Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Unprominentenanwalt

| 154 Lesermeinungen

Natürlich sind Jugendalkoholismus und Vandalentum keine beliebten Errungenschaft kleiner, feiner Städte in Westdeutschland - aber es gibt sie, man muss damit fertig werden, die entsprechenden Täter aus den schlechten Vierteln strengstens bestrafen, und die Gefallenen besserer Kreise vor dem zusätzlichen, üblen Gerede schützen. Und somit stellt sich auch die Frage, ob bei all dem Schaden nicht auch ein Nutzen durch ein neues Berufsbild entsteht.

Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen gegen Deinen Nächsten
Unerfreuliches Gebot aus dem Sinai gegen eine sinnreiche Erklärung für Betrunkene, warum sie den anderen grundlos zusammengeschlagen haben.

In einem kleinen Dorf nahe der kleinen, dummen Stadt an der Donau lebte (und lebt, wenn er vermutlich nicht gestorben ist) ein Tierarzt. Und weil das hier in Bayern spielt, und nicht in einem britischen Dorf, muss ich die Leserschaft sogleich bitten, nicht an jene hübsche Serie mit dem Titel „Der Doktor und das liebe Vieh“ zu denken. Die Epoche, von der hier zu erzählen ist, mass dem Veterinär seine wichtige Rolle im Dorfleben wegen seiner Stempel, seiner Nonchalonce beim Umgang mit Tiermedizin und seinem guten Draht zum hiesigen Schlachthof zu. Es waren jene Tage, da man den Rinderwahnsinn für ein britisches Problem und den Leberkäs noch für „Essen“ hielt. Vegetarier wie ich wurden schräg beäugt, und Lebensstandard drückte sich in Wurstdicke aus. In der Stadt hatte man zwar schon begriffen, dass hauchdünner Parmaschinken mehr Prestige als ein Grillhendl hatte, aber der Veterinär war auf dem Dorfe. Und weil jeder mit ihm gut können wollte, weil er doch so ein feiner Mann war, und auch jeder gut mit ihm können musste, weil er ein hohes Tier der dörflichen Staatspartei war, wurde er auch überall eingeladen. Kirchweih, Kriegerverein, Bauernverband, Volksfest.

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Und wie es bei uns in der kleinen Stadt so ist, kennt jeder jeden und ich die Tochter dieses Herren. Ab und an fuhren wir gemeinsam vom Studienort München in die dumme, kleine Stadt zurück, mal mit meinem, mal mit ihrem Auto. Und irgendwann mit der S-Klasse ihres Vaters. Der war nämlich zum Volksfest eingeladen worden, war dann gegen den Rat seiner Bekannten blau wie eine Strandhaubitze in den Wagen gestiegen, hatte erst den dahinter und dann den davor parkenden Wagen mit Wucht weggeschoben, und den verwunderten Passanten, wie auch später der Polizei erklärt, das sei schon so gewesen und überhaupt könne man ihm nichts, denn er sei der X aus Y. und er würde sich beim Z. im Festzelt beschweren. Kurz, kein von ihm zum Bolzenschussgerät verurteiltes Tier dürfte je so besinnungslos in sein Schicksal gegangen sein, wie der Veterinär, Staatspartei hin, Freund im Festzelt her. Sechs Monate hatte seine Tochter dann seinen Wagen, und der Veterinär selbst allen Grund, seinem gewandten und geschickt auftretenden Anwalt dankbar zu sein. Das Urteil der Richter jedenfalls las sich weitaus netter als das Urteil der Geschichte, das hier niederzuschreiben mir vergönnt ist. Und wenn Sie nun „Klassenjustiz“ sagen – nun, ich wäre auch gern länger mt der S-Klasse nach Hause gefahren. Es trifft uns alle gleich. Und was glauben Sie, was es für ein  Schock für eine bessere Tochter ist, wenn sie nach sechs Monaten auf dem Leder aus Stuttgart zurück auf den braunen Cordsamt eines Golf 1 mit 55 PS muss.

Zur allgemeinen Beruhigung ist dies aber nur die Illustration der Vergangenheit, in der mächtige Männer bei Tageslicht wenig kluge Dinge machten, zu ihrer Überraschung öffentlich aufflogen und sodann jemanden brauchten, der alle Wogen des unversehens stürmischen Daseins zu glätten in der Lage war. So etwas kommt immer raus, das wird immer Gespräch des Ortes, und da ist es famos, wenn es einen langen, hageren Anwalt mit langer Familientradition gibt, der das weiss und andere Sichtweisen in Umlauf setzt. Ich bin mir sicher, dass in jenem kleinen Dorfe bis heute die Mär geistert, dass die Reparatur der S-Klasse so lang wie der Urlaub des Veterinärs – gegönnt sei es ihm, unserem prominenten Mitbürger! – gedauert habe, und ein Neukauf am Ende nur an den langen Lieferzeiten der S-Klasse scheiterte. Vom Richterspruch so weit entfernt wie meine Erzählung, nur in die andere Richtung – dorthin lenkte der kluge und allseits beliebte Herr Rechtsanwalt auch nach dem Prozessende die Spekulationen.

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Seitdem hat sich aber mit all den anderen Verschiebungen des Konservativismus ein gewisses Unrechtsbewusstsein in besseren Kreisen herausgebildet. Heute würde niemand mehr öffentlich über Steuerhinterziehung sprechen. Freundschaftliche Auftragsvergabe ist jenseits der grossen SchwabenzZüge und Atomstromleitungen deutscher Politik kein Thema für die Öffentlichkeit, dem Alkohol und schlimmeren Dingen wird massvoll, wenn überhaupt, zugesprochen, und die Kinder solcher Familien werfen auch nicht mehr gleich nach der Schule die Bierflasche in die Schaufensterscheibe und rufen dabei den geliebten Führer Mao an. Sie kaufen erst mal Dosenbier bei einem Supermarkt, glühen vor, lassen einen Freund im Alter über 18 drei Flaschen Wodka kaufen, und diese Flasche wird dann am frühen Morgen als Mutprobe gegen Glas ausprobiert, hinter dem das Konsumgut funkelt. Je teurer, desto besser. Man ist ja seinem Ruf verpflichtet und macht das nicht in den schlechten Vierteln. Letzthin wieder hier in der Strasse geschehen und nicht unbemerkt geblieben, und es ist überflüssig zu sagen, dass alles natürlich nach der ordnungsgemässen Festnahme ordnungsgemäss die Runde machte, Geschichten könnte ich hier erzählen, also, das ist bei denen nämlich so, weil der Vater, wissen Sie noch nicht?

Also, abgesehen von allem anderen wurde hier gemäss der Tradition der Prominentenanwalt eingeschaltet, der mit den guten Drähten und den vernünftigen Erklärungen. Der Mann, den man kennt, und den man auch Nachts um Drei noch bemühen kann. Sag nichts, sagt er dem berauschten Kinde, man wird das schon irgendwie erklären können, ist ja nur Glas. Aber dennoch ist da die Aufmerksamkeit, das wachsame öffentliche Auge, das dergleichen nicht wirklich schätzt und schon gleich gar nicht, wenn es nicht irgendwelchen Anderen anzulasten ist, sondern Fleisch vom eigenen Fleische. Und so stellt sich die Frage, ob die klassische Antwort, die früher im Öffentlichen noch ihre Berechtigung hatte, in Zeiten wie diesen und bei Vergehen der Postmoderne wirklich noch angemessen ist. Denn wenn jeder jeden kennt, kann man Informationen als Anwalt steuern – aber nicht zurückhalten. Dafür ist man selbst zu bekannt.

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Und so wäre vielleicht genau das Gegenteil eine wünschenswerte Einrichtung: Ein Anwalt, der zwas funktioniert, wie ein Prominentenanwalt, der jederzeit erreichbar ist und Sinn und Verständnis für die besonderen Wünsche der Klientel hat, aber auch mehr kann, als gefallene Söhne und Töchter bei minimierten Schaden in der öffentlichen Meinung heraushauen. Jemand, der gerade nicht in die interessierten Kreise involviert ist, jemand, bei dem man sich nicht an fünf Fingern abzählen kann, welchem Clan welches Unglück wiederfahren ist. Ein Herr, geschätzt und allert bei Gericht, aber gleichzeitig nicht auffallend, nicht mit lauter Gattin gesegnet, kein Honoratior, sondern einfach eine effiziente Funktion mit möglichst wenig Profil. Und wenn dann etwas passiert, und eine Ahnung die Runde macht, ist wenigstens nicht mehr Information unterwegs, als unbedingt sein muss. Das Angenehme an Reifenschlitzereien, Drogenbesitz und Sachbeschädigung ist ja, dass es keinen fundamentalen Widerspruch zu einem gesitteten Betragen bei Tage gibt. Wenn so etwas die Runde macht, können es viele gewesen sein. Erst ein lauter, bekannter Anwalt macht die Sache gross, die er dann klein machen muss.

Mit so einem Unprominentenanwalt könnte man auch hervorragend eine Lücke schliessen zwischen all den kleinen, durchaus fähigen, aber mit der Delikatesse solcher Spezialanforderungen nicht erfahrenen Anwälten in Wald und Wiese, und den grossen, alten Familien der Gesetzesbiegung. Die steigende Neigung der Jugend zum Alkohol, die Freude am Vorglühen und die Notwendigkeit, sich mindestens wie die Rapper im Musik.TV zu benehmen, schafft zunehmend mehr Arbeit, weil die Besitzenden in den Innenstädten weniger Verständnis zeigen. Es gibt Überwachungskameras und Bürgervereinigungen, wachsame Augen und schnelle Telefonate, und hier sehe ich dann auch gute Chancen für all jene Nachwuchsjuristen, die diese meine Schicht zeitigt: Wenig erfolgreiche, eher aus Desinteresse die Juristerei studierende NichtBWLseinwoller, mit durchaus guten Manieren, aber ohne jede Chance in einem veränderten und globalisierten Berufsbild mit Law Firms und Profit Centern. Es ist leichter, eine Scheibe einzuwerfen, als einen stillen Anwalt Nacht um Drei zu bekommen. Das ist eine eindeutige Marktlücke für Junganwälte und die Rettung für so manche heile Familienvortäuschung. Zumindest so lange, bis man hinreichend erklären konnte, warum für den eigenen Nachwuchs die Schulen hier zu kaputt und verblödet sind, und man nun die Hilfe einer Privatschule für unumgänglich hält.

