Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Elitenerhalt nach dem Paternalismus

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Schlechte Zeiten für väterliche Bevormundung: Der Patriarch des alten Schlages stirbt aus, und wer es heute noch so versuchen möchte, muss sich erst mit der Globalisierung und ihren Fluchtmöglichkeiten herumschlagen. Vielleicht ist es gar nicht so abwegig, neue Mittel und Wege zu finden, damit die einen oben und die anderen unten bleiben.

Ah, ah, ah, ah! questa è buona! or lasciala cercar! Che bella notte! E più chiara del giorno; sembra fatta per gir a zonzo a caccia di ragazze.
Don Giovanni

Wenn in den letzten Tagen etwas überdeutlich geworden ist, ist es die Erkenntnis, dass paternalistische Töne der Elite gegenüber Armen nicht wirklich gut ankommen. Vor drei Tagen noch ein Palastbesitzer im Orient, heute vielleicht schon in einem engen Flugzeug auf dem Weg in eine Klinik im ärmlichen Agrarland Baden-Württemberg, dessen frustrierte Landeskinder in den Reichshauptslum ziehen, oder etwa nach Saudi-Arabien, wo es noch mehr Sand als in Brandenburg gibt. Die Welt ist grausam, wenn man im falschen Moment die falschen Leute als Söhne und Töchter anspricht, im festen Vertrauen darauf, dass man noch etwas gilt und die anderen 80 Millionen schon irgendwie heimgehen werden, wenn man es ihnen mit 70 Milliarden, Dollar nämlich, via TV so ans Herz legt.

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Nun könnte man sagen, dass das Stürzen von orientalischen Gesellschaftsstützen und anderen Despoten ebenso zur Folklore der Region gehört, wie die Despoten selbst, und man hier nur mal wieder gute, alte und etwas vergessene, nun aber um so mehr geliebte Traditionen pflegte. Man könnte sagen, das ist alles weit weg, und betrifft uns nicht – aber ich denke, man sollte es sich nicht so leicht machen. Der reichlich paternalistische Ex-Bundeskanzler Kohl beispielsweise, dessen Parteispendengebahren gar nicht so unorientalisch war, ist auch nicht mehr allzu beliebt. Oder nehmen wie Franz-Josef Strauss, dessen Erbe in Bayern bröckelt. Ein ehemaliger Vater der Siemensfamilie muss sich mit Korruptionsvorwürfen herumschlagen, Jörg Haider hätte, so er seine Landeskinder nicht im Phaeton verlassen hätte, trotz üppiger Geldgeschenke an die Jugend diverse Probleme. Man denke an das Auftreten von Bischof Mixa, man überlege etwas… Kurt Beck. Gut. Der ist noch da. Aber andere Patrone?

Die Frage führt mich zurück in meine eigene Vergangenheit als Schüler der kleinen, dummen Stadt an der Donau. Wenn jemand der Vorstellung eines Patriarchen entsprach, mit allen negativen Eigenschaften, dann war es der Mathematiklehrer X.. X hatte eine Menge recht grausliger Rituale, um zu kommunizieren, dass man nur 100% gehorchen musste, um in Ruhe gelassen zu werden. Er erwartete Unterwerfung, und dann konnte er durchaus gönnerhaft sein, bis zur nach oben korrigierten Schulaufgabe. Aber nie liess er vergessen, dass man von ihm abhängig war. Seine Tochter war in meiner Jahrgangsstufe ebenfalls an dieser Schule. Er hatte ihr einen schrägen Namen aus dem Althochdeutschen gegeben, ihre Kleidung kam aus einem verstaubten Haus für Damenoberbekleidung, und eine Brille, unvorteilhafter und klobiger als jene, die sie tragen musste, konnte man sich nicht vorstellen. So war das, in der dummen, kleinen Stadt an der Donau. Ein langweiliges, langes, blondes Etwas im Pausenhof, dessen Namen alle – ausser den Kriechernaturen – hassten. Sie fand im Tanzkurs keinen Partner, und verschwand bald wieder.

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In München trafen wir uns wieder. Freunde amerikanischer Zeichentrickfilme kennen das, wenn einem Tier das Kinn auf den Boden fällt und die Augen, nur noch an den Adern hängend, aus dem Kopf heraushüpfen, während aus dem Mund gierige Sturzbäche… nicht ganz so. Möchte ich mal behaupten. Aber es ist schon erstaunlich, was ein Schlauchkleid und das Stroboskopgeratter des Parkcafes… Ich wäre beinahe von der Box gefallen. „So, Sie sind also wegen der Tochter vom Lehrer X. im seligen Andenken der noch Lebenden – Schrotflinte?“ „Nein, ein sehr enges Schlauchkleid und die mir später sicher peinlich erscheinende Neigung, im Frack zwei Meter über Tanzfläche meine Jugend zu feiern…“ Zum Glück war ich da nicht alleine oben, und konnte mich an der spärlich bekleideten I. festhalten. Wie auch immer: Die junge Dame hatte sich nicht nur gewandelt, sondern einfach ihrem Vater gesagt, dass es jetzt so nicht mehr weiter gehe, da sie in München sei. Das war überraschend.

Die 80er Jahre gingen gerade zu Ende, bald würde jemand in Berlin sagen, er liebte sie doch alle – man konnte ahnen, dass es nicht ewig so weitergehen würde, mit der Erziehungsgewalt der Mächtigen gegen andere, die sie für Kinder hielten. So etwas ändert sich nicht von heute auf morgen, aber wenn ich heute unter den Älteren einen Patriarchen benennen müsste, in meinem Umkreis – ein paar wenige gibt es noch. Restbestände aus meiner Jugendzeit, die meisten aber sind auch hier in Bayern längst tot und weitgehend vergessen. Der Patriarch ist eine Erscheinung der Vormoderne, der Besitzer des Familieneigentums, bei dem alles zusammenläuft, und der die Macht hat, Kinder zu verstossen. In einer Zeit, da man aus Steuergründen so viel wie möglich so früh wie möglich überschreibt, hat die Drohung etwas von ihrem Schrecken verloren; „Ich verstosse Dich in Deine 110 Quadratmeter mit Blick über den Englischen Garten“, das zieht nicht so richtig. Die Mobilität der Kinder tut ein Übriges, sie aus dem Einflussbereich zu entfernen, und wenn andere dann patriarchalisch daherkommen… spassigerweise ist es übrigens in Berlusconis Italien noch immer so, dass Kinder sehr lange bei ihren Eltern wohnen.

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Ach so, Sie wollen jetzt sicher wissen, wieso ich Ende der 90er mit dem Frack im Parkcafe auf der Box… Staatsoper. Das war unsere Art der Rebellion gegen normale Anzugträger, wir bevorzugten Frack oder Smoking und recht auffällige Westen und Fliegen und Taschenuhren, und wir zogen uns danach nicht mehr um. Nicht dass ich es beschwören könnte, aber die Chancen stehen nicht schlecht, dass wir davor Don Giovanni anschauten – wann immer sich die Gelegenheit bot, gingen wir in Don Giovanni, eine wunderbare Oper, und so fein auf unsere Lebensumstände abgestellt. Zu bereuen hatten wir nichts, und das ganze Leben schien sich in einer Nacht abzuspielen, und wie lachten wir über die Masettos in ihren braunen Erbsenzähleranzügen – das war nicht nett, aber immerhin kann ich heute noch das Libretto auswenig: Eh via, buffone, non mi seccar! giftet Don Giovanni seinen Diener Leporello an, der ihm nichts schuldig bleibt: No, no, padrone, non vo‘ restar. Was er Leporello denn angetan habe? Oh nichts, nur fast umgebracht (Direkt vor der Pause und all den reizenden jungen Damen in schönen Schlauchkleidern). Am Ende, als sich Leporello nicht mit einer Mischung aus Arroganz und Befehlston besänftigen lässt, greift der Adlige Don Giovanni dann zum letzten Mittel, das ihm noch bleibt: 4 Dublonen bringen das Verhältnis für einen Moment wieder in Ordnung, bevor Don Giovanni Leporellos guten Rat, die Finger von den Frauen zu lassen, in den Wind schlägt.

Don Giovanni und Leporello, das sind die dem klassischen Standesdenken entwachsenen Globalisierungsprofiteure, „aber in Spanien 1003“ Frauen sind Don Giovanni ins Bett gefolgt, und ihr Zusammenhalt basiert auf Geld und gnadenlosem Opportunismus: Leporello nörgelt schon in der ersten Szene über seinen Beruf, der ihm keine Ruh bei Tag und Nacht gebe, und frisst seinem Herrn im Finale noch das Essen weg. Don Giovanni macht, wenn es aufgrund einer Schurkerei nötig ist, einen auf Kumpel und ist jederzeit bereit, Leporello anderen zum Verprügeln zu überlassen. Ihr Verhältnis ist eine einzige Abfolge von Drohungen, Widerspenstigkeiten, List, Betrug, Subversion und scheiternder Autorität, kurz, es geht zu wie in einer internationalen Bank oder einer grossen Werbeagentur. Aber so zynisch und autoritätsfern es auch sein mag: Es funktioniert. Leporellos letzte Zeile nach Don Giovannis Höllenfahrt ist, dass er sich jetzt einen neuen Herrn suchen wird.

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An der I., die mit mir auf der Box war, hat sich letztlich jemand anderes festgehalten, und die Tochter des Lehrers hatte zu viele andere Freunde, um mit mir und all den bösen Erinnerungen in die Oper zu gehen. Ich habe meine Zweifel, ob Don Giovanni wirklich zum Vorbild der Organisation von Oben und Unten, von Elite und Schlechtergestellten taugt – aber, wie man in Ägypten gerade wieder einmal sah, tendiert man gerade dazu, diesmal die steinernen Gäste und ihr gravitätisches Benehmen zum Teufel zu schicken. Das ist nicht wirklich standesgemäss, aber am Ende bleibt auch die Frage, warum man sich so gern den Don Giovanni anschaut. Und warum eine Oper mit dem Titel „Die 60 tugendsamen Lebensjahre des später zum steinernen Gast gewordenen Komturs“ einen instinktiv an 12-Ton-Musik und eine moderne Inszenierung denken lassen würde, so angenehm wie Wagners ganzer Ring. Ohne Pause und die Möglichkeit, die Toilette aufzusuchen.

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276 Lesermeinungen

  1. Willkommen zurück zum...
    Willkommen zurück zum führenden Blog für Kronleuchtercontent und liebenswürdige Nichtsnutzigkeit!
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    Manchmal gibt es eben andere Dinge, die getan werden müssen.

  2. Die Belgier im Belgisch-Kongo...
    Die Belgier im Belgisch-Kongo waren ihrer eigenen Wahrnehmung nach als Kolonialherren auch sehr paternalistisch.
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    Womöglich sogar die besten und nettesten unter den Paternalistischen, die es bis dahin gegeben jamals gegeben hatte, (*g*).
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    Und nur die Neger des Belgisch-Kongo waren am Ende doch mal wieder zu dumm und zu unklug, das einsehen zu können.
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    Und so mussten sie gehen, die Belgier. „Smal country – small people“ hat Scholl-Latour dazu so wunderbar geschrieben.
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    Aber wer konnte schon von den Scholl-Latours dieser Welt lernen?

  3. Endlich! Ich bin erleichtert....
    Endlich! Ich bin erleichtert.

  4. Berlusconi ist noch da....
    Berlusconi ist noch da.

  5. @HansMeier: und wird noch ein...
    @HansMeier: und wird noch ein Weilchen bleiben, denn sie haben keinen anderen, der derart gut für Ablenkung sorgen kann. Denn die wirklichen Verhältnisse sind zu häßlich, als daß man sie täglich sehen will: die Jungen haben keine Arbeit bzw. arbeiten „ehrenamtlich“ für umsonst, wohnen bei den Eltern, und von Lampedusa rollt die Invasion heran.

  6. was sind eigentlich die...
    was sind eigentlich die genauen Forderungen „da unten“?! Oder wollen Sie einfach nur einen neuen Herrn?!

  7. Peter der Grosse hat in...
    Peter der Grosse hat in Russland das Patriarchat abgeschafft und durch einen „heiligen Synod“ ersetzt.

  8. So ähnlich wie Atatürk das...
    So ähnlich wie Atatürk das Kalifat.
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    Wiedereingeführt wurde das russische Patriarchat dann infolge der Februarrevolution 1917, zeitgleich mit der Trennung von Kirche und Staat.

  9. Kennt jemand Tanya...
    Kennt jemand Tanya Luhrmann?
    Ihr Buch „Persuasions of the witch’s craft“ und einen Artikel: „how do you know it is god who is speaking to you?“ habe ich sehr gern gelesen. Sie geht der Frage nach, wie Wahr- Nehmung entsteht. Sie beschreibt sehr sorgfältig, wie sehr es ein sozio- kulturelles, eigenes, von innen kommendes Konstrukt ist, was wir völlig selbstverständlich für externe Realität halten. Viel hat damit zu tun, wie wir uns selber sehen. Diese kulturellen Verabredungen: „man tut, man lässt, das gehört sich, das ist richtig“ gehören dazu, aber auch Wahrnehmungen von Oben und Unten und vieles andere. Kleine Kontexte und Attribute, und sei es ein kleiner Teil eines Namens, lassen ganze Vorstellungswelten im Kopf aufblühen. Wenig Kraut dagegen gewachsen.
    Grüße.

  10. Die armen Ägypterinnen. Die...
    Die armen Ägypterinnen. Die Männer haben die Revolution gewonnen, können auf der Strasse tanzen, frei im Cafe sitzen und politisieren. Und die Frauen haben die Last der Freiheit zu tragen und müssen sehen, wie sie die Familie satt bekommen. Schön, dieses orientalische Patriarchat, sei es gesellschaftlich oben oder unten. Bei steigenden Weltmarktpreisen für Nahrungsmitteln und sinkendem Kurs des ägyptischen Pfundes wird es massive Probleme geben für die ägyptische Grossfamilie. Bald kommt die militärische Lösung des Problems: Lebensmittelkarten.

  11. A man´s gotta do what a...
    A man´s gotta do what a man´s gotta do.
    Dem Patriarch Don Alphonso (sine zu verstoßende bambini) ist ein kurzweiliger Ausflug von denen da unten – erst DA-Text, dann commentatores – gerne gestattet, wenn er auf sie, die klugen Leserinnen und commentatores, nicht vergißt und ihnen huldvoll hin und wieder einen Text „hinschmiert“ (sic!).
    Nach gegönnter Stärkung mit anmutiger weiblicher Gesellschaft bei Tee und Keks.

  12. Was ist so uebel am...
    Was ist so uebel am Paternalismus, wenn man selbst wehrlos und abhaengig ist? Der Paternalist ist eine vaeterliche Figur, die nur einen vermutlichen Makel hat: er will, dass alles so lauft wie er moechte. Der Paternalist ist sehr oft ein autoritaerer Idealist. Nichts Besseres kann man sich als junger Mensch wuenschen, denn die Aufsaessigkeit ist eine Erscheinung der Jugend, die immer das Gute meint, aber oft genug den Bloedsinn mehrt. Wir alle sind Schafe auf der Weide Gottes. Und der Herr behuetet uns.
    Ein paternalistischer Lehrer ist eine Wohltat innerhalb eines Lehrkoerpers opportunistisch auf Zeitgeist getrimmter Debiler mit Staatsexamen. Der Paternalist ist nicht immer ein weiser Mensch, aber er bemueht sich einer zu sein. Das ist schon mal was.
    Nur der Schueler, welcher an sein Genie glaubt, meckert ueber solche Lehrer. Und der paternalistische Lehrer laechelt weise, wenn er das Genie scheitern sieht. Er hat es ja immer schon gewusst.

  13. Elitenphilosophie:
    Wenn die...

    Elitenphilosophie:
    Wenn die Elite nimmer herumpaternalisieren kann, also nimmer so richtig gönnerhaft von oben und so … Dann ist sie doch keine Oben-Elite mehr. Sondern nur so eine Zwischendrinsitz-Elite oder eine Nebenan-Elite.
    Das kann doch die Arm- ähm Kronleuchterfraktion nicht zulassen.

  14. Nun gut, Sie haben angefangen...
    Nun gut, Sie haben angefangen mit den 90ern, dann müssen Sie das jetzt aushalten:
    http://www.youtube.com/watch?v=7rZbvi6Tj6E
    .
    Von einer ägyptischen Revolutionshymne – muss es doch geben – habe ich seltsamerweise bisher noch gar nichts gehört.
    .
    Kronleuchter sind gut; Musik ist noch besser.

  15. "falschen Leute als Söhne und...
    „falschen Leute als Söhne und Töchter“ sowas ist nur Dank der christlichen sexualtheologie -> „von nichts kommt was“ (und wenn nicht dann müssen wir halt Kinder fremder Eltern falsch veradoptieren) möglich!

  16. Die Rückkehr des Patriarchen...
    Die Rückkehr des Patriarchen – Hans Meier kommt wieder. Hurra!

  17. Ergänzung zu...
    Ergänzung zu perfekt57:
    Zahlreich auch die Enthändigten als Folge eines „fürsorglichen“ Paternalismus,
    der auch das atavistische Abstrafen nicht ausreichend erledigter Pflichten zu
    perfektionieren wußte (Wikipedia – Belgisch-Kongo).
    Zur Erinnerung an die Wohltaten und zum Ruhme des in diese paternalistische
    Verantwortung eingetretenen belgischen Prinzen sah sich ein belgischer
    Keksfabrikant bemüßigt, jenem einen mit Schokoladencreme (Le petit prince
    fourrée, „der kleine, gefüllte Prinz“) gefüllten runden Doppelkeks, dessen
    Innovation in der Verzehrbarkeit ohne Beschmutzung der Hand bestand, zu
    widmen. Dieser Doppelkeks-Prinz wird auch heute noch auf Rolle gezogen in
    den Handel geschickt.
    In der Marketingabteilung könnte ein wenig Nachdenklichkeit die Rolle und
    beabsichtigte Herkunft des Prinzen in heutiger Zeit präzisieren helfen. Vielleicht
    könnte es auch mit diesem Wissen ein leichter Abschied vom überkommenen Markenbild werden, sind doch Prinzen in der Demokratie ohnehin ein kaum
    geeignetes Leitbild, wenn es um legitime Machtausübung geht.

  18. Oh Mann Don,
    das weiss man...

    Oh Mann Don,
    das weiss man doch, dass das haessliche Entlein nur mal die dicke Hornbrille abnehmen und seinen blonden Dutt oeffnen, sodann das wallende Wellenhaar (nur um Sie zu aergern ;-)) lasziv nach hinten werfen und vielleicht sogar was enges anziehen muss, um IMMER als strahlender Schwan dazustehen. Wer das nicht weiss (auch ohne die ensprechenden Filme, die sie natuerlich nie gesehen haben, zu kennen… es gibt da aber sicherlich auch eine passende Haendel-Oper), der muss sich eben die Gans suchen!
    Hojotoho!
    T.I.M.

  19. In Köln galt damals das...
    In Köln galt damals das Motto : No Future …aber Köln ist auch nicht München
    Wenn jetzt die Ägypter ,Tunesier usw alle vor der Demokratie fliehen könnte das Kölner Motto zumindest teilweise in Erfüllung gehen ? Auch in München fährt man gern Auto…

  20. @DA und Filou: Was ist denn so...
    @DA und Filou: Was ist denn so schlimm an dem Patriarchen/ Paternalisten per se? Ich stimme Filou zu, der im Paternalisten den Idealisten sieht.
    .
    Hier ein Erfahrungsbeispiel: In den 80ern arbeitete ich in den Sommerferien im Betrieb der Eltern eines Freundes, den dessen Vater leitete. Und zwar paternalistisch- inklusive „Zwangsdusche“ fuer den.. jetzt entfaellt mir der politisch korrekte Begriff… geistig Armen, der mich am Fliessband anleitete. „Friedhelm, Du stinkst, geh duschen!“ hiess es da.
    .
    Jahre spaeter hoerte ich, dass Friedhelm nach dem Tod seiner Mutter ins Heim gesteckt werden sollte. Und da war es dann der Patriarch, der sich kuemmerte und fuer Friedhelms weitergehende Integration sorgte.
    .
    Dann wurde die Firma verkauft, an einen internationalen Grosskonzern und als Filiale in dessen Vertriebssystem eingegliedert. Statt eines Patriarchen leitete nun ein angestellter Manager die Firma.
    .
    Und binnen Jahresfrist war Friedhelm im Heim. Daheim, und arbeitslos, waren auch diverse Alleinerzieher mit stillschweigend tolerierten Fehlzeiten- kurz alle, die der bestellte Verwalter fuer unproduktiv hielt.
    .
    Und so geht es dann zu bei der Globalisierung.
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    Wollen wir mal hoffen, dass es in Aegypten und Tunesien, wo der Wachwechsel auf eigene Rechnung, gleichwohl vom „Betriebsrat“ vollzogen wurde, besser vorangeht als in Afghanistan und Irak, wo die Uebernahme quasi dem Globalisierungsgebaren des „corporate hostile takeover“ entspricht.
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    Ich wette, nicht nur ewig Gestrige und ich schaetzen gewisse altmodische Sozialstrukturen….

