Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das Punktesystem für die besseren Kreise

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Fraglos hat ein Punktesystem für Integration enorme Vorteile: Jeder glaubt zu wissen, woran er ist, kann sich Mühe geben, und dahinter entscheidet ein anderer, ob er es mit dem Öffnen der Tore ernst meint, oder es sich doch wieder anders überlegt. Für Migranten finde ich das im Übrigen menschenverachtend zynisch, aber für meine Kreise passt es gar nicht mal so schlecht.

Die Gottesmutter kleidet sich wie eine arme Frau. Ihr aber stellt sie wie eine Dirne dar.
Girolamo Savonarola

Da sassen wir also zusammen. Oder besser, ich stand in der Küche, und sie sassen draussen in der Bibliothek, überlegten, welchen Rotwein sie nehmen sollten, entschieden sich dann, dass sie für den Heimweg ein Taxi nehmen, denn S. und R. haben den gleichen Weg und das gleiche Ziel, das Bett von S. nämlich, und A. und I., die in der Altstadt wohnen, können zu Fuss nach Hause gehen. Oder torkeln. Oder die Hände zu Hilfe nehmen, dieser neumodische aufrechte Gang wird sich sowieso nicht durchsetzen. Oder es kommt ein Cavalier und hilft. Dieser Chateau La Greniere 2002 muss nämlich auch dringend mal weg, meinten sie. Ausserdem wäre mal so ein moderner Korkenzieher keine schlechte Sache für mich, auch wenn ich keinen Wein trinke: Getrunken wird bei mir trotzdem. Und wenn ich mich mit der Tarte in der Küche nicht beeile, wird mehr getrunken, als es dem alten Herkommen besserer Kleinstadtkreise und dessen Nachwuchs zum Ruhme gereichen würde. Und so liess ich den Kürbis kurz liegen, und machte einen kleinen Vorspeisenteller. Ich kann gut kochen, aber miserabel koordinieren.

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Es war ohnehin keine formale Einladung; vielmehr die übereilte Folge einer Absage, für die ich umfassend geplant und den Kühlschrank bestückt hatte. Ende Oktober sind Pfifferlinge schon leicht problematisch; sie halten nicht mehr lang, werden schnell wässrig und sollten nach spätestens drei Tagen weg. Das sagte mir auch meine Marktfrau, bei der ich eigentlich keine Pilze kaufen wollte, nur ein paar andere Kleinigkeiten, die noch fehlten: Aber wie es so ist, entscheidet das Schicksal anders, und gab mir in Person der Marktfrau noch ein halbes Pfund Pfifferlinge extra mit. Pfifferlinge im Kühlschrank, Pfifferlinge in der Einkaufstasche, kein Gast, um ihn zu versorgen: A.s Frage, was ich denn heute Abend machen würde, war da nicht weniger als eine Erlösung. Kürbistarte mit Pfifferlingen für alle. Zu fünft schaffen wir das an einem Abend (Falls jemand Rezepte weiss, mit denen man Pfifferlinge auf die Schnelle haltbar macht, ab in die Kommentare damit: Ich habe immer noch 300 Gramm übrig).

Und während ich den Kürbis rieb und die Zwiebeln hackte, klagte man draussen über die Bedrängnisse der nächsten Woche: Die Reise zu einer Messe für medizinische Geräte, das Elend der Konzertsaison nach dem Ende der Sommermatineen, ausserdem hatte man eine kleine Wohltätigkeit angedacht, ach so, ja, da wollten die A. und die I. den Koch fragen, ob er nicht vielleicht auch etwas beisteuern wollen würde, mal wieder etwas vorlesen, das jetzt nicht unbedingt etwas Böses über die dumme, kleine Stadt an der Donau wäre, vielleicht doch etwas über den Tegernsee, der ist weit genug weg, oder Frankfurt, was schreibst Du denn gerade? Diese Frage ist noch etwas schlimmer als die Frage, was ich gerade denke: Denken tue ich sowieso nie, das schadet meiner beruflichen Tätigkeit, aber schreiben, da muss ich mich erinnern und dazu denken und weil ich das nicht tue – ach so,  über die Idee von Brüderle, Immigranten mit einem Punktesystem zu versehen. Und ob diese Idee nicht auch trefflich geeignet wäre, die Aufstiegswilligen in die besseren Kreise zu reglementieren.

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Denn es gibt da ein klares Missverhältnis: Auf der einen Seite schafft die Umverteilung tatsächlich Wohlstand in einem kleinen Bereich von weniger begüterten Schichten. Und da gibt es nun auf der einen Seite die junge Frau, die sich über den zweiten Bildungsweg und dem Brotberuf als Krankenschwester bis zum Studium und dem Doktortitel durchschlägt. Und auf der anderen Seite den Puffbetreiber, der sich einen Adelstitel kauft und auf dem Weg nach St. Tropez seinen Sportwagen auf Koks bei Manching in die Leitplanken setzt. In solchen Fällen ist es keine Frage, wen wir einladen und wen wir liegen lassen würden, auch wenn der Puffbetreiber äusserlich Insignien miteinzubringen versucht, die eine junge Ärztin auch zehn Jahre nach dem Studium nicht vorweisen kann. Das alles basiert auf Erfahrungen Dritter und geprüften Vorurteilen, auf saktosankten Dünkeln und übergreifenden Gerüchten, die jeder kennt, aber keiner in Umlauf gebracht haben will. Und so ist es kein Wunder, wenn die Aufstiegswilligen ihre Kraft in falschen Annahmen verpulvern, sich in Frankfurt teure Benimmkurse leisten und am Ende doch wieder nur von Ihresgleichen eingeladen werden, wo man in Ermangelung anderer Optionen die Stöcke bewundert, die man sich selbst kunstreich in hintere Regionen appliziert hat.

Wie gut wäre da ein System, das klar sagt: Wir haben allein schon wegen der Messaliancen nur wenig Platz für zusätzliche Teilnehmer unserer Kreise, unsere eigenen Rüpel können wir aus Gründen der Tradition zwar missbilligen, aber nicht rausschmeissen, und angesichts einer schrumpfenden Bevölkerung würden wir wirklich darum bitten, sich auf eine Warteliste einzutragen. Vor der Bewilligung Ihres Bescheides erwarten wir von Ihnen einen Nachweis über folgende Fäigkeiten: – Und dann muss ein gnadenloses Pflichtenheft kommen, mit allem, was man sich wünscht: Mindestens zwei Bücher pro Monat, zumindest ernsthafte libertinäre Ansichten mit philosophischem Unterbau statt Swingerclubs und Bordelle, keine Drogen, kein Glücksspiel, ein dezentes Autreten und die Fähigkeit, immer den Mund zu halten und gerade zu sitzen, auch wenn einem gerade etwas nicht passt – den Rest kann man sich, wie es sich gehört, denken. Und was man zwar in den eigenen Kreisen sieht, aber nicht noch mehr haben möchte: Anwälte zum Beispiel, Journalisten und Lobbyisten können erwiesenermassen nicht wie ein Arzt kompetent und unterhaltsam von den Unterschieden der Fazialdeformationen im Jägerzaun Typus „Hubertus“ und an den neumodischen Gittermauern Modell „Mielke“ erzählen, halten sich dennoch für wichtig und wissen zumeist nicht, wie man sich vorstellen lässt. So etwas geht gar nicht. Man müsste also Gut und Böse trennen, pardon, sehr Gewünschtes von leider gerade weniger Passendem absondern, das eine mit Pluspunkten und das andere mit Minuspunkten versehen, und wer in der Lage ist, bis zu einem durch das Ausscheiden anderer Mitglieder sehr zufälligen Zeitpunkt die höchste Punktezahl zu erreichen: Der darf rein. Zuerst mal auf fünf Jahre. Na? Wäre das ein Thema?

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Interessant, sagt die A. in das Schweigen hinein. Mal schaun. Hast Du noch etwas Ciabatta, fragt die S..

Hat nicht auch der alte Münsterpfarrer gerade ein Buch geschrieben, den könnte man doch auch mal einladen, fragte die I. die A. später in meinem Besein, was auch nach der dritten Flasche nicht gerade charmant ist, und I. in meinem negativen Punktesystem für diesen Affront auf einen Platz weit hinunter, knapp vor TV-Moderatoren und Personality Coaches, schicken würde, aber das geht ja nicht, denn schon I.s Grossvater ging mit Meinigem Viecher abknallen, und zusammen haben sie dann den Wanderer bei Böhmfeld in den Graben gestzt. Oder war es ein Adler? Oder die BMW? Irgendsowas. Es passierte wohl mehr als einmal. Damals gab es noch keine Alkoholkontrollen bei Besserverdienenden, nur zusammengeschlagene Hacken, weil der Baron auch oft dabei war, aber das ist mindestens eine andere Geschichte, und das geht Sie, liebe Leser, eigentlich auch gar nichts an.

Aber dafür berührt I. den Kern des Problems meines Vorschlags – und den Vorschlag Brüderles und die Ideen aller bigotten Knallfrös Volksrepräsentanten, die von einer exklusiven „christlich-jüdischen Kultur“ faseln, weil sie zu feige sind, ihre Überlegenheitsrhetorik in die Tradition der Herrenrasse zu stellen, aus der sie ihren Schlamm schöpfen. Man kann natürlich ein Punktesystem der wünschenswerten Eigenschaften entwerfen, das zur Integration führt. Nachdem die Plätze begrenzt sind, führt so ein Punktesystem nur dazu, dass die Besten der Besten der Besten, um ein bekanntes Werk der Filmgeschichte zu zitieren, Einlass finden. Die 110%igen. Die Streber. Die feigen Duckmäuser, die alles erdulden, um reinzukommen. Man kann mit Punkten keinen Charakter messen, man kann aus keinem Glauben eine bessere Moral ableiten, man kann den besten öffentlichen Ruf haben und voll den Vorstellungen der besseren Gesellschaft entsprechen – und trotzdem seine Frau verprügeln und illegale Stiftungen in Luxemburg betreiben. Am Ende formuliert man mit solchen Listen Idealvorstellungen, vor denen es einem grausen würde, müsste man sie selbst erfüllen. Man macht die Türen auf für perfekt scheinende Wesen und lässt sie in Räume, in denen die I. und die A. über Scheidungen sprechen, wie sich andere über das Wetter unterhalten, man will Leistungen sehen und wäre selbst arbeitslos, wenn der Papa von S. nicht einen Marktführer besässe, der das Marketing, in dem sie arbeitet, nicht braucht, und in der Küche entsteht die Tarte unter hygienischen Bedingungen des nördlichen Afghanistan. Man fordert, ohne selbst zu leisten. Man ist bigott, aber zu feige, es offen zu sagen, und versteckt sich hinter Tabellen, Punkten und scheinbar objektiven Kriterien, die die eigene Subjektivität nur wenig verbergen können.

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Es sei denn, man hält es mit Savonarola und tut bis zur letzten Konsequenz genau das, was  man von anderen fordert. Savonarola jedoch war ein ungewaschener Mönch, konnte nicht plaudern und verbrannte anderer Leute Bücher und Musikinstrumente, und das geht nun wirklich nicht, weder auf meiner Punkteliste noch in meinen Kreisen, wo es dem Kindern bis heute nachhängt, dass sie in der sechsten Klasse im Wutanfall ihre Violine zertreten haben, und auch sonst eher wie Menschen waren, als wie Idealvorstellungen.

Meine Tarte wurde dann auch etwas zu trocken, aber mit einem Pinot Noir von 2005 haben sie es gar nicht mehr richtig bemerkt, und später erzählte dann auch der R., was er vom Bürgermeister so an Neuigkeiten gehört hat.

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217 Lesermeinungen

  1. Werter Don,
    also auf IHRE...

    Werter Don,
    also auf IHRE Liste möchte ich zumindest nicht! Das lustige bei Ihnen ist ja, dass Sie die Tugenden Ihrer Klasse so wunderbar beschreiben und damit gleichzeitig dieselben unter Pseudonym verletzen… Aber unsere Politiker sind natürlich bigott, wenn sie ihre Vorstellungen etwas vorsichtiger formulieren. In einem gebe ich Ihnen aber gerne Recht – die ganze Geschichte mit den „jüdisch-christlichen“ Abendland ist ein einziger Unsinn. Wenn mich irgendwas an unserer Gesellschaft diese der meisten islamischen Länder überlegen scheinen lässt, dann bestimmt nicht irgendwelche Lehren Jesu (und was hätten dann die Juden damit zu tun?), sondern eben fast genau das Gegenteil, nämlich die Überwindung der klerikalen/religiösen Macht im Alltag. Und mir ist es vollkommen gleichgültig ob sich einer dafür auf Ludwig Feuerbach oder Rainer Langhans beruft – ich liebe die Freiheit heute und will da auch nichts revidiert sehen.
    Wenn man sich das aber mal genau überlegt, dann ist natürlich genau Ihre Schicht der Grund für die verschwurbelten Ausdrücke. Wie oft haben sie an dieser Stelle schon die (natürlich die katholische Kirche einbeziehende) Scheinheiligkeit der Ihrigen beschrieben. Diesen Multiplikatoren muss die Politik doch offenbar nach dem Maul reden – zumindest bei der FDP (die CDU glaubt den Quatsch, den sie verzapf, vermutlich sogar!). Mit Rassismus hat das ganze allerdings relativ wenig zu tun: Es ist eben nicht rassistisch, wenn man lieber den ghanaischen Ingenieur einläd als den norwegischen Ungelernten. (okay, unrealistisches Beispiel, aber Sie wissen, was ich meine) Das heißt nicht, dass ich gewisse Ressentiments leugnen möchte, aber davon hat Ihre Klasse ja auch nicht zu wenige.
    Best Grüße,
    T.I.M.

  2. "...die von einer exklusiven...
    „…die von einer exklusiven „christlich-jüdischen Kultur“ faseln, weil sie zu feige sind, ihre Überlegenheitsrhetorik in die Tradition der Herrenrasse zu stellen, aus der sie ihren Schlamm schöpfen.“
    Besser kann man es nicht sagen. Ich hoffe nur, dass sich diese Erkenntnis auch durchsetzt und diese Trottelei bald ein Ende findet. Denn in diesem Zusammenhang ist auch dieser Satz erträglich: „So etwas geht gar nicht.“

  3. Eine sehr schöne...
    Eine sehr schöne Sonntagslektüre an einem verregneten Tag, die mich zum Nachdenken anregt!

  4. "...wo es dem Kindern bis...
    „…wo es dem Kindern bis heute nachhängt, dass sie in der sechsten Klasse im Wutanfall ihre Violine zertreten haben…“
    es muss ‚den‘ heißen oder besser ‚dem Kinde‘.

  5. Wie wahr dies ist, Don! Und...
    Wie wahr dies ist, Don! Und diese konservative Seite Deutschlands, die sich bei Kürbis und Pfifferlingen (schockgefrostete Pfifferlinge gibt es übrigens ganzjährig zu kaufen) ihrer persönlichen Elitebildung hingibt, ist nur ein Teil der deutschen Gesellschaft. Konservativ ist konservativ, da braucht man sich wenigstens bezüglich der eigenen Langweiligkeit nichts vormachen. Viel schlimmer aber ist in meinen Augen jenes möchtegern-linke-liberale Publikum, welches mit seinen Überzeugungen auf dem Absatz kehrtmacht, sobald die Dinge gegen sie laufen. Also jene, die nicht nur Ideale verraten, auf denen sie Karriere gemacht haben, sondern auch noch jene wenigen Aufrechten hassen, die sich treu bleiben.
    Und dann kommt so ein ahnungsloser Arbeitswilliger aus einem fernen Land und soll sich darin zurechtfinden oder noch besser, integrieren. Das kann gar nichts werden. Mit diesem Führungspersonal, das Deutschland derzeit hervorbringt, kann man eine Bäckerei betreiben oder auch eine WM organisieren, aber eben keinen visionären Staat machen.

  6. "Es sei denn, man hält es mit...
    „Es sei denn, man hält es mit Savonarola und tut bis zur letzten Konsequenz genau das, was man von anderen fordert.“
    .
    Und wird dann zu Recht von den anderen umgebracht, schließlich ist perfektere Intoleranz nicht möglich.
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    Und die Brettchen sind nett. Schon länger in Gebrauch. Und fallen gar nicht auf.
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    Schade, dass er nicht Medwedjew, Merkel und Sarkozy zu Gast hatte, sondern bloß so „bessere Kreise“.
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    („Und auch noch von der blöden, kinderlosen Art“, denkt man, sagt es aber nicht. – Wenn man z. B. selber vier hat – und weitere vier sind zu Besuch, dann liegt im Eingangsflur locker ein Haufen (Berg!) von 8 Paar fremden Schuhen (Dreck!) in Größe 47,5 – oder schmiegt sich an die Wand – und die klassische Frage heißt „was willst Du denn jetzt schon hier?, wir hatten erst später mit Dir gerechnet, Pizza ist alle, kannst Dir aber auch noch welche bestellen!“ – oder so. (Man lernt es lieben) Unfruchtbare zählen nun mal nicht, egal wie erstklassig sie sich die Magenwände von innen statt mit Schamotte oder Aquavit mit „Edelfeststoffen oberster Selbstverwöhnungsklasse“ auskleiden. (Und selbstverständlich mögen wir Dr. Don (und schätzen seine vorbildliche Häuslichkeit)))
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    U. a. Sarkozy hat ja im Film so auch eine Art sich extra schnell vor der Dame zu setzten, direkt vorbildlich. Oder verbesserungsfähig, wie man will. („Die großen Themen sind unsere gemeinsamen Bedrohungen“ – tja)
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    http://www.stern.de/politik/ausland/sarkozy-merkel-und-medwedew-die-duzfreunde-von-deauville-1615572.html

  7. Punkte sind gut für...
    Punkte sind gut für Autofahrer und Fußballvereine…

  8. Pfifferlinge säubern und im...
    Pfifferlinge säubern und im Schnellkochtopft fünf Minuten mit wenig Wasser, etwa gutes Olivenöl, ein Schuß Essig, ein TL Senfkörner, ein Lorbeerblatt, mehrere halbierte Knoblauchzehen und etwas gemahlenen schwarzen Pfeffer kochen. Die Pilze herausnehmen und abkühlen lassen, die Flüssigkeit durch einen Sieb geben. Die Pilze in ein Einmachglas geben (300 gramm reichen gerade), mit der Flüssigkeit bedecken, salzen, nach Belieben Senfkörner oder Pfeffer dazugeben, evtl. mit trockenem Scherry nicht ganz bis zum Rand auffüllen, im Wasserbad 20 Minuten erwärmen, in letzter Sekunde mit gutem Olivenöl auffüllen, Deckel zu. Dunkel lagern, kalt als Vorspeise oder lauwarm im Salat essen.

