Home
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
Weitersagen Kommentieren (445)
 

Die gescheiterte Integration der Konservativen

07.09.2010, 11:48 Uhr  ·  Natürlich ist Sarrazin ein parteipolitisches Problem der SPD und ein Problem des Ansehens für die Bundesbank. Wenn jetzt die Knservativen anfangen, mit dessen Thesen alte, aber eben erfolgreiche Kernthemen zu beackern, sollten sie aufpassen, dass es nicht auch ihr Problem wird: Die Zeiten, in denen man ein einigendes Weltbild hatte, sind lang vorbei, und niemand weiss, wie lange der Kitt zwischen den Fraktionen noch hält-

Von

Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse.
Gottlieb Wendehals

Oh, fein, es folgt auf die hier geschilderten Grundlagen eine grosse Integrationsdebatte, und diesmal ist sie aus politischen Opportunitätsgründen samt und sonders judengenteilerrein. Man will sich ja keinen rassistischen Schiefer einziehen, sondern möglichst Schiefer an die anderen verteilen, und immer schön mit der leise hinterhergeschobenen Begründung, man müsse das tun, das Volk wolle es so, die Stimmung an der Basis sei so, das Volksempfinden verlange es – egal, solange keiner über die Milliarden”geschenke” an die Atomindustrie redet, die genau genommen keine “Geschenke” sind, sondern zusätzliche Einnahmen, die Ihre und meine Ausgaben sind. Aber gut, reden wir über Integration. Ich sage: Ein Islam, der Plakate druckt, um für kulinarischen Fastenbrechen mit Flatratepreisen zu werben, ist einerseits sehr viel westlicher als etwa die katholische Kirche, aber, auch das sei vermerkt, davon steht nichts im Koran, und schon gar nicht in Englisch.

Bild zu: Die gescheiterte Integration der Konservativen

Ich sehe das und freue mich. “Flatrate” ist zwar nicht generell meine Vorstellung eines Kulturbegriffs, aber es zeigt doch sehr schön, wie durch die Hintertür der Wortwahl und der Einschätzung von Rezipienten eine Veränderung stattfindet. Vielleicht haben sie auch Angst, dass ohne Flatrate zu wenig kommen, und sehen sich in einer Konkurrenzsituation, vielleicht kennen sie auch nur ihre Pappenheimer. Aber diese Religion ist dabei, sich anzupassen. Ohne schieben und drängeln, ohne irre Thesen und Verdrehung von Statistiken oder auch nur den Wunsch einiger verbliebener CDU-Granden, der Bundeskanzlerin zu zeigen, wo und in welcher Bildungsferne noch immer der mittlerweile doch leicht rostbraune Hammer hängt. Das muss man doch mal sagen dürfen.

Dieser missionarisch wirkende Eifer – oder haben Sie schon mal einen konservativen Politiker Plakate für Integrationsflatrate aufhängen sehen? – ist ja so eine Sache. Gerade, wenn man aus Bayern kommt und damit aus einem Landstrich, in dem man eigentlich schon immer vieles sagen durfte, und vielleicht nicht ganz der Norm entsprach. Die bayerische Norm ist Alkohol ab spätestens 16 und in erheblichen Mengen. Ich trank noch nie, ich bevorzuge Tee. Und weil man das micht zu akzeptieren bereit war, klingt die ganze Integrationsdebatte mit ihren Reflexen so vertraut: Der macht nicht mit, der findet das nicht lustig, der ist anders, der richtet uns hintenrum aus, den nehmen wir uns jetzt mal vor, dem schütten wir heimlich was ins Glas, den faseln wir dauernd an, den kriegen wir schon klein. Klein kriegen wohlgemerkt, nicht “das wird eine feine Sache, wenn er auch etwas trinkt”. Es ging nicht darum, dass ich trank. Es ging um das Durchsetzen einer Norm, deren Opfer trotzdem der Aussenseiter geblieben wäre. Und bayerische Jugendliche können in der Sache ziemlich ausdauernd sein, um es noch höflich zu sagen.

Bild zu: Die gescheiterte Integration der Konservativen

Umgekehrt habe ich eigentlich nie versucht, einem von denen zwangsweise Assam und Darjeeling einzuflössen, damit dieser Bierdimpfl den Unterschied zwischen Tee zum Morgen und Tee zum Abend versteht. Es war und ist wirklich nicht mein Interesse, jemanden mit einem in sich stimmenden Weltbild von der in China genähten Trachtenhose bis zum Besäufnis auf dem Oktoberfest auf ein paar mir wichtige Punkte festzunageln, und ihn dann pro forma als “gebildet” oder als “gern gesehenen Gast” zu definieren. Es würde keinen Sinn machen, mit so einer Person über ein Buch zu reden, dessen Inhalt er sich im Kindler herausgesucht hat. Man würde einen Bastard der Halbbildung zeugen, einen Parvenü, eine lächerliche Figur, und das im vollen Wissen, dass es für keine Seite eine Verbesserung gibt. Ich halte es fraglos – allein schon unter Hinblick auf die hohen Kosten der Volksdroge Alkohol – für wichtig, dass man Alternativen aufzeigt. Aber mit einem Gruppenzwang, mit dem elitäre Leute andere in Lebensgefahr bringen, kommt man auch auf der anderen, nach meinem Erachten besseren Seite nicht weiter.

Dieser Wunsch, andere zu “integrieren”, ist nach meinem Dafürhalten stets auch ein Ausdruck der Unsicherheit in der eigenen Kultur. Wäre die eigene Kultur wirklich so grossartig und offensichtlich überlegen, würden die anderen von selbst kommen. Aber gerade auf konservativer Seite muss sich da in den letzten Jahren viel Zweifel aufgebaut haben: Kinderschänder und Vertuscher in der Kirche, ein Kapitalismus, der Abermilliarden durch die Bankenkrise verschlingt, eine Globalisierung, die Westviertel zum Spielball ihrer Interessen macht, die Angst, dass diese Welt das Beste bereits hinter sich hat, das Ende von Traditionen, Bildungszielen und Lebensentwürfen. Dem konservativen Weltbild kommt der Wesenskern abhanden, seine Autorität ist dahin, die Kinder zucken mit den Achseln und machen es, wie sie es für richtig halten. Der Konservativismus flüchtet sich in den, Padon, kulturhistorischen Idiotenbegriff eines “christlich-jüdischen Abendlandes”, um eben diese Chimäre gegen Ausgregenzte durchzusetzen. Ausgegrenzte, die daraufhin nicht das Vergnügen haben können, die Angreifer in ein Gespräch über die Briefe von Ambrosius von Mailand zu verwickeln. Oder ein klein wenig an Augustinus zu erinnern, im Hinblick auf den Lebenswandel ihrer Töchter. Denn nicht 2000 Jahre Zivilisation stehen hinter dem Konservatismus, sondern ein paar Jahrzehnte Vergessen des minderwertigen Lehrstoffmülls deutscher Gymnasien im Grundkurs Geschichte.

Bild zu: Die gescheiterte Integration der Konservativen

Diese Zeiten der Verunsicherung ist so wie bei meinen Bekannten aus Schulzeiten: Wenn sie den einen auch noch zum Saufen bekommen, müssen sie sich keine Gedanken mehr machen, dass jemand Bedenken hat, wenn sie in diesem Zustand auf den Feldwegen Rennen fahren. So eine Berauschung ist nur toll, wenn sich alle gegenseitig versichern, dass sie prima drauf sind, und genau diese Berauschung an der Richtigkeit des eigenen Tuns wird man jetzt erleben. Wie in meiner Jugend wird auch diesmal kein Mittel zu dumm sein, um nicht vorgetragen zu werden. Man wird Gegenbilder zur eigenen Idealwelt suchen und finden und gemeinschaftlich verurteilen, und so den Eindruck haben, dass man mal wieder das Abendland und seine Werte gegen die anderen verteidigt hat. Immer natürlich so, dass auch der letzte Bierdimpfl noch irgendwie den Eindruck haben kann, ebenfalls auf dem Zug zum zweiten Tours, zum endgültgen Granada und allerletzten Lepanto dabei zu sein, bis zur nächsten Runde des Schauspiels, das alle zwei, drei Jahre aufs Neue gegeben wird, Hoyerswerda, Leitkultur, Rütli, Eiuwanderungstest, U-Bahn-Schläger (sofern nicht deutscher Hewrkunft).

Es ist nicht anzunehmen, dass diese Aufwallung eine Bedeutung auf die Integrationsarbeit hat. Es dürfte dem Schläger in Berlin ebenso egal sein, wie dem formal deutschen Wodkaatmer in der kleinen, dummen Stadt an der Donau, der vor 30 Jahren aus Russland importiert wurde, um ihn und sein deutsches Blut vor den Kommunisten zu retten. Man muss trotzdem darüber reden dürfen, denn das ist nicht nur eine prima Unterstellung gegen andere, die eine andere Meinung haben, sondern ein hervorragender Anlass, die Angriffe gegen das eigene Weltbild zu beklagen, und damit seine Dominanz zu betonen. Das hilft, sich ein paar wenig erfreuliche Fragen für ein paar Wochen nicht stellen zu müssen, als da wären: Was ist diese deutsche Kultur, das geistige Konstrukt, in das sich andere einfügen sollen? Was sind die Vorzüge dieser Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung des Umstandes, dass Minderheiten damit im täglichen Umgang eher begrenzt in Kontakt kommen? Es hilft, andere noch rückschrittlicher aussehen zu lassen, und die Gräben im eigenen Lager vom rechten Rand bis zu den Homosexuellen, von den kirchlichen Gruppen bis zu den arbeitenden Müttern für eine Weile zu vergessen. Die sich abschottenden Schichten sind als Feindbild eine der letzten verbliebenen Gemeinsamkeiten und gleichzeitig das verlorene Paradies, das Shangri La der früher bestimmenden politischen Kraft. Deren grosse Zeiten, in Bayern noch mit Auswüchsen wie arrangierten Ehen, Kopftüchern, unbedingte eheliche Treue, Jungfräulichkeit, Töchter in Klöstern, starke religiöse Bindung, Konfessionsschulen, Hass auf Schwule und einem knallhart durchgesetzten Kuppelparagraphen, sind in Bayern noch keine 50 Jahre her.

Bild zu: Die gescheiterte Integration der Konservativen

Es ist alles nicht mehr so einfach wie früher, als “konservativ” ein in sich stimmiges Lebensmodell und Wertesystem war. Mit etwas Pech und unvorsichtigen Übertreibungen steht am Ende dieser Integrationsdebatte kein Gesetz gegen die Unwilligen, sondern eine Spaltungstendenz zwischen dem, was an konservativer Realpolitik zugunsten der Mitte mit in paar Lippenbekenntnissen nach Rechts üblich ist, und dem, was sich im Untergrund zwischen Kriegervereinen, Neuen Rechten und radikalen Christen marginalisiert sieht. Mit den Muslimen, ihren Flatrates, Schleiern, Popstars und Megaparties hat das letztlich wenig zu tun. Vielleicht ist deren Mischkultur sogar auch eine Art Integration: Anpassung durch eben jene Desintegration und Atomisierung der Schichten, die längst auch ein Kennzeichen der Gruppen geworden ist, die sich in ihrem Wesenskern eigentlich dagegen stemmen wollten.

 
  Weitersagen Kommentieren Empfehlen Drucken
 

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Lesermeinungen zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 6000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung der Lesermeinung weisen wir am Beitrag den Klarnamen des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Lesermeinungen von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Lesermeinungen zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Weitere Artikel

Datenschutzerklärung

Allgemeine Nutzungsbedingungen von FAZ.NET und seinen Teilbereichen

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Lesermeinungen automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden
Lesermeinungen zu diesem Artikel (445)
Sortieren nach

"Umgekehrt habe ich eigentlich...

"Umgekehrt habe ich eigentlich nie versucht, einem von denen zwangsweise Assam und Darjeeling einzuflössen." Das hätten "die" auch mit Recht abgelehnt. Sie hätten einen guten Tee nehmen sollen, einen Wulong z.B. Es fehlt Ihnen halt an in"tee"grativem Ehrgeiz.

Richtig, ich hatte fast...

Richtig, ich hatte fast vergessen, dass bald wieder Oktoberfest ist. . Nun denn, lassen wir weiter die Herren Professoren Schulnoten an Thilo S. verteilen. Irgendwann wird schon mal ne 1+ dabei sein (mit 50 bis 80%iger Wahrscheinlichkeit).

Man wird in diesem Land ja...

Man wird in diesem Land ja wohl noch sagen dürfen, dass das ein sehr guter Text ist. Ich bitte aber um Erläuterung des Bajuvarismus "der richtet uns hintenrum aus". Bedeutet das "Der verspottet uns hinter unserem Rücken"? "Der verpetzt uns bei den Erwachsenen"? Noch etwas anderes?

Die Bajuwaren mit den in China...

Die Bajuwaren mit den in China genähten Trachten können einem leid tun. Allerdings kommt der Tee ja auch aus Asien, das Bier dagegen aus der Heimat. Nicht vergessen! Was m.E. von Mr. S. bleibt, ist die Kritik an der fehlenden Frühförderung. Es gibt eben keine Krippen und Kindergärten für alle, erst recht nicht verpflichtend. Genau das würde die Unterschicht jedweden Glaubens aber brauchen. Jetzt diskutieren wir wieder ewig rum, aber echte Frühförderung gibts nie, das Geld geht in die Atommüllendlager. Und dann sind wir wieder bei der Frage, was eigentlich die Oberschicht mit Dienstwagen wie Herr S. für die Bildung der anderen getan hat. Eben: nichts. Die Bildungsinstitutionen sind nur noch Steinbrüche unterm sinkenden Stern des Abendlandes. Damit ist die Desintegration der Konservativen perfekt. Kann ich im Donysium Asül beantragen?

Vorschlag: Draußen in Zukunft...

Vorschlag: Draußen in Zukunft nur noch kännchen. Wäre harmlos, und die Retro-Konservativen würden sich wieder ein Stückchen heimeliger fühlen.

0 steelydan 07.09.2010, 10:45 Uhr

Jetzt fraternalisiert sich...

Jetzt fraternalisiert sich unser Don schon über den Tee mit den Turbanisten. Nächstens werden wir ihn noch in Pluderhosen über die Alpenpässe radeln sehen. Und Datteln zwischen Biskuitboden und Schlagobers stecken.

Werter Don, Diese Variante...

Werter Don, Diese Variante Ihres blogs schätze ich besonders, weil Sie hier nicht in der Rolle der eher blasierten Kunstfigur erscheinen, sondern persönlich Position beziehen. Damit werden Sie natürlich auch angreifbarer, aber - so what. Mit Ihrer Kernthese (wenn ich sie denn richtig verstanden habe) bin ich völlig einig: die polemisch-hysterische Qualität der "Integrationsdebatte" ensteht durch die tiefgreifende Verunsicherung weiter Teile der Bevölkerung in Deutschland und lenkt von den wirklich wichtigen Fragen ab, die Sie so schön zusammengefasst haben: "Was ist diese deutsche Kultur, das geistige Konstrukt, in das sich andere einfügen sollen? Was sind die Vorzüge dieser Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung des Umstandes, dass Minderheiten damit im täglichen Umgang eher begrenzt in Kontakt kommen?" Ich habe den Verdacht, dass die angeblichen Konfliktparteien in dieser schiefen Debatte (sei es Abendland gegen Islam, oder auch Deutsche gegen Ausländer) nur vorgeschoben sind, um vom wahren Konflikt abzulenken: wer will denn schon darüber reden, dass eigentlich Arm gegen Reich/Unten gegen Oben gemeint sein könnte?? Dabei wird es langfristig darum gehen, wie sich "die da unten" in dieser Gesellschaft einrichten können, ohne dass die Lage explodiert. Ich gehe davon aus, dabei wird mehr und nicht weniger Toleranz für Vielfalt/Abweichung gebraucht werden. Vermutlich brauchen wir dazu gleichzeitig mehr konsequente Sanktionen für gefährliches (d.h.gesellschaftlich destruktives) Verhalten - aber quer durch die Klassen: nicht nur bei jugendlichen Schlägern, sondern auch bei kriminellen Spekulanten/Banken. Nur am Rande: das Tragen eines Kopftuches halte ich nicht für gefährlich in diesem Sinne (schon allein deshalb, weil ich mich noch gut daran erinnern kann, dass meine - ländlich geprägte - Großmutter nie ohne ein solches das Haus verlassen hätte).

0 donalphonso 07.09.2010, 10:53 Uhr

Angreifbar ist im Moment vor...

Angreifbar ist im Moment vor allem mein Rechner, insofern wird hier zwar freigeschaltet, aber nur wenig von meiner Seite aus kommentiert - aber Toleranz ist eines der Wörter, die ich vermisse, wenn es um Dinge geht, die nicht problematisch sind. Da könnte man sehr tolerant sein und auch mal sagen: Bis hierher: Gut! Prima!

Ein schöner "thinking outside...

Ein schöner "thinking outside the box" Post. Oder auf bayerische Lederhosenverhältnisse adaptiert: "thinking outside the pants".

0 P. Seudonym 07.09.2010, 10:58 Uhr

"Es ist alles nicht mehr so...

"Es ist alles nicht mehr so einfach wie früher, als "konservativ" ein in sich stimmiges Lebensmodell und Wertesystem war." Heutzutage erodiert einfach alles: Seitdem das StGB nur noch die Nebenstrafen zur medial vollzogenen Vorverurteilung darstellt ist es nicht einmal mit unserem Rechtssystenm noch weit her. Kein Wunder, dass jedermann ins Saufkoma flieht - im islamischen Paralleluniversum geht man stattdessen in die Moschee bzw. "in die andere Welt", wie man dort sagt.

0 gutesrecht 07.09.2010, 11:14 Uhr

Werter Don, Danke für Ihren...

Werter Don, Danke für Ihren Anstoss zu einer höchst interessanten Debatte. Wenn ich Ihre Kernfrage ebenso wie derast dahingehend verstehen darf, was deutsche kultur sei, so ist mit bedauern festzustellen, dass das wirklich ausreichend und offen noch nicht diskutiert ist, was auch den aufschrei angesichts der thesen von Herrn Sarazin (dessen namen ja manche kommentatoren sogar zu früheren angeblichen meuchelmördern zurückverfolgen wollen). Zuletzt fand ich ergiebiges dazu in der "neuen mittwochsgesellschaft", wo egon bahr, r. v. weizsäcker, thierse, helmut schmidt, gräfin dönhoff etc. diskutierten. Dieter Grimm, damals Richter am BverfG, hielt folgendes für die essentiale unserer kultur: physische und psychische integrität der einzelnen person, auf menschenwürde beruhende gleichheit und das recht des einzelnen, aus gruppen auszutreten und sich in die allgemeine gesellschaft einzugliedern. Bedenkenswerte gedanken, wie ich finde, nur leider zuletzt von 1999, aber vielleicht erfolgt ja eine interessante fortschreibung in jetztzeit und zukunft. Gruß GR

0 Latifundius 07.09.2010, 11:18 Uhr

@Driver: Volle Zustimmung, was...

@Driver: Volle Zustimmung, was bei den 3-6 jährigen (und noch früher) nicht verankert wird, lässt sich später nur noch ganz schwer (wenn überhaupt) und mit viel mehr Geld richten. Und damit ist hier eben nicht primär die "deutsche Kultur" gemeint, sondern das ordentliche Sprechen einer Sprache (sollte, muss aber nicht die deutsche sein) und grundsätzliche Regeln des bürgerlichen Zusammenlebens und der Rücksichtnahme.

Es sind die Ängste, die er zu...

Es sind die Ängste, die er zu steigern sucht . Wunderbar formuliert, und das möchte ich hieraus noch mal hervorheben: „Dieser Wunsch, andere zu "integrieren", ist nach meinem Dafürhalten stets auch ein Ausdruck der Unsicherheit in der eigenen Kultur. Wäre die eigene Kultur wirklich so grossartig und offensichtlich überlegen, würden die anderen von selbst kommen.“ „Denn nicht 2000 Jahre Zivilisation steht hinter dem Konservatismus, sondern ein paar Jahrzehnte Vergessen des minderwertigen Lehrstoffmülls deutscher Gymnasien im Grundkurs Geschichte.“ „Was sind die Vorzüge dieser Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung des Umstandes, dass Minderheiten damit im täglichen Umgang eher begrenzt in Kontakt kommen?“ „Hass auf Schwule und einem knallhart durchgesetzten Kuppelparagraphen, sind in Bayern noch keine 50 Jahre her.“ . Gerade den letzten Satz kann ich durch persönliches Erleben bestätigen. Ich komme wohl aus dem bayrisch-fränkischen Spessart, aber der Unterschied zu Oberbayern dürfte marginal sein. 50 Kilometer von Frankfurt entfernt, in Richtung Südosten und 50 Jahre in der Zeit zurück, und wir finden genau den Orient, den ein Sarrazin nun glaubt neu entdeckt zu haben. Ernst Jünger (Der gordische Knoten) hat vielleicht genau auf solche Phänomene referiert, als er schrieb: „Es gibt unter allem Wechsel räumlicher Machtverhältnisse eine unfehlbare Kenntnis des Unterschiedes von Ost und West. Sie hängt mit der Wertung der Freiheit zusammen und führt den Menschen innerhalb der Auseinandersetzung auf die Seite, der er notwendig angehört.“ (Vittorio Klostermann Verlag, 1953, S. 25). Ich sagte es schon an anderer Stelle: dieses kleine Buch (gerade mal 153 Seiten umfassend), halte ich für das einzige, das ich ohne Bedenken empfehle. . Zuhälter seien sie, oder Kinderfresser, die da aus Frankfurt, dem protestantischen, so hieß es damals, in dem 1000-Seelen-Kaff, dort im Spessart, und fremd, da oftmals sehr gefährlich, war gelegentlich schon des Nachbars Hund. Und was stand dahinter? Eine Gemeinde, in der das Wort Freiheit so selten vorkam, wie das Wort Individuum. Es herrschte ein nicht näher definierbare Angst, vor allem und jedem. Da gab es den Pfarrer, der schon etliche Generationen mit der Rute erzogen hat, ebenso der Schulleiter, der Oberlehrer (http://blog.herold-binsack.eu/?p=791), der gleiches tat. Und wer hatte keine Angst, als Kind, vor dem schwarzen Mann, der da vor der Tür stehen sollte. Man hatte Angst vor den alten Weibern, die zumeist Witwen waren, immer nur in schwarz rumliefen, und von denen der Modergeruch des allgewärtigen Friedhofes auszugehen schien. Und welche Angst hatten diese Weiber erst, vor dem nahenden Tod, daher waren sie des Pfarrers beste Beute. Und bis zur Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches, am 01. Januar 1900 wurde in Frankfurt/Main, auf der Grundlage des mittelalterlichen Stadtrechtes, neben dem Juden auch noch der Katholik diskriminiert. . Und auch die anderen Zitate teile ich voll umfänglich. Ich habe es ein wenig anders formuliert, denke aber, das gleiche zu meinen (siehe zum Beispiel: „Integration in deine desintegrative Gesellschaft“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=1079). . Einen wichtigen Punkt, den ich hier noch ergänzen möchte, und was ich leider zu Schirrmachers Beitrag selber nicht unterbringen durfte, möchte ich daher hier noch einmal zitieren, zumal es sich um etwas nicht von mir Erfundenem handelt: „Das evolutionstheoretisch und kulturhistorisch sehr wohl begründbare Urverhalten, in egozentrischer und egoistischer Weise, die eigene Realität als die gültige Universalrealität über andere und anderes zu stellen um damit die eigenen Bedürfnisse durchzusetzen, erfährt nun eine notwendige Differenzierung. Einerseits ist dieses Urverhalten eine notwendige Existenzsicherungsmotivation in dieser, durch Evolution geprägten Ökosphäre: durchsetzungsfähiger Egoismus als notwendige Voraussetzung, dass es uns heute noch gibt. Andererseits aber ist diese Urverhalten der größte Hemmschuh für den Prozess zu rationaler Erkenntnis und läuft durch die zunehmende, durch Wissenschaft begründete Entkopplung unserer Existenz von der biologischen(!) Evolution mehr und mehr zu einer Existenzgefährdung aus uns selbst heraus aus…“ (zit. nach Michael Rudolf Luft, „Was ist Realität?“, entnommen: 01.09.10)“, vgl: http://blog.herold-binsack.eu/?p=1072. . Also konservativ ist das eigentlich nur, weil es ein „Urverhalten“ zur kulturellen Norm verklären möchte. Und das ist überhaupt das Wesen allen Konservativismus und daher auch eines Sarrazins Hauptverbrechen. Es sind die Ängste, die er zu steigern sucht, die Urängste, die Instinkte sozusagen, nicht die Freiheit, die Fähigkeit des Menschen, sich endlich von der Biologie zu entkoppeln. Das macht ihn konservativ und reaktionär, gleich wie wahr oder unwahr einzelne seiner Thesen sein wollen.

0 BertholdIV 07.09.2010, 11:25 Uhr

@DA Der Artikel ist eine sehr...

@DA Der Artikel ist eine sehr gute Beschreibung des katholischen Bayerns, welches G-tt sei Dank verschwindet. Die Dirndel sind dann ähnlich den Kölner Karneval-Militäruniformen eine Verballhornung einer alten "Tradition". Ursache: Rom hat alles unter dem Vorbehalt der Erhaltung der Kirchengüter gestellt (Zölibat für niederen Klerus im MA, "Kommunistenfressen") und jetzt geht das Geld aus und gar is, außer die Mission in Indien ist erfolgreich, aber dann ändet sich das gesamte Projekt.

Sie werden schlechter, Don...

Sie werden schlechter, Don Alphonso. Erfrischend zu sehen, daß auch bei Euch jungen Leuten manchmal die Konzentration nachläßt. Wieder ein bißchen mehr anstrengen, werter Herr. asprion, 87

0 colorcraze 07.09.2010, 11:45 Uhr

Atomisierung der Schichten,...

Atomisierung der Schichten, ja. Es gibt eine ungemeine Tendenz zu extremindustrieller Vermassung auf flachstes Niveau, und der frühere Rausch ist zu blitzartiger Druckbetankung mit Blackout geschrumpft. Sämtliche Kerne erodieren rapide. Es wird von Anfang an eine solche Geschwindigkeit verlangt, daß das keiner lange durchhält. Und man verdient dabei auch nicht so viel, daß es dann für den Rest des Lebens reicht. Mit Krankenversorgung und Rentnerbespaßung wird zur Zeit noch Geschäft gemacht, aber das wird aufhören. Verkehr ist nicht mehr ÖPNV, sondern Massentransport.

0 colorcraze 07.09.2010, 11:50 Uhr

@Devin08: der Mensch soll sich...

@Devin08: der Mensch soll sich von der Biologie entkoppeln? Also nicht mal mehr ein Weiterleben als Lebewesen gestehen sie den Menschen zu, nur noch den Tod?

0 Justinian 07.09.2010, 11:55 Uhr

Wenn eine Minderheit der...

Wenn eine Minderheit der Teetrinker dem Teetrinken - buchstäblich - auf Kosten einer Mehrheit der Biertrinker nachginge und dieser Belastung der Biertrinker durch Förderung der Integration der Teetrinker abzuhelfen wäre, so erscheint ein an die Teetrinker gerichteter Integrationswunsch nicht als "Ausdruck der Unsicherheit in der Kultur" der Biertrinker, sondern als Wahrung berechtigter Interessen der zahlenden Mehrheit. Dies gilt selbst dann, wenn es auch Biertrinker gäbe, die auf Kosten der Mehrheit dem Biertrinken nachgehen, und nicht alle Teetrinker auf Kosten der Mehrheit Tee trinken.

0 donna laura 07.09.2010, 12:00 Uhr

liebe/r derast, "Dabei wird...

liebe/r derast, "Dabei wird es langfristig darum gehen, wie sich "die da unten" in dieser Gesellschaft einrichten können, ohne dass die Lage explodiert." ich stimme ihnen zu. . und da es vermehrt gruppen gibt, die wirtschaftlich betrachtet verlieren - oder sich auch nur so fühlen, weil es ihnen nicht gelingt/nicht gelingen kann, das höher-weiter-schneller der elterngeneration zu erreichen; es gibt viele graustufen dazwischen! -, wird abgrenzung notwendig, um sich seiner selbst zu versichern. . der mensch i.a. ist so, dass er gerne auf irgendjemanden herabsieht. besonders, wenn er sich verunsichert oder gar bedroht fühlt. . wenn er keinen dafür hat, dann macht er jemanden dazu. das ist sogar bei personen zu beobachten, die es, von aussen betrachtet, 'gar nicht nötig hätten'. das erstreckt sich, wie der don so prägnant formuliert hat, auf von der angenommenen gruppe abweichendes verhalten, z.b. keinen alkohol zu trinken. . diese vorgehensweise deutet dummerweise auf ein eingeschüchertes kleines seelchen hin, das angst in der welt hat (gut beschrieben, lieber Devin08; das ist mit meinen äusserungen gemeint, dass man dabei sind, in die 1950er zurückzugehen). . vor meinem geistigen auge schwebt dann die bücherverbrennungsszene. frei nach dem motto: was ich nicht gemacht habe, was ich nicht kapiere, das kann nichts sein. das muss weg. bevor man zugeben muss, dass man sich auch damit auseinandersetzen könnte - wozu aber hirnkapazität genutzt werden müsste. nein, besser: man kann es gar nicht zugeben. weil man limitiert ist. . zwei dinge sind unendlich: das universum und die menschliche dummheit. aber beim universum bin ich mir nicht ganz sicher. . die segregation aber schreitet weiter voran. mit hilfe des saharazinnobers entwickelt sie noch mehr zentrifugalkräfte. . wie wäre es mal mit versöhnung? verständnis? nächstenliebe auf allen seiten? fangen wir doch mal bei uns selbst an: seien wir gute nachbarn...

0 wwwäää 07.09.2010, 12:04 Uhr

Die S-Debatte hat doch etwas...

Die S-Debatte hat doch etwas ganz anderes gezeigt: Zwangs-integriert wird bei uns vornehmlich (ausnahmslos ?) durch unsere "staatstragenden" Politiker im Hinblick auf die Durchsetzzung dessen, was als politisch korrekt angesehen wird. Wer sich nicht dem Diktat der offiziellen Sprachregelung fügt, wird sofort in die Außenseiterecke gestellt. Die "Berauschung an der Richtigkeit des eigenen Tuns" - genau das ist es, was Merkel, Wulff, Gabriel und andere uns derzeit vorführen. Und dies (unbeabsichtigt) so provoziert und aufgedeckt zu haben ist das bleibende Geschenk vomn Sarrazin.

0 Don Carlos 07.09.2010, 12:13 Uhr

nun ja... jeder möchte sich...

nun ja... jeder möchte sich seine freunde aussuchen dürfen. gruppen bilden sich ja immer auch zur abgrenzung sowohl nach außen als auch nach innen. und sogar der betreiber dieses blogs grenzt sich gegen andere gruppen unter sozialen oder regionalen aspekten ab. oder? ;) - ähnlich wie in den cliquen als kinder oder jugendliche oder in clubs müssen manche prospektive neumitglieder informeller gruppen mehr oder weniger lächerliche bis erniedrigende bis gefährliche aufnahmerituale über sich ergehen lassen, während andere prospektive neumitglieder sofort automatisch integriert werden. sobald jemand ein solches aufnahmeritual überstehen muß, kann er schon davon ausgehen, daß er eigentlich nicht erwünscht ist. was nicht bedeutet, daß es nicht mitglieder solcher cliquen oder clubs gibt, die sich nach überstehen der boshaften rituale anerkennung und sympathie erworben hätten. aber wer eine gefährliche mutprobe nach der anderen bestehen muß, an der selbst die angesehendsten clubmitglieder gescheitert wären, sollte sich nach anderen freunden umsehen. - peinlich sind formelle gruppen, die sich aufführen wie informelle gruppen, die also aufnahmerituale festlegen, obwohl ihnen neue mitglieder zugeteilt werden, die somit auch in den meisten fällen nicht aus interesse oder sympathie mitglied dieser formellen gruppe werden wollen, und deren formeller anführer in dem wahn lebt, auch der informelle führer dieser gruppe zu sein. solche formellen gruppen sind zuhauf in firmen, behörden oder beim militär zu finden. ganz boshaft könnte man auch den anschluß der ost- an die westzone dazu zählen. interessanterweise scheinen heutzutage hauptsächlich solche mitglieder zu formellen führern solcher gruppen aufzusteigen, die vorher vom zugang zu jeglicher informeller gruppierung völlig ausgeschlossen waren. in solchen fällen gelingt die integration der neuen mitglieder entweder unter starkem zwang und geht zu lasten des zusammenhaltes und des vertrauens in dieser formellen gruppe. oder die gruppe scheitert an der inkompatibilität ihrer mitglieder. - die funktionalität informeller wie formeller gruppen hängt also von der integration ihrer mitglieder ab. natürlich können auch mitglieder rein rational in eine gruppe integriert werden, ohne daß ihnen sympathie oder vertrauen entgegengebracht würden. dann müssen solche mitglieder jedoch meistens über fähigkeiten verfügen, mit denen sie nicht ohne weiteres durch der gruppe sympathischere mitglieder ersetzt werden können. hängt jedoch die funktionalität einer gruppe in besonderem maße vom gegenseitigen vertrauen oder von der einordnung in eine informelle hierarchie ab, kann ein rational noch so geeignetes neues mitglied völlig ungeeignet sein.

0 Observator 07.09.2010, 12:16 Uhr

@derast (12.47) "wer will denn...

@derast (12.47) "wer will denn schon darüber reden, dass eigentlich Arm gegen Reich/Unten gegen Oben gemeint sein könnte?? " Eben darum scheint es in hohem Maße zu gehen. Ich habe den starken Eindruck, dass viele der Leute, die Sarrazin hochleben lassen, nur eine Rechtfertigung dafür suchen, nicht mehr Geld für eine a l l g e m e i n e Verbesserung der Frühföderung, bzw. der schulischen Förderung ausgeben zu müssen. Will man da wirklich Erfolge erzielen, wird es teurer werden. Das ist - neben dem pauschalen Abwatschen sämtlicher Muslime als Illkulturati - das Fiese an dieser Sarrazin-Debatte. Es wird erleichtert darüber aufgeatmet, dass angeblich endlich jemand fundiert vorgerechnet habe, die Finanzierung von Födermaßnahmen sei hinausgeworfenes Geld, weil die Zielgruppe ja sowieso erblich bedingt weder förderwillig noch förderbar sei. Fährt man nun die Fördermöglichkeiten zurück, tritt natürlich genau das wirklich ein und man sieht sich auf's Schönste bestätigt. QED. Natürlich trifft das dann nicht nur die Muslime. Diese Rechnung kann man für alle Migranten, ja, für alle Angehörigen der Unterschicht aufmachen, da haben Sie völlig Recht. Und wenn man mal den weiterführenden Schluss zieht, dass Kultur auch als Subkultur begriffen werden kann, können Sie mit Sicherheit auch in der Mittelschicht erblich bedingte Intergrationsunfähigkeit ausmachen. Z.B. mangelnde Flexibilität. Man kann mit Vererblichkeitskoeffizienten solche Spielchen treiben, wenn man alle anderen Faktoren (Assimilationsprozesse, Bildungssystem, Arbeitsmarkt, etc) einfach mal konstant lässt oder passend niedrige Werte wählt. Mal ganz abgesehen davon, dass die Abnahmerate des Durchschnitts-IQ über die Zeit so dürftig ist, dass es selbst dann nur funktioniert, wenn man einen sehr weiten Zeithorizont ins Auge fasst. Sagen wir mal: Das Ende des Jahrhunderts, mindestens. Deshalb bleibe ich dabei: Solche Szenarien sind unseriös, Rost hin oder her. @DA Werter Don, in einem haben Sie, fürchte ich, nicht Recht. Die Furcht vor dem Untergang der Kultur ist nicht so neu. Die treibt uns schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts um. Mit über die Jahre erschreckend ähnlichen Argumentationsmustern.

... vielen Dank für Ihre...

... vielen Dank für Ihre Gedanken, die ich als Denkangebot annehme, versuche nachzuvollziehen und mitzudenken bzw. für mich als Anregung zum Denken. . Gerade vorher habe ich in der online-FAZ diesen Beitrag gelesen http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~EBFC72F0534A149BE84CA714A883B6B5C~ATpl~Ecommon~Scontent.html . dort : "... die Intensivierung des Lesens und Betonung des kritisch-problemlösenden Reflektierens," . Intergration ? In Dld. ? Das hat für mich noch nie zusammengepasst. Eine Gesellschaft braucht zumindest "gleiche" Basics wie Sprache. Ohne Lohnarbeit können Menschen sich, egal welchem "Hintergrund" nicht an einem entspr. Leben beteiligen. . Mir fällt immer wieder dieser Einbürgerungs-Ritus i.d. USA ein : das hat etwas Verbindendes und Bindendes. Leider wird es in Dld. wohl nicht dazu kommen. Wann werden wir ein Einwanderungsland ? Auch dafür fehlt die Politik. . Ich kann mich noch erinnern, wie beindruckt ich war, als ich meinen ersten richtigen "Ferienjob" ( haben heute alle nur noch "Jobs" in Dld. ?) machen durfte und da im Ritual des öffentlichen Dienstes "eingeschworen" wurde (ich durfte die Personalakten in einem Krankenhaus durchnummerieren, da war das notwendig). . "Denn nicht 2000 Jahre Zivilisation steht hinter dem Konservatismus, sondern ein paar Jahrzehnte Vergessen des minderwertigen Lehrstoffmülls deutscher Gymnasien im Grundkurs Geschichte." Da möchte ich mich lieber nicht zurpckbegeben. Damals Leistungskurs; es war rückblickend evaliert betrachtet ein einziges Trauerdrama. . Mein beobachteter "Mainstream Dld." will sich anscheinend nicht fundiert mit Komplexität (schon mal mental) beschäftigen - geschweige denn "reflektieren" und handeln - egal ob Migration, Sexualität, verkrustete Strukturen. Die in einem anderen FAZ-Artikel gezeigten Beispiele machen mir Mut ("Revolte unter deutschen Dächern"). . Toll : türkische Akademiker verlassen Dld. Gerade Letztere, die in Dld. studiert haben, wären doch wichtig "für uns". . Es gibt wohl 2 hauptsächliche menschliche Motivationen : 1. Cui bono 2. Follow the money . Buon divertimento & salutoni

0 BertholdIV 07.09.2010, 12:29 Uhr

@wie war das noch mal mit der...

@wie war das noch mal mit der hessischen? Professorin an der ETH, die ihre eigenen Veröffentlichungen nicht mehr "kennt"? Hoffentlich revanciert sich die Kanzlerin auch für diesen Dienst. Als Wissenschaftlerin, ist die nicht da diskreditiert? Ansonsten Lob der FAZ und den Autoren: http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~EBFC72F0534A149BE84CA714A883B6B5C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Wir setzen Don Alphonso...

Wir setzen Don Alphonso einfach einmal in die Deutsche Bahn oder lassen ihn 2 Monate in einem Bahnhofsquartier leben (mein persönlicher Favorit: Giessen). Mal schaun, ob er dann immer noch solche Sachen schreibt. Aber der Versuch hier gegen das Konservative zu treten (mit dem ewig bekannten Muster, O-Ton: "Konservative sind dumm") ist wenig hilfreich; im Grunde ist es doch nur die Angriffspostion. Das eigene grüne Multiklultiweltbild gerät ins Wanken (insofern ist man dann selbst ein Konservativer und verteidigt das bestehende Multikultiweltbild). Angriff ist häufig die beste Verteidigung; hier empfehle ich Smith: ändern sich die Fakten, dann ändere ich meine Meinung.

0 colorcraze 07.09.2010, 12:47 Uhr

@donna laura: bezüglich des...

@donna laura: bezüglich des Herabsehens stimme ich Ihnen nicht zu. Es ist vielmehr so, daß eine Gruppe nicht bestehen kann ohne gemeinsame Formen, es muß irgendeine Art von gemeinsamem Tun, gemeinsamen Aktivitäten und gemeinsamem Treffen sein. Sonst ist es nämlich schlicht keine Gruppe. Wenn man sich daran nicht beteiligen will, aber sonst gern mit diesen Leuten zu tun hätte, muß man halt etwas anderes vorschlagen, _das paßt_.

0 sarraszene 07.09.2010, 12:48 Uhr

Werter Don, es geht nicht...

Werter Don, es geht nicht darum, dass sich irgendwer integrieren soll. Integrieren ist in diesem Zusammenhang ein Chiffre für abhauen, verschwinden, ausreisen. Insofern ein kluger Beitrag, die Diskussion in die richtige Bahn zu lenken.

0 donalphonso 07.09.2010, 12:48 Uhr

Nein, Dipsy, was ich sage...

Nein, Dipsy, was ich sage ist: Konservative (zu denen ich sicher in gewisser Hinsicht auch gehöre) haben massive Probleme, den Laden noch zusammen zu halten. Wenn auf der einen Seite die katholischen Landfrauen und auf der anderen Seite der Abweichler von der moralischen Norm wie der Seehofer sind, wird das, denke ich, recht deutlich, Und wenn man sich mal echte Extrempositionen anschaut, wie etwa Politically Incorrect oder Kreuz.net, und das mit dem normalen CSU-Wähler bei uns in der Stadt vergleicht - dann ist die Nähe bei zweiteren zu den Grünen sicher grösser, als zu denen, die unter dem gleichen Oberbegriff fahren und von einer Volkspartei abgedeckt werden. Das ist nicht dumm, das sind einfahc die Herausfoderungen der Zeit. Die SPD hatte es schon zweimal mit Linken und Grünen, die Union wird es auch bekommen.

apropos Toleranz da bin ich...

apropos Toleranz da bin ich ebenfalls d'accord - die fehlt mir oft als Grundeinstellung nicht nur bei diesem Thema. . von wg. "Kopftuch" : es ist richtig, dass Kopftücher auch im dt. ländlichen Bereich oft getragen wurden. So wie versch. Formen von Kopfbedeckungen bei Frauen Teil von Trachten waren und sind. Ein Kopftuch, insbesondere bei jungen Türkinnen, wie ich es leider immer wieder in dieser "kleinen dummen Stadt an Lech & Wertach" sehen muss, ist jedoch für mich etwas anderes und dürfte dieser Runde wohl auch bekannt sein. Nicht umsonst wurde "es" von Atatük abgeschafft. . "Andere zu erniedrigen um sich selbst zu erhöhen". Oje, allein das ist mir so fremd und ich erschrecke dabei in Mark & Bein. . "Der Klügere gibt solange nach bis er der Dümmere ist" fällt mir dann noch ein.

Dipsy, die Toleranz wächst...

Dipsy, die Toleranz wächst nun einmal mit dem Abstand. Aber den Don lassen wir besser im Westviertel. Sein Gewese nach Realitätskontakt würde für schlichte Kommentatorenohren ertäubend sein.

0 colorcraze 07.09.2010, 12:57 Uhr

@donna laura: können sie sich...

@donna laura: können sie sich mit der Dummheit versöhnen? Oder wollen Sie sie nicht wenigstens zum Halten bringen und bedauern?

Nebenbemerkung Don Alphonso:...

Nebenbemerkung Don Alphonso: furchtbar schlecht recherchiert zum Thema Atomindustrie. Hinter den bösen abzockenden Turbokapitalisten der Atomkonzerne stecken wirklich hochinteressante Aktionärsgruppen (könnte man im Geschäftsbericht nachlesen, würde aber das eigene Weltbild zerstören). Vatenfall Europe: 100% im Eigentum des Königreich Schweden EnBW: 90% in Staatsbesitz (45% gehören einem Verbund schwäbischer Stadtwerke, 45% dem franz. Staatskonzern -85% davon gehören der Republik Frankreich- EdF RWE: mindestens 33% gehören Stadtwerken; im Streubesitz dürften noch sehr viel mehr sein E.On: mindestens 2%, ca. 75% sind in Steurbesitz Hinweis zu RWE und E.On: es gibt eine aktienrechtliche Meldeschwelle (da müssen sich die Aktionöre offenlegen), viele Stadtwerke sind aber weit unterhalb der Meldeschwelle. Kumuliert dürften bei beiden Unternehmen der Staatseinfluss weit mehr als 50% betragen. Gegen welches Gespenst rennt Don Alphonso hier also an? Gegen einen Staat, der seine Bürger schlicht für dumm verkaufen will. Man erhöht die Steuern auf indirektem Wege via Brennelementesteuern und hofft so, den Volkszorn in Richtung böse Konzerne lenken zu können. Investigativer Journalismus geht anders Don Alphonso, zerstört aber nur allzu oft Weltbilder (setzt also eine ideologische Unbefangenheit voraus).

0 donalphonso 07.09.2010, 13:07 Uhr

Dipsy, schlecht recherchiert...

Dipsy, schlecht recherchiert wäre es, wenn hier etwas Falsches stünde. So wie es dort steht, ist es zwar kurz, aber dennoch richtig. "STaat" mit "Kommune" gleichzusetzen, finde ich jetzt ehrlich gesagt, hm, nachlässig. Und dass die vier Firmen dennoch ein Quasimonopol haben, es nach allen Regeln der Kunst nutzen und wie eigenständige Firmen agieren, steht, denke ich, ausser Frage.

Lieber Don, Vegetarier, schon...

Lieber Don, Vegetarier, schon fast sozialliberale Ansichten, Kritiker der Traditionen und Zustände in der geliebten Heimat, kein Biertrinker.... Mir scheint, Sie haben wirklich keine Angst um Ihren Job hier. Was hat sie ausgerechnet zur F.A.Z geführt ? *g*

Du meine Güte! Die hässliche...

Du meine Güte! Die hässliche Stadt an der Lahn heißt und schreibt sich Gießen - die Konservativen sind wirklich nicht mehr das, was sie mal waren...

0 donalphonso 07.09.2010, 13:09 Uhr

Nein, ich habe wirklich keine...

Nein, ich habe wirklich keine Angst. Warum auch? Niemand liest meine Beiträge gegen, ich schreibe, was ich mir denke, und wenn das nicht möglich wäre, würde ich sofort kündigen. Ich mache das, weil es Spass macht.

0 colorcraze 07.09.2010, 13:09 Uhr

@Don Alphonso: nicht nur...

@Don Alphonso: nicht nur Konservative haben Probleme, den Laden zusammenzuhalten. Alle. Durch die Bank alle. Es ist wie Fahren mit hoher Geschwindigkeit und immer weniger funktionierendem Lenkrad.

0 E.R. Nest 07.09.2010, 13:12 Uhr

Interessantes Thema für einen...