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So kommen sie denn auch über das Abitur, durch das Studium, fangen sich vielleicht oder erben wenigstens ordentlich, machen wieder einen kleinen Fehler hier und eine Trunkenheitsfahrt da, aber sie wissen es ja: Es gibt jemanden, den sie immer anrufen können, der immer da ist, wenn etwas passiert, und der es versteht, im Hintergrund zu bleiben. So werden aus Problemkindern geschätzte Stammkunden. Wir sind einen langen Weg von der öffentlichen Hinrichtung über den Pranger und Prozesse bis zur überlasteten Justiz gegangen, die auch froh ist, wenn sie solche Zwischenfälle irgendwie beiseite legen kann, vergessen, abschliessen – und dafür wird man abschliessende Funktionsanwälte brauchen, die still und sanft agieren, wie es dem Geist der Zeit entspricht, dezent und ruhig wie der Dieb in der Nacht, auf dass niemand etwas merke oder gar zu vergleichen weiss, was die Gattin des Anwalts einerseits und die Tochter des Verurteilten andererseits zu erzählen wissen. Wenn, wie vor nicht allzu langer Zeit, mal wieder wegen Luxemburger Fonds Akten in Dienstfahrzeuge geschleppt werden, ist das genug Aufregung für dumme, kleine Städte an der Donau und anderen trägen Flüssen dieses Landes.

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154 Lesermeinungen

  1. Max S. aus M (52)....
    Max S. aus M (52).

  2. Du lieber Himmel! Mal aus...
    Du lieber Himmel! Mal aus Berlin gefragt: Gibt es denn keine idealistischen Sozialarbeiter mehr, die dem missratenen Nachwuchs einer Stadt an der leicht verblödeten Donau (oder so ähnlich) auf die Sprünge helfen können? Oder könnte man den Nachwuchs nicht Berlin schicken? Wir kriegen hier extra Entschädigungszahlungen aus den reichen Bundesländern für die fachgerechte Betreuung solcher Kandidaten. (1. Mai in Kreuzberg und so…) Also her mit den kleinen Aufbegehrern!

  3. Klasse! Mal wieder eine...
    Klasse! Mal wieder eine richtige Geschichte!

  4. wunderbare bilder.
    der...

    wunderbare bilder.
    der dreigroschen, äh, -güldenschoppen – sehr schön!

  5. Ich habe es leider nicht...
    Ich habe es leider nicht verstanden!

  6. '...was die Gattin des Anwalts...
    ‚…was die Gattin des Anwalts zu erzählen weiss‘, hat mir besonders gut gefallen. Ich selbst halte mich daran, dass sich nicht nur gute Anwälte an ihre Schweigepflicht halten, sondern auch gute Klienten.

  7. Interessante Etiketten. In der...
    Interessante Etiketten. In der Tat. (Sage ich mit einem Cahors im Glas).
    Komisch. Ich war auch so ein recht übermütiger Sohn aus gutem Hause, habe allerdings nie einen Anwalt gebraucht, außer um mit ihm gemeinsam zum Trinken oder Fußballspiel oder eher zwangsläufig beidem zu gehen.
    Hatte ich nur Glück? Oder sind wir da bei uns anders?

  8. Frueher, sehr viel frueher,...
    Frueher, sehr viel frueher, als ich bei der Beurteilung meiner Mitmenschen noch recht unsicher war, hatte ich eine sehr gute Pruefmethode: Ich ging mit den Leuten einen Trinken. Die Erlebnisse bei diesen geselligen Gespraechen praegten mein spaeteres Verhaeltnis zu diesen Personen. Gilt eigentlich heute noch. Nur ist mein Bedarf an Neuerwerbungen stark gesunken.
    .
    Jungs und Maedchen, plus deren Eltern, haetten in den oben geschilderten Faellen bei mir keine Chance mehr gehabt. Gelegentliche Gnadenerweise natuerlich nicht ausgeschlossen.
    (Sagt ein gemuetlicher Saeufer und Schwaetzer)

  9. Herrliche Geschichte!
    Könnt'...

    Herrliche Geschichte!
    Könnt‘ glatt aus meinem alten Kaff sein…
    .
    @ Don Fernando
    Ist doch ganz einfach: Don hat eine feudale Geschäftsidee für verarmte Juristen.
    Ein Hauserl für den missratenen Teil des Clans, ähm ein unauffälliges graues Hausanwältchen, das man zu seltsamsten Stunden herausklingeln kann :-) . Zu bescheidenem Salär, versteht sich. Am besten man hält sich so ein Wesen stand-by mit Leuchtled in der fernen Gesindekammer. Ausgang nie am Wochenende, dann da braucht man ihn pfeilgrad besonders oft.

  10. Und wer hat erst recht wieder...
    Und wer hat erst recht wieder geflucht, als er vom Rücksitz der S-Klasse sich wieder in das karge Golf- Fauteuil quetschen musste, womöglich erst nach Umlegen der Rücklehne des Vordersitzes?

  11. So wie einige gewiefte...
    So wie einige gewiefte Stützen in den Puff der Nachbarstadt fahren, um jegliches Gerede von vornherein auszuschließen, könnte man auch daran denken, von dort einen Anwalt zu mandatieren. Oder erst recht aus Frankfurt. Dort soll es von beidem die besten Adressen geben.

  12. Noch sind einige der Alten am...
    Noch sind einige der Alten am Werke, bevor dann die Jungen auch dieses Ruder ganz übernehmen: Erst kürzlich geschehen in der Umgebung hier in einer ganz kleinen, ganz dummen Stadt – der Provinzfürst (ehemaliger Minister!) arbeitet „ehrenamtlich“ für einen Verband (ca. 30000 Euro „Aufwandsentschädigung“), da dies aber seiner Meinung nach nicht hoch genug honoriert wird, läßt er sich seine Silberhochzeit (nicht im ganz kleinen Kreis!) verdeckt bezahlen (ich glaube, es wurde unter „Baumaßnahmen“ deklariert. Da half auch kein Familienanwalt und kein Parteiklüngel mehr – jetzt sitzt er zu Hause ganz ohne Ämter und ist beleidigt, weil das „Volk“ seine Verdienste nicht honoriert.
    Vielleicht dann doch lieber ab und zu mal einen Spiegel abtreten!

  13. HansMeier555, der Max S. hatte...
    HansMeier555, der Max S. hatte weniger gute Anwälte als vielmehr eine gute Landesregierung, die genau das richtige in den Weg des Prozesses schob.
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    yast2000, ich bezweifle, dass das bei denen was bringen würde. Für den Anfang wäre eine Alkoholrestriktion schon was Feines. Das Elend hier ist ja, dass es für sowas keinerlei soziale Gründe gibt, das ist reine Lust an der Zerstörung.

  14. colorcraze, gern...
    colorcraze, gern geschehen.
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    vert, das ist eine 75er Rheinweinflasche (noch voll), die ich aus Sentimentalität bewahre. Vielleicht ist man in hundert Jahren froh, so etwas überprüfen und die Schadstoffe und das Glycol messen zu können

  15. Don Ferrando, grob gesagt geht...
    Don Ferrando, grob gesagt geht es um die Ablösung des sog. Prominentenanwalts durch stillere Formen der Behebung von Rechtsproblemen, und das dafür nötige Personal, weil nichts mehr so ist, wie es einmal war.
    .
    Der Tiger, Schweigepflicht ist ein dysfumktionales Konzept, wenn alle darüber reden. Natürlich stellt sich kener hin und sagt: Ich breche meine Schweigepflicht. Aber man kann ja dafür sorgen, dass etwas anderes die Runde macht.

  16. schusch, ich bekomme diese...
    schusch, ich bekomme diese Wandlungen in der Altstadt ja durchaus mit, was die Häufigkeit von Vandalismus, Schlägereien etc. angeht. Und das hat in den letzten 10 Jahren nachweislich zugenommen. Und fast immer ist Alkohol im Spiel. Lange wurde das bei uns in der Stadt von den Verantwortlichen kleingeredet und beschwichtigt, aber jetzt haben wir den ersten Toten einer Messerstecherei in der Altstadt, nach ein paar anderen Fällen, in denen die Oper knapp überlebt haben. Aber was tut die Stadt nicht alles zum Schutz der Wirte und deren Umsatz.
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    Filou, in vino veritas, aber ich sitze da ohnehin nur da und mache ein saures Gesicht. Nichts gegen ein paar Gläser Wein, aber Betrinken ist gar nicht mein Ding.

  17. Vroni, ich glaube, jedes Kaff...
    Vroni, ich glaube, jedes Kaff hat solche Leute.
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    hansgeier333, mir war das damals insofern egal, als sich meine Bekanntschaft mit dieser Tochter aus diversen Gründen langsam dem Ende zuneigte, und ich andere Personen durch die Lande kutschierte.

  18. @Don – Sie haben natürlich...
    @Don – Sie haben natürlich Recht, besagte Anwälte brechen nicht die Schweigepflicht, sondern setzten nur eine Gegenmeinung in Umlauf. Sehr amüsant wird es, wenn die in die Gegend gesetzte Meinung die ist, dass sie meine Anwälte wären, und die besagten Anwälte so prominent sind, dass keiner auf die Idee kommt, sie nach meiner Vollmacht zu fragen.

  19. Heimatschwank:
    Gsoffen ham...

    Heimatschwank:
    Gsoffen ham heit wieda, ois so Buaschn wiar i. Den Haller Loisl hots dabatzt, die oame Sau. Hi is hi. A geh loss mi, i wead doch m- mein Sch- sch-schepe-zi no-nach-nacha no no hoam f-fo-foan der-fa derfa. Dea H-Ha-Haider hots a no hi-hi-hi kri-kriagt, p-po-post m-mor-mortem.

  20. @DA
    Nach Ihrem letzten, sehr...

