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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Erfolgsdruck der Familien

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Man ist unschuldig, es waren die Angehörigen: Wenn schon ein ehemaliger Minister seine Taten auf die Familien schieben kann, wird es bald die Ausrede einer ganzen Generation unter Leistungsdruck sein. Allerdings gibt es durchaus Möglichkeiten, ohne Plagiat und Strebertum den Tanten zu entspörechen.

Dich hau ich zu Krenfleisch
Arthur Schnitzler, Leutnant Gust

Wenn mit der Erziehung etwas nicht perfekt lief, hatte die englische Upper Class für ihre Kinder die Kolonien. Die waren weit weg, und wenn der Nachwuchs dort über die Stränge schlug, bekam es keiner mit. Die reichen Franzosen konnten ihre Bratzen in Paris entsorgen, wo es so schlimm zuging, dass einer mehr oder weniger kaum ins Gewicht gefallen ist – übelsten Falles landete der Spross halt in einer Zeitung. Österreicher und Deutsche hatten zwar keine ordentlichen Kolonien und Sündenpfuhle, aber dafür ihre Heere, die sich über missratene Abkömmlinge sehr freuten und dafür auch Verwendung hatten. Und alle drei Formen des Loswerdens erbrachten grosse Litaratur; Evelyn Waughs Schwarzes Unheil, der Bel Ami von Maupassant und Schnitzlers Leutnant Gustl, sie alle zeigen nicht nur moralischen Verfall, sondern auch Wege aus solchen Verfehlungen jüngerer Generationen.

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Wer ein, zwei Weltbrände und Verwerfungen später die Erwartungen seiner Familie nicht erfüllt, und unter Druck Doktorarbeiten zusammenkopiert, hat es nicht mehr ganz so einfach. Mit einem Rücktritt allein ist die Sache ja noch nicht getan, man muss danach auch irgendwie weiter machen, und so ganz ohne Kolonien, Paris oder Militär, in dem man sich nochmal richtig beweisen und rehabilitieren könnte, bleibt einem eben oft nur der Wechsel ins Ausland, wo einen keiner so richtig kennt und die blöde Gschichd, wie man das bei uns nennt, nicht allzu bekannt wurde. Das jedoch bringt auch jede Menge Unannehmlichkeiten mit sich, und nachdem vermutlich nur die wenigsten wie ein gewisser Ex-Minister planen, Krisenregionen wie die USA oder London zu ihrem Lebensmittelpunkt zu machen, möchte ich lieber darüber sinnieren, wie man dem momentan vielzitierten „Erwartungsdruck der Familie“ (EdF) so entgeht, dass Familie und Betroffener gleichsam zufrieden leben können. Und was eignete sich besser als ein Feiertag dafür, an dem so mancher Familienfeste absagt, weil er keine dummen Fragen hören will?

Und die meines Erachtens entscheidende Antwort lautet: Früh übt sich nicht, was später kein Meister werden will. Natürlich gibt es geifernde Tanten und nachhakende Nachbarn, es gibt angeberische Freundinnen und überstolze Väter, deren Söhne schon im Kindergarten Englisch sprechen und mindestens noch eine weitere Fremdsprache wie Deutsch: Aber gerade weil es diese Leute gibt, gibt es auch keinen Gipfel, den man erreichen könnte. Irgendein Kind in der Bekanntschaft oder von Freunden von Freunden ist immer besser, begabter, klüger, strebsamer, braver; dort in Konkurrenz zu treten und sich hervortun zu wollen, ist vollkommen sinnlos. In Zeiten des materiellen Überflusses geht die Protzsucht der Familie in die gleiche Richtung, in der früher schon der überreiche Adel marschierte: Wer macht die besten Partien, wer hat besseren Nachwuchs zu bieten, wer garantiert bestes Erbmaterial. Früher zeigte man dafür abgeschlagene Türkenköpfe her, heute misst man den IQ, was für die Türken erfreulich, den Nachwuchs unblutig und die Familie politisch mehr als korrekt ist. Nur der säbelhackende Janitschar, der kann immer noch in Form eines von der Überbegabung nicht überzeugten Lehrers daherkommen. Prompt ist er da, der EdF. EdF ist immer da, wenn der vorgesehene Verlauf der Dinge mehr oder weniger ausbleibt. EdF soll einen zurückbringen auf die gerade Bahn nach oben, oder besser: Den parabelförmigen Aufstieg.

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Das jedoch ist immer eine Frage des Startpunktes; Wunderkinder sind da in einer reichlich ungünstigen Position, da können auch kleinste Enttäuschungen üble Folgen haben. Zumal die Missgunst Dritter stets bereit ist, auch kleine Stolperer als tiefen Fall zu interpretieren. Macht so etwas dann die Runde, muss sich der Nachwuchs extra anstrengen, um sein Versagen wieder vergessen zu machen. Mit etwas Pech wird er darüber erst komplex, dann unbemerkt neurotisch und letztendlich – wenn sich zeigt, dass das Leben nicht wie die Schule mit Lernen zu bewältigen ist – mit einem fiesen Knacks im Wesen befrachtet. Man versuche mal so einem schulischen Durchmarschierer und Liebling aller Lehrer zu erklären, warum die ersten Freundinnen nicht ganz so gehorchen wie ein chemisches Experiment – der EdF kann besser wirken und mehr in Fleisch und Blut übergehen, als es der gesamten Sache dienlich ist.

Vor nichts haben solche EdF-Züchter mehr Angst, als vor solchen Katastrophen, die den Überflieger aus der berechneten Bahn stürzen lassen; und dahinter steckt oft genug auch der Zweifel, die Unsicherheit, die ewige Angst des Bürgertums vor dem Scheitern, dass man zu viel Glück gehabt haben könnte, dass das Schicksal doch ein launisch-leichtes Mädchen und folglich unberechenbar ist. Zwar soll der EdF genau das verhindern, aber wenn es einmal doch passiert – sollte man es als Minderbegabter, als Nichtwunderkind und als NichtvonProfessorAzuProfessorBGereichter Nichtstudienstiftungs-Normaler keinesfalls versäumen, die eigene Familie auf genau solches Scheitern hinzuweisen: Die Idee nämlich, dass im überzogenen Erwarten und Leisten schon der Keim des Zerfalls wohnt, ist insgeheim gar nicht so fremd. EdF ist wie jeder unangemessener Druck immer auch ein Zeichen von Unsicherheit, Schwäche und Angst. Sagen also Eltern: Der P. Ist schon in Harvard – erwähne man: Der Q. ist schon in wieder in Station 36. Mit zunehmender Entfernung von den Eltern – Studienorte bieten sich an – kann man notfalls solche Q.s auch mannigfaltig erfinden. Es gibt immer eine Tante, die solche Geschichten vom Aufstieg und Fall gerne hört, und dabei bereitwillig die eigenen Resultate – so gut sei man nicht gewesen, aber so gescheitert dann auch nicht – gerne schluckt.

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Denn nichts kann dem EdF der eigenen Leute mehr gefallen, als die Bestätigung, genau richtig zu sein. Wenn man also nur die Unterschiede zwischen den EdFs richtig herausarbeitet – völlig krank und bescheuert bei den einen, vollkommen angemesen in seinen besseren Momenten bei den eigenen Leuten – entspricht man dem Druck, ohne ihm formal zu in Sachen Leistung zu entsprechen, man erfreut seine gehässige Natur auf das Beste und weist dezent darauf hin, was man besser nicht tun sollte. Druck ist Anstrengung und damit auch stets Verblendung: Das ist der Nasenring, an dem man ihn zu den eigenen Erfolgen und zu den düsteren Visionen hinziehen kann. Man kann ihm auf vielerlei Weisen entsprechen,ihn verteilen und dazu bringen, dass er sich in geschickt konstruierten Strukturen verkeilt – oder sich davon in Form pressen lassen.

Was aber mit PISA, Begabtenförderung und Exzellenzinitiativen vermutlich häufiger passieren wird. Der EdF meiner Jugend war es noch, reicher und besser zu leben als die Eltern, ein EdF der Gier und der Erwartung also, eine Geschichte fortzuschreiben. Der neue EdF, erfahre ich in Konzertpausen und von wartenden Cabriomüttern, ist einer der Besten der Besten, es geht gar nicht mehr ums Weiterkommen und Bestehen und Besser als der Durchschnitt sein, sondern nur noch um die Besten. Um den Einser vor dem Komma. Um die maximal 9 Semester. Um die schönste Hochzeit. Niemand hinterfragt noch gross, warum denn all diese Exzellenz in einer bürgerlichen Gesellschaft eigentlich sein muss; die Funktionseliten – man schlage nur mal eine typische Karriereseite auf – machen dem EdF da schon den passenden Druck. Denen, die da schreiben, machen die hauseigenen Werber Druck, denen machen die PR-Abteilungen Druck, die bekommen Druck von den Vorstandsassistenten, die den Druck von oben bekommen… der gute, alte EdF, der einem früher, wenn alles schief ging, einen passenden Ehepartner und einen Platz in der Kanzlei eines Freundes beschaffte, um Ruhe zu haben, ist heute nur noch das spitze Ende einer langen Lanze, an der viele mitschieben.

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Bevor man dann eine Doktorarbeit oder einen Titel erfindet, sollte man besser vielleicht doch ein paar zerbrechende Freunde erfinden und der Familie servieren, selbst wenn man dergleichen ohnehin im Umfeld hat. Solche kaputten Erfindungen sind besser geeignet, wenn man sie der allgemeinen Missgunst Frasse vorwirft, den Druck damit reduziert und die Zeit, die man gewinnt, dann dazu nutzt, die übergestressten, ausgepowerten und depressiven Freunde etwas aufzupäppeln. Was zudem meist mehr Spass macht, als feiertägliche Geschichten vom Cousin T. und seiner Karriere unter Auslassung seiner Eheprobleme, die mittelfristig teurer als jeder Gehaltssprung sein werden.

Entschuldigen Sie mich jetzt bitte, ich werde von einer wieder alleinstehenden Dame zur Abendgestaltung erwartet. Es könnte später oder früher werden.

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230 Lesermeinungen

  1. Der Mann, dem die Damen...
    Der Mann, dem die Damen vertrauen. Don(nerwetter)!

  2. eine schöne miniatur, lieber...
    eine schöne miniatur, lieber don, danke.
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    es ging schon immer darum, den eltern abzugewöhnen, sich allzu grosse hoffnungen zu machen, dass ihr kind doch noch den nobelpreis-, aber leider darf man dann keine einser oder zweier schreiben, ohne nicht den ehrgeiz der altvorderen anzustacheln und schliesslich diesen doch noch bändigen zu müssen.
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    nein, überzogene erwartungen grundsätzlich zu enttäuschen, schulkameraden, denen es schlechter geht – und so wenige sind das nicht im vergleich mit einem selbst oder mit der elterngeneration, denn das höherweiterschneller hat sich in luft aufgelöst -, anzuführen, ist gar keine so schlechte vorgehensweise.
    zumal man dann nicht falschen ambitionen und schliesslich der flasche zum opfer oder in turin einem gaul um den hals fällt, was letztendlich sehr unbequem wäre.
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    denn eines gilt: just when you thought the rat race was over along came faster rats.
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    allerdings sieht man heute auch recht deutlich, wohin die ein-bis-zwei-kind-politik führt: der ausbildungsgang vorstandsvorsitzender beginnt halt schon im internationalen kindergarten. chinesisch wird auf englisch gelehrt. spanisch auf französisch.
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    die störende permanent-wettbewerbssituation wird auch im küchenradio durchexerziert, wenn da mal nicht alles perfekt ist –
    könnte man ungestört leben.

  3. Man kann für den Don nur...
    Man kann für den Don nur hoffen, dass er wenigstens der EdDAG (Erwartungshaltung der Dame zur Abendgestaltung) gerecht wird, wenn er sich der EdF schon so revolutionär verweigert…

  4. Entschuldigen Sie mich jetzt...
    Entschuldigen Sie mich jetzt bitte, ich werde von einer wieder alleinstehenden Dame zur Abendgestaltung erwartet. Es könnte später oder früher werden.
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    Das nannte man früher „cliffhanger“. Um Zuschauer müder TV-Serien bei der Stange zu halten.
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    Und soll hier vermutlich einen zweiten Effekt erfüllen: dem Don Alphonso das ungestörte Radl-Schrauben hinterm Haus ermöglichen. Ts ts.

  5. Omnia sunt ingrata.
    Mei jo,...

    Omnia sunt ingrata.
    Mei jo, unsa Guada vom Berrg hot scho no an Ausweg. Leida bei uns do herin nimma:-(( Leichtendä Gloriän sand da Ernst Jünger un da Rosenthal. A jeda is fier sei Zeit bei dera Legion etrangere unterkemmä. Den Jünga hot sei Bappa wieda nausghoit, gö! Grad wia de Sauhundling vo Serschandän eahm zoagn woilltän wia ma sei schwaräs Packl samt da Büchsn (Gewehr) duarch de Wüstn drogn ko. Mei, könnt leicht sei, daas de bei dera Frembdnleschion an so an Mo mid dera elaboriertän Ekspieriäns (oida Afghanistankämpfa) braucha kenna in deni höchane Schtäbe, newahrr! Leicht wirrds halt net, des komma itza scho im vorraus sogn.
    I finds scho a ausgmachti Ertssauerei wias eahm olli in Rückn gfooin sand-grad sei rosakostimierrtä Schefin woas goar nimma das sie amoi an so an wearrtfoin Assistäntn on eahm varloarrn hot. Oba de Schmierfinkn vo dera Bressä losn eahm a Ruah. Aa so a Gschwerl, muaß ma scho sogn derfa!
    http://www.youtube.com/watch?v=E2rgifLrNTQ

  6. Wenn man selber nicht mehr zu...
    Wenn man selber nicht mehr zu Familieneinladungen geht, dann müssen die armen Eltern und Geschwister all die bohrenden Fragen beantworten.
    Glauben Sie, das macht denen Spaß?

  7. Ein ostfälisches Sprichwort...
    Ein ostfälisches Sprichwort lautet:
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    Ein Kind – Angstkind, twei Kind – Speelkind!
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    Das Problem der EdF-Züchter von heute ist ihre mehr als mangelhafte Generativität!

  8. Immer dieses Rattenrennen um...
    Immer dieses Rattenrennen um die besten was-auch-immer…Ich bin den Erwartungen meiner Familie auch nicht nachgekommen und habe mich schon lange in meine Mittelmäßigkeit eingewickelt wie in eine warme Decke. Damit lebt es sich auch fröhlich vor sich hin und man hat mehr Freizeit für angenehme Dinge (Radfahren z.B).

  9. Haben Sie denn einen...
    Haben Sie denn einen Leidensdruck, daß Sie nicht Ingenieur in der Metallbranche oder Anwalt oder Arzt geworden sind?
    Ist es wirklich eine Erleichterung, daß der eine oder andere aus dem Westviertel von IN, ob erfunden oder tatsächlich, dem EdF noch weniger gerecht wurde?
    Ist es nicht nur ein schwacher Trost, daß der junge Porcamadonna wenigstens keine Scheidung hinter sich hat, dafür, daß er mit Mitte 40 noch Jungeselle ist?
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    Der nachdenklich stimmende blog Beitrag zeigt, daß zumindest an der Kunstfigur der EdF Spuren hinterlassen hat.

  10. EdF = Electricite de France,...
    EdF = Electricite de France, ein hübscher Kernkraftwerksbetreiber auf der anderen Seite des Rheins. Womit wir schon wieder abgekürzt in der Eschatologie des Strahlenfeuers wären. Geschätzter Don Alphonso, ich vermute Absicht in der Wahl des Kürzels für familiäre Erwartungshaltung.
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    @ Yog Sothoth, Esq. Mein Nachwuchs ist gerade dabei zu lernen, daß Durchschnitt reicht. Die Alten wissen das schon etwas länger.

  11. Solche Eltern produzieren...
    Solche Eltern produzieren Burnoutler.
    Besonderns gefährdet sind die Erstgeborenen.
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    Trick: Spätestens in der Mittelstufe ab und zu gezielt schlechte Leistungen heimbringen. Damit ist man auch bei den Mitschülern nicht mehr ganz so unbeliebt….

  12. EdF – wenn ich die...
    EdF – wenn ich die Tigerbabies frage, werden sie sagen: ‘Natürlich Mama, Du hast immer erwartet das wir gute Noten hatten. Wenn wir mal nur eine sieben.fünf hatten, hast du gefragt, warum keine acht oder besser neun?’ Vielleicht würden sie mich auch daran erinnern, dass ich immer wieder gesagt habe: ‘Als Mädchen müsst ihr maximale Noten haben, um etwas zu erreichen. Jungens können sich es leisten herumzuhängen, Mädchen nicht.’

  13. Ingeborg,
    "Der Mann, dem die...

    Ingeborg,
    „Der Mann, dem die Damen vertrauen. Don(nerwetter)!“
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    Ach was, halb so wild.
    Das war vielleicht ein elegant formuliertes nach-diktat-verreist.
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    Muss selber noch an eleganten Lügen arbeiten, das ist mir seit gestern nach einem gewissen Vorfall bewusst. Schlage eine geistreiche Domain vor, in der interressante und unterhaltsame Vorschläge,ähm Ausreden stehen. Finde als blutiger Anfänger hier zwar einiges, aber es fehlt mir noch an Chuzpe und Übung…

  14. Ganz Großer Don Alfonso -...
    Ganz Großer Don Alfonso – Einmal mehr ziehen wir den Hut! (Und wie gern … !)
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    („Wir wollen den Herrn Jesus doch mal besser am Kreuz lassen, da wo er hingehört; zum Glück können wir das meiste am Ende dann doch noch immer überwiegend alleine regeln, unter uns und aus eigener kraft; nicht auszudenken, wenn der wirklich zu uns niederstiege, weil er müsste – und das spräche sich dann womöglich auch noch allgemein herum, bevor man es wehren könnte …“)
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    (Und unser Herr Dr. Don scheint doch wohl vor allem eines zu sein: Ein Impressionniste. Der Wunsch nach Ausdruck kommt auch bei ihm recht eigentlich immer erst an zweiter Stelle. (… und genau dort bleibt dann Meisterschaft sehr wohl gleich weiter gefordert – „Anleitungen zum Pfahlbürger“ gab und gibt es in der Tat – und auch ohne ihn – auch so schon genug))
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    („Wie werde ich Pfahlbürger“ – also wie pflocke ich mich am besten selbst an einen selbstgefällten, selbstdesignten und selbstlackierten Lebenspfahl an und bewege mich da überzeugter- u. sicherheitshalber (etc.) am besten nie wieder fort: man kann ja auch rufen bei Bedarf, wenn was vorbeikommt, Laut von sich geben dann von dort, vor lauter Glück und Bescheidenheit, … *g*)

  15. Lieber Tiger,
    "‘Als Mädchen...

    Lieber Tiger,
    „‘Als Mädchen müsst ihr maximale Noten haben, um etwas zu erreichen. Jungens können sich es leisten herumzuhängen, Mädchen nicht.’“.
    .
    Genau das ist falsch bei Mädls. Sie müssen genauso rumhängen dürfen.
    Otherwise erhält man fleißige Studierbienchen mit Supernoten, aber unfähig, sich im realen Leben durchzusetzen.
    .
    Nicht dass ich unterstelle, Ihre Babies setzten sich nicht durch.
    Doch so läuft es für den Durchschnitt, aber hallo.
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    (Ein Ex-Chef hat mir in einer schwachen Stunde gestanden, dass man es mit Frauen besonders arg treiben könne mit Druck. Während die Jungs irgendwann überhaupt nichts mehr zusätzlich leisteten, hängten sich die Mädls noch extra rein, haha, händereib‘. Und sie akzeptierten schelchtere Bezahlung dabei, ein Festessen. Das war sein Fehler. Seitdem habe ich mich seiner Druck-Diktatur entwunden und habe nur noch gemacht, was ICH für richtig hielt. Angst vor Entlassung hatte ich nicht, er entließ mich auch nicht. Ab da ging es mit mir aufwärts. Und seitdem bin ich gegen puren Fleiß und Erwartungshaltung einlösen. Das sind ganz arme Gesellen. Wozu gibt es die Pubertät, wenn man sie nicht ordentlich nutzt? Pubertät ist: Aufbegehren. Die Eltern, Lehrer und ihre Werte ordentlich in Frage stellen, das es kracht. Eine segensreiche Erfndung der Hormone.