Interessantes Thema für einen Blog, welches sich der Ausgrenzung von oben nach unten verschrieben hat Und auch formell nähern Sie sich der Diktion der von Ihnen Kritisierten an, denn Ihre Botschaft lautet ja ebenso: die können es halt nicht". Nur meinen Sie nicht die Muslime, sondern die Konservativen. Der Zeitpunkt des Einstellens (11:48) spricht sicher dagegen, daß man Sie "kleingekriegt" hat. Haben Sie eventuell einen Tee erwischt, bei dessen Herstellung weniger Wert auf ökologischen Anbau gelegt wurde?

0 elbsegler 07.09.2010, 13:14 Uhr

Die "Debatte" über Migration...

Die "Debatte" über Migration und Integration ist mehr als nervig. Die einen fabulieren den Weltuntergang herbei, die anderen legen das Problem als Bagatelle ab. Weder wird die Welt untergehen, noch kann man die gesellschaftlichen Probleme, von denen die Integrationsdebatte nur ein Teilproblem berührt, vom Tisch philosophieren. Die Welt hier in Konservative und Fortschrittliche, Bayern und Nichtbayern zu trennen, erleichtert das Schreiben polemischer Beiträge zur Selbstüberhöhung, bietet aber keine Vorschläge gegen das Auseinanderfallen dieser Gesellschaft. Die Sarrazin-Debatte ist mal wieder typisch für die Art und Weise, in diesem Land Probleme anzugehen. Man mäkelt an der Form und einzelnen Details seiner Kritik mit großem Aufwand, um ja nicht das eigentliche Problem angehen zu müssen, nämlich die (Selbst-)Ausgrenzung weiter Teile unserer Bevölkerung in prekäre, von dauerhafter staatlicher Unterstützung abhängige Lebensverhältnisse. immer mehr Menschen sind nicht in der Lage, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Das ist das Kernproblem, das gelöst werden muss. Fördern und fordern dürfen nicht nur Schlagworte bleiben. Es ist nicht nur ein sozialer Skandal, sondern auch zunehmend ein Problem für die Wirtschaft, die lange Zeit mit schlecht Ausgebildeten Ungelernten gutes Geld verdient hat und deshalb auch nichts unternommen hat, diese Schicht abzubauen. Damit ist es vorbei. In anderen Ländern stehen diese Arbeitskräfte zu viel günstigeren Tarifen bereit als bei uns. Diese sozialpolitische Verwahrlosung muss ein Ende haben. Die kulturellen Unterschiede halte ich für ein Übergangsphänomen, das man nicht überbewerten sollte. Da wird sich wie auch bei früheren Einwandererbewegungen über die Zeit ein neues Gleichgewicht einstellen.

@Donna Laura (13:00) Genau das...

@Donna Laura (13:00) Genau das meinte ich: es entlastet in schwierigen Situationen, wenn ein Sündenbock gefunden werden kann. Und Minderheiten bieten sich halt dafür an. Ich will aber gar nicht bestreiten, dass umgekehrt jetzt auch Herr S. in die Rolle eines Sündenbocks gedrängt wird. Da habe ich aber leider weniger Mitleid, weil er sich das selbst zuzuschreiben hat. Wenn man gesehen hat, wie sehr er sich in seine Einzelkämpfer-Ecke verrannt hat hat ... @Dipsy (13:40) Ich hatte nicht den Eindruck, dass in dieser blog-Runde bisher das "grüne Multiklultiweltbild" vertreten wurde - die meisten Ansichten erschienen mir nicht einer Schablone zu entstammen sondern sehr persönlich geprägt zu sein. Ebenso halte ich es für reichlich simpel (vorsichtig gesagt), wenn Sie unterstellen, manche (Ihnen unangenehme) Meinungen hier seien einfach aus Unkenntnis der Realität in Deutschland entstanden. Ich bilde mir ein, die Lebenswirklichkeit vieler Schichten/Klassen hier recht gut zu kennen. Noch weniger verstehe ich, wie Sie die Ihnen nicht passenden Argumente als "Versuch ... gegen das Konservative zu treten" zusammenfassen wollen. Anscheinend passen Toleranz und konservatives Denken für Sie nicht zusammen? Und ganz zum Schluss eine stilistische bzw. sprachliche Anmerkung (die Sprache sollten wir wichtig nehmen): Das "Wir", mit dem Sie beginnen, und wie es dann weitergeht erinnert mich peinlich an die Sprache von bestimmten Stammtischen, an denen die erste Person Singular fast verpönt ist. "Dann wollen wir doch mal sehen ..."

0 elbsegler 07.09.2010, 13:21 Uhr

@colorcrraze Ich glaube, das...

@colorcrraze Ich glaube, das Lenkrad funktioniert noch. Es will nur niemand mehr lenken. Alle sitzen auf der Rückbank und geben dem nichtvorhandenen Fahrer kluge Ratschläge. dazu blickt man zufrieden mit sich selbst aus dem Seitenfenster, stellt fest, dass keine Kurve in Sicht ist und deshalb eigentlich auch kein Grund zum Lenken besteht. Gute Fahrt!

0 staff.aureus 07.09.2010, 13:23 Uhr

Also dem Herrn Alfons kann man...

Also dem Herrn Alfons kann man nur zustimmen. Hat er nicht schon 300fach an dieser Stelle die Schönheit Berlins beschrieben ? Lobte er nicht konstant den Genuß der Fleischbrötchen, die vollintegriert nur Döner genannt werden ? Beklagte er nicht beständig den Mangel an Sprachfähigkeit und das fehlende Wissen über Altgriechisch, Mathematik und sonstige klassische Bildung ? Freute er sich nicht ständig über die Wiedervereinigung, die ein Land wieder zusammenfügte, das definiert wurde über gemeinsame Dichter, welche der Toleranz folgend von West nach Ost zogen und nun gemeinsam in Weimar beerdigt liegen ? Und widersprach er nicht beständig der Idee einer bessergestellten Elite, der Idee eines feinen Herrenmenschentums, eines sich Absentieren in geschlossene Westviertel ? Nein, der Alfons und der Thilo sind zwei Seiten der selben Medaille, und beide kämpfen vereint für die Weltrevolution, oder vorerst für die Sozialdemokratie.

0 colorcraze 07.09.2010, 13:26 Uhr

@Dipsy: gut daß Sie die...

@Dipsy: gut daß Sie die Zahlen nennen. Der Countdown läuft also.

0 staff.aureus 07.09.2010, 13:27 Uhr

P.S.: Und lobte er nicht...

P.S.: Und lobte er nicht fortwährend die Fruchtbarkeit seiner Lenden, die vielzähligen Kinder in seiner heimatlichen Stätte ?

Ach Don Alphonso, Seehofer ist...

Ach Don Alphonso, Seehofer ist sicher kein klassischer CSUler. Das ist ein ganz normaler Apparateschick wie wir ihn in jeder Partei finden. Der könnte auch - soweit opportun- in der SPD sein. Dem Mann geht es nur um Macht, von persönlichen Prinzipien keine Spur. Ich weiss auch nicht, was Sie gegen Political Incorrect haben. Der Blog veröffentlicht lediglich ganz normal erschienene Pressemeldungen aus ganz normalen Zeitungen. Zugegeben, die Kommentare sind dort ab und an unter der Gürtellinie. Der reine Blog, Wiedergabe des Textes aus dem Medium mit einer ironischen bis polemischen Anmerkung, ist nun wirklich nicht des Teufels. Wir haben da übrigens kein originäres Problem der Konservativen. Wir haben ein allgemeines gesellschaftliches Problem. Eine demokratische Gesellschaft funktioniert nuneinmal nur dann, wenn man auf der gleichen Wertebasis steht (dieser selbstverständliche Punkt zuletzt Höffe im Merkur 6/2010). Ich will hier nicht Böckenförder wiederholen (der hat auch nur bei Tocqueville und Schmitt abgeschrieben): aber die freiheitliche Gesellschaft lebt von Voraussetzungen die sie selbst nicht schafft. Das Problem heisst wiedereinmal: 68!

donna laura, colorcraze: Auf...

donna laura, colorcraze: Auf andere herabschauen zu müssen halte ich nicht für einen erstrebenswerten Zustand. Was mir fehlt in dieser Debatte sind die Vorbilder zu denen viele aufschauen könnten. Außer den Promis A, B, C, D, E fällt mir nichts auf oder ein. Alles dreht sich um Milieus, Gruppen, Seilschaften, Netzwerke und dann die die berüchtigten "Wir" bestehend aus ein oder zwei Personen, ab drei ist es schon ein "clan" . Wie soll sich da irgendwer in irgendwas integrieren? In welche "Gesellschaft"? Selbst eine "Volksgemeinschaft" läßt sich nicht finden. Sonst müßten die rechts-und linksaußen sich nicht so mühen. . tabula rasa

0 Der Gärtner 07.09.2010, 13:45 Uhr

Schreiben Sie doch was Nettes...

Schreiben Sie doch was Nettes über Fahrräder, Silberkannen und Muronoleuchter. Das beruhigt und hilft den heiligen Sarazenen-Eifer zu dämpfen, jetzt, wo die Wissenschaft Ihr schäumendes Geschreibsel Lügen straft. Es geht am Ende so wie damals bei Ihrer witzigen Durs Grünbein-Rage. Schon vergessen?

0 Observator 07.09.2010, 13:53 Uhr

@elbsegler (15:14) Meine...

@elbsegler (15:14) Meine Zustimmung, lieber elbsegler. Gerade aus diesen Gründen hilft es nicht weiter, die ganze Schuld der muslimischen Kultur zuzuschreiben. Das bringe ich jetzt nicht auf's Tapet, weil ich der Ansicht wäre, sie täten das, sondern weil es die Überleitung zu einem Erinnerungshäppchen ermöglicht, das ganz amüsant ist und wiederum zum Thema des Blogs passt. Ende der 50iger, Anfang der 60iger setzte schon einmal eine deutsche Bildungsdebatte ein. Die nahm ein gutes Ende: Die Bildungsexpansion der 70iger. Damals geisterte auch schon so ein Konstrukt durch die Diskurse. Die Summe aller Risikofaktoren wurde auf den Punkt gebracht: Mädchen aus katholischem Elternhaus aus ländlichen Regionen. Das war die Kombination mit der niedrigsten Bildungschance. Nun, inzwischen redet man von denen aus gutem Grund nicht mehr, es hat sich zu viel geändert und was früher eine Modernisierungsverliererin war, zählt nun zu den Gewinnern. Födern, fordern, usw. funktioniert sehr wohl, wenn man es tut und nicht nur nach Ausreden sucht, um Gelder zu kürzen.

minna, dem kann man wohl...

minna, dem kann man wohl leider nicht widersprechen. . Also wirklich, Dipsy... Der arme Böckenförde.

Verehrter Don, haben Sie...

Verehrter Don, haben Sie herzlichen Dank für Ihre klugen (zuweilen wie hier ja schon fast weisen) Beiträge zu dieser sinn- und verstandlosen Debatte! Es ist beruhigend zu sehen, dass es noch bürgerliche Verteidiger des Erbes der Aufklärung gibt und die Kritik der sarrazinischen Dummheiten nicht bloß der Ideologie des gegnerischen Lagers überlassen wird.

Außerdem heißt das Problem...

Außerdem heißt das Problem 69, werter Dipsy, weil auf diesem Wege die Fortpflanzung zumindest deutlich erschwert ist (wobei ich nicht sagen kann, ob man das 1968 schon wusste). . Bhüeti!

@Don, danke, das war...

@Don, danke, das war fällig.;-) @derast, donna laura observateur, u.a. : es nützt nix, die andere Seite wünscht nicht zu verstehen. Ich rede mir inzwischen auch nicht mehr den Mund in den S-Diskussionen fusselig, sondern sage: 'nein, D_A_S wird man nicht M_A_L sagen dürfen, das haben wir schon mal gesagt, das ist damals nicht gut ausgegangen, 1933-45. Und weitere Kommentare dazu, verehrte Herrschaften kosten 10 Euro von jedem, denn das ist Nachhilfe in Geschichte'. Dann ist auch meist Ruhe, denn den meisten ist doch noch ein Rest Geschichtsunterricht präsent. @ Dipsy, ich wohne in der Berliner Entsprechung des Bahnhofsviertels von Gießen, und ich finde es hier nicht unaushaltbar. Das liegt vielleicht daran, dass mir, mehrsprachig in vielerlei Hinsicht, es bisher gelungen ist, mein Gegenüber davon zu überzeugen, dass hier Platz für uns beide ist. Wenn man aber mit der Attitude des Übermenschen an die Sache rangeht, bekommt man hier schnell was auf la mütze. Und ich sehe das Viertel hier nicht als Sozialromatiker, sondern durchaus in den grellen Farben der Realität. Zu PI: nein völlig isoliert betrachtet, liest sich PI auch nicht weiter schlimm, aber - ohne Ihnen nahetreten zu wollen - wie es der Herr Lau in der Zeit so schön betitelte: es gehört ins "Reich des Widerlichen", wenn man das im Kontext betrachtet. Und genau das ist auch über den Herrn S. und dessen krudes Elaborat zu sagen. Da geht es nämlich nicht mehr um das humanistische Weltbild, sondern um die Verwertbarkeit von Menschen. Und sorry, wenn man das als unbedenklich erachtet, ist das bedenklich. - Und an die andere Seite, bei der der Hausherr wahrscheinlich gerade den Löschknopf heißlaufen lässt: Integration ist nun mal kein P.upskissen, in das sich ein Teil einer Gesellschaft zurücklehnt und zum anderen Teil sagt: nun macht mal, hopphopp! Übrigens ich habe wieder angefangen mein türkçe aufzufrischen. Möglicherweise würde das einigen von Ihnen auch helfen. Grinz. MD

0 elbsegler 07.09.2010, 14:26 Uhr

@Observator Es geht hier wohl...

@Observator Es geht hier wohl nicht um Schuld. Gleich von wem. Der Islam ist nicht an allem Schuld. So zu tun, als spielte der kulturelle Hintergrund überhaupt keine Rolle, ist auch nicht hilfreich. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um das verstehen, warum etwas so ist , wie es ist. Es geht um Phänomene, die es zu verstehen gilt. An der Situation der Mädchen aus katholischem Elternhaus in ländlichen Gegenden lag "die Schuld" auch nicht beim Christentum. Es war die Grundhaltung der Menschen, die sich aus vielen Quellen speiste und die erst einmal geändert werden musste. Was die Bildungsdebatte der 70er betrifft: Wir könne jetzt wohl auch nur einen Teilerfolg feiern. Denn diese Debatte war auch Auslöser des Bildungschaos der vergangenen Jahrzehnte, in dem Schüler jährlich von neuem als Versuchskaninchen für wildgewordene "Bildungsreformer" herhalten mußten und müssen. Das Ergebnis ist in der Summe niederschmetternd: Ständig steigende Belastung der Schüler, sinkende Leistungen, hohe Abbrecherquoten, marode Schulen, frustrierte Lehrer. Die Bildungsexpansion frißt ihre Kinder.

0 donna laura 07.09.2010, 14:44 Uhr

liebe colorcraze, erstens...

liebe colorcraze, erstens parliere ich in erster linie über - aufklärungsferne - individuen (innerhalb einer gruppe oder auch nicht), zweitens spreche ich nicht über normatives. . selbstverständlich bin ich gegen herabsehen, so wie man auch gegen gentechnik, aber für frauen ist. http://www.acbc.de/Bilder/Uli%20Stein/dagegen.jpg . mit der dummheit anderer komme ich ganz gut zurecht. aber versöhnung ist keine einbahnstrasse. . liebe minna, es gibt genug, die wollen gar nicht aufschauen (ausser vielleicht in richtung haider, aber da müssen sie die köpfe jetzt schon sehr weit nach oben, oder meinetwegen auch nach unten, recken). pardon, vielleicht liegt das alles an meinem umfeld, in das ich hineingeboren wurde. aber wer sollte schon über dem vorstandvorsitzenden von xyz kommen, ausser seiner frau selbstverständlich? doch nicht etwa der jugendliche, gutaussehende investor? . menschen i.a. haben einiges mit wildvögeln gemein: wollen immer auf dem obersten ästchen sitzen, es sei denn el cóndor pasa. ei.

In welchem dieser Artikel...

In welchem dieser Artikel (http://www.bundestag.de/dokumente/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01.html) ist eigentlich die Pflicht zur Integration geregelt?

0 Giannozzo 07.09.2010, 14:57 Uhr

"Eine demokratische...

"Eine demokratische Gesellschaft funktioniert nuneinmal nur dann, wenn man auf der gleichen Wertebasis steht." - Nun, Dipsy, es ist ziemlich wahrscheinlich, dass ich eine andere Wertebasis habe als Sie, und mein Nachbar wiederum eine andere als ich. Was machen wir jetzt? Um eine Zeitmaschine betteln, die uns zurück in die Goldenen Fünfziger führt - oder die Diversität des 21. Jahrhunderts aushalten und schauen, was man daraus macht? Deshalb, ganz einfach: Eine demokratische Gesellschaft funktioniert dann, wenn sie es ihren Mitgliedern erlaubt, trotz unterschiedlicher Wertvorstellungen friedlich zusammenzuleben. (Die naiv-linken Gutmenschen in den USA machen das seit über 200 Jahren.)

0 Giannozzo 07.09.2010, 15:01 Uhr

ego, wenn man diese Frage...

ego, wenn man diese Frage ernst nehmen würde, wäre der ganze Sarrazin-Spuk vom Tisch, und wir könnten uns wieder ernsthaften Problemen widmen.

0 elbsegler 07.09.2010, 15:06 Uhr

@ego Kleines Missverständnis:...

@ego Kleines Missverständnis: Diese Artikel schützen die Grundrechte des Bürgers (primär gegenüber dem Staat, aber auch gegenüber Dritten (Drittwirkung).

0 perfekt!57 07.09.2010, 15:17 Uhr

Angry young man? Yes! . "Die...

Angry young man? Yes! . "Die gescheiterte Integration der Konservativen" - genialer Titel, genial gedacht. ( - und wir hatten uns schon gefragt, ob und was er wohl schreiben würde, fast mehr noch ob er "Stoff" hätte!? Of course he has!) . Es wird anscheinend etwas besser: Mein Ältester trinkt auch nicht. Und auch ganz locker und mit Freude. Und ist heute teils besser akzeptiert. (Wobei eins bleibt: ab einem bestimmten Stadium der Trunkenheit bei/von anderen geht man halt ... .) . Menschheit ist halt so: Die Gruppe verspricht das größte Überleben. Da kommt es auf Inhalt und Richtung nicht wirklich an. "Zusammenhalt" viel bedeutsamer. Und für die "Zusammenhalter" die Eigenschaft, dass sie Größe und Richtung am besten auch gar nicht richtig wahrnehmen können (im Sinne von objektiv). (Wir wissen es gibt nchts Objektives, ja). . Mit Menschen zusammensein macht Freude. Und mit Finanz- und oder Politlemmingen gemeinsam Richtung Klippe zieh kann geix - also aufregend sein. . Was hat die durchschnittliche Mutter zu Weihnachten 44 gedacht? "Wenn doch der Führer nur die Wunderwaffen einsetzte und ein Ende käme. Und unser Wolfi endlich heim käme." Und Weihnachten 45? "Das der Führer so ein Verbrecher war, das konnte ja nun wirklich keiner ahnen. Und das mit unserem Wolfi war schecklich. Ich war ja gleich völlig zusammengebrochen, als die Nachricht kam." . Man wird herausfinden oder ahnt, das läßt sich nicht ändern. Eher nicht.

0 donna laura 07.09.2010, 15:18 Uhr

ein guter nachbar zu sein:...

ein guter nachbar zu sein: wäre das nicht erstrebenswert?

0 Rosinante 07.09.2010, 15:18 Uhr

liebe donna laura, àpropos...

liebe donna laura, àpropos "el cóndor pasa" und aus gegebenem Anlass: el condom pasa.

Den Christen in der...

Den Christen in der islamischen Welt würde ich eine solche Diskussion wünschen. Ich würde ihnen überhaupt Diskussionen wünschen.

@Giannozzo - das sehe ich...

@Giannozzo - das sehe ich genauso : "Eine demokratische Gesellschaft funktioniert dann, wenn sie es ihren Mitgliedern erlaubt, trotz unterschiedlicher Wertvorstellungen friedlich zusammenzuleben. (Die naiv-linken Gutmenschen in den USA machen das seit über 200 Jahren.)" . Daher für Dld.: 1. Sprache (-kompetenz) 2. Das GG 3. Ein Einbürgerungsritual (mir fiel dazu lediglich spontan USA ein) wo beides entspr. "beschworen" wird. Denn dies ist m.E. die einheitliche Grundlage. Sowie 4. Lohnarbeit/Teilnahme am Arbeitsleben . vgl. hierzu "Die Integration, die in klassischen Einwanderungsländern durch die Teilnahme am Arbeitsleben erzwungen wird, wird für muslimische Migranten in Deutschland zu einem Luxus, den man sich leisten kann, aber nicht muss.“ aus : http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E0A47A9BA62F54940957049B1C02B0EDA~ATpl~Ecommon~Scontent.html . Sind Konservative u.a. auch deshalb bereits "gescheitert", weil sie damals Muslime als Gastarbeiter, ich sage mal "naiv" (weil nicht bedenkend), mit nach Dld. holten/kommen liessen ?

0 Observator 07.09.2010, 15:28 Uhr

@elbsegler (16:26) Man hat...

@elbsegler (16:26) Man hat sie ganz schön verlottern lassen, die Strukturen, die durch die Bildungsexpansion geschaffen wurden. Es gibt keine Reform, die alle weiteren Reformen überflüssig macht und wenn man mehr Leute durch Bildungssysteme schleusen will, muss man diese Systeme auch pflegen, nicht nur ihre Mängel verwalten Ich bin sehr gespannt, wie es hinsichtlich der Frühföderung weitergehen wird. Nein, es geht natürlich nicht um Schuld, es geht um die Frage wie veränderbar scheinbar Unveränderbares ist. Es gab damals Leute, die mehr oder weniger der Ansicht waren, bei den katholischen Landmädchen wäre nicht viel zu machen, weil dieser "Subkultur" nicht beizukommen sei, das war mir wieder eingefallen. In mancher Hinsicht bin ich diese Gen-Debatten leid. Ich habe mich in den 80igern mit verbohrten Linken darüber gestritten, dass es eben doch erbliche Anteile an der Intelligenz gibt und man nicht alles über die Umwelt erklären kann und mit Rechten, dass Erblichkeitsanteile keineswegs bedeuten, man könne Menschen komplett abschreiben. Jetzt tauchen plötzlich Leute auf, die Menschen abschreiben wollen, weil sie deren Kultur als unveränderlich ansehen. Und das in einer Zeit, in der wir bei unserer und anderen Kulturen einen Wandel sehen oder zu sehen glauben, dessen Geschwindigkeit uns Angst macht. Darin liegen schon Ironien verborgen.

0 Thomas301 07.09.2010, 15:30 Uhr

Hallo Don, ein sehr schöner...

Hallo Don, ein sehr schöner Kommentar zur aktuellen Debatte. in der Heimat meiner Großeltern (Bosnien) tranken die Moslems vor dem unseligen Krieg, ihr Bier aus grünen Flaschen weil dies die Farbe des Islams war, in die Moschee ist keiner gegangen. In der Debatte mit Sarrazin vermisse ich den Gegenentwurf. Es erinnert mich stark an die Vereinigten Staaten, dort schimpft ja immer die vorletzte Einwanderergruppe am lautesten über die letzte Gruppe. Die Lebensweisen haben sich zu sehr atomisiert, alle großen Organisationen verlieren Mitglieder, ob die Kirchen, Gewerkschaften oder Parteien. Übrigens hört man nie über die Parallelgesellschaften in Berlin Grunwald oder Radebeul, hier versuchen übrigens die zugezogenen reichen Westdeutschen, das ostdeutsche Prekariat zu verdrängen...

@elbsegler: wieso...

@elbsegler: wieso Mißverständnis, das Grundgesetz schützt den Lebensstil eines jeden, sofern dieser nicht mit §18 GG kollidiert. Mit welchem Recht maßt es sich der ein Integrationsbeauftragter an, in ebendieses Recht einzugreifen. Für mich gilt immer noch "laissez faire" für alle, solange sie im Rahmen der geltenden Gesetze handeln(Über Sinn und Unsinn dieser läßt sich streiten).

MD, ja, dann zunächst einmal...

MD, ja, dann zunächst einmal mein Beileid für das Wohnviertel. Ich habe mir als 19jähriger mal den Spass gemacht 6 Wochen am Anfang der Frankfurter Kaiserstrasse, also in unmittelbarer Nähe zum Bhf., zu wohnen. Ein paar Tage war das toll; irgendwann nervte es dann, von den Lustgeräuschen der Damen, die die Herren der Nachtschicht beglückten, geweckt zu werden. Zu Ihrer Beruhigung: ich bin selbst ein "Mischling" (Deutschland, Schweiz, Frankreich) und kann durchaus mit verschiedenen Kulturen umgehen. Es funktioniert aber am Ende nur, wenn es einen gesellschaftlichen Grundkonsens gibt (nennen Sie es meinetwegen Wertgebäude). Es gibt zweifelsfrei genügend Türken die sich bestens in die Gesellschaft integriert haben und in gewisser Weise auch deutscher als deutsch sind (besonders bei uns im Südwesten ist das der Fall). Diese Gruppe wird aber von Sarrazin nicht angeprangert; ganz im Gegenteil: die wird ausdrücklich gelobt. Ansonsten gebe ich es offen zu: mit jenen, die sich im Sozialstaat einnisten, habe ich ein gewaltiges Problem. Das sind freilich auch Hartz-4 Dynastien. Ich habe auch eine gewisse Mühe mit der Verwendung des Begriffes Humanismus. Der ist von linken Propagandisten leider besetzt worden. Wie auch der Begriff Neoliberalismus etc. In völliger Verkehrung des eigentlichen Wortsinns. Humanismus zielt, nebenbei bermerkt, auch die Entfaltung der persönlichen Freiheit (Grundvoraussetzung dafür ist Sicherheit) ab. Entgegen linker Propaganda besteht menschliche Würde nicht in der Höhe der Geldzuwendungen sondern als erstes in Selbstachtung. Wer sich selbst achtet, der gibt sein Leben nicht auf, der bewirkt was, der begibt sich nicht in staatliche Abhängigkeit, nutzt eine Gesellschaft nicht aus. Insofern ist Sarrazin (in der eigentlichen Bedeutung des Begriffes) geradezu Humanist schlechthin. Humanismus heisst nicht hätscheltätschel Geldgiesskanne. Noch zu Jörg Lau und die Zeit. Ich kaufe das Blatt wirklich nur dann, wenn ich furchtbar krank bin und für keine andere Lektüre mehr zu gebrauchen bin. Allenfalls lese ich es mal, wenn das Blatt auf irgendeinem stillen Örtchen liegt. Die Gräfin fehlt dem Blatt; di Lorenzo ist einfach eine Lachnummer. Was Herr Lau davon (PI) hält – was er bringt sind reine Wertungen, ohne die aber irgendwie sachlich zu begünden – ist eigentlich vollkommen egal. Natürlich ist PI nicht im Sinne der wohl gebildeten (Selbstanspruch, in Tat und Wahrheit ist es aber ein Lehrerinnenblatt) Leserschaft. Man kann PI freilich in jedem Kontext sehen. Wie man auch die Zeit in jedem gewünschten Kontext sehen kann – und auch da wird es sehr schnell wiederlich. Was die reine Sammlung von Beiträgen an sich aber widerlich macht, verschliesst sich mir. Weil sie unbequem sind? Das Multikultiweltbild zerstören? Einen Finger in die Wunde legen? Journalismus sollte wie Wissenschaft nur der Wahrheit verpflichtet sein. Ganz von Ranke: autonomos, abasileutos, apolis!

0 JeanJacques 07.09.2010, 15:45 Uhr

"Der macht nicht mit, der...

"Der macht nicht mit, der findet das nicht lustig, der ist anders." Fein beobachtet. Erinnert mich an meine Bundeswehrzeit. Da war jeden Abend Trinken und Schnitzelfressen im Heimbetrieb angesagt und wer da nicht mittun wollte (ich), der wurde "eingenordet".

pardon, verkehrte Reihenfolge,...

pardon, verkehrte Reihenfolge, denn den A und O ist 1. Lohnarbeit/nachgewiesene Erwerbstätigkeit und ganz am Ende kommt dann "Einbürgerung/Ritual"

0 elbsegler 07.09.2010, 15:47 Uhr

@Observator Ich weiß nicht,...

@Observator Ich weiß nicht, ob sie Herrn S. mit den "Leuten" meinen, die andere wegen deren Kultur abschreiben wollen. Ich habe das berühmte Buch nicht gelesen, werde es auch nicht tun, kann mir aber nicht vorstellen, dass Herr S. das "Abschreiben wirklich so will, bzw. dass es so im Buch steht. Ich sehe seine Kampagne als paradoxe Intervention, die mal wieder hervorragend funktioniert. Mit eindimensionalen Patentrezepten, gleich welcher Zusammensetzung, wird man die Probleme, die wohl unstreitig sind, nicht lösen. Auch nicht mit Gesundbeten.

@giannozzo, das ist es ja, man...

@giannozzo, das ist es ja, man sucht sich einfach eine sttistisch erfassbare Nationalität, Religion, Hautfarbe etc., findet in den unendlich vorhandenen Statistiken einige mit der eigenen Meinung korrelierenden Daten, beschreibt ein paar 100 unschuldige Blatt Papier, bringt diese medienwirksam unters Volk und schon diskutiert Jedermann über Nichtigkeiten. "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden" Rosa Luxemburg "Was ist Wahrheit? - Drei Wochen Pressearbeit, und alle Welt hat die Wahrheit erkannt. Ihre Gründe sind so lange unwiderleglich, als Geld vorhanden ist, sie ununterbrochen zu wiederholen." Oswald Spengler

0 elbsegler 07.09.2010, 15:52 Uhr

@ego Deshalb Missverständnis,...

@ego Deshalb Missverständnis, weil es keine "Pflicht zur Integration" gibt. Im Grunde haben Sie recht. Das Problem ist aber ein anderes. Die sich bildenden Reservate erzeugen Lebensverhältnisse, die eben gerade grundrechtsfeindlich sind, weil sie die Menschen in wirtschaftliche Abhängigkeiten bringen, die ich moderne Sklaverei nenne, die Ihnen jede Freiheit nimmt.

Eigentlich geht mir die ganze...

Eigentlich geht mir die ganze Aufregung inzwischen ziemlich am Ruecken vorbei, aber ich kann dann doch nicht den Mund (Tastatur) halten. . Gestern kaufte ich in der Grossstadt einige interessante Wuerste, wunderbare Kaese und eine ruinoeus teure Pulle Calvados. Diese war eigentlich fuer meinen kommenden Opernabend gedacht (Cavalli, Ercole amante. Die Schoenheit, der Rausch, die Musik, der Opernwahnsinn). Diese Flasche werde ich um 22 Uhr oeffnen um ein Glas auf Dipsys Wohl zu trinken. Darauf freue ich mich richtig. . So, nun verschwinde ich wieder im Garten der Realitaet.

0 steelydan 07.09.2010, 16:23 Uhr

Der Wertkonservative schickt...

Der Wertkonservative schickt seine Wänste auf Privatkindergärten und –schulen, damit sie auch das richtige lernen und nicht mit Untermenschen in Kontakt kommen. Die solchermaßen mit Ritalin hochgezüchtete Herrenrasse, die dann in Oestrich-Winkel unter Polizeischutz ihre tea-time zelebriert, regiert uns anschließend von der Taunusanlage aus. Vierzig Stockwerke tiefer lungern die kiffenden Feinde der Integration im Park herum und suchen nach verlorenen Chancen, um auf Donna Lauras obersten Ast zu kommen. Nachbarschaft funktioniert anscheinend auch vertikal.

donna laura, dem mit dem...

donna laura, dem mit dem Umfeld kann ich nicht widersprechen; aber der Vorstandsvorsitzende des Konzerns YXZ ist für mich genau das und ohne ihn persönlich - den Menschen - zu kenen, nichts weiter. Teil einer Funktionselite mit 5-Jahresverträgen. ...und wenn ich in diesem Konzern beschäftigt wäre, erst recht. Danach kommt einer aus Indien oder China, deren Namen man sich gleich nicht merken muß.

0 perfekt!57 07.09.2010, 16:48 Uhr

@steelydan . "IntegrationPark"...

@steelydan . "IntegrationPark" - da hat er doch was gefunden! . (Wertkonservative sind übrigens anders, er meint wohl Strukturkonservative) . "Je mehr ich mich mit einem Gegenstand beschäftige, desto besser lerne ich ihn kommen, desto näher komme ich ihm." Gut exekutiert kommt man allerdings auch sich selbst näher. Balance" sagen wir daher immer! . Denn die Disfunktionalität will es ja auch, dass ich mich mir ihr beschäftige: Das stärkt sie und bewahrt sie bis auf weiteres vor Reflexion und Veränderungsanstrengung. Was zu Zeiten am Ende sogar für Teile von ganzen Gesellschaften gelten könnte. . Dabei fällt spontan auf: Wann plant man eigentlich Ferien vom Blog? Und wenn, wie lange?

Filou, da wäre ich gern...

Filou, da wäre ich gern dabei. Welchen Calvados haben Sie?

0 donalphonso 07.09.2010, 16:54 Uhr

perfekt!57, was Autoren...

perfekt!57, was Autoren angeht: Sklaven haben keinen Urlaub.

0 perfekt!57 07.09.2010, 17:13 Uhr

Man sieht das u.a. auch ja an...

Man sieht das u.a. auch ja an "Klein-Bundespräsident aus Hannover": richtig glücklich wurde der, so stehts berichtet, erst, als er eine locker-gelöste, überaus intelligente und körperlich hochaufgerichtete Evangelin aus stark-selbstbewußt-lockerem Hause traf. Sie ist sein Glück - alles andere nur der Rand. Und man hofft immer nur, er konzentrierte sich vor allem genug auf sein Glück. Und ließe ggfls. die Ränder Ränder sein. (Und man befrage ggfls. die Frauen dazu!) . Umgekehrt muss aber (hier konfessionelle) Annäherung nicht ganz so befreiend sein. Könnte sogar auch zur Aufgabe werden. . Immerhin war er lernwillig und lernfähig. (Z.B.Scheidung; 2x minus iss nix) (Und wir haben auch schon gedacht: Er sollte zur Halbzeit für Sie zurücktreten. Wetten Sie machte es nicht schlechter, wäre mit Leichtheit sofort auch noch viel populärer? Fände desöfteren auch (noch) bessere Worte? Und wäre eine Wahlkampfzugnummer, ein Coup von Angie für sich selbst?)

0 perfekt!57 07.09.2010, 17:19 Uhr

"Müssen" müssen...

"Müssen" müssen Heroinabhängige und Arbeitnehmer und alle Menschen, nämlich sterben irgendwann. Alle anderen sind ihrer Art nach frei.

0 perfekt!57 07.09.2010, 17:31 Uhr

Und Kleidung macht einen...

Und Kleidung macht einen Unterschied - sogar beim Singen (... und er singt auch noch das Richtige, *g*). . http://www.youtube.com/watch?v=wPnuu6gLQ-I&feature=related

0 perfekt!57 07.09.2010, 17:50 Uhr

Sorry für noch einen...

Sorry für noch einen Link: . Was also haben "Das machen die Leute jeden Tag? Im Schritttempo zur Arbeit fahren? - Du hasts erfasst", "und die lebische Freundin der Rektorin kommt heute abend auch noch vorbei" und "im Stau für lau." miteinander zu tun? . Oder anders: Elemente der Wahrheit können u.a. eben auch anfänglich nerven: http://www.youtube.com/watch?v=JD5yDSYvnoI&feature=related

0 steelydan 07.09.2010, 18:21 Uhr

Und mir deuchte schon, die...

Und mir deuchte schon, die open-air-Zeit wäre vorbei. Welcher Lümmel geht denn heute noch mit interessanter Wurst, wunderbarem Käse und Sprit in die Oper? Zum Gaumenschmaus den Ohrenschmaus und gegen den Mundgeruch vom Stinkekäse mit Hochprozentigem nachgespült? Hier geht wohl Eigensinn vor Gemeinsinn. Da lobe ich mir doch die Grateful-Dead-Konzerte. Da lag ein gewisser Hauch in der Luft, der das Zusammengehörigkeitsgefühl ungemein steigerte.

steelydan, niemals war ich...

steelydan, niemals war ich irgenwo Open-Air. Zu doof, zu laut, zu haesslich. Der Luemmel macht sich ein Buffet, schmeisst den DVD-Player an und geniesst das Privileg, niemals, niemals von aufgedonnerten Fregatten der Westviertel und deren mitgeschleppten Ehemaenner optisch und akkustisch beleidigt zu werden. Vive la segregation par moi meme!

steelydan: dat is der Hammer,...

steelydan: dat is der Hammer, ey! http://www.vimeo.com/3774311

0 donna laura 07.09.2010, 18:48 Uhr

cher Filou, ein romantisches...

cher Filou, ein romantisches thema. und roberto cavalli als einzig geeignete hülle für madame! oh, pardon, jetzt habe ich sie endgültig ruiniert, sie ärmster... aber sehen sie, wie hübsch sie ist, wie sie strahlt. das ist alle mühen wert!! . steelydan, sie meinen wohl weniger weihrauch als den duft, der 40 etagen tiefer von der knallwirkung her zu vernachlässigende räusche liefert? . liebe minna, nun, man möchte niemandem (keinem vorst.vs.) zunahetreten, aber manche s i n d eben genau ihre berufliche funktion. manchmal könnte man den menschen dahinter lange suchen, was kaum lohnt; und manchen damen kommt auch nichts anderes als ein direktor ins bett. und bei manchen blitzt das charisma auf, und mancher ist ab-so-lut normal. . so ist das eben. heirat, man sieht einander ohnehin kaum, lebt sich auseinander, findet gefallen an jemand anderem, wechselt die pferde inkl. scheidung und erneuter heirat. alles mehr oder minder 'freundschaftlich'. dieses modell ist geschmackssache, aber durchaus verbreitet. es gibt leute, die trifft man auf immer denselben events wieder, bloss, dass zuweilen das individuum unter der oft aber selben frisur des partners ein komplett anderes ist. das hat bereits für einige peinliche situationen gesorgt! . aber wer sollte man sein, um das zu bewerten? mir soll es recht sein. solange man in den spiegel sehen kann, lebt man richtig, insofern man keine gesetze verletzt. . der versuch, ein guter nachbar zu sein, ist ziemlich ernst gemeint. denn dort kann man k o n k r e t etwas tun, es geht auch darum, der kranken nachbarin den rasen zu mähen, dem älteren nachbarn die getränkekästen oder terrassensteine dorthin zu schleppen, wo er sie braucht, die grösseren kinder anzuhalten, den älteren nachbarn die einkaufstaschen zu tragen. ein fröhliches hallo auf den lippen zu haben, einen freundlichen, zurückhaltenden kleinen schwatz zu halten, einander nicht auf die nerven zu gehen. wechselseitig einander zu helfen, die mülltonnen rauszuschleppen, auch mal den gehweg der links und rechts befindlichen nachbarn einfach so zu fegen, weil man eh schon dabei ist (und ihre zäune deutlich kürzer als die eigenen sind...). klingt nach viel arbeit? es geht. mir geschieht mit denen, die dabei mitmachen, dasselbe, und ich kann meine tausende von kirschen und äpfel gegen birnen und mirabellen eintauschen, in denen der nachbar sonst erstickte. . wie wäre es mit ein wenig aufmerksamkeit und achtsamkeit im umgang mit anderen? . irgendwie funktioniert das herabsehen doch ganz wunderbar, es ist auf alle fälle einfacher. aber man verpasst etwas.

0 Observator 07.09.2010, 18:56 Uhr

@Aroma D'accord bei den vier...

@Aroma D'accord bei den vier Punkten. Viele Leute hätten etwas gegen das Ritual und es kann auch keine Wunder wirken, Meineide kann schliesslich jeder schwören. Doch zumindest könnte man den Aspiranten dann einmal ins Bewusstsein rufen, wie die Grundlagen des Rechtekanons aussehen. @elbsegler Nein, ich meine nicht Herrn S. Das Buch werde ich schon lesen, wenn ich es denn mal habe. Ich denke, da werden auf mich anderswo einige Fragen zukommen, das macht die Lektüre unvermeidbar. Ich habe in den letzten Tagen auch die Kommentare in anderen Zeitungen gelesen und meinte etliche der dortigen Meinungen. Wenn ich nur des Don's Blog gelesen hätte, wäre alles nicht weiter wild. Die Wirkung dieser Intervention werden wir abwarten müssen. @dipsy Für den Sozialhilfeadel gleich welcher Provenienz habe ich auch nichts übrig. Ich mag nur kein Halali für die Jagd auf den Rest und lieber rege ich mich einmal zu viel auf, als darauf zu hoffen, dass schon alles nicht so gemeint sein wird (obwohl ich mir immer wieder vornehme, es nicht zu tun). Ansonsten scheint mir die Filousche Loslösung des Problems einiges für sich zu haben.

0 steelydan 07.09.2010, 19:16 Uhr

Filou, kann ich...

Filou, kann ich auch: http://www.youtube.com/watch?v=Ig1f8OfgKUM&feature=related Donna Laura, die Dosis macht das Gift. Und meine Nachbarn sind meine Freunde. Und filou, cave Fregattvögel!

"wie wäre es mit ein wenig...

"wie wäre es mit ein wenig aufmerksamkeit und achtsamkeit im Umgang mit anderen." Liebe donna laura, da bin ich sehr dafür und wenn es nur ist, damit Selbstverständliches auch selbstverständig bleibt.

0 BertholdIV 07.09.2010, 19:39 Uhr

@HansMeier555 zum Thema alle...

@HansMeier555 zum Thema alle vs. viele. Sehen Sie mal, - amüsant zu lesen - wie die rechten römischen "Kampftruppen" über Origines (der böse Anhänger des alle) schreiben. http://www.kath.net/detail.php?id=25828 Für die ist das wichtigste, noch vor G-tt, dass der Teufel existiert - umgekehrter Schöpfungsakt und logische Ableitung sozusagen. Wie hat Bronner am Samstag in der Presse gesagt. Wie der Schelm denkt, so ist er http://diepresse.com/home/kultur/medien/592215/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

Subsistenz versus...

Subsistenz versus Existenz . @colorcrace: So wie Sie das verstehen wollen, macht das wahrlich keinen Sinn. Es geht darum, dass die kulturelle Revolution, sprich: die gesellschaftliche Identität, des Menschen längst die biologische Art Homo Sapiens Sapiens beerbt hat. Das macht den feinen Unterschied des Menschen zu den übrigen Kreaturen auf diesem Planeten. Die Existenz des Menschen wird somit von seinem Willen zur Subsistenz bestimmt. Auch ob der Mensch lebt oder stirbt ist eher im Rahmen gesellschaftlicher Kategorien zu beantworten. Nur der Mensch kann entscheiden, ob ihm seine nackte Existenz wirklich so wichtig ist, oder ob er nicht gar bereit ist, diese zu opfern, einer, dieser Existenz übergeordneten, Idee zuliebe. Um den Unterschied genauer zu fassen: Auch Tiere opfern sich gewissermaßen, zum Beispiel für die eigene Brut, aber niemals für eine gesellschaftliche Idee, also für die Brut schlechthin, für etwas also, was mit dem sog. Trieb zur Selbsterhaltung (eben oft überzeichnet verstanden als Erhaltungstrieb der Art, denn ein Trieb zwecks „Arterhaltung“ wäre schon eine gesellschaftliche Idee) nichts gemein hat.

Also deutsche Leitkultur ist...

Also deutsche Leitkultur ist für mich eine Diskussion in einem Blog. Jeder hat so eine persönliche Sicht, keiner wird ausfallend und so verläuft der Diskurs nicht harmonisch im Argument aber abgenehm im Stil. Deutsche Leitkultur ist für mich, wenn über 2 Millionen Menschen auf der Strasse feiern, wenn ihre Mannschaft gewinnt und es auch ertragen oder sogar gebremst feiern wenn ihre Mannschaft verliert (aber dabei ein gutes Spiel gemacht hat). . Die Probleme mit der Leidkultur sehe ich im absoluten und totalen Versagen unserer sogenannten wirtschaftlichen/politischen Eliten. Egal wohin man schaut, wurde egoistisch abgewirtschaftet. Während Beamte noch gut versorgt sind (nur weil Politiker ja auch Beamte sind, wenn auch nur Wahlbeamte), schaut der Rest ziemlich sprachlos in die geplünderte und mit Schuldscheinen überquellenden Kasse. Karstadt über 100 Jahre alt, hinter dem Desaster (mein Anwalt meint immer man sollte das relativieren um Prozessen zu entgehen) scheint ein Chef zu stehen, welcher sich persönlich bereichert. Eine Einigung scheint an der Deutschen Bank und Goldman Sachs zu scheitern, welche den Neubesitzer und Vermieter der ehemals Karstadt eigenen Imobilien zu finanzieren scheinen. Politische Reaktion ? Null. Opfer etwa 40.000 Arbeitnehmer. Deutscher Bergbau : man lässt den Bergbau seit den 50ern auslaufen. Das hat viele gute Gründe. 2007 eine quasi Abschlussregelung. Heute wissen wir, die Politik hat gelogen. den schon 2002 hat man in der EU vereinbart die Subventionen 2010 auslaufen zu lassen. Öttinger als deutscher EU-Komissar bleibt den beiden entscheidenden Sitzungen fern und so fallen Beschlüsse, welche einen sozial flankierten Auslauf des Bergbaus unmöglich machen. Politische Reaktion? Null. Opfer etwa 50.000 Arbeitnehmer. Rentenkasse? leer. Bundeswehr? instrumentalisiert und gesetzwidrig eingesetzt. Bankenkrise? 1000 Milliarden eingeschossen Bundeshaushalt? 320 Milliarden, davon 80 Milliarden über Schulden Sozialpolitik? eine Gnade der Politik an das bedürftieg Volk Bildungspolitik? ne besser nicht, die Leute sind schon heute zu aufmerksam Vorbilder? gegen Geld so viele man mag Bundeskanzlerin? macht Kohl´sche Politik der ruhigen und nehmenden Hand Bundespräsident? darf ich nicht schreiben hat aber mit mangel an Rückrad zu tun . Jeder könnte die Liste fortsetzen. . Was bleibt ist die Erkenntniss, dass die Öffendlichkeit belogen wurde, wird und das sich das kaum ändern wird. Die Medien? Teil des Systems. Die Parteien absolut austauschbar und am Ende alle nur auf Eigenversorgung ausgerichtet. Ja es gibt ein allgemeines Unwohlsein. Es gibt sogar ein Unwohlsein bei der Politik. Viele Gesetze zur Abschaffung der Individualrechte basieren auf Angst. Die Merkel möchte auch mal (so hörte man) 600.000€ pro Jahr Pension bekommen, wie der Kohl. Der Westerwelle will ganz sicher nicht bei der ARGE landen und um einen Job betteln müssen. Lösungen? Ich kenne keine. Das Geld ist weg. Die Ansprüche der Rentner bestehen, aber das Geld ist .... japp es ist weg. Genaugenommen Spitz auf Stein ist es keine Gesellschaftskrise, es ist eine Führungskrise, welche aus unsäglich vielen Lügen erwachsen ist.

