Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die wollen nicht spielen

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Glücksspiel, Drogen und Prostitution sind die drei Verhaltensweisen, die im bürgerlichen Rahmen anbsolut nicht zu akzeptieren sind. Oder besser: Nicht zu akzeptieren wagen. Gerade das Glücksspiel jedoch hat inzwischen Karriere gemacht, es glotzt von Werbebanden und schreit aus der Glotze. Höchste Zeit, ihm zu sagen, dass es einem nicht vorgestellt wurde, und auch nicht erwünscht ist.

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Es gibt Dinge, die klar und deutlich verboten sind. Nehmen wir nur mal Herrn Sarrazin und Frau Steinbach als Beispiel: Wären sie in meinem Umfeld aufgewachsen, hätten sie früh erfahren, dass man andere Leute nicht öffentlich schlecht macht oder beschuldigt, sie hätten aber angefangen. Das lernte man bei uns noch vor dem ersten Auftritt im Sandkasten, und, wie man jetzt angesichts der mehr oder weniger freiwilligen Abgänge sieht, auch aus guten Gründen. Es war verboten, zu Tisch zu gehen, ohne sich vorher die Hände zu waschen. Es war verboten, Nachts zu lange zu lesen (aber dafür gab es Taschenlampen, und die Augen habe ich mir trotzdem nicht kaputt gemacht). Es war verboten, das Licht sinnlos brennen zu lassen. Es war verboten, mit den schmutzigen Strassenschuhen über die Perser zu laufen. All das wurde klar formuliert und durchgesetzt.

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Andere Dinge, drei an der Zahl, wurden nicht explizit verboten, sondern waren so undenkbar, dass ein Verbot gar nicht nötig erschien: Prostitution, Drogen und Glücksspiele. Niemand sagte, dass man das nicht tun dürfte; es war einfach keine Frage, dass, selbst wenn man diese reichlich unbekannten Dinge betreiben wollte, man mit allerübelsten Konsequenzen rechnen musste. Es gab da in meiner Schule welche, die nach Erhalt des Führerscheins mit des Vaters Auto in die Niederlande fuhren, um Drogen und Frauen zu kaufen. Natürlich wurden sie dabei erwischt. Und natürlich wusste dann jeder, dass das absolute und nicht ausgesprochene Verbot ausgesprochen absolute Folgen hatte. Noch schlimmer als die Folgen für die jungen Herrschaften, die sich ohne Führerschein eine nicht zugelassene Enduro kauften und damit glücklos versuchten, der Polizei in den Gassen der Altstadt zu entgehen.

Diese drei bürgerlichen Todsünden stehen im starken Kontrast zum Habitus des vorangehenden Feudalismus. Betrachtet man die Lebenswirklichkeit des Adels des 18. Jahrhunderts, dem das Bürgertum angeblich nacheifert, so waren dessen Hauptinteressen der Genuss aller bewusstseinserweiternden Stimulanzien, die man damals beziehen konnte, die Sonnenseiten einer lockeren Sexualmoral, und – man konnte sich damals ja nicht bei Spiegel Online Panorama verdummen lassen – das Glücksspiel als Zeitvertreib dazwischen. Lediglich die Opern bilden heute noch ein Band der Lustbarkeiten zwischen den Epochen und Herrschaftsschichten. Ein Mitglied des Westviertels jedoch, das sich täglich zum Glücksspiel niedersetzen und erhebliche Vermögenswerte  verschleudern würde, hätte bald keinen Ruf mehr, den zu verteidigen sich lohnen würde.

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Insofern gab es am staatlichen Glücksspielmonopol auch nichts auszusetzen. Der Staat – also, die Bürger – bieten jenen weniger klugen Bürgern, die glauben, das Schicksal betrügen zu können, die Möglichkeit dafür an, den Raum, das Ambiente, die Regeln und die Grenzen. Das dabei verlorene Geld geht an Menschen, die auch von etwas leben müssen, und an den Staat oder seine Institutionen. Der Rahmen ist so gewählt, dass er nicht diskriminierend wirkt, aber wer klug ist, macht es so wie unsereins: Er tauscht ein paar Jetons um, schaut sich das an und amüsiert sich über zu kurze Hosen bei den Männern und das Unwohlsein von Frauen in nicht gewohnten Abendkleidern, und geht wieder von dannen, nachdem er seinen Einsatz bis auf einen Jeton als Andenken wieder umgetauscht hat. Oder, wie ich es in Monaco gemacht habe, geht lieber Rennrad fahren. Kronleuchter ganz ohne Pressglas habe ich schliesslich selbst daheim, und Lösungsmittelfrabrikanten aus Herne muss ich nicht sehen. In dieser Art äussert man sich über den Komplex, und trägt somit von Generation zu Generation zu dessen Ächtung bei. Es darf gern sein, aber bitte nicht mehr, und ansonsten, sollte man meinen, bieten neubürgerliche Beziehungen ohne die Abhängigkeit der Frau genügend andere Anlässe, das Glück zu versuchen und das Geld zu verlieren.

Aber derartige Überlegungen scheinen bei Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes keine Rolle zu spielen, der nun der staatlichen Ordnungsmacht die formale Waffe zur Durchsetzung des bürgerlichen Willens gegen Abweichler aus den Händen geschlagen hat. Das Monopol gelte nicht, wenn die Verantwortlichen selbst massiv für solche Verhaltensweisen Werbung mache. Private Anbieter sind sicher nicht die Letzten, die nun nal Liberalisierung rufen und darauf verweisen, dass schon heute über das Internet die Einsätze ausser Landes bringt, wo sie den Steuerbehörden entzogen sind und die Sucht im Stillen längst trefflich gedeiht, ohne dass sich jemand beim Gang durch Bahnhofsviertel ertappen liesse. Man möchte doch bitte nun auch sie zum Zuge kommen lassen, Globalisierung, Liberalisierung, Verwebungsisierung, Blablaisierung. Und wie so oft kennt auch diese Wirtschaft keine Rücksicht auf den Umstand, dass nicht sein darf, was nach unseren Vorstellungen nicht sein kann.

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Überhaupt ist es schon länger nicht mehr weit her mit der Moral. Die gleichen Sender, die mit Entwürdigungsformaten auffallen, haben es zu ihrer Aufgabe gemacht, den ohnehin schon schmierigen Ruf von Poker zu ihrem eigenen Zwecke zu fördern. Da hat sich ein nicht akzeptables Verhalten mitsamt seiner nicht akzeptablen Bagage aufgemacht aus den schlechteren Vierteln, und ist überall anwesend, man muss nur den Fernseher einschalten, oder ein Blog betreiben und die Spamkommentare anschauen: Sie sind überall. Gesichtslos wie eine TV-Anstalt oder auch ein Wettanbieter, nicht mehr wirklich vom Äusseren her stigmatisiert und mit der Ansicht, das gehöre dazu, das könne man tun, und irgendwelche Frauenredaktionen, denen die Schleichwerbung für Kosmetik nicht mehr genug einbringt, schreiben über Pokerabende für Frauen. Es geht längst nicht mehr darum, eine bürgerliche Ordnung zu haben, die ihren Willen durchsetzt. Es geht nur noch um eher schlechte Erfolgsaussichten, die Geldmacherei der Unbürgerlichen davon abzuhalten, Allgemeingut und allgemein akzeptiert zu werden. Aber auf welchen Staat soll man sich dabei verlassen, wenn dessen Institutionen 9Live und andere „Quizshows“ zu verbieten nicht Willens sind?

Von jenen Tagen, da das alles „irgendwo“ war, und man nichts darüber wusste und damit zu schaffen hatte, bis zur Gegenwart, in der für Politiker aller Parteien, Unternehmen, Medien und öffentliche Wahrnehmung das absolut Undenkbare vollkommen normal und gängig wurde, ein Geschäft, ein Verwaltungsakt, eine allgemein akzeptierte Realität mit erfundener „Coolness“, vom Stigma zur Normalität hat es keine zwei Jahrzehnte gedauert. Wenn über den Niedergang des Landes gesprochen wird: Hier hat sich eine gewisse Haltung mit einer Penetranz und Unbekümmertheit durchgesetzt, die mehr Unerfreulichkeiten erwarten lässt. Und das augenscheinlich mit Erfolg. Irgendwo müssen Menschen sitzen, die das System durch ihre Einsätze und Verluste fördern. Und es sind nicht nur die, über die man sagen könnte, dass sie es aufgrund ihrer Herkunft nicht anders kennen.

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Vielleicht rotten wir uns, wenn es so weiter geht, aber auch zusammen und machen dem Zockertum den Garaus, wie wir den Rauchern die Fluppen aus der Hand geschlagen haben, vielleicht machen wir unseren Politikern Druck und den Abhängigen Beine, dass sie in ihre miesen Viertel gehen und Hintertüren öffnen, vielleicht gibt es ja wieder einen Konsens der Mehreren, dass man so etwas einfach nicht tut. Was interessieren uns die Gehälter von Fussballspielern, die Bilanzen von Casinobetreibern und die Hütchentricks der TV-Sender, was kümmert uns der Verbleib abgehalfterter Pseudostars und Werbefiguren und, ja, auch der freie Wille anderer, die ihr Geld dergestalt verlieren wollen: Nichts. Ich denke nicht, dass wir spielen wollen.

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166 Lesermeinungen

  1. Klar, Schach ist das Spiel der...
    Klar, Schach ist das Spiel der Könige und Poker spielen Zuhälter im Hinterzimmer der Spelunke. Seitdem jedoch Schachspieler von der freiesten aller Nationen politisch verfolgt (Bobby Fischer, auch schon übern Styx) werden und Pokerspieler (und –innen, siehe Katja Thater) zu (Medien-) Helden werden, hat das Westviertel ein Problem, das sich mit Snobismus allein nicht lösen läßt.

  2. Das einzig interessante an der...
    Das einzig interessante an der Sache ist, dass bereits seit Jahrzehnten die Unterschicht die Oberschicht durch Lottospiel und Frühableben unterstützt und damit wohl die Steuerprogression aushebelt.

  3. Ich spiele im ...
    Ich spiele im Buntsandsteinkasten, im Muschelkalk oder in
    Keuperlehmgruben. Hat mir noch nie geschadet, außer bei
    Weinproben. mfG T.

  4. Pardon, zum Frauenkauf nach...
    Pardon, zum Frauenkauf nach Holland? Wer zur Hoelle kauft Hollaenderinnen?
    (Wenn man zwei Thailaenderinnen laesen kann.)
    http://www.youtube.com/watch?v=xnfhdrivj5g

  5. Don Alphonso@ Mein Alias hatte...
    Don Alphonso@ Mein Alias hatte Sie doch wohl nicht zu dieser Generalabrechnung des Hasardspiels inspiriert? Die letzten Tag haben mich allerdings mit ihren politisch-publizistischen Heulern & öffentl. Messages offenen Mundes staunen lassen, mit a. W. mir sind die Asse abhanden gekommen.
    Holly01@: Vielleicht habe ich Sie falsch verstanden, dann sehen Sie es mir bitte nach.
    Die deutsche Geschichte geht sogar sehr intensiv die Deutschen, die Juden wie die Polen gemeinsam etwas an. Die übriggebliebenen Juden diverser Progrome in Worms, Speyer etc. z. Z. der Kreuzzüge zogen u. a. nach Polen wo sie von den damaligen Königen mit großen Freiheiten ausgestattet wurden. Das Jiddische geht somit u. a. auf das in Worms gesprochene Deutsch der damaligen Zeit zurück.
    Da wir nun schon in der Pfalz sind: Am 27. bis 30. Mai 1832 fand das Hambacher Fest am dortigen Schloßberg statt. Dabei waren polnische Revolutionäre, die sich gegen die Besetzung und Teilung Polens seit dem 18. Jhdt. durch Preussen, Österreich und Rußland auflehnten und damals groß überall in Deutschland gefeiert wurden.
    In sämtlichen Häusern des deutschen hohen Adels sind die Kreuz und die Quer polnische Gene (sic! wie aktuell) der Sobieskis, Radziwills, Piasten, Lubomirski etc. enthalten. In der „niederen“ Deutschlands Bevölkerung sowieso, S. z. B. der Ruhrpott.
    In den Familien Oberschlesiens ging es sowieso je nach Opportunität polnisch oder deutsch zu.
    Der Begriff der Nation in seiner aggressiven Form ist eine Erfindung des späten 18. Jhdt. s. u. a. als theor. Vorläufer Johann Gottfried Herder, später J. G. Fichte.

  6. verehrter Don,
    das (kleine)...

    verehrter Don,
    das (kleine) Glücksspiel war immer schon sehr verbreitet in Ländern ohne soziale Sicherheit, ohne längerfristige gut geregelte Arbeitsverhältnisse, ohne rational planbare Lebensperspektiven; solchen Zuständen nähern wir uns halt wieder an, für manche ist Spielen die einzige Hoffnung zu ein bißchen Geld zu kommen, die
    befristeten, unsicheren, ungeregelten Niedriglohnjobs reichen kaum zum Überleben, aber jeder hat doch einen Wunsch, nicht wahr? Betrügen, Abzocken und Ausnehmen sind nicht mehr so tabuisiert wie ehedem. Die Sekundärkosten (verschuldete Haushalte, Scheidungen, Obdachlosigkeit, Privatkonkurse, Betreuungs-und Resozialisierungskosten ) trägt ja die Allgemeinheit.

  7. Wird nix mit der Rotte, denn...
    Wird nix mit der Rotte, denn es sind leider nicht nur einzelne Schicksalsbetrüger oder Strippen ziehende Systemzocker, es ist der manifestierte, amerikanisierte Zeitgeist:
    wer gewinnt, braucht keine Fragen nach dem woher mehr zu beantworten, denn er heisst jetzt Superstar!
    Have a try!

  8. Brot und Spiele.
    Warum sollte...

    Brot und Spiele.
    Warum sollte der Staat denn die Leute, denen es dreckig geht vor ihren Bildschirmen, aus den Fastfoodbuden und den Spielhöllen holen?
    Damit sie sich für die Politik interessieren, die ihre Lebensumstände hervorgebracht hat?
    Und kann das Westviertel nicht froh sein, dass die Unterschicht frisst und spielt anstatt wie in brasilien oder Südafrika durch eben dieses Westviertel zu marodieren?!

  9. naja und bei uns am Balkan:...
    naja und bei uns am Balkan: Novomatic und der „schönste Finanzminister aller Zeiten“ http://www.profil.at/articles/1036/560/277412/eine-provisionszahlung
    n

  10. DA@:Casanovas Memoiren sind...
    DA@:Casanovas Memoiren sind bezüglich der (laxen?)Auffassungen hinsichtlich der von Ihnen genannten, bürgerlich verpönten, drei Großsünden sehr aufschlußreich.
    Der Adel des 18. Jhdts. , vor allem bei Hofe, war zu der Zeit ganz bei der „Sache“.
    Bei ihm ist das auf das Naivste ineinander verschränkt. Er war halt ein großer Causeur, besser noch als Cagliostro oder andere heutige Dampfplauderer.
    Dagegen dann die armen Hasardeur-Schlucker-Leutnants-Gustl des kuk Heeres vor 100 Jahren, die mit ihrer knappen Menage nicht hinkamen und sich in grässliche Tragödien, infolge Spielschulden, stürzten.
    Unübertroffen in der Literatur nach wie vor Dostjewskis „Der Spieler“. Wer nach dieser Lektüre noch jeut, dem ist nicht mehr zu helfen.

  11. Wenn man bei einer...
    Wenn man bei einer Wahlbeteiligung von 50 % und der davon mit 30% regierenden Partei, anhand dem Inhalt einer Flasche verdeutlicht, ist das eine erschreckende Visualisierung wie wenig Inhalt über den Rest der Flasche entscheidet…

  12. Doch Don, wir wollen spielen,...
    Doch Don, wir wollen spielen, Westviertler wie Ostviertler. Ich glaube, das Zocker- und Spielelement steckt in den meisten Wesen.
    .
    Kommt auch immer darauf an wie man“Zocken“ definiert. Und wenn es nur darum geht, spielerisch herauszufinden, auf was ein Flirtpartner „anbeißt“. Das hat schon etwas leicht Zockerisches und kribbelt. Erfolg, Misserfolg und Auflaufen eingeschlossen.
    .
    Der homo ludens und die Tiere:
    Den Spieltrieb eines als so schlicht betrachteten Wesens wie einer Krabbe hatte ich Strand des Roten Meer beobachtet. Sie lief, dann paddelte sie. Immer weiter vom Ufersand in die Wellen hinaus, die verschieden, mal sanft, mal wilder rollten – und ließ sich von ihnen immer wieder lustig zurück an den Strand schaukeln. Und dort ausspucken. Sie surfte mit wachsender Begeisterung, wohl auch mit Neugierde, was die Wellen wohl diesmal machten und wie weit sie wohl raus musste, um den Kick zu steigern. Vielleicht suchte sie auch die Superwelle. Das hat mich schwer beeindruckt.

