Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

4 von 3 Wochen und Monate in New York City

| 70 Lesermeinungen

Ich war in Amerika, genauer, im Yellowstone National Park. Ich sah all die Schönheiten der Natur, und als ich dann wieder durch das erste Dorf mit seinen Schnellrestaurants fuhr, dachte ich mir: Wieso kann man das hier nicht einfach alles zum Naturpark machen? Und wie schön wäre es, wenn der Central Park ganz New York umfassen würde? Würde ich etwas vermissen? - Vermutlich würde meine Gastautorin, die gerade in N ew York weilt, ein klaren "Aber sicher" hören lassen.

Anlässlich des zweijährigen Jubiläums dieses Blogs habe ich gefragt, was die Leser denn gerne neben der üblichen Nichtigkeiten meines angenehm sinnlosen Daseins hätten. Manche sagten, sie wünschten sich einen Bericht aus Amerika oder gar New York, was eine ganz furchtbare Stadt ist, schlimmer noch als Wien – kurz, sie hatten kein Herz. Dafür habe ich die blogschreibende Autorin Julia Janke um einen Beitrag gebeten, die gerade dort drüben angereist und so freundlich ist, mir mit ihrem Bericht den Leidensweg abzunehmen, derweilen ich anderen weiterhin ungestört Leiden bereiten kann.

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Woche 1

Es gibt verschiedene Arten, in New York anzukommen. Sich auf den Bahnsteig übergebend ist nur eine davon. Ich möchte es nicht auf die Fluggesellschaft schieben, Service und Landung waren in Ordnung; auch das Gewusel im Zug von Newark zur Pennsylvania Station ist sicher nicht der Auslöser für diese, nun ja, ungewöhnliche Ankunft gewesen. Ich habe keine Ahnung, warum ich so krank und fertig in New York angekommen bin, aber die Reaktion der Stadt auf diese Abscheulichkeit war die schönste Begrüßung, die ich mir nur vorstellen kann: Nichts. Kein komischer Blick, kein Abwenden von dieser ekelhaften Person, und auch keine dummen Fragen. Es war schlicht so, als würde das jeden Tag tausende Male passieren. Es war perfekt, auch wenn ich mich jetzt im Nachhinein vielleicht über etwas Anerkennung für das Tütenbereithalten gefreut hätte.

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Also, hallo New York. Hallo tollste Stadt der Welt, wie immer alle sagen. Hallo Zuhause, für die nächsten drei Monate. Ich habe meinen Job für Dich gekündigt, New York. Der Mann und ich haben unsere Wohnung aufgelöst, alles eingelagert und etwa ein Jahr auf das hier hingearbeitet. Er wird hier wichtige Recherchen für seine Dissertation durchführen, und ich: Urlauben, etwas arbeiten und ganz nebenbei alles sehen und alles erleben. Und wenn nicht alles, dann doch wenigstens ein bisschen davon.

 

Woche 2

Es ist Winter in New York. Das heißt, die meisten Touristen sind zuhause oder woanders, die Stadt gehört den New Yorkern, und die würden sie wohl lieber umtauschen. Es liegt tonnenweise Schnee herum, der abwechselnd schmilzt, friert und sich über Nacht erneuert. Viele New Yorker Frauen scheinen davon auszugehen, dass Hunter-Gummistiefel, wie sie Kate Moss im berühmten „Festivallook“ eingeführt hat, die besten Winterschuhe sind. Man kann das genau so lange nicht verstehen, bis man in einer dieser menschenverschlingenden Pfützen steht, die sich beim leichtesten Tauwetter an jeder Straßenkreuzung bilden. Frauen und Männer jeden Alters springen wie junge Rehe über die Seenlandschaft. Ich selbst habe schon das ein oder andere Kind an einer Pfütze vorbei getragen, während die Mutter den Kinderwagen schleppte.

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Es ist aber auch ein Ausnahmewinter dieses Jahr. Im Central Park fiel während des Schneesturms Ende Januar so viel Schnee wie seit 1871 nicht mehr an einem einzigen Tag, mehr als ein halber Meter. Das sieht beim Central Park natürlich schön aus, aber während sich der Schnee in den Straßen türmt, macht der Müll das gleiche. Der lokale Nachrichtensender berichtet darüber und zeigt unter anderem Menschen, die sich aufregen. Reporter stehen an jeder Straßenecke in Manhattan, dokumentieren den Schneefall und kündigen den nächsten an. Keiner kommt mehr hinterher. Auch die Heizungen nicht, die in nicht nachvollziehbaren Abständen quietschen und zischen, also heizen, und dann wieder für Minuten, manchmal Stunden kalt an der Wand hängen. Mit einer Decke über den Schultern stehe ich dann am Fenster und beobachte, wenn ich Glück habe, einen Thundersnow, das seltene Wetterphänomen, bei dem ein Schneesturm von Donner und Blitzen begleitet wird. Dazu läuft ein einsamer Mensch durch das Unwetter und brüllt immer wieder „Pieces of shit!“ ins Nichts. Es ist Winter in New York.

 

Woche 3

Ich beschäftige mich drinnen. Und weil es keinen Spaß macht, den ganzen Tag dem Heizkörper beim Zischen und Blubbern zuzuschauen, geht es raus und erst dann wieder rein. In den Indoor-Park in Soho zum Beispiel: „Park here“. Über eine Fläche von 465 qm haben sie eine Galerie komplett mit Kunstrasen ausgelegt, nur unterbrochen von einem Mini-Teich und einen klitzekleinen Rindenmulch-Wäldchen. Die Organisatoren nennen es den Central Park-Ersatz für den Winter, und abgesehen davon, dass Pflanzen, Bäume und Gras künstlich sind, ist es ein passender Ersatz. Knutschende Pärchen sitzen neben picknickenden Cliquen und kartenspielenden Ehepaaren, zwischendrin laufen Kinder. Meine New Yorker Freunde versichern mir, dass es im Central Park im August genauso voll ist wie hier. Wenn das stimmt, dann freue ich mich, dass sich das Gras dort gerade unter der dicksten Schneedecke aller Zeiten ausruhen kann. Aber überfüllt ist gut in New York, und deswegen wurde die kleine Park-Kunst-Installation um einige Wochen verlängert.