  9. @ yast2000
    "...aber eben...

    @ yast2000
    „…aber eben keinen visionären Staat machen.“
    .
    Staaten sind besser nicht visionär.
    Das führt zu seltsamen Grundausrichtungen, die man gemeinhin wenig als demokratisch bezeichnen kann.

  10. Ich würde Hoffnungen...
    Ich würde Hoffnungen schöpfen lieber Don, denn das Ihr Weinvorrat schrumpft,heißt doch schließlich auch, dass Sie Menschen zu Besuch hatten.

  11. Wirklich ein sehr schöner...
    Wirklich ein sehr schöner Beitrag, Donny.
    Doch –
    „…..die von einer exklusiven „christlich-jüdischen Kultur“ faseln….“. JudInnen als ZuwanderInnen nach Deutschland? Keine gute Idee finde ich.
    Mein naughty deutscher Chef von damals hat mir einmal gesagt „Sowas lebt und Goethe musste sterben“ („der Sowas“ war in der Tat der US-Jude der damals Präsident unserer weltweit bekannt Handelsfirma war). Das habe ich an ihm geschätzt, „politically-correct“ war er nie – he didn’t give a damn.

  12. Sie könnten die Pfifferlinge...
    Sie könnten die Pfifferlinge mit feingehackten Schalotten braten und dann in gutem Öl und Essig einlegen…. noch ganz viel glatte Petersilie dazu, vielleicht auch ein paar Mandeln. Aber frisch sind sie unvergleichlich viel besser, und wenn ich mich mal bekauft habe, hab ich eben zwei Tage lang Pfifferlingsdiät.
    Die Punkte werden es nicht bringen; falls sie überhaupt kommen, werden es schon ziemlich idiotische Kriterien sein, nach denen sie vergeben werden. Bei der intellektuellen und ästhetischen Selbstgenügsamkeit unserer „Entscheidungsträger“ ist doch Konkurrenz auch nicht wirklich erwünscht.

  13. ...jo mei, und de Leit von da...
    …jo mei, und de Leit von da Sodzialbraktischenbardeidschlands lost a aus da Herr Don vo da Counter-Konserven-Revoluzschion. Grad wia de Greana aa. Füan Kriag hams fei scho gschtimmt, de Leitln, scho wei die Weiba in Afghanistan a Burka trogn müassn un koa Dirndl trogn derfa. De sand doch gnau a so. Schaugs da bloss a, wias gekonnt dia de Austern einizutzeln und an Sauterne einiziagn, die Bazis. Mia brauchan de Endwigglungshülfe zwegn dem Ächsbort, so schwadroniarns dahea, wia die Schwoazn aa…offtziell sans füa de Gsamtschui oba da Bubi un des Maderl kemman afs Kimnassium, do feit se nix. Oiso i kennt eahna do Sachn vazöin, aus is….i wui jo nia nix gsogt hom!

  14. Don, ihre überzähligen...
    Don, ihre überzähligen Pfifferlinge können sie in dünne Scheiben schneiden, auf Küchenkrepp trocknen lassen und dann in einem geschlossenem Marmeladeglas aufheben, bis Sie wieder Lust darauf kriegen, sie zu essen. (Ich mach das immer mit den Überzähligen, die ich jeden Herbst finde.)

  15. @Vroni ### Schon klar, aber...
    @Vroni ### Schon klar, aber das ist genau der springende Punkt: Erstens leben wir bereits in einem konservativen Vierten Reich, angeführt von einer Pfarrerstochter und dem badischen Sohn eines Steuerberaters. Zum zweiten: Dieser ewige Verweis auf Diktaturen bringt in Deutschland genau jene moralische Totschlag-Identität hervor, die es tatsächlichen Eliten nicht mehr gestattet, in Deutschland Karriere zu machen. (Herr Ackermann weiß gar nicht, was er für ein Glück hat, der Sohn eines Schweizer Landarztes zu sein. Herr Weizsäcker muss sich dagegen dafür rechtfertigen, was sein Vater verbrochen hat.) Die Tatsache, dass Deutschlands Elite versagt hat, heißt nun nicht für alle Ewigkeit, sich gemäßigte, aber drittklassige Führungspersonen in Ämter zu wählen, deren politisch-genialer Lebenshöhepunkt am Ende eine Homestory im Boulevard ist; oder das Internet zu einem ‚Ort‘ zu erklären, oder gar zu einem ‚Raum‘, der nicht nicht existiert und demzufolge natürlich rechtsfrei ist.
    Deutschland hatte nach der Wiedervereinigung sehr wohl eine neue moralische Chance, aber wenn Spenden von Konzernen an christliche Parteien wichtiger sind, als das Wohlergehen des deutschen Volkes, ist diesem Land eben nicht mehr zu helfen. Da ist es dann egal, ob man konservativ oder links oder Buddhist oder Baptist oder sonst etwas ist. Sorry!

  16. Punktesystem fuer Zuwanderer,...
    Punktesystem fuer Zuwanderer, hochqualifizierte Leute-selbstverstaendlich. Das will uns sagen, dass die grosse Zahl Arbeitsloser in unserer Republik den Anforderungen nicht gewachsen ist. Wie kommt denn das? Zu dumm? Und wenn ja, warum zu dumm? Zwangretardiert durch die Gesellschafft, die Schule, chaotisch organisierte Unversitaeten? Oder durch die sogenannten Spitzen der Gesellschaft, die befuerchten, dass frischer Geist und gebildete Tatmenschen ohne die Bremse irgendwelcher Traditionen, das System des Etablierten ein wenig durchschuetteln?
    (Und davon mal abgesehen: selbst in seinen nuechternen Momenten kommt Bruederle nicht vom Weinkoenigeinnenknutschen weg.)

  17. Werter Don,
    so ein...

    Werter Don,
    so ein Punktesystem ist in etwa so toll wie die Kennzahlen, denen die Manager der christlich-jüdischen Traditionsunternehmen in diesem Lande so gerne hinterherlaufen. Kein Wunder also, dass dies so vielen Politikern so gut gefällt.
    .
    Für die Politik natürlich auch reizvoll ist, dass sich die Bewertung von sachlichen Anforderungen durch Punkte mit einer politischen Steuerung kombinieren lässt: Extrapunkte für Frauen, Ostdeutsche, Christen, Juden, Atomkraftfans, …
    .
    In der Politik dürfte generell als zusätzlicher Reiz hinzukommen, dass so ein Punktesystem dort immer relativ angewandt wird – wenn zu wenige die Kriterien erfüllen, werden diese eben aufgeweicht (Der Euro-Stabilitätspakt lässt grüßen).

  18. Freunde von mir tun es...
    Freunde von mir tun es aehnlich. Die Welt des Anfang Dreissigers bewegt sich schnell. Auf der Spitze geistiger und physischer Leistungskraft turbobeschleunigt durch einen Studienabschluss fuehlt man sich wie der Koenig der Welt. Ende Dreissig, im Beruf in seiner Komfortzone angekommen und dem Alltagstrott verfallen, hat man dann eine Freitagsrunde, in der man dann alkoholisiert das Gefuehl der alten Zeiten beschwoert und das der geistigen Erweiterung die man zu Studienzeiten hatte, zurueckholen moechte indem man zum Beispiel den Vater von X einlaedt, um mal ueber ein theologisches Thema einen Vortrag zu halten. Nebenbeit muss man sich zur Vergewisserung seiner selbst auch als buergerlich abgrenzen und dann werden auch Diskussionen ueber den gehobenen Dienst spannend.
    Was aber anders ist als Anfang Zwanzig, als man alle materiellen Statussymbole abgelehnt hatte, ist dass es jetzt zaehlt welches Auto man faehrt oder wo man sein Haus hat. Dieser Wettbewerb im Weitpinkeln ist ja ganz natuerlich, man soll nur ehrlich dazu stehen und dann kann jeder selbst entscheiden, wieviel er davon ertraegt, ob es vielleicht zu sehr nach Sebstvergewisserung riecht oder die Trauben zu hoch haengen.
    Um zum Thema der Einwanderung nach Punkten zu kommen, dies waer’ doch mal interessant, damit holen wir uns die ehrgeizigen armen Schlucker und die Unbequemen. Denn wer in Indien zu den Reichen gehoert und dort “angekommen” ist und sich trotzdem auf Regen, Steuern, und Sozialneiddebatten in Deutschland einlaesst, den treibt etwas hierherzukommen, von dem jede Gesellsschaft fast nie genug haben kann.

  19. "unsere eigenen Rüpel können...
    „unsere eigenen Rüpel können wir aus Gründen der Tradition zwar missbilligen, aber nicht rausschmeissen“.
    ach ja. aber sonst wird es langweilig, und die welt verlöre an vergnügungen.
    .
    geschätzter don, nach amüsanter lektüre, wofür ich herzlich danke, darf ich mit leicht missbilligendem köpfchenschütteln ihre allgemeine einschätzung korrigieren. wie sie bereits wissen, studierte ciccio auch jus, doch nur, weil der vater schon notar war; schriftsätze verfasst er jedoch immer ganz wunderbar, fast schon lyrisch.
    ihren hygieneanforderungen kann er zum glück nicht entsprechen, doch ihre erstgenannten anforderungen ihres ‚pflichtenheftes‘ erfüllt er vollumfänglich, wohl, da aus alter familie stammend. nicht wirklich ein parvenü.
    .
    ist es nicht wieder herrlich, womit sich die gewählten in den medien befassen und damit das volk beschäftigen, auf dass es nicht auf anderes schaue?
    der stein, der die diskussion, wie sie zurzeit geführt wird, ins rollen brachte, ist leider zugleich auch stein des anstosses.
    .
    cher Filou, die gedanken ihres kommentars entbehren nicht des charmes.

  20. Die Punkte in Flensburg werden...
    Die Punkte in Flensburg werden dazugerechnet.

  21. @Hans Meier 555, die ...
    @Hans Meier 555, die Punkte in Flensburg bringen auch nichts,
    hinter jedem BMW und Audi steckt häufig ein Raudi. mfG, T.

  22. Und mit dem "Schmutzausdruck"...
    Und mit dem „Schmutzausdruck“ waren natürlich die eben üblichen Fußbekleidungen gemeint: „Nike und Co“ – heiß geliebt in allen Stadien jeder (gleichgültig-überlegen geförderten) Auflösung.
    .
    Und es ist – im Jahr 2010 mehr denn je – wie Zauberberg: man macht es nach, statt sich selbst zu bekämpfen.

  23. Um vor 35 Jahren nach Kanada...
    Um vor 35 Jahren nach Kanada auszuwandern, brauchte ich Gesundheitspunkte, und dazu musste ich zu einem öffentlichen Gesundheitsamt, das ansonsten für die regelmäßigen Untersuchungen der städtischen Nutten zuständig war. Da saß ich nun im Wartezimmer zwischen geschwätzigen Dirnen, an den Wänden Plakate von sagenhaft scheußlichen Geschlechtskrankheitsteilen und dachte mir: ‘Ein Glück, dass mich hier keiner sieht, sonst würde noch kolportiert, dass das schwarze Schaf der Familie jetzt Nutte geworden ist.’

  24. Wie werden eigentlich...
    Wie werden eigentlich Bloggerianer bewertet (und bezahlt)? Nach „klicks“? Na also, geht doch. Hoffentlich nicht nach ihren Kochrezepten. Und der Stoff aus Afghanistan ist so schlecht auch wieder nicht. Es soll ja sogar schon silberne Wasserpfeifen geben. Machen wir´s wie die Birne: überall blühende Landschaften sehen. Wer dem wohl den Stoff verkauft hat?

  25. Im alten Rom gab es das Amt...
    Im alten Rom gab es das Amt des Zensors.

  26. Ansonsten empfühle das...
    Ansonsten empfühle das Prinzip der Kooptation — wie überall dort, wo Abstammung und Geld allein nicht ausreichen.

  27. Sein Bühnenstück zum Glück...
    Sein Bühnenstück zum Glück nicht: „Don Quichotte in Bayern“ – oder „Blog expandiert“
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    „George W. Bush – oder wenn Historiker Bumerang werfen“
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    „Nicht der Blogger ist pervers, sondern die Bedingungen, unter denen er wegschaut!“
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    Von Zeit zu Zeit denkt sich die Welt wohl „Ich lasse alle guten Gedanken weg und nehme nur die Schlechten“. Warum Dr. Don antipodisch sein muß.
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    „Du weißt doch, ich bin eine Genie, ich kann mich in Frauen nie lange aufhalten“ – was von Männern beiderlei Geschlechts wahrscheinlich schon öfter gedacht wurde.
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    Guantanamo für alle!
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    Die Welt kann aber nicht denken.
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    „Mit erstklassigem Schaum funktioniert auch die stumpfe Klinge.“ Warum Berlin sich soviel Mühe geben kann, wie es will.
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    „Ach wenn wir doch heiraten könnten!“ Früher ein Ausdruck allgemeinen Begehrens. Heute, z. B. in Dr. Dons Kreisen(?), wieder evtl. genau das Gegenteil.
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    „Die Bundeskanzlerin oder sie stellvertretenden Intellektuelle bestimmen die Richtlinien der Politik.“ Machtvolle Verfassungsreform durchs Feuilleton.
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    „Ich möchte Außenseiter sein“, sagt sich der Fassadenkletterer bei Tag und bei Nacht. (Bei Nacht sagt er es lauter, denn im Dunkeln hört man falsche Töne nicht so gut.)
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    Klimawandel. „Wenn es dem Eis zu gut geht, will es unter die Esel.“ (Weshalb manche auch dünnes Eis markieren)
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    Warum die Welt am Ende naturgemäß nur in den Händen der Intellektuellen sein kann? Weil die anderen zu dumm sind, es richtig zu machen, na klar.
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    Unser Staatsdienst hat heute alles im Griff. Sogar die Freiheit.
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    Wären nicht Geheimsoldaten in unerklärten Kriegen die Ultima Ratio?
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    Besser sich eine Drecksarbeit suchen (schon wieder dies Wort), wie bei Tolstoi – also in Krieg & Frieden – als vollkommen nutzlos.
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    „Humwee & Gepard verirrtten sich im Fels. Alles war so überhell und auch so bitterheiß“ – Warum wohl Völker von Zeit zu Zeit anscheinend immer wieder danach streben müssen, ihre Märchen verkehrt zu erleben.
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    „Zivil und ohne Uniform“ – doppelt genäht hält bei manchen eben besser.
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    „Man kann sich eben am Leid der anderen freuen, wenn man zum Leid positiv eingestellt ist.“
    .
    „Ob einer sprachmächtig ist, wirklich sprachmächtig, genialisch sprachmächtig eben, erkenne ich leicht“. Was man zuerst immer im Feuilleton liest.
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    „Und unseren herzlichsten Glückwunsche auch noch nachträglich zur übersteigerten biographischen Normailität!“ – Wie Glückwünsche im Verborgenen, Glückwünsche für die Winkel immer sind.
    .
    „Jede Quelle am Berghang ist Antwort, nur die Wüste hat dazu Fragen.“

  28. Auch ich hatte das sofort...
    Auch ich hatte das sofort markiert & kopiert:
    „…von einer exklusiven „christlich-jüdischen Kultur“ faseln, weil sie zu feige sind, ihre Überlegenheitsrhetorik in die Tradition der Herrenrasse zu stellen, aus der sie ihren Schlamm schöpfen.“
    .
    Trefflich.

  29. Danke fuer den amuesanten...
    Danke fuer den amuesanten Beitrag. Sie beherzigen Goethe’s Ratschlag im Schatzgraeber: Tages Arbeit, abends Gaeste, saure Wochen, frohe Feste.

  30. ...
    Punkt
    Punktum
    Punktlandung
    Punktkommastrich
    Punktkomissionsverhandlung
    Punktvereinbarungsgeschäftstellen
    Punktuell gesehen eine hervorragende Idee
    Pünklichkeiten verraten den Charakter einer Nation
    Punktzuteilungssondierungsgespräche in vertraulichen Gesprächen
    Punktierungszellen über sämtliche Knotenpunkte des sozialen Lebens verteilt
    Punktkonvergenzen werden strikt durch die Punktationsbehörde sofort prohibitioniert

  31. Anschlußlieferung...
    Anschlußlieferung II
    Gesprächgleichzeitigkeiten
    N: Bitte geben Sie mir doch mal doch das Profil durch.
    K: Selbstverständlich, wird sofort erledigt.
    St: Haben Sie schon die Vollzugsnachricht….
    Frau C.:Gewiss, in Ihrer Nähe befindet sich doch….
    VT8:Haben Sie schon gehört? Wir müssen uns in diesen Prozess…
    CY-aaß7:An Alle! An Alle! An alle Punktagenten & Durchdatenverzweigungsleiter!
    Ke, Ri, Si, Kl:Zauberhaft, traumhaft, ungemein charmant, nein dies enigmatische…

  32. Wer das erfolgreiche...
    Wer das erfolgreiche kanadische Punktesystem in Sachen Einwanderung kritisiert, hat bestimmt auch eine bessere Idee, wie wir uns das Heer von oftmals ungebildeten und – leider nicht gerade selten – integrationsunwilligen Wirtschaftsflüchtlingen vom Hals halten, die direkt in unsere Sozialsysteme wandern und dem Staat Milliarden kosten, welche an anderen Stellen dringend gebraucht werden. Hat nicht gerade die FAZ im Sommer die Zahl von einer Billion Euro genannt, die uns eine verfehlte Einwanderungspolitik bisher gekostet hat? Bin mir nicht ganz sicher …

  33. Der Futterneid fühlt sich...
    Der Futterneid fühlt sich heute gar nicht so gut an wie sonst. Ich bin ein wenig böse, dass die Tarte nicht 110%ig gelungen ist. Wo war bloß die Performance!

  34. Konfuzius sagt, ich werde...
    Konfuzius sagt, ich werde berichten, was ich mit den 12 Gramm Trüffel tue, die auch noch da sind,
    .
    Cornelius I., das hier ist nicht die Politik, sondern das Feuilleton, und es geht nicht um arme Schlucker, sondern um reiche, verzogene Bratzen.

  35. @Cornelius
    betrachten Sie es...

    @Cornelius
    betrachten Sie es doch einfach als Konjunkturförderung. Am Ende landet alles bei Aldi, Lidl und Schlecker, und die mussten wenigstens nicht gerettet werden.

  36. Wos isn des wieda fier a...
    Wos isn des wieda fier a Fuzi?
    Mama, da Don hot gsogt miia san vazogne Bratzn. Derf dea des sogn? Mia hom im Ethikuntaricht ghöat des wär a Tisgriminierung von Minoridädn. San mia oani? Muass i mia des sogn lossn? Iebahaupts loss mia itza chillen i schpui mit meim Supaforced-menpauatuul.