  13. Wetten wir nicht alle ein...
    Wetten wir nicht alle ein bisschen auf die Staatspleite? Ich sage nur: HRE. Und unser Don A hatte ja nach eigenem Bekunden auch keine Probleme, mit einem fetten Kredit in die fette Inflation zu gehen, oder?
    Die eigentliche Frage lautet, wie es so weit kommen konnte, dass nicht mal die bürgerliche Justiz noch bürgerliche Normen kennt. Von welchen „privaten“, staatssubventionierten (Hessen) Lawschools kommen all diese Richter? Dagegen ist ja CSI noch kultiviert!
    Über die Wette als Sondersteuer für Arme hatte die KZfSS vor ca. 3 Jahren einen sehr guten Artikel, der dieses Donsche Vorurteil haarklein belegte. Auch die Ausgaben der Lottoblöcke landen am Ende bei reichen Spitzensportlern… Und „Super-Mario“ ist ja auch als Nicht-Getränkeverächter ein gutes Vorbild. Ich messe lediglich erhöhten Herzschlag nach dreitägigem Don-Entzug. Schlimm genug!

  14. @ Steelydan
    Fast wollte ich...

    @ Steelydan
    Fast wollte ich Ihnen Recht geben. Leider ist Schach kein GLÜCKSspiel, bei dem der Gewinn oder der Verlust durch Zufall entsteht.
    .
    Schachspieler sind keine Hazardeure, sondern Strategen. Ein Stratege würde nie so doof sein und zulassen, dass immer die Bank oder der Bank-/Spielehalter gewinnt.

  15. Vroni@: Ganz gewiss geht es...
    Vroni@: Ganz gewiss geht es hier im Blog nicht um Glasperlenspiele……

  16. @Driver: nein, wetten wir...
    @Driver: nein, wetten wir nicht, denn den Gewinn zahlt uns im Fall des Falles dann keiner mehr aus.
    @Vroni: eine Strategie beruhigt zumindest für eine halbe Stunde die Nerven.

  17. "... und geht wieder von...
    „… und geht wieder von dannen, nachdem er seinen Einsatz bis auf einen Jeton als Andenken wieder umgetauscht hat.“
    .
    Dieser Blog spricht uns mal wieder aus der Seele. Und irgendwann geht man gar nicht mehr hin. Genau aus den genannten Gründen. Und wers kennt, weiß, wie es ist.
    Und jedem halbwegs intelligentem Menschen wird von seinen Eltern, spätestes aber vom Statistik-Professor auf der Uni, erklärt, wie Gier und Wahrscheinlichkeitsrechnung zusammenhängen. Und das immer der gewinnen muss und wird, der die Sache ausrichtet.
    .
    Beim öffentlichen Lotto ist es ja wohl so, dass die Ausschüttungsquote bekannt ist, bei ca. 50% liegt, wenn man recht erinnert. Von 100 Millionen Umsatz am Schalter erhalten die Menschen 50% zurück. Der Rest wird Steuer. Und ich muß nur lange genug spielen, dann werde ich wissen: die Quote stimmt.
    .
    Und es ist mit der Spielsucht wie mit allen Süchten: „Ach wenn er doch nur das Kleinbürgerliche lassen könnte!“ so, wie bekannt, die Eltern von Klaus Mann über ihren Sohn. Und ob es nun Morphium ist oder Glücksspiel … .
    .
    Nein wir wollen nicht spielen und wir tun es nicht. Denn es ist tot langweilig. Und so Nervenkitzel – und Nervenkitzel überhaupt – ist eh nur was für Blöde.
    .
    Und einem Bekannten, der das mit dem Nicht-Spielen zu ernst nahm verordnete sein temporärer „Helfer“ allen Ernstes mal ein paar runden Lotto. „Machen Sie mal, aber beobachten Sie sich – und was das evtl. mit Ihnen macht. Und dann erziehen Sie sich: Immer schön locker bleiben dabei. Und immer schön nur rein spielerisch sehen die Sache! Und dann erzählen sie mir beim nächsten Mal davon! …“
    .
    Und wer einer gescheiten Familie vorsteht, erzieht seine Kinder ganz praktisch genauso: „Du hast heute das erste Mal selber Lotto gespielt? Schön! Und nun erzähl mal, wie wars denn, was hast Du empfunden? … .“
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    Und Spielsucht gehört genau dahin, wo der Rotamint an der Wand hängt.
    .
    Und es ist komisch mit dem Gefühl von „Westvierteln“: Unternehmer, solche, die als Arbeitgeber viele Leute, wirklich viele Leute beschäftigten, zusätzlich im Import/Export hohe, sehr hohe Summen umsetzten und behielten und „schwarz“ behielten (lange ists her) und trotzdem – und zwar heimlich, sehr heimlich – in Baden-Baden nächtens mit Freundin um die Tische rennen mussten, gut bekannt an drei, vier Tischen gleichzeitig spielten, mit 10.000 Mark-Jetons only, die kannten wir früher auch: Aber das hat/die haben nichts mit einer gewissen, wohl hier auch gepflegten Vorstellung von „Westvierteln“ zu tun, nicht wahr?
    .
    „Westviertel“, das ist z. B. die Freundin der Familie, die in den höchsten Höhen der Wilhelmshöhe ganz oben vor der Rasenalle bei bester Aussicht lebte. Und schon immer. Belesen, hungerdürr, alle drei Kinder promoviert (was sonst?!), Bezahlung für Dienstboten – falls solche und der Kontakt nicht vollkommen unvermeidbar – auf dem Pfennig abgezählt im Vorraus bereit gelegt, jahrzehntelang Vollzugshelferin im Gefänginis, die den Häftlingen selbstverständlich vor allem vorrechnet, wie man von Hartz IV oder ähnlichem (wie auch immer das gerade heißt: Die Namen kommen und gehen, die Sache bleibt) mit eisernem Willen, Disziplin, Stolz und Fleiß mit Sicherheit wieder ganz nach oben kommt. Zumindest so hoch, wie ma nwill. Erstes Parkett zumindest. Und die Herren heben die Kopfbedeckung. Wenn sie welche sind. Und die, die nicht von selber Art, die zählen nicht, egal wieviel Geld sie angeblich oder tatsächlich haben. (Und alle, die nicht zählen, kriegen ihr kleines Geld hingelegt, und sei es auch nur im Geiste; eben auch die, die angeblich mehr haben …).
    .
    Nein, wir spielen nicht.
    .
    Und Grüße.

  18. Pikdame sucht Herzbube. Wer...
    Pikdame sucht Herzbube. Wer spielt Bridge?

  19. Warum man heute kein Fernsehen...
    Warum man heute kein Fernsehen mehr schaut? Weil es da nur so wimmelt.
    .
    Beispiel gefällig? Es wimmelt z.B. neuerdings in der Glotze anscheinend nur noch so von freiberuflichen Irrlichtern, Sanitätern und Ingenieuren.
    .
    Und klar ist auch, wie das geht, weil es so zu gehen hat: Wer Ingenieur ist, muss das bleiben (was auch sonst?), Irrlichter dürfen aufsteigen. Und Sanitäter halten sich ans Blut.
    .
    So kriegt jeder, was er braucht. Angeblich zumindest. (Nein, es herrscht keine vorgeprägte soziale Erwartungshaltung, nein überhaupt nicht.)

  20. Spielen? Spielen wir nicht...
    Spielen? Spielen wir nicht alle mehr oder weniger? Manchmal auch mit unserem Leben.
    Was Glücksspiel betrifft sollte jeder wissen am Ende gewinnt immer die Bank.
    mfg

  21. Ein paar Hinweise zur vor EuGH...
    Ein paar Hinweise zur vor EuGH monierten Automatenbranche: Noch jeder Politiker (inkl. Claudia Roth & Cem Özdemir http://www.awi-info.de/app/webroot/user/web/IMG_5780_379.JPG) lässt sich unbeschwert auf Parteitagen an Automaten von Gauselmann, Merkur & Co. fotografieren. Der AWI sponsort (natürlich ganz uneingennützig) darüber hinaus auch andere politische (Sommer-)Feste, Parteizeitungen und Skatrunden im Bundestag. Über 80% der Glücksspielsüchtigen kommen aus diesem Bereich – es lebe der Verbraucherschutz! Dafür, dass man so eine Schmuddelbranche politisch dermaßen hofiert, Herr Gauselmann bekam für seine „Verdienste“ das Verdienstkreuz der 1 Klasse der Bundesrepublik Deutschland, habe ich persönlich überhaupt kein Verständnis.
    Monopole mögen altmodisch sein, aber für den Glücksspielbereich sind sie gewiss zielführend – oder „sustaiable“ wie man neudeutsch jetzt sagen muss.

  22. Einfach ein Paradebeispiel...
    Einfach ein Paradebeispiel für den Werte- und Normenerosion, ausgelöst durch den Liberalismus.
    Angefangen von der Entkopplung der Politik von einer Ethik, samt Verschiebung der Legitimation auf die Outputseite.
    Hin zur Begründungsansatz eines geradezu methodologischen Individualismus.
    Bis hin zum Prinzip Gerechtigkeit als Fairness und dem Vorzug der Gerechtigkeit, vor dem „guten Leben.“
    Führt man sich die (politische) Ideengeschichte vor Augen, drängt sich eigentlich nur eine Frage auf. Rekurriert der Umstand des grassierenden Glücksspieles auf einen kulturellen Defekt, oder ist es ein kulturelles Opiat, um einen kulturellen Defekt zu verschleiern?
    Ich tendiere zur zweiten Option. Es ist Teil des Versprechens, Menschen könnten alles in dieser Gesellschaft erreichen; Prinzip Hoffnung. Wie determiniert unser Sein ist, nicht nur durch das Ererbte, das Erlebte und das Erlernte, sondern auch durch den Güterstand in der Gesellschaft, soll damit verhüllt werden. Ein Instrument von vielen, um die Massen ruhig zu stellen.

  23. Lieber GandmitVieren
    "Vroni@:...

    Lieber GandmitVieren
    „Vroni@: Ganz gewiss geht es hier im Blog nicht um Glasperlenspiele……“
    .
    Diese Belehrung ist ganz und gar nicht in Ordnung und sogar recht macho-gönnerhaft, wenn ich das anmerken darf.

  24. Beim Spielen ist es wie mit...
    Beim Spielen ist es wie mit dem Trinken – man sollte es vielleicht eher nicht alleine tun, sonst besteht Suchtgefahr? Gesellschaftsspiele auf Zufallsbasis als Grundlage fuer einen unterhaltsamen Abend, bei dem ueber viel mehr geredet wird als das Spiel selbst, warum nicht? Oder als Lehre fuer Kinder, das manche Dinge im Leben eben nicht steuerbar sind, sondern dem Zufall unterworfen und daher Reaktionsfaehigkeit erfordern. Ich finde es irritierend, sich ueber die Unterschicht und ihre Suechte zu mockieren, wenn man – liest man die Kommentare – selbst doch offensichtlich genauso suechtig danach ist, eben diese bei ihrem daemlichen oder scheinbar auf Zufall beruhendem Verhalten zu beobachten und zu kommentieren. Den Input fuer diese Beobachtungen nehmen wir ja genauso passiv wahr wie der Gluecksspieler vor dem Automaten, als Konsumenten von Output, den die Masse so hervorbringt. Wir sitzen dabei eben zuhause auf dem Perserteppich vor dem Mac und neben dem Tee. Nicht jeder hat jedoch die Zeit, Bildung und Moneten-Ruhe, sich lediglich mit dem „ganz grossen Spiel“ (unserer Gesellschaft und ihrem Wandel) zu beschaeftigen, weil wir alles andere schon in allen Facetten gesehen oder in die Wiege gelegt bekommen haben. Wer als stolzer Gewinner der Gesellschaft geboren ist, der braucht kein Lotto.

  25. Beim Spielen ist es wie mit...
    Beim Spielen ist es wie mit dem Trinken – man sollte es vielleicht eher nicht alleine tun, sonst besteht Suchtgefahr? Gesellschaftsspiele auf Zufallsbasis als Grundlage fuer einen unterhaltsamen Abend, bei dem ueber viel mehr geredet wird als das Spiel selbst, warum nicht? Oder als Lehre fuer Kinder, das manche Dinge im Leben eben nicht steuerbar sind, sondern dem Zufall unterworfen und daher Reaktionsfaehigkeit erfordern. Ich finde es irritierend, sich ueber die Unterschicht und ihre Suechte zu mockieren, wenn man – liest man die Kommentare – selbst doch offensichtlich genauso suechtig danach ist, eben diese bei ihrem daemlichen oder scheinbar auf Zufall beruhendem Verhalten zu beobachten und zu kommentieren. Den Input fuer diese Beobachtungen nehmen wir ja genauso passiv wahr wie der Gluecksspieler vor dem Automaten, als Konsumenten von Output, den die Masse so hervorbringt. Wir sitzen dabei eben zuhause auf dem Perserteppich vor dem Mac und neben dem Tee. Nicht jeder hat jedoch die Zeit, Bildung und Moneten-Ruhe, sich lediglich mit dem „ganz grossen Spiel“ (unserer Gesellschaft und ihrem Wandel) zu beschaeftigen, weil wir alles andere schon in allen Facetten gesehen oder in die Wiege gelegt bekommen haben. Wer als stolzer Gewinner der Gesellschaft geboren ist, der braucht kein Lotto.

  26. @Don Alphonso: ist es nicht...
    @Don Alphonso: ist es nicht jedesmal ein Glücksspiel wenn Sie Ihren
    Sunbeam starten?
    @fionn 11.O9 h 21:15 Das wäre ein Spaß,
    welches Bridge spielen Sie denn gern ?
    @Filou 11.O9 h 15:33 Sie müssen fundamentales Wissen haben,
    wie regeln Sie das mit Madame (?), ich trinke einen Calvados auf Ihr
    Wohl. Offen für Tipps.
    mfG von der kleinen langweiligen Stadt an der Lippe, T.

  27. Der Bürger heißt Bürger,...
    Der Bürger heißt Bürger, weil er für die Zockereien der Feudalherren bürgt.
    .
    Wer auf eigenes Risiko mitzocken will:
    .
    http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:neuer-anlauf-die-rueckkehr-der-internetpioniere/50154637.html?page=5

  28. Das EUGH-Urteil ist doch in...
    Das EUGH-Urteil ist doch in sich schlüssig und folgerichtig:
    Ja, der Staat darf Glücksspiel und Wetten reglementieren, um der Spielsucht vorzubeugen.
    Nein, der Staat darf Glücksspiel und Wetten nicht reglementieren, wenn er selbst massiv Werbung dafür macht und den Bürger damit zu Glücksspiel und Wette animiert.

  29. anderl: So ist es. Monopol ja,...
    anderl: So ist es. Monopol ja, aber stringent – und zwar in allen Bereichen, auch die staatlichen Lotterien dürfen sich keine Ausreißer mehr erlauben.
    .
    rebound: Gesellschaftsspiel ist nicht gleich Glücksspiel! Sportwetten a la bwin und Poker sind schon arg kritisch (was ist an Poker bitte Sport?!) – werden von den Medien aber kräftig unterstützt und gefördert, es lauern schließlich Werbeeinnahmen in Millionenhöhe – man kann sich vorstellen, was das, im Falle einer Liberalisierung des Glücksspielmarktes, für die Konsumenten bedeuten wird – vor allem für die sozial Schwächeren; das hat DA alles schon sehr treffend beschrieben.

