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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Fleisch und Fleischproll

| 246 Lesermeinungen

Früher galt Fleischverzehr als Privileg der Reichen und Adligen, heute ist Kadaver nicht mehr unbegrenzt erwünscht. Es gibt einen Trend zum Vegetarismus. Aber wie alle schlechten Eigenschaften der Reichen ist auch das Fleisch ein willkommener Anlass weniger Bevorzugter, in oberschichtlichen Marotten zu posieren.

Welcome to the Pleasure Dome
Frankie goes to Hollywood

Mein erster Weg in Meran führt mich meist in die höhlenartigen Räume eines Haushaltswarengeschäftes mit dem Namen Frasnelli, das schon seit des Kaisers Zeiten Metallwaren verkauft: Der Laden ist vollgestopft mit verschiedensten Dingen vom Ablaufsieb bis zum handgeschmiedeten Luxusmesser, von der sehr praktischen Tortelliniform über die Espressomaschine bis zum Porzellan. Es ist eine kleine Wunderwelt, dieser leicht antiquierte und überfüllte Laden unter den Lauben. Woanders nagt der Zahn der Zeit, denn anstelle der alteingesessenen Buchhandlung Pötzelberger ist jetzt eine weitere Kleidungskette zu finden. Das alte Cafe Imperial mit seiner psychodelischen Einrichtung der 70er Jahre, in dessen Zimmer ich mich bei der Nachricht vom Tode Jörg Haiders eines Gefühls der Erleichterung, um es schonend zu formulieren, nicht enthalten konnte, hat jetzt einer Neuschöpfung Platz gemacht, die modern wirken soll und in ihrer weissen Kälte nicht gerade viele Besucher anzieht. Alles ändert sich, aber Frasnelli bleibt, und ich kaufe dort ein Speckmesser. Mal wieder.

Bild zu: Fleisch und Fleischproll

Mit den Speckmessern ist es so eine Sache. Speck ist hart und muss dünn geschnitten werden, also muss das Nesser einen soliden Griff aufweisen, eine stabile, nicht zu lange Klinge besitzen, und präzise schneiden. Man nennt es „Südtiroler Speckmesser“, aber bei mir daheim sind diese Messer die robuste Allzweckwaffen für jede Art des Kochens. Man könnte meinen, sie würden schnell verschleissen, wenn ich jährlich zwei, drei Exemplare erwerbe, aber verloren gehen sie an Gäste, die schnell merken, wie praktisch diese Messer sind. Zwei, drei Striche über den Wetzstahl, und die Messer schneiden alles. Ich zerhacke damit den harten Hokaidokürbis, und fliege durch die Pilze, ich schneide die Butter und treffe genau den Rand des Grana Padano.

Nur Fleisch, das schneide ich damit nicht. Ich würde mich nicht zwingend als Vegetarier bezeichnen, aber ich esse kein Fleisch mehr. Vor gut 18 Jahren weilte meine Freundin für ein paar Wochen bei mir in München, und wollte das vegetarische Leben ausprobieren. Als Abkömmling einer bayerischen Familie, bei der Fleisch dazugehört, wenn es nicht gerade bleichweise Apfelstrudel und Zwetschgendatschi gab, erschien mir das eher ungewöhnlich, aber die Liebe verlangt Opfer. Ich kramte meine vegetarischen Rezepte zusammen, liess beim Rest das Fleisch weg und stellte mich auf das grosse Fressen an jenem Tag ein, da sie wieder abreiste. Die Not machte mich erfinderisch, und während ich zu Beginn nicht litt, sah ich am Ende gar keinen zwingenden Grund mehr, Fleisch zu essen. Käse und Eier aus Bioproduktion gerne, aber auch nicht in enormen Mengen. Ich gebe gern zu, dass ich mir diese Veränderung früher nicht hätte vorstellen können, aber heute hebt es mich, wenn ich zu lange Fleisch anschaue. Es ist ziemlich hart, was da auf den Tellern liegt, wenn man vom Lebewesen, das es einmal war, ausgeht.

Bild zu: Fleisch und Fleischproll

Wie auch immer, ich bin tolerant und mache niemandem Vorwürfe; ich bringe aus Südtirol durchaus Bekannten Fleisch mit, aber bei mir daheim versuche ich durch Qualität von einem anderen Lebensstil zu überzeugen. Ich gehe Fleischessern nicht mit harten Worten wie „Leichenfresser“ oder „Kadaver“ auf die Nerven, ich gebe auch kein leises Meckern von mir, wenn jemand Lamm bestellt. Ebenso unterlasse ich Abhandlungen über die Gebrechen historischer Persönlichkeiten mit zu üppigem Fleischverzehr. Ich bin einfach eine Person, die fleischlos bestellt. Das ist heute nicht ungewöhnlich und in bei den jüngeren Vertretern meiner Schicht vergleichsweise normal. Selbst in den bodenständigen Metzgereien meiner Heimat gibt es inzwischen überall eine grosse Auswahl an Käse. Mit einer gewissen Verachtung blickt man natürlich auf jene Personen herab, die in der Folge der Nachkriegsfresserei eine Präferenz für viel billiges Fleisch haben. Was den Alten ihr widerliches Hack, der Leberkäs und die Erinnerung an den Wienerwald, ist den jungen Enkeln in Berlin ihr „Chickendöner“, bei dessen Hinabwürgen sicher keiner an das Elend der Tatsachen industrieller Tierhaltung denkt.

Tatsache ist aber leider auch, dass… schauen Sie, natürlich verachte ich Leute, die sich massgeblich von Billigfleisch miserabler Qualität ernähren. Aber ich behalte es für mich. Ich stelle mich in Berlin nicht vor einen Imbiss und pöble Unterschichtler an, die Currywürste oder Buletten von Papiertellern in sich hineinstopfen. Meine Verachtung ist theoretischer Natur, in etwa: Nun, ich könnte mit den gleichen Kosten praktisch ohne Abfälle zweimal mit besserer Qualität satt werden, aber wenn sie Zeit ihres Lebens an der Strasse im Stehen schlingen wollen, bitte… Tatsache ist leider, dass mir dieses Privileg von einer anderen Sorte Fleischesser nicht zuteil wird.

Bild zu: Fleisch und Fleischproll

Denn was dem Volkspark Friedrichshain seine Grillterroristen, ist dem höflichen Vegetarier der, nennen wir ihn mal so, Fleischproll. Der Fleischproll ist kein Proletarier, sondern eine Person mit ostentativer Zuneigung zum Tierischen, der uns anblafft: „Was? Vegetarier? Ha! Gänseleberpastete für 25 Euro für 100 Gramm! Tjaja! Pah, Tierquälerei, egal! Grill Royal! Kobe Rind, soooo ein Stück! Daheim! Keramikmesser! Tim Raue! Klasse der Typ! Auch nicht schlechter als in Argentinien! Und letzte Woche, Sushi! Teuer, klar, aber! Alles andere? Beilagen! Nicht mit mir! 380 Gramm Fleisch, blutig!“ Meist wird dann noch der Plan serviert, demnächst mit dem Jagen zu beginnen, damit man das Viech wirklich auch selbst abknallt und zerstückelt. Der Fleischproll vereinigt in sich die politische Korrektheit einer Bild-Schlagzeile mit der Intelligenz einer Spiegel-Online-Kolumne, und er möchte uns am liebsten auf den Rücken klopfen, würde er nicht ahnen, dass wir zwar keine Tiere essen, aber der Schädling Mensch deshalb nicht so auf der roten Liste der gefährdeten Arten steht, wie Opas Jagdwaffensammlung noch bei Onkel Toni im Schrank. Aber weil politisch Unkorrekt den echte Mann auszeichnet, und das so auch in ein paar Magazinen (der Aufsteiger kennt da im Gegensatz zum Jägerenkel nur Papier, nicht 8 x 64 mm) steht, dürfen wir uns weitere Dinge anhören, die vermutlich splatterhaft schockierend sein sollen.

Echte Kerle halt. Nachdem das Rauchen verboten wurde, die Haustechnik vom Cousin der Putzfrau besorgt wird, die sporadischen Aufenthalte im Billigfitnesscenter keine Heldentaten zeitigen, und die Angebereien mit Bordellerlebnissen nicht mehr als männlich oder schicklich gelten, muss sich der Mann, so er einer sein möchte, eben anders als ein solcher beweisen. Scheinbare Schwächlingen beiseite schieben. Das tote Tier und sein Verzehr wird hier nach dem Ende von Laster, Gestank, Muskeln und Zeugungskraft zum letzten verbliebenen Distinktionsmerkmal in der Zivilisation. Nicht trotz der unerfreulichen Begleitumstände, sondern deshalb. All die Bedenken, die man vorbringen kann, sind genau das, was der Fleischproll als Herr über Leben und Tod lässig beiseite schieben möchte. Dafür – und nicht für die Qualität – geht er auch dorthin, wo es wirklich teuer ist.

Bild zu: Fleisch und Fleischproll

Champignons a la Don Alphonso: 300 Gramm frische Champignons halbieren und in Olivenöl anbraten, eine halbe Zehe Knoblauch und etwas Petersilie kleinhacken und dazu geben, sowie 100 Gramm Schmand. Zwei mittelhart gekochte Wachteleier schälen, zerdrücken und untermischen (ein halbes Hühnerei tut es auch), Salz, frisch gemörserten Pfeffer, weiteres Öl und ein wenig sauren Senf dazu geben, abkühlen lassen, servieren.

Der Fleischproll, nun – es ist nicht zu bezweifeln, dass er uns eine Weile erhalten bleibt. Gerade mit der Reduktion des Fleischkonsums kann er sich als Tabubrecher präsentieren, als etwas Herausragendes, das zu seinen Lastern steht. Tradition, Authentizität, Standesbewusstsein, die Fähigkeit, auch gegen den Strom zu schwimmen und Einwände Schwächerer von sich abprallen zu lassen, der ganze elitäre Habitus, den man besseren Kreisen gern nachsagt, kommt darin zum Ausdruck. Man kann das machen. Ganz Genussmensch sein. Sich an der Spitze der Nahrungskette fühlen. An der sich das dumme Grillhendl zu Lebzeiten auch wähnt, wenn es das Mastfutter vorgesetzt bekommt.

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246 Lesermeinungen

  1. wie ich sehe teilen wir die...
    wie ich sehe teilen wir die Leidenschaft fürs Kochen.

  2. >>>An der sich das dumme...
    >>>An der sich das dumme Grillhendl zu Lebzeiten auch wähnt, wenn es das Mastfutter vorgesetzt bekommt.<<< . Werter Don, aben Sie den schwarzen Schwan von Taleb gelesen oder ist das zu populärwissenschaftlich?

  3. lieber don,
    da ich ihre liebe...

    lieber don,
    da ich ihre liebe zu den kleinen oft unaufgeräumt schönen kramläden, in denen ich zum ärger meiner liebsten stundenlang stöbern kann teile, möchte ich doch als alter „solinger“ hier einen kleinen tip loswerden: das schöne kleine messer, in solingen „zöppken“ genannt, erledigt diese anforderungen ebenso grandios. es gilt aber beim kauf darauf zu achten, das es von geschmiedeter qualität ist, also rosten kann. diese messer bleiben immer scharf und können an jedem stein geschliffen werden. billigmesser sind jedem tomatenschneider ein greuel.
    das messer muss beim seitlichen andruck der klingenschneide auf dem daumennagel im gegenlicht eine ganz kleine delle erzeugen, dann hat man ein qualitätsprodukt in den händen. die firma windmühlen z.b. macht noch solche messer in alter tradition.
    das rezept klingt gut, ich werde es meinem wachteleierlieferanten geben…

  4. Tja, lieber Don, les goûts...
    Tja, lieber Don, les goûts sont différentes, und Ihr Champignon-Rezept werde ich ausprobieren. Das Südtiroler Speckmesser gefällt mir ebenfalls gut. Ich muss, so scheint es, doch ‚mal nach Meran fahren. Aber eine Bermerkung ist für mich kryptisch: „Tatsache ist leider, dass mir dieses Privileg von einer anderen Sorte Fleischesser nicht zuteil wird.“. Könnten Sie dies bitte etwas erläutern?

  5. Werter Don,
    schön, mal eine...

    Werter Don,
    schön, mal eine entspannte Haltung zum Thema Vegetarier/Fleischkonsum zu lesen. Wobei natürlich die meisten Nichtvegetarier auch tolerant in dieser Hinsicht sind – das geht nur oft im Geschrei der Mindertoleranten unter.
    .
    Bleibt zu erwähnen:
    – Man kann auch sehr gut vegetarisch grillen.
    – Döner kann durchaus ein geschmackvolles und kultiviertes Essen sein, insbesondere wenn man das Glück hatte, ihn vor dem Beginn des Döner-Boom in Deutschland in der Türkei zu essen. Dasselbe gilt auch für verschiedene andere Kebab-Arten.
    – Keramikmesser sind in der Küche wirklich ziemlicher Unsinn und wer sie gut findet ist meist nur zu faul zum Messer schärfen. Noch schlimmer sind natürlich Schneidbretter aus Stein.
    – Für den Freund vegetarischen Essens empfiehlt sich auch die indische Küche, wo ja aus religiösen Gründen fleischlose Rezepte eine lange Tradition haben.
    .
    Ich weiss, dass sich die Frage in Bayern und Südtirol nur begrenzt stellt, aber wie stehen Sie zum Thema Fisch und Meeresfrüchte? Sie erwähnten Sushi im negativen Zusammenhang und die Zubereitung von Krustentieren (lebend in kochendes Wasser) eignet sich natürlich eher als Hobby für den Fleischproll. Über Austern und Kaviar kann man ja auch sehr unterschiedlicher Meinung sein…

  6. Tolles Rezept! Als Beilage zum...
    Tolles Rezept! Als Beilage zum Grillrostbraten. Oder zum Chateaubriand?

  7. "Das tote Tier und sein...
    „Das tote Tier und sein Verzehr wird hier nach dem Ende von Laster, Gestank, Muskeln und Zeugungskraft zum letzten verbliebenen Distinktionsmerkmal in der Zivilisation. “
    Dieses Männerding (Männer essen statistisch in der Tat mehr Fleisch) wird den gleichen Weg gehen wie das Raucherding: Rauchen war zu Beginn auch sehr männlich, Frauen wollten emanzipiert sein (männlicher) und rauchten dann auch… Und jetzt ist Rauchen so langsam was für die ganz Dämlichen und Süchtigen… So kanns passieren.
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    Der Fleischkonsum wird in den“zivilisierten“ Ländern sinken.
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    Wo er aber massiv steigen wird, sind Länder, in denn „man“ sich allmählich etwas leisten kann. Und Fleisch sich leisten zu können ist Wohlstands-Statussymbol. (Neben dem Männlickeitsding.)
    Befürchte also, die (Fleisch-)Fresswelle, die es hier in den 60ern gab, wird anderswo erst in den nächsten Jahren richtig losgehen. Leid kann es einem um die Tiere gehen, die sicher nicht „glücklich auf der Weide“ sondern angstvoll eingespert sind zu unsäglichen Bedingungen, weil Fleisch „erschwinglich“ sein soll. Der Mensch ist das schlimmste Tier und im Verhältnis zu den Tieren, die sehr wohl begreifen, begreift er gar nix. Begonnen bei eigenen gesundheitlichen Folgen bis zu den Rechten der Tiere bis zum Co2-Aussstoß.
    .
    Don, vielleicht sollten Frauen ihren „Kerlen“ einfach keine Steaks mehr braten und ihnen ihre Männlichkeit anderswo bestätigen als ausgerechnet mit totem Tier.
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    Wobei ich sagen muss, dass ich es reichlich seltsam finde, dass die Hälfte der Weltbevölkerung dauernd scharf darauf ist, ihre Männlichkeit bestätigt zu bekommen. Und wenn mal nicht, dauerbeleidigt ist. Ich will doch auch nicht dauernd meine Weiblichkeit bestätigt bekommen und renne wimpernklimpernd, hüftwackelnd und als 2-beinige Caritas durch die Gegend, und bin rasch beleidigt wenn es nicht dauernd gewürdigt wird. Ich bin doch in erster Linie Mensch und nicht so ein monströses Geschlechts-Fake. Sollten Männer mal drüber nachdenken, als was sie sich den ganzen Tag definieren.

  8. Wurde neulich auch Opfer eines...
    Wurde neulich auch Opfer eines Fleischprolls. Der Spruch war: „Mein Essen sch…. auf deins.“ Wo ist noch gleich Onkel Tonis Schrankschlüssel?

  9. @DA: Mir ist nicht ganz klar,...
    @DA: Mir ist nicht ganz klar, wie Sie den „Fleischproll“ hier definieren. Instinktiv haette ich diesen Begriff doch dem Doeneresser und Mac- Juenger zugeordnet.
    .
    Wie waere es denn stattdessen mit „Fleischprotz“ fuer den Freund von Kobe und Keramik?
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    Und politische Unkorrektheit, das hat doch was!
    .
    Was den Wechsel geschmacklicher Vorlieben angeht: das laesst sich uebrigens recht leicht wieder rueckstellen. Wen man lange „fastet“, dann schmeckt beim Fastenbrechen die Nahrung umso intensiver. Bei Fleisch kann das dann bis zum Ekel fuehren…
    .
    Ohne werten zu wollen- was man daheim isst, das ist doch egal. Was allerdings nervt, das sind die Ruecksichtnahmen, die heute aufgrund von verschiedenen Diaeten und der immer haeufigeren Allergien noetig werden, wenn man Hausgaeste bekocht. Da sieht das dann gelegentlich so aus: Onkel Helmut: kein Rotwein aus Frankreich, kein Kaese; Tante Christa keine Aepfel und Nuesse; meine Schwester ist eigentlich vegetarisch (aus gutem Grund), meine Tochter isst sowie nix was auf den Teller kommt- da bleibt nur noch ein heulkrampf, und dann der Gang ins Restaurant.

  10. Dann doch lieber Spickmesser...
    Dann doch lieber Spickmesser als Speckmesser. Gerade das frisch geschossene Rammelfleisch braucht Geschmacksverstärker, die unter die Haut gegen. Südtiroler Speck ist da ideal zum Spicken.

  11. Seit einigen Jahren wandere...
    Seit einigen Jahren wandere ich durch die Wälder meiner Heimat und versuche das eine oder andere Wildfoto zu „schiessen“. Also nicht mit 8×64 mm, sondern 4/400mm oder 5,6/600mm. So hab´in dieser Zeit auch einige Jäger kennenlernt und wurde in der Folge auch zur Jagd eingeladen, als Fotograf versteht sich. Nach der Jagd fand das „Schüsseltreiben“ , eine kleine Feier der Jäger und Treiber, in einem nahegelegenen Lokal. Zu meiner Verblüffung gab´s aber kein Wild zum Essen, sondern z.B. „Jägerschnitzel“ !? Also Fleisch vom Haus-und nicht vom Wildschwein. Nach einer Umfrage unter Jägern, wird zu Hause ohnehin wenig Wildfleisch gegessen, vor allem, wenn Kinder zur Familie gehören.
    2009 sind in der BRD 640 000 Sauen erlegt worden. Wer da wohl das Fleisch verzehrt hat?
    http://www.uli-wirth.de/blog/?p=1038

  12. @ Vroni: Fleisch als Symbol...
    @ Vroni: Fleisch als Symbol des Wohlstands, dem stimme ich gerne zu. Aber als Zeichen der Maennlichkeit?
    .
    Es ist sicherlich vor allem eine Frage des Angebots. Ich esse fast teaglich einmal im Restaurant. Im japanischen Restaurant esse ich- gerne uebrigens- Lachssushi und Sashimi. Der Lachs kommt aus norwegischen Fischfarmen (gut fuer die Delphine) und ist fett (gut fuer mich), aber die Fischfarmen verschmutzen das umliegende Meer (schlecht fuer die anderen Fische). Im deutschen Restaurant uebrigens gibt es fast taeglich ein fleischhaltiges Tagesgericht. Beim Italiener meistens Pasta mit vegetarischer Sauce. Und alles schmeckt gut, beim Italiener vermisse ich kein Fleisch.
    .
    Versucht aber jemand, mir aus ideologischen Gruenden ein bestimmtes Essen aufzuzwingen, treten sofort Mangelgefuehle auf. Allerdings 30 cm oberhalb meiner Maennlichkeit.