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Eine weitere gute Indoor-Beschäftigung ist das Einkaufen. Da fühlt man sich in New York ja auch nach jahrelanger Shoppingerfahrung noch wie ein Ossi im KaDeWe. Ich darf das sagen, ich bin Ossi, und mit entsprechendem Blick bleibe ich vor Schaufenstern stehen, laufe durch riesige Einkaufslandschaften voller fantastischer Produkte und bin sogar vom örtlichen Aldi-Äquivalent zutiefst beeindruckt. Fast alles ist dort „organic“, sieht sehr hübsch aus, und ist trotzdem bezahlbar. Deswegen schlängeln sich zwei lange Wartereihen durch den kompletten Laden, vorbei an jedem Regal, was ja auch schon wieder praktisch ist. Endlich an der Kasse angekommen, muss man sich nicht beeilen, da wird geschwätzt wie früher im Konsum (Ossi-Referenz), und ich bekomme noch ein Los in die Hand gedrückt, weil ich meinen Beutel selber mitgebracht habe. Wenn ich Glück habe, gewinne ich damit einen 25 Dollar-Einkaufsgutschein, auch in anderen Läden gibt es mit eigenem Jutebeutel Rabatt. Da fühlt man sich gut. Überhaupt habe ich in dem Gewühl dieser großen Stadt viele dieser warmen, freundlichen Momente. „How was your day?“ fragt der Mann im Coffeeshop und erwartet tatsächlich eine Antwort. Toller Tag, danke, aber ich mach ja auch Urlaub hier. Aha, woher ich denn käme, aus Deutschland, ah, da habe er mal eine Frage. Was heißt denn auf Deutsch „Have a nice day!“? Ich muss eine Weile überlegen, weil mir das richtig Passende nicht einfällt. „Schönen Tag noch!“ bringe ich ihm dann bei, das klingt sogar nett, wenn er es sagt. Solch kleine Dinge in New York sind schön, und auch sonst habe hier ich oft das Gefühl von Vertrautheit. Das liegt in erster Linie an meiner Fernsehsucht. Das Meiste, was ich über diese Stadt weiß, stammt aus Serien, Filmen und Realityshows. Ich habe fast alles gesehen, kann also an vielen Ecken sagen „Ach guck, hier wohnt Seinfeld!“ oder „Das ist ja das Museum, in dem Ben Stiller die Exponate gejagt hat!“. Ich weiß auch, dass ich hier die gleiche Vorwahl habe wie Carrie Bradshaw im „Sex & the City“-Film, nachdem sie ihr altes Telefon ins mexikanische Meer geworfen hatte: 917 – „the new New York“.

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Woche 4

Hipster Beach ist zugeschneit. Nichts deutet an diesem Sonntag auf den massiven Andrang hin, von dem mir ein Bekannter erzählt hat. Im Sommer, so sagt er, stapeln sich hier die Leute, die alle ähnlich aussehen und dreingucken. Sie tragen große Brillen, enge Hosen, haben die Haare an der Seite abrasiert und schauen meistens sehr gelangweilt. So war es zumindest im vergangenen Sommer, von den Moden des kommenden wissen wahrscheinlich noch nicht einmal sie selbst etwas. Auf jeden Fall ist gerade kaum ein Hipster da, kein Wunder, am „Beach“ liegt tonnenweise Schnee. Streng genommen ist es auch kein Strand, es ist der East River State Park an der Westseite Brooklyns. Die Fläche am Wasser ist nicht groß, statt eines Sandstrandes verbinden große, dreckige Steine und Warnschilder das Land mit dem Wasser. Aber der Ausblick ist grandios. Man schaut über den breiten Fluss hinüber nach Manhattan, geradeaus auf die Lower East Side und schräg rechts auf die berühmte Skyline. Dieser Blick ist deshalb so besonders, weil ihn keiner, wie etwa den Rest des Uferstreifens, verbauen darf. Rund um den Park türmen sich, wenn auch keine Wolkenkratzer, dann doch für die Gegend ungewöhnlich hohe und befremdlich glasstarrende Wohnhäuser. Sie sollen junge Familien aus Manhattan anlocken, die hier für weniger Miete auf größerem Raum wohnen könnten.

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Sie sollen sehen, was die Hipster schon lange wissen – Williamsburg ist ein guter Stadtteil, mit kleinen Läden, höchstens vierstöckigen Häusern und jeder Menge Charme. Nur ein paar Querstraßen vom Park entfernt zieht sich die Bedford Avenue durch das Viertel, sie ist auf einem kleinen Teilstück der Catwalk der Hipster. Die Mieten sind zwar lange nicht mehr so günstig wie noch vor ein paar Jahren, aber man sieht die Leute ganz alternativ in Second-Hand-Läden stöbern, Bio-Gemüsestände aufsuchen und handgemachten Bio-Käse kosten. Das ist meistens sehr liebenswert, aber ab und zu aber auch anstrengend anzusehen. Im Café sitzt ein Pärchen am Nachbartisch, das so ausssieht, als würde es die Sachen der Urgroßeltern auftragen, dann aber die teure, vegane Speisekarte hoch und runter bestellt. Die Beiden stapeln einen Bücherturm vor sich auf, der jedes Klischee erfüllt – „French Grammar, „French Verbs“, „Kamasutra“- rühren aber keines davon an. Sie geben stattdessen ihre Bestellung auf, dann telefoniert das Mädchen und ihr Freund – was tut er da? – er ritzt ihr Antlitz in einer Kupferplatte. Natürlich. Er schaut abwechselnd auf sie und die Platte und ich frage den Mann, etwas enttäuscht vom unserem schlichten Kuchendate zum Sonntag, warum er das eigentlich noch nie getan hat. Warum hat er mich noch nie irgendwo reingeritzt? Abgesehen von diesen komischen Menschen, die einem in jeder Großstadt in einem bestimmten Viertel begegnen, ist Williamsburg wirklich schön.