@Observator - vielleicht...

@Observator - vielleicht finden Sie ein besseres Wort ? Ich habe lediglich die Wirkung desselben bei den Menschen beobachten können. Das Foto dieser "Zeremonie" dazu steht z.B. neben den Geburten, Hochzeiten etc. und ist also auch optisch im Alltag präsent. Diese "innere Zugehörigkeit" die ich spürte, wenn diese Menschen mir darüber erzählten (Stolz, leuchtende Augen) - egal ob sie Mexikaner oder Russe waren. Und ich erinnerte mich dann eben an meine "öffentlicher-Dienst-Erfahrung" (ohne Foto ;) um das empathisch mal nachzuempfinden. . Über die positive Bedeutung von Ritualen, Zeremonien usw. ist ja schon geforscht worden. Ich sehe es nicht mit "deutschen Augen".

0 donalphonso 07.09.2010, 19:47 Uhr

Holly01, ich wüede das gerne...

Holly01, ich wüede das gerne vorbehaltlos unterschreiben. Aber ich bin nicht Teil des Mediensystems.

So offensichtlichtlich es auch...

So offensichtlichtlich es auch ist, ich schreib es trotzdem noch einmal: es wäre für die Politik extrem Vorteilhaft, wenn sich die Deutschen gegenseitig drangsalieren, hassen, schlagen und verfolgen würden. Die Politiker könnten es nicht besser treffen, als wenn alle Gruppen, Grüppchen, Regionen und Berufsgruppen mit einander im Streit wären. Nur so kann die deutsche Politik noch überleben ............ Frankreich und die Romakrise dort, das ist ein Zeichen, welches man sich genau anschauen sollte.

@ Don Alphonso : wenn es nur...

@ Don Alphonso : wenn es nur einer gelesenhat, war es die Mühe des schreibens schon wert. Ihre Zustimmung nehme ich mit Freude auf. Das Sie nicht Teil des ganzen Zirkuses sind, muss sie nicht traurig machen. Wir werden Zeiten erleben, wo man sagt "so etwas darf nie wieder passieren". Ich bin sogar sicher, dass wir uns als Volk wieder schämen werden (schämen müssen), über die Dinge die die Politik in unser aller Namen getan und veranlasst hat.

Also, es ist soweit! Calvados...

Also, es ist soweit! Calvados Roger Groult 40 Jahre Doyen d'Age. Schlechtes Kurzzeitgedaechtnis, darum Preis vergessen. . Begleitmusik: http://www.youtube.com/watch?v=kgrBq7gnSKw (War also vor 25 auch nicht alles anders). . Dipsy! Salute!

@ Aroma 07. September 2010,...

@ Aroma 07. September 2010, 21:46 : Es fällt mir schwer das nicht anders zu formulieren, aber ich möchte die Form wahren : Ich bin froh das wir diesen ganzen aufgesetzten patriotenmist hinter uns gelassen haben und sehe da keinerlei Bedarf irgend einer Art. National ist ok, ich habe kein Problem mit Deutschen, welche auf ihre herkunft stolz sind. Patriotisch sehe ich da ganz anders und dei USA sehe ich (ganz ganz vorsichtig formuliert) ganz anders als Sie.

0 donna laura 07.09.2010, 20:11 Uhr

steelydan, Filou, kann ich...

steelydan, Filou, kann ich ihre herzen zur abwechslung mit folgendem erfreuen; dies passt auch nicht schlecht zum thema: http://www.youtube.com/watch?v=sWn4x-Q4thQ . lieber Holly01, leider liegen sie im grossen und ganzen nicht komplett daneben, gelinde formuliert (verfasst in absprache mit meinem justiziar)...

0 Rosinante 07.09.2010, 20:21 Uhr

Holly01, Sie plädieren mit...

Holly01, Sie plädieren mit durchaus einsichtigen Argumenten für einen "zivilen" Bürgerkrieg. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser nicht mehr allzu lange ausbleibt.

Holly01 - es ging mir...

Holly01 - es ging mir lediglich um die "positive Wirkung" dieser Zeremonie und das, was es für die "Einwanderer" dort ihrer eigenen Schilderung nach bedeutet. Mit den USA habe ich ansonsten auch/nix mehr "am Hut", gerade weil ich dort schon mal gelebt habe (ich "bewerte" für mich lediglich das, was ich recht gut kenne). Zum Glück ist der Atlantik dazwischen.

Holy01 21:50, ...aber das wird...

Holy01 21:50, ...aber das wird doch schon seit Jahren immerfort probiert; nur bis dato und auch mit der jetzigen Kampagne - es funktioniert nicht!!! Die einzigen wirklichen Hetzjagden in D. wurden von den Medien "gefahren". Es half nix. Und es wird nix. Entweder sind alle abgestumpft oder es klappt bei einer "überalterten" Bevölkerung einfach nicht. Auf wenn sollen die Jungen losgehen? Auf Oma und Opa, Onkel und Tante?

0 maximpouska 07.09.2010, 20:37 Uhr

Hallo zum thema "Tee". da...

Hallo zum thema "Tee". da ist der artikel in der welt ein perfekter kommentar zu. "Saufen soll gesünder sein als völlige Abstinenz Exzessive Trinker haben eine höhere Lebenserwartung als jene, die gar keinen Alkohol trinken – das zumindest behaupten US-amerikanische Forscher." http://www.welt.de/gesundheit/article9429243/Saufen-soll-gesuender-sein-als-voellige-Abstinenz.html als rheinländer liebe ich natürlich rotwein - soll gesund sein. schade, dass unser "werter Don" nichts trinkt, was nicht Tee ist.

Es ist doch nicht mehr so wie...

Es ist doch nicht mehr so wie früher, als nur die Reichen ihre Großeltern und Urgroßeltern kannten und sie sich an die Wand hängten. Die "Unterschicht" kennt sie auch - von Angesicht! Die berühmte "Familientradition".

0 Stilllegung der herschenden Klasse 07.09.2010, 20:52 Uhr

Ich muss Herrn Alphonso...

Ich muss Herrn Alphonso uneingeschränkt recht geben! Ich war 2005 auf dem Oktoberfest. Drinnen war alles voll und die Leut so betrunken, dass es abstossend war. Wir haben uns raus gesetzt und mein Kumpel hat ein "Viel aber dünnes"-Bier besorgt. Es liefen ein paar junge Australier rum, die sich richtig gefreut haben. Also einmal recht mir. (Gruß an Rotkäppchen und den "R8-Bremser").

0 donna laura 07.09.2010, 21:11 Uhr

ich verstehe Holly01 nicht so,...

ich verstehe Holly01 nicht so, dass er zu aufstand und zu schlachten aufriefe. eigentlich zählt er in seiner analyse seufzend einige umstände auf, die das heutige gesellschaftliche milieu prägen.

0 HansMeier555 07.09.2010, 21:11 Uhr

@Berthold IV Ad Originem:...

@Berthold IV Ad Originem: Sehr interessant. (Ohne Eier singt es sich schöner). Aber eben doch häretisch, nicht wahr? Dann kann die Fassung im NOM entweder nicht so (dh. im Sinne Originesens) gemeint sein oder der NOM ist ebenfalls häretisch oder die RKK müsste ihre Lehrmeinung geändert haben. . Wenn die europäischen Konservativen in der Mitte des 8. Jahrtausends wirklich eine geistige Heimat brauchen, dann sehe ich zum Tridentinum nicht viel Alternativen. . Obwohl: Für viele, das ist ja immer noch für Vielzuviele. Für einige wenige, das würde passen.

@ Rosinante 07. September...

@ Rosinante 07. September 2010, 22:21 : Dafür plädiere ich auf gar keinen Fall. Es gibt weder etwas zu gewinnen, noch hätten wir eine "Ersatzelite", zum austauschen. Ich appeliere an die Menschen sich nicht instrumentalisieren zu lassen. Die nationale Frage und die Folgen des WKII sehe ich als viel bedrängender, als die Frage nach Rache an den Egoisten. Der Mob auf der Strasse war noch nie eine Option, mit der ein Land wirklich weiter gekommen wäre. In Frankreich ist das ganze auch bei Napi geendet.

Liebe Donna Laura, haben Sie...

Liebe Donna Laura, haben Sie da was velwechsert? Roberto vs. Francesco? Zu Roberto: Sind'n das fuer Klamotten? Was bei P&C nicht auf'm Buegel haengt, existiert nicht in Madames Welt. Wir sind arm aber sauber. . "Siehst du", sagt sie zu mir mit kokettem Augenaufschlag, "was ich jetzt gespart habe, darfst du morgen vertrinken, ombra mai fu!" Echter kann Liebe doch garnicht mehr sein, oder? http://www.youtube.com/watch?v=M_m6mnMIofc

0 HansMeier555 07.09.2010, 21:26 Uhr

Ich war noch nie auf dem...

Ich war noch nie auf dem Oktoberfest. Aber ein russischer Literat, der einmal dort war, hat mir gesagt, dass er angesichts all der kotzenden, singenden, sich singend in ihrer Kotze wälzenden Besoffenen endlich begriffen hätte, was Nietzsche mit dem "Dionysischen" gemeint haben könnte. (Im heimatlichen Wladiwostik will er nix derartiges gesehen haben).

0 Angelika Scheichsbeutel 07.09.2010, 21:52 Uhr

Wo haben Sie bloß Bild Nr. 3...

Wo haben Sie bloß Bild Nr. 3 her ? Dirndl auf Waschbrettbusen ? Das ist aber Substandard.

Dieses Blog scheint ja nun...

Dieses Blog scheint ja nun einmal wirklich von einem in jungen Wohlstandsjahren fernab der kulturellen Stadtrealität sich das Hirn weggekoksten sich selbst relativierenden Relativisten geschrieben zu sein. Um soviel Platz mit sowenig Inhalt zu füllen muss man wohl jahrelang auf Elitegymnasien gegangen sein und dort Hegel auswendig gelernt haben. Anyway, ich werde einmal Don Alphonso den Kernpunkt der Problematik näherbingen: Kein Mensch (ausser widerlichen Rassisten) hat ein Problem mit Ausländern im allgemeinen oder Türken, Marokkanern, Pakistani (also Einwanderer aus muslimischen Kulturen) etc. im speziellen. Kein Mensch hat je gemeint, daß diese Leute Lederhosen im Süden anziehen oder Tee im Norden trinken müssen. Wir wollen nur keine Opfer von Gewalttaten werden, nicht vielköpfigen Familien in der n-ten Generation Einfamilienhäuser finanzieren, die wir uns selber aufgrund der Steuerlast nicht mehr leisten können, nicht mit Angst vor einem Terroranschlag (es gab bereits mehrere Versuche in D!) in Bus & Bahn einsteigen, nicht durch Verheiratung von Cousins ersten Grades Gesundheitsrisiken Dritter finanziell tragen müssen, nicht mit dem Tod bedroht werden, wenn wir eine kritische Aussage über einen pädophilen Massenmörder machen, der sich selbst als den letzten Propheten Gottes bezeichnet hat und der zum Abschlachten aller Andersdenkenden aufgerufen hat. Grenzt das meine Probleme genügend ein, ohne einen Respekt auf andersartige Kultur zu sehr einzuschränken? Oder muss ich aus Rücksicht auf Muslime bald wie in Teheran, Islamabad oder Kabul leben, damit Sie glücklich sein dürfen mit ihren lustigen modernen Muslimen, Don Alphonso?

0 Observator 07.09.2010, 22:07 Uhr

@DA Werter Don, bevor ich die...

@DA Werter Don, bevor ich die Leitung kappe, wollte ich Ihnen noch sagen, dass ich diesen Beitrag eigentlich besser fand als den vorherigen. Er ist, nun ja, ein wenig zeitloser und näher an der Wurzel des Themas der letzten paar Tage. Eine Gesellschaft besteht, betrachtet man sie nur nahe genug, immer aus nur noch mehr Subgruppen und Parallelgesellschaften. "Die" Kultur einer Gesellschaft besteht daher zum Teil aus einem Konstrukt, einer notwendigen Heuchelei, aus dem, was man glaubt, dass der Andere es auch glaubt. Das ist gleichzeitig ein Versprechen, wie Freiheit und Gerechtigkeit. Ich denke, damit sind wir recht nahe an einer Zeitdiagnose. Niemand traut sich mehr, solche Versprechen im großen Maßstab abzugeben, denn jeder misstraut den großen Versprechen zutiefst. Ich bin kein großer Freund von Prognosen, traue auch Klimamodellen nicht so völlig über den Weg. Ich wage aber zu behaupten, dass dies nicht von der einen oder der anderen Partei gelöst werden kann. @Aroma. Nein, ich störe mich nicht am Begriff. Rituale schaffen etwas Verbindendes, sie sind sehr zentral für Kulturen. @donna laura Ihr Hinweis auf gute Nachbarschaft mag trivial klingen, ist jedoch mehr wert als alle Theorie.

0 Integrationsbeauftrager 07.09.2010, 23:01 Uhr

Es könnte alles so einfach...

Es könnte alles so einfach sein. Grundlegende Rechte und Pflichten sind niedergeschrieben. Wer sich daran hält, wird nicht behelligt. Der Rest geht Staat, Politik, Gesellschaft und Nachbarn nichts an. Oben wurde genannt, was ich (mit leicht abweichender Argumentation) ebenfalls als Diagnose unserer Zeit bezeichnen würde: Eliteversagen = Herrschaft des intellektuellen Prekariats.

0 jean-jacques 07.09.2010, 23:24 Uhr

@filou: Ercole amante - vielen...

@filou: Ercole amante - vielen Dank! für die Begleitmusik. Der Link hat den Groschen fallen lassen - Amsterdam ist eine Reise wert. Claude Chabrol hat sich zum Thema Integration resp. Exklusion auch so seine Gedanken gemacht. Im Finale von "La ceremonie" lümmelt eine wohlerzogen-unausstehliche Familie der besseren Kreise im Salon und schaut "Don Giovanni", live aus Salzburg. Leider hängen in der Küche die Jagdgewehre - wer hat schon denken können, dass ausgerechnet diejenigen, deren Ausgrenzung am klarsten definiert schien, aktiv werden würden.

Rosinante, Sie sind in der...

Rosinante, Sie sind in der Schweiz, Sie können das Geschehen nur über die Medien erfassen. Dieser virtuellen Komponente fehlt die physische. Auch eine zivile Auseinander- setzung kommt ohne diese nicht aus. Wenn diese mediale Erregung gute Gründe hat und Sie sich nicht täuschen, dann sind diese auch virtueller Natur. Also eher etwas was den ´Kopf´ trifft und nicht den Körper oder die physische Welt.

0 Atlantikküste 14.8.1885 07.09.2010, 23:48 Uhr

Du komischer Gott, Du! Ich...

Du komischer Gott, Du! Ich mach Dich fertig. Ich habe ihn so geliebt und jetzt stehe ich da mit fünf Blagen. Ich-mach-Dich-fertig!!

aaahhhh... endlich eine Ecke...

aaahhhh... endlich eine Ecke in der FAZ gefunden, wo nicht 90% scheinbar jahrelang unterdrückte Deutsche sind, die glauben sich emotional Bahn brechen zu müssen ob des dunklen Schweigejoches, das ihnen auferlegt wurde, und denen nun ihr Hassprediger/Erlöser TS endlich die Stimme der Widerstands verliehen hat. Der Widerhall in den Kommentaren zu TS ist gespenstisch. Man muss den Leuten nur sagen: "Ihr seid genetisch und vermutlich auch sonst die Allerreinsten!" und schon setzt alles Denken aus. Es klappt wie schon zuvor. Don Alphonso ist ein "real mensch", wie man auf gut Englisch sagt.

ich befasse mich nur mit den...

ich befasse mich nur mit den Krankheiten die durch WKII ausgeloest wurden und die sich im Umfeld ergeben auf beiden Seiten (ich bin g-ttseidank sehr immun aber auf die naehere Umgebung wirkt es sich fuerchterlich aus)

Ja, eine Debatte über...

Ja, eine Debatte über fehlende Integration der hochgeförderten Arbeiterklasse, der man einst den Marschallstab in den Tornister legte, wäre dringend überfällig. Indizien: Es entwickelt sich beispielsweise ein merkwürdiger und geradezu zwanghafter Hang, sowas wie Ehrencodizes in schriftliche Form zu normieren.
Stattdessen greift man sich als Ausschnitt die Türken, meint dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit Kurden. Und wenn man wegen PISA völlig selbstverständlich immerzu nach Finnland guckt, guckt man wegen Integrationspolitik aber scheinbar nicht zuerst nach Istanbul, obwohl das nächstliegend wäre.
Und dann füttert man noch Auschnitte von Statistiken unter, wie oben von Justinian voltiert, bilanziert ein "auf Kosten von", guckt aber nicht, wo genau und zu wessen Vorteil. Der typische Fall von wirklich dumm gelaufen ist, wenn das lange abgeschriebene verrottetende Haus, dessen eventuelle Instandsetzung verschoben wurde auf den zu erwartenden Mietpreishub bei Einführung der autofreien Innenstadt, und das zum investitionsbefreiten Gelddrucken immer noch an mietrechtsunkundige Migranten vermietet werden konnte, für die Zentralheizung ein unbekanntes Fremdwort ist und blieb und bereits Glas in den Fenstern es zur Luxuswohnung macht ... wenn dieses Haus zwischenzeitlich wegen Erbengemeinschaftsstreitereien verkauft wurde, und deswegen inzwischen gar nicht mehr einem schlauen Grünen, sondern einem viel schlaueren Türken gehört.

0 Rosinante 08.09.2010, 05:59 Uhr

Holly01, mit einem "zivilen"...

Holly01, mit einem "zivilen" Bürgerkrieg meinte ich keinen Mord und Totschlag. Gott behüte. Der Schaden ist schon jetzt gross genug. Aber wenn Sie den schönen Satz "Ich appeliere an die Menschen sich nicht instrumentalisieren zu lassen" schreiben, und wenn dieser Aufruf nicht die Rolle einer Sonntagspredigt haben soll, sind gewisse Formen der Konfrontation unumgänglich.

0 donalphonso 08.09.2010, 07:28 Uhr

Angelika Scheichsbeutel, das...

Angelika Scheichsbeutel, das ist einer der ahem besten Trachtengeschäfte von Rottach-Egern. . Observator, ich persönlich denke ja, dass das Thema wirklich nur begrenzt zur politischen Streiterei taugt. Einerseits sind gerade die Türken eigentlich eine CDU-Zielgruppe, andererseits bringt die Empörung an sich nichts, aber auch gar nichts voran. Das, was Politik kann - ein Lösung sversuch für alle - passt nun mal schlecht auf eine so grosse und unterschiedliche Nichtgruppe wie die Einwanderer. Meinem türkischstämmigen Gemüsehändler vom Wochenmarlt, der Wahlwerbung für den CSU-Kandidaten verteilt, weil die CSU für Bürokratieabbau ist, und gegen die Verlotterung, dem braucht man über Integration von CDU-Seite aus nichts mehr erzählen.

@ Don Alphonso "....ich mache...

@ Don Alphonso "....ich mache was mir Spaß macht" Das ist wohl der wirklich wahre Luxus. Auf Meran, den Sunbeam und Ihre geschätzte silberne Teekanne kommt es da nicht mehr an.

Integrationsbeauftragter - hat...

Integrationsbeauftragter - hat recht! Für (uns) Juristen und Nicht-Hegelianer eine Selbstverständlichkeit.

0 Don Carlos 08.09.2010, 07:50 Uhr

Holly01 wieso sozial...

Holly01 wieso sozial flankiertes auslaufen des bergbaus? oder überhaupt sozial flankiertes auslaufen überhaupt eines wirtschaftszweiges? nach der vereinigung 1990 hieß es schlicht: 'Ihr seid unrentabel. selbst schuld.', und poff, war alles dicht. warum also jetzt deutschlandweit auf dieses identitätsstiftende gemeinschaftserlebnis verzichten!? diese gemeinsame ankunft aller germanen in der vielgepriesenen marktwirtschaftlichen und subventionsfreien realität nach zwanzig jahren des herumexperimentierens, hinauszögerns des doch unvermeidlichen und des nochmal herausholens was herauszuholen ist würde doch endlich allen das initial zur rückbesinnung auf die gemeinsame kultur, die gemeinsamen werte, die besonderen fähigkeiten und das gegenseitige verständnis jenseits eines alles erstickenden materialismus bieten. und bei dieser gelegenheit würde sich doch zeigen, wer hier ist, weil ihm land, leute, kultur und mentalität gefallen oder wer nur hier ist, um abzustauben. es wird doch ohnehin so kommen: entweder setzen uns die 'eliten' auf diät und es gibt ein sich verstärkendes und in der aktuellen diskussion erkennbar bereits eingesetztes jeder-gegen-jeden-und-der fieseste-überlebt oder wir genießen die bruchlandung als gemeinsame herausforderung. - nebenbei: in der politik geht es ja nicht um die erreichung hehrer ziele, sondern um macht über die massen. dafür werden der dumpfen masse durch die medien die hehren ziele und die lauterkeit der regierenden vorgetäuscht. die kunst wäre jetzt, mal ein paar neue ziele vorzutäuschen, damit der plebs wieder glauben kann, die regierung gehöre ihm. das würde dann zu diesem in-form-sein des staates führen, von dem spengler spricht. - sarrazin war nun der bösewicht, der - naiv oder vorsätzlich - ausgesprochen hat, daß die propagandamaschinerie zwanzig meter neben dem schotter läuft. und das nehmen ihm regierung und medien verständlicherweise übel - die medien, weil nun offensichtlich wird, daß sie schon seit langem ausschuß geliefert haben und die manipulationsmasche von ihnen unbemerkt völlig in die hose gegangen, weil für alle offensichtlich, ist; die regierung, weil die veralberung durch die unfähigkeit der medien aufgeflogen ist, sie jetzt blöd dastehen und weil sie jetzt auf die schnelle kein neues konzept gebacken bekommen, denn ihr konzept basierte ja darauf, daß die medien ihren job erfolgreich tun. - da nun alle schön unglaubwürdig geworden sind, dürfte es schwierig werden, wieder ein vertrauen zu erzeugen. also wird es wohl auf zwangsvertrauen hinauslaufen. oder es findet sich wirklich jemand neues, der vertrauenswürdigkeit erfolgreich vortäuschen kann. ich nehme die wahl an :)

0 guaglione 08.09.2010, 07:53 Uhr

Freilich Don , hast scho recht...

Freilich Don , hast scho recht . Augustiner und Loden Frey sind an der Rütli Schule und an Milli Görüs schuld.

0 Rosinante 08.09.2010, 07:57 Uhr

minna, mit meiner mangelnden...

minna, mit meiner mangelnden physischen Erfahrung des Seins in Deutschland haben Sie Recht, Und ich bitte Sie freundlich, meine diesbezüglichen Kommentare nicht als Anmassung misszuverstehen. Allerdings lebt ein Grossteil meiner Familie noch dort, ich wohne grenznah, und in der Schweiz sind strukturell ähnliche und sich ähnliche entwickelnde Strukturen vorhanden. Was unvergleichbar ist, ist die finanzielle Struktur der beiden Länder. Aber politische Anmassung und entsprechende Repression, Intergrationsdebatten und Bildungsverhinderungen (durch eine chaotische, absurd hoch finanzierte Grundpädagogik (mein Doktorvater in Baden-Württemberg verdiente Ende der achtziger Jahre Netto soviel wie eine Primarlehrerin in Zürich oder Basel mit 5 Dienstjahren) erzeugen eine emotional-intellektuelle Grundstimmung, die jener in Deutschland vielleicht nicht ganz unähnlich ist.

Filou, danke für den Schluck...

Filou, danke für den Schluck (ich hoffe es war ein kräftiger) auf mich. Sobald ich wieder bei Gin, komme ich dem gerne nach. Don Alphonso, mit Verlaub, aber ich bin das Geschwätz um die bösen Monopole wirklich leid. Es gibt in diesem Land nur ein Monopol und das hat auch noch Zwangsgewalt: der Staat. Alle anderen "Monopole" können zwar mit einem begehrten Gut reizen, der aufgeklärte Bürger kann sich aber selbst zügeln und muss nicht von diesem Honig nehmen. Sie liegen zwar formaljuristisch mit der Trennung zwischen Staat (als Bundesrepublik) und den Kommunen (daran scheitert meine geplante Strafanzeige wegen Veruntreuung von Volksvermögen gegen die Bundesregierung). Dennoch betreiben die Kommunen sehr viel Daseinsvorsorge: Nahverkehr, Schwimmbäder, regionales Sponsoring etc.. Da hat der böse Turbokapitalist ein sehr soziales Antlitz. Wie hoch der Anteil Steuern und Umverteilung für erneuerbare Energien an unserem Strompreis ist, ist hinlänglich bekannt. Die Stromkonzerne sind ein wunderbares Vehikel um die eigene Bevölkerung zu gängeln und den Frust dann auf die vermeitlich bösen Konzerne umzuleiten. Taktisch genial! Holly, wunderbare Geschichten die sie da auftischen. Die hohen Mieten bei Karstadt sind nur einen Nebenschauplatz. Hauptschauplatz sind die wegbrechenden Einnahmen. Nun, Sie empören sich. Wie oft waren Sie in diesem Jahr bei Karstadt einkaufen? Da helfen keine politischen Reaktionen – da hilft nur eine attraktiver Produktemix und Kunden die dort einkaufen. Der Ruf nach mehr Staat ist wenig hilfreich – siehe schon Opel. Bergbau: der Kohlebergbau hat seit der Gründung der Bundesrepublik ca. 350 Mia. Euro verschlungen! Noch heute fliessen Jahr für Jahr einige Mia. in das System um 27.000 Arbeitsplätze (Ihre 50.000 sind veraltet oder bewusst übertrieben) zu sichern. Das macht volkswirtschaftlich überhaupt keinen Sinn. Falls Sie aber so scharf auf Kohle sind: rüsten Sie doch um heizen Sie fortan mit Kohle. Frisch ans Werk! Bankenkrise: Ihre Zahlen sind abermals falsch. Von "eingeschossen" kann überhaupt gar keine Rede sein. Der allergrösste Teil des Geldes ist blosse Garantie. Da fliesst kein cent, da wird nichts eingeschossen. Die Bundesregierung (um das Beispiel der HRE zu nehmen) kassiert aber etwa 1.5 Mia. im Jahr für die Bereitstellung der Garantien. Die Kapitaleinlage bei der Commerzbank (da ist tatsächlich Geld geflossen) bringt Angie ca. 7% im Jahr. Die Medien sind tatsächlich Teil des Systems. Sie bemühen sich nicht die Regierungspropaganda zu widerlegen; vielmehr ist man Teil der Hetze. Zu starke Staaten haben schon immer in die Katastrophe geführt. Da hat Deutschland aus seiner Geschichte wirklich nichts gelernt.

0 Rosinante 08.09.2010, 08:08 Uhr

Observator, sehr treffend:...

Observator, sehr treffend: "@donna laura Ihr Hinweis auf gute Nachbarschaft mag trivial klingen, ist jedoch mehr wert als alle Theorie." Und, donna laura, danke für die Erdanziehung.

0 BertholdIV 08.09.2010, 08:10 Uhr

@HansMeier555 Die Übersetzung...

@HansMeier555 Die Übersetzung des NOM ist anscheinend durch die Tradition und nicht durch die Schrift gedeckt, das ist doch römisch katholisch, vgl. Jakobus ist doch bei uns auch nicht mehr der Bruder Jesu. Zur tradition: Yves Congar, Die Tradition und die Traditionen, Bd. 1, Mainz 1965 Zum ist. Das steht bei Nestle Aland im Mk vor dem Wort ein kleiner Kreis

Ganz ehrlich, ich habe den...

Ganz ehrlich, ich habe den Artikel nur angefangen Querzulesen und hier mein Fazit: Unstrukturierte Gedankensplitter, keine Analyse, keine Konzeption. Unbrauchbar als Diskussionsbeitrag.

"... wollte ich Ihnen noch...

"... wollte ich Ihnen noch sagen, dass ich diesen Beitrag eigentlich besser fand als den vorherigen. Er ist, nun ja, ein wenig zeitloser und näher an der Wurzel des Themas der letzten paar Tage." Ich stimme Ihnen zu, Observator. Den vorherigen Beitrag fand ich irgendwie schwach, Sie haben das aber schöner formuliert. . Der heutige Artikel über die Ehrung des Mohammed-Karikaturisten(s. Webseite) weist nochmals auf ein Defizit einiger islamischer Gesellschaften hin: das Recht die Meinungsfreiheit ausüben zu dürfen. „Angela Merkel geht mit dieser Preisverleihung, mit dem Foto, welches sie neben Westergaard zeigen wird, ein großes Risiko ein.“ Hut ab vor der Kanzlerin, die Alte hat Mumm.

0 donalphonso 08.09.2010, 08:25 Uhr

bhayes, das mag am Querlesen...

bhayes, das mag am Querlesen liegen, andere haben das Problem jedenfalls nicht.

Dipsy, ein echter...

Dipsy, ein echter Branchenkenner sind Sie offenbar, zumindest im Bereich Banken, auch nicht. Die Billion (oder 1.000 Milliarden), von der Holly01 sprach, bezog sich denn wohl eher auf den erwarteten Abschreibungsbedarf in den Bankbilanzen weltweit. (Es dürften sogar nach Schätzungen des IWF mittlerweile knapp 4 Billionen USD sein.) Da fließt (in Deutschland) kein Cent? Schauen Sie sich in diesem Zusammenhang mal die best und worst case-Berechnungen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft an. Eine Einrichtung, die nicht gerade für ihre Nähe zu den von Ihnen verachteten linken Multi-Kulti-Gutmenschen bekannt ist. Aber wer interessiert sich in diesen Tagen schon für zweistellige Milliardenbeträge?

0 schwerefrage 08.09.2010, 08:56 Uhr

Hallo, mich wuerde...

Hallo, mich wuerde interessieren, ob es mit der obskuren Religiositaet der Muslime in D nicht so ist, dass sie als gewissermassen eine Reaktion auf die "Gottlosigkeit" des Gastgeberlandes unter den wenig bzw. gar nicht gebildeten ehemaligen Gastarbeitern entflammt ist - als Schutz gegen diese als Bedrohung empfundene zunehmend sekulaerre Gesellschaft? Gruss

Rosinante, Anmaßung...

Rosinante, Anmaßung unterstelle ich Ihnen nicht; daß wäre dann wohl jeder hier: Alle ---oder Keiner! Es ist einem Gesamteindruck über diese Vorgänge geschuldet, denn ich als gespenstisch empfinde. Viele scheinen abrechnen zu wollen und es wird versucht dem eine Richtung zu geben. Wenn sich das klärt, wird es wie so oft von außen kommen.

0 elbsegler 08.09.2010, 09:24 Uhr

@ Filou 07. September 2010,...

@ Filou 07. September 2010, 22:00 "Calvados Roger Groult 40 Jahre Doyen d'Age. Schlechtes Kurzzeitgedaechtnis, darum Preis vergessen." Hier werden Sie geholfen: ca. 110 -125 €

Der Chef des DIW, ein Herr...

Der Chef des DIW, ein Herr Zimmermann fordet gerade eine jährliche Zuwanderung von 500 000 Personen. Um den Wohlstand zu sichern. Das ist ein Wort. ...um den Wohlstand zu sichern? Kommt mir irgendwie sehr vertraut vor.

0 donalphonso 08.09.2010, 09:33 Uhr

Werde demnächst mal ein ...

Werde demnächst mal ein Sprituosenblog vorschlagen.

Werter Don, sie sagen...

Werter Don, sie sagen es: "Deren grosse Zeiten, in Bayern noch mit Auswüchsen wie arrangierten Ehen, Kopftüchern, unbedingte eheliche Treue, Jungfräulichkeit, Töchter in Klöstern, starke religiöse Bindung, Konfessionsschulen, Hass auf Schwule und einem knallhart durchgesetzten Kuppelparagraphen, sind in Bayern noch keine 50 Jahre her. " Und da liegt auch der Hund begraben! Ich zumindest will auf keinen Fall dahin zurück. Das heißt, die "deutsche Leitkultur", der ich anhinge, basiergt sicherlich mehr auf den Errungenschaften meiner Elterngeneration ("68er") als den 2000 Jahren Christentum davor. Dummerweise tendieren die verspäteten Nachfolger jener 68er (Grüne, große Teile der SPD) dazu, diese Freiheiten weniger zu verteidigen als die ihnen zugrundeliegenden Ideologien, die leider schnell auch ins Gegenteil umschlagen können. Die "Konservativen" hingegen wollen vielleicht aus den "falschen" Gründen ab und zu auch mal das richtige. Die eigentliche Kraft, der in solchen Fragen etwas zugetraut werden sollte, ist natürlicherweise die Partei der Liberalen. Leider ist die FDP momentan alles andere als satisfaktionsfähig. Gruß, T.I.M.

Muscat, ich muss Sie da ein...

Muscat, ich muss Sie da ein wenig enttäuschen und gleichzeitig auf das recht komplizierte IFRS für Banken und die Wertberichtigungsmodelle verweisen. Dieser Abschreibungsbedarf ist immer ein aktueller Bedarf ermittelt am aktuellen Kurs bzw. dem aktuellen Ausfallrisiko (gemessen an einem Credit Rating). Das schwankt ständig. Schon der Eingang nur einer Zahlung kann das Credit Rating massiv verbessern und den Wertberichtigungsbedarf runterschrauben. Bei den von Ihnen angesprochenen maximalen 4.000 Mia. geht es um die Summe aller möglicherweise betroffenen Wertschriften im Falle der vollstänigen Illiquidität und ohne Bedienung der Schuld durch die Schuldner. Ich will da nur auf Basel II und IFRS verweisen; da steht im Prinzip alles drin. Sie erlauben mir nur den Hinweis, dass die aktuellen Mia. Gewinne der Banken häufig nicht von irgendwo her kommen. Was man wegen der schlechten Marktlage vor ein paar Quartalen zurückstellen musste (unmittelbare Belastung der GuV), kann heute aufgelöst werden und steht als Gewinn zur Verfügung. Schwerefrage: die Frage kann wohl nicht mit ja oder nein beantwortet werden. Ich hörte gestern im Rundfunk einen Beitrag über das Verhältnis von Muslime und Christen in Malaysia. Das soll wohl über Jahrzehnte sehr gut funktioniert haben; in den letzten Jahren gibt es aber zunehmende Radikalisierungstendenzen. Die Radikalität der Muslime in Europa als Antwort auf die säkularisierte Welt in Europa würde mit Verweis auf Malaysia ausgeschlossen werden können. Mir persönlich behagt Ihre Erklärung aber sehr. Ich fürchte, die Radikalisierung ist auch eine Antwort auf unsere gottlose, konsumgetriebene und hedonistische Gesellschaft. Wo wir dann wieder einmal bei 68 sind. Die Quelle allen Übels. Algohhooolllblog ist eine sehr gute Idee Don Alphonso. Ich ertrage mich selbst auch erst nach 3 Gläsern Gin.

0 donna laura 08.09.2010, 09:44 Uhr

lieber don, namensvorschlag:...

lieber don, namensvorschlag: fuselmanenblog! . cher Filou, roberto mit ciccio zu verwecheln käme mir kaum in den sinn... noch ein wenig 'ohrenheilung' gefällig? bitte sehr: http://www.youtube.com/watch?v=R9WTv7CPeqA (ich garantiere aber in diesem fall nicht für den text...)

Dipsy, was Sie zu den Banken...

Dipsy, was Sie zu den Banken schreiben, hört sich ja fürchterlich an. Was man/frau heute so alles wissen müßte um mitzureden. Man traut sich ja garnicht mehr den Mund aufzumachen.

0 Sketches Of Spam 08.09.2010, 10:30 Uhr

Zu Commerzbank - Man wird ja...

Zu Commerzbank - Man wird ja noch daran erinnern duerfen, dass Vadder Staat fuer seinen 25%-Anteil seinerzeit das ca. 3-fache von dem hingelegt hat, was er gemessen am damaligen Boersenkurs haette zahlen muessen. Und ein paar Wochen spaeter waere das Verhaeltnis von wirkich geflossenem Geld und Wert sicherlich noch unguenstiger gewesen. Kan verstaan?

0 steelydan 08.09.2010, 10:35 Uhr

Dipsy, so alt ist unser Don...

Dipsy, so alt ist unser Don doch nicht (68er). Trotzdem gut erkannt: gottlos, konsumgetrieben, hedonitisch.

Elbsegler, so genau will man...

Elbsegler, so genau will man das nachher garnicht wissen. Vergessen heisst Verdraengen. . Sie haben es diesmal gut getroffen, liebe Laura, Musik und Text passen gut zu meiner leichtsinnigen Existenz. Kein Lehrer, kein Priester weiss mich besser auf einen zeitweilig rechten Weg zu bringen als die Kunst. Wenn es unter uns bleibt (hier liest ja kaum einer mit), verrate ich Ihnen, dass grosse Teile meiner Kenntnis des AT den Herren Bach, Handel, Telemann und Genossen zu verdanken sind. The Rocking Bible. Yeah! Ach ja, und wenn die Moschee rockt, dann denke ich noch mal ueber wueste Wuestengedanken nach. Miss Jackson, Ihr Auftritt! http://www.youtube.com/watch?v=gPZuWzZvoYQ

0 elbsegler 08.09.2010, 10:44 Uhr

@donna laura "fuselmanenblog"?...

@donna laura "fuselmanenblog"? Werte Donna, beim Barte des Propheten, das ist nicht pc. Sie müssen damit rechnen, das der spontane Volkszorn jenseits des Bosporus in Kürze ihre Konterfeis flambiert. Es schütze Sie der heilige Weingeist!

@ Dipsy . Danke, interessant,...

@ Dipsy . Danke, interessant, was Sie über die Banken sagen. Könnte hinkommen. (Aktuell bin ich grade über meiner Anschlussfinanzierung, dürfte eigentlich keine große Sache sein. Bin aber auch da auf Dinge gestoßen, bei denen Banken einfach nicht gut beraten. Oder einfach Information weglassen. Aber für Nichtinformation und passives "Kunden-reinrasseln-lassen" ein recht fettes "Beratungshonorar" einpreisen, sakra. In meinem nächsten Leben werde ich garantiert Controller oder studiere Jura. Oder beides, sonst kommt man im modernen Leben nicht mehr hin und wird in unserer tollen, ach so "man-ist-seines-Glückes Schmied"-Gesellschaft ohne irgendeien Ethik außer der fragwürdigen Siegerethik des Kommerzes laufend beduppelt.) . Weiter meinten Sie: "Ich fürchte, die Radikalisierung ist auch eine Antwort auf unsere gottlose, konsumgetriebene und hedonistische Gesellschaft. Wo wir dann wieder einmal bei 68 sind. Die Quelle allen Übels." . Das dachte ich auch immer, bis mir einfiel, dass gerade die Saudis in meinen Augen nicht gerade durch Konsumverzicht und Nichthedonismus auffallen. Teuere Hotels, edelste Speisen, Luxusautos, Rennpferde, Falken, Reisen, Tegernsee. Meist sind sie aber Wahhabiten, eine konservative und recht dogmatische Richtung des sunnitischen Islam. Da passt für mich was nicht zusammen ...

@dipsy ..der gibt sein Leben...

@dipsy ..der gibt sein Leben nicht auf>wer sich selbst achtet...so, so,..; das ist mir zu schwammig und der Pastor hätte es nicht besser können gekonnt. ..in der Kaiserstrasse gewohnt,.. ich habe in St. Pauli die taz ausgetragen, hätte ich beinahe falsch formuliert; es war nur Bahrenfeld, Altona etc.. Wie einen sowas doch prägen kann, im Vergnügungsviertel wohnen(bei Lustgeräuchen der Damen). Das zergeht einem ja fast auf der Zunge.. in Frankfurt war ich ewig nicht mehr, alle interessanten Termine verpasst, Museumsuferfest, keine Zeit und einfach für mich jetzt zu teuer. Das letzte mal war glaube ich die Ausstellung Kokschka; Klimt und.... vor einigen Jahren, in der Schirn..die Zeichnungen waren nicht ohne, aber gegen reale Lustgeräuche nur trockene Hausmannskost. Einer der Künstler landete für seine Überzeugung im Gefängnis, Wien in o. kurz nach der Kaiserzeit, wie hiess er noch? Soll ich nachschauen.. Gute Kunst ist zeitlos(im Gefängnis hat man dann Zeit über sich nachzudenken) und die Zeit ist ohne Frau Dönhoff...(..wie isse denn?) Die Zeiten ändern sich und die Zeit ist (neuer Ansatz).angepasster, Leserorienterter "Niveauvoller", Christlicher, Weltlicher, etwa Multikultureller.. . damit schreibe ich Ihnen eine Seite voll oder wir geben eine Imageanalyse in Auftrag und lösen dabei die anderen Fragen des blogs nebenher. so geht das! ..wie hiess dieser Künstler noch mit den vielen Aktzeichnungen und den schönen Gesichtern, die uns heute manchmal noch begegnen?? SChiele!

0 donna laura 08.09.2010, 10:48 Uhr

liebe minna, genau. und so...

liebe minna, genau. und so soll es wohl auch sein. . jede gebrauchsanweisung für neuere technische geräte zeigt einem zunächst einmal, wie doof man sein muss. frustrierend, nicht wahr. und dann noch der handy-vertrag. die versicherungen. die geldanlage. richtige beschäftigungstherapien. und irgendetwas übersieht man immer. immer. der tägliche blick in die zeitung hilft auch nicht viel, die mittler verstehen das zu übermittelnde auch nur begrenzt. erfahrung und die frage 'cui bono' hilft. . und irgendwie liegt man immer daneben und kriegt eins 'uf de schnüs'. . da ist der mensch i.a. so richtig froh, wenn mal irgendetwas 'einfach' ist. oder wenn einem ein simpel die verhältnisse/dinge vereinfacht, dass man irgendwie mitquaken kann. s. die saharazinnoberdebatte. . die black boxes (banken, steuerrecht...) entwickeln eine gewisse zunahme der komplexität - durchaus, aber 'blind' betrieben von all den rädchen der gesellschaft. . menschen aus dem 14. jh. kämen heute gar nicht mehr zurecht.

Liebe Donna Laura "menschen...

Liebe Donna Laura "menschen aus dem 14. jh. kämen heute gar nicht mehr zurecht.". . Achwas! :-) Helmut Schmidt kommt heute auch nicht mehr zurecht. Er sagt, er vesteht seine Stromrechnung nicht. Und der ist nicht aus dem 14. Jahrhundert. Das wäre mir aufgefallen...

0 HansMeier555 08.09.2010, 11:05 Uhr

@Dipsy 68 war an allem schuld,...

@Dipsy 68 war an allem schuld, da geb ich Ihnen nur teilweise recht (es fing spätestens mit der Reformation an und 1806 wurde das Römische Reich liquidert), aber so wie Sie es meinen, ist es trotzdem richtig. . Also müssen wir uns fragen: Wie konnte es dazu überhaupt kommen? Warum ist 68 überhaupt möglich gewesen? Ganz plötzlich? Rein logisch muss man annehmen, dass schon 58 die Welt nicht mehr ganz in Ordnung war. . Und: Wie können wir aus der Geschichte lernen? Wir können wir, die nachwachsende Generation derjenigen, die 68 vielleicht schon auf der Welt, aber nicht mitschuldig waren, wie können wir mit diesem schweren Erbe umgehen, das wir ja doch tragen müssen? . Was können wir tun, damit sich 68 nie, nie niemals wieder wiederholt?

Es ist schon erstaunlich, wie...

Es ist schon erstaunlich, wie sich unsere Politiker die Entrüstungs-Automatik islamistisch geprägter Zeitgenossen angeeignet haben und damit für deren Zwecke instrumentalisieren lassen. Aus der Sicht derjenigen, die beruflich mit den von Sarrazin sangesprochenen Problemen befasst sind, klingt es wie blanker Hohn, wenn derart massiv verhindert werden soll, dass die Probleme beim Namen genannt werden. Damit erhalten diejenigen weiteren Rückenwind, die schon heute mit dem Rassismus-Argument jegliche Grenzziehung für ihr Verhalten zu verhindern versuchen. Das führt zu dem perversen Ergebnis, dass Deutsche ohne Migrationshintergrund inzwischen diskriminiert werden, weil sie die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen, während Personen mit Migrationshintergrund aus vermeintlich angebrachter Rücksichtnahmepflicht milde behandelt werden, wenn sie nur mit der Rassismus-Keule drohen. Und wie soll man eigentlich das bezeichnen, was Amtspersonen in Deutschland widerfährt, die ihre Pflichten ernst nehmen und damit den Vorstellungen ihrer Klientel zuwiderhandeln: Man wird auf das Übelste beschimpft, wobei es schon fast noch schmeichelhaft ist, wenn man als Frau mit Hochschulabschluss von einem ungebildeten Chauvinisten routinemäßig als "Schlampe" tituliert wird. Wenn unsere Politiker diese "Kultur" weiter plegen möchten, sollen sie weiter die Meinungsfreiheit mit Füßen treten. Festzustellen ist jedoch, dass gebildete und/oder integrierte Personen mit Migrationshintergrund, deren Existenz Sarrazin überhaupt nicht in Abrede stellt (man sollte es schon lesen, das Buch, und falls jemand in Mathe nicht aufgepasst hat: Eine Prozentzahl, die unter 100 liegt, bedeutet, dass nur von einem Teil des Ganzen gesprochen wird), selbst die Verhältnisse anprangern und sich von ihren Landsleuten distanzieren, von wenigen Ausnahmen in Talk-Shows abgesehen.

0 donna laura 08.09.2010, 11:07 Uhr

na gut, lieber elbsegler, dann...

na gut, lieber elbsegler, dann entschuldigen wir uns, taufen das ding eben fuselmaniacblog - es ja noch nichts beschlossen -, und alles ist wieder in butter. und ausserdem geht dabei nur um 'fusel' und um die griffigkeit des markennamens. . nur Filou, schätze ich, wird damit nicht zufrieden sein. aber was soll's, kriegt er halt den ersten, aus der vereinskasse bezahlten calvados zum vorkosten. damit ist er dann erstmal beschäftigt... . schlage zwecks vernebelung der peinlichkeit einen weiteren blog vor: mueslimaniacblog. Rosinante, sie sind doch sicher auch so ein cereal killer...

0 Tinky-Winky (Dipsy) 08.09.2010, 11:16 Uhr

Minna, es ist tatsächlich...