  16. liebste Vroni, das aufbegehren...
    liebste Vroni, das aufbegehren gegen eine generation, die libertinage und selbstdenken hochhält, ist nur zu erkaufen mit kriechertum in den südpol der grünmerkelisten und küchenradioeinschalten- und glauben.
    ein stolzer preis, finde ich… dann doch lieber mami und papsi ehren, selbst wenn die nicht ehrgeizbefreit genug den nachwuchs betrachten:
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    bei uns ist es immerhin so, dass sie sich nicht wirklich beschweren können, was aus uns geworden ist, allen unkenrufen zum trotz,
    nur dass es halt nicht für flüge nach schweden gereicht hat. aber an den weisen müttern gab es dennoch anlässe, die zu einer stolzgeschwellten brust ex smoking ganz hervorragend passten, inkl. pressefoto und lobender erwähnung in unterganggeweihten presseorganen.
    .
    es war halt nicht stockholm, und es hat auch noch nicht für oslo gereicht. allein, die hoffnung stirbt zuletzt. man sei ja noch so jung.
    ähem.

  17. Die EdF-Züchter von heute...
    Die EdF-Züchter von heute haben keine Probleme mehr. Die Body Shops (Job Agencies) und die Head-Hunters kennen sich in den Beschäftigüngssektoren weltweit bestens aus. Seit Jahren schon wird rege und ständig umstrukturiert, übernommen, abgebaut und wieder aufgebaut oder ins Ausland verlegt – so your best friend is your head hunter.

  18. @Vroni – Ehrlich gesagt hat...
    @Vroni – Ehrlich gesagt hat mich Ihr Kommentar auf die Palme gebracht. Weil man maximale Leistungen bringt, ist man noch lange kein Studierbienchen. Dass Frauen sich mehr anstrengen müssen, liegt in erste Linie daran, dass sie ein paar Karrierejahre verlieren, wenn sie Kinder kriegen. Im Übrigen stammt diese Weisheit von einem Mann: ‘Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht. Wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer ein Knecht.’ Johann Wolfgang von Goethe

  19. Die Verbände, lieber Don. Die...
    Die Verbände, lieber Don. Die Verbände sind die Armee des 21. Jahrhunderts. Für einen Sohn aus gutem Hause mit mediokrem Verstand und annehmbaren Manieren wird sich da immer ein Plätzchen finden.

  20. Lieber Tiger,
    es tut mir...

    Lieber Tiger,
    es tut mir leid, dass ich Sie auf die Palme gebracht habe. Kommen Sie bitte wieder runter. (Was machen Tiger da oben)
    .
    Es gibt nach wie vor ein Gap zwischen den tollen Studierleistungen von Frauen (in Gym und Uni gleichermaßen, sie sind tatsächlich oft in den Noten besser als gleichaltrige Männer) und ihrem tatsachlichen beruflichen und finanziellen Erfolg in der Arbeitswelt.
    .
    Und dieser Gap beginnt bereits sofort nach dem Eintritt in die Berufswelt.
    .
    Da verdienen sie bereits weniger als Männer. Weil sie weniger verlangen. Und bekommen. Weil sie weniger lange warten als Männer in den gleichen Fächern, bis sie den richtigen Job vor der Nase haben, sondern ängstlich gleich die erstbeste Stelle nehmen. Dazu gibt es Studien/Erhebungen. (Ja ich weiß, gefälscht und so…)
    .
    Der Gedanke, dass lediglich die Erziehungszeiten daran schuld ist, ist nicht ganz korrekt.

  21. Holde donna laura, Sie werden...
    Holde donna laura, Sie werden doch nicht den gleichen Preis wie Henry Kissinger und Barack Obama haben wollen. Allein die Leistung, daß Sie Frieden unter Ihrem Schloßdach haben bei Ihren komplexen verzweigten familiären Angelegenheiten, kann so ein Preis gar nicht genug würdigen.
    Und wollen Sie Carl Gustav wirklich so nahe an sich herankommen lassen? Es soll zwar nur ein Händedruck einmalig erforderlich sein bei der Preisvergabe, aber was weiß ich schon.
    Lise Meitner und Rosalind Franklin als pars pro toto sind da leer ausgegangen – Sie sind also möglicherweise in prominenter Gesellschaft.

  22. "Die zauberhafte Welt der...
    „Die zauberhafte Welt der Amelie“ ging gerade im Kuechenradio zu Ende mit all dem Pariskitsch, den ich immer schon zu ignorieren versuchte, und der mich immer wieder in meiner romantischen Seele erwischt.
    Alles richtig gemacht. Fast alles. Onkel und Tanten mit 17 Jahren auf die Guilloutine geschickt, dem Elternhaus „Adieu“ gesagt, die Wuerfel mit grossen Zweifeln geworfen…
    …man weiss ja nie…
    .
    Nun lese ich diesen Beitrag. Ist das ein Leben? Ist es wichtig, JEMAND zu sein fuer den Preis der unsterblichen Seele? Fuer die Hochachtung von Leuten, die man im Tiefsten verachtet? Fuer Arbeit, die man zwar kann, aber nicht liebt, die man tut, weils Prestige bringt?
    Fuer Papi und Mami, und Tanten und Onkel, Leuten also, denen man durch eine willkuerliche Indieweltsetzung verbunden sein muss?
    Geh‘, was ein Schmarr’n!
    .
    Fuer die seelisch Verschrammten ein Hinweis: als Goethe sein Elternhaus verliess, blieb er mit Intelligenz und Genie bis zu seinem Ende immer ein Schlingel. Das Gesetzte an ihm war Pose fuer die glaeubigen Dummen. Wenn Ehrgeiz nur dazu dient, der Welt statt sich selbst etwas zu beweisen, ist Ehrgeiz idiotisch.
    .
    Leider kann ich dieses Fruehjahr nicht nach Paris. Ich muss in den Osten Deutschlands. Um seiner selbst Willen.

  23. Ein passender Lebenspartner um...
    Ein passender Lebenspartner um Ruhe zu haben, das erinnert mich an meine Oma
    die sagte ich solle heiraten und wenn es schief geht, dann bin ich wenigstens eine
    geschiedene Frau. Den Lebenspartner und die Ruhe findet man so wird ein Schuh
    draus. Aber sonst hat der EdF doch ganz gut gewirkt.

  24. Liebe Vroni, lieber Tiger...
    Liebe Vroni, lieber Tiger wurde genau das Thema nicht schonmal vor einem halben Jahr oder so ausdiskutiert? wollen wir nicht ontopic bleiben?
    Schöner Artikel Don, aber ist es nicht so, dass leute die Kunstgeschichte studieren eigentlich Wissen, dass sie nie wirklich Karriere machen werden.
    Für Menschen mit mediocrem Verstand aber dem Streben nach höherem bieten sich immer noch Studentenverbindungen an und vllt ein Stück weit Partein.
    Ansonsten findet wohl spätens zur Studienzeit auch für Hochbegabten ein Realitätscheck statt, weil es immer einen gibt der noch besser ist. Und in einigen wenigen Studiengängen kann es sein, dass man mit 40 – 50 mit Studienstiftlern sitzt. Wenn dann noch Verteilungsnoten gebildet werden, und von denen mit aller Regelmäßigkeit auch welche durchfallen oder in Mathe in die Mündliche müssen, voila.
    Andererseits, ist es auch so, dass einem eine gute Sozialisation und „people skills“ durchaus weiterhelfen. Ich habe so viele Leute gesehen, die fast brilliant sind, die aber wenn sie nicht in eine Forschungsabteilung gehen werden, nie groß rauskommen werden.
    Achso was ich fast vergessen habe und vielleicht auch einige erzürnen mag, man kann ja immer noch Lehrer werden wenn man nichts drauf hat. Viel Urlaub -> geringe Burnoutgefahr; Verbeamtung ->Globalisierungs und Outsourcing sicher. Renomme, ähnlich wie das des Dorfpfarrers, wahrscheinlich sehr inflationär in den letzten 30 Jahren. Soviel Geld und so eine gute Steuerklasse, kann man sonst fast nicht aus einem Germanistikstudium oder knapp bestandenem Physikabschluss rausholen.
    gruß Kaktus

  25. Ein Mitschüler aus früheren...
    Ein Mitschüler aus früheren Tagen, hat sich auf Autoelektronik spezialisiert. Immer schmutzige Hände, immer alte Werkstattklamotten und nie der Meister in der Werkstatt.
    Ich schätze, der hat inzwischen doppelt so viel Netto vom Brutto nach Hause geschleppt, wie gleichaltrige Doktoranden.
    Das kann Herr Doktor nur aufholen, wenn er (recht erfolgreich) bis 90 arbeitet und besagter Mitschüler mit 65 in die Altersrente geht.
    Das grössere Haus mit der 4m x 12m Garage hat sowieso der Exmitschüler.
    Ich fahre auch keinen Q7, aber er hat den halt sehr günstig geschossen, die Elektronik war einfach nicht in den Griff zu bekommen ……….

  26. Um noch auf einen anderen...
    Um noch auf einen anderen Aspekt zu kommen: Die Feldpost-Sache hat sich schon lange als harmlos geklärt, die Ermittlungen gegen die Gorch Fuck Besatzung sind eingestellt, Dr. und Ministeramt ist weg, aber der Don muß immer noch mal nachtreten. Ja, es gab welche, die besser agierten als der Gute, und die haben ihr Ziel erreicht.
    Also darf man sich doch Ziele setzen, oder immer nur die anderen ?

  27. Ist nicht eher der...
    Ist nicht eher der Erfolgsdruck der Gesellschaft (Angst vor dem Scheitern) das
    Problem ?

  28. "Filou
    13. Juni 2011,...

    „Filou
    13. Juni 2011, 23:17
    Leider kann ich dieses Fruehjahr nicht nach Paris. Ich muss in den Osten Deutschlands. Um seiner selbst Willen.“
    Klein-Paris?

  29. Wir wissen ja auch nicht,...
    Wir wissen ja auch nicht, warum die Villa d’Este am schönen Frühsommermorgen leer steht und nichtmal die Schwarzen Schafe den Weg dorthin fanden.
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    Die Goldene Regel heißt trotzdem, dass man spätestens mit 30 aufhören sollte, mehr als acht bis neun Stunden am Tag zu arbeiten.
    Bis dahin sollte man in der Position sein, Fleißarbeiten zu delegieren, bis man selber den Tag nur noch damit verbringt, zu „entscheiden“ und die Mitarbeiter zum Vortrag zu bitten.
    Und natürlich Besprechungen und Umtrünke.
    Dann kann man ruhig um sechs nach Hause gehen und abends noch mit den Kindern spielen.

  30. Mit 30 habe ich ja noch nicht...
    Mit 30 habe ich ja noch nicht mal angefangen, glaube ich.

  31. Darum ist aus Ihnen ja auch...
    Darum ist aus Ihnen ja auch nix geworden.

  32. Ich werde fraglos nie eine...
    Ich werde fraglos nie eine Biographie voll mit Protz über irgendwelche unbekannten Professoren schreiben können. Trotzdem kommt hier jeden Monat ein Abwerbeangebot rein. Nichtsnutze sind gerade en vogue, „Er war nicht intellektuell, aber angenehm“ darf auch gern auf meinem Grabstein stehen.
    .
    Beatrice P, sicher, aber was beim Opfer letztlich ankommt, wird vor allem durch die Familie transportiert (ich kann mir ehrlich gessagt nicht vorstellen, dass ein halbwegs intelligenter Mensch sich diesen Leistungstotalitarismus der Karriereseiten ernsthaft antut).

  33. Jedenfalls ist und bleibt der...
    Jedenfalls ist und bleibt der bürgerliche Produktivitätswahn die Quelle allen Übels.
    .
    „Wenn wir unsere Produktivität nicht in 5 Jahren um 50 Prozent steigern, werden unsere Kinder später alle verhungern“ — davon sind die Deutschen instinktiv überzeugt, und waren es auch schon vor Jahrzehnten: Hilfe, die Japaner machen uns platt. Entweder Weltspitze oder Kolonie, dazwischen ist nix. Darum auch der ungläubige, agressive Neid auf Minderleister-Völker wie Franzosen, Italiener, Griechen, Polen, die irgendwie gar nix für den Weltmarkt produzieren und sich als Nation trotzdem immer gegen den deutschen Expansionsdruck behauptet haben. Ist es da ein Wunder, wenn jemand an Weltverschwörungen glaubt?
    .
    Also ich würde in Sozialästhetik investieren. Einen Lebensstil entwickeln, der den „Stützen“ den Rückkehr in die Öffentlichkeit ermöglicht und so was wie vertikale Integration erzeugt. So könnte sich der neue Feudalismus die Legitimation verschaffen, die ihm bislang noch fehlt. Die neue Sozialästhetik könnte dann auch zum Exportschlager werden wie weiland Ludwigs Versailles.
    .
    Auch all diejenigen, die möchten, dass Deutschland wieder „Ansehen und Bedeutung in der Welt“ erlangt (dh. eigentlich alle) werden sich dieser Option nicht mehr lange entziehen können. Denn es gibt ja eine nationale Größe jenseits von Avacs-Einsätzen, gezielten Tötungen und ständigen Sicherheitsratsmitgliedschaften.
    .
    Denn durch die Entwicklung einer neuen feudalen Sozialästhetik könnte sich Deutschland bzw. das neue Kerneuropa eine weltweit kulturelle Hegemonie verschaffen wie das Frankreich im 17. /18. Jahrhundert. Alle müssten das nachmachen, denn der Bedarf ist ja weltweit vorhanden. Überall gibt es ihn schon, den neuen Feudalismus, der jetzt nur noch einer Legitimation bedarf, die auch auf sinnlich-ästhetischer Ebene umgesetzt werden muß.
    ..
    Der bürgerliche Leistungswahn wird dafür nicht mehr lange taugen, denn dass die jetzigen Eliten (also im engstirnigen bürgerlichen Sinne) nix leisten, ist inzwischen sogar dem dümmsten BILD-Leser klar geworden. Aber Fürstenhochzeiten findet er großartig.
    .
    Also los an die Arbeit! Wenn wir es wollen, ist es kein Traum.

  34. Böhmenfürst, dass die...
    Böhmenfürst, dass die Bundeswehrreform und die Ablösung des Gorch-Hock-Kapitäns jetzt nicht so tolle Ideen waren, hat sich mittlerweise auch herausgestellt, aber für mich ist das zuerst mal nur ein „Aufhänger“, wobei ich mir wirklich vorstellen kann, dass der Herr entsprechend von seiner Familie auf Linie gebracht wurde. Da scheint etwas auf, worüber man reden kann und sollte.
    .
    Holly01, wenn ich sehe, was hier die Mitarbeiter der grossen Fabrik verdienen, frage ich mich wirklich, warum Leute in den Journalismus wollen. Und ich meine dort nicht Management, sondern normale Facharbeiter. Andererseits muss ich auch sagen, dass mein Mitleid mit jenen, die an Unis Karriere oder was man so nennt machen, begrenzt ist – wer würde die draussen schon haben wollen? Ich würde einen Uniprofessor weder ein Rad zum Reparieren noch ein Blog zum Schreiben geben, ohne drei Bürgen, von dene zwei keinen Dr.-Titel haben dürfen. Es sei denn, sie haben sauber plagiiert.

  35. kaktus, einerseits weiss man...
    kaktus, einerseits weiss man ja ohnehin nicht, was man wird. Der Bestverdiener meiner Klasse studierte Maschinenbau und gründete statt dessen ein Entsorgungsunternehmen. Bei mir waren es Kulturgeschochtliche Fächer, und ich endete als darüber schreibender Nichtstuer. Drei Bekannte aus Studienzeiten machen PR-Agenturen. Ein angehender Arzt wurde doch erst Möbelrestaurator und dann Kunsthändler. Dafür hasst der beste Maschinenbauer der Klasse heute seinen Job bei der HR-Abteilung seiner Firma. Es gibt da einen jüdischen Witz, der sagt:
    Wie bringt man Gott zum Lachen?
    Man macht einen Plan.
    .
    Ich würde mich einfach nicht zu sehr mit dem Schicksal anlegen.
    .
    Beatrice P., bei den ganzen ausgebrannten, gescheiterten Middle Management Mid 40ies gibt es auch für kluge Frauen keine Garantie für Scheidungsboni mehr. Das Treten von Schnuffi daheim (mach endlich Karriere) mag auch dazu beitragen.

  36. Lieber kaktus,
    "... wurde...

    Lieber kaktus,
    „… wurde genau das Thema nicht schonmal vor einem halben Jahr oder so ausdiskutiert“.
    .
    Na und?
    Wir sind bier doch nicht in einer Effektivdiskutier-Zwangsmaschine.
    Welche für mich gleich nach EdF kommt :-)
    Gleich mäandriere ich auch ausgiebig noch ganz woandershin, weil ich grade den aktuellen DailyDueck gelesen habe „Die Dringllichkeitsmacher“. Bin sehr davon illuminiert.

  37. Auch ich habe mich bei...
    Auch ich habe mich bei Schnucki ja von Anfang an gefragt, inwieweit sein Habitus auf familiären Druck zurückgeht. Was im Dissertationsvorwort steht, kann ja auch Koketterie sein.
    .
    Jetzt vermute ich aber, dass die Guttenbergs einen interessanten Familienroman hätten hergeben können. Wenn wir nicht längst im postliterarischen Zeitalter leben würden, wo es niemanden mehr gibt, der so ein Buch schreiben könnte.

  38. Ich habe den Eindruck, dass...
    Ich habe den Eindruck, dass hier Karriere immer mit viel Geld verdienen und großem Ansehen gleichgesetzt wird. Für mich persönlich ist Karriere, Geld zu verdienen mit etwas das interessant ist (sonst könnte ich es auch nicht gut) und – vor allem – mich nicht zu langweilen.
    @Kaktus – soweit ich mich erinnern kann, habe ich den Spruch von Goethe noch nie zuvor zitiert – und wenn, dann halte ich mich an die Regel: was gut ist, kann man ruhig mehrmals sagen (schreiben).

  39. Lieber HansMeier555,
    Ihre...

    Lieber HansMeier555,
    Ihre Anmerkungen sind wie immer sehr klug.
    Bei zu Guttenberg hat es mich jedoch mächtig gestört, dass er öffentlich die Familie so ausschlachtet. Dieses: ‚Ich habe es getan, weil man mich dazu trieb.‘ halte ich für nur noch peinlich. So etwas sagen Leute, die nicht die Verantwortung für ihren Unfug übernehmen wollen.
    Warum nicht ein einfaches: Ja, ich habe Mist gebaut.
    .
    Ob der familiäre Erfolgsdruck bei ihm wirklich da war, werden wir nie genau erfahren. Da müsste man Mäuslein gewesen sein auf Schloss Guttenberg und unterm Kanapee die Kekskrümel knabbernd die rosa Lauscher aufstellen.
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    Bei „besseren“ Söhnen und Töchtern kann ich den Eindruck Dons nicht bestätigen. Hatteim Gegenteil immer den Eindruck, sie wären lockerer drauf als unsereins. Zumindest haben sie es sich im Gym recht gut gehen lassen. Habe nicht gesehen, dass sie verzweifelt auf Leistung aus waren und unter Druck gewesen wären. Das Stressige überließen sie lässig den ‚misera plebs‘. Sie bekamen so oder so irgendwann die Fabrik, das machte sie gelassen. Papa war so oder so im Fördererverein, das garantierte ihnen, dass die Lehrer, ob sie wollten oder nicht, sie mit durchziehen mussten. Auch wenn sie zweimal sitzengeblieben sind, egal. Unsereins hätte da schon zigmal seinen inneren Parteitag gehabt und 180 Stresspunkte von 100 möglichen.