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Jetzt kommt auch zum ersten Mal der Frühling hierher, hoffentlich bleibt er gleich da. Er schmilzt die Schneeberge weg und weht in einem lauen Lüftchen den aufgetauten Müll durch die Straßen. Jetzt reicht eine dünne Jacke, und die Gummistiefel sind auch schon wieder sowas von out. Es ist jetzt angenehmer, und passend dazu bekomme ich Besuch, das Sich-treiben-lassen hat also vorerst ein Ende. Bald werde ich zum Flughafen fahren und auf dem Weg dahin in Penn Station umsteigen. Ich werde am Bahnsteig stehen, und sollte sich zufällig jemand neben mir übergeben, werde ich nicht auffallen, und wie ein echter New Yorker reagieren.

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70 Lesermeinungen

  1. Gut, dass niemand streikt....
    Gut, dass niemand streikt.

  2. Das ist aber ein ausgesprochen...
    Das ist aber ein ausgesprochen betrüblicher und – außer in Bezug auf Wetterbetrachtungen – recht nichtsagender Jubliäumsbeitrag. Könnten wir vielleicht einen „Echten“ bekommen?

  3. Hier wird gegessen, was auf...
    Hier wird gegessen, was auf den Tisch kommt, sagte meine Mutter zu solchen Gelegenheiten. Ich bitte zudem um ein wenig Respekt gegenüber einem geschätzten Gast.

  4. Also ich habe den gewünschten...
    Also ich habe den gewünschten Respekt. Klasse, wie der geschätze Gast eingangs auf Guttenberg reagiert. Und textlich brillant gemacht: ohne den Grund fürs Erbrechen nur ein Mal beim Namen zu nennen. Weiter so!

  5. Ich mags. Da wird mir doch...
    Ich mags. Da wird mir doch gleich wärmer in FFM.

  6. Ja, da fiel mir doch spontan...
    Ja, da fiel mir doch spontan ein, daß ca 36 Prozent der rebellmarkt-Leser den“ infantilen Don Alphonso“ nach Berlin schicken wollten („Kinderlandverschickung“) – Na, wo bleibt denn jetzt der Erlebnisbericht? (Guttenberg testet auf der Avus ein Fixie – Wo ist die Bremse?)

  7. Muß der Teller leer gegessen...
    Muß der Teller leer gegessen werden?

  8. Schon gut. Aber man kann auch...
    Schon gut. Aber man kann auch was liegen lassen und Mutter bitten, es nicht mehr zu kochen. Der Gast wird selbstredend hoch geschätzt, denn – wie meine Mutter stets lehrte – Gastrecht ist das höchste Recht. Dennoch.

  9. "Er wird hier wichtige...
    „Er wird hier wichtige Recherchen für seine Dissertation durchführen“. Oh je. Geht alles von vorne los?

  10. Es tut mir leid, aber dann...
    Es tut mir leid, aber dann gehe ich lieber ohne Abendbrot ins Bett.

  11. Wenn man immer nur Konfekt...
    Wenn man immer nur Konfekt gewöhnt ist, dann mag einem bodenständige sächsische Kartoffelsuppe merkwürdig vorkommen. Mir schmeckt‘s allerdings, schon des Kontrastes wegen. Allerdings mußte ich bei der „Dissertation“ auch schief lächeln. Wie wir mittlerweile wissen, muß man sich der Recherche nicht von seinem Schreibtisch wegbewegen. Manchmal muß man nicht mal recherchieren. Gut zu wissen, daß es also auch anders geht. Was mich noch interessieren würde, wäre die genauere Bewandtnis des Hipster-Strandes. Ich verbinde mit dem Begriff Hipster ja eher die Zeit vor 50 Jahren. Was sind die Hipster-Leute denn für welche. So in Richtung Soho oder in Richtung Yuppie oder wie sonst?
    .
    Die Bilder gefallen mir übrigens, Julia und in LE ist es immer noch saukalt. Insofern haben Sie nichts verpaßt.

  12. Soso, Williamsburg. Der...
    Soso, Williamsburg. Der Prenzlberg New Yorks, oder so.

  13. Grämen Sie sich nicht, wenn...
    Grämen Sie sich nicht, wenn es manchen Gästen nicht schmeckt, was die Gastautorin auf den Tisch bringt. Immerhin hat niemand auf den Gastbeitrag so reagiert wie die Gastautorin bei der Ankunft in New York.
    .
    Ist ja auch gut, wenn man nicht gleich alles schluckt: dann muß man es sich auch „nicht noch einmal durch den Kopf gehen lassen“.
    .
    Bemerkenswert auch, wie vielen Lesern doch die bloße Erwähnung des Wortes „Dissertation“ Anlass gibt, etwas in den Text hineinzuinterpretieren. Ganz schön leicht zu unterhalten.
    .
    Ist Satire jetzt so etwas wie Bohlen für Bildungsbürger?

  14. @Aldduck:

    Diese "Sofort- und...
    @Aldduck:
    Diese „Sofort- und Spontanreaktion“ auf das Wort „Dissertation“ ist einer der Aspekte, die ich sehr schlimm an der Plagiats-Affaire finde. Ebenso wie beim Thema „Steuern zahlen“ verhält sich meiner Meinung nach naturgemäß auch hier die ganz große Mehrheit ehrlich.
    *
    Hoffentlich ist’s bald vorbei mit diesem albernen Guttenberg-Hype. Es ist schlimm genug, dass man als Ausnahmepolitiker schon dann gilt, wenn man einen nachgewiesenen und unübersehbaren Fehler zugibt und relativ stotterfrei sprechen kann. Auch das sich gebetsmühlenartig auf völlig normale Werte („Prinizipienfestigkeit“ etc. siehe Website) zu berufen und daraus einen USP zu konstruieren, halte ich für frech. Ach, ich schweife ab. Gehe lieber auf die Terrasse, Unkraut zupfen.

