Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Kinderabrichtung in der Konsumgesellschaft

| 284 Lesermeinungen

Es ist nicht so, dass wir nichts oder auch nur wenig haben - aber das, was andere gerade so bekommen, ersetzt einen als ehemaligen Zögling besserer Kreise dann doch in Erstaunen.

Exclusive pill for penis growth. We Put the „Large“ in Penis EnLargement.
Filomena Angelika in einer E-Mail.

(3. Teil einer losen Serie über Kinder in besseren Kreisen und was sie eigentlich sollen, Teil 2 über Ferienarbeit, Teil 1 über Erfolgsdruck)

In meinem spätjugendlichen Leichtsinn empfand ich Werbung für Pornographie und sexuelle Stimulanzen immer als grobe Beleidigung. Weder brauche ich Melkmaschinen – ich bin keine Kuh – noch Viagra – als Kunstfigur habe ich keinen Unterleib. Ich habe kein Interesse an einer willigen Walburga und keine Nachfrage nach Nichtmehrminderjährigen aus Halle. Oder woher auch immer. Also löschte ich solche Angebote, wenn sie jemand in die Kommentare meiner Blogs schrieb. Ich wurde älter. Und inzwischen haben sich auch die Spammer geändert. Man offeriert mir keine sündige Susi mehr, sondern Treppenlifte. Oder Luxuskleider für Kinder. Wenn mich die bereite Bettina aus Bremerhaven schon ärgerte, was soll ich dann erst jetzt sagen? Treppenlifte und teurer Luxus für Kinder, die ich nicht habe. Das Menschenbild von Spammern ist keine Freundlichkeit. Zumal mein absolutes Lieblingsbild meines zweimonatigen Kurzurlaubs zwischen Verona und Rom das hier ist:

Bild zu: Kinderabrichtung in der Konsumgesellschaft

Da sitzen die Eltern also in diesem Geschäft und lassen sich Dinge vorführen, die die Mutter der beiden dann unzweifelhaft als Mitglied einer gewissen Schicht ausweisen wird – selbst wenn jene Marke in Italien gefühlt jede zweite Frau trägt. Und die Töchter der Familie, die in 10 Jahren recht sicher nicht mehr angenervt von derartigen Geschenken sein werden, geben sich keine besondere Mühe, ihr Desinteresse zu verbergen. Drinnen will Frau Mama auch das dezentere Muster sehen. Und die andere Grösse. Oder doch eine Sonderanfertigung? Immer diese Entscheidungen… Die Töchter, die ein Anrecht auf Bespassung zu haben glauben, hätten jetzt vielleicht gerne jemanden, den sie anraunzen und schlecht behandeln könnten. Da ist aber niemand. Und würde Frau Mama ihnen etwas kaufen, wäre es ihnen auch egal. Sie sind zu jung für Logos. Sie haben sich einen Nachmittag in dieser Stadt sicher anders vorgestellt. Ich vermute, ich ahne, ich befürchte, dass sie zusammen schon Mittel und Wege gefunden haben, damit dieser Einkauf für die Eltern der letzte Höhepunkt des Tages geblieben ist.

Die weitere Geschichte kann man sich auch blutrünstig in Spammervorstellungen ausmalen; die Eltern versuchen es vielleicht mit Bestechung und dann mit Gewöhnung, denn wozu gibt es denn die Einstiegsangebote: Kleider, die gleichzeitig dem kindlichen Spass wie auch dem Markenbewusstsein der Eltern entsprechen – schliesslich muss man die Kinder ja auch herzeigen, und wenn sie schon hochbegabt sind, was inzwischen alle sind, in irgendwelchen Bereichen, dann sollten sie dabei auch hübsch aussehen. Ich nehme so etwas schon gar nicht mehr richtig wahr, auch ich werde eingewöhnt, aber eine Bekannte aus dem Norden erzählte mir vom Kinderspielplatz in Gmund, ein Vater habe seinen Sohn abgeholt und zur Anprobe mitgenommen. Vermutlich denkt man, dass die Kinderlein sich erst mal an die schönen Seiten dieses Daseins gewöhnen sollen, dann fallen später die unvermeidlich schlechten Seiten nicht mehr ganz so schwer. Vermutlich gibt es auch Näherinnen, die eine Anprobe zu einem Spiel machen, und familiäre Probleme verhindern.

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Nun bin ich selbst nicht gerade auf der Brennsuppn dahergeschwommen, wie man das in Bayern so schön auszudrücken beliebt, und mit einem zeitlichen Abstand, der nicht ganz so gross wie zwischen devoter Doris und dem Treppenlift „Seniorenglück“ ist, sehe ich natürlich auch die Unterschiede. Die Erbzusammenführung von Besitz macht den Neukauf von Bettwäsche in meinem Umfeld eigentlich überflüssig; schränkeweise kommt nie benutzte Aussteuer auf die Familien, und wenn man nicht gerade Freunde von Latex und Leder und RTLII einlädt, ist der Bestand durchaus repräsentativ. Angesichts der Mengen ist jeder Neukauf purer Luxus und Verschwendung. Als Kind wurde ich so gebettet, wie die Vorfahren lagen, keiner dachte sich etwas dabei, ausser vielleicht, oh, der schöne Brokat von der Tante Balbina, den hebe ich doch besser auf. Es denkt sich auch heute keiner was dabei, meine Gäste äussern Entzücken über Hochzeitsinitialen, Durchbrüche und das Rüschenmodell mit Nelken und Rosen. Der Spam jedoch lässt mich wissen, dass grosse Namen der Bettwäschehersteller eigene Motive für den Nachwuchs bereit hält, die dem dann später mordspeinlich sind. Moderatoren, Fussballspieler und andere Schwammköpfe sind dort zu sehen.

Nichts zeigt die Tendenzen dieser Heranfütterung von kleinen Monstern schöner als die öffentlich ausgetragenen Wettläufe um Trampoline, die heute zumeist in Vorgärten zu sehen sind. Scheussliche Stahlgerüste mit haushohen Netzen, für die übrigens auch kräftig geworben wird. Ein schönes Sinnbild für die spätere Hyperaktivität im Eingesperrtsein, die vermutlich viele im Berufsleben einmal erwarten wird, sinnloses Auf und Ab, Höhepunkte und Niederlagen zwischen Begrenzungen, die einem andere vorgeben. Reichtum der Eltern ist gleichbedeutend mit weiteren Netzen, an der Sache ändert das nichts, und der Nachwuchs kann sich zwischen achtstufigem Gymnasium und Chatten bei Facebook schnell und drecklos austoben. Elternliebe misst sich in Fangzaungrösse, wenn sie nicht mehr in Kinderwagen messbar ist.

Bild zu: Kinderabrichtung in der Konsumgesellschaft

Befragt man die eigenen Eltern, warum man so etwas als Kind nicht hatte, ist die Reaktion verständnislos; wieso auch, das gab es damals einfach nicht, und hätte es das gegeben, hätte man es nicht gebraucht. Mein Verdacht ist, dass die Umverteilung der Gesellschaft weit fortgeschritten ist, und die Bessergestellten im Laufe der Zeit alles angehäuft haben, was sie noch halbwegs sinnvoll verwenden können. In den Garagen stehen pro Person ein Auto und drei Räder, die Häuser sind nur noch mit einer Putzfrau zu führen, die Gartenfeste werden von Eventagenturen organisiert – es geht den Eltern wie einem Kunstsammler, der ein neues Gemälde, aber keinen Platz an den Wänden mehr hat. Die Kinder geraten dann zwangsläufig in den Fokus der Zwangsbeglückung. Die Wirtschaft reagiert und tut das Gross in die KinderverGrösserung.

Eventuell gehen wir mit diesen Kindern den gleichen Weg der modebewussten Adligen der Neuzeit, die sich den ein oder anderen kleinen Mohren hielten und den dann entsprechend ausstaffierten. Letzthin war im Bayerischen Nationalmuseum auch ein Seidengewand für einen Hofaffen zu bewundern. Man lacht darüber genau so lange, bis man Jungfamilien auf der Maximilianstrasse sieht. Und fragt sich, ob aus der zum Dogma erhobenen, sexuellen Leistungsbereitschaft mit all den Pillen, Beautytempeln und Sportzwängen nicht auch weitere Zwänge aus dem erwachsen, das man sich bei all der sexuellen Attraktivität dann erzeugt hat.

 

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Treppenwitz der Geschichte: Wir haben eine Gesellschaft, in deren Oberschicht die körperliche Attraktivität extrem wichtig ist, aber demographisch siegen genau jene Schichten, die durch den Reichtum der Oberschicht genau jene sexuelle Ausstrahlung eher nicht haben können. Aber bis dann die Werbung für Treppenlifte zum willkommener Lebenserleichterung wird, kommen noch die teuren Abibälle, die Autos zum 18. Geburtstag, die Studiengebühren, die Auslandsaufenthalte – Kinder waren noch nie billig, aber inzwischen kann man sie unbegrenzt teuer machen. Die Zubehörliste kennt kein Ende, und vor ein paar Tagen schleifte hier eine Mutter ihr nach einem Eis quengeldes Kind an der kleinen, himmelblauen und mit einem echten schnauzbärtigen, dicken Italiener bestückten Ape in der Fussgängerzone vorbei in Richtung Cafehaus. Mit der Bemerkung, es werde dort

richtig

gutes

Eis

bekommen. Ich vermute, nächstes Jahr wird der Spam dann auch Eismaschinen für den Hausgebrauch umfassen, idealerweise mit vorgepackten Zutaten wie bei Nespresso, die man extra bestellen muss, damit sie hineinpassen. Auf den modernen Kücheninseln ist neben all den Mixern und Automaten noch viel Platz. Und irgendwo muss es ja hin, das Geld.

 

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284 Lesermeinungen

  1. super!...
    super!

  2. Don´s Albtraum: Auf dem...
    Don´s Albtraum: Auf dem Colnago ausgerutscht auf einer Langnese-Eiswaffel.

  3. Lieber Don, dieser Beitrag...
    Lieber Don, dieser Beitrag lässt mich ratlos zurück. Sprich, es handelt sich eher um eine lose (und ziel-lose) Gedankensammlung zum Kindersein in materiell sorgenloser Umgebung, damit per se um die Beschreibung eines absoluten Luxusproblems (=Kinder von 0,3% der deutschen Bevölkerung). Aber eine Grundsatzlösung hätte ich denn doch anzubieten – zurück ins vorletzte Jahrhundert. Da waren Kinder zu 99% einhundertprozentig werbedruckbefreit, sie mussten ihren Eltern beim Überleben helfen, sobald sie alt genug waren, einige Kilos stemmen zu können. War das eine schöne Zeit …

  4. Irgendwo muss es hin, das...
    Irgendwo muss es hin, das Geld, da kann ich Ihnen nur zustimmen. Bei uns ist einmal der Schlüssel vom Toyota im Schloss abgebrochen. Leider war das auf der Insel vor Vancouver, wo noch immer unser Ferienhaus steht. Ohne Schlüssel konnten wir nicht nach Hause. Da engagierte ich ein Wasserflugzeug und die Tigerbabies waren an Montag morgen bestimmt die einzigen Kinder in Vancouver, die per Wasserflugzeug pünktlich zur Schule geflogen kamen. Habe ich sie nun verwöhnt, weil ich zu viel Geld habe? Oder hab ich ein Beispiel gesetzt, nämlich dass man Verpflichtungen wie Schule und Arbeit einhält – selbst wenn es reichlich was kostet?

  5. Ooch, ein Trampolin, das...
    Ooch, ein Trampolin, das hätte ich als Kind schon gern gehabt. Aber nicht so ein Pippiteil in Reihenhausvorgartengröße sondern so eines, wie es sie damals in Milano Marittima gab. Eine halbe Stunde hüpfende Kinder = entspannter Restabend für die Eltern.
    .
    Aber wir haben nie ein Trampolin bekommen. Auch keinen Tennis-Rasenplatz, leider.
    .
    Dafür einen Treppenlift. Zurzeit noch nicht in Benutzung. (Sonst könnte ich hier ja auch viel mehr kommentieren.)

  6. <p>Lieber Tiger, wie muss man...
    Lieber Tiger, wie muss man drauf sein, wenn man ein Wasserflugzeug als Reparaturmassnahme eines Toyota-Schlosses „engagiert“…..
    Dummheit verpflichtet reichlich ???
    Wolf

  7. Lieber Don, die lieben Kleinen...
    Lieber Don, die lieben Kleinen werden, wenn es gut läuft, beim Heranwachsen schon selbst Mechanismen entwickeln, die ihren Eltern dann sauer aufstoßen. Z.B. Klamotten so lange tragen und verschleißen, bis diese nach Altkleidersammlung aussehen. Für elterlich vorsichtig angeregte Neuanschaffungen ist dann gerade keine Zeit (höfliche Form der Absage) oder die direkte Ansage „Du hast ja keine Ahnung“.
    Zu den Trampolin-Käfigen, Elektro-Spielmobilen und ähnlichen Kinder-Bespaßungen: hier bobachte ich, dass oft nicht die Eltern, sondern die Großeltern am Werke sind. Diese haben einerseits nicht die Last, diesen „fabrikneuen Sperrmüll“ aufzuräumen bzw. zu entsorgen und andererseits noch eine auskömmliche Rente, um das locker finanzieren zu können.
    @TorHa – „0,3% der Bevölkerung…“:
    Derartige Anschaffungen werden in meinem Umfeld häufig von Bergbau-Rentnern, die ja eine sprichwörtlich gute Altersversorgung haben, für ihre Enkel getätigt.

  8. Lesewolf, Sie waren noch nie...
    Lesewolf, Sie waren noch nie in Vancouver. Anders lässt sich Ihr merkwürdiger Kommentar nicht erklären.

  9. Ein Genuss diesen Beitrag zu...
    Ein Genuss diesen Beitrag zu lesen, besonders die Analogie der Trampolinspringens zum späteres Berufsleben….

  10. Bester Don
    Ihre Eiskapseln,...

    Bester Don
    Ihre Eiskapseln, die Sie mild satirisch erwähnen, sind gar nicht so weit von der Wirklichkeit weg: Darf ich Sie auf folgenden link verweisen?!
    http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/babymilch_aus_der_kapsel_1.10703902.html
    .
    Wäre nicht das erste Mal, dass die Wirklichkeit die Karikatur überholt….

  11. Aber auch Arme koennen...
    Aber auch Arme koennen verschwenden: Es war einer jener typischen hoellaendischen Winter, tagelang hatte es geschneit. An diesem Morgen lag der Schnee 6 Meter hoch. Die Nachbarskinder, deren Schule nur ein paar Schritte entfernt stand, gruben sich Tunnel bis zum Bildungsinstitut. Unser Sohn aber musste auf die 4 Km entfernte Sonderschule-und der Diesel von unserem Kohlenhof-Maseratti war eingefroren.
    Da lieh‘ ich mir vom Nachbarn die vier Pudel. Sie wurden vor den Kinderschlitten gespannt und-hei, wie der Bub vor Freude jauchzend dem Schulhaus entgegenflitzte.
    Als es Fruehling wurde, kaufte ich fuer des Nachbarn Hunde vier Dosen Chappi.
    Muss ich mich nun dafuer schaemen, dass ich nur Geld fuer Hundefutter hatte? Haette ich den Jungen gemuetlich im Warmen durchwintern lassen sollen, statt ihn zum Logopaeden zu schicken?
    Gebt Rat, gebt Trost, schreibt, bildet Gespraechskreise. Hat einer Kaessmanns Telefonnummer?

  12. Dazu war neulich in der...
    Dazu war neulich in der Druckausgabe zu lesen, dass psychische Erkrankungen für Jugendliche die größte Hürde auf dem Weg zu einem erfolgreichen Berufsleben darstellen.
    Ich habe zwar schon aus sentimentalen Gründen etwas dagegen, Kinder solange als Konsumenten auszupressen, bis man sie selbst ins Hamsterrad stecken kann, aber wenn das schon deshalb ein feuchter BWLer-Traum bleiben muss, weil sie vorher kaputt gehen, ist es doch höchste Zeit, das westliche Wirtschaftsmodell zu beerdigen und den Schlüssel wegzuwerfen.

  13. Nepomuk,
    ich war auch nie auf...

    Nepomuk,
    ich war auch nie auf dem Mond, aber bitte: erklären Sie mir den Grund der Nutzung eines Wasserflugzeugs anstelle eines Schlüsseldienstes, ihr Kommentar „erschliesst“ sich mir sonst nicht….
    Wolf

  14. "Treppenwitz der Geschichte:...
    „Treppenwitz der Geschichte: Wir haben eine Gesellschaft, in deren Oberschicht die körperliche Attraktivität extrem wichtig ist, aber demographisch siegen genau jene Schichten, die durch den Reichtum der Oberschicht genau jene sexuelle Ausstrahlung eher nicht haben können.“
    Werter Don,
    wie kommen Sie darauf, dass fuer die Oberschicht koerperliche Attraktivitaet wichtiger ist? Hab ich so eigentlich nicht beobachtet, wobei man natuerlich sagen muss, dass die Vorstellungen von Attraktivitaet schon unterschiedlich sind.
    Hier noch ein passender Proletarier-pseudo-Punk-Deutschrock-Schlager von frueher (Toten Hosen):
    Schön sein und ein bisschen obszön sein,
    sagt die Frau zu dem Mann:
    „Hey Schatzi, was will man mehr?“
    „Reich sein“, denkt der Mann dann,
    weil er ist Prospekteverteiler
    und wär gern Millionär.

  15. Einkaufen gehen, wie shoppen...
    Einkaufen gehen, wie shoppen damals genannt wurde, mit den Eltern war einerseits sterbenslangweilig, andererseits fiel immer auch mehr als nur ein paar interessante Krumen ab. Da beste an den Einkaufsreisen gen Süden war das damit verbundene Reisen und die vielen Zwischenstopps an Orten, die andere bis heute nicht einmal auf der Landkarte finden.
    In den familiären Erinnerungsschatz eingesunken: Galleria Vittorio Emanuele II., ein Geschäft dessen Produkte auch in Italien nur von maximal zwei Prozent der Bevölkerung getragen werden, der aber zwei Eingänge hatte. Alle vorne rein, mein Bruder und ich hinten raus, heimlich rauchen gehen. Da wir in einem Alter waren, in dem man das nicht nur nicht tun sollte, sondern auch nicht tun darf, schlich unser Vater um die gesamte Galleria herum, erwischte uns von hinten und verteilte, zack, zack, je zwei Maulschellen. Die umstehenden Betrachter klatschten, gratulierten dem strafenden Vater und auch wir akzeptierten relativ rasch die Abstrafung nicht zuletzt, weil der Alte uns taktisch klug einfach übertölpelt hatte. Würde er heute von U-Haft und Jugendamt-Tante verschont bleiben?

  16. Lieber Flaneur,
    Sie sprechen...

    Lieber Flaneur,
    Sie sprechen mir aus dem Herzen.

  17. Leserolf, Schlüsseldienst?...
    Leserolf, Schlüsseldienst? Auf Vancouver Island? Teuer! Und die Flieger sind froh, mal über den Coal Harbor hinauszukommen. (Ich selber frage mich nur, warum unbedingt Toyota?)

  18. Neid ist umsonst, Mitleid muss...
    Neid ist umsonst, Mitleid muss man sich erarbeiten.

  19. <p>@Kopfgeburt, Don -...
    @Kopfgeburt, Don – Nes-Eiskapseln:
    Hier fehlt jetzt nur noch der Joke mit dem Nes-Wasser.

  20. 'Man lacht darüber genau so...
    ‚Man lacht darüber genau so lange, bis man Jungfamilien auf der Maximilianstrasse sieht.‘ – über ihren artikel habe ich sehr gelacht, nickend – merci!
    .
    und wenn sie die namen erst hörten: orpheus und aeneas (kein witz = dli 10) – da haben die eltern, die in der nähe des prinzregentenplatzes wohnen, ganz schön zugeschlagen, und alle anderen, dummen sind ermattet… von mir aus dürfen sie sich erkannt fühlen. orpheus, nicht mit dem messer herumfuchteln!
    .
    gehört habe ich auch mal anna-laura, aber das war schlichte mittelklasse. wenn sie das schnell aussprechen, dann haben sie den salat.
    (und unterstehen sie sich, liebe runde, witze auf meine kosten zu machen!)
    .
    auf die kombination kevin-denis warte ich noch.
    .
    xerxes, das wäre mal etwas. und wenn es mit der aussprache nicht so klappt, dann hat man wenigstens einen logopäden vor der armut gerettet.
    .
    unsere namensverteilung orientiert sich ohnehin an der famille, erfindungsreichtum unnötig, wir deklinieren nach zahlen, um verwechslungen vorzubeugen.
    kleider werden übrigens ganz klassisch weitergegeben, aber natürlich achten wir auf eine gepflegte erscheinung, solange wir das noch bestimmen können. ab dreizehn hat man aber keine chance mehr.
    da wetzen dann baggy-trousers oder diese unsäglichen, riesigen karoshorts für 10 taler an offenem turnschuh für 180 taler vor seidenbrokatgardinen das louis seize unter dem kronleuchter ab.
    nur der zweite passt – optisch – mehr als hervorragend dazu. aus lauter vergnügungssucht haben der vierte und der fünfte sich einmal auf dessen kommode mit den hübschen seidenfliegen* gestürzt und sie ungerührt ein ganzes dinner lang getragen – zu t-shirts und zerrissenen jeans (risse selbstgemacht). sein geheule haben sie stoisch ertragen. äh, wir auch, innerlich breit grinsend. denn das ist deren problem.
    .
    aber ehrlich, die grosseltern wissen schon nicht mehr, was sie noch* alles mitbringen sollen und tun das trotzdem, und auch wenn wir es immer wieder betonen, dass sie es sein lassen sollten: sie bringen dennoch für jeden irgendein ding mit. oje. wenn sie wenigstens mal bündeln würden, dann würde es vielleicht tatsächlich für etwas vernünftiges langen. aber die x-te carrrera-bahn… die stofftier- und die puppensammlung. bei den älteren kommen neben veralteten gürteln und den ebensolchen vermaledeiten, äh, obligatorischen schals und handschuhen immerhin schon mal geldumschläge.
    zum glück nicht ein teddy aus nerz!
    .
    bei ihnen aber gilt heute dli 0, cher Filou?

