Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Mit Untertanen reden

| 279 Lesermeinungen

Früher gehörte in Bayern das ganze Land der einzigen echten Partei. Dann war es so, dass das Dorf der Partei gehörte, und in den Städten andere auch waren. Irgendwann vderlor man die Kontrolle über die Städte. Und wenn man jetzt als Parteikönig so über die Dörfer fährt, kann einen schon der Verdacht beschleichen, dass man auch hier nicht mehr unumschränkter Herrscher ist

Da Mensch is guad owa d’Leid san schlechd

Jetzt stellen Sie sich einmal vor, Sie sind Bayerische Oberschicht. Also jetzt nicht so wie der Autor, dessen Familie seit vielen Generationen in einer kleinen, dummen und reichen Stadt davon lebt, aus unwirtlichen Fremde und kargen Dorfbewohnern blühende Immobilienlandschaften zu züchten, sondern die andere Elite. Die auf dem Dorf, das traditionell einen König hat. Früher war das der reichste Bauer, inzwischen kann es aber auch der Chef der Volksbank sein, der regional führende Bioabfallentsorger, der Landmaschinenvermieter, oder der Gewerbegebietsverwalter. Die Geschäfte laufen monopolartig, jeder kennt und grüsst einen, wie schon die letzten 5 Generationen auch, und weil der Nachwuchs nicht mehr Pfarrer werden will und schon ein Arzt in der Familie ist, wird er halt Abgeordneter bei der Staatspartei, weil: Bürgermeister ist schon ein Angestellter, den kann man nicht einfach so davonjagen.

Und so wäre eigentlich alles in bester Ordnung, wenn nicht gerade viele Leute die anderen wählten, obwohl sie doch dem König unterstehen. Der eigene Kusah 2. Grades aus dem Städtererzweig ist zwar bei einer grossen Qualitätszeitung, aber was der schreibt, ist auch nicht nett und das, was man aus dem Heimatblatt sonst so kennt. Der Bundespräsident stellt sich auch noch hin und sagt, dass de Greana Bazi mit ihrer Basis sehr viel besser könnten, als Sie und Ihre Partei, die doch Basis und Leitung und überhaupt alles in einem ist, wo alle das gleiche denken und wollen und man doch gar nicht darüber reden muss. Es is wias is, sagt man hier, owa wias is is a nix Gscheids, im Moment.

  Bild zu: Mit Untertanen reden

Aber jetzt sind Parlamentsferien, da können Sie mal wieder durch die Dörfer Ihrer Heimat fahren. Im Bauch immer noch der Groll über den Bundespräsidenten und seine gscheade Goschn, und im Gefühl die Ahnung, dass man Sie beim Pfingstfestseinzug hoch leben lässt, weil man was von Ihnen will, aber die Töchter wählen nachher doch etwas anderes. Man kann denen nicht mehr so richtig trauen, und umgekehrt trauen die einem vielleicht auch nicht mehr richtig, obwohl man doch aus dem gleichen, schönen Land, von der gleichen Erde kommt, und so gross sind die Unterschiede zwischen Ihrer Königsfamilie und den anderen auch nicht, ein jeder hier profitiert vom Aufschwung, man ist global ganz vorne mit dabei, und das Land ist doch auch so schön, warum nur sehen die nicht, wie alles zusammenpasst, der Erfolg, das Land und die Partei… das Dorf da hinter der Kurve, vor 30 Jahren 100% ihre Partei, inzwischen nur noch 60%. Für andere mag das sauber und ordentlich klingen, hier aber ist es zu wenig, um insgesamt noch die Mehrheiten zu bekommen.

Nur wenn hier die Reihen geschlossen sind, kann man die Verluste in den Städten ausgleichen. Nur wenn hier alles bleibt, wie es ist, kann man Zeit gewinnen,um sich den neuen Mehrheiten anzupassen. Da hat sich was verändert. Nicht nur in den Ergebnissen, auch neben der Strasse. Das sieht man nicht gleich, wenn man in die Sonne fährt, aber da links, zwischen den alten Obstbäumen und der Strasse, ist ein schmaler Streifen Land. Früher, ganz früher haben die Dorfbewohner auf solchen Randflächen kleine Gemüsebeete angelegt, das war die sogenannte Allmende, und hier hat man sich wohl daran erinnert und wieder solche kleinen Gärten angelegt. Wie in der guten, alten Zeit. Halten Sie an, steigen Sie aus, schauen Sie sich etwas um.

  Bild zu: Mit Untertanen reden

Zum nächsten Supermarkt braucht man von hier mit dem tiefergelegten Golf keine 10 Minuten, wenn es nicht gerade die Ewigkeit ist, von der all die Kreuze an der Strecke künden. Da gäbe es geschmackvolle Gemüsetheken und das Beste aus aller Welt und aus dem Grossmarkt, aber hier machen sich die Untertanen die Mühe, das selbst anzubauen. Es ist ein langer Weg zum Dorf, ein Beet am anderen, es machen wohl ziemlich viele: Die Zweibel steckt ihre grünen Spitzen in die Luft, rot knallt die Johannerbeere, der tückische Kurbis schlängelt sich die gewundene Stange nach oben, und begierige Hände haben die Erdbeeren geplündert. Es gedeiht der Boräh (wie heisst das auf Hochdeutsch?) und der Salat, es gurkt die Gurke und was nicht essbar ist, ist Blumen von der Art, wie man sie im Supermarkt für einen Euro den Strauss von der Plantage bekommt. So viel Arbeit, so wenig finanzieller Vorteil und das noch dazu in so einer reichen Region. Warum, kann man fragen, tun die das? In Berlin redet keiner von so etwas, nur von Untersuchungen, Umfragen und Prozenten, da hätte auch keiner Zeit, so etwas anzubauen.

Offensichtlich sind diese Menschen hier schon etwas stolz auf das, was die geschaffen haben. Das ist alles sehr anders, aber auch sehr sauber, man gibt sich Mühe und für Pflanzen, die Schatten brauchen, gibt es eine alte Gardine als Sonnenschutz. Das Regenwasser sammeln sie in Fässern. Mäuse werden nicht mit Gift umgebracht, sondern mit Katzenfiguren verschreckt. Statt Schneckenkorn wird Stroh um die Erdbeeren gelegt. Und wenn Sie nicht haargenau wüssten, dass hier immer noch die meisten Ihrer Wähler lebten, könnten Sie den üblen Verdacht haben, dass hier eine wilde Ökotruppe ihre Selbstversorgungsphantasien auslebt. So wie der Bauer ein Dorf weiter, der schon lang eine Wiese am Nordhang zur Donau mit Sonnenkollektoren gefüllt hat. Sachen gibt es… jetzt jedenfalls könnte man mit der Basis mal reden.

  Bild zu: Mit Untertanen reden

Zum Beispiel über den neuen Kurs zur Atomkraft. Wobei… nein, das ist vielleicht nicht so gut, die Leute erinnern sich noch an die Laufzeitverlängerung, und wer hier diese Gärten anlegt, ist darauf sicher nicht gut zu sprechen. Oder über die Hilfen für Griechenland. Obwohl, da heisst es dann nur wieder, das täte man alles für die Banken in Frankfurt die wo keine Genossenschaften sind. Oder über die möglichen, eventuellen Steuerentlastungen. Aber vielleicht ist es Menschen, die sich so liebevoll um ihre Heimat kümmern, wichtiger, dass man ordentliche Staatsfinanzen hat. Über den Bundesfreiwilligendienst vielleicht, damit Grosstante Gerda im Spital auch in Zukunft… aber das läuft gerade eher schlecht an. Über den Emissionshandel… aber das gibt nur böses Blut. Über 0,99% mehr Rente… aber die werden einem etwas hineinbetonieren, bei 3% Inflation. Über die Zukunftsfähigkeit mit Stuttgart21… aber diese tolle Architektur verstehen sie hier nicht, wo sie alte Jurahäuser nachbauen. Worüber redet man als König denn so mit seinen Untertanen, im prachtvollen Sonnenuntergang bei den Gemüsebeeten? Was kann man ihnen so erzählen, aus Berlin, dem grauen Häusermeer mit seinen grauen Lobbyisten? Vielleicht über den besseren Anlegerschutz. Gegen Fonds und Banken, die man andererseits natürlich fördert, fördern muss, das ist alternativlos weil also nun nicht wahr weil.

Thematisch ist man ein wenig nackert, und kann eigentlich nur hoffen, dass die nicht mit der Gentechnik anfangen. Vielleicht könnte man ja sagen, dass man den Islamisten die Zwangsheirat die wo hier bis vor einem halben Jahrhundert auch nicht selten war verboten hat; das mit dem Kopftuch sagt man besser nicht in einem Dorf, wo das noch jede alte Frau trägt, weil es dazu gehört. Am besten sagt man gar nichts über die Herrschertätigkeit und redet mit den Leuten über ihre Pflanzen, das machen sie gern, man zupft ein paar Johannesbeerln und findet die ganz her-vor-ra-gend und muss sich anhören, dass man daraus zwar eine Marmelade machen kann, aber die wegen der Nahrungsmittelverordnung auf dem Wochenmarkt nicht verkaufen darf. Es schaut alles so pfundig aus im kleinen Königreich, aber alle sind unzufrieden, haben etwas auszusetzen, und obwohl Sie gar nie nichts dafür können tun – sind Sie der König, und Sie müssen sich darum kümmern. Vielleicht sollten Sie in Zukunft nur noch zum Pfingstfest aussteigen, dann gibt es ein Bier und keiner denkt mehr an Pflanzen, Energieeinspeiseverordnungen und daran, dass so ein grünes Solardach schon dem ein oder anderen Bauern geholfen hat, seinen knallschwarzen Bauernhof zu halten. Bier drüber, Sache gut, mia san mis und Sie san der Kini, vielleicht sagen Sie ja ein paar Worte gegen die Preissn und ihren Slum in Berlin, das findet sogar der Kusah 2. Grades bei der Zeitung da nicht schlecht.

Bild zu: Mit Untertanen reden

Aber bittscheh Vorsicht bei der Familienmoral, weil die Tochter vom grössten Bauern ein Dorf weiter, die hat gerade das dritte Kind bekommen. Vom zweiten Mann. Und ist stolz darauf. So is des bei dene.

Dann fahren Sie nach Hause, vorbei an üppigen Feldern voll mit Getreide und Mais. Blumen zum Selberpflücken, Erdbeerfelder, noch ein Schild für eine Volksabstimmung zur gentechnikfreien Region, und, Sie glauben es nicht, do haut’s da an Vogl naus, nebem den Spinnern vom Slow Food aus der Stadt stehen als Sponsoren auch die beiden Brauereien als Unterstützer drauf. Beim Bier hört in Bayern der Spass auf, Sie sind vielleicht König, aber das Bier ist Gott in diesem Land oder zumindest ein Erzengel. Es ist wias is. Vielleicht denken Sie dann in Berlin wieder an diese kleinen Gärten an der Strasse und überlegen sich, was eine gute Politik für diejenigen wäre, die dort die Grundlage für den Erdbeerkuchen anbauen.

0

279 Lesermeinungen

  1. Aber bitte, das ist doch die...
    Aber bitte, das ist doch die „Oberschicht“, die nach zwei Tagen vergessen ist. Die Leithammel und Großkopfeten kommen und gehen, das hat für die wirklich bessere Gesellschaft doch allenfalls dürftigen Unterhaltungswert. Wir machen da weit Wirkungsvolleres als Duodezfürstenkasperletheater. Unsere Beziehungen müssen wir nicht pflegen, die haben wir schon mit der Ahnenprobe geerbt. Zusammen mit dem Rezept für die Himbeercreme.

  2. Dann frage ich mich, warum...
    Dann frage ich mich, warum denn fast all die Schlösser in dieser Region Privatleuten aus genau der Schicht gehören. In den Städten geht es natürlich anders zu, aber ich wage es zu bezweifeln, dass man das auf dem Land so besonders wichtig nimmt.

  3. lieber Schepenese,
    Beziehungen...

    lieber Schepenese,
    Beziehungen müssen immer gepflegt werden, die Zeiten ändern sich und mit ihnen die Leute, auf die man leider, leider nicht verzichten kann. Man muß sie einladen, ihre grauslichen Manieren übersehen und ihnen zuhören. Aber: man heiratet sie nicht, lädt sie nicht zur Jagd ein und läßt sich auch sonst nicht auf Vertraulichkeiten ein.

  4. Die Sache mit den Unter- und...
    Die Sache mit den Unter- und Obertanen funktioniert am Tegernsee noch ganz prima. Im Gegensatz zum Don sind wir weder Unter noch Ober, und fuhren deshalb ganz unbeschwert los, um Seine Durchlaucht Herzog Max auf seinem Schloss in Egern zu besuchen. Bereits auf dem langen Weg vom Torhaus zum Schloss salutierten einige Untertanen unseren Mercedes stramm, ohne zu wissen, wer drin saß. Vom Torhaus signalisiert, stand Seine Durchlaucht dann auch schon auf der Freitreppe, um uns willkommen zu heißen. Übrigens ein netter Mann.

  5. So erlebt der "provinz-Kini"...
    So erlebt der „provinz-Kini“ doch mal real, wie sich kurz vor Ende des ancien regime der Graf bei Beaumarchais gefühlt hat.

  6. Alle Wahlen in Deutschland nur...
    Alle Wahlen in Deutschland nur noch zur Erdbeersaison!! Immer und überall. Ob der Boräh (?) gedeiht oder die Schnecken ihn geplündert haben, spielt dann keine Rolle.

  7. Werter Don,
    die Tochter des...

    Werter Don,
    die Tochter des groessten Bauern des Nachbardorfes wird mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit immer noch die Staatspartei waehlen, naemlich weil es bei der noch am meisten zu holen gibt. Deren Problem auf dem Lande besteht eher darin, dass die Bedeutung der Landwirtschaft – zumindest als Arbeitgeber – nach und nach marginalisiert wird. Und die Felder, die in naher Zukunft Bauland werden koennten, gehoeren einer immer kleineren Gruppe. Und wenn aus der Gruppe dann auch noch der ein oder andere statt noch mehr Grundstuecken lieber eine unverbaute Landschaft vor seiner Villa moechte, dann waehlt er halt die neuen konservativen. Und die ganzen Staedter, die mit geliehenem Geld ein kleines (noch vergleichweise guenstiges) Baugrundstueck erworben haben, brauchen auch nicht mehr ihresgleichen. Die amerikanische Idee der staendigen Grundwertsteigerung (in einer Generation – was ein Schmarrn) ist denen ja eher fremd. Wenn man dann schon taeglich 100 km mit dem Cayenne (Landhausstil, Sie wissen schon) verblaest, dann will man doch, dass die Umwelt wenigstens sonst so (und ueberhaupt) geschuetzt wird… vor allem wenn sich dadurch die Kollektoren auf dem Neubau noch ein wenig schneller rentieren…
    Also insofern.. fast alles beim Alten.

  8. Sehr verehrter Don! Über...
    Sehr verehrter Don! Über Ihren Artikel habe ich mich mal wieder köstlich amüsiert. Ich möchte auch mit keinem Bundestagsabgeordneter tauschen. Mama Merkel fährt nach Brüssel, kommt mit einem Beschluss zurück, der das Gegenteil ist von dem, was sie groß vorher angekündigt hatte und der honore Bundestagsabgeordnete stimmt dem der Parteidisziplin wegen zu. Wenn man sich das jahrelang gefallen lässt, steht man eines Tages dumm da.

  9. Lieber T.I.M., das stimmt...
    Lieber T.I.M., das stimmt sogar vermutlich, aber in dem Moment, da man sich nur noch aus rationalen Erwägungen für eine Partei entscheidet und nicht mehr, weil einem nichts anderes in den Sinn kommt – in dem Moment ist die Magie weg. Und die Staatspartei ist nur noch eine Klientelpartei. Das reicht,um mit Hilfe anderer am Drücker zu bleiben, aber man ist damit sterblich und angreifbar. Das allein ist schon ein Paradigmenwechsel. Die Stadt ging vor, das Land kommt nach. Und zwar nicjht nur bei den Wahlen, sondern auch beim Lebensstil. Wann hat sich eigentlich der letzte CSUler etwas gegen Scheidung sagen trauen? In meiner Jugend gab es durchaus noch Initiativen, das Scheidungsrecht zu erschweren.
    .
    Voila L‘ Ete, das rettet auch keinen Politíker vor der Unzufriedenheit. Meine Mutter meinte gerade, Boräh hiesse auf Hochdeutsche Porree.

  10. dunnhaupt, dieses...
    dunnhaupt, dieses Millionärsghetto ist dann aber auch schon das Disneyland der alten Strukturen, schon in Ostin regiert der Milchbauernverband und veranstaltet Haberfeldtreiben gegen die Regierung.
    .
    prince Matecki, ich bezweifle lebhaft, dass er das kennt. Ausserdem belieben, wie wir ja wissen, bayerische Potentaten nicht mehr ander Leute Kammerzofen zu begehren.

  11. ja, das ancien regime.
    wer...

    ja, das ancien regime.
    wer gibt bei uns den louis philippe II joseph de bourbon, duc d´orleans, auch bekannt als philippe egalite?

  12. Den hatten wir doch schon, man...
    Den hatten wir doch schon, man nannte ihn „der Genosse der Bosse“.
    (Danke für die Steilvorlage)

  13. Die CDU ist das Totem-Tier...
    Die CDU ist das Totem-Tier Bayerns. Man muss es ehren und ihm opfern, dann sorgt es für den allgemeinen Wohlstand.
    Das hat in den letzten 50 Jahren so gut funktioniert, dass die Leute inzwischen glauben, sie hätten das nur sich selber zu verdanken.
    Wenn das mal kein böses Erwachen gibt.

  14. Und überhaupt das bayerische...
    Und überhaupt das bayerische Dorf. Da gibt es eine Phasenverschiebung. Während hier die Aufklärung nach 300 Jahren ganz allmählich in die dunkelsten Winkel einsickert, sind sie in den Städten längst wieder darüber hinweg.
    Fremdenfeindlich ist man dort heute nicht mehr aus Verbohrtheit, sondern um Frauen und Schwule vor archaischen Sitten zu beschützen.
    Mag sein, dass die alte Staatspartei diese Kurve nicht mehr kratzt, und mit den neoliberalen Feschisten koalieren muss, wie bei den alpenländischen Nachbarn.

  15. Sehr geehrter Don Alphonso,...
    Sehr geehrter Don Alphonso, Ihre Mutter hat, wie schon Ihre Großmutter zuvor, recht. Ein Apostroph kommt bei e noch dazu, aber so was Ausländisches lassen wir hier mal weg.
    Sie als Nicht-Fleischesser und Nicht-Alkoholtrinker sollten wissen, warum die das machen: Weil es so viel besser schmeckt. Großes Ehrenwort, wenn auch aus der unglaubwürdigen südlichen Schlucht.

  16. Auf hochdeutsch heiße ich...
    Auf hochdeutsch heiße ich Filz, auf kölsch Klüngel, auf altphilanthropisch Allium porrum.