  40. "Akademische Karriere", das...
    „Akademische Karriere“, das ist doch ein Widerspruch in sich.
    .
    Mein Vorschlag ist ja schon immer gewesen, die geisteswissenschaftlichen Fakultäten allesamt zu schließen und den verständigeren Leute von dort im Privathaushalt eine Anstellung zu verschaffen: Als Hauslehrer, Hausbibliothekar, Exkursionsleiter, PR-Berater, Impresario (Hauskonzerte), Einkaufsmanager (Antiqutitäten) und all so was.
    Natürlich wären die meisten dafür nicht recht geeignet, aber man hat sie ja auch nicht darauf vorbereitet. Es wird mindestens zwei Generationen dauern, bis sich der Kommunismus und das antifeudale Vorurteil aus deren Köpfen verflüchtigt haben wird.
    Allein es ist müßig die Misere zu beschreiben, es kömmt darauf an, sie zu beenden.

  41. "Karriere Karriere sagt man o...
    „Karriere Karriere sagt man o Gotamo..was aber soll Karriere?“
    „Karriere, ihr Mönche, macht man weil man Geld ausgeben will das man nicht hat, um Dinge zu kaufen die man nicht braucht, um damit Leuten zu imponieren die man nicht mag.“
    In diesem Sinne koch ich mir lieber noch nen Tee.

  42. "Köstlich, köstlich!" heißt...
    „Köstlich, köstlich!“ heißt es in einem Roman, in dem es um den EdF geht. Und „Köstlich, köstlich!“ sage auch ich. Das ist ein guter Start in die Woche. Auch von mir ein großes Dankeschön!

  43. @Vroni
    .
    Der Witz bei Schnucki...

    @Vroni
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    Der Witz bei Schnucki ist ja, dass ich ahnungloser Kleinbürger anfangs eher das Gegenteil vermutet habe: Dass seine Familie längst in das Zeitalter der kulturellen Verfeinerung und Distinktion eingetreten wäre und schon der Idee einer politischen Karriere skeptisch gegenüberstehen müsste.
    Spätestens beim Bekanntwerden der Plagiatsvorwürfe hätte ich erwartet, dass sie das Schwarze Schaf vor weiterem Jahrmarkt beschützen und zu sich nach Hause holen.
    Aber nein: Der Bruder und der Vater haben sich voll für ihn eingesetzt, d.h. dafür, dass er seine politische Karriere fortsetzt. An Schnuckis Geschmacklosigkeiten hatten sie überhaupt nichts auszusetzen.
    Somit verdichtete sich bei mir der Verdacht, dass sein Vater überhaupt nicht der weise geschmackssichere Kulturmensch ist, für den wir ihn gehalten haben.
    .
    Lesen Sie nur im Intneret seine (sicherlich von ihm selbst verfaßte) Charakteristik las und betrachten Sei nochmal das Tortenfoto.
    .
    Kurz und simpel: Der arme Schnucki hatte nie eine gute Erziehung.

  44. Re The Top Job at the IMF.
    Nur...

    Re The Top Job at the IMF.
    Nur Christine Lagarde (France) und Agustin Carstens
    (Mexico) kandidieren, und schon hat Carstens angeblich gesagt „My chances of winning are slim“.
    http://www.esmas.com/galeria/fotos/2006/12/200611756111165017371.jpg

  45. Hm, lieber HansMeier555,
    man...

    Hm, lieber HansMeier555,
    man sollte eben seine positiven Vorurteile über Dirigenten und edel ergraute Bildungskünstler auf den Prüfstand stellen. Doch nicht alles okeydokey bei adligen Hempels. Lerne: Kulturmenschen sind eben auch nur Menschen.
    (Bin aber ebenfalls vom Schuh gefallen, als ich Enochs Statements las.)

  46. Das Bild von Herrn Dr Carstens...
    Das Bild von Herrn Dr Carstens das ich hier soeben gepostet habe ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt.
    Also, unten noch ein paar (nicht urheberrechtlich geschützte) Bilder.
    http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=1380803&page=4

  47. "Man muss für das, was man...
    „Man muss für das, was man tut, existentiell einstehen können“, ist das Credo des Dirigenten. “
    (Aus Enochs Website)

  48. Auch nicht auszurotten und dem...
    Auch nicht auszurotten und dem EdF geschuldet: Die Verlagsbeilage zum Thema „MBA“. Die Schulabgänger von heute sind wirklich nicht zu beneiden.

  49. Existenziell einstehen?
    .
    Der...

    Existenziell einstehen?
    .
    Der Anzahl der Knutenhiebe pro sinnlos verballerter Milliarde, das könnte das Rating der Zukunft sein.

  50. Rechte an der Geburt schon...
    Rechte an der Geburt schon immer waren,
    Familie verbessert sich Stück zu Stuck,
    und je mieser die Gene der Vorfahren,
    desto höher der Erwartungsdruck.

  51. den „Leistungstotalitarismus...
    den „Leistungstotalitarismus der Karriereseiten“, lieber Don Alphonso, sehe ich zum nicht geringen teil an kameraden meiner nachkommen exemplifiziert, und aus anschauung weiss ich sicher, dass manche meiner *hüstel* hochgeschätzten kommilitoninnen und kommilitonen ganz tief im hintern des spätkapitalismus stecken und heute den ganzen tag schei$$e schreien, weil sie irgendwie immer noch nicht vorstandsassistent geworden sind.
    beziehungen helfen da ohnehin wesentlich weiter als leistung alleine, die ich als solche positiv bewerte, wenn sie aus freude resultiert.
    freunde von vätern und müttern helfen manchmal in die chefsessel von … und… .
    ein bunter reigen, und so besetzt wie früher die bischofsämter.
    .
    irgendwie werden die vorgenannten kleinen im internationalen kindergarten nicht so recht glücklich. auf bäume zu kraxeln und sich beim herunterfallen die knie aufzuschlagen, scheint irgendwie keine lehre mehr zu sein, auch wenn da einiges aus den niedrigen wissenschaften drin steckt (physik, medizin, logik etc.). aber zumindest denken sie – noch? – nicht darüber nach, da a. zu jung und b. eventuell zu beschäftigt.
    gemein wird es, wenn dann der zögling auf dritte-welt-laden oder biergarten umsattelt.
    .
    unseren versammelten erbinnen und erben wird natürlich auch so einiges an ausbildung zuteil, hinsichtlich sprachlicher fertigkeiten lässt sich dies kaum vermeiden, sonst gibt es keine echte famillenkommunikation, aber zu höchstleistungen zwingen? das geht nicht, nur verlockungen auszulegen, bleibt im bereich des möglichen.
    .
    und wer nicht den akademischen weg einschlagen mag – nun gut, wir haben noch etwas wald und ein paar wiesen und einen kleinen betrieb, für den man nicht studiert haben muss, um zu kapieren, worum es geht, man muss halt nur die richtigen leute einstellen können.
    und durch eine ausbildung bekommen wir noch den letzten gehievt, wobei noch nicht einmal dieses nötig wäre, aber wer weiss, was alles noch kommt. irgendeines sollte sich eh dieser ländereien widmen, allein, um die heritage zu erhalten.
    aber ich ahne bereits wie dies läuft: kaum macht man eine sollbruchstelle auf, schon will da niemand hinein. vermutlich wird deshalb einer aus der nachfolgegeneraion allein aus protest einen nobelpr-
    .
    lieber Schluchten-Ossi, gemach, gemach beim nobelpreis: den stellen sich vielleicht die altvorderen als ganz toll und erstrebenswert vor.
    die unmassgebliche meinung meiner parvität dazu ist: wenn diese einen haben wollen, warum kaufen sie sich dann keinen oder schnitzen ihn sich nicht selbst?
    – weiterhin gemach, gemach, ein schloss ist unsere bescheidene burg, die bestenfalls bei der fensterzahl mit versailles mithalten kann, bei weitem nicht, nur ein wenig, nun, weitläufig.
    es zieht hier, dort arbeitet es mächtig im gebälk, und man muss ordentlich schreien, um sich bemerkbar zu machen.
    zum essen läutet im übrigen eine glocke. wer dann herummatscht, darf aufwischen. und ein eis bekommen am ende alle, auch die vormals bockigen.

  52. wieder eine schoene...
    wieder eine schoene gesellschafts-miniatur. schreiben sie doch mal ein buch, das wuerde mir gefallen.

  53. lieber HansMeier555, in...
    lieber HansMeier555, in gewisser hinsicht entbehren sie des verständnisses für traditionen, leider,
    was erstens dazu führt, dass ich hier meine löckchen lachend durchschütteln muss,
    zweitens schlägt dies ihre argumentation der unglaubwürdigen seite zu:
    gerade die humanistischen fächer zur schulung der tugend sind die hochstehenden fächer.
    doch sie propagieren m.e. niedriganzusetzende, nützliche fächer als das non plus ultra.
    diese aber sind zutiefst bürgerlich, da vom nützlichkeitsgedanken geprägt. auf bader studieren und ingenieurswissenschaft, das ist etwas für den plebs.
    .
    bei den knutenhieben, lieber HansMeier555, ist doch die frage, wer sie bekommt.
    .
    ceterum hätte kleinkarli niemals ausplappern dürfen, dass ihn seine familie wie der teufel im nacken gesessen haben könnte und ihn zu schandtaten geritten haben sollte.
    was er damit gemacht hat, ist entweder saudämlich oder ein berechnender zug, nämlich, petzend den bestimmern seines geschickes in aller öffentlichkeit die hosen herunterzuziehen.
    nun raten sie mal, welches davon seine familientradition ist…

  54. Hans Meier 555
    Wie sollte...

    Hans Meier 555
    Wie sollte die Sozialaestetik die ihnen vorschwebt den genauer aussehen ?
    Vielleicht fehlt dem deutschen Produktivitaetswahn wirklich nur die richtige
    Richtung ? Statt steril-schoen … ?

  55. Nur um eines klar zu stellen,...
    Nur um eines klar zu stellen, ich habe zwar Kinderbücher für die Tigerbabys in DIN A5 Heftformat geschrieben, aber weder das Original noch Übersetzung von diesem hier stammt von mir:
    .
    „Der Tiger dämmert im Dschungel. / Der Spatz lässt das Zwitschern sein. / Scheiß auf den Teddy, ich hol überhaupt nichts. / Augen zu. Keine Zicken. Schlaf ein.“
    .
    http://www.faz.net/artikel/C30870/elternratgeber-gute-nacht-verdammt-30437975.html

  56. "Bestens Leben in besseren...
    „Bestens Leben in besseren Kreisen“, oder so.
    .
    donna laura, ich denke, die Spätfolgen der Veränderungen kann man noch gar nicht absehen. Denke aber, dass es später mal jene sind, die Rente wollen, die sich dann anschauen werden. Wer leistungsorientiert gegen seine Freunde ist, wie wird der erst sein, wenn er zwischen einer Leasingrate und einem neuen Hüftgelenk für einen alten Mann entscheiden kann? Man erzieht da Monster. Ich wasche meine Hände in Unschuld.

  57. Und wenn man dann dem...
    Und wenn man dann dem Erfolgsdruck erfolgreich entsprochen hat, darf man seinerseits einen gewissen Erwartungsdruck an die Altvorderen richten:
    dass zur Belohnung ausreichend zu erben übrig bleibt- oder besser schon vorher abgegeben wird.
    Ist ja steuerlich auch sinnvoller.

  58. lieber don, exakt, so werden...
    lieber don, exakt, so werden kleine egoisten erzogen,
    die stets immer und alles bekamen und selbst auch leisten sollten, möglichst perfekt, immer maximal: die gelungenste geburtstagsparty mit indonesisch parlierender clownin, den besten schüleraustausch mit den besten familien südafrikas, die topleistungen im 800m-lauf, gerannt in den optimalen, handgefertigten sportschuhen des grössten schuhmachermeisters für die deutsche bundesliga.
    .
    die frage ist nur, was ist das beste, und vor allem, kann es noch ein solches geben, wenn dies gefühlt achtzig prozent der sdg haben wollen und ganz enormen auch finanziellen aufwand betreiben. ist dann das gefühlt und angestrebt beste nicht wieder faktisch gesehen mittelmass?
    und wer gewinnt dann das rattenrennen?
    (bittesehr: die mit den stabilen und verlässlichen beziehungen. und die hat nicht jeder aus den sdg. punktum.)
    .
    man bekommt den eindruck, dass sich eine ganze industrie von den überzogenen hoffnungen illusionsgeschulter, gut verdienender mittdreissiger bis -vierziger ernährt, die selbst recht grundlos ganz viel angst vor absturz und verarmung haben (die selbst a. entweder absolut abstinent sind oder regelmässig im alkohol abstürzen und die b. symptome geistiger mangelernährung aufweisen), und daher ihre unmündigen kinder symbiotisch ausbeuten.
    .
    das grösste unglück dieser trainereltern sind dann zur seite ausscherende jugendliche, die ihr eigenes ding machen, den altvorderen auf koreanisch eine lange nase drehen, ein buch schreiben, herumreisen und nebenbei auf ihr erbe warten. die andere variante sind abstürzende drogenvögel.
    die nächste möglichkeit echte karrierezombies. das sind die mit den knüppelhieben von HansMeier555.
    .
    liebe/r chrisx58, vor dem vererben kommt die erbschaftssteuer, die vermögenssteuer, die mehrwertsteuer… gesetze kann man ebenso ändern wie die steuersätze variieren. sie glauben nicht, wieviele sdg-mitglieder so passiv sind, nichts zu tun – oder dann doch zuviel, aber mit ähnlichen resultaten, s. tanker, windräder, cargolifter, usa-lebensversicherungen. faites vos jeux, hehe.

  59. Schreckliche Leute. Ich weiss...
    Schreckliche Leute. Ich weiss schon, warum ich mir keine Kinder vorstellen lasse. Werde später dann auch nuir an Pensionäre – so es sie noch gibt – vermieten. Sollen die anderen doch in ihre perfekten Blocks ziehen.
    .
    chrisx58, ich wage zu behaupten, dass längere Lebenserwartung und mehr Krankheiten dem entgegen stehen – solange man nicht gerade Gerontologe wird.

  60. Lieber chrisx58
    "Und wenn man...

    Lieber chrisx58
    „Und wenn man dann dem Erfolgsdruck erfolgreich entsprochen hat, darf man seinerseits einen gewissen Erwartungsdruck an die Altvorderen richten: … “
    .
    Wenn es denn bis dahin kommt.
    Wenn sie sich nicht wg. Panikattacken, Depression oder Alkoholismus nicht schon längst selbst aus dem Verkehr gezogen haben. Sonderlich alt wird man mit diesem explosiven Gemisch aus Veranlagung und elterlichem Brainwash nicht. Sondern eher ein Fall fürs Luxus-Sanatorium.

  61. in erwartung turbulenter...
    in erwartung turbulenter ereignisse lauere ich in den kommenden jahren auf erziehungsergebnisse eines bemerkenswert ambitionierten paares im sehr deutlich erweiterten freundeskreis: dort spechten zwei ganz besonders auf ihr einziges ei. die frau mama hat kein eigenes leben mehr, sondern lebt nur noch für ihren sprössling. und der findet sie jetzt schon doof*. die familie lobt den kleinen über den klee, so intelligent sei er (* immerhin ein erster schritt). hobbys hat er keine, schliesslich ist er selbst eines, dafür muss er zum musikunterricht. hust.
    lustig wird es, wenn er sich zum bac einen neuen ferrari gönnt, sich zur ruhe setzt und wachteln züchtet.
    .
    ach, lieber don, nicht alle kinderchen sind solch verzogene und angefettete katastrophen, die schon vorwurfsvoll ‚aua‘ schreien, wenn man ihnen im zug berührungsfrei über den koffer steigt.
    .
    zumindest ein oder zwei meiner dns-träger dürften ihnen im museum einen lustigen nachmittag bereiten, nun gut, vielleicht auch nur für eine viertelstunde oder zehn minuten, oder es reicht eine flüchtige begegnung an der käsetheke.
    und wenn es der zweitälteste wäre – kein richtiges kind mehr, aber ein ausgemachter kindskopf, der hat den schalk ziemlich faustdick hinter den ohren: da steht uns noch etwas ins haus… den könnten sie mir gar nicht mehr verderben, der ist schon so.
    aber sie würden zumindest lachen, lieber don, auch vor erleichterung.

  62. @Donna Laura
    .
    Da haben Sie...

    @Donna Laura
    .
    Da haben Sie mich bildungspolitisch mißverstanden. Den Geisteswissenschaften die staatliche Alimentierung zu streichen heißt ja noch lange nicht, Mathe und Physik gut zu finden.
    .
    Es ist aber so, dass in Deutschland niemals so viele hervorragende Schriftsteller, Dichter und Komponisten lebten als vor (oder erst kurz nach) der Einführung der allgemeinen Schulpflicht.
    .
    Die heutigen geisteswissenschaftlichen Fakultäten sind m.E. überflüssige soziale Orte, in denen der längst überlebte demokratische, säkulare und sonstwie kommunistische Diskurs künstlich am Leben erhalten wird.
    .
    Aber selbst ohne diese politische Zuspitzung ist ja nicht zu übersehen, dass die Anzahl der Germanistiklehrstühle in einem umgekehrten Verhältnis zum literarischen Schaffen steht und dass wir folglich die akademische Literaturwissenschaft austrocknen müssen, um die Literatur wieder zum Leben zu erwecken.

  63. Schöne Beobachtungen, Don....
    Schöne Beobachtungen, Don. Vielleicht kann mich mal jemand der jüngeren Semester aufklären (also deutlich unter 40 :-)) – aber kann man meine private Beobachtung verallgemeinern, der Erfolgsdruck auf Kinder habe zugenommen? Ja, es gab auch in meiner Kindheit die Ermahnungen, was zu lernen, damit später „was“ aus einem wird. Aber sie hielten sich in erträglichen Grenzen und letztlich wurde auch von besorgten Eltern der (häufig vorübergehende oder auf ein Feld begrenzte) Misserfolg ihrer Sprösslinge mit einem Achselzucken hingenommen. Nach meiner Beobachtung dagegen wachsen Kinder heute bereits mit 12 Jahren mit der Befürchtung auf, in der Gosse zu landen, wenn sie nicht lauter Zweier nach hause bringen. Ist das allgemein so – oder neige ich (Misstrauen gegen jüngere Eltern wegen Übermutterung) zu selektivem Sehen? Mit der Bitte um Erleuchtung,
    Thorsten Haupts

  64. Und das mit den...
    Und das mit den Peitschenhieben bezog sich weiss Gott nicht auf Kinder und Jugendliche, sondern war eher gedacht als ein neues Instrument zur Vertrauensbildung in einer Zeit, wo auch Rating-Agenturen unter Verdacht stehen.
    .
    „Dieser Hedgefond garantiert ihnen… Sollte diese Papier wieder erwarten unter den Ausgabewert sinken, so erhalten die Garantiepersonen pro Prozentpunkt … Peitschenhiebe öffentlich unter notarieller Aufsicht. Somit besteht für Sie als Anleger größtmögliche Sicherheit, dass die Garantiepersonen höchste Sorgfalt walten lassen werden…“
    .
    Ich glaube, dass sich die Finanzmärkte allmählich auf die chinesische Dominanz einstellen sollten, auch kulturell. Und in einer freien Gesellschaft darf sich ja jeder vertraglich zu allem verpflichten, wenn er selbst es will und der Markt es verlangt.

  65. @donna laura
    Kleinkarli ist...

    @donna laura
    Kleinkarli ist ein Punk im Herzen.

