Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Hoch stapeln statt höhere Mathematik

| 233 Lesermeinungen

Niemand hat schöneres Briefpapier, edlere Manschettenknöpfe und elegantere Schreibgeräte als der gemeine Hochstapler. Zu allen Zeiten verrufen und nun angesichts der gnadenlosen Auswahlprozesse der Schule versetzungsgefährdet, ist es nur die Verantwortung vor unserer Kultur, diesen Herren wieder zu entdecken und mit besseren Waffen in den Kampf gegen Mathemaitker und einzig richtige Lösungen zu schicken.

Ein echter Mann vermag zu wagen,
zu fallen und zu stehn.
Doch sorge stets für einen vollen Magen
willst Du zu einer Dame gehn.
Walter Serner

Es war ein milder, sonniger Herbst in den Bergen, vor gut 10 Jahren. Der Kongress über neue Technologien neigte sich, wie die Internettechnologien selbst, dem Ende zu, viele geleaste S-Klassen hatten die Einfahrt des Schlosshotels knirschend verlassen, und die letzten Gäste hatten im grossen Saal freie Wahl der Plätze. Zu mir gesellte sich ein Herr, der sich vorstellte, nach einem Kärtchen kramte, und es mit reichte. Ah, sagte ich, Pharmabranche, da gehören Sie ja zu den Überlebenden hier. Der Mann wurde leicht rot, bat mich um die Karte, die ihn als Geschäftsführer eines von Frankreich aus agierenden Pharmafonds auswies, nahm sie wieder an sich und reichte mir eine, die den gleichen Namen führte, und ihn nun als Chefredakteur einer ebenfalls in Paris beheimateten Infoagentur zur Pharmabranche auswies. Oh, ein Kollege, sagte ich, und als er das hörte, wurde es ihm sichtbar weniger unangenehm, und er erzählte, dass ihm der Journalistentarif – auf Kosten unserer liebevollen Staatsregierung gratis vier Tage im Pool liegen – sinnvoller erschien, als der Tarif für Fonds, die eine erhebliche Summe zahlen mussten, um nicht im Pool mit jungen Unternehmen zu sprechen. Er trug Manschettenknöpfe aus Weissgold, einen gut sitzenden Anzug und hatte auch in allgemeinen Hygienefragen erfreulicherweise nichts mit der Fama des angeblichen Presseberufes gemein. Und man darf annehmen, dass er danach seinem Fonds eventuell Kosten für den so nicht beglichenen Aufenthalt in Rechnung stellte, denn erleichtert durch meine Angabe, selbst der Wirtschaftsberichterstattung anzugehören – was damals, im Gegensatz zu unseren glorreichen Tagen, als Ausweis niederster Gesinnung galt – fragte er noch, ob er irgendwie an eine normale, also nichtjournalistische Bestätigung seiner Teilnahme hier bekommen könnte. Das nur voraus, falls jemand denken sollte, Hochstapelei sei ein Phänomen niedriger Schichten.

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Jene Tage liegen in einer fernen Vergangenheit und scheinen wie ein Fiebertraum; vor dem ehemaligen Kloster, in den ich heute lebe, geht es banaler zu. Mütter in schweren Geländewagen parken mein Hoftor zu, weinende Kinder verlassen das Gymnasium und jammern, dass ihnen das Abitur das Kreuz gebrochen hätte; und tatsächlich ist es so, dass das achtstufige Gymnasium in Bayern zusammen mit der Einführung von Mathematik als Pflichtfach dazu führte, dass die segensreiche Staatsregierung sich nunmehr veranlasst sieht, den Lehrern zu sagen, dass sie gefälligst neu benoten sollten: Damit weniger bayerische Schüler durch das gerühmte bayerische Abitur fallen und niemand auf die Idee kommt, aktuelle und ehemalige Bildungsminister nach jemenitischem Vorbild mit einer Rakete aus dem Amt zu jagen. Die Stimmung hier im Lande ist schlecht, die Wut gross, und dann ist da noch das Gefühl, dass all die Guttenbergs und Stoiberianerinnen und Koch-Mehrins die fauligen Doktorarbeiten nachgeschmissen bekommen, der eigene Nachwuchs jedoch auf dem Altar der Globalisierung geschlachtet wird.

Man muss unsere segensreiche bayerische Staatsregierung hier natürlich auch verstehen: Gelingt es ihr nicht, das Wasser der mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildung in die hiesigen Hirnsteinbrocken der Bauernkinder zu pressen, werden die Fachkräfte und Ingenieure fehlen. Die muss man dann aus dem feindlichdeutschen Ausland holen, und die wiederum sind dann schon wieder so gebildet, dass sie nicht verstehen, wieso eigentlich die Staatspartei, aus der die Staatsregierung wie die atomare Wolke aus Fukushima erwächst, so segensreich ist, und folglich gewählt werden sollte – statt dessen haben sie dann so komische grüne Ansichten. Bayern braucht bessere Mathematiker, nachdem wir es mit Fremsdsprachen wie Englisch und Deutsch und Geschichte jetzt nicht so wirklich haben. Dann bauen wir die besten Autos für weniger gute Länder und noch ein Gewerbegebiet mit Disco und sind auch sonst in der Champions League. Alles nur, weil wir so tolle Mathematiker aus dem Menschenmaterial züchten.

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Dieser Leistungsdruck hat unschöne Folgen nicht nur für die mathematisch Minderbegabten – ich etwas war keine Katastrophe in Zahlenfächern, jede Katastrophe hätte sich gegen so eine Herabwürdigung mit juristischen Mitteln gewehrt – sondern auch für den Versuch, derartige Probleme durch Täuschung zu minimieren. Was man momentan bei den diversen abgeschriebenen Doktorarbeiten sieht, ist kleinlich, peinlich, ohne jede Grösse, es wird sogar der Erwartungsdruck der Familie als Grund vorgeschoben. Allein die Themen, mit denen sich die Leute da blamieren! Währungsunionen, Verfassungsfragen, Mobilfunk, Kleinklein beherrscht die Agenda der Trickser, heimliches Wurschteln an Details, in der Hoffnung, damit nach vorne zu kommen, immer in der Angst, entdeckt zu werden. Biografien werden aufgehübscht, Praktika aufgeblasen, was dem Minister recht ist, ist all den Klitschen und XING-Profilen billig, man stapelt nicht hoch, man lügt sich den Mathestreber zurecht, um ebenfalls auf dem Markt zu performen, wie es alle tun: Man sei hier und dort gewsesen und habe an der Sohle jenes Vorstandsassistenten geleckt – widerlich. Da geht sie hin, die Überlegenheit der besseren Kreise.

Weil sie es nicht können. Niemand hat ihnen beigebracht, sich auf anderen Gebieten gut zu zeigen. Und beschränkt, allzu beschränkt sind deshalb ihre Einfälle, sie eifern den anderen nach, statt selbst Alternativen zu entwickeln. Dabei könnte man doch bei Felix Krull nachlesen, was man dazu braucht: Ein wenig Verständnis hübsch aussehender Gebrauchsgegenstände und die Fähigkeit, sie artgerecht zu verwenden. Was in Tagen wie diesen um so leichter ist, als alle anderen so auf Businessanzüge und Notebooks eingeschworen sind, wie sie auch auf die uniform höheren Weihen der Mathematik erpicht sind: Es gibt nur eine richtige Lösung für eine Gleichung. Aber sehr viele richtige Lösungen für die Anforderungen des Lebens. Und wenn eine nicht passt, kann man sie ja etwas richtiger machen.

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Die Chancen sind gross, die Risiken klein, und am Ende kann dabei eine hübsche Geschichte herauskommen. Man hüte sich nur vor der schriftlichen Festlegung und bestreite, so es bei der mündlichen Weitergabe Probleme gibt, es je so gesagt zu haben. Man gehe nicht unbedingt des Weg über akademische Grade und Professoren, die man vor ihrem Tode gehört haben will, sondern über andere und angenehmere Felder des Lebens. Man warte stets mit einer schönen Anekdote auf und achte darauf, dass die Übertreibung der Realität besser als die Erfindung und die Erfindung immer noch besser als der Klau bei Literatur oder urbanen Legenden ist. All diese Wissenschaften, sie streben scheinbar nach Exaktheit und Methoden, da ist noch jede Menge Platz für Dreistigkeit und Wagemut, für das blosse Andeuten und das Verbleiben im Ungefähren. Die Natur ist nicht fair, dem einen erschliessen sich die Formeln, und er wird hoch bezahlt; dem anderen, dem sich die Phantasie erschliesst, bleibt da nur die Notwehr. Mathematik wird umfassend gefördert; vielleicht sollte man auch daran denken, den jungen Schülern mit anderen Gaben ein Mittel an die Hand zu geben.

Zumal, in der echten Welt jenseits der Schulen und Akademien die Dinge ja ein wenig anders liegen. Da geben immer noch jene den Ton an, die nicht über Leistungen nach oben gelangten, die sie anderen abverlangten – man werfe nur mal einen Blick auf das segensreiche Wirken unserer Staatsregierung bei der hiesigen Landesbank. Wie immer diese Leute nach oben kamen – das Rechnen muss es nicht zwingend gewesen sein. Und auch damals, im Schlosshotel, wage ich es zu bezweifeln, dass man einen Return on Investement hätte errechnen können, so man rechnen könnte. Im Gegenteil wage ich inmitten der anhaltenden Finanzkrise zu fragen, ob denn eine erfundenen heimische Villa mehr Schaden angerichtet hätte, als die groteske Überbewertung von Bruchbuden durch Banken, die ganz sicher rechnen konnten. Dafür unsere Jugend in Hochleistungsschulen zu schicken, ist schon ein wenig grausam.

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Und bevor nun jemand auf die nicht seligmachende Idee kommt, dass Mathematik in der praktischen Anwendung auch nur eine Art goldener Manschettenknopf an einem dreckigen, verschwitzten Hemd der Raffgier ist, dessen Ausdünstungen nur mühsam von einer Jacke der Methoden und Modelle überdeckt wird, lieber ein paar Literaturhinweise. Nachdem man nicht davon ausgehen kann, dass Hochstapelei so schnell zum Prüfungsfach wird, hilft die Selbstversorgung im Buchladen, denn es gibt mehr als nur den glücklichen Felix:

Alain Rene LeSage, Der hinkende Teufel
Walter Serner, Letzte Lockerung
Pitigrilli, Kokain
Andrea Camillieri, Streng vertraulich

und vielleicht der schönste Roman zum Thema überhaupt, in dem die Vorsehung dem Hochstapler recht gibt:

Jorge Amado, Die Abenteuer des Kapitäns Vasco Moscoso.

Das Hotel übrigens brannte bald nach dem Kongress ab, und sollte je der französische Pharmafonds herausfinden wollen, ob der Mann wirklich die Rechnung… wie sagt man nicht so schön: Das Glück ist mit den Tüchtigen. Und nicht mit den Mathematikern.

 

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233 Lesermeinungen

  1. @DA
    am we habe ich mit meinem...

    @DA
    am we habe ich mit meinem freund – gymnasiallehrer deutsch/rkk in einem gymnasium in der nordoberpfalz – telefoniert. er hatte jetzt auch einige schüler zur abitur-nachprüfung. die schüler hätten vorab ganz frech extrem hoch gepokert – die regierung lässt heuer in g8 jeden durch – und jetzt seien sie überrascht, dass die hürde nicht ganz so tief liegt…
    ein hessisches abitur schlägt jetzt ein bayerisches um längen…

  2. Fabelhaft! (Der Text und die...
    Fabelhaft! (Der Text und die Manschettenknöpfe.)
    Wenn ich noch einen Literaturhinweis ergänzen darf: In „Das Gespenst des Kapitals“ (J. Vogl) geht es um systemimmanente Hochstapelei – unsere Geldwirtschaft. Sehr empfehlenswert.

  3. Mid dera Meßlattn ham mia ois...
    Mid dera Meßlattn ham mia ois damessn, a jeda (vo mia) vasetzti Grenzstoa ist dodamid eksagd vo deni Inschenöre vo da Fluarrberreinigunksbhöarrd un mid a
    Meßkettn abgsegned woarrn un im Kadasda iebernommän. Do feit se nix. Beichted hob i des sichaheitshoiba aa.
    Ansonstn muaß i sagän, is ma des ois iebahaubts, alls oide Wuarrschtahaud, wuarschd un Oans*). Mei Bua, da Junior, schraibat eh ois ab, dea hot koane Broblämä derawegn.
    *)>Diessä mainä kiehnä Bhauptung wiad grod aggduäll gschdüdzd duach 3*n+1 äzätärra. Aa muaß a jeda dea wo se mid Zahlän auskenna duat, scho moi den Frege und sei Dheorie zua Oans un dera Zahl ois solchä un iebahaupts bschäfdinga un net ollaweil sauffa un de Madln in Ruah lossn. Weils eh woahrr is.< .... Wia da Fonsi scho mid Recht sogn duat: "Das Glück ist mit den Tüchtigen." Und (nicht) mit den Mathematikern. http://de.wikipedia.org/wiki/Messlatte
    http://nachrichten.t-online.de/deutscher-mathematiker-meldet-loesung-fuer-zahlenraetsel-/id_46972848/index

  4. Der Text gefällt mir. Einige...
    Der Text gefällt mir. Einige der Bücher kenne ich noch nicht, die werden umgehend besorgt (damit man nicht so dumm ins Bett geht, wie man aufgestanden ist – wie man bei uns zu sagen pflegt).

  5. Ha, catch me, if you...
    Ha, catch me, if you can!
    .
    Und noch ein Literaturhinweis:
    T. C. Boyle, The Road to Melville,
    herrliche Hochstapeleien und wie sie gehen.
    .
    Oder Thackeray, ist halt etwas verstaubt. Das Thema Hochstapeln ist eben so alt wie die Menschheit. Das gibt es auch: Kleinbürgerkindern, vor allem Mädchen wird leider von Lehrern und Elternhaus gegentlich beigebracht, sich wie Hochstapler zu fühlen, obwohl sie wirklich etwas zustande gebracht haben. Ist aber am Aussterben, diese Scheu. Heute will jede zu DSDS in die Lehre gegen und darf dann tief fallen, geht doch auch.

  6. Wos i no im Nochgang sogn...
    Wos i no im Nochgang sogn woid: Mia af unsan Hof, hobn no nichd oamoi a Brobläm mid däm Pharmavadreda ghobt. Bästä Erfahrunga un Ärfolgä in dera Mastdiarhaldung mid seinä Embfählunga. Da Diarvedrinäar moant aa, des warr ois gons brima wos mia macha. De Fachbublitzisdig schtützt des aa ois, aa ois in „Natur und Wissenschaft“ vo dera Zeidung do.

  7. Aber so ein bisserl blenden...
    Aber so ein bisserl blenden ist doch politisch opportun, dann sind doch alle glücklich und fühlen sich besser: Eltern, Politiker, Erziehungsbeamte, die Wirtschaft etc.. Wer auch immer sich berufen fühlt zu wissen, was diese Gruppen wollen, gibt doch heute seinen Senf dazu und, was viel schlimmer ist, wird von interessierten Medien auch verbreitet. Es wird halt einfach umetikettiert und schöngeredet. Obwohl doch alle wissen, dass ein Bachelor früher Studienabbrecher hieß.

  8. Tipp: Wer versucht, in den...
    Tipp: Wer versucht, in den Naturwissenschaften per falscher Diss hochzustapeln, das ist fast nicht möglich. (Außer du fakest reihenweise Versuchsreihen, die es nie gegeben hat − nicht ganz unmöglich, aber kompliziert.)
    .
    Wunderbar hochstapelfähig (fälschbar) sind hingegen Dissertationen in reinen Laberfächern. Laberfächer sind sowieso das Paradies. Allen voran Kommunikationswissenschaften.

  9. Man unterscheide den gemeinen...
    Man unterscheide den gemeinen Betrüger vom Hochstapler. Der Spesenmogler ist einfach eine Wurst; mit der eitlen Selbtwahrnehmnug und den Hoffnungen selbstverliebter Menschen hat er nicht gespielt – was den Hochstapler in seiner klassischen, virtuosen Form ausmacht – und ihn so sympathisch erscheinen lässt.

  10. @wimmerl
    naa. hoist itza...

    @wimmerl
    naa. hoist itza komiision fiar lendliche entwiglung und fealda war’n im wirtshaus nai vergäm, nix vermess’n

  11. Mit dem mathematischen...
    Mit dem mathematischen Simulations-Methode der Monte-Carlo-Rechnungen lässt sich sehr schön der Bogen schlagen von der Mathematik zu jenen „anderen Gebieten“ der Phantasie und des Wagemutes. Vermutlich haben die Adria-Landesbanker den Begriff aber falsch verstanden.
    @DA, für eines Ihrer Lieblingsthemen:
    Monte-Carlo-Rechnungen wurden anlässlich der Entwicklung thermo-nuklearer Gerätschaften – Bomben, Meiler – erstmalig angewewndet
    Die Reduktion der Mathematik auf ein Zahlenfach tut weh, ebenso, wie das bloße Rechnen heutzutage schon als Mathematik verkauft wird, so dass auch Haupt- und Grundschüler angeblich schon Mathematikunterricht genießen.

  12. @Wimmerl d.Ä:
    Die Messlatte...

    @Wimmerl d.Ä:
    Die Messlatte heißt in experimentellen Disziplinen daher ja auch „Schätzeisen“.

  13. Das weite Feld der...
    Das weite Feld der Karl-May-Hermeneutik und -exegese. Einer der begnadetsten Hochstapler deutscher Zunge.
    Auch beziehe ich meine ganze Bildung aus dem IN und aus den Reisebeschreibungen des hiesigen Bloggs. Wozu wäre dies Alles sonst nütze?
    http://www.sgipt.org/gipt/diffpsy/devianz/hochstap/lili_hm.htm

    Non concipere aut edere partum mens potest nisi ingenti flumine litterarum inundata.
    (Kein Talent ist zu der Empfängnis und der Geburt fähig, wenn es sich nicht mit dem gewaltigen Strom der Literatur getränkt hat. Petron.118,3)

  14. @JR
    aber monte carlo ist doch...