  37. @Filou: ja, mit diesen Fragen...
    @Filou: ja, mit diesen Fragen sollte man ein wenig nachbohren.
    @DA: zu den Pfifferlingen fiel mir auch nichts anderes ein als Tiger, und sie war schneller.

  38. Es muss nicht immer...
    Es muss nicht immer Kürbistarte sein – wie wäre’s mit un gratin de courge (aufpassen, aus dem Welschland / Genf)
    http://jeromeestebe.blog.tdg.ch/

  39. Ach so, es ist das Feuilleton....
    Ach so, es ist das Feuilleton. War ja auch lange nicht hier.

  40. DISCLAIMER-message...
    DISCLAIMER-message III
    Vermischte Verhältnisse:
    Warnt die Konzerne: Wer Druck auf sie ausübe, erreiche das Gegenteil. Gerade die
    von hoher Warte aus profilierten Gemeinplatzeinheiten bestehenden, bedürfen einer Förderung die ihresgleichen sucht: Forschung und Bildung bedürfen der regulierenden Hand deshalb vereint mit Gutachtern die versiert den Bolognaprozess in Kanäle leiten,
    die das Ideal Humboldts in neuem Licht auf eine breitere durchschnittliche Nivauhöhe
    leiten. Europäer von frühzeitigen Milliardenspritzen abgehalten – offenbar auch mit Blick auf Innenpolitik können alle Marktteilnehmer „Rat und Unterstützung“ bauen. Deshalb Kontinuität:“Wenn irgendetwas in Richtung einer Drohung oder eines Gepresstwerdens führt, dann führt das bei mir meistens zu einer totalen Gegenbewegung“ Freilich ist die EU der erste Schritt zur Schaffung von „superstates“. Frauen auf Partnersuche. „Verheerend“ Nationalstolz-Debatte in äussersten Umständen können wir die Tragfähigkeit verstärkt kommunizierend in den Focus den Bürgern in die richtige ich auch nicht, aber ich weiß natürlich, niemand weiß… wie Flügel tragen…Früher bekamen Erstwähler noch einen Blumenstrauß. Ich bin dafür, den jetzt alten Wählern zu geben – die sind ja sozusagen Letztwähler in „Kritischer Solidarität .“Die Zuwanderungsdebatte spitzt sich zu und schlägt hohe Wellentürme deren Fundamentierung noch ungewisser denn je aber positiv in die Zukunft unserer Nation blicken lassen gemeinsam mit den Neubürgern und Zuwanderern können wir die Misere meistern. Stolz auf das Erreichte! Auch unsere Verbündeten wissen zu schätzen wie sehr wir um das gute Leben in den besten Absichten bemüht sind und ohne Verzug keinerlei Mißstimmigkeiten aufkommen lassen.

  41. Was für ein leeres, dummes...
    Was für ein leeres, dummes Geschwätz, zumeist in den Kommentaren, die einer ’stimmgewaltigen‘, jedoch lediglich Worthülsen fabrizierenden Schwafelei folgen.
    Verarschung derjenigen denen die Worte fehlen weil sie eventuell zu hungrig, zu durstig, zu Internet entfernt sind um teilzunehmen. Machen wir uns also etwas lustig über die Gepflogenheiten der ‚Stände‘, ihrer Bauchschmerzen, Unpäßlichkeiten, ihrer so äußerst dummen Ignoranz dessen was so im Ländle – im allerweitestem Sinne – so vor sich geht. Cholera in Haiti, aufgeschltzte, mehrfach vergewaltigte Frauen im Kongo, aber, keine Frage, das sind andere Fragen. Wird sich eventuell jemand mit befassen, oder auch nicht.
    So what.
    Überlegen wir halt statt dessen wie wir die Schwammerl haltbar machen.

  42. Auf den PUNKT gebracht:...
    Auf den PUNKT gebracht: Kürbistarte mit Schafskäse ist kein Soufflé, sondern ein Belag mit Guss.

  43. Just a simple mind und...
    Just a simple mind und Cornelius, das hier ist ein Blog rund um ein gewisses Thema. Ich kann es zwar ab und an ausbeulen, aber im Moment ist es sehr bei dem, was hier meine Aufgabe ist.
    .
    fionn, danke, gratin ist gerade etwas, nach dem mir der sentimentale Sinn nicht steht – aber ich probiere etwas anderes.

  44. @Don Alfonso:"...auch wenn ich...
    @Don Alfonso:“…auch wenn ich keinen Wein trinke…“
    Bitte um Nachsicht: Nebenweg, um nicht zu sagen: Abstellgleis – aber dennoch meine, keineswegs rhetorische Frage:
    Welche Gründe können einen Kulturfreak dazu bewegen, keinen Wein zu trinken??
    Werden z.B. in einem mediterranen Wein, erworben in einem ländlichen Familienbetrieb, nicht Boden, Klima, Landschaft, Licht Stimmung, Erinnerung, Geschichte, vermittelt durch handwerkliches Können, auf unersetzliche Weise erlebbar und: genießbar?

  45. Viet, seit wann bitte ist...
    Viet, seit wann bitte ist Scamorza Schafskäse?
    .
    ghostwriter, ich trinke keinen Alkohol, weil es mich bei der Vorstellung hebt. Auf Skiurlaub in Chamonix hatte ich nur einen Anzug dabei, und jemand hat sich darüber erbrochen. Es war sehr kalt, aber ich bin eine Woche mit Jeans und Pullover gefahren, weil der Geruch entsetzlich war. Ich habe auch davor nicht getrunken, aber danach: Ne. Niemals.

  46. Plindos, das verstehe ich...
    Plindos, das verstehe ich nicht.
    .
    colorcraze und Tiger, danke, ich werde das ausprobieren.

  47. ein Punktesystem für die...
    ein Punktesystem für die besseren Kreise als Legitimation und Bedingung eines Feudalismus nach HansMeier555 – ist es das, werter Don, wonach Ihnen der Sinn steht? – Staatliche Ämter werden auf Lebenszeit an die Bürger verlost, die über eine hinreichende Punktezahl verfügen. Punkten könnte man vielleicht mit Kontostand, Intelligenz, Schönheit, Körpergröße, Ausbildung, Dienstzeiten bei der Bundeswehr, Zahl der Twitter-Follower etc – doch wer sind die Richter, wer schafft die Richtlinien? – HansMeier555, geben Sie der Diskussion eine Richtung!

  48. @DA: bitte. Getrocknete Pilze...
    @DA: bitte. Getrocknete Pilze machen sich wunderbar in Risotto (Öl, Zwiebel, Knoblauch, Reis, getrocknete Pilze, Tomate, Weißwein, Wasser, Salz). Manchmal esse ich sie auch so. Zumindest bei denen, die ich gekauft habe, finde ich, daß das Trocknen geschmacksverstärkend gewirkt hat. Allerdings sind in dieser Mischung kaum Pfifferlinge drin, dafür manchmal Täublinge und die sehr guten Herbsttrompeten. – Es kann einem aber nicht nur durch Alkohol schlecht werden, gell! Mit Virus einfangen geht das genausogut. – Aber Wein in Soßen machen Sie schon, oder? Find ich besser wie Brühwürfel. (Vor dem Alkohol braucht man sich da nicht fürchten, der hat einen neidrigeren Siedepunkt wie Wasser und ist längst raus, bis die Soße gut ist).
    @just a simple mind: Hier ist nicht das Katastrophenkommando, hier ist Eßtisch.

  49. ...man will Leistungen sehen...
    …man will Leistungen sehen und wäre selbst arbeitslos, wenn der Papa von S. nicht einen Marktführer besässe, der das Marketing, in dem sie arbeitet, nicht braucht…
    .
    Aber ist das Heuchelei? Manche Leute haben sehr wohl das Recht dazu, von anderen Leistungen zu verlangen, welche sie selbst nicht erbringen. Dieses Recht haben sie, genau wie ihr Vermögen, von anderen Leuten geerbt, die (oder deren Vorfahren) irgendwann einmal in der Vergangenheit eben doch eine grosse Leistung erbracht haben müssen, durch welche das Vermögen entstanden ist.
    .
    Was der Don da als „Doppelmoral“ denunziert, könnte ebensogut als hohe Moral gepriesen und bezeichnet werden als: Stärkung der eigenen Identität.
    .
    Und den Glauben an das göttliche Recht und die soziale Nützlichkeit der Praxis, Güter, Rechte, Privilegien und Anspruchstitel ungeschmälert erben und vererben zu dürfen, den haben Liberale mit der alten Aristokratie schon immer gemeinsam gehabt.
    .
    Der Unterschied bestand lediglich darin, dass sich der Adel schon immer stolz, ehrlich und mutig zum Abstammungsprinzip bekannt hat, während sich die buckligen Bürgerlein immer hinter ihrem „Leistungsprinzip“ verschanzen mussten. Dieses Päckchen müssen sie seitdem als ewiges schlechtes Gewissen mit sich herumschleppen, so ähnlich wie die Sowjetfunktionäre ihre schäbigen Privilegien.
    .
    Doch schon bald wird sich dieses Kopfweh verflüchtigt haben wie der demokratische Diskurs als solcher. Die Erben der heutigen Erben werden vom Leistungsprinzip sowenig geniert werden wie der heutige russische Ölmilliardär vom Marxismus-Leninismus.
    .
    Offenbar ist es der tiefere geschichtliche Sinn der liberalen Ideologie, der Wiederherstellung feudaler Verhältnisse den Weg zu bahnen: Im Namen des Leistungsprinzips werden staatliche Aufgaben privatisiert und schliesslich der Staat selbst „geführt wie ein Unternehmen“. Und demnächst auch halt auch wieder vererbt.

  50. Das einzig Gute am...
    Das einzig Gute am Abstinenzlertum des Dons ist nur, dass uns das Weinkennergesülze erspart bleibt, zumindest hier im Blog. Dann doch lieber die Fahrradexzesse.

  51. Geschätzter Don, das weiß...
    Geschätzter Don, das weiß ich doch. Neben der Spur war meines Erachtens nur der Beitrag von „Just a simple mind“. Bin ja nur auf den Satzteil eingestiegen, der mich angesprochen hatte. Nix gegen Plauderei und Feuilleton. Es muss auch Musestunden geben.

  52. Nagut, HansMeier555, dann...
    Nagut, HansMeier555, dann fehlen nur noch kluge Kirchenfuersten (Mazarin), die talentierte Kinder des Buergertums (Colbert) dem Hofe zufuehren und Minister werden lassen.

  53. HansMeier, wir sollten uns mal...
    HansMeier, wir sollten uns mal treffen und aus ständischer Verbundenheit einige Flaschen gemeinsam leeren. Aber die Fahrraderregungen… nun gut, das Foto mit dem Zeitnehmer bei der Eroica, das war stark!

  54. Auch so ein Punktesystem kann...
    Auch so ein Punktesystem kann ja nur privat betrieben werden.
    .
    Ich stelle mir das als ein nach ARt der amerikanischen Ratgeberliteratur aufbereitetes Computerprogramm vor, das den Eltern ausrechnet, welchen Erben sie wieviel Anteile am Vermögen zuschanzen sollten.
    .
    Es versteht sich von selbst, daß die Vererber wieder mehr Einfluß auf die Partnerwahl, die Fortpflanzungspraxis und sonstige Lebensführung ihrer Kinder nehmen müssen. Mit Geld und Beziehungen als Druckmittel sollte das zu machen sein.
    .
    DAs wäre der beste Weg, die katastrophalen Folgen von 68 zu beseitigen: Denn nicht nur Multikulti, sondern auch die antiautoritäre Erziehung ist gescheitert, ebenso das Projekt der nicht innerfamiliären „Selbstverwirklichung“ von Frauen. Es wird höchste Zeit, die entsprechenden Tabus zu brechen, Lebenslügen zu entlarven und …: „Wenn du diese Type heiratest, vermache ich mein ganzes Vermögen der Deutschen Bank AG! Dann kriegen es wenigstens die Fähigsten, die Leistungsträger, und nicht so ein fauler Versager wie du…“
    .
    Aber soweit soll es ja erst gar nicht kommen! Wenn es darum geht, die ERben auf dem richtigen Lebensweg zu halten, dürfen und sollten gerne auch bewährte Methoden aus anderen Kulturkreisen integriert werden.

  55. @Just a simple mind - Die...
    @Just a simple mind – Die Tatsache, dass man sich darüber austauscht, wie man Pilze aufhebt, bedeutet keineswegs, dass man sich nicht dafür einsetzt, dass Vergewaltigung nicht nur in Haiti sondern auch – viel naheliegender – in der EU Kommission oder der EZB verfolgt werden kann. Bevor sie noch einmal Ihren moralischen Zeigefinger heben, schlage ich vor, Sie lesen zurückliegende Kommentare unter ‘Der Tiger’ im Zusammenhang mit Don’s Themenwahl und diversen Kommentaren anderen Kommentatoren nach.

  56. Lieber HansMeier555: Man...
    Lieber HansMeier555: Man braucht doch kaum darüber diskutieren, daß sich der Adel alter Prägung überlebt hat und auch die „göttliche Legitimation“ nicht mehr diskussionswürdig ist. Wenn also Feudalismus, dann mit neuer Legitimation. Qua Punktesystem kann eine neue Feudalstruktur begründet werden – die Erblichkeit der Ämter halte ich allerdings nicht für erstrebenswert. Ob NevenDuMont oder Bush, es scheint sich nicht immer zu bewähren – auch ein Blick auf Nordkorea könnte lehrreich sein. Dann doch lieber ein Punktesystem zur Überwindung der Legitimationskrise statt der von Ihnen offenbar erstrebten Privatisierung des Staates, die ich allenfalls als neue Spielart totalitärer Systeme ansehen kann, die wir ja bereits hinreichend kennenlernen konnten…ausserdem werden wir zur Finanzierung künftiger Aufgaben wieder verstärkt auf das Instrument der Erbschaftssteuer zurückgreifen – da bliebe nicht viel…

  57. Was man alles in so ein Rezept...
    Was man alles in so ein Rezept hineinkochen kann! Und wie haben all die Kommentatoren hierhergefunden? Was tun wir mit den hochbepunkteten Menschen, und was mit den anderen? Das wären interessante Listen.

  58. @HansMeier555: Von den...
    @HansMeier555: Von den Chinesen lernen, heißt „Siegen lernen“ (Link)

  59. Lieber specialmarke,
    es ist...

    Lieber specialmarke,
    es ist nicht so, dass sich der (Geld-)adel die Macht im (sich auflösenden) Staat anstrebt.
    Nein nein: Die Bürger sind es, die geglaubt haben, sie könnten sich zum souveränen Volk erklären und dann einfach selbst regieren. Und jetzt sehen sie, dass sie es eben doch nicht können und dass der Mensch unfähig ist, aus seiner unverschuldeten Unmündigkeit herauszufinden.
    Darum kommen sie jetzt zu den potentiellen Investoren gerannt und legen diesen alles zu Füssen wie die Azteken dem Cortes.
    Die Eliten sind ja erstaunlich zurückhaltend, ich versteh auch nicht warum.

  60. Die heutigen konservativen...
    Die heutigen konservativen Bürger: Das sind Leute, die ihre eigene liberale Verfassungstheorie nicht mehr verstehen.
    Bildungsbürger, die an Elite und Vererbung glauben, aber nicht wissen, wie man Kinder macht.

  61. Der US Supreme Court hat im...
    Der US Supreme Court hat im Januar d.J. entschieden, dass es legal ist, die Abgeordneten des Sejm zu bestechen.

  62. Re DAs Bemerkung @ 24.10...
    Re DAs Bemerkung @ 24.10 19.45h
    Ich bin davon überzeugt, dass auch hochgebildete Menschen an diesem Blog teilnehmen – viellecht sogar einige Genies oder (weniger wahrscheinlich) sogar ein paar Nobelpreisträger. Wenn diese Leute sich als ganz normale Blogger an diesem Blog teilnehmen, stört das mich nicht.
    P.S. Ich hatte einmal (als Studentin) einen Freund, dessen Vater Rector einer Oxford University College war. Einmal bin ich zu einem Wochenende eingeladen – und worüber hat die Familie am Frühstücktisch dikutiert? The shopping list for the next week. Der Vater wurde später „Lord“ ernannt – er war eng mit der Labour-Partei vernetzt.

  63. @ Don Alphonso: So geben Sie...
    @ Don Alphonso: So geben Sie sich also, letztlich, als Idealist im platonischen Sinne zu erkennen. Denn darauf laueft doch Platons bester Staat hinaus: eine letztlich relativ gesetzte Gesellschaft, in der Aemter nach Befaehigung- und entsprechender, langjaehriger Ausbildung- verteilt werden.
    .
    Staatsrealitaet in Singapur, uebrigens.
    .
    Was das Punktesystem angeht: Das heisse ich sehr wilkommen, auch wenn ich ehrlich gesagt sicher bin, dass Deutschland sich da selbst blockieren wird.
    .
    Ein kleines Beispiel: Meine Frau, Doktortitel aus Oxford, beantwortete die Frage der Dame im Auslaenderamt („Haben Sie das jetzt alles verstanden?“- nach 30 minuetiger Paragrafenbelehrung) hoeflich und korrekt mit:“ Nein, nicht wirklich alles“. Ergebnis: 960 (!!!!!!) Pflichtstunden Staatsbuergerkunde und Deutschunterricht. Nicht, dass da der Deutschkurs gezaehlt haette, den sie gemeinsam mit den britischen Diplomaten besucht haette…
    .
    Ergebnis: ich kommentiere aus dem Ausland. Denn 960 Stunden, das sind 6 Monate Vollzeit. Das hat der Chef, der ihr schon einen Job angeboten hatte, dann doch nicht als Wartezeit akzeptieren wollen…
    .
    Und was haette das Punktesystem gebracht? Doch hoffentlich eine Erleichterung, die die tatsaechliche Lohnarbeit ermoeglicht haette. In einem der Ausbildung angemessenen Job. So aber die Aussicht, 6 Monate lang mit den nicht Deutsch sprechenden, nicht Arbeit suchenden Wohlstandsfluechtlingen verbringen zu duerfen.
    .
    Und deshalb: Auf Wiedersehen, Deutschland! Wir kommen gerne zurueck im Urlaub (zuletzt uebrigens im Allgaeu, und auf diese Weise und auf Bitten meiner Frau lerne ich sogar mehr meiner alten Heimat kennen als je zuvor).