  15. Hipster.
    Hipster....

    Hipster.
    Hipster. Hipster.
    Hipster. Hipster. Hipster.
    Douchebag.
    Was ich in New York ja gerne einmal in Erfahrung bringen würde:
    Kommt es mir nur so vor, oder entwickelt sich dort zunehmend eine Obsession mit der deutschen Sprache?
    Und ich spreche hier natürlich nicht von Blitzkrieg, Schadenfreude, Zeitgeist oder Kindergarten.
    In „30 Rock“ kann man das fortwährend schön beobachten, in „Family Guy“ gab es dazu letztens eine kleine Spitze, und generell gewinne ich diesen Eindruck im US-Netz.
    Woran liegt das?
    In gewisser Weise beneide ich die Amis um eine viel lebendigere, verspieltere Sprache, als wir sie haben.
    Sie machen was aus dem, was sie haben. Und auch, wenn es nur Englisch ist, so kann man nach geraumer Zeit doch feststellen, dass sie etwas über ihre Sprache transportieren („Zeitgeist“ dürfte nicht zuletzt deshalb so faszinierend auf sie wirken,weil sie seine Wirkung unmittelbar spüren. Wir hingegen vergessen diesen Begriff).
    Vielleicht liegt das auch nur daran, dass wir unsere Sprache verfallen lassen; weil wir nix zu sagen haben, weil wir nix differenzieren möchten oder warum auch immer.
    Wie dem auch sei, ich habe mir Ihren, Frau Janke, Blog gemerkt und werde hin und wieder reinschauen, weil ich ja hoffe, dass sich Ihnen diese Frage vielleicht ebenfalls stellt.
    Und Sie jemanden finden, der sie Ihnen beantworten kann.
    B.t.w.: Das „n+1“ Magazin hat seinen Sitz ebenfalls in New York. Vielleicht könnten Sie dort gegenüber ja mal ein Cafe aufsuchen?

  16. Lieber Don,
    gibt es in Ihrer...

    Lieber Don,
    gibt es in Ihrer Wohnung Aschenbecher?

  17. Die Bilder gefallen mir auch....
    Die Bilder gefallen mir auch. Das Lesen verschieb ich mal auf später…

  18. Soso, der Don gestattet jetzt...
    Soso, der Don gestattet jetzt schon Hamburger mit Ketchup und Mayo
    auf dem Tisch. Naja zur Not hat der Komposthaufen auch ein wenig
    Hunger und der verträgt viel, sogar dissertantisches Altpapier mit
    reichlich Holzschliffanteil.
    Einstweilen gäähn.
    Das Mädel hat ja ganz artig geschrieben, aber wo bleibt die Würze,
    wenn sie nicht lag schon in der kürze.

  19. Lieber Don, Ich warte auf...
    Lieber Don, Ich warte auf Ihren Ph.D. (pull him down)
    „zu+Guttenberg+…+abgeschmierte+Fliege+in+der+fetten+politischen+Suppe…“

  20. Hallo Don, Sie sehen auf dem...
    Hallo Don, Sie sehen auf dem ersten Photo ja auf einmal viel besser aus als sonst! Mütze, Nagellack und Zigarette können ja wirklich ein kleines Wunder bewirken – sollten Sie öfter tragen! Abgesehen davon: schöner Beitrag.

  21. o. k. darf ich jetzt auch...
    o. k. darf ich jetzt auch mal… lieber Don?

  22. Mir gefällt der Beitrag. Er...
    Mir gefällt der Beitrag. Er hat mir die Idee eingegeben, mal wieder die Jahrestage zu lesen. Vielen Dank dafür.

  23. Gut, Geschnäcker sind...
    Gut, Geschnäcker sind verschieden – ich persönlich lese eigentlich kaum Blogs mit einer Agende wie bei den Stützen, sondern mehr so etwas wie diese Texte. Was jetzt nicht heisst, dass die Stützen nicht harte Arbeit sind, aber in der Blogfreizeit bin ich immer dankbar, wenn mir jemand neue Perspektiven öffnrt.

  24. Mir gefallen die Fotos.,...
    Mir gefallen die Fotos., besonders das letzte.
    Das alte New York anklingen lassend. Sehr romantisch.

  25. Und meine Grossmutter sagte...
    Und meine Grossmutter sagte „Heier ward egetten, wat op’n Tisch kummt!“ Der Spass an New York ist mir vergangen, als ich for 18 Jahren mit ein paar sächselnden Mitteldeutschen die Freiheitsstatue hochgeschlurft bin. Wie wäre es mal mit Moskau, Taschkent, Baku oder Almaty?

  26. ....weil es keinen Spaß...
    ….weil es keinen Spaß macht, den ganzen Tag dem Heizkörper beim Zischen und Blubbern zuzuschauen, geht es raus…. aha es geht raus weil Heizung anschauen so langweilig ist ? Warum aber dafür nach Ny fahren hätte da Berlin Mahrzahn nicht auch gereicht ?Überhaupt warum schreibt hier jmd der den ganzen Tag auf seine Heizung schaut ?Aber noch schlimmer warum lesen wir sowas? Zur Abwechselung sollte sich die Urlaubsliteratin evtl einmal den Holocaust im Sudan anschauen zb Dafur -vielleicht auch mal dorthin fahren um etwas zu schreiben?
    Ehefrauen eröffnen normallerweise Galerien oder Boutiquen neuerdings machen sie ein Jahr Urlaub mit dem Ehemann bzw Ehefreund?

  27. Hi there, jetzt bin ich wegen...
    Hi there, jetzt bin ich wegen dieser Zeitverschiebung aber ganz schön spät dran. Es freut mich, dass sich Einige freuen und mehr braucht ein einfaches Mädchen wie ich auch gar nicht. @hilarioususername: Ich kümmere mich bei Gelegenheit mal darum, es ist in jedem Fall schick, soviel habe ich schon mitbekommen.

  28. Besuchte New York im...
    Besuchte New York im vergangenen Dezember, nicht zum ersten Mal, es hat mich irgendwie weniger beeindruckt. Nach einem Spaziergang im Central Park wollten wir in einem besseren, am Rande des Parks liegenden Hotel Teatime halten. Viele Tische frei aber only mit ,,reservation“. Das selbe Spiel noch öfters, -ein Glas Sekt nach einem Konzert-, fast ein Ding der Unmöglichkeit ohne die Präreservierung. Das macht N.Y. für spontane Geniesser mit dem Wunsch nach einem Tischtuch auf dem Tisch etwas anstrengend, verglichen mit europäischen Metropolen. Die Museen sind fantastisch usw., doch das alte Europa hat doch viel mehr Charme. Als ich jünger war, habe ich die Chancen und Möglichkeiten gespürt, die man hätte, wenn…Dieses Gefühl has vanished in the haze of age.

  29. Ist doch gar nicht schlecht,...
    Ist doch gar nicht schlecht, geben sie sich doch bitte nicht so hochnäsig geschätzte Kommentatoren.