    @DA
    Nach Ihrem letzten, sehr nachvollziehbarem Beitrag über S21 nun auch noch das:
    „Seitdem hat sich aber mit all den anderen Verschiebungen des Konservativismus ein gewisses Unrechtsbewusstsein in besseren Kreisen herausgebildet.“
    Kann es sein, dass die Globalisierung die ehemals mächtigen, (und zumindest in ihrem jeweiligen Dorf) über dem gewöhnlichen Volk stehenden „hohen Tiere“ in weiterhin wohlhabene, aber ansonsten sehr gewöhnlich-kleinliche, moralinsaure Kleinbürger verwandelt hat?

  21. Ach ja, so ist es , so war es...
    Ach ja, so ist es , so war es schon immer und so wird es immer bleiben. Sehr poetisch übrigens der Schluß, erinnerte mich an die Don Camillo Romane, und langsam floß der Po dem Meere zu, Geschichten könnte er erzählen ….

  22. so kommt zusammen, was...
    so kommt zusammen, was zusammengehört: Advocaat und Advocard.

  23. Don. Ein Anwalt diskret und...
    Don. Ein Anwalt diskret und umsichtig agierend wie ein Butler?
    Gibt es ein Beispiel hierfür in der Literatur?

  24. V@: Kostenlose Recherche bez....
    V@: Kostenlose Recherche bez. Ihrer o. a. Anfrage: Nein, gibt es nicht.
    Können Sie Frage ev. neu formulieren?

  25. Lit.-Nachweis e.V.@:...
    Lit.-Nachweis e.V.@: Nachdenken hilft auch (manchmal).
    Bei Dorothy L. Sayers gibt es im Umfeld von Lord Peter Wimsey einige, zumeist pompös auftretende Anwälte, aber auch einen älteren Herrn mit den geforderten Qualitäten. Dessen Name will mir jedoch gerade nicht einfallen. (Der Name des Butlers hingegen schon.) Ich werde wohl nachschauen müssen…

  26. Nur für den Fall, dass es...
    Nur für den Fall, dass es jemanden interessieren sollte, der Name des Butlers ist Bunter.

  27. V@:Das wird ja immer...
    V@:Das wird ja immer bunter….Übrigens Bunter was?
    p.s.: Sollten Sie einmal Rat benötigen wir könnten Ihnen, ganz diskret natürlich….
    http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EF494F37AC74D405EA37F674968A1CBC4~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  28. In irgendeinem...
    In irgendeinem zurückliegendem Blog haben wir mal das Thema Hausfreund diskutiert. Meiner Erfahrung nach sollte man immer auch einen Richter unter seinen Hausfreunden haben. Anders als der Familienanwalt, denkt ein Richter nicht von Berufs wegen automatisch an Profit, der für einen Anwalt bei einem lukrativen Kompromiss herausspringt – allerdings auch nicht automatisch an die notwendigen Nerven und Geldpolster, die man braucht, um einen im Interesse seines Berufstands geführten langwierigen Prozesses durchhalten zu können. (Donna Laura, bevor sie fragen, der Name meines Richterhausfreundes ist Michael- aber es sind nicht die Bundesverfassungsrichter Dr. Michael Gerhardt oder Prof. Dr. Michael Eichberger)

  29. Anwaltswerbung auf dem...
    Anwaltswerbung auf dem Bierdeckel?

  30. wer "Nonchalonce" statt...
    wer „Nonchalonce“ statt „Nonchalance“ ist nicht mehr als ein Parvenü!

  31. Bei Tom Sharpe gibt es so...
    Bei Tom Sharpe gibt es so einen Anwalt in „Familienbande“ / „The Throwback“. Der räumt still und leise hinter dem grenzdebilen und schießwütigen Romanhelden auf. Nach dem Namen muß ich erst blättern. Aber vielleicht hat hier jemand ein besseres Gedächtnis.

  32. Der zerbrochene Manfred...
    Der zerbrochene Manfred

  33. @DA: in echten Westviertel...
    @DA: in echten Westviertel „machte man soetwas nicht“.
    Falls doch mal jemand aus der Spur geriet, hatte man immer einen diskreten Vetter mit gediegener Kanzlei in der Familie.
    .
    Prominentenanwälte sind ja eigentlich erst zusammen mit den „Promis“ entstanden.
    .
    @Vroni: der verarmte Jurist ist deshalb verarmt, weil er nicht gut ist in seinem Metier. Er wird dann auch kaum mit der von Ihnen vermuteten Geschäftsidee Erfolg haben.

  34. Lit.-Nachweis e.V.@: Den...
    Lit.-Nachweis e.V.@: Den Artikel der sonst sehr geschätzten Frau Diener habe ich mit mäßigem Interesse gelesen – ist nicht meine Welt. Aber was für ein Foto! Was für eine Frisur! Die beste Ehefrau von allen würde sofort selbst zur Schere greifen…

  35. In manchen Demokratien werden...
    In manchen Demokratien werden die Sheriffs und Staatsanwälte vom Volk gewählt. Das spart Anwaltskosten.

  36. V: Hat man einen diskreten und...
    V: Hat man einen diskreten und umsichtigen Buttler (wie, räusper, Jeeves), braucht man keinen Anwalt.

  37. @ Don Fernando
    Advokaten...

    @ Don Fernando
    Advokaten verarmen bereits deshalb, weil sie sich gegenseitig auf die Füße treten. sprich: Es gibt zu viele davon, was Ihnen bekannt sein dürfte.
    .
    Noch kein Wort von „nicht gut im Metier“, wenn diese nach dem Studium ihre PS gar nicht erst auf die Straße bringen können. Wenn Sie verstehen, was ich meine.
    (Vermutlich verstehen Sie jedoch nicht und werden wie viele andere auch nach wie vor glauben, Leute seien deshalb schlecht im Job, weil sie mal arbeitslos waren oder am Anfang nicht genug Mandanten hatten. Korrelation mit Kausalität verwechseln.)

  38. @DA mit dem üblichen D I S C...
    @DA mit dem üblichen D I S C L A I M E R, aber wir sollten auch sehen, was die rechten Katholiken denken, so ungefährlich ist das nicht.
    Ihre Idole schaffen es sogar auf Bschofstühle
    http://www.kreuz.net/article.12060.html

  39. Lieber Don,
    wollen Sie nicht...

    Lieber Don,
    wollen Sie nicht einfach mal die IP-Nummern der pseudonymen Kommentatoren hier veröffentlichen?
    .
    Der Pappa wird’s schon richten.

  40. Dieses spezifische Thema, das...
    Dieses spezifische Thema, das gerade hochschwappt, würde ich wegen der begrenzten Sauberkeit gerne aus diesem Blog heraus halten.

  41. HansMeier555@:Wir sind schon...
    HansMeier555@:Wir sind schon immer verantwortungsbewusst für demokratische Offenheit eingetreten, geradezu unser Geschäftsprinzip. Darf ich Ihnen unsere …. Verzeihung ich werde gerade dringend benötigt.

  42. ein klassiker...
    ein klassiker …
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=hTS6-lt9UBo

  43. Chalonce. Grad mit Fleiss....
    Chalonce. Grad mit Fleiss. Lieber ein Snob als ein Pedant.

  44. Don Ferrando, das Problem in...
    Don Ferrando, das Problem in solchen Städten war, dass es früher nur wenige Anwälte gab (die Schwemme kam erst mit der Globalisierung) und der Beruf oft auch Familiensache war. Einer „der“ Notare hier macht das jetzt in der fünften Generation, während ich ja eher aus der Art geschlagen bin.

  45. lieber Der Tiger, ich finde,...
    lieber Der Tiger, ich finde, der don hat genial die beiträge nebeneinander gestellt: nun, mein hausfreund ist anwalt. zufall!
    .
    der richter ist dann der jüngere, nicht wahr? der ältere hat es ja mit raumfahrt, wenn ich mich korrekt – doch vage – erinnere.

  46. Nun, im Falle dieses...
    Nun, im Falle dieses Qualtinger-Liedes, das Hansmeier555 verlinkt hat, hat der Papa es ja gerade nicht vollumfänglich richjten können. Ausserdem ist Bayern zwar mindestens so schlimm wie Österreich bei solchen Sachen, aber Österreich, das ist schlimmer als der Balkan.

  47. Es liess mir keine Ruhe,...
    Es liess mir keine Ruhe, gohappy machte ich mir zu eigen. Seien/bleiben Sie mir trotzdem gewogen, zumindest manchmal. Bin halt ein snobistischer Pedant, grad wie´s kommt.
    nonchalance (f,n) = Sorglosigkeit, Unbekümmertheit übersetzt im dicken Langenscheidts (Papierausgabe), extra pedantisch nachgeblättert. Dagegen chalon (m) = Schleppnetz ohne ce am Ende. Des weiteren: Fleiß = (f)application, (f)assi-duité,(f)diligence.
    Recht muß (dennoch) Recht bleiben (im Sinne Ihrer obigen Thematik gemeint).

  48. gohappy@. Parvenü? Wenn...
    gohappy@. Parvenü? Wenn schon, denn schon parvenu (m) = Emporkömmling.
    Alle Teilnehmer, Sie inbegriffen, sind zumindest hier im Blog angekommen ;-) Bon jour miteinand. Empor kommt frau/man ggf. in den Himmel. Gwiss is des net.

  49. Schöne Idee,

    nur sind solche...
    Schöne Idee,
    nur sind solche Mandanten die reine Hölle. Da ist jedes Kinkerlitzchen eine Katastrophe und sie sind ja sowieso der Mittelpunkt der Welt.
    Und es ist mit DDR und Freisler vergleichbar, wenn der Richter tatsächlich den Lappen einzieht oder die Garage wirklich so nicht gebaut werden darf, wie man es den polnischen Schwarzi schon längst hat machen lassen.
    Aber schöne Idee

  50. donna laura@: Nun seien Sie...
    donna laura@: Nun seien Sie doch nicht so pedantisch, ein ami de la maison = tenendo = cicibeo (s. u. Casanova)ist ja schliesslich so etwas wie ein assistant in absence.
    Soweit mir bekannt, ein sehr geehrter Beruf, auch für Anwälte & andere Juristen, gewissermaßen als Zweit-schaase.

