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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Rechts von der Union, in den Schlangengruben

| 292 Lesermeinungen

Es ist leicht, rechte Forderungen aufzustellen. Auch eine Parteiengründung harter Konservativer sollte nicht schwer sein. Aber wenn man damit Wahlen gewinnen will, muss man Wählern Konservatives auch fest zusagen. Zu dumm, wenn plötzlich des einen Konservativen Begehr des anderen Konservativen Alptraum wird.

Grüss Gott!

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Ich möchte Sie, liebe Leser, auf eine kleine Radtour durch politisch allerschwärzeste Gefielde einladen, vom Tegernsee hoch zum Sylvensteinspeicher, dann zum Isartal hinunter und an der Jachenau vorbei; einem idyllischen Seitental, aus dem der Vater einer lieben Freundin stammt, und die, obwohl selbst schwarz bis in die Knochen, hat mir folgende Geschichte erzählt:

In den frühen Zeiten der Bundesrepublik war die Jachenau komplett schwarz. Man ging am Sonntag in die Kirche und dann zur Wahl, und alle wählten die eine Staatspartei. Doch irgendwann in den 60er Jahren gab es plötzlich – die Wahl war ja geheim – eine Stimme für die SPD. Einer unter ihnen hatte sie alle verraten, und so kam das Misstrauen in die Jachenau. Zuerst dachte man noch, dass einer da versehentlich sein Kreuz an der falschen Stelle gemacht hatte, aber auch bei der nächsten Wahl: Wieder ein Sozi. Schnell hatte man den Verdächtigen ausgemacht, der natürlich alles bestritt, aber umsonst, hatte er doch ab und zu auf die Staatspartei geschimpft. Man schnitt ihn, es wählte weiterhin jemand rot, bis der Verdächtige starb und begraben wurde. Danach – wählte immer noch jemand rot. Man hatte den Falschen beschuldigt und ausgestossen.

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Das, liebe Anwesende, ist konservativ, wie es früher war. Kein modisches Bapperl, keine Versuchung in der Wahlkabine, keine Richtung einer gestückelten Parteispende und kein schlauer PR-Berater, sondern eine Lebenseinstellung ohne Alternative. Bewahrung, und wenn es den Gegner das Leben kostet. Eine echte Ideologie, wie der Kommunismus, nur eben andersrum. Konservativ und Coexistenz gingen nicht zusammen.

Was dann „konservativ“ gewesen ist, was man daraus realpolitisch machte, was jenseits der Jachenau in Bad Tölz, gar im fernen München oder bei den Todfeinden in Bonn passierte, war nochmal eine andere Frage. Wenn nun aber darüber laut nachgedacht wird, eine konservative, echt konservative Partei zu gründen, ohne das, was man bei der CDU und CSU als sozialliberale Tendenzen zu erkennen gewillt ist, und dabei führende Personen jener Strömungen mit einschliessen will, die eine gewisse Unzufriedenheit symbolisiseren – wenn man darüber spekuliert, hat man als Wähler nicht die schwarze Jachenau, sondern diverse Gruppen, die sehr speziell konservativ bedient werden möchten. Und nachdem ich in diesen Kreisen aufgewachsen bin und trotz roter Tendenzen nicht gesteinigt wurde, meine ich hier auch auf ein paar Probleme bei diesen Ansprachen hinweisen zu können.

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Nehmen wir nur mal die in wirklich konservativen Kreisen beliebte und wohlfeile Forderung nach der Einführung einer Todesstrafe für Kinderschänder, oder wenigstens ein Internetpranger. In der Jachenau hätte man da sicher nicht lange gefackelt, aber wir leben nun mal 2010, und die Kinderschänder sind nicht mehr nur irgendwelche finsteren Gestalten, sondern, man wird sich vielleicht erinnern, auch der ein oder andere Angehörige der katholischen Gesitlichkeit. Soll man die auch auf das Schaffott bringen, oder im See ersäufen?

Umgekehrt stösst katholischen Kreisen die Zulassung von Abtreibungen und die Banalität von Scheidungen seit jeher sauer auf, denn damit werden Todsünden legalisiert und Familien zerstört. In einem Aktionsprogramm einer neuen rechten Sammlung müsste das ganz oben stehen, für das Leben, die Familie, für geordnete Verhältnisse und gegen den Sittenverfall, wie auch mit Porno und Spielsucht. Eine begrenzt leckere Angelegenheiten ist das jedoch für Angehörige der akademischen Kreise, die nun für Herrn Sarrazin und seine eugenisch begründete Wurf- und Zuchtprämie für „Klügere“ in Höhe von 50.000 Euro sind, aber für die Karriere gern auch schon mal abtreiben, eine Scheidungswahrscheinlichkeit von über 50% aufweisen und Konzepte wie die gottlose Patchworkfamilie vorexerzieren, bei deren Vorstellung wiederum der Betschwester in Bettbrunn der Rosenkranz platzt: So leicht ist der Konflikt, ob der Bauch nun der Frau, der Kirche oder den kranken Zuchtphantasien geschasster Bundesbanker gehört, nicht zu lösen, selbst wenn Frau Steinbach von Parteien rechts der CDU munkelt.

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Diese Gründungen, da muss man ihr fraglos recht geben, verlangen natürlich auch nach einer Gruppe, die bei den Nachfahren der Vertriebenen im Sinne von altheimatverbunden und national denkend nicht selten ist. Ohne jede Frage hätte Westdeutschland schon in den 50er und 60er ohne die CDU-nahen Vertriebenen politisch ganz anders ausgesehen. Gerade wir in Bayern haben viele davon aufgenommen und sie laut CSU zum „5. Stamm“ gemacht. In meiner Heimatstadt hat man ihnen ein Museum mit Haus gegeben, das so gut wie nie geöffnet ist, es gibt hier eine Förderung und dort ein Lippenbekenntnis und allerorten eine deftige Klientelpolitik, um diese Gruppe bei der richtigen Laune zu halten, auch über 60 Jahre nach den Vertreibungen. Ich verrate hier kein Geheimnis, wenn ich die Sager vom Wochenmarkt wiedergebe, dass es mit denen langsam reicht, und wie lange die Bara – hier folgen schlimme Worte, für deren Erwähnung man mich sicher kritisieren würde – sich noch durchfressen wollen. Anders gesagt: Vertriebenenfunktionäre mögen ihre Förderung verlangen, aber nicht jeder möchte das finanzieren.

So ähnlich dürfte das auch bei der Frage der Alten ausgehen: Traditionell haben solche Haltungen bei den Rentnern einen starken Rückhalt, und wollte man sie gewinnen, müsste man ihnen schmeicheln: Hier Opa, für Deine Aufbauleistung nach dem Krieg eine Rentenerhöhung, für unsere Familienideologie auch eine bessere Versorgung im Altersheim und die Reha nicht in Bad Gögging, sondern in Bad Wiessee. Da könnte und müsste man als konservative Partei sehr viel tun und versprechen, um gewählt zu werden. Von Opa. Aber vielleicht weniger von denen, die sich als Verlierer des Generationenvertrages sehen. Es sind nicht mehr die Jachenau und andere rückständige Täler, die angesprochen werden, sondern eine Vielzahl von Partikularinteressen, die sich alle konservativ nennen, weil sie nirgendwo besser aufgehoben sind. 

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Und dann ist da noch das Regionalproblem. Was die CDU und CSU nur mit enormen Spreizungen zu überdecken in der Lage sind, ist stets die wahre Kraft des Konservativismus: Das Wissen, dass im eigenen Dorf die Besten der Besten wohnen, und daneben geht es schon mit den Kriminellen los, und dann kommen sogar noch Franken, Sachsen und Preussen. Jede neue Sammlung müsste auch hier Brücken bilden, oder, wenn das wie erwartet nicht möglich ist, andere Ansätze zur Verfestigung suchen: Durch einen gemeinsamen Feind und eine Bedrohung von Aussen, und idealerweise durch einen Führer, der all diese Wünsche gleichermassen befriedigt und die Differenzen in sich auflöst, gewissermassen das personifizierte Abflussreiniger sich im Rohr nach Berlin blockierender Interessen.  Der Mann, der dafür sorgt, dass es flutscht. Der neue Haider, der all die Widersprüche mit etwas Rassismus, Feschismus und Milliarden einer Staatsbank zupflastern kann und zu früh gegen den Betonpfosten knallt, um die Folgen nicht ausbaden zu müssen. Ich fürchte, um so eine Figur in die Politik einbringen zu können, wird man eingedenk der Methode Sarrazin noch eine Weile die vorhandenen Talente auf der ganz rechten Seite kreuzen müssen.

Das kann dauern. So lange kann man natürlich weiterhin den sozialliberalen Kurs der deutschen Parteien und Gruppen rechts der Mitte verdammen und verfluchen, aber gerade das hat auch seinen Charme: Mit der Liberalisierung innerhalb der konservativen Schichten entstehen Sicherheitszonen, in denen die eigenen Extremisten eingebettet sind, und sich jederzeit ihren Forderungen ungestört hingeben können. Man kann die reine Lehre verteidigen und sich im Besitz der Wahrheit wähnen. Man kann weiterhin seine eigene, kleine Jachenau um sich scharen, und muss von den hohen Bergen des Liberalismus abgeschottet erst gar nicht befürchten, mit den Haderlumpen, Bazis und Verbrechern aus dem nächsten konservativen Dorf zusammen zu kommen, bei denen der Griff zum Bierkrug und die Platzierung desselben auf den Schädeln der anderen keine Notwehr, sondern allein der Verbesserung des konservativen Genpools geschuldet wäre. „Rechts von der CDU“ ist auch keine gemeinsame politische Basis, wie es das einigende Jammern über die windelweiche Politik der Union durchaus ist: Dafür gibt es hin und wieder Zuckerl, Zugeständnisse und Freibier.

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Schaun’S, liabe Lesa, i kimm vo dohea. I kenn de Leid. De san ned zwida, solong mas lost. Und de wissn scho seiba, wos braucha. Stein’S eana nua amoi an Bauarn aus da Jachenau im Baliana Einsteinkreis bei de offiziejn Gonserfadifn  voa. Nochad wissn’S, wos i moan. Dea dod sogn: Liachd aus, Messa raus, so wias bei uns z’Lichtmess hoid is. Es is, wias is mid dem Gonserfadismus. Und was dad da Baua sogn, wanns eam de poinischn Oarbeita wegnehma dadn, nua wei des da Saxnnazi so wui? Wos wahr, wenn pletzlich de Araber nimma an an Tegahnsee kemman dadn, wei des de Bolitisch Inkorrektn ned gfoid? Loss mas. Bassd scho.

Vageidsgod fias Lesn. Seavas.

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292 Lesermeinungen

  1. Neulich beim Blick auf den...
    Neulich beim Blick auf den Drehzahlmesser:
    fährt man bei halber Geschwindigkeit den Motor mit denselben Umdrehungen pro Minute, ist man gezwungen runterzuschalten…
    Heißt dass das der Motor auf einer Strecke mit halber Geschwindigkeit (30!) doppelt soviele Umdrehungen leistet als eigentlich notwendig und somit auch eher mehr verbraucht?!
    Wer hat den gesünderen Menschenverstand?!

  2. Ja, aber was ist mit dem...
    Ja, aber was ist mit dem Beispiel der USA? Die sind genauso heterogen und es klappt prima.
    Dort herrscht Freiheit, auch in den Abflußrohren.

  3. HansMeier555, ich würde...
    HansMeier555, ich würde sagen: Da drüben ist man eben noch sehr Jachenau, ganz im Gegensatz zu Deutschland.
    .
    N°5, in Mathe war ich immer schlecht, aber wenn ich vom gesunden Menschenverstand getroffen werde, lasse ich mich krankschreiben.

  4. Mir ist nicht bekannt, dass es...
    Mir ist nicht bekannt, dass es jemals einen homogenen Konservativismus gegeben hätte. Was konservative Strömungen phasenweise (und dann zumeist sehr wirkmächtig) zusammengehalten hat, war der gemeinsame Feind: „die Revolution“, „der Demokrat“, „der Bolschewik“, „der Jude“, „das Sowjetreich“, und heute vielleicht „der Muselmann“. In der spezifisch deutschen Variante spielt noch der Gedanke vom finalen Rettungsschuß gegen den vermeintlichen altbundesrepublikanischen Konsenses hinein, die ihren Ausdruck im aktuellen „Man-Wird-Wohl-Doch-Mal-Sagen-Dürfen“ findet – als ob wir im Westen zwischen 1945 und 1990 nicht von tausenden Machwerken aus dieser Ecke bombardiert worden wären.
    Gleichwohl, das Unternehmen als ein politisches ist beerdigt bevor es geboren wurde, und das hat der Hausherr aus einer bayerischen Perspektive ganz gut begründet.

  5. HansMeier555, was genau klappt...
    HansMeier555, was genau klappt denn in den USA prima? Reine Verständnisfrage; ich weiss nicht genau, worauf Sie sich beziehen.

  6. Werter Don,
    1. Der Löwe...

    Werter Don,
    1. Der Löwe hängt schief.
    2. Bauer Piepenbrink kann aber Ihren Nachbarn nicht verstehen. Ist wohl besser so.
    3. Seid Ihr selber schuld mit den „Vertriebenen“. Da haben wir schon alle Türken in Berlin und Köln, und Ihr habt noch ganz andere und ältere Probleme. Übrigens habe ich gelesen, daß die Zuwanderung aus dem Osten für manche westdeutsche Landstriche (zu denen ich Bayern mal dazurechne) wirklich eine genetische Auffrischung bedeutete.
    4. Die Konservativen können einem leidtun, mit den Scheidungsquoten, aber irgendeine Integrationsfigur taucht doch immer wieder auf. Ob dick und doof oder ostzonal naiv, ist doch egal.
    5. Araber am Tegernsee (und Zell am See auch), das ist gelungene Integration. Und ganz ohne Talkshowdebatte.
    6. Zum letzten Mal zum Sarrazin: 50.000 Wurfprämie mögen unklug sein, aber die Frage bleibt: Wie kann auch mal eine Akademikermutti einen dauerhaften, ordentlichen Job machen und ordentlich bezahlt bekommen? Derzeit bekommt der schwarze Autowerkstatttürke mehr (das soll er auch behalten und außerdem seine Gesellenprüfung machen).
    7. Vielleicht sollte Bayern den USA beitreten…

  7. die abgrenzung funktioniert...
    die abgrenzung funktioniert aber noch: http://www.youtube.com/watch?v=5r9oKohFD5A
    .
    schurz beiseite: die alternativlosigkeit der c-parteien für konservative kreise besteht nach wie vor. *)
    die fdp hat es ja mit medialer unterstützung grandios geschafft, sich ganz gründlich in den orkus zu schiessen, und das bei der ausgangslage:
    immerhin sind ziemlich viele zu den gelben ‚übergelaufen‘, die sich jetzt mit schmerzen an die werbung erinnern und sich ärgern, darauf hereingefallen zu sein. immer verbunden mit dem diktum, dass man sonst nichts hätte wählen können, nicht einmal die schwarzen.
    .
    und bevor man gar nichts wählt (das tun nur die staatsfernen), geht man halt hin und macht seufzend sein kreuzchen bei den schwarzen – und schlägt drei kreuze, auf dass merkel nicht wieder über sozialdemokratisierte stränge schlüge.
    .
    es ist nicht gesagt, dass eine partei rechts der c-parteien nachhaltiger einschlüge als die linken, zu denen sie das passende gegenstück wären.
    es kommt eben darauf an: dumpf ist halt immer schlecht. und ein wenig über geschichtliche verhältnisse in europa zu wissen u n d auf dem boden des verfassungsrechtes zu stehen, kann nicht von nachteil sein, und wird von der klientel sehr geschätzt.
    .
    mein zweiter lieblingsgrossonkel hat einen treffenden, hier aber nicht zu wiederholenden satz über die stonebrook geäussert …
    .
    *) aber verlassen sollten sie sich nicht darauf. das sind keine lorbeeren, sondern bestensfalls rezent verrottete salatblätter aus der biotonne, auf denen sie sich gerade ausruhen.

  8. Wird mal wieder spät. Last...
    Wird mal wieder spät. Last question: Ist das Gerede über eine sechste Partei überhaupt ernstzunehmen? Dass ein Haufen Abweichler noch keine Partei ergibt, sondern nur ein buntes Sträußchen aus Einzelinteressen, spräche ja noch nicht gegen eine Parteigründung. Die West-Linken fingen auch mit nicht mehr an und wären ohne die Ex-PDS immer noch ein loser Haufen (genauer gesagt, ein noch loserer Haufen, als sie es immer noch sind). Für mich ist da noch keine echte Absetzbewegung erkennbar, nur Säbelgerassel.

  9. Fa-bel-haft, lieber Don.
    .
    Da...

    Fa-bel-haft, lieber Don.
    .
    Da wird der eine oder andere in der Polit- bzw. Körperzellenredaktion nebenan schäumen.
    .
    Schönes rotes Radl übrigens.

  10. säbelgerassel.... oder...
    säbelgerassel…. oder schwanengesang.
    Irgendwann, vielleicht in der dritten generation, ist auch dem schlesischsten aller schlesier das hemd näher als rock, gleiches mag in der vierten generation auch für ostanatolien gelten. ein hurrah auf demographische lösungen und bis dahin darf halt nichts passieren.

  11. "Grüß Gott" wenn Sie ...
    „Grüß Gott“ wenn Sie denn einen haben? mfG T.

  12. Was ist denn verkehrt mit ...
    Was ist denn verkehrt mit den Franken?
    Fragt ein Westfale, mfG T.

  13. @HansMeier 555
    ich war 25 ...

    @HansMeier 555
    ich war 25 Jahre in den USA,, mein Eindruck ist inzwischen, daß die
    alte Freiheit inzwischen in den Abflußröhren verschwindet. Von Wegen
    freie Leute und freie Geister, for 200 Jahren vielleicht.
    mfG T.

  14. Wann wird es (endlich)...
    Wann wird es (endlich) Tag?
    Wenn man einen schwarzen von einem weissen Faden unterscheiden kann; nein, wenn man im Auge des anderen seinen Bruder erkennt. Wenn es dann Tag sein wird wird man bei Lichte betrachtet sehen dass es weder Konsservative noch Liberale, weder Linke noch Rechte gibt. Man wird Menschen sehen.

  15. Mich erstaunt immer wieder,...
    Mich erstaunt immer wieder, werter don, dass Sie eine community wie in der beschriebenen Jachenau, also einer „vormedialen“ Welt der political correctness, die ihren Mitgliedern ein psychologisches Kettenhemd aufzwang, von der aktuellen global community so klar und eindeutig abgrenzen können.
    .
    Folgern Sie aus der Tatsache, dass der Wertekonsens der Jachenau medial aufgelöst wurde, dass dieser nun anders und überzeugender gelebt wird?
    Liegt in der diametralen Differenz der religiös bestimmten Lebenswelt und der profanierten Organisation einer Ethik- und Menschenrechts-Community nicht eine sozialpsychologische Gemeinsamkeit?
    Und hat diese Gemeinsamkeit nicht etwas Erschreckendes?

  16. Was in den USA prima klappt:...
    Was in den USA prima klappt: Die Amalgamierung aller Rechten zur dominierenden politschen Kraft, über alle objektiven Interessengegensätze hinweg.

  17. Die US-Mittelklasse wählt das...
    Die US-Mittelklasse wählt das trotzdem:
    http://www.nytimes.com/2010/09/14/opinion/14tue1.html?_r=1&hp

  18. Sollen Sie doch eine...
    Sollen Sie doch eine „bad-party“ gründen, so wie unsere Elitenbanker ihre bad-banks, um dort dann das ganze Gesindel abzulagern, damit es seinen geistigen Müll pflegen kann – positiver Nebeneffekt: man hat jemanden, auf den man einschlagen kann, stellvertretend sozusagen.
    Dann hätten unsere verehrten(?) Politiker vielleicht wieder Zeit, sich um`s Wesentliche zu kümmern. Wer denkt auch mal an die Leute, die nicht ständig das Maul aufreissen, sondern bereit sind, anzupacken und ihre Arbeit zu machen, oder gerne machen möchten? Langjährige Erfahrung zeigt, dass es auch nicht mehr hilft, mehrere Berufe zu erlernen, ehrbare, sogar mit akademischem Hintergund, dann aber letztendlich nur Verträge winken, die einen (trotz aller Bildung, die auch den Staat viel, viel Geld gekostet hat) vielleicht über die nächsten ein bis zwei Jahre tragen. Wie sollen junge Familien noch planen, wenn sie von allen Verantwortlichen vergessen werden?
    Ich freue mich, dass ein Ende abzusehen ist, man ist schließlich nicht mehr der Jüngste, und ich vielleicht dann noch ein wenig abseits des ganzen Alltagsgetöses ein wenig meine Seele pflegen kann – ganz konservativ gedacht!

  19. @Rosinante
    Erschreckend? Mich...

    @Rosinante
    Erschreckend? Mich beruhigt das.

  20. ich meinerseits möchte noch...
    ich meinerseits möchte noch nicht einmal die Salonsozialisten aus ihrer ganz auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Lebenswelt vertreiben. Schlesierromantik ist nichts dagegen. Es möge ein jeder nach seiner Façon … aber Friedrich ist ja ein Reaktionär, pfui.
    Aber es darf die Bemerkung erlaubt sein, daß Nazis sich eher bei der SPD („Volksgemeinschaft“) als bei der Union zuhause fühlen. So wie die NSDAP ihre ersten Erfolge nicht im katholischen Bayern, sondern im atheistischen Norddeutschland hatte. So wie Albert Speer, kaum aus Spandau raus, gleich SPD und Willi wählte. So wie schon vor einiger Zeit in der SPD der Ruf laut wurde:“Kanonen statt Butter“. So wie Ikone der SPD ein talentloser, aufgeblasener ehemaliger Waffen-SS-Mann ist, der sich erst als Kneipenmusikant und dann als Schriftsteller betätigt hat. So wie der Gesundheitsexperte der SPD (der mit der Gartenscherenfrisur) den Volkskörper heilen will. Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch. Sarrazin ist ein Sozi-Gewächs. Legen Sie den Balg nicht vor meine Haustür, Don Alphonso.

  21. Don. Wenn es dir nur am...
    Don. Wenn es dir nur am Führer mangelt, dann denk bitte daran, wie kurz die Zeit war, die jener Österreicher in München brauchte um von ganz draussen nach ganz oben zu kommen.
    Es geht übrigens nicht darum alle zu vereinigen. Es geht nur darum dem Hass genügend Fläche = Opfer zu bieten. Da einigen die sich schon.
    Es wird viel schneller gehen als du glaubst.

  22. @ D.A.: Eine gelungene...
    @ D.A.: Eine gelungene Polemik, Don! Allerdings werde ich den Verdacht nicht los, dass Sie Ihr Blog auch gerne nutzen um Ihrem ganz persönlichen politischen Sendungsbewusstsein gerecht zu werden – und nicht nur, um die Diskussion hier anzuheizen bei Ihrer typischen (oder angenommen) Zielgruppe. Aber sei’s drum, wer auch sonst keinen Hehl aus seiner Subjektivität macht, soll seine Narrenfreiheit ruhig ausleben. Unterhaltsam ist es allemal und die meist interessanten Diskussionen hier brauchen ja eine Initialzündung.
    @Marcus Tullius: Das ist dann wohl die Retourkutsche für D.A..
    Beim Thema „neue Partei“ halte ich es mit Herrn S. aus B., diese sind ja dann in der Regel doch eher Sammelbecken für Spinner aller Couleur und laufen Gefahr von Extremisten vereinnahmt zu werden. Indizien für diese These suchen Sie bitte bei der PDS/WASG-Nachfolgepartei bzw. (in abgeschwächter Form) bei denen mit den Augenklappen, das Treiben letzterer kann wohl nur dank Internetpräsenz noch wahrgenommen werden.

  23. Jochen Hoff, ich habe Haider...
    Jochen Hoff, ich habe Haider und seine Spiessgesellen 2000 ja aus nächster Nähe erlebt – und ich denke, das ist etwas, das es so nur in Österreich geben kann. Man hat das auch bei deren Auftrritten in München gemerkt, da passte vieles nicht zusammen.
    .
    Marcus Tullius, dass ein Sarrazin in der SPD Karriere machen kann, ist wie der Fall Clement tatsächlich ein Problem einer Volkspartei, die es sich als Karriereleiter zu leicht macht. Trotzdem, gerade weil ich aus Bayern bin, bitte ich die Zustände hierzulande nach dem 1. Weltkrieg nicht zu unterschätzen. Hitler hatte hier auch gewisse Anlaufprobleme, weil die Unterschiede zur existierenden Regierung gar nicht mal so gross waren (Ordnungszelle Bayern). Und die Gräber der alten Nazischergen sind nun mal in grosser Zahl hier bei uns in Rottach und Bad Wiessee, nachdem sie danach in der Staatspartei durchaus mitreden durften. Ausser den Grünen haben sicher alle ihr Problem mit alten Nazis, das sei unbestritten, aber ich sehe auch nicht, wie sich ein Sarrazin an ein spezifisch linkes Wählerpublikum wenden sollte. Für mich ist das, siehe Wurfprämie, eher eine Anbiederung an ein bürgerliches Lager.

  24. Beobachter, aber nicht doch....
    Beobachter, aber nicht doch. Wie schon gesagt, ich komme daher, und ich habe sehr oft den Eindruck, dass viele Systemangehörige der Politik nicht wirklich verstehen, wie die Menschen wirklich denken. Zu meinen Kreisen hat der Journalist sowieso keinen Zugang, und mit den Mechanismen, mit denen früher Bayern und andere konservative Regionen wirklich funktionierten, kennt man sich nur aus, wenn man da hineingeboren wurde. Ich will damit nicht dem Volksempfunden das Wort reden – es ist nur nicht so verkürzt und einfach, wie das oft bei den Überlegungen zu einer Partei rechts der Union zum Ausdruck kommt. Ich glaube wirklich, dass dort das Trennende sehr stark sein wird, und die Zugkraft irgendwelcher Zustände im fernen Berlin oder im Ruhrgebiet würde ich auch nicht überschätzen. Und nachdem ich die voll überzeugte Betschwester genauso kenne wie den Berliner Mitteelitisten, darf ich ja wohl noch sagen: Da gibt es noch nicht mal eine gemeinsame Sprache.
    .
    Inneres Auge, es ist ohnehin fahrlässig, von „den Akademikern“ zu sprechen. Da gibt es dann auch welche, die im Callcenter enden, und andere, die sich vor Headhuntern nicht mehr retten können. Akademiker sein ist eine gewisse Chance, mehr aber auch nicht.

  25. warum sollte man es...
    warum sollte man es konservativ nennen? es ist eher eine regionalisierung. unser aller universum wurde weitestmöglich ausgedehnt – politisch/verwaltungsmäßig durch vergrößerung der verwaltungseinheiten von gemeinden, städten und kreisen, die über geldzuwendungen der länder vollständig fremdregiert sind und somit als reine ausführungsorgane über keine eigene identität und eigentlich auch keine politische funktion mehr verfügen; wirtschaftlich/ finanziell, indem ortschaften keine wirtschaftlich eigenständigen funktionseinheiten mehr bilden und wirtschaftlich-finanzielle entscheidungen an weit entfernten orten getroffen werden, ohne berücksichtigung regionaler besonderheiten oder erfordernisse.

    das führt endlich dazu, daß das entstandene vakuum durch neue, kleinere und regional nähere interessengruppen aufgefüllt wird. an sich ist diese regionaliesierung gesetzmäßig als notwendiges gleichgewicht zur massiv betriebenen globalisierung (actio=reactio), um eine regionale lebensgrundlage zu behalten. zu erwarten war diese gegenbewegung eigentlich schon seit ende der 90er, aber die starke verzögerung zeigt doch, wie weit das obrigkeitsdenken in der bundesrepublik, alt habituiert war. es mußte erst eine finanzkrise eintreten, um die labilität dieser stark vergrößerten und überdehnten politisch-wirtschaftlichen funktionseinheiten zu verdeutlichen. deren komplexität benötigt andere führungsqualitäten als bei den vorhanden ‚eliten‘, die zwar die expansion um des gewinns willen betrieben, jedoch kleingeistig und selbstfixiert geblieben sind. das wird nun erkennbar und führt zu einem starken ansehens-, authoritäts- und vertrauensverlust sowie zu einer suche nach halt, wie z.b. in traditionen, religionen, regionalen eigenheiten, familien, regionalisierung der wirtschaft und des denkens. ‚konservativ‘ wäre jedoch eine ungünstige bezeichnung für eine solche notwendige korrektur und rückbesinnung auf die regionale und kulturelle herkunft, weil der begriff mit starrheit und rückständigkeit verbunden ist.

  26. Je eher die...
    Je eher die REchtskonservativen sich an die Macht putschen, umso besser.
    .
    Hauptsache, sie haben einen guten Stilberater im Gepäck und ziehen sich was elegantes an. Und veranstalten mal wieder ein paar Festivitäten, bei denen man gerne dabei sein würde.

  27. @ Don Alphonso: Bravo, gut...
    @ Don Alphonso: Bravo, gut beobachtet, und beschrieben.
    .
    Leider bin ich zu pessimistisch- „wer soll denn das waehlen“: wird sich schon wer finden, wenn nur ausreichend Ressentiments bedient werden. Hat letztlich 1933 schonmal geklappt.
    .
    Wenn man sich nur gemein genug macht, das heisst im politischen Sinne: ausreichend Phrasen drischt, findet man auch Waehler. Ist man erstmal im parlament oder gar an der Macht, kann man eh lange tun was man will.

  28. @Tiberiat endlich einmal ...
    @Tiberiat endlich einmal etwas schlaues, schön.
    @Rosinante geht das auch in schlichten Worten, die ein mittel-
    mäßiger Akademiker vielleicht noch versteht?
    @HansMeier 555 wo Sie Recht haben, haben Sie Recht.
    @Inneres Auge gut gesagt! danke.
    @DA schon einmal die Fachwerstatt besucht, geht mich ja nichts an,
    aber neugierig bin ich schon. Man kann ja nicht immer so ernst sein.
    mfG T.

  29. Die Amalgamierung aller...
    Die Amalgamierung aller Rechten zur dominierenden politschen Kraft, über alle objektiven Interessengegensätze hinweg.
    —————–
    … also die Ultrarechten (Rumsfeld, Wolfowitz, Perle, Bolton …) wurden ja noch von Bush abserviert.
    Im Weissen Haus sitzt ein Demokrat; in Repraesentantenhaus und Senat haben die Demokraten (noch) ordentliche Mehrheiten. Die Medien sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen (Fox News), liberal. Die akademische Welt sowieso.
    Frage mich, wo u. wie sich die angebliche Dominanz der Rechten aeussert – hoffentlich nicht in S. Palins juengsten Tea Party-Auftritten.
    MfG
    G.S.