  64. Wie wäre es mit einer Art...
    Wie wäre es mit einer Art DSDS-Jury statt Punktesystem. So à la „Deutschland sucht den Super-Einwanderer“? Jurykandidaten wären natürlich Dieter B und Thilo S. Aber wer noch? Und überträgt ARD oder RTL?

  65. Das Problem ist nicht das...
    Das Problem ist nicht das Punktesystem. Das Problem ist bereits die Vorstellung von „qualifizierten Einwanderern“. Denn das bedeutet zwangsläufig, dass andere, ärmere Staaten ihre Bürger gut ausbilden sollen, aber nicht damit diese dann ihr Land voranbringen, sondern diese auf Kosten der ärmeren Gesellschaften Ausgebildeten sollen dann nach Deutschland kommen und hier unsere Defizite abdecken.
    Das ist asozial und eine Form des Kolonialismus.

  66. Die Punkteliste muss...
    Die Punkteliste muss natürlich privatisiert werden. D.h, liebeR Marvin, dass nur ein RTL/Sat1 (oder so) in Frage kömmt. Gesponsort wird die Sendung dann von denjenigen Unternehmen, die an solchen Personen (gutausgebildete Einwanderer) interessiert sind. Diese Unternehmen können dann auch Einfluss nehmen auf die Definition und Gewichtung der Punkte. So bleibt das System flexibel und wirtschaftstreu….
    Zum Beispiel könnte ein Nahrungsmittelunternehmen Punkte verteilen für ein gelungenes Pfifferlingaufbewahrungsrezept, wenn es denn ein 20sek-Werbung schaltet.

  67. DA@: Pardon, ich verstehe...
    DA@: Pardon, ich verstehe so´n Dada-Zeugs auch schon lange nicht mehr. Irgendwie etwas zwischen Zettels Traum und und Wahnhalla. Es muß ein verschwurbelter Delier-anfall gewesen sein, dass ich das hier im Blog verbreitet hatte. Aber glauben Sie mir, wenn man in die vielen offiziösen Tagesverlautbarungen schaut, so gerät bei Gegen-licht schon mal in dieser Richtung einem das Eine oder das Andere durcheinander. Von den angesagten (gehörten & gesehenen) Talkshows ganz zu schweigen. Werde mich um einen Refresher-Kurs in Neudeutsch bemühen müssen, und das in meinem Alter (langanhaltender tiefer Seufzer). Verdammt, wo habe ich nur die Punkteliste…..

  68. @Marvin: Thilo S. ist klar,...
    @Marvin: Thilo S. ist klar, aber wer ist Dieter B.? Muß man den kennen??

  69. @Plindos: das roch nach zu...
    @Plindos: das roch nach zu viel Wein…

  70. :-)
    .
    Punktesysteme. Sind sie...

    :-)
    .
    Punktesysteme. Sind sie denn etwas anderes als fein unterteilte Schubladen?
    Bürgerliche Schubladen sind jedoch nicht: die Lösung, bürgerliche Schubladen sind: Teil des Problems.
    .
    Auch auf die Gefahr hin, dass ich das für die Schublade geschrieben habe…
    ( http://www.vordenkerin.de/wp-content/uploads/2008/11/schubladen.png )

  71. Kopfgeburt, das muss nicht...
    Kopfgeburt, das muss nicht gesponsort werden, das geht in Public Private Partnership: Die PR-Agentur der Konzerne macht die Vorgaben, und das Controling leitet die Rechnungen an das Sozialministerium weiter.
    .
    isidorus, das ist natürlic genau der Plan: Bildungskosten outsourcen für einen zweiten Arbeitsmarkt mit niedrigeren Löhnen. Nur Gewinner bei diesem Geschäft. Ausser den ärmeren Ländern.

  72. (Wobei die dann wieder auf...
    (Wobei die dann wieder auf deutsche Exporte angewiesen sind, weil ihnen dafür die Fachkräfte fehlen…)

  73. Lieber T.I.M., ganz ehrlich:...
    Lieber T.I.M., ganz ehrlich: Auf meine eigene Liste würde ich auch nicht wollen. Zur Tradition des Abendlandes möchte ich ohnehin demnächst mal was schreiben, mir kam da etwas gestern in die Finger, was ich zeigen möchte.
    .
    curzio, ich hoffe ja ein wenig, dass irgendwann einer im Zentralrat die Schnauze voll hat, für dieses elende Gewäsch herhalten zu müssen, und den Worttätern über den Mund fährt.

  74. Die im Artikel aufgeworfene...
    Die im Artikel aufgeworfene Frage ist letztlich die nach dem Erbrecht und der Vererbungspraxis, in Kombination mit dem Eherecht (Mitgift, etc.).
    .
    Zur Erinnerung: Innerhalb privater Firmen galten und gelten nie andere als feudale Regeln. Eben darum funktionieren Privatbetriebe ja auch viel effizienter und dabei humaner als es ein demokratischer Staat jemals könnte.

  75. @Don
    Sie meinen wohl das ZK...

    @Don
    Sie meinen wohl das ZK der deutschen Katholiken.

  76. Ich glaube, die Katholiken...
    Ich glaube, die Katholiken haben gerade ganz andere Probleme, als sich mit ihren Schutzherren zu überwerfen.
    .
    Don Ferrando, gern geschehen!

  77. Das lustige an der...
    Das lustige an der Primogenitur war ja, dass sie dem Sohn eine sehr starke Stellung gegenüber dem eigenen Vater verschaffte.
    War der Thronfolger einmal in der Welt, war ihm nicht mehr so leicht beizukommen. Beim Volk und im Ausland genoss er eine Legitimation und einen Anspruch, den Herr Papa nicht einfach so ausknipsen konnte, ohne einen Bürgerkrieg oder schlimmeres zu riskieren.
    .
    Heute ist man da doch viel flexibler, und bestehende Gesetze kann man ändern. Entsprechend grösser müssten die Möglichkeiten sein, auf den eigenen Nachwuchs Druck auszuüben. Warum es die Reichen nicht tun? Vermutlich haben sie Angst vor der Einmischung des Jugendamtes. Oder so.

  78. @Don
    Und der Zentralrat?...

    @Don
    Und der Zentralrat?

  79. "Es versteht sich von selbst,...
    „Es versteht sich von selbst, daß die Vererber wieder mehr Einfluß auf die Partnerwahl, die Fortpflanzungspraxis und sonstige Lebensführung ihrer Kinder nehmen müssen. Mit Geld und Beziehungen als Druckmittel sollte das zu machen sein.“
    bester HansMeier555, das i s t doch schon/noch so! meine eltern sind 68er!
    allerdings ordentlich gekleidet und frisiert (der unordentliche geist liegt inoperabel in den genen – pluspunkt, ja?), doch streuten sie ihre gene sehr weit, und bestimmt mehr, als ihnen lieb war,
    ersichtlich vor allem bei überweisungen an erziehungsinstitutionen, die selbst eine umverteilung von vermögen in der familie darstellen.
    .
    doch sie, die altvorderen, haben den zeitpunkt verpasst… dann war es zu spät.
    die haben die weit hinausposaunte idee mit der hochzeit für einen meiner nicht seltenen scherze gehalten, und das erste kindlein träumte sich unter meinem herzen der welt entgegen. hehe.
    so, und insbesondere ma mère bei dem im/materiell verschärften charme von gary, konnten sie gar nicht anders, als ein rauschendes festchen zu spendieren.
    .
    lieber spezialmarke, herzlichen dank für den link. *hüstel*: qualitätsmensch. aus der radiowerbung kenne ich nur qualitätswein.
    .
    chinesen i.a. denken übrigens über jahrhunderte hinweg.
    im prinzip schadet diese planungsweise nicht, sie ist sogar recht klug, jedoch wäre m.e. zu kritisieren, dass die freiheit des individuums resp. das individuum an sich kein massgebendes kriterium ist.
    die geschichte wird erweisen, dass der niedergang chinas nur ein zwischenzeitlicher war, eine zeit der depression, aus der china gestärkt wie phönix hervorgehen wird. es werden langfristig die anderen sein, die auf den bäumen sitzen (oder auf der palme).
    die rhetorik lässt aus deutscher perspektive natürlich überaus zu wünschen übrig; am ende kommt es auf die taten an – solange man nicht mit menschen in einer die individuelle freiheit nicht akzentuierenden gesellschaft menschenverachtend, um nur die erste stufe zu nehmen, umgeht! das ist übrigens normativ und ernst gemeint.
    .
    ja, HansMeier555, das individuum soll ein glückliches sein. die frage ist nur, wie man dieses ziel erreicht.

  80. Ich mag kleine Bosheiten ja...
    Ich mag kleine Bosheiten ja besonders gern, wenn sie in eine häusliche Szene eingewickelt werden wie die Füllung in einen Blätterteig. Schön.
    .
    Was die Umsetzung des Punktesystems anbetrifft, denke ich, da geht kein Weg an den bekannten Rating-Agenturen vorbei. Einfaches Prinzip: Wer eingestuft werden will, zahlt selbst, und zwar direkt an die Agentur. Im Private Rating gibt’s dann den „Society Grade“ oder das Urteil „Junk“; letzteres natürlich nur theoretisch bzw. in aussichtslosen Fällen (Geländewagenfahrer, Sarrazinisten). Und wenn sich mal ein Rating als etwas zu, hm, optimistisch erweist, bricht auch nicht gleich ein ganzer Markt zusammen. Familienverbände sollten außerdem die Möglichkeit haben, sich für das Rating bündeln zu lassen; auf die Weise wird das Ausfallrisiko erfahrungsgemäß praktisch auf Null gesenkt.

  81. Das Punktesystem brauchts...
    Das Punktesystem brauchts nicht. Die Aufnahme in die bessere Gesellschaft wird sich schon ergeben- für die Enkel (vielleicht auch schon Söhne und Töchter) der jungen Ärztin, wenn sie dereinst mit den richtigen Schulkameraden oder Kommilitonen umgehen, die Jagt oder ein anderes distinguiertes Steckenpferd reiten, Kontakte gepflegt werden etc. und die Persönlichkeit paßt.
    Die bessere Gesellschaft ist doch kein Club sozialer Aufsteiger sondern eine Agglomeration arrivierter. In einer Generation geht das kaum (durch Heirat auch nur, wenn man hernach akzeptiert wird). Übrigens waren die Eltern von Bil Gates auch schon Mitglieder dieser Gesellschaft… .
    Ach ja- kennen Sie das Buch von Schönburgs, „Die Kunst des stilvollen Verarmens“? Eine Lektüre voll der Beweise, daß es für einen Angehörigen dieser Kreise nicht zwingend notwendig ist, über liquide Mittel im Überfluß zu verfügen.

  82. Ich hätte gern diese seltsame...
    Ich hätte gern diese seltsame Geschichte vom Kölner Verleger und dem Blogger erklärt bekommen (einfache Sätze, davon nicht zu viele). Danke.

  83. Giannozzo, Ratingagenturen...
    Giannozzo, Ratingagenturen hätten natürlich den grossen Voerteil, dass sie halbwegs unabhängig wären, aber genau das würde ich in meinem Umfeld nicht wollen: So weit kommt es noch, dass ich anderen meine Vorurteile überlasse!
    .
    Weltenbummler, der Aufstieg kann sich ja auch einfach so vollziehen, dass einfach das ganze Umfeld aufsteigt. Der Reichtum Münchens gründet sich einfach darauf, dass andere zu spät kommen und sich unten einsortieren müssen. Das ist in meinen Augen der einfachste Weg: Nicht nach oben zu schielen, sondern sich vin Unten abzusetzen. Wenn das dann auch noch geht, ohne dass man unerfreuliche Taten begeht, ist es bestens.

  84. Kürbis geht auch gesotten mit...
    Kürbis geht auch gesotten mit Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Thymian, Chilischoten, Salz und Pfeffer. Dazu Reis und rote Bohnen.
    Naturalisierung in besseren Kreisen erst nach Einheirat in dritter Generation.

  85. liebe sterne,
    der blogger ist...

    liebe sterne,
    der blogger ist ja kein simpler blogger , sondern ein ambitiöser Journalist…

  86. Sterne, ich würde es hier...
    Sterne, ich würde es hier gern bei der besseren Gesellschaft belassen.
    .
    Icke, das hängt ganz von der Frau ab. Ich kenne da so einen Fall, bei dem ich mir sicher bin, dass er ohne jedes Problem sofort akzeptiert wäre. Bei Frauen ist das naturgemäss leichter als bei Männern, die Idee der Mütter ist so: „Bevor der mir so ein verwöhntes Wohlstandskind anschleppt, möchte ich lieber eine anständige, ordentliche Schwiegertochter“.

  87. yast2000, da gibt es...
    yast2000, da gibt es natürlich solche und solche: Die einen stehlen sich davon, die anderen werden Renegaten – wie man ja bei 68 schön sieht, Horst Mahler ist da sicher das Extrem aber auch Leute wie der Broder. Und oft ist es auch einfach die Lust am Verrat.
    .
    perfekt!57, es ist eben manchen einfach nicht gegeben, sich fortzupflanzen, und Aussterben gehört nun mal mit zum Spiel des Lebens dazu. Schön, wenn es in angenehmer Atmosphäre geschieht.

  88. Oh, so düster. Nun denn, in...
    Oh, so düster. Nun denn, in Frieden.

  89. Kleinerberg, nun ja, Besuch,...
    Kleinerberg, nun ja, Besuch, manchmal wünschte ich, ich hätte mehr und länger davon, aber man kann es sich nicht immer aussuchen. Leider. Es war ein angenehmer Abend anstelle eines Abends, der schöner hätte sein müssen. Aber das liegt ab einem gewissen Punkt nicht mehr in der eigenen Hand.
    .
    Konservative Pilze, danke für den Ratschlag, vielleicht mache ich dazu noch was anderes ein.

  90. fionn, ich will Zuwanderung...
    fionn, ich will Zuwanderung gar nicht das Wort reden, zumal ich selbst ja daheim am zufriedensten bin. Und leichter als das Integrieren von guten Leuten wäre es, sich selbst ordentlich Mühe zu geben. Das ist der Subtext der Debatte: Und wenn Du Professor bist, bist und bleibst Du der Fremde. Elend.
    .
    Trouvaille, interessieren würde es mich schon, und dann mal durch den deutschen Durchschnitt laufen lassen. Ich denke, viele deutsche Politiker waren schon lang nicht mehr in den weniger begünstigten deutschen Regionen, sonst wären sie vielleicht etwas vorsichtiger mit den Ansprüchen.

  91. ganz recht, lieber don/14.59u,...
    ganz recht, lieber don/14.59u, man bleibt entre nous. v.a. ignoriert man diejenigen, die zur jagt mitkommen möchten, völlig.
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    da müsste schon jemand sehr spritzig und amüsant im geiste sein, um die glasdecke zu durchbrechen. ansonsten: désolée…

  92. spritzig und amüsant im...
    spritzig und amüsant im geiste? Ab zu Savonarola auf den Scheiterhaufen! Wohl geschieht es dem Lästermaul.

  93. hahaha....
    hahaha.

  94. Don Alphonso, die...
    Don Alphonso, die Schwiegertochter ist doch ein anderer Fall als die Frau Doktor im zweiten Bildungsweg. Früher hätte die Schwiegertochter ja auch seine Staatsbürgerschaft angenommen, und der Name usw. wird nunmals männlicherseits vererbt. Wenn die Mutter da tüchtig, treusorgend und tugendhaft ist, umso besser.
    Bei meinen mosaischen Freunden jedenfalls ist die goi als Schwiegertochter nochmals ein gaaaanz dickes Problem.

  95. @sterne – der Kölner...
    @sterne – der Kölner Verleger hat das getan, was ich früher für meine Kinder gespielt habe, Kaspertheater zweihändig. Wenn die Hexe auf die Bühne muss, zieht man sich die Hexe über, wenn der Drache kommt, hält man den Steiff Drachen hoch…. Sogar die sieben Zwerge bekam ich hin. Auf die Fingerspitzen eines grünen Fingerhandschuhs habe ich Gesichter und Zipfelmützen gesetzt, und links und rechts an der Hand noch einen Zwerg angenäht. Die sieben Zwerge auf der einen Hand unterhielten sich und das Publikum ausgezeichnet mit der wunderschönen alten Schneewittchenprinzessin aus Holz auf der anderen Hand.

  96. @icke, ein Studienkollege von...
    @icke, ein Studienkollege von mir kriegte seine Ehefrau zum Studium direkt mit nach D geliefert. Unvorstellbar, er waere mit einer „Goite“ (so nennt man sie) nach IL zurueckgekehrt (das haette er auch gemacht, dieser triebhafte Mensch).
    (Ueber die wunderschoenen Geschichten in diesem Zusammenhang muss ich leider aus Solidaritaet schweigen. Leider. Man koennte viele Flaschen darueber leer trinken. Ach, was sag‘ ich: Likoerfabriken! Lachend, laut lachend.)

  97. Der Tiger, das mit den 7...
    Der Tiger, das mit den 7 Zwergen einer Hand ist Klasse! Der Verleger muss weniger virtuos gewesen sein. Aber warum man das so hoch hängt? Würde Donna Laura erwischt, weil sie hier u.a. als Plindos und Dipsy firmiert, gäbe es eher Lob wegen der spannungsreichen Beiträge.

  98. "Staatliche Ämter werden auf...
    „Staatliche Ämter werden auf Lebenszeit an die Bürger verlost“
    .
    specialmarke, guter vorschlag, warum auf lebenszeit?
    so für ein halbes jahr wäre doch viel lustiger für alle vor und hinter dem tresen, und die erfahrung erst, die dabei mit der zeit gewonnen wird.
    .
    an sich nichts neues, das gabs schon durchgedacht bei borges (die lotterie von babel) und auch angedacht bei k le guin (planet der habenichtse).

  99. isidorus25. Oktober 2010,...
    isidorus25. Oktober 2010, 11:00
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    „Das Problem ist nicht das Punktesystem. Das Problem ist bereits die Vorstellung von „qualifizierten Einwanderern“. Denn das bedeutet zwangsläufig, dass andere, ärmere Staaten ihre Bürger gut ausbilden sollen, aber nicht damit diese dann ihr Land voranbringen, sondern diese auf Kosten der ärmeren Gesellschaften Ausgebildeten sollen dann nach Deutschland kommen und hier unsere Defizite abdecken.Das ist asozial und eine Form des Kolonialismus.“
    .
    danke. genau so ist es.
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    in der verwaltungspraxis sieht es dann so aus, wenn der eishockeyverein einen deutschen braucht, dann ist der kanadische profi einer, sobald er einen deutschen schäferhund aus der nähe erkennen kann. andererseits, wenn wir genug arbeitslose ingenieure haben, braucht sich auch steve jobs nicht zu melden, der ist nicht einmal einer. das alles ist nichts neues, das wird so gehandhabt, seit es ein ausländerrecht gibt. und die eg-ausländer? ich möchte nicht jeder rumänischen ärztin, die heute in berlin als putzfrau oder altenpflegerin arbeitet, heute abend ein abendessen bezahlen müssen, so reich bin ich nicht.
    .
    richtig asozial wirds erst, wenn mans noch weiter denkt:
    es gibt hierzulande genug welche, die als deutsche (hier darf sich jeder seine lieblingshassfiguren denken), nicht eben die absicht haben, dieses land voranzubringen.
    eben, die sind es, für die wir kolonien brauchen.