  30. Vroni@:Lag mir völlig fern...
    Vroni@:Lag mir völlig fern belehrend zu wirken, Idiosynkrasien kann man sich nach Belieben aussuchen, zumindest geht es mir oft so. O mei, das ist der Fluch des „modernen“ Mannes, dass ihm Machismo angedichtet wird, dabei ist ein jeglicher von der Sorte froh die Geschlechterspiele einigermassen ungeschoren zu bestehen.
    Pacem o domina ;-)
    ..
    perfekt!57@:Erhebt sich automatisch die Frage wozu Sie sich rechnen, gegenüber Ingenieuren (meine Idiosynkrasie) und ähnlich einschichtiger Plebs?
    @:
    Kenne einen hochdekorierten Scientisten, der Probalitäten und deren ev. Fatalitäten genau kennt, na und? Er ist spielsüchtig bis ins Extrem, absolut existenzgefährdend für seine Familie, Karriere. Er brauche den Kick, so seine Entgegnung auf Vorhaltung hin. Er nimmt alles mit, vom One Arm Bandit ume Ecke bis zum gepflegten Roulette in Bad Sonstewo.
    Könnte es nicht auch sein, dass die Machterringung samt deren Erhalt in der sog. Politik auch mit der Spielsucht zusammenhängt? Zumindest partiell. Hasardeurtum
    aus frühkindlicher Prägung entstanden. Vielleicht hat S. Freud darüber schon mal ge-schrieben?
    Veil of ignorance@: Die rasantesten Spieler können Chinesen sein. Die grösste Spielbank im Fernen Osten war, may be ist, Macau in unmittelbarer Nähe von Hongkong.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Macao

  31. @Rebound

    "Wer als stolzer...
    @Rebound
    „Wer als stolzer Gewinner der Gesellschaft geboren ist, der braucht kein Lotto.“
    Eben! Nur, auch in diesem Gesellschaftsschichten wird gespielt. Aber eben nicht Lotto, bei dem nur 50 % der Einnahmen wieder ausgespielt werden. Das deutsche Lotto 6 aus 49 ist ein recht geschicktes Abzocken der Unterschicht.

  32. @ Trias 04.50h Acol (plus...
    @ Trias 04.50h Acol (plus Stayman). Ich habe zwischen Vorlessungen (wenn ich „1-2 hours to kill“ hatte) an der Uni im „Common Room“ (Aufenthaltsraum?) Bridge gespielt.
    Re Lotto. Ein paar Euros – warum nicht? Nach dem Motto:
    „If you’re not in
    You can’t win“.

  33. @ Fiona Plogge und Ernst...
    @ Fiona Plogge und Ernst Wilhelm: Ist durchaus so, dass die Unterschicht mit ihren Suechten abgezockt wird. Wenn ich nur einen Euro habe, dann muss ich halt Lotto spielen, damit eine Million draus werden kann, auch wenn die Chancen eher ein Wunschtraum sind (nebenbei, selbst bei 95% Auszahlungsquote waere die Wahrscheinlichkeit gering?). Venture Capital macht aus einem Euro auch nur fuenf. ;) Die Unterschicht braucht den Zufallsgenerator, um mangels glaubwuerdiger Alternativen von/zu Geld zu traeumen/kommen; die Oberschicht braucht die Unterschicht, um sich a) nicht zu Tode aus der realen Gesellschaft zu langweilen, b) zu erinnern, dass sie oben ist. Und das Unterhaltungsmittel sind (ebenso wie Lotto:) zufaellige (oft: neue) Schwachsinnigkeiten, die sich Prolet(enfernsehen) ausdenkt… Sind wir also viel besser, oft intellektuell von der Unterschicht eh nur via Privileg von Geld und damit erkaufter Bildung/Schicht und frueh antrainiertem Benimm getrennt? Ich glaube jeden Menschen fasziniert der Zufall, da er oefters als das wirklich Neue eben auch aus Altem etwas (temporaer) „Neues“/Ueberraschendes schaffen kann.

  34. @ fionn "Wer spielt Bridge?" ...
    @ fionn „Wer spielt Bridge?“
    Der Hinweis auf die unbedingte rein spielerische Natur des Spiels tat so gut: Pikdame sticht Herzbube halt.
    .
    Oder anders: „Langmut heißt die Mauer, an der kluge Frauen warten, bis ihre blinden Männer sich aus angeblich unendlichen Fernen dumm zurückgetastet.“

  35. Der Spieltrieb bei Hunden,...
    Der Spieltrieb bei Hunden, Katzen und Menschen und… und… und… ist angeboren. Neugierde, Geschicklichkeit, Zeitvertreib und die Möglichkeit hin und wieder einen kleinen Sieg oder Gewinn zu erzielen, sind die Belohnung.
    Als ich zum ersten Mal bemerkte, daß mich meine Oma beim „Mensch-ärgere-dich-nicht“ gewinnen ließ, habe ich das Spielbrett mitsamt den Figuren in die Ecke gepfeffert mit anschließender Bestrafung für ungebührliches Benehmen.
    An hohen kirchlichen Feiertagen war es uns streng verboten, zu spielen.
    Auf unseren Parties haben wir mit dem eigenen Roulette ein paar Nächte gespielt und so gelernt, daß nicht wir, sondern die Bank gewinnt. So einfach ist das.
    Ich spiele auch heute noch gerne – beim Skat übe ich noch an der Fähigkeit, auch die Punkte des Gegners mitzuzählen. Privat veranstalten wir gemütliche Spieleabende und auch das Spielen auf der Trommel und der Gitarre macht mir viel Freude.
    Sorge machen mir die Spiele der Schau-Spieler, der Politiker und der Banken, die kein Geld besitzen und mit unseren „Bürger“-Geldern spielen.

  36. Mit einem Lächeln. Und ich...
    Mit einem Lächeln. Und ich bin immer mehr dafür, dass die Nationen allesamt in den Ländern leben sollten, wo sie hingehören. Die Idee des Welthandels war ein Irrtum. Blockhaus reicht.

  37. Ein launiger Einwurf des Don,...
    Ein launiger Einwurf des Don, aber eben nicht sehr konsequent, wenn die Sozialisation im Westviertel neben einer Silberkanne stattfand. Also wirklich nichts gegen Dekadenz, Lebensfreude und Reichtum, und schon gar nichts gegen die Thesen von der ungebildeten Unterschicht, aber wenn man sich mal vorurteilsfrei die Geschichte der (alten) Bundesrepublik anschaut: Wie kann man derart vielen, derart ungebildeten Menschen derart viel Geld in die Hand drücken? Ist der primitive Neureiche nicht tatsächlich das Spiegelbild des armen Hartz-IVlers, der sich in der Suppenküche versorgt, damit sein Geld für einen größeren Fernseher reicht? Liegt da nicht die gleiche Asozialität zugrunde?
    Ich habe übrigens das Sarrazin-Buch durchgearbeitet: Es ist nicht nur frei von jedweder rassistischen Meinung, sondern ein lehrreicher und spannender Thriller über Sozialökonomie, wie ich ihn in der Neuzeit noch nie gelesen habe. Kein Wunder, dass die politische Führung derart auf den Autor dieses Buches losging. Denn der entlarvt unsere politische Klasse als, was Sarrazin ausführlich darlegt: Eine hochgekommene Unterschicht. Elite ist jedenfalls etwas anderes….

  38. Ernst Wilhelm, das mit dem...
    Ernst Wilhelm, das mit dem Lotto haben die aber wirklich selbst in der Hand.
    .
    Filou, denen ging es nicht um Dauerbeziehungen, sondern lediglich um einmalige bezahlte Zuwendung.

  39. von Übel ist nicht so sehr...
    von Übel ist nicht so sehr die Lobby der Automatentandler, die abgehalftete Expolitiker wie Theo Waigel oder Thomas Gaßner auf die Parlamente und Ministerien losläßt, sondern die Zockermentalität in der Finanzwelt. Die Wettleidenschaft der angelsächsischen Investmentbanker bedroht die Stabilität der westlichen Demokratien mehr als sämtliche Terroristen zusammen. Der Glücksspiel-Staatsvertrag sollte um ein generelles Zertifikate-Derivate-Devisen-Wettverbot ergänzt und mit drakonischen Strafen belegt werden.

  40. yast2000, mit Verlaub, mit dem...
    yast2000, mit Verlaub, mit dem Lebenslauf von Sarrazin und unter Berücksichtigung des Kuhhandels, mit dem er in die Bundesbank kam, gibt es kaum ein besseres Beispiel für das Dasein als Systemling der politischen Kaste. Der wurde zu dem, was er ist, durch genau die Funktionsweisen, die er jetzt, da sie ihm nicht mehr, aber sehr wohl seinem Buch nutzen, verteufelt.

  41. Mit Verlaub, ich glaube viele...
    Mit Verlaub, ich glaube viele der Kommentare gehen am eigentlich Wesen des Spiels vorbei.
    .
    So lange ich meinen Einsatz gemacht habe, und das Ergebnis ist noch nicht bekannt, so lange kann ich mich als Millionär fühlen. Insofern ist das Lotto eine sehr wohlfeile Art einen Traum zu mieten. Wenn man nicht gewinnt, so verfällt das Recht auf das Gefühl, so ähnlich wie bei einer Option auf einen Terminkontrakt, der nicht eingelöst wird weil die Preise sich als nicht vorteilhaft entwickelten. Anders aber als bei anderen Trauminduzierenden Methoden hat man weder einen Kater, noch ein schlschten geschmack im Mund oder einen eingschlafenen Arm(da man Madame nicht wecken möcjhte-weiß hier jemand was double cojote ugly ist?), den man davonträgt. Gut, vielleicht ist das ganz zu billig da der Einsatz nur Geld ist.
    .
    Wie auch beim Flirt mitunter die Jagd der spannendere teil des Geschehens ist, wiewohl manchmal sogar der befriedigendere.
    .
    Wie überall sollte man bedenken: Sei Vorsichtig was Du Dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen.
    .
    Einen schönen Sonntag noch,
    RealMash

  42. Lieber Don, glaubt wirklich...
    Lieber Don, glaubt wirklich jemand in der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2010, dass er als aufrichtiger Mensch auch nur eine Spur von Chance in dieser Parteienlandschaft hätte? Ist es nicht so, dass jede Form von Intelligenz und unangenehmer Wahrheit mittlerweile auf fast diktatorischem Wege gnadenlos unterdrückt wird, wie wir es aus dem Dritten Reich und der DDR kannten? Ist es nicht so, dass mittlerweile Zehntausende gutausgebildete Menschen das Land verlassen, weil sie im Ausland einfach besser behandelt werden? Glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass diese alptraumartige Kombination aus Hausfrauisierung und staatlich genehmigter Verblödung zu irgendetwas anderes führt, als einem Alptraum? Hat sich jemals jemand die Mühe gemacht, zu erfahren, was intelligente Menschen im Ausland zu dieser Diskussion sagen? Ich zitiere: „Demokratie heißt jedenfalls nicht, sich Dummköpfe an die Spitze zu wählen, nur weil sie so volksnah sind!“

  43. @ Meier123
    .
    Und der Soldat...

    @ Meier123
    .
    Und der Soldat heißt nach dem Sold, „denn sein Sold muss dem Soldaten werden, denn danach heißt er.“ Wie bekannt.

  44. Foersterliesel, aber genau...
    Foersterliesel, aber genau deshalb sollte man es ja auch reglementieren – denn die Hoffnung wird aus dem System heraus immer enttäuscht. Es ändert nichts.
    .
    GrandmitVieren, aber nicht doch, der Beitrag war schon lange geplant.

  45. sarraszene, Leute nicht...
    sarraszene, Leute nicht marodieren zu sehen heisst nicht, sie trotzdem der Spielhölle zu überantworten – ich glaube da an Mittelwege.
    .
    Grandmitvieren, man kann da auch an den Bürger Voltaire denken, dem eine Warnung vor adligen Falschspielern seine Position bei Hofe kostete. Jeder muss selbst wissen, was er tut, aber ehrliche Arbeit ist davon genauso weit wie von Lobbyistentum entfernt.

  46. yast2000, solche Klagen gibt...
    yast2000, solche Klagen gibt es, aber sie sind doch von einem sehr hohen Niveau herunter. Wenn man dann sieht, wie sich Herr Sarrazin nach seiner Zeit bei der Bahn (erfolglos) durch alle Instanzen geklagt hat, um eine nicht üppige Abfindung zu bekommen, würde ich schon meinen: Von dem will ich nun wirklich keine Ratschläge über das, was in diesem Land falsch läuft. Brilliant ist ohnehin was anderes, aber das ist nur mein Geschmack.
    .
    Trias, das ist kein Glücksspiel mit Erfolgsaussichten, sondern die Dummheit unerwiderter Zuneigung.

  47. Woher der ganze...
    Woher der ganze Pokerhype?
    2006 Wurde in den USA Onlinepoker verboten. Bis zum Verbot hatte sich Onlinepoker zu einer recht großen Wirtschaftssparte entwickelt, die nun nach neuen Einnahmequellen suchte. Und so wurde Onlinepoker weltweit verbreitet und auch in Europa hat man seit 2006 verstärkt Werbung für Onlinepoker gemacht.
    Erinnern Sie sich einmal: 2006 ist genau das Jahr, in dem der Pokerhype anfing…

  48. Dank dem leidenschaftlichen...
    Dank dem leidenschaftlichen berühmtesten englischen Spieler des 18Jht, Lord Sandwich, ist das Sandwich erfunden worden. To avoid leaving the game table in order to eat when he became hungry he always ordered his servant to bring him two pieces of bread with a slice of meat inside.
    P.S. @ perfekt!57 um 10.10h Und Pikzwei sticht Herzkönig (wenn Pik Trumpf ist).

  49. Na dann, lieber Don Alphonso!...
    Na dann, lieber Don Alphonso! Deshalb fragen wir ja… Was wäre denn brillant?
    Und von wem will man den Ratschläge haben? Ich meine, mit diesem deutschen Sozialneid auf der Pension herumzuhacken, ist doch angesichts anderer Prämien auch etwas kleinkariert, oder?

  50. @DA
    bitte jetzt nicht nach der...

    @DA
    bitte jetzt nicht nach der Parkkarte auch noch die Pension gegen Sarazin vorbringen. Eine Rente von monatlich 10.000 EUR also 120.000 EUR pro Jahr mit einem Barwertfaktor von sagen wir 12 und damit 1,5 Mio EUR.

  51. Andreas, danke für die...
    Andreas, danke für die Aufklärezung – das wusste ich noch gar nicht.
    .
    fionn, und was hat es uns gebracht? Den Döner, den Hot Dog und den Hamburger.

  52. yast2000, es geht hier...
    yast2000, es geht hier isoliert um das, was Sarrazin einerseits ist – Systemkarrierist – und dem, was er zu sein vorgibt – Rächer der enterbten Klugen gegen das System. Ein Bankvorstand mag noch gieriger sein, weil er das kann und kein Problem hat, zu seiner Gier zu stehen. Aber der rennt dann auch nicht durch die Gegend und fordert eine genetisch basierte Förderung seiner Art, und wenn doch: Kreigt er eben auch was zu hören.

  53. Unser deutscher Staat ist an...
    Unser deutscher Staat ist an viel zu vielen Geschäften beteiligt, die nicht das Geringste mit „Regieren“ zu tun haben und in Privathand gehören. Die selbst von der EU als illegal erklärte staatliche Betreibung von Spielbanken ist nur ein krasses Beispiel. Die Bundes- und Landesregierungen betreiben völlig überflüssigerweise auch Immobilien wie Konzertsäle, Schlösser, Theater und Bäder, Erziehungsinstitute, Krankenhäuser, Mineralwasserfabriken, Brauereien, Versicherungen, Sanatorien und Kuranlagen, deren Privatisierung die Schuldensituation sofort reduzieren könnte, anstatt die sogenannten
    „Sparmaßnahmen“ ausgerechnet mit Kürzung von Sozialausgaben zu beginnen.

  54. @ Don
    Ja genau. Sie haben es...

    @ Don
    Ja genau. Sie haben es selbst in der Hand. Und das ist das Irre. Nicht nur beim Lotto!