Minna, es ist tatsächlich fürchterlich. Die Regulierungsdichte bei den Banken (und ich kenne das schon nur aus der Perspektive einer kleinen Privatbank, bei Grossbanken ist es massiv schlimmer) ist erheblich. Vor lauter Regulierung sieht man da den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr – jedenfalls behaupte ich, dass diese massive Regulierung einen Teil der Mitschuld trägt. Regulierung ("ich halte mich ja an die Regeln, da kann schon nix passieren") erzeugt Verantwortungsdiffussion. Stellydan: natürlich ist er kein 68er. Er hat aber sein ganzes Leben unter dem Einfluss von 68 verbracht. Ich kenne nicht wenige Leute im Alter von 35 bis 45 die, egal welcher gesellschaftlichen Herkunft, die alle ähnlich ticken. Kein einziger Konservativer drin; allenfalls Möchtegernliberale. Sehr viel tiefgrün und rot (die allerschlimmsten sind die aus bestem Haus). Die hatten zeitlebens diesen 68er Terror. Nehmen wir die jüngste Demaskierung. Günter Wallraff. Ich musste den auch in der Schule lesen. Investigativer Journalismus, unschöne Dinge werden aufgedeckt. Nun müssen wir um mögliche Stasiverstrickungen Wallraffs erfahren. Mit diesen Informationen im Hintergrund: Wallraffs Werk ist für mich nur noch ideologiegetriebene Polemik. Vroni, probieren Sie es doch mal mit einer unabhängigen Beratung. Beratung und gleichzeitiger Verkauf funktioniert nicht wirklich. Ihr Kundenberater ist, nebenbei bemerkt, ohnehin nicht wirklich in der Lage zu entscheiden. Dahinter stehen aufwendige Scoringmodelle (Auflage der Bankenregulierung) und es gibt in der fernen Bankzentrale ein paar wenige Leute, die den Entscheid der Maschine übersteuern können. Der klassische Firmenkundenberater der auch mal die Hand über ein Unternehmen halten konnte, den hat die Bankenregulierung abgeschafft. Und, wenn Sie heute mit einer Anschlussfinanzierung Mühe haben, dann liegt das womöglich daran, dass es an Erfahrungswerten Ihrer Branche fehlt. Daraus folgt ein niedriger Score, das führt dann zu einer hohen Ratingklasse, die zu mehr Eigenkapitalhinterlegung und am Ende zu hohen Finanzierungskosten. Mit den Saudis haben Sie ganz grundsätzlich recht. Spontan würde ich sagen: keine Regel ohne Ausnahme (eben die Saudis). Womöglich hängt es mit der salafitischen Prägung des Islams in dieser Region zusammen. Womöglich scherrt lediglich das Konsumverhalten aus (also trotzdem gläubig und der Familie zugewandt). Ich würde aber auch die sehr reichen Saudis nicht als klassisches Beispiel nehmen wollen. So ein Scheich hatte schon immer Kontakt nach Westeuropa. Hat womöglich auf dem Rosenberg leiden müssen etc.. Doch, doch Hans Meier55. 68 muss sich wiederholen. Unserer DDR – Vergangenheit fehlt noch ein eigenes 68. Ich antworte Ihnen da aber noch etwas umfassender. Trinken Sie solange einen Tee.

liebe donna laura, danke für...

liebe donna laura, danke für Ihr Verständnis. Ich komme immer mehr an den Punkt, wo ich alles nur noch unter dem Aspekt der "Beschäftigungstherapie" sehen kann. Aber warum ist das so? Dazu müßte man wieder Dipsy fragen, er weiß die Antwort: 68er. Und in diesem! Punkt stimme ich zu.

Don Alphonso 8. Sept 10.33h ...

Don Alphonso 8. Sept 10.33h Was "Lifestyle" betrifft, hinken die Deutschen hinterher?

0 Rosinante 08.09.2010, 11:27 Uhr

minna: "Es ist einem...

minna: "Es ist einem Gesamteindruck über diese Vorgänge geschuldet, denn ich als gespenstisch empfinde. (...) Wenn sich das klärt, wird es wie so oft von außen kommen." Die gespenstische Empfindung, werte minna, teile ich mit Ihnen. Art und Inhalt des Diskurses in Europa (insbesondere dessen Mitte, wo wir ja wohnen) hat kafkaeske Züge enthalten. Und auch Samuel Beckett ist nicht weit. Vielleicht zur mittäglichen Erheiterung einen Monologzipfel aus dessen Stück "Happy Day's" (1961); Winnie: "Ich transpirierte sonst stark...Jetzt kaum. Die Hitze ist viel grösser...Die Transpiration viel geringer...Das eben finde ich so wundervoll...Die Art, in der der Mensch sich anpasst."

0 Observator 08.09.2010, 11:28 Uhr

Spiritousenblog? Unbedingtes...

Spiritousenblog? Unbedingtes JA! Über diese Prozente diskutiert es sich am entspanntesten.

0 Rosinante 08.09.2010, 11:33 Uhr

donna laura: "cereal killer"?...

donna laura: "cereal killer"? Oh nein, ich trau's mich fast nicht zu sagen: Ich bin ein Fleischfresser, bevorzugt Filet vom Rind. Aber ich esse auch viele Äpfel, Orangen, Salate, Gemüse, und trinke viel Zitronensaft.

An alle: Das 68er-Kloppen ist...

An alle: Das 68er-Kloppen ist doch langweilig. Wenn die nicht gewesen wären, hätten wir das sehr miefige obrigkeitsstaatliche Beton-Deutschland noch. . Mit all den Strukturen und Verwerfungen, deren Endmoränen wir heute noch bekämpfen oder die schon wieder auftauchen: Muff und Klassenkampf von oben, studieren darf/kann nur, wer höhere Tochter, höherer Sohn ist, Geld versammelt sich oben, Armut unten, und Krieg führen wir auch schon wieder in Afghanistnam. (Wir erinnern uns: Die 68er-Bewegung kam aus US mit den Protesten gegen den Vietnam-Krieg.). . Also man langsam mit de junge Pferde und die 68er nicht restlos verteufeln, nur weil der Islamismus jetzt behauptet, wir wären gottlos, verlottert und liederlich und sängen komische Lieder. Is ja eh lustig: Auf Provokationen muslimischer Fundamentalisten ragieren wir nicht recht gescheit, sofort überlegen wir eiligst, welche unserer Generationen "schuld" ist. . Ich weiß nur, dass die befreundeten männlichen Orientalen, die ich kenne (über den Rest erlaube ich mir nichts zu sagen), sehr gerne, fast hobbymäßig provozierten oder gar gegen die westliche Lebensweise lästerten. Leider habe ich Schaf nicht gleichgezogen aus Rücksicht gegenüber ihrer Religion. Das lustige Lästern ging los bei: "Ihr seid polytheistisch, denn ihr habt 3 Götter!" (Ein Alewit. Gemeint war die katholische Dreifaltigkeit, die ja auch kaum ein Schulkind versteht und gelehrter Exegese bedarf...) bis hin zu "Eure Frauen haben im Winter wohl eine Heizung unterm Rock!" (Ein Student aus Isfahan. Weil sie im Dezember Seidenstrümfe trugen und kurze Röcke/Mäntel hatten. Er begriff nicht, dass man mit sowas nicht friert, es war aber leider eine sexistische Bemerkung. Rausgeflogen aus der Agentur ist er jedoch damit: "Das hier ist ein freies Land!" (Er wollte nur die Layouts machen, die ihm passten und er verweigerte damit die Weisungsbefugnis seines AD). . Mein Fehler: Ich habe sie viel zu wenig gespiegelt, ich hätte auch locker über sie, ihre Kuktur zurücklästern dürfen, sie hätten das nicht übel genommen, eventuell sogar erwartet. Stattdessen habe ich knurrend eingesteckt. Verstehe heute nicht mehr warum. . Die drei befreundeten Damen, die ich kenne aus diesem Kulturraum, lästerten nie. Sehr angenehme Erscheinungen, einfühlsam, gute Gastgeberinnen, gebildet und höflich.

0 HansMeier555 08.09.2010, 11:48 Uhr

Auch die Schwulen sind ein...

Auch die Schwulen sind ein gutes Beispiel dafür, wie verheerend sich die falsche Toleranz auf Randgrupen auswirken kann, die aus erblichen Gründen verhaltensgestört sind und denen mit therapeutischen Maßnahmen nicht zu helfen ist. Früher wurden sie unterdrückt, da waren noch integriert. Sie heirateten Frauen und verhielten sich halbwegs normal. Heute dürfen sie alles und bilden in den Grossstädten, beim Militär und der Kirche geschmacklose Parallelgesellschaften. Ein Blick in den ehemaligen Ostblock zeigt, wie man es richtig macht: Dort gab es keine Schwulen, und wenn doch, dann bemühten sie sich wenigstens um Integration. Heute funktioniert das so nur noch in den Fußballvereinen -- aber wie lange noch?

@ Dimpsy "Vroni, probieren Sie...

@ Dimpsy "Vroni, probieren Sie es doch mal mit einer unabhängigen Beratung." Jau, mach ich inzwischen. Den unauflösbaren Einpersonen-Konflikt zwischen Verkaufenmüssen und Beraten kenne ich aus bester Erfahrung: von meinem eigenen blody lousy Geschäft. Bloß: Ich beduppe keinen. Geht einfach nicht. Man muss z. B. dem Kunden abraten, dass er gar kein geschlecktes Logo braucht, wenn sein ganzes Geschäftsmodell nicht stimmt (was in 60% oder mehr der Fälle von Gründern der Fall ist). Weil ich ein Designer bin. Da beißt sich die Katz in den Schwanz. Sag ich denen auch. Ich rate ab aus schierer Notwehr, denn ich mag inzwischen einfach keine bekloppten unstimmigen Design-Referenzen haben, wo das ganze Geschäftsmodell nicht stimmt, wie sieht das denn aus. (Nicht sehr seriös würde ich sagen. ) Also trenne ich mich im Vorfeld schonend von solchen, bevor sie mir mein Ohr abkauen. . Meine Ethik. Wertkonservativ kommt sie mir vor. . Banken würden das vermutlich nicht tun. Sie sind nur wertkonservativ, wenn es um ihre Kennzahlen und ihr Rating geht. Also ums Geld. . Es wäre schön, wenn es in unserer Wirtschaft etwas ausgebildetere konservativere Ethik gäbe als das blanke unverschämte kurzsichtige dämlichschlaue "Jetzt Cash mit denen machen! Jetzt abmelken, die kommen eh nie wieder". Das ist hassenswert, ich hasse jedenfalls so eine Einstellung. Auch und gerade bei Banken. Sie säuseln zwar vestärkt nach dem Crash, dass ihnen der Privatkunde und sein langfristiges Glück wichtig sei, aber die Wahrheit sieht anders aus. . Wenn jetzt islamistische Kreise kommen und sage: "Genau, das ist es, was bei euch schief läuft, euer Egoismus und dass ihr vor lauter Gier den Hals nicht voll bekommt!", dann muss ich leider sagen, dass das orientalische Geschacher (ich hab mal versucht, in Ägypten guten Schmuck zu kaufen), in meinen Augen kein Gramm besser ist. Ich musste, wohl alten orientalischen Ritualen zufolge, dreimal zwischen gelangweilt und empört den Laden verlassen um wieder zurück gerufen zu werden. Als gutes Geschäft galt da wohl, wenn man den Kunden ordentlich über seine Schafs-Ohren gehauen hat :-) . Also so einfach kommt mir die externe Kritik an unserer "ausbeuterischen" Kultur ohen jede Werte nicht davon. Das sind Rufe aus dem Glashaus.

Da habe ich doch was schönes...

Da habe ich doch was schönes über unsere Eliten. Das waren bestimmt auch die 68er. http://www.fr-online.de/rhein-main/vollrausch-im-weinberg/-/1472796/4619904/-/index.html

Dipsy, tatsächlich bin ich...

Dipsy, tatsächlich bin ich ein wenig enttäuscht von Ihnen. Hatte etwas mehr als allgemeine BlaBla-Zitate aus Finanzlehrbüchern erwartet. Zumindest Ihrer Antwort auf Schwerefrage kann ich jedoch durchaus etwas abgewinnen. Allein die Gottlosigkeit, die kam schon laaaange vor 1968.

0 Giannozzo 08.09.2010, 13:18 Uhr

Ich frage mich gerade, was ein...

Ich frage mich gerade, was ein kerniger Islamist wohl über "die 68er" denken würde und komme zu dem Schluss, dass er sich mit Dipsy eigentlich ganz gut verstehen müsste. Neue Ansätze zum Kulturaustausch?

Für einen blog mit/für...

Für einen blog mit/für wenig(er) Alkohol klingt einiges doch sehr nach geräuschvoller Biertischlufthoheit. Ich hatte das Vergnügen Wallraff in meiner Freizeit Lesen zu dürfen und nach Schulfeierabend Lesen hören zu können(Oberkassel)..mit kurzer abschliessender Frage und Diskussionsveranstaltung und danach! ging`s zum Bier o. Guinness in die Stadt. Er erzählte über Bild oder über Türken...zu lange her. Drogen, Ausländerprobleme, grosse Polizeiaufgebote gehörten zu meinem Alltag, aber ich war schon vom Alter her kein 68er..die das ja alles viel besser kennen. man muss nur am richtigen Ort wohnen;..nein! nicht neben dem Puff. Dort wo einem Entscheider begegnen .im Alltag, damit man wenigstens einmal welche gesehen hat..wichtige Menschen meine ich, ausser Papa und Mama. Ja die sind auch wichtig und die reichsten sind die wichtigsten, gell? Verstehen sie jetzt "Biertisch". ..in der Schule mussten wir Frisch, Dürrenmatt und J.Becker lesen. .wenn da was mit Stasi oder Porno, Kinderkram etc, war, bitte Bescheid sagen; ich gebe es an die Lehrerin weiter, die sagt es dem Direx und wir löschen dann alles gemeinsam(bildlich) und fangen dann wieder von vorne an.. mit ...Julia.. oder Lassie die versteht alles und apportiert und kommt immer wieder, wenn sie noch kann

0 elbsegler 08.09.2010, 13:19 Uhr

@HansMeier555 Sie haben ja...

@HansMeier555 Sie haben ja sooo recht. 1802 hat der Franzmann erlaubt, dass im "hillije Kölle" Protestanten ihre Religion offen ausüben durften und sie eine Kirche, die Antoniterkirche, weihen durften. Und wo ist Köln heute? Wehret den Anfängen!

0 Observator 08.09.2010, 13:27 Uhr

@HansMeier555 Die Bachblütler...

@HansMeier555 Die Bachblütler nicht zu vergessen. Wie der Name schon sagt, liegt das im Blut, das muss einfach erblich bedingt sein. Wer's mit Pflanzen hat, wird wahrscheinlich auch unkontrolliert umherwuchern. Scheint mir auch irgendwie häretische Wurzeln zu haben. Gregor IX hätte mit denen aufgeräumt, aber heutzutage muss man ja so was tolerieren.

Was Pop betrifft, war ich...

Was Pop betrifft, war ich immer konservativ. Two piece suit and a tie (wie DA auch oder? - Photoclip oben). http://www.youtube.com/watch?v=XQ-eisHzA84&NR=1

0 Laa Laa (Dipsy) 08.09.2010, 14:38 Uhr

Vroni, haben wir in...

Vroni, haben wir in Deutschland etwa kein obrigkeitsstaatliches Betondenken? Vielleicht ist es nicht mehr ganz so devot wie in den 50er. Aber ein obrigkeitsstaatliches Denken, das unendliche Vertrauen in die Allmacht des Staates haben wir noch immer. In den 50er schwang sicher die alte preussische Beamtenmentalität noch mit; die wäre doch ohnehin ausgestorben. 68 war freilich ein langaundauernder Prozess; nicht nur die eigentlichen 68er Unruhen. Eine Rebellion der Jungen gegen die Alten gab es immer und wird es immer geben. Es ist aber zu unterscheiden ob es die Rebellion aus rein hedonistischen Zwecken gibt oder ob man wirklich etwas an der Gesellschaft verändern will. Hatte 68 solche Ideale? Ich glaube kaum. Da ging (und geht) es nur um Sex, Drogen, Konsum. HansMeier555, in der Grundtendenz stimme ich Ihrer Aussage zu den Schwulen zu. Wir haben (wie im übrigen auch vor 15 Jahren beim Feminismus) eine enorme Radikalisierung. Die unendliche Toleranz wird da über alles gestellt. Es ist mir ehrlich gesagt reichlich egal wer was in seinem Bett treibt; die öffentliche Zurschaustellung der eigenen Vorlieben empfinde ich aber als höchst geschmacklos (sei es bei homo- als auch heterosexuellen Paaren, Liebhaber bestimmter Praktiken). Etwas Respekt vor dem öffentlichen Raum (und den Augen anderer) ist von niemanden zuviel verlangt. Diese unendliche Toleranzforderung ist irgendwo auch nervend. Wenn Erzbischof xy ein Problem mit Homosexualität hat, dann hat er halt ein Problem. Ich weiss wirklich nicht, wozu es da medialhomosexuelle Ohrfeigen braucht. Diese Art der Toleranz ist totalitär; zumal dem Erzbischof schon der Appart fehlt seine Vorstellungen zwangsweise durchzusetzen. Das unterscheidet ihn wieder von Vater Staat. Es ist etwas blöd, wenn gerade die, die Toleranz fordern, selbst wenig Toleranz anderen Meinungen gegenüber sind. Ansonsten: jeder kann in seinem Bett machen was er will. Ich weiss aber nicht, warum die persönlichen Vorlieben derart nach aussen (sei es durch Missbrauch des öffentlichen Raums, sei es durch die Thematisierung in der Öffentlichkeit) getragen werden müssen. Mir wurde gar von einem schwulen Kritiker der Schwulen zugetragen, dass nicht wenige "Normalhomosexuelle" (die das also auf ihr Bett beschränken) gewaltige Probleme mit derartigen Schwulenparaden haben. Quasinackte Auftritte und Federboas dürften kaum für mehr Toleranz bei konservativen Kreisen sorgen – ich fürchte, da bedeckt selbst die linksgrüne Mutter die Augen ihrer Kinder. Vroni, ich teile natürlich Ihre Abscheu gegen das kurzfristige Gewinndenken. Nur versetzen Sie sich einmal in die Lage einer Bank. Bis vor wenigen Jahren reichte es vollkommen aus, einmal im Jahr die Geschäftszahlen zu publizieren. Heute muss das in jedem Quartal sein. Da jedes Quartal besser sein muss als das zuvor, sonst straft der Markt, wird natürlich auch der Fokus kurzsichtiger. Die einzelne Bank kann sich dieser Gruppendynamik nicht wirklich entziehen. Der Markt straft sie unmittelbar ab, die Übernahme durch eine andere Bank ist dann die logische Konsequenz. Grundübel dieses Kurzfristdenken ist für mich die Quartals- und die adhoc Publizität. Aus Gründen des Anlegerschutzes macht das Sinn; unbeachtet blieben wohl die marktpsychologischen Aspekte. Sie wollen aber auf die Grunddiskussion der Märkte ohne Ethik hinaus. Ich habe da noch immer eine sehr gespaltene Meinung. Einmal: Abzocker und Scharlatane gab es immer. Sonst gäbe es keine Sozialdemokratie (dazu war in den letzten Schweizer Monatsheften ein sehr netter Beitrag). Auf der anderen Seite: wir haben einen Wertverlust. Nur, ich glaube, man muss da die Perspektiven beachten. Johann Buddenbrock machte seine Geschäfte fast ausschliesslich in Lübeck oder eben mit wenigen Partnern ausserhalb Lübecks. Die gesamte Produktkette war bekannt, alle Beteiligten an der Kette ebenfalls. Läuft das heute bei einem kleinen Mittelständler anders? Nein! Der achtet noch immer sehr auf seine Reputation, auf die Qualität seiner Produkte, ist auf eine langfristige Beziehung angewiesen. Sobald das Unternehmen aber global tätig wird -keine Beziehungen mehr zwischen Unternehmensentscheider und Kunden bestehen- ab da wird das anonym und zwangsläufig (weil der menschliche Kontakt fehlt) kalt. Emotional würde ich auch von einem Werteverlust sprechen; nur fehlt mir für mein Umfeld der wirkliche empirische Beweis. Wissenschaftlich belegt soll der Werteverlust aber in der Unterschicht sein. Muscat, tut mir leid Ihnen da keine genaueren Informationen geben zu können. Das ist nun einmal eine sehr verrechtlichte Finanzmathematik.

0 Der Gärtner 08.09.2010, 14:46 Uhr

HansMeier 13:28 Ihre Meinung...

HansMeier 13:28 Ihre Meinung über Schwule in der westlichen, demokratischen Gesellschaft ist ein schöner Skandal. Damit nehmen Sie aber mal endlich Ihre Maske vom Gesicht, Herr Meier. Lieber Tausend Christopher Street Day Karnevalisten als 10 Taliban, kann ich Ihnen da nur zurufen. Für diese Freiheit hat die westliche Zivilisation gekämpft, 68iger sei Dank! Ihre scheinbare Verteidigung der Rechte der türkischen "Gemüsehändler" und Indifferenz gegenüber dem offensichtlichen Islamismus ist also aggressiver Natur. Sollen die mal mit den Schwulen aufräumen, ist Ihre Botschaft, so wie auch in Putins Reich.

0 BertholdIV 08.09.2010, 14:48 Uhr

@HansMeier555 Entschuldigung,...

@HansMeier555 Entschuldigung, dass ich urgiere, wie soll es jetzt weiter gehen, wie soll ich argumentieren? gegen das NOM mit einer protestantischen Argumentation - sola scriptura gegen traditio - oder doch gut katholisch und weitergabe also traditio. Alternativ wäre noch möglich, dass die traditio in 1962 eine auszeit genommen hat und deshalb ab 1962 bis wann, die PIUS X Bruderschaft sie wieder einsetzt, nicht gilt. Also ein methodenwechsel im Wittgensteinschem? Sinne?

Also da muss ich HansMeier mal...

Also da muss ich HansMeier mal eben zur Seite treten. Der Koelner CSD ist schon eine ziemlich obszoene Wucht, wobei ich garnichts gegen Leute mit einer amusanten Abweichung (Max Goldt) habe. Soooooooo stolz muss allerdings auch nicht darauf sein, vorall, wenn's eigentlich normal ist. Wie wuerde eigentlich bei den Heteros ein HSD aussehen? Nein, nein, Karneval entspricht dem nicht, da sind wieder alle beieinander, wie so mancher Aufreisser am naechsten Morgen erschuettert feststellen musste. . Lieber HansMeier555, was fuer ein Moralist sind SIE eigentlich?

Das, werter HansMeier555,...

Das, werter HansMeier555, diskreditiert sie ganz ungemein: Auch die Schwulen sind ein gutes Beispiel dafür, wie verheerend sich die falsche Toleranz auf Randgrupen auswirken kann, die aus erblichen Gründen verhaltensgestört sind und denen mit therapeutischen Maßnahmen nicht zu helfen ist. Früher wurden sie unterdrückt, da waren noch integriert. Sie heirateten Frauen und verhielten sich halbwegs normal. Usw., usf. ... Entweder Sie wollen satirischerweis' provozieren, oder sie sondern hier wüstes heterosexistisches Geblubber ab, welches grundsätzlich geeignet ist, Menschen gegeneinander aufzuhetzen und aufzustacheln. So einen unsäglichen, zudem gefährlichen Schund darf man getrost von sich geben, aber der T.S. ist ein ganz phöser Schurk', ja? Hier immer ach so eloquent gebildet kulturbügerlich daherparlieren, aber dann so einen reaktionären menschenverachtenden Pflömm raushauen und sich wundern, warum die meisten Schwulen schon gar keine Lust mehr haben, sich mit heterosexuellem "Normal"-Volk auch nur fünf Minuten zu unterhalten. Grandios! Divide et impera, hat noch immer funktioniert. Was am übelsten ist an ihren Absonderungen: Alle über einen Kamm zu scheren und gleich noch diesen ganzen widerwärtigen Skandal in der katholischen Kirche auch den Schwuletten anzuhängen, ganz großes Damentennis, wohlüberlegt und sehr differenziert gestaltet, ich bin überwältigt von soviel Vakuumbefähigung des werten Gehirns und ganz fassungslos über Ihre deutlich spürbare, fundierte Toleranz. @ Don. Ich weiß nicht ... in letzter Zeit wird es mir manchmal etwas fad hier (und drüben bei den Fahrrädern), dieweil ich Sie doch so sehr schätze und mit Freude und gerne mitlese. Meine erlebte Realität in Berlin hat wenig bis nichts mit dem zu tun, was hier zu lesen ist. Man kann z.B. hier als schwuler Mann, und schon gar nicht als schwules Paar, ganz unmöglich durch gewisse Viertel gehen ohne Angst zu haben, die Charité von Innen sehen zu müssen danach. Es werden fortwährend Schwule zusammengeschlagen, und in den seltensten Fällen von rechten Irren in Marzahn, wer geht da auch hin? Nein, ich höre von und kenne nur schwule Gewaltopfer unserer lieben Mitbüger mit Migrationshintergrund, es ist immer die gleiche schlimme Geschichte, "Ausländische Jugendbanden klatschen Schwule". Es ist im Übrigen auch völlig gleich, wie man aussieht, ob "schrill" oder "normal". Laut sagen darf man das selbstverständlich nicht, wer die Haupttätergruppe ist, um Gottes Willen, dann ist man ein Rassist und bestenfalls rechtslastig. Nachdem auch ich das "Schwuler, Du, isch mach Disch fertisch, ey!"-Geschrei in orientalisch-deutsch einmal zu oft anhören mußte habe ich aufgegeben, denn ich bin kein einsamer Held, der sich gerne erstechen oder kastrieren läßt für die ganzen grandiosen Multi-Kulti-Ideale einer (zumeist, nach außen hin) heterosexuellen Mehrheit, die für meinesgleichen perverses Stück Dreck wohl eher keinen Finger rühren würde. Der Umzug in eine (noch) weniger agressive und schwulenfeindliche Gegend ist bald vonstatten, denn die Hauptstadt wird entweder ein Integrationswunder erleben oder den Bürgerkrieg/Klassenkampf von Allen gegen Alle sehen ... dazwischen ist nur wilde Hoffnung oder blanke Tristesse, und eine Regierung, die in ihrer Unfähigkeit aus Angst und Kalkül entspannt ihre eigenen Bürger, gleich welcher Sorte, anstandslos untergehen ließe um des Machterhalts willen.

0 elbsegler 08.09.2010, 16:19 Uhr

Ja, so geht das! HansMeier555...

Ja, so geht das! HansMeier555 hat ein schönes Beispiel geliefert, wie man eine Diskussion in Gang bringt. Sein Text zu den Schwulen ist natürlich in dieser pointierten Form unhaltbar, aber wie schon andere Diskutanten zu recht deutlich machten, ist die Form, wie sich Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit hin und wieder und nicht zu 100% gebären (Stichwort: CSD) schlicht unerträglich und nicht mit den Geboten der Toleranz vereinbar. In der Tat kann jeder machen was er will, aber nicht wo und wann er will. Das widerliche Treiben, was manche Typen zum CSD an den Tag legen, hat auch im Grunde nichts mit Homosexualität zu tun. Nicht jeder Schwule liebt knappe Lederhosen mit nacktem Hintern. Solceh Umzüge von Heteros veranstaltet würde die Polizei nach 10 Minuten wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses auflösen. Es ist reine Provokation und in meinen Augen kontraproduktiv, weil so der Eindruck entsteht, alle Schwulen seien so. Nein, die Mehrheit ist nicht so. Und das ist gut so!

0 donna laura 08.09.2010, 16:28 Uhr

HJM, schön, wie sie ihre...

HJM, schön, wie sie ihre replik in worte fassten. danke! (HansMeier555 halte ich nach wie vor für einen satiriker, der die provokation liebt. das kann natürlich in die hose gehen.)

Lieber HJM, in Amsterdam ist...

Lieber HJM, in Amsterdam ist die Situation nicht viel besser. Die Gewalttaten kommen aus derselben Gruppe "Mitbuerger", allerdings sind es Marokkaner und Araber. In der Provinz kommt es ebenfalls vor. Aber dann sind es die toleranzgebrauchenden jugendlichen Einheimischen. (Ueber den Geisteszustand von Dorfhollaendern moechte ich mich hier nicht weiter auslassen)

@Schusch (13:44): einfach...

@Schusch (13:44): einfach herrlich (incl. Ihres Kommentars). Zur Debatte selbst nur noch ein kurzer Nachtrag, weil das hier allmählich den Bach runter zu gehen droht: Es könnte sich lohnen, einmal über den Unterschied von Toleranz und lassez-faire nachzudenken. Vielleicht ist es aber doch besser, sich in offenen blogs nur über Rennräder (da bin ich dann gern dabei) oder Spirituosen zu unterhalten ....

@ (Laa Laaa et alii)...

@ (Laa Laaa et alii) Dipsy "Hatte 68 solche Ideale? Ich glaube kaum. Da ging (und geht) es nur um Sex, Drogen, Konsum." . Nein, es gab die APO, und es ging sehr wohl um Politik und Ideale. Gerade um Ideale und um die Idee, dass nur Liebe und Brüderlichkeit statt Unterdrückung den Frieden bringen. Make Love not War! Es war nie auf Sex und Saufen reduziert. Was aber bereits meinem Herrn Vater nie klarzumachen war, wenn er unsere "Negermusik" (Led Zeppelin) hörte. Alles was wir taten, war hochverdächtig und Revolution. . Nein, ich bin kein 68er. War damals leider zu klein, profitierte aber davon, dass alle "Wellen" immer mit 10-15 Jahren Verspätung in die Provinz einzogen. Wie diese mit Schlaghosen, Hippie-Mäntelchen und nie enden wollenden politischen Diskussionen mit dem Hausvorstand wegen der Verlotterung der Sitten, wie das alles aussieht, Sodom und Gomorrha kein Vergleich und überhaupt. . Dipsy, daher denke ich, Sie reden wie mein Herr Vater damals. Wie alt sind Sie?

Donna Laura, auch (und gerade)...

Donna Laura, auch (und gerade) ein Satiriker, muss Haltung zeigen und Stellung beziehen.

@ Dipsy Es geht nicht darum,...

@ Dipsy Es geht nicht darum, dass "Jeder in seinem Bett machen kann, was er will". Das hat jeder schon immer. Es geht darum, dass man sein Leben leben kann, ohne dafür angefeindet zu werden. Das bedeutet auch, sich mit seinem Lebenspartner öffentlich zu zeigen und mit ihm eine feste, belastbare Beziehung eingehen zu können, gleich welchen Geschlechts er und man selbst ist. Ist was anderes.

Verehrte Donna Laura und...

Verehrte Donna Laura und Mitlesende, ich ging in einer anderen Zeit, in einer anderen Welt zum CSD, weil es wichtig war, sich gesellschaftlich und politisch einen Raum zu beanspruchen, auf den man ein Recht hat. Heute möchte ich mit dieser peinlichen Veranstaltung nichts mehr zu tun haben, denn erstens erträgt man das nicht ohne ordentlich Drogen und viel Alkohol und zweitens ist mir die Sache zu obszön, zu nackt, zu laut, zu fetischistisch und generell zu ordinair und insbesondere zu inhaltslos geworden. Geschlechtsverkehr ist eine feine Sache für uns alle miteinander, gleich welcher Ausrichtung, aber es muß nicht sein, daß man auf der Straße vor z.B. Kindern kopuliert oder seinen Allerwertesten und weitere private Körperteile herzeigt, Kinder, die üblicherweise von ihren 'toleranten' heterosexuellen Eltern an den Straßenrand zum Gaffen mitgeschleift werden, "guck mal, Luise Theodora, die lustigen Homos da!". Nein, meine Veranstaltung ist das schon sehr lange nicht mehr, und die Tatsache, daß diese Veranstaltung und diverse unsägliche Politiker das "Bild der Schwulen in der Öffentlichkeit" darstellen, macht es umso bitterer zu sehen, wie eine ganze Minderheit seit den achtziger Jahren insbesondere auch von den eigenen machtgeilen 'Chefetagen' in die f****nde Dummheit und waschbrettbauchige Konsumgeilheit 'befreit' wurde ... "that gay liberation itself is nothing more than making the world safe for gay capitalism" (The God of ecstasy, sex roles and the madness of Dionysos, Arthur Evans, 1988). Nee, schön ist sehr, sehr anders. Mal sehen, wenn die sounsoviel Prozent Zustimmung mit den Ausländern fertig sind, ob unsereiner dann auch mal wieder so richtig dran ist. Ohne irgend etwas aufwiegen zu wollen: Die Loveparade im Berliner Tiergarten war um Lichtjahre schlimmer. Porno und Spiegel-TV völlig unnötig, aus dem Fenster schauen reichte aus, sofern man noch konnte und nicht ohnmächtig war wegen der kranken Lautstärke im Tiergarten. Und das waren überwiegend heterosexuelle Mitbürger, die sich da in unglaublichen Massen in einer Weise öffentlich gerierten, die jeder, wirklich jeder noch so abenteuerlichen Beschreibung spottete und den CSD wie eine Versammlung des diakonischen Werkes aussehen ließ! Die ganzen aktuellen Fragen betreffen nicht 'die Schwulen' oder 'die Heteros', 'die Migranten', 'die Konservativen', 'die 68er-Multikulti-Elysier' oder 'die Bankster'. Hier ist gesamtgesellschaftlich so einiges derart aus dem Ruder gelaufen in diesem Lande daß es nicht mehr lange dauert, bis uns der ganze Laden um die Ohren fliegt, wenn nicht schnell überlegt, sinnvoll und verantwortlich gehandelt wird.

0 colorcraze 08.09.2010, 17:41 Uhr

@elbsegler (Lenkrad...

@elbsegler (Lenkrad funktioniert noch): naja, Kassensturz zeigt eher Ebbe und da fragt man sich schon, wie machen. Aber Lenken will keiner, und wenn einer mal ein paar Orientierungsfakten nennt, wie der ausgebuhte Sarrazin, dann zerredet mans ins Beliebige, als ob es keine Schichten und Generationen samt bestimmter Auf- und Abstiegschancen gäbe. Und Aufstiegschancen hat eben heute kaum wer, und Chancen, den Beruf seiner Eltern einfach weiterzuführen, auch nur sehr wenige. Es gibt schlicht nicht so viele Arbeitsplätze, und schon garnicht für Hauptschüler oder Doktores. Hingegen müssen sich die meisten, die körperlich arbeiten, mit so wenig Geld begnügen, daß sie zusätzlich noch Geld vom Steuerzahler brauchen, um ihr Leben bestreiten zu können. Und eben ziemlich viele, die von vornherein gar nicht daran denken, was anderes zu tun als nur zu leben, wenn auch mit wenig Geld, da man an Arbeit eh nicht rankommt. Und die Akademiker bleiben eh prekär, wenn sie nicht gerade geerbt haben, denn die meisten Jobs für die sind befristet und auch nicht sonderlich gut bezahlt.

"Angreifbar ist im Moment vor...

"Angreifbar ist im Moment vor allem mein Rechner, insofern wird hier zwar freigeschaltet, aber nur wenig von meiner Seite aus kommentiert" OFFTOPIC: Wenn Du mal wieder auf dem Weg nach Frankfurt bist, kannst Du ohne großen Umweg auf einen Tee (Risheehat) bei uns vorbei kommen. Dann installieren wir Dir gerne ein stabiles und sicheres Linux-Betriebssystem. Das Tolle an Linux: Es gibt alles was Du brauchst und es ist freie Software. Abdul

0 Der Tiger 08.09.2010, 18:12 Uhr

@Filou – als Europäer...

@Filou – als Europäer wohnhaft in den Niederlanden halte ich es für meine Pflicht, sie darauf hinzuweisen, dass Ihr Beitrag populistisch aber nicht fundiert ist. Wenn Sie mein Bruder wären, würde ich sagen: ‘Jongen, stel je niet zo aan’ (für die genaue Grammatik/Rechtschreibung meines Ausspruchs kann ich nicht garantieren)

0 Don Carlos 08.09.2010, 18:30 Uhr

CSD in kabul, das wär's!...

CSD in kabul, das wär's!

Dipsy, mit Verlaub, diese...

Dipsy, mit Verlaub, diese Informationen wären auch nichts wert. Warum, das erkläre ich Ihnen ein anderes Mal. Oder Sie schauen einfach bei Gelegenheit bei Dons Kollegin Sophia rein. Die erlaubt sich das ein oder andere Fragezeichen hinter all dem tollen Zahlenmaterial. Einstweilen wünsche ich weiterhin viel Vergnügen bei der Lehrbuchlektüre!

@ Rosinante 08. September...

@ Rosinante 08. September 2010, 07:59 : Bei bürgerlichem Ungehorsam und sozialem Widerstand können wir uns gerne inhaltlich treffen. . @ Don Carlos 08. September 2010, 09:50 : Da ich Ironie mag und gelegendlich dem Zynismus anhänge, hätten Sie meine Stimme, wenn ich noch zu Wahlengehen würde ..... . @ Dipsy : Karstadt als nicht funktionsfähiges Geschäftsmodell zu bezeichnen halte ich für falsch. Hr. Bergruen wird beweisen wer von uns beiden Recht hat. Bergbau und seine Kosten sind in Deutschland politische Deutungshoheit. Die Tonne Kohle kostet wenn Sie Über Tage ist (vor Wäsche aktuell etwa 30€). Der Rest ist eine Frage der Bilanzregeln. Es ging auch nicht um Bergbau Ja/Nein/Vielleicht, sondern um die dreiste politische Lüge hinterlegt mit deutschen Gesetzen ohne Gültigkeit, weil diese Gesetze dem EU-Recht entgegenstehen. Preisgekrönt durch das Verhalten des deutschen EU-Komissars. Die Bankenhilfen addieren sich direkte Gelder plus Garantien aber noch ohne Abschreibungen auf etwa 1 Billion Euro. Dazu kommen Sachsen, Bayern, NRW, Badenwürtemberg, Schleswig und Hamburg als Bundesländer mit massiven Problemen der jeweiligen Landesbanken. Die Summen addieren sich dort ebenfalls auf ein vielfaches des Jahresetats und das alles vor Abschreibungen. Die jeweiligen Regierungskrisen verbuche ich unter Schadenfreude. Für die Abschreibungen haftet fast überall der Steuerzahler. Abschreibungsbedarf, alleine in den nächsten 5 Jahren, ca. 500 Milliarden bis 1,5 Billionen, je nach Ausfallquote und Wirtschaftsentwicklung. Politische Reaktion? Die wollen vom dicken Kuchen auch abbeissen. . Dipsy 08. September 2010, 11:43 : Diese Aussage ist falsch. Die Banken haben mit den aktuellen Bilanzregeln die Möglichkeit bei "nicht feststellbarem Zeitwert" (das stellt die Bank fest, ob oder ob nicht) den Einkaufswert zu bilanzieren. Wertberichtigungen können zeitverzögert vorgenommen werden. Die Staatsgarantien, die ja bei Ihnen nicht zum Geldfluss führen dienen dazu die Bonität und das Rating zu stützen und bilden reale wirtschaftliche Vorteile, welche sich gerade in den Bilanzen und in der Eigenkapitalquote zeigen. Die aktuellen Bilanzen der Banken sind nicht einmal das Papiert wert, auf das sie dank Elektronik nicht mehr gedruckt werden. Literaturrubrik : Fantasy Würden Sie mir zustimmen, dass der Allgemeinheit Einnahmen entgehen und durch die Banken abgeschöpft werden, weil der Leitzins so niedrig ist? Es fliesst Geld, nur in die falschen Hände. . HansMeier555 08. September 2010, 13:48 : Krass. Hätte ich so nicht von Ihnen erwartet und glaube ich erst, wenn es bestätigt ist (die Quelle). . @ HJM 08. September 2010, 17:44 : Ich würde Ihnen ja Recht geben, aber ich trau mich nicht. Die einen denken dann "aha auch schwul" und die anderen "was ein Schleimer".Ausserdem haben es Heteros mit diesen Gruppen auch nicht leicht.

Wenn ich von den 68ern rede...

Wenn ich von den 68ern rede meine ich nicht (beispielhaft) meine Schwester BJ.48 und Lehrerin aus Überzeugung, sondern Joschi und Gerdi. Typen die in jeder Diskussion den Gehalt von Wasser haben, jedes Argument so lange drehen können, bis es ihnen passt und tatsächlich höchst egoistisch auf ihr eigenes Wohl bedacht scheinen. Eine Politik auflegen, deren Auswirkungen erst Jahre nach der Abwahl eintreten......

0 Rosinante 08.09.2010, 18:46 Uhr

Ja, liebe minna, wenn ich den...

Ja, liebe minna, wenn ich den die letzten Zeilen von HJM (17:44) lese, liege ich offenbar, obwohl es sich hier nur um Berlin handelt, gar nicht so daneben. . HJM, den Kommentar von HansMeier555 halte ich, als sein treuer Leser, für reine Provokation. Wenn er die "68er" beschimpft, regiert nur Vroni. Dann nimmt er sich die Schwulen vor und erhält mehr Applaus. Dies ist das Brot des Künstlers.

Das war ein toller Text:...

Das war ein toller Text: Kampftrinken - Mitmachdruck - Integration. Eine Linie, die man direkt von mehreren Seiten zerpflücken kann. Danke dafür.

Ich logge hier ein und was...

Ich logge hier ein und was lese ich oben auf dieser Seite : "Homosexualität" "nacktem Hintern" "Schwulen" "Knappe Lederhosen". Leider ist es so, bei allen Blogs - es geht früh oder später bachab. Uebrigens, ich möchte gern wissen, warum Sarrazin so kaltblütig demontiert wird, sein Buch jedoch ist in jeder Buchhandlung erhältlich - auch in der Schweiz. P.S. Bundespräsident Wulff ist heute in Bern eingetroffen zu einem zweitägigen Besuch zusammen mit seiner Frau.

0 HansMeier555 08.09.2010, 19:26 Uhr

@Berthold IV Herzlichen Dank...

@Berthold IV Herzlichen Dank für Ihre Hinweise! Das werde ich mir einmal ansehen. . Ihr Traditions-Argument verwirrt mich sehr. Gibt es denn überhaupt eine katholische "für-alle"-Tradition? Wenn in der tridentinischen Messe die die Wandlungsworte "für viele" heissen und das bis circa 1968 so blieb (Gruss an Dipsy), dann sind das ja auch schon 400 Jahre Tradition. In Wirklichkeit ja noch viel mehr denn meines Wissens auch die Jahrhunderte davor immer "für viele" und ganz niemals "für alle"? (Oder vielleicht doch? Das würde mich interessieren). . Tradition bedeutet doch nicht Willkür. Das bedeutet doch nicht, dass irgendso ein 68er Papst jetzt mal aus Jux die Quellcodes verändert. Wenn die RKK neben der Schrift auch noch die Tradition als Autorität anerkannte, dann kann das doch keine Rechtfertigung sein, die kanonischen Texte selber per Knopfdruck zu verändern. (Jetzt bitte keinen hämischen Kommentar à la "Ätsch, hatten wir schon beim Jakobus und beim Filioque" oder so). . P.S.: Eine Frage ist mir noch gekommen: Inwieweit ist (nach kanonischer katholischer Auslegung) das Blut, das für viele resp. alle vergossen wurde, mit dem Blut identisch, von dem die Juden (nach Johannes) gesagt haben sollen, es solle über sie und ihre Kinder kommen? (Es war diese Frage, an der ich gekaut habe, als die Jesusmörderproblematik wieder aufgeworfen habe).

0 Der Tiger 08.09.2010, 19:33 Uhr

@fionn - warum sollte Herrn...

@fionn - warum sollte Herrn Sarrazins Buch nicht in der Schweiz erhältlich sein? Im Übrigen wünscht der Tiger dem Herrn Wulff und seiner Frau viel Spaß in Ihrem Land.

0 donna laura 08.09.2010, 19:34 Uhr

haha, aha, theologe also,...

haha, aha, theologe also, unser aller satiriker. . http://www.youtube.com/watch?v=lcLf2TD_CjA . ich muss ja immer so etwas uminterpretieren...

Rosinante, um Berlin geht es...

Rosinante, um Berlin geht es aber; auch T.S. schreibt vor Berliner Hintergrund (hab es nicht gelesen, ist ihm aber anders nicht möglich). Wir haben hier in D keinen anderen Ort an dem sich alle politisch/wirtschtl./gesellschftl Interessen treffen könnten. Ich kann mir nicht denken, daß es etwas bringt deswegen nach Bonn oder Hamburg zu reisen oder nachzuschauen wie es da so steht und geht. . ...und noch Dank für Ihre mittägliche Erheiterung; sie wirkt auch am Abend. . donna laura, 14.Jhdt.? Meinten Sie Barbara Tuchmann?

@Tigerin, so langsam werden...

@Tigerin, so langsam werden Sie mir symphatisch. Meine Grammatik und Orthografie sind auch nicht aus bestem Hause. Wel ben ik van duitse bloede, maar niet Willem. Solange das Rechtssystem auf meiner Seite ist, kann mich der Rest mal gern haben. Die sind die-und ich bin ich. Insoweit ist das wieder gut hollaendisch. Nochmals: Vive la segregation par moi meme! Auch: Je maintiendrai. Da kommen ein buergerlicher und koeniglicher Wappenspruch zusammen. . Der Schlingel gruesst den Besen.

Rosinante hatte es vergessen,...

Rosinante hatte es vergessen, Berlin hat die jüngste Bevölkerung in D.

@ fionn: Selbstredend geht es...