  66. Mit Vergnügen stelle ich...
    Mit Vergnügen stelle ich gerade fest, daß TuttiGutti unter dem hübschen Cognomen „Schnucki“ läuft. Frage: Ist das gemeint im Sinne von André Heller: „Schnucki ach Schnucki, fahr’n ma nach Kentucky“. Wenn ja, passen kongenial zum Thema die Verse „Du willst mich wirklich martern? Das sage ich meinem Vatern. Wenn ich ihm schreib nach Idaho, dann is er morgen wieder do“. Zum Zirkus Guttenberg aus gebührendem Abstande noch ein paar kleine Marginalien.
    1. Vor Jahresfrist, in der bekannten Titel-Story über die fabulösen G., sprang mir ein Foto in die Augen, das Vater und Sohn im heimischen Turmzimmer(?) bei einer Partie Schach zeigte. Neugierig plierte ich auf die Stellung – und donnerte wütend das Heft in die Ecke. Die Kerle posierten nur! Das Feld a1 war eindeutig weiß, b1 dunkler – das Brett somit um 90 Grad falsch rum aufgelegt. Von wegen: Regina regit colorem. Anders als etwa Fallada oder Helmut Schmidt (von denen kreuzbrave, regelanständige Partiestellungen bekannt sind) taten Vater und Sohn so, als verstünden sie etwas vom königlichen Spiel. Pfui Teufel.
    2. In der Diskussion darüber, ob KTG einen Ghostwriter beschäftigt oder doch selber gefrickelt habe, vertrat ich früh die Ansicht, man könne an den zahllosen Stilbrüchen auf über 400 Seiten unschwer erkennen, daß es sich um eine endlose Zitatenkollage handeln müsse, die nur dem Autor selbst anzulasten sei. Daraufhin warf man mir in der Zeitung mit den 4 Buchstaben vor, ich wolle die Arbeit ganz gelesen haben (was ich tatsächlich hatte).
    3. KTG hat es in den heißen 14 Tagen geschafft, das Gesprächsklima auf allen Ebenen unerträglich aufzuheizen. Von aufgebrachten, mir fremden Guttenberg-Fans bin ich mehrfach auf offener Straße angepöbelt worden.
    4. Vier Wochen später bekam ich einen sehr freundlichen Brief eines sehr älteren Herrn Adolf (von dem ich erst durch Nachgoogeln herausbekam, daß es sich um Guttis Stiefpapi handeln müsse), der mich in eine diffizile Debatte um den ominösen § 16 der noch ominöseren Promotionsordnung hineinziehen wollte. Soviel zum verdeckten Familiensinn.
    Ach, und noch was: EdF ist ein schönes Kürzel. Bei der WissBG hieß diese Reihe „Erträge der Forschung“ – wer darin publizierte, wußte, die Diskussion um die eigtl. Kernfragen ist vorbei.

  67. @ DA: "Schreckliche Leute. Ich...
    @ DA: „Schreckliche Leute. Ich weiss schon, warum ich mir keine Kinder vorstellen lasse. Werde später dann auch nuir an Pensionäre – so es sie noch gibt – vermieten. Sollen die anderen doch in ihre perfekten Blocks ziehen.“
    *
    Sorry Don, so etwas zu veröffentlichen, ist asozial. Wenn Du mit Deinem brennden Käfer an einem Baum klebst und der miet-abgewiesene Rettungssanitäter denkt: „Schrecklicher Hausvermieter. Ich weiß schon, warum solche Angeber verunglücken. Werde nur noch Kinder und Arme retten, sollen die Reichen doch ihren privaten Rettungsdienst aufziehen…“ – dann möchte ich mal Dein Gesicht sehen! Man hat als Autor auch eine gewisse gesellschaftliche Verpflichtung dem sozialen Frieden gegenüber. Wozu haben wir Dich eigentlich studieren lassen?

  68. lieber ThorHa, ja. zweier...
    lieber ThorHa, ja. zweier reichen aber nicht mehr, einser müssen es sein, mit möglichst nichts hinter dem komma. es kommt aber auf die familien an. es gibt sie noch, die normalen familien. die meisten von denen sehen sich zunehmend in die ecke gedrängt: von den bildungsfernen säuferhaushalten in die streberecke, von den turbozüchtern in die verwahrlosungsecke der ewigen verlierer.
    da ist es nicht schlecht, wenn man über ein gewisses polster und realistische einschätzungen, wie lange die vorräte reichen, verfügt, das macht manchmal gelassener.
    .
    lieber HansMeier555, das nivelliert sich alles wieder. von den chinesen lernen, heisst in jahrhunderten zu denken.
    doch solange der grosse autokonzern im langweiligen wolfsburg noch in professorenstellen der humanities investiert, muss man sich nach ihrer werten conclusio noch keine gedanken machen, demnächst in ein deutsches buch zu investieren.
    .
    die knüppeltheorie ist ganz lustig. sicher gewinnen sie damit in diesen tagen jede menge griechischer freunde.

  69. Aus der Argumentation...
    Aus der Argumentation Guttenbergs schließe ich auf therapeutisch-coachende Beratung: die Eltern haben Schuld, haben mich unter Druck gesetzt, etc… solche innere Distanzierung von den Eltern ist immer bei Auf-und Ausstiegen sinnvoll, bei Traditionsbrüchen. Guttenberg wäre mit der Lektüre von Jean d´Ormesson „Au plaisir de Dieu“ besser beraten gewesen.
    Ansonsten begegne ich des öfteren Müttern, die etwas älter als ich sind und sich immer noch für ihre Kinder aufopfern. Stets sind das intelligente und auch zielstrebige Frauen, die ihrem Kind (1-2 Stück) das ermöglicht haben was ihnen noch verwehrt war und die stark Anteil am beruflichen und sozialen Erfolg der Kinder nehmen. Daß diese Mütter für Töchter, die sich längst eine Putzfrau leisten können, die Wohnung in Ordnung halten, mag mit Kontrollwünschen und übermäßiger Identifikation zu tun haben, von Seiten der Töchter mit der Gewöhnung an totale Unterstützung und Selbstverleugnung der Mutter. In der sozial und finanziell besser abgesicherten Oberschicht sind die Beziehungen distanzierter, man kann Arbeiten bezahlen und das Eigenleben der Großeltern wird respektiert.
    Von Klienten aus Asien höre ich immer wieder, wie erstaunt sie über die bei uns selbstverständliche Undankbarkeit gegenüber Eltern sind. Nun kann man zwar sagen daß „heiße Gesellschaften“ (solche mit rascher Entwicklung und Veränderung) eben Desidentifikation mit und innere Loslösung von den Eltern voraussetzen, aber die asiatischen Gesellschaften sind ebenso „heiß“ wie die unsere, jedoch ohne gewisse Bindungen an die Eltern zu kappen.

  70. Tja, liebe Leut, der EdF hat...
    Tja, liebe Leut, der EdF hat ja noch eine andere Seite: Wieviel davon soll(te) man selber auf seine Nachkömmlinge ausüben. Was sowohl eine Frage der Intensität wie der Inhalte ist. Zuviel ist schädlich (siehe oben) zuwenig auch nicht so genial (im Selbstversuch herausgefunden: Dünnstbrettbohrer geworden). Ob mir die Kleinickes (wir sind hier nämlich zur Hälfte Ausländer, deshalb stellt sich die Frage anders) dann vorwerfen, dass wir sie nicht zum internationalen Kindergarten gekarrt haben sondern fanden, dass sie die dafür nötgie Zeit lieber mit den Puppen und in der Buddelkiste verbringen sollten? Im Ausland kann einem dann nämlich das nötige Milieu fehlen, in dem die Kleinen dann schon von den Freunden das¨Nötige mitbekommen. Rattenrennen oder doch lieber Skatspielen lernen (wie meinte die Portugisische Nachbarin zu Kleinicke 2 (mit Sand, Wasser und Schippe, beschäftigt, Zement durfte er nicht): Du wirst Maurer?) Ab wann wird Vertrauen in die Lütten Faulheit?

  71. ThorHa: Ich glaube nicht. Ich...
    ThorHa: Ich glaube nicht. Ich frage mich nämlich ob wir die einzigen sind (mal von den erblichen Sozialfällen abgesehen) die denken: eigentlich sollte doch örtliche Schule, ein bisschen Musik, etwas Sport, vielleicht Pfadfinder o.ä. ausreichen an Beschäftigung. Wer eine Fremdsprache gelernt hat, lernt auch weitere und bei Licht betrachtet sind die schulischen Anforderungen einschliesslich Mathe und Physik von jedem Normalidioten bewältigbar, solange man ihn nicht völlig kirre macht. Süsses Träumertum oder notwendige Gelassenheit?

  72. Vroni
    14. Juni 2011,...

    Vroni
    14. Juni 2011, 10:19
    „Man muss für das, was man tut, existentiell einstehen können“, ist das Credo des Dirigenten. “
    (Aus Enochs Website)
    Wie bitte!? Selbst diesen Spruch hat Karl geklaut!? Ist an dem Buben gar nichts echt?
    Aber die Sache mit dem Blaulichtabgang vom Konzertbesuch war doch feiner Hohn, gelle? Der Mann versteht es, das dumme Volk der Wähler zu verspotten!

  73. Lieber HansMeier555,
    ich...

    Lieber HansMeier555,
    ich denke, da gibt es einen Irrtum bei Ihnen über das, was Germanistik ist.
    Da lernt man nicht das Schreiben, sondern die Analyse, das Denken.
    Solche Lehrstühle austrocknen zu wollen, kann nicht Ihr Ernst sein.
    (Schon allein nicht aus Gründen der Kosten, sie sind genügsam und fretten eh schon rum.)
    .
    Warum trocknen wir beide nicht lieber gemeinsam BWL aus?

  74. yast2000, nach dem...
    yast2000, nach dem Familienmotto „Der Arzt sieht uns noch früh genug beim Totenschein“ würde ich eh sagen: Fahr weiter.
    .
    Unabhängig davon geht es mir ja nicht um normale Menschen, sondern über die Leistungszucht. Die würden eh nicht anhalten.

  75. (Ausser es läge ein Koffer...
    (Ausser es läge ein Koffer mit Schwarzgeld auf dem Beifahrersitz)

  76. Verehrter Häberle,
    das mit...

    Verehrter Häberle,
    das mit dem Blaulicht ist der sogenannte Nachschutz. Den auch ausgeschiedene Amtsträger noch eine Zeitlang haben. Finde daran ausnahmsweise mal keinen feinen Hohn.

  77. @DA: Die fünf roten Sternchen...
    @DA: Die fünf roten Sternchen für den tollen Polen-Beitrag werden aus der Lenin-Tüte von Don Alphonso hiermit wieder entnommen.

  78. lieber HansMeier555/14.18u -...
    lieber HansMeier555/14.18u – und ein politiker voll im 4r$c&.

  79. @Kampfstrampler
    Toll, daß Sie...

    @Kampfstrampler
    Toll, daß Sie das Heller Lied kennen ! Das muß dann auch gleich verarbeitet werden, ob es passt oder nicht, was ?
    Und noch eine Frage: Halten Sie wirklich alle Pressebilder für echt und spontan ?
    Was die Welt doch all für Leute trägt !

  80. @Vroni
    .
    weil wir eine...

    @Vroni
    .
    weil wir eine Gesellschaft anstreben, in welcher der demokratische Diskurs nicht mehr existiert, und BWL diesem Ziel gar nicht im Weg steht.
    .
    Die Geisteswissenschaften sind zwar billig zu finanzieren, aber das betrifft nur die direkten Kosten. Umso höher sind die Folgelasten: diese ganzen linken Spinner, die sich von niemandem richtig abhängig fühlen und auch so daherreden.
    Wir brauchen schon Künstler und Gelehrte, aber eben nicht als unkündbare Staatsbeamte, sondern als ausgehaltene Chargen am Hofe eines Magnaten.

  81. lieber Schluchten-Ossi, noch...
    lieber Schluchten-Ossi, noch ein nachtrag zu den topflappen. man kann damit ein ganz toller couturier werden, und richtig reich: http://www.thefashionpolice.net/2011/06/fashion-boobs-marc-jacobs-circle-sweater.html

  82. Sehr vereehrte Donna Laura -...
    Sehr vereehrte Donna Laura – Leider fangen Sie jetzt auch schon mit diesen SMS Kürzeln an. Ich lese Ihre Kommentare immer mit größtem Vergnügen. Deswegen, könnten Sie bitte einer alten Dame erklären für was 4r$c& steht?
    Mit freundlichen Grüssen – L.H.

  83. @d.l.
    Dz dz, solche Worte aus...

    @d.l.
    Dz dz, solche Worte aus Ihrem Mund.
    Schuschuschusch.

  84. Spätestens in Basel V wird...
    Spätestens in Basel V wird auch die physische Komponente Eingang in die Definition von „Bürgschaft“ finden, da bin ich mir ganz sicher.

  85. (Siehe auch das...
    (Siehe auch das Eingangszitat).

  86. Lieber Böhmenfürst,
    es geht...

    Lieber Böhmenfürst,
    es geht ja gar nicht um die Echtheit des Fotos (das Foto ist zweifellos echt), sondern um die Schachspieler-Attitüde.
    Jedenfalls ist auch das ein Beleg dafür, dass der Vater nicht besser ist als der Sohn.

  87. "... weil wir eine...
    „… weil wir eine Gesellschaft anstreben, in welcher der demokratische Diskurs nicht mehr existiert,“
    .
    Also ich nicht, lieber HansMeier55.
    Ich strebe zwar auch, aber nicht das an.
    .
    Da sage ich wie beim Pokern: Ich bin raus.
    Das mit den „linken Spinnern“: Sie können feiner provozieren. Nicht in Form heute?

  88. Man konnte es voraussehen,...
    Man konnte es voraussehen, spaetestens als Blondchen ins Prollfernsehen ging um missbrauchte Kinder zu missbrauchen.
    Nun sind die alle erst mal weg vom Fenster.
    .
    Was ich nun zum Thema hier und jetzt zu lesen bekomme, aehnelt doch sehr dem Aufheulen einem vom Charmprinzen verlassenen Mauerbluemchen.
    .
    Hammwerdasnoetich?

  89. @böhmenfürst: Ich fürchte,...
    @böhmenfürst: Ich fürchte, Sie haben die Heller-Pointen nicht verstanden – und auch nicht, daß den Schach-Poseuren das Spiel offenbar schnurzegal war; Hauptsache, die Performance wirkte denkerisch, bei Vater und Sohn. Da ist der Apfel offenbar nicht sehr weit vom Roß gefallen.

  90. Lieber Icke,
    "Ich frage mich...

    Lieber Icke,
    „Ich frage mich nämlich ob wir die einzigen sind (mal von den erblichen Sozialfällen abgesehen) die denken: eigentlich sollte doch örtliche Schule, ein bisschen Musik, etwas Sport, vielleicht Pfadfinder o.ä. ausreichen“.
    .
    Das habe ich still und leise auch immer als ausreichend fürs Lebensglück empfunden. Und tue es noch. Zumal ich einen Fall von Burnout in meinem Umfeld habe, der mir Sorgen macht.
    .
    ABER (groß und fett geschreiben): Den Experten nach bekommen diejenigen, die im Job weniger Handlungsspielraum haben, im Schnitt häufiger Burnout. Häufiger als Akademiker in Führungspositionen mit Handlungspielraum, das muss man mal festhalten. Also es ist eher die Servierdame gefährdet als der Abteilungsleiter. Was leider nach wie vor für das Anstreben eines gehobenen Postens spricht. Nix da mit der am Band hat es schön: Der ist stärker ein ohnmächtig Getriebener und wird stärker ausgebrannt sein als die stukkarierten und ebenfalls angefunzelten BWL-Treibäufe, die ihm überstellt sind…)

  91. @Vroni
    Wenn IHnen "linke...

    @Vroni
    Wenn IHnen „linke Spinner“ zu grob klingt, dann sagen wir eben: Weltfremde Gutmenschen im Elfenbeinturm, die unfähig sind, für irgendwas Verantwortung zu übernehmen.

  92. HansMeier555 14. Juni 2011,...
    HansMeier555 14. Juni 2011, 16:59
    Ja, wir brauchen Geisteswissenschaftler. Solange die nicht auf die bizzare Idee verfallen, sie müssten denjenigen vorschreiben, was zu tun ist, die das können, was Geisteswissenschaftler nicht können: Unternehmen :-).

  93. muss am Medienkosum liegen,...
    muss am Medienkosum liegen, meine Erklärung. Es sollte wohl auf ne Mischung aus Westerwelli und dem Baron hinauslaufen….

  94. an Ruhendem ich niemals...
    an Ruhendem ich niemals rühre
    kenn` weder Stil noch Etikette
    drum wenn ich Druck verspüre
    geh ich einfach zur Toilette…

  95. Och, ein schöner Text, Don!...
    Och, ein schöner Text, Don!

  96. @ HM555

    Sie haben es sich...
    @ HM555
    Sie haben es sich offenkundig angenehm und leicht eingerichtet, sowohl ganz allgemein in Ihrem Oberstübchen, als auch speziell – wie Sie uns hier mitzuteilen pflegen – in Ihrem Befinden über jene, welche die Ihrigen politökonomischen Auffassungen nicht zu teilen pflegen. Mehr noch, in klarer Entgegensetzung zum andersmeinenden (und darum von Ihnen als generell unfähig betrachteten) Linkspöbel sehen Sie sich selbst als Teil einer überaus glückenden Verantwortungslelite, deren Leistung höchstens von sich selbst übertroffen werden könnte.
    .
    Ich gratuliere Ihnen herzlich dazu!
    .
    (…und auch zu Ihrer aus jedem einzelnen Satze tropfenden Hochbildung!)
    .
    P.S.
    Mehr möchte ich Ihnen garnicht gesagt haben – seien Sie also ganz beruhigt, besser noch: ignorant – ich gönne es Ihnen ja

  97. Er hätte - in Grenzen - auch...
    Er hätte – in Grenzen – auch Begriffe wie Gaussche Normalverteilung, relativer Anstrengungsgrad und Durchschnittsbildung heranziehen können:
    .
    Wer mit überdurchschnittlichem IQ überdurchschnittlich viel und hart arbeitet, dem wird genommen.
    .
    Und außerdem galt doch sozusagen sowieso schon immer: „Wer nicht vom Worte her kommt, der hat keine Heimat.“ (Wie man das ständig wieder neu vergessen kann?)
    .
    (Und das braucht, so meint man, keine trivialisierenden Erklärungen: Das ist das alte Testament. Und alles, was man dazu weiß, ist richtig. Und darum heißt es dort wohl auch schon seit Jahrtausenden (Salomo), dass die jungen Männer nicht nach dem Gelde streben soll, sondern nach Kenntnissen („Weisheit“) – und Dr. Don ist in größter Natürlichkeit nichts weiter, als bestes Beispiel dafür; wir beobachten das – und zwar auch in größter Natürlichkeit (*g*) – ungefähr schon seit Beginn so.) (Und daraus einen Wettkampf zu machen – Bibel gegen Mammon sozusagen – ist und bleibt weder neu, noch erahnen wir einen anderen als den üblichen Ausgang, tsss…) (Wobei eines bleibt: wie er’s macht, das liest sich so angenehm.)

  98. icke 14. Juni 2011, 14:49
    Ich...

    icke 14. Juni 2011, 14:49
    Ich würde ja – auch als Elter – gelassen bleiben :-). Ich hatte (durch einen ziemlich chaotischen Lebenslauf) die Gelegenheit, mehr als tausend Menschen persönlich kennenzulernen. Und da findet sich dann alles – vom Wunderkind, das mit 40 aussteigt, über den fleissigen Einsersammler, der jetzt tatsächlich erfolgreicher Partner in einer bekannten Sozietät ist, bis hin zum zeitweisen Schulversager, der mit 35 auf einmal erfolgreicher Unternehmer wurde. Sprich – das Leben ist viel zu chaotisch, viel zu unplanbar, für EdF. Und viel zu schön, solange man jung ist und die Welt aussieht wie ein für einen gemachter Spielplatz :-).

  99. Dear John, so ist das mit der...
    Dear John, so ist das mit der Normalverteilung: Die einen sind zwar nicht das Salz in der Suppe, sondern die Krätze am …, die anderen sind das Salz der Erde, aber noch nicht abgebaut.

  100. @Berlin – mich haben schon...
    @Berlin – mich haben schon alle möglichen Leute gefragt ob ich hinter Frau Merkels Job her sei. Ehrlich gesagt, antworte ich dann, nein, denn ich würde mich im Berliner Kanzleramt tödlich langweilen. Das sehen Sie auch daran, dass, wenn es mein Ziel gewesen wäre, der plumpen Dame in Berlin Konkurrenz zu machen, ich schon längst nach Deutschland umgezogen wäre, denn rein rechtlich kann ich ihren Job gar nicht anstreben. (Ich lebe mittlerweile zu lange außerhalb von Deutschland und darf weder Abgeordnete für den Bundestag noch die deutschen Vertreter im europäischen Parlament wählen. Und da ich kein passives Wahlrecht mehr habe, habe ich auch kein aktives.)