  55. Lieber Don Alphonso, ich...
    Lieber Don Alphonso, ich vernehme mit Freuden andere Meinungen und respektiere sie auch, aber zustimmen kann ich da nicht. Und was heißt „Rächer der enterbten Klugen gegen das System“? Seit wann ist es verboten, klug zu sein und sich über Enterbung zu beklagen? Die Angst, dass sich in Deutschland ein populistischer Rattenfänger breitmacht, kann ich ja nachvollziehen und fände das auch nicht so toll. Aber muss man die Intelligenz als Geisel nehmen, um dem Volk vorzumachen, es sei gar nicht so blöd? Hätten wir heute Glühbirne, Rauchgasentschwefelungsanlagen und Airbag, Sozialstaat und Wissenschaft, wenn die damals Herrschenden aus Angst vor der Dummheit ihres Volkes sich darauf geeinigt hätten, alle blöd zu halten? Wollen wir denn ewig in einer postfaschistoiden Gesellschaft leben? Oder vielleicht doch ein weltoffenes Deutschland entwickeln…? Und was sagt man denen, die heute aus dem System der „Come-together-Deppen“ herausfliegen, nur weil sie der Political Correctness nicht frönen wollen?
    Fragen über Fragen… :-)

  56. fionn, ich habe eine Zeitlang...
    fionn, ich habe eine Zeitlang mehr Zeit im Campus-Café beim Backgammon verbracht als im Hörsaal. Rommé haben wir auch um Geld gespielt. Angefixed hat mich meine Urgoßmutter bei stundenlangen sonnnachmittäglichen Canasta-Partien, die zwischen Wiener Schnitzel (Urgroßmutter stammte von dort) von Torte veranstaltet worden. Als Kinder hatten wir mit Glasmurmeln um ebensolche gespielt und ich bekomme es schon gar nicht mehr in Erinnerung, auf welche Art und Weise wir sonst noch um Groschen gezockt hatten. Anfang 20 habe ich übrigens mal einen ganzen Monatslohn (der war damals nicht sonderlich hoch, für mich aber viel, viel Geld) verzockt – beim Roulette im stattlichen Spielcasino. Danach gab’s mal wieder zwei Wochen lang nur Spaghetti mit Olivenöl und Knoblauch. Dass „man“ etwas nicht tut, war der zuverlässigst wirkendste Anreiz für mich, es auszuprobieren.

  57. Driver, da muss man vielleicht...
    Driver, da muss man vielleicht etwas differenzieren: Man kann langfristige Kreditlasten langfristig berechnen. Das Kreditausfallrisiko liegt irgendwo zwischen einem und 10% je nach Art des Kredits und Krise – und auch dagegen gibt es gar nicht schlechte Instrumente. Bei einem Glücksspiel weiss man das auch: Es gewinnt am Ende immer der Veranstalter, und es ist schwer, mit Null herauszukommen. Finanzwirtschaft ist etwas, das man ab und zu in Anspruch nehmen muss – aber Wetten? Das tut man, weil man will. Und mutmasslich zu viel Geld hat, oder zu wenig Verstand oder Anstand, je nachdem, man kann es sich aussuchen. Ich will nicht alle über einen Kamm scheren, aber mein Ding ist es einfach nicht (mal abgesehen vielleicht von den Herrschaften, die gleich ganze Schiedsrichter und Spieler kaufen, das ist nochmal was anderes).
    .
    Vroni, bei denen, die das 20. Jahrhundert und die New Economy als Besitzende überlebt haben, sehe ich seit 10 Jahren fast einen Fetischismus der Risikoaversion – nicht umsonst gehen alle ins Betongold und spekulieren damit eher unfreiwillig.

  58. @ rebound, dazu gibt es sogar...
    @ rebound, dazu gibt es sogar eine Studie des Max Planck Instituts für Gesellschaftsforschung: http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/dokumentation/pressemitteilungen/2008/pressemitteilung20080714/index.html
    .
    Wobei das nicht ganz stimmt, die Soziostruktur der Lottospieler ist meines Wissens recht divers. Aber der Glücksspielstaatsvertrag sieht ohnehin vor, dass sich Glücksspielanbieter um „gefährdete Gruppen“ kümmern und diese vor Überschuldung bewahren müssen. In punkto Spieler- und Verbraucherschutz ist der Glücksspielstaatsvertrag wirklich unschlagbar.

  59. @Fionn h 10:25 ...
    @Fionn h 10:25 Danke.
    @RealMash h 11:43 went around the block more than once.
    @Don Alphonso h 12:28 falls es sich um einen Ford V8 handelt
    sollte sich Ihre Zuneigung bald auszahlen und nicht in einem
    Glückspiel enden, aber immer schön Oel nachfüllen, wichtig.
    Möchte jemand auf Monza wetten ? Geht gleich los. mfG T.

  60. Das Problem beim Sunbeam...
    Das Problem beim Sunbeam heisst Kühlkreislauf und Ersatzteilbeschaffung. Ich glaube, nirgendwo bin ich mehr als bei Ebay.co.uk.

  61. @ anderl 12.28h
    Ein...

    @ anderl 12.28h
    Ein Kasinoinhaber (Grieche) hat mir einmal gesagt „Never sit down at the gaming table – then it’s easier to walk away if you are losing“. Alle Griechen spielen Backgammon (Tavli – the national Hobby).

  62. @Don Alphonso,
    vielleicht ...

    @Don Alphonso,
    vielleicht sollten Sie Ihre Werkstatt wechseln, so ein Motor (V8) ist doch
    nach dem Lehrbuch ein Kinderspiel.
    Wo sind eigentlich Filou und Der Tiger ? Man vermißt sie erst wenn man
    sie nicht mehr hat. mfG T.

  63. @ Vroni 18:15
    Es gibt keine...

    @ Vroni 18:15
    Es gibt keine Glücksspiele, sondern nur statistische Wahrscheinlichkeiten. Deshalb wenden sich gute Schachspieler vermehrt dem Pokerspiel zu. Da ist einfach mehr zu holen. Dass die Ostviertler beim Lotto quasi jedesmal all in gehen, hat mit ihren chips zu tun: sie haben nicht genug davon, um auch nur einmal erfolglos bluffen zu können.

  64. I know I'm born to lose,
    ...

    I know I’m born to lose,
    and gambling is fools.
    But that’s the way I like it baby,
    I don’t wanna live forever,
    And don’t forget the Joker!
    MOTÖRHEAD
    Werter Don,
    ohne ein gewisses Maß an Zockerei wären große Teile der besseren Gesellschaft heute sicherlich weniger reich. ich sag nur mal new economy, „bankster“,… Der Unterschied ist nur der, dass man hier eine bessere Kosten-Nutzen-Berechnung gemacht hat (offensichtlich, sonst wäre man ja arm).
    Woran ich allerding nicht glaube ist Ihr Befund, die Spielsucht wäre ein um sich greifendes Problem. Es gibt dazu sicherlich bessere Statistiken, aber wenn ich mir mal die einfachen Kneipen und deren Wandel in den letzten zwei Jahrzehnten ansehe, so muss ich zumindest subjektiv konstatieren, dass die Zahl an Daddelautomaten eher abgenommen hat (von abstoßenden „Spielcasinos“ in eher schlechten Städischen Zonen mal abgesehen, aber die dienen eh nur der Geldwäsche der Mafia). Was stimmt ist die Modeerscheinung Poker in den letzten Jahren… aber die Welle ebbt auch schon wieder ab. Wobei das Poker natürlich einen ganz anderen charakter hat als alles andere was im staatlichen Casino so an Spielen angeboten wird, nämlich eine Komponente, die (statistisch) weit über reines Glück hinausgeht. Und, was Sie mir eventuell glauben werden: Die psychologischen Spielchen, die dazu gehören, machen einfach Spaß!
    Gruß,
    T.I.M.

  65. lieber herr don
    da wollte ich...

    lieber herr don
    da wollte ich mir doch ein paar zeilen zu Ihrem schnöseligen sozialfaschismus aus den fingern saugen,aber leider leide ich unter der gleichen intellektuell/moralischen deformathion.
    nur ist es bei mir das westviertel,aus welchem gichtige fabrikantenwitwen brennend herausgeschleift zu werden haben.
    hiermit erlaube ich Ihnen mit Ihrem sermon fort zu fahren,da ich diesen mit der zeit ebenso zu schätzen gelernt habe wie die schlagzeilen der bildzeitung.
    auch rechne ich Ihnen hoch an,dass Ihre kommentarspalte,im gegensatz zu der eines gewissen sportblogers dieser zeitung,dessen Sie dissenden artikel ich zustimmend beantworten wollte ,barrierefrei mit meiner meinung zu befüllen ist.
    mit subsubproletarischem gruss aus berlin

  66. @Don Alphonso,
    dieses muß ...

    @Don Alphonso,
    dieses muß nicht freigeschaltet werden. ich will nur kurz erwähnen
    das ich im Ausland einen alten Mercedes mit massiven Kühlproblemen
    habe, die ich nie in den Griff bekam bevor mich das Schicksal und
    der Abschlepper zu einer Firmen Niederlassung nähe Dallas-Fort-Worth
    brachte. Es dauerte ein paar Tage, kostete auch Geld, aber seitdem
    wurde sie nie wieder zu heiß, ich meine natürlich das Auto, meine
    sind alle weiblich. Einmal in den sauren Apfel beißen und der Schmerz
    läßt nach. mfG T.

  67. Vielen Dank, habe ich gerne...
    Vielen Dank, habe ich gerne gelesen.
    „Plus ca change …“
    Spielen – ja.
    Sog. Glückspiele usw. – nein.
    .
    Salutoni & buon divertimento

  68. lieber Don,
    ich hatte das...

    lieber Don,
    ich hatte das nicht zustimmend sondern resignativ gemeint.
    Die öffentlichen Sozial-und Fürsorgeeinrichtungen können dann den sozialen Scherbenhaufen wieder bearbeiten. So wie die Arbeiterbewegung gegen das Trinken warb müßte die SP(Ö oder D) gegen Spielen, Drogen, Gewalt mobilisieren.
    Auch die TBC (wenn man sich schon an Jahrhundertwende und Zwanzigerjahre in Wien erinnert) ist wieder da: heuer dreimal im gutbürgerlichen Bekanntenkreis, einmal nach Einnahme von Immunsuppresiva, und zweimal zufällig diagnostiziert (u.a. beim Test der für Fulbrightstipendiaten obligat ist ).
    Von Kartenspielen und Jagd, mit dem früher Zeit totgeschlagen wurde, habe ich nur noch die Jagd kennengelernt. Kartenspielen galt den Eltern als nonono das nur uralten Leuten (am besten mit sich allein als Patience) die eben noch aus anderen Zeiten kamen zugestanden wurde.
    Ein Verwandter hatte als ganz junger Offizier ein eben erhaltenes Erbe (von einer Tante, er wußte daß er mindestens ebensoviel von den Eltern erben und wohl kaum arm heiraten würde) verspielt (aber nicht in allmählich angelaufenen Spielschulden sondern bei einem einzigen Spiel als Einsatz). Der Gewinner nun war keiner der das Erbe gewinnbringend bewirtschaftet hätte, sondern er verspielte es rasch stückweise weiter. Von diesem aus Ehrsucht, Risikolust und Langeweile gespeisten Verhalten profitierten andere, die solche Leidenschaften rational zu bewirtschaften verstanden. WK1 der unmittelbar darauf begann veränderte den jungen Mann völlig, das verspielte Erbe der Tante wäre nun sowieso verloren gewesen und große Teile des elterlichen waren es auch. Er studierte noch mal, wurde beruflich sehr erfolgreich und sehr, wirklich sehr, sozial. Allerdings machte er hin und wieder immer noch tollkühne Sachen und liebte ein gewisses Risiko.
    Als eine bezaubende und als über Neunzigjährige noch immer hübsche und anmutige (ja, das gibt es!) Dame aus dem Bekanntenkreis verstorben war, sie hatte eine kläglich winzige Rente gehabt und zeitlebens provokanten Ideen gehuldigt, räumten die eher biederen Nichten ihre Wohnung und fanden viele, viele billige Glücksspiellose und ereiferten sich moralisch. Aber: sie hatte sich eben immer hoffend über ihre beengte Situation in Schwebe erhoben und gehalten.

  69. Gut das keiner gewettet ...
    Gut das keiner gewettet hat.
    Fast vergessen: Sie sollten jemanden suchen der sich haupt-
    sächlich um alte Ford Mustangs kümmert. Giebt es da nicht
    einige in München oder darum herum? Alfa wäre einfacher, aber
    wirklich ein Glückspiel. Alte Alfas sind wirklich sehr anspruchs-
    volle Damen denen man(n) allerhöchsten Respekt zu erweisen
    hat. mfG T.

  70. Viele Untertanen, wie ich,...
    Viele Untertanen, wie ich, spielen schon seit Jahrzehnten in den besten, groessten und wildesten Kasinos unser globalisierten Welt. Von Frankfurt, nach London, Paris oder New York. Und wenn das nicht genug Aufregung schafft da sind noch andere Plaetze, besonders Sidney wo ja immer ein neuer Tag anfaengt und man seine Groschen auch riskieren kann.
    Manche tun sowas sogar mit Erfolg.
    Much more exciting than a mere game of cards, or a dancing ball in a Roulette wheel.
    Good Luck….and pax vobiscum

  71. Jeden Morgen gehe ich in den...
    Jeden Morgen gehe ich in den Winkel des kleinen Dorfes, um mir meine papierFAZ zu kaufen. Sie kostet 2.70 am Wochentag, und weil der Händler meine Kopie zur Seite gelegt hat und ich das Geld fast immer exakt auf die Theke legen kann, dauert die Transaktion nur Sekunden. Aber lohnt sich dieses FAZ Geschäft für den Händler? Fast alle anderen Kunden geben viel mehr aus; mindestens 10 Euro, aber auch 100 Euro für Zigaretten und vor allem Lotto. Wenn wieder einmal ein schlecht gekleideter Kunde für Lotto eine große Summe pinnt, wundere ich mich oft: finanziert die Unterschicht zumindestens teilweise meine FAZ?

  72. @ DA. Re...
    @ DA. Re Ersatzteilbeschaffung usw. Sind Sie schon Mitglied >>
    http://www.talbotownersclub.co.uk/TalbotOwnersClub.php

  73. @Trias: Coyote Ugly oder...
    @Trias: Coyote Ugly oder Wünsche? *G*
    .
    Man sagt, ein sicheres Zeichen von mangelnder geistiger Gesundheit ist, dieselbe Handlung noch einmal zu vollziehen, und ein anderes Ergebnis zu erwarten.
    .
    Derselbe Herr, die nächste Dame….So what?
    .
    Muss auf die Autobahn, das Thailändische Restaurant das ich mit einem alten Freund Heute ausprobiert habe war ausgezeichnet.
    Alleine, das was unser größtes Wohlgefallen fand, war zu meines besten Freundes Enttäuschung, nicht auf der Karte. Man kann halt alles ansehen, aber nicht alles bestellen.
    .
    Aber da kommen wieder die Wünsche ins Spiel…
    .
    Wenn die Menschen dort so viel Ruhe und Fröhlichkeit ausstrahlen wie die junge Dame, die uns Heute bedient hat, dann ist das der Ort wo ich meinen Urlaub machen soll. Den Monat, den ich mir jetzt schon drei Jahre verspreche, aber nie haben kann, weil das nächste Projekt schon schreit, bevor das alte zu Ende ist. Im Februar, wenn es hier am schlimmsten ist, will ich nächstes Jahr gehen. Gebe Gott das es mal möglich ist.
    .
    Ciao,
    RealMash

  74. Werter Don,

    vielen Dank für...
    Werter Don,
    vielen Dank für diesen & andere wunderbare Artikel. Leider muss ich mich für einen Monat in den Urlaub verabschieden & gehe währenddessen strikt offline. Eingedenk Ihrer früheren Bildbeschreibung der „Rupferin“ möchte ich Ihnen dringend die Vermeer-Austellung in Dresden empfehlen und hoffe nach meiner Rückkehr darüber lesen zu dürfen.
    Freundliche Grüße von jenseits der Elbe,
    Ihr P.Seudonym

  75. @ Don
    "Finanzwirtschaft ist...