@ fionn: Selbstredend geht es stetig bachab, immer und überall, das liegt an der Rotation der Erdachse, glaube ich zu erinnern. Es fällt dieser gesellschaftliche Drang talwärts halt derzeit sehr auf. Und der Herr S. wird demontiert, weil das so grade ins Kalkül paßt, wenn ich diese bescheidene Meinung hier vertreten darf. Den Damen und Herren der oberen Etage geht der Allerwerteste a weng auf Grundeis, will mir scheinen, all das Geschrei wirkt seltsam zufällig passend, sei es wegen Sarkozy und seinem neu entdeckten Herz für die Roma, sei es wegen der Moscheebaupläne am Ground Zero in Neu York oder sei es wegen der heftigen Proteste gegen die 'Islamisierung Englands' ebenda. All dieses zur nahezu selben Zeit wie die Buchveröffentlichung hierzulande. Man könnte ja fast schon auf schlimme verschwörungstheoretische Gedanken kommen. Es würde mich auch, nebenbei bemerkt, doch gar sehr wundern, wenn die Frau Kandesbunzlerin und alle anderen Hohen Herrschaften nicht durch ihre Mit- und Zuarbeiter im Vorfeld der Veröffentlichung sehr genau gewußt hätten, was der Herr S., der ja nun kein Irgendwer aus Irgendwo ist, da 'literarisch' in die Welt drucken läßt bei der DVA/Random House/Bertelsmann, zumal er ja auch zuvor schon nicht ganz unberühmt war für seine zarte und bedächtige Art, an die gesellschaftlichen Explosivstoffe heranzutreten. Mich beschleicht bei der Betrachtung der Sache das starke Gefühl, daß hier ganz gezielt gearbeitet wurde, um etwas ganz gezielt zu erreichen, denn: Die Wirtschaftskrise hat bislang noch nicht wirklich zugeschlagen, dank obszön hoher Summen zur Niederhaltung der Bestie. Das dicke Ende kommt hier wohl erst noch und wird sicher kein Spaziergang. Und in einer solchen Situation muß man dafür sorgen, daß der Pöbel mit sich selbst bzw. die eine Hälfte des Pöbels mit der anderen beschäftigt ist, damit das ganze Gesindel sich nicht etwa einfallen ließe, gemeinsam gegen 'die da oben' vorgehen zu wollen, man verlöre ja seine Macht, nicht auszudenken! Teile und herrsche, bestrafe einen Vollpfosten laut und vernehmlich und setze damit ein Zeichen/Angst gegen viele, wie bereits zuvor gesagt, nichts, was neu oder etwa überraschend wäre, derlei haben römische Caesaren schon gelangweilt vollführt. Daß dergleichen in dieser Republik nun möglich ist, das ist der eigentliche Skandal daran, nicht so sehr, was der Herr S. verbreitet - denn seine teils kruden Thesen, seine teils peinlichen Fehler und deren Auswirkung kann man doch in drei Tagen Debatte intellektuell und auch dem 'Volk' durchaus verständlich und entspannt zur Gänze entblößen ohne so derart marktschreierisch die mediale und politische 'Reichsschrifttumskammer' bemühen zu müssen. Ich würde so gerne einmal mit Friede Springer, Liz Mohn und Angela Merkel ganz stilvoll Tee trinken ...

@ HJM : Ein bekennender Homo...

@ HJM : Ein bekennender Homo beim Teetrinken mit Springer, Mohn und Merkel? Da würde ich mich gerne in der Kulisse verstecken und lauschen ......... Schon die 3 Damen zusammen wäre ja extrem interessant.

0 HansMeier555 08.09.2010, 20:58 Uhr

Mit meiner Anmerkung zur...

Mit meiner Anmerkung zur Schwulenintegration wollte ich v.a. mal ausprobieren, ob so Argumente wie Vererbung /Normalität /Integration nicht auch in Bezug auf andere Gruppen wirksam angespitzt werden können. . Und es hat sich auch gezeigt, dass Schwule und Fremdrassige, abgesehen mal von sich selbst, immer noch die gleichen Unterstützer und Gegner haben, so wie 1985. Vielleicht ist das konservative Milieu doch noch nicht so marode wie Don Alphonso glaubt? . Schwule und Moslems: Mir hat mal jemand gesagt, dass unter den Arabern in Berlin unglaublich viele Schwule sind, v.a. im Umfeld der TU. Ist ja logisch, dass die von dort weg und hierher wollen. Wie die Sarrazin-Anhänger mit so einem Befund wohl umgehen würden? . Wenn sich die Konservativen in den letzten 40 Jahren mit der Schwulenemanzipation zähneknirschend abgefunden haben, so v.a. deswegen, weil sie sich davon haben überzeugen lassen, dass Schwulsein angeboren und nicht ansteckend ist. Man lässt die Schwulen in Ruhe, weil man davon ausgeht, dass man zwischen ihnen und den Heteros eine deutliche Grenze verläuft, die auch ohne § 175 da bleibt, wo sie ist. Gerade wer an Vererbung glaubt, könnte sogar einen Vorteil darin sehen, wenn die Andersprogrammierten sich jetzt gegenseitig heiraten, anstatt normalitätsheuchelnd gesunde Mädchen zu heiraten. Wenn man sie miteinander in Ruhe lässt, dann zeugen sie jedenfalls weniger Kinder und schaffen sich langfristig (genau wie Deutschland) einfach selber ab?! Aber wer weiß, was passiert, wenn sich wider Erwarten herausstellt, dass die eine oder andere schwule Praxis, laut Umsatzzahlen der Pornoversanhäuser) auch unter Heteros zunehmend Anklang findet? Wenn sich einflußreichen Beobachtern der Eindruck aufdrängen wird, dass die Schwulen nicht weniger werden, sondern sich vermehren (wie auch immer), am Ende sogar noch schneller als die (deutschrassige) Bevölkerung? . Dann könnte es mit der Toleranz der konservativen Kreise gegenüber den Schwulen irgendwann auch wieder zuende sein.

@ Holly01: Die drei Damen sind...

@ Holly01: Die drei Damen sind langjährige Freundinnen und treffen sich, wie es heißt, regelmäßig, das ist hier stadtbekannt und keine Neuigkeit, den recht lauten Gerüchten zufolge gerne en privée im separée des Palais Pannwitz, Schloßhotel im Grunewald.

HJM, wenn die Rechnung wie Sie...

HJM, wenn die Rechnung wie Sie es beschreiben aufgeht, dann schließe ich mich Filous Wahlspruch an.

Itza müsst ma halt türkce...

Itza müsst ma halt türkce kenna! http://www.hurriyet.de/haberler/gundem/423815/bay-sarrazin-acik-konusalim

fionn@: S ís halt a net...

fionn@: S ís halt a net allaweil a Sepperl dea wo do aus da Ledehosn nausschaugt, gölt!

Welch' aestethikferne...

Welch' aestethikferne Betrachtung der Zuneigungen aeussert sich da. Das "gesunde Maedchen" wird ueber ihre Reize zur Mutter und dient einem gesellschaftlichen Zweck. War da nicht mal eine Diskussion ueber von-der-Leyenschen-Gebaermaschinen? Schoenheit ist nur dann akzeptabel, wenn sie bevoelkerungpolitisch relevant ist? . Aber ach, ein huebscher Knabe, noch nicht ganz zum Manne erblueht, soll nur zum Zwecke der Vermehrung dienen? Wo waeren dann Literatur, Malerei und Musik geblieben? Eine Welt voller magerer Reize waere es. Nur die Pracht eines kirchenfuerstlichen Gewandes bliebe uns. Oh nein, in den Fingerspitzen den Ruecken eines jungen Menschen zu fuehlen, langsam mit beiden Haenden die Taille zu erfassen, dieses sanfte Vibrieren der Haut in diesem Moment... ...HansMeier! Fragen Sie mal Ihre Frau. Die wird's wissen.

Nach der Sarrazinischen...

Nach der Sarrazinischen Enzyklika über die Gene des Menschen war ich zunächst ganz erfüllt von der Sinnhaftigkeit des Gedankens, wie viel einfacher doch vieles wird, wenn wir Menschen wieder nach Gruppen einteilen, anstatt im Wege bürgerlicher Gutmenscherei mühselig mit Individuen uns aufzuhalten. Lustige Buttons wie, sagen wir mal, Sterne und Winkel könnten zudem helfen, sie leichter zu erkennen, um ihnen seitens Dipsy, Mattussek und PI noch mehr Integrationsangebote zukommen zu lassen. . Denn jede Gruppe ist durch ein sie spezifizierendes Gen bestimmt, das der anerkannte Humangenetiker und führende Evolutionsbiologe Thilo Sarrazin jeweils entdeckt. Mit der Erforschung des Juden-Gens hat er seine Expertise bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. . Das erleichtert auch die Arbeit der Ideologiekritik ungemein. Ich muß nun nicht mehr analysieren, warum Dipsy zu jedem Gegenstand der Diskussion wie von Radar gelenkt zum maximal möglichen Unsinn findet. Vielmehr stehe ich mit Sarrazin auf dem festen Grund der Gentheorie und diagnostiziere bei Dipsy das Deppen-Gen. . Was mich jedoch irritiert ist der Umstand der Zeugung aller Schwulen durch Heterosexuelle. Die Annahme eines Schwulen-Gens führt dadurch auf kaum lösbare Widersprüche. Gut möglich jedoch, dass Thilo "The Brain" Sarrazin auch hier bald eine schlüssige Lösung anbietet.

... nun denn Don, jetzt sind...

... nun denn Don, jetzt sind nun wohl "die Löcher aus dem Käse geflogen" qed

HansMeier555, bei der Lektüre...

HansMeier555, bei der Lektüre Ihres letzten Beitrages war mir urplötzlich als röche es irgendwoher ranzig. Sicher hat meine Nase mich genarrt. Manchmal glaubt man ja, alten Muff zu riechen, dabei ist es nur eine kurze Illusion der Sinne, weil draußen eine düstere Wolke vorüberzeiht, die einen urplötzlich und völlig aus der Reih' an kalte Grüfte denken läßt, in denen die modrigen Gebeine von längst verlorenen Zeiten künden. Die empörte Antwort auf seltsame Beiträge und auch wohlfeile Aufzählung schwuler Kulturtrutschen und Machtelsen der vergangenen zweieinhalb Jahrtausende erspare ich den verehrten Damen und Herren Anwesenden. Es wäre zu pathetisch, sich darin zu verlieren. Nur soviel, reminiszent an Filou: Wo wären wir denn bitte ohne uns alle miteinander? Toleranz ist der kleingeistige Ersatz emporgekommener Ackerbürger für Achtung voreinander und der jeweiligen gesellschaftlichen Rolle, und was meine heterosexuellen Nachbarn an ganz unaussprechlichen Dingen in ihren Betten tun geht mich nicht im Ansatz etwas an, ebensowenig wie es mir zusteht, meine Mitmenschen wegen ihrer privaten Gefühlswelt oder ihrer fleischlichen Vorlieben halber irgend zu declassiren, solange sie nicht in aller Öffentlichkeit vor den Kindern wüst kopulieren oder halb-, auch ganz nackend im Rausch durch die Straßen rennen und schlimmen Skandal machen. Ich halte es mit dem Alten Fritz, der bekanntlich auch einer 'von der Sorte' war: Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden. Man kann sich im Übrigen nicht von unten nach oben herablassen, auch wenn man es noch so sehr mit bösen Worten versucht. Das ist doch bekannt! Und Konservativität hat, soweit mir geläufig, weder etwas mit einer höchst bejahrten Vorstellung von Vererbung noch etwas mit der Gesundheit von Mädchen, auch nichts mit Deutschrassigkeit und schon gar nichts mit arabischen Studenten an der TU zu tun. Wahrscheinlich sind die immerhin wahabitisch konservativ, auf ihre Weise, arabisch halt, und haben wenigstens etwas Freude hier.

0 BertholdIV 08.09.2010, 22:47 Uhr

@HansMeier555 Ich wollte...

@HansMeier555 Ich wollte eigentlich auf den Traditionsbegriff hinaus. Ist der tautologisch? Warum ist das NOM (Entschuldigung für den Kampfbegriff) nicht durch gültige Tradition gedeckt, das vorherige Messbuch aber schon? Weil das NOM nicht der Schrift entspricht?

0 Sylter123 08.09.2010, 22:57 Uhr

Immer wenn jemand, wie manch...

Immer wenn jemand, wie manch einer hier, meint, seine Toleranz gegenüber Schwulen als Selbstverständlichkeit betonen zu müssen, um sich so von denen, die er "Konservative" nennt, abzugrenzen (denn diese ominösen Konservativen wollen ja Schwule und "Fremdrassige" mit besonderen Gesetzen belegen) frage ich mich, wohin wir als nächstes zurückfallen. "Toleranz" gegenüber Dicken, Rothaarigen, pensionierten Studienräten? Wer - in welchem Kontext auch immer - bei jeder Gelegenheit über die sexuelle Orientierung einer Minderheit quatscht und lauthals CSD-Paraden begrüßt, liest sicherlich auch alles von Widerwärt Walraff, der u.a. die rassistische Unverschämtheit besass, sich als "Neger" zu schminken, um uns mal ganz investigativ darzulegen, wie sich so ein Mohr ein Deutschland fühlt. Schließlich, so Walraff zwinkernd, kann so ein Kaffer das ja nicht selbst erzählen. Blues, Gospel, schwarze Literatur? Thomas Mann, Oscar Wilde, John Maynard Keynes? Kann man doch nicht ertragen sowas! Da brauchts schon solche 68er-Spiesser, um uns zu erklären, wie das so ist mit diesen putzigen Randgruppen. Tja, Ihr guten Toleranten, es hat doch immer etwas tierschützerisches, wenn Ihr Euch zwischen mich und die Minderheiten stellt. (Aber sie winken mir freundlich über Eure Schultern zu)

Ohoo, nun ist mir doch noch...

Ohoo, nun ist mir doch noch aufgefallen in welcher Gesellschaft ich lebe! . In einer W I S S E N sgesellschaft!!! ...und so wie die daher kommt, müßte es doch einfach sein sich zu integrieren.

Ich gebe ja ungern anderen...

Ich gebe ja ungern anderen Leuten recht, um den Eindruck zu vermeiden, der andere könnte klüger sein als ich. Aber der Grundtenor von Don Alphonso reicht diesmal ans Genialische: Worin soll sich denn der von außen Kommende eigentlich integrieren - in einem Land, in dem 39% der Akademiker ihrem Vaterland die Kinder verweigern? Was soll er denn tun, wenn sich 70% der Deutschen im Ausland für ihre Landsleute schämen? Der von außen Kommende hat eine Religion, an die er sich klammert und die ihm hilft sein Leben zu meistern, kann das die Mehrheit der Deutschen auch von sich behaupten? Die Deutschen sind aufgrund ihrer Bildung ohne Zweifel tolerante Menschen, aber hilft das nun, sich einem fremden Land sich zurechtzufinden? Liegt das Problem nicht darin, dass die Deutschen eigentlich selbst nicht wissen, wer sie sind?

Ich habe diesen Blog im Ganzen...

Ich habe diesen Blog im Ganzen gelesen und wundere mich wieso viele Teilnehmer, was sie schreiben an der Religion aufhängen. Was Bitte hat Religion mit gesundem Menschverstand zu tun? mfg

0 donalphonso 09.09.2010, 01:11 Uhr

Nicht wirklich viel. Religion...

Nicht wirklich viel. Religion muss man nur glauben.

0 G. Schoenbauer 09.09.2010, 02:27 Uhr

... na Sylter123, Intoleranz...

... na Sylter123, Intoleranz ist schon eine schoene Sache. Oder? Leben und leben lassen. - Igittigitt. Jemand seine Freiheit lassen, wenn er mit deren Gebrauch niemand auf die Fuesse tritt. - Tja, wo kaemen wir denn da hin? Andere so behandeln, wie man selber gern behandelt werden moechte. - Wie toericht! G.S.

@ HJM 08. September 2010,...

@ HJM 08. September 2010, 23:04 : Ich halte die Merkel nicht für Julius Caesar, aber dieses triumvirat (ich nehme den Begriff "triumvirat" als feststehenden Ausdruck, auch wenn die sprachgebildeten darüber lachen werden) ist schon sehr bemerkenswert. Es mag Ihnen nicht aufgefallen sein, aber man liest im Allgemeinen nur sehr wenig über diese "Freundschaften". Ich sehe die Merkel als Trägerin des schwarz/rot/goldenen Bandes, der längsten Kanzlerschaft, ganz klar auf Kurs. Sie scheint die Verbindungen des jetzigen Bandinhabers umfassend geerbt zu haben. So umfassend wie dessen Beliebtheit bei der breiten Masse. Ich hoffe Fr.Merkel schaut auch ab und an auf dessen politisches Ende.

0 perfekt!57 09.09.2010, 06:12 Uhr

Immerhin wollen konservative...

Immerhin wollen konservative Amerikaner am kommenden Samstag versuchen, sich wieder zu reintegrieren. Zumindest kann man das so sehen. Die Mittel sind wohl strittig. . Dafür setzt sich Frau Dr. Merkel für meine Freiheit ein. . Nun fehlte bloß noch, dass z.B. auch konservative deutsche Christen und auch am kommenden Samstag eine parallele Bücherverbrennung durchführen würden. Sagen wir mal am besten in einem Dorf ganz in der Nähe von Spangdahlem Airbase. Z. B. da. Enge Solidarität sozusagen. (Viele bis manche Soldaten sind ja auch konservativ, gerade auch in den Führungen, sagt man.) . Und dann den Film zu Youtube stellen würden. . Wir hoffen also, dass es keine Nachahmer gibt. Auch wenn man das bzgl. der Integration aus unterschiedlichen Gesichtwinkeln sehen kann.

0 HansMeier555 09.09.2010, 06:14 Uhr

@Berthold IV Das Prinzip...

@Berthold IV Das Prinzip "Tradition" führt notwendigerweise zu Widersprüchen. Genau wie auch das Prinzip der Schrifttreue. Überhaupt lässt sich das eine vom anderen doch gar nicht trennen. Wer es gern logisch hat und widerspruchsfrei, der sollte sich lieber mit Mathe beschäftigen statt mit Religion. . Übrigens sind es ja gerade die NOM-Gegner, die sich "Traditionalisten" nennen. Wir mir scheint, sogar zu recht, zumindest im Hinblick auf das "für alle"-Problem. Die haben ja offensichtlich beides für sich: Sowohl die Schrift wie auch die Tradition. . Die Frage heisst, ob die RKK überhaupt irgendwelche Argumente hat, die FÜR die NOM-Fassung spricht. Irgendwie vermeiden die ja, dazu überhaupt Position zu beziehen. Sie verstecken sich einfach hinter ihrer Amtsautorität: "Das haben wir jetzt so beschlossen". Was ja, wie man weiß, in der Praxis auch völlig ausreicht.

0 perfekt!57 09.09.2010, 06:17 Uhr

Und in einer Welt der...

Und in einer Welt der vernetzten Freundschaften wird es womöglich sogar noch stärker darauf hinauslaufen, dass der Blogger ja die doppelte Zusammenziehung in einer Person verkörpert. . Kohle und Atom - daraus Strom. Und solar wird nicht wahr. Was auch nicht stimmt.

0 Rosinante 09.09.2010, 06:29 Uhr

HansMeier555, Sie sind ein...

HansMeier555, Sie sind ein reizendes Chamälion in Sachen Schwulen-Soziologie. Und in D (sorry, minna) stellen man und frau gerne fest, wie es sein sollte. Das Faktum soziologischer Empirie wird meist für political correcte Probleme herangezogen, weil alle existenten Strukturen seit der Herrschaft Hitlers und der NSDAP grundsätzlich kontaminiert sind (denn diese Herrschaft war Ergebnis einer demokratischen Wahl). . Diesem Selbstmisstrauen, welches auch im Kommentar von yast2000 (9.9, 01:56) angesprochen wird, steht in der Schweiz ein grundsätzlich anderes Selbstverständnis gegenüber. Eine Achtung vor der Allmend (also dem gemeinsamen Grundbesitz) und dem Nachbarn (beiderlei Geschlechts). Der soziale Mikrokosmos wird -mas o menos- aktiv gelebt. Und die diesbezügliche politische Willensbildung wird im kleinteiligen Wahlprozedere auch rasch tragend (wenige einhundert Stimmen können bei kantonalen Wahlen schon ausschlaggebend sein). . Doch, weil dies ja das Thema ist, zurück zum Verhältnis sogennant Konservativer gegenüber der Homosexualität. Ich kenne drei Schwulenpaare, die in meiner kleinen, dummen Stadt alle recht bekannt sind und alle seit über 20 Jahren miteinander leben. Und alle haben sich vor 20 und mehr Jahren geoutet, hatten ihre Krisen, pflegten ihre AIDS-Solidarität (aber nie eine AIDS-Hysterie) und alle sind auf ihre Art selbstbewusste und selbstverständliche Teil der urbanen Gemeinschaft. Und alle Schwulenthemen, die öffentlich diskutiert werden, kommen um deren Stimmen nicht umhin. Womit selbst bei hoch emotionalisierten Themen meist eine sachliche Handlungsebene erreicht wird.

0 perfekt!57 09.09.2010, 06:43 Uhr

In eine Aufwallung von...

In eine Aufwallung von Augenblicksvernunft. Ich weiß nichts. Und auch die meisten jungen Leute heute leben ja schon seit Jahrzehnten von Selbsterkenntnis. Wobei man "nichts" evtl. auch als die mögliche postmoderne Variante von "alles" diskutieren könnte. . Und ist wohl auch so: Je lesender man wird, desto mehr rutscht einem manche Klage unterm Gehörgang durch. Und wäre es auch Laute. . Und was wir womöglich auch nicht bleiben wollten, auch wenn wir es wären: eine Gesellschaftsansammlung von fachlich bestausgebildetem Funktionselend. . Und "Die Lohnnebenkosten müsse gesenkt werden" wurde zum Glück fast überhaupt noch nie mit "Mehr billige Handwerker braucht das Land" übersetzt. . Und Grüße an die Palmen von Maren. . Und Luxemburg hat auch Oper. Auf dem Niveau von London, Paris, New York, Tokio, Sydney. Aber da finden auch noch nicht immer alle aus Trier hin. Und es geht weiter schön voran: . Gustav Mahler Jugendorchester « die Crème de la Crème Europas neuer Musikergeneration » http://www.philharmonie.lu/de/vorschaltseite/vorschaltseite.php?PHPSESSID=7jqnmdp25br8n81tc764t1ckr5

0 Perfekt!57 09.09.2010, 06:45 Uhr

Vom womöglich zulässigen...

Vom womöglich zulässigen Gebrauch besitzanzeigender Fürwörter. Wenn ihre Liebe seine ganz Welt ist, dann hat er alles erreicht.

Sarrazin und der...

Sarrazin und der Bumerangeffekt: Nun müssen die Einwanderer die Schulbank drücken! Habe kürzlich einen Beitrag auf SF1 TV gesehen: Langzeitarbeitslose werden in Kt Zürich als Lageristen (in Teams) ausgebildet, und es funktioniert ("team spirit"!).

ächz, da kommt man aus dem...

ächz, da kommt man aus dem Urlaub zurück, will einen Kommentar dalassen und schafft es in den 15 Minuten Kaffeepause nicht alle bisherigen Kommentare durchzulesen (bitte dafür um Verzeihung). hier noch ein schöner Link zum Thema, den ich vorbehaltlos unterschreibe: http://www.ruhrbarone.de/auslander-das-muss-ich-doch-mal-sagen-durfen/ ich erlaube mir mal die Kernpunkte zu zitieren: "Man kann es auch so sagen: Die Abiabschlussquote liegt bei den Türkenkindern sicher nicht signifikant schlechter als bei den Abkömmlingen der abgeschlagenen Proletarierkaste aus Mecklenburg-Vorpommern" "Damals sagte man über die Arbeiter im Pott, die seien halt im Elend zurückgeblieben, weil das katholische Polen sind. Sprich: genetisch, kulturell minderwertiges Pack." "fast die Hälfte von Deutschland ist slawisches Urland. Grömnitz und Eutin sind slawisch. Nicht deutsch. Kommt damit klar." übirgens: Was ich an der Deutschseindefinition nicht so ganz verstehe: Einige definieren das auch als Teilhabe am Arbeitsleben und Lohnarbeit. Ich bin verwirrt. Ist denn jetzt die brave Kinder aufziehende und sonntags Apfelkuchen backende Hausfrauenmutti auch nicht mehr deutsch weil Sie keine Lohnarbeit leistet? @muscat: Danke für den Kommentar vom 07. September 2010, 16:05 *g*

@ wimmerl. 8.9 um 22.26h ...

@ wimmerl. 8.9 um 22.26h Ist das etwa Dialekt (Bayern?) - irgendwie mit Züritüütsch verwandt? @ Perfekt!57. 07.43h Meine Mutter (im Welschland - d.h. in Kt Genf - wohnhaft) hat ein Klavier (ca. 1790, nummeriert) von George Astor gebaut in Cornhill, London: der war aus D-Walldorf nach London ausgewandert). Sie hat auch 2 Bände dazu (Bach's Toccatas and Fugues). Auch Early Keyboard Music mag ich (easy to play!).

0 Don Carlos 09.09.2010, 07:44 Uhr

perfekt! 'Nun fehlte bloß...

perfekt! 'Nun fehlte bloß noch, dass z.B. auch konservative deutsche Christen und auch am kommenden Samstag eine parallele Bücherverbrennung durchführen würden.' - voraussetzung ist das vorhandensein von büchern. und wenn überhaupt: weshalb sollten konservative deutsche christen verbrennenswertes schriftgut in ihrem haushalt haben...? - das würde zu der interessanten these von HansMeier555 passen, daß die reproduktionsraten von schwulen(!) demnächst über denen heterosexueller liegen könnten. wundert mich, daß donna laura hier noch nicht korrigierend eingegriffen hat.

0 BertholdIV 09.09.2010, 07:47 Uhr

@HansMeier555 09. September...

@HansMeier555 09. September 2010, 08:14 "Das Prinzip "Tradition" führt notwendigerweise zu Widersprüchen. Genau wie auch das Prinzip der Schrifttreue. Überhaupt lässt sich das eine vom anderen doch gar nicht trennen." Würde ich so unterschreiben außer das mit dem Trennen? Aber nochmal die Frage, warum hört die Tradition dann 1962 auf oder tut sie das nicht, wer garantiert die Tradition (consensus der Gläubigen, die Amtskirche) wer garantiert den Kanon... die üblichen bekannten Fragen

Vroni, diese ganze...

Vroni, diese ganze Friedensgeschichte ist aus meiner Sicht nur vorgeschoben. Christiane Brunner, die ehemalige Präsidentin der SP(D) Schweiz, gab da vor ca. 2 Jahren mal ein ausführliches Interview in der Weltwoche. Junge Frauen finden Geschwätz über Frieden und Liebe nun einmal toll: die Herren der Schöpfung haben das aber gnadenlos ausgenutzt und sich Sexsklavinnen gehalten. Die Frauen mögen da Ideale gehabt haben; in vollkommener Naivität (was ja bei Frauen nicht wundert) haben sie sich aber ausnutzen lassen. Ich bin noch nicht so alt. Noch Student, bis zu meinem 30 Geburtstag ist es noch lange hin. Ich könnte also (sehr wahrscheinlich) nicht Ihr Vater sein. Schuch, ich muss da ein wenig widersprechen. Natürlich kann und soll jeder sein Leben wie er will. Anfeindungen sind da vollkommen verfehlt und ich missbillige diese Gewalt auch ganz ausdrücklich. Es bleibt aber dennoch ein mehrfaches Aber. 1) Eine Partnerschaft unter Gleichgeschlechtlichen kann nicht den gleichen staatlichen Schutz geniessen wie eine normale Ehe als Keimzelle des Staates. 2) Nach Unterhaltungen mit einigen Homosexuellen habe ich schon gelegentlich das Bauchgefühl "ihr wollt es ja so" (ohne hier in eine Jessen-Argumentation verfallen zu wollen). Da wird linksgrün gewählt, weil die sich ja um die Anliegen der Schwulen und Lesben kümmern. Linksgrün ist es aber auch, die mit ihrer laissez-faire Politik zu Zuständen beitragen, wie sie HJM oben beschrieben hat. Was nützt es einem einen Ehering tragen zu können (dafür hat linksgrün ja gesorgt), gleichzeitig aber nicht mehr auf die Strasse gehen zu können (dafür sorgt linkgrün eben auch). Und wahrscheinlich kann in Grossberlin jene Schwule und Lesben die den Partymeister Wowi nicht gewählt haben an einer Hand abzählen. Schwule und Lesben haben ihre Partikularinteressen (Ehering) wieder über die Interessen der Allgemeinheit (Sicherheit) gestellt. Solange dort nicht die Erkenntnis eimkehrt, dass sich linksgrün nur aus bauernfängerischen Gründen um die "Minderheiten" kümmert, solange sehe ich da wirklich schwarz. Holly01, ich halte Karstadt für nicht funktionierend. Zumal ich dort auch nur ungefähr einmal im Jahr einkaufen gehe. Brauchbar ist dort für mich allenfalls die Abteilung mit den Haushaltswaren. Ich streite die Problematik der Landesbanken ja gar nicht ab. Nur wer sitzt dort in den Aufsichtsräten? Altgediente, wegbeförderte Politiker. U.a. auch der Oberschreihals Lafontaine. Zu Ihrer Frage betreffend des niedrigen Leitzinses. Sie wollen darauf hinaus, dass bei einem höheren Leitzins einmal die Bundesbank höhere Gewinne ausschütten würde und zudem die Banken aufgrund der niedrigen Refinanzierung grosse Margen haben. Das ist zum Teil sicher richtig. Ein Zins setzt sich aber aus Refinanzierungskosten, einem Inflationsausgleich (Inflation ist gerade sehr niedrig) und einer Risikomarge zusammen. Bei Sparguthaben: was nützt Ihnen ein hoher Zins, wenn Sie eine hohe Inflation haben? Gar nichts. Unter dem Strich haben Sie genauso viel raus. Es ist am Ende aber trotzdem so, dass die Finanzierungskosten (den Risikofaktor mal rausgelassen) für Unternehmen und Private nie so niedrig waren wie im Moment. Das Kernproblem ist auch nicht das kartellistische Zinsregime (was Sie implizit unterstellen) sondern die Liquidätsschwemme. Geld annehmen kann jede Bank praktisch unbegrenzt, deswegen sind die Zinsen auch so niedrig. Die Vergabekriterien für Finanzierungen sind aber überall ähnlich (schon aufgrund der Bankenaufsicht) was zu einem eigentlichen Ausschalten der Konkurrenz führt. Sie begegnen diesem Problem aber nicht mit noch mehr Regulierung; es muss schlicht die Liquidität rausgezogen werden und der Leitzins erhöht werden. Dann spielt auch wieder der Markt.

"knappe Lederhosen mit nacktem...

"knappe Lederhosen mit nacktem Hintern" ... "denn erstens erträgt man das nicht ohne ordentlich Drogen und viel Alkohol und zweitens ist mir die Sache zu obszön, zu nackt, zu laut, zu fetischistisch und generell zu ordinair und insbesondere zu inhaltslos geworden. Geschlechtsverkehr ist eine feine Sache für uns alle miteinander, gleich welcher Ausrichtung, aber es muß nicht sein, daß man auf der Straße vor z.B. Kindern kopuliert oder seinen Allerwertesten und weitere private Körperteile herzeigt" habe das nur überflogen, Rosenmontag in Köln oder was?! Ach so, CSD. Same difference, really. Ich bin übrigens für deutlich mehr schöne nackte Männerhintern in knappen Lederhosen.

0 elbsegler 09.09.2010, 08:25 Uhr

@unellen Bitte jetzt nicht...

@unellen Bitte jetzt nicht noch diesen Unsinn mit dem "slawischen Urland" auftischen. Dann ist der Osten Frankreichs "deutsches Urland" und Salzburg bayrisch. Dieser nationalistische Schwachsinn ist von vorvorgestern. . Deutschsein hat nicht mit Teilhabe am Arbeitsleben und Lohnarbeit zu tun. Deutscher ist, wer Deutscher sein will (und dann die gesetzlichen Voraussetzungen für die Staatsbürgerschaft erfüllt). Dass jemand bestrebt ist sich und seine Familie aus eigener Kraft zu ernähren, ist wohl eine Selbstverständlichkeit. Mutti oder Vati dürfen ruhig Apfelkuchen backen, solange jemand da ist, der das Geld dafür verdient. Das ist eine private Angelegenheit, wie in einer Familie das notwendige Einkommen erwirtschaftet wird. . Was mich an solchen Debatten anödet, ist die billige Verallgemeinerung. Niemand kann ernsthaft behaupten (und auch Herr S. tut es nicht), dass sämtliche Einwanderer nicht integriert und integrationsunwillig sind. Jetzt werden uns im Fernsehen gerne "Menschen mit Migrationshintergrund" vorgestellt, die hervorragend Deutsch sprechen, die erfolgreich im Beruf sind und denen die Zukunft ihrer Kinder nicht gleichgültig ist. Es ist nicht der "Migrationshintergrund" das Problem, sondern der "Vordergrund". Dabei ist es im Grunde gleichgültig, ob jemand zugewandert ist oder zu den Ureinwohnern zählt. Nicht die Herkunft ist das Problem, das es zu lösen gilt, sondern die soziale und wirtschaftliche Situation, in der diese Menschen leben. Und dazu muss offen analysiert werden, weshalb sich so viele Menschen ohne ausreichende Schulbildung und ohne Berufsausbildung durchs Leben schlagen. Das Thema Migration ist insoweit von Bedeutung, als wir nicht beliebig viele Menschen in unserem Land aufnehmen können und bei denen, die zu uns kommen, darauf zu achten, dass sie entweder das nötige Rüstzeug mitbringen, um in unserer Gesellschaft zu bestehen, oder es hier erwerben. Wer das nicht kann oder will, ist hier an der falschen Stelle.

Rosinante, Sie wollen mich...

Rosinante, Sie wollen mich verwirren! Als D-Dauerbewohnerin kann ich nicht beurteilen, ob das mit den soz.Studien für die pol.C. nur ein deutsches Phänomen ist. Habe aber den Verdacht, daß man hier besonders eifrig ist, auch im aufsaugen was anderswo so läuft(USA) und sich dann daran klammert. verdacht

Natürlich sind die Christen...

Natürlich sind die Christen richtig bösibösi. Es scheint aber doch auch heute Religionen zu geben, die Menschen verbrennen, ihnen die Kehle durchschneiden usw. ad nauseam. Ist das nicht irgendwie auch ein Stück weit nicht so gut? So richtig gut jetzt?

0 Der Tiger 09.09.2010, 09:40 Uhr

@Filou – meinem Bruder...

@Filou – meinem Bruder Wilhelm traue ich Sinnvolleres zu als doppeldeutige Kommentare in einem von jedem zu lesenden Blog zu schreiben. Aber den hatte ich auch nicht gemeint.

0 Rosinante 09.09.2010, 10:01 Uhr

minna, warum sollte ich Sie...

minna, warum sollte ich Sie verwirren wollen? Das "minna, sorry" meines letzten Kommentars bezug sich nur auf meinen Blick (potentielle Anmassung) als "Schweizer" auf die deutsche Innenpolitik. Im Klartext meinte ich, dass das Erziehungsprogramm der Siegermächte nach 1945 (etwa der USA mit der Spitze des Morgental /thal?-Plans) zu einer Art innenpolitischem Selbstläufer der Bundesrepublik geworden ist. Allen gewachsenen Strukturen (und jeder Form der Tradition) muss in Deutschland (ich sage mal seit 1871) grundsätzlich misstraut werden, weil diese mit der Katastrophe kontaminiert sein müssen.

@elbsegler: "Dann ist der...

@elbsegler: "Dann ist der Osten Frankreichs "deutsches Urland" und Salzburg bayrisch". Ganz genau. Deswegen sind die ganzen Debatten um Nationalidentitäten ja auch so herrlich sinnfrei. Und von wegen neue "Migranten" und so: Also so wie ich das verstanden habe sind eher die hier schon geborenen Kinder der vor etlichen Jahren ausdrücklich hergebetenen Gastarbeiter besonders stark unter den Problemgruppen vertreten. Was neue "Migranten" angeht: viele Firmen, die bereits jetzt den Fachkräftemangel zu spüren bekommen sind übrigens äußerst froh über neue "Migranten". Aber erklären Sie das mal dem durchschnittlichen Blödzeitungsleser, für den ist jemand wie mein Ehemann auch ein unverschämter Ostblockaffe, der es gewagt hat nach Deutschland zu kommen und einem Deutschen den Arbeitsplatz zu stehlen. Die Tatsache dass mein Mann über Qualifikationen verfügt, die der durchschnittliche Blödzeitungsleser eben nicht besitzt wird dabei gerne ignoriert. Die Anfeindungen und die Alltagsdiskriminierungen sind indes die selben. @Dipsy: "Eine normale Ehe als Keimzelle des Staates" wachen Sie endlich mal auf, das ist schon längst nicht mehr Realität. Im Jahr 2008 war es 32% derjenigen, die Eltern wurden schnurzegal ob die Ehe heilig, unter besonderem Schutz, Keimzelle oder was auch immer sein sollte und haben ihre Kinder unverheiratet in die Welt gesetzt.

0 Der Tiger 09.09.2010, 10:09 Uhr

@Filou – Mit Bezug auf Ihre...

@Filou – Mit Bezug auf Ihre Bemerkung ‘Solange das Rechtssystem auf meiner Seite ist, kann mich der Rest mal gern haben’, mache ich Sie darauf aufmerksam, dass ich keinerlei Bedenken habe, gegen meinen eigenen Bruder Anzeige zu erstatten oder vor Gericht auszusagen, wenn ich es im Interesse der Allgemeinheit für notwendig halte.

. ...vielleicht ist diese...

. ...vielleicht ist diese ganzen Diskussion auch nur kindisch. Eine Form von Kindischkeit, die sich manchmal bei Erwachsenen einstellt, vom Verlust des Kurzzeitgedächtnisses gar nicht zu reden - was die "Ranzigkeit" erklären würde. . Eine Gesellschaft, die altert hat auch gute Gründe "aufzupassen", nicht nur eine sehr junge.

Was ist Deutsch?...

Was ist Deutsch?

@Dipsy. Meine Schwester hat...

@Dipsy. Meine Schwester hat wohl eine der ersten Homo-Scheidungen in dieser Republik hingelegt. Da bin ich mächtig stolz auf sie. Es hat sie allerdings auch eine Menge Geld gekostet. Eine solche Beziehung ist nämlich eine gegenseitige Verpflichtung. Auch bei den Homos. Ich bin nach wie vor unverheiratet, ich scheue Verpflichtungen. Aber ich errege bestimmt nicht Ihr Ärgernis, falls wir uns auf der Straße begegnen sollten. Halt, Moment, doch, dann wenn ich mit meinem Fußballverein unterwegs bin. Und Ihr ästhetisches Empfinden bezüglich unschicklichem Benehmen, von mir aus auch nur in der Öffentlichkeit, ist vollkommen irrelevant. Das ist Ihr Privatproblem, nicht meins. Deshalb mag ich ja eine freie, offene Gesellschaft, ich muss mir Ihre privaten Befindlichkeiten nicht zu eigen machen, ich kann sie gepflegt ignorieren und nach meiner Facon glücklich werden.

Wos de Leit so ois untan...

Wos de Leit so ois untan Teppich kehrt hom, kimmt de Tog ois wieda ans Licht vo dera Wöld. Sauba sog i. Wanns an Marel Proust lesn tuast, ois scho dogwegn, a met dene Lauser die wo verheirat warn und auf´t Nocht mit am Lotterbuam umeinander-schnackelt hom. De Mander, die wo af so ana CSD ganga sand, wia mei Muada allerweil gsogt hot: Ois obszöne Säu, Sodom & Gomorrha! Und wannst di bei dene (privatim) Orientalen & Musulmanen gnaua umschaugst, verlottert sans, genau a so wia bei uns de Leit. Sozusagen streng traditionell und wertkonservativ ;-) Nur: Sogn derfst as dene net, nocha foit direkt da Watschnbam umi. .. Seitenstrang-Memorabilia: Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit (sic) des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen. (in: das System, 2001) Hans Herbert von Arnim

Rosinante, Morgenthau war's....

Rosinante, Morgenthau war's. (Garnicht besserwisserisch gemeint)

@ unellen 09.12h Was ist...

@ unellen 09.12h Was ist schlimmer als "knappe Lederhosen mit nacktem Hintern"? Sacha Baron Cohen in einem Mankini ("in the worst possible taste"). (Kein Link - mit Rücksicht auf die male bloggers here).

0 HansMeier555 09.09.2010, 10:28 Uhr

Das Konkurrenzblatt zur...

Das Konkurrenzblatt zur "Siegessäule" könnte dann ja "Minarett" heißen.

0 donna laura 09.09.2010, 10:34 Uhr

lieber Nörgler/00.16 u,...

lieber Nörgler/00.16 u, insbesondere über ihren dritten absatz habe ich ganz besonders laut und spontan in den raum gelacht! plaudite cives plaudite amici! und dipsy ist in wahrheit pinky! http://www.youtube.com/watch?v=B_STMGD1D8I&feature=related

Werter Elbsegler, ich will...

Werter Elbsegler, ich will Ihnen Ihre schönen Illussionen nicht nehmen, aber wie wollen Sie nach Ihrer Methode auf die geforderten 500.000 jährlich kommen?

0 elbsegler 09.09.2010, 10:48 Uhr

@ schusch 09.09.201 12:15 "Und...

@ schusch 09.09.201 12:15 "Und Ihr ästhetisches Empfinden bezüglich unschicklichem Benehmen, von mir aus auch nur in der Öffentlichkeit, ist vollkommen irrelevant. Das ist Ihr Privatproblem, nicht meins. Deshalb mag ich ja eine freie, offene Gesellschaft, ich muss mir Ihre privaten Befindlichkeiten nicht zu eigen machen, ich kann sie gepflegt ignorieren und nach meiner Facon glücklich werden." Dann passen Sie aber auf, dass Sie nicht bei der freien Entfaltung der Persönlichkeit anderer unter die Räder kommen. Was Sie da beschreiben hat mit Toleranz nicht zu tun. Es ist Egoismus in Reinkultur.

0 BertholdIV 09.09.2010, 10:54 Uhr

@HansMeier555 was nehmen wir...

@HansMeier555 was nehmen wir nun als die Schrift in dieser Frage an? Mk, 1 Kor oder etwas aramäisches?

Rosinante, hm, also der...

Rosinante, hm, also der Morgenthau wollte die Deutschen nicht umerziehen. M. wolte das Land platt machen, nur noch Ackerbau und Viehzucht zulassen, um die Germanen auf ihren Ursprung zurueck zu fuehren. (Ein bisschen differenzierter, als ich es jetzt grob wiedergebe, war Plan wohl schon. Bin zu faul zum Wikien) . Bin wieder weg. Die Arbeit ruft. So eindringlich, dass selbst ich mit meinen schlechten Ohren es hoeren muss. Salu.

Oeffentlichkeit ist keine...

Oeffentlichkeit ist keine Privatsache.

...und diese Zuwanderung von...

...und diese Zuwanderung von 500.000 führt nicht zu einer Bevölkerungsvermehrung. Sie soll nur den "Sterbeüberschuß" und die Abwanderung inländischer "Fachkräfte" ausgleichen.

Die Frage ist eigentlich gar...

Die Frage ist eigentlich gar nicht nur auf konservativer Seite zu sehen. Alleine der politische Flickenteppich, in dem zur Zeit die beiden Großen knapp unter 30% liegen, zeigt ja, daß sich eine Hälfte der Gesellschaft schon von alten Idealen abgewandt hat. Wir sehen nun in der Gesellschaft das gleiche Phänomen, welches sich auch im Internet breit macht. Dort gibt es zwar immer wieder Hypes um ein Thema, aber ansonsten verteilen sich alle in ihr eigenes Gebiet. Da ist das Thema "Bier trinken" ein schönes Beispiel. Früher sind sie alle Bier saufen gegangen, egal welches Bier. Meistens gab's ja auch keine große Auswahl. Nun gibt es die und schon ist der eine Krombacher Fan und der andere Paulaner. Der Streit, welches Bier das Bessere ist, zeugt auch davon, daß man Gefahr läuft bei nicht genug Gleichgeschmacklichen, die eigene Sorte zu verlieren, weil die Brauerei untergeht. Die gleiche Angst ist auch innerhalb dieser Debatte zu suchen. Übrigens auch auf der anderen Seite. Viele Türken fühlen sich entwurzelt und flüchten sich in alte Traditionen, in ihre Religion und gleichzeitig sehen sie schockiert, wie ihre Kinder MTV gucken und trotz türkischem Gesamtbild verwestlicht werden. So sind Gesellschaften nunmal, wir sind alle Symbionten und passen uns an unser Umfeld an. Das Problem ist halt nur, daß es bisher eine Mehrheit gab, die sich nicht anpassen mußte, weil sie in ihrem eigenen Paradies glücklich war. Nun zerfasert diese Mehrheit in immer unterschiedlichere Gruppen und schon wartet Arbeit am Horizont. Ich verstehe diese Angst und diese Angst ist auch gefährlich. Auf lange Sicht aber wird die Evolution siegen: in wichtigen Themen des gemeinsamen Zusammenlebens werden wir uns anpassen müssen. Alle Seiten! Mermgfurt, Udo

unellen, die Realität...

unellen, die Realität interessiert aber nicht. Schon gar nicht die saarländische Kohlestaubrealität. Diese gesellschaftlichen Verrohungstendenzen sind untragbar und wenig förderlich für das Wohl des Kindes. Das Ihnen Ihre Pseudoemanzipation wichtiger als der Bestand des Staates ist offenkundig. Jedenfalls würde ich als Pfarrer sowohl die Tauf eines solchen Kindes verweigern als auch die ordentliche Beerdingung mit Segen der Kirche. Schuch, Sie kommmen den Problem näher. Die 68er Gesellschaft scheut also Verantwortung. Die passt nicht in hedonistische Lebensmodell. Nicht für andere keine Verantwortung übernehmen wollen; nein, man ist häufig nicht einmal in der Lage für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Anders kann ich die Rufe nach einem starken Staat nicht verstehen. Fussballverein? Auf der Strasse? Sie gehen also wirklich in Sportbekleidung auf die Strasse? Warum wechseln Sie die Kleider nicht? Im Stadion Fussballkleider, auf der Strasse eben Alltagskleidung. Ich muss (nur damit es gesagt ist) auch meine Abscheu für diese Sportart zum Ausdruck bringen.

@Tiresse, nein, keinerlei...

@Tiresse, nein, keinerlei Doppeldeutigkeit, sondern eine Anspielung auf die niederlaendische Nationalhymmne: . Wilhelmus van Nassouwe ben ik, van Duitsen bloed, den vaderland getrouwe blijf ik tot in den dood. Een Prinse van Oranje ben ik, vrij, onverveerd, den Koning van Hispanje heb ik altijd geëerd. . Tutto klaro? So wuerde meine Madame es in ihrer zweifelhaften Liebe zum Italienischen sagen.

@elbsegler Ihr Zitat" Dann...

@elbsegler Ihr Zitat" Dann passen Sie aber auf, dass Sie nicht bei der freien Entfaltung der Persönlichkeit anderer unter die Räder kommen. Was Sie da beschreiben hat mit Toleranz nicht zu tun. Es ist Egoismus in Reinkultur." Bei Dipsy komme ich jetzt nicht unter die Räder, da müsste schon jemand anders kommen. Aber klar, wenn jemand seine eigenen persönlichen Befindlichkeiten als gültige gesellschaftliche Wertvorstellungen proklamieren möchte, muss man da schon Mal die Grenze ziehen. Sie sehen, elbsegler, eigentlich bin ich ja schon mittendrin.

Dipsy, Fusball ist wie Oper...