    @JR
    aber monte carlo ist doch so toll. es gab phys.- lst., die haben nichts anderes getan…
    und die ganzen pfade, das macht sich super bei präsentationen für entscheidungsträger.
    in der finanz/versicherungswelt gibt es dann noch kapitalmarktgeneratoren, die rechnen das ganze unternehmen und die ganze welt durch. anbieter/namen: moses, prophete, rocoko…
    äh verdichtet datenpunkte und risikoneutrale bewertung, martingalmaße muss man jetzt noch erwähnen. ein kollege hat mir von einem vortrag vor einigen jahren in der dav zu diesem thema berichtet (durch den sohn eines bekannten…) und dem schmunzeln einiger im auditorium

  15. JR@ Mia hams beim Messen (s....
    JR@ Mia hams beim Messen (s. obiger Beitrog vo mia) earscht mid dera Markow-Kettn vasuachd, nocha mid däm Fermi seine Schätzunga, des woar ois nix. Wobei i sogn muaß, olli Achdung, sauba hom die des mid dera A-Bombn hikriagt. Richti gschdaubd hots.

  16. JR, nun ja, es wäre ja schon...
    JR, nun ja, es wäre ja schon ein Erfolg, wenn Schüler, sagen wir nach der 10. Klasse, zumindest das (von Ihnen als minderwertig dargestellte) „Rechnen“ beherrschen würden. Zum Heulen; die armen Wichte haben teilweise nicht mal den Dreisatz drauf. Fatal wird es dann, wenn diese Menschen durch einen unglücklichen Zufall (reiche Eltern, die ihnen einen MBA in wasweissich und den anschließenden überbezahlten Job im Finanzsektor ermöglichen) irgendwann mathematisch sophistizierte MC-Simulationen durchführen…

  17. Danke für die Buchtipps....
    Danke für die Buchtipps. Falls ich auch was beisteuern dürfte: „Die Kunst des Handelns, oder Das abenteuerliche Leben des Fernand Legros“ von Roger Peyrefittee (erschienen 1976 in Frankreich, 1977 in Deutschland).
    Es geht um die Hochstapelei – vulgo: Betrug – im Kunstgewerbe (die frühe „Moderne“ ist aber auch ZU leicht zu kopieren); es geht um die Betrüger und Betrogenen, incl. hochangesehene Museen. Der Autor war wohl der Haupt-Strippenzieher in diesem schillernden Gewerbe.
    Ich bekam das Buch nur noch antiquarisch (und preiswert; alte Bücher sind sowieso sehr billig). Überhaupt nicht trocken und nicht „wissenschaftlich“ geschrieben, eher: leidenschaftlich. Das Lesen macht – im Gegensatz zur „zeitgenössischen deutschen Literatur“ (heißt die noch so?) – sehr viel Vergnügen. Auch deshalb ist das einzige Werk, das ich von Thomas Mann überhaupt lesen kann (und las) der Felix Krull.

  18. Der Andrea Camillieri heißt...
    Der Andrea Camillieri heißt Andrea Camilleri (ein i weniger)

  19. Jeeves3@: Da ist Ihnen aber...
    Jeeves3@: Da ist Ihnen aber vieles entgangen. Z.B. der „Tod in Venedig“. Der ist jetzt leichter, preiswerter zu haben, nach all den kommenden Loveparades in Bonn, Köln, Münster. Es muß etwas dran sein an der Liebe.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tod_in_Venedig

  20. @Muscat:
    Als minderwertig will...

    @Muscat:
    Als minderwertig will ich das Rechnen nicht abqualifizieren. Ich lege großen Wert darauf, dass beispielswwise die Handwerker, die in meinem Haus gelegentlich tätig sind, selbiges beherrschen.

  21. "Die weiße Weste" (ehem....
    „Die weiße Weste“ (ehem. Requisität des höhern Bürgertums.)

  22. Der Hochstapler ist ein...
    Der Hochstapler ist ein infantil Suizidaler, der den sozialen einem physiologischen Tod vorzieht. Seine Depression ist in Narzissmus umgeschlagen. Die Entdeckung seiner Lügen begreift er als befreienden Scheintod: Es tötet ihn zwar nicht, aber es verschiebt nur das Unvermeidliche…

  23. Das Schöne an den verkürzten...
    Das Schöne an den verkürzten Gymnasialcurricula ist, dass eine schlechte Note z.B.in Mathematik durch eine gute Note im Fach „Präsentation“ ausgeglichen werden kann. Dummschwätzen und Schönreden als Abiturfach!
    Wir werden es noch erleben, dass man auch auf bayerischen Hochschulen den „Bachelor of Powerpoint“ erwerben kann…

  24. @b4:
    Dass ist immer wieder das...

    @b4:
    Dass ist immer wieder das Problem mit Leuten, die Werkzeuge mit Inhalten verwechseln und Stochastik unabhängiger und zufällig verteilter Beobachtungsgrößen dort annehmen, wo weder Unabhängigkeit noch Zufälligkeit gegeben ist. Und im Zweifelsfall das Ganze dann noch logarithmisch bzw. doppelt logarithmisch auftragen …
    Aber die Zahlentheorie, die den Zufallszahlen-Generatoren der Monte-Carlo-Rechnungen, aber auch den Algorithmen der Herren Rivest, Shamir und Adleman zugrunde liegt, welche Ihre Banktransaktionen online sichern, kann nichts für die Anwender des genannten Werkzeugsatzes.
    Da hätten sich die von Ihnen genannten Kapitalmarkt-Jongleure doch besser der vom Don genannten, zwischenmenschlich anzuwendenden Werkzeuge bedient.

  25. @Wimmerl d. Ä.:
    Wie wärs mit...

    @Wimmerl d. Ä.:
    Wie wärs mit „educated guess“, die mundartliche Übersetzung müssten Sie liefern!

  26. @ W. Schmid: "Dummschwätzen...
    @ W. Schmid: „Dummschwätzen und Schönreden als Abiturfach!…“
    *
    Ich freue mich schon auf diese Generation, die dann mit Aufklebern wie „Lieber Dauerjoint als Powerpoint!“ oder „Ich sage nichts mehr ohne meinen Staatsanwalt!“ durch die Gegend düst…

  27. @Vroni: Road to Melville ist...
    @Vroni: Road to Melville ist schön :-)
    Heißt aber leider richtigerweise nur Road to Wellville.

  28. fand ich ganz witzig...
    fand ich ganz witzig damals:
    dewdney: The New Turing Omnibus: Sixty-Six Excursions in Computer Science (1993). ISBN 0-8050-7166-0.
    aber der autor scheint wegen 9-11-2001 in ungnade gefallen zu sein: http://en.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dewdney

  29. "Dummschwätzen und...
    „Dummschwätzen und Schönreden als Abiturfach!…““
    .
    Um Himmelswillen. Bloß nicht professionalisieren.
    Is eh schon.#
    .
    Als Dienstleister muss ich solche schon seit Jahren ertragen.
    Es geht mittlerweile so weit, dass diejenigen, die zum Blenden neigen, glauben, ich verkohle sie, wenn ich ihnen die Wahrheit sage. Verkehrte Welt.

  30. Sehr geehrte Vroni mit dem...
    Sehr geehrte Vroni mit dem roten Blut, täuschen Sie sich nicht:
    Jan Hendrik Schön, Universität Konstanz und Karl Illmensee, geboren in Lindau, promoviert in Minga.
    Da sind Stoiber-Tochter, Koch-Mehrin und Lichtgestalt KT geradezu nix dagegen.

  31. @JR: min ein ganz klein wenig...
    @JR: min ein ganz klein wenig Muße, einem Blatt kariertem Papier und ein paar Buntstiften kann man einem Zweitklässler binäre Bäume, Exponentialfunktionen und Fraktale nahebringen. Mit Monstern und Blut punktet man in dem Alter immer! http://www.youtube.com/watch?v=e4MSN6IImpI

  32. O.K. Welville....
    O.K. Welville. Gewonnen!
    .
    Camilleri lese ich auch.
    Zugegebenerweise meist die Krimis, obwohl schon anderes von ihm auch. Er ist rundum klasse.
    Die Krimis deswegen:
    1. Montalbano ist herrlich verfressen
    2. Er will nicht heiraten
    3. Er hat einen verrückten Assistenten, der ihm sprachlich alle Nerven kostet
    3. Die Morde sind recht skurril
    4. Seine Methoden auch, zuvor geht er jedoch immer essen.
    .
    Ich mag das, ich brauch das, nur so kann ich meinen Dienstleisterfrust wg. zunehmenden Blendertums auf lustige Weise sublimieren, sonst irgendwann „kleine Morde unter ‚Freunden’…“. Und das wäre unschön. Camilleri ist wahre Lebenshilfe.

  33. Don, köstlich! Camillieris...
    Don, köstlich! Camillieris „Streng vertraulich“ habe ich kurz nach Erscheinen Anfang des Jahres gelesen. Was hab ich gelacht, wie schön der Äthopier die Faschisten geleimt hat. Ein Leerstück der Hochstapelei.
    Camillieri ohnehin gut auch in “ Sizilianische Oper“. Hat n derben Humor, eben sizilianisch.

  34. Machen Sie doch eine...
    Machen Sie doch eine Internatsberatung auf ;-). Dann bleiben Ihnen die SUVs vor der Hofeinfahrt erspart, die Kinder kommen auf den Rosenberg oder woanders hin und Sie können sich dann mit den Müttern die plötzlich viel Zeit haben zum Tee treffen.
    Gruß Kaktus

  35. <<nach jemenitischem Vorbild...
    < >
    .
    Hätte was für sich. Immerhin war es unsere Bundesregierung die ein allgemeingültiges Gesetz schaffen wollte um zivile Passagierflugzeuge – also im Zweifelsfalle BUDNESBÜRGER – abzuschießen. Etwas was wir ansonsten nur aus Zeiten des kalten Krieges kennen als die Sowjets mal einen koreanischen Jumbo mit einem amerikanischen Spionageflugzeug verwechselten. (Wobei man aber auch den Sowjets durchaus Fehler in puncto Luftraumüberwachung zugestehen darf, ich erinnere mal an die Sache Rust/Roter Platz Moskau)
    .
    Da wäre es nur legitim wenn der Bundebürger mal zurück schießt – in Richtung seiner Regierung.
    .
    Denn anders als deutschen Gerichte bleibt den Bedienern unsrer Waffensysteme allenfalls ein paar Minuten zur Entschiedungsfindung welche Absichten jemand verfolgt und vor allem wer jemand ist.
    .
    So gemütlich wie im christlichen deutschen Rechtssystem kann es da keinesfalls zugehen. Gegen den „heiligen Vater“ der Katholiken würde ich jedenfalls als offensichtlich getarnten „feindlichen Kombattanten“ – denn zölibatär leben und Vaterschaft passen nach überall auf der Welt geltenden biologischen Gesetzen der Reproduktion nicht zusammen jederzeit im Kampf gegen den (matriarchalisch-christlichen) Terrorismus die Sidewinder zünden.
    .
    Nicht damit es bald wieder heisst: Sie haben die Kinder aus den Inkubatoren gerissen – seit soundsoviel Uhr wird nun zurückgeschossen.

  36. Lieber Schluchtenossi,
    ich...

    Lieber Schluchtenossi,
    ich sagte ja nicht, dass es nicht geht.
    Gehen tuts schon, halt aufwändiger. Laborergebnisse so faken, das einem nicht sofort einer dahinter kommt… nur was für Schlauerles, wär nix gewesen für Guddie, das Fakelabor war seine Bühne nicht….
    Also gibt es sie auch, auch international. Das ist mir schon klar.

  37. JR@: Eahna ko ghoifn wern: I...
    JR@: Eahna ko ghoifn wern: I moan i werd narrisch!
    ..
    ..
    ..
    Mi leckst, i soi an Nobälbreis kriagn!

  38. Bei Manschettenknöpfen (auch...
    Bei Manschettenknöpfen (auch goldenen) gibts auch solche und solchene; die Differenz spricht Bände. Wir empfehlen billigerweise diese Art:
    http://www.hemdwerk.de/index.php?go=shop&strucID=2&prodID=80&option=show-details
    Und, naja, gebblufft wurde in der Adorno-Nachfolge auch ganz schön; es ging aber nicht um Geld sondern um intellektuellen Glanz (und Eindruck bei den Damen)

  39. wo findet sich der...
    wo findet sich der „stinknormale“ wieder? Der einen Ring- von einem Gabelschlüssel unterscheiden kann und „schönschwätzen“ vielleicht nach Feierabend betreibt?

  40. Werter Don,
    das ist ein sehr...

    Werter Don,
    das ist ein sehr gelungener Wurf, eine Verbindung zwischen dem G8 (ich muß bei G8 immer an diesen überdimensionierten Strandkorb denken), der Mathematik, der Dotcom-Blase und der Finanzkrise herzustellen. Ich war nie gut in Mathe, habe aber trotzdem ewig in einer Investmentbank gearbeitet. Letztendlich geht es ja auch hier nur um gesunden Menschenverstand, man muß nicht gut in Mathe sein (von den Grundrechenarten mal abgesehen vielleicht). Wenn die Fähigkeit zu plausibilisieren verbreiteter wäre hätte es die Finanzkrise sicher nicht gegeben.
    Oh Wahnsinn, AAA-Risiko mit 150bp Marge, das müssen wir machen, sonst macht es ein anderer! Was soll man dazu sagen….
    Schöne Grüße aus dem Norden,
    Moritz

  41. @muscat: Das Geldsystem...
    @muscat: Das Geldsystem verteilt nur um. Das bedeutet das deutsche Rentner aus den Gewinnen bezahlt werden die indische Arbeitnhemer in Indien erwirtschaften. Ist immer noch umlagenfinanziert wie unter Bismarck – die jüngere arbeitende Bevölkerung zahlt die Renditen die . Nur eben nicht mehr national sondern global.

  42. "Mädchen wird leider ......
    „Mädchen wird leider … gegentlich beigebracht, sich wie Hochstapler zu fühlen“
    Wie glauben Sie verteilen sich die Umsatzanteile der Geschlechter an der Mode- und Kosmetikindustrie? Vorschlag zur wissenschaftlichen Untersuchung der These: Machen Sie einfach mal eine regionale Erhebung der nach Geschlecht getrennten Preislisten der „Hairstylisten“.

  43. JR: eben, hätte Rechnen immer...
    JR: eben, hätte Rechnen immer für etwas für die untere Hälfte gehalten: auch Schausteller und Buntmetallhöker können es vortrefflich. Und Sie werden auch nicht staunen, dass die ersten, die bei der Personalstelle anriefen als in Frankreich die nicht absetzbare Einkommensbesteuerung aufkam und damit das net à payer unter dem net à imposer lag, die Jungs mit den starken Armen und dem dicken Akzent waren.
    Und zum Rest: Bluff ist in Ordnung, er muss nur sinnvoll sein und man muss ihn halten können. Ist doch nicht meine Schuld, dass ich nie in der Skala gesungen habe (jetzt nehmen wir mal an, dass ich über einen wunderbaren Koloratursopran und ein ordentliches Repertoire verfüge. Bolle reiste jöngst zu Finxtn in c schief reicht da nicht aus)

  44. Flexible_Rohr...
    Sich die...

    Flexible_Rohr…
    Sich die Haare schön(er) machen lassen, ist noch nicht Hochstapelei.
    Auch wenn es mal die Turmfrisuren gab.
    Und ja, die Preise für Männerhaarschnitte sind niedriger. Was beweist das?
    Außer dass Männer durchschnittlich kürzere und weniger Borsten auf dem Kopf haben, was dem Frisör weniger Arbeit macht, nichts.

  45. "umetikettiert und...
    „umetikettiert und schöngeredet.“
    Überhaupt ist doch interssant das sogar die Erziehungsbeamten und etliche andere Klugscheißer die von fremden Nachwuch herunterleben genau dann arbeitslos werden wenn Männer in den Zeugungsstreik gehen.

  46. inderkinder, ob Sie es glauben...
    inderkinder, ob Sie es glauben oder nicht, seit 1797 („token money“) hat sich so einiges getan…
    Lesen Sie am besten das Buch.

  47. Die Münchhausiaden haben mir...
    Die Münchhausiaden haben mir als kleiner Junge immer sehr gefallen.

  48. ...wer hat Angst vor dem...
    …wer hat Angst vor dem Mathelehrer? Enzensberger ließ sich von dieser teuflisch inspirieren.
    http://www.dtv.de/buecher/der_zahlenteufel_62015.html

  49. Essen in Polen: ganz toller...
    Essen in Polen: ganz toller geraeucherter Kaese…

  50. Habe nie verstanden, was die...
    Habe nie verstanden, was die alle so ein Gedöns um Mathe machen. Mich hat das nicht interessiert, aber es fiel mir auch nicht schwer. Man muss sich einfach nur hinsetzen und in Ruhe logisch nachdenken, dann sollte sich das ja wohl begreifen lassen.
    .
    Genau wie ziemlich verworrenen Regeln, mit wievielen Zweiern und Dreiern in welchen Fächern man eine Haupftachfünf ausgleichen kann um doch noch versetzt zu werden.

  51. Bin gespannt, wann das Buch...
    Bin gespannt, wann das Buch von Bernie Madoff kommt. Die größten Betrüger hatten weder von Mathe noch von Finanzwirtschaft Ahnung. Wozu auch, sie haben einfach die Gier, Eitelkeit und Naivität der Menschen ausgenutzt.Und bei Camilieri kommt die Hirarchie und Unterwürfigkeit des Faschismus dazu.

  52. @meaculpa:
    Die Kurzen sollten...

    @meaculpa:
    Die Kurzen sollten doch nicht die Grundschule *) verlassen, ohne Rechnen zu können. Was helfen Binärbäume, wenn die Grundrechenarten fehlen? Auch die edle Kunst des Kopfrechnens (… später: Überschlagsrechnung, auch beim trivialen Einkaufen hilfreich) ist wohl mit dem Gebrauch der Taschenrechner unwiederbringlich verlorengegangen. Die Animation und Bespaßung über Monster hilft später nicht, wenn es um die Lehrstelle gehen sollte.
    *) Ich bin nicht mehr so ganz auf dem Laufenden, was bis Klasse 4 so anliegt.

