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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Reiche in Plattenbauten

| 294 Lesermeinungen

Die Betonplatte ist das Heim der sozialen Brennpunkte, aber die dämmende Styroporplatte soll das Zuhause von Bildung, Wissen und Sparsamkeit umschliessen, sagt die Propaganda der Heizkostensenkung. Warum eigentlich?

Die Partei, die Partei, die hat immer recht

Sie, liebe Leserinnen und Leser, wollen auch so ein zeitgemässes Niedrigenergiehaus? Nun, da gibt es eine einfache Lösung: Wenn sie jener besseren Hälfte der Weltbevölkerung mit fliessendem Wasser im Haus angehören, kennen Sie den Unterschied zwischen Blau und Rot, die für Kalt und Warm stehen. Wenn Sie zudem das Glück haben, zu jenen 20% der Bevölkerung dieses Landes zu gehören, die nicht die durchschnittlichen 44, sondern gleich 80 oder mehr Quadratmeter pro Person bewohnen, vulgo also drei oder mehr Zimmer durchschreiten können, ohne Leben jenseits Ihrer Katze zu sehen, dann können Sie das Niedrigenergiehaus ganz billig haben: Malen Sie das grössere, hellere Zimmer mit Parkett in kühlen Farben wie Blau oder Grün aus, verwenden sie kalt funkelnde venezianische Spiegel, und halten Sie sich dort auf, wenn es heiss ist. Ein kleineres Zimmer malen Sie in warmen Rottönen aus, legen einen bunten Perserteppich aus, und runden das mit vielen Büchern in Mahagonimöbeln und dunklen Gemälden und Spiegeln in Goldrahmen ab. Schon haben Sie einen Raum, der im Winter nicht nur schneller warm wird, sondern Ihrer Psyche vorgaukelt, dass es wärmer ist und die Heizung nicht so hoch aufgedreht werden muss.

Bild zu: Reiche in Plattenbauten

Denn unsere Psyche will belogen werden. Hier ist es – ausnahmsweise – einmal für einen guten Zweck, für die Umwelt, und einen noch besseren Zweck, Ihr Vermögen. Und vielleicht sogar für den besten aller Zwecke, wenn Sie zu all dem Überfluss auch noch einen repräsentablen Altbau haben: Für die Tradition, in der Sie stehen nämlich, denn weisse Räume, im Winter kalt und im Sommer grell, sind in besseren Kreisen eine Marotte der Moderne. Kratzen Sie nur mal an den Malschichten in Richtung 1700, Sie werden erstaunt sein, wie bunt – und vor allem, überlegt bunt – Ihre Familien- und/oder Hausgeschichte war. Mein Vorzimmer etwa sieht aus wie das Innere eines Himbeerpuschfaschingskrapfens – und es ist die Farbe, die man hier tatsächlich auch vor 200 Jahren verwendete.

Was man hingegen ganz sicher nicht, nie, unter gar keinen Umständen gemacht hätte: Den Verputz des Hauses abgeschlagen. Das Haus nachgerade gehäutet. Ich kenne einen Schlossbesitzer im Altmühltal, der aus eigenem Erleben sagen kann, warum das keine gute Idee ist: Als er vor Jahrzehnten begann, das Schloss zu restaurieren, empfahl man ihm, den alten Putz abzuschlagen. Seitdem hat er einen neuen Putz und damit nichts als Ärger: Der neue Putz passt in seiner Wasserdurchlässigkeit nicht zum Mauerwerk. Er sieht an einigen Stellen viel zu neu aus. Und er ist an anderen Stellen seit Jahren ein Restaurierungsfall, bröckelt, zieht Wasser, platzt nach der Winterkälte ab und lässt einen verwundert zurück, wieso der alte, abgeschlagene Putz nach 300 Jahren besser gehalten hat. Oder kommen Sie zu mir: Im Hausgang haben wir eine gute Putzschicht von 1450. Die hält. Was man darüber später aufgebracht hat, beschert mir Jahr um Jahr jede Menge Arbeit, denn zuerst kommt das Wasser aus dem Boden, und dann fällt der neue Putz ab. Ich, der Schlossbesitzer und andere Altimmobilieneigentümer: Wir wurden zwangsweise, leider, Experten in Sachen Hausklima, historisch korrektes Verputzen und besonders für die Erkenntnis, dass die Alten schon wussten, was sie taten, und wie teuer es wird, wenn man sie nicht achtet. Die Neuen – hauen den Putz runter, früher, weil er alt war und heute, weil man das Haus in Styropor einpackt und zum Plattenbau macht.