  13. Mir bleibt Bovine Spongiform...
    Mir bleibt Bovine Spongiform Encephalopathy (im Volksmund) „mad cow disease“
    immer noch in Erinnerung.
    Deshalb kaufe ich mehr Fisch (vor allem Felchen und Egli aus Schweizer Seen). Champignons sollen „Proteinbomben“ sein – sehr zu empfehlen (gelengentlich roh in Salaten so habe ich auf TF1 (Frankreich) gesehen).
    Es wird zurzeit auf ZDF/ARD fast non-stop gekocht, oder?

  14. Allerdings konnten Sie diese...
    Allerdings konnten Sie diese Kolumne nur schreiben, weil circa 200.000 Generationen Ihrer Vorfahren Fleisch gegessen haben. Dank der enthaltenen Nährstoffe konnte sich das Denkorgan, sprich Gehirn, entwickeln, das Sie benötigen, um die Tastatur Ihres Rechners zu bedienen.

  15. Lieber Don, endlich mal wieder...
    Lieber Don, endlich mal wieder etwas kontroverses. Ich kann alllerdings ganz und gar nicht zustimmen. Auch die von Ihnen genannten unerfreulichen Begleitumstände sind mir fremd. Schlechte Tierhaltung findet sich nicht nur bei der Mast sondern auch auf dem Reiterhof in der Toskana. In den letzten 20 Jahren hat sich ohnehin viel verbessert. Und selbst wenn jemand die angeblich so schlimmen Zustände beschreibt. Das Steak schmeckt mir trotzdem. Es mag daran liegen, dass ich aus einem ostfälischen Bauerngeschlecht stamme. Ich schlachte selbst Kaninchen und Hühner und auch an ein Schaf habe ich mich schon herangetraut. Als Kind und Jugendlicher habe ich regelmäßig an Hausschlachtungen von Rind und Schwein teilgenommen. Und ich muss zugeben, der tödliche Bolzenschuss und das was nachfolgt hat Spaß gemacht. Es mag jetzt etwas hart klingen. Aber ich empfinde nichts negatives dabei, ein Tier zu töten.

  16. Ist es aber nicht gerade das,...
    Ist es aber nicht gerade das, was die distinguierte Stütze der Geselschaft abhebt vom Rest, nämlich in Maßen zu genießen?

  17. @ milan
    Im Jagdrevier meines...

    @ milan
    Im Jagdrevier meines Bruders (78 ha) wurden allein im letzten Jahr 14 Wildschweine zur Strecke gebracht. Alle wurde nvon Verwandtschaft und Freunden verzehrt. Beim Schüsseltreiben wird in der Tat eher selten Wild serviert. Das passt eben nicht so gut zu Bier und Korn.

  18. @ Mondry
    "Aber als Zeichen der...

    @ Mondry
    „Aber als Zeichen der Maennlichkeit?“
    Klar.
    Die Werbung hat es zeitig erkannt:
    „Fleisch ein Stück Lebenskraft!“
    Video: ein kleiern Junge; Audio: So wertvoll wie ein kleines Steak!“
    „Meat the power“
    .
    Man kann der Werbung so ziemlich alles vorwerfen, aber nicht, dass sie nicht archaische Instinkte erkennen und bedienen kann. Nicht ohne Grund mussten unsere Texter/Konzeptioner damals beruflich BILD-Zeitung lesen (War vom Cheffe angeordnet).
    Statistiken, Trends: http://www.medizinpopulaer.at/archiv/essen-trinken/details/article/maenner-essen-anders.html
    .
    Es dürfen gerne alle möglichen Statistiken ausgebudelt werden. Alle sagen, dass Männer mehr Fleisch essen als Frauen. Den psycho-sozialen Hintergrund dazu hat Don genial getroffen. Besseres könnte ich auch nicht schreiben.

  19. Hätte ich den Messertip hier...
    Hätte ich den Messertip hier bereits vor drei Wochen lesen können, hätte ich mir eins aus den Meraner Lauben mitgebracht. Wenn schon ein Andenken, dann sowas sinnvolles.
    Bei „saurer Senf“ bin ich etwas ins Stutzen gekommen. Ist das ’ne besondere Sorte? oder meint das schlicht nur: nicht den „süßen bayerischen“ Senf?

  20. Saurer Senf bedeutet: Schon...
    Saurer Senf bedeutet: Schon sauer, aber nicht allzu scharf.

  21. @Vroni: Hm. Um mal aus Ihrem...
    @Vroni: Hm. Um mal aus Ihrem link zu zitieren: „Dieser typisch männliche Ernährungsstil bringt gegenüber jenem der Frauen eine Reihe von gesundheitlichen Nachteilen mit sich – bis hin zur kürzeren Lebenserwartung. Das einzige, was Männer den Frauen voraushaben: Sie genießen mehr. “
    .
    Das ist es eben: der Genuss. Ist der wirklich nur maennlich? Oder ist das eine Charakterfrage?
    .
    Zumindestens in meiner kleinen Familie nicht. Dass meine zukuenftige Frau „richtig essen und trinken“ koennen muesste, das war mir schon immer klar, seit ein fruehes date im Feinschmeckerlokal Salat mit Gefluegelbrust bestellte. Die Passende habe ich inzwischen auch gefunden, und wie in der eigenen, gerne geniessenden Familie schaut auch sie auf viele langlebige Vorfahren zurueck.
    .
    Uebrigens: eine google video Suche nach „Fleisch ein Stück Lebenskraft!“ bringt hauptsaechlich Vegetarier- Werbe- Videos. „So wertvoll wie ein kleines Steak“, das war frueher einmal der Werbespruch fuer: Fruchtzwerge! (Ein Joghurt oder Fruchtquark).
    .
    Meine Schwester uebrigens wurde zur Vegtarierin, weil sie in waehrend der Ausbildung in einem typisch maennlichen Beruf (Tierarzt, Spezialitaet: Rinder) waehrend der Ausbildung zu oft mit „Ekelfleisch“ in Kontakt kam.
    .
    Manchmal gilt doch: „Ignorance is bliss“
    .
    Don Alphonso zeigt sich mit seinem koestlich klingendem Rezept dann wiederum sehr maennlich. Symbolisch betrachtet gilt der Pilz uebrigens trotz der phallischen Form eher als Zeichen der Langlebigkeit- waere das zum Ausgleich dann weiblich?

  22. @ Mondry

    "das war frueher...
    @ Mondry
    „das war frueher einmal der Werbespruch fuer: Fruchtzwerge! (Ein Joghurt oder Fruchtquark).“
    Ja, das weiß ich doch. :-)
    Um die implizite Botschaften in Bild und Text geht es.
    .
    Und die gehen: Schaut her, der kleine Kerl braucht und kriegt ein Joghurt, das so stark ist wie ein Steak. Sogar ein Joghurt muss schon Stärke wie ein Bulle haben, sonst futtert der Kleine das nicht.
    .
    Alle Ehre wird dem Steak zuteil, das Joghurt bedient sich dessen Eigenschaften als Krücke. Kein tolles Entré für ein Joghurt.
    .
    Der Mann der Gourmet, das ist so gefälliges Selbstbild wie der Mann der Weinkenner (wobei Frauen meist die bessere Nase haben und sich zum Gourmet udn Weinkenner/Sommelier physisch besser eigneten).
    .
    Nein, der Link sagt nur, dass Männer nur das essen, „was ihnen schmecke“. Dieser Gedanke ist vom Gourmet schon noch ein bisschen weg. Es sagt nur: Die Currywurst schmeckt ihnen halt besser als Brokkoli. Der Currywurstesser ist aber nicht: ein Gourmet.
    .
    Maximal ein Gourmand :-)

  23. Don, ich frage mich ernsthaft,...
    Don, ich frage mich ernsthaft, ob sich hinter Ihrer ablehnenden Haltung zu Kaffee, Nikotin, Alkohol, Fisch und Fleisch, schlicht gewisse gesundheitliche Probleme verbergen. Zumindest hätten Sie aus der Not eine Tugend gemacht… (Ich bin indiskret, ich weiß, und erwarte daher auch keine Antwort.)

  24. patentante, Sie haben meine...
    patentante, Sie haben meine vollste Zustimmung.
    Mondry, schade nur, dass die Spargelzeit vorbei ist. Vielleicht beglückt uns der Don ja nächstes Jahr mit einem Rezept (und Photos) hierzu. Auf Ihren Kommentar bin ich jedenfalls gespannt.

  25. Es ist wohl die subtile Art...
    Es ist wohl die subtile Art der Brautwerbung, die unser Don betreibt:
    Diverse Eigentums- und Ferienwohnungen, zwei Autos, Rennrad, krisensicherer Job ohne allzuviel Mühe, umwelt-, kalorien- und standesbewusst: Wo ist die Richtige für ihn?

  26. <p>Solange ich pro Woche noch...
    Solange ich pro Woche noch 250 Kilometer Rennrad fahre oder am Tegernsee 5 Berge besteige, kann es jetzt nicht so furchtbar schlecht um mich bestellt sein.
    .

    .
    Ausserdem sollte man meine Torten nicht übersehen, oder meine Tarte….

  27. @Vroni: der Mann als Gourmet,...
    @Vroni: der Mann als Gourmet, die Frau nicht? das stammt aber nicht von mir…
    .
    Ich geniesse wohlschmeckendes Essen, gute Weine und frueher auch gute Zigarren (wieder so ein Symbol; aufgehoert habe ich, ohne dass mich Kastrationsfurcht ueberkam, weil meine Frau diesen Genuss nicht teilt).
    .
    Aus ernaehrungsmedizinischer Sicht ist all das, was besonders gut schmeckt, zumindetens dann „VERRRBOTTTEN“ wenn man es im Uebermass geniesst. Auch Don Alphonso’s Pilzgericht faellt in diese Kategorie, wegen des Schmands.
    .
    Am besten bekommt uns eine ausgewogene Mischkost mit wenig, aber nicht ganz ohne Fleisch oder Fisch. Kohlehydrate und Bewegung (Torte und Radeln) gehoeren da unbedingt dazu.
    .
    Nach all der Diskussion ueber Essen werde ich jetzt zur Vesper schreiten. Da ich vermutlich keine frischen Pilze finde, wird es wohl ein Obatzda und ein alkoholfreies Bier. Das schmeckt, bereitet Genuss und greift meine Maennlichkeit nicht an, obwohl es kein Fleisch enthaelt! :-)

  28. @ErnstWilhelm
    wenn´auch noch...

    @ErnstWilhelm
    wenn´auch noch richtig gut geschmeckt hat, wovon ich ausgehe, hat Ihr Bruder alles richtig gemacht. Wozu sonst jagen? Und das Aufbrechen und zerlegen wird er sicher auch selbst machen.
    @steelydan
    wirbelnde, muskulöse Radfahrerbeine gefallen auch der einen oder anderen Frau und würde DA regelmässig viel Fleisch oder Wurst essen, hätte er mehr Probleme seine 250 Wochenkilometer zu bewältigen, als er bei seinem Tortenverzehr ohnenin hat. :-)

  29. Den Fleischproll kann man...
    Den Fleischproll kann man wirkungsvoll mit Canettis „Masse und Macht“ auf das „Massengrab in seinem Körper“ ansprechen.
    Was ist mit Wild?

  30. Don Alphonso, ich hätte noch...
    Don Alphonso, ich hätte noch eine Alternative:
    Frische Champignons in etwas Öl dünsten, frische Sahne, Pfeffer,
    Rotwein und etwas Mehl zum eindicken.
    Dazu warmen Toast oder Baguette
    Guten Appetit
    mfg

  31. Nichts. Kein Fleisch, kein...
    Nichts. Kein Fleisch, kein Fisch, kein Tier, Käse und Milch so weit es geht nur aus zertifizierter Ökoproduktion von speziellen Händlern. Ich bin gerne unaufdringlich, auch gegenüber dem Leben.
    .
    Mondry, was soll an Schmand schlimm sein? Des Breckarl Fedd?

  32. @vroni, 23. August 2010,...
    @vroni, 23. August 2010, 09:24:
    „Sollten Männer mal drüber nachdenken, als was sie sich den ganzen Tag definieren.“
    das genau müssen sie ja nicht. weiße männer mit mittelmäßiger bildung sind schlechthin die generische person unserer gesellschaft.
    womit ich nicht gesagt haben will, dass ein reflexionsprozess eben dieser bevölkerungsgruppe nicht doch gelegentlich gut zu gesicht stünde…
    @Mondry, 23. August 2010, 09:42:
    „als Zeichen von Männlichkeit“
    na, aber hallo! jedeR sozialhistorikerIn schaufelt ihnen hurtig einiges aus dem umfeld der ernährungssoziologie auf den teller. und gender spielt da immer eine rolle; mal vor-, mal nachrangiger, aber als fester bestandteil der sozialgeschichtsschreibung nicht zu vernachlässigen. und da kann man ziemlich
    genau die obige these vronis bestätigt finden.
    @nurmalsozwischendurch, 23. August 2010, 09:50:
    ich bin meinen vorfahren unendlich dankbar dafür, dass ich mit kiemenatmung nichts mehr am hut habe und jetzt auf bäume klettern kann.

  33. "Fleisch" ist Rendite fuer...
    „Fleisch“ ist Rendite fuer Heuschrecken http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/1100496/Hähnchen:-Machenschaften-der-Mäster

  34. @Chris 08:51 ein aktuelles...
    @Chris 08:51 ein aktuelles Statement aus Bayern (Gerhard Polt) zum Thema Austern : http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen/vermischtes/der-neue-wiesn-masskrug-als-trinkgefaess-ungeeignet-1.990303. Danach noch Bier aus Nicht-Glas-Masskrügen zu trinken ist was für die wirklich harten Burschen…

  35. @ steelydan
    Derart subtile...

    @ steelydan
    Derart subtile Brautwerbung greift vielleicht bei Damen, die noch vom Ritter auf dem weißen Pferd träumen. Aber ich hörte, derer gibt es noch so Einige.
    Bei gestandenen Weibsbildern aber..die sich selbst und Anderen nichts mehr beweisen müssen, würde solch Selbstmarketing nicht greifen.
    Danke für Ihr Rezept. Lecker. :-)
    Die weiter oben angesprochenen Windmühlenmesser sind wirklich sehr gut. In diesen Breitengraden nennt man diese kleinen Messer Hümmelken.
    Mit Schlachthöfen habe ich mich vor einiger Zeit beschäfigt. Zugegeben ging ich dabei ein über meine Grenzen. Gefühlsmäßig..meine ich.
    Es reicht, was ich erfahren habe.. und da gerade leise die Übelkeit in mir heraufkriecht, mag ich mich nicht weiter dazu äußern.

  36. Ihr Blog ist m.E. ziemlich...
    Ihr Blog ist m.E. ziemlich verstopft vor lauter überbackenen Teiggerichten mit schwarzem Tee. Da lindert auch Radfahren die Blähungen nicht.

  37. @Sketches Of Spam:
    das kann...

    @Sketches Of Spam:
    das kann man aber mit jedem handelsgut bekommen. wir nennen es kapitalismus.
    allerdings ist gerade geflügelindustrie ein besonders abscheuliches beispiel von fleischproduktion, das ist natürlich richtig.
    aber das ist dem fleischprotz wie dem fleischproll anscheinend ziemlich wumpe.

  38. Wenn jemand sein Futter selber...
    Wenn jemand sein Futter selber erschießt, selber ausnimmt und zerlegt: das geht ja noch. Abgesehen davon, dass das wie beschrieben meistens nicht die einzige Macke dieser Leute ist.
    .
    Ratlos machen mich eher Leute, die sich fast übergeben, wenn sie rohes Fleisch sehen, es als „Schnitzel natur“ ungern sehen, paniert aber begeistert reinhauen.
    .
    Oder die, die zu Eintagesvegetariern werden, wenn sie zufällig beim Schlachten eines Tieres anwesend waren.

  39. @ Sketches of Spam
    Danke für...

    @ Sketches of Spam
    Danke für den Link.
    .
    Schlimm.
    Subventionen auch noch in Meck-Pomm für diese Taktik zwecks Marktherrschaft den Markt erstmal totzumachen= mit Billigfleisch billig-überschwemmen.
    Verknüpft mit dem scheinheiligen Arbeitsplatzargument.
    .
    @ Don
    Wenns’t noch konsequenter lecker futtern willst, dann solltest du – falls Zeit vorhanden – selber die Tortenböden von Himbeertorte und Co. backen.
    .
    Denn die Tortenböden aus den Konditoreien, auch den Edelkonditoreien, sind fast alle mit Fertigpulver und Fertigeipulver gebacken und schmecken – für mich jedenfalls ausnahmslos alle nach Pappe durch. Null Aroma und sind viel zu süß. Ich stamme aus der tollen ^^ Bierstadt aus dem Oberfränkischen, in der es Mälzereien gibt, die Bundesanstalt für Fleischforschung und so Firmen wie Ireks-Arkady, die Gewürze und Fertigkram herstellen: Tortenpulver und Fertigmischungen für Böden und Füllungen, für das Gewerbe und den Bäckereigroßhandel. Brrr.
    .
    Mir jedenfalls schmecken nur noch selbstgemachte Torten richtig.

  40. "Solange ich pro Woche noch...
    „Solange ich pro Woche noch 250 Kilometer Rennrad fahre oder am Tegernsee 5 Berge besteige, kann es jetzt nicht so furchtbar schlecht um mich bestellt sein.“ Stimmt womöglich. Aber wann war das zuletzt? Anno 86?

  41. Vorletzte Woche 267 Kilometer...
    Vorletzte Woche 267 Kilometer genau.

  42. <p>(Mein Colnago Oval Master...
    (Mein Colnago Oval Master Titanio macht unanständige Sachen mit meinem Votec R1 Light, wenn es nicht geritten wird)

  43. @Don Alphonso
    23. August 2010,...

    @Don Alphonso
    23. August 2010, 11:44
    Einmal pro Woche mit dem Handbike auf den Wallberg und die Torten sind Geschichte. Das ist haerter als Rudern!
    Und das Six-Pack kommt automatisch!
    http://www.schmicking.com/
    .
    @Wasabi
    23. August 2010, 12:59
    Von dem Prinzen auf dem weißen Pferd träumen sicher noch viele Damen.
    Aber nur die „Auserwaehlten“ erkennen uns Goetter!

  44. @Ataraxis: Was verstehn die...
    @Ataraxis: Was verstehn die Bayern schon von Austern… Aber ich trinke sowieso kein Bier.

