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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
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Flexibilität und Dynamik am Abgrund

23.06.2011, 16:08 Uhr  ·  Der Niedergang und Sturz gut ausgebildeter, kreativer Leute ist momentan ein schickes Thema; weniger schick dagegen dürften Beiträge über jene Epoche sein, die jene auf der Mittelstation gebliebenen Himmelsstürmer hervorbrachte. Natürlich ist der Zustand mehr als betrüblich, aber was wäre, wenn diese Herrschaften gewonnen hätten? Würden sie dann die Verlierer bemitleiden?

Von

Wenn einer so rumreist wie ich, kann das niemand auseinander halten.
Lothar Späth

Lothar Späth kam dann doch nicht. Eigentlich, hatten Gerüchte besagt, stünde am Flughafen ein Helikopter bereit, um ihn in das entlegene Alpental zu fliegen, und dort einen glänzenden Schlusspunkt hinter eine lange Reihe wichtiger Persönlichkeiten zu setzen, wie es seine Art ist: Dynamisch, deutlich und kenntnisreich. Wobei, den leitenden Mitarbeiter einer grossen deutschen Bank hätte er vermutlich nicht übertreffen können: Der schrie zwischen Vorspeisensalat und erstem Hauptgang in den Saal, das Geld liege auf der Strasse, und wir sollten zugreifen. Das hob die Stimmung, auch wenn in der Vinaigrette vielleicht etwas zu viel Essig war. Die Stimmung war vorzüglich, und hier hatte keiner Zweifel, dass alles bestens war. Gut, es hatte einen kleinen Kursrutsch am Neuen Markt gegeben, aber das war eher eine Chance, neu einzusteigen. Investitionen in Startups waren nicht mehr ganz so teuer. An der grundsätzlichen Richtigkeit jener Thesen, die sich im damals ein paar Monate alten Buch von Späth fanden – “Die New Economy Revolution: Neue Werte – neue Unternehmen – neue Politik” – hatte kaum einer Zweifel. Eine nassforsche Jungunternehmerin hatte darin sinngemäss geschrieben, dass jene, die die Zeichen der neuen Zeit nicht erkannten, besser einschlafen und gar nicht mehr aufwachen sollten. Neue Eliten mit neuen Werten auf dem Vormarsch.

Bild zu: Flexibilität und Dynamik am Abgrund

Einen Aufschrei hatte es deshalb in den Wirtschaftsmedien nicht gegeben. Das war damals die übliche Haltung, die allerorten zur Schau getragen wurde. Vielleicht nicht immer so brutal und so unhöflich, aber niemand zweifelte daran, dass man bei all den Umwälzungsprozessen zu den Gewinnern gehören würde. Folglich musste es da auch Verlierer geben. Wer diese Verlierer sein würden, daran gab es keinen Zweifel: Brick an Mortar hiess das spöttisch, Menschen in Ziegelsteinen und Mörtel, der Vergangenheit verhaftet, in der Produktionsmittel, Lagerhaltung und stoffliche Existenz noch eine Rolle spielten. Die neuen Unternehmer, Agenturen, Medien und Investoren lebten flexibel in angemieteten Immobilien, um die sich andere kümmern sollten; würden sie zu klein, mietete man eben etwas Neues. Hatte man zu wenig Arbeitskräfte, stellte man eben neue ein. Waren diese Leute knapp, zahlte man eben mehr. Man würde die Kosten schon einspielen, wenn erst mal die anderen verdrängt und bedeutungslos waren. So dachten alle. Gründer, Investoren, Politiker, Journalisten, und so stand es auch geschrieben, bei der FTD, bei Gruner und Jahr und, reichlich spät natürlich, auch in dieser Zeitung.

Dieses Zusammentreffen einiger Faktoren – Globalisierung, Umverteilung, eine neue Aktienkultur auch für normale Menschen, Liberalisierung, Förderung von Investitionen und der Aufbau einer neuen, vor allem digitalen Infrastruktur – spielte besonders den Kreativen, Flexiblen und Innovationsbereiten in die Hände. Nicht der Grosse fresse den Kleinen, sondern der Schnelle den Langsamen, das war die allgemeine Überzeugung. Wir, die wir vergeblich auf Späth warteten, wir waren die Schnellen. Wir fuhren als Journalisten hin und kamen als Pressesprecher zurück. Jemand von einer bekannten, die Veranstaltung sponsornden Zeitung verkündete auf einem Podium, was er als geeignete PR-Massnahme betrachtete: Ein gutes Essen mit ihm, und ein gutes Hintergrundgespräch. Bindungen bedeuteten wenig, machten sie doch langsam. In diesem dynamischen Umfeld galt es allein, sich den verändernden Bedingungen schnell anzupassen. Keiner fand das schlecht oder dumm. Alle wollten damit reich werden. Das Geld lag auf der Strasse. Und wenn das schon ein wichtiger Vertreter einer wichtigen Bank sagt, kann man auch über andere gut lachen.

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Zum Beispiel jene, die nicht mal eben bei einem Kneipenabend einen Businessplan ausarbeiten, oder nicht über ein Abendessen nach 2 Semestern Studium die Leitung eines Netradios angetragen bekommen. Wer immer in diese Szene ging, landete dort durchaus mit dem Wissen, dass er das ein oder andere Defizit mit Schnelligkeit und Flexibilität überspielen konnte. In jenen Tagen war es nicht unüblich, in einem Zeitraum vom Trainee zum Senior Manager aufzusteigen, oder vom Freien Mitarbeiter zur Redaktionsleitung, in dem ein Maschinenbauer immer noch das gleiche Praktikum absolvierte. Es war wichtiger, gut präsentieren zu können, als irgendwas Technisches oder Mathematisches zu berechnen. Solche Leistungen wurden zugekauft, man musste lediglich schnell sein und wachsen. Was man vorher gemacht hatte, was man an Abschlüssen behauptete und Erfahrungen erlog – das sogenannte “Gut Ausgebildet”, das in jenen Jahren an jedem Orchideenfach hing – war eigentlich gar nicht wichtig. Darf ich Ihnen zeigen, wie das – auch heute noch – geht?

“Als Redakteurin, Ressort-Leiterin, Blattmacherin, Reporterin, freie Autorin und Textchefin war und/oder ist sie unter anderem für dpa, die Financial Times Deutschland, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Rundschau, FREITAG und taz tätig, außerdem für EMOTION, FÜR SIE, GALA, die Gruner+Jahr-Wirtschaftspresse, PETRA, PRINZ und den deutschen ROLLING STONE.”

Na? Klingt doch toll. Aber was war die betreffende Person nun wirklich? Redakteurin bei der FAZ? Ressortleiterin bei der FTD? War sie Textchefin bei Rolling Stone? Gar Blattmacherin bei der Frankfurter Rundschau? Und was mag da noch alles sein? So viel Erfahrung! So viele tolle Namen! Und am Ende kommt dabei eine Autorin namens Katja Kullmann heraus, die gerade in einem Buch jene Phase ihres Lebens aufarbeitet, in der sie zwischen der New Economy und Gegenwart das Leben jener führen musste, die bei all der Flexibilierung, die ihre eigenen Arbeitgeber gerne predigen, auf der Rennstrecke im Strassengraben bleiben.

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Versuchen Sie so eine Präsentation Ihrer Vita mal bei einem jener Wirtschaftszweige aus Ziegel und Mörtel. So etwas geht nur in Bereichen mit hoher Beweglichkeit und Desinteresse an dem, was man gestern getan hat. So etwas könnte ein Ingenieur in meiner kleinen, dummen Stadt an der Donau nicht machen. Der hatte ein unglamouröses Studium, wartete bei einem Forum in den Bergen nicht auf Lothar Späth, musste sich um 2000 viel Gespött in einigen dieser Medien anhören, durfte nicht auf Pressetermine in den Bayerischen Hof, und hat nun auf seinem Weg 10 Jahre hinter sich, in denen es mal gut – nach der New Economy und während der Bankenkrise – und sehr gut – die restliche Zeit ging. Für all die Flexiblen dagegen kam erst die Krise der New Economy, dann bis 2007 die Phase der Medien- und Agenturrestrukturierungen, bei der man froh sein konnte, wenn es beim gleichen Gehalt blieb, dann sah es ein Jahr bis zur Bankenkrise besser aus, und während die Wirtschaft jetzt schon wieder anzieht, denkt niemand im Traum daran, die unter Beweis gestellte Leidensfähigkeit mit einer teuren Festanstellung zu belohnen.

Heute nun ist es so, dass der Ingenieur das als Gewinnbeteiligung bekommt, was ein Berliner Flexibler in meiner Branche netto zum Leben hat. Dazu dann noch Urlaubsgeld, eine gute Krankenversicherung, Schichtzulagen mitunter, Überstundenvergütung und einen Jahreswagen. Nicht umsonst ging, wer nach der New Economy konnte, zurück zu anderen und sicheren Beschäftigungsfeldern. B2C und B2B, nannten wir das: Back to Consulting, Back to Banking, oft auch B2Baby, B2Kitchen, B2Mittelstand, B2Coaching, BWLer machten B2Stadtwerke und Gentechniker B2BigPharma. Wer Alternativen zur Flexibilität hatte, nutzte sie nach Möglichkeit schon 2003. Wer die Alternativen nicht hatte, nun, der schreibt viel über das Wenige, was zu tun blieb. Man lese nur mal all die Skills der Leute bei Xing und Linkedin nach.

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Da wird mit den verbliebenen Erfahrungsmünzen an jenen Roulettetischen des Lebens, der Zukunft und der Bereicherung weitergespielt, die einem nach dem grossen, verlorenen Einsatz vor 10 Jahren übrig geblieben sind. Der ständige Kampf und der Niedergang, die Unmöglichkeit, auf einen grünen Zweig zu kommen, darüber die grinsenden Satrapengesichter von alten, unkündbaren Besitzstandswahrern, das alles tut weh, und Lothar Späth, der längst ganz andere Bücher schreibt, kommt auch nicht mehr vorbei. Mit 40 ist das Rennen und die Flexibilität auch nicht mehr so angenehm, und dann bringt man eben den Frust über das zu Papier, was man 10 Jahre vorher selbst noch für alle durchgesetzt haben wollte. Ach, dieser Niedergang. Wie soll das die nächsten 30, 40 Jahre…

Keine Ahnung. Ich bin nicht mehr in diesen Kreisen, selbst wenn ich selbst immer noch zu den Schnellen und Flexiblen gehöre, die im Internet das machen, was andere nicht können. Es ist ein Problem dieser kleinen Randgruppe. Woanders fällt klammert man sich nicht mehr an Grate, da ist man längst auf dem Gipfel angekommen. Und dann gibt es noch viele, die nie den Luxusverlust einer gemieteten Altbauwohnung beklagen werden. Manche können sich das nicht leisten. Und andere wissen gar nicht, wie das gehen soll, ein Leben ohne Stuck und Parkett im Baudenkmal. Ich sage nicht, dass man mit der Mehrheit der Langsamen trotten muss. Aber wenn man es nicht macht, sollte man dafür sorgen, dass man mit der richtigen Randgruppe unterwegs ist: Der Randgruppe mit Picnicdecken, Silberkannen und Torte an jener Rennstrecke, auf der sich andere ins Nichts hetzen.

 
 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (212)
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Flexibel wie ein...

Flexibel wie ein Fahrradschlauch. Und auch so inhaltsvoll.

Don, haben Sie denn Katja...

Don, haben Sie denn Katja Kullmanns "Echtleben" schon gelesen? Wie hat es Ihnen gefallen?

0 donalphonso 23.06.2011, 17:15 Uhr

Wie sage ich das...

Wie sage ich das diplomatisch?
.
Ich kenne kein "Generationenbuch", das mir besonders gefallen hätte - die Karthause von Parma vielleicht einmal ausgenommen, wenn man sie da einsortieren wollte.
.
Ich denke, das Buch ist auf einen Bestseller genau hinkonzipiert, und wenn ich so etwas lese - noch dazu mit diesem Untertitel - komme ich mir veralbert vor
.
Ich mag diese Frauenmagazin-Schreibe nicht.
.
Ich halte die Fallbeispiele für hingedreht oder genau passend gemacht,. Borderline konnte Tom Kummer besser, und bei SPON ist das bnilliger.
.
Wirtschaftsmedienmitarbeiter, speziell aus der effizienzgeilen Liberalisierungsecke, haben bei mir immer schlechte Karten -> Schande für den Beruf.
.
Ich kenne eine Menge Leute in der New Economy, die es sehr viel schlimmer erwischt hat. Die waren teilweise auch persönlich insolvent und haben ihre Familien miitgerissen. Ich habe selbst Geschichten am Rande miterlebt, die viel, viel härter als alles sind, was die Frau da schreibt. Ich war in der Zeit zu oft auf Beerdigungen.

Gut, dass alles vorbei und...

Gut, dass alles vorbei und vergessen ist.

Ein kluger Text, ein wichtiger...

Ein kluger Text, ein wichtiger Text, voller Lebensweisheit und geeignet, Naive von unnötigen Abenteuern abzuhalten. Der Text atmet aber auch Selbstverachtung, Fremdverachtung und nicht ohne Grund erwähnt der Don die "Kartause von Parma", neben "Rot und Schwarz" das Meisterwerk Stendhals. In beiden Werken geht es um Aufrichtigkeit des Individuums gegenüber einer feindlich erscheinenden Gesellschaft, um Leben und Tod. Und deshalb sagt der kluge Psychologe in mir: Die Verachtung des Dons ist die Trauer darum, ein Konservativer geworden zu sein. Das ist ein bisschen so, wie seine Unschuld zu verlieren.... :-)

@ Don Alphonso : Ein guter...

@ Don Alphonso : Ein guter Text und ein noch besserer Kommentar um 19:15. . Leider ist es nicht die Lösung für den Lebensunterhalt eine sehr gute Idee mit einer noch besseren Ausführung zu haben und umzusetzen. Das Problem besteht darin jemanden zu finden, der diese Idee mit Geld unterfüttert, damit man von den Ideen leben kann. Ich habe mich immer an Herrn Fischer erinnert, der hat mit seinen Dübeln ein Vermögen gemacht und es auch bewahren können. Es gibt nicht viele Geschichten, wie die von Herrn Fischer. Es gibt aber sehr viele Geschichten, aus Neid und Gerichtsgeschichten, die sich um Ideen und Lebensunterhalt ranken. . Mein Vater hatte einen schrecklich hässlichen Druck, eine Nachbildung von einer Holzwippe, auf der 4 Menschen nach einem Brotkorb streben. Das Brot ist auf dem Druck nur zu erreichen, wenn man oben auf der Wippe ist. Dazu müssten aber die anderen drei die Gegenseite der Wippe unten halten ..... die Gesichter voller Gier unf Neid, lassen keinen Raum für die Frage nach Absprache und Zusammenhalt. Wer will schon etwas ...... alle wollen viel. Genau das macht uns alle verwundbar. Ich habe mal aus einem Glückskeks den Sprch gezogen : "Viele verwerfen das Gute auf der Suche nach dem Besseren." Ich dachte immer hinzu "ohne das Bessere je zu finden." Es wäre klug, nach dem Guten zu suchen, es ist erreichbar ...........

0 perfekt!57 23.06.2011, 17:43 Uhr

Heute war die auch im Radio....

Heute war die auch im Radio. (Aristokraten und Hype? Pfui?) . Bei uns ist Späth damals gekommen. In den Europäischen Hof. Und hat auch geredet. Nur ernst zu nehmen waren die alle nicht. Die ganze dumme Bande von blöden Unternehmensberater-Langweilern nicht. Und Späth hat - für uns leicht erkennbar - da auch nur zeitgeistmässig Kohle abgegriffen, "Vortragsmehrfachverwertung" halt. Namen wir ihm nicht übel. Und haben den Rücken gedreht. . "Der Randgruppe mit Picnicdecken, Silberkannen und Torte an jener Rennstrecke, auf der sich andere ins Nichts hetzen." Immer noch nur Zuschauer bloß? Immer noch kein eigenes Leben finden wir. (... bei allem Respekt.)(Ok andere verachten kann auch anfüllen, wenn man sonst nichts hat.) . Je größer die Seele, desto länger die Dekaden, die sie geht. . Die Deutschen sind nun mal der Rest in Mitteleuropa. . Die Vögel unter dem Himmel und auf der Erde bauen sich auch keine Käfige. (Warum wir das allgm. Blogverbot ganz icher unterstützen werden.) . Durchsetzung ist die bürgerliche Variante von Erkenntnis - ob ein Dr. Don uns dereinst auch da voranschreiten wird? . Nur die Einfachen streben unmittelbar nach Sicherheit. (Warum Ingenieure einfach sind.) . Die bürgerlichen Anteile, die hier mitlesen, sind dünn gesät. . Westviertel auf die Fahrräder: Da gehört ihr hin! . Solche wie Dr. Don sind auch wirklich noch viel zu jung, um noch ein ganzes Leben lang zu arbeiten. . Oder noch anders: Deutschland ist eine reine Frage der Intelligenz. Wer lange genug intelligent war, ist nicht mehr deutsch. (Historische Tatsache.) . Exilierte halt in der Zeit der Pest; viele, die vom Worte kamen, bereits mit Mitte 40 gestorben: http://www.amazon.de/Spazierg%C3%A4nge-Cote-d-Azur-Literaten/dp/3716021695 (Nein, hier hat keiner eine Blockade, man sollte das - all die Lebensgeschichten und Umstände - aber kennen, Fundament mit sozusagen. Die Autorin lebt noch, man könnte sie auch interviewen.) . ... Norditalien dazu vergleichsweise intellektuell uninteressant, da es zeitgleich faschistisch war, nicht französisch-frei.

0 Don Ferrando 23.06.2011, 17:44 Uhr

Danke für diesen...

Danke für diesen Blogbeitrag. Als Langsamer hatte ich diese superflexiblen Schnellen damals schon ein wenig beneidet. Aber jenseits der 50 sehe ich das jetzt ganz anders. Abwarten und Teetrinken hat sich schlußendlich gelohnt.

0 Ghostwriter 23.06.2011, 17:57 Uhr

Don Alphonso @: Der klare...

Don Alphonso @: Der klare Blick tut gut. Maßstäbe und Perspektive werden zurechtgerückt.

0 perfekt!57 23.06.2011, 18:02 Uhr

Auch wir sind für einen immer...

Auch wir sind für einen immer schön ausgeglichenen Luftdruck. (Neue Welten - dem Handbuch für angewandte Physik nahegelegt.) . Starke Staaten verhindern doch bloß die Ausbreitung des Chaos. Dies war auch schon mal ihr Nachteil. . Indien und der Commonwealth als historische Leistung sind auch weiterhin tatsächlich jedem Deutschen Reich als historische Leistung unmöglich. (Wie zu beobachten ist.) ( ...dächte ja außer uns ja auch keiner drüber nach, oder?) . Wir sind weder intellient noch im Besitz von Quotienten. Wir fabulieren bloß. . Das Verwerfen anderer kann bei manchen Frauen ein Gefühl wie ein mit reichlich Spitze fein verziertes Häkeldeckchen auslösen (sinngemäß Pessoa). . Und die Deutschen Konservativen wollen tatsächlich allesamt mit Sarah Palin ins wissenschaftlich zuverlässige Zeitalter der Creatonisten voraus? . Wie man in ein Vakuum hinein gestalten wollen können kann? Na, der Boulevard Haussmann macht es doch vor. . Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Kunstflugstaffelchen gründen. (Luther, postmodern interpretiert, logisch.) . Und Dr. Don könnte aus all dem ein Bühnenstück machen "Das Grundbuchamt der Verzweiflung" , da kommen sie dann eben vor, alle die er kennt.

0 perfekt57 23.06.2011, 18:04 Uhr

"Ich war in der Zeit zu oft...