  101. Don Alphonso 14. Juni 2011,...
    Don Alphonso 14. Juni 2011, 07:14
    Grins :-). Selbst Sie haben ihn schon, den Managerreflex (bei Vorhaltungen dezent aufscheinen lassen, dass man ja könnte … ).

  102. Ach wo, Hochbildung!
    Enochs...

    Ach wo, Hochbildung!
    Enochs Prinzip des „existenziellen Einstehens“ kenne ich nur aus Disneys „Lustigen Taschenbüchern“, wo sich Onkel Dagobert nach gescheiterten Unternehmungen immer dadurch schadlos hält, dass er den armen Neffen Donald verprügelt. Auch wenn der in Wirklichkeit nix dafür konnte und der Einnahmeausfall dadurch nicht geringer wurde.

  103. "D'Leid waarn ja need...
    „D’Leid waarn ja need schlechd, awa d’Menschn. “
    Grüaß Eich beianand! Mia ham itza on oana Laisdungschau fier Landwirdä deilgänommän. Des woarr scho a ächdi Gaudi gweng. Mei aus is! Unsana zichterischän Ärgäbnise hobän uns a pfundigä Goldmedailje eibrocht. Mid oana Supa-Sau hom mia da Gonguräns des Füarrchtn glernt. De Sau is schlangg, gführig, chlosdrinoarm, gäbärfreudig im Gägänsats zu unsana Nazion, gö. Indelligänd is a. De Sau ko scho rechna, s kloani Oamioans mid lings. Mia homs ausprobiat. Räferändsiälle Stoi(Stall)kübanedig. Mei Bua machd an Biologilaisdungskuars mid, gö, un do samma af an Supaspetsiallmix kemma fiars Fuada. Dänsölbigän woin ma im nextn Joahr aa in da Grundschui ausbrobierrn, wanns de Brüfunga macha duan fiars Gym. Nacha werma do aa a Laisdung-Siega im Landl mid denni oarmi Säu.
    ..
    Mei Vodda hot mia scho in jungän Joahrn an Hof iebaschriebn, schpäda is a mid da Mama ins Ausdragheisl neiganga. Mei Bruada woar Oana zvui, dea is afs Gym kemma, ear woit erscht net, do hot da Bappa eahm Oani gschmiarrt, dann woar a Ruah. Itza is a Brälad. Feit se nix.
    Da Herrgod hängd bei uns no om Marterl, gö Herr Perfekt. Wann a wieda zu uns nunnta kimmt un i siag Eahm, nocha sog i Eahna Bscheid. Weis eh woahr is un a so gschriebn schdehd. Mia san scho vo friehna hear seid vor Chrisdi-Gebuard schdrengkadholisch gweng.
    Des Marogganischä is a Schprech-Schproch, koa Schraibschproch-grad wia des Boarischä.
    Ma sogt jo nix, ma redt jo bloß.
    Guade Menschn samma bei uns do herinna scho ollaweil gweng, D’Leid reedn und d’Hund bäin. Hawädärhä!

  104. Domid dasdas grad woaßt: An...
    Domid dasdas grad woaßt: An Hof iabagem hoasst nimma lem!

  105. John Dean, ich denke HansMeier...
    John Dean, ich denke HansMeier hat im Kern der Aussage schon recht. Gut er hat seine These etwas überspitzt dargestellt, aber deshalb muss man doch nicht gleich so persönlich werden.
    Die Fakten sind nunmal :
    -es gibt immer mehr Studenten und Abiturienten (das ist auch politisch so gewollt)
    -die Zahl der Studienanfänger und Absolventen hat aber überproportional stark zugenommen in den Geisteswissenschaften
    -nirgends ist es einfacher sich auf legalem Wege akademische Weihen zu verschaffen. In keinem Fächerbereich sind die Abbruchquoten niedriger und die Durchschnittsnoten besser. Absolut gesehen. Wenn sie jetzt sagen, dass in Mathematik die Diplomnoten ähnliche Durchschnitte aufweisen, müssen sie bedenken, dass dort 70% unterwegs auf der Strecke bleiben.
    Das wirklich schlimme ist aber nichtmal das oben genannte, sondern meiner Meinung nach, dass diese Fächer zu häufig benutzt werden um irgendwie akademische Weihen zu erlangen und die Zahl der Überzeugungstäter zu gering ist. Weil man sich in keinem anderen Bereich so lange durchmoggeln kann. Höchstens noch bei den Juristen, wobei einem dort dann kein Abschluss winkt, sondern das Jähe erwachen im Staatsexamen.
    Desweiteren, finde ich es lustig wie immer gesagt wird, dass man auch solche Leute braucht, weil die ja das Denken und Analysieren in ihrem Studium lernen. Wer lernt das nicht im Studium.Und dann berichten Philosophen auch noch von der tollen Logikvorlesung ihres Studiums , die ja ach so schwer ist. Das ist Peanuts und wird ihn jedem auch nur halbwegs annähernd technischen Fach an jeder FH und Uni im ersten Semester gemacht.
    Auch ist es bitter, dass diese Leute meinen sie hätten sowas wie kulturelles Interesse und Allgemeinbildung gepachtet. Was einfach nicht stimmt. Und nur weil jemand etwas mit Technik studiert hat er noch kein gebundenes Buch außer einer Formelsammlung gesehen.
    Zu guter letzt noch eine Frage, reicht ihnen das was z.b. ein Sloterdijk zum öffentlichen Diskurs in Deutschland beiträgt. Wer tut sich denn besonders hervor? Und wenn es um wichtige Sachen geht hört man doch noch eher was von den Kirchen, oder?
    Gruß Kaktus

  106. "Frau zum Schlagen gesucht" -...
    „Frau zum Schlagen gesucht“ – Heute neu in unserer Rubrik „zukünftige Zeitungsannoncen, der Gegenwart entnommen“. Oder: wie sich political correctness und Westviertel-Leistungsdruck demnächst einmal mehr begegnen möchten … . (Hart halt, *g*)
    .
    Und außerdem ist das eh alles nichts weiter, als Psychobetrug am Geheimnisverrat … . (… consulting our build-in w.c.-profiler for a second time, and just for seconds …)
    .
    Und Arnie Rotholz-Einweg-Kirschbaum weiß: Sobald ich im Herbst die reifen Früchte trage, werde ich umgelegt. (Neue Bildungen Mutter Natur vorschlagen) (Kirschbäume, die schnell wie Bambus wachsen, logisch).
    .
    Und Shlomo Galiz-Jude blickt nach Südosten: Eulen in Athen jagen bei Nacht am Schönsten. (… words again, of course)

  107. Da wir ja, wenn man so will,...
    Da wir ja, wenn man so will, schon wieder bei der Umwertung alter Werte wären ,
    … bliebe eben evtl. noch schnell der Begriff der „bedauerlichen Zwischengeneration“ umzuwerten: Recht eigentlich – und im Lichte heutiger Erfahrung – wären das doch wohl die glücklichen Hauptentfaltungsjahrgänge nicht wahr? (Die kein Amt anstrebten, was sie nicht brauchten und mehr) (Nein, wir gehören da nicht dazu, wir sind schon steinalt, wir meinen nur so)
    .
    (Wie man nur den eigenen Kindern beibrächte, auch so was feines zu werden?)

  108. Werter Don Alphonso, Sie...
    Werter Don Alphonso, Sie werden Karpatenberlin nicht los. Selber fangen Sie mit Leutnant Gustl an, zitieren Krenfleisch, Arthur Schnitzler, der selbst ein Bader war, weiter geht´s mit Lise Meitner und Andre Heller – da kommt ihr Reichshauptslum heute gar nicht mehr mit. Und das RHS war zu Frau Meitner weitaus garstiger als zu Ihnen, womit der Bogen zum letzten Beitrag geschlossen wäre.
    Ach ja, ich bringe Gott recht häufig zum Lachen (Sie, DA 08:35 heute).
    .
    @donna laura: Arbeit a la Marc Jacobs wäre dem Sohn zu fad, siehe Der Tiger´s Kommentar. Noch hat er kein Schmerzensgeld nötig. Und scusi, daß ich den Unterschied von Burg und Schloß noch nicht so heraus habe – bei allfälligem fremden Heereinfall scheint das in den letzten gut hundert Jahren in Ihrer Familie aber auch egal gewesen zu sein.

  109. Und wahrscheinlich hat Frau...
    Und wahrscheinlich hat Frau Dr. Merkel – in Familie CDU – zur Zeit mit einen der höchsten Erfolgsdrücke, politisch-praktisch und persönlich, gemessen in Prozent Hektopascal.
    .
    Ob wohl auch da gälte, was Herr Dr. Don uns oben sagte, dass wir nämlich der Allgemeinheit besser genauer vorschlagen sollten, ab einem welchen Druck sich Einzelne oder Gruppen besser nicht stellen sollten, sondern klüger doch ins Mittelmaß auswichen?
    .
    (Dabei ist doch – und schon immer und lange, sowieso allen und alten Westviertelfamilien wie gesagt steht vor allem eines klar: Leistungsdruck ist für uns nichts. Das ist nur für Bürgerliche. Wir Aristokraten streben nicht, streben nie. Denn Streben ist nur mal „für die Nichtse“, also die Un-Adligen, „die ohne von“ – für solche gesagt – denn adlig sein hieße doch nun mal genau dies: schon durch Geburt ausgezeichnet zu sein. „Mit dem Prädikat „oben““ eben. Und wer dahin geboren ist, wird sich doch nicht gemein machen, mit solchen die streben? „Nach oben“ womöglich? Damit erst zeigte man doch bloß seine – unmögliche! – Niedertracht (den Straßenanzug fürs Büro also).)

  110. Man entschuldige - ein letzter...
    Man entschuldige – ein letzter Einwurf noch vom ganzen Rand:
    .
    Viele archivieren ihre Einwände und Einsprengsel nicht. Das machen andere, oder keiner. So wie es sich gehört eben. Schließlich sind die meisten heute alle spätestens vor 20 Jahren ungefähr bei jemandem wie Markus Lüppertz in die Schule gegangen (im wirklich sehr weit übertragenen Sinne natürlich nur), der auch schon immer von sich zu berichten wusste, er datiere seine Bilder nie, denn das würden schon die (niederen) Kunstgeschichtler irgendwann einmal machen (tatsächlich), denn das wäre nu mal deren – auch selbstgesuchte – Aufgabe, und die solle man ja auch nicht arbeitslos machen wollen und auch das eigene Werk nicht zu sehr profanisieren durch so was und Eindeutigkeit. (Wenn andere kontravers forschen können, hebt das, wie bekannt, den Wert, und suchen und neu mehr finden, genauer besser finden, als andere Froscher, etc..
    .
    Und Paolo und Kurt Felix aber haben bereits alles fix und fertig für die Forscher der Nachwelt bzgl. Ihrer einzigartigen Fernseh-TV-Karriere: Auf rostfrei und feuerfest grau gestrichenem Estrichboden im tiefen Reihenhauskeller haben sie auf ebensolchen Stahlblechregalen alle Folgen ihrer grandiosen TV-Sendungen bereits sicher aufgestellt, und auch alles (alles!) je auf ein Medium gebannte Bonusmaterial zu ihren hochlöblichen Öffentlichkeitspersonen – nebst allen Kindheitsbildern und elterlichen Fotoalben – feinsäuberlich perfekt dazuarchiviert: Da muss die Nachwelt jetzt nur noch kommen!
    .
    http://2.bp.blogspot.com/_cVMuCKlEvus/TBx4nhbZ-YI/AAAAAAAADB8/eXIBmWrlpEs/s1600/Markus_Luepertz_01.jpg

  111. Perfekt57, Sie haben...
    Perfekt57, Sie haben womöglich schon von Gedicht-Generatoren gehört.
    Ich war mal so verwegen und habe einen Gedicht-Generator für Sie gefüttert. Man gibt einen Namen vor sowie je ein Verb, Adjektiv und Substantiv. Dann legt der Automat los.
    „Ode für Perfect57
    Perfect57.
    Mein glattes Früchtchen du!
    Haus, mein wonneleerer Affe.
    Im Lenz allzeit!
    Generiert!
    Funktioniert!
    Oh einsames Glück!
    Perfect57 du.
    Zerschlagen in endloser Zeit.
    Haus zwischen Darben und Funktionieren.
    Haus ja so nass.“
    Wie finden Sie es?

  112. Vgl. auch Titanic, 33 (2011)...
    Vgl. auch Titanic, 33 (2011) Nr.5, S.47

  113. <p>Werter Don, Ihr Blog ist...
    Werter Don, Ihr Blog ist immer wieder eine Labsal eines gehetzten EdF wie mir. Ich dachte mal zu Beginn meines Berufslebens: Was machst Du, wenn du 6.000 DM im Monat hättest? Du würdest 4.000 DM verkonsumieren inkl. Wohnung und Urlaub und du könntest jeden Monat 2.000 DM auf die hohe Kante legen. Aber den deutsch-typischen Wünschen (Haus, Auto, Urlaub) war auch das steigende Einkommen nicht gewachsen. Also noch einen selbständigen Nebenjob, Frau bei den 3 Kindern. Jetzt, 20 Jahre später und 40 Kilo fetter stelle ich fest, dass das alles tv-wirksame Werbewerte sind, von denen keiner perfekt ist. Die Kids sind fast aus dem Haus und man fängt an, sich bewusster mit sich selbst auseinander zu setzen. Als MittelAlter in meiner gelebten Mittelmäßigkeit bin ich mit meiner renvoierungsbedüftgien Behausung und mir selbst zufrieden. Ich stelle mit glücklicher Genugtuung fest, dass meine Söhne ihren eigenen Lebensplan für die EdF und ihre Mittelmäßigkeit haben und wenn sie auch nichts von mir gelernet haben, doch eins beherzigen: keine Kompromisse bei den Dingen, die sie konsumieren möchten. Ich halte es ähnlich wie Sie Don, wenn auch mit anderen Voraussetzungen: Lieber länger auf ein Ziel hinarbeiten aber dann mit erreichen den vollen Genuß einsaugen, wie den letzten Zug einer guten Zigarre, als sich mit mittelmäßigen Kompromissen dauerhaft rumzuärgern.
    Aber als Autofreak habe ich es da ja auch einfacher, meinem Faible für ältere blau-weiße Blechträume kompromisslos sein zu dürfen.
    Ihr Blog entwickelt sich von „Stützen der Gesellschaft“ zu einer festen „Säule der Gesellschaft“

  114. Geistesheroenautomatismen
    ...

    Geistesheroenautomatismen
    „““###—
    Die Lorbeerkränze umsonst geflochten
    Zumal auf und in diesem Lande
    Viele am Tor um Geistesweihen pochten
    Gar bald an der Welten Rande
    Schaun gelangweilt Größre in den Topf
    Ziehn heraus sich an fasrigem Seile
    Himmelsstürmer aus des Orkuskropf
    Komm mit mir Du Sel´ger und teile.

  115. Ich wusste es schon immer: Mit...
    Ich wusste es schon immer: Mit der Gefährtin von Kurt Felix stimmt etwas nicht.
    .
    kaktus, der öffentliche Diskurs wird doch hinreichend durch ‚Killernutten‘ ….. ich weiss gar nicht, was Sie haben…

  116. @ Schluchten-Oss - i14. Juni...
    @ Schluchten-Oss – i14. Juni 2011, 22:17 – “ Werter Don Alphonso, Sie werden Karpatenberlin nicht los. Selber fangen Sie mit Leutnant Gustl an, zitieren Krenfleisch, Arthur Schnitzler, der selbst ein Bader war, weiter geht´s mit Lise Meitner und Andre Heller – da kommt ihr Reichshauptslum heute gar nicht mehr mit.“
    *
    Das Problem ist größer. Ich bewege mich auch unheimlich gern mit dem VW-Bus zwischen München, Istrien, Toscana und Genfer See, aber ich bleibe mit meiner frischen, Berliner Sozialisation dort immer ein Fremder. Manchmal tut das richtig weh. So geht es dem Don (und tausenden Zugezogenen) auch in Berlin: Wir finden unseren Bürgermeister Wowereit wirklich „geil“, obwohl die meisten gar nicht schwul sind und eigentlich organisieren wir hier ganzjährlich die Partys für die Jugend und andere Suchende Deutschlands und Europas. Wenn ich dann wieder im Allgäu bei Freunden bin, wird gegrillt, Wein getrunken, werden Reisen geplant und es wird „geplaudert“, wie der Don das völlig richtig nennt. Es sind zwei völlig verschiedene Welten: Im Süden gilt „links“ sein als doof, im Norden gilt „rechts“ sein als Abschaum. Wir in Berlin arbeiten erfolgreich mit den Kommunisten zusammen, während sich Baden-Württmeberg erstmalig eine grüne Regierung wählt. Seehofer wiederum ist so eine Art Arbeiter- und Bauernführer Bayerns. Eigentlich müsste man darüber einen Roman schreiben…

  117. Was Österreich angeht, so...
    Was Österreich angeht, so hege ich da einen „Wie schön wär mein Wien ohne Wiener“-Ansatz. Wie schön wäre Tirol mit ehrenwerten Bären, wie reizend Kärnten mit echten Bergaffen. Schnitzler ist tot, und das ist, mit Verlaub, kein Wunder.
    .

  118. twt89, willkommen auf der...
    twt89, willkommen auf der tea-party mit Silberkännchen und Käsehäppchen. Den Weihrauch bringen die Gäste mit.

  119. @ DA: "Was Österreich angeht,...
    @ DA: „Was Österreich angeht, so hege ich da einen „Wie schön wär mein Wien ohne Wiener“-Ansatz. …“
    *
    Provinzialität hat ihren Preis. Neben materieller Armut gibt es auch eine geistige, die in einem zu eng gespannten, intellektuellen Referenzrahmen besteht. Weltbürger dagegen erfinden sich ab und zu neu und haben keine Angst vor dem Scheitern…
    *
    Du bist am Zug, Don! :-)

  120. Ich habe gerade leider keine...
    Ich habe gerade leider keine Zeit für Faunastudien im Nachbarland….

  121. Das Land, in dem Hippos zum...
    Das Land, in dem Hippos zum Hype werden. Von den Alpen bis zur Adria nur auf dem Bauch kriechende Warmblütler.

  122. @ DA: "Ich habe gerade leider...
    @ DA: „Ich habe gerade leider keine Zeit für Faunastudien im Nachbarland….“
    *
    Tja, ich weiß: Die EdF. Ich bin auch immer froh über die Leute, die meine Arbeit machen…

  123. Mit einem Haus wurd einem nie...
    Mit einem Haus wurd einem nie langweilig, und irgendwo muss man auch die 273,88 Euro für die Klempnerrechnung verdienen.

  124. @ DA: "Mit einem Haus wurd...
    @ DA: „Mit einem Haus wurd einem nie langweilig, und irgendwo muss man auch die 273,88 Euro für die Klempnerrechnung verdienen. …“
    *
    ‘Die Dichtung des Menschen Seele erbaut,
    sie schmälert den Weltschmerz gelinde.’
    ‘Falsch!’, rief da der Klempner laut,
    ‘die Dichtung gehört vor’s Gewinde!’
    ‘Mag sein,’ erwiderte der Dichter,
    ‘eine Metapher, quasi Vorsehung
    für den Zwang der Gefühle Lichter,
    eingeschraubt in eine feste Drehung!’
    Und der Spengler: ‘So ein Quark!
    Das Nass doch durch die Leitung muss!
    Die Botschaft ist nur dann sehr stark,
    wenn das Wasser steht für Lebensfluss!
    Und der Fluss steht für den Lebenssaft,
    da heißt es gebären und geboren.
    Nur die Dichtung hält die mächt’ge Kraft
    und das seit der Menschheit Äonen!’
    Da hielt der Poet erschrocken inne,
    dann hüpfte er wütend im Kreis herum.
    Beim Arbeitsamt stieg er über die Zinne,
    und schulte flugs auf Klempner um.