  21. <p>Was haben Sie gegen...
    Was haben Sie gegen Milchpumpen? Immerhin erlauben die Gleichberechtigung. Damit Männer (acuh als vater Staat) endlich keine Milchkuhgehälter mehr bezahlen müssen.

  22. <p>@Lesewolf: nunja, bis der...
    @Lesewolf: nunja, bis der Schlüsseldienst mit der Fähre übergesetzt hat, ist es garantiert längst zu spät, also Wasserflugzeug herbeitelefonieren, mit dem es terminlich noch reicht – so ist halt Vancouver (Island). In Vänäzia wär vielleicht ein Motoscavo oder eine Gondola das Fahrzeug der Wahl gewesen. Aber das gehört alles eher zum Thema „wie halte ich davonlaufende Termine ein bei sich auftuenden Hindernissen“ (Schul- und Arbeitsbeginn sind solche) als „wie überhäufe ich Kinder, daß sie ersticken“.
    @Filou: Sie haben mal wieder nicht das Beste aus der Situation gemacht, sondern was völlig anderes, nämlich aus einer anfänglichen Wettermalaise ein lebenslang begeisterndes Freudenerlebnis. Genial halt.
    @DA: die 2 gelangweilten Kinder beim Kleiderkauf sind ja noch wie früher, als ich Kind war und mich langweilte; das Veränderte scheint mir eher dieses Einschalen zu sein, wie das Bild von dem doch schon lauffähigen Kind im Kinderwagen – da war meine Mutter doch mehr dahinter her, daß wir uns auf eigenen Füßen bewegten, so viel mit Fahren und Tragen wie heute war in meiner Kinderzeit mE nicht. Und das mit den Netzen um das Trampolin, ja. Früher war man da etwas risikofreudiger, da gab es auch dem Spielplatz metallene Stangengeräte, und wer da beim Rumschwingen hinunterviel, der schlug eben auf. Heute gibt es Spielplatz-TÜV, nicht nur in Holland, und körperliche Anstrengung erfordert ein Spielplatz weniger.

  23. <p>Noch so ein Hoax:</p>
    <p><a...

    Noch so ein Hoax:
    http://www.konsumo.de/…/1953-Muttermilchersatznahrung-im-Test-Viele-mit-Schadstoffen-belastet
    Bei all dem geht es nur um Frauen die meinen gegen Vater Staat oder den Vater ein Gehalt dadurch durchsetzen zu können, daß sie ohne Auftrag Babysitten.
    Geldwerter Steuervorteil durch „eheliche Pflichten“ = Prostitution

  24. Erbzusammenführung von...
    Erbzusammenführung von Besitz? Sie kennen ja die Kriterien die Gerichte einer Enterbung bis hinein in den Pflichtteil zustimmen lassen. Beispielsweise Umgangsverweigerung (nannte sich früher Besuchsrecht und nennt sich deshalb nicht mehr so, weil es eben nicht mehr als Besuch ausgestaltet wird sondern durch Mitnahme des Kindes).

  25. <p>Huch, neulich hat eine...
    Huch, neulich hat eine Horde fremdstämmig aussehender Rabauken meinen Karl-Isidor im dreisprachigen Kinderhort mit angeschlossener Musikschule und Hochbegabtenauslesestation erschreckt. Habe natürlich sofort eine halbe Hundertschaft Blackwater-Deeskalations-Spezialisten per Cyber-Handy dorthin bestellt. Die Versicherung will zwar den Sachschaden ersetzen, bei den Kosten für Karl-Isidors Psychiatreuse und das Massengrab stellt sie sich aber noch stur. Kennt jemand eine Kanzlei, die die gerechte Sache für quota litis übernimmt?

  26. Dass die Kinder gefahren...
    Dass die Kinder gefahren werden, hat nix zu sagen. Vielleicht sind sie davor drei Kilometer gelaufen und jetzt ein wenig müde.

  27. <p>Auf der Musikmesse in...
    Auf der Musikmesse in Frankfurt fiel mir im zarten Alter von ungefähr 16 Jahren ein Diskotheken-Fachmagazin in die Hände, in dem minutiös beschrieben wurde, wie man als Diskotheken Betreiber die Kaufkraft der Jugendlichen am besten abschöpft. Ich fand die Lektüre faszinierend und war am Ende einerseits empört, andererseits ein gutes Stück weniger naiv als vorher.
    .
    Und heute? Heute schaue ich mit meinen Kindern Werbefernsehen, wir amüsieren uns gemeinsam und sie spielen dem Hund selbst kreierte Spots vor.
    .
    In der Grundschule werden jetzt langsam Marken wichtig. Vor allem ein amerikanisches Unternehmen, das bei lauter Musik und geringer Beleuchtung teure T-Shirts verkauft, steht derzeit hoch im Kurs.
    Meine Kinder haben noch nicht gefragt, aber manche aus ihrer Klasse setzen ihre Eltern ganz schön unter Druck, um mit den einschägigen Logos herumlaufen zu können. Ich weiss noch nicht, wie sich das in der eigenen Familie entwickeln wird, auf jeden Fall hat jedes der Kinder schon mal sein eigenes Logo gemalt und durfte es sich dann auf ein T-Shirt drucken lassen, zum Staunen der Freunde. Mal sehen, ob solche Aktionen einen gewissen Immunisierungseffekt haben.

  28. Geliebte Donna Laura, ich...
    Geliebte Donna Laura, ich hatte tatsaechlich den Index vergessen vor lauter Begeisterung darueber, wie bestimmte Kommentare meine Fabulierlust anregen.
    Tatsaechlich [0].
    Gruss und Kuss aus Rheinisch-Sibirien.

  29. Hierzu mal ein kleiner...
    Hierzu mal ein kleiner ergänzender Beitrag vom anderen Ende der Einkommensskala:
    http://twitter.com/#!/Nixeka/status/81442199312674816

  30. Wehrter Don,
    wiedereinmal...

    Wehrter Don,
    wiedereinmal sprechen Sie aus was ich nur zu denken wage.
    Darum wünsche ich Ihnen eine schönen Enkel freien Tag.
    Herzlichst P.

  31. @Lesewolf –“ Lieber Tiger,...
    @Lesewolf –“ Lieber Tiger, wie muss man drauf sein, wenn man ein Wasserflugzeug als Reparaturmassnahme eines Toyota-Schlosses „engagiert“…..
    Dummheit verpflichtet reichlich ???”
    Es handelt sich um eine kleine Insel zwischen Vancouver und Vancouver Island. Einen Schlüsseldienst gibt es dort nicht, dafür aber einen Wasserflugzeugdienst.:
    http://www.saltspringair.com/
    .
    Was die verpflichtende Dummheit betrifft, stehen Sie mit diesem Urteil nicht alleine da. Einige meiner Kollegen waren höchst erstaunt, dass ich diese Lösung gewählt hatte. Sie meinten, an meiner Stelle hätten sie die Gelegenheit als Ausrede genutzt, um das Wochenende – wir hatten herrliches Wetter und die Insel ist traumhaft – um einige Tage zu verlängern.

  32. Bitte die Eltern beim...
    Bitte die Eltern beim Kleiderkauf kein schlechtes Gewissen haben.
    Im Warteraum vom Sozialamt langweilen sich die Kinder genauso.

  33. @bettelbaron,
    ich denke,...

    @bettelbaron,
    ich denke, Shoppen ist etwas grundsätzlich anderes als Einkaufen. Jedenfalls nach meiner Definition.
    Dieses Shoppen ist eine Mischung aus Zeitvertreib, Zeitverschwendung, Geldverschwendung.
    Während Einkaufen den Erwerb notwendiger Güter darstellt.
    .
    @Der Tiger: Chapeau!!

  34. Marco Settembrini di Novetre:...
    Marco Settembrini di Novetre: den Beitrag habe ich nicht verstanden. Bin aber auch kenntnisfrei in Sachen Fesbug oder Twitter.
    .
    Also was sagt uns (genauer: Ihnen) der Dreizeiler von Frau Nixe Ka?

  35. Marco Settembrini di Novetre:...
    Marco Settembrini di Novetre: den Beitrag habe ich nicht verstanden. Bin aber auch kenntnisfrei in Sachen Fesbug oder Twitter.
    .
    Also was sagt uns (genauer: Ihnen) der Dreizeiler von Frau Nixe Ka?

  36. Filou, ich dachte Sie wohnen...
    Filou, ich dachte Sie wohnen nederlands? „Rheinisch-Sibirien“ mag für NL zutreffen, ist aber unhöflich.

  37. Völlig OT, aber da doch mal...
    Völlig OT, aber da doch mal die Frage aufkam, woher die AKWs ihre Brennstäbe beziehen, hier zumindest was von den schweizerischen:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/stadt_und_region/axpo_ausgesperrt_1.10979885.html

  38. Neulich auf der Straße der...
    Neulich auf der Straße der eine Jugendliche zum anderen: „Du Hurensohn“!
    Jetzt hält sich das Adoptivkinderpack – also jene die nicht bei ihren richtigen Eltern aufwachsen – schon für was besseres?
    Adoptivkinder: Eure Eltern beziehen geldwerte Steuervorteile und Zahlungen von Kindergeld zu Unrecht.
    Insofern, liebe uHrensöhne (= ehelich geborene) sowas kontert man mit
    „Du Kind von Steuer- und Sozialbetrügern!“

  39. Eine...
    Eine Tautologie.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_heilige_Familie
    Marx hatte es nicht geschafft, eigentlich keiner der Geistesgranden. Wie auch, er Marx, war ein sehr guter Historiker, Theoretiker der Ökonomie und des Kapitals, ein gescheiterter Revoluzzer.
    Was sie alle nicht hinbekamen, bei Rousseau angefangen über Freud, Jung bis in die Gegenwart: Eine brauchbare, praktische Pathologie der Familie zu schreiben, die auch gleich die Therapie für die Heilung mit nennt. (Die unsägliche Ratgeber-„Lit.“ ist nicht gemeint, auch Frau Klässmann nicht). In einer Sprache, die die Mitte hielte zwischen Wissenschaftlich- und Verständlichkeit, Einfach- und Klarheit. Womöglich würde es dann die aufgeführten Symptome, die die hiesige Kunstfigur DA
    aufzeigt, danach in Bälde nur noch als Kuriosum zu bestaunen geben. (Wir leben doch in der Besten aller möglichen Welten, oder?)
    ..
    Die sog. Oberschicht hat sich in extremis der sog. Unterschicht angenähert. Beide
    sonnen sich in ihrer Vulgarität. Weil sie´s Alle geradezu phantastisch finden: Den Untergang der Distinktion, der Höflichkeit. Die mediale „Welt“ befördert diesen Trend umstandslos.
    In den einführenden Schulen fängt es schon an: Völker hört ihr die Signale?
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/signale/600393/

  40. Genialer Bericht,chapeau!
    Ich...

    Genialer Bericht,chapeau!
    Ich musste seinerzeit um neue Gaderobe bitten,denn es wurde auf die
    neue eigene Apotheke gespart.Das Fahrrad und der Führerschein mussten
    irgendwie mit erarbeitet werden und der „Wechsel“ für das Semester im Monat
    im Studium betrug,ausser Miete, 300 DM.Ich hatte immer noch Geld über am Monatsende und habe es mir sehr wohl gut sein lassen.

  41. Filou@: Dat is wohl woah, ne....
    Filou@: Dat is wohl woah, ne. Düx is dat Pörts´che för um direk no Sibiria ze kumme. De janze Schtimmung do, de is ad dano. Ab Köln-Kalek wed et ümme schlimmä. Dat et do överhaupts Minsche jiht.

  42. Ach so: Alleinerziehen bei...
    Ach so: Alleinerziehen bei angeblich unbekanntem Vater: Steuer und Sozialbetrug in besonders schwerem Fall weil dem tatsächlichen Vater sein Kinderfreibetrag flöten geht. Genau wie man alle staatliche Erziehungspersonal (auf [Beamten-]Gehaltsgegenleistung) mal hinsichtlich des § 235 STGB überprüfen sollte – insbesondere Anwälte, Richter, Jugendamt. Die sogenannte Scheidungsindustrie. Die beziehen ja schlussendlich erst durch Kindswegnahme ihre Arbeitsplatz- und somit Gehaltsrechtfertigung.

  43. In allerallertiefster...
    In allerallertiefster Verehrung zugeeignet
    An Lauren
    -*-
    Dämmerung über unserer
    Beziehungskiste in der ich niste
    Das Pendel des Fatums
    Schwingt sacht in die Rührung
    Des Teigs den für Dich gebacken
    In Äonen an des Kuchens Süße
    Sich erlaben noch die virtuellen Enkel
    Gedenke ich meines Ruhmeskranzes
    Sorgsam Gebind: Laura, Lorbeerwürze

  44. @Et Jüppche, koennten Sie...
    @Et Jüppche, koennten Sie sich eventuell dazu verstehen mit mir im gebraeuchlichen Hochdeutsch zu verkehren? Ich bin des Dialektgetues Leid.
    .
    Das gilt auch fuer Ihren eingezuechteten Cousin aus einem suedlichen Bundesland.

  45. @nepomuk: Nun, Frau Nixeka...
    @nepomuk: Nun, Frau Nixeka spendet regelmäßig Kinderkleidung und Spielsachen an bedürftige Familien, die auf einer eigens eingerichteten Interneteite artikulieren können, was genau sie brauchen. Meistens klappt das auch reibungslos, auf diesem Weg Mitmenschen glücklich zu machen, aber manchmal eben auch nicht. Und in dem Fall war zunächst nicht so klar, woran es klemmte. Gewünscht waren wohl Playmobil-Bausätze für ältere Kinder, aber wie soll man das denn bitteschön riechen, wenns die Leute nicht dazuschreiben?

  46. Und ich ahnungsloser...
    Und ich ahnungsloser Kleinbürger hielt den Markenwahn immer für ein typisches Unterschichten-Phänomen.

  47. Wie wäre's mit einem Hund? ...
    Wie wäre’s mit einem Hund? There are two types of people.
    1. People who like dogs
    2. People who like cats
    I’m a dog person.
    TTFN, DA

  48. Früher mussten die Kinder...
    Früher mussten die Kinder vornehmen Gästen Speise und Getränke auftragen und alles tun, wofür man normalerweise Dienstboten hatte.

  49. @Plindos:
    Sie wollen...

    @Plindos:
    Sie wollen Familienpathologie über eine wissenschaftliche Theorie heilen? Erst war mir zum Lachen, aber Weinen wäre angemessener. Wer zur Hölle sagt Ihnen, da müsse etwas geheilt werden? Sozialdemokratischer Weltbürokratenzwangsbeglückungswahn? Und natürlich würde es nicht funktionieren. Erfahrung ist die Summe aller gemachten Fehler. Der eigenen! Weshalb die (westliche) Welt immer unerfahrener wird …

  50. Käßmann? Die braucht den Job...
    Käßmann? Die braucht den Job wahrscheinlich weil der Kindsvater sagt: Statt Unterhalt dafür irgendwann mal pardon geschnackserlt zu haben gibt es Kinderbetreuung in Eigenleistung. Da bekommt der dann nämlich auch einen hälftigen Alleinerziehendenfreibetrag von der Steuer für. Und wenn er dann noch aus dem Saftladen Kirche der jungfröäulichen Emfpängnis austritt kann er seinen Kindern mehr als genug bieten allein durch mehr netto vom brutto, also der Steuerersparnis.

  51. Ich bin momentan anderweitig...
    Ich bin momentan anderweitig schwer in Anspruch genommen und würde es – siehe die nicht freigeschalteten Kommentare – enorm begrüssen, wenn man mir keine problematischen Kommentare zumuten könnte. Das ist Zeitverschwendung für alle Beteiligten.

  52. ein so nettes gedichtlein am...
    ein so nettes gedichtlein am abend…
    .
    cher Filou, wie sollte ich ein solch wunderbares geschenk denn je vergessen können. den index habe ich für immer in mein herz geschlossen, und danke dafür sehr gerne noch einmal mit leicht geneigtem köpfchen, sanft errötend – ein über die tulpen- und käsegrenze gehauchtes merci! [W]

  53. DA, der böse Blick der an der...
    DA, der böse Blick der an der Wand lehnenden älteren der beiden Töchter: galt der Ihnen als Photograph?

  54. Nein, die beiden störten...
    Nein, die beiden störten absichtlich an der Tür und schauten sehr finster drein, und ganz offenkundig wollten sie weg von dort.

  55. Es gehoert nicht ganz zum...
    Es gehoert nicht ganz zum Thema, da aber Donna Laura unter Anderem die beruechtigte Carrera-Bahn ansprach, kann ich nur bemerken: Elternleid ist das Richtige den Kindern an die Hand zu geben. Die Carrerabahn war ein Flop, das Mikroskop wurde glatt ignoriert, das Premium-Tretauto wurde geliebt und faehrt heute in Finnland, die Maico-Dampfwalze steht im Regal im Haus des Sohnes, der Radiobaukasten wurde vom Vater adoptiert…
    Fahrraeder kamen und gingen „Papi, gibts auch Sekundenschlaf beim Radfahren?“.
    Offensichtlich.
    Die haesslichste Stoffpuppe des Universums namens Annie wurde nostalgisch von Studentenbude zu Studentenbude geschleppt…
    …das Segelboetchen (in NL nichts Besonderes) wurde einer Taschengeldinsolvenz zum Opfer.
    Die Moeck-Floete (C) wurde zur Oboe, die dazugehoerige, kurze, Intention wurde zu Rauch. Papis Stereoanlage, fuer die Vater und Sohn lange um das Verstaendnis von Madame ringen mussten und in den Besitz des Filius ueberging, wurde geklaut.
    Was man auch gibt, es faellt in ein Fass ohne Boden. Was bleibt, sind die vagen Ideen, aus der kindlichen Erinnerung ruehrend, die einem Menschen…
    …ach, ich komme ins Philosophieren. Wo steht der Bordeaux? Ach da.
    .
    Ergo: Mit elterlichem Ehrgeiz erzeugt man Halbidioten, aber ungesteuert werden sie haltlos, mit einfuhlsamer Improvisation koennte es funktionieren. Wir werden es nie erfahren, denn es gibt kein Resultat das wir erleben werden. Grosses Roulette. Wer aber haelt die Bank? Ich glaube, dass ich mal wieder eine Kerze im Dom stiften muss. Vioci Dieu, pour le tronc!

  56. Es klingt immer mit. Und...
    Es klingt immer mit. Und bleibt. Egal was kommt.
    http://www.youtube.com/watch?v=rCoqhOhY3qc

  57. Abgesehen von vererbten...
    Abgesehen von vererbten Gebrauchsguetern (wir haben gerade einige Kilo bislang noch nicht komplett identifizierten Tee von der Schwiegeroma geerbt. Der ist aber schon wieder eingelagert und geht wohl schnurstracks an mir vorbei in die Aussteuer unserer Toechter- immerhin war Omas Aussteuer angeblich auch die Originalquelle jenes Paekchens, das Oma uns zur Hochzeit gab) kann man auch durch AHA Momente vom Mekenwahn abkommen.
    .
    Bei der besten Ehefrau war das- sie war damals im markenwollengefaehrdeten Teenageralter- ein Abendessen mit dem Nachbarn der Eltern. Der, stolzer Besitzer einer Textilfabrik in Malaysia und Hersteller von Poloshirts fuer eine bekannte US amerikanische Marke, erklaerte das Preisgefaelle: Herstellungskosten 2$, Verkauf an die Auftraggeber fuer 5$, Ladenendpreis 100$.
    .
    Da fuehlt man sich dann sogar beim Schlussverkaufschnaeppchen fuer 60$ ueber den Ladentisch gezogen, und braucht keine Marken mehr.
    .
    @ Der Tiger: Bravo fuer den stunt mit dem Wasserflugzeug. Den Kindern fruehzeitig den Wert der Arbeit/ Schule beibringen, das ist es!

  58. Hier geht es mitnichten um die...
    Hier geht es mitnichten um die Kinder.Die Kinder werden vorgeführt, die Eltern werden nachgereicht. Das SchaufensterkinderFoto berichtet weder von vorher noch hinterher.Das Foto ist Kunstprodukt, alles andere Spekulation.
    .
    Das angesprochene Problem vom Überdrußverhalten geht doch durch alle Gesellschaftsschichten. Vom Escadauntergang bis KiK.
    .
    Der Tiger möchte mit ihrer Geschichte vom Wasserflugzeug etwas ausdrücken-
    aber hat sie recht?
    Haben wir ein Recht darauf,dass die Kinder in Ghana beim Niederbrennen unseres Elektroschrotts der Metallreste habhaft zu werden, vor die Hunde gehen?
    .
    Von wegen, manche mögens heiß andere kalt, fionn; das ist ein großer Mist,wenn es nicht das selbst geschöpfte Brunnenwasser ist,und das Holz handgehackt,was den Ofen heizt.Ansonsten gilt Bescheidenheit.
    Genau HM555, Langeweile ist Allgemeingut, aber ist es nützlich?
    .
    Das eigene Logo aufs T-Shirt drucken zu lassen,apreslude,das klingt wie der notwendige Bypass zum schwachen Systhem,ist aber keine ErLösung.
    Und die beste aller Welten, Plindos, kann ja rein theoretisch, die schlechteste aller Welten sein-der Schwachsinn sagt gar nichts aus.
    Ich finde, der Donbeitrag ist großartig,denn er geht alle an.