  21. Der Paternalismus ist zügig...
    Der Paternalismus ist zügig auf dem Vormarsch, auch bei uns. Mag sein, dass sich der habitus des paterfamilias in den letzten Jahrzehnten verfeinert hat, aber das Prinzip blüht und gedeiht.
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    Paternalismus entspricht viel zu sehr der europäischen Vorstellung von „sozialer Gerechtigkeit“, als das er aussterben könnte.
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    „Soziale Gerechtigkeit“ herrscht nach allgemeiner Überzeugung, wenn die Kinder den Lebensentwurf ihrer Eltern wiederholen können und mit gleicher (oder geringfügig niedrigerer) Leistung dasselbe (oder geringfügig höhere) Realeinkommen erzielen können.
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    Und die politische ordo-kapitalistische Ordnung, die das am besten ermöglicht, ist eben der Paternalismus. Man kümmert sich nicht um Prinzipien, sondern um die Klientel. Die Allgemeinheit ist nur ein Wort, aber die Mittelstandsvereinigungen der dummen Städte gibt es wirklich.
    .
    Der Paternalismus ist die natürliche Zuflucht aller, die befürchten müssten, unter echten, redlichen rechtsstaatlichen Konkurrenzbedingungen einen sozialen Abstieg zu erleiden. In Prosperitätsphasen ist das vielleicht nur eine Minderheit, die sich aber in Stagnations und Krisenjahrzehnten schnell zur Mehrheit wandeln kann.
    .
    Also ich sehe für den Paternalismus in Europa (und bald auch in Nordamerika) eine große Zukunft voraus. Und das ist auch gut so. Paternalismus ist gemütlich und schön. Er ist vernünftig und jeder versteht ihn. „Du bist doch kein Zugereister, du kannst ihn begreifen.“
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    Paternalismus ist der Kitt, der die Kultur und die Zivilisation erhält, wenn es mal mit der Exportwirtschaft nicht mehr so läuft. Und wann wäre Deutschland schöner, liebenswerter und geistig produktiver gewesen als zwischen 1600 und 1800? Bevor all diese Steins, Hardenbergs, Bismarcks und Krupps kamen und das alles kaputt gemacht haben?
    .
    Wer würde in einem paternalismusfreien Europa noch leben wollen?

  22. Wo die Mumie jetzt wohl...
    Wo die Mumie jetzt wohl steckt? Es würde doch naheliegen, sie (mitsamt dem Gold) in einer Pyramide einzulagern, vielleicht mit diversen Tunnelverbindungen nach…
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    Die Flüchtlingsgeschichten sprechen ja auch Bände über die Gründe, warum unsere Eurokraten mit arabischen Patriarchen so gut konnten. Es ist so schön jemanden zu haben, der einem die Drecksarbeit abnimmt und auf den ganzen Humanitätszirkus keine Rücksicht nehmen muss.
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    Eine Weltordnung wie das indische Kastensystem: Alles ist darauf angelegt, das Karma der Bramahnen zu schonen.

  23. Vielleicht wäre Mubrak ja...
    Vielleicht wäre Mubrak ja auch die Idealkandidatur für den EZB-Posten. Da geht es ja auch vorrangig um Stabilität.

  24. Ich beneide die Menschen in...
    Ich beneide die Menschen in Tunesien und Ägypten, die hatten wenigstens die Aussicht das es nach den Demonstrationen besser wird. Welche Alternativen haben wir denn schon, wir leben ja schon in einer „Demokratie“. Selbst wenn sich genug Menschen aufraffen würden gegen die momentanen Zustände der Bevormundung durch die etablierten Seilschaften auf zu begehren, wäre dieser Widerstand da in seiner Natur „Antidemokratisch“ von vorne herein zum Scheitern verurteilt. :-(

  25. @ HansMeier555
    Als "Pater...

    @ HansMeier555
    Als „Pater Familias“ hat man letztens Fritzls Familienführung bezeichnet.
    Auf diese entartete Form kann ich gut verzichten.
    Und was diese Beobachtung der Wiederkehr der Paternalischen betrifft. Der moderne Neo-Pater will zwar nach wie vor herrschen, er vergisst jedoch die Fürsorge. Die ist nicht mehr ín seinem Programm. Daher soll er von mir aus ebenfalls bitteschön – ohne Geplärr, wenns geht – aussterben.
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    Aber auch mit Fürsorge würde sich sie nicht mögen. Denn Fürsorge ist von oben herab und mir daher sehr widerlich. Schleich di! würde ich zu so einem sagen, er solle seine Almöschen statt Deo besser unter seinen Armen verteilen.

  26. Ich denke ja, er sollte eine...
    Ich denke ja, er sollte eine Sicherheitsfirma aufmachen. Irgendwelche wütenden Bauern, die die Demonstranten im Wendland mit Kühen niederreiten, weil sie Gorleben wollen. Al Masri meldet aber, dass Mubarak einen Zusammenbruch hatte und seine Villa nicht verlassen kann.
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    Mondry, man kann so oder so paternalistisch sein, aber mir geht es um die Fälle, da man dem Habitus nicht entgehen kann: Staaten, Eltern, Monopolkonzerne. Es ist immer die Frage, wie man Familie begreift, aber wenn ich…. mal eine Geschichte.
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    Ich kenne einen hocherfolgreichen Mittelständler, der seinen Sohn praktisch in die Firma gezwungen hat. Der Sohn wollte für seine Wohnung ein Klapptischchen für den Balkon haben, und hat sich das aus Werkstoffabfällen in der Pause selbst zusammengeschweisst. Als sein Vater das merkte, hat er die Mannschaft zusammengetrommelt, den Tisch vor aller Augen eigenhändig zerstört und seinen Sohn runtergeputzt.
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    Auch der Betrieb ist jetzt fusioniert, aber dem alten Chef trauert wohl keiner hinterher. Man kann fürsorglich ohne Gemeinheit sein.

  27. Basti, die Ägypter hatten nur...
    Basti, die Ägypter hatten nur Glück, dass Mubarak das Wort „alternatrivlos“ nicht schnell genug in seinen Wortschatz übernahm. Aber auch in Europa:
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    http://english.aljazeera.net/news/europe/2011/02/2011213171436662236.html
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    superbia, gab es nichgt auch das Kölner Motto vom „es ist noch immer alles gut gegangen“?

  28. T.I.M., nun, es gibt hier...
    T.I.M., nun, es gibt hier Dörfer, und hinter diesen Dörfern noch andere Dörfer, und danach weitere Dörfer, da würde ich derartige Verwandlungsmöglichkeiten auf allen Ebenen ausschliessen wollen. Sie glauben gar nicht, was für Dörfer es da gibt.
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    muscat, was ich nicht klicke, tut mir nicht weh.

  29. Diese ubiquitären Spiele: Wir...
    Diese ubiquitären Spiele: Wir und Die, wir prima, die im Abseits, sie sind nicht originell, nicht sonderlich gut informiert und weder kurz- noch langfristig produktiv. Warum sind sie dennoch so beliebt? Sie mögen im Moment die Bürde erleichtern, sich selbst zu ertragen. Wenn die eigenen, unangenehmen Gefühle umgedreht als das Böse in den Anderen gepackt sind, dann kann man beherzt draufhauen. Ahh. Dafür eignen sich eine ganze Reihe zuverlässig erprobter Klischees.
    Framen nennt man das auch. Eine ungeheuer erleichternde Medizin. Nur, wem hilft sie?
    Auch hier gibt’s einen guten Spruch: Der Splitter im Auge des Anderen und der Balken im eigenen.

  30. @Vroni
    .
    Paternalismus hat...

    @Vroni
    .
    Paternalismus hat nicht zwangsläufig was mit dem dynastischen Prinzip zu tun.
    Letzteres hat z.B. in der Kohl family nicht geklappt und das hat auch keiner im Ernst probiert.
    .
    Der modernfeudale Paterfamilias hat nur Ziehsöhne, Ziehneffen und Ziehenkel, aber die kommen in großer Zahl ja frewillig angelaufen. Und Zieh–nichten, sag ich mal.
    .
    Je kälter es da draussen wird, je weniger der Pappastaat seine Fürsorgepflicht erfüllt (ich sag mal nur: Bafögkürzung plus Studiengebühren), umso wärmer und attraktiver erscheint dann wieder der heimische Herd. Ist es denn wirklich so schlimm, bis 35 bei den Eltern zu leben? Wenn man kein eigenes Einkommen hat?
    .
    Wie sagte doch Maggie Thatcher so schön: „There is no society — but there are families“.
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    Denn Neoliberalismus und Feudalismus laufen in the long run auf ein dasselbe hinaus, auch wenn es erstmal nicht so scheint.

  31. Sagt einer, der zu Yello auf...
    Sagt einer, der zu Yello auf der Box getanzt hat…
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    Passende Untermalung zur nordafrikanischen Revolution? Hat da keiner eine Idee?

  32. "Ist es denn wirklich so...
    „Ist es denn wirklich so schlimm, bis 35 bei den Eltern zu leben? Wenn man kein eigenes Einkommen hat?“
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    Einfache Antwort, leiber HansMeier555: Ja.
    Ist einfach nur peinlich, wenn einer eine junge Frau zu seiner Liebsten machen will und hat kein eigenes Nest.
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    Habe gehört, junge Frauen sollen das nicht goutieren und in Scharen davonlaufen. Allein der Verdacht, der Mamista könnte nicht nur aus rein wirtschaftlichen Gründen zuhause leben, sondern dazu ein ausgewachsenes Muttersöhnchen sein, schlägt psychisch gesunde Frauen reihenweise in die Flucht.
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    Neoliberalismus macht die Leute arm und Neo-Feudalismus soll dann die Fürsorge ersetzen, die der Staat angeblich nicht mehr bringe? Auf das laufe es hinaus? Das halte ich für das verkehrteste Konstrukt überhaupt. Es ist sogar eine Lüge, dass der neoliberal gewordene Staat angeblich immer weniger Fürsorge aufbringe. Auch der neoliberale Stat bringt genügend Fürsorge auf, allerdings nur für die Klientel, die sich als tüchtige Macher geriert und es versteht, abzugreifen: wirtschaftliche Subventionen en masse für rücksichtslose Hasardeure und gstandene bodenständige Unternehmer gleichermaßen. Für Werksansiedelung im Osten, für Exporte etc. Brauchts eigentlich auch nicht, denn Unternehmer sind ja Unternehmer und unternehmen, oddr? Was brauchen die staatlich gestützte fürsorgliche Subventionen?

  33. @Vroni
    .
    Und wenn die junge...

    @Vroni
    .
    Und wenn die junge Frau schon schwanger ist und ebenfalls keinen sozialversicherungspflichtigen Job hatte…?
    Vielleicht findet sie die Nähe einer tüchtigen rüstigen Schwiergermutter dann gar nicht so schlimm.
    Ihre Argumente zeigen doch nur, wie verwöhnt wir alle noch sind. Der Staat soll wohl alles zahlen: Den Jungen die Studentenbude, den Alten die Pflege, und dazwischen noch Existenzgeld?
    Anstatt dass man einfach die natürlich vorhandenen Synergieeffekte des Familienwirtschaft nutzt.
    In andern Ländern läuft das so: Am Wochendende sammeln alle zusammen Pilze und Beeren im Wald und die werden dann für den Winter eingekocht…

  34. Lieber HansMeier555,
    stauben...

    Lieber HansMeier555,
    stauben Sie doch ein bisschen Ihre angejahrten Kronleuchter ab, kommen Sie dann von der Mahagoni-Bücherleiter runter und unterschlagen Sie nicht listig das Hauptargument, das des neuerdings nur zu Unternehmen fürsorglichen Staats.
    .
    Wenn Sie sich dazu geäußert haben, dann reden wir weiter über junge gebährfähige Damen in ungewollter Nähe des überaus tüchtigen, übergriffigen Schwiegertigers. Versprochen.

  35. Ergiebiger als die Frage, was...
    Ergiebiger als die Frage, was die Anderen verkehrt machen, ist zu fragen, was ich selbst richtig mache, nicht als Vision, im Ergebnis. Aber dann hätten wohl Zeitungen nichts mehr zu schreiben und Politiker nichts mehr zu reden und noch weniger zu bomben. Paradiesische Zustände.
    Adios.

  36. Beasti, die beneidenswerten...
    Beasti, die beneidenswerten Tunesier habe es aber ziemlich eilig, nach Italien zu kommen.

  37. @Vroni
    Der Trend geht...

    @Vroni
    Der Trend geht jedenfalls dahin, dass die staatlichen (oder vom Staat verwalteten) Sozialsysteme abgeschafft und ihre Funktion wieder dem guten alten Familienkapital übertragen werden soll.
    .
    So wie das in Italien oder auch den USA ohnehin immer der Fall war. Das ist die Ordnung, die von der Mehrheit der Weltbevölkerung für natürlich und gerecht, wenn nicht gar für alternativlos gehalten wird.
    .
    Was den Neoliberalen selber nicht immer ganz klar ist, ist der überaus simple Umstand, dass sich das Leistungsprinzip niemals wirklich auf Individuen beziehen kann, sondern immer nur auf Familien. Der Einzelmensch erbringt eine Leistung, sondern eben die Familie.
    .
    Dem Bürgertum der Revolutionsepoche (so von 1789 bis 1848) war das vollkommen klar, und entsprechend klar war für sie auch die Notwendigkeit der innerfamiliären Arbeitsteilung.
    .
    Die soziale Krise Europas (d.h. die strukturelle Überschuldung der öffentlichen Haushalte und der Geburtenmangel) hat genau da ihren Ursprung: Dass die heutigen Stützen eine „bürgerliche Gesellschaft“ beibehalten, das Patriarchat aber abschaffen wollen. Und das geht eben nicht.

  38. Re: Passende Untermalung - I'm...
    Re: Passende Untermalung – I’m out in the fields, I fight for my meals, I bow my back into my living, I do not need to be forgiving (Baba O’Riley)

  39. Bin enttäuscht: Sie haben...
    Bin enttäuscht: Sie haben sich immer noch nicht zu meinem Hauptargument geäußert.
    Und der Rest stimmt auch nicht: Das Patriarchat schafft sich gerade selbst ab: Mubarak weg, Berlusconi wird weg sein, und in den besten Familien haben die Tanten das Sagen.

  40. @Vroni
    Ihr Hauptargument ist,...

    @Vroni
    Ihr Hauptargument ist, der neoliberale Staat sei fürsorglich zu den Reichen.
    Gut, nehmen wir an, es ist so. Dann sehen wir genauer hin und stellen fest, dass gerade unter den Reichen die Familienbande von besonders hoher Bedeutung sind. Eben weil man in diesen Kreisen durch Geburt und Erbschaft reich ist und bleibt. Damit wird meine These doch nur unterstützt.
    .
    Natürlich könnte man einwenden, das kommunistische Prinzip der „Chancengleichheit“ sei ja viel viel gerechter. Aber es funktioniert eben nicht. Das bürgerliche Prinzip der Familienleistung dagegen ist in der Lage, das Hauptproblem zu lösen: Nämlich das mehrere Menschen effektiv kooperieren und zusammenwirken und Individuen zu Leistungen zu motivierien, deren Früchte sie selbst nicht mehr ernten werden (sondern erst die Kinder und Enkel).
    .
    Genau das ist es, was im kommunistischen Sozialstaat nicht funktioniert. Denn dort wird jeder Leistungsträger genötigt, auch diejenigen Mitmenschen zu unterstützen, die von ihm nicht abstammen, die er gar nicht kennt, deren Lebensweise er nicht billigt und bei denen er das Gefühl hat, dass sie ihn nur ausnutzen. Darum empfindet er die Zahlung von Steuern und Abgaben als eine Art Diebstahl, für den er keine Gegenleistung erhält.
    .
    In der (bürgerlichen) Familie ist das anders. Da bildet man Kapital, von dem man weiß, dass es nicht irgendein Fremder mit minderwertigen Genen und der falschen Religion erben wird, sondern die eigenen, von einem selbst erzogenen und bis in die Lebensmitte schikanierten Kinder und Enkel. Das empfindet man dann als gerecht, dafür ist man ja bereit, Opfer zu bringen.
    .
    Und dieses Prinzip läßt sich bis zu einem gewissen Grad auch auf die Nichtverwandten übertragen. DAs nennt man dann „Paternalismus“.
    .
    Schliesslich bleibt zu bedenken, dass auch das erfolgreiche Schröpfen der Staatskasse Leistung darstellt, die erst einmal erbracht werden muss. Warum sollten diejenigen Loser, die zu dieser Leistung weder willens noch fähig sind, genauso viel staatliche Zuwendung erhalten wie diejenigen, die sich eine effektive Lobby aufzubauen wußten? Das wäre ja auch nicht gerecht. Politiker zu beeinflussen ist auch eine schwierige Arbeit. Wer sich dazu zu fein ist, soll sich hinterher nicht beschweren.

  41. Aus eigener Erfahrung:...
    Aus eigener Erfahrung: Maternalismus (Wortneuschoepfung?) ist auch nicht schlecht. Madame kuemmert sich um das Taegliche. Wenn Mammutjagd-Saison ist, erhebt sich Monsieur vom Baerenfell, schaerft den Speer und strengt sich mal richtig an.

  42. ZU:...."es ist noch immer...
    ZU:….“es ist noch immer alles gut gegangen“… wahrscheinlicher :“es kütt wie es kütt“
    es kommt wie es kommt -für die Nichtkarnevalisten (Münchner)- und Südländer bzw Ost oder Westländer- Wobei der Südländer auch ganz einfach als Moslem bezeichnet werden kann der hier in Köln in den Kindergärten schon Stadtteilübergreifend die Mehrheit bildet ….da gelten dann auch die kölschen Grundgesetze bald nicht mehr …so wie in der Slumhauptstadt -aber dort haben Gesetze noch nie eine wesentlich lange Rolle gespielt …

  43. @muscat: Beethoven 5....
    @muscat: Beethoven 5. Symphonie, das Thema, das sich im 4. Satz ab Takt 92 (Celli) entwickelt und nachher in Takt 132 (Bläser) zu voller Entfaltung kommt (man könnte auch, ohne Furcht vor dem Odium des Pathos sagen: triumphiert), ist aus einem Lied der französischen Revolution abgeleitet, der Text für diese Stelle: „La li-ber-té, la li-ber-té, la li-ber-té“. Das ist allerdings keine Untermalung, sondern ein Bekenntnis. Beethoven ist immer noch der modernste Musiker! Übrigens auch im Finale 1. Akt des Don Giovanni, werter Alphonso Don, Sie wissen wo, auch wenn die dort gemeinte Freiheit vielleicht nicht diesselbe ist. Aber Freiheit ist nun einmal Freiheit!

  44. Hansmeier+Vroni: durchaus...
    Hansmeier+Vroni: durchaus erhellend, Ihre Schlaglichter, aber der Punkt ist halt, daß man nur paternalistisch oder erfolgreich sein kann, wenn das Geschäft auch wirklich läuft und was hängenbleibt – bei den zuhause wohnenden 35jährigen ist es ja in der Regel nicht so, daß sie den Job der Eltern erben würden (es gab früher durchaus z.B. Arbeitersöhne, die den Job des Vaters übernahmen).

