Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das Ende des Populisten

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Historiker haben die für die Gegenstände ihrer Betrachtung unerfreuliche Angewohnheit, die Beurteilung erst zu verkünden, wenn die anderen sich schon nicht mehr wehren können. Die Weisheit, dass auch der Schlechteste noch zur guten Lehre taugt, entspringt oft diesem Zusammenhang von Ableben und der Suche nach Ursachen. Ich finde diese Haltung der Historiker nicht zwingend fair, aber, populistisch wie ich nun mal bin, schrecke ich selbst nicht vor dergleichen Untaten zurück.

Hell’s bells, they’re taking you down
Hell’s bells, they’re dragging you down
ACDC, Hell’s Bells

Da stand eine Palme vor dem Fenster. Es war Oktober in den Alpen, am Tag davor stapfte ich durch den Schnee am Ortlermassiv. Aber jetzt stand die Palme vor dem Fenster. Dahinter hohe Berge mit eisigen Gipfeln, aber hier war Sommer. Ich war noch sehr müde an diesem Morgen, nach der Hatz über Pässe in die Schweiz und zurück nach Italien. Im allerhöchsten Masse surreal erschien mir die herbstliche Gebirgspalme. Dann setzte mühevollst die Vernunft ein und sagte: Trottel, Du bist in Meran, natürlich stehen hier Palmen, sie können nicht einfach im Herbst nach Rimini ziehen. Es war der Oktober 2008, überall brachen die Wirtschaftsräume und Banken zusammen, das Ende der Welt schien gekommen, und so wandte ich mich von der Palme ab, und tappte zum Fernseher, um zu hören, ob die USA noch existierten. Neben den italienischen Sendern gab es dort auch die Programme der Österreicher, aber sie brachten nichts davon. In einem blauen Studio sassen zwei betreten dreinschauende Männer in einem Elend, als wäre ihnen gerade der Vermögensverwalter mit Frau und Geld durchgebrannt. Aber sie sprachen nicht über Wirtschaft, sondern über das grosse Unglück dieser Nacht. Man wisse noch nichts genaues, aber die Polizei habe zweifelsfrei bestätigt, dass er tot sei. Ein schwerer Unfall sei ihm zugestossen. Alle seien wegen seines Todes schwer betroffen, eine Tragödie seien die Ereignisse der letzten Nacht. Sie zeigten Aufnahmen eines zerstörten Wagens, und erst dann fasste einer die Geschehnisse zusammen: Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider sei in dieser bei einem schweren Autounfall in dieser Nacht wohl aus eigenem Verschulden gestorben. Viel zu schnell an den Betonpfosten. Tragisch. Fanden sie. Beschwingt ging ich hinunter, nahm einen Assam und eine famose Torte noch vor dem Frühstück. Das Leben war schön. Draussen schien die Sonne, die Palmenblätter wippten im milden Wind.

Bild zu: Das Ende des Populisten

Jetzt war er also wirklich weg. Jörg Haider ist in seiner Laufbahn recht häufig zurückgetreten, und hat vor allem auch laufend mit Rücktritt gedroht, oder auch mit dem Rücktritt vom Rücktritt, wenn es ihm förderlich erschien. Der Rücktritt war seine Waffe gegen seine eigene Partei, die sehr genau wusste, dass die FPÖ Haider und Haider die FPÖ war. Kein Haider, kein Wahlerfolg, keine Posten, keine Pfründe. Haider nutzte das gnadenlos aus, egal ob er und die Partei irgendwo in einer Regierung oder in der Opposition waren. Während der Zeiten der FPÖ-ÖVP-Koalition regierte die FPÖ in Wien mit, und Haider machte die Opposition von Kärnten aus. Das war dreist, aber Haider konnte es sich leisten. Haider konnte es sich auch leisten, alte Freunde gnadenlos abzusägen, die alte FPÖ zu zerbrechen und mit dem Bündnis Zukunft Österreich BZÖ eine moderne Version einer rechtsextremen Partei zu gründen – zumindest daheim in Kärnten verzieh man ihm alle Eskapaden.

Man hat diese Form der frechen Popularität sehr schön mit dem Wort „Feschismus“ umschrieben. Haiders Selbstbewusstsein ging so weit zu behaupten, ein Interview hätte es gar nicht gegeben, von dem Tonbandaufnahmen existierten – und sich mit allen juristischen Mitteln gegen einen Widerruf zu wehren. Es war vollkommen offensichtlich, dass er die Unwahrheit sagte; den Wählern war es allenfalls egal. Als Österreich international wegen der ÖVP-FPÖ-Koalition unter Druck kam, forderte Haider Haftstrafen für Oppositionspolitiker, die im Ausland gegen die Regierung das Wort ergriffen. Er konnte es sich leisten. Dafür liebten ihn seine Anhänger. Und vor dieser Popularität hatten die grauen Politikverwalter in Wien Angst. So viel Angst, dass sie ihn meist gewähren liessen. Haider konnte. Dem nahm man es nicht übel. Andere, wie sein Gefolgsmann Peter Westenthaler, versuchten es auch. Aber die waren nicht so fesch. Die bekamen Prügel. Haider war das Original. An dem perlte alles ab, alle Lügen, alle Skandale, und wenn er diese Oktobernacht überlebt hätte, wäre auch die Trunkenheitsfahrt und all die anderen Details jenes Ereignisses verziehen worden. Von denen, die ihn mochten.

Bild zu: Das Ende des Populisten

Ich mochte die Torte. Das war eine feine Sache, als Frühstücksanregung eine Torte und danach alles, was eben so dazu gehört. Sollte jemand betroffen gewesen sein, war ihm davon nichts anzumerken, alles ging seinen gewohnten Verlauf in jenem Cafe in Meran am Kurhaus, bitte, danke, die üblichen Floskeln und keine Tränen, kein Schock wie angeblich in Klagenfurt, es zischte die Espressomaschine, und ein paar alte Tanten beklagten die Heiratsunlust der Nichten. Ich hätte es natürlich bedauerlich gefunden, hätte Haider mich überlebt; man stelle sich nur vor, ich wäre am Vortag in einer Kurve vom Stilfser Joch gefallen und Haider hätte überlebt – wir beide haben es darauf ankommen lassen und die Motoren nicht geschont, aber ich war in Meran frühstücken und Haider in der Autopsie, so kann es gehen, einen frisch gepressten Orangensaft bitte, danke.

Es gibt so Leute, bei denen geht der individuelle Reichtum eine gar nicht schöne Allianz mit einer überzogenen Vorstellung von Autonomie – ihr könnt mir gar nichts, ich kann euch alles – und einem Vollgasdasein ein. Weil man kann, weil man darf, weil man damit durchkommt, weil man im Zweifelsfall einen nützlichen Idioten hat, den man dafür zahlen lassen kann, und ein Publikum, die das als fesch, mutig, ehrlich, authentisch, geradlinig und unangepasst empfindet. Es gibt da nach meiner Beobachtung zwei Gattungen der Feschen, die einen sind dreist und die anderen moralisch, aber beide sprechen sie von Anstand. Haider hatte kein Problem damit, erst die Beschäftigungspolitik des 3. Reiches und später seine Gefolgschaft als anständig zu bezeichnen. Anstand ist, was man darunter versteht. Und gestorben ist er mit einem anständigen Blutalkoholspiegel. Das Wort Anstand kann man im Süden so und so sehen; es kann sein, dass es im Norden vielleicht etwas missverständlich ist, und seine Ambivalenz nicht von jedermann richtig aufgefasst wird, und Pathos kommt oft auch mit einer anständigen Portion Überheblichkeit daher. Das machte nichts aus; hatte man Haider eine Unanständigkeit nachgewiesen, hatte er schon bei fünf weiteren Streichen Anständigkeit für sich und die Seinen reklamiert. Wie man an der CSU, der Bayerischen Landesbank und der Hypo Alpe Adria sehen konnte: Bis zuletzt nahm man ihm bei uns seinen Anstand ab. In Kärnten lachen sie heute noch über die dummen Bayern.

Bild zu: Das Ende des Populisten

Aber an jenem Oktobertag im sonnigen lachte ich über das, was von seinen Verehrern übrig geblieben war, als der fesche, schneidige Haider nicht mehr unter ihnen war. Die Zusammenrottung der Mittelmässigkeit, die ihren Erlöser verloren hatte, diese Ansammlung von Karrieristen, die dem grossen Vorbild ähnlich sein wollte in Kleidung, Ansehen und Erfolg, schlechte Kopisten, Abschäumendes im abgestorbenen Abglanz, Gefolgschaft ohne Führer. Ich war 2000 oft in Wien und habe diese Leute mit dem feschen Anführer gesehen – ohne ihn waren sie plötzlich kein tobender Mob mehr, der, wenn nötig, wieder Leute zum Strassenreinigen auf die Knie gezwungen hätte, sondern nur noch schlecht angezogene, schlecht verdienende Mittelmässigkeit, denen der Lebensmensch abhanden gekommen ist – im vollen Wortsinn, der Mensch und das Leben. Sie nannten ihn König der Herzen, die bauten ihm ein Museum und kauften CDs, auf denen er volkstümliches Liedgut sang. Unter einem Video, neben dem Verschwörungstheorien und Dolchstosslegenden verbreitet werden, sagt ein Jünger noch heute: „Dan geh doch dahin wo du hingehörst du Untermensch. Geh zu deinen Slawenschweinen nach Slowenien. Pack wie du gehört an die Wand gestellt und erschossen.“

Haider, da habe ich wenig Zweifel, hätte da auf seine typisch schneidige Art gelächelt und die Sache als Übertreibung weggewischt, ah wos, der meint das nicht so, und seine Anhänger hätten gefeixt und sich hinter ihm nur noch fester zusammengerottet. Es gibt für diese jungen, reichen, feschen und halbwegs gut aussehenden Anführer eine gewisse Entwicklung von der Popularität zum Populisten; mit ersterer wird man zum Lieblingsschwiegersohn und danach zur Gefahr für andere und sich selbst. Will man etwas mehr sein, als nur der nette Schwiegersohn, sollte man nicht nur reich und beständig, sondern auch mutig und draufgängerisch sein, Regeln hinterfragen und eigene Wege gehen. Eine gewisse Verachtung für sinnlose Traditionen und Kriecherei gehört dazu; das Publikum mag Rebellen, und jene, die aufgrund ihrer Lebensumstände das tun können, wofür andere zu feige sind. Es gibt ein Bild von Haider in seinem 911er Cabrio, und neben ihm der hilflos grinsende Wolfgang Schüssel auf dem Beifahrersitz: So war er, der Jörg.

Bild zu: Das Ende des Populisten

Zurück fuhr ich über den Jaufenpass, und ich fuhr zu schnell und im Wissen, dass der schwarze Vogel eine andere Entscheidung getroffen hat. Aber zwischen dem zerquetschten Fleisch in der Autopsie und meiner Fahrlässigkeit in den Serpentinen, zwischen dem Knall beim Einschlag in Beton und dem Quietschen der Reifen auf dem Asphalt hoch in das ewige Blau über den Bergen gibt es doch eine gewisse Verbindung, die man – pardon, ich für mich selbst nicht ganz abstreiten kann. Das populäre Verhalten kann sich in das populistische Anführen entwickeln, wenn man sich der Versuchung zu sehr hingibt, und – verzeihen Sie mir, wenn ich den banalen Kern dieses banalen Textes erst ganz zum Schluss bringe – trotz der nibelungentreuen Beschwichtigungen und Verschwörungstheorien zur gescheiterten Vollgasfahrt von zu Guttenberg durch die deutsche Wissenschaft finde ich es nicht schlecht, wenn jetzt durch seine späte Einsicht wieder eine Phase in diesem Land einkehrt, in dem schneidiges Auftreten, Arroganz und ein wenig sorglose Dummheit reicher Menschen allenfalls populär bleiben. Populär ist fein, Populismus eher nicht. Man kann schneidige Burschen zum Schwiegersohn machen, ohne dass sie deshalb populistisch in der Bildzeitung stehen müssen.

So wirklich viel hatte Haider von seinem Nachruf in der Kronenzeitung auch nicht, nehme ich an. Sicher weniger als ich von der Schönheit des Lebens am Tag nach seinem Ende.

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  1. Sorry werter Don, aber den...
    Sorry werter Don, aber den vergleich zwischen Haider und zu Guttenberg ist dann doch zu weit her geholt. Der eine war ein Prahlhans und Aufschneider, den der große Schnitter schneidig zu sich geholt hat, der andere doch wesentlich gebildeter und angenehmer im Benehmen. Ich denke, dass vor allem die Opposition froh ist, dass sie den Baron los sind. Sie hatten Angst vor ihm und seinem Glanz.
    Ich denke, dass er ein guter Politiker war und ich würde gerne mal so manche Dr und Diplomarbeit von anderen Politikern, gerade die jetzt so gehetzt haben, überprüfen lassen, ob dort alles richtig gemacht wurde.
    Wir hatten schon schlechtere und auch wesentlich menschlich schlechtere Politiker als Karl Theodor.

  2. Habe das Phänomen Haider nie...
    Habe das Phänomen Haider nie verstanden.
    Aus Österreich bitte nur leckere Quarkgolatschen, und solche Herrschaften und Fescho-Fans bitte dort bleiben!

  3. Das war jetzt ein "Echter"....
    Das war jetzt ein „Echter“. Mit alten Fotos zwar, aber auch die hat der Don ja höchstpersönlich und in mühevollster Kleinstarbeit…

  4. Vielen Dank für das treffende...
    Vielen Dank für das treffende Stimmungsbild, es ist mir sozusagen ein inneres Kelkheimer Valentinstreffen.

  5. Blackjack, ich denke, die...
    Blackjack, ich denke, die Anlage zum Haiderismus ist in vielen Menschen vorhanden, und ich will mich da auch selbst (ich denke, das kann man auch erkennen, wenn ncht, tut es mir leid) keinesfalls ausnehmen. Man kann über Haider sagen, was man will, aber er war ein äuserst fähiger Überlebenskünstler, und Guttenberg hat mit seinem Rücktritt ja gezeigt, dass er sehr anders ist. Meinte das eigentlich herausgearbeitet zu haben.

  6. <p>@Blackjack, sehr...
    @Blackjack, sehr interessant, was „Mensch“ doch alles ausblenden kann.
    Wirklich wichtig ist, dass heute die Sonne scheint…….

  7. Ich geh nun auch mit Julia ein...
    Ich geh nun auch mit Julia ein Stück Torte essen. Leider (noch) nicht in Meran (das kommt aber wieder im kommenden Sommer).
    Danke für den „banalen“, dem Zeitpunkt und den Personen angemessenen Text.

  8. Dacore werter Don, da gehen...
    Dacore werter Don, da gehen wir dacore. Haiderismus ist bestimmt in vielen Menschen veranlagt. Und ihre Beschreibung der eigenen Schnellfahrt durch die Alpen und der vernaschten Torte nach der Todesnachricht, liessen mich schmunzelnd fragen wieviel von Haider wohl in diesem Benehmen und durchaus ähnlichem, was ich manchmal an mir beobachte, zu erkennen ist.
    Un im übrigen bin ich der Meinung, dass KT zu Guttenberg zurückkommt in ein paar Jahren: Landesvater in Bayern und dann Kanzler im Ghetto (oder wie bezeichnen Sie Berlin doch immer?)

  9. "Wir hatten schon schlechtere...
    „Wir hatten schon schlechtere und auch wesentlich menschlich schlechtere Politiker als Karl Theodor.“
    Oho. Welch imposante Erklärung um Gutti reinzuwaschen: „There is always somebody finer“ (Eric Burdon).
    There is always somebody … größer, kleiner, blöder, klüger, reicher, ärmer, …

  10. @ gutenacht:
    Wie genau meinen...

    @ gutenacht:
    Wie genau meinen Sie das? Und das die hedonistische Anpassung durchaus ihre guten Sachen hat, ist evolutionär doch wohl bewiesen.
    PS: Zudem halte ich es damit: Alles menschlich, alle machen Fehler nur verzeihen wir alle anscheinend immer nur die eigenen. Deshalb bin ich gerne bereit auch KT zu verzeihen.

  11. DA@@: Ganz im Ernst, Sie...
    DA@@: Ganz im Ernst, Sie sollten sich mal die verschiedenen Bremswege in Relation zur Geschwindigkeit anschauen. Letzthin hab ich meine Physikkenntnisse aufgefrischt , mir grauste es danach (vor mir selber), seitdem ist´s auf den Straßen in meiner Gegend und auch sonst etwas sicherer geworden.
    Anstand@: Je nun, richtige Waidmänner, keine Schlächter, sind nicht unbedingt trigger friendly. Sie sind nur auf edles Wild aus, davon wiederum ist ihnen nur das Beste gut genug.
    Ansonsten kann es so sein, muß aber nicht:
    Unus mihi pro populo est, et populus pro uno. Einer gilt mir für das Volk und das Volk für einen. Sen.epist.7,10 (nach Demokrit)

  12. Plindos, danke für den...
    Plindos, danke für den Ratschlag – gerade jetzt, da ich zum Rodeln auf vereister Piste aufbreche.

  13. Weder der eine noch der andere...
    Weder der eine noch der andere waren Volkstribunenartige Gracchen.

  14. <p>@ Klaus: Nun auch Erfolg...
    @ Klaus: Nun auch Erfolg polarisiert und vielleicht braucht eine Demokratie auch Politiker, die die Masse an sich und das System bindet. Ich denke KT wird jetzt bestraft für eine dumme Tat und die Tatsache, dass er nicht sofort das Ausmaß des Palgiats zugegeben hat. Danach aber gilt in unserem Rechtssystem, dass wenn die Strafe abgegolten ist, dass man wieder reingewaschen und vollwertiger Bürger dieses Landes ist. Von daher sollte der schwarze Baron sein Haus bestellen und in Ordnung bringen und dann dieser Demokratie wieder zur Verfügung stehen. Das wünsche ich mir!

  15. Man sollte vielleicht mal...
    Man sollte vielleicht mal angesichts von Guttenberg überlegen, ob es neben Rechts- und Linkspopulismus nicht auch sowas wie Mittepopulismus gibt, das man leicht mit harmloser Popkultur verwechseln kann.

  16. Der Freiherr war denn doch ein...
    Der Freiherr war denn doch ein anderes Kaliber als Haider. Und wenn es am Ende nur die Bewahrung von Stil war, die seinen Rücktritt motivierte, Haider hätte nicht einmal gewusst, wie man das Wort schreibt.

    Aber solange es die Sehnsucht der Menschen nach DEM ERLÖSER gibt, wird es schneidige Populisten geben. Also vermutlich solange, wie die Menschheit existiert. Ob die aufgeklärt-säkulareuropäische Art, diesen Impuls in Revolutionen oder menschliche Führer umzulenken (und gleichzeitig seine Existenz zu leugnen), langfristig gesünder ist, als ihn in einer Religion zu zivilisieren, wird sich noch herausstellen.

  17. Die Bilder waren auf dem...
    Die Bilder waren auf dem anderen Rechner schon bearbeitet, aber ich bin gerade am Tegernsee und musste hier auf einem anderen Rechner zu Konserven greifen. Allerdings sind drei der vier Bilder wirklich vom 11. Oktober 2008

  18. Blackjack (15:56 Uhr), bin mit...
    Blackjack (15:56 Uhr), bin mit allem einverstanden, bis auf Ihren letzten Satz.
    ICH wünsche mir das nicht. Aber das ist dann eine Frage des persönlichen Geschmacks.

  19. Herr Don Alphonso ,

    den...
    Herr Don Alphonso ,
    den Vergleich mit dem jüngeren“ Adi“ aus Österreich,welcher sich -von einem Schwulentreff kommend -„derrennte“ und Herrn zu Guttenberg ist … gelinde gesagt :
    eine ausgesprochene Unverschämtheit!!
    Denn ich wüßte nicht,daß Herr zu Guttenberg ein Rechter,ein Rechtsradikaler war und ist !
    Nicht einmal ein Populist ist er -das kann der Sigi von der SPD viel besser !
    Dieses Mal sind Sie zu weit gegangen !
    Sind Sie -wie so viele -wohl auch „zutiefst“ beleidigt wegen des -in meinen Augen -eher albernen Streichs mit dem Doktor-Titel ?
    Ja ,mir scheint ,ich sehe be Ihnen ob dieser Sache auch den Mund schäumen .
    Dabei möchte ich nicht wissen,wieviele gefälschte Doktor-Titel im Umlauf sind .
    Auch bei Leuten,denen Sie selbst ehrbietig die Hand g’schüttelt hab’n.
    Wenn die „Herrn“ Plagiats-Jäger ehrliches Volk wären,müßten sie sich nicht dann JEDE Doktor-Arbeit und deren Aufklärung zum Ziel machen ?!
    Ach so -geht nicht ?! Jaja -also war es doch ein politisches Ziel und kein „wissenschaftliches“ .So lügt man sich selbst in die Tasche,auch die Anderen .
    Eine sogenanntee „Wissenschaft“,welche es bis heute nicht geschafft hat oder gar nicht willens war und ist,einem nun wirklich liederlichen Dr. Goebbles und einem bestialischen Dr. Mengele (und vielen anderen „Dr’en“ in Faschismus und Kommunismus!) den „Dr.“ abzunehmen -weil deren Verhalten nun doch gar nicht den selbst gesteckten Standards entsprechen kann (!) ,
    sollte sich gefälligst lieber zurückhalten mit dem Überprüfen von wissenschaftlichen Standards anderer Leute.
    Pfüd di Gott ,Herr Don Alphonso !

  20. Werter Don, ein interessanter...
    Werter Don, ein interessanter Gedanke, den Sie da gerade geäußert haben. Aber vielleicht brauchen wir mehr solcher Mitte Populisten, um das Volk und nicht nur die geistige Elite (die finazielle scherrt sich ja einen Dreck dadrum) an dieses System Demokratie zu binden. Politiker mit Strahlkraft und nicht mit Plattitüden ala Oskar L.

  21. Dr. Don,Dr. ist ja seit...
    Dr. Don,Dr. ist ja seit gestern wieder erlaubt,K.T. erinnert mich immer wieder an den Wilhelmismus,und vielleicht erklärt das seine ,wenn auch springerverstärkte,popularität.Wie Sie richtig analysieren-die Mischung aus Arroganz,“Feschheit“,Dummheit,das kommt in D-land,austria immer gut an,insofern war es von Ihnen ein gelungener Schachzug,einmal ein Paralleluniversum aufzubauen:K.T versus Landeshauptmann,D-land versus Austria.Meines Erachtens „spürt die deutsche Seele“ in K.T. soetwas wie ein Bollwerk(oder eine „Wettertanne“,Harald Schmidt,letzte grossartige Sendung)gegen weitere „Zumutungen der Moderne“.Wenn in der Richtung für K.T. alles weiter richtig läuft,ist er in c. 6Jahren Bundeskanzler,mit absoluter Mehrheit,denn eigentlich haben ja die lieben Deutschen immer Charisma mit Ja-risma verwechselt,was sich schon aus ihrer schludrigen Sprachfaulheit zu Genüge ableiten lässt.Eine letzte Anmerkung:Donald Rumsfeld is back.

  22. Wichtiger Nebenaspekt: Aus der...
    Wichtiger Nebenaspekt: Aus der Werkstatt des Dichters:
    muscat@: In der FAZ heut, unter Poetik, Geisteswissenschaften Seite N3 an Sie und Ihre letzthinige Polemik denkend, entdeckt:
    Gerne der Zeiten gedenk ich
    Als all meine Glieder gelenkig-
    Bis auf eines.
    Die Zeiten kommen nicht wieder,
    Denn steif sind alle meine Glieder-
    Bis auf eines.
    ..
    Der Lyrismus des Seins ging noch weiter:
    Beizeiten geh zur Ruh,
    Spürest alle glieder du-
    Bis auf eines.
    der Zeiten flug-ein Hauch,
    Bald ruhen deine Glieder auch-
    Bis auf eines.

    und weitere Versuche.
    gipfelnd schliesslich in:
    Über allen Gipfeln
    ist Ruh,
    ….usw.
    J.W. v. Goethe in der Schweiz 1775

  23. Das der Soter über sie...
    Das der Soter über sie komme.
    (Das Wehgeschrei danach)

  24. Zur Begriffserhellung...
    Zur Begriffserhellung nachstehender Link, s. insbes. dessen letzter Absatz:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Volkstribun

  25. @Blackjack, (15.56 Uhr, Sie...
    @Blackjack, (15.56 Uhr, Sie sprechen in diesem Lande von Demokratie und
    Rechtsstaat? Davon dass K.T. nicht sofort das Ausmass seines Plagiats zugegeben hat.
    Ich erinnere nicht, dass er dies jemals getan hätte. Die gestrige „Offenbarung“ gab seinen Charakter preis.
    Und, Charakter ändert sich nicht!

  26. <p>Plindos, har har, sehr...
    Plindos, har har, sehr schön! Haben Sie herzlichen Dank. Stelle immer wieder fest, dass ich viel zu wenig von dem alten Sack (alle Achtung, wenn man sich mit gerade mal 26 Lenzen zumindest schon so wie einer anhört) gelesen habe…

  27. Persönlich finde ich, dass...
    Persönlich finde ich, dass die Details über zu Guttenbergs Vita für all uns mittelmäßige Kinder der 3. Generation ehemals großbürgerlicher Familien doch eher tröstlich sind. Und im Übrigen und ohne „Fan“ des temporär von uns gegangenen zu sein: Leistungs- (vulgo Streber-) toppte hier Ständegesellschaft, kann man gut finden, muss man aber nicht.
    @Blackajck: Stimme voll zu, es gibt üblere Gesellen in der dt. Politik als der fränkische Freiherr…
    Schöner Blog übrigens, gerade entdeckt…

  28. Sehr charmant gesetze...
    Sehr charmant gesetze Themenwechsel!
    .
    Nur mit der „Moral von der Geschicht“ wären Sie bei Tisch nicht durchgekommen: Zu offensichtlich politisch.

  29. Im Grunde geht es darum, warum...
    Im Grunde geht es darum, warum a-soziale Blender & Narzissten wie G. et alii ihre zu ihnen als Gegenpol passenden Gefährten und Anhänger finden. Das sie Verbindende ist der Miderwertigkeitskomplex, den beide lediglich anders ausleben.
    .
    Hier ein kleiner Exkurs über „Elite-Egomanen“, „aktive“ und „passive“ Narzissten:
    http://www.bild-der-wissenschaft.de/bdw/bdwlive/heftarchiv/index2.php?object_id=10100330
    Und warum viele darauf abfahren.
    (Meins wärs ja ned. Ich hasse diesen Rummel über meine Person …^^)
    .
    Ois psycho oder was.