  53. Nunja, es gibt aber auch...
    Nunja, es gibt aber auch begabte-nicht uebermaessig begabte-junge Menschen, denen das Wissen (um was auch immer) gewissermassen zuflog, will heissen: der Erwerb desselben fiel ihnen leicht.
    Als der Tag des Karriererennens anbrach, liess er den Zielfixierten den Vorrang als er sah, wie sie sich anstrengten, gegenseitig anrempelten, Beine stellten, nur um auf dem moeglichst geradesten Weg schnell ins Ziel zu kommen.
    Diese jungen Menschen aber nahmen den Umweg, den Zielort wohl vor Augen. Auf dem Wege bestaunten sie das eine oder andere Gebaeude, pflueckten da und dort ein Bluemchen, wurden auch mal von einem Oberfoerster angeschossen, liesen sich im Fluss treiben…
    …so kamen sie alle langsam ihrem Ziel naeher. Als sie es erreichten, lagen die Favoriten des Rennens beschaedigt an Koerper und Geist hinter der Ziellinie.
    Die anderen aber waren ausgeruht, mit leicht gebraeuntem Teint, gestaerkt durch die Wohltaten des beschaulichen Voranstrebens- nun nahmen sie in aller Ruhe jene Plaetze ein, um die sich die Renner und Strampler gebalgt hatten.
    .
    Es sind ihrer Wenige. Sie koennen nicht viel, dies aber gut. Den Ehrgeiz ueberlessen sie dem Karrierepoebel. Der naemlich ist sehr brauchbar.
    .
    [DLI=10, na sagen wir 8]

  54. Ich postuliere:
    "Hoch stapeln...

    Ich postuliere:
    „Hoch stapeln durch höhere Mathematik“
    .
    Dank Bologna-Reform ist es jetzt möglich als Absolvent einer technisch-mathematischen Fachrichtung ein komplettes Bachelor-Studium in Kulturwissenschaften abzukürzen und ziemlich fix in das Master-Programm für neuere Geschichte und Literatur einzusteigen.
    (knallhartes Numerus-Clausus Fach an meiner Fernuni)
    Und siehe da: Man kommt zurecht.
    .
    Übrigens ohne klassisches Abitur.
    Dies zum Trost für die armen Kinder von gegenüber.

  55. felxible_rohrzange@: Lohlzange...
    felxible_rohrzange@: Lohlzange veltauschen. Odel: Das können Sie Ihrem Fliseul elzählen.

  56. @mayer2,
    also eigentlich...

    @mayer2,
    also eigentlich stinknormal….
    Siehe meine obigen Ausführungen.

  57. Danke für die...
    Danke für die Buchempfehlungen im Text und den Kommentaren. Ich fahre kurzfristig nach Italien und was gibt es Schöneres als ein gutes Buch zum süssen Nichtstun!

  58. @filou: ist wie beim fussball....
    @filou: ist wie beim fussball. du musst chancen dann nutzen wenn sie sich bieten. was glaubst du wer die besseren chancen hat ein elektroauto zu entwickeln. ein konzern der 100 jahre erfahrung und mit sowas und entsprechende marktdurchdringung hat oder die hinterhofwerkstatt. in 90% der fälle sieht das so aus, daß ein konzern die hinterhofwerkstatt einfach schluckt wenn die technologie marktreif ist.
    @nico: s.o. schneeball/pyramidensystem.

  59. @Wimmerl d. Ä. -...
    @Wimmerl d. Ä. – Nobälbreis:
    Min hartliggen Glückwunsch, dat is denn seeker de Pris för der Wertschop! Pass man blots op, dat Carl-Gustav met siene slechte Wiewer Di in Stockholm nich op de scheeve Bohn bringt.

  60. Hinnerk@: Nu lass man Hinnerk,...
    Hinnerk@: Nu lass man Hinnerk, ick mech dat schon. Do lass Dia man nich keen grauen Boart drübers wachsn, nech. Wenn ick dat Geld heb, mack ick Kippe met Dich. Vasproken nech, aas kloar? Püat Di!
    ..
    (Is dat woahr met de Wievers bi dem Kong? Wat vorn sleckte, schepene Bohn?)

  61. Tja, ja, die liebe Mathematik....
    Tja, ja, die liebe Mathematik. Sicher nicht überlebensnotwendig und andere Begabungen sind nicht minder wichtig. Aber: Als ehemaliger, halbwegs passabler Mathematik/Physik-Abiturient (mittlerweile beruflich aber ganz anders verortet) würde ich mir doch manchmal wünschen, die dem naturwissenschaftlich Begabten quasi angeborene Fähigkeit zum analytischen Denken wäre in dem einen oder anderen, gesellschaftlich nicht gänzlich unwichtigen Beruf ein wenig verbreiteter als sie ist.
    .
    Mit Grauen denke ich etwa an ein Erlebnis im ersten oder zweiten Semester eines versehentlich begonnenen Medizin-Studiums zurück, in dem sich herausstellte, dass (kein Witz) ca. die Hälfte der hierzulande dem Arztberuf zustrebenden nicht in der Lage ist, einen Dreisatz simpelster Art zu lösen. Und solche Menschen sollen dann später anhand oftmals unklarer Symptome womöglich komplizierte Diagnosen stellen. Der pure Horror überkommt einen bei dieser Vorstellung…
    .
    Kurzum Mathematik, bzw. die dahinter liegende Denkweise, ist nicht immer und überall alles. Bei uns in den letzten 30-40 Jahren aber auf jeden Fall deutlich zu wenig gefördert (und gefordert).
    .
    Am Rande noch schönen Dank für den schönen Verona-Blogeintrag vor einigen Wochen. Genau so habe ich das vor zwei Jahren auch erlebt. Die ganze Innenstadt voller, ja was eigentlich?, Konsumtrottel, -opfer, was auch immer, die sich, dicht gedrängt wie Schlachtvieh, die Nase an überteuerten Edelboutiquenschaufenstern plattdrücken, während es nur wenige Meter entfernt eine der schönsten Ecken zu entdecken gibt, die Europas Städte zu bieten haben. Ein Trauerspiel.

  62. lieber don, sie schreiben ja...
    lieber don, sie schreiben ja mit schöner regelmäßigkeit wirklich schöne texte. aber ein grammatikfehler in einem ansich ausgesprochen kunstvollen satzgebilde kann einfach verheerende folgen für das lesevergnügen bedeuten. ich glaube nicht, dass es ihnen große mühe bereiten würde, das abzustellen!

  63. G8. Es wird gerne übersehen,...
    G8. Es wird gerne übersehen, dass in einigen Bundesländern in Dunkeldeutschland das Abitur schon immer nach der zwölften Klasse an die Anwesenden verteilt wird (erfunden beim Dolf, die Detätärä hat’s dabei belassen, diese zwei wiedergegründeten Bundesländer desgleichen).
    Soweit man das Schauspiel verfolgt um die Einführung von G8 in Restdeutschland, nimmt man es nach meinem Eindruck in Thüringen und in Sachsen leicht belustigt zur Kenntnis.
    Sind wir so tief gesunken, dass der Ossi uns was vormacht? Johannes B. Kerner, das hat Betroffenheitspotential!
    Don, haben Sie in diesem Blogbeitrag wirklich nicht den tiefempfundenen alten Witz verarbeitet, der so alt sein mag wie die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben: „Warum braucht man im Westen ein Jahr länger bis zum Abitur? – Das letzte Jahr ist Schauspielunterricht.“?

  64. Foersterliesel@:A.) Ob mit...
    Foersterliesel@:A.) Ob mit oder ohne Manschettenknöpfe (mattgolden oder Perlmuttimitat), das Hemderl war mir schon immer näher als die Hosn.
    B.) Wer angibt hat mehr vom Leben. (Alte Volksweisheit)
    .
    B Ä H R I N G@: Auch so ein scöner Kalauer: Nutze Deine Chance, den Du hast keine (mehr).

  65. @filou
    noch niemand hat mich...

    @filou
    noch niemand hat mich besser beschrieben…

  66. kann mir jemand sagen woher...
    kann mir jemand sagen woher @filous Zitat stammt?
    ich hoffe das mit dem @ macht man heute im Twitter-Zeitalter so???

  67. Auch ganz vorn dabei beim...
    Auch ganz vorn dabei beim Hochstapeln: die Griechen als Altmeister. Sogar im Logo dieses Blogs verewigt…

  68. ...
    http://forum.spiegel.de/showpost.php?p=8001803&postcount=148
    Fand ich lesenswert. (Genau wie diseen Beitrag in dem sich jemand darüber echauffiert das man, pardon, frau als sitzengelassenes Trennungs-opfer(?) mit Kindern – den posten wohl aus materiellen gründen dringend nötig habend – anderen besser keine vorträge von der KANZEL herunter über lebensführung hält) wann tritt l – wir müssen mal wieder über das christentum reden – merke eigentlich ab?
    http://forum.spiegel.de/showpost.php?p=8001990&postcount=164
    hab ich meiner ex seinerzeit auch gesagt als sie auf den geschiedenen freund ihrer schwester als instiitution in familienfragen verwies. „aber sie bekommt dann die wohnung und du zahlsts, ja?“

  69. Mal wieder ein ehtes...
    Mal wieder ein ehtes „Killer-argument“ (letzteres zynistisch).
    http://forum.spiegel.de/showpost.php?p=8001543&postcount=141
    Ersetzen Sie Kirchnetag, evangelisch einfach mal mit Scientology. Da dürfte man auch nur drüber berichten wenn man es überlebt hat. Und ansonsten hat man es falsch verstanden. Hört sich an wie die Märchenstunde der Juristen zum Thema – sie sind eh zu blöd zu lesen – untershreiben sie mal meine gepfefferte Zusatzhonorarvereinbarung. Ohne die dauert das Verfahren nämlich mindestens drei Jahre. Das kann ich Ihnen schon sagen bevor der Richter einen Blick auf die Klage geworfen hat die mein Kollege von der anderen kanzklei verspätet einzureichen gedenkt um den Sieg im zeitkritischen Verfahren doch noch in eine Niderlage zu wandeln .

  70. Das ist eine Säule mit...
    Das ist eine Säule mit Kanneluren. Das Prinzip wird heute bei Schaftschrauben als Verbindungstechnik benutzt. Die Griechen haben vergessen, sich das patentieren zu lassen.
    gruß fb

  71. Hier ist aber nicht das...
    Hier ist aber nicht das SPON-Forum.

  72. Mathe, nun gut. Aber was...
    Mathe, nun gut. Aber was sollen sie hier denn sonst auch tun? Wie Sie ganz richtig bemerken, der Bayer hat es nicht so mit dem Englischen. Das ist hier ganz ganz grausam, da ist der Oettinger nichts gegen. Nur die Ösis toppen das noch, aber da kann man wenigstens herzhaft lachen. Aber gehen Sie mal in München zu den Touristenspots und hören Sie sich um, das ist gang ganz grausam. Wie gut dass die Besucher meist recht höflich sind, oder es wie die Engländer von zuhause auch nicht besser kennen, nehmen Sie nur Cockney.

  73. @DA: "Hier ist aber nicht das...
    @DA: „Hier ist aber nicht das SPON-Forum…“
    *
    Das zwar nicht, doch wenn man sich schon ausführlich zu den Tücken des Bildungssystems äußert, gebietet es der Anstand, auch mal kurz die verstörten Opfer zu Wort kommen zu lassen.

  74. Mathematik muss man nicht...
    Mathematik muss man nicht können, dafür hat man Leute.

  75. Noch so ein überflüssiger...
    Noch so ein überflüssiger Hochstablerliteraturhinweis (ist halt mein Favorit):
    Wolfgang Hildesheimer: Paradies der falschen Vögel.
    .
    Bester Wimmerl d.Ä: Passen Sie bloss auf mit dem Grenzsteinverrücken. Aus der einschlägigen Volksliteratur weiss man, dass solche Frevler nach ihrem Tode Wiedergänger werden und nachts als Gespenst so lange wandeln müssen, bis sich jemand ihnen erbarmt und den Markstein an die richtige Stelle zurückbringt….!
    .
    Und wäre es möglich, dass Sie anlässlich des Ihnen verliehenen Preises dem Carl Gustav noch ein 3-faches Hej! von mir ausrichten könnten? Vielen Dank! dankbar.

  76. DA@:Wird zur Kenntnis...
    DA@:Wird zur Kenntnis genommen. Ab jetzt nur noch ganz, ganz Hochgestochenes:
    Unter Philologen, die sich der Nibelungensage und deren Tatsachengehalt widmen,
    gibt es die These, das Dietrich von Bern entweder in Verona Bonna vulgo Bonn (D) oder tatsächlich in Verona (I)gelebt haben sollte. Falls letzteres zutreffen sollte, so suchen die Touristen in Verona vermutlich nach dem Wahrheitsgehalt dieser letzteren Annahme. Das sie in ihrer Mehrheit wg. R & J dahin reisen, ist eher als abwegig einzustufen.
    Die Stadt Bern (CH)scheidet hingegen als ev. Residenz des D.v.B. völlig aus.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_von_Bern

  77. Nicht viel Neues unter der...
    Nicht viel Neues unter der Sonne.
    Die guten alten Pressen arbeiten wieder auf Hochtouren. Denn auch das haben uns die Schulabschlußbeschleunigungsgesetze beschert, die systematische Auslagerung von Wissensvermittlung in den privaten Bereich. Wo früher ausschließlich exklusive Deppeninternate oder der verarmte Privatdozent dem minderbemittelten Nachwuchs in die Karrierebahnen halfen, scharen sich nun mehr oder minder dubiose „Schülerhilfe“-Unternehmen, um den Übertritt auf das Gymnasium nach der vierten Klasse möglich zu machen oder auch dem letzten Trottel das nötige punktuelle Wissen für ein Zertifikat zu vermitteln, das verspricht, alles so zu belassen, wie es schon immer war. Es sind die gleichen Leuten, die sich über die „Little-Einstein“-Software echauffieren.

    Gut gefällt mir der Trick des Kartenwerfers. Für jede Situation etwas Passendes zur Hand. In Nordamerika ist es üblich, bei Besprechungen ganz gleich in welchem Milieu (business, academia etc.) erst einmal die Karten auf den Tisch zu legen. Da erhält ein altes Sprichwort doch ganz neue Bedeutung.

  78. Behauptung: Jeder Lebende...
    Behauptung: Jeder Lebende rechnet (Vulgärmathe) damit, daß er nicht sterben wird, nur die Anderen und er rechnet außerdem damit, entgegen aller plausiblen Probabilität, daß er im Zweifel die ewige Seligkeit erlangt.

  79. @HansMeier555:
    Leute wie Bank-...

    @HansMeier555:
    Leute wie Bank- und Vermögensberater. Har, har!

  80. Man kann jetzt labern, was man...
    Man kann jetzt labern, was man will: Ein Hochstapler heutzutage ist nichts weiter als ein Hund, das Männchen macht. (Was? Ok! …also Männchen oder Frauchen macht…) Die spannende Frage ist, warum die gesamte Gesellschaft zum Hochstapeln neigt, warum das Hochstapeln offenbar systemimmanent und damit so erfolgreich ist. Ich neige nämlich neuerdings zum bitterbösen Verdacht, dass die Neurose fester Bestandteil der Persönlichkeitsbildung ist und selbst, wenn man neurosenfrei ist, den Menschen eine solche glaubhaft vorgaukeln muss, damit sie dich als einer der ihren anerkennen. Die normalen Menschen erwarten also von einem intelligenten Menschen, dass er ihnen eine Geschichte erzählt, in der sie nicht ganz so bescheuert dastehen, wie sie in Wirklichkeit sind. Und das ist auf Dauer ziemlich anstrengend….

  81. @Bettelbaron et al.:
    Karriere...

    @Bettelbaron et al.:
    Karriere über den Notendurchschnitt funktioniert nur noch im öffentlichen Dienst oder bei Juristen. Ansonsten wird doch kein Kantinenhelfer mehr ohne vorheriges Assessment eingestellt. Da geht es dann mehr um zivilisiert verbrämte Killerqualitäten.

  82. Kopfgeburt@: Da Bfarra hot mia...
    Kopfgeburt@: Da Bfarra hot mia in da Beicht vasichat, de Absoluzion, gö, tät ois dilgän. Mei Söl woar wieda so rein un sauba wiar a nackata neia Kindaorsch. Do feit se nix.
    (Aussadem hom mia in denä Supfendionsandräg ogäbn, das mia Zuckarübn obaun un an Weinbau betraibn. Do ham mia de halbadä Infesdizion fier den neicha Drakdor wieda drinna. Vo nix kimmt nix.)
    De woahrrn Fräfla sitzn jo gons wo andasa, des sand de gscheadn Hammi de wo dera oarbatenden Glassä, wo mia aa dozua ghöarn, unglauwliche Steian aufe brumma doan. Dodafier brauchats koa heherä Mathäsä, des schpüasts diräggt afm Gondo, newoahr. Das mia grod ächtsän unda dießäm Sglawänjochä.
    Niedagedrieggt dießes vameldänt
    griest Hias Wimmerl d. Ä.
    .
    p.s.: Mid dem Kini moch i nach da Musi un ois, aan Zug duarch de Gmoand. Do konn a moi segn wia mia des bei uns do herinna regulär ogehn duan. I gfrei mi scho. Da G. Grass schaugd do richti blas aus dagegn mid seim Schneiza un wo dea eh ois vagassn hot wiara bei dera schtarggän, waffenstarrändän Trubbe gwäng is. Weils eh wahr is!

  83. Bin ja eigentlich weder gegen...
    Bin ja eigentlich weder gegen Mathe noch gegen Kulturfächer/Sprachwissenschaften. GB hingegen klingt irschendwie militärisch.
    .
    Mir fällt nur immer wieder heftig auf, dass viele Leute nicht in Strukturen* denken können. Da wäre doch Mathe eine gute Idee. Ich meine die Mathematik, die spielerisch ist und Freude machen könnte, wenn viele Lehrer das den Schülern nicht gründlich verhageln würden. Z. B. die Spieletheorie(n).
    Es geht damit los, dass die Schule in den Unterstufen die Glanzleistung schafft, dass Kinder bereits die unschuldige, aber sehr hilfreiche Mengenlehre hassen. Dabei kann die sehr viel Spaß machen.
    .
    Man züchtet lieber brave mathespielhassende Strukturanalphabeten, die alles 1:1 nehmen müssen und denen man alles mit dem Schnell-Trichter reintrichtern kann, weil sie ja später langeweile-resistent werden sollten und „einen Job brauchen“ werden. Am Pult einer AKW-Überwachungsanlage.
    .
    Die Opfer der Mengenlehre von damals, die von Anfang an darauf konditioniert wurden, Mathe in welcher Form auch immer nicht zu mögen, sitzen heute als „Kreative“ und BWL-er in Marketing-Meetings rum und merken nicht, wenn grafisch falsch aufbereitete Diagramme die Zahlen manipulativ/verzerrt darstellen, oder dass gar die Zahlen selbst nicht ganz stimmen (absolute Zahlen gegen relative Zahlen). Den üblichen Schlagwort-PPT-Blahblah glauben sie schon zu beherrschen, aber für geistiges Blender-Fastfood von schicken Worthülsen muss man nicht auf dem Gym gewesen sein.
    .
    * Fußnote, hehe: Mit Strukturen meine Zusammenhänge, Raster, Muster. Darüber reflektieren ist noch weniger Leuten gegeben, denn Strukturen sind nicht alles, schon gar nich festbetoniert.