Dipsy, Fusball ist wie Oper oder Konzert. Die Vostellung ist prima, nur das Publikum ist Mist.

0 Observator 09.09.2010, 11:31 Uhr

@HansMeier555 Der war nicht...

@HansMeier555 Der war nicht schlecht. Ich hatte nicht gedacht, dass die Bombe zündet. Errare etc. Ich kann mit CSD, Loveparade usw. auch nicht viel anfangen. Das gehört für mich in die gleiche Kategorie wie Castingshows und all diese sogenannten Realitätsformate. Exhibitonismus auf der einen, Voyeurismus auf der anderen Seite. Menschenzoos. Ich glaube nicht, dass diese Dinge - auf der Motivebene - wirklich neu sind. Früher ging man Leute gucken, die am Pranger standen, heute gibt es Erniedrigungs-TV. Und nur weil einer schwul ist, bedeutet es noch lange nicht, dass er zu einer kulturellen Avantgarde gehört. Seinen Hintern auf der CSD-Parade herauszustrecken, mag mal avantgardistisch und ein politisches Statement gewesen sein, heute ist es nur noch Routine. Picasso war einmal ein tabubrecher, heute ist er der Liebling der Kulturspiesser. Ich kann mich darüber mal ausnahmesweise nicht aufregen. Die Masse war noch nie fein. Das Ordinäre taugt als soziales Distinktionsmerkmal, aber nicht als Kriterium der Integration/Nichtintegration in die deutsche Gesamtgesellschaft.

0 HansMeier555 09.09.2010, 11:37 Uhr

@Berthold IV . Sie haben eine...

@Berthold IV . Sie haben eine Art, meine Neugier zu wecken und diese dann nicht zu befriedigen. . Als Schriftgrundlage nehmen wir das kanonische NT an, genau so eines wie man zur Taufe bzw. Erstkommunion geschenkt bekommt. . Was soll das sein: "Etwas aramäisches"?! Lassen wir Drusen, Kopten und Armenier erst mal aus dem Spiel, ok?

0 HansMeier555 09.09.2010, 11:45 Uhr

@Bert Oder meinetwegen die...

@Bert Oder meinetwegen die Luther-Bibel.

@Dipsy: hihi, Sie sorgen immer...

@Dipsy: hihi, Sie sorgen immer mehr für meine Erheiterung :-) Was wissen Sie denn über meine persönliche Emanzipation? Und was ist für Sie eigentlich Pseudoemanzipation? (Ich verbinde mit Pseudoemanzipation eher Frauen, die immer noch voraussetzen dass der Ehegatte für Sie finanziell zu sorgen hätte oder die sich prinzipiell weigern selber Reifen zu wechseln oder mal eine Getränkekiste zu tragen. Trifft auf mich alles übrigens nicht zu). Was wissen Sie denn darüber, ob ich Kinder möchte oder nicht? Nur weil ich bezüglich Homosexualität, unehelicher Kinder und anderen Dinge liberale Ansichten pflege und weder Wert auf Taufe noch kirchliche Beerdigung lege schlussfolgern Sie ich sei pseudoemanzipiert, verweigere meine Staatserhaltungspflicht etc. Dabei bin ich nicht nur ganz "konservativ" verheiratet (sogar ziemlich jung verheiratet für eine Akademikerin) sondern beabsichtige in mittelfristiger Zukunft ganz spießig eheliche Kinder in die Welt setzen. Aber sicher nicht in erster Linie um damit dem "Wohl des Vaterlandes" zu dienen... Kurzum, meine persönliche Lebensrealität könnte auf den ersten Blick konservativer/spießiger nicht sein. Wer weiß, vielleicht gewinnen Sie mit ein bischen mehr Lebensreife auch die Fähigkeit, Ihr Leben nach Ihren Vorstellungen zu gestalten aber anderen Menschen vorbehaltlos differierende Entwürfe zuzugestehen. Aber wie Sie selber schreiben, interessiert Sie Realität offenbar nicht...

"Schuch, Sie kommmen den...

"Schuch, Sie kommmen den Problem näher. Die 68er Gesellschaft scheut also Verantwortung. Die passt nicht in hedonistische Lebensmodell. " Ach Frau Dipsy, Ich finde, ich handele überaus verantwortungsvoll. Ich verzichte auf die Weitergabe meiner minderwertigen Gene (Die Judde, der halbe Balkan, Frankfurt-Bornheim, irgendwo muss da ja auch ein Homo-Gen dabei sein, wenn auch nur rezessiv) und überlasse die knappen Resourcen des Bildungssystems Ihren ja dereinst wohl mindestens fünf prächtigen Spößlingen aus allerfeinstem genetischem Material mit dem allerbesten Voraussetzungen, wahre Elite zu bilden. (Nur schicken Sie die bloß nicht auf die EBS! Da werden die versaut!) Nee Dipsy, für mich und die Menschen um mich rum kann ich schon gut selbst verantwortlich sein. Da brauche ich weder Staat noch eine moralische Institution, ob sie jetzt Ratzinger oder Dipsy heißt.

0 HansMeier555 09.09.2010, 11:57 Uhr

@Bert . Ich meinte natürlich...

@Bert . Ich meinte natürlich Gideon's Bible . http://en.wikipedia.org/wiki/Rocky_Raccoon

0 Geheimer Rat zur Ernennung von Bundesbankvorständen (muscat) 09.09.2010, 12:07 Uhr

Sehr geehrter Herr Dipsy, an...

Sehr geehrter Herr Dipsy, an dieser Stelle möchten wir uns bei Ihnen zunächst für die offenen und informativen Gespräche in unserem Hause bedanken. Die letzten Tage waren durch einen sehr intensiven Entscheidungsprozess geprägt, bei dem wir unsere Gesprächseindrücke detailliert auswerteten. Wir hatten letztlich Sie neben einem/einer weiteren sehr interessante(n) und qualifizierte(n) Bewerber(in) in die engste Wahl gezogen. Sie dürfen uns glauben, dass uns die Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Wir haben uns schließlich für eine Person entschieden, die im Fachbereich Bargeld, Informationstechnologie und Risiko-Controlling bereits über größere Erfahrung verfügt und auch sämtliche für die Ausschreibung geforderten Qualifikationsmerkmale besitzt. Dennoch möchten wir nicht versäumen, Ihnen unsere Anerkennung auszusprechen, da Sie uns eine hohe theoretische und chauvinistische Kompetenz vermitteln konnten. Sie verfügen über ein ausgesprochen neokonservatives Auftreten. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg im Hinblick auf Ihre weitere berufliche Ausrichtung und verbleiben mit freundlichen Grüßen . Ihr Geheimer Rat zur Ernennung von Bundesbankvorständen

0 BertholdIV 09.09.2010, 12:17 Uhr

@HansMeier555 gut: kanonisches...

@HansMeier555 gut: kanonisches NT, also wörtliche Auslegung des überlieferten griechischen textes. Gleichgewichtung der Stellen: Mk und 1 Kor (Mt und Lk haben ja so und so nur abgekupfert okay?) BTW: Zur Erstkommunion bekommt man ein Gebetbuch und vielleicht einen Katechismus

@ Dipsy "Ich bin noch nicht so...

@ Dipsy "Ich bin noch nicht so alt. Noch Student, bis zu meinem 30 Geburtstag ist es noch lange hin. Ich könnte also (sehr wahrscheinlich) nicht Ihr Vater sein." . Aber Ansichten haben Sie wie er: Er war reaktionär bis zur Halskrause.

0 HansMeier555 09.09.2010, 12:38 Uhr

@Berthold Thx, u got...

@Berthold Thx, u got it. . Aber zur Firmung!

0 Rosinante 09.09.2010, 12:51 Uhr

lieber Filou, danke für den...

lieber Filou, danke für den "Morgenthau". Kürzlich hat mir sogar einer den Lichtenberg richtigerweise (wie ich hoffe) zum Morgenstern gemacht. Da bin ich ganz der Meinung von "Some like it hot": Nobody is perfekt [A].

0 Rosinante 09.09.2010, 12:53 Uhr

Aber lieber Filou, wenn der...

Aber lieber Filou, wenn der Morgenthau-Plan aus einer Industrie- eine Agrarnation machen wollte, hätte dies nicht Umerziehung bedeutet?

Observator: Danke. "Und nur...

Observator: Danke. "Und nur weil einer schwul ist, bedeutet es noch lange nicht, dass er zu einer kulturellen Avantgarde gehört. Seinen Hintern auf der CSD-Parade herauszustrecken, mag mal avantgardistisch und ein politisches Statement gewesen sein, heute ist es nur noch Routine." Ich darf mich ja inzwischen von meinen eigenen Leuten anmaulen lassen, daß ich eine üble konservative Schnepfe sei, weil ich erstens genau das auch sage, was der Observator weiter oben schrieb und weil ich z.B. das Buch von dem S. tatsächlich gekauft und, grauenvoll!, auch noch gelesen habe um aus eigener Ansicht zu wissen worum es bei dem viel zu lauten Gewese denn nun tatsächlich geht. Die ganze Sache hat mich grade zwei Bekanntschaften gekostet. Unellen: Wenn denn die Hintern, die nackerten, wenigstens schön wären allesamt! Was leider durchschlägt, und zwar zu oft und massiv, ist die Schwerkraft. Immerhin überträgt der RBB diesen Zirkus augenkrebsgefährlicher Nahaufnahmen nicht mehr stundenlang wie früher. Dipsy: Warum sollte ein schwules Paar, welches noch irgend bei Verstand, sich denn verlebenspartnern wollen unter den derzeitigen gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen? Wenn man nicht ohnehin Geld hat wie der Großbauer das Heu ist das eine finanziell und rechtlich reichlich absurde Veranstaltung, die eher eine romantisch-patriarchale Illusion bedient als irgend sinnvoll oder zukunftsorientiert zu sein. Man zahlt doch nur drauf und ägert sich jedesmal, wenn man die verheirateten, rechtlich und finanziell weit bessergestellten, aber ebenfalls kinderlosen Heterofreunde trifft. Könnte man bitte nur Menschen, die Kinder bekommen, staatlich bevorzugen für die ganze Plackerei bei Aufzucht und Hege, und den ganzen Rest, gleich welcher Ausrichtung, bitte rechtlich und überhaupt und sowieso gleichstellen, danke. Ich würde das mit dem Wowi und seinen Wählern übrigens für Groß-Berlin keinesfalls so sagen wollen, oder wählen Sie einen Politiker etwa nur deshalb, weil er auch (wie, angenommenerweise, z.B. Sie) heterosexuell ist? Und: Schwule Politiker, die behaupten, die Interessen ihrer Klientel zu vertreten, haben also die Partikularinteressen über die Mehrheitsinteressen gestellt. Ja was denn sonst? Das ist nicht besser oder schlechter als überall anderswo auch. Sie benutzen, genau wie ihre heterosexuellen Kolleginnen und Kollegen, ihre Klientel eben auch für ihre eigenen Zwecke, nichts wirklich neues. Der Sack ist näher an der Lende als das Leibchen. Oder so ähnlich.

Schuch, Dipsy ist ein...

Schuch, Dipsy ist ein männlicher Teletubbie. Nur Po und Laa Laa sind weiblich. Tinky – Winky und Dipsy sind männlich. Und tatsächlich ist man wirklich darum bemüht, die besten Gene miteinander zu kombinieren. Da passt ein Fall aus meinem Freundeskreis. Da versuchte man seit Jahrhunderten die besten Gene miteinander zu kombinieren. Dann kam der Sohn, sozusagen die Krone der Schöpfung und … er ist schwul. Filou, da haben Sie eigentlich recht. Ich verabscheue jedenfalls die Kategorie von "Fans", die Chips und Bier verschlingend, überfettet auf ihrem Sofa sitzen, rumgröllen und ihr Expertenwissen preisgeben. Nun unellen, Sie scheinen eine ziemliche Rabenmutter zu werden, wenn Sie Ihren Kindern die Taufe versagen wollen (da Sie keinen Wert darauf legen, ist das naheliegend). Das Wohl Ihrer Kinder scheint also egal. Inbesondere für ein Kleinkind scheint mir dieser höhere Schutz essentiell. Nachdem, was Sie hier auch über unsere Kirche und unseren Papst geschrieben haben, sehe ich ohnehin kaum Chancen für Sie in nützlicher Frist dem Fegefeuer zu entkommen. Da ist es geradezu egal wo Sie beerdigt werden. Muscat, Sie machen mich traurig. Vroni, ich bin doch nun wirklich nicht reaktionär.

Für die Herren Bertholdus et...

Für die Herren Bertholdus et HansMeier555. Zur gef. Handreichung: Korinther 1 1 1 Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Sosthenes, unser Bruder, 2 an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns:3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!Dank für Gottes reiche Gaben in Korinth 4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, 5 dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. 6 Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, 7 sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. 8 Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.Spaltungen in der Gemeinde 10 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung. 11 Denn es ist mir bekannt geworden über euch, liebe Brüder, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist. 12 Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus.13 Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Ist denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft? 14 Ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus, 15 damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft. 16 Ich habe aber auch Stephanas und sein Haus getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemanden getauft habe. 17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.Die Weisheit der Welt ist Torheit vor Gott 18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft. 19 Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« 20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind.26 Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. 27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme. 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!«

Vom Volk der Dichter und...

Vom Volk der Dichter und Denker, Zum Volk der Richter und Henker. . Hier muss nur einer feste Ansichten vertreten, schon heulen die mit unfesten Ansichten laut auf. Aber warum sachlich, wenn's auch persoenlich geht?

@ Dipsy 09. September 2010,...

@ Dipsy 09. September 2010, 10:09 : Sie sind recht wandlungsfähig in Ihrer Sichtweise, aber wie auch immer : Inflation : Inflation ergibt sich aus der allgemeinen Preissteigerung, bzw. aus dem kaufkraftverlust des Papiergeldes gegenüber den Sachwerten. Die deutsche Politik verweist dabei gerne auf das Wechselspiel aus Lohnsteigerung -> Preissteigerung. Tatsächlich ist ursächlich für die Inflation die Möglichkeit einen höheren Preis für eine Ware durchzusetzen. Der Käufer muss also willens und fähig sein einen höheren Preis zu zahlen. Unsichere Wirtschaftslage, Überproduktion, Kaufkraftverlust durch staatliche Geldverknappung (Gebühren, Abgaben, Steuern) verhindern grundsätzlich eine Bereitschaft höhere Preise zu akzeptieren. Ausufernde Staaten behindern somit nicht nur die Entwicklung der Industrie sondern erzeugen ein deflationäres Umfeld (die Japaner können staatlicherseits noch 1000 Billionen Yen leihen und reinvestieren ohne zu bemerken, dass die Deflation nur zusätzlich angeheizt wird). Der doubledip der USA beruht ebenfalls auf der Zwickmühle staatliche Schulden zugunsten von Militär und Hochkapital zu investieren und gleichzeitig den Massenmarkt zum Schuldendienst und in die Arbeitslosigkeit zu treiben. Hubibenny kann das nicht verstehen und wird es nie verstehen, weil er Überzeugungstäter ist (wahrscheinlich wird der irgendwann von einem frustrierten US-Bürger erschossen). Inflation aus politischer Sicht bedeutet bei 2% eine Entschuldung etwa alle 25 Jahre (und eine Enteignung des gesamten Volksvermögens), die aktuelle Inflation ergibt sich ausschliesslich aus den Spekulationszwängen der sogenannten Investoren. Die westlichen Industriestaaten hängen alle samt im Deflationsszenario fest. Ob danach (wie auch von mir erwartet) eine hohe Inflation folgt kann niemand ernsthaft vorhersagen. Es gibt einfach viel zu viele Unbekannte Grössen in dieser Rechnung. . Der Leitzins kostet die Allgemeinheit etwa 10 Milliarden Euro pro Jahr (ich mittel einfach die Bundesbank Gewinne vor der Krise und währen "normaler" Zinsphasen von etwa 2%-6% Leitzins). Dieses Geld nehmen die Banken zur Zeit ein. Mögen die daran ersticken. . @ minna 07. September 2010, 22:30 : Entschuldigung ich habe es schlicht überlesen, dabei mag ich Ihre Beträge. Die Jugend sollte auf die dumme Politik reagieren, die ihnen (den Jugendlichen) keine Lebensgrundlage gewährt. Es ist ein Unverschämtheit für Einwanderung zu werben währen mindestens 5 Millionen Deutsche arbeitslos sind und (gelesene) 8 Millionen H4 beziehen. Die Politik kann sich ja gerne ein anderes Volk suchen, aber dann auch in einem anderen Land. Gewalt sehe ich nicht als Lösung an, aber ein paar faule Eier auf Politiker und Wirtschaftsvertreter würden mich nicht schockieren ........ Die da Oben kommen einfach viel zu leicht mit jedem Mist durch......

Allen ein gutes neues Jahr!...

Allen ein gutes neues Jahr!

0 auch-einer 09.09.2010, 16:00 Uhr

Holly01 09. September 2010,...

Holly01 09. September 2010, 06:04 . schon. wir erinnern uns, kohl hatte soviel dreck am stecken, wäre er nicht im amt geblieben, bis zur verhandlungsunfähigkeit, wäre er glatt eingefahren. eigentlich war genschmaus der erste, der das durchzog. insofern ist frau dr. bundeskanzler eben lernfähig.

0 HansMeier555 09.09.2010, 16:31 Uhr

Nochmal zum Thema Schwule und...

Nochmal zum Thema Schwule und Orient: . Ich bin mir sicher, dass in den nächsten 10 Jahren auch die sexuelle Toleranz in ähnlicher Weise in Frage gestellt werden wird wie die religiöse Toleranz derzeit, und zwar aus einem einfachen Grund. . Die Schwulen verdanken ihre Emanzipation, wie gesagt, der herrschenden Annahme, dass jegliche Schwulität auf (ererbte?) Veranlagung zurückgeht und den betroffenen einfach nicht zu helfen ist. Darum wäre Repression sinnlos und man lässt sie in Ruhe -- allerdings, und das ist hervorzuheben, eben doch nur unter der Bedingung, dass sie sich auch selbst eindeutig als "Schwule" outen und bereit sind, den Preis dafür zu bezahlen. Und dieser ist (darüber machen wir uns keine Illusionen) nach wie vor ziemlich hoch. Der Schwule wird von seiner Umgebung auch auf einen mehr oder weniger schwulen Lebensstil festgelegt und hat z.B. keine Möglichkeit mehr, als Fußball-Bundesligaprofi zu arbeiten. . Nun aber lassen sich im Zeitalter von Wikipedia auch vor der Dorfjugend bestimmte einfache Tatsachen nicht länger verheimlichen, wie z.B. der Umstand, dass nicht nur Schwule + Frauen, sondern auch Männer (d.h. ALLE Männer, auch "richtige" Männer) über bestimmte anatomische Voraussetzungen verfügen, die es ihnen prinzipiell ermöglichen, den Analsex, und zwar namentlich den passiven, als sehr lustvoll zu erleben und dabei auch zum Höhepunkt zu kommen. . Griechen und Perser haben das immer gewußt. Wenn uns heute die Erwähnung dieses Umstands jungfrauenhaft erröten läßt, dann haben wir das nicht zuletzt 2.000 Jahren christlich-jüdisch-abendländischer Missionsarbeit zu verdanken. Aber, und auch darüber müssen wir uns im klaren sein, die älteste Institution der Welt, die sich selbst mit Fug und Recht als das einzige noch existierende Überbleibsel der Antike betrachten darf und die spätrömischen Zustände noch mit eigenen Augen gesehen hat -- die hat das niemals vergessen. Mit ihrem Erfahrungsschatz aus 2.000 Jahren Seelsorge- und Beichtpraxis in geschlossenen Männeranstalten weiß sie über die Menschennatur besser bescheid als der heutige Gesetzgeber. Die Herren dort wissen aus eigener Erfahrung, wo der Pfahl im Fleische steckt und sehen die Abendland jetzt auch von dieser Seite her drohende Gefahr als naive Multikulti-Toleranzapostel. . Bei vielen Hetero-Pärchen wurde der Analverkehr längst ins "normale Programm" mit aufgenommen. Wie kann es da noch dauern, bis auch die Männer ihre Scham überwinden und, vom Privatfernsehen und vom Gesetzgeber ermutigt, ebenfalls experimentieren wollen? . Wenn es aber erst einmal -- unter dem ständigen Trommelfeuer schwuler Propaganda auf allen Kanälen -- so weit gekommen sein wird, daß auch unter ganz normalen jungen Männern ein lockerer Flirt oder eine flüchtige Affäre jederzeit möglich scheinen, wenn es irgendwann nirgendwo mehr, nicht mal beim dörflichen Fußballklub, der freiwilligen Feuerwehr oder dem Ortsverbänden konservativer Parteien in Bayern und Kärnten, unter Männern so etwas wie unschuldige Umarmungen mehr geben kann -- dann werden sich auch wieder bestimmte Widerstände mobilisieren, mit denen derzeit längst keiner mehr rechnet. . Jetzt lachen Sie vielleicht noch, aber -- warten Sie's nur ab!

"Trommelfeuer schwuler...

"Trommelfeuer schwuler Propaganda auf allen Kanaelen" . Nanu? . Als Besitzer von 4 (in Worten: Vier) Bildradioempfaengern muesste ich das wissen. Wenn das ueberhaupt einer wissen kann, dann bin ich es. . (Die groessten Kritker der Elche, Sind vielleicht gar selber welche)

0 steelydan 09.09.2010, 17:56 Uhr

Wie verbrennt man einen...

Wie verbrennt man einen faz-blog? Genug Mist, der zum Himmel stinkt, steht ja schon drin. Dank der festgerosteten Löschtaste unsers allzu laizistischen Dons. Das Aufjaulen kalkrieselnder Weihrauchszündler kann ich verschmerzen.

0 donalphonso 09.09.2010, 17:58 Uhr

Soll ich mal mit dem Löschen...

Soll ich mal mit dem Löschen anfangen?

0 perfekt!57 09.09.2010, 18:01 Uhr

"voraussetzung ist das...

"voraussetzung ist das vorhandensein von büchern. und wenn überhaupt: weshalb sollten konservative deutsche christen verbrennenswertes schriftgut in ihrem haushalt haben...?" . weil sie evtl. den karon nicht mögen. oder mesloms. oder andere überhaupt. oder eigentlich sich selbst nicht? (weil sie nicht lesen können? aber frieren?)

Holy 01, Die da oben, ist mir...

Holy 01, Die da oben, ist mir zu einfach. Das Deutschland ein Einwanderungsland werden soll ist ja auch schon ein alter Hut. Nur möchte ich gerne wissen, wieviele Zukunftsplanungen, Geschäftsmodelle und Renditeerwartungen damit verknüpft wurden. Mein Eindruck ist, daß das sehr viele, sehr mächtige(auch die Kirchen) sind und es keinen Plan B gibt.

0 steelydan 09.09.2010, 18:11 Uhr

@ Blogchef Don: Nur zu. Wir...

@ Blogchef Don: Nur zu. Wir fürchten Gott, sonst niemanden...

Ich mag Karon (Charon). Er...

Ich mag Karon (Charon). Er rudert die Verstorbenen ueber den Styx.

0 steelydan 09.09.2010, 18:38 Uhr

@ filou 13:23 Das letzte...

@ filou 13:23 Das letzte Heimspiel von Bayer Leverkusen stellt ihre Behauptung auf den Kopf! Und bei dem jüngst über den Styx geruderten Struwwelpeter scheiden sich die Geister, gelinde gesagt (de mortuis nil nisi bene).

@ minna : "Die da oben" ist zu...

@ minna : "Die da oben" ist zu einfach. Wahrscheinlich haben Sie damit Recht. Ich sehe die Diskussion vor dem Hintergrund der Freizügigkeit innerhalb der EU. Die osteuropäischen Länder hatten da recht lange Übergangszeiten und die laufen nun aus (im Mai2011 wenn ich micht richtig erinnere). Die Industrie in den neuen Bundesländern hat eine bessere Infrastruktur als die Altindustrie in den Altbundesländern. Es mangelt aber an Produktivität, um die notwendigen Stückkosten hinzubekommen. Eine Senkung der Lohnkosten würde da einen guten Schluck aus der Flasche bedeuten. Die Aussagen der Industrievertreter und der politischen Zuarbeiter erwecken bei mir den Eindruck, dass die Herrschaften durchaus gewillt sind, die Deutschen arbeitslos und bildungslos zu lassen und mit den billigeren Zeitarbeitern aus dem Ostblock zu produzieren. Das Volk erfüllt nicht die gewünschten Voraussetzungen/Leidensfähigkeit, also sucht man sich ein neues Volk. Die Sarrazin´sche Logik geht ja an dem Aspekt vorbei, wie sehr Deutschland bereits integriert hat und wie stark der Industrie die billigst Arbeitnehmer ausgehen. Es fehlt an Leuten, welche fleissig und ohne Rücksicht auf Gesundheit oder wirtschaftliches Weiterkommen jede, aber auch wirklich jede Arbeit ausführen (wenn angeordnet auch 14h pro Tag). Die Migranten, Bildungsfernen und H4 "Gewinner" mögen ungebildet sein, aber sie lassen sich nicht in das zugedachte Hamsterrad setzen, bzw. die laufen nicht darin. DAS ist wohl das ganze Problem (oder zumindest der Aspekt der zu Ihrer Gegenfrage gehört).

0 Foersterliesel 09.09.2010, 19:11 Uhr

lieber Hans Meier555, sehr...

lieber Hans Meier555, sehr interessant, (die Passagen, daß einzig die katholische Kirche sich noch an die Antike erinnert und die Menschen kennt, gefallen mir besonders) aber wo bleibt in Ihren Ausführungen der zu Beginn angekündigte Orient? Und was, denken Sie, tun die jungen Männer in jenen Ländern in denen die Mädchen bis zur Heirat weggesperrt werden, und was die Paare in Regionen ohne Zugang zu Verhütungsmitteln? Das Nämliche nämlich. Aber es gibt noch andere Religionen die diese Praktiken ächten; was nicht dazu führt, daß sie unterlassen aber tabuisiert und verdrängt werden. liebe Minna, welche Renditeerwartungen sollten die Kirchen denn mit der Einwanderung verbinden?

@steelydan, Struwwelpeter kam...

@steelydan, Struwwelpeter kam im Hades an, und sofort verdarb er sich's mit Proserpina. Da bat sie Pluto, den Burschen mit irgendeiner Schauspielerin wieder zurueckgehen zu lassen. Die Schneider wollte nicht, aber die Dietrich wollte schon. Nun werden sie kommen! . Fuerchtet nicht Don, noch Goettervaeter, Fuerchtet euch vor Struwwelpeter.

@ Dipsy. Ach doch männlich....

@ Dipsy. Ach doch männlich. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie, fand ich Dipsy irgendwie interessant, weil ich dachte, es wäre eine weibliche Person. Okay. Männlich. Also nicht interessant mit diesen Positionen. Aber so können wir ja die Schublade noch schneller gelangweit zu machen. Spart Arbeit. Schublade ist zu. Viel Spaß bei den Bemühungen, die Elite von Morgen zu zeugen.

@Rosinante (14:51), komt vor....

@Rosinante (14:51), komt vor. Noch ein Tango? (14:53), stimmt.

Holy01, wenn es scheitert,...

Holy01, wenn es scheitert, dann nicht weil ein paar faule Eier geworfen wurden, sondern an eben der demografischen Situation in D, die als Begründung für die Einwanderung herhalten muß. Sie können in einem Land egal welchem, mit JungMännerüberschuß, diesen nicht andere junge Männer vor die Nase setzen. Eine halbe Million pro Jahr, junge Frauen (Muslimas)eher, oder doch nicht?;-)

0 Foersterliesel 09.09.2010, 19:28 Uhr

lieber Holly01, ja, das sehen...

lieber Holly01, ja, das sehen Sie ganz richtig, die Billigarbeiter lassen sich nicht ins Hamsterrad setzen, sie behalten ihre vorindustriellen Zeitstrukturen (2 Monate Ferien am Stück, in der Türkei konnte man nach 25 Arbeitsjahren in die Pension gehen, das war bei Ungelernten eben dann mit 40) und ihre klein-und kleinstgewerblichen (Pfuschen, Tauschen, Handeln, Hehlen) Verdienstformen mitunter bei. Und das erbittert natürlich die Gutangepaßten die gerne Arbeit fänden, denen aber Parallellarbeitsmärkte und Arbeitstauschformen und der Rückhalt der Großfamilie nicht zur Verfügung stehen.

Tatsächlich assoziiert man...

Tatsächlich assoziiert man mit Dipsy den 83-jährigen Alten Herrn einer deutsche Gesinnung und Gesittung besonders nachhaltig vertretenden schlagenden Verbindung.

@5771, Shana Tova!...

@5771, Shana Tova!

0 bertholdIV 09.09.2010, 19:41 Uhr

@wimmerl Danke für die...

@wimmerl Danke für die Ermahnung zur rechten Zeit mit einem wunderbaren Text. Darf ich Psalm 1 zitieren, dort steht was von über seine Weisung/torah nachdenkt bei tag und nacht. Könnte der Disput mit hansMeier55 nicht auch darunter fallen?

Holy 01 21:02 da verlaß ich...

Holy 01 21:02 da verlaß ich mich auch auf die eingeborenen Jungs. Da können sie mit PC und Nazivergleichen wedeln wie sie wollen; Man kann auch Panzer auffahren lassen - nur wer sitzt da drin?

0 Der Gärtner 09.09.2010, 19:56 Uhr

HansMeier: Sie sind ein ganz...

HansMeier: Sie sind ein ganz mieser Jesuit.

@ minna : Deutschland braucht...

@ minna : Deutschland braucht kein Bevölkerungswachtum. Aus ökologischen, arbeitsmarkttechnischen, klimatechnischen und ernährungstechnischen (wahrscheinlich habe ich einige vergessen) ist es quasi ein Segen, wenn die Bevölkerung schrumpft. . @ Foersterliesel : Wenn bis zu 20% der Erwerbsfähigen mit politischer Billigung vom Arbeitsmarkt abgehangen werden und zu lebenslangen Sozialfällen verkommen, dann sehe ich auch ein erhebliches Konfliktpotential.

@ minna : Die Bundeswehr wird...

@ minna : Die Bundeswehr wird für einige (viele?) der einzige und letzte Arbeitgeber sein. Soldaten die nur "Ja Sir, danke Sir" kennen zu produzieren ist nun wirklich keine Kunst. Die gesellschaftliche Abkopplung wird ja gerade vorbereitet. Wer kann sich in diesen Zeiten schon ein Gewissen leisten?

0 HansMeier555 09.09.2010, 20:09 Uhr

Und ich hab schon gedacht,...

Und ich hab schon gedacht, über Karikaturen regt sich keiner mehr auf.

0 donalphonso 09.09.2010, 20:14 Uhr

Jetzt, wo Herr Sarrazin die...

Jetzt, wo Herr Sarrazin die Bundesbank von seiner Person erlöst hat und vielleicht auch noch der SPD weiteres Elend mit seinen Sagern erlässt, können wir uns vielleicht wieder netteren Themen wie dem Glücksspiel zuwenden.

0 steelydan 09.09.2010, 20:17 Uhr

TOP: Gärtner duelliert sich...

TOP: Gärtner duelliert sich mit Meiern im Donaumorgennebel, sekundiert von Donna Laura. Adlerauge Sarrazinister macht den Schiri. Die Wettmafia reibt sich die Hände.

0 Foersterliesel 09.09.2010, 20:20 Uhr

verehrter Don, Sie haben ...

verehrter Don, Sie haben meine Replik zu Hans Meier555 nicht gebracht, nun, vielleicht auch besser so, das Ganze wird aber auch von dem britischen Künstlerpaar Gilbert & George, die in einem hauptsächlich migrantisch besiedelten Teil Londons wohnen und arbeiten, thematisiert. http://en.wikipedia.org/wiki/Gilbert_and_George

@ Don Alphonso : Ich biete...

@ Don Alphonso : Ich biete eine Steinbach gegen Ihre Wettdiskussion :-). Also Kopf oder Zahl?

Schade, das sich gerade so...

Schade, das sich gerade so viel Schweinerein abspielen. Alle zusammen sind das perfekte Ablenkungsmanöver in deren Windschatten auch das Glückspiel eine Chance bekommt. Über was soll man sich mehr aber WIE aufregen?!

0 Observator 09.09.2010, 20:40 Uhr

HansMeier ist Jesuit? Ich...

HansMeier ist Jesuit? Ich dachte immer, er sei ein Jude... Sarrazin hat in meinen Augen wieder an Format gewonnen. Hätte nicht gedacht, das er das tut. Apropos Glückspiel: Wettet jemand darauf, dass Frau Merkel in zwei Jahren wieder als Kanzlerkandidatin antritt?

0 donalphonso 09.09.2010, 20:46 Uhr

Foersterliesel, bedaure, beim...

Foersterliesel, bedaure, beim Freischalten einfach übersehen, aber jetzt ist es da.

Observator 22:40 natürlich...

Observator 22:40 natürlich Jesuit, die können auch Jude ;-) Gegenwette: Ist Frau Merkel in einem Jahr noch BK?

wollte mal ganz aktuell, zum...

wollte mal ganz aktuell, zum Thema gescheiterte Integration der Konservativen den Namen Steinbach in die Runde werfen

@Observator, der Herr ist...

@Observator, der Herr ist Christ wie der Feldkurat Katz.

Ach, der Katz, das war schon...

Ach, der Katz, das war schon so ein Filou

minna, hoppala! Beinahe...

minna, hoppala! Beinahe gleichzeitig. Klasse. . Zum besseren Verstaendnis: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_brave_Soldat_Schwejk

"Der ist wieder besoffen",...

"Der ist wieder besoffen", sagte einer von den Unterhosen, "das wird eine Hetz!" . (Du sollst den Namen dieses Herrn nicht unnoetig um Mund herumwaelzen!)

0 Observator 09.09.2010, 21:23 Uhr

@Filou (die zwote, diesmal mit...

@Filou (die zwote, diesmal mit Absender) Ach, der Katz, das war schon so ein Filou. War das der, der den Schweijk verspielt hat? Oder bringe ich da wieder was durcheinander? @Minna ich glaube, das hält noch ein Jahr.

Liebe...

Liebe Försterliesel, verzeihen Sie die profane Ausdrucksweise - Zuwachs an Gläubigen, wie andere Religionsgemeinschaften auch. Holy01 hat m.M. zu Recht auf den Segen einern schrumpfenden Bevölkerung hingewiesen. Nun scheint es eine große Herausforderung zu sein dies auch zu gestalten, da greifen alle gerne zu den gewohnten Möglichkeiten der Sebsterhaltung.

0 Wertkonservativer Neu 69er 09.09.2010, 21:43 Uhr

Was solls - irgendwann geht...

Was solls - irgendwann geht die Welt sicher unter, warum also nicht drauf rumtollen und rumsau(f)en so lange es geht?

Observator, stimmt. Er hat ihn...

Observator, stimmt. Er hat ihn verloren an den netten Oberleutnant Lukasch, wo als erstes versuchte, die Oberleutnantskatze mit dem Oberleutnantsvogel zu versoehnen. Spaeter hat er noch was gemacht mit dem Tschapperl vom Oberleutnant. Der S. hatte es nicht nur faustdick hinter den Ohren. Sondern...

Observator: 13 Monate,...

Observator: 13 Monate, einverstanden?

@steelydan, der schoenste...

@steelydan, der schoenste Charon ever. Was da so alles ueber'n Fluss geht. Ab 1:20. Da schmeisste Deine Blechtrommeln weg. . http://www.blinkx.com/watch-video/monteverdi-l-orfeo-7-12/g1pkmBOwEsdF0DAtF2uEvA

@ Wertkonservativer "warum...

@ Wertkonservativer "warum also nicht drauf rumtollen und rumsau(f)en so lange es geht?" . Na toll. Noch so eine gescheitelte Existenz.

Herr Dipsy ( 9.9 14,45) sind...

Herr Dipsy ( 9.9 14,45) sind Sie wirklich der Meinung das z.B. eine Frau die Atheistin ist eine schlechte Mutter ist??? mfg

HansMeier, mein Vater, 87...

HansMeier, mein Vater, 87 Jahre alt, meinte vor einiger Zeit, anläßlich seiner Prostatakrebsdiagnose mit intensiver Lektüre seinerseits diesbezüglich, daß er hätte zu seiner Zeit, so es möglich gewesen wohl besser auch durchaus das tun sollen, was ich gerne mal gôutiere, dann hätte er vielleicht jetzt die Malaise an der Stelle nicht. Meine Fassungslosigkeit ob dieses Ausspruchs war angesichts unserer wenig zutraulichen Histoire enorm und ist es noch. Solches aber zeigt mir, daß selbst erzkonservative Patriarchen lernfähig werden können aufs Alter und darob also Hoffnung für die nächste Inkarnation besteht. Warten Sie's ab!

0 Sylter123 10.09.2010, 01:55 Uhr

Steinbach, Schwule, Fußball,...

Steinbach, Schwule, Fußball, autoritäre Väter, Juden, Meinungsfreiheit, Wirtschaftsverfassung: Hier hat doch einer am Deckel der Götz-Aly-Büchse rumgefummelt! Dipsy, waren Sie das schon wieder?!

0 HansMeier555 10.09.2010, 04:10 Uhr

Jesuit? Keine Angst, die...

Jesuit? Keine Angst, die wandeln längst auch alle "für alle". Jüdischer Jesuit vielleicht? . Liebes Foersterliesl, schon schon, aber was machen denn die weggeschlossenen Arabarmädchen den ganzen Tag lang hinter ihrem vergitterten Fenster? . Und auch das wird gefragt werden müssen: Laut einer vor wenigen Tagen auf SPON veröffentlichten Untersuchung haben Migrantensöhne in D ein bis drei Jahre früher zum ersten Mal Sex als deutsche Buben, dafür die Migrantentöchter erst ein bis zwei Jahre später. Also wer mit wem? Das wäre doch mal eine lustige Denksportaufgabe für Rätselecke in der Wochendendausgabe...

Kann mir jemand mal erklären,...

Kann mir jemand mal erklären, warum wir (öffendlichen) Deutschen durch Selbstzensur die Zusammenhänge zur Legende oder zum Mythos machen, die wir nicht mögen? Hit*ers mein Krampf? Ein Mist sonder gleichen, den ich in den Schulen zur Pflichtlektüre des Geschichtsunterrichts mkachen würde statt zu verheimlichen, was für ein Quark da drin steht. Die Polen haben als erste und fast 6 Monate vor dem WKII mobil gemacht? Ja schön, dazu passen dann die Garantien der Franzosen und der Briten. Nur, warum ist das nicht einmal diskutabel, warum macht man da sofort die Nebelkerzen an, als wenn es etwas zu verheimlichen gäbe? Sarrazin ist ja nur ein Vertreter für Meinungen die von der Presse "rechts" angesiedelt werden. Warum lässt man da keine ordentliche Diskussion zu? Angst? So gut sind diese Argumente ja nun wirklich nicht. . Wenn die deutsche Öffendlichkeit nicht endlich ein wenig offener und ehrlicher miteinander umzugehen lernt, sehe ich kaum Möglichkeiten die eigene Geschichte aufzuarbeiten. Wenn nicht einmal die Deutschen sagen können wer sie sind und wo sie herkommen, wie soll dann irgend ein Europäer ernsthaft glauben, was die Deutschen zu der geplanten Zukunft erzählen? Die öffendliche Debatte ist nur noch eine Farce, die unsere Entwicklungsmöglichkeiten einschränkt.

0 Inneres Auge 10.09.2010, 07:08 Uhr

hansmeier555@ 22:09 Habe...

hansmeier555@ 22:09 Habe vorhin gelesen, dass die ersten Islamisten dagegen protestieren, dass sich der 11.September immer wiederholt! Hilfe, unsere Kultur ist in Gefahr

0 Rosinante 10.09.2010, 07:14 Uhr

HansMeier555: "die älteste...

HansMeier555: "die älteste Institution der Welt, die sich selbst mit Fug und Recht als das einzige noch existierende Überbleibsel der Antike betrachten darf ". Und was ist mit dem japanischen Kaiserthron? . Der Gärtner und Observator: Wenn HansMeier Jesuit oder Jude wäre, würde er sich in Lummerland entsetzlich langweilen. Ich glaube, er ist Freimaurer. . Filou: Tango? Jederzeit, aber nur mit Partnerin. :-)

Ende gut, alles gut? Sarrazin...

Ende gut, alles gut? Sarrazin hat die Buba verlassen. Wird er nun eine DVP (Deutsche Volkspartei) gründen - wie die SVP (Schweizer Volkspartei, die angeblich grösste politische Partei der Schweiz).

Rosinante (09:14), das laesst...

Rosinante (09:14), das laesst sich machen. Ab 0:58. (Braucht garnicht anzuklicken, man weiss was kommt. Trotzdem) http://www.blinkx.com/watch-video/some-like-it-hot-tango-scene/15cM86RHyt9YlQAfurjGzQ

Holly, der deutsche Konsument...

Holly, der deutsche Konsument hat immer noch genügend Geld. Dann geht er hat nur 2x im Jahr nach Mallorca, kauft nur alle 2 Jahre einen neuen TV und kauft nur einmal im Monat einen neuen Klingelton. Möglicherweise gibt es tatsächlich eine Deflationsfalle, deswegen plädierte ich ja auch für einen höheren Leitzins. Die Banken sind natürlich ein ideales Feindbild. Sie übersehen dabei aber, dass die Refinnazierungskosten für Unternehmen tatsächlich gefallen sind, Bankengewinne zu versteuern sind, Boni zu versteuern sind und Bonibanker zumeist Konsummonster sind. Ausserdem, wer zwingt Sie eigentlich eine Finanzierungslinie bei einer Bank in Anspruch zu nehmen? Niemand. Fionn, die SVP ist tatsächlich die grösste Partei der Schweiz. Insbesondere nach der Abwahl des grössten Bundesrats aller Zeiten, Dr. Christoph Blocher, hat die Partei phantastische Siege gehabt (in allen Kantonen wo seid der Abwahl Wahlen waren, hat die SVP zw. 20 und 30% an Stimmen gewonnen; die bösartige Koalition aus Neid und Frustration hat hingegen massiv eingebüsst). Deutschland braucht auch einen Christoph Blocher. Wirtschaftsliberal und wertkonservativ, authentisch und unabhängig.

0 elbsegler 10.09.2010, 08:54 Uhr

@fionn Wieso sollte Sarrazin...

@fionn Wieso sollte Sarrazin eine neue Partei gründen? Es gibt in der SPD genug zu tun.

0 HansMeier555 10.09.2010, 08:59 Uhr

Das Prinzip der Frewilligkeit...

Das Prinzip der Frewilligkeit spielt im öffentlichen Leben m.E. eine viel zu geringe Rolle. Eigeniniative von unten. Spontane Unterstützungsaktionen.

HansMeier555, Sie,...

HansMeier555, Sie, ausgerechnet Sie, loben Freiwiliigkeit? Ich fasse es nicht und freue mich zugleich! Bürgerliches Engagement ist die Grundlage des liberalen Staates; nur wird dieses Engagement immer wieder erdrückt.

@ Dipsy : Wer ist "der...

@ Dipsy : Wer ist "der deutsche Konsument"? Sie beschreiben ein Bild, dem in Deutschland nur ein Bruchteil der Erwerbstätigen entspricht. Hängen Sie dem triple down gerede der Topverdiener an? Wenn Sie geantwortet hätten, ich sei zu pauschal und das sehr viele Banker und Banken garnicht von dieser Krise profitieren, dann würde ich Ihnen Recht geben. Konsummonster Bonibanker ........ ja ich sehe da auch immer geldgeile Idioten mit fetter Golduhr und Siegelring vor mir die Limo fahren lassen, aber ich fürchte wir werden da den 16h/d Workoholics, die im Sekunden Handel den Margenzehntel nachjagen nicht gerecht. Von mir aus müssen die nicht nur so sein, von mir aus sind auch die Boni gerechtfertigt. Das ist ja nur die Wirkung, nicht die Ursache. Das Problem ist der Kreisel Staatsschuld->Bankenkredit->Staatszinsen->Bankenrendite, dieser Staubsauger der Finanzmärkte, fegt alle wirtschaftlichen Prozesse zur Seite. Die risikolosen Gewinne aus Gelddrucken, Staatshaftung und Staatsschulden (die nie getilgt sondern immer nur verlängert werden) erdrückt die reale Wirtschaft und blockiert jede Geschäftsidee/Inovation. Die Zinseszinsfalle zwingt die Investoren früher oder später zur Frage aller Fragen : wer soll das irgendwann einmal bezahlen? Die Deflation ist doch nur der zwingende Vorbote dieser Frage. Quasi das langsamer werden der Kreiselbewegung. Die Antwort liegt ja schliesslich auf der Hand : niemand wird/kann das bezahlen. Es wird weginflationiert, abgeschrieben. Mein Vorwurf ist eigendlich nur, dass diese intelligenten, hochgebildeten und weisen Wirtschaftsführer das gesamte Wirtschaftssystem an die Klippe und über die Klippe schieben. Das alles ist ohne Not geschehen. Kein 3.WK, keine internationalen Entwicklungen, welche zum Geldvermehren gezwungen hätten, nicht einmal ökonomische oder ökologische Krisen waren der Anlass. Ne alles nur dumme Gier mit sehr absehbaren Folgen und Verlusten. Das einzige unterhaltsame Bonbon sind die Amis die im eigenen geistigen Saft schwimmend, immer noch erzählen "das ist alles ok, das muss so sein, schüppt einfach nur Geld nach, dann wird alles gut". Sie (Dipsy) übersehen aber leider die vielen Opfer der Entwicklung, die über Kaufkraftverlust und unsichere Einkommenslage schon seit Jahren die Kosten tragen. Ebenso wie die anderen, die noch Geld haben. Wenn Inflation dann richtig böse für alle die noch etwas haben. Aber man kann ja Gold kaufen. Schliesslich gibt es das nur begrenzt (auch wenn es absolut keiner braucht und Bedarf ist ja die Quelle aller Preise (ausser die Banken um eine zusätzliche Einnahmeschiene zu haben, aber das nennt man wohl püchologie)).

@HansMeier: "Und auch das...