  51. Das Thema resp. Wort hat es...
    Das Thema resp. Wort hat es doch in sich. Zuallererst: Es müßte „cicisbeo“ heißen.
    Da beißt der Pedant sein Quentchen von ab. Zur Illustration und Begriffbestimmung nachst. Link erbitte ich devotest um Zulassung & Freischaltung.
    Vielleicht wäre das ja auch eine Möglichkeit nach den Kriterien des Bologna-Prozesses sein MA of fine arts im Zuge von gender studies zu machen?
    http://amroemsten.blogspot.com/2009/02/die-verabredung.html

  52. Butler werden in UK häufig...
    Butler werden in UK häufig nur mit dem Nachnamen angesprochen ( also Bunter und nicht James, James sagt man als Freund der Familie zum in den einfachen Adelsstand erhobenen Hausherrn – „Sir James“ nur beim vorgestellt werden wenn überhaupt).
    Der Vater eines Freundes meiner Mutter war der letzte Lord, der in einem Kriminalfall ( KFZ-Unfall mit Todesfolge) aufgrund seines Geburtsrechtes an das Oberhaus appellierte, so dass sein Fall da verhandelt werden musste. Man kann das und das Ergebnis nachlesen im Netz. Die Standesgenossen rümpften eher die Nase.
    Da war merry old England sehr unbairisch.

  53. Herrjeh !
    .
    Man bekommt...

    Herrjeh !
    .
    Man bekommt heutzutage einfach kein gutes Pesonal mehr …

  54. Wenn hier schon die Links...
    Wenn hier schon die Links purzeln… ich betrachtete seit Tagen ein Opernplakat mit Interesse (der Zug in der U-Bahn brauchte noch 2 Minuten): Don Giovanni mit Spitzenmaske. Das 5. Bild:
    http://www.welt.de/kultur/article9435129/Wie-Opernmuffel-Joop-goldene-Opern-Helden-mimt.html

  55. Ah ja, in England ist es nun...
    Ah ja, in England ist es nun soweit. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,724248,00.html

  56. Bei der Anwaltsdichte...
    Bei der Anwaltsdichte bezweifle ich, dass es Anwälte gibt, die um drei Uhr nachts nicht ans Telefon gehen. Insofern befürchte ich, dass die vorgeschlagene Berufsniesche existiert bzw. schon besetzt ist.
    Wobei ich letztens einen Anwalt kennengelernt habe, der bundesweit tätig ist und ausschließlich Sprayer ( für die vürnehmen frankophilen Damen und Herren hier: Farbsprühdosenbenutzer) in Strafsachen vertritt. Das nenne ich Niesche.

  57. @prince Matecki
    Nun, das war...

    @prince Matecki
    Nun, das war dann doch wirklich zuviel der Öffentlichkeit.
    Klar, dass sich seine Standesgenossen keine Blöße geben wollten.
    Dann doch lieber der unglamuröse, aber geschmeidige Anwalt, der, wenn sonst nichts mehr hilft, den Strafbefehl aushandelt.

  58. Bei Promis mit nicht...
    Bei Promis mit nicht öffentlich bekannten BTM-Problemen längst Standard, wegen „Vorbildfunktion“ etc. Es gibt sie also!

  59. Denn mit solchen Advokaten ist...
    Denn mit solchen Advokaten ist verkaufen und verraten…

  60. colorcraze@: Je nun, the party...
    colorcraze@: Je nun, the party is over. Merry old germany steht lt. FAZ mit verdeckter Staatsschuld von locker 6,7 Billionen Juros genauso bekleckert da. Da is nix mehr mit jutem Hauspersonal, es muß das Westviertel-Hausmütterchen zukünftig wohl notjedrungen drauf verzichten lernen.
    http://www.faz.net/s/Rub39FE5DC3DA3D4263B170073294990A3A/Doc~E2B43BE07213F4269947D0235F3839E27~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Refjur@: germanophil gesehen heißt es m. E. „Nische“.

  61. Vielleicht eine libysche...
    Vielleicht eine libysche Anwaltskanzlei wählen?

  62. @JvdP - ja das war noch kurz...
    @JvdP – ja das war noch kurz vor WK2, da gab es noch kein Fernsehen, die Zeitungen im UK waren auch noch gemäßigter, also die Wellen in der Öffentlichkeit hielten sich in Grenzen. Ich vermute fast, der Gegensatz zwischen Adelsstolz und dem Willen uralte Privilegien zu behaupten und der tatsächlichen Familiengeschichte der Familie im 18. und 19. Jahrhundert war ursächlich für das Naserümpfen.

  63. Zu Don’s Alkoholgeschichte...
    Zu Don’s Alkoholgeschichte fiel mir auch eine ein. Vor vierzig Jahren sollte ich an einem Dezembersamstag mit meinem Vater in Frankfurt Weihnachtsgeschenke einkaufen gehen. Wir kamen aber nicht viel weiter als bis zum Chinesischen Restaurant hinterm Frankfurter Hof. Da ließ sich mein Vater erschöpft in die Kissen fallen und berichtete. Am Abend zuvor hatte das Weihnachtsfest der Stadtverordneten des kleinen dummen Dorfes stattgefunden. Traditionsgemäß wurde zu diesem Anlass auch die Polizei mit mehreren Kästen Wein beschenkt. Der neue Stadtverordnetenvorsteher aber hatte beschlossen, dass dies eine Verschwendung sei, denn die Polizei sei jetzt dem Land unterstellt. Alle tranken mehr als reichlich und als sie aufbrachen fuhren sie direkt in die Arme der Polizei, die ja nichts zu trinken gehabt hatte. Wie später herauskam, verlor zumindestens einer der größten Mäuler in der lokalen Politik seinen Führerschein für sechs Monate. Mein Vater wurde nicht erwischt, denn er trank noch als die ersten Erwischten von zu Hause aus ihre Kollegen warnen konnten. Irgendwohin zu laufen, waren die Honoratioren damals überhaupt nicht gewohnt; nun mussten sie es. Und mein Vater – ein Kavalier alter Schule – fühlte sich auch noch verpflichtet, eine der wenigen Damen nachts zwischen zwei und drei nach Hause zu begleiten. So saß er nun vor mir, verkatert, erschöpft und missmutig – wie sonst nur meine halbwüchsigen jüngeren Brüder.

  64. @Plindos: ach, der große...
    @Plindos: ach, der große Auszug des Hauspersonals war nach WK1, sonderlich viel dürfte es in der Zwischenzeit nicht mehr gegeben haben.

  65. Angeblich bringt die...
    Angeblich bringt die Juristerei viel Prestige und man kann was werden. Zum Beispiel Politiker, Parteibonze, Wirtschaftskanzeleiangestellter. Oder Richter, wegen dem Beamtenstatus natürlich. Wenn es dafür nicht reicht, geht Rechtanwalt immer. Seit es die staatlich festgelegte Gebührenordnung gibt, bekommt man sein Geld auch bei völliger Inkompetenz und Faulheit gesetzlich garantiert. Was auch immer, Hauptsache Jurist. Hauptsache Geld und Prestige.
    Dennoch, ca. ein Drittel aller Anwälte bringt es mit Ach und Krach gerade mal auf Einnahmen nahe dem Sozialhilfeniveau. Das muss gar nicht mal an deren Qualifikation liegen. Sondern weil es schlicht zu viele Juristen gibt.
    Auf den Gedanken, ein Unprominentenanwalt zu werden, kommen die wenigstens. Selbst wenn, wissen die meisten garantiert nicht wie dieses Geschäftsmodell Erfolg bringt. Jedenfalls kenne ich keinen, der sich als Dienstleiter versteht.
    Solange Anwälte nicht das Risiko ihrer Klienten mittragen müssen, können sie inkompetent und faul bleiben. Kleinkariert allemal.
    Wenn man das als Bürger einmal verstanden hat, dann kommt man vor den Zivilgerichten viel besser ohne die aus.

  66. @prince Matecki
    Wie wäre die...

    @prince Matecki
    Wie wäre die Sache wohl ausgegangen, wenn es sich nicht um einen banalen Unfall, sondern um ein Duell unter Ehrenmännern gehandelt hätte?

  67. Das 20. Jh. wird als düstere...
    Das 20. Jh. wird als düstere Übergangszeit in die Geschichte eingehen, wo man sich aus irgendwelchen Gründen nicht mal mehr Hauspersonal leisten konnte.

  68. @MaikTrommer
    .
    aus eigener...

    @MaikTrommer
    .
    aus eigener ERfahrung weiss ich, dass es sie tatsächlich gibt: Anwälte, die kompetent und zuverlässig sind, zahlreiche Prozesse gewinnen und dabei keine Reichtümer anhäufen. Gerade so im Bereich Mietrecht. Aber gut, die fungieren nicht noch nebenher als PR-Agenten.
    .
    (Warum es vorkommt, dass grosse private inhabergeführte Berliner Immobilienfirmen regelmäßig mit offensichtlich inkompetenten Anwälten zusammenarbeiten, ist eines dieser unlösbaren Rätsel. Offenbar gibt es auch unter Hausbesitzern Fanatiker wie Andreas Baader, für die die vollkommene Identifikation mit den Zielen der Bewegung unbedingten Vorrang hat vor dem Prozessergebnis.)
    .
    Zum Wetter…

  69. @MaikTrommer: Anwälte...
    @MaikTrommer: Anwälte verdienen nur Geld, wenn sie Mandanten haben. Und die wachsen nicht auf Bäumen.

  70. donna laura, warum wundert es...
    donna laura, warum wundert es mich nicht, daß Ihr hausfreund jetzt auch noch anwalt ist…?

  71. @Isidorus
    Manchmal fahren sie...

    @Isidorus
    Manchmal fahren sie besoffen gegen einen solchen.

  72. Nach schwerer Deadlinitis bin...
    Nach schwerer Deadlinitis bin ich wieder unter den Lebenden.

  73. Der feine Unterschied ist,...
    Der feine Unterschied ist, wenn man seine Dinge ohne Anwalt regeln kann.
    Siehe hier:
    http://erggertshofen.blogspot.com/2008/10/es-gibt-tage-denen-ich-keine-1000-mark.html

  74. Relaxez-vous, DA. Remember,...
    Relaxez-vous, DA. Remember, tomorrow is POETS‘ Day (Push Off Early, Tomorrow’s Saturday)

  75. Jaja, ich weiss. Heute Nacht...
    Jaja, ich weiss. Heute Nacht schreibe ich noch etwas Böses entweder über Deutschland (Punktesystem für die Integration in die bessere Gesellschaft) oder England.