  59. Bei uns haben die Stadtplaner...
    Bei uns haben die Stadtplaner gerade mal wieder eine Eisdiele zugemacht um eine zusätzliche Pizzeria aufzumachen. Na ja, so lange man die „hohen Hürden“ nicht beseitigt, sondern den ganzen Wahnsinnsappart über den Steuerzahler mit Gründungsförderungen subventioniern lässt (der zahlt Aufstockern den Kammerbeitrag und somit finanziert sich dann die Kammer aus dem Staat quer – genau so bei den Krakenkassen – immer mit mit Mindestbeiträgen statt prozentualen Beiträgen ab dem ersten Cent).
    http://www.heise.de/tp/foren/S-Krankenkassenbeitrag-Kammerbeitrag/forum-203465/msg-20383965/read/

  60. geehrte Tiger,
    mit einer de...

    geehrte Tiger,
    mit einer de Havilland Beaver möchte ich auch gerne einmal
    fliegen, ich glaube Sie haben Ihren Kindern einen großen Ge-
    fallen getan , an den sie sich bestimmt besser erinnern als an
    jeden SUV, das hat Originalität und erlesenen Stil. mfG. T.

  61. Die Mädchen auf dem Bild --...
    Die Mädchen auf dem Bild — fast wie die Engel von Raffael.

  62. Lieber Don, Sie haben doch...
    Lieber Don, Sie haben doch bestimmt auch eine Nähmaschine?

  63. ... lach - da habe ich echt...
    … lach – da habe ich echt andere Probleme!
    Aber ich gönne jedem den Dreck unterm Nagel!
    MfG Georgine

  64. Langsam komme ich auf die...
    Langsam komme ich auf die heimliche, wahre Bestimmung des Don.
    .
    Die Welt wartet auf ein von ihm gegründetes und geleitetes Hauswirtschaftsgymnasium,
    wo die Kinder neben ein bissel Latein und Kunstgeschichte lernen, wie man einen Park mit Gemüsegarten anlegt, wie man gute Stoffe erkennt und alte Kleidung flickt, wie man Schuhe und Silber putzt, Fliesen legt und auf der Handwerkerrechnung den Beschiß erkennt und wie man eine Steuererklärung ausfüllt.
    Und wie man einen Tisch richtig deckt, wie man die Gäste begrüßt und wie man sich die Verwunderung über Ringe in den Nasen ihrer Kinder nicht anmerken läßt.
    Wie man auf dem Wochenmarkt einkauft. Mit einem Wort, wie man Kinder erzieht.
    .
    Es ist schon Juni, was macht das Faltboot?

  65. genialer Artikel, ausgedruckt...
    genialer Artikel, ausgedruckt und aufgehoben…..

  66. Jaja, die Zubehörliste. Hier...
    Jaja, die Zubehörliste. Hier um die Ecke sind auch Kindersitze hoch im Kurs: Ein Recaro oder Porsche-Sitz für den Cayenne (TurboS) oder den CLS.
    Bezüglich der Trampoline habe ich den Eindruck, dass es auch darum geht, das schlechte Gewissen zu bekämpfen (Bewegung ist ja so wichtig für die Entwicklung…) und ein Gegengewicht zur XPlayStationBox am Großbildfernseher im Kinderzimmer zu schaffen.

  67. Latinastef, das freut mich...
    Latinastef, das freut mich sehr
    .
    Booooster, ich denke, das ist der Coffee2go des Ausgleichssports, der aufwand und mühelos betrieben werden kann. Und im Zweifelsfall dann auch schnell weggeworfen wird. Bis dahin ist es aber auch ein Statussymbol: Kinder aus Blocks werden so etwas nie haben.

  68. HansMeier555, ich beherrsche...
    HansMeier555, ich beherrsche Grundzüge des Nähens, und dann gibt es hier um die Ecke eine Türkin mit einem Nähstudio, das genau aussieht, wie man sich das als Nostalgiker vorstellt (darüber müsste ich auch mal was machen).
    .
    kleinerberg, Kinder sind da natürlich irgendwo zwischen Lebensfehltentscheidung und Projektionsfläche, aber die Alternative wäre, sie mit den Küchenjungen im Graben spielen zu lassen, wie man das bei Ludwig XIV gemacht hat.

  69. HansMeier555, ich mag einfach...
    HansMeier555, ich mag einfach keine Kinder, und würde ich sie mögen, wäre Latein das Letzte, was sie lernen müssten.
    .
    Mondry, bei mir sind das keine Dinge, die gelagert werden, ich benutze das – egal ob gekauft oder geerbt – bewusst, und da mache ich auch bei der Majolika von 1730 keine Ausnahme. Ich bin nur vorsichtig. Gegenüber Neuem, keine Frage, bin ich skeptisch, aber wie man sieht: Ich kann auch Computer recht leidlich.

  70. @ HansMeier555: "...wo die...
    @ HansMeier555: „…wo die Kinder neben ein bissel Latein und Kunstgeschichte lernen, wie man einen Park mit Gemüsegarten anlegt, wie man gute Stoffe erkennt und alte Kleidung flickt, wie man Schuhe und Silber putzt, Fliesen legt und auf der Handwerkerrechnung den Beschiß erkennt und wie man eine Steuererklärung ausfüllt. …“
    *
    Könnte man so interpretieren… Es ist aber zu vordergründig, das Haptische und Sittliche dem allgegenwärtigen Virtuellen entgegen zu stellen. Das steht so auch nicht im Text vom Don, sondern: „Hört mal, Leute! Kinder ersetzen gar nichts! Sie werden Euch nie den Sinn im Leben geben können, den ihr nicht in Euch selbst tragt….!“
    *
    Was der Don verschweigt: Keine Kinder erzeugen auch keinen Sinn im Leben… :-)

  71. @ Filou 20. Juni 2011, 19:58:...
    @ Filou 20. Juni 2011, 19:58: Danke!
    Im Übrigen haben wir – in unserer Funktion als kinderlose und recht freundliche Menschen – oftmals Gelegenheit in gemeinsamen Ferien Kinder als „It-Accessoire“ als Gesellschaftsgleitmittel als Gesprächsanbahnungsgrundlage oder Investition in die Zukunft („Ja, ja, es macht schon viel Arbeit, aber man bekommt soooo viel zurück!“) zu betrachten. Im Norden gilt es gar als Sport, sich zu necken („Was Cecilie überspringt nur eine Klasse? Marie-Louise wurde geraten, zwei zu überspringen, sie wird nicht genügend gefordert!“). Aus der Sicht eines Erwachsenen, der das Kindergefühl immer noch präsent hat (weil es vielleicht nicht durch das Elterngefühl verdrängt wurde), spüre ich oftmals ratlose Überforderung und Aggressionen. Und auch wenn manche Kinder nicht unbedingt nur zauberhaft sind, sind sie doch zu bemitleiden. Wie heißt es so schön, die Mittelschicht hat eine regelrechte Panik, dass der Nachwuchs abrutscht, deshalb müssen sie immer Gas geben und schon im Mutterbauch Walgesänge etc. hören.

  72. Wenn man keine Kinder hat kann...
    Wenn man keine Kinder hat kann man ein kleines Vermögen anhäufen.
    @ HansMeier555. DA can keep his options open – was ist daran falsch?

  73. @Don
    Sympathie ist keine...

    @Don
    Sympathie ist keine Bedingung.
    .
    Ich glaube das Prinzip „industrielle Arbeitsteilung und Massenkonsum“ hat seinen Zenit überschritten und der Trend geht längst wieder schichtenübergreifend zur Subsistenz: Biogemüse, Hanfanbau, Flaschensammeln, Kleiderausbessern.
    .
    Schwarzarbeit gegen Naturalien, das müsste in Hartz-IV-Land eigentlich funktionieren, Garten umgraben gegen eine Zahnbehandlung.

  74. wir vergessen.. der don als...
    wir vergessen.. der don als kunstfigur war ja selbst nie ein kind!
    wenn der don kind gewesen wäre, wie wäre er gewesen? ;) gibt s dazu eine version?
    .
    trampolinspringen macht spaß, nichtsdestotrotz hatte ich ähnliche gedanken wie der don dazu, als freunde von uns sich so ein ding in den vorgarten stellten. (allerdings stand dieses exemplar noch vor dem garagenschuppen, es wurde einem also der anblick dieses häßlichblauen gestänges beim grillen erspart, man sah nur ab und zu die gesichter der kinder überm schuppen auftauchen. .. man hatte also seine ruhe.. vor beidem ;) )

  75. Problematischer Kommentar....
    Problematischer Kommentar.

  76. @DA: Klar, das muss genutzt...
    @DA: Klar, das muss genutzt werden- wenn aber die Folgegeneration schon bereit steht, dann wird manches schon etwas geschont. Das mag vorgreifende Nostalgie sein: „Das Meissner Mocca- Service, das hat mal der Oma gehoert, und die hat es von Deiner Urgrossmutter zur Hochzeit bekommen…“ Und in diesem Gedankengang behaftet wuerde ich das Service nicht einmal dann taeglich nutzen, wenn ich taeglich Mocca traenke…
    .
    Ja, ich trinke sowohl Tee als auch Kaffee…

  77. Sehr geehrter Don! Eigentlich...
    Sehr geehrter Don! Eigentlich sollte ich endlich zugeben, dass ich über Ihren Artikel sehr gelacht habe. Ich kenne nämlich die Situation nur zu gut – aber andersherum. Die Tigerbabies haben mich seinerzeit stundenlang durch die Läden der umgebenden Städte geschleppt (ich selbst mag kein Shopping). Da saß ich dann auch auf Stufen allerdings im Laden (viele diese Modeläden haben kaum Stühle aber komischerweise oft Stufen). Böse geguckt habe ich aber nicht, sondern mich damit amüsiert auch noch zur 12ten vorgeführten Benelton Hose meinen bin-kein-Mode-Expert Kommentar abzugeben.

  78. Nepomuk, wie meinen? Ich kann...
    Nepomuk, wie meinen? Ich kann hier nicht zulassen, dass unter dauernd wechselnden Namen Privatkriege geführt werden, das ist alles.
    .
    NvH, ich kann mal was drüber schrieben (und habe es auch schon gemacht, http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/08/04/das-stilvolle-ueberleben-der-pandemie-v-die-rettung-des-jungen-alphonso.aspx ), aber alles in allem: Unspektakulär, verkopft, ziemlich verlesen.

  79. @ NvH: "...wir vergessen.. der...
    @ NvH: „…wir vergessen.. der don als kunstfigur war ja selbst nie ein kind! wenn der don kind gewesen wäre, wie wäre er gewesen? ;) gibt s dazu eine version?…“
    *
    Wer behauptet denn, dass Kunstfiguren keine Kindheit hätten? Haben Sie schon jemals einen wahrhaften Bericht über die eigene Kindheit gehört? Ist der Don als Kunstfigur nicht wahrhaftiger als manche seiner, angeblich realen Zeitgenossen? Ist er nicht sogar nach „Second Life“ ein Avatar der Intellektuellen mit dem reellen Makel, sich über das Essverhalten der Unterschicht zu mokieren und bestimmte Leute nicht bei sich wohnen zu lassen, womit er als Kunstfigur eine sensorische Metaebene im Bewusstsein seiner Leser erzeugt, die weder er noch diese ausfüllen können?

  80. Mondry, die Wahrheit ist: Es...
    Mondry, die Wahrheit ist: Es kommt in Familien wie meiner so viel zusammen, ma kann gar nicht anders, es sei denn, man wirft es weg und kauft etwas Neues. Berühmt ist da das heute allgemein verhasste Zwiebelmuster, und alle fragen sich, warum die Vorfahren nicht den roten Drachen nahmen.
    .
    HansMeier555, ich denke, „Landlust“ als Zeitschrift, die zeigt den Weg, den das Ganze gehen wird. Gestern herrschte mich mein türkischer Lebensmittelhändler an, ich sollte gefälligt das neue Ajvar nehmen, das sei nämlich hausgemacht und habe einen Stoffbezug auf dem Deckel. So weit sind wir schon.

  81. Nun ja, der Markenwahn....
    Nun ja, der Markenwahn. Erinnere mich noch an die Erziehungsprinzipien meiner Mutter (Baumwolle, Leder, sparsam!). Daraus folgte: (1) in der Grundschule gab es Sportkluft: roter Turnanzug (in der Praxis für die Mädchen) oder weisses Hemd und grüne Tunrhosen (in der Praxis für die Jungs). Nun gab es erstere gar nicht in Baumwolle, bei letzteren gab es wenigstens völlig unförmige, die aussahen, wie in den fünfziger Jahren aus irgendeinem Heeresbestand ausgemusterte, aus dem genehmen Stoff. Aber sicher nicht die glänzenden, schicken, die alle anderen hatten (wobei die drei Streifen drauf nur ein Zufall waren). Icke also als einziges Mädchen mit den riesigen grünen Büxen und weissgeripptem Trägerhemde. (2) wenn schon Markenprodukte, dann erst wenn es sie im Sonderangebot gab, sie also gar nicht mehr modern waren.
    Habe beschlossen dieses meinen Kinder etwas zu ersparen. Die Mütze mit dem japanischen Kätzchen drauf wird auch im zweiten Jahr noch gern getragen und die Konsumkritik kann auch noch bis nach dem Kindergarten warten. Altklug ist nämlich nicht arg klug.
    Und schliesslich würden ja die Markenkritiker ja auch nicht auf ihre handgemachten Bioschuhe von soundso verzichten. So hat im grunde jede Gruppe ihre Marken.

  82. Hops, da ist aber wer...
    Hops, da ist aber wer aufgebracht. Von Privatkriegen weiß ich nichts, würde hier aber wohl niemand wollen.
    .
    Allerdings wäre Ihre Hintergrundkenntnis als Freischalter eine gute Basis, einmal den KommentatorInnen-Zoo zu beschreiben. Als Blogbeitrag eine feine Sache.
    .
    Als Gelegenheitsleser und Biologe entdecke ich hier unterm Strich: Dackel, Wiesel, Höhlenbären, Großmütter, Tiger, Marathonläufer, Mauersegler und Bartträger. Wen vergessen?

  83. ("Ja, ja, es macht schon viel...
    („Ja, ja, es macht schon viel Arbeit, aber man bekommt soooo viel zurück!“)
    .
    Schön zitiert. Was für ein erbärmliches Zeitalter, in dem solche Abwägung Gemeinplatz wurde.

  84. kinderlos - welch ein...
    kinderlos – welch ein monsterwort. gibt es denn keine alternativen, die nicht so sehr nach negation, mithin nach mangel ausschauen?
    .
    unser lieber, geschätzter gastgeber könnte sich wohl der vhemt anschliessen, hält er es doch wohl mit w. c. fields, nicht wahr?
    http://www.youtube.com/watch?v=fN9NurWYcHE&feature=related

  85. Und diese aufblasbaren...
    Und diese aufblasbaren Hüpfburgen sind genauso teuer?

  86. Kastanie, 9:39: der als...
    Kastanie, 9:39: der als „It-Accessoire“ als Gesellschaftsgleitmittel als Gesprächsanbahnungsgrundlage oder Investition in die Zukunft („Ja, ja, es macht schon viel Arbeit, aber man bekommt soooo viel zurück!“)
    .
    Leider ist der Hausherr zu träge, um für den besten Kommentar einen Preis auszuloben. Ich würde die „Silberne Trüffelschale“ heute an die Kastanie vergeben!

  87. Ich finde Ihren Vergleich mit...
    Ich finde Ihren Vergleich mit dem ausstaffierten Affen herrlich! Ja, mir kommt es auch oft so vor. Danke für den schönen Text!

  88. Hansmeier555: Glaube ich...
    Hansmeier555: Glaube ich nicht. Die große Mehrheit der Bevölkerung wäre überfordert und ginge dann eher auf die Straße, statt aufs Rübenfeld. Und Flaschensammeln? Höchstens für Mollis. Alles andere wäre zu mühsam.
    .
    Das Landgetue ist nichts für Sie und mich (oder besser: für Sie) – es braucht sehr viel Geld – um auf dem Land das Land fern zu halten. Wer einen Zweitsitz auf dem Land sucht, will erstens keinen Güllebauern neben sich, und zweitens muss das Land stadtnah sein, das kostet, wenn man nicht zugleich das Meeresrauschen der A8 genießen will.

  89. Schwarzarbeit gegen...
    Schwarzarbeit gegen Naturalien, das müsste in Hartz-IV-Land eigentlich funktionieren, Garten umgraben gegen eine Zahnbehandlung.
    Funktioniert teilweise schon bei Lets – Zahnbehandlung ausgenommen.

  90. lieber don, wenn ich zeit...
    lieber don, wenn ich zeit habe, lese ich die stützen-artikel von beginn in richtung heute, aber bei ihrer kindheit war ich noch nicht angelangt. fantastisch, die bilder, die sie in meinem kopf erzeugen, durch ihre satte schreibe so real. da lese ich gerne noch viel mehr, ob großer don oder kleiner don, an diesen fantastischen erzählungen und stimmungsbildern! was ist schon realität, was ist schon imagination, was ist schon erinnerung?
    daher, lieber yast2000, kann ich ihnen gewissermaßen zustimmen. dennoch, wenn man so etwas liest, möchte man die bilder in real und deshalb sind wir froh, dass das schöne meran unseren don hat auf das beste überleben lassen und als merkwürdiges zwischengeschöpf seine geistigen schöpfungen hier materialisieren läßt, in dieser zwischenwelt, dem internet..
    .
    ps: ich war eine weile in der internetfreien zone, ich möchte noch meine freude kundtun, dass die bilder wieder so schön ungerahmt sind, dankeschön.

  91. @Nepomuk
    .
    von wegen...

    @Nepomuk
    .
    von wegen „überfordert“, das regelt alles der (Arbeits-)markt und Auskünfte gibt es bei Wikipedia.
    Bislang sind Energie und Lebensmittel noch viel zu billig, aber das muss nicht so bleiben.

  92. @Filou (wg....
    @Filou (wg. Dialekthinschreiberermahnung): Danke! Nix gegen gesprochenen Dialekt – den liebe ich (Außer „BAP“). Aber hingeschrieben? Sieht doch recht gequält aus. Liest das überhaupt jemand? Ich überspringe solche Kommentare immer.

  93. Welch fatale Konsquenzen die...
    Welch fatale Konsquenzen die Ausweitung der elterlichen, insbesondere der mütter-
    lichen Kampfzone für die Lebenstauglichkeit der „Progéniture“ hat, konnte man während der vergangenen Wochen in zahlreichen FAZ-Artikeln ungläubigst staunend
    nachlesen: Teflon-Mütter, die ihre studierenden Kinder wie Hunde an der Leine halten und die bei gutem Futter noch mit dem Schwanz wedeln. Da können dann nur
    nach Easy-Abi und Easy-Abi-Agentur „Studenten“ heranwachsen, die sich wie Mittel-
    stufenschüler verhalten und den Herausforderungen des Lebens und der Arbeitswelt
    rat- und hilflos gegenüberstehen.
    Lieber Filou, Ihr kluger Ratschlag, es bei der Erziehung mit einfühlsamer Improvi-
    sation zu versuchen, schlägt jeden (pseudo)ädagogischen Un- und Wahnsinn um
    Längen und zeigt, dass Sie kein solcher sind.

  94. @ donna laura 21. Juni 2011,...
    @ donna laura 21. Juni 2011, 10:32
    „kinderlos – welch ein monsterwort. gibt es denn keine alternativen, die nicht so sehr nach negation, mithin nach mangel ausschauen?“
    Wohl wahr und wohl auch betrüblich, allein so wird’s genannt. Auch „ungewollt kinderlos“, wenn mann sich nicht a priori zu irgendwelchen Herodes-Fantasien in der Öffentlichkeit bekannt hat und an sich noch gar keine rechte Meinung zum Thema „Kinderkriegen“ hatte. Ich wäre arg froh, wenn Ihnen ein schönes Wort einfiele und wem könnte man diesbezüglich mehr Hoffnung schenken als Ihnen?
    @ HansMeier555 21. Juni 2011, 10:31:
    Ja, deshalb habe ich es mir auch gemerkt und meine eigene Mutter gefragt, ob sie findet, dass sie viel zurückkriegt, sie war ausgesprochen fassungslos und meinte, sie hätten damals halt einfach getan, was notwendig war, Verantwortung übernommen, mal auf was verzichtet und dennoch versucht, normal zu leben (weiterzuleben).
    Ich weiß eines jedoch sicher: wir mussten uns an Regeln halten (im Restaurant, auf Reisen o.ä.), aber wir mussten nicht „dauerperformen“. Bei mir reichte ein „von drauß vom Walde komm ich her….“ wenn der Nikolaus kam, es musste keine Bach prelude sein…

  95. @ Nepomuk: lieben Dank. So...
    @ Nepomuk: lieben Dank. So weiß ich nun, dass das fassungslose Staunen auch Meriten in sich trägt!!

  96. Kinder kosten nicht nur viel,...
    Kinder kosten nicht nur viel, sie bringen auch ganz viel Unordnung in dein Leben
    zerschlagen Porzellan, Moebel, Fenster, aber ich wuerde sie fur keine zwei Villen
    hergeben.

  97. markenbekleidung verdeckt nur...
    markenbekleidung verdeckt nur notdürftig den deutschen hang zur uniformierung, legt aber im gegenzug eine zunehmende degeneration offen. wer bekleidung als statussymbol trägt, die in vietnam zu einem stückpreis von einem euro gefertigt wird, hat wahrscheinlich auch nur ein selbstwertgefühl von einem euro. was wiederum durch masse ausgeglichen wird – wenn alle dasselbe tragen, muß es das richtige sein. gleichzeitig hat der kreative individualist das dramatische problem, daß seine ideen umgehend aufgegriffen, einer großen masse zugänglich gemacht, kommerzialisiert und damit als merkmal von individualität komplett entwertet werden. es gibt also keine unterscheidung mehr über die einzigartigkeit, sondern nur noch über den preis. selbst eine immobilie mit einzigartiger lage kann sich plötzlich von einer reihenhaussiedlung eingekesselt wiederfinden. faszinosum: woher nehmen all die geist- und einfallslosen unterdurchschnittszeitgenossen diese masse an geld, um jeglichen esprit in ihrer beliebigkeit zu ersäufen?