  45. p.s.: Wer die Taktzahlen nicht...
    p.s.: Wer die Taktzahlen nicht findet, kann einfach zuhören. Die Gelegenheit, lauthals „la li-ber-té“ zu singen, kommt unweigerlich.

  46. der trend geht ohnehin zur...
    der trend geht ohnehin zur zwei-frauen-ein-mann-gemeinschaft. davon profitieren alle: die frauen entlasten sich gegenseitig bei den undankbaren dienstleistungen im haushalt und am mann, der mann wird in wirklich allen belangen von zwei frauen gefordert und so zu höchstleistungen angespornt, drei einkommen für nur einen haushalt verbessern das einnahmen-ausgaben-verhältnis deutlich, kinderbetreuung und gelegentliche krankenpflege lasten nicht mehr nur auf einem partner, sollte einer mal beruflich abwesend sein usw. usf.. die erfahrung zeigt, daß frauen sehr schnell die vorzüge dieses systems erkennen und die gewonnenen entfaltungsspielräume begrüßen. für ganz emanzipierte und robuste naturen bestünde ja auch die möglichkeit zur zwei-frauen-ein-mann-gemeinschaft. aber welche frau täte sich das als langfristiges lebensmodell jenseits kurzer episoden an…?

  47. Don Carlos ...völlig richtig...
    Don Carlos …völlig richtig warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen frühzeitig konvertieren und einen Harem eröffnen -zumindest hatte das bei den Kölner Alteliten einer gewissen Privatpleitebank Tradition . Und wenn man schon von Eliten spricht dann doch bitte von alt(ehrwürdigen) Eliten welche egal ob Kaiser oder tausenjähriges Reich bzw DDR oder Demokratie immer die richtige Fahne zur richtigen Zeit wechseln …
    Darin liegt die Kunst -Neueliten überstehen meist nicht die dritte Scheidung…

  48. @Abydos, Musik zwei drei:...
    @Abydos, Musik zwei drei: Besten Dank für die Anregungen!
    5. Symphonie, au weia…

  49. im vorletzten satz war...
    im vorletzten satz war ‚eine-frau-zwei-männer-gemeinschaft gemeint. ließe sich das nachträglich ändern…?

  50. Don Carlos, nur damit ich...
    Don Carlos, nur damit ich Ihren Kommentar richtig verstehe: Die Kombination
    2-Frauen-1-Mann ist also alternativlos?

  51. Wider Erwarten
    Dort ganz oben,...

    Wider Erwarten
    Dort ganz oben, im obersten, Mono, Ein und Alles,
    dort tummeln sich doch mehrere Herren, ja Herren, nicht Damen.
    Dort auf dem Gipfel des Olymp muss es wohl doch recht kühl und zugig sein.
    Die Götter brauchen dicke, dichtgewebte Mäntel aus reinster Taboo- Wolle.
    Sobald jemand auf den Gedanken kommt, daran zu zupfen, um zu ent- decken,
    wie es darunter aussehen mag,
    wird es den sonst so freundlichen Gestalten recht ungemütlich und
    sie werden schrecklich böse.
    Sofort wird der neugierige Lauselümmel und
    am besten gleich alle, die das gesehen haben könnten,
    weithin sichtbar gemärtyrert, oft recht phantasievoll.
    Da entwickeln die hohen Herren (immer nur Herren?)
    mit den merkwürdigen Kopfbedeckungen unerwartete Kreativität.

  52. @Filou: "Maternalismus......
    @Filou: „Maternalismus… Madame kuemmert sich um das Taegliche. Wenn Mammutjagd-Saison ist, erhebt sich Monsieur vom Baerenfell, schaerft den Speer und strengt sich mal richtig an.“

    Das hat was! Nach einem langen Leben als praktizierender Junggeselle könnte ich mich mit der Idee noch anfreunden. Patriarch war mir immer schon zu anstrengend; meinen Kindern geht es bei ihren Müttern viel besser…
    Aber das Bärenfell… – ohne das Tägliche! – eine schöne Erfindung. Das habe ich häufig in Filmen über Urwaldvölker gesehen. Also zurück zur Natur!!

  53. @Don Carlos: mir vollkommen...
    @Don Carlos: mir vollkommen unverständlich, ihr Modell. In Anbetracht der mageren Erwerbsmöglichkeiten derzeit käme wohl eher ein 4-Männer-1-Frau-und-dann-Kinder-Modell in Betracht.

  54. muscat, weder alternativlos,...
    muscat, weder alternativlos, noch obligatorisch. bequem. für die frauen zumindest. es gibt natürlich auch ausnahmen wie colorcraze, die hausarbeit lieben. wer wollte es ihnen verwehren?

  55. @abydos: " Die Gelegenheit,...
    @abydos: “ Die Gelegenheit, lauthals „la li-ber-té“ zu singen, kommt unweigerlich.“

    In der Tat alternativlos! Die hausgemachten Patriarchen hierzulande stimulieren „unweigerlich“ unsere Freude am Gesang…
    Ein Vorgeschmack http://www.youtube.com/watch?v=SIxOl1EraXA
    Unsere Nachbarn sind da traditionell musikalischer; die Franzosen krönen zwar gerne kleine Könige, haben aber 200 Jahre Übung darin, sie auch kurzerhand wieder einen Kopf kleiner zu machen…
    Eine bessere Entsorgung tauber Patriarchen hat noch keiner erfunden ;-))

  56. @Don Carlos: mit Liebe zur...
    @Don Carlos: mit Liebe zur Hausarbeit hat das nichts zu tun, eher damit, wie ich den derzeit notwendigen Effizienzgrad einschätze, um ein Mindestmaß an Kontinuität (Kinderaufzucht) sicherzustellen.

  57. @muscat: "2-Frauen-1-Mann"......
    @muscat: „2-Frauen-1-Mann“… Wer soll das bezahlen…?

  58. @superbia
    Ja, genau, Harem,...

    @superbia
    Ja, genau, Harem, aber warum erst konvertieren?
    .
    In unserer kommunistischen, postreligiösen und neoliberalen Nichtgesellschaft, in der alle menschlichen Beziehungen auf marktüblichen Kosten-Nutzen-Rechnungen und auf Tauschverhältnisse reduziert werden müssen, werden sich auch innerhalb der Familie wieder die natürlichen Kräfteverhältnisse durchsetzen.
    .
    Und die sehen nun einmal so aus, dass gebärwillige Frauen aus biologischen Gründen karrieretechnisch benachteiligt sind, sich folglich in der schwächeren Vertragsverhandlungsposition befinden und daher von ihrem Partner weniger Treue einfordern können als dieser umgekehrt von ihnen.
    .
    Warum sollte man den vermögenden (alpha-männlichen) Leistungsträger dazu zwingen, erst seine alte Frau davonzujagen, bevor er sich mit der jungen hübschen Praktikantin einen zweiten Frühling gönnen darf? Warum können sich die Frauen nicht einfach nebeneinander arrangieren?
    .
    Wer von der RKK die Abschaffung des Zölibats verlangt, sollte aus der Monogamie keinen Fetisch machen.
    .
    Von einer zwangsmonogamischen Ordnung, die zahllose Frauen dazu zwingt, entweder alleine zu leben oder sich wahlweise mit minderleistenden Gamma-, Theta- und Omegamännchen abzufinden, hat doch am Ende auch keiner was.

  59. @Don Carlos: Reproduktion...
    @Don Carlos: Reproduktion bedeutet zuvörderst Kosten, die durch Erwerb getragen werden müssen.

  60. Don Carlos, also wenn...
    Don Carlos, also wenn überhaupt kann ich mir nur das umgekehrte Modell
    (2-Mann-1-Frau) vorstellen. Einen mit Brain und der andere für den Rest.
    Was soll man machen; Guido ist ja schon vergeben.

  61. Das Haremsprinzip würde auch...
    Das Haremsprinzip würde auch den Trickle-down-Effekt beschleunigen: die gesamtgesellschftlich so dringend notwendige materielle Umverteilung von reichen alten Männern zu armen hübschen jungen Frauen (und deren Kindern).

  62. mucat, wat? Guido fuer's...
    mucat, wat? Guido fuer’s Brain, oder? Egal. Zwei Maenner, einer davon Guido; Zuschauen kann auch nett sein.

  63. Wer hat die Hosen an?
    Papa?...

    Wer hat die Hosen an?
    Papa? Mama? Schwiegerdrache? Uroma? Sohnemänne? Tochterzicke? Adoptivling? Geschäftsführer? Beißend riechend, geschmalzt mit rosa Glänzeschlips und feuchten Pfoten.
    Anything goes. Völlig wurscht.
    Realitätsdichte, aktuell,
    hier, jetzt, in diesem Augenblick ist der Ort der Handlung.
    Die streetsmart kids in Kairo waren pfiffigere event- Veranstalter als alle Hierarchen.
    Deswegen gibt es Weibchen und Männchen, damit die Karten neu gemischt werden,
    und deswegen sterben wir und die nächste Generation fängt wieder von vorne an, fast.
    Das funktionukkelt seit 4 Milliarden bestens.
    Nicht tot zu kriegen.
    Viva la evolucion!
    Unsere Köpfe mögen das gar nicht.
    Die brauchen Kästchen, durch ge DIN tes Universum.
    Die brauchen bärtige Onkels da oben auf dem Olymp.
    Die brauchen wohl alimentierte Erklärer,
    die die Onkels da oben und alle Erdenwürmer von Gottes Gnaden
    gut ge DIN t katechesieren, vertalmuden, koranisieren.
    Komisch, die Mehrzahl der Organismen auf der Welt hat gar kein Gehirn
    und sie leben immer noch, ohne Erklärer, DIN und Hierarchie.
    Ja dürfen die denn das?

  64. HansMeier555 sehe natürlich...
    HansMeier555 sehe natürlich ein das man mit der hübschen jungen Muränin als Zweitfrau oder Drittfrau heute in der vorislamischen Enddemokratie mehr Aufsehen erregt als mit den immer ähnlicher werdenden Stilbrüchen der Autoindustrie -warum aber nicht gleich Sklaverei ? Wenn wir schon von allen Werten abfallen dann doch bitte nicht so zimperlich ?Für meinen Teil reicht mir eine Frau völlig -und ich hoffe jede Zweitfrau fällt nicht auf mich rein….

  65. colorcraze - ziemlich sinnlos,...
    colorcraze – ziemlich sinnlos, reproduktion durch eine frau mit vier männern, oder? auch mit zwanzig liebhabern wird es nur eine schwangerschaft. zumal fraglich ist, ob die fortpflanzung mit männlichen exemplaren wirklich lohnt, deren produktivität wie fertilität so schlecht ist, daß es ihrer vier benötigt, um reproduktion wie versorgung sicherzustellen. aber auch diese entscheidung muß jedem freigestellt sein.

  66. Filou, Sie verstehen mal...
    Filou, Sie verstehen mal wieder gar nix. Mit Guido hätte ich beides haben können (brains + looks).

  67. allein der gedanke, es nett...
    allein der gedanke, es nett finden zu können, guido in seiner nähe zu haben oder ihm gar zuzusehen, läßt auf einen äußerst streßresistenten charakter schließen…

  68. muscat, der Frauen Seele wird...
    muscat, der Frauen Seele wird mir immer raetselhaft bleiben.

  69. filou, Seele? Haben Frauen...
    filou, Seele? Haben Frauen eine? Seit wann?

  70. Favre kommt. Nix mit Meiern...
    Favre kommt. Nix mit Meiern mit Ypsilon.

  71. Sexuelle...
    Sexuelle Selektion
    Schrotschuss ist immer besser als einer allein. Könnte ja daneben gehen.
    Gorillas machens mit Silberrücken, da traut sich keiner ran, der hat Vorfahrt, überall. Dem reichen so kleine Dingerchen, wie Marianne Faithful von Mick Jagger petzt.
    Chimpansen kommen nicht in den Himmel, keine Chance, die kriegen nie Absolution, die Jungs sind nicht zu bremsen, queerbeet. Da müssen’s die Spermien selber machen. Wer zuerst kommt, malt zuerst. Das ist ein Verschleiß. Die haben riesen Monster- Testikles.
    Na ja, jeder soll nach seiner Facon selig werden.
    Manche Kröten bleiben einfach drauf sitzen, wochenlang.
    Na das wär ein Vergnügen.
    Abgucken bringt’s nicht. Selber machen. Wie es Euch gefällt.
    Merkwürdig, da sitzen schon wieder die Herren (und Damen?), die genau wissen, was richtig und falsch ist.
    Je weiter entfernt etwas ist, je unerreichbarer, desto dominanter nistet es sich in unseren Köpfen ein.

  72. Liebe(r) Superbia,
    .
    was soll...

    Liebe(r) Superbia,
    .
    was soll der Vergleich mit der Sklaverei? In einer Gesellschaft wie der unseren würde natürlich alles auf Freiwilligkeit beruhen.
    .
    Es ist ja schon heute möglich und kommt durchaus vor. Das einzige was fehlt, ist die soziale Akzeptanz. Aber warum eigentlich? Warum darf der attraktive, reiche Alphamann all seine Frauen nur nacheinander haben und nicht gleichzeitig?
    .
    Wie engherzig und kleingeistig unsere Gesellschaft doch ist. Wo die Polygamie so viele Probleme auf einmal lösen könnte (Geburtenschwund, Gen-optimierung, Steigerung der Binnen-Konjunktur…)

  73. Don Carlos, Filou, da gibt es...
    Don Carlos, Filou, da gibt es keine Seele, nur Finsternis…
    Mal anders herum gefragt, was wäre denn für Sie die optimale Besetzung einer 2-Frau-1-Mann(in dem Fall Sie)-Kiste?

  74. @HansMeier555: Ihr...
    @HansMeier555: Ihr Harem-Modell funktioniert aber nur, wenn Sie zugleich eine ordentliche Armee finanzieren, die ihren Blutzoll fordert, und zusätzlicher Gefängnisse für die zornigen jungen Männer, die bei der Verteilung der Frauen nicht zum Zuge kommen und statt Sex Gewalt suchen. Wahrscheinlich braucht man auch wieder die Todesstrafe…

  75. Lieber Filou, stellen Sie hier...
    Lieber Filou, stellen Sie hier die Behauptung auf, daß Frauen eine Seele haben? – Können Sie das wirklich gut begründen?

  76. Seele, die grosse...
    Seele, die grosse Fehleinschätzung des Abendlandes…

  77. "Ich verstosse Dich in Deine...
    „Ich verstosse Dich in Deine 110 Quadratmeter mit Blick über den Englischen Garten“ – herrlich, merci beaucoup!
    .
    lieber don, haben sie bereits die neuere aufführung des don giovanni aufgesucht? wie sind ihre rezeptionserfahrungen, hm? meine wenigkeit deutete bereits vor monaten ein placet an.
    .
    Don Carlos, aber nein, doch nicht etwa zwei weibchen und ein männchen. klingt dies nicht, von ihnen ausgeprochen, etwas *hüstel* zu selbstlos gedacht? und bei all der arbeit dann nicht doch lieber drei oder vier?
    doch einerlei, um sie beim worte zu nehmen und ihnen nichts weiter zu unterstellen, sondern dass es nur, lediglich und einzig darum ginge, die chinchillas in den kehricht zu befördern: man halte sich zumindest eine zugehfrau.
    dann werden amoureuse belange nicht weiter von schnöden wirtschaftlichen dingen beeinflusst und man kann direkt zu wichtigen teil im leben übergehen.

  78. Saragoza und specialmarke...
    Saragoza und specialmarke teilen mit sa(ha)razin(n) einen buchstaben… n’est-ce pas? die anderen drei wären somit noch frei…

  79. Der Frauen Seele zu beweisen...
    Der Frauen Seele zu beweisen gelingt mir nur mittelbar an Hand meiner vielen Katzen, die mich freundlicherweise durch mein Leben begleiteten.
    Katzen sind weiblich determiniert, eigenstaendig, raeuberisch, zaertlich und manipulierend. Ausser Futter und einem Bett, dass man vollhaaren kann, verlangen sie von einem liebenden Menschen nichts. Bekommen sie das alles, sind sie sehr dankbar und treu, und legen ihre Beute dem Menschen zu Gefallen in der Kueche ab. Da sie weiblich sind, verstecken sie manchmal ihr Jagdglueck unter der Kommode, wie das heimliche Pralinchen, das ein Menschenweibchen nur fuer sich bewahren moechte.
    Dies alles verstehe ich ohne meinen geringen Verstand zu gebrauchen. Ich verstehe sie mit meiner Seele. Spinnen, Fliegen und anderes Getier haben keine Seele, darum verstehe ich sie nicht. Katzen verstehe ich. Frauen auch. Also haben Frauen eine Seele. Ist doch logisch, nicht wahr?

  80. Ich fand die ganz alte,...
    Ich fand die ganz alte, verstaubte Version besser, wie eigentlich fast immer. Eine alte Oper ist eine alte Oper und kein Inszenierungskinderspielplatz zur Befriedigung von menschenfreindlichen Kritikastern.
    .
    Schön, Ihren Namen wieder zu lesen! Ich hoffe, alles ging gut.

  81. Vor hundert Jahren drängelten...
    Vor hundert Jahren drängelten sich die Damen der besseren Kreise auf Rabbi Sigmund’s Couch: Begatte mich! Und träumten von Bleistiften, Wolkenkratzern, Bullen und Toreros. Der arme Sigmund musste glauben, es gäbe nichts anderes in Menschenköpfen, naja, Damenköpfen. Ist zwischenzeitlich was passiert? Oh, Don Alphonsohohoho!!!

  82. wünsche, vorstellungen,...
    wünsche, vorstellungen, optimale besetzungen… soetwas ergibt sich doch von allein. oder eben nicht. ‚ich ging im walde…‘ und im nachhinein findet doch jeder ein paar vernünftige gründe für ausgerechnet seine lebensform.

  83. @specialmarke
    .
    Das ist nur...

    @specialmarke
    .
    Das ist nur gut so, wenn die gierigen Teenager wissen, dass sie sich ins Zeug legen müssen, wenn sie überhaupt jemals eine Frau kriegen wollen (weil es ja durchaus sein kann, dass die Stützen-Alphas den Markt leerkaufen). Dann strengen sie sich mehr an in der Schule und achten mehr auf ihr Aussehen.
    .
    Letztlich nützt die Polygamie nur den Frauen, sie haben dann einfach mehr Auswahl.

  84. woher wußte ich, daß dieses...
    woher wußte ich, daß dieses thema donna laura eine äußerung entlockt…

    vielleicht, weil es auch ohne wirtschaftsbeziehung geht…? dauerhafte harmonie zwischen vier oder fünf ursprünglich fremden menschen klingt schon wieder nach anstrengung.

  85. An ihren Früchten werdet ihr...
    An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
    Kein schlechter Spruch.

  86. @Don
    .
    Das Konzept der Gnade...

    @Don
    .
    Das Konzept der Gnade haben Sie doch auch schon akzeptiert (nach längerer Bearbeitung) …

  87. Menschenkinder freuen sich...
    Menschenkinder freuen sich über Geborgenheit.
    Ein liebevolles Nest.

  88. @Don Carlos: das ist eben die...
    @Don Carlos: das ist eben die verkürzt-naive Jungs-Sichtweise, Kinder ist zeugen und fertig. Daß sie hinterher 20, 40 Jahre einem noch auf der Pelle hocken, wird ausgeblendet. Die Patriarchen wußten das, die Paternalisten (Alpha-Männchen) waren in der Lage, dies zu finanzieren. Aber jede nicht ganz dumme oder völlig übermütige oder zynische Frau kennt die Sorte, die sie mit dem Nachwuchs dann einfach alleine dastehen läßt.

  89. @HansMeier: ja, für jeden ein...
    @HansMeier: ja, für jeden ein Geburtstagsgeschenk, und davon dürfen sie dann ein Leben lang zehren. Und wenn sie sich vorher die Haare vom Kopf fressen, kümmerts den Erzeuger ja nicht.