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Letzte Woche war ich in Frankfurt und in Waldbüttelbrunn bei Würzburg; die Stadt geht auf diesem Weg klar voran, und in jener Siedlung der Zeit um 1900, in der ich zu Gast war, werden gerade nebenan zwei Häuser verpackt. Also erst mal gehäutet, dann mit Styropor überzogen und verfettet, und dann neu verputzt, so glatt und eben, wie man das auf Plastik gut machen kann, damit es nachher auch so eben und tot wie Plastik aussieht. Das Mauerfleisch wird künstlich 10 Zentimeter aufgequollen, genauso tief versinken dann die Fenster in Bunkerlöchern. Es sieht gut aus für die Energiebilanz, und es sieht so aus, als habe das Haus etwas Falsches gegessen, und nun schwillt der Körper an, die Haut ist straff und darunter pocht der Eiter an den Nerven. Die Alten haben sich durchaus Gedanken zu Themen wie Form und Proportion gemacht, was man von einem Styroporaufbringer und einem Energiepass eher nicht sagen kann.

Lang, lang hat es gedauert, bis sich die Erkenntnis durchsetzte, dass man alte Häuser besser nicht entkernt und sich eher überlegt, wie man das Vorhandene richtig nutzt. Jedes ausgeräumte Haus ist eine verlorene Schlacht, das alles kommt nicht wieder, Geschichte kann man nur einmal wegreissen, und inzwischen versteht man, dass es nicht reicht, nur Fassaden zu erhalten. Und jetzt also geht man dazu über, die Fassaden zu verkleiden und darüber eine neue Haut zu spannen, die erst wie Disneyland aussieht und später, wenn das Wetter das tut, was es eben zu tun in der Lage ist, wie das, was es ist: Vergammelndes Plastik. Und später dann: Neue Sanierungskosten. So ein alter Putz hat geatmet, da konnte Wasser und Wärme durch die Mauern. Styropor ist dicht, ausser an den Stellen, wo es undicht ist und das Wasser hineinsickert. Wenn ein altes Stück Putz einmal abfällt, macht es nichts. Wenn so ein neuer Putz auf Styropor ein Loch hat, ist man gleich auf Plastikgewebe, das man in letzter Zeit in Städten so oft an Schrammen sieht.

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Die Stadt geht voran, das ist der Trend und die Zukunft und die Bauvorschrift, ein Mieter hat ein Recht nachzulesen, wie toll ein Haus eingepackt ist. Auf dem Land ist man in der Hinsicht noch etwas hintendran. Vielleicht, weil es sich aufgrund der Immobilienpreise nicht richtig lohnt. Vielleicht aber auch, weil man auf dem Land noch genug Zeugnisse einer ganz ähnlich verrückten Vergangenheit noch sieht. Dieses Verpacken von alten Häusern nämlich ist keine neue Erfindung, sondern etwas, was Modernisierer in den 50er, 60er und 70er Jahren schon einmal versuchten, um Dörfer und Kleinbürgersiedlungen den Idealen der Stadt anzupassen. Zuerst eliminierte man die Sprossenfenster. Dann schnitt mal breite Fenster a la Bauhaus in die Fassaden. Dann setzte Man Glasbausteine ein. Dann noch so eine praktische Patten an die Fassade, die so schön sauber und einheitlich waren. Und wenn dann noch Geld übrig war: Mosaik rund um die Türen. Keine Frage, das Bauhaus hat am Ende gewonnen. Bei uns in Gmund am Tegernsee wohnt übrigens ein bundesweit bekanntes Architektenpaar, das wegweisende Bauten entwickelt – in einem penibel restaurierten Gründerzeitpalästchen. Es gibt so Siege, die man besser anderen überlässt.