  84. Wie soll sich eine...
    Wie soll sich eine Gesellschaft gegen Hochstapelei schützen, für die Leistung und Fortkommen dasselbe ist?
    .
    Guttenbergs Unterstützer-Demonstranten trugen Transparente mit sich herum, auf denen stand: „Neid muss man sich erarbeiten“. Und die meinten das nicht ironisch.

  85. yast2000@: Den Korn des...
    yast2000@: Den Korn des blinden Huhns trinkt aus der Säufer. Die Neurose kommt in die Dose. Ausserdem ist Geschichte als solche viel zu anstrengend. Hochstapelei will gelernt sein, da brauchts Erfahrung und Talent zu. Sonst ist es nichts mit der Leichtigkeit des Seins. Was heutzutag abläuft ist lediglich dreiste Plumpheit.

  86. "... Neurose fester...
    „… Neurose fester Bestandteil der Persönlichkeitsbildung …“
    .
    Kommt hin.
    Ist mir aber noch viel zu vorsichtig formuliert. Schlage vor: narzisstische und histrionische Persönlichkeitsstörungen sind heute zumindest in den Medien der Normalfall. Der hochgebildetete Michel Friedman gleichermaßen wie Nichtsingenkönnen-Tina, die es zu DSDS hinzieht.
    .
    Narzissten /Histrioniker (Pop-Begriff „Dramaqueens“) neigen zum Blenden, da sie in der Kindheit nicht genug Liebe und Aufmerksamkeit bekamen. Wer heute nicht herumschillert und herumdeliriert, der ist fast schon verdächtig unnarzisstisch und un-dramqueenig und wird es in unserer Aufmerksamkeitskultur kaum zu etwas bringen.

  87. Vroni@: Ich weiß garnicht was...
    Vroni@: Ich weiß garnicht was Sie da so räsonnieren. Ein jeder beliebige Politiker kommuniziert mit Links über jedwede Schnittmenge die er/sie im Fokus hat und der er, strukturell gesehen, die richtige Richtung zuweist.

  88. so, zurück!
    Werter Don, Sie...

    so, zurück!
    Werter Don, Sie lassen ja den italienischen Süden nicht gelten;
    schreiben Sie vielleicht trotzdem mal über das Land , wo die Zitronen blühen,
    die Frauen schön, die Männer leidenschaftlich sind!?
    Vielleicht auch mal über die Eleganz italienischer Männer (von den Frauen nicht zu reden),
    mein Gott wie langweilig sind wir hier!

  89. Hans-Meier ‘Mathematik muss...
    Hans-Meier ‘Mathematik muss man nicht können, dafür hat man Leute.’ Genaugenommen muss man überhaupt nichts von dem können, was man auf dem Gymnasium via 8 oder 9 Jahre lernt. Ich habe schon in der Volksschule meine Mutter genervt, wenn sie wieder mit mir Diktat üben wollte und ich stattdessen argumentierte: ‘Brauch ich nicht! Wenn ich groß bin, hab ich ‘ne Sekretärin.’

  90. @Vroni
    ich hatte das Glück...

    @Vroni
    ich hatte das Glück (!) dass ich ein Jahr in Mengenlehre unterichtet wurde; das hat mir bei machen Fragen weiter geholfen wo andere passen mussten; ansonten würde ich aus der ML keine Idiolgie machen. Die von Ihnen geschhildeten Herausforderungen meistere ich trotzdem (oder gerade deswegen)

  91. @Vroni:
    Mathematik und...

    @Vroni:
    Mathematik und Kulturfächer/Sprachwissenschaften sollten sich tatsächlich nicht ausschließen. Über Formale Sprachen und Grammatiken gibt es ja schon wissenschaftliche Berührungspunkte.
    Im technischen Bereich kann man gutes Geld verdienen, wenn man umfangreichere Dokumente lesbar und fehlerfrei formulieren kann (Dokumentationen, Lasten- und Pflichtenhefte …). Viele Nerds tun sich schwer, einmal schriftlich Klartext zu schreiben.
    Andererseits wäre es oft hilfreich, wenn Verfasser geisteswissenschaftlicher Texte sich um eine logische Struktur bemühten. Ich frage mich oft, wenn ich mich durch das wortreiche Gelaber im Feuilleton hindurchgekämpft habe, „Where’s the beef?“.
    Zu den Defiziten des Mathe-Unterrichtes:
    Hier wird in Unter- Mittelstufe viel gesündigt. Lustlose Lehrkräfte, die immer noch daran leiden, dass es für die große Wissenschaft nicht reichte, sind sich zu schade für fundierte Wissensvermittlung an die Kleinen und träumen nur von den Cracks im Mathe-Leistungskurs. So fehlen schlichtweg die Grundlagen.

  92. Schulmathe hat nix mit...
    Schulmathe hat nix mit Rationalität, aber viel mit Kindheitstraumata zu tun, mit schreienden Eltern und verheulten Nachmittagen, Familiendramen, die im Nervenkostüm und Unterbewußtsein tiefe Spuren hinterlasen haben und noch den 50jährigen daran hindern, sich gelassen mit irgendeiner noch so simplen Gleichung oder Tabelle auseinanderzusetzen. Schon bricht ihm der kalte Schweiß aus, schon hört er wieder das Geschrei seiner Mutter im Hinterkopf, wie sie ihn einen ihn einen Idioten und Versager nennt und das Federmäppchen um die Ohren schlägt.
    .
    Natürlich muss das alles auch wieder an die Folgegeneration weitergeben werden, in dem man ihr schon im Kindergarten Heidenangst einflößt vor den Aufgaben, die sie niemals werden lösen können.
    Da werden die Eltern wieder zu Kindern und benehmen sich so. Nein, schlimmer.
    .
    Wenn ich nur daran denke, welche Hysterie und emotionalen Widerstände in den 70er Jahren die nun wirklich läppische und bäbieleichte Mengenlehre bei den Eltern ausgelöst hat — einfach weil es etwas war, das sie selber nicht gehabt hatten. Sie wollten ihren Kindern doch so gerne bei den Hausaufgaben helfen und – huch – waren schon in der ersten Klasse damit überfordert. Sie waren auf das kleine Einmaleins gefaßt (da fühlten sie sich halbwegs sicher), und mussten jetzt plötzlich mit ovalen Kringeln zurechtkommen! Hilfe! PANIK! Da fühlten sie sich gleich selber wieder in die Situation von Schülern zurückversetzt, die ganzen Ängste kamen wieder hoch, verursachten Hautauschlag und nahmen ihnen den Atem.
    .
    Welch ein Aufatmen, welch eine ERleichterung ging durch die Elternschaft, als der CDU-Kultusminister die Mengenlehre wieder abschaffte (eine Maßnahme, der seine Partei bei den nächsten Wahlen mindestens zwei Prozentpunkte verdankte).
    .
    Das schönste war die Begründung: „Wir haben die Mengenlehre abgeschafft, weil wir es verwirrend finden, den Kindern beizubringen, dass wenn vier Leute in einem Raum sind und fünf rausgehen, einer wieder reingehen muss, damit keiner drin ist“.
    .
    Soviel zur Mathematikfolklore.

  93. @JR
    Da muß ich Ihnen aus...

    @JR
    Da muß ich Ihnen aus eigener Erfahrung widersprechen.
    Bei den Juristen, die ich eingestellt habe, war der Notendurchschnitt kaum ausschlaggebend. Und Killerinstinkt wäre ein absolutes „no-go“ gewesen.

  94. Überhaupt ist es längst...
    Überhaupt ist es längst Zeit, den kommunistischen Schulzwang als ganzen in Frage zu stellen. In einer freien Gesellschaft sollten Kinder und Eltern selber darüber entscheiden dürfen, ob und wieviel Schulbildung sie sich zumuten wollen.
    .
    Anonsten würde ich dafür plädieren, das über Zwangssteuern finanzierte Zwangsschulsystem auf eine achtklassige Volksschule zu begrenzen, wo man nur das lernt, was man im Beruf später braucht: Simple english, Windows Office, PKW-Führerschein, die wichtigsten Griffe bei der Krankenpflege und vielleicht wie man Schuhe und Silberbesteck richtig putzt.

  95. Lieber Plindos,
    : -)
    Sie...

    Lieber Plindos,
    : -)
    Sie meinen die BILD-Schnittmengen und Zuweisungen über den entsprechenden Meinungsschreiber, nicht?

  96. JR
    "Ich frage mich oft, wenn...

    JR
    „Ich frage mich oft, wenn ich mich durch das wortreiche Gelaber im Feuilleton hindurchgekämpft habe, „Where’s the beef?“.“
    .
    Feuilletonisten müsen zeigen, was sie sonst noch so kulturell wissen. Existenzberechtigung. Da kann man doch nicht gleich auf den Punkt kommen, geht doch nicht.
    .
    Und auch sonst trefflich beobachtet: Sprache/Grammatik und Mathe haben in ihren Grundzügen gewisse Ähnlichkeiten. Mein Mann (Germanist, Mathehasser) entdeckte ab dem zarten Alter von 40 die Quantentheorie, liebt plötzlich das Buch Gödel, Escher, Bach und freut sich, dass Enzensberger sich mathematisch verdient gemacht hat. Frage ich ihn nach seinen Lehrern damals, kommt nur ein „grmpff!“. Den Raum fürs Parkett mit all seinen Winkeln vermessen, das mag er bis heut nicht.
    .
    (Ich muss mich aus den Betrachtungen rausnehmen, ich war schon immer ein Mathe-Mädchen. Und bin wohl wie wirklich gute Köchinnen nach Flaubert „schwer abnorm“.)

  97. JR
    "... zu schade für...

    JR
    „… zu schade für fundierte Wissensvermittlung an die Kleinen“
    .
    „Fundiert“ klingt mir nach technischem Mittelstand, nach CSU-Seehofer.
    .
    (Kommt in der Wortwahl für mich gleich nach „effizient“, dem Zweit-Lieblingswort des technischen Mittelstands auf ihren Websites nach „Willkommen!“, grusel. Wobei sie „effizient“ und „effektiv“ nicht auseinanderhalten können. Nicht mehr in diesem Jahrhundert zumindest.)
    .
    Es würde reichen, den Kleinen nicht ätzenderweise die freundliche Neugier auszutreiben. Nur mit Neugier und Spiel lernen sie gerne. Und zwar alles.

  98. @Vroni:
    Das schlimmste...

    @Vroni:
    Das schlimmste Modewort des ppt. Gschwerls ist „zielführend“

  99. Das schlimmste Modewort des...
    Das schlimmste Modewort des ppt. Gschwerls ist „zielführend“
    .
    :-)
    Oder: „Fakt ist … „.
    @ HansMeier555
    Ein Chef muss nicht alles können, richtig. Wenn er aber das mit dem einen, der wieder in die Menge eintreten muss, damit keiner drin ist, nicht versteht, wird es eng für ihn.
    .
    Ebenso wird es eng für Chefs, die auf Flughäfen ihre Sekretärin im Büro anrufen müssen: „Sagen Sie mir bitte sofort, wo ich hier bin und was ich hier soll!“
    Hehe.

  100. Hochstapelei will gelernt...
    Hochstapelei will gelernt sein, da brauchts Erfahrung und Talent zu. Sonst ist es nichts mit der Leichtigkeit des Seins. Was heutzutag abläuft ist lediglich dreiste Plumpheit.
    *
    Schön ware es ja…: Was heutzutage abläuft, ist die Diktatur des Geldes über die Intelligenz und die Hausfrauisierung ganzer Lebensbereiche zu ungunsten des kreativen Entdeckerdrangs.

  101. Vergangenes Jahr hatten wir...
    Vergangenes Jahr hatten wir einen Auszubildenden in der Abteilung Hauptkasse. Als wir ihm einige Aufgaben übertrugen, die er nicht mochte, meinte er, das brauche er nicht zu lernen, denn er werde ja sowieso mal Chef. Bei uns ist er es jedenfalls nicht geworden und wo er abgeblieben ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

  102. Vroni@: War mir garnicht so...
    Vroni@: War mir garnicht so bewußt, daß ich >zielführend> solch hehre Figur „derbleckt“ haben sollte. Kollateralschaden halt.

  103. 'Überhaupt ist es längst...
    ‚Überhaupt ist es längst Zeit, den kommunistischen Schulzwang als ganzen in Frage zu stellen. In einer freien Gesellschaft sollten Kinder und Eltern selber darüber entscheiden dürfen, ob und wieviel Schulbildung sie sich zumuten wollen.‘
    Ob er kommunistisch ist, bezweifle ich, schließlich geht er in D doch wohl auf Preußen zurück, was nie so richtig kommunistisch war. Aber sei’s drum, abgeschafft gehört er trotzdem. Es gibt beliebig viele Gründe dafür. Welche Partei traut sich? Wir wollen lernen, aber nicht in diesem System!
    Gruß K

  104. 'zielführend' - heisst das...
    ‚zielführend‘ – heisst das heute nicht eher ‚proaktiv‘ ?
    Hach, Neusprech verändert sich so schnell, wie will man da noch mitkommen…..?

  105. @HansMeier - achtklassige...
    @HansMeier – achtklassige Volksschule:
    Damit sind wir wieder im Kaiserreich, wo den niederen Ständen Geistiges vorenthalten werden sollte, um deren Aufbegehren zu vermeiden. Vergleichbar aus selbiger Zeit: keine Hochschulen in das Ruhrgebiet.
    @“Windows Office“:
    Wo ist die Begeisterung der „Wissenden“ für Open Source Produkte geblieben?
    @“… Kinder und Eltern selber darüber entscheiden …“
    In meinem Wohnumfeld – ehemalige Bergwerks-Kolonie – weiß ich genau, worauf das hinausläuft: Moscheeverein oder gar nicht, allenfalls Mobiltelefon-Bedienung usw.
    @“Zwangssteuern“:
    Dann sollten Sie rechtzeitig Rücklagen bilden für deren drastische Erhöhung, wenn dann die sprichwörtlichen 10 Prozent die Transferleistungen an die verbleibenden 90 Prozent erwirtschaften müssen.

  106. ""Was heutzutage abläuft, ist...
    „“Was heutzutage abläuft, ist die Diktatur des Geldes über die Intelligenz““ .
    .
    Das wäre ja noch zu ertragen, da sich Geld und Intelligenz per se nicht zwingend ausschließen.
    .
    Bedauerlicherweise herrscht aber das Mittelmaß über die Intelligenz!

  107. @Vroni:
    Die Redewendung "Fakt...

    @Vroni:
    Die Redewendung „Fakt ist …“ kommt doch weit aus der Vergangenheit des Ostens – u.a. von Walter U. – und sichert Ostalgikern ihre Heimat-Befindlichkeit, ebenso wie „sich einen Kopf machen“.
    Bei Ihrer inneren Reserve gegenüber den verehrten Kunden fürchte ich, dass Sie nicht gut aufgestellt sind und Ihre Geschäftsprozesse noch tüchtig modellieren, analysieren und optimieren müssen. Ein Qualitäts-Managementsystem mit ISO-Zertifizierung wäre sicher auch förderlich, um sich am Markt zu behaupten. Dazu dann noch die Compliance, wogegen auch immer. Es ist schon schwer, an anderer Leuts Geld zu kommen.

  108. liebes schneckentreppchen, das...
    liebes schneckentreppchen, das was sie mit büchern machen, kann man sogar mit menschen machen…
    .
    im mathematischen bierernst:
    an der doch wirklich wunderbaren mengenlehre sieht man doch zu welchen gedankenspielen die mathematik einlädt.
    .
    der witz: ist, das mein naturwissenschaftlich ausgebildeter vater, der freilich gedient hat, mir sein fach auf seine weise nahebrachte, nämlich die für junge erwachsene menschen, die einen beruf zu ergreifen streben, gedachte, als ich im stehen gerade mit der nase an die tischplatte reichte.
    .
    das zwischenergebnis: ich habe verstanden, oder durfte dies zumindest unterstellen, löste aber fachprobleme an der tafel mit reichlich erklärungen dermassen elegant und kreativ, dass der entsprechende lehrer nach einigen wochen meinen paps zu sich einbestellte, und ihm im sinne meiner kompatibilität mit der klasse auszutreiben, mir noch irgendetwas zu erklären, da ich mit meinen väterlicherseits gestählten fragen nur den unterricht aufhielte, und überhaupt.
    .
    was war passiert: die kleine laura verwickelte den gezwiebelten lehrer in eine wissenschaftlich nicht unfundierte diskussion, bei der er nicht einfach sagen konnte, dass meine äusserungen unrichtig waren.
    nur waren eben seine grenzen erreicht.
    tja.
    .
    ergebnis zwei: also schulte ich im wahrsten wortsinne um und bin in der folge so sehr ein mädchen geworden wie unser lieber, verehrter Don Alphonso.
    .
    ergebnis eins: jedenfalls reichte ich danach noch jahrelang im sitzen mit der nase an die tischplatte, so spannend war der unterricht geworden. und so toll meine noten.