  30. Es ist eine Art...
    Es ist eine Art politische-demokratischer PISA-Test, den Politiker wie die genannten ihren Wählern von Zeit zu Zeit zumuten: „Feschismus“ – ein hübsches Wort übrigens -, Pose und Attitüde sicher von offenen und versteckten politischen Motiven und wirklichen Fähigkeiten zu unterscheiden. Und wehe die Öffentlichkeit verpasst da den Kairós, an dem sie den populären „Feschisten“ noch gefahrlos zu einem netten Schwiegersohn depotenzieren kann! Es schwächt das Volk und seine Kontroll-Macht gegenüber den Regierenden dauerhaft, wenn es sich offensichtlich anlügen und zum Narren halten lässt. Und es stärkt den „Feschisten“ dauerhaft, wenn er weiß, dass das Volk weiß und ihn trotzdem gewähren lässt: dann steckt er sich seine Grenzen fortan willkürlich selbst und beschwört dabei immer frecher die einmal bestätigte Gefolgschaft.
    In diesem Sinne: Deutschland hat den PISA-Test noch einmal knapp bestanden, obwohl es zwischenzeitlich anders aussah.

  31. <p>Und der...
    Und der Durchschnittspopulismus wird dann von den Trittbrettfahrern der Pressefreiheit zur Auflagensteigerung benutzt – eine symbiotische Beziehung zwischen Politik und Presse, die auch bei anderen Österreichern schon eine begrenzte Zeit Erfolg hatte. Nur Berlusconi hat es vollends institutionalisiert. Ich wette, der amüsiert sich über seine Affären königlich…

  32. Sind Sie nicht heimlich ein...
    Sind Sie nicht heimlich ein bisschen erleichtert, dass es außer Ihrem südländischen Adel auch noch den preußischen gibt, will sagen Mehr Sein als Scheinen, anstatt umgekehrt?

  33. Also, ich möchte Guttenberg...
    Also, ich möchte Guttenberg nicht mit Haider verglichen sehen, denn ersterer war zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt harmlos gegenüber dem Österreicher. Im Hinblick auf dessen Ableben bin ich jedoch froh, das Guttenberg bei seinem Aufenthalt in Afghanistan keine „japanische Lösung“ gewählt hat, wie ich eine mögliche letzte Konsequenz umschreiben möchte.

  34. Man muss im Auge behalten,...
    Man muss im Auge behalten, dass hier eigentlich die Untaten von Herrn Gutenberg das Problem darstellen, sondern der Machtkampf zwischen dem Springer Verlang und dem Spiegel. Das war nur ein Kraftmessen, wer der bessere Meinungsmacher ist. Spiegel hat wohl gewonnen.

  35. Lieber Walter,

    mas sollte...
    Lieber Walter,
    mas sollte vor allem im Auge behalten, dass hier sowohl die BILD, als auch der Spiegel verloren hat, weil es weder der einen, noch der anderen Zeitung gelungen ist hier auch nur irgendwas zu beeinflussen. Die einen haben zulange an ihrem Auflagenproduzierer Nr. 1 festgehalten und die anderen sind einfach auf den Zug aufgesprungen, nachdem klar war, in welchem Ausmaß KTG betrogen und gelogen hat. Blamiert haben sich beide, da vor allem der jetzt achso kritische Spiegel in der Vergangenheit nicht wirklich mit einem kritischen Blick auf den besagten Herrn aufwarten konnte. Von daher … was immer Sie sich hier einbilden, es hat nicht stattgefunden.

  36. @ gutenacht: Sie meinen also,...
    @ gutenacht: Sie meinen also, dass hier weder ein Rechtsstaat noch eine Demokratie herrscht? Sorry aber dann endet unsere Diskussion hier wohl, denn obwohl es Schwächen in unserem System gibt, so bin ich froh hier zu leben und die Wohltaten unseres Staates und die Rechtssicherheit, die er überwiegend gewährleistet, zu geniessen. Ich kann dieses Gefasel von Unrechtsstaat, Antidemokratie usw im Zusammenhang mit unserem Land nicht mehr hören.
    @hwollert: Wo hat Guttenberg denn uns geschadet? Am Ende doch nur sich selbst und Haider war mit Sicherheit kein lupenreiner Demokrat, Guttenberg bestimmt!
    @ Desiderus: Danke für das Kompliment.

  37. Ich glaube ja, wenn jemand in...
    Ich glaube ja, wenn jemand in den letzten 14 Tagen an die Leitplanke geknallt ist, dann war es Mutti und nicht der Messias. Der wird schneller wieder da sein, als wir „Promotionsordnung“ sagen können. Jedenfalls spricht einiges dafür:
    .
    – Die Rücktrittsrede. Verantwortung für die Soldaten, Opfer der Medien, bin kein gewöhnlicher Politiker etc. pp.: Spin bis zum letzten Atemzug. So redet keiner, der sich eine Zukunft als Biobauer vorstellen kann.
    – Die Dolchstoßlegende. Ziemlich viele Leute lieben ihn mehr denn je. ZG ist jetzt nicht mehr nur ein toller Kerl, sondern quasi ein zertifizierter Märtyrer. Keine leichte Situation für kommende politische Gegner.
    – Fehlender Reality-Check. ZG hätte sich als Verteidigungsminister an Themen wie Gorch Fock, Afghanistan, BW-Reform abarbeiten und wenig glanzvolle Entscheidungen treffen müssen (Standortschließungen!). Das bleibt ihm jetzt alles erspart. Stattdessen kann er bequem zusehen, wie sich andere unbeliebt machen; sein Nimbus als ewiger Hoffnungsträger bleibt unangetastet.
    – Er ist einfach der stärkste Demagoge, den wir haben. Und damit meine ich gar nicht die Redentexte (die sind guter Durchschnitt), sondern das ganze Drumherum, die Gestik, Mimik, Haltung, Intonation. Dieser Abgang zuletzt, durchchoreografiert bis zum letzten Türenschlagen (und das in einer Situation, in der es ihm vermutlich wirklich ziemlich dreckig ging), das macht ihm zurzeit keiner nach. Glaubt jemand ernsthaft, die Konservativen würden freiwillig auf sowas verzichten?
    – Glamour bleibt Glamour. Die Ti**enpresse weiß, was sie an ZG hat. Die werden ihn weiter in den Himmel heben, völlig wurscht, was er macht. Und hechelnd auf die Große Comeback-Story warten.
    – Was soll er auch sonst tun? Ende 30, keine abgeschlossene Berufsausbildung … da bleibt eigentlich nur noch die Flucht nach vorn.
    .
    Dazu noch kurz und demagogisch aus Grimms Wörterbuch, weil vorhin von ZGs Glanz die Rede war: „glanz ist … im religiösen bereich das attribut alles himmlischen, göttlichen, des christlichen himmels überhaupt; das den himmel erfüllende licht … vor allem wird der aus gott stammende Christus als gottes glanz bezeichnet.“ – Passt. Genießen wir solange die messiasfreie Zeit.

  38. @ dornenvogel0410: Hm das der...
    @ dornenvogel0410: Hm das der „Deutsche“ mehr an einem Ja-Risma leiden soll, als andere Völker, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Denn warum sollte nur der „Deutsche“ daran leiden? Das würde ja bedeuten, dass wir anders sind, als andere Völker! Warum aber sollten wir das sein: genetisch, kulturell? Ich sage, dass Ihre Argumentation nur die umgekehrte Betrachtungsweise, des „Deutschen Überlegenheits Geschwafel“ aus dem letzten Jahrhundert ist.
    Dieses Argument des Pickelhauben tragenden Deutschen ist für mich ein Überbleibsel der Propaganda der ehemaligen Feinde aus WKI und WKII. 1914 sind alle europäischen Völker mit Hurra in den Krieg gezogen und der Engländer was vom British Empire beseelt, der Franzose träumte von ehemaliger Napoleonischer Größe, etc.
    Nein ich behaupte mal, dass der Mensch an sich Ideale und Leitbilder braucht, an denen er sich orientiert oder aber das Gegenteil Antileitbilder hat, an denen er sich misst und sich selbst bestätigt, dass er besser ist, als sein Antiidol.

  39. Ein Patriot liebt sein Land,...
    Ein Patriot liebt sein Land, ich kann nichts schlechtes daran finden, wenn jemand sein Land liebt.
    Ein Nationalist liebt sein Land und sieht auf andere herab, weil sie nicht Bürger seines Landes sind. Er erhöht sein Land über alle anderen Länder.
    Patriotismus wird in Deutschland selten als Begriff gewählt und Nationalist ist ein abolutes Totschlagargument in jeder Diskussion.
    In Deutschland kann man nicht redlich sein und sein Land lieben, zumindest nicht öffendlich.
    .
    Die Einleitung war mir wichtig weil ich etwas trennen möchte:
    Populismus ist nicht inhaltlich festgelegt. Es besagt, dass jemand oder eine Gruppe bei den Inhalten primär an dem orientieren was das Volk gerne hört.
    Oportunismus ist ebenfalls inhaltslos. Einer oder eine Gruppe hängt sich an Themen von anderen und hofft auf Zugewinn.
    Volkstribun wurde bereits oben verlinkt, eine Ergänzung spare ich mir.
    .
    Rechtspopulismus ist klar definiert als Worthülse und als Argument. Haider, LePen, Wilders stehen da als nicht austauschbare, individuelle Beispiele für Nationalismus gepaar mit Anbiederung an die Bevölkerung.
    In Deutschland schwingt da im Hintergrund immer die A.H. Keule mit, der der war ja der erste Rechtspopulist mit Erfolg.
    Und das ist Unsinn.
    An dieser Stelle verbietet es sich auch Haider oder KTG mit in diesen Topf zu werfen, denn er erübrigt jedes Gespräch.
    Hitler war ein Verführer der den Leuten gesagt hat, er habe Lösungen. Er hat aber verschwiegen, was für Folgen seine Lösungen haben werden.
    Hitler hat nie eine Wahl mit absoluter Mehrheit gewonnen! Hitler war nie demokratisch, er hat geputscht und die Macht an sich gerissen.
    Wer mit einem Bewunderer von KTG über die Begeisterung reden möchte die Guttenberg ausgelöst hat, darf ihn nicht mit Hitler in einen Topf werfen.
    Selbst Haider ist als Egomane kein Vergleich, KTG steht rechts der deutschen Mitte, aber er ist Demokrat (zumindest habe ich nichts gelesen was dieses ernsthaft in Frage stellen würde).
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    Bleiben die Fragen ist Guttenberg Populist? Wofür steht er? Ist er für die Demokratie schlecht?
    Grundsätzlich Fragen, die man zu jedem Politiker stellen kann und gelegendlich auch stellen sollte.

  40. Populistisch wie zu Guttenberg...
    Populistisch wie zu Guttenberg ist bekanntlich kein Rezept. Geheimdienstgrau wie sein Nachfolger (trotz buntem Namen, der auch nicht hält, was er verspricht, der Name) ist auch nicht das Gelbe vom Ei; auch Betonköpfe haben sich längst als Reichsvernichter erwiesen – von Moskau bis Brüssel ein steiniger Weg durch Schutt und Asche.
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    Populär bleibt also übrig. Im Volk beliebt. Das ist Nostalgie. Ich kann mich nur an einen erinnern: Ludwig Erhard. Einer allein ist aber nicht viel in 60 Jahren. Einer allein wird nicht 60 Jahre lang regieren können (Kanzler konnte Erhard auch nicht). Und welchen populären Menschen geben wir die übrigen Mandate? Mit Ein-Mann-Regierungen haben unsere Vorfahren keine guten Erfahrungen gemacht; ob nun Zwirbelbart oder Chaplin-Bärtchen.
    .
    Wirklich Brauchbares gibt selbst die Geschichte nur selten her. Vielleicht ein Grund mehr, uns auf die Ausnahme-Staatsmänner häufiger zu besinnen. Washington, Jefferson, Rooseveld. Alle schon 200 Jahre tot. Da, wo sie gewirkt haben, stehen ihre Denkmäler seitdem auf allen Dorfplätzen, ihre Weisheiten in allen Schulbüchern. Trotzdem wählen ihre Nachfahren das genaue Gegenteil und machen ihre Nachfolger, die heutigen „Eliten der Nation“, das genaue Gegenteil. Die alten Herrschaften würden sich in ihren Gruften umdrehen.
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    Don Alphonso, wir haben also ein Problem von Angebot und Nachfrage.
    Wenn es kein Angebot gibt, dann müssen die Bürger die Politik eben alleine machen. Jeder bei sich vor der Haustür. Das haben die Schweizer schon vor 700 Jahren erfunden, fahren damit äusserst bequem und in Frieden und zahlen keinen Fränki zuviel, an sich selbst!
    Taucht hin und wieder mal ein selbsternannter Fürst auf, dann zeigen ihm die Eidgenossen, wie ein Flitzebogen den Apfel spaltet… Das hat noch jedem Kleptokraten den Appetit verdorben…

  41. Lieber Don,
    der Aufstieg des...

    Lieber Don,
    der Aufstieg des KT macht mich betroffen, Ihr Vergleich beschämt mich, froh bin ich über den Fall des KT.
    Ich habe KT seit „Opel“ für mich als Schaumschläger einsortiert und aus meiner Wahrnehmung ausgeblendet, wohl in der (unbewussten und trügerischen) Hoffnung, dass sich das affektierte Junker-Gehabe schon noch abschleifen wird.
    In 2010 habe ich – ausgelöst durch einige Fernsehfilme und Dokumentationen über die 1930er und 40er Jahre – für mich immer wieder die Frage aufgeworfen, wie sich die Menschen in Deutschland verhalten haben müssen, dass es zu den damaligen schlimmen Entwicklungen und Verbrechen kommen konnte.
    Im Februar 2011 hat mich die Erkenntnis darüber am Beispiel KT hart getroffen. Hier sind ein paar der Zutaten:
    ein Politiker, der glaubt sich alles erlauben zu können (auch Rechtsbruch und sehr zweifelhafte, dummdreiste Tatsachenverdrehungen), wenn er es nur in seine angeblich hehren Grundsätze verpackt; große Bevölkerungsteile, die dem Heilsbringer zujubeln; Medien, die den Star-Rummel unterstützen; schweigende Bevölkerungsteile (wozu ich mich leider auch zählen muss), die den Hipe ignorieren, die Entwicklung nicht sehen oder glauben, es wird schon nicht so schlimm werden; etablierte, regierende Politiker, die dem Star „Mehr! Mehr!“ zurufen, weil er der Stimmenfänger im Wahlkampf werden soll; eine lahme Opposition.
    Selbst die Nachbereitung der Vorgänge zeigt parallelen auf: „Eigentlich hat er seine Sache ja ganz gut gemacht, nur das mit der Doktorarbeit hätte er nicht machen sollen.“
    Ich bin jedenfalls froh, dass KT dank verbliebener Teile unabhängiger und kritischer Medien noch rechtzeitig gebremst worden ist und der Spuk vorbei ist. Kehrt er in einiger Zeit in die Bundespolitik zurück, so macht das nichts. Er ist entzaubert (wie FJS) und alle sind gewarnt.

  42. arathom, wollen Sie bitte den...
    arathom, wollen Sie bitte den Text in aller Ruhe nochmal lesen? Wenn ich überhaupt jemandem mit Haider in Verbindung bringe – dann mich. Ich denke aber, dass jeder, der zu Guttenberg in Kelkheim gesehen hat, sich keine Illusionen über den Populismus dieses Herrn machen braucht: Die These der Medienverschwörung zum Beispiel ist Usus unter solchen Leuten. Trotzdem finde ich – uind das steht auch so drin – dass trotz gewisser Parallelen, wie etwa die Ikonographie im Boulevard, der Rettervorstellung und der Ruf des Antipolitikers, zu Guttenberg letztlich einen ganz anderen Weg genommen hat. Und dann Popularität dazu führen kann, dass man sie missbraucht, ist jetzt auch nicht gerade neu.

  43. @ Tillmann: Interessant der...
    @ Tillmann: Interessant der Vergleich zu den amerikanischen Größen, weshalb fehlt Lincoln in Ihrer Liste?
    Egal aber wovor ich gerne warnen würde ist die leichte Hybris, die hier herrscht. Nur weil man selbst vielleicht gebildet ist und die FAZ liest, heißt es nicht, dass nicht so gebildete keine Meinung haben, die für diese Demokratie wichtig ist. Und das „einfache“ Volk will auch für dieses System begeistert werden und dieser Staat braucht den Großteil des Volkes hinter sich, der ihn trägt, erhält und gegebenfalls auch weiter entwickelt. Nur die Elite kann ein Staat nicht lenken, sonst wird sie am Ende selbstgefällig und selbstherrlich, das was die Gegner von KT gerade ihm jetzt vorwerfen. Der Weg zur Diktatur ist gepflastert mit guten Vorsätzen und gefallenen Predigern.
    Von daher gebt dem Volk einen , der es fesselt, an diese Demokratie bindet und der unabhängig genug ist, dass er dem Rausch der Macht nicht erliegt. Warum bilden wir uns ein, bessere Menschen zu sein, als z.B. die alten Römer: Brot und Spiele und der Staat überlebt.

  44. Holly01, die Frage, wofür...
    Holly01, die Frage, wofür Populisten stehen… schwierig. Nach all den Jahren würde ich beu Haider gar nicht mehr sicher sein, dass viele frühere „Sager“ etwas anderes als gezielte Skandale waren. In dem Moment, da der alte Reden- und Gagschreiber bei der FPÖ bleibt, redet Strache wie Haider, und Hauder wird deutlich milder im normalen Politjalltag – ohne das jetzt verharmlosen zu wollen.,
    .
    Auis meinem eigenen Erleben beyerischer Bierzeltreden habe ich den Eindruck, dass es den meisten um das Gefphl geht, in einem Rotual zum Führewr ausgerufen zu werden. Das ist heute nicht mehr so wie früher, insofern war Guttenberg wirklich eine Ausnahme, und zwar mit anderen Mitteln als in den Zeiten von Gauweiler, der ja inzwischen weit links angekommen ist. Ich habe Probleme, mich in solche Menschen hineinzuversetzen, aber alles in allem würde ich meinen, es geht darum zu schauen, was geht. Und da kann man die Meinung auch mal um 180 Grad ändern, egal ob das jetzt Rechts oder Links passiert.

  45. Das Phänomen KTG ist für...
    Das Phänomen KTG ist für viele in Deutschland eine Erleichterung:
    In Bayern durfte man schon immer stolz darauf sein ein Bayer zu sein (kein Deutscher).
    KTG kommt aus alter Familie und ist Bayer durch und durch, einer auf den man zu Recht stolz sein darf. Das man da im Norden neidisch ist, kann man als Pluspunkt verbuchen. Stolz auf einen Bayern zu sein ist nicht parteigebunden. Auch der SPD´ler sonst ja eher aussen vor kann KTG gut finden.
    Ausserhalb Bayerns kann man stolz sein, weil da einer, der nahe bei den Hohenzollern ist das Haupt erhebt, eben kein Kleinbürger. Reich, erfolgreich und schon gut vernetzt.
    Kein Parteisoldat, sondern einer der Über Kaiserreich, Weimar und Widerstand im 3. Reich hinweg für deutsche Werte steht.
    Verheiratet, Kinder, im Beruf erfolgreich und Neid ist da eher ein Pluspunkt, denn wer wäre da nicht neidisch. Neid ist der Bruder von Stolz.
    .
    Endlich einer dem man auch mal etwas glauben kann, denn warum sollte er lügen. Er muss niemandem gefallen. Er sagt was er denkt und denkt in die richtige Richtung.
    .
    KTG spricht den deutschen Patriotismus an, zweifelslos.

  46. @NeumannNienburg: Jetzt holen...
    @NeumannNienburg: Jetzt holen Sie aber die ganz große Keule raus. Da liegen doch wohl Welten zwischen der Entwicklung in den 30ziger Jahren des letzten Jahrhunderts und dem Fall KT von heute. Und sollte in ihrem Statement gar ein Vergleich des Vollpfosten A.H. und seiner Verbrecherclique und unserem Bundesminister der Verteidigung a.D. Karl Theodor zu Guttenberg inkludiert sein und der Versuch diese auf irgendeine gemeinsame Stufe zu stellen, dann empfinde ich das schon als sehr anrüchig und ehrabschneidend.

  47. @B.A.H.: Sie meinen seine...
    @B.A.H.: Sie meinen seine Gattin? Kam mir bei deren Sendung auf RTL II nicht in den Sinn.

  48. Holly01, ich habe nach meinem...
    Holly01, ich habe nach meinem Leben in Bayern nicht den Eindruck, als bräuchte man auch noch den Guttenberg zum ohnehin schon überzogenen Selbstwertgefühl – zumal der Mann aus dem falschen, weil armen Regierungsbezirk kömmt. Und Projektionsfläche sein ist nochmal was anderes als sich gezielt zu Projektionsfläche machen. Da istr das Problem nicht bei Guttenberg allein. Was den Spiegel angeht, so denke ich, dass die Hamburger einfach ihr Fähnchen als Bild der Hochschulreifehabenden in den Wind gehängt haben, nachdem sie selbst doch den Paarlauf ins Kanzleramt ausgerufen haben.

  49. Vroni@: Nachdem i Eahna...
    Vroni@: Nachdem i Eahna Link-Narzissus-Schtudie glesen hob, bi i ma nimma so sicha ob do herin no lang mitmacha dua. Es könnt ja fei scho sein, daß i a so oaner bi! Mei aus is! Nocha konn i mi nimma im Schpiagl oschaugn, wan se mei Vadacht bschädigt, das i aa so a Gletznseppi bi, mid a sölchanen Letschn. Meine gansä Berformäns ziag i in Zweifeäll….Moanans das ma a Gel ind Hoarr einigschmiat hölfn dat? Dank Eahna im vorraus fier ainen Rad!

  50. @Black...: Ja, die...
    @Black…: Ja, die ‚Strahlkraft‘ des Herren Guttenberg, ich habe sie nie verstanden. Im Gegenteil, wenn es brenzlig wurde fing das Gestammel an und die Bauernopfer purzelten.
    Allerdings hat der Abgang jetzt etwas zutiefst tragisches. Die Kluft zwischen Sein und Schein wurde so schlagartig offenbar, dass ich mir eine Fortsetzung der Karriere nur unter neuen Vorzeichen vorstellen kann.
    Erstmal wird er wohl abtauchen ( wie Westerwelle, der macht das sogar im Amt).

  51. @Tillmann: Welchen Roosevelt...
    @Tillmann: Welchen Roosevelt meinen Sie? Teddy mit der Keule auf Kuba oder FDR, der einen Staatsbankrott via Enteignung und andere unschöne Maßnahmen vermieden hat? Beide waren übrigens vor 200 Jahren noch nicht einmal geboren. Oder meinen Sie einen dritten Roosevelt, den ich nicht kenne?

  52. @Blackjack:

    "Wo hat...
    @Blackjack:
    „Wo hat Guttenberg denn uns geschadet?“
    Guttenberg selbst hat niemandem außer sich selbst geschadet, wohl aber die Affaire Guttenberg:
    Erstens hat sie den Ruf der Wissenschaft diskreditiert, indem zumindest der Eindruck erweckt wurde man könne sich durch eine Spende von knapp €750.000,- an eine Universität die Zulassung zur Promotion sowie das Wohlwollen der Gutachter der Dissertation zum Summa cum Laude erkaufen.
    Zweitens hat sie das Ansehen jenes Teils der Bevölkerung diskreditiert, auf dessen Zustimmung er & seine Getreuen aufbauen wollte, um trotz oder sogar wegen dieses Husarenstückes im Amt zu verbleiben.
    „Haider war mit Sicherheit kein lupenreiner Demokrat, Guttenberg bestimmt!“
    Das ist möglich, aber sind es die Angehörigen des o.g. Teils der Bevölkerung, welchen ich nur deshalb nicht als Mehrheit bezeichnen mag, weil ich bezweifle, dass die entsprechende Umfrage repräsentativ war ? Oder handelt es sich bei jenen Verblendeten eher um Untertanen ???

  53. Interessanter Artikel, ich...
    Interessanter Artikel, ich habe das Phänomen Haider damals nicht so richtig verstanden. Nun da ich etwas Ähnliches in D mitbekommen habe, wird mir dieses Phänomen etwas verständlicher. Nur etwas, denn ich begreife auch jetzt diese Einfältigkeit bei uns nicht richtig.

  54. Schnucki war harmlos. Er war...
    Schnucki war harmlos. Er war eher ein Integrator als ein Scharfmacher.
    .
    Seine Talente lagen nicht wirklich auf politischem Gebiet. Dafür war er zu realitätsfern, zu schlampig, zu unverbindlich, ohne echte Netzwerke. Der grandiose Auftritt alleine kann das nicht ersetzen. Aus dem gleichen Grund hat Trockij gegen Stalin verloren.
    .
    Mein Ratschlag für ihn: Fernsehpfarrer! Irgendwas zwischen Billy Graham und Rush Limbaugh.

  55. KT? Kommt mir bekannt vor......
    KT? Kommt mir bekannt vor… wird so nicht die Grenze zwischen dem Kreidezeitalter und dem Tertiär genannt, die Epoche mit der Iridiumanomalie, als die Dinosaurier ausstarben? Hätte nie gedacht, dass man damit die Gemüter der breiten Öffentlichkeit so erregen könnte, faszinierend!

  56. Schon kürzlich fand ich ein...
    Schon kürzlich fand ich ein altes Foto vom Caffee‘ Imperial, das schon seit über einem Jahr renoviert und neu möbliert ist. Das beste Kuchen-und Kaffeehaus ist übrigens schon seit über hundert Jahren das mit dem Namen König, allen nostalgischen Schwärmereien der Touristen zum Trotz, die aus einigen vagen Erinnerungen eine Tradition begründen. Aber das Caffee‘ „Darling“ (steht auch nicht neben dem Kurhaus ) steuert man nie wegen der Torte an. Nur wegen seines kleinen Schwarzen und in der Dämmerung zum Hochprozentigen. Regelmäßig sind wir dort, aber nur, wenn wir unter uns sind.
    Also sehr geehrter Herr Don Alfonso: Rechnen Sie damit, dass Ihre Meraner Geschichten in Obermais gelesen werden. Zuweilen, wohlgemerkt. Während unserer regelmäßigen Aufenthalte in Rom oder in London haben wir dazu keine Lust. Trotzdem: Auch wenn wir um unseren guten Ruf besorgt sind, weil der Mammutbaum im hektargroßen Grün hinter der Jugenstilhütte möglicherweise mit seinen 200 zu jung ist um als richtiger Baum zu gelten und unsereins deswegen deswegen als Angeber, auch wenn die Alpenretardierung den Südtiroler immer noch fest im Griff hat, deppert sein mia need.
    Deswegen bitten wir Sie um Präzision, in Wort und Bild. Haider ? Guttenberg ? In Italien ist das öffentliche Leben viel spannender: Bunga, Bunga.
    Liebe Grüße

  57. @Blackjack, 18.50h: "...das...
    @Blackjack, 18.50h: „…das ‚einfache‘ Volk will auch für dieses System begeistert werden und dieser Staat braucht den Großteil des Volkes hinter sich… Von daher gebt dem Volk einen, der es fesselt, an diese Demokratie bindet und der unabhängig genug ist, dass er dem Rausch der Macht nicht erliegt.“

    Peinlich. Aber vorab: Sorry für Lincoln. Den hatte ich vergessen, weil ich nur die Gründerväter vor 1800 genannt habe. Bezeichnend für Lincoln: Auch er wurde, wie andere US-Präsidenten, von Provinz- und Kartell-Füsten ermordert, denen er die Kleptokratenpfründe austrocknen wollte.
    Der zweite Rooseveld ist ja angeblich eines natürlichen Todes gestorben; der hat erst 1913 die USA wieder an die britischen Bänker zurückverkauft – zu welchem Preis auch immer; diese Geschichte ist noch zu jung, um geschrieben zu werden.