  45. in dieser stadt, die Sie so...
    in dieser stadt, die Sie so anathematisieren, da gibt es an einer der hauptverkehrsstrassen eine doenerbude, die heisst ‚durak‘ (russ.: idiot, dummkopf). da findet man fleischprolls in allen ausfuehrungen vor. ich fuhr da immer nur vorbei, a la safari, verspuerte jedoch gelegentlich den drang anzuhalten und den besitzer darauf aufmerksam zu machen, dass er durch diese unglueckliche namensgebung, die er nur ohne global brand consultant durchgefuehrt haben konnte, auf betraechtliche teile der anwohnerschaft als kunden verzichten muesse. natuerlich unterliess ich es, es kam mir unschicklich vor.
    .
    das mit dem ‚unaufdringlich‘ haben Sie schoen gesagt. ich traf mal wen, so einen genius aus der immer noch brodelnden londoner kreativszene, der hatte sich das label ‚guest on this planet‘ sichern lassen. keine ahnung, ob er damit gross rauskommt, aber mir gefiel die attituede. es hatte den anschein, als haette der was verstanden vom leben. ob fisch oder fleisch oder nichts von alledem, das sei einem jeden selbst ueberlassen. hauptsache, das stilaufkommen wird gewahrt und: die attituede stimmt.
    .
    ich las Ihre merantrilogie mit einem laecheln, halte Sie weiterhin fuer arg wunderlich, als freund von kuriositaetenkabinetten. bade- und kurorte sollten im jahresreiseprogramm vorkommen. ganz recht. meran ist sicher nicht der ort fuer helle leinendreiteiler a la visconti, aber ich hoffe, Sie haben mittlerweile ein angemessenes quartier gefunden. mich jedenfalls, die ich zu ad hoc unternehmungen neige, brachte Ihr diesfaelliges posting dazu, meine herbstreise gen bath – to drink the waters, as one does – schonmal dingfest zu machen.
    .
    vorher jedoch stehen ein paar tage heimat an. die gestrenge frau mama stellte ihre waldpilzspezialmischung in aussicht, es hat wohl recht sehr geregnet in deutschland. was mich freut. das mit den wachteleiern halte ich fuer eine gute variation, werde es heute abend beim telephonat anregen. mal sehen, ob sie dies fuer kompatibel haelt.
    vielen dank
    a.s.

  46. Da der Gärtner gerade den Tee...
    Da der Gärtner gerade den Tee erwähnte… Trinken Sie ’schwarzen‘ Tee im weitesten Sinne, oder geniessen Sie doch eher z.B. einen Darjeeling first flush FTGFOP1, werter Don? Und darf es auch schon mal zwischendurch ein Kräutertee sein?

  47. <p>Grimaldeli, und wenn erst...
    Grimaldeli, und wenn erst wieder der Winter kommt, und das Ziehen des 12 Kilo schweren Rodels!
    .
    annasethe, danke, für das Kuriositätenkabinett im Meran der Zukunft habe ich gestern schon meinen ersten (unrestaurierten) Kronleuchter gekauft:
    .

  48. @Don Alphonso
    23. August 2010,...

    @Don Alphonso
    23. August 2010, 14:17
    Nein, im Ernst!
    Ein Bekannter hat 2 solche Handbikes und ich habs getestet.
    Ad 1 macht es Spass und ad 2 ist es das beste gegen Schwimmhilfen!
    Nur der Preis liegt halt schon im 5stelligen Bereich.

  49. Ich trinke auch kein Bier. Was...
    Ich trinke auch kein Bier. Was Tee angeht: Ich mag Cay, Assam, Kenia und Ceylon. Für Gäste steht hier aber auch eine Kanne und ein Packerl Darjeeling FTGFOP first flush.

  50. @ Don: Nichts ist schlimm am...
    @ Don: Nichts ist schlimm am Schmand (ausser evtl. ein Hinweis auf „halbfett“), und ohne wuerde das Pilzgericht nur halb so gut schmecken. Sag ich als Gourmand. Der Arzt, der in Ihrem Fall in ferner Zukunft den Totenschein ausfuellt, mag sich da anders zu auessern. Ich kenne da einen, der isst mittags Erdnussbutterbrot (wegen der Proteine) und einen Apfel. Der hat mich ganz ernsthaft eingeladen, doch mal auf „gedaempftes Gemuese“ vorbeizuschauen!
    .
    Man darf sich der genussfeindlichen Gesundheitsguerilla nicht ergeben!
    .
    Und die Torte ist ein deutsch- oesterreichisches Kulturgut, das ich meinen Kindern muehselig vermittlen werde!
    .
    @ vert, 12.38 (und auch @ Vroni): Maenner und Frauen haben verschiedene Vorlieben, und sicherlich zaehlt da auch das Essen dazu. Zumindest im westlichen Kulturraum allerdings duerfte kaum jemand seine Maennlichkeit via Fleischkonsum definieren („Ich ess‘ Tier, deshalb bin ich ein Mann“). Viel eher trifft da der o.g. Fall zu, dass Fleischkonsum mit reichhaltigem Essen/ Wohlstand gleichgesetzt wird, und sich dann Neureiche jeden Geschlechts die Wampe vollschlagen.
    .
    Uebrigens ist meine 3 jaehrige Tochter eine chronisch schlechte Esserin, obwohl (oder vielleicht auch weil) sie stets „das Beste“ bekommt. Freiwillig aber hat sie nach Steak gefragt. Und der Papa war genauso stolz wie damals, als er dreimal soviel Milch gefuettert hatte wie die Kindergaertnerin…

  51. Champignons a la Don Alphonso:...
    Champignons a la Don Alphonso: sicher gut und lecker, aber
    wenn mal wieder nichts weiter auf zu treiben ist, außerdem Zigaretten//Parfumgeruch überdeckt werden soll, dann
    Kartoffeln > schälen, waschen und in Würfel oder Scheiben
    schneiden. In einer grossen Pfanne Pflanzenfett heiss werden
    lassen, Kartoffelwürfel oder -Scheiben rein und bei kleiner Flamme gut
    10 Minuten brutzeln lassen, danach wenden, weitere
    10 Minuten brutzeln lassen, wieder wenden.
    Rosmarin? Warum nicht. Rein damit.
    Heidegger als Monolog vorlesen lassen, notfalls per CD oder MP3.
    Klein zerhackte Zwiebeln dazu, oder auch nicht, und nochmals 10 Minuten brutzeln lassen, dabei öfter wenden. Mit Salz & Pfeffer abschmecken.
    Schön wäre noch ein wenig Grünzeug drüber.
    Nachtisch: Apfelmus mit Quark oder umgekehrt.
    Also. Geht doch auch ohne Ekelfutter!

  52. "Mein Colnago Oval Master...
    „Mein Colnago Oval Master Titanio macht unanständige Sachen mit meinem Votec R1 Light, wenn es nicht geritten wird“. Puh, Fahrradsodomiten – da distanziert sich jeder echte Vegetarier!

  53. Grimaldeli, ich denke, ein...
    Grimaldeli, ich denke, ein gscheider Wiegetritt auf dem Bergrad ist da auch recht fördernd. Liegeräder, ich weiss nicht, da habe ich immer ein komisches Gefühl, egal womit der Antrieb funktioniert.
    .
    Mondry, wenn der Arzt da machtm, bin ich mit Sicherheit der Mensch, dem das von allen am Alleregalsten ist. Ansonsten habe ich den robusten Körper meiner Vorfahren und lebe im Vergleich enorm gesund.

  54. Werter Don,
    haben Sie Dank...

    Werter Don,
    haben Sie Dank für Ihren Artikel. Ich mag Ihre fleischlose, höfliche und gleichzeitig messerscharfe Direktheit gepaart mit einer gewissen bayerisch-vegetarischen Gemütlichkeit.
    Zum Dank teile ich gerne eine meiner neuesten Entdeckungen mit Ihnen: eine wunderbare website für Freunde fleischloser Genüsse und spiegelreflektierter Augenweiden:
    http://www.101cookbooks.com
    Bon appétit!

  55. @Mondry, 23. August 2010,...
    @Mondry, 23. August 2010, 14:29
    wir reden jetzt aber schon über soziokulturelle unterschiede und nicht über essentialistische, oder? ansonsten ist die diskussion sowieso hoffnungslos und findet in verschiedenen universen statt.
    .
    ich weiß nicht in welchem westlichen kulturraum sie leben, aber in meinem erscheinen zeitungen wie diese: „beef – für männer mit geschmack“ – verlinke ich jetzt nicht, ist ja auch quatsch.
    dessen ungeachtet ist doch fleischkonsum (vermögen) und tiere töten (macht) seit jeher eine soziale praxis zur untermauerung hegemonialer männlichkeit – gerade in okzidentalen gesellschaften. die allseitige verfügbarkeit von fleisch in den letzten paar jahrzehnten ist vor dem hintergrund der kompletten historizität dieses pänomens als eher marginal nivellierend anzusehen, da es offenbar nicht verfängt. die soziale praxis ist somit mehr als eindeutig in die köper der menschen eingschrieben.
    .
    und, um auf das thema zurückzukommen: weibliche fleischprolls sind ganz sicher keine lösung des angespriochenen wirtschaftlichen (wie kulturellen) problems.
    es ist keine emanzipation, sich seine patriarchale dividende in döner auszahlen zu lassen.

  56. Es scheint momentan...
    Es scheint momentan angemessen, von der Hauptstadt Berlin schlecht zu reden; dabei ist es – wenn man sich auskennt – so völlig anders.
    Stehen Sie wirklich an Curry-Buden? Die existieren gar nicht!

  57. Und was ist dann das am...
    Und was ist dann das am Gesundbrunnencenter, wenn man die U-Bahn-Station Richtung Flakturm verlässt?

  58. @Don: Ich hatte einem Kneipier...
    @Don: Ich hatte einem Kneipier zugeschaut: Erst hat er die Theke abgewischt, dann die Thekentueren und am Ende (in einem Arbeitsgang) den Druckluftauslauss der Espressomaschine (Milchschaeumer).
    (Ah, deswegen sind die alle so gesund hier!)
    @Vroni: Kennst Du noch den, mit dem V70-fahrenden-Papa, der sich zwischen Tochter im Fussballtor und Sohn im Schwimmbad aufraucht?!?

  59. Nur mal so am Rande zu...
    Nur mal so am Rande zu Ausdrücken wie Leichen- oder Kadaverfresser: Das meiste Gemüse „überlebt“ den Tag seines Verzehrs genauso wenig, wie das Tier, dessen Fleisch verzehrt würde es täte. Eine Moral, die die moralisch fragwürdige Abgrenzung der Fleischfresser zwischen Menschen und Tierwelt lediglich verschiebt auf die Grenze zwischen Tier- und Pflanzenwelt, sich dann aber mit o.g. merkwürdigen Ausdrucksweisen über andere zu überheben sucht, dünkt mich rein intellektuell ein wenig fragwürdig.

  60. @ Don Alphonso: goennen wir...
    @ Don Alphonso: goennen wir dem Arzt sein Spruechlein und wuenschen uns, dass er es noch lange zurueckhalten muss (wir werden es nicht mehr erleben).
    @ Vert: angesichts von Beef bin ich ad hoc fast geneigt, um Abbitte zu ersuchen.
    .
    Aber nur fast: denn angesichts einer solchen Zeitung (so sie denn ernst gemeint ist) darf man dann lieber ueber den Fall des Abendlandes klagen. Definiert sich aber darueber „der“ Mann? Wird darueber die Jugend sozialisiert? Ich denke nicht (und wenn Sie eine anderweitige Statistik haben, ersparen sie sie mir, denn dann moechte ich in meiner Traumwelt verbleiben).
    .
    Es gibt viele logische Argumente fuer Vegetarismus. Gegen Rauchen. Gegen Alkohol. Aus mancher Perspektive vielleicht sogar gegen die menschliche Spezies als solche.
    .
    Die Entscheidung ueber all diese Dinge aber steht dem Individuum zu. Und dabei sollte es bleiben.
    .
    Nochmal zurueck zu Beef: die Rezepte sind laecherlich!

  61. Vor 95 Jahren sehe ich da...
    Vor 95 Jahren sehe ich da keinen möglichen Termin. Beef finde ich persönlich, wie soll ich sagen, also, wer so etwas als Argumentationshilfe braucht, braucht in seinem Leben noch etliches anderes.

  62. @ Don Alphonso: Aber...
    @ Don Alphonso: Aber schmunzeln kann man schon darueber. ;_)
    .
    Mir gefiel uebrigens ganz gut die englischsprachige Heftkritik hier: http://www.doublex.com/section/life/cooking-made-manly?page=0,1
    .
    Auf der zweiten Seite wird Hugh Hefner’s Editorial der Inauguralausgabe von „Playboy“ zitiert; „Beef“ scheint dazu wenn nicht die Antithese, so eine Inversion darzustellen.
    .
    Hugh Hefner schrieb: „Most of today’s ‘magazines for men’ spend all their time out-of-doors—thrashing through thorny thickets or splashing about in fast flowing streams. … But we don’t mind telling you in advance—we plan spending most of our time inside. WE like our apartment. … We enjoy mixing up cocktails and an hors d’oeuvre or two, putting a little mood music on the phonograph and inviting in a female acquaintance for a quiet discussion on Picasso, Nietzsche, jazz, sex.“

  63. Freitags zumindest,
    nehme ich...

    Freitags zumindest,
    nehme ich an,
    brät auch Berthold IV
    sein Schnitzel.

  64. Mondry, seien Sie umarmt, Sie...
    Mondry, seien Sie umarmt, Sie sprechen mir aus dem Herzen! Genau das ist das Problem: wo findet man noch das kunstvolle Verbindende, wenn man mal 5 Personen einlädt? Die Schwierigkeiten steigen da schnell ins Unendliche, wenn jeder seine Auswahl so vereinseitigt und dezidiert verteidigt. Und Ihre Wortschöpfung „Fleischprotz“ für das von DA beschriebene Phänomen finde ich auch sehr viel treffender, denn genau darum gehts dieser Sorte: ums Protzen. Selbstverständlich ist das widerwärtig. Genauso widerwärtig ist mir aber das moralische Überhöhen des Vegetarismus als Tötungsverbot „der armen Tiere“. Ich finde ein solches Tötungsverbot gegenüber Tieren schlicht inhuman. Denn die Menschen müssen sich einfach ihres Körperbaus wegen vielseitig ernähren, und je nach Gegend und Stand der Wirtschaft verlagert sich der Schwerpunkt des eingenommenen Essens mehr auf Pflanzen oder mehr auf Fleisch (wozu ich auch Fisch zähle). Die Menschen hätten viele Weltgegenden garnicht besiedeln können, wenn sie nicht mancherorts vor allem von Fleisch und Milch gelebt hätten. Und ich halte es für selbstmörderisch, wenn die Menschheit Tiere nur im Zoo begafft und keine bewirtschafteten Tiere mehr kennt. Tiere sind andere Arten von Lebewesen, Pflanzen auch, und wir sind nunmal materielle Wesen, die nur leben können, indem wir andere Lebewesen uns einverleiben, was deren Tod bedeutet. Wir sind nicht auf Aasfressen ausgelegt wie die Geier, die auch Knochen verdauen können, oder aufs Erdeverdauen wie die Regenwürmer. Wir müssen töten, um zu leben, auch wenn das pathetisch klingt und ungern gehört wird. Aber es ist so.
    In Europa hat man, soweit man das heute noch nachvollziehen kann, seit Jahrtausenden „gemischt“ gegessen, und die Wirtschaft immer möglichst breit gehalten, so daß möglichst viele möglichst viel kennenlernen. Es gab immer mal Wellen vermehrten Fleischkonsums und vermehrten Getreidekonsums, aber nie nur eins. Und das sollten wir auch weiterhin so halten, und nicht dem für unsere geographische Gegend unpassenden indischen Vegetarismus oder arktischer Fisch- oder pampamäßiger Fleischdiät nachlaufen.
    Gutes Essen besteht weder ausschließlich aus einem noch ausschließlich aus anderem, sondern aus abwechslungsreichen und gut zubereiteten Kombinationen.

  65. @hansMeier555
    I wo. Seitdem...

    @hansMeier555
    I wo. Seitdem ich kein vegetarier mehr bin. Freitags vegetarisch oder Fisch, natürlich kein Fleisch.

  66. @HansMeier555
    BTW: Wie hält...

    @HansMeier555
    BTW: Wie hält es denn die integralistisch katholische Fraktion hier mit dem Freitag. „Halten die ihn noch – Freitagsopfer. Wahrscheinlich nicht. Mit Fasten an den Fasttagen auch nichts mehr oder?“. Wie immer: Tausche Ritus gegen Bekenntnis. Wer streng katholisch glaubt/deklariert lebt nicht so und umgekehrt?

  67. das letzte was mir in den Sinn...
    das letzte was mir in den Sinn kaeme sind Kinder fuer irgendeinen Zweck zu missbrauchen aber manchmal ist es anscheinend so dass die Geschichte fuer vieles herhalten muss dafuer habe ich ja das Heilmittel geschaffen und jede Wunde heilt einmal und ist vergessen

  68. Foodporn für Altherren, die...
    Foodporn für Altherren, die hier die entsprechenden Witzchen reißen. Au weia.

  69. @vet: ja, die Kiemenatmung,...
    @vet: ja, die Kiemenatmung, gut, daß wir die nun schnell im Embyonalstadium hinter uns bringen.
    @Vroni, Mondry, DA: die Männer werden halt auch bemodet. Ob nun Grillexzeß, Hors d’oeuvre oder Champisalat. Ich hätt ja eine Idee fürs Zukünftige: Bakterienküche. Hefe, Käs und Sojasoß geht ja schon in die Richtung, das wär doch gewiß noch ausbaufähig.

  70. Ahh, Fleisch heute das...
    Ahh, Fleisch heute das Thema.
    .
    Wenn ich in der Toskana bin, dann ist eine Bistecca Fiorentina ein absoluter Pflichtteil. Ich träume davon, ich habe Sehnsucht danach. Ich gebe hiermit die Bestellung für meine Henkersmahlzeit auf: Ich hätte gerne ein Fiorentina vom Chianina, 1 – 1,2 kg, Mal kurz batsch, batsch über den Grill und grobes Meersalz drauf, von mir aus noch ein wenig Contorno zur Deko.
    .
    Bin ich damit ein Proll? Von mir aus. Aber ich gehe ja auch zum Fußball, in der Toskana auch zur Fiorentina.
    .
    Was nicht bedeutet, dass ich etwas gegen Gemüse und Obst hätte.
    .
    Mein Freundin ist Vegetarierin. Sie kocht auch gerne. Besonders gerne kocht sie traditionelle Fleischgerichte für mich, so Dinge, die umständlich sind und lange dauern. Das macht ihr Freude, mir macht es Freude, das zu essen, ihr macht es Freude, dabei zu zusehen. Und wenn’s ans letzte Drittel der Fiorentina geht, hat sie richtig Spaß.
    .
    Und man kann auch 2kg Tafelspitz machen, der drei Stunden Zubereitung dauert. Man kann ihn warm essen, kalt, die Brühe kann man einfrieren, und wenn jetzt bald wieder die Kastanien im Odenwald gesammelt werden, das gibt so ein lecker Süppchen.
    .
    Meinen Gewissenskonflikt habe ich mit Fisch. Ich liebe Fisch. Vor allem die Sorten, die jetzt überfischt sind. Ich sollte drauf verzichten, ich denke auch so, nur in manchen Momenten denke ich mir, warum sollte ich diesen Japanern und Chinesen, denen alles sch**ßegal ist, meinen Fisch übrig lassen, warum sollte ich für die verzichten? Das treibt mich um.

  71. Es gibt zwicshen den Welten...
    Es gibt zwicshen den Welten auch noch den sehr alten Vorschlag eines Jonathan Swift. Es ist ein fauler Kompromiss:
    „Um zu verhindern, daß die Kinder der Armen in Irland ihren Eltern oder dem Staat zur Last fallen, und um sie nutzbringend für die Allgemeinheit zu verwenden.“
    (Gut mit Pilzen zu kombinieren. Dazu ein herber Weisser.)
    .
    Na, wer weiss was gemeint ist?