  17. @HansMeier/DA: Diese...
    @HansMeier/DA: Diese Stadtleute sind ja wohl ‚fremdenfeindlich‘ mehr im Sinne von idiophob denn xenophob. Genau wie die Staatspartei auf dem Dorfe ihre tradierten Vorstellungen so lange stimmbringend propagieren konnte (siehe Dons Beispiel Scheidungsrecht) wie sie dem lokalen ‚common sense‘ entsprachen, koennen das die Gruenen nun in vielen staedtischen Kreisen. Und die Wertvorstellungen dort sind zwar neuer, aber deswegen ja nicht „schlechter“. Laecherlich wirds halt nur, wenn die frueher mal konservativen Parteien dann versuchen, den aktuellen gesellschaftlichen Konsens, der ueberwiegend auf Errungenschaften der 70er Jahre fusst, als ihr ureigenstes Anliegen umzudeuten (neuerdings gerne mit dem lustigen Begriff der christlich-juedischen Tradition).
    Ich bin gerne bereit, einen gesellschaftlichen Liberalismus als neue „Leitkultur“ anzusehen, die es auch zu verteidigen gilt – aber mit dem Partei-Katholizismus der 50er Jahre hat diese Kultur sicherlich nicht unbedingt viel zu tun. Insofern ist es umso schlimmer, dass die FDP sich entschlossen hat, am gesellschaftlichen Diskurs nicht mehr in ernstzunehmender Weise teilzunehmen. Eine klare, offene, liberale Partei, die eben nicht in neue Ideologien umschlaegt, wurde in Deutschland selten dringender gebraucht als im Moment (und, ganz davon abgesehen, koennte locker mit einem zweistelligen Prozentsatz naeher an 20 als an 10% rechnen).

  18. schreiben, einfach locker aus...
    schreiben, einfach locker aus der hand heraus, ohne herz, ohne seele. klappt doch prima.

  19. Seele wird oft überschätzt....
    Seele wird oft überschätzt.

  20. mag sein, mag selten vorkommen...
    mag sein, mag selten vorkommen :-) aber wenn schon mal einer eine tiefe seele hat, will er s nicht mal wahrhaben…gibts denn wenigstens die existenz des herzens ?

  21. Es gibt halt soviele -...
    Es gibt halt soviele – anscheinend immer mehr? – Untertanen, mit den oft schon rein sprachlich eher schlecht auf einen Nenner zu kommen ist, salopp gesagt.
    .
    Hier, der beschriebene Unternhemer, man kennt ihn, oder weiß oder glaubt zu wissen wie so jemand ist, was er noch meint, wie er als Gruppe sich verhält, welches Wissen vorhanden ist und warum und auch welches noch nicht, etc. (und welches nie kommen wird): http://www.faz.net/artikel/C31042/die-vermoegensfrage-die-stunde-null-nach-dem-betriebsverkauf-30452959.html
    .
    Tja, häufig ist eben auch die Stunde Null kein wirklicher Neuanfang. Und selbst wenn, würde es nichts nützen. Vorläufig auch nicht das Gespräch mit Kini.
    .
    Und zum Glück gibt es erfolgreich Privatisierte („Stunde Null bei den Vätern und Vorvätern, dankenswerter Weise), die für uns auch schon mal mit dem Kini reden, damit schon mal die Richtung stimmt; erfolgreich Privatisierte, die all das, wofür „Privatisierung“ steht, eben erfolgreich verkörpern … . Daher weiter so.
    .
    Und Dank der FAZ, dass sie solche Öffentlichkeit ermöglicht.
    .
    Am Rande: Wenn die Bundesrepublik (durchaus legitimer) Ur- oder Ururenkel der deutschen Kleinstaaterei wäre, und „Deutsche Innerlichkeit“ und Kleinstaaterei die im Grunde recht eigentliche und eigentümliche Seelenlage des Menschen hier in Mitteleuropa verkörpern würden, im Gurnde unveränderlich für jetzt und immer, dann würde der Rückübergang Bundesrepublik-Kleinstaaterei über wieviele Stufe gehen? Drei-Zwei-Eins? Und wann wäre er zu erwarten? Zwei Generationen bloß könnten noch schnell ins Land gehen. Ob es aber soviel Zeit noch braucht?
    .
    Historische Prozesse sind dazu da, dass sie unter herausragenden Einzelnen wie Helmut Kohl oder Barak Obama ganz durchschnittlich ablaufen.
    .
    Bücher sind nützlich. Bücher können wärmen.
    .
    Bzgl. der Gegenwart gilt ansonsten doch wohl eher: Es kommt nicht darauf an, welchen Eindruck ich hatte, sondern warum die anderen ihn auch nicht hatten.
    .
    Schön, dass Deutschland in dieser Zeit soviele Pilger hat, nach Lourdes, Santiago d. C. und sonstwo: … denn es steht geschrieben, dass der Menschensohn keinen Ort hat, sein Haupt zu betten. Und da nimmt er den Feldrain. Bei den Blumen.
    .
    Und: … und dann klopfen sie an und begehren friedlich Einlass: „In der Postmodere ist Omaha-Beach überall.“ Sozusagen. Nur anders: Leben ist Anklopfen. Da heißt es weghören.
    .
    „Your peers are your natural allies.“ Für Michelangelo waren das die anderen Bildhauer. Gleichzeitige gab es nicht. (Wie gerne viele trotzdem manchen Bloggern Modell stehen.)
    .
    Und Grüße an den Kini.
    .
    (Folgendes http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a7/Michelangelo%27s_Pieta_5450.jpg empfanden wir immer schon als ein recht überzeugendes Stück Arbeit in Marmor, möglicherweise kaum zu verbessern ausgeführt (evtl. das irgendein berufener Fernsehkünstler (von RTL etc.) hie und da doch noch etwas nachzuarbeiten sehen und ausleuchten könnte, wenn man den nur ließe), auch sehr glaubwürdig gesehen als comming-out eines 23-Jährigen. will sagen: Es gibt ein Werk von Rang, auch wenn ein Zeitgeist anderes wüßte. (Eulen nach Rom getragen? Ja.))
    .
    Das Überleben von Staaten dient vor allem der Allgemeinheit. Das Beschädigen von Staaten dient im Allgemeinen bestimmten Gruppen. Beides ist erlaubt. (Unsere besten Grüße deshalb durch ihn auch an die Medici!)

  22. Seele wird oft unterschätzt....
    Seele wird oft unterschätzt. Seele hat Angst.

  23. Man kann sich ja kaum...
    Man kann sich ja kaum erklären, wieso ausgerechnet der Kini im Dorf (zufällig ehemals 2. Bürgermeister der Großgemeinde) in der ersten Reihe, Bergblick, 80m vom Kindergarten entfernt, noch nicht mal Bauerwartungsland, eine dicke Biogasanlage genehmigt bekommen hat… Honi soit, qui mal y pense.
    In einem Dorf, dass sich erst vor 10 Jahren an den Kanal hat anschließen lassen, weil man Angst hatte, dass sonst zuviele Fremde – vielleicht gar Stoderer!!! – zuziehen könnten. Und jetzt regieren hier die Freien Wähler. Mir ham´s eich doch vorher gsagt, des werd nixn aso!

  24. Der Artikel beschreibt alle...
    Der Artikel beschreibt alle Nachteile, welche der freie Wohlstandskommunismus für die Eliten so mit sich bringt.
    .
    Gäbe es da ein bissel mehr Klassentrennung, Arbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung, umlaufende Schußwaffen und so, und dafür weniger Alters- und Krankenversicherungen etcetraa, dann bräuchte man seinen Untertanen nicht als als Bittsteller gegenübertreten.
    .
    Aus der Sicht der Reichen sind die in Schwellenländern üblichen Zustände weitaus erfreulicher als die einer liberalkommunistischen Marktwirtschaft.
    .
    Ich hoffe, die CSU zieht daraus ihre Lehren. Sie war in den letzten Jahrzehnten eben auch selber viel zu kommunistisch, viel zu liberal und viel zu atheistisch, und das hat sie jetzt davon, dass man sie einfach nicht mehr wählt.
    Haben die Potentaten denn gar nichts aus der Geschichte Ludwigs XVI gelernt? Hätte der mal rechtzeitig durchgegriffen!

  25. Seele essen Handkäs auf...
    Seele essen Handkäs auf

  26. "Porree" ist hier in...
    „Porree“ ist hier in Kurzvorsibirien aber auch keine übliche Bezeichnung. Wie man solches Suppengemüse auf dem hochdeutschen Wochenmarkt statt dessen nennt, darauf finden Durchlaucht bestimmt noch die Antwort.

  27. p57
    Sie meinen Sie...

    p57
    Sie meinen Sie „machtgestützte Innerlichkeit“.
    .
    Die Kleinstaaterei des 18. und 19. Jahrhunderts war vermutlich Deutschlands beste Zeit und wohl der abgebröselten Peripherie, die sich in diesem Zustand halten konnte.

  28. Was sind schon Versailles oder...
    Was sind schon Versailles oder Long Island gegen Sachsen-Weimar-Eisenach?

  29. @ DA.
    Das Haberfled treiben...

    @ DA.
    Das Haberfled treiben hat doch die ABL (Arbeitsgemeinshaft bäuerliche Landwirtschaft) veranstaltet. Und auch nicht gegen die Regierung sondern den bayerischen Bauernverband (Sonnleitner).
    .
    Die Staatspartei gibt es doch nun wirklich nicht mehr in BY. Die wird auch genausowenig zurückkehren, wie der Kini.
    .
    Gewählt wird sie doch nur noch von wenigen Überzeugten; der Rest wählt sie doch nur, weil alles anderen unwählbar sind. (Ziegenbock-Theorie).
    .
    Und wenn die Grünen ihre Altkommunisten (Tritt.ihn) und Bissgurn (Künast) loswerden, bekommen sie als Konservative bald auch auf dem Land noch mehr Stimmen. Sepp Daxenberger docet!
    Es grüßt aus Tuscien DF.

  30. Ob evtl. wohl jemand z. B. vom...
    Ob evtl. wohl jemand z. B. vom West-östl. Sofa mal Zeit und Lust hätte „etwas nach Westen“, also Richtung Frankreich zu reisen? Genauer: Ins Elsaß, dort Leute und Musik treffen? Einen Café zu trinken? http://www.aucafedescreateurs.fr/ Uns etwas vom Leben zu berichten, nicht nur „von toten Problemen alter Leute“.
    .
    „Puberg“ ist auch nicht weit von Frankfurt/Main z.B. http://www.hoplakommfestival.net/ (Wir sagen nicht, dass das gut ist, aber vielleicht interessant?)
    .
    Am Rande: Geld schützt nun mal vor Realität – und schafft Neue.
    .
    Ein bißchen konservativ darf schon sein. Die Größe dieses Bißchen bleibt allerdings entscheidend. (Und Werte in Zeiten der Pest waren welche?)
    .
    Dieser Blog ein Abgesang? Teilfunktion Grabrede? So frage du nur ruhig zu.
    .
    Und Egon Bahr hat mit 89 noch einmal geheiratet. Wahrscheinlich hat sie viel mehr Geld als er. Da kann er sich dann endlich doch noch mal ein paar schöne Tage machen.
    .
    Und das andere Ende der internationalen Hotel-Hochkultur wäre ganz sicher das Sofitel in New York mit seinen vielfältigen Angeboten und Gelegenheiten. Just opposite of Meran, you know? (Und wir bitten ausdrücklich, Meran immer zu grüßen!)

  31. HansMeier - wir schätzen Ihre...
    HansMeier – wir schätzen Ihre Bildung, Ihren Stil, Ihre weitgefassten Kenntnisse, Ihren Humor und Ihre Beiträge – also ja, ja auch!
    .
    Und mehr „umlaufende Schußwaffen“ – das fördert, wie bekannt, gezielt auch die Kunst vieler Chirurgen. Guns don’t kil l- bullets do.

  32. In Bayern wie auch anderenorts...
    In Bayern wie auch anderenorts mögen sich die Herrschenden ein anderes Gewand überstreifen, die realen Netzwerke bleiben doch bestehen und die Mitgliedsliste derselben ändern sich nur auf den hinteren Einträgen.

  33. im osten ist man da weitaus...
    im osten ist man da weitaus lockerer. es ist tradition und gewohnheit, daß die regierung wenig zustimmung und noch weniger sympathie hat. freilich, man kann nicht mehr einhundert prozent der stimmen vortäuschen. aber es regiert sich auch mit um die dreißig prozent der stimmen nicht schlechter. man kennt sich schließlich im demokratischen spektrum. und guten bekannten hilft man doch gern bei der bildung einer politischen gruppierung, die zwar anders heißt , aber deren programm weitgehend mit den etablierten parteien übereinstimmt und deren name etwas mit ‚bürgerlich‘ enthält. es geht ja schließlich um DIE demokratie, und soviele facetten kann die ja nicht haben, daß man dafür zig verschiedene parteiprogramme bräuchte – in der vielfalt der parteien zu einem ziel vereint, oder so. insofern ist man immer in der überzahl. und selbst wenn es irgendein naiv-parteiloser kandidat mal auf einen bürgermeisterposten einer wirtschaftlich völlig bedeutungslosen kleinstadt schaffen sollte – welches seiner kindischen projekte will er ohne die unterstützung seines hauptamtsleiters umsetzen, dessen amtsperiode länger und dessen politischer rückhalt in der bevölkerung so groß ist, daß er für unsere etablierte partei im kreistag sitzt? klar, politische leichtgewichte, die um jede stimme betteln müssen und im kreis- oder landtag unbeliebt sind, sodaß sie gerademal die ihnen unweigerlich zustehenden mindestzuschüsse zugestanden bekommen und nach spätestens einer wahlperiode entweder kooperieren oder abgewählt sind, nörgeln gerne, daß wir ‚bevölkerung‘ definieren als mitglieder der feuerwehr und des fußballvereins sowie betreiber und angestellte lokaler wirtschaftsprojekte. wenn die unsere finanzielle förderung nunmal mehr schätzen als seine warmen worte… – der onkel mit dem portemonnaie ist eben beliebter als die tante mit dem klavier. doch es ist nicht unser problem, wenn so ein phantast meint, demokratie und wohlstand auf einem umständlicheren weg erreichen zu können als über unsere gut ausgebaute, per länderfinanzausgleich finanzierte politische autobahn, auf der nunmal unsere regeln gelten. wenn sein ziel genau wie unseres die demokratie ist, warum sollte er dann eine abseitige, dunkle holperstraße nutzen? mißtrauen gegenüber solch windigen zeitgenossen ist also durchaus angebracht und die durch die falsche wahl entstandenen finanziellen probleme einer solchen irregeleiteten gemeinde sind ein deutlicher fingerzeig auf die unvermeidlichen konsequenzen, wenn man leichtfertig auf unsere ökonomischen kompetenzen verzichtet. wir können hier also unseren alteingesessenen wählern durchaus gut vermitteln, daß in der deedeeerr nicht alles schlecht war und damit auf ihre ihre nostalgischen gefühle rücksicht nehmen. die idee mit mehreren parteien gemeinsam auf ein ziel hinzuarbeiten, war nicht ohne logik, die zielrichtung war halt falsch gesetzt. auch die pflicht zur arbeit hatte durchaus ihren charme. natürlich kann man sowas nicht gesetzlich festschreiben, denn damit bestünde ja gleichzeitig die pflicht zur schaffung von arbeitsplätzen. aber weil es de fuckto bürgerpflicht ist, für den sieg der demokratie zu arbeiten und das nunmal nur in einem der geförderten betriebe möglich ist, versteht es sich doch von selbst, daß die mitarbeiter dieser betriebe willig für den fortbestand der demokratie und ihres durch uns geförderten wohlstands stimmen. zusammengefaßt: niemand kann sich etwas besseres wünschen als demokratie und wohlstand. wohlstand ohne demokratie wäre ein rückschritt. demokratie ohne wohlstand ist nicht mehrheitsfähig. unangepaßte bringen es nie zu wohlstand. demokratie und wohlstand für die angepaßten gibt es nur mit den etablierten. wozu braucht man also komfortable mehrheiten?

  34. perfekt57, aufgrund einer...
    perfekt57, aufgrund einer gewissen Familienbindung würde ich das gern machen, ich kann es ja vorschlagen – allerdings hat die FAZ jetzt dann auch einen neuen Pauschalisten in Paris, wie man hört. Solche Vorschläge bitte mit einem gewissen Vorlauf, dann kann ich auch schauen, ob da etwas gehen könnte. Dieser Beitrag ist nur etwas, das mir beim Heimradeln mit einem angerissenen Reifen durch den Kopf ging, astelle von „hoffentlich muss ich nicht 25 Kilometer schieben“
    .
    Don Ferrando, man handelte dort nach dem Motto „Wenn Du es dem Oano konnst besorgen, vaschiab an ondan ned af moagn“:
    .
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/haberfeldtreiben-seehofer-und-der-spott-der-bauern-1.452154
    .

  35. Ach, wenn Braunkohle gefunden...
    Ach, wenn Braunkohle gefunden wird, kommt der Bagger und weg ist die Untertanenmischpoke mit ihrer Heimatverbundenheit. Oder (noch besser:) Ölsand! Und wenn schon die lieben brennenden Fossilien nicht unterirdisch erscheinen wollen, erfindet man eben Olympiateilnahme und Wintersport-Begehrlichkeiten. Irgendwas gibt’s immer, was den Dorfmaden-im-Speck schon die Lust an Porreezucht und selbstgemachtem Erdbeerkuchen vertreibt. Nehmt ihnen die Heimat, dann lassen sie entwurzelt sich schon vom Machtwort dorthin treiben, wohin man sie haben will.

  36. Werter Don,
    sehr schön -...

    Werter Don,
    sehr schön – etwas weiter westlich, im Schwäbischen, ist man da ja nun schon etwas weiter (und das nicht nur was den Dialekt angeht). Wobei weiter nicht unbedingt besser bedeutet…

  37. @perfekt57
    Herzlichen Dank...