  30. Ich wünsche mir einen Bericht...
    Ich wünsche mir einen Bericht vom Don über die Berliner Hipster. Bitte !!

  31. @hilarioususername: Liz Lemon...
    @hilarioususername: Liz Lemon hat in Deutschland studiert, wenn ich mich recht erinnere.
    Außerdem: sprachlich machen wir hier doch seit Jahren des Kotau vor dem Englischen, da müssen Sie gar nicht nach Jil Sander schauen, da reicht schon ein durchschnittlicher Messevortrag eines durchschnittlichen Vertrieblers eines IT-Unternehmens. Am Ende spricht man in NY soviel deutsch wie wir hier englisch, und keiner muss sich mehr mit einer Fremdsprache abgeben. Ist doch auch ne Perspektive.

  32. "gar nicht so schlecht" = ein...
    „gar nicht so schlecht“ = ein Lob mit Tücke?

  33. "wie manche tun" - würde ich...
    „wie manche tun“ – würde ich ergänzen.

  34. @ Greenbowlerhat:
    "da reicht...

    @ Greenbowlerhat:
    „da reicht schon ein durchschnittlicher Messevortrag eines durchschnittlichen Vertrieblers eines IT-Unternehmens.“
    Das ist etwas völlig anderes. Solche Leute benutzen Angebervokabular. Und sie müssen das tun, weil die deutschen Begriffe, mit denen ihre Vorhaben ebenfalls zu erklären wären, den billigen Betrug offenbar machen würden.
    Das Englische ist auf eine andere Art lebendig.
    Das Tina Fey hier studiert hat wusste ich nicht.
    Wenn sie Deutsch spricht klingt das allerdings so furchtbar, dass man nicht von Deutsch sprechen kann.
    Da würde ich eher einen Pfälzer verstehen als diese Grausamkeiten.
    Ich habe ja den Eindruck gewonnen, dass sie sich dort mit Google behelfen, wenn sie Passagen in Deutsch drehen.
    Das würde die furchtbare Syntax und die völlige Abwesenheit einer Ahnung davon, wie man ausspricht, was man da vor sich liegen hat, erklären.
    @ Julia Janke
    Ich bin gespannt.

  35. "Ein wenig auch, weil ich...
    „Ein wenig auch, weil ich denke, etwas Abwechslung tut gut – man kann nicht immer nur am Tegernsee sein. Auch wenn man so erzreaktionär wie ich ist, muss man ab und an Neues wagen.“ Eine Promotion? Können Sie abschreiben.

  36. williamsburg. da muss ich doch...
    williamsburg. da muss ich doch glatt an wilhelmsburg denken. die gentrifizierung hat schon begonnen!

  37. @ Kastanie: Ich weiß ja nicht...
    @ Kastanie: Ich weiß ja nicht so recht, ob die Mehrheit immer ehrlich ist. In großen Dingen wahrscheinlich, aber im kleinen wird sicher schon etwas geschummelt, wenn die Möglichkeit besteht. Frei nach Murphy: wo geschummelt werden kann, wird auch geschummelt. Vielleicht erinnern sich diejenigen, die die ganze Affäre nicht so aufregend finden, einfach daran, daß sie in der Schule auch abgeschrieben haben, den Weg zur Arbeit in der Hitze der Steuererklärung etwas gedehnt haben (Warmes dehnt sich halt aus) usw. (um mir Kommentare zu ersparen: ich seh die unterschiedliche Dimension durchaus).
    .
    Als Touristin ein Jahr in New York, während der Partner schaffen muß – lassen Sie daß man nicht Bascha Mika lesen….
    .
    Müssen Sie Ihrem Gastgeber eigentlich ein Silberkännchen aus New York mitbringen, Frau Janke?

  38. Den Eröffnungseintrag habe...
    Den Eröffnungseintrag habe ich mit Neugierde, Aufmerksamkeit, persönlichem Gewinn und Vergnügen gelesen. Ich finde insbesondere sprachlich-stilistisich kein Haar in der Suppe. Der Text läuft rund, nichts holpert und stolpert, keine Brüche, keine gewillkürten Übergänge, kein Schwumpf und Schwulst, keine Phrasen, keine verbrauchten Metaphern – ein schöner Text, der literarisch ist, weil er darauf verzichtet, es mit Vorsatz und Eifer sein zu wollen.
    .
    Die Autorin weiß, wie man exakt über die von ihr gewählte Strecke einen Text richtig disponiert. Man gewinnt den Eindruck, dass die Autorin auch für deutlich längere Texte den Atem hätte.
    .
    Die Fotos unterstützen den Text und haben zugleich eine eigenständige textunabhängige Bedeutung – so sollen Fotos sein.
    .
    Gerne mehr davon!

  39. Also ich finde den Text...
    Also ich finde den Text gelungen und treffend… von den Heizkörpern bis zur winterlichen Seenlandschaft an den Kreuzungen. Da kommen Erinnerungen hoch.
    Ist mir jedenfalls lieber als die 0815 Reiseartikel der bekannten Postillen.
    Nicht von negativen Kommentaren verwirren lassen, liebe Schreiberin. „Vorgruppen“ haben es immer schwer.

  40. @hilarioususername: Nein, die...
    @hilarioususername: Nein, die Figur Liz Lemon hat in Frankfurt studiert (Don, da haben Sie es. Womöglich war sie sogar in einem Wasserhäuschen). Da gibt es eine Folge in Season 2, wo sie mit Deutschen verhandeln soll und alles in einer Katastrophe endet.
    Was die Sprache angeht: Sie haben im Prinzip sicher recht, aber ist die Sehnsucht nach sprachlicher Distinktion denn nicht auch sonst häufig der Grund für die Übernahme von Fremd- und Lehnwörtern? Weshalb sonst sollten wir z.B. soviele französische Wörter im sozusagen nur in Anführungszeichen zu setzenden „Deutschen Wortschatz“ haben. Ein Redneck wird eher weniger deutsche Begriffe verwenden.
    Und schließlich sind ja viele US Bürger auch deutschstämmig, gibt es in NY nicht sogar ein deutsches Viertel mit einem deutschen Supermarkt, in dem man die deutsche Maggi.Suppe, Bratwürste und deutsches Brot bekommt?
    Aber ich will Ihnen nicht ausreden dass es, abseits der „natürlichen“ Erklärungen, auch ein Modetrend sein könnte.