Welcher Sieg jetzt besser ist – die modernisierten Altbauten oder die fetten Styropormonster – wird sich erst in einigen Jahren zeigen, wenn man die Rückbaukosten in Relation setzen kann. Prinzipiell habe ich auch gar nichts dagegen, wenn altes Putzhandwerk dann wieder auflebt; ich kenne da einen Experten, dem ich sehr viel mehr Aufträge als den Plattenherstellern wünsche. Aber vorerst kann kein Zweifel bestehen, dass unter der Ideologie der Heizungskosten eine ganze Generation von Besserverdienenden drauf und dran ist, in Plattenbauten zu ziehen. Es ist nicht mehr Beton und es ist dahinter ein alter Kern, aber es ist zweifellos Platte, und ich bin mir sicher, dass es in der DDR genau so verordnet gewesen wäre, wenn man dort nur genug Styropor gehabt hätte. Trotzdem muss man zugeben, dass es ein Fortschritt der Zivilisation ist: Das früher sehr beliebte Asbest erzeugte Krebs, was noch weniger schön als Schimmel ist.

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Es mag sein, dass vielen der Unterschied zwischen einem alten und einem neuen Verputz gar nicht auffällt. Es mag auch sein, dass die Finanzkrise ein schlimmeres Beispiel für die mangelhafte Lernfähigkeit der Menschen ist. Als Historiker macht man sich in der Hinsicht ohnehin keine grossen Illusionen. Aber manchmal frage ich mich schon, ob wir den Osten übernommen haben, oder der Osten uns und dann alternativlos mit einer besseren PR und Werbung das durchzieht, was seit jeher im Sinne der 5-Jahrespläne war. Wir sind drauf und dran, unsere Stadtoberflächten zu zwangskollektivieren. Was wir dann noch herzeigen, sind ohne Aufforderung Energiepässe – hat da jemand VoPo gesagt? – und neue Häute eines neuen, effizienten Menschen, der alles weiss pinseln kann, weil die Haustechnik den Rest nach Verordnung und Programm reguliert. Ein altes Haus nach dem anderen. Man kann dann mehr Miete verlangen. Die neue Funktionselite schaut darauf. Die Partei hat immer recht.

Sie hat recht. Sie braucht keinen Stuck, fleischfarbene Wände, Perserteppiche, goldene Spiegel und Capriccios, die Italien zeigen.

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294 Lesermeinungen

  1. Sie sprechen mir aus der...
    Sie sprechen mir aus der Seele!!!
    Ist der Winter kalt, sind sehr wohl 4,20 m hohe Räumlichkeiten nicht gerade tropisch warm zu bekommen, aber wozu gibt es schöne Strickjacken aus guter Wolle, die den gestärkten Kragen darunter noch besser zur Geltung kommen lassen! ;-)
    Außerdem sind dicke Mauern aus Stein (!!!) immer noch der beste Schutz vor Kälte und Wärme.

  2. Ach Don Alphonso, sie sind und...
    Ach Don Alphonso, sie sind und bleiben ein Meister der spitzen Zunge und ja so muss das auch sein. Diesen Unsinn habe ich vor kurzem life in der Nachbarschaft erleben können. Schön isoliert eingepackt ein Haus von 1880. Das atmete nicht mehr und nun quillt Wasser ins innere, versaut alles und kostet richtig. Aber das haben die Haussaniererarchitekten und Fachleute komischerweise vorher nicht gewusst.
    Tja ich habe vor einem Jahr schon mal die Satire drüber geschrieben, wie in den letzten Tagen der DDR eine Pfarrerstochter unauffällig in der Blockflötenpartei installiert wurde, um hiernach Karriere zu machen. Das sozialistische Imperium hat zurückgeschlagen und wir ein politisches UBoot. Man könnte manchmal glauben, dass das wahr ist. Naja ich glaube das jemand in Moskau studiert hat, war reine Leistung und kein politischer Treueeid.