  125. Ich fand seinerzeit, dass Arik...
    Ich fand seinerzeit, dass Arik Brauer besser als Heller den österreichischen Provinzialismus trifft, der sein Köpferl im Sand versteckt:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=hDeFYKmgePQ
    und die Jause gebießt:
    http://www.youtube.com/watch?v=ynfrJd6R1Xo&feature=related

  126. Gartenarbeit gefällt mir...
    Gartenarbeit gefällt mir sehr, Hausarbeit weniger. Was ich vermisse ist einen Hund (Basset), der vor der Kamin schläft und schnarcht.

  127. Toller Artikel. Als jemand,...
    Toller Artikel. Als jemand, der seiner sogenannten Familie jetzt konsequent seit dem Auszug aus dem Elternhaus vor 25 Jahren nicht einen einzigen Anruf wert war, und der nicht mal eine Chance hatte, da irgendwas falsch zu machen (bei wem denn auch) muss ich sagen: es ist gut, zu lesen, was man da alles so verpasst hat. Irgendwie fehlt da doch nix, und wenn, dann bilde ich mir das nur ein.

  128. @DA – 273.88 Euro für den...
    @DA – 273.88 Euro für den Klempner, da kommen Sie aber billig weg! Ich muss die Hölle auf Rädern (Mercedes mit nicht funktionierender Klimaanlage) reparieren lassen. Das kostet mich mindestens fünf mal so viel. Mein Mercedes ist jedenfalls kein Beispiel deutscher Wertarbeit, die Liste der schon geklempten Dinge ist lang………..

  129. lieber Don Alphonso/10.05 u:...
    lieber Don Alphonso/10.05 u: jetzt sind sie wirklich stilistisch genial, ganz ehrlich. prima. danke!
    .
    sehen sie, lieber HansMeier555, heute nacht muss ihrer theorie nach ein germanistiklehrstuhl abgeschafft worden sein.
    .
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    liebe Der Tiger, pardon, ich hatte keine gelegenheit früher zu antworten, die verpflichtungen, das gestrige konzert… ich verstecke mich nicht hinter meiner kleinsten, die zuweilen bei mir auf dem schoss schaukelt und ihre zarten fingerchen auf die tastatur haut, wenn ich tippe.
    mir lag es fern, sie, oder auch unseren besten HansMeier555, irgendwie zu schockieren, daher meine umschreibung, aber er hat das kryptogramm verstanden.
    also die damen-version: ich habe den podex gemeint: ein politiker im podex. jugendsprache seit jahrhunderten eben, pardon, und nicht ganz so anständig.
    .
    aber wenn sie wüssten…, dann sind sie noch froh, wenn ich diese BEHAVE-worte noch verschlüssele.
    .
    in veritas…
    .
    lieber Schluchten-Ossi, nein, wirklich kein schloss.
    es gibt da einen freund der famille, der wollte uns unbedingt ein schloss im sehr ländlichen zeigen, und er hätte es gerne gehabt, wenn wir es erworben hätten, ts, ein schloss.
    wir standen davor und ich frug vorsichtig an:
    und wo ist das schloss?
    und er präsentierte uns stolz diese recht verfallene, wenn auch nicht eben kleine hütte im hintergrund, die vielleicht ein grosses haus war, aber gar nichts prächtiges an sich hatte.
    den alm-öhi von bauern, der daneben stand und irgendetwas vor sich hin kauderwelschte und nur von seinen hühnern verstanden wurde, werde ich nie vergessen.
    sie können es sich denken.
    wir haben dieses, pff, ’schloss‘ nicht erworben.
    manchmal können auch freunde ganz schöne deppen sein. oder träumer.
    .
    ein schloss, das hat einen hübsch angelegten park, einen springbrunnen, einen ballsaal, welcher grösse das ganze auch haben mag, es ist locker und leicht, eher lang als breit, etwas zu prunkvoll und insgesamt hat es repräsentationszwecken zu dienen.
    (in der nähe von paris gibt es eine ganze menge immobilien, die dieses prädikat wirklich verdienen. meist werden sie mit mobiliar und den darin vertretenen holzwürmern veräussert, für ein im prinzip gar nicht so grosses geld. aber die erbschaftssteuer! also nein.).
    .
    unser sitz ist eben eine burg, eher hoch als lang, mit nebengebäuden, drei grösseren höfen, stallungen, riesigem aufgang, etwas hellhörig zwischen den stockwerken, was an den holzböden liegt, und mit der famillentradition entsprechenden verliesen, die nicht sehr hellhörig sind. manchmal glauben empfindliche gäste, noch die längst verhallten schreie- aber ach. da ist nichts dran.
    sie, die burg, ist sehr nützlich. hübsch, aber nicht repräsentativ.
    .
    liebe fionn (und verehrte Der Tiger, jetzt bitte mal die ohren zuhalten), ich könnte mit ähnlichem dienen: einem grossen schwarzen hund, der vor dem kamin liegt und der, wenn es besonders gemütlich ist, zur erheiterung der nachkommenschaft friedlich vor sich hin pupst.

  130. @ Fritz
    .
    Hört sich schwer...

    @ Fritz
    .
    Hört sich schwer nach Sozialneid Ihrerseits an, oder?

  131. Pfosten, was sag ich Stützen,...
    Pfosten, was sag ich Stützen, was sag ich Säulen
    Aufgerichtet, emporgereckt, tragen Architrave
    Wie für zumindest zwei, drei Ewigkeiten, fatalistisch
    Klingts aus dem Off: Mamaaa, ich bin schon ganz drobän!
    Eingemeißelt nur der Spuch: Der Bappa werds scho richtn!ttp://www.youtube.com/watch?v=hTS6-lt9UBo&feature=related

  132. Und sonst?...
    Und sonst?

  133. Na Chef, da is Ihr Klempner...
    Na Chef, da is Ihr Klempner aber billig – oder war das nur fürs Vorbeigucken?
    Vroni, TorHa, habt Dank für Eure Antworten. Nun gibt es auch das AkademikerFliessband (Arthur Andersen selig ein Begriff?) und den selbständigen Maurer. Allerdings ist der Vorteil and der feinen Schule, wenn man die denn übersteht, dass man keinen ungemässen Respekt vor deren Absolventen, Schlipsen usw verliert. Meine Andere Hälfte findet, dass Selbstvertrauen, Unabhängigkeit und Schlitzohrigkeit sehr wichtig sein.
    Und BWL Tabellenschreiber: also, wennschon dennschon: Bier mit Alkohol, Zucker mit Kalorien und Zuhälter mit Goldkettchen und Töle.

  134. Na Chef, da is Ihr Klempner...
    Na Chef, da is Ihr Klempner aber billig – oder war das nur fürs Vorbeigucken?
    Vroni, TorHa, habt Dank für Eure Antworten. Nun gibt es auch das AkademikerFliessband (Arthur Andersen selig ein Begriff?) und den selbständigen Maurer. Allerdings ist der Vorteil and der feinen Schule, wenn man die denn übersteht, dass man keinen ungemässen Respekt vor deren Absolventen, Schlipsen usw verliert. Meine Andere Hälfte findet, dass Selbstvertrauen, Unabhängigkeit und Schlitzohrigkeit sehr wichtig sein.
    Und BWL Tabellenschreiber: also, wennschon dennschon: Bier mit Alkohol, Zucker mit Kalorien und Zuhälter mit Goldkettchen und Töle.

  135. Lieber Strammer Max,
    hach,...

    Lieber Strammer Max,
    hach, Herleitungen, Synomyma:
    Wer ahnt, dass das Wort „Stützen“ im Titel programmatisch-ironisch gemeint ist, kann eigentlich nur noch auf „Pfosten“ kommen. [Und von da auf „Vollpfosten“, das ist aber dann schon ganz schön pöse und wird nicht mehr zur Gänze auf Zustimmung stoßen.]

  136. lieber Der Tiger, lieber...
    lieber Der Tiger, lieber HansMeier555, unter uns mal ganz im vertrauen:
    als ich neulich von ’schei$$e‘ schrieb, haben sie nicht aufgejault, aber gestern, als ich einen ‚4r$c&‘ über die tastatur jagte, da kam laut.
    .
    ist ‚4r$c&‘ wirklich schlimmer ’schei$$e‘?
    .
    immerhin kann ersteres m.e. etwas sehr, sehr hübsches und bezauberndes sein, ich *hüstel* denke da nur an *räusper* von *knister* und *piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiep*,
    was ich bei zweiterem i.a. eher weniger unterstellen würde, auch wenn es literarische ergüsse gibt, die sich diesem mit wonniger begeisterung widmen.
    hm, nussig*.
    .
    [man denke nur dito an die äusserst kuriose ‚wettten dasss‘-sendung im küchenradio mit den häufchen, deren provenienz ein paar arme würmer erschnüffeln wollten, immerhin haben sie nicht die konsist-. lassen wir das.
    ganz deutschland hat sich je nach persönlicher herangehensweise gewunden oder gekringelt, gerade als die affen-schei$$e aufgetischt wurde. also ehrlich…
    kann sich daran jemand erinnern? non?]
    —–
    * cineastisches zitat. quelle: http://www.youtube.com/watch?v=3NLZ8I8MC_k

  137. Lieber icke,
    "Meine Andere...

    Lieber icke,
    „Meine Andere Hälfte findet, dass Selbstvertrauen, Unabhängigkeit und Schlitzohrigkeit sehr wichtig sein.“.
    .
    Das finde ich auch.
    Rein aka-damische Intelligenz ist überschätzt. Sie macht im Extremfall sogar arm und verdrossen. Denn was nützt es mir, wenn they throw me down to their levels and – there – beat me with experience.

  138. Nepomuk@: Ooch jutt!...
    Nepomuk@: Ooch jutt! Hauptsach! Un selevs? Wie löv et?

  139. Der schönen Silvana neue...
    Der schönen Silvana neue Kleider sind auch wieder wech.
    Immer diese druckausübende Familie, die einen zum Betrug treibt, man kommt echt zu nix heutzutach.

  140. Liabs Vronerl! So weit wollen...
    Liabs Vronerl! So weit wollen wir´s doch mit der edlen Poeterey gar nie nicht treiben. Marmor, Stein & Eisen pricht aber unsere morschen Stützen nicht.
    Allein Altersweisheit und Erfahrung halten die Dämme gegen Schlimmeres ;-)
    Überhaupts: Schlitzohrigkeit, ein weites Feld für Betätigungen aller Art tut sich vor dem inneren, wachen Auge für Gelegenheiten auf, sobald dieses Wort erscheint. Netzwerker aller Regionen vereinigt Euch. Beileibe nicht zu verwechseln mit mafiösen Umtrieben.

  141. Jüppche, ja siescha datt!...
    Jüppche, ja siescha datt! (Für die Sauerländer: „Muss!“)

  142. Was hat sowohl FDP, als auch...
    Was hat sowohl FDP, als auch CDU seit dem heutigen Tag ?

  143. Vroni, hoffentlich trägt die...
    Vroni, hoffentlich trägt die einen Unterrock, sonst muss ich nun erröten… (Und glauben Sie, die Eltern besagter Dame ohne Kleidung haben Druck ausgeübt?)

  144. @DerTiger
    arik brauer kennt...

    @DerTiger
    arik brauer kennt doch fast niemand…
    bei wir sind kaiser vergleich ihn seine maijestät mal mit ernst fuchs und dessen erfolg bei der weitergabe des genpools
    http://www.youtube.com/watch?v=-HgCVuVvUug

  145. gerade beim blättern im ...;...
    gerade beim blättern im …; kommt zwar aus köln, also aus einem „vormodernen“ teil der brd, insofern als wissenschaftliches werk…aber, genug über den hort der rkk gelästert:
    Metrika
    Volume 17, Number 1, 14-23, DOI: 10.1007/BF02613808
    Zufällige oder systematische Unterschiede in den Sterbewahrscheinlichkeiten der Bevölkerung der BRD und der DDR?
    G. Heubeck

  146. @bertholdIV, klar kennt man...
    @bertholdIV, klar kennt man Arik Brauer. Mit seiner Tochter hatte ich sogar mal einen kleinen Wortwechsel. Das war vor langer, langer Zeit in En-Hod, Israel. Brauer gehoerte zu den Initiatoren dieses „Kuenstlerdorfes“. Voriges Jahr, bei dem schlimmen Brand auf dem Karmel, waere beinahe das Haus eines Freundes dort abgebrannt. Dann kam ein griechisches Loeschflugzeug-im letzten Moment. Jetzt ist EH mehr so was wie Worpswede, war es wahrscheinlich damals schon.
    .
    Da faellt mir ein, man muesste mal wieder weg. Aber nach IL? Der Zauber ist weg.

  147. Nepomuk@: Dat is äwer...
    Nepomuk@: Dat is äwer schlääch, wenn dat fiese „muss“ rejiere dät. Nimm dä Don Alphonso. Bey däm löv et ümmer leich, locker vum Hocker, dä met sisch ne schöne Dach, vaputz leckrä Plaate met Sauereie drop, vapichelt düüre Wing´sche für ze probiere, drüng sisch ne Jrappa hingerhär un schriev donoch ä bisje jet dodrüver– eynmol de Woch (!!!)(un is noch am kühmme wie schwea dat Leve is)…… but last not at least amüsät ear sisch över ons blödsinnisch Kommentare. Dodafür wiad de ooch noch ens bezaahld.
    ..
    bertholdIV@: Dat sare isch dem Kardinal Meisner, dat Ühr ons für Ultramontanisten hale dot. Sone Kulturkampfpropaganda aus der Oberpfalz? Bah, wie fies!

  148. Im Zeitalter von Ehec sehr...
    Im Zeitalter von Ehec sehr empfehlenswerte Maschinerie von Heron, Autor von „Metrika“ für störungsfreie Besuche von Kirchen (nur rkk):
    Zu Herons Erfindungen zählt auch z. B. die in seinem Werk Pneumatika („Buch der Pneumatik und Hydraulik“) beschriebene Konstruktion eines Weihwasserautomaten. Dabei lag eine Holzscheibe auf der Wasseroberfläche des Weihwassers. Sobald eine Münze eingeworfen wurde, drückte deren Gewicht das geweihte Nass durch ein Metallrohr nach oben, das vom Gläubigen in Empfang genommen werden konnte. Dieses entspricht dem Prinzip des nach ihm benannten Aeolipile.

  149. Man kann Eltern erziehen, aber...
    Man kann Eltern erziehen, aber man braucht dafür ganz viel Liebe und Geduld.

  150. @HM555, und wenn sie zu...
    @HM555, und wenn sie zu widerspenstig sind kommen sie ins Heim.

  151. zu "Erziehung der Eltern":...
    zu „Erziehung der Eltern“: eine junge deutsch-muttersprachliche Mutter hat beschlossen, ihr Baby zweisprachig aufzuziehen und redet teilweise englisch mit dem Waggerla. Ob ihre englische Sprechweise diesem besonderen Bedarf entspricht, bezweifle ich. Der Bub ist ziemlich robust und wird es überstehen, er weiss schon mit 1 Jahr seine Bedürfnisse (körpersprachlich, stimmlich) zu formulieren und durchzusetzen.
    Beim ersten Kind sind die Eltern ja auch nur Lehrlinge, beim zweiten kommen sie der Meisterschaft näher und beim dritten machen sie alles ganz entspannt mit der linken Hand. Das Problem mit den Edf könnte in der geringen Zahl der Kinder liegen, auf die sich die überschüssige Aufmerksamkeit der Eltern richtet.

  152. Vorgestern hat der Pilot eines...
    Vorgestern hat der Pilot eines Luftschiffes seinen drei Passagieren das leben gerettet, indem er ihnen den Sprung aus dem brennenden Luftschiff ermöglichte. Dabei muß er gewußt haben, dass auf ihn der Feuertod so sicher wartete wie das Amen in der Kirche ist.
    In den ,Nachrichten des Radios (BR und DLF) und des ZDF wurde nur die Tatsache berichtet (Pilot tot, 3 Passagiere leben). Weder die Geretteten gedachten des heldenhaften Mannes lobend im Interview, noch irgendeiner der Nachrichtenredakteure. das lag sicher daran, dass der Agentur-nachrichtneschreiber „nur die Fakten“ berichtete.
    Bringen sie mal diese öffentlich gezeigte Herzlosigkeit mit der Neigung zusammen, bei der Planung und Erwartung in Sachen Schul- und Lebenserfolg der Kinder die Bedürfnisse und Neigungen der Kinder völlig zu negieren…
    Kein Herz, kein Respekt und keine Anerkennung der vorhandenen Leistung. Soziale und emotionale Krüppel?

  153. habe gestern eine ...
    habe gestern eine attraktive Dame namens R. in Würzburg kennen-
    gelernt, da brauche ich keinen Druck der Familie mehr, mfG.T.
    P.S.: `bin ja sowas von verliebt….

  154. @Plindos: An dem Teil fehlen...
    @Plindos: An dem Teil fehlen vermutlich zwei Prüfanschlüsse und die jährliche Sicherheitsprüfung durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen. Das hört sich stark nach DruckbehälterVO an. Kann mich aber auch irren.
    gruß fb

  155. In WÜRZBURG!! Ich war gestern...
    In WÜRZBURG!! Ich war gestern auch in Würzburg. Leider heiße ich nicht R. Ooochh… Aber viel Erfolg, Trias!

  156. V.a. kommt es darauf an, klare...
    V.a. kommt es darauf an, klare Grenzen zu setzen und dann stets konsequent zu bleiben.

  157. Der Täteranteil in den...
    Der Täteranteil in den obersten Führungsetagen habe seit 2007 deutlich zugenommen.
    .
    http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/ehrgeizige_maenner_klauen_am_meisten_1.10932986.html

  158. Alle sagen: Die Inseln! Die...
    Alle sagen: Die Inseln! Die Inseln!
    .
    Aber wären nicht Makedonien und Thrakien die würdigere Beute, vom Olymp über den Athos, mit Blick auf Byzanz?

  159. @Et Jüppche
    hat der s.e. der...

    @Et Jüppche
    hat der s.e. der kardinal mich in sein gebet mit eingeschlossen? vergelt’s g-tt.
    @filou
    griechisches löschfahrzeug….

  160. Jüppche, 19:16:...
    Jüppche, 19:16: Unterschätzen Sie die Sauerländer nicht (bin selbst kein Angehöriger dieses tückischen Bergvolkes): mit „et muss“ meinen die genau das, was Sie schreiben: Lebensgenuß, aber keine Angeberei damit (man will die Götter nicht provozieren). Etwas Klagen hebt noch die Behaglichkeit – und „muss“ wiad dodafür als Minimalform gewählt :-)

  161. Jüppche, 19:16:...
    Jüppche, 19:16: Unterschätzen Sie die Sauerländer nicht (bin selbst kein Angehöriger dieses tückischen Bergvolkes): mit „et muss“ meinen die genau das, was Sie schreiben: Lebensgenuß, aber keine Angeberei damit (man will die Götter nicht provozieren). Etwas Klagen hebt noch die Behaglichkeit – und „muss“ wiad dodafür als Minimalform gewählt :-)

  162. @bertholdIV,...
    @bertholdIV, Fluuuuuuuuuuugzeug! Wo die sich das noetige Benzin ergaunert hatten, weiss ich nicht. Ist mir auch wurscht. Sie taten damit eine gute Tat. Die braven Jungs.

  163. Ceterum censeo: Es muß...
    Ceterum censeo: Es muß unbedingt ein Heim für verwahrloste und umherirrende Eltern eingerichtet werden. Das Los dieses, von ihren Kindern lieblos behandelten und verlassenen Bevölkerungsanteils, schreit zum Himmel. Frau v. d. L. bitte behandeln Sie! Wir beantragen Minderheitenschutz in Straßburg!

  164. @filou
    sorry, überlesen....