  30. Don Carlos, auf eine sehr...
    Don Carlos, auf eine sehr gemässigte Art und Weise passiert das in Bayern bereits mit den Freien Wählern, die irgendwo zwischen CSU, SPD und Grünen sind und unten ansetzen. Da sind zwar auch mitunter komische Leute dabei, aber es ist zuerst mal pragmatisch, und dann erst konservativ.
    .
    HansMeier555, „die US-Mittelklasse“ ist in Neuengland und San Francisco auch etwas anderes als im Lancdesinneren. In den USA spielt aber sicher auch ein anderes Nationalgefühl und eine starke Dominanz der Kirchen noch mit hinein, die in Deutschland so nicht mehr existieren. Insofern weiss ich nicht, ob das alles wirklich übertragbar ist – konkret denke ich auch, dass es hierzulande viel weniger Lust gibt, sich politisch einzubringen. Selbst wenn mache mit Tea Parties liebäugeln.

  31. @DA
    wollen Sie nicht schon mal...

    @DA
    wollen Sie nicht schon mal prophylaktisch über das verfassungsgericht oder herrn papier schreiben. Kommt nächste woche auf den Tisch; nicht immer den themen hinterher rennen da?
    zu haider: wie lange treibt man die sau hypo alpe adria noch durch’s dorf , verglichen mit buwog oder hre, sind das die vielbeschriebenen peanuts, oder?.

  32. Die Grünen hatten Luise...
    Die Grünen hatten Luise Rinser.

  33. das mit dem Ruhrgebiet ...
    das mit dem Ruhrgebiet fand ich aber nicht so toll. mfG T.

  34. "So leicht ist der Konflikt,...
    „So leicht ist der Konflikt, ob der Bauch nun der Frau, der Kirche oder den kranken Zuchtphantasien geschasster Bundesbanker gehört, nicht zu lösen, selbst wenn Frau Steinbach von Parteien rechts der CDU munkelt.“
    Daumen hoch alleine schon für diesen Satz! Obwohl ich ja immer noch grübel, ob ich die Zuchtprämie fürs Kinderkriegen bekommen würde. Bin ja selber so gesehen auch erst in 4. Generation deutsch (Urgroßeltern mütterlicherseits stammen aus Schlesien, väterlicherseits aus Holland, alle von der Kohle angelockt worden). Mein Mann ist zwar Ausländer, aber kein Moslem. Außerdem hat er Asthma und wir beide Allergien. Fällt das alles zusammen noch unter wünschenswertes Genmaterial oder nicht? Muss mal an Herrn Sarrazin schreiben ;-)
    Die „Konservativen“ sollen endlich mal einsehen, dass es keine „Konservativen“ mehr gibt so wie sie sie gerne hätten. Selbst Frau Steinbach ist was ihren persönlichen Lebenslauf angeht ja alles andere als konservativ: Absolute Karrierefrau, jahrelang im technischen Beruf gearbeitet, keine Kinder.

  35. BertholdIV, die HAA ist halt...
    BertholdIV, die HAA ist halt ein besonderes Schmankerl, mit der Balkanmafia diesseits und jenseits der Kärtner Landesgrenzen. Ansonsten mache ich das alles nach Lust und Laune, und a wengarl Abstand schadet meines Erachtens auch nie. Aber generell würde ich demnächst lieber über Tee und Kuchen schreiben.
    .
    Mondry, ich denke, etwas wird gewählt, wenn es genug verspricht und nicht zu sehr abstösst. Ich kenne hier in Bayern die Rundfunksender einiger Katholiken, und bitte einmal einen Blick auf Kreuz.net zu werfen – das geht alles absolut nicht mit anderen Strömungen zusammen. Im grossen und ganzen ist Deutschland in den letzten 20 Jahren ein sehr tolerantes und offenes Land geworden, und das lässt sich nicht so einfach abschalten. Denke und hoffe ich.

  36. Bei politischen Themen finde...
    Bei politischen Themen finde ich Sie schwächer aber dennoch lesenswerter.
    Denn was ist heute konservativ?
    Und was ist rechts (im Gegensatz zu links)? Ich (rechts aber im bundesrepublikanischen Sinne nicht konservativ) definiere ich das so:
    Rechts zu sein heißt, auf drei kurze Formeln gebracht:
    1) den Menschen von der Anthropologie her als problematisch zu verstehen,
    2) Erziehung zur Mündigkeit als über weite Strecken stets wieder scheiternden Versuch zu begreifen,
    3) die Welt in ihrer Komplexität für nicht konstruierbar zu halten.
    Daraus leitet sich alles andere ab: Die freie Entfaltung des Menschen zum Guten ist ein Hirngespinst, der edle Wilde ein Mythos; Ordnung, ethische Verbindlichkeit, institutionelle Sicherheit sind das Ergebnis eines aufwendigen Prozesses kultureller Erziehung; Mündigkeit, das heißt: verantwortungsbewußte Selbständigkeit, erreicht längst nicht jeder Mensch; Elitenbildung ist statthaft, Hierarchie eine Tatsache, Gleichheit und Freiheit sind je konkret zu bestimmen, und für jede Entwicklung sind Rahmen eine Notwendigkeit: Staat, Familie, Schule. Konstruktionen haben wenig Raum, Utopien keinen, daher kommt der Hang der Rechten zur Nüchternheit, zum Realismus, zum Erreichbaren.
    Den „neuen Menschen“ gibt es nicht, der Mensch ist nie neu, seine Substanz ist stets dieselbe: Lehm, Rippe und Fleisch, es kommt nichts hinzu, alles bleibt geschichtlich bedingt Ausformung; jede Gegenwart ist ein Ergebnis und zugleich eine Bedingung für den nächsten Wurf oder Schritt; die Zusammenballung der geschichtlichen Erinnerung: das ist der Mythos, das große Bild, wie überhaupt Bild und Gestalt rechter Auffassung entsprechen und der Labormethode und dem Reißbrett gegenüberstehen.
    Und zu der Forderung nach einer „neuen“ Partei „rechts“ von der CDU:
    Das Problem bei der ganzen Sache ist wie immer der Pendelschlag. Die Deutschen haben es bislang nicht geschafft, sich dauerhaft in der Mitte einzupendeln. Nach dem WKII (ein massiver Pendelschlag nach rechts, der aber – man muß es sagen – von außen massiv provoziert wurde…. siehe Versailles) erfolgt der Pendelschlag nach links. Und seither wird mit allen Mitteln versucht, das Pendel dort zu halten. Das führt dann unter anderem dazu, daß – ein Beispiel – die offiziellen Vertreter der größten Opfergruppe der Nazis seit 60 Jahren den Holocaust als Schutzschild für und gegen alles heranzieht. Und da rede ich nicht nur von den Verbrechen eines Staates, die mit dieser Keule „legalisiert“ werden.
    Und es führt auch dazu, daß man gewisse Fakten, die unangenehm für die Sieger-typische, schwarz-weiße Geschichtsschreibung sein könnten, nicht aussprechen darf, auch wenn sie anerkannt und bewiesen sind. Bspw. hat man natürlich recht, wenn man Frau Steinbach als revisionistisch bezeichnet. Die Geschichte gehört ganz dringend mal überarbeitet und die Sachlage ins richtige Licht gerückt. Schauen wir doch mal weiter bei Steinbach, Polen und dem Jahr 1939: Die Steinbach hat etwas gesagt, was als Widerspruch in jedem historisch halbwegs gebildeten, aber bundesrepublikanisch Gesinnten schwelt. Man kann das bei der Bundeswehr schön erleben, in der Ausbildung für mil. Führer: im Strategie-Unterricht lernt man die poln. und dt. Truppendislozierungen auswendig und den Grund für den dt. Blitzsieg (nicht etwa Herrenmenschentum, sondern das Fehlen einer tief gestaffelten Verteidigung); in der politischen Bildung hört man dann von der dt. Alleinschuld. Man kann das manchmal sogar an einem Tag erleben… Dieses Land lebt mit einer nicht zu leugnenden Diskrepanz zwischen Politfantasie und Fakten.
    Ich wage mal zu behaupten, daß die allermeisten jener, die bei diesen und anderen Themen nach mehr Wahrheit und Offenheit verlangen, wirklich nur das wollen. Wahrheit. Aber je länger ihnen diese vorenthalten wird, sie sogar in bestimmte Ecken gedrängt werden, um so höher ist die Chance, daß ein Rattenfänger auftaucht, und aus dieser Masse zu rekrutieren beginnt, nach dem Motto: „Wenn es mit Vernunft nicht geht, dann eben wieder mit Gewalt.“ Und das Pendel schlägt wieder in die andere Richtung.
    Ich weiß nicht ob nicht so sein muß. Sobald das „Brot-und-Spiele-Sozialsystem“ bricht, werden wir es wissen. Der Mensch ist problematisch.

  37. @G. Schoenbauer
    .
    Und in...

    @G. Schoenbauer
    .
    Und in wessen Sinne fallen die politischen Entscheidungen? Es ist letztlich egal, welches Parteibuch der Abgeordnete hat.
    .
    Die Medien sind alle „liberal“ außer Fox? Ich würde sagen, sie sind allesamt bananenrepublikanisch mit Ausnahme der NYT und noch ein paar Orchideen (New Yorker, etc.). Das Radio.

  38. Lieber Don,
    der Denkfehler der...

    Lieber Don,
    der Denkfehler der heute gemacht wird, ist wohl diese ominöse neue Partei am rechten Rand zu verorten, zwischen Jachenau und Sudentenland. Das wird nichts werden. Da haben sie recht.
    Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Frau Merkel die CDU inzwischen erfolgreich entskelettiert , zu einem formlosen Pudding gewandelt hat.
    Was wir eher erleben dürften ist eine CDU 2.0 in der sich ein nennenswerter Teil der bisherigen Mandatsträger neu organisieren. Danach dürfte die FDP schnell beerdigt werden und es entstünde eine neue konservativ wirtschaftsliberale Partei.
    Dann werden auch die (Merkelschen) Toten wieder auferstehen.

  39. Die traditionellen Konservaten...
    Die traditionellen Konservaten als Interessenvertreter des Kapitals und der Industrie haben ja im Grunde auch alles erreicht, was zu erreichen war. Sozialdemokratie und Gewerkschaften waren in den 60er Jahren angetreten, für die Arbeitnehmer die Parität an den erzielten Gewinnen in Form erhöhter Löhne, sowie Mitbestimmung und Kapitalbeteiligung zu erringen. Weit sind sie damit nicht gekommen. Der im Osten entstandene Sozialismus, der lediglich eine Art Staatskapitalismus war, hat sich auch erledigt. Der Staat schießt ohne großes Wenn und Aber Milliarden zu, wenn eine Bank klamm wird, wohingegen die Abwärtsspirale (gell, Minna) eines Großteils der Arbeitnehmer nicht aufgehalten wird. Die Kirchen sind in einem unbrauchbaren Zustand, die Vertriebenen sind Rentner und der Adel (reden wir nicht davon, das tut die Gossenpresse)…Die Bereiche Bildung und Familie, in denen vieles im Argen liegt,
    scheint die Konservativen nicht wirklich zu interessieren; die sind Privatsache, die man mit Geld individuell zufriedenstellend regeln kann. – Man sieht, die Konservativen brauchen eine starke einige Linke als Gegenpart, die in der Lage ist, an den Besitzständen der „Stützen der Gesellschaft“ zu nagen. Dann formiert sich vielleicht wieder ein konservatives Lager…

  40. Diese Jachenauanekdote wird...
    Diese Jachenauanekdote wird von jedem, wirklich jedem Dorf erzählt.

  41. @ no5.
    Kaufen Sie sich einen...

    @ no5.
    Kaufen Sie sich einen OPEL mit Dreigang-Automatik und treten Sie beherzt aufs Gas.
    Die Linken haben es doch auch noch lage nicht geschafft. Nichtmal auf ein Parteiprogramm können sich die Spesenritter und Professorenliebchen einigen. Ganz zu schweigen von irgendwelchen Hasch-Grufties im Westen und Komintern-Agenten nebst deren Töchtern im Osten.
    Warum soll es bei den neuen Rechten anders sein?

  42. et.al. die Amerikaner sind...
    et.al. die Amerikaner sind zwar doof , aber nicht komplett verblödet,
    man muß es ja auch nicht übertreiben, mfG T.

  43. @HansMeier ausgerechnet ...
    @HansMeier ausgerechnet Fox? Sie entäuschen mich. mfG T.

  44. "die Kinderschänder sind...
    „die Kinderschänder sind nicht mehr nur irgendwelche finsteren Gestalten, sondern, man wird sich vielleicht erinnern, auch der ein oder andere Angehörige der katholischen Gesitlichkeit“. Sehr richtig. Woran man sich aber viel weniger gern erinnert: auch der ein oder andere Angehörige der Lehrerschaft, auch der ein oder andere Angehörige der Politik, auch der ein oder andere Angehörige der Journalisten- und Bloggerzunft usw.

  45. Trias: "... geht das auch ...
    Trias: „… geht das auch in schlichten Worten…?“. Werter Trias, es täte mir Leid, wenn meine Art zur kurzen Formulierung (zur Wahl von möglichst wenigen Worten, die einen Sachverhalt eindeutig nennen) einen Dialog erschwert oder gar verunmöglicht. Aber es geht mir um Verständlichkeit und Eindeutigkeit. Und je mehr Worte ich verwende, je häufiger werden die Missverständnisse. Die Kürze ist eine Art Selbstschutz und sicher keine böse Absicht.

  46. "Im grossen und ganzen ist...
    „Im grossen und ganzen ist Deutschland in den letzten 20 Jahren ein sehr tolerantes und offenes Land geworden, und das lässt sich nicht so einfach abschalten. Denke und hoffe ich. …“
    Lieber Don, eine wunderbare Einlassung. Wir sollten mal zusammen ein Buch schreiben, alles was wir dafür brauchen, ist ein Diktiergerät. Sie zeigen mir den Tegernsee mit all seinen Geschichten und Menschen, die mir so fremd sind wie die Mongolei. Ich zeige Ihnen Berlin, in dem ich 1961 geboren bin und dessen Geschichten ich kenne. Und die Unterhaltung, die wir dabei führen, zeichnen wir auf und schreiben sie ab.

  47. „Die USA wird von 200...
    „Die USA wird von 200 Familien regiert“
    .
    @HansMeier555: In den USA gibt es eine ziemlich straffe Regierung durch, und so habe ich das in deren Lobby gelesen: etwa 200 Familien (http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantik-Br%C3%BCcke, „Die USA wird von 200 Familien regiert“). Diese Familien sind sozusagen der gemeinsam gehütete Stammsitz des US-Kapitals. Ein Clinton gehört da genauso dazu wie ein Bush oder ein Kennedy, oder jetzt wohl auch ein Obama. Eine solche Identität von Machtinteressen hatten wir vielleicht zuletzt unter Schröder, und dessen „Hannoveranermafia“ (vgl.: „Mittelalterliche Jahrmarktsposse“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=1017), aber in Deutschland läuft das so nicht.
    .
    Ein wichtiger Grund dafür liegt vielleicht in der Spaltung der Herrschenden in Katholiken und Protestanten („Erneuerung Europas oder postwestfälische Glaubenskriege“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=476), was ja letztlich auch auf eine Klassenspaltung hinausläuft. Liberale und Konservative, stehend für Bürgerliche und Aristokraten unter diesen – immer im unversöhnlichen Clinch. Dass das leider nicht unbedingt zum Vorteil der Unterdrückten ist, dieser Mangel an Bürgerlichkeit innerhalb der Herrschenden, sehen wir auch in Deutschland, denn auch diese werden in deren Händel reingezogen, anstatt sich um ihre Klasseninteressen zu kümmern.
    .
    Eine der Gründe vielleicht dafür, warum in den USA wohl eine homogene konservative Schicht herrscht, doch zugleich auch ein ständig rebellischer Geist in den subalternen Klassen, der latente Aufstand, eben nicht nur in den Slums. Der gewöhnliche US-Amerikaner mag so dumm sein und einen Bush wählen, oder wegen mir auch einen Obama für einen Roosevelt halten, doch ist er nicht so dumm, sich seine Bürgerrechte abluchsen zu lassen. Und sei das auch noch so teuer erkauft. Das geht so weit, dass ihm sogar die staatliche Sozialversicherungsangebote (die vielleicht die Lage der arbeitenden Klassen verbessern könnten) verdächtig erscheinen (das eigentliche Problem für Obamas Reformidee), und recht hat er: Denn waren die Bismarckschen Sozialgesetze nicht den Sozialistengesetzen gefolgt?

  48. Schade, den letzten Absatz...
    Schade, den letzten Absatz kann ich nicht entziffern.

  49. Das Beispiel mit den USA ist...
    Das Beispiel mit den USA ist komplizierter als es aussieht. Bemerkenswert an den USA ist, dass die konservativen Regionen (mit der Ausnahme von Texas), die im großen Stil auf Dezentralität gegenüber Washington bestehen, die Sozialsysteme ablehnen, die merkwürdige Verschwörungstheorien vertreten, dies tun, obwohl sie die größten Subventionsempfänger sind und am meisten von Transferleistungen profitieren. Am deutlichsten wird das in Alaska, aber auch Kansas, Nebraska und die Dakotas hängen vollständig von den Subventionstöpfen Washingtons ab.
    Hier in Deutschland gelten Bayern und Baden-Württemberg als konservativ. Das sind hier aber die Netto-Zahler.

  50. mögen ihre Förderung...
    mögen ihre Förderung verlangen“. Nö. Mögen sie nicht. Sie mögen Forderungen stellen. Oder etwas verlangen. Aber so blöd, Forderungen zu verlangen, sind die nicht.

  51. @steelydan so kurz und so...
    @steelydan so kurz und so präzise, super.
    @DA: das Sie Berlin und Frankfurt nicht mögen ist ja inzwischen
    bekannt, aber warum ist das Ruhrgebiet ein Dorn in Ihrem Auge?
    Frage eines Wahlfrankens. mfG T.

  52. ...ist Ihr Text hoffnungslos...
    …ist Ihr Text hoffnungslos „wiederspüchlich.“ Bäh.

  53. Protestparteien, ich denke...
    Protestparteien, ich denke jede Parteineugründung in einem etabliertem System beginnt als solche, definieren sich ja in einem Dagegen-Sein. Populismus kann funktionieren. Und Dagegen-Sein ist immer einfach, da findet man immer genug, die auch dagegen sind. Das was sich „konservativ“ nennt, empfindet ja eher ein Unbehagen mit dem modernen Leben. Ein zurück nach Jachenau wird es nicht geben. Das ist dort keine gängige Vision.
    .
    So ein Laden Protestpartei fliegt halt dann auseinander, wenn die tatsächlich in die Regierungsverantwortung genommen werden und mal für was sein müssen, das was sie verantworten. Die jetzigen Grünen haben ja auch nichts mehr mit den Tramperts und Dittfurths zu tun, da ist es einem Teil gelungen, sich neu zu positionieren und Leute zu binden, die früher SPD- und FDP-Kundschaft gewesen wären. Da hat es geklappt, bei anderen eben nicht.
    .
    Aber mir gefällt der Gedanke denoch nicht, es so weit mit einer neuen Rechtspartei kommen zu lassen. Die könnten ja was kaputt machen.

  54. @Trias
    "Liberal" ist so ein...

    @Trias
    „Liberal“ ist so ein Januswort: In Europa bezeichnet man damit die politische INteressenvertretung des Großkapitals, in den USA alle anderen.

  55. <p>Lieber namemloser...
    Lieber namemloser Korrekturleser, schön zu sehen, dass Sie sich besser auf Rechtschreibung verstehen, denn auf Benehmen. Irgendeinen Namen sollten Sie hier schon annehmen. Und den Unterschied zwischen „FÖrderung“ und „FOrderung“ schauen Sie bitte nochmal im Duden nach, bevor Sie hier wieder vorstellig werden.

  56. HansMeier555, verstehe, was...
    HansMeier555, verstehe, was Sie mit „prima“ meinten. Die dortige Rechte hat in Obama ein erstklssiges Feindbild gefunden, das schweisst natürlich zusammen. In einem Zwei-Parteien-System geschieht das ohnehin leichter als bei uns. Ich bin mir nicht sicher, ob das republikanischer Lager nach einem Sieg bei der nächsten Präsidentschaftswahl noch immer so geschlossen wäre. Man konnte schon beim letzten Wahlkampf sehen, wie schlecht Palin und McCain unter einen Hut zu bringen waren.

  57. steelydan, möglicherweise...
    steelydan, möglicherweise haben die ein parteiprogramm, das sie (noch) nicht veröffentlichen möchten…

    apropos parteiprogramm – heute morgen im dlf der ‚finanzexperte‘ der effdehpeh, scheffler, zur ‚programmatik‘ seiner partei (gedankenprotokoll, d.v.): ‚durch die mehrwertsteuersenkung für die hotelbranche hatten wir uns mehr sympathien erwartet. aber das hat nicht so geklappt.‘ das ist doch mal ein parteiprogramm – ‚wie verschaffen wir uns heute mal ein wenig sympathie in der hotelbranche!?‘! willkürlicher und sinnloser geht es doch schon gar nicht mehr. die treiben hilf- und haltlos im luftleeren raum und dadurch ein ganzes land mit 82 mio. einwohnern. keine planung möglich. was heute richtig ist, kann morgen grundfalsch sein. keine vision, keine ziele, nichts. nur diese unendliche gleichgültigkeit gegenüber der eigenen bevölkerung (nicht jedoch gegenüber deren steuern), die als freiheit bezeichnet wird.

  58. Obama, Palin, McCain...
    Ich...

    Obama, Palin, McCain…
    Ich glaube, man kommt der Sache näher, wenn man ein konkretes Problem ansieht:
    Waffenkontrolle, Bankenkontrolle, Steuererhöhungen, Finanzierung der Schulen in ärmeren Wohnbezirken, Umweltpolitik, etc.pp.
    Dann sieht man sofort, wer wie weit dominiert.

  59. @Rosinante
    Vielen Dank für ...

    @Rosinante
    Vielen Dank für die Aufklärung, ich werde Ihren Beiträgen jetzt
    viel mehr Achtung schenken. mfG T.

  60. @Devin08
    "Der gewöhnliche...

    @Devin08
    „Der gewöhnliche US-Amerikaner mag so dumm sein und einen Bush wählen, oder wegen mir auch einen Obama für einen Roosevelt halten, doch ist er nicht so dumm, sich seine Bürgerrechte abluchsen zu lassen. Und sei das auch noch so teuer erkauft. Das geht so weit, dass ihm sogar die staatliche Sozialversicherungsangebote (die vielleicht die Lage der arbeitenden Klassen verbessern könnten) verdächtig erscheinen (das eigentliche Problem für Obamas Reformidee), und recht hat er: Denn waren die Bismarckschen Sozialgesetze nicht den Sozialistengesetzen gefolgt? “
    Das ist sehr sehr gut und sehr treffend. Das verstehen viele in der BRD nicht, dass die Sozialgesetze nicht unbedingt für die Armen gemacht sin. Sehr schön zu sehen und immer wieder zu bemängeln die sanierung der rentenkasse durch die gesundheitsreform für die gesetzlich krankenversicherten. der running gag in den versicherungsags, nicht nur bei denen die pkvs anbieten.
    serviert wird das den armen leuten mit einer einrichtung, die effizienz im gesundheitswesen deklariert.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Institut_f%C3%BCr_Qualit%C3%A4t_und_Wirtschaftlichkeit_im_Gesundheitswesen
    jede aktuarvereinigung weiss, dass man mindestens genausogut wie man sterbetafeln für m/w einführt solche für arm/reich einführen kann.
    ansonsten immer wieder der tip. Die PKV#s lassen sich etwas in die karten schauen, welche krankenhäuser gut sind:
    Ein beispiel, wenn Sie einen Onkologen in Frankfurt suchen:
    http://www.allianzworldwidecare.com/hospital-doctor-and-health-practitioner-finder?PRACT_CAT=Oncology&CON=Europe&COUNTRY=Germany&CITY=Frankfurt&PROVTYPE=PRACTITIONERS

  61. Nein, lieber Herr...
    Nein, lieber Herr HansMeier555,
    das ist eben nicht egal, jedenfalls war es das nicht, als etwa die Gesundheitsreform zur Abstimmung stand, u. ist es auch jetzt nicht, da es um die selektive Verlaengerung der Bushschen Steuerkuerzungen geht (vgl. das aufschlussreiche Statement John Boehners von vorgestern).
    Der alte Marx macht eine Unterscheidung zwischen dem Kapital im Allgemeinen u. den besonderen Interessnen von einzelnen Kapitalisten. Das „Kapital“ ist eine Analyse des ersteren, des Kapitalismus in seinem idealen Durchschnitt, wie es an anderer Stelle heisst. Zur Einschaetzung von Tagespolitik ist es wenig bis ueberhaupt nicht geeignet.
    Uebertragen auf die US-Politik: Dass weder Republikaner noch Demokraten den Kapitalismus abschaffen wollen, dass keine von beiden Seiten an dem geopolitischen imperialistischen Programm Abstriche machen wollen, gehoert zu beider Kredo, gleichsam zur „US-Politik im Allgemeinen“. Wer in diesem strukturellen Rahmen welche Wohltaten erwiesen bekommt und wer diese bezahlen, haengt aber vom pol. Willen, von Koalitionen und von den Mehrheitsverhaeltnissen ab.
    Selbstredend bewegt sich auch die Berichterstattung der Medien in diesem Rahmen. Die New York Times lese ich auch so gut wie jeden Tag, u. auch die Nachrichten von ABC und CBS bekomme ich tagtaeglich mit. Dass es zwischen einer Zeitung u. dem Nacvhrichtenprogramm eines Fernsehsenders Unterschiede gibt, ist natuerlich klar: Sie ruehren vom Typ des jeweiligen Mediums her. Wenn man das tertium comparationis aber auf das „Bananenrepublikanische“ bezieht, vermag ich da keine Unterschiede zu erkennen. Ob die ARD oder das ZDF auch nur einen Journalisten vom Kaliber eines Stephanopoulos, Tapper, Karl oder Muir in ihren Reihen hat. Hofberichterstattung: vielleicht ein wenig bei Martha Raddatz, die sehr gut mit Generaelen im Irak oder Afghanistan kann. Andererseits muss man den Mut dieser Leute bewundern; Bob Woodruff hat es ja in Ausuebung dieses Jobs den halben Schaedel weggerissen.
    Und nicht vergessen: Auch die NYT hatte ihre Problemchen.
    MfG
    G.S.

  62. Werter Don,
    Sie bringen mich...

    Werter Don,
    Sie bringen mich in Entscheidungsschwierigkeiten: soll ich mich mit dem Text beschäftigen (dem ich iGuG zustimen würde) oder mir den Bildern? Oder doch beides?
    Zum schönen Müsing muss ich erstmal gratulieren. Selber neu aufgebaut oder so gefunden? Und was ist mir Ihrem OvalMaster passiert?
    Zum Text: Da würde ich „bettelbaron“ (gestern 22:16) zustimmen – die Interessen sind sehr heterogen und das kann nur dann klappen, wenn genügend Hass gegen einen angeblichen gemeinsamen Feind aufgebaut sein wird (aber die Vorbereitungen laufen schon, siehe die Begeisterung über Sastrows Kommentar kürzlich) …

  63. @HansMeier 555
    wann habe ...

    @HansMeier 555
    wann habe ich das Wort „liberal“ gebraucht? mfG T.

  64. Ich hatte das Vergnügen, sehr...
    Ich hatte das Vergnügen, sehr konservativ aufzuwachsen (sehr katholisch! – ich weiß, das ist jetzt subjektiv, aber jeder halt aus seiner Erfahrung!), mit der Erfahrung einer Schulzeit, deren böse Geister (Mißbrauch, Gott sei Dank nicht am eigenen Leib) sich kürzlich wieder zurückgemeldet haben. Mit einer humanistischen Bildung, Latein, Griechisch sowieso. Und mit der damals ganz tollen Erfahrung, dass es auch eine andere Denkweise gibt, die ganz neue Horizonte eröffnete, mit Diskussionen, die auch oft etwas brachten, ich hatte das (echte) Vergnügen, mit Waltraut Schoppe eine Zeit lang während meiner Ausbildung als Kollegin diskutieren zu dürfen – tolle Erfahrungen. Ich könnte noch lange so weiter machen, was ich aber damit sagen möchte: Wo bleiben diese fruchtbaren Auseinandersetzungen heute, wo nur noch ein Schlagwort fallen muss, um damit ein Feuer zu entfachen, über das zwei Wochen später keiner mehr redet (das wird mit Th.S. genauso geschehen wie mit allen anderen „bewegenden“ Themen, die in letzter zeit durch die Medien geprügelt wurden).
    Ich sehe mich heute als jemanden, der sich aus einem Umfeld, das ihn lange stark geprägt hat, heraus entwickelt hat, ohne alle Werte aufzugeben, die ja nicht alle schlecht waren. Offen und wertkonservativ.
    In diesem Sinne sehe ich die in diesem Blog ablaufenden Diskussionen zeitweise als sehr anregend an, wenn ich auch bisweilen bei mir (Inneres Auge) denke: warum diese Verbissenheit, dieses absolute Denken? Gibt es nicht auch manchmal mehrere Möglichkeiten?
    Gruß an alle, die die 68iger nicht nur verteufeln, sondern auch das Positive sehen!

  65. Zitat von FJS :
    Reporter :...

    Zitat von FJS :
    Reporter : Hr. Strauss, wer steht rechts von Ihnen?
    FJS : Rechts von mir sehe ich nur eine Betonwand.
    .
    Das waren noch einfache und klare Zeiten

  66. Isidorus, jo, bayern und bawü...
    Isidorus, jo, bayern und bawü sind nettozahler…!

    und woher nehmen die das geld, welches sie den anderen bundesländern schenken? drucken die’s selbst? oder nehmen die über ihre exporte vielleicht nur die steuern wieder ein, die der staat anderen staaten oder bundesländern zur wirtschaftsförderung zweckgebunden geschenkt hat, nämlich um aus bayern oder bawü zu importieren? oder entnehmen die vielleicht den krankenkassen mehr geld als andere bundesländer, damit ihre ärzte nicht verrecken, weil sie mit dem honorar der ärzte anderer länder bei gleicher leistung in einer finanziell künstlich aufgeblähten stadt wie münchen oder stuttgart keine woche überleben könnten? diese ’nettozahlungen‘ sind kein geschenk der fleißigen an die faulen, auch wenn das politisch-medial so verkauft wird! genaugenommen handelt es sich bei diesen ausgleichszahlungen um einen wechselkurs von künstlich hochsubventionierten regionen in weniger subventionierte regionen.

    leicht daran zu erkennen, daß in diesen ‚reichen‘ ländern nicht den ganzen tag kaviar gefressen und champagner gesoffen wird und nicht jeder in einem schloß wohnt, obwohl alle im durchschnitt höhere einkünfte haben als meinetwegen im norden. das geld in bayern und bawü ist nur weniger wert, deshalb braucht man dort mehr davon, um den gleichen lebensstandard zu haben wie in schwedt. natürlich ist das nicht so selbstwertdienlich wie der begriff ’nettozahler‘. weswegen es auch für die politik leicht ist, solche begriffe weiträumig in solchen einwohnerstarken ländern zu lancieren. siehe finanzkrise – wer erhielt das meiste kurzarbeitergeld, damit es nicht über den jordan geht – bawü? die nettozahler. kommt halt nur darauf an, wo im kreislauf man beginnt zu zählen.