  109. Ich würde für mehr Mathe in...
    Ich würde für mehr Mathe in der Schule plädieren. Ist doch schön, wenn sich irgendwelche Leute in der Schule durchlavieren, Mathe abwählen in Religion, Kunst und Bio ihr Abitur machen und dann im ersten Semester voll auf die Schnauze fliegen,weil sie die einfachsten Ableitungen nicht können. Aber Hauptsache mit ihrem Larifari Abi jemanden den Studienplatz geklaut, der was in der Schule gelernt hat.
    Im übrigen ist das Englisch der Deutschen und Bayern sehr gut. Haben Sie schon mal versucht sich mit einem italienischen Studenten der noch nicht im Ausland war auf Englisch zu unterhalten. Da habe ich böse Erfahrungen gemacht. Auch bei den Toefel Durchschnittscores liegt Deutschland über dem der USA/GB nur die Skandinavier sind noch besser.
    gruß Kaktus

  110. Vieles was man in der Schule...
    Vieles was man in der Schule lernt, muss man sich sogar später abgewöhnen, zum Beispiel die nutzlosen Deutschaufsätze. Wenn man nicht gerade Leiter des FAZ Feuilletons werden wollte, war das Aufsatztraining – zumindest zu meiner Schulzeit – konterproduktiv. Um Karriere zu machen, muss man in der Lage sein, mit einem kurzen Memo die Aufmerksamkeit der Chefs zu kriegen. Da sagt man gleich im ersten Satz, was man will…. Und nicht in der Schlusszusammenfassung nach X Seiten ausführlich dargestellten Pro’s und Contra’s des von dem Chef zu lösenden Problems.
    .
    Was man schon in der Schule lernen kann, sind Beobachtungen. Im Alter als ich mich gegen Diktate wehrte, gab es für Mädchen Handarbeit und für Jungen Werken. Ich wollte Werken und kann mich noch genau erinnern, wie ich mit acht Jahren dem Rektor sagte, dass Männer und Frauen gleichberechtigt seien, und dass ich deswegen ein Recht auf Werken hätte. Der Rektor erklärte mir daraufhin sehr freundlich, dass die hessische Schulordnung das nicht zuließe und vermittelte mir dabei den Eindruck, dass, wenn es nach ihm ginge, er kein Problem hätte. Die Buben der Klasse aber waren entsetzt: ‘Mädchen gehören nicht in Werken!!!’….. wahrscheinlich hatten sie Angst, ihrerseits Topflappen häkeln zu müssen, wenn meine Argumentation Erfolg gehabt hätte.

  111. @ JR: "Die Redewendung "Fakt...
    @ JR: „Die Redewendung „Fakt ist …“ kommt doch weit aus der Vergangenheit des Ostens – u.a. von Walter U. …“
    *
    Stimmt, hatte aber den unglaublichen Vorteil, mit einem blitzschnellen „Fakt ist das rote Paket von Henkell.“ einem SED-Funktionär das Maul stopfen zu können.

  112. @filou: <Den Ehrgeiz...
    @filou:
    „ehrgeiz ist die letzte zuflucht der versager“ (o. wilde)

  113. Waren also alles ein mal...
    Waren also alles ein mal kleine Undercover-Einsteine bzw. Revolutionäre des (Schul-)Alltags hier, wie mir scheint… gähn.

  114. wie die bildenden künste und...
    wie die bildenden künste und die musik ist die mathematik ausdruck der erkenntnis-, darstellungs- und vorhersagefähigkeit der durch die jeweilige kultur erschließbaren realität. der mathematische erkenntnishorizont der westlichen kulturen wurde im 18. jahrhundert erreicht und kann trotz aller forschung nur detaillierter und komplexer erklärt, jedoch innerhalb dieser kultur nicht überschritten werden. genau wie die ergebnisse der bildenden künste und der musik wurde die mathematik durch herausragende geister geschaffen, deren gedankengänge nicht jedem simpel zugänglich sind. trotzdem ist die mathematik gerade in dieser höchsten und nicht jedem zugänglichen form auch bloß ausdruck der persönlichen, zwar genialen, aber unvermeidlich eingeschränkten weltsicht dieser herausragenden mathematiker. insofern ist es eine riesige verschwendung von zeit, kraft und geist, generationen daran arbeiten zu lassen, den gedankengängen einzelner zu folgen und deren allgemeingültige und ohnehin schon allumfassenden sätze immer stärker zu detaillieren. es gibt durchaus probleme in der mathematischen erfassung der realität, für die keine lösungsansätze existieren, aber auch nicht existieren können, weil sich eventuell ebenso geniale geister bei der rekapitulation einer ihnen fremden und deshalb nur unter großem aufwand nachvollziehbaren mathematischen realität verausgaben. für den alltag von durchschnittsmenschen ist sicher ein bestimmtes mathematisches wissens- und erkenntnisgerüst unabdingbar, das sich jedoch auch im bereich der erkenntnisfähigkeit dieses personenkreises befindet und deshalb auch praktisch nachvollziehbar bleibt. alles darüber hinaus sind kunstformen, die als spezialisierung für bestimmte tätigkeiten benötigt werden, die ohnehin nur personen anstreben oder ausüben, welche über die entsprechenden geistigen kapazitäten verfügen und ihre fähigkeiten auch automatisch im rahmen ihres normalen erkenntnisstrebens kultivieren. und erst wenn dieser drang nach erkenntnis frei ist vom verhaftetsein an bereits formulierten grundsätzen, die auch bloß hilfsmittel zur annäherung an eine irgendwie geartete realität sind, können völlig neue weltsichten und weiterentwicklungen entstehen. bildung in der heutigen form kann also keine voraussetzung für eine weiterentwicklung bieten, weil der kulturell-naturwissenschaftlich-technische erkenntnishöchststand bereits erreicht wurde, weshalb sich aktuelle herausforderungen lediglich in produktivitäts- und umverteilungsproblemen erschöpfen, weil andere herausforderungen, kulturell bedingt, durch das vorhandene wissenschaftsinstrumentarium entweder erst garnicht erfaßt oder eben nicht gelöst werden können.

  115. liebe Der Tiger, da hätten...
    liebe Der Tiger, da hätten sie mit einem freund von uns tauschen können: laut seinen spätabendlichen, burgunderbefeuerten äusserungen sei es ihm gelungen, in den handarbeitsunterricht zu kommen. denn werken habe er bei seinem vater, einem gefürchteten bauern der gegend, gelernt. nun müsse er nur noch nähen und stopfen lernen, um für das leben zumindest in dieser hinsicht komplett unabhängig von einer frau zu werden.
    .
    im übrigen ist er der holden weiblichkeit komplett verfallen.

  116. achja, ich vergass um 15.30 zu...
    achja, ich vergass um 15.30 zu erwähnen, dass sein lieblingsauspruch ist: da machen wir jetzt mal einen knopf dran. der zweite: da beisst die maus keinen faden ab. der dritte: das war auf kante genäht. der vierte: so ein fadenscheiniges argument. der fünfte, gerne auch beim handarbeiten: verflixt und zugenäht.
    .
    seiner ersten freundin hat er einen bikini gehäkelt. kleine ausmasse, etwas zu grosse löcher selbstverständlich, denn er wollte erstens schnell sein, denn wer weiss, wie lange solch eine schwärmerei andauert, und zweitens wollte er ja auch etwas davon haben.
    .
    wegen der grossen löcher und des, nunja, unpassend gewählten materials lösten sich die häkelteile im feuchten nass an bzw. auf. so hatte er noch mehr davon als erwartet.
    darunter auch eine lachend ausgeteilte ohrfeige.
    .
    was für ein vogel. ein mathematikprof.

  117. @Don Carlos:
    "... weltsicht...

    @Don Carlos:
    „… weltsicht dieser herausragenden mathematiker… “
    „… probleme in der mathematischen erfassung der realität …“
    Weltsicht, Erklärung der Welt usw. ist doch nicht Gegenstand oder Zielsetzung der Mathematik.
    Theoretische Physiker greifen sich heutzutage mathematische Teilgebiete, um mit deren Formeln oder Lösungen mehr oder weniger erfolgreich Teilaspekte der Welt zu beschreiben. Das hat dann aber nicht der Mathematiker zu verantworten und ist auch nicht dessen Bestreben. Weniger erfolgreich in dem Sinne, dass die th. Physiker dann auch wieder dazu neigen, Werkzeug (Formel, Funktion, Gruppen usw.) mit Inhalten verwechseln.

  118. @Donna Laura – mein Vater...
    @Donna Laura – mein Vater holte mich als Trost vom samstäglichen Handarbeitsunterricht immer vorzeitig ab. (Denn die Lehrerin traute sich nicht, dem Herrn Dr. zu sagen, dass die Tortur noch 30 Minuten länger dauert). Als mein Schal wegen mangelnder Unterrichtbeteiligung nicht fertig wurde, strickte ihn meine Mutter fertig – einschließlich gefallener Maschen. Zu Weihnachten bekam ich dann einen Werkzeugkasten – zum Neid der Buben in der Klasse. Mit dem Werkzeug umzugehen, musste ich mir selbst beibringen und hatte viel Spaß damit.
    .
    Lederknöpfe anzunähen und die aufgeplatzte Naht meines Schulranzens zu reparieren, habe ich von meinem Vater gelernt. Stopfen konnte er auch (aus der Zeit seiner Kriegsgefangenschaft).

  119. @Vroni, Nachtrag zum...
    @Vroni, Nachtrag zum Bullshit-Bingo per PPT:
    Auf meiner Hitliste ganz oben ist „auf Knopfdruck“ als Erwartungshaltung der Chefs, Kunden gegenüber komplexeren IT-Anwendungen.
    Ich habe mich früher immer mit Dilbert und seiner lila SQL-Datenbank getröstet:
    http://www.pinaldave.com/blogfolder/dilbert5.jpg

  120. @Don – darf ich mich noch...
    @Don – darf ich mich noch schnell entschuldigen, dass ich über handwerkliche Fächer und nicht über höhere Mathematik kommentiere? Dabei liegt letzteres viel mehr in der (Tiger)Familie und meine Promotionsurkunde von 1976 (mit Mathematik im Nebenfach) aus Gründen eines Antrages für einen neuen deutschen Pass (mit Titel) neben mir auf dem Tisch.

  121. liebe Der Tiger, die gnade der...
    liebe Der Tiger, die gnade der kriegsgefangenschaft, in der man tolle und nützliche dinge aus einem halben gummiband, einem mumifizierten frosch und zwei kastanien herzustellen lernt, ist unserem freund qua seiner späten geburt verwehrt geblieben. als funktionales äquivalent hatte er seinen vater. als trost blieben die frauen.
    .
    kennen sie fischertechnik? herrlich. was habe ich mir die finger wund geklipst.

  122. @muscat (07. Juni 2011, 15:18)...
    @muscat (07. Juni 2011, 15:18) Wir sind hier nicht auf dem G8 – das heißt, es gibt keine Eltern, die Sie zwingen, am Blog teilzunehmen.
    @Donna Laura – Ich hatte viel Lego und einen Märklinkasten.

  123. "Die Aufmerksamkeit des Chefs...
    „Die Aufmerksamkeit des Chefs erregen mit einem kurzen Memo, wo man gleich im ersten Satz sagt, was man will…“
    .
    Seufz, wie wahr.
    Ach wenn die Deutschlehrer den Kindern nur mal beibrächten, sich kurz zu fassen. Aber in der Schule gilt Kürze als Faulheit und kann schon darum nicht die Höchstnote erhalten.

  124. Darf ich die Runde mit...
    Darf ich die Runde mit gehäkeltem Topflappen langweilen. Ja?
    Sohn weigerte sich standfest so ein Werk zu schaffen. Vater weigerte sich „was zu sagen.“ Somit musste die Göttergattin ran. Sie bekam eine 2. :-))

  125. Ich hatte in der zweiten...
    Ich hatte in der zweiten Klasse Grundschule (Knabenschule) Handarbeiten statt Werken.
    Wir habe Deckchen bestickt und gehäkelt.
    Knopf annähen haben wir im „normalen“ Unterricht gelernt.
    .
    @ Der Tiger: ich wußte gar nicht, daß es bei einer Promotion ein Nebenfach gibt? Illuminieren Sie mich, wann und wo, svp.
    .

  126. Eigentlich mögen sie einander...
    Eigentlich mögen sie einander nicht, die Ingenieure und Ökonomen, die Physiker und Soziologen, die Chemiker und Juristen etc. Sie leben in einer Welt und machen Witze übereinander.“
    – C. P. Snow 1959 in The Two Cultures
    In meinem bescheidenen Bildungsweg empfinde ich es als wunderbar, gelernt zu haben, mich in beiden Welten einigermaßen zurechtzufinden. Dafür wurde ich auf beiden Seiten nicht für ganz „voll“ befunden“. Max nix! (Alttürkische Weisheit)
    Außerdem ist es äusserst „hilfreich“ verschiedene Handwerke zu beherrschen.

  127. @JR
    Sie nennen es Kaiserreich,...

    @JR
    Sie nennen es Kaiserreich, ich nenne es Normalität.

  128. Der Tiger, da ich eher eine...
    Der Tiger, da ich eher eine von der duplo-Fraktion (das sind die richtig dicken und groben Klötze) bin, könnte ich ohnehin nicht mitreden…

  129. Knoeppe annaehen, Socken...
    Knoeppe annaehen, Socken stopfen, Hemden und Hosen buegeln, Schuhe putzen, Spielzeugschrank aufraeumen, Mund halten wenn andere reden, anstaendig gehen-das alles lernt man OHNE Elternhaus und Schule. Dafuer gibt es die Armee.
    Schiessen lernt man auch. Aber das ist fakultativ.
    .
    (Man kann dort auch Arzt werden, oder Ingenieur, sogar den Dr. phil. kann machen. Exotische Fahrzeuge zu bewegen lernt man dort auch.)

  130. bester Schluchtenossi,...
    bester Schluchtenossi, motivieren sie ihren sohn doch, gleich zwei von diesen bezaubernden kunstwerken zu schaffen. und zwei unterschiedlich grosse dreiecke dazu. s. bitte o.

  131. oh, natürlich muss es um...
    oh, natürlich muss es um 16.45 heissen „‚die gnade … qua seiner späten geburt‘ nicht zuteil geworden“.
    .
    lieber don, sie schalten ja so fleissig frei – geht das mit der freisprechanlage in ihrer barchetta auf dem weg nach/von polen?

  132. Filou@:Indezente Frage:...
    Filou@:Indezente Frage: Wieviel Bau hatten Sie denn dorten erhalten bei Ihrer Aufmüpfigkeit? Nu isses aber so, dass die Schule der Nation demnäx in eine Eliteprivatschule umgefriemelt wird, mit nach wie vor eingebautem Zweiklassensystem ;-)
    Was wird dann aus dem Rest der glorreichen Nation?

  133. @yast2000, was berechtigt Sie...
    @yast2000, was berechtigt Sie eigentlich zu der Annahme, Hausfrauen hätten kein kreatives Entdeckerdingens ?

  134. muscat (18:47), liebliche...
    muscat (18:47), liebliche Balletteuse, etwas so?
    http://www.youtube.com/watch?v=QEJ2fF-3p6s&feature=fvst

  135. Unmerklich sind in diesem...
    Unmerklich sind in diesem Jahrhundert schon wieder mehr als zehn Jahre abgelebt worden. Die Schöpfung von immer mehr Museen für alle Regungen und Hervorbringungen unserer Gattung will kein Ende nehmen. Gewiß, es gibt die etablierten und bekannten Wallfahrtsorte wie den Louvre, die Vatikanischen Sammlungen, die Ermitage, die Tate Gallery, The Museum of Modern Art NY, die Albertina in Wien, die üppigen Sammlungen in Berlin und so fort. Daneben aber all die besonderen Spezial-Museen. Wie z. B. das Museum für Parfums in Paris. Das Verkehrsmuseum in Frankfurt. Oder das Quasi-Museum in Bonn, das Arithmeum ist ein Ausstellungsgebäude im Forschungsinstitut für Diskrete Mathematik der Universität Bonn. Dann die überall emporspriessenden Heimatmuseen, die Freilichtmuseen. Schon große Bereiche der Wissenschaften und Technik werden für museal befunden.
    Despektierliche Frage: Womöglich ist der Disput über das Thema hier auch schon museal?

  136. @ Schlenkerlilie: "...was...
    @ Schlenkerlilie: „…was berechtigt Sie eigentlich zu der Annahme, Hausfrauen hätten kein kreatives Entdeckerdingens? …“
    *
    1. Also, erst mal brauche ich keine Berechtigung für eine Annahme. Als freier Mensch kann ich annehmen, was ich will…

    2. Es handelt sich auch um gar keine Annahme, es ist eine Beschreibung eines gesellschaftlichen Zustandes.

    3. Es geht auch nicht um Hausfrauen, insbesondere schon gar nicht um ein fehlendes „Entdeckerdingsbums“. (Freud lässt grüßen! :-)

    4. Sondern. Es geht um die „Hausfrauisierung des Denkens“ in Deutschland. Damit ist (frei nach Helmut Schmidt) sinngemäß gemeint, dass man ein Land unter dem Gesichtspunkt führen kann, es handele sich um einen familiären Haushalt, den es zu organisieren gälte; oder man ist der gegensätzlichen Meinung, ein Land sollte durch politische Ideen befeuert werden. Die erste ist klassische weibliche Denke, die andere typisch männliche Denke.

    5. Die von mir angesprochene Hausfrauisierung der deutschen Politik richtet sich z.B. gegen das von U.d.v.d.L durchgepeitschte, verfassungswidrige Websperrengesetz, soziale Hinrichtung von Männern aufgrund fadenscheiniger Sexattacken durch Frauen und z.B. auch dieses emotionale Hin- und Her bei der Atompolitik: Man kann durch Absenkung des intellektuellen Niveaus einen Zustand erreichen, wo kein vernünftiges Argument mehr zählt, weil alle Beteiligten emotional verblödet sind.

    6. Hausfrauisierung im übergeordneten, gesellschaftlichen Kontext bedeutet, dass Frauen zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele anderen Teilnehmern die Lebensfreude versauen, weil das im Gegensatz zu Männern ihr Erfolgsrezept in privaten, sexuellen oder familiären Beziehungen ist. Dazu haben sie aber in der Gesellschaft kein Recht, und es handelt sich auch um einen Verstoß gegen die Verfassung.