  3. Jawohl, zeigen Sie mal das...
    Jawohl, zeigen Sie mal das ganze Elend der Substanzzerstörung durch Plastikramsch und Umbaupfusch auf! Ein richtig altes Haus bietet selbst bezüglich Heizung noch Fallback, wenn die Öfen noch drin sind. Auf der Ecke haben wir auch ein sehr hübsches Haus von etwa 1900-1910, das mit Styropor verhunzt wurde. Wir werden sehen, wie lange das hält, bis es so schlimm gammelt, daß das Haus peu a peu unbewohnbar wird.

  4. Das kann man mit...
    Das kann man mit Planwirtschaft und Partei nicht ausreichend umschreiben: Es ist der krankhafte Effizienzwahn der Deutschen, und der hat neben positiven, wirtschaftlichen Effekten auch schon zu ganz anderen Verbrechen an der Menschheit geführt. Da muss man kein Historiker sein, dafür reicht der gesunde Menschenverstand und die jüngere Geschichte…

  5. TANSTAAFL. There ain´t no...
    TANSTAAFL. There ain´t no such thing as a free lunch. Ich teile das Bedauern des Don über die Zerstörung oder Verhässlichung alten Bauwerkes ausdrücklich. Kann mir trotzdem den Hinweis nicht verkneifen, dass wir ohne deutlich bessere Energieeffizienz (Styropor) unser Wohlstandsniveau (mangels Energie) kaum in die Zukunft retten werden. Und dass unser Umgang mit alten Bauten etwas sehr nostalgisches, unpraktisches hat – hätte jede Generation 5% aller Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, könnten wir in deutschland schon seit generationen nichts mehr bauen (und die Städte würden ganz Deutschland überwuchern).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  6. Und die ganzen Neubauten sehen...
    Und die ganzen Neubauten sehen auch schaurig aus. Entweder hermetisch dichte (Doorblower-Test!) Betonschaum-Bunker oder aus Holzgerüsten zusammengepappte Holzhütten à la USA.
    Ich habe mal einem echten Holzhaus mitgearbeitet. Das wird auch noch in 200 Jahren stehen, atmen, Feuchtigkeit und Temperatur ausgleichen. Die Bauten der Nachbarn haben die ersten Feuchtigkeitsschäden und Risse in den Wänden.

  7. Styropor grassiert bei uns...
    Styropor grassiert bei uns ebenso. Größter Hauseigentumer ist die Gemeinde Wien, alle Gemeindebauten werden so abgedichtet. Es gibt viele Schimmelfälle, aus denen bizzarerweise die Konservativen mit einer Beratungsstelle für Mieter aus Gemeindebauten Wählerstimmen zu gewinnen versuchen.
    Traditionelle Verputztechniken würden auch mehr Arbeitsplätze am Bau schaffen.

  8. @DA
    am besten man ist wie ich...

    @DA
    am besten man ist wie ich noch landwirt und kann mit einer renovierung eines alten bauernhauses noch manche wärmedämmungsvorschrift umgehen. ein weiterer „wahnsinn“ übertroffen nur noch vom verbot der glühlampen und dem co2 speicher in alten kohlegruben.
    in wien wohne ich in einem haus, dass ein großer versicherungskonzern im bestand hat. die konnten aus denkmalschutzgründen das alles teilweise umgehen, d.h. weiter knapp 4 m hohe zimmer und weiter doppelte holzkastenfenster…

  9. @wurmstich: Vor allem geben...
    @wurmstich: Vor allem geben sie den Bewohnern die Möglichkeit den Kathedraleneffekt zu nutzen: Eine 48 cm mächtige Ziegel(außen)mauer ist mit ihrer Wärmekapazität bezüglich der jahreszeitlichen Temperaturschwankungen in Mitteleuropa so austariert, dass es im von ihr umhüllten Gebäude im Sommer kühl und im Winter warm ist. Die „Schöne Neue Bauordnung“ bietet dieser Art von Niedrigenergiehäusern jedoch keinen Raum, denn in ihr dürfen nur „innovative“ Konzepte Bestand haben.

  10. @ Don Alphonso: Ihre...
    @ Don Alphonso: Ihre kunsthistorische und aesthetische Entruestung teile ich wohl.
    .
    Allein: den Grund fuer all diese Unruhe haben Sie ja auch schon benannt: „Und später dann: Neue Sanierungskosten.“ So wird dann das Bruttosozialprodukt gesteigert. (Erinnern sie sich noch an den song? :-)
    .
    Aber keine Angst. Weg ist das geld dann ja nicht.
    .
    Das haben dann bloss andere Leute…

  11. @DA
    "Aber manchmal frage ich...