    @ Don
    „Finanzwirtschaft ist etwas, das man ab und zu in Anspruch nehmen muss – aber Wetten?!
    .
    Puts und Calls sind ebenfalls Wetten. Wo bei man sich ehrlich fragen muss, was Börse mit Finanzwirtschfft zu tun hat.
    .
    (Ja, es stimmt, Kreditausfälle sind errechenbar und Banke stützen sich mit Aufschlägen immer dagegen ab, Beispiel: der Beleihungsauslauf bei Annuitätendarlehen. Der wird gern von Banken recht großzügig gehandhabt. Was dazu führt, dass ein hoffnungsvoller Bauherr die derzeit als supergünstig gehypten Niedrigzinsen kaum erhascht, meist kriegt er mehr oder weniger saftige Aufschläge. Der (fast fiktive) Niedrigzins hat eher die Funktion eines unredlichen Lockangebots vorm Supermarkt.)

  76. @Trias, Filou war mit seinem...
    @Trias, Filou war mit seinem teuren Calvados drei Stunden in der Oper. Und noch ein paar Stunden fuer die Wiederholungen:
    http://www.youtube.com/watch
    .
    Janz jrosse Oper. Cavalli, Ercole amante. Einfach irre. Ich weiss, wo ich die naechsten Abende verbringen werde.

  77. Und ich war in den Bergen....
    Und ich war in den Bergen. Ganz grosses Alpendrama. Deshalb konnte ich nicht freischalten, aber jetzt geht es wieder.

  78. @Trias et alii, hier die...
    @Trias et alii, hier die schoenste Ballett-Szene der ganzen 3 Stunden.
    http://www.youtube.com/watch?v=en2VLfZXNMw
    (Wieso muss ich da an Betrhold IV denken?)

  79. <p>So sah das heute...
    So sah das heute aus:
    .

  80. Poker ist (offiziell!) kein...
    Poker ist (offiziell!) kein Glückspiel. Niemand gewinnt ein Pokerturnier, wenn er nicht ansatzweise mit den Gewinnwahrscheinlichkeiten umgehen kann. Es gibt eine Menge Profi-Schachspieler, die sich ihr geld mit Pokerturnieren verdienen. Außerdem ist Poker ein Spiel, das auch ohne Geld durchaus Spaß macht.
    Ansonsten: Its das Pokerspiel auch nur ansatzweise relevant in einer Welt, in der die Devisenhändler 4 Billionen Dollar am TAG umsetzen? OK, Totschlagargument, mit dem man alles verniedlichen kann. Auch weitere 40 Mrd. für die HRE ;-)

  81. Nun, im Kleinen fängt es an,...
    Nun, im Kleinen fängt es an, und wennich das Spamaufkommen betrachte, ist der #komplex so klein auch nicht.

  82. @DA
    Sein's mir nicht bös...

    @DA
    Sein’s mir nicht bös bitte, aber Kreditausfallrisiken berechnen, geht alles andere als leicht. Da gibt es noch nicht viele finanz/aktuariell-SW-Hersteller, die das anbieten (Riskmetrics e.g. hat m.W. noch gar kein Modul dafür). Es gibt forschung zum Wechsel der Ratings etc.., aber ob man damit dann rechnen kann? Bei Marktrisiken ja, das kann man gut berechnen (s.z.B. riskmetrics, die ganzen varianz-covarianz Matrizen etc.., Monter-Carlo darf auch nicht fehlen), ob es stimmt ist eine andere Frage.

  83. @DA BTW: natürlich gibt es...
    @DA BTW: natürlich gibt es Literatur
    Merton, Robert C., „On the Pricing of Corporate Debt: The Risk Structure of Interest Rates“, Journal of Finance, Vol. 29, No. 2, (May 1974), pp. 449-470.
    aber fertige Tools zum Simulieren der Änderung eines Ratings? U

  84. Also, wenn ich bein Roulett...
    Also, wenn ich bein Roulett auf Schwarz setze, habe ich 50% vollständiges, definitives Verlustrisiko, und 50% die Chance auf 90% vielleicht 80% Gewinn, je nachdem. So schlimm ist es bei einem Bankkredit, wenn man nicht von Hyperinfaltion oder Deflation ausgeht, schon mal nicht. Und wenn heute Leute Häuser auf Pump kaufen, dann nur, weil sie im Haus eine Absicherung sehen. Wenn man sich verschuldet und auf der anderen Seite Werte hat, ist das Risiko sicher erheblich kleiner als beim Glücksspiel – darauf wollte ich hinaus. Dass die Börsen nochmal eine andere Nummer sind – sicher, Aber auch da sollte man bei einigen Dingen (Eigenkapital, Eigenhandel, Frontrunning etc.) den Riegel vorschieben.

  85. Leserbrief aus der FAZ:

    Ei...
    Leserbrief aus der FAZ:
    Ei welch ein Geck war der von Kreta nicht der keck den Sohn als Vogel fliegen le [34]
    Harry LeRoy (Cimon)
    Doch wie kommt es, dass dieser wackere Däne, mit dem bisher kein hoher Vertreter aus Gesellschaft und Politik etwas zu schaffen haben wollte und den man artig und verschämt ins Nachtprogramm verbannte, nun auf einmal von den höchsten Staatsbeamten vor dem versammelten Pressemenschen als Vorkämpfer für die Freiheit Europas geehrt wird? Man ist versucht hier mit Shakespeares Helden auszurufen: „Wie ekel, schal und flach und unersprießlich Scheint mir das ganze Treiben dieser Welt! Pfui, pfui darüber! ’s ist ein wüster Garten, Der auf in Samen schießt; verworfnes Unkraut Erfüllt ihn gänzlich.“ – denn das falsche Spiel ist durchschaubar: Da das Volk die Beschimpfung und Absetzung des mutigen Bundesbankvorstandes, nachdem dieser die Wahrheit gesagt hat, nicht Beifall klatschen mochte seine Empörung allzu kräftigen Ausdruck verliehen hat, so versucht man nun diesen tapferen Dänen gegen den aufrechten Berliner auszuspielen; mal sehen ob diese Schmierenkomödie den Beifall der Massen findet.
    Indes: Täuscht hier der Eindruck nicht und hat das herrschende Parteienunwesen diese Ehrung kurzfristig aus Angst und unüberlegt ersonnen, so scheint seine elende, würdelose und verderbliche Herrschaft weitaus weniger fest zu stehen als befürchtet…

  86. @DA
    ja Sie haben Recht in...

    @DA
    ja Sie haben Recht in diesem Beispiel. Aber wie immer mein Rat, kein Geld von der „schwarzen“ (politisch) Bank mit dem Giebelkreuz. gehen sie lieber zur db, da gefällt mir das geschäftsverhalten weit besser.

  87. @ egghat: Wie spielen Sie...
    @ egghat: Wie spielen Sie Poker ohne Geld?

  88. Und es bleiben Umbruchszeiten....
    Und es bleiben Umbruchszeiten. Hier
    .
    „Die Wirtschafts- und Finanzkrise (er (Kampter, p.) fügte keineswegs ein „überstanden“ ein) habe die geostrategische Lage nachhaltiger verändert als so manche konventionellen Kriege der letzten sechzig Jahre.“
    .
    Also so deutlich ist das inzwischen. Und weiter heißt es da:
    .
    „Sie habe zum Beispiel eine Variante von „failing states“ hervorgebracht, nämlich solche Staaten, deren Finanzsystem zusammenbricht. Und zur Rolle Deutschlands: „Wer de facto der Stabilitätshegemon in Europa ist – mit Frankreich – der muss auch bereit sein, schwerere Lasten zu tragen.“ “
    .
    Und noch weiter:
    .
    „Das war beispielsweise auf die Griechenlandhilfen bezogen; gab aber dem General Ramms einen hübschen Anknüpfungspunkt, auf die Wieker/Guttenbergischen Bundeswehrpläne anzuspielen, von denen er eigentlich sonst nicht reden mochte: Deutschland sei das zweitgrößte Nato-Land. „Wie groß ist da die Verantwortung für Sicherheit in Europa?““
    .
    Nein, wir spielen nicht. Und trotzdem ändert sich das Umfeld relativ zügig.
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    http://faz-community.faz.net/blogs/sicherheit/archive/2010/09/11/minden-und-hindukusch.aspx
    .
    Am Rande: „Also, wenn ich bein Roulett auf Schwarz setze, habe ich 50% vollständiges, definitives Verlustrisiko“. Ohne zu kritteln: bei 36 zahlen plus null ist das definitve Verlustrisiko womöglich direkt 51,35 %.

  89. Meine Güte, BertholdIV,...
    Meine Güte, BertholdIV, können wir das Sarrazin-Gejammere nicht langsam mal einstellen? Schreiben Sie lieber dem Herrn Zastrow ein paar nette Zeilen, der hat gerade einen Kommentar rausgehauen, bei dem ihm der Schaum nur so vom Munde fliegt. Soll jeder selbst entscheiden, ob er eine Weltsicht unterschreiben will, die ihre Anhänger aus läppischem Anlass nach dem Verstand jetzt auch noch jede Contenance verlieren lässt.

  90. perfekt!57, wie man sieht: Mir...
    perfekt!57, wie man sieht: Mir fehlen da alle, wirklich alle Kenntnisse.

  91. Ihr Kollege, der wohl trotz...
    Ihr Kollege, der wohl trotz Nähe zu Arminia Bielefeld an das Gute im Sport glaubt, schafft es, in ca. 30 Zeilen die Begriffe Sportwetten und Moral unterzubringen. Und dabei die Worte Korruption und Wettbetrug zu umschiffen. Virtuos.

  92. Die FAZ ist ein grosses Haus,...
    Die FAZ ist ein grosses Haus, und da arbeiten viele Leute. Was ist Arminia Bielefeld, und kann es das überhaupt geben?

  93. Wobei ich natürlich sagen...
    Wobei ich natürlich sagen muss: gerade der von mir bevorzugte Radsport ist auf Profiniveau das Letzte, womit ich mich journalistisch abgeben wollte. Ich glaube gern, dass beim Fussball die mauen Kontrollen viel vertuschen, aber bei den Radlern ist es sehr übel.

  94. "Sylve1" also das "Müsing" in...
    „Sylve1“ also das „Müsing“ in rot und Stahl; eines der starken Zweiträder geht man annehmen. Und klar „Campa“-Schaltung. Und sieht aus wie 53×12 bis 39×27. Campa-Pedale und Aluflasche auch bekannt. Sattel fast wie No-Name aber passend und bequem, unspürbar wohl meist. Und auch die Bereifung von Hutchinson o. ä. preiswert und gut (sieht nicht aus, wie Conti GP schwarz, nein), denn man will ja mehrere tausend KM abspulen ohne sich deswegen Gedanken machen zu müssen. Und auch die Felgen dazu passend: bewährte Tourensportqualität, mittlere Aerodynamik: da passen viele Schläuche, falls man man wechseln müsste, man muss nicht ständig 60mm-Ventil-Schläuche mitführen; ein guter Kompromiß halt aus Preis, Steifigkeit, Aerodynamik und praktischem Nutzen. Können 25 oder auch 30TKM halten so Felgen. Also 2-4 Jahre z. B..
    .
    Und extra fürs Photo natürlich die 53×12 aufgelegt.
    .
    Nachtrag: Laufradsätze werden auch immer preiswerter – und die Auswahl von/bis so vielfältig, man möchte eigentlich öfter mal was probieren … (und nicht nur die bekannten Mavic, etc.) Und gerade auch in Frankreich und Italien immer wieder eine Freude durch Radgeschäfte „zu schlüren“.
    .
    (Sylve = Sylvretta möchte man kombinieren, aber egal. Und sieht auch gar nicht aus, wie Piz Buin im Rücken. Aber wirklich egal.)

  95. @ steelydan12

    Mit Chips...
    @ steelydan12
    Mit Chips ?!?
    (Man kann ja immer noch dem Gewinner des Abends eine Flasche Wein stiften, wenn man glaubt, dass das Spielen ohne Geld keinen Reiz entwickelt. Aber Doppelkopf oder Skat kann man auch ohne Geld spielen …)

  96. <p>Äh nein....
    Äh nein. Sylvensteinspeicher, Müsing Cayo von 1997, 2005 und 2010 komplett überholt und umgebaut, mit Dura Ace/Ultegra-Mischung, Laufräder sind Rolf Sestriere, Conti GP 4000s, Kasette Campa, Sattel (neben Lenker und Vorbau das einzige, was seit 1997 dran ist) Vetta Trishock, Abstufung vorne 52-42-32 und hinten 13-26, und mit Flasche und Pumpe immer noch unter 9 Kilo. Alles in allem genau das Zeug, das gerne bricht, reisst oder abnutzt. Hier sieht man es besser:
    .

  97. ...
    http://blogs.taz.de/hausmeisterblog/2009/06/
    kennt jemand noch das sogenannte „Flugzeug,-„oder „Pilotenspiel“ aus den Mittachzigern?.
    Damals war ich eingeladen zu einem solchem Meeting.
    Mitgeflogen bin ich nicht.
    Solch eine Teilnahme war mir immer komisch-hat sie doch gar nichts von Freiwilligkeit-ähnlich der „nettgemeinten“ Kettenbriefe(jetzt als Mails).
    Mir persönlich ist der reale Gegenwert für meine Kohle einfach lieber.

  98. Welcher Sport im Profibereich...
    Welcher Sport im Profibereich ist nicht übel? Gibt es eine Art von Manipulation, die noch nicht erfolgreich praktiziert wurde?
    .
    Wie kann man da überhaupt auf die Idee kommen, Wetten oder Lotterie legal anzubieten? Und wenn: die Erhebung von Steuern ist Staatshoheit, also auch die der Deppensteuer.

  99. Giannozzo,
    ...und wenn es...

    Giannozzo,
    …und wenn es garnicht um Meinungsfreiheit sondern um Pressefreiheit geht und
    Angriff die beste Verteidigung ist?
    …vielleicht geht es nur um Medienmacht?