  72. es gibt eben auch noch welche...
    es gibt eben auch noch welche menschen, die zu ihren charakterlichen und sonstigen defiziten (es gibt dafür in der deutschen umgangssprache eine präzise bezeichnung, aber wir sind hier bei der faz) stehen, die einfach das sind, was sie eben sind.
    .
    immer noch besser als die feinen edlen menschen, deren einkünfte, bezüge und prämien mit dem ruin ihrer kunden oder deren verdummung erkauft sind, und die dann noch den feingeist geben und den conaisseur heraushängen lassen.
    .
    ich selber esse sehr gerne fleisch, geflügel, fisch.
    meine empfehlung: nützt die zeit, geniesst, was euch schmeckt, es können andere, dem genuss feindliche zeiten kommen.

  73. Filou, hier geht es natürlich...
    Filou, hier geht es natürlich um Kinderteller. (Ich schaudere, wozu beleidigte Raucher in der Lage sind.)

  74. Glänzender Text nebenbei (den...
    Glänzender Text nebenbei (den Swift meine ich). Die Marktreligion mit Eisesmiene auf die irrsinnig kichernde Spitze getrieben.

  75. Gianozzo, zugegeben, etwas...
    Gianozzo, zugegeben, etwas neben der Spur. Weiter oben fand ich Anlass zur Assoziation. Daher…
    .
    Beileidigter Raucher? Nee. Ich sehe das als Spiel. IM Madame kontrolliert meinen Aschenbecher, IM Sohn haelt fromme Reden. Und ich sabotiere alles, wie’s mir passt. (Ich moechte hier nicht Ho Tschi-Minh zur Untergrundarbeit zitieren.)
    Venceremos!

  76. @DA: In deutschen...
    @DA: In deutschen Bahnhofsgegenden gibt es selten Feinschmeckerlokale.
    @BertholdIV: ich bin ja eher entlaufen, an Ostern gibts bei mir Lammkeule, sonst ist eigentlich kein Tag auf was bestimmtes festgelegt.

  77. Don Alphonso, ein Speckmesser...
    Don Alphonso, ein Speckmesser ist doch dazu da, Speck zu scheniden, oder? Ein klein wenig davon hätte Ihren Champignons gut getan (nicht als Fleisch, um Himmles willen! Als Gewürz! Und erst ganz zum Schluss!). Noch besser wäre es den Champignons bekommen, wenn man sie gänzlich weggelassen hätte und durch anständige Pilze ersetzt hätte. Reizker, Eierschwammerl, Steinpilze, Chantarelles fallen mir spontan ein. Einen guten Appetit allseits!

  78. Lieber Don, "saurer" Senf ist...
    Lieber Don, „saurer“ Senf ist mir unbekannt. Könnten Sie sich
    mit süssem Senf auch anfreunden?
    Danke für Ihre Nachricht.

  79. Wie wär´s mit Beckmesser?...
    Wie wär´s mit Beckmesser? Hier wird auf hohem Niveau gemeuchelt und geheuchelt.

  80. @colorcraze
    Mit Ostern halte...

    @colorcraze
    Mit Ostern halte ich es genau so. An Pessah und in der abgeleiteten Veranstaltung „sollte“ man Lamm essen.
    @speckmesser
    Ja anständige Schwammerln wären angesagt. bin zwar auch nicht der Experte im Suchen. Der Sohn des befreundeten Deutschlehrers ist wirklich ein Genie darin. Beim Spaziergehen auf eine viertel/halbe Stunde auf unbekannten Schwammerlgebiet zwölf große Steinpilze.
    Aber Schwammerler bitte nicht mit Soße und Knoblauch. ich brate die ganz leicht nur mit etwas Butter (etwas gutes Salz und etwas Pfeffer?) am besten wäre natürlich eine gute Stahlpfanne (nicht diese Edelstahl etc…). Wenn man will noch als Beilage ein Butterbrot.
    Salz im Moment von Lima:
    http://www.limafood.com/
    Meersalz, unjodiert, ohne Trennmittel, biologisch, koscher certified und nicht zu teuer
    Auch die andeen Produkte sind sehr gut: Sesammuß
    Bezugsquelle in Wien bei Bio Maran

  81. zu Erdnuss, Mandelmuß z.B....
    zu Erdnuss, Mandelmuß z.B. auch Monki als Hersteller. Bei Alnaturaprodukten ist immer über 10% Palmfett im Mandelmuß drin – diese „Unsitte“ hat anscheinend auch den Marktführer erreicht –

  82. @BertholdIV: Lima - nicht so....
    @BertholdIV: Lima – nicht so. Was das Tahin (Sesammus) angeht, bin ich inzwischen bei der originaltürkischen Ware aus dem Gemüsladen angelangt, ist feiner gemahlen, ölhaltiger, somit cremiger als Rapunzel oder Lima. Koska ist gut, auch noch so 2 andere Marken, eine libanesische Sorte war immer Glückssache, ob die muffig ist oder nicht. Da ist nix mit Konservierungszutaten, es besteht einfach aus Sesam und einem kleinen bißchen Salz, fertig.

  83. Vroni,nein:

    "Der...
    Vroni,nein:
    „Der Fleischkonsum wird in den“zivilisierten“ Ländern sinken.“
    Alleine in Niedersachsen schwellen die Puten-und Hähnchenmastbetriebe an.
    Ähnlich wie mit scheusslich bedruckten Klamotten,sind es hier das bereits gewürzte oder panierte Fleisch,was besonders billig zu kaufen ist.
    .
    Die Bevölkerung wird angefüttert mit prolligem Readymake( curryking etc)-und immer heisst es, der Verbraucher will es so.Viel und billig. Aber der Verbraucher,sofern er mit der auflagenhohen Werbung vertraut ist,reagiert nur reflexartig auf die abgebildeten Fleischbatzen aus dem Angebot.
    .
    Bedenklich finde ich,wenn Harz4 um 80 Euro erhöht werden soll,damit die Bürger die Tafelläden nicht mehr nutzen müssen.
    M.E. sind es aber noch diese Läden, die Obst und Gemüse anbieten,also Gutes für wenig Geld.
    .
    Und ich wüsste nicht,welcher Stadtbezirk von Berlin, nicht damit wirbt,die beste Currywurst zu haben.

  84. Ich bin wieder mal nur so...
    Ich bin wieder mal nur so „durchgeflogen“.
    Was oder besser wer mir auffiel, war „nur mal so zwischendurch“: Er könnte irren!
    Fleisch war früher nicht für jedermann(frau) erhältlich und auch nicht verdaulich –
    sie wissen, die Enzyme! Ob´s der Kapazität der Cortex dienlich war:qed?
    Vroni, wenn Sie die Apfeltarte von Nicky nur einmal gekostet hätten – Sie würden jede schiefe Himbeertorte – auch auf bestem Porzellan – verachten.
    Vor 2 Jahren gabs in Bozen eine Art „Demonstration“. Von jeder Mauer, jeder Litfaßsäule – eigentlich überall verfolgte einem das Bild eines Lammes, eines Schweines, eines Kalbs etc., der Text darunter – meine italienisch sprechende Freundin hat ihn mir übersetzt: Schau mir in die Augen. (Nicht zu verwechseln mit:
    ich seh Dir in die Augen, Kleines)!. Jedenfalls hatte diese Aktion den Effekt, daß wir zu unseren Nudeln frischen Spargel bestellten – hat köstlich geschmeckt und ich habe zuhause noch von diesem einzigartigen Appell an die Vernunft der „Esser“ geschwärmt. Aber das hätte den Verlauf des „an-den-Pranger-Stellens“ von Seiten der Gastronomie bedeutet. Reicht doch eh schon das Rauchverbot!
    By the way – stehen die Fotografen und Filmleute in Bayern für „gewisse Fälle“ allzeit bereit“ oder haben die auch noch was anderes zu tun? Man möchte es fast verneinen! Armes Volk, das!

  85. Alles, prima. Mit Ringelnatz...
    Alles, prima. Mit Ringelnatz zu sprechen:
    „Das Ganze laesst man achtzehn Wochen,
    in lauem Seifenwasser kochen.“

  86. BertholdIV - wie sagte ein...
    BertholdIV – wie sagte ein Kollege so treffend: „Wenn ich Hunger habe, gibts nix Besseres als ein Butterbrot mit Schnittlauch drauf“! Das mach ich im Vorübergehen! Nur Kultur – die muß ich mir leisten!

  87. Ein schöner Schreibstil...der...
    Ein schöner Schreibstil…der Inhalt kann aber nur aus der Feder einer post-femininen stammen die in ihrem Leben scheinbar zu sehr enttäuscht wurde. Ich vermute zuallererst von papi.
    Es lebe das Fleisch!

  88. @colorcraze
    Also bei Lima ist...

    @colorcraze
    Also bei Lima ist nichts drin an Zusatzstoffen. Mit dem mahlgrad haben Sie recht. Das ist wirklich etwas gröber. Ich finde das aber gut so. Das Öl setzt sich nicht so leicht ab wie bei feinerem Tahin.

  89. Aha....
    Aha.

  90. Wieso wird im Moment egtl...
    Wieso wird im Moment egtl immer vergessen, dass es durchaus auch beides geht? Seit dem ein gewisser Herr Foer (dessen Buch ich mit großer Begeisterung las!) gemerkt hat, dass der amerikanische Way of Fleisch nicht gerade nachhaltig ist, ebenso wenig wie der deutsche, liest man an allen Ecken und Enden nur noch, dass Fleisch essen das absolut böse ist.
    Wieso?
    Auch ich bin mit einem Sonntagsbraten aufgewachsen, auch ich habe in meiner Kindheit nie gelernt ohne Fleisch zu leben. Mittlerweile esse ich vll 1-4 mal im Monat Fleisch. Ich kaufe es Bio, meist habe ich das Tier aus der Nachbarschaft.
    Ich kann und will nicht glauben, dass ein Bioschwein glücklicher oder unglücklicher gelebt hat, als das Biohuhn – das im Endeffekt auch nur zu einem zwecke lebte – um Eier zu legen. Und das soll dann sterben, ohne eine Suppenbasis zu bilden? Finde ich weniger nachhaltig, als dass Tier, wie seit eh und je, im ganzen zu nutzen.
    Wieso wird bei der ganzen Diskussion vergessen, dass es nicht nur darauf ankommt was man isst, sondern viel mehr ob man sich mit dem auseinander setzt?
    Und auch eine Biokuh bekommt männlichen Nachwuchs. Was soll mit dem geschehen? Auf der Weide stehen lassen, auf das er tot umfalle?
    Mich fuchst das.
    So sehr, dass ich jetzt mit einem Messer von einem Jahrmarkt, ein Schinkenspeck von einem schwäbisch Hellischen Eichel-Mastschwein schneiden werde, dazu ein paar frische Zwiebelringe aus dem eigenen garten.
    Und weiß, dass alles was ich jetzt verarbeite und esse, weder lange unterwegs war, noch weit.
    Und das von dem schwein alles, was man verwenden kann, verwendet wurde.
    Inklusive der Pfötchen und des Kopfes.
    Ergebenst
    Tschonni

  91. @colorcraze
    Danke für den tip...

    @colorcraze
    Danke für den tip mit koska. http://www.koska.com/arsiv/default.asp?Lng=En&Pid=2&GRid=3#
    Nicht uninteressant

  92. Was dem einen seine Kobe Rind,...
    Was dem einen seine Kobe Rind, ist dem anderen sein Trueffel.

  93. Nur vorsichtig mit Tahini and...
    Nur vorsichtig mit Tahini and anderen Nussmuessen. Die ach so gesunden Fette sind aeusserst instabil und werden leicht unter Sauerstoffeinfluss zu Transfetten wenn sie nicht frisch gegessen werden.

  94. @colorcraze: Terminus Nord am...
    @colorcraze: Terminus Nord am gleichnamigen Bahnhof ist aber nicht ganz schlecht.

  95. Das ist ja albern, und dazu...
    Das ist ja albern, und dazu noch ungesund. Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen.

  96. Kommentare ohne...
    Kommentare ohne Stasi-Zertifikat? Dankeschön!
    Eine ganz platte Bemerkung zur Jagd:
    Das Reh wird entweder geschossen und gegessen oder es verhungert jämmerlich.
    Tor 1 oder Tor 2?
    Na gut, vielleicht erlebt!? es die Gnade eines fixen Todes auf der Landstraße. Da wird leider meistens eher das Becken zerschmettert.(Bewegungslosigkeit) In Todesangst darf das süße Rehlein dann vom Todfeind Mensch, meist Typus durchgestylter Städter (Vegetarier, Gutmensch, IgnorantIn etc.), der des nachtens in seiner Limousine mit 120 durch den Wald gerast ist, gestreichelt werden ehe ein blutrünstiger „Fleischproll“ aus dem Bett geklingelt wird und es von seinem Leiden erlöst.

  97. So isser der Don,
    immer etwas...

    So isser der Don,
    immer etwas snobistisch aber anregend:)
    Pilze sollte ich auch mal wieder zubereiten als Hauptmalzeit…
    Aber im Zweifel hätte ich lieber ein Leben nur mit Fleisch als eines ohne…
    Protein rulez^^

  98. Beim Fleischproll frage ich...
    Beim Fleischproll frage ich mich jeweils, ob er das Gegenstück des Oberveganers sei. Beide scheinen es nötig zu haben, aus ihren Ernährungsvorlieben Überlegenheit abzuleiten. Als Gäste schätze ich sie etwa so sehr wie Berufsallergiker und Diätmissionare, die offenbar nicht einfach liegen lassen können, was ihnen nicht zusagt, sondern kaum eine Anstrengung scheuen, anderen den Appetit zu verderben.
    Normale Vegetarier ihren Vorlieben gemäß zu bewirten macht mir aber auch als Carnivor Spaß. Zwar esse ich gern Fleisch, jedenfalls von anständig gehaltenen und getöteten Tieren (ja, auch Hack und die oft verschmähten bindegewebigen Stücke), aber müsste ich auf etwas verzichten, so wären es weder Gemüse noch Obst. Dafür koche ich viel zu gern damit, und sie schmecken einfach viel zu gut.

  99. P.S. Champignons à la Leser...
    P.S. Champignons à la Leser gehen so: Eine Knoblauchzehe schälen und in Nussöl andünsten, bis es duftet. Knoblauchzehe herausnehmen. Blättrig geschnittene braune Champignons beigeben und anbraten, bis ihr Saft fast ganz verdunstet ist; gegen Ende etwas feingehackte Petersilie* unterheben. Mit Salz und wenig Cayenne-Pfeffer abschmecken. Mit Zitronenmayonnaise** und frischem Landbrot oder Toast servieren.
    * Alternativ schmeckt’s auch mit feingehacktem Rosmarin, den man aber besser ein wenig früher zugibt.
    **Zitronenmayonnaise: statt Essig Zitronensaft und ein wenig abgeriebene Zitronenschale verwenden; passt auch gut zu gebratenen oder geschmorten Gemüsen und hält sich im Kühlschrank mehrere Tage.

  100. @ colorcraze: danke fuer die...
    @ colorcraze: danke fuer die Zustimmung!
    .
    Bakterienkueche gibt’s hier um die Ecke oefters, weshalb ein Sack Smecta in jedem Haushalt steht! :-)

  101. Bislang habe ich es mit dem...
    Bislang habe ich es mit dem Fleischkonsum gehalten, wie mit vielen anderen Dingen, ich habe darüber nicht groß nachgedacht. Nicht, dass ich deshalb kiloweise Steaks gegessen hätte, aber ich habe deshalb auch nicht gar kein Fleisch in Betracht gezogen. Jetzt, nach dem letzten Zeit-Urteil der Radisch und diesem Beitrag esse ich doch viel bewußter Fleisch, schon dehalb, um mir nicht von vegetarisch lebenden Menschen sagen zu lassen, was ich tun soll. Fleisch essen als politischer und demokratischer Akt, was will der Fleischesser mehr erreichen, als endlich ein politischer Aktzivist zu sein.
    Als ich mal zwölf Jahre alt war stand auf dem Lehrplan das Sezieren eines Herings. Jeder Schüler brachte so einen zum Biologieunterricht mit. Das Zerlegen war sehr interessant, alle möglichen Organe waren da zu finden und es war ein wenig blutig und es roch nach Fisch, da einige Heringe bereits den Vormittag im Schulranzen verbracht hatten. Jetzt hätte dieses Erlebnis natürlich den ersten Schritt zum Vegetarier bedeuten können, nein, ich hatte meine helle kindliche Freude am Zerlegen des Tieres und, ich bekam plötzlich Appetit und die Lust, das Filet in einer Pfanne zuzubereiten, leider schloss sich an Bilogie kein Kochkurs an, sondern ganz schlicht Mathematik oder Ähnliches und so landeten die Fischfilets ganz schnöde im Mülleimer.
    Der Mensch scheint doch gewisse Urinstinkte in sich zu spüren, er ist eben nicht als Vegetarier geboren. Das einzige, was den Menschen vom Tier unterscheidet, ist, dass er Autos bauen kann. Und deshalb erhebt er sich aus der Tierwelt? Ist er etwas Besseres, als jedes andere fleischfressende Tier? Wie weit kann Mensch seine eigene Ordnung schaffen?
    Gut, für uns müssen massenweise Tiere sterben, für uns leben aber auch massenweise Tiere, es kommt darauf an, das Leben dieser Tiere wieder lebensgerecht zu gestalten, dazu müsste sicherlich ein Umdenken der Fleischindustrie herhalten, wodurch das Fleisch teurer und somit automatisch weniger konsumiert würde. Vielleicht müssten die größten Vegetarier selbst zu Fleischproduzenten werden, dann gäbe es ein Weg zurück zum gehemmten Fleischkonsum.

  102. "Gerade mit der Reduktion des...
    „Gerade mit der Reduktion des Fleischkonsums kann er sich als Tabubrecher präsentieren, als etwas Herausragendes, das zu seinen Lastern steht. Tradition, Authentizität, Standesbewusstsein, die Fähigkeit, auch gegen den Strom zu schwimmen und Einwände Schwächerer von sich abprallen zu lassen, der ganze elitäre Habitus, den man besseren Kreisen gern nachsagt, kommt darin zum Ausdruck.“
    Damit wäre dieser Blogeintrag doch komplett erklärt. :/

  103. @expat 00:07
    Interessant: Wo...

    @expat 00:07
    Interessant: Wo findet man dazu was?

  104. Berthold IV,
    Das Fleisch...

    Berthold IV,
    Das Fleisch gehört zum Brot wie der Wein zum Wasser.
    .
    Und haben Ihre Recherchen in puncto Fehlübersetzung der Wandlungsworte im NOM im Nestle-Dingsbums schon was ergeben?

  105. @ Jäger
    Sie meinen die...

    @ Jäger
    Sie meinen die zertifizierten Dackel?
    Verhungert das Reh, weil es Vegetarier ist oder infolge gedopten Grases?
    Ke Pista di Carrera: Tor 6 – ich habe mich schon immer gefragt, was so spannend für die kleinen Schumis dort ist! Waidmanns Dank!
    Bon Appétit, Ihre Karo Einfach

  106. Die Prolligkeit von...
    Die Prolligkeit von Fleischessern hat ihre tiefere Ursache in der dumpfen Ahnung, dass die Vegetarier, wenn sie sich weiter ausbreiten und irgendwann stark und zahlreich geworden sind, auch allen anderen den Fleischgenuss verbieten könnten.
    Die Prollsprüche sind eine prophylaktische Mobilisierung der Gegenkräfte.
    Es gibt ein natürliches Bestreben, das eigene Verhalten durch das der anderen bestätigt und gerechtfertigt zu sehen. Man kommt sich seltsam vor, wenn man im Restaurant mittags ein Bier bestellt und alle anderen dann nur Saft trinken.