  76. @Maik Trommler:
    Man lernt bei...

    @Maik Trommler:
    Man lernt bei der Juristerei auch, daß wegen den Genitiv regiert. Und kommen Sie mir jetzt nicht mit dem Duden!
    .
    Nur soviel zum Thema „Risiko mittragen“: Haben Sie schon mal von Regreßprozessen gene Anwälte gehört?
    .
    Zu Ihrem letzten Absatz empfehle ich Ihnen, sich fachkundig über § 78 ZPO beraten zu lassen.
    .
    @omnes
    Bei den Juristen ist es auch nicht anders, als bei Metzgern, Hausverwaltern oder Bloggern. Es gibt gute und schlechte.

  77. Ja Respekt, ist das die...
    Ja Respekt, ist das die Bestandsaufnahme des Leerguts der während des Schreibens verklappten Rebensäfte? Hollaröhdullioh!

  78. Nein, das ist nur für die...
    Nein, das ist nur für die Gäste, ich trinke nur Tee.

  79. Die armen Gäste....
    Die armen Gäste.

  80. DA. Punktesystem für die...
    DA. Punktesystem für die Integration in die Bessere Gesellschaft.
    N.B. Integrationswillige die Ausländer sind, müssen unbedingt einmal im Brenner Park Hotel einen Aufenthalt gemacht haben.

  81. Ich präzisiere: Nur die...
    Ich präzisiere: Nur die Flaschen ab 2002 sind für Gäste, die ganz alten Dinger sind nur Gaudi. Und besseren Traubensaft wird man kaum finden!
    .
    fionn, ich habe da ein paar ganz bööööööse Ideen, wie man das machen könnte (und dafür sorgt, dass keiner reinkommt).

  82. @Hartmut – Den Satz ‘Der...
    @Hartmut – Den Satz ‘Der feine Unterschied ist, wenn man seine Dinge ohne Anwalt regeln kann’, habe ich schon dutzendmal gehört. Oder auch ‘In unseren Kreisen führt man keinen Rechtsfall gegen die Regierung’, womit natürlich implizit gemeint ist, in unseren Kreisen gehört man dazu und sahnt mit ab. Aber wenn man im weiteren Familienkreis sowieso schon zur persona non grata geworden ist, kann man mit solchen Sprüchen lächelnd umgehen.

  83. Mich würde ja brennend...
    Mich würde ja brennend interessieren, von welcher kleinen Stadt an der Donau Don Alphonso da immer spricht…

  84. Mich auch!...
    Mich auch!

  85. nua 1000.- märker (i. w.) am...
    nua 1000.- märker (i. w.) am tach vadient?
    wenn denn ebbe is, nech,un däa fask gaanz weit drausßen sschwimmen tut, denn mußte do frrrüh rauss ausse plünnen un jim nachssßpüan, nech.

  86. Hutzeputz@: Hassu koine...
    Hutzeputz@: Hassu koine aahnung nich vonn, dat isse gaaanz noamale betriebsßtoff,
    nech, ümm kella hat de dschunge noch mea von, kanne nich vonn ab, nech. sonss kanne nich bloggen, nech.

  87. DA. Je böööööser, desto...
    DA. Je böööööser, desto besser. Ich frage mich schon, wieviele Punkte muss man/frau punkten, damit man/frau nicht reinkommt?

  88. MargrafVon Burgau, es ist die...
    MargrafVon Burgau, es ist die toleranteste, weltoffenste und gescheiteste Stadt Bayerns, Heimat der größten Moschee dieses lieblichen Freistaats.

  89. prince Matecki@: Soweit mir...
    prince Matecki@: Soweit mir bekannt rief man sich „entre nous“ in Ihren allerhöchstderoselben Kreisen vor dem WK I noch mit Freddy, Putzi, Heli, Pussy, Boby etc.

    Jedoch Anwälte beschäftigte man in Ihren Cercles zu der Zeit auch, S. Freundeskreis Ph. v. Eulenburg und, seit 1906, die auf diesen abzielenden Presseangriffe Maximilian Hardens, die weit unter die Gürtellinie gingen….
    http://www.ostdeutsche-biographie.de/euleph97.htm

  90. Re: Harden, die Presse,...
    Re: Harden, die Presse, Eulenburg und Moltke.
    Hier: Karl Kraus
    .
    O tempora, o mores. Sehet in den Spiegel und erkennet die neuen Zeiten in den alten. Hundert Jahr ist’s her, zwei Kriege sind ueber uns her gezogen, nichts, beinahe nichts hat sich geaendert.
    .
    Herr Kraus, Ihre Wortmeldung:
    http://www.textlog.de/39166.html

  91. so ein schwachsinn !!!schade...
    so ein schwachsinn !!!schade um die mit dem lesen vergeudete zeit.wen interssiert so ein schit ?

  92. Menschen mit besserem...
    Menschen mit besserem Benehmen.

  93. Ein guter Anwalt bespricht mit...
    Ein guter Anwalt bespricht mit dem Richter z.B. beim Golf, wer über die Klinge springt und wer nicht und was das ganze kostet… Inzwischen ist es doch Latte was be- und verurteilt wird. Die für Bagatelldelikte (Räusche jeder Art, Steuerdelikte,…) geschaffene rechtliche Grauzone wird dann je nach Vermögen ausgelegt… Wie viele Familien haben schon mit Häusern für die Dummheiten ihrer Sprösslinge aufkommen müssen?! Das ist der Ablasshandel einer säkularisierten Welt…

  94. Anwalt, Unwalt, Unterwelt....
    Anwalt, Unwalt, Unterwelt.

  95. @Filou/@Plindos: danke für...
    @Filou/@Plindos: danke für die Kraussche Wortmeldung. Uuuahh, ist das lang und wörtelt erstmal 3 DIN-A-4-Seiten vor sich hin. Das Fugen-s kommt vor, weiters brechen Papierlawinen an Zitaten über einen hinweg, die einem in ihrer schwülstigen Girlandenhaftigkeit schier eine Staublunge bescheren. Hust. Das also war die Belle Epoque, der Wilhelminismus im Endstadium. Soso. Und dann Eulenburg mit dem Weihrauch. Der doch besser Künstler geworden wäre. – Jedenfalls ist es als Warnung all denen vorzuhalten, die meinen, Transparenz sei schon allein von sich aus gut: denn man wird dann u.U. von der Banalität des Tratsches erschlagen.

  96. @colorcraze, ich hab' mir...
    @colorcraze, ich hab‘ mir dabei was gedacht. Da kommen’se schon hinter.
    (Weiter unten. Stichwort: Gepack. Aber nicht weitersagen)

  97. Und noch was @colorcraze, den...
    Und noch was @colorcraze, den elaborierten Stil muss man kurz aushalten. Man kann sich auch daran gewoehnen. Die Gedanken im zweiten Teil sind schon gut.

  98. @DA (die Bilder): gegenüber...
    @DA (die Bilder): gegenüber den alten Flaschen wär ich sehr skeptisch. Falls die solange in Ihrem eigenen Keller gelegen haben, kann es sein, daß es gut ist. Aber wenns mal wer schon alt ins Haus getragen hat.. naja.. dann öffnet mans vielleicht eher mal, wenn man eh grad am Aufräumen ist.. denn die Wahrscheinlichkeit, daß es irgendwann längere Zeit in einer ungeeigneten Umgebung zugebracht hat, ist dann doch recht hoch.

  99. N°5, Sie gucken entschieden...
    N°5, Sie gucken entschieden zu viel Fernsehen!

  100. bester Don Carlos, sie können...
    bester Don Carlos, sie können eben eins und eins zusammenzählen, was auch nicht unbedingt schwierig ist. und dann wissen sie auch, was wir beruflich so alles anstellen – und angestellt haben.

  101. @Filou: es mag daran liegen,...
    @Filou: es mag daran liegen, daß Kraus in diesem Artikel Hardens Stil karikiert (muß mal googeln, ob ich was finde), sonst schreibt er ja lesbar.

  102. @MaikTrommer: "ein Anwalt, der...
    @MaikTrommer: „ein Anwalt, der das Risiko mitträgt“ – suchen Sie Dumme?

  103. Und dann brauch ich einen...
    Und dann brauch ich einen Anwalt,
    der was kann halt.
    Hat er nicht gehabt, der Sänger aus Karpatenberlin – für Gebrauch pflanzlichen Extraktes, dessen Gebrauch in einer untergegangenen Hochkultur Standard war.
    War der Sänger daher ein zu spät gekommener Konservativer?

  104. @Don Ferrando: Selten bis...
    @Don Ferrando: Selten bis nie… Aber Sie kennen so etwas anscheinend nur aus dem Fernsehen?! Na immerhin…

  105. colorcraze@: Dann hätt ich´s...
    colorcraze@: Dann hätt ich´s an Ihrer Stelle sein gelassen den Schmonzes zu lesen. Für mich war´s durchaus informativ, mir den viel bewunderten Fackelträger Karl Kraus noch einmal zuzumuten. In seiner Satire ist jedenfalls fast soviel Bildungs-huberei angeführt, aufgehäuft, ähnlich jener, die er M. Harden vorwirft.
    @@:
    Jede belle epoque hat ihren eigenen (Zuckerbäcker-) Stil um süssen Käs zu produzieren. Damals hatte man halt noch nicht den „zupackenden“ Duktus heutiger Salonrevolutionäre. Jedoch die amtlich gemeinten Verlautbarungen von heutigen Konjunkturrittern sind in ihrer windelweichen Nichtaussage, in ihrer Art von „Fokus“ schon wieder gekonnt „kommuniziert“ (herumgeiert um die Nichtlösung eines Problems).

    Aber ein Provinzanwalt braucht sich um solchene Erwägungen stilistischer Art nicht zu kümmern, es geht im Mandantenauftrag (im Sinne des Blogthemas) schlicht nur um die effektive Niederschlagung einer leidigen Causa, die ZPO lässt da schon m. E. einige Kniffe zu.