    Aber zu Ihrem Vorwurf: Ich halte mich nicht für gebildeter als andere Normalbürger. Erst recht nicht für elitär; das würde ich im neudeutschen Kontext sogar als beleidigend empfinden. Nicht mal zwischen meinen Zeilen weht ein Hauch dieser Vermutung.

    Im Gegenteil: Auch die zitierten Schweizer sind in ihrer grossen Mehrheit das „einfache Volk“. Genau diese Schweizer führen Ihre These (siehe oben) seit 700 Jahren ad absurdum. Die Schweizer brauchen keinen Führer, der sie „fesselt“ und ihnen den „Staat erklärt“. Um Himmels Willen! Die Schweizer SIND der Staat. Die brauchen keine Führer. Die Schweizer brauchen nicht mal eine Armee (um bei Guttenberg zu bleiben). Die Schweizer SIND eine Armee!

    Die schlafmützigen Deutschen Michels natürlich auch. Die sind der Souverän. Mit dem Unterschied, dass sie’s (noch) nicht kapiert haben. Weil ihre überflüssige „Elite“ einen Teufel dran tut, es ihnen zu erzählen. Das könnte die Schnarchnasen ja aufwecken… ;-))

  58. @HansMeier555 .....Rush...
    @HansMeier555 …..Rush Limbaugh… Und wer organisiert dann die rally to restore sanity? Erwin Pelzig?
    So und jetzt alle weitergehen, es gibt nichts zu sehen hier, es ist nix passiert. Wahren Sie die öffentliche Ordnung! Von welchem Dr. sprechen Sie…, das verbitte ich mir! Immer diese Gaffer!

  59. Wie lange wird es dauern, bis...
    Wie lange wird es dauern, bis der nächste kommt? Zwei Jahre? Ein halbes?
    .
    Künftig wird man BILD lesen müssen, um politisch informiert zu sein.

  60. Ich habe im Sommer 2009 die...
    Ich habe im Sommer 2009 die zweispurige Strecke ab Viktring bis Neudorf mit einem Audi TT ab Ortsausfahrt Klagenfurt befahren. Ergebnis: Um auf 170 zu kommen – wie Haider – hätte ich, wenn ich gewußt hätte, dass dann die enge Kurve kommt – wie Haider, der hier fast täglich heim ins Bärental fuhr – den Vorsatz zum Selbstmord haben müssen. Bei 140 fing ich schon mit Einbremsen an. Das heißt: Wenn Haiders Phaeton nicht präpariert war, ist Haider ein Selbstmörder gewesen.
    Ich habe Haider gerade wegen seiner Volkslieder gemocht. Übrigens stammen Haider und Hubert von Goisern aus dem gleichen Ort, aus Bad Goisern nämlich. Sie sind auch fast gleichalt. Zwei emotional starke Aussenseiter mit Charisma, das Don und mir abgeht. Ansonsten wären wir vielleicht auch in BILD gelandet – oder und und aber in der Kurve hinter Viktring.

  61. @ Tillmann: Ich meinte auch...
    @ Tillmann: Ich meinte auch nicht Sie mit dem Vorwurf der Hybris, sondern den allgemeinen Tenor hier. Auch ich neige gerne dazu, das gestehe ich vorab schon mal.

  62. Achtung Zitat - ganz ohne...
    Achtung Zitat – ganz ohne irgendwelche Vergleiche anstellen zu wollen, das hatte ich auch nicht so verstanden: „[Dr.] Göbbels verstand auch etwas von PR“. Ich betone (!): Auch Analogien zu Dr. Saif Gaddafi sind absolut an den Haaren herbeigezogen ! … Naja, der ‚Nordslowene‘ kann sich ja wohl nicht mehr wehren.

  63. Tillmann@: F.D. Roosevelt : Er...
    Tillmann@: F.D. Roosevelt : Er wäre jetzt genau 128 Jahre alt.
    Ob F.D. R. wirklich so eine Lichtgestalt war, bezweifle ich doch ein wenig.
    Aus einer der reichsten Familen der USA stammend, hatte er durchaus den Populismus und seine ihm innenwohnenden Gesetze nicht verachtet. Wie alle regierenden Politiker zu der Zeit. Ausserdem war er es vermutlich, der die Japaner zum Angriff mit seiner Handels- und Rohstoffpolitik provozierte, die diese Nation strangulierte (S. Noam Chomsky). Seine zwielichtige Rolle bei der Unterschlagung der entscheidenden Depesche vom Marinestützpunkt Hawai, die vor einem Angriff auf Pearl Harbour, 7.12.1941, rechtzeitig warnte ist immer noch nicht restlos geklärt. Er wollte das isolationistische Amerika in den Krieg mit den Achsenmächten verwickeln. Dazu kam ihm der Angriff recht, die Opfer in Kauf nehmend. Erst am 11. Dezember 1941 erklärten die USA Deutschland den Krieg. Bis dahin wurden an das Reich noch kriegswichtige Güter wie z.B. Wolfram geliefert. Der Opfergang der europäischen Juden hatte ihn nicht so sehr beeindruckt, wie es die Legende will. Viele wurden bei ihrem Exodus abgewiesen und mußten versuchen in Kuba oder den übrigen südamerikanischen Staaten unterzukommen.

  64. "Aus dem gleichen Grund hat...
    „Aus dem gleichen Grund hat Trockij gegen Stalin verloren.“

    Ahem. Einspruch. Trotzki war weder schlampig noch unverbindlich. Wäre er 1941 noch Oberbefehlshaber der Roten Armee gewesen, hätte sich 1943 der Eiserne Vorhang an der Atlantikküste über Europa gelegt :-).

  65. Ein wunderbarer Don heute...
    Ein wunderbarer Don heute wieder einmal. Ich weiß auch noch genau, wann ich vom Tod Jörgis erfahren habe. Das war aber auf der Autobahn zwischen Hanau und Offenbach. Es gbit schönere Orte aber es gibt Dinge, die vergisst man nicht.

  66. Waiwai, nein, ich meine...
    Waiwai, nein, ich meine natürlich nicht seine Gattin, sondern seinen Nachfolger.

  67. ""Haider war mit Sicherheit...
    „“Haider war mit Sicherheit kein lupenreiner Demokrat, Guttenberg bestimmt!“ Das ist möglich, aber sind es die Angehörigen des o.g. Teils der Bevölkerung, welchen ich nur deshalb nicht als Mehrheit bezeichnen mag, weil ich bezweifle, dass die entsprechende Umfrage repräsentativ war ? Oder handelt es sich bei jenen Verblendeten eher um Untertanen ???“

    Ist Ehrlichkeit eine Untermenge von Demokratie (oder umgekehrt)?

  68. "An dem PERLTE alles AB, alle...
    „An dem PERLTE alles AB, alle Lügen, alle Skandale…“
    Teflon Jörg würde man ihn (auf E) nennen.

  69. @Plindos 02. März 2011,...
    @Plindos 02. März 2011, 19:30
    „Erst am 11. Dezember 1941 erklärten die USA Deutschland den Krieg.“

    Auch auf die Gefahr hin, Oberlehrer zu spielen: Deutschland erklärte den USA den Krieg, nicht umgekehrt.

  70. @DA: Guttenberg soll mit...
    @DA: Guttenberg soll mit seinem Rücktritt gezeigt haben, dass er anders ist? Das sehe ich nicht so. Ich stimme aber Blackjack zu, wenn er sagt, dass Guttenberg zurückkommen wird – genau dafür hat er nämlich in seiner Rücktrittserklärung den Grundstein gelegt: Er geht nicht hauptsächlich wegen seines Plagiats. Er geht wegen der „dramatischen Verschiebung der Aufmerksamkeit zulasten der mir Anvertrauten“. Er geht weil die „mediale Betrachtung fast ausschließlich auf die Person Guttenberg und seine Dissertation statt beispielsweise auf den Tod und die Verwundung von 13 Soldaten abzielt“.
    Es sind also – mal wieder – andere die die Fehler machen – in diesem Fall Presse und Öffentlichkeit. Guttenberg stellt sich als Opfer dar. Oder, wie (glaube ich) Spiegel-Online schreibt, er bildet eine Dolchstosslegende. Daran erinnern sich später Stammtische mit Hilfe der Bild. Das hilft beim Weidereintritt in die Politik. Nebenbei stellt er beim Abtritt mal noch klar, dass die Bundeswehrreform praktisch schon fertig ist. So kann er sich später mal – sollte diese Reform gelingen – mit den Lorbeeren seines bemitleidenswerten Amtsnachfolgers schmücken.
    Mit diesem Rücktritt hat Guttenberg mitnichten gezeigt, dass er anders ist. Ausser demagogischem Talent hat er bisher keine Fähigkeiten unter Beweis stellen können. Vielleicht hat er ja keine.

  71. Recht spitzbübisch - wie...
    Recht spitzbübisch – wie wär’s mit einem Ausflug zum Literaturpapst? MRR trägt auch nur dick auf…

  72. Eljenso, ohne mich an...
    Eljenso, ohne mich an Spekulationen beteiligen zu wollen: Kann es nicht auch sein, dass er zum Schluss kam, dass er sich den ganzen Krempel mit nervigen Journalisten, unsicheren Parteifreunden, einer wackelnden Kanzlerin und Kai Dieckmann nicht mehr geben muss – vor allem, weil die vin ihm nur wollen, dass er den Karren zieht? Vielleicht macht er ja wirklich was anderes. Wie schon erwähnt: Bioprodukte mit Guttenbergschem Wappen. Ich brunge ja auch gern aus Mantua Reis mit dem Gonzagawappen mit.

  73. @ Blackjack, K.T. wird jetzt...
    @ Blackjack, K.T. wird jetzt erst mal von der Staatsanwaltschaft unter die Lupe
    genommen. Bleibt zu hoffen, dass diese nicht an der gegelten freiherrlichen Ober-
    fläche abgleitet. Fakten zählen, warum nur ist das so schwer zu verstehen?

  74. Dazu noch ein...
    Dazu noch ein Link:
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/staatsanwaltschaften-hof-und-berlin-bereits-strafanzeigen-gegen-guttenberg-1.1067179
    Angesäuerte Juristen, würde ich meinen.

  75. Who made who, who turned the...
    Who made who, who turned the screw?
    Ain’t nobody told you, who made who?
    Who made you?
    Who made who? (who made who)
    And who made you? (who made who)
    yeah yeah yeah
    Nobody told you
    AC. DC.
    .
    Was für ein Anstand in dem Beitrag mitschwingt…….

  76. ThorHa@:Sorry, wo Sie recht...
    ThorHa@:Sorry, wo Sie recht haben, da haben Sie recht.

  77. THORHA.
    .
    Ich will ebenfalls...

    THORHA.
    .
    Ich will ebenfalls nicht oberlehrerhaft sein.
    Die USA unter Roosevelt (also er selbst) haben ab dem 11.09.1941 Befehl gegeben auf alle gesichteten deutschen U- Boote das Feuer zu eröffnen.

  78. Staatsanwaltschaften? Mit auch...
    Staatsanwaltschaften? Mit auch meinen Steuergeldern finanzierte Zeitverschwendung. Selbst wenn ein Richter in der drittenm Instanz nach 5 Jahren zum Urteil „Betrug“, also Vorsatz, kommen sollte – der justitiable immaterielle wie materielle Schaden würde bestenfalls eine Geldstrafe rechtfertigen. Für den Knast würde es niemals reichen, also kann man sich den Unsinn auch sparen. Und wer tatsächlich geschädigt wurde, kann seine Ansprüche zivilgerichtlich durchsetzen, da ist eine Strafgerichtsbarkeit eh nicht zuständig. Auch wenn es allen hart arbeitenden, ehrlichen Akademikern in der Seele wehtut – Schäden an DER Wissenschaft sind genauso wenig justitiabel wie solche an DER Politik.

  79. @DA
    also ich habe den tod...

    @DA
    also ich habe den tod haiders aus der „umsonst oder 50 cent“ zweitung sonntag morgen in der 2er in wien erfahren. eigentlich in sehr skuriller augenblick. seien antijüdischen sprüche außen vor, ging danach alles seinen gewohnten gang. nach der nationalratswahl gab es bald, wie von ihm angedeutet, die von konrad gewünschte große koalition und der buwog skandal bleibt an der fpö/bzö hängen, so als hätten die wiener staädtische und die raiba nicht verdient daran.
    letztes we gab es ein interview von herrn dorfner (ja der darstellea aus indien) mit dem landesjägermeister nö’s aus dem glaspalst am stadtpark mit blick über wien – v.a. erster bezirk. selten soviel demut eines kabarettisten gesehen. als konrad ihn dann noch gelobt hat, war sein glück perfekt.

  80. Guttenberg, dem ja jetzt...
    Guttenberg, dem ja jetzt plötzlich nur Schlechtes nachgesagt wird, scheint ja eben doch eine beeindruckende Persönlichkeit gewesen zu sein, die vielen nicht gepasst hat, weil sich jetzt derart viel Verachtung Bahn bricht, und selbst die bessere Gesellschaft – oder die, die sich dafür halten – noch schnell nachtreten müssen. Ich habe schon viele Politiker erlebt, die während oder vor ihrem politischen Wirken schuldig wurden, z.B., aber nicht abschließend, Nazis waren, Polizisten verprügelt oder Steuern hinterzogen haben, Meineide, Unterschlagungen, Spesenbetrug, Kinderpornographie, und, und und ……. und die Wiedervereingung hat dann nochmal einen ganzen Schwung obskurer „Ehrenmänner“ in Amt und Würden gebracht, von denen einige heute noch wirken, weil ihnen mit rechtsstaatlichen Methoden nichts nachzuweisen ist, aber ich habe es noch nie erlebt, daß um einen von diesen ein solcher Hype losgetreten worden wäre, wie jetzt. Selbst die FAZ, die sonst immer abgewogen berichtet, hat sich jetzt dem Kampagnen-Journalismus zugewandt und beschäftigt selbst nach Guttenbergs Rücktritt noch die halbe Redaktion und einige andere Resorts mit dem Thema.
    Er muß doch was gehabt haben, der Guttenberg, daß er einen solchen Schwall von Ablehnung und Haß auslösen konnte.

  81. Lieber HansMeiier555:...
    Lieber HansMeiier555: Verharmlosen Sie „Schnucki“ nicht fortwährend. Er war ein Populist (selbst Freunde, die seinen Rücktritt inzwischen als unvermeidlich einsehen, meinen immer noch, daß er aber ein sehr guter Verteidigungsminister war (Kundus, Abschaffung der Wehrpflicht), obwohl man daran besser begründete Zweifel behält. Er war! (ich hoffe das – und halte eine Zweitkarriere Guttenbergs in der Politik für nicht sehr wahrscheinlich) ein Nachwuchs-Atlantiker, die wir im kommenden Jahrzehnt in Europa eigentlich eher nicht brauchen können. Daß man ihn ungestraft einen Betrüger nennen und für intellektuell unredlich halten kann, ist für ihn selbst wahrscheinlich die größte Hürde. Wenn es so ist, ist es unser Glück, denn alles, was er tat, war ein Austoben seines Narzißmus – und darin ist er dann letztlich auch einem Haider nicht unähnlich…
    @ Holly01: Wer kommt denn nicht aus alter Familie? Wir stammen schließlich alle vom Affen ab… Bei eigenen Recherchen in der Familiengeschichte (Hugenotten) fiel mir auf, daß in den Stammbäumen die weiblichen Nachkommen immer sang- und klanglos verschwanden, was die Recherche sehr vereinfacht hat, andernseits die Frage aufgewarf, welcher Fiktion wir eigentlich nachstreben, wenn wir Familienforschung betreiben oder uns gar auf die Ancienität im Gotha was zugute halten… Gut, wenn die Männchen die eigentlichen Träger der Gene wären! Die Biologie ist zumindest zur Zeit anderer Ansicht…
    .
    Werter Don, eine dringende Bitte, treten Sie zurück angesichts vereister Rodelbahnen. Die alte Eiche wartet schon…ein Stück Himbeertorte mit viel Creme hat doch entschieden mehr Charme. Man soll aus dem Ende anderer auch etwas lernen. Wie heißt es schon im Struwwelpeter, den ich als unverzichtbare historische Quelle immer gerne zitiere:
    Bautz! Da geht die Türe auf,
    Und herein in schnellem Lauf
    Springt der Schneider in die Stub
    Zu dem Daumen-Lutscher-Bub.
    Weh! Jetzt geht es klipp und klapp
    Mit der Scher die Daumen ab,
    Mit der großen scharfen Scher!
    Hei! Da schreit der Konrad sehr…

  82. Wir nehmen dann eben einen...
    Wir nehmen dann eben einen vorbestraften Minister oder Bundeskanzler, wenn wir
    nur unseren Gutti wieder bekommen. „Ein fähiger Kopf“ (Seehofer) in welcher
    Disziplin bitte (außer Lüge und Betrug) ist er denn fähig, politisch? Nicht wirklich!

  83. Böhmenfürst, erstens habe...
    Böhmenfürst, erstens habe ich nachweislich von Guttenberg noch nie mehr als von anderen Politikern gehalten, wenn sie nicht gerade echte leistung brachten, zweitens schreibe ich das schon länger und drittens bin ich ziemlich autonom. Absprachen gibt es keine.

  84. Werter ThorHa: Früher gab es...
    Werter ThorHa: Früher gab es in der Strafprozeßordnung als Sanktionsinstrument noch die „Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte“. Eine Geldstrafe wegen Betrugs erfüllt in gewissem Grade bei Verfehlungen wie die des Herrn Guttenberg die gleiche Funktion und ist daher nicht unzweckmäßig… Im übrigen ist die Gleichheit vor dem Gesetz ein fundamentales Prinzip einer verfassungsmäßigen Ordnung. Und es ist ein bekämpfenswürdiger Populismus, wenn Sie meinen, das mache in dieser Kausa keinen Sinn. Die leider oft zu beobachtende Unfähigkeit der Staatsanwaltschaft, solcherlei „Weiße-Kragen-Kriminalität effizient zu verfolgen, hat in manchen Kreisen leider dazu geführt, die strafrechtlichen Normen als unerheblich zu betrachten…

  85. Über Guttenberg als Person...
    Über Guttenberg als Person kann ich mich nicht aufregen. Andere haben in und außerhalb der Politik weitaus schlimmere Dinger gedreht als nur ein bissel Titelbetrug.
    .
    Irgendwie mag ich ihn sogar, weil er wie ein (unfreiwilliger) Eulenspiegel jedermann den Zustand der politischen Kultur vor Augen geführt hat, so ähnlich wie vor 100 Jahren der Hauptmann von Köpenick.
    .
    Seine persönliche Tragik ist, dass er sein Showtalent nicht im showbiz ausleben wollte, sondern in der richtigen Politik, für die er nun mal nicht gemacht ist und in die er auch nicht zurückkehren wird.
    .
    Habe in den letzten Tagen viel an Lafontaine gedacht.

  86. @Plindos und @Schluchten-Ossi:...
    @Plindos und @Schluchten-Ossi: Ja, Sie haben Recht, im bunten Roosevelt-Clan aus der alten holländischen Buntekuh-Mischpoke verheddert man sich (ich mich) immer wieder ;-))
    Immerhin, der erste, Teddy R., hat die Industriemonopole zerschlagen ohne erschossen zu werden und den Panama-Kanal gebaut, ohne pleite zu gehen. Das überlebt nicht jeder!

    Tja, und der zweite, Franklin D.R., war wohl so „sauber“ wie sein Zwangsverbündeter Churchill, der ihm vermutlich die Japaner nach Pearl Harbour geschickt hat, um die Kiste ans Rollen bringen… Dieser Brite steht bei mir auf der Stufe von Hitler und Stalin, auch wenn das in Mainstream-Ohren nach Blasphemie klingt.

  87. specialmarke 02. März 2011,...
    specialmarke 02. März 2011, 21:01

    Würde Ihnen gerne zustimmen, kann das nur leider nicht. Die „Unfähigkeit“ der Staatsanwaltschaften zur Verfolgung weitgehend immateriellen Schaden anrichtender Taten hat in erster Linie mit dem Kosten/Nutzen Verhältnis zu tun. Denn (nicht nur) ich hätte sehr wenig Verständnis dafür, dass man sich um z.B. einen potentiellen Vergewaltiger nicht kümmert, weil man Kopisten im rein geistigen Bereich nachjagt.

    Wenn man mal davon absieht, dass zwischen dem Verstoss gegen wissenschaftliche Zitierregeln und der ersten strafrechtlich (!) relevanten Tat (Urheberrechtsverletzung) eine weite Strecke liegt, es also gar nicht ausgeschlossen ist, dass ein Gericht Guttenberg öffentlich bescheinigen muss, NICHT gegen Recht und Gesetz verstossen zu haben

  88. Wenn er unbedingt Politiker...
    Wenn er unbedingt Politiker sein will, dann umso schlimmer für ihn. Er wird ein Bild abgeben wie Lothar Matthäus als Bundestrainer. Die CSU-Granden werden ihm sagen, er solle sich erstmal in der dritten Liga bewähren.
    Die Boulevardmedien werden immer dabei sein und genüßlich über jede weitere berufliche und private Niederlage berichten.

  89. Don Alphonso

    Von Guttenberg...
    Don Alphonso
    Von Guttenberg nichts zu halten, steht ja in jeden Don’s Belieben. Was glauben Sie, von wem alles ich nichts halte. Aber daß alle jetzt so haßerfüllt über den Guttenberg herfallen, das erstaunt mich doch sehr negativ.
    Und daß man sich über den Tod eines Menschen, der einem nichts direkt getan hat, und sei es auch der unsägliche Haider, so freut, wie Sie damals, das macht man nicht, auch nicht in der besseren Gesellschaft. Das kann ich Ihnen versichern.

  90. Ich find Schnucki gut....
    Ich find Schnucki gut.

  91. @Plindos und @Schluchten-Ossi:...
    @Plindos und @Schluchten-Ossi: Ja, Sie haben Recht, im bunten Roosevelt-Clan aus der alten holländischen Buntekuh-Mischpoke verheddert man sich (ich mich) immer wieder ;-))
    Immerhin, der erste, Teddy R., hat die Industriemonopole zerschlagen ohne erschossen zu werden und den Panama-Kanal gebaut, ohne pleite zu gehen. Das überlebt nicht jeder!

    Tja, und der zweite, Franklin D.R., war wohl so „sauber“ wie sein Zwangsverbündeter Churchill, der ihm vermutlich die Japaner nach Pearl Harbour geschickt hat, um die Kiste ans Rollen bringen… Dieser Brite steht bei mir auf der Stufe von Hitler und Stalin, auch wenn das in Mainstream-Ohren nach Blasphemie klingt.

  92. specialmarke, als genauer...
    specialmarke, als genauer Jurist sollten Sie den alten § 32 StGB nicht in StPO befördern. Und die Dämlichkeit der Staatsanwälte in Wirtschaftsfragen liegt wohl eher daran, dass sie nicht mehr zur objektivsten Behörde der Welt gehören, sondern politisch gesteuert werden. Allein das Auflegen bestimmter Emissionspapiere erfüllt doch schon den Tatbestand des versuchten Betruges.

  93. In der psychologischen...
    In der psychologischen Heilkunde sagt man wohl „narzistische Persönlichkeitsstörung“ dazu. Guttenberg und Sarrazin sollten ein Duumvirat bilden! Einer König der Herzen, der andere der Mann fürs Grobe. Die Doppelspitze für das nächste Jahrzehnt.

  94. Ich habe sprechen gelernt...
    Ich habe sprechen gelernt (nicht gut, ich weiß) in England, am Imperial College, nach meinem Studium in Berlin. Debate, zu einem kontroversen Fachthema die Gegenpositionen so pointiert wie möglich positionieren, nicht mit Meinungen, sondern mit den vorhandenen figures and facts, Science eben. Ich fand das großartig, für mich eine riesige Überraschung. Bis heute höre ich die schärfsten und klarsten Debatten in England, meist heiß gepfeffert mit Humor, Satire und Spott, in diesem Geburts- und Heimatland des free speech. Aus Teutonien kannte ich nur eher wenig und ungern begründete Verkündung von Wahrheit, Richtig und Falsch und andererseits vor Betroffenheit und Entrüstung bebend stammelnde Zeitgenossinnen und Zeitgenossen, die ein ubiquitär selbstverständliches Maul halten, Klappe halten, verkrampf und erregt zu durchbrechen versuchten. Auch die Unterscheidung zwischen fokussierter Sachargumentation und persönlichen Beschädigungsschlachten, in denen jeder seinen eigenen Fantasien freien Lauf lässt, habe ich erst in England kennen gelernt. Die haben uns da ein Stück Zivilisation voraus, finde ich heute immer noch. In Kalifornien an der Uni habe ich hemdsärmelige Hemmungslosigkeit und ein wenig mediterraner Ungezwungenheit kennengelernt und wirklich genossen. Im Labor ging es dort sprachlich deftig zu. Facts and figures, ihre Belastbarkeit, Tragfähigkeit, Reproduzierbarkeit, darauf kommt es an, weniger darauf, wer etwas sagt, wo der herkommt, was er an hat, oder ob der überhaupt etwas sagen darf. Jeder darf, wie er mag und kann. Ich fand das wunderbar. Ich finde free speech wirklich wichtig. Maul halten, Denk- und Sprechlizenzen halte ich nicht wirklich für produktiv. Die Fragen müssen raus und auf den Tisch, gestammelt, unbeholfen, oder geschliffen, kontrovers oder nicht, es sind Beiträge, die unser Grundgesetz ermutigt, und ohne die res publica es auf die Dauer immer schwer haben wird. Insofern fand ich diesen Blog hier mit seinem episodischen Schwenk zur unverschnörkelten Tagespolitik und seiner Offenheit ein wirklich positives Erlebnis. Besten Dank.