"Ich war in der Zeit zu oft auf Beerdigungen" . Das tut uns leid. Das wussten wir nicht. Wir hatten vielmehr keine Ahnung.

0 HansMeier555 23.06.2011, 18:06 Uhr

Jetzt liegt die Lehmann-Pleite...

Jetzt liegt die Lehmann-Pleite schon wieder drei Jahre zurück und wir sehen immer noch keine richtig schöne neue pralle Blase (außer vielleicht dem CHF). Und das bei soviel GEld im Umlauf! . Was ist da los? Hat der Kapitalismus plötzlich keine Ideen mehr, keine Phantasien, nirgendwo junge Leute mit faszinierenden Geschichten weit und breit? . Stattdessen breitet sich der Kommunismus weiter aus. Eine Wirtschaftsordnung entsteht, bei der niemand mehr klar zwischen Dein und Mein unterscheiden kann, sondern alle rundherum irgendwie für die Schulden der anderen bürgen. --- genau wie in so einer Anarchokommune. Irgendwie war das nur zwangsläufig, die freie Liebe haben wir ja auch schon längst.

0 bertholdIV 23.06.2011, 18:10 Uhr

@DA ich bin mir da nicht...

@DA ich bin mir da nicht sicher ob die new economy wirklich so viel schlechter als die old ist und war.

0 Herr Schmidt 23.06.2011, 18:12 Uhr

" Ich habe selbst Geschichten...

" Ich habe selbst Geschichten am Rande miterlebt, die viel, viel härter als alles sind, was die Frau da schreibt. Ich war in der Zeit zu oft auf Beerdigungen." - eben, frueher war alles besser ... nicht mal mal das Scheitern klappt heuer vernuenftig.

0 bertholdIV 23.06.2011, 18:15 Uhr

@DA ach ja beerdigungen. wenn...

@DA ach ja beerdigungen. wenn ich alleine die suizidfälle der landwirte durch stress mit kommission für ländliche entwicklung (flurbereinigung darf man nicht mehr sagen) und raiffeisen denke, na ja... in unserer gemeinde im landkreis amberg-sulzbach läuft seit 15 jahren gerade eine und prompt ein suizidfall des größten landwirts in zeitlichem koizidenz mit "seltsamer" neuaufteilung seiner flächen...

das Geld,das auf der Strasse...

das Geld,das auf der Strasse liegt wie ist`s dahin gekommen ? und das am Ende der "Flexible" kriegt : man hat`s uns weggenommen...

...was soll man sagen....ach...

...was soll man sagen....ach Don, ewiger Komet in einer geistbebremsten Sitzfleischrepublik.....

0 Der Tiger 23.06.2011, 19:11 Uhr

Irgendwie scheint mein Mac ein...

Irgendwie scheint mein Mac ein bisschen verrückt zu spielen. Falls dieser Kommentar nicht bei Ihnen angekommen ist, hier ist ein retry. Sehr geehrter Don! Eigentlich finde ich es selbst schon peinlich, Ihnen mal wieder ein Kompliment zu machen – aber Madame besteht darauf. Sie sagt, dieser FAZ-Don hat genau das geschrieben, was ich schreiben würde, wenn ich nicht von Natur aus ein Mechanical Engineer wäre. So treffend wie er hätte ich nie darstellen können, was ich über diese Frau Kullmann denke.

Nun, zumindest ein gutes Buch...

Nun, zumindest ein gutes Buch zur Beschreibung einer Generation ist mir bekannt: Girlfriend in a Coma. Liegt vielleicht daran, daß es nicht versucht, dem Leser beizubringen, warum alles so kam wie es kommen mußte und keiner wahrhaben wollte. Was nicht zur auf die Generation X, Generation Golf und was weiß ich noch alles zutrifft, sondern auch auf Werke wie Buddenbrooks oder Werther. . Und außerdem ist das Buch hübsch seltsam.

Und gerade sehe ich erst, daß...

Und gerade sehe ich erst, daß die werte Dame mehr oder minder zu "meiner Generation" gehört. Da kann man nur konstatieren: ätschibätsch, selbst schuld. Man lerne etwas Ordentliches, wenn man schon nicht reich erbt oder heiratet, und verdient dann dem entsprechend. Eine gute Freundin studierte Informatik, was einem natürlich liegen muß. Als Ergebnis kann sie nun fröhlich neben den Kindern ein wenig von zuhaus arbeiten, mit einem sehr ansehnlichen Stundensatz. Nicht angestellt, mit freier Zeiteinteilung, jedoch ohne iPad. Träume sind was Feines, aber sie machen allein nicht satt.

siehe Link.......

siehe Link....

0 HansMeier555 23.06.2011, 20:33 Uhr

Wo bleibt das stupid chinese...

Wo bleibt das stupid chinese money?

HM555 @ 19.06h Zunächst -...

HM555 @ 19.06h Zunächst - alle Bubbles fangen in den USA an - you need a big economy to create a big bubble. Zweitens, die US-Wirtschaft liegt z.Zt fast kraftlos am Boden, und das erwartete Wachstum wurde schon gestern nach unten korrigiert. Andere Probleme in den USA sind die hartnäckige Arbeitslosigkeit, der Immobilienmarkt (am Boden) und die bekannten massiven Schulden. Unter diesen Umständen können wir neue US-Bubbles vergessen, doch Bubbles in China sind durchaus möglich.

0 moosbrugger 23.06.2011, 20:59 Uhr

Vielleicht hatte die werte...

Vielleicht hatte die werte Dame keine Lust, etwas Ordentliches zu lernen, weil sie dann mit lauter Kollegen zu tun hätte, die "etwas Ordentliches" für ein ernsthaftes Kriterium halten.

"Blattmacherin" ist im Grunde...

"Blattmacherin" ist im Grunde ein ehrbarer Beruf. Zwar werden Blätter, vor allem die aus Silber für den Schmuck zum Dirndl, nicht mehr stark nachgefragt. Aber ein gutes Blatt geht heute immer noch. Goldene Ginkgo-Blätter für ältere Stützinnen der Gesellschaft mit Bildungsanspruch laufen z.B. bestens. Der Markt ist klein, aber der Umsatz nicht. Blätter aus Leinen oder auch handgeschöpft bringen geringere Marge, sind aber der Renner. Wäre die Dame doch dabei geblieben. . Vielleicht ist aber auch etwas anderes gemeint gewesen.

0 Der Tiger 23.06.2011, 21:09 Uhr

Mechanical engineering habe...

Mechanical engineering habe ich nie studiert, das wäre für eine Frau 1968 völlig abwegig gewesen. Stattdessen fing mein Berufsleben mit dem (sehr gut bezahlten) Programmieren von Kartentranformationen, komplexen Besselfunktionen, Kalman Filter und ähnlichem an. Aber ich muss schon zugeben, außer mir selbst, einigen Kollegen und meinem jeweiligen Arbeitgeber hat keiner davon Kenntnis genommen. Nix New Media, keine Besprechung in der FAZ vom Nils Minkmar – dem zukünftigen Leiter des Feuilletons .... Insofern kriegt Frau Kullmann mehr Glamour als ich je bekam.

Der Tiger, schreiben Sie...

Der Tiger, schreiben Sie Memoiren. Material ist doch da.

0 bestpilot 23.06.2011, 21:20 Uhr

tja, das zeitgeistgetue um...

tja, das zeitgeistgetue um effizienz, schnelligkeit und flexibilität, viele die darauf reingefallen haben heute noch nicht realisiert, dass sie böse getäuscht wurden. eigentlich ist es zeit für eine renaissance der gewerkschaften, auch so eine ziegel und mörtel institution.

Seelig die, die auf dem...

Seelig die, die auf dem Holzweg sind und dies nicht einmal schnallen.

@ bestpilot : Die...

@ bestpilot : Die Gewerkschaften sind Politik dominiert. Politiker, das ist die Klasse, welche die Judenverfolgung, zwei Weltkriege und die Wiederaufrüstung für klug hielten und das auch umgesetzt haben. . Haben wir heute Politiker denen man mehr trauen kann als früher? . Wenn ich die Polizeieinsätze der letzten Zeit, die Terroristengesetze und vieles andere betrachte, denke ich "NEIN". Das Problem ist nur, dass wir nun einmal keine anderen Politker haben ....... oder doch? Ich fürchte nur, wenn wir auf diese Hilfe warten, dann brauchen wir längere Lebenserwartung für alle.

0 Reiterjunge 23.06.2011, 21:56 Uhr

Es kommt mir mitunter selbst...

Es kommt mir mitunter selbst unheimlich vor. Während meiner zwanzigjährigen beruflichen Laufbahn wurde ich wie von zauberhafter Hand über alle Untiefen hinweggehoben. . Ich bilde mir nichts darauf ein. Mir geht es gut. Es ist nicht gerecht. Ich könnte ziemlichen Mist bauen; und ich würde wahrscheinlich schnell wieder irgendwo neu anfangen können. Das macht es inzwischen etwas langweilig. . Für mich, als Händeringendgesuchtefachkraft.

Wundervolle Fotos. Von wo?...

Wundervolle Fotos. Von wo?

"...und dann bringt man eben...

"...und dann bringt man eben den Frust über das zu Papier, was man 10 Jahre vorher selbst noch für alle durchgesetzt haben wollte." So ist es! Die Autorin zeichnet sich durch eine besonders jämmerliche Kombination dreier Komponenten aus: 1.) Realitätsverlust: Vor > 10 Jahren hat sie alle flotten Sprüche der New Economy für bare Münze genommen. Diese waren aber nie so gemeint! 2.) Triefend-pathetisches Selbstmitleid: Siehe http://www.faz.net/artikel/C30870/das-kreative-prekariat-es-lohnt-sich-nicht-fleissig-und-gebildet-zu-sein-30443162.html 3) Und nocheinmal Realitätsverlust: Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie heute lieber eine grundsolide Fließbandarbeiterin, Fleischereifachverkäuferin oder Hausfrau wäre als das, was sie ist. Sie genießt eine Freiheit, die für die allermeisten noch vor 40 Jahren unerreichbar war. Und ihr materieller Lebensstandard (Schreiblohn + evtl. aufstockende Leistungen) liegt mit Sicherheit über dem der erwähnten Berufsgruppen 1980. Übrigens, wie wäre es mit einem Foxconn-Pflichtpraktikum für Jammerkreative?

0 Reiterjunge 23.06.2011, 22:24 Uhr

Es geht mir zu gut. Ich...

Es geht mir zu gut. Ich qualifiziere mich jetzt mal für einen "unordentlichen" Beruf. Biertester oder Historiker zum Beispiel.

"Es ist ein Problem dieser...

"Es ist ein Problem dieser kleinen Randgruppe." Kommt darauf an. . Das bekannte und immerhin verständliche „Hätt' er gelernt was Rechtes, müsst er nicht schreiben Bücher“ (isja o.k.!) verschärft sich heute zu einen ungeahnten Neo-Darwinismus der "Leistungsträger" gegen die "Minderleister". Heine hatte es noch gut, er musste sich zumindest nicht die staatsreligionsartigen Henkelschen Industrie-Theoreme anhören, sondern nur die Sprüche eines Verwandten. . Das Blöde an der Kullmann ist, dass sie mit dem was sie gelernt hat, genau das geisteswissenschaftliche Prekariat repräsentiert. Das schwächt ihre Argumente. . In Wirklichkeit gibt es nicht nur die in den Geisteswissenschaften und sonstigen "nutzlosen" Fächern Gelackmeierte, sondern in anderen Branchen auch. Da muss man aber schon seinen Blick aus dem pseudoreichen Altbau-München hinaus werfen aufs platte bairische Land, wo die Zeitarbeiter der großen Autofirmen versuchen ihr Häuschen zu halten. Da muss man aber schon sich in Schichten bewegen, wo nicht mit dem goldene Eieröffel der Mops vermöbelt wird. Oder dahin, wo ich herkomme: ins ehemalige Zonenrandgebiet, dem Paradies der Menschenverleiher. Da ist heut noch, und noch schlimmer der Hund vereckt, wie man dort zu sagen pflegt. Häuser stehen leer (nicht verkäuflich, Banken kriegen sie nicht los), junge Leute sind ohne Arbeit oder müssen sich in Verhältnissen verdingen, die nicht mehr wahr sind. Fragt mal dort nach dem neoliberalen Industrie-Henkel. Der wird in seine Picknickdecke gerollt und höflich gefragt, in welchem Fluß er gerne ersäuft werden möchte.

0 crispinus 23.06.2011, 23:00 Uhr

Die Dame mit den vielen...

Die Dame mit den vielen Zeitungen - Ist das nicht ein Journalist, den man mit dem neuen geilen Fixie auf PR-Tour zur l'eroica schickt (und vom Don auf seinem frisch ersteigerten Peugeot PX 10 angelächelt wird?)

@ HansMeier555 20.06: Keine...

@ HansMeier555 20.06: Keine Blase? . Doch, schon. Nur blaeht die sich jetzt anderswo auf, derzeit gerade in China. Und auch in vielen der suedlicheren ostasiatischen Staaten. . Das geld ist nicht weg. Das hat jetzt blosos jemand anderes.

0 Folkher Braun 24.06.2011, 02:19 Uhr

Moin. Ich verstehe die...

Moin. Ich verstehe die Aufregung um Frau K. nicht. Ich war im zarten Alter von 22 in 1973 Dipl. Pol. nach 8 Semestern und Arbeit war in der Frontstadt keine. Weil: ich war weder Partei- noch Gewerkschafts- noch Sonstwo-Mitglied. Also ab in die Alt-BRD und Facharbeiter und Meister machen. In der Verwandschaft hatte ich einen 1988 in Aachen diplomierten Architekten, der machte Karriere bei Norman Foster und war Reichstag-Bauleiter. Er baute später noch auf eigene Rechnung ein paar sinnlose Betonklötze in der Kieferschaden-Hauptstadt. Vor zwei Jahren haben wir ihn zu Grabe getragen. Er war Jahrgang 62. Dann lieber Facharbeiter mit Vollerwerbsstelle und Ü60. gruß fb

0 HansMeier555 24.06.2011, 04:52 Uhr

@Tiger Eifersüchtig?...

@Tiger Eifersüchtig?

0 HansMeier555 24.06.2011, 04:57 Uhr

@Holly01 . Die "Dummheit der...

@Holly01 . Die "Dummheit der Politiker" kommt aber aus der Mitte der (besseren) Gesellschaft. . Oder auch nicht. Sehen Sie, diese kommunistische Ideologie, dass die Politik dem "Allgemeinwohl" zu dienen hätte, vernebelt immer noch die Köpfe. Abstrahieren Sie von diesem Gutmenschen-Mantra und plötzlich schon merken Sie, dass die längst nicht so "dumm" sind wie es scheint. . Und schauen Sie sich das oberste Bild gut an. Das hat doch auch was.

0 donalphonso 24.06.2011, 05:01 Uhr

Nepomuk, 1 Stift Stams,...

Nepomuk, 1 Stift Stams, Tirol, Österreich 2 Ortler Nordwand, Südtirol, Italien 3 Piz Umbrail, Graubünden, Schweiz 4 Grosser Ahornboden, hinter dem Sylvensteinspeicher, Österreich

0 donalphonso 24.06.2011, 05:39 Uhr

Folkher Braun, solche...

Folkher Braun, solche Geschichten Bj 62 kenne ich auch einige. "Rentenkassenfreude" nannten wir die Superüberarbeiteten damals, obwohl viele Firmen der NE sowieso die Sozialbeiträge nicht zahlten. . crispinus, was immer man auf der l'Eroica macht - mit Lächeln hat das nie etwas zu tun, Dazu tut es zu sehr weh.

0 donalphonso 24.06.2011, 05:49 Uhr

Vroni: Schon klar. Steht auch...

Vroni: Schon klar. Steht auch im letzten Absatz. Es gibt eine Umverteilung, irgendwo muss die herkommen, aber es gibt eben auch genug Gewinner, und die Verlierer werden mit den relativen Luxussorgen in dem Buch wenig anfangen können. Da geht es nämlich nicht um Benachteiligung, sondern um das Ausgeschlossensein bei der Bevorzugung. . JvdP, man gewöhnt sich schneller an den Kronleuchter, als an den Verlust desselben. Im Prinzip geht es in diesen Fällen meist um die Frage, welche Priviliegien jetzt nicht mehr in Anspruch genommen werden können. Allerdings gehen da das innere und das äüssere Empfinden auseinander. Mich zum Beispiel würde es schwer treffen, wenn ich mir den Wochenmarkt nicht mehr leisten könnte, und in sog. Discounter gehen müsste. Aber mir ist vollkommen klar, dass das für die meisten die Normalität ist. Klagen, Jammern und Beschweren jedoch sind Einstellungen, die sich bei ähnlich benachteiligt Fühlenden bestens verkaufen.

0 HansMeier555 24.06.2011, 05:52 Uhr

Und wieder mal fühlen wir...

Und wieder mal fühlen wir schmerzlich das Fehlen einer soliden Kurtisanenausbildung. . Wenn so ein Industrielobbyist sich irgendwo in der Stadt einen schönen Abend machen will, dann weiß er doch auch, dass er leicht in den vierstelligen Bereich geraten kann, und hat kein Problem damit. . Nur die Liberalisierungspropganda in den Qualitätsmedien will er umsonst haben wie den Strom aus der Steckdose. Als hätte gute Seeleningenieursarbeit nicht auch einen guten Preis. Es wird höchste Zeit, dass die Verleger mit dieser Gratiskultur schlußmachen.

@ HansMeier555 06:57 : Haben...

@ HansMeier555 06:57 : Haben Sie meine Meinung nicht letztens erst als narzistisch bezeichnet? Ich denke die Gewinner der reganimocs haben als Grundlage ihres Handelns weder Religion, noch politische Grundhaltung. Die Politik hat in ihrem unvermögen Geld zu besorgen, eine Klasse unterstützt, um von dort alimentiert zu werden. Nun stellt sich heraus, diese Klasse ist nur bereit Promille in die Politik und das Gemeinwesen zu investieren. Menschen wie der DB Chef haben es auf den Punkt gebracht : Frau Merkel dachte sie regiere in Deutschland, aber wir haben sie informiert, dass sie Deutschland nur verwaltet. . Man kann das drehen und wenden wie man mag, es ist ein Fakt, dass es eine Machtgrösse gibt, die in unserer Verfassung leider nicht bedacht wurde ...... Ich denke ja diese machtgrösse (Kapitalinhaber ansich) war auch für Brünigs Scheitern und Hitlers Aufstieg zuständig. Ich denke auch, die machen das wieder. Die müssten nur einen Grund dafür haben, der ihnen plausibel genug erscheint. . Politik ist, war und wird sein : Steigbügelhalter. . Man kann das sehr schön erkennen, wenn man die Schröder Episode ausblendet und schaut wie strikt die Merkel den Kohl ersetzt.

0 Yog Sothtoth, Esq. 24.06.2011, 06:28 Uhr

Diese jung-dynamische New...

Diese jung-dynamische New Economy mit ihren schnellen und nassforschen Dampfplauderern und ihrer Verachtung der materiellen Basis war mir schon immer zuwieder. Ich gehöre halt auch nicht zu den schnellen, ich werde höchstens schnell müde. Auch was den Lerneffekt bezüglich von Bubbles und geplatzten solchen angeht, bin ich eher skeptisch. Solange es etwas abzugreifen gibt für die Leute am Futtertrog und der Staat mit unseren Steuergeldern einspringt, geht alles weiter wie gehabt. . Und falls mir jemand Pessimismus vorwerfen will: Ein Optimist ist nur ein Pessimist, der nicht ausreichend informiert ist.

0 HansMeier555 24.06.2011, 06:47 Uhr

@Holly01 Wie jetzt,...