  90. @Don Carlos: so wie Donna...
    @Don Carlos: so wie Donna Laura das betreibt, funktioniert das schon auch, weil das eben erweiterte (Tausch)Monogamie ist und kein Affenzirkus mit Harem, der auf Verschleiß von Gammamännchen, Biodiversität (Alphamännchen plus x Weibchen) und Gebärkapzität (was wegen ständiger Kämpfe nicht durchgefüttert werden kann, geht eben ein) aufgebaut ist.

  91. HansMeier555, aber nicht doch:...
    HansMeier555, aber nicht doch: Gerade war ich enorm ungnädig.

  92. @hansMeier: Frauen wollen...
    @hansMeier: Frauen wollen nicht mehr Auswahl, sondern was dauerhaft Passendes.

  93. @HansMeier: wenn Sie sich in...
    @HansMeier: wenn Sie sich in der Historie umschauen, wieviele Dynastien mit Haremsverhalten kamen denn über den Neureichenstatus hinaus? Ich würde mal sagen, kaum eine. Weil sooo günstig sind die Reproduktionsbedingungen nicht auf längere Sicht, daß man sie derart ungestraft ausnutzen kann.

  94. Paternalismus.
    Die...

    Paternalismus.
    Die Wirklichkeit ist arbeitsteilig, wann immer es etwas komplexer wird.
    Es gibt zwar präformierte Erwartungsschablonen, aber wer tatsächlich schneller rechnet, klarer sieht, präziser formuliert, intuitiv richtig liegt, konsequenter arbeitet, verbissener durchsetzt, Pimmelträger oder nicht, zeigt sich nicht in der gesellschaftlichen Rollenerwartung, die nicht ohne Einfluss ist, sondern in der tatsächlichen, tagtäglichen Lebenswirklichkeit. Die Welt ist offen, jeder, jedem gegenüber und darin sehe ich eine wirklich großartige Leistung unserer Gesellschaft. Die technischen, ökonomischen, kommunikativen Landschaften evolvieren so schnell, dass langfristige paternale Strukturen sich selbst ins Abseits manövrieren. Sie kommen nicht mit. Wechsel entsteht von alleine. Man muss die Marmorstatuen nicht vom Sockel stürzen, sie bemoosen von alleine. Etwas anderes ist es, so zu tun, als habe es vor uns keine Menschen gegeben. Das ist nicht schlau, denn alles noch einmal selbst von Beginn an durch zuexerzieren, bindet Lebensenergie und ignoriert alle Erfahrungen, Leistungen und Irrtümer, die unsere Vorgänger in Wort, Schrift und Artefakt uns hinterlassen haben.

  95. Also der Don Carlos hat was...
    Also der Don Carlos hat was mit der donna laura und der HansMeier555 mit dem Hausherrn. Filou mit allen, manchmal auch mit Katzen. Sehe ich das richtig?
    Gefällt mir. Da bleibe ich gern noch ein Weilchen, wenn ich darf.

  96. Von der Raupe zum...
    Von der Raupe zum Schmetterling.
    So ist es mir mit der Tochter vom Religionslehrer ergangen.
    Flashback
    was hab ich gelacht…..

  97. Paternalismus.
    Die...

    Paternalismus.
    Die Wirklichkeit ist arbeitsteilig, wann immer es etwas komplexer wird.
    Es gibt zwar präformierte Erwartungsschablonen, aber wer tatsächlich schneller rechnet, klarer sieht, präziser formuliert, intuitiv richtig liegt, konsequenter arbeitet, verbissener durchsetzt, Pimmelträger oder nicht, zeigt sich nicht in der gesellschaftlichen Rollenerwartung, die nicht ohne Einfluss ist, sondern in der tatsächlichen, tagtäglichen Lebenswirklichkeit. Die Welt ist offen, jeder, jedem gegenüber und darin sehe ich eine wirklich großartige Leistung unserer Gesellschaft. Die technischen, ökonomischen, kommunikativen Landschaften evolvieren so schnell, dass langfristige paternale Strukturen sich selbst ins Abseits manövrieren. Sie kommen nicht mit. Wechsel entsteht von alleine. Man muss die Marmorstatuen nicht blutig vom Sockel stürzen, sie bemoosen von alleine. Etwas anderes ist es, so zu tun, als habe es vor uns keine Menschen gegeben. Das ist nicht schlau, denn alles noch einmal selbst von Beginn an durch zu exerzieren, bindet Lebensenergie und ignoriert alle Erfahrungen, Leistungen und Irrtümer, die unsere Vorgänger in Wort, Schrift und Artefakt uns übergeben haben.
    Das Risiko des Machtmissbrauchs sehe ich nicht gender-, Herkunft- oder Rollen- gebunden. Das entsteht von Fall zu Fall, auch innerhalb eines Individuums zu verschiedenen Zeiten. Opposition, Verfassungen, freie Presse und freie Meinung, das Ringen der Gedanken, sind keine schlechten Erfindungen. Wir leben.

  98. @Hans Meier555 - Sie bringen...
    @Hans Meier555 – Sie bringen interessante Infos, nur wenn Sie von den USA schreiben oder die NYT quotieren, then your are not behind the eightball. Unsere LIB hat mir meine Entitlements als US Rentner geschickt, ausser Medicare und Social Security stehen mir folgende Leistungen zu.
    Food stamps
    Home Energy Assistance
    Real Estate Tax Exemption
    Assurance Wireless
    Pooled Income Trust
    Chronic Care Medicaid
    Supplemental Security Income
    Nursing Home Care
    Senior Citizen Home Repair Program
    Home Health Security Services
    Food Delivery Services
    Social Model Day Care
    Medical Model Day Care
    Adult Protective Services
    Ombudservice
    Certified Home Health Care
    Long Term Home Health Care
    Die heutige NYT zeigt das US Budget fuer soziale Leistungen, diese duerften im Verhaeltnis hoeher sein als die in Deutschland. Ihr Kommentar um 11.29 ist, wie immer wenn es um die USA geht, nicht korrekt.

  99. ZIIIIMLICH
    erstens KINDISCHES...

    ZIIIIMLICH
    erstens KINDISCHES bestenfalls pubertäres Zeug hier ganz überwiegend.
    Zweitens so anmassend vollmundig kritikresistent wie ahnungslos vorgetragen.
    HM55 wandern sie aus, falls sie es noch nicht sind. Es ist hoffnungslos.

  100. 1. verkaufe ich Ihnen ein E...
    1. verkaufe ich Ihnen ein E für 5 Rupien und
    .
    2. ist es ok, das hier anzumerken – aber bitte nicht quer durch das Archiv.

  101. Monsieur le Patron: Worum geht...
    Monsieur le Patron: Worum geht es? Was ist die Frage?
    Oben doof, unten lieb? Damit kommt niemand sehr weit.
    Ist die alpha Position unbesetzt, oder nicht überzeugend besetzt, wird es oft sehr gefährlich, gelegentlich bricht die Hölle los. Also, immer schön einen freundlichen, würdigen senior Senior oder Senorin ganz oben tragen, unter allen Umständen und ganz lieb zu denen sein, sie nicht überfordern, damit die nie aus ihrer Rolle fallen. Ihre Rolle ist wichtig, denn sie beruhigt ganz ungemein. Viel interessanter ist allerdings, wie arbeitsfähig die Gruppe darunter (Männlein, Weiblein, wie immer) ist, die ja von den tatsächlichen Problemen täglich überschwemmt werden, und auf welche Einrichtungen die sich verlässlich stützen können, ob das schnurrt oder klemmt. Schnurren heißt hier auch streiten, denn ein Kopf ist halt nur ein Kopf und der kann nie alles. Streiten lernen, mit Gedanken und Worten, nicht immer, aber bei der richtigen Gelegenheit, um die richtige Lösung zu finden. Jede gute Gruppe kann das. Auch mit der Hoffnung, alle Fragen an einen Überführer nach oben weg delegieren zu können, kommt niemand sehr weit. Es gibt auch Haftungsfragen und es gibt Situationen und Funktionen, die so riskant, so gefährlich sind und deren Abläufe so sehr durchroutinisiert sind, dass klare Weisungsstrukturen jedem Beteiligten faktisch sehr helfen. In anderen Bereichen, in denen es um Austüfteln unbekannter Probleme geht, sollte nie jemand mit vermeintlich fertigen Antworten dazwischenfunken. So ist es und war es seit Jahrtausenden, ob die Herrschaften Toga, Kuhhörner, Schnörkelzöpfchen oder Glatzen tragen. Diese neuen Zeitalter, die gelegentlich in manchen Köpfen anbrechen, kühlen sich meist erstaunlich schnell wieder ab. Machtmissbrauch sind oft Strukturfehler, Kommunikationsfehler, Persönlichkeitsfehler, Wahrnehmungsfehler. Nichts davon muss sein. Macht gibt es unter Menschen.

  102. Lieber Henry Petersen,
    .
    .dann...

    Lieber Henry Petersen,
    .
    .dann ist es ja kein Wunder, dass die USA von Defiziten erdrückt werden. Wäre es da nicht langsam Zeit, sich mal an Frankreich oder Dänemark ein Vorbild zu nehmen und die Ausgaben zu kürzen? Und warum macht bei Ihnen keiner diesen Vorschlag?

  103. @ Don Alphonso: "Mondry, man...
    @ Don Alphonso: „Mondry, man kann so oder so paternalistisch sein, aber mir geht es um die Fälle, da man dem Habitus nicht entgehen kann: Staaten, Eltern, Monopolkonzerne. Es ist immer die Frage, wie man Familie begreift“.
    .
    Ja schon- aber:
    .
    das is nun mal die menschliche Natur, dass man eine Ordnung (Familie, Betrieb, Staat), die einem selbst zusagt, nicht nur stillschweigend geniesst, sondern zumeist auch missionarisch argumentativ verteidigt.
    .
    Wir haben das Privileg, in einer der freihesten Gesellschaftsordnungen zu leben, die es je gab. Selbst unsere in den ostdeutschen Bundeslaendern aufgewachsenen Generations“genossen“ haben die ertse Haelfte ihres Lebens relativ unterdrueckt gelebt.
    .
    Und aus dieser Situation heraus erlauben wir uns, ganz repressiv und autoritaer der Welt unsere Gesellschaftsordnung aufzwingen zu wollen.
    .
    Was dabei allzuoft vergessen wird: wir haben uns diese Freiheiten ueber Jahrhunderte, und oftmals blutig, erarbeitet. Die Freiheit, die wir predigen, ist bei uns ein gewachsener Wert.
    .
    Andernorts ist das nicht der Fall, wird Geschichte anders wahrgenommen, ist die ebenfalls Jahrhunderte alte kulturelle Praegung anders abgelaufen.
    .
    Und deshalb, leider, ist unser aller Urteil eben nicht unvoreingenommen.
    .
    Wendet man eine dialektische Perspektive an, so wird deutlich, dass wir Westler, sowohl individuell als auch auf staatlicher Ebene, schamlos patriarchaisch agieren.
    .
    Demokratie und Freiheit nach westlichem Verstaendnis sind optimal, also muss an unserem Wesen die ganze Welt genesen!
    .
    Und so steht dann, um ein anderes arabisches Land anzufuehren, der Befreiung Iraks vom Patriarchen (ueble Version) Saddam- laut New York Times schuld am Tod von 1,000,000 Landsleuten in 25 Jahren- eine nachkriegs- Exzessmortalitaet von ~650,000 laut The Lancet gegenueber.
    .
    Und wir Demokraten, wir Freidenker, wir muessen uns dann doch wirklich fragen, warum wir angesichts solcher Umstaende Frieden, Freude und Dankbarkeit von den „Befreiten“, demokratisierten Arabern erwarten. Warum wir erwarten, dass diese Leute ploetzlich unser Kulturmodell aufgreifen.
    .
    Aber vielleicht sind die ja schlau genug, den patriarchaischen Kern in uns Westlern zu erkennen, als vertraut wahrzunehmen, und zu lieben….

  104. 'wer tatsächlich schneller...
    ‚wer tatsächlich schneller rechnet, klarer sieht, präziser formuliert, intuitiv richtig liegt, konsequenter arbeitet, verbissener durchsetzt, Pimmelträger oder nicht, zeigt sich nicht in der gesellschaftlichen Rollenerwartung, die nicht ohne Einfluss ist, sondern in der tatsächlichen, tagtäglichen Lebenswirklichkeit. Die Welt ist offen, jeder, jedem gegenüber und darin sehe ich eine wirklich großartige Leistung unserer Gesellschaft. Die technischen, ökonomischen, kommunikativen Landschaften evolvieren so schnell, dass langfristige paternale Strukturen sich selbst ins Abseits manövrieren. Sie kommen nicht mit. Wechsel entsteht von alleine. Man muss die Marmorstatuen nicht blutig vom Sockel stürzen, sie bemoosen von alleine.‘

    nauplius, ist das tatsächlich Ihre lebenswirklichkeit, oder haben Sie das aus einem schmöker für politische bildung abgeschrieben? es ist sicher richtig, daß diese strukturen sich langfristig selbst abschaffen, wie uns anhand des allgegenwärtigen und noch nicht abgeschlossenen kulturellen niedergangs seit nunmehr zwanzig jahren selbst zu erfahren vergönnt ist. doch seine hoffnungen auf derartig lange zeiträume für die lösung von gesellschaftlichen problemen zu setzen, wirkt irgendwie resigniert, fatalistisch, depressiv. vielleicht muß man in dieser situation ab und zu ein paar ideologische phrasen murmeln, um sich daran wieder aufrichten zu können. aber nehmen sie bitte rücksicht auf Ihre mitmenschen mit propagandaallergie.

  105. Mondry, die Ordnung, ach, das...
    Mondry, die Ordnung, ach, das ist ein grosses Thema. Ich persönlich kann damit wenig anfangen, aber das ist auch mein Privileg – das Problem ist, dass Lebensumstände ordnend sind, und viele sind auch wirklich froh darum. „Da weiss man, wo man hingehört.“ Ich weiss es nicht, und finde das zunehmend erfreulich.

  106. @ DA: Die beste Ehefrau von...
    @ DA: Die beste Ehefrau von allen haelt mir staendig meine Unordentlichkeit vor….
    .
    Auch wenn sie das anders meint, erklaert es vielleicht, warum ich den schnellen Versuch(ung)en, der Welt ein einheitlich ordnendes Prinzip aufzuzwingen so wenig abzugewinnen mag…
    .
    Dabei allerdings die mal fatale, mal ideale Attraktivitaet der Ordnung (und der ordnenden Patriarchen) durchaus verstehen kann. Denn eigentlich, eigentlich ist Unordnung ja doch nur Schwaeche… Mangel an Selbstdisziplin…

  107. Disziwas?
    .
    Nein, ich bin...

    Disziwas?
    .
    Nein, ich bin durchaus auch diszipliniert, wenn ich darin einen Sinn erkennen kann. Aber auch störrisch, wenn es nicht geht.

  108. Nachträglich nochmals...
    Nachträglich nochmals riesigen Dank für den Extraeinsatz! Ihr Blog und Al Jazeera waren meine Hauptinformationsquellen. Sie bewahrten mich, vor allem in der ersten Phase des Umsturzes, auch vor dem überwältigenden Ekel, welche die neoliberal induzierten Pro-Mubarak-Verlautbarungen der deutschen Kanzlerette hervorriefen.
    Hans Meier, Sie geben einmal mehr den Agent Provocateur mit der Verherrlichung der patriarchalischen Zustände um 1800 mit gerade mal rund 80.000 literarisierten Einwohnern.
    Die beste aller möglichen Welten war jedoch die alte Bundesrepublik der 60er-80er mit ihrem menschenfreundlichen Verteilungsschlüssel beim gemeinsam erwirtschafteten Erfolg.
    Würde Gier nicht so unheilbar blöd machen, hätte sich die deutsche Oligarchie auch dafür entschieden, weiter Oberklasse einer gesunden und kreativen Mittelschichtsgesellschaft zu bleiben statt in den gated communitie eines Entwicklungslandes zu verwahrlosen.

  109. Was sagt uns die Wendung "quer...
    Was sagt uns die Wendung „quer durch das Archiv“? Welches Archiv? Sind Sie Sammler?

  110. Besucher, aber bitte, es war...
    Besucher, aber bitte, es war mir nicht nur ein Vergnügen, sondern ausnahmsweise mal auch ein echtes Anliegen. Vor allem, weil zu Beginn so elend viel Falschinformationen die Runde gemacht haben. Ich fand das schlimmer als das Desinteresse von ARD und ZDF. Wahnsinnig viele, wahnsinnig unkundige Leute waren da unterwegs. Manche haben wirklich geglaubt, dass die Muslimbrüder sowas wie der verlängerte Arm Teherans sind…
    .
    Die angesprochene Person hat solche Kommentare auch unter weiteren Beiträgen hinterlassen, als quer durch das Archiv dieses Blogs.

  111. Ach, ein virtuelles Archiv....
    Ach, ein virtuelles Archiv. Haben Sie kein echtes? Mit der Urkunde von Großvaters Eintritt in den Tennisclub 09 oder den Essensmarken aus der Werkskantine von 1954? Echte Archivalien sind doch lebendiger und erzählen reich.

  112. Don Carlos, danke. Ich weiß,...
    Don Carlos, danke. Ich weiß, ich verfalle hier der Redseligkeit und ich selber ertrage so etwas auch nicht immer gut. Meine Frage ist: Wo steht die Mauer wirklich? Bin ich wirklich gefesselt im Gefängnis? Eingesperrt von satanischen Mächten, aus deren Ketten ich mich tatsächlich nur mit bluttropfenden Schwertern in das strahlende Licht der jugendlichen, machtfreien Zukunft befreien kann, oder kann es sein, dass jeder von uns Mauern und Fesseln im eigenen Kopf mit sich herumträgt, egal auf welcher Seite des Tisches er sich selbst sitzen sieht? Wer sind die Anderen, die Bösen, die Machthaber? Ohne ihre Klamotten und Chauffeure, im inneren ihrer Köpfe, geht es wirklich nicht anders zu als in jedem von unseren Köpfen. Wir selbst, jeder von uns wächst hinein in Rollen, die Einfluss ausüben, mit welchem Radius auch immer, ob wir wollen oder nicht. Der reale Sportplatz der Freiheit liegt hinter der eigenen Stirn, zwischen den eigenen Ohren. Ich muss nicht da hocken bleiben, wo nur Holzköpfe mir den Blick versperren. Destruktion ist leicht und macht Spaß. Konstruktion ist nicht so leicht, macht aber mehr Spaß.

  113. Mir schon klar, dass meine...
    Mir schon klar, dass meine Position hier auf Widerspruch stossen muss.
    Aber wo bleiben die ARgumente?

  114. Dr. No wäre zum Beispiel ein...
    Dr. No wäre zum Beispiel ein toller Partriarch für unsere heutige Zeit geworden, aber der blöde James Bond muste den ja unbedingt zur Strecke bringen! Aus lauter Mediengeilheit, nur weil eine Kaera in der Nähe war…
    *
    Pfui, James!

  115. HansMeier555: wo ist das...
    HansMeier555: wo ist das Argument in der Postion, dass der moderne Sozialstaat „paternalistisch“ sei und nicht mehr legitimer Ausdruck eines demokratischen Gestaltungswillens? :-)
    Montesquieu, Rousseau, Durkheim, Weber, Simmel, Parson, Habermas – alles Loser, denen erst ein frischfröhlicher Reagan heimleuchten musste? Kommen Sie.

  116. @ ... HansMeier555 for...
    @ … HansMeier555 for President! Nieder mit den Despoten ohne Internet-Synomym! Keine Macht den Regierungsansprachen! Second-Life in die Realität!