  98. Die feinsinnigen Beobachter...
    Die feinsinnigen Beobachter der Erziehungsversuche von Luxuseltern oder Tigermüttern* können sich damit trösten, das deren Kinder schneller, als den Eltern lieb ist, zu eigenständigen Wesen heranwachsen. Das ist dann ein Mix aus Übernahme elterlicher Verhaltensweise, totaler Ablehnung derselben oder auch völlig eigenständiger Entwicklungen. Die missmutigen Blicke der beiden Girlies aus des Dons Foto deuten ja schon darauf hin.
    Wer nur beobachtet, ohne den Feldversuch in der eigenen Familie, kennt oft nur die sichtbare, gekapselte Oberfläche.

    * das geht nicht gegen „Der Tiger“, sondern bezieht sich auf die jüngst in den Zeitungen diskutierte Amerika-Chinesin.

  99. foto!@don alphonso .hat ´mal...
    foto!@don alphonso .hat ´mal wieder nicht direkt was mit dem Text zu tun, aber das shoppingfoto gleicht einem meiner neueren Aufnahmen sehr/ungemein(wiederhole ich mich?).
    Es handelt sich um eine Aufnahme einer Bank am Marktplatz von Aosta.
    Der Verein Olympic Aoste hat an einem der Tage ein fantastisches Gymnastik und Tanzfestival von und u.a. für Kinder vorgeführt. Ich durfte mit deren Erlaubnis Fotos machen und die Kinder ein wenig interviewen ; beteiligt waren viele Tanzgruppen.
    Im Laufe des abends gab es noch einen Bummel durch die einzigartige Innen und Altstadt/shopping mail mit berauschendem Blick auf die hohen, das Tal einschliessenden Gipfel..
    Woran die Kinder am meisten Spass hatten: An der show, den Kostümen, der Musik
    und …. dem regen Interesse der Zuschauer.
    Ich weiss nicht, was es gekostet hat, aber es steckte viel Arbeit und Trainingszeit darin.

  100. Escalera de la ...
    "Garten...

    Escalera de la …
    „Garten umgraben gegen eine Zahnbehandlung.“
    .
    War die Zahnbehandlung mies (ohne Betäubung, ganz falscher Zahn) oder klappert das Gebiss seitdem, wird der Garten dann nun sagen wir etwas schlampiger umgegraben.

  101. Und warum sollten Trampoline...
    Und warum sollten Trampoline ewig teuer bleiben? Früher oder später gibt es die gebraucht (wie heute die alten Rennräder) und wenn die Chinesen die Massenproduktion aufnehmen, kosten sie nur noch 99,95 Euro.
    .
    Lieber Don, haben Sie eigentlich auch ein zünftiges Bonanza-Rad?

  102. liebe Kastanie, herzlichen...
    liebe Kastanie, herzlichen dank für die blumen, allein, dies wort gibt es nicht im französischen. man grübelt.
    .
    vielleicht kindfrei?
    hm.
    .
    nein. oder? immerhin gibt es anklänge von freiheit, wahlfreiheit.
    nein.
    obwohl: ein kindfreies paar. klingt doch nach etwas. das peppt sogar noch steuererklärungen auf.
    .
    umfrage?
    [der schlechteste beiträger bekommt einen nachmittag flöhehüten mit sackhüpfen geschenkt.]

  103. Hach..manchmal wünsche ich...
    Hach..manchmal wünsche ich mir auch ich hätte Kinder..am besten so einen Zappelphillip als Sohn, wie ich selbst einer war. Den könnte ich dann mit Ritalin abfüllen und den anderen Eltern erzählen, sein Verhalten wäre ja nur ein Zeichen seiner SONDERBEGABUNG. Die würden dann ihren stillen braven Kindern ärgerliche bis verzweifelte Blicke zuwerfen („Warum ist Yves-Engelbert immer so brav? Haben wir als Eltern versagt? Ich schicke ihn doch zum Chinesischunterricht, das macht ihn bestimmt wild..“)
    Auf diese gelungene trollierung könnte ich dann einen Weinbrand geniessen, aber das wird wohl nichts mehr in diesem Leben *seufz*

  104. @Nepomuk –
    20. Juni 2011,...

    @Nepomuk –
    20. Juni 2011, 7:08 “Leserolf, Schlüsseldienst? Auf Vancouver Island? Teuer! Und die Flieger sind froh, mal über den Coal Harbor hinauszukommen. (Ich selber frage mich nur, warum unbedingt Toyota?)”
    Japanische Autos hatten in Vancouver das beste Preisleistungsverhältnis. Europäische waren erheblich teurer, amerikanische waren (zumindest vor 20 Jahren) von deutlich schlechterer Qualität.
    21. Juni 2011, 10:27
    Wenn sie meinen Hintergrund wissen wollen, brauchen Sie nur systematisch alle Kommentare unter ‘Der Tiger’ zu lesen.

  105. "Nichts zeigt die Tendenzen...
    „Nichts zeigt die Tendenzen dieser Heranfütterung von kleinen Monstern schöner als die öffentlich ausgetragenen Wettläufe um Trampoline, die heute zumeist in Vorgärten zu sehen sind. Scheussliche Stahlgerüste mit haushohen Netzen, für die übrigens auch kräftig geworben wird. Ein schönes Sinnbild für die spätere Hyperaktivität im Eingesperrtsein, die vermutlich viele im Berufsleben einmal erwarten wird, sinnloses Auf und Ab, Höhepunkte und Niederlagen zwischen Begrenzungen, die einem andere vorgeben. Reichtum der Eltern ist gleichbedeutend mit weiteren Netzen, an der Sache ändert das nichts, und der Nachwuchs kann sich zwischen achtstufigem Gymnasium und Chatten bei Facebook schnell und drecklos austoben. Elternliebe misst sich in Fangzaungrösse, wenn sie nicht mehr in Kinderwagen messbar ist.“
    Aus einer solche Analogie machen andere (minderbegabte) ein Buch, naja, ok eine Kurzgeschichte.
    Toll!

  106. "Flaschensammeln? Höchstens...
    „Flaschensammeln? Höchstens für Mollis“
    Gab ews da nicht mal einen Laden gleichen Namens in dem laut einem damaligen Kollegen wilde nymphomanische Bedienungen exzesse feierten?

  107. <p>Herrlich. Wir werden uns...
    Herrlich. Wir werden uns erlauben, auf diesen schönen Blogbeitrag auf unserem Anti-Spam-Blog aufmerksam zu machen.

  108. Beatrice P., bei den Kosten...
    Beatrice P., bei den Kosten reichen zwei Villen wirklich nicht.

  109. Liebe Donna Laura,

    die Blumen...
    Liebe Donna Laura,
    die Blumen kommen von Herzen, weil Sie zumeist klug und gütig schreiben, was bei manchen Themen nicht immer leicht ist. Mir geht der Gaul doch häufiger mal durch und zwar im Schweinsgalopp. Meinen Sie, ich könnte beim Wettbewerb um den „Sackhüpfpreis“ mit „unbekindert“ antreten? Es wäre dies ein kleines Anläuten vor allem bei Menschen, die einem selbiges zum Vorwurf machen und einem darlegen, was man verpasst.

  110. Distinktion gleich gewendeter...
    Distinktion gleich gewendeter Klassendünkel
    .
    @Don: Ich könnte jetzt noch einen drauf setzen und von unserem Nachbarskind erzählen, das ebenfalls von seinen Eltern so ein Riesentrampolin mit Fangnetz in den schmalen Reihenhausgarten gestellt bekam – vor einem Jahr -, und was daraus geworden ist. Aber eigentlich interessiert mich das nicht. Was mir an Ihren Geschichten hin und wieder aufstößt, vor allem wenn es um Kinder geht, um die der Reichen, ist dieser Unterton. Ich täusche mich vielleicht! Aber höre ich da nicht sowas wie Selbsthass heraus? Mögen Sie deshalb keine Kinder, weil Sie sich selber nicht mögen? Nicht als das, was Sie mal waren – Kind reicher Eltern? Wenn das stimmen sollte, dann wäre das so tragisch wie überflüssig, denn völlig unzeitgemäß.
    .
    Mag sein, dass Sie sich als Tucholsky Ihrer Szene wähnen. Aber spielen Sie um Gotteswillen die Rolle nicht zu echt! Im Übrigen: Bei Tucholsky mag man dieses Übermaß an Distinktion noch für revolutionär gehalten haben. Der Selbsthass des (liberalen) Bürgertums war der damaligen Zeit durchaus angemessen. Auch ein Thomas Mann spielte auf dieser Klaviatur, obwohl er kein liberaler, sondern ein Deutschnationaler war. Und manchmal kam da was Gutes bei raus, wie eben bei Tucholsky, oder eben – mit Abstrichen – auch bei Mann. So besehen, könnte man eines Tucholskys Selbstmord, ohne jetzt all zu pietätlos erscheinen zu wollen, also nur mal weiter gesponnen, als Teil jener Selbstinszenierung halten, welche dem offenen Übertritt zur anderen Klasse, dem Klassenverrat sozusagen, zuvorzukommen hatte. Klassenverrat! Das war selbst dem Proleten damals unter seiner Würde.
    .
    Heute hingegen, im Zeitalter der sog. Prekarisierung der Klassen, sind die klassentypischen Merkmale beinahe obsolet. Ein wenig zynisch formuliert, könnte man auch sagen: Die „Masse“ machst! („Masse“ im Sinne Ortegas). Selbst die „Oberschicht“, die herrschende Klasse, kann ihren Zöglingen nicht m e h r bieten als die unteren Klassen, nur eben in größeren Massen. Wir sprachen schon darüber: Die Rolex gehört dem Prolex (http://blog.herold-binsack.eu/?p=958)!
    .
    Und da genau dieses vor allem den Konservativen innerhalb der Herrschenden so ein Ärgernis ist, ist das diesbezügliche Klagen in aller Regel konservativ konnotiert. Distinktion gleich gewendeter Klassendünkel. Das ist nicht mehr Tucholsky!
    .
    Nicht, dass Sie mich jetzt missverstehen. Ich will Sie nicht beleidigen. Ich schätze Ihre Beiträge und ich denke auch ihre Motive zu verstehen. Dennoch gerade diese kommen in solchen Beiträgen nicht zur Geltung, oder eben verquer. Es sei denn, und diese Möglichkeit schließe ich nicht aus, Sie provozieren in diese Richtung ganz bewusst.

  111. Don Carlos, War'n Se mal im...
    Don Carlos, War’n Se mal im Ausland? Weil, wenn Se glauben dass nur in D’land Markenterror herrscht, dann kennen Se Frankreich, zumindestens, nicht. Und wer nur den einen Euro Fertigungskosten in Vietnam erwähnt (übrigens, sind da Materialkosten enthalten, oder ist das ein reiner Faktorpreis?) unterschlägt die 94 Euro die an die Intangibles BV gehen für die Entwicklung und Pflege des Markenwertes und schliesslich in der Anteilshalter Geldbeutel als Dividende.
    .
    Langeweile: Meine Grossmutter die nicht in Allem Unrecht hatte, behauptete, ohne Langeweile entwickle sich keine Kreativität. (Ehe hier falsche Eindrücke entstehen, die Dame war Lutherisch-Bayerische Organistin aus Preussischem Beamtenhaus, also nix mit grünen Haaren und perforierter Haut). Nur erweist sich das Erlernen geeigneter Ausdrucksformen selbiger als ein dialektischer und damit von Kämpfen geprägter, langwieriger Vorgang.
    Daüberhinaus gehört das Lernen, sich mit Anstand zu mopsen, zu dem Mindestcurriculum. Und wie bei allem Lernen sollten die Anforderungen langsam gesteigert werden. Ein Kleinkind muss sich keine zweistündige Tanzveranstaltung ansehen müssen und auch Abtrocknen kann mit einfachem Geschirr geübt werden (so bleibt man auch bei unter einer Villa).

  112. YogSothsoth Esq. Mir wird...
    YogSothsoth Esq. Mir wird gesagt, die Randale der kleinen Ickes (dabei ist noch gar kein Versicherungsfall eingetreten, die beiden Rennen und Schreien manchmal, spielen gar im Supermarkt fangen oder Versteck, parieren gerade dann nicht wenn sie sollen und tun lauthals ihrem Missfallen kund wenn meine Vorstellung von dem zu Kaufenden oder der Nachmittagsgestaltung der ihrigen nicht folgt) liege doch sicher am fremden Einfluss des Vaters? Mitteleuropäische Kinder täten so etwas schliesslich nicht (auch keine Tauben jagen).

  113. @vroni - lo siento. Schöne...
    @vroni – lo siento. Schöne Kombination. Nein, ich meinte – Zahnbehandlungen sind nicht im Dienstleistungsangebot. Massagen, Haare schneiden, Hosen kürzen und Gärtnern (auch Babysitting und Kinderbespaßung, um nicht allzusehr vom Thema abzuschweifen) – hingegen schon.

  114. lieber don, liebe Beatrice P,...
    lieber don, liebe Beatrice P, zwei villen reichen tatsächlich nicht: http://www.businessinsider.com/abandoned-houses-detroit-2011-2#-31
    .
    nur nebenbei gesprochen, der folgende link entbehrt nicht der spannung (achtung: viel text auf englisch, die click-show dazu, insbesonders folie 29, erhellt manches):
    http://www.businessinsider.com/worst-housing-collapse-in-us-history-2011-2#

  115. Trampoline sind auch neu nicht...
    Trampoline sind auch neu nicht teuer.
    Ich nehme an, die Chinesen haben längst die Massenproduktion aufgenommen. Sie sehen auch alle gleich aus und taugen kaum noch zur Abgrenzung, weil in unserer Umgebung in fast jedem Garten so ein Ding steht.
    .
    Aber von allen Kinderbelustigungsanschaffungen der letzten Jahre wird unser Trampolin (jawohl, wir haben eins!) von unseren und den Nachbarkindern am meisten geliebt und genutzt, sehr zum Leidwesen des Hundes, der dieser Hüpferei überhaupt nichts abgewinnen kann.
    .
    Der wahre Luxus besteht doch darin, so ein hässliches Ding zwar zu besitzen, es dann aber im Garten so aufzustellen, dass es hinter einigen üppigen Rhododendren optisch verschwindet.

  116. Die Aufrüstung...
    Die Aufrüstung mittelprächtiger Reihenhausgärten in mittelprächtigen Vororten mit (längst chinesischen) Trampolinen ist längst passiert. Empfehle einen Google Earth-Flug über Kleinmachnow.

  117. @HansMeier555 - Trampoline...
    @HansMeier555 – Trampoline 99,50 €.
    So rein gefühlsmäßig hätte ich diese so auf ~ 65 € taxiert stimmt aber nicht. Ging also per Recherche „ad fontes“, kind ist wohl erst mit einem Faktor 3 dabei. Auf den Gebraucht-Trampolin-Markt brauchen Sie nicht zu spekulieren, das Zeugs hält wohl nicht lange. Spätestens der Rost nach Ende des Sommers oder schon im kühlen Sommenregen erledigt das dann.

  118. Donna Laura: das verbreitete...
    Donna Laura: das verbreitete Wort für kinderlos ist „alleinstehend“.

  119. These: In allen Vierteln, in...
    These: In allen Vierteln, in denen die Mülltrennung funktioniert, wimmelt es von Gummi-Pools, Klettergerüsten und Trampolinen. Und von selbstgetöpferten Klingelschildern. Auf denen die lieben Kleinen natürlich nie ihren festen Platz haben.
    Wundert mich echt, dass dort trotzdem nur einige wenige amoklaufen.

  120. Zur Namensgebung für den...
    Zur Namensgebung für den SdG-Nachwuchs:
    Meine Favoritin ist Cassandra. Langfristschäden für die lieben Kleinen sind nicht zu befürchten, derartige Namen der Kinder charakterisieren doch eher deren Westviertel-Eltern.
    Mein Kronzeuge (auch ohne Westviertel): Johnny Cash – A Boy Named Sue
    http://www.youtube.com/watch?v=-1BJfDvSITY
    Auch ohne die bildungsbürgerlichen Auswüchse in der Namensgebung: Hat einer der hier versammelten Kommentatoren tatsächliche Kinder, die mit ihren Vornamen zufrieden sind?

  121. "Natürlich auch ihren festen...
    „Natürlich auch ihren festen Platz haben“, sollte es heißen.

  122. lieber Nepomuk, bis jetzt...
    lieber Nepomuk, bis jetzt liegen sie ganz gut im rennen, den preis zu gewinnen – s. bitte die agb. wie immer: genau durchlesen.

  123. lieber JR, wer so heisst, darf...
    lieber JR, wer so heisst, darf auch im glashaus mit steinen hantieren: ja.
    .
    zu cassandra passt xanthippe, ein gemeinhin weit unterschätzter name. vielleicht, wenn doch noch zwillinge angesetzt werden? zwillinge sind trend, gerade bei späten brütern.
    .
    .
    .
    [(aber hey, dann bin ich ja ein schneller brüter!)]

  124. @JvdP, unserer,...
    @JvdP, unserer, alttestamentarisch. Mehr sag‘ ich nicht. War’n Zelot, allerdings nicht Samson. War fueher auch in deutschen Adelskreisen gebraeuchlich.
    Sagen wir mal so: der Name ist ihm piepe. Ein Name halt.

  125. Liebe Donna, ohja, das waere...
    Liebe Donna, ohja, das waere eine Idee gewesen: Diogenes.
    Diogenes van Aardappelenbotten MA.
    .
    Muss ich beim naechsten Betrinkenis mal anbringen.

  126. Devon08: "Was mir an Ihren...
    Devon08: „Was mir an Ihren Geschichten hin und wieder aufstößt, vor allem wenn es um Kinder geht, um die der Reichen, ist dieser Unterton. Ich täusche mich vielleicht! Aber höre ich da nicht sowas wie Selbsthass heraus? Mögen Sie deshalb keine Kinder, weil Sie sich selber nicht mögen? Nicht als das, was Sie mal waren – Kind reicher Eltern? Wenn das stimmen sollte, dann wäre das so tragisch wie überflüssig, denn völlig unzeitgemäß. …“
    *
    Devin08, wenn man dem Don Selbsthass unterstellt, ist man schon reingefallen; so große Gefühle will der gar nicht transportieren. Es geht ihm um Hedonismus als Selbsterhaltungstrieb und die Bereitschaft, sich in einer hyperkorrekten Gutmenschen-Gesellschaft dafür auch mal zum Arsch zu machen; dafür ist er sich nicht zu schade und das schätze ich an ihm. Der „Hedonismus als Selbsterhaltungstrieb“ nun wiederum ist wirklich interessant, denn der lässt auf eine große, innere Verunsicherung schließen, die er spannenderweise mit Blog-Texten und Rückversicherung bekämpft. Da kann man nun mit den filigransten Psychotricks nicht gegen an: Er erzeugt nun mal erfolgreich intellektuellen Mehrwert.

  127. Irgendwie gefällt mir die...
    Irgendwie gefällt mir die Diskussion nicht so recht. Zuviel moralische Konsumkritik und Lamento über die „ach so verwöhnten Kinder von heute“, denen „echte Zuwendung fehlt“ und die darum zwangsläufig bald „zu Monstern mutieren“ oder „Amok laufen“ werden.
    .
    Das ist wie wenn Fernseherbesitzer sich über das schlechte Fernsehprogramm aufregen oder alte Jungfern über… na ja.
    .
    Die Wohlstandskritik gehort dabei zur DNA der BRD wie die Westbindung zur CDU, und es gibt sie auch in allen Farben des ideologischen Spektrums, von der Predigt des katholischen Pfarrers (Warnung vor den jedes Jahr früher im Supermarktregal liegenden Schokonikoläusen) über Horkheimers Reden zur feierlichen Immatrikulation 1951 (Warnung vor amerikanischen Unterhaltungsfilmen) über den Arbeitergeberverband (Warnung vor den maßlosen Lohnforderungen der Gewerkschft und den SED-Schriftsstellerverband (Warnung vor dem atheistischen Materialismus des Neckermann-Katalogs) bis hin zur empörten, in seinem Selbstverständnis tief getroffenen Klage der Freiberufler und Exhonoratioren und anderer Unbildungsbürger darüber, dass ihre Putzfrau mit dem Flugzeug nach Spanien fliegt, was sie sich selber „bei den Steuern doch gar nicht mehr leisten können“.
    .
    Ich kann mich noch genau an die Zeiten erinnern, als man über Handi-Besitzer die Nase rümpfte, „die sich mit ihrem blöden Spielzeug wichtig tun“, obwohl sie das „doch gar nicht brauchen“.

  128. Die erste Installation gefiel...
    Die erste Installation gefiel mir, es kam das deutliche Gefühl auf, der Autor als selbst (einst?) Leidtragender weiss, wovon er erzählt. Wogegen ich Teil 2 und 3 mangels Eigenerfahrung eher den sarkastischen Spekulationen zuordne. Zu dieser Installation: Ich sehe in meinem Bekanntschaftskreis sowohl These als auch Antithese genügend vertreten.
    .
    Beispiel: „Zu jung für Logos“. Mitnichten. Eine Nahaufnahme der beiden kleinen Schicksen würde es sicher zu Tage bringen. Die entsprechenden Logos gibts halt nur nicht in dem Shop auf dem Foto, in dem Mama (oder ist es nicht eher die reiche Großmama?) einkauft.
    .
    Es gibt nicht selten Diskussionen um die Rückkehr zur Schuluniform, weil die kleinen Racker ganz schnell dabei sind, ihr noch nicht sozial überformtes Rudelverhalten mit solch bunten Stickern einem Herrn der Fliegen gleich in aller Grausamkeit zelebrieren. Wo der Don in diesem konkreten Beispiel allerdings wieder richtig liegen dürfte, wäre bei den reichen – überglücklich weil in unserer Akademikerinnengesellschaft üblicherweise erst sehr spät gewordenen – Großeltern. Da fängt ein Qualitäts-T-Shirt für die kleinen Majestäten erst bei 80 Euro an, auch wenns das für 15 Euro schon täte.

  129. Meine Tante war richtig...
    Meine Tante war richtig wütend als sie sah, dass unsere Räder Gangschaltung hatten. „Ich bin 19xy ohne einen Gang bis nach Frankreich gefahren, und wenn es bergauf ging, haben wir halt geschoben“.