  95. hallo

    "Er muß doch was...
    hallo
    „Er muß doch was gehabt haben, der Guttenberg, daß er einen solchen Schwall von Ablehnung und Haß auslösen konnte. “
    schrieb Böhmenfürst
    klar – hatte er, das hochstabler syndrom
    siehe google
    DAS MÜNCHHAUSEN-SYNDROM
    Die Lügengeschichten des Freiherr von Münchhausen sollen uns nur unterhalten. Doch es gibt auch ein Krankheitsbild, das diesen Namen trägt: …

  96. Ich habe bis gestern gedacht,...
    Ich habe bis gestern gedacht, daß KT Bundeskanzler wird. Heute weiß ich, daß KT Bundeskanzler wird. Rufmord und Mord sind ein und dasselbe. Zu Ciceros Zeiten war Rufmord sogar das einzige Verbrechen – für Freie -, auf das die Todesstrafe stand. Die Linke ist viel zu doof und unverschämt, um diese einmalige Chance nicht zu versplelen. Nicht einmal semper aliquid haeret hat sie drauf. Man hätte KT immer wieder darauf ansprechen können – das wäre effizient gewesen. Aber es mußte gleich Schaum vor den Mündern und Kreuzigung sein. Ihr habt einen Märtyrer aus KT gemacht. Ich bedanke mich für so viel Blödheit. Die Linke hat jetzt nur noch die Fortuyn-Option. Vorweggenommen hat sie sie ja schon in gewisser Weise. An Blödheit und Bösartigkeit ist die Linke KT so weit voraus, daß sie ihn an dieser Front nicht zu fürchten braucht. Aber im Innern weiß die Linke von ihrer Hilflosigkeit. Deswegen diese Überreaktion selbst nach dem Maßstab der Linken.

  97. Es gibt natürlich diese...
    Es gibt natürlich diese Haider – Gadaffi Connection : diese Verbindung von Braun zum Islam …gabs doch immerschon und alle haben doch die gleichen Ziele -allerdings links , rechts (grün) oder gleich Nazi -wo ist der Unterschied ?
    Wem Haider einfach zu viel Schnee von gestern und zu wenig Gutemberg bietet der findet hier : http://www.pi-news.net/ auch mal was zum nachdenken …und schreiben.

  98. @DA: Haider, hm. Eine höchst...
    @DA: Haider, hm. Eine höchst eigenartige Gestalt, die ich nie recht verstanden habe. Immerhin wird sie mir durch Ihre Beschreibung etwas deutlicher. Für mich hatte er immer sowas Kleinlich-zu-kurz-Gekommenes an sich, das mich abstieß.
    Bei G. war das nie der Fall, der war mir nur von Anfang an zu überschwenglich im Liefern von Medienbildern, und als die Sache mit der Gorch Fock war, fand ich, daß er wohl mitunter zu Kurzschlußhandlungen neigt, aber so eine Art der Enthemmtheit wie sie Haider wohl hatte, ging und geht ihm mE ab.
    @ThorHa, Vroni: Erlöser und Narzissten, tja. Aber mich stört auch dieser mediengehypte „Messias, Messias“ – „kreuzigen, kreuzigen“ – Reflex, der mich seinerzeit schon bei dem Amtsantritts Obamas, aber auch bei Guttenberg irritiert hat. Dieses Totalpersonalisieren, dieses hysterische Fantum, das immer nur von einem Extrem ins andere kippt, aber kaum zur Kenntnis nehmen will, was diese Leute denn nun tun oder durchsetzen und was nicht.

  99. Wie kann man nur so viel...
    Wie kann man nur so viel Dummheit von sich geben?
    Typisch linkslinker Dreck von einem Wichtigtuer, der nich votwärts kommt.
    Da bietet sich dann ein Blog bestens an um doch etwas auffallen zu wollen.
    Haider ist ein Held und Gutenberg ist dabei einer zu werden.
    So ist es eben mit den Realitäten. Die setzen nicht politisch anders Denkende, Schreiberlinge oder politische Feinde fest, sondern die Anhänger, also das Volk. Ein Teil zumindest.
    Wieviel Doktoren und Professoren sitzen den im Parlament, die sich genau auf die gleiche Weise ihre Promotionen erschwindelt haben, als es Gutenberg getan hat? Die Hälfte dieser Titelträger, ob in der Wirtschaft oder im öffentlichen Leben, ob an Universitäten oder in Ämtern sind es zumindest!
    So ist es einfach!

  100. Mit Ihrer derartig...
    Mit Ihrer derartig betonpfahlgesäumten Hirnstrecke, mein Bester, würde ich beim betrunkenen Kommentieren eher etwas langsamer tun.
    .
    colorcraze, Haider verstehen kann man nur, wenn man die Besonderheiten des österreichischen Politikbetriebes und der dortigen Pfründeaufteilung kennt. ÖVP und SPÖ haben das Land früher wie ein Protektorat verwaltet, und mit dem Nationalismus konnte man dort nicht aufräumen, weil immer eine Mehrheit der Parteien entweder bei den Nazis oder bei den Austrofaschisten anknüpften. Die ÖVP hatte bis in die Ära Schüssel nur sehr wenig mit dem zu tun, was bei uns als konservativ gilt.

  101. Hach ja, so ist das eben mit...
    Hach ja, so ist das eben mit den „Verschwörungstheorien“. Was nützt einem da noch der Hinweis auf die Tatsache, daß der Zeitpunkt der Enthüllungen in der „Causa Guttenberg“ keineswegs Zufall war, sondern wahlkampfstrategische und machtpolitische Gründe hatte. Bevor der falsche Eindruck entsteht: ich will Guttenberg keinesfalls zum Opfer oder gar Märtyrer verklären.
    Trotzdem muß ich mir die Frage stellen, was schwerer wiegt, besonders, wenn man mit Begriffen wie Moral und Anstand hantiert: eine abgeschriebene Doktorarbeit oder ein deutscher (!) Außenminister, der einem Holocaustleugner und Homosexuellenmörder, einem Soziopathen und Menschenschinder aus Teheran mit einem Lächeln die Hand schüttelt. Oder wenn Claudia „Be Sorry!“ Roth, die ansonsten nie müde wird, jedem, der aus Versehen auf einen Marienkäfer tritt, vor lauter Entrüstung anspringt wie ein tollwütiger Pitbull, vor einem solchen Regime katzbuckelt. Was könnte schwerer wiegen für das Vertrauen in unsere „Werte“?
    Und ist es nicht viel schöner, einfacher, bequemer und anständiger, sich wortreich, blumig, in seliger Selbstgerechtigkeit und mit den Werkzeugen mühsam anstudierter humanistischer Gymnasialbildungsrhetorik an einem Gefallenen Freiherrn abzuarbeiten statt an so manchen anderen, viel empörenderen, verstörenderen, skandalöseren, obszöneren, kurz: viel schlimmeren Vorfällen und die entsprechenden Fragen zu stellen?
    Über einen stattlichen Zeitraum wurden zahlreiche deutsche Journalüftchen nicht müde, sich mal wieder als aufrechte Helden, Tugendwächter, Ritter von der besonders edlen, milchschokoladigen Gestalt zu präsentieren und seitenweise das gewohnt hypertrophe, lediglich der Wahrheitsfindung, keinesfalls der Auflage dienende Entrüstungsejakulat zu verspritzen – aber niemand kommt auf die Idee zu fragen, warum ein Gysi immer noch aktiv Politik betreiben darf?
    Sich dann aber wundern, warum eine gewisse Facebook-Aktion in kürzester Zeit soviele Anhänger findet, allerdings nicht, um Guttenberg „reinzuwaschen“, sondern – kapiert´s endlich – weil sie von eurem „Stil“, eurem kirstallklaren Blick auf die Realität, eurer Seriösität und eurem, prust, Anstand, wenn es darum geht, Spott und Häme auszugießen, die Schnauze gestrichen voll haben.
    Ihr seid schon ein niedliches Völkchen, hihi.

  102. "Schnucki muß Minister...
    „Schnucki muß Minister bleiben“ — „Wir haben Schnucki trotzdem lieb“
    .
    Die letzten Tage habe ich immer wieder solche Kommentare unter FAZ-Artikel gepostet, die dann regelmäßig tiefrot bewertet wurden.
    .
    Die zusammengerotteten Wutbürger konnten wollten da keine Ironie mehr erkennen.

  103. Benno Constantine, wenn Sie...
    Benno Constantine, wenn Sie hier mehr gelesen hätten, wüssten Sie, dass ich keinesfalls einem lupenreinen Anstand das Wort rede, sondern eher einem menschlichen Umgang mit Fehlern, ohne mich zu sehr an Idealen, die ich selbst nicht in grosser Zahl besitze, aufzuhängen. Der Ex-Minister hat die Latte selbst so hoch gehängt; ich würde das eher nicht machen wollen.

  104. @DA
    "Die ÖVP hatte bis in die...

    @DA
    „Die ÖVP hatte bis in die Ära Schüssel nur sehr wenig mit dem zu tun, was bei uns als konservativ gilt.“
    wieso ist das jetzt anders ?

  105. Seehofer wartet heute mit...
    Seehofer wartet heute mit einer ausformulierten Dolchstoßlegende auf: die Heimatfront (Schavan, Lammert) sei dem Ex-Minister in den Rücken gefallen, vor dem Feind sei man eigentlich unbesiegt geblieben. Kein Wort davon, dass die eigene Strategie schon in den ersten Tagen an der Wirklichkeit scheiterte, kein Wort davon, dass trotz medialer Massenschlachten und BILD-Einsatz eben kein Boden gutgemacht werden konnte. Kein Wort auch davon, dass die Ziele selbst illegitim waren.
    Nun, solche Leute, lamettabehangen, wählen die Deutschen gewöhnlich hernach zu ihrem Präsidenten. Plant Seehofer da etwas?

  106. Auch wenn es diesmal nicht...
    Auch wenn es diesmal nicht geklappt hat.
    .
    Die Gossenmedien haben gemerkt, wie groß ihre politische Macht, ihr Manipulationspotential schon ist. Sie können direkt in die CDU hineinregieren. Das macht Lust auf mehr, da ist unglaublich viel „Musik drin“.
    .
    Schnucki war nur der erste, unausgereifte Prototyp eines neuen Politikmodells.
    .
    Der Feudalismus kommt.

  107. Ein Link zum schmunzeln oder...
    Ein Link zum schmunzeln oder Kopf schütteln :
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34285/1.html

  108. @naupilus, um 00.00hrs: "Ich...
    @naupilus, um 00.00hrs: „Ich habe sprechen gelernt (nicht gut, ich weiß) in England, am Imperial College, nach meinem Studium in Berlin…“
    .
    Ihre anglomanische Begeisterung für Klartext hält Sie aber nicht davon ab, in neudeutschem Floskelsprech politisch-korrekt-bevormundet von „Zeitgenossinnen und Zeitgenossen“ zu schwadronieren. Da haben die Engländerinnen und Engländer ja Glück, in ihrer analphabetensicheren Schmalspursprache nicht in Männlein und Weiblein auseinander palavert zu werden. Nur deutsche Erbenszählerinnen und Erbsenzähler scheinen fähig, die eigene verstorbene Sprache bis zur Unkenntlichkeit zu sezieren.
    .
    Ich hatte mal das zweifelhafte Vergnügen, den ebensolchen Ex-Premier Tony Blääh in einer Unterhausdebatte zu erleben. Mein ungetrübter Eindruck: Eine Sitcom-Show wie aus Feder eines Hollywood-Drehbuchschreibers. Von free speech keine Spur. Pure Phrasendrescherei. Hätte nur noch dieses künstlich vom Tonband abgespielte Voice-Over-Publikumsgelächter gefehlt. Seitdem, und nicht nur deshalb, kommt mir kein RTL-„Comedian“ mehr auf den Bildschirm.
    .
    Kein Wunder, dass Sie Ihre bewunderten Kalifornierinnen und Kalifornier am Ende gar zu Musterknabinnen und Musterknaben der altrömischen res publica verrühren. Rührend!
    .
    Werte/Werter naupilus, würden sich Ihre Amerikanerinnen und Amerikaner auf den perfekten Klartext ihrer eigenen Verfassung besinnen (und Ihre Engländerinnen und Engländer auf die Tatsache, dass sie trotz Empire-Status eine solche noch immer nicht zustande gebracht haben), dann müssten wir uns hierzulande um unser Grundgesetz keine Sorgen machen und hätten auch längst unsere eigene längst überfällige Verfassung. Bis dahin ist der Terminus res publica ein schlechter Comedian-Witz für das, was wir de facto haben. Just for fun…

  109. Hansmeier555, nicht...
    Hansmeier555, nicht „Feudalismus“ kommt m. E., sondern Bonapartismus, v. a. wenn man, wie Sie, die Rolle und den Einfluss der Gossenmedien zur Machtsicherung in Rechnung stellt.

  110. BertholdIV, ich meine mich...
    BertholdIV, ich meine mich erinnern zu können, dass nach dem Ende der Ära Schüssel das Bild von Dollfuss im Parlamentsclub abgehängt wurde, und in Ländern wie Tirol hat sich ja wirklich was geändert.
    .
    Jonas Amazonas, für Seehofer ist die Sache durchaus gefährlich, wenn er keinen Schuldigen präsentieren und damit die Partei einen kann: Schliesslich muss man jetzt wieder mit ihm leben, und das ist für manche vermutlich schlimmer als der Tod. Ich würde das alles gar nicht überbewerten, man will halt nicht schuld sein und braucht Schuldige.

  111. So ist es eben, wenn man in...
    So ist es eben, wenn man in Devotheit und ewiger Schuldeinbekenntnis sich zwar des Deutschen bekennt, aber sich davor fürchtet, nationale Bekenntnisse einzugehen, ohne sich zum Nationalsozialismus zu bekennen.
    Wenn du dir anmaßt , Don Alphonso“, Österreich zu kennen, dann lerne zuerst die Geschichte Deutschlands. Wo laufen Massen von Rechtsradikalen und Linksradikelen mit Steinen und Stöcken herum? Wohl in Deutschland! Wogegen in Österreich ein kleiner Haufen den Behörden bekannt, sich aus ihren Löchern nicht heraus wagen. Da sind eher die Linken Idioten zu erwähnen.
    Da bin ich gerne betrunken wenn du meinst. Und sehe trotzdem klarer als ein linker Genosse mit Monumenten gestriger Machthaber im morschen Kopf.
    Haider- mit all seinen Fehlern und Fehlleistungen- hat Österreichs Politsystem aufgeweicht und zerschlagen. Seitdem spürt man ein wenig Demokratie, auch wenn die Qualität dieser Demokratie und der Politiker in diesem Land zu wünschen übrig läßt. Poroporz und Pfründewirtschaft da und dort wurden etwas nach unten gedrückt, andererseits aus anderen Richtungen neu eingeführt. So in Germanien und so in Austria. Das ist ureigenstes Politikerstreben.
    Wo funktionieren Lobbys den besser als in Deutschland?
    Wo wird Macht noch deutlicher zelebriert als in Deutschland? Da kann Österreich nicht mithalten.
    Ein Land, dass sich von Internetforen und Blogs manipulieren läßt, so ein Land hat seine Demokratie schon auf gegeben! Viele Diskussionen um einen Politiker rund um die Uhr in jedem TV Sender, wegen eines zwar dummen Fehlers und unvorteilhaften Verhaltens beschäftigen die ach so liberalen Deutschen. Wie schwindelt man sich da an den Prioritäten vorbei! Grauslich und widerlich so ein Vorgehen!
    Ein großes Land hat immer Bedeutung in der politischen Welt, ein verlogenes und an persönlichen Defiziten leidendes wird da schon bemitleidet. So ihr „Mainsteam-Deutschland“.
    Kein Rückgrat, kein Ziel, kein Charakter, keine Werte, keine Moral!
    Solche Begriffe zu erwähnen ist für euch schon eine Überwindung.
    Wichtig ist euch nur auf jemand los zu prügeln, egal wer sich anbietet.
    Gestern Sharazin, Möllemann, heute Guttenberg.
    Ob auf der Straße oder im TV- Studio. Neuerdings auch im Internet. Da habt ihr wenigstens vom Ausland was gelernt! Von Arabern und Chinesen, von Linken und den so lieben Liberalen.
    Da ist mir ein Guttenberg, der als gloreicher Kanzler wiederkommt, beim Allerwertesten lieber als diese Weicheier, die so freundlich liberal überall hinein grinsen, wo sie nur können.
    Von Haider gar nicht zu reden, der nicht nur Österreich verändert hat.
    Haider ist schon tot, ihr braucht keine Angst mehr vor ihm zu haben!
    Ach ja, Steine und Stöcke gehören ja zu deutscher Selbstidenkifaikation. Überall, von Hamburg bis Stuttgart.
    Also „Don Alphonso“, mein Bester, trink ab und zu etwas, dann wirst du vielleicht gescheiter und siehst klarer!

  112. @Marcus Tullius, ThorHa u. a.:...
    @Marcus Tullius, ThorHa u. a.: es bleibt Ihnen doch unbenommen, jetzt eine persönliche Solidaritätsbekundung nach Guttenberg zu senden, wenn Sie diesen Betrüger weiterhin wertschätzen…
    .
    Und Sie, Lieber ThorHa, sollten Vergewaltiger nicht gegen Betrüger ausspielen, auch wenn das Guttenberg schon vorgemacht hat, als er vor den Plagiatsvorwürfen hinter toten Soldaten Deckung zu nehmen versuchte – das ist einfach Populismus…
    .
    @hansgeier333: Danke für den Hinweis. Es handelt sich wohl aber nicht um § 32, sondern um § 45 StGB:
    .
    § 45 Verlust der Amtsfähigkeit, der Wählbarkeit und des Stimmrechts
    (1) Wer wegen eines Verbrechens zu Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt wird, verliert für die Dauer von fünf Jahren die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden und Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen.
    (2) Das Gericht kann dem Verurteilten für die Dauer von zwei bis zu fünf Jahren die in Absatz 1 bezeichneten Fähigkeiten aberkennen, soweit das Gesetz es besonders vorsieht.
    (3) Mit dem Verlust der Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden, verliert der Verurteilte zugleich die entsprechenden Rechtsstellungen und Rechte, die er innehat.
    (4) Mit dem Verlust der Fähigkeit, Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen, verliert der Verurteilte zugleich die entsprechenden Rechtsstellungen und Rechte, die er innehat, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.
    (5) Das Gericht kann dem Verurteilten für die Dauer von zwei bis zu fünf Jahren das Recht, in öffentlichen Angelegenheiten zu wählen oder zu stimmen, aberkennen, soweit das Gesetz es besonders vorsieht.

  113. Dass es mehr Demokratie in...
    Dass es mehr Demokratie in Österreich gibt, will ich nicht bestreiten: Man kann sich heute im rechten Spektrum zwischen drie grösseren Parteien – ÖVP, FPÖ und BZÖ – entscheiden, zusammen mit Sagersagern a la mode und jeweils nettesten Skanadelen – dös woa dem Haider sei Leistung. Ansonsten wohne ich nur 15 Kilometer von der Grenze zum Balkan entfernt – ich kenne also Österreich recht gut.

  114. @Blackjack: Ich meine...
    @Blackjack: Ich meine Vollpfosten, die einem Vollpfosten applaudieren.

  115. @Benno Constantine, 09.05 Uhr....
    @Benno Constantine, 09.05 Uhr. Ich kann jede Zeile Ihre Zornrede unterschreiben. Nur den ersten un den letzten Satz hätten Sie weglassen können; die passen nicht dazu, weil: Verschwörungstheorie ist Geschäftspraxis, und unser Politikgewerbe inklusive Presse (exklusive D.A.) ist das Gegenteil von „niedlich“…

  116. @Jonas Amazonas
    .
    Nach der...

    @Jonas Amazonas
    .
    Nach der französischen Revolution war Napoleon der erste, der begriffen hat, dass dass der Feudalismus wieder eingeführt werden muß. Damit war er seiner Zeit um circa 216 Jahre voraus und an dieser restauratio praecox ist er letztlich auch gescheitert.
    .
    Heute ist die Refeudalisierung ein Selbstläufer. Das Bündnis aus Kapital und Gosse stellt sich von alleine her, auch ganz ohne Napoleon. Das Ziel ist, die Demokratie zu zerstören und eine politische Kultur zu etablieren, wie sie in Entwicklungs- und Schwellenländern existiert. Dann ist für diejenigen, die schon oben sind, viel einfacher, auch weiterhin oben zu bleiben.

  117. @DA
    danke, wo sie's sagen...

    @DA
    danke, wo sie’s sagen erinnere ich mich, dass auch die seelenmesse für dollfus nicht mehr gelesen wird. ob sich in tirol was geändert hat?

  118. @ specialmarke: Ich meinte den...
    @ specialmarke: Ich meinte den alten § 32 StGB vor der Großen Strafrechtsreform in 1969; Sie zitieren nunmehr den aktuellen § 45.

  119. Ich sag' das wirklich ungern,...
    Ich sag‘ das wirklich ungern, aber weil ich in 98% der Fälle immer recht habe, tue ich es trotzdem: Natürlich kann man die Gesellschaft refeudalisieren, aber dann muss man auch mit einer neuen RAF rechnen, die in ihrer verkopften Moral genauso mittelalterlich wäre wie der Rest der Gesellschaft.

    Was nun abschließend Gutti angeht: Der Mann hat aus seiner adligen Sicht eigentlich gar nichts falsch gemacht, der einfach was probiert und ist gescheitert. Bedenklicher ist das System der grauen Mäuse, die einen solchen Menschen auf Himmelfahrtskommandos schicken und natürlich ein völlig autohypnotisiertes, deutsches Volk, dass diesem Menschen zujubelt wie seinerzeit der Pöbel dem Führer.

    Ich könnte jetzt noch viele bedeutende, richtige und in sich stimmige Kommentare schreiben, aber ich bin auch nicht gerade entschlossen, in die Politik zu gehen. Da müsste mich Thomas de Maziére schon kidnappen lassen und mir anschließend persönlich in einem kanllharten Gespräch klarmachen, dass es ohne mich in Deutschland einfach nicht geht… Sehr unwahrscheinlich…:-)

  120. Erwachsene, sich selbst ernst...
    Erwachsene, sich selbst ernst nehmende Menschen sehen UFOs. Sie sehen sie zwar nur in ihrer Fantasie, sie sind sich aber trotzdem sicher, es sei äußere Realität: http://ufos.nationalarchives.gov.uk/
    http://filestore.nationalarchives.gov.uk/documents/david-clarke-ufo-podcast.mp3
    Ich mag seit je Naturwissenschaft: Experimentelle Daten, harte, belastbare, reproduzierbare Zahlen, Evidenz. Es laufen zu viele Traumdeuter, Handleser, Wahrsager durch die Welt, immer noch mit unerwartet weitreichender Kundschaft. Diese Wissenden werden böse, wenn ihnen ein Fragezeichen entgegen gehalten wird.
    „Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider Deinen Nächsten“ fand ich auch mal einen einleuchtenden Satz. Ich finde: Vorsicht mit den eigenen Gewissheiten lohnt sich immer.
    Zur Frage der Einflussgrößen für Lebenserfolg beziehe ich mich auch auf die seit vielen Jahrzehnten laufende HALCyon Studie, die auch Datensätze aus den frühen Lebensphasen enthält und mit späteren Lebensentwicklungen vergleicht.
    Besten Gruß.

  121. @nauplius
    Gerade...

    @nauplius
    Gerade Naturwissenschaftler (und von der Naturwissenschaft fazinierte Menschen) sind aber auch besonders häufig extrem abergläubisch.
    Denken Sie nur an all die Mathematiker, die an die „Neue Chronolgie“ glauben und behaupten, dass Karl der Grosse nie gelebt hätte, etc.
    .
    Die science fiction heißt nicht umsonst so.

  122. ...
    http://meedia.de/nc/details-topstory/article/XXX_100015431.html
    Das ist „Don Alphonso“!
    Neurotisch, schitzophren, paranoid oder nur ein Wichtigtuer?

  123. Traumdeutung (geträumt zu...
    Traumdeutung (geträumt zu haben mit dem Papst geschnackserlt zu haben) ist Psychoanaylse.
    Und die Gründung des Staates Israel hat nichts mit dem Judentum als Religion zu tun, genausowenig wie biologische Reproduktion mit dem Christentum.

  124. Tschiling, Sie sind nicht...
    Tschiling, Sie sind nicht zufällig diese Anruferin?
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=0LXGYMfG7bQ
    .
    Jedenfalls, Sie helfen meinem Eindruck von Guttenbergern durchaus nach.

  125. Sich dermaßen selbstgefällig...
    Sich dermaßen selbstgefällig und herablassend über Haider & Co. zu äußern – ist das nicht genauso „populistisch“ (in der BRD)?
    Komisch, immer wenn Sie „politische“ Themen beschreiben, wirkt das bemüht und aufgesetzt. Sicher, Ihre dauerhafte und penetrante Herablassung wird offensichtlich ganz bewußt eingesetzt, um Leserreaktionen zu bewirken. Doch trotzdem: Schuster bleib bei deinen Leisten.

  126. Ich wüsste ehrlich gesagt...
    Ich wüsste ehrlich gesagt keine andere Haltung gegenüber Haider als genau das: Herablassung.

  127. Marcus Tullius@:Hier im Blog...
    Marcus Tullius@:Hier im Blog hatte ich mehrmals darauf hingewiesen, daß die „Linke“ (subsummiert Linke, Grüne, SPD) mit ihrer eigenen Befindlichkeit zu kämpfen hat, allein wenn man deren Figuren sich näher ansieht wie der Schnoddrikus und Socialworker (-street) damals J. Fischer oder jetzt die Dame C. Roth. Herr Gabriel ist auch nicht der Bringer ebensowenig Herr Trittin.
    Mit dem „etwas bleibt immer hängen“ konnten sie alle nicht umgehen, es fehlen ihnen rhetorische Florettfighter. Vom durchschlagenden Programm samt Stil ist bei allen Parteien nichts zu holen, es herrscht Phrasen-Düsternis (ausserdem Kneifen vor der Realität pur, sobald es an die Umsetzung geht).
    ..
    yast2000@: Neudeutsch, narzisstisch: Sie werden von mir getoppt…und mein Ghostwriter in einem zukünftigen brandneuen Kabinett (ohne grau);-))
    ..
    HansMeier555@: Ja sind denn die Völker und ihre Klassen in Ägypten, Libyen, Tunesien blind, solch bewährte Kräfte wegzuschubsen? Ihre Propagierung der Refeudalisierung bedarf unbedingt einer kreativ-kundigen, juvenil aufgefrischten PR-Mannschaft.

  128. Entschuldigen Sie meine...
    Entschuldigen Sie meine Begriffsstutzigkeit; tatsächlich habe ich erst kürzlich bemerkt, dass der Titel dieses Blogs ja mit demjenigen des berühmten Bildes von George Grosz identisch ist; nun ja, ich stand wohl etwas auf dem Schlauch.
    Vor diesem Hintergrund passt allerdings der aktuelle Beitrag, nur an der Oberfläche „politischer“ als gewöhnlich, ausgezeichnet! Und die Ausführung dieses Sittengemäldes in Öl ist sprachlich auch kongenial reproduziert.

