/04/video-mavi-marmara-to-israeli-navy-were-helping-arabs-go-against-the-us-dont-forget-911-guys-4-june-2010/

  230. PPS: Natürlich, die Adresse...
    PPS: Natürlich, die Adresse http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E66227730F8EC45FCBDC328EB200713E4~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    Bin schon etwas müde, was ich nun auch abzustellen gedenke, indem ich mich verabschiede. Gute Nacht und vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

  231. Guten Morgen,
    ja Filou, eine...

    Guten Morgen,
    ja Filou, eine böse Provokation. Was mir aufgefallen ist: Schauen Sie mal auf die Uhrzeit, an der das Video ins Netz gestellt wurde.
    Ob die Zahlenkombination Zufall ist?
    Erlauben Sie mir bitte noch eine Bemerkung zu einen meiner obigen Beiträge, auch wenn ich zu bemerken meine, dass Ihnen das Thema nicht gefällt, was ich verstehen kann, denn seitdem ich mich damit befasse, habe ich natürlich so gut wie keine Freunde mehr und gelte als was weiß ich. Nur soviel, nachlesen können Sie etwas über die Zahlen in dem Buch: >Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin< von Werner Maser. Eine Internetadresse: http://www.osteuropa.dgo-online.org/issues/issue.2002.1020204000000
    Der Verfassser dieses Artikels wird von Maser auch erwähnt.
    Um Missverständnissen vorzubeugen: Genau wie Herr Alfonso bin ich der Meinung, dass Menschen, die andere Menschen aus niedrigen Gründen umbringen, als Abschaum bezeichnet werden dürfen, egal ob sie Stalinisten, Nationalsozialisten, rote Khmer, Maoisten, Tutus oder sonst wie heißen.
    Was ich mich eben nur fragte war: Wem oder was dienten die angegebenen Zahlen bis 1990?
    So, ich darf mich zunächst verabschieden, ich werde noch einige Stunden etwas tun.
    Einen schönen hochnebligen Gruß aus dem Norden.