    @filou
    sorry, überlesen. hätte mich auch jetzt gewundert. wieso rückt die feuerwehr von athen dort aus. vielelicht das löschfahrzeug der gr.-orthodoxen kirche

  165. Nepomuk@: Isch sare nur...
    Nepomuk@: Isch sare nur Plettenberg. Dann wissense Beschaid watt et met däm aufsässijen Berchvolek unger anderäm auf sich hätt. Vorsisch! Dea Link soll keiyn Reklame sin!
    http://www.youtube.com/watch?v=TljRJLuC8h4

  166. Nepomuk@: Rischtisch, dea...
    Nepomuk@: Rischtisch, dea Müntefering fällt mia do in. „Wat mutt, dat mutt! Dea is doch ooch ne Sauerländer, ooch däm aufsässije Berchvolek zujehörisch. Dea jeniessd jetz sing junges 40 Joahr jüngered Jlück.
    ..
    bertholdIV@: Die han med griech-orthod. jeweihtäm Wasse jelösch. Automatisch sin de Lück do at jetz all jetäuff woade. Braktisch janz Israel!

  167. @Et Jüppche
    sag ich ja immer,...

    @Et Jüppche
    sag ich ja immer, die rkk soll sich der orthodoxie unterwerfen. dann haben wir einen anständigen ritus. griechisch nicht latein

  168. Mit seiner Witwe hatte ich...
    Mit seiner Witwe hatte ich auch mal (mittelbar) zu tun. War’n guter Mann. Ach, die gute alte verschnarchte Bonner Republik.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=t2cNS4wZTK4

  169. HansMeier555@: Ah, sie sind...
    HansMeier555@: Ah, sie sind also ein verspäteter Nachläufer der Megale Idea-Μεγάλη ιδέα? Thalassa!Thalassa!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Griechisch-T%C3%BCrkischer_Krieg

  170. Der Euro unter 1,20 CHF.
    Das...

    Der Euro unter 1,20 CHF.
    Das die Märkte so gar keine Rücksicht nehmen auf die Schweizer Exportwirtschaft finde ich nicht nett.
    .
    Aber die Schweizer sind ja auch selber schuld. Ich an ihrer Stelle würde jetzt auf Inflationsteufel komm‘ raus Fränkli drucken und drucken und drucken und damit ganz viel Gold und Immobilien in der New Yorker, Münchener oder Schanghaier Innenstadt kaufen.
    Wenn der Franken dabei trotzdem so stark bleibt wie bisher, ist es gut. Und wenn er etwas nachgeben sollte (sagen wir mal, bis 1,40 CHF pro Euro) — tja dann wäre das ja auch nicht wirklich schlimm.
    .
    Aber: Sie machen es nicht. Sie können es nicht. Niemals! Wie gut, dass wir das wissen.

  171. Immerhin gibt uns jetzt die...
    Immerhin gibt uns jetzt die FAZ selbst ein scharfes Schwert an die Hand, wenn man so will. Hier steht (fast) alles dazu, auf die Zahlen, also nackten Tatsachen runtergebrochen:
    .
    http://www.faz.net/artikel/C31328/studie-im-durchschnitt-werden-300-000-euro-vererbt-30440812.html
    .
    Wobei der Kernsatz dort, wenn man so wollte, „So sei die Erbschaft nur in 0,2 Prozent der Fälle mehr als 250.000 Euro wert“ lautete.
    .
    …sich dieser Blog also – erneut: so gesehen – erfolgreicherweise an 99,8% der Bevölkerung wendete (und daher auch so gut angenommen wäre?).
    .
    Nun denn … .
    .
    (Immerhin gibt uns jetzt die FAZ selbst ein scharfes Schwert an die Hand oben und unten zu scheiden, denn bei 305.000 Euro Erbe verläuft schon die Grenze.)

  172. Das ist doch prima. Dann...
    Das ist doch prima. Dann dürfte der Aufwand, Erbschaften jenseits der genannten Grenze von 250.000 € drastisch zu besteuern (Tarife von 80-90% von mir aus – dafür nur max. 25% ESt), überschaubar bleiben. Warum das nicht längst passiert, fragt man sich natürlich. Erbschaftsteuerreform: ein Trauerspiel.

  173. @DA
    das hässliche gesicht der...

    @DA
    das hässliche gesicht der FAZ:
    http://www.faz.net/artikel/C30870/bertelsmann-buchclubs-die-vier-saeulen-von-guetersloh-30440531.html
    wenn man weiß, wie der bertelsmann buchklub vertrieben hat, und wie mir ein kollege mal sagte, wie er mit nicht eingeschrieben und mit rückschein kündigungen umgegangen ist. wie kann man einen solchen bericht schreiben… mir graust’s

  174. perfekt57@: Sofern die...
    perfekt57@: Sofern die Sigma-Werte richtig angesetzt wurden. Ist ja auch eine Interpretationssache…mein ich wenigstens. Ausserdem haben Schwerter sowieso meistens zweischneidige Klingen.
    ..
    Der Druck der Europäischen Kernfamilje auf die Griechen wächst-umgekehrt auch.
    ….und das Alles vor den Ferien. Mußt das denn nun wieder sein?

  175. ganz, ganz o.t.: heute ist...
    ganz, ganz o.t.: heute ist Bloom`s day.
    Die Molly, gesprochen von Edith Clever, hier:
    http://www.syberberg.de/Syberberg2/Molly_01_QT.html

  176. ja, das Erben... also, 300.000...
    ja, das Erben… also, 300.000 erscheint mir jetzt wenig, ich mein, das ist grad mal eine Dreizimmerwohnung in Schwabing… naja. Ich glaub das ja alles nicht.
    .
    Zu Bertelsmann: Was die in der New Economy mit ihrem Club verbrannt haben, war auch heftig. Ich weine dem nicht nach. Auch Hugendubel und Thalia nicht.

  177. @Filou – Gibt es eigentlich...
    @Filou – Gibt es eigentlich irgend jemanden, von dem sie nicht behaupten, mittelbar via irgendeine Frau, Bekanntschaft gemacht zu haben?

  178. Minkmar wurde 1966 in...
    Minkmar wurde 1966 in Saarbrücken geboren. Nach dem Studium, unter anderem bei Pierre Bourdieu, arbeitete der promovierte Historiker unter anderem als Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“. 2001 wechselte er zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Minkmar ist Gründungsmitglied der Deutschen Montaigne Gesellschaft.
    .
    Ich gebe ihm trotzdem eine Chance. Vielleicht hat er anderswo etwas gelernt. Jüppche, Ihre Meinung svp?

  179. Et Jüppche, ihr kölsch...
    Et Jüppche, ihr kölsch fällt immer wieder hübsch ins boarische. Haben Sie viel mit Wimmerl d. Ä. zu tun? Spielen Sie beide mit Plindos Skat?

  180. @DA
    die dürfen ja in der new...

    @DA
    die dürfen ja in der new economy verbrennen, was sie wollen. solange frau mohn den kanzler(in) der brd aussuchen kann, wird es schon nicht schlimm sein.
    aber war dieses mitgliedschaft im buchklub nicht etwas ähnliches wie kaffeefahrten mit heizdecken, ohne kaffee dafür mit ewig langer buchklubbindung.
    wie viel leid wurde über „einfache“ leute in der brd gebracht, deren bücherschrank jetzt mit solchem altpapier voll steht und die es nicht vererben können

  181. Ja....
    Ja.

  182. lieber don, eine...
    lieber don, eine lebensumstände vernebeln zuweilen eine halbwegs realistische sicht auf die lebensumstände anderer. die peer-group. ich kenne das.
    .
    dem etwas grösseren freistehenden efh mit pool und einem garten, für den der rasentrecker erfunden wurde, in ordentlicher vorortlage und den zwei auch nach dem eingetretenen erbfall immer noch nicht so sehr lachenden erben, weil sie nämlich noch arbeiten gehen müssen, um ihre altbauwohnung in der stadt abzuzahlen und in die altersvorsorge zu investieren, stehen unzählige rosafarbene schwabbelcindys gegenüber, die in kaninchenstallgrossen schimmelwohnungen das zielgruppenwerberahmenprogramm des grossen, flachen küchenradios geniessen.
    ganz zu schweigen von den normalen familien, bei denen die katastrophe herinbricht, sollte eine weitere zahnspange fällig werden, oder den etwas besseren, die das abbezahlte reh vererben, das irgendwie dumm gelegen und für handwerker geeignet ist.
    .
    schlicht: es ist die masse.

    andererseits, geschätzter gastgeber, wer weiss das schon, ob die fragestellungen die wirklich informativen zahlen ergaben und ob die zutage geförderten zahlen die analyse hergeben:
    mit solchen zahlen macht man politik.
    man kann sich doch immer schön auf die sozialreflexe seiner mitbürgerinnen und mitbürger verlassen, s. 14.22 u.
    denn der staat braucht geld.
    .
    ach wie gut, dass sich kaum jemand auf der morgendlichen s-bahn-fahrt zum arbeitsplatz ausrechnet, wieviel geld man für ein einigermassen bequemes leben (ex yacht, ex zweimal malediven, ex lamborghini, also vergleichbar mit einem zephir-prof) oder selbst für der eigenen standard benötigt, wenn man nicht den kapitalverzehr in kauf nehmen will. und dass noch zinsen erwirtschaftet werden müssen, damit das kapital nicht vom kapital selbst aufgefressen wird, s. inflation, steuer, gebühren.
    .
    irgendwie kommt mir das wort ‚toskana-fraktion‘, von der wir es neulich hatten, in den kopf:
    die sind zwar nicht die reichsten, verdienen aber auch, in der einfachen variante, ausreichend gut (diäten plus aufwandentschädigungen als abgeordneter plus solche als aufsichtsrat plus fraktionszulagen für spezielle aufgaben plus die parlamentarischen abende und die brötchenbuffets…), dass sie die wahren finanziellen grenzen des dolce vita kennen- und fürchten gelernt haben.
    allerdings bereitetet es kaum freude, dem freundlichen herrn, der einen neulich zu einer kleinen party-spritztour mit einflussreichen leuten einlud, die yacht unter dem hintern wegzufiskalisieren – oder ihm oder seinen kindern damit zu drohen, zumal er – oder seine anlagen – vielleicht ohnehin schon nicht mehr greifbar ist, mangels passendem sitz.
    denn dann erhält man auf einmal nicht mehr diese netten, kleinen, egopampernden einladungen mit aufmerksamkeiten für die gattin/den gatten und leider auch nicht mehr die insider-informationen, die einem helfen, gewisse anträge zu formulieren und ganz bestimmte dinge draussen zu lassen. nicht gewusst? ach so…
    .
    liebe muscat, jetzt treibt sie aber nicht wirklich die sorge um den kontostand des bundesfinanzministers um.

  183. Erweiterte...
    Erweiterte Antwort.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=k7uPpGXb2Po

  184. Der Tiger@: Nun aber!...
    Der Tiger@: Nun aber! Irgendwie muß doch Jeder/Jede, der/die in dies´m imaginären Club der hatscherten Stützen hier mitmischen möchte, die hohe Kunst des Namedroppings auf die eine oder andre Art beherrschen.

  185. pardon, liebe runde,
    doch...

    pardon, liebe runde,
    doch noch ein kleiner nachtrag zur ‚$ch€i$$€‘- und ‚4r$c&‘-diskussion von gestern:
    wenn sie demnächst versehentlich die nummer 1-800-EAT-SHIT wählen,
    dürfte wohl geliefert werden: http://www.youtube.com/watch?v=u1N6QfuIh0g (fefe sei dank für das kleinodium).
    .
    also war es doch richtig, dass man sich mehr über ‚4r$c&‘ aufregte. ich ziehe hiermit meinen beitrag einsichtig zurück.

  186. Zum Wechsel im Feuilleton: Ich...
    Zum Wechsel im Feuilleton: Ich bin hier im Blog eher mein eigener Chef und wäre ich es nicht, würde ich es nicht machen. Insofern tangieren mich solche Wechsel erst mal nicht weiter in meiner Tätigkeit. Aber ich lese die Texte von Minkmar gerne.

  187. Jo mei, da Leitnant Gustl! Dea...
    Jo mei, da Leitnant Gustl! Dea oarmi Hund. Wo mia scho amoi beim Arthuro Schnitzler okemma sand, bal in a jedn Famili gibts scho Stickl do kennt eims grausn okemma. Gölt? De dungglän Saitän vo dera Menschheid, nedwoahr. Wo ain Drang is muaß auch ainä Erfillung hear!
    http://www.youtube.com/watch?v=THNzuF33tZo
    ..
    donna laura@: Do hots a moi in deni letztn hochdramatischn Joahr a Bankerl in Düsseldorf gebn, do sand aan de Draissg vo deni bolidischn Figuan (Manderl un Waiberl)hochovitsiell im Aufsichstrat gsessn, ham vo nix goar nie nichd kaine Ahnung nichd ghabt oba a offnäs Handerl homs scho ghabt. Ois de Krisis (Lehmann brother im Anzuge woar, hams schnell no a Poar Mill. Juros iebawiesen) kemma is, homs sich olli weggaduckt.
    (diäten plus aufwandentschädigungen als abgeordneter plus solche als aufsichtsrat plus fraktionszulagen für spezielle aufgaben plus die parlamentarischen abende und die brötchenbuffets…),

  188. Stefan von Zollern-Alb@:...
    Stefan von Zollern-Alb@: Wieso?

  189. Aber ich lese die Texte von...
    Aber ich lese die Texte von Minkmar gerne.
    .
    Das ist wundervoll böse formuliert. (Wenn auch wohl unabsichtlich.)
    .
    Mir war der Mann bisher unbekannt. Im Netz wird er als Verehrer des Islam bejubelt („der Islam ist eine Bereicherung, ist Frieden und hat mit der islamischen Gewalt nichts zu tun usw.“). So eindimensional sollte ein kluger Kopf nicht sein. Aber der geflohene Herr Bahners war nicht eben klüger.
    .
    Wie bekommt man gute Leute in die guten Positionen?

  190. Eine Anmerkung noch:

    Das...
    Eine Anmerkung noch:
    Das Abschieben in die Kolonien brachte noch eines:
    Die Jungen konnten sehen, dass es sich auch mit einer „entspannteren“ Arbeitsethik gut leben lässt. Eine Einstellung die sie mit ins Ursprungsland brachten wenn die Zeit in den Kolonien abgelaufen war.

  191. Ooooch, @plindos, Sie haben's...
    Ooooch, @plindos, Sie haben’s nicht ganz verstanden und leider kann ich es hier nicht genauer auslegen, aber mit „Dropping“ liegen Sie nicht ganz falsch.
    .
    So, das war das.
    .
    Das andere: Die angeberisch genannten Begegnungen haben tatsaechlich stattgefunden. Datum, Ort und Anlass koennten genannt werden. Tu‘ ich aber nicht, liegen weit zurueck und sind mir auch nur deshalb in Erinnerung geblieben, weil zumindest in einem Fall stolzierender, aus mentaler Enge kommender Geist auf die heitere Nonchalance aller Beteiligten traf-das waren nicht Wenige. Der andere Fall gehoert in den Bereich der lustigen Nebensaechlichkeiten; des viel zu kalten Bieres, der stinkenden Cigarillos, der zu lauten Stimme an einem viel zu feuchtheissen Abend oberhalb der Festungsruine Atlit. Ich erinner mich gerne daran.
    .
    Sehnse, das ist der Unterschied: der Eine trieb sich in der Welt herum und der Andere drechselte im Hobbykeller Stuhlbeine.

  192. Plindos 16:30, das sagt mein...
    Plindos 16:30, das sagt mein Freund P. aus dem Kanzleramt auch immer. Und wenn ich mit Fürst Albert Tennis spiele, dropt der mir Namen, da staunen Sie nur! (Dagegen war Karl Theodor lange nicht mit mir und unserm Spezl Seehofer auf Pirsch, wo er mit dem Gequassel darüber, wen er alles kennt, die Tiere verscheuchte, ist auch was wert.)

  193. donna laura, bedauere, da...
    donna laura, bedauere, da liegen Sie ganz falsch, nix Reflexe oder Sozialneid; mich treibt lediglich ein einfacheres und gerechteres Steuersystem um. Und ich argumentiere da im Zweifel gern auch gegen den eigenen Berufsstand, der dann freilich etwas weniger zu tun resp. zu verdienen hätte.
    .
    Minkmar: Don, dito.

  194. @Plindos – Á propros...
    @Plindos – Á propros Namedropping, jetzt bin total baff. Ich wusste nämlich nicht, dass es einen schwedischen Film mit meinem echten, reichlich seltenen Vornamen gibt: Lisbeth – ‘in zerrissener Jeans und Lederjacke, die Haare dunkel gefärbt’. Früher bin ich oft als Pipi an Fastnacht losgezogen, ein kostenlosen Kostüm für eine Rothaarigen mit leicht frechem Charakter. Heute bin ich grau, trage gepflegte Kleidung, die ich den besseren Geschäften von Den Haag kaufe, und käme nie auf die Idee meine Haare dunkel zu färben. ‚Lisbeth sei eine erwachsene Pippi im Schweden der Gegenwart.’….. naja.

  195. Mit Eichborn ist auch die...
    Mit Eichborn ist auch die Andere Bibliothek am Ende. Ein schwarzer Tag für Buchfreunde.
    .
    Nö. die Andere Bibliothek in ihrer Aufmachung wie die Bertelsmann-Buchclubschwarten der 60er (Schnörkel, Goldfettdruck, Kitsch) war immer völlig überflüssig. Im Grunde müsste man Enzensberger wegen jeden Baums, der für diesen Müll sterben musste, verklagen.

  196. @plindos
    hatschert ist ein...

    @plindos
    hatschert ist ein schönes wort. wie heisst das im dialekt der stadt der tausend jungfrauen am rhein?

  197. @Nepomuk
    Bahners ist weg....

    @Nepomuk
    Bahners ist weg. darauf einen schokopudding. und dabei hat er noch letzte (?) so ein schönes interview im falter gegeben. der falter, so geht’s dahin

  198. aber sicher, liebe muscat. das...
    aber sicher, liebe muscat. das erzählen sie mal ihrer oma.
    .
    geschätzter gastgeber, wollten sie nicht doch zur allgemeinen erheiterung dieser werten runde meinen kommentar von heute gegen 17.00 u veröffentlichen? zu derb? och, bittebitte!

  199. Man koennte glatt vom Glauben...
    Man koennte glatt vom Glauben abfallen:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=ayHzg8oMvV0

  200. Plindos, ne kölsche Jong sagt...
    Plindos, ne kölsche Jong sagt selten „Dodafür wiad…“ Nur als Exempel (Nepomuk hatte das schon hübsch übernommen), da geht einiges vom Rhein an die Isar (oder die Wertach), aber warum nicht? Jüppche und Wimmerl sind erste Klasse, wenn Sie mit denen noch nie Skat spielten, fangen Sie nur bald an.

  201. bertholdIV: Einen halben...
    bertholdIV: Einen halben Schokopudding. Man solls mit der Ehrung nicht übertreiben.
    .
    Außerdem ist der Mann in < drei Monaten zurück. In einem Land, das Opfer islamischer Gewalt wurde, kommen Ergebenheitsadressen an die Friedensreligion nicht wirklich gut. Irgendwer wird ihm das mit Nine eleven sehr bald sehr eindrücklich erklären. . Meine Wette an die Kommentatoren: Bahners wird bei seiner Rückkehr bittere Beiträge über die Unbelehrbarkeit der Amerikaner schreiben.

  202. bertholdIV: hatschert ist...
    bertholdIV: hatschert ist österreichisch für „schwerfällig, hinkend, schwächelnd“. Hatscherte Stützen sind also „untaugliche Stützen“.
    .
    In Köln gibts davon reichlich, vor allem in U-Bahn-Baustellen. Da können dann schon einmal Archivalien von Weltrang zerstört werden. Wat fott es es fott grinst der Kölner, und der Klüngel wirkt strafvereitelnd…

  203. bertholdIV: ergänzend noch...
    bertholdIV: ergänzend noch vielen Dank für den Hinweis auf „den Falter“. Man lernt nie aus. Das Interview habe ich gefunden. Es ist aber harmlos. Bahners spielt dort sogar mit dem Gedanken, ob es wirklich zwingend ist, den Islam aus der sonst üblichen Religionskritik herauszunehmen. Er zeigt sich sogar nicht mehr ganz so gewiß, dass er dieses Tabu auf lange Zeit begründungsfrei, nur durch Einschüchterung und Herabwürdigung Andersdenkender wird aufrechterhalten können.
    .
    Aber seien wir nicht zu optimistisch. Viertel Schokopudding?