@HansMeier: "Und auch das wird gefragt werden müssen: Laut einer vor wenigen Tagen auf SPON veröffentlichten Untersuchung haben Migrantensöhne in D ein bis drei Jahre früher zum ersten Mal Sex als deutsche Buben, dafür die Migrantentöchter erst ein bis zwei Jahre später. Also wer mit wem? Das wäre doch mal eine lustige Denksportaufgabe für Rätselecke in der Wochendendausgabe... " Vorsicht, Vorsicht. Grade bei Daten aus Umfragen - Leute neigen dazu zu lügen was solche Daten angeht: Die Jungs, damit sie als tolle Hechte gelten und die Mädels damit sie nicht als Schlampen gelten. Ich könnte mir vorstellen dass dieses Verhalten bei Leuten, die aus stärker patriarchal beeinflussten Kulturkreisen stammen noch ausgeprägter ist. Überhaupt sind die ganzen Statistiken über "Migranten" mit Vorsicht zu genießen: Meine Schwägerin ist z.B. Polin, ihre Kinder die einen deutschen Vater haben, in Deutschland geboren wurden und von Geburt an die deutsche Staatsbürgerschaft haben werden in der Statistik als Kinder mit "Migrationshintergrund" geführt. @Holly: Da ist was dran. Es könnte aber auch sein, dass man die Diskussion deswegen fürchtet weil sich herausstellen könnte dass die Leute wirklich so verblendet sind und selbst dann diese abstrusen Sarrazinschen Vererbungsthesen unterstützen wenn sie sie verstanden haben... oder den "Krampf" trotz des Unsinns schlüssig finden. @Dipsy: Fegefeuer? Das ist gut, ich friere doch immer so leicht... Meine ganze Familie ist übrigens sehr konversativ-katholisch und theologisch gebildet (Cousinchen ist sogar Pastoralreferentin) - von denen glaubt aber keiner mehr weder ans Fegefeuer noch daran, dass ungetauften Kindern der Zugang ins Paradies verweigert wird. Entweder sind die alle doch liberaler als ich denke oder Sie haben Religionsunterricht bei Opus Dei-Anhängern gehabt.

unellen, eine...

unellen, eine Pastoralreferentin in der Familie? Ich habe einmal ein ganz grundsätzliches Problem mit Pastoralreferenten. Zudem mit Frauen in der katholischen Kirche. Ich habe schon mal eine Kirche verlassen als eine Frau das NT gelesen (AT können die ruhig machen) oder eine Predigt gehalten haben. Das geht überhaupt gar nicht. Wäre Ihr Cousine Ordinaria, ich würde ihr Respekt zollen. Aber Pastoralreferentin? Scheusslich! Sie vergessen, dass ich ein paar Jahre (wenn auch nur ein paar) an einem katholischen Internat war. Holly, mit dem ersten Teil Ihres Beitrags bin ich absolut einverstanden. Die Krise ist für mich nicht von den Banken gemacht. Das ist in erster Linie ein Staatsproblem. Sei es durch Staatsverschulung, sei es durch die US-Staatsbanken Fannie Mae und Freddie Mac. Aber, welche Opfer haben wir denn? Wir haben seit Jahrzehnten massives Wachstum in Europa. Selbst die ärmsten Haushalte leben heute grosszügiger als der Mittelstandshaushalt der 60er Jahre. Ihnen fehlt einfach die langfristige Perspektive! Jetzt wird minimal an Kaufkraft eingebüst und schon reden alle von einer Krise des Kapitalismus.

0 HansMeier555 10.09.2010, 10:00 Uhr

Oh, Dipsy, ich meinte den...

Oh, Dipsy, ich meinte den freiwillen Rücktritt Sarrazins. . Jetzt ist September. Zeit für den freiwilligen Ernteeinsatz der Schüler und Studenten in der Landwirtschaft. Du kommst doch mit?

0 Rosinante 10.09.2010, 10:13 Uhr

Filou (10:22) very nice,...

Filou (10:22) very nice, thank's a lot.

0 HansMeier555 10.09.2010, 10:17 Uhr

Oder der freiwillige und...

Oder der freiwillige und vollständige Verzicht auf den eigenen Erbteil zugunsten einer wohltätigen klerikalfeudalistischen Aktionsinitiative.

Der Blog wirkt zunehmend...

Der Blog wirkt zunehmend verwahrlost. Nanny Alpho, an die Arbeit!

@Dipsy: Ich war ebenfalls auf...

@Dipsy: Ich war ebenfalls auf einer katholischen Schule, und zwar nicht nur ein paar Jahre sondern die ganze Zeit von der Sexta bis zum Abitur. Leute wie Sie und die in dieser Einrichtung herrschende Bigotterie und Frauenfeindlichkeit (die Christus persönlich sicherlich nicht gutgeheißen hätte) waren einer der Hauptgründe dafür, warum ich mit Kirche nichts mehr zu tun haben will. Was da propagiert wird, hat mir der Lehre des Neuen Testaments ungefähr so viel zu tun wie die ursprüngliche Idee des Kommunismus mit der Realpolitik in China (oder wie Lady Gagas Pophits mit Musik).

0 fFoersterliesel 10.09.2010, 11:44 Uhr

liebe Minna, danke für die...

liebe Minna, danke für die Beantwortung meiner Frage; mehr Gläubige also, aha. Und was halten Sie von der Caritas, die z.B. in Österreich sehr engagiert in der Unterstützung der Asylanten ist, genauso wie die evangelische Diakonie; so sehr engagiert nämlich, daß beide zu den Lieblingsfeinden der Rechten gehören. Und was halten Sie von den französischen Katholiken die sich vor Jahren für die sans papiers, dann für die Pariser Obdachlosen eingesetzt haben und das Gleiche nun auch für die Roma tun? lieber Hans Meier555, ungeachtet meines ruralen Nick habe ich eine Zeitlang etudes arabes in der rue Varennes gehört und kann Sie aufklären: in Gesellschaften in denen die Geschlechter strikt getrennt aufwachsen, entstehen besonders intensive emotionale und erotische Bindungen an das eigene Geschlecht; mit der Jugendstatistik hat Unellen sicherlich recht, Geschlechtersegregation und Doppelmoral, so wie die medial vorgeführten Modelle sexuellen Verhaltens schaffen auch einen Markt für Prostitution. Zwei unserer Nichten sind Medizinerinnen, die im Ausland (eine davon im Sudan) famuliert haben, und eine ist Vertrauensgynäkologin einer Jugendberatungsstelle, beide haben viel zu erzählen, ich selbst habe eine psychoanalytische Ausbildung und hab mich besonders mit Angst und Methode (das Buch von Georges Devereux, meinem Lehrer, kann ich Ihnen sehr empfehlen) in den Sozialwissenschaften beschäftigt. Daß Sie der Mimikry meines nicks so aufsaßen amüsiert mich.

0 Foersterliesel 10.09.2010, 11:51 Uhr

lieber Dipsy, Sie bezaubernde...

lieber Dipsy, Sie bezaubernde Kunstfigur, verfaßt von jemandem, der das rechtskatholische Milieu doch nicht gut genug kennt um es gänzlich glaubhaft zu zu imitieren, aber immerhin gut genug, so daß auch Hans Meier555 gereizt Laut gibt!

0 steelydan 10.09.2010, 12:05 Uhr

@HM555 12:17 Also doch die...

@HM555 12:17 Also doch die Jesuiten!

Holly01 08:29 Zur Erklärung...

Holly01 08:29 Zur Erklärung was deutsch sei habe ich mal den Spruch vernommen: "Die Füße im Schlamm und den Kopf in den Wolken". . ...und zu dem was alles nicht gesagt werden darf, da könnte schon ein Wort zuviel sein.

Wunderbar, lieber Don, sehr...

Wunderbar, lieber Don, sehr gut auf den Punkt gebracht!

0 HansMeier555 10.09.2010, 12:28 Uhr

Slumming...

Slumming forever... . http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=14039&count=9181&recno=51&type=rezbuecher&sort=datum&order=down

...und warum ich so vom Segen...

...und warum ich so vom Segen einer schrumpfenden Bevölkerung (ohne Gewalt, ein äußerst träger Prozeß) bin, es kann keine Auslese bei denen "da unten", sondern nur noch bei denen "da oben" geben.

HansMeier555, ich werde wohl...

HansMeier555, ich werde wohl ein oder zwei Tage bei der Weinlese helfen. Ansonsten kümmere ich mich schon um zahlreiche Rosenstöcke. Man müsste aber solche Einsätze für die Hartz – IV Community verpflichtend machen. Berliner Empfänger in den weiten Landstrichen Brandenburgs. Da könnten die sich die Kartoffeln für den Winter verdienen. Einmal bin ich nur ein armer Student; auf der anderen Seite wird die Kirche bei uns regelmässig mit einem Legat bedacht. Es hat aber noch nie für eine Seeligsprechung gereicht. Der arme Thilo. Das Pastorentöchterchen hat ihm sicher gedroht.

0 donalphonso 10.09.2010, 13:02 Uhr

Agnosti, danke, gern...

Agnosti, danke, gern geschehen! . Sterne, nachher kommt der nächste Beitrag, dann wird es ruhiger.

0 steelydan 10.09.2010, 13:08 Uhr

@ Dipsy a. E. Nicht Angie,...

@ Dipsy a. E. Nicht Angie, sondern die Heilige Inquisition.

0 colorcraze 10.09.2010, 13:24 Uhr

@Dipsy: ich bin etwas seltsam...

@Dipsy: ich bin etwas seltsam berührt von Ihren Ansichten, sie erscheinen mir doch arg kulissenhaft. @Holly: Vielen Dank für Ihre Beiträge, auf solche echten "Wirklichkeitsmeldungen" wie Ihre hatte ich gehofft. Wenn ich von einem jungen Menschen heute gefragt würde, was er denn machen könnte, um sich ein Leben mit Familie aufzubauen, ich wäre vollkommen ratlos. Ich wüßte keine Branche, keinen Ausbildungsweg, der für etwa 20 Jahre einen einigermaßen haltbaren Eindruck macht. Bewerbungen sind reine Lottospiele geworden, 1 Mio Tickets über ein Sieb laufen lassen, keinerlei Beriechen gewollt. Irgendwas Handfestes gibt es nicht mehr, nur noch Huschihuschi und rette sich, wer kann. Man sehnt sich nach Zuverlässigkeit und Qualität, nach Leuten, die wissen, was und warum sie etwas tun, und auch danach, daß doch mal eine aufsteigende Entwicklung auf 10 Jahre absehbar wäre. Ist aber nicht. @HJM: ja, die ganzen Umzüge sind so witzlos und vulgär geworden, daß man sie eigentlich sein lassen kann. Vielleicht sollte man überhaupt die ganzen Menschenaufläufe verringern. Und stattdessen wieder öfters mal zu zweit spazierengehen. Gut gekleidet. Einfach um mal wieder bissel Niveau reinzutragen in die Öffentlichkeit.

0 Rosinante 10.09.2010, 13:52 Uhr

colorcraze: "Gut gekleidet....

colorcraze: "Gut gekleidet. Einfach um mal wieder bissel Niveau reinzutragen in die Öffentlichkeit." Sie sagen es. Ich wünsche ein angenehmes Wochenende.

colorcraze (15:24, letzte drei...

colorcraze (15:24, letzte drei Zeilen), ja, waere wuenschenswert. http://cv.uoc.edu/~04_999_01_u07/percepcions/hanson.jpg

@ colorcraze . "Ich wüßte...

@ colorcraze . "Ich wüßte keine Branche, keinen Ausbildungsweg, der für etwa 20 Jahre einen einigermaßen haltbaren Eindruck macht." "Man sehnt sich nach Zuverlässigkeit und Qualität, nach Leuten, die wissen, was und warum sie etwas tun, und auch danach, daß doch mal eine aufsteigende Entwicklung auf 10 Jahre absehbar wäre." . Doch es gibt da was: Altenpflege. Große Zukunft. Dreher. Schweißer. Schlosser. Versicherungsmathematiker. . In meinem nächsten Leben werde ich jedoch Jurist. Wirtschaftsjurist. Europäisches und internationales Recht. Große Zukunft. . Und im Alter dann Gemüse-Gärtner. Weil man sich wegen der schrumpfenden Pensionen mit Selbstversorgung aufbessern kann. So haben es sogar meine Eltern gemacht, als sie ihr Häuschen innert 10 Jahren tilgen mussten. Seitdem bin Gourmet von klein auf und verabscheue den Supermarkt-Plastikgeschmack, wo ich doch weiß, wie gut Selbstgezogenes schmeckt. Ganz andere Liga. . Auch Autarkie hat also Zukunft. Mal sehen, noch ein paar Hühner dazu.

0 GrandmitVieren 10.09.2010, 14:16 Uhr

Das konservative Mistbeet,...

Das konservative Mistbeet, Verzeihung deren Pflanzschule ist scheinbar doch mittlerweile dermaßen ausgedörrt, daß es sich verlohnt einige kleine Memorabilia aufzuzeigen. Denn die selbsternannte Praeceptorissima Germaniae lässt gern zwei Links einen Rrechts fallen beim selbstgestrickten Geschichtsunterricht für die Nation samt der real existierenden Polit-Nomenklatura de Berlän. http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Polens Was die Vorhaben des Polnischen Generalstabs vor dem Deutsch-Polnischen Krieg ab 1. Sept. 1939 anbelangt so gibt es da sehr interessante Studien die aber als "nichtoppurtun" im Sinne der um sich greifenden PC gelten. Die Deutsch-Polnische Aussöhnung wird gewiss nicht gefördert durch Verlogenheiten auf beiden Seiten und von Inszenierungen unnötiger Bauernopfer. HansMeier555@: Die o.a. PG hatte sich in früheren Zeiten schon abgearbeitet bei solchen Einsätzen und lässt sich entschuldigen.

Colorcraze. Ich meine das mit...

Colorcraze. Ich meine das mit den Pastoralreferenten wirklich ernst. Der "Idealtypus" hat im Studium kläglich versagt (damit meine ich Durchfaller oder 4er Kandidaten) – sowas lässt man dann auf die Kirchgemeinde los. Im Altenheim mag das funktionieren; aber in einer aufgeklärten Stadtgemeinde? Ich kann diesen frömmelnden WesInnen wirklich nichts abgewinnen. Da wird "Bibel in gerechter Sprache" gelesen. Foersterliesel, die Beiträge noch mal lesen. Ansonsten, colorcraze, stimme ich Ihnen da zu: man muss mit seinen Kleidern mit gutem Beispiel voran gehen. Es gilt dabei sowohl die Ballonseidenträger (eine wirklich tolle Wortschöpfung von Don Alphonso) als auch die Möchtegerns (regelmässig: gegelte Haare, Übergewicht, kitschige Krawatten, unpassende Pochette, glänzende Schuhe. der Hersteller der Kleider ist deutlich zu erkennen, Abwasserchampagner wird öffentlichkeitswirksam konsumiert) zu massregeln. Spazierengehen würde ohnehin vielen gut tun. Abschalten vom Zivilisationsmedienmüll, Zeit für sich selbst (ich nutze das auch gleich um mich in den Wald, zum joggen, zu verabschieden).

Colorcraze. Ich meine das mit...

Colorcraze. Ich meine das mit den Pastoralreferenten wirklich ernst. Der "Idealtypus" hat im Studium kläglich versagt (damit meine ich Durchfaller oder 4er Kandidaten) – sowas lässt man dann auf die Kirchgemeinde los. Im Altenheim mag das funktionieren; aber in einer aufgeklärten Stadtgemeinde? Ich kann diesen frömmelnden WesInnen wirklich nichts abgewinnen. Da wird "Bibel in gerechter Sprache" gelesen. Foersterliesel, die Beiträge noch mal lesen. Ansonsten, colorcraze, stimme ich Ihnen da zu: man muss mit seinen Kleidern mit gutem Beispiel voran gehen. Es gilt dabei sowohl die Ballonseidenträger (eine wirklich tolle Wortschöpfung von Don Alphonso) als auch die Möchtegerns (regelmässig: gegelte Haare, Übergewicht, kitschige Krawatten, unpassende Pochette, glänzende Schuhe. der Hersteller der Kleider ist deutlich zu erkennen, Abwasserchampagner wird öffentlichkeitswirksam konsumiert) zu massregeln. Spazierengehen würde ohnehin vielen gut tun. Abschalten vom Zivilisationsmedienmüll, Zeit für sich selbst (ich nutze das auch gleich um mich in den Wald, zum joggen, zu verabschieden).

0 GrandmitVieren 10.09.2010, 14:45 Uhr

colorcraze@: Sie haben es mit...

colorcraze@: Sie haben es mit ganz einfachen Worten auf den Punkt gebracht. Stellen Sie sich nur mal als Vision vor, Sie gingen durch Straßen und Parks ohne unbedingt Menschen begegnen zu müßen die nicht ihre schlampige Gesinnung auf jaulenden T-Shirts spazierentragen, sondern wohlgekleidet, ja in bescheidener Eleganz einem begegnen. Jogger und Montainbiker würden sich schamhaft von den Bürgersteigen zurückziehen. Bis in die 50iger Jahre hinein war das selbstverständlicher Habitus in Stadt und Land quer durch die "Schichten". Möglicherweise ist so etwas habitueller Konservatismus.

@ colorcraze 10. September...

@ colorcraze 10. September 2010, 15:24 : Ich danke Ihnen.

0 GrandmitVieren 10.09.2010, 16:20 Uhr

Vroni@:Ihre Idee hat durchaus...

Vroni@:Ihre Idee hat durchaus Charme, etwaige Belächlungen durch die Umgebung bei den Autarkiebemühungen sollten souverän ertragen werden. Hat auch nichts mit Blubo zu tun, sondern damit, dass Widerpart geboten geboten ist gegenüber allfälligen Chemismus in den landwirtschaftlichen Produkten. Auch um sich die wohlfeile Genmanscherei à la Monsanto vom Leibe zu halten. So gesehen, gehören Sie doch zum konservativen Lager ;-) .. Was die Berufe angeht: Meine Wenigkeit war in aufsteigender Linie Land- u. Hilfsarbeiter, gelernter Flachglasmaler und Maurer, selbständiger Planer nach Studium. Irgend etwas geht immer. Die Vollautomatisierung unseres Daseins ist für mich so eine Art Heideggersches Gestel,l welches als Technikzurichtung eine Herausforderung des Seelenmutes bedeutet. Die diesbezügliche Chauffeurhaltung vieler Zeitgenossen grenzt für mich an Denkfaulheit. .. Bestes Beispiel die aktuelle Kriegführung: Drohnen vor dem Screen sitzend steuern um sie auf anderen Kontinenten gegen asymmetrisch kämpfende Insurgenten einzusetzen. Danach wohlgemut zum Feierabend Grillparty absolvieren und mit den lieben Kleinen herzen...

0 auch-einer 10.09.2010, 16:27 Uhr

Dipy10. September 2010, 11:51...

Dipy10. September 2010, 11:51 "Selbst die ärmsten Haushalte leben heute grosszügiger als der Mittelstandshaushalt der 60er Jahre." . da ist was dran. einerseits weiss es auch der don schon von seiner grossmutter her, dass man bei den reichen das sparen lernen kann, bei den armen das kochen. . andererseits, damals konnte ein facharbeiter eine zweiköpfige familie mit seinem arbeitslohn unterhalten, filialleiter von sparkassen und volksschullehrer wohnten zur miete. seitdem hat sich die schere ziemlich geöffnet. . über die beamtenpensionen, die künftig aufzubringen sind, redet heute noch niemand. aber auch dann wird sich die eine oder andere sau finden lassen, die man durchs dorf treiben kann.

auch-einer, Beamtenpensionen....

auch-einer, Beamtenpensionen. Gestern "Quer", BR3. Das Thema war schon mal vor Jahren. Es kommt zurueck.

0 Foersterliesel 10.09.2010, 16:41 Uhr

zur bescheidenen Eleganz: für...

zur bescheidenen Eleganz: für ärmere ältere Leute gibt es gar keine dezente, nette, in gewissem Sinne auch würdevolle Bekleidung mehr zu kaufen, habe ich festgestellt. Wenn die vorhandene Kleidung "durchgetragen" ist können sich alte Menschen mit wenig Geld nur noch grelles Billigzeugs kaufen, diese eher niedrigpreisigen Herrenausstatter ("Kleiderhaus zum Eisenbahner" , "Hosen-Teller" ) gibts nicht mehr ... liebe colorcraze und liebe Vroni: beide sagen Sie Richtiges, Wichtiges !

@ GrandmitVieren Don ist doch...

@ GrandmitVieren Don ist doch das beste Beispiel für diesen Neo-Autarkie-Trend. Mit Standbein, Spielbein. . Und wenn er nicht mehr Rad fahren kann oder will, wird der auch Gemüsegärtner. Oder züchtet Kräuter-Saitlinge.

0 auch-einer 10.09.2010, 17:02 Uhr

ach, vroni, " Doch es gibt da...

ach, vroni, " Doch es gibt da was: Altenpflege. Große Zukunft. Dreher. Schweißer. Schlosser. Versicherungsmathematiker. In meinem nächsten Leben werde ich jedoch Jurist. Wirtschaftsjurist. Europäisches und internationales Recht. Große Zukunft." . die zukunft der altenpflege sieht etwa so aus, sie die der alten selber; was wird denn, wenn die prekär beschäftigten, die heute mit arbeit und stütze eben über die runden kommen, in rente gehen? nun, sie haben es ja gelernt, wie man mit wenig nicht weit kommt. aber wenn die sich dann auch noch in den kopf setzen, dement zu werden, ist die kacke am dampfen. und das im wortsinn, weil für die das geld und damit das personal nicht mehr da ist, denen täglich mehrmals die windel zu wechseln. oder anders, wer heute schon arm ist, wird besser nicht alt. . aber: wer über einen ausgesprchenen erwerbssinn bei geringem mitgefühl verfügt: altenpflegemangement hat zukunft. wer gleichermassen personal wie patienten ausbeuten kann und dabei noch glaubhaft von seiner enormen verantwortung für das ganze, gern auch noch unter bezugnahme auf das höchste wesen, das wir verehren, schwadronieren kann, der hat eine grosse zukunft, davon bin ich überzeugt. . die zukunft der dreher, schweisser, schlosser sehe ich einerseits im kunst- und luxushandwerk, andererseits in der schattenwirtschaft. luxushandwerk ist eine schmale nische, die sehr von den zeitumständen abhängt. angenommen, der hazsherr dieses blogs wirkt meinugsbildend, wäre eher noch mit workshops für selbermacher was zu machen. . versicherungsmathematiker ist schon bisher ein schmales brett. ich gebe aber zu bedenken, dass dies zunehmend eien frage der programmierung ist. das was dr. heubeck kann (die berechnung kapitalisierter renten) kann sicher auch ein inder oder chinese, die ensprechenden programme erstellen auch. . wirtschaftjurist für euröpäisches und internationales recht. wer weiss, wie das im nächten leben aussieht, oder wie dann die wirtschaft aussieht? warum nicht gleich politiker, weil die besten eh alle wanders sind, so dass, bei dem was sich dort tummelt, sogar ein mittelguter glänzend aussieht. . gärtner allerdings ist nicht dumm. selbstversorgung hat eien grosse zukunft.

So, nun setzen wir diesem...

So, nun setzen wir diesem schoenen Blog noch ein Sahnehaeubchen auf. Gewidmet ist es allen Sarrazin-Lesern (also allen, die hier vertreten waren, geht ja nicht anders. Hat ja jeder eine Meinung gehabt), und besonders DA, der Stuckbarre besonders verehrt. . Ladys and Gentlemen! Hier also die Begegnung von Postintellektuellem und ganz coolem Typ. Bilden Sie sich Ihr Urteil. Graben Sie Steine aus dem Pflaster und werfen Sie sie. Sie duerfen auch blind sein. Macht nix irgendwas wird immer getroffen, die Kulisse, den Beleuchter, den S. oder das andere S. Egal. . Benjamin, Ihr Auftritt: http://www.youtube.com/watch?v=_-_NvnXAIBk

0 colorcraze 10.09.2010, 18:01 Uhr

@Vroni: Altenpflege große...

@Vroni: Altenpflege große Zukunft? Ja gewiß, aber unbezahlt. Denn unsere Generation hat keine solchen Renten wie die Generation unserer Eltern. Weswegen ich eh der Meinung bin, daß unsere Generation (die jetzt zwischen 45 und 55 ist) sich in Nachbarschaftsart selbst wird helfen müssen. @Dipsy: ich bin nicht so auf dem laufenden, was den Zustand der Kirchengemeinden angeht, aber würde es vielleicht helfen, wenn Sie zum Katholizismus konvertieren? Dort gibt es mW keine Pastoralreferenten, die die Gemeindemitglieder mit "der Bibel in gerechter Sprache" (auch mir ein Greuel, zugegebenermaßen) quälen. Allerdings gibt es auch dort inzwischen Larifari-Kindergartengottesdienste mit schlimmstem Gitarrengezupfe à la 70er Jahre.

0 Ernst Wilhelm 10.09.2010, 18:02 Uhr

Wieso Untergrund? Wieso...

Wieso Untergrund? Wieso Marginalisierung? Ich habe eher das Gefühl es geht in die andere Richtung. In den USA haben die Rechten teilweise die kulturelle Hoheit erobert. In Frankreich, in den Niederlanden geht es ebenfalls in diese Richtung. Pfeifen im Walde? Nicht das ich dies gutheiße. Der Konservative ist in der Minderheit ohnehin am besten aufgehoben.

@Dipsy: meine Cousine hat...

@Dipsy: meine Cousine hat übrigens ihr Theolgiestudium mit einem Einserschnitt abgeschlossen (die genaue Zensur weiß ich nicht, war jedenfalls so gut dass sie einen guten Batzen der Bafögrückzahlung erlassen bekommen hat). Außerdem ist sie wirklich ein herzensguter Mensch - ich kann mir aus meinem gesamten Bekannten-und Familienkreis wirklich niemanden vorstellen, der für so eine Aufgabe (sie macht ja auch viel Seelsorge, nimmt Beichten ab, hält Beerdigungen ab, besucht die Kranken der Gemeinde, etc.) besser geeignet wäre. Aber Hauptsache Sie können weiter Ihre Vorurteile pflegen.

0 colorcraze 10.09.2010, 18:54 Uhr

@GrandMitVieren: Sie haben ja...

@GrandMitVieren: Sie haben ja einen interessanten Lebenslauf, noch so richtig mit Bodenhaftung. Mit dem Heideggerschen Gestell gebe ich Ihnen recht. Was ich mich halt frage: wenn in ca. 10 Jahren die ganzen IT-Systeme durchorganisiert sind, so daß da nichts mehr zu programmieren ist, wo gibt es dann noch einigermaßen intelligenzerfordernde Arbeit, wenn auch das Handwerk völlig zum Ersatzteiltausch herabgesunken ist? @auch-einer: ach Gott, die Beamtenpensionen, die gibt es sowieso, da braucht man nicht immer drüber weinen, daß Staatsapparat eben auch Geld kostet. Es wird eh kaum noch verbeamtet; und wenn dann mal wieder verwalterischer Sachverstand oder zuverlässige Kontrolle gefragt ist, geht das große Augenreiben los, daß es das nicht gibt. Weil es das ohne Personal halt nicht geben kann, und mal eben schnell ein paar Leute von der Straße hernehmen ist da nicht sonderlich effektiv.

@ auch-einer Das war aber...

@ auch-einer Das war aber jetzt ein Massaker. Danke, dass wenigstens der Gärtner in Ihren Augen überleben wird. . Bei Altenpflege ist mir Ihre Darstellung zu klischeehaft böse. Und Handwerk wird immer goldenen Boden haben. Für Zeitarbeit sollte man sich als Handwerker halt nicht gerade verdingen, das ist deutlich eine sogenannte Bad Idea. . Altenpflege: Die Zeitarbeit hat jetzt auch die Altenpflege entdeckt. Bin gespannt, was da für Tarifmodelle herauskommen. Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass man die jetzte Geringbezahlung noch mutwillig nach unten toppen kann. Vielleicht kommt ja Equal Pay. Sogar die FDP macht sich dafür stark. Was mich staunen lässt, aber ich bin lernfähig. Was die angebliche Unbezahlbarkeit von Altenpflege an sich betrifft: Die Generationen sterben im Durchschnitt immer reicher, d. h. sie haben bereits zu Lebzeiten geerbt, ob Sozi oder Konservativer. Da wird doch wohl noch ein Obulus für die Pflege drin sein. Nicht alle werden auf Sozialhilfeniveau ins Heim eingewiesen werden. Schon auch, aber nicht alle. Es wird z. T. Luxus-Hospize geben. Klingt zynisch, aber ist so. . Was den Versicherungsmathematiker betrifft, so sollte der schon aus der gleichen Kultur kommen. Sonst kann der keine neuen Produkte für die Versicherten mitentwickeln. Einfach nur die Software anschmeißen is nich. Alles lässt sich halt doch nicht global outsourcen. Geanu das lässt mich auch hoffen, das der Ausverkauf zu stoppen ist. . Jetzt hab ich mich als Optimist geoutet. Schlimn, näch?

0 colorcraze 10.09.2010, 21:11 Uhr

@auch-einer: ja, Gärtner ist...

@auch-einer: ja, Gärtner ist wirklich noch das beste. So viel Wissen darüber abgreifen, wie noch geht und solange das noch herumschwirrt. - Und allzuviel Lebensverlängerung hat wenig Sinn. @Foersterliesel: Das Bekleidungssegment "eher Unauffälliges für Erwachsene und Ältere" ist geradezu ausgestorben. Es ist ziemlich egal, daß man auch in den Geldbeutel greifen würde dafür, es gibt einfach fast nirgendwo mehr Qualität zu kaufen, etwa Blusen, die man auch 5 Jahre problemlos tragen kann. Ganz vereinzelt versuchen sich Ungelernt-Studierte an Schneidergeschäften und placken für wenig Geld, aber die haben nicht so die Stoffauswahl. Ach, wenn es dem Herrn Berggruen gelingen würde, sowas wieder zu produzieren und im Karstadt anzubieten! Ich meine, wenn Sie und ich das schon vermissen, dann gibts ja vielleicht noch einige mehr, denen es so geht.

Warum muss der Zentralrat der...

Warum muss der Zentralrat der Juden eigendlich seine Mitgliedschaft in diesem Rat niederlegen, wenn es um die Feststellung geht, Polen hätten schon 6 Monate vor Ausbruch des WKII eine Generalmobilmachung betrieben? Was geht die Juden die deutsch-polnische Geschichte an ??

0 HansMeier555 11.09.2010, 07:11 Uhr

Ach Holly01, bisher fand ich...

Ach Holly01, bisher fand ich es ja immer amüsant Ihre Verrenkungen zu sehen, mit denen Sie Ihre Gesinnung hinter halbwegs salonfähigen Phrasen einzuschmuggeln versuchten. Man hat es aber trotzdem schon immer beim zweiten Satz gemerkt, woher der Wind weht.

0 Ernst Wilhelm 11.09.2010, 08:29 Uhr

@HansMeier555 Nun machen Sie...

@HansMeier555 Nun machen Sie schon! Sprechen Sie das N-Wort aus ;-)

"sie macht ja auch viel...

"sie macht ja auch viel Seelsorge, nimmt Beichten ab", unellen, das tragen Sie besser nicht an die Öffentlichkeit. Wird die Dame erwischt, dürften selbst die größten Guties der Gemeinde Fragen stellen.

Holly01, nicht die Juden sind...

Holly01, nicht die Juden sind ausgetreten, nur der Zentralrat. Und der ist nur die behauptete Vertretung der Juden in Deutschland. . "Was geht die Juden die deutsch-polnische Geschichte an ??". Soviel ich weiss, lieber Holly, war und ist der Geschichtsunterricht betreffend die Jahre 1933 bis 1945, auf deutschen (leider auch niederlaendischen) Gymnasien nicht besonders gut, was zuerst an den nach 45 uebernommen Altnazilehrern lag, die spaeter durch "israelkritische" Neulinke ersetzt wurden. Lehrplan hin und Lehrplan her, es gab genuegend Spielraum fuer das Lehrpersonal, um mit Weglassungen von Tatsachen (auch Verfaelschungen) eigene Akzente zu setzen, wenn diese Leute ueberhaupt waehrend ihres Studiums selbst hinreichend unterrichtet wurden. Ich rate ungern, aber hier muss ich doch zur Vorsicht vor uebereilter Aufregung raten.

0 Rosinante 11.09.2010, 09:56 Uhr

lieber HansMeier555 (09:11),...

lieber HansMeier555 (09:11), da zischt aber die Lokomotive in Lummerland. . Und für die Hypo Real Estate, las ich gerade auf nzz.net, wird die Staatsgarantie um 40 Millarden erhöht. Und Sie argumentieren mit Klimatologie (Wind!)?

0 Observator 11.09.2010, 10:16 Uhr

@colorcraze (gestern,...

@colorcraze (gestern, 15:24) Diese Idee wäre mir auch sehr sympathisch! Filou, "Danke!" für den Gedanken an den Schweijk. Das hat mir Lust gemacht, ihn wieder einmal zu lesen. Mit den lebenden Fossilien, die hinter Frau Steinbach wieder einmal unter den Steinen hervorkrochen, befasse ich mich nächste Woche, wenn es denn dann noch ein Thema ist. Die Vertriebenenfunktionäre bringen mich regelmässig auf den schönen Gedanken dass es vielleicht doch noch irgendwo Dinosaurier geben könnte, Asteroid hin oder her. Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende!

0 colorcraze 11.09.2010, 10:24 Uhr

@Vroni: Ach, die Luxushospize...

@Vroni: Ach, die Luxushospize gibt es schon. Dort werden die Alten dann mit Magensonden künstlich am Leben erhalten, damit weiterhin Geld fließt. @Filou/Holly: SIW ist auch ein jüngerer polnischer Historiker vor einiger Zeit aus diesem Gremium ausgetreten. Er sagte WIMRE sinngemäß, mit den Streitereien könne er nichts anfangen, das müßten die Deutschen schon unter sich abmachen und sich untereinander versöhnen. Womit er mMn wohl recht hatte. Ich nehme an, dem Zentralrat ging es halt nun ähnlich, daß er auch nicht mehr wußte, was er damit anfangen soll.

@ HansMeier555 11. September...

@ HansMeier555 11. September 2010, 09:11 : Woher weht denn der Wind? Beim zweiten Satz erkannt? Wen oder was denn? Verrenkungen und einschmuggeln, ich scheine eine art Agent in eigener Sache zu sein, frei nach "er hat keine Angst, er kennt keine Furcht und er hat keine Ahnung". Den Film könnte ich auch mal wieder schauen. . @ Filou 11. September 2010, 11:31 : Guter Hinweis die Differenzierung zwischen Zentralrat und Judentum, danke. Ich neige selten zur Aufregung.

0 HansMeier555 11.09.2010, 10:39 Uhr

@Dipsy, Unellen, Bert IV Ich...

@Dipsy, Unellen, Bert IV Ich weiss auch nicht, gegen weibliches Priestertum sprechen könnte. Solange die Matres nicht "für alle" im Altarraum ihr Menstruationsblut vergießen...

0 HansMeier555 11.09.2010, 11:02 Uhr

@Filou Geschichte ist immer...

@Filou Geschichte ist immer interessant, auch die Geschichte der verschiedenen Integrationsdebatten in Europa. Ende des 19. Jh. waren u.a. Polen und Juden Gegenstand einer solchen Integrationsdebatte. Und nicht jeder, der damals die Auswanderung der Juden nach Palästina für eine tolle Idee hielt, war ein Philosemit.

0 perfekt!57 11.09.2010, 11:58 Uhr

"Hodges war durch den...

"Hodges war durch den gefährlichen vorstoß der Kampfgruppe Peiper auf Stavelot zutiefst beunruhigt und schickte schnellstens Verstärkungen. Die 82. Luftlandedivision kam im Eiltempo aus Frankreich, um sich dem Deutschen Vormarsch entgegen zu werfen. . Doch bei Morgengrauen bedeutete noch keine der amerikanischen Verstärkungseinheiten für die Kampfgruppe Peiper eine ernstliche Bedrohung. Sie stand am Südrand von Stavelot, nur 40 KM von ihrem Ziel, der Maas, entfernt. . Noch bevor es dämmerte, stand Peiper zum Vorstoß auf die Maas bereit. Er dachte an die letzte Instruktion, die General Kraemer, Dietrichs Stabschef, ihm erteilt hatte. "Fahrt schnell Peiper, und haltet die Zügel locker!" ... . Dann befahl er der Hauptkolonne nach Westen weiterzufahren - Trois Ponts und der Maas entgegen. Schon mehr als eine Stunde war ergebnislos vertan." . Toland, "Ardennenschlacht 1944". . Und wo die drei Püntkchen sind hier im Text, steht bei Toland die Beschreibung der ca. einstündigen Schlacht um Stavelot, mit toten amerikanischen Infantristen, zwei von Bazookas getroffenen ud zerstörten deutschen Panzern usw.. . Wie recht Don Alphonso also hat, als alter Westvierteler, wenn er in Meran und Bozen bereist, aber die Zeit zwischen Juni 1914 und sagen wir Juni 2009 elegant überblendet. . Und selbstverständlich sind solche wie genannter "Peiper" nur als Aufsteiger zu sehn und zu verstehen. Dessen Leben und Schicksal ist natürlich nur erklärlich, weil er eben gerade aus keinem Westviertel stammte, wohl eher ganz im Gegenteil. . Leider aber diesmal falsch - "Gescheiterte Integration von Konservativen"(?), denn: "Peiper stammte aus einem bildungsbürgerlichen Elternhaus. Sein in Schlesien geborener Vater war als Hauptmann im Ersten Weltkrieg im damaligen Deutsch-Südwestafrika und in der Türkei im Einsatz. Zur Schule gegangen ist Jochen Peiper in die Goethe-Oberrealschule. ... . Ab 1939 wurde Peiper in der Leibstandarte Adolf Hitler eingesetzt, die später in die Waffen-SS als 1. SS-Panzerdivision Adolf Hitler aufging. Peiper wurde nach Kriegsausbruch im Jahre 1939 Kommandeur einer Kompanie, die im Polenfeldzug eingesetzt wurde. Nach Beginn des Rußlandkrieges war er an der Ostfront eingesetzt und im September 1943 in Piemont. Hier war Peipers Einheit am Kriegsverbrechen von Boves beteiligt - s.u.. Während der Ardennenoffensive kommandierte er eine Kampfgruppe der überschweren Königstiger. Auch hier war seine Einheit an Kriegsverbrechen beteiligt, nämlich am Massaker von Malmedy. . Im Westfeldzug erwarb er das Eiserne Kreuz beider Klassen und am 9. März 1943 wurde er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Für die Führung des SS-Panzerregiments 1 erhielt er am 27. Januar 1944 das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Am 11. Januar 1945 erhielt er die Schwerter zum Eichenlaub. . Im Dezember 1944 war er während der Ardennenoffensive Kommandeur einer Kampfgruppe der 1. SS-Panzerdivision Leibstandarte Adolf Hitler. Für den Erfolg der Ardennenoffensive war die Einnahme von Brücken über die Maas eine notwendige Voraussetzung, für die Peipers Kampfgruppe, ein etwa 2000 Mann starker Verband, verantwortlich war. Es galt der Befehl, den raschen Durchbruch der amerikanischen Stellungen zu erzwingen und bei Lüttich zur Maas vorzudringen. Am 17. Dezember 1944 nahm Peipers Einheit („LAH“) an einer Straßenkreuzung bei Malmedy mehr als 100 US-amerikanische Soldaten gefangen und beschoss diese aus unbekannten Gründen nach der Gefangennahme mit Maschinengewehren. Hierbei wurden 71 amerikanische Soldaten getötet. Dieser Vorgang wurde als das Malmedy-Massaker bekannt. Während dieser Zeit kam es unter seiner Verantwortung bei Trois-Ponts und Stavelot zu einem weiteren Massaker an der belgischen Zivilbevölkerung. " . Mit einer dann allerdings etwas überraschenden Wendung: . "Im Juli 1946 wurde Peiper im Malmedy-Prozess wegen dieser Vorgänge zusammen mit 42 weiteren Soldaten als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt. Der Oberbefehlshaber der US-amerikanischen Streitkräfte in Europa, Thomas T. Handy, begnadigte Peiper am 31. Januar 1951 zu lebenslanger Haft. In seiner Begründung ging Handy auf Gnadengesuche für Peiper ein: „Seine Anhänger zeichnen von ihm das Bild eines kraftvollen Führers, der seine Leute begeisterte und die Seele seiner Truppe war. Viele seinetwegen überreichte Gesuche beruhen ausschließlich auf der Erklärung, daß ein so hervorragender Offizier und Soldat sich solcher Verbrechen nicht schuldig gemacht haben könne. […] Auch ich bin davon überzeugt, daß Peiper der beseelende Geist bei der Vorbereitung von Terror und bei der Tötung von Kriegsgefangenen durch diese Truppe war. Gerade diese Argumente, die auf Peipers Führungsqualitäten hinweisen, werden jeden uneingenommenen Beobachter davon überzeugen, daß die Tötung von Kriegsgefangenen an so vielen verschiedenen Orten seines Operationsgebietes ohne sein Wissen und ohne seine Einwilligung, ja sogar ohne die treibende Kraft seiner Persönlichkeit nicht möglich gewesen wäre." . Kraftvolle Führer als Mörder können also begnadigt werden, wenn man Wiki folgt. (... "und evtl. aus/von Familie stammend sind", schreiben wir hier nicht.) . http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Peiper . Nachtrag: . "Am 17. Dezember 1944, dem zweiten Tag der Ardennen-Offensive, traf die schnell vorgehende Panzertruppe Peipers etwa 4 km südöstlich von Malmedy – an der Straßenkreuzung von Baugnez – auf einen LKW-Konvoi der Battery B des 285th Field Artillery Observation Battalion der United States Army. Sofort nach der Entdeckung wurde der Konvoi beschossen und überwältigt. Die Angriffsspitze der Kampfgruppe Peiper – darunter auch Joachim Peiper selbst – kümmerte sich nicht um die Amerikaner und fuhr weiter. Angehörige der nachfolgenden SS-Einheiten stellten die etwas über 100 Gefangenen auf einer Wiese nahe der Straßenkreuzung auf. Der genaue Ablauf des nun folgenden Massakers oder eine eventuell vorhandene Befehlskette der nachfolgenden Ereignisse konnte bisher nicht präzise geklärt werden. Sicher ist jedoch, dass die SS-Männer gegen Mittag des 17. Dezembers mit Maschinenpistolen und den Bordwaffen ihrer Fahrzeuge das Feuer auf die gefangenen Amerikaner eröffneten – unter denen sich auch Verwundete befanden. Anschließend töteten einzelne SS-Männer die Überlebenden durch Schüsse aus nächster Nähe, was später ein Beweis dafür war, dass es sich um ein Verbrechen und kein normales Gefecht gehandelt hatte. Insgesamt starben bei der Schießerei mindestens 87 Amerikaner, die erst im Januar 1945 von ihren Kameraden gefunden wurden." . http://de.wikipedia.org/wiki/Malmedy-Massaker . Z. B. von Badem/Eifel zu also bekannter Strassenkreuzung westlich Baugnez sind auch heute nur ca. 72 KM. . http://de.wikipedia.org/wiki/Boves . "Im September 1943 war Peiper als Kommandeur eines Bataillons der Leibstandarte Adolf Hitler in Piemont in Norditalien stationiert. Mit dem Waffenstillstand von Cassibile vom 3. September 1943 war das Bündnis zwischen Deutschland und Italien zerbrochen. Am Morgen des 19. Septembers nahmen italienische Partisanen zwei deutsche Unteroffiziere gefangen, die in Boves nahe bei Cuneo Material aus einem italienischen Militärdepot beschlagnahmen wollten. Ein erster Befreiungsversuch scheiterte, dabei starb ein deutscher Soldat. Peiper erschien an der Spitze einer Kompanie gegen Mittag in Boves. Über den Fortgang der Ereignisse liegen von deutschen und italienischen Zeugen stark unterschiedliche Darstellungen vor." . Und so Mißtrauen wir manchmal den Westvierteln, auch wenn sie sich anschicken, sprachlich Geschenke zu bringen. (Den Westvierteln ...) . Und wie immer nur vorsichtig und höchst am Rande.

0 BertholdIV 11.09.2010, 12:22 Uhr

@auch-einer Bitte hier keine...

@auch-einer Bitte hier keine Kritik an Dr. Heubeck. Einer der GF ist sogar Diakon undzudem sind die Heubecktafeln 200G wie alle vorherigen von der Steuerbehörde anerkannt zur Berechnung von Rückstellungen gemäß EStG

0 auch-einer 11.09.2010, 12:25 Uhr

vroni, nein, das ist gar nicht...

vroni, nein, das ist gar nicht schlimm. . ist halt nur so mein eindruck, dass es in der altenpflege in manchen einrichtungen für patienten und personal nicht eben toll läuft. wenn etwas nichts kosten soll, geht da letztlich immer zu lasten der qualität. vielleicht ist bis in fünf jahren suizidberatung eien ärztliche regelleistung, die variante ergebnisoffen gibts dann nur für privatpatienten. . es ist halt nur so mein eindruck, dass augenblicklich im handwerk jeder in rente geht, der das tun kann, um sich das nicht weiter antum zu müssen. bürokratismus, engegfasstes regelwerk, dokumentationspflichten, nehmen überhand, ach ja, und das steuerrecht wird immer einfacher. es wächst im bereich der kleinen unternehmer eine enorme verbitterung, die derzeit noch in resignation umschlägt. in grossen städten ist man schon weiter höre ich, da ist schattenwirtschaft angesagt. . es ist halt nur os mein eindruck, dass das, ws im bankenbereich abgeht, nur noch unter volksverdummung und betrug am bürger zu subsumieren ist. das liegt nicht an den mathematikern, sondern daran, dass das politisch so gewollt ist. ja, colorcraze, ich weiss, die vierzig milliarden staatsgarantie für die hre gerade eben jetzt sind drin, locker, es war nicht das letzte mal und die landesbanken sind auch nicht aus dem schneider. . aber lassen sie sich von mir und meinem geschreibe den schönen tag - das ist er, zumindest sieht es für mich so aus, wenn ich aus dem fenster schaue - nicht verderben.

@HansMeier, Adolf Eichmann...

@HansMeier, Adolf Eichmann hing dieser Idee nach, war selbst in Haifa. Auch ist bekannt, dass die Ostjuden, aus Polen eingewandert, im Berlin des beginnenden 19ten Jhdts. nicht besonders angesehen waren. Sie kamen sehr schnell in Deutschland zurecht (BTW: Kennen Sie Zille?). Ja, ich weiss, was Sie meinen: das waere so aehnlich, wie mit unseren orientalischen Gaesten. Es sieht das aber nur so aus. Warum, dass koennen Sie sich selbst erklaeren. Stichworte: Sozialstaat, Religion, von Aussen gesteuerter Nationalismus. Gell, da ist was dran?

@HansMeier, streiche...

@HansMeier, streiche 'Sozialstaat', setze 'Versorgungsstaat'.

0 bertholdIV 11.09.2010, 14:27 Uhr

QHansMeier555 sehr schön dazu...

QHansMeier555 sehr schön dazu zu lesen: gerschom scholem: von berlin nach jerusalem

0 Rosinante 11.09.2010, 14:36 Uhr

HansMeier555, mit dieser...