  137. Au weia. Don reinigt das Volk....
    Au weia. Don reinigt das Volk. Und jetzt aber so richtig. (Und da es geschieht, merkt man erst so richtig, wie not es tut). Und auch noch die Richtung ist richtig.
    .
    Und er hat ja vollkommen Recht: Dafür, dass nun mehr oder minder alle in einen Zustand gemeiner Oralhemmung verfallen sollen (wie ein gewöhnlich-bayrischer Staatsdiener, erade auch wenn genau das „der Höheren Obrigkeit“ recht sein sollte) dafür gibt es nun überhaupt keinen Grund. (Wie man ihm auch zustimmen könnte)
    .
    Adiletten? Maßanfertigung? Worin Don A. auch eine gute Figur machen wollte, wenn er Mister Sugarmountain träfe. (Wenn man nur reich genug ist, darf man zukünftig alles. Oder sich so fühlte – wie schlimm.)
    .
    Perfekt und in einem Satze gesagt: Die Büchse der Pandora hat ein Zahlenschloss. Und die Kombination ist öffentlich.
    .
    Oder noch anders:“Die Dummheit des Deutschen Staates ist heute die Gefahr, nicht die Intellienz seiner Bürger“. (P. Rössler – soweit der das beurteilen kann.)(Und es stimmt nicht, aber …)
    .
    Deutschland? Da haben wir doch unsere vielen bewährten Staatsdiener für. Da muss doch das Volk nicht auch noch mit ran. (Dr. Don invertiert)
    .
    Verfall im Zeitraffer – oder Dr. Don hüte sich: Die Gewalt in Deutschland hält an. (Deutsche Staatsdiener starren böse weiter unschuldige, freie Bürger an.
    .
    „Ratgeber Wohnungsauszug – Tegernsee zuerst!“, könnte es ggfls. auch noch heißen. Aber da ist das Recht vor.
    .
    Und wir sind von Beruf Vater.
    .
    Wenn Beamte ins Ausland reisen wollen müssen sie Urlaub nehmen oder einen Dienstreiseantrag stellen. (Alles andere ist auch legal.) (Warum ein Dr. Don so viele Freunde hat.)
    .
    „Deutschland ist ein Studienstandort – kein Karrierestandort“. Neueste Forschungsergebnisse kühn auf Dr. Don angewandt.
    .
    Lokomotivführer ist auch ein typischer Frauenberuf. (Wenn man nur lange genug wartet.)
    .
    I walk broken – ich gehe kaputt. (Wofür bei Rahmengenähten nicht viel spricht.)
    .
    Und was sagt eigentlich das Reemtsma-Begabtenförderungswerk dazu?
    .
    Nur wer arbeitet erwirbt sich unbefangen Bildung. (Und „Zeigerpflanzen“ zeigen das Gegenteil.)
    .
    „Das Weib ergreift einen Beruf? Oh weh, das Weib nimmt ab!“ (Was u. a. wirklich kluge Leute außerhalb des Wirtschaftens immer sofort sahen.)
    .
    „Weil ich 100% Krieger bin, kann ich auch Frieden“. (Warum die Arme einer liebenden Frau für immer der wichtigste Lernort der Welt bleiben.)
    .
    Und wir freuen uns immer mit, wenn er sich etwas mit Intelligenz und reiner Intelligenz beschäftigt.
    .
    Und Discordia Herzklappe weiß: „Deutschland lohnt keine feste Arbeit“.
    .
    Und wir fänden es schade, wenn sich ein Dr. Don am Ende von deutsch-disfunktionalen Anteilen dauerhaft so in – und wäre es splendide – Geiselhaft genommen sähe.
    .
    Und Dagobert Dilli-Rando sagt: „Potentielle Energie ist eine Beleidigung. Besonders für alles, was schon am Boden liegt.“
    .
    „Und wer wirklich psychologisch erwachsen ist, der geht jetzt Einschränkungen suchen!“ (Aus den Mitteilungen von den Wirkungen weiser Greise)
    .
    Rummtreibers feste Absicht? (Ich finde ein Haus. (Aber in Italien!(*g*))
    .
    Vollständiges Verstummungsgebot gilt erst bei großer Terrorismusgefahr. (Was längst jeder weiß, schließlich unterscheiden sich Demokratie und Diktatur in ihren staatlichen Grundfesten nicht, bei der Demokratie geht man lediglich zusätzlich noch wählen.)
    .
    Wir waren auch schon immer dafür, dass sich unterschiedliche Viertel nicht mischen sollen. (Warum zufürderst jetzt endlich die wirklichen Westviertel wirklich da beiben sollten, wo sie sind.)
    .
    Da die Fakten die Transferunion längst beschlossen haben. (…. darf auch ein minderer Herr Dr. Don jetzt endlich so weiter machen, wie bisher: Mit staatlichem Einverständnis und legal im Süden Geld ausgeben.) (Oder warum früher Vermummungs- und Verstummungsgebot zusammengehörten)
    .
    Und Don ist Nietzsches Paradigma. (Warum wir vor dem endgültigen Abschluß der „Umwertung aller Werte“ schnell auch noch die Umwertung von „Lost Generation“ hier angefügt sehen: Bisher laß man es falsch.)
    .
    (Und was ist ein Blog? Ein Wettbewerb um Worte? Oder ein Wettbewerb um Hirn?)
    .

  138. Schlenkerlilie@: Dat is jo dat...
    Schlenkerlilie@: Dat is jo dat Schöne, die Hausfrouwen haben ooch esu so ä kreatives Entdeckerdingens, un op die eens han. Isch kann der ens sare Jong! Nur ebenst anders. Mein isch. Isch füngen jo dat alleen schon Kochen an un för sisch schon een absolut kreative Sach is. Nua wollen de Wievere hückzedaags nix mi von wisse. De john lever beiä Polente, de Army, op de Unität un wat wees isch. Pänz wulle se ooch keen me kreije.
    Am beste is, mr kumme adens all als Androgyne op de Welld. Dann mache mer ens „Alles dat“ met us selev us. In eyner Person.

  139. (Man hat die Liebeserklärung...
    (Man hat die Liebeserklärung an seinen Blog verstanden?)
    .
    P.S.: Warum für Begabte die freie Berufswahl nicht gilt? („Da könnte ja jeder kommen…“) – (Nein, weil sich „die Unbegabten“ weiterhin so bedürftig fühlen. Danach nicht anstrengend selber etwas lernen zu müssen z.b. auch.) (Und es gibt keine „Unbegabten“.)

  140. <p>@yast2000</p>
    <p>Die Zeit...

    @yast2000
    Die Zeit der Neurosen ist vorbei, denn Neurosen beruhen auf Schuldgefühlen. Was anbricht, ist die Zeit der Depression, der gefühlten Überforderung. Der zentrale Wert heißt nicht mehr Gehorchen, sondern Eigen-Initiative. Gerade weil angeblich alles jederzeit möglich ist, merken viele, dass für sie nichts mehr möglich ist und fühlen sich leer und ausgebrannt. Thatchers Ideologie „there is no such thing as society“ war m.E. der Todesstoß für das öffentliche Leben. Die Zeit der Hochstapler ist vorbei. Die Ich-AG lässt sich mit diesem Begriff nicht fassen.

  141. Man sehe uns ggfls. nach, dass...
    Man sehe uns ggfls. nach, dass wir nochmals an Rilke erinnern, „einen Teil gewesen-normaler Bildung, wenn man so will“. (Soweit wir das beurteilen können.)
    .
    „Am 28. August 1926 wird bei Rilke Leukämie diagnostiziert. Rilke – reagiert mit Dichtung.“ („Komm‘ Du heilloser Schmerz, Letzter, den ich anerkenne…“)
    .
    Und, wie vielfach bekannt, von der Pfarrkirche in Raron:
    .
    „Rose, oh reiner Widerspruch, Lust,
    Niemandes Schlaf zu sein unter soviel
    Lidern.“
    .
    Und Grüße.

  142. OT: World IPv6 day am 8....
    OT: World IPv6 day am 8. Juni
    Mal sehen, ob unser Spielzeug morgen noch so richtig funzt.
    http://ipv6test.google.com/
    und
    http://ipv6eyechart.ripe.net/

  143. @Yast2000 - Auf die Gefahr...
    @Yast2000 – Auf die Gefahr hin, dass ich mich bei meinen Geschlechtsgenossinnen fürchterlich unbeliebt mache, muss ich Ihnen im großen ganzen Recht geben. Die temporäre deutsche Politik ist wie eine klassische Frau – mit kartesischer Logik nicht zu begreifen.
    .
    @Don Fernando – Der damaligen Prüfungsordnung nach musste man in Wien zwei Nebenfächer haben, eines davon Philosophie (und wurde zum Rigorosum darin auch mündlich geprüft). Über Ihre Frage habe ich nachgedacht. Ich muss mal das Tigerbaby fragen, welches im Lauf des nächsten Jahres in Mathematik zu promovieren vorhat. Von einem Nebenfach hat sie nie gesprochen.

  144. @Filou 19:37:
    Was für Zeugs...

    @Filou 19:37:
    Was für Zeugs verlinken Sie uns da? Von meinem bundesdeutschen Standort erscheint da eine U.v.d.L artige Sperr-Botschaft: „Dieses Video enthält Content von UMG. Es ist in deinem Land nicht verfügbar. “
    Bin ich jetzt zertifizierter Sitten-Pfiffi?

  145. quodlibetrh@: Der Beuys. Die...
    quodlibetrh@: Der Beuys. Die Demokratisierung der Kunst. Fetteckiges. Fettab-scheider. Finales Anästhetikum. Leiden als Beruf(ung). Die Klimax: Jeder ist ein Künstler.

  146. @Yast 2000 und Der Tiger:...
    @Yast 2000 und Der Tiger: Hausfrauisierung der Politik.
    Mit der von Ideen befeuerten, also durch Männer bestimmten Politik hatten wir im 20. Jahrhundert nicht viel Glück:
    1.) http://www.kommunisten-online.de/Kommunisten/Lied-der-Partei.mp3
    2.) Zum Nationalsozialismus spare ich mir den Link, der männliche Protagonist ist noch wohl bekannt.

  147. JR@: Alterprobt: Innere...
    JR@: Alterprobt: Innere Emigration.

  148. @ Der Tiger: Schön, das mal...
    @ Der Tiger: Schön, das mal zu hören.. :-)

  149. Ist mir heute wieder...
    Ist mir heute wieder aufgefallen: die Zöglinge der Akademiker und Oberschicht geben gerne mal den nachlässig-zerzausten Rebellen, Intellektuellen oder Bohemien, inkl. rau-schludriger Aussprache und etwas ungehobelten Umgangsformen (wer ko, der ko). Die der unteren Mittel- bis tw. sogar Unterschicht, vielleicht mit Hotelpraktikum oder Banklehre, sind dagegen adrett gewandet und haben Umgangsformen wie aus einen Grace-Kelley-Film. Wüsste mans nicht besser, würde man den jeweiligen gesellschaftlichen Familienstatus genau umgekehrt vermuten. Dazu kommt ja noch dieser 80er-Jahre-Saint-Tropez-Chic, der inzwischen dort angelangt ist, während die weltläufige und wohlsituierte Boheme- und Geistesjugend eher die ranzigen Ney Yorker 70er goutiert und imitiert. Am Ende wird man zukünftig noch von schlechtem oder unbeholfenem Benehmen und nachlässiger Kleidung auf hohen gesellschaftlichen Status schließen, und umgekehrt bei exzellenten Umgangsformen und dem vielleicht nicht ganz teuren, aber gut sitzenden Anzug wissen: aufstiegswillig, wohl ärmliche Familie. O tempora, o mores.

  150. Der Hauptmann von Köpenick...
    Der Hauptmann von Köpenick als Verteidigungsminister. Hat zwar nicht die Kasse geplündert, sondern renitente Generäle rausgeschmissen. Schmissig eben. Und dann der Gurkenausstieg, garniert mit Tomaten und Salat. Die EU zahlt die Zeche schon. Atomausstieg als Wendehalssyndrom. Inclusive Start-Stopp-Automatik. Warum denn nicht die AKWs outsourcen, nach Kleider,- Schuh- und Autofabriken. Wann stellen wir endlich eine Rotte Hartz-IV-er bei der nächsten Flaute vor ein Windrad, den Pustekuchen ausschnaufen, den sie von der Gesellschaft abbekommen. Ein Bembel von Obama für Tausend neue Bundeswehrsoldaten in Afga. Und das geneigte Publikum schwafelt von höherer Mathematik. Augen zu und durch. Wo leben wir eigentlich?

  151. @ quodlibetrh (07. Juni 2011,...
    @ quodlibetrh (07. Juni 2011, 19:44)
    *
    1. „Die Zeit der Neurosen ist vorbei, denn Neurosen beruhen auf Schuldgefühlen.“ /// Neurosen sind nie vorbei, denn sie ändern sich ständig. Neurosen basieren auch nicht auf Schuldgefühlen, sondern auf Liebe, Hass, Rache, Scham und Schuld. Eine Neurose sind eine Verhaltensstörung, die in der Persönlichkeit manifest ist.
    2. „Was anbricht, ist die Zeit der Depression, der gefühlten Überforderung.“ /// Es gibt keine „Zeit der Depression“, die anbrechen könnte, sondern Menschen mit Depressionen. Ihr Anteil bleibt statistisch immer gleich und die Kirche im Dorf.
    3. „Der zentrale Wert heißt nicht mehr Gehorchen, sondern Eigen-Initiative.“ /// Das ist falsch, das zentrale Moment ist nun gerade das Gehorchen geworden. Das muss aber für den Einzelnen als Freiheitsgrad nicht falsch sein…
    4. „Gerade weil angeblich alles jederzeit möglich ist, merken viele, dass für sie nichts mehr möglich ist und fühlen sich leer und ausgebrannt.“ /// Es gibt viele Menschen, die ihrer Freiheit nichts anfangen können. Sonst gäbe es nicht so auffallend viele unglückliche Lottogewinner….
    5. „Thatchers Ideologie „there is no such thing as society“ war m.E. der Todesstoß für das öffentliche Leben.“ /// Sie hat mitten in den Achtzigern mit der Vollkasko-Mentalität der Unfähigen Schluss gemacht, rein formal war das nicht falsch. Allerdings ist das öffentliche Leben in Europa tatsächlich den Bach heruntergegangen; aber das ist nicht Aufgabe der Politik, sondern der Wähler.
    6. „Die Zeit der Hochstapler ist vorbei. Die Ich-AG lässt sich mit diesem Begriff nicht fassen.“ /// Die Ich-AG war kein Verein von Hochstaplern, sondern der Versuch, ehemals Angestellte und nun Arbeitslose in die Selbstständigkeit zu überführen. Der Versuch war ehrenwert…

  152. @JR, probieren Sie's mal mit...
    @JR, probieren Sie’s mal mit diesem Suchbegriff bei YT.
    Groosland (Marin/ Bach)
    .
    Ich verlinke nur kulturell hochwertige Sachen.
    .
    (Das Problem uebrigens kommt oefter vor. Ich verlinke aus NL.)

  153. JR
    haaha, "... mauve has the...

    JR
    haaha, „… mauve has the most RAM…“
    .
    Chefs /Kunden aus der Hölle.

  154. @ JR "Mit der von Ideen...
    @ JR „Mit der von Ideen befeuerten, also durch Männer bestimmten Politik hatten wir im 20. Jahrhundert nicht viel Glück…“
    *
    Nationalsozialisten und Kommunisten waren niemals richtige Männer, sondern charakterlich allesamt sogenannte „Muschi-Schnüffler“; also das, was der amerikanische Rapper einen „Motherfucker“ nennt. Ich erinnere auch Fotos von Frauen, die diesen Helden zugejubelt haben; ich erinnere auch Männer, die freiwilig in den Krieg zogen, damit sie mal von zu Hause wegkamen… So viel Realität muss sein.. :-)

  155. Schon eine Woche nix vom...
    Schon eine Woche nix vom Gumpert.

  156. @ HansMeier: "Schon eine Woche...
    @ HansMeier: „Schon eine Woche nix vom Gumpert.“
    *
    Angst ist ja auch keine menschliche Triebkraft…

  157. Ich therapiere übrigens auch...
    Ich therapiere übrigens auch Haustiere… (siehe Link)

  158. Vielleicht war der auch damit...
    Vielleicht war der auch damit beschäftigt, den Ur-alt-Gumbert um eine Familienbuche zu karren und ähnliche Blogfremde Aktivitäten wie beschrieben in:
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/05/24/julia-kuessen-wie-ein-italiener.aspx – 24. Mai 2011, 12:24

  159. Wer gesperrrte Links aller Art...
    Wer gesperrrte Links aller Art umgehen will, braucht einen TOR-Browser. (Eine gute Gelegenheit, den Bruder des ADAC in München, CHIP-online öffentlich mal richtig zu herzen…)

  160. @donna laura: Die Zeiten sind...
    @donna laura: Die Zeiten sind vorbei. Die Häkel-Bikini-Freundin Ihres Freundes hatte Mut und Berechnung. Sind die zwei heute verheiratet?

  161. @yast2000 20:02 ...
    @yast2000 20:02 WauooooW!!
    perfekt!3vor? 20:12 HÄ?? Grübl… Wow!
    Filou linkt die Deutschen 8-( zum wiederholten Mal
    Ich hatte auf der Realschule eine Französisch-Lehrerin, die extrem stotterte und einen Bio-Lehrer der lispelte, den nannten wir Yogi-Bär, die beiden haben dann geheiratet. (DAS IST WAHR, WIRKLICH WAHR)
    Aus mir ist auf dem zweiten Bildungsweg dann doch noch was geworden, aber Hochstapelei ist mir fremd….?! — bis auf gelegentliche kleine, klitzekleine Übertreibungen ;-)

  162. Zitat Schätzing Limit s.1024...
    Zitat Schätzing Limit s.1024 (ja verdammt lang) lese ich gerade: Passt aber zum Thema…
    Pläne waren Konstrukte, gedachte Geraden. Am grünen Tisch funktionierten sie ausgezeichnet. In der Praxis ging es darum, auf den Serpentinen des Zufalls nicht aus der Kurve zu fliegen.
    s. 1029
    Einsamkeit, die desperate Schwester des Alleinseins empfand er nur in bevölkerten Räumen.

  163. @yast2000, guten Morgen, danke...
    @yast2000, guten Morgen, danke für die prompte, ausführliche Antwort. Zuerst hatte ich fast schon gedacht, Sie besitzen gar keinen Humor, aber Punkt 6 beweist ja zum Glück eindeutig das Gegenteil. (Und eigentlich wollte ich mich doch nur für das hübsche Bild bedanken.)

  164. Zu spät, Herr Schäuble, ich...
    Zu spät, Herr Schäuble, ich jetzt hab‘ ich schon Griechen gekauft.
    Einfach traumhaft, diese Rendite.