  204. Filou@: Filou plus cher, vous...
    Filou@: Filou plus cher, vous devriez tous se sentent pas touchés. Rien ne me serait également.
    ..
    bertholdIV@: Nicht wahr? Auf Nachfrage bei meiner Teuersten die dafür kompetent ist, eine mehr substantivische Translation:“ ..de hätt ä Hüpp am Been“ oder „dat (ärme) Hinkefößche“. Ist unbefriedigend, ich weiß, der Bajuware ist da in der Beziehung viel unverfrorener.
    Das mit den Tausend Jungfrouwen ist ein Topos der englischen Ursprungs sein soll, so einigen ungeprüften Quellen zufolge.
    Ausserdem sollen es um die Hl. Ursula herum 11.000 J. gewesen sein. Das ist eine Zahl, die dem köllschen Wesen eher entspräche. (Der Rheinländer an sich hat von nichts Ahnung, kann aber Alles erklären.)
    Wo soll es denn auch sowas je gegeben haben, zumal in der Zeit von Attila….?
    Im Wappen der Stadt Köln stehen die 11 Hermelinfellchen symbolisch für deren Zahl.

  205. Entschuldigung, ich habe den...
    Entschuldigung, ich habe den einen besagten Kommentar von donna laura übersehen.

  206. Leider komme ich erst jetzt...
    Leider komme ich erst jetzt zum Kommentieren, meine lila SQL-Datenbank brauchte dringend Zuwendung und Pflege.
    Der EdF wird ergänzt durch den EdK – den „Erwartungsdruck der Kinder“ gegen sich selbst.
    Wenn selbige nämlich nicht einer gutsituierten Familie im Westviertel entstammen, aber mit den Sprößlingen dieser Kreise gemeinsam das Gymnasium durchlaufen. Die dortige Abgrenzung (oder Ausgrenzung) im Lebensstil führt dann oft zu einem selbst erzeugten Erwartungsdruck, um später einmal auf vergleichbaren Anwesen ähnlichen Wohlstand genießen zu können.
    Nur wird diesen Aufsteigerkindern leider nicht vermittelt, dass Aufstieg immer auch mit Machtausübung verbunden ist – dem Willen zur Macht, zur Manipulation des Mitmenschen usw.. Das ist nicht nur in der Politik so, auch in der Wirtschaft und im Wissenschaftsbetrieb. An der Spitze der Pavianhügels lebt es sich kommod und entspannt, Stress haben dagegen die Kletterer an den Hängen.
    Derlei Erkenntnisse können leicht durch Beobachtung in der eigenen Familie gewonnen werden, wenn diese denn schon im Westend residiert und die erwachsenen Familienmitglieder diese Techniken anwenden, nach innen wie auch nach außen. Gute Noten helfen da nur bedingt weiter.

  207. Der Tiger@: Tröstens Eahna...
    Der Tiger@: Tröstens Eahna Gnädigste, früahna woar i aa a scheens Mannbuild gweng. Gestan noch, moan i. Itza hatsch i umanand, zwegn meim Podagra, dass God erbarrm, grod das mei Oidi moant: Schwing di, du oidi Schloftablettn du windige, ziag net a so a greislige Letschn wiar a zwigatzta Aff!

  208. Wie dem auch sei, die...
    Wie dem auch sei, die Regensburger Ursprungsfassung von B. XVI. hatte ja die Sache auf den springenden Punkt gebracht.

  209. Stefan von Zollern-Alb@:...
    Stefan von Zollern-Alb@: Schade, ich hab nie Skatspielen gelernt. Nur Quartett oder so.

  210. @DA – Sorry, meine...
    @DA – Sorry, meine Konfigurationskontrolle ist nicht sonderlich gut. Ich weiß nicht, ob ich diesen Kommentar schon abgeliefert habe oder nicht.
    @Nepomuk – was hat Enzensberger mit dem Eichborn Verlag zu tun? Ich dachte der verlegt bei Suhrkamp. Oder ist Suhrkamp jetzt auch schwach auf der Brust?
    @B4 – Ich bin kein Fan von Schokopudding, aber ich nehme Schoko purr stattdessen. Auf unser aller Wohl!!!! denn jetzt kann dieser Bahner nicht mehr versuchen, unseren Gastgeber abzuschaffen:
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/03/24/die-hohe-kunst-des-aufhoerens.aspx

  211. lieber don, herzlichen...
    lieber don, herzlichen dank!
    .
    lieber Plindos, ein hermelinfellchen für 1000 jungfrauen… die kölner müssen wahrhaft optimistisch sein.
    sind noch welche bis rosenmontag übrig, oder waren diese von vornherein männlichen geschlechts wie in der antike, mit dem unterschied, dass es keiner gemerkt hat?

  212. der Eine trieb sich in der...
    der Eine trieb sich in der Welt herum und der Andere drechselte im Hobbykeller Stuhlbeine.
    filou, was für ein poetisches Bild! Erlauben Sie mir, es gelegentlich anzubringen? Natürlich mit Quellenangabe (Johannes Joachim Filou, poeta laureatus).

  213. Have I missed the bus - ist es...
    Have I missed the bus – ist es schon zu spät, beim Namendropping mitzumachen?

  214. An dieser Stelle ist schwere...
    An dieser Stelle ist schwere Klage zu führen.
    Ich zitiere den Leiter des Kölner Dachverbandes „Kölsche Frönd op de scheel Sick“:
    „Nimm dä Don Alphonso. Dä…drüng sisch ne Jrappa hingerhär un schriev donoch ä bisje jet dodrüver– eynmol de Woch (!!!)(un is noch am kühmme wie schwea dat Leve is)“
    Blogeinträge sind keine Kölner Schinken und werden durch Abhängen nicht aromatischer. Man tische auf, die Gäste knurren.

  215. Mal off topic (hier...
    Mal off topic (hier verbreitet): Der mutmaßliche Straftäter Guttenberg hat angekündigt, sich den gegen ihn anhängigen Klagen durch Flucht entziehen zu wollen (bevorzugt in die USA). Geht das? Hieße er nicht Guttenberg, wäre ihm das Hasenpanier wohl verwehrt?
    .
    Falls hier Juristen/-innen kommentieren, bitte ich um fachliche AAufklärung.

  216. Plindos, es waren 11.000. Sie...
    Plindos, es waren 11.000. Sie können selbst nachzählen: in der Knöchelschekammer von St. Ursula sind die Gebeine der Jungfrauen ordnungsgemäß eingetopft.

  217. @Chaine anglaise, 16.06.11 ...
    @Chaine anglaise, 16.06.11 h 01:35
    leider späte Antwort meinerseits, aber vielen Dank und ich freue mich
    über lhre moralische Unterstützung. herzliche Grüße, T.

  218. ENDLICH gibt mal jemand...
    ENDLICH gibt mal jemand Auskunft zur einzig interessanten Frage an der Geschichte, dem diplomatischen Immunschwächekrankheit.
    .
    http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/iwf_strauss-kahn_verhaftung_diplomatenstatus_1.10950672.html
    .
    Merke: Fahre nie ohne guten Impfschutz in die Tropen!

  219. @Stefan von Zollern-Alb
    .
    Bin...

    @Stefan von Zollern-Alb
    .
    Bin kein jurist, aber trotzdem:
    .
    Der Fall ist juristisch zu banal, als dass von „Flucht“ die Rede sein könnte.
    Eine Haftstrafe droht ihm sowieso nicht, und von „Verdunkelungsgefahr“ kann auch keine Rede sein.
    Es gibt keinen Grund warum Schnucki sich die ganze Zeit in D-land aufhalten sollte.
    .
    In den USA bleiben die meisten Dissertationen unveröffentlicht, was manchmal aber sehr schade ist. Vielleicht können wir Schnucki eine Wunschliste von Titeln mitgeben und ihn bitten, die mal für uns abzukopieren.

  220. So sicher wie Ihre Burg, werte...
    So sicher wie Ihre Burg, werte donna laura. (Meine Oma findet Steuerrecht übrigens stinkelangweilig.)

  221. @DA sorry, muss jetzt nochmal...
    @DA sorry, muss jetzt nochmal sein. ehec ist doch eigentlich eine hygienefrage, aber wenn wie bei hart aber fair propaganda für das qs system (…sehr scharfe prüfqualität ;o)) gemacht wird und die FAZ…, etwas gegenpropaganda
    Bioland informiert
    Diese Kunden – Information wurde gemeinsam von
    den Verbänden der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft erstellt.
    Bioland ist Gründungsmitglied des BÖLW.
    Aktuelle Information zu EHEC
    Bewährte Düngepraxis des Öko-Landbaus fördert nachhaltig Bodenfruchtbarkeit
    Die EHEC-Krankheitswelle begann nach Informationen des Robert-Koch-Institutes Ende
    April/Anfang Mai in Norddeutschland. Die Quelle für die tragisch und sehr aggressiv verlaufenden EHEC-Infektionen ist bisher nicht bekannt. In diesem Zusammenhang werden auch Fragen zu Praktiken des ökologischen Landbaus mit dem Schwerpunkt Düngung gestellt.
    Nach wie vor ist unklar, ob und wie die EHEC-Belastung auf Keimen und/oder dem entsprechenden Saatgut entstanden ist. Derzeit liegt sogar die Vermutung nahe, dass Entstehung und Ausbreitung des Erregers nicht in direktem Zusammenhang zu Landwirtschaft oder Gartenbau stehen.
    Die hier zusammengetragenen Fakten zum Thema Düngung und Öko-Landbau dienen einer fundierten Hintergrund-Information:
    Öko-Landbau vermindert das EHEC-Aufkommen
    – Es ist wissenschaftlich belegt, dass EHEC kein spezifisches Bio-Landbau-Problem darstellt. Bei der größten bisher bekannten EHEC-Quelle, dem Mist von Kühen, schneidet der Öko-Landbau im Vergleich zur konventionellen Tierhaltung sogar deutlich besser ab.
    Eine amerikanische Studie belegt, dass die EHEC-Belastung bei Kühen, die mit hohen
    Anteilen an energiereichem Kraftfutter gefüttert werden, um das 300-fache größer ist als bei artgerechter raufutter-betonter Fütterung mit Heu und Gras, wie sie auf Bio-Betrieben üblich ist. Intensive Tierhaltung führt zudem zu vermehrtem Antibiotikaeinsatz und Resistenzbildung sowie zu einer insgesamt höheren Keimbelastung. Der ermittelte EHECErregertyp 0104:H4 weist eine achtfache Antibiotikaresistenz auf, was bedeutet, dass er in seinem Leben mit mindestens diesen acht Antibiotika in Berührung gekommen sein muss. Im ökologischen Landbau werden Mist und Gülle als natürliche Ressourcen getreu dem Kreislauf-Prinzip als sorgsam aufbereitete, wertvolle Düngemittel eingesetzt.
    Mikroorganismen beleben den Boden
    – Schon seit 2004 arbeiten Wissenschaftler im Rahmen eines EU-Projektes an potentiellen Qualitätsbeeinträchtigungen im Gemüsebau und in der Tierhaltung. Auch ein transnationales Forschungsprojekt hat die Frage der Risiken von Krankheitserregern in Gülle und Mist bzw. im Bio-Gemüse in den letzten drei Jahren untersucht. Dabei wurden Empfehlungen ausgearbeitet, die die gute fachliche Praxis der Bio-Gemüseerzeuger stärken. Die biologische Landwirtschaft baut auf eine seit Jahrhunderten bewährte Düngerpraxis auf, die neben der Rückführung der Pflanzennährstoffe Stickstoff, Phosphor, Kalium auch den Diese Kunden – Information wurde gemeinsam von den Verbänden der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft erstellt.
    Bioland ist Gründungsmitglied des BÖLW.
    nachhaltigen Aufbau der Bodenfruchtbarkeit bewirkt. Diese Praxis zeigt sich gerade vor
    dem Hintergrund schwindender Phosphorreserven als besonders zukunftsfähig.
    Außerdem stabilisieren Mikroorganismen den Boden. Ein Boden, der nicht mit leichtlöslichen Stickstoff-Düngern und chemisch-synthetischen Pestiziden belastet wird, ist intensiv belebt – und das ist gut so: In einer Handvoll Boden leben ganz ursprünglich und natürlich mehr Organismen als Menschen auf der Erde. Die Bakterien und Pilze dominieren massenmäßig, obwohl nur ein Bruchteil dieser mikrobiellen Vielfalt bisher überhaupt bekannt ist. Dieser Mikrokosmos stabilisiert die Bodenstruktur, baut Fremdstoffe ab, setzt organisches Material um, liefert dadurch Pflanzennährstoffe nach und trägt wesentlich zur Bildung von Humus bei. Noch intensiver belebt sind Stallmist, Kompost und Gülle, da das reichliche Nährstoffangebot mikrobielles Wachstum stimuliert. Mit der Ausbringung dieser
    Hofdünger werden die darin gebundenen Nährstoffe auf die landwirtschaftlichen Flächen übertragen und das Wachstum bodenbürtiger Mikroorganismen angeregt. Zahlreiche Langzeitversuche belegen diese positiven Wirkungen der organischen Düngung – und zwar in allen Regionen der Welt.
    – Mögliche Risiken bei der Verwendung organischer Dünger werden durch Wärmeprozesse wie bei der Mistrotte und Kompostierung minimiert. Bodenbearbeitung und Pflanzenwurzeln sorgen außerdem für gut durchlüftete landwirtschaftliche Böden, die nachweislich kein bevorzugtes Milieu für kritische Bakterien darstellen. Eine niederländische Studie gibt Hinweise darauf, dass E. Coli-Erreger in Böden mit gutem Humusanteil weniger gute Überlebenschancen
    haben. Gerade solche Bodeneigenschaften werden durch die regelmäßige
    Ausbringung von organischen Düngern wie Stall- bzw. Festmist und Kompost erreicht.
    Es gibt keine Alternative zur Kreislaufwirtschaft
    – Bio-Gärtnerinnen und -Gärtner arbeiten ihre Dünger in den Boden ein und bringen sie
    nicht auf die Pflanzen aus. Die so genannte Kopfdüngung auf bestehende Gemüsekulturen ist unüblich, konventionell wie ökologisch. Festmist und Kompost werden vor der Saat bzw. Pflanzung ausgebracht und eingearbeitet. Von einer Anwendung nach der Saat oder Pflanzung wird dringend abgeraten.
    – Ideal ist die Kompostierung von Mist. Auch die Qualität des Wassers zum Bewässern der Flächen haben die ökologischen Erzeuger im Blick. Und last but not least haben sie sicherzustellen, dass keine tierische Fäkalien aus benachbarten Feldern in die Gemüseparzellen ablaufen können.
    – Vor allem bei den verbandsgebundenen Öko-Gemüsebetrieben ist eine Gesamtbetriebsumstellung vorgeschrieben. Es gilt ein Verbot des Einsatzes von konventioneller Gülle, Jauche, Geflügelmist und Guano.
    – Hygiene wird auch in der Verarbeitung von Bio-Lebensmitteln groß geschrieben. Der Öko- Landbau verwendet dafür organische Säuren, kein Chlordioxid. So werden bei der Entkeimung des Saatgutes sowie im Waschwasser für Lebensmittel (v.a. Gemüse) nur für Bio zugelassene Desinfektionsmittel und -techniken verwendet, etwa organische Säuren wie Ascorbinsäure (E 300), Zitronensäure (E330) und Zitronensaftkonzentrat.
    Diese Kunden – Information wurde gemeinsam
    von den Verbänden der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft erstellt.
    Bioland ist Gründungsmitglied des BÖLW.
    In der Verarbeitung von konventionellen Lebensmitteln wird hauptsächlich Chlordioxid
    eingesetzt. Die unterschiedlichen Wirksamkeiten wurden wissenschaftlich untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass die für die Verarbeitung von biologischen Lebensmitteln zugelassenen organischen Säuren die Wirksamkeit zeigen, die Lebensmittelsicherheit garantiert.
    Ein hygienisch besonders wirksamer, unbedenklicher und viel klimafreundlicherer
    Stoff als das Chlordioxid ist Ozon, das auch in der Aufbereitung ökologischer Gemüse
    eingesetzt werden kann.
    Wissenschaftlicher Kenntnisstand ist, dass keine erhöhte Belastung von Bio-Lebensmitteln mit humanpathogenen Keimen besteht. Der gesamte Produktionsprozess mit Tierhaltung, Hofdüngermanagement, Bodenmanagement, Anbau/Kulturführung, Weiterverarbeitung, Verpackung
    und Vertrieb sorgt für wertvolle Lebensmittel bei gleichzeitiger höchstmöglicher
    Schonung der Umwelt. Vor dem Hintergrund schwindender Nährstoffvorräte, wachsender Weltbevölkerung, Ernährungssicherheit und Klimawandel gibt es keine Alternative zur Rückführung von pflanzlichen und tierischen Reststoffen auf Flächen, die direkt oder indirekt zur Lebensmittelerzeugung vorgesehen sind.
    Wer mehr wissen will: http://www.fibl.org
    Stand: 15.06.2011
    Bioland e.V., Kaiserstr. 18, 55116 Mainz,
    Tel. 06131 / 239790, Fax 06131 / 2397927, info@bioland.de, http://www.bioland.de

  222. @Nepomuk
    das interview war...

    @Nepomuk
    das interview war nicht spannend, da haben sie recht. aber dass der falter solche leute lobt und als kämpfer für das gute, edle darstellt…
    dann sollte das gute allein kämpfen

  223. bertholdIV, 9:41: Danke für...
    bertholdIV, 9:41: Danke für den lakonischen Dreizeiler. Ihre Gelassenheit ist bewundernswert.
    .
    So, nun mal sehen, was der neue Eintrag des Herrn bietet.

  224. Heißer Kinotipp für alle,...
    Heißer Kinotipp für alle, die „Und täglich grüßt das Murmeltier“ und Hitchcock-Filme mochten: „Souce Code“ – inszeniert vom Sohn David Bowies. Läuft gerade im Kino…

  225. <p>Eltern wollen oft, dass der...
    Eltern wollen oft, dass der Durchschnitt groesser als das Maximum ist.

  226. Danke, dass es noch...
    Danke, dass es noch Intellektuelle gibt.

  227. Wie sagte doch Goethe:
    "Denn...

    Wie sagte doch Goethe:
    „Denn wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen; so wie Gott sie uns gab, so muß man sie haben und lieben, sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren. Denn der eine hat die, die anderen andere Gaben; jeder braucht sie, und jeder ist doch nur auf eigene Weise gut und glücklich.“
    In diesem Sinne am besten keinerlei EdF!

  228. Voila cher Monsieur meier555,...
    Voila cher Monsieur meier555, c’est à vous d’étendre les connaissances de la culture chinoise.
    http://classiques.uqac.ca/classiques/wilhem_richard/C25_hist_civilisation_chinoise/rw_civ.rtf
    ..
    Liselotte Laube@: Wir spielen das nur…für den Ernstfall. Nach einigem Kommentieren hat man den Dreh in dieser Runde raus.
    ..
    bertholdIV@: Könnten Sie freundlicherweise Ihr Arkanwissen etwas lüften: Von welcher Falterart wird da gemunkelt?
    Ihr „bio“-Hinweis ist einfach gut aber die Länge…

  229. Zu wenig recherchiert, zu viel...
    Zu wenig recherchiert, zu viel selbst verliebt bramassiert, nach nem Drittel hat’s gereicht, da haben wir nicht mehr weiter gelesen.
    Das Thema ist trotzdem eines.

  230. <p>Zyniker mag ich sehr......
    Zyniker mag ich sehr… schöner Artikel, Reihe mich hiermit offiziell in die Riege der Fans ein – eine Dame mehr oder weniger, was macht das schon ;)

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