  100. "aber bei den Radlern ist es...
    „aber bei den Radlern ist es sehr übel“
    .
    Wieso? Schon mal selber probiert? 6 oder 8 Wochen Höhentraining bis man bei Hämatokrit 60% angelangt ist, ganz ohne Epo (oder mit)? Wieviel „Luft“ das macht anschließend im Flachland statt nur „serienmässiger 42%“?
    .
    Und schon mal „um Hausecken“ geflitzt, gegen „Kollegen“ die „vom Hausarzt“ Aufputschmittel (Amphetamine) verschrieben bekomme haben. (Nein, die sind dann nicht nett, direkt unnatürlich vielmehr, g)
    .
    Und schon mal sanft Testosteron(vorstufen) zyklisiert? Also tatsächlich nur wenig und nur zyklisch. Nichts Übertriebenes. „Nur blutiges Steak täglich halt“. Und nur bevor man tatsächlich fährt. Macht Muskel wirklich geschmeidiger. Und auch härter. Und ausdauernder.
    .
    Und zyklisch ist auch klar: 90, 120, 140 KM/Tag, dann Ruhetag, dann 50 KM locker drehen/rollen, dann von vorne 100, 130, 160 KM, Ruhetag, usw..
    .
    Luis Trenker hat das zu immer gesagt: „Pah einen Hämatokrit von über 60 haben wir früher immer den ganzen Sommer und bis weit in den Herbst hinein gehabt. Ganz von alleine und nur durch die Höhe – und nie Klumpenprobleme, nur „Luft“ ohne Ende.“
    .
    Evtl. könnte man dies Buch kennen http://www.hesch.ch/m_absmann.htm – auch wenn man dem Wort „absolut“ absolut reserviert gegenüber steht. Evtl. links die „Inhaltskante“ beachten. Die Paradigmen ändern sich also:
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    „Testosteron: Viele Männer, die ständig im Stress sind, haben zu wenig Testosteron im Blut – das Hormongleichgewicht ist gestört, weil die Nebennierenrinde vergleichsweise zu viel Cortisol produziert.
    .
    Auch ältere Männer bilden zu wenig Testosteron. Wünschenswert ist eine Konzentration zwischen 6 bis 8 ng/ml (Nanogramm pro Millliter), der Normalbereich geht von 3,5 bis 12 ng/ml. Ein Hormonmangel liegt dann vor, wenn die morgendlichen Testosteronkonzentration unter 3,5 ng/ml und der Abendwert bei 2 ng/ml liegen. Liegt der morgendliche Testosteronwert unter 5 ng/ml, so gelingt ein Fettabbau fast nie und ein Muskelaufbau gar nicht.
    .
    Demnach ist es also eine vergebliche Liebesmüh, sich jahrelang zu quälen – mit einem höheren Testosteronspiegel wäre der Erfolg sicher.
    Wichtig: Wenn ein Mann seinen Testosteronmangel mit synthetisierten Hormonen ersetzt, muss der Arzt die Hormonmengen im Blut regelmäßig kontrollieren, damit er nicht zu viel Testosteron gibt und den „normalen“ Referenzbereich nicht überschreitet;…“ http://www.hesch.ch/m_hormsubst.html
    .
    „Nun zum männlichen Hormonsystem: Bei vielen, die ständig im Stress sind, ist die Hodenfunktion gestört. Zudem sammelt sich das Fett an den typisch männlichen Stellen – und zwar vor allem am Bauch. Das Fettgewebe wächst allein schon dadurch, dass die Nebennierenrinde bei Stress vermehrt Cortisol ausschüttet. Häufig ist der Wert am Abend zwischen 22 und 23 Uhr zu hoch.
    .
    Doch es gibt inzwischen einen weiteren Grund: Durch die größeren Mengen an Cortisol wird im Zwischenhirn die Ausschüttung von Hormonen der Hirnanhangsdrüse gebremst, die den Hoden stimulieren. Die Folge: Das Gleichgewicht zwischen Östrogen und Testosteron ist dann gestört, weil die Menge an Östrogen so erhöht ist, das es relativ zum männlichen Hormon überwiegt.
    .
    Die gestörte Balance von niedrigem männlichem Hormon zu hohem Östrogen macht das Fettgewebe unempfindlicher für Insulin und die Hormone des Vegetativen Nervensystems, die die Wärmeproduktion regulieren. Hierdurch kommt es zu einer Vermehrung des Fettgewebes im Bauchraum selbst (Darmfett) und in den Bauchdecken: Es wächst der für übergewichtige Männer typische „Bierbauch“. Der Komplexe Androgenmangel ist eine der Hauptursachen, warum Männer übergewichtig sind und darüber hinaus nicht abnehmen können.“ http://www.hesch.ch/m_hormsystem.html
    .
    Wie gesagt alles keine Bibel, kann man aber kennen. Und evtl. im Altersgang alle paar Jahre mal den T-Spiegel messen lassen (aber Vorsicht: ist stark amplituden- u. phasenmoduliert; daher (bei Bedarf) möglichst unter selben Bedingungen, also ausgeschlafen, morgens nüchtern, etc., Blut abnehmen lassen. Kostet nicht viel, kann man sich leisten.)

  101. Schönes Foto! Klasse...
    Schönes Foto! Klasse Mischung! („Rolf Vector pro“ haben wir auch selbst. U. a. auch mit „Conti Race“. Nur der Fahrer passt nicht mehr, g)

  102. perfekt!57, ich wäre froh,...
    perfekt!57, ich wäre froh, wenn ich überhaupt 90 Kilometer im guten Zustand weit käme, aber bei uns in den Bergen ist das nicht so einfach. Heute waren es 1000 Höhenmeter und 80 Kilometer, und ich bin dringend urlaubsreif.

  103. Hi perfekt!57,
    das...

    Hi perfekt!57,
    das Finanzdebakel der letzten Zeit ist ja nichts neues: Argentien-, Asien-, Russland-, Japankrise (sicher habe ich einige vergessen), und jetzt eben das Schlamassel in Griechenland u. moeglicherweise wenigen anderen Laendern.
    Dass die geostrategische Lage dadurch nicht oder kaum beruehrt wird, zeigen m.E. die Krisen der Vergangenheit, die weit groessere und wirtschaftlich wichtigere Laender betrafen, und wenn man den Vergleich mit Kriegen sucht, wuerde ich die grossen Kriege und Schlachten der USA gegen Grenada oder Puerto Rico ins Feld fuehren.
    Wenn Sie Oekonom sein sollten: die Lastenverteilung zwischen „Hegemon“ (verraeterische Sprache!) und dem Rest in Organsiationen mit vergleichsweise wenig Mitgliedern wie Nato oder EG wird bei M. Olson aufgeklaert: Sie investieren relativ gesehen etwas mehr, weil sie ueber Gebuehr von der Koalition profitieren.
    MfG
    G. S.

  104. Kettenbriefe? Kleinerberg, die...
    Kettenbriefe? Kleinerberg, die wurden in meinen Kreisen gerne unter Lehrern versendet. Den Erfolgsmeldungen der Initiatorin zufolge, waren sie ein grosser finanzieller Erfolg. Fuer die ersten Drei in der Kette. Selbstverstaendlich.
    Da der ganze Schmu innerhalb von Lehrerkreisen zirkulierte, machte ich mir ernsthafte Gedanken ueber den Geisteszustand von Leuten, die Kinder auf den rechten Weh bringen sollen.

  105. Die Pro mag ich eigentlich...
    Die Pro mag ich eigentlich auch lieber, die sind an meinem schwarzen Pensionistenrad (http://velospace.org/node/31738), aber irgendwie fahre ich Tempo 85 bergab dann doch lieber mit 20 statt nur 14 Speichen. Ich glaubel die Sestriere haben einfach etwas mehr Reserven, und mit weniger Speichen ist es schon wieder eine Wette mit ungewissem Ausgang.

  106. @RealMash h 17:53 ...
    @RealMash h 17:53 „sometimes You get more than You wish for“.
    Ihnen wünsche ich einen schönen wohl hart verdienten Urlaub.
    @Filou h 19:26 das hat sich ja wenigstens gelohnt, wie bringt man
    Calvados in die Oper? Sah gerade das Video, Oper oder Ballett?
    @Steelydan h 21:33 mit Streichhölzern.
    mfG T.

  107. @Giannozzo
    Mein G-tt Gianozzo:...

    @Giannozzo
    Mein G-tt Gianozzo: Es geht/ging doch nicht um Sarrazzin, das hat doch der letzte jetzt kapiert oder gehen Sie dem ehemaligen FDJ Mädchen immer noch auf den Leim. Sie treibt schon eine neu Sau durchs Dorf:
    http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/zustimmungspflichtig-nach-artikel-87c/
    diesmal ist’s ein alter parteifreund namens papier

  108. @Trias, ich bin total...
    @Trias, ich bin total geschlaucht. Gestern sah ich es voellig allein. Heute sah’es Madame. Und ich nochmal. Madame ist intelligenter als ich-und kann sich besser konzentrieren, trotzdem ist es uns noch nicht gelungen, die Geschichte zu durchschauen. Barockopern haben sehr verwickelte Plots. Dazu finden die Herren Librettisten im antiken Goetterhimmel immer neues Personal-ich bin voellig ueberfordert.
    Achso, DVD natuerlich. Das ermoeglicht Buffet und geistige Getraenke-und nichtstoerende Pinkelpausen. Ich sag’s wie’ist: Das ist Arbeit!
    .
    Frauenkauf in Holland? Trias, umgekehrt wird ein Schuh daraus. ICH stand auf dem Sklavenmarkt und war der Ladenhueter. Dreimal hatte der Haendler den Preis gesenkt, der ganze Bestand war bereits verkauft. Nur ich war ueber. Da kam diese Hollaenderin, sah mich garnicht an, sah nur das Preisschild-und dachte: Schnaeppchen! Gefangen auf Ewig! Ich wollte schon im Kolosseum arbeiten, um mir meine Freiheit zu erkaempfen. Nix da!
    Das Schicksal von Spartacus wollte ich auch nicht erleiden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Spartacus

  109. @Trias (Nachtrag), es ist eine...
    @Trias (Nachtrag), es ist eine Oper zum Anlass der Hochzeit von Louis IV mit der Infantin von Spanien. Eine notwendige Verbindung um einem fragilen Frieden mit Spanien eine starke Basis zu geben. Komponist ist Francesco Cavalli, sehr beruehmt zu der Zeit und sehr teuer. Die Ballettmusiken, ohne Ballett ging garnichts, schrieb Lully.
    Ueber zeitgenoessische Auffuehrungspraxis ist mir nichts bekannt (ich bin Laie). Die moderne Annaeherung an diese Opern ist mehr ironisch. Geht wahrscheinlich auch nicht anders; wir leben nicht mehr in deren Welt. Die Antworten auf Fragen zum Verstaendnis dieser Kunstform in jener Zeit muss man sich erarbeiten. Aber auch ohne diese Arbeit ist es ein Vergnuegen.

  110. Hat doch mal so richtig ...
    Hat doch mal so richtig Spaß gemacht, so locker vom Zocker (oops). H
    mfG T.

  111. wie die bilder zeigen,...
    wie die bilder zeigen, bevorzugt der autor bei kartenspielen qualitätsprodukte aus dem VEB Altenburger Spielkartenfabrik. und das bei seiner aversion gegenüber allem nördlich des weißwurstäquators… ;D

  112. Das Votec sieht natürlich...
    Das Votec sieht natürlich extem schnieke aus(!). Und auch der Text lässt aufhorchen:
    .
    „I promised to give the Votec the transalp Tour“. Kriegen wir darüber denn im nächsten Jahr Bericht?
    .
    Und 1000 hm auf 80 KM – wers kennt weiß, wie es ist. Ich bin maximal 3500 Hm auf 235KM gefahren (ungefähr gleicher Quotient) in 10h netto, also 23,5 Schnitt. Aber das ist auch schon Jahre her. (Zum Ötztaler hats zeitlich noch nie gereicht).
    .
    Der der RSC Mayen hier ist sehr rührig. Rauf auf die Hohe Acht, runter nach Andernach, hoch Richtung Hohe Acht, runter nach Cochem. Und jede Steigung suchen, nicht auslassen. Und noch mal.
    .
    Und das Geniale z. B. am Grenzgebiet Eifel-Luxemburg ist, dass das Strassennetz pro 100KM-Quadrat maximal viele Kilometer bietet – bei gleichzeitig minimalem Verkehr pro Fläche. Ein Paradies. Anders als in den unidirektionalen Alpentälern.
    .
    Dieses Jahr 210 KM 3400 Hm http://www.quaeldich.de/veranstaltungen/eifel-extrem-radmarathon/ http://www.rsc-mayen.de/ Exrem ist das eigentlich gar nicht.
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    Und nur am Rande.

  113. Das einzige Glücksspiel, daß...
    Das einzige Glücksspiel, daß nicht verboten werden sollte, ist „Mensch ärgere Dich nicht“. Es geht nie um Geld und wenn man eine Pechsträhne hat, kann man das Glück darin finden, einem der Mitspieler das Leben schwer zu machen…

  114. Es hat Sie ein BMW überholt?...
    Es hat Sie ein BMW überholt? Schämen Sie sich!

  115. @ specialmarke: Das läßt...
    @ specialmarke: Das läßt derbe Rückschlüsse auf Ihren Charakter zu. Wenn Sie in Ihrer Freizeit den Destruktiven mimen, was machen Sie erst im Rest? Politiker? Unternehmensberater? Pfarrer?

  116. steelydan, und Sie sind nicht...
    steelydan, und Sie sind nicht dauerdestruktiv? Nein?

  117. steelydan,
    beruhigen Sie sich....

    steelydan,
    beruhigen Sie sich. Ist nur einer dem die Abwärtsspirale am Herzen liegt.

  118. @ specialmarke
    Besser noch als...

    @ specialmarke
    Besser noch als beim Mensch-ärgere-dich-nicht erkennt man beim Spielen von Monopoly den Charakter und die Lebensrollen seiner lieben Mitspieler. :-)
    .
    Der eine (Paranoiker) passt besser auf die Spielzüge seiner Kumpels auf als auf die eigenen, der andere (Seelchen, nicht lernfähig) kapiert regelmäßig nicht, dass die Badstraße nun wirklich kein Schnäppchen ist, der nächste (Mafioso) kungelt/füßelt mit der Bank und tauscht unter dem Tisch gemopste Scheine aus, damit er als Pleitier auf illegale Weise flüssig wird. Gegen Gefälligkeiten versteht sich. Wieder ein Anderer (Anankast) deckt auf und analysiert diese Schliche und versucht inmitten von solchen Chaoten zwanghaft sowas wie einen Plan zu zimmern. Der regelmäßig zerdeppert wird, spätstens aber von den Ereigniskarten. So war das schon unter uns Geschwistern, als wir um die 10 waren, so blieb unser Verhalten im Leben bis heute, beinahe witzig.
    .
    Kann nur zum Monopoly raten, besser als jede Analytiker-Couch.
    .
    Das bietet das reine Glückspiel nicht. Ihm hängen aus dem bürgerlichen Lager fast nur die Seelchen an. Die, die irrational sind, zu bürgerlicher Esoterik neigen und die mit Vorliebe dann mit dem Lottospielen anfangen, wenn der Jackpot sehr voll ist. Was natürlich überhaupt nix bringt, außer der Gier. Denn die Nichtchancen, überhaupt zu gewinnen, sind bei den festgelegten Quoten immer gleich.
    .
    Was ich mir aber überhaupt nicht vorstellen kann ist, wenn da gar keine kontrollierende Behörde mehr auf das irrationale Seelentreiben schaut. Oder habe ich „Wegfall des staatlichen Glücksspielmonopols“ jetzt falsch verstanden?

  119. Ich lehne privates...
    Ich lehne privates Glücksspiel nur ab, weil es eine beliebte Geldquelle des organisierten Verbrechens ist. Nach meine Meinung reichen da Erpressung, Prostitution und Entführung.
    .
    @ GrandmitVieren 11. September 2010, 15:46 : Schreiben ist eine isolierende Kommunikationsform. Es ist recht langsam und man kann die Körperhaltung und Mimik des Gegenüber nicht sehen. Man macht sich über einen längeren Zeitverlauf ein Bild und glaubt „zu verstehen“. Das ist systembedingt und erfordert vor allem eines Toleranz und Nachfragen.
    .
    Die Geschichte ansich geht jede/n an. Fehlentwicklungen der Vergangenheit gemeinsam zu benennen ist leider sehr selten.
    Ich frage (quasi regelmässig und auch online) die Juden im allgemeinen warum Sie seit 2000 Jahren den Progromen ausgesetzt sind.
    Antworten : Wegen euch Christen. / Wegen unserem Glauben, der uns als auserwähltem Volk diese Last auferlegt……..
    .
    Dazu kommen noch etliche andere Antworten, die mir hier aber nicht hineinpassen würden, weil diese Antworten mir die Möglichkeit einschränken die Juden als „Beispiel“ zu nehmen.
    Ich unterstelle gerne, die jüdischen Eliten isolieren sich und ihr Volk mit Absicht um den Machterhalt zu vereinfachen.
    Druck von aussen bindet nach innen. Druck von aussen verhindert inneren Widerspruch oder Diskussionen. Man nimmt die seinen in die Pflicht.
    Dieses Verhalten kann man nun verallgemeinern : Juden, RKK, Evangelen, Islamisten (es gibt da auch Sunniten und Schiiten) aber auch Staaten tun das gerne (bzw.Staatsführungen).
    Hitler kam unter anderem so schnell in den Umfragen hoch, weil die NSD*P ein extrem hohes „Wir Gefühl“ und starke optische Präsens (Braunhemden) geboten hat.
    .
    Das Bilden von Untergruppen und die damit verbundenen Seilschaften dürfte so alt wie die Menschheit sein.
    Genau wie die Probleme die aus diesem Verhalten entstehen.
    Geschichtlich sehe ich einen Mangel an Ehrlichkeit in Bezug auf die deutsche (Rechts-)Position nach dem WKII.
    Rechtlich sehe ich die Macht des gewachsenen Zustands. Deutschland ist, wie es ist und wer nicht in Deutschland sein, will kann gehen oder umgekehrt kommen.
    Menschlich ist das eine ganz andere Grössenordnung. Denn da haben ja viele Recht.
    Die Tschechen/Slowaken wurden besetzt, das war nicht ok.
    Die Sudetendeutschen wurden vertrieben, auch nicht ok.
    Die Kollaborateure hüben wie drüben wurden oft ermordet und geleugnet, auch nicht ok.
    Deutschland-Frankreich ähnliche Probleme, aber Aufarbeitung zum Beispiel durch Geschichtsbücher für den Schulunterricht, bei denen beide Seiten die Inhalte ok finden. So entschärft sich Geschichte in nachwachsenden Generationen.
    Der Frage nach dem Mord an den Juden gerecht werden kann keiner. Schon meine Frage nach den Ursachen für immer wiederkehrende europaweite Progrome, kommt gelinde gesagt „schlecht“ an (es soll kein „selbst Schuld“ unterstellen, sondern ist eine provokante Stichelei, damit eine Selbstbefragung einsetzt).
    .
    Helfen kann nur Kommunikation, Toleranz und der wichtige gemeinsame Blick in die Geschichte.
    Menschen lernen leider selten aus Fehlern. Menschen neigen oft dazu, an den gleichen Stellen das gleiche zu tun, weil es ihnen schlüssig erscheint.
    .
    Wir haben eine arbeitsteilige Gesellschaft. Die Politik besetzen wir mit Hobbypolitikern, teilberufliche, Profis aber bei mir streuben sich die Nackenhaare, wenn ich sehe, wie die miteinander und mit den verschiedenen Meinungen umgehen.
    .
    Die deutschen Politiker sind aber europaweit betrachtet noch eher die ruhigeren Vertreter. Einen geschichtlichen Diskurs auf dem aufbauend europaweit Schulbücher mit mit allgemein anerkannten Inhalten stehen könnten, sehe ich da kaum als mögliches Ergebniss.
    .
    Bei mir gilt nur: wo ich die Möglichkeit zum Anstoss einer ergebnissoffenen Diskussion sehe, da versuche ich die auch anzustossen. Provokant oder nachdenklich ist da eher eine Stilfrage bzw. eine Umgebungsfrage. Im Blog geht einiges, was man auf der Strasse oder bei Freunden so nicht tun würde.
    Aber hier haben ja auch alle den Jogginganzug an, was es oft leichter macht.
    .
    (entschuldigen Sie die Länge der Antwort, aber die Spannungen bei dem Thema fand ich unangenehm und wollte es lieber weiter ausführen, bevor es gleich so weiter geht)
    .