  117. Kino. Tja, manche verplempern...
    Kino. Tja, manche verplempern ihren Grips in virtuellen Fantasien.

  118. Nun ja, lieber Hans Meier555,...
    Nun ja, lieber Hans Meier555, mit Ihnen die Klinge zu kreuzen ist schwierig, da Sie auf einem Felde operieren, das wenigen vertraut ist und wohl auch abseits vertrauter Denkwege liegt. Bei mir ist das so, und auch wenn ich zuweilen zu ahnen glaube, was Sie bewegt und kämpferisch sein läßt, so wage ich mich eigener Schwäche wegen nicht in das Getümmel. Aber ich lese weiter, Widerspruch regt sich selten, eher Staunen, und Nachdenken. Und vielleicht ist mein Schwert irgendwann geschmiedet und bereit, im Moment habe ich aber allenfalls nur das Griffband, fürchte ich.

  119. @ nauplius: Mnache verplempern...
    @ nauplius: Mnache verplempern sogar ihr ganzes Leben, weil sie keinen Humor besitzen. Das kann sogar so weit gehen, dass sie sich nach einem U-Boot benennen, dass auch noch falsch geschrieben ist.,.. :-)

  120. HansMeier555, den Sozialstaat...
    HansMeier555, den Sozialstaat verstehen Sie besser, wenn Sie ihn maternalistisch nennen. Die vorsorgliche Behütung des Staates, der besser weiß, was gut und gesund für Sie ist, hat mütterliche Züge.

  121. @ Bernhardin von Saragoza:...
    @ Bernhardin von Saragoza: Jetzt bin ich aber doch überrascht über diese kluge Antwort, die könnte glatt von mir sein! Und der sozialistische Maternalismus klappt eben nur, wenn sich die Bürger wie unmündige Kinder verhalten. Genau!

  122. es ging nicht gegen Ihren...
    es ging nicht gegen Ihren idealismus, nauplius. Ihr kommentar las halt sich wie eine beschreibung einer von Ihnen so empfunden realität, die sich nicht nachvollziehen ließ und deshalb wie propaganda klang. oder die ironie kam nicht durch.

  123. @Besucher
    Der moderne...

    @Besucher
    Der moderne Sozialstaat ist eben nicht paternalistisch genug, sondern indifferent, anonym und gleichmacherisch und findet eben darum kaum noch Akzeptanz. Weil alle (v.a. die Steuer- und Beitrgszahler) das Gefühl haben, dass sie ausgenutzt werden. Unabhängig davon, ob das tatsächlich so ist. Da sie die Leistungsempfänger und deren Lebenssituation nicht persönlich kennen und sich nicht mit eigenen Augen davon überzeugen konnten, dass die wirklich auf Unterstützung angewiesen sind, kann der Verdacht, man werde ausgenutzt, niemals ausgeräumt werden.
    .
    Eine paternalistisch-feudale Ordnung könnte da leicht Abhilfe schaffen. Etwa indem die Ehefrauen der Leistungsträger sich in der Kirchengemeinde organisieren und dort ein Komitee bilden, welches sich die Armen Witwen und Waisen genau ansieht und dann entscheidet, wer soziale Unterstüztung erhalten soll und wer nicht. Und wem man lieber ein Flugticket nach Kanada oder Australien (oder Tunesien?) in die Hand drücken sollte.

  124. @Bernhard.
    Da ist was dran....

    @Bernhard.
    Da ist was dran.

  125. Ach Muslimbrüder... Es wäre...
    Ach Muslimbrüder… Es wäre einmal interessant, zu erfahren, ob man in der Magreb-Welt auch vor den Christenbrüdern (wie Christlich Soziale Union, wie Christlich Demokratische Partei) so idiotische Ängste hat wie wir vor dem bösenbösen Menschen mit islamischen Glauben. Ob man ‚dort unten‘ glaubt, Bayern beispielsweise würde von Radikalen regiert und der Weltbild-Verlag sei ein Hort für christliche Überzeugungstäterliteratur?
    .
    Wie immer im Leben: Es ist normalerweise normaler, grauer und eintöniger als es die bunten Verheißungsbildchen vormachen wollen. Überall auf der Welt.

  126. Wir überschätzen Menschen in...
    Wir überschätzen Menschen in dem, was sie wissen und wir unterschätzen Menschen in dem, was sie können. Menschen lieben Hokus Pokus. Was die sich alles auf den Kopf setzen, damit sie doller aussehen, ist wirklich ein Genuss. Man soll sie nicht dabei stören. Normalerweise muss man für solche herrlichen Aufführungen Eintritt zahlen. Dummerweise mögen sie es gar nicht, wenn man lacht. In Teutonien und in anderen heiligen Stätten wird nicht gelacht. Menschen lieben Geschichten, vor allem, wenn sie selbst (nur sie) sich darin Pappi auf den Schoß setzen dürfen. Es ist wirklich ungemütlich, selber zu denken. Händchen fassen, Liedchen singen, gemeinsam mit den Köpfchen wackeln, ist wirklich viel schöner.
    Kanonen machen Krach, Blut, Leichen, Trümmer, Schutt und Hass sonst gar nichts. Ohne dichtestes Lügengestrüpp kriegt man so etwas auch gar nicht hin. Freie Presse ist wichtig. Die fröhlich flatternden Engel der Freiheit landen erstaunlich schnell wieder an der Stelle, von der sie glauben, die Teufel für immer ins Jenseits befördert zu haben, wenn sie und alle anderen nämlich Hunger kriegen. Kaum zu glauben, auch Engel wollen essen, duschen und zum Arzt gehen.
    Ich lese Tanya Luhrmann wirklich gerne, Beau Lotto und Dale Purves natürlich auch.
    Yast, manche sind in virtuellen Räumen gefangen. Hier ist es echtes Leben, mit Zellen und so.

  127. Don Carlos, "Idealist und...
    Don Carlos, „Idealist und Individualist (noch schlimmer)“ das hab ich schon recht oft gehört. Einordnung in Kategorien erleichtert unseren Köpfen das Leben wirklich. Wenn man sich aber mal hinsetzt und genau hinsieht, dann findet jeder, dass nicht Kategorien auf der Erde herumlaufen, sondern Lebewesen, jedes Individuum einmalig und nur für kurze Zeit. Manche nutzen diese Zeit, um sich über Die Anderen zu ärgern. Andere stolpern durch’s Gestrüpp und versuchen ihren eigenen Weg zu finden, mal mit schönen Ausblicken, mal vor einer Felswand. Für jedes Problem gibt es irgendeine Lösung. Jedes Lebewesen findet sich in dieser Situation.

  128. @HansMeier555, 13:25: Also,...
    @HansMeier555, 13:25: Also, auf den analytischen Blick von bigotten Betschwestern in sozialen Fragen würde ich doch gerne weiterhin verzichten wollen. Und mit den Flugtickets nach Australien und Kanada ist das auch nicht mehr so einfach; diese Länder wollen inzwischen nur noch Fachkräfte in ihr Land lassen, für die bei ihnen Bedarf besteht. Solche Hans-Meier-Lösungen gehen auch einfach an der Tatsache vorbei, daß die Nachfrage nach Patriarchen enorm zurückgegangen ist, sogar in Ägypten und anderen Ländern, die man früher „Dritte Welt“ bezeichnet hat.
    .
    Für neuere Blog-Teilnehmer die meines Erachtens sehr zutreffende Analyse eines Mit-Kommentatoren: „HansMeier555 will nur spielen.“ – Spielen wir halt gelegentlich mit ihm…

  129. HansMeier555, das hat doch der...
    HansMeier555, das hat doch der eine TV-Philosoph, der sich die Haare mit Ockhams Rasiermesser selber schneidet, auch schon vorgeschlagen: Millionen existenziell vom launischen Wohlwollens einer neofeudalen Schicht zu machen. Auch als Ästhet ist da die optimistische BRD von 1980 unbedingt vorzuziehen.

  130. JMense, die Muslimbrüder...
    JMense, die Muslimbrüder nennen sich selbst so. Es ist also kein Spottname, der pariert werden müsste. Und nicht alle Ängste sind „idiotisch“ (Ihre Ausdrucksweise!), zumal die Muslimbrüder nicht ganz selten töten. Bei der CSU sind das dagegen eher Einzelfälle.

  131. @Besucher
    Der BRD-Slogan von...

    @Besucher
    Der BRD-Slogan von 1980 lautete: „No future“. Und die Grundhaltung war: Wenn es wider Erwarten nicht zum Atomkrieg kommt, dann geht spätestens im Jahr 2000 das Benzin aus. Und Bäume wird es bis dahin auch keine mehr geben.
    .
    Soviel zum Optimismus von 1980…

  132. HansMeier555, Sie vergessen...
    HansMeier555, Sie vergessen die Frisuren.

  133. HansMeier, diese...
    HansMeier, diese Alltagsdialektik ist doch kein Widerspruch: wenn es einem gutgeht, bleibt eben Raum für Empathie. Und vice versa.

  134. ... da geht doch jetzt ad...
    … da geht doch jetzt ad barbaram der Schluss zur Refeudalisierung mit seinen sorgenden Witwen einfachst.
    Einen schönen Abend noch :-)

  135. es war also weder propaganda,...
    es war also weder propaganda, noch idealismus, sondern esoterik.

    wer hat eigentlich die frauens vergrault? gestern war die diskussion angeregter. also erstmal die nachbarin rausklingeln…

  136. "Ich weiss es nicht, und finde...
    „Ich weiss es nicht, und finde das zunehmend erfreulich.“
    .
    und dieser blog, soll, wird und muss auch dies verstärken, vermutlich. und lob der einsicht. (die kommt notwendig vor/mit der weisheit …)
    .
    heute früh, 09:05 im radio, zeitzeichen. heute vor 100 jahren wude sternheims „die hose“ uraufgeführt. der dlf zitierte dazu sternheim wie folgt: es ist nun mal ein kreuz mit den deutsch-burgoisen spießern: außen aristokrat, innen blech.
    .
    zum glück gibt es auch solche, die sind aristokratisch durch und durch

  137. zum glück gibt es auch...
    zum glück gibt es auch solche, die sind aristokratisch durch und durch, wie unseren dr. don, wollten wir geschrieben haben. und „bourgeois“ ohne tastaturprobleme..

  138. Nauplius, „wer schneller...
    Nauplius, „wer schneller rechnet, klarer sieht, präziser formuliert, intuitiv richtig liegt“, der verliert die Bundestagswahl 1990 aus eben diesem Grund.

  139. Und "Nach dem Erhalt ist vor...
    Und „Nach dem Erhalt ist vor dem Erhalt?“ Hier:
    .
    „In seinem neuen Comic-Buch „Meine Beschneidung“ folgt der französisch-arabische Autor und Zeichner Riad Sattouf den Ängsten des kleinen Riad rund um die Beschneidung. Nachts liegt der Junge wach, malt sich Schreckensszenarien aus. Wird ihm die Haut vom Penis gezogen? Oder der Penis gleich ganz abgeschnitten? … „Meine Beschneidung“ ist seine erste Graphic Novel, die ins Deutsche übersetzt wurde – ein Glücksfall. Denn so schlicht Bilder und Text auf den ersten Blick scheinen, so vielschichtig gestaltet sich das Buch in der Tiefe. Aus Riads Perspektive erleben wir eine in archaischen Riten und dumpfen Vorurteilen verhaftete ländlich-syrische Welt. Männlichkeit wird zelebriert als herzlose Grausamkeit, …“ http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1388042/
    .
    „Mein Sohn, wir wollen unsere alten, engen Ordnungen gering nicht achten“ sagt der alte Picolomini. Wie bei uns hier heute darf es aber schon sein.

  140. rein nachrichtlich:...
    rein nachrichtlich: http://www.dradio.de/aktuell/1388098/
    .
    „Hier ist viel altes Geld zuhause, was schon über Generationen weitergetragen worden ist, und dadurch haben die Leute eine gewisse Mentalität, die einfach bewirkt, dass sie konservativ sind und dann auch entsprechend wählen. Sie wählen die, bei denen sie meinen, das Geld bleibt ihnen so erhalten in der Tasche.“
    .
    Einmal konservativ – immer konservativ – das gilt auch für die Blankeneserin im roten Regenmantel, …. „

  141. Nun, manche Dame vergnügt...
    Nun, manche Dame vergnügt sich bei ihresgleichen und Büchern:
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/02/14/altes-wissen-und-dessen-moderne-verwaltung.aspx

  142. Besucher,16.16, finde ich...
    Besucher,16.16, finde ich knapp und kraftvoll gesagt. Wie immer, öffnen sich weitere Fragen: Empathie haben die Menschen in Kairo großartig gehabt und sie haben großartige Erfolge errungen und vor allem wir auf dem Sofa haben heldenhaft mitempfunden. Haben die Habenichtse in Kairo auch mehr zu essen als vorher, ist die Ökonomie wirklich produktiver? Ist die Polizei wirklich weg und die Armee anders als vorher? Ist Tantawi und seine ganze Armee wirklich so ganz anders als vor 3 Wochen und haben sich die Interessenlagen in der Region völlig verändert? Gut, erstmal Zurückhaltung und dann die Wahlen. Ich drücke sehr kräftig meine Daumen und hoffe sehr. Ein anderes Bild rutscht mir immer wieder in den Kopf: Die strahlenden, lachenden, neuzeitlichen, emphatischen BDM Mädels, Arm in Arm, Altenpflege, Armenspeisung, Arme Schlucker Ferien an der See und dann auch noch Olympia, Hurrah hurrah. Nicht nur die Mädels und die Krupps und Thyssens, Diplomaten, Ärzte, Richter, Kardinäle und die Heideggers, sogar Waldbesitzer, das ganze Land, fast. Die haben sich prima gefühlt, auf Kosten der Anderen. Konnte ja niemand wissen. Doch, Georg Elser hat’s gewusst, von Anfang an. Ihm gefiel dieses Wir und Die Anderen nicht. Er ist der einzige, der es fast geschafft hätte, um ein Haar. Nicht nur den Gröfaz, die ganze Mannschaft mit einem Streich. Wann immer sich die Menge mit Lied, Flagge und stolzem Wirgefühl in Bewegung setzt, und gegen Das Böse, d.h. Die Bösen in die Schlacht zieht und sich sehr gut dabei fühlt, werde ich eher nachdenklich, egal was auf den Flaggen zu lesen ist. Mir sind schon zu viele Flaggen vor der Nase rum gewedelt worden, keine hat ins Paradies geführt, leider, leider.
    Ich will meine naturalistischen Fehlschlüsse nicht zu weit treiben, aber zur Entspannung mal ein Blick aus dem Fenster: unter starling swarms oder sogar bait ball youtuben. Na, wie stehen die Aktien?
    Wer sich mit Räucherstäbchen und Kerzenlicht, oder Mammas Sahnetörtchen rundrum glücklich fühlt, prima. Aber irgendwann kommt’s und da kann auch schon mal sowas schlimmes passieren, wie eine verlorene Wahl. Muss man sportlich nehmen.
    Beste Grüße.

  143. Ich haue mal in dieselbe Kerbe...
    Ich haue mal in dieselbe Kerbe wie nauplius (19:33), passt sowieso hierher:
    http://www.learnliberty.org/category/topics/libertarianism

  144. "Haben die Habenichtse in...
    „Haben die Habenichtse in Kairo auch mehr zu essen als vorher, ist die Ökonomie wirklich produktiver?“
    .
    Diese Frage ist zu früh gestellt. Immer diese Ungeduld.
    Ist doch gerade eine Woche her. Reden wir in 5 Jahren nochmal drüber, da fließen noch ordentlich Spree, Alster, Isar und Nilwasser runter. Umsetzung ist nichts für hastige Sofa-Spinner, sondern für Leute mit kerniger Geduld.
    .
    Nix gegen Georg Elser, war doch auch er ein Mann der Praktik.
    .
    Gruß und Kuss
    eine Schreinertochter, die weiß, dass auch nicht alles an einem Tag gehobelt und geleimt ist.

  145. Meines Erachtens könnte es...
    Meines Erachtens könnte es ruhig mehr Geschichten aus diesem Bereich geben, solange sie spannend sind.

  146. Vroni, ohne Leim, nur...
    Vroni, ohne Leim, nur gesteckt, hält bestens, wackelt nicht.
    Gruß

  147. Diese Suche nach Kategorien...
    Diese Suche nach Kategorien ist wirklich gut. Ja wo passt denn der?
    Wenn da im Kopf nichts passt, ist das ja nicht auszuhalten.
    Ich empfehle auch Spinner, passt immer, ist ein Joker.
    Erasmus lobte die Torheit: Nur Kinder und Narren dürfen, alle anderen ….

  148. @DA, 18:39: Hab´es gelesen....
    @DA, 18:39: Hab´es gelesen. War die Dame SAAI nicht bei Ihnen auf dem Sofa in der jüngsten Vergangenheit? Haben Sie auf dem Sofa nicht in einen Nebensatz einflechten können, daß für´s reich werden Heiraten oder Erben angesagt war und ist? Noch dazu für den noblen Zweck einer großen Bibliothek. Für meinen Teil finde ich Bahrein spannend -reiches Land, Sekte/Religion A regiert, Mehrheit gehört zu Sekte/Religion B, man hätte genug für alle, A und B gehören für Außenstehende eh´zusammen – und trotzdem gibt´s Tote in einem kleinen Land, wo ich annehme, daß man sich kennt.

  149. Von den Summen, die bei der...
    Von den Summen, die bei der Hypo Alpe Adria allein vom Freistaat Bayern verzockt wurden, konnte FJS selig nur träumen (1,5 Mrd für die DDR, was für ein Aufreger).
    .
    Wie Kohls Parteispenden, die sich grade mal so im sechsstelligen Bereich bewegten (für den Gegenwert eines Mittelklassewagens fuhr manch leibhaftiger Bundesminister doch tatsächlich stundenlang mit dem Zug) soviel Geschrei verursachen konnten, ist mir als Zeitzeuge des 21. Jahrhunderts vollkommen unverständlich.
    .
    450.000 Euro p.a. verdient man heutzutage als Botschafter einer TV-Lotterie, deren Erlöse dann wohltätigen Zwecken zukommen sollen.

  150. Ja Vroni, so wird's ...
    Ja Vroni, so wird’s sein:
    http://www.youtube.com/watch?v=CAIvQ0ZyNSg

  151. Paternalismus, so könnten wir...
    Paternalismus, so könnten wir resümieren, ist die „schaffende Korruption“ (im Gegensatz zur raffenden). Sie steht dem zestörerischen Prinzip der Anonymisierung entgegen. Sie erhält funktionierende sozialökonomische STrukturen auch in Krisenphasen.
    .
    Der Verdacht liegt nahe, dass Länder wie China oder Bayerin ihre gesunde Entwicklung v.a. dem Paternalismus verdanken.
    .
    Für uns Sofa-Lümmler ein Anlaß, mal über den Konfuzianismus nachzudenken und darüber, dass die China-Berichterstattung vermutlich auch nicht besser ist als die über Ägypten.
    .
    Schon jetzt habe ich den Verdacht, dass sich unsere Stützen über eine demokratische REvolution in China genauso wenig freuen würden wie das in Ägypten der Fall war.

  152. oh mein gott... wann kommt der...
    oh mein gott… wann kommt der nächste beitrag? und kann mal jemand diese manische quatschbüchse aus dem ‚zentrum für politische bildung‘ abschalten? an sich könnten solche leute ihren missionierungszwang doch überall auf der welt ausleben. hier ist doch schon alles perfekt! trotzdem bekommt man es von allen seiten immer wieder eingebläut. alle haben es mitbekommen: demokratie ist die beste aller daseinsformen, jeder ist seines glückes eigener schmied, das dritte reich war schlecht, die ddr war schlecht, der russe ist schlecht, der afghane auch und hussein hatte keine waffen zur massenverblödung, war aber auch schlecht und mußte gehängt werden. wehret den anfängen! folgt nicht den flaggen! tralla. staatsbürgerkunde jetzt auch bei den ’stützen der gesellschaft‘. wo ist der aufnahmeantrag für die fdp? wie lautet die spendenkontonummer für die cdu? alles. nur: macht, daß diese politische bestrahlung aufhört!

  153. Morgen. Dann wieder reinster...
    Morgen. Dann wieder reinster Kronleuchtercontent.

  154. In England the upper class is...
    In England the upper class is „U“ (Upper) and the lower class is „non-U“ (not Upper). Sometimes DA looks like a biker, but he’s a true „U“, right?
    What is „U“ and what is „Non-U“ in German society? Das wäre einmal ein Thema (wenn er Lust dazu hätte?) für DA.

  155. Don Carlos, ich glaube nicht,...
    Don Carlos, ich glaube nicht, dass der Don den Spiegel dazu bringen kann, den Schwätzerkanal dort einzustellen. Im Vergleich zu denen mutet das hier alles sehr harmlos an.
    .
    Sie sind doch nur schlecht gelaunt, weil donna laura den Abgang gemacht hat, als es ihr zu langweilig wurde. Lassen Sie sich halt was einfallen…

  156. Wenn sich jemand aufregt, ist...
    Wenn sich jemand aufregt, ist das meistens langweilig. Es kann aber auch interessant sein, zumindest für den, der sich aufregt. Welche Vorstellungen im eigenen Kopf lösen die Erregung aus und welche Bilder entstehen in dieser Empörung? In diesem Falle jedenfalls, weit daneben, total verkehrte Richtung. Gruß.

  157. @ Don Carlos
    "... jeder ist...

    @ Don Carlos
    „… jeder ist seines glückes eigener schmied,“
    .
    Auwehzwick. Das ist nicht wie vermutet Staatsbürgerkunde und politische Bestrahlung, das ist moderne Religion. Welche für mich im Bereich der Selbstverwirklichungs-Esoterik würg, ähm wirkt.
    .
    Für Kronleuchter-Smalltalk sind Religion, Esoterik und Politik nicht comme-il-faut, da gebe ich allen recht, die nicht bestrahlt werden wollen. Möge dafür das sanfte Schimmern der Lüster in Zukunft – oder morgen – alle Hirne erhellen.

  158. @ Nauplius
    :-)
    Wo ich...

    @ Nauplius
    :-)
    Wo ich herkomme, sagt man: „Bassd. Waggld. Und hot Lufd!“

  159. Elite ist halt auch so ein...
    Elite ist halt auch so ein Frame.
    Es sind Menschen. 7 Milliarden davon, voll komischer Konzepte im Kopf, alle sitzen der Wahrheit auf dem Schoß, und mit sehr leicht erregbaren Amygdala Zellen und mit mächtig scheppernden Knallkörpern in den Händen.
    Herzliche Grüße.

  160. DA - Guttenberg hat...
    DA – Guttenberg hat abgeschrieben bei Doktorarbeit? That’s not UnUsUal.

  161. @muscat
    es ist schon eine...

    @muscat
    es ist schon eine fähigkeit, sich rar zu machen und trotzdem im gespräch zu bleiben… schlecht gelaunt. eher verzweifelt. diese kolumne ist an sich eine agitationsfreie zone. ein wenig herablassend, ironisch, manches ist skurril, aber eben doch irgendwo noch realistisch und kritisch. anders. wenn man lobgesänge auf die errungenschaften unserer gesellschaftsordnung, hinweise auf bedrohungen unser aller freiheit oder esoterisches gequarke über die individuellen entfaltungsmöglichkeiten des leistungswilligen einzelnen lesen, hören oder sehen möchte, kann man doch einfach willkürlich irgendein qualitativ hochwertiges medienprodukt wählen. dort steht dieser ganze mist doch schon drin. egal, welche zeitung man aufschlägt – überall dieselben themen. radionachrichten – überall gleich. fernsehen – identische beiträge, nur die sprecher sind unterschiedlich. manche nachrichten haben über fünf zeitungen und zehn sender denselben wortlaut. und wem das nicht reicht, der kann es dort als leser- oder hörerkommentar nochmal wiederholen. aber wozu hier?

    @Vroni
    ein paar bissige und intelligente kommentare zur politik sind ja als ausgleich zu den weit verbreiteten fähnchenschwenkern ganz witzig. und das machte die konversation hier ja aus. vielleicht hatte nauplius ja einen parteiauftrag, diesen reaktionären zirkel wieder auf die allgemeine linie zurückzuführen.

  162. fionn, bei Torberg gibt es die...
    fionn, bei Torberg gibt es die Anekdote vom Erzherzog, den man damals in den Cafes nachspielte: Einer gibt den Prüfer für die Matura, der andere den debilen Erzherzog. Der Prüfer stellt eine Frage, der Erzherzog gibt eine möglichst schräge Antwort, und der Prüfer muss begründen, warum das richtig ist. So stelle ich mir die juristische Fakultät in Franken vor.
    .
    Nächste Woche übrigens: New York!! Aber nicht ganz ich.

  163. Guttenberg ist schon echte...
    Guttenberg ist schon echte Klasse. Er wird so zitiert:
    Guttenberg selbst hält den Ombudsmann für die „richtige Stelle“, um den Vorwürfen gegen ihn nachzugehen und ließ die Süddeutsche Zeitung am Dienstag wissen: „Dem Ergebnis der jetzt dort erfolgenden Prüfung sehe ich mit großer Gelassenheit entgegen.“
    .
    Klar sieht er das gelassen. Der Ombudsmann ist eben just der Mann, der damals die Arbeit des Doktoranden G. für korrekt erstellt befand. Warum sollte er heute anderer Meinung sein? Kurzum: „Gewusst wie“ – man lasse den Fall durch eben den Mann prüfen, der damals schon bereit war, beide Augen zu zu drücken. Würde der heute das Plagiat bestätigen, schnitte er ins eigene Fleisch…
    .
    Nochmal: Guttenberg ist brillant!“

  164. Ist ja sowas wie ein Ehrenamt,...
    Ist ja sowas wie ein Ehrenamt, deshalb so preiswert.

  165. @ naupilus und andere:...
    @ naupilus und andere: Frühlingsdepressionen vernebeln Euch den Geist. Mit der Freiheit, (und ich meine die ‚wirkliche Freiheit‘), ist es so wie mit den Kindern; man ‚hat‘ sie, oder man ‚hat‘ sie nicht. ‚Hat‘ man sie, braucht man nicht mehr diskutieren, man kann sie nämlich nicht herbei reden…. :-)

  166. ...
    http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E66115796AF004491B99C2ABCC384205A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    das ist mir italien doch am arsch lieber mit einem regierungschef, der wilde parties feiert als ein land in dem man als präsident der bundesbank einen „lehrling“ hinstellt,
    der das richtige parteibuch hat.

  167. So perfekt kann keiner sein,...
    So perfekt kann keiner sein, dass nicht irgendwo ein Erbsenzaehler einen Fehler entdeckt. Es muss doch ‚was zu finden sein.
    Und schon schreit die grosse Schar der Zurueckgebliebenen: Endlich haben wir ihn bei einer Suende erwischt! Wie schoen fuer uns.
    Es ist nun mal des Hundes Art, gegen alles anzupissen.

  168. Ganz ehrlich: Ich finde, das...
    Ganz ehrlich: Ich finde, das macht man nicht.

  169. Die halbe Million ist...
    Die halbe Million ist alternativlos, ich muss naemlich schon drei Termine mit Maschmeyer wahrnehmen.

  170. @ Don Alphonso: // Ganz...
    @ Don Alphonso: // Ganz ehrlich: Ich finde, das macht man nicht. //
    *
    Ausgerechnet der Don, der den Verrat aus niederen Instinkten verteidigt, wehrt sich gegen einen pissenden Hund, der nur seiner Natur folgt….? Guttenberg ist schon ganz ok, aber seine Frau macht mir Sorgen…

  171. Eben sagte meine weise alte...
    Eben sagte meine weise alte Katze zu mir: „Mach nicht so’n Aufstand. Soll ich dir mal die Entstehungsgeschichte deines 1er-Diploms erzaehlen? Und deine Tricksereien, und Bluffs und deine Intrigen? Gibts heute wieder Sheba, oder muss ich das ordinaere Zeug von Rewe fressen? Und mach mal endlich mein Klo sauber!“

  172. Filou findet abschreiben auch...
    Filou findet abschreiben auch nur gut, weil er unsicher ist, von wem seine eigenen gedanken stammen. ;D

  173. Das ist die gleiche Sache wie...
    Das ist die gleiche Sache wie bei Hegemann: Eine Semmel mit Mauskopf drin. Würde ich nicht essen, egal wo die Semmel herkommt.
    .
    Und die Leserschaft erwartet ja auch von mir, dass ich ihr etwas erzähle, und nicht bei der NY Times abschreibe.

  174. Don Carlos, lieber genial...
    Don Carlos, lieber genial geklaut, als verheerend erfunden.

  175. yast2000, ich fand...
    yast2000, ich fand Blondinenwitze immer doof. Meine besten Freundinnen waren Blondinen.

  176. @ Don Alphonso: Da wir alle...
    @ Don Alphonso: Da wir alle das Leben nicht erfunden haben, in dem wir uns befinden, schreiben wir demzufolge auch alle voneinander ab. Ich von J.W. Goethe….
    *
    Vor den Bankomaten

    Von Schulden befreit sind Geldstrom und -bäche
    Durch des Aufschwungs holden, belebenden Tick,
    Auf dem Konto grünet Hoffnungsglück;
    Die alte Krise, in ihrer Schwäche,
    Zog sich in schmutzige Banken zurück.
    Von dort her sendet sie, fliehend, nur
    inflationäre Schauer körniger Zinsen
    In Preisen über die teuernde Flur.
    Aber die Wirtschaft duldet kein Winseln,
    Überall regt sich Konsum und Streben,
    Alles will sie mit Wohlstand beleben;
    Doch an Immobilien fehlts im Revier,
    Sie nimmt gemietete Menschen dafür.

    Kehre dich um, von diesen Höhen
    Nach der Armut zurück zu sehen!
    Grad eben noch verschuldeter Tor
    Dringt jetzt ein bunter Kaufrausch hervor!
    Jeder gönnt sich heute was gern.
    Sie feiern den Sieg des globalisierten Stern,
    Denn sie sind selber auferstanden:
    Aus niedriger Kredite dumpfer Rahmen,
    Aus HartzIV- und Lobbyistenbanden,
    Aus der Steuerschlupf Finanzamtdramen,
    Aus der Strafbefehle quetschender Enge,
    Aus der Kirchensteuer seeliger Nacht
    Das haben Deutsche alles in bar gebracht!

    Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
    Durch die Märkte und Läden zerschlägt,
    Wie der Geldfluß in Breit und Länge
    So manchen echten Schnappen bewegt,
    Und, bis zum vollen Dispo überladen,
    Verweigert sich die letzte Karte,
    selbst von des Festgelds fernen Pfaden,
    ein Schutzschirm schließlich den Euro bewahrte!
    Ich höre sogar des Onlines Getümmel,
    Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
    Zufrieden jauchzet groß und klein:
    Hier bin ich Kunde, hier darf ichs sein!

  177. Kompilieren ist immer noch...
    Kompilieren ist immer noch etwas anderes als c+p.

  178. @ Filou: So, so... :-) Und was...
    @ Filou: So, so… :-) Und was passiert, wenn eine Blondine von Österreich nach Bayern zieht? … Na? … Dann sinkt nämlich in beiden Ländern der Intelligenzqotient.
    *
    Und jetzt?

  179. @ Don Alphonso: // Kompilieren...
    @ Don Alphonso: // Kompilieren ist immer noch etwas anderes als c+p //
    *
    Kompilieren ist das Übersetzen einer programmierbaren Hochsprache in eine Maschinensprache, die letztlich nur 256 Intel-Befehle beherrscht. Die Aufgabe des Autors ist aber, die elementar/maschinellen Teile des Lebens zu einer Hochsprache zu führen, die Menschen Assoziationen zu anderen elementaren Lebensbereichen gestattet. Ja, ich bin ein Klugscheißer, aber ich kann nichts dafür… Sorry, Don!

  180. Na, man wird doch irgendeine...
    Na, man wird doch irgendeine ausländische Universität finden, die Herrn Guttenberg einen Dr. h.c. spendiert, damit der Herr mit dem Dr. c+p seine Visitenkarten nicht neu drucken lassen muß…

  181. Breaking News: Guttenberg...
    Breaking News: Guttenberg macht reinen Tisch! „Diese Plagiatsvorwürfe – also wie das juristisch ist, weiß ich leider nicht so genau. Inhaltlich finde ich mein Verhalten und meine Arbeitsweise aber total legitim und mache mir keinen Vorwurf. Das sind Formulierungen und Weltanschauungen und auch einfach bestimmte Floskeln, die mich prägen und weiterbringen, und da beraube ich total schonungslos meine Freunde und auch mich selbst. Trotzdem habe ich natürlich einen legitimen Anspruch der Leute nicht berücksichtigt, weil mir die juristische Tragweite nicht bewusst und ich, so leid es mir tut, total gedankenlos und egoistisch war.“

  182. Lieber yast 2000: Schönes...
    Lieber yast 2000: Schönes Gedicht, man spürt das nahende Osterfest… Im Gegensatz zu Guttenbergs Werk ist Ihr Produkt vermutlich weitgehend google-fest und somit kein Plagiat. Sie dürfen „Stefan Bender“ drunter schreiben…

  183. Don Carlos (13:03) und yast...
    Don Carlos (13:03) und yast 2000 (13:22): Aaah, danke! Endlich mal wieder was zum Lachen.

  184. Ich denk halt, wenn man ein...
    Ich denk halt, wenn man ein Fach oder eine Profession jahrelang studiert, dann doch auch, weil man selbst eine gewisse Leidenschaft und einen Ehrgeiz dafür entwickelt. Da steht man doch vor sich selber blöd da, wenn man die Abschlussarbeit dann anderswo zusammenkopiert, kopieren muss, weil mans selbst nicht draufhat (bzw. „leider keine Zeit“ u. wichtigeres zu tun hat). Solche Mogelstories kenn ich nur entweder von Leuten, die unter unglaublichem sozialen Druck standen, es zu „schaffen“ (Eltern, Umfeld), oder aber von solchen, denen der Anschein wichtiger ist als die Essenz, die auf die soziale Wirkung des Titels abzielen, und nicht etwa auf die damit verbundene eigene Bildung und Formung des Geistes – kurz gesagt, aussen hui, innen pfui. Leider zählt aber in Deutschland, wohl noch extremer Österreich, der Titel und die formale Stellung in der Hierarchie oft mehr, als das, was jemand wirklich draufhat, etwa gar als Autodidakt. Der Herr Geheimrat beim Opernball kann auch a rechter Trottel sein, aber er hats immerhin irgendwie gschafft, und das zählt. Was sowas bei häufigem Vorkommen dann für das allgemeine fachliche Niveau in Wissenschaft und Recht bedeutet, kann man sich leicht ausmalen.

  185. Anläßlich Guttenbergs...
    Anläßlich Guttenbergs Dr.-Arbeit: da fragt man sich doch wirklich, wie sich irgendeine Art von Elite heute noch reproduzieren soll (wenn man mal davon ausgeht, daß wir in D überhaupt noch einen letzten Rest davon haben). Kohls Familie: geopfert (Schröder und Merkel haben derlei schon garnicht mehr versucht). Guttenberg: wird Schleichweg in akademiam übelgenommen (den Kohl, Merkel, Strauß et alii immerhin noch beschreiten konnten). Ja, wie stellt Ihr Euch das eigentlich vor, so in Zukunft, bei diesem Geiz? Meint Ihr wirklich, Tätowierte und Friseusen könntens reißen? Die Tunesier waren da schon anderer Meinung.

  186. Schon wieder taucht das Thema...
    Schon wieder taucht das Thema „Doktorarbeit“ heute auf!!
    Re Jens Weidmann.
    >>Doktorarbeit über Geldpolitik.
    …..Später promovierte er mit einer Dissertation über die europäische Geldpolitik beim Geldtheoretiker Manfred Neumann.<<

  187. Volker Sommer schrieb ein...
    Volker Sommer schrieb ein schönes Buch: Lob der Lüge. No free lunch, alles hat seinen Preis.
    Worte – Kopfkästchen – Worte. Jeder liest, was er lesen will und jeder sagt, was er sagen will. Ausrufezeichen sind beliebt. Fullstop, Balken drüber, Bumm. Ruhe. Leblos. Und fast immer daneben. Fragezeichen gefallen mir besser, da ist eine Öffnung in dieser merkwürdigen Schlinge. Lebendiger.
    Herzaft poltern erleichtert jeden und der Verwechslung, Gedanken und Menschen, erliegen wir alle. Wir externalisieren und wir personalisieren. Und dann krachts. Und dann?

  188. Mehr auch hier:...
    Mehr auch hier: http://www.faz.net/s/RubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1/Doc~E77608DD99F7647CFA92EFBDEB07ECC76~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    Was mich wundert: Wenn schon abschreiben, warum dann solche Platitüden? Kann der nicht mal das selbst?

  189. Breaking News: Kantinenchef im...
    Breaking News: Kantinenchef im Verteidigungsministerium gefeuert – hatte zum Nachtisch Birne Helene serviert.

  190. apropos dr. arbeit, warum...
    apropos dr. arbeit, warum diskutiert hier eigentlich niemand die rolle des oberassistenten bei der dr. arbeit der kanzlerin?

  191. @DA
    googlen sie doch mal...

    @DA
    googlen sie doch mal anlässlich des beginns der kanzlerschaft der dame die diskussion, die bösen zungen, die sagten dass der oberassistent
    zu gutenberg: die änderung der 200 jahre auf 215 jahre im zitat, jetzt hilft nur eine zuckerkrankheit und ein black out

  192. lieber don, ein herzliches...
    lieber don, ein herzliches dankeschön für die warmherzige (wieder)aufnahme – im endspurt wird es doch nochmal ein wenig eng, zu meinem schaudern, doch im grossen und ganzen dürfte es…
    man hofft.
    .
    dennoch dürften äusserungen meinerseits in naher zukunft noch ein wenig dürftig ausfallen, wohl auch aus technischen gründen. und wenn es schon nicht das leben selbst oder tangierende bereiche sind, die einen an den rand des wahnsinns treiben, dann gibt es dafür immer noch die technik…

  193. Google gehört endlich...
    Google gehört endlich abgeschafft…

  194. Sind Betrug und Lügen in...
    Sind Betrug und Lügen in unserer Gesellschaft so etabliert, dass deren Aufdeckung
    als „anpissen“ deklariert wird?
    Wo leben wir denn?

  195. colorcraze (14:33), eine...
    colorcraze (14:33), eine Regierung aus Arbeiter-Soldaten-und Bauernraeten.

  196. yast2000 (13:27), so arg kann...
    yast2000 (13:27), so arg kann es nicht sein, denn die Damen blieben jeweils im Mittel 3 Monate bei mir. Man nannte das Institut auch „Filou’s Blondinenschule“ (mit saechsischem Genitiv). Dort lernten sie unter Anderem das Kompilieren von Texten und Musik aus Fremdquellen zu kleinen Hausoperetten. Alle 14 die waren so erfolgreich, dass sie studierten und spaeter ganz ausgezeichnete Partien machten. Die maennlichen Kinder bekamen alle den Namen Stephan.
    Was aus denen mal werden wird?

  197. @Filou (14:33): das ist keine...
    @Filou (14:33): das ist keine kontinuitätsgewährleistende Regierung, das ist ein vorübergehender Zustand bzw. das Ende.

  198. @ Filou: Die männlichen...
    @ Filou: Die männlichen Kinder, die auf den Namen Stephan hören, werden in der Regel Teilzeitgenies auf Honrorarbasis. Was die Blondinen angeht: Das hätte ich mit meinen Damen auch machen wollen, statt dessen artete immer alles in eine erfolgreiche Therapie aus; will sagen, die Damen konnten zwar anschließend wirklich Alles, haben aber nie mehr mit mir einen Satz gewechselt, geschweige denn mit mir eine Hausoperette gesungen. Ich hätte wirklich nie gedacht, dass Frauen so vernarrt in ihre Neurosen sind, ich verstehe gar nicht, wozu die noch Schuhe und Schmuck brauchen… Von Kindern ganz zu schweigen: wer will schon eine Neurose von seiner Mutter erben, wenn er sich selbst im Zuge der Emanzipation eine solche erwerben kann?
    *
    Was den Genitiv angeht, der ist nicht sächsisch! Er ist neurotisch und deutet indirekt den Wunsch einer Zugehörigkeit zu irgendetwas an, z.B. ‚Filou‘. Allerdings ist der psychologisch begründete Genitiv (also mangelndes Zugehörigkeitsgefühl) mittlerweile so verbreitet, dass ich den Verein „Rettet dem Dativ!“ gegründet habe. Wenn er keinen Erfolg hat, wandere ich aus, müsste aber vorher noch RTL anrufen…

  199. ...und wer holt jetzt den...
    …und wer holt jetzt den Oberbefehlshaber von der Kommandobrücke? – Was sich Herr G. hier geleistet hat, ist ja offensichtlich keine Fahrlässigkeit. Man beginnt doch die Einleitung einer Dissertation nicht mit fremden Sätzen, es sei denn, es handelt sich um die Zitierung einer wissenschaftlichen These, an der man sich im folgenden abzuarbeiten gedenkt. Und das Zitat bräuchte dann einen konkreten Herkunftsnachweis. Alles andere ist Betrug. Sofortiger Rücktritt scheint mir in diesem Fall die einzige akzeptable Lösung. – Ich fürchte nur, das dauert mal wieder…

  200. Leider Moos an der...
    Leider Moos an der jugendfrohen Büste. Ich sehe das so ähnlich, wie mein Lotto: Wir wünschen uns da hell und dunkel hinein, hell Wir, dunkel Die, obwohl es 7 Milliarden Graus sind, mal hell, mal dunkel. Das macht’s so lebendig.

  201. Wie waer's denn, wenn man sich...
    Wie waer’s denn, wenn man sich zuerst den hochkompetenten Doktorvater vorknoepft?
    Dass man ein bisschen mogelt, kann ich ja noch verstehen, aber wenn man mogelt und wird von seiner Kontrollinstanz nicht erwischt, muss man doch dem hochgelahrten und teuer bezahlten C-4er einen kraeftigen Tritt geben.
    Herrschaften, was treibt sich eigentlich so auf unseren Hochschulen ‚rum?

  202. Das so tief traurige ist, dass...
    Das so tief traurige ist, dass ich mich nicht in ein Boot setzen möchte, das von ihm allein auf dem offenen Ozean gesteuert wird.

  203. btw: da geht ja fast unter,w...
    btw: da geht ja fast unter,w ie gründlich die dame aus der uckermarck die besetzung präsidenten der bundesbank vorbereitet hat. geschicktes wählen eines zitats (Sarrazzin) und nicht unterstützung eine kandidatur wie beim seligen kohl vs. schäuble bei webber.

  204. @B4: und die jeweilige bei...
    @B4: und die jeweilige bei Strauß, Kohl, Dregger, um nur mal ein paar zu nennen. Meine Güte, ja, ich finde derlei Gehampel auch schlicht „pissig“. Ja, es wird geschlampt, ab- und fremdgeschrieben, ja, man sollte sich nicht dabei erwischen lassen. Im Normalfall wird sowas geprüft, wenn ein akademischer Job ansteht: denn da kommts dann drauf an, ob der Mensch wirklich auf diesem Feld Meriten hat. Aber wenn ers nur als Absolvenzpapier für einen anderen Beruf braucht, braucht man sich nicht so zu haben.

  205. @Filou ("was treibt sich an...
    @Filou („was treibt sich an den hochschulen rum?“): Ich würde mal annehmen, Kniefall- und Prostrationsbeherrscher, hauptsächlich.

  206. Ich meine, was erwartet man...
    Ich meine, was erwartet man denn, wenn (geschätzt) 10mal so viele Leute den Dr. machen als vor 50 Jahren? Daß da jetzt 10mal soviele Geniestreiche rauskommen? Und wie kommt man darauf, von jemandem mit Gel im Haar akademisches Regelbillard zu erwarten? Fragen über Fragen!

  207. Nun, Fussnoten und...
    Nun, Fussnoten und Zitatkennzeichnung kann man erwarten.

  208. Ich war mal bei einer...
    Ich war mal bei einer Zahnärztin in Behandlung, an einem Uni-Lehrkrankenhaus. Sie war 1a, was Behandlung und Blickigkeit anging. Eines Tages erzählte sie mir, sie mache ihre Doktorarbeit darüber, ob Ohren an Leichen eher von oben oder von unten abzureißen seien. Da dachte ich dann mit meinen bescheidenen Menschenverstand, daß das die Zahnmedizin mutmaßlich nicht sonderlich weiterbringen wird, aber ihr zumindest den mittlerweile obligatorischen Titel, so daß sie eine Chance hat, zu praktizieren, was ja immerhin angesichts ihrer handwerklichen Begabung für die Menschheit nichts schlechtes wäre. Ich erwarte mir deshalb von Doktorarbeiten auch keine sonderlich erhellenden Schlaglichter.

  209. Ein schon arges...
    Ein schon arges Persönlichkeitsproblem, aber nicht nur, die Universität funktioniert nicht. Es ist eine Kumpanei, ohne Hauch kritischer Gedanken, hoffnungslos geblendet von dem Kontext des Status oder was immer. Der Lehrstuhl hat sich mindestens so disqualifiziert wie der Plagiator.
    Tom Lehrer: Plagiarism http://www.youtube.com/watch?v=IL4vWJbwmqM

  210. @doktorarbeit
    .
    sowas darf...

    @doktorarbeit
    .
    sowas darf einem halt nich passieren (entdeckt werden, g) – das war’s mit der politischen karriere – so einfach.
    .
    Die Tat des Budda? (Der Lotussitz- ommm!)
    .
    Und Grüsse.

  211. Über seine Berufserfahrung...
    Über seine Berufserfahrung hat er ja auch gelogen.
    .
    Zur Strafe kann Mutti ihn ja zum Wissenschaftsminister ernennen.

  212. Man sollte auch nicht...
    Man sollte auch nicht vergessen: Herr G. war zum Zeitpunkt seiner Fehlleistung kein kleiner Student, der mit seiner Abschlußarbeit endlich die Studienzeit hinter sich bringen wollte, sondern wirtschaftlich unabhängig, aufstrebender CSU-Politiker und Familienvater. Wie soll er jetzt seinen beiden Töchtern erklären, daß man in der Schule nicht abschreibt? Wie ernst kann man einen Verteidigungsminister noch nehmen, wenn er einem Untergebenen Fehlverhalten vorwirft?

  213. @nauplius, 17:40: Früher hat...
    @nauplius, 17:40: Früher hat man sich die Frage gestellt: Würde man von diesem Herrn einen Gebrauchtwagen kaufen…

  214. Die Vorwürfe sind wahrlich...
    Die Vorwürfe sind wahrlich abstrus.
    .
    Vor allem wenn man bedenkt, von wem sie jetzt kommen!
    .
    Wenn die Ministerien jedesmal hysterisch „Plagiat!“ schreien würden, sobald ein Journalist ohne Quellenangabe in seinen Artikeln Textbausteine aus ministeriellen Flyern, Infobroschüren und Pressemitteilungen verwurstet…

  215. Jetzt wäre ein Dioxinskandal...
    Jetzt wäre ein Dioxinskandal gut. Oder jemand ruft bei der Polizei an und sagt, die kleine Diebin sei eine Nichte von Magie Thatcher.

  216. auf arte läuft gerade eine...
    auf arte läuft gerade eine doku über gladio

  217. @colorcraze,
    wür ich ihnen...

    @colorcraze,
    wür ich ihnen nicht zustimmen, wenn ich immer denke was es bei naturwissenschaftlichen veröffentlichungen für ein gerangel war, wer auf das paper durfte und in welcher reihenfolge. das zitat aus der faz mit 200 auf 215 jahre angeändert. das ist m.e. plumper betrug.

  218. B4, Sie rennen offene Tueren...
    B4, Sie rennen offene Tueren ein.

  219. Der Doktorvater sagt, zu...
    Der Doktorvater sagt, zu Guttenberg sei einer seiner besten Studenten gewesen.
    Und mein Eindruck vom Minister ist keineswegs so, dass ich ihn mangelnder Intellektueller Fähigkeiten verdächtigen würde — nicht der Typ, der abschreiben muß, weil er zur eigenständigen Arbeit nicht fähig wäre.
    .
    Genau deswegen erstaunlich dummdreist. Hat sich da ein oberschlauer Streberlausbub über seine Betreuer und Prüfer diebisch ins Fäustchen gelacht und darüber vergessen, dass er sich völlig unnötig eine Tretmine unters Bett legt?
    .
    Den jetzigen Skandal hätte er doch vorhersehen müssen.

  220. Deutet so ein zusammensetzen,...
    Deutet so ein zusammensetzen, von vielen Textbausteinen eigentlich auf einen Ghostwriter hin? Ich habe mal gelesen, dass die oft nach dem Schema arbeiten. Also zuerst eine grobe Struktur erschaffen die inhaltlich Sinn macht und das dann mit Textbausteinen auffüllen? Kennt sich da der Autor dieses Blogs vllt aus wie das in der Praxis von statten geht? (Nicht weil ich ihm solches unterstellen würde, aber sie scheinen ja einen guten Einblick in die „journalisten Szene“ zu haben)Würde mich mal interessieren.
    Ansonsten, sollte der gute Herr Baron sich jetzt an dem gleichen Standard messen, den er angelegt hat als es um Verfehlungen ihm unterstellter Soldaten ging. Zack Bumm ! Gorch Fock Kommandeur zu seinem eigenen Schutz des Kommandos enthoben….., Akten vorenthalten-> Vertrauen zerstört. Ruhestand vorverlegt.
    Ich glaube wir sehen gerade eine Sternschnuppe.
    Bei den Anschuldigungen, hilft die beste Teflonbeschichtung nichts.
    gruß Kaktus

  221. Jetzt stellt sich die Frage:...
    Jetzt stellt sich die Frage: Wen haben wir noch in diesem Land für das Amt des Verteidigungsministers aufzubieten? Da bleibt eigentlich nur unsere Arbeitsministerin übrig. Das wäre doch nicht übel! (Ich bitte um Zustimmung!!) – Und Seehofer muß den Arbeitsminister machen; und wer schließlich neuer Ministerpräsident in Bayern wird, kann wohl nur durch eine kleine Rauferei entschieden werden…

  222. Ich bin wirklich kein penibler...
    Ich bin wirklich kein penibler Formalist und ich hab hier keine Ahnung, aber es geht mir eine andere Frage nicht aus dem Kopf: Warum setzt der sich selbst so unter Druck? Warum treibt er sich so trottlig selbst in so etwas hinein? Wer oder was zwingt ihn? Fast kommt Uwe Barschel in Erinnerung. Face saving Abgang wegen mir, aber Finger weg von Staatsfunktionen. Das kann nicht gut gehen. Der Junge braucht Hilfe?

  223. allein die idee,...
    allein die idee, zeitungsartikel für eine doktorarbeit zu verwenden, zeigt, welche geistesgrößen dieses land regieren. schade, er hatte gerade den abgehobenen wichten dieses dumpfdampfers so schön ihre grenzen aufgezeigt. hoffen wir, daß die inszenierung nicht aus dieser richtung angestoßen wurde. wer sich mit diesen kreisen anlegt, sollte in allen belangen beschußfest sein. immerhin hat das plagiat jemand vom bremer zentrum für europäische rechtspolitik entdeckt. jemand sollte da die verbindungen überprüfen.

  224. Naja, immerhin hat der Autor...
    Naja, immerhin hat der Autor nicht bei der Bild oder SPON geklaut.

  225. Den Fischer-Lescano-Aufsatz...
    Den Fischer-Lescano-Aufsatz mit den Plagiatsnachweisen findet man jetzt bei der Neuen Zürcher Zeitung, außerdem ein Gespräch mit dem NZZ-Plagiatsopfer Klara Obermüller…

  226. @ Guttenberg: Habe es gerade...
    @ Guttenberg: Habe es gerade geprüft, es ist etwas sehr heftig geklaut und etwas sehr dämlich dementiert. Politisch habe ich an Guttenberg zwar nichts auszusetzen, aber es hat ihn auch niemand gezwungen, in die Politik zu gehen. Kunduz-Affäre, die alberne Frau im Frau im Fernsehen und schließlich dieses dreiste Schulbubenstück… – er müsste aus charakterlichen Gründen zurücktreten, es nimmt ihn sonst keiner mehr ernst. Schade drum…, er hat diesen moralischen Maßstab damals in der OPEL-Krise selber aufgestellt. Ikarus ist zu hoch geflogen.
    *
    Auf der anderen Seite, liebe Leute, hat jedes Volk die Regierung, die sie verdient. darüber lohnt es sich auch mal nachzudenken… Ich wäre gern in die Politik gegangen und eine solche billige Dissertation hätte ich in zwei Wochen abgerissen, wenn mich jemand dabei gefüttert hätte. :-)

  227. "Naja, immerhin hat der Autor...
    „Naja, immerhin hat der Autor nicht bei der Bild oder SPON geklaut.“
    Das reicht aber nicht aus. Ich meine es gibt viele Blogs, die leben nur davon, geistiges Eigentum anderer zu verwursten. Soweit so gut. Von denen schreibt sich aber keiner Dr. auf die Visitenkarte, geschweige denn, steht dann bei wikipedia, man habe mit summa cum laude promoviert. Naja wenigstens hat er nicht die Befähigung zum Richteramt, das sollte uns beruhigen.

  228. Ich nenne mich auch Don, also...
    Ich nenne mich auch Don, also habe ich Verständnis für Hochstapler.

  229. Also einen hab' ich...
    Also einen hab‘ ich noch….
    *
    Grundlagen der Basisdemokratie aus poetologischer Sicht

    Gestern kam Frau Merkel hier zum Kaffee an,
    argumentierte ehrlich zwischen Trauer und Lachen,
    und sagte: Ich sei jetzt mit der Regierung dran.
    Nett. Aber alles muss man selber machen!

    Frisch ans Werk nun! Stück für Stück.
    Ich senkte erst einmal die Steuern,
    holte Soldaten flugs vom Hindukusch zurück,
    und fing an, nur noch Humanisten anzuheuern.

  230. Von mir Summa cum laude, weil...
    Von mir Summa cum laude, weil er gegen Staatskente fuer Opel gestimmt hat.

  231. Ja so war'ns, ja so war'ns, ja...
    Ja so war’ns, ja so war’ns, ja so war’ns die olden Rittersleut.
    Ja so war’ns, ja so war’ns die olden Rittersleut.

  232. @nauplius: ach wo. Im...
    @nauplius: ach wo. Im allerschlimmsten Fall bekommt er seinen Dr. weg, und das wars dann auch schon. Aber so schlimm wird das nicht werden. Das ist das übliche gelangweilte Nitpicken.

  233. @froufrou
    das war damals nur...

    @froufrou
    das war damals nur eine show von ihm. er wusste, dass opel geretett wurde – wurde hier im blogg schon mal diskutiert – das hätte bedeutet dass einige 10^9 eur pensionsrückstellungen im umlaufverfahren einegsammelt werden hätten müssen (http://www.psvag.de/; beitragssätze 2009 und 2010)

  234. @nauplius
    ihr vergleich mit...

    @nauplius
    ihr vergleich mit barschel – auch wenn die geschichte noch andere nuancen hat – ist sehr gut. wie sagte ein roter freund mir heute, es gibt doch so viele prof’s die dr. titel „verkaufen“. der dr. titel wurde jetzt nicht einmal an einer besonders renommierten uni erworben…

  235. Schön bemerkt, @colorcraze,...
    Schön bemerkt, @colorcraze, dieses varietéhafte 60er-Jahre-Pomadisieren, für die noch schneidigeren Afghanistanbefehle.
    Im bequem zugänglichen Titanic-Startarchiv, Seite 2, gilt es sogar als Lösung für das Rätsel: „Deutschlands Elite. Was ist ihr Geheimnis?“

  236. S´God beianand. A Freind vo...
    S´God beianand. A Freind vo mia hot mia füa 50.000.– (i.W. Fuchzgdausnd) an Doktatitl af dera Cayman Islands füa mi kaft. Itza schaugt mi a jeda gons ondas oo. G´schissn! Neili, hob i ois Zeuge beim Gricht aussogn müassn, weil da Renftinger Loisl bsuffa in a Schaufensta einigfoahrn is. De Schandam sand eh east a hoibi Schtund schpäda kemma. Un i hob zum Protokollantn gsogt: Gffoahrn hob i de Kistn, des is gans klarr & effidend… Oiso da Richta hot mi durchn Justizbazi einiruafa lossn: Gehn´S, sein´S so guat und holn´S den Hilfspromovierten Wimmerl herein. Dea Hundling, dea Neida dea gscheadi Hammi, dea gscheadi! Wo schteh i itza?

  237. Hi folks!!
    Re Doktortitel. ...

    Hi folks!!
    Re Doktortitel. When I worked in CH at the European headquarter office of a big US company, the top manager (German) left, and an American from California arrived to replace him. All the employees were called to a meeting and the new American managing director said „I want you all to call me Bill, and the door of my office will always be open if anyone wants to come in and discuss anything….“. Unbelievable! A revolution!
    But his Swiss-German EXECUTIVE secretary (that was her new title) soon changed that. She kept his door closed and on his letters, under his signature, she promoted him and gave him a Doktor title, „Dr. William….“

  238. Ein Blinder Säufer findet...
    Ein Blinder Säufer findet auch mal nen Korn!

  239. Hier wird gelegentlich...
    Hier wird gelegentlich großmütig gelächelt.
    Warum kauft die Welt deutsche Maschinen und wir sind nur mit blauem Auge durch die letzten Jahre geschrammt? Etwas teurer, aber es ist drin, was drauf steht. Sie laufen präzise und länger. Man kann vertrauen, sich drauf verlassen. Stimmt nicht immer, aber in der Hoffnung, dass es stimmt, kauft die Welt unser Zeugs. Sollte man nicht leichtfertig verspielen. Analogie in der Politik?

  240. @ specialmarke 12.57h Yes,...
    @ specialmarke 12.57h Yes, Guttenberg (and anyone else probably) could easily get a Doktortitel in Britain – there are zillions of universities now in GB because Blair & Brown upgraded all the polytechnic colleges to „university“ status.

  241. specialmarke (20:44), die...
    specialmarke (20:44), die Antwort gibt es seit vorigem Jahr: „Deutschland schafft sich ab“.
    Eine Kneipe ohne Personal. Selbstbedienung. Wenn die Bestaende verbraucht sind, wird der Laden geschlossen. Die Natur uebernimmt den Rest.
    (Und da hatten wir frueher Angst vor der Atombombe)

  242. Mir tun nur die Eltern leid....
    Mir tun nur die Eltern leid.

  243. Wenn ihr mein Filmrätsel vor...
    Wenn ihr mein Filmrätsel vor zwei Wochen gelöst hättet, („Das hätte auch aus LEFO sein können!“), wüsstet ihr jetzt auch, warum zu Guttenberg eben völlig überraschend nach Afghanistan aufgebrochen ist.
    – Wo ist er?
    – In China.
    – Warum?
    – Handelsbeziehungen.
    – Er soll dort bleiben.
    – Warum?
    – Warum?! Tun Sie was für ihr Geld! Er ist krank. Er soll den Schkalen erzählen, wie krank er ist…! Ich brauche nur einen Tag für die Krise!
    – Welche Krise?
    – Ich arbeite dran…

  244. Wer fängt den Jungen denn mal...
    Wer fängt den Jungen denn mal wieder ein, nimmt ihn in den Arm und füttert ihn mit Kuchen? Männer können so was nicht.
    Als Berlin noch bunt war, Russen, Amis, Engländer, Franzosen, erzählte ein französischer Geheimdienstler mir mal, die Deutschen seien unglaublich, wenn die sagen, die tun was, dann machen die das auch. Das gäb’s sonst nirgendwo auf der Welt. Das macht denen tiefen Eindruck.
    Ich weiß nicht, ob’s stimmt.

  245. Kostenlose Beratung für die...
    Kostenlose Beratung für die Spin-Doctors der undesregierung: Mythologisch gesehen hat das Image des Vrteidigungsministers eine Schramme bekommen, da hilft auch kein „Hochwasser“ oder das „Ausheben eines Schläfer-Nestes“. Nach dem Verfahren „Platzieren und Ernten“ sollte die Schramme in Antlitz des Helden sichtbar sein, zu Guttenberg könnte z.B. in eine Auseinandersetzung verwickelt werden, in deren Folge diese Schramme physisch sichtbar ist.

  246. Nachtrag: Da sich die...
    Nachtrag: Da sich die Anhängerschaft von Guttenbergs jedoch aus schlichteren Charakteren zusammensetzt, wäre statt der mythologischen Heldenvariante auch ein Rückgriff auf die Traumdeutung möglich; dergestalt, dass ein Foto eines im Feld Zeitung lesenden Verteidungungsministers veröffentlicht würde. Es wird so interpretiert werden, dass sich die Dinge zum Besseren wenden, in dem er aus der Entferung Einfluss nimmt; das gefaltete Papier symbolisiert, das die Probleme lösbar sind.

  247. Herrlich, als es in Oxbridge...
    Herrlich, als es in Oxbridge noch das Gentlemanstudium gab. Das wäre doch genau das Richtige gewesen.
    @fionn man muss nicht an eine „poly“ Uni in England. Auch an allen guten Unis, haben Ghoswriter Konjunktur. Gibt sogar Dienstleister die oben genannte Unis im Namen tragen und damit werben, dass sie Tutoren/Absolventen eben jener Unis beschäftigen. Oder einfach nen Prof. kaufen wie in Hannover.

  248. @yast
    Genau: Ein verwirrter,...

    @yast
    Genau: Ein verwirrter, von den Medien aufgehetzter Originalautor geht auf G. los! Durch besonnenes Eingreifen der zuständigen kräfte kommt es aber nur zu einer Schramme. G. trägt es wie ein Mann und verzichtet großmütig auf Anzeige. Leitartikel nennen die „Kampagne“ gegen G. nun „unerträglich“, und rufen dazu auf, ein Klima des Hasses nicht zuzulassen. Hintergrundberichte über den Täter: Schräger Typ. Auftritt G. mit Schramme in Talkshow: Ja, ich habe Fehler gemacht. BUNTE: „Krach bei den G.s! Kann sie ihm verziehen?“ Gorch-Fock-Kapitän wird rehablitiert. Überraschende Wendung: Die Doktorarbeit erweist sich als plumpe Fälschung! Die echte ist vollkommen ok. G. wird als Entschädigung Ehrenprofessor der LMU. BUNTE: „Plagiats-Vowürfe: Stefanie hat ihm verziehen!“ Gala-Dinner auf der Gorch Fock, übertragen vom ZDF, es singen Lena und der Matrosenchor.

  249. KT eine Schande fürr ganz...
    KT eine Schande fürr ganz Ukraine!

  250. Keine Panik, bald wird...
    Keine Panik, bald wird verlauten, dass der Ghostwriter ins Ministerium einbestellt wurde um zur Räson gebracht zu werden. Damit sich solche Schlampigkeiten nicht mehr wiederholen. Das Personal ist halt auch nicht mehr das, was es mal war. Kann er froh sein, dass er kein Krautjunker ist, sonst würde es jetzt Hiebe setzen

  251. Link zu diesem Datensatz...
    Link zu diesem Datensatz http://d-nb.info/860909832
    Titel Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden / Angela Merkel
    Person(en) Merkel, Angela
    Erscheinungsjahr 1986
    Umfang/Format V, 153 Bl. : graph. Darst. ; 30 cm
    Hochschulschrift Berlin, Akad. d. Wiss. d. DDR, Diss. A, 1986 (Nicht f.d. Austausch)
    Sachgruppe(n) 30 Chemie
    Frankfurt Signatur: H 86b/5809
    Bereitstellung in Frankfurt
    Leipzig Signatur: Di 1986 B 1725
    Bereitstellung in Leipzig

  252. Ich fürchte ,weitschweifende...
    Ich fürchte ,weitschweifende überkanditelte Kommentare haben eine gewisse Mitschuld an der jetzigen wie kommenden Misere -wir sehen uns im Altenheim ?
    Altenheim natürlich ohne Betreuung …Wir kriegen euch alle

  253. nauplius .....es stimmt...
    nauplius …..es stimmt

  254. Sorry , beim Thema Gutenberg...
    Sorry , beim Thema Gutenberg muss ich sagen Glückwunsch selten jmd gesehen der so geschickt sich der Hürden entledigt hat , was sicher auch nicht ganz einfach war und den Mann befähigt dieses Land zu leiten ….ich weiss wovon ich spreche ….
    Es gibt wichtigeres im Leben als auswendiglernen -von Telefonbüchern …
    und auch Schöneres …

  255. Schlimmer als der Verlust des...
    Schlimmer als der Verlust des zusammengestoppelten Titels wird bei diesem Miles Superfranconicus, Dr. dol. von und zu FAZke nzz, der geballte Spott einschlagen. Dann steht Polykrates KT auf seines Hauses Zinnen: „Staunend sieht er seine Leiche und bewundernd untergehn“. Bei unseren BA-gequälten Studis heißt es schon blitzschnell: Komm, mach mir den Guttenberg.

  256. In den guten alten Zeiten war...
    In den guten alten Zeiten war es bei drohendem Ehrverlust für den Offizier eine Lösung, an die Front zu gehen und sich fürs Vaterland zu opfern. Der Verteidigungsminister übernachtet im Kampfgebiet. Er wünscht doch hoffentlich nicht, so seinen Problemen zu entkommen…

  257. Berthold e.a., in welches...
    Berthold e.a., in welches Kopfkästchen packe ich mich denn selber? Weiß ich nicht, ich finde keines und suche keines. Am ehesten Spinner, da fühle ich mich gut und sicher aufgehoben, raus aus den Schusslinien. Leben finde ich ganz gut, Muße auch. Ich bin kein Held und halte nicht viel von Straßen- oder anderen Schlachten. Das sind fast immer feel good exercises. Die Anderen, die Bösen, müssen zwar immer sehen, dass man gut bewaffnet ist und auch weiß, wie man wirksam trifft. Nicht siegen müssen, aber siegen können. Lösungen entstehen da aber eigentlich nie. Amartya Sen’s Buch über Identität habe ich gern gelesen. Extremisten, wenn man z.B. Jeffrey Sachs dazu zählt, sind in der Analyse manchmal pointierter als das dämliche Geschnatter: Sollnse doch Kuchen essen. Wenn Gesellschaften vertikal oder ethnisch zu weit auseinander driften, wird’s leicht gefährlich. Zukunftsentwürfe liegen fast immer daneben, weil die eitlen Zweibeiner sich gerne mit dem lieben Gott verwechseln. Die Zukunft ist offen, niemand steuert sie. Alle natürlichen oder ökonomischen Gleichgewichte, gelobte Länder e.a., sind Baby- Paradies- Träume. Vieles bewegt sich wie Rivalitätsgockelei, Starenschwärme, Bait balls o.ä. Traurig? Sich um die eigenen Belange selber kümmern, ist schon empfehlenswert, sicherheitshalber und, weil der Spaß da erst richtig anfängt.

  258. Zu KT fällt mir leider nichts...
    Zu KT fällt mir leider nichts besseres ein als dieses: Betrug, Lüge und gefährliche Dummheit, weitreichender Realitätsverlust.
    Wenn ich davon ausgehe, dass die Textgegenüberstellungen in FAZ, NZZ, Süddeutsche stimmen, dann bedeutet das: Rücktritt aus allen Funktionen. Dieser Kindskopf ist nicht zurechnungsfähig, er steht unter Strom, als sei er gedoped, vergleichbar Marilyn Monroe, Uwe Barschel, wem immer, besessen von Eitelkeit und Ehrgeiz, klebend an Kameras, blind geworden im Wahn.
    Wer so mit Texten umgeht, betrügt. Wer versucht, sich raus zu reden, so wie er das tut, lügt und macht es immer schlimmer. Wer die Veröffentlichung seines Diebstahls betreibt oder zulässt, zeigt einen solchen Mangel an Urteilskraft, einen solchen Realitätsverlust, dass er sich für jedes öffentliche Amt disqualifiziert. Nichts würde ich ihm anvertrauen, gar nichts. Angela Merkel, zieh die Reissleine. KT, geh nach Hause, grab den Garten um und spiel mit Deinen Kindern. Leg die Helme aus der Hand. Kugelsichere Westen brauchst Du nicht, aber irgendwann, setz Dich hin und sag auch nur ein einziges mal ein einziges wahres Wort.

  259. Ihr werdet mich nicht so sehr...
    Ihr werdet mich nicht so sehr dafür lieben, wie für den Osterspaziergang, aber im Interesse der Wahrheitsfindung muss es leider sein. Ich stelle dem Don Alphonso frei, den Text einzustellen, oder einfach nur den Link auf meine Homepage dazulassen.
    *
    Ein Minister plagiiert für seine Doktorarbeit, das machen alle intellektuell unterbelichteten Typen heute so, also nicht schlimm. Schlimm ist aber das System, welches dahinter steht: Professoren, die nichts mehr zu verlieren haben, hängen finanziell am Tropf der Politik und verschenken Dissertationen wie Scientologen ihre Werbezettel. Und so bildet sich ein Kreis von furzenden und wichsenden BWL-Pennern und Feminismusschlampen, die sich in CDU-, SPD- und FDP-Kreisversammlungen gegenseitig ihrer kleinkriminellen Achtung versichern. Auch nicht schlimm, wäre da nicht die alte Bundesrepublik, die 1990 dachte, sie könnte sich als einzige so weitermachen, während sich die ganze Welt änderte. Kohls Spendenaffäre war in Wirklichkeit das Signal, als normaler Mensch Kleinverbrechen zu begehen, was nicht auffallen würde, da sich die Deutschen mit dem Holocaust schon ein viel größeres geleistet hatten. Wozu braucht man da afrikanische Despoten?

  260. Die Liste der...
    Die Liste der Übereinstimmungen umfasste bereits heute in der Früh 23 Seiten und wird wohl in den nächsten Stunden und Tagen noch deutlich wachsen.
    .
    http://plagiatsgutachten.de/blog.php/einmalige-dynamik-kollaborative-dokumentation-der-guttenberg-plagiate-im-netz/
    .
    tjaja.

  261. Als Chef der Praktikantin 20...
    Als Chef der Praktikantin 20 Euro aus dem Portemonnaie, Kondome und Handy aus der Handtasche zu klauen ist ja auch kein schweres Verbrechen. Das Verfahren würde vermutlich wegen Geringfügigkeit eingestellt werden.

  262. Kleiner Tip für alle...
    Kleiner Tip für alle unterbeschäftigten persönlichen Referenten, PR-Personen und Praktikanten:
    Verschafft Euch doch mal bitte all die Dissertationen der jeweiligen politischen Gegner (von Gysi über Gabriel bis zu Westerwelle) und prüft systematisch.
    .
    Verfassungsrichter (in Bund und Ländern) bitte nicht auslassen. Auch die geniessen m.E. immer noch viel zu viel Autorität.
    .
    Im günstigten Falle gibt das eine Schlammschlacht, auf die ich mich jetzt schon freue — gerade auch im Hinblick auf die nächste Hochschulreformdebatte.

  263. Apropos Systemrelevanz: Wenn...
    Apropos Systemrelevanz: Wenn Angela Merkel so intelligent ist, für wie ich sie halte, muss sie jetzt Reformerin werden und mit dem System brechen, welches sie an die Macht gebracht hat. Dummheit ist jedenfalls nicht Volksnähe! Wenn nicht, tun es die anderen, so sind nun mal die Spielregeln.
    *
    P.S. Ich unterhalte mich gern auf Augenhöhe.

  264. die GMW und der durch...
    die GMW und der durch Deutschalnd gehende Ruck, wer nimmt den Mund noch mal voll? Die Ablenkung kommt etwas zu frueh, bin gespannt, was man sich im Maerz vor dem uendlichen Eurorettungsschirm einfallen laesst.

  265. Smalltalk beim Tee im Schloss:...
    Smalltalk beim Tee im Schloss: „Wo lassen Sie denn Ihre Dissertation schreiben, mein Bester?“

  266. ocb@. Eine Verwechslung des...
    ocb@. Eine Verwechslung des Bayreuther Festspielhauses mit der hierorts angesiedelten Universität verbitten wir uns.

  267. Als Don (Brit. Titel für...
    Als Don (Brit. Titel für Uni-Würdenträger) in Oxbridge.
    http://de.wikipedia.org/wiki/In_Oxford
    nauplius@.: Die andere Anekdote lautet in etwa: Deutscher BW Offizier in Sandhurst
    unterhält sich im Casino mit britischem Kameraden. Dessen Bemerkung bezüglich der beiden Weltkriege: Die Deutschen gewinnen immer alle Schlachten, aber, sorry, nur die letzte nicht.

  268. Es gibt keinen Grund Badeorte...
    Es gibt keinen Grund Badeorte an der Ostseekueste nicht zu verachten. Es gibt Ausnahmen, sicherlich, aber die kenne ich nicht.
    Heiligendamm, Monate vor dem Gx-Gipfel: ueberall steht Polizei und man ahnt, dass grobe Polizeifinger zum soundsovielten Mal mein Autokennzeichen in einen Computer tippen. Wer jetzt mein Auto klaut, kommt sicher nicht sehr weit. Aber wer sollte schon mein Auto haben wollen?
    .
    In einer schmalen, Waldstrasse links vor dem Grand-Hotel befindet sich eine Klinik fuer Neureichen-Menkenkes (man hat ja sonst schon alles), vor dem Hotel ist alles tot, gegenueber ist es noch toeter. Man ahnt: das Kaff besteht aus besagtem Hotel, sonst nur aus Nebengebaeuden. Richtung Strand, fast am Meer ziehen sich Richtung Osten ein paar Villen, deren Charme am Sozialismus schwer gelitten haben. Manchmal sieht man noch alte Beschriftungen „Ferienheim Klara Zetkin des FDGB der LPG Rote Ruebe, Calbe/ Saale“, oder so aehnlich. Damit endet die Ortschaft. Ein paar Authochtene haengen dort ab. Der alte Kiosk ist geschlossen. Wahrscheinlich schon seit 1989. Wer in Heiligendamm sein Geld liess, haette genausogut Friedhofszertifikate fuer Koeln-Mauenheim erwerben koennen.
    .
    Erzaehlte ich eigentlich schon mal, dass ich als Reisender unter einem Ungluecksplaneten geboren bin? Bin ich! Denn zwei Jahre spaeter fuehrte mich einen Laune nach Kanada-zu genau dem Ort in dem ein Teil des naechsten Gx-Gipfels stattfinden sollte, Deerhorst-Resort bei Huntsville (Ontario). Der Unterschied zu Heiligendamm bestand darin, dass es da nicht so furchtbar steril aussah. Die Shopping-Mall in Huntsville ist auch keine Reise wert. Und was heisst hier schon viel Wald, viel See? Ich bin kein Trapper.
    .
    Heiligendamm? Weg, bloss weg! Dann lieber noch Stralsund. Oder Prerow. Prerow ist nett.

  269. Corpsstudent, 16,09, da hat...
    Corpsstudent, 16,09, da hat der Brite recht. Treudoof ist gefährlich, mit dem Kopf durch die Wand auch und allah Walhallah, naja. (In Wirklichkeit war ja alles noch viel grauenvoller, monströser.) Pfiffigkeit und Spaß am Funktionieren, wenn’s richtig glatt läuft, muss ja keine Alternative sein. Aber ohne das Vertrauen in Deutschland wäre das vor 20 Jahren vielleicht nicht so vergleichsweise glatt gelaufen.
    Ich hatte mir fast fest vorgenommen, endlich meinen Schnabel zu halten, wirklich. Und dann pflanzt mir GMW, 12,35, diese Frage in den Kopf, die sich weiter dreht. Quatschen ist leicht und erleichtert, aber machen ist viel schwerer und bedrückt manchmal.
    Also, wer weiß das schon. Wo und wie finde ich Realität, vor allem auch in der Zukunft tragfähige, belastbare Realität? Kann schon mal schiefgehen sowas, muss aber vielleicht nicht immer. Auch Kommunikation können die Njemackas vielleicht lernen? Irgendwo gibt’s Zahlen und auch Information dazu, ob das Zuckerwatte ist. Alle harten Zahlen aus der gesamten EU, mit € oder ohne und deren Dynamik der letzten 10 Jahre. Aufgliedern, Aufspreizen, selber Angucken, nicht sich voll quatschen lassen, rein, raus, plus, minus, alles. Und was ist für die kommenden 10 Jahre jetzt schon mal sicher (vor allem Ausgaben). Wo gibt’s Dynamik, Veränderung, Wachstum, wo säuft’s ab, spätestens wann. Wenn etwas nur absaufen kann, dann lohnt es nicht, Geld ins Loch hinterher zu werfen, auch wenn dafür ein paar extra Runden Applaus scheppern. Alle Beteiligten müssen sich diese Zahlen zusammen in Ruhe ansehen und dann kann man anfangen zu fragen, wer denn wann was machen sollte oder könnte. Fair sein, man muss auch mal Rollen tauschen können, um die wirkliche Lage besser zu verstehen. Subventionen sind Blödsinn. Infrastrukturinvestitionen sind schon besser, solange sich nicht Beamte mit bridges to nowhere ihre Denkmäler pflanzen. Ausbildung, Austausch von Köpfen innerhalb Europas und mit der lokalen Wirtschaft, vor allem mit Klein- und Mittelstand (der sich organisieren muss) zusammen Prioritäten finden. Wo fehlt’s denn wirklich? Und wo immer fat cats Rahm abschöpfen, gnadenlos Lärm machen, egal wer die cats sind. Es kann auch sein, dass Operationen irgendwann besser sind, als Symptome zu streicheln. Aber Antworten auf solche Fragen können immer nur Patient und Arzt gemeinsam finden. Nicht Beifall der Presse, die tatsächlichen Entwicklungen der tatsächlichen Zahlen entscheiden. Alle Beteiligten lernen bei so etwas und niemandem flüstert die Forrrsähongg zackbumm, das Richtige zackbumm ins Ohhrrr zackbumm. Notorische Gockel ignorieren, wenn möglich, oder, wenn gar nichts hilft, Plakette an die Brust.
    Nur mal so aus dem Bauch eines Zeitungslesers heraus, um nicht einfach zu kneifen. Gruß.

  270. @HansMeier: ja genau, darum...
    @HansMeier: ja genau, darum möchte ich doch sehr bitten. Ich bezweifle nämlich, daß es sich um eine raketenhafte Ausnahme handelt. Schließlich habe selbst ich Randfigur um meine Diplomnote handeln müssen.
    @Filou: Peenemünde. Übernachten im Schülerlandheim (ehem. Marine-Munitiponsdepot) bei gaukelnden Schmetterlingen, nachmittags dem Bücherverkäufer über Stadtmarketing zuhören, wenn gerade die Touristenwelle abebbt. Doch, doch, das hat was.

  271. Richtig, IRGENDWO gibt es...
    Richtig, IRGENDWO gibt es harte Zahlen. Die deutsche Qualitaetspresse ist voll davon: Aufschwung XXL z.B., Vollbeschaeftigung droht. Da tut Ablenkung gut, ich greife immer gerne auf dAs aNGebot bei zerohedge zurueck. Heute frisch http://www.zerohedge.com/article/portugal-bond-yield-hits-another-all-time-high oder http://www.zerohedge.com/article/paddy-meet-ponzi-irish-banks-lend-billions-each-other-use-ecb-collateral. Herzlich Willkommen Herr Weidmann.

  272. Leistungstrüger....
    Leistungstrüger.

  273. @HansMeier, ich sehe das genau...
    @HansMeier, ich sehe das genau andersherum als Sie.
    Eine soziale Marktwirtschaft funktioniert nur, wenn man sich an die Regeln und an die Prinzip hält. Es macht aber keinen Sinn, dass die Politiker nur für Wählergunst jedes Mal neue Eingriffe / Wahlversprechen / Änderungen vornehmen, nur damit sie wiedergewählt werden.
    Ich finde, dass die Staatlichen Eingriffe ein Ungleichgewicht geschaffen haben, das führt jetzt zum Zusammenbruch in einigen Staaten.

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