  232. "Die Bürgerlichen bleiben...
    „Die Bürgerlichen bleiben klug in ihrem Winkel, den Goldschatz sicher vergraben im Garten, die hohen Herren kämpfen. Mehr oder minder gerecht. Und für die Bilder in ihren Köpfen. Von Recht und Gerechtigkeit. Die mit dem Schwerte herzustellen. Und Ränder zu jedem Geschehen gab es bislang (weiter zurück, wohin Don blickt) meist auch noch immer.“ Nicht viel Neues unter der Sonne also. Aber immer wieder ein großer und symphathischer Gewinn jede Zeile von ihm.
    .
    .
    A propos: In letzter Zeit mal wieder den „Wallenstein“ gehört, gelesen? (Ja, wir wissen, auch das ist bloß eine Projektion von Schiller, auf Vorgänge, die dem Dichter selbst schon rund 170 Jahre zurücklagen; aber Wort, Sprache, Gedanke ists auch. Von Streben und Scheitern zumal. Und mindestens der durchschnittliche Psychologe von heute reflektiert zusätzlich noch über die Gehirnfunktion. Im Großen und Ganzen. Und im Speziellen und Allgemeinen. („Es ist nichts außen, was nicht vorher innen ist“ z.B., womit man ja heute im Allgemeinen schon am Eßzimmertisch großgeworden))
    .
    Wallenstein also:
    Die Zeit ist noch nicht da.
    .
    Terzky.
    So sagst du immer.
    Wann aber wird es Zeit sein?
    .
    Wallenstein.
    Wenn ich es sage.
    .
    Illo.
    Oh! du wirst auf die Sternenstunde warten,
    Bis dir die irdische entflieht! Glaub mir,
    In deiner Brust sind deines Schicksals Sterne.
    Vertrauen zu dir selbst, Entschlossenheit
    Ist deine Venus! Der Maleficus,
    Der einz’ge, der dir schadet, ist der Zweifel.
    .
    Wallenstein.
    Du redst, wie du’s verstehst. Wie oft und vielmals
    Erklärt‘ ich dir’s! – Dir stieg der Jupiter
    Hinab bei der Geburt, der helle Gott;
    Du kannst in die Geheimnisse nicht schauen. …
    Das Irdische, Gemeine magst du sehn,
    Das Nächste mit dem Nächsten klug verknüpfen;
    Darin vertrau ich dir und glaube dir.
    Doch, was geheimnisvoll bedeutend webt
    Und bildet in den Tiefen der Natur, –
    Die Geisterleiter, die aus dieser Welt des Staubes
    Bis in die Sternenwelt, mit tausend Sprossen,
    Hinauf sich baut, an der die himmlischen
    Gewalten wirkend auf und nieder wandeln,
    – Die Kreise in den Kreisen, die sich eng
    Und enger ziehn um die zentralische Sonne –
    Die sieht das Aug‘ nur, das entsiegelte,
    Der Hellgebornen, Heiterern, Jovis Kinder.
    .
    Die himmlischen Gestirne machen nicht
    Bloß Tag und Nacht, Frühling und Sommer – nicht
    Dem Sämann bloß bezeichnen sie die Zeiten
    Der Aussaat und der Ernte. Auch des Menschen Tun
    Ist eine Aussaat von Verhängnissen,
    Gestreuet in der Zukunft dunkles Land,
    Den Schicksalsmächten hoffend übergeben. …
    .
    Wallenstein.
    Und der hispanische Conte Ambassador,
    Der sonst so warm für mich zu sprechen pflegte?
    .
    Herzogin.
    Er hatte keine Zunge mehr für Sie.
    .
    Wallenstein.
    Die fremden Sonnen also scheinen uns nicht mehr,
    Fortan muß eignes Feuer uns erleuchten.
    .
    Herzogin.
    Und wär‘ es? Teurer Herzog, wär’s an dem,
    Was man am Hofe leise flüstert, sich
    Im Lande laut erzählt – was Pater Lamormain
    Durch einige Winke –
    .
    Wallenstein(schnell).
    Lamormain! Was sagt der?
    .
    Herzogin.
    Man zeihe Sie verwegner Überschreitung
    Der anvertrauten Vollmacht, freventlicher
    Verhöhnung höchster, kaiserlicher Befehle. (….)
    .
    Wallenstein. (über seine Tochter, die er Jahre nicht mehr gesehen)
    Indes Wir hier im Feld gesorgt, sie groß zu machen,
    Das höchste Irdische ihr zu erfechten,
    Hat Mutter Natur in stillen Klostermauern
    Das Ihrige getan, dem lieben Kind
    Aus freier Gunst das Göttliche gegeben
    Und führt sie ihrem glänzenden Geschick
    Und meiner Hoffnung schön geschmückt entgegen.
    .
    Herzogin (zur Prinzessin).
    Du hättest deinen Vater wohl nicht wieder
    Erkannt, mein Kind? Kaum zähltest du acht Jahre,
    Als du sein Angesicht zuletzt gesehn.
    .
    Thekla.
    Doch, Mutter, auf den ersten Blick – mein Vater
    Hat nicht gealtert – Wie sein Bild in mir gelebt,
    So steht er blühend jetzt vor meinen Augen.
    .
    Wallenstein(zur Herzogin).
    Das holde Kind! Wie fein bemerkt und wie
    Verständig! Sieh, ich zürnte mit dem Schicksal,
    Daß mir’s den Sohn versagt, der meines Namens
    Und meines Glückes Erbe könnte sein,
    In einer stolzen Linie von Fürsten
    Mein schnell verlöschtes Dasein weiter leiten.
    Ich tat dem Schicksal Unrecht. Hier auf dieses
    Jungfräulich blühende Haupt will ich den Kranz
    Des kriegerischen Lebens niederlegen; ….
    .
    Wallenstein.
    So! Meint er wohl, ich soll ihm
    Ein schönes deutsches Land zum Raube geben,
    Daß wir zuletzt auf eignem Grund und Boden
    Selbst nicht mehr Herren sind? Sie müssen fort,
    Fort, fort! Wir brauchen keine solche Nachbarn.
    .
    Terzky.
    Gönn ihnen doch das Fleckchen Land, geht’s ja
    Nicht von dem deinen! Was bekümmert’s dich,
    Wenn du das Spiel gewinnest, wer es zahlt.
    .
    Wallenstein.
    Fort, fort mit ihnen – das verstehst du nicht.
    Es soll nicht von mir heißen, daß ich Deutschland
    Zerstücket hab‘, verraten an den Fremdling,
    Um meine Portion mir zu erschleichen.
    Mich soll das Reich als seinen Schirmer ehren,
    Reichsfürstlich mich erweisend, will ich würdig
    Mich bei des Reiches Fürsten niedersetzen.
    Es soll im Reiche keine fremde Macht
    Mir Wurzel fassen, und am wenigsten
    Die Goten sollen’s, diese Hungerleider,
    Die nach dem Segen unsers deutschen Landes
    Mit Neidesblicken raubbegierig schauen. … “
    .
    Und: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B002PCHO7S/wunschliste (evtl. darin Video „Na gut, General“)
    .
    .
    Schade also, dass er keine Kinder hat, unser Don. Und auch keine haben will. Diese statt uns bei sich oben an die Hand zu nehmen. Überfürstliche Reiche zu zeigen auch, sozusagen. Aber nicht „den Kranz eines kriegerischen Lebens auf ein jungfräulich Haupt zu legen“. Und immerhin gibt es dieses eine Europa noch, wenn das außer Don zwar noch der ein- oder andere auch noch weiß, aber schon nicht mehr nutzt. Zu Friedens- und Freiheitszwecken z.B. statt zum schnöden Gelderwerbe nur.
    .
    Oder anders: Wie hat genannter Herr Köhler noch gefordert neulich? „Die Benzinpreise müssen noch viel mehr hoch: „Für die Umwelt“.“ Wir aber fürchten weiter eher, dass die Umwelt sich am Ende mal wieder erfolgreich selber vom Menschen reparieren würde, wenn Europa, vom Blick auf „die Umwelt“ glatt geblendet, den nächsten Krieg, sein Kommen, mal wieder voll übersehen hätte. („August 1939 – Europa hatte noch einmal einen schönen Sommer gehabt.“ (… die Welt!))
    .
    Wir empfehlen ihm demnächst einmal noch eine ganz andere Reise, sicherlich korrespondierend zu dieser. (Von Ffm nach Mars-la-Tour, so viel sei im Moment gesagt). Und Europa ist nun mal nicht mehr alleine. Das aber ein anderes Kapitel. Ja nicht einmal mehr die Welt. (Nicht, dass er Empfehlungen bräuchte, das nicht.)