  120. ...tja, und was fängt man mit...
    …tja, und was fängt man mit denen an, die etwas wählerisch sind bei dem
    Spiel das sie gewinnen wollen?

  121. @steelydan: Wenn es Sie...
    @steelydan: Wenn es Sie beruhigt: Ich bin weder Politiker, noch Pfarrer, noch Unternehmensberater. „Mensch ärgere Dich nicht“ hab ich vor 20 Jahren mit meinen Kindern gespielt, und ich war selbstredend eher das Opfer als der Täter. Aber wenn Spiele in irgendeiner Weise der Trieb- oder Agressionsabfuhr dienen, dann ist dies sicherlich sehr geeignet. Daß man einen zwanghaften Spieler oder Sportwetter auf „Mensch ärgere Dich nicht“ umstellen kann, glaube ich allerdings nicht. Der braucht wohl das drohende finanzielle Desaster…
    @Minna: Ja ja, die Abwärtsspirale und Ihre unfreiwillige Verstrickung aufgrund eines Tipfehlers darin haben Sie wohl nicht vergessen. Es war damals einer meiner ersten
    Blogbeiträge, ich habe zum Schluß nicht Korrektur gelesen und kannte auch personelle Verbindungen in keiner Weise. Und es hat mir wirklich leid getan, als ich sah, daß Sie das tangiert hat. Es war nicht eine meiner kleinen Bosheiten, die ich mir später gelegentlich erlaubt habe…

  122. @Vroni: Also, Monopoly habe...
    @Vroni: Also, Monopoly habe ich weder als Kind noch als Erwachsener jemals gespielt.
    Dieses Spekulieren und Bescheißen fand ich nie spannend. Deshalb bin ich ja auch nicht Politiker, Pfarrer oder Unternehmensberater geworden…

  123. Liebster...
    Liebster Specialmarke,
    Politiker und Unternehmensberater, die sind wohl arg anfechtbar.
    Abgehalfterte Poltiker werden wohl auch gern Monopoly-, ähm Lotto-Präsident. Ruhiger Job.
    .
    Aber sagen Sie an: Was lässt Sie ausgerechnet Pfarrer in dieser Reihe als Spekulierer und Betrapser darstellen?
    Nicht, dass ich diesen Beruf als gänzlich unanfechtbar empfinde, aber als geldgierig sind Pfarrer heutzutage eher weniger positioniert.
    (Im Mittelalter vielleicht schon, im Bund mit Mönchen und Klöstern, aber das ist lange her…)

  124. Hi Holly01,
    die...

    Hi Holly01,
    die Personalveraenderungen bei Druckverschaerfung nicht vergessen: Radikale gewinnen an Boden u. ruecken von einem best. Punkt an in die Fuhrungspositionen auf. Gutes Beispiel: die Radikalisierung der Franz. Revolution, als diese im Fruehjahr 1793 selbst auf der Kippe stand, gefaehrdet durch gegenrev. Truppen u., im Innern, durch die Vendee-Revolten.
    Vier Wochen nach dem franz. Sieg bei Fleurus war der Spuk der Jakobiner-Herrschaft vorbei.
    MfG
    G.S.

  125. specialmarke, so jung sind Sie...
    specialmarke, so jung sind Sie noch? Dürfen Sie da schon kommentieren.

  126. Herr von Schirrach kommentiert...
    Herr von Schirrach kommentiert unsere Münchner Justiz:
    http://diepresse.com/home/kultur/literatur/593867/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/literatur/index.do
    In Deutschland haben zuletzt außergewöhnlich viele Strafprozesse für Aufsehen gesorgt. Der Brunner-Prozess, das Verfahren gegen die Sängerin Nadja Benaissa und die Causa Kachelmann. Welcher hätte Sie als Verteidiger gereizt?
    Vergewaltigungsprozesse sind nie interessant, weil man eigentlich nur zwei Zeugenaussagen hat. Die Aussage einer Zeugin und das Abstreiten durch einen Beschuldigten und selten weitergehende Beweismittel. Bei der Sängerin ist die Rechtsfrage nicht uninteressant. Ob jemand, der Aids hat, mit anderen ungeschützt schlafen darf, ohne darauf hinzuweisen. Als Prozess vollkommen absurd natürlich. Man will sich ja nicht dauernd darüber unterhalten, wer mit wem schläft. Und der Brunner-Prozess ist interessant, weil es um ganz essenzielle Fragen geht. Der eine der beiden jungen Männer hat die Höchststrafe bekommen. Und das ist schon merkwürdig, weil man sich den umgekehrten Fall vorstellen muss. Wenn Brunner nicht zuerst zugeschlagen hätte, hätte der Täter genau die gleiche Strafe bekommen. Es gibt also nichts Schärferes. Dadurch sagt das Gericht, es ist egal, ob er zuerst zugeschlagen hat oder nicht.

  127. Hier wurde soviel über...
    Hier wurde soviel über Spielen und Spielerverhalten geschrieben, aber nichts
    über die „Spielernatur“, kennt die keiner?
    Ich kenne -imAlltag- Menschen(Frauen)- die von sich wissen, daß sie eine Spielernatur sind.
    .
    Sie spielen klar definierte Spiele und nur im Bekannten-Familien- oder Freundeskreis und nie um Geld.
    Sie kennen ihre hohe Risikobereitschaft -im Spiel- und was für sie schlimmer ist,
    sie können einen Spielgewinn nicht mehr hergeben, selbst dann nicht, wenn es
    denn Partner ruiniert.
    Aus dieser Kenntnis heraus, habe ich mir mal die Frage gestellt: wieviele echte
    Spielernaturen es wohl unter den Glabal Player gibt.

  128. @ eire77. Der Kachelmann -...
    @ eire77. Der Kachelmann – der Schweizer Wetterfrosch :-) Sieht so nett und freundlich aus, oder? Nicht mein Typ.

  129. "mehr sportlichen Ehrgeiz,...
    „mehr sportlichen Ehrgeiz, für den ich um so mehr anfällig bin, als ich anderweitig – sagen wir mal, beim Bloggen für die FAZ – keine echten Herausforderungen mehr sehe.“ Das merkt man. Schade drum. Aber es war doch schön.

  130. Werter Don, habe mir auch...
    Werter Don, habe mir auch schon des öfteren die Fontanelle beim Fahrradfahren gestoßen, jedoch nicht in solch ergötzender Umgebung. Möglicherweise blieb was zurück. Pardon.
    Spiele nach wie vor am liebsten Bierlachs bis fünfhundert.

  131. @Campagnologreis: Ab wann darf...
    @Campagnologreis: Ab wann darf man denn hier kommentieren? – Am Anfang dachte ich immer, dies hier wäre gewissermaßen der FAZ-Kindergarten und ich ein alter Herr.
    Heute weiß ich, es handelt sich hier um einen Altherren(&Damen-)club ohne Altersbeschränkungen nach oben…Wenn ich vor 20 Jahren mit meinen Kindern „Mensch ärgere Dich nicht“ gespielt habe…ein bißchen rechnen können Sie doch?
    .
    @Vroni: Das mit dem Pfarrer wurde mir von „steelydan, 11:25“ unterstellt. Ein Zusammenhang von Spielsucht und Religion sehe ich höchstens in der Form, daß diejenigen, die dem Glauben oder der Spielsucht frönen (schönes Wort, das auszusterben droht), das Paradigma der Aufklärung nicht hinreichend verinnerlicht haben und sich irrationalem Wünschen und Hoffen hingeben…

  132. specialmarke, ich erinnere...
    specialmarke, ich erinnere mich nur deshalb daran, weil ich das Denken in
    Abwärtsspiralen mit den dazugehörigen Einstellungen und Verhaltensweisen,
    selbst versuche mir so gut es geht vom Leibe zu halten.;-)
    …wenn Sie so wollen – mein Problem!

  133. sterne, was ich damit sagen...
    sterne, was ich damit sagen will: Als ich hier angefangen habe, wollte ich unbedingt der Beste sein. Nicht nur besser, sondern gleich um den Faktor 3, 4 besser. Heute ist es so, dass der letzte Beitrag allein bislang 430 Kommentare hat, also mehr als 12 andere Blogs bei der FAZ bislang bekommen haben, und ich nehme es genauso zur Kenntnis wie die „nur“ 130 Kommentare hier. Am Anfang war ich kribbelig, weil ich nicht sicher wusste, dass ich es kann. Heute läuft es, aber ich habe nicht den Ehrgeiz, es mit besonders kontroversen Themen auf neue Höhen zu treiben.

  134. Der Ansatz ist hinterfragbar....
    Der Ansatz ist hinterfragbar. Ist ein Blog mit 100 Kommentaren besser als einer mit 10? Sind Sie wegen der Menge der Beste unter den FAZ-Bloggern? Sind wir dann die besten der Kommentatoren? Ist Quantität das Merkmal des „besten“?
    .
    Phokian wandte sich, als ihm das Volk applaudierte, irritiert zu seinen Freunden: „Was habe ich denn falsches gesagt?“

  135. In Erinnerung an die...
    In Erinnerung an die Diskussion zu Schreckenberg und Duisburg und Staus.
    http://www.bmwgroup.com/d/0_0_www_bmwgroup_com/forschung_entwicklung/science_club/veroeffentlichte_artikel/2005/news20055.html
    Nichts ist vergänglicher als angewandte Forschung, die von politikern ausgeschlachtet wird.
    Über Fachzeitungen:
    http://www.springerlink.com/content/tkk58858405t5107/
    Und so endet das dann:
    http://www.faz.net/s/Rub58F0CED852D8491CB25EDD10B71DB86F/Doc~EC5EB1C39B1894F51A2833D5D5B396646~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    oder
    http://www.derwesten.de/waz/rhein-ruhr/Ruhrpilot-absturzgefaehrdet-id752790.html
    Nochmals zur Erinnerung: Das ist das Umfeld in dem auch die Spin off Firmen entstanden, die zur Loveparade in Duisburg GA erstellten

  136. Gut, es gibt insofern...
    Gut, es gibt insofern Unterschiede, als man relativ leicht schlechte Blogs identifizieren kann, gemäss der gängigen Aufgabenstellung eines Kommunikationskanals: Wenn die Leser dauerhaft nicht mit einem reden wollen, sollte man nicht bloggen, da tut es jeder normale Beitrag. Es gibt umgekehrt so etwas wie das „Da draussen warten sie alle schon auf den nächsten Beitrag“ – ich schalte einen Beitrag hoch, und nach 2 Stunden geht er schon knapp auf die 1000 Leser zu, die schon gewartet haben. Dass man etwas schreibt, was die Leute gezielt suchen und lesen wollen. Das ist ein gutes Blog, und wenn ich mal drei Tage nichts schreibe, bekomme ich auch Mails, die sagen: Wir warten. Mach endlich.
    .
    Umgekehrt habe ich oft zwei Eindrücke (und das betrifft nicht nur die FAZ, sondern alle professionell betriebenen Blogs bei Medien): Da sind die einen, die sich vorher gedacht haben, dass sie ganz tolle Autoren sind und sie nur lange genug bloggen müssen, dann brummt der Laden – und wenn er es nicht tut, kommen Ausreden und arrogante „Ist mir doch egal“-Einlassungen, Hauptsache man muss sich keine Gedanken darüber machen, dass man versagt hat. Und da sind die anderen, die endlich mal wieder was schreiben müssten und dann halt mal wieder was zusammenschmieren. Oder klauen. Oder übernehmen. Oder sonstwie qualvoll und lustlos abschicken. Ich glaube, dass Leser nicht so dumm sind, dass sie es nicht merken.
    .
    Bloggen hat meines Erachtens sehr, sehr viel mit Leidenschaft zu tun. Und das ist nun mal bei Journalisten nicht so oft anzutreffen.

  137. specialmarke,...
    specialmarke, (rechnegrübel…also…) gratuliere ich zur Lebensmitte. Der beste Kommentator, sterne, ist filou. Also der Menge nach. Oder der HansMeier555. Oder ein anderer älterer Herr. Donna Laura vielleicht.

  138. Oder auch, woran ich merke,...
    Oder auch, woran ich merke, dass die Leser speziell dieses Blog suchen (und das sehe ich durchaus im Vergleich mit den Zahlen anderer Blogs): Selbst wenn der neue Beitrag der Stützen von der Hauptseite komplett verschwunden und nur noch durch klicken in die Tiefe erreichbar ist, laufen in den nächsten 48 Stunden in aller Regel mehr Leser ein, als durch eine normale Schaltung auf der Hauptseite kommen. Und das allein sind dann wiederum sehr oft sehr viel mehr Leser, als andere für ihre gesamten Beiträge bekommen. Ich weiss nicht, warum das so ist, warum so viele hier sind und nicht woanders – aber es ist so.

  139. @DA, 16:16, 16:47
    Dann...

    @DA, 16:16, 16:47
    Dann erhalten Sie sich bitte Ihre Leidenschaft für Qualität und für Themen, die etwas quer zu den Toptreffern in Google-News liegen. Die Themen der letzten Blogs waren richtig und wichtig. Es schadet aber bestimmt nichts, wenn man sich wieder etwas mehr Distanz schafft. Die andauernde Suche nach kontroversen Themen führt leicht in die Falle, in der sich die Medien ohnehin schon befinden – einen Aufreger nach dem nächsten zu produzieren.

  140. @ DA: Ich stelle vergnügt...
    @ DA: Ich stelle vergnügt fest, Sie begreifen sich inzwischen als Journalisten…woher der Sinneswandel?