    @perfekt57
    Herzlichen Dank für die lieben Grüße.
    Obwohl wir im Prinzip die tümmelnden und anbiedernden Horden aus dem Norden, gleich welcher Klasse zugehörig, nur als Zumutung erleben. Hier sei einmal eine Ausnahme gemacht, von der sonst verinnerlichten Haltung, dieses Volk, das man sich nicht vorstellen will, wahrzunehmen.
    Wir wünschen uns nichts sehnlicher als eine Zahlstelle am Brenner, am Reschen und den anderen diversen Übergängen in die Wärme – vergessen wir nicht das Timmelsjoch, wo die Frischluftliebhaber auf Motorräder und in Cabriolets mit Krawall in ruhige, unschuldige Täler einbrechen, häufig auf dem Weg von Minga zu – „ihrem“ – Laaagooo – an denen der Gast sein Geld abliefert, dafür ein „Grüass Godd“ und die Erlaubnis zum fünfzehnminütigen Blick auf das gelobte Land erhält, bevor er in einem unterirdischen
    Supermercato den „Original Südtiroler Speck aus 100 % dänischen Antibiotikafacken“
    zugeteilt bekommt und zurückfährt.
    Ruhe im Land würde herrschen und die Einnahmen gemäß einem uralten Schlüssel (Waalschaft) von den Schützen an die glücklichen Bewohner verteilt.
    Und von wegen Meran „opposit“ der Hotelkultur des Sofitel New York. Auch hier in Untermais hat sich eines der bekanntesten Hotels zum Ort entwickelt, an dem alle Sehnsüchte der High End Class befriedigt werden. Wie Oligarchen, Popstars, gekrönte Häupter und Vertreter von altem und neuem Geld sich amüsieren, erfährt der Bustourist nicht. Aber in Mais hört man kreisende Hubschrauber seit einiger Zeit täglich, nicht selten ist der begehbare Humidor auf der Freiheitsstrasse ausverkauft und nicht nur die Mädels vom Eck gegenüber sind gut beschäftigt. Bunga, Bunga in Merano.
    Der Unterschied zu NY besteht in der Wahrnehmung. Hier herrscht nämlich südtiroler Freiheitssinn und deutsche Ordnung. Für den Rest, für alle Schweinereien ist Italien zuständig. Und manchmal, oft, eigentlich immer, werden wir halt dazu gezwungen dieses Casino mitzumachen. Auch wenn es uns sehr leicht fällt.
    Wie auf das herausgebrüllte „Grüß Gott“ jeden Deppens zu antworten, auch wenn es uns schwer fällt.
    A dieu

  38. Dass in Bayern früher das...
    Dass in Bayern früher das ganze Dorf eine Partei gewählt hat, ist nicht so rückständig wie es auf den ersten Blick erscheint. Es ist geradezu Avantgarde, wenn man bedenkt dass heute jede demokratische Wahl zu der sich 2 Personen stellen, gleich zur Kampfkandidatur (was immer das heissen mag) hochgejazzt wird. Bald wird man allerorten das Chaos ausbrechen sehen, wenn sich 2 Parteien wählen lassen wollen.
    .
    In Bayern hatte man also das instinktiv erfasst, was ich auch schon seit jahren predige: Wahlen sind-diskursanalytisch durschaut- nur eine halluzinatorische Antwort auf die von keinem Gott mehr zu vereinende Verschiedenheit der Diskurse!

  39. Lieber Don Alphonso, schön...
    Lieber Don Alphonso, schön ists da, wo Sie radln, nicht. Flach, ausgeräumt, Gewerbe- und Neubaugebiete, Maisfelder. Würden nicht einige Hundertschaften Windräder diese tote Landschaft beleben?

  40. Yog Sothoth, Esq., das ist...
    Yog Sothoth, Esq., das ist sicher ein feiner Trost für all die Verunsicherten in diesem schönen Lande! So gesehen verlieren sie auch jetzt die Wahlen nicht richtig, sondern nur diskursorisch.
    .
    obermais, bedaure das zu lesen. Die Mautstelle würde ich gleich in Gmund am Tegernsee einrichtigen, denn früh straft man am besten. Dass man in Südtirol nicht „wia e blinde Brema“ einkaufen darf, versteht sich von selbst, aber nach einer Weile weiss man, wie es ist und wo man was findet. Wie schaut es eigentlich gerade beim Haus Henrietta aus? Immer noch im Verfall, immer noch zu haben?

  41. @Don Carlos:
    Sie haben da...

    @Don Carlos:
    Sie haben da einen wichtigen Gesichtspunkt angesprochen: die Vermittlung und Verteilung der Fördermittel, die der lokale Kini als der „Onkel mit dem Portemonnaie“ vor Ort ausschütten lässt. Neben verbundsteingepflasterten Dorfplätzen, neuen Feuerwehrhäusern nebst Löschfahrzeug, Kröten-Biotop mit Randpflanzungen aus „Bäumen des Jahres“ u.a.m. gibt es möglicherweise ja auch Radwege, auf denen die Reifen nicht so leicht zerreißen. Aber ein harter Rennradfahrer wählt vermutlich eh die Fahrbahn, um den Windhauch des 40Tonners im Nacken und dessen Diesel-Abrauch in der Nase zu spüren. (Lieber Don, bleiben Sie bei Ihren abendlichen Touren gesund und heil).
    .
    Diese „Fördermittel“ bringen mich auf die Palme: die Kommunen greifen unbesehen zu, auch für Dinge, die so richtig gar nicht gebraucht werden: „Ist ja fast umsonst, nur 10% Eigenbeteiligung. Zugleich beginnt das Jammern über die unzureichende Ausstattung der Kommunen durch das Land, das jeden Euro aber immer nur einmal ausgegeben kann.

  42. Landsberger, ich weiss, dass...
    Landsberger, ich weiss, dass das problematisch ist. In Egweil zum Beispiel ist jetzt das besagte Feld mit den Solaranlagen: Das fällt kaum auf. An die Ställe mit den Solaranlagen hat man sich auch gewöhnt. Ich persönlich finde Hochspannungsmasten schlimmer. Man muss aber auch sehen, dass die Frage der Energiespeicherung mindestens genauso wichtig wird. Das sind vielleicht dann sogar die grösseren Eingriffe in die Natur. Ich denke, man wird sich über alles unterhalten müssen -vor allem jedoch über das Energiesparen. Nur bitte in sinnvollen Bereichen; Häuser totisolieren ist meines Erachtens Irrsinn. Und schlimmer als jede Windkraftanlage.
    .
    Werter Chris, danke – die Hiesigen sind voller Grauen ob dessen, was dort passiert ist. Es macht nicht so die Schlagzeilen, aber seitdem ist man in Bayern vorsichtig geworden mit Flughafenausbau und Donauregulierung. S21 ist überall. Der Tod auch.

  43. Boräh heisst auf Hochdeutsch...
    Boräh heisst auf Hochdeutsch Lauch.

  44. Lauch !
    In hochdeutsch heißt...

    Lauch !
    In hochdeutsch heißt das Pflanzerl Lauch.
    Aber Pflanzerl ist schon wieder was anderes oder ?
    herrohlson

  45. Das wäre geradezu eine...
    Das wäre geradezu eine „Reihe“ wert. „Sparen, Speichern, Spinnen – Energieumbrüche im Westviertel und über den Erdbeerallmenden.“
    .
    Dass die Gegend bei Ihnen nichts taugt, sagt aber nichts über Ihr fotographisches Werk. Auch Leere (landschaftliche, architektonische…) kommt da gut heraus.

  46. Und wie teuer, lieber (darf...
    Und wie teuer, lieber (darf ich?) Don Alphonso, darf das Vergraben der Stromleitungen sein, damit wir den Spitzenstrom weiter nach D liefern dürfen wie schon seit über 80 Jahren?

  47. @HM 03. Juli 2011, 21:25: Ja,...
    @HM 03. Juli 2011, 21:25: Ja, das mit der Phasenverschiebung hat was.
    @obermais: ob türkisches All-Inclusive-Hotel oder das, was Sie beschreiben – ich werde das Gefühl nicht los, daß diese Spektakelghettos sich nicht mehr sonderlich lange halten können.

    Erinnert sich noch wer an Wikileaks? Hier ist ein recht ausführlicher Artikel über Bradley Manning:
    http://nymag.com/news/features/bradley-manning-2011-7/

  48. @Schluchten-Ossi: ja das gibt...
    @Schluchten-Ossi: ja das gibt dann irgendwann ein Arbeitsbeschaffungsprogramm: Stromleitungen vergraben. Muß man ja, weil die oben hängenden abgezwickt werden und an die Schrotthändler verkauft. Wie neulich mal wieder bei den Bahnoberleitungen (ein Teil der derzeitigen Bahnverspätungen kommt durch kleinkriminelle Eingriffe zustande, sei es Metall stehlen, sei es „politisch“ rumzündeln).

  49. "S21 ist überall. Der Tod...
    „S21 ist überall. Der Tod auch.“
    .
    Wie sagten sich die klugen Bremer Stadtmusikanten?
    Etwas Besseres als den Tod findet sich allemal!

  50. Aber nicht, wenn man CSU...
    Aber nicht, wenn man CSU heisst!
    .
    Ich denke auch, dass das Verbuddeln eine riesige Subveentionsgeschichte werden wird, und die ganze Baubranche wird begeistert sein.

  51. herrohlson, ja, aber wenn man...
    herrohlson, ja, aber wenn man in Bayern Lauch sagt, meint man damit die kleinen Lauchzwiebeln.
    .
    colorcraze, danke für den Hinweis.

  52. ja so isses im Backyard...
    ja so isses im Backyard Germanys, wo alle ihre Anleihen entnehmen. Einfach schon deswegen, weil so viele in die Stadt ziehen. Und dort das Kleinklein Dorftypischer Abhängigkeiten zelebrieren. Mir wäre es lieber, wenn die Könige auf dem Land für mehr Personal-Bedarf sorgen würden und nicht alles in Alterswohnsitze umgewandelt wird. Allein schon damit es in der Stadt nicht immer enger wird…

  53. Die Stuttgarter wollen jetzt...
    Die Stuttgarter wollen jetzt auch mit ihren Untertanen reden.
    .
    Wie man es als moderner Herrscher heutzutage halt macht als top-down- Botschaftan die Masse:
    Mit einem merk-würdigen Logo (2 Comicsprechblasen, eine für „oben“ und eine für „unten“, hihi) als Symbol für obrigkeitlichen Bewusstseinswandel.
    http://www.designtagebuch.de/ein-neues-logo-fur-die-region-stuttgart/
    Merk-würdig durchaus im Sinne des neutraleren „bemerkenswert“.
    .
    Dass immer noch „oben“ und „unten“ auch grafisch aufgegriffen wird, zeigt mir, dass es in den machenden Köpfen noch ein weiter Weg zum echten Dialog und zur Augenhöhe ist. Zum Dialog braucht es Augenhöhe, sonst ist der eine Farce.
    .
    Verräterisch ist auch der comic-hafte Stil der Idee-Ausführung nach dem Motto: „Meint man es wirklich ernst, oder ist es nur ein modernes Polit-Medienspäßchen einiger „social-media-driven“ Agenturheinis, weil „social“ grade schwer in Mode ist?“ Letzteres dürfte sich der Bürger wohl meist denken.
    Ambiguity is a way of life.

  54. @N°5: In der Stadt wird's...
    @N°5: In der Stadt wird’s nicht enger, weil immer mehr hinziehen, sondern weil die, die dort leben, immer mehr Wohn- und Parkraum benötigen. Eine Ysetta benötigte halt weniger Platz als ein Pfefferporsche. Und der Herr Student mit Zweizimmerwohnung belegt heute den Platz, den noch in den siebziger Jahren eine vierköpfige Familie belebte.

  55. Wir brauchen für die...
    Wir brauchen für die Speicherung der Sonnen- und Windenergie große Speicherseen. Ideal wäre eine Speicherbefüllung etwa des Tegernsees, zu der der Wasserspiegel bei Tag und Wind um 15 Meter angehoben wird, bei Nacht und Flaute aber eine Generatoren betreibende Spiegelsenkung stattfindet.
    .
    INtelligenzgeminderte Anlieger kämen wahrscheinlich mit fortschrittsbremsendem Wutbürgerquatsch daher, aber ein Projekt, das allen dient, darf nicht aufgehalten werden.

  56. liebe colorcraze, lieber...
    liebe colorcraze, lieber aschemcinqcinqcinq, der phasenverschiebung wegen liebe ich das landleben. in dem beschaulichen nest, das wir mit unserer bescheidenen anwesenheit beehren, fällt eine alte burg nicht weiter auf. fehlte sie, wäre das auffällig.
    .
    lieber prince Matecki, apropos ancien régime und die ewige partei: allgemeines halsjucken vom grünen ausschlag mit roten zierpusteln.
    .
    lieber Don Carlos, damit haben sie den zustand dieser demokratie recht nett umschrieben, und mit dem exkurs zur östlichen ehemaligen republik auch ein wenig gemein, was sehr nett ist.
    im prinzip scheint es jacke wie hose, was gewählt wird, denn es wechseln nur die schweine, die tröge bleiben (und zwar hier).
    .
    bester T.I.M., so ist es. das potential wäre vorhanden, allein die f.d.p. versaubeutelt ihre chance nach kräften, weil ihr personal seit jahren aus potemkin-staffagen besteht, die oberflächenpolitur mit tiefgangschärfung velwechsern (gut, woanders sieht es nicht wesentlich besser aus, aber es fällt nicht so auf, u.a. grünen chefredakteuren sei dank) und sich bei allem gelärme dann wundern, dass die leute schauen.

    macht impliziert auch immer die frage ‚macht wozu‘.

    die f.d.p. sucht bereits ziemlich lange nach auswegen aus ihrer personal- und damit letztlich inhaltsmisere.
    gestern abend wurde schatzimakakis im küchenradio gefoltert.
    das hat etwas vom dschungellager, aber wer sich in gefahr begibt, kommt darin um.

  57. Schön ist auch der Kontrast...
    Schön ist auch der Kontrast zum Filser selig, der hatte tatsächlich weniger Probleme, große Bardeibollidick zu erklären. (Und gegen Warzen hilft ganz sicher Katzndregg, man muss ihn aber bei Vollmond um den Bauchnabel reiben.)
    Irgendwie kollidiert die personale Identität der Leute mit der ihnen gewaltsam aufgezwungenen globalisiert-neoliberalen neuen Phantomidentität auf dem Dorf tatsächlich heftiger als in der Stadt. Sympathisch.

  58. Landsberger, gegen eine...
    Landsberger, gegen eine Flutung von Rottach und Kreuth – da sind dann auch grosse Flächen vom Wildbad bis zum Wallberg – würde ich mich nicht aussprechen.
    .
    Besucher, die Leute auf dem Land und viele in der Stadt machen das meines Erachtens nur begrenzt mit, diese Digitalisirung: Genau so weit, wie es ihnen etwas bringt. Der Rest ist ihnen egal. Leute, die von „Outernet“ sprechen und damit die Realität meinen, halten die zurecht für durchgeknallt.

  59. Guter Tip, Donna Laura, sehe...
    Guter Tip, Donna Laura, sehe die Wiederholung gerade bei Phoenix. Will heissen: Ich hoere, die Bilder denke ich mir. Merci mon coeur.

  60. Vroni, ja, das Stadtlogo dient...
    Vroni, ja, das Stadtlogo dient dem herrschaftlichen Diktat. Die Sprechblase unten antwortet stets brav das Gewünschte. So wie man das von einem Schwaben mit Recht erwartet.
    .
    Das Logo für Stuttgart wird auf immer in dem Bild des von unseren Freunden & Helfern verstümmelten Rentners bestehen.

  61. Einer der noch wirklich mit...
    Einer der noch wirklich mit Untertanen reden konnte ist heute gestorben, immerhin im – wie sagt man – gesegneten Alter von 98 Jahren: Otto Habsburg – Lothringen. Eigentlich sollte man ja Seine kaiserlich – königliche Hoheit sagen…

  62. @Donna Laura - "... alte...
    @Donna Laura – „… alte burg“
    Seien Sie Ihren Vorfahren dankbar, ein derartiger Bau würde heutzutage vermutlich nicht mehr genehmigt werden. Oder wenn doch, fiele der Bau anschließenden Protesten zum Opfer. Wenn im 19. Jahrhunder das heutige Planungsrecht bestanden hätte, gäbe es jetzt in Deutschland weder Eisenbahnen noch Bahnhöfe noch Probleme mit letzteren.
    @Vroni – Stuttgart-Logo:
    Wie wäre es mit folgendem Logo für etwelche Infrastrukturprojekte?
    http://www.ffw-schliersee.de/images/st-florian.gif

  63. By the way, the pics: was ist...
    By the way, the pics: was ist das für ein Behältnis, das da als Regentonne verwendet wird? Früher wurden dafür gern BASF-Gebinde genommen, die genau so aussahen, allerdings blau. War grau nicht Bayer Leverkusen?

  64. Hihi, ein Kollege war wohl in...
    Hihi, ein Kollege war wohl in der Humboldtbox und hat dort Eisbecher getestet. Klingt lustig, mit der ganzen Provisorischkeit wie Infobox (die hat mir seinerzeit gut gefallen). http://www.faz.net/artikel/C30997/in-der-humboldt-box-jawoll-hauruck-zackzack-30453984.html
    Aber vielleicht ist es ja auch die von HansMeier angesprochene Phasenverschiebung – er wohnt schätzungsweise nicht hier, ich schon, weshalb es mich bisher nicht angelockt hat.

  65. Werte Donna Laura, sind Sie...
    Werte Donna Laura, sind Sie denn nicht von den Auswüchsen der industrialisierten Landwirtschaft umgeben, wenn Sie so sehr ländlich wohnen?

  66. wie absehbar, die griechen als...
    wie absehbar, die griechen als die nächsten ossis: http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/8614438/Greece-must-sell-off-assets-East-German-style.html

  67. Noch eine Kolonie. ich sage es...
    Noch eine Kolonie. ich sage es nur ungern, aber wäre ich ein Grieche, ich würde auch auf die Barrikaden gehen. Dass das nicht ohne Verarmung der Griechen und Bereicherung von den üblichen Krimipitalisten vonstatten geht, ist offensichtlich.

  68. Vor allem: Griechenland wird...
    Vor allem: Griechenland wird trotzdem pleite gehen. Man reisst sich jetzt nur noch die Assets unter den Nagel.

  69. Griechenland ist eine wichtige...
    Griechenland ist eine wichtige Urzelle unserer europäischen Kultur, die seitdem noch immer alle anderen nachhaltig übertroffen hat, vor allem die im Niedergang begriffenen anderen. Das muß zwar nicht honoriert, aber doch im Kopf behalten werden.
    In das moderne Europa und die Euro-Zone hat sich Griechenland wohl hineinbetrogen, und ich würde gerne wissen, wer dabei alles – und warum – die Gaunerleiter gehalten hat.
    Jetzt muß korrigiert, aber nicht kolonisiert werden.
    Und noch eines, Herr Don: Sind durch Barrikaden – und die Leute, die darauf gehen – schon irgendwann einmal irgendwelche Probleme wirklich gelöst worden ?

  70. Je aelter er wurde, um so...
    Je aelter er wurde, um so lieber hoerte ich ihm zu, wenn er, was sehr selten passierte im Fernsehen (kann doch bilden) oder im Radio sich aeusserte.
    Gerne stellte ich mir vor, wie er versuchte Joseph Roth in dessen Lieblingskneipe vom Saufen abzubringen.
    Das Lokal lag in der Rue de Tournon, drei Haeuser weiter war ich oft zu Gast. Unterm Dach, in einer Dienstbotenwohnung (steht mir dienstgradmaessig zu).
    .
    Ach, Erinnerung. Ich erhebe mein Bordeauxglas. Gehaben Sie sich wohl, Koenigliche Hoheit! Dass ich frueher in jugendlicher Ignoranz ueber Sie laechelte, ist verzeihlich.

  71. @ Don Alphonso: Eigentlich...
    @ Don Alphonso: Eigentlich sollte iregndwann bald mal jemand aus der Partein Ihnen einen Verdienstorden andrehen fuer die schoenen Photos, die sind meist besser als die in den Touristikbroschueren.
    .
    Fuer den Text auch, obwohl, von der Partei wird der Orden nicht kommen.
    Was Griechenland angeht, letztich aber auch BRD: alle Buerger sind „Miteigentuemer“ und in die Haftung zu nehmen, denn man hat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Und wenn man bei der Bestellung des Managements nicht aufgepasst hat, dann muss man als Besitzer die Firma entweder pleitegehn lassen, oder Kapital nachschiessen.
    .
    Da hilft dann auch Demonstrieren nicht viel.
    .
    Wurde eigentlich in Ungarn viel demonstriert in den letzten 25 Jahren? Mal abgesehen von den deutschen Botschaftsfluechtlingen damals? Dort ging es naemlich in den 80ern verschaerft so zu wie hier laecherlich beschrieben: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,771303,00.html , denn in Ungarn gab es damals gar inoffiziell verbindliche Preislisten fuer Behandlungen: 100 Forint um einen Zahn zu ziehen, 5000 um ein Kind zu kriegen….