  100. ja, das mit den 7 Zwergen war...
    ja, das mit den 7 Zwergen war großartig! Bravo Tiger!
    Übrigens: wo bleibt Dipsy?

  101. @auch-einer: ein halbes Jahr...
    @auch-einer: ein halbes Jahr Bundespräsident sein wäre gewiß lustiger für die Umstehenden, aber wir wollen doch nicht, daß der Staat zu einer Dschungelcamp-Veranstaltung verkommt. Und wenn man mindestens 180 Punkte braucht, um das Amt des Bundespräsidenten zu erlangen, dann muß es unter den Bewerbern verlost werden, die diese Punktezahl erreicht haben. Vielleicht findet man so einen besseren Bewerber als durch Wahlen… Ich mache mir ja das Feudalismus-Projekt von HansMeier555 überhaupt nicht zu eigen; ich finde es sogar unsinnig. Umso mehr muß ich es erst einmal unterstützen…

  102. @specialmarke
    Das Projekt...

    @specialmarke
    Das Projekt macht sich Sie zu eigen.

  103. neofeudalisme: canard...
    neofeudalisme: canard enchaîné titelte, auch im Zusammenhang mit reichsten Frau Frankreichs, Mme Bettencourt et Sarko:
    “ Fric et politique, la descente aux affaires “ das wäre es doch! Ohne Punktezuteilung! Ca ira!
    HansMeier555@: Question: Hm, hm, wie wär’s mit „Canaille Grande“? Da war doch noch was mit dem Kartätschenprinz und Rastatt?

  104. @isidorus: so siehts aus, ja....
    @isidorus: so siehts aus, ja. Hauptsache neu und billig. Und auf der anderen Seite dann so Sachen wie die, die Mondry erzählt, und die Zahlreichen, die aus D abgewandert sind, weil sie nicht als mit Trinkgeld abgefundene Praktikanten enden wollten.

  105. Wenn sie arbeiten, nennt man...
    Wenn sie arbeiten, nennt man sie „Fremdarbeiter“, die den Deutschen die Arbeit wegnehmen. Wenn sie nicht arbeiten, dann sind sie Sozialschmarotzer. — Einfach nicht dasein, das wäre die einzige Art, es den Deutschen recht zu machen.

  106. specialmarke.
    .
    der witz an...

    specialmarke.
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    der witz an der allgemeinen lotterie für jedermann ist, dass es das genaue gegenteil von einem dschungelcamp im speziellen, punktesystem oder concours im weiteren sinn oder dem leistungsprinzip im ganz allgemeinen ist. eben das macht es doch so attraktiv, jeder hat die möglichkeit zu allem für eine kurze zeit.
    .
    schade für mich, dass hansmeiers feudalimusprojekt so wenig aleatorische elemente hat, das macht es meinem lotterieprojekt deutlich überlegen.
    aber meines ist schöner, weil es mehr möglichkeiten und überraschungen bietet; lests bei borges selber nach.

  107. Zur Einwanderungsdebatte...
    Zur Einwanderungsdebatte möchte ich anmerken, daß Australien und Kanada mit je etwa drei Einwohnern je Quadratkilometer Bürger suchen, die natürlich nicht nach kurzer Zeit den sozialen Systemen zur Last fallen sollen. Deutschland hat genügend Einwohner. Soll der Staat und die Wirtschaft die Bürger bis zur Vollbeschäftigung qualifizieren. Wer dann noch expandieren möchte, möge ins Ausland gehen. – Gegenwärtig scheint mir die deutsche Wirtschaft allzu wählerisch, wenn es um Mitarbeiter geht. Sie dürfen nicht viel kosten, sollen über immense Erfahrung verfügen und keinesfalls über 50 Jahre alt sein. Auch die Fortbildung von Mitarbeitern auf Firmenkosten ist wohl völlig aus der Mode geraten…

  108. @auch-einer
    Für die Aleatorik...

    @auch-einer
    Für die Aleatorik gibt es Duelle, Sport und Krieg.

  109. @auch-einer: Feudalismus ist -...
    @auch-einer: Feudalismus ist – glaube ich – von Natur aus eine sehr statische Angelegenheit: die Erheiterung darüber, HansMeier555 plötzlich mal für einen Monat als Dichter des Bundespräsidenten oder als oberster Leiter aller deutschen Kindergärten zu erleben, wird uns wohl versagt bleiben müssen…

  110. Statisch, sagen Sie?
    Es gibt...

    Statisch, sagen Sie?
    Es gibt bestimmte Karrieren, die sind nur unter feudalen Umständen möglich.
    .
    Statisch ist unser heutiges Zeitalter: Banal, langweilig, postkulturell. Wann ist zum letzten Mal gute Musik oder ein gutes Theaterstück geschrieben worden, das man mit gutem Gewissen weiterempfehlen könnte? Fast alles, was wir haben, entstand noch im feudalen Zeitalter oder unmittelbar danach. Seitdem betreiben wir nur noch Nachlassverwaltung.

  111. Also HansMeier555, dann werden...
    Also HansMeier555, dann werden Sie eben Minister für kulturelle Angelegenheiten. Da können Sie initiieren oder nachlassverwalten…

  112. ...oder wollen Sie lieber...
    …oder wollen Sie lieber Kriegsminister werden?

  113. Okay, es gibt heute...
    Okay, es gibt heute natürlich:
    Fussballer, Rapper, Musiker, Rapper, die Donaueschinger Musiktage, die Volksbühne am Rosa-Luxenburg-Platz und Quentin Tarantino.
    Auf all das mussten unsere Urgroßeltern allerdings verzichten.

  114. Vielen Dank für die diversen...
    Vielen Dank für die diversen Komplimente!
    @Sterne – Ich vermute der Verleger hat einen wesentlichen Grundsatz nicht bedacht: ‘You do not always have to say the truth, but don’t tell lies’. (siehe Don’s Blog „Gerated und für reich genug befunden“ vom 20. September 2010, Kommentar: Der Tiger 21. September 2010, 16:06 und diversen dazugegebene Kommentare)

  115. "Minister für kulturelle...
    „Minister für kulturelle Angelegenheiten“.
    .
    Sie denken einfach zu sozialdemokratisch. Wenn schon Minister, dann bitte „Minister ohne Geschäftsbereich“.

  116. sterne, ich darf einen freund...
    sterne, ich darf einen freund zitieren? die tochter des neides ist die verleumdung.
    .
    machen sie nur so weiter, der don weiss es sicher besser, ip-adresse sei dank, gelobt seiest du, in ewigkeit etc.
    .
    lieber don, ich habe mal geprüft, wo ‚das netz‘ mein standpunkt verortet. tsts, auch nicht gerade zuverlässig, aber zuverlässig daneben. how come? wissen sie es?

  117. Also, Herr Minister ohne...
    Also, Herr Minister ohne Geschäftsbereich, nehmen wir mal Goethe: Er handelte als Minister immer auf Weisung des Herzogs, sollte den Silberbergbau in Ilmenau sanieren, sich um den Wegebau kümmern, Rechtsfragen klären, sich um das Weimarer Theater kümmern, Maßnahmen zur Einschränkung der Redefreiheit ersinnen…insgesamt fand er seine Ministertätigkeit als kräftezehrend und wenig beglückend. Gestaltungsfreiheit war nicht vorgesehen. Da ist die Zuweisung eines eigenen Geschäftsbereichs doch ein echter Fortschritt, jenseits sozialdemokratischen Politikverständnisses…

  118. Geschätzte Donna Laura, der...
    Geschätzte Donna Laura, der sterne-Kommentar war wohl ein Kompliment. – Ach ja, wenn man googelt, stößt man an erster Stelle auf eine Anzeige: „Jetzt Donna Laura zum absoluten Tiefpreis buchen!“ – Gell, das sind Sie nicht?

  119. bester don, heute mittag war...
    bester don, heute mittag war man nach gelächter verreist, pardon – die baustelle.
    .
    savonarola würde es sicher keinen spass gemacht haben, bei diesem gang aller gänge meine zarte wenigkeit an seiner seite zu sehen:
    so hold, so rein, mal zornig, mal still… ein vorbild an weiblicher sittsamkeit, dafür würden noch ganz andere ihre hand ins feuer gelegt haben, um im bilde zu bleiben.
    brennen wollte er andere sehen. es kam anders.
    .
    .
    kardinal wäre noch ein job für HansMeier555.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3e/Tettamanzi.jpg.
    .
    es wäre grundsätzlich noch zu klären, ob ein bürgerlicher im feudalismus überhaupt minister oder kardinal etc., meinetwegen ohne die üblichen kirchlichen weihen, werden kann.
    .
    für den eher unwahrscheinlichen fall, dass der mittlerweile etwas eingeschlafene adel fach- und führungspersonal benötigte, müsste man sich zugangsregelungen ausdenken. punktsysteme sind da bei aller vernebelungstaktik viel zu transparent.
    .
    ceterum halte ich im übrigen am rütteln an den grundfesten der – spannung muss sein: patriarchal geprägten – ebenbürtigkeit fest, nicht nur für den fall, dass sich bei meinem zweiten die * ähem *hüstel* orientierung so weiterentwickelt, wie sie sich andeutet.
    .
    schliesslich will der adel auch modern sein.

  120. für die Lotterie sollten...
    für die Lotterie sollten nicht nur entsprechende Abschlüsse wichtig sein. Denkbar wäre auch, wenn jemand entsprechend Kapital mitbringt, um es anzulegen, zu investieren, Projekte zu fördern… Die US Greencard eröffnet diese Möglichkeiten, auch die Einreise als Mitglied einer gemeinnützigen Organisation mit wenig Kapital. Das scheint mir sinnvoll.
    Die Deutschen sind altmodisch, nicht nur Bildung und Schule macht den Menschen aus, oder Geld allein, auch die Frage, was stelle ich damit an spielt doch eine Rolle für unser aller Wohl. Man muss auch nicht so denken, dass ein Vorteil den Deutschland dadurch für sich erwirkt ist gleichzeitig ein Verlust für das Heimatland, es kann durchaus zu einer Win-Win-Situation führen.
    Ist Donna Laura dieselbe wie die Försterliesel?

  121. guten morgen, es gab wohl...
    guten morgen, es gab wohl clown zum frühstück! ein heiteres ratespielchen!
    im angebot sind neben dem bereits von Der Tiger so virtuos aufgeführten kasperle auch noch topfschlagen, eierlaufen, sackhüpfen…
    .
    lieber spezialmarke, wie nett wie von ihnen, mich zu gugeln.
    nein, hermes reduziert – ich dagegen kann nicht reduzieren, da von meiner seite aus kommerzielle angebote weder offeriert noch angenommen werden,
    denn:
    liebe und hingabe kann man nicht kaufen nicht bestellen,

    – wie übrigens ein sehr gut aussehender freund von mir heute abend noch bitterlich beklagte.
    dabei wäre er eine äusserst lohnenswerte und spielend leicht zu erlegende, willige beute:
    klug, a perfect ten (also: wow), mitnichten ein psychopath, und sogar noch beruflich erfolgreich.
    so süss und lieb, wie ein echter mann es nur sein kann!
    ich verstehe die frauen nicht…
    das gnu legt sich den krokodilen zu füssen… man schwärmt und schweift ab-

    um ihre anschlussfrage, lieber spezialmarke, vorwegzunehmen: nein, es gibt keine warteliste (s.o.).
    .
    liebe auch-eine, eine lustige idee. was wohl das Foersterliesl dazu sagt?
    .
    immerhin wird nicht mehr an meinen homozygoten gonosomen gezweifelt.
    .
    (den heilschlaf des erkrankten nachwuchses überwachend gääähhhnnne ich vor mich hin. uuaagghh. wie ein krokodil am nil…)

  122. Überhaupt ist ene feudale...
    Überhaupt ist ene feudale Ordnung eben genau das Gegenteil von dem, was eine Zentralregierung von oben her „einführen“ könnte.
    Feudale Ordnungen wachsen aus dem Boden, sie sind das dornige Dickicht, das sich bald über alle Graswurzeln erhebt.
    .
    Der schnellste Weg in den Feudalismus wäre dann beschritten, wenn die Justiz sich weigern würde, Verträge für ungültig zu erklären, nur weil diese verfassungs- oder sittenwidrig seien. Wenn sich die Gerichte darauf beschränken würden, den Inhalt des Vertragstextes zu interpretieren und die Echtheit von Unterschrift und Stempel zu prüfen, dann hätten wir in 10 Jahren schon wieder Schuldknechtschaft, Leibeigene und einen schwunghaften Organhandel.
    .
    Aber leider leben wir immer noch unter einem kommunistischen Regime, das die Menschen bevormundet und sich einbildet, besser als sie selbst zu wissen, was gut für sie ist.

  123. Der einzige Unterschied...
    Der einzige Unterschied zwischen Liberalismus und Feudalismus besteht nur darin, dass die klassische (alteuropäische) Feudalordnung ihre Berechtigung aus der Religion, den ritterlichen Tugenden und schließlich auch der Kultur abzuleiten für nötig befand, während der Liberalismus glaubt, dass es genügt, über ausreichend Koks, Geld und Waffen zu verfügen.

  124. Liebste Donna...
    Liebste Donna Laura,
    .
    inzwischen weiß ich auch, warum Sie der Shift-Taste das Vergnügen vorenthalten, von Ihren zarten Fingern gedrückt zu werden.
    Sie tippen mit nur einer Hand, weil sie auf dem anderen Arm ein Kind sitzen haben. Das auch gerne mittippen möchte und darum einen halben Meter auf Abstand gehalten werden muss – so bleibt man in Form.
    .
    herzlichste Grüsse, auch an die Eltern —

  125. donna laura, hier gab es...
    donna laura, hier gab es Omelett, ich bin bekanntlich Vegetarier, und man muss bekanntlich aufpassen, dass einem die Metzger keine abgenutzten TV-Komiker auf Koks unterjubeln…
    .
    Generell: Bin ich hiuer eigentlich der einzige Kinderlose?

  126. auch-einer, das liegt am...
    auch-einer, das liegt am deutschen Bildungsfetischismus (was eigentlich auch mal ein gutes Thema wäre). Im Einfordern von Bildung vom anderen kann man idealerweise manifestieren, wie wichtig einem Bildung selbst ist – und ist deshalb auch gar nicht gezwungen, den Nachweis anzutreten.
    .
    donna laura, man darf nicht ganz übersehen, dass Savonarola natürlich auch das bürgerliche Versagen der Medici und ihr adliger Anspruch in die Hände spielte. Sehr komplex, die Gemengelage damals. Man hat den Eindruck, dass nicht nur Irre dem Savonarola folgten, und vielleicht, wenn er nicht gar so eifernd aufgetreten wäre, wer weiss, was dann aus ihm geworden wäre. Der Katholizismus liebt der Verrat der Überzeugungen fast so wie die Überzeugung selbst.

  127. Icke, das mit den...
    Icke, das mit den Schwiegertöchtern ist eine enorm komplexe Gemengelage, da gibt es keine klare Antwort. Ich könnte sagen, was eine Schwiegertochter besser nicht tun sollte – aber letztlich ist es auch bei mir so ein Gefühl, ich beobachte eine Frau und nach einer Stunde weiss ich, das geht, und das geht nicht. Da und da müsste man vielleicht was ändern. Ich glaube zu wissen, wie Schwiedgermütter ticken. Aber es ist ein evolutionärer Prozess, und ob den jede gehen will – keine Ahnung.

  128. @@ Da hier so oft in naher...
    @@ Da hier so oft in naher Nachbarschaft der Eiferer Savaranola genannt wird, sei bescheiden darauf hin gewiesen, dass seine Landesherrschaft, die Medicis von durchaus bürgerlicher Herkunft waren, nämlich Weber und sich irgendwann klar darüber wurden, dass der Handel mit den Produkten ihrer Kollegen ein Mehr an Patte bietet. So konnten sie später denen, die der Aleatorik frönten zu dem Ihren verhelfen.
    ..
    Bin übrigens bar jeglichen Vorurteils, hege nur Urteile.
    ..
    Don Alphonso@:Was bewegt Sie zu dem harschen Urteil? Habe am letzten Sonntag
    noch mit einem Kardinal eine Unterredung geführt. Von Verrat war von keiner Seite die Rede, zumindest war das meine Überzeugung, diese hält noch vor. Von einer irrtümlichen Überzeugung abzulassen würde ich übrigens nicht als Verrat bezeichnen. Wäre Ihnen das zu jesuitisch?

  129. Nun, die Abkehr von der...
    Nun, die Abkehr von der Überzeugung ist wie das Schleichen des Kardinals nach Trastevere zu einer billigen Zigeunerin, aber der echte Verrat, das ist wie die obszöne Fextivität im Vatikan. Man muss wissen, was man bevorzugt.

  130. @tiger..
    in eben einem solchen...

    @tiger..
    in eben einem solchen Wartezimmer sass ich im vergangenen Frühjahr(Einstellungsunters.-öff. Dienst). Man attestierte mir eine nichtausgeheilte Lungenentzündung. Neigung zur Schwerhörigkeit, fragte nach den Hörgewohnheiten(ich spiele ein eher leises akk. Instrument und die letzten Hör und Sehteste waren eher ordentlich). Neben mir waren keine Nutten etc., jedoch fielen mir die auffallend und plakativ diskutierten Sterbehilfebeiträge auf, mit denen ich mich allein>war ja sonst niemand da, über längere Dauer auseinanderzusetzen hatte.
    Aus einer Familie mit Krankenschwester kommend und Krebs..etc. ist man für so ein Thema sensibilisiert >geht vorsichtig damit um…
    .aber was da an Mord und anderen übertrieben formulierten Vergleichen(„Bild-Niveau“) auf mich herabregnete, entsprach in etwa dem, was unmittelbar danach am Arbeitsplatz an pöbelhaften Verhalten folgte..und mich wechseln liess.
    Der neue Arbeitsplatz ist nicht etwa sicherer, aber man weiss sich besser zu benehmen, obwohl die meisten noch sehr jung und unerfahren sind.
    Die Kunden kommen aus höheren Einkommensschichten, Familien sind die erste Zielgruppe…am nettesten und höflichsten sind eigentlich die Kinder.
    Bei den Erwachsenen gibt es einige Entgleisungen.