  106. @Plindos: je nun, mit...
    @Plindos: je nun, mit abbrechen und überspringen gewinnt man keinen wirklichen Eindruck. Ist doch kein Entwicklerbuch zum Nachschlagen. Jedenfalls habe ich noch Tucholskys Nachruf auf Harden 1927 gelesen; er beschreibt ihn als sehr zwiespältig. (Und nebenbei noch das, was er über Klabund, das Termitenbuch und Joyce’s Ulysses geschrieben hat)

  107. Hi colorcraze, faellt mir auch...
    Hi colorcraze, faellt mir auch schwer, diesen „elaborierten Stil“ nicht als Karikatur zu verstehen. Wie sagte er doch gleich wieder: „Es gibt Schriftsteller, die schon in zwanzig Seiten ausdrücken können, wozu ich manchmal sogar zwei Zeilen brauche.“
    G.S.

  108. Welcher Anwalt rettet einen...
    Welcher Anwalt rettet einen vorm Tantengericht?

  109. Homophobie als Bürgertugend!...
    Homophobie als Bürgertugend! Da haben wir sie wieder, die muffigen kleinen Puritanerjakobiner, die seit 200 Jahren die Weltherrschaft usurpieren und noch nicht ahnen, wie schnell es vorbei sein kann.
    .
    Lieber Berthold IV, hat es vielleicht einen tieferen Sinn im Weltganzen, dass sich die Revolutionsapostel nach Bruder Jakob benannt haben?

  110. Ein falsches Zeugnis abzulegen...
    Ein falsches Zeugnis abzulegen zugunsten seines Nächsten wird definitiv nicht verboten.
    .
    Ich nehme an, das wussten auch die Ratingagenturen.

  111. Erst dachte ich, schade kein...
    Erst dachte ich, schade kein neuer Beitrag von Don, aber dann las ich
    @HansMeier (07:35) – Welcher Anwalt rettet einen vorm Tantengericht?
    und musste laut lachen. Zu einem Tantengericht traut sich kein Anwalt, denn es steht nicht auf dem bürgerlichen Gesetzbuch. Aber seinerzeit habe ich das Tantengericht ohne Anwalt überstanden, und heute würde ich einfach nicht mehr hingehen.

  112. @HansMeier555
    sehr gute Frage....

    @HansMeier555
    sehr gute Frage. Ich denke nach, ad hoc: Ja hat einen Sinn

  113. Ich bekomme Besuch und muss...
    Ich bekomme Besuch und muss noch was erledigen, am Nachmittag habe ich dann Zeit, etwas zu verfassen. (Ich haqbe diesen Monat so viel geschrieben…)

  114. Er fischt nach...
    Er fischt nach Streicheleinheiten.

  115. Sehr verehrter Herr...
    Sehr verehrter Herr Don:
    Interessanterweise sind die Strafprozessordnung (StPO) und ihre mehr oder minder starken, daraus resultierenden, Folgen, nein, nicht zu verwechseln
    mit der Halsgerichtsordnung von 1503, noch nicht mal richtig im Disput hier gestreift worden. Obwohl so Malefizsächelchen im Kleinen (z. B. Fund einer Leiche im MB in der Donau, in deri Nähe einer hier im Blog bekannten Stadt) einen gestandenen Kriminaler sowie Gerichtspathologen schon mal ratlos am Kopf kratzen lassen.
    Hinweis: Fortsetzung folgt dazu im Niederbaierischen. Morgen um 20.15 im Bayerischen Fernsehen, in teilw. originaler Mundart.
    Am End is jo überhaupts des Thema no gar nie nicht richti zua eissersten Efitenz ausglotet worn? Mei aus is.
    Allein die seinerzeitigen circumstances der Causa Vera Brühne liessen der damaligen Republike West(-entaschen)format den Atem stocken. Provinz (By) und sog. hohe Politik einträchtig in Schockstarre vereint beim Anblick von Stücker zwo Leichen. Oder wie heißte es so schön: De mortuis nil nisi bene oder der Justitia verschiebt sich bisweilen vielleicht doch die Augenbinde? In der Moritat der Frankfurter Dame R.N. 1957 fehlt immer noch am End der Täter, open end.

  116. BertholdIV@: Sie kennen sich...
    BertholdIV@: Sie kennen sich da sicher aus: Das franz. Kinderlied vom Bruder Jakob führt in die Irre.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Frère_Jacques
    Dagegen diesem neuartigen (Blut-)Bruderorden, genannt Jakobiner, gehörten im engeren Sinn die Mitglieder des wichtigsten politischen Clubs während der Französischen Revolution an. Der Name leitet sich vom Ort ihrer Versammlungen her, dem Dominikanerkloster Saint-Jacques in Paris. Diese Brüder beschäftigten sich uneigennützig u. a. mit der Halspflege ihrer Mitbürger, spez. des Adels, noch spez. der des Hochadels.

  117. Ein sehr schönes Gericht ist...
    Ein sehr schönes Gericht ist Reiberdatschi.

  118. Der Tiger@: Werteste, darf man...
    Der Tiger@: Werteste, darf man fragen, was Verhandlungsgegegnstand war?

  119. @ G Schoenbauer ...
    @ G Schoenbauer 01.07h
    Genau – „laconic“ wie die Lakedaimonians (aka the Spartans). The Persians sent a messenger to the Spartans who delivered a very long message
    „We will kill all your women, we will burn all your towns and villages, we will destroy all your crops, etc etc etc if we invade Sparta“. The Spartans reply to the Persians was laconic, one short word – „Ean“ (If). I really like that.

  120. Und dann wachte er auf....
    Und dann wachte er auf.

  121. @DA
    Dürfen wir Sie urgieren...

    @DA
    Dürfen wir Sie urgieren wegen des neuen Beitrags?
    Wir kochen auch Tee und servieren Plätzchen, wenn das hilft.
    @plindos sehr schön geschrieben. Sie sehen die Dominikaner zeichnen sich immer durch Menschenfreundlichkeit aus..

  122. von heute zietiert nach...
    von heute zietiert nach SZ
    „Nach etwa 35 Minuten Güterverkehrsdiskussion schaltete sich Geißler ein und sagte, er müsse sich auch in die Rolle der Zuschauer versetzen, die mit all den Details womöglich nichts anfangen könnten. „Also frage ich Sie: Die neue Strecke ist also nicht für alle Güterzüge geeignet?“
    Bahnvorstand Kefer sagte anschließend nur: „Ja.“ Viele Gegner nickten zufrieden, Palmer lächelte. Ministerpräsident Mappus nicht. Seine Umwelt- und Verkehrsministerin griff zum Mikrofon und fügte schnell hinzu: „Das war aber auch nie die Prämisse des Projekts.““
    Das sind Projekte: Die Neubaustrecke FRA-Basel (4-spurig) hingegen braucht bis 2030?

  123. Lange genug am Thema...
    Lange genug am Thema vorbeigesabbelt? Don, mach dem ein ENDE.

  124. fionn@: Hatte mich mal in...
    fionn@: Hatte mich mal in einem, gegen mich angestrengten ZPes eines sehr, sehr hohen, geldlich behaupteten, Regressanspruches zu erwehren. Die Klägerseite, eine distuingierte Person zur Créme eines Uni-Lehrkörpers, welcher deutsche Jurisprudenz lehrend, gehörte, bedrohte mich mit einem „elaborierten“ Schriftsatz mittels des gegnerischen Anwalts, der mich in den Grundfesten zu erschüttern drohte. Hier sei ein Hoch auf meinen damaligen anwaltlichen Beistand angestimmt. Er schrieb zwei lakonische, sehr kurze Erwiderungssätze im Antwortschreiben, der die Gegenseite aller Substanz beraubte.

  125. @Plindos – den...
    @Plindos – den Verhandlungsgegenstand finden sie unter Don’s Blog-Beitrag
    Die neuen Herren und die alten Westviertel vom 3. März 2010 (Kommentar: Der Tiger 13:41)

  126. Es liegt mir ferne, anderen...
    Es liegt mir ferne, anderen mein Geschmacksurteil aufzudrängen. Wenn ich aber lese, daß Karl Kraus einem „schier eine Staublunge bescheren“ könne. Er „Bildungshuberei“ betreibt und einen „elaborierten Stil“ schreibt, muß ich doch entschieden widersprechen. Ich kann niemanden dazu zwingen, Karl Kraus zu mögen, aber ein Statement darf doch sein. Schon allein deshalb, weil ich Don Alphonso, mutatis mutandis, für einen seiner legitimen Nachfolger halte. Karl Kraus ist für mich einer der bedeutendsten deutschen Sprachkünstler. Von unangreifbarer moralischer Autorität und präzisester Schärfe. Ein Feind aller journalistischen Schmöcke und jeglichen Stumpfsinns. Ich gebe gern zu, daß man sich ein paar Seiten einlesen muß. Aber wer ihm dann nicht verfallen ist, dem kann ich auch nicht helfen. Seine Privatfeindschaft mit Harden und auch Alfred Kerr ist gewöhnungsbedürftig, aber nicht unbegründet. Ich kenne die Schriften der beiden. Hardens Versuch, den Wilhelminismus quasi durchs Schlüsselloch zu erledigen, ist mehr als ekelerregend. Und von Kerr stammen ja (1916)die genialen Verse:
    „In den klainsten Winkelescu
    Fiel ein Russen-Trinkgeldescu,
    Fraidig ibten wir Verratul –
    Politescu schnappen Drahtul.“
    usw.
    Meine Empfehlung sind die bei Suhrkamp erschienenen Sammelbände: „Sittlichkeit und Kriminalität“, „Die Sprache“ und „Untergang der Welt durch schwarze Magie“. Aus letzterem Band dieses Zitat:
    „Am 1. April 1909 wird aller menschlichen Voraussicht nach die »Fackel« ihr Erscheinen einstellen. Den Weltuntergang aber datiere ich von der Eröffnung der Luftschiffahrt.
    Eine Verzögerung beider Ereignisse aus äußeren Gründen könnte an meiner Berechtigung nichts ändern, sie vorherzusagen, und nichts an der Erkenntnis, daß beide ihre Wurzel in demselben phänomenalen Übel haben: in dem fieberhaften Fortschritt der menschlichen Dummheit.
    Es ist meine Religion, zu glauben, daß das Manometer auf 99 steht. An allen Enden dringen die Gase aus der Welthirnjauche, kein Atemholen bleibt der Kultur und am Ende liegt eine tote Menschheit neben ihren Werken, die zu erfinden ihr so viel Geist gekostet hat, daß ihr keiner mehr übrig blieb, sie zu nützen.
    Wir waren kompliziert genug, die Maschine zu bauen, und wir sind zu primitiv, uns von ihr bedienen zu lassen. Wir treiben einen Weltverkehr auf schmalspurigen Gehirnbahnen.“

  127. jaja, ich schreib ja...
    jaja, ich schreib ja schon,
    .
    Savall, danke für das übergrosse Lob.