  129. Don, nach Ihren youtube-link...
    Don, nach Ihren youtube-link ist es mir unverständlich, warum es seinerzeit einen Aufstand gegen Trainer Meyer in Gladbach gegeben hat. Alle Anständigen hätten gegen KTG aufstehen oder sich herablassen müssen!

  130. @Plindos
    Die Araber stehen...

    @Plindos
    Die Araber stehen erst am Beginn dieses Zyklus. Im günstigsten Fall, im ungünstigeren kommt einfach der nächste KLeptokrat. Und findet ein Mittel, Al Jazeera abzustellen.

  131. @ Don Alphonso

    Wie das? Sie...
    @ Don Alphonso
    Wie das? Sie schreiben von ihren Eindrücken und „helfen… nach“.
    Wo sie sonst doch und immer die Erkenntnis und das Postulat für sich in Anspruch nehmen.
    Beginnen sie zu schwächeln?

  132. Artikel wie diese kann man...
    Artikel wie diese kann man wohl nicht anders denn als bewußte Irreführung bezeichnen.
    .
    http://www.zeit.de/2011/10/Guttenberg-Ruecktritt-Internet

  133. Feudalismus? Erstaunlich,...
    Feudalismus? Erstaunlich, dass diese Forumsrunde erst seit Guttenberg wieder feudale Strukturen entdeckt.
    Noch erstaunlicher, dass man zu dieser Wirtschaftsform den ewigen Bösewicht Napoleon aus alten Agrarzeiten bemüht, obwohl es allein die Franzosen waren (wenn auch 500 Jahre nach den Schweizern), die den Feudalismus mittels selbigem Kampfbegriff während ihrer Revolution ausgetrieben haben.

    Noch heute können sich Frankreichs aufgeklärte Bürger als einzige in Europa das Vergnügen leisten, kleine Männer zu kleinen Königen zu krönen, um sie gleich darauf wieder einen Kopf kürzer zu machen. Das hat der schnarchnasige Deutsche Michel bis heute verschlafen. Hierzulande dürfen Revolutionen nur nach Vorschrift aus dem Leitz-Ordner der turnusmässigen Siegermächte stattfinden. Seien es die protestantischen Wikingertruppen über die Gotteskrieger aus dem Vatikan, oder die hyperfeudalen Moskauer Betonköpfe und Londoner Bomben-Bänker über die preussisch-österreichischen Herrenmenschen mit Pickelhaube und Schnauzbart.

    Nein, werte Forumsrunde, Deutschland hat NOCH NIE eine Zeit ohne Feudalismus erlebt, es hat ihm nur neue Namen gegeben. Nach der Gutsherrenart aus der Landwirtschaft kamen die Industriekartelle („Industrielle Revolution“) und gleich darauf das Greenspan-Kartell mit seinem Geldgewerbe britischer Prägung, das heutzutage restlos alles prägt (ausser geldwerte Münzen), und das vor allem unser Politikgewerbe prägt; eine unkontrollierte Nahrungskette parasitärer Handlanger.
    DAS ist Feudalismus in seiner mittelalterlichen Urform.

    Sollte sich Ihr Magen bis jetzt noch nicht abgewendet und umgedreht haben, dann schafften es diese Vorlesungen über Geld und Zinsen…
    http://www.youtube.com/watch?v=GnEqS4TwCfE&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=Y780J3HFiqI&feature=fvwrel
    Nehmen Sie sich zwei Stunden Zeit dafür; die verfliegen wie Minuten. Danach können Sie kotzen.

  134. Don, danke für den Link mit...
    Don, danke für den Link mit dem Interview mit der !redegewaltigen! Bildleserin. Habe herrlich gelacht (aber unter Tränen). Von nix ne Ahnung diese Dame, das aber gewaltig und zudem innerlich korrupt. (Ob das nicht mal zusammenhängt.)
    Man sollte die neue Kategorie „geistiges Proletatriat“ schaffen.
    .
    Ich bin der Sache Guttenberg dankbar, denn das hat in mir die Idee des Guttenberg-Tests geschaffen. Der Test funktioniert so, dass ich den G. ambivalent nebulös andeute im frotzeligen Smalltalk, die Leute fast immer sofort drauf anspringen und ich auf diese Weise rascher als früher im normalen Leben herausfinden kann, auf welcher Brennsuppn der Gesprächspartner dahergeschwommen kommt.
    .
    So ein Guttenbergtest vereinfacht mir vor allem das Geschäftsleben.
    Von potenziellen Auftraggebern, die uninteger handfesten Betrug als Schummeln zu bezeichnen geneigt sind, kann ich mich damit sofort verabschieden.
    .
    Diese Typen würden sich sonst nie so leicht verraten und beispielsweise immer noch strahlend behaupten, es wäre supertoll für mich, an ihrem Ausbeuter-Umsonst-Pitch mitzumachen, denn das wäre ganz toll und eine Gnade für mich als Designer und vielleicht würde er mich auch bezahlen, wenn er eine Designstudie von mir umsetzt. Hallo? Das ist Betrug und Urheberechtsverletzung. Kürzlich und sicher nicht einmalig passiert.
    .
    Dank G. verraten sie sich viel früher, spielerischer und ich muss meine Zeit nicht mehr damit verschwenden, ihnen, wenn sie mir nicht bekannt sind z. B. mühevollst nachzurecherchieren. Ob sie ordentliche Geschäftsleute sind oder Schlawiner, welche das Klauen geistigen Eigentums als Kavaliersdelikt betrachten. Massiv Zeit gespart.

  135. Interessant fand ich den...
    Interessant fand ich den Spiegelonline-Artikel heute über den Gegensatz der informierteren Netzbürger und der weniger informierten TV-Gucker und Bildleser in den Umfragen zu Guttenbergs Abtritt und auch zuvor. Da ist auch wieder viel von Bildern und Gefühlen Inszenierung die Rede. Nun habe ich bischen ein Problem: Mir ist da aus meiner Lehrzeit in Erinnerung geblieben, dass – und den Zusammenhang möchte ich so direkt ja garnicht herstellen – dass, wenn es in der Politik plötzlich um hochgeputschte Gefühle, glanzvolle Inszenierung, auch gerne das Militärischen, um Uniformen, Führerkult, Lichtgestalten und parallel um Berichte von unseren Jungs an der Front geht, eine gewisse, naja, Nähe besteht zu faschistischen Inszenierungen a la Leni Riefenstahl und NS-Pomp. Oder zu aktuelleren Militärdiktaturen und Tyrannen, die derlei Pomp auch heute goutieren. Umso weniger tatsächlich partizipiert wird, umso mehr wird dann im TV enthusiastisch gejubelt und gehuldigt und aufmarschiert, wenn auch teils nur als Fake und, naja, eben Inszenierung. Für schlichtere Gemüter will ich an dieser Stelle klarstellen, dass Guttenberg natürlich nix mit Nazis am Hut hat, seine Familie Verbindungen zu den Leuten des 20. Juli hatte, er nicht in der NPD, sondern der CSU ist. Umso mehr aber betrübt mich, wie da, zugegeben nur vage, und auch ohne Körperkult, Hetze oder Nationalismus, aber wie da doch eben mit den Mitteln der medialen Inszenierung, der großen Bühne im Scheinwerferlicht und des passiven Publikums eine boulevardesk-reißerische und gefühlig-personalisierende Politikrezeption eingesetzt hat, die den G. dann so im Fahrstuhl nach oben beförderte, und eben nicht, weil er irgendwelche neuen innovativen Konzepte vertreten hätte. Er selber kann dabei vielleicht sogar am wenigsten dafür, er stieg ja nur in die Fahrzeuge, deren Türen ihm livriertes Personal auffordernd offenhielt. Er spielte mit, aber die Bühne haben andere hingestellt und die Scheinwerfer angeknipst. Natürlich kennt man derlei auch aus den USA-Wahlkämpfen, diese Parallele läge vielleicht auch näher. Aber sind die USA da wirklich gutes Vorbild und auf einem guten Weg? Hätte es ihren Verfassungsvätern gefallen, was da abläuft? Und ob es derzeit wohl auch eine Facebookseite „Gaddafi, bitte bleib!“ gibt? Solche Gedanken begleiten meine heutige Medienlektüre.

  136. Juhu, das Thema wird uns noch...
    Juhu, das Thema wird uns noch eine Weile beschäftigen. Und bitte, bitte um Nachsicht mit Herrn Gaddafi jr. – er hat es nicht so gemeint…

  137. Was ist vom Gerücht zu...
    Was ist vom Gerücht zu halten, dass in der CSU ein paar Leute, die Schnucki nicht so toll finden, den Ghostwriter identifiziert und Schnucki damit zum Rücktritt erpresst haben?
    .
    10 = stimmt voll und ganz
    0 = stimmt ganz und gar nicht.

  138. Don Alphonso@: Dieses...
    Don Alphonso@: Dieses Interview, war das in „Äächt“? Goil!
    Principiis obsta, sero medicina paratur! Wehre den Anfängen, zu spät wird ein Heilmittel bereitet! Ov.rem.91

  139. Gerade weil Guttenberg hier...
    Gerade weil Guttenberg hier von einigen Blogteilnehmern mit Haider und schlimmeren Volksveführern verglichen wird: Wenn in den genannten Facebook-Fangruppen und ähnlichem tatsächlich die Sehnsucht nach einer Lichtgestalt zum Ausdruck kommt, der man folgen möchte, dann kann ich nur hoffen, dass Guttenberg wiederkommt und diese Sehnsucht als ein „Populist der Mitte“ (Don, s.o.) bedient, bevor ein anderer dazu fähiger Feschist oder Faschist auftaucht. Von Guttenberg habe ich zwar einiges Blabla gehört, aber wenigstens nichts, was politisch wirklich anstößig wäre.
    .
    Auch seine Verfehlung ist relativierbar, er hat nicht z.B. mit 1,75 Promille im Blut einen Menschen totgefahren, wie es für einen solchen Täter einer späteren Karriere als bayerischer Wirtschafts- und Verkehrs(!)minister (1993) nicht hinderlich war.
    Im Übrigen habe ich bisher nicht gelesen, dass seine Arbeit wissenschaftlich wertlos sei (dies müssen Leute vom Fach beurteilen). Collagen sind in der bildenden Kunst anerkannt, in der Popmusik als „Samplings“ gängig, und in der Literatur seit Helene Hegemann zumindest diskutabel. Aus den collagierten Einzelteilen kann sich im Prinzip eine neue, selbständige wissenschaftlich akzeptable Argumentation als eigene Leistung des Collage-Erstellers ergeben. Dann bleibt als Verfehlung natürlich die unvollständige Urheberangabe (und damit das Stehlen geistigen Eigentums) übrig.
    (Diese Verfehlung ist im Übrigen nicht per se unwissenschaftlich. Eine Arbeit, in der z.B. Messwerte in Hinblick auf die zu untermauernde Theorie ein kleines bisschen angepasst sind oder auch nur passend zu einer schönen Gauss-Kurve ausgewählt sind, schadet der Wissenschaft als solcher mehr.)

  140. ...
    http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EF66B93CCAA844D59B15A9AA84C7701E3~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    Tscha, Post und Flughafensicherheit wären richtig teuer, wenn man das Personal gut hüten und ordentlich bezahlen würde. Aber man machts halt lieber billig, und dann passiert halt schonmal sowas.
    http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~E82EB9DAF47604F7EBE8C3D3809ACA655~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    redet von Ghaddafis Narzissmus und neuerwachtem Stolz im Volk.
    Verbindung: Sloterdijk wölkt ja auch seit einiger Zeit über die thymotischen Regungen (das rumort seit einiger Zeit also im Untergrund), und die Empörungswelle über G.s Abschreiben läßt sich als beleidigter Stolz Akademiens lesen.
    Ob Tunesien, Ägypten, Libyen oder hier, es gibt so eine Art neue Müpfigkeit bezüglich „anständig leben wollen“ (jaja, kann man jetzt viel drüber lästern und ironisieren, aber das scheint mir ein Kern zu sein) – ohne Beschiß und Blenderei, ohne Brutalität, ohne Selbsthaß. Nur wie das ökonomisch und politisch gelingen soll, ist noch arg fraglich.
    Denn man muß dann einige Einigungen festklopfen und durchhalten. Und einstweilen ist nur Verschleiß, also Überwiegen der zentrifugalen Kräfte, neue zentripetale Wirkungen seh ich noch nicht.

  141. Trotzdem es in hiesigen...
    Trotzdem es in hiesigen Kreisen eine unverzeihliche Suende ist, die Welt zu lesen, muss ich mich hier dazu bekennen. Faktischer Informationsgewinn aus Zeitungen ist beschraenkt, Feuilletons und Meinungen geben vielmehr ein Bild der derzeitigen Befindlichkeit und Weltsicht und in dieser Hinsicht ist die FAZ wie auch die Welt aufschlussreich. Auf alle Faelle trifft dieser Artikel meine Meinung:
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article12680002/Guttenberg-und-das-Reich-der-Anstaendigen.html
    Recht viele halten sich doch mit einer Promotion auf, weil sie nicht die Cojones haben, sich draussen in der rauhen Welt der Wirtschaft zu beweisen. Es gibt keine Korrelation zwischen einem Doktortitel und einer Karriere in der Wirtschaft. Die Faehigkeiten, die man in einer Fuehrungsposition braucht, – Ideen vermittlen und seine eigenen durchsetzen koennen, eine Gruppe dazu zu bringen, sie zu implementieren, Belastbarkeit, Management, Multitasking, all dies wird in der Promotion nicht gefragt. Deshalb empoert und entruestet es sich auch so gut aus der Entfernung, weil man selbst nicht in das kalte Wasser gesprungen ist oder sich lange am Beckenrand aufhielt.

  142. Es war ein trauriger Tag heute...
    Es war ein trauriger Tag heute – time to say „Guttibye“.

  143. @sceptic:
    Muß es nicht...

    @sceptic:
    Muß es nicht ‚Obwohl es in hiesigen Kreisen …‘ heißen?

  144. Guttenberg kann nichts für...
    Guttenberg kann nichts für die, die ihn schätzen – aber so etwas:
    .
    „Hoffentlich läufst Du Arsch mal vors Auto“, heißt es in einer der Hunderten Hassmails an ihn.
    .
    http://www.sueddeutsche.de/politik/guttengerg-affaere-verhasster-enthueller-1.1067213
    .
    ist schon fragwürdig.

  145. Es geht guttenbergab....
    Es geht guttenbergab.

  146. @DA: Daß Haider sehr viel mit...
    @DA: Daß Haider sehr viel mit dem spezifisch Österreichischen zu tun hat, empfand ich schon so. Nur kenne ich die österreichischen Spezifika halt wenig (einerseits eine eigentümliche, höchst kultivierte Liebenswürdigkeit und Freundlichkeit, andererseits auch eine spezielle abgründige Bosheit), nicht mal als Tourist. Ich hab mich ja entschieden, Piefke zu werden (seit der Heirat heiße ich auch wörtlich so, by the way) und somit mehr in den preußischen Grund hineinzubohren und mich dem Berliner genius loci auszusetzen. Sonderlich weit gekommen bin ich damit immer noch nicht, aber immerhin schon weiter als Touristen, die Studentenveranstaltungen „spannend“ finden.
    Heute mal bißchen Stimmungsbilder am Rande…
    http://www.tagesspiegel.de/meinung/koan-bayern/3910688.html
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/raus-mit-den-griechen/3905946.html
    …und „läuft noch, aber wie lange noch“
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bayer-schreibt-schering-ab/3893348.html
    (es wird nicht mehr so viel Geld für Pharma verpulvert – Hausmittel und gesund bleiben hat jeder selbst zu verantworten)
    der traditionelle Einwandererkiez Kreuzberg (Jahrhundertwende: Schlesier, 1970er: Türken, 1980er: hausbesetzende Schwaben) ist Touristenbrennpunkt geworden, und die Grünen rühren die Wutbürger:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/das-ist-nicht-mehr-unser-wrangelkiez/3893872.html
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/schmerzlich-willkommen/3905098.html
    eingesessene Berliner sehen es eher so:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/attraktion-wildwuchs/3905094.html
    wobei man schon achtgeben muß, daß nicht zuviel Ferien- und Projektwohnungen nebeneinander kommen, denn sonst dünnen Beaufsichtigung und Bewohnen zu sehr aus. Aber gegen die Vermaastrichtung mancher Straßenzüge (das Bild der Haupteinkaufsstraße in Maastricht, wie sie zur Zeit ist: unten Läden und Menschenströme, obere Stockwerke leer oder allenfalls von ein paar Halbillegalen bewohnt) wird man nichts machen können.

    Flurbereinigung: Blackstone soll von Centro (Australiern) gehaltene US-Einkaufszentren gekauft haben: zumindest den Handel mögen die USA wohl doch noch selber betreiben…

  147. So waren die Sitten in der...
    So waren die Sitten in der Barockzeit:
    Pufendorf schrieb 1667 über die Deutschen: „Auch gilt es bei ihnen nicht für Plagiat, die Bücher anderer Gelehrten als ihre eigenen zu verkaufen, wenn sie nur hier und
    da ein paar eigene Worte hinzugefügt haben.“ (Von Volker Rieble, heutiger-FAZ
    net-Beitrag)
    ..
    sceptic@:
    Aus dem Pösialbum:
    „Ich will!“, das Wort ist mächtig,
    spricht´s Einer ernst und still.
    Die Sterne holt vom Himmel
    das eine Wort: „Ich will!“

  148. Das "Erfrischende" der...
    Das „Erfrischende“ der Erscheinung hochzuloben und gegen „früh ergrautes Mittelmaß“ (Welt) in Stellung zu bringen, hat Tradition. Dass das – auch hier von manchen Kommentatoren – auch noch als Werbung für die Akzeptanz der parlamentarischen Demokratie fehlgedeutet wird, ist gefährlich.
    Zur Anschauung und Abschreckung hier das bekannte Beispiel eines linken Pazifisten, der auf seine Weise dem „Feschismus“ Mussolinis erliegt (Kurt Hiller in: Die Weltbühne, 1926):
    “Es fehlt dem Fascismus Eines: die Heuchelei. Er ist so ehrlich wie brutal. Und hat Schwung, Eleganz, Vitalität. Mussolini, man sehe sich ihn an, ist kein Kaffer, kein Mucker, kein Sauertopf, wie die Prominenten der linksbürgerlichen und bürgerlich-sozialistischen Parteien Frankreichs und Deutschlands und andrer Länder des Kontinents es in der Mehrzahl der Fälle sind; er hat Kultur. Er sieht aus wie Jemand, der Kraft hat, aber etwas von Kunst versteht und Philosophen gelesen hat.
    Die Reichskanzler der Republik Deutschland, zum Beispiel, mögen sie dem Zentrum oder der Sozialdemokratie angehört haben, sahen durch die Bank nicht so aus. Das Aufgeschlossene fehlte ihren Zügen; denen des Duce eignet es. Die „Posen“, die man ihm vorwirft (etwa: daß er sich mit jungen Löwen photographieren läßt), finde ich entzückend. Er pfeift auf ledernen Ernst; die frische Fröhlichkeit der Macht exhibiert er. Er ist kein Triebverdränger. Darum gestattet er auch seinen Freunden so viele Exzesse des Machttriebs.”
    Zur Ehrenrettung Hillers muss allerdings angefügt werden, dass er seinen Irrtum spätestens mit dem Abessinienkrieg 1935 eingesehen hat.
    Es hilft nichts: Nicht auf die vermeintliche Werbewirkung einer glanzvollen Fassade fürs Volk sollten wir unsere Hoffnung setzen, sondern nach wie vor auf die Attraktivität von Argumenten, auch wenn sie äußerlich sauertöpfisch-verspannt vorgetragen werden sollten.

  149. @tschingiling: Man merkt, daß...
    @tschingiling: Man merkt, daß Sie die Abläufe in Deutschland nicht verstehen. Daß in D die Lobbys mehr als anderswo zu sagen hätten, halte ich, nebenbei gesagt, für ein Gerücht, ähnlich wie die Mär von den besonders bürokratischen Abläufen, oder auch von der besonders ausgeprägten Ordentlichkeit.
    @HansMeier(CSU-Gerücht): ich glaube, nichts.
    @Vroni: gute Idee, möge sie anschlagen. Hab gerade auch wieder Zeit verplempert mit einem Angebot, das dem Kunden offenbar nicht billig und sofort genug (wäre nur mit Pfusch gegangen) war.
    @sceptic: ich mag das Gegeneinander-Ausspielen von Akademiker vs. Wirtschaft bzw. Unternehmern vs. „faulen Beamten“ nicht. Das ist kein fruchtbares Denken. Es braucht beide, und daß sie unterschiedlich sind, heißt nicht, daß der eine schlechter ist als der andere.

  150. Danke fuer den Hinweis. Mein...
    Danke fuer den Hinweis. Mein Deutsch ist nicht mehr was es einmal war. Mir fehlen oft die treffenden Worte. Obwohl in diesem Fall die Benutzung des Wortes „trotzdem“ sich im Rahmen des kontemporearen Sprachempfinden bewegen sollte. Auf alle Faelle, Stilkritik in diesem Blog is a first and noted as such.

  151. Zwischen der kackdreisten...
    Zwischen der kackdreisten Schneidigkeit des Guttenberg und der schneidigen Kackdreistigkeit des Haider sehe ich noch einen Unterschied. Davon abgesehen denke ich, es tut sowohl der Entwicklung in unserem Land, als auch dem guttenbergschen Schmierenkomödianten gut, sogar sehr gut, dass Karl Friedrich eine wohlverdiente Ruhepause erhält. Vielleicht (allerdings glaube ich nicht daran) nutzt er seine Chance zur Reifung, setzt eine echte Doktorarbeit an Stelle des Betrugsversuches und kehrt als besonnener und Theaterdonner vermeidender Politiker in vier oder fünf Jahren zurück. Er wäre dann immer noch jung – jedenfalls für einen Politiker.
    .
    Mir war von Anfang an seine Hemdsärmeligkeit verdächtig. Noch verdächtiger ist er mir heute – auch und gerade in Bezug auf seine Abtrittsrede, die in sechseinhalb Minuten so viel Theaterdonner verbreitet, wie sie doch eigentlich hohl ist. Ich misstraue Politikern, die in Superlativen, Selbstmitleid und verdrehtem Pathos schwelgen:
    .
    http://dermorgen.blogspot.com/2011/03/nachkarten-gegen-guttenberg-superlative.html
    Am Ende wird Guttenberg selbst zur Fußnote – und der Theaterdonner verhallt.
    .
    (und möge der Herrgott verhüten, dass sich Comical Gutti mit dem rassistischen Klassenkämpfer Sarrazin zusammen tut)

  152. Jonas Amazonas@
    Interessant...

    Jonas Amazonas@
    Interessant ist das Buch von Max Stirner: „Der Einzige und sein Eigentum“
    Man ist bei der Lektüre merkwürdig fasziniert und gleichzeitig abgestoßen. M. E. hat das Buch ähnlich wie manches von F. Nietzsche untergründig teilweise in seiner Rezeptionsgeschichte ziemlich verheerend gewirkt. Sowohl auf die Linke, als auch auf die Rechte. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im übrigen Europa.
    Ob Mussolini von ihm beeinflußt wurde kann ich nicht verfizieren.
    (Vermutlich würde Herr Devin08, der hier im Blog schon mal kommentiert, profunderes dazu sagen können.)
    Max Stirner(Pseudonym für Johann Caspar Schmidt, * 25. Oktober 1806 in Bayreuth ; † 25. Juni 1856 in Berlin) war ein deutscher Philosoph und Journalist.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Einzige_und_sein_Eigentum

  153. colorcraze@: Mia Rheinlända,...
    colorcraze@: Mia Rheinlända, schpätsielll de vu Kölle, sin zwar kattholisch jetäuf-ewer mr jläufen nüüs!

  154. @ Hans Meier

    9 bis 10 -...
    @ Hans Meier
    9 bis 10 – würde ich sagen. Zunächst war ich da ja sehr skeptisch, aber die hämisch grinsenden Visagen von Merkel und ihrer Vertrauten (Shavan) beim Empfang der Guttenbergabtritts-SMS lassen ganz gewiss nicht auf Überraschung schließen – und auch nicht auf Kummer…

  155. sceptic, dass gerade der über...
    sceptic, dass gerade der über eine Borderlinegeschichte gestürzte Poschardt auf Guttewnberg steht (und das scjhon recht lang) überrascht gar nicht – die sind vom gleichen Schlag. Und hoffentlich hat Guttenberg auch nicht mehr Zukunft als Poschardt. Ich persönlich würde lieber Glasscherben fressen, als bei Springer arbeiten zu müssen.

  156. Wobei ich ehrlich zugeben...
    Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass die u.a. von Poschardt mitversursachten Rohrkrepierer wie Park Parvenu und Vanity Plärr mit ein Anlass waren, ein Blog zu konzipieren, das über die Oberschicht aus der Oberschichtperspektive berichtet, und nicht über Promis aus dem Blickwinkel der Kloake.

  157. Näheres zu Herrn P.s Vita...
    Näheres zu Herrn P.s Vita nachstehender Link. Wow! Abgründig kann der Deutschen Wesen sein….
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ulf_Poschardt

  158. @Jonas Amazonas: das...
    @Jonas Amazonas: das Argumentieren darf aber auch nicht zum Selbstzweck werden und sich in rationalen Artefakten(*) erschöpfen. Da muß schon vom Begreifen oberhalb der Rationalität etwas Genialität und Intuition rein.
    (*) Beispiel: „Teilchen-Welle-Dualismus des Lichts“. Licht ist. 2 Formen hat es sicher nicht: das müssen unterschiedlich faßliche Aspekte desselben sein.

  159. @John Dean: G. und S. - apart....
    @John Dean: G. und S. – apart. Aber wird nie passieren. Dazu sind sie durch Herkunft und Alter zu sehr getrennt. Man muß sich schon entscheiden zwischen bayrischem Barock und preußischem Klassizismus…

  160. Dazwischen ist nur das Rinnsal...
    Dazwischen ist nur das Rinnsal der Springerpresse.

  161. colorcraze@: Es gab auch einen...
    colorcraze@: Es gab auch einen preußischen Barock, zumindest in der Architektur.
    Andreas Schlüter (* 1659 in Danzig;[1] oder 1664 in Hamburg[2] † 1714 in Sankt Petersburg) war ein preußischer Architekt und Bildhauer. S. Berliner Zeughaus und Schloß.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Schl%C3%BCter_(Architekt)

  162. @Plindos: Äx, Metalhammer und...
    @Plindos: Äx, Metalhammer und Musikexpress bei Springer gelandet? – Mußte grad mal weiterwikipädieren, wer die vorher machte. Soso, Musikexpress in seiner Hochzeit (um 1980) obskure Holländer, und Metal Hammer echte Metalfans. Hm, bei letzterem scheint Springer ja als institutionelle Stütze eher gut anzuschlagen, ersteres wurde wohl schon durch den Zwischenbesitzer Marquard zu sehr verwässert. – Manchmal ist Springer durchaus nett. Habe am Sonntag seit langem mal wieder die Morgenpost in der Hand gehabt, und fand den Artikel über den Statpoeten sehr nett. http://www.morgenpost.de/printarchiv/biz/article1558634/Der-unbekannte-Poet.html

  163. @Plindos: jaja, der Schlüter,...
    @Plindos: jaja, der Schlüter, der konnte was, und ist vor dem Fiskus nach Warschau geflüchtet. Aber wenn Sie die von anderen gemeißelten Barockskulpturen oder auch die ersten Porzellanversuche der KPM zu der Zeit ansehen – fürchterlicher provinzieller Murks.