  67. @ DA: "etwas wird gewählt,...
    @ DA: „etwas wird gewählt, wenn es genug verspricht und nicht zu sehr abstösst“. Voll einverstanden, aber leider (jawohl, ich bin pessimistisch) glaube ich, dass den meisten, und leider auch vielen klugen Menschen eine tiefe Irrationalitaet anhaftet, die oftmals extrem rueckschrittlich ist.
    .
    Das wird dann oft als „konservativ“ verkauft. Ist es aber niur bedingt.
    .
    Der aktuelle, vor 30 Jahren unvorstellbare Kuschelkurs zwischen C- Parteien und Gruenen z.B. basiert auf einem anderen, eher woertlichen Verstaendnis von „konservativ“ als die ebenfalls „konservativ“ benannten politisch Rechten.
    .
    Die NSDAP seinerzeit hat sich gar nicht unbedingt konservativ gegeben, sondern nationalistisch und modernistsich, und wurde von den damaligen konservativen Kreisen (also Monarchisten z.B.) ganz klar als inakzeptables, proletarisches Lumpenpack angesehen.
    .
    Schon vor rund 20 Jahren hat mein Onkel auf den groesseren Familienfeiern gescherzt, dass bei all der Globalisierung „wir uns doch in der Tribalisierung viel wohler fuehlen“ (und dann auf unseren eigenen kleinen Stamm angestossen).
    .
    In den 60ern arbeitete mein Vater im Schwaebischen. Hatte dann gelegentlich in Stuttgart zu tun. Wollte am Ende eines erfolgreichen Tages den Fahrer und Assistenten dort zum Essen einladen, und wurde abgewiesen: „Erscht, wenn ma uebber die Grenze sin“.
    .
    Laesst man dann all diesen kleinen Staemmen den Glauben, sie koennten ihren eigenen Loyalitaeten verbunden bleiben- Schlesien, Oberbayern, Schwaben, Baden, etc pp dann kann man leicht die Kontrolle uebernehemen, sofern man nicht etwas gerade als anstoessig Angesehenes vornimmt.
    .
    In diesem Zusammenhang verweise ich gerne nochmals, wie bereits in einem frueheren Beitrag zu Sarrazin, auf sowohl Elias Cannetti als auch Ortega y Gassett, den Theoretikern der Massenpsychologie. Die Masse wird am ehesten den niedrigsten Instinkten folgen.

  68. Wo sind eigentlich Der ...
    Wo sind eigentlich Der Tiger und Filou? Spaß muß sein. mfG T.

  69. @Don Carlos (10:48): "keine...
    @Don Carlos (10:48): „keine vision, keine ziele, nichts. nur diese unendliche gleichgültigkeit gegenüber der eigenen bevölkerung (nicht jedoch gegenüber deren steuern), die als freiheit bezeichnet wird.“
    Sie haben ja so recht, und leider gilt das nicht nur für die FDP …

  70. Sehr geehrter Don! Die...
    Sehr geehrter Don! Die bayrische Schlusskadenz hier ist erstklassig, bitte mehr davon. Und weil ich grad dabei bin mir was zu wünschen. Ich achte Sie auch als Bildreporter. Nur mit den Strampelmaschinphotos kann ich nicht so viel anfangen: zappeliger grüner Puritanismus! Das „wahre“ Bayern wird sich ja auch darauf längst seinen bemerkenswert-kritischen Reim gemacht haben.

  71. Lieber Wörtherseer, ich bin...
    Lieber Wörtherseer, ich bin Genussradler, und zu einer guten Fahrt gehört auch eine gute Brotzeit, die ich im Backerl dabei habe. Es ist also nicht so vahuzlt wias ausschaud, und a Grischpal bin i ah ned.
    .
    Mondry, das mit der Tribalisierung wurde von der CSU ja auch lange versucht, und wenn man heute mit Parteileuten redet, sagen die, an den Wahlschlappen wären die Zuwanderer schuld. Das kann man natürlich so sehen, aber mir scheint, als sei einfach das Bayerntum inzwischen auch zu aufgegliedert und verworren. Früher musste man, wenn man „anders“ war, wegziehen. Heute kann man bleiben. Und das verändert auch den Zugang der Leute zu den Veränderungen. Früher hat man Geschiedene geschnitten und versucht, sie nach Berlin oder München zu verfrachten. Heute hat man sich damit abgefunden. Und damit kommt die neue Haltung eben auch in den Stamm hinein, wie man es ja trefflich an den CSU-Oberen sehen kann.

  72. Nun seien Sie nicht gleich...
    Nun seien Sie nicht gleich beleidigt. Geben Sie sich einfach etwas Mühe. Über andere herzuziehen, die vermutlich unendlich viel besser Deutsch können als Sie, wirkt nun einmal albern. Also reißen Sie sich zusammen und machen Sie´s beim nächsten Mal besser. Wenn es geht.

  73. Nochdrag: Ich geh ezad glei...
    Nochdrag: Ich geh ezad glei wiada radln, do nimm i a gscheide Brodzeid mid und moch a Buidl om om Suivnsschtoa.
    .
    Und hier nochmal die Übersetzung für alle:
    .
    Schaun’S, liabe Lesa, i kimm vo dohea. I kenn de Leid. De san ned zwida, solong mas lost. Und de wissn scho seiba, wos braucha.
    .
    Sehen Sie, liebe Leser, ich bin von hier gebürtig. Ich kenne die Menschen, deren Grundhaltung eine sehr angenehme ist, solange man nicht auf die Idee verfällt, sie aus ihren gewohnten Lebensumfeldern zu entfernen. Sie haben ein gutes Gespür für ihre eigenen Bedürfnisse.
    .
    Stein’S eana nua amoi an Bauarn aus da Jachenau im Baliana Einsteinkreis bei de offiziejn Gonserfadifn voa. Nochad wissn’S, wos i moan. Dea dod sogn: Liachd aus, Messa raus, so wias bei uns z’Lichtmess hoid is.
    .
    Aber nun vergegenwärtigen Sie sich bitte den Besuch eines Bauern aus der schönen Jachenau in den sich konservativ benehmenden Kreisen des Einsteincafes (das ist so ein Treffpunkt für Politikgschwerl und korrupte Journalisten nahe einen Strassenstrichs, wenn ich mich recht erinnere) in Berlin. Angesichts der erheblichen kulturellen Unterschiede und ihrer Unüberwindbarkeit würde unser Bauer nach guter Väter Sitte und eingedenk der Lichtmessfeiern in seinem Dorfe das Ausschalten des Lichts erfragen, um sodann mit Hilfe seines stets griffbereiten Hirschfängers unter diesen Herren dafür zu sorgen, dass sie ihm nicht mehr so geschwollen daherkommen und ansonsten im Raume kein lebendiges Wesen mehr ist, das seine Sicht nicht teilen würde. Das ist bei uns so gute Sitte und Brauch.
    .
    Es is, wias is mid dem Gonserfadismus. Und was dad da Baua sogn, wanns eam de poinischn Oarbeita wegnehma dadn, nua wei des da Saxnnazi so wui? Wos wahr, wenn pletzlich de Araber nimma an an Tegahnsee kemman dadn, wei des de Bolitisch Inkorrektn ned gfoid? Loss mas. Bassd scho.
    .
    Es ist eben nicht so einfach mit dem Konservatismus. Benken Sie, was der Bauer sagen würde, nähme man ihm auf Geheiss sächsischer Jungherren in Bomberjacken die polnischen Erntehelfer weg, wodurch seine Erzeugerpreise stiegen. Oder sein Vetter an den Gestaden des Tegernsee, der keine Araber mehr in sein Hotel lassen dürfte, weil die Anhänger einer rassistischen Webseite in ihnen Terroristen vermuteten. Wir sollten es so belassen, wie es ist. Es passt schon. Und das sehen Sie sicher auch so, wenn Sie nicht wollen, dass die Vorderladerfreunde der Jachenau ihren konservativen Wanst mit Schrot spicken.

  74. HansMeier555, die von Ihnen...
    HansMeier555, die von Ihnen genannten Beispiele würde ich nicht alle in eine Reihe stellen. Schärfere Waffenkontrollgesetze haben im demokratischen Lager nicht nur Befürworter. Eine Schulfinanzierung, die vom Steueraufkommen der Neighborhoods unabhängig wäre, stösst auf ebenso breiten Widerstand wie die Reformen des Gesundheitssystems. Die Banken wurden quer durch alle Parteien gegeisselt. Bei der Abtriebung sind sich wiedrum die Republikaner nicht wirklich einig. Ich gebe Ihnen recht, dass es in den USA einen Werte- und Strukturkonservatismus gibt, der quer durch die Parteien geht. In den Details gibt es aber durchaus Unterschiede. Das Ostküstenestablishment erkennt sich in den Farmern aus dem Bible belt auch nicht immer wieder et vice versa. Nächste Wahl abwarten.
    @Don Carlos (10:48): Da haben Sie Recht.

  75. Ach ja, das Land! Diese...
    Ach ja, das Land! Diese Bauern, haben einfach alle CSU gewählt und waren konservativ. Wie war das eigentlich in den „roten“ Hochburgen Ruhrgebiet oder Sachsen (vor dem Krieg)? Noch in den 60ern konnte man in Dortmund angeblich einen Affen für die SPD nominieren, und er wäre gewählt worden. Das war doch das gleiche Verhalten in rot. Ich habe nur noch nie süffisante Kommentare dazu gelesen. Ach ja, das war ja fortschrittlich und damit gut. Der dumme Bauer war ja rückständig und dumm, zu erkennen schon daran, dass er nicht die Roten wählte. Diese Schablonen sind mir doch zu abgenutzt.
    „Konservativ“ und „fortschrittlich“, „links“ und „rechts“ gibt es in dieser Trennschärfe nicht mehr. Ist jemand, der gegen die Abtreibung, für die Abschaffung der Wehrpflicht, für Atomkraft und gegen die Verschandelung der Landschaft mit Windrädern ist jetzt konservativ oder fortschrittlich, links oder rechts? Ist „rechts“ immer gleichbedeutend mit „konservativ“ und „llinks“ mit „fortschrittlich“? Ist jemand, der für die radikale Umgestaltung der Stuttgarter Innenstadt durch Stuttgart 21 ist, jetzt konservativ oder fortschrittlich? Das sind alles Fragen von gestern. Hier wird ein politischer Mummenschanz betrieben, der nicht mehr funktioniert. Darin liegt auch das Problem der sogenannten „Volksparteien“ CDU und SPD. Die politischen Schnittmengen beider Parteien sind so groß, dass diese traditionelle Links/Rechts-Denke nicht mehr funktioniert.

  76. Ein neue rechte Partei...
    Ein neue rechte Partei bräuchte ein starkes Feindbild, um die sonstigen Gegensätze zu überbrücken. In den USA sind das USA und die Hautfarbe des jetzigen Präsidenten, die die Konservativen aufleben lassen.
    Bei uns könnte das in einigen Jahren der Islam sein. Es bedarf dann zusätzlich noch einer charismatischen Führungsfigur, in den USA ist das Palin.
    Hierzulande ist noch niemand in Sicht, aber erfahrungsgemäß tauchen solche Leute auf, wenn Bedarf besteht. Eine neue Rechtspartei mit einem Verführungstalent auf Lafontainschem Niveau könnte in Deutschland schnell nach oben kommen.

  77. Lieber Don, man merkt Ihnen...
    Lieber Don, man merkt Ihnen an, dass Sie nicht vom Land sind. Zu den Kühen: rotbunt ist nicht braun.

  78. Sehr verehrter Don!
    Zu Ihrer...

    Sehr verehrter Don!
    Zu Ihrer sexten Partei, die nur aus Konservativen bestehen soll, habe ich eine Geschichte, die wahr ist, obwohl ich das selbst nie glauben würde, wenn ich sie nicht selbst erlebt hätte.
    Vor vierzig Jahren wurde ich einmal zu einem Honoratiorenanlass in einem Ort in der geographischen und soziologischen Nähe von Jachenau eingeladen. Irgendwelche Honoratioren honorierten die Leistung eines ihrer Dorfhonoratioren. Zum Anlass kamen viele in Trachtenjäckchen. Alle waren betont katholisch, konservative Parteianhänger und die Reden entsprechend.
    Zum Abend gab es eine kleinen Kellerparty im Haus einer der Honoratioren. Ich dachte es würde sehr langweilig werden, aber wie erstaunt war ich: sowie ein Honoratiorenpaar eintrat, trennte es sich und jeder einzelne steuerte ganz gezielt auf einen anderen Partner zu. Das Dorf hatte nur eine abzählbare Anzahl von Honoratiorenpaaren (die über 60 waren nicht eingeladen) und der Keller war groß. Für jedes temporäre Paar gab es eine kuschelige Ecke.
    Daraus schloss ich, dass diese konservativen Dorfhonoratioren die Frankfurter Schule mit ‘free love’ und ‘make love, no war’ viel ernster nahmen als die meisten Frankfurter Studenten.

  79. WEA HOD DO GSOGT DOSS I...
    WEA HOD DO GSOGT DOSS I DEITSCH KENNAD? SCHAU I AUS WIA A FIESCHGOPF DOSS I DEIDSCH GENNA DAD? ;-)
    .
    derast, das Müsing war ein Frustkauf, weil mir etwas gar nicht passte und ich mich ablenkte (ich habe ja schon ein paar andere Räder). Wie auch immer, die Idee war, daraus einen Bergrenner zu machen, und die Basis, die ich erwarb, war schon sehr gut. Ich habe dann noch etwas Dura Ace in den meisten Lagern verbaut, ein paar Leichtteile genommen und mit Rolf Sestriere abgerundet. Es ist zwar etwas älter und schaut nach nichts Besonderem aus, wiegt aber reisefertig unter 9 Kilo und ist sehr robust. Bessere Bilder und die genau Spezifikation sind hier:
    .
    http://velospace.org/node/32103

  80. Don Carlos, derast: und wenn...
    Don Carlos, derast: und wenn die Antwort die unendliche Gleichgültigkeit der
    Bevölkerung ist?
    Wenn die Antwort rechts aber nicht konservativ (malaparte) ist?
    .
    Rosinante, auch Kürze schützt nicht vor Mißverständnis.
    .
    specialmarke, :-)))

  81. liebes Inneres Auge, die...
    liebes Inneres Auge, die hiesigen diskussionen laufen zum glück recht gesittet ab und gleiten selten ins persönliche – im gegensatz zu 1- zu-1-diskussionen. man versteht sich hier oft falsch, hat sich verquast ausgedrückt (nicht wahr…), gar nicht gewusst, was man in wirklichkeit sagen möchte, ein wort vergessen, sich vertippt, die grammatik mitten im satz geändert und trifft schlimmstenfalls auf einen knurrigen leser, dem mal wieder der chef auf die zehen oder die laus über die leber gelaufen ist – und zack.
    .
    meistens äussert man sich jedoch ziemlich südländisch: irgendetwas laut vor sich hinbrabbelnd nimmt dies ein anderer zur kenntnis, vielleicht oder auch nicht darauf eingehend, nur um selbst seinen beitrag in die runde zu werfen usf.
    .
    vermutete verbissenheit liegt wohl begründet in dem umstand, dass man sich hier nur mit ganz wenigen facetten präsentieren darfkannsoll. man muss sich klar positionieren. und dann kann es sein, dass es eins auf die e-mütze gibt.
    .
    im echten leben kann man sich im gegensatz dazu vor positionierungen drücken – meiner erbtante, aber auch den eltern wie auch den marktleuten oder mitarbeitern, werde ich bestimmte ansichten und lebensweisen gewiss nicht unter die nase reiben, meiner lieblingstante schon. die hat ihren spass daran.
    .
    ausgewogenheit: ja! schön wär’s…
    und überall verständnis und diskussionsfähigkeit und klarheit im ausdruck und zitronensorbet-

  82. @DA, HansMeier555 10:10
    In...

    @DA, HansMeier555 10:10
    In ihrer Gründungsphase hatten die Grünen durchaus auch ihre Probleme mit Altnazis. (Jede Neugründung einer Partei zieht zunächst mal die Irrlichter jeder Couleur an, mit dieser Diagnose hatte Sarrazin ja durchaus recht.) Man erinnere sich nur an die blubo-seligen Joppenträger bei den ersten Veranstaltungen der Ökofreunde. Ich wohnte auf dem Dorf, als zum ersten Male die neue Partei im Land antrat und dort ihre erste Wahlveranstaltung abhielt. Außer mir kam nur eine schon ältere Dame in Trachtenjacke (dort absolut unüblich), die den Kandidaten, einen naturschwärmerischen linken Schulrektor, ins Gespräch zog und dabei mit Worte wie „Heute fehlt doch einfach in allem die Richtung“, „das System“, der „Zinsknechtschaft“, die auf der Erde laste, um sich warf. Der Kandidat roch bald den Braten, wollte ihren erkennbaren Impuls schonend umlenken, um wohl zu verhindern, dass sie von den Andeutungen zu Deutlicherem überging, worauf er selber denn wohl nicht mehr über sich vermocht hätte, als ihr ganz schroff zu widersprechen und sie damit als Wählerin zu verlieren. Ein vergnüglich anzuschauender Eiertanz bei einer Alles-neu-macht-der-Mai-Partei!
    @malaparte 10:29
    Man glaubt es kaum, aber man trifft mehr und mehr historisch Ungebildete, die die Ansicht bekunden, die Allierten des Zweiten Weltkrieges hätten ihren Kampf geführt, um den deutschen Massenmord an den Juden zu beenden. Offenbar reimen sich allzu viele die Weltgeschichte als einen Weg aufwärts zu einer moralischen Weltordnung zusammen, weil anderes, nämlich ein realistischer Blick auf wirkliche Ursachen und Motive, sie zu sehr verstören würde. (Grabbes „Der Mensch denkt sich den Sinn hinein, wenn er die Weltgeschichte liest, weil er zu feig ist, ihren grausen Willen sich selber zu gesteh’n“ ist wirklich kein beliebter Sinnspruch.) Die Naiven der anderen Seite verhalten sich da ganz genauso. Wenn ein Lefebvristen-Bischof Richardson große Zweifel zeigt an den Opferzahlen in Auschwitz, dann wohl eher nicht, weil er das Geschehen im Interesse einer Wiederholung verharmlosen wollte, sondern weil er nicht in einer Welt leben will, in der so etwas möglich ist; folglich verhehlt er sich das Geschehene. Ein Bekannter von mir hat das schön pointiert: Wieso sollte ein Sterblichkeitsleugner nicht auch ein Auschwitzleugner sein? Öffentlich behandelt wird er dann nicht als der Irre, der er ist, sondern als Verbrecher, wozu natürlich die geltenden “lois mémoriels“ ihren Teil beitragen. In meinen Augen ohnehin ein Unfug, denn ich ziehe es vor, von meinem Nachbarn offen gesagt zu bekommen, was für Gespenster in seinem Kopf umgehen, statt aus Unwissenheit in falscher Sicherheit zu leben. Und durch Widerspruch und Diskussion ließe sich der eine oder andere vielleicht auch belehren, sicher aber nicht durch den ihm umgehängten Maulkorb.
    Die moralische Brille vor dem Weltgeschehen ist ein Übel, weil sie dumm handeln lässt. Die genannte Störung des Wirklichkeitssinns mag in unserer Zeit und in unserer Zone besonders ausgeprägt sein, das heißt nicht, dass nicht anderes anderswo schlimmer wäre. („America can do it.“) Vielleicht gibt es für die öffentliche Meinung, die sich offenbar in die seelischen Bedürfnisse vieler fügen muss, immer nur die Wahl zwischen bestimmten Weltbild-Komplexen; so wie man auch lange suchen muss, bis man jemanden findet, der zugleich für die Abtreibung und für die Todesstrafe eintritt oder gegen die Abtreibung und gegen die Todesstrafe.
    Dass es den „allermeisten jener, die bei diesen und anderen Themen nach mehr Wahrheit und Offenheit verlangen“, wirklich nur um mehr Realismus gehe, bezweifle ich; wenn ich mir die Reaktionen der Stahlhelm-Fraktion unter den FAZ-Lesern auf die Sarrazin-Artikel ihrer Zeitung durchlese, habe ich meistens den Eindruck, dass sie nur den „Man wird doch schließlich mal sagen dürfen“-Fuß ihres schon fertig aus Stereotypen zusammengesetzten Weltbildes in die Tür der öffentlichen Meinung stellen wollen. Natürlich sollen sie auch das können, s.o. Rattenfänger drohen übrigens immer.

  83. Was fängt ein heute...
    Was fängt ein heute 2o-jähriger mit dieser Gesellschaft an?
    Auf der einen Seite die Gleichgültigkeit der politisch-wirtschaftlichen Eliten, auf der
    anderen Seite ewiges moralisieren und intellektualisieren.

  84. Generell möchte ich sagen -...
    Generell möchte ich sagen – und mich dafür bedanken – dass der Ton in diesem Blog stets recht freundlich und auch bei schwierigen Themen sehr angemessen und nicht überzogen hart ist. Ich sehe oft, wie das bei Kollegen abläuft, bei denen entweder eine gewisse Richtung alle anderen niedermacht oder die Sache enorm schnell persönloch wird.
    .
    Pérégrinateur, ich denke aber auch, dass den harten Konservativen wenige andere Optionen bleiben. Sparbeschlüsse, Biometrie und AKW-Laufzeiten sind keine Politik, die man der Basis vermitteln kann. Die Wechselwähler haben sich so oder so schon zurückgezogen, und alles, was jetzt noch kommt, geht an die Substanz. In Sachen Sarrazin kann die Union sowieso nicht mehr hinter das zurück, was Wulff und Merkel haben verlauten lassen, und in vielen anderen Berichen passiert aus konservativer Sicht einfach zu wenig. Es ist also eine Abwägung zwischen Chancen und Risiken. Und gerade die Vertriebenen und Blubo-Altreaktionäre haben auf die nächsten 20 Jahre ohnehin nichts mehr zu verlieren, deren Zeit ist vorbei. Man würde sie in der CDU nicht marginalisieren, wenn man nicht den Eindruck hätte, man könnte es tun.

  85. liebes Inneres Auge, grosses...
    liebes Inneres Auge, grosses pardon [W] , ich rede über missverständnisse und dürfte selbst eines erzeugt haben: mit ‚(nicht wahr…)‘ waren nicht sie gemeint!!
    .
    lieber sterne, meinten sie ihren kommentar von 13.16 u jetzt politisch? [:)]

  86. Pérégrinateur, ich schaue...
    Pérégrinateur, ich schaue mir aus beruflichem Interesse natürlich auch die entsprechend andere Reaktionen auf solche Themen bei FAZ.net an. Ich will keinem zu nahe treten, aber 1. schreiben da sehr wenige sehr viel und 2. merke ich von diesen Gruppen hier so gut wie nichts. Würde man einzig und allein danach gehen, wo der Diskurs stattfindet und dann vergleichen, könnte man kaum von einer Dominanz des „Stahlhelms“ sprechen. Der letzte Beitrag zu diesem Thema hatte hier 430 Kommentare, das ist schon was. Im Gegenteil, spezielle Angebote für diese Kreise werden – und das ist kein Geheimnis, da reicht ein Blick zu „Meist gelesen“ bei den Blogs und ein Blick auf die Kommentare – nur begrenzt rezipiert. Ich habe da ab und an mal Vergleiche angestellt, die „linken“ Stützen ziehen ein mehrfaches schneller an als andere, und das, obwohl die meisten Leser nicht von ausserhalb, sondern über FAZ.net kommen.

  87. nochmal ein Nachtrag zur...
    nochmal ein Nachtrag zur fehlenden Ethik der RKK.
    ich war mal bei einem Seminar des Lst. für Moraltheologie an der Uni Regensburg, thema Gehirntod. man konnte das 100- mal erklären, dass das nicht geht. Das wurde einfach für bare Münze genommen, die Definition des gehirntods.
    die RKK ist da unglaublich blind oder Absicht, was noch schlimmer wäre.
    Ein Lob an die FAZ
    http://www.faz.net/s/Rub5C2BFD49230B472BA96E0B2CF9FAB88C/Doc~E13B649EB805E435289260895F7361C0D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    M.E. ist das der größte nepp, der geschieht im moment

  88. minna, ich glaube, eine...
    minna, ich glaube, eine bevölkerung kann nicht gleichgültig gegen ihre regierenden sein. immerhin gibt es gesetze und zur einhaltung derselben zwangsmaßnahmen sowie menschen, die zur einhaltung dieser gesetze genau diese zwangsmaßnahmen anwenden. die implosion der ddr vor 21 jahren war ein absoluter einzelfall in der geschichte. das entstandene machtvakuum wurde dann auch folgerichtig, entschlossen und vor allem unwiderruflich durch den dicken oggersheimer gefüllt, bevor sich ein paar naive ostzonale politische träumer und sozialphantasten darüber einigen konnten, was sie mit der plötzlichen und unverhofften freiheit nun anstellen sollen.

  89. Nein, donna laura,...
    Nein, donna laura, veterinärmedizinisch. Der Don hatte eine Kuh im Beet und hielt die für „braun“, was ja gerade sein Räppelchen ist. Die Kuh war aber eine gemeine rotbunte, und im Grunde freut mich, dass es am Tegernsee noch traditionelle Kuhrassen gibt. (Falls das jetzt nicht wieder missverständlich ist…)

  90. bertholdIV, danke für den...
    bertholdIV, danke für den Link! Die Verpflichtung zur Einspeisung eigener Organe ins Gesundheitssystem wird sicher kommen – bis hin zu Strafen für „Verweigerer“. Dass die „Spender“ (was für ein Wort!), denen bei „Hirntod“ Organe entnommen werden, regelhaft noch leben und Schmerz empfinden, hat nun auch die Zeitungswelt kapiert. Aber Folgen hat das keine, „wir“ brauchen den Organhandel nun einmal.

  91. Es ist jedenfalls beruhigend,...
    Es ist jedenfalls beruhigend, wenn ich nicht alleine zuhause sitze und überlege, was ich mit „konservativ“ verbinde.
    Es gibt Politiker, die würde ich konservativ nennen, aber keiner von denen scheint mir bei seiner politischen Heimat flexibel zu sein. Es gibt die (nach meiner Einschätzung) auch in allen Parteien des Bundestages.
    Es gibt „Zeiten“ die belegt mein Vater (JG.´28) mit dem Ausdruck „konservativ“. Er verbindet das dann oft mit festen Vorstellungen von Familie, Kirche und den Beziehungen des Staates zu seinen Untertanen.
    Ein Doktor war automatisch ein Herr und einem Rechtsanwalt ist man besser aus dem Weg gegangen, Widerspruch war nicht mal einmal Gedankenhorizont.
    Es gab aber auch Sicherheiten : Die Waagen der Fleischer wurden ebenso geprüft wie die Gesundheitszeugnisse der Mitarbeierinnen (gesehen hat das niemand, aber man hat das für feste Fakten angenommen).
    Ein Pfund Kaffe, war 500g schwer, das musste keiner nachwiegen.
    Ein Bierglas war bis über die Eichmarke gefüllt (Bier, kein Schaum) und eine Eichmarke war quasi amtlich.
    Eltern haben ihre Kinder geschlagen. Erziehung mit strenger aber gerechter Hand (nicht Argument).
    ADS gab es ebensowenig wie Mittel dagegen, aber Zappelphiph konnte im Laden schnell seine Grenzen erkennen, wenn Muttern Mund ganz schmal wurde und nur die klare Ansage kam: „warte nur, wenn ich das heute abend Pap erzähl“. Zappeln ende und klares Wissen, heute abend klatscht es (und kein Beifall).
    und so weiter uns so fort…….
    Es gibt auch Länder die nennen wir konservativ, kir fällt nur keins ein, wo ich tatsächlich erklären könnte warum.
    Konservatismus kann man googeln. Das scheint eine Einstellung zu sein. Das hiesse, es ist Inhaltsleer und beschreibt nur wie jemand seine Umgebung wahrnimmt und mit ihr interagiert.
    Bei googel steht auch direkt etwas von Sozialismus und Liberalismus, es ist also der übliche Mus, den die Leute im Namen einer Idee damit veranstalten.
    .
    Eine bewahrende Art der Politik „kondervativ“ zu nennen ist weder positiv noch negativ. Es geht schliesslich um die Politik und die Inhalte, also wen oder was erhalte ich und warum tue ich das.
    .
    Rechts gerichtete Poltik ist abgeleitet von der Sitzordnung im Parlament nationale Politik.
    National im Gegensatz zu Patriotisch (Patrioten überhöhen ihr Land und sehen andere Länder als geringer an, also eine andere Sichtweise als beim Nationalisten, dem reicht es das er sein eigenes Land toll findet), ist aber ebenfalls Inhaltsfrei. Wie ich mein Land sehe ist ja quasi Privatsache und ob die Merkel Deutschland national oder patriotisch betrachtet, ist (solange die Merkel sich profesionell verhält und Amt und Privat aufgetrennt lässt), für ihre Kollegen egal. Es zählt ja schliesslich was der/die/das Poltiker praktisch tut und warum er/sie/es tut.
    .
    Der Hinweis auf eine Partei rechts von der CDU/CSU ist also der auf eine nationale Partei, eine die deutsche Interessen stärker in den Vordergrund stellt.
    Die Presse spielt mit den Angst, vor einer Rückkehr der Nationalen und setzt dahinter Sozialisten.
    Es gab in Weimar starke nationale Kräfte, die mit der NSDAP nicht zusammengearbeitet haben. Die gibt es heute nicht mehr. Deutschland verleugnet sich und seine Interessen weitestgehend und weil das so ist, können unsere Vertragspartner diese Interessen schlecht beachten oder?
    Hier wird wieder einmal der Nazihammer geschwungen. Thor der Gott der Zeitungen (er lässt es so schön rauschen) schwingt mit nicht ausgesprochenen Vorwürfen wieder den geschichtlichen Dummbatz-Hammer.
    Ich kenne die Steinbach nicht und ich mag einen wichtigen Teil ihrer Arbeit nicht, aber ich halte die nicht für eine Narzisse (^^).
    .
    40 Milliarden für die HRE als Garantien ausgesprochen und der Pfandleihmarkt kommt nicht auf die Beine. Basel 3 quasi beschlossen und die deutschen Banken sehen nicht einmal so gut damit aus. Keine Diskussion, keine Begründung sondern nur eine knappe Nachricht über die vollzogene Massnahme. Da geht unser aller Geld hin.
    Lasst Euch nicht ablenken, die nächste Bankenrunde läuft ganz leise an der öffendlichen Diskussion vorbei.