@Holly01 Wie jetzt, narzißtisch oder nazistisch? . Der Nationalsozialismus ist derzeit keine Option, einfach weil es keine Nachbarländer gibt, die man bequem angreifen und unterjochen könnte. An Frankreich, Polen oder den USA militärische Revanche zu nehmen ist nicht nur aussichtslos, sondern auch unpopulär. Und ein paar Kolonialkriege in Afghanistan oder Afrika schaffen eben doch keinen Ersatz. . Ich glaube, es wird gar nichts weiter passieren. Das Prekariat und die Banken, alle werden durchgefüttert, und angesichts der heutigen Produktivität ist das auch problemlos möglich -- zumindest solange der Klimawandel nicht wirklich eintritt.

Ah, der Herr in Schlammgrün...

Ah, der Herr in Schlammgrün ist wieder zurück! Sehr schön. Ich freue mich ja immer über Einblicke in Verhältnisse, die meiner Sphäre fremd sind. Es ist so bildend und mir ist so pharisäisch wohl: wie gut, daß ich nicht bin wie jene. Nunja, in vorliegendem Fall ist das nicht schwer. Aber es scheint ja tatsächlich Leute zu geben, deren güldener Lebenstraum darin besteht, Sprüche wie „Geiz ist geil“ zu erfinden und sich wundern, wenn sie beherzigt werden. Mein Mitgefühl hält sich in Grenzen. Bei uns an der Fließstrecke sind immer Jobs zu haben, die Dame hätte nicht hartzen müssen. Kreativ wäre es freilich nicht gewesen. Es ist auf jeden Fall pikant, daß das Buch gerade bei Eichborn erschienen ist. . Es wird sie freuen, HansMeier555, daß Karl Kraus ganz Ihrer Ansicht war: Einziger Ausweg aus der Krise: Absolutismus und Verwendung der Abgeordneten als Statisten in Bahr's »Apostel«. [Die Fackel: Nr. 86, 26.11.1901, 3. Jg. („Die Apostel“ waren ein mäßig erfolgreiches Theaterstück, allerdings eine Parlamentsszene enthaltend.)

0 Der Tiger 24.06.2011, 07:44 Uhr

@Nepomok – meine Memoiren...

@Nepomok – meine Memoiren sind schon fertig. Die warten nur auf den geeigneten Tag der Veröffentlichung. Bis dahin genieße ich meine noch vorhandene relative Anonymität. @HM555 – auf diese, ihre, Reaktion habe ich gebaut, als ich meinen Kommentar schrieb. Er zielte auf die Leute, zum Beispiel eine meiner beste Freundinnen aus Jugendtagen, die mir vorwerfen: ‘Du machst doch das alles nur, weil Du Dich in Szene setzen willst’, denn ihr verstorbener Mann kommt in meinen Memoiren nicht gut weg.

0 Kopfgeburt 24.06.2011, 09:35 Uhr

Immerhin hat die Dame was...

Immerhin hat die Dame was unternommen, um sich selber (quasi am Schopfe) aus dem Sumpf zu ziehen. Und wenn andere das mittragen wollen, umso besser (für sie)..... Gefallen muss einem deswegen ja noch lange nicht, was sie schreibt. Und deswegen gleich die "Todesstrafe Foxconn" auszusprechen halte ich für leicht überrissen: Das würde ich auch meinem schlimmsten Feind nicht zumuten wollen . Wirklich schlimm finde ich das Plagiieren!! Da steckt dann nämlich überhaupt keine Eigenleistung und Gedankenarbeit dahinter. (Schöner Artikel eines Betroffenen und -klauten in der faz: http://www.faz.net/artikel/C31373/wertewandel-beim-urheberrecht-chatzimarkakis-hat-mich-plagiiert-30445639.html ). So jemanden würde ich gerne mal zu einer produktiven Eigenleistung verdonnern.

Damals war ich (wie heute...

Damals war ich (wie heute noch) fest im Brick and Mortar Umfeld verhaftet, wenn auch mit Weichware. Die New Economy habe ich gar nicht so richtig zur Kenntnis genommen, da war sie schon vorbei. Konkret entsinne ich mich zweier Euro-Umstellungen in 2001, nachdem die Y2K-Panik* mit ihren Stapeln wertloser Konformitätserklärungen gerade folgenlos vorübergegangen war. Angesichts eines mutmaßlichen Börsenwertes von 100 Milliarden Dollar für Sackerbörgs Imperium, verglichen mit ~ 10 Milliarden Euro Börsenwert für Evonik Industries (Brick and Mortar), sind die Mechanismen der damaligen New Economy immer noch weit verbreitet, mir kommen da immer Andersens "Des Kaisers neue Kleider" in den Sinn. . * Das Auslaufen der UNIX-Zeit am 19. Januar 2038 um 3:14:08 Uhr UTC wird mich persönlich nicht mehr betreffen.

@DA "Mich zum...

@DA
"Mich zum Beispiel würde es schwer treffen, wenn ich mir den Wochenmarkt nicht mehr leisten könnte, und in sog. Discounter gehen müsste"
Sollte es, was ich Ihnen natürlich nicht wünsche, je soweit kommen:
Das daraus resultierende Druckerzeugnis werde ich mit Vergnügen lesen.

0 donalphonso 24.06.2011, 10:25 Uhr

Lieber nochmal die l'Eroica....

Lieber nochmal die l'Eroica. Bei Regen, Hagel und die ganze 200 Kilometer-Distanz.

0 donalphonso 24.06.2011, 10:28 Uhr

JR, ich zweifle, dass es so...

JR, ich zweifle, dass es so weit kommen wird, wir sind jetzt schon wieder über dem Rand, Facebook kommt zu spät. . Kopfgeburt, wer öffentlich seine Misere zu Geld macht, kann nicht nur mit Streicheleinheiten rechnen. Jede Putzfrau dürfte es schwerer haben, und die jammern auch nicht rum. Ja, und die Leistungselite der FDP: Saubere Früchtchen. Endlich sieht man mal den Wesenskern der Leute.

0 The Blind leading The Naked 24.06.2011, 10:31 Uhr

Banken sind immer noch brick...

Banken sind immer noch brick and mortar , gell?

0 Reiterjunge 24.06.2011, 10:36 Uhr

Ingenieur wird wer davon leben...

Ingenieur wird wer davon leben möchte. Geisteswissenschaften studiert man aus Erkenntnisinteresse - genauso wie Biertesten.

Da erinnern Sie mich aber an...

Da erinnern Sie mich aber an was, JR. Freilich, die Y2K-Panik war unangemessen, das Problem gleichwohl vorhanden und so war die Medien-Panik hilfreich. Ich wäre von selbst nie auf die Idee gekommen, daß es ein solches Problem geben könne. Wir mußten seinerzeit tatsächlich eine technische Anlage stillegen, vielmehr: sie hat sich selbst stillgelegt. Aber wir wußten rechtzeitig davon und es entstand kein Schaden. Kurios war nur die Reaktion des Softwareanbieters. Man wollte eine fünfstellige DM-Summe. Nicht für das Beheben des Problems natürlich (das wäre gegen die Gewährleistung gewesen), sondern für ein „Update“, das selbstverständlich auch dieses Problem beheben würde. Wir verzichteten dankend auf diese „kreative“ Lösung.

0 donalphonso 24.06.2011, 10:43 Uhr

Yog Sothtoth, Esq., nun, die...

Yog Sothtoth, Esq., nun, die Werbung und das Marketing solcher Jypes sind gut. Ich erinnere mich gern an jene jungen Leute, die bei StudiVZ im Büro auf dem Fussboden geschlafen haben, um dann nach dem Verkauf rauszufliegen. Homma wieda wos gleant, sagt man dann in Bayern. . Savall, das sind halt die bösen, alten Geschichten. Ich hätte viel davon. Das waren noch die netteren Aspekte. Aber wer will schon von einer Firma lesen, die das Wort "Ameise" im Namen trug, und deren Mitarbeiter auch noch mit Notebook und Handy im Winter im Böro ohne Heizung waren, als der Strom und das Wasser und die Heizung schon lange abgestellt waren, und die Löhne seit Wochen nicht mehr kamen, und andere darum bettelten, ihr WLAN nutzen zu dürfen?

0 HansMeier555 24.06.2011, 10:43 Uhr

10 Cent sind etwas viel --...

10 Cent sind etwas viel -- aber das Cover!

0 donalphonso 24.06.2011, 10:54 Uhr

"Man darf mich auch 9 Cent...

"Man darf mich auch 9 Cent nennen."

0 Crime of the Century 24.06.2011, 10:58 Uhr

Die New Economy hat noch...

Die New Economy hat noch Nachwirkungen bis in die heutige Zeit, wird doch ein Mark Zuckerberg mit Facebook als der neue Heilsbringer des verquarksten Börsengeschehens erwartet. Doch sind die neuen Ökonomen die Widergeburt der "Alten Zeiten" ´Geiz ist geil´, hieß doch irgendwann mal, sparsam sein ist eine Tugend... Na denn, viele neue Ökonomen haben in der Blase den Trend der damaligen Börsenzeiten verbunden mit dem Aufbruch der neuen Technologien, naiv und dennoch gierig zu nutzen gesucht und standen plötzlich vor einer Quelle, die über Nacht sprudelte und alle wollten sich laben an dem erfrischenden Naß das zu Wachstum und Wohlstand führen sollte. Das ist so was, nur Ideen, Intellekt und keine Zeit den Übergang von der Theorie auf die Praxis zu begleiten, sondern die Gunst der Stunde, des offen Seins für das Innovative nutzen, die Hypewelle der Neuzeit mitnehmen. So wie, die Kurse hochschnellten, so verzückt waren die Anleger, am Zahn der Zeit zu sein, in die Zukunft zu investieren und dabei noch einen guten Schnitt zu machen. Der Darwinismus der technischen Revolution und die Unwissenheit der Anleger hat vielen nun mal ein Schnippchen geschlagen. Eine der eruptiven Vulkan-Ausschläge des Kapitalisumus, verbrannte so manches Geld, hinterließ verbrannte Erde auf dem nun die Jugend sich twittert und in old fashioned konservativer Manier sich neuen Herausforderungen stellt und die Alten von damals aber nicht mehr wirklich um Rat fragt...

Für 9 Cent kriegt man in...

Für 9 Cent kriegt man in meinem Supermarkt ein Stück Hefe. In die entsprechende Umgebung verbracht, quillt sie besser auf als manche Schlampenprosa. Und mit der richtigen Auflage wird sogar Pizza draus, wenn man sie erhitzt. Nur verbrennen sollte man sie nicht wie manches Machwerk.

Tja, Don Alphonso, frei nach...

Tja, Don Alphonso, frei nach Schiller: Das Leben ist der Güter höchstes nicht, der Übel größtes aber sind die Schulden. Es war bloß jedem halbwegs vernünftigen Menschen einsichtig, daß das nichts werden könne. Ich krieg vom Kopfschütteln immer noch ein Schleudertrauma wenn ich bedenke, daß damals die kreative Idee, Hundefutter übers Internet zu verticken einen dreistelligen Millionen-Dollar-Betrag wert war.

0 bertholdIV 24.06.2011, 11:13 Uhr

völlig krank...

völlig krank oder http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Gc

0 Der Tiger 24.06.2011, 11:26 Uhr

Als ich das las, war ich auch...

Als ich das las, war ich auch baff: ‘Neue Aufgabe für Koch-Mehrin Silvana Koch-Mehrin, der kürzlich wegen Plagiaten ihr Doktorgrad aberkannt wurde, ist jetzt Vollmitglied des Forschungs-Ausschusses im Europaparlament geworden. Bei der FDP führt dies zu Kopfschütteln.’ . Nur mit dem Kopf schüttelte meine Großmutter zu Recht, nachdem ich mir wieder ein Stück Zucker aus ihrer silbernen Zuckerschale geklaut hatte. Aber das traute ich mir nur, wenn ich mich vorher gut betragen hatte. Für die Politikschikeria ist das Europaparlament eine wohlgefüllte Zuckerdose aus der man sich auch dann noch bedienen kann, wenn man sich vorher besonders schlecht benommen hat……. In diesem Sinn holt sich Madame Koch noch ein Stück Europazucker, und die FDP Oma schüttelt nur mit dem Kopf. . Was wäre, wenn die Mitglieder des Europaparlaments direkt gewählt würden, und Madame Koch ihrem Wahlvolk im Obertaunuskreis Rede und Antwort stehen müsste?

@ HansMeier555 24. Juni 2011,...

@ HansMeier555 24. Juni 2011, 08:47 : sorry da fehlt ein "r", also narrzistisch, aber das war Ihnen ja wahrscheinlich sowieso klar ....

0 HansMeier555 24.06.2011, 11:39 Uhr

"Wir brauchen keine...

"Wir brauchen keine Suchmaschinen sondern Findemaschinen".

0 HansMeier555 24.06.2011, 11:43 Uhr

@Don . War das der Traum der...

@Don . War das der Traum der Fusion von Arbeitswelt und Dauerparty, im Grunde Kulturbolschewismus.

0 HansMeier555 24.06.2011, 11:44 Uhr

Die Elektrifizierung des...

Die Elektrifizierung des ganzen Landes und bald sind alle Industriewaren im Dorfladen umsonst.

0 HansMeier555 24.06.2011, 11:46 Uhr

Aber als Begräbnisredner...

Aber als Begräbnisredner konnte man den Lothar nicht buchen, nein?

Erhebliche Gratulation zu dem...

Erhebliche Gratulation zu dem Nichtmehrin-Text.

Yog Sothtoth, Esq., . "Auch...

Yog Sothtoth, Esq., . "Auch was den Lerneffekt bezüglich von Bubbles und geplatzten solchen angeht, bin ich eher skeptisch. Solange es etwas abzugreifen gibt für die Leute am Futtertrog ..." . Beim Lerneffekt bin ich mit Ihnen. Der ist jedoch grundsätzlich bei Menschens nicht wirklich, sie neigen dazu, die Dinge doppelt und öfter falsch zu machen. (Siehe Börse.) Affen sind klüger (machen auch bessere Investments...). Dabei gab es den schönen bairischen Spruch: "Amal neidappt langt!" Hilft bloß beim Menschen nix. . Der Futtertrog hat sich aber seitdem deutlich verkleinert. . Daher umgehen solche "Gspritzten" die VC-Tour von links hinten und klopfen öfter und direkt gleich an der Tür der kleinen Agentur am Rande der Stadt. Und wollen Dienstleistungen noch kostenloser haben. Weil, sie sind ja ein "kleines Startup" und brauchen "unsere Hilfe mittels unserer frischen Ideen", wir seien doch alle ein "tolles Netzwerk an Engagierten und so". . Das: kleines Startup, unsere Hilfe, Netzwerk, sind schon mal drei fette Hinweise, um als kleine Agentur am Rande der Stadt sofort eine vorformulierte Absage zu schreiben. Klingt für die prekär ungewaschenen Ohren der kleinen Agentur nach gröbster Kunden-Miseria: kein Geld, Ärger, Beratungsresistenz und Stress. Und danach das negative Rumbabbeln im Netzwerk. Nein, danke. . Habe also aus ähnlichen Gründen wie der Don solche recht lieb. Der kriegt das Gehabe in dessen geänderten "Feinheiten" wohl deswegen nimmer so mit, weil deren direkter VC-Sumpf etwas ausgetrockneter ist. Aber Dienstleister kriegen diese Höllenansinnen mit und nicht zu knapp Da gab ein Lied passend dazu, schon vor den New-Economy-Zeiten: "Ja bin ich denn ein Kiosk oder bin ich etwa nen Bank, oder sehe ich aus wie ein Hotel oder wie ein Kassenschrank ...?"

Ähm, Vroni, könnten Sie...

Ähm, Vroni, könnten Sie einem Unbelehrten eröffnen, was "VC-Tour" bedeutet. Ich weiß es wirklich nicht.

Ihr feines Gespür für die...

Ihr feines Gespür für die real existierende Wirtschaft stellte Frau Kullmann schon dadurch unter Beweis, daß sie ihr epochales Werk im Eichborn-Verlag herausbrachte, der kurz vor Auszahlung des Honorars pleite ging.

Lieber Savall, kein...

Lieber Savall, kein Problem. Das ist: Roadshow/Wettbewerbe/PR-Touren, die sie verabsolvieren, um an Venture Capitalists (VC) und damit an Kapitalgeber für ihre Ideen zu kommen.

asprion, na und? ^^ Verlage...

asprion, na und? ^^ Verlage gehen ständig pleite. Da kann man schon mal einen erwischen, statistisch hohe Quote. Ich kenne zudem keinen Erst-Autoren, der zuerst Hoppenstedt kontaktiert, wenn er dringend verlegt sein will. Außer er hat seine Eltern mit Bedacht ausgewählt und wurde mit silbernen Löffelchen gefüttert.

asprion, was wäre die...

asprion, was wäre die Alternative? Sicherlich: Der Satz "Einem Verlag, der bereit ist, mein Buch zu drucken, gebe ich mein Buch nicht, denn so ein Verlag ist bald pleite" mag zutreffen. Nur ein anderer als ein Pleitier hätte vielleich das Buch nicht gedruckt. Also war es doch richtig, in den sauren Eichborn zu beißen und zumindest die kostenlose Medienaufmerksamkeit zu "kassieren".

0 apreslude 24.06.2011, 13:59 Uhr

Angefangen hatte ich schon als...

Angefangen hatte ich schon als Schüler mit Kunst und Musik. Und nicht schlecht davon gelebt. Dann stellte ich fest, dass Qualität in der Kunst nur sehr schwer messbar und bewertbar ist, weswegen andere Kriterien eine viel wichtigere Rolle spielen. Z.B. die Fähigkeit, sich jederzeit öffentlich hinzustellen und überzeugend rüberzubringen: "Ich bin der Größte", ist erheblich wichtiger für den Erfolg, als echte künstlerische Substanz. . Als ich dies erkannte, studierte ich parallel Maschinenbau und bin jetzt Ingenieur. Ob eine Maschine funktioniert oder nicht und ob technische Daten stimmen oder nicht, hier ist Qualität eindeutig definiert, so dachte ich. Was war ich naiv. . Viele Ingenieurstudenten kommen in der Schule mit den "Laberfächern" nicht zurecht, wo Meinungen gefragt sind, Argumentationen zählen und Fakten auch gern mal einfach nur behauptet, aber nicht nachgewiesen werden. Sie sind im Studium endlich mal unter sich und treffen dort auf Professoren, die häufig ganz ähnlich strukturiert sind. . Die anderen, die mit den guten Noten in den "Laberfächern", die studieren BWL oder Jura oder machen "irgendwas mit Medien". Und nach dem Studium treffen alle wieder aufeinander und aufgrund ihrer rhetorischen Überlegenheit meinen die BWLer und die Juristen, dass ihnen natürlicherweise die Chefposten zustehen. . Es fehlen so einige Fächer in der Ingenieurausbildung, die in der heutigen Zeit dringend benötigt würden: "So lügt man mit Statistik", "Bluffen für Anfänger", "Zahlen politisch wirksam instrumentalisieren" usw. . Z.B. bei den aktuellen Diskussionen um die neue Energiegesetzgebung kann man getrost davon ausgehen, dass mindestens jede zweite kursierende Zahl einen vor allem politischen und nur in geringem Maße einen physikalischen Hintergrund hat und nur die Akteure mit dem entsprechenden Ego zu Wort kommen und da sind zuwenig Ingenieure dabei. . Zum Trost sage ich mir immer, dass es letztlich doch die Techniker sind, die aus den Trümmern wieder etwas funktionsfähiges zusammenbauen und den Krempel wieder ans Laufen kriegen. . Aber die Gestalten, die damals den neuen Markt dominierten, (so wie ich sie aus der Ferne wahrgenommen habe), so ein Ego hatten noch nicht einmal die schrägsten meiner Künstlerfreunde.

Kein Buch, aber ein sehr...