  130. HerrMeier: "Ich kann mich noch...
    HerrMeier: „Ich kann mich noch genau an die Zeiten erinnern, als man über Handi-Besitzer die Nase rümpfte, „die sich mit ihrem blöden Spielzeug wichtig tun“, obwohl sie das „doch gar nicht brauchen“.“
    .
    Na und? Es ist doch so. „Brauchen“ tut’s niemand. Es ist (immer noch) Angeberei, Bequemlichkeit udn „weil alle eins haben“. Disclosure: Ich nicht. Noch nie. Und das geht prima.

  131. "Auch ohne die...
    „Auch ohne die bildungsbürgerlichen Auswüchse in der Namensgebung: Hat einer der hier versammelten Kommentatoren tatsächliche Kinder, die mit ihren Vornamen zufrieden sind?“
    Ja, hallo, hier, ich.
    Mein Sohn heißt Max, jetzt 22, studiert Informatil und es hat ihm wieder mal bei mir geschmeckt; ich koche für ihn jeden Dienstag. Seinen Name findet er toll. Allerdings ist er Heavy Metal Fan.

  132. @Herr Müller
    Was jeder hat,...

    @Herr Müller
    Was jeder hat, erweckt keinen Neid und taugt nicht zum Angeben.

  133. Hoppala!
    Streiche @JvdP,...

    Hoppala!
    Streiche @JvdP, setzte @JR (21. Juni 2011, 16:35).
    .
    Sorry voor het ongemak.

  134. Das Publikum sind die wahren...
    Das Publikum sind die wahren Darsteller
    .
    @Yast 2000: So wie Sie das beschreiben, wäre dieser Hedonismus eben nur gewendeter Klassendünkel. Als Ausweg hingegen ließe ich ja schon offen, dass er ganz „bewusst in diese Richtung provoziert“. Quasi als gewählter Stil/gewähltes stilistisches Label. Somit nicht wirklich aus Überzeugung (seine „Überzeugung“ ist gleich die Annahme, dass die Anderen sich überzeugend genug darstellen). Seine Leser mögen glauben, dass sie da einen Gesinnungsgenossen gefunden haben und lassen sich damit in die nicht selten „schwarze“ Seele schauen. Auf diese Weise lässt er jenen dünkelhaften Klassenkampf (von oben), den er vorgibt verinnerlicht zu haben, sich – in Wahrheit getrennt von ihm – selber darstellen. Frei nach Brecht. Das Publikum sind die wahren Darsteller. Wir alle sind das Ensemble. Und mag sein, dass das alles auch einer Selbsterhaltung dient.

  135. Ist Filou ein Niederlander? ...
    Ist Filou ein Niederlander? Keep in touch with the Dutch!

  136. @ Devin08: "Das Publikum sind...
    @ Devin08: „Das Publikum sind die wahren Darsteller.“
    *
    Das ist korrekt. Der Don gibt gar nichts vor, er könnte genauso gut ELIZA von Joseph Weizenbaum sein. (siehe Link) Die Sache funktioniert nur deswegen, weil die Kunstfigur Don Alphonso nicht vorgibt, ein besserer Mensch zu sein als er in Wirklichkeit ist. Deswegen funktioniert die Kommunikation, weil hier niemand deutscher Gutmensch sein muss, weil der empörungswillige Dummkopf mit seinen durchschaubaren, moralisch-neurotischen Absichten hier keine Chance hat. Und dies zeigt, dass Kommunikation in Deutschland über die alltäglichsten Dinge dann funktioniert, wenn niemand den anderen moralisch unter Druck setzt und man eine Sprache findet, die allen gerecht wird. Das ist nämlich auch Intelligenz, soziale Intelligenz, und diese trägt sehr viel dazu bei, Konflikte zu mildern. Man könnte also auch sagen, Don Alphonso ist der kleine Arsch in uns allen, die wir sonst nicht zeigen können, weil wir keine Kinder mehr sind, denen alles verziehen wird. Er könnte aber genausogut ein Computerprogramm sein, dann wären die Kommentatoren als Publikum die wahren Darsteller. Die meisten verstehen nicht mehr, was mit ihnen heute passiert, weil sie nichts über die Informationstheorie wissen, aber alles über Renditen, Immobilien und ihre persönliche CO2-Bilanz. Deswegen werden Inselbegabungen auch für Hochintelligenz gehalten und der überzeugte Hedonist für Fürst Mischkyn. Mir soll es recht sein… :-)

  137. Klaus,
    finde Max als Name auch...

    Klaus,
    finde Max als Name auch toll.
    Habe meine Katze so genannt.

  138. Surreales „theater en...
    Surreales „theater en miniature“
    .
    @Yast2000: Nun ja, was auch immer ein „empörungswilliger Dummkopf“ ist, oder gar ein „deutscher Gutmensch“, das möchte ich an dieser Stelle nicht weiter hinterfragen, zumal ich das an anderer Stelle schon getan habe, in Bezug auf den „Gutmenschen“ (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1597) . Dennoch: Empören tue ich mich auch, vor allem dabei über Dummheit, Ignoranz und Dünkel. Und das, zumindest will es mir so scheinen, hat die Kunstfigur Don Alphonso ebenso auf dem Programm. Daher spiele ich mit, auf dieser Laienbühne.
    .
    Ein wenig erinnert mich diese Bühne schon an Heinrich Manns „Mephisto“. Ganz andere Zeit und ganz andere Verhältnisse. Und doch gab es da eine Bühne, die eine Zeitlang, und darin quer zum wirklichen Geschehen, Kommunisten neben Faschisten auftreten ließ. Und die Nazis begriffen recht spät, wie subversiv gerade dieses ist. Ich fragte mich schon, warum die Kommunisten es so lange dort ausgehalten haben? Und ich beantworte mir die Frage inzwischen so, dass sie sich wohl – mal abgesehen davon, dass sie die Gefahr durch die Nazis nicht von Anfang voll erfassten – nicht so einfach von der Bühne haben schupsen lassen wollen. Wie im wirklichen Leben sozusagen. Und natürlich ist die Frage zu stellen, warum die Faschisten das duldeten? Nun, weil sie noch nicht die unumschränkte Macht hatten. Nicht dass mir das jetzt einer falsch versteht. Diese Bühne ist nicht wirklich vergleichbar mit Don Alphonsos Blog, und ich teile auch nicht die hiesigen Darsteller in Kommunisten und Faschisten (obwohl mir manchmal so bei gewissen Beiträgen ein merkwürdiges Geschmäckle hochkommt). Ganz Deutschland ist diese Bühne und Don Alphonso bietet hieraus quasi eine Art surreales „theater en miniature“.

  139. Wenn man die Projekion...
    Wenn man die Projekion aufnähme, würde man evtl. noch sagen „den Kindern fehlt der Vater – und der Frau der Mann“(„(einer, der auch schon mal „Bescheid“ sagen kann“ – oder anders: Jede Ordnung braucht auch „Ansage“).)
    .
    (Wer weiß, welche Situation das Bild wirklich zeigt)
    .
    Und sogar auch wir haben noch die schwere Aussteuerqualität von 1924 (oder 1912?) im Schrank. (Tatsächlich, genau die.) (Und das ist auch Qualität, darum wird sie ja auch bis heute geschont – nein, nicht alles ist in Feuerstürmen umgekommen.)
    .
    Und früher hätte man gsagt, er hat Recht, dass er so scharf unterscheidet, zwischen gleichaltrig und herausragend.
    .
    Und alle narzistische Mütter werden in der Zukunft gekennzeichnet: Sie erhalten eine durchsichtige Bauchdecke und eine Gebärmutter-Einblickscheibe, damit man das Kind schon früh strampeln sieht, etc.. Mehr noch: Damit alle Welt auch richti Klasse sehen kann, was sie da so Tolles inwändig produzieren. (Sollte man glatt entwickeln und zum Patent anmelden, könnte man glatt verkaufen – Zielgruppenvermögen bekannt)
    .
    Und als Befähigungsnachweis für den gehobenen Dienst wird demnächst das Auswendig-Hersagenkönnen der Libretti dreier Wagneropern eingeführt.
    .
    „In die Untersuchung wurden Patienten eingeschlossen“ („, welche…“) (der berühme Professor heute im Radio zum Thema „empfindlicher Sehnerv“)
    .
    Daher: Jeder, der genügend Auge im Kopf hat, sieht, dass es auch in Tergernsee-Amt genügend glückliches Büro geben muss, alle Liegenschaften zu sichern.
    .
    Die Ursache fragt nach den Gründen nicht.
    .
    Was sagt der fahrende Topfladen? „Ich klapper“, natürlich.
    .
    „The Untouchable Wings“. (Unsere Kunstflugstaffel)
    .
    Solschenizyn war auch lieber im Gulag.
    .
    Er hat ja Recht: Es kommt darauf an, zu welcher Gruppe man gehört. Zu der, die nicht leidet, wenn sie nicht schreibt, oder zu der, die leidet, wenn sie nicht liest. (Beide können intellektuell sein.)
    .
    Die Verhöhnung des Kometen? (Wenn die Schweife sagen „wir brauchen Dich nicht…“) (… denn seit wann könnten Kometen auch Schweif sein?)
    .
    Warum sollte er sich für Geld sein Glück abkaufen lassen? Er hat es doch schon.
    .
    „Ich arbeite mit einer großen innerer Ruhe – und bin der Letzte in dieser Gegend“. („Welten statischen Ungestüms“ – Kant natürlich, Immanuel)

  140. Sorry, Mephisto ist natürlich...
    Sorry, Mephisto ist natürlich von Klaus Mann, nicht vom Heinrich. Ich verwechsele immer „Der Untertan“ von Heinrich Mann mit „Mephisto“ von Klaus Mann.

  141. @ Devin08: "Und doch gab es da...
    @ Devin08: „Und doch gab es da eine Bühne, die eine Zeitlang, und darin quer zum wirklichen Geschehen, Kommunisten neben Faschisten auftreten ließ.“
    *
    Es ist mir eine Freude, Ihnen mitzuteilen, dass seit Erscheinen dieses wunderbaren Romans 56 (in Worten: sechsundfünfzig) Jahre vergangen sind. Desweiteren ist vielleicht auch interessant, dass auch heute noch Kommunisten und Faschisten nebeneinander auf der Bühne stehen, ohne dass sich jemand dabei etwas denkt: Der Autor hat es nämlich in ihre Rolle geschrieben..!.

  142. fionn, filou is helemal een...
    fionn, filou is helemal een weledel hoog (even hooger) gelaarde nederlandse onderzoeker van afzonderlijke specialiteiten.

  143. Falkenherz: "Zu jung für...
    Falkenherz: „Zu jung für Logos“? Mitnichten. Der Logos war ganz am Anfang, der ist sowieso außer Konkurrenz.
    .
    (Ok, später Scherz.)

  144. geehrte donna laura,
    wie ...

    geehrte donna laura,
    wie wäre es anstatt kinderlos den Begriff „sorglos“ einzuführen? mfG.T.

  145. Trias, huahihihi! Klasse!...
    Trias, huahihihi! Klasse!
    .
    Nur leider… Im Sinne der Ausgrenzung und Enteignung von Randgruppen dürften die kinderlosen Menschen künftig aus dem Generationenvertrag gekehrt werden.
    .
    Wer mich kinderlosen Greis „sorglos“ nennt, dem pflege ich zu sagen: Immerhin bin ich es, der mit seinen Steuern derzeit einspringt, der Kinderheime, Sonderschulen, Jugendknäste, Reintegrationsmaßnahmen, Drogenentzüge, Sachschäden, Täter-Opfer-Ausgleich usw. bezahlt, also brav gerade steht für all die versagenden Eltern, die zwar pausenfrei fordern, aber ihren Erziehungsauftrag als lästig längst entschlossen verweigern.
    .
    Nutzt aber nichts.

  146. danke Nepomuk, dem habe ...
    danke Nepomuk, dem habe ich gar nichts hinzuzufügen, aber
    wenigstens hat Ihnen bisher niemand den Humor genommen,
    kann auch keiner ! Wäre ja noch schöner, mfG.T.

  147. @ Don Alphonso: Gratulation...
    @ Don Alphonso: Gratulation dazu, dass Ihre Familie lang genug in „ruhigen“ Gefilden verbracht und den Wohlstand/ das Erbe zu wahren wusste. Anderen hat man in den letzten zwei Jahrhunderten nicht nur das persoenliche Hab und Gut, sondern mehrfach sogar die Nation weggenommen…
    .
    Schlimmer allerdings als die grosse Politik sind- die Tanten !(haben Sie je Wodehouse gelesen? Die frueher bei DTV erhaeltlichen Uebersetzungen sind genial, bei einem Bericht von Tantenterror habe ich so sehr lachen muessen, dass ich gut fuenf Minuten fuer zwei Seiten benoetigte). Zurueck zu erbenden Tanten: da wird zum Teil (so hat meine Mutter berichtet) ueber benutzte Hoergeraete gefochten, Moebelstuecke werden nostalgisch umschlungen, sobald anderwer sich dafuer interessiert, Familien entzweien sich…
    .
    Zum (Ehe)glueck sind meine Frau und ich der gleichen Meinung- lieber leer ausgehen und dafuer Konflikt vermeiden als sich mit all der negativen Energie belasten (nein, wir sind keine Esos aber ich weiss nicht wie ich das sonst ausdruecken soll).

  148. Warum ist das heutige...
    Warum ist das heutige Besitzbürgertum unfähig, einen Familienhaushalt ordentlich zu organisieren? Ist von der „bürgerlichen Kultur“ (ähm nun ja) denn wirklich gar nix mehr übrig?
    .
    Wenn das viele Geld irgendwohn muss, warum leistet man sich dann kein festangestelltes Kindermädchen, wie es um 1950 noch in ganz Europa in ganz normalen Haushalten üblich war?

  149. Mondry, auch bei uns war es...
    Mondry, auch bei uns war es ein Auf und Ab. Aber wie meine Grossmutter immer sagte: Bei uns gab es immer Fleisch auf dem Tisch. Bayern hatte immer ein wenig Glück.

  150. @HM555; Ich kann Ihre Tante...
    @HM555; Ich kann Ihre Tante verstehen, baue mir auch grade ein Ein-Gang-Fahrrad und werde vll damit auch nach Frankreich radeln :)

  151. @Hans Meier555...
    @Hans Meier555 …“festangestelltes Kindermädchen“…
    .
    Bei meinen Großeltern war festangestelltes Hauspersonal noch völlig normal. Der Betrieb eines großen Hauses wäre anders auch gar nicht möglich gewesen. Allein die Zeit, die für den Betrieb der Kohlenheizung aufzuwenden war, bis dann die Gasheizung eingebaut wurde.
    Meine Mutter hatte zu der sehr warmherzigen Köchin ein innigeres Verhältnis als zu ihrer eigenen Mutter, die ich als sehr distanziert und „hochherrschaftlich“ erlebt habe.
    Natürlich war man bis zum Tod auch für seine Hausangestellten verantwortlich, die als junge Menschen ins Haus kamen und dann ein Leben lang blieben.
    .
    Als meine Mutter nach ihrer Hochzeit die kleine, enge Stadt verließ und mit meinem Vater in die weite Welt hinauszog (und viele neidvoll und eifersüchtig zurückließ, die heute die perfekten alten Tanten geben), da achtete sie sorgfältig darauf, das von der Familie fürsorglich angebotete Personal für den Haushalt in der Fremde nicht anzunehmen. Das hätte immer auch familiäre Kontrolle aus der Ferne bedeutet. Und so habe ich als Kind nur Hilfen in Haus und Garten erlebt, die morgens kamen und die abends gingen, aber nicht mehr Bestandteil der Familie waren.
    .
    Was für meine Großeltern selbstverständlich war, stets tadellos gekleidet zu repräsentieren und immer die gebotene Distanz zu wahren, erfordert eine Kraft und Anstrengung, die heute kaum noch einer bereit ist aufzubringen.
    Ich habe das selber erlebt bei diversen Au pairs in unserer jungen Familie. Man ist nie mehr so ganz privat. Ein teures Auto oder eine Yacht ist da erheblich anspruchsloser, wenn das Geld untergebracht werden muss.

  152. @DA
    die buggys im bild sind...

    @DA
    die buggys im bild sind aber jetzt nicht upper class. der hintere ist ein pegperego ? (gute qualität mittleres preissegment) und der vordere doch wohl kein mclaren?
    außerdem gibt es für bogaboos auch einen guten gebrauchtmarkt

  153. Zum Thema "bürgerliche...
    Zum Thema „bürgerliche Kultur“, wo gibts die denn noch? Da werde ich immer wieder scheel angeguckt weil ich meine Frau nicht arbeiten lasse (Haushalt und Kinder zählen ja spätestens seit Mauerfall nicht mehr). Andererseits habe ich den Eindruck, die meisten Frauen sind froh, wenn sie per Halbtagsjob auch mal von zuhause wegkommen und die Kleinen im Kindergarten abladen können bzw. den Ehemann mit verbesserter Legitimation mit den Niederungen der häuslichen Pflichten quälen können. Hemden bügeln, Windeln wechseln, Küche aufräumen, den Staubsauger mal auf dem Teppich Gassi führen, undsoweiter. Da ist es heutzutage den meisten egal woher der Löwenanteil des gemeinsamen Einkommens kommt. Jaja, die Gleichberechtigung.
    .
    Die festangestellten Kindermädchen sind ja leider Opfer des modernen Sozialstaates geworden. Schon eine Stufe darunter, bei einer festangestellten Putzfrau, scheitern die meisten aus der deutschen Oberklasse.

  154. <p>Falkenherz, ich denke,...
    Falkenherz, ich denke, viele Frauen wollen nicht mehr finanziell abhängig sein, ws man angesichts der Scheidungsquote auch verstehen kann. Die Frage, was die bürgerliche Kultur eigentlich noch ist, stelle ich mir auch laufend, und komme zum Schluss, dass sie längst in viele Kulturen zerfallen ist: Vom Vollgas-Poschardt, der auf der Mille Miglia liegen bleibt, bis zur auf sexy gemachten Tütübeitragung mit Adorno als Anspruchsnachweis ist da alles dabei. Die Frage ist eher, welcher dieser Entwürfe sinnvoll ist, und was das Bürgertum ruiniert.

  155. @apreslude
    .
    Vielen Dank,...

    @apreslude
    .
    Vielen Dank, genau das meinte ich!
    .
    Aber wozu muß man denn überhaupt „ganz privat“ sein, und warum und wofür sollte man sich vor einem Hausmädchen genieren, wenn es doch lebenslänglich festangestellt ist?
    .
    Und wieso wollen die alle unbedingt der „Sozialkontrolle“ entkommen? Was ist denn so schlimm an ein bissel Sozialkontrolle? Wie und wo soll man Zivilcourage lernen wenn nicht einem sozialkontrollierten Umfeld? Ist nicht die oft genug die letzte Rettung für die armen Kinder?
    .
    Wenn etwas das Bürgertum ausmacht, dann die wohltemperierte Sozialkontrolle.

  156. @b4
    .
    Wo haben Sie Ihre Augen?...

    @b4
    .
    Wo haben Sie Ihre Augen? Die Tasche ist von Prada.

  157. Herausgeputzt (und...
    Herausgeputzt (und narzißtisch besetzt) werden Kinder aller Sozialschichten. Und dieses Bedürfnis der Eltern wird in gestaffelten Preiskategorien befriedigt. Das nicht (jedenfalls nicht erkennbar) arbeitende Migrantenpaar mit erfolgreichem Pflichtschulabschluß hat den Superkinderwagen vor der Tür stehen, das Kind ist herausgeputzt mit Kleidchen, Hütchen und mini-Sneakers, die Eltern selber mit saisonal erneuerter gefakter Teuerware. Das alles gibt es um relativ wenig Geld, in den Einkaufsstraßen und bei Importhändlern aus der community.
    Ansonsten: auch die Kommentare wurden mit großem Vergnügen gelesen, von der Langeweile als Vorraussetzung für Kreativität, vom sich-Mopsen mit Anstand, etc… Dankeschön!!

  158. Eltern erziehen ihre Kinder...
    Eltern erziehen ihre Kinder doch nicht um derentwillen, sondern damit Nachbarn, Lehrer, Verwandte und der Pfarrer keinen schlechten Eindruck bekommen.

  159. HM555, fein beobachtet! Ich...
    HM555, fein beobachtet! Ich hoffe ja immer, dass jemand genau hinschaut.

  160. @ HansMeier555:
    *
    1. "Und...

    @ HansMeier555:
    *
    1. „Und wieso wollen die alle unbedingt der „Sozialkontrolle“ entkommen?“ /// Weil es keinen Spaß macht, von Leuten kontrolliert zu werden, die einem intellektuell bis zur Hüfte gehen…
    2. “ Was ist denn so schlimm an ein bissel Sozialkontrolle?“ /// Es ist die Unfreiheit, sich nicht weiter entwicklen zu können….
    3. “ Wie und wo soll man Zivilcourage lernen wenn nicht einem sozialkontrollierten Umfeld?“ /// Man lernt unter Umständen, Menschen zu verteidigen, die es gar nicht wert sind?
    4. “ Ist nicht die oft genug die letzte Rettung für die armen Kinder?“ /// Wenn die Eltern pädophil sind, was die bürgerliche Familie als darwinistisches Grundgefühl nun mal erzeugt? Dann: Ja!
    5. “ Wenn etwas das Bürgertum ausmacht, dann die wohltemperierte Sozialkontrolle.“ /// Wenn etwas die Diktatur ausmacht, dann die Kontrolle durch die Staatsorgane.

  161. Der Markenwahn ist pure...
    Der Markenwahn ist pure Chimäre. Wer viele Kinder hat und diese dann etwas bescheidener kleidet und einen winzigen Tick besser erzieht als sonst in denselben Kreisen üblich (auch getragene Sachen) hat bei Nachbarn und Verwandten alle Sympathien auf seiner Seite. Probieren Sie es aus.