  107. Wie sieht er heute aus, der...
    Wie sieht er heute aus, der nicht nur politisch, sondern in jeder Hinsicht korrekte Mensch?
    – er raucht nicht
    – er trinkt keinen Alkohol
    – er ist Vegetarier, oder besser noch: Veganer
    – er fährt ein Elektromobil und ist für ein Tempolimit („Tempo 100 ist genug!“)
    – ist selbstverständlich aber gleichzeitig gegen Atomkraft
    – er wählt grün (beruhigt das Gewissen)
    – ist für die 28-Stunden-Woche (dadurch entstehen ja mehr Arbeitsplätze)
    – ist selbstverständlich gegen die Rente mit 67 (selbst wenn wir irgendwann alle 120 werden)
    – lebt getreu dem Motto „Tu‘ Gutes und rede darüber!“ (und gehe Anderen auf die Nerven)
    – usw. usf.
    Ich bin mir sicher, es wird die Zeit kommen, in der wir alle das Thema Spaß und Freude am Leben überwunden haben werden. Widerlich. Menschen, die Genuss empfinden können.
    In diesem Sinne: Have fun as long it’s not forbidden!

  108. @expat
    24. August 2010,...

    @expat
    24. August 2010, 00:04
    Und die truffe in Schinkenspeck gerollt mit frischen Kartoeffelchen….
    Einfach nur gut!
    http://www.fotos-hochladen.net/truffe176ret4m.jpg

  109. Naja, nicht jeder der Fleisch...
    Naja, nicht jeder der Fleisch ist, ist auch automatisch ein Prolet.
    Ihre offenkundige Intoleranz, ausgedrückt durch mehr oder weniger stilistisch schöne Sprache, ist für einen Journalisten, wie sie sich ja zu bezeichnen pflegen, eigentlich zu subtil.

  110. Lächerlich und geradezu...
    Lächerlich und geradezu grotesk ist die Tatsache, daß das Schächten aus religiösen Gründen vor deutschem Gericht eingeklagt wurde, in einem Land, in dem der Hund sich auf Decken in eigens angeschaffte SUV betten kann und zuweilen besser lebt als ein „Mensch“, während dieser am Dönerstand den nur an Dreck und Abfall erinnernden und mit Gewürzkeulenaromata zugedeckten Rest eines ehemals Lebewesen in sich stopft. Tröge vor diesen Buden wären die obligatorische Ausstattung. In keinem anderen Land sind die Tierschützer besser organisiert als hier, nur wo ist deren Aufschrei? Hier geht alles.

  111. @Filou
    Danke fuer den Tip mit...

    @Filou
    Danke fuer den Tip mit „www.fotos-hochladen.net“!
    Das gelingt ja tatsaechlich sogar mir (siehe 8h48)

  112. @Don: Currywurstbude am...
    @Don: Currywurstbude am S-Bahnhof Gesundbrunnen? – Nix zu finden. Weit und breit nur Obst und Gemüse…

  113. @HansMeier555, sehr wohl...
    @HansMeier555, sehr wohl richtig, und da der Deutsche für alles eine Regel und eine Uhrzeit hat, trinkt man Wein eben erst nach sechs: but somewhere in the world it´s already six a clock. Es wäre alles natürlicher, man übernähme in kulinarischer Sicht bspw. etwas von Italien, dann gebe es diese Auswüchse nicht. Leider ist dort und in Frankreich und Spanien auch schon der Junkfoodsektor auf dem Vormarsch – dank der Zuwanderung. Bald wird das Alte Europa unter einem Gewürzkeulenschleier liegen. Wie schrieb DA so schön: Zumutungen der Moderne. Mehr kann man nicht sagen.

  114. Champignons brät man in...
    Champignons brät man in Butter aus der Normandie, löscht mit Calvados ab und hebt etwas Creme fraiche darunter. Das ganze plaziert man neben einem Steak von Charolais-Rind und serviert an heißen Tagen Cidre, an kälteren einen Bordeaux, n’est-ce pas, filou?

  115. Ehrlich gesagt: Sie...
    Ehrlich gesagt: Sie phantasieren sich da was zusammen. „Fleischprolls“, das klingt wie ein leibhaftiger „taz“-Kampfbegriff. Ein Steak schmeckt halt einfach lecker, die dafür geschlachteten Kühe wären in der großen Mehrzahl überhaupt nie auf die Welt gekommen, wenn es nur Vegetarier gäbe. Zum Glück für uns Fleischesser sind Sie ja aber „tolerant“, wenn auch arrogant…

  116. Man darf alles außer sich...
    Man darf alles außer sich erwischen lassen

  117. Manchen scheinen hier etwas...
    Manchen scheinen hier etwas die Benimmgäule durchzugehen. Es ist nicht meine Aufgabe, hier Erziehungsdefizite belehrend zu beheben und Beleidigungen zu veröffentlichen. Entweder man redet hier im Respekt, oder man wird nicht freigeschaltet. So einfach ist das.

  118. @ HansMeier555: Ja, auch der...
    @ HansMeier555: Ja, auch der mittaegliche Alkoholgenuss ist nicht mehr „politisch korrekt“.
    .
    Vor nun auch schon bald 20 Jahren habe ich in Paris gearbeitet. Damals und dort hat mittegs eigentlich jeder einen „ballon“ (kleinen Roten) getrunken, nach kurzer Assimilationszeit sogar der amerikanische Kollege.
    .
    Ging es uns damals schlechter? Waren wir weniger produktiv? Letzteres moeglicherweise, aber hat das irgendjemandes Lebensfreude geschmaelert? Heute sehe ich mich franzoesischen Managern gegenueber, die waehrend des Gespraechs noch dreimal den Blackberry benutzen (@Don Alphonso: Wie waere es mal mit einer Kulturkritik solchen Verhaltens? Der Infoprolls?). Die sehen aber alle auch viel verkniffener und gestresster aus als wir das damals waren.
    .
    OK, ich bin ein Epikuraeer. Wache ich eines Tages in der Hoelle auf, so ist der erste Verdacht, dass mich die Voellerei dorthin gebracht hat.
    .
    Was aber ist das Leben, wenn es der Sinnesfreuden beraubt wird? „Da raucht man nicht, trinkt nicht, isst kein Fett, hat nichts mit Frauen- und zur Strafe wird man 100 Jahre alt“.
    .
    Daher: ob mit oder ohne Fleisch, mit oder ohne Alkohol, mit oder ohne Torte- egal, solange es einen selbst erfreut. Gar nicht egal, sobald man die Mitmenschen zwangsmissioniert.
    .
    In diesem Sinne: Prost, und guten Appetit!

  119. @ kleineberg

    " "Der...
    @ kleineberg
    “ „Der Fleischkonsum wird in den“zivilisierten“ Ländern sinken.“
    [Ihre Antwort: nein] Alleine in Niedersachsen schwellen die Puten-und Hähnchenmastbetriebe an.“
    Irrtum, naives Kausaldenken: Der Fakt, dass sie zunehmen, hat nichts mit dem echten Bedarf zu tun.
    .
    In Wirklichkeit wird bereits jetzt bei Hähnchenfleisch weit über den Bedarf hinaus produziert. Warum? Um den Markt (der Konkurrenz) bewusst in die Knie zu zwingen. Wozu das? Um mit einer Kriegskasse (die die staatlichen Stellen gerne noch dazu naiverweise mit Subventionen füttern) die Konkurrenten mit Biligstpreisen in die Knie zu zwingen und eine Marktbeherrschung anzustreben.
    (Dann nimmer Billigstpreise.) Siehe dazu diesen Film http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/1100496/H%C3%A4hnchen:-Machenschaften-der-M%C3%A4ster
    .
    Und zwar zu oft ekligen Bedingungen. Das hat nix aber auch gar nix mit dem naiven Angebot-Nachfrage-Ding zu tun,Wo bleibt unser Humanismus.
    Der Markt hat nicht immer Recht. Vor allem dann nicht, wenn er auf üble schmutzige Tricks zurückgreift.
    .
    @ all
    Die hier zunehmend spitzen, scharfen Töne gegen ein bewussteres Leben (das dann auch gleich implizit ein freudloses sein soll, tolle Logik), sagt mir, dass es mit den Fleischessen moralisch zumindest hier in Europa so langsam zu Ende geht.
    .
    Das Gleiche war bei den Rauchern auch.
    Das lässt mich zuversichtlich ein: alles nur Endgetöse.
    :-)

  120. @specialmarke
    24. August 2010,...

    @specialmarke
    24. August 2010, 09:34
    C’est ca! Mais avec un verre de rosé!

  121. @Vroni
    24. August 2010,...

    @Vroni
    24. August 2010, 10:11/@ all
    „Die hier zunehmend spitzen, scharfen Töne gegen ein bewussteres Leben (das dann auch gleich implizit ein freudloses sein soll, tolle Logik), sagt mir, dass es mit den Fleischessen moralisch zumindest hier in Europa so langsam zu Ende geht.“
    .
    Nun, ich bleibe moralisch lieber bei solchen Dingen:
    http://auberge-chapelle.fr/notre_carte.html
    Vive la tolerance!

  122. @Vroni:
    Raucher sind beileibe...

    @Vroni:
    Raucher sind beileibe nicht ausgestorben, es geht lediglich um das Nicht-Rauchen in öffentlichen Räumen (bin selber überzeugter Nichtraucher), ansonsten sollen sie halt Rauchen wenn sie wollen…
    Im Namen der „Toleranz“ anderen Menschen die eigene Weltanschauung aufdrücken zu wollen, das kennt man doch bereits aus anderen Bereichen (sexuelle Orientierung, „Gender Mainstreaming“ [sic!], politisch ‚korrekte‘ Sprachregelung, Hetze gegen „Rocker“ usw.). Ich sag’s mit Sartre: „Die Hölle, das sind die anderen.“

  123. Grimaldeli, warum haben Sie...
    Grimaldeli, warum haben Sie denn das Foto vom Klinikabfall hochgeladen? In der Residenz bekommen Sie doch gute Mahlzeiten!?

  124. Unglaublich, wie lang man sich...
    Unglaublich, wie lang man sich mit dem Thema „Fleisch oder nicht Fleisch“ beschäftigen kann! Wir haben glücklicherweise die Wahl. Ich hoffe die Beteiligten wissen es zu schätzen, bei so viel Hunger auf der Welt.

  125. @ Vroni: ich lebe bewusst gut....
    @ Vroni: ich lebe bewusst gut. Der Gedanke an gewollten Verzicht, der ist mir gleich dem Mangel an Freude. Wie z.B. der Fleischverzicht in der Fastenzeit- Spass macht das nicht, egal wie gut es sein mag (fuer mich: kein Fleisch, Alkohol, Schokolade).
    .
    Wenn Ihnen das Leben mehr Freude bereitet, wenn Sie auf alle anderen deuten koennen und sagen: Baeh, der ist aber boese, der isst Fleisch, trinkt Alkohol, raucht… nun, das sind Ihre Werte. Andere tun genau das gleiche und fuegen hinzu: sieht amerikanische Filme im Kino, geht nicht in die Moschee, sprengt sich nicht in die Luft… Sie sehen, worauf ich hinaus will.
    .
    Soll doch jeder dem Alten Fritz nach selig werden.

  126. @Mondry, 23. August 2010,...
    @Mondry, 23. August 2010, 15:52
    einigen wir uns darauf, dass es jetzt sicher möglich wäre, uns gegenseitig kiloweise sozialanthropologisches papier um die hören zu hauen.
    da wir wahrscheinlich beide anderes zu tun haben, verschieben wir das also auf ein anderes mal;-)
    .
    Don Alphonso, 23. August 2010, 16:57
    ad „argumentationshilfe“: damit meinen sie jetzt aber wohl nicht mich, oder? ich fand es nur ein besonders gelungenes beispiel für die soziale praxis von nahrungszufuhr.
    .
    abgesehen davon bin ich positiv überrascht, wieviele ganz wunderbare beispiele für fleischprollerei (mir gefällt fleischprotzerei allerdings auch ausnehmlich gut) hier langsam aber sicher in den kommentaren auflaufen.
    besonders liebe ich den kommentar von entlarver (23. August 2010, 23:35), der die geschlechtliche zuweisung noch mal hübsch auf den punkt bringt.
    bitte immer so weitermachen, das ist sehr unterhaltsam.
    .
    @Rubeus, 23. August 2010, 23:10
    man hat auch heute nicht gerade den eindruck, als würde der „genuss“ minderwertigen fleisches der gesundheit der mehrheitsbevölkerung übermäßig zuträglich sein.

  127. Nein, ich meinte...
    Nein, ich meinte Zeitschriftgen wie „Beef“ und andere Medien, die die Lust am Fleisch anzeigenträchtig hochschreiben, nach dem Motto, was ein Mann ist, muss das haben.

  128. Herrrrrrschaftszeiten Mondry,...
    Herrrrrrschaftszeiten Mondry, :-)
    es wird doch nicht mit Fingern auf andere gedeutet, wenn man zuversichtlich ist, dass sich die Fleischproll-Nonethik irgendwand von alleine erledigt.
    .
    Sich von alleine erledigen means: grade ohne Missionierung!
    Irgendwann isses halt nicht mehr doll, zu Mittags Bier reinzuschlurken, irgendwann wars nicht mehr so doll, den Gast gegenüber einzunebeln.
    Irgendwann hat auch der Proll begriffen, dass er sich mit Tennissocken und Sandalen keinen Gefallen tut. Er gewandet sich heute in Hilfiger und Co. ….
    .
    Mondry, es gibt auch so etwas wie einen Wertewandel, der größtenteils ohne Missionierung auskommt. Er ergibt sich einfach, weil die Zeit reif ist.

  129. @Herta
    24. August 2010,...

    @Herta
    24. August 2010, 10:31
    Ich habe Verstaendnis, es kann halt nicht jede(r) ein(e) Connaisseuse oder Connaisseur sein!
    Oder sollte Ihre Frage ironisch gemeint sein?

  130. @ xyz

    "...Raucher sind...
    @ xyz
    „…Raucher sind beileibe nicht ausgestorben,…“
    Hab ich auch nicht gesagt.
    Die Zahl der Raucher nimmt jedoch kontinuierlich ab.
    Das immerhin sollte man zur Kenntnis nehmen :-)

  131. @da: dann reden wir über das...
    @da: dann reden wir über das gleiche. wenn nicht sogar das selbe!
    .
    @vroni: diese auseinandersetzung zum endkampf hochzustilisieren halte ich für maßlos übertrieben, auch wenn ich ihnen grundsätzlich beipflichten würde.
    all die weinenden pc-opfer, die es nicht ertragen können, dass ihnen das recht genommen werden soll auf anderen (und seien es auch „nur“ tiere) herumzutrampeln und die zudem nun auch noch ihrer argumentativen grundlage verlustig gehen, sind wirklich im grunde sehr bemitleidenswert.
    .
    allerdings – und das mag einige jetzt vielleicht überraschen – bin ich carnivore, nicht immer und jeden tag und ich brauche das nicht für meine selbstverortung. ich entäußere mich nur deshalb so ungeheuerlich, da es einigen unbegreiflich zu sein scheint, dass man fleisch isst und trotzdem trotzdem kein fleischprotz ist.
    mögen ihnen jetzt ihre köpfe explodieren.

  132. @Grimaldeli, der Dank gebuehrt...
    @Grimaldeli, der Dank gebuehrt nicht mir. Ein anderer Kommentator brachte mich an die Adresse. Diese Menukarte, nein diese Menukarte…hach!
    .
    @specialmarke, nicht wenn nur noch ein bissel in der Flasche ist. Cidre? Ach Cidre, den gibts hier nicht. Leider. Ich leb‘ im falschen Land.
    .
    @all, ich finde es bemerkenswert, wie hart der Ton der Suendenfreien ist, und ich bedenke gerade die Relation von suendigem Leben zu talibaner Askese, sowie den Einfluss der Lebensweisen auf die Guertelmoden der jeweiligen Mikrokulturen.

  133. Hat diese seltsame Zeitschrift...
    Hat diese seltsame Zeitschrift „Beef“ wirklich vor, die Lust am Fleisch hochzuschreiben? Früher haben sogenannte Männerzeitschriften (die mit den interessanten Interviews) eine andere Art von Lust am Fleisch bedient. Da deren Auflagen seit Jahren rückläufig sind, ist so ein Produkt wie „Beef“ der peinliche Versuch, Auflage zu retten (und damit Werbeeinnahmen, denn nur darum geht es). Das wird vergeblich sein. Schon die Werbung für dieses Blatt ist so peinlich, dass ich nicht auf die Idee käme, es überhaupt in die Hand zu nehmen, geschweige denn zu kaufen. Also, bye-bye Beef!
    Ich bin zu inkonsequent, um Vegetarier zu werden. Wahrscheinlich könnte ich auch ohne Fleisch ein gutes Leben führen. Auch ohne Wein und Bier und Schokolade. So wie ich auch ohne Tabak wunderbar zurechtkomme. Aber so ein wunderbares krosses Wiener Schnitzel oder ein leckerer Zander sind einfach zu verlockend.

  134. @vert

    Naja, "zum Endkampf...
    @vert
    Naja, „zum Endkampf hochsitilieren…“
    Ich sagte Getöse, nicht Kampf. :-)
    .
    Und das sprachliche Getöse kommt zur Zeit deutlich von den überzeugten Fleischessern, will mir scheinen… Die Idee dass es ein Endgetöse sein könnte, hilft mir dabei, solchen tösenden Gesellen entspannt, ruhig und zuversichtlich zuzuschauen. Mit Kampf hat das wenig zu tun.

  135. @HansMeier
    Ich empfehle zu den...

    @HansMeier
    Ich empfehle zu den Wandlungsworten einen Kommentar zum Johannesevangelium
    z.B. Thyen, Hartwig Das Johannesevangelium
    2005. XII, 796 Seiten. HNT 6
    ISBN 978-3-16-148485-8

  136. @Vroni: Ja, die Welt ist...
    @Vroni: Ja, die Welt ist schlecht, der Markt ist permanenter Krieg, die Männer johlen und trampeln, die Frauen sind verkniffen und beleidigt, aus dem Apfelessen wird eine Wissenschaft gemacht, Kinder sollen selber sehen, wo sie bleiben, und wenn man stirbt, geht die Menschheit unter. Nicht wirklich die Einstellung, mit der ein gutes Leben gelingt.
    @mondry: lassen Sie sich nicht diesen Bewußtseinsquatsch einreden, das macht krank. Lassen Sie sich von Ihrem Körper und den erlernten Selbstverständlichkeiten leiten, probieren Sie ab und zu was neues, wenns gut ist, machen Sie das weiter, wenn nicht, hören Sie wieder auf damit – dann läßt es sich aushalten.

  137. Da dürfte dann mal auch über...
    Da dürfte dann mal auch über die Leder verarbeitende Industrie räsoniert werden.
    Ledersitzgarnituren, zum Beispiel. Schuhe. Kleidung. Autoinnenausstattung.
    Das Leben kann schön sein, ist aber oft abgründig mies. Deswegen steht auf meinem Briefkasten: Bitte keine Werbung!
    Wenn ich in Berlin bin und von weitem eine Dönerbude sehe, wechsle ich die Straßenseite. Das nackte Grausen auch: Lebensmittel //Möbel//Schuhdiscounter. Und der Anblick von endlos hochgestapelten Hühnereiern auch auf Wochenmärkten, jetzt als „Bio“ deklariert, da sehe ich mich auch gleich augenblicklich appetitlos. Völlig geschmacklos: „Steakhouse“.