  92. @sterne
    ja, sie haben recht....

    @sterne
    ja, sie haben recht. deswegen hat mich das damals schon so genervt und dann diese blindheit bei moraltheologen der rkk. ich denke sehr böse jetzt, dass die rkk ökonomisch denkt. zeitpunkt des beginns und ende des lebens folgen der maximierung der mitgliederzahlen und der gesamten ökonomie.

  93. Trias, Sie meinen sicherlich,...
    Trias, Sie meinen sicherlich, dass es hier wieder mal sehr bierernst zugeht? Sie koennen recht haben. Die ganze Aufregung finde ich verfrueht. Diese Republik hat schon ganz andere Sachen ueberlebt, oder gedeckelt oder verdraengt.
    Erst wenn diese Leute zur Feldherrenhalle (gibt’s die eigentlich noch?) marschieren, wird es interessant.
    Hier leiden einige Leute an Putativerregung.

  94. Ja, die USA sind sehr...
    Ja, die USA sind sehr heterogen. Gerade deswegen ist ja so erstaunlich, wie gut die Amalgamierung klappt. Die Dorfdödel und Großbanken, jeder kriegt was er will.

  95. bertholdIV, manches, das nach...
    bertholdIV, manches, das nach böser Absicht aussieht, ist in Wirklichkeit Unvermögen. Richtig charmant ist aber beides nicht.
    .
    So, nun aufs Rad und in die Natur, die liebliche am Fluß. (Dem Don ein Dank für den Wink.)

  96. Liebe donna laura,
    Blume...

    Liebe donna laura,
    Blume dankend angenommen! Allerdings fühlte ich mich auch nicht besonders auf den Schlips getreten – zumal ich keinen trage.
    Ansonsten (13:32) stimme ich im Eigentlichen Ihrem Beitrag nicht nur zu, sondern freue mich auf jede Reaktion, da ich mich immer noch (hoffentlich noch lange) empfänglich halte für Meinungen und Äußerungen, die ruhig auch mal kritisch sein dürfen.
    Lieber Don, ich stimme auch Ihnen zu, daß es hier ziemlich gesittet zugeht, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist – und Ihre Ankündigung, dass es bald auch mal wieder um Tee und Kuchen gehen wird, habe ich mit Interesse vernommen, vielleicht fällt in diese Rubrik dann auch Pilze und Wein … Zitronensorbet?
    Was macht übrigens das werte Wohlbefinden nach der lang und breit besprochenen Bekanntschaft mit der Regenrinne?
    Gruß von einem im Regen ausharrenden „FIESCHGOPF“ (Gott sei Dank nicht von Geburt her!)

  97. Don Carlos, nicht...
    Don Carlos, nicht gleichgültig gegenüber den Strukturen, wohl aber gegenüber
    denen, die sie repräsentieren und ihrem Schicksal.

  98. Was werde ich morgen noch...
    Was werde ich morgen noch sein?
    .
    Anschließend auch an das was Elbsegler vermutlich meinte, möchte ich auf den von mir schon oft bemühte Zizek verweisen. Slavoij Zizek beschäftigt sich ja nicht nur mit Philosophie, sondern auch mit Kunst und Dramaturgie, etc. p.p. Aus der Ecke kommend ist wohl ein Statement von ihm zu verstehen, wo er meint (ich zitiere jetzt ein wenig aus dem Gedächtnis, hatte darauf schon mal referiert), dass es heute nicht mehr subversiv sei pervers sein zu wollen. Denn das Kapital schafft es mit links, jede nur denkbare Perversion sofort zu vermarkten (vgl.: „Das Wunderkind von heute“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=762). Oder anders ausgedrückt, mit meinen Worten: der dümmste Marktidiot mag sich vorkommen wie ein Revolutionär, wenn er neben seiner Ehefrau, seiner Tochter, vielleicht gar auch noch seinen Gärtner, dann aber auch noch seinen Hund v….t.
    .
    Das könnte bedeuten, und darauf zielte Zizek, dass sich nicht wenige Revolutionäre heute gezwungen sehen können, eben gegen diese Art von Modernität mit quasi konservativen Argumenten, mit einer nicht nur antiquierten Ethik also, sondern auch mit „Sozialromantik“ anzugehen. Und so deutet er auch an, dass Marx anfänglich gar ein ebensolcher (ganz sicherlich aufgeklärter) Konservativer gewesen sei (wie Kant vielleicht, was er so natürlich nicht sagte, denn Kant bildet eine seiner philosophischen Matrizen, vgl. auch: „Schon mehr Theorie als Mythos“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=693), wie jeder anderer, der da im Angesicht der Beschleunigung des proletarischen Elends im Kapitalismus seiner Tage die Heilsarmee gar noch für das revolutionäre Subjekt gehalten haben wird.
    .
    Der Konservative von heute kann der Revolutionär von morgen sein (leider gilt dies oft mehr in umgekehrter Richtung!).
    .
    Bedeutet das nun, dass man nicht mehr unterscheiden könne, zwischen beiden? Wohl nicht. Denn der Revolutionär entwickelt eine entsprechende Perspektive (vgl.: „Den neoliberalen Tagträumern, bzw. den konservativen Kassandrarufen zum Trotz“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=812) für die nächste und fernere Zukunft, der Konservative klebt an seiner romantisch verklärten Sicht der Dinge, aus alten Tagen (siehe auch: „Der Stilbruch und das nette Geplauder“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=845).
    .
    „Wertkonservative“ sind echte Konservative, alle anderen sind eigentlich nur Liberale, also jene, die sich pragmatisch verhalten, angesichts der Möglichkeiten im Kapitalismus, also angesichts auch dessen Janusköpfigkeit im Kontext seines eigenen „Fortschritts“.
    .
    Die Berührung zwischen Konservativen und Revolutionären liegt aber auch da, wo nur beide so etwas haben wie ein Wertesystem überhaupt. Das auch mag den Revolutionär in einer sich beschleunigenden Welt gar als Konservativer wirken lassen. Und er wird es auch sein, ein Konservativer, wenn er mit den Beschleunigungen nicht mithält, seine eigene Werte, Grundsätze und Theorien ebenso beschleunigt überprüft, incl. seiner gestern noch formulierten Sicht auf die Zukunft.
    .
    Somit gibt es auch für die Revolutionäre von heute keinerlei gültigen Echtheitszertifikaten mehr, etwa im Stile von „Marxist sein“, „Leninist sein“, „Trotzkist sein“, „Anarchist sein“. Heute gilt mehr denn je: was werde ich morgen noch sein? Heute Revolutionär sein, erfordert ein höheres Maß an Prinzipienfestigkeit als ein Konservativer je bereit sein wird zu haben und zugleich eine solche Flexibilität, dass selbst der pragmatischste Liberale davon überrascht sein muss (siehe auch: „Für ein Europa der Völker“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=750).

  99. @bertholdIV und sterne
    Na,...

    @bertholdIV und sterne
    Na, wenigstens zwei, die es genau wissen. Die anderen rätseln noch. Dann lassen wir doch diese Transplantirerei erst einmal (Baustopp). Denn nach Ihren Maßstäben ist eine Organtransplantation zumindest Totschlag, wenn nicht Mord.

  100. Dafür, dass der Arzt die...
    Dafür, dass der Arzt die Saison für beendet erklärt hat und meinte, die L’Eroica
    .
    http://www.eroica-ciclismo.it/italiano/home.asp
    .
    könnte ich vielleicht 2011 angehen, und dafür, dass ich eigentlich im Bett liegen und nicht 90 Kilometer strampeln sollte, geht es recht gut. Mich treiben die Dämonen der Angst, dass ich in weniger als 10 Jahren ein hässlicher, verkommener Trottel sein könnte, der Sport nur noch aus der Grölperspektive kennt, weil er für alles andere zu krank und fett ist. In meinem Alter muss man da wirklich aufpassen, gerade bei Bildschirmarbeit. (Wobei Radsport da vermutlich weniger übel wirkt, als andere Sportarten mit hohem Hool- und Idiotenfananteil, You never beat the crap out of bystanders alone).

  101. Holly01@ 14:23
    ... (die)...

    Holly01@ 14:23
    … (die) Waagen der Schlachter wurden ebenso geprüft wie …
    Aber meistens nicht der Daumen des Schlachters, der beim Abwiegen zufällig auch noch da war …
    Bei unserem Schlachter hing hinterm Tresen übrigens ein Schild mit dem Angebot an seine Kunden: „Auf Wunsch zerschlage ich Ihnen die Knochen kostenlos“

  102. lieber BertholdIV, danke für...
    lieber BertholdIV, danke für den link.
    .
    „Ein britischer Anästhesist wird mit den Worten zitiert, er befürworte die Transplantation von Organen, gedenke aber nur dann einen Spenderausweis bei sich zu führen, wenn er sicher sein könne, dass er vor der Entnahme betäubt würde.“ sprich: final betäubt wurde.
    .
    die diskussion über die entscheidungsfindung über den todeszeitpunkt, unabgesehen von der lebensqualität des betroffenen menschen, ist ausschlaggebend, wird aber in unserer nichtaufgeklärten gesellschaft, in der erörterungen zum handyvertrag für erwägenswerter gehalten werden sollen als die entscheidung über den modus des eigenen todes, sicherlich ganz bewusst vermieden.
    .
    ich übertreibe mal, weil verkürzt und einseitig formuliert, dafür poiniert:
    das praktische problem ist, dass der patient zu lebzeiten oft lediglich als dienstleistungserfrager im nichtdienstleistungsfreudigen gewerbe erscheint, also jemand, oder besser: etwas, das umsatz bringt.
    erst soll mit seinem siechtum verdient werden, dass er mehr oder eher weniger angenehm meistert – und dann auch noch mit seinem toten leib.
    nicht zu knapp.
    .
    http://www.faz.net/s/RubC17179D529AB4E2BBEDB095D7C41F468/Doc~E25A00C8B187341BDA96A5B99F8074320~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    .
    die unabhängigkeit der entscheidungsfinder, auch zu deren entlastung [denn wer wäre gerne herr über leben und tod? diese gehörten dann nicht in den medizinischen bereich], wäre ein wichtiger punkt.
    solange man keinen plan zu erfüllen und keine wirtschaftlichen interessen (geht das?) hat, kann das funktionieren.
    .
    abgesehen vom absolut unbestreitbaren nutzen des vorgangs für diejenigen, die gewebe oder organe erhalten (auch bei uns im freundeskreis ex.), würde ich es für ablehnenswert halten, gleich von vorneherein divergierende meinungen in grund und boden zu rammen, frei nach der aufteilung: moralisch, offen, sozial vs. egoistisch, verlogen, feige.
    .
    wie öffentlich geführte ‚diskussionen‘, die oft oktroi-charakter haben, eben laufen.
    .
    es geht darum: sich nicht mehrheitsmeinungen unterwerfen zu müssen, sondern selbst eigenverantwortlich denkend zu adäquaten schlüssen zu kommen,
    also zuerst einmal selbst nachzudenken, und dann meinung zu entwickeln.
    der erste teil wird oft, zu oft übersprungen.
    -apropos putativ, lieber Filou.
    .
    .
    lieber sterne,
    so wie sie das formulieren, hätte man das auch politisch auffassen können… und vieher haben – noch – keine religion.
    wobei: lieber BertholdIV, stichwort aufstockung der mitgliederzahlen… hm, da ginge doch etwas? es gibt ohnehin einen gesellschaftlich drall in die richtung, unsere gefiederten und befellten brüder und schwestern in ruhe zu lassen.
    andererseits: nähern sich zumindest in den öffentlich geführten erörterungen mensch und tier nicht an? war das nicht mal andersherum gemeint?
    .
    lieber don, bitte ein schönes grosses stück von der rosa torte mit dem zuckerguss!

  103. @ filou "Diese Leute" kriegen...
    @ filou „Diese Leute“ kriegen doch keinen anständigen Marsch mehr hin. Vielmehr würden sie sich chauffieren lassen, mit Bodyguard und Schirmlakai. Und ohne RTL und ntv sich schon gar nicht erst schminken lassen. Wobei die Bereitschaftspolizei sie vor möglichen Demonstranten schützen müsste. Hitler hat sein Skandalbuch wenigstens im (wenn auch feudalen) Knast geschrieben, Sarrazin in der Bundesbank. Und die Pensionserhöhung schloß neben dem Verzicht auf Rechtsmittel gegen seinen Rausschmiß natürlich auch einen Verzicht auf Märsche und Umstürze mit ein.

  104. Don Carlos, ich vergaß:...
    Don Carlos, ich vergaß: …aber dazu müßten die heute 20-jährigen erstmal
    wenigstens dreißig sein.
    .
    Wenn diese unendliche Gleichgültigkeit einmal in der Welt ist, bekommt sie
    nicht wieder hinaus.

  105. @Minna: Ich bin vom...
    @Minna: Ich bin vom 20-jährigen ja nicht sooo weit entfernt, hier meine subjektive Einschätzung: Die Mehrheit lässt sich völlig kirre machen. Ich habe an der Uni eine Menge Leute (hauptsächlich aus dem MINT-Bereich) getroffen, die fest erwartet haben nach dem Abschluss keine Arbeit zu finden. Entsprechend haben die sich dann nach dem Studium völig unter Wert verkauft, der Tenor „solange es mehr ist als Hartz IV ist es ja schon ganz toll“. Viele andere haben schon komplett aufgegeben und bemühen sich erst gar nicht mir ihrem Leben was anzufangen, weil sie fest erwarten sowieso ihr Leben als Hartzer zu fristen. Existenzangst extrem, meinetwegen auch Generation Depri. Nur noch ganz, ganz selten habe ich Leute mit Träumen und Zuversicht getroffen.

  106. @donnalaura
    ich habe auch...

    @donnalaura
    ich habe auch einen spenderausweis bei mir. mir gefällt die gehirntoddiskussion, so wie sie bisher stattgefundne hat nicht und vor allem dieses anbiedern beider kirchen, aber vor allem der rkk.

  107. elbsegler, nein, die rätseln...
    elbsegler, nein, die rätseln nicht. Die versuchen, ihren „Hirntod“ zu retten. Und: „Baustopp“ – für dieses passende Wort in dem Zusammenhang vielen Dank! Besser kann man das nicht ausdrücken.
    .
    Don Alphonso, kokettieren Sie oder bleiben Sie wirklich zu Hause, während die Heroen kreisen??

  108. @unellen
    Das habe ich -- schon...

    @unellen
    Das habe ich — schon vor einiger Zeit — genauso erlebt und fürchte, dass es in den Geisteswissenschaften noch schlimmer war.
    Fast habe ich den Verdacht, dass das auch eine publizistische Strategie ist, die Leute fertig zu machen, „Euch braucht kein Mensch“, etc.
    Und dann wundern sie sich über die Demographie.

  109. @DA, 13:45
    Ich glaube auch,...

    @DA, 13:45
    Ich glaube auch, dass die Zeit der Blubos und selbst der authentischen Nationalen in der CDU vorbei ist. Aber ein mittelständischer Poujadismus ist gesellschaftlich durchaus denkbar, das meiste Geschimpfe der Kommentatoren unter den FAZ-Lesern geht ja auch gegen den räuberischen Sozialstaat und auf der Straße schnappt man oft Ähnliches auf; Griechenland ist da nur Chiffre für die eigenen Hartz-IV-ler. Dass die Interessen dieser Klientel objektiv nicht zusammengehen, muss nicht gegen ihre Entstehung sprechen, denn wer vieles bringt, bringt jedem etwas – und wieviele Menschen stoßen sich denn an Widersprüchen? Vielmehr wird es für eine solche Bewegung schwierig, viele unter einem Hut zu halten, weil es am rechten Rand bei Aussicht auf Erfolg gleich zu viele Häuptlinge gibt, die sich prompt überwerfen. Das Führerprinzip funktioniert meist nur zusammen mit dem seidenen Strick einigermaßen.
    Die taktische Einschätzung der CDU, dass sie rechts nicht soviel verlieren kann wie in der Mitte gewinnen, kann sich jedenfalls auch als falsch erweisen. Und sobald rechts auch nur eine ernstliche Gefahr droht, wird man sich prompt hinüberlehnen. Vgl. zum Ausgang solcher Taktierereien den Reinfall Chiracs, der die Euro-Abstimmung ansetzte, weil er wusste, damit die Linke spalten zu können – und sie dann ungewollt verlor. Oder hierzulande die Schröder-SPD und die Linke.

  110. '...und dafür, dass ich...
    ‚…und dafür, dass ich eigentlich im Bett liegen und nicht 90 Kilometer strampeln sollte, geht es recht gut.‘

    man nennt das immunsuppression, die zur ausschüttung von adrenalin, cortisol und testosteron führt. testosteron macht aggressiv, adrenalin wach und cortisol schmerzunempfindlich. gleichzeitig wird das immunsystem sozusagen abgeschaltet, weil der körper seine funktionsfähigkeit angesichts einer streßeinwirkung aufrechterhalten will, anstatt krank zu werden. man fühlt sich also kerngesund, während sich krankheitserreger vom immunsystem ungestört im körper vermehren und ausbreiten können. oder es können sich erreger in der nähe des vorhofs ansiedeln und zu unmerklichen entzündungen führen (herz verfügt über keine schmerzrezeptoren). derlei ist häufig ursache für das verfrühte ableben von sportlern.

    also bitte nicht unvernünftig sein, sonst haben wir alle keine kolumne mehr zum lesen. auch beachten: das wichtigste am training sind die pausen. muskeln wachsen nur im ruhezustand. ohne ruhe kommt es zum muskelabbau. übertraining zum gewichtsabbau ist ohnehin nur wirksam bei nahrungsmangel, sonst bunkert der körper angesichts des übertrainingsstresses nährstoffe in form von fett ein. sehr uneffektiv.

  111. minna, dazu fehlt mir die...
    minna, dazu fehlt mir die vorstellungskraft…

  112. @DA, 13:45
    Da sind Sie mir...

    @DA, 13:45
    Da sind Sie mir wohl mit einer Entdramatisierung zuvorgekommen; ich beklage mich gewiss nicht darüber. Schön, wenn man wie Sie über doch ein paar Quellen mehr für eine Einschätzung des gesellschaftlichen Klimas verfügt. Ich muss da ganz auf die zungenlösende Macht der möglichst bei allen möglichst freien Meinungsäußerung setzen. Immerhin bleibt zu wägen, wie repräsentativ denn die sich hier umschauen und äußern für die ganze Gesellschaft sind. Es gibt ja auch die Meinung, die Rechte ist sich sicher und will oder kann nicht schreiben, die Linke weiß besser und disputiert und schreibt ohne Ende.

  113. Jaja, DA lebt in einer...
    Jaja, DA lebt in einer heiligen Welt in Bayern. Weit weg von EinwanderInnen aus der Türkei, nehme ich an? Interessant isses, m.M.n., dass DA gelegentlich im bayerischen Dialekt seine Beiträge poschtet, oder?

  114. liebe minna: "... auch Kürze...
    liebe minna: „… auch Kürze schützt nicht vor Mißverständnis.“ Da haben Sie völlig Recht. Ich bin ein Fan von Strukturen, wenn’s um die Gesellschaft geht. Und ein solcher von erlebten Dingen, wenn es um Leben und Wertung geht. Strukturen -finde ich- tut die Kürze gut. Allerdings sollte auch diese differenziert sein. Bei der Lebensanekdote ist jede Länge erlaubt (nur nicht die Langweile). Wie’s geht, zeigt uns Filou.
    .
    Ihr Hinweis auf ein „rechtes“ Denken ohne Konservatismus mit Blick auf Curzio Malaparte gefällt mir. Das Privathaus, welches er sich vor dem WK2 auf Capri bauen liess (A. Libera) ist für mich von zeitloser Gegenwart.
    .
    unellen, was Sie (15:12) über den Arbeitsmarkt-Psycho von Jungakademikern aus Ihrer Erfahrung schreiben, ist ja noch schlimmer, als ich annahm.

  115. @ Don Alphonso: Natuerlich...
    @ Don Alphonso: Natuerlich wandelt sich auch die „konservative“ Bevoelkerung, geht mehrheitlich mit der Zeit. Ausnahmen wie z.B. die Amish sind eben Ausnahmen. Die anderen, auch sich als konservativ bezeichnenden, nutzen Strom und Autos.
    .
    Die Tribalisiserung, also der Bezug auf eine meist kleine Bevoelkerungsgruppe, das ist die Umkehrung des galaktischen Adressspiels („ich wohne in Hintermwald, Kreis, Land, Nation, Kontinent, Erde, Sonnensystem, Milchstrasse…“) im echten Leben. Mensch scheint sich wohler zu fuehlen in der vermeintlich homogeneren Kleingruppe.
    .
    Denkt man aber an die eigene Familie, dann wird die Homogenitaet auch schon wieder in Frage gestellt. Wenn man denn drueber nachdenkt. Tut man aber meist nicht, genausowenig wie- zumeist- ueber die groesseren Gruppierungen, in die man sich einfinden mag.
    .
    Und deshalb sehe ich durchaus eine Gefahr in einer Sammelstelle der Frustrierten. Gelingt es naemlich, denen einzureden, man ziehe alle an einem Strang, dann naemlich kann man durchaus solche eigentlich diversifizierten Gruppierungen zu gemeinsamen Handeln bringen.
    .
    Das erklaert dann auch, warum Koalitionsregierungen es so schwer haben: da naemlich fuehlt ein jeder sich primaer dem eigenen Stamm gegenueber loyal, und versucht dies zu bezeugen, indem er gegen den Partner agiert.
    .
    Guter Gott, was klinge ich heute aber misanthropisch… :-)

  116. @bertholdIV, @donna laura
    Wer...

    @bertholdIV, @donna laura
    Wer schon, noch oder überhaupt Bürger- und auch Menschenrechte hat, ist wohl immer eine gesellschaftliche Setzung. Die Gesetze machte in der Polis die versammelte wehrfähige männliche Bevölkerung; entsprechend waren etwa Sklaven und Neugeborene rechtlos (Kindsaussetzungen). Die Frauen haben es bekanntlich zur Ehre der Stimmurne erst im 20. Jahrhundert gebracht. Auch heute sind manche Abgrenzungen durchaus fragwürdig, vgl. z.B. die Erwägungen des sehr verschrienen Peter Singer, der Konsistenz der Bewertung nach seinem Geschmack erreichen will, indem er das Lebensrecht mancher Tiere höher gewichtet als das mancher Menschen. Ich hielte es jedenfalls für eine Täuschung, unter Berufung auf das Konzept des (unveräußerlichen, mit uns geborenen, selbstverständlichen usw.) Menschenrechtes das Hirntodkriterium abzulehnen oder zu befürworten. Auch Menschenrecht ist als Konzept wie in seinem Umfang geschichtlich geworden und man sollte keine falsche Heiligenaura um es legen.
    Täuschung ist abzulehnen, also auch die Täuschung über die wirklichen Abläufe beim (Hirn-)Tod. Die Frage was tun bleibt dann immer noch offen.
    Die Medizin scheut natürlich das Abgehen vom Hirntodkonzept, weil sie befürchtet, dass ihr dann das Transplantationsmaterial ausginge. Das mag man Geschäftsinteresse nennen, aber was denn ist heute nicht irgend jemandes Geschäftsinteresse? Grundsätzlich sollte man Personen im Interessenkonflikt keine Verfügungsgewalt über andere zugestehen; aber wo der Betreffende nicht selbst entscheiden kann, muss es irgend ein anderer tun. Da der eigene Tod gerne verdrängt wird, treffen sicher viele im Vorhinein keine Verfügung, die eigentlich nichts gegen die Nutzung ihrer Organe hätten. Die Gesellschaft muss letztendlich über die Norm entscheiden nach dem, was ihr lieber ist. Das mag für unser Empfinden ungerecht ausgehen. Ich finde es so immer noch besser, als wenn man nach den Lehren einer Religion oder nach einer philosophischen Ableitung aus einem angeblich unabweisbaren, aber manchem eben doch abweisbaren Prinzip verfügte.

  117. @Filou
    mit der ...

    @Filou
    mit der Feldherrenhalle kenne ich mich nicht so gut aus,
    aber mit dem „putativ“ haben Sie mich trotz erschlichenem
    großen Latinums eiskalt erwischt! Respekt, das macht Spaß,
    zum Glück habe ich noch eine ganz große Ausgabe vom
    Brockhaus. mfG T.

  118. Herr Sarrazin ist nach Bildung...
    Herr Sarrazin ist nach Bildung , Amt und Besitz eigentlich Westviertel hoch x,
    ich hätte mir von Berlin mehr Korpsgeist und breitere Schultern erwartet, man könnte den Mann trotz eines törichten Buches durchaus im Amte belassen.
    Wenn man als Jurist angeklagt ist, wird man von seinsgleichen jedenfalls besser behandelt. Und als Westviertler gehts oft nach § 153 Stpo zu Ende.
    Wir sind jedenfalls von englischen Verhältnissen
    (Zusammenhalt der Oberschicht) weit entfernt .

  119. @DA & Filou,
    wenn ich ...

    @DA & Filou,
    wenn ich etwas nicht weiß, weiß ich wenigstens wo ich nachschlagen
    kann, dicker Brockhaus funktioniert fast immer, obwohl überaltert,
    kleiner Stowasser eher selten, obwohl offiziell als zeitlos eingestuft.
    Passiert mir leider immer häufiger, aber meine Frage an den Haus-
    herren lautet : was ist denn „Ganserfadismus“?
    mfG T.

  120. Wozu brauchen wir 65 Jahre...
    Wozu brauchen wir 65 Jahre nach Kriegsende eigentlich noch einen Vertriebenenverband? Es ist an der Zeit, dass die Damen und Herren aus dem fernen Osten sich vollständig integrieren.

  121. @Rosinante: "Je einfacher...
    @Rosinante: „Je einfacher denken is auch eine jrosse jabe Jottes!“
    (Konrad Adenauer)
    .
    (Bezog sich auf mich, umjotteswillen)

  122. ...
    @Pérégrinateur
    „Grundsätzlich sollte man Personen im Interessenkonflikt keine Verfügungsgewalt über andere zugestehen;“
    das wäre schon viel fürs erste.

  123. Donna Laura, danke für den...
    Donna Laura, danke für den Link. Es ist alles viel bestialischer als befürchtet. Wer stoppt das Gesindel?
    Trias, Gonserfadismus wird eigentlich Konervatismus geschrieben. Der Don leert manchmal die valschen Gonserfen, dann passiert das.

  124. sehr geehrter Filou,
    das ...

    sehr geehrter Filou,
    das ist aber wesentlich mehr Information als ich eigentlich brauche,
    sehr freundlich von Ihnen, ich möchte auch nicht undankbar erscheinen.
    Einen Calvados auf Ihr Wohl, mfG T.
    P.S.: Der letzte Satz entspricht der Wahrheit, ich rühre heute weder Auto
    noch Fahrrad an, aber vielleicht könnten Sie mir einmal eine Kurzlektion
    (Betonung auf „Kurz-„) in Sachen Calvados geben. Danke im Voraus. T.

  125. @Trias, 17:47: Das ist...
    @Trias, 17:47: Das ist unverkennbar einheimisch und wird im Brockhaus unter „Konservatismus“ gefunden, im Link bei Wikipedia…

  126. unellen, HansMeier555: macht...
    unellen, HansMeier555: macht da diese 50.000 Euro-Kind-Prämie zur Entlastung
    des Akademiker Arbeitsmarktes nicht doch Sinn?
    Wirkt da die Forderung nach Einwanderung von akadem. Fachkräften, sowie
    ihrer inländischen Vermehrung dagegen nicht sinnlos?
    .
    Die heutigen 20-jährigen s i n d die „geburtenschwachen“ Jahrgänge.
    .
    P.S. das mit nicht gebraucht werden habe ich so gehört:
    „Wir können Sie (Geisteswissenschaftler)zwar beschäftigen, aber brauchen tun wir Sie nicht.“
    … und wie alt sind die, die das sagen?

  127. @DonnaLaura
    danke für den...

    @DonnaLaura
    danke für den Link. Schauderhaft

  128. Pérégrinateur (16:58 Uhr),...
    Pérégrinateur (16:58 Uhr), wäre der spezifische „Menschenrechtsgehalt“ einer jeden demokratischen Verfassung nicht zunächst daran zu messen, wie mit der (immer drohenden) Tyrannei der Mehrheit umgegangen werden soll? Dafür braucht es in der Tat keine Religion.

  129. lieber gheluveld, juristen...
    lieber gheluveld, juristen mögen §258 weniger.
    .
    lieber Pérégrinateur, ich scheue mich, es zu vertiefen: die zustimmung, nach wie auch immer gesichert festgestelltem ableben körperpartien zu spenden, liesse sich bspw. gestaffelt und an bedingungen geknüpft erteilen, ganz wie bei double arches: hamburger mit ts, aber ohne gurke, dafür mit pommes frites light ohne milkshake ohne apfeltasche.
    .
    „aber was denn ist heute nicht irgend jemandes Geschäftsinteresse? Grundsätzlich sollte man Personen im Interessenkonflikt keine Verfügungsgewalt über andere zugestehen“
    – dieses paradoxon ist das problem. bewertungsfrei gesprochen: fachleute und finanzielles interesse sind synonym. wie gross müsste ein wirklich interessenbefreites expertengremium sein?
    .
    ich möchte sie korrekt verstehen und frage deshalb nach: meinen sie, dass das menschenrecht normativ gesehen heutzutage insofern verhandelbar ist, dass man kurzgesagt hinter die ‚gewinne‘ zurückgeht?
    .
    es geht ja nicht zuvörderst um das thema ‚organüberlassung‘ (man könnte dies an vielen anderen beispielen auch durchspielen):
    das metathema ist letztlich die freiheit des individuums, über sein geschick selbst zu befinden.
    .
    das i n d i v i d u u m würde beim thema ‚gewebe/organtransfer‘ zum d i v i d u u m im wahrsten wortsinn, und dies als repressiv empfindbare mehrheitsverordnung von oben?
    mehrheiten sind manipulierbar.
    darf man dann die macht vieler über das (ethisch handelnde) individuum akzeptieren? darf es dann noch mitreden? muss es dann sanktionen ertragen (wie in der jachenau)?
    ist es dann noch subjekt?
    welche staatsform passte dazu? sich als ochlokratie tarnende, massenmedial arbeitende oligarchie im verrutschenden deckmäntelchen der demokratie unter fahrlässiger umgehung der aufklärung?
    warum kommt mir das so bekannt vor…?
    [nicht nur aus dem studium, als ich mich mit meiner lieblingsprofessorin montagmorgensumacht duellierte…]
    .
    lieber don, bitte das riechfläschchen, schnell… (nicht für mich!)