  141. @minna: Ich sagte doch, es war...
    @minna: Ich sagte doch, es war ein Schreibfehler – nichts weiter…

  142. @Campagnologreis: Ihre...
    @Campagnologreis: Ihre Rechnung enthält zu viele Unbekannte. Und dann scheinen Sie noch nicht alle Kommentatoren zu kennen, wenn sie z.B. Filou zu den Mengenlieferanten zählen. Blättern Sie mal zurück…

  143. Manchmal habe ich einfach...
    Manchmal habe ich einfach Lust, etwas zu grossen Themen zu schreiben, weil ich den Eindruck habe, dass etwas fehlt – gerade, wenn es um meine Kreise geht, in die normale Journalisten keinen Zugang haben. Die Debatte um eine neue, echte konservative Partei ist so eine Sache: Vollkommen lächerlich, diese Partei als Sammelbecken komischer Meinungen könnte zwar vielen etwas bieten, aber es wäre gleichzeitig so viel an harten Themen dass die meisten gleich wieder abgestossen wären. Man bedenke nur mal das Thema „Todesstrafe für Kinderschänder nach den Erlebnissen rund um die katholische Kirche“. Oder „Vertriebenenpolitik in besseren Wohngegegenden, wo man diese Leute als „Barackler“kannte“. Grob gesagt glaube ich nämlich, dass der Liberalismus der CDU der Kitt ist, der den ganzen konservativen Laden überhaupt zusammenhält. Aber das versteht man vermutlich nur, wenn man unter solchen Menschen lebt, und nicht bei den Parteistrategen abhängt.

  144. Üblicherweise werden...
    Üblicherweise werden Zeitungsfritzen nach Zeilen bezahlt. Bei Blogchefs ist das natürlich gaaaaaaanz anders.

  145. Holly01@: Wunderbar wie Sie...
    Holly01@: Wunderbar wie Sie das so locker feuilletonistisch des Längeren ausgeführt haben in ihrer Argumentationskette. Es rührt mich dann immer so merkwürdig an Dergleichen zu lesen. Für mich ist dieses neudeutsche aufgeregte, risikolose Beken-nertum zu Toleranz, Aufklärung etc. gespielter Krampf um am Wesentlichen mehr oder weniger diskret, aber unbeirrt, sich vorbei zu mogeln. Der heutige politische Tag zu Berlin zeigt es mal wieder in aller Deutlichkeit. Will sagen, man kann diese Begriffe trefflich instrumentalisieren um sich ein hehres Mäntelchen anzuziehen. Ein Spiel mit gezinkten Karten.
    ..
    Seien Sie überzeugt dass Sie hier schreiben können, hat viel damit zu tun, weil die „Untergruppe“ Juden unbequem sich des öfteren in unsere Geistesgeschichte durchaus befruchtend hieneingespielt hatte. Dass sie, die Juden sich als auserwähltes Volk sehen, ist für mich eher eine transzendente Angelegenheit, darüber zu diskutieren dürfte diesen Rahmen sprengen, könnte sich aber durchaus lohnen. Wobei noch die letzte Anmerkung gestattet sei, Transzendenz ist heutzutage immer noch ein durchaus frischer Aktivposten, wenn auch im gegenwärtigen Europa ein eher wenig gefragter fast schon belächelter.
    specialmarke@:Wie herrlch aufgeräumt es in Ihrem Stübchen zugeht, kein einzig irrationales Stäubchen zu finden. Das Paradigma der Aufklärung, was ist das für
    ein seltsames Getier? Da kichern ja von oben die Herren Adorno & Horkheimer.
    http://www.offene-uni.de/archiv/textz/textz_phil/dialektik_aufklaerung.pdf

  146. Steelydan, basteln Sie ruhig...
    Steelydan, basteln Sie ruhig noch ein wenig an Ihrem Weltbild – es könnte dadurch vielleicht differenzierter werden…Und Zeitungsfritzen gibt es heute nicht mehr. Es heißt jetzt Contentmanager!

  147. Oh Plindos......
    Oh Plindos…

  148. Zurückblättern!?...
    Zurückblättern!? specialmarke, ich bitte Sie. Das mache ich im Stift, apäter. Aber wenn Sie es zu wissen scheinen: Wer ist den der König der Kommentare?

  149. @Grandmitvieren
    dialektik der...

    @Grandmitvieren
    dialektik der aufklaerung: Dieser Literaturtip rettet noch jeden Abend und Blogg

  150. @ specialmarke: alea iacta est...
    @ specialmarke: alea iacta est – hab doch meinen Roubinicon gelesen. Schwarze Geier in Abwärtsspiralen überm Styx. Früher waren Bürgschaften noch Ehrensachen, heute zahlen Dritte die Zeche.
    PS: Meine Wänste spielen „Call of Duty“ mit wachsender Begeisterung.

  151. @ Grandmitvieren 13. September...
    @ Grandmitvieren 13. September 2010, 17:25 :
    Toleranz ist notwendig weil man, sobald etwas konkret wird entscheiden muss welche Aspekte man betont. Herummogeln ist natürlich bequem und kommt besser an als eine klare abgegrenzte Positi9on zu beziehen.
    Aber werter Grandmitvieren, das gilt doch für alle Themen oder?
    .
    Zur Substanz : Aus dem Handgelenk geschossen : Die Juden sollten nicht in dem ehemaligen Protektorat Palästina sein, sie sind dorthin gezogen ohne das irgendeiner der damaligen Bewohner sie darum gebeten hätte.
    Sie haben das Land besetzt. Die Palästinenser (übrigens ein westlicher Begriff, so weit ich weiss, denn das Volk als solches scheint eher eine Ansammlung zu sein) wurden vertrieben und sollen darüber verhandeln, dass sie nie wieder in ihr Stammgebiet dürfen. Kaum zu glauben, das die das nicht machen wollen.
    Es gibt für mich eine Zweiteilige Lösung :
    Zum Einen wird das UN-Protektorat wieder aktiviert. Wer dort leben möchte kann dies tun. Wer seinem Glauben nachgehen möchte kann dies unter unter der Friedensgarantie der UN tun.
    Zum Anderen, die Juden sollten dorthin zurück gehen wo sie herkommen : Europa und da vornehmlich Deutschland.
    Damit das klappt sollten sich alle einmal in Ruhe fragen, wie es möglich wäre, Progrome in der Zukunft zu verhindern. Quasi Ursachenforschung auf Seiten aller Beteiligten. Das beinhaltet eine Aussöhnung, diese kann aber nicht von den Deutschen angeboten werden, da wir ja (als Volk) die Haupttäter waren.
    .
    Deutsch-Russische-Polnische Geschichte : Polen wurde 1939 besiegt und hat kapituliert. Deutschland wurde 1945 besiegt und hat kapituliert. Russland hatte nach 45 alle Rechte und keine Pflichten.
    Die Westverschiebung von Polen wurde von Deutschland mehrfach anerkannt. Von Polen nicht, jedenfalls nie vorbehaltlos.
    Die EU ermögliche es jedem Deutschen oder Polen in Schlesien, Berlin oder Bayern zu wohnen.
    Ich sehe kein Problem, abgesehen von den persönlichen Schicksalen und den daraus resultierenden Vorbehalten.
    Die Ostschiene ist für mich sogar die Möglichkeit das Deutschland zu Friedensverträgen kommen könnte. Zumindest mit Russland und Polen.
    .
    Westeuropa : Russland, Türkei und Joguslawien gehören zu Europa. Man mag über das „Wie“ streiten, aber an der Tatsache gibt es kein vorbeikommen.
    Deutschland als zentraler Teil von Europa hätte die Aufgabe mitzuwirken, kann dies aber wegen seiner Vergangenheit nur eingeschränkt.
    Nach Friedensverträgen mit polen wäre also zuerst daran zu denken Deutschland dort zu verankern, wo es hingehört. Friedensverträge mit den BeNeLux-Staaten, Frankreich und (das ist ein Paradoxon, aber ich sage mal die Verhältnisse von heute akzeptieren bedeutet konsequent handeln) auch mit Österreich.
    .
    Substantiel genug?

  152. @DA, 17:13.
    Ich denke schon,...

    @DA, 17:13.
    Ich denke schon, dass es die Insiderperspektive ist, welche die Leser anspricht. Es ist aber auch die Möglichkeit, einmal über Haltungen und Werte diskutieren zu können, die einerseits nicht nur Konsum als gemeinsamen Nenner haben und andererseits nicht auf religiöse Begründungen beschränkt sind. Das ist es jedenfalls, was mich an Ihrem Blog interessiert. Gleichzeitig ist dies bekanntlich auch genau das Thema, welches das CDU/CSU- Lager umtreibt. Diese Orientierungssuche kann nicht durch eine neue Partei gelöst werden, da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Dort würden sich nur die Krakeeler versammeln.

  153. specialmarke, wollen wir uns...
    specialmarke, wollen wir uns dauerhaft mißverstehn, bitte nicht.

  154. @BertholdIV: na, dann viel...
    @BertholdIV: na, dann viel Spaß! Die Herren Adorno und Horkheimer lachen nicht – haben wahrscheinlich nie gelacht – sie sind tot…

  155. @Don Alphonso – das...
    @Don Alphonso – das spannendste ist, dass man nie weiß, was sie als nächstes schreiben. Dieses Mal ist es sogar so, dass Sie Ihre eigenen interessantesten Äußerungen erst dann gemacht haben, nachdem der Blog längst von der Hauptseite verschwunden war.

  156. Wehrter Don,
    ich hoffe doch...

    Wehrter Don,
    ich hoffe doch das Sie Zeit und Gelegenheit haben die Karten in
    angenehmer Gesellschaft zu benutzen.
    Herzlichst P.

  157. Paulchen, die sind als...
    Paulchen, die sind als Zeitvertreib gedacht, wenn der Wagen liegen bleibt.
    .
    Der Tiger, es ist halt so, dass ich nicht zum Sklaven des Blogs und seiner Geschwindigkeit werden möchte.

  158. Es gibt vielleicht...
    Es gibt vielleicht interessantere Spielchen mit der Beifahrerin, wenn das italienische Spitzenprodukt (wiedermal?) seinen Geist aufgibt. Mit der OPEL-Garantie wär man ja gleich im nächsten Hotel.

  159. Und immer dampft das...
    Und immer dampft das Weihrauchfass.

  160. @specialmarke
    Die sind tot,...

    @specialmarke
    Die sind tot, sagen Sie bloß. letztens in der Ausstellung im jüdischen Museum in Frankfurt, habe ich aber noch Fotos gesehen

  161. 18.01.2009 Sonntag
    Jeden Tag...

    18.01.2009 Sonntag
    Jeden Tag träume ich von einem Tag, von einem Morgen des Tages, noch genauer, von einem Moment dieses Morgens, an dem ich zu ihnen sagen kann, „hallo, ihr alle, es war schön mit euch gearbeitet zu haben, ich habe gekündigt, viel Glück!”.
    Wenn der Tag tatsächlich kommt, soll mein letztes Wort „Glück” sein. Ich werde allen nur Glück wünschen. Weder Wiedersehen noch viel Spaß.
    Ich arbeite bei einer Internetplattform die viel mit Glück zu tun hat. Ich bin angestellt als eine Kundenbetreuerin, um den Leuten, die weltweit Glück haben wollen und möchten, zu unterstützen. Wie wunderbar! Glückssupporterin! Aber etwas Absurdes gibt es doch bei uns, es sei tabuisiert, das Wort Glück zu sagen. Unter uns sagen wir, wer das Wort Glück ausspricht, wird gefeuert. Bei uns gibt es kein Glück, es existiert nur die Strategie. Um das Glück zu fangen solle man eine Strategie haben und die kann man lernen, die kann man aufbauen und verwalten.
    So ist es. Darum nennen wir die Firma eine Strategieschule. Wir bringen den Glückserwartenden bei, wann der beste Moment sei die Karten auf dem Tisch zu legen. Sowohl „aufs Glück“, als auch „zum Glück”. Trotz allmöglicher Glücksangebote sehne ich mich jeden Tag danach, auf mein Glück zu verzichten.

  162. Don Alphonso13. September...
    Don Alphonso13. September 2010, 17:13
    .
    Die Debatte um eine neue, echte konservative Partei ist so eine Sache: Vollkommen lächerlich, diese Partei als Sammelbecken komischer Meinungen könnte zwar vielen etwas bieten, aber es wäre gleichzeitig so viel an harten Themen dass die meisten gleich wieder abgestossen wären.
    .
    das problem liegt tiefer: was soll diese konservative partei denn nun konservieren?
    die interessen der grossagrarier?
    das sind heute ehemalige lpgs, die vor zwanzig jahren in gmbhs umgerubelt wurden. das mit dem ökoschmöko ist was für die akademischen grünen in universitätsstädten, für die kommt die milch aus dem ökoladen.
    die interessen der industriellen?
    wer sind ide eigentlich? am ende sind das die, die gemerkt haben, dass mutti merkel als die idelle gesamtsozialdemokratin ihnen mehr von nutzen ist, als die ganze f.d.p.
    die interessen des klerus?
    das von wegen thron und altar klappt heute auch nicht mehr so. die pfaffen der verschiedenen bekenntnisse sind heute doch glatt überflüssig, wer nimmt die noch ernst. das kinderschänden ist nur der letzte anlass, sich darüber im klaren zu werden, dass die keiner wirklich braucht.
    die interessen des militärs?
    das waren lange zeit wirtschaftliche interessen, so wie man die autobahn ohne geschwindigkeitsbegrenzung wollte, weil das autos verkaufte, wollte man eine grosse armee, um das ganze knallpuffpengbumm auch verkaufen zu können, an die eigenen, die verbündeten, die den verbündeten nahestehenden. offenbar interessiert das zeug niemand mehr, genausowenig, wie die bundeswehr irgend jemand, den herrn vonundzu mit einbegriffen, interessiert. das sind welche, die für gutes geld einen unbequmen job machen, selber schuldig, also schluss mit dem geschrei.
    die vertriebenen?
    das war lange zeit eine sichere bank der csu, so ähnlich wie die katholischen landwirte im ländlichen raum. tatsächlich ist es seit der letzten vertreibung schon etwas her und die gelungene integration hat dazu geführt, dass die nicht mal mehr auf patronage angewiesen sind, hat man worte. ganz im gegenteil, die staatsknete für diese leute hat dazu geführt, dass da einige unappetittliche gestalten, kackbratzen würde sie der hausherr nennen, ein betätigungsfeld gefunden haben. auch wenn es den landsmannschaften wehtut, sie sind entbehrlich geworden. ist auch logisch, wer wirklich wieder dorthin ziehen wollte, hat bereits seit zwanzig jahre die gelegenheit dazu gehabt.
    .
    Man bedenke nur mal das Thema „Todesstrafe für Kinderschänder nach den Erlebnissen rund um die katholische Kirche“. Oder „Vertriebenenpolitik in besseren Wohngegegenden, wo man diese Leute als „Barackler“kannte“.
    Grob gesagt glaube ich nämlich, dass der Liberalismus der CDU der Kitt ist, der den ganzen konservativen Laden überhaupt zusammenhält.
    .
    na ja, ein paar posten gibts da sicher auch noch zu vergeben, auch wenn man sich da mittlerwweile bei schicken akademikersgattinnen und anderen krampfhennen verschiedenen geschlechts anbiedern muss. das mit dem liberalismus ist so schlecht nicht, so lange die zeiten keine anderen sind, können wir nicht drauf verzichten. erst wenn es ganz anders geworden ist, dann können wir im westviertel wieder punkten, wenn wir zucht und ordnung im ostviertel versprechen.
    dann wählen uns die im ostviertel auch wieder, für die ist zucht und ordnung noch sowas wie ein versprechen, keien drohung.

  163. lieber geschätzter Don...
    lieber geschätzter Don Alphonso, danke für ihre einlassungen zum blog – und meine herzlichen glückwünsche! über ihren erfolg freue ich mich sehr. wenn ich im netz irgendwo gerne bin, dann hier – und in britannischen buchten.
    .
    liebe minna, verzeihen sie, ich vergass in der ektik vor ein paar tagen auf eine frage von ihnen zu antworten, das war keine absicht: b. tuchman, nein. das 14. jh. war ein beispiel. beginn der frührenaissance. für mich der beginn modernen denkens, alles davor ist, ganz grob formuliert, antike in unterschiedlichen intensitätsvarianten, die auch, aber andere vorzüge hat.

  164. Der Gärtner, Weihrauchfässer...
    Der Gärtner, Weihrauchfässer dampfen nicht.

  165. Und weil es an anderer Stelle...
    Und weil es an anderer Stelle der Bloggerei ein wenig Gemaule gab, wie fein doch Sportwetten seien, hier noch ein kleiner Nachtrag über deren Schiebungstücken:
    .
    http://www.tagesschau.de/inland/faktfussball100.html
    .
    Aber mit sowas beschäftigt man sich ja vermutlich nicht so gerne, als parteiischer Fan des Zirkus.

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