  128. Es ist ja, @lieber Savall, nun...
    Es ist ja, @lieber Savall, nun noch immer so, dass ueber die vermutete oder reale Homosexualitaet Menschen, besonders jene in fuehrenden Postionen, fertiggemacht werden. Dunkel erinnere ich mich des Vorfalls Kiessling und die merkwuerdige Haltung Woerners irgendwann in den achtziger Jahren.
    Die Methoden Hardens zur Erschuetterung des Wilhelminischen Systems sind verachtenswert. Aber war es nicht bei jedem Versuch einer Revolution ueblich, alle Mittel dem Zweck unterzuordnen?
    Hardens Feinde waren, wie wir wissen nicht besser. Primitiver in Gesinnung und dilettantischer Ausfuehrung des Anschlages waren sie allemal.
    Damit waeren wir wieder beim Thema: Der Richter, der Staatsanwalt, der Taeter, das Opfer.

  129. Wenn der pazifistische Jude...
    Wenn der pazifistische Jude Kraus Anlass hat, mit dem preussischen General von Moltke Mitleid zu empfinden, dann ist das ein Indiz, dass der Gulag nicht mehr weit ist.

  130. @Savall: das weiß ich wohl,...
    @Savall: das weiß ich wohl, daß Karl Kraus ein recht klarsichtiger und sprachlich vorbildlicher Mensch war. Was den „Harden“-Beitrag angeht, so liegt es halt daran, daß er etwas anfaßt, das in jeder Hinsicht schauderhaft ist – der von Harden geführte Prozeß ebenso wie Hardens Stil. – In einem Schaufenster um die Ecke liegt ein Teppich nach einem Entwurf von ca. 1905 aus. Der hat diese zittrigen Linien, wie ich sie auch schon auf Mustern vielleicht 15 Jahre früher gesehen hatte, die in alten Musterbüchern eingeklebt waren. Ein äußerst nervöses, überspanntes Zeitalter muß das wohl gewesen sein.
    @Tiger: ja, das Tanten- und überhaupt das Familiengericht, wer das übersteht, übersteht auch weit Ärgeres.

  131. BertholdIV@: Sie wollen mich...
    BertholdIV@: Sie wollen mich auf´s Glatteis seducieren? Die Dominikaner haben sich allerdings in anderer Hinsicht leider nicht mit Ruhm bekleckert. S. unter Dominikaner-inquisitoren und die Herausgabe des Hexenhammers (Malleus Maleficarum) durch den Dominikaner Heinrich Kramer 1486 in Speyer.
    ..
    Savall@: Gebe zu, dass er, Karl Kraus genial in vielem seiner Zeit voraus war, Zitat:“…..in dem fieberhaften Fortschritt der menschlichen Dummheit“.
    Wo jetzt das Manometer steht, wage ich nicht zu bestimmen.

  132. Der Tiger@:...und die...
    Der Tiger@:…und die Obertante machte ein verkniffenes Mündchen. Sehr gut gekontert.

  133. Ehre wem Ehre gebührt, Don...
    Ehre wem Ehre gebührt, Don Alphonso. Ich bin als Leser ein Snob und würde niemals Lob verteilen, das ich nicht genau so meine.
    .
    Filou, Sie kennen meine Herkunft und ich glaube, Sie verstehen was ich meine. Nie, niemals, in keinem Fall heiligt der Zweck die Mittel. Das habe ich gelernt, das ist meine unumstößliche Meinung. Es gab damals jeden Grund, Wilhelm Secundus anzugreifen. Aber dieser Grund war es nicht. Durfte es niemals sein. Denn genau in diesem Moment begab sich Harden auf das Niveau, das er bekämpfen wollte. Ja, mehr noch. Es hätte jeden Grund gegeben, Wilhelm vom demokratischen Standpunkt aus zu bekämpfen. Es gab nur keine Demokraten. Lesen Sie doch bitte die zeitgleichen Sottisen von Karl Kraus zu den Auseinandersetzungen im Reichsrat. Er hat alles vorher gewußt. Nicht wegen einer Glaskugel, sondern aus schnöder Vernunft. Immerhin ist ein diskreter Anwalt eine feine Sache. Gottseidank hat unsereiner so etwas natürlich nicht nötig.

  134. Unwalt oder Abwalt,
    das ist...

    Unwalt oder Abwalt,
    das ist hier die Frage

  135. @Savall, hat er ihn nun...
    @Savall, hat er ihn nun karikiert oder parodiert?
    .
    Habe dunkel einige Praedikate in Erinnerung, mit denen Hardens Stil beschrieben wurde (von Zeitgenossen oder spaeter etwa von Golo Mann): ausufernd, ueberladen, verkrampft, besserwisserisch, bildungshuberisch, maniriert usw. usf.
    .
    Einiges davon ist mich durch den Kopf gegangen, als ich den von Filou verlinkten Artikel las. Dieser Karl Kraus wuerden m.E. keinen guten Blogmaster abgeben, der, den ich hauptsaechlich kenne, schon, wie jeder Aphoristiker.
    MfG
    G.S.

  136. Das Beängstigende an Harden...
    Das Beängstigende an Harden war: Diese Unschuld in seinen Augen. Genau wie bei Robespierre oder später Dzierzinski: Diese Unbestechlichkeit, dieses Fehlen von niederen Beweggründen, diese tiefe innere Gewissheit, das richtige tun und die Welt säubern zu müssen.

  137. Nein, G. Schoenbauer, das ist...
    Nein, G. Schoenbauer, das ist keine Parodie. Die Ehre, von Karl Kraus parodiert zu werden hat er niemandem gegönnt. Karl Kraus zitiert nur. Der Harden-Artikel ist allerdings insofern ungewöhnlich, als es sich um ein monothematisches Doppelheft der „Fackel“ handelt und Karl Krausens Unmut besonders groß war. Wenige Jahre zuvor betrachteten sich Kraus und Harden quasi als Weggefährten. Ich wundere mich allerdings über die Epitheta, mit denen Karl Kraus hier versehen wird. Er hat einen anspruchsvollen Stil, das ist wohl wahr. Aber mir fallen zu ihm eher Attribute wie Eleganz, Verve und subtiler Humor ein. Sei’s drum, man kann niemanden zwingen, ihn zu mögen.
    Zu Karl Kraus als Stammvater des Bloggens ist folgendes zu sagen: Die „Fackel“ wurde, bis auf einige Anfangsjahre, nur von Karl Kraus geschrieben. Jedes Heft beschäftigt sich mit mehreren Themen. Es wird viel zitiert und am Ende jedes Heftes veröffentlicht Karl Kraus „Antworten des Herausgebers“ auf Leserzuschriften. Wer sich einen Eindruck von der Fackel verschaffen möchte, dem wird bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften geholfen. Man muß sich allerdings kostenfrei registrieren.
    http://corpus1.aac.ac.at/fackel/
    Ja, HansMeier555, diese Asketen mit einer Mission sind mir auch ein Grauen. Von der Genußfeindlichkeit zum Wahnsinn ist es immer nur ein kleiner Schritt. Man könnte noch Savonarola und jenen Herrn aus Braunau erwähnen. Laßt dicke Männer um mich sein!

  138. @HansMeier555, habe ein wenig...
    @HansMeier555, habe ein wenig nach- u. zurueckgeblaettert, weil mich die Thematik in einem anderen Kontext interessiert.
    Dass schmutzige Waesche gewaschen wird, mit Vorurteilen argumentiert und hantiert wird, die man selber gar nicht teilt, war Harden schon bekannt, jedenfalls hat er sich etwa Rathenau gegenueber so geaeussert: der Zweck heiligt die Mittel. Er hatte auch starke Fuersprecher: im Pringsheim-Clan, Muehsam u.a.
    @colorcraze, Karl Kraus hat sich ueber den „fetten Stilisten“ in der „Fackel“ mehrfach lustig gemacht: „Harden-Lexikon“, „Uebersetzung aus Harden“ u.a. (vgl. Helga Neumann/Manfred Neumann, Maximilian Harden (1861 – 1927), S. 49 ff; Google-Books).
    MfG
    G.S.

  139. Der Gruene Wohlfahrtsausschuss...
    Der Gruene Wohlfahrtsausschuss unter Fuehrung von Madame Rouge, genannt „Die Gruene Boeroekguillotine“.

  140. HansMeier555@: Sie haben die...
    HansMeier555@: Sie haben die Sache auf den Punkt gebracht. Es ist nicht nur eine Angelegenheit von Ästhetik und Stil.
    Savall@: Niveau birgt die relative Fallhöhe in sich. Die Schnödigkeit der Vernunft wird nur zu oft vorgeschoben um amoralische Aktionen mit Moralin zu umkleiden.
    (Nicht gegen K. Kraus gerichtet). Niveau brauchts für dererlei Machinationen nicht. Und wenn es benötigt wird, hält man sich z. B. Feuilletonisten oder lässt entspr. hochkarätig (auch so ein Wort) besetzte Kongresse abhalten. Zu denen die scharfsichtig das wahre Manko des sich auftuenden 20. Jhdt. sahen, gehören zu K. Kraus solche Namen wie F. Kafka, R. Musil. L. Wittgenstein. Ob die damals konstatierte Misere schon, auf dieses Jahrhundert gesehen, als überwunden gelten kann, sei dahingestellt.
    ..
    Ich finde aktuell gesehen, dass wider Erwarten, Herr Heiner Geißler eine wohl-tuende Wirkung entfaltet, die in dieser Art und Weise Schule machen sollte. Er ist in des Wortes wahrer Bedeutung ein wirklicher Weiser geworden.
    ..
    HansMeier555@: Die Felix Dzershinskis, Saint Justs, Marats, Robespierres, Himmlers, Pol Pots tun nie das Richtige, weil sie den damit verknüpften Bürokratismus, gleich welcher Ideologie sie hörig sind, absolut und total vertreten. Der moderne Apparat (gesichtslose), seit dem Absolutismus perfektioniert und durchtechnisiert, verhilft ihnen zur durchrationalisierten, optimalen, inhumanen Perfektion und Effizienz.
    ..
    colorcraze@: Diese Zeit um 1900 war durchaus auf einem zvilisatorischen und kulturellen Gipfel angelangt. Die Nervosität der Geister wurde hervorgerufen durch die ungeahnten Möglichkeiten die sich auftaten und nicht bewältigt werden konnten. Lieber stürzten sich alle mitsammen in das Totschlagabenteuer des Großen Krieges.
    Die Architekturen von Behrens, Henry van de Velde, Otto Wagners, die Werkbundausstellungen legen ein beredtes Zeugnis des Könnens dafür ab. Ebenso die großartigen Maler und Dichter, Schriftsteller jener längst verflossen geglaubten Zeit, über die immer wieder hier im Blog diskutiert wird.