  130. geehrte Specialmarke,
    mich ...

    geehrte Specialmarke,
    mich in die Schublade „konservativ“ zustecken ist bemerkewnswert,
    trotzdem freundliche Grüße, T.
    P.S.: @Filou, ich schmachte nach Ihren Ratschlägen über Calvados,
    oder müssen Sie schon wieder Oper/Ballett anschauen?
    bitte ein „W“ streichen

  131. Interessanter Thread...
    Interessanter Thread hier.
    Während bei der Rundschau alles in heller Aufregung bezüglich der Greifbarmachung des Begriffs „konservativ“ ist, was da sein soll, usw., usf., sind wir hier mittlerweile bei Organspenden angelangt.
    Immer eine Nasenlänge voraus!

  132. @unellen/minna: Ah, inzwischen...
    @unellen/minna: Ah, inzwischen also auch noch die MINTler. Ich hatte mich ja immer über die „mit Medien“-Fraktion gewundert, also über deren Zuversicht. Aber das ist auch schon 10 Jahre her.
    @Mondry: ja, ich empfinde auch eine „Verkiezung“. Ob hier in Berlin oder in Belgien im Urlaub.

  133. @minna
    Die Leute brauchen...

    @minna
    Die Leute brauchen keine 50.000, sondern einen unbefristeten Vollzeitjob.

  134. In Wien wird ja in drei Wochen...
    In Wien wird ja in drei Wochen gewählt und man kann sagen, daß das konservativ-bürgerliche Lager schon lange erodiert. Das wirklich große Geld braucht keine Einzelpartei, die ÖVP ist eine Partei für Wirte und Fußpfleger geworden. Grad heute hat die schwarze Kandidatin (ein Import aus Bayern, drall und frech, Handelsschulabsolventin, aber immerhin alleinerziehende Mutter, drum erlangte sie das Familienstaatssekretariat und auf den ersten Blick fand man das nicht unsympathisch) verpflichtende Gratisarbeit („gemeinnützig“, da können dann die parteinahen Träger von Sozialfirmen profitieren) von allen die länger als 6 Monate arbeitslos sind gefordert. Das ist so ein Wischer nach rechts um von den Blauen/Orangen was abzustauben. Ich kenne aber auch Inhaber roter Parteibücher (und „roter Jobs“ in gemeindeeigenen Spitälern etwa) die das gutheißen, vielleicht sogar verstohlen blau wählen. Die jugendliche Blau-Klientele hingegen, selber oft arbeitslos, wird die Gratisarbeit nicht goutieren. Rechtskatholische Parteigründungen („Die Christen“) sind bei Bundeswahlen völlig durchgefallen; etwas langlebiger war die zentristische Tiroler Neugründung des (schwarzen) Arbeiterkammerpräsidenten.

  135. liebe Donna...
    liebe Donna Laura,
    glücklicherweise habens die Transplanteure nicht auf die Eingeweide älterer Frauen abgesehen, sag ich mir.
    liebe sterne,
    bitte mehr bayrische Kontrapunktionen, sie gefallen!

  136. so, löwenfütterung fertig,...
    so, löwenfütterung fertig, die kleinen sind in den federn…
    .
    liebe colorcraze et al., klären sie mich bitte auf, denn ich habe keine idee: was sind mintler? pfefferminzlutscher?
    .
    liebes Foersterliesl, nein? ich möchte sie nicht erschrecken, aber schauen sie doch mal bei dem link, den ich 15.02 u beifügte, nach.
    .
    mangelnde gefühlte betroffenheit entbindet von der mündigkeitsverpflichtung, sich persönliche gedanken zum thema zu machen?
    .
    wie ich schon erwähnte, geht es mir v.a. um die persönliche freiheit des einzelnen in der gesellschaft, und nicht die unterwerfung des subjekts unter eine massenmedial herbeimoralisierte mehrheitsmeinung.
    .
    wäre das nicht auch konservativ? nein, ganz sicher nicht, weder noch…

  137. Die Zukunft ist doch der...
    Die Zukunft ist doch der Vergangenheit egal.
    .
    Und von der Vergangenheit lernen, heißt siegen lernen. Deswegen heben ja auch die Franzosen bekanntlich Napoleons Schlitten auf, für die nächste evtentuelle Heimfahrt von Moskau ihres nächsten Kaisers. (Sarkozi wird es jetzt wahrscheinlich doch nicht mehr werden. (Wer Minderheiten angreift, statt sich selbst … taugt eher nicht zu Großen Mann. Der schont vor allem sich selbst nicht, nes pas?))
    .
    Wir Deutsche haben unbedingt in Europa – und mit Sicherheit – die größten Fehler. Aber Chauvinismus wird auch in Frankreich groß geschrieben. (Das kommt aber überwiegend nur davon, wenn man zuviel auf den blauen Dunst redet)
    .
    Und Demokratischer Konservatismus heute: „Wir nähern uns der Feste Hohenasperg, die Gedanken zu befreien“. (Und die Feste Hohen-Fazburg applaudierte sich auch dazu?)
    .
    Und wir hätten hier den Namen zu gründender Partei: „Die DK – Partei des Demokratischen Konservatismus“ sollte sie heißen. (Feste gegründet muss sie halt auch noch werden, ja)
    .
    Und „Biene Funkstille“ kommt auf die Alm: Ich sammle heimlich, aber nicht fleißig.
    .
    Gestern aufgefallen: Ausgefallen dieser Reim: „And when he kissed me, i knew he missed me.“ (Tatsächlich?Istnichtwaahr!) Trägt u. u. nicht nur ganze Songtextgerippe, sondern umfangreiche Leben, manchmal bis meist Komma weiblich.
    .
    Und ein für allemal Nein! – Wir taugen nicht für die öffentliche Rede, wir haben stärkstes Stotter-Alzheimer!
    .
    Und unser Spruch der Woche: „Meide Deinen Nächsten wie Dich selbst“ – Nein, das ist nicht unser Spruch der Woche (ätsch, gelogen) – Das ist der Spruch für „DNJ -Die Neue Jachenau“ – schließlich will man auch da stark in die Zukunft. Und „vermeiden“ ja für die meisten besonders klugen Leute – gerade von da – auch weiterhin schon immer Mal der Anfang.
    .
    Und heute hat „Biene Funkstille“ sogar auch ein Handy (g). Damit summt sie aber nur so rumm.
    .
    Und wie sagt das Internet-Geheimnis? „Bitte bloß alles immer weitersagen, nur nichts für sich behalten!“
    .
    Am Rande: Die Zukunft ist doch der Vergangenheit egal. Und wer Vergangenheit ist, bestimme ich. Weiß die Bildzeitung auch.
    .
    Und Sonification ist heute. “ („Bis hierhin ist alles okay“, sagt Hermann. „Aber jetzt, jetzt gleich kommt der epileptische Anfall“.) Wie also hört sich ein epileptischer Anfall an? Wie Sarazins Rücktritt etwa? („Da hört man sehr deutlich den Rhythmus der Epilepsie“, nämlich.) http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4514738,00.html
    .
    Und @ donna laura
    .
    Und Alfred T. als Bundespräsidenten-Kandidat. http://www.youtube.com/watch?v=aCO6ZR-EOVo&feature=related
    .
    Und ja, wir wissen nichts.

  138. @minna: Nein. 50.000€...
    @minna: Nein. 50.000€ Prämie würden da gar nüscht bewirken. Eher ein ausreichendes, bezahlbares und serviceorientiertes Angebot an Kinderbetreuung. Und eine positivere Stimmung in der Gesellschaft – solange einem ständig suggeriert wird dass man Angst um seine Existenz haben muss fördert nicht grade die Lust aufs Kinderkriegen. Schauen Sie sich doch nur mal z.B. jeden Sonntag Tatort an – in mindestens der Hälte der Fälle geht es unter anderem um Existenzangst.
    Ach ja, nicht zuletzt wäre es auch nicht verkehrt wenn arbeitende Mütter hierzulande nicht als Rabenmütter angesehen werden würden.

  139. HansMeier555,
    und wo soll...

    HansMeier555,
    und wo soll dieser „Beschäftigungschwamm“ herkommen?
    Wer hat da Vorschläge, die nicht wieder in neue Beschäftigungstherapien
    ausarten?
    Tut mir Leid, ich habe da wenig Hoffnung solange die Vorgänger im „Amt“ sind.
    Über die Möglichkeiten, wie man ihren Abgang befördern könnte, möchte ich mich hier nicht auslassen.
    Allerdings könnte donna lauras Riechfläschchen hilfreich sein.

  140. Man hatte im Krankenhaus die...
    Man hatte im Krankenhaus die gute Nachricht, es waere eine Spenderleber fuer mich gefunden. Und dann die schlechte-es sei die von Charles Bukowski.
    .
    (Dieses Bonmot ist leider schon etwas laenger frisch)

  141. Unser Don wäre doch ein...
    Unser Don wäre doch ein interessantes Objekt der Begierde der Transplantateure. Bei seinem Lebenswandel. Null Alk, null Kaffe, nur Tee und Gemüse. Und Sportsmann obendrein. Der nächste Überschlag könnte sein letzter sein…

  142. Daran würden Fleisch, Koffein...
    Daran würden Fleisch, Koffein und Alkohol auch nichts ändern.

  143. "Und so was nennen sie...
    „Und so was nennen sie Arsen?!“ – Warum Alfred T. aber aus dem Ruhrgebiet ist, und z .B. nicht auch aus der Jachenau, ist uns völlig schleierhaft:
    .
    Was also habe „Eigernordwand“ und „kein Bargeld“ und „Privatbank?“ und „keine Reaktion“ miteinander zu tun?
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=CgB6mEvZeVw&feature=related

  144. Okay, Artikel gelesen, ändert...
    Okay, Artikel gelesen, ändert auch nichts.
    Ich habe einen Organspenderausweis und gedenke weiterhin, die Entnahme meiner Organe nach Hirntod zu erlauben. Kann natürlich sein, dass bis dahin mein kompletter Körper in Asse eingelagert werden muss, aber immerhin möchte ich es anbieten, mich weiter zu verwenden. Wenn mein Hirn abstirbt, ist auch mein Leben beendet, mein Leben findet ja im Kopf statt. Ich hab nichts davon, vegetativ noch einen Furz zu lassen, wenn ich nicht darüber lachen kann. Also bitte, bedient Euch.

  145. @Trias: Sie wollten wissen,...
    @Trias: Sie wollten wissen, was „Ganserfadismus“ heißt und ich habs Ihnen gesagt, weil ich manchmal hilfsbereit bin…

  146. HansMeier555,
    es gibt hier...

    HansMeier555,
    es gibt hier einfach zuviele, die sich ihre eigene „Adenauer-Karriere“ zurecht-
    gebastelt haben und sich für unverzichtbar halten. Ich schätze das mal auf 100.000. Lieber läßt man die Jungen, um deren Zukunft man sich angeblich so sorgt, im Regen stehn.

  147. hehe, bukowski (f4ck youself...
    hehe, bukowski (f4ck youself with your atombom&)
    .
    wenn wir schon dabei sind, hier noch einen (mit bart):
    .
    kommt ein mann zum arzt.
    der arzt sagt ihm, er hätte eine gute und eine schlechte nachricht für ihn.
    die schlechte sei, er bräuchte ein neues herz.
    die gute sei: „sie haben die wahl: das eine herz ist von einem jungen mann, marathonläufer, nichtraucher, safttrinker und piepgesund. das andere herz ist von einem sechzigjährigen filmproduzenten. na, welches hätten sie gern?“
    „oh“, sagt der mann, „das vom filmproduzenten.“
    der arzt ganz verwundert: „huch, wieso?“
    „es wurde nie gebraucht…“

  148. @minna
    Ich weiß auch nicht,...

    @minna
    Ich weiß auch nicht, wie man Arbeitsplätze einfach schaffen kann.
    .
    Aber vielleicht würde es ja helfen, darauf zu verzichten, ganze Jobkategorien im öffentlichen Dienst gezielt zu prekarisieren, zu flexibilisieren und zu limitieren.
    .
    Und wenn der Staat auf Abwrackprämien etc. verzichten würde, hätte er vielleicht sogar das Geld dafür?

  149. "Ja", sagt die Frau, "für...
    „Ja“, sagt die Frau, „für abwegige Gedanken bis Du bekannt – aber nicht berühmt“ – Jachenau einfach halt.

  150. "Da bei Shell immer irgendwie...
    „Da bei Shell immer irgendwie keine fahle, sondern eine vollgelbe Sonne aufgeht, ist es selbstverständlich, dass die große Botschaft meist von positivem Schimmer bestrahlt wird, so auch diesmal. Die Studie „Jugend 2010“ trägt den Untertitel: „Eine pragmatische Generation behauptet sich“. Positiv denken ist „in“. Gegenüber 2006 hat sich der Optimismus der Jugendlichen deutlich erhöht: 59 Prozent blicken ihrer Zukunft zuversichtlich entgegen, 35 Prozent äußern sich unentschieden und nur 6 Prozent sehen ihre Zukunft eher düster.“ (heise online) – Na, ich fürchte, wir werden dieser Jugend den Optimismus schon noch austreiben…

  151. liebe Donna Laura,
    gewiß, ja;...

    liebe Donna Laura,
    gewiß, ja; Sie haben durchaus Recht und Dank für die Information! – Beim Krankenhaus-Tourismus (Thailand z. B. wird von Amerikanern gern frequentiert)
    in arme Länder werden dann nur junge Organe transplantiert.
    Arbeiten Sie publizistisch zu diesem Thema? Was bekamen die Löwchen heute abend?

  152. Für paarig vorhandene Organe...
    Für paarig vorhandene Organe wird die Gehirntoddiskussion im Kontext Organspende ja womöglich eh bald obsolet sein. Folgendes interessante Zitat fand ich in http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33221/1.html:
    .
    „“Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit zu einem geregelten Verkauf von Organen haben“, sagt Peter Oberender, Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Bayreuth“.
    .
    Erst so wird aus Sozialkürzungen und Sarrazinschem Nützlichkeitsdenken doch eine richtig runde Sache, gell?
    .
    (aber kann man Konservative diesen Schlages wirklich noch zivilisiert nennen?)

  153. unellen,
    da muß man ja um...

    unellen,
    da muß man ja um sich seinen Lebensmut zu erhalten auf TV verzichten.
    .
    Das mit den Rabenmütter ist immer noch „in“, unter den jüngeren?

  154. <p>Steil von...
    Steil von Geblümt-Berühmt, du deafst Ochabass-Oifons zu mia sogn.
    .

    .

    Bei den anderen muss ich mich für mein Verschwinden zum Achenpass entschuldigen, aber ich nehme das mit der Arbeit nicht immer so genau.

  155. Würden Sie ein gebrauchtes...
    Würden Sie ein gebrauchtes Organ von diesem Mann kaufen?

  156. Nix gibt's, mia bhoitn ois...
    Nix gibt’s, mia bhoitn ois seiwa!

  157. @Herr K. aus S.
    Da warte wir...

    @Herr K. aus S.
    Da warte wir mal bis dass dann Einklang in die katholische Soziallehre findet. Wenn ich da an den o.g. Moraltheologielehrstuhl in Regensburg denke, bei der Staatsfreundlichkeit der RKK….

  158. liebes Foersterliesel, nein,...
    liebes Foersterliesel, nein, dazu veröffentliche ich nicht mehr als hier. aber das ist ja schon auch nicht schlecht.
    die erbinnen und erben wurden heute mit champignoncremesuppe, geflügel mit brokkoli und danach mit früchten der saison gemästet. einer jeder halt soviel, wie reingeht.
    .
    liebe minna, es gibt zuviele, die sich den weg in die diätenpfründe hineinbeissen.
    .
    lieber Don Alphonso, sie haben ja ein lustiges höschen an!

  159. @muscat, 18:50
    Das sehe ich...

    @muscat, 18:50
    Das sehe ich persönlich durchaus auch so. Schutz der lebender Minderheit vor der lebenden Mehrheit, durchaus auch entgegen dem demokratischen Prinzip, Schutz gegen närrische Moden und bald bereute Übereilung sind alle wünschenswert. Aber es zählen immer nur die Lebenden und die Einwilligungs- oder Abweisungsfähigen. Wer den so Ausgeschlossenen Rechte zuspricht, gibt sie in Wahrheit ihren lebenden Mandataren, deren Bestellung oft fragwürdig bleibt und oft ohnehin nur fiktiv ist.
    @donna laura, 18:53
    Ich habe mich unklar ausgedrückt, weil ich einem möglichen Gegenargument zuvorkommen wollte. Nämlich dass das Recht auf Leben ein Menschenrecht sei und deshalb diesem und jenem anderen vorgehen müsse. Meinem Eindruck nach konstruieren Juristen oft Qualitätsunterschiede, wo die Übergänge in Wirklichkeit gleitend sind, so dass es dann vorgeblich höhere und niedere Rechtsprinzipien gibt. Das Verfahren kann natürlich zur Lizenz oder zum Verbot genutzt werden. Dass jedenfalls die derzeitige Praxis um den Hirntod wenig bestimmt ist von einem möglichem „absoluten“ Einwand aufgrund Verletzung des Lebensrechtes des Organspenders, ist offensichtlich. Was nicht passt, wird durch Interpretation passend gemacht. Man schaue sich doch nur die Politik an; sobald’s um die Wurst geht, sind heiligste Prinzipien immer verzichtbar. Und selbst das Bundesverfassungsgericht hat einst etwa bei einer Entscheidung zur Wehrdienstverweigerung auf einen störenden Litteralismus gerne verzichtet, wonach 16 ungleich 24 gewesen wäre.
    Den Interessenskonflikt bei Transplantationen kann man entschärfen, indem man eine Politik der materiellen Desinteressiertheit fährt. Das passt natürlich nicht zur derzeit überall zunehmenden Übung, materielle Anreize zu schaffen und möglichst noch den letzten Postboten zum Transportsubsubunternehmer im Geiste zu machen, damit der sich mal schön abrappelt, sich an der roten Ampel nicht so lange aufhält und ja auf kein Schwätzchen mit der alleinlebenden Greisin eingeht.
    Aus dem letzten Satz können Sie wohl entnehmen, wie meine ganz persönliche Einstellung zur Geschäftigkeitsmentalität und dem Vorrang des Cashflows sind, welche man uns von mancher Seite so gerne als Allheilmittel anpreist. Ich dürfte vermutlich noch etliche andere Einstellungen von Ihnen teilen, nur wollte ich sie nicht von Heiligen Prinzipien oder von etymologischen Betrachtungen ableiten.
    Es ist also gut und wünschenswert, wenn wir als Gesellschaft uns als Einzelnen mit möglichst viel Rücksicht begegnen. Dass sich dieser Verhaltensanspruch dauerhaft auch auf andere Wesen ausdehnen ließe, bezweifle ich sehr. Es fehlt da die Stimme und die Reziprozität, dass die Anderen ihnen bereitete Nachteile vergelten könnten. Natürlich kann eine ganze Gesellschaft etwa den Walen gegenüber förderlich eingestellt sein; aber Gnade ihnen Gott, wenn man im Waltran ein Mittel gegen AIDS oder Alzheimer findet, das man nicht künstlich erzeugen kann! Die Einstellungen folgen meist den Interessen.
    „Ohne Gurke“ finde ich übrigens ein gutes Prinzip. Ich halte nicht viel davon, etwa sündteure Herztransplantationen mit zu ermöglichen, die dann bei den immer beschränkten Ressourcen im Gesundheitswesen dazu führen, dass irgendwo anders unsinnig gespart wird. Nur beispielhaft gesagt, weil ich das derzeitige Kosten- und Nutzenverhältnis hier wirklich nicht beurteilen kann. Ich habe jedenfalls kein Vertrauen in die Allokationspolitik, gerade weil die Tatsache, dass natürlich gewährt und verweigert wird, gerne vertuscht wird oder diese Entscheidung, schlimmer noch, vielleicht gar nicht bewußt getroffen wird, sondern sich blind ergibt. Vor einigen Jahren zumindest waren Herztransplantationen noch verrückte Renommiertaten, bei Nierentransplantationen sieht es heute sicher anders aus. Das andere Extrem sind vermutlich Retinatransplantationen; wenn ich recht informiert bin, kann das Organ zudem sogar noch „todeskalt“ entnommen werden, die Bedenken von BertholdIV könnten hier also ganz hinfällig gemacht werden.
    Ich hoffe jetzt nur, dass Sie zur Stärkung nicht neben dem Riechfläschchen auch noch ein Glas Cordial Médoc brauchen; unser Gastgeber hat das nämlich vermutlich nicht vorrätig und ich leider auch nicht.

  160. Es stimmt, es gibt keinen...
    Es stimmt, es gibt keinen homogenen Konservatismus. Es gibt/gab aber auch nie einen homogenen Kommunismus, Sozialismus, Liberlismus.
    Parteteien sind nur Zusammenschlüsse von Menschen, die sich auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner einigen können. Keine der heutigen ist homogen. Aber es ist ja auch nicht schlimm, bzw. gut.

  161. ein wenig verstrubbelt, der...
    ein wenig verstrubbelt, der don.
    .
    gut, dass das erste wort der aufschrift auf dem leibchen korrekt geschrieben ist. wer weiss, was a baja daraus gemacht hätte.

  162. @donna laura
    MINT =...

    @donna laura
    MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. Vermutlich jedenfalls.

  163. @ Herr K. aus S.
    Herr...

    @ Herr K. aus S.
    Herr Oberender hat ja bestimmt recht, aber wo steht der so zuvorkommend Beratene, sobald sein nächstes Unterschicht-Kind kommt und versorgt sein will? – „Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.“ – Man könnte da natürlich an Swifts Modest Proposal denken, aber das wäre keine sehr originelle Geschäftsidee, und ein Sperrpatent darauf hält bestimmt schon eine amerikanische Großfirma. – Na, ich hab’s! Vielleicht kann man auch das obere Ende von Oberender verkaufen? Nachweislich zu allem zu gebrauchen! Mit frischen Lorbeeren gratis!

  164. @DA: waaaaah das Bild! Also,...
    @DA: waaaaah das Bild! Also, mit der Hose bin ich ja nicht so ganz einverstanden (ich bin nunmal eine Frau). Etwas weniger gemustert würde zum Rad besser passen, finde ich. – Ansonsten, altkonservative Splittergruppen: ach je, Rentneraufstand ist eher nicht zu erwarten.
    @donna laura: MINT mußte ich auch erst googeln, es handelt sich um Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik. Also die technischen Berufe bzw. Studiengänge.
    @minna: ja, es würde einen riesengroßen Unterschied machen für die Jungen, wenn sie die Aussicht hätten, 20, 30 Jahre einen sicheren Job zu haben.

  165. Wo ist denn an diesem das...
    Wo ist denn an diesem das Tortenfach? – Unterm Sitz? Oder kann man den roten Zylinder aufschrauben und Schoko-Kekse entnehmen…

  166. apropos Radfahren ab 40,
    falls...

    apropos Radfahren ab 40,
    falls Sie unter schmerzhaften Hämorrhoiden oder Analmarisken leiden,
    verwenden Sie keine cortisonhaltigen cremes. Diese führen bei längerem Gebrauch
    zu einer pergamentartigen Veränderung der Schleimhaut und leisten einer Rißbildung Vorschub.

  167. Specialmarke, das Tortenfach...
    Specialmarke, das Tortenfach ist hinter meinem Nabel.
    .
    colorcraze, ich hatte die falsche Hose eingepackt, sie sich zudem dann am Sonntag auch noch auflöste. Das hier ist die Gästenothose am Tegernsee und nein, mein Ding ist es auch nicht wirklich.

  168. lieber don,
    gästenothose -...

    lieber don,
    gästenothose – lach, kreisch, wegschmeiss!!! hahaha!!! HAHAHA!!!
    (und so was kriegen seine gäste, tsts.)
    .
    ein photo von der sich in wohlgefallen auflösenden lendenbekleidung haben sie nicht zufällig parat, nein? oh bitte!!! (wo ist sie denn geplatzt?)

  169. @ mikedares:
    Hier ist der...

    @ mikedares:
    Hier ist der Unterschied:
    Im Konservatismus beutet der Mensch den Menschen aus.
    Aber im Kommunismus ist es genau umgekehrt.

  170. @Pérégrinateur 22:32
    :o))...

    @Pérégrinateur 22:32
    :o))

  171. lieber Pérégrinateur,...
    lieber Pérégrinateur, herzlichen dank für ihre ausführliche antwort.
    ‚ohne gurke‘ bezog sich jedoch auf möglichkeiten der einschränkung von spendenbereitschaft, nicht auf auslassen von möglichen behandlungsformen. die herztransplantation hätten vermutlich die meisten der hier lesenden für sich oder den liebsten menschen der welt gerne, falls notwendig. nachvollziehbar.
    .
    nur um es zu betonen: es geht um die individuelle entscheidungsfreiheit eines ethisch handelnden subjekts fern von repressionen.
    .
    .
    lieber gheluveld (arzt, leidgeprüfter oder beides in personalunion?), es ist ganz sicher davon auszugehen, dass unser geschätzter gastgeber vor versammelter runde furchtbar gerne sein innerstes nach aussen kehrt.
    .
    mint, hm. zustands- oder tätigkeitsbeschreibung? klasse oder lutscher? vermutlich fragen sich die neuabgänge das auch.
    depp ist dann deutsch, englisch, philosophie, politik? $chei$$e.

  172. @schusch, 19:15 h
    danke....

    @schusch, 19:15 h
    danke. fasse ich als Kompliment auf.
    @specialmarke h 20:50
    das habe ich völlig verpennt, Sie meinten doch hoffentlich nicht
    den „Konservatismus“, mit dem ich überhaupt nichts zu tun habe.
    mfG T.

  173. 13 - 26 / 52 - 42 - 30 geht...
    13 – 26 / 52 – 42 – 30 geht gar nicht. Auch nicht mit diversen Entschuldigungen :-).

  174. Richtig schwarz? Pashley...
    Richtig schwarz? Pashley Guv’nor!

  175. Ich habe mal bei Wiki wegen...
    Ich habe mal bei Wiki wegen Peter Oberender(* 1941) nachgeschaut. Der ist ja
    ein richtiges Prachtexemplar für meine These – einer von den 100.000, die sich
    aus vielen Töpfen nähren und immer noch glauben sie seien „Zukunft“.

  176. @Trias, ich bin mal eben...
    @Trias, ich bin mal eben weg.
    http://www.youtube.com/watch?v=-rNkDM1qfww

  177. Nach solch einem Eingriff...
    Nach solch einem Eingriff wäre jeder mal eben weg.

  178. @ Pérégrinateur
    14....

    @ Pérégrinateur
    14. September 2010, 15:58
    “Die Medizin scheut natürlich das Abgehen vom Hirntodkonzept, weil sie befürchtet, dass ihr dann das Transplantationsmaterial ausginge. Das mag man Geschäftsinteresse nennen, aber was denn ist heute nicht irgend jemandes Geschäftsinteresse?”
    .
    Das „Transplantationsmaterial“, das mit „Geschäftsinteresse“ einhergeht, das geht niemandem aus, denn das ist mit Lebendorganspenden verbunden.
    .
    Leichenorganspenden, bei denen die Hirntod- Debatee greift, bedeuten einen enormen Arbeitsaufwand fuer die involvierten Transplantationsmediziner, und auch enormen psychischen Druck. Besonders in kleinen Krankenhaeusern sind die Organspendeteams (die zentralisiert organisiert sind und meist von auswaerts vor Ort kommen) sehr verhasst.
    .
    Der Grund, warum die Organspendeteams unwillkommen sind, liegt darin, dass sie es sehr genau nehmen mit der bestimmung des Hirntodes- nach den bisher gueltigen Kriterien.
    .
    Wenn es sich herausstellt, dass die bisherigen Kriterien der Hirntodbestimmung unzureichend sind, werden diese verschaerft werden. Die Entscheidung diesbezueglich wird sich niemand leicht machen. Ich hatte vor vielen Jahren die Ehre, anders kann ich es nicht sagen, ein Mitglied des Ethikrates (einen Transplantationschirurgen) kennenzulernen und mit ihm zu diskutieren- da ist intellektuelle Substanz, sowohl medizinisch als auch philosophisch und, in diesem Fall, religioes.
    .
    Was die Zweifel am Hirntodkonzept sicherlich bringen: geringere Organverfuegbarkeit, damit geringere Anzahl von medizinisch korrekt durchgefuehrten Transplantationen in Laendern, die sich um das Konzept tatsaechlich kuemmern.
    .
    Denn: Transplntationstourismus ist KEIN urban myth; ich habe Leute getroffen, die mal eben nach Pakistan oder Aegypten gereist sind, weil die deutschen Ethikkommissionen es abgelehnt hatten, sie auf die Empfaengerliste zu setzen. In einem Fall wurde dann stolz erzaehlt, man habe einem jungen Muslim (nicht- Alkoholiker) 1000 US$ fuer eine Niere gezahlt, so dass man nicht mehr an die Dialyse muesse. Dabei hat sich dann der Empfaenger einerseits eine Unvertraeglichkeitsreaktion mit Transplantatabstossung (zurueck auf Start, gehe nicht ueber Los) eingefangen; lebensbedrohliche Erkrankung folgte- zusaetzlich Infektion mit Hepatitis C (haefig endemisch in solchen Laendern) und schliesslich, nach graesslichem Leiden, der Tod an der Dialyse.
    .
    Die Transplantation im Ausland, fuer einen Schnaeppchenpreis selbst bezahlt, fuehrte zu „Reparaturkosten“, getragen von der deutschen Krankenkasse, die um ein Vielfaches ueber dem potentiellen Gewinn aus einer Transplantation in Deutschland lagen.
    .
    Was ich hier sagen will: Transplantationsmedizin ist gut, und wird in zivilisierten Laendern von extrem engagierten Profis betrieben. Diesen sollte man Respekt entgegenbringen und das Vertrauen, dass sie ihre Aktionen ethisch wohlbegruendet durchfuehren. Aendert sich die Wissneslage, dann werden solche Entscheidungen wie z.B. das Konzept des Hirntodes neu evaluiert.
    .
    Bei uns. Nicht aber anderswo, wo tatsaechlich „Geschäftsinteresse“ von vorrangiger Bedetung ist.
    .
    Wenn wir die Welt nur schwarz und weiss sehen, dann moegen wir uns im Weiss auf der guten Seite waehnen, aber mit solcher Haltung andere Leute ins Schwarz treiben, ohne jede Kontrolle (ausgenommen deren finanzielle Moeglichkeiten).
    .
    Deshalb mein Plaedoyer: Graustufen akzeptieren. Sonst wird die Realitaet eher schlimmer, eher grausamer.