  131. Donna Laura, dann wäre die...
    Donna Laura, dann wäre die Enkelin des Neides der „Blog“? (Überdies gilt das Wort der Specialmarke.)

  132. Plindos, die Plurale vonne...
    Plindos, die Plurale vonne diese Medici isse niche Medicis sondern Medicisse, capisce?

  133. Dös nemma idalieniesch...
    Dös nemma idalieniesch läassig, ned woah.

  134. Don Alphonso@:Sie müssen ja...
    Don Alphonso@:Sie müssen ja harte Erfahrungen mit der Kath. Kirche gemacht haben. Die ich nicht teilen kann. Ausserdem ist Irren menschlich. Was den Verrat anbelangt: Napoleon äusserte sich einmal dahingehend, dass er den Verrat liebt, jedoch nicht den Verräter. Mehr dazu im FAZ-Print bei und mit John le Carré. Das Schlimmste im Leben sind m. E. Folter, Hunger, Verbrechen an Kindern. Das einzig Tröstliche der Glaube. Ernst Jünger, ein zwar skeptisches, aber auch lebensfrohes Kind zweier Jahrhunderte, fand schliesslich noch im hohen Alter zur Kath. Kirche.
    Alles andere sind wechselnde Kostümierungen, schillernd, wie z. B. Geld und Macht.
    Die Rote Kapelle, neben Anderen, verriet Pläne des deutschen Generalstabs, wie würden Sie diesen Verrat beurteilen? Die Folge war sicherlich der Tod tausender deutscher Soldaten. Es gibt Situationen da kann man unter Umständen nur zwischen der Pest und der Cholera wählen.

  135. Don, nicht verwechseln uns...
    Don, nicht verwechseln uns mitte die Austriacisse.

  136. Doge von Venezia@: Vermutlich...
    Doge von Venezia@: Vermutlich hatten Sie mich schon einmal versucht zu korrigieren hier im Blog, was halten Sie von „Medicer“: scheußlich. Medicisse klingt so nach lateinischer Grammatik. Korrekt: „Medici“.

  137. Tatsächlich findet sich in...
    Tatsächlich findet sich in älteren Büchern auch der Begriff „Medicaeer“ oder „Medicäer“.
    .
    Was die rote Kapelle angeht: Nun, da ist die moralische Abwägung nicht ganz so schwer: Das Ende des Weltkrieges und der Vernichtungspolitik war immer noch die beste aller möglichen Welten. Dazu beizutragen ist Menschlichkeit.

  138. Lieber Don Alphonso, könntest...
    Lieber Don Alphonso, könntest Du mich über die mehrfach zitierte die ‚Lust am Verrat‘ mal aufklären? Meine Sozialisation fand nämlich zu großen Teilen unter evangelischer Flagge in der DDR-Widerstandsbewegung statt. Verrat hat für mich den gleichen Geschmack wie Mord, Totschlag oder Knast… Die Lust, seinesgleichen zu verraten, um gesellschaftlich aufzusteigen in einer Gesellschaft, die man eigentlich verachtet, da komme ich nicht mit. (Obwohl mir schon klar ist, worum es eigentlich geht.)

  139. DA@ Summa: Der Zweck heiligt...
    DA@ Summa: Der Zweck heiligt demnach doch die Mittel? Ergo: Waren Sie eventuell auf einer Jesuiten geführten Schule? ;-) Die Thematik hat ihre scheußlichen Abgründe.
    http://faz-community.faz.net/blogs/sicherheit/archive/2010/10/25/auf-zivilisten-schiessen.aspx

  140. Ausserdem blieben die von...
    Ausserdem blieben die von Loepold Trepper nach Moskau gegebenen Informationen vorerst ohne weitere Folgen fuer die Verteidigung der UdSSR. Stalin nahm sie wegen seiner Paranoia erst garnicht zur Kenntnis und war vom deutschen Ueberfall so verbluefft, das er sich tagelang zur Fuehrung unfaehig erwies.

  141. bester HansMeier555,...
    bester HansMeier555, herzlichen dank für die charmanten grüsse. ich werde sie gary gerne ausrichten; zwar wird er sich wundern, denn sein hans mayer ist bereits verstorben. ich werde etwas von homophonie nuscheln, dann wird es gut sein. er ist zurzeit sehr beschäftigt, und, ja, zerstreut. er weiss ja nicht, was ich hier mache.
    .
    bei den kleinen muss man vorsichtig sein. sie bringen einander mehr bei, als einem manchmal lieb sein kann, und ich möchte nicht, dass einst meine zweitjüngste nach blick auf meinen bildschirm plötzlich als erste worte freiheit, libertinage und godemiché/gaude mihi gleich in der ersten klasse an die schultafel malt.
    .
    teurer Plindos, heftig bezweifeln dürfte man, dass unser lieber don besonders tiefgreifende erfahrungen mit der rkk haben dürfte.
    .
    „Das Schlimmste im Leben sind m. E. Folter, Hunger, Verbrechen an Kindern“.
    wenn ich ein geringfügige korrektur vornehmen darf: einfach „an Kindern“ weglassen, dann stimmt es wieder, und die kleinen küken sind auch dabei, denn kinder sind auch menschen. einfache mengenlehre.
    .
    ernst jünger kehrte wie so viele andere im alter in die weihrauchschüssel zurück – überzeugung? angst, demnächst im fadenscheinigen nachthemd am tresen an wolke 876d dumm dazustehen und eventuell anstatt einer harfe ein akkordeon einzuheimsen (und lernen zu müssen)?
    ich bin ja in französischer etymologie nicht so bewandert, doch es befremdet mich, dass chrétien und crétin so ähnlich klingen.
    .
    meine schwäche ist sakrale musik, insbes. choralmusik, eine erinnerung an meine kindheit wohl, aber auf die texte falle ich nicht herein.
    .
    geschätzter Don Alphonso, savonarola, den ich aufgrund seines sendungsbewusstseins vermutlich nicht gemocht hätte, war sicher eine etwas merkwürdige type in aufgewühlten zeiten, die hier und heute (noch) nicht aufgekreuzt ist, um die croutons, mécontentements und ressentiments von der brennsuppe abzuschäumen, daher wohl auch die s21-protestintensität, die auch anderswo aufschlägt.
    glück?

  142. Bevor ich mich richtig...
    Bevor ich mich richtig aufrege: das Leben tausender deutscher Soldaten waere verschont geblieben, wenn sich nicht eine entsetzliche Dummheit in den Hirnen (auch heute noch lebender) Volksgenossen breit gemacht haette…
    .
    (…es gibt tatsaechlich noch alte Knacker, die nix gelernt haben, ausser eitel sich in ihrer Bildung zu sonnen.)

  143. yast2000, es ist nicht nur die...
    yast2000, es ist nicht nur die Lust am VERRAT, es ist auch die Lust an der NIEDERTRACHT, welche die Menschen (nicht nur in der DDR) zu solchem Tun befaehigt.

  144. Filou@: Dafür ließ...
    Filou@: Dafür ließ Väterchen Stalin aber den fähigsten Militärführer der Krasnaja Armija, Marschall Tuchatschevski und mehr als fünftausend Offiziere wegen unterstelltem Bonapartismus und verdächtigter Konspiration mit den Deutschen hinrichten. Die eingehandelten Niederlagen in Folge gegen die Wehrmacht machten sich allein schon aus diesem Grunde bemerkbar.
    Die Töchter des Reichswehr-Generals Kurt Phillip von Equord-Hammerstein, Chef der Heeresleitung zur Zeit Schleichers, hatten sich in der Frage schon weit vor dem Krieg konspirativ bewegt. S. dazu Hans Magnus-Enzensberger „Annäherung an ein Gesicht“.
    ..
    yast2000@:Das wäre unter Oppurtunismus abzuhandeln. Möglicherweise eine illegitime Schwester des Verrats.

  145. Vom Freudschen kommt der...
    Vom Freudschen kommt der Weisheit Sagung,
    und legt dem Untergang die Saat.
    Lust am Verrat ist Übertragung,
    des Sexuellen auf den Staat.
    P.S. ‚Da Daaah!‘, um es mal mit Windows zu sagen.

  146. Sorry: Muß heißen...
    Sorry: Muß heißen Opportunismus.

  147. weil wir gerade bei...
    weil wir gerade bei Hammerstein sind: „Ich unterscheide vier Arten. Es gibt kluge, fleißige, dumme und faule Offiziere. Meist treffen zwei Eigenschaften zusammen. Die einen sind klug und fleißig, die müssen in den Generalstab. Die nächsten sind dumm und faul; sie machen in jeder Armee 90% aus und sind für Routineaufgaben geeignet. Wer klug ist und gleichzeitig faul, qualifiziert sich für die höchsten Führungsaufgaben, denn er bringt die geistige Klarheit und die Nervenstärke für schwere Entscheidungen mit. Hüten muss man sich vor dem, der gleichzeitig dumm und fleißig ist; dem darf man keine Verantwortung übertragen, denn er wird immer nur Unheil anrichten.“ ( aus Enzensberger: Hammerstein oder der Eigensinn)
    Das „Offiziere“ läßt sich mühelos durch jede andere Gruppe ersetzen

  148. Filou@: Dann hätte eben...
    Filou@: Dann hätte eben Generaloberst Ludwig Beck, Generalstabschef, schon 38, als der kommende Krieg sich abzeichnete und die KZs in Deutschland sich füllten, mit dem Wachregiment, in Potsdam stationiert, dem Spuk ein Ende machen müssen. Hatte er aber nicht, stattdessen eierte bei allen Truppenführern wegen ev. Mit-machens rum. Schon v. Seeckt sagte sinngemäß in ähnlicher Lage: Truppe schießt nicht auf Truppe.
    Werteste Donna Laura, es ist dies kein Persilschein, aaaber es kommt auf die Situation und die jeweilig geistige Lage der Eliten (aller sog. Schichten) an. Das ist der wahre krumme Haken. Machen wir es im Extremfall besser? Wird sich hoffentlich nicht erweisen müßen.

  149. I hob denkt die DDR hots...
    I hob denkt die DDR hots derbröslt. Nix is. Hiera lebens woida. Dös is an Ost-blog hier. Mei.

  150. @ Filou:
    *
    Es geht also um...

    @ Filou:
    *
    Es geht also um Niedertracht,
    der schnelle Griff unter fremde Röcke.
    Das Volk wählt, die Regierung wacht,
    über Bürger wie die Böcke.

  151. @ Plindos
    *
    Doch der Mensch,...

    @ Plindos
    *
    Doch der Mensch, er hat kein Fell,
    so greift man zu sprachlicher List.
    Der Niederträchtige ist offiziell,
    man nennt ihn Opportunist.

  152. @yast2000: der Dichter, der...
    @yast2000: der Dichter, der Dichter, der kriegt was auf die Lichter!

  153. Wessi@: A geh weida, wos...
    Wessi@: A geh weida, wos moanst leicht du dann wo mir do herin sand? Wos reisst dei Mäu auf, red, nocha konnst aa mitratschn, gescheada Hammi, gescheada. Passt scho. Jo mei.
    yast2000@: Des kimmt drauf o, ob des Weiberl mitmacha duat, bald net, is des a amtlich gseng a „sexuelle Belästigung“. Un der wo so eppes machd bei dem foit da Watschnbam vo dera betreffenden Dame umi. Des sog i da fei scho.

  154. @wessi: Irrtum, im allgemeinen...
    @wessi: Irrtum, im allgemeinen Glauben an den Untergangs der DDR und der Hoffnung auf sprudelnde Gewinne aus einem jungfräulichen Markt sind die BRD-Politiker 1990 auf eine politische sale-and-lease-back-Variante hereingefallen.

  155. @ Wasserwerfender...
    @ Wasserwerfender Polizist
    *
    Da hilft kein Mahnen, auch kein Schlichter,
    wir sind im Tal der gefallenen Engel.
    Der Dichter kriegt was auf die Lichter?
    Er ist doch geist’ger Blüte am Stengel!

  156. @ Wimmerl
    *
    Der Verräter? Er...

    @ Wimmerl
    *
    Der Verräter? Er hat keinen Mut!
    Das Ideal stinkt nun scharf wie Dung,
    so empfundet man letztlich Regierungswut
    als sexuelle Belästigung.

  157. liebes ego, dann wäre ich...
    liebes ego, dann wäre ich bestens qualifiziert für höchstes…
    ich mag hammerstein.
    .
    bester Plindos, die folgen unseres täglichen kollektiven handelns, das sich aus handlungen im microbereich ergibt, konstituieren die richtung der entwicklung. will heissen: so wie man handelt, so ist die gesellschaft. daraus können sie im umkehrschluss im normativen alles mögliche ableiten.
    das problem ist die umsetzung, die über den aufgeklärten einzelnen hinausreicht – und plop:
    gleicht taucht wieder unser freund auf und winkt fröhlich mit dem feudalismuspapier. haben sie die geweihten figürchen für die armen dabei?
    .
    liebe runde, es ist doch seltsam: es hat sich noch keine dame, nicht einmal eine inadäquate, gemeldet, die ein wort des interesses an dem gestern nacht erwähnten, kinderlieben, beziehungsfähigen, zuverlässigen freund äussert…
    armer kerl, muss er sich doch weiter mit ‚den kopf nicht befriedigenden betthäschen‘ (o-ton) herumplagen.
    nb: er ist real, nicht hyperreal.

  158. @Plindos – betrifft:...
    @Plindos – betrifft: Annäherung an ein Gesicht von H.M. Enzensberger. Ich empfehle Ihnen Enzensberger mit Vorsicht zu zitieren. Ich denke er hat auch einmal ein Buch geschrieben, dass über mein alter ego, Madame und meinen (echten) Hausfreund, Bruno sein sollte.
    .
    http://www.suhrkamp.de/buecher/josefine_und_ich-hans_magnus_enzensberger_41821.html
    .
    In dem Buch standen Sachen, die man nur wissen konnte, wenn man in meinem Zimmer war – oder von einem Satelliten aus reinschaut. Ich habe den Suhrkamp Verlag auf die Parallelen aufmerksam gemacht, aber der Verlag hat sich nicht verpflichtet gefühlt, auf meine beiden Briefe zu antworten.

  159. Was heisst schon Verrat in...
    Was heisst schon Verrat in einer Gesellschaft, die in der unsichtbaren Hand des Marktes die höchste Offenbarung und das oberste moralische Prinzip erblickt.
    .
    Fragen wir umgekehrt was Treue heissen könnte, dann sind wir schon wieder bei der feudalen und patriarchalen Ordnung.

  160. Wen oder was haben denn die...
    Wen oder was haben denn die Ex-68er, ausser ihren pathetischen Phrasen, schon verraten?

  161. Die Ex-68er haben sehr wohl...
    Die Ex-68er haben sehr wohl ein historisches Verdienst: Sie haben der Bundesrepublik eine Abrechnung mit der Nazi-Zeit ermöglicht und aus einer prüden, sexuell unterenwickelten Gesellschaft eine sehr freie, intellektuell anspruchsvolle Gemeinschaft gezaubert. Das bleibt, auch in den Augen der Jüngeren, ihre große Leistung, eben die Abkehr vom Feudalismus. Großes Lob!
    Aber die 68er haben eben auch gravierende Fehler gemacht: Dazu gehört die Anbetung von sozialistischen Gesellschaften, in denen (verständlicherweise) keiner von ihnen leben wollte, dazu gehört die Einführung eines Feminismus in stalinistischer Manier und schließlich nach 1989 die Abwendung von ihren Idealen hin zu einer kapitalistischen Konsumkultur. Peinlich!

  162. HansMeier555@: Doch etwas:...
    HansMeier555@: Doch etwas: Ihre, die der 68er, geschichtliche Unzuständigkeit und ihre Väter, weil sie sich deren (oft bestialisch-schlimmen) Taten schämten, deswegen auf Absolution hofften. Den Rest ergänzten sie, was an Eigenem fehlte, aus Suhrkamp-Bändchen. Nu sind´se in Rente. Apropos Ehre: Auf den Koppelschlössern der Waffen-SS stand: Meine Ehre heißt Treue.
    ..
    Der Tiger@: Ein interessantes Thema, in jeder Hinsicht. Gestatten Sie die Frage: Sind Sie denn mit H.M.E. bekannt? Dann wäre natürlich erklärlich, daß Sie ebost sind. Das wäre dann ein wirklicher Verrat.
    Über diesen General hatte ich schon früher an anderer Stelle gelesen, die nackten Fakten scheinen mir ansonsten stimmig zu sein.

    ego@: Deswegen wurde ja auch der immer noch existierende Soli eingeführt. Blühende Landschaften aus der Portokasse zu bezahlen kostet eben.

    donna laura@: Ah ja, verstehe hoffentlich richtig. Sie meinen, jene Begrifflichkeit, die im Hindu-u. Buddhismus mit Karma bezeichnet wird?

  163. feminismus... stalin......
    feminismus… stalin… *räusper*-
    yast2000, mein bester, ist ihnen die dichtung abhanden gekommen?

  164. @ donna laura

    Wenn mir die...
    @ donna laura
    Wenn mir die Dichtung abhanden gekommen wäre, müsste ich ja nicht ganz dicht sein… Bei jedem heiklen Kommentar in diesem Land überlegen wir uns gründlich, ob wir damit in Stammtischmanier nicht die falschen Leute aus ihrer rechten Ecke locken. Wenn aber Frauen, die als Menschen nicht besser oder schlechter sind als Männer, Dummheiten begehen, an deren Ende eine Alice Schwarzer eine elfjährige (!) Liebesbeziehung auf Seite 1 in der Zeitung kommentiert, werde ich dazu nicht schweigen. Das ist Stalinismus, wenn eine in persönlichen Beziehungen gescheiterte Frau öffentlich darlegt, dass die Sollbruchstelle der Zivilisation offenbar durch ihre Schamlippe geht. Das ist noch schlimmer als jene Schmuddelmänner, die im Fernsehen in Fallen gelockt werden. Dieser unterschichtige Geschlechterfaschismus ist ein Auswanderungsgrund, um das mal deutlich zu sagen. Wer will da noch dichten?

  165. Wimmerl, ja verreck....
    Wimmerl, ja verreck.

  166. "feminismus... stalin......
    „feminismus… stalin… *räusper*-“ liebe Donna Laura, ganz recht!
    und liebe auch-eine: neinein, lesen Sie mehr und Sie werden sehen, daß Donna Laura nicht nur viel viel produktiver, sondern auch weitaus kreativer, schelmischer und libertinärer als ich ist. Ich bin, ähem, eher ländlich-sittlich. Aber Feminismus mit Stalinismus assoziieren finde auch ich, ähem, rechtskonservativ-dumpfdumb.