  141. Die Misere ist meiner...
    Die Misere ist meiner bescheidenen Meinung nach nicht überwunden, Plindos. Im übrigen stimme ich Ihrer Einschätzung zu. Nicht zufällig gehören Kafka und Musil zu meinen literarischen Hausgötzen (Haben Sie heute in der Druckausgabe den Artikel zur DVD-Edition von „Mann ohne Eigenschaften“ gelesen?). Wittgenstein kenne ich nur von seinen vielzitierten Hauptsätzen her (Die Welt ist alles, was der Fall ist. Worüber man nicht reden kann, darüber muß man schweigen.) Wobei man solche Sätze erstmal zusammenbringen muß. Habe auch gar nichts gegen eine Kritik an Karl Kraus einzuwenden. Nur der Behauptung er hätte einen schlechten Stil gehabt, könnte ich nicht zustimmen.

  142. Savall@.Es wäre seiner, Musil...
    Savall@.Es wäre seiner, Musil würdig, wenn es nach den editorischen Schwierig-keiten etc., zu der angekündigten Klagenfurter Edition käme, die Rowohlt -Aus- gabe hat aber das Wesentliche für den Leser (mich) verfügbar gemacht. Die Logikaussagen des Tractatus logico-philosophicus sind schwierig, wenn überhaupt (für mich), zu verstehen. Zitate daraus:“Der Philosoph behandelt eine Frage; wie eine Krankheit.“ und „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ (sic)
    @@:Nochmal zu der angesprochenen Kraus-versus-Harden-Angelegenheit: Marcel Proust hat in seinem Werk „À la recherche du temps perdu“ die Angreifbarkeit von homosexuell veranlagten Personen in „gehobenen“ Positionen in verschiedenen Passagen ebenfalls sehr deutlich herausgehoben. Inwiefern die Anlage selber eine Frage von Milieus oder ererbter Anlagen ist vermag ich nicht zu beurteilen. Wie auch immer, sie fliesst in politische Fragen hinein und ist und war wohl noch nie eine rein deutsche Herzens-„Angelegenheit“. Gegenwärtig wird ihr, m. E., zu viel öffentl. Bedeutung beigemessen.

  143. Wen es "aktuell" interessieren...
    Wen es „aktuell“ interessieren sollte: Qualtinger liest „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Krau. Vorsicht! 146 Folgen, so lang zieht sich´s das Ende.
    http://www.youtube.com/watch?v=2VOdOmBtUe4&feature=&p=7D59002B3CA780BC&index=0&playnext=1

  144. Sorry, muß heißen Karl...
    Sorry, muß heißen Karl Kraus.

  145. @HansMeier: da mag was dran...
    @HansMeier: da mag was dran sein. Seinen Blick auf dem Foto finde ich allerdings ausgesprochen stechend.
    @Plindos: „die ungeahnten Möglichkeiten, die sich auftaten und nicht bewältigt werden konnten“ – mag sein, daß das der Grund war. Die Welt war ja damals sehr globalisiert, wie dann etwa 1920 bis 1990 nicht mehr so. Seither gibts einen neuen Anlauf, mal sehen wie es diesmal wird.
    @Filou: jedenfalls fand ich Wowereits Outing damals sehr in Ordnung. Eben deshalb, weil es alle Gerüchtsversuche von vornherein unterband.

  146. @JvdP20. Oktober 2010, 22:23...
    @JvdP20. Oktober 2010, 22:23 In merry old England hatte man es nicht so mit dem Duellieren, deswegen hat Oscar Wilde auf die Ohrfeige (manche sagen auch Reitgertenhieb) den Marquess Roseberry (Douglas, Vater von Alfred Lord Douglas) ja auch nicht gefordert sondern verklagt, wegen Verleumdung und Beleidigung. Worauf der vor Gericht genüsslich mit eingefangenen Strichjungen den „Wahrheitsbeweis“ zur Sodomie des Herrn W. antrat. Die Gerichtsprotokolle sind erhalten.
    .
    Und nein, in unseren Kreisen hat man sich früher je nach Region
    in Österreich bzw Kakanien geduzt aber mit Namen (ohne Titel) oder Dienstgrad angesprochen, nur wenn verwandt mit Vornamen
    in Deutschland in der Regel mit Namen, mit Vornamen nur wenn eng verwandt oder befreundet / verschwägert
    in UK im Alltag / im Club allerdings mit Vornamen, insbesondere wenn man in der selben public school, auf demselben College in Oxbridge gewesen ist (und zu fortgeschrittener Stunde oder Glas wechselt man dann schon mal zum Spitznamen)!
    .
    Harden hat ein ganz übles Spiel gespielt, insofern Eulenburg und einige seiner Freunde insgesamt vermutlich einen eher mäßigenden Einfluss auf W II hatten. Nach der Entmachtung dieser „Hofkamarilla“ wurden die Reichskanzler schwächer und W II verbal radikaler. Möglicherweise wäre nach Schlieffens Tod nicht der selbst überraschte Neffe Moltke („Wollen Majestät zweimal in derselben Lotterie gewinnen?“ soll er bei seiner Ernennung gefragt haben) sondern ein stärkerer Stratege zum Chef des großen Generalstabes ernannt worden. Dieser hätte dann den Ostplan nicht zu gunsten des Schlieffenplans eingemottet. Ohne strategische Alternative musste man daran und an der Besetzung Belgiens und Luxenburgs festhalten. Hätte man aufgrund eines alternativen Plans zunächst nur nach Osten mobil gemacht und den Schwerpunkt verlegt, wäre ein Grund für den Kriegseintritt Großbritanniens entfallen….
    Gut, das ist alles spekulativ, aber Harden hat eben auch außer einigen Selbstmorden bei Betroffenen, mehreren Herzattacken usw nichts weiter erreicht, schon gar nicht eine Reform des Reichs. Dazu bedurfte es dann eines verlorenen Krieges und einer Revolution.

  147. Oder wie das B-tum seine...
    Oder wie das B-tum seine moralische Überlegenheit herausstellt.

  148. @prince Matecki: lt. Tucholsky...
    @prince Matecki: lt. Tucholsky soll Harden nach WK1 dann immerhin eingesehen haben, daß er da einen großen Fehler begangen hatte. Nützt zwar auch nichts, aber wenigstens noch ein bißchen Einsicht. – Das Foto von Eulenburg, auf dem dieser so milde-harmlos guckt, als stecke ein kleiner Zausel in ihm, er käme nur grad vom Friseur, macht es für mich glaubhaft, daß er mäßigend wirken konnte. –
    @Filou: Harden war möglicherweise in anderer Weise revolutionär, wie er dachte – in der Beschädigung der Öffentlichkeit durch Vulgarisierung der Intimität. Was vorher unter den Waschweibern blieb, trompetete er in die Zeitung.

    Heute war mal wieder Heimatkunde-Tag: ich las in der Zeit was über Hugo Preuß, langjährig unbezahlter Stadtrat in Charlottenburg, dann plötzlich Verfassungsentwerfer für die Weimarer Republik. Ich mußte an das denken, was Tiger gesagt hat – der hatte zum richtigen Moment ein durchdachtes Konzept, drum wurde es genommen.

  149. DA@: Wos isn nach itza? Kimmt...
    DA@: Wos isn nach itza? Kimmt nocha boid da neie Blot? I kanns nimma seng do herin de oidn Gschichtn vo Ferduhn und oissi vo VierzehnAchtzehni. Hi is hi hot da Metzga gsogt zua todn Sau.

  150. @Savall, vielen Dank fuer...
    @Savall, vielen Dank fuer Hinweise u. Link.
    .
    Habe mir schon mal das Harden-Lexikon angeschaut, u. einiges gefaellt mir ausgesprochen gut:
    .
    Harden: „Der von den alten Feinden aus der Holzpapierwelt plötzlich Ge-
    hätschelte“ = (n. Kraus) „Eulenburg, für den sich plötzlich die Presse wieder einsetzt“
    .
    H.: „Die Legende der Grotta Azzurra“ = „Die Gerüchte über Krupp“
    H.: „Ein Thronender“ = „Ein Monarch“
    .
    H.: „Iphigeniens Schöpfer, der in langem Erleben nicht oft einen Freund
    gefunden hat“ = „Goethe, der in einem langen Leben nicht viele Freunde gehabt hat“
    H.: „Der brave Bill“ = „Shakespeare“
    Ein Zitat des „Iphigenienschoepfers“ oder des „braven Bill“ waere nun sicher nicht fehl am Platz, habe aber keins bei der Hand.
    .
    Gruss, G.S.

  151. um zum thema zurückzukehren...
    um zum thema zurückzukehren und um auf hansgeier333/22.10./16.11u zurückzukommen: gab es nicht früher schon sehr ähnliche probleme?
    und wahrlich, er sprach: oder meintest du, dass ich nicht könnte meinen vater bitten, dass er mir zuschickte mehr denn zwölf legion anwälte?

  152. nette schreibprobe, aber...
    nette schreibprobe, aber ansonsten….
    viel geschrei um wenig wolle

  153. Verehrte Donna Laura, wie man...
    Verehrte Donna Laura, wie man bei der Marine sagen würde: „Treffer – versenkt“.
    Meine Anerkennung!

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