  233. Guten Abend,
    Perfekt 57, es...

    Guten Abend,
    Perfekt 57, es gab da mal einen Film in den 80er, was schreibe ich, es war eine ganze Reihe. Sie hieß >Freistil< und eine Folge hieß >das Fleisch der Götter.< In der Folge ging es um den Pilzkult sowohl der Mayas, als auch den Griechen. Ein englischer Professor für Ethnologie oder so ähnlich, behauptete, dass er selber nach Genuß dieser Pilze nicht mehr ausdrücklich sagen konnte, ob das was er erlebte von außen oder von innen kam. Soviel zu Ihren Psychologen. Schön, dass Sie das von Wallenstein zitieren… Die Venus spielt ja auch eine zentrale Rolle in dem Maya Kalender, aber würden Sie mir bitte erklären, was Jovis Kinder sind?

  234. Grenzgänger (08:38), da...
    Grenzgänger (08:38), da machen Sie es mir nicht leicht mit den schwerbluetigen Betrachtungen dieser Zeitschrift. Ich neige, schon aus Zeit-und Bequemlichkeitsgruenden, zur oberflaechlicheren Betrachtung dessen was ist.
    Am Liebsten waere es mir eigentlich, wenn ich selbst am Rande des Geschehens Augenzeuge sein koennte. Eine gesunde Skepsis gegenueber Erzaehlungen, selbst Augenzeugenberichten habe ich mir angewoehnt. Ein bissel plausibel muss es schon sein.
    .
    Zu den mehrfach veraenderten Opferzahlen: Es waren nicht nur Juden die ermordet wurden. Es waren Kommunisten, Zigeuner, Homosexuelle, russische Krieggefangene, Rassenschaender-die Juden waren die Mehrzahl. Da ist es gleichgueltug, ob es 6 Mio oder „nur“ 3 Mio waren. Geschichtsrevisonismus gibt es ueberall, und muss noch nicht mal von oben angeordnet werden. Die Beeinflussungmechanismen sind subtil subversiv. Der Nebel des geschichtswissenschaftlichen Diskurs‘ hilft Verfaelschern. Sehr oft sind die einfachsten Fragen der beste Weg zur Wahrheit.
    Puh.
    Gute Nacht, lieber Grenzgaenger.