  138. @vert
    dann anders: ich glaube...

    @vert
    dann anders: ich glaube nicht, dass es in gesellschaftlichen prozessen wirkliche endpunkte gibt; diese annahme ist für mich grundsätzlich fragwürdig und führt zu genau solchem marginalisierungsgetöse der „anderen seite“, inklusive der schnappatmung, hyperventilation und allem, was so dazu gehört.

  139. Nein, ich meinte...
    Nein, ich meinte Zeitschriftgen wie „Beef“
    .
    verkauft sich denn das das wurst-, nein steakblatt auch? das thema gebratenes rindsfilet ist doch spätestens nach zwei ausgaben durch. aber wers braucht.
    .
    verfeinerten rindfleichgenuss soll es zu kaiser franz josefs zeiten in wien bei meßei & schadn und bei sacher gegeben haben. so jedenfals friedrich torberg in: sacher und wider-sacher, abgedruckt in „das wiener kaffeehaus“ (bei suhrkamp, sehr zu empfehelen, das buch wie auch das original)
    .
    „Genug daran, dass man noch bis 1938 in den Wiener Restaurants unter sechs bis sieben nicht nur verschieden bezeichneten sondern durchaus verschieden gearteten Rindfleisch-Spezialitäten wählen konnte und daß so Gast wie Kellner um diese verschiedene Artung sehr wohl Bescheid wußten. Es geschah bei Meißel & Schadn, daß sich einmal ein Stammgast nach eingehender Beratung mit seinem Stammkellner für einen Tafelspitz mit Butterkartoffeln, Fisolen und Dillensauce entschieden hatte, und daß der Kellner, während er die Augenweide aus Schüsseln, Tabletten, und Terrinen auf dem Serviertischchen aufbaute, entschuldigend das Ohr des Erwartungsfrohen suchte: „Bedaure vielmals, Tafelspitz war leider schon aus. Habe mir erlaubt, ein Bröselfleisch vom schwarzen Scherzel zu bringen. Sehr weich, sehr mürb, sehr gut abgelegen.“ Und es geschah weiter, dass der Gast daraufhin einen glasigen Blick durch den Kellner hindurchgehen liess, sich sonder Hast erhob und mit dem beißendnen Tadel „Da hätten S´mir ja gleich ein Naturschnitzel bringen können!“ das Lokal vierließ, verfolgt von den respektvollen Blicken des stumm sich neigenden Kellners.
    Wer je in eienm halbwegs brauchbaren Wiener Kochbuch die schematische Darstellung „Das Rind“ studiert hat, der weiß, dass Tafelspitz und schwarzes Scherzel maximal zehn Zentimeter auseinanderliegen. Und das ist für ein Rind keien Entfernung.“
    zitiert aus aus: Friedrich Torberg, Sacher und Wider-Sacher
    .
    ——-
    .
    was den abverkauf von zeitschriften angeht, die landlust läuft wie ´s messer, die wird schon nachgeahmt. nicht grundlos, weil gut gemacht, einerseits und andererseits eine tiefe sehnsucht des städters nach dem ländlichem leben und der ländlichen idylle ansprechend.

  140. Ach Gott, "Beef". Noch so'ne...
    Ach Gott, „Beef“. Noch so’ne Zeitschriftentotgeburt wie schon viele vorher und nachher. Was im RL wirklich Wirkung hat, sind Dinge wie die europäischen Grillmeisterschaften. Die grillen nämlich Vorspeise, Hauptgericht, Dessert. Mit Kunst und Geschmack! Nicht ärmlich-anfängermäßig Steak ohne alles.

  141. Grimaldeli, im Asternhaus ist...
    Grimaldeli, im Asternhaus ist Ironie an der Tagesordnung, schauen Sie nur die Beiträge unserer ältesten Gäste an. Ach, man gibt sich weltläufig, auch man gerade noch in den Park rollen kann.

  142. @ Colorcraze

    Mit allem...
    @ Colorcraze
    Mit allem Respekt: Hä?

  143. @ vert: und genauso soll es ja...
    @ vert: und genauso soll es ja auch sein: Leben mit Genuss, nach eigener facon, ohne Protz!
    @vroni: mein Problem mit der Diskussion ist, dass ich Fleischgenuss nicht als „Wert“ ansehe. Ich esse es, weil es mir schmeckt und ich es mir- noch- leisten kann. Wenn Fleisch irgenwann mal so teuer wuerde, dass ich es mir nicht mehr leisten koennte, wuerde ich dem Geschmack nachtrauern.
    .
    Das ist viel zu „verkopfert“. Man isst, hoffentlich mit Freude. In entwickelten Laendern kann, muss man sich aber nicht ueber das Essen seines sozialen Status versichern (wer’s denn noetig hat…).
    .
    Die Oeko- oekonomischen Argumente sind vermutlich schluessig (Preiskrieg einerseits; andererseits suboptimale Ausnutzung landwirtschaftlicher Flaechen). Und ja, vermutlich ist es sogar logisch, dass man gegen Fleischkonsum kaempfen sollte.
    .
    Aber mal ehrlich: muss man denn da anfangen, wo man anderen den Spass verdirbt? Gibt es nicht andere hehre Ziele, die man verfolgen koennte? Vielleicht mal den Weltfrieden, der tut niemand weh. Und so richtig Spass am Krieg hat kaum jemand, der mal daran teilgenommen hat. Da brauchte es nicht einmal einen Wertewandel, sondern „bloss“ eine praktische Umsetzung allgemein gueltiger Wertvostellungen. Also, wie waer’s? Neue Mission? :-)

  144. @ colorcraze 10.44: wir...
    @ colorcraze 10.44: wir verstehen uns! :-)

  145. Es gibt aber auch eine sehr...
    Es gibt aber auch eine sehr penetrante, spass- und genussfeindliche Vegetarier- bzw. Veganer-Fraktion, die noch viel viel lästiger ist als der schlimmste Fleischproll.
    Für mich ist der Vegetarismus eine typsiche Neurose der übersensibelen, zu sehr vergeistigten, kraftarmen modernen Großstadtmenschen.

  146. @Herta
    24. August 2010,...

    @Herta
    24. August 2010, 11:58
    lch war heute morgen mit meinem Rollator von Eddy Merckx schon in Sanremo und danach eine Runde schwimmen!
    Also etwas weiter, als bis in den Park schaff ichs schon noch. Und bis zum 60ten sind es noch ein paar Maimonate!
    .
    Nun, das Recept mit den Truffe kann ich nur empfehlen:
    Die Truffe in Schinken als Paupiette vorbereiten und in der Roehre bei 180° schmoren; Dazu frische Kartoeffelchen.
    Als Vorspeise eine Consommé aus puerierten Avocado mit 2,3 Garnelen als deco (Vorsicht, nur erwaermen, nicht kochen, da sonst die Avocado bitter wird).
    Als Zwischengericht échalottes mit Coquilles Saint-Jacques und reichlich Gingembre in Butter anschwitzen.
    Mais, attention! Das Menue ist eine Art BIO-Viagra!
    Mit Nebenwirkungen ist zu rechnen…

  147. @Grimaldeli 23. August...
    @Grimaldeli 23. August 2010, 13:49
    …. und hauchen dann ergeben,frei nach Lord Byron:
    Du warst, Du bist..der süße Wahnsinn, der mein Herz zerfrisst.
    Hilfe!

  148. Liebe/r @ Mondry
    .
    Ich frag...

    Liebe/r @ Mondry
    .
    Ich frag einfach mal nur: Wen machen Sie denn jetzt als Spaßverderber aus? Wer verdirbt Ihnen denn jetzt den Spaß?
    .
    Als was zur Hecke orten Sie mich denn (sachma) ? :-)
    .
    [Zur Info (allzu Persönliches habe ich im Internet noch nie gemocht, bitte was das betrifft um Nachsicht, dass ich im Netz nicht mein ganzes Leben inklusive Ess- Zubettgeh- und Paarungsgewohnheiten erzähle wie das manchmal Bahnmitreisende tun):
    Bin ein Bauernhofkind und kenne das Schlachten von Anfang an. Habe als Kind schaumiges Blut gerührt und Schweinsblasen gefüllt für den Hund. Habe kleine Schweinchen gestreichelt, denen ich ihr leckeres Jungpellkartoffel-Futter neidete, ich aß auch manchmal den Entchen ihr gehacktes Ei mit Brennessel-Spinat weg, lauerte der Oma in der Früh auf, damit ich frisch gemolkene warme Milch kriege – und habe Hühner gejagt. Bin was Essen betrifft verwöhnt: Bauernhofbrot, natürlich aufgewachsene Tiere, selbergezogene Enten, eigene Eier und eigene Butter.
    Das Essen in der Stadt schmeckte mir nie recht, vom Umzug aus dem Norden Bayerns über immer südlichere Städte in Bayern wurde gefühlt das Essen immer schlechter, getoppt von München, das es nicht schafft, gutes Brot, anständige Quark-Golatschen und vernünftige Torten zu machen. Die Wurst schmeckt fad, die deutlich bessere Wurst machen Oberfranken und Oberpfälzer.
    Der Fleischkonsum war immer moderat: als einfache Familie gab es nur sonntags einen Braten, werktags viel Vegetarisches aus dem eigenen Garten, mein Kinder-Lieblingsgericht: Reisschnitten mit Rosinen und eingelegte Aprikosen dazu, gefolgt von Scheiterhaufen. Absolutes Horrorgericht: Schlachtplatte, Krenfleisch. Erstens wegen dem tränentreibend scharfen Kren und dann dem fetten grauen Fleisch, optisch eine Zumutung. Als Bauernkind kenne ich also alle Seiten und bin ein Fan der natürlichen Herstellung, weil das Zeug dann wenigstens besser schmeckt.
    Und ich hasse immer mehr industrielle Lebensmittel, die Plastikworscht mit den Wurstwasser, das Billigfleisch, den klitschigen Kuchen in der Folie.
    Das ist das Ende von Freude.
    .
    Würde mir daher wünschen, die Karnivoren und jeden-Tag-Fleischesser würden ihre demonstativ (und stellenweise dadurch aggressiv) zur Schau gestellte „Fleischeslust“ überdenken. 90 kg Fleisch isst der Bundesbürger im Jahr. Und ja Kinnners, es ist zuviel, weder hat das mit Spaß was zu tun, noch mit Genuss. Mir kommt es einfach so vor, als hätten sie nur keine Ideen, was sie sonst noch kochen könnten und verteidigten nur Ihre Einfallslosigkeit. Die Unkreativität, die nur noch dadurch getoppt wird, dass man in Restaurants überall dazu neuerdings Rucola auf Steaks und sonstwas draufschmeißt. Soll wohl gutmenschig wirken, keine Ahnung.
    .
    Ja, ich finde die deutsche Fleischküche einfallslos: Wer einmal einen panierten Parasol gegessen hat, der findet ein Steak fad. Da geh ich mit Don konform. Und ja, ich habe schon Ossobuco gekocht, Probleme? :-)
    .
    Statt Spaß gefällt mir persönlich das Wort Freude besser.
    Spaß ist was für kurze Zeit und Freude hält an. Da tue ich mich nicht schwer, für was ich mich entscheiden soll. Und Freude machte es mir, wenn die Schalchthöfe nicht noch mehr werden, sondern schließen müssen.

  149. @Würstchen mit Senf
    Da bin...

    @Würstchen mit Senf
    Da bin ich ganz Ihrer Meinung. Das ist genau die gleiche Fraktion, die in Ohnmacht fällt, weil die freilaufende Katze mit einer Maus ankommt, und die dann sogleich zur Rettung der Maus schreitet. Hab ich am Wochenende selbst erlebt. Die Katze hat natürlich gewonnen.

  150. Grimaldeli, ja, und der Herr...
    Grimaldeli, ja, und der Herr von Zollern-Alb aus der 1. Etage nennt seinen Rollator „Racing Jan“.
    Für alle, die die Residenz unserer Altkommentatoren nicht so gut kennen: „Sanremo“ ist unser Frühstücksraum, und eine Runde schwimmen ist im Bewegungsbad von 7.00 bis 8.15 immer drin.

  151. @ Vroni: Ok, sorry dass ich da...
    @ Vroni: Ok, sorry dass ich da jetzt zu soviel Selbstentbloessung Anlass war. Die war aber sehr sympathisch und aufschlussreich und hat meinen Eindruck positiv veraendert.
    .
    Koennen wir uns darauf einigen, dass der taegliche Fleischverzehr von Ekelware freudlos, stillos und oekologisch wie oekonomisch schlecht ist? (Also: eklige Fleischprolls)
    .
    Weiterhin, dass die neumodische Prunkerei a la Rucola Steak (hat mir sogar ein Italiener in China schon serviert), mehr noch aber a la „Beef“ ebenso stillos und unwuerdig ist. (Also, eklige Fleischprotze).
    .
    Letzlich aber auch, dass nichts gegen die bewusste Freude an einem Mahl zu sagen ist, auch wenn es (gelegentlich) Fisch/ Fleisch/ Gefluegel enthaelt?
    .
    Dann koennen wir Freunde werden :-). So, jetzt schreite ich zur (vegetarischen) Vesper.

  152. Herta 13:43, sorry, aus Ihren...
    Herta 13:43, sorry, aus Ihren Worten spricht nur Sozialneid.

  153. Vroni, das habe ich gern...
    Vroni, das habe ich gern gelesen. Ich glaube ja auch, der freudlose Wiederkäuer mit Birkenstocks, der den lebenslustigen Genießern ihr letztes Schnitzel wegnehmen möchte, ist nix weiter als eine Angstprojektion. (Frühkindlich? Postpubertär? Was weiß ich.)
    .
    Ich habe selten üppiger und mit mehr Vergnügen gegessen als in einigen vegetarischen Restaurants. Zugegeben, das war in Asien.

  154. @Herta
    24. August 2010,...

    @Herta
    24. August 2010, 13:43
    Nein, ich war, wie jeden Dienstag wirklich in Sanremo. Wir fahren hier unten lieber in den Sonnenaufgang!
    http://www.fotos-hochladen.net/cimg1183copieycv15l9s.jpg

  155. @Vroni: Ja nun, Sie sagten...
    @Vroni: Ja nun, Sie sagten „Die hier zunehmend spitzen, scharfen Töne gegen ein bewussteres Leben (das dann auch gleich implizit ein freudloses sein soll, tolle Logik), sagt mir, dass es mit den Fleischessen moralisch zumindest hier in Europa so langsam zu Ende geht.“ – und das ist für mich genauso übertrieben wie Fleischprotzerei, nur in die andere Richtung.
    @Grimaldeli: Ihr Avocadosüppchen macht mir Appetit. Ich tät aber lieber ein Stück frisches Fischlein dazu nehmen als eine dubiose Garnele. Schalotten mit Ingwer klingt auch gut, dazu Muschel, aha. Wird das nicht noch abgelöscht? Nur angewärmt?

  156. Ich habe gerade beschlossen,...
    Ich habe gerade beschlossen, dass ich Urlaub brauche.

  157. @colorcraze
    24. August 2010,...

    @colorcraze
    24. August 2010, 14:23
    Die Coquilles Saint-Jacques duerfen schon etwas Farbe bekommen, genauso, wie die échalottes. Also etwas anbruzzeln lassen.
    Nur, wie schon gesgt, vorsichtig mit den Avocado. Ab einer bestimmten Temperatur werden die Bitterstoffe activ und dann heisst es nurnoch ab in den Ausguss!

  158. Urlaub ja. Aber bitte nicht...
    Urlaub ja. Aber bitte nicht Norditalien, keine Schweiz, kein Süddeutschland.
    .
    Österreich nur östlich von Salzburg.

  159. Don Alphonso, ilnonno und...
    Don Alphonso, ilnonno und specialmarke folgen dem elbsegler auf eine Kaffeefahrt in den Vogelpark Walsrode. Das wäre doch etwas für Sie? Zum Abendessen wären Sie wieder da!

  160. Don Alphonso, ilnonno und...
    Don Alphonso, ilnonno und specialmarke folgen dem elbsegler auf eine Kaffeefahrt in den Vogelpark Walsrode. Das wäre doch etwas für Sie? Zum Abendessen wären Sie wieder da!

  161. Naja, Mondry :-)
    die...

    Naja, Mondry :-)
    die Fleischprolls, die der urlaubsbedürftige und wohl durch die Kommentare arg eschwächte Don meint, sind aber die mit dem edlen Kobe-Fleisch, dem Foie-Gras-Getue und mit dem japanischen Keramik-Messer. Nicht die, die die sinnlos hellrosa Plastik-PSE-Industriefleisch hineinmampfen.
    .
    Und genau diese Keramikmesser-Prolls, Dons Fleischprolls, meine ich ebenfalls. Sie nerven mich auch an.
    Ich würde sie jedoch Angeber-Esser nennen. Und Angeber-Trinker. Die geben ja auch mit ihrem Châtaux de la Migraine an, dass sich die Küchenbalken biegen.
    .
    Denn das „proll“ im Wort führt anscheinend hier regelmäßig dazu, dass man süffissant den Unterschichtler abwatscht, wo doch eigentlich hiermal der Edel-Angeber abgewatscht ist. Der immer gern geschmähte tumbe Unterschichtler kann was für viele Untugenden, aber diesmal nix für das.
    .
    Und ich habe hier in den Kommentaren sehr viel Angeber-Esser ausmachen dürfen :-), die anscheinend Dons Artikel gar nicht verstanden haben. Was mir ein großes hinterhältiges Vergnügen war.

  162. @DA
    Urlaub wegen der...

    @DA
    Urlaub wegen der Kommentatoren. Wächste Ihnen das Blog-Kind über den Kopf.
    Wir haben noch nicht diskutiert über den Zusammenhang Schweinernes-Rind und protestantismus-katholizismus
    ceterum censeo: Urlaubsort: Flandern gutes Essen und gute schokolade und schreiben’s doch mal einen Bericht über St. Bavo und van Eyck. Auf der Fahrt einen Zwischenstopp am Circuit de Spa-Francorchamp – den Wagen testen

  163. Rosinante, sorry, dass ich...
    Rosinante, sorry, dass ich Ihren Beitrag überlesen hatte. Noch so ein Klopfer, und Sie werden fixiert. Fragen Sie colorcraze, wie das ist.

  164. @Vroni
    24. August 2010,...

    @Vroni
    24. August 2010, 13:34
    Ossobuco gekocht?
    Nun, wir braten das scharf an und lassen es dann 1 1/2 Std. schmoren.
    Aber jeder nach seiner Façon.

  165. Vor 25 Jahren gabs beim Essen...
    Vor 25 Jahren gabs beim Essen noch dümmste Witze, wenn auffiel, dass ich keine Tiere esse und es begründete (Tierquälerei, Umwelt, Gesundheit – Reihenfolge beliebig). Das hat sich sehr geändert. Die Reaktionen sind jetzt oft entschuldigend: Sie haben ja recht, aber ich esse schon viel weniger als früher… Es wissen mittlerweile viele, dass sich Fleisch essen nicht gehoert und halten sich zunehmend zurück. Eine erfreuliche Entwicklung. Ausserdem kochen Vegetarier heute viel besser als früher, das hilft natürlich auch.
    Fleisch wäre in Deutschland doch heute schon unverkäuflich, wenn die Präsentation der Ware deutlich machte, dass es sich um Teile von Tieren handelt.

  166. grimadelli,
    es gibt da einen...

    grimadelli,
    es gibt da einen netten film, schussfahrt nach san remo (les cracks).