  165. @muscat (7. Juni 15:18)
    "alles...

    @muscat (7. Juni 15:18)
    „alles kleine Einsteins…“ – bescheiden ausgedrückt bin ich sicher ein Genie, habe mich aber entschlossen mich damit zurückzuhalten.

  166. Mathematik: War NIE meines...
    Mathematik: War NIE meines (ausser Kopfrechnen – die groben Verhältnisse sollte man schon einordnen können). Ich fand mich bei den Worten besser zurecht.
    Denn wer schon nichts kann, soll es ja wenigstens perfekt ausdrücken können!
    .
    Ausserdem ist auch aus mir „was Richtiges“ geworden, schätze ich mal.
    .
    PS: Wenn andere zu mir sagen, ich „hätte noch viel Potential“: was meinen die damit??

  167. @ Kopfgeburt: Wenn andere zu...
    @ Kopfgeburt: Wenn andere zu mir sagen, ich „hätte noch viel Potential“: was meinen die damit??
    *
    Wenn Sie eine Batterie sind, bezieht sich die Äußerung auf ihre Fähigkeit, Energie zu speichern. Wenn Sie kein Akku sind, sondern ein Mensch, will man Sie mit solchen Bemerkungen in der Regel früher oder später nur ausbeuten…

  168. 'Hausfrauisierung im...
    ‚Hausfrauisierung im übergeordneten, gesellschaftlichen Kontext bedeutet, dass Frauen zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele anderen Teilnehmern die Lebensfreude versauen, weil das im Gegensatz zu Männern ihr Erfolgsrezept in privaten, sexuellen oder familiären Beziehungen ist. Dazu haben sie aber in der Gesellschaft kein Recht, und es handelt sich auch um einen Verstoß gegen die Verfassung.‘ – echte männer gründen eine selbsthilfegruppe und setzen ihr recht auf lebensfreude durch frauen für männer mit verfassungsgericht und uno durch. kopfschmerzen, fehlende weitung der pupillen und mangelnde lubrication bei der frau im moment des lebensfreudeabrufwunsches beim mann werden nötigungstatbestände.

    ‚Nationalsozialisten und Kommunisten waren niemals richtige Männer, sondern charakterlich allesamt sogenannte „Muschi-Schnüffler“‚ – überhaupt kann es nur in einer demokratie echte männer geben, denn nur dort setzen sie zur befriedigung ihres sexualtriebs nicht auf äußerlichkeiten, charme, täuschung oder manipulation, sondern auf den rechtsstaat.

    zwischendurch die obligaten zynisch-neoliberalen begriffe ‚Vollkasko-Mentalität der Unfähigen‘, ‚Die Ich-AG war … der Versuch, ehemals Angestellte und nun Arbeitslose in die Selbstständigkeit zu überführen.‘, die entweder auf eine beamtenkarriere oder eine anstellung in einem kommunalen betrieb schließen lassen.

    und nicht zuletzt eine theorie: ‚Man kann durch Absenkung des intellektuellen Niveaus einen Zustand erreichen, wo kein vernünftiges Argument mehr zählt, weil alle Beteiligten emotional verblödet sind.‘ – wobei man annehmen sollte, daß eher intellektualisierung zu emotionaler verblödung führt. aber zumindest mit der selbstgewißheit, vernünftige argumente zu haben, findet sich jeder in einer absoluten mehrheit wieder, der es jedoch an weiteren übereinstimmungen mangelt.

  169. @Kopfgeburt - "Potential":
    Das...

    @Kopfgeburt – „Potential“:
    Das heißt in Klartext, Sie werden jetzt weder befördert noch erhalten Sie mehr Geld.
    Es kann sich aber auch um die Anmache eines Elektrotechnikers handeln: bei Kontakt sollen die Funken sprühen. Obwohl es dann genauer um die Potentialdifferenz geht; haben Sie viel Potential, müsste das Gegenüber eher weniger haben, damit es funktioniert.

  170. Dieser Textflyer...
    Dieser Textflyer (pdf-formated), Verfasser Dr. agnot. Guido Hase, wurde mir per Mail zuteil.
    —o—
    Guten Tag, Sie lesen richtig. Aus meinem Nichtwissen heraus wurde mir die Gnade zuteil dieses in produktive Erkenntnis umzusetzen. Mein Name öffnete mir alle Tore. Auch die der Universitäten in Europa und Übersee. Gekonnter taktisch-strategischer Einsatz von Nichtwissen lässt hoffen. Auch Sie können mehr mit Ihrem Nichtwissen anfangen. Diese Dichotomie haben jüngst Menschen überwunden, die dazu weder in der Lage waren noch über das nötige Wissen verfügten um die höchsten Stufen der sozialen Rangleitern zu erklimmen. Ihre Laufbahn wird schließlich sogar mit Orden in- u. ausländischer Provenienz gekrönt. Mittels dieser ausgefeilten Technik der „Probabilistisch-Telosinduzierten Agnostizität“ können Sie sowohl promovieren, habilitieren als auch, z.B. Minister werden. In der Begrifflichkeit der o. a. Methode kommt dem Wort „Hochstapelei“ besondere Signifikanz und Bedeutung als Negation der Negation zu. Näheres über die Parameter, vektoriell paraphrasierter application technology mit ihrem mathematisierten high-level neuester Prägung im full assesment of neuro-linguistic knowledge, aquired in decades of experiences lassen hoffen, daß auch Sie ohne große Umwege zum heiß ersehnten Ziel basisorientierter Sozialisation und Anerkennung finden. Lassen Sie sich sofort unsere Broschüre gegen Vorauskasse (s. u. account) über die Technik zur Erlangung eines garantiert erfüllten Lebens zusenden.
    Ihr Institut für durable-kulturelle Sozio-Entwicklung (IddKSE)
    Dr. agnot. Guido Hase

  171. @ Plindos: Es ist doch...
    @ Plindos: Es ist doch erstaunlich, dass sich die demokratischen Deutschen derart stark mit ihren Politikern identifizieren! Sie prüfen sogar eigene hetero-, bi oder homosexuelle Präferenzen, um dem Objekt ihrer Begierde näher zu kommen…

  172. Lieber Don,
    macht Ihnen der...

    Lieber Don,
    macht Ihnen der heutige Beitrag Ihrer Kollegin Sophie v. M (Ding und Dinglichkeit) nicht doch Lust darauf, sich der Herausforderung zu stellen, die eigene Hochzeit in einer Form, welche den besseren Kreisen angemessen ist, endlich über die Bühne zu bringen?
    Wilhelm Busch, Knopp-Trilogie:
    „O wie lieblich, o wie schicklich,
    Sozusagen herzerquicklich,
    Ist es doch für eine Gegend,
    Wenn zwei Leute, die vermögend,
    Außerdem mit sich zufrieden,
    Aber von Geschlecht verschieden,
    Wenn nun diese, sag ich, ihre
    Dazu nötigen Papiere
    So wie auch die Haushaltsachen
    Endlich mal in Ordnung machen
    Und in Ehren und beizeiten
    Hin zum Standesamte schreiten,
    Wie es denen, welche lieben,
    Vom Gesetze vorgeschrieben,
    Dann ruft jeder freudiglich:
    „Gott sei Dank, sie haben sich!'“

  173. @Plindos - Im Anbetracht der...
    @Plindos – Im Anbetracht der zu Guttenbergaffäre, fühlte ich mich genötigt, meinerseits zuzusehen, dass in meinem Pass der richtige Titel steht und habe deswegen dem deutschen Konsulat in Amsterdam folgendes gemailt:
    .
    “Mein Rechtsanwalt hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass mein Dr. Titel nach deutschem Recht ein Teil meines Namens ist und in meinen Pass gehört. Ich habe 1976 in Wien promoviert und bin im selben Jahr nach Kanada ausgewandert. Die Dame im deutsche Konsulat in Vancouver fand das seinerzeit nicht notwendig. Was muss ich nun tun, um die Situation zu korrigieren?”
    .
    Die Antwort kam innerhalb einer Stunde:
    .
    “Sie müssen beim Generalkonsulat in Amsterdam einen neuen Reisepass beantragen und neben allen auf unserer Webseite genannten Dokumenten auch die Promotionsurkunde mitbringen.
    .
    Weitere Informationen finden Sie auf:
    http://www.niederlande.diplo.de/Vertretung/denhaag/de/Passangelegenheiten/Europass/EP__Seite.html
    und
    http://www.niederlande.diplo.de/contentblob/1544424/Daten/609518/download_unterlagen_RP.pdf
    Bitte bachten Sie:……..”

  174. Wie unser Hausstatistiker...
    Wie unser Hausstatistiker meldet: 52696 Klicks!!! Eine Zahl die für sich spricht!!! Entfliehen Sie den Anforderungen Ihrer unerledigten Aufgaben, Ihres Chefs, Kunden, Ihres/r Gatte/in, Freundes/in, Kindern und was Sie sonst noch so auf Trab hält.
    Darunter könnten auch Sie sein. Eine Ansammlung aufgeschlossener, gleichgesinnter, moderner, fröhlicher, intelligenter und sehr gebildeter (unmotivierter) Menschen lädt Sie ein in unser hochinteressantes Bloggerstübchen. Bloggern hält fit, kostet nichts und bringt Sie um Ihre wertvolle Zeit!

  175. Dann haben sich die deutschen...
    Dann haben sich die deutschen Banken wohl ganz fest auf Frau Merkel verlassen. Ich denke, das wird auch klappen. Die Frau hat Nerven und eine Alternative gibt es nicht.
    .
    Auch volkswirtschaftlich ist Merkels Politik am klügsten. Die moderne Wissenschaft hat nämlich herausgefunden, dass der Volksglaube, hemmungsloses Gelddrucken führe zu Inflation, im 21. Jahrhundert nicht mehr zutrifft. Jedenfalls nicht dann, wenn das neugedruckte Geld von Anfang an den Banken gehört.
    Denn die geben es ja nicht aus (z.B. für Rokokoschlösser mit Springbrunnen und mitternächtliche Ballettaufführungen) sondern „legen es an“, und das so lange, bis wieder Deflationsgefahr droht.

  176. HansMeier555@: Die Demokratie...
    HansMeier555@: Die Demokratie lebt! Sie wird alternativ beatmet!
    http://de.wikipedia.org/wiki/PETO_%E2%80%93_Die_junge_Alternative
    ..
    Banknoten sind etwas sehr unmodernes. Haben Sie schon mal in einer Schlange (SB-Markt o. ä.) vor der Kasse gestanden, jemand stand da mit hochrotem Kopf…? Kassiererin: „Sorry,keine Deckung auf ihrem Konto!“

  177. Und was Amerika jetzt braucht...
    Und was Amerika jetzt braucht ist ein neuer Krieg, Steuersenkungen und Rüstungsprogramme, letztere bitte angebotsorientiert.
    .
    http://www.faz.net/-01wyps
    .
    Die FAZ braucht hingegen einfach mehr Feudalismuspropaganda.

  178. ...
    @HansMeier555:
    „Guttenbergs Unterstützer-Demonstranten trugen Transparente mit sich herum, auf denen stand: ‚Neid muss man sich erarbeiten‘.“
    Sicher, dass das tatsächlich Unterstützer waren? Die Demonstrationen (im März) waren doch von vielen Gegendemonstranten unterwandert worden. Sehr lustige Aktion, die aufgrund der teilweise extremen Merktbefreitheit und der extrem falsch kalibrierten Ironiedetektoren der Unterstützer noch lustiger wurde.

  179. ...
    @Plindos
    .
    Sieht aus wie eine kommunistische Tarnorganisation, ein klarer Fall für den Verfasungsschutz.
    .
    Schon der Name: „ich fordere“, statt: „ich leiste“.

  180. @Plindos:
    Es waren doch alle...

    @Plindos:
    Es waren doch alle einmal jung: der Anden-Pakt bei den einen, Willis Enkel bei den anderen. Das wächst sich dann biologisch aus.
    Unter „Soziales und Integration“ vermisse ich die Integration des oberen Teils der Alterspyramide (bzw. der Altersbirne oder wie deren derzeitige Ausprägung besser heißen sollte). Das „30-plus-Projekt“ ist mir immer noch zu weit weg und nicht rollatortauglich.

  181. HansMeier555@:"Virtute" ist im...
    HansMeier555@:“Virtute“ ist im Land des Transfers aus der Mode. Viral dagegen klänge momentan sehr gefährlich.

  182. The gift.
    Die Chancellorin...

    The gift.
    Die Chancellorin schenkte neben der gerahmten Ausgabe der 1. Seite der FAZ auch
    dem Secretary of State, Hillary Clinton, insgeheim auch eine goldene Disc mit den liebevollen Worten und Kommentaren der letzten zwei Jahre des hiesigen Blogs (incl. transl.).
    http://www.faz.net/artikel/C30923/die-f-a-z-fuer-hillary-clinton-das-andere-geschenk-30435015.html

  183. @HM555:
    Das "je pete" ist dem...

    @HM555:
    Das „je pete“ ist dem Simplicius seinerzeit ja fürchterlich in die Hose gegangen.
    Wie wärs mit „Ich Dien“ wie beim Prince of Wales?

  184. @Strammer Moralist – da war...
    @Strammer Moralist – da war ich schneller als Frau Merkel mit ihrerer goldenen Disc. Zum 60sten Geburtstag habe ich Bill Clinton eine Kurzausgabe geschenkt: ‘Stories from the e-salon’.
    .
    Der geplannten weltweiten Verbreitung wegen von vorne herein in Englisch fängt es so an:
    Prologue
    Every since I wrote my little book on project management as a Christmas present for my daughters, various people have asked me when I would write another one. Here it is and again, a Christmas present. I hope it is as entertaining as the last one – though the underlying topic is a lot more serious.
    I could not have written this book without the help of others. First of all there is my old friend and e mail partner……..
    (copyright©2005)

  185. JR@: Ei, so schiebets doch nit...
    JR@: Ei, so schiebets doch nit allzulang litterarisch uff dero Bank, der Simplicissimus Teutsch tats doch ohnverhüllet beschraibn:
    „Als ich dergestalt mit einem Teller in der Hand vor der Tafel aufwartete, und in meinem Gemüt von allerhand Tauben und merklichen Gedanken geplagt wurde, ließ mich mein Bauch auch nicht zufrieden, er knurret und murret ohn Unterlaß, und gab dadurch zu verstehen, daß Bursch in ihm vorhanden wären, die in freie Luft begehrten; ich gedacht, mir von dem ungeheuren Gerümpel abzuhelfen, den Paß zu öffnen, und mich dabei meiner Kunst zu bedienen, die mich erst die vorig Nacht mein Kamerad gelehret hatte; solchem Unterricht zufolg hub ich das linke Bein samt dem Schenkel in alle Höhe auf, drückte von allen Kräften was ich konnte, und wollte meinen Spruch ›Je pète‹ zugleich dreimal heimlich sagen; als aber der ungeheure Gespan, der zum Hintern hinauswischte, wider mein Verhoffen so greulich tönete, wußte ich vor Schrecken nit mehr was ich täte,[…].“ (1. Buch, 31. Kapitel)

  186. Besser wäre:
    .
    "Ich bremse...

    Besser wäre:
    .
    „Ich bremse auch für freie Bürger“,
    .
    nur wie heißt das auf Latein?

  187. Das im Finanzwesen keiner...
    Das im Finanzwesen keiner rechnen kann sollte nicht überraschen. In meiner Generation wurde ein Wirtschafts- oder Jurastudium jedenfalls immer von Leuten gewählt denen Mathematik und allgemein die Naturwissenschaften zuwider waren und im Matheunterricht immer fragten „Wozu braucht man dass denn eigentlich?“
    Die Ahnungslosen wurden dann in den großen Finanzfirmen auf theoretische Physiker und Finanzmathematiker losgelassen, eine Klientel, die so realitätsvergessen ist, dass sie ihre Annahmen und Modelle nicht mehr nur für eine Annäherung der Realität halten sondern sie geradezu mit der Realität verwechseln und immer hoffen die „Weltformel“ gefunden zu haben.
    Da war dann am Schluss mehr Geld nötig um diesen Schaden aufzufangen, als jede Sparmaßnahme im Bildungsbereich je einbringen wird.

  188. <p>Rupi in...
    Rupi in liberis
    .
    Έχω πέδησης για ελεύθερους πολίτες
    .
    אני הבלם על אזרחי חינם
    .
    Nie verzagen, Plindos fragen.

  189. @hm555: Wie wär's mit "Pro...
    @hm555: Wie wär’s mit „Pro civibus libertisque equos frenabo meos“?! Bürger sind immer so frei – aber was ist mit den Freigelassenen?

  190. Seit zwölf Jahren hatte ich...
    Seit zwölf Jahren hatte ich Dresden nicht gesehen, wo ich damals von Leipzig herauf wandelte, um einige Stellen in Guischards mémoires militaires nachzusuchen, die ich dort nicht finden konnte. Auch in Dresden fand ich sie nicht, weil man sie einem General in die Lausitz geschickt hatte. Nach meiner Rückkehr traf ich den Freibeuter Quintus Icilius bei dem Theologen Morus, und fand in demselben nichts, was in meinen Kram getaugt hätte. So macht man manchen Marsch in der Welt wie im Kriege umsonst. Es wehte mich oft eine kalte, dicke, sehr unfreundliche Luft an, wenn ich einer Residenz nahekam; und ich kann nicht sagen, daß Dresden diesmal eine Ausnahme gemacht hätte, so freundlich auch das Wetter bei Meißen gewesen war. Man trifft so viele trübselige, unglückliche, entmenschte Gesichter, daß man alle fünf Minuten auf eines stößt, das öffentliche Züchtigung verdient zu haben, oder sie eben zu geben bereit scheint: Du kannst denken, daß weder dieser noch jener Anblick wohltut.

  191. @kampfstrampler
    .
    für alle...

    @kampfstrampler
    .
    für alle anderen sowieso (nachhaltiges Wirtschaften).

  192. man beachte p.29. da gibt es...
    man beachte p.29. da gibt es drei ebenen von titeln.
    @plindos ;o)
    bei dr. wird zwischen dr. ing und dr. unterschieden. d.h. die stellen allen ernstes einen dr. phil. etc. mit einem dr. rer.nat. gleich…
    aber jetzt genug von der diskussion; mein auto, meine familie, mein boot…

  193. und wieso "equos". Ipsomobilia...
    und wieso „equos“. Ipsomobilia wenn schon.