  167. lieber Plindos, liebe Der...
    lieber Plindos, liebe Der Tiger, apropos verrat: was muss ich da sagen, wenn dieses verrat nur wäre! mein privatleben, zwar verklausuliert, erhöht und verschoben, ist die grundlage der texte von ciccio, die er auch noch veröffentlicht.
    das ist das schicksal, wenn man mit schriftstellern umgeht.
    .
    Plindos/16.29u: nein, nicht ganz bzw. m.e. ganz und gar nicht.
    sträflich verkürzt formuliert, pardon:
    theorie:
    das, was sie tun + das, was ich tue + die anderen kommentatoren + auch sämtliche nichtkommentatoren, sind handlungen.
    diese handlungen, auch gedanken, zeitigen folgen (welche auch immer).
    diese folgen determinieren, also bestimmen die gestaltetheit der gesellschaft.
    praxis, bsp.:
    sie gehen in ein geschäft und (handlung:) halten jemandem dabei die tür auf. dieser jemand (handlung:) dankt/dankt nicht. etc.
    allein dass sie jemandem die tür aufhalten, würde aus unserer perspektive zu einer ‚besseren gesellschaft‘ führen. bedankt sich die person: dito. falls sie es nicht tut: ärgern sie sich vielleicht, weil sie sich evtl. düpiert vorkämen. dann ist es die frage, wie lange sie noch türen aufhalten werden etc.
    das meine ich (wenn sie gleichwohl religionen als handlungsanleitung verstehen, können sie recht haben).
    .
    bester yast2000, ach?
    ich bin davon ausgegangen, dass es nach wiesengrund barbarisch sei, nach dem geschehen anderer ereignisse noch ein gedicht zu schreiben, nicht nach äusserungen von irgendwelchen *ähem* publizisten, aber nun.
    hängen sie mal schhwarzer nicht so hoch, die kann und soll man so ernst nehmen wie brroder und konsorten. mit stalinnvergleichen ist es wie mit itlervergleichen: es wird rutschig und lenkt vom problem ab, entlarvt aber den aufregungsstatus des aussagenden: q.e.d., n’est-ce pas?
    .
    deswegen wird noch lange nicht die gleichberechtigung der geschlechter desavouiert; vermutlich sind wir da sogar d’accord – j’espère.

  168. @ donna laura

    Deswegen habe...
    @ donna laura
    Deswegen habe ich ja eingangs auch geschrieben, dass man sich überlegen muss, wen man da so aus der Grube lockt. Wenn sie wie ich intellektuell unterbelichtete, weibliche Verwandte haben, die in den Dreißigern oder frühen Vierzigern geboren wurden, in der Bundesrepublik oder gar der DDR nur „überwinterten“ und jetzt unter dem Deckmantel des Feminismus als kindlicher Voll-Fascho aus der Deckung treten, haben sie ein Problem. Wenn dann eine aus der DDR stammende Bundeskanzlerin Bücher als „nicht hilfreich bezeichnet“, eine gescheiterte West-Emanze „Männer als Schweine“ beschreibt, eine Ministerin erst ihre Kinder vor die Kamera scheucht und dann öffentlich über Kinderpornografie lamentiert, fühlen sich solche faschistoiden Volldeppen draußen im Land bestätigt. Das ist gewissermaßen der weibliche Stammtisch, und wenn wir uns die Ehefrau eines Minsters anschauen, die offenbar auch nicht die Weisheit auch mit Löffeln gefressen hat, dann reißt einem irgendwann der Geduldsfaden.

  169. Zu den hier diskutierten...
    Zu den hier diskutierten Zeitfragen, Moral und Ethik betreffefend findet zufälligerweise eine Überschneidung statt:
    http://www.faz.net/s/RubB8A1F85C9BA549618318CE82246337B9/Doc~E571913A5840145A7959CF3D2FE0FBE5B~ATpl~Ekom~SKom.html#480680
    donna laura@: Erstmal besten Dank für Ihre ernsthafte Replik. Um bei Ihrem angeführten Alltagskodex zu bleiben. Eigentlich ein selbstverständliches Verhalten, kommt allerdings leider immer mehr aus der Mode.
    Jedoch:
    In meiner Kindheit und Jugend habe ich Menschen kennengelernt, hochgebildet und mit perfekten Manieren, da kann man nur von träumen. Es waren aber gleichzeitig unbegreifliche Judenfresser, sie hatten an Erschiessungen und anderen Dingen teilgenommen, es reute sie nicht. Auch solche aus anderen Milieus, liebenswürdige Menschen, die für dieses Regime der unseligen 12 Jahre als willfährige Werkzeuge fungierten. Da ist der eigentliche Bruch zu suchen, die Dimension die einem bei näherem Hinsehen einfach den Atem verschlägt. Wenn Sie Religion nur als Handlungsanleitung verstehen wollen, so ist es zweilsohne Ihre private Angelegenheit. Wird aber m. E. der Tiefendimnsion nicht gerecht. Es ist äusserst schwierig sich darüber zu äussern ohne als Mucker, Heuchler, Sendungsbewusster, Selbstgerechter zu erscheinen. Das Urteil über die Geschehnisse und der Teilnehmer, auch die unter Stalin, wird letztlich jenseits irdischer Gerichte gesprochen. Nehme für meine Äusserung das Stigma der Narretei gern auf mich.

  170. @Plindos (16:21) - Nein, ich...
    @Plindos (16:21) – Nein, ich kenne H.M.E. nicht persönlich. Wenn dem so wäre, hätte ich mich nicht bei Suhrkamp beschwert.

  171. Kann mal jemand den Tiger nach...
    Kann mal jemand den Tiger nach dem Inhalt ihrer Beschwerde bei Suhrkamp fragen?
    Ich trau‘ mich nicht.

  172. @plindos
    ach plindos, um mal...

    @plindos
    ach plindos, um mal so zu beginnen: Hören Sie doch auf mit der Mär, dass die RKK irgendwelche Überzeugungen verteidigt. Man hat eine Unmenge an
    Philosophien (meist wenn sie wieder im Abschwung waren), Exegesen, Gesellschaftstheorien gefressen und implementiert. Alleine die ganzen Irrwege eines Augustinus (Neuplatonismus, Manichäismus) hat man implementiert. Mit Verlaub – von Katholik zu Katholik – keine gesellschaftliche Institution rennt wenn auch mit Verzögerung so jeder Sau nach, die durch’s Dorf getrieben wird wie die RKK.

  173. yast2000, was sie äussern,...
    yast2000, was sie äussern, ist m.e. sowohl hinsichtlich form wie auch inhalt sehr schwierig. wenn sie die o.g. menschen deswegen abqualifizieren, weil sie weiblichen geschlechts sind, und nicht aufgrund ihrer taten: was sind dann sie ihrer eigenen schlussfolgerung nach?
    doch des gekeifes nachhaltig leid, bitte ich sie, die diskussion ruhen zu lassen, dem feierabendlichen frieden dieser runde zuliebe. meiner erfahrung nach kommt man so nicht weiter.
    .
    liebe Foersterliesel, sie sind sehr freundlich, dankeschön, auch für die blumen [W].
    die freiheit des einzelnen, das spiel der geschlechter und die ausgeprägte zuneigung zum männlichen geschlecht – ich mag es wirklich sehr gerne, wenn seine vertreter charmant, klug, hübsch und frisch gewaschen sind. mindestens zwei eigenschaften sollten schon mitgebracht werden.
    aber wehe meiner seelenruhe, wenn zur sympathie noch mehr gute qualitäten zum vorschein kommen! (aber auch wehe, wenn nicht mindestens zwei dabei sind… freilich mit anderen resultaten)
    .
    cher Plindos, wirklich, ein jeder wie er mag. um tiefen- oder spirituelle dimensionen ging es mir nicht. ich schrieb lediglich davon, dass man religionen als handlungsanleitung verstehen k a n n.
    .
    okay, lieber Filou, ganz speziell für sie (wenn sie die traute nicht haben, ich habe sie):
    .
    sehr verehrte, liebe Der Tiger, ihre famosen geschichten erregen stets der aufmerksamkeit. hätten sie daher bitte die unermessliche güte, unsere nur schwer zu bändigende neugier zu stillen: um welchen sachverhalt ging es in ihrem schreiben, und was ist denn in dem kämmerchen vorgefallen, dass hme vertextete?

  174. Der Tiger@: Deswegen hat der...
    Der Tiger@: Deswegen hat der Verlag vermutlich nicht geantwortet. Möglicherweise eine Koinzidenz oder aber eine andere Person aus Ihrem Lebenskreise hatte eine Verbindung. Sowas steht in jedem Filmvorspann,…die Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist rein zufällig etc. pp….
    Ausserdem können sich ja auch Lebensläufe oder Umstände ähneln. Es gibt im Leben einer jeden Person die verrücktesten Kombinationen und Konstellationen. Jetzt habe ich es z. B. geschafft 4 Substantive beginnend mit K hinzuschreiben. Und Schriftsteller, Dichter können ja Stoffe „ver“-dichten.
    Ausserdem ist es eine echte „Porceria“ wie es dieser Blog schafft, dass man über solche Begebenheiten in aller Öffentlichkeit so schreibt, sich äussert. Dafür sind doch Berufenere zuständig. Oder? Ist das eine Form von Eitelkeit, Wichtigtuerei was wir so betreiben? Signore Don Alphonso bitte melden!
    ..
    yast2000@. Das Faschismusetikett wird zu schnell umgehängt. Die Wirklichkeit des F. ist ungeahnt härter, brutaler und, so merkwürdig es klingen mag, raffiniert subtiler gewesen. Die Reden vom Propagandaminister Goebbels zeugen davon. Das was Sie da anprangern wurde gewiss auch praktiziert ist aber noch nicht wirkliches Futter für F., ist allenfalls Randkulisse.
    Ihre Wut ist verständlich.
    Deswegen war es auch dümmliches Geschwätz in den 68igern dem Establishment einfach dieses Mäntelchen umzuhängen, nehme mich da nicht von aus. Die Heraus-forderung der wir uns zu stellen haben ist eine andere, als der des Faschismus. Welche, das muß vielleicht noch herausklamüsert werden. Ist aber nicht minder gefährlich als jener, lediglich die Formen wechseln.

  175. hier haben Sie mal wieder sehr...
    hier haben Sie mal wieder sehr recht, lieber Berthold IV, aber so überdauert man eben 2000 Jährchen

  176. bertholdIV@ Je nun, die...
    bertholdIV@ Je nun, die apostrohierten Säue sind halt auch nur Menschen und der Ruf des Futtertrogs ist nicht zu unterschätzen. Wie sähe den der eine reine, wahre Katholizismus Ihrer Auffassung nach ohne die Ab-Aufschwungturnereien aus? Den gibts zumindest, noch, nicht, wenn überhaupt. Es sind und waren Versuche zurechtzukommen mit einem „Etwas“ das weder mit dem Verstand noch physisch greifbar ist. Amen ;-)

  177. @Filou - es handelt sich um...
    @Filou – es handelt sich um kein Geheimnis, hier ist der interessantere, i.e. der zweite Brief:
    Sehr geehrte Frau Unseld-Berkéwicz, sehr geehrter Herr Enzensberger!
    .
    Mit großem Interesse habe ich gestern eine gedruckte Ausgabe Ihres Buches ‚Josefine und ich’ erworben. Darf ich Sie höflichst darauf aufmerksam machen, dass das von Ihnen gewählte Schulheftformat aus den Fünfziger Jahren stammt. Vor fünfzehn Jahren jedoch konnte man – meiner Erfahrung nach – in Schreibwarenläden nur buntbedruckte Hefte kaufen.
    .
    Allerdings – im Zusammenhang mit meinem Brief vom 4. Juni 2006 – mache ich Sie darauf aufmerksam, dass mein vorletztes Buch genau diesen altmodischen Umschlag hat. Es heißt; ‚Thinks we like to eat’ (mit Rechtschreibfehler) und enthält unsere beliebtesten Familienkochrezepte. Ich habe es in einer Auflage von zwei Kopien produziert, die sich im Privatbesitz meiner Töchter befinden. Der einzige Unterschied, der Umschlag meines Buches ist dunkelblau.
    .
    Schließlich halte ich es für notwendig Sie auf mein drittes ‚Kinderbuchs’ hinzuweisen, welches ich diesem Brief beigelegt habe: ‚Mama, what do you do all day long? A young ladies guide to project management’

  178. liebe Der Tiger, danke für...
    liebe Der Tiger, danke für ihre antwort, sicherheitshalber auch im namen von Filou.
    hm. gefreut habe ich mich auf kleine gehässige interna zum thema hme-bashing…
    und nun?
    .
    was sagt Bruno dazu?

  179. @ donna laura

    Ich...
    @ donna laura
    Ich qualifiziere niemanden wegen seines Geschlechts ab, das wissen Sie auch und der Don würde das auch gar nicht zulassen. Es geht darum, dass unter dem Deckmantel des Feminismus bedenkliche Führungseigenschaften zum Vorschein gekommen sind, die das Schlimmste vermuten lassen und die man offen und kritisch genauso diskutieren muss wie die Unterdrückung der Frau durch den Mann. Wenn man ganz oben mitspielen will, muss man an Mann und Frau die gleichen Anforderungen stellen, wie man an Frau Süssmuth oder Frau Leutheusser-Schnarrenberger sieht. Und die oben genannten Versager/innen darf man nicht deswegen schützen, weil sie weiblichen Geschlechts sind. Oder haben sich Herr Barschel oder Herr Möllemann jemals darauf berufen, nur ein Mann zu sein und deswegen das Zeitliche zu segnen? Der ruhige Feierabend sei Ihnen gegönnt, Donna Laura, aber wir beurteilen ja Menschen nach Taten… :-)

  180. @donna laura - Bruno ist zu...
    @donna laura – Bruno ist zu diesem Thema nur ein passiver Leser. Unter anderem von dieser e-mail (die besten sind leider zu lang für dieses Forum):
    .
    Subject: Re: Just a nice e-tea on Friday late afternoon
    15 May 2006
    Good morning Bruno!
    I had a nice weekend. Though the only kids I have left are the two cats (and Tiger), and they do not comply with the requirements of Mother’s Day.
    …. but Tiger is very eager to show you something. He has cut out every piece of Fortsetzungsroman, that is published in the FAZ since last week. Guess what the novel is all about? A young man visiting an old lady every Tuesday in her salon…. for tea. No Biedermeiersofa, but, look, here it says: ‚ein achteckiger Teetisch mit Intarsien aus dem Biedermeier‘ and the old lady ’nahm auf einem dunkelroten Diwan Platz‘. Tiger is awfully proud, not only the Austrian government, even the famous German author Enzensberger is using his idea ….
    Shall we discuss it for late afternoon tea? Enjoy the day – Ciao
    Lisbeth

  181. berthold.
    .
    tatsächlich haben...

    berthold.
    .
    tatsächlich haben die katholen in dieser republik nichts mehr zu melden, bei der spd nicht, die braucht sie nicht und bei der cdu schon gar nicht, denn die cdu ist eben dabei, neue wählerschichten anzubaggern, personenkreise, für die sie vor fünfzig jahren noch den scheiterhaufen als praktikable lösung empfohlen hätte. oder können sie sich vorstellen. wie die kaplane, die in den fünfzigern in die sünderin gingen, um dort im namen des herrn stinkbomben zu werfen, darauf reagiert hätten, wenn sie hätten erleben dürfen, wie frau dr. bundeskanzler schon seit legislatuperioden den derzeitigen herrn aussenminister umbuhlt?
    der ehemalige königsweg einer cdu-karriere von der kolpingjugend in den landtag, den bundestag und bis zum portefeuille ist den hauptamtlichen christdemokraten heute doch selber lachhaft, so ähnlich, wie bei der spd die falken auch kein karrieresprungbrett mehr sind. weber nannte das professionalisierung der politik, da geht es um posten, nicht um überzeugungen, wenn man von der überzeugung absieht, jeder ist sich selbst der nächste.
    .
    was die antikumpel angeht, verzeihung, die gelebte ökumene, meine ich, also die evangelen sind nur sich und ihrem herrgott treu? die ganze zeit schon? wers glaubt.

  182. @ghostwriter: Don Alphonsos...
    @ghostwriter: Don Alphonsos Leben ist ein einziger Genuss, der braucht keine Genussmittel!
    .
    Der unfreie Malocher braucht seine 2 bis 8 Bier am Tag, und gilbt in der höchsten Ausbaustufe Daumen und Zeigefinger mit selbstgedrehten Fluppen. Selbst George Soros rollt scheinbar immer mal einen!

  183. Es ist mal wieder Zeit für...
    Es ist mal wieder Zeit für eine klare Ansage (die nichts mit den hier erscheinenden Kommentatoren zu tun hat, sondern mit den an Stalkertum grenzenden Einlassungen, die ich jeden Tag nicht freischalte):
    .
    Würde ich echten Kontakt oder dergleichen haben wollen, würde ich das sagen. Manchmal sage ich das auch. Ich war mit Kommentatoren schon rodeln, Torte essen und radlfahreen. Aber Selbsteinladungen via Kommantar sind nicht nur verrückt, sie sind auch nicht höflich und stossen auf Null Gegenliebe.

  184. @plindos
    Schon richtig. Aber...

    @plindos
    Schon richtig. Aber dann bitte nicht mit dem turnen aufhören wie seit 1965 (70er) geschehen. Das mit dem kardinal würde mich jetzt doch etwas mehr interessieren.

  185. @auch-einer
    Sehr schön...

    @auch-einer
    Sehr schön beschrieben, das mit der cdu karriere. Die rkk hat da auf das falsche pferd gesetzt, wie wahr…tja;o)

  186. Echten Kontakt? Da wär ich...
    Echten Kontakt? Da wär ich vorsichtig. Gehen Sie lieber in einen der vielen Vereine Ihrer schönen Stadt. Da weiß man, was man hat.

  187. Es geht nur um die...
    Es geht nur um die Nebenwirkungen des Bloggerseins, der Rest ist kein Problem.

  188. @Donna Laura – Bruno...
    @Donna Laura – Bruno lächelt und schweigt, wie es sich für einen anständigen Hausfreund gehört. Im Übrigen, sehr verehrte Donna Laura, bitte ich mich zu entschuldigen. In den nächsten Tagen kann ich leider keine Ihrer interessanten Fragen beantworten alldieweil ich auf eine kleine Reise gehe.