  167. Herta, den Grund für den...
    Herta, den Grund für den Klopfer liefern Sie. Ich reagiere nur. Keine Ahnung, was Sie mit „fixieren“ meinen. Nur zu, keine Hemmungen. Denken Sie an mögliche Nachwirkungen. Sozialneid ist nur hässlich.

  168. @ Vroni: OK, ich habe meine...
    @ Vroni: OK, ich habe meine eigene Terminologie benutzt: Fleischproll = „Unterschichtesser“; Fleischprotz = Benutzer des Keramik- Messers. Beide gleich eklig.
    .
    Weshalb ich mir in dieser Oeffentlichkeit auch verkneife, meine Essgewohnheiten wirklich detailliert zu beschreiben. Das wuerde sicherlich schnell als Protzerei missverstanden.
    .
    Ich postuliere aber- schliesse von mir selber- dass bei Berichten ueber gutes Essen, Trinken oftmals eher das Prinzip „geteilte Freude ist doppelte Freude“ wirkt.
    .
    In dubio pro…

  169. Wer kommt denn nun mit nach...
    Wer kommt denn nun mit nach Walsrode?

  170. Ich muss erst mal nach Bonn,...
    Ich muss erst mal nach Bonn, bedaure.

  171. Rosinante, hässlich ist nur...
    Rosinante, hässlich ist nur die Sozialneidkeule. Legen Sie Ihr Kreuzworträtsel beiseite (was Sie in zwei Wochen nicht geschafft haben, kriegen Sie doch nicht mehr heraus) und bereiten Sie für unsere Vortragsreihe „Klug im Asternhaus – Abendliche Denkanstöße“ einen Vortragsabend über den Missbrauch des Neidvorwurfs in der Neiddebatte der 00-er Jahre.

  172. elbsegler, Rosinante hat...
    elbsegler, Rosinante hat leider zu tun. Es dürftern also alle in Dons Sonnenbarke passen.

  173. Hier stuermt es. Ich muss...
    Hier stuermt es. Ich muss meine Topfkastanie festhalten, und gleich kommt Bacchus zu Besuch. Kann leider nicht.

  174. @Herta
    Darf ich mich noch...

    @Herta
    Darf ich mich noch anschließen? Komische Vögel sind doch immer eine Reise wert.

  175. Ja mei Grimaldelli,
    zwengs dem...

    Ja mei Grimaldelli,
    zwengs dem Ossobuco „kochen“:
    Bassd scho.
    .
    Harley-Understatement: Moped.
    Fürs „Home-Office“: Bude
    .
    Und für Mercedes: Bauern-Ferrari.

  176. Es lacht die Heidi, raunt die...
    Es lacht die Heidi, raunt die Heide,
    Es steh’n die Schnucken auf der Weide,
    Der Dichter koettelt mit den Schnucken,
    Man muss nurl nach Walsrode gucken.

  177. @ Mondry

    Es wird trotz...
    @ Mondry
    Es wird trotz Bauernvergangenheit immer vegetarischer bei uns dahaam.
    Irgendwie fast von allein. Wer schon alles im Leben durchprobiert hat, was essbar ist und den Baum nicht raufkommt, kann durchaus zu dieser Lebensweise kommen und damit zufrieden sein.
    .
    Und das pauschale Vorurteil, dass Vegetarier freudlose Typen seien und missionieren würden. Ich finde Fleischesser in meiner Umgebung missionieren auf alle Fälle: Mogst net doch amol probiern? Siggsd schlächt aus…

  178. Vroni, Heizoel-Ferrari!...
    Vroni, Heizoel-Ferrari!

  179. Vielleicht kann man ja im...
    Vielleicht kann man ja im Streit zwischen Vegetariern und Fleischessern etwas abrüsten und sich als Fleisch- und Fischesser, der ich bin, erstmal die allmähliche Senkung des Konsums und dafür die Erhöhung der Qualität des verzehrten Fleischs vornehmen, d.h. nur noch das teurere Biofleisch aus artgerechter Haltung kaufen, das aber seltener. Damit steigt auch der Genuss. Es wäre ja schon viel geschafft, wenn der durschnittliche Verbrauch von 90 kg pro Jahr auf 20 bis 30 Kilo gesenkt würde. 90 oder 80 kg ist wirklich zu viel – da es ja Vegetarier und mäßige Fleischesser gibt (ich glaube nicht, dass ich auf mehr als 40 kg pro Jahr komme), muss es ja auch Leute geben, die weit über 100 kg Fleisch verdrücken.
    In vielen Restaurants werden leider keine wirklich guten (geschweige denn raffinerten) Gemüsegerichte angeboten, wenn man nicht ins obere Preissegment geht. Daher: selber kochen!

  180. an Vroni-habe mir den...
    an Vroni-habe mir den Frontalbeitrag angesehen-es ist,was ich wußte,weil es in meiner Nachbarsschaft stattfindet( ein Mastbetrieb als Zulieferer für Rothkötter,Wietze).
    Dazu habe ich vor ein paar Wochen dem niedersächsischen Landwirtschaftsministeriumstrottel gelauscht,der sich sowohl bei dem Begriff „Beinschwächensyndrom“ doof stellte,als auch einen erst 80 prozentig gedeckten Hähnchenbedarf ins Publikum reinlog.
    .
    Und das ist es: Lügerei.
    Was dann als Hardware entsteht,also die Gebäude, die Eier,die Hähnchen,das Futter, wird einer Gehirnwäsche gleich den Bürgern so sauber vorgesetzt, dass diese die braven Hände zum Klatschen zusammenführten,nachdem sie selbige bis dahin am Freibier des betroffenen Landwirtes festhielten..
    .
    Nun sollen die armen Konsumenten auch noch Flöte auf Chipkarte lernen-
    dazu ist der Artikel von Jürgen Kaube hier sehr lesenswert.

  181. das verhaelt sich in etwa so...
    das verhaelt sich in etwa so wie Handschrift und Druckbuckstabe man sollte beides kennen und koennen um ein Urteil abzugeben jede Handschrift ist wie
    eine Partitur (stellen Sie sich das nur mehr auf Computer vor auch ohne Instrumente eben alles kuenstlich und nicht kuenstlerisch angehaucht) soviel zu Ihrem guten Beitrag heute in Ihrer Zeitung ueber Schoenschreiben (dazu gibts gleich noch die
    Krankheitsbilder die sich dahinter verstecken ein anderes mal im Netzblog) was
    sie nicht mit der Handfuehrung lernen bleibt im Gehirn auch nicht vernetzt sie
    sehens hinterher am Gang der Kinder und spaeter an den Fussleiden

  182. @ Vroni: Auch Uebersaettigung...
    @ Vroni: Auch Uebersaettigung kann natuerlich zu einem Sinneswandel fuehren. Damals, im dunklen 20. Jahrhundert meiner Kindheit, gab es beim Metzger immer die Scheibe „Kinderwurst“, die ich zur Begieterung der Metzgerin stets ass. Die Metzgerskinder selber naemlich assen lieber „einen Teller voll Marmelade“ (O- Ton der Meisterin), weil das fuer sie eher etwas Besonderes war…

  183. Allen Walsrodefahrer(inne)n...
    Allen Walsrodefahrer(inne)n viel Vergnügen! Lassen Sie sich keine überteuerten Heizdecken aufschwatzen (oder Nippes à la Don Alphonso). Achten Sie darauf, viele Pausen zu machen und vernünftig zu trinken – Wasser! Besuchen Sie auch den Vogelpark! Berichten Sie gern abends im Speisesaal von Ihren Erlebnissen! Grimaldeli, gern mit Fotos – Sonnenaufgang über der Lüneburger Heide oder so. Und denken Sie an Ihre Tabletten!

  184. @auch-einer
    24. August 2010,...

    @auch-einer
    24. August 2010, 15:41
    Die Strecke ist eher ein auf und ab. Staerkste Steigung ist die, von Latte nach XX-miglia. Aber danach, ab Bordighera laeufts gemaechlich. Also nix mit Schuss.
    Wer es haerter mag (eine Strecke fuer Don Alphonso aehnlich dem Wallberg),der faehrt von Menton hoch nach St.Agnes.
    Das sind rund 10km von Meereshoehe ansteigend auf gut 700 u.M.
    Aber, wie gesagt, das ist mehr „pour le pure et dure“!

  185. @Grimaldeli: ich dachte,...
    @Grimaldeli: ich dachte, Avocado kalt pürieren und dann etwas erwärmen, ein Gutsch Öl und bissel Salz, oder ist das falsch?

  186. @Prinz of acadia: "Natuerlich...
    @Prinz of acadia: „Natuerlich verændert eine Hose, die die Eier einklemmt das Denken!“ (Zitat). Wir werden ihnen alle die digitalen Stifte wegnehmen.
    Dem Papenburg-Mayer als allererstes.

  187. Eine Gemeinheit ist aber schon...
    Eine Gemeinheit ist aber schon dabei.
    Was soll man denn kochen?
    Jede Hausfrau hat ihr Paraderezept —
    und dann kommt so ein bloeder Vegetarier
    isst nur die Nudeln und den Salat.

  188. @Herta
    24. August 2010,...

    @Herta
    24. August 2010, 18:02
    Wenn das Humor sein soll, dann nicht meiner.
    Meine Mutter war Apothekerin. Bei uns heisst es seit eh und je:
    „Medikamente werden verkauft, nicht genommen!“
    Oder volksmaessig:
    Eine Grippe mit Medikamenten dauert 14 Tage, ohne Medikamente 2 Wochen!

  189. @krokodil
    24. August 2010,...

    @krokodil
    24. August 2010, 17:23
    Ich hab das mal ueberschlagen, auf mehr als 40kg Fleisch pro Jahr komme ich auch nicht.
    Dazu kommt nochmal ca. die gleich Menge Meeresgetier und der Rest sind Gemuese und Salat.
    Da das ganze bei uns frisch vom Markt kommt, bzw. von kleinen Fleischereien auf dem Lande und von Fischern, welche ich kenne, ist die Ausgewogenheit eh gegeben.
    Und heute abend gibts Ratatouille mit Entrecote d’cheval.

  190. Deswegen, grimaldeli,...
    Deswegen, grimaldeli, konntrolliert Schwester Annemarie bei Ihnen ja auch genau. Sie stecken Ihre Pille sonst immer heimlich in die Bromelien. So, nun ist aber Feierabend, Nachtruhe!

  191. Grimaldeli, und bei...
    Grimaldeli, und bei Zuhilfenahme eines Arztes dauert sie ewig.

  192. @ Mondry
    Nene, das ist keine...

    @ Mondry
    Nene, das ist keine Übersättigung, es ist schon Überzeugung: Dass der Mensch ein Schädling ist und sich, wenn er schon mal auf Erden ist, zu benehmen und nicht alles zu zerstören oder rumzulärmen hat. Flora und Fauna schonend zu behandeln hat.
    .
    Und die Gelassenheit von jemandem, der aus dem Angeber- oder Probieralter herausen ist. (Plus einen Prass an schlecht aufgelegten Tagen auf eine bestimmte Ecke in Rom, die per Dekret immer noch dafür sorgt, dass die Menschheit sich nach wie vor ungezügelt und schadhaft vermehrt wie die Karnickel, sorry. Das ist Machtpolitik. Aber nicht christlich, dass die Erde unter fast 7 Milliarden Menschen jede Menge Ernährungsprobleme und genau deswegen nicht zu knapp Ökoprobleme hat.
    .
    Der hedonistische „Spaß“- und „Ich nehme wir was ich will“-Ansatz wird ab einem gewissen Alter ohne großes Zutun gerne durch einen nachdenklicheren Freude-Ansatz getauscht. Ich glaube, das nennt man den Prozess der Reife. Nicht dass ich mords drauf eingebildet bin.
    Aber würde einigen ungebändigten Ego-Genuss-Selbstverwirklichern guttun :-)..
    .
    Gutes Benehmen ist mehr als die Tür aufhalten und zu wissen, mit welchen Klamotten man aufzukreuzen hat. Hat auch damit zu tun, wie wir die Erde nutzen und wie wir uns ernähren. Als Ego-Frettchen mit Gänsestopfleber oder als umsichtige Menschen, die weiter denken als von 12 Uhr bis Mittag.

  193. @Herta
    24. August 2010,...

    @Herta
    24. August 2010, 18:50
    Das Problem scheint bei Ihnen doch etwas tiefer zu liegen.
    Vieleicht sollten Sie mal ein Einzelgespraech suchen.
    Ich hab die naechste Zeit leider keine Termine frei!
    Schoenen Abend noch. Ich muss los. Mein Lab will an den Strand

  194. Eierlikör. Ist ja auch die...
    Eierlikör. Ist ja auch die Härte.
    Für die HobbyGrillOffiziere, welche für ihr Stückchen Fleisch sechs Stunden brauchen und sich beim Warten langweilen:
    http://www.chefkoch.de/rezepte/145041062840848/Kirschlikoer.html

  195. Don unterschlägt die längste...
    Don unterschlägt die längste Zeit der Menschengeschichte
    Nämlich die Steinzeit, die dauerte etwa 2 Mio Jahre, alles was danach kam nur knapp 5000.
    Womit haben sich unsere Vorfahren über zwei Millionen Jahren ernährt und sind ohne Ärzte, Kliniken und Krankenkassen bis über dieFortpflanzung hinaus am Leben geblieben? Ohne diese Diät gäbe es uns alle nicht, Getreide, Ackerfrüchte und Milch gibt es dagegen erst seit ca 4500 Jahren. Woraus bestand diese Diät? Aus rohem und allenfalls über offenem Feuer angebratenem Fleisch, ergänzt durch gesammelte Wildfrüchte und Wurzeln.

  196. BSE ist wieder verschwunden....
    BSE ist wieder verschwunden. Oder inzwischen so verbreitet, dass es nimmer auffaellt.

  197. Herta, ohne Sozialneid keine...
    Herta, ohne Sozialneid keine Sozialneidkeule.

  198. Schoen scharfsinnig,...
    Schoen scharfsinnig, Rosinante.
    !!!!!!!!!!

  199. Geehrter Don Alphonso, vor...
    Geehrter Don Alphonso, vor Ihrem Urlaub gilt es festzuhalten: für mich ein gelungener Beitrag, distanziert und differenziert, mit Substanz zum Nachdenken. Und ohne Polemik. Machen Sie weiter so.

  200. Mich würde jetzt eine...
    Mich würde jetzt eine Fisch-Strategie bzw -Haltung interessieren:
    .
    – Ich finde es unverantwortlich, überfischten Fisch zu essen (Ja, schon, nur hilft das dem Fisch nicht. Der geht dann nicht über Rungis in die Kleinmarkthalle sondern auf den Tokioter Fischmarkt)
    .
    – Oder solange ich noch ein Blauflossen-Thun-Sashimi bekommen kann, ess ich noch eins, und noch eins, tja, irgendwann dann halt eben nicht mehr.
    .
    Gibt es da eine konsequente Linie, die man da durchhalten kann, so “ich bin mit mir im Reinen” oder “ich komme in den Himmel”?
    .
    Erstens ändert’s nichts, zweitens muss ich nicht in den Himmel, drittens habe ich das Ziel der moralischen Überlegenheit in diesem Leben schon lange als unerreichbar und uninteressant abgehakt, viertens esse ich gerne Fisch.
    .
    Ich finde es halt nur nicht okay, dass Japaner und Chinesen alles überall abfischen, gerade vor Afrika, Ökosysteme zerstört werden, dortige Existenzen vernichtet, jegliche internationalen Vereinbarungen blockiert werden.
    .
    Den Krieg kann man denen aber auch nicht erklären.
    .
    Es hilft keinen einzigen Fisch, wenn er vor mir in der Auslage liegt und ich sage: Diesmal nicht.
    .
    Hmm, bekomme gerade Lust auf ein Fischgericht.
    .
    Soll ich?

  201. Liebe Rosinante,
    Heute vor...

    Liebe Rosinante,
    Heute vor 1600 Jahren hat Alarich Rom gepluendert.
    .
    Danach er nicht mehr so viel Sozialneid wie zuvor. Dafuer lernten die roemischen Patrizierfamilien allmaehlich dieses Gefuehl kennen.

  202. Lieber Berthold IV,
    danke fuer...

    Lieber Berthold IV,
    danke fuer den Literaturtip. Das Buch lohnt sich bestimmt.
    .
    Aber koennen Sie mir versprechen, dass meine Frage (sie wissen schon) darin auch beantwortet wird?

  203. @schusch: wenn ich genau...
    @schusch: wenn ich genau weiß, das ist jetzt ein überfischter Fisch, der da im Laden liegt, würde ich ihn im Laden vergammeln lassen und u.U. dem Ordnungsamt anrufen. Damit sie lernen, keinen überfischten Fisch einzukaufen, und als Folge die Fischer, diesen Fisch jetzt in Ruhe zu lassen, bis wieder genug davon da ist. Der Fisch sollte bewirtschaftet werden, und die EU-Länder sollten mehr Aquakultur machen, nicht anderen den Fisch wegfressen. (Ja, ich weiß, daß Bewirtschaftung bei Fischen schwierig ist, weil man sie kaum kennt und sie sich mitunter explosionsartig vermehren können. Aber ein bißchen mehr Verantwortungszuweisung und Vorsicht ist angebracht.)

  204. @ kettenrüttler

    Die Sache...
    @ kettenrüttler
    Die Sache mit der „Ergänzung“ lief wohl etwas anders ab. Die Masse des Nahrung wurde von den steinzeitlichen Damen der Schöpfung gesammelt. Die Kost bestand überwiegend aus Beeren Nüssen und vlt. etwas wildem Getreide.
    Die Jagd sorgte nur für einen kleinen Teil der täglichen Nahrungsmittelration, war aber als Quelle für Proteine dafür um so wichtiger.
    @ schusch … wenn in europa die nachfrage sinkt führt dies doch nicht automatisch zu einem nachfrageanstieg in Japan… etwas Verzicht oder umschichtung der Einkäufe hilft daher schon.
    es greift auc hetwas zu kurz, nur die asiaten für die überfischten gewässer afrikas verantwortlich zu machen. europäische trawler haben daran durchaus ihren anteil. ( dasmittelmeer ist ja auch ziemlich leergefischt und da fischen nur wenige chinsen … )

  205. lieber HansMeier555,
    ich habe...

    lieber HansMeier555,
    ich habe heute beim SZ-Feuilleton an Sie (und wegen des Alarich-Jahrestags) denken müssen. Sie haben sicher Recht, dass das römische Patriziat von da an das Phänomen Sozialneid mehr und mehr kennenlernte. Die Geschichte ist ja immer eine Tatsache. Werten tun die Historiker gemäss der politischen Philosophie ihrer Zeit. Und diese Wertung kann „korrekt“ oder „nicht korrekt“ sein. Aber dies macht mir die Existenz des Sozialneids nicht sympathischer.
    .
    Filou, danke.

  206. Alle reden vom Sozialneid,...
    Alle reden vom Sozialneid, Alarich tat was dagegen.

  207. ...fänd ich schon schade -...
    …fänd ich schon schade – ein Europa ohne Fleisch.
    Da hätte sich der Zeus seine Mühe sparen können, einem jungfäulichen Kontinent
    einen Namen zur verpassen.
    …und jetzt bitte ich um Aufklärung: wo kommt zukünftig die Milch und Käse her,
    von den Sahnetorten will ich nicht sprechen – alles Soja, oder was?

  208. Werter HansMeier555,
    wenn ich...

    Werter HansMeier555,
    wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann tat er wohl eher einiges dafür.
    .
    Wenn hier schon soviele Ernährungsexperten versammelt sind, was tut das arme
    ich, wenn es sowohl gegen Milch als auch Soja allergisch ist;
    Ob nun Europa oder Sojapa – kein Land in Sicht!