  179. @Heimatverbliebener
    Endlich...

    @Heimatverbliebener
    Endlich werden mal die richtigen Fragen gestellt!
    Erstmal brauchen ihn Leute wie Frau Steinbach, damit die einen Job haben;
    dann damit Geld fließt; dann für äh ….?

  180. lieber Filou,
    das...

    lieber Filou,
    das Adenauer-Zitat passt, und „Was geht mich mein Geschwätz (oder so) von gestern an“, soll er auch gesagt haben. Bitte keine Sorge, so zartempfindend, wie ich offenbar eingeschätzt werde, bin ich beim Netz-Diskurs schon nicht. Ich teile ja auch gerne aus, dann muss ich auch einstecken. Vielleicht ist auch ein klärendes Wort in Sachen „Wissenschaft“ nötig (Sie erinnern sich: Ihr Netz-Dialog mit donna laura). Ich habe mich nicht habilitiert und publiziere als sozusagen freischaffender, akademischer Geist (und quasi nebenbei). Aber neben den beamteten Mitgliedern meiner Zunft will und muss ich mich nicht verstecken. That’s all.
    Ihr YouTube-Video finde ich grossartig. Sind Sie das Boot oder das Segel?

  181. Gott, ist das wahr? In zwei...
    Gott, ist das wahr? In zwei Wochen schon wieder Buchmesse.

  182. @minna
    Ich fürchte, der ist...

    @minna
    Ich fürchte, der ist das wirklich.

  183. Auch die Pille hat die...
    Auch die Pille hat die Arbeitnehmerposition verschlechtert.
    Wer seine Fortpflanzung nach eigenem Wunsch regeln kann, kann sie auch nach dem Wunsch seines Arbeitgebers regeln, und tut das dann auch.
    Solange man nur die Wahl zwischen Enthaltsamkeit oder Schwangerschaft hatte, mussten sich die Arbeitgeber damit abfinden, dass ihre Angstellten Kinder haben.

  184. Bildung von Gruppen...
    Bildung von Gruppen (Systemen), geschieht durch das Aufeinandertreffen ähnlich geprägter Denk- und Verhaltensmuster – stets vom Phänomen des „Isomorhismus“ (von gleicher Gestalt) begleitet – Gleichmachung von Gedanken und Verhalten.
    Es entstehen neue Regelprinzipien, die zur Erhaltung der Gruppe und ihrem Gedankengut beitragen, an die sich die Gruppenmitglieder inquisitorisch gebunden fühlen. Andere Denk- und Verhaltensmuster werden bei ihrem Auftreten, sanktioniert oder ausgesondert.
    Auf diese Weise unterbleibt jedoch die notwendige Anpassung der Gruppe, an sich verändernde Umfelder. Die Politik im Ganzen, ist davon betroffen; schaut man sich die Parteiprogramme der letzten Bundestagswahl an.
    Isomorphe Strukturen beschäftigen sich zunehmend mit sich selbst, entwickeln zur Erhaltung Vorstellungen und Scheinwelten, weitab der Realität notwendigen Handelns – außerstande sich durch vorhandenes Denken aus Problemsituationen winden zu können, welche aus dem gleichen Denken entstanden sind.
    Doch betrifft dieses Verhalten nicht nur die Politik, sondern die Mehrheit, versucht man sich dem stattfindenden Paradigmenwechsel und den Zeichen der Zeit weiträumig durch Bekämpfen oder Aussitzen entziehen zu wollen; in der Hoffnung, der „Kelch der Veränderung“ gehe lautlos an einem vorüber.
    Wir haben es hier mit einer kollektiven Vorstellung zu tun, welche die gesamte westliche Welt fest im Griff hat. Andere Nationen haben die Zeichen der Zeit erkannt; in Deutschland versucht man sich weiterhin den globalen Veränderungen weiträumig zu entziehen.
    Doch ist vorhandenes Wissen unwirksam.

  185. DA: Also auf den ersten und...
    DA: Also auf den ersten und den zweiten Blick sehen Sie auf dem Photo ziemlich mitgenommen aus (Nicht wegen der Hose!). Sie sollten den Beitrag von Don Carlos 14.09. 15:38 nochmal genauer lesen. Das ist ganz sicherlich kein Weichei-Kommentar. Nach meiner Dafürhalten sollten Sie mindestens eine Woche keine solchen Radtouren unternehmen.

  186. Danke für diesen...
    Danke für diesen Zeitgeistartikel, der mit sehr vielen Worten sehr wenig sagt. Niedlich, diese Form der altbekannten politischen Propganda, um die anderen Schweine vom Trog fernzuhalten. Wird nur nicht funktionieren. Und das ist gut so.

  187. @Minna: Das mit den...
    @Minna: Das mit den Rabenmüttern habe ich bei Leuten jeden Alters schon oft genug gehört.
    @colorcraze: Statt „MINT“ hätte ich auch einfach Streber, nerds oder „Kinder die in der Schule immer die uncoolen waren“ schreiben können ;-)
    @Don: Ich hoffe Sie verzeihen mir, dass Ihr Foto bei mir ziemliche Erheiterung ausgelöst hat (bitte nicht böse sein, ich selber finde mich in Sportklamotten absolut blöde aussehend und wünschte, ich würde auf Sportfotos wenigstens mit einem gelassenen Gesichtsausdruck entgegenwirken können. Stattdessen seh ich immer aus, als wäre mir das alles unheimlich peinlich ;-))

  188. Ein heller Stern am dunklen...
    Ein heller Stern am dunklen Firnament in diesen Zeiten: KTG

  189. Ein kettenrauchender SPDler...
    Ein kettenrauchender SPDler sagte – sinngemäß – (habe keinen Festplattenrecorder), so richtiges Vertrauen habe er nicht in so manche Deutsche. Was Demokratie & Freiheit betrifft stünde eine Bewährungsprobe noch aus. Politik hat’s aber heute auch wirklich schwer Wählergruppen zu bündeln. Mit Individualisierung umzugehen, das haben die Parteisoldaten nicht gelernt und die Individualisierten machen/wählen, gerade wie’s ihnen individuell und höchst momentan so passt. Grüne sind nicht betroffen, deren Wähler sind die einzig verläßliche Gruppe, das, was noch vor ein paar Jahren katholische Rheinländer (schwarz), Ruhrgebietler (rot, wenn auch häufig schwarz im Gesicht, tat aber nichts zur Sache), Bayern (inkl. Jachenau, schwarzschwarz), Stadtstaaten und kreisfreie Großstädte (rot), Landbewohner (schwarz) etc.pp. waren. Und weil ich auch individualisiert bin, sind in den vergangenen Jahren meine Kreuzchen auf dem Wahlzettel viermal gewandert. Grün war nicht dabei, niemals! Habe ein Basso, aber auch motorisierte Vehikel. Und meine Individualisierung schaut hinsichtlich anzukreuzender Kästchen stark darauf, was eine Partei zu Mobilität abseits des ÖPNV sagt. Und: jetzt gehe ich gar nicht mehr zum Kreuzchen machen. Der Kettenraucher hat recht. Ich auch, basta. Jetzt ist es raus, aber ich fühle ich mich doch ein bißchen schlecht. Das wird sich aber in wenigen Minuten ändern, denn das Wetter ist schön. Da heißt’s mobile, relative Freiheit genießen, solange es nocht geht – wettermäßig und überwachungsmäßig.
    Zu Zeiten der Wahlabos gab’s übrigens noch eine nette und äußerst hilfreiche Konstante. Den ständig steigenden Wohlstand nämlich. Der verlieh den (west)deutschen Landen ein angenehmes Gefühl der (individuellen) Sicherheit. Schnell raus hier, wenn ich daran denke in welch prekärer Situation meine Euros für das Mobilitätshobby zusammenkommen, das schlägt ja auf die Stimmung. Und die möchte ich mir heute nur ungern vermiesen lassen. Von ewig Gestrigen mit Herkunft von Opa östlich der Oder schon gleich gar nicht. Übrigens: klasse Felgen auf dem Müsing, lieber Herr Alphonso!

  190. Der Gärtner, Ihre Worte sind...
    Der Gärtner, Ihre Worte sind ebenso weise wie aufrichtig, aber in dieser meiner Familie vergebens. Auf diesem Bild musste ich vom Standort der Kamera in 10 Sekunden einen Felsen runterkraxeln und mich noch hinsetzen, und das schaffte ich erst nach dem 5. Versuch, daher vielleicht der etwas abgehetzte Gesichtsausdruck. Aber Gaiola werde ich so oder so mitnehmen, schliesslich will ich wieder unbedingt etwas im Print machen.
    .
    Darf ich an dieser Stelle unverblümt fragen, wie den bei der Leserschaft so das Interesse an Radthemen/alternative Fortbewegung/Stadtmobilität jenseits des Autos ist?

  191. donna laura@ 14.9. / 20:56
    den...

    donna laura@ 14.9. / 20:56
    den kenn ich in etwas abgewandelter Form (lieber Don, ich hoffe, Sie verstehen Spass, ist bestimmt nicht persönlich gedacht – aus Fischkopf-Perspektive halt!):
    Ein Mann kommt zum Arzt und sagt, er wolle gerne Ostfriese werden
    – Kein Problem, wir operieren 50% Ihres Gehirns weg –
    – Okay, einverstanden! –
    Nach der Operation wird der Patient wach. sagt der Arzt:
    – Uns ist leider ein kleiner Kunstfehler unterlaufen und wir haben Ihnen75% wegoperiert! –
    – Jo mei, dös moacht fei goa nix! –

  192. Die sogenannten Konservativen...
    Die sogenannten Konservativen waren zugleich auch die Verursacher der Probleme etwa im Integrationsbereich über die wir – dank Sarrazin – für sehr kurze Zeit ehrlich diskutiert haben. Die massivste und ungesteuertste Einwanderung passierte unter den 16 Jahren der Kohl-Regierung. Im Grunde hat ein Innenminister sehr viel stärkere Politik etwa im Umgang mit den Islamisten in Deutschland gemacht. Sogenannte Konservative wie Kanther oder Schäuble haben hingegen als Innenminister (zuständig für Integration) völlig versagt. Insofern kann man der CDU ohnehin nicht vertrauen – sie war und ist nie wirklich eine wertkonservative Partei im Interesse unserer Kultur gewesen. Man sieht das ja jetzt auch: Sarrazin wurde weder aus München in Schutz genommen, noch von Merkel. Im Gegenteil: Eine unglaubliche Intrige von Bundespräsident, Merkel und Bundesbank hat ihn gemobbt und liquidiert. Das hat mal wieder gezeigt, dass die CDU nur noch von Lobby-Verbänden gesteuert wird, diesmal die islamischen. Wulff hat die deutschfeindliche Özkan, deren Äusserungen in der Tat unglaublich waren, zur Ministerin gemacht. Dem entgegen ist die SPD mit Buschkowsky in Berlin-Neukölln ehrlicher. Dass Gabriel sich an dem mobbing gegen Sarrazin beteiligt hat, ist charakterlos. Aber dennoch ist die SPD – durch ihre Wahlkreise in den Problembezirken in Duisburg, Neukölln usw. – einfach dichter an der Lebenswirklichkeit und den Problemen mit der muslimischen Parallelgesellschaft dran. Auch einem Özdemir bei den Grünen ist da mehr zu trauen als etwa einem Schäuble, der im Stile Lessings nichts anderes als Pseudo-Toleranz-Geschwafel vom Stapel lässt und ansonsten eindeutig islamistische Vereine hoffähig macht, indem er sie zu seinen Konferenzen einlädt. Fazit: Es gibt keine Konservativen mehr in Deutschland. Die CSU ist von der SPD nicht zu unterscheiden. Ich weiss nicht, ob das schlimm ist – man wird in Zukunft Persönlichkeiten wählen und keine Parteien. Durch die Sarrazin-Debatte haben alle Parteien verloren. Würde er kandidieren – er hätte 96% der Stimmen in Berlin und anderen Städten mit Integrationsproblemen. Die Politik hat die Bodenhaftung verloren und leidet unter massiven Fehlwahrnehmungen.

  193. Radthemen bitte nur im Kontext...
    Radthemen bitte nur im Kontext Verkehrsmittel, nicht als Sportgerät.

  194. Der klassische Rahem gefällt...
    Der klassische Rahem gefällt mir

  195. Herr Don, Interesse an...
    Herr Don, Interesse an Radthemen/alternative Fortbewegung/Stadtmobilität? Zwei Gefahren lauern: Erstens Ihre Neigung, die Welt der Radrenner mit ihrem Speichenlatein („Colnago-Gruppe“) zu präsentieren, die aber nur Männer in der zweiten Lebenshälfte mit Mobilitäts- und Selbstwertbaustellen interessiert. Zweitens die exsikkierte Welt der Stadtteilfahrad-Umweltfreunde (auch 2. Lebenshälfte, aber noch humorloser als die Radfreunde). Mit Verlaub, wer will das verfolgen?
    Wenn Sie, Don, vom Rade texten, ist das lesenswert, weil Sie gerne vom Rad fallen und außerdem die Kuriosa der Retraoschnauzbartradler nur homöopathisch einstreuen. Also: gerne noch ein paar stunts und ein paar Bilder von mittelschönen Stauseen mit bunten Radln davor. Aber bitte keine sauergeschwitzte Trikot- und Radschuhblogs.

  196. @Don: Radthemen, ja gerne!...
    @Don: Radthemen, ja gerne! Aber bitte nicht zu verkrampft – ich werde ja sehr oft von manchen Kollegen schief angeschaut weil ich ab und zu radfahre (180 km im Mittelgebirge im letzten Urlaub finde ich z.B. nicht so wenig), aber keine Lebensphilosophie draus mache. Einer hat mir diese Woche noch einen 10-minütigen Vortrag darüber gehalten wie ich es denn wagen kann an mein „Billigrad“ Klickpedale zu montieren, ich solle mir erst mal ein anständiges Rad kaufen wenn er mich „ernstnehmen“ solle, und überhaupt wäre es ja unwürdig und kindisch wenn man sich eine Maushupe ans Rad montiert (so eine: http://rad-speyer.eu/shop/article_2776/Kinder-Fahrradhupe-Maus.html?pse=coa ) usw. usw. Wenn ich ihm erzählt hätte, dass man in Tschechien (wo übrigens jeder Rad fährt, vom Vorschulkind bis zum Greis) gerne zum Krafttanken in Biergärten anhält und ein kühles Pils trinkt (mein Schwiegervater verbracht auf 20km ca. einen halben Liter) wäre er vermutlich blau angelaufen.

  197. Alternative...
    Alternative Fortbewegung/Stadtmobilität – Don, haben Sie auch bereits Erfahrung mit diesen einachsigen Elektrorollern sammeln können?

  198. Bassobikes, das Problem der...
    Bassobikes, das Problem der Umverteilung ist natürlich insofern gegeben, als tatsächlich oben mehr ankommt und man sich unten, weil man gegen oben nicht antreten kann, einen bösen Streit liefert. Die 40 Milliarden Garantien für die HRE, was man damit hätte machen können (gut, es sind nur Garantien, aber Garantien haben die Eigenschaft in Anspruch genommen zu werden).
    .
    Ich frage wegen dem Rad, weil ich in Erlangen jüngst auf einem Podium war und mir dort anhören musste, dass es früher als arm galt, mit den Kindern durch den Harz zu radeln, und die Reicheren mit dem Auto an den Gardasee fuhren. Heute werde man jedoch schräg angeschaut, wenn man an den Gardasee fahre, eine grosse Radtour mit den Kindern an der Ostsee entlang sei eine prestigeträchtuge Sache. Und dazu kommt auch, dass tatsächlich das Radeln in diesem Sommer einen erheblichen Boom erlebthat, trotz des Wetters.

  199. unellen, eben. (Die Maushupe,...
    unellen, eben. (Die Maushupe, danke dafür, kommt sofort auf mein Rennradl. Voll krass das Teil.)

  200. Sie fragen wegen des Radls,...
    Sie fragen wegen des Radls, weil das prestigeträchtig ist!? Puh. Ich hielt die Frage für vernünftig. Da derbröselts eana.

  201. Ich kann, was die Themen ums...
    Ich kann, was die Themen ums Fahrrad betrifft, mich der Meinung von ,,sterne“ nur anschliessen. Das Technologie-Geschwurbel, (5/8″Barolo-Bereifung mit 89iger Lavazza-Bremsen, etc) ist einfach nur was für grosse, knuffige Jungen.

  202. Neeeeeiiiin!!! Bitte kein...
    Neeeeeiiiin!!! Bitte kein Radl-Blog.
    So geht alternative und elegante Fortbewegung (ab 1:45):
    http://www.youtube.com/watch?v=CcJsGnmg-tE

  203. Nein, ich dachte da eher an so...
    Nein, ich dachte da eher an so Sachen wie „Wieso in Mantua so viel geradelt wird und was man davon lernen kann“ und wenn Technik, dann eher: Wie baut man, wer baut mir sowas zusammen?
    .
    http://velospace.org/node/277
    .
    Und wo bekomme ich noch so etwas?
    .
    http://velospace.org/node/21011

  204. @Pérégrinateur 14....
    @Pérégrinateur 14. September 2010, 22:04
    Der Minderheitenschutz in einer Demokratie ist ein Beispiel dafür, das nicht in reiner Form vorliegt. Er ist selbst undemokratisch, `Demokratie ohne Minderheitenschutz wäre allerdings unmenschlich. Ja, es ist irgendwie alles relativ. Nicht „die Juristen“ relativieren, sondern „der Gesetzgeber“ mit Unterstützung von Juristen. Die von Ihnen kritisierten „konstruierten Qualitätsunterschiede“ sind leider unvermeidlich. Das ist auch kein Phänomen der Juristerei. Die Hirntoddiskussion zeigt dies auch exemplarisch für den Bereich der Medizin. Es ist schwer, zu definieren, was der Tod eigentlich ist und wan er eingetreten ist. Ebenso scher ist es zu definieren, wann ein Mensch beginnt, Mensch zu sein. Die Abtreibungsdebatte hat es gezeigt. Trotzdem können wir nicht einfach auf eine Grenzziehung verzichten, weil wir erst dann die mit dem jeweiligen Zustand verbundenen Rechte auch schützen und durchsetzen können. Es ist auch kein Gesetz vorstellbar, das ohne jeden Spielraum über Ewigkeiten in gleicher Weise exekutiert wird. Das wäre Konservatismus in seiner schlimmsten Form. Sie haben mit Ihrer Darstellung im Grunde recht. Aber was bringt es? Wo ist ihr Gegenmodell? So wie der aktuelle Stand der Wissenschaft immer nur der aktuelle Stand des Irrtums sein kann, so ist auch der perfekte Staat oder gar die perfekte Gesellschaft eine Chimäre, die man immer auf den Marktplatz tragen kann, um die gegenwärtigen Zustände zu beklagen. Es gibt auf dieser Welt keinen Stillstand. Nichts läßt sich konservieren. Bestenfalls läßt sich die Geschwindigkeit der Veränderung beeinflussen und ihre Richtung. Nichts ist eineindeutig. Wir müssen „künstlich“ Kategorien bilden und Zustände definieren. Unzulänglichkeiten bleiben. Die moderne Physik lehrt uns, dass das selbst das, was wir Laien in unserer Macrowelt so als naturgesetzlich ansehen, wahrscheinlich so gar nicht existiert. Wir empfinden Zeit als etwas absolutes. Die Relativitätstheorie zeigt, dass auch Zeit relativ ist. Trotzdem tun wir jeden Tag so, als hätte sich seit Newton nichts geändert. Die Konvention darüber, was in unserem Alltag „Zeit“ bedeutet, geht über die physikalische Realität großzügig hinweg. Schuld daran sind nicht die Juristen, sondern die Tatsache, dass die Vorstellung von der Zeit als einer physikalischen Größe mit einer eindeutigen, unumkehrbaren Richtung uns bei der Organisation unseres Lebens sinnvoll und nützlich ist – nur die Deutsche Bahn such konsequent andere Wege.
    Gerade bei Menschen, die sich als „fortschrittlich“ und „modern“ empfinden, die nicht glauben, sondern wissen wollen, erlebe ich eine sonderbare Form von Konservatismus, in dem sie an das Absolute glauben, was bewahrt werden muss.
    Wenn Sie also schreiben, ..“dass jedenfalls die derzeitige Praxis um den Hirntod wenig bestimmt ist von einem möglichem „absoluten“ Einwand aufgrund Verletzung des Lebensrechtes des Organspenders, ist offensichtlich. Was nicht passt, wird durch Interpretation passend gemacht,“ haben Sie recht. Das es einen Zustand gibt, der zweifelsfrei als „Tod“ bezeichnet werden kann, ist ebenso klar wie ein Zustand der der als „Leben“ zu bezeichnen ist. Der Übergang zwischen beiden Zuständen ist fließend. Diese Übergangsphase ist von altersher bekannt und heißt „Sterben“. Wo die Grenze zwischen Leben und Tod exakt verläuft, ist nicht absolut zu definieren. Wer also fordert, Organe dürften nur dann einem Menschen entnommen werden, wenn dieser nach jedem denkbaren Gesichtspunkt als tot bezeichnet werden kann, werden nur noch Lebendspenden möglich sein. Dann müßte aber im gegenzug auch die Abtreibung wieder verboten werden, denn auch der Beginn menschlichen Lebens kann nicht trennscharf gezogen werden.

  205. liebe unellen, mit...
    liebe unellen, mit naturwissenschaftlern habe ich ganz gute erfahrungen gemacht. fern allen mystizismus, manchmal recht komisch, fleissig – und wahnsinnig dankbar (weil stets unter coolnessfreiheit subsumiert). sie sind oft ein wenig, nun ja, jungfräulich (wobei sich das allmählich ändert: die holde weiblichkeit erobert diese studiengänge mit 7meilenstiefeln). ich habe mir natürlich nur hübsche ausgesucht. ja, die gibt es sogar.
    die maushupe ist klasse; gibt es nur leider nicht als elefantenhupe, wohl aber auch als rennglocke (das wort!!! rennglocke!!!).
    vielleicht könnte der don folgendes gut gebrauchen: http://rad-speyer.eu/shop/article_2909/REICH-Sicherheitslocke-verchromt-%22St.-Christopherus%22.html?shop_param=cid%3D250%26aid%3D2909%26
    religion soll ja ängste, einem sozialverträglichen frühableben zum opfer zu fallen, leichter akzeptieren helfen.
    .
    geschätzter verehrter Don Alphonso, nachdem sie zumindest den weiblichen anteil dieser runde mit ihrem fahrradoutfit bestens amüsiert haben (pardon für mein ungezogen lautes, aber sehr herzhaftes lachen), ein paar worte der mitfühlenden ermahnung: Don Carlos hat recht, wie Der Gärtner es schon betont. schonen sie sich! ab in den lehnstuhl. meinetwegen mit tee und gebäck.
    .
    aber ich kenne das: gary muss man im krankheitsfall auch immer ans bett fesseln (üblicherweise bekommt man ihn da nie raus) – kaum hat man sich umgedreht, um den tee, die fernbedienung oder ein kaltes nasses handtuch zu holen, steht er schon wieder auf dem stuhl, um zum x-ten mal die stuckleiste an der decke links hinten kritisch zu begutachten. oder mal eben die wasserkästen von a nach b zu schleppen. im pyjama bei 39 fieber. typisch. aber wenn ihm etwas passiert: ich habe ja noch die kinder. und den hausfreund. und den terminator.
    .
    lieber Don Alphonso, um auf ihre frage zu antworten: fahrräder lösen bei mir immer einen nicht zu verbergenden gääähhhhn-reflex aus; sie werden genutzt (nicht zum herunterpurzeln), aber nicht amgebetet. aber prestige?
    sterne hat es wundervoll und treffend beschrieben (danke)!
    Der Gärtner: nebbiolo-beleuchtung, hehe.
    stadtmobilität? neulich war ich mit einem zweispänner in der stadt unterwegs. wenn ich in der grossen nördlichstitalienischen stadt bin, nutze ich eigentlich alles, von parkhaus bis pferd.
    .
    lieber Rosinante, ich hoffe doch, die wissenschaftsdiskussion hat nicht zu sehr eingeschlagen, denn so war das wirklich nicht gemeint. das hier ist, zumindest was andere als verf. anbelangt, m.e. gehobenes geplauder mit anekdoteneinlage. was wir im echten leben treiben, solltekanndarf nicht zu sehr hier einfliessen, aber vielleicht bin ich da zurückhaltender als sie. zumindest kenne ich ihre publikationsliste schon seit längerem; man möchte wissen, mit wem man sich unterhält.
    wir sind da gar nicht weit voneinander entfernt… von wegen freifliegend.
    sie haben recht: die angestellten unikollegen haben eigentlich nur glück gehabt. glück? wenn ich mir meine komfortable situation ansehe, bin ich mir gar nicht so sicher, ob die glück haben (zumindest in d; nordamerika ist das etwas anders). nur, weil es ihnen gestattet ist, ihren ausbildungsweg auch zum beruf zu machen. ein wenig ist es so, als ob ein schüler lehrer werden will. zudem wundert man sich bei einigen, wenigen schon, wer da alles mitmachen darf.
    schliesslich kann ich treiben, was ich will, sowohl im fach wie auch – meistens – ausserhalb. und natürlich, mit wem…

  206. (Don) "Darf ich an dieser...
    (Don) „Darf ich an dieser Stelle unverblümt fragen, wie den bei der Leserschaft so das Interesse an Radthemen/alternative Fortbewegung/Stadtmobilität jenseits des Autos ist?“
    .
    Darfst.
    Also mir sind die Papageienbunten ein Gräuel, die mit ihren Rädern mirnixdirnix wie Wildschweine (nur bunter) aus dem Gehölz hervorbrechen.
    .
    Und den sanften Wanderer erschrecken, der vom Spitzingsee aus zur Erherzog-Johann-Klause will. Da trifft er die Bunten dann wieder. Nur dass sie früher da waren als er, der Wanderer (logisch, per Rad). uUnd ihm schomma fürsorglich den Apfelstrudel weggefr*** haben. Oft sind sie in den 40ern, dann sehr bunt. Horden von jüngeren gibt es natürlich auch.
    .
    Sie betrachten die Natur als Turnhalle ohne Eintritt und respektieren sie nicht.

  207. @elbsegler: "Gerade bei...
    @elbsegler: „Gerade bei Menschen, die sich als „fortschrittlich“ und „modern“ empfinden…“ Diese Beobachtung habe ich auch schon desöfteren gemacht.
    Eine solche Haltung (wenn auch wahrscheinlich nicht böse gemeint), wirkt auf mich irgendwie anmaßend.

  208. Radfahren ist ein schönes...
    Radfahren ist ein schönes Thema, solange es um das Fahren und nicht ums Rad geht. Ich sehe entspannte Radler auf abgedroschenen Baumarktmähren und verkniffen dreinblickende Hobby-Armstrongs auf teuer aussehenden Glitzerrennern.
    Radfahren als allein seligmachenden Weg in den Gutmenschenhimmel nervt als Thema. Radfahren finde ich gut. Gesund ist es auch. Bei angenehmen Wetter macht es auch Spaß. Tägliche Allwetterfahrer haben meine volle Hochachtung. ich würde viel mehr das Rad benutzen als das Auto, wenn … ich nicht so faul wäre.