  41. @Nörgler

    Man kann es nicht...
    @Nörgler
    Man kann es nicht besser formulieren. Ich freue mich ebenfalls auf eine Fortsetzung. Eine Stadt drei Monate lang erforschen zu können ist eine Chance, die man auch schreibend und fotografierend nutzen sollte.

  42. werter Don ich vermisse Ihre...
    werter Don ich vermisse Ihre soziale Hetze und Ätze über diese „Piece of s_ _t Stadt“. Stattdessen ein unterschwellig lobhudelnder „Klein-Kaffee+Kippe-Mädchen erstmals in der grossen Stadt“ Tagebucheintrag, gepimpt mit 70/80er Jahre -Stil- Bildern. Das kann JJ (ggf. in 2,5 Monaten) hoffentlich doch besser … mit weniger Worten, „echteren Perspektiven“ und hoffentlich viel viel mehr Biss.
    .
    Damit ich nicht für einsam und winterdepressiv gehalten werde: Erste Ansätze sind bereits vorhanden … das Bild des hipster mustache gefällt mir gut – da passt auch der 70/80er Stil!

  43. @hansgeier 333: geht das ...
    @hansgeier 333: geht das evtl. auch ohne registrieren? ansonsten Danke.
    lch finde den Artikel von Julia Janke übrigens gar nicht schlecht, einmal
    etwas anderes, und auch recht erfrischend geschrieben, wenn er halbwegs
    stimmt. lch habe in NY auch immer dieses Kratzen im Hals, das mag aber
    auch am Essen im Flugzeug liegen. Und das Gegrummel der „Heizung“
    wird schnell vergessen sein wenn sich im Sommer herausstellt, daß es
    sich eigentlich um eine getarnt, aber nützliche Klimaanlage handelt.
    Etwas anderes ist doch auch einmal schön, Servus.

  44. Mich erschreckt es sehr, wie...
    Mich erschreckt es sehr, wie wenig Höflichkeit und Aufgeschlossenheit die hier kommentierenden Personen aufweisen. Ich würde mir mehr von Julia Janke wünschen. Wenn der Blog-Chef einer „Nachwuchsautorin“ einen Platz in seinem Blog anbietet und auf diese teilweise so scharf eingeschossen wird, empfinde ich das als respektlos gegenüber dem Herrn Don Alphonso und charakterlos gegenüber der jungen Autorin. Wenn manche hier (Zitat) „Aber noch schlimmer warum lesen wir sowas? Zur Abwechselung sollte sich die Urlaubsliteratin evtl einmal den Holocaust im Sudan anschauen zb Dafur -vielleicht auch mal dorthin fahren um etwas zu schreiben?
    Ehefrauen eröffnen normallerweise Galerien oder Boutiquen neuerdings machen sie ein Jahr Urlaub mit dem Ehemann bzw Ehefreund?“ schreiben, wundert es mich nicht, das „wir“ im Begriff sind, Teil einer Gesellschaft zu werden, die still steht, in der junge Leute entweder verbraucht, entmutigt oder zerstört werden. Manchmal glaube ich sollte es diese schreckliche Sendung „Notruf“ wieder geben, damit einigen der Heißhunger auf Tod, Blut und Zerstörung zumindest zum Teil gelöscht wird.

  45. Wer Woody Allan nachmacht oder...
    Wer Woody Allan nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte New-York-Blogs in Verkehr bringt, ist ein kultureller Plagiator und wird mit der Fußnote 6 bestraft.

  46. <p>Tja, normalerweise dachte...
    Tja, normalerweise dachte ich, dass Kommentare dazu da sind, einen Diskurs zu ermöglichen – aber der Bindung des Autors an die Leser war das nicht wirklich zuträglich, speziell die Blödelkommentare. Selbst wenn man es in Relation betrachten muss: Mehr als 99% der Leser sagten gar nichts.

  47. Hat die werte Dame denn einen...
    Hat die werte Dame denn einen eigenen (NYC-)Blog am laufen, Herr Don Alphonso? Die Suche durch den Google-Forest hat nämlich keine Antworten ergeben. Wenn nicht, dann würde ich mir eine Fortführung dieser literarischen Art und Sicht auf NYC in Ihrem Blog sehr wünschen.

  48. @ DA: "...der Bindung des...
    @ DA: „…der Bindung des Autors an die Leser…“

    War der Don auf einem Seminar? Die Bindung eines Skis an den Schuh, ok. Aber so…?

  49. <p>Ich habe es oben verlinkt:...
    Ich habe es oben verlinkt:
    http://juliefahrenheit.com/
    .
    Das Wort Bundung hat mehr als nur eine sportliche Bedeutung – etwa bei Kommunikationswissenschaftlern. Habe ich aber nicht studiert, nur manchmal gebe ich in dem Fach Seminare. Aber selten.

  50. Thema polarisiernde...
    Thema polarisiernde Kommentare:
    Viele Don-Leser weisen halt ein gewisse Grundstreitlust auf. Birds of the same feather fly together.
    .
    Die Kunstfigur Don ist gar nicht so eingleisig wie mancher zur Zeit gutt-gepeitschte Leser, er hat eine zweite, romantische Seite: Er liebt neben Sottisen auch die unspektakuläre, leise Erzählung. Und mit ihr diese über New York. Obwohl er NY gar nicht so mag.
    .
    Das hat Größe.
    Vielleicht sollte der allgemeine Umgang mit leiseren Erzählungen wieder etwas geübt werden.

  51. Liebe Vroni, da haben Sie...
    Liebe Vroni, da haben Sie recht. Ich hätte auch besser daran getan, eine leisere Erzählung als die meines Herrn zu Guttenberg mit der Höchstnote zu bewerten.

  52. Ah, der Herr...
    Ah, der Herr Häberle…
    Tatsach, Schwurbel ist laut.
    Langweilig zwar, aber nicht leise.

  53. New York? Eher nicht, lieber...
    New York? Eher nicht, lieber in LA – wo ich ein paar Wochen bei Verwandten an
    Sunset Plaza Drive verbrachte (overlooking a canyon – machte mich schon e chli nervös). Es gibt erstaunlich wenige Wolkenkratzer in LA, oder? Was mir sehr gefiel war ein Besuch to „The Living Desert“.