HansMeier555, mit dieser Perspektive (13:02) lese ich Sie in geschätzter Höhe. Zu diesem polnischen Phänomen ist auch Louis Begley's "War Time Lies" interessant.

0 HansMeier555 11.09.2010, 16:30 Uhr

Ach Filou, ihr Argument...

Ach Filou, ihr Argument würde auf eine Debatte essentialistischer Ethnographie hinauslaufen, wo bei allen Völkern Vorzüge und Nachteile verglichen werden, damit man hinterher eine Rangliste erstellen kann: die besten Völker (Deutsche, Holländer und Juden?!) ganz oben, die schlechtesten Völker (Moslems, Zigeuner, Schwarzafrikaner) ganz unten. . Beim direkten Vergleich könnte man etwa die Punkte "Religion" und "außengesteuerter Nationalismus" den Stichworten "Geldverleih" und "vaterlandslose Wühlarbeit" gegenüberhalten. . Versorgungsstaat ist ein gutes Stichwort: Den haben die Sozialisten erfunden, richtig? Und wer hat den Sozialismus erfunden? Und den Bolschewismus? Sehen Sie! . Sind das die Debatten, die Sie gerne führen möchten?

0 HansMeier555 11.09.2010, 16:42 Uhr

Ein (ausgesprochen harmloses)...

Ein (ausgesprochen harmloses) Beispiel: "Spanier und Portugiesen sind aus der Vermischung der Ureinwohner mit den genannten Einwanderern entstanden; nur ist bei den Portugiesen noch französisches, bei den Süd-Spaniern maurisches Blut hinzugekmmen. ... Einen durch hohe Körpergestalt, Sprache, Sitte, Unabhängigkeitssinn und Unternehmungsgeist merkwürdigen Überrest der ältesten Bevölkerung bilden die BASKEN, "die ältesten und wahrhaftigsten Spanier", ... die KATALONEN sind der gehobenste und fleißigste Stamm, sie "ziehen aus Steinen Brot", nächst ihnen kommen die Basken, dann die Gallegos in Galicien, alle von germanischem Blute beeinflußt, die letzeren namentlich von suevischen, was auch in der Körperbildung hervortritt". (E.v. Seydlitz, Grosses Lehrbuch der Geographie, Breslau 1905, S.269-270).

@ HansMeier555 11. September...

@ HansMeier555 11. September 2010, 13:02 : Es reicht aber nicht wenn nur wenige die Geschichte kennen und vielen alle möglichen Geschichten zusammenhanglos als Geschichte "verkauft" werden. Mögen Sie es glauben oder nicht, je eher wir Deutschen uns unserer Geschichte stellen, desto eher und offener können wir alle nach vorne schauen. Sich erinnern und mit einander reden ist keine Revanchismus. Nachbarn müssen offen miteinander reden (können). Diese dumme Verstocktheit führt am ende wirklich zu einem Rechtsruck und zu einem Deutschlandbild, das in Deutschland nicht mehrheitsfähig ist.

Herr Meier! Bei Anreden, die...

Herr Meier! Bei Anreden, die mit "Ach" beginnen stellen sich mir sehr schnell die Nackenhaare auf. Ich bin ein liebenswuerdiger Mensch und darum nicht geneigt, mich mit Kommunikatoren ewiger Vorurteile, welcher Art sie auch sein moegen, auseinander zu setzen. Ich moechte auch fuerderhin liebenswuerdig bleiben. . Ueber die lange Zeit, die ich Ihnen zulas, stellen Sie Fragen, lassen Ihre Gespraechspartner auflaufen, ueberspringen Gespraechsteile, gehen selbst auf duemmste Argumente nicht ein (auf Kluge uebrigens auch nicht) und versuchen Ihre Stellung nach der Vietcong-Methode "Hit and Run" zu behaupten. . Es hat keinen Zweck. Ich bin Ihnen nicht gewachsen. Machen'ses gut. Tschuess.

0 auch-einer 11.09.2010, 17:05 Uhr

berthold, wie käme ich dazu,...

berthold, wie käme ich dazu, einen so vedienten mann zu schmähen. werden doch seine berechnungen von der finanzverwaltung anerkannt und seine geschäfte von einem diakon geführt*) - bisher wusste ich nur von ersterem. mein argument war, dass künftig auch in indien oder china diese berechnungen angestellt werden können, der beruf des versicherungsmathematikers damit hierzulande weniger attraktiv wird. . ------- *) hans meier, das ist der beweis der wiederkunft feudaler zustände! die bänker und dergl. halten sich theologen zu ihrem grösseren ruhm und geschäftlichen erfolg. so wie in feudalen zeiten jeder ritter nicht nur eine burg sondern auch noch eine kapelle nebst burgkaplan hatte. heiliger bimbam, das hat zukunft, so eine eignene klertisei in der unternehnung. da sehen die japaner alt aus, wenn in zukunft wieder am wochenanfang flott einer weggebetet wird, in jeder bankfiliale ein andachtsraum fpr die kunden bereit steht, jede aufsichtsratssitzung mit einem gottedienst ihren anfang nimmt und vor jeder hauptversammlung ein hochamt zelebriert wird.

0 colorcraze 11.09.2010, 18:31 Uhr

@HansMeier: nun zündeln Sie...

@HansMeier: nun zündeln Sie doch nicht Holly und Filou an, Ihr Feudalismus funktioniert doch genausowenig. Weil auch ein Feudalismus einer besitzenden, intelligenten und sittenstrengen Mittelklasse (im neusten Beitrag von DA werden einige Elemente davon vorgeführt) nur den Untergang bieten kann. Gerade heute habe ich wieder gelesen, wie in Pakistan kaum noch Mittelklasse vorhanden ist und wie in Deutschland sich die Vermögensverteilung in den letzten 10 Jahren konzentriert hat. Und was die Sarrazin-Diskutanten bezüglich Einwanderern erschreckt hat, war eben die Tatsache, daß sie an diesen sehen, wie alle Hoffnungen auf Aufstieg und Verbleiben in der Mittelklasse zuschanden sind. Denn was für die Einwanderer gilt, gilt auch für die "Einheimischen" - es ist wurscht, ob ich mir die Sorgen meines türkischen Gemüsehändlers, der pensionierten Professorenfrau oder der Brandenburger Pförtnerin anhöre, die Kinder kommen einfach nicht unter. Und ohne Mittelklasse macht es auch ein Feudalismus nicht lang, denn irgendwoher müssen die Handwerker, Soldaten, Verwalter und Kleriker kommen. Wenn es nur noch untere und obere gibt, entspricht das einem schwerem Dach auf spillrigen Beinen, das bei der leisesten Erschütterung runterkracht.

0 HansMeier555 11.09.2010, 19:16 Uhr

@colorcraze Doch doch,...

@colorcraze Doch doch, Feudalismus funktioniert ganz ohne Mittelklasse eigentlich immer am besten. Je stärker die Mittelklasse unter Existenzdruck gerät, umso besser für die Magnaten. Die engagiert sich dann aus den anschmiegsamsten, flexibelsten seine Klientel. Für die (und deren Kinder) fällt dann noch ein warmes Plätzchen ab, die anderen landen sonstwo. Im übrigen dürfen Sie den Feudalismus nicht nach seiner Fähigkeit beurteilen, materiellen "Wohlstand für alle" zu schaffen. Schauen Sie sich lieber die Schlösser und Kathedralen an! Das einzige, was mir wirklich sorgen macht: Dass die neuen Feudalherren im Vergleich zu den alten so ungebildet, unkultiviert und schlecht erzogen sind. Weder können sie tanzen noch reiten noch mit dem Degen umgehen. Am Ende heiraten sie ihre ordinären Mätressen und ihre Töchter kriegen vom Fitneßtrainer ein Kind.

Wenn man sich Thesen zu eigen...

Wenn man sich Thesen zu eigen macht wie , die Menschheit sei um 70 % zu reduzieren, dann sollte man sich mit dem öffentl. Beweinen der Zustände zurückhalten; liebe colorcraze haben Sie das überlesen? Diese These kann jeder als Freibrief für jedwedes eigene Handeln betrachten. Und das wurde es auch. Die Studie ist alt und die Forderung wurde schon von einem ehem. Präsidenten der Max-Planck- Gesellschaft vertreten.

0 BertholdIV 11.09.2010, 20:02 Uhr

@auch-einer Die...

@auch-einer Die Aktuarvereinigungen gibt es schon einige JH und die werden weiter bestehen und an Einfluß gewinnen. Im Gegenteil überall in aller Herren Länder gründen sich Aktuarvereinigungen. Und nur weil die Inder das auch lernen können, wird es ja nicht weniger bedeuten www.actuaries.org Sie haben recht einen Barwert nachzurechnen ist nicht so schwierig, aber die Mathematiker/Aktuare sind schon sehr erfinderisch im konzipieren neuer Versicherungsideen und Finanzinstrumente und dann kommt noch das ganze Thema der Risikomodelle etc.. @HansMeier555 ich glaube es ist das gleiche Blut

0 BertholdIV 11.09.2010, 20:04 Uhr

@auch-einer Wenn Sie jetzt...

@auch-einer Wenn Sie jetzt noch wissen, dass die Heubeck AG in Köln sitzt, sollte sie das nicht wundern. Das mit den Andachten im Umfeld manch einer Veranstaltung der DAV ist gar nicht so falsch.

HansMeier555, Feudalismus...

HansMeier555, Feudalismus wollen und dann auch noch gleich anspruchsvoll sein,ts. Da müssen Sie schon Prioritäten setzen. Die alten Ritter brauchten ihre Kaplane ja auch erstmal zum schreiben und lesen lassen. . ...nicht immer nur Rosinen picken...

Ein schöner und aktueller...

Ein schöner und aktueller Kommentar : http://www.ftd.de/politik/international/:die-folgen-von-9-11-eins-zu-null-fuer-al-kaida/50167911.html . In diesem Sinne würde es mich freuen, wenn wir hier auch etwas ruhiger miteinander umgingen. Weil eine/r/s mal einen Kommentar schreibt der nicht so gut ankommt oder eine Meinung vertritt die er/sie/es nicht gerne hört, geht keine Welt unter. Morgen sind ganz andere Themen und ganz andere Kommentare, also bitte weniger abschliessend und etwas versöhnlicher. Ist alles nur online, wir kennen uns nicht persönlich und jeder verbringt hier einen Teil seiner Freizeit. In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen und geruhsamen Sonntag. Lasst uns bitte Montag weiter streiten.

0 Teutobrecht 12.09.2010, 02:01 Uhr

... na ja, die Kathedralen,...

... na ja, die Kathedralen, Herr Meier555, jahrhundertelang haben sie als halbfertige Bauruinen die Stadtzentren verschandelt, u. ob ein Hochofen, ein Wasser- oder ein Foerderturm fuer Kohle oder Erdoel aesthetisch (bes. architektonisch) dahinter zurueckbleibt, kann man sicher bezweifeln. Und dass unsere spektakulaeren Sportarenen, Wolkenkratzer, Flughaefen, Bahnhoefe, Museums- u. Brueckenbauten, Autobahnen ... den Vergleich mit meist voellig versifften, groessenmaessig aufgeplusterten u. mit Teppichen, Gemaelden, Bibliotheken usw. zugemuellten Schlossanlagen nicht zu scheuen brauchen, liegt doch auf der Hand. Uebrigens ist es nichts Neues, dass man Opportunismus dadurch erzeugt, dass man Leute individuell oder - die Spezialitaet der Politik - kollektiv im Regen stehen laesst u. unter Druck setzt. Auch die Adeligen erwiesen sich nach der Franzoesischen oder Oktoberrevolution als anschmiegsam und flexibel. Und wenn Ihnen "das einzige, was mir wirklich sorgen macht", das ist "dass die neuen Feudalherren im Vergleich zu den alten so ungebildet, unkultiviert und schlecht erzogen sind", machen Sie den altbekannten Fehler, dass Sie einen Idealtyp der Vergangenheit mit einem Realtyp der Gegenwart in Beziehung setzen. MfG G.S.

0 HansMeier555 12.09.2010, 06:00 Uhr

Lieber Filou, . bitte nix...

Lieber Filou, . bitte nix persönlich nehmen. Meine geliebte hochverehrte Frau Mama denkt seit 40 Jahren genauso wie Sie über die Sache und ist doch kein schlechter Mensch.

0 HansMeier555 12.09.2010, 06:03 Uhr

Der Bürger heißt Bürger...

Der Bürger heißt Bürger weil er für die Zockereien der Feudalherren bürgt. . Wenn jemand auf eigenes Risiko ein bissel mitzocken will: . http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:neuer-anlauf-die-rueckkehr-der-internetpioniere/50154637.html?page=5

0 HansMeier555 12.09.2010, 06:20 Uhr

@Teutobrecht Kathedralen sind...

@Teutobrecht Kathedralen sind ja nicht nur was für zum von aussen draufgucken, sondern auch zum reingehen: Schnitzaltäre! Glasfenster! Grabmäler! Kanzeln! Orgeln! Chorgestühl + Gesang! Beichtstühle! Klingelbeutel! Gehen Sie doch auch mal wieder hin. . Ohne Feudalismus wäre niemals sowas wie die Oper entstanden. . Sicher waren nicht alle Adligen gleich kultiviert. Aber es gab doch immer ein bestimmtes Kontingent von Magnaten, die weithin und öffentlich sichtbar Masstäbe setzten, denen die anderen dann, so gut sie konnten, nachhecheln mussten. Bei unseren heutigen Elitebürgern fehlt das so vollkommen. . Die privaten wohltätigen Stiftungen zur Kunst- und Kulturförderung (denen man den guten Willen und Professionalität nicht abstreiten darf) sind für die heutige Elite darum so attraktiv, weil sie sich hinter ihnen verstecken und letztlich anonym bleiben kann. Dort entscheiden -- zum Schein oder tatsächlich -- alles irgendwelche hochqualifizierten Kuratorenprofessoren, und der Geldgeber kann so tun, als das sei das ja nicht sein persönlicher Geschmack. Letztlich läuft alles auf Restaurierung, Konservierung und Interpretation hinaus.

0 BertholdIV 12.09.2010, 07:03 Uhr

@filou zu "HansMeier555 11....

@filou zu "HansMeier555 11. September 2010, 18:30 Ach Filou," nicht grämen: HansMeier555 geht einfach auf eine metaebene, da argumente ausgehen? vgl. fellini 8 1/2: film über die schwierigkeiten eines regisseurs einen film zu machen http://www.bbc.co.uk/films/2001/04/17/eight_and_a_half_1962_review.shtml troesten sie sich. das stilmittel versagt bei mehrfacher anwendung

0 Teutobrecht 12.09.2010, 10:05 Uhr

... also, verehrter...

... also, verehrter HansMeier555, nie wuerde ich bestreiten, dass "der" Feudalismus wunderschoene Weihwasserkessel und Beichtstuhlgitter hervorgebracht hat. . Bei der Oper waere ich vorsichtig: Opera buffa, Commedia dell’arte. . In den italienischen Staedten unterschied sich die Lebensfuehrung von Adel und Grossbuegertum uebrigens kaum; es ging um Tuechtigkeit, die aber nicht daran gemessen wurde, ob und wie elegant man das Tanzbein bewegte oder auf dem Pferderuecken hockte, sondern am wirtschaftlichen Erfolg, dies natuerlich besonders in Venedig u. Florenz u. mit gewissen Ruecknahmen nach der Hispanisierung (lese das nach einer Diskussion mit Rosinante gerade in J. Burckhardts "Die Kultur der Renaissance in Italien"). Burckhardt weist auch darauf hin, dass die Illegitimitaet der Renaissance-Tyrannen ein steter Ansporn war, durch kulturelle Grosstaten (Bauten und Bibliotheken) Einzigartigkeit zu erlangen und der Herrschaft ein unvergleichliches Gepraege zu geben. MfG G.S.

0 HansMeier555 12.09.2010, 10:14 Uhr

Ach Berthold IV, . mir fällt...

Ach Berthold IV, . mir fällt auf, dass Sie mir ja immer noch nicht gesagt haben, was Sie selbst nun vom "für viele /für alle" Problem eigentlich halten. . Untreu gegenüber der Schrift, unbegründbar durch irgendeine Tradition, unerklärt durch die Gegenwartsdogmatik (oder vielleicht doch?) -- was ist da los?

0 BertholdIV 12.09.2010, 11:13 Uhr

@ach HansMeier555 später wenn...

@ach HansMeier555 später wenn zurück vom spaziergang und vom g-tt-sdienst gibt es die antwort

0 BertholdIV 12.09.2010, 14:17 Uhr

@HansMeier555 also: Das NOM um...

@HansMeier555 also: Das NOM um den Kampfbegriff zu verwenden ist keine Übersetzung des NT, sondern Texte, die mittels Tradition das NT und andere Quellen verwenden um Liturgie zu gestalten. Das NT ist hier die griechische Verschriftlichung aramäischer Aussagen innerhalb einer Pessahfeier. Ex falso quod libet: "Ihre" Fragestellung ist, wenn sie fragt, ob wegen des Übergangs viele auf alle das NOM falsch ist, unsinnig (d.h. vergisst die Logik dieses Vorgangs). Man auch nur das für Euch des NT verwenden und es wäre auch richtig. Fazit: in Ihrem Sprachgebrauch/Fragestellung sind alle Messbücher falsch, da keines eine richtige (Kontext und Wort) Übersetzung ist, bzw. mit richtiger Übersetzung es gar kein Messbuch geben dürfte. Wie sagte N. Brox immer sinngemäß: Tradition ganz oder gar nicht, aber nicht wie Sie(?) oder die "Levebrianer" Tradition gelten lassen und irgendwann ausschalten.

0 colorcraze 12.09.2010, 16:14 Uhr

@Teutobrecht: geben Sies ihm!...

@Teutobrecht: geben Sies ihm! Ein Schlauer auf 1000 Blöde funktioniert einfach nicht. @minna: naja, die Befürchtung daß die Menschheit kippt und wieder weniger werden muß, begleitet mich seit meiner Jugendzeit, wohl deswegen nehme ich solche Äußerungen halt schlicht als Bestandteil des Meinungsstroms wahr. Tatsache ist halt, daß das schnelle Wachstum seit 1500 qua Aufbau Amerikas und Industrialisierung auf der Grundlage von fossilem Brennstoff zuende ist. Ob man noch eine Konsolidierung schafft, weiß ich nicht, denn die Staaten sind ziemlich perdu.

Colorcraze, vielen Dank für...

Colorcraze, vielen Dank für die Antwort. Das mit dem Bestandteil des Meinungsstromes war mir nicht bekannt.

0 colorcraze 12.09.2010, 19:23 Uhr

@minna: "Grenzen des...

@minna: "Grenzen des Wachstums", 1972 http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums einer der Anstöße, die die Pille salonfähig machten, in China zur 1-Kind-Politik führten und später die Grünen mit hervorbrachten.

colorcraze, ich weiß, daß...

colorcraze, ich weiß, daß dieses Buch ein Medienrenner war und großen Einfluß ausübte, nur mir hat schon die Autorenliste gereicht. Sorry Bitte, verstehen Sie mich nicht falsch, es ist einfach eine andere Prägung.

0 HansMeier555 12.09.2010, 20:46 Uhr

Lieber Berthold IV, . haben...

Lieber Berthold IV, . haben Sie herzlichen Dank! . Zur "disclosure" (da eh keiner mehr mitliest, kann ich es ja sagen): Ich bin nur der Herkunft nach Katholik, und lebe durchaus kirchenfern. Der Streit zwischen Rom und den Lefebvrianern ist für mich ein interessantes Kuriosum. Mir geht es aber nicht um die Lefebvrianer, sondern nur um das bekannte Problem. . Bitte haben Sie Verständnis dafür, wenn ich als Nicht-Theologe vielleicht etwas naiv formuliere oder generell von naiven Vorstellungen ausgehe. . Bitte legen Sie es mir nicht als Undankbarkeit oder Besserwisserei aus, wenn ich Ihnen trotzdem schreibe, dass mich ihr Argument ratlos zurückläßt. . Das es kein "richtiges Meßbuch" geben kann, kann ich ja noch nachvollziehen, aber auch kein "richtiges NT"?! . Was sie sagen, läuft darauf hinaus, daß das NT eben nicht als "Gottes Wort" gelesen werden darf, dass die vier heiligen Evangelísten unter der verantwortlichen Redaktion des Hl. Geistes verfaßt haben, sondern (in diesem Falle) lediglich eine zufällige, lücken- und fehlerhafte "Verschriftlichung aramäischer Aussagen während des Pessahfestes" darstellt. . Ein agnostischer Religionswissenschaftler, Historiker oder Philologe kann das wohl gar nicht anders sehen -- aber auch ein gläubiger Katholik, ein Kardinal, der Papst? Was bleibt vom (vom katholischen wie auch vom protestantischen) Christentum überhaupt übrig, wenn man sich auf den Wortlaut der Bibel, so wie er im späten Altertum als kanonisch anerkannt wurde, nicht mehr blind verlassen darf? Was bleibt vom Christentum übrig, wenn man diesen Gedanken zu Ende denkt?

0 BertholdIV 12.09.2010, 21:09 Uhr

Verehrter HansMeier555 habe...

Verehrter HansMeier555 habe ich gesagt kein richtiges NT? Das NOM wie jedes Messbuch ist etwas anderes als "die" Schrift und hat daher einen anderen Sitz im Leben..., also diese Diskussion geht dann irgendwann in die Leere. Zum NT: Was nehmen wir den jetzt den Paulus mit 1 Kor. 11 mit für Euch oder die Schilderung bei LK mit den pollon (entschuldigung für die nicht gr. Schriftzeichen) "Was sie sagen, läuft darauf hinaus, daß das NT eben nicht als "Gottes Wort" gelesen werden darf, dass die vier heiligen Evangelísten unter der verantwortlichen Redaktion des Hl. Geistes verfaßt haben, sondern (in diesem Falle) lediglich eine zufällige, lücken- und fehlerhafte "Verschriftlichung aramäischer Aussagen während des Pessahfestes" darstellt. " Hab ich das gesagt? Ich habe das NOM nicht wegen Abweichung zu einer Stelle des NT kritisiert, aber wenn man es schon auf Deckungsgleichheit prüft, dann müsste doch die Messfeier viel näher an einer Pessahfeier sein. Oder hat Jesus schon die Trientinische Messe gefeiert. Kann auch sein. Wir haben zu hause ein Bild zur primiz eines verwandten Priesters um ca. 1900. Da machen die jünger mundkommunion. Zur Kanonbildung: Was passiert, wenn wir noch einen originalen paulusbrief finden?

0 BertholdIV 12.09.2010, 21:13 Uhr

@HansMeier555 "enn man sich...

@HansMeier555 "enn man sich auf den Wortlaut der Bibel, so wie er im späten Altertum als kanonisch anerkannt wurde, nicht mehr blind verlassen darf?" Ist der Wortlaut so kanonisch buchstabe für buchstabe verfasst? Dann ist aber z.B. ein Nestle-Aland und die ganze Textkritik des Teufels ? Vielleicht ist aber auch die Einheitsübersetzung Buchstabe für Buchstabe inspiriert?

0 BertholdIV 12.09.2010, 21:18 Uhr

@hansMeier555 Kanonbildung ist...

@hansMeier555 Kanonbildung ist jetzt das thema? Wie sehen Sie das: Ist Makkabäer innerhalb des Kanons der Bibel?

0 HansMeier555 13.09.2010, 07:09 Uhr

Genau darum geht es: um...

Genau darum geht es: um Kanonbildung. Mir ist klar, dass die Jünger keine tridentinische Messe gefeiert haben, und das war immer allen klar. Und meines Wissens war es auch nie das Bestreben der RKK, antike Pessahfeiern originalgetreu zu rekonstruieren. . Jede Kirche steht doch vor dem Dilemma: Genaues weiss man nicht, aber die show muss trotzdem weitergehen. Und jede Kirche findet ihre Methode, damit umzugehen, und jede dieser Praktiken muß letztlich zu Paradoxien führen. . Die RKK hat den Weg gewählt, eine Dogmatik nach quasi juristischem Vorbild auszubilden, immer in der Annahme, dass der Hl. Geist weiterwirkt und den später geborenen Theologen dabei hilft, die (schon vorher richtige, aber nicht explizit gemachte) richtige Auslegung zu finden. Dafür gibt es die Konzilien und die Päpste als Autoritäten, etc.. . Für die RKK müsste die Textkritik die Funktion haben, etwaigen Zweiflern zu beweisen, dass die bisher getroffenen Entscheidungen richtig waren und zu erklären, warum. . Aber selbst wenn man Ihren Einwänden soweit zustimmt, dass alles interpretierbar, philologisierbar und veränderlich ist, dann bleibt immer noch die Frage, warum in diesem konkreten Fall eine Änderung für notwendig gehalten wurde. Was war am bisherigen Wortlaut denn auszusetzen? Hat die RKK 400 Jahre lang die falschen (resp.: suboptimalen) Wandlungsworte benutzt? Waren die Gläubigen damit etwa nicht zufrieden? Gibt es denn einen neuentdeckten Paulusbrief, wo es heißt "für alle"?! . Man kann als RKK doch nicht einfach die Reset-Taste drücken und sagen: Zurück in Jahr 79. Und dann so selektiv. (FAst alles andere bleibt ja, wie es war). So ein Vorgehen muss ja wohl Mißtrauen und den Verdacht auslösten, da sei etwas nicht ganz mit rechten Dingen zugegangen.

Werter HansMeier555, verzeihen...

Werter HansMeier555, verzeihen Sie, daß ich mich einmische, aber mit Ihrem letzten Absatz, haben Sie am Beispiel der RKK mein "Zeitgefühl" auf den Punkt gebracht. Man ändert selektiv und jeder der "seine" selektiven Veränderungen vornimmt, glaubt das "Haus" bleibt unverändert stehen.

0 BertholdIV 13.09.2010, 11:48 Uhr

@HansMeier555 Ihrem letzten...

@HansMeier555 Ihrem letzten beitrag würde ich schon eher zustimmen, aber warum die Fokusierung auf das alle vs. viele. Erstens haben wir eine Stelle bei paulus 1 Kor, die andere Wandlungsworte benutzt (für euch..) Trotzdem muss ich Sie jetzt mal festnageln: Nochmals warum geht die Tradition ab 1968 nicht weiter nach Ihnen bzw. den Kritikern des NOM? Tradition entweder ganz oder gar nicht. Mit gleichen Grund kann man die Tradition bei Tod des Bruders Jesu Jakobus abbrechen lassen oder beim Übergang in die griechischen Sprachgebiete. "Für die RKK müsste die Textkritik die Funktion haben, etwaigen Zweiflern zu beweisen, dass die bisher getroffenen Entscheidungen richtig waren und zu erklären, warum. " Geht es nicht um die Eruierung des originalen? Textes der Bibel.

0 BertholdIV 13.09.2010, 11:51 Uhr

"Aber selbst wenn man Ihren...

"Aber selbst wenn man Ihren Einwänden soweit zustimmt, dass alles interpretierbar, philologisierbar und veränderlich ist, dann bleibt immer noch die Frage, warum in diesem konkreten Fall eine Änderung für notwendig gehalten wurde. " wo habe ich das gesagt? Ich sagen nur dass die Kritik am NOM problematisch ist, weil man dann die ganze Tradition angreift?

0 HansMeier555 13.09.2010, 13:54 Uhr

@Berthold IV Auch wer zugibt,...

@Berthold IV Auch wer zugibt, dass die Tradition immer weitergeht, muss ja nicht jede Veränderung billigen. Vor allem dann nicht, wenn diese im krassen Widerspruch zur bis dahin gelebten Tradition steht. . Wenn sich die RKK durch den Hinweis auf "Tradition" die Möglichkeit geschaffen hat, Dinge zu entscheiden, die sich aus den originalen Texten nicht zweifelsfrei herleiten lassen, dann heißt das noch lange nicht, dass man einfach machen kann, was man will. Es gibt Dinge, die die RKK definitiv nicht kann, z.B. sich zu einer Häresie zu bekennen oder die bisher verkündeten Dogmen widerrufen. Es bleibt beim Filioque und dabei, das Maria Jungfrau war, egal welche Johannes- oder Paulusbriefe noch entdeckt werden sollten. Dahinter kann die RKK nicht zurück. . Man kann vielleicht individuell zu einer gegenteiligen Überzeugung kommen. Aber diese läßt sich nun einmal nicht mehr katholisch fassen. Wer der Meinung ist, dass die katholische Lehre und Dogmatik vor der historischen Bibelforschung nicht bestehen kann und daß Maria womöglich doch keine Jungfrau war, der muß dann eben konsequent sein und mit der RKK brechen. Wer aber doch katholisch bleiben will, muß das Erbe (mit all seinen barocken Schönheiten, Himelfahrt Mariä, etc.) pflegen und verteidigen, anstatt es zu verwässern und zu verpfuschen. . Man kann sehr wohl den NOM angreifen, ohne das Traditionsprinzip rundheraus abzulehnen. (So wie ich auch eine Gesetzesneuerung als "verfassungswidrig" ablehnen kann, ohne Veränderlichkeit des Rechts an sich zu bestreiten). Man kann den NOM einfach mit dem Hinweis darauf angreifen, dass er sich von den überlieferten Texten grundlos entfernt. (Ob er dabei die Grenze zur Häresie überschreitet, kann ich nicht entscheiden). . ("Für euch" heißt jedenfalls auch nicht "für alle". Mit "für Euch" war am möglicherweise die anwesende Gemeinde gemeint, das heißt die eigenen Jünger -- und keineswegs die ganze Menschheit.) . Ob es darum gehen sollte, den "originalen Text" der Bibel zu eruieren? Nun ja. Einen "Originaltext" hat es, vermute ich mal, nie gegeben und konnte es wohl auch nicht geben, weil ja alle Texte leztlich wieder aus anderen Texten hervorgegangen sind oder wiederum auf bestimmte Pratiken und Ereignisse verweisen, die noch weiter zurückliegen, etc. Wenn man das Prinzip "ganz oder gar nicht" auf die protestantische Schriftgelehrsamkeit anwendet, bleibt am Ende vom Christentum auch nicht mehr viel übrig. . Und wenn man neben den Erkenntnissen der modernen Bibelforschung auch noch die der medizinischen Wissenschaften hinzuzieht, dann müsste eigentlich feststehen, dass Tote nicht auferstehen und Jungfrauen keine Kinder kriegen.

0 BertholdIV 13.09.2010, 15:08 Uhr

@HansMeier555 Wesen der...

@HansMeier555 Wesen der Tradition ist doch, dass sie etwas weiter gibt, übersetzt und damit auch notwendig weiter entwickelt oder verändert. Wer entscheidet über den Grad der Veränderung? Gerade bei der Jungfrau wird aber massivst gegen den Bibeltext gebürstet. Und da regen Sie sich wegen dem für alle - viel auf im NOM. Sie finden kaum einen katholischen Exegeten (nicht mal in Rom und vielleicht auch nihct bei Pius X), der Ihnen reinen Gewissens leugnet, dass Jakobus nicht der Bruder Jesu war. Das ist auch so eine Grenzüberschreitung: G-tt-sgebärerin und Jungfrau ist eine theologische Aussage über Jesus.

0 BertholdIV 13.09.2010, 15:28 Uhr

@HansMeier555 "Es gibt Dinge,...

@HansMeier555 "Es gibt Dinge, die die RKK definitiv nicht kann, z.B. sich zu einer Häresie zu bekennen oder die bisher verkündeten Dogmen widerrufen" Zirkelschluss oder richtig: Die RKK definiert was eine Häresie ist, zu was sich die RKK bekennt ist keine Häresie, also ist das NOM auch keine Häresie, weil die RKK das ja aufgestellt hat. Sie kommen da nicht raus: Entweder Tradition ganz oder gar nicht. halb schwanger geht nicht. Wenn Sie hingegen die Tradition weiter fassen - wie es sich auch gehört -, dann müssen Sie auch Korrekturen oder Weiterentwicklung akzeptieren. Das NOM ist ja ein Rückgang zu eienr ursprünglichereren Liturgie oder?

0 auch-einer 13.09.2010, 17:09 Uhr

woher kommt es nur, dass sich...

woher kommt es nur, dass sich die kirchengeschichte und die geschichte der arbeiterbewegung so dermassen, fast zum verwechseln ähnlich sehen?

0 HansMeier555 13.09.2010, 17:22 Uhr

Halb schwanger geht nicht? --...

Halb schwanger geht nicht? -- Ich verkneife mir, den Erzengel zu zitieren ;-) . Ich glaube, dass Sie dieses ganz-oder-gar-nicht-Prinzip ein bißchen überstrapazieren. Das ist zu viel Mathematik (Aussagenlogik nach Gödel oder so) und zu wenig Gefühl für die Glaubensrealität. Sind Denkspielereien wie das Kreterparadox ("wenn ein unfehlbarer Kreter sagt, dass alle unfehlbaren Kreter lügen...") dem Gegenstand wirklich angemessen? . Es gibt neben der RKK auch andere Institutionen, die Autorität beanspruchen: Regierungen, Firmenvorstände, Ratingagenturen, Wissenschaftler, Verfassungsgerichte, etc. Kaum eine Autorität geht dabei so weit wie die RKK, sich auf göttliche Offenbarung zu berufen, kaum jemand möchte seine Behauptungen als "Dogma" aufgefaßt wissen und niemand bestreitet, dass die eigene Position auch Veränderungen erfährt. Dennoch wissen alle diese Institutionen, dass sie ihre Position nicht zu oft und nicht zu abrupt ändern dürfen. Wer heute das Gegenteil von dem verkündet, was er gestern sagte, der bekommt ein Glaubwürdigkeitsproblem und macht sich lächerlich und findet keinen Glauben mehr. . Das gilt, wie gesagt, sogar für Bundesligatrainer. Aber die RKK kann Ihrer Meinung nach schon morgen mit der Verkündigung auftreten, Maria habe nebenher mit gewöhnlichen Männern geschlafen und dabei den einen oder anderen Jakob gezeugt? . Mag ja sein, daß das, was Sie als "Tradition" (oder Prinzip der Tradition") bezeichnen, das hergibt, wenn man sie "ganz" akzeptiert. . Dann tun Sie es und haben Sie viel Spaß damit! Aber in diesem Fall müssen Sie sich allerdings auf noch ein paar Kirchenspaltungen gefaßt machen. Ob die Privilegien, wie die RKK sie in D-land und im Vatikanstaat genießt und die eingeführte corporate identity als Trümpfe ausreichen werden, um bei dem Gerangel der verschiedenen Katholischen Kirchen, die dann auftauchen werden, die Monopolstellung zu behalten? . Ob der NOM ein Rückgang zu einer "ursprünglicheren Liturgie" bedeutet oder nicht, kann ich nicht kompetent beurteilen). Das Beispiel des "für alle" spricht allerdings klar dagegen).

0 BertholdIV 13.09.2010, 19:34 Uhr

@HansMeier555 ich stimme Ihnen...

@HansMeier555 ich stimme Ihnen schon in vielen Dingen bei, aber das mit Jakobus zeigt, dass man hart und konträr gegen die Bibel Dogmen einsetzen kann und getan hat. Haben die Protestanten mit Jacobus da nicht Recht? Wenn der Befund im NT da nicht eindeutig ist, da ist Ihr viele - alle Problematik, insbesondere da 1 Kor etwas anderes erzählt und mindestens ähnlich alt ist , geschmeidig dagegen. Und in diesem konzept einer solchen Tradition gehören relecture und organisches weiter entwickeln, das auch Schleifen machen kann -Sie würden jetzt sagen Brüche - dazu. Zur Kirchenspaltung empfehle ich immer noch die Ansprache BXVI bei der lutherischen Gemeinde in Rom vor kurzem. ich glaube, dass es nichtG-tt-s Wille im moment ist, dass die Spaltung aufgehoben wird. Man würde zu viele ernsthafte Theologie verlieren. Ansonsten empfehle ich immer wieder die Barnemer Erklärung insbesondere these 1 "Aber die RKK kann Ihrer Meinung nach schon morgen mit der Verkündigung auftreten, Maria habe nebenher mit gewöhnlichen Männern geschlafen und dabei den einen oder anderen Jakob gezeugt? " Bitte etwas genauer mich zitieren: Die Protestanten und das NT würden sagen mit Ihrem Ehemann weitere Kinder. "Ob der NOM ein Rückgang zu einer "ursprünglicheren Liturgie" bedeutet oder nicht, kann ich nicht kompetent beurteilen). Das Beispiel des "für alle" spricht allerdings klar dagegen" Ich habe hier auch nur Rom zitiert. Zu den vielen könnte man sich auch noch ansehen, ob pollon nur wirklich viele im Sinne von nicht alle bedeutet, aber da gibt es sicher bessere Graecisten im Blogg.

0 HansMeier555 13.09.2010, 20:00 Uhr

Lieber Berthold IV . nochmals...

Lieber Berthold IV . nochmals herzlichen Dank für Ihre kompetenten Auskünfte. Ich glaube, wir können es dabei belassen, von jetzt an würden wir uns nur noch im Kreise drehen.

0 BertholdIV 14.09.2010, 05:58 Uhr

@HansMeier555 Das tun wir doch...

@HansMeier555 Das tun wir doch schon eine ganze Weile oder? Der Vorhang zu und alle Fragen offen? Ich glaube Sie können das Problem "lösen", mit etwas mehr sola scriptura oder Sie nehmen einen Traditionsbegriff der RKK an. Für die Mitleser, bei einem Seminar im Priesterseminar in Zaitzkofen Pius X wurde wir das gleiche gefragt und die sehr gebildeten usn sympathischen Seminaristen waren ähnlich verzweifelt wie Sie. Wenn Sie es auf die RKK betrachten. Das Problem ist mit der Tradition entstanden und muss durch diese geheilt werden. Auch ein altkirchliches Prinzip: Nur was angenommen wird, kann erlöst werden. Selbst bei solchen fundamentaltheologischen Aussagen gilt also der Vorrang des Wohls der Gläubigen (Erlösung setzt Menschwerdung voraus - Christologie) um wie viel mehr dann bei Liturgie. Kommen Sie zurück in den Schoß der RKK, die Levebrianer haben es auch getan, so gute Konditionen wie unter diesem Papst bekommen sie nicht mehr. Und auch ein altes Prinzip: Bei Päpsten sind alle theologischen Aussagen zu respektieren, BXI hat ein schöne Bücher mit Hans Küng in den 60ern herausgegeben

0 BertholdIV 14.09.2010, 06:08 Uhr

P.S. hatte ich gerade...

P.S. hatte ich gerade vergessen @HansMeier555 "Und wenn man neben den Erkenntnissen der modernen Bibelforschung auch noch die der medizinischen Wissenschaften hinzuzieht, dann müsste eigentlich feststehen, dass Tote nicht auferstehen und Jungfrauen keine Kinder kriegen." Das hat Bultmann versucht: "Auferstehung ins Kerygma", ging auch nicht. Also ganz abgehoben von Realitäten möchte ich den Glauben dann doch nicht.

@ BertholdIV : Was halten Sie...

@ BertholdIV : Was halten Sie bei der Debatte um Konservatismus und Werte von einer Kirchenpartei? Aufgabe der Säkularisierung, Rückkehr der Kirche in die politische Macht?

0 BertholdIV 14.09.2010, 08:00 Uhr

@Holly01 aus dem Bauch ad hoc:...

@Holly01 aus dem Bauch ad hoc: Eine protestantische Kirchenpartei würde funktionieren. Eine RKKsche nicht, außer sie bekommt keine Macht. Ich glaube trotz allem und allem Vorbehalt immer noch an einen zusammenhang Protestantismus und moderne Industrie. Die RKK hat außer bei BXVI immer noch massivste Vorlieben für einen Ständestaat. Sehen Sie sich Österreich an in der Zwischenkriegszeit

@ BertholdIV : Danke für die...

@ BertholdIV : Danke für die Antwort.

0 Observator 14.09.2010, 10:29 Uhr

Filou, ich schreibe das einmal...

Filou, ich schreibe das einmal hier rein, zum neuen Blog passt es nicht mehr. SPON gelesen? Den Artikel über die Imame? Das erklärt einiges. Der dort zitierte türkische Vater hat die Sache auf den Punkt gebracht. Wird sich wohl nur wirklich ändern lassen, wenn es welche gibt, die nicht nur hier ausgebildet wurden, sondern auch von uns bezahlt werden.

Observator, kenne ich. Letzter...

Observator, kenne ich. Letzter Bericht ueber Imame, die von den tuerkischen Gemeinden abgelehnt werden. Auch im Spiegel. Leider ist es unmoeglich, eine offene Diskussion darueber zu fuehren. Wie wir hier gesehen haben. Ich bin des Ganzen so muede. Wie schoen waere es, ohne die bloeden ideologischen Huerden miteinander zu reden.

0 HansMeier555 15.09.2010, 06:24 Uhr

@BertholdIV Heilen durch...

@BertholdIV Heilen durch Tradition? Das ginge am besten dadurch, dass man wieder zur tridentinischen Messe zurückkehrt und die Zeit von 1970-2010 als eine Art Avignon betrachtet. . Das ist natürlich Politik. Politisch (und nicht immanent theologisch) wäre auch meine Antwort, um aus dem Zirkel heraus zu kommen: Doch, man kann sehr wohl das Streben nach Schrifttreue mit der Tradition verbinden. Ich vermute, dass letztlich jede Kirche das tut (ob sie es zugibt oder nicht). Dann gebe ich zu bedenken, dass kaum ein Mensch sich unter den Religionen nach langer und unvoreingenommener Prüfung die logischste und widerspruchfreieste heraussucht -- es ist viel eher so, dass die Menschen die Religon von ihren Eltern und ihrer Umgebung erben und dann so erhalten wollen, wie sie sie vorgefunden haben. Dafür gibt es den Begriff "Identität". Die Traditionalisten wollten die RKK so erhalten, wie sie sie in der ersten Hälfte des 20. Jhs kennengelernt haben. Wenn die RKK die Messe 400 Jahre lang so und so gefeiert hat, dann hat das für sie eben weitaus mehr Gewicht als alles, was in ein paar uralten Papieren steht. Ist diese Haltung (die sich niemand offen eingestehen kann) wirklich illegitim? . Ihr Religionsverständnis (offenbar ein radikal Protestantisches, nicht einfach traditionell Lutherisches?!) würde dagegen den Schriftgelehrten alle Macht einräumen und den Wert der vorgefundenen (nicht der rück-veränderten) Tradition einfach bei Null ansetzen. Da kann ich nur meine Frage wiederholen: Was bleibt dann von der RKK und der katholischen Idenitität noch übrig? Im Grunde kommt Ihre Position der Aufforderung gleich, zum Protestantismus zu konvertieren. . Ich gebe Ihnen gerne zu, dass Ihre Argumentation vom Standpunkt der philologischen Wissenschaften und von der allgemeinen Logik aus womöglich stichhaltiger ist als die der Lefebvrianer, aber gegen Religion (und gegen den Wunsch, Identität zu wahren) ist mit Wissenschaft und Logik allein nun einmal nicht anzukommen. . Dass Sie die Zaitskofener sympathisch fanden, wundert mich. Ich kenne einen jungen Mann, der dort aufs Priesterseminar wollte und glaubte, damit dem Wunsch seiner Eltern zu entsprechen. Im letzten Augenblick haben gerade diese ihm das aber ausgeredet, worüber bis heute alle sehr glücklich sind. Und immer noch geschockt, denn wer hätte diesen reaktionären, verbissenen Eltern so viel menschliche Weisheit zugetraut?

Soeben in der SZ auf Seite 2...

Soeben in der SZ auf Seite 2 gelesen und für hübsch befunden: Konservatismus ist nicht ein Hängen an dem, was immer war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt (zitiert nach Antoine de Rivarol, Monarchist und Revolutionsgegner).

0 HansMeier555 16.09.2010, 12:25 Uhr

Überflüssig zu sagen, welche...

Überflüssig zu sagen, welche soziale Ordnung das Problem längst gelöst hatte. . Ein großes Reich regieren, Kriege führen, 16 Kinder auf die Welt bringen, für eine Kaiserin Maria Theresia war das alles machbar.

0 BertholdIV 16.09.2010, 19:53 Uhr

"Heilen durch Tradition? Das...

"Heilen durch Tradition? Das ginge am besten dadurch, dass man wieder zur tridentinischen Messe zurückkehrt und die Zeit von 1970-2010 als eine Art Avignon betrachtet." Ja ich war auch dafür, dass BXVI in motu proprio die trientinische Messe wieder zuließ....aber ich bin in der nicht-trientinischen groß geworden und nun?

0 HansMeier555 17.09.2010, 07:44 Uhr

@Bert IV Da haben wir es:...

@Bert IV Da haben wir es: Kirche lässt sich nicht reformieren. Die ist aus Porzellan oder Glas, das kann man nicht biegen. . Reformen heisst Spalten! . Noch jede grössere Reformversuch hat zu Spaltungen geführt, und das wird auch in Zukunft so weitergehen. Man kann es natürlich versuchen, um "mit der Zeit zu gehen" aber man bezahlt dafür jedesmal einen sehr, sehr hohen Preis. Ich würde sagen, die RKK ist nach dem 2. Vaticanum überraschend glimpflich herausgekommen. Das hätte weitaus böser ins Auge gehen können. . Die goldene Regel heißt: NICHTS machen! Alles so lassen, wie es ist! . Das wissen die auch selber (vor allem B-16 weiss es gut) und darum sind sie ja auch schon seit 30 Jahren wieder sehr vorsichtig geworden. Schon JP-2 ist kräftig auf die Bremse getreten. . Der globale Wind pfeift längst aus einer anderen Richtung. In den 60er Jahren war die Moderne auf dem Höhepunkt, der Marxistisch-sexuelle Revolution eroberte die Herzen de Jugend, die Amerikaner flogen auf den Mond. . Aber heute ist es längst wieder so, dass sich alle an ihre "Leitkultur" krallen und eine möglichst strenge Kirche mit "klaren Ansagen" haben wollen. (Ob man sich dann auch im eigenen Leben dran hält, ist nochmal eine andere Frage). Den europäischen, ultraliberalen evangelischen Kirchen laufen die Gläubigen noch viel schneller davon als der RKK. Am meisten Zulauf haben die strengen Bibelchristen, und das ja weltweit. . Die RKK hat einen grossen Fehler gemacht, dass sie ihren Pfarrern erlaubt hat, in normalen Anzügen herumzulaufen. . "Schafft, ein, zwei, viele alleinseligmachende Kirchen!" -- Ich persönlich finde den Spruch ja witzig, aber die RKK sollte sich das nochmal überlegen.

0 BertholdIV 18.09.2010, 01:59 Uhr

@HansMeier555 und wen der...

@HansMeier555 und wen der Papstbesuch noch interessiert http://www.guardian.co.uk/commentisfree/belief/2010/sep/17/pope-visit-moral-absolutes

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.