  209. Jeder Schritt des Kapitals...
    Jeder Schritt des Kapitals über sich hinaus, ist einer zugunsten des Sozialismus
    .
    @Dunnhaupt: Zirkelschlüsse mögen ja modern sein, dennoch bleiben sie nicht nur semantischer Unsinn.
    Im Kapitalismus beutet das Kapital die Lohnarbeit (Dritter) aus, die Formulierung von der „Ausbeutung des Menschen durch den Menschen“ ist rein abstrakt, denn fußt sie auch auf rein philosophischen Betrachtungsebenen. Und im Sozialismus, wo es ja noch Lohnarbeit gibt, wird das Arbeitsergebnis (welches nur rechnerisch noch „Mehrwert“ darstellt, denn auch der Markt ist kein „freier“ mehr), entsprechend dem immer noch bürgerlichen „Leistungsprinzip“ aufgeteilt, nach Abzug der Reproduktionskosten von Staat und Wirtschaft.
    Teil dieser Reproduktionskosten ist der Unterhalt für die „Staatsdiener“, also für den Teil der Gesellschaft, der auch heute schon durch Steuermittel unterhalten wird.
    .
    Und während der Kampf um das Budget eben dieses Staatsapparats (und auch die Aufteilung desselbigen zwischen den subalternen Staatsdienern und dem Kader des bürgerlichen Staates) Teil des Klassenkampfes zwischen Lohnarbeit und Kapital ist, ist es das im übertragenen Sinne auch noch im Sozialismus. Und zwar vor allem deshalb, weil es immer noch das Leistungsprinzip gibt und damit eine auf Leistung begründete Ungleichheit unter den Bürgern. Und weil es dieses gibt, gibt es einen Klassenkampf zwecks Einschränkung dieses Leistungsprinzips, oder allgemeiner: des bürgerlichen Rechts.
    .
    Maß und Erfolg einer solchen Einschränkung ist nicht nur abhängig vom Stand der Produktivkräfte, sondern auch vom politischen Bewusstsein der Gesellschaft, welche im Übrigen die Produktivkräfte nicht einfach fort zu entwickeln hat, sondern eben sozialistisch umzugestalten (irgendwann auch: „Schwerter zu Pflugscharen“). Die, die sich in den Ritzen der alten Klassengesellschaft bequem gemacht haben, sowie auch Teile des neuen sozialistischen Kader, wie Teile der privilegierten Intelligenz, suchen einen Weg diese Einschränkung des bürgerlichen Rechts unter Verweis auf die „Rückständigkeit der Produktivkräfte“ zu verhindern. Sie sind nicht nur objektiv die „Agenten des Kapitals“ im Sozialismus, denn sind sie doch auch rein subjektiv an der Aufrechterhaltung eben dieser Rückständigkeit interessiert: denn darin begründen sich ihre Privilegien.
    .
    Aber der Teil der Gesellschaft, der produktive Teil, der, der für den Fortschritt der Produktivkräfte zuständig sein wird, ist im hohen Maße daran interessiert, dass das Bewusstsein der Gesellschaft immer auf das höchste Niveau zugetrieben wird, auf das Niveau eben auch der fortschrittlichsten Produktivkräften selber. (Darin begründete übrigens Marx die Rolle der führenden Kraft des modernen Industrieproletariats, was womöglich gegenwärtig neu zu formulieren wäre!)
    .
    Zwischen diesen Kräften, die dem Kampf zwischen Kapital und Lohnarbeit entsprechen, gibt es auch im Sozialismus eben auch echten Klassenkampf, der sich innerhalb der sozialistischen Bewegung auch als ein Kampf zwischen der bürgerlichen und der proletarischen Linie darstellt.
    .
    Und solange dieser Kampf nicht abgeschlossen, der Kommunismus also noch Wirklichkeit ist, existiert weiterhin die Gefahr der „Ausbeutung des Menschen durch den Menschen“. Diese existiert solange, wie es Klassen und Klassenkampf gibt. Solange nämlich, wie die Umgestaltung der Gesellschaft noch nicht- und dies womöglich auch im wirklich umfänglichen, nämlich planetarischen Sinne – ein Niveau in den Produktivkräften, und das heißt auch: auf völlig neuer technischer wie sozialer Grundlage, erreicht hätte, wo das bürgerliche Recht, das Leistungsprinzip, dann obsolet geworden wäre, und zwar definitiv.
    .
    Um es mal ganz plastisch auszudrücken: Solange auch eine sozialistische Gesellschaft, den Großteil ihrer modernsten Produktivkräfte dem Bau von Atombomben opfern muss, rein aus dem Grund, um sich zu verteidigen, sind wir noch weit weg von solch einer Gesellschaft.
    Und genau genommen ist daran auch die erste sozialistische Welle gescheitert. Nämlich an der Notwendigkeit die kapitalistische Form der Entwicklung der Produktivkräfte zu kopieren, mit dieser mit zu halten!
    .
    Aber ich möchte mal folgende Prophezeiung wagen: Während der Kapitalismus an den gerade sehr aktuell gewordenen Herausforderungen, nämlich eine neue technische, sprich: den Planeten nicht zerstörende, Grundlage zu schaffen, scheitern könnte, ist das für den Sozialismus zugleich die ultimative Chance (wie eben auch eines solchen absoluten Notwendigkeit). Während das Kapital nämlich an der Erhaltung gewisser auch rückschrittlicher Formen der Produktivkräfte substantiell interessiert ist, denn nur dort wird noch ein einkömmliches Maß an Mehrwert produziert und damit die Möglichkeit der Erhaltung der Ausbeutung der Lohnarbeit, lebt der Sozialismus geradezu davon, dass das Kapital sich hierbei übernimmt. Jede Krise zeigt dem Kapital (den herrschenden Kapitalisten) wie sinnlos ein jegliches reaktionäres Sinnen doch ist. Der Widerspruch zwischen der Notwendigkeit von Ausbeutung (und Erhaltung!, auch schon ein Widerspruch in sich) der Natur steht nämlich der Notwendigkeit der Erhaltung der Ausbeutung des Menschen antagonistisch entgegen. Entweder wird die Natur zerstört oder der Mensch (wenn nicht gar beide). Dieser Widerspruch könnte sich als der aktuellste Grundwiderspruch im globalen Kapitalismus noch beweisen.
    .
    Solange der Menschheit ein wesentlicher Teil eben jener fortschrittlichen Produktivkräfte, die eben nicht infolge der Verwüstungen des Kapitals, durch wirtschaftliche und politische Krisen, Kriege und Revolution und Umweltkatastrophen auf lange Zeit verloren gegangen wären, verbleiben, kann der Sozialismus aus einem solch sterbenden Kapitalismus seine Vorteile ziehen. Der Sozialismus ist daher an der Erhaltung einer lebbaren und zu bewirtschaftenden Natur ebenso interessiert, wie an der Erhaltung der physischen wie geistigen Kräfte der Lohnarbeiter. In Bezug auf die Erhaltung der Klasse als solche ist der Sozialismus nur bedingt interessiert. Denn die Abschaffung der Klassen ist ja sein eigentliches Anliegen. So liegt ihm nur an der Erhaltung, bzw. Schaffung einer revolutionären Lohnarbeiterklasse, ganz im Gegensatz zu den Interessen des Kapitals, nämlich nur eine ausbeutbare zu konservieren. Auch hierum wird aktuell ein harter Klassenkampf geführt.
    .
    Jeder Schritt, der ein Kapital über sich (für sich gesehen: sinnloser Weise) hinaus zu wachsen „verführt“ (könnte man beinahe sagen), ist einer in Richtung des Sozialismus, dennoch aber auch in Richtung der möglichen Barbarei.
    Nur zum Beispiel: Die normale Entwicklung in der menschlichen Population, wie sie zum Beispiel durch die Pest in Europa, welche ja bekanntlich die Hälfte aller Menschen in Europa hinweg gerafft hatte, für gut 200 Jahren unterbrochen war (man muss sich nur vorstellen, wie viele Menschen erst gar nicht geboren wurden, infolge einer solchen Massenvernichtung!), dürfte bei einer Wiederholung eines solchen Dramas, nicht vielleicht durch die Pest, aber eben durch andere endogene wie exogene Faktoren, vielleicht dann die Hälfte der Weltbevölkerung hinweg raffen. Wenn wir dann vielleicht wieder hunderte von Jahren benötigen, um das aufzuholen, könnte uns das den gesamten Fortschritt der letzten 500 Jahren kosten, wenn nicht mehr.

  210. @donna laura
    Sie machen mich...

    @donna laura
    Sie machen mich neugierig. Wie man ein Pferd für die Stadtmobilität in der nördlichstitalienischen Großstadt nutzt, kann ich mir noch vorstellen. Aber ein Parkhaus? das Charmante an der Sache ist natürlich, dass man immer genügend Parkplätze dabei hat.

  211. Kommentatoren sind die...
    Kommentatoren sind die schönste Quelle.
    Der Gärtner: „5/8″Barolo-Bereifung“ – erste Sahne!
    Vroni: „Sie betrachten die Natur als Turnhalle ohne Eintritt und respektieren sie nicht.“ Das wäre schon ein Blog-Titel für sich.
    .
    Don, eine Art „velospace“ in Blogform, also launiger und mit etwas Silberkanne und Barockfresko gemixt?

  212. @Mondry, 06:11
    Mondry, ich...

    @Mondry, 06:11
    Mondry, ich akzeptiere durchaus Grautöne, ich meine, das ginge auch aus meiner Einlassung hier hervor. bertholdIV brachte das Thema um 14:02 auf und seine Einstellung erschien mir gerade „zu schwarz“. Vielleicht haben Sie sich einfach an meiner – wie ich finde trockenen, wie sie vielleicht empfinden schnoddrigen – Sprache gestoßen.
    Ihre Argumentationsfigur „Was die Zweifel am Hirntodkonzept sicherlich bringen: geringere Organverfuegbarkeit, …“ könnte vor allem den Eindruck erwecken, dass da eine Agenda verfolgt wird. Sie wird nämlich bei diesem Thema oft gebraucht, zu oft, was deutlich anzeigt, dass schon allein von der Erörterung von Zweifeln schädliche Folgen befürchtet werden – vielleicht ja durchaus zurecht – und diese deshalb gemieden werden soll. Aber die Zweifel Erwachsener sollte man doch nicht wegschieben, sondern sie ausräumen. Es wirkt ein Bisschen wie das „nicht hilfreich“, das wir zuletzt aus der Politik gehört haben und bei dem ich, wiewohl ganz derselben Ansicht, den Eindruck habe, dass man sich um ein Argument drücken will. Die Misstrauischen überzeugt man kaum mit dem Appell ans Vertrauen.
    Da sie auf dem Feld offenbar tieferen Einblick haben, erlaube ich mir die Frage: Wer entscheidet über die Veränderung der Kriterien hierzulande? Vermutlich eine Ethikkommission? Von deren Zusammensetzung könnte abhängen, ob nicht Brancheninteressen (oder: „die Interessen Beteiligter aus der Medizin“, wenn sie denn eine schonendere Wortwahl vorziehen) in diese ungebührlich stark eingehen. Ich sehe hier natürlich auch das Dilemma: Überlässt man die Entscheidung unmittelbar der Politik, so erfolgt sie mit der dort üblichen (PR-)Kompetenz: Nach dem ersten misslichen Vorkommnis könnte ein populistischer Politiker die Skandalisierung als Karriereleiter nutzen, koste es, was es wolle. Die Ideallösung gibt es wohl ohnehin nie.

  213. @DA, Radthemen
    Eine...

    @DA, Radthemen
    Eine Einführung ins Thema „Wie stelle ich die Gangschaltung selbst korrekt ein“ wäre durchaus erwünscht.

  214. @unellen: Jaja meine...
    @unellen: Jaja meine Geschlechtsgenossen sind eben generell sehr technikverliebt bis extremistisch veranlagt, insbesondere wenn es um die persönliche Verwirklichung im Rahmen des Hobbys – was sage ich – der Passion geht. Das ist dann besonders nett mit anzuschauen wenn beim Material um jedes Gramm gefeilscht wird, für die letzten 10% Gewichtsersparnis noch 50-100% Aufpreis gezahlt werden und diese Hochtechnologie womöglich noch einen Wartungsaufwand verursacht, der mit einem Eurofighter mithalten kann. Das entsprechende Leistungspotenzial können die Herrschaften dann aber nur bedingt ausloten, da das eigene (körperliche) Leistungsgewicht und -vermögen beim Gebrauch von Sportgeräten doch einen nicht zu unterschätzenden Faktor darstellt (Wer die Wahl zwischen 10kg Übergewicht und 10kg schwererem Fahrradrahmen hat, dürfte mit letzerem besser unterwegs sein). Gerade pseudo- und semiprofessionellen Eignern von Luxussportgeräten sollte aber schon klar sein, dass die gleiche Leistung mit schlechterer Ausrüstung höher zu bewerten ist. Vielleicht können die Herren deswegen den spöttischen Blick einer Maus auf dem Lenker auch kaum ertragen.

  215. liebe donna laura, machen Sie...
    liebe donna laura, machen Sie sich bitte keine Sorgen. Ich wollte nur jedem falschen Schein entgegentreten. Anmassung ist mir zuwider. Nun ist es gesagt, point. Da wir diesbezüglich offenbar ähnlich denken, möchte ich auch Ihr „Haben Sie ihr gedient?“ beantworten. Ich diene „ihr“ laufend und teilweise sogar wirkungsvoll. Allerdings kaum so, dass es dort geschätzt wird. Les goûts sont différents. Dieser, meiner Anomalität fiel übrigens auch mein „Graduate-Projekt“ zum Opfer. In meiner kleinen, dummen Stadt sind die Möglichkeiten so beschränkt wie ihre Einwohnerinnen (Sie wissen, beiderlei Geschlechts). Es lebe das nächste Zitronensorbet.
    .
    Alexander Berg, Sie erklären dies sehr schön.
    .
    elbsegler, danke für die demokratische „Relativitätstheorie“.

  216. Also, meine eigenen Räder...
    Also, meine eigenen Räder sind mindestens 10 Jahre alt, das Älteste gar von 1952. Es geht auch gar nicht um ein Blog oder das Rad es Monats, sondern einfach darum, ob das überhaupt jemanden juckt. Dass es nicht verbissen zugehen würde, versteht sich vermutlich von selbst, und als Wanderer weiss ich natürlich, wie ich mich als Radler zu benehmen habe (wobei es auch Wanderer gibt, die nicht gerade eine Zierde der Berge sind).

  217. Wieso findet man seine...
    Wieso findet man seine Schreibfehler immer erst im freigeschalteten Text? Es ist zum Haareausraufen! Welche dunklen Kräfte wirken da? Barolo ist es leider nicht …

  218. lieber elbsegler, parkhäuser...
    lieber elbsegler, parkhäuser sind die dinger, die man zum einstellen seines wagens nutzt… versuchen sie das mal mit einem hottehü.
    .
    lieber don, jucken, naja. zwacken und rumnerven träfe es eher. falls hier jemand die radln vermisst: der rebellmarkt ist doch eine fundgrube (leider, das war doch mal anders…?).
    die verbissenheit mancher treter (muss an der anstrengung liegen) ist oft nur noch von deren missachtung der stvo zu toppen; ich bekomme es manchmal richtig mit der angst zu tun, wenn ich mal wieder im höllentempo enge bergundwaldstrecken fahre – mit meinem kleinen untermotorisierten wägelchen.
    wenn sie noch ulkige verkehrsbewältigungsformen suchen: saukomisch sind auch die scampi-döner-mampfenden bankster auf tretroller.
    .
    lieber Rosinante, dann dienen sie doch mal wieder der minne.

  219. @elbsegler, 11:27
    Wir sind da...

    @elbsegler, 11:27
    Wir sind da wohl nicht weit auseinander. Die Reiterei auf Höchsten Prinzipien, ein ziemlich beliebter Jugendsport, ist mir nämlich schon lange vergangen. Insofern nehmen sie zu Unrecht an, ich haderte deswegen mit der Welt; ein wenig Melacholie werden Sie doch gestatten?
    Inzwischen ärgere ich mich nur noch darüber, wenn andere allzu naiv an die Chimären glauben (=Besserwisserei, macht sich am besten bei den eigenen alten Irrtümern) und vor allem, wenn mit ihnen sichtlich manipuliert wird. Welcher Krieg wird nicht mit der Verteidigung Unserer Höchsten Werte begründet? Wenn man viele hat, geht das sogar besonders leicht von der Hand, die Auswahl ist größer …
    Von wegen Recht und Gerechtigkeit, kennen Sie den schönen Aphorismus von Kraus: „Kein Staat kann es zulassen, dass jede gute Tat unbestraft bleibt.“ ? Irgendwo aus „Sittlichkeit und Kriminalität“, dort gut begründet mit der Notwendigkeit, Kategorien zu bilden.

  220. @Pérégrinateur
    @Mondry
    Na...

    @Pérégrinateur
    @Mondry
    Na ja. Wie gesagt ich habe einen Spenderausweis, möchte aber nicht als lebender zerlegt werden. Und die bisherige Gehirntoddefinition überzeugt mich nicht.

  221. @elbsegler, 12:57

    Diese...
    @elbsegler, 12:57
    Diese Schreibfehler stammen doch gar nicht von Ihnen selbst, sondern von der Blogsoftware. Unser Gastgeber hat sich die Funktion ausbedungen, damit wir hier durch Demut gesittet bleiben. Aber pst! Die Konkurrenz schläft nicht und könnte es irgendwann nachmachen; Anlass dazu gäbe es.

  222. "(wobei es auch Wanderer gibt,...
    „(wobei es auch Wanderer gibt, die nicht gerade eine Zierde der Berge sind).“
    .
    Des is woa.
    Gruß vom wahren Zierwanderer.
    (Wenn ich mal wandere.)

  223. Mich würden eher die Trachten...
    Mich würden eher die Trachten interessieren, die auf solch einem Lifestyle-Velo getragen werden. Burka mit Shoei-Helm und freiliegenden Waden? Fritz-Walter-Gedächtnis-Hose zum Chapeau-Claque? Was ist mit casual friday? Und welcher der Nothelfer hilft den Cyclisten?

  224. "Gefielde" ???...
    „Gefielde“ ???

  225. Das ist sehr schön...
    Das ist sehr schön geschätzter Herr Alphonso, dass Sie sich nun so entschieden für „alternative Fortbewegung“ interessieren?
    In einer Situation in der von den Jüngsten bis zu den Ältesten (Rollstühle, fahrbare Betten) alles auf Rädern ist kann es sich m. E. nur um folgendes handeln: um das GEHEN, eine entzückende Form der Mobilität; unter folgenden Vorausetzungen:
    1) luxuriöse Zeitbudgets,
    2) auto- und fahradarme Wege und Plätze
    2) gesunde Füße
    3) gutes Schuhwerk
    Damit lassen sich nach meiner Erfahrung nicht nur kurze sondern auch mittlere Entfernungen bestens überwinden. Und man sieht währenddem auch die Umgebung in der man sich tatsächlich befindet – und huscht nicht nur daran vorbei. Und man braucht sich in keine Fitnessstudios einzuschreiben, und ist auch sonst viel weniger genötigt Sport zu treiben.
    mfG

  226. @Pérégrinateur
    Die Höchsten...

    @Pérégrinateur
    Die Höchsten Prinzipien werden insbesondere in Deutschland gerne als Nebelkerzen verwendet, um die wesentlich profaneren wahren Gründe nicht nennen zu müssen. Die Freiheit am Hindukusch zu verteidigen klingt ja auch besser als …, ja als was eigentlich? Eben gerade dann, wenn man eigentlich nicht so recht weiß, was man tut, kann man sich prima mit den Höchsten Prinzipien behelfen. Schon der Basta-Kanzler begründete nahezu jede politische Entscheidung ausdrücklich damit, sie sei „vernünftig“. Das Gegenteil hätte wohl auch keiner ernsthaft in Erwägung gezogen. Gerne ist heute auch alles „alternativlos“. Wenn es so einfach wäre, bräuchten wir weder Demokratie noch Politiker. Der teuflische Sachzwang als Totschlagargument.
    … und vielen Dank für die Salbe wegen der Schreibfehler. Ich wusste, dass ich nicht schuld bin …

  227. @BertholdIV 15. September...
    @BertholdIV 15. September 2010, 13:27
    „Na ja. Wie gesagt ich habe einen Spenderausweis, möchte aber nicht als lebender zerlegt werden. Und die bisherige Gehirntoddefinition überzeugt mich nicht.“
    Dann bleibt Ihnen doch nur, den Spenderausweis zum Altpapier zu geben?! „Herztote“ taugen nicht als Organspender. Eigentlich müßte gegen den nächsten Arzt, der eine Organentnahme an einem Hirntoten vornimmt, sofort Strafanzeige wegen Mordes erstattet werden. Schließlich stirbt dadurch ein argloses Opfer.

  228. So wie ein jeder Radfahren...
    So wie ein jeder Radfahren darf, jawohl auch im Büro, am Tegernsee, so
    müßte es doch erlaubt sein(?), dass der Eine (frei nach Stirner) oder Andere sich in Fragen von Genen, Zuwanderern, Statistiken etc. (ohne ein Wanken der Statik der BRD zu befürchten) in der Öffentlichkeit frei äussern kann/darf. Ob das dem Einen/ Anderen nun passt oder nicht. Es ist nicht verboten, Unsinn zu äussern. Hier in diesem Raum wird ja schliesslich auch viel Dampfgeplaudert , höhere Mächte schreiten deswegen noch lange nicht ein. Allenfalls der Zensor DA, wenn es im denn zu bunt wird.
    Zur Erinnerung:
    Artikel 5 Grundgesetz Aktuell
    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
    (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
    (3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
    Frage nur so obenhin: Gehört zum Geschäftsbereich des BP und seines Amtes
    die Regelung von personalia in der Bundesbank? Oder ist in der Causa S. der Inkrimierte/Geschasste ein Bundesbeamter gewesen?
    Konnte beim Stöbern im GG nix dergl. finden. Es wird um Assistenz gebeten.
    ..
    Filou@:Der Bayerische Defiliermarsch auf die Feldherrenhalle zu, ist wg. der Witterung abgeblasen worden. Ausserdem ganz aus der Mode, da werden im Bedarfsfalle einfach das IN gesperrt und die TV-Stationen besetzt.

  229. Über Radfahrer lästern - in...
    Über Radfahrer lästern – in der Politik – aber immer gerne…

  230. Ein typischer...
    Ein typischer BierkellerSozi-Artikel.
    Tatsachen der Geschichte einfach ausblenden.
    Jammern, dass man nur eine Stimme bei der Wahl bekommt.
    Selber weiss man alles besser.
    Jammern, dass die Menschen, die rechnen und lesen können und sich erinnern, wie die Geschichte wirklich war, einen nicht für voll nehmen wollen, obwohl man doch alles besser wisse.
    Mal eben über alle herziehen, die einem gerade nicht passen. (Auch schon mal mit dem in Sozialistenkreisen genauso beliebten Bierkrug.)
    Jammern, dass einen ach so gar niemand mag.



    Nur wenns ans eigene Geld geht, sind die eigenen guten Ratschläge alle vergessen, und das Vermögen in den üblichen Häfen untergebracht. (hier Links einfügen zu Ihren früheren Beiträgen)

  231. @elbsegler, solche Anzeigen...
    @elbsegler, solche Anzeigen sollten folgen. Immer. Der eigene Körper ist nicht sozialpflichtig. Punkt. Man darf ihn auch anders ver(sch)wenden, für Radfahrtorheiten oder für 30 Zigaretten am Tag. Das muss ich nicht unbedingt schätzen, aber die Enteignung des Körpers durch den Nannystaat („wir wissen besser als Sie wo Ihre Organe nützlich sind“, „Sie sind entbehrlich, also haben Sie die Pflicht, Ihre Leber an den Herrn xbanker oder ypolitiker zu „spenden“ oder noch unausweichlicher: „Sie arbeitsloser Parasit brauchen ihre Organe nicht, aber das Kind (!) vom Edelbürger Y kann mit Ihren Organen überleben…“ Wer wollte da Nein sagen? Wer dürfte es?) wird für den Normalbürger ohne Lobby die Hölle werden.
    .
    @Don: „Radfahren ist ein schönes Thema, solange es um das Fahren und nicht ums Rad geht“, sagt elbsegler (der ja auch das echte Segeln bevorzugt, nicht das übern Lenker). Aber ein wenig Radlkunde ist unbedingt erlaubt, sollte nur weise daherkommen, also den Laien abholen, wo er gerade radelt.

  232. @ mindcleaner: einfach...
    @ mindcleaner: einfach weiterlesen: Art. 33 Abs. 5 des Grundgesetzes: … unter Berücksichtigung der hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums … oder auf Neudeutsch: Verfassungsrecht vergeht, Verwaltungsrecht besteht. Darin ist das Grundrecht der Radfahrer verankert. Falls einer des Dopings überführt wird wie S., geht er allen Ehrenrunden verlustig und muss mit doppelten Bezügen in Pension.

  233. @muscat, 11:54

    Ich glaube...
    @muscat, 11:54
    Ich glaube nicht, dass sich „konservativ Konservative“ und „modern Konservative“ hierin deutlich unterschieden. Es gibt sehr verbreitet das Bedürfnis, das eigene System der Werte als Hierarchie zu organisieren, weil man so am leichtesten Widerspruchsfreiheit im Urteil und zugleich Überdeckung erreicht. Offenbar ist der Wunsch bestimmend, eine universelle moralische Ordnung der Welt zu haben und in den Dingen zu erkennen. Das Bemühen um Widerspruchsfreiheit finde ich daran sogar lobenswert: Wenn man sie nicht erreicht, weiß man, dass man ein Problem hat, das man sich nicht verhehlen sollte, denn auf die Logik ist denn doch noch am ehesten Verlass hienieden. Lösung offen.
    Auf dem anderen Ende trifft man heute viele Menschen, die einem begriffs- und kategorienlosen Relativismus huldigen, „Das kommt immer auf den Einzelfall an“, „Das muss jeder für sich selbst entscheiden“, „Sonst ja nicht, aber diesmal schon“, etc., mit dem z.B. kein Staat zu machen wäre. Man hört von ihnen nur Urteile „aus dem Bauch“, weil sie die Anstrengung der Begriffsschärfung meiden wollen – oder sich vielleicht auch nur die eigene Willkür im Urteil von morgen nicht verbauen wollen. Extremes Beispiel: Ein eifriger Gegner der Todesstrafe, der Vater wird und dann plötzlich fordert, man müsse aber für Kinderschänder die Todesstrafe einführen. Als Begründung seines Sinneswandels: „Wenn man Vater ist, sieht man das anders.“ Ich schließe daraus, dass er entweder nachher oder vorher oder am ehesten beidesmal nicht von der eigenen Person und Rolle abstrahieren konnte.
    Die Übel sind („absolute“) Letztbegründung und („relativistische“) Nichtbegründung. Wie soll man etwas verbessern, wenn man ein Knecht eines Dogmas ist, wie, wenn die Welt wie ein Film völlig unabhängiger Einzelereignisse vor einem abläuft?

  234. @sterne
    Geht es nicht etwas...

    @sterne
    Geht es nicht etwas differenzierter? Ich bin als Laie überfordert, zu beurteilen, ob die Richtlinien der Bundesärtzekammer zur Feststellung des Hirntods ausreichend sind oder nicht. Ich muss mich darauf verlassen. Sie könne Ihren Körper ruinieren, wie und womit immer Sie wollen. Die Reparaturen zahlt die Kasse. Wenn Sie sich im Anschluss für die Komplettverwesung oder -verbrennung entscheiden, hat auch niemand etwas dagegen. Das Problem der Organspende auf dem denkbar niedrigsten Niveau zu diskutieren hilft nicht weiter.

  235. Würden Sie öfter das...
    Würden Sie öfter das Bluthilde-Blog lesen, Genosse, dann wüssten Sie, dass Klassenkampf und proletarische Bewusstseinsbildung in weiten Teilen der spätkapitalistischen Gesellschaft längst Elitenangelegenheit sind. Den Genossen Sarrazin unterschwellig reaktionärer Absichten zu zeihen verrät, dass es Ihr Klassenstandpunkt bei weitem noch nicht so gefestigt ist, wie man es sich von einem fortschrittlichen Angehörigen der kritischen Intelligenz wie Ihnen erwarten könnte.
    Seine Vorstöße wie Kindergartenzwang und Geburtensteuerung zu Gunsten von AkademikerInnen sind ein hehres sozialistisches Ziel – sein einziger Fehler war es, ohne Vorgabe durch die Partei zu denken bzw. sich zu äußern.
    Keine Sorge: Wie man bei uns nachlesen kann, befindet sich unsere Gesellschaft ungebrochen auf dem Weg zum entwickelten Sozialismus. Von Yankee-Kleinstadtsitten kann keine Rede sein und daran wird sich auch nichts ändern. Kein Fußbreit dem Fundamentalismus, Zionismus, Anarchokapitalismus oder der Countrymusik!

  236. lieber elbsegler, '"Herztote"...
    lieber elbsegler, ‚“Herztote“ taugen nicht als Organspender.‘? ich rate mal: weil die sauerstoffversorgung des materials durch fehlenden blutkreislauf mangelhaft ist und damit der zelltod rasant eintritt? und was ist bei herz-ops? da übernimmt doch eine maschine diese funktion, oder?
    .
    ausgehend davon, dass der lunch beendet sein wird, voilà, (wirklich alte) nachrichten aus dem gruselkabinett:
    http://www.stern.de/gesundheit/gewebespende-lukrativer-leichenhandel-642530.html
    der spruch ‚mach dich nützlich‘ gewinnt da noch weitere bedeutungen…
    .
    wie sterne anschneidet, bleibt die frage: gesellschaftlich-politisch erzeugtes oktroi oder freie entscheidung eines ethisch handelnden individuums?
    .
    oh, bitte das riechfläschchen…!
    .
    lieber Pérégrinateur, was sie in abs. 2 u. 3 beschreiben, nennt sich durchwursteln.

  237. 1. Sarazin verteidigend:

    Die...
    1. Sarazin verteidigend:
    Die 50.000 Euro sind gedacht für Akademikerinnen, die vor dem 30. Lebensjahr sich entschließen, Kinder zu bekommen. Da dies laut Sarazin billiger sei als das Kindergeld, dass eine Familie bekommt. Eine jüngste Studie und meine Erfahrung zeigen es: Akademiker täten scho Kinder wollen, aber dürfen tun sie sich ned trauen. Weil es doch alles so unsicher ist und man ja keine perfekten Bedingungen…
    Folge: Akademikerinnen warten so lange zu bis es zu spät ist. Dies wird aber von allen Seiten bedauert. Und ich glaube Herr Sarazin, der oft missverstandene tut dies auch – aber nicht aus Eugenischen Gründen. Seine genetischen Ausführungen sind doch eher so zu verstehen: „Könnte doch sein! Und was wenn es so ist! Ist aber auch Egal – denn auch kulturelle Abstammung tut Ihres zum Absinken des Niveaus“ – will heißen: Es ist teuer, ein Kind aus prekären Verhältnissen staatlicherseits zur Hochbildung zu bringen als wenn es gleich in guten Verhätnissen geboren wird. Aber auch Sarazin sagt nicht dass Frühbildung nicht notwendig ist.
    2. Patchwork: Ist durchaus nicht unter Akademikern weiter verbreitet als in der Unterschicht.

  238. Don Alphonso, wie machen Sie...
    Don Alphonso, wie machen Sie das mit dem bunten Radl im sw-Bild? Danke für die Aufklärung und Pfüati, nachat.

  239. @elbsegler 14:14
    "Die...

    @elbsegler 14:14
    „Die Höchsten Prinzipien werden insbesondere in Deutschland gerne als Nebelkerzen verwendet, um die wesentlich profaneren wahren Gründe nicht nennen zu müssen.“
    Ich glaube, es ist sogar noch schlimmer. Die Politik und übrigens auch weithin die Presse versteht die repräsentative Demokratie so, dass wir Wähler irgendwen mit der politischen Verantwortung betrauen sollen, wonach wir die eigene Nase aus der Sache bis zur nächsten Wahl gefälligst heraushalten sollten. Wie allerdings als Kinder Behandelte, die dann unmündig würden, sollten beanspruchen können, überhaupt noch an Feuer, Wasser, Steckdose und Wahlurne gelassen zu werden, reimt sich für mich nicht zusammen. Denn bei den Wahlen findet dann natürlich auch nur noch eine argumentlose Sympathiekonkurrenz statt. Sind Schröders Haare gefärbt? Darf Merkel dekolletiert gehen? Hat Clinton nun mit der Göre oder hat er nicht? Gräßlich!
    Die andere Seite ist, dass sich ein großer Teil des Wahlvolkes auch ganz gerne so behandeln lässt. Man bekümmert sich nicht um Politik, und weil man auch eine Meinung haben will, hat man halt eine über etwas, von dem man vielleicht sogar etwas versteht: Hat er nun gefärbte Haare oder nicht? Als ob es darauf ankäme!
    Aber nichts Neues unter der Sonnen! Siehe Kant, „Was ist Aufklärung?“.

  240. "Wenn Sie sich im Anschluss...
    „Wenn Sie sich im Anschluss für die Komplettverwesung oder -verbrennung entscheiden, hat auch niemand etwas dagegen.“ elbsegler, das ist eben leider nicht der Fall. Bitte bitte informieren Sie sich über den Sachstand, bevor Sie Niveaus beurteilen.

  241. @donna laura 15:25
    Nun gut,...

    @donna laura 15:25
    Nun gut, durchwursteln, aber besonnen!

  242. @elbsegler 15. September 2010,...
    @elbsegler 15. September 2010, 14:21
    Der Ausweis ist eingeschweist in Folie. Aber gnerell: gemach, gemach. Nur weil man jeden modischen Gag nicht mitmacht (Hirntod, gibt’s das auch ohne Hirn) muss man noch lange nicht die Organspende verwerfen. Überlegen Sie sich doch eine bessere Todesdefinition.

  243. Lieber ein knoblauchzartes...
    Lieber ein knoblauchzartes Ersatzteillager mit Kopftuch und Turban als vollintegrierte übergewichtige raucherhustende Zirrhosenträger.