    @DA
    „Aber manchmal frage ich mich schon, ob wir den Osten übernommen haben, oder der Osten uns und dann alternativlos mit einer besseren PR und Werbung das durchzieht, was seit jeher im Sinne der 5-Jahrespläne war. Wir sind drauf und dran, unsere Stadtoberflächten zu zwangskollektivieren“
    da hab’ns aber lang braucht um das zu merken. wollen’s nicht mal über den zwang die kinder mit spätestens 9 monaten in den hort schicken zu müssen zwecks steigerung der produktion der „veb“ siemens, vw etc. schreiben?
    immer noch toll zu diesem themenkomplex hort etc. gunnar heinsohn

  12. Nicht VoPo, sondern ABV, und...
    Nicht VoPo, sondern ABV, und natürlich KWV (= kann weiter verrotten).

  13. Hab mir letzte Woche ein...
    Hab mir letzte Woche ein Holzhaus gekauft. Ohne Wasserleitung.

  14. Wir werden mit der...
    Wir werden mit der Ökodiktatur noch unser blaues (grünes) Wunder erleben.
    Erst verteuern sie unsere Energiekosten, dann verschandeln sie unsere Städte und Landschaften und zu guter letzt werden sie uns verbieten, mit unseren alten italienischen Autos zu fahren.
    Merkel, Söder, Roth. Eine neue Einheitsliste.
    sic transit gloris mundi !

  15. So etwas hier zu lesen....
    So etwas hier zu lesen. Träume ich; nunja, dafür gibt es sicher ein Ausschlussverfahren aus der grünen Partei.

  16. "wollen's nicht mal über den...
    „wollen’s nicht mal über den zwang die kinder mit spätestens 9 monaten in den hort schicken zu müssen“
    Der Don vielleicht nicht, ich schon. Denn ich weiss zwei Dinge:
    1) Geld kann man nur einmal ausgeben
    2) Geld, dass in die direkte Familienförderung fliesst, nützt jenen Kindern exakt 0, die nicht in einem Bildungsbürgerhaushalt aufwachsen
    Conclusio: Ohne flächendeckende Kleinkinderbetreuung bleibt Unterschicht Unterschicht, weil auch die begabtesten Kinder ihren Startnachteil zu Schulbeginn nie wieder aufholen können. Dass diese Kinderbetreuung üblicherweise von einem Teil der Mittelschicht bekämpft wird, dessen Lebensmodell die Nur-Hausfrau und Mutter ist, wird damit in doppelter Hinsicht leicht begreiflich. Eigentlich ganz einfach?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  17. lieber Dipsy!
    Endlich sind Sie...

    lieber Dipsy!
    Endlich sind Sie wieder da!
    Wie wars bei der Weinlese, und wie war Ihr Winter, berichten Sie doch!