  164. @DA: ich bin über die...
    @DA: ich bin über die Polyzentrizität des deutschen Verlagswesens schon ganz froh. Nur ist da immer mehr Konzentration und immer mehr billig, und mit neuen Verlagsinitiativen (wie 2001 in den 70ern, Metalhammer in den 80ern o.ä.) ist irgendwie nichts.

  165. @DA: aber weit mehr als vor...
    @DA: aber weit mehr als vor Springer gruselt mir vor Bertelsmann.

  166. (Völlig OT) Derzeitige...
    (Völlig OT) Derzeitige Lektüre bei mir seit gestern: Clausewitz. (Safranskis Schiller und das Buch zum US-Bürgerkrieg, die ich mir auf dem Weihnachtsmarkt zulegte, hab ich immerhin mindestens zur Hälfte gelesen)

  167. @DA: naja, nehmen Sie noch die...
    @DA: naja, nehmen Sie noch die SZ dazu, die scheint auch immer mehr zu drücken. Wo ich deren Glossen doch so gern lese. – Aber das war schon alles ganz richtig so, daß Sie den Blog hier aufgemacht haben – so eine Kommentatorenschaft gibts sonst nirgends.

  168. @John Dean 17:15
    Ihr frommer...

    @John Dean 17:15
    Ihr frommer Wunsch:(( Gutti gründet eine eigene Partei und zieht noch in dieser Dekade ins Kanzleramt ein.

  169. Was ist ein Spiegelbild? Ein...
    Was ist ein Spiegelbild? Ein SPIEGEL-BILD.
    Blickt man in den Spiegel, sieht man sein Bild.
    Blickt Liz Mohn in den SPIEGEL, sieht sie Friede Springer.
    Blickt Friede Springer in ihr BILD, sieht sie Liz Mohn.
    Die Witwenzwillinge gleichen sich wie ein Ei dem anderen.

  170. Spüre die Versuchung, eine...
    Spüre die Versuchung, eine Art Proskriptionsliste postkultureller Nichtbürger aufzustellen, die Guttenberg auf dem Posten belassen wollten.
    .
    Dass da neben Frau Schavan und Arnulf Baring auch Giovanni die Lorenzo ganz oben mit drauf stehen, wundert mich gar nicht — ebensowenig dass Sarrazin fehlt.
    .
    Ein Feschist ist der nicht.
    .
    Und noch ein Buchtip für anonyme Plagiatoren:
    http://www.zeit.de/1965/44/sind-die-juden-so

  171. Nun kriegen diejenigen...
    Nun kriegen diejenigen Guttenberg-Unterstützer Munition, die immer so naßforsch behaupten, daß jede zweite Dissertation abgeschrieben sei. Es geht auch um ein wesentlich sensiblereres Fachgebiet als die Verfassungslehre, es geht um die Sportmedizin…

  172. @Tillmann
    "Feudalismus? ...

    @Tillmann
    „Feudalismus? Erstaunlich, dass diese Forumsrunde erst seit Guttenberg wieder feudale Strukturen entdeckt.“
    .
    […]

  173. Porschardt gelesen: Er...
    Porschardt gelesen: Er verteidigt Schnucki gar nicht, er greift dessen Kritiker an. Persönlich. Nennt sie durchnittlich, mittelmäßig, langweilig, frühergraut, „anständig“, und meint auch letzteres als Schimpfwort.

  174. denke nicht, dass das das ende...
    denke nicht, dass das das ende von kt ist. – im gegenteil. – seine ‚laesslichen‘ verfehlungen geben ihm den hauch des partisanen und konservativ den noetigen sex. – going rogue. – konservativ ist nie lustiger als mit wohlfeilem gegenwind. war nie lustiger als mit FJS-aufkleber auf der schultasche (ausserhalb bayerns).
    nen bisschen dreck gehoert dazu. und die geborgte arroganz, fuenfe gerade sein zu lassen.

  175. Peter Berger bezweifelt die...
    Peter Berger bezweifelt die Zahl der Facebook-Fans:
    http://medienstratege.de/2011/03/alles-nur-ein-fake-neue-indizien-auf-gefalschte-guttenberg-fans/
    Ich meide Fb und kann das nicht beurteilen. Liest sich für mich aber überzeugend.

  176. Werter Don, gibt es mal wieder...
    Werter Don, gibt es mal wieder Tee auf dem fernöstlichen Sofa? Ich würde mich sehr freuen, über eine Tasse Tee und etwas Gebäck.
    gruß kaktus

  177. Man kann so und so...
    Man kann so und so zurücktreten, bei manchen jedenfalls stimmt einfach alles…
    Stilvoll in England:
    http://www2.lse.ac.uk/newsAndMedia/news/archives/2011/03/director_steps_down.aspx
    „LSE Director steps down
    Sir Howard Davies said: “I have concluded that it would be right for me to step down even though I know that this will cause difficulty for the institution I have come to love. The short point is that I am responsible for the School’s reputation, and that has suffered. „“
    .
    Respekt ! Da sind andere aus wichtigerem Grund nicht zurückgetreten.

  178. "Genaugenommen publiziert man,...
    „Genaugenommen publiziert man, um sich selbst unter Beobachtung zu stellen.“ N. Luhmann – „Schreiben ist für mich wie eine Art bindende Rekapitulation.“ Thomas Mann. (Letzteres u.u. kein tatsächlicher, sondern nur ein bloß psychologischer, also eingebildeter Effekt.)
    .
    Das nächste Mal also bitte wieder in gewohnter Qualtät.
    .
    Die neue Olof-Palme-Biographie soll sehr gut sein. Palme ja auch Großbürgerkind par ex. Bei seinen Eltern ginen Excellenzen und Banker, Generäle und Staatspräsidenten aus und ein. (Deswegen wurde er auch Sozaldemokrat, *g*)
    .
    http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/lesezeit/151074/index.html Vor uns liegen wunderbare Tage.

  179. Moin.

    Sowohl für den...
    Moin.
    Sowohl für den Phaeton-bewaffneten Almdudler als auch für unseren VuZ wäre es wohl sinnvoll gewesen, sie beizeiten Beschäftigungen zuzuführen, wo Arbeitsleistung messbar ist. Zum Beispiel Raummeter Holz auffem Polter (Rundholzstapel). Geschnitten mit der Kettensäge (also nicht so ein neumodischer Kram wie Forwarder). Und nur in Hanglage ab 30 Grad aufwärts.
    Es grüßt Bedienerausweis für Handkettensägenmaschinen Nr. 28022009/S14 vom Raiffeisen in Ahaus/Westf..
    fb

  180. Man mag am Urteilsvermoegen...
    Man mag am Urteilsvermoegen eines Mannes zweifeln, sollte sich aber nie anmassen ueber dessen Beweggruende zu richten.
    Mir faellt’s schwer. Vor ein paar Wochen wurde Guttenberg in diesem Forum als neuer Kanzlerkandidat in den Himmel gelobt (meine Frage war “ein neuer Scharping ?”). Ich sehe Guttenberg nicht vorrangig als Prominenten, man muss das nicht. Seine Frau will nur das tun, was Politikergattinnen halt tun, naemlich ihren Namen fuer eine gute Sache einsetzen. Porschardt bezieht sich bei “den Anstaendigen” auf die opportunistische SPD und “Wutbuerger”. Das kann ich nachvollziehen. Von einer Vereinigung von Wutbuergern zum Mob ist es nicht weit. Der vorige Bundespraesident hatte eine makellose Karriere. Ueber ihn war bekannt, dass er selten Risiken eingeging. Als es etwas ungemuetlich wurde, hatte er seine privilegierte Position mit einmaligen politischen Gestaltungsmoeglichkeiten verlassen. In der SPD finde ich wenige Glaubwuerdige. Aus Opportunismus werden wichtige Reformen blockiert. Gemaess meines Gerechtigkeitsempfindens ist das Mass deren Aburteilung Guttenbergs unangemessen.
    @DA: Es ist statistisch unwahrscheinlich, dass Guttenberg und Porschardt vom selben Schlag sind, dies ergaebe eine ziemlich grobe Klassifizierung von Menschen.
    Um nach dem Ursuendenfall des Bekenntnisses zum Welt Lesen den Forenteilnehmern meine weiteren Lesegewohnheiten nicht vorzuenthalten: FAZ, Sueddeustche, und selten Focus, Cicero, und Perlentaucher.
    Zeit, – fern meiner Wahrnehmung der Realitaet und der Taxifahrer hatte dort ein Jahr lang eine Kolumne.

  181. Der Hang zur Autopanegyrik...
    Der Hang zur Autopanegyrik liegt, wie es scheint, in der Familie
    .
    http://www.farao-classics.de/deutsch/kuenstler/guttenberg.html

  182. In Schleimhautnasen duftet das...
    In Schleimhautnasen duftet das Eigenlob.

  183. @affirmative
    Wenn einem gar...

    @affirmative
    Wenn einem gar nix mehr einfällt, kann man dem politischen Gegner immer noch vorwerfen, dass er überhaupt existiert.

  184. Man reiche mir ein...
    Man reiche mir ein Taschentuch…
    http://www.faz.net/s/Rub1ED0C280BBA14ACAB16800E2F760DF3E/Doc~E903CB02691EA42F09B3AF6220416C937~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    Der ist sich wirklich für nichts zu schade. Das sind umgerechnet die Zinsen aufs Vermögen der Familie zG (für einen Tag, nach Steuern).

  185. @sceptic um 05.57h. Für einen...
    @sceptic um 05.57h. Für einen Skeptiker sind Sie ganz schön dogmatisch.
    Haben Sie sich jemals die Frage gestellt, wozu wir dieses Politikgewerbe überhaupt (!) brauchen…? Dieses Marken-Marketing für eine irreführende Verpackung mit unappetitlichem Inhalt…?

    Die Schweizer machen uns seit 700 Jahren vor, dass kein halbswegs aufgeklärter Bürger ein Politikgewerbe braucht, das einem das eigene Vermögen verwaltet. Nicht mal die eigenen Steuerfränkli. Wer Steuern erwirtschaften und bezahlen kann, der kann sie auch selber verwalten. Besser als fremde Leute, die das Geld fremder Leute ausgeben…

    Die Schweizer haben für ihre Vermögensverwaltung ihre „Amtsschreiber“. Ohne Rang und Namen. Wofür und an wen diese Amtsschreiber das Geld ausgeben, bestimmen allein die Eigentümer und Auftraggeber. Das sind die Bürger, nicht die Politiker.
    Was ist daran so kompliziert, dass es nicht auch der Deutsche Michel verstehen könnte…?

  186. muscat, Familienstiftung in...
    muscat, Familienstiftung in Österreich – das sagt so einiges. Was das bedeutet, wurde bislang noch nicht thematisiert, aber es scheint, als ob die Familie ein intellektuelles Problem mit der deutschen Steuergesetzgebung hat.

  187. Gibt es hier irgendjemandem,...
    Gibt es hier irgendjemandem, der glaubt, dass sich CDU/CSU einen Gefallen tun, wenn sie das Schnucki-Thema am laufen halten (anstatt es so schnell wie möglich zu begraben)?

  188. @Don
    Ein...

    @Don
    Ein intellektuelles?
    .
    Also wenn die CDU jetzt einen Schnucki-Kult etabliert, dann kommen da womöglich noch mehr Sachen raus. Gerade weil auch innerhalb der Unions-Familie ihn nicht alle nur toll finden. Dann wird auch die Geschichte mit dem Ghostwriter erneut interessant.
    .
    Im jetzigen Moment, wo die Gemüter noch alle heiß sind, kann der Schnucki-Kult zu nix anderem führen als zur Selbstzerfleischung der Union mitten im Superwahljahr.
    .
    Wer wirklich die Rückkehr Schnuckis wünscht, müsste das Thema jetzt so schnell und tief wie möglich begraben, er müsste für ein oder zwei Jahre von der Bildfläche verschwinden, er muss seine Strafsache still erledigen, und erst dann könnte man ihn allmählich wieder aufbauen.

  189. Don Alphonso, das habe ich...
    Don Alphonso, das habe ich auch! Das intellektuelle Problem. Leider nicht die Familienstiftung in Österreich. Und zu diesem Problem bekenne ich mich öffentlich.
    Ich bin Atheist, Gott sei Dank. Deshalb glaube ich auch nicht an Herrgötter, die meine Steuern verwalten.

  190. Aus diseer Perspektive wird...
    Aus diseer Perspektive wird auch klar, wo die größte Schwachstelle in Muttis Schnuckistrategie lag: Bei Schnucki selber. Der hatte einfach keine Lust mehr auf Stuhlgewitter.
    .
    Aber vielleicht wird Mutti ja demnächst bei Schnucki zu Hause einziehen, ihn pflegen und aufpassen, dass er immer brav seine Pillen nimmt. Und nicht die falschen Zeitungen liest. Wenn man ihn richtig betreut und abschirmt, kann man ihn vielleicht ins Kabinett zurückholen. Zunächst mal als Minister ohne Geschäftsbereich. Oder als Kanzleramtsminister.

  191. "...Atheist, Gott sei Dank."...
    „…Atheist, Gott sei Dank.“ Na, wenigstens Manieren.
    .
    Bezüglich der Familienstiftungen im Ausland ticken ein paar nette juristische Zeitbomben. Ob denen das klar ist, weiß ich nicht.
    Ungeachtet dessen werden deutsche Staatsanleihen am Tag X in österreichischen Depots auch nicht mehr wert sein als in hiesigen.

  192. Tja, liebe muscat, es soll ja...
    Tja, liebe muscat, es soll ja auch in den besten Familien entfernte Verwandte geben, die einen schon in füher Jugend vor Protestanten, Atheisten und Freimaurern warnen ;-))
    Für meinen Geschmack haben Freimaurer (Protestanten sowieso) immer noch zu gute Manieren. Gäbe es in den Dombauhütten mehr Atheisten, dann würde auch ich lieber Kathedralen bauen als meine Zeit mit Luftschlössern zu verplempern…

  193. @Tillmann: wollten Sie...
    @Tillmann: wollten Sie schonmal in der Schweiz ein Haus bauen? Dann wären sie vielleicht weniger geringschätzig gegenüber der deutschen Verwaltungsorganisation.

  194. Die Facebookfreunde auch...
    Die Facebookfreunde auch gefälscht?!
    http://medienstratege.de/2011/03/alles-nur-ein-fake-neue-indizien-auf-gefalschte-guttenberg-fans/

  195. Im Grunde baden wir doch alle...
    Im Grunde baden wir doch alle hier lau (frei nach H. Wehner, SPD).
    Hinterher sind wir alle schlauer. Keiner sagte es vorher, daß der Populist nackig war.
    Die Sache ist doch längstens erledigt, seitdem der Herr, wie er meint stilgerecht, als
    einsamer Looser die Treppe herabkam und, nach dem Absprechen seiner Superlative, wieder diese Treppe hinaufging. Schmiere. Wenigstens Herr Dr. H. Köhler gestaltete seinen Abgang nüchtern, fast ohne Tremolo.
    Hinaus will ich auf etwas Anderes:
    Bei solchen Gelegenheiten hätte doch eine scharfe rhetorische Abrechnung mit den politischen Freunden und Gegnern, mit den Gründen des Scheiterns erfolgen müßen. Als hätten jener und andere Politiker, gleich welcher Couleur, noch nie einen griechischen oder römischen Klassiker gelesen, egal ob in der Originalsprache oder in einer der sehr guten wohlfeilen Übersetzungen.
    Auch spätere Autoren gibt es zuhauf, die schneidend und prägnant, ihre geschliffenen
    Maximen unvergesslich äusserten. Das wäre doch DIE Chance gewesen tiefergehende Probleme anzuschneiden, sie auf den einen Nenner zu bringen den alle Menschen in der Republik verstehen und zu würdigen wissen. Um damit einen Fingerzeig zu geben wie das Gemeinwesen besser befördert werden könnte. Nein, nichts davon.
    ..
    Das gilt auch für noch aktuellere Ereignisse, die mit standardisierten Floskeln abgetan werden: „..sind bestürzt, …unsere Freunde, ..verabscheungswürdige, feige Tat“. etc.
    Letztlich alles selbstreferentielle Phrasen, die sich jeder selbst zusammenreimen kann.
    Wieso kommt ein junger Mensch aus dem Kosovo stammend, der die meiste Zeit seines Lebens in Deutschland verbrachte, dazu diese Tat zu begehen? Vermutlich weil der Islam ihm den vermissten Sinn in sein Leben brachte. Wie kommen andere junge Menschen in unserem Land dazu ganze Schulklassen auszulöschen? Dahinter steckt doch nicht einfach ein sog. psychologisches Fehlverhalten sondern auch eine allgemeine Sinnkrise.
    ..
    Wenn dem so ist, dann ist etwas mit den Werten faul für die wir zu stehen meinen, sofern überhaupt, ausser Sexhybis, Zynismus, Geldkategorien uns noch etwas anderes bewegen könnte.
    ..
    Wir aalen uns darin, weil seit undenklichen Zeiten Kleriker ihnen anvertraute Zöglinge
    mißbrauchen, um damit getrost den Stab über die Kirche und generell über Religion zu brechen. Obwohl diese, neben der geistigen Grundlage der Antike, erst in Europa die Wissenschaften beförderte, den Sinn für aufklärendes Denken aufschloß (Abaelard, Nikolaus Cusanus, Giordano Bruno und viele andere). Nicht zu vergessen die heute noch absolut gülitige revolutionäre und einfache Lehre Jesu Christi. Ohne die z. B. noch nicht einmal der Islam denkbar wäre (dieser Mischmasch aus Gnosis, Christentum und Altheidnischem). Dessen beste Geister genauso gnadenlos verfolgt wurden wie bei uns ebensolche zu anderen Zeiten.
    ..
    Die eigentliche Chance Deutschlands, Europas in einer, sich rapide verändernden Umwelt, besteht im Hochhalten seiner Werte, die tagtäglich mit Leben zu füllen ein besonderes Bedürfnis aller Frauen und Männer, somit aller Bürger sein müßte.
    Dann wären uns in deren Befolgen die Thesen von Herrn Thilo Sarrazin erspart geblieben. Kritische Äusserungen zu seiner Schrift erschöpfen sich in ebenfalls in allgemein gehaltenen Floskeln, die nicht auf die Sache selber eingehn, das ist zu billig
    und….wenig hilfreich.
    ..
    Verblüffend ist, wie hohle Formeln und Phrasen als großes, genialisches Denken ausgegeben werden können, siehe die aktuellen Äusserungen von Herrn Horst Seehofer zur Causa zu Guttenberg. Die politische Gegenseite ist genauso wenig davon gefeit, ein Pornoübersetzer, Taxifahrer, berufsloser Streetfighter wird zum Außenminister, ja sogar zum Prof. an einer renommierten USA-Uni….ohne Neid, jedem seine Chance.
    ..
    Insofern macht es Freude hier in diesem Blog solche und ähnliche Gedanken zu äussern, die durchaus mit denen zum alltäglichen Leben, ironisch gepfeffert, vermischt nebeneinander stehen dürfen, können. Auch daß man sich schon mal hier bis auf die Knochen blamieren darf (Selbstkritik: Quark breitgetreten bleibt Quark). Kultur und Zivilisation sind keine abgehobenen Angelegenheiten, sind im besten Sinne pralles Leben. Haben sogar, ab und an, mit grandiosem Scheitern zu tun. Schaugn mer amoi, werma scho segn!

  196. @bıllıgekopıe
    .
    Er hat...

    @bıllıgekopıe
    .
    Er hat schon ein Supi Job Angebot aus den USA, bei einer Politik and Krieg Denk Panzer Consulting Agenttour.

  197. @ Hansmeier555

    Was übrigens...
    @ Hansmeier555
    Was übrigens immer noch gg. die Ghostwriter-These spricht: So ein Stückwerk (und die Inklusion von weit mehr als 60 Seiten aus der Feder des wissenschaftlichen Dienstes de Bundestages, exklusiv angefertigt für Comical Gutti) wird kaum ein Ghostwriter veranstaltet haben. Ich denke, diese „Doktorarbeit“ ist im Wesentlichen die „mühevollste Kleinarbeit“ des Freiherren, allerdings deutlich ergänzt nicht nur durch fremde, teils in Auftrag gegebene und im Übrigen umfangreich zusammengeklaute, Beiträge.
    Zusätzlich mag aber denkbar sein, dass das ungenießbare Stückwerk, das irgendwann im Jahr 2004/5 vorlag, noch einmal durch eine fremde Hand ging – meine bescheidenen Fähigkeiten in der Literaturanalyse und -genese lassen mich das denken. Ob das dann, sollte es zutreffen und der Lieferant seitens Merkel & Co erkannt worden sein, dann aber ausreicht, um Guttenberg zusätzlich unter Druck zu setzen?
    Ich glaube das nicht. Der Druck ergab sich völlig ausreichend aus der Dynamik der Geschichte, aus dem rasant verfallenden Ansehen des mehrfachen Betrügers Guttenberg sowie aus dem schlichten und weiteren Ansehensverfall bewirkenden Umstand, dass die Aufhebung der Abgeordnetenimmunität drohte – und von der Staatsanwaltschaft Ulm bereits inoffiziell angefragt wurde!
    Was für ein Szenario: Nach Lepsius eindeutigem Verdikt folgt in ca. 2 Wochen ein praktisch gleichlautendes Gutachten der Uni Bayreuth, das Vorsatz nachweist – und gleich im Anschluss beantragt die für Unnachgiebigkeit bekannte Staatsanwaltschaft Ulm die Aufhebung der Abgeordnetenimmunität von Guttenberg…
    Das erklärt übrigens, warum Guttenberg beim Rücktritt zur Überraschung vieler gleich auch sein Abgeordnetenmandat nieder gelegt hat (und eigentlich inhaltlich völlig überflüssig auch ebenjene Aufhebung der Abgeordnetenimmunität zum Thema in seiner theaterdonnernden Abtrittsrede gemacht hat) – nur so kann er sich und vor allem Schwargelb si einigermaßen aus der Schusslinie ziehen!
    P.S.
    Gebe jetzt nur noch 0 Punkte von 10
    P.P.S.
    Hätte sehr gerne die Telekommunikationdaten (besonders: SMS) der Staatsanwaltschaft Ulm von Anfang der Woche…

  198. Plindos?
    Bravo!...

    Plindos?
    Bravo!

  199. Kann aber auch ein unbezahltes...
    Kann aber auch ein unbezahltes Praktikum sein, dafür steht die süße Mitpraktikantin an 57. Stelle in der Thronfolge des englischen Königshauses.

  200. Erst das Gutti-Bashing (nichts...
    Erst das Gutti-Bashing (nichts dagegen; egal wen man in den Sack steckt und draufhaut, man trifft immer den Richtigen) und jetzt das China-Bashing auf allen Kanälen, auch auf FAZ online:
    — China bedroht den Dollar als Leitwährung.
    — China bedroht die Welt mit Rüstungs-Etat.
    — China bedroht den Westen mit Philosophie-Studenten, die an unseren Unis
    Latein pauken, um von den Alten Römern „Weltmacht zu lernen“ (FAZ heute).
    .
    GADDAFI & CO. (!) finden derweil nur noch in Kurzmeldungen statt.
    Die Ablenkung auf Guttenberg scheint nicht lange genug gehalten zu haben. Jetzt muss China her, das böse Riesenreich ist ein bequmer Lieferant für Aufreger-Titel, das lässt sich wiederkauen wie Kaugummi.
    .
    Obama & Barroso mögen in Lybien ja schneller sein als Bush & Bläähr im Irak. Auch werden sie den Öl- und Gas-Import noch ein Weilchen mit Kanonen steuern. Aber diesmal werden sie den Bürgerzorn aus Nordafrika („wg. Verar***ung“) gleich mit nach Hause importieren.
    Hoffentlich hat China bald eine Flotte im Mittelmeer. Dann wird die Narrenfreiheit zumindest eingeschränkt…

  201. @Plindos: Sinnkrise würde ich...
    @Plindos: Sinnkrise würde ich nicht sagen, aber schwerste Ratlosigkeit, wie es ökonomisch weitergeht. Und das trifft die Jungen besonders brutal, von denen eigentlich keiner mit 20 einen irgendwie gearteten 10 Jahre gültigen Lebensplan machen kann. Solche Hoffnungen wie „nach der Lehre werde ich übernommen und arbeite mein Leben lang in der Firma“ oder „wenn ich einen Dr. mache, habe ich gute Chancen, irgendwo dauerhaft unterzukommen“, die vielleicht bis vor 30 Jahren noch sehr realistisch waren, sind heute ziemlich gegenstandslos. Und das drückt natürlich aufs Gemüt.

  202. @colorcraze: Der Zufall will...
    @colorcraze: Der Zufall will es, dass ich Häuser baue – besser gesagt: Gebäude. In Deutschland und in anderen Ländern, darunter die Schweiz.
    Ich hab’s überlebt. Bin dabei sogar alt genug für den Ruhestand geworden. Nur in Frankreich habe ich vor der Bürokratie die Waffen gestreckt. Aber die Schweizer Verwaltung hat den Vorteil, dass sie logisch ist; im Gegensatz zum deutschen Beamten-Wildwuchs.

    Nota bene: Der Vergleich mit den Eidgenossen bezog sich aber nicht auf die Verwaltung, sondern auf das Politikgewerbe.
    Beamte machen das, was man ihnen sagt. In der Schweiz sagen’s ihnen die Bürger. In Deutschland sagen’s ihnen die Parteien – und ist für den Befehl kein passender Leitz-Ordner zu Hand, dann wird ein neuer erfunden, neues Gesetz inklusive. Und der Michel bezahlt die Rechnung per Steuererhöhung. Ist ja auch eine Methode, um in Ruhe schnarchen zu können.