  194. Nepomuk@: Wärest doch auf der...
    Nepomuk@: Wärest doch auf der Brückn zu Prag geblieben..
    .
    Lateinlehrer@:
    Durch das Räubern, paste & copy lass ich mich entschuldigen…doch nein, hier ich wurde fündig:
    Misericors civis patriae est consolatio. Ein mitleidsvoller Bürger ist der Heimat Trost. (Publil.Syr.M59)
    Dem Deus Filucius sei Dank und sein Ruhm gepriesen!
    ..
    kampfstrampler@:
    Minus est quam servus dominus, qui servos timet. Die Furcht vor Sklaven macht den Herrn zum Untertan. Der Herr, der Sklaven fürchtet, wird zum eignen Knecht. (Publil.Syr.M14 ) Nimmermehr unter diesem Krampfjoche leide, oh edler Strampler!
    .
    bertholdIV@ Neidlos muß ich sagen: Unter dieser Bürde ächze ich nicht.

  195. HansMeier555: Das wäre dem...
    HansMeier555: Das wäre dem heutigen Bürger standesgemässer: Currus bovem trahit. Der Wagen zieht den Ochsen. vulgo

  196. bertholdIV@: Das Boot hätte...
    bertholdIV@: Das Boot hätte noch hinter das Auto gesetzt werden müßen….

  197. Nur eine kleine Bemerkung der...
    Nur eine kleine Bemerkung der Richtigkeit halber:
    Es gibt nicht immer nur eine richtige Lösung für eine Gleichung.
    Manche Gleichungen haben gar keine Lösung, manche genau eine, manche zwei, manche noch mehr, manche sogar unendlich viele.
    Bloß so als Anmerkung.

  198. Lieber JR
    "... und Ihre...

    Lieber JR
    „… und Ihre Geschäftsprozesse noch tüchtig modellieren, analysieren und optimieren müssen. Ein Qualitäts-Managementsystem mit ISO-Zertifizierung …“.
    .
    Danke für die hilfreichen warmen Worte. Gottseidank brauche ich noch keine SOA.
    Meine Kunden sind dem Himmel sei Dank keine PPT-Blender. So schlimm isses noch nicht. Wenn ich sie dennoch beim rumworthülsen* erwisch, dann hake ich nach. Schimpft sich bullshitbingoisch „Re-Brief“. Könnte „Nachhak“ sagen, trifft es aber nicht ganz. Der Rest ergibt sich beim Arbeitsprozess. Welcher leider nicht standardisierbar ist: Meine Kunden und ich machen jedesmal neue Fehler.
    .
    Find ich prima, Fehler als interessanten Hinweis zu betrachten und nicht als vernichtende Katastrophe. Das hält das Hirn frisch und den eigenen inneren Blender (früher auch als „Schweinehund, der, faul“ bekannt).
    .
    Schreckliche Vorschau: Wenn alle so eine fehlertolerante unperfektionistische Sichtweise hätten, gäbe es keine Blender und Hochstapler mehr. Muss ja dann nicht mehr. Das gilt es dringend zu vehindern, denn sie sind höchst unterhaltsam.
    .
    * Auch mir passiert das manchmal. Zu lange in Werbeagenturen gewesen und das Hirn dort gelassen, mei.

  199. "Si non vult esse dependens...
    „Si non vult esse dependens femina, discat primum, egg tua frigere.“
    *
    Pater

  200. Dzień dobry,Pan Don...
    Dzień dobry,Pan Don Alphonso.
    Jak zrobić to jak w Polsce?
    ..
    yast2000@: So direkt? Mit der Tür in´s Haus fallen?
    adde, quod ingenuas didicisse fideliter artes | emollit mores nec sinit esse feros. (Edle Künste getreu zu erlernen macht sanft den Charakter und nimmt ihm die Wildheit. ;-) Ov.Pont.2,9,47 )
    ..
    Vroni@: Fehler und Pleiten sind die Grundlage allen Seins, wer daraus nicht lernt, dem hilft kein deus ex machina. (Das Geleitwort zum heutigen Tage)

  201. Was ich nicht weiß macht mich...
    Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß!
    http://www.faz.net/artikel/C31399/die-lehre-vom-nichtwissen-alles-was-man-nicht-wissen-muss-30434185.html

  202. @ Plindos:
    *
    Germane...

    @ Plindos:
    *
    Germane character, indomitos sevitia, mea basis laetitiae meae.
    Tantum sola nocte complevit.
    *
    installation-tool-alium2000

  203. @plindos
    fakultätenstreit und...

    @plindos
    fakultätenstreit und differenzierung der dr….
    jetzt doch mit neid und erstaunen über ihre sprachkenntnisse; meine verehrung

  204. @ für alle Nichtlateiner:
    *
    I...

    @ für alle Nichtlateiner:
    *
    I go to before the dogs. But now times … I like what they eat.

  205. @Felix – ich fand es sehr...
    @Felix – ich fand es sehr charmant von Ihnen, dass Sie endlich die vorwiegend geisteswissenschaftliche Bloggemeinschaft über Gleichungen aufklären, die über das weit hinausgehen, was man im schlaffen hessischen Gymnasium – zumindest zu meiner Zeit – lernte. Schließlich sind Sie so kompliziert und vielseitig wie das Leben halt so ist.

  206. Lieber Plindos,
    wenn immer die...

    Lieber Plindos,
    wenn immer die gleichen Fehler wiederholt werden, ist das dann auch die Grundlage des Seins?
    Dr. agnost
    Studienfach „Ignoranz“, eine ganz heiße Nummer. Zu wissen lehren, was man nicht wissen muss. Müsste man nicht zuallererst die Blätter abschaffen, die einen auf PM-Magazin-Art mit unnützem Wissen volltunken, das man nie wissen wollte? (So Kram, wieviel Blattläuse auf ein Blatt passen). Grade diesen Mist vergisst man oft nicht, während das was, einem brave Schulmeisterlein …

  207. @derTiger
    die mär von den...

    @derTiger
    die mär von den schlaffen hessischen gymnaien hat mein gymnaisllehrer für latein und altgriechisch auch immer erzählt. für meine frau – hessisches abitur und mathestudium in hessen – oder auch arbeitskollegen in hessen wäre ich da sehr vorsichtig. sie wissen ja, die bayern importieren dann die hessischen oder norddeutschen ingenieure.
    ich finde aber lustig, dass sich diese mär immer noch hält, vor allem wenn man die bildungsergebnisse hessen vs. bayern mit der quote der abiturenten eines jahrgangs in korrelation setzt. aber wie schon gesagt und mir mein freund gymnasiallehrer deutsch/rkk erzählte. dieses jahr ist in bayern die aktion abitur für jeden angesagt.
    ansonsten, von den vielen hessen, die ich mittlerweile kenne, nimmt den sager hessisches abitur, bzw. die, die das dann sagen niemand mehr ernst. deswegen habe ich es mir auch abgewöhnt.

  208. lieber Schluchten-Ossi, nein,...
    lieber Schluchten-Ossi, nein, die zwei sind nicht verheiratet, aber es soll einen recht stürmischen und turbulenten hochsommer der leidenschaft gegeben haben. man darf die situation wohl so einschätzen, dass die junge dame den künsten ihres galans und dem zwirn etwas zu sehr getraut hat, dann aber, als sich der schurz in wohlgefallen auflöste, alle hemmungen über bord und sich ihm an den hals warf.
    weibliche zurückhaltung war demnach nicht mehr gefordert.
    .
    nein, der witzbold, der goldige, ist noch sehr vielen anderen frauen, die sich das wegen seiner umwerfenden art – denn er ist wirklich nicht langweilig – gerne gefallen liessen, auf die charmanteste weise auf die nerven gegangen, und es steht zu vermuten, dass er damit nicht so bald aufhören wird.
    .
    lieber bertholdiv, zu den titeln:
    aua. achja.
    wenn man sich irgendwie dem schrifttum verpflichtet fühlt, so wie ich es ihnen unterstelle, dann dürfte es einem logischerweise ziemlich schwer fallen, sich ausschliesslich über den dr. phil. i.a. zu amüsieren.
    natürlich nur aus anschauung glaube ich dennoch einigermassen fundiert beurteilen zu dürfen, dass es in der medizin nicht unerreichbar schwer ist, mit ein paar erschlagenen hamstern und experimenten, die eine solch unüberblickbare dauer von zwei sommermonaten, mo-fr 8 – 10 uhr, sich erstreckten, sich einen titel zu besorgen. die besseren fälle sind passable bis kluge zusammenfassungen des aktuellen forschungsstandes mit ein paar schlüssen und etwas ausblick (ein wenig verständnis der materie vorausgesetzt, würde ich ihnen unterstellen, dass sie dazu ebenso in der lage wären).
    interessant wird die chose erst danach:
    der witz bei den medizinern ist letztlich nicht der titel, der, wie die empirie zeigt, nicht selten verliehen wird (ein extremfall: meines wissens, das immer nur aus hörensagen besteht, knabbert die uni würzburg an dem problem bzw. der unterstellung, dass einige mit medizingeschichte einen dr. med. erhielten, für *husthusthust* erschöpfende arbeiten mit ca. 50 seiten umfang), sondern ihre arbeit in concreto, die auf erfahrung und lernfähigkeit basiert. sowie die qualität später erscheinenden papers.
    .
    und beim rer. nat. wird über unviskose kunststoffe, die die atmosphäre des jupiter (ähem: welche) aushalten, geforscht. ungeheuer nützlich und anwendungsorientiert, vor allem in der nächsten zeit.
    sicherlich gibt es auch doktorarbeiten im naturwissenschaftlichen bereich, die genau erforschen, wieviele blattläuse auf ein blatt passen.
    es erscheint da m.e. die diskussion zwischen henry miller und sartre durchaus wie ein utile dulci.
    .
    die kunst und das problem bei den humanities ist es, in den noch vorhandenen nischen neuerungen zu erfinden und diese auch noch interessant aufzubereiten. bei der zunahme der textmenge allein in den letzten zehn jahren, ist dies gar nicht so leicht. eine diss heute sei so wie eine habil vor zwanzig jahren, habe ich mir andeuten lassen.

  209. Meine lieben Mitkultisten,
    der...

    Meine lieben Mitkultisten,
    der Mathematik wird meiner Meinung nach zuviel respekt als Wissenschaft entgegengebracht. Imaginäre und Irrationale Zahlen, dazu transzendente Gleichungen…das klingt doch wie die reine Esoterik! Wahrscheinlich sitzen die Mathematiker im stillen Kämmerlein bei einem Räucherstäbchen und channeln die Ergebnisse.

  210. @plindos, wimmerl...
    @plindos, wimmerl etc.
    http://www.sulzbach-rosenberg.de/index.php?id=2287,250

  211. lieber herr Lateinlehrer, ein...
    lieber herr Lateinlehrer, ein nachbarjunge hat neulich einen unserer fahrer beschimpft: concubium in genus.
    wissen sie, was er damit sagen wollte?

  212. @ donna laura: ..."concubium...
    @ donna laura: …“concubium in genus“… heißt in etwa…
    *
    Pflanz’ dich fort wie eine Lilie,
    und denk’ an der Gesellschaft Statik,
    sonst wird dir die eigene Familie
    zur Unterschichtenproblematik.

  213. @Verehrte Donna Laura,...
    @Verehrte Donna Laura, hm…!
    „Im Suff gezeugt“
    .
    (Sie haben Fahrer, mehrere gar? Der Eine, hat er die Beleidigung verdient?)

  214. @B4 – Zugegebenermaßen...
    @B4 – Zugegebenermaßen hätte ich „schlaff“ schon oben mit Gänsefüßchen versehen sollen, erstens weil es kein hochdeutsch ist und zweitens weil ich damit eigentlich die Meinung meiner württembergischen Studienkollegen von 1969 zitieren wollte.

  215. @Jeff Kelly – Wie man gerade...
    @Jeff Kelly – Wie man gerade informiert wurde, werden sich die obersten deutschen Juristen mit den Finanzexperten des Herrn Minister Schäuble persönlich auseinandersetzten:
    .
    http://www.faz.net/artikel/S30190/bundesverfassungsgericht-karlsruhe-verhandelt-ueber-klage-gegen-eu-rettungsschirm-30435907.html
    .
    Das Vergnügen werde ich mir nicht entgehen lassen!
    .
    @B4 – Es ist besser als irgendwelche Bayreuther, Wiener oder Salzburger Festspiele es je sein könnten (und dazu noch umsonst!).

  216. bertholdIV@: Nur...
    bertholdIV@: Nur Endunterfertigter haben verstanden. Es wird eng, Wir (pl. maj.)werden sehn was sich machen läßt.
    Wie geht es berthold V und seiner Mitproduzentin….neben Boot +Auto?
    ..
    donna laura@: Als blutiger Laie: Denkbare Variante: In tiefer Nacht ans Knie oder so?
    ..
    Yog Sothoth, Esq.@ Trotz aller Bemühungen aller Arten von Gleichstellungsbe-rechtigtenkommissionen u. ä., geht die Gleichung m=f schon mal gar nicht auf q.e.d.

  217. @donna laura: concubium in...
    @donna laura: concubium in genus = krottenschlechtes Pennäler-Latein (wie Caesar ora classis Romana). Korrekter müßte es heißen: Futue tibi genu! F… dich ins Knie.

  218. Alphonso, raus aus den...
    Alphonso, raus aus den Wäldern! Ihr Kommentariat verwahrlost und machen Waldspaziergänge! Jetzt erzählen die hier schon Witze aus ihrer Schulzeit. Tun Sie was!

  219. Sorry, soll heißen: ...und...
    Sorry, soll heißen: …und Sie machen Waldspaziergänge!

  220. Jaja, ich mach ja schon. Es...
    Jaja, ich mach ja schon. Es geht um, äh, Schulzeit.

  221. @Yog Sothoth, Esq.:
    Die...

    @Yog Sothoth, Esq.:
    Die richtigen „Kultisten“ sind die Kosmologen, die sitzen im kosmologischen Kämmerlein und grübeln über Parelleluniversen (Multiverses);und die Zeit, die gibt es eigentlich auch nicht mehr so recht.
    Zu Ihrem Nickname:
    Strolchen Sie wirklich durch Salem und experimentieren mit den Salzen der Verstorbenen? Da läge dann doch ein Dr. med. für Sie locker drin.

  222. Der Tiger@: Falls Sie, wider...
    Der Tiger@: Falls Sie, wider Erwarten, keine Steuern zahlen sollten, so konnten Sie auf diese Art und Weise die Chose allenfalls umsonst geniessen, sonst nicht!…..egal wie der Spruch ausfallen sollte. Womöglich sollte sich das gemeine Volk, bei passender Gelegenheit, eine andere Regierung suchen. May be, eine die ohne Schirm (-verleih?) auskommt?
    ..
    Don Alphonso@: Äh! Wir hatten mal einen in unserer Klasse…

  223. @Strammer Moralist - da ich...
    @Strammer Moralist – da ich ein Europäer mit Wohnsitz in den Niederlanden bin, zahle ich keine deutsche Steuer. Ein Besuch beim Bundesverfassungsgericht ist für mich völlig umsonst – außer den Reisekosten. Aber die hätte ich ja auch, wenn ich noch weiter, zum Beispiel zu den Wiener Festspielen fahren würde.

  224. @DA: Wusste Don Alphonso...
    @DA: Wusste Don Alphonso schon, dass Beethovens Fünfte eine gewisse Maria Bronski aus Wien war? Oh, nicht? Wo kämen wir denn hin, wenn jeder sagen würde, ‚wo kämen wir hin‘ und niemand ginge, um zu schauen, wohin man käme, wenn man denn tatsächlich ginge…!

  225. @donna laura
    da haben sie...

    @donna laura
    da haben sie schon recht. das entscheidende an der dr. arbeit ist den dr. vater zu finden, nicht mehr und nicht weniger.
    aber der blogg hier ist zu schade um über titel zu diskutieren
    @derTiger
    da würde ich aber lieber in stuttgart halt machen. der prozess um verena becker scheint mir mehr unterhaltungswert zu haben und viel mehr für betrachtungen aller art (philosophie, juristerei, geheimdienste, paralelluniversen, medienpolitik…) herzugeben

  226. Der Prozess gegen Verena...
    Der Prozess gegen Verena Becker ist mir schleierhaft. Was die Bundesstaatsanwaltschaft erreichen wollte indem sie ihn aufgriff, ist mir völlig unklar. Aber ihr Vorschlag ist interessant. Wenn am Tag vor oder nach der Karlsruher Verhandlung auch eine Terroristenverhandlung in Stuttgart/Stammheim stattfindet, werde ich Ihren Vorschlag ernsthaft in Erwägung ziehen.

  227. @JR:
    Da wäre höchsteins ein...

    @JR:
    Da wäre höchsteins ein Dr.seltsam von der Miskatonic University drin…
    Mit Salzen experimentieren ist wenigstens noch möglich; ich wollte einen Menschen wie Kollege Frankenstein aus Körperteilen bauen, aber Igor fand nicht genug HIRN, daran mangelt es in unserer Zeit.
    Und wenn schon Salem dann Providence!

  228. ...
    http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Gc
    @derTiger
    wer sagt, dass die bundesstaatsanwaltschaft etwas erreichen will? Ich lese immer nur, dass Michael buback – jetzt ohne titel – mit den staatsanwälten sich zofft.

  229. @B4 – Mittlerweile habe ich...
    @B4 – Mittlerweile habe ich nachgegoogelt, der Beckerprozess scheint auf Unendlichkeit eingestellt zu sein, 10 weitere Termine sind bereits festgelegt … der nächste am 7.Juli, also zwei Tage nach der Verhandlung am Bundesverfassungsgericht. Auf die Gruppendynamik dieser seltsamen Gerichtsveranstaltung bin ich schon sehr gespannt.

  230. Schön wie sie funkeln am...
    Schön wie sie funkeln am Anzug desjenigen, der auf Kosten anderer im Pool badet. Sind sie doch eine Art Schmuck und Zeichen des Reichtums (häufig durch Hochstapelei erreichten Wohlstands) in all seinen Facetten:
    http://www.herrenschmiede.de/herrenmode/accessoires/manschettenknoepfe.html
    Und so fragen wir uns: Machen sie den Hochstapler kenntlich oder tarnen sie ihn?

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