  162. Das hoffen die Trägerinnen...
    Das hoffen die Trägerinnen auch. Um dem nachzuhelfen, schreibt Prada auf die Pradataschen mit Bildzeitung-großen Lettern „Prada“. (Ob auch ein Chip eingebaut ist, der an alle Mütterhandys im Umkreis von 50m ein „Schaut her“ sendet?)

  163. Pardon, aber dieser...
    Pardon, aber dieser Blogartikel hier ist auch so was wie Sozialkontrolle (durch Satire, ein uraltes Ding). Auch wenn alles anonym ist und wie immer nur die Abwesenden gemeint sind.
    Bestimmt gibt es Leute, die das hier lesen und sich jetzt überlegen was sie machen müssen, damit man sie mit den beschriebenen Turbo-Eltern nicht verwechseln kann.
    Vielleicht läßt schon jemand einen Anwaltsbrief schreiben, weil er zu beweisen können glaubt, dass der Don ihn und nur ihn gemeint haben kann.

  164. @donna laura et alii ... en...
    @donna laura et alii … en passant zur Namengebung nicht nur in den feineren Schichten drei kleine Beispiele 1. Curt Goetz, Das Haus in Montevideo: Die zahlreichen Kinder des prüde-ambitionierten, aber armen Gymnasialprofessors, der jüngste unter ihnen: „Oh, Lohengrin popelt“. 2. In Hitchcocks „Der unsichtbare Dritte“ (North by Northwest) wird der Werbefachmann Roger O. Thornhill voll des guten Bourbons von der Polizei angehalten, von Sergeant Orpheus Klinge (das Drehbuch ist von Ernest A. Lehman). 3. Der Sieneser Adlige Enea Silvio Piccolomini (später Pius II.) hat aus seinem rörmischen Gründernamenmythos humanistisches Kapital geschlagen – ims Deutschen hieße er Äneas Silvius Zwerglein.

  165. Kinderabrichtung aus...
    Kinderabrichtung aus Kindessicht. Mein 20 jahriger Sohn hat vor kurzem aus unserer
    Frankfurter Zeit, erzaehlt da war er 10, da dachte er, die mit Play Station und Flach-bildschirm waeren reich, in der zwischenzeit hat er den Unterschied auch selbst begriffen. Ob er es auch begriffen haette, wenn wir in Frankfurt geblieben waeren?

  166. yast2000, HansMeier555...
    yast2000, HansMeier555 wünscht sich in den Feudalismus, auf den Hof des Gutsherren, wo er Knecht sein darf. Oder evtl. Verwalter, Meier sozusagen.
    .
    Frage bleibt, warum er den Wunsch nicht umsetzt, die Arbeitswelt hat Neogutshöfe reichlich.
    .
    Äh, oh je, was lerne ich draus: HansMeier arbeitet gar nicht!? Ruht sich in der sozialen Hängematte aus, die wir schaukeln!?
    .
    Meier!!?

  167. Don Alphonso, das mit der...
    Don Alphonso, das mit der finanziellen Unabhängigkeit nehme ich den Frauen aus „bürgerlichen“ Ehen, also jenen, die zumindest im gehobenen Mittelstand residieren, nicht ab. Es geht vielmehr um ein falsches Leitbild zur Selbstverwirklichung und ein überzogenes Verständnis von Gleichstellung. Der/die Beruf/ung als Hausfrau ist gesellschaftlich nicht mehr anerkannt und wird auch gern mal als „billige Putzfrau“ bezeichnet. Womit wir wieder bei den heutzutage fehlenden festen Hausangestellten wären.
    .
    Bemerkenswert sind Ihre Beispiele zum Thema „Bürgerlichkeit“. Ich hätte gedacht, dass sich Bürgerlichkeit heutzutage mangels Standestums, in einer nivellierten Mittelstandsgesellschaft, allenfalls noch als ein Familienstil definiert werden könnte. Eine Definition über Einkommensverhältnisse wäre ja über Begriffe wie Groß-, Klein-, Beamten- oder Bildungsbürgertum abgedeckt.

  168. Lieber HansMeier555, wo bleibt...
    Lieber HansMeier555, wo bleibt die philosophische Überhöhung? Auch Kinder sind soziale Wesen, die mit ihrer sozialen Umwelt wechselwirken. Wenn Eltern dafür sorgen, das ihr Nachwuchs kein ichbezogener Kotzbrocken wird, der nur sich als King of the World sieht und seinen Mitmenschen jederzeit und ungebremst auf den Senkel geht, nenne ich das Verantwortung. Als Teil dieser Umwelt sehe ich auch „Nachbarn, Lehrer, Verwandte und den Pfarrer“. Und nicht zuletzt auch andere Kinder, die dasselbe Westviertel-Gymnasium besuchen und für ein wenig elterliche Erziehung bei einschlägigen Mitschülern dankbar sind.

  169. @yast2000:
    Die ultamative Form...

    @yast2000:
    Die ultamative Form der von Ihnen abgelehnten Sozialkontrolle ist dann die Übertragung des Auftritts im nächtlichen U-Bahnhof, die mittels Überwachungsvideo über sämtliche Fernsehsender geht.
    In weniger öffentlicher Form betrifft das auch die Westviertel-Gesellschaft, bei deren Nachwuchs sich erstaunlich häufig Spielzeuge wie Springmesser und Wurfsterne finden.

  170. @ Nepomuk gestern @...
    @ Nepomuk gestern @ 22.33
    Dank u wel. Tot ziens.
    Over and out.

  171. Eine andere Geschichte aus...
    Eine andere Geschichte aus meiner Frankfurter Zeit. Ich sass einem Anwalt gegen-ueber hatte auf jedem Knie ein Kind. Er sah mich an und sagte: „Sie sind reich.“
    Ich sagte, „Ja“. Das Auto vor seiner Kanzlei, hab ich bis heute nicht. Na, und !

  172. Und das ist ja auch das...
    Und das ist ja auch das Unbehagen, das wir gegenüber Proleten- und Ausländerkindern empfinden: Dass sie keine Elternteile haben, von denen man wüsste, wie man sie am Telefon wirksam einschüchtert. Die Parallelgesellschaft der Nichtintegrierten fängt da an, wo die Wirksamkeit der erprobten Kontrollmechanismen aufhört.

  173. Don, 2 Fragen:
    1. Wie heißt...

    Don, 2 Fragen:
    1. Wie heißt das Treppengiebelgehäus im Hintergrund?
    2. „Der für Journalisten ekligste Weg ist der, den ich gehe, Aufbau einer Marke, eines Merkmals, etwas, das gezielt gesucht und gewollt wird. Jemand, den man lesen möchte. Weg von den Ränkespielen der Redaktionen und dem devoten Kriechen vor Professoren, Unternehmen und Politikern, hin zu den Lesern, die es schätzen, wenn man auf sie eingeht.“ – Wie grenzt man das vom Populismus ab? (Nicht, dass Populismus an sich schlecht wäre. Aber sein Ruf… Sie verstehen.)
    .
    fionn: over and out? Why?

  174. Burg Nassenfels. Da, wo es...
    Burg Nassenfels. Da, wo es manchem nass neigeht, wie man in Bayern so schön sagt.
    .
    Und ich sehe mich lediglich als Plauderer. Ich glaube zwar, das Plaudern gefährlicher als Brüllen sein kann, aber nachdem ich über jene 1ß% schreibe, die die anderen 90% nie sein werden, kann es schlecht populistisch, sein, nachdem ich gerne zu den 10% gehöre. Aber natürlich: Es kann auch anders laufen. Nur was mit Leserverachtung gewonnen ist, sehe ich auch nicht.

  175. @Nepomuk
    Steuerfahndung, wenn...

    @Nepomuk
    Steuerfahndung, wenn Sie es genau wissen möchten.

  176. Lieber Nepomuk,
    das Etikett...

    Lieber Nepomuk,
    das Etikett „Populismus“ wird heuzutage gern und inflationär als Killerargument verwendet, um andere Meinungen moralisch zu diskreditieren und abzuwürgen. Das erspart dann eine inhaltliche Auseinandersetzung.
    Bzgl. Politikern: man nenne mir einen, der sich nicht mehr oder weniger an seinen Wählern orientiert.

  177. HansMeier555: "Die...
    HansMeier555: „Die Parallelgesellschaft der Nichtintegrierten fängt da an, wo die Wirksamkeit der erprobten Kontrollmechanismen aufhört.“
    *
    Ich schätze Sie für ihre launigen Kommentare sehr, lieber Hans Meier. Und da wir beide Freunde des offenen Schlagabtausches sind und sie mich wahrscheinlich auch nicht für gänzlich bescheuert halten, sage ich Ihnen hiermit fröhlich: Ich frage mich seit zwanzig Jahren, wann die Bewohner der alten Bundesrepublik endlich mitbekommen, dass sie heutzutage die Nichtintegrierten sind! Damals gab es mit ihrer grünen Banane Zonen-Gabi im Glück, heute gibt es Bundes-Karl mit seinen giftigen Sprossen und der boulevardisierten Empörung. Ich meine, der Don kämpft wenigstens gegen seinen Fossil-Status offen an, aber die anderen… :-)

  178. @Don
    Anzeigenkundenverachtung...

    @Don
    Anzeigenkundenverachtung ist aber auch nicht schön.

  179. Ich verachte die nicht, ich...
    Ich verachte die nicht, ich hasse nur alle gleich.

  180. @yast2000
    Wer ist...

    @yast2000
    Wer ist „Bundeskarl“?!

  181. Bundeskarl oder auch...
    Bundeskarl oder auch Wirtschaftswunderpetra sind bundesdeutsche Möchtegern-Intellektuelle, die heimlich auf dem Klo die Bildzeitung lesen, auf dem Rücksitz ihres Daimlers eine ungelesene Camus-Ausgabe herumgammeln lassen und sich ganz schrecklich-fröhlich alternativ finden. Durch ihre nicht erklärte religiöse Bindung können sie aber das Schlimmste verhindern: Das „Sich-Gehen-Lassen.“ Sie treten gewöhnlich als Paar oder in Rudeln auf und nähern sich altermäßig der dreißg, allerdings von der falschen Seite….

  182. HansMeier555: Schön, dass...
    HansMeier555: Schön, dass zwischen Parallelgesellschaft (wie z.B. der hier) und der Parallelgesellschaft der Nichtintgrierten unterscheiden.
    .
    yast2000: Bundeskarl? Ist damit auch der Anti-AKW-Karl gemeint?

  183. Dann müsste es auch...
    Dann müsste es auch Orthogonalgesellschaften geben.

  184. Der in Kommentaren weiter oben...
    Der in Kommentaren weiter oben erwähnte geldlose Austausch von Dienstleistungen klappt nur in eher niedrigen Lohnbereichen, also Gartenarbeit gegen Nachhilfe, Nähen gegen Haareschneiden. Anwaltliche Beratung und ärztliche Dienstleistung (z. B. durch Alternativmediziner, deren Leistungen durch d. meisten österr. Kassen nicht vergütet werden und daher privat gezahlt werden müssen), aber auch psychotherapeutische Dienste scheinen in solchen Tauschbörsen nicht auf. Kostenlose Rechtsberatung findet sich immer noch am ehesten bei Interessensvertretungen mit dort angestellten Juristen; bei Rechtsberatung durch Selbständige, die Klienten an Land ziehen wollen, sollte man vorsichtig sein (z. B. beraten junge Anwältinnen bei Frauenberatungsstellen).

  185. Sie treten gewöhnlich als...
    Sie treten gewöhnlich als Paar oder in Rudeln auf und nähern sich altermäßig der dreißg, allerdings von der falschen Seite….
    .
    Wie, die sind alle noch unter 30?

  186. Das gelbe Faggin ist schön....
    Das gelbe Faggin ist schön. Ich hätte gern ein paar größere Fotos auch vom blauen Colnago. Das gefiel mir am besten (soweit auf den „Briefmarken“ erkennbar).

  187. HansMeier555: Und? Schon was...
    HansMeier555: Und? Schon was gefunden? (Klar, beim Don ist einiges zu holen, lieber Meier, und wer, wie Sie, hier genau hinliest, weiß auch, unter welcher lockeren Diele die Goldtaler liegen.)
    .
    JR: 11:51 = exakt das, was man dazu sagen sollte. Danke.

  188. @kampfstrampler - Curt...
    @kampfstrampler – Curt Goetz:
    Schön, dass Sie sich noch dieser Boulevardkomödien entsinnen. In der Toten Tante hat Goetz mit Prof. Traugott (!) Nägler einen schon damals längst untergegangenen Archetyp der SdG karikiert, nur ohne die hier im Blog implizierte, finanzielle Ausstattung. Nägler war zu der Namensgebung seiner Kinder aus seinem humanistischen Weltbild und Bildungsideal heraus, das er mit allen Fasern seines Wesens lebte, durchaus berechtigt. Das ist bei den heutigen Turbo-Müttern jedoch nicht der Fall.
    Zur hier aufgeflammten Erziehungsdiskussion ein Kinderwunsch aus der Toten Tante, nach dem Gedächtnis zitiert: „Ich sehe ein, dass ich Strafe verdient habe, und bitte um eine gehörige solche.“

  189. steuerfahndung, bester...
    steuerfahndung, bester HansMeier555?
    wieso haben sie dann soviel zeit, ihre zahlreichen – wohlgemerkt sehr geschätzten – kommentare zu verfassen? давай, давай, ans werk!
    .
    naja, schade eigentlich, dass man nicht den eindruck gewinnen durfte, die runde hätte sich gerissen darum, ein m.e. diskriminierendes wort wie kinderlos zu ersetzen, ausser durch sinnverfälschende zoten. es gibt also nicht mal einen verlierer, dem man die flöhe umhängen könnte.
    ganz subjektiv gewonnen hat – tärää: kindfrei.
    so schön wie sorgenfrei. aber nicht dasselbe, durchaus nicht.
    .
    liebes Falkenherz, sie lassen ihre frau nicht arbeiten? was mag dies bedeuten? sie wollen nicht, dass sie arbeitet? sie verbieten es ihr?
    sie gehen induktiv vor, und meinen, dass frauen i.a. nur aus sozialen aspekten vortäuschen, dem ohnehin – auch von der höhe her – nur lächerlich zu nennenden gelderwerb nachzugehen,
    mit dem nebeneffekt, den gatten abends zwiebeln zu können, weil er mit seinen grossen händen nicht so gut in die ecken kommt?
    meinen sie das so?

  190. Welches blaue Colnago? Das...
    Welches blaue Colnago? Das Gulfnago „30 Jahre Steve McQueens Le Mans“ mit Campa Record?
    http://rebellmarkt.blogger.de/static/antville/rebellmarkt/images/slx1.jpg
    Oder das Dream B-Stays mit Dura Ace?
    http://rebellmarkt.blogger.de/static/antville/rebellmarkt/images/colrover.jpg

  191. kampfstrampler, no kids, no...
    kampfstrampler, no kids, no problems. Was man so hört, gibt es immer noch oft genug Streit. Ich traf mal einen angehenden Kirchenmusiker, dessen Eltern ihn Wolfgang Amadeus nannten… das ist zu viel Bürde.

  192. Mit einem sehr amüsierten...
    Mit einem sehr amüsierten Grinsen lese ich die momentane Bannerreklame für diesen Blog:
    ‘Jeder 5. Mann über 40 leidet unter Erektionsproblemen.
    Dabei können sie unkompliziert behandelt werden.
    Retten Sie Ihre Beziehung’
    Was würde besser zum ersten Satz von Don’s Aufsatz passen?

  193. Foersterliesel, was ist...
    Foersterliesel, was ist verkehrt an selbständigen jungen Anwältinnen in Frauenberatungsstellen? Bitte klären Sie mich auf.

  194. Das Gulfnago "30 Jahre Steve...
    Das Gulfnago „30 Jahre Steve McQueens Le Mans“ mit Campa Record gefällt mir gut, liegt wohl auch an meinem Alter. Also dazu gern Detailfotos, nur so zum Ergötzen. Oder eine Geschichte gleich mit („Es regnete, als ich auf dem Trödelmarkt von Civittàrotta neben venezianischen Ölkanistern und Nürnberger Kronleuchtern plötzlich dieses traumhafte Colnagorad fand. Mit nur einem Hieb streckte ich Giovanni Portascatole, den Besitzer des Rades nieder und floh mit der Beute durch die Porta Borgoladroni…)

  195. lieber don, die rechnung keine...
    lieber don, die rechnung keine kinder = keine probleme geht nicht auf. auch ohne kinder gibt es höllischen heuschnupfen. marodierende mieter. müffelnde mülltonnen, die man auf die strasse zu stellen vergass.

  196. Die Geschichte geht anders:...
    Die Geschichte geht anders: Das ist ein ehemals neongelbes CConic SLX von 1988, das zuerst Dura Ace hatte und dann schnell zu Schanden gefahren wurde. Zurück im Radladen wurde es blau gepulvert und mit der Namen des Ledens versehen und mit anderen, billigen Komponenten – 600 Shimano – an einen Touristen verkauft, der es dann 15 Jahre in der Garage vergammeln liess. Bei Ebay erkannte man nur, dass die Gabel wirklich eine Precisa war – entsprechend billig bekam ich es. Ich habe dann die richtigen Decals besorgt, einen Haufen alter Komponenten, die noch rumlagen, verbaut, und das war es dann eigentlich schon. Basteln im Winter, Carbonfahrer ärgern im Sommer.

  197. Und ueberhaupt sollte man sich...
    Und ueberhaupt sollte man sich nicht nur Curt Goetzens erinnern, man solllte seine Stuecke wieder auf die Buehne bringen. Es wuerde weder der deutschen Sprachpflege schaden noch der Konversationskultur.
    .
    Ach, „Nachtlicht“ und der Schauspieler Elfzenthal…! Den oben erwaehnten Mijnheer van Aardappelenbotten stahl ich von C.G. Ich gebe ihn hiermit unbeschaedigt an den Meister zurueck.
    .
    Wir gedenken Prof. Dr. Hiob Praetorius‘. Er starb bei einem Autounfall als er ploetzlich begriff, woher (Stuetzen hoert, hoert!), das Virus menschlicher Dummheit abstammte.
    Er veriss das Steuer weil er darueber so heftig lachen musste.

  198. @Nepomuk.
    Hab' noch gar nicht...

    @Nepomuk.
    Hab‘ noch gar nicht angefangen zu suchen. Aber wenn Sie etwas auf dem Herzen sagen, sagen Sie es ruhig.

  199. DA. Aus socio-psychologischen...
    DA. Aus socio-psychologischen Gründen, keine Frau interessiert sich für einen Mann der einen Kinderwagen vor sich schiebt. Doch, ganz im Gegenteil, wer (Man oder Frau) mit einem Hund spazieren geht, wird normalerweise angesprochen. So, DA, when you are old and past your „Sell By“ date, get a dog!

  200. (lieber don, zwei kommentare...
    (lieber don, zwei kommentare von mir, einen knapp vor und einen knapp nach 14.00 u, haben es wohl bis in den orkus, aber nicht bis hierher geschafft?)

  201. @hm555
    was verstehen sie unter...

    @hm555
    was verstehen sie unter buggys?

  202. Ups, bedaure, das leidige...
    Ups, bedaure, das leidige Softwareelend….

  203. @DA
    „Ich traf mal einen...

    @DA
    „Ich traf mal einen angehenden Kirchenmusiker, dessen Eltern ihn Wolfgang Amadeus nannten… das ist zu viel Bürde.“
    *
    Was soll ich sagen, mein Neffe heißt Johann Sebastian. Noch hört er gern Klassik, zeigt ansonsten aber wenig musikalischen Ehrgeiz. Um Schlimmeres abzuwenden, füttere ich ihn mit Terry-Pratchett-Hörbüchern statt mit Bach-Fugen, wohltemperiert hin oder her. Wir werden ja sehen, wo das endet.
    *
    Andersrum ist es aber auch nicht schön. Folgenden Dialog führte ich mal mit einer mir bekannten jungen Mutter:
    Wie heißt euer Kind denn jetzt?
    Tristan.
    Tristan? Ich wusste gar nicht, dass Du auf Wagner stehst.
    Wagner, hä?

  204. HansMeier555: Glauben Se mir,...
    HansMeier555: Glauben Se mir, bei den Proleten und Ausländern ausm Block da geht die Sozialkontrolle noch 24/7 wie hier gesagt wird. Dünne Wände im Sozialbau helfen da ganauso wie die Versammlung jüngerer Männer draussen vor der Tür. Blos sind die, wie Sie schon erkannten, nicht in derselben Kontrollstruktur.

  205. donna laura, kurz geantwortet,...
    donna laura, kurz geantwortet, nein, so habe ich das nicht gemeint. Ich wurde und werde oft verständnislos angeschaut wenn ich auf die Frage, was meine 26-jährige, noch kinderlose Frau denn arbeite, mittteile, sie sei Hausfrau. Ja warum habe sie denn keinen Beruf? Der unausgesprochene Vorwurf und der daraus resultierende Rechtsfertigungszwang, den auch sie gleich aufgreifen, nervt einfach.
    .
    Es nervt dann auch gleichermaßen, wenn verschiedene Ehefrauen aus dem Bekanntheitskreis meinen, aus allgemeinen Nichtdiskriminierungsüberlegungen bei der Haushaltsführung eine gleiche Arbeitslast verteilen zu müssen, auch wenn Tatsachen wie zB die Arbeitszeiten oder die Effizienz selbiger – sprich das Gehalt – eine andere Gewichtung nahelegen sollten. Das sind meist die Damen, die Abends um 20 Uhr, wenn der Mann endlich nach Hause kommt, aus dem Sessel hüpfen (wo sie zB ihre Nägel lackiert haben und Britt, Salesch und Notruf in der Reihenfolge angeguckt haben) und ihm den Staubsauger in die Hand drücken, denn mann müsse jetzt (meinentwegen auch gemeinsam) aber auch was fürs Haus tun, man sei schließlich nicht die Putzfrau hier.
    .
    Und schließlich nerven auch die Frauen, die ihrem Mann ständig die „finanzielle Unabhängigkeit“ ins Gesicht schleudern, obwohl gemeinsam keine finanzielle Not herrscht, die Kompensation für die Abwesenheit der Hausfrau mehr kosten würde als selbige verdienen würde, und das sichere Gehalt des Mannes mit Anstecken des Eherings sowieso faktisch der Frau gehört, sowohl vor als auch nach einer etwaigen Scheidung. Nur zur Klarstellung: Ich habe nichts gegen double income-Lebensentwürfe, aber das sollte bitte vorher geklärt werden, wer gern auf welche Weise leben würde, und nicht so hinterfurzig mit pseudo-Gerechtigkeitsargumenten.