  203. Jetzt hört doch mal auf, dem...
    Jetzt hört doch mal auf, dem Guttenberg hinterherzutreten. Langsam wirds unappetitlich. Es hat ihn gelegt, er muß sich die nächsten Jahre was anders suchen als Politik, vielleicht versucht ers nochmal, vielleicht nicht. Er hat mich im Amt nicht übermäßig überzeugt (immerhin hat er es geschafft, einen Entscheidungszwang zu setzen mit seinem Handstreich der Suspendierung der Wehrpflicht), und die Medienhyperei und Hyperpersonalisierung ging mir von Anfang an auf den Wecker, wie man in älteren Teilen dieses Blogs nachlesen kann. Aber weder billige Häme noch scheinheiliges Köpfchenstreicheln braucht man so lange auszuwalzen, wer das will, soll halt Dschungelcamp gucken.

  204. Mein Gott, nichtmal Roman...
    Mein Gott, nichtmal Roman Herzog kann den Rand halten. Dabei hielt ich den mal für einen seriösen Juristen.
    Und BP war er auch mal, wenn mich nicht alles täuscht.

  205. @colorcraze
    .
    Mich...

    @colorcraze
    .
    Mich interessiert nur, wie es jetzt in der CDU/CSU weitergeht. Die scheint sich ja von ihrem LIeblingsthema ebensowenig losreissen zu können wie der Rest der Medien und auch „die Menschen“.

  206. Es gibt wirklich wichtigere...
    Es gibt wirklich wichtigere Themen wie z.B. Afghanistan, Libyen und Weihnachtsgeld. Aber diese Regierungsmannschaft interessiert sich stattdessen ausschließlich für…

  207. liebe colorcraze,
    net crazy...

    liebe colorcraze,
    net crazy werden:
    Es ist halt schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
    (Geklaut von K. V.)

  208. Nordafrika - bald Top of the...
    Nordafrika – bald Top of the Pops in Deutschland?
    http://il.youtube.com/watch?v=yY2PksHN0ww&feature=related

  209. @Vroni: ja, anscheinend....
    @Vroni: ja, anscheinend.

  210. @hansMeier: das kommt erst...
    @hansMeier: das kommt erst nach dem Nachklappern.

  211. Gutes Essen. Gutes Wetter....
    Gutes Essen. Gutes Wetter. Schnelles Auto. Geile Landschaft. Joerg Haider tot. KTZG in zwei Halbsatzen erwaehnt.
    Faz Redaktion aufgehorcht: ‚Stuetzen der Gesellschaft‘ ist der einzige Grund, warum ich Ihre Seite oeffne…
    Hoffentlich noch lange!

  212. Die FAZ-Korrespondentin in...
    Die FAZ-Korrespondentin in Paris kommentiert soeben online: „Frankreichs Zurückhaltung gegenüber den früheren Kolonien wirkt nun als Hemmschuh.“
    .
    Ich halte Ihre Kollegin Michaela Wiegel für eine intelligente Dame, die in Paris studiert hat – aber auch in Harvard…
    Als Antwort hätte ich ihr an dieser Stelle gerne den Link zu „Die Operation Sarkozy – Wie die CIA ihren Agenten Sarkozy zum Präsidenten der Republik Frankreich machte“ vorgestellt.
    Kurioserweise ist die Schweizer Online-Zeitung http://www.zeit-fragen.ch aber nicht mehr online.
    .
    In Frankreich ist die Sarko-CIA-Unterwelt-Connection mit allen Vor- und Nachnamen seit Jahren vox populi und dem Pariser FAZ-Büro mit Sicherheit geläufig. Chose curieuse aber wundert sich Frau Wiegel trotzdem über Sarkos (und Europas) „Zurückhaltung“. Zitat: „Zu sehr bleibt er gefangen in seiner als „droit de réserve“ bezeichneten Selbstverpflichtung zur Zurückhaltung gegenüber den früheren Kolonien.“ Gefangen? Von wem wohl?
    Honi soit qui mal y pense.

  213. Die sog. "kleinen Leute"...
    Die sog. „kleinen Leute“ hinter der BILD, vor RTLII oder bei Facebook, sind nun einmal gewohnt, dass man die Kleinen hängt und die Großen laufenlässt. Weil sie konservativ sind, oder irgendwas, das sie dafür halten, wollen sie solche Verhältnisse also auch bewahren, erhalten, vielleicht wollen manche sogar gerne zurück zu Formen des Gottesgnadentum, wer weiß. Jedenfalls wollen sie keinesfalls sehen, dass da ein „Großer“ von den Titelseiten symbolisch gehängt wird. Das widerspricht für sie allen Regeln des Anstands, es ist einfach ungehörig, eine Versündigung gegen die überlieferte Ordnung. Weil sie dies aber wohl nur unbewusst-vage so empfinden und nicht in der Lage sind, es zu reflektieren oder zu verbalisieren, kommen stattdessen diese Null-Argumente und Mantras zur Verteidigung G.s („Er wollte Opel kein Geld geben und hat Krieg gesagt“). Natürlich können sie ansonsten keine Leistungen des Barons nennen – darum geht es doch auch gar nicht. Es geht, wie der weibliche Guttenbergfan auf Radio Fritz ganz richtig erkannte, um Neid. Nur andersherum – sie neiden der Lichtgestalt ihren Ikarus-Fall ins gewohnte Maß, sie fühlen sich betrogen um die Lichtgestalt mit den hochgekrämpelten Ärmeln und der weißen Weste. Sie fordern eine Ausnahmeregelung ein – weil ihr gestürztes Idol, auf sein normales Maß gestutzt, für sie die Attraktivität verliert. Er soll nicht so sein wie sie selbst. Nicht so trivial-normal behandelt und beurteilt werden. Er geht nicht aufs Klo. Schon dass er da für seinen Doktor erst irgendwas schreiben musste wie irgendein Schulbub, dass er ihn nicht einfach zuerkannt bekam für seine offensichtliche Größe und Bedeutung, und den Prof. gleich noch hinterher, wollen sie nicht verstehen.
    .
    Dass diese Leute nun die selben sind, die zuvor im Chor mit ihrem Lieblingsboulevardblatt hämisch oder moralisierend über die „Vergehen“ Ulla Schmidts („Dienstwagenaffäre“) oder Andrea Ypsilantis („Lügilanti“, wg. Zusammenarbeit mit der Linken) herzogen und deren Rücktritte forderten, ist durchaus denkbar. Das ist kein Widerspruch – Ypsilanti oder Schmidt sind keine „Großen“, tauchen nicht auf Titelseiten der Neuen Revue auf, haben keine Ritterburg und posieren nicht auf dem Times Square. Sie sind langweilig und machen nur einen Job, in ihr Leben kann und möchte man sich nicht hineinträumen. Sie sind Gleiche unter Gleichen, von Bürgern gewählte Bürger, moderat links und Frauen noch dazu. Die magische Führungsfigur aber darf all das nicht sein, sie muss das Andere sein, man will ja aufschauen. Das Innerste des reaktionären Denkens und Fühlens offenbart sich hier also. Mehr politische Bildung würde hier evtl. helfen, aber würde dann auch für andere Mehrheiten sorgen, und dass kann die Koalition, aus deren Reihen G. ja stammte, nicht wirklich wünschen.

  214. Der "Neue" hat schon seine...
    Der „Neue“ hat schon seine Krällchen gezeigt.
    http://www.faz.net/s/Rub1ED0C280BBA14ACAB16800E2F760DF3E/Doc~E6802EF42CAB0436BBB4D4CBB70FDFAED~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    ..
    colorcraze@: Wenn man den Wertekanon mit der Geldfrage verküpft wird ein Schuh daraus. Mit der Geldfrage (wer schöpft das Geld?) ist unmittelbar die Staatsschuld verknüpft. Jedem halbwegs Denkenden wird das sogar intuitiv unmittelbar einleuchten. Die Arbeitslosenfrage, auch die der Jungen, ist eine Ableitung davon. Der Aufstand in der arabischen Welt, der erst noch im Beginn ist, hängt damit zusammen.

  215. @Rheinwein 17.00hrs. Mon...
    @Rheinwein 17.00hrs. Mon Dieu, ungewohnt scharfe Geschütze in diesem filigranen Bolg. Passt so gar nicht zum populistischen Feschismus. Auf den ersten Blick.
    Nur schade um die fesche Carla Bruni, mon amour secret. Das schöne Kind kann von Glück singen, wenn die Franzosen ihren Sarko nicht schon vor der nächsten Wahl einen Kopf kleiner machen. Noch (!) kleiner. Pauvre chou.

  216. Filou@: Danke. Vermutlich habe...
    Filou@: Danke. Vermutlich habe ich nur gewagt an der Oberfläche zu kratzen. Das
    es zu Verschwörungstheorien kommt, sind wir selber schuld. Diese letzteren sind untauglich und vernebeln nur das Hirn.
    ..
    @@Nach der soundsovielten systemischen Rettung der demnächst zu erwartenden fallierenden Institute & Staaten, aus gegebenem Anlaß, fragt sich doch der ratlose Bourgois (sic!) ratlos den Kopf kratzend unwillkürlich: „Quo vadis Deutschland incl. Europa?“
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34285/1.html

  217. mit diesem kommentar dürfte...
    mit diesem kommentar dürfte herr dr. prantl ja fast gastrecht hier bekommen:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/guttenberg-de-mazire-friedrich-und-die-magie-der-demokratie-die-sehnsucht-nach-dem-gesalbten-1.1068171
    @plindos: ja das ist protestantische schaffenskraft, die erwächst aus dem wissen durch g-tt gerechtfertigt zu sein…

  218. Realist@: Das Kleinbürgertum,...
    Realist@: Das Kleinbürgertum, der absinkende Mittelstand ist schon immer und zu allen Zeiten den Demagogen auf den Leim gegangen. Das ist die eigentlich latente Gefahr die solchen Erscheinungen innewohnt. Ein Demagoge war er, Herr K.T. zu Gbg. nicht gewesen. Dazu bedarf es mehr, nämlich wirklicher Ruchlosigkeit und Hetzerei.
    Das schillende Janusgesicht von facebook kann solche Tendenzen, wie den virulenten Populismus, nur noch befördern und potenzieren, sofern „richtich“ gesteuert. Der vorliegende Fall war ja fast, so ist man geneigt zu glauben, eher naturwüchsig gelaufen.

  219. @Plindos: "Das es zu...
    @Plindos: „Das es zu Verschwörungstheorien kommt, sind wir selber schuld. Diese letzteren sind untauglich und vernebeln nur das Hirn.“

    Was Sie als „Verschwörungstheorie“ abwerten, realisieren Andere als klassische „Geschäftspraktik“.
    Freilich klingt Ersteres so schön abwertend, aber ich muss Sie enttäuschen: Beide Termini technici – Verschwörung und Geschäft, Theorie und Praxis – liegen näher beieinander als Ihnen lieb ist. Da bleibt auch machiavellischen Jesuiten kein Spielraum für Interpretationsmanöver.
    Hier ist der wissenschaftliche Beweis aus der Uni Basel:
    http://www.youtube.com/watch?v=6Kt0EYvo-z0&feature=related

  220. @plindos (18:44, 2ter Absatz),...
    @plindos (18:44, 2ter Absatz), jeder fuer sich und Gott fuer uns alle.
    .
    Wenn das Individium die kleinste Zelle des Staates ist, sollte es sich wieder daran erinnern, dass kleinteilige, hartnaeckige, methastasenartige Vermehrung buergerlicher Tugenden den staerksten Staat schwaecht. Der Buerger ist gern traege, er hat in Friedenszeiten genuegend andere Interessen und Sorgen, aber einmal innerhalb einer Generation sollte er mit sublimer Sabotage seine Oberen in die Ratlosigkeit treiben: Mein Treppengang, mein Buergersteig, meine Strasse, unsere Stadt, UNSER Staat-und nicht der Staat der BuPraes, Kanzler und pseudopolitischer Kitschfiguren. Der Buerger ist nur dann NICHT ideologiefrei, wenn ihm erzaehlt wird, dass das was ist, „alternativlos“sei. Der Buerger ist nicht bloeder als seine Politiker. Aber er wird bloed gemacht, weil er es liebt, auf dem Sofa zu sitzen und zu hoffen: et is noch immer jot jejange.
    Unsere ohnmaechtigen und korrupten Gewerkschaften haben in den Kellern noch genuegend ungebrauchte Trillerpfeifen liegen. Und dann, immer wenn eine staatstragende Pfeife auftaucht, sollte getrillert werden.
    Aber niemals vergessen: Vor der eigenen Haustuer anfangen! Do jehdet loss!

  221. Und Ihr dachtet, das mit der...
    Und Ihr dachtet, das mit der Refeudalisierung sei nur ein Witz?!

  222. Die Schnucki-Hysterie hat ja...
    Die Schnucki-Hysterie hat ja auch deutlich gezeigt, wieviele Staatsbuerger noch politische Zahnspangentraeger sind.

  223. Zur restlosen...
    Zur restlosen Entfeudalisierung fehlt nur noch eine dicke Fundstelle bei v.d. Leyen.

  224. Auch von der Leyen ist das...
    Auch von der Leyen ist das Produkt ihres Milieus. Ihr Horizont ist auch nur beengt. Dass Politiker in groesseren Dimensionen denken, ist eine Behauptung, der die bundesrepublikanische Realiteat widerspricht.

  225. Refeudalisierung bedeutet ja...
    Refeudalisierung bedeutet ja nicht, dass im Kabinett immer mehr Adlige sitzen.

  226. Einer ist weg, aber die...
    Einer ist weg, aber die Geschichte zeigt schon, wo „die Menschen“ hinwollen.

  227. @Filou: Trotz Überalterung....
    @Filou: Trotz Überalterung. Komisch.

  228. @HansMeier555, klar doch:...
    @HansMeier555, klar doch: einmal bloed gehalten, bleibt man bloed und infantil.

  229. über den zaun kommentiert: ...
    über den zaun kommentiert: auch oder eher bemerkenswert, wie durch eine ansonsten längst in lady gaga exegesen etc. versackte deutsche intelligenz und ihre verlautbarungsorgane doch noch ein ruck ging, beati monoculi in terra caecorum

  230. Leyen, Ursula G. ¬von...
    Leyen, Ursula G. ¬von der¬
    C-reaktives Protein als diagnostischer Parameter zur Erfassung eines Amnioninfektionssyndroms bei vorzeitigem Blasensprung und therapeutischem Entspannungsbad in der Geburtsvorbereitung / vorgelegt von Ursula Gertrud von der Leyen
    1990
    .
    Na dann surft mal durch die Fachzeitschriften!
    http://ebscohost.com/medical
    Auch die älteren Jahrgänge sind ja inzwischen online verfügbar (wenn auch leider nur im Lesesaal der Unibibliothek)

  231. @Filou und @HansMeier555: Und...
    @Filou und @HansMeier555: Und WER hält dem schlafmützigen Deutschen Michel endlich mal den Spiegel vor die Schnarchnase?
    Natürlich nicht „Der Spiegel“, sondern den aus Quecksilber.
    Ich könnte mir vorstellen, dass man heute mit einem WikiLeaks-Boulevardblatt mehr Auflage macht als das Kaffeekränzchen Liz Mohn und Fiede Springer mit ihren (immerhin!) schwindsüchtigen Schlaftabetten; trotz Verpackung in fette Schlagsahne.

  232. @ HansMeier555:
    .
    zu Herzog...

    @ HansMeier555:
    .
    zu Herzog und BVerfG hat Pispers auch was zu sagen:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=lN847rpv31U&feature=player_embedded
    .
    :-)

  233. Tillmann@: Danke für den...
    Tillmann@: Danke für den Hinweis. Aalglatt könnte ich jetzt sagen: Genau das wollte ich erreichen, den Widerspruch herausfordern. Doublespeech ist präzis das,
    was das Resultat, die Folge ist, wenn man den „Regierenden“ ohne Kontrolle werkeln lässt. Eigentlich die Aufgabe des Parlaments. Funktioniert nur in sehr engen Grenzen, weil die Deputierten in Arbeitskreisen, sog. Sicherheitsforen etc. häppchenweise soviel Arkanwissen mitbekommen, daß sie unter Umständen (das ist eine steile Behaptung von mir) nicht mehr die eigentliche Kontrolle wahrnehmen können oder wollen. Die andere Seite ist die, daß sie durch Ämterhäufung kaum mehr richtig durchblicken. Bei Wilkipedia hatte ich mir heut das Profil von Frau Ulla Schmidt, ehem. Bmin. f. Gesundheit, angeschaut und ich gestehe, ich war einigermaßen verblüfft worin sie überall sitzt. Da steht sie ja nicht allein da.
    Zurück zu Verschwörungstheorien: Natürllch ist deren Anwendung Teil der verdeckten Kriegsführung von Staaten, daß es sie gibt hängt mit handfesten Interessen zusammen. Aber die Welt war schon immer ein gefährlicher Ort, eine Idylle ist sie nicht. Monsieur Filou hat ja einen Weg aufgezeigt wie man die Chose samt schillernder Wahrheitsfindung ev. aufhellen kann, es hängt auch damit zusammen wieviel Information man sich beschaffen will und kann.

  234. HansMeier555@: Gestehe, ich...
    HansMeier555@: Gestehe, ich fühle mich überfordert bei dem Sichten des ungeheuren Angebots an Informationen in Ihrem genannten Link. Das ist ein Universum für sich—–wahrscheinlich bin ich zu blöd dafür.

  235. @Rheinwein
    .
    Der Michel schaut...

    @Rheinwein
    .
    Der Michel schaut da nicht rein. Und wenn, würde er nicht sich erkennen, sondern sagen: „Guck mal das garstige Rindviech da!“. Und die Erwiderung, das sei er selbst, als abstrus zurückweisen.
    .
    Satire ist ein veraltetes Konzept. Heutige Player erhalten ernsthaften Applaus für Auftritte, Taten und Sager, die ich früher ihnen in den Mund zu legen nicht die Bosheit hätte aufbringen mögen.
    .
    Angesichts des Zustands der kommunistischen Systemparteien SPD, FDP, Union läßt sich Schadenfreude zwar nicht unterdrücken. Aber was kommt danach? Die Originalmafia. Und bis sich aus dieser ein neuer, kulturell verfeinerter Adel entwickelt haben wird, werden noch circa 216 Jahre vergehen.

  236. @Plindos: tja, die...
    @Plindos: tja, die transatlantische Verflechtung: wir zahlen, und ihr macht, was uns nützt, wir uns aber nicht trauen…
    @Tillmann: ich mag das Wort „Geschäftspraktik“. Es ist so schön universell. Nur manche konkreten Geschäftspraktiken mag ich nicht, z.B. wenn für alles und jedes die Hand aufgehalten wird.
    @Filou: müpf müpf!
    @DA: Irgendwo – kann heise sein – hab ich vor einiger Zeit mal was über die Geschäfte von vdLs Ehemann gelesen, das kam, äh, gar nicht gut. Durchaus möglich, daß das seinerzeit mit ein Grund war, warum sie mit dem Kinderporno-Netzunsinn dann doch aufgehört hat. Aber daß sie es seinerzeit geschafft hat, bei den Kitas was zu bewegen, rechne ich ihr trotz dieses Irrlaufs hoch an.

  237. @tillmann
    wenigstens noch ein...

    @tillmann
    wenigstens noch ein zweiter im blogg, der das buch gelesen hat. aber vorsicht sie gehen verschwörungstheoretikern auf den leim…..;o):
    NATO Geheimarmeen in Europa, Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung
    Autor:Daniele Ganser, März 2008, Orell Füssli Verlag Zürich, ISBN 978-3-280-06106-0

  238. "machiavellischen Jesuiten"...
    „machiavellischen Jesuiten“ … da sollte man dann ggf. vorher da vorbeischauen:
    .
    http://neusprech.org/

  239. @colorcraze, hammse 'ne...
    @colorcraze, hammse ’ne Alternative anzubieten? Her damit.
    Gruesse aus dem Land der „kleinbuergerlichen Anarchisten“(Helmut Schmidt).

  240. Tach Schportsfrüngg,...
    Tach Schportsfrüngg, fureschtba dat woa nümme uszehalle. All de Fänte (Jungs) met jejelten Hoar. De wollte dea all imitiere. Dat janze Schwimmbad moote mür jede Dach aflosse, dea Bodem vo däm Puul woar adens bedeck met enä dücke Schich Jeel. Vobei is vobei.

  241. o.k. wer es genauer wissen...
    o.k. wer es genauer wissen will, wird ggf. da fündig werden:
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Rupert_Lay

  242. @Plindos: die Ulla Schmidt ist...
    @Plindos: die Ulla Schmidt ist in der Tat bemerkenswert. Ich denke, die hat sich eine stabile örtliche Basis (Aachen) erarbeitet.

  243. @HansMeier: das mit der...
    @HansMeier: das mit der Originalmafia halte ich für leider nicht abwegig.

  244. Man sollte vielleicht nicht...
    Man sollte vielleicht nicht mehr so hohe Masstäbe an die Poltiker im Allgemeinen setzen.
    Ich finde es schrecklich, dass ein akademischer „Patzer“ seine politische Karriere … hm.. unterbricht und zwar gerade weil ich ihn unsympathisch finde. Schaden tut sein Rücktritt ihm ganz sicher nicht (was Volksgunst und Chance auf höhere Posten angeht). Helmut Kohl lies seine Dissertation damals einfach ganz „verschwinden“, soviel ich weiss (viel schlauer).
    Bezüglich der Trennung von politischen Verantwortungen und anderlei Fehltritten.. Berlusconi, der könnte doch auch noch eigentlich aus dem Knast weiterregieren!? bisschen wie Escobar damals aus seinem Knast heraus..
    Nun, ich schweife ein wenig ab, mag am Beitrag selbst liegen..

  245. Plagiate aufdecken,wie...
    Plagiate aufdecken,wie langweilig.
    .
    Fabrizieren wir doch lieber selber mal ein paar originelle Qualitätsplagiate und jubeln sie irgendwem unter.

  246. Und das wundert mich...
    Und das wundert mich NICHT:
    http://www.welt.de/kultur/article12702413/Moral-Primus-Walser-verteidigt-Guttenberg.html
    .
    Das reizt mich, irgendwann doch noch einen eigenen Blog aufzumachen und dort längere Passagen aus den meistverkauften Walser-Büchern zu veröffentlichen — und dabei so zu tun, als sei ich der Autor.
    .
    Walser und Schnucki haben ausser dem Spitznamen gemeinsam, dass sie sich nicht genieren, öffentlich „Liebe“ auch von denen einzufordern, deren Aufgabe die Kritik ist.

  247. @guest: Jo mei, mit etwas...
    @guest: Jo mei, mit etwas gutem Willen lässt sich auch der Singular reinlesen; „Da bleibt auch [dem] machiavellischen Jesuiten…“
    Die Franzosen und Spanier haben dafür ein schönes Sprichwort: Buscarle el quinto pie al gato (das fünfte Bein an der Katze suchen)…
    Aber ein sehr angenehmes Graphik-Design hat die Seite neusprech.org – deliziös! Nur das Orange ist mir zu edel, das könnte zu diffusen Refexionen über lichte Gedanken verleiten. Hilfreich wäre vielleicht ein dosierter Schuss Rot (Farbe, nicht Ideen). Oder ein Hauch sauberes Blau, ohne in Magenta abzudriften, das sorgt für die nötige Frischluft.
    Ein Tipp zum Inhalt, unter Chorknaben: Unsere Neusprech-Anglizismen sollten doch ein ergiebiges Metier für diese Seite sein, besonders die Pervertierung in deutsch-englische Doppelwörter, bei denen man erst die Buchstaben abzählen muss, um den Sinn zu entziffern. Ein FAZ-Feuilletonist hat sich neulich über die „Talkkultur“ ausgelassen. Es ging aber gar nicht um die Heilkunst der Akupunktur; nur um die Subkultur der TieVie-Quasselstrippen.

    @bertholdIV: Für Sammler gibt es den kompletten Ganser auf seiner Web…
    http://www.danieleganser.ch/

    @colorcraze: Ohne die „Geschäftspraktik des Handaufhaltens“ würde unser Politikgewerbe doch arbeitslos. Wie sonst könnte man in einem kurzen Wirtschaftsjahr so viele Milliarden Steuergelder wieder unter die Leute bringen, wenn die Sättigung eingespielter Nahrungsketten dabei nicht hilfreich zur Hand ginge…? Der Finanzminister käme ja glatt in die Verlegenheit, die Steuern senken zu müssen ;-)

  248. da es mein erster Eintrag hier...
    da es mein erster Eintrag hier ist und ich erst einmal etliche cookies freigeben musste, weiß ich nun nicht, ob er angekommen ist, daher noch einmal:
    Werter Don, was ist von folgendem Filmchen zu halten?
    Sollte es sich tatsächlich um Frau Merkels Reaktion auf den Rücktritt handeln?
    http://www.youtube.com/watch?v=cME9qZWkA7c&feature=player_embedded

  249. HansMeier555 um 20.52h: "bis...
    HansMeier555 um 20.52h: „bis sich aus dieser ein neuer, kulturell verfeinerter Adel entwickelt haben wird, werden noch circa 216 Jahre vergehen.“
    .
    Danke für die Rechenaufgabe.
    Ich hoffe, das Ergebnis stimmt: 2011 minus circa (?) 216 ergibt circa 1795 = Napoleon Bonaparte gegen Aufstand von Rechts = zweite Phase der Französischen Revolution a.k.a. Marianne a.k.a. Mireille Mathieu.
    Zur Belohung: http://www.youtube.com/watch?v=SIxOl1EraXA
    à bientôt.

  250. Rheinwein04. März 2011, 13:32...
    Rheinwein04. März 2011, 13:32
    .
    „jetzt das China-Bashing auf allen Kanälen, auch auf FAZ online:
    — China bedroht den Dollar als Leitwährung.
    — China bedroht die Welt mit Rüstungs-Etat.
    — China bedroht den Westen mit Philosophie-Studenten, die an unseren Unis
    Latein pauken, um von den Alten Römern „Weltmacht zu lernen“ (FAZ heute).“
    .
    tatsächlich stützte bislang bejing den usd und den eur gleich mit. offenbar hat man in der vr doch zweifel an der bonität der derzeitigem weltwährung und versucht sich so langsam, davon loszumachen.
    .
    tatsächlich kann man sich schon fragen, wie lange die us of a noch die weltmacht geben können. die antwort darauf hängt unmittelbar mit der frage nach der bonität des usd zusammen. ein besinnen auf die eigenen stärke ist bei diesem hintergrund nicht abwegig.
    .
    die chinesichen studenten können dann als bedrohung wahrgenommen werden, wenn sie um inländische stellen konkurrieren. wenn china seine zukunft tatsächlich in einer neuauflage des s.p.q.r. sieht, dann wird europas rolle die des damaligen griechenlands sein, das das römische weltreich mit hauslehrern und konzertrednern versorgte.
    .
    ich denke, dass der nächste präsident der us of a den gorbatschow machen und seinen treuen verbündeten erklären muss, dass sie künftig nicht mehr auf hilfe und beistand aus washington zu rechnen haben.
    .
    vielleicht wird europa dann sehr froh darüber sein, dass die vr china in der lage ist, pakistan glaubhaft zu drohen. europa wird dann die wahl haben, sich seine sicherhiet von moskau oder bejing garantieren zu lassen, wobei ich deutschland bereits an der seite moskaus sehe. was dann auch das ende der alten eu ist, übrigens seit längerem ein ziel moskaus. ein ehemaliger bundeskanzler scheind die zeichen der zeit auch erkannt zu haben, er sit bereits aktiv im russichen interesse tätig.
    der bezug zum thema? so wie der herr vonundzu wiederkommt, wird auch die ddr wiederkehren.