  209. Werter HansMeier555, um 20:33...
    Werter HansMeier555, um 20:33 verwiesen Sie auf die Tatsache, dass vor 1600 Jahre Alarich den reichen Römern das Gefühl des Sozialneid bei- oder zumindest näherbrachte. Also die Geschichte, wie Alarich für und im Sinn des Sozialneids tätig war. Nun, um 21:53, tat er etwas dagegen. Ein schönes Beispiel, was sich in 80 Munuten so alles verändern kann.

  210. minna, Ihr Kommentar (22:44)...
    minna, Ihr Kommentar (22:44) war noch nicht geschaltet, sonst hätte ich den meinen wirklich nicht schreiben müssen. Ihre schöne Alternative Europa – Sojapa nehme ich mit in den Schlaf.

  211. @HansMeier555
    ich denke die...

    @HansMeier555
    ich denke die Frage wird beantwortet in beiden sowohl bei nestle aland als auch im Kommentar. Das sind aber beides lutherisch/reformierte bücher. Nach einigen der letzten Verlautbarungen des vatikans keine vollwertigen Kirchen.
    Unter diesem vorbehalt sind die Bücher natürlich zu sehen. Katholische Kommentare zum zweiten Testament könnte ich Ihnen auch geben, aber die behandeln halt nicht den text. Ähnliches gilt für textkritische katholische textausgaben des zweiten testaments.

  212. @HansMeier555
    Offensichtlich...

    @HansMeier555
    Offensichtlich übersetzt laut Papst und den wieder eingegliederten PiusX Priesterbruderschaft auch die Deutsche katholische Kirche die Wandlungsworte falsch:
    http://www.katholisches.info/?p=3248
    s. Punkt 6.1.

  213. ...
    @HansMeier555
    http://www.katholisches.info/?p=3248
    Punkt 6.4. ist kritisch, wahrscheinlich ein Übersetzungsfehler der Erklärung Dominus Jesus von Rom nach Deutschland. Damit würde sich der Papst selbst widersprechen:
    http://www.traditioninaction.org/ProgressivistDoc/A_006_RatzingerSalvation.htm

  214. @colocraze

    Der Fisch wird...
    @colocraze
    Der Fisch wird erst einmal gefangen. Dann wird er irgendwo auktioniert (oder auch schon bevor er gefangen wurde). Das sind Fabrikschiffe in internationalen Gewässern, der Fisch geht eben nach Rungis oder nach Tokio oder sonstwohin, gefangen wird er. Ich kann ihn wenigstens vorm Vergammeln bewahren, wenn er schon vor mir liegt.

  215. @schusch
    24. August 2010,...

    @schusch
    24. August 2010, 23:48
    Und auch vergammelt wird er noch verwertet.
    Das gibt dann halt Fischstaebchen oder „Bremer“!
    Igitt…..

  216. Leicht verfehlt.
    Ich, für...

    Leicht verfehlt.
    Ich, für meinen Teil, habe weniger Angst vor unreflektierten Schweinereien, die Profit-Seite anschneidend, als vor dem Gedanken einer Gesundheit, der ich mich unterzuordnen habe.
    Stichwort Volkskörper. Stichwort Volksgesundheit. Stichwort Sarrazin.
    Sicherlich: Ihre Einstellung (Vegetarismus) ist, in allen Ehren, eine billige Lösung der Frage nach der Gewalt.
    Und ich hoffe ich bin der Erste, der auf folgende Trivialitäten hinweist:
    Hitler war tierlieb, nichtraucher und lebte vegetarisch.
    Ich, für meinen Teil, rauche wie ein Schlot, versuche Tiere zu verstehen und zu respektieren und dies in unsere Welt einzubauen.
    Gelingt mir nicht!
    Ich bin schlechter als Hitler?
    Ich kenne einige wenige Menschen, die alles daran geben, keine Tiere zu sein, qua Wahl ihrer Ernährung.

  217. Der Fleisch-Proll von der...
    Der Fleisch-Proll von der Dönerbude handelt natürlich ethischer wie der Beef-Snob, da er mit seinem Döner das ganze Tier in gemahlener Form frisst. Zweiter nimmt nur die teuersten Teile von der Luxuskuh, während der Rest zu Katzen- und Hundefutter verarbeitet wird. Die Vegetarier in diesem Forum ernähren ihre Lieblinge mit Tofu.

  218. Ein Buch das zu empfehlen ist:...
    Ein Buch das zu empfehlen ist: The Omnivore’s Dilemma von Michael Pollan. Ist auch bald in deutscher Uebersetzung erhaeltlich.

  219. @Rosinante:
    Alarich tat was...

    @Rosinante:
    Alarich tat was gegen seinen eigenen Sozialneid und lebte von da an wirklich „à la riche“.
    Und darum geht es ja: Dass jeder bei sich selbst anfängt.
    Dass die Römischen Patrizier ihren Sozialneid neu entwickelten, das war dann so ein Kollateraleffekt, Devin08 würde vielleicht von „Dialektik“ sprechen.
    .
    @Berthold-IV
    Vielen Dank für Ihre Hinweise und Recherchen. Das appreziere ich durchaus. Aber die Position der PB ist mir schon lange bekannt. Mich würde interessieren, ob die PB in diesem Punkt denn nun recht hat oder nicht. Was meinen Sie?
    .
    (Das „multi“ nicht „alle“ heisst, kann ja jedes Schulkind anhand seines Stowassers feststellen. Aber vielleicht geht ja der lateinische Wortlaut („multi“) wiederum auf ältere Texte in anderen Sprachen zurück und war selbst bereits ungenau?!)

  220. @minna: Milch allgemein oder...
    @minna: Milch allgemein oder nur Kuhmilch? Wenn letzteres, empfehlen sich Schafmilch und die (nur) daraus hergestellten Käsesorten.

  221. danke lieber leser,
    leider...

    danke lieber leser,
    leider jede. Bin kein Biochemiker, aber es scheint, daß die gleichen allergieauslösende Eiweißstoffe sowohl in tierischer wie pflanzlicher
    Nahrung vorkommen; ganz gerne in den sog. Grundnahrungsmitteln.
    Es vergräzt mich dann, wenn ich vom Forscherergeiz lese, besonders
    die Grundnahrungsmittel gleich „wertvoll“ zu machen, angeblich um
    den Hunger in der Welt zu bekämpfen.
    Allerdings, auch mich sättigt Käse aus Milch oder Soja( Tofu).

  222. @minna: wenn Sie Käse/Tofu...
    @minna: wenn Sie Käse/Tofu vertragen und nur die unverarbeitete Milch nicht, ist es ja nicht schlimm.

  223. @schusch: das ist eine feige...
    @schusch: das ist eine feige Ausrede, daß Sie nur Resteverwertung betreiben. Sie stimmen ab mit ihrem Geldbeutel. Stellen Sie sich der Verantwortung und kneifen sie nicht so kindisch. Sonst werden Sie auf die Tafeln verwiesen, wo die Reste landen.
    @nixx: daß die Leute gesund alt werden sollen, ist ja in Ordnung (bei der Großelterngeneration war das zum Glück weitgehend der Fall), aber zu alt hat auch keinen Wert (100jährige sind einfach nicht mehr fit genug zum Kinderhüten, kochen und gärtnern). Natürlich hauts einen immer mal runter, aber entscheidend ist, daß man wieder hochkommt. Irgendwann ist natürlich Schluß, aber diese letzte Phase sollte sich nicht allzulang hinziehen.

  224. colorcraze, da hab ich mich...
    colorcraze, da hab ich mich mißverständlich ausgedrückt: die Sättigung wird
    mit Allergien bezahlt.

  225. Muss das Steak dem Grashüpfer...
    Muss das Steak dem Grashüpfer weichen?
    Grillen und Grashüpfer haben ebenso viel Eiweiß wie ein Stück Fleisch, ihre Zucht ist viel billiger als die von Rindern oder Schweinen und beansprucht weniger Land. Deshalb bereitet die Lebensmittelbehörde der Vereinten Nationen (FAO) zurzeit eine Kampagne vor, die Menschen weltweit Insekten schmackhaft machen soll. Das berichtet das Magazin „National Geographic Deutschland“ in der September-Ausgabe. Insekten könnten auch die Lebensmittelversorgung einer wachsenden Weltbevölkerung sichern. In vielen Ländern der Erde stehen bereits heute Insekten auf dem Speiseplan: In Mexiko würzt man Soßen mit Wanzen, in Thailand frittiert man Wasserwanzen, die Aborigines in Australien schätzen das säuerliche Aroma von Ameisen. Hierzulande bedarf es allerdings noch einiger Überzeugungskraft, die Heuschrecke dem Sonntagsbraten vorzuziehen …

  226. HansMeier555, ich verstehe,...
    HansMeier555, ich verstehe, Sozialneidabbau durch Reichwerdung. Eine schöne Lösung. Fast wie in Lummerland.

  227. Das gibt Kommentare ...

    Als...
    Das gibt Kommentare …
    Als (Halb-)Vegetarier (kein Fleisch, aber (Wild-)Fisch) kann ich den entspannte Haltung gut nachvollziehen. Mir fehlt bei dem Thema jeder missionarische Eifer. Es gibt sowieso nur zwei Arten von Fleischessern: Den Fleischproll und mit dem lohnt es sich nicht zu diskutieren (der isst auch kleine Kinder sage ich dann immer überspitzt) und den „einsichtigen“ Fleischesser, der sich dann mit dem „ich esse aber auch nicht jeden Tag Fleisch“. Bei letzteren stellt sich dann aber meistens schnell heraus, dass er doch jeden Tag Wurst, Salami, Speck, etc. auf’s Brot, in die Nudelsoße, die Tarte oder die Bratkartoffeln wirft. Sonst schmeckt es ja nicht (was natürlich nicht stimmt, es schmeckt dann nur nicht nach Fleisch … Man muss also selber würzen).

  228. Ach jee, keine Zigaretten...
    Ach jee, keine Zigaretten mehr, kein Fleisch mehr, vielleicht bald überall Tempo 120, bald womöglich höhere Krankenkassenbeiträge für Dicke, Raucher oder Risikosportler, all das macht uns nicht unsterblich, sondern noch ängstlicher.
    Ist mir doch egal, was Raucher oder Fleischesser damit ausdrücken wollen, ob sie rumprollen, dezent sind, oder irgendwo in der Mitte. Ob sie Döner essen, oder Kobe-Rind, ob sie billige Kippen von Aldi rauchen oder teuerste Zigarren, mir alles egal.
    Paternalisten nerven. Jeder nach seinem Geschmack.

  229. @ egghat
    "Bei letzteren stellt...

    @ egghat
    „Bei letzteren stellt sich dann aber meistens schnell heraus, dass er doch jeden Tag Wurst, Salami, Speck, etc. auf’s Brot, in die Nudelsoße, die Tarte oder die Bratkartoffeln wirft. Sonst schmeckt es ja nicht“
    .
    Auf den Punkt getroffen.
    .
    Selbstillusion ist eine starke Kraft. Daher glaube ich Umfragen nur bedingt.
    Also veröffentlichte Zahlen, was sich da alles als Vegetarier bezeichnet oder als Semi-Vegetarier. Da müsste man das Design der jeweiligen Studie kennen.

  230. HansMeier55 25. August 2010,...
    HansMeier55 25. August 2010, 08:00
    „Alarich tat was gegen seinen eigenen Sozialneid und lebte von da an wirklich „à la riche“.
    Leider nicht! Der gute starb noch im selben Jahr. Geld allein macht eben nicht glücklich.
    Herzlichst grüßt aus Walsrode
    der Elbsegler

  231. @elbsegler:
    Doch, die Erben....

    @elbsegler:
    Doch, die Erben.

  232. Lummerland, Rosinante, ist ein...
    Lummerland, Rosinante, ist ein Ort ohne allen Sozialneid. Dort geben die Lokomotivführer-Azubis den Ton an und tanzen dabei mit purpurgeborenen, blütenblattgleichen Kaisertöchtern.

  233. Lummerland ist der Ort der...
    Lummerland ist der Ort der sozialen Harmonie schlechthin.
    .
    Die Dynastie (König Alphonso 11.45), das Proletariat (Lukas), Kleinbürgertum (Kaufladenbesitzerin Frau Waas) und das gänzlich überflüssige Großbürgertum (Herr Ärmel) leben dort idyllisch zusammen wie sonst nur im Kinderbuch.

  234. Wir sind, HansMeier555, in...
    Wir sind, HansMeier555, in Sachen Lummerland und Alarich nahezu ein Herz und eine Seele. Aber der Tetzlaff darf nicht mitspielen.

  235. @colorcraze

    Meine...
    @colorcraze
    Meine Konsumentscheidung bedeutet gar nichts, nichts, nichts. Fisch geht halt sonst nach Japan oder China, solange bis ebbe fodd.

  236. Die Grundlage unseres Essens...
    Die Grundlage unseres Essens heute ist Oel:
    Oel -> Duenger -> Getreide -> Milch/Fleisch -> Lifestyle Magazin Beef
    http://michaelpollan.com/articles-archive/the-way-we-live-now-the-agricultural-contradictions-of-obesity/
    Einige warnen, dass dies alles wieder anders wird sobald das Oel knapp wird:
    http://www.nytimes.com/2010/08/25/books/25book.html?_r=1&ref=world

  237. @minna, diesen Ärger halte...
    @minna, diesen Ärger halte ich für sehr verständlich, auch, weil mir scheint, es gebe andere Wege, um den Hunger zu bekämpfen oder Nebenprodukte der Nahrungsmittelherstellung zu verwerten; was, bitte, haben Milchproteine in Sorbet verloren oder Hühnereiproteine in Rotwein?
    (Bei Allergien auf mehrere Stoffe müssen aber nicht unbedingt Lebensmitteltechnologen oder Molekularbiologen ihre Finger im Spiel gehabt haben. Es kann sich auch einfach um eine Kreuzallergie auf Stoffe handeln, die sich im „kritischen“ Teil ähneln. Zumindest heute ist die Wahrscheinlichkeit für diese Möglichkeit noch höher.)

  238. expat,
    der verlinkte...

    expat,
    der verlinkte Pollan-Artikel ist interessant. Allerdings stehe ich seiner Hypothese ein wenig skeptisch gegenüber. Grund dieser Skepsis ist ein (pseudowissenschaftliches) Experiment, das wir vor Jahren mal in der Mensa durchführten. Wir beobachteten eine größere Gruppe von Menschen über mehrere Wochen hinweg auf ihre Bewegungs- und Essgewohnheiten und befragten sie auch dazu. Es ergab sich Folgendes:
    Deutlich übergewichtige Menschen wählten öfter als normalgewichtige die kalorienreicheren Speisen und Getränke (auch dann, wenn diese nicht die preisgünstigere Option darstellten), nahmen diese in größeren Mengen zu sich (auch relativ zum Energiebedarf), kompensierten eine Überzufuhr an Kalorien seltener bei den folgenden Mahlzeiten, unterschätzten ihre Energiezufuhr öfter und bewegten sich im Alltag wesentlich weniger. Am meisten erstaunte uns aber, dass sie seltener von Genuß berichteten. Anders als die normalgewichtigen Beobachteten schienen sie sich nicht deshalb zu überessen, weil’s ihnen besonders gut schmeckte. Es schien vielmehr, als fehle ihnen das Maß oder als stünden sie beim Essen unter einem inneren Zwang.
    Ich weiß nicht, ob man diesen Menschen über die Steuerung von Landwirtschaftspolitik und Nahrungsmittelpreisen zu einer bekömmlicheren Lebensweise hätte verhelfen können. Außer natürlich, man hätte die Preise dermaßen angehoben, dass nur die Wohlhabenden so viel hätten essen können, wie sie wollten – dann hätte eben Pech gehabt, wer mehr benötigte, als sein Budget zuließe. Dahin zurück? Nein danke.

  239. @colorcraze
    24. August 2010,...

    @colorcraze
    24. August 2010, 18:24
    Sorry, hab das eben erst gelesen!
    Ja, genauso, aber nur langsam erwaermen, sonst ist es baeh…

  240. lieber leser,
    meine Allergie...

    lieber leser,
    meine Allergie laste ich nicht den Lebensmitteltechnikern an – die ist einfach da.
    Sie macht es nur schwieriger sich möglichst schadfrei zu ernähren.
    Sie haben es an Ihren Beispielen aufgezeigt.
    An Ihren Beobachtungen in der Mensa sieht man wie unterschiedlich das gleiche
    Nahrungsangebot „verwertet“ wird und dann stößt einem eben auf, wenn Forscher
    “ neue“ Nahrungsmittel kreieren, die eine Verengung der Auswahl bedeuten.

  241. ...ich bin auch froh, daß Sie...
    …ich bin auch froh, daß Sie die Idee „steuernd“ einzugreifen, verworfen haben.
    Ich selbst bin aufgrund meiner Erfahrung zum Ergebnis gekommen, keinem
    einen Ernährungsratschlag zu geben; dazu fehlt es mir an Wissen.

  242. @minna: das tut mir leid :-(...
    @minna: das tut mir leid :-( Dann müssen Sie ja quasi das Kochen für sich neu erfinden? Ich hoffe, Sie haben damit einigen Erfolg… ja, dieses ganze Gepansche – hier noch ein Zusatzstoff, dort noch ein sonstwas – mag ich auch nicht. Meine Schwiegermutter macht Rotkohl ohne Fett (kein Öl, kein anderes Fett) – Rotkohl schneiden, großzügig Essig drüber, Apfel oder etwas Zucker rein, heftig würzen mit Nelken, Lorbeer (in eine Filtertüte tun). Schmeckt super. Macht sie zu Gänsebraten, kann man aber auch einfach so essen. So ein bißchen getrennt finde ich ganz gut – nichtfettiges zu fettigem, oder auch süßes zu nichtgesüßtem (Kaffee schwarz oder Tee und Kuchen dazu). Aber ich will Sie nicht vollschwätzen, das ist mehr als „Anregung für die unbekannten Leser“. – Was manchmal funktioniert, ist zurückgreifen auf Gerichte aus Großelternzeit – nicht auf Kochbücher, sondern das, was die nach eigener Aussagen gekocht und gegessen haben. Weil das haben sie ja vertragen.

    @Grimaldeli: gut, dann steht einem lecker Auberginensüppchen nichts mehr im Wege.

    @expat: der Pollan-Artikel ist wirklich interessant. In den USA haben die ja eine ausgreifende Lebensmittelindustrie. Gott sei Dank gibts bei uns noch Frischware zum Selberkochen. – Was das Düngerproblem angeht, früher hat man mit Gülle gedüngt, hier hat man heute das Problem mit zuviel Medikamenten und Hormonen drin. Daran müßte mal geforscht werden, wie man das wieder rauskriegen könnte.

    @Leser: daß Eßgewohnheiten eine Menge ausmachen, denke ich auch. Wer nicht immer regelmäßig zu essen bekam und auch mal was stehenlassen hat, weils zuviel war oder zu schlecht, hat möglicherweise Bremsprobleme, weil er seinen Sättigungspunkt nicht kennt.

  243. @Grimaldeli: pardon, Avocado....
    @Grimaldeli: pardon, Avocado. Ich hatte mich verschrieben.
    @schusch: Ihre phlegmatische Passivität erinnert an Regenwürmer.

  244. colorcraze 30. August 2010,...
    colorcraze 30. August 2010, 0:15,
    leider haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Das ich das Essen neu
    erfinden müßte, denk ich auch manchmal …aber können ?
    Das schlichte Essen der Altvorderen dazu in knappen Portionen ist wohl das
    Mittel der Wahl.
    Auf jeden Fall Danke für Ihre Anregungen.

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