  189. lieber Tiger,
    nochmals...

    lieber Tiger,
    nochmals „bravo“: Sie haben uns wissen lassen, daß Sie über ein alter Ego namens „Madame“ verfügen, ebenso über einen diskreten Hausfreund namens Bruno, literarische Verewigung – zwar unfreiwilig, dennoch durchaus schmeichelhaft wenn mans recht bedenkt – durch HME erlangt haben und überdies selber schreiben und publizieren. All das hat und kann nicht jede, qed gell?

  190. DA. 08.18h Zuviel crap,...
    DA. 08.18h Zuviel crap, leider….

  191. yast2000, Ihre herkunft läßt...
    yast2000, Ihre herkunft läßt sich kaum verleugnen, zeigt sie sich doch in einer gewissen preußisch-protestantischen Strenge, gepaart mit dieser neigung zu einem kritischen realismus und dem streben nach absoluter eigenständigkeit. beides keine guten voraussetzungen für ‚ein leben in zufriedenheit, wohlstand unter intelligenten und attraktiven menschen mit ausgefeilten manieren‘, denn dazu erforderlich sind hauptsächlich eine gewisse oberflächlichkeit sowie eine sehr selektive wahrnehmung und die verdrängung von realitäten. sehr hilfreich für eine solche haltung wäre ein geisteswissenschaftliches studium, welches sogar dazu ermuntert, realitäten ausschließlich als persönliche angelegenheit zu betrachten. allerdings ist die frage, ob Ihnen der aus dieser kontrolle des denkens, der verdrängung jeglicher objektiver realität und der zwang, bestimmte meinungen nicht zu äußern enstehende narzißmus mit borderlinesymptomatik und starker analfixierung wirklich als attraktive alternative erschiene. also lassen sie sich nicht von ihren ’spröden‘ kommentaren abbringen. meinungen wie ‚Das ist Stalinismus, wenn eine in persönlichen Beziehungen gescheiterte Frau öffentlich darlegt, dass die Sollbruchstelle der Zivilisation offenbar durch ihre Schamlippe geht.‘ möchte ich nicht gern vermissen und passen eigentlich auch zu einem blog, der zuweilen recht bissig sein kann.

  192. BertholdIV@:Da gibt es nicht...
    BertholdIV@:Da gibt es nicht viel zu berichten, anlässlich einer Jubiläumsfeier ergab sich ein kurzes, beide Seiten erfreuendes Gespräch über historische Zusammenhänge innerkirchlicher Art. Das ist alles. Übrigens bin ich im theologischen Sinne absoluter Laie, demnach kein professioneller Turner.
    Die RKK hatte nicht auf das falsche Pferd gesetzt, sondern der zeitweilige Zögling ver-
    lagert sein Weltbild, ist sich aber nicht schlüssig, wie dieses aussehen (ausgeschmückt werden) soll. Für Kanzelempfehlungen daher der Z. kaum noch verwendbar ;-)

  193. @plindos
    Bei Brecht gibt es da...

    @plindos
    Bei Brecht gibt es da einen schönen Satz über die Wahl der Regierenden und des Volkes…
    Warum etabliert sich denn der Zögling? DA hat das mal schön beschrieben, mit dem katholisch machen. Frei nach den Bremer Stadtmusikanten: etwas besseres als den Tod findet man überall.. Langfristig wird jeder bei der rkk in Ungnade fallen, deshalb hat die Kanzlerin schon recht, lieber den Schnitt früh und selber setzen als
    ihn von der rkk gesetzt zu bekommen.
    Zum Kardinal: Ich frage mich da immer, mit wem man ein erfreuliches gespräch führen könnte, nun ja Ihr Schweigen ist auch beredt.

  194. BertholdIV@: Wirklich, es...
    BertholdIV@: Wirklich, es bedarf von meiner Seite noch nicht mal eines blauen Augenaufschlags, was soll ich da noch beredter werden. Vielleicht treffen wir uns ja mal in der Knorr v. Rosenroth-Gesellschaft, dann mehr über das Episödchen.

    Jeder pennt so wie er sich bettet. Die längere Verweildauer hinieden hat jedoch wahr-scheinlich die RKK, ordentliche Geschäftsgänge in den Zeitläuften vorausgesetzt. Das mit der Ungnade, könnten Sie Näheres erläutern, auch was es mit den Fristen so auf sich hätte?
    Dazu:
    Du must nichts seyn / nichts wollen. (Angelus Silesius)
    Mensch / wo du noch was bist / was weist / was liebst und hast;
    So bistu / glaube mir / nicht ledig deiner Last.

  195. Don Carlos@ Ei so ist´s halt...
    Don Carlos@ Ei so ist´s halt mit der Gedankenfreiheit-wer sie nicht schätzt sollte sich unter die Fittiche des Kultusministeriums des Etats nach dem Ikon Herrn HansMeier555 stellen. Ob man solche Äusserungen schätzt, wie von Ihnen angemerkt, das ist Geschmackssache. Sie kennen doch den diesbezüglichen Ausspruch Cäsars?

  196. @ Don Carlos: Eine treffende...
    @ Don Carlos: Eine treffende Einschätzung, betrifft aber nur ein Achtel des Problems. Wirklich intelligente Menschen sind nicht zufrieden und verkehren auch nicht zum Spass unter intelligenten Menschen mit ausgefeilten Manieren; diese gibt es nicht. Man kann höchstens ein System unterlaufen, dass man selbst erfunden hat.
    *
    Wenn ich morgen einen Hammeroman mit den Sätzen „Er stand nackt vor dem holzgerahmten Flurspiegel und betrachtete sachlich seinen luxuriösen Astralkörper, um sich im gleichen Augenblick klar zu werden, dass er unter durchgeknallten Deutschen in einer postfaschistoiden Demokratie lebte, in der die Menschen verzweifelt ihre Identität suchten. Dabei müsste man ihnen nur sagen, dass sie mit ihren Maschinen und Autos immer jedes Mal ein Stück ihrer Seele exportierten. …“ -wer würde das lesen wollen? Ehrlich?

  197. Plindos, Angelus Silesius sagt...
    Plindos, Angelus Silesius sagt auch: „„Freund, es ist auch genug. Im Fall Du mehr willst lesen, so geh und werde selbst die Schrift und selbst das Wesen.“
    .
    Falls Du mehr willst lesen, so geh… Nun, lieber Don, gern las ich über Rennräder und mehr oder minder geschmackvolle Kunstgegenstände. Aber das einförmige Katholikenbashing, oh je, wie traurig ist das denn? Ich habe viel Verständnis, es ist nun einmal der Ausweg der Hasenfüße. Aber es taugt nichts. Für die brauchbaren Texte Dank, sind nur zu wenige Trauben im Blattwerk. Besseres sucht Ihr sterne.

  198. yast2000, das läßt auf jeden...
    yast2000, das läßt auf jeden fall aufhorchen, es wirkt polarisierend und weckt das bedürfnis nach mehr. schreiben Sie weiter!

    Plindos, hä…?

  199. @plindos
    liebend gerne bei der...

    @plindos
    liebend gerne bei der CKvRosenroth Gesellschaft. Nächsten Juli ist es soweit.
    Im Juli sind die Temperaturen auch erträglich in der oberen Pfalz

  200. Aus "Tristram Shandy" 50....
    Aus „Tristram Shandy“ 50. Chapt. v. Laurence Stern zur allgem. Erheiyterung:
    (Hier warf mein Onkel Toby seinen Kopf zurück und stieß ein ungeheures, langes und lautes Hu – u – u! aus; so etwas zwischen dem Wort Huida! und einem dazwischen geschobenen Pfiff.
    – Bei dem goldenen Barte Jupiters – und der Juno (wenn Ihre Majestät auch einen trug) und bei den Bärten aller übrigen heidnischen Herrschaften, beiläufig keiner geringen Zahl, sintemalen hiezu gehören: die Bärte der himmlischen Götter, die der Luft- und Wassergötter – dazu noch die Bärte der Stadt- und der Landgötter, die der himmlischen Göttinnen, ihrer Weiber, oder der höfischen Göttinnen, ihrer Kebsweiber und Beischläferinnen (falls sie wirklich bei ihnen schlafen) – welche Bärte, wie Varro auf sein Ehrenwort versichert, wenn zusammengezählt, nicht weniger als 30,000 wirkliche Bärte heidnischer Abkunft ausmachen; – von welchen ein jeder das Recht und Privilegium beansprucht, daß man ihn streichelt und bei ihm schwört; – bei all diesen Bärten zusammen also – betheure und behaupte ich, daß ich von den zwei schlechten Leibröcken, die ich auf dieser Welt besitze, den besseren so gerne wie je Cid Hamet den seinigen anbot, hingegeben hätte, – wenn ich dabei stehen und meines Onkels Toby Accompagnement hätte mit anhören können.)
    So mache ich mich denn auf, komme Ihrer Empfehlung nach und gehe in mich lieber Sterne.

  201. Don Carlos@: .....es war doch...
    Don Carlos@: …..es war doch auf ein anderes „Lippenbekenntnis“ gemünzt.

    BertholdIV: Schön, dass so etwas ganz beiläufig geht.

  202. @ Don Carlos: War eigentlich...
    @ Don Carlos: War eigentlich satirisch gemeint, aber danke für das Lob. Die Vorstellung, dass diese Zeilen nicht hilfreich sein könnten, ängstigten mich doch sehr… :-)

  203. liebe(r?) sterne,
    schade, Ihre...

    liebe(r?) sterne,
    schade, Ihre Einlassungen fand ich immer gewitzt. Es stimmt schon, daß das Katholikenbashing hier überwiegt, aber man kann ja scrollen. Zur Situation in der BRD kann ich nichts sagen, aber in Österreich gibt es starke Polarisierungen unter den Katholiken, viele Gemeinden leben in Opposition zur Amtskirche und äußern sich auch sehr kritisch. Darüberhinaus gibt es aber
    auch unter den alten Linken und unter den Jungen unangezweifelte moralische Instanzen, wie den Caritas Direktor Michael Landau,
    http://www.caritas-wien.at/ueber-uns/personen/der-direktor/
    oder den Caritas Präsidenten Franz Küberl.
    Das bashing betrifft die Amtskirche, nicht die Gemeindearbeit und die caritativen Leistungen der Kirche, die werden geschätzt und gelobt.

  204. Dann schaut sie euch doch mal...
    Dann schaut sie euch doch mal an, die freien Gedanken der Bürgerlein.

  205. Wenn ich nix denke, dann...
    Wenn ich nix denke, dann springt nach ein paar Sekunden das Hirnschonerprogramm an und gebiert nach einem zufällig generierten Programm lustige Chimären: Beim letzten Mal war es eine Shortlist literarischer Heldinnen, die der Tiger auch alle gewesen sein könnte.
    Dann kam meine Haltestelle, ich musste aussteigen und alles war wieder vergessen.

  206. Freiheit! Die werde ich meinen...
    Freiheit! Die werde ich meinen Gedanken wohl gewähren.

  207. Hirnschonerprogramm - danke,...
    Hirnschonerprogramm – danke, das rettet mir den Abend. (Manche schreiben in diesem Zustand Bestseller.)

  208. Nach einem langen Arbeitstag,...
    Nach einem langen Arbeitstag, teils in Berlin im Verteidigungsausschuß verbracht, nur soviel: für DA – ich bin auch unverheiratet und kinderlos, dafür betreibe ich ungehemmt Nepotismus. Wenn mir diverse Päpste und etliche Kardinäle darin vorangegangen sind, kann es eigentlich nur eine lässliche Sünde sein. Vielleicht sollte ich Prof. Dr. Grohe in Rom fragen.
    .
    Was die katholische Kirche angeht, so hat der oben zitierte Dichter schon lange vor seiner Konversion bemerkt, es fehle ihr nicht so sehr an 1000 klugen Theologen wie an einigen überzeugenden Heiligen in unserer Zeit.
    Das wurde Ende der 20er niedergeschrieben (cf Der Arbeiter), die Neigung zum Aphorismus teile ich. Häufige Mitleser dürften das bemerkt haben.
    Vielleicht fand er, nach Maximilian Kolbe, Edith Stein, Mutter Theresa et al. dass seine Idee Gehör gefunden hatte? Das Mystische fand er sicher in der RKK besser bewahrt, den bekannten Satz des Hans Urs von Balthasar hätte er vermutlich jederzeit unterschrieben.
    .
    Und ansonsten, ich habe in den letzten Jahren mehr mir nahestehende Menschen begraben müssen als mir lieb war, den Choral aus meiner Jugendzeit:
    „Katholisch bin und bleibe ich,
    katholisch ist gut Sterben“
    würde ich ungern falsifizieren mögen.
    .
    Verehrte Donna Laura, für etwas gute Musik mit Gehalt und einem erträglichen Text empfehle ich Bach BWV 56, am liebsten nach wie vor Dietrich Fischer Dieskau mit Karl Richter und dem Münchner Bachorchester (er hat es mindestens auch mit Karl Ristenpart und H Rilling eingespielt, aber bei Richter war er stimmlich in Hochform).

  209. Alle mal hinsehen. ARD (Hart...
    Alle mal hinsehen. ARD (Hart aber Fair). Jutta Ditfurth ueber, Adel, Erziehung, Haltung, Benehmen und Heuchelei.
    (Ein Beitrag zur Feudalismustheorie)
    .

  210. prinse Matecki et. al., hier...
    prinse Matecki et. al., hier geht es eigentlich gar nicht um die katholische Religion, wenngleich ich natürlich gern gestehe, dass mir deren barocker Prunk und die Scheinheiligkeit in vielen Dingen aus der Zeit vor der Moderne natürlich näher ist, als Pietismus, Calvinismus und andere Strömungen, die genauso intolerant waren. Aber nicht so unterhaltsam.

  211. Es war ein angenehmer Abend...
    Es war ein angenehmer Abend anstelle eines Abends, der schöner hätte sein müssen.`
    Der Satz von Ihnen Don(danke für Rsponse`, 25.10.) ist wie man fühlt.
    Ich könnte mir vorstellen, dass Ihre un-geselligen Abende, ohne diese Hoffnungen auskommen.
    Die Anschlusshöhe hier ist für mich schwierig, aber ich bin an Ihren Beiträgen interessiert und mag Ihre Entspanntheit,

  212. ... "katholisch ist gut...
    … „katholisch ist gut Sterben“, na ja, vielleicht, wenn man an diese alberne Heils- u. Erloesungsstory glaubt; auch sollte man sich wohl nicht allzu sehr versuendigt haben, wenn ich sie richtig in Erinnerung behalten habe: Hoelle, Fegefeuer, von diesem oder jenem Scheiterhaufen im Diesseits nicht zu reden.
    .
    Und die kath. Beerdigung …, ein nettes Ritual, bei dem sich so wunderschoen heucheln und sich die Hinterlassenschaft schon mal im Geiste aufteilen lassen, ein Ritual zudem, fuer das es tausend funktionale Aequivalente gibt.
    MfG
    G.S.

  213. lieber prince Matecki,...
    lieber prince Matecki, herzlichsten dank für die empfehlung:
    http://www.youtube.com/watch?v=foHTQ2qGozs.
    .
    wissen sie, es fällt mir immer dann leicht, mich der musik ganz zu überlassen, wenn ich die schwärmerei für little j auf einen angebeteten menschen projiziere.
    dann verstehe ich. es ist alles ganz logisch.
    .
    noch mehr? http://www.youtube.com/watch?v=__lCZeePG48&p=80B718AEBCD874B8&playnext=1&index=35
    .
    passend zur uhrzeit wäre auch: http://www.youtube.com/watch?v=y9f3tdfkj30.
    o mensch! gib acht! was spricht die tiefe mitternacht?
    ich schlief! aus tiefem traum bin ich erwacht!
    die welt ist tief, und tiefer als der tag gedacht!
    o mensch! tief! tief ist ihr weh!
    lust tiefer noch als herzeleid! weh spricht – Vergeh!
    doch alle lust will ewigkeit, will tiefe, tiefe ewigkeit!
    .
    ach ja.

  214. @ prinz Matecki
    Arbeit im...

    @ prinz Matecki
    Arbeit im Ausschuß. contradictio in adjecto. Arbeitsausschuß. Beim Daimler ist Ausschuß das, was in den Abfalleimer kommt. In Berlin sitz der Ausschuß im Bundestag.

  215. @sterne nur nebenbei. Wie...
    @sterne nur nebenbei. Wie könenn katholiken (wie ich) ein katholikenbashing betreiben. Ich denke, wenn einem katholiken was an der rkk liegt, dann muss er einigen „blödsinn“ der gerade dort läuft auch kritisieren, aber vor allem halt in der rkk bleiben.

  216. HansMeier555, vielleicht...
    HansMeier555, vielleicht meinte Plindos mit gedankenfreiheit ja die freiheit von gedanken im sinne einer abwesenheit derselben.

  217. Uff, das schafft man ja kaum...
    Uff, das schafft man ja kaum zu lesen in der Kaffeepause… leider halten mich derzeit ein kleines Familiendrama (nicht bei mir, aber man sorgt sich solidarisch mit und fragt sich was aus Existenz, Eigentumswohnung und zwei entzückenden Kindern werden soll wenn eine Ehe aus relativ nichtigem Anlass scheitert) und Suche nach geeignetem Wohneigentum von regelmäßiger Lektüre ab.
    Zum Punktesystem, Einwanderern und ähnlichem: ich beschränke mich darauf zu sagen, dass mir das Gebaren vieler Mitbürger die ihre Xenophobie nun unter dem Deckmantel der Besorgtheit ums „eigene Volk“ ausdrücken dermaßen die Laune verdirbt, dass ich teilweise schon Tagesschau und andere Nachrichten verweigere. Man fragt sich zuweilen ernsthaft, wie lange es noch dauert bis wieder die ersten Häuser von Migranten brennen (das hatten wir ja nach der Wende schonmal).
    Ich sehe ja in meiner Branche den eklatanten Mangel an Fachkräften, aber wenn ich mir vorstelle wir würden einen Ausländer einstellen – der würde angesichts der Stammtischmeinungen meiner Kollegen in Bälde die Flucht ergreifen. Die Welle an Ablehnung, die derzeit auch hochqualifizierten ausländischen Kräften entgegenschlägt ist laut einigen ausländischen Bekannten (die übrigens sogar allesamt in Deutschland geboren und aufgewachsen sind) langsam nicht mehr auszuhalten. Viele haben sich entschieden nach dem Studium wahlweise in die Türkei (wo deutsch/türkische Zweisprachigkeit ein Vorteil und kein Nachteil ist wie hierzulande) oder die USA auszuwandern. Ich finde das sehr schade (zumal ja alle in Deutschland studiert haben, dieses Wissen sollte man nun wirklich versuchen im Land zu behalten), kann es aber wirklich verstehen.

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