  206. @b4
    Das Reizwort hieß nicht...

    @b4
    Das Reizwort hieß nicht Buggys, sondern „mittleres Preissegment“.

  207. Ah, verstehe. Es ist die...
    Ah, verstehe. Es ist die Heimarbeit, die das „Gulfnago“ so attraktiv macht. Das Ergebnis kan sich wirklich sehen lassen. Vermutlich tut es das auch, alle drei Wochen sonntags – damit die anderen Räder nicht zu kurz kommen, die vielen…

  208. HansMeier555, Sie...
    HansMeier555, Sie Schwerenöter! Wir kennen uns doch kaum!

  209. Lieber fionn,
    das mit dem...

    Lieber fionn,
    das mit dem Hundespaziergang stimmt hundertprozentig.
    Das kommt aber nur, weil wir in einer extrem hundefreundlichen Nation leben.
    .
    Das Kontaktanbahnungsgelaber dabei ist auch nicht nach meinem Geschmack, weil es sich murmeltierhaft wiederholt und daher etwas nervt: „Ist Ihrer auch ein Rüde?“- Ähm. Oder: „Lassen Sie ihn nur, er will nur spielen.“ (Während das andere Drecksvieh ein Gebiss zeigt, das durchaus ein g’standenes Bein durchzwicken kann…)
    .
    Das Kontaktanbahnungsgelaber bei einem Kleinkind ist auch so ähnlich *augenroll*:
    „Duzziduzzi!“- „Kann Sie denn schon laufen?“
    (Während die liebe sie, duzziduzzi, zuhause bereits samt Schlafsack und Spreizhose gekonnt aus Gitterbettchen ausbricht, und nachts die Schokoladen-Schublade ausraubt.
    Das kann man aber kaum etwas einfältig daherredenden Spaziergängern erzählen … Ich rede hier von meiner Tochter. Das technische Talent ist ihr geblieben. Ihre Eltern grübeln aber heute noch, wie sie das damals geschafft hat.)

  210. liebe muscat,
    auf den ersten...

    liebe muscat,
    auf den ersten Blick ist selbstverständlich nichts falsch an selbständigen jungen Anwältinnen die (für relativ unbefriedigendes) Stundenhonorar in Frauenberatungsstellen beraten. Die rechtlichen Routinefragen kann ohnehin schon die Sozialarbeiterin beantworten, wenn die Frau eine eigene Rechtsschutzversicherung hat, ist sie auch teilweise abgesichert und die meisten Klientinnen haben ja eh nichts (zu verlieren und wenig zu gewinnen). Aber die paar Fälle dazwischen: unabgesichert, in emotionalem Stress und unzulänglich beraten, verlieren sie Ansprüche, Vermögensanteile oder werden eben als potentiell interessante Klientinnen für die Kanzlei gesehen. Hier konfligieren halt finanzielles Eigeninteresse und „sozialer Auftrag“.
    Im übrigen: der Austausch Implantat gegen Vertragserstellung funktioniert.

  211. liebe Vroni,
    da Rüden gerne...

    liebe Vroni,
    da Rüden gerne raufen ist die Frage „ist Ihrer ein Rüde?“ (wenn mans nicht eh sieht; aber ich kann langhaarige Rüden der meisten Rassen schon an Kopfform und Haltung erkennen) durchaus sinnvoll! Und: nur noch beim Autofahren wird man sooft beschimpft wie in Begleitung eines Hundes!

  212. Geehrter Falkenherz,

    Sie...
    Geehrter Falkenherz,
    Sie haben also der Ihnen Angetrauten vor der Hochzeit erklärt, daß sie wegen ihres geringeren Einkommens – mit Verlaub – gerade gut genug ist, Ihnen den Haushalt zu machen? Und sie hat sie dann geheiratet? Respekt … sie müssen entweder der zur Erde herabgestiegene Adonis selbst sein oder sonst was totalnarkotisierendes an sich haben.
    Einmal in der Woche kriegt sie aber schon eine Putzfrau, oder?
    Apropos „mein Bac ist auch dein Bac“: vor zwei Jahren habe ich mich mal mit meinen Konfessionshütern auseinandersetzen müssen, weil selbige meinen Mann dazu verhaften wollten, meine Kirchensteuern zu zahlen. Begründung: sein Gehalt sei ja auch meins. Soviel dazu. Seither bin ich Heidin: konnte ja den Kindern keine Scheidung zumuten.

  213. liebes Falkenherz, es sieht...
    liebes Falkenherz, es sieht tatsächlich so aus, als ob der rechtfertigungszwang, von dem sie schrieben, recht gross ist.
    .
    die holde weiblichkeit i.a. erhält im gleichen beruf weniger lohn. das liegt natürlich daran, dass sie unklug taktieren. lücken im beruflichen werdegang begünstigen geringere bezahlung, nur mal angenommen den fall, dass eine erwerbsarbeit aus welchen gründen auch immer erforderlich werden würde.
    .
    ach ja, ist nicht das scheidungsgesetz so geändert worden, dass betreuungsunterhalt drei jahre geleistet wird und danach gearbeitet werden muss?
    .
    letztlich geht es doch darum, dass sich jede/r frei entfalten kann, sofern die gesetze beachtet werden.
    und solange die wahlfreiheit des individuums im rahmen des maximal möglichen gewährleistet ist.
    .
    vorhin klang dies ein wenig so, als ob sie, liebes falkenherz, ihrer herzdame ein wenig auf die sprünge halfen, aber das war sicher missverständlich formuliert.
    mit folgendem sind selbstverständlich nicht sie gemeint:
    .
    mit welch einer verve hier immer wieder mal sich unterdrückt und geknechtet fühlender männer melden, die sich fern männlich konnotierter gelassenheit bewegen, ist auffallend.
    .
    nicht zu heiraten ist ja auch eine option.

  214. @Nepomuk
    Eben....

    @Nepomuk
    Eben.

  215. nur noch beim Autofahren wird...
    nur noch beim Autofahren wird man sooft beschimpft wie in Begleitung eines Hundes
    .
    Warum ist das bloß so?

  216. Falkenherz: "... Ich wurde und...
    Falkenherz: „… Ich wurde und werde oft verständnislos angeschaut wenn ich auf die Frage, was meine 26-jährige, noch kinderlose Frau denn arbeite, mittteile, sie sei Hausfrau….“
    *
    Falkenherz, da würde ich mich aber auch ein bisschen vorsehen: Wenn das die Hardcore-Emanzenfraktion mitbekommt, die stecken ihre Frau in ein Umerziehungslager und was sie dann zurück kriegen, hat man ja beim Kachelmann-Prozess gesehen! Schlimmer als die Nazis, sage ich Ihnen… :-)

  217. Hier ein Witz aus der...
    Hier ein Witz aus der Zeitung:
    .
    Bayerns Kommunen stehen derweil vor einem Problem: Was tun gegen nächtliche Ruhestörer und Randalierer, ohne junge Partygänger und ältere Nachtschwärmer aus den Innenstädten und von den Dorfplätzen zu vertreiben? Reicht bereits sanfter Druck oder müssen harte Strafen her? Die Strategien jedenfalls könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Aschaffenburg Schüler und Studenten bezahlt, um Gleichaltrige zu rügen, setzte die Stadt Augsburg auf ein nächtliches Speise- und Getränkeverbot. Die Stadt Ingolstadt schmeißt für ihre jungen Bürger gleich selbst eine Party.
    .
    (Dass die Stadt Ingolstadt für ihre Pädophilen gleich selbst Kinder bereitstellt und für ihre Polizisten gleich selbst Kinder zum Verprügeln und Rentner zum Verstümmeln – das wird von der Stadt Ingolstadt bislang dementiert: „Man sei ja nicht Stuttgart“.)

  218. @hm
    prada ist mittleres...

    @hm
    prada ist mittleres preissegment, doch eher? oder unteres? median oder mittelwert, das ist jetzt die frage…

  219. "...durchaus...
    „…durchaus sinnvoll!“
    .
    Liebe försterliesel, weiß ich doch. :-)
    Habe 1 Jahr lang (bin Katzenbesitzer, schon immer gewesen) einen pflegeweise bei mir lebenden Rüden Gassi geführt. Dass die Biester Rüden sind, kann man meist SEHEN (vor allem an den Kurzhaarbiestern, Aufklärung für Anfänger, die über die Biene hinaus sind).
    Hab dann immer keck gesagt: „Ne, er ist’n Mädchen!“
    Und gelauert, was sie dann sagen.
    [Um es kurz zu machen, die meisten Hundekontaktanbahner sind im Schnitt mit ihren Repliken recht einfältig … Oder ich zu frech… ]

  220. lieber Nepomuk,
    no, warum, was...

    lieber Nepomuk,
    no, warum, was glauben Sie?

  221. Liebe Foersterliesel, ach so,...
    Liebe Foersterliesel, ach so, Sie meinen die Anwälte, die auf PKH-Fälle aus sind.
    Die gibt es freilich nicht nur in Frauenberatungsstellen. Abgesehen davon, dass eben jene sich ihre ‚Karriere‘ vermutlich auch mal anders vorgestellt hatten…

  222. donna laura, ein Cheers zur...
    donna laura, ein Cheers zur letzten Zeile. Aber man bekommt halb meist auch das was man verdient.
    .
    Zum Arbeitsmarkt: Da laufen ohnehin so viele Schweinereien, dass Geschlechterdiskriminierung nur eine untergeordnete Rolle spielt. Erst jüngst wieder in anschaulich der FAZ: http://www.faz.net/artikel/C30351/das-kreative-prekariat-es-lohnt-sich-nicht-fleissig-und-gebildet-zu-sein-30443162.html
    .
    Zum Scheidungsrecht: Da tun mir viele Alleinverdienende oft sehr leid, denn das Scheidungsrecht kennt kein Schuldprinzip, und manchmal steht man finanziell halt für etwas gerade, wofür man eigentlich nichts kann. Insofern ist es doch ganz in Ordnung, wenn der Normalfall nunmehr die Selbstversorgung ist und der Ex-Ehepartner nicht mehr wie eine Lebensversicherung behandelt wird. Seien sie beruhigt, die Liste der Ausnahmen ist lang genug, so dass die „finanzielle Unabhängigkeit“ während der Ehe wie zuvor in den meisten Fällen ein Deckmantel für andere Bedürfnisse bleiben wird.
    .
    Zurück zu den kleinen Bratzen, da enthalte ich mich jetzt bewusst einer Kommentierung. In nicht mehr ganz 8 Monaten werde ich selber erfahren, wie das ist. Ich darf sagen, irgendwie fühle mich allerdings schon jetzt geknechtet. Hilft mir nix, denn meiner Frau gehts genauso…
    .
    Wenn meine Frau in ein paar Wochen dann auf Anraten aus besagtem Bekanntschaftskreis noch anfangen sollte, sich die PC-Lautsprecher, aus denen Bach-Fugen schallen, auf den Bauch zu legen, werde ich heftig Einspruch einlegen.

  223. Weil auch Menschen, die sonst...
    Weil auch Menschen, die sonst eher brav und feige sind, beim Ausführen ihres Autos/Hundes glauben, ungeschoren die Rechte anderer Menschen schmälern zu können. Und da sie selten belangt werden, glauben sie das auch mit Recht.
    Und Sie, Foersteliesel?

  224. nicht zu heiraten ist ja auch...
    nicht zu heiraten ist ja auch eine option.
    Ein Segen, donna laura, ein Segen.

  225. Zum Thema: "natürliche...
    Zum Thema: „natürliche Ordnung“
    .
    Es gibt aus dem Kohlezeitalter noch eine Menge ehemalige, jetzt stillgelegte Zechen. Teilweise existieren die Gebäude noch, unter anderem die „Lohnhallen“. Da diese Gebäude sehr repräsentativ waren, werden sie bevorzugt restauriert und im Rahmen der Industriekultur im Ruhrgebiet als Museum oder Veranstaltungsort genutzt.
    Man betritt also diese ehrfurchtgebietende, reichverzierte Halle, die anmutet wie ein Kirchenschiff. Rechts und links sind die Schalter aufgereiht, an denen die Arbeiter streng nach Hierarchiestufe getrennt ihren Lohn empfingen, demütig das Haupt geneigt, weil die Fensterchen, durch die das Geld huldvoll ausgezahlt wurde, sehr niedrig angeordnet sind.
    .
    In diesen Kathedralen der Arbeit hatte jeder seinen ihm zugewiesenen Platz und an der gegenüberliegenden Stirnwand schwingt sich eine Stahl- oder Marmortreppe im Jugendstil empor, wo auf der Galerie die Prokuristen und Direktoren von ihren Büros aus die ihnen Unterstellten im Blick hatten.
    .
    Heute finden in diesen Hallen Kongresse oder alberne Produktpräsentationen statt, jeder benutzt völlig gedankenlos diese Treppe, ohne zu überlegen, ob ihm das zusteht und ohne Erfurcht vor der Aura dieses Ortes.
    Zwischen dem einfachen Hauer und dem Bergwerksdirektor gab es locker 10 bis 12 Hierarchiestufen, und jeder wusste, wo sein Platz war.
    .
    Es ist alles noch vorhanden, man könnte doch, man müsste nur…

  226. Liebes Falkenherz et. al.

    ich...
    Liebes Falkenherz et. al.
    ich kenne Frauen, die gar nicht arbeiten möchten und gerne daheim sind und rumsandeln. Deren Männer haben den Himmel auf Erden, so sie ihn denn schätzen. Gewundert wird sich dennoch.
    Ich glaube mithin manchmal, das Ideal ist die zierliche Notärztin, die auf dem Weg zum Unfallort Backrezepte studiert und dabei strickt, beim Kochen vor sich hinträllert, Klavier gut, aber nicht bedrohlich gut spielt, ihr Geld niemals groß zeigt und damit blöde unsichtbare Sachen wie Putzmittel anschafft (oder diskret die gemeinsame Altersversorgung sponsort), ihren Gatten in wichtigen Fragen konsultiert und gelernt hat, ihn auch grundlos zu bewundern. Ist doch wahr!

  227. @Vroni, meine erste Katze war...
    @Vroni, meine erste Katze war das Geschenk eines Professors. Ein junges huebsches Kerlchen, der Katz. Grau-hellgrau getigert. Ein echter Kumpel. In der ersten Zeit fuehrte ich ihn auf der Schulter tragend durch die Stadt spazieren.
    Na, was glauben Sie? Richtig, kein Maedchen hat mich kontaktsuchend angequatscht.
    Das fand ich wirklich schade.
    [DLI=10], Demoiselle F. koennte es bestaetigen.

  228. <Blog der gebrochenen Herzen>...

  229. Nicht zu heiraten ist in der...
    Nicht zu heiraten ist in der Tat eine Option.
    Nur wenn der Papst dasselbe sagt schütteln alle die Köpfe.
    Verrückt!

  230. zu 22. Juni 2011,...
    zu 22. Juni 2011, 19:33
    und
    22. Juni 2011, 19:45
    .
    Grins!!!!!!

  231. ich für meinen teil bin...
    ich für meinen teil bin ungeheuer gerne verheiratet. meinem angetrauten zufolge geht es ihm ebenso, und es besteht grund zu der annahme, dass er wahrhaftig ist.

  232. lieber Nepomuk,
    ja, als...

    lieber Nepomuk,
    ja, als Fußgängerin oder Fahrerin eines kleinen Wagens (und ich fahre sehr vorsichtig und defensiv) wird man oft geschnitten, beschimpft etc. aber mit einem starken Geländewagen passierte mir das eigentlich nie. Gleiches Prinzip beim Hund: erst vorgestern erhielt ich von einer Frau (!) einen Schlag ins Gesicht weil mein mit Maulkorb versehener, kurz an der Leine gehaltener, erkennbar freundlicher Jagdhund angeblich zu nah an ihr vorbeigegangen sei. Als ich eine Zeit lang den Dogo Argentino eines türkischen Jugendlichen betreute und mit dem spazierenging wichen uns alle Leute respektvoll aus.

  233. liebe Kastanie, da hätte ich...
    liebe Kastanie, da hätte ich ein kleines präsent für sie: http://www.youtube.com/watch?v=fQBocEDt6lk
    .
    lieber HansMeier555, .
    apropos, was macht ihr heutiges fangergebnis?

  234. @Herr Meier
    Na, die nicht...

    @Herr Meier
    Na, die nicht einsamen Herzen haben möglicherweise auch Besseres (???) zu tun, als hier mitzulesen.

  235. Zum Thema "Kinder"
    .
    Nach...

    Zum Thema „Kinder“
    .
    Nach meinen eigenen umfangreichen ethnologischen Studien (meine Frau hat das Thema „Elternabende“ komplett in mein Ressort verlagert) komme ich zu dem Ergebnis, dass Kinder enorm widerstandsfähig gegen alle Formen von Erziehung sind.
    Gerade die latent hochbegabten Kleinen von Turbo- und SUV-Müttern können dabei erstaunliche Vermeidungs- und Abwehrstrategien entwickeln, um ihre Eltern auf Trab zu halten. Und sind trotzdem ganz nett und wohlgeraten.
    Einige der Beiträge hier sind mir ein wenig zu pessimistisch.

  236. Falkenherz 22. Juni 2011,...
    Falkenherz 22. Juni 2011, 17:56 Das Buch von Frau Kullmann würde ich nicht als Beweis für einen diskriminierenden Arbeitsmarkt heranziehen. Sie hat ein Fach studiert, welches an sich keinen bedeutenden Arbeitsmarkt hat, Soziologie. Bevor sie sich dazu entschied, hätte sie sich fragen sollen, wer stellt eine Person für welche Tätigkeit ein, die dieses Fach studiert hat. Konkreter gesagt, welchen Mehrwert kann ich mit diesem Studium einem Geldgeber bringen. Wenn man ein Fach studiert, für den es keinen finanzkräftigen Arbeitsmarkt gibt, darf man sich nicht wundern, wenn man sich von Job zu Job hangeln muss.
    Nun wird die Dame wohl argumentieren, dass sie andere getroffen hat, denen es genauso geht wie ihr und die anwendbarere Fächer studiert haben. Dem würde ich entgegen halten: ‚Wenn Sie nicht in der Lage waren, die Arbeitsmarkfähigkeit ihres eigenen Schicksals richtig zu beurteilen, habe ich keinen Grund anzunehmen, dass sie in der Lage sind, die richtigen Menschen zu treffen, die eine repräsentative und objektive Analyse der Karrieremöglichkeiten ihrer Altersgruppe ermöglicht.’

  237. Foersterliesel, Sie leben...
    Foersterliesel, Sie leben gefährlich. Passen Sie bitte auf, Sie werden hier gern gelesen! Es trifft aber zu: im Straßenverkehr und im Park sind Frauen gewalttätiger. Ihren Hinweis auf den Geländewagen und den argentinischen Riesendackel nehme ich vergnügt zur Kenntnis. Respekt schützt vor Schlägerinnen.
    .
    Der liebe Don hat die Kommentare nicht im Griff, aber was von mir fehlt, darf fehlen, auch wenn ich mit Bedacht kommentiere und den Verdacht des Frosch nicht teile.

  238. donna laura, ich gratuliere....
    donna laura, ich gratuliere.

  239. Armer Filou!
    Alore, ich...

    Armer Filou!
    Alore, ich hätte gefragt. Nach dem Namen des possierlichen Gesellen.
    Und dann natürlich auch nach dem Namen seines zweibeinigen mobilen Baumes.
    .
    Dass sich keine weibliche Seele zumindest heimlich interessiert hat, glaube ich nicht. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man als junge Dame einen Herrn nicht einfach auf der Straße anquatscht. Heute noch. Weder einen mit Hund noch einen mit Katze.
    Es heißt immer noch: Boy miez Girl. Und nicht: Girl miez Boy.
    .
    Ich darf das jetzt, denn ich bin 50 und mir werden von den meisten jungen Herren keine finsteren nuttigen Absichten mehr unterstellt. Eher mütterliche. Und obwohl ich gar nicht so mega-mütterlich bin, kann ich sehr gut damit leben. Es ist schön, endlich älter zu sein: viel mehr Freiheiten, juhu!
    .
    Da ich mittlerweile alles mitgemacht habe: Mann, Kind, Hund und Katz,
    kann ich sagen, dass Katzen eine feine Idee sind. Nichts gegen Kinder oder Männer. Aber Katzen quengeln nicht so wie sie. Und bellen nicht so laut.
    Ich schätze das sehr.

  240. @ Filou, 22. Juni 2011,...
    @ Filou, 22. Juni 2011, 20:06
    Ich habe auch sehr lachen müssen, aber wir wurden leider zeitversetzt freigeschaltet, oder Herr Meier555 hat – was seinem Beruf sehr zuträglich wäre – wirklich hellseherische Fähigkeiten. Manchmal möchte man es bei der Steuer ja fast vermuten.
    @ Donna Laura, YouTube
    Großartiger Film, finde ich ausgesprochen erheiternd und könnte im Rahmen der Plauderei zu einer weitschweifigen Diskussion führen, ob Filme zeigen, was möglich und wahr ist, oder möglich und wahr wird, was gedacht wird. Ich glaube, es ist der Streit zwischen Empirismus und Rationalismus?!
    P.S. Ich bin auch schon recht lange verheiratet und wollte es – zugegebenermaßen – auch immer sein. Um mich frei zu fühlen, musste ich nie arbeiten, habe es aber.