  235. @Grenzgänger
    Scheint Ihnen...

    @Grenzgänger
    Scheint Ihnen Maser nicht doch ein wenig antiquarisch? Suchen Sie besser etwas Neueres!

  236. @Filou
    Der gleichen...

    @Filou
    Der gleichen Erzählungen, sogar Augenzeugenberichte, Biographien, speziell Auto-,
    werden von Historikern als Quellen vierten Ranges eingeschätzt.

  237. @frenzgänger
    Die veränderten...

    @frenzgänger
    Die veränderten Opferzahlen sind mir hier im überseeischen Raum nicht
    zugänglich. Bitte um Mitteilung!
    Mit dergleichen muss man natürlich äußerst vorsichtig umgehen. Was oder wer ist die Quelle? Wie zuverlässig ist sie? Was enthält sie? Zuverlässig sind nur abgebildete Quellen aus staatlichen Archiven. Wenn sie in einem Buch oder Aufsatz erscheinen, muss man doppelt vorsichtig sein. Ist der Verlag durch zuverlässige Publikationen bekannt?
    Quellenforschung ist höchst kompliziert!

  238. Sie haben wohl Recht Filou und...
    Sie haben wohl Recht Filou und letztendlich spielt es keine Rolle ob es nun viereinhalb Millionen, als Zahl vor 1990, eineinhalb Millionen ab 1990 oder fünfhunderttausend mit diesem Bericht aus der oben angegebenen Zeitschrift von 2002 waren.
    Große Schande.
    JorgeLoma, ich kann Ihnen nicht mehr anbieten, als die Quellen die ich bereits angab. Das man bei der Zeitschrift Osteuropa nicht zu einzelnen Artikeln vordringen kann, sondern nur zu einer Art Einleitung liegt nicht an mir.
    Das Heft in dem dieser Artikel von Herrn F.Meyer veröffentlicht war ist wohl vergriffen.
    Kennen Sie neuere Historiker? Maser hat immerhin bis kurz vor seinem Tod veröffentlicht.
    SO ist es denn wohl:
    >Wer unternimmt das Reich zu beherrschen, und es nach seiner Willkür zu gestalten; ich sehe ihn sein Ziel nicht erreichen; das ist alles.
    Das Reich ist ein lebendiger Organismus; es kann nicht gemacht werden,, wahrlich!
    Wer daran machen will, verdirbt es, wer sich seiner bemächtigen will, verliert es.
    Daher: Von den Wesen gehen manche vorauf, andere folgen ihnen, manche atmen warm, manche kalt, manche sind stark, manche schwach,
    manche erlangen Fülle, andere unterliegen.
    Der Hohe Mensch daher lässt ab von Übertriebenheit, lässt ab von Überhebung, lässt ab von Übergriffen.< (Lao-tse.)

  239. Grenzgänger
    Tut mir Leid,...

    Grenzgänger
    Tut mir Leid, dass ich so spät antworte.
    Wenn ich wüsste, ob Sie das Thema so stark interessiert, würde ich Ihnen empfehlen, entweder eine Universitätsbibliothek aufzusuchen oder in Ihre Ortsbibliothek zu gehen und sich mit einer Bibliothekarin darüber zu unterhalten, wie Sie den Artikel von F.Meyer in der Osteuropa einsehen können. Das Thema habe ich schon sehr lange ad acta gelegt, kann Ihnen zu diesem Themenkomplex keine aktuellere Literatur nennen. Das tut mir aufrichtig Leid. Was ich schrieb, gehört zu den Basiskenntnissen der Historischen Hilfswissenschaft (von Brandt: Werkzeug des Historikers, Taschenbuch).

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