  72. "Don Alphonso
    04. Juli 2011,...

    „Don Alphonso
    04. Juli 2011, 23:04
    Vor allem: Griechenland wird trotzdem pleite gehen. Man reisst sich jetzt nur noch die Assets unter den Nagel.“
    Genau. Guter alter East-German-Style. Eine Wonne für Glücksritter und Taugenichtse. Es gibt viel zu verteilen, holen wir’s raus! Wo kann ma sich anmelden?

  73. Man kann das Wort insolvent...
    Man kann das Wort insolvent nicht ohne insolent buchstabieren.

  74. @prince
    ich habe 1976 in...

    @prince
    ich habe 1976 in Hamburg Fahrzeuge der Führungsakademie der BW mit der seit Jahren gesetzlich geforderten Warnblinkanlage ausgerüstet. Fast alle dort versammelten Sternträger mit Laub konnten mit den Untertanen reden. War erschreckend für mich 18jährigen. Hat aber auch mein Weltbild geprägt.
    Wo wären wir jetzt, wenn der Geist nach dem punischen Krieg I die Herrschaft übernommen hätte?

  75. "Man kann das Wort insolvent...
    „Man kann das Wort insolvent nicht ohne insolent buchstabieren.“.
    .
    Um das zu ertragen, seien Sie indolent.

  76. Seele wird krass...
    Seele wird krass unterschätzt, sonst wär sie nicht überall so billig im Angebot.
    .
    Seriöse Kurtisanen achten darauf, immer nur ihren Körper zu verkaufen. Aber wer bringt das den jungen Leuten heute noch bei?

  77. Man reisst sich die Assets...
    Man reisst sich die Assets unter den Nagel? Dann ist ja aus unserer Sicht alles in bester Ordnung. (Für mich bitte Athos und Olymp).

  78. Wenn Forschung sich als Lehre...
    Wenn Forschung sich als Lehre tarnt:
    .
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,772332,00.html

  79. @prince Matecki: Ob der...
    @prince Matecki: Ob der Sensenmann zu Hr.Habsburg wohl auch „Kaiserlich-königliche Hoheit, es ist Zeit!“ gesagt hat?

  80. @Fritz, 0:30.
    .
    Auch das...

    @Fritz, 0:30.
    .
    Auch das sollte Bestandteil des BWL/MBA-Studiums sein, wie man stilvoll pleite geht.
    („Damit Ihr „erstes Mal“ für Sie und Ihre Partner zum unvergesslichen Erlebnis wird“…).
    Man hat Ihnen den Strom abgestellt? Offerieren Sie den Investoren ein Candlelight-dinner.

  81. Der Trend geht zum...
    Der Trend geht zum Insolvenztourismus.
    Leisten Sie ihren Offenbarungseid nicht irgendwo, sondern an einem angemessenen Ort, z.B. in Griechenland. Leisten Sie sich zuvor nochmal einen richtig exquisiten Einkauf in Venedig.
    Erkundigen Sie sich bei Ihren Hauptgläubigern nach der bevorzugten Musikrichtung und besorgen Sie auch für deren Partner ein mondänes Parfüm.

  82. hmm, bei meinen letzten...
    hmm, bei meinen letzten Ausflügen ins weissblaue Hinterland hatte ich tatsächlich den Eindruck es ist nicht mehr wie es mal war. Es ist eher wie bei mir, in der preissischen Großstadt.

  83. @ DA 4.7. 22:30
    Mein Mitleid...

    @ DA 4.7. 22:30
    Mein Mitleid mit „den Griechen“ hält sich in Grenzen. Der jetzige Zustand ist doch eher das Ergebnis kollusiven Zusammenwirkens der weitaus größeren Mehrheit der Bevölkerung, als das Wek von ein paar bösen Kapitalisten.
    Unbestritten gibt es viele Opfer, aber die Mehrheit ist selbst für das Schlamassel verantwortlich.

  84. bestpilot, sicher hat sich da...
    bestpilot, sicher hat sich da einiges – auch zum schlechteren – verändert. Aber ich denke auch, dass es deshalb solche Gegenreaktionen gibt, die sich zurückbesinnen, ohne die negativen Seiten zu fördern.
    .
    Don Ferrando, ich tue mir da insofern etwas schwer, als man in Griechenland eher Herrschaftsverhältnisse wie in Ägypten denn in Deutschland hatte. Man vergisst manchmal, dass Griechenland auch das Vaterland der Oligarchie ist.

  85. Don, wieso formulieren Sie im...
    Don, wieso formulieren Sie im Futur? Griechenland IST pleite.

  86. Die Klienten haben auf ihre...
    Die Klienten haben auf ihre Patrone vertraut und jetzt dreht man ihnen einen Strick daraus: „Mitgehangen, mitgefangen“.
    Die Patrone haben das billige EU-Geld nicht in investiert, sondern einfach Jobs für ihre Klientel geschaffen.
    Und jetzt schau an: Die Klienten verfügten nicht über die „demokratische, staatsbürgerliche Reife“, diese Jobs und dann einfach abzulehnen („tut mir leid, aber ich kann das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, gepumpte Staatsknete anzunehmen“.).
    .
    Demokratie ist, wenn alle mitschuld sind. Wer wüsste das besser als wir Deutschen.

  87. Ich stimme Mondry (5.7.,...
    Ich stimme Mondry (5.7., 00:21) und Don Ferrando (5.7., 8:54) zu.
    Der Hinweis unseres Gastgebers auf Griechenland als Heimat der Oligarchie und Ägypten vernachlässigt schon, daß es die Ägypter trotzdem gescvhafft haben, einen Regierungswechsel herbeizuführen. Warum hätte dies den Griechen nicht möglich sein können?

  88. lieber Yog Sothoth, Esq.,
    wenn...

    lieber Yog Sothoth, Esq.,
    wenn der Trauerkondukt mit dem Sarg eines verstorbenen Habsburgers aus der regierenden Familie ans Tor der Kapuzinerkirche kommt, wird angeklopft und nach spanischem Zeremoniell um Einlaß für die arme Seele gebeten.
    Im Tode sind wir alle nur arme Seelen; manchen ist das klar, vielen nicht.

  89. lieber Filou,
    les chambres de...

    lieber Filou,
    les chambres de bonne unterm Dach waren das poetische Quartier für junge Menschen! (so hab ich auch mal gewohnt, mit einem Wasserkocher gekocht, fürs Kinderhüten gabs als Mahlzeit ein oeuf mimosa, deutsch: ein halbes hartes Ei auf einem Salatblatt mit Mayotupferchen, Gertenschlanksein war wirklich keine Kunst, eher das Sattwerden…) Jetzt allerdings zu sündteueren studios ausgebaut; Sie habens zeitlich also ganz richtig erwischt.
    Die Pariser Emigration: Joseph Roth, Ödön von Horvath…

  90. naja, es ist einfacher, einen...
    naja, es ist einfacher, einen Despoten zu stürzen, der im Land bleibt, als ein erpressendes Bankenkonsortium, das man immer brauchen wird.

  91. Mein Gott, Touristen halt. Ich...
    Mein Gott, Touristen halt. Ich fordere ja schon länger eine Mautstation in Gmund für Münchner, Berliner und anderes schnell fahrendes Volk.
    .
    Pleite sind wir alle, es hat sich nur noch nicht ganz rumgesprochen.

  92. @Don Ferrando - "... Mitleid...
    @Don Ferrando – „… Mitleid mit den Griechen“.
    Ich stimme Ihnen zu. In dieser Zeitung wurde jüngst der Begriff „Stimmenkauf“ verwendet: Gegen extensiven Zugang zum aufgeblähten Staatsdienst sind den griechischen Wählern ihre Stimmen „abgekauft“ worden.
    Die Wut der Protestgriechen richtet sich u.a ja auch gegen Deutschland. Hier sind es die deutschen Wähler, die eine Abneigung gegen fortgesetzte Griechenlandhilfen artikulieren. Die „bösen Kapitalisten“ Deutschlands, sprich die deutschen Banken Banken, wollen ja durchaus mit fortgesetzter Griechenlandhilfe weiter leben, um das eigene Engegement zu retten.

  93. @Foersterliesel:
    "......

    @Foersterliesel:
    „… regierende Familie“? Im österreichschen Herzen also immer noch! „Im Tode sind wir alle nur arme Seelen“, aber doch nur ausgewählt armen Seelen wird der Einlass in die Kapuzinergruft gewährt.

  94. Pleite sind wir alle, es hat...
    Pleite sind wir alle, es hat sich nur noch nicht ganz rumgesprochen.
    .
    Mit Verlaub, ich nehme mich aus. Ich habe noch ein altes 5-Mark-Stück, geerbt vom Onkel.

  95. lieber JR,
    nicht mal für...

    lieber JR,
    nicht mal für alle namens Habsburg ist Platz in der Kapuzinergruft,
    aber es steht Ihnen frei, für Ihren corpus ein Mausoleum zu errichten das weitaus prächtiger als diese Kirche eines städtischen Bettlerordens ist.

  96. Nun, ich habe Immobilien,...
    Nun, ich habe Immobilien, viele Silberkannen und irgendwo auch noch ein paar Schweizer Franken.

  97. @Don&Don
    .
    Wir sind genauso...

    @Don&Don
    .
    Wir sind genauso oligarchisch.
    Welche Position ein Deutscher politisch einnimmt (also nicht verbal, sondern wirksam, im Wahlverhalten, Parteispenden, Demonstrieren oder Zuhausebleiben) hängt nicht von irgendwelchen abstrakten Überzeugungen ab, sondern immer nur von Pfadabhängigkeiten.
    Die CDU/CSU ist der kollektive Patron, und was der tut, wird gemacht, da hat man kaum Einflußmöglichkeiten und vermißt sie auch nicht.
    Es ist genau wie im ZK der SED. Irgendwann entschied sich Kohl für die Währungsunion, und damit blieb der übrigen CDU-Riege nix übrig, als auch dafür zu sein, und danach mußte die Parteibasis auch dafür sein und danach auch die Wähler.
    Beim Kosovo-Krieg dasselbe in Rot-Grün.
    Für die Bankenrettung hatten wir eine Große Koalition.
    Auch außerhalb Ägyptens funktioniert die Willensbildung pyramidenförmig von oben nach unten, und keineswegs andersrum.
    .
    Es ist so simpel wie es klingt: Es gibt im heutigen Europa keine politische Willensbildung außerhalb der Politikerkaste, das Volk kann darf immer nur akklamieren und hat dabei ungefähr so viel Wahlfreiheit wie im 18. Jh. bei der (jeweils nach einem Thronwechsel fälligen) Untertanenhuldigung.
    .
    Daran ist das Volk so schuldig oder unschuldig wie an seiner Unmündigkeit überhaupt.
    Kant hatte dazu eine klare Position, Dostojewskis Großinquisitor eine andere, m.E. weitaus vernünftigere.
    .
    Aber jetzt kommt erstmal der Gerichtsvollzieher.

  98. "Pleite sind wir alle..." - da...
    „Pleite sind wir alle…“ – da wage ich für grosse teile der sdg zu wiedersprechen.
    .
    wenn sie, lieber don, alle schulden auch des staates auf den einzelnen bürger rechnen, wird es in der tat für manchen schwierig.
    .
    aber hey, irgendwo gibt es doch eine tilgungsinitiative, von der ich kürzlich las. zahlen sie einfach in irgendeine der landeskassen ein, und sie haben immerhin das gefühl, etwas getan zu haben, sinnvoll oder nicht.

  99. lieber JR, ganz gewiss würde...
    lieber JR, ganz gewiss würde es heute keine baugenehmigung dafür geben…
    .
    liebe colorcraze, es geht. schliesslich sitzen wir nicht im nordosten zwischen den hühnern.
    im übrigen tauschen wir die saison über ganz heftig das obst mit dem nachbarn. dennoch finde ich unsere kirschen – wie die seele unseres lieben, geschätzten gastgebers: pechschwarz und süss – besser als seine, dafür hat er mehr bäume, die einen tick später blühen und werfen.
    demnächst werden wir in äpfeln ersticken…

  100. donna laura, wenn es hart auf...
    donna laura, wenn es hart auf hart ginge, wäre die Schulden – und Forderungslawine eine unerfreuliche Sache, zumal dann die Fordeerungen bestehen bleiben, die Assets jedoch recht schnell wertlos wären. Dass ein 100 100-Euro-Scheine so viel wie ein Gemälde wert sind, basiert allein auf unserem Glauben, dass es so ist. Ich aber bezweifle das massiv. Ich glaube, wir leben alle in einem grossen Trugschluss, und was wirklich passiert, wenn Griechenland pleite geht – das kann man sich schlecht vorstellen. Zumal ja Griechenland nun schon zum ichweissnichtwievielten Male gerettet wird.

  101. Liebe Foersterliesel, links...
    Liebe Foersterliesel, links und rechts hinter dem immer geschlossenen zweifluegeligen Tor befanden sich die ganz teuren Wohnungen. Der Salon zeigte zur Strasse, die andern Raeume zogen sich um den Innenhof. Die sogenannte 5te Etage wurde in den besseren Zeiten als Trockenraum oder Lagerplatz benutzt, die wirklichen Dienstbotenwohnungen befanden sich darunter. Dieser Dachboden wurde zu kleinen Appartements umgebaut, die Nassraeume zeitigten die ganze Handwerkskunst der pariser Klemptner. Aus den zwei Mansardenfenstern schaute man auf den Innenhof, wo die soignierten Mieter ihre Autos vor dem gierigen Zugriff der Parkuhrenwaechter versteckten.
    Ruhig war es dort. Bis auf den Sonntagmorgen, wenn der eine kulturbeflissene Mieter seine 40 Megawatt-HiFi-Stereoanlage ans AKW anschloss-dann war die Verdi’sche Hoelle los: Grosses Orchestergetoese mit fundamenterbebenden Paukenschlaegen, danach das Geschrei einer Saengerin-und weil’s so schoen war, dasselbe noch einmal.
    Die Miete war grauenvoll hoch. Die Weisheit der damaligen Regierung hatte allerdings einige sehr mieterfreundliche Regelungen ersonnen, sodass meine Gastgeber ab einem bestimmten Moment Mieterhoehungen nicht akzeptierten und der Vermieter (irgendein anonymes Conglomerat) zaehneknirschend einen Status quo dulden mussten.
    .
    Schlankbleiben war nie mein Problem. bei meinem allerersten Parisaufenthalt ernaehrte ich mich von Crepe Grand Marnier, Kaffee und Gitanes. Der Rest des Tagesbudgets ging fuer die Fahrkarte von Paris nach Croix-de Berny drauf. Dort hatte mir ein freundlicher Mensch eine leere Bude in einem Studentenheim vermittelt.
    .
    Man kann ueber Paris voellig zu Recht geteilter Meinung sein, aber sie ist die einzige Stadt in der ich mich von Anfang an warm aufgenommen fuehlte. Immer. Bis heute.
    Frueher, na gut, half einem der Charme der Jugend. Heute muss ich mit etwas Geld und dem Charme des reiferen Menschen nachhelfen. Habe ich gerade „reifer“ geschrieben? Das war Ironie.
    .
    Hach, mich ueberkommt so eine seltsame Sehnsucht. Wo steht der Bordeaux? Neinneinnein, dafuer ist es noch viel zu frueh! Also heute Abend à la votre…
    .
    PS: Verdi habe ich nie gemocht. Seitdem ueberhaupt nicht mehr.

  102. Diese Kommentare driften...
    Diese Kommentare driften langsam ins düster-melacholische ab…Der Einzug der Moderne ins baierische Hinterland, tote Habsburger, Pleite-Griechen…Ich hoffe es geht demnächst wieder um Fahrräder, silberne Teekannen und leckeres Essen :)

  103. sicher, lieber don, letztlich...
    sicher, lieber don, letztlich ist nur auf den materialwert verlass, und auch nur dann, wenn das material noch als verwendbar betrachtet wird.
    auf einem flohmarkt habe ich neulich passepartouts gekauft. die bilder, die darin steckten, werden wohl wärmeenergie erzeugen. in der verbrennungsanlage.
    nichts bleibt.
    .
    lieber HansMeier555, dann werfen doch mal einen blick richtung alpen über den zaun, richtung südwesten. die schweizer sind ganz zufrieden, und dies m.e. nicht ganz grundlos.

  104. @DA - "... was wirklich...
    @DA – „… was wirklich passiert, wenn Griechenland pleite geht“:
    siehe „Ein Staatsbankrott ist halb so schlimm“ in dieserZeitung …
    http://www.faz.net/artikel/C30638/krise-in-griechenland-ein-staatsbankrott-ist-halb-so-schlimm-30015685.html
    Ich habe noch aktuellere Artikel mit gleicher Tendenz in Erinnerung, diese aber so schnell nicht gefunden.
    Als Gefahr für den Euro kann ich das auch nicht sehen, mit 2% der Wirtschaftskraft des Euro-Raumes oder meinetwegen 6%, wenn noch weitere Kandidaten mitgehen.

  105. In dieser Zeitung stand lange...
    In dieser Zeitung stand lange auch, dass Super-GAUs unvorstellbar und die amerikanische Finanzkrise eine vorübergehende Erscheinung ist.
    .
    Donna Laura, ich denke, dass man sich bei alte Gemälden in unserer Zeit schon ein paar Gedanken macht, bevor man sie verbrennt. Und selbst, wenn a wengal Schwund immer ist: Unter einem Dach kann man wohnen. Unter einer Staatsanleihe nicht.

  106. Immerhin ging es hier um...
    Immerhin ging es hier um Erdbeerkuchen! Aber gut, ich nehme mir das zu Herzen.

  107. @HM555: "... im heutigen...
    @HM555: „… im heutigen Europa keine politische Willensbildung außerhalb der Politikerkaste“:
    Da gibt es reichliche und unappetitliche Erscheinungen, als da wären Front National, Vlamse Belang, Geert Wilders, Schwedendemokraten, Wahre Finnen …, die dann schnell in die Politikerkaste eindringen und mitregieren, wenn zunächst auch nur indirekt.

  108. @DA - Super-Gau usw.:
    In der...

    @DA – Super-Gau usw.:
    In der FAZ stand meines Wissssens aber nie, dass Super-Gaus beherrschbar sind. Zudem werden ja konktere Beispiele genannt. An Argentinien erinnere ich mich noch, ohne auf Zitate in der FAZ zugreifen zu müssen.

  109. Das ist noch garnichts! Ich...
    Das ist noch garnichts! Ich habe Immobilien, viele Silberkannen, Goldmünzen, Schweizer Franken und eine gutgehende Reederei.