  241. kann ich sagen, dass Katzen...
    kann ich sagen, dass Katzen eine feine Idee sind. Nichts gegen Kinder oder Männer. Aber Katzen quengeln nicht so wie sie. Und bellen nicht so laut.
    .
    Vroni, sind Sie sicher, dass Sie bei der Partnerwahl das rechte getan haben? Wenn die Kinder zu laut bellen, prüfen Sie Ihren Mann noch mal genau (Zahl der Beine zählen hilft).

  242. HansMeier555, 20:04: wenn es...
    HansMeier555, 20:04: wenn es Kinderlosen fiskalisch noch mehr an den Pelz geht, braucht die katholische Hierarchie Sonderregelungen. Oder muss Nachkommenschaft vorweisen.

  243. @HansMeier555 22. Juni 2011,...
    @HansMeier555 22. Juni 2011, 19:45 *
    *
    Die Liebe in den Zeiten des Internets aus poetologischer Sicht
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    *
    Der Blog der gebrochenen Herzen
    goutiert mit phantomisierten Schmerzen
    im Schummerlicht pixelnder Kerzen
    das Leben mit sadistischen Scherzen.
    *
    *
    P.S. Jetzt ist aber langsam mal ein Nobelpreis für Lit fällig….

  244. Liebe Foersterliesel, in der...
    Liebe Foersterliesel, in der folgenden Frage beziehe ich mich auf ein mir sehr bekanntes Phaenomen: Koennte es sein, dass ihre gesamte Ausstrahlung, resultierend aus Herkunft und Bildung, trotz angepasster Kleidung und unauffaelligem Benehmen, den Leuten in Ihrem Stadtquartier als denen nicht zugehoerig erscheint und daher Aggressionen weckt?
    In milderer Form kenne ich so etwas aus den verschiedensten gesellschaftlichen Biotopen, die ich durchwanderte. Selten, ganz selten betraf es mich, ich bin kein wirklich feiner Mensch und kann sehr ordinaer werden, aber ich kenne genug Menschen, die physisch in ein verkehrtes Milieu geraten und dem Hass der Leute ausgesetzt sind, die instinktiv merken: das ist jemand, den kann ich nicht geistig, nicht charakterlich-eigentlich ueberhaupt nicht erreichen. Ein GANZ Fremder, den machen wir fertig. Einfach so.
    .
    Ich z.B. wuerde niemals mehr in die Gegend meiner vergnueglichen Studienzeit unter wenigen Halbkriminellen, vielen Extremspiessern und ein paar Bohemiens ziehen wollen. Dieses Milieu hat sich, wie ich vor einiger Zeit feststellen konnte, extrem veraendert: aus Bohmiens wurden Linksradikale, die Extremspiesser wurden zu Migrationshintergruendlern, die Halbkriminellen wurden zu balkanesischen Vollprofis. Das ist schade, denn der Baecker gegenueber gab Kredit, die Kneipenwirtin schrieb Deckel-halt, was es an kleinen Idyllen unter kleinen Leuten so gibt. Es war kein Paradies, es war ertraeglich
    .
    Meinem Zimmergenossen beim Militaer, einem netten Kerl (naja), einem Altsprachler, der Altertumswissenschaften studieren wollte, der in seiner Freizeit traeumend aus Papier die Akropolis bastelte, mehr von Bach, Scarlatti und Haendel wusste als ich, der hatte das Pech, das falsche Gesicht in einer aeusserst robusten Umgebung zu haben. Es war das Gesicht-und es war sein Habitus, an dem alles richtig war-es war leider nur das Richtige im Falschen.
    .
    Auf denn, liebe Foersterliesel: es gibt sicher auch noch preiswerte Bezirke in Wien, die weniger von Primitivitaet belastet sind.
    .
    Wie komme ich auf diese Gedanken ueber eine so weite Distanz? Ich lese ziemlich genau, was Sie aus Wien zu berichten wissen.
    .
    Irgendwie macht mich das traurig. Wo steht der Bordeaux? Ach da!

  245. @Vroni, da kam ein Mitstudent...
    @Vroni, da kam ein Mitstudent zu mir und sagte „Geh mal hoch zu Prof. W., der hat da was fuer dich“.
    Da war ein Koerbchen (das wollte der Prof. zurueck haben), eine Dose Whiskas, und so ein kleiner Runder mit Halsbaendchen. Er benahm sich sofort wie ein guter Kumpel. Ein dicker Kumpel. Dass er dann „Dickerchen“ genannt wurde, kam ganz automatisch.
    .
    Kleine Pikanterie am Rande: „Du liebst den Kater mehr als mich!“. Maennerfreundschaften sind unzerbrechlich. Jawoll.

  246. Bitte nicht alles glauben, was...
    Bitte nicht alles glauben, was im Internet steht.

  247. yast2000:

    Nobelpreis braucht...
    yast2000:
    Nobelpreis braucht Mantel von Nerzen,
    ein Gedicht auch den Klang vonne Terzen.
    Hier will man zum Reim auch mal ferzen
    und den Bordeaux von filou geleert sehn.

  248. @ Nepomuk:
    *
    Die Zeilen sind...

    @ Nepomuk:
    *
    Die Zeilen sind meiner Seele gesprochenes Schrot!
    Stimmt es? War Gott schon immer tot?
    Meine geistige Libido nachtgleich verroht
    und meine Gedanken stehen im Parkverbot.

  249. Liebe Donna Laura, zu 22. Juni...
    Liebe Donna Laura, zu 22. Juni 2011, 20:13, das zeugt von Kennerschaft. Sind Sie viel in der Kueche?

  250. Der erhabene Dichter
    löscht...

    Der erhabene Dichter
    löscht nun die Lichter.
    .
    Morgen früh will ich alle auf der Fronleichnamsprozession sehen. Filou, nüchtern bitte!

  251. @donna laura/22. Juni 2011,...
    @donna laura/22. Juni 2011, 20:07
    Ich kann das nur bestaetigen!
    Ich war auch immer wieder gern verheiratet!

  252. @Nepomuk - Bei...
    @Nepomuk – Bei Fronleichnamsprozessionen halte ich mich zurück. Angeblich soll ich als Dreijährige auf der Schulter meines Vater sitzend, beim Anblick der Monstranz in ein begeistertes: ‘Ritzamba, Ritzamba, moje geht die Fasnacht aah!” ausgebrochen sein. Mein Vater sei entsetzt davongelaufen, um sich in den verwinkelten Gassen vor den Kronberger Katholiken zu verstecken, denn er konnte in der Kürze sein kleines Töchterchen nicht zum Schweigen bringen.

  253. Kastanie, 22. Juni 2011,...
    Kastanie, 22. Juni 2011, 19:33, meine Schwester ist genau der von Ihnen idealisierte Typ. Sie fand über Jahre keinen Mann, bis zur berühmten Torschlusspanik.
    .
    Tiger, der zitierte Artikel war für mich beispielhaft für viele Sektoren auf dem Arbeitsmarkt. Juristen, BWLer wie Sand am Meer, auch sollte „Generation Praktikum“ ein bekanntes Stichwort sein. Solange Überschuss an Arbeitskräften besteht, werden sich Arbeitgeber auch weiterhin viel herausnehmen können und Diskriminierung ist nur ein kleiner Teil davon.

  254. Werter Don, Hassen sie mich...
    Werter Don, Hassen sie mich ruhig, ich kann damit leben aber muss ich es Ihnen sagen, in besseren Kreisen redet man nicht ueber Gefuehle. Und ich werde nun
    auch ganz still sein. Ich versprech’s.

  255. <p>Wenn ich sage, dass ich...
    Wenn ich sage, dass ich alle gleich hasse, heisst das nicht, dass ich deshlab alle explizit hasse.
    .
    Übersetzt: Ich mache keine besonderen Unterschiede, weder im Positiven, noch im Negativen.

  256. @ DA: Das kommt davon, wenn...
    @ DA: Das kommt davon, wenn man so heikle Dinge nicht richtig zitiert. Das Originalzitat lautet nämlich „Ich habe keine Vorurteile, ich hasse alle Menschen gleichermaßen.“. stammt von einem amerikanischen Autisten und war in den Achtzigern eine coole Antwort auf das deutsche Betroffenheitsgedöhns. Ist aber, Don Alphonso, heute völlig out. Heute ist man cool, wenn man Eiswürfel pinkelt! Das wolltest Du damit sagen, richtig?

  257. geschätzter gastgeber, hass...
    geschätzter gastgeber, hass ist ein sehr tiefes gefühl. auch implizit. da knallt es sogar noch mehr.
    .
    bester yast2000, sitzt ihnen ihre mutter im nacken?
    .
    lieber Nepomuk/23.44 u, den luther-gedächtnispreis gewinnen wohl sie.
    .
    cher Filou, nein, nicht mehr als alle anderen von uns auch.
    .
    meistens versuche ich so auszusehen wie diese damen, was mir erst nach ansicht des films bewusst wurde. das gelingt mir weitgehend, wenn ich nicht mal wieder meinem hobby fröne, an fallrohren und an abenteuerlichen elektrifizierungen ziehen und handwerker anfeuern muss.
    .
    gestern hat gary cooper ein hervorragendes asiatisches menü gezaubert, her-vor-rag-end! den abwasch machten die spülmaschinen. eingeräumt haben alle mitesser. und nach dem verursacherprinzip säubert der koch die töpfe.
    .
    ah, lieber Grimaldeli, schön von ihnen zu hören! und ich habe mir schon gedanken gemacht, wo sie wohl stecken mögen.
    (nun, aber die scheidungen sind doch so grässlich… und beerdigungen keine echte alternative.)

  258. @Falkenherz - Wenn man sich...
    @Falkenherz – Wenn man sich entscheidet, ein Fach zu studieren, für das es ein Überangebot an Bewerbern gibt, wie BWL and Jura, gilt das gleiche, wie für Soziologie, man muss mit Problemen rechnen, damit gutbezahlte Arbeit zu finden.
    .
    Zweitens, Generation Praktikum ist kein neues Phänomen. Ich habe auch mies bezahlte Praktika machen müssen, das letzte direkt nach der Promotion (1976). Ich würde allerdings jederzeit zugeben, in diesen Praktika viel gelernt zu haben, was an der Uni nicht geboten werden konnte und was mir letztendlich zu gut bezahlten Jobs verholfen hat.
    .
    Drittens, ich fand den Artikel von Herrn Minkmar auch sehr interessant, vor allem diesen Satz: ‘Auch diese Zeitung durchlebte Anzeigenflauten und Entlassungswellen, sah sich genötigt, Honorare zu kürzen.’

  259. … und in dem Zusammenhang...
    … und in dem Zusammenhang kann man nur hoffen, dass unser Gastgeber mit seiner Klage Recht bekommt; i.e. Zeitungsverlage verklagen die ARD – Bundesverband deutscher Zeitungsverleger: Es bedarf keiner staatsfinanzierten Presse
    http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=common/zwischenseite.asp&dx1=%7BA6C4B640-95F9-7BC6-20E1-9E3AAD500A56%7D&rub=%7BCE5E4A7C-4D51-4EF4-9385-D627A87356A9%7D

  260. @donnal laura: "bester...
    @donnal laura: „bester yast2000, sitzt ihnen ihre mutter im nacken?“
    *
    Ödipal kann man sich immer etwas backen.
    Nannte sie mich wirklich ihren kleinen Mohren?
    Saß Mutter tatsächlich mir im Nacken
    oder lag sie mir schreiend in den Ohren?

  261. Der Euro unter 1,19 CHF....
    Der Euro unter 1,19 CHF.

  262. Einspruch, Euer Tigerchen, ich...
    Einspruch, Euer Tigerchen, ich empfehle die Lektüre von Augstein junior im donnerstäglichen Kampf-Online. (Und ein FAZ-Verlag, der mich – obwohl Abonnent seiner sonntäglichen Postille – von den privatverlegerischen Predigttexten aussperrt, kann auf mich als neuen Kunden warten ad Kalendas Graecas).

  263. Die wütenden Kommentare...
    Die wütenden Kommentare zeigen, dass er nichts begriffen hat:
    .
    Die widersprechenden Frauen zeigen doch damit bloß an, dass sie ggfls. auch nur gerne einen Mann hätten, der so ist (wie muss er selber wissen, sonst ist er keiner), dass sie für ihn arbeiten gehen würden.
    .
    Ratschlag: Spieß rumdrehen, selber kündigen. Einfach mal ausprobieren. Und sie jeden Abend mit einem Espresso an der Tür begrüßen, ihr immer wirklich jeden Wunsch von den Augen ablesen und ehrlich gemeint die wunderbarsten Geschenke machen, vor allem Zeit und alles: So gehts. Sie weiß, dass sie gerne gut aussieht und möchte es auch hören.
    .
    Aber die Masse Männer ist zu doof. Und wehe, sie spurt nicht. (Nein, das würde gegen Pragraf eins verstoßen).

  264. @ donna laura 13.10h

    Ich...
    @ donna laura 13.10h
    Ich hoffe, grimaldeli wird hier einige Details (wenn möglich exclusive…doch any titbits would be welcome) über die Hochzeit in Monaco posten.

  265. Ich wollte Sie nur necken,...
    Ich wollte Sie nur necken, liebe Donna Laura. Der Scherz, beruhend auf einer gemeinsamen Wort-Sinnfindung, ging daneben.
    .
    Kein Schnuetchen ziehen, gell?

  266. Nun, grimaldeli, die Frauen...
    Nun, grimaldeli, die Frauen mit Ihnen anscheinend weniger.

  267. Und überhaupt sind das alles...
    Und überhaupt sind das alles nur die Langzeitfolgen der Pille; — jetzt aber erst mal gucken was im neuen Blogpaket alles drin ist.

  268. Wer Don A. gut genug kennt...
    Wer Don A. gut genug kennt kommt kaum weiter südlich, als bis nach Mr. Ean. Unser Dank dafür!
    .
    Und unser Dr. Don wäre – so gesehen – eben einmal mehr unbewußt unsere historische Zeigerpflanze gewesen? Und wie das?
    .
    Na evtl. so: Zeigten nicht die Fotos möglicherweise ganz deutlich, dass wir inzwischen – und manche anscheinend relativ sozial statisch – „auf den abschüssigen Stufen der Vaterlosen Gesellschaft angekommen wären“?
    .
    (Man weiß, was das meint: „Weg, zur Ruhe gekommen“, eben.)

  269. @donna laura/23. Juni 2011,...
    @donna laura/23. Juni 2011, 14:10
    chere donna laura, ich bin, wie ueblich, die meiste zeit auf dem wasser und bringe derzeit meiner jungen liebe das segeln bei. letzte woche war ich fuer ein paar tage mit schwedischen freunden zwecks hauskauf in port grimaud und ramatuelle.
    wir haben in port grimaud auch was schoenes gefunden mit platz fuer seine nauticat direct am haus. nur die preise… mon dieu, warum hab ich anfang der 80ern nicht ein paar von den dingern gekauft?
    auf meinem boot hab ich kein internet, noch nicht, aber ich verfolge den blog von d.a. nach wie vor.
    und ab naechste woche bin ich dann in peymeinade, um dem troubel bei uns zu entgehn. man sprach mich sogar schon an, ob man unsere dachterrasse mieten koennte! no, ist nicht moeglich!
    es ist ein immenses évènement aber der koch von son altesse, m. garcia, schaut noch recht entspannt aus.
    bon soirée!

  270. @Arabella/23. Juni 2011,...
    @Arabella/23. Juni 2011, 17:12
    ich muss mich nach wie vor nicht verstecken!
    oder speziell fuer sie:
    „dankschreiben hab ich keine, aber waschkoerbeweise bittbriefe!“

  271. lieber, lieber Filou,
    danke...

    lieber, lieber Filou,
    danke für Ihre guten Worte!
    Sie sehen das schon richtig, ganz und gar keine nette Gegend. Hergeraten bin ich in einer Notsituation, wollte sofort wieder weg, und hab sofort intensiv weitergesucht, aber da – wies schon bei Shakespeare heißt – das Unglück gerne im Geschwader kommt, prolongierte sich das Provisorium. Ohne Hund könnte man ja noch unbemerkt durchhuschen, wirklich kritisch wurde es aber, nachdem ich einmal die Polizei hergeholt hatte. Seither muß ich meinen Hund schützen und mich selber auch. Der Wiener Wohnungsmarkt hat enorm angezogen, denn die Stadt hat (wie zur vorletzten Jahrhundertwende) 2 Mio Einwohner.

  272. ""Du liebst den Kater mehr als...
    „“Du liebst den Kater mehr als mich!““
    .
    Filou, sie sind in bester Gesellschaft:
    ETA Hoffmann war unsterblich in seinen Kater Murr vernarrt.
    http://www.kirke.hu-berlin.de/ovid/schmit~1.html
    .
    Soviel ich weiß, gibt es auch ein Denkmal mit Kater. So ein Kater hat es also mit Nichtstun weit geschafft. Da sollte man statt zu eifersüchteln als Lebensgefährte Respekt vor dieser Klugheit haben und heimlich mitlernen.

  273. lieber Grimaldeli, das...
    lieber Grimaldeli, das erklärt einiges! glückwunsch!
    sie wurden in port grimaud fündig? nun, dort fallen gerade die stolzen preise ein wenig.
    in pg 1, 2 oder 3? ganz vorne oder bei der kirche? der ort ist sehr nett, sehr entspannend, wenn man nicht gerade mit der lokalen fauna beschäftigt ist (in eg-lagen probleme mit cucarachas und rats),
    sogar das wirklich recht schicke camping am meer bietet einiges: zuweilen gute konzerte ‚umsonst und draussen‘ teilweise recht hochkarätig besetzt, und *äh* auch misswahlen, die aber bei entsprechender betankung umwerfend komisch sein können, wenn mal wieder halb osteuropa radebricht, dass ihr traummann ihr vater sei und michael jackson revolutionäre musik gemacht habe.
    ach ja: das grosse hotel im ort fällt in der letzten zeit dadurch auf, dass selbst die finanziell robusten semieinheimischen dort nicht mehr zum essen hingehen mögen. gut sei es, aber… sehen sie selbst.
    .
    im übrigen werden wir den august über dort in der nähe sein.

  274. @Foersterliesel, und oalles...
    @Foersterliesel, und oalles Tschuschen?
    .
    @Vroni, einer Katze beim poofen zuzusehen ist sehr erholsam. Der letzte, der Bommel, das war ein Sensibelchen. Spielte die Anlage (HeiFieh meine ich) eine barocke Battaglia, so mit Blechdonner+Pauken+Trompeten, dann guckte er mich vorwurfsvoll an und schrieh.
    Und Dickerchen probierte sogar menschliche Stimmen nachzuahmen, also unglaublich modifiziert zu miauen.
    Achja.

  275. Filou, wir brauchen dringend...
    Filou, wir brauchen dringend mehr gebildeten Katzenkontent auf der Bildungs-FAZ.
    Antrag ist eingereicht.

  276. Ich unterstuetze diesen...
    Ich unterstuetze diesen Antrag.

  277. lieber Filou,
    da Tschusch (von...

    lieber Filou,
    da Tschusch (von tudj = fremd) bin i.
    Meiner Erfahrung nach lernen Haustiere (die sich untereinander ja stark durch Körperbewegungen verständigen, einander aufmerksam beobachten und bald wissen was wir Menschen jeweils als nächstes tun werden, weil sie bereits beginnende Bewegungsimpulse wahrnehmen können) daß Menschen sich eher akustisch verständigen und setzen im Kontakt mit Menschen dann auch verstärkt Lautäußerungen ein.

  278. "Die Katzen halten niemanden...
    „Die Katzen halten niemanden für eloquent, der nicht miauen kann.“

  279. Liebe Foersteliesel, ebent!...
    Liebe Foersteliesel, ebent! Den Verdacht hatte ich bei Dickerchen. Ich habe mit diesem Kater viel geredet. Ueberhaupt wurde in meiner Studentenbude viel gequatscht. Es ging da kommunikativer zu als in all in der Zeit danach.
    .
    Wissen Sie, der Kater stand am offenen Fenster und machte die ganze Strasse rebellisch, bloss weil ich mal eben zum Bierflaschen kaufen ging. Der konnte keifen wie eine zaenkische Hausfrau.
    .
    Na, dass ich diese Katze bekam, lag vermutlich an der einfuehlsamen Art der Frau des Profs; die dachte sich wahrscheinlich: der junge Mann kommt unter die Raeder, wenn er nicht jemanden hat, der ihn ans Haus bindet.
    Das war zwar falsch, aber nett.
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    Ist Ihnen auch mal die Idee gekommen, dass Katzen in mindestens zwei REALEN Welten leben, die saeuberlich voneinander getrennt sind und keinerlei wirkliche Verbindungen haben?
    .
    Ein Katzenblog muss her!

  280. lieber Filou,
    mit Katzen kenne...

    lieber Filou,
    mit Katzen kenne ich mich nicht so gut aus, besser mit Hunden. Hunde schließen sich ganz intensiv dem Familienrudel an, aber es gibt auch sehr menschenbezogene Katzen, die nicht gerne alleine bleiben. Eine Katzengeschichte von Hartmut von Hentig (die Sie vielleicht schon kennen)
    http://www.amazon.de/Paff-Kater-oder-Wenn-lieben/dp/3446126155

  281. tiger,
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    "Dem würde ich...

    tiger,
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    „Dem würde ich entgegen halten: ‚Wenn Sie nicht in der Lage waren, die Arbeitsmarkfähigkeit ihres eigenen Schicksals richtig zu beurteilen, habe ich keinen Grund anzunehmen, dass sie in der Lage sind, die richtigen Menschen zu treffen, die eine repräsentative und objektive Analyse der Karrieremöglichkeiten ihrer Altersgruppe ermöglicht.’
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    schön gesagt, das mit der arbeitsmarktfähigkeit des eigenen schicksals.
    ein gewisser herr müntefering argumentierte da noch präziser, ja, biblischer und gilt bis heute als sozialdemokrat.
    .
    ich danke dem hausherrn, dass er sich diese beurteilung bisher erspart hat, und statt dessen lieber hier mit und plaudert.

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