  54. Gutti is still standing? He's...
    Gutti is still standing? He’s a survivor, and he’s a ….
    http://www.youtube.com/watch?v=4TYv2PhG89A

  55. @fionn: wah, LA......
    @fionn: wah, LA… Castrop-Rauxel auf spanisch… das ist doch bloß eine Ansammlung von Autostaus! (Hochhäuser trauen sie sich dort noch nicht lange, wegen Erdbebengefahr)
    @Julia Janka: haben Sie inzwischen noch mehr von Williamsburg erscoutet? Ich fand es eigenartig, daß Sie gerade von dort berichten, denn vor wenigen Jahren schrieb ein Usenet-Bekannter (Architekt) einiges darüber und wie er dort wohl versuchte, Stadtteilaktivitäten aufzuziehen. Das muß wohl ein recht armer Stadtteil gewesen sein, der dann so allmählich sich wieder mit etwas bessergestellten Zugezogenen füllte. Deswegen (und wegen der erwähnten Bio-Cafés) mein Vergleich mit Prenzlauer Berg, das durch die Zugezogenen auch ein recht anderes Gesicht bekam.

  56. Generalstreik, sog i...
    Generalstreik, sog i

  57. Also mir gefällts, Don...
    Also mir gefällts, Don Alphonso. Dieser Gast darf wiederkommen. Hat meine Bindung an den Blog jedenfalls nicht gemindert.

  58. @Julia Janke: lch finde es...
    @Julia Janke: lch finde es auch erfrischend neu und würde gern mehr
    von lhnen verfasstes lesen, solange Sie die Mille Miglia dem Don über-
    lassen. mfG. T.

  59. @schwarzkutte
    Boo sagte der...

    @schwarzkutte
    Boo sagte der Förster gnadenhalber, damit sich der Schwarzkittel etwas
    erschröcke und lächelte mild.
    @ Don Alphonso
    Also wo Don draufsteht sollte auch Don drin sein und nichts von einem braven
    Mädchen, dessen Blog man unter eigener Marke ja schätzen lernen könnte.
    Sonst verwässert das bisher kumulierte Substrat, was schade wäre.
    Und was heißt da, die Geschmäcker seien verschieden; eben wegen des
    originär eigenwilligen Stils, den dieses brave Mädchen glücklicherweise nicht zu
    kopieren sucht, klickt man ja auf Dons Kolumne.
    Die verschlankte Anzahl der Kommentare spricht eine eigene Sprache und ich
    bedaure fast mit dieser Kritik den streitbefangenen Blogbeitrag zu unterstützen.
    Außerdem wäre eine Pose mit Fluppe in diesem Umfeld vermeidbar gewesen.
    Auch davon kann einem übel werden, insb. wenn es dazu nur einen Kaffee zum
    Frühstück gibt (Bild 1).

  60. @waskostetdiewelt nein, das...
    @waskostetdiewelt nein, das sehe ich ganz anders. Wir alle bauen auf den Gedanken anderer auf, und wenn dies ordentlich gekennzeichnet ist, ist auch ein Vollzitat mehr als in Ordnung.
    Ausserdem: wer möchte bestreiten, dass NY schon eine ganz besondere Stadt ist, weitab von der Donau. Fr. Jähnke kommt mindestens atmosphärisch schon dicht ran und wenn der Don nunmal nicht hin will …

  61. @bestpilot
    Ihren Gedankengang...

    @bestpilot
    Ihren Gedankengang möchte ich gar nicht bestreiten, meinte ich doch, daß der
    Don seine Kommentare wie bei einer Marke mit sich wandelnden, jedoch weitgehend Wiedererkennbarkeit gewährleistenden Elementen gestaltet, hier verfügbar macht.
    Die einstweilig gastierende Dame scheint mir dazu weder kompatibel noch komplementär und Zitierregeln habe ich damit nicht ansprechen wollen.
    Was dem einen atmosphärisch, gerät dem anderen vielleicht schon zur rauchvermieften Luft, ohne daß ich das jetzt bewerten wollte, besagt jedenfalls nichts wirklich qualitatives zu breiterer Konsensfähigkeit.
    Natürlich bleibt es dem Don vorbehalten, sein Markenbild zu modifizieren.
    Zeigt doch die relativ verhaltene Zahl der Kommentare, die ich nun leider erweitere, die Richtung, die das dann nehmen könnte.

  62. @waskostetdiewelt: also, Don...
    @waskostetdiewelt: also, Don Alphonso als „Marke“ zu bezeichnen, erscheint mir eine arge Beleidigung, die ich doch sehr zurückweisen möchte. Eher sehe ich ihn als Enkel von Wirten wie Buttmann http://www.gesetzlose-gesellschaft.de/b/buttmann0.phtml, der einen Stammtisch wie http://www.gesetzlose-gesellschaft.de/index.phtml zusammenhalten konnte. Und zumal er im Gehäuse der Illuminaten wohnt, ist er auch Urururenkel derselben (der genius loci wirkt immer, wenn man ihn eine Weile läßt). Und er zieht eben auch entsprechend Leute von freier Substanz an.
    @schwarzkutte („Manchmal glaube ich sollte es diese schreckliche Sendung „Notruf“ wieder geben“): wär glaub ich keine so schlechte Idee, einfach um den Leuten mal wieder _wirkliche Unfälle_ näherzubringen und daß man damit auch selber umgehen muß. „Es ist schlimm, aber man kann was dagegen tun“ ist nicht die schlechteste Einstellung, aber die ist ziemlich in Vergessenheit geraten.
    @Julia Janka: Sie sagen garnix zu den Kommentaren, warum? Sie sind doch eine junge Frau, die sich durchsetzen will, geben Sies den seitlichen Blödschwätzern und besserwisserischen Alten doch entsprechend! Ich war auch mal eine junge Frau, die fremde Städte erscoutet hat (Berlin und London), und ich hab mir nicht die Butter vom Brot nehmen lassen – Sie doch hoffentlich auch nicht?! Nur Mut, sagen Sie einfach, was Sie sehen, und reden Sie mit denen, die weiterführen – Sie kommen da durch, dochdoch.