  110. lieber Filou,
    oh da haben Sie...

    lieber Filou,
    oh da haben Sie in einem ausgebauten hotel particulier gewohnt, schön! Mein Erstquartier war ein altes Haus aus dem 18.Jh (Rue Gay Lussac beim Luxembourg) und die platzsparende Bauweise, die fragilen Türchen, das enge Stiegenhaus, die kleinen verwinkelten Wohnungen zeigten halt wie kostbar Stadtraum schon damals war. Später wohnte ich in einem Bürgerhaus aus den 30ern (unterm Dach) die Dienstbotentreppe hatte einen Zugang von den Küchen der zwei Appartements pro etage, der Lift ging natürlich nicht aufs Dach und das teppichbelegte Stiegenhaus endete auch dort wo der Lift endete. L´escalier de service führte vom Hinterhof außen unters Dach. Das war ein Lehrstück in Klassengesellschaft (von 1930! als es bei uns schon die Gemeindebauten gab!) und für mich, die aus einer doch sozial sehr integrierten Gesellschaft kam, schockierend. Unterm Dach lebten die alten (oft kranken, mühsam über die Dienstbotentreppe kletternden) ehemaligen Dienstboten vom Land, im 8qm chambre, Katze, oder Vogelkäfig, wenigst hell durch das französische Fenster und es gab schon Zentralheizung.
    Das Paris der 70er zerfiel in viele Sozialgruppen die völlig getrennt voneinander lebten. In mancher Weise wie ein Soziologiebuch zum Bilderherausklappen (wie diese schönen Kinderbücher).

  111. Jeanetta, an Island in the...
    Jeanetta, an Island in the Pacific wäre noch besser:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=tYqspy3LVSg
    .
    Und ganz ehrlich: Da wäre ich auch gerade lieber. Mit einem Internet, das nur mein Blog von FAZ.net durchlässt

  112. Jeanette, ich bitte Sie! Ich...
    Jeanette, ich bitte Sie! Ich habe Immobilien, sehr viele Silberkannen, Goldmünzen, Schweizer Franken, eine gutgehende Reederei, zwei Bentleys und ein von Fredegis Hopfenbiel handgelötetes Rennrad!
    .
    Yog Sothoth, Esq.: Melancholisch, ja. Aber wegen der Armut jener, die nur mit Silberkannen verstopfte Immobilien ihr eigen nennen und sich mit einer Handvoll Franken zu trösten meinen. Oh Welt.

  113. @JR
    "Da gibt es reichliche und...

    @JR
    „Da gibt es reichliche und unappetitliche Erscheinungen, als da wären Front National, Vlamse Belang, Geert Wilders, Schwedendemokraten, Wahre Finnen …, die dann schnell in die Politikerkaste eindringen und mitregieren, wenn zunächst auch nur indirekt.“
    .
    Diese Bewegungen sind ja der beste Beweis für die Unfähigkeit des Volkes, von unten her einen politischen Willen zu bilden.
    Die können nur Ressentiments bedienen und machen dann alles wie die bisherigen. (Zwischendurch ein Minarettverbot.)
    .
    Das Volk will ja nicht die Monarchie abschaffen, es will beim König Gehör finden für seine jeweiligen Nöte und Ängste. Solange es dies Gefühl hat, macht es sich über Entscheidungen (Euro, Atomkraft, Krieg, Folter, etc.pp.) keine Gedanken und ist sogar froh, das nicht zu müssen. Die da oben werden schon wissen, was sie tun und es wird seine Richtigkeit haben.
    .
    Der normale Untertan mißtraut jedem, für den Loyalität (hinter Rationalität oder Humanität) erst an zweiter Stelle kommt. Der normale Mensch unterstützt seine legitime Regierung bedingungslos und erhält sich so die Hoffnung auf eine Gunst und Gnade.
    So war es im Kaiserreich, in der DDR und auch im CSU-Staat Bayern.
    .
    Wenn dieser Deal einmal nicht die gewünschten ERgebnisse bringt, kann das Volks sich das alles nur mit Verschwörungen und Dolchstoßlegenden erklären. Keinesfalls wird es die tiefere Ursache in seiner eigenen korrupten Unmündigkeit erkennen.
    .
    Und die Schweiz? Haha, mal schaun.

  114. mit einer griechenlandpleite...
    mit einer griechenlandpleite werden die gläubiger feststellen, daß die akropolis weder lotrecht, winklig, gerade, behindertengerecht oder gar wärmegedämmt ist, noch über die erforderliche sanitäre mindestausstattung verfügt. außerdem ist das dach an mehreren stellen undicht und das gebäude erst nach größeren umbaumaßnahmen als baumarkt nutzbar. diese in jahrelanger mißwirtschaft angesammelten mängel bedürfen eines massiven förderprogramms für den wiederaufbau südost.

  115. @HM555 - "politischen...
    @HM555 – „politischen Willen“:
    In den von mit genannten Gruppierungen besteht deren „politischer Wille“ aus den Ressentiments, die sich in den betroffenen Ländern leider auch schon in konkrete Politik umsetzen. Ich vermute, Sie haben bei Ihrem Begriff „politischer Wille“ qualitative Mindestanforderungen im Hinterkopf.
    Zur Schweiz habe ich von irgendwoher das Zitat in Erinnerung: „Die Schweiz muss sich den Vorwurf gefallen lassen, von der Arbeit anderer Völker zu leben.“

  116. @Foersterliesel, soziale...
    @Foersterliesel, soziale Schichtungen konnten mir garnicht auffallen, ich ignorierte sie frech, wobei mir eine anerzogene tiefsitzende egalitaere DDR-Grundhaltung behilflich war. Ohne diese und meine Jugend waere ich wahrscheinlich boese auf die Nase gefallen. Oder auch nicht. Ich leide an einem idealistisch-romantischen Koerperfehler: wegen meines Rueckens kann ich mich nicht nach unten buecken, und aus demselben Grund kann ich nicht nach oben starren.
    .
    Gay Lussac, naehe zur Sorbonne, aha? Oestlich des Luxembourg ist mir terra incognita. Den westlichen Teil rund um den Bld. Montparnasse kenne ich auch nicht sehr gut, er scheint mir immer ein bissel langweilig, Sartre, Ionesco, Greco, Barbara hin oder her: Grossstadtmythen. Man begegnete denen nicht, und wenn doch, was dann? Man ist auch schnell durch die Literatur irregeleitet, und so schoen offensichtlich wie in Rom steht die Vergangenheit der Stadt nicht vor dem Auge. Das Meiste, was uns bewundernswert erscheint-und das ist eben das Offensichtliche-ist Haussmann. Nur der Geuebte erkennt die Artefakte und weiss sie auszulegen. Ich nicht, trotz redlichen Bemuehens. Aber was soll’s? Dort braust das Leben so wie es mir behagt. Bin ich des Ganzen muede, gehe ich zurueck in mein hoellaendisches Kaff, schlafe aus und freue mich auf’s naechste Mal. Ginge ich voellig blind durch diese Stadt, bliebe doch die Inspiration.

  117. @K. Loroll 05. Juli 2011,...
    @K. Loroll 05. Juli 2011, 13:45
    Und ich habe den Swimmingpool voll mit Goldmünzen und heiße eigentlich Dagobert ;-)
    …aber wer ist Fredegis Hopfenbiel?

  118. Vielleicht sollten die...
    Vielleicht sollten die Griechen mal fix in ihren Tempelkellern schauen, ob da nicht noch die eine oder andere Preziose lauert. Die Inder haben es ja gerade vorgemacht.

  119. Sehr geehrter JR (oder sehr...
    Sehr geehrter JR (oder sehr geehrte, je nachdem), von anderer Leute Arbeit leben dem Vernehmen nach viele. Nicht nur die Schweizer.

  120. @Don Carlos 05. Juli 2011,...
    @Don Carlos 05. Juli 2011, 14:05
    …und dann wird man feststellen, dass man so viele 1-Euro-Jobs gar nicht generieren kann…oder sind das dann 1-Drachme-Jobs?

  121. Demokratie gibt's nur, so...
    Demokratie gibt’s nur, so lange die Demokratisierten sich wohlgefällig verhalten. Ansonsten verlächert man sie mit Verleumdungen wie Wutbürger, dichtet ihnen Vergewaltigungen à la Assange an oder befördert den Dissidenten mit zerfallsfrohem Isotop zum Zustande des ewigen Nachdenkens. Zu viel eigene Meinung ist in unserem ‚christlich-jüdischem‘ (haha!) Wertesystem noch nie förderlich gewesen und wird im Zweifel auch in härterer Gangart wegregiert. Es läge nicht außerhalb des historisch schon Erlebten, wenn gerade jetzt der eine oder andere europäische Großbankchef seine Fühler zum griechischen Militär ausstreckte…

  122. mediensegler: Sie haben...
    mediensegler: Sie haben gewonnen! Im köstlichen Reigen der Angeber… (Hat was gedauert.)
    .
    Der alte Hopfenbiel wird in einem Atemzug genannt mit Godescalco Zullo, Ermenegildo Manipulite oder Ernstino Colnago. Dabei ist er um Klassen besser.

  123. @JR
    .
    Sehen Sie, das glaube...

    @JR
    .
    Sehen Sie, das glaube ich nicht, dass sich der politische Wille in Ressentiments erschöpft.
    Ganz so dumm und ressentimentgeladen sind die Leute dann nämlich auch wieder nicht. Im Grunde wissen die schon ziemlich gut, was schief läuft, und die Argumente des politischen Gegner sind, für sich genommen, auch nachvollziehbar. Aber das alleine ist noch lange kein Grund, den politischen Gegner dann auch zu unterstützen.
    Dann schon lieber eine Protestpartei, von der man weiß, dass sie keine konstruktive Alternative darstellt, aber ebenfalls weiß, dass sie dem selben Lager angehört.
    (2009 sind die traditionellen CDU-Wähler massenhaft in die F.D.P. geflüchtet.)
    .
    Das ist keine Frage der Intelligenz, sondern der Identität. Auch wer 1918 genau wußte, wer den Krieg und die Niederlage zu verantworten hatte und wer nicht, wurde darum noch lange nicht zum Sozialdemokraten.

  124. K. Loroll. mein Hopfenbiel...
    K. Loroll. mein Hopfenbiel läuft seit fast 20 Jahren wie schaumgelagert! Ich fahre fast nichts anderes, allerdings sind die wenigen Originale immer schon sündhaft teuer gewesen. Ich habe damals, als mir mein Vater zum Abitur einen Porsche, ein Hopfenbiel oder eine Eigentumswohnung in Zürich anbot, aber nicht eine Sekunde gezögert.

  125. K. Loroll 05. Juli 2011,...
    K. Loroll 05. Juli 2011, 15:04
    Grins zwinker lach

  126. oh, ein...
    oh, ein assetquartett?
    .
    .
    nun, es ist liegt auf der hand, wieso die schweiz unserem lieben feudalismusexperten nicht gefallen kann: viel zuviel bürgertum.
    .
    wobei in der schweiz ‚adel‘ sicherlich anders buchstabiert wird. aber ’schnelligkeit‘ und ‚preisgünstig‘ auch.
    .
    .
    apropos sieche griechen, die was kriechen:
    wollte nicht das ehemalige und künftige, lächelnde kommunistisch-kapitalistische kaiserreich den griechen aus der tinte helfen?

  127. Wer zweimal versucht, den...
    Wer zweimal versucht, den bestraft das Leben.
    .
    Oder: Wunderbar genauer und einfühlsam-intelligenter Artikel/Bericht von Herrn Reents: http://www.faz.net/artikel/C31435/sahra-wagenknecht-stolz-und-vorurteil-30455788.html „Genaustens beobachtet und für uns auf die Punkte gebracht“, wie man meint. „(Viele, die heute arm sind, sind überhaupt nicht schwach“, usw.) (Genau – u. a. auch in Don könnte viel reicher sein, wenn das nur Sinn machen würde) (Und wir leben primär in einem reichen Land wg. seiner Freiheiten, nicht seines Geldes wegen)
    .
    „Die Themen, die wir gesellschaftlich oder global behandelt sehen wollen, legen wir uns ggfls. auch weiterhin noch selbst fest“ – Übereinstimmungen zwischen Frau Sarah und Hern Don, allso der FAZ entnommen.
    .
    (Und wir teilen natürlich die Ansicht von Frau Ute Lemper bzgl. „USA außerhalb Manhattans“ nicht, überflüssig zu sagen.)
    .
    (Danke Herr Reents, „wir alle waren in der Tat schließlich auch schon häufiger an Karen Karstedts Grab“.)

  128. lieber Filou,
    die DDR ist für...

    lieber Filou,
    die DDR ist für mich eine terra incognita, ich habe lediglich den Turm gelesen. Liege ich richtig mit der Annahme, daß das Ideologische in der DDR ernster genommen wurde als z.B. in Ex-Yugoslawien, wo diese Dinge sich eher nur oberflächlich anlagerten? —
    Aus einer gutartig-paternalistischen Tradition kommend fand ich Paris dann sehr kalt. Allerdings sehr tolerant gegen Exzentriker (aber nicht im gutbürgerlichen Milieu). Mit seinen vielen Universitäten, den vielen intellektuellen Immigranten (in den 70ern Spanier, Portugiesen, Afrikaner, Vietnamesen, auch Araber und ein paar Dissidenten aus den UdSSR) und den von unseren sehr verschiedenen Wissenschaftstraditionen war Paris natürlich sehr sehr interessant. Wien war dagegen sehr beschaulich und biedermeierlich, aber das hat sich inzwischen geändert; nur die ersten beiden Phasen dieser Veränderung (die 8oer und 90er) waren angenehm, voller künstlerisch/ästhetischer und politischer Innovationen, mit befreitem Horizont.

  129. @perfect: die treffendste...
    @perfect: die treffendste Charakterisierung von Fr. Wagenknecht in dem Artikel fand ich „hermetisch“. Ich hab sie einmal auf einem Kongreß Anfang der 90er gesehen, und war einfach ratlos, wie man sich derart überhaupt nicht mit dem befassen kann, was aktuell anliegt.
    @donna laura: das lächelnde z.Zt. Nicht-Kaiserreich möchte zu diesem Zweck aber gern Eurobonds haben, also „gemischte“ Staatsschulden. Mit dieser Idee wird noch heftig gerungen. Denn wie verhält es sich, wenn ein Teil derer, die sie aufgenommen haben, nicht zahlt? – Tja, in der Schweiz gibt es noch ein seit Vorkriegszeiten ungebrochen reiches Großbürgertum. In D war das ja wohl eher ein Ab und Auf und Ab, also mangelnde Kontinuität.
    @Foersterliesel: très interessant, was Sie über Paris schreiben. (Ich war noch nie da. In Wien auch nicht.)

  130. Arabellion ist eine tolle...
    Arabellion ist eine tolle Wortschöpfung.
    .
    Übrigens immer nett, hier mal reinzuschauen. Immer noch die alte Truppe. Legt euch mal an die Sonne, zwischendurch!

  131. Vielleicht hat der Sensenmann...
    Vielleicht hat der Sensenmann Rilke zitiert, dass hätte gepasst.
    Verehrte Donna Laura, in der Tat, aber auch ein so basisdemokratisches Gemeinwesen wie die Schweiz hat alten Adel, Stadtpatriziat, aber auch Landadel. In den katholischen Kantonen und rund um Luzern hält man dann darauf dass man schon vor 400 Jahren Offiziere und Kommandanten der Schweizergarde beim Hl. Vater gestellt hat.
    Und einige Adelige dort frönen auch dem Müßiggang, jedenfalls betiteln sie ihre Memoiren so ( Salis).

  132. @ Försterliesel: "Liege ich...
    @ Försterliesel: „Liege ich richtig mit der Annahme, daß das Ideologische in der DDR ernster genommen wurde als z.B. in Ex-Yugoslawien, wo diese Dinge sich eher nur oberflächlich anlagerten? …“
    *
    Försterliesel, das sagte zufällig gestern in Deen Haag dieser wahnsinnig nette Herr Mladic auch zu mir… Die Welt ist ein Dorf!

  133. @HM555 - 05. Juli 2011,...
    @HM555 – 05. Juli 2011, 15:19
    „… glaube ich nicht, dass sich der politische Wille in Ressentiments erschöpft.“
    .
    Ich glaube das auch nicht, meine Bemerkung (05. Juli 2011, 14:24) bezog sich auf die von mir genannten Bewegungen, von denen wir hier gottlob in diesem Umfang noch verschont blieben, und Ihre Bemerkung dann dazu:
    „Diese Bewegungen sind ja der beste Beweis für die Unfähigkeit des Volkes, von unten her einen politischen Willen zu bilden.“
    Ich glaube, wir sind uns im Grunde einig und haben uns nur missverstanden.

  134. @Foersterliesel, nur eben...
    @Foersterliesel, nur eben zwischendurch, ich hatte es hier bereits zweimal gepostet:
    http://www.lefigaro.fr/photos/2009/03/27/01013-20090327DIMWWW00367-paris-avant-et-apres-haussmann.php

  135. dsk, machen wir uns nichts...
    dsk, machen wir uns nichts vor. Das ist eine Randnotiz. Sowohl die Klägerin als auch die Richter werden nicht belangt werden. Sie wird sich erfolgreich auf eine psychische Belastungssituation herauswinden, und für die Lumpen in Robe wird die geschätzte Kollegenschaft nicht einmal ein Disziplinarverfahren akzeptieren. Und in der Presse werden wir von dem kläglichen Ausgang nichts erfahren. Das Opfer wird für die Zerstörung seines Lebens eine lächerliche „Haftentschädigung“ bekommen, also einen Tritt der Justiz hinterher.

  136. lieber yast 2000,
    aha, Sie...

    lieber yast 2000,
    aha, Sie sind in Den Haag akkreditiert?
    Wenn Sie z.B. die Erinnerungen von Ivan Ivanji lesen, in denen er (Jugend im KZ, Titos persönlicher Dolmetscher) berichtet, wie schnell nach Titos Tod die Geschichten aus dem Memorandum der Serbischen Akademie und die stories vom Amselfeld als geheiligtem Mutterboden etc. etc.. auch in der intelligenzija griffen, dann haben mit „oberflächlich“ Mladic und ich recht. Das ist aber unsere einzige Gemeinsamkeit.
    Im übrigen empfehle ich Ivan Ivanjis „Die Hunde von Groß – Betschkerek“.

  137. liebe colorcraze,
    Sie sind...

    liebe colorcraze,
    Sie sind immer so lieb! Und Sie werden sicherlich noch viel reisen!

  138. Heißt es nicht "unter die...
    Heißt es nicht „unter die Sonne“? Die Jungend trinkt zuviel lausigen Wein. Und sie ist schnell fertig mit dem Wort.

  139. @Foersterliesel, die innere...
    @Foersterliesel, die innere Verfassung eines DDR-Menschen zu Zeiten der Wende-und vor der Wende-ist eine Sache die nur pauschal erklaert werden kann. Jeder von ihnen hat seine eigenen Erfahrungen und Einsichten. Eines hatte die fruehe, nach 1945 geborene Generation gemeinsam: man glaubte nach diesem Krieg ein besseres Deutschland schaffen zu koennen. Mit viel Idealismus und viel Arbeit. Ueberhaupt wollte man eine bessere Welt schaffen. Nun gut, wir wissen inzwischen was daraus geworden ist.
    .
    Tja, der gutbuergerliche Pariser ist mir bei den ersten Besuchen nicht in die Quere gekommen. Dafuer war man zu jung, zu anarchistisch, zu leichtsinnig und-wichtig-zu arm. Mit solchen Eigenschaften versehen wird man gemieden. Es kuendigten sich wohl die ersten politischen Beben an. Es gab deren mehrere bereits vorher, die Algerienkrise z.B., diese ruettelten nicht wirklich an der 5ten Republik.
    Es ist wie immer: Nach der revolutionaeren Lebensphase besinnt man sich des Faktischen und strebt dann doch eine buergerliche Existenz an. Meine Gastgeber in der Tournon wurden gutverdienende Architekten mit eigenem Buro und ehrenvollen Vermeldungen in den Fachmedien. Nur ich machte mal wieder Nese, hehe.
    C’est la vie.