  251. Als Kärntner, der die...
    Als Kärntner, der die demokratisch gewählten politischen Nachfolger von Haider ertragen muß, tendiere ich dazu, Haider und seine Erben eher mit Berlusconi zu vergleichen, denn mit zu Guttenberg.
    Trotz allem, was zu Guttenberg angelastet werden kann, ist er, wie man hier zu Lande zu sagen pflegt, im Vergleich mit Haider ein „Wasale“; übersetzt: ein kleines Rinnsal, das nichts wirklich Menschen Bedrohendes und existentiell Vernichtendes gemacht hat.

  252. @auch-einer
    Geniessen Sie...

    @auch-einer
    Geniessen Sie heute den neuesten FAZ-Kalauer: „Kein Reich der Mitte. Die Extreme in China wachsen. Das birgt Sprengstoff, denn die Partei bezieht ihre Legitimation aus dem Wohlstand der Massen. Das Regime ist nervös.“
    Die FAZ meint nicht die USA oder Europa, sie meint China, ernsthaft ;-))
    .
    Mir gefällt Ihr Gedanke, dass Obama den Gorbatschov machen muss. Dann hätte er sich den Nobelpreis wenigstens nachträglich verdient.
    .
    Danach aber bitte keine Russen in Europa; die haben wir bereits in Gestalt von Betonköpfen in Brüssel. Selbige würden im Falle von Garbatschov Nº2 ja ganz von alleine in die weisshauseigene Sickergrube fallen. Ich traue Chinesen mehr als Russen; sie sind klüger, mithin lernfähiger und friedlicher, und vor allem so schön weit weg…

  253. Es ist natürlich klar, auf...
    Es ist natürlich klar, auf was Sie hinauswollen. Dennoch erwarte ich noch mit großer Spannung Ihren Klartextartikel zu unserer eigenen Taschenausgabe von Jörgl. Sie werden ja deshalb nicht gleich „ausgebayert“ werden.

  254. Dass die CSU zu Deutschland...
    Dass die CSU zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt.

  255. @karntn.is.lei.ans: ...
    @karntn.is.lei.ans: Guttenberg hat „nichts wirklich Menschen Bedrohendes und existentiell Vernichtendes gemacht“

    Zählt man in Kärnten die Gattung Soldaten zu einer Subspezies ausserirdischer Zweibeiner? Speziell dann, wenn sie als unfreiwillige Wehrpflichtige an der Front für (welt)fremde Mächte geopfert werden?

  256. @auch-einer "tatsächlich...
    @auch-einer „tatsächlich stützte bislang bejing den usd und den eur gleich mit. offenbar hat man in der vr doch zweifel an der bonität der derzeitigem weltwährung und versucht sich so langsam, davon loszumachen.“

    Chinesen sind seit Jahrtausenden ordentliche Kaufleute.
    Wer sitzt schon gern auf einem alpengrossen Dollar-Berg, der nach Adam Riese bald nichts mehr wert ist und obendrein in Himalaya-Dimensionen zu wachsen droht?

    Dazu fällt mir ein böser Witz ein:
    Kommt ein Verleger zum Bänker und möchte einen Kredit. „Welche Sicherheiten bieten Sie denn?“ fragt der Bänker. „Mein Papierlager, bis an die Decke voll mit Büchern!“ Darauf der Bänker: „Das schöööne Papier! Wenn es doch nur nicht bedruckt wäre…“

  257. @Tillmann

    Ist es in...
    @Tillmann
    Ist es in Deutschland nicht so, dass zu militärischen Auslandseinsätzen nur verpflichtet werden kann, wer sich freiwillig dazu bereit erklärt oder auf Grund freier Entscheidung Berufssoldat ist?

  258. @Tillmann @auch-einer
    China...

    @Tillmann @auch-einer
    China und der Dollar – dazu fällt mir auch einer ein:
    http://www.youtube.com/watch?v=23xtl3iV7-0
    Dank CSU hat Bayern das ganze Jahr Fasching…

  259. Werter karntn.is.lei.ans
    Ihre...

    Werter karntn.is.lei.ans
    Ihre Frage kann ich Ihnen nicht beantworten. Richtig ist, dass Wehrpflichtige zum Einsatz kommen. Aber auch deutsche Berufssoldaten sind keine Söldner und die Bundeswehr ist keine Fremdenlegion.

  260. Grade Überschrift gelesen:...
    Grade Überschrift gelesen: Ägypter stürmen Geheimdienstzentrale.
    .
    Das wäre doch jetzt mal ein toller Anlaß, mit Gauck und Wulff parallel (aber getrennt) ein Interview zu führen, was sie davon halten. Ob das nicht zu weit geht, wenn künftig überhaupt „nichts mehr vertraulich bleiben“ kann.
    .
    Kann man solche Aktionen überhaupt noch als „gewaltlos“ bezeichnen?

  261. HansMeier555
    Sie müssen die...

    HansMeier555
    Sie müssen die Meldung missverstanden haben: Die Ägypter haben den Geheimdienst gestürmt, damit die alten Schnüffel-Akten NICHT vernichtet werden.
    .
    Wie stellen Sie sich eine „gewaltlose“ Revolution denn vor?
    Ordentlich verordnet und nachzulesen unter Klarsichthüllen aus dem Leitz-Ordner, nach dem Vorbild der Strassenverkehrsordnung?
    Natürlich für beide Seiten gültig: Bei Rot dürfen Aufständische nicht über den Zebrastreifen laufen und Panzer nicht über die Kreuzung fahren…
    .
    Tjaaa, am teutschen Wesen müsste die Welt erst gar nicht genesen – sie könnte gar nicht erst erkranken…

  262. @Schimmelreiter
    .
    Genau. Und...

    @Schimmelreiter
    .
    Genau. Und dann scannen sie alles ein und stellen’s ins Netz. Und kein V-Mensch kann sich mehr darauf verlassen, dass das, was er seinem Führungsoffizier erzählt hat, geheim bleibt. Kann Gesellschaft so funktionieren? Ganz ohne Vertrauen?

  263. Dass Obamas Leutnant Freiherr...
    Dass Obamas Leutnant Freiherr zu Guttenberg das nicht mehr erleben durfte:
    Die Vorhut für den neuen Ölkrieg – SPIEGELs Titelblatt zu „Arabiens Stunde Null“ mit der Frage „Wohin führt die neue Freiheit?“
    .
    Die Anwort muss man gar nicht lesen. Natürlich führt die Freiheit zu nichts Gutem! Deshalb muss der hochdekorierte Friedensnobelpreisträger aus dem Weissen Haus den armen Negerlein zu Hilfe kommen!
    .
    Kleines Missgeschick bei der dramaturgischen Bearbeitung:
    Auf den grossen SPIEGEL-Fotos machen die armen Aufständischen überhaupt nicht den Eindruck, als würden sie Obamas und Greenspans Hilfe brauchen. Im Gegenteil: Alles quicklebendige Jungs in bester Siegerlaune. Der Sieg sei ihnen gegönnt!
    .
    Die CIA-Propaganda also schlampig wie immer; ist zu Hause in Amerika auch nicht sonderlich gefordert. Aber vielleicht schaffen es Guttenbergs US-Kameraden ja doch noch, den Grossen Schwarzen Mann eindrucksvoll als Retter zu inszenieren. Übler als beim Vorschauspieler Bushman geht’s nimmer. Zur Not stehen SPIEGEL und SPRINGER mit Rat und Tat zur Seite ;-)

  264. Hier geht es...
    Hier geht es weiter:
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/03/05/das-intellektuelle-eigentum-in-zeiten-des-internets.aspx
    .
    Und ich mache morgen nochmal, was anderes zu einem vergessenen Aspekt.

  265. „Dass die CSU zu Deutschland...
    „Dass die CSU zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt.“ (istdochso)
    Ich bezweifle ja, daß Bayern zu Deutschland gehört. Von solchen Absonderlichkeiten wieFranken ganz abgesehen. Kein Wunder, daß sich hier derzeit Typen tummeln, die meinen, daß es ein „Forum“ sei, in dem man „Baumdarstellung“ bräuchte. Don Alphonso, ich bitte dringend darum wieder zum Silberkannen-Content zurückzufinden. Ein politisch Lied, ein garstig Lied. Außerdem ziehen Sie derzeit gewisse Typen an, von denen mir schlecht wird.

  266. Fisionärre Gschichtn aus da...
    Fisionärre Gschichtn aus da oidn Zoat.
    „Der Bündnisfall“
    oder
    „Die lustigen Clandestinos“
    von
    Wiggerl Ganggartner
    (Dreiakter-Heimatlustspiel)
    -*-*-*-*-*-*-*-*-*
    Ort: xxx xxxxk und By, irgendwo (top secret)
    1. Akt
    Charly 1: Yes Sir! No Sir! Ok Sir!
    Charly II: Ja, Servus Kari, wia ham as dann?
    Wos is? Na??? Ja wos is´ n nacha des?
    Moanst des itza im Eanst?
    Aus is! Macha ma!
    Charly III: Habedärä, Schorsch! Ois klarr! Wos is?
    Wuist mi dableckn, Himmisakramileckst!
    Mei i sitz grad am Scheißheisl….konnst net..
    schpäda…worrum grad i? Bi scho untawegs!
    Charly IV, V, VI, VII, VIII, IX, X:
    (Chor)
    Mia ham uns a so afn Urlaub gfreit!..?????…
    Scho recht, macha ma! Oiso Buam, auffi geht´s
    zua Wiesn! Mia hom scho ´packld!
    Um fimfi geht da Fliega!
    2. Akt
    Charly X: Na, mia macha grad des 3. Heisl do, sauba de
    Schnürl un de Packerl aan olli Schtützn!
    Ja bist leicht narrisch,pass auf du Hirni,
    du stellst die Uhrr auf xx.xx h!
    3. Akt
    Nachrichtensprecher (off aus dem Radio BR 2):
    Wie uns dpa aus xxx xxxxk soeben meldet, sind
    hintereinander zwei Türme……

  267. @hansmeier: bin gerade von...
    @hansmeier: bin gerade von Lektüre der Print-FAZ zurück. Über eine kurze Meldung mußte ich sehr lachen: Chef der London School of Economics hat mächtig Ärger wegen plagiarischer Doktorarbeit von Ghaddafi-Sohn, und mit Spenden ging da auch was, anscheinend auch ein Plagiarius- und Akademia-Skandal dort. (Später evt. mehr, jetzt wird gegessen) *zeitgleich mit G. in D*

  268. Lieber HansMeier (5. Maerz,...
    Lieber HansMeier (5. Maerz, 9:00 Uhr, 2ter Absatz), das koennen Sie versuchen. Es wird sehr lustig werden. Warum das so ist, koennen Sie hier erfahren:
    http://www.zeit.de/1968/19/pardon-musil

  269. Savall, gerne, morgen geht es...
    Savall, gerne, morgen geht es um das Erben.

  270. Wer wird Luis van Gammel...
    Wer wird Luis van Gammel beerben?

  271. @hansgeier333

    Wäre das nicht...
    @hansgeier333
    Wäre das nicht ein Job für KT?

  272. Grade bin ich drauf gekommen,...
    Grade bin ich drauf gekommen, wie Mutti ihre Rolle sieht: als Queen in diesem Diana-Begräbnisfilm.

  273. Nur dass sie keine...
    Nur dass sie keine Blaireinwirkung braucht.

  274. Prinzessin, der müsste sich...
    Prinzessin, der müsste sich erst noch die Trainer-Lizenz er…

  275. Ich bin mir sicher, dass...
    Ich bin mir sicher, dass albanische Wettfreunde da gern behilflich sind,

  276. So viele Würste können die...
    So viele Würste können die dem Hoeneß gar nicht abkaufen, dass der den KT einstellt. Und bei wem soll er die Aufstellung abschreiben? Oder macht das dann der Sportteil von BILD?

  277. @et.al.: warum kann Schalke...
    @et.al.: warum kann Schalke nicht zweimal hintereinander vernünftig spielen ? Zum Glück bin ich nur interessiert und kein echter Fan. mfG.T.

  278. @geiermarke:
    Hannover 1: Wer...

    @geiermarke:
    Hannover 1: Wer hat denn auf dem Platz gespielt, die Mannschaft oder der Trainer?
    .
    Hannover 2: Was soll man auch von einer Stadt erwarten, die sowas wie Ernst-August, Kaessmann, Gabriel, Schroeder und Wulff hervorbrachte? Und einen Dadaisten? Sehnse!

  279. D.A., Glückwunsch zum...
    D.A., Glückwunsch zum nächsten Thema:
    Das Erben ist bald kein Vergnügen mehr, es sei denn, die Masse ist versilberbar. Wem Liquidität droht, der sollte den Erblasser noch rechtzeitig entmündigen. Denn: China vernichtet unseren Kassenbestand. China ist Schuld. So steht es geschrieben im allerjüngsten FAZ-Vorspann aus der Serie China-Blashing.
    .
    Zitat: „Chinas Währungsreserven wachsen, während die USA massive Kapitalzuflüsse [1] verzeichnen. Das hat wesentlich zur Kreditblase vor der Finanzkrise beigetragen.“
    .
    Ich werde den Eindruck nicht los, dass die FAZ intensiv eine pompöse Begräbnisfeier vorbereitet…
    ——
    1 = Wunsch oder Wirklichkeit? Zuflüsse ist falsch, Abflüsse wäre richtig.

  280. Moin Rheinwein, ich finde...
    Moin Rheinwein, ich finde auch, es müffelt gewaltig.
    Liegt bestimmt nicht an meinem Schimmel, der bringt mich noch rechtzeitig hintern Deich. Müffelt eher nach Tiefdruck: Gelddruck, Propagandadruck, Bombendruckwelle…

  281. @Sophia
    Oder dass der Wolf...

    @Sophia
    Oder dass der Wolf einen musikalischen Peter dabei haben wollte.

  282. "Zählt man in Kärnten die...
    „Zählt man in Kärnten die Gattung Soldaten zu einer Subspezies ausserirdischer Zweibeiner? Speziell dann, wenn sie als unfreiwillige Wehrpflichtige an der Front für (welt)fremde Mächte geopfert werden?“
    Wehrpflichtige müssen nicht in Auslandseinsätze. Und den Einsatz in Afghanistan hat nicht Guttenberg beschlossen, sondern der Bundestag, also unsere Volksvertreter. Er war lediglich der erste Regierungsvertreter, der den Einsatz völlig zu Recht „Krieg“ nannte. Soviel Wahrheit muss schon sein.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  283. @ Rheinwein 20:26 : Zufluss...
    @ Rheinwein 20:26 : Zufluss ist schon richtig, die Amis holen immer ihr Geld zurück nach Haus wenn die unter Druck geraten.
    EZB hebt die Zi8nsen im April an und zeigt damit an, dass der Euroraum die Balse nicht mehr speisen will.
    und :
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/chinas-wirtschaftspolitik-wird-wieder-sozialer/3918666.html
    .
    http://www.welt.de/finanzen/article12702263/Chinas-Wirtschaft-kehrt-dem-Dollar-den-Ruecken.html
    .
    Ich hatte ja schon einmal von einer Blase geschrieben, in der sich der Dollarraum fangen könnte.
    Das ist auch die Antwort auf die Frage : was ist wenn sich die Welt nicht von den USA aufkaufen lassen will.
    Die Yuan-swap Abkommen der Chinesen werden zeigen, ob die tatsächlich den Dollar „fangen“ wollen.
    Dann haben die Amis praktisch nur noch das Ölkartell und das Bergbaukartell auf ihrer Seite.
    Ich tendiere je eher zu dieser Variante :
    Massiver Einbruch der Aktienmärkte und nochmaliges wackelt der Banken. Die westlichen Staaten pumpen noch einmal in das System, was sie können und der Dollar wird für weitere 3-4 Jahre nicht in Frage gestellt.
    Ich unterstelle, die Amis hoffen ihren Derivatemarkt bis dahin so weit zu haben das von da Einnahmen kommen.
    Wer diese „Gewinne“ aufbringen soll, bleibt das sahnige Geheimniss von …….
    Es wäre auch eine Gelegenheit den Druck zu erzeugen der politische „Konsolidierung“ erzwingt. Sei es von Seiten der Euroregierungen oder von Seiten der USA.
    Die Politik in USA kann sparen nach wie vor den Bürgern nicht erklären und kommt an die Gelder der oberen 5% nicht dran.
    Es ist aber nun einmal die einzige Möglichkeit einer Lösung : Die Reichen müssen massiv abgeben.
    (In Deutschland ist man Reich wenn man mehr als 70.00€ pro Jahr verdient).

  284. Bißchen spät oder früh, ...
    Bißchen spät oder früh, müssen alles München-Fans sein hier, mfG. T.

  285. @HansMeier555
    Sophisticated?...

    @HansMeier555
    Sophisticated? Oder dass die opera buffa aus dem Volksempfänger kommt; grosser Chor auf der Bühne, Dirigent im Orchestergraben?
    Da ist mir ein echter Schimmelkäse aus Frankreich doch lieber. Auch der ist im Keller pikiert, aber fördert dank Frischluft (statt Müffelmuff) die wahre Edelschimmelkultur zu Tage.

  286. @Schimmelreiter
    Tiefdruck ist,...

    @Schimmelreiter
    Tiefdruck ist, wenn kein Druck da ist.
    Fühlt man sich in die Tiefe gedrückt, heißt es Depression.

  287. @Holly01, der Dollar-"Abfluss"...
    @Holly01, der Dollar-„Abfluss“ seit 2008 ist nicht zu leugnen; US-Investoren drehen jeden (Immobilien)-Stein in Europa um, unter dem sie ihr Geld in handfeste Sachwerte verwandeln können.
    .
    Freilich laufen zugleich die Dollar-Druckmaschinen heiss. Aber das ist kein „Zufluss“ von draussen (wer sollte dort investieren und sein gutes Geld dem schlechten hinterherwerfen?), sondern die nächste hausgemachte Blasenbildung mit dem ordinären Ziel, seine Schulden per Inflatuion zu „tilgen“. Die Devise: „Nach uns die Sintflut.“
    .
    Mir persönlich in Europa kann’s nur recht sein, dass Dollar-Investoren aus der halben Welt ihr Geld paketweise in Gebäuden anlegen und in Sicherheit bringen. Ein gutes Geschäft für mich und den Markt…
    .
    Aber was soll dieses heuchlerische China-Bashing? China druckt keine Dollars. Im Gegenteil, die wollen das Altpapier von der Backe habe, bevor es nichts mehr wert ist. Das ist legitim. Die „oberen 5%“ der Amerikaner machen exakt dasselbe.
    Vielleicht haben „Experten“ ja eine bessere Erklärung…?

  288. @HansMeier555
    Aha, jetzt weiss...

    @HansMeier555
    Aha, jetzt weiss ich, weshalb ich nicht „unter Druck“ stehe.
    Hinterm Deich am Kachelofen ist es sehr gemütlich ;-)

  289. Warum investiert hier keiner...
    Warum investiert hier keiner in Fußballerwaden? Die Russen tun´s doch auch.

  290. Salzburg? Ist das nicht...
    Salzburg? Ist das nicht vieles, vor allem auch Kunst? Z. B. auch
    .
    Vorstadt im Föhn
    .
    Am Abend liegt die Statte öd und braun,
    Die Luft von gräulichem Gestank durchzogen.
    Das Donnern eines Zugs vom Brückenbogen –
    Und Spatzen flattern über Busch und Zaun.
    .
    Geduckte Hütten, Pfade wirr verstreut,
    In Gärten Durcheinander und Bewegung,
    Bisweilen schwillt Geheul aus dumpfer Regung,
    In einer Kinderschar fliegt rot ein Kleid.
    .
    Am Kehricht pfeift verliebt ein Rattenchor.
    In Körben tragen Frauen Eingeweide,
    Ein ekelhafter Zug voll Schmutz und Räude,
    Kommen sie aus der Dämmerung hervor.
    .
    Und ein Kanal speit plötzlich feistes Blut
    Vom Schlachthaus in den stillen Fluß hinunter.
    Die Föhne färben karge Stauden bunter
    Und langsam kriecht die Röte durch die Flut.
    .
    Ein Flüstern, das in trübem Schlaf ertrinkt.
    Gebilde gaukeln auf aus Wassergraben,
    Vielleicht Erinnerung an ein früheres Leben,
    Die mit den warmen Winden steigt und sinkt.
    .
    Aus Wolken tauchen schimmernde Alleen,
    Erfüllt von schönen Wägen, kühnen Reitern.
    Dann sieht man auch ein Schiff auf Klippen scheitern
    Und manchmal rosenfarbene Moscheen.
    .
    http://www.textlog.de/17505.html
    .
    „Musik im Marabell halt“

  291. "gibt es doch eine gewisse...
    „gibt es doch eine gewisse Verbindung, die man – pardon, ich für mich selbst nicht ganz abstreiten kann. Das populäre Verhalten kann sich in das populistische Anführen entwickeln, wenn man sich der Versuchung zu sehr hingibt, …“
    .
    Man verzeihe uns den späten Einwurf, welcher sicherlich auch schon von anderer Seite kam: Mit solchen Anwandlungen geht man nicht hausieren, nicht unters Volk. Schon gar nicht als Aristokrat. Wenn wir solche Vergleiche zu ziehen beginen, ist es meist höchste Zeit für ein diesbezügliches Gespräch mit einem besten Freund. Alles andere wäre – Verzeihung – doch eher geschmacklos. (Bei anderen sehe wir es immer leichter ein.
    .
    Unsere inneren Rangordnungen (als mögliche Anwandlungen) sollen und wollen wir a.) ganz niedrig halten und b. auch immer so bewerten.
    .
    Wie heißt ein unseres Erachtens nach guter Spruch dafür? „Es gibt Genies – ich bin keines!“
    .
    Oder noch anders: Unser Dr. Don sticht doch wohl nur deshalb so heraus, weil die Hundertausende, welche intelligenter und gebildeter sind als er, bloß zu klug sind zu posten (oder anderwetig (besser) beschäftigt), nicht wahr?
    .
    Und ein paar doofe Villen-, Tortenkuchen- und Berglichtfotos machen können – hoch geschätzer Weise! – auch immer noch viele.
    .
    Oder noch anders: Mit Genannten und Politikern, vergleichte er sich da doch nicht sowieso ein wenig sehr unter Niveau?
    .
    Noch ein wenig Brot?

  292. Deutschland ist das Land, in...
    Deutschland ist das Land, in dem Menschen glauben, dass jeder plaudern könnte. Vielleicht ist es so, aber es kann auch jeder ein Bild malen.

  293. Er hat uns einen Dienst...
    Er hat uns einen Dienst erwiesen, wir sehen es ein, vielen Dank dafür!

  294. Es ist mir vollkommen...
    Es ist mir vollkommen unerklärlich, wie ich sechs Kommentare bei diesem Beitrag übersehen konnte, aber jetzt habe ich sie freigeschaltet. Pardon!

  295. "Die Gesellschaft, wenigstens...
    „Die Gesellschaft, wenigstens die zivilisierte Gesellschaft, ist nie sehr geneigt, zum Nachteil derer etwas zu glauben, die zugleich reich und faszinierend sind. Sie fühlt instinktiv, daß Manieren wichtiger sind als die Moral, und nach ihrer Meinung ist die höchste Ehrbarkeit von geringer Bedeutung als der Besitz eines guten Küchenchefs.“ Oscar Wilde

  296. Der Staat tut es mit jedem...
    Der Staat tut es mit jedem Bürgerstand,
    den einen grillt und anderen gart er.
    Fazit: Deutschland ist kein Vaterland,
    sondern mehr ein Ehepartner.

  297. Darum springt man gern zur...
    Darum springt man gern zur Seite
    .
    zu der Bank der Schweize
    .
    r Eidgenossen und Rütlischwörer
    .
    der Reichen liebe Sinnenbetörer.

  298. Plagiat: my himself –...
    Plagiat: my himself – Proleteus

    Bedecke deinen Pimmel, Chef,
    Mit Überredungskunst!
    Und übe, kapitalistengleich,
    Der Arbeitnehmer schröpft,
    An Funktionären dich und Allmachtshöh’n!
    Mußt mir mein Bier
    Doch lassen steh’n,
    Und meine Nutte,
    Die du nicht verhaust,
    Und meine Doppelhaushälfte,
    Um deren Hund
    Du mich beneidest.

    Ich kenne nichts Ärmeres
    Unter der Sonn’ als euch Bonzen!
    Ihr nähret kümmerlich
    Von Ökosteuern
    Und Stimmmissbrauch
    Eure Regierung
    Und darbtet, wären
    Nicht Migranten und Wähler
    Hoffnungsvolle Toren.

    Da ich politisch blind war,
    Nicht wußte, wo raus, wo rein,
    Kehrt’ ich mein blau gehauenes Auge
    Zur Partei, als wenn drüber wär
    Ein Ohr zu hören meine Klage,
    Ein Schmerz wie meiner,
    Sich des Besteuerten zu erbarmen.

    Wer half mir
    Wider der Parlamenten Übermut?
    Wer rettete vom Rausschmiss mich,
    Von Zeitarbeit?
    Hat Jasmin mich nicht selbst verblendet,
    mit der Alimente glühender Schmerz?
    Und ich glühte jung und gut,
    Betrogen, Rettungsdank
    Den Regierenden dadroben?

    Ich euch ehren? Wofür?
    Habt ihr das Delirium gelindert
    Je des Besoffenen?
    Habt ihr die Tränen gestillet
    Je meines Nebenbuhlers?
    Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
    Die allmächtige BILD
    Und die ewige Schufterei,
    Meine Bräute und eure?

    Wähntet ihr etwa,
    Ich sollte meine Süße verlassen,
    Auf Montage fliehn,
    Weil nicht alle Morgenlatten-
    Muschiträume reiften?

    Hier steh’ ich, forme Flansche
    Nach Jasmin ihrem Bilde,
    Ein Werkstück, das mir nützlich sei,
    Zu leiden, pimpern,
    Genießen und zu freuen sich,
    Und euch nicht zu achten,
    Wie ich!

    P.S. Angeblich soll die Wortschöpfung ‘Proletheus’ Peter Sloterdijk erfunden haben. Es gab aber damals noch kein Internet, daher ist die Behauptung abstrus.

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