Kein Buch, aber ein sehr schöner Film über die New Economy: "Weltmarktführer" von Klaus Stern (www.weltmarktfuehrer-derfilm.de). In meinem Beruf als Dipl.-Inf. (selbstständig) treffe ich einige der hier im Artikel Beschriebenen als Recruiter wieder. Die "Skills" in deren Xing-Profilen bestehen oft aus Generation Praktikum und als Hochschule wird gern die "School of Hard Knocks" angegeben. Eine IT-Startup Blase gibt's zur Zeit übrigens wieder, aber regional beschränkt (Silicon Valley, New York). Der Unterschied zu damals ist, dass das Geld vor 10 Jahren von Kleinanlegern kam, heute aus der Druckerpresse von Ben Bernanke. Zur Ehrenrettung muss man sagen, dass einige Startups durchaus vernünftige Ideen und Geschäftsmodelle haben (airbnb), andere nicht (Groupon). Bin übrigens erst unlängst über dieses Blog gestolpert, lese diese Texte sehr gerne.

Danke, Vroni. Also so etwas,...

Danke, Vroni. Also so etwas, was die Firmenleitung von VW mit ihrem Betriebsrat gemacht hat? Im gedachten Fall natürlich mit Powerpoint... Schade, daß ich hier nicht sagen kann, was ich von diesen Powerpoint-Unternehmensberatern halte. Entsprechende Worte sind hier, zurecht, verpönt.

0 apreslude 24.06.2011, 14:09 Uhr

@Vroni (14:52) "...Weil, sie...

@Vroni (14:52) "...Weil, sie sind ja ein "kleines Startup" und brauchen "unsere Hilfe mittels unserer frischen Ideen", wir seien doch alle ein "tolles Netzwerk an Engagierten und so".... . Als Musiker haben wir immer zwei Sorten von Freunden unterschieden: "Für den Auftritt bezahle ich Dich gut, weil Du mein Freund bist" oder "Kannst Du nicht umsonst für mich spielen, wir sind doch Freunde".

0 dornenvogel0410 24.06.2011, 14:09 Uhr

ende der griechenland...

ende der griechenland -krise:es kann keine staatspleite geben.irgentwo bei churchill gelesen.aber die bösen politischen downgradings,die gibt es.

"was ich von diesen...

"was ich von diesen Powerpoint-Unternehmensberatern halte. Entsprechende Worte sind hier, zurecht, verpönt." . Aber nicht doch. Bei mir nicht. Kreative Beschimpfungen erfrischen meinen Tag, deswegen lese ich ja den Don − mir fällt hierzu spontan nur grad ein: Hallodris damische! Ähm, dynamische. [Tschuldigung für die unkorrekte Plattheit. War gestern nacht stundenlang in einem besch. ... Sourcecode spazierengegangen, um einen Fehler zu finden, da lässt der wahrhaft kreative Beleidigungs-Teil des Gehirns nach und den inneren fränkischen Wut-Steinzeitler raus.]

Lieber Apreslude, ich verstehe...

Lieber Apreslude, ich verstehe Sie gut. "Viele Ingenieurstudenten kommen in der Schule mit den "Laberfächern" nicht zurecht, wo Meinungen gefragt sind, Argumentationen zählen und Fakten auch gern mal einfach nur behauptet, aber nicht nachgewiesen werden. Sie sind im Studium endlich mal unter sich und treffen dort auf Professoren, die häufig ganz ähnlich strukturiert sind." . Nicht nur Ingenieurstudenten. Auch technisch und handwerklich veranlagte Designstudenten oder stukkarierte Kreative just like me!). Die sind ähnlich strukturiert. Ich war es jedenfalls. Erst als ich merkte, dass ich in der internationalen Werbeagentur im Frankenland (hehe, was für ein Widerspruch), in der ich arbeitete, keinen Stich mit der ruhigen Art machte, habe ich völlig aufgedreht. Mein innerer Geist litt zwar sehr, aber ich gewann an Rhetorik & Image (Cheffe sagte plötzlich, ich solle bei dem Redegeschick in die Politik gehen. Das war damals noch ein Kompliment...) und in der Folge an Kohle pro Monat. Trotzdem bin ich nach knapp über einem Jahrzehnt aus Selbstrettung raus aus diesen merkwürdigen Gewässern voll mit Irren und würde keinen Fuß mehr freiwillig in eine PR- oder Werbeagentur setzen. Man müsste mich an dem Gehörn ziehen wie einen Ochsen. . Reden kann man lernen. Selbst ich dröges Landei hab das irgendwann aus Notwehr gelernt. Sonst überlassen die Ruhigen zu vielen Blendern das Feld, das ist nicht gut. Wie man allenorten sehen kann. Der Ingenieur muss seinen Mund aufmachen, der Handwerker muss seinen Mund aufmachen, der stille Kreative auch. Das was man draußen an "Kreativen" wahrnimmt, das sind meist keine, das sind die Maulhelden.

Naja, das ist nicht immer nur...

Naja, das ist nicht immer nur blenden wollende Beredsamkeit. Nach meiner Erfahrung sind die meisten sogenannten Schwaetzer nur Naivselbstueberzeugte und maechtig Motivierte. Meistens frisch diplomiert oder promoviert. Dazu kommt die vertrauensvolle Naivitaet des prospektiven Auftraggebers-besonders beim Erstkontakt. Aber der wird auch ganz schnell schlauer. Das gibt sich alles mit der Zeit. Die Leute fallen auf die Fresse. . Uebel sind mir allerdings Neuakademiker in Erinnerung. Da gab es schon mal den Dr.phil., der die Ilias rueckwaerts jodeln konnte und gleichzeitig glaubte, bei extrem-technischen Problemen seinen wohlmeinenden Senf dazuzugeben, ueberhaupt alles besser wusste. Sowas kam nicht oft vor, aber wenn's vorkam, nervte es extrem. Da halfen nur drei Dinge: Geduld, Geduld und nochmal Geduld. . Wenn nicht die Redlichen in der Mehrheit waeren, befaende die Welt sich schon lange im wuesten Chaos. So steht sie nur stets am Rande desselben-seit Gott sie schuf. Amen. Ach da steht mein Bordeaux-und ich such' schon die ganze Zeit! Mein Optiker ist ein Idiot...

Okay, Vroni, auf Ihre...

Okay, Vroni, auf Ihre Verantwortung. Don Alphonso, Sie hören kurz weg, das Redaktionssystem wird schon meine übelsten Entgleisungen entschärfen. Der Powerpoint-Schlurfi erzählte uns also sinnbefreiten Mist über Verkaufstätigkeit. Ich also: Das ist doch alles Scheiße! Sie haben ja gar keine Ahnung, von was Sie reden! Hier sitzen Leute mit 20, 30 Jahren Berufserfahrung und Sie kommen uns mit diesem Quark. Sie lassen hier Ihren Stumpfsinn ab und verschwinden dann wieder. Wir hier haben dann den Mist auszubaden. Also sprach Savall und der Personalchef meinte, ich würde mir keinen Gefallen tun. Sei’s drum. Einmal mußte es raus.

0 Schluchten-Ossi 24.06.2011, 15:56 Uhr

Nein, Filou, Sie haben nur...

Nein, Filou, Sie haben nur ihre Brille verlegt.

"... nur Naivselbstueberzeugte...

"... nur Naivselbstueberzeugte und maechtig Motivierte." . Also Naturpralle. Noch schlimmer. Darauf einen fränkischen Bocksbeutel. Rosé.

0 Herbert1949 24.06.2011, 16:13 Uhr

Ist ja toll , solche...

Ist ja toll , solche Erkenntnisse! Was hat uns der ganze Irrsinn eingebracht. Mal zurück zur guten alten Marktwirtschaft. Die meisten hatten Arbeit , gut bezahlt und waren eigentlich zufrieden. Arbeitlosenversicherung , Bankgeheimnis, HartzIV waren kein Thema, Schwarzarbeit hatte kaum einen interessiert, Sozialkürzungen kannte man kaum , Rente war auch ok , man bekam noch mindestens das heraus was man eingezahlt hatte, Haushaltshilfen versichern, interessierte niemand usw. usw. Heute sind wir globalisierte Exportweltmeister, Wunderbar , wo ist denn der Anteil den die Menschen dafür bekommen haben. Kontrolle des Staates (der Ämter) über seine Bürger überall bis fast in die Unterhose. Kürzungen überall. Finanzirrsinn , Schulden über Schulden. Rettungsirrsinn. Keinerlei Sicherheit mehr. Familien und Zukunftsplanung im Arsch. Das sind die Vorteile die wir heute erzielt haben. Ich meine das ist kein Grund zu Jubeln.!!! Wem hat das alles am meisten genutzt ? Bestimmt nicht den Menschen die für Ihr Geld arbeiten, EU-Bürokraten und Finanzblutegel versorgen.

0 Der Tiger 24.06.2011, 16:16 Uhr

@Nepomuk – Der Suhrkamp...

@Nepomuk – Der Suhrkamp Verlag lebt noch, aber mittlerweile nur noch recht und schlecht – obwohl er nicht bereit war, mein Buch zu drucken.

0 fraudiener 24.06.2011, 16:18 Uhr

Savall, das Redaktionssystem...

Savall, das Redaktionssystem heißt gerade Frau Diener und entschärft mal überhaupt nix. Wärjanochschöner.

0 Tucholsky 24.06.2011, 16:21 Uhr

Hier sitzen Leute mit 20, 30...

Hier sitzen Leute mit 20, 30 Jahren Berufserfahrung und Sie kommen uns mit diesem Quark. . Lieber Savall, Leute mit 20, 30 Jahren Berufserfahrung imponieren mir nicht. 20, 30 Jahre lang das falsche getan zu haben, ist keine Leistung.

Liebster Savall, solange Sie...

Liebster Savall, solange Sie nicht so auf einer NRW-Medientagung rumholzen. Und Vergleiche mit arabischen Potentaten anstrengen. Hihi. . Was mit Medien. Was wirklich geschah... : http://www.wasmitmedien.de/2011/06/20/gutjahr-piel-was-beim-auftakt-zum-medienforum-nrw-wirklich-geschah/

0 Tucholsky 24.06.2011, 16:25 Uhr

@ A. Diener: Warum auch? Der...

@ A. Diener: Warum auch? Der Verweis auf "20, 30 Jahre Berufserfahrung", gern schnöselig vorgebracht, ist des Deutschen Standardausrede gegen Verbesserungen. "Erfahrung" wird selbstgewiß behauptet, wo doch nur Starrsinn herrscht. "Das machen wir schon immer so...!"

Danke, Andrea, ich ahnte...

Danke, Andrea, ich ahnte beinahe, daß Sie dem Don hilfreich zur Seite stünden. Hoffentlich gewährt uns die Gnade der höheren Mächte demnächst mal wieder einen Doppelblog. Der Beitrag zu Bornholm war übrigens phänomenal, ich sagte es schon. Allerdings brächte man den Don auch nur unter Gewaltanwendung dorthin. Schade, eigentlich.

Gruess Gott, Frau Diener! Ich...

Gruess Gott, Frau Diener! Ich habe hier einen Ciro Classico Imperiale (bei mir heisst alles Bordeaux, egal was, Hauptsache rot), oder, ersatzweise einen noch sehr jungen Calvados (den darf ich momentan nicht. Der Doktor, sie verstehen...). Was darf darf ich Ihnen anbieten? Doch! Bleiben Sie noch ein Weilchen.

Savall, Bayern schimpfen...

Savall, Bayern schimpfen so:O-Ton Gehrard Polt: "... und dann schreit die immer Oliver pass auf, der spielt Longline! Ich sag, gnädige Frau, jetzt bitte, sie dumme Gans, mia san doch hier nicht im Wirtshaus, sondern auf einem Tennisplatz, du Amsel du blöde, du blödes Kracherl, du Matz du varreckte, hoit die Fotzn sag i, du Schoaswies'n, gell, du mistige, du Schoasblodan, gell, du Brunzkachel du ogsoachte, so was wie du ghört doch mit da Scheißbürstn nausghaut! Da fängt sie an, ich werde mich beschwern, ich geh zur Turnierleitung, ich werde mich beschwern! Ja wissen sie, die Frau soll sich beschwern, die soll sich beschwern, weil was so eine Hämorridenpritsche sagt, so etwas ist einfach unter meinem Niveau. " . Liebe Andrea Diener nicht löschen, das ist Kultur, Kabarret-Kultur.

@ Herbert1949 18:13 : Hach ja...

@ Herbert1949 18:13 : Hach ja die gute alte Zeit. Ich nenne sie die Drittelzeit. Ein Drittel vom Lohn war immer netto auf die Hand, also ohne Sozialabgaben. Das Gehalt konnte man fix dritteln in Steuern, Miete und Essen, das vierte Drittel war dann Vorsorge und Konsum. In den 70gern hat die Industrie rund ein Drittel der Arbeitsstellen abgebaut und der Staat hat viel ausgeglichen. Die Industrie wollte nicht mehr alle durchfüttern, Produktivität war angesagt. Ja, dahin müssen wir auf jeden Fall zurück. Ich denke ja schon lange, die Gewerkschaften müssten einen Netto-Netto-Anteil fest in die Tarifverträge einbauen. . In einem gebe ich Ihnen aber gerne Recht : die Bankkaufleute haben heute ein Übergewicht in der Gesellschaft, welches man kaum verstehen kann. Zumindest so weit man Akkermann und Jain als Bankkaufleute betrachten mag, mein Berater bei der Bank macht nämlich einen sehr guten kaufmännisch korrekten Job. Aber der fährt auch keinen Q7 und bekommt auch keine Aktienpakete als Bonus. Ich sehe die ja eher so wie das viele andere weiter oben geschrieben haben : kommunizieren ersetzt denken. Lass dich belatschern .........

Lieber Tucholsky, der Spruch...

Lieber Tucholsky, der Spruch "20, 30 Jahre lang das falsche getan zu haben, ist keine Leistung." ist der Standardunspruch der Wir-sind-jung-dumm-und-dynamisch-flexibel"-Starrsinnigen. Tja. Herrgottzeitennuamolnei ...

0 fraudiener 24.06.2011, 16:54 Uhr

Filou, Vino aus Cirò hab ich...

Filou, Vino aus Cirò hab ich selbst, sogar aus Cirò mitgebracht. Hach, da wär ich jetzt gern. Ersatzweise bleib ich eben hier. Und halte Tucholsky entgegen, daß kein Mensch etwas gegen Verbessrungen hat, nur gegen wolkige Wortkaskaden, die Inhalt behaupten wo keiner ist. Aber über das Powerpoint-Ding hab ich mich ja schonmal ausführlich ausgelassen.

Noe! Da waere ich jetzt lieber...

Noe! Da waere ich jetzt lieber in Versailles. Da hat man die Wahl zwischen Park und RER (S-Bahn) nach Paris. Ich hab's nun mal nicht so mit Italien, weil es zu weit weg ist. Frankreich ist, optimistisch gesagt, fusslaeufig erreichbar. Zumindest Paris. Die 550 Km, dat is doch nix. Oder karolingisch gesagt: da verbraucht man drei Maitressen = 14 liter Sprit. So what?

In der Tat, über die...

In der Tat, über die Powerpointers haben Sie genug gesagt, Andrea. Allein, sie hören‘s nicht. Was zu den 20, 30 Jahren zu sagen ist: ich bitte alle Kritiker zu bedenken, was die Existenz in Leipzig in den letzten 20, 30 Jahren zu bedeuten hatte. Und dass wir Überlebenden unsere Erfahrung deutlich höher schätzen, als das Geschwafel von Typen, die nur 20 oder 30 % nehmen. Ich bin satirisch und obszön, mag sein. Aber ich spreche jedem, der das nicht mitgemacht hat die Kompetenz ab, sich in dieser Frage zu äußern. Und erst recht werde ich jeden bis ans Ende der vier Weltgegenden verfolgen, der meint, mit seinem blöden Geschwafel ernsthaft arbeitende Menschen zu beleidigen. Es mag durchaus sein, daß wir einige betrügerische Verkaufstricks nicht kennen. Aber das gibt niemandem das Recht, uns solche Tricks aufdrängen zu wollen. Es gibt Menschen, die meinen, daß jedes menschliche Gesetz, jeder Ethos dem Geschäft zu opfern wäre. Ich tue das nicht. Zu meinem eigenen Schaden zuweilen, aber zu meiner eigenen Seelenruhe bestimmt. (Sorry, ich lese vielleicht in letzter Zeit zuviel Karl Kraus. Aber ist das ein Fehler?)

0 prince Matecki 24.06.2011, 17:46 Uhr

Die Verpowerpointisierung der...

Die Verpowerpointisierung der Realität durch fließend SAP Neusprech beherrschende Menschen mit BWL- Studium ( das gibt es ja auch für Offiziere) hat auch bei uns heftig um sich gegriffen, dazu kommen die Controlling Folien in denen die Welt auf Grün, Gelb und Rot bewertet wird. Früher gab es noch Lagevorträge an der Karte oder auch frie, ganz ohne Folie. Seltsamerweise haben Patton und v Manstein, Halsey und Nimitz so Schlachten gewonnen. Unsere Erfolge sind da viel mühsamer. Warum verstehen die Taliban das nicht wenn wir auf den Übersichtskarten Bezirke im Norden grün als gesichert markiert haben. Oder hat denen das keiner gesagt? (Vorsicht, Ironie) Ungläubige lesen mal UdP, Unterrichtung des Parlaments, die Unterlagen die das BMVg an den Verteidigungsausschuss gibt.

0 colorcraze 24.06.2011, 18:56 Uhr

Tja, die bösen, alten...

Tja, die bösen, alten Geschichten. So schlimme wie DA hab ich nicht hautnah erlebt. Für uns ging es glimpflich ab. Während die in der Londoner Filiale schon den 2. Monat keinen Lohn mehr gesehen hatten, verdichteten sich die Kämpfe zwischen der Düsseldorfer und Berliner Filiale merklich. Berlin machten sie dann zu, weil ihnen die Nähe des Vertriebs zu Großkunden wichtiger war und das in B versammelte Gehirnschmalz überflüssig, da man nichts mehr entwickeln wollte, sondern nur noch dumpf in der Nische abgreifen. Aber immerhin, Lohn wurde uns bis zuletzt gezahlt, und es gab sogar noch eine Abfindung. - Gewiß, eine echte Fachkraft will lieber einfach ihre Arbeit tun, und Ingenieure und Artverwandte (mit den Kreativen sehe ich es ähnlich wie Vroni) hassen es, vorschnelle Versprechungen zu machen. Aber dem geschäftspolitischen Spannungsfeld kann sich keiner entziehen, und vor dem Kunden muß jeder bella figura machen und, nun ja, im besten Falle Verbindlichkeit erzielen. - Die Frau Kullmann ist ja nicht die erste Abgestürzte mit diesem Studiengang, vor einigen Monaten las ich ein Interview mit einer Habermas-Schülerin, ca. 10 Jahre älter, die es anscheinend immerhin noch zur Subsistenz (Schafe züchten oder derlei) geschafft hat – aufsteigen qua „Marsch durch die Institutionen“ konnten wohl in den Geburtsjahrgängen bis ca. 1950 recht viele, weil da der ÖD breit aufgestellt wurde – und bis in die 80er hielt sich die Vorstellung vom „Staatsknete abzocken“. Aber für die 60ff. war es bereits deutlich dünner, wer sich von denen nicht in eine Bestandsfirma frühzeitig einmendelte, steht irgendwann auf der Kippe, denn auch die Bestandsfirmen haben das Fluktuieren und Personalaustauschen verstärkt. Und je jünger, desto stärker dieser Effekt. - Fehlallokation und Desorientierung qua Blasenökonomie... Werden die Hochhäuser in Westchina wirklich gebraucht und sind die die nächsten 30 Jahre zu halten? Die Masse an spanischen Ferienhäusern dürfte schätzungsweise eher das Schicksal Proras teilen...

0 colorcraze 24.06.2011, 19:05 Uhr

@prince Matecki: Karten ist...

@prince Matecki: Karten ist ein gutes Stichwort. Man hat sie durch immer feinere Photographie verdrängt. Aber eine gut gemachte Karte sagt mehr aus über bekannte Zusammenhänge als ein Photo.

0 colorcraze 24.06.2011, 19:08 Uhr

@Holly: ich glaube, das mit...

@Holly: ich glaube, das mit den Bankkaufleuten ist auch nicht mehr das, was es mal war - zumindest werden nicht mehr sonderlich viele ausgebildet, nur zum Klinkenputzen auf fraglicher Provisionsbasis ist immer Platz.

0 Der Tiger 24.06.2011, 19:27 Uhr

@Andrea Diener – Ich jedoch...

@Andrea Diener – Ich jedoch habe vor etwas zu entschärfen. Mit dem Geld das ich mit meinen Memoiren zu verdienen gedenke, plane ich eine Datenbank aufzubauen, in der die Details jeder Atombomben der Welt gespeichert ist: wo sie gelagert ist, welche Zerstörungskraft sie hat, wem sie gehört, welcher Typ etc. Die Information ist vorhanden – auch außerhalb militärischer Geheimnisträger. Es muss nur jemand den Mut und das nötige Geld haben, sie zu sammeln und in einer professionellen Art zusammenzustellen. . Die Datenbank wird jedermann zugänglich sein. Leute können gucken, was sie so in ihrer Nachbarschaft herumliegen haben. Dann werden sie sich wohl klar werden, wo die Prioritäten liegen, wenn Sie so alt werden wollen wie ich.

"... Leute mit 20, 30 Jahren...

"... Leute mit 20, 30 Jahren Berufserfahrung ..." Dabei muss ich spontan an ehemalige Kollegen aus dem IBM 370/COBOL/CICS-Umfeld denken, die im Büro ihre Strickwesten hängen und die bequemen Schlappen stehen hatten. Getreu der Mecklenburgischen Landesverfassung: §1 Das haben wir schon immer so gemacht. §2 Das haben wir noch nie so gemacht. §3 Wo kämen wir denn da hin? Dieser Kriegsruf klingt für mich wie eine unverholene Rechtfertigung der Altersdiskriminierung!

0 nurmalsozwischendurch 24.06.2011, 20:19 Uhr

Nur mal eine kleine...

Nur mal eine kleine Randbemerkung zur Ehrenrettung aller Geisteswissenschaftler: Was tun vermutlich alle Teilnehmer und Leser dieses Blogs in ihrer Freizeit? Sie gehen vielleicht ins Kino oder lesen ein Buch oder eine Zeitung. Möglicherweise schauen sie auch im Fernsehen einen Tatort oder die Nachrichten. Einige bevorzugen hingegen eine Theateraufführung oder das Lesen eines Blogs in der FAZ. Prima! Und alle diese Dinge werden von Geisteswissenschaftlern erdacht, geschrieben und produziert.....

0 Tucholsky 24.06.2011, 20:23 Uhr

Hopsa, da habe ich was...

Hopsa, da habe ich was ausgelöst, beim Panther! Dass der Verweis auf die eigene 20jährige Erfahrung bedeutungslos ist, weiß ich aus minstens 20 jähriger Erfahrung! Also bittschön! . Vroni, Herrgottzeitennuamolnei nehem ich in den Wortschatz auf. Danke ergehmst! (Es danken auch die Wasserwerke!) . Der Tiger eine Datenbank aufzubauen, in der die Details jeder Atombomben der Welt gespeichert ist: das ist eine geniale Idee!

0 Beatrice P 24.06.2011, 20:44 Uhr

Ich hatte vergessen wie es...

Ich hatte vergessen wie es sich anfuehlt, wenn es weh tut, morgen geh ich strampeln, und hoffe, dabei keinem Baeren zu begegnen.

0 Köstlich 24.06.2011, 20:48 Uhr

Für Nachschub an...

Für Nachschub an "me-first-kids" ist gesorgt. . Don, folgende schöne Beschreibung des "Altberliners" findet sich auf Seite 2:

Tucholsky, Sie schießen mit...

Tucholsky, Sie schießen mit Kanonen auf Spatzen. Hier ist nicht Ihr Publikum.

Tiger, was ist eigentlich aus...

Tiger, was ist eigentlich aus den jährlichen SIPRI Berichten geworden? Oder so ein Politologen Tatzer: da muss man doch echt Ingenieur sein um überrascht zu sein, dass zwei Strassen weiter was weiss ich wievielmal Hiroshimasvielfachsprengkopfbewehrteinterkontinentalraketen mit schauplatzbegrenzter Untermunition stationiert sind. Dabei sind die der Auswuchs einer ziemlich ingenieurigen Idee: durch Technik zur Sicherheit. Mit freundlichen Grüssen gemeint. . Würde bestreiten, dass Juristen oder Betriebswirte per se Schwafler sind. In Jura geht es zwar nicht um Wahrheit sondern um mögliche Wirklichkeiten, doch die geistigen Methoden diese zu beschreiben unterliegen festen, logischen, Regeln. Dabei hat die Schwafelei um so weniger Platz als es um sog. "formaljuristische" Fragen geht. Eine Verständnisschwierigekeit liegt dabei darin, dass es immer um Abstrakta geht, man also nie eine Maschine bauen kann, um mal nachzugucken wie es in der materiellen Welt den aussieht.

Der Suhrkampverlag, liebe...

Der Suhrkampverlag, liebe Tiger, fällt auch unglückliche Entscheidungen. Geben Sie deswegen nicht auf.

0 colorcraze 24.06.2011, 21:12 Uhr

@Tiger: und was soll eine...

@Tiger: und was soll eine solche Veröffentlichung bezwecken? Daß irgendein zusammengelaufener Idiotenhaufen immer mal ein paar hochgehen läßt?

0 Der Tiger 24.06.2011, 21:14 Uhr

Die Entscheidung, wie und wann...

Die Entscheidung, wie und wann die Memoiren zu veröffentlichen sind, liegt bei der FAZ und meinem Rechtsanwalt.

0 bertholdIV 24.06.2011, 21:38 Uhr

zu den...

zu den geisteswissenschaftlern. bei klaus jänich (selbt physiker und mathmatiker) : analysis für physiker und ingenieure (springer verlag). man beachte die bitterböse ironie im titel "hipp gläschen für das baby ab 18+ monate mit der ersten kleinen fleischportion"..gibt es eine stelle über integralauswertung mit dem residuenkalkül ... und wie of das bei den o.g. mathematisch minder bemittelten ( plindos bitte jetzt nicht beleidigt sein, ich musste mir herrn jänichs spott auch anhören) bei höherer ordnung als 1 schiefgeht. trotzdem mathematik ist handwerk, und wenn sie o.g. buch lesen vernehmen sie die verzweifelten versuche ab und zu auch was zu anderen themen zu sagen...

Der Tiger: das klingt gut....

Der Tiger: das klingt gut.

bertholdIV: 23:38 - das geht...

bertholdIV: 23:38 - das geht so nur auf, wenn Sie Seume und Forster(d. J.) ignorieren.

0 Doc Benway 24.06.2011, 23:04 Uhr

Am ehesten fällt mir das...

Am ehesten fällt mir das "Narrenschiff" im zeitgenössischen Kupferstich von Dürer dazu ein. Wars ein Kupferstich? In dieser unendlichen Beschleunigungsmatrix? Oder das Memento Mori einer bereits zukünftig gescheiterten Gesellschaft...

@apreludes, ...

@apreludes, dankeschön, lngenieure und Naturwissenschaftler an die Front, Dummlaller haben wir genug, mfG.T.

0 bertholdIV 25.06.2011, 05:43 Uhr

Stermann: Man braucht...

Stermann: Man braucht Gebrochenheit im Blick, um lustig sein zu können. Helge Schneider sagt: Nur Opas sind lustig. Er trinkt oft bei Tchibo Kaffee und meint, sein Ziel sei es, so lustig zu werden wie die Opas dort mit ihren Hüten. Und dass er glücklich sei, weil er immer näher an sie rankäme. das ganze interview hier: http://derstandard.at/1308679637744/Jubilaeumsausgabe-Ein-guter-Witz-ist-immer-Wahrheit-und-Schmerz

0 Der Tiger 25.06.2011, 07:17 Uhr

@colorcraze – ‚dass...

@colorcraze – ‚dass irgendein Idiotenhaufen immer mal ein paar hochgehen lässt’, ist genau das Problem, das wir jetzt schon haben. Die Kettenreaktion ist eingebaut …. Und am Ende ist die Erde dahin. . Indem man das Problem stillschweigt, geht es nicht weg. Es gibt auch keinen Gott, der freundlicherweise wegschafft, was wir im Zuge des Kalten Krieges aufgebaut haben. Diesen notwendiger globalen Hausputz müssen wir Menschen selbst und gemeinsam erledigen. Und der erste Schritt ist eine Inventur dessen, was geleistet werden muss, denn man sollte nie zu verhandeln anfangen, bevor nicht alle zu verhandelten Details in allgemein verständlicher Form auf dem Tisch liegen.

ja - was ist das eigentlich...

ja - was ist das eigentlich immer mit der New Economy-Zeit? Das ist doch nun wirklich Asbach Uralt...oder scheint das unseren "Don" immer noch zu bewegen, warum?

0 Don Carlos 25.06.2011, 08:34 Uhr

witzig: ingenieure vs....

witzig: ingenieure vs. kreative. naturwissenschaftler vs. schwafler. man kann ja nur eines sein. eines schließt das andere aus. geisteswissenschaftler erklären die welt in der ihr gemäßen schlichtheit...

0 donalphonso 25.06.2011, 08:57 Uhr

Nun, Hagen, wenn ich immer das...

Nun, Hagen, wenn ich immer das machen würde, was Leser wollten - dann wäre allles ganz anders. Und nicht so, wie ich das gern hätte, und vermutlich auch nicht sonderlich gut. . Don Carlos, der Konflikt ist sehr, sehr alt. Man sperre nur mal einen Konstrukteur und einen vom Marketing mit zwei Messern in ein Zimmer.

"Man sperre nur mal einen...

"Man sperre nur mal einen Konstrukteur und einen vom Marketing mit zwei Messern in ein Zimmer.". . Ein Kreativer und ein von seinem eigenen Ego überwältigten Kontakter, geht genauso. Weiß von einer Werbeagentur in München, die hatte sogar um 2000 einen Psychologen eingestellt, damit sie sich nicht mehr fetzen und Kreative nicht mehr heulend ins Klo rennen. Was jetzt ist, weiß ich nicht, würde nie bei solchen anheuern. Eh schon nicht. . Jahre später läuft mir jemand als Auftraggeber über den Wg, war früher Kontakter dort. Was soll ich sagen, es hat gefetzt. Und zwar von meiner Seite aus. So Nassforsche, grün hinter den Ohren aber dreist im Ton, ertrage ich heute noch schlechter als früher. Man wird alt, von wegen Milde des Alters.

@Der Tiger, A-Bomben...

@Der Tiger, A-Bomben Kataster: Bitte auch die verloren gegangenen Bömbchen nicht vergessen ("Broken Arrow") http://www.heise.de/tp/artikel/18/18295/1.html

0 Yog Sothoth, Esq. 25.06.2011, 09:18 Uhr

Nun noch ein Wort des...

Nun noch ein Wort des Dichterfürsten: "Mir ist so kannibalisch wohl/ als wie fünfhundert Bankern!"

Die Konfrontation zwischen...

Die Konfrontation zwischen Naturwissenschaftlern/Ingenieuren muss nicht sein und war auch nicht immer so. Man nehme die Gründungsriege von SAP (... prince Matecki "SAP-Neusprech"): 1 Physiker, 2 Nachrichtentechniker, 1 Mathematiker und als Ausreißer 1 Kaufmann. Letzterer Dr. rer.pol, es besteht also noch Hoffnung, Frau Kullmann!

0 donalphonso 25.06.2011, 09:57 Uhr

Ich sehe schon, ich muss mal...

Ich sehe schon, ich muss mal über den denkwürdigen Tag schreiben, als ein grosser deutscher Technikkonzern auf Wunsch des Marketings einen Gegenstand präsentierte, der damals nicht fertig war und nicht im Mindestes funktionierte - aber das Essen war gut, die Reise für Journalisten war gut bezahlt, und die Berichte waren eindrucksvoll. Nur die Techniker, die schauten schlecht aus.

ICE? Transrapid? Toll...

ICE? Transrapid? Toll Collect? . Es gibt so vieles.

0 donalphonso 25.06.2011, 10:19 Uhr

Yog Sothoth, Esq., sollte das...

Yog Sothoth, Esq., sollte das eine Anspielung auf ein anderes Blog sein: Manche finden das eben gut. Man muss das nicht verstehen.

0 donalphonso 25.06.2011, 10:26 Uhr

Mobiltelefon....

Mobiltelefon.

0 bertholdIV 25.06.2011, 10:42 Uhr

@JR SAP, das hies bei uns...

@JR SAP, das hies bei uns immer sammelbecken arbeitsloser physiker. also die, die alles können aber nichts wirklich. gustav obermair sagte mal bei einer Promotionsfeier über eine etwas ungewöhnliche diss: physik ist das, was physiker machen. er selber forscht jetzt glaube ich an steuerpolitik, zumindest als ich ihn mal im zug nach wiesbaden sah (sein coauthor wohnte dort).

0 bertholdIV 25.06.2011, 10:44 Uhr

@hm555, plindos ab 1:20 wird's...

@hm555, plindos ab 1:20 wird's interessant: http://www.youtube.com/watch?v=kGXD1sUilJE&feature=related

@ Doc Benway, Hieronymus...

@ Doc Benway, Hieronymus Bosch& Grateful Dead: http://www.youtube.com/watch?v=MepXfXkLtMA&feature=related Wer auf dem Bild ist der Blogster?

@BertholdIV: "alles können...

@BertholdIV: "alles können aber nichts wirklich" ist ein Motto von Mut und Demut. Mut: alles können, Demut: aber nichts wirklich. Wer etwas "wirklich kann", ist überqualifiziert. "Wirklich können" ist ferner nie von Dauer, das hatten wir oben schon mit der jahrzehntelangen Berufserfahrung. . Steuerpolitik liegt doch nahe bei der Physik, vgl. "inflationäres Universum". Dieses wurde eingeführt, um eine hinreichend gleiche Zustandsverteilung zu erreichen. . Lassen wir SAP einmal beiseite. Ein Kollege beklagte einmal vor Jahren, der Niedergang der deutschen Industrie habe eingesetzt, als die Techniker in den Vorständen von den Kaufleuten ersetzt wurden. Nehmen Sie als Industrie-Icone meiner Jugend den legendären Prof. Nordhoff (Maschinenbauer), dem der Don sein knubbeliges Mille Miglia Gefährt verdankt. Oder auch deutschen Atom-Papst Mandel, um die Mit-Kommentatoren hier zu reizen.

Eigentlich ist es egal, aus...

Eigentlich ist es egal, aus welchem Berufssegment einer in die Hochpositionen der Wirtschaft gelangt. Hauptsache, es ist ein kluger Kopf der wiederum ein paar kluge Koepfe braucht, die das erkennen und ihm den Weg dorthin ebnen. http://de.wikipedia.org/wiki/Goeudevert In diesem Fall war es ein Lehrer. Eine erstaunliche Karriere. Gibt es in neuerer Zeit noch aehnliches?

0 Beatrice P 25.06.2011, 15:28 Uhr

Aus Unbehagen an dem was Sie...

Aus Unbehagen an dem was Sie so schoen beschreiben habe ich die Bindung gewaehlt und dann die Selbstaendigkeit. Und anfangs haben wir auch alles selber gemacht Buchhaltng und Steuererklaerung, Ausfuhrerklaerung, Qualitaetszertifikat, gelernt hatten wir es nicht. Jetzt machen es andere und ich habe Zeit und musste schon wieder mal mein Unbehagen kundtun, aber ich kann's nun mal nicht so gut wie Sie.

0 escalerade-de-caracol 25.06.2011, 15:42 Uhr

O-Ton-Ikea eines gestressten...

O-Ton-Ikea eines gestressten Familienvaters heute am Nebentisch, während die Blagen Fang-a-Mandl spielten: Mich nervt das und außerdem habe ich nicht so viel Zeit. Ich muß noch eine Präsentation vorbereiten.Grummelbemerkung meines Gegenübers: ein armes Schwein, das präsentieren muß. Warum geht er nicht einfach arbeiten?

0 Don Carlos 25.06.2011, 16:02 Uhr

marketing verkauft immer...

marketing verkauft immer dinge, die es nicht gibt. deshalb agiert marketing mehr über den emotionalen kanal, weil es rein rational keinen kaufanreiz gäbe. was auch einer der gründe für das scheitern des sozialismus war: schlechtes bzw. kein marketing. und das stoische beharren auf der weltfremden ansicht, daß die produktion dem bedürfnis folgt. doch der trick ist, durch marketing ein bedürfnis nach dem mist zu erzeugen, der fabriziert wurde. dagegen ist der gegensatz zwischen natur- und geisteswissenschaften reines rollendenken. die erfahrung zeigt: wird man als naturwissenschaftler vorgestellt, sind bestimmte konflikte vorprogrammiert, unvermeidbar und auch nicht mehr auszuräumen. erfolgt die vorstellung als geisteswissenschaftler, reichen interesse und kooperationsbereitschaft bis zur seelischen selbstentblößung. dieselbe person, verschiedene perzeptionen. das gibt zu denken, inwieweit es überhaupt eine rationalität gibt.

0 f.luebberding 25.06.2011, 16:05 Uhr

Ein Buch kann gar nicht so...

Ein Buch kann gar nicht so schlecht sein, wenn es eine solche profunde Interpretation wie von Don Alphonso erfährt. Ich war allerdings bisher davon ausgegangen, dass es das thematisiert was der Don hier formulierte. Allerdings bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher. Man sollte das Buch vielleicht doch noch lesen. Ich wurde allerdings etwas verunsichert als ich vergangenen Mittwoch auf dem Weg nach Köln im Zug die Rezension in der Zeit gelesen habe: "Denn die Verfasser beider Bücher mögen bei Aldi oder Lidl eingekauft haben. Sie kennen aber nicht nur den Weg dorthin, sondern, zum Glück des Lesers, auch den zu Literaturagenten und Verlagslektoren. Anders gesagt: Sie können die Welt, die sich verändert, frei nach Marx, auch interpretieren." http://www.zeit.de/2011/26/buecher-Hartz-IV Oder man kann sich auch ungewollt in den Fallstricken der Kulturindustrie verheddern. Was ist von der New Economy geblieben? Ein Marx aus der Phrasendreschmaschine? Wohl nur der feine Unterschied, nicht beim Aldi oder Lidl einkaufen zu müssen, wenn man denn das Geld für diesen Luxus hätte. Der old economy war das immer egal. Sie hatten weder Lust auf Bourdieu, noch auf Marx. Dort war auch der Gebrauchswert in Fragen der privaten Lebensführung schon immer eine Frage des Preises. Aber wie gesagt: Vielleicht ist das Buch von Kullmann doch nicht so schlecht.

Anzeige im 'Koelner...

Anzeige im 'Koelner Stadtanzeiger': . Hallo NB-56324-FI-GERMANY-8257, ich sah dich beim Baden an mir vorueberfliegen. Sofort hatte ich mich in dich verliebt. Vielleicht erinnerst du dich; ich trug eine gebatikte Badehose und winkte dir zu. Du hast mich aber nicht beachtet. Koennen wir uns wiedersehen? Bitte melde dich! Wer von den Lesern will mir helfen? Weiss jemand wo sie steckt? Sie sieht ungefaehr so aus: http://www.youtube.com/watch?v=iORILr8ObtI

0 arboretum 25.06.2011, 17:33 Uhr

vroni schrieb: Das Blöde...

vroni schrieb: Das Blöde an der Kullmann ist, dass sie mit dem was sie gelernt hat, genau das geisteswissenschaftliche Prekariat repräsentiert. Das schwächt ihre Argumente. Kullmann studierte Soziologie, ist also Sozialwissenschaftlerin, nicht Geisteswissenschaftlerin. ;-)

0 Yog Sothoth, Esq. 25.06.2011, 17:34 Uhr

@Don A.: Nein ich meinte...

@Don A.: Nein ich meinte keinen anderen Blog. Aber jetzt haben Sie mich neugierig gemacht! Welchen meinten Sie? (Am Gumbrecht-Bashing meiner Mitkultisten beteilige ich mich nicht, ich lese den ganz gern)

0 donalphonso 25.06.2011, 17:44 Uhr

Na dann - bedaure, ich musste...

Na dann - bedaure, ich musste nur ein paar Mal eingreifen, auch wenn mir die Lust dazu absolut fehlte.

@ apreslude & Savall: Das was...

@ apreslude & Savall: Das was Sie da aus der Praxis schildern, gibt's auch hier zu entdecken, ebenso fein geschildert von einem Praktiker, der dabei war und sich wunderte: http://www.danisch.de/blog/2011/06/21/wie-die-deutsche-internet-kinderpornosperre-zustande-kam-und-zugrunde-ging/

0 Folkher Braun 25.06.2011, 18:40 Uhr

@arboretum: Wieso...

@arboretum: Wieso Wissenschaften? In angelsächsisch geprägten Ländern gehören die zu den departments of arts. Die schönen Künste des Parlierens (oder so ähnlich). Jedenfalls kann ich mich aus meiner alten Branche seit 40 Jahren an nichts erinnern, was man unbedingt gelesen haben müsste. Dabei hätten wir Themen genug. gruß fb

0 donna laura 25.06.2011, 20:33 Uhr

oh wie schade, eine...

oh wie schade, eine interessante diskussion, und ich habe fast sie verpasst – . lieber don 24.06./7.49u, 'Da geht es nämlich nicht um Benachteiligung, sondern um das Ausgeschlossensein bei der Bevorzugung' – ja! schön getroffen und formuliert. alles eine frage der fallhöhe und des gefühls, dass man gleicher sei als die anderen, zum beispiel die, die die toilettenbrille wischen müssen, denen steht der kronleuchter gar nicht zu. . solche gestalten, die in der ne normal waren, gibt es heute noch, und sie fühlen sich damit immer noch als vorreiter *hust*. leider gewinnen diese typen ihr mieses spiel oft, weil sie beinhart bleiben, schuldgefühle gibt es nicht, was vielleicht auch mit sozialer blindheit zusammenhängen könnte. und wehe, sie erhalten ein stückchen macht: dann wird gelitten, auf der 'anderen seite' (und da stehen viele). die sitzen heute noch auf ihren lukrativen posten, und glauben an ihren sieg über wasauchimmer. das schlimme ist, dass sie noch auf ihren posten sitzen und ihre unmenschlicher art weiter um sich greifen lassen können und dummerweise vielleicht noch vorbilder abgeben für ähnlich enthirnte - und den jeweiligen bereich nicht menschlicher machen, im gegenteil. vielleicht schimpft sich so etwas vor dem badezimmerspiegel machtmensch. pfui teufel. ich hatte auch mal mit solcherlei menschen zu tun. ich konnte gehen, und ich ging sehr gerne. weil es ging. welch eine befreiung! . dass diese ‚auf die fresse fallen‘, cher Filou/24. 06, 17.20 u, ist leider nicht anzunehmen, aber die vorstellung ist nett. heute ist ein roter australier fällig. einer? ach was... . wie ist es eigentlich mit naturwissenschaftlern, die marketing betreiben, lieber Don Carlos?

0 strappato 25.06.2011, 20:40 Uhr

Ist doch wunderbar, das Buch....

Ist doch wunderbar, das Buch. Es trifft auf eine Generation (böses Wort, ich weiß) von Studenten und Berufsanfängern, die zutiefst verunsichert in Bezug auf ihre Lebenssitutation und die Zukunft, die ihnen bervor steht, sind. Ein Luxusprtoblem, der Akademiker, angesichts der hier schon erwähnten jungen Facharbeiter, die in die Leiharbeit gepresst werden und das Studium der unzufriedenen Kreativen mit ihren Steuern bezahlen. . Warten auf das Erbe ist keine auch echte Option, die Befriedigung verschafft. . Daher wird das Buch, wie andere aus der boomenden Ratgeber- und Lebenshilfeliteratur sich gut verkaufen. Nicht zuletzt an die überforderten Eltern, die ihr die Verunsichwerung ihrer Sprößlinge mitbekommen, sie bis hin zur Teilnahme an der Studienberatung pampern und Angst vor dem Scheitern ihres "Projekt Kind" haben. . Weckt mich, wenn es wirklich etwas neues Interessantes gibt.

0 donalphonso 25.06.2011, 20:48 Uhr

donna Laura, bei 150...

donna Laura, bei 150 Kommentaren sind wir ja noch mittendrin. Das Elend ist, dass man sich aus dem Journalistenkeller kommend schneller an die Kronleuchter gewöhnt, als an die Hintertreppe, die wieder in den Keller führt. . strappato, das wird nach meinem Empfinden der "Ui der geht es auch so"-Effekt sein. Allerdings pflegt man, wenn man in diesem Beruf arbeitet, die Zahl der Elenden krass zu überschätzen: Nur weil sie ein eigenes Biotop bilden, heisst es nicht, dass das Biotop besonders gross ist. Oben geht anders, Unten auch.

0 donalphonso 25.06.2011, 20:52 Uhr

f.luebberding, ich bin bei...

f.luebberding, ich bin bei solchen Sätzen auch etwas fassungslos, zumal man ja eigentlich weiss, wie der Literaturbetrieb so läuft - erinnert sich jemand an die Frau Hegemann? Aber bei der Zeit geht es selten ohne Selbst- und Betriebslob, gerade wenn es aus dieser Ecke kommt. Ich finde es ja gar nicht falsch, sich die Thematik anzuschauen, aber diese "Oh diese elenden Umstände"-Nummer mag bei mir nicht ziehen. . escalerade-de-caracol: Hihi.

0 donalphonso 25.06.2011, 20:55 Uhr

Don Carlos, sagen wir es so;...

Don Carlos, sagen wir es so; Wie bei jedem Pyramidenspiel gibt es das tatsächlich. Es gab Menschen, die wirklich gut mit dem Hype gefahren sind. Aber es waren so viele dabei, dass nicht genug Platz für jeden war. . Beatrice P, nun, mehr als Plaudern tue ich ja auch nicht. Das macht es schön leicht.

0 colorcraze 25.06.2011, 21:16 Uhr

@Tiger: pff, in Berlin sind...

@Tiger: pff, in Berlin sind noch nichtmal alle Blindgänger aus WK2 gefunden. Man sucht auch nicht danach. Bauen ist halt Risiko, und Ortsfremde mögen sich wundern, daß es hierzustadt einen Sprengplatz gibt. Mit dem inzwischen übrigen A-Bomben-Zeug wird mans ähnlich halten..

Donna Laura, meine Liebe, es...

Donna Laura, meine Liebe, es ist ein Unterschied ob man in selbstaendiger Position lebt und arbeitet, oder Lohnabhaengig sich den psychotischen Anfaellen eines Vorgesetzten unterwerfen muss. Auch er ist eine arme Sau. Meistens. Und meistens in Deutschland mit des Deutschen, anderen Zivilisationen merkwuerdig erscheinenden Weltbild. Ich will nicht meine Lebensgeschichte erzaehlen, nur soviel: fast alle mir in die Quere kommenden Psychopathen des Berufslebens scheiterten auf die eine oder andere Weise. Einige starben vorzeitig, ein paar brachten sich um, der Rest quaelt sich noch. Deren Kinder sind mit ihrer Abwendung von Eltern und Gesellschaft das Ergebnis. Ob die's besser machen werden, steht allerdings dahin. Beklopptheit hat ihren eigenen, speziellen Reiz. Und propagiert sich: "Wir Grüne sind das Maß der Dinge in der Energiepolitik unseres Landes.” (Winfried Kretschmann, MP von BW, auf dem Parteitag der Grünen am 25.6.11) Da sehe ich z.B. eine neue Elite unfundierten Herrschaftsanspruches auf uns zukommen. Wir gehen herrlichen Zeiten entgegen. Und sind immer auf's Maul gefallen.

0 Folkher Braun 25.06.2011, 22:16 Uhr

Bester Filou, da bevorzuge...

Bester Filou, da bevorzuge ich die ökonomische und soziale Organisation unserer westerboeren. Die ist kurz und knackig. Es rennen nach meiner Erfahrung in den produktiv wirkenden Bevölkerungskreisen nicht so Spinner herum wie bei uns. O.k., in der Politik haben sie derzeit einen Rechtsdreher. Den finde ich aber noch geradezu aufrichtig. Er hat auch viele Anhänger in Rotterdams Hafenpolizei, denn die Jungs müssen antreten, wenn vor Ort das Prekariat Langeweile hat. gruß fb

Früher war das ja alles recht...

Früher war das ja alles recht einfach: Ungelernte haben sofort gutes Geld erhalten und konnten sofort die Konsumwelle reiten. Der Preis war keine Steigerung nach hinten heraus, meist hohe körperliche Belastung die eine lebenslange Tätigkeit in dem Umfeld unwahrscheinlich macht und diese Gruppe wurde immer als erste entlassen. Facharbeiter hatten den Ausbildungsvorlauf und den "Aufstieg" vom Berufsanfänger zum Altgesellen zu bewerkstelligen, bekamen etwas mehr Netto vom Brutto und hatten (meistens" eine geringfügig kleiner körperliche Belastung. Nach hinten heraus konnte der Facharbeiter mit Erfahrung das Rentenalter erreichen ohne den Finanzeinbruch des Ungelernten zu erleben. Kündigungssicherheit war aber auch nicht gegeben, aber auch kein Stellenmangel, wenn einer seine Hände einzusetzen wusste. Ausserdem gab es ja noch den Nebenverdienst, nach dem offiziellen Feierabend. Der Meister/Techniker war dann das was man als "Spitze" der Schaffenden bezeichnen konnte. Mehr koordinierent und schon mehr mit Papier beschäftigt, aber der Tätigkeit verwachsen. Der Verdienst war ein gutes Stück über dem Handwerker, aber der Vorlauf war auch länger und die Etablierung im Beruf war anspruchsvoller. Entlassungen seltener, aber oft mit grösseren Folgen in Bezug auf Neuanstellung. Den Ingeneur war dann unteres Mangement. Eher ein Vermittler/Verkäufer der Arbeitenden zum Kunden und zum Mangement hin. Langer Vorlauf, hoher Verdienst und immer diese spezielle Körperhaltung mit einem Ohr am Boden und einem Finger im Wind. Der hohe Verdienst kam oft erst nach dem Afterburner der Mitte 40 einsetzt und nach oben trägt. Kündigungrisiko war praktisch "Null". Man trennte sich einvernehmlich und so, dass Ingie sich was neues gesucht hat. Es gab natürlich den Unterschied "dipl" und "grad" aber das ist so alt, das weiss eh kaum noch jemand. Studierte also Doktoren und Juristen/Notare schwebten eher über den Dingen. Man musste da eher froh sein einen zu finden der dazu bereit war das Geld zu nehmen und tätig zu werden. Die Studierten hatten schon andere Häuser. Eigene Parkplätze am Haus und einen Windfang mit Garderobe, alles so Kram, den der Normalbürger zwar kannte, aber nie bezahlt hätte. . Naja, heute sind die Grenzen viel fliessender. Früher war jeder 5 bis 10 Gymnasiast. Heute habe ich das Gefühl, das Verhälniss hat sich umgekehrt. Heute hat eine Hairstylistin Abitur und eine Grundausbildung in Falten Lasern, Haarchemie, Dauermakeup, Nageldesigne und 50 anderen Dingen und bekommt dafür 7€ die Stunde (wenn sie die bekommt, denn dei Läden schliessen und öffnen schneller als die Banken überweisen). Ein Meister macht seine Arbeit selbst und den daranhängenden Papierkram sowieso und ist froh, wenn er in der Essenpause einen findet, der 2 Sätze am Stück hinbekommt. Beispiel : auf einer Autobahnbaustelle rennen 2 Ingeneure herum und fragen den Vorarbeiter wie es so läuft und was er wann braucht. Lehre : Die Arbeitgeber von heute sind keine Bank, sie zahlen nicht aus. Bis auf den öffendlichen Dienst (der auch nicht mehr so bequem ist wie früher), ist Arbeit ein Gut das stark entwertet wurde. Man steuert Leute gerne in Sackgassen, die Jahre kosten und den Willen stärken für wenig Geld viel zu tun. Man denke nur an die alte Lehrerschwemme (alles Taxifahrer) oder Logopäden, denen man einen riesen Markt vorausgesagt hatte. Heute interessiert kein Mensch, ob jemand nuschelt, bzw. es investiert keine Kasse in die Änderung. Masseure wurde auf Halde ausgebildet. Schornsteinfeger hatten ihren Bezirk und haben nur ausgebildet um Nachfolger zu haben. Heute bildet jeder aus, es gibt einen Überhang und die Bezirke wurde aufgelöst. Die Politik ist selbst billig, aber sie macht uns alle billig .....

0 Herr Schmidt 26.06.2011, 04:45 Uhr

... ach, ich wuerde dann doch...

... ach, ich wuerde dann doch noch empfehlen das Buch ueber den Klappentext hinweg zu lesen - das waere der hier doch etwas saturiert daherkommenden Diskussion unter Umstaenden ganz zutraeglich. Und irgendwie meine ich mich doch erinnern zu koennen, dass DA doch auch nur irgendetwas nuztlos randstaendiges im Bereich der geisteswissenschaftlichen Orchideenfaecher studiert hat ... was sagt uns damit sein schier ueberbordende Lob der guten alten Ingenieurfaecher?

0 donalphonso 26.06.2011, 07:25 Uhr

Herr Schmidt, sicher habe ich...

Herr Schmidt, sicher habe ich Orchideenfächer atudiert, aber ich maule ja auch nicht rum, und dass ich von Ingenieuren durchaus einiges halte, steht in meinem Text, den man eventuell über den ersten Absatz hinaus lesen sollte, bevor man kommentiert. . Holly01, schcön beschrieben. Das Feine ist, dass wir damit weit gekommen sind. Das Unfeine ist, dass es uns dort auch nicht richtig behagt. Vermutlich, weil "Behagen" kein ökonomisches Kriterium ist, und ein politisches erst dann, wenn eine Abwahl kommt. Der Niedergang der CSU ist da das beste Beispiel.

@Holly01 "Früher..." sehe ich...

@Holly01 "Früher..." sehe ich genauso. "Man steuert Leute gerne in Sackgassen ...", hier habe ich Einwände. So in Psycho-Sprech: "Man" ist danach ein "No-no", also richtiger "ich" oder "wir". "Früher" hatte ein Akademiker noch den Anspruch, sich nach Möglichkeit selbst zu steuern. Dazu gehörte auch vorausschauende Wahl des Studienfaches und Beurteilung des jeweiligen Stellenmarktes. Ich staune immer wieder darüber, wieviele Studenten früher schon und auch heute noch das Lehramt ansteuern. Heute führt das zu einer negativen Auslese.

0 bertholdIV 26.06.2011, 09:44 Uhr

@Filou 25. Juni 2011,...

@Filou 25. Juni 2011, 14:40 das böse daran ist, wie viele daniel goeudevert als pardadiesvogel und herrn piech als tollen ingenieur und fachmann beurteilen und wie gerne die f.a.s. jährlich zur audienz in salzburg erscheint. aber so ist es, selten so wenig sachverstand bei journalisten wie bei thema autos gesehen. ich habe mal eine diss korrektur gelesen über elektronische bremssysteme in pkw's, durchgeführt bei einem großen großen automobilzulieferer. das ist alles schon sehr grobschlächtig, aber mehr will ich dazu nicht sagen, dazu habe ich zu viele freunde in der autmobilindustrie.... aber siehe den ing., äh dipl.-ing. aus salzburg etwas aluminium und gute berater bei derivaten zu porsch/vw aktien reichen für wirklich große karrieren

0 bertholdIV 26.06.2011, 09:58 Uhr

...

@foersterliesel http://diepresse.com/home/panorama/religion/672784/Kirchenschenkung_Christoph-Schoenborns-Albtraum?_vl_backlink=/home/index.do ist das die rache des jägermeister aus nö an s.e. dem kardinal dafür, dass aus dem raiffeisen flagshipstore unter dem stefansdom nichts wird. ansonsten bin ich entsetzt, dass die unselige politik jpii's gegen die orthodoxen immer noch geht. soll doch Stanisław Kardinal Dziwisz mit seinen anhängern (s. diesen mitarbeiter in wien) aus der rkk austreten..

@ Don Alphonso : Die CDU/CSU...

@ Don Alphonso : Die CDU/CSU und FDP haben nicht verstanden, dass ihre Inhalte leer geworden sind, weil ihre ureigene Politik sie entleert hat. Eltern die zu ihren Kind sagen "lies auch einmal etwas" und selbst nur TV vorleben, haben ja auch ein Problem mit der Glaubwürdigkeit. Argenda 2010 und Entmachtung der Gewerkschaften haben der SPD den Hals gebrochen. Die Grünen kommen jetzt dran. Die Schwäche der Politik ist die Stärke des Kapitals ...... die Stärke des Kapitals ist die Schwäche der Beschäftigten. Die schwäche der Beschäftigten, ist wieder eine Schwäche der Politik. Eine Spirale, welche gerne vom Kapital gedreht wird. Politiker die nicht in das Schema passen, haben nicht einmal eine Chance auf einen Stadtratsposten. . Fein ist das ganz grosse Kino der Finanzkrise. Die Politik hat ausgeführt und steht unter krassem Druck der Wähler. Das Kapital hat ausführen lassen und steht selbst unter krassem ökonomischem Druck. Diese Spirale kann man nicht zurück drehen, die Lunte brennt .... wobei die Frage ansich immer mehr lautet : wer hat eigendlich noch Kapital auf dem Tisch und wer blufft nur noch auf sein Blatt in der Hand?

0 Herr Schmidt 26.06.2011, 10:33 Uhr

je nu - aber damit ist die...

je nu - aber damit ist die Frage ob Sie nun das Buch gelesen haben oder nicht, nicht wirklich beantwortet - haben Sie?

0 donna laura 26.06.2011, 11:50 Uhr

lieber strappato, ich würde...

lieber strappato, ich würde vielmehr sagen: warten auf das erbe ist auch keine SCHLechte option, die befriedigung verschafft. . das problem der ne und nachfolgegeschäftsmodellen war ja auch, dass es gar nicht so wenige menschen gab, denen die *hüstel* ehre zuteil wurde, zuvor noch teile der finanzen in solcherlei geschäften anlegen zu dürfen, und die auch noch umsonst arbeiten durften, das aber 24/7, weil man so flexibel und, überhaupt, miteinander befreundet ist. dafür darf man auch mal die drecksarbeit erledigen. auch das war eine ehre: überhaupt dabei sein zu dürfen. . ein schicksal von kreativen aus den sdg: pecunia ist (bereits) vorhanden, und die geier wissen das. die wollen nicht die ideen - die vielleicht gar nicht gefragt sind, auch wenn sie sehr gut sein mögen, aber das wollen diese vögel gar nicht wahrhaben, denn erstens sind sie selbst kreativ und waren zuerst da und zweitens neiden sie dem sdg-kreativen primär sein geld, um das sie ihn zu gerne bringen möchten [ohne selbst im gefängnis zu landen, obwohl ich einige vögel dort beinahe habe einfahren sehen. der rest verwohnt wohnungen für ihn kostenfrei und frönt munter der privatinsolvenz], denn er habe ja so viel und könne den armen kleinen doch was abgeben und man solle sich nicht so haben, sonst wäre man ja ein spielverderber. geht es noch? ich lasse doch auch niemandem auf der strasse von meinem sorbet lecken, bloss, weil der keines hat. deppen. - die wollen sein bestes *hust*. . was die kulllmannpublikation anbelangt: m.e. könnte man die quintessenz auch in ein, zwei sätzen zusammenfassen, wie so viele druckware, s. den saharazinnober. liebe runde, helfen sie mit, bäume einzusparen. . cher, Filou, die grünen nähren sich noch vom nimbus, avantgarde zu sein, das aber seit 30 jahren. und alle, die mitwählen, sind hip. oh gott, wo ist mein australier? ah - hier, wie gut... und selbstverständlich ist der chef meistens eine dumme sau. und natürlich wird gescheitert. das problem ist, dass nicht gerade gescheit gescheitert wird, will sagen, dass der scheiternde sein scheitern mangels reflexionskapazität nicht so richtig mitbekommt. zwar stimmt irgendetwas nicht, wie wenn ein steinchen im schuh wäre, aber mehr? hm. diese viecher sind reflexionsresitent und robust. . an gerechtigkeit im leben kann man eigentlich nur glauben, wenn man zuviel rosamunde-pichler-filme im küchenradio sah.

arboretrum schreibte:...

arboretrum schreibte: "Kullmann studierte Soziologie, ist also Sozialwissenschaftlerin, nicht Geisteswissenschaftlerin. ;-)". . Ach. ;-)

0 auch-einer 26.06.2011, 12:10 Uhr

berthold, "...physiker. also...

berthold, "...physiker. also die, die alles können aber nichts wirklich." . wie reden sie über frau dr. bundeskanzler?!!

War zwar von Donna Laura an...

War zwar von Donna Laura an Don Carlos gerichtet: "wie ist es eigentlich mit naturwissenschaftlern, die marketing betreiben, ..." . Gebe trotzdem meinen Dijon-Senf dazu: . Naturwissenschaftler KÖNNEN kein Marketing. Hab das mit einigen naturwissenchaftlichen Unternehmungen ausprobieren dürfen, wo Damen und Herren Diplomes, Doktores, Professores oder IT-High-Potentials "Marketing" "betrieben". Was rer. nat.s je nach Charakter vielleicht grade noch so drauf haben, ist das semi-bürokratische Prozedere der Drittmittel-Einwerbung. Je nach der Befähigung zu dieser Art des Geldeintreibs (da gibt es wahre Talente), gilt das heutzutage bereits als Gradmesser, ob sie in naher Zukunft einen eigene Professur bekommen können. Oder nicht. (Und nicht mehr so arg nur nach Fachkompetenz, wie man sich das nach seinen Phantasien vorstellt ...) . Marketing nach "echt draußen" würde bedeuten, dass man fähig ist, sich in die Köpfe und Herzen der Adressaten da draußen außerhalb des eigenen natürlichen Habitats hineinzuversetzen. Das ist den rer. nat.s en gros nicht gegeben. Dazu bräuchten sie andere Gehirnstrukturen (z. B. etwas weniger autistoide Anteile und mehr Spiegelneuronenen..., mehr Emotionalität), aber dann wären sie − with a high pobability − keine Naturwissenschaftler mehr. Also brauchen sie Leute, die ihnen das abnehmen. Die die Fähigkeit besitzen, sich besser in andere und ihre Bedürfnisse hineinzuversetzen. . Hatte die Ehre, mit einem ehemaligen Topmanager (Finanzbereich) was machen zu dürfen. Ähnlicher Effekt. Er war sich aber dessen bewusst, dass er das außerhalb seiner Maths und Excels nicht kann. Er war mit dieser Selbsterkenntnis, die einen hohen Intelligenzgrad beweist, schon einen gewaltigen Schritt weiter als viele andere. Dafür musste ich seine Excel-Dinger nicht verstehen (grusel). Obwohl ich glaube, einen kleinen, vernachlässigten struppigen Mathematiker in mir zu haben, aber für solche eitlen Übungen des "alles können zu wollen" reicht heutzutage einfach die Zeit nicht und meine Eitelkeit nicht. Das und den Einsatz mit XML überlasse ich gerne dann dem hinzugezogenen Datenbankprogrammierer. . Meine Botschaft ist also: Warum zur Hecke MUSS denn immer einer alles können können? Diese Unterform des eitlen Narzissmus ist nicht mehr zeitgemäß. Auch naturwissenschaftliche Nobelpreise werden zunehmend nicht mehr von einem einzelnen gewonnen, sondern von Teams. Finde ich gut so. . Dieses eine Problem aber besteht weiterhin: Weshalb werden die Menschen, die eine gut trainierte emotionale Gehirnstruktur aufweisen in den Gesellschaften mit ihren Fähigkeiten weniger gewertschätzt als unsere Halb-"Autistiker" mit ihren Fähigkeiten*? - "Autistisch" bitte jetzt nicht verstehen als klinisches Bild von den Menschlein mit dem Helm uff. Sondern als Metapher.

0 Foersterliesel 26.06.2011, 12:46 Uhr

lieber BertholdIV, es gibt...

lieber BertholdIV, es gibt sehr viele Priester aus Polen bei uns, anders wären die Pfarren gar nicht mehr zu versorgen, diese Leute bringen halt auch ihre Erfahrungen und ihre Schlüsse daraus mit. Das Zusammenlegen von Pfarren und das Abstoßen von (in der Erhaltung teuren) Kirchen geht schon länger. Stellen Sie sich erst den Wiener Protest vor, wenn eine muslimische Gemeinde einen Kirchenbau abbekäme! Die Orthodoxen, naja, entweder haben sie kollaboriert oder waren segnend bei allen Nationalistentreffs in Pale und Umgebung dabei... die rkK ist eh sehr nett zu diesen Leuten ...

"Wer etwas `wirklich kann´,...

"Wer etwas `wirklich kann´, ist überqualifiziert." . JR, das ist mindestens der Spruch der Woche. Fiel fast vom Stuhl vor Lachen.

Jetzt habe ich genug Content...

Jetzt habe ich genug Content für meine Mittagspausen. Nein im Ernst, nicht schlecht.

@ JR 26. Juni 2011, 11:35 :...

@ JR 26. Juni 2011, 11:35 : "Man" ist in diesem Fall die Politik. Da wird dann eine Bache nach der anderen durch das mediale Dorf getrieben und die ARGE berät immer schön mit in diese Richtung. Wenn genug Leute auf den sicheren Zug aufgesprungen sind und an Bahnsteig 7 von 8 Semestern ankommen, geht das Gerücht um, da hätte sich wohl etwas geändert .... Ja, ich denke schon, dass da Leute absichtlich fehl geleitet werden. Eigenverantwortung? Die Masse der Jungintellektuellen übernimmt keine Praxis der Eltern. Das bedeutet dann ja auch, man ist nicht nur ungebunden sondern auch ohne wirtschaftlichen Halt. Risiko des Erwerblebens könnte man das nennen, klar immer und bei jedem gegeben. Eine Selbstständigkeit rechnet sich aber vor allem anderen "über die Jahre". Wer da Jahre verschenkt lernt in der Schule des Lebens zu Lasten des Lebenskontos. Die relative Agressivität nimmt ja auch zu. Werbeerlaubniss für Apotheker. Anwälte die nach amerikanischem Serienvorbild "das beste für den Mandanten" herausholen wollen. Aufhebung der Meisterpflicht. Der Überhang in vielen Berufen wirkt sich als Verdrängung aus. Ich empfehle ja jedem sich als Psychoterapeut niederzulassen. In Kombination mit chinesischer ganzheitlicher Sicht und Konfliktbeseitigung in Gruppen und Ehen sehe ich da eine sichere Bank. Gesponnen wird immer .....

@bertholdIV, wer will schon...

@bertholdIV, wer will schon die wirklich grosse Karriere machen? Die Unfaehigen, die maessig Begabten, die muessen sich um diese "grosse" Karriere pruegeln, kratzen und beissen. Die wirklichen Koenner, mit Wissen und emotional gut fundiert, schaffen es auch so. Viele fuehlen sich berufen, aber wenige sind auserwaehlt. Und die nicht Auserwaehlten jammern und beklagen die Ungerechtigkeit, wobei das Ungerechte, was gern uebersehen wird, darin liegt, dass Fortuna meist daneben zielt. Kann man auch Schicksal nennen. Das Glueck ist nun mal mit dem Tuechtigen. Gut ist es auch, wenn der Tuechtige bei Gelegenheit Fortuna ein Kompliment macht. Fortuna ist weiblich, sie vergisst selten. Auch sie hat ihre Abschussliste. . Donna Laura, wuerde ich aus dem Naehkaestchen plaudern, kaemen so einige Beispiele vollendeten Scheiterns zur Sprache. Ich moechte mich da garnicht ausnehmen. Grosse Spruenge ohne Anlauf enden im Wassergraben. Blubb, blubb, weg war er, der Phaeton mit Talent zum Endlostaucher. . Gleich ist halbfuenf, der Chianti funkelt im Glase. Gleich werde ich mich an ihm vergehen. Rein platonisch.

@Nepomuk: Eben der "Mut zur...

@Nepomuk: Eben der "Mut zur Lücke". . @Holly01: Mein Chott, Ihr immer noch mit Eurem Feindbild "Kapital"! Kommt doch mal gedanklich weg aus dem 19 Jahrhundert. Die Schnittmenge von "Politik" und "Kapital" ist aktuell doch wieder sehr groß, siehe Commerzbank, WestLB, Euru-Rettungsschirmen u.a. , also die Tendenz zum StaMoKap. Das heute noch personengebundene "Kapital", wie es sich beispielsweise im Mittelstand und Familienunternehmen darstellt, ist derzeit sehr unglücklich mit der "Politik". Die "Entmachtung der Gewerkschaften" ist überwiegend selbst verschuldet; deren Tarifpolitik ist eben nur Politik für Beschäftigte ist und richtet sich damit fast automatisch gegen die wachsende Schar der Arbeitslosen, die an den Segnungen von Tarifverträgen nicht mehr teilhaben können.

Ich bin nicht schreibfaul. Nur...

Ich bin nicht schreibfaul. Nur gerade anderweitig verpflichtet. . Das ist bedauerlich.

@Vroni, Marketing: Die...

@Vroni, Marketing: Die bürokratische Steigerung einer Drittmittel-Einwerbung ist vermutlich die "Europaweite Ausschreibung". Was braucht es da noch Marketing? . Generell zu meiner oben geäußerten Präferenz für Techniker in Führungspositionen. Hier habe ich leider den ethischen Aspekt vergessen, der bei Naturwissenschaftlern gelegentlich sehr verkümmert. Beispielsweise Herr Bosch (... vgl. "Haber-Bosch") und seine IG Farben, in dieser Zeitung am 17-06.2011: http://www.faz.net/artikel/S30395/f-a-z-sachbuecher-der-woche-der-suendenfall-der-deutschen-chemie-30441265.html Bin mir aber nicht sicher, ob das auf der SoWi-Seite besser verankert ist.

0 perfekt57 26.06.2011, 14:54 Uhr

Flexibilität am Abgrund ist...

Flexibilität am Abgrund ist ausgeschlossen. . U. a.auch Gumbrechts Blogs sprechen schreinend laut davon. . http://faz-community.faz.net/blogs/digital/archive/2011/06/25/klassiker-auf-feldern-gegen-das-jetzt.aspx . Warum wir nun schon seit gut zwei Jahren eine reine Landstrassenreise über Nancy nach Mars-la-Tour ud Vionville empfahlen - gegen das Vergessen auf den Feldern? . Und früher hatte jede gute Westviertelfamilie mind. vier Große Brockhaus - und zwar alle aktuell und neueste Ausgabe, für die ungefähr vier Schul- der sechs Überhauptkinder; GB, die Wiki ersetzten ... . http://faz-community.faz.net/blogs/digital/archive/2011/06/18/taetowieren-jetzt.aspx (Vom Überbau des Brockhauses-an-sich lernen also, meinten wir, resp. von den Vorteilen Wikis und des Verschwindens des GB) . http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Mars-la-Tour Man google evtl. weitere Bilder und sehe sie sich an, eben auch den militärtechnischen Fortschritt in drei Stufe: 1871 bis 1939 und 1945 bis . . Am Ende "reiten/fahren/fliegen die Völker wieder - und es bleibt nicht einmal für die Westviertel irgendwo auch nur ein ganz klitzekleines Stück Zauberberg". (Erst und wenn alle Amerikaner hier wirklich abgezogen sind, wird es wirklich ernst.) . "Nicht allein in Ludwigsburg wird diese Geste derzeit von Bundes-Fachverbänden verwaltet" - nein, vielmehr in ganz Deutschland werden zur Zeit alle mögliche Gesten in Summa verwaltet - ganz ohne Weinerlichkeit oder gar Untergangsprophetie bemerkt. Flexibilität ist ausgeschlossen. . . (Das Kreative in Unternehmen fast immer ganz unten sein müssen, irgendwo zwischen Basement und Keller liegt in der Natur der Soziologie und ist uralt, das Lügen darüber wird zur Zeit lediglich einmal mehr neu entdeckt: Wer sich nichts vorstellen kann hat Angst vor dem Unbekannten. Dem weicht man am besten durch Karriere aus. Bin ich ganz oben, also Krankenhausdirektor, also solider und ehrlicher und zuverlässiger Verwaltungschef, muss ich am wenigsten Angst haben. Denn die Kreativen ganz unten - die sich angeblich was vorstellen können, was aber letzden endes sinnhaft noch vollkommen unbewiesen ist - zum Glück durch mind. drei Personalzwischenschichten von mir ferngehalten - können mir bei uns nichts anrichten. Und wenn neue Vorschläge kämen, würden mir meine Spitzel auf dem Weg nach unten noch oben genialer Weise - und von mir klug organisiert! denn Klugheit ist Organisatio, nicht Kreativität - das rechtzeitig anzeigen. Und dann würde ich insgheim alles schnell erwägen, oder vielmehr von meinen ergebenen Knechten - an solchen mangelt es mir ja zum Glück nicht, denn schließlich bin ich! attraktiv und mein! Geld - erwägen lassen - und könnte dann im Brustton der Überzeugung verlauten lassen "hat die Weisheit der Spitze doch schon längst alles vorhergesehen und berücksichtigt! Und am Schönsten wäre natürlich, wenn nie Vorschläge kämen, denn dann würde sich auch nichts ändern, wo wir doch gerade einmal mehr, der Weisheit der Spitze sei Dank!, alles so perfekt sicher und so schön dauerhaft statisch eingerichtet hatten. Man müsste bloß noch diese Leute mit den ständigen Vorschlägen für immer loswerden können: Leider kann man das ja nicht, und deswegen haben wir diese Kreativ-Horen, die sich ständig billig mit ihren angeblichen Vorschlägen irgendwo anbiedern müssen bei uns ja inzwischen erfolgreich ganz unten billig institutionalisert, wo sie sich denn jeden Tag einen runterheben können, zu 90% für den Paierkorb zwar (welche Verschwendung meines! Geldes), aber erstens kann man nicht wissen und zweitens hat man sie dann schon mal sicher erfolgreich mit sich selbst beschäftigt, und sie kommen der wirklichen Macht, uns an der Spitze, die wir überlegen sind, weil wir uns nichts vorzustellen können brauchen, nicht in die Quere mit ihrer Unruhe! - Das leben kann so schön sein! - ohne Kreative! ---- Und wer behauptete, die Leute an der Spitze wären angstgetrieben, u.a. weil sie sich nichts vorstellen könnten, wäre ein Verrückter und Gefährder und gehörtesicher vollkommen isoliert und am besten gleich weggesperrt, logisch!" . Das war aber schon immer so. Und nur Dumme gehen als Kreative. Intelligenz z.B. hat Geld. (Daran sieht man es ja schon.)

0 perfekt57 26.06.2011, 14:55 Uhr

@JR - Auch die drei Kommentare...

@JR - Auch die drei Kommentare zum Artikel zur Kenntnis genommen?

@ JR 16:33 ; "Kapital" ist...

@ JR 16:33 ; "Kapital" ist für mich kein Feindbild. Ich halte es eher mit "Geld verdirbt den Charakter, aber Armut macht den Charakter nicht besser". Kapital bzw. seine Bündelung in Kapitalgesellschaften und bei unauffälligen Vermögensverwaltern oder Investmentbanken, dieses Umfeld ist mir schon sehr aufgefallen. Familie Quandt eschoviert sich über Merkels Politik und nebenbei erfährt man von 450 T€ einer Parteispende. Aber das mein ich gar nicht. Ich meine diese Leute die an den Medien herumfummeln und Meinung designen. Oft weil "nicht sein kann, was nicht sein darf" und noch öfter aus begrenztem persönlichen Horizont heraus. Da werden Inhalte hochgezogen oder lieber unterdrückt. Berufsentscheidungen und auch Anlageentscheidungen beruhen leider oft auf diesen Wellen von gleichlautenden Artikeln auf allen medialen Kanälen. Kapital? Na ich wäre auch gerne reich ... dann könnte ich mal sagen : ich habe ein Vermögen verprasst. Oder wie ein gewisser Musiker : ich habe mein Geld mit Frauen, Alkohol und Drogen durchgebracht und den Rest hab ich verplemtert. (er hat es nur ordinärer formuliert, aber der Polt soll reichen).

Lieber JRT, Marketing braucht...

Lieber JRT, Marketing braucht es schon für die. . Das ist PPTs, Prospekte und Plakate ausdenken für die Geldgeber, die wissen wollen, wie weit ihre Forschungsvorhaben gediehen ist, Teilnahme an Konferenzen, Konferenzen ausrichten ... Da müssen die rer. nat.s aber wissen, wie sind wir aufgestellt, wie sind wir positioniert als Lehrstuhl und Forschungseinrichtung, was wird von Geldgebern von uns erwartet, wie ticken diese Geldgeber. Das Geld kommt ja nicht nur aus den Töpfen der DFG, sondern auch aus der Wirtschaft. Ois ganz normales Marketing, Beziehungsmarketing, auch Eigenmarketing (früher war es "nur" das Publizieren möglichst zahlreicher Papers...). . Da kommt mancher rechtgläubige Wissenschaftler ins Schwitzen. Und auch in Zeitnot. die Zeitfenster für Forschung und Lehre werden kleiner und das Hamsterrad dreht sich immer schneller ... . "Generell zu meiner oben geäußerten Präferenz für Techniker in Führungspositionen. " . Diese Präferenz habe ich nicht. Ich bin absolut für Doppelspitzen. Aus eben den bereits angeführten Gründen. Die Zeit der einzelkämpfenden Führenden, welcher Couleur auch immer, ist vorbei. Zuviel Ausrichtung in Unternehmen und Politik nach nur technischer Denke ist von Übel und zuviel Ausrichtung an "visionären" Emotionalisten, die gut reden können, ist von Übel. . Frau Merkel alleine z. B. ist für mich von großem Übel, da sie als Physikerin nicht kapiert, dass Regieren kein Durchprobieren, Testen von Forschungs-Versuchsanordnungen ist. . Das ist wetterwendisch, dröge, hat kein Profil − außer das Rückgrat einer schleimigen Moluske − und kostet zudem auch in einer Demokratie zuviel Zeit. Es dient nur ihrem Machterhalt. Das ist meine Hauptkritik an Frau Dr. Merkel seit sie dran ist. Wenn sie wenigstens ihre Versuchsreihen (Gutti doch raus, Rösler naja ...) darüber ordentlich veröffentlichen würde :-) . Das macht sie ja nicht. Alles heimlich und alles über ihre Damen-Seilschaften Burda, Mohn, Springer & Co.

Lieber Filou, ich hoffe der...

Lieber Filou, ich hoffe der Chaniti schmeckt. . Es geht doch nicht ums Karrieremachen und dass wer Einzigartiges kann. Es geht um die inneren Kosten dabei. . Die Flexibilitäts- und Schneller-Höher-Weiter-Prediger predigten Sachen, die Glückseligkeit verhießen, die meisten nicht voranbrachten. Eher rückwärts, an den Rand. Wie es auch vorherzusehen war.* Parallel kamen die 7 Grausamkeiten des sozialen Abbaus der Sicherheiten. . Ein herrliches Paradoxon zur (all)gemeinen Genugtuung − diese Rachebefriedigung muss sein, dass auch freie Schreiberlinge (und natürlich auch fest Angestellte) dieses neoliberale Darwinzeug verkündeten, selbst an ihren eigenen Sprüchen übel scheiterten und sich jetzt am Rand befinden. . * Es ging schon in den Sechzigern los mit den Spruchbanderolen an die Kinder der Sparkassen zum Weltspartag am 30. Oktober jeden Jahres: "Spare, lerne, leiste was, dann hast du, kannst du, bist du was!" Ich habe sehr lange daran geglaubt und immer mein Bestes gegeben. Bin ich was? Hab ich was? Mit Sparen? Mit Lernen? Ach du Herrjeh!

0 donalphonso 26.06.2011, 16:10 Uhr

 perfekt57, ich habe...

perfekt57, ich habe zu der Thematik durchaus auch eine Meinung dahingegend, dass es wie so oft ist: Nur weil jemand in seiner Vorstellung dreimal das Wort "intellektuell" unterbringt und nicht jedem verständliche Dinge schreibt, ist der Beweis der intellektuellen Befähigung noch nicht schlüssig erbracht. Generell: Jeder kann sich natürlich die Narrenkappe aufsetzen, die ihm am besten gefällt. Auch da gibt es ganz hübsche Exemplare, und weniger schöne. Meine zum Beispiel ist nur die des Plauderers.

0 donalphonso 26.06.2011, 16:12 Uhr

(Aber das alles gehört...

(Aber das alles gehört eigentlich nicht hierher, und dieses Blog ist nicht das Überlaufbecken für Absonderungen von Autoren, bei denen man nicht das einfordert, was etwa bei der Zeit selbstverständlich ist: Wer sich da nicht mit seinen Lesern auseinander setzen will, kriegt einfach kein Blog. Gute Idee, finde ich.)

0 Don Carlos 26.06.2011, 16:24 Uhr

donna laura. Vroni:...

donna laura. Vroni: 'Naturwissenschaftler KÖNNEN kein Marketing.' - wah wah... die herausforderung bestünde eigentlich darin, genau das in genau der menge zu liefern, wie es benötigt wird. - anstatt emotionen(!) für etwas zu wecken, das irgendjemand sinn- und gedankenlos vor sich hinproduziert, dessen eigenschaften bei großzügiger betrachtung dem gewünschten zwar ungefähr nahekommen, aber letzten endes doch nicht die erfüllung ist und dadurch, neben einigem verdruß, folgekosten und vorgezogene neuanschaffung nach sich zieht. und als steigerungsform der verschwendung von energie, material, zeit, geist und geld gibt es für denselben schund noch einen bis zehn weitere anbieter, die sich lediglich im marketing unterscheiden. obwohl alle nahezu identische produkte liefern, gewinnt der mit den besten laberheinis, die anderen gehen zulasten der allgemeinheit pleite. - sehr treffend dazu war don alphonsens beitrag zu den handgefertigten schuhen. sie kosten im geschäft etwa dasselbe wie ein 'markenturnschuh' aus vietnam, sind aber von einem fachmann angepaßt, dauerhafter und passen dem träger besser. allerdings sind ihre gewinnspannen nicht geeignet, unzählige aufgepustete marketingplaudertaschen zu ernähren, deren einziger daseinszweck darin besteht, die massiven nachteile ihres produkts schön- und seine beim besten willen nicht meßbaren vorteile herbeizureden. - nichts gegen eine schöne Werbung - möglichst mit anspruch. aber nur, wenn sie einen angenehm zu dem neu zu entdeckenden produkt leitet, statt die fallhöhe für den sturz in die realität zu erhöhen.

Vroni, es ist kein Chianti...

Vroni, es ist kein Chianti gewesen. Ich irrte, wie so oft. Es ist ein Cote du Rhone. . Wohl wahr, wohl wahr. An den eigenen Maximen scheitern... ...bis man das kapiert! . Irgendwann kriegt man ja doch die Kurve, nachdem man begriff, das die "Gesellschaft" ihr perverses Vegnuegen darin findet, den Leuten nicht nur mit Existensaengsten im Genick zu sitzen, sondern es fertig brachte, sogenannte Prestigeversluste als das Uebelste des Ueblen ins Begriffssystem zu implantieren. Man hat sich dann doch zum Fremdgesteuerten machen lassen. Geplant war das nicht: http://www.youtube.com/watch?v=sVy87tdvx8w Man entfernte sich nur kurz von der Nonchalance der Jugend, und schon war man eingefuegt ins Spiesseridyll der Leistungsgesellschaft. Na, da versuch mal wieder rauszukommen.

0 colorcraze 26.06.2011, 17:02 Uhr

@Holly/Vroni: naja, unsere...

@Holly/Vroni: naja, unsere Generation hat man noch "rausgekauft" - möglichst lang mit nutzlosen Ausbildungen beschäftigt, so daß sie vom Arbeitsmarkt fern blieben. Ein Großteil kann sich aber schon noch einigermaßen über Wasser halten. Nur macht man das immer weiter, und ist inzwischen soweit, daß man quasi garkeine Unter-20jährigen mehr in irgendeinen Betrieb hereinläßt - womöglich noch als Lehrling!! - sondern nur noch auf die Schule abschiebt. Und nebenher läßt man sie die Zeit verdaddeln.

0 Foersterliesel 26.06.2011, 17:10 Uhr

nur ganz nebenbei: mein...

nur ganz nebenbei: mein Eindruck ist, daß hauptberuflicher Journalismus (z. B. : nach abgeschlossenem Publizistikstudium, plus selbst gezahltem privatem Journalismuslehrgang, plus Amerikastipendium, plus unzähligen fast immer unbezahlten Praktika, plus politischem Engagement auf Bezirksebene das endlich, endlich zu einer Anstellung bei der Bezirkszeitung und dort als erstes zu einem Artikel über einen örtlichen Swingerclub führt...) nur noch ganz selten ist, und außerdem leider typisch weiblich. Schlaumeier (männlich) hingegen studieren irgendwas, probieren dazu a bisserl Wissenschaftsjournalismus, leben aber vom Pokerspielen und landen in der Immobranche (Akquise bestandsfreier Miethäuser, Betreuung von "premium-Kunden").

0 donalphonso 26.06.2011, 17:20 Uhr

Sagen wir es so: Die...

Sagen wir es so: Die Schnittmengen zwischen belastungsfreier Oberschicht und Presse sind klein und nicht besonders bedeutsam, egal welches Geschlecht.

(Noch ein Wort zum...

(Noch ein Wort zum Sonntag.) @Wimmerl/Plindos, falls Sie sich von dem neulichen Lamento über Dialektbeiträge abhalten lassen, wieder welche aufzutragen: ich lese Ihre bairischen Happen immer mit großem Vergnügen! Wir lassen uns leider von dem Fast-food-Esperanto, das wir Hochdeutsch nennen, durch seine gute Konsumierbarkeit genasführt unsere Geschmacksnerven abstumpfen, uns sogar den Anblick geschriebenen Dialekts verleiden. Ein Jammer, ein Jammer.

0 HansMeier555 26.06.2011, 17:32 Uhr

@Don . Eben deswegen brauchen...

@Don . Eben deswegen brauchen wir die vertikale Integration der Klassen und Stände, die natürlich auch horizontal praktiziert werden kann.

0 Foersterliesel 26.06.2011, 18:02 Uhr

verehrter Don, ja, viel...

verehrter Don, ja, viel eleganter formuliert! Allerdings kamen die Auslandskorrespondenten früher entweder aus der Schweiz, den Niederlanden (also Ländern in denen man mehrere Sprachen lernt, oder aus "kleinen" Sprachen ) oder aus der (ehemals) belastungsfreien Oberschicht (in der transnational geheiratet und geplaudert wurde).

0 donalphonso 26.06.2011, 18:18 Uhr

Man muss nur mal in einem...

Man muss nur mal in einem guten Cafe fallen lassen, dass man als Journalist tätig ist - die Blicke sagen dann alles. Sicher, wenn man dann sagt, dass es bei der FAZ ist, und keinesfalls bei Springer, wird es besser - aber ein Arzt gilt stets mehr. . Habe mir erlaubt, nun den Blick auf die andere Seite zu werfen und etwas den üblichen Ablauf zu modifizieren, nachdem ich feststellen musste, dass gewisse Stilelemente meiner Beiträge von Leuten, die es nicht können, nachgeahmt werden. http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/06/26/die-richtigen-schlimmen-katastrophen-in-den-villenvierteln.aspx Merke: Ein geklautetes Zitat am Anfang reicht qualitatativ nicht für den restlichen Text aus.

0 gelegentlich 26.06.2011, 18:19 Uhr

Ganz einsam steht im...

Ganz einsam steht im Walde: ,,Herr Schmidt 26. Juni 2011, 12:33 je nu - aber damit ist die Frage ob Sie nun das Buch gelesen haben oder nicht, nicht wirklich beantwortet - haben Sie?" Das ist nicht prekär, aber traurig.

Muss mich entschuldigen, war...

Muss mich entschuldigen, war am Wochenende internetfrei unterwegs. (siehe Link) Es muss nicht immer Italien sein.... * @ DA: " Nur weil jemand in seiner Vorstellung dreimal das Wort "intellektuell" unterbringt und nicht jedem verständliche Dinge schreibt, ist der Beweis der intellektuellen Befähigung noch nicht schlüssig erbracht. ..." * Wie wahr, Don! Dazu muss man sich nämlich mal mit den Begriffen auseinander setzen: Die Ökonomie (als Oberbegriff der old oder new economy) hat nämlich die Bedarfsdeckung der Bevölkerung zum Ziel. Die Gesellschaftsordnung, in der diese Ökonomie stattfindet, ist aber hier der Kapitalismus, der jenem irdisches Glück verspricht, der zu Lebzeiten genügend Kapital anhäuft, um dann mit diesem seine Lebensabenteuer zu bestehen. Das sind zwei so völlig grundverschiedene Dinge wie etwa Religion und Fortpflanzung, die kann man nicht vergleichen. Und dann wollen wir auch nicht vergessen, dass die 'new economy' aus gutem Grunde entstanden ist: Die alte war nämlich zu langsam und träge für die kommende und jetzt realisierte Globalisierung. Ich mag diese selbstgerechten, biografischen Abrechnungen mit den eigenen Fehlschlägen a la Kullmann zwar auch nicht, (und da gehe ich mit dem Don), aber einem jungen Menschen, der natürlich gerne 'kreativ sein will', vorzuwerfen, er hätte im kapitalistischen Sinne versagt, ist nun auch nicht gerade das Hochamt eines Intellektuellen. Wenn es ihn überhaupt gibt... :-)

@perfekt57 16:55: Jetzt ja....

@perfekt57 16:55: Jetzt ja. Ich hatte den Chemiker Bosch aber nur als Typus im Kurzzeitgedächtnis und den IG Farben Artikel als Beispiel gesehen. . @Holly01 17:05: Da bin ich bei weitgehend Ihnen. Dem StaMoKap-Halbsatz meines vorangehenden Kommentars fehlte übrigens der relativierende Zusatz "invers", so war das in sich nicht logisch formuliert. Immer die alte Frage, wer Koch oder Kellner ist. Die Politik oder genauer der Staat (EU, Zentralbank ...) gerät aktuelle immer mehr in die Rolle des Kochs, ohne die nötigen Fähigkeiten (Rezepte und Kochlöffel) zu haben. Zurück zum Thema, 16:22 "...die ARGE berät immer schön..." Wir sind damals als frisch diplomierte oder promivierte Absolventen nie auf die Idee gekommen, unsere Jobs beim Arbeitsamt zu suchen. Die Anstellungen, die wir uns erstrebten, liefen nicht über das Arbeitsamt. Auch die Unternehmen, die wir so im Auge hatten, suchten diese Positionen nicht über das Arbeitsamt zu besetzen. Mindestanforderung war "außertariflich"!

0 donalphonso 26.06.2011, 18:27 Uhr

Steht doch schon oben: Ich...

Steht doch schon oben: Ich habe es nach einer Weile mit nachlassender Geduld überflogen. Es ist einfach nicht mein Stil, ich empfinde solche Bücher immer als Lebenszeitverschwendung. Steht das Wort "Warum" im Untertitel, ist es fast immer übel. (Es kann manchmal mit dem Antworten dauern, ich habe im Moment enorm viel zu tun, jenseits der FAZ)

0 colorcraze 26.06.2011, 18:38 Uhr

@Foersterliesel: > "...leben...

@Foersterliesel: > "...leben vom Pokerspielen und landen in der Immo-Branche" Ihre ungemein treffsicheren Miniaturen wollte ich nicht missen!

0 bertholdIV 26.06.2011, 18:55 Uhr

@foersterliesel keien gute...

@foersterliesel keien gute meinung von den orthodoxen, schade. eh sehr nett. langsam glaube ich wirklich, dass in wien die "schnappsidee" ausgemacht in 1978 den orthodoxen mal wieder richtig in den a**** zu treten und wer war dafür besser geeignet als... dann hoffe ich noch auf ein langes leben für bXVI und mal sehen wie weit der polnische priester kirchenpolitisch noch zündeln kann. ich war mitte mai bei einer erstkommunion in der mittlere oberen pfalz, wo die pfarrei auch durch einen polnischen priester beglückt... wie ich immer sage: zaitzkofen ist golden dagegen

0 Herr Schmidt 26.06.2011, 19:19 Uhr

Oh, dann haben Sie aber sehr...

Oh, dann haben Sie aber sehr diagonal gelesen - wahrscheinlicgh immer zwei, ach was drei Seiten auf einmal - oder gar die Raumdiagonale ueber den ganzen Buchrhomboeder? Ich will hier Frau Kullmann gar nicht bedingungslos verteidigen - ihre an manchen Stellen sehr frauenzeitschriftenartige Schreibe schon mal gar nicht - aber in Ihrem Buechlein steckt schon ein geruettelt Mass an Selbstironie und eigentlich keine duemmliche Jammerei und Lamoyanz. Gut, das ganze geschilderte Dramollette (jenseits der "soziologischen" Exkurse traegt sich in Berlin zu - aber kann das Grund genug zu der ganzen Maekelei hier sein? Koennen sich gewichtige Dinge nur in (hihi) Ingolstadt oder gar im (hihihi) Rentnerparadies Gmund zutragen? Braucht man hier nur "Berlin" zu sagen und es wird sofort zugebissen? Nehmen wir also den Blogpost als Standard Stuetzen-der-Gesellschaft Stoeckchen ueber das im Kommentarthread mal wieder alle brav hinueberspringen - und das ist im Laufe der Jahre doch sehr, sehr vorhersehbar geworden. Und jetzt sage ichs nochmal: Berlin ... B E R L I N!

0 Wunderjunge 26.06.2011, 19:29 Uhr

War das eigentlich als...

War das eigentlich als Undercover-Hilfsaktion für den Eichborn-Verlag gedacht? Um die Ecke muss man jedenfalls auch erstmal denken. Oder sehe ich eine Fata Morgana?

Lieber Don Carlos, auch Sie...

Lieber Don Carlos, auch Sie ticken über Emotion. Ein Profi, der sich mit der menschlichen Psyche auskennt, widerlegt Sie innert 3 Sekunden. Wer über 300 EURO teuere Schuhe kauft, muss ein Emotionist sein. Die lustigsten Leute sind die, die inniglichst dran glauben, dass sie nur rational einkauften.

0 Foersterliesel 26.06.2011, 20:37 Uhr

liebe colorcraze, oh, danke, ...

liebe colorcraze, oh, danke, ich möchte Sie auch nicht missen! lieber Berthold IV, mit der rkK kenn ich mich ja nicht einmal in Bruchteilen so gut aus wie Sie, es ging mir eher um eine politische Beurteilung der Orthodoxie, die in den verschiedenen Balkankonflikten auch mitgemischt hat. - Übrigens halte ich Stepinac, der römisch sozialisiert und wohl sehr antiliberal war, nicht für den Bösewicht und Profaschisten, als der er den meisten gilt. Die rkK in Bosnien war stark durch die Franziskaner vertreten und vertrug sich recht gut mit den bogumilischen Muslimen.

0 donalphonso 26.06.2011, 20:42 Uhr

Ach so, es geht mal wieder um...

Ach so, es geht mal wieder um Berlin. Das habe ich erst mal aussen vor gelassen, das würde nur vom Kern ablenken, und meine Geschichte spielt nicht umsonst mit dem gleichen Personal in der Bergen. Die Kulisse ist egal. . (Merke nur gerade, dass Frau Kullmann jede Erwähnung des Buches in ihrem Blog dokumentiert, nur die hier nicht. Naja,)

0 Beatrice P 26.06.2011, 20:44 Uhr

Also gut, mein Ururgrossvater...

Also gut, mein Ururgrossvater war Glockengiesser, er hat das Haus aus der Altstadt 1862 ersteigert, mein Grossvater war Zahnarzt er erscheint in der Enteignungsliste mit 4 Wohnungen. Ich wohne jetzt in der gewesenen Werkstatt, habe keinen Kron- leuchter dafuer schoene Gewoelbe. Und das Unbehagen, an was immer es gelegen haben mag, ist weg.

0 Sachbearbeiter 27.06.2011, 04:21 Uhr

"Merke nur gerade, dass Frau...

"Merke nur gerade, dass Frau Kullmann jede Erwähnung des Buches in ihrem Blog dokumentiert, nur die hier nicht." na, ja - ick könnte mia voastelln das die junge Frau keen jesteigertes Intresse an dem Fruehrentnerjemaule hier hat - iss doch nich janz abwegig.

0 Falkenherz 27.06.2011, 06:31 Uhr

Das Thema war fast schon im...

Das Thema war fast schon im letzten Blogeintag mit den Kommentaren vom Tiger vorgeprägt. . Don Alphonso, nicht so schnell bitte, jetzt muss ich schon zum nächsten Blogeintrag hetzen.

0 perfekt!57 28.06.2011, 19:50 Uhr

"perfekt57, ich habe zu der...

"perfekt57, ich habe zu der Thematik" . Zu welcher?

Habe das Buch nicht gelesen...

Habe das Buch nicht gelesen und Ihren Blogbeitrag auch etwas später. Nur kurz: Perfekt beschrieben!! beamtson (Dipl.-Ing.)

Vielleicht komme ich mal auf...

Vielleicht komme ich mal auf ein Stück Torte vorbei, wenn Sie erlauben. Beobachte das Geschehen nämlich ebenfalls seit geraumer Zeit von einer naheligenden Bank aus. Tolle Sicht - jedoch auf immer dasselbe langweilige Rennen. Aber was soll man machen? Läuft ja sonst buchstäblich nichts anderes. Erinnert an diese Geschichte von Sartre. Tragischer Fall. Jedenfalls: Sie sehen das schon richtig so... Beste Grüße.

0 donalphonso 06.07.2011, 06:53 Uhr

Danke! Ich hoffe, es ist eine...

Danke! Ich hoffe, es ist eine angenehm lauschige Bank mit Begrünung.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.