  140. der bauernstolz auf die...
    der bauernstolz auf die groessten gurken und der wunsch, das seinige in ordnung zu halten, ist dem modernen kini und seiner erfahrungswelt im bundeshauptslum offenbar fremd. vielleicht kann er es besser einordnen, wenn er denkt dass sich die doerfler einfach nur eine zweit-karriere im urban farming aufzubauen versuchen?

  141. @Foersterliesel, Paris kalt?...
    @Foersterliesel, Paris kalt? Hm, Paris ist eine eitle Zicke. Vielleicht. Aber ein kleines harmlos-erotisches Apercu kann mein Gefuehl der Waerme erklaeren: Voellig uebermuedet stehe ich vor der Fontaine am Place de Beaux-Arts. Eine junge Dame kommt auf mich zu, in der Hand eine Tuete Kirschen. Je ein Paar haengt sie mir an die Ohren, zwei stopft sie mir in den Mund, dann haucht sie mir ein Kuesschen auf die Wange, dann kichert sie von dannen.
    Bedeutet nichts.
    Bedeutet alles.
    .
    Man hat mich erlegt.
    .
    Ein letztes Bordoechen. Gute Nacht!

  142. Um mal abzuschweifen: in...
    Um mal abzuschweifen: in Ägypten wird wohl wieder revolüzzt http://egyptianchronicles.blogspot.com/2011/07/meanwhile-in-cairo.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+EgyptianChronicles+%28Egyptian+chronicles%29 , wie ich dem Guardian, und hierbei Brian Whittakers Blogauswahl, auf der Seite http://www.guardian.co.uk/world/2011/jul/05/al-qaida-decline-spy-chief entnehme. Und mein Mann sagte gerade, in der Kneipe beim Fußballspiel hätten 2 unabhängig voneinander behauptet, sie hätten heute mittag in Radio/Fernsehen gehört, daß eine der Fußballmannschaften (vermutlich Äquatorialguinea, das soll so ähnlich sein wie Nordkorea) spurlos verschwunden sei, BGS suche nach ihnen. Er suchte daraufhin sämtliche Kanäle ab, fand aber keine Meldung dazu und setzte es dann auf „Gerücht“.

  143. lieber Filou,
    danke fürs...

    lieber Filou,
    danke fürs nochmals posten der großartigen Haussmann-Bilder!
    Ich erinnerte mich sie schon einmal, über dieses blog verlinkt, gesehen zu haben, aber nicht mehr dran, daß Sie diesen link gepostet hatten. Man kann sich die Kühnheit und den unerhörten Aufwand (und auch die Opposition dagegen) viel besser vorstellen wenn man diese Fotos gesehen hat. Ähnlich Haussmann hat sich in Wien Otto Wagner versucht. Aber auch die moderne Architektur in Paris ist ungleich anspruchsvoller als in Wien. Bei uns ist es nicht leicht, als Architekt zu überleben, es gibt wenig interessante Bauherren. – In Paris war ich u.a. mit österreichischen jüdischen Emigranten im Kontakt, vor allem der Mutter eines Freundes, der ich sehr viel verdanke. Sie kam in den 30ern als Wiener Bankierstochter, von einer Bonne begleitet und beschützt/bewacht nach Paris um Malerei zu studieren ( das war unter Wiener Mädeln damals sehr modern, nach dem Erfolg der Wiener Werkstätten) und schnell schlug die Situation um und sie war plötzlich Emigrantin, bangte um die in Wien verbliebenen (und dann umgekommenen) Eltern und verdiente ihren Lebensunterhalt mit dem Bemalen von Holzknöpfen in einer Werkstatt über einem Bordell im Marais. Nach dem Krieg hat sie sich dann um Jugendliche, die ihre Kindheit im KZ überlebt hatten, gekümmert, und war mit einem Weinhändler, der aus einem russischen Städtel kam, verheiratet. Daß erwachsene Männer Wochenenden in Weinkellern verbringen, Schlückchen nehmen, ausspucken, Jahrgänge raten, dazwischen nur etwas Brot essen, sah ich da auch zum ersten Mal. – Ich trinke grad ein Glas (aus einem Lobmeyr Glas, ich hab davon nur zwei Stück) Billigsekt vom Aldi, von der Domäne Mailberg im Weinviertel in Niederösterreich, die dem Malteser Orden gehört, seit hunderten Jahren, er schmeckt sehr,sehr brut und insofern ganz gut. Gute Nacht!
    http://www.lobmeyr.at/content/ww-artdeco/ww-artdeco2/

  144. lieber Filou,
    zu mir...

    lieber Filou,
    zu mir persönlich war Paris nicht kalt, als junger Mensch bekommt man ja so viel geschenkt und wird so gerne unter die Fittiche genommen. Aber sozial empfand ich Paris sehr segregiert, sehr kalt. – Schöne Kirschengeschichte! gute Nacht!

  145. ah, cher Filou, "der...
    ah, cher Filou, „der gutbuergerliche Pariser ist mir bei den ersten Besuchen nicht in die Quere gekommen“ – sie sollten aufpassen.
    kinderaugen lesen mit…
    bonne nuit!
    (unser heutiger californier hatte korkton. bah! ich zog es daher vor, mir lieber ein conjäckchen anzuziehen… gleiche menge, anderer effect)
    .
    lieber prince Matecki, das merkt man ziemlich deutlich. wo sie doch so gut informiert sind: wie sieht es eigentlich in protestantischen landkreisen in der schweiz aus?

  146. @colorcraze
    Sie wussten Anfang...

    @colorcraze
    Sie wussten Anfang der 90er ….
    wie es heute erscheint?
    wie sagten wir anfang der 80er
    dat leben is hart aber easy
    und so is es

  147. prima von lhnen zu hören,...
    prima von lhnen zu hören, geehrte Arabella h 18:36 gestern, sehr schön,
    bitte mehr, die „Arabellion“ ist lhnen aber erst sehr spät aufgefallen, falls
    ich nicht selbst einiges versäumt habe, kann gut sein.
    Aber man liegt hier schon `mal in der Sonne, raucht ein wenig, trinkt ein
    wenig , ißt ein wenig- man will dem Krebs ja schließlich eine faire chance
    geben- und schreibt ein wenig Kommentar, bis bald. mfG.T.

  148. Mit Thurgauern, Tessinern und...
    Mit Thurgauern, Tessinern und Jurassen reden.

  149. Mit Verfassungsrichtern reden....
    Mit Verfassungsrichtern reden.

  150. Den jugoslawischen Kommunisten...
    Den jugoslawischen Kommunisten kann man zumindest keine falsche Toleranz gegenüber Anhängern genuin agressiver Religionen nachsagen.
    .
    Die DDR-Intelligenzija brauchte Marx, um ihren Standpunkt zu begründen, nämlich die marxistische, solidarische Kritik an den bestehenden (DDR-)Verhältnissen. Was sie wollen wollten war der „wahre Marxismus“. So konnten sie (a) ihre bescheidene, aber gemütliche Lebensstellung behalten und (b) privat den Oppositionellen spielen, der für die Zustände keine Mitverwantwortung trägt.
    .
    Wieviele DDR-Untertanen vor dem 1. Januar 1989 artikuliert haben, dass sie keinen „besseren Sozialismus“ wollen, sondern eine parlamentarische Demokratie und Marktwirtschaft? Bestimmt nicht mehr als 10, vermutlich aber nur fünf. Vielleicht nicht mal ein einziger?

  151. Was les ich da auf dem...
    Was les ich da auf dem Display: „mit deutschen reden“.
    .
    Fräulein Stuessi von Tobel, das find‘ ich jetzt nicht so nett.

  152. "Don Alphonso05. Juli 2011,...
    „Don Alphonso05. Juli 2011, 13:02 In dieser Zeitung stand lange auch“
    .
    Wieso dieser Zeitung? Wir befinden uns doch in einem Blog im Internet.
    .
    Zeitung ist doch das gegenständliche Ding aus Papier!

  153. 05. Juli 2011, 23:42...
    05. Juli 2011, 23:42
    ….haucht sie mir ein Kuesschen auf die Wange, dann kichert sie von dannen.
    Vorfreude auf den heutigen Tag des Kusses?

  154. 'Weichmacher im Sexspielzeug:...
    ‚Weichmacher im Sexspielzeug: Vibratoren sind zehn Stunden pro Woche gefahrlos nutzbar‘ (spon, 6.7.11). frage an eventuell vorhandene erfahrene nutzer: müßten da nicht eher ‚hartmacher‘ drin sein…?

  155. Ohnehin wird zu weng...
    Ohnehin wird zu weng geküsst.
    .
    Don Ferrando, ab und zu merkt man schon, dass es da einen sehr direekte Verbindung gibt. Und wenn es zu direkt wird, muss man eben aufstehen und sagen, was einem wichtig ist. Auch wenn andere das anders sehen.

  156. Epicurea, das haben Sie sehr...
    Epicurea, das haben Sie sehr schön gesagt, fast so schön wie ihr Blog (ich muss jetzt endlich frühstücken).
    .
    HansMeier555, jede Menge Stasiprovokateure haben das sicher gesagt.

  157. @bernd: wenn sich die...
    @bernd: wenn sich die Verhältnisse schlagartig ändern, reicht es einfach nicht, dabei stehenzubleiben, daß man die alten Verhältnisse zurückhaben will.

  158. Um eine Pandemie mit ehec zu...
    Um eine Pandemie mit ehec zu verhindern, sollte man auf das Busserl mit Schwiegermama in spe und deren abgeschmackte, schmachtende und Potential erbende Tochter eher verzichten oder nolens volens gleich in die vollen gehen.

  159. bester Don Carlos, noch mehr...
    bester Don Carlos, noch mehr gelacht hätte ich über die schlagzeile ‚grüne widmen sich dildos‘.

  160. "Den jugoslawischen...
    „Den jugoslawischen Kommunisten kann man zumindest keine falsche Toleranz gegenüber Anhängern genuin agressiver Religionen nachsagen.“
    lieber Hans Meier555,
    naja, jedenfalls sind wir uns zwei uns sicher darin einig, daß es keine intelliganzija sans attaches (Karl Mannheim) war.
    Überdies gab es nach dem 2.WK (1946, nachdem Tito die erste Zweiparteienregierung ausgehebelt hatte) erheblichen brain drain. Die Hälfte etwa der Zagreber Absolventen der jungen Uni haben das Land verlassen; Sprachinstitute und Privatkliniken in den USA gegründet, diese erfolgreichen bürgerlichen Emigranten waren weder an einer Rückkehr noch an der weiteren politischen Entwicklung interessiert.
    Die Mutter einer österreichischen Freundin, ihr Mann war Universitätsprofessor gewesen, sie selbst eine ambitionierte Gastgeberin, hatte mir zu Beginn der 90er eines ihrer Gästebücher aus den 70ern gezeigt, es war beschädigt, eingerissen und hatte Mokka&Cognacflecken, die von einer temperamentvollen und teilweise tätlichen Auseinandersetzung ihrer Gäste, lauter Universitätsprofessoren aus verschiedenen ex-Yu Teilrepubliken, stammten. Die Herren waren nach dem Essen plötzlich untereinander in Streit geraten, worüber und warum verstanden die erschrockenen Gastgeber nicht ganz, aber es war „was Nationales“ gewesen.

  161. DA 2 10.13h
    "Ohnehin wird zu...

    DA 2 10.13h
    „Ohnehin wird zu wenig geküsst“?
    Die Welschen – d.h. les Romands in der Schweiz, die Genfer usw – küssen
    sich ständig.

  162. liebe Donna Laura,
    aber uns...

    liebe Donna Laura,
    aber uns zwei Damen vom Land betreffen die Phtalate in den Gummistiefeln. Allerdings: ich trage solche aus Kautschuk.

  163. Nun, soweit ich weiss, kann...
    Nun, soweit ich weiss, kann man auch in der deuitschen Schweiz sehr gut küssen (allerdings bislang allein mit einer Deutschen probiert).

  164. liebe Försterliesel, was...
    liebe Försterliesel, was sollen da erst die englischen bauern sagen: die brauchen beides für einen ähnlichen zweck.
    .
    stimmt, lieber don, das geht ganz hervorragend. aber mit einer deutschen* versuche ich das bestimmt nicht, da gibt es andere präferenzen.
    .
    liebe runde, wie wäre es aus gegebenem anlass mit einem kleinen kussquartett?
    meine parvität schätzt auf dreissig, steigende tendenz (ex erbinnen und erben)…
    —–
    * sic!

  165. @Försterliesl
    "lauter...

    @Försterliesl
    „lauter Professoren“. Ja ja.
    .
    @Don
    Glaube kaum, dass irgendein Stasi-Provokateur Begriffe wie „Marktwirtschaft“ oder „Gewaltenteilung“ im aktiven Wortschatz hatte. Wie geschwollen das schon geklungen hätte.

  166. Küssen, mein lieber Blogger,...
    Küssen, mein lieber Blogger, wird weit überschätzt.

  167. Das, beste Hexe13, sehe ich...
    Das, beste Hexe13, sehe ich ganz anders.

  168. lieber Hans Meier555,
    es waren...

    lieber Hans Meier555,
    es waren Mediziner (irgendein Symposion). Die Politiker der ersten nach-Tito-Phase waren auch fast ausschließlich Uni-Leute und Ärzte. Medizin und Ökonomie waren die beiden Karriere-Studienrichtungen gewesen.
    Sind Sie selber schon Prof?

  169. Hilfe, wer hat hier zum...
    Hilfe, wer hat hier zum Frühstück schon den Sekt aufgemacht?

  170. liebe Donna Laura,
    nach den...

    liebe Donna Laura,
    nach den Kosmetik-INCIS werden wir auch noch die auf den Schuhkartons einfordern und lesen lernen müssen!

  171. Wie geht denn ein...
    Wie geht denn ein Kussquartett?

  172. Hexe 13. Küssen is just...
    Hexe 13. Küssen is just foreplay. Wenn DSK das Zimmermädchen im voraus geküsst hätte, wäre er nicht später m.M.n. zum Vergewaltiger gestempelt gewesen …maybe?

  173. Für alle, die ihre Untertanen...
    Für alle, die ihre Untertanen küssen und dann mit Ihnen reden möchten (worüber kann man sich sonst noch mit Untertanen reden) :
    http://www.wer-weiss-was.de/faq146/entry1465.html;
    P.S. nach diesen Einlassungen von D.A. : Ich glaub das nicht, daß D.A. keinen Unterleib hat, alles Verdrängung oder die Auswirkung von 11700 Umdrehungen mehrmals die Woche?

  174. Da das Austauschen von...
    Da das Austauschen von Körperflüssigkeiten
    zur Zeit aus diversen Gründen nicht empfehlenswert ist,
    schlage ich vor, den eleganten (angedeuteten) Handkuss
    wieder aufleben zu lassen.

  175. Wenn sterben, dann gleich...
    Wenn sterben, dann gleich richtig!

  176. liebe muscat, wer die meisten...
    liebe muscat, wer die meisten gibt und bekommen hat, gewinnt.
    .
    bis jetzt liege ich nicht schlecht im rennen. erst recht, seit gary weiss, dass heute tag des küssens ist.
    himmel, wenn das ciccio herausbekommt…

  177. @Försterliesl
    Bewahre!
    .
    Wie...

    @Försterliesl
    Bewahre!
    .
    Wie man richtig Hände küßt sollte man den Kindern in der Grundschule beibringen.
    Nur für den Fall, dass sie später mal mit der Obrigkeit reden müssen.

  178. übrigens, lieber don, macht...
    übrigens, lieber don, macht küssen mit unterleib viel mehr spass.

  179. Um zu wissen, was man da haben...
    Um zu wissen, was man da haben würde, bräuchte man erst mal einen Unterleib.

  180. Immer schoen der Reihe...
    Immer schoen der Reihe nach.
    Erst das Eine…
    …dann das Andere:
    http://www.youtube.com/watch?v=XyqIs8xPCd0
    .
    (Julchen, sowas wie dich vermisse ich. Schmerzlich.)

  181. Stelle mich zum Geküsstwerden...
    Stelle mich zum Geküsstwerden zur Verfügung.

  182. zu 14:19, es soll da so...
    zu 14:19, es soll da so Beschreibungen geben. Auch Zeichnungen.

  183. @d.l.
    müssen wir jetzt nicht...

    @d.l.
    müssen wir jetzt nicht vertiefen.
    .
    Ich sehe Genossen Filou das Heft 9/87 hervorkramen….

  184. Offen gesagt, ist mir gerade...
    Offen gesagt, ist mir gerade nicht nach zu viel Zuneigung zumute. Irgendwie habe ich gerade mal wieder Pech mit Fröschen, Kröten und anderen Kriechtieren. Dafür rette ich im Hof Amseln.

  185. So ist der Balkan: Die...
    So ist der Balkan: Die Militärs kippen ruhig mit den Polizisten ihren Sliwowitz, während sich Dichter, Mediziner und Bankdirektoren gegenseitig die Bäuche aufschlitzen.

  186. Genosse Filou hat...
    Genosse Filou hat gefunden.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-18032398.html
    Sehr interessante Moebel.
    .
    Rest gegen Geld.
    .
    Kapitalismus! Pfui!

  187. Küssen,...
    Küssen, Körperflüssigkeiten, Unterleib usw. Bin froh, dass ich offensichtlich am richtigen Moment wieder eingeloggt bin.

  188. Amseln retten, sehr löblich,...
    Amseln retten, sehr löblich, würde ich auch machen. Zumal die viel schöner singen als Frösche.

  189. Mir scheint doch, dass hier...
    Mir scheint doch, dass hier eine wenig Abkühlung Not tut. Besser als jede kühle Brise:
    http://www.fr-online.de/rhein-main/darmstadt/warmer-kuss-in-kalten-zeiten/-/1472858/3120974/-/index.html

  190. @Hm555, 9/87?...
    @Hm555, 9/87?

  191. lieber Hans Meier555,
    bitte...

    lieber Hans Meier555,
    bitte nicht so knurrig mit dem charmanten filou!
    Wir haben halt Glück gehabt und die Dissidenz imaginiert.
    Übrigens habe ich am „geschwollen“ erkannt, daß Sie Gastarbeiter sind.

  192. Handibussi mit der...
    Handibussi mit der langjährigen Gefährtin glättet Unmut und Wogen; nicht jeder hat schließlich einen gefinkelten Ehevertrag der sie zum Bleiben knechtet, nicht wahr?

  193. verehrter Don,
    haben sich die...

    verehrter Don,
    haben sich die Katzen gelangweilt?
    Bald sind die Amseln flügge und sicher, Danke fürs Retten!