  63. Werte colorcraze
    Zwischen...

    Werte colorcraze
    Zwischen Bezeichnung und wohlmeinendem Analogienziehen vermute ich bis zur bessern Belehrung, einen wahrnehmbaren Unterschied.
    Sollte es als Beleidigung verstanden sein, so war es für den falschen Hals, den manch einer leider mit Stolz als wertvollen Besitz zu verteidigen versteht.
    Danke für den Hinweis auf diesen „Schmollberg“. Wie immer der Beweis, daß man in manchen Dingen nichts weis, mich selber gemeint.
    Andererseits: Der hat sich auch noch freiwillig zum Preußen, sogar zum Berliner machen lassen. Und die Bezeichnung ist für diese historischen virtuell geistigen Westviertler doch zumindest teilweise eine geschickt kaschierte Form heftiger Distinktion unter Verwendung eines eher zu viel versprechenden Titels, Freiheit betreffend. Nun ja, mag der Don sich dazu bedarfsweise äußern.

  64. Lieber Herr, Sie müssen Ihre...
    Lieber Herr, Sie müssen Ihre Fahrradschrauberei gar nicht rechtfertigen. Ich häkle gerade an einem Bianchi, dazu Vorfrühlingssonne und Gartenvögelakustik, das muss man nicht erklären müssen. (Außer vielleicht das Bianchi, aber man hat nicht täglich Signore Colnago im Garten.)

  65. @waskostetdiewelt: „Marke“...
    @waskostetdiewelt: „Marke“ ist wie Boss-Schildchen am Ärmel tragen. Sowas tut man einfach nicht. Weder mit 10 noch 1000 TEUR Einkommen p.a.. Der Vergleich mit Buttmann bezog sich auf die Fähigkeit, in dürren Zeiten ein ganz eigenartiges Publikum anzuziehen – daß DA sich in Bayern verwurzelt sieht und mitunter eine entsprechend folkloristische Preußenaversion an den Tag legt, wissen alle, die länger mitlesen.

  66. Zum glibberigen...
    Zum glibberigen Lügenkarrieristen Guttenberg sagte schon die Urgroßmutter: Wenn der Pisspott zum Bratpott wird – er bleibt doch ein Pisspott.

  67. Werte colorcraze, dem kann ich...
    Werte colorcraze, dem kann ich gar nicht widersprechen, insb., wenn es sich um
    b o ss handelt (siehe Hugo Ferdinand Boss bei Wikipedia, 2. Kapitel).
    Ihr Argument steht ja gar nicht im Widerspruch meiner, jedoch scheint Ihre Definition von Marke wesentlich enger gefaßt und so gesehen ist auch Ihre Meinung zutreffend.
    Glückwunsch, daß Sie schon seit längerem mitlesen, eine gute Wahl, eines klugen Kopfes, worin ich als verständiger und meistens auch erfreuter Mitleser seit der Erstausgabe Ihnen nicht nachstehe möchte.

  68. Wow, nach dieser...
    Wow, nach dieser Kommentarlektüre brauche ich erstmal nen Schnaps. Und auch wenn ich allzu respektlose Beiträge meinerseits lieber unkommentiert lasse, gibt es einige Dinge zu sagen.
    Zum ersten bin ich keine „Ehefreundin“, die ihren gut situierten Liebsten begleitet und sich in der Zwischenzeit die Nägel machen lässt. Ich habe zwar immer tollen Nagellack drauf, jedoch gehe ich auch hier einiger Arbeit nach und bin der Meinung, dass ich es mir abseits davon verdient habe von meinem vorab hart verdienten Geld zu leben. Das können Sie auch gerne Bascha erzählen.
    Zum Zweiten bin ich studierte Journalistin, nun ist es raus, im Bloggen zwar neu, aber nun auch nicht so unbedarft, wie es Einige hier sehen. Ich selbst wäre nie auf die Idee gekommen, Einigen von Ihnen den (zu Recht) geliebten Stil hier zu versauen. Der Chef fragte mich nett um einen Beitrag, ich freute mich und bin dieser Bitte gerne nachgekommen. Immerhin ist das mein Job.
    Zum Dritten stimme ich mit „schwarzkutte“ überein. Herablassende Kommentare tun mir ein wenig weh, nennen Sie mich ruhig „Mädchen“, aber ich wurde dazu erzogen, Respekt vor Anderen und deren Arbeit zu haben. Das erwarte ich in diesem Fall auch von Ihnen.
    Viertens: Wir sehen uns auf meinem Blog: juliefahrenheit.com . Ich freue mich über jeden Besucher und warne vor: Dämliche Kommentare werden gelöscht, kritische nicht.

  69. Werte Julia Janke,
    das Bild 1...

    Werte Julia Janke,
    das Bild 1 gab eben nicht mehr her als „Mädchen“. Kaffee mit Fluppe und gleich als Einleitung die glaubhafte Schilderung der inversen Tütenmahlzeit machte mit einer Person vertraut, die nicht auf Anhieb vermochte, in diesem Blog ventilierte gesellschaftliche Bilder wiedererkennbar fortzusetzen.
    Der Begriff Dame sieht nach dem gefühlten Lehrgang des Don etwas differenzierter aus.
    „Mädel“ war der Versuch respektvoll in die vorgegebene Atmosphäre einzutauchen, wobei zugegebenermaßen eher das damit als unangenehm verbundene stärkeres Gewicht gewann.
    Vielleicht drängte sich damit eben ein einseitig gewichtetes Bild auf.
    Sie haben die Macht das zukünftig umzudefinieren.
    Entschuldigung, aber ich vermute, daß Ihnen diese Offenheit eher kommodiert, als verlogenes darüber hinweglesen, das heuchelnd Wohlerzogenheit vorgibt.
    Das akademische Journalistenabzeichen mag ja eine gute berufliche Vorraussetzung abgeben, garantiert aber kaum den richtigen Riecher für die Interessen der Leser und die sind nun mal der Markt, dem Sie sich (leider nur mittelbar) letztendlich stellen müssen.
    Nicht so schwer an diesem akademischen Schmuck tragende leisten da manchmal geradezu vorbildlich qualitätvolle Arbeit, vielleicht weil sie sich von solcher Ausbildung nicht verbiegen lassen mußten.

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