  244. "Überlegen Sie sich doch eine...
    „Überlegen Sie sich doch eine bessere Todesdefinition.“ BertholdIV, das ist ja eben das Problem. Es geht nicht um eine Todesdefinition. Organe eines Toten sind nicht transplantierbar. Es geht um eine Definition des „noch“-Lebens, bei dem aber die Ausweidung bereits erlaubt ist. Da ist der „Hirntod“ unschlagbar, weil der betroffene Mensch zwar noch lebt, also lebende Organe „spenden“ kann, aber eben nicht in der Lage ist, nein zu sagen oder gar sich zu wehren.

  245. Pérégrinateur, wohl wahr;...
    Pérégrinateur, wohl wahr; wir armen Menschenkinder sind beschränkt auf menschliches Ermessen (sog. „unbestimmte Rechtsbegriffe“) nach menschlichen Kategorien. Sonst wären wir ja Gott, gell…
    .
    Die Krux der Grundnorm-Theorie.
    .
    steelydan, danke.

  246. lieber Pérégrinateur, ich...
    lieber Pérégrinateur, ich fürchte, besonnenheit, wie sie sie meinen, wird nicht weit verbreitet sein.
    .
    wie kommen entscheidungen zustande? je nach formulierung und stellung der sätze alleine in so etwas standardisiertem wie einer meinungsumfrage resultieren unterschiedliche ergebnisse.
    .
    ich fürchte weiter, das leidenschaftliche geliebte projekt der aufklärung hat noch sehr viel zu tun.
    nein, es ist weder tot noch totgeboren.
    es gibt ja immer noch beharrlich resistente. bei manchen lohnt sich es gar nicht mehr, hat man den eindruck.
    .
    aber aufgeben? nie!
    http://www.strangefunkidz.com/images/content/136836.jpg
    .
    never assume malice when stupidity will suffice.

  247. @Peter Perlich: Ich bin genau...
    @Peter Perlich: Ich bin genau so eine Akademikerin unter 30. Was nützen mir 50.000 Euro wenn ich keinen Kinderbetreuungsplatz bekomme? 50.000 € sind doch noch nicht mal zwei Jahresgehälter. Abgesehen davon dass es Quatsch ist anzunehmen, dass ich im Gegensatz zu nicht-Akademikern „bessere“ Kinder „produziere“ wäre das Geld wesentlich besser in Kinderbetreuung (gerne auch verpflichtend ab dem 1.Lebensjahr) investiert. Dann hätten nämlich alle was davon: Frauen müssten sich nicht mehr zwischen Beruf und Kind entscheiden, gut ausgebildete Frauen blieben dem Arbeitsmarkt (der ja jetzt schon unter Fachkräftemangel leidet) erhalten, Kinder aus schwierigen Verhältnissen würden ihre Chancen auf gesellschaftlichen Aufstieg durch äußerfamiliäre frühkindliche Förderung verbessern.

  248. @sterne
    Sie sprechen in...

    @sterne
    Sie sprechen in Rätseln. Wie ist den der Sachstand? Nach meiner Kenntnis sind Organspenden auch dann nochnicht nur für xBanker, ypolitiker und Edelbürger vorgesehen wenn die Widerspruchslösung, die ich nicht befürworte, Gesetz werden sollte. Auch für HartzIV-er bleiben Herz, Niere und Lunge im Schonvermögen.
    @donna laura
    Ich bin auch Laie, aber ich denke Sie raten richtig. Bei der Herz-OP ist das Gehirn noch intakt.
    @BertholdIV
    Warum soll ich mir eine bessere Todesdefinition überlegen? Wer folgt jetzt einem „modischen Gag“? ist die Hirntoddefinition der Bundesärzteklammer der modische Gag oder die jüngst publizierte Kritik daran?
    Gibt man den „Hirntod“ als Definition auf, könnte und müßte man doch wohl jedes „Leben“, das nur noch durch künstliche Aufrechterhaltung der Beatmung und des Kreislaufs erhalten werden kann, ohne wenn und aber fortsetzen? Denn rein biologisch „lebt“ der Rest des Körpers dann solange die Maschinen laufen.

  249. indem Moment wo sie sich als...
    indem Moment wo sie sich als Organspender anmelden sind sie im System und
    fuer einen moeglichen Unfall schon abrufbereit danke ich gehe am Stueck zurueck und bei einem natuerlichen Tod bekommt ja ohnehin die Uni Frankfurt
    meinen Koerper fuer die angehenden Medizinstudenten (schliesslich brauchen die ja auch was zu lachen bevor sie sich an die Arbeit machen ausserdem gibt es ja bei uns zuwenig Aerzte

  250. @ Pérégrinateur:...
    @ Pérégrinateur: Informationen zum Ethikrat finden Sie unter http://www.ethikrat.org/ueber-uns .
    @ BertholdIV: Was die Hirntoddefiniton angeht: diese basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Aendert sich die Erkenntnislage, muss- nach dem Verstaendnis der evidence based medicine- die Handlungsweise der Aerzte anpassen. Auch fuer Aerzte gilt da letztlich, dass die Ueberzeugung des Einzelnen von untergeordneter Bedeutung ist.

  251. Pérégrinateur, danke für...
    Pérégrinateur, danke für das schöne Karl Kraus‘-Zitat „Kein Staat kann es zulassen, dass jede gute Tat unbestraft bleibt.“ Kannte es nicht. Ein Sarkasmus in Form der doppelten Abstraktion. Halbgebildete machen heute daraus ein Rassismus-Delikt.
    .
    donna laura, „…dienen sie doch mal wieder der minne.“ Ich kenne minna doch gar nicht [A].
    .

  252. steelydan@:Schön, schön, es...
    steelydan@:Schön, schön, es geht doch trotz dieses schönen Wortspiels nicht um die
    anschliessende Dopisierung des Verabschiedeten, sondern um um die beabsichtigte Lobotomisierung der Hirne Vieler. Hat der Mann nun gegen die gebotene im Sinne Art. 33 Abs. 5 des GG und dessen gebotener Neutralitätspflicht im öffentl. Raum verstossen sowie die Treuepflicht gegenüber der FDGO verletzt? Wohlgemerkt als Angest. einer Körperschaft des öffentl. Rechts und nicht als Berufsbeamter…..
    Ist der BP der oberste Schlichter/Richter in Sachen des öffent. Angestelltenrechts? Hat der sonst nix anderes zu tun?
    ..
    Übrigens: Selten endet ein Sturz vor einem Radler samt Rad mit dem Hinscheiden des Sichselbsthineinstürzenden.
    ..
    Devin08@: Der kalte Feuerkopf Arthur Schopenhauer, mit seiner pessimistischen Weltsicht, wusste es besser als Sie: Er war einfach nicht von irgendwelchem menschlichem Fortschritt zu überzeugen, die Geschichte gab ihm Recht und ihnen den unverdaulichen Rest. Der Sozialismus ist ja eh nur ein Abkömmling der Mutter-sau Kapitalismus (die nur mühsam am Leben gehalten wird mit systemischen
    Infusionen staatlicherseits).
    DA@: Gelt: Links der Donau, im gewachsenen eigentlichen Kernbestand des Konservatismus königl. baier. Provenienz, sieht man das langsame Dahinsiechen der bisherigen Gewissheiten mit grosser Sorge. Die Wahlergebnisse zeigen es, das sich Alarmstufe I auf dem Tableau zeigt. Do fangt da Baua scho a moi a zu grantln und zutzlt an seim Schmalzler: „Wos isn nacha des?“

  253. harrytisch2009, lahme Nummer,...
    harrytisch2009, lahme Nummer, da will auch keiner drüber reden.
    .
    Vroni, ich sage gerne, dass mir manche Radler auch auf die Nerven gehen: Sich von Gmund bis Rottach im Windschatten schleppen lassen, aber wenn man bremst, weil auf dem gemeinsamen Weg alte Leute sind, vorbeiziehen und sie wegklingeln. Vermutlich ein Journalist von Spiegel Online, würde ich meinen.

  254. Partnachklamm, in meinem...
    Partnachklamm, in meinem Programm kann man gewisse Teile eines Bildes recht gut als Maske festlegen, Diese Maske mit den ausgeschnittenen Bereichen speichert man. Dann setzt man das Bild auf Schwarzweiss und kopiert die immer noch bunte Maske genau hinein, und das wird dann zusammen abgespreichert. Fertig ist das SW-Bild mit dem roten Rahmen.

  255. Ich fänd mal was über...
    Ich fänd mal was über Sänften ganz nett.

  256. Oh, ich setze mich gerne rein,...
    Oh, ich setze mich gerne rein, aber wer trägt?

  257. Ja, sieht nach viel Arbeit...
    Ja, sieht nach viel Arbeit aus. Ruhige Hand und Zeit. Im Effekt aber hübsch.

  258. Was manche Leute so als...
    Was manche Leute so als konservativbezeichen :
    http://www.heise.de/tp/blogs/8/148381
    .
    Kommt der Begriff konservativ eigendlich von Konserve?
    .
    Wie wären die USA als Thema ?

  259. @ lieber mindcleaner, an...
    @ lieber mindcleaner, an Spekulationen über den Ausgang eines möglichen Arbeitsgerichtsprozesses über drei Instanzen möchte ich mich nicht beteiligen. Es freut mich aber, dass die Beteiligten eine vor- und außergerichtliche Einigung gefunden haben. Das ist wahrer Konservativismus. Man belästigt die Gerichte nicht und einigt sich auf Schweigegeld. Das ist wie bei den schlagenden Verbindungen. Keine Schmisse mehr, nur zufriedene Gesichter. Und der Nimbus der Unbesiegbaren auf beiden Seiten. Kommt immer noch gut bei den Akademikerinnen an. Und dafür ist es doch gemacht.

  260. unellen@: Aber aus Erbsen kann...
    unellen@: Aber aus Erbsen kann man keine Rosen züchten, nur mal so als verkürzte Sarrazinthese ;-)

  261. Holly01, zu Ihrer...
    Holly01, zu Ihrer „Konserven-Frage“ wurde bei Dons vorletztem Eintrag ein schöner Kommentar gepostet:
    palina
    15. September 2010, 15:40
    Soeben in der SZ auf Seite 2 gelesen und für hübsch befunden: Konservatismus ist nicht ein Hängen an dem, was immer war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt (zitiert nach Antoine de Rivarol, Monarchist und Revolutionsgegner).

  262. steelydan@:Gewiss, irgendwo in...
    steelydan@:Gewiss, irgendwo in meinem kindlichen Herzen glaube ich noch an den Weihnachsmann. Veni, vidi vici-rief der Fuchsmajor. Aaaaber darum gehts nicht: Wofür dann das ganze Getöse, wenn der Artikel 5 GG dann doch real verreckt?
    Da hatte denn auch der Herr S. nicht die Nerven für und liess sich durch den Herrn Mediator abfinden. Cash in de Täsch, wie der Rheinländer so trefflich formuliert.

  263. Solcherne, Don,...
    Solcherne, Don, sinds:
    http://www.universitysport.org.nz/_r/uploads/2009/04/hayden-airborne.jpg
    .
    Da erschröckt sich die Wildsau arg.
    .
    Ein Spiegel-Online-Journalist am Tegernsee?
    Prust.

  264. peregrinareur hat die richtung...
    peregrinareur hat die richtung genannt: poujadismus
    .
    diejenigen, die man früher für konsrvativismus standen, haben längst ihre gesellschaftliche bedeutung verloren (adel, agrarier militär, geistlichkeit). andere haben, ob mit oder ohne lampedusa-rezeption, begriffen, dass sich alles ändern muss, wenn sie weiter dort bleiben wollen, wo sie sind, frau dr. merkel wirds für sie schon richten.
    .
    es gibt nicht nur eine modernisierung sondern dabei auch verlierer. poujade war derjenige, der sich in den fünfzigern in frankreich zum sprecher der kleinen geschäftsleute und handwerker machte, obwohl zu der zeit de gaulle die franzosen hinter sich scharte. poujade erregte ein gewisses aufsehen, konnte letztlich die lage seiner klientel micht ändern und das wars dann schon.
    .
    vielleicht findet sich hier ein grosser vereinfacher, die die eier des kolombus aus dem hut zaubert. notfalls tut es auch ein appell an recht und ordnung und der ruf ausländer raus! ein gewisser koch hatte das gut drauf, hinterher war es dann nie so gemeint. wer hätte gedacht, dass wir frau dr. bundeskanzler dafür dankbar sein müsse, dass sie eben das, die vermeintlich leichteste übung, nicht macht.

  265. @DA: Ah, Nothose, drum....
    @DA: Ah, Nothose, drum.

    Ansonsten: man kommt nicht dran vorbei, das Elend steigt. Die Institutionen gehen in die Grütze, neue gibt es nicht. Wie es halt so ist in der Tiefe eines Kondratieff.

    Einstweilen: 1. selbst: Anmut bewahren und sich nicht in obsoleten Hakeleien aufhalten. 2. gegenüber den Jüngeren: nicht Mutlosigkeit propagieren, sondern Wiederaufstehen nach Scheitern. 3. Gegenüber Älteren: Anmut und Vernunft.
    4. allgemein: die wirklich wichtigen und richtigen Dinge werden sich hoffentlich durchsetzen, trotz langer Wege. (Dieses Blog ist ein Mittel, sich darüber zu verständigen)

    Am Rande: Aiman Abdallah haben sie wieder als Moderator für Galileo genommen, und das bleibt hoffentlich auch so (ich habe ja schwer gemeckert, als sie ihn für den Gralsuchblödsinn u.a. angestellt haben. Das war übelst!). Solche Menschen brauchen wir, die uns in verträglicher Form darstellen, was es alles gibt und wo Lebensmöglichkeiten liegen. Und der ist wirklich ein Glücksfall, weil er die richtige Balance zwischen Seriosität, Unterhaltung und Wissensneugier darstellen kann. Halt so wie Don A. mit seinem Blog.

    (Ausnahmsweise mal mit >0,5 l Wein intus)

  266. @ Mindcleaner Ltd CIO: Die...
    @ Mindcleaner Ltd CIO: Die Grundrechte des GG werden von den Profis als Affenschaukel mit Wertebremse bezeichnet, oder, mit den Worten des BVerfG, jedes Grundrecht ist im Lichte des anderen zu sehen. Undsoweiterundsoweiter … Elegante Lösungen sind gefragt, der Rest ist für die Drittsemester. Und mit dem Fehdehandschuh hebt unser Don höchstens die abgesprungene Kette wieder aufs Ritzel, bei der nächsten Vorderradblockade.

  267. @donna laura („geplatzte...
    @donna laura („geplatzte Stellen“): da muß ich Sie jetzt doch mal grinsend und leise glucksend in die Rippen stoßen, neinnein, darüber bewahren wir jetzt Stillschweigen, wir sorgen nur dafür, daß es fürderhin passendere Gästenothosen zu kaufen gibt. (Und lachen erst wieder, wenn die auch wieder Seltsamkeiten aufweisen.)

    „ohne Gurke“ – ich hatte in der Familie so einen Fall, lebensnotwendige Nierentransplatation, Bruder spendete Niere. Es ist sehr grenzwertig. Einfach nur ekelhaft finde ich das Ausschlachten von Armen. Wenn jedoch von wirklich Toten („todeskalt“ bzw. nach „Hirntod“) noch Retinagewebe anderen helfen kann, überlege ich mir, ob ich das zulasse, denn ich habe auch einen Menschen gekannt, der nur deswegen weiterleben konnte. Aber man muß schon richtig tot sein, Notschlachtung ist inakzeptabel. Auf der anderen Seite habe ich auch eine Frau kennengelernt, die sich der Anatomie vermacht hat, mit der Begründung, „der Bestatter verdient am mir nichts!“. Wenn ich mir so anhöre, was Mondry schreibt, finde ich, Nachfolgekosten von Transplantationen im Ausland sollten nicht von der Krankenkasse abgedeckt werden. Man muß dem Leiden keinen Markt schaffen.

    @HansMeier („Solange man nur die Wahl zwischen Enthaltsamkeit oder Schwangerschaft hatte, mussten sich die Arbeitgeber damit abfinden, dass ihre Angstellten Kinder haben.“): da ist wohl was dran. Aber die Plankinderpanik begann ja schon lange vor der Pille. Ich weiß das, denn meine Eltern waren so… vielleicht kann man sich ja einfach in D (und vielleicht in Europa) darauf einigen, daß für Frauen zwischen 25 bis 35/40, bei Männern zwischen 25 und 40/50 die richtige Zeitspanne für Kinder liegt.

  268. @auch einer: sowohl Merkel als...
    @auch einer: sowohl Merkel als auch Obama sind ein ganz neuer Politikertypus, nämlich Intelligente. Das gab es so eigentlich noch kaum je. Bei Friedrich II. von Preußen bin ich mir nicht ganz sicher, aber sonst war eigentlich eher Alphatierverhalten (Bush), Gewieftheit/“füchsisches Verhalten“ (Adenauer, Macchiavelli) die Methode, mit der man durchkommt.

  269. stelydan@:... Elegante...
    stelydan@:… Elegante Lösungen sind gefragt. Aha! Als da sind welche? Vielleicht wunderbare Formulierungen die jeden Juristen, Staatsrechtler, (Berufs-)Politiker entzücken? Sehen Sie das als agent provocateur oder mehr im Sinne von Spaß an der Freud?
    ..
    Dadurch, dass das Parlament all die Jahrzehnte seine eigentliche Aufgabe nicht wahrgenommen, sondern sich mit jedem Kleinkleckerkram beschäftigte, konnte auch das GG, das wie bekannt, keine vom Volk gewährte Verfassung von Geburt an war, verwässert werden. Ein Haufen Notstopfen und Fleckerl wurden durch das damit behelligte Oberste Gericht angemahnt und angeheftelt. Der treffliche Prof. Beckenförde und andere vermochte auch nichts gegen diesen Trend.
    Rosinante@: Zu Ihrem Zitatenfund A. de Rivarol: Gratulation. Man wird sehen wie´s ausgeht.

  270. @sterne 15. September 2010,...
    @sterne 15. September 2010, 16:02
    Dem würde ich zustimmen. Was die Kritik an der Kritik des Gehirntods angeht “ sie neu modisch oder wissenschaftlich bewiesen “
    Die Kritik besteht seit der ersten herzverpflanzung in 1968 – bin jetzt zu faul zu googeln – über Prof. Jonas etc…
    zum Ethikrat kann sich jeder seine Meinung bilden

  271. Auf den Trümmern der...
    Auf den Trümmern der kapitalistischen Moderne
    .
    @Mindcleaner Ldt. CIO: Wer redet denn hier von „menschlichem Fortschritt“? Die Rede ist seit Marx von ökonomischem Fortschritt. Aber selbst Marx wäre damit überfordert gewesen, darin auch eine Kritik des kapitalistischen Fortschritts, wie er sich im 21. Jhdt. darstellt, eingeschlossen zu sehen. Nur auf den Trümmern der kapitalistischen Moderne kann ein Sozialismus heute noch entstehen. Das lehrte uns spätestens der Niedergang des sog. realen Sozialismus. Die Weiterentwicklung eines kapitalistischen Fortschritts führt entweder nach dort, oder gleich in die Barbarei. Und genau diese wird wohl auch ein so kluger Kopf wie Schopenhauer gemeint haben.
    .
    Die marxistische Dialektik, der historische und dialektische Materialismus entwirft aber ein völlig neues Bild vom Fortschritt.
    .
    Lenin formulierte das mal in einer anderen Situation als „1 Schritt vor und 2 Schritte zurück“. Adorno verstieg sich gar zur negativen Dialektik, insofern er wohl auch eines Schopenhauers aber noch mehr eines Spenglers Kulturpessimismus (was in Folge aber des deutschen Faschismus schon eine gewisse Berechtigung hatte) marxistisch umzuformulieren suchte.
    .
    In der Tat: Mit Marx ist ein solcher Kulturpessimismus nicht zu machen. Doch eine Fortschrittsontologie auch nicht.
    .
    Es ist durchaus möglich, dass sich der Fortschritt erst über die Barbarei vollzieht, wenn dann noch überhaupt.

  272. colorcraze@: Jetzt hats mich...
    colorcraze@: Jetzt hats mich aber gerissen. Ist das Ihr voller Ernst? Das war wohl eine großartige Rede, den Nobelpreis mit einer Kriegsrhetorik zu parfümieren? Yes, we can. Zu Frau Dr. A. Merkel wollen wir mal abwarten wie die aktuelle Staatskrisis ausgeht.
    Friedrich II. von Preußen, bei allen seinen Verdiensten, hatte letztlich aus Gründen der Räson eines Parvenusstaats, mit seiner Politik das Reich langfristig geschwächt. Sein Antimachiavell ist auch nur ein Aufguß des echten. Bei Jena und Auerstedt versagte sein System.

  273. lieber Devin,
    "daß sich der...

    lieber Devin,
    „daß sich der Fortschritt erst über die Barbarei vollzieht“ – aber ja, ist möglich. Denken wir an die NEPs und die Industrialisierung in Rußland. Es gab eine theoretische Zeitschrift „Socialisme ou Barbarie“ die aber immer „Socialisme et Barbarie“ genannt wurde.

  274. @DA
    was habe ich gesagt? Es...

    @DA
    was habe ich gesagt? Es geht schon los
    http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EA2A73D7AD6B44CC5A7FFA4874377C6B7~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    Was wurde über ihn in der Welt der betrieblichen AV/versicherer gemotzt. Der steht ja in der betrieblichen Altersversorgung nur auf Seiten der Arbeitnehmer und der Verbraucher. Viel feind viel Ehr. Ich zitiere mal vorausschauend die Kanzlerin: Herr Papier Ihre Gutachten sind nicht hilfreich.
    @DA: sie müssen da jetzt nichts sagen. mir scheint aber auch in der FAZ ein richtiger glaubenskrieg über die kanzlerin ausgebrochen. Ehrerbietungen (verteidiger der menschenrechte im falle des dänischen zeichners, umbau zur ökologischen stromerzeugung durch geschenke an eon, rwe etc.) mit kritik am abbau der demokratie.
    mit qualtinger und herrn karl: eine schwierige zeit, man weiss gar nicht wer gewinnt
    http://www.youtube.com/watch?v=Mvd0VFKIKuw&feature=related
    bei minute 4:17

  275. BertholdIV, von einem...
    BertholdIV, von einem Glaubenskrieg wüsste ich aber. Es ist vielmehr so, dass es zu unterschiedlichen Themen verschiedene Auffassungen gibt. Dass ich mit manchen Texten fremdle, ist kein Geheimnis, aber so ist das nun mal, und auch das, was ich schreibe, würden andere anders formulieren. Letztlich geht es doch nur darum, wer die beste Geschichte erzählt

  276. @DA
    "von einem Glaubenskrieg...

    @DA
    „von einem Glaubenskrieg wüsste ich aber. Es ist vielmehr so, dass es zu unterschiedlichen Themen verschiedene Auffassungen gibt.“ Sehr schön formuliert. So ernst ist es also schon. na dann beeilen Sie sich, dass Sie noche in paar gute Bloggs raushauen.
    Da es schon spät ist und die kinder im bett: Etwas nicht ganz jugendfreies zur guten nacht
    http://www.youtube.com/watch?v=MBOou65VI18&feature=related

  277. @ Mindcleaner Ltd. CIO
    Dann...

    @ Mindcleaner Ltd. CIO
    Dann haben ja das Verfassungsgericht und unser Don eines gemeinsam: immer noch etwas in der Hinterhand, wen Not am Manne ist: Notstopfen oder Nothose, wo ist da der Unterschied? Allerdings mangelt es bei beiden etwas an Eleganz, wie Sie an den dissenting votes im blog bemerken.

  278. Lieber Don!
    Abgesehen davon,...

    Lieber Don!
    Abgesehen davon, dass ich Deine Beschreibung des bayrischen Konservatismus zum Piepen schön finde: solltest Du – ja, DU! – denen nicht mal Vorschläge machen, wie sie einen anständigen Konservatismus für das 21. Jahrhundert definieren sollten? Ich meine, Du hast – und versteh‘ mich da bitte nicht falsch – dieses typische, leicht Hinterfotzige – ist es ein Gen? Mal bei Sarrazin nachfragen – was trotzdem so sympathisch ist, weil man immer spürt: dahinter verbirgt sich: ein Mensch.

  279. lieber Rosinante, da müssen...
    lieber Rosinante, da müssen sie etwas missverstanden haben. also bitte nicht über die grenze traben und die grossen grünen polizeitransporter anhimmeln. da bekommen sie nur schwierigkeiten…

  280. Mindcleaner Ldt....
    Mindcleaner Ldt. CIO,
    natürlich hat colorcraze Recht. Obama und Merkel sind Ausnahmepolitiker.
    .
    … sie sind Mindcleaner!!!

  281. "Socialisme ou Barbarie" danke...
    „Socialisme ou Barbarie“ danke Försterliesl, jetzt weiß auch ich, wo HansMeier555
    geklaut hat.

  282. BertholdIV, jugendfrei ist...
    BertholdIV, jugendfrei ist dann auch das Stichwort für den nächsten Beitrag:
    http://faz-community.faz.net/blogs/76695.aspx
    .
    Jolly Rogers, die wollen das nicht. Konservativismus ist das bequeme Anbeten der Asche, und nicht die Bewahrung von Feuer.

  283. Werter D.A.,

    als Arbeitnehmer...
    Werter D.A.,
    als Arbeitnehmer mit multikulturellem Hintergrund ( ostelbisch, westelbisch, badisch und unsymbadisch, d.h. schweizer) und mehr als zwei Jahrzehnten Tätigkeit als Lkw-Fahrer im allgemeinen Güterfernverkehr ( d.h. war schon überall dort, wo Sie mit der fiets nie hinkommen) erlaube ich mir zu bemerken: Sie unterschätzen den bayrischen Konservativismus. Der ist geprägt von der Fähigkeit, die anstehende Arbeit ( Lastzug kommt mit Werkzeugmaschinen) einzuschätzen, das nötige Umschlagsmaterial bereitzustellen, Leute einzuteilen und die Sache abzuarbeiten. Anders gesagt: die Leute verstehen ihr Handwerk. el geparkt wurde, Aus eigener Teilnahme an solchen Veranstaltungen würde ich zum Beispiel BMW- Dingolfing nennen. Sie fahren dann ähnliche Werkzeugmaschinen zu Ford Berlin. Dort regelt ein Vorarbeiter mit Migrationshintergrung die Angelegenheit, denn das Kieferschaden-Proletariat hat sich ja schon vor 30 Jahren unter Frontstadtklima das Arbeiten abgewöhnt. Dann fahren Sie solche Maschinen zum Opel Werk III in Bochum. Schon bei der Abgabe der Lieferpapiere entsteht ein Geschrei, weil, solche schweren Teile bedeuten Arbeit. Die müsste organisiert werden. Das kann keiner. Die Nachfolgegeneration der Krupp-Stahlarbeiter, die beim Obbel geparkt wurde, damit Obba und Babba weiter SPD wählen tun, ist prinzipiell unfähig. Sie wurden vermutlich so erzogen. Denn wesentlich an einer Metallbude im Ruhrpott ist, dass sie sonst nicht weiter zu gebrauchenden Gewerkschafts-Sozialdemokraten eine Neue Heimat bietet.
    Insofern lobe ich mir meine Metallbuden südlich des Weisswurst-Äquators. Bin selber Gewerkschaftsmitglied, aber was in Preussen für ein eingebildetes faules Pack herumläuft, das spottet – vor allem in Wolfsburg – jeder Beschreibung. Das kenne ich aus dem Süden nicht. Wichtigste Einrichtung ist übrigens die Brotzeit. So etwas können wir im Norden nicht. Nach den Vorbereitungen wird sich erst einmal hingehockt, gegessen und dabei beschlossen: denn moch ma des en dann des. Mehr Mitbestimmung braucht der Mensch nicht. Anders gesagt: die Menschen bewahren ihr Lebensumfeld und sie haben Spaß an ihrer Arbeit. Fahren Sie ein paar Kilometer weiter bei Kiefersfelden, haben Sie die Preussen des Balkans vor der Brust. Die unterscheiden sich von Wolfsburg überhaupt nicht.
    gruß fb

  284. donna laura, es war nur eine...
    donna laura, es war nur eine Grenztouchierung, kein Übertritt. Nie!! Und bitte, mein Geblödel meint keine Missachtung des freundlichen Wohlwollens

  285. GrandmitVieren : Um bei Ihrem...
    GrandmitVieren : Um bei Ihrem Bild zu bleiben – stimmt schonmal nicht, denn nach dieser Logik bin ich ja ein „Rose“ (weil Akademikerin) gezüchtet aus „Erbsen“ (Vati war sogar bevor er sich mit Mitte 20 „gefangen“ hat sowohl Schulabbrecher als auch zweifacher Ausbildungsabbrecher, Mutti „nur“ „kleine Verkäuferin“). Meine Brüder (aus dem gleichen Genmaterial entsprungen, gleiche Erziehungsmethoden) sind zwar keine Akademiker, haben aber beide einen anständig erlernten Beruf (Handwerksmeister und staatlich geprüfter Betriebswirt). Wieso sollte ich denn eine Wurfprämie bekommen und meine Brüder nicht? Um mal praktisch zu bleiben: Es nützt ja z.B. nix wenn man nur Architekten oder Topmanager hat, es muss auch jemand das Haus tatsächlich bauen oder die Buchhaltung erledigen.

  286. @ Don Alphonso : "Jolly...
    @ Don Alphonso : „Jolly Rogers, die wollen das nicht. Konservativismus ist das bequeme Anbeten der Asche, und nicht die Bewahrung von Feuer.“
    .
    Absolut punktgenau getroffen.

  287. unellen,
    es gibt einen...

    unellen,
    es gibt einen hübschen Medizinerwitz über Beethoven, seine Eltern und
    Geschwister. Wenn nichts hilft, könnte man ihn an Herrn T.S. schicken.
    Ich bin mir sicher, Grandmitvieren kennt ihn auch und trotzem wird immer die
    Flora und Fauna bemüht. Ist halt einfacher.

  288. liebe Minna,
    gestohlen, naja,...

    liebe Minna,
    gestohlen, naja, klingt so streng. Parallellkonstruktion würde ich sagen, und vergnüglich dazu. Und die Barbarei stimmt ja auch, der wohltätig patronisierende Feudalismus war nicht die Regel.

  289. @Wörtherseer: genau! Das...
    @Wörtherseer: genau! Das eigene Fahrgestell benutzen und die Umgebung wahrnehmen! Ihre genannten Bedingungen kann ich nur unterstreichen. Ich habe jetzt meine durchgeschlappten, aber enorm bequemen Sandalen zum Nachbauen zum Schuhmacher gebracht. Es gibt noch 3 Schuhmacher in Charlottenburg, wie er sagte. Bin gespannt wie die Dinger ausfallen.
    @Mindcleaner: Ach, Getöse nutzt doch nichts.

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