  194. liebe Donna Laura,
    ich bekomme...

    liebe Donna Laura,
    ich bekomme immer mehr Respekt vor Ihnen, die Last der Kinderschaar kann man ja ein bisserl delegieren, aber allein schon ein Eiferer würde mich alle Nerven kosten!

  195. lieber aschemcinqcinqcinq,...
    lieber aschemcinqcinqcinq, vertiefen. jaja. sie schwerenöter.
    (wissen sie, das gute ist, unser lieber, geschätzter gastgeber hat ja so gar keine ahnung, worüber hier so unschicklich parliert wird. ei.)

  196. Von wegen knurrig....
    Von wegen knurrig.

  197. bin weder GAst noch arbeite...
    bin weder GAst noch arbeite ich was — ich bin einfach nur so da.

  198. liebe Foersterliesel,...
    liebe Foersterliesel, herzlichen dank für ihre geschätzte respektbezeugung, allein, es sind derer drei, um genau zu sein. das ist sehr angenehm, um ehrlich zu sein. der terminator hat sich leider beim stemmen einen riss in der rechten schulter- ach egal. das heilt wieder. jedenfalls ist er erstmal wieder ausser gefecht gesetzt.

  199. Filou
    06. Juli 2011,...

    Filou
    06. Juli 2011, 14:19
    Diese Version ist auch nicht schlecht…
    http://www.youtube.com/watch?v=Uju4CgrrgRo

  200. Kuess die Hand gnae' Frau,...
    Kuess die Hand gnae‘ Frau, gschamster Diener!
    http://www.youtube.com/watch?v=qujrHt99MdI

  201. Wie lang ist der Tag
    Wie kurz...

    Wie lang ist der Tag
    Wie kurz ist die Nacht
    Hat sich Phyllis
    Neidisch gedacht.
    Glücklich ist die Schäferin
    Muss nicht warten bis dahin,
    Wenn sie Philipp küssen mag,
    Kann sie’s tun am hellen Tag.

  202. @ Filou. "Küss die Hand...
    @ Filou. „Küss die Hand gnädige Frau“ – übers Telefon finde ich lächerlich.

  203. Verehrte Donna Laura, da muss...
    Verehrte Donna Laura, da muss ich passen, ich bin in jenen Ecken der Schweiz nicht so gut vernetzt.
    Was weiter oben Paris angeht, ja die bessere Gesellschaft kann gerade fremden gegenüber sehr zugeknöpft sein, Jugendliche und Junge Leute haben zuweilen „mildernde Umstände“. Sprachlich äußert sich das dann gern im perfekten Schriftfranzösisch und dem gnadenlosen Verbessern jedes Aussprache- oder Grammatik – Fehlers des Gastes.

  204. @medchensegler, da kann ich...
    @medchensegler, da kann ich nur noch ermattet Arthur Miller (ich tu‘ mal wieder belesen) zitieren: „Mein groesster Fehler? Ich habe mir viel zu lange die falschen Gedanken ueber Frauen gemacht.“
    Quad erat demonstrandum (Franz-Joseph Strauss).
    .
    Da bleibt ein Romantiker vom Saalestrand (ich) einsam und verlassen zurueck. Er weint. Dann klingelt das Handy: „Die Batterien vom Dildo sind alle. Wo hast du die die neuen hingelegt?“
    .
    Kein Streichelzoo, das Leben.
    .
    http://www.pietaet-bracht.de
    .
    (Ich habe uebrigens die mir selbst aufgelegte 3%-Kommentarmarge weit ueberschritten. Other germans to the front!)

  205. Egal, wie Sie es sehen....
    Egal, wie Sie es sehen. Schreiben Sie schnell etwas über Kellerfunde (Indien machts vor) oder über Paprikasuppen, sonst drehen die VerbalerotikerInnen hier noch durch.
    .
    Lassen Sie den Paprikasuppenbeitrag besser weg. Bei „scharf“ fangen die Witzis hier wieder pubertär zu kichern an.

  206. zu Don Alphonso
    06. Juli 2011,...

    zu Don Alphonso
    06. Juli 2011, 14:36 : „Offen gesagt, ist mir gerade nicht nach zu viel Zuneigung zumute.“
    Gestrenger Herr Alfons: Das sind sozusagen die Spätschäden – man kann seiner eigenen Zeit nicht böse sein, ohne selbst Schaden zu nehmen. Lenken Sie sich ab! Wenn die Frösche und Kröten nicht so wollen wie Sie, dann rein in die Barchetta und Richtung Westen (da wo die Viertel sind): Mousseline des grenouilles als Vorspeise im untertanenfreien http://www.auberge-de-l-ill.com/V2/index.html – die haben nach den Küchenprozedur dann wirklich keinen Unterleib mehr

  207. @d.l.
    Protestantisch sind dort...

    @d.l.
    Protestantisch sind dort eher die Stadtkreise. Oder halt die befreiten Kolonien mit den bolschewistischen Parolen im Wappen.

  208. zu 18:33 Uhr, mit...
    zu 18:33 Uhr, mit hoellaendischen Freunden parlierte ich, nach freundschaftlicher Uebereinkunft, bilingual; ich also redete in meiner Muttersprache, die anderen in der ihren. Jeder verstand den anderen. Jeder konnte so reden, wie ihm der Schnabel gewachsen war. Ein fast perfekte Kommunikation.
    Man sollte diese Idee international praktizieren.
    .
    Schoen: So sassen wir in Meck-Pomm in einer vollbesetzten Kneipe…
    …da babbeln drei Hoellaender hoellaendisch und der eine Deutsche redet deutsch.

  209. @hm555,...
    @hm555, plindos
    http://www.faz.net/artikel/C30783/pid-entscheidung-welchen-embryo-meint-ihr-30457402.html
    die haltung der rkk zur pid oder die behauptung , dass eine befruchtete eizelle eine menschliche person ist, ist so sinnvoll – wie es mein freund aus heidelberg sagt – eine diskette mit der info über ein menschliches genom als person zu deklarieren.
    fast schon dostojewski: der wille ist schon die tat

  210. @b4
    .
    Eine Zeichenkette ist...

    @b4
    .
    Eine Zeichenkette ist keine Person, sowenig wie die Schrift alleine eine Religion ist.

  211. „HansMeier555 06. Juli 2011,...
    „HansMeier555 06. Juli 2011, 06:43
    Wieviele DDR-Untertanen vor dem 1. Januar 1989 artikuliert haben, dass sie keinen „besseren Sozialismus“ wollen, sondern eine parlamentarische Demokratie und Marktwirtschaft?“
    .
    „Don Alphonso 06. Juli 2011, 11:15
    HansMeier555, jede Menge Stasiprovokateure haben das sicher gesagt“
    .
    Sie verstehen das beide gründlich falsch (es war ja wohl keine Ironie dabei?). Parlamentarische Demokratie und Marktwirtschaft bundesrepublikanischer Prägung IST der bessere Sozialismus.
    Wenn ich beruflich in (oft größere) Firmen in einer der WBZ komme, und es beim Essen ein wenig mit den dortigen Kollegen ans Plaudern geht, gibt es gar nicht so selten Anlass zu folgender Sottise: „Was ihr hier in eurer Firma habt, das ist wahrer Kommunismus. So war es eigentlich gedacht.“ Nach einer Schrecksekunde wird es als das verstanden, was es ist: ein Lob für das soziale Niveau, das die Firma dem kleinen Mann ermöglicht, der dort schafft. Sie wissen, was ich meine?
    Der Volkswagen-Konzern ist der Beweis, dass Sozialismus auf deutschem Boden eine Chance hat. ;-)

  212. lieber prince Matecki, dies...
    lieber prince Matecki, dies ist nicht ganz unbekannt und in gewisser hinsicht etwas ärgerlich. dennoch, man sollte geflissentlich die herablassung übersehen und sich das ganze ungezogene getue als sprachkurs zunutze machen, ohne sich dabei in die infantile ecke des ewig zu belehrenden stossen zu lassen: nichts hilft mehr als kritik.
    .
    cher Filou, bei dialekten ist all das kein so grosses problem, und spassig dazu (dildo werden wohl alle verstehen, aber bei gummistiefeln wird es wohl schwieriger). wobei es schon fraglich ist, wie jemand von der waterkant ein bayrisches urviech verstehen möchte, so ganz ohne untertitel. erst recht, wenn beide aufgrund oigoholischer gedränke leichte schlagsahne, äh, -seite aufweisen sollten…

  213. Eine kleine Geschichte zum...
    Eine kleine Geschichte zum Küssen.
    Wir sind mal in den 70ern, kurz nach der Schleyer-Entführung
    mit dem Wagen meiner Frau, (wir waren noch nicht verheiratet, nicht mal verlobt) und einem befreundeten Pärchen nach Spanien gereist.
    Mitten in der Ferienzeit, ohne zu buchen.
    Wir waren jung, verliebt….und blöd.
    Nachdem wir nach 36 Stunden Suche an der Costa Brava kein Hotel gefunden hatten, bekamen wir einen Geheimtip.
    Ein Appartementhaus nicht am Strand, aber mit Swimmingpool,
    das aber auch tageweise vermietet.
    Wir mieteten uns ein und stellten fest, dass in diesem Haus so gut wie nichts funktionierte, in der Rezeption standen noch Schubkarren.
    Wir waren die einzigen Gäste.
    Jedes Paar ging erstmal in sein Zimmer, wir waren totmüde.
    Abends dann hörten wir Gekicher und Gegluckse vom Swimmingpool,
    der nicht beleuchtet war, stockdüster war es.
    Wir gingen auch raus, und ich rief nach meinem Freund,
    fragte ihn was sie denn da machen würden und dann kam von beiden die Antwort:
    „Aberteuerliches Unterwasserküssen“
    Die zwei sind wie wir heute noch zusammen.

  214. geehrter HM, h 15:33, dann ...
    geehrter HM, h 15:33, dann sind wir ja schon zwei, mfG.T.

  215. Filou
    06. Juli 2011,...

    Filou
    06. Juli 2011, 18:56
    Eigentlich heiß ich ja mediensegler,
    aber medchensegler ist auch nicht schlecht.
    3%?
    Von was, alle Kommentare, pro Wort, pro Zeichen?
    P.S. Sind die Batterien gefunden worden?

  216. @hm
    also ist ein bauplan kein...

    @hm
    also ist ein bauplan kein haus, o.k. dann ist eine befruchtete eizelle, genauso wie jede totipotente zelle (schon wieder viele und alle) und das sind ja viele arten kein mensch. geht es um die einnistung, so haben ja viele theologen behauptet? dass die vorkonziliaren rkk’ler immer nicht zwischen wollen und tatsache unterscheiden wollen… btw. mit dem großen kirchenvater karl barth und manch anderem: ist christentum eine religion oder doch was anderes?

  217. Die Märkte haben das...
    Die Märkte haben das Vertrauen der Gelddrucker verloren.

  218. Mediensegler, hier in Sachsen...
    Mediensegler, hier in Sachsen wären Sie auf jeden Fall ein Medchensegler. Da gennse nischt gegen machen.

  219. @b4
    .
    Für manche Leute...

    @b4
    .
    Für manche Leute geradezu eine Ersatzreligion.

  220. Filou, seit bald 20 Jahren...
    Filou, seit bald 20 Jahren lasse ich meine Bemühungen von niederländischen Unternehmen honorieren, und pflege dabei ein ähnliches amüsantes Kauderwelsch. Interessant wird es stets dann, wenn mit Rücksicht auf anderer Landleut‘ Zungen ins Englische gewechselt wird, und wieder zurück. Mitunter ist man sich dann gar nicht mehr bewusst in welcher Sprache man sich gerade unterhält. Je später der Abend…
    .
    Übrigens absolut lesenswert (ich dachte zunächst der Don könnte der Autor sein, aber Portugal ist ja nicht sein bevorzugtes Reiseland):
    http://www.faz.net/artikel/C30156/portugal-wer-sagt-denn-dass-die-zeit-endlich-ist-30441426.html

  221. @hm555
    mein abiturkollege und...

    @hm555
    mein abiturkollege und herausgeber eines investormagazins in münchen, sagt ein guter anzug kostet immer eine unze gold, damit können sie dann das papiergeld bewerten.
    btw: was ist denn jetzt besser: staatliches geld (EUR) oder privates geld (USD)? offensichtlich ist ein privater geldproduzent (fed) doch wohl erfolgreicher..

  222. @Fritz
    .
    Ich weiß wohl, dass...

    @Fritz
    .
    Ich weiß wohl, dass es irgendwie so ist — genau dagegen kämpfen wir ja immerzu an.
    .
    Aber auch, dass das kein Ossi vor 89 so artikuliert hat: „Wir müssen das Privateigentum an Produktionsmitteln wieder erlauben, um den Lebensstandard der Arbeiter zu verbessern“. Dieser Satz konnte von einem DDR-Bürger nicht gedacht oder gesagt werden — nicht weil es verboten war, sondern weil dieser Diskurs in der DDR-Kultur etwa so weit verbreitet war wie stasigenerierte Marienerscheinungen.
    .
    Ihre eigene Schilderung ist übrigens bezeichnend für die damals beliebte Form des „Systemvergleichs“: Ausschlaggebend ist die vorzügliche Befriedigung ständig gestiegenen Bedrüfnisse der Werktätigen nach täglichem Kantinenessen. Alles reduziert sich auf Kalorien und Vitamine: Je besser das Essen, umso zufriedener der Untertan mit seinem System, und „Kommunismus“ wäre ein exquisites Gratisbuffet für alle.
    .
    Der Begriff der Marktwirtschaft spielte dabei aber immer noch keine Rolle, und das Gedöns von Gewaltenteilung, Menschenrechten, Religionsfreiheit, Mehrparteiendemokratie etc. erst recht nicht.

  223. @b4
    .
    Wir brauchen dringend...

    @b4
    .
    Wir brauchen dringend ein Scholastik-Blog mit den Nebenschwerpunkten Raiffeisen, Gynäkologie und Filioque.

  224. Liebe Laura, wieso ich jetzt...
    Liebe Laura, wieso ich jetzt gerade „rubberlarzen“ mit „kapotjes“ assoziiere…?
    .
    (Rauft sich den Bart um ernsthaft zu werden).
    Niederlaendisch als Dialekt der deutschen Sprache zu verstehen wird Ihnen nicht viel Freunde in Holland einbringen. Diesem Irrtum sass ich selbst einst auf, es war nicht sehr nuetzlich.
    Bilingual: Mein Franzoesisch ist auch nach jahrelangen Versuchen suboptimal geblieben. Zwar verstehe ich ganz redlich, im Dialog verstumme ich voellig-ganz gegen meine sonstige Art. Dabei waere es richtig charmant, wenn bei geselliger Konversation jeder sich verstaendnisvoll und geduldig dem Anderen widmen wuerde-und jeder in seiner eigenen Sprache. Der Profit laege auf beiden Seiten.
    Reizend wuerde es auch sein, wenn Leute ihr Sprachtempo etwas verringerten. Wir erinnern uns an die Debatte von Phileas Fogg mit seinem Diener Passepartout. Es ist uebrigens ein Vorurteil, dass die Franzosen auch so schnell denken wie sie sprechen.
    .
    Die von princeMatecki erwaehnten besseren Kreise sind mir selbstverstaendlich unbekannt, ich gehoere nicht dazu. Wohl weiss ich aber, dass die unbesseren Kreise erfreut sind, wenn ich mich den Muehen ihrer Sprache unterziehe.
    .
    Marianne und ich sind schon ein recht seltsames Liebespaar. Wir promenieren Arm in Arm, im Café stecken wir unsere Koepfe kichernd zusammen, wir halten Haendchen, schauen uns tief und verstaendnisvoll in die Augen…
    …nur ins Bett kommen wir nicht.
    .
    Wenn ich in Italien mein Barockopern-Italienisch anwende, sollte man eigentlich Eintrittsgeld fordern.
    .
    Zu Bayern faellt mir ein empoerter Artikel von Kurt Tucholsky aus den 2oer Jahren ein. Er forderte wegen irgendwelcher politischer Ereignisse „Leute, fahrt nicht nach Bayern!“
    An der Grenze Frankens endet Deutschland. Dann kommt Niemandsland. Dann kommt Oesterreich.

  225. Ja verreck! Die in Minga haben...
    Ja verreck! Die in Minga haben ein Glück! Und in Garmisch. Und in Partenkirchen! Ein seliges, ein glückseliges Land! (Nur hats Glump dös do herin wohnt es nicht kapiert, Krippnmanderln.)

  226. Manche der Beiträge hier zum...
    Manche der Beiträge hier zum Thema: „politische Willensbildung“ und „Untertanen“ machen mich sehr nachdenklich.
    Weil aktuell erlebt:
    .
    Warum ist es eine „Kampfabstimmung“, wenn es mehr als einen Kandidaten für eine Position gibt ?
    .
    Warum wird öffentlich von „Streit“ in einer Organisation geredet, wenn nach dem überraschenden Rücktritt eines Vorsitzenden nicht innerhalb einer Viertelstunde aus dem Hinterzimmer heraus der Nachfolger benannt wird, dem dann ohne Diskussion per Akklamation zugestimmt wird ?

  227. <p>bertholdIV, ich will...
    bertholdIV, ich will ehrlich sein: Ich lese nur Texte von Journalisten, wenn ich entweder über sie nichts weiss, und dann bin ich vorsichtig. Oder ich weiss, um wen es sich handalt. Dann lese ich es entweder, oder ich lese es nicht. In diesem Falle müsste ich schon einiges wenig Erbauliche tun, um mich noch schlechter zu unterhalten.

  228. Es tut mir leid,
    lieber...

    Es tut mir leid,
    lieber JR,
    Ihnen mit der Kapuzinerkirche so harsch geantwortet zu haben, sprachen Sie doch vom österreichischen Herzen! Es hätte „ehemals regierende Familie“ heißen müssen.
    Lieben Gruß aus Wien!

  229. @hm555
    ja, fragen sie bei der...

    @hm555
    ja, fragen sie bei der faz an. unbedingt filioque, die haben wenigstens eine anständige liturgie. ich habe das mal auf der beerdigung der schwiegermutter meines freundes aus heidelberg gesehen. wie man in aut sagt, was wiegt das ist’s und das wiegt wirklich was, nicht diese leichenzerstückelung des hochgeschätzten otto, die am sabbat in einer woche dann schon stattgefunden hat.
    beerdigung aller reliquien, das wäre ein programm für den nächsten papst.

  230. HansMeier: "Dieser Satz konnte...
    HansMeier: „Dieser Satz konnte von einem DDR-Bürger nicht gedacht oder gesagt werden — nicht weil es verboten war, sondern weil dieser Diskurs in der DDR-Kultur etwa so weit verbreitet war wie stasigenerierte Marienerscheinungen. …“
    *
    Stasigenerierte Marienerscheinungen? Natürlich gab es die: Sie hieß „ich liebe Euch doch elle!“ und stammt von Herrn Mileke persönlich.
    *
    Meierchen, als ein auf dem Boden des GG tief- und festverankerter Bürger (mit spezieller Biografie) sage ich Ihnen, dass Sie diesmal so dermaßen mit ihren Stasi-Theorien daneben liegen, dass ich Ihnen gerne den Kopf waschen möchte, bevor sie hier weiter demagogische Unwahrheiten verbreiten. Ich erzähle Ihnen gern die ganze Wahrheit über die Wiedervereinigung und bin mir auch relativ sicher, dass Sie anschließend ein freiwlliges Jahr bei Frau Wagneknecht der Kommunistischen Plattform ableisten werden. Gewissermaßen der Jakobsweg eines verwirrten Wessis… :-)

  231. yast2000, 'die ganze Wahrheit...
    yast2000, ‚die ganze Wahrheit über die Wiedervereinigung‘ – ja, bitte einmal Ihre version!

  232. @yast2000
    .
    Nur zu! Aber bitte...

    @yast2000
    .
    Nur zu! Aber bitte mit Quellenbelegen.

  233. @medchensegler, Savall...
    @medchensegler, Savall dixit!
    .
    3% auf alle Kommentare, weil ich meine Geschwaetzigkeit kenne und wegen der Irrelevanz mancher meiner Einlassungen ich mich zur Maessigung zwingen will.
    Der Weg zur Hoelle ist mit guten Vorsaetzen gepflastert, dann aber blinkt ein leckeres isotonisches Getraenk.

  234. @yast2000
    .
    Überhaupt spreche...

    @yast2000
    .
    Überhaupt spreche ich ja nur über die Zeit vor dem 1.1.89., spätere Marienerscheinungen werden nicht mehr berücksichtigt.

  235. "An der Grenze Frankens endet...
    „An der Grenze Frankens endet Deutschland. Dann kommt Niemandsland. Dann kommt Oesterreich. „.
    Fränkischen Dank, Filou.

  236. @yast2000
    "Ich erzähle Ihnen...

    @yast2000
    „Ich erzähle Ihnen gern die ganze Wahrheit über die Wiedervereinigung und bin mir auch relativ sicher, dass Sie anschließend ein freiwlliges Jahr bei Frau Wagneknecht der Kommunistischen Plattform ableisten werden. Gewissermaßen der Jakobsweg eines verwirrten Wessis… :-)“
    ich würde gerne davon hören

  237. Ich habe das Angebot gelesen,...
    Ich habe das Angebot gelesen, und es könnte angenehm sein – aber die äusseren Umstände sind gerade nicht so, dass ich da irgendwelche Anregungen machen könnte, die Aussichten auf Erfolg hätten.

  238. Leider....
    Leider.

  239. Filou

    Prost!

    Hermann van...
    Filou
    Prost!
    Hermann van Veen hat mal gesagt,
    Deutsch das ist holländisch mit ein ganz merkwürdige Akzent
    Wenn man sich in Frankreich bemüht nur ein paar Brocken zu sprechen
    (mehr kann ich sowieso nicht)
    wird man freundlich behandelt, egal wie alt man ist.

  240. Filou, mon cher, nur der...
    Filou, mon cher, nur der kürze wegen habe ich das deutsche und das holländische gleichberechtigt, denn für den kulturkolonialismus fehlen die synapsen, in einen topf geworfen, in den m.e. auch das schwedische (nicht aber das dänische, da auch nach mehrmaligem hören mit text unverständlich) bis hin zu gewissen anteilen des vorderen balkan hineingehörten: mehr oder weniger eine sprachfamilie. wenn alle langsam redeten, stünde einer verständigung im prinzip nicht viel im wege.
    ähnlich sieht bei den romanischen sprachen aus – ex portugiesisch: auf dem papier gut, jedoch auf der strasse kaum verständlich.
    .
    wie man sieht, es gibt keine regel ohne ausnahme:
    einst kam ich in den genuss, einen allgäuer bauern töne von sich geben zu hören (oberes ende, wohlgemerkt), die ausser, schätzungsweise, von seinen hühnern und notgedrungen vielleicht noch von seiner frau, von niemandem verstanden wurden (dlx 10).
    .
    relevanz der aussage: fix 2.
    filou index für relevanzbewertung von aussagen von fix 0 (keine) bis fix 10 (höchste).

  241. @ HansMeier555 - @yast2000:...
    @ HansMeier555 – @yast2000: „Nur zu! Aber bitte mit Quellenbelegen.“
    *
    Gerne! (siehe Link) – Ein bisschen Marienerscheinung ist für Meierchen auch dabei. Enden tut das Wunder Wiedervereinigung dann mit der Diskussion um die Dauer des Solidaritätszuschlags…

  242. @Fritz: seltsame Vorstellung...
    @Fritz: seltsame Vorstellung von Sozialismus, die Sie haben – inhabergeführte Konzerne sind eher Fürstentümer, da kann ich HM nur recht geben.

    Zu den sonst hier auch gern gepflegten Gedanken über das Geld usw usf, wenn auch hier gerade OT:
    http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/die_schurken_sind_die_hochsteuerlaender_1.11221850.html

  243. @ Don Carlos: "yast2000, 'die...
    @ Don Carlos: „yast2000, ‚die ganze Wahrheit über die Wiedervereinigung‘ – ja, bitte einmal Ihre Version!“
    *
    Wenn Sie mir ein einjähriges Praktikum bei Angela Merkel, Wolfgang Schäuble oder Thomas de Maziére nachweisen können oder gleichwertige Kentnisse besitzen, gern. Ansonsten gilt wie für alle Administratoren: Never change a running system… :-)

  244. Donna Laura, das Allgaeu ist...
    Donna Laura, das Allgaeu ist mir sowieso ein grosses Raetsel. Wovon lebt der Allgaeuer eigentlich? Ich vermute, der Allgaeuer macht irgendwas mit Regen, denn als Fastnochkind war ich mal zwei Wochen dort. Es regnete an einem Stueck. Vor vier Jahren war ich nochmals da: Es regnete immer noch.
    Das die Allgaeuer Haeuser haben, ist eine Notwendigkeit. Irgendwo muessen die ihre Handtuecher trocknen.

  245. DA: "...aber die äusseren...
    DA: „…aber die äusseren Umstände sind gerade nicht so, dass ich da irgendwelche Anregungen machen könnte…“
    *
    Reden mit Obertanen. – Auch ein schönes Sujet….

  246. Nein, so nun auch nicht....
    Nein, so nun auch nicht. Letztlich sind es Geschäfte, und darauf habe ich gerade keine Lust.

  247. @Filou:
    *
    Wenn die Kuh dich...

    @Filou:
    *
    Wenn die Kuh dich angrinst: Sanft, still,
    malmendes Maul voll mit duftendem Heu,
    und blinzelt, als ob sie dich verarschen will:
    Dann bist du im Allgäu…

  248. Foersterliesel - 07. Juli...
    Foersterliesel – 07. Juli 2011, 12:38:
    Kein Problem, Ihr Hinweis auf die Option eines jeden Sterblichen, sich ein beliebig prächtiges Gedenkbauwerk zu schaffen, stimmt ja. Ich persönlich sehe das nüchtern: „Das letzte Hemd hat keine Taschen“ usw. …

  249. Wo ist Plindos?...
    Wo ist Plindos?

  250. @yast2000 16:16 -> Hauptsache...
    @yast2000 16:16 -> Hauptsache die Kuh ist dabei glücklich.
    @donna laura 23:15 -> Ja ich trage es mit Fassung. Mein Französisch ist leidlich, mit den jungen Leuten und im Alltag kann ich „faux future“ ( je vais aller au cinéma) nach englischem Muster, mit der Stützen der Gesellschaft abends versuche ich bei Konditionalsätzen den subjonctif – Fallen zu entgehen.
    Et tout le reste est littérature.
    Aber Englisch geht mir seit der Zeit in den USA leichter von den Lippen, ich kann auf Englisch denken und wenn ich eine Weile drüben oder in merry old England bin fange ich an, auf Englisch zu träumen. Ich denke das ist ein Zeichen dass man in einer Sprache angekommen ist.
    Gleichwohl habe ich das dicke Buch sowohl in deutscher Übersetzung als auch – in der schönen Pléiade Ausgabe – im originalen Französisch gelesen. Denn auch ich kann sagen: Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen.
    (Kleiner Insiderscherz)

  251. yast2000, Ihr 'Ich erzähle...
    yast2000, Ihr ‚Ich erzähle Ihnen gern‘ las sich wie ein angebot, das noch etwas ermunterung benötigte.

  252. Aber Englisch geht mir seit...
    Aber Englisch geht mir seit der Zeit in den USA leichter von den Lippen, ich kann auf Englisch denken und wenn ich eine Weile drüben oder in merry old England bin fange ich an, auf Englisch zu träumen. Ich denke das ist ein Zeichen dass man in einer Sprache angekommen ist.
    Wahnsinn, prince Matecki, echt Wahnsinn!

  253. Don Carlos: "Ihr 'Ich erzähle...
    Don Carlos: „Ihr ‚Ich erzähle Ihnen gern‘ las sich wie ein angebot, das noch etwas ermunterung benötigte.“
    *
    Damit wollte ich Meier ins Wort fallen, damit er aufhört, seinen pauschalisierenden Blödsinn über DDR-Intelligenzija etc p.p. zum Besten zu geben.
    Es gibt aber tatsächlich saugute Storys, die nie erzählt worden sind. So etwas lohnt sich aber nicht in einer Gesellschaft, die sich nur über den Besitz definiert uind ansonsten konsequent den intellektuellen Horizont einer knieenden Ameise verteidigt.

  254. @Detlev von Westhofen-Runkel...
    @Detlev von Westhofen-Runkel 07. Juli 2011, 17:56
    Wo ist Plindos?
    frage ich mich auch, wäre auch mit wimmerl zufrieden

  255. Zählen wir doch mal ganz kurz...
    Zählen wir doch mal ganz kurz alle Orte und Tätigkeiten auf, in bzw. bei denen man nicht surfen kann…

  256. @yast2000: ...
    @yast2000: „pauschalisierenden Blödsinn“, „Gesellschaft, die sich nur über den Besitz definiert“, „ins Wort fallen“ …
    Sie sollten eine verbale Abrüstung erwägen.

  257. @ y2k
    Dachte immer, wenigstens...

    @ y2k
    Dachte immer, wenigstens die Naturwissenschaften wären in der Täterä hochgehalten worden. Knieende Ameisen? Aber der Horizont!
    Ameisen besitzen meist verhältnismäßig kleine, aber gut ausgebildete Komplexaugen mit typischerweise einigen Hundert Einzelaugen und drei Stirnaugen (Ocelli).Bei einer Reihe von Arten wurde Farbensehen nachgewiesen. Diese Arten können UV-Licht, aber kein Rotlicht wahrnehmen. Außerdem wurde die Fähigkeit zur Analyse linear polarisierten Lichts nachgewiesen, wodurch die Tiere auch bei teilbedecktem Himmel den Sonnenstand ermitteln können. Diese Fähigkeit dient vermutlich der Orientierung im Gelände. Über die Stirnaugen ist nicht viel bekannt. Sie können Hell und Dunkel unterscheiden und ebenfalls ultraviolettes und polarisiertes Licht wahrnehmen. Sie scheinen jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Orientierungsfähigkeit zu haben. Möglicherweise unterstützen die Stirnaugen nur die Fähigkeiten der Komplexaugen.(Aus wikipedia 2.1) Es fehlt also nur noch, dass sie nach hinten gucken können.
    Also kommt es auf den Standpunkt an, wie weit ihr Horizont reicht.
    Wenn manch einer hier unterirdische Standpunkte vertritt, ist er der Ameise haushoch unterlegen.

  258. Der intellektuelle Horizont...
    Der intellektuelle Horizont der knieender Ameisen mag ja beschränkt sein. Aber kein dicker Pfälzer würde es wagen, ihr Staatswesen einfach durch machtvolles Draufsitzen kaputtzumachen .

  259. Übrigens: Helmut Kohl ist...
    Übrigens: Helmut Kohl ist gebürtiger Bayer.

  260. wenn ich das so lese -...
    wenn ich das so lese – laternen kann man auch anderweitig nutzen…..

  261. ingeborg, kellertief,...
    ingeborg, kellertief, kellertief unterlegen.

  262. @HansMeier, 7. Juli, 11.05...
    @HansMeier, 7. Juli, 11.05 Uhr
    Sagen Sie mal, lieber Meier, mit Verlaub: wollen Sie uns vergackeiern? Ich fürchte, dass es müßig ist, Ihnen die Ostzone zu erklären. Meine Hoffnung ist gering, dass es fruchten könnte. Vielleicht genügt der Hinweis, dass überall nur Leute wohnen, wie sie aus Manitus Köcher fallen? Hineingepflanzt in die Welt, die sie sich nicht ausgesucht haben. Denken sie einfache Dinge nicht so kompliziert! Was erzählen Sie denn da von Gratisbuffet? Nehmen wir als gegeben, dass man für sein Einkommen arbeitet. Nehmen wir weiter als gegeben, dass Lebensunterhalt Geld kostet. Was den Unterschied macht, ist die persönliche Freiheit und die materielle Möglichkeit, sie zu nutzen.
    Wie kommen Sie denn auf „beliebter Systemvergleich“! Damit können Sie jede Überlegung abbügeln, die Ihre Kreise stört. Wenn wir zur Abwechslung mal Tatsachen sprechen lassen, dann hat das eine bewiesen, dass es funktionieren kann, das andere hat bewiesen, dass es nicht funktioniert.
    Mir ist übrigens nicht erinnerlich, dass die westdeutsche Linke von DGB bis DKP jährlich in Kompaniestärke in die DDR übergesiedelt wäre. Alles Maulhelden. Für sie war die DDR gefühlt ein Zoo, der gefälligst als solcher bestehen zu bleiben hatte und sich zu Studienzwecken schön mit dem Fernglas betrachten ließ. Hübsch mit Bausparvertrag, Ohrensessel und Albrecht-Kaffee. Lieb Vaterland magst ruhig sein.
    Mich macht stutzig, dass Sie das Thema Privateigentum an Produktionsmitteln in der sogenannten DDR aufwerfen, ohne eine nennenswerte Recherche aufzubieten. Brandt war Kanzler der BuRepD, als das Gros der größeren Privatfirmen zwangsverstaatlicht wurde. Kleine Privatfirmen gab es immer. Kennen Sie das Sprichwort „aus Sch…ße Bonbon machen“?
    Was es ebenfalls immer gab, sind ganz normale Leute mit ganz normalen Leben. Im Zoo halt, aber mit hervorragender Schulbildung und Zugang zur freien Presse (Radio/Fernsehen). Nun zählen Sie mal eins und eins zusammen.
    Im übrigen verweise ich auf den Ihnen sicherlich bekannten Ausspruch von Chlodwig Poth im Impressum der Titanic. Lassen Sie uns alles dafür tun, es ist machbar.

  263. @ JR: Kritik angenommen, war...
    @ JR: Kritik angenommen, war gerade sauer. Ich finde das Messen der Reife einer Person durch das Zurückhalten der Emotionen aber auch nicht gerade für der Weisheit letzter Schluss…
    *
    @ Ingeborg: Mir ging es um die Höhe der Augen, nicht um ihre Komplexität. Die Sichtweite der Ameisen in der Waagerechten ist sicher sogar besser.
    *
    @ HM555: Sie eiern heute ein bisschen herum, Meier. Es geht nicht um irgend jemandes Staatswesen. Es geht auch nicht um den dicken Pfälzer, sonst könnte man versucht sein, die Westdeutschen für ein bisschen dämlich zu halten, weil sie sich von einer ostdeutschen Kanzlerin seit Jahren über den Tisch ziehen lassen. Das Gesülze der Wessis über den Osten ist intellektuell einfach unterschichtig und peinlich, ohne diese jetzt verteidigen zu wollen.
    *
    Um es mal ein wenig anzuspitzen: Man kann sich als „Stütze der Gesellschaft“ natürlich über das „Reden mit Untertanen“ prächtig amüsieren und dabei übersehen, dass man selbst gemeint ist…

  264. Meier? Hans? 555? - Morgen um...
    Meier? Hans? 555? – Morgen um sechs! Grunewald! Säbel! – Und bringen Sie sich ein paar Windeln mit….

  265. DE DE ER BU REP D ...
    DE DE ER BU REP D Sozialismus Kommunismus
    Auf Augenhöhe mit Ameisen? Wer sieht hier was besser?
    Was ist denn hier plötzlich los?
    Haben die Stützen keine anderen Probleme?
    Wenn ich das richtig verstanden habe,
    dann dürfen Gentechniker und Erbsenzähler jetzt abgetrieben werden
    oder so ähnlich…PIDPRO326

  266. yast2000, bitte halten Sie...
    yast2000, bitte halten Sie sich an die Regeln. Erst schlaegt man den Handschuh ins Gesicht des Gegners. Der Handschuh wird danach mit grosser Geste in den Strassendreck geworfen. Der Gegner schickt dann seinen Sekundanten zu Ihrem Sekundanten. Bei einem (oder zwei) gemuetlichen Bieren wird Ort, Zeit und Waffe ausgehandelt. Ein Arzt muss gefunden werden, damit eventuelle Verwundungen behandelt, im besten Fall der Tod festgestellt werden kann. Auch muss eine Kutsche plus ausgemessenen zwei Saergen (einer von beiden geht spaeter als Brennholz zersaegt an „Die Tafel“) zur Stelle sein. Windeln braucht es nicht, denn Monsieur Cinqcentcinquantcinq hat eine ausgesprochen sportliche Haltung (Thomas Strobl 26. Juni 2011, 23:02).
    .
    Wenn die Morgennebel sich gelichtet und das ueberschuessige Blut mit Laub bedeckt sein wird, dann leuchtet ueber allem Donna Lauras Gnadensonne.
    Die Damen haben ein kleines Sektfruehstueck vorbereitet. Altgriechische Lustknaben stehen gegen einen geringen Eurobetrag allen Beteiligten zur Verfuegung. (Hopliden sind aus. Zorbas hat Wadenkrampf.)
    .
    Also: Nichts ueberstuerzen, alles gut vorbereiten. Auch Massaker wollen gut geplant sein.

  267. Das Zitat kenn ich so: "Der...
    Das Zitat kenn ich so: „Der Mensch is gut, aber da Laid san a Gsindl“, Nestroy glaub ich.

  268. Zur Regel gehört auch, dass...
    Zur Regel gehört auch, dass (1) nur der Beleidigte fordern darf und (2) der Gegner satisfaktionsfähig sein muß.
    Wenn er es nicht ist, läßt man ihn von den Dienstboten verprügeln, ganz ohne sportliche Regeln.

  269. @ Filou & HM: Überbordenede,...
    @ Filou & HM: Überbordenede, kulturelle Begleiterscheinungen während wichtiger, gesellschaftlicher Prozesse zeigen nur, dass etwas faul ist im Staate Dänemark. Sektfrühstück und griechische Lustknaben werden allerdings akzeptiert…

  270. @Filou 02:04 Spät nachts,...
    @Filou 02:04 Spät nachts, aber prächtig gekontert – meine Anerkennung! Das gab beim Lesen ein schönes Lachen!

  271. @princeMatecki, danke....
    @princeMatecki, danke.

  272. Lustige Artikel schreiben Sie...
    Lustige Artikel schreiben Sie da, Herr Don Alphonso.
    Kommt mir alles irgendwie vertraut vor. Warum eigentlich, hmm?
    :-) Trix

Kommentare sind deaktiviert.