  18. Wir haben eine degressive...
    Wir haben eine degressive Bevölkerungsentwicklung zu verzeichnen, bauen und brasseln aber schlicht immer weiter in neu ausgewiesenen Baugebieten, unnötigerweise. (meist ästhetisch von schamlos gespreizter Häßlichkeit). Wer Augen hat zu sehen, kann die Wohnungsleerstände im ganzen Land nicht übersehen.
    Die ENEV auf Altbauten älter als 1914(wahrscheinlich müßte das Stichdatum eher noch weiter vor in die Gegenwart verlegt werden) anzuwenden ist schlichtweg bescheuert. Diese Bauten sind nach ganz anderen Kriterien als den heutigen soziologischen, technischen, ästhetischen Ansprüchen gebaut worden, geschweige denn nach etwelchen früheren Traditionen. Sämtliche Bauphysik samt modernen Baustoffen muß an deren „Verhübschung“ versagen, es kann nur Pfusch werden.
    Die Energiefrage stellt sich in ganz anderen Dimensionen als uns vorgegaukelt wird. Allein was da tagtäglich an Treibstoffen auf den Straßen regelrecht verpraßt wird ist ungeheuerlich; die Autobahnen als Lagerflächen für just in time. Grotesk, daß das Wohl und Wehe der „Nation“ auch noch von den Produktionsziffern für die Herstellung von eben diesen absolut unmodernen Vehikeln abhängen soll, deren Betrieb ungeheure Schneisen in die Landschaften gezogen haben. Der Verbrauch für die Luftflotten ist dabei noch gar nicht in Betracht gezogen.
    Kruder Ziffernerfüllungskommunismus das.
    Im ökonomischen Raum denken wir immer noch in Kategorien der Kaltekriegs-Stalinära, obwohl seit längerem eine massive Deindustiealisierung und Verlagerung ganzer Produktionnsbereiche in andere Weltregionen eingesetzt hat. Die eigentlichen Möglichkeiten, die uns, neben dem vorhandenen, noch zusätzlich exponentiell gewachsenen Zerstörungspotential durch die Informationstechnik, zugewachsen ist, haben wir vermutlich noch nicht in den wahren Umrissen erkannt. Dafür wird von Zukunftsfähigkeit volle Möhre gefaselt und die unwiederholbare Gegenwart verpaßt.
    Allenthalben wird von der Wissensgesellschaft gefaselt, die aber nicht fähig ist über ihre selbstgesetzten Denkmuster und damit verbundenen Grenzen hinauszuschauen und werkelt sich an Fragestellungen ab, die nicht den wirklichen Problemlösungen dienen. Eher zu Verschlimmbesserungen führen.
    Der Fisch fängt eben doch am (schön geschminkten) Kopf an zu stinken.
    ..
    bertholdIV: Spez. Gruß, sehen Sie mir meinen Rundumschlag nach. Falls es Sie wider Erwarten mit getroffen haben sollte, recht so ;-) Bezüglich Ihrer Ansichten zu Kindern, Horten, Factories etc.-stehe ich dagegen voll auf Ihrer Seite.

  19. Sie übersehen in Ihrer...
    Sie übersehen in Ihrer rückwärtsgerichteten Blickweise das wesentliche: Die CO2-Bilanz. Im Null-Energie-Haus ist schon das Teelicht Energieverschwendung. Mag auch anderswo auf der Welt manch Öl-Multi das Erdgas wie wild abfackeln oder ein Vulkan das neue Giftgas in Massen verteilen, Muttis Welt bleibt sauber. Bis auf die Entsorgung. Das Wärmedämmverbundsystem ist Sondermüll. Und die Feuerwehr muss sich auch so ihre Gedanken machen, wenn eine solche Wohnkiste mal abfackeln sollte.

  20. @yast2000(Planwirtschaft,...
    @yast2000(Planwirtschaft, Effizienzwahn): es ist schlicht verordneter Pfusch als Stütze für das notleidende Baugewerbe, nichts anderes. Und Vormerken für den Abriß, denn nach den Babyboomern braucht man eh nicht mehr so viele Häuser, also kann man sie schonmal peu a peu ruinieren, dann werden sie so gammelig, daß nicht mal Obdachlose sich mehr reintrauen. Oder so ähnlich.

  21. Wie wahr, wie wahr.
    Als...

    Wie wahr, wie wahr.
    Als Eigentümer eines ehemaligen Hütehauses ( Sozialbau) mit 60 cm Bruchsteinwänden hatte ich mich um Hilfe beim örtlichen Polier bemüht.
    Der verweigerte die Arbeiten mit der Bemerkung: wegreissen und neu bauen, und ausserdem kann das sowieso niemand mehr…
    Nun, 20 Jahre später, ist der ideale Putz gefunden : gelöschter Kalk und Sand.
    Und in diesem Sommer soll die Vollendung nahen….
    Im Winter werden die Öfen knistern und das Bier ist im Sommer immer Kellerfrisch.
    Btw man lasse sich bei Gelegenheit mal den Begriff Taupunkt erklären,
    da kommt so mancher Fachmann echt in Not

  22. @Dipsy
    Manchmal vermisse ich...

    @Dipsy
    Manchmal vermisse ich Sie, auch wenn Sie sich das womöglich gar nicht