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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Stuttgart21 als Bahnfukushima der Grünen

| 226 Lesermeinungen

Für die einen mag es Prinzipienlosigkeit sein, für die anderen jedoch eine Abkehr von einem dogmatrischen Grundübel: Mit Stuttgart21 bekommen die Grünen die einmalige Gegelegenheit, der Ideologie der verhassten Kollektivierung durch Busse und Bahn abzuschwören.

Vielleicht die beste Bahn der Welt.
Hartmut Mehdorn 

 Es ist durchaus etwas vorstellbar, das aus ökologischer Sicht verwerflicher als die Targa Florio ist: Armen Eisbären die Eisberge mit russischen U-Boot-Reaktorenkernen wegschmelzen. Tigerpelze mit Walhautinnenfutter und Dodofederbesatz tragen. Die Kreuzung von Lebensmittelgentechnikerinnn mit Atombombenkonstrukteuren. Die Zutaten eines durchschnittlichen bayerischen Leberkäses. Aber dann wird es schon eng, denn die originale Targa Florio hat alles aufgeboten, was man als Grüner hassen muss: Autos ohne Katalysator und Sicherheitsgurte, die hühnerplättend über sizilianischen Schotterpisten jagen und als Brandfackel Olivenhaine, Zuschauer und sogar Katzen gefährden. Ein Rennen. Ein Machosport auf sizilianischem Mafiaboden. Laut, obszön und stinkend. Und nicht umzubringen, denn auch heute noch werden die Rennwägen von damals durch Sizilien gescheucht.

Bild zu: Stuttgart21 als Bahnfukushima der Grünen

Einen Vorgeschmack auf die Targa Florio gibt es auf der kaum weniger verachtungswürdigen Mille Miglia, denn beide Veranstaltungen werden von der gleichen Agentur organisiert: Dort fährt dann immer ein stinkendes Werbevehikel der Targa mit und lässt ahnen, was da an Gewalttaten im Herbst der sizilianischen Umwelt angetan werden. Zumindest war das bis zu jenem Tag so, da ich von eben jenen Veranstaltern dieser gewissenlosen Raserei auf eine „Ecotargaflorio“ hingewiesen wurde:

The Eco Targa Florio Green Prix is a race reserved for the most important alternative energy vehicles, a real laboratory of development and testing for the future, where the major car manufacturers can promote their eco-sustainable models.

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Das klingt durchaus hühner-, oliven- und grünenfreundlich. Besonders, wenn man an die Bilder aus Stuttgart von Prügelorgien und an die Verlautbarungen der Deutschen Bahn denkt. Da haben wir also das ehemalige Jahreswelthaupttreffen der selbstmörderischen Olivenhainabfackler, das uns etwas über Nachhaltigkeit, Umweltschutz und alternative Energiequellen erzählt. Und dann die Deutsche Bahn, die nach einem undurchsichtigen Stresstest den Schwaben einen Bahnhof aufzwingt, für den sie erst mal einen Park niederholzen. Für ein Mehr an Zugverkehr, dessen errechnete Leistungen sich erst dann als Hirngespinste erweisen könnten, wenn die Verantwortlichen längst woanders sitzen: Vielleicht als Manager bei gut daran verdienenden Baukonzernen, vielleicht als Beratungsagentur für Strukturfehler, oder bei einem Fonds, der Kredite für Notreparaturen zur Verfügung stellt; wer vermag das schon sagen, es dauert noch lang, bis der Bahnhof fertig ist, in dem dann jene Züge verspätet einlaufen, die Grüne oft für die Lösung der Verkehrsprobleme halten.

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Nun hat man in klassischen Westvierteln – also dort, wo die Grünen gerade zur besseren Volkspartei werden – nichts gegen Züge, denn erstens sind die Gleise woanders und zweitens müssen die anderen ja irgendwie auch zur Arbeit kommen. Was man eher nicht hat, ist die Bereitschaft, sich ebenfalls dauerhaft in so einen Zug zu setzen, denn der Bahnhof ist viel zu weit weg. Und was man schon gar nicht hat, ist die Einsicht, dass es ohne Auto besser ginge. Genau das aber – die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs und der Bahn – war seit jeher das Credo der Grünen. Bei den meisten politischen Fragen gibt es nichts, was einem die Grünen absolut verleiden könnte. NNur die Sache mit dem Kollektivieren der Mobilität, oder anders gesagt, die 5 Mark für den Liter Benzin und Autobahngebühren, das geht nicht. Tempo 100 wäre eine andere Sache, dafür gäbe es sogar ein gewisses Einsehen. Aber der Gedanke, dass man mit Kosten und Benachteiligung dazu gezwungen wird, das Elend zu benutzen, was alle anderen auch benutzen: Das sieht bei uns keiner ein.

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Der Erfolg der grünen Ideologien kommt mit der Wertschätzung des Individuums und seiner Bedürfnisse. Die Grünen waren immer dann erfolgreich, wenn sie gegen Grosskonzerne wie die Versorger antraten. Gegen die Monopole. Gegen Systeme der Verstrickung von Politik und Wirtschaft. Für Regionalisierung und kurze Wege. Für die Wünsche der Menschen, für den Respekt des Anderen, für eine Gesellschaft, die offen für alle ist. Das geht so weit, dass sich heute keiner mehr an gleichgeschlechtlichen Ehen zu rütteln traut, dass die gelbschwarze Regierung die Wehrpflicht abschafft, und Herr Seehofer ganz wild auf die Chancen ist, die aus dem Atomausstieg für Bayern erwachsen. Wer überleben will, muss von den Grünen das Erfolgreiche übernehmen. Alle sind irgendwo grün.

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Nur beim Individualverkehr: Da sind die Grünen ziemlich einsam. Und da stehen sie plötzlich für einen Strukturmoloch namens Bahn, für unübersichtliche Interessen und fehlende Effizienz, für ausfallende Klimaanlagen und Verspätungen und schlechten Service, für tristes Design und Unterordnung unter ein System, das keine Ausnahmen kennt – ausser jene, die es sich selbst genehmigt. Das Hätschelkind der grünen Geellschaftskollektivierung lacht sich eins, stellt einen Bauzaun auf und schafft vollendete Tatsachen, gibt den politischen Gegnern jede Menge Munition und – so sehr ich auch nachdenke, fallen mir, von den strahlenden Reaktorkernen und der Endlagerung abgesehen, eigentlich kaum Unterschiede zwischen der Bahn und den Atomkraftwerksbetreibern ein. Die Bahn möchte Infrastrukturdienstleister für die Wirtschaft sein, aber so ein Zugfahrgast? Steht auf der gleichen Stufe wie der Stromendkunde. Er kann oft nicht anders. Er muss halt. Auch wenn dafür Bäume fallen. Und was den Trassen sonst noch im Weg steht.

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Dafür wählt einen keiner. Schon gar nicht in den Westvierteln, die stets so angelegt sind, dass man diese öffentlichen Verkehrsmittel nicht braucht. Dort gibt es aber durchaus ein Interesse an einem ökologisch freundlichen Individualverkehr. 4000 Euro teure Pedelecs etwa verkaufen sich bei uns gerade wie geschnittenes Brot aus genfreiem Natursauerteig frisch aus dem Jurasteinbackofen. Auf dem Tegernsee sind Motorboote für Privatpersonen verboten, aber Segelyachten gibt es in grosser Zahl. Hinten in Kreuth kommen Tausende, wenn die Kutschen vorgeführt werden. Eier holt man zu Fuss beim nächsten Hofladen, Erdbeeren mit dem Rad. Würde ein Politiker der Grünen mit so einem Ökomobil durch Sizilien rollen und damit im Fernsehen auftreten, wäre das etwas eine durchaus zustimmenswerte Sache,  besser jedenfalls als in der Rolle eines Schaffnerhandlangers. Das Grundübel der Grünen war nicht die Frage, wie man Mobilität organisiert, sondern die Antwort, die da einfach auf „Ihr müsst alle in die Bahn“ lautete. Eine Antwort nach dem Motto „Niemand nimmt Euch Euro Freiheit, Ihr müsst keinen Schaffner und keine Mitreisenden ertragen, es zwingt Euch keiner in einen Reiseplan mit Unsteigen und Warten, aber Alternativen zu Benzin sind nötig, und die suchen wir nach Euren Bedürfnissen, und mit modernen Verkehrskonzepten brauchen wir auch nicht mehr Strassen“ – diese Antwort würde gefallen. Diese Antwort denken die Autokonzerne gerade an.

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Und wenn die Grünen klug sind und begreifen, dass sie nicht mit Jute und selbstgetöpferter Keramik erfolgreich wurden, sondern durch Feierstimmung, gutes Essen in hübschen Körben, angenehme Aussichten, Lebensfreude, Hedonismus und ohne Zwang – dann können sie vielleicht auch mal anfangen, mit dem Ausstieg aus der Bahntechnologie, die nun etwas länger schon keine Brückentechnologie in die Zukunft mehr ist, sondern das, was man in Stuttgart sieht. Oder an jedem beliebigen Bahnsteig. Natürlich wäre es ein wenig opportunistisch, wenn die Grünen Stuttgart als Ausrede für einen Paradigmenwechsel nähmen. Aber ich perssönlich glaube, dass hübsche Bilder von Olivenhainen, griechischen Ruinen und sizilianischer Sonne im Oktober hübscher sind als das, was die Bahn zur gleichen Zeit in Stuttgart tun wird.

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226 Lesermeinungen

  1. Gott zum Gruße werter...
    Gott zum Gruße werter Don,
    sehr nettes Plädoyer für und wider die Grünen. Dazu noch unterschwellig ein grünes Mobil, einen Benzinfresser, wie er schöner nicht sein kann. Der Mensch denkt und irrt nun einmal. Das ist das Vorrecht des Menschen, seine Verantwortung: Das Erkennen von Fehlern und das daraus lernen. Lernen die Grünen, lernen wir? Nun die Grünen haben zumindest optisch gelernt, in der Gründungsphase ihrer Partei, waren sie klar erkennbar, heute kann man den Grünen Politiker gegen jeden FDP’ler austauschen und keiner würde es merken.
    Fakt ist: Wir müssen weg vom Öl und wenn es alleine dafür gut ist, dass wir die korrupten Ölstaaten nicht mehr brauchen und es keine Kriege mehr um Öl gibt.

  2. 'NEEEEIIIIIIIIIIN!' doch nicht...
    ‚NEEEEIIIIIIIIIIN!‘ doch nicht ‚tempo 100‘!
    .
    immer diese unterwürfigen zugeständnisse, kinder des vorauseilenden gehorsams…

  3. Bahn habe ich eigentlich nie...
    Bahn habe ich eigentlich nie gemocht- irgendwie fuehle ich mich stets schmutzig, sobald ich nur an Bahnhof oder Zug (nicht die Stadt oder die Spitze) denke. Komisch, sauberer sind Flugzeuge ja auch nicht…
    .
    Wenn man also die bahn/ die Zuege attraktiver machte: sauber, angenehm riechend, punktlich und zuverlasessig, schnell von Stadtmitte zu Stadtmitte und haeufig verkehrend, dann wird das was, doch noch!.
    .
    Fast erfogreich uebrigens die Schnellzuege in China: 140 km in 25 Minuten, z.B. zwischen Beijing und Tianjin. Alle halbe Stunde, zu Stosszeiten haeufiger. Sauber (fuer chinesische Verhaeltnisse).
    .
    Leider brauchte man dann trotzdem nochmals eine Stunde vom Bahnhof zum Buero, fuer ein paar wenige Kilometer im Stadtverkehr…

  4. Es würde mich interessieren,...
    Es würde mich interessieren, Don Alphonso, ob Sie den eingangs zitierten Herrn als zu der besseren Gesellschaft zugehörig zählen. In diesem Falle würde ich es mir zwei Mal überlegen, bevor ich diesem Club beitrete. Zu den Grünen zählt er jedenfalls nicht.
    Das Zitat ist übrigens eine dreiste Lüge. Die japanische Bahn lässt die Deutsche Bahn in wesentlichen Bereichen wie Sauberkeit, Service, Technik und Pünktlichkeit aber so was von alt aussehen. Aber das wissen Sie schon. Und Herr Mehdorn müsste es ebenfalls wissen.

  5. In Stuttgart könnten die...
    In Stuttgart könnten die Grünen tatsächlich etwas über die Bahn lernen. Wollen sie aber nicht.

  6. tu felix austria oder von...
    tu felix austria oder von österreich/habsburgern lernen heißt siegen lernen. der railjet wien münchen hat jetzt drei klassen: 2., 1. und premium. da haben sie genug distanz vom volk.
    http://railjet.oebb.at/#/premium/

  7. @donna laura: 180 wird aber...
    @donna laura: 180 wird aber erst wirklich spannend, wenn nur 100 erlaubt ist.

  8. lieber ilnonno, das könnte...
    lieber ilnonno, das könnte ein kurzes vergnügen werden.
    .
    bei 100 schlägt die stunde der ewig untermotorisierten:
    in anderen ländern als in deutschland kann man dieses schneckenrennen gut beobachten, je nach tempomat-einstellung:
    zwei kilometer zu schnell, drei zu langsam, wer traut sich, fünf kilometer über dem limit zu fahren, wer hat den diplomatenaufkleber, wer ist mit dem lokaen sheriff verwandt… man schaut doch mehr auf die kmh-anzeige als auf die strasse – ach ja.
    nein.

  9. Sehr schöne Bilder!

    Hier...
    Sehr schöne Bilder!
    Hier kann man im August solche Autos bewundern.
    http://www.schloss-dyck-classic-days.de/home.html

  10. "die suchen wir nach Euren...
    „die suchen wir nach Euren Bedürfnissen, und mit modernen Verkehrskonzepten brauchen wir auch nicht mehr Strassen“.
    Pruuuust. Verehrter Don, natürlich möchte jede/r diese (und keine andere) Antwort hören, vielleicht noch mit der Ergänzung (für die Nicht-Westviertler) „und kosten wird es auch nicht mehr“. Die deutsche Sehnsucht nach dem „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“. Nach Perfektion. Nach der besseren Lösung, die keine Nachteile an anderer Stelle nach sich zieht. Nach der Vereinbarkeit von Ökologie, individueller Mobilität und geringer Kosten. Das wird es nicht geben, weil es das nicht geben kann. Jede Form von Individualverkehr braucht Strassen, je mehr individuell fahren wollen, desto mehr Asphalt in der Landschaft. Aber es den GRÜNEN als Wunschkonzept des Westviertlers vorzuschlagen, ist durchaus konsequent. Denn es passt zur Grundsatzhaltung einer Partei, die jede Zumutung dadurch abfedert, dass sie behauptet, die Quadratur des Kreises wäre möglich (wie die gewaltlose Befriedung von Gewalttätern, den stromkostensparenden Parallelausstieg aus Kohle UND Atom …). Ich kann weder Sie noch die GRÜNEN daran hindern, diesen Traum weiterzuträumen. Mich erschreckt allerdings bei intelligenten Leuten durchaus, dass sie ernsthaft zu glauben scheinen, diese Wunder seien möglich. Bis zum Beweis des Gegenteils halte ich mich an das amerikanische TANSTAAFL-Prinzip: There ain´t no such thing as a free lunch. Und freue mich ernsthaft auf die raue Kollision solcher feuchten Träume mit Regierungsrealitäten. Ich muss ja, wenn´s Wunschträumen überhand nimmt, nicht in deutschland bleiben.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  11. Ein schön bebildertes...
    Ein schön bebildertes Plädoyer für die individuelle Freiheit zu politisch unkorrektem Verhalten. Was ist übrigens der weiße Fleck auf dem vorletztem Bild? Mini-Ufo oder überbelichteter Sonnenhut?
    Für meine Überzeugung aber ein Plädoyer am falschen Objekt. Bei aller Abneigung gegen Mehdorn und der gefühlten Kundenferne der Bahn, wollen Sie wirklich Berlin, Wien, London, München, Hamburg usw. mit dem Privat-Pkw bereisen? Hier steigen die Kenner in U- oder S-Bahn, und die City-Maut kommt früher oder später ohnehin.
    Zu Stuttgart: als Bahn würde ich diese irrelevante Schwabenmetropole im eigenen Saft schmoren lassen. Ich habe einmal eine längere Taxifahrt von dortigen Flughafen zum Stadtzentrum mitmachen müssen, elendes Gejuckel, das muss ich nicht noch einmal haben. Stuttgart am besten „bielefeldisieren“.

  12. Mit fortschreitender Erosion...
    Mit fortschreitender Erosion der Schlaglöcher werden die rasenden Stinkmorchel sich selbst entsorgen. Der SUV-Boom hat durchaus eine praktische Seite. Und wenn im Fahrer mehr Äthanol als im Tank ist, hilft der grüne Parteiausweis auch nicht viel, wie Berlin zeigt. Für den Grünen von Welt ist die Bahn ein Unternehmen für Dienstreisen als Konkurrenz zum Flieger und nicht für den täglichen Gebrauch. Man radelt von der sanierten Altbauwohnung zur öffentlich-rechtlichen Arbeitsstätte, drangsaliert dort anderer Leute Kinder oder Normalbürger, die mit Bahn und Bus kommen müssen, weil die Parkplätze für die Kollegen reserviert sind und gönnt sich auf dem Nachhauseweg noch ein oder mehrere Schöppchen in alternativen Kneipen, wo Termine und Themen für die nächste Demmo ausbaldowert werden. Das Leben ist schön und die Targa Florio Lokalkolorit im Urlaub wie woanders der Stierkampf.

  13. Nun ja, sehe ich mir die...
    Nun ja, sehe ich mir die Verheerungen an, die der Individualverkehr und der politische Wille, ihm den Weg zu ebnen, in Staedten und einst schoenen Landschaften anrichtet, dann kommen mir nicht nur die Traenen, ich beginne auch den Herren Daimler und Benz richtig boese zu werden. Ich glaube kaum, dass ohne das Auto Europa sich in das Mosaik zerfaserter Fertighaussiedlungen und Industriegebiete, Drive-Inns und Baumarktzentren verwandelt haette, das es heute ist. Neulich bin ich mit dem Zug von Suedfrankeich in meine Heimat, eine zwar nicht ganz so kleine, dafuer aber umso duemmere Stadt im Angelsaechsischen gefahren und fand es sehr angenehm.
    Uebrigens wird der Regionalbahnverkehr in Deutschland von den Bundeslaendern verantwortet, die Bahn ist nur Betreiber. Sind die Zuege in Ingolstadt schlecht – bitte an Herrn Seehofer wenden.

  14. Komme da überhaupt nicht...
    Komme da überhaupt nicht mit.
    Sind das die Stützen oder die bildungsferne Mittelschicht?
    .
    Solange sich das grüne Direktorium nicht anschickt, das Autofahren polizeilich zu verbieten, müssten einem doch alle Verteuerungen nur recht sein. Je weniger Benzin sich das Opelcarriat leisten kann, umso mehr davon bleibt für die Individuen übrig.
    Dasselbe gilt für Parkraumbewirtschaftung etc.
    .
    Oder wollen Sie ernsthaft behaupten, Sie könnten sich die schlappen 180 Euro für eine Tankfüllung oder 80 Euro Parkhausgebühren (für einen Innenstadtbummel plus Opernbesuch) etwa nicht leisten?
    In letzterem Fall könnten Sie doch einfach die Mieten erhöhen. (Denn je teurer die Fortbewegung, umso mehr Zeit verbringen die Mietlinge zu Hause, umso schneller nutzen sich die Böden ab, etc.).

  15. Von mir aus würde es...
    Von mir aus würde es genügen, die Strassen einfach nicht mehr zu reparieren, in spästens 20 Jahren trennt sich dann Spreu vom Weizen.
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    Was macht der Sonnenstrahl?

  16. Den Individualverkehr stelle...
    Den Individualverkehr stelle ich mir so vor: Innerorts Sänfte, Außerorts Pferd oder Kutsche, im Ausland ein restauriertes Kettenfahrzeug mit neulackiertem Wappen und historischen Bezügen.

  17. @ilnonno: und so richtig geil...
    @ilnonno: und so richtig geil spannend wird es dann erst in der Stadt, gell? http://www.sueddeutsche.de/muenchen/toedlicher-unfall-strassenrennen-mit-dem-motorrad-frau-ueberfahren-1.1113404

  18. Wie steht es denn mit dem...
    Wie steht es denn mit dem Güterverkehr? Vielleicht organisiert das gütige Schicksal dem Don einmal die Notwendigkeit, die A2 automobil zu bereisen. Die dortige Zwangsgemeinschaft mit osteuropäischen LKW ist ein ganz anderes, beschaulicheres und proletarisches Alternativerlebnis zur Targa Florio.
    .
    Die Schweiz droht ja (zu Recht), für LKW bei Basel dicht zu machen. Wenn der Ausbau der Rheinschiene in BW weiterhin blockiert wird: die künftig ja angegrünten Karossen aus der BW-Fertigung werden dann per Pedelec transportiert.
    .
    Heute habe ich im Duschradio gehört, zu Pfingsten soll man am Tauerntunnel 5 Stunden gestanden haben!

  19. Wegen des Klimas mach ich mir...
    Wegen des Klimas mach ich mir auch keine Sorgen mehr, da half eine simple logische Überlegung:
    .
    (1) Die vorhandenen fossilen Brennstoffe werden sowieso aufgebraucht bis sie weg sind.
    (2) Die Frage ist höchstens, wie schnell.
    (3) Aber das spielt angesichts der Zeiträume, in denen sich so ein Klimwa wandelt, und der öltankerhaft trägen Wucht, mit es das dann tut, wohl auch keine Rolle mehr.

  20. ThorHa 11:22, JR 11:32 und...
    ThorHa 11:22, JR 11:32 und Ingeborg 11:36 beschreiben die Grünen sehr schön und mit ganz angemessener Suffisance.
    Ja, wirklich, warum zieht die Bahn nicht ihre neue Strecke einfach um Stuttgart herum und baut z.B. am Flughafen einen Bahnknoten mit der Schwäbischen Eisenbahn, wo dann die paar Interessierten in’s Zügle von Durlesbach nach Stuttgart umsteigen können, um dort auf einem riesigen Gleisbett in einem Bahnhof anzukommen, dem man noch ansieht, daß er auch gebaut wurde, um Flak-Geschütze zu tragen. In Stuttgart brauchen dann all die von der halben Höhe die Bürgersteige während der Woche gar nicht mehr runter zu klappen, sondern nur einmal am Samstag, um das bißchen Ruß von der täglichen Lokfahrt weg zu fegen. Und wer was erleben will, der fährt dann halt mal ab und zu mal raus nach Durlesbach.

  21. @colorcraze – ich war nie...
    @colorcraze – ich war nie auf dem Labgelände, also weiß ich nicht aus eigener Beobachtung, was da wo herumliegt.
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    @JR – Mein Schwiegervater ist in einem Kongresszentrum untergebracht, das über eine Stunde Fahrzeit von Los Alamos entfernt ist. Ich denke da ist er zu 95% sicher. Wenn sein Haus verbrennt oder nicht mehr bewohnbar ist, hat er immer noch genug zum Leben. Wir auch, denn wir sind nicht auf die Erbschaft von Oma’s Häuschen a la Seehofer angewiesen.
    .
    Die nukleare Datenbank ist bisher nur eine Idee. Wenn man so etwas professionell und fundiert machen will, braucht man nicht nur Unabhängigkeit, sondern auch ein paar Millionen Euro. Die hoffe ich mit meinen Memoiren zu verdienen, wie ich schon einmal erwähnt habe.

  22. Während mach grünwählender...
    Während mach grünwählender Ostviertler übers Tempolimit lamentiert und über Deutschland nur noch den Kopf schüttelt, weilt der eine oder andere Westvierteler an diesem Wochende in Sussex/England, um dem „Festival of Speed“ ohne deutsche Scham beizuwohnen (http://www.goodwood.co.uk/festival-of-speed/welcome.aspx). Bei dieser Gelegenheit kann man auch noch den unter Erfolgsdruck der Familie stehenden Sohnemann auf dem internationalen College Seven O. besuchen und nächste Woche (6. Juli) hat Magdalen College in Oxford Openday für future Economics & Management students. Deutschland hat fertig, die Zukunft des Westviertlers ist international…

  23. Oh sorry, ich habe gerade...
    Oh sorry, ich habe gerade gemerkt, dass ich meinen Los Alamos Kommentar im falschen Beitrag abgeliefert habe. Es sollte stattdessen dieser sein:
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    Herrlicher Artikel! Mit dem Problem schlage ich mich gerade auch herum. Ich möchte von Wassenaar nach Karlsruhe, fahre ich Bahn oder Auto? Das Tigerbaby, welches heute zum Abendessen kommt, wird natürlich sagen: ‘Mama, die Bahn ist umweltfreundlicher’… aber, mit dem Bus nach Leiden? In Utrecht Umsteigen? In Köln 2 Stunden wartenderweise um den Dom herumlaufen? Und wenn ich so bequem sitzen will wie in meinem Mercedes, muss ich erster Klasse fahren und nach Leiden ein Taxi nehmen? All das für ein bisschen Umweltschutz?

  24. @bleifuss: im Parkhaus...

    Auf...
    @bleifuss: im Parkhaus…
    Auf den Strassen sind soviele Verrückte unterwegs, dagegen sind ein paar irre Gedanken harmlos.
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    http://www.youtube.com/watch?v=KO8gMXrrESk

  25. Die Grünen? Allgemeines...
    Die Grünen? Allgemeines Öko-Bashing? Das halten wir aus satirischen Gründen doch mal voll dagegen:
    1. Die „Ausländerpolitik“ der Grünen in Westberlin in den Achtzigern war vorbildlich. Rechne ich ihnen bis heute noch hoch an….
    2. Sie haben mit Joschka Fischer einen Außenminister hervorgebracht, der zusammen mit Madeleine Albright die Balkan-Krise gemeistert hat, und zwar besser als jeder andere! Davon profitieren wir bis heute, merkte ich, als ich letztes Jahr mit dem Bulli in Sarajewo und Dubrovnik war….
    3. Die Grünen haben Generationen von Jugendlichen in die wie auch immer geartete Arbeit mit der Politik geführt. Die wären sonst in Sekten, Religionen oder sonst wo gelandet… Diesen Wert kann man nun auch nicht mit Geld ausdrücken, selbst wenn der Wahlkampfmanager von Renate Künast sich seiner Verhaftung mit dem genialen Satz „Wissen Sie, wer ich bin?“ widersetzt: Nein, wussten wir nicht. Das wollen wir auch nicht wissen…
    +++
    Ansonsten: Die Grünen sind keine Partei oder eine homogene politische Bewegung, sondern mehr eine Anti-Kapitalismus-Religion: Viele von ihnen haben ihre West-Kindheit auf den Rücksitzen irgendwelcher Familien-Bonzenschleudern verbracht, psychologisch betrachtet ein echtes Trauma! Schlimmer noch, dass sie als Nicht-Wirtschaftswunderkinder nie den Sprung auf den Fahrersitz schafften, was ihre mangelnden Führungsqualitäten erklärt.(Joschka Fischer hat übrigens erklärt, dass er seine wichtigsten Lektionen des Lebens als Taxifahrer gelernt habe: Ungeschminktes Leben pur…)
    +++
    Die Bahn, Telekom, Post und andere sind vom Staat privatisierte Unternehmen, die mal mit Steuermitteln aufgebaut wurden. Wenn Deutschland wirtschaftlich nicht so unheimlich gut dastehen würde, wäre ich der Erste, der aus verschiedenen Gründen darüber herziehen würde. Politik ist eben kein Tummelplatz für ein moralisches Hochamt. Eine harte Lektion.

  26. also wenn man während eines...
    also wenn man während eines kurzen weges fünfmal denselben geistesgrößen in ihrem hiphopmobil begegnet, stellt sich schon die frage, ob der sprit nicht zu billig ist.

  27. Grüne Politik, die Idee des...
    Grüne Politik, die Idee des Regionalen wäre, den overdose an Mobilsein grundsätzlich kritisch zu hinterfragen.
    .
    Oder anders gesagt: Es gibt viel zu viele Zeitgenossen, denen das Gras woanders immer grüner ist, die immer dahin wollen, wo sie gerade nicht sind, weil sie glauben, dass es dort besser sei. Und so fahren sie wie wild in der Gegend rum (nein, es sind nicht nur immer die entfernte Arbeitsstelle oder die Aufträge). Mit dem Auto, mit der Bahn. Das gibt immer mehr mit Asphalt zugekleisterte Straßen, das gibt ein Bahnsystem, das keiner mehr versteht.
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    Unsere Mobilität im Job und im Freizeitverhalten hat krass zugenommen, als Folge von zum Teil falsch verstandenem manischem Freiheitsdrang: Jedes Wochenende „muss“ man irgendwohin, statt mal zuhause zu bleiben und in den schönen Möbeln kräftig zu wohnen. Ja ich weiß, man will dann zumindest Freunde einladen, die sind aber alle 200 km weit weg, weil man wegen des Jobs weggezogen ist. Ja ich weiß, dann müssen diese wiederum hershuffeln und dann wieder heim, es ist ein Kreuz.
    .
    Oder es geschieht aus Überehrgeiz (neudeutsch für die altmodische Gier), auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen zu wollen. Der Gott der Bewegung wird angebetet, weil wir nicht mehr fähig sind, einen Moment lang still zu stehen und über unser Herumgerenne nachzudenken. Praktisches Beispiel:
    Wer als Großstädter grün denkt und sich ein Gärtlein anschaffen will für seine eigenen Tomätchen, hat eins bekommen, das 50 km entfernt liegt. Also shuffelt er hin und her, in Zeiten von Saat und Ernte am Tag mehrmals. Was ist daran grün, die Gegend mit der Karre zu verstopfen. Ist es nicht besser, sich in der Großstadt entweder auf ein Kräutergärtlein auf dem Balkon zu besinnen (Tomaten gehen in kleinerem Stil auch) oder gleich aufs Land zu ziehen?
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    Dieses manische Hin- und Hergefahre basiert auf dem Prinzip, die Freuden der Großstadt mit dem Landleben nachteillos zusammen bringen zu wollen (Motto: „Wasch mich aber mach mich nicht nass“). Statt die Konsequenzen zu ziehen und sein eigenes Mobilitätsgebaren zu überdenken. Dieses Nachdenken zu fördern, wäre grüne Politik.
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    (*Ich will gar nicht davon reden, wie oft Mütter hin und her shuffeln, um ihre Kinder physisch vom Balletunterricht zur Musikschule und wieder zurück zum Reiten zu transportieren.)

  28. "Gehaltvolles Zuhausebleiben"...
    „Gehaltvolles Zuhausebleiben“ (Max Goldt)

  29. Bleibt nur die Befürchtung,...
    Bleibt nur die Befürchtung, dass immer wieder neue Vorkommen von Öl, Gas und Uran gefunden werden.

  30. @Tiger: naja, hätt ja sein...
    @Tiger: naja, hätt ja sein können, daß Sie durch Kontakt zu Leuten dort _ein bißchen konkretere Vorstellungen_ haben als unsereins Ferntheoretiker. Was die angedachte DB angeht: lassen Sies als Buch drucken. Streut weniger breit, ist dafür aber längfristig haltbar. (Den nach 1990 mal als Buch gedruckten Bericht über sowjetische AKWs und radioaktive Unglücke dort habe ich nach wie vor und gedenke den auch zu vererben. Damit die nachfolgenden Generationen wissen, wo man vor dem Kinder-in-die-Welt-Setzen besser nicht hinreist.)

  31. @Tiger: vergessen Sie...
    @Tiger: vergessen Sie „professionell“. Das gibt es nicht mehr. Aber _fundiert_, ja, _fundiert_ wäre zu erreichen und sollte, nötigenfalls auch cum ira et studio, angestrebt werden.

  32. @HM 13:17: pscht. (Ägäis)...
    @HM 13:17: pscht. (Ägäis)

  33. @b4 30. Juni 2011, 10:52,...
    @b4 30. Juni 2011, 10:52, schau mal einer an! Ich halte Oesterreich sowieso fuer schwer unterschaetzt.

  34. @ThorHa:...
    @ThorHa: Schönwettertagträume halt. Und sobald es regnet, wird geweint. Regenschirm auskramen ist ja dann schon zuviel der Zumutung.

  35. Vroni: oder minderbemittelte...
    Vroni: oder minderbemittelte die einfach von zu Hause zur Arbeit fahren, weil in Nähe selbiger Wohnraum buchstäblich unbezahlbar ist – und wenn sich erst das erste Kind anbahnt ist es mit dem Zelten im Park endgültig sense.

  36. bester yast2000, es wäre...
    bester yast2000, es wäre stilvoller gewesen, wenn man den blauen grünen vom rad gezogen hätte.
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    lieber HansMeier555, dafür genügten bereits drei, vier winter.
    [schliesslich kommt man nur noch mit einem suv durch, eine fahrzeugklasse, die ich nicht wirklich schätze.
    in anderen ländern als in deutschland ist es nicht unüblich, dergestalt den plebs von den hübschen anwesen fernzuhalten.
    irgendwann wird es solardächer oder automatikantriebe für diese autos geben, und wenn dereinst marodierende banden die wege unsicher machen, sicher auch die turbobiogasumwandleranlage, mit der man die flammenwerfer aktivieren kann.]
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    „Deutschland hat fertig, die Zukunft des Westviertlers ist international…“ – lieber Graubär, da sagen sie etwas…
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    lieber Don Carlos, die chromfelgen waren teuer, insofern kommt es auf ein paar taler mehr nicht mehr an.
    schlimmer wäre es für diese, wenn sie ihre dummdummgeschosse nicht mehr herzeigen könnten.
    wer schraubt, treibt wenigstens nicht sein unwesen in der s-bahn…
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    cher Filou, liebste Vroni, ‚tout le malheur des hommes vient d’‘une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos, dans une chambre‘.
    .
    liebe colorcraze, ach, wirklich? nun, dies erklärte auch das interesse des alten und künftigen kaiserreichs (s. grüner salon).

  37. Lieber icke,
    tja, wer sich...

    Lieber icke,
    tja, wer sich grüne Politik auf die Fahnen schreibt, muss auch da ran:
    „bezahlbarer“ Wohnraum in der Nähe des Arbeitgebers.
    .
    Zu geschickter Unternehmensansiedlung gehört nicht nur, dass Transportwege/Logistik und Energie erschlossen sind, sondern auch, dass es in der Gegend überhaupt potenzielle Arbeitnehmer gibt. Nichts ist mühsamer im Rekruitment, in zu teuere oder in zu menschenleere Gegenden neue Arbeitnehmer holen zu müssen.

  38. Liebe Witzbolde, der Don hat...
    Liebe Witzbolde, der Don hat scho Recht, statt einer untauglichen, hochkorrupten und unrettbaren Bahn brauchen wir moderne, intelligente Verkehrskonzepte. Dass die Grünen dabei nicht mitziehen, sondern bremsen, ist der eigentliche Skandal.
    .
    Inzwischen sind alle grüner als die Grünen. – Die ihren Namen längst unverdient tragen.

  39. @Filou: "Gehaltvolles...
    @Filou: „Gehaltvolles Zuhausebleiben“ (Max Goldt)
    *
    „Abenteuerliches Lustreisen“ (Moritz Silbert)

  40. Liebe Donna Laura,
    auf den...

    Liebe Donna Laura,
    auf den Spruch mit dem Zimmer habe ich gewartet. :-)
    Aber in Französisch? Respekt.

  41. Aber solange das Hochmobilsein...
    Aber solange das Hochmobilsein noch so angebetet wird wie hier:
    http://www.fontblog.de/kunstschule-sucht-den-superjobber
    Auszug des von sich selbst besoffenen Textes, der mir schwer nach neoliberalen Juhu!-Mustern* klingt: „Mobil sein ist für den beruflichen Erfolg ganz entscheidend. Wer bereit ist, Neues zu entdecken, hat bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und erlebt mehr als ein Stubenhocker. Genau aus diesem Grund führt die Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe ab heute gemeinsam mit der Auslandsvermittlung der Arbeitsagentur ein verrrücktes Projekt durch: Follow me – The Job Of My Life.“
    .
    … sehe ich wenig Möglichkeit, attraktive Politik für regionale Micromobilität zu machen. Das wird nix.
    .
    * 20 Jahre jung mit 30 jahren Berufserfahrung, mind. 5 Sprachen, 2 Dr. Titel, 10 Praktika und Auslandserfahrung bereits als Baby.

  42. @colorcraze - Ich habe das...
    @colorcraze – Ich habe das Adjektiv ‘professionell’ benutzt, um auszudrücken, dass es sich bei dem Aufbau einer Datenbank, die alle nuklearen Waffen und ihre Spezifikationen enthält, nicht um eine Laienbeschäftigung handelt. Das muss von Leuten gemacht werden, die eine solide Berufserfahrung in diesem Bereich haben.
    .
    Ein gedrucktes Buch ist nicht praktisch, denn es ist nicht weltweit verfügbar, eine jedermann zugängliche Webseite schon. Man wird die Nuklearwaffen nur los, wenn alle weltweit einsehen, dass es in ihrem Interesse ist, dass alle mitmachen. Natürlich können Webseiten blockiert werden, aber weniger leicht als gedruckte Bücher.
    .
    Ich kenne durchaus Leute, die mehr wissen, und kann aus ihren Bemerkungen entsprechende Rückschlüsse ziehen. Aber ich halte es für falsch, hier sekundäres Wissen oder persönliche Spekulationen zu verbreiten.

  43. Hab schon immer gesagt: Die...
    Hab schon immer gesagt: Die Grünen sind eigentlich gar nicht grün, sondern rot. Rot-grün passt demnach sehr gut zusammen, schwarz-grün wäre dagegen die aktuell gefragte Gegenmischung. Für letztere gibts keine passende Gegenparte, gelb bleibt aussen vor, deshalb ist schwarz, um aktuell zu bleiben, eigentlich gar nicht mehr schwarz, sondern grün.

  44. Heute, Donna Laura,

    merkt man...
    Heute, Donna Laura,
    merkt man Ihnen die Burgherrin an.

  45. Ach Vroni, bei denen, an die...
    Ach Vroni, bei denen, an die ich dachte, gibt es da, wo die Arbeitsplätze sind, schon gaaaaaaanz viele Menschen. Es gibt sogar ÖPNV. Wenn nicht gerade Material oder Personal streiken konnte, z.B. Tantchen morgens um 4 losgehen um den Zug um 1/2 5 zu bekommen und eine Stunde später, eine halbe Stunde zu früh, beim Arbeitgeber zu erscheinen. Mit dem nächsten Zug wäre sie um 6:05 zu spät angekommen. Pariser Ballungsraum. Und ja, Tantchen kam vom Lande und zog sich ihr Gemüse selber. Schon immer.

  46. @filou
    und die schaffnerIn...

    @filou
    und die schaffnerIn steht wie ein wachhund vor der premium klasse. nicht wie im ice als 2.klassler mal durchlaufen durch die 1. klasse…

  47. Koennte es sein, dass Don...
    Koennte es sein, dass Don Alphonso da etwas falsch verstanden hat? Eigentlich wollen die Gruenen ja eben nicht diese Bahn, sondern eine bessere. Und nachdem ich die Schlichtung zu Stuttgart 21 so am Rande verfolgt habe, habe ich irgendwie den Eindruck, dass sie deutlich mehr Ahnung davon haben wie man das hinbekommen koennte, als die Bahn selbst. Uebrigens sind nicht alle Bahnen schlecht, siehe Japan oder die Schweiz. Die Frage lautet dann wohl: warum bekommen wir das nicht hin?

  48. Spiel mir das Lied vom Tod,...
    Spiel mir das Lied vom Tod, Don Alphonso. – Vielen Dank für diesen Artikel, ohne den mir einige Parallelen zwischen diesem Film und Stuttgart21 gar nicht aufgefallen wären.
    Die Bilder waren übrigens auch mal wieder sehr schön, besonders das mit dem Krokodilauge.

  49. Filou, wo finde ich denn...
    Filou, wo finde ich denn diesen Max Goldt-Essay?

  50. von meinem freund aus...
    von meinem freund aus heidelberg:
    „http://www.freitag.de/kultur/1126-das-panik-orchester
    Augstein mal wieder …
    Wenigstens kann er sowas schreiben …“
    btw DA, der junge mann ist nicht schlecht, schafft es eine lesbare zeitung zu verlegen

  51. Um die Wartezeit auf die...
    Um die Wartezeit auf die erhofften, „modernen Verkehrskonzepte“ zu überbrücken, hier der Klassiker „Stenkelfelder Elefantenrennen“:
    http://www.youtube.com/watch?v=BIbozNzbryY

  52. Das beste aus der politischen...
    Das beste aus der politischen Farbenpallette – grün, rot, schwarz, gelb, dunkel-rot, usf. – kann natürlich bei den DIE KREATIVEN, 1. evolutionistische Partei der Welt, gegr. Sept. 1985 in Erlangen, zusammen kommen. Diese Integrationsleistung ist evolutionär zwingend.
    Wir, die DIE KREATIVEN, bieten die evolutionsprozess-geniale, selbstläuferisch sich organisierende Integration des Besten aus allen Teilsysteme an – in den Subsystemen Mobilität, Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Lebensstil, usf. . Sie gelingt durch den Übergang in die nächste Evolutionsprozess-Stufe, d.h. via Metamorphose (= Kultur- und Steuerungssystem-Revolution) in die nächste Ordnung/Akzelerationsstufe des KREATIVEN Evolutionspfades.
    Das GRÜNE Protest-Projekt war n u r ein Vorspiel für das KREATIVE INTEGRATIONS-Projekt in der höheren Ordnung des weltindustriellen Fortschritts. Angela Merkel wird sich an die Spitze diese erstmals nachhaltigen Kulturprojekts setzen wollen – und wir arbeiten für sie, um ihr den Führungswechsel zu ermöglichen.
    Herrn Kretschmann habe ich am 15.6. über die EPOCHENWECHSEL-Option informiert. Er kann Stuttgart21 zum Startszenario für den Epochenwechsel machen – und hätte alle seine Sorgen vom Hals, die mit seiner öko-sozialen Erneuerung, d.h. mit seiner ‚Revolution für die Wirtschaft‘ auf ihn zukommen können. Er müßte sich Opfern, um seine Aufgabe als Ministerpräsident in BW erfolgreich zu erfüllen. Das auch ist Evolutionsprozess-Logik. Es geht ihm dabei wie allen Führungsgremien: Vor dem Vor-Machtanspruch KREATIVEN in allen Institutionen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zittern die Spitzen des Ancien Régimes.
    Übrigens: Das Bahnfukushima-für-das-Ancien Régime hat schon im Okt. 1988 stattgefunden, anläßlich des GdED-Gewerkschaftstages in Nürnberg. Es wurde damals nur totgeschwiegen. Dazu..
    http://www.die-kreativen-partei.de/Bundesbahn-1988.php
    http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=13531759&aref=image036/2006/05/15/cq-sp198804301400141.pdf&thumb=false
    Gottes Mühlen mahlen langsam aber gerecht. Die GRÜNEN werden nur ein Vorspiel-Rolle genießen können.

  53. @Elsa, keine Ahnung. Das Zitat...
    @Elsa, keine Ahnung. Das Zitat stammt aus einer seiner Kolumnen in der Titanic.
    Bitten Sie mich nicht, es herauszusuchen. Ich besitze alle Hefte. Ab dem ersten.
    (Wenns mal hier ueber Frankfurt geht und Kneipen und Versacken, erzaehle ich gern ueber den Kauf des ersten Heftes. DAS waren noch Zeiten! Und der Goldt sang damals noch bei Foyer des Art.)

  54. Deutschland im Stadium des...
    Deutschland im Stadium des permanenten Alarmismus. Da wird doch tatsächlich der Bau eines Bahnhofs zum Lakmustest für unser Gemeinwesen hochstilisiert und dabei fröhlich anarchistisch die repräsentative Demokratie unterhöhlt. Populistischen Politiker laufen keuchend hinterdrein und können sich gar nicht genug selbst demontieren. Im großen Bade der allgemeinen Entrüstung wird auch gleich das Kind, nein besser der schlecht sanierte Greis, des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs ausgeschüttet. Ich bleibe dabei unser demokratisches Konstrukt und (schräge Verknüpfung) den öffentlichen Verkehr für wichtige Güter zu halten. Nicht jeder kann, braucht oder soll sich jederzeit an jeden Ort im eigenen Auto bewegen. Der öffentliche Nah- und Fernverkehr ist in seinem Potential keinesfalls schlecht nur leider oft schlecht gemacht, will sagen verwaltet und instandgehalten. Er stellt auch keinen Widerspruch zum Individualtransportmittel (z.B Auto) dar. Also alles wieder heruntergekühlt und klaren Kopf! Bahnhof ja oder nein, so oder so, ist kein tauglicher Anlass für Endzeitstimmung.

  55. H. Vonderinsel

    Warum kriegt...
    H. Vonderinsel
    Warum kriegt die DB-Führung das nicht hin? Die Antwort lautet: die beiden Geheimziele des DB-Vorstände lauten:
    1. Minimierung der Autonutzungs-Konkurrenz
    2. Maximierung des Investitions-Volumens.
    Das übergeordnete Macht-Interesse aller wirtschaftlichen und politischen Organisationen ist ja bekanntlich in dem 2%Wachstumsziel des BIP auf den Punkt gebracht. S21 war ein Projekt zum Geheimziel Nr. 2.
    Dieser andauernde Verrat an den DB-Nutzerinteressen ist erstmals im Okt. 1988 durch meine Aktion im Vorfeld und im Verlauf der GdED-Versammlung offengelegt und bewiesen worden. Aber alle Medien, einschl. DER SPIEGEL, schwiegen tot, d.h. sie entschieden sich gegen die Berichterstattung über meinen Geniestreich.

  56. Korrektur: M.G. sang da noch...
    Korrektur: M.G. sang da noch nicht. Irrtum.

  57. @B4: Solange die ö.-r....
    @B4: Solange die ö.-r. Rundfunk-/Fernsehanstalten über ihre MfS artige Schnüffelagentur GEZ für internetfähige PC als „neuartige Rundfunkgeräte“ Gebühren eintreibt, begründet mit dem Verweis auf ihre Web-Angebote, begrüße ich jede Initiative gegen diese Web-Angebote.

  58. @b4 16:13, das find ich nicht...
    @b4 16:13, das find ich nicht schlimm. In NL braeuchte man schon fuer die 2te Klasse einen Wachhund. Mit Kalaschnikow. Und einen Kinderschlachter.
    .
    Das waren noch Zeiten, als ich beruflich oft mit dem „Rheingold“ fahren musste. Nur 1te Klasse, Zugsekretariat, Zugtelefon, hoefliches Personal-auch im Restaurant.
    Komisch-ich bin damals doch Sozialdemokrat gewesen, oder?
    .
    Antiklimax: ’n paar Jahr davor war ich Minibarkellner (Semesterferien) bei der DSG, meistens in Zuegen mit Kurswagen aus Istanbul. Mein lieber Scholli…!

  59. Ach lieber icke,
    wenn das...

    Ach lieber icke,
    wenn das Wohnen in der Nähe des Unternehmens so teuer sei, dass sogar das Hin-und her-Autofahren zwischen Banlieue und City (Spritkosten, inkl. Versicherung und Abschreibung) billiger ist, dann ist entweder der Sprit einfach nicht teuer genug oder das Gehalt in der City zu niedrig. So brutal sehe ich das.
    .
    Was dem Hin- und Herfahrer im Unterschied zum Dort-Wohner dazu noch fehlt, ist die Zeit. Die er hätte, wenn er mehr in der Nähe wohnte. Der hohe Zeit- und Nervenaufwand des Pendelns wird fast immer vergessen, in die urprivate Lebens-Kosten-Nutzen-Rechnung aufzunehmen.

  60. Mal ein Beispiel aus dem...
    Mal ein Beispiel aus dem Nordviertel, die frühen Achtziger: Ausbildung in einem Betrieb mit 220 Mitarbeitern. Die allermeisten lokal angeworben. Der Weg zum Betrieb zwischen 1 und 15 KM. Ende der Neunziger: Umstrukturierung, Zerschlagung, Insolvenz, Verkauf, Wiederverkauf, Ende.
    Die 220 Leute fahren nun zum Job in 3 große Zentren (früher hieß das: Städte) an einem großen Fluß. Anfahrtsweg jetzt 35 bis 100 KM. Auf der Gegenfahrbahn kommen einem Bewohner dieser Zentren entgegen plus Leute aus einer großen Region, die nach einem kleineren Fluß benannt ist. Allen erging es ähnlich und man trifft sich auf der Autostaubahn. Billig und willig und täglich nochmal 2-3 Stunden Fahrweg dazu. Außerdem: alle Lager von Industrie und Handel sind abgeschafft. Just in time heißt es. Oder im Klartext: die LKW und die Autobahn sind Lager. Die Propaganda aber impft es allen täglich ein: IHR Bürger (alle Viertel) seid das individualisiert mobile Problem.
    Und viele glauben diesen Unsinn auch noch. Müssen trotzdem ein neuen Vierzylinderlangeweiler kaufen (Ausnahme: Westviertel, 6-8 Zylinder). Der alte war zwar noch gut, aber das Pickerl nicht grün. Da sagen die Zentren: NEIN, IHR nicht. Crushed by the wheels of industry (Heaven 17, 1983). The wheels of Grünrotschwarzgelblobby crushen auch noch kräftig mit. Totally crushed.

  61. Lieber bassorider,
    vielleicht...

    Lieber bassorider,
    vielleicht bleiben wir bei der nicht der schlechtesten Feststellung, dass nicht nur eine Seite „das Problem“ darstellt, sondern dass das alle hübsch zusammen sind.
    .
    Unternehmen, Bürger und Staat. Der auf allen Hochzeiten tanzen wollende Bürger, der es einfach nur hipsterst findet, heute hier und morgen da zu sein − Stau egal; arrogante Unternehmen, die die Leute wie Schraubenteile behandeln und genauso zur just-in-time-Mobilität zwingen wie ihr LKW-Lager auf der Straße; eine Regierung, die nicht weise voraussieht und steuert, sondern die verzapften Probleme höchst langweilig schlampig auch noch zeitverzögert verwaltet und nach unten weiterdelegiert. Was die Grünen in dieser Gemengelage treiben, erschließt sich mir noch nicht ganz − als Nicht-Stuttgarter habe ich das Gefühl, das mir zu sehr wichtige Informationen fehlen, um sie entweder zu verdammen oder gelten zu lassen.

  62. ich muss zwar einem...
    ich muss zwar einem erwerbsleben nachgehen, aber mein weg zur arbeit beträgt 8 min, von wohnungstür zur bürotür. fahrzeug: trek 2.3 (alu , carbon gabel, shimano ultegra) also ein ganz normales alltagsrennrad.
    viel spaß allen bus, zug und autopendlern, nach dem motto: die stunden bringen das geld und zeitung lesen und schlafen kann ich auf der arbeit auch, da wird es bezahlt.

  63. Die Wurzel allen Übels ist...
    Die Wurzel allen Übels ist und bleibt der bürgerliche Produktivitätswahn.
    Aber auch der Mobilitätswahn ist nicht ohne.

  64. @Filou - Schade, wg. des...
    @Filou – Schade, wg. des Essays. Von den Geschichten – Bahn und Titanic – bitte mehr. Ich suche inzwischen mal in unserer wesentlich kleineren Sammlung. Vielleicht hab ich ja Glück.

  65. @Tiger: Jö, DB-Entwicklung...
    @Tiger: Jö, DB-Entwicklung ist nicht teuer, und das Zeugs auf einen Websever zu schmeißen auch nicht. Alles Standard. Sie bekommen halt eine andere Interaktion mit dem Publikum als mit einem Buch. Größerer Burst, dann Abfall. Buch veröffentlichen ist überschaubarer, bleibt aber länger im Gedächtnis von wenigen. Web ist Hero of the day.
    @donna laura: nu lassen Se mich doch auch mal verschwörungstheoretisieren an meinen freien Tagen. 81 hab ich theoretisiert, wenn man dauerhaft Geld umschaufeln will, sollte man in Rüstungsindustrie (heißer Abriß) und Bauindustrie (Neubau) investieren. Jahre später wandelte das einen Osama Bin Laden (Vater: Bau, Sohn: Abriß) wohl auch an. 88 hab ich einen DDR-Zöllner ausgelacht, als er meinte, die DDR könne West-Berlin einverleiben: „das ist das Ende der DDR“. War dann ja auch das Ende von beiden. – Die Bemerkung zu HM (das ist bloße Gerüchteküche aus grauer Quelle, einer schrieb das unter einen FAZ-Griechenlandartikel) ist mehr mein Kopfkratzen darüber, wie Silberkännchendenglerland sich wohl weiterbringt. Die müssen ja auch von was leben. Und sie sind so ziemlich die einzigen, die die schwierigen Ölexplorationen im größeren Maßstab können.

  66. Lieber HansMeier555,
    der...

    Lieber HansMeier555,
    der Mensch PRODUZIERT, eine Katze IST:
    http://www.boersenblatt.net/media/747/thumbnails/Regal.369967.jpg.369981.jpg

  67. @Böhmenfürst: naja, S21...
    @Böhmenfürst: naja, S21 _ist_ ja in gewisser Weise die Bielefeldisierung Stuttgarts. Mein Mann sagte heute morgen (nachdem ihn die unerklärte Vokabel „Streßtest“ nun schon seit Tagen ärgerte und er sich heute morgen deshalb extra Stuttgarter Nachrichten und Badische Zeitung durchlas), mit dem alten Bf hätten sie in den 50ern fast 60 Züge pro Stunde abgefertigt, mit dem neuen gingen lt. „Streßtest“-Simulation etwas mehr als 40 pro Stunde. Die letzten Jahre seien so 40 oder knapp unter 40 stündlich üblich gewesen. – Conclusio meinerseits: mit S21 kann man offenbar einen Betrieb haben wie jetzt, aber ohne jegliche Luft zu wieder stärkerem ÖPNV. Ist also ein Einknicken vor der wilden Zersiedlung der Stuttgarter Agglomeration.

  68. Wenn jetzt jeder beisteuert,...
    Wenn jetzt jeder beisteuert, was er nicht braucht, dann möchte ich doch Lord Wellington zu Wort kommen lassen, der gegen den Bau von Eisenbahnen gewesen sein soll, mit der Begründung:
    „Railroads will only encourage the common people to move about needlessly“
    Passt gut zu den Stützen der Gesellschaft, oder ?

  69. @Vroni: mir sind die...
    @Vroni: mir sind die Netto-Rechner (die nur die Fahrtzeit von Bf zu Bf oder von Parkplatz zu Parkplatz rechnen) auch vollkommen unbegreiflich. Das ist so eine Logik wie „wer nichts kauft, kann auch nicht sparen“ als Werbung für Rabatte. Irgendwie ist mein Hirn nicht so verdrahtet, daß es sowas begreifen kann.

  70. "... und mit modernen...
    „… und mit modernen Verkehrskonzepten brauchen wir auch nicht mehr Strassen“ – diese Antwort würde gefallen. Diese Antwort denken die Autokonzerne gerade an.“
    .
    Ich denke gerade an, dass womöglich das Modell gemeint ist, wo die Autos nach wie vor dem Autokonzern gehören, auch ganz toll öko sind, ich die aber „sharen“ oder per Stunden- oder Monats-Abo „mieten“ kann. Also eine Auto-Cloud.
    Strenge grad auch mein Hirn an, woraus der maßgebliche Unterschied zum Leasing besteht. Aber die Audi- oder BMW-Bank wird schon wissen. Wahrscheinlich wird es so werden, wie es zur Zeit bei DSL-Providern Sitte ist: Der alte Stammkunde hat einen beschissen hohen Tarif, kommt von dem nicht runter und wird gemolken, der neue abgeworbene (gewechselt habende) Neukunde kriegt Schnäppchentarife …
    .
    Wie auch immer, der Bestand an Autos auf den Straßen wird sich nicht vermindern. Neue tierisch kundenfreundliche Callcenter in Meckpommes könnten jedoch gebaut werden … Stehen dann direkt neben Algenteichen von entweder Blaualgen (Cyanobakterien), die Alkoholsprit produzieren können, neben Grünalgen-Anlagen (Chlamydomonas Reinhardtii), die per Schwefeldiät Wasserstoff für Brennstoffzellen hinkriegen.

  71. liebe colorcraze, um himmels...
    liebe colorcraze, um himmels willen, aber selbstverständlich doch, frönen sie, bitte; da haben sie sarkasmus hineingelesen, wo gar keiner war.
    .
    „IHR Bürger (alle Viertel) seid das individualisiert mobile Problem.“ – ganz recht, lieber bassorider.
    der bürger ist stets das problem. er stört die abläufe.
    .
    „Und viele glauben diesen Unsinn auch noch.“
    einstein meinte einst, dass so mancher hat sein grosses gehirn nur aus irrtum bekommen habe, da für ihn das rückenmark schon völlig ausreiche. und mit diesen, nehme ich an, würde man nicht einmal ein $ch€i$$haus stürmen können, wie man im süden so unschön, aber trefflich formuliert.

  72. Liebe Colorcraze,
    denkst eben...

    Liebe Colorcraze,
    denkst eben vieeel zu rational.
    :-)
    .
    Wir haben doch im FAZ-Supermarktblog gelernt, dass der König Kunde nicht rational ist. Er die logischsten Dinge nach Jahren noch nicht checkt (z.B. der Teuerschmarrn ist in verführerischer Handgriffnähe, das was man wirklich braucht, muss erbückt werden).

  73. Ach ja, Foyer des Art....
    Ach ja, Foyer des Art.
    Schimmliges Brot
    schmälert das Vergnügen. :-)
    Apropos Musik. Hat jemand dieser Tage ein Hannes-Wader-Konzert gesehen? Trifft man da diese grünen Leute, von denen man soviel hört? Wer geht da hin? Echte Linke gibt es nicht genug, ein solches Konzert zu füllen, die saturierten Linken gehen „ins Kabarett“, wenn sie mit der Steuererklärung fertig sind. Obwohl, dass passt ja. Bis morgen im Panoptikum mit (Koksnase Wecker und) dem genialen Wader zum Freundschaftspreis von vier Kästen Bier? :-)
    „Weit in der Champagne im Mittsommergrün … Denn auch dich haben sie schon genauso belogen…“ Heimat deine Lieder. :-)

  74. @Böhmenfürst.
    Wusste nicht...

    @Böhmenfürst.
    Wusste nicht dass er so klug war.
    Die Preussen kamen auch so grade noch just in time.

  75. Jetzt mal abgesehen vom real...
    Jetzt mal abgesehen vom real existierenden Unternehmen Deutsche Bahn: gibt es unter den hiesigen Kommentatoren so gar keinen Anhänger des entspannnten Bahnreisens? Ich bekenne mich dazu. Den Blick ins Weite gleiten lassen, die Seele baumelt, schienengestützte Meditation.

  76. Vroni, woll'n Se der Putze...
    Vroni, woll’n Se der Putze denn so viel zahlen? Oder selber putzen (in dem Falle: die Teller in der Betriebskantine abwaschen?) Wollte heute hier eigentlich keine gehn wir mal organisieren Anekdoten erzählen. Oder wieso sich der Arbeitsplatz doch lohnt.

  77. "Bielefeldisierung" war als...
    „Bielefeldisierung“ war als Referenz auf die „Bielefeld-Verschwörung“ gemeint,
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bielefeldverschw%C3%B6rung
    – im Sinne „Stuttgart gibt es ebensowenig wie Bielefeld“.
    Eine Stadt, der man 16 Jahre lang einen Bahnhof plant, den deren Bürger offensichtlich nicht wollen, und diese finden über die üblichen politischen, demokratischen Mechanismen während dieser 16 Jahren keinen Weg, das zu kippen? In den Westvierteln würde diese Stadt nicht mehr eingeladen werden.

  78. Man kann sich natürlich...
    Man kann sich natürlich jederzeit über Nation und Zeit erheben. Durch Lesen zum Beispiel.
    .
    Ob aber dereinst dieser Blog auch einmal dazu gezählt werden wird? Wieso Stuttgart21 für die Grünen zum „Bahnfukushimi“ werden wird entzieht sich auch bei zweitem Grübeln immer noch völlig unserer Kenntnis. Wirkt auch weiterhin erheblich/erblich sinnfrei.
    .
    Wird wohl an den Temperaturen liegen. http://www.youtube.com/watch?v=PRwqyIQUoz8
    .
    Wir stimmen allen finanziellen Erwägungen also auch weiterhin immer zu: Wenn Männer kinderlos bleiben, hat meist hauptsächlich der Wille gefehlt, eine Frau ernähren zu können.
    .
    Und auch das Vorspiel „Ich muss arbeiten – also gehe ich“ aus der Ouverture zum Drama „Einfache Begründungen – dem Volke abgelauscht“ wird aus Geschmacksgründen weiter nicht überall oder ständig gegeben.
    .
    „… in Firma Schommers & Kiepenkerl; Trikotagen, Semmelbrösel und Rollsplit, Im- und Export, Engros & -detail; vor allem der Rollsplitexport in kleinen Mengen steht zur Zeit nicht in vollster Blüthe; „Tüchtiger Vertriebsleiter gesucht“, man sollte mal eine örtliche Anzeige schalten, so einen finden, international gute Taten zu vollbringen – Rollsplit ist schließlich ökologisch, und kleine Mengen gut handhabbar und versprechen einen netten kleinen Extraprofit – man muss halt mit der Zeit gehen, gerade jetzt und wie immer, beständig ist schließlich nur der Wandel, und wie gut und sinnig, wenn einem auch immer gleich unternehmerisch das passende Produkt einfällt zum Zeitgeist … .
    .
    Wie schön also, dass unseren Westvierteln die eigenen Verhältnisse auch weiterhin so entgegen kommen.
    .
    Oder anders: Marcel Reich-Ranicki hat das Ghetto überlebt. Weil er den Kanon kannte. Solange also „die Ghetto Westviertel“ noch auf die Räder finden und nicht genauso weit gehen müssen mit den Literaturkenntnissen, solange wäre wohl – und sicher bis auf weiteres – lediglich ein Prekariat verloren. (Und das kann tatsächlich nicht lesen und schreiben.)
    .
    Und „GSG9 – forces in motion“ -„Frösche in Bewegung“ würde auf den zweiten Blick – geschmackloserweise – auch kaum für eine Fernsehsendung in Frage kommen, wobei mögliche Vergleiche mit Stuttgart21 nahelägen und beabsichtigt sein könnten.
    .
    Mühsam geht die Welt zu Grunde – nur die Götter aber tändeln leicht. Könige des Blogs, ihr Götter des Olimps also – voran!

  79. colorcraze, hier wird auch...
    colorcraze, hier wird auch davon gesprochen, man könne sich griechenland einverleiben. in den neunzigern sollte es ja noch polen sein, aber es war wohl nicht genügend geld da. aber vielleicht ist diese eigenartige parallelität zum 88er größenwahn ja nur zufällig.

  80. Sensationell der...
    Sensationell der Artikel…..wir brauchen Bahnhöfe…..wer sich nicht nach vorn bewegt tritt auf der Stelle….Schluß mit den Bedenkenträgern…..bewegt euch !!!

  81. Erst dachte ich, huch, der Don...
    Erst dachte ich, huch, der Don stur gegen die Grünen?! Seltsam, der Mann ist doch eigentlich nicht auf den Kopf gefallen. Aber dann… weiterlesen hilft… puhhh… Na, was für’n Glück. Kurve gekriegt. Er geht sogar noch einen Schritt weiter und gibt den Grünen gute Tipps. Wo’s langgehen könnte. Und das kostenlos!

  82. @Fritz - Hannes Wader:
    Das ist...

    @Fritz – Hannes Wader:
    Das ist ja schon sehr lange her, da muss ich noch in meine Vinyl-Sammlung greifen:
    „Wenn der Motor mit mir sang, hab‘ ich mich, ganz gleich was vor mir lag, doch frei gefühlt für manche Stunde, manchen Tag.“
    Ist ja direkt OT!

  83. Lieber JR,
    "... unter den...

    Lieber JR,
    „… unter den hiesigen Kommentatoren so gar keinen Anhänger des entspannnten Bahnreisens? “
    .
    Doch. Dunnemals. Bin viel und gerne Zug gefahren.
    Als es noch keine enthemmten Rentner-Wanderergruppen gab, die bereits morgens um halb zehn im Waggon herumlärmen, Leute stören und Piccolos süffeln. Gottseidank sind sie nach Ingolstadt ausgestiegen. Oder als es noch nicht Sitte war, nach München ins Oktoberfest reinzufahren und sich schon mal lautstark mit Whisky vorzuglühn. Die ewigen Labersäcke am Mobilephone, die gab es damals auch nicht. Mei, war das entspannend. Man konnte damals tatsächlich noch ein Buch lesen oder entrückt die Landschaft vorbeiziehen sehen (jetzt aber Lärmschutzwände oft, da sieht sich nixen mehr). Vielleicht werde ich aber auch alt und bilde mir nur ein, dass früher die Leute im Zug noch nicht Manieren unter aller Sau hatten.

  84. Liebe Vroni,
    vielleicht kann...

    Liebe Vroni,
    vielleicht kann man ja neben der Zweiten, Ersten, Premium Klasse noch eine Wanderergruppen freie, Kegelklub freie, Schalkefan freie, BVB-Fan freie Klasse einrichten?

  85. @ mediensegler

    Gottchen, wie...
    @ mediensegler
    Gottchen, wie können Sie bloß für Dyck Reklame machen, das ist doch nur eine blasse Karikatur von Goodwood, eine dreiste Nachäffe bis zum letzten Wimpel für Leute mit ausgeprägter Rot-Grün-Sehschwäche, eine Garage Sale der Schickimickies aus Düsseldorf, die den Eurowischn Contestikel als große Kunst beschmachten.
    Das ist Sumpfland, kein Gipfel! Ein Treffen der Replikanten! Brrrr.
    Bitte nicht alles der bewerbenden Zunft glauben!

  86. JR,
    noch'ne extra Klasse? Man...

    JR,
    noch’ne extra Klasse? Man muss da Leben nicht komplizierter machen, als es schon ist. :-)
    .
    Es wäre schon viel geholfen, wenn die Leute das Bahnfahren nicht als eine nur für sie gemachten Social Event oder als ihr McDonalds-Kindergartenfest begreifen würden.
    .
    Vermute, die störendsten darunter sind Leute, die hauptsächlich Auto fahren und das plötzliche Bahnfahren für sie so etwas wie ein Event darstellt, der nur für sie gemacht ist. Oder die ASDH haben, keine Ahnung, und es nicht raffen, dass man sich im Zug tatsächlich auch hinsetzen – statt permanent in den Gängen herumzupflügen – und mal die Klappe halten kann.

  87. @vroni & JR: Sie sprechen mir...
    @vroni & JR: Sie sprechen mir aus der Seele! RE in Ballungszentren (und von alternativ ab und an verfügbaren Straßenbahnverbindungen zwischen Städten ganz zu schweigen) ist weder wegen Nutzerklientel noch hinreichender Dimensionierung für den vom Land NRW niemals so auch nur hätte geahnt werden könnenden Umfang des Berufsverkehrs das Transportmittel der Wahl. Eigentlich nutze ich ja die in Zügen zu verbringende Zeit gerne zum Arbeiten, will sagen: Lesen (der Rechner bleibt im Nahverkehr auch bei längeren Touren stets engepackt), aber ohne ausgefuchsten Gehörschutz wird das zunehmend unmöglicher. Auf Fernverbindungen hatte ich bislang durch die Nutzung von eher mit Businesskunden belegten Zugverbindungen größeres Glück, auch was lautstark handinierende Möchtegerns angeht. Aber ungetrübte Freude verheißt Bahnfahren selten. Andersherum fehlt mir die Lust zum Autofahren und Faulheit lehrt dann doch Krötenschlucken.
    @Don: Angesichts der Veränderungen der Arbeitszeiten und Beschäftigungsformen halte ich es für eher fraglich, einer sich vermutlich weiter ausdifferenzierenden Nachfragesituation mit der Ausweitung standardisierter Angebote beikommen zu wollen. Das werden die Grünen vermutlich auch relativ zügig mitkriegen, wenn sie das Westviertel ernsthaft mit einem Bahnanschluß versehen wollten. Und mit Verdichten von Verbindungen ist es auch nicht getan, wenn die Infrastruktur das nicht hergibt, da zu weit runtergewirtschaftet oder eben nicht erweiterbar.
    Und, wie von Ihnen angeführt, sind eben manche Gegenden (glücklicherweise) nicht für den schienenverkehr erschlossen, was dem chronisch leeren öffentlichen Steuersäckel erhebliche Investitionen gegenüberstellt, die sich zudem im Umfeld bürgerlicher Einflußgeltendmachung vollzieht.
    Da werden also weiterhin Avocados die Gemüse-Abo-Kiste im vollen Bewußtsein ökologischer Korrektheit aufhübschen.

  88. JR & Vroni - doch, das gibt...
    JR & Vroni – doch, das gibt es heute immer noch – oder wieder. Nur nicht mehr im „Schweineexpress“.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=zG028hey8_A&feature=related
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=7VuFuXYq8go&feature=related
    .
    Oder so. (http://www.youtube.com/watch?v=P84yi9We1Vk&feature=related Einfach in Ruhe und mit Liebe.)

  89. Lieber Don,
    kaufen Sie sich...

    Lieber Don,
    kaufen Sie sich einen 12-spännigen Rolls Royce von 1929 oder Harley Davidson und äußern Sie sich so kinderfeindlich wie irgend denkbar, aber machen Sie sich bitte nie wieder zum Wahlkampfstrategen der Grünen.
    (Die Stützen sind doch keine Schülerzeitung von 1983).

  90. Hier ist noch so ein...
    Hier ist noch so ein anti-stuttgart-bahn21-deutschland-aber-pro-europa-video. Man darf auch mal wählen … wie man roadmovie-meditiert z. B. http://www.youtube.com/watch?v=AJLlrMbym7A&feature=related

  91. Am Rande:
    .
    "Lange Jahrzehnte...

    Am Rande:
    .
    „Lange Jahrzehnte – kurze Reue,
    Kurze Jahrzehnte – langes Bedenken“
    .
    Fühlt sich wie ein kurzes, möglicherweise sogar sehr kurzes Jahrzehnt an.
    .
    Nette Musik, auch für die Bahnreise: http://www.utelemper.com/
    .
    (Wie bekannt: „Frau Lemper, was fällt Ihnen zu Hartz IV ein? Herz was … ? Hartz IV. Im Rahmen der Agenda 2010. Tut mir leid. Ich lese nur selten deutsche Zeitungen. Klar. Als Amerikanerin … Wie bitte? Ich habe nach wie vor einen deutschen Pass. Ich bin äußerst gerne Europäerin! Hier ist der Moralismus nicht ganz so biblisch betoniert. Das ist schrecklich in Amerika: Außerhalb Manhattans beginnt die dunkelste Erzprovinz. Die Leute sind von den Medien so fehlinformiert – man kann ihnen nicht mal verübeln, dass sie Republikaner sind. Ich sage nie „wir Amerikaner“… http://www.stern.de/lifestyle/leute/was-macht-eigentlich-ute-lemper-529453.html

  92. Bester JR
    Zugegebenermassen ja...

    Bester JR
    Zugegebenermassen ja doch – Bahnfahren ist mir irgendwie in Fleisch und Blut übergegangen (…was Du vererbt von Deinen Vätern….“). Aber ich wohne auch weiter südlich in einem (ansonsten kleinen dummen) Land, wo die Bahn noch Bahn sein darf.

  93. Auch mit Flugzeugen ist...
    Auch mit Flugzeugen ist anscheinend längst nicht mehr alles, wie es sein soll. Sogar bei Air France, bevorzugte Fluglinie auch vieler Westviertel, anscheinend nicht mehr, wie berichtet wird:
    .
    http://www.dradio.de/dlf/programmtipp/dasfeature/1459276/ rechts unter „Audio on demand“ „MP3“ anhören. Keine Panikmache sondern erstklassiger Journalismus – einfach mutig auf der Höhe der Zeit. Wirklich erst einmal ganz anhören.

  94. @vroni
    das könnte ich noch...

    @vroni
    das könnte ich noch toppen: ausflugsgruppen aus köln auf der rückfahrt von wien, die den ganzen zug mit kölscher fröhlichkeit unterhalten…

  95. @colocraze – Mit der...
    @colocraze – Mit der Entwicklung von Datenbanken habe ich mich schon beschäftigt, da gingen die meisten hier im Block noch in den Kindergarten. Es wird so schwierig wie alle richtig schwierigen Projekte: 80% Completion wird man in 50% der Gesamtzeit/Budget erreichen, die weiteren 19% mit der anderen Hälfte. Um hundert Prozent zu erreichen, muss man das ursprünglich angesetzte Budget verdoppeln.
    .
    In der Zwischenzeit wird irgend jemand die ersten 80% mit einem schmucken Vorwort als Buch veröffentlichen, in der Hoffnung damit auf die Spiegelbestsellerliste zu kommen und einen Reibach zu machen.

  96. Kann es sein, dass der Begriff...
    Kann es sein, dass der Begriff Fukushima im Zusammenhang mit so etwas Profanen wie der Deutschen Bahn unangebracht ist? Ich meine sind wir nicht alle in Sorge um die Menschen, die im Fukushima-Gebiet leben leben? Ist eine solche Überschrift nicht die Verhöhnung dieser Menschen?

  97. Die Grünen sind halt manchmal...
    Die Grünen sind halt manchmal in ihren Eigenen Argumentationsketten gefangen. Flugzeug und Auto böse, Bahn gut. Dass das CO2 Ausstoß eines durchschnittliche besetzten Flugzeugs (80% Auslastung) nicht höher ist als der eines durchschnittlich besetzten ICEs, juckt die Grünen im Zweifelsfalle halt auch nicht … Besonders dumm, dass die Flughäfen profitabel sind, die Bahnstrecken aber mit Abermilliarden gebaut werden müssen …

  98. Eben darum, @b4 08:28: ab in...
    Eben darum, @b4 08:28: ab in die Premium-Klasse! Ich weiss schon, warum ich den Rheingold und Erasmus so schaetzte. Und die Airco im Abteil konnte man noch selbst regeln. Die funktionierte sogar im Hochsommer.
    Runternivellieren = Kommunismus?

  99. Ach ja, man wird alt, weil man...
    Ach ja, man wird alt, weil man erinnert sich wehmütig an den Rheingold. Durchgang des Oberkellners: „Wünschen der Herr zu Mittag zu speisen? Ja – welches Menü bitte? Ich merke Sie dann für die 2. Sitzung im Speisewagen vor“
    Und dann erst der Ausruf im der Lautsprecheranlage – nein, nicht das sächsisch gefärbte Englisch heutiger Zugführer zu den nächsten Stationen sondern:
    „Die Damen und Herren für die zweite Sitzung bitte in den Speisewagen!“.
    Ach waren das Zeiten, tempi passati..
    Die Bilder, verehrter Don, wie immer magnifique. Ich bekomme Entzugserscheinungen, denn der nach der Verschrottung des Bentley unter Vertrag genommene nächste Oldtimer ist immer noch in zäher Restaurierung.
    Vererhrte Donna Laure, ah zunächst hilft das Anwesen im Eigenjagdbezirk mitsamt der Bestätigung des Oberforstamtes, da darf man Drilling und Fangschusspistole im Auto mitführen. Das hat dann gegenüber Wegelagerern schon Durchschlagskraft.

  100. Wie soll man eine...
    Wie soll man eine Rechtsordnung nennen, in der Aussagen von Dienstboten überhaupt erst zur Kenntnis genommen werden?
    Stalinistisch?

  101. Richtig, richtig, lieber...
    Richtig, richtig, lieber princeMatecki. Im Speisewagen nachmittags am Rheinufer entlanggondeln. Besonders im Fruehherbst.
    Nur die Weinflaschen waren etwas klein, der Inhalt aber meist recht ordentlich.

  102. @ egghat
    Nicht verwunderlich...

    @ egghat
    Nicht verwunderlich bei den ueppigen Subventionen, die der Flugverkehr bekommt (Mehrwertsteuerbefreiung, Mineraloelsteuerbefreiung, Discount-Flughaefengebuehren fuer Billigflieger usw.)?

  103. Dass, das nicht geht, wusste...
    Dass, das nicht geht, wusste ich vom Anfang, warum ich trotzdem… Ich lese gern.
    Beatrice Portinari

  104. Bahnfahren? Ja doch, aber...
    Bahnfahren? Ja doch, aber zweiter Klasse nur mit Ohrstöpsel, MP3-Player, Schlafbrille und Schal in Verbindung mit einer möglichst hohen Knoblauchdosis!
    In der ersten Klasse kann man nicht auf alles, aber auf einen Teil dieser Standardausrüstung verzichten.

  105. @KarolaKettenhemd 01. Juli...
    @KarolaKettenhemd 01. Juli 2011, 01:05
    Oh, da hat aber jemand Schaum vorm Mund.
    Schwert oder Morgenstern?
    Ich war letztes Jahr auf Schloss Dyck und fand es ganz nett,
    übrigens mit dem Fahrrad ;-)
    als Alternative Sussex Südengland anzubieten, na ja,
    hier geht es ja auch um unnützen Verkehr.
    Bin da vor zehn Jahren mal hingesegelt,
    vom Ijsselmeer nach Ramsgate,
    ja wenn ich das da schon gewusst hätte….
    dass GOODWOOD State of the Art ist
    dann wäre ich da auch mal mit dem Kettenhemd ähem
    Caterham aufgetaucht

  106. @Tiger: ja, so. Nur, warum...
    @Tiger: ja, so. Nur, warum nennen Sie diesen Teil „schwierig“? Das ist doch 08/15, das sich im Retraite häkeln läßt. Ich schätze eher die Steuerung der Kommunikation und dann später das längere Verfügbarhalten der Website als schwierig ein. Denn damit sind staatliche und kriminelle Interessen tangiert.
    @JR: dochdoch, es gibt sowas noch – auf gaaaanz laaangsamen Nebenstrecken. Gurken Sie mal durch die Mark, MeckPomm oder mit der Gäubahn von Stuttgart nach Schaffhausen. Oder dem Bodensee entlang. Da kriegen Sie noch viel Landschaft und Sitzplatz für ihr Geld, und das Publikum ist auch nicht so aufgeregt. Die wichtigeren und schnelleren Strecken sind so, wie Vroni schrieb.

  107. @Vroni, Der Tiger:
    O-Ton aus...

    @Vroni, Der Tiger:
    O-Ton aus einem hessischen, jetzt zur Abschaltung anstehenden Kraftwerk: „De Dadebank laaft net.“ Damals – Anfang der 80er – waren wir im Kollegenkreis der Meinung, der Gebrauch der hessischen Mundart sollte waffenscheinpflichtig werden.

  108. ... war natürlich an...
    … war natürlich an colorcraze, nicht Vroni gerichtet, sorry!

  109. Als Reisemittel ist das Auto...
    Als Reisemittel ist das Auto so beliebt wie ungeeignet, da es einem von allem fernhält.

  110. @colorcraze, Der Tiger -...
    @colorcraze, Der Tiger – Kernwaffen-Datenbank:
    Den IT-Teil halte ich ebenfalls für unproblematisch. Das „professionell“ habe ich eher im Sinne „belastbare Datenbasis“ aufgefasst, also zum fachliche Inhalt der Datenbank. Dieser wäre von Leuten zusammenzutragen, die sich in dem militärischen Umfeld tatsächlich auskennen. Und er müsste aktuell gehalten werden – Änderungsdienst. Damit nicht anhand des ersten Fehleintrages das ganze Unternehmen als unseriös abgetan werden kann, es sollen ja nicht unbelegte Ängste und Vermutungen dokumentiert werden. Zudem müssten die Einträge ja auch durch Karten, Dokumente oder Links auf solche belegt sein.
    Der langen Rede kurzer Sinn: hier böte sich eine Wiki-Aktivität an, also Schwarm-Intelligenz; die IT-Rahmen wäre damit ja schon (vielfach getestet) gegeben, z.B.
    http://www.mediawiki.org/wiki/MediaWiki/de

  111. Da muss ich Herrn Meier ja...
    Da muss ich Herrn Meier ja tatsächlich mal Recht geben.

  112. @colorcraze – staatlich...
    @colorcraze – staatlich Interessen sind schon jetzt tangiert. Jeder, der diesen Blog systematisch gelesen hat, kann aus meinen Kommentaren schließen, dass ich erheblich mehr weiß als ich hier schreibe.
    .
    Was Atombomben betrifft, ist die kritische Menge nicht die 80%, die offen als Abschreckung produziert wurden, sondern die 20%, die sich die diversen echten und Möchtegern Weltmächte gegen – von ihnen unterschriebenen und verifizierten internationale Abmachungen – zugelegt haben.
    .
    Natürlich werden Geheimdienste verschiedener Färbung das Argument zu benutzen versuchen, was die Frau da macht, kann von Terroristen ausgenutzt werden… müssen wir deswegen stoppen. Aber erstens lebe ich damit schon über 10 Jahre und zweitens ist es mir egal. Wenn man sich jahrelang morgens nach dem Aufwachen überlegt, ob man den Tag wohl überleben wird, wird es einem irgendwann gleichgültig, ob man durch traditionelle Tötungsmaßnahmen oder eine Atombombe umkommt. … außerdem, wie ich schon einmal schrieb, es handelt sich in erster Linie um ein Problem derjenigen, die um einiges jünger sind als ich, aber so alt wie ich werden wollen.

  113. Ha, Targa Florio!
    Sizilien...

    Ha, Targa Florio!
    Sizilien liegt schon ein Stück weit südlich von Ferraria und damit weit weit ausserhalb unserer Reichweite.

  114. @egghat"01. Juli 2011, 09:38...
    @egghat“01. Juli 2011, 09:38 http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de
    Die Grünen sind halt manchmal in ihren Eigenen Argumentationsketten gefangen. Flugzeug und Auto böse, Bahn gut. Dass das CO2 Ausstoß eines durchschnittliche besetzten Flugzeugs (80% Auslastung) nicht höher ist als der eines durchschnittlich besetzten ICEs“
    eher noch geringer als die eines ices. ich habe mal für die frühjahrstagung der dpg mal besetzungsquoten von ices simuliert, nachdem mir das auf der fahrt wien – fra aufgefallen ist. die sind so schlecht, hängt mit der art der zugführung zusammen, da unterliegen sie alleine deswegen schon dem flugzeug.

  115. @hm555
    don kann nicht nach...

    @hm555
    don kann nicht nach sizilien, den dann müsste er in palermo das grab fredericos ii besuchen und dann lassen si ihn in die „dumme“ stadt an der donau nicht mehr rein

  116. "Als Reisemittel ist das Auto...
    „Als Reisemittel ist das Auto so beliebt wie ungeeignet, da es einem von allem fernhält.“
    .
    HansMeier555, der Dativ is dem Akkusativ seine Pollenallergie!
    .
    Außerdem ist Ihre Behauptung auch sachlich falsch. Wovon soll ein Auto fernhalten? Umgekehrt wird ein Sommerreifen draus!

  117. Verschrottung des...
    Verschrottung des Bentley?
    .
    prince matecki, Sie sind entweder wahnsinnig oder eine Kunstfigur ohne Gasfuß.

  118. wenn die das jahrelang nicht...
    wenn die das jahrelang nicht gemerkt haben ;-)
    http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Millionenschaden-fuer-Bahn-durch-Kartellabsprachen-id4819495.html

  119. prince Matecki, das war...
    prince Matecki, das war damals, als Sie dienstreisen per bahn noch in der 1. Klasse absolvieren durften. heutzutage stehen selbst admiräle zwischen den rucksäcken auf dem gang der zweiten klasse.

  120. HansMeier555: "Wie soll man...
    HansMeier555: „Wie soll man eine Rechtsordnung nennen, in der Aussagen von Dienstboten überhaupt erst zur Kenntnis genommen werden? Stalinistisch?“
    *
    Stalinistisch hat sich inzwischen überholt. Neue Definition: ‚National‘ wegen des Schutzes des heimischen Genpools und ’sozialistisch‘ wegen der Anschissmöglichkeit durch das Personal. Hätte nie gedacht, dass sich diese stolzen, demokratischen Amerikaner von der PC-Hysterie anstecken lassen…

  121. Bahnhöfe wenn sie nicht...
    Bahnhöfe wenn sie nicht gerade in einer Großstadt sind, riechen nach Urin
    ich bin nur in meiner Lehre mit der Bahn gefahren, hat mir damals schon gestunken
    während der Führerscheinprüfung stand der gebrauchte R4 schon vor der Tür
    ohne Rücksitz konnte man da eine Matratze reinlegen und hatte ein Doppelbett
    Ledersitze, Internet, Telefon, gute Musik und klasse Catering (dank meiner Liebsten)
    habe ich im Auto, da brauche ich kein Premium
    seitdem nur noch ein einziges Mal mit der Bahn gefahren, und zwar hiermit:
    http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCgensche_Kleinbahn

  122. @ Nepomuk: von Mitreisenden,...
    @ Nepomuk: von Mitreisenden, Luft, Regen, dem Weg: von Allem halt. Hat aber auch seinen Vorteil – von den Flüchen der anderen (Vorsicht Rücksicht Umsicht wird in StVO 1 verlangt denn auch Sonntagsfahrer wie icke dürfen Autofahren).
    .
    Tja früher fuhren ältere Damen mit Dutt aufrechtsitzend im Nachtzug zu ihren Enkelinnen ins Erzgebirge.
    Früher starben auch Bischöfe a.D. (oder i.R.?) (ev.) im Omnibus. Früher soffen sich weder die Klempnerlehrlinge noch die Gymnasiasten auf dem ehemaligen Treffen der Grundschule, welches sowieso bei den Eltern eines Kameraden stattfand, die Hucke blau. Früher dachte ich auch die Leute mit den tränenden Augen hätten Heuschnupfen.

  123. Don Carlos (13.30 Uhr), hö...
    Don Carlos (13.30 Uhr), hö hö.

  124. Ja, die schoenen alten...
    Ja, die schoenen alten Bahnhoefe. Wie zeitlos sie damals waren.
    (Heute ist uebrigens der „Tag der Deutschen Volkspolizei“)
    .
    http://www.fotos-hochladen.net/uploads/wernigerodeha2esz6bnkqp.jpg
    (Luftkurort Wernigerode im Harz)

  125. Der psychische Komfort eines...
    Der psychische Komfort eines Computerspiels, pure Regression.
    Die Illusion des Reisens kombiniert mit der Bequemlichkeit des Zuhausebleibens.
    .
    Wirklich luxuriös wäre es, im eleganten Anzug rucksacklos Anhalter zu reisen, nur mit Kreditkarte und Händi.

  126. @H. Vonderinsel

    Die...
    @H. Vonderinsel
    Die Subventionen, die die Bahn bekommt, sind deutlich größer. Wenn man alle Subventionen streichen würde, wäre der Hochgeschwindigkeitsverkehr auf der Schiene in Deutschland genauso tot wie in den USA. Das hört sich hart an, ist aber defakto so. Man kann gerne darüber diskutieren, ob das Geld für die Bahn gerechtfertigt ist (kann man gerne so sehen …), aber so zu tun, als wäre der Flugverkehr nur aufgrund von Subventionen wettbewerbsfähig, ist grundfalsch. Klar, ohne Subventionen gäbe es Flughäfen wie Weeze, Hahn oder Lübeck nicht, aber dann würden die Leute halt für 10 Euro mehr in Frakfurt, Düsseldorf oder Hamburg fliegen.
    @bertholdIV
    Es gibt da diverse Rechnungen und wie alle Berechnungen in dem Bereich, kann ich da jedes beliebige Ergebnis finden (da wird halt nicht ergebnisoffen „geforscht“, da stecken immer Politik und Ideologie und Interessen hinter) … Ein ICE ist einem Flugzeug überlegen, wenn beide zu 100% gefüllt sind. Da ICEs aber eine deutlich geringere Auslastung haben, kippt dieses Ergebnis aber schon. Und dann habe ich den CO2 Verbrauch für den Bau der Strecke noch gar nicht berücksichtigt. Das ist nämlich eigentlich auch nicht zu vernachlässigen (Tunnel, Brücken, Erdbewegungen, Gleisbett aus Beton, …).

  127. zu 16:25, ...und die Koffer...
    zu 16:25, …und die Koffer schicken wir schon mal mit der Bahn voraus.

  128. Nein, Tempo 100 geht nicht....
    Nein, Tempo 100 geht nicht. Wirklich nicht.

  129. Naja, vielleicht 100 für...
    Naja, vielleicht 100 für Benziner und 160 für Elektrofahrzeuge?

  130. @filou 16:15:
    Kennen die...

    @filou 16:15:
    Kennen die Parkschützer dieses oeko-politisch korrekte Economy-Modell schon? Das wäre doch etwas für Stuttgart!
    .
    @egghat 16:37:
    Und wie kommen die Flugreisenden nach Frankfurt, Düsseldorf oder Hamburg, wenn sie nicht gerade dort wohnen? Und die in dreifach verglasten Wohnungen gekapselten Flughafenanwohner sehen Ihre Umweltbilanz vermutlich auch anders.

  131. @egghat, Nachtrag:
    Wenn die...

    @egghat, Nachtrag:
    Wenn die Admiräle* sogar auf dem Gang der 2. Klasse zwischen Rucksäcken stehen müssen, kann es mit der ICE-Auslastung so schlimm nicht sein (Don Carlos 13:30). Ich fürchte, hier werden die Modelle auch stresstestartig zurechtgebogen. Und reden wir doch mal über die Airbus-Subventionen für das fliegende Gerät …
    .
    *Die sollten doch eigentlich schippern!

  132. <p>... selten so ein dummes...
    … selten so ein dummes Zeug gelesen (post und Kommentare) – natuerlich ist die DB ein shithole, trotzdem moechte ich die ganzen Pendler die jeden Tag morgens und abends im Zug (RE liebe blogheimer, RE sage ich nur … ) sitzen nicht auf der Strasse – jeder in der eigenen Karre – sehen. Die DB und ihre Benutzung ist einfach Realitaet – die verbessert werden sollte – aber alles andere hier ist nur das uebliche FazBlogGebrabbel, sinnvolle Vorschlaege oder ernsthafte Betrachtungen sind nicht dabei … ja, ja ich weiss nur „Geplauder“ … eben.

  133. @JR 17:39, das wird denen viel...
    @JR 17:39, das wird denen viel zu fortschrittlich sein. Das Ideal ist Pissrinne (geteert) und Donnerbalken (zum Abwischen die taz).

  134. Solange die Admiräle nicht...
    Solange die Admiräle nicht auf dem Boden am Eingang schlafen müssen…
    Fuhr mal mit dem Nachtzug (Sonntag auf Montag) von Lyon nach Strassburg. Franzosen wissen, dass der alle Kasernen abklappert und nur Berlinern (damals) war nicht klar, dass das der Zug war, mit dem man zu Dienstantritt gerade noch rechtzeitig kam. Bis Besançon haben wir gestanden wie sonst im ÖPNV zur Stosszeit.
    Der Zug mit dem ich Freitag am späten Nachmittag nach Lyon gefahren war brauche ich wohl nicht zu beschreiben? Seit Ende der Wehrpflicht muss es in der Bahn doch ruhiger zugehen.

  135. HM555 01. Juli 2011, 16:25:...
    HM555 01. Juli 2011, 16:25: das sollte man einrahmen. Beides. Zum zweiten: so änliche Anhalter hab ich mal erlebt. Ein mittelaltes englisches Pärchen, konservativ gut gekleidet, er im Anzug, sie mit Rock, kleinformatigen Lederkoffer und Handtasche dabei. Nichts weiter. Sie sagten, sie sparten sich halt die Kosten für Zug oder Auto und gäben ihr Geld lieber für ein Hotel aus. Sie standen nicht lange und wurden prompt von einem größeren Auto mit englischer Nummer mitgenommen.

  136. @Don 17:31: Das wäre...
    @Don 17:31: Das wäre eigentlich gar kein schlechter Anreiz, um den Verkauf von Elektromobilen anzukurbeln!

  137. Den Rhein runter im Reingold?...
    Den Rhein runter im Reingold? So wie anno 1968? Mein Gott wie langweilg – und auch als rückwärts gewandte selbsttische Strukturphantasie eher für heutige Verhältnisse stark beschränkt, weil gealtert und km-mässig zu kurz meinen wir. Verbesserungsfähig.
    .
    Und es gibt die viel snobistischere Variante fürs heute – man muß nur jung genug sein, sie zu sehen, und locker genug, sie auch leben zu können.
    .
    Auch „Transkontinentale Netze“ also Vorträge á la Späth 1992-1998 sind gestern, sind überholt:
    .
    Man fahre mal, eben als real-life-experiment gleich morgen mit einem voll beladenen 40Tonner durch Bonn und Godesberg die Bundesstrasse den Rhein runter, lasse sich solcherart chauffieren – kann ja leicht geschehen: Sofort und unmittelbar wird man den Eindruck haben: Diese Republik ist für Gegenwart und Zukunft zu eng. Häßlich und politisch unkorrekt ausgedrückt: Die gestrige Realität der Bonner Republikmit ihrer Enge liegt dann schon fast da „wie ein Kadaver außerhalb“.
    .
    „Transkontinentale Netze“ – das ist 20 Jahre altes „Geschwätze“, welches heute bereits alte Realität ist: „Von Madrid bis Warschau“ das war ml Vision – heute fährt sich das leicht und wie nebenbei – ist keine Anstrengung.
    .
    Auch daher tun neue junge Visionen so Not: Von Kairo bis Marrakesch ein zusätzlicher, neuer, zusammenhängender,einheitlicher Wirtschaftsraum. Und von Marrakesch bis Ankara – und von Ankara bis Casablanca locker gerollt, oder gerollt gelassen auf einer Autobahn. Und klar mit jeder aller Zeit für Pausen … .
    .
    Sonst wäre man nicht unabhängig – sonst wäre man nicht auf Höhe der Zeit… ?

  138. @egghat, JR
    die...

    @egghat, JR
    die besetzungszahlen sind wirklich schlecht, da ist das argument mit dem auf dem gang stehen ja auch kein gegenargument. wenn ich die leute im ice stehen lasse, kann ich sie im flugzeug auch stehen lassen? ab und zu wirft die bahn ja leute wegen überbestzung raus. also mit dieser überbestzung darf man m.e. nicht rechnen, auch wenn es die bahn m.e. tut.
    die besetzungszahl geht m.e. runter alleine deswegen, da mit dem gleichen ice verschieden große städte zu verschiedenen uhrzeiten mit der gleichen garnitur angefahren werden. das passiert halt so mit dem flugzeug nicht. da fliegt z.b. eine andere flugzeuggröße zwischen fra-ny als zwischen fra-linz. ich kenne kein physikalisches oder technisches system, dass unter diesen parameter (ungleichverteilung der befüll-auslassstationen bei gleichbleibender gefäßgröße) auf einen vernünftigen füllgrad kommt, aber ice fahren ist ökologischer auch wenn, wie oft erlebt, z.b. der ice wien-fra zwischen wels und nürnberg einen besetzunggrad zwischen 5 und 40 % hat….
    die bahn argumentiert halt bei diesem ice z.b. mit der besetzung zwischen würzburg und fra und zwischen wie und linz, die wirklich hoch ist, halt leider nur für ca. 1/7 und ca. 1/4 der strecke.
    wenn sie dann eienn ice zwischen münchen und hamburg nehmen könenn sie sich die analogen streckenteile ja leicht raussuchen

  139. @Tiger: ok, das (mutmaßlich...
    @Tiger: ok, das (mutmaßlich wandernde) Dunkelfeld im Auge zu behalten bzw. ein wenig zu beleuchten wäre wohl schon im öffentlichen Interesse. Anhaltspunktgewinnung wird noch so einigermaßen gehen, da viele Menschen irgendwann mal aus dem Nähkästchen plaudern (viele auch nicht), aber Informantenschutz kann keiner gegeben werden und Verifizierung ist extrem schwierig. Weswegen das Allermeiste im Bereich Graudaten bleiben wird. Und je mehr eine ihre Interessen verfolgende Partei merkt, daß sie durchleuchtet werden soll, desto mehr läßt sie die Vorhänge runter. Mal ganz abgesehen von den Märchenerzählern, Hysterikern und Wichtigtuern, die einem dann auf den Pelz rücken und die man erstmal durchschauen muß, kommen diverse politische Reaktionen dann recht heftig. Denk ich mir mal so.

  140. Wobei z.B. die Bandbreite...
    Wobei z.B. die Bandbreite regierungsamtlichen Handelns immer noch so immens breit ist:
    .
    Hier: „Minister Ramsauer tut ersten Spatenstich“. Nach 40 Jahren und für 27 Millionen wird es irgendwann in Jahren 2,9 KM neue Strasse geben. http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Ramsauer-macht-ersten-Spatenstich-fuer-Ortsumgehung;art2814,3823062
    .
    Und „die Generation Pensionär“ war reichlich bei der Eröffnung vertreten, saß ausdauernd und breit im hellen, weißen Festzelt, wirklich sehr nett, aß und trank, unerhielt sich gut, war bester Stimmung und sehr behaglich: Nichts störte, gar nichts. Was evtl. noch auffiel: Im ganzen großen Zelt nicht ein Stück Elektronik. Keine filmische Präsentation, kein Handy, kein Laptop, kein PDA, kein Handheld, kein nichts. („brauchen wir alles nicht, wir doch nicht!“sozusagen.) Eine gedruckte, maßstäbliche Karte auf einem Aufsteller: Anfangs alles symphatisch, dann, man glaubt es kaum, doch bloß noch nervend, weil gestrig und irgendwie eben doch nur dumm und selbstgefällig überholt.
    .
    Es gibt eben so viele Stützen überall (und die alten Stützen sind nun mal die wertvollsten, gar keine Frage, wir wollen sie pflegen).
    .
    Und gleichzeitig Frau Dr. Merkel in Berlin, eben wirklich genau gleichzeitig: „Die Beziehungen Deutschlands zur VR China sind strategischer Natur“(man wusste es schon, aber …) – und 10 Milliarden neue Aufträge. Wie bekannt http://www.youtube.com/watch?v=PA_JMs_Jf4c

  141. Vermutlich ziele ich knapp an...
    Vermutlich ziele ich knapp an der Intention des Beitrags vorbei, aber ich möchte trotzdem etwas dazu sagen. Vermutlich bin ich der einzige regelmäßige ÖPNV- und Bahnbenutzer in diesen heiligen Hallen seitdem Frau Diener in jenem denkwürdigen Jahr in Fahrt kam:
    http://gig.antville.org/stories/1718039/
    Also spreche ich mir einige Sachkenntnis zu. Nun ist unsere sächsische Provinz weder Frankfurt noch Hamburg oder München. Insofern können meine Erfahrungen nicht repräsentativ sein. Denn sie sind ganz überwiegend positiv. Freilich ist auch Wermut im Wein. Wenn unser hiesiges Flüßchen (was bei 78 cm Normalpegel nicht schwer ist) Hochwasser führt, dann muß ich einen beträchtlichen Umweg in Kauf nehmen. Es gibt unfreundliche Busfahrer, aber es gibt auch Verkehrsgenies, die pünktlicher sind als eine Funkuhr. Als Autofahrer müßte ich allerlei Malaisen erleiden, die mir mein Benz-Chauffeur jeden Morgen abnimmt. Dazu kommt, daß ich auf der Hinfahrt morgens immer die FAZ zu lesen schaffe und auf dem Rückweg 50 Romanseiten. Ein Autofahrer hat es in dieser Zeit höchstens auf 50 Flüche geschafft. Und die Bahn? Teuer, das ja. Aber ich brauche sie nicht täglich. In drei Stunden in Hamburg? Keine Hürde. In vier Stunden in Frankfurt? Als ich zur letzten Buchmesse dorthin fuhr, habe ich weniger Zeit zum Lesen Herders Reisebriefen gebraucht, als Herder für die Strecke von Eisenach nach Fulda nötig hatte. Wie auch immer, die Vor- und Nachteile des öffentlichen wie des privaten Reisens lassen sich vielfältig abwägen. Ich habe meine Entscheidung getroffen. Aber nie, nie, nie würde ich diese Entscheidung treffen, weil irgendein paar Ideologen meinen, ich müsse dies zur Rettung von Mutter Erde tun. Diese Ideologen sind mir alle suspekt. Und es ist dabei egal, ob sie die Rettung der Menschheit vom gelben Fleck oder der gelben Tonne abhängig machen zu können glauben. Die Ideologie ist es, die sie gefährlich macht.

  142. Ja das stimmt, auch "die...
    Ja das stimmt, auch „die konservative Generation gestern“ kann heute sehr selbstzufrieden sein.
    .
    Und das Deutsche Volk ist allerdings höchstwahrscheinlich am Ende sinnvollerweise in Summe doch mehr als bloß „Arbeitsstelle plus Loveparade“.
    .
    Und auch eine Deutsche Politik nach Art brillianter Angelsachsen bleibt allgemein auch weiterhin unvorstellbar. (Welcher deutsche Zug womöglich die letzten Jahrzehnte auch noch versäumt wurde.)
    .
    Mehdorns Lichtgeschwindigkeit? „Schienenbegleiter Stillstand“ serviert mit Vmax – falls es nicht wg. Tunnel gerade dunkel ist.
    .
    Und an Stelle des „Großen Lauschangriffs“ mache ich neuerdings viel lieber öfter und einmal mehr den „Kleinen Flüsterrückzug“. (Auch per Bahn.)
    .
    Wobei „die Generation Un-@“ (also „nicht-@“) auch bei den Grünen vertreten sein kann: „Schuhmöbel? Da wohnen doch meine Füße drin!“ (… allerdings tatsächlich eher etwas statisch – wer muss aber noch gehen, ab einem gewissen Alter? Wo man sich doch auch vielkomfortabler (und klüger!) tragen lassen kann…? Oder in die Erste Klasse rollen lassen kann? Wirkliche Intelligenz schont auch noch die Sohlen … !
    .
    Eine gewisse instinktive Übereinstimmung mit den eigenen Trieben war allerdings auch für uns Westviertel und im Kloster schon immer von Vorteil.
    .
    A propos Italien heute: Ist das nicht „der kranke Mann im Tiber“?
    .
    (Zu guter Letzt: Frühe Erinnerungen ans Prekariat sahen wohl häufig so aus: http://www.youtube.com/watch?v=59wyewC_dfE)

  143. @Nepomuk
    Nein, nicht ohne...

    @Nepomuk
    Nein, nicht ohne betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Ein Bentley, der aus den 60ern ist (wo es also noch gute am Markt gibt) und dessen Restaurierung nach Aufdecken eines alten zurechtgepfuschten Unfallschadens (ich hab auf der Autobahn bei Tempo einen Reifenplatzer damit gehabt, ganz gut überstanden, also lenken und bremsen kann ich…) mehr kosten würde als ein „zweier“ nach classic data Liste zu kaufen, der wird verschrottet.

  144. Fritz 30. Juni 2011, 20:05 ...
    Fritz 30. Juni 2011, 20:05 JR
    Hannes Wader? Tankerkönig? Lebt der noch?
    Hab noch ein bißchen zurückgelesen
    Diese Liedermacher gingen mir zu dieser Zeit tierisch auf die Nerven
    Hab zu dieser Zeit King Crimson gehört
    Kennt die hier eigentlich jemand in diesem Blog?

  145. @icke: ja, so war das damals...
    @icke: ja, so war das damals wohl… heute dürfte um diese Zeit in Zug und Flug die Rollkofferfraktion unterwegs sein.

  146. Heute auf der Autobahn einen...
    Heute auf der Autobahn einen Silver Shadow von ca. 1970 gesehen, engl. Kennzeichen, auf dem Weg nach Süden. Was richtig auffällig war: Wie klein der Wagen ist.
    .
    Nach heutigen Masstäben eben: Die aktuellen Passat Kombi (igitt), Ford S-Max usw. direkt dahinter und daneben optisch ungefähr genauso groß, ein Q7 viel größer. Schade halt. Aber so ist das, Masstäbe und Ansprüche wachsen und gestrige Größe wirkt schnell klein. (Warum auch die heutigen Rolls noch größer sind: http://www.auto-types.com/images/_autonews/Rolls_Royce_Phantom_1_163982515.jpg)

  147. prince Matecki, da bin ich...
    prince Matecki, da bin ich aber froh, dass nichts passiert ist. Lassen Sie besser die Finger von getürkten Bentleys, schon um hier heile kommentieren zu können.

  148. @ alle: gibts irgendwo eine...
    @ alle: gibts irgendwo eine zufriedenstellende Bahnstrecke? Da würde ich gern mal ganz andere, ganz neue, gute Erfahrungen mit der Bahn sammeln. (Wäre noch reizvoller als der Besuch in einer Koranschule, die Toleranz lehrt.)
    .
    Mein Hit bei der Bahn ist: „Verspätung wegen Verzögerungen im Betriebsablauf“ („Verzögerungen im Betriebsablauf“ ist die Definition des Begriffs „Verspätung“, die Standardausrede der Bahn heisst übersetzt also: „Verspätung wegen Verspätungen“.) Einfach klasse, wie dieses „Unternehmen“ seine Beförderungsfälle vereimert.

  149. @colorcraze (01. Juli 2011,...
    @colorcraze (01. Juli 2011, 18:59)? Diese Geschichte, die mit dem britischen Paerchen, kenne ich auch.
    Pepe Dankquart und der aufgefressene Fahrschein…

  150. @colorcraze – was Sie unter...
    @colorcraze – was Sie unter ‘denk ich mal so’ beschreiben, habe ich mir auch des Längeren durch den Kopf gehen lassen. Der entscheidende Punkt ist, dass man so eine Datenbank nicht als Wiki-projekt aufziehen kann, sondern die Parteien einbeziehen muss, die mit Atomwaffen direkt zu tun haben, also ganz offiziell vorgehen muss.
    .
    Es gibt Probleme, die brennen vielen Leuten unter den Fingern, aber sie können sie nicht lösen, weil sie dazu nicht in der Position sind und/oder darüber hinaus keine Lösung kennen. Das Atomwaffenproblem gehört zu dieser Kategorie. Meine Erfahrung ist, wenn in solch einer Situation jemand kommt und einen praktikablen Vorschlag macht, machen die meisten mit. Ich glaube, die ersten 80% der Daten werden freiwillig herausgegeben, so sie nicht schon semi-offiziell bekannt sind. Die anderen werden unter dem Druck derjenigen ans Licht befördert werden, die die ersten 80% der Waffen besitzen.
    .
    Allerdings ist eine komplette Erfassung nur der erste, allerdings ein notwendiger Schritt auf dem Weg, all nukleare Waffen zu beseitigen. Der nächste ist, für jede einzelne Bombe festzulegen, zu welchem Termin sie (1) von wem (2) unter welcher Aufsicht und (3) auf welche Weise zerstört werden soll.
    .
    (In Praxis werden nicht nur Bomben erfasst werden müssen, sondern auch damit zusammenhängendes Material und Geräte.)
    .
    Wenn sich alle Parteien auf diese Details geeinigt haben, ist der Rest Durchführung. Meiner Erfahrung nach ist Durchführung ‘normal work‘, wenn der dazugehörende Vertrag lückenlos und unmissverständlich ist.
    .
    Die Datenbank hat zwei Funktionen. Zuerst dient sie zur Aufklärung. Denn nur wenn die Bevölkerung dahinter steht, lässt sich eine Demontage der Kernwaffen durchführen. Zweitens wird sie die detaillierte Spezifikation eines internationalen Vertrages.
    .
    It is easily said, but difficult to do!

  151. Über Don Aphonso ist Ruh
    in...

    Über Don Aphonso ist Ruh
    in seinem Bloggen spürest du
    kaum einen Hauch.
    Warte nur balde
    wird das hier Brauch.

  152. Es gibt zu wenig Nachtzüge...
    Es gibt zu wenig Nachtzüge mit Liegewagen in Europa.
    Da fährt man zum Preis vom Billigflieger über Nacht von Berlin nach Paris, spart sich den Flughafenstreß (man fährt von Stadtzentrum zu Stadtzentrum) und außerdem eine Nacht im Hotel.

  153. In einem anderen Bereich...
    In einem anderen Bereich meines Lebens geht es gerade so rund, dass ich gestern nicht mal dazu kam, was für mein eigenes Blog zu schreiben. Das wird wieder anders, aber im Moment bin ich einfach nicht Herr über meine Zeit.

  154. @Schiller – Goethe zu...
    @Schiller – Goethe zu plagiieren, gehört sich eigentlich nicht für einen Klassiker. Warum zitieren Sie nicht aus ihrem eigenen Repertoire?
    Wie wäre es zum Beispiel mit:
    .
    Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
    Damon, den Dolch im Gewande:
    …..
    „Mich, Henker“, ruft er, „erwürget!
    Da bin ich, für den er gebürget!“
    .
    Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
    In den Armen liegen sich beide
    Und weinen vor Schmerzen und Freude.
    Da sieht man kein Augen tränenleer,
    Und zum Könige bringt man die Wundermär‘;
    Der fühlt ein menschliches Rühren,
    Läßt schnell vor den Thron sie führen,
    .
    Und blicket sie lange verwundert an.
    Drauf spricht er: „Es ist euch gelungen,
    Ihr habt das Herz mir bezwungen;
    Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn –
    So nehmet auch mich zum Genossen an:
    Ich sei, gewährt mir die Bitte,
    In eurem Bunde der dritte!“

  155. @ DA: "Don Alphonso: In einem...
    @ DA: „Don Alphonso: In einem anderen Bereich meines Lebens geht es gerade so rund, dass ich gestern nicht mal dazu kam, was für mein eigenes Blog zu schreiben.“
    *
    Don, Du benimmst Dich wie ein Teenager! Nicht nur, dass Bahn, Grüne etc. keine „Stützen der Gesellschaft“ sind, über die man nicht diskutieren kann. Nein, Du kündigst auch noch geheimnisvoll von Dingen, die Du nicht erzählen willst…

  156. Es is wias is, sagt man in...
    Es is wias is, sagt man in Bayern. Wenn es geht, rede ich mit, wenn nicht, dann schalte ich nur frei.

  157. Don Alphonso: "Es is wias is,...
    Don Alphonso: „Es is wias is, sagt man in Bayern. Wenn es geht, rede ich mit, wenn nicht, dann schalte ich nur frei.“
    *
    Aufmerksamkeitsökonomie? – Das ist die erste Form der Unfreiheit, mein guter Don! Ab auf die Couch… :-)

  158. @bertholdIV, - 01. Juli 2011,...
    @bertholdIV, – 01. Juli 2011, 19:50 (ICE-Besetzungszahlen usw.):
    Die Ausweitung des Flugverkehrs so inner-mitteleuropäisch sehe ich nicht, die Flughäfen sind ja schon jetzt mit ihrer Kapazität „am Poller“. Erweiterungen führen zu Bürgeraktionen im Sinne S21, denken Sie an die plötzlich veränderten Flugschneisen jetzt in Berlin. Und was Verspätungen der Flieger angeht, dagegen ist die Bahn ein Weisenknabe, auch wenn wie isländische Vulkane einmal außen vor lassen. Vom Komfort her: allein schon das Abgrabbeln und die Teilentkleidung (Schuhe!) bei der Sicherheitskontrolle reicht mir. Dann die anschließende Einschränkung meiner Bewegungsfreiheit, da lobe ich mir das freie Herumwandern auf einem Bahnhof. Denke ich an die engen Flieger, habe ich Phantomschmerzen im Nacken, so wg. abgenicktem Kopf beim Aufstehen und Hinsetzen. Dann die sehr enge Tuchfühlung zum Nachbarn und das Zusammenwürfeln in den labbrigen Gepäckfächern über Kopf. Dagegen empfinde ich eine Zugreise fast schon als Wellness-Veranstaltung.
    Der von Ihnen angesprochene „Punkt zu Punkt“-Vorteil, den Flieger im Gegensatz zur Bahn mit ihre Zügen hat: hier könnten die bei uns per Gesetz noch unterdrückten Fernbus-Linien Abhilfe schaffen. Ökologisch sinnvoller als Individual-PKW, nur mit der Reisegeschwindigkeit hapert es natürlich.

  159. @Filou - 01. Juli 2011,...
    @Filou – 01. Juli 2011, 18:25:
    Quel argot! Et toujours devant les enfants!
    .
    Generell zur Sprache:
    Sie hätten jüngst nicht so barsch Herrn Wimmerl d.Ä. hier vertreiben sollen. Wo doch die Bayrische Staatsregierung solchen Wert darauf legt, dass die Beweglichkeit ihrer Einwohner in der Fläche uneingeschränkt erhalten bleibt. Da wären die Ein- und Ansichten eines bodenständigen Ökonomen hier zum aktuellen Thema interessant. Dialekte sind annerkannter Bestandteil der deutschen Literatur, denken Sie an das Schlesische bei Hauptmann, an Ludwig Thoma und an Franz Xaver Kroetz.

  160. The Therapist: Wie war ihre...
    The Therapist: Wie war ihre letzte Woche?
    *
    Don Alphonso: Wie… meine letzte Woche… Ich habe einen pseudointellektuellen Blogartikel über die Bahn und die Grünen abgeliefert, den ich „Bahnfukushima“ genannt habe.
    *
    The Therapist: Nicht sehr originell
    *
    Don Alphonso: Ich weiß. Aber es war die einzige Möglichkeit, die Kommentatoren daran zu hindern, mich zuzudichten.
    *
    The Therapist: Ich habe es gelesen. Eine schreckliche Zumutung für ihre Silberkannen…
    *
    Don Alphonso: Ja, die haben gelitten. Ich habe die brüllend durch den Raum geschleudert…!
    *
    The Therapist: Das ist ein Ausdruck ihrer Emotionalität. Doch was haben Sie noch getan? Haben Sie jemanden kennengelernt? Sind Sie Auto gefahren?
    *
    Don Alphonso: Sie wollen wieder wissen, ob ich Individualverkehr hatte?
    *
    The Therapist: Möchten Sie über Individualverkehr reden?
    *
    Don Alphonso: Ich bin eine Kunstfigur ohne Unterleib!
    *
    The Therapist: Ja, das sagten Sie bereits…
    *
    (Eine Wespe verfängt sich im Ventilator und wird laut hörbar geschreddert.)
    *
    The Therapist: Und was heißt das?
    *
    Don Alphonso: Dass ich mich auf dieses Niveau nicht herablassen werde!
    *
    The Therapist: Könnte es nicht eher so sein, dass sie ihre Gefühle rigoros trennen möchten von den intellektuellen Höhenflügen?
    *
    Don Alphonso: Was soll das?
    *
    The Therapist: Ich meine, so eine Art sebstgewollter Persönlichkeitsspaltung in der Hoffnung, sich ihren Trieben nicht völlig auszuliefern?
    *
    Don Alphonso: Das geht niemanden etwas an. Mein Vater… ähm … meine Mutter … ähm, ach Scheiß drauf: Ich möchte über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens reden: Über die Bahn, die Grünen und darüber, dass ich unabkömmlich bin!
    *
    The Therapist: Verstehe! Aber ich glaube nicht, dass jemand unabkömmlich ist!
    *
    Don Alphonso: Das denken Sie, weil Sie sich mit dem Begriff der ‚Unabkömmlichkeit‘ nie wirklich befasst haben, Sie ‚Nichtstütze der Gesellschaft‘!
    *
    … usw. usf. …

  161. Lieber HansMeier555,
    "Es gibt...

    Lieber HansMeier555,
    „Es gibt zu wenig Nachtzüge mit Liegewagen in Europa.“
    .
    Wer mal mit einem war, der Ost-Gleise befährt, weiß warum. Nirgends macht man nachts so wenig ein Auge zu. Kurz vor seekrank.

  162. @Schiller – Goethe hat da...
    @Schiller – Goethe hat da noch etwas ganz besonderes – extra für Sie geschrieben:
    .
    ‘Wer nie sein Brot mit Tränen aß,
    Wer nie die kummervollen Nächte
    Auf seinem Bette weinend saß,
    Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte.
    .
    Ihr führt ins Leben uns hinein,
    Ihr lasst den Armen schuldig werden,
    Dann überlasst ihr ihn der Pein,
    Denn alle Schuld rächt sich auf Erden.’

  163. @ Mehdorn***
    Dass es keinen...

    @ Mehdorn***
    Dass es keinen mobilen Autoverkehr mehr geben kann, sondern nur einen „immobilen“, würden die DB-Pendler alle auf die Straße, die Binse haben glaube ich alle Leser und Kommentatoren hier begriffen. Und diskutieren sie auch nicht groß, wozu. Nur Sie vermutlich nicht.

  164. Wayne’s interessiert: Das...
    Wayne’s interessiert: Das gestrige Wecker/Wader-Konzert war wie befürchtet, Kirchentag für PDS-Wähler. Derzeit keine Kaufempfehlung.
    „Erst wird Geld für diese scheiß Prinzenhochzeit ausgegeben, jetzt will das internationale Finanzmonopol den Griechen ihre sozialen Errungenschaften wegnehmen.“ (Könnte fast von HansMeier sein.)
    Der ungewaschene Teil der Altlinken rief mit halb aus der Jeans heraushängendem Podex „wunderbar!“ und „juhuu!“. Einigen Jüngeren sah man an, dass sie Bahnhof verstehen.
    Die Band musikalisch irgendwo zwischen Truckstop und toter Maus. (Wader allein wäre erträglich gewesen, Hörspiel mit Musik.)
    Am meisten Stil hatte der Toilettenmann, ein Wiedergänger von Rudolph Moshammer.

  165. "Niemand nimmt Euch Euro...
    „Niemand nimmt Euch Euro Freiheit, Ihr müsst keinen Schaffner und keine Mitreisenden ertragen, es zwingt Euch keiner in einen Reiseplan mit Unsteigen und Warten, aber Alternativen zu Benzin sind nötig, und die suchen wir nach Euren Bedürfnissen, und mit modernen Verkehrskonzepten brauchen wir auch nicht mehr Strassen“ – diese Antwort würde gefallen.‘
    .
    Ungefähr so mag das Neusprech der Neuwirtschaft auch geklungen haben, entmaterialisiert, der Traum vom hardwarelosen Reichtum.
    .
    Ich stelle mir das so vor, dass man mit dem Pferd durch irgendeine europäische Parklandschaft reitet (Toskana, Oberschwaben, etc.), irgendwann Appetit bekommt, eine Händinummer wählt, seine Kreditkartennummer nennt und schon 15 Minuten später landet ein Hubschraubergeschwader, dem ein Dutzend livrierte Bediente mit weißen Handschuhen entspringen und einem eben dort, mitten in der Natur, exquisite Speisen auftragen und was nettes dazu musizieren…

  166. @Savall 01. Juli 2011,...
    @Savall 01. Juli 2011, 20:48
    Mitnichten werter Savall, mitnichten. Ich wohne im Norden Hamburgs und fahre deshalb die 20 km mit der S-Bahn zum Büro, im Sommer mitunter auch mit dem Rad. Beide Varianten sind schneller, als die mit dem Automobil, bei letzterer käme auch noch die Parkplatzsuche dazu.
    Für Dienstreisen nutze ich lieber die Bahn als den Dienstwagen, da ich dann noch arbeiten kann oder lesen, musikhören etc. kann. Und im Gegengensatz zu einer Fahrt über Alpenpässe, ist das im-Stau-stehen auf Deutschen Autobahnen eine wenig erfreuliche Angelegenheit.

  167. Liebe icke, wie geht das: Ich...
    Liebe icke, wie geht das: Ich komme aus Koeln mit dem Thalys am Gars du Nord an und moechte weiter nach Avignon, muss ich dann mit meiner Bagage quer durch die Stadt (Gars de Lyon)?
    Und wie macht man das? Metro? Taxi? Gepaeck klauen lassen und gemuetlich zu Fuss?
    Kein Ahnung, ist noch nie vorgekommen.

  168. Zu Don, 08:07: Die Tour de...
    Zu Don, 08:07: Die Tour de France hat angefangen. Da rastet jeder Radfahrer aus. Und überprüft seinen Medizinbeutel…

  169. Was Züge angeht: Ich bin...
    Was Züge angeht: Ich bin früher oft mit dem Zug nach München und zurück gefahren und habe dabei im Sommer das Rad zu schätzen gelernt. Das waren zwar zusätzlich 185 Kilometer pro Woche, aber wenn das Wetter es irgendwie zugelassen hat, bin ich mit Gepäck hin und zurück. Einfach schon, um nicht im Zug sitzen zu müssen. Generell mag ich keine Menschenmassen, und Fremden bringe ich kein Interesse entgegen, so wie ich auch niemanden interessieren möchte, wenn ich privat bin. Wie ich das eben im Zug bin. Andere schwärmen von den vielen Menschen, die man dort kennenlernt: Mir ist das egal. Wenn es Sinn macht, benutze ich auch heute die Bahn. Die Bsyerische Oberlandbahn zwischen dem Tegernsee und München ist sogar eine echte Alternative zu Auto, weil man sich Parkplatzsorgen in München spart und dort auch die meisten Museen und Theater schnell erreicht. Trotzdem mache ich alles bis 10 Kilometer mit dem Rad,m wenn das Wetter es zulässt, und ich fahre gerne Auto. Was ich nicht so gerne mag, ist die Bahn als kostentrrächtige Monopolfirma.

  170. Und wer nur allein oder zu...
    Und wer nur allein oder zu zweit reist, müsste sich wirklich blöd anstellen, um irgendwo nicht hinzukommen.
    .
    Was Verkehrsprobleme überhaupt sind, erfährt man erst ab dem dritten Kind, bzw. wenn es darum geht, die nicht mehr selbst autofahrende Verwandtschaft irgendwohin zu organisieren.

  171. @Der Tiger 02. Juli 2011,...
    @Der Tiger 02. Juli 2011, 00:00
    *
    Werter Tiger,
    Eine gute Idee, und ich hoffe, dass es Ihnen gelingt, sie in der Zukunft umzusetzen. Wenn ich jedoch an die Tonnen von Munition denke, die in Nord- und Ostsee ungestört vor sich hin rosten, ohne dass jemand etwas unternimmt, dann habe ich da leider wenig Hoffnung.
    Dabei haben wir im Falle der Ostsee nicht nur Explosives sondern auch 65 000 Tonnen chemischer Kampfstoffe, wie Senfgas, Tabun, Zyklon B und Sarin im Angebot. Das wird bestimmt noch lustig!

  172. "DEUTSCHE BEAMERbahn" mit...
    „DEUTSCHE BEAMERbahn“ mit Zugleiter Scotty.
    .
    Schwupp!

  173. Mit dem Rad zur Arbeit ...
    ...

    Mit dem Rad zur Arbeit …
    Bin ich eigentlich der einzige hier, der dabei ins schwitzen kommt? Der Aufwand mit Dusche (nicht da) und Wechselklamotten, ich weiß nicht …

  174. Knapp 20 Jahre nach der...
    Knapp 20 Jahre nach der Überführung der Bahn in ein privatrechtliches Unternehmen sind Rad und Schiene immer noch nicht getrennt, bzw. es gibt immer noch keinen fairen Marktzugang für Konkurrenten.
    Beim Strom soll es ja ähnlich sein.
    .
    Der Feudalismus ist eben stärker als alle kommunistisch-demokratisch-marktwirtschaftliche Philosophie und setzt sich am Ende von alleine durch. Grüne Ochsen und Esel werden ihn nicht aufhalten.

  175. Hier: Sucher über...
    Hier: Sucher über Textproduktion und Biographie (am Beispiel R. M. Rilkes)
    .
    Es handelt sich um eine Meinung, nicht Wahrheit, wir schätzen sie aber als Meinung. Auch Wertungen wie „quälende Ortlosigkeit“ können so sein, müssen aber nicht. Auch könnte man meinen, diese relative Ungebundenheit war Rilkes Eigentliches, so erst war er angekommen, als ständiger Gast bei anderen (was ja durchaus nicht unverpflichtet ist, eher das Gegenteil) – konnte sich ganz banal auf sich und die produktive Stimme in sich möglicherweise besser konzentrieren, als gebunden und gefordert durch „Hausstandssorgen“.
    .
    Ein interessanter, intelligenter Text, welchen zu kennen lohnt, finden wir immerhin.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=hNwosWkPhm4
    .
    (Und der Schlussatz wirkt, so gestellt, leider eben auch leicht kitschig, obwohl auch er in manche Momenten sicher erwägenswert sein kann.) (Zwei Jahrzehnte sind auch schon mal nichts, vergehen fast wie im Fluge, gerade bei und in solcher Freiheit und Verantwortung)

  176. lieber JR/12.03 u, trefflich...
    lieber JR/12.03 u, trefflich gesprochen!
    ich muss hier beim mitlesen die wissbegierigen äugelchen meiner sich in den armen windende und quietschende erstklässlerin zuhalten. wenn ich sie nicht mit bestem wissen und gewissen mit durchgekitzeltwerden beschäftigte, würde sie diese Filou-schätze noch auswendig lernen, die kleine. wo wären wir da! mince alors, behave!, cher Filou!
    .
    um himmels willen, bester Fritz, was haben sie sich da angetan!
    .
    lieber HansMeier555, wegen aller wertschätzung tut es mir leid, es aussprechen zu müssen, doch steht es zu befürchten, dass man einem chevalier courtisane und seinem portable derzeit dort nurmehr auf dem selbigen den marsch bliese…

  177. Was ist denn "Ihr eigenes...
    Was ist denn „Ihr eigenes Blog“? Und wo?

  178. "... diese relative...
    „… diese relative Ungebundenheit wäre Rilkes Eigentliches gewesen, so erst war bei sich angekommen – eben neben Hotelaufenthalten häufig auch als Gast auf Dauer bei anderen (durchaus nichts Unverpflichtetes) konnte er sich auf sich und die produktive Stimme in sich besser konzentrieren, als es – gebunden und gefordert durch „Hausstandssorgen“ – sonst wohl möglich gewesen wäre; „Loslassen“ als notwendige Entwicklung einmal mehr… .
    .
    Ein interessanter, intelligenter Text, welcher zu kennen lohnt, finden wir.“
    .
    Oder so; wir bitten für die gehabte Unkonzentriertheit um Nachsicht.

  179. @Donna Laura, die Kleinen...
    @Donna Laura, die Kleinen sollen wirklich keinen Schaden nehmen. Ich streiche „taz“ und setze stattdessen „Junge Welt“.

  180. Vielen Dank, beste Windsbraut....
    Vielen Dank, beste Windsbraut. Unsereins kommt sich ja immer so undeutsch und latent asozial vor, wenn man keinen Verbrennungsmotor sein eigen nennt und noch nicht mal auf Mallorca war. Es ist ja letzten Endes auch eine Einstellungsfrage. Ich erinnere mich eines Kollegen, der sein Auto in der Werkstatt abliefern mußte während dort zufällig kein Leihwagen vorhanden war. Durch sorgfältige Befragung bekam ich heraus, wo das war. Er hätte vor der Tür der Werkstatt nur die Straßenbahn nehmen brauchen und wäre bis vor seine eigene Haustür befördert worden. Und das ohne umzusteigen. Allein, er tat es nicht. Er war von der ihm fremden Welt des ÖPNV so überfordert, daß er lieber ein Taxi nahm. Ich jedenfalls hoffe auf einen Spritpreis von 5 Euro in naher Zukunft und auf bezahlbare Pferdekutschen.

  181. @ DA: "... Einfach schon, um...
    @ DA: „… Einfach schon, um nicht im Zug sitzen zu müssen. Generell mag ich keine Menschenmassen, und Fremden bringe ich kein Interesse entgegen, so wie ich auch niemanden interessieren möchte, wenn ich privat bin. Wie ich das eben im Zug bin. …“
    *
    „Der Erfolg [verwandelt] meinen Freund mehr und mehr in einen Egozentriker. […] Die Persönlichkeit verändert sich, sobald sie allen ein Begriff wird. Sie entwickeln eine unkontrollierbare Egomanie. […] Dies kann auch bescheidensten und demütigen Personen passieren […], es macht Klick und plötzlich kann diese Person nichts mehr wahrnehmen außer sich selbst. […] Jeden Tag wird es schlimmer“
    *
    Suze Rotolo über ihren Freund Bob Dylan, 1961

  182. ginge es tatsächlich um die...
    ginge es tatsächlich um die umwelt, freie straßen und die auslastung der bahn, hätte jede partei gerade in deutschland leichtes spiel, ohne einen einzigen der stets unzufriedenen landsleute zur nutzung von zügen zwingen zu müssen. deutschland ist transitland. die meisten unserer sympathischen anrainer besuchen sich gern und häufig, deutschland ist dabei lediglich ein möglichst schnell zu durchquerendes hindernis. also wird vor der grenze nochmal getankt – was bleibt sind ein paar euro auf dem autobahnklo, zerfurchte autobahnen, abgase, abrieb, lärm und durchgehende lkw-kolonnen von grenze zu grenze.

    bahn und gesetzgeber könnten das problem recht simpel lösen: jeglicher transitverkehr wird an den grenzen auf züge verladen und zur grenze des ziellandes transportiert. die preisgestaltung erfolgt ähnlich wie beim nord-ostsee-kanal so, daß es sich gerade noch lohnt, den zug zu nutzen, statt umwege zu fahren. das ganze wäre eine nette technisch-logistische herausforderung, die einnahmen bringt, arbeit schafft, die umwelt schont und für leere straßen sorgt.

    aber es scheint um andere ziele zu gehen, wenn man sich lieber mit aufgebrachten bürgern anlegt, um einen bahnhof zu verbuddeln, anstatt ihn, wie sonst üblich, verfallen zu lassen.

  183. <p>Yast2000, die Kommentare...
    Yast2000, die Kommentare sind mein unbezahltes Privatvergnügen. Ich tue, was ich kann, wenn ich mehr Zeit habe mehr, wenn ich keine Zeit habe so viel ich halt schaffe. und es heisst nicht, dass ich mich gezwungen sehe, überall immer mitzuspielen und alles, was hier durch den Raum fliegt, zu beantworten. Ich hoffe, damit ist die Sache geklärt, weitere Debatten an dieser Stelle können wir uns hoffentlich schenken und wenn nicht: Auch egal. Die Antwort jedenfalls bezog sich auf einige Kommentare, dike fragteen, ob hier jemand schreibt, der sich mit dem Bahnfahren auskennt.

  184. Was das Körperliche angeht:...
    Was das Körperliche angeht: Nach 80 Kilometer auf dem Rad würde ich auch nicht in die Oper gehen wollen – wobei ein Freund meines Vaters, ein grosser Opernfreund, das in den 50er Jahren gemacht hat: Mit dem Rad nach Mailand, um dort in die Scala zu gehen. Einmal, sagt die Legende, habe er sich durch schlechtes Wetter in den Bergen verspätet und schaffte es nur noch zur Oper, aber vorher nicht mehr in ein Bad. Dann hat er sich schnell seinen Anzug angezogen und sie so auf seinen üblichen Platz ganz oben gegangen.
    .
    Kürzere Strecken sehe ich da, wenn man nicht zu schnell fährt, nicht als Problem an.

  185. Lieber Don Carlos,
    die Idee...

    Lieber Don Carlos,
    die Idee mit der (Zwangs?-)Bahnverladung der nur durchfahrenden Transiteure hat Charme.
    Was macht man dagegen, dass sie einfach irgendeinen windigen Zwischenstopp in Sprockhövel oder Unterdingharting angeben und behaupten, dort imaginäre Tanten zwecks Torte besuchen zu wollen?
    .
    Bin daher glasklar für Maut. Wer aus Deutschland kommend in den Burgund will, muss doch auch kurz nach Überschreiten der französischen Grenze mauten.
    Mit Maut für alle − nicht nur für LKWs − kriegt man die Straßen etwas leerer und kann feine Sachen finanzieren. Zum Beispiel hübschere Bahnhöfe, die keine Unterführungen haben, die sowieoso immer nach Pisse riechen, egal wie sie designt sind. Der Broken-Windows-Effekt scheint bei Unterführungen auch dann gnadenlos zu funktionieren, wenn sie „schön“ sind. A propos, was macht eigentlich Stuttgart dann, das ist dann doch eine komplette Unterführung unter der Erde. Hüstel.

  186. Don, bin jahrelang täglich...
    Don, bin jahrelang täglich zur Agentur und zurück mit den Rad. 14 km. Auch und gerade bei schlechten Wetter und Schnee, damit mir das angelegentlich recht arge Büroleben im Warmen besser vorkommt. Alter Level-Trick, frei nach dem östereichischen Sprichwort: „Höit amch‘ ich meim Hund a Riesenfreud: Erst schloag ich eam recht, dann loss ich em in Rua‘.“
    Eine bessere Umziehmöglichkeit oder Dusche wäre schön gewesen.
    Wenn ich mal später ankam, sagte ich gern, mein Rad ist nicht angesprungen.
    .
    Bin tatsächlich auch molliger geworden, seitdem dieses trotz Hindernissen liebgewordene tägliche Ritual wegfällt. Jetzt bin ich nur noch Sonntagsfahrer, leider …

  187. Da: "Yast2000, die Kommentare...
    Da: „Yast2000, die Kommentare sind mein unbezahltes Privatvergnügen. …“
    *
    Ist es nicht, Du tust es für Dein Vaterland. Und da kann man sogar von einem nur halb aufgeklärten Konservativen ein bisschen mehr Respekt erwarten, oder?

  188. Da haben Sie mein vollstes...
    Da haben Sie mein vollstes Einverständnis, Vroni. Eine mehrhundertprozentige Erhöhung der Maut wäre angebracht. Der größte Unfug von allen ist ja der Schiffstransport. Wie ist es möglich, daß der Transport eines Containers von Shanghai nach Hamburg billiger ist, als der Transport dieses Containers von Hamburg nach Berlin? Aber die Stützen der Gesellschaft brauchen ja ihre Steuersparmodelle…
    .
    Yast2000, es ist genug, finde ich. Sonst müßte man Yet Another Setup Tool in Yet Another Stupid Tool umbenennen. Wir sind hier schließlich in einem Salon und nicht auf dem Frankfurter Hauptbahnhof.

  189. Nun - unter anderem deshalb,...
    Nun – unter anderem deshalb, weil zugunsten der deutschen Werften Schiffsfonds steuerlich enorm begünstigt werden, und jede Menge Leistungen auf dem Weg hin und zurück subventioniert werden. Es würde schon reichen, die Vergünstigungen zu streichen – und damit dann übrigens auch die Logistiksparte der Bahn zu treffen.

  190. @ Savall: "Sonst müßte man...
    @ Savall: „Sonst müßte man Yet Another Setup Tool in Yet Another Stupid Tool umbenennen.“
    *
    „Yet Another Satiric Tool“ wäre angemessen. Jeder weiß, was mit „der Bahn“ und „S21“ los ist und wer davon nicht profitiert. Schweigen ist eine Sache, Opportunismus eine andere… Galgenhumor ist jedenfalls angebracht.

  191. Zufrieden gluckst der Esel im...
    Zufrieden gluckst der Esel im Individualverkehr. Er schätzt die Hygiene, die Bequemlichkeit und das sichere Ankommen an jedem vorgestellten Ziel.

  192. @DA:

    Die beiden Logistiker...
    @DA:
    Die beiden Logistiker (früher Spediteure, d.h. Güterbestätter) mit dem größten Straßen-Transport-Anteil bei uns sind Tochtergesellschaften von Bahn und Post. Mit dem Ausnehmen der Subunternehmer ist halt mehr Geld zu machen als mit dem Bahntransport.
    gruß fb

  193. Savall, verehrtester,
    "Aber...

    Savall, verehrtester,
    „Aber die Stützen der Gesellschaft brauchen ja ihre Steuersparmodelle…“
    .
    Zahnärzte sind meines Wissens nicht anwesend hier. Also weiter so.

  194. Noch zur Teasergeschichte,...
    Noch zur Teasergeschichte, hier ein Pachtstück aus faz.net:
    Man gönnt sich wieder mehr
    Die Konsumstimmung hellt sich auf. Vor allem, weil die Menschen ein höheres Einkommen erwarten. Davon profitieren Handel, Autoindustrie und Tourismus. Doch ein Stimmungstöter bleibt.
    .
    Na, angelockt? Sie wollen doch sicher wissen, was „der Stimmungstöter“ ist?
    .
    Nö, will ich nicht. Ich will nur wissen, was so einer Leservereimerung soll. Irgendwelche Ideen?

  195. @HansMeier555 - Trennung von...
    @HansMeier555 – Trennung von Schiene und Rad:
    Da stimme ich zu. Nach der S21-Eskalation und vergleichbaren Widerständen an der Transitstrecke am Oberrhein gen Schweiz müsste die DB doch so langsam Gefallen an diesem Modell finden. Nachdem Mehdorn mit seiner Kreuzzug-Mentalität nicht mehr am Ruder ist, vermute ich, die DB sucht insgeheim nur nach einer gesichtswahrenden oder aktienrechtlich vertretbaren Exit-Strategie. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, was sich damals die DB aus einem Bahnhofsneubau in Stuttgart für einen Profit versprochen hat!
    Gibt es jetzt in München aus vergleichbarem Anlass auch schon Bürgerproteste, oder fehlen dort die Bäume als Auslöser?
    .
    @Don Carlos: „… wie sonst üblich, verfallen zu lassen.“ Das wäre meine Empfehlung jetzt für S21. Und Stuttgart nur noch mit dem Regionalexpress ansteuern, die fahren ja im Landesauftrag, was dann ja rot-grün veranlasst würde.
    .
    Eine neue Schienennetz-Gesellschaft sollte nach erfolgter Trennung von Schiene und Rad künftig Bahnhofsneubauten nur nach Volksbegehren mit hohem Quorum erwägen, und dann auch nur gegen Hinterlegung einer Kommunal-Kaution/-Bürgschaft durch die betroffene Kommune.

  196. @JR
    stimme ihnen zu, auch ich...

    @JR
    stimme ihnen zu, auch ich fahre sehr gerne zug vor allem wegen der bequemlichkeit, sofern halt nicht ausflugsgäste aus köln etc.
    vielleicht liegt die lösung auch in besseren stellwerken und höherer zugfrequenz und bei einer höheren zuggeschwindigkeit, dann würde das auch auf einer strecke wien-fra (ca. 700km und 7h fahrzeit) interessant; italiener fahren mailand- rom in 3 1/2h oder neapel-mailand in 5 h (vergleichbar münchen-hamburg). zuviel politik bei der db beginnend welchen zug man nehmen darf, am ende dann doch nur den von siemens..

  197. Ach, ohne unsere Subventionen...
    Ach, ohne unsere Subventionen würden es eben Schiffe unter Liberia Flagge, oder andere Billigflaggen sein. Ein großer Containerfrachter braucht einfach wenig Diesel, um den Umfang von 128 Güterzügen oder 12000 großen Gigaliner LKW mal eben schnell günstig und sicher um den halben Erdball zu schippern. Und bei moderner Konstruktion sind manchmal nur noch 9 Besatzungsmitglieder an Bord. Sowas spart Transportkosten. Aber wir sind eine Kontinentalmacht und haben von Seefahrt keine Ahnung, obwohl sie für uns lebenswichtig ist. Wieviel Prozent der Ein- und Ausfuhren nach Deutschland erreichen uns ( Deutschland oder benachbarte Seehäfen wie Rotterdam) per Schiff?

  198. PS Der Bau von Standard...
    PS Der Bau von Standard Containerfrachtern auf deutschen Werften ist ein minimales Randgeschäft. Unsere Werften bauen „Spezialschiffe“, also Kreuzfahrer, Fähren und andere Passagierschiffe, Flüssiggastanker, Kriegsschiffe.

  199. Zahnärzte sind meines Wissens...
    Zahnärzte sind meines Wissens nicht anwesend hier. Also weiter so.
    .
    Vroni, damit Ihre Aussage stimmt, ziehe ich mich aus dem operativen Kommentatorengeschäft zurück.
    Und setze Segel. Vielleicht treffe ich grimaldeli unterwegs.

  200. prince Matecki, ein...
    prince Matecki, ein Containerfrachter braucht in der Regel nicht mal Ihren Diesel. Ein paar Tonnen Schweröl, und die wohnzimmergroßen Zylinder tuns. Mit einem Rußausfall, den Sie sich nicht einmal im Traum vorstellen.

  201. Ach, wissens, Vroni, den guten...
    Ach, wissens, Vroni, den guten Zahnärzten (meiner ist einer von den Guten) würd ich jedes gerechtfertigte Privileg zugestehen. Es muß ja nicht unbedingt ein Schiffsfonds sein. Im übrigen ist der gegenwärtige Zustand der Zahnmedizin ein gutes Argument für den zivilisatorischen Fortschritt im 21. Jahrhundert. Wenn er auch meines Erachtens etwas schneller voranschreiten dürfte. Wie auch immer, die Zahnmedizin ist erfreulich ideologiefrei, was ich sehr schätze.
    .
    Es mag ja sein, prince Matecki, daß so ein chinesischer Billigfrachter ökologisch sinnvoll ist. Und vermutlich jammere ich bloß neidisch herum. Aber ich verstehe es bis zum heutigen Tag nicht, warum deutscher Großverlag ein Buch in China produzieren muß, weil es dort 1,30 statt in Deutschland 1,40 kostet. Wie viele Leser hat so ein Verlag in China? Und wieviel Geld hat der Unternehmensberater gekostet, der die entsprechende Empfehlung gab?

  202. zur einfuhr von chinesischem...
    zur einfuhr von chinesischem spielzeug ist seefahrt für deutschland unerläßlich. ebenso der schutz der seewege, auf dem diese transporte erfolgen.

  203. Ach du Schande, Nepomuk ist...
    Ach du Schande, Nepomuk ist ein Zahnwalt.
    .
    Aber das muss einem doch gesagt werden!

  204. Alore, wenn ich das gewusst...
    Alore, wenn ich das gewusst hätte, dass das Ding so einen Mords-Schlenker zur christlichen Seefahrt macht, hätte ich gleich zum Blog meines Mannes verlinken können.

  205. @prince Matecki: Emma Maersk...
    @prince Matecki: Emma Maersk fährt maximal mit 15.500 TEU (twenty-foot equivalent unit), meint 6.096 mm Länge. Ein Gigaliner-Lang-Lkw kann davon maximal drei (Versuchsfahrzeuge in NL auch fünf), also um die 5.150 Stück, um ein Schiff abzuräumen. Bei der Bahn meine ich zu erinnern, dass Güterzüge bis 700 m lang sein dürfen. Ein Plateauwaggon für Container dürfte eine Länge über Puffer (LüP) von 20 m haben. Da gehen 2 TEU bzw. 1 FEU drauf. Wären 35 Waggons mit 70 Stück 20 ft.-Container. Macht um die 220 Züge für Emma. Das mit dem Schweröl hat Nepomuk schon erzählt. Welt-Schiffahrts-Verbrennungsdreck ist mehr als Gesamt-Luftfahrt.
    gruß fb

  206. jetzt hackt doch nicht ...
    jetzt hackt doch nicht alle auf Nepomuk herum, so falsch liegt der meist
    auch nicht, braucht allerdings auch keine Unterstützung, mfG.T.

  207. Lieber Trias,
    war nicht als...

    Lieber Trias,
    war nicht als Hacken gemeint.
    Habe vor Zahnärzten tierischen Respekt.

  208. Jetzt endlich hab ich's.
    Was...

    Jetzt endlich hab ich’s.
    Was dem Don an der Bahn mißfällt, ist, daß sie weder ordentlich staatlich ist noch ordentlich privat, sondern so eine feudale Korporation.
    Genau wie Landesbanken, ÖR Fernsehen, Stromkonzerne und natürlich die Kirchen.
    Und was ihm an den Grünen mißfällt, ist, dass sie in diese Korporation eintreten wollen statt sie abzuschaffen.
    .
    Aber das wird nix werden. Feudalismus ist in Deutschland die stabilste Ordnung…

  209. @Don Carlos: das war damals zu...
    @Don Carlos: das war damals zu Hongkongs Zeiten so, Blechspielzeug und aus Rotchina die guten Dosenbohnen. Außer Hüpfburgen und Kleidern kommen von dort per Schiff aber inzwischen so ziemlich alle Computer – oder haben Sie in den letzten Jahren noch welche gesehen, die NICHT aus China waren? Ich nicht.

  210. @prince Matecki: neuerdings...
    @prince Matecki: neuerdings wohl auch einen Riesenschiffskran, um die auf halb acht hängenden Bohrinseln im Golf von Mexiko wieder aufzurichten.

  211. Ach wir kalulieren den...
    Ach wir kalulieren den Machschub in einem Mix von 20 und 40 Fuß Conatainern, dabei ist max. Gewicht etwas 44.000 lbs wenn ich das richtig im Kopf habe.
    Sicher verfeuern die meisten Schiffsdiesel Schweröl, und nur wenige (zum Beispiel Kreuzfahrer und Krieger) haben auch nur ansatzweise Filter gegen den Ruß.
    Aber außer Autos, Möbeln, etwas spezialisierter Medizintechnik und einigen anderen Randbereichen wird kaum noch etwas in Deutschland produziert. Die Masse der in den Kaufhäusern zu kaufenden Bekleidung ebenso wie 95 % der Unterhaltungselektronik und der PC-Technik kommen aus Asien, in der Regel per Schiff. Und wenn Sie sich für Ihr Öko- Gewissen einen Prius bestellen, kommt der bis Emden oder Bremerhaven auch …. per Schiff.

  212. Pardauz, da hat man wohl die...
    Pardauz, da hat man wohl die ein oder andere Milliarde irgendwie äh vergessen:
    .
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-07/bahn-s21-kosten-betrug

  213. Wer wird denn so penibel sein,...
    Wer wird denn so penibel sein, Don. Das ist wie mit dem Urlaub. Machen Sie Urlaub in Athen, Ihr Urlaubsgeld ist schon da! Fahren Sie Bahn nach Stuggi, den neuen Bahnhof haben Sie schon bezahlt.

  214. Bedaure, aber der nächste...
    Bedaure, aber der nächste Italienurlaub ist bereits gebucht – und auch dort wird mein Geld ohne mein Zutun hinkommen.

  215. Die Verlagerung des...
    Die Verlagerung des Autotransportes auf die Schiene ist schon eine laenger laufendes Projekt. Wie ich gerade sehe, gibt es das schon heute-und schon laenger
    http://de.wikipedia.org/wiki/Huckepackzug
    .
    Erinnerlich ist mir, dass ich waehrend meiner Semesterferienarbeit als Minibar-Kellner oefter LKW-Fahrer traf, die ihren verladenen Gespannen im Zug voraus reisten.
    .
    Ein mir bekannter Speditionsunternehmer bereitet sich auf diese Transportart vor. Leider verlief es irgendwie im Sande, vermutlich weil seine Transportstrecke Niederlande-Tschechien nicht von der Bahn bedient werden konnte.
    .
    Zu Frankreich: Ich kenne keine erholsamere Art des Autofahrens denn die auf franzoesischen Autobahnen. Wahrscheinlich haelt die Maut von ueberfluessigen Kaffeefahrten ab. Und wer schneller als 130 brettert, kann-je nach dem-an die Grenze seiner finanziellen Moeglichkeiten geraten.

  216. Auch bei uns kann Bahnfahren...
    Auch bei uns kann Bahnfahren beschwerlich sein.
    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/674757/Polizeieinsatz-gegen-zahlende-OeBBFahrgaeste-?_vl_backlink=/home/index.do
    Da die schlauen Bahnmanager wissen, daß nur noch jene die Bahn benutzen, die keine Alternative haben, tun sie sich nix an. Ein CEO-Job bei der Bahn kann als eine Art Steuerpacht betrachtet werden.
    Natürlich ist der Individualverkehr ökologisch bedenklich, aber die Bahnhöfe sind oft grindig, Züge 2.Klasse im Winter unbeheizt, das Nichtrauchen im Nichtraucherabteil muß der Fahrgast ohne Unterstützung eines Schaffners (die immer öfter Opfer von Gewalt und Übergriffen werden) durchsetzen, etc..etc..

  217. @Foersterliesel: soso, hört,...
    @Foersterliesel: soso, hört, hört. Und ich dachte, die ÖBB sei verhältnismäßig gemütlich und pünktlich. Gibt es da auch solche Denkmäler des Verfalls, wie Luckenwalde, Nauen, Angermünde (wobei die Original-30er-Jahre-Holzdächer, die so aussehen als wäre ein Teil der abblätternden Farbe noch Leuchtfarbe von 44/45, inzwischen eine extreme Rarität sein dürften) oder IC-Bahnhof Stendal (ca. 2 ICs halten dort am Tag, die anderen fahren durch)?
    @Filou: jaaa, französische Autobahnen… wie erholsam die Fahrt von Basel nach Aachen doch sein kann, wenn man ein bißchen Geld ausgibt… nicht mal um Straßburg richtiger Stau, die längsten Teile hat man die Fahrbahn für sich allein – ein völlig unüblich gewordener Zustand in D und CH.

  218. Ihre Beschreibung einer fast...
    Ihre Beschreibung einer fast autolosen Kleinstadt in Norditalien fand ich anziehender als immer nur Autos, Autos, Autos.
    Man muss unterscheiden zwischen solchen Veranstaltungen wie der Mille Miglia oder der Targa und dem alltäglichen Einkaufs- und Berufsverkehr. Schön, wenn man den alltäglichen Verkehr irgendwann irgendwie nicht mehr hat. Schön auch, wenn man ein Auto nutzen kann, wenn einem danach ist. Kulturleistung Individualverkehr, ist schon richtig.
    Aber jeden Tag mehrere Stunden ohne Alternative in der Blechkiste hocken – sowas sollte baldmöglichts überwunden werden.

  219. Es geht mir weniger um das...
    Es geht mir weniger um das Auto als vielmehr um den Individualverkehr. Wenn ich daheom bin, benutze ich normalerweise einmal die Woche ein Auto, ansonsten mache ich alles mit dem Rad. Das Auto ist eigentlich nur für die Reise da.

  220. Der Individualverkehr ist...
    Der Individualverkehr ist heute gerade in den Stoßzeiten eine Massenveranstaltung geworden, das tut sich keiner mehr wirklich gerne an. Ob die Bahn da eine Lösung sein kann? Es hatte vor ein paar Jahrzehnten jedenfalls genauso – mit der Bahn – prima funktioniert.
    Für die Stützen der Gesellschaft soll man von mir aus wieder 1.Klasse-Abteile mit Nussholzvertäfelungen und Velourspolstern einrichten. Habe ich vor einigen Jahren in Hamburg noch erlebt, ist inzwischen aber abgeschafft.
    Individualverkehr gerne, wenn er dann auch ein wirklich individuelles Erlebnis ist.

  221. Klar, grün und schwarz...
    Klar, grün und schwarz treffen sich in der dunkelgrünen Zukunft der Neuen enge. Deshalb kann man Sie auch im traditionellen Westviertel zur Volkspartei machen
    Die Neue Enge

  222. Die Fahrrad-Euphoriker auf...
    Die Fahrrad-Euphoriker auf diesem Blog werden das folgende Gedicht nachempfinden können:
    Zu erlangen
    Ein sanfter Wind schreichelt mit die Wangen
    Und grüne Wipfel ziehn vorüber.
    Vor, neben, über mir und in mir ist Bewegung.
    Komplexe Wirklichkeit rundum.
    So sanft und leise wie ich radle
    Gibt mein Körper mir sein Wissen preis.
    Geheimes Wirken.
    Klarheit, Sinn und Glück –
    Bislang gefangen,
    So scheint es, sind sie zu erlangen.
    Bei Goethe hab‘ ich gelesen, dass dann, wenn die Menschen ein neues Gefühl entdecken, die Wirklichkeit nicht standhält. Das beziehe ich auf die Entdeckung des spezifischen Bewegungsglück beim Radeln: die Radler-Euphorie. Sie hab‘ in den Gedicht widergeben wollen.

  223. Sorry, dass ich zwei...
    Sorry, dass ich zwei Tipp-/Flüchtigkeits-Fehler korrigieren muß…
    Zu erlangen
    Ein sanfter Wind streichelt mir die Wangen
    Und grüne Wipfel ziehn vorüber.
    Vor, neben, über mir und in mir ist Bewegung.
    Komplexe Wirklichkeit rundum.
    So sanft und leise wie ich radle
    Gibt mein Körper mir sein Wissen preis.
    Geheimes Wirken.
    Klarheit, Sinn und Glück –
    Bislang gefangen,
    So scheint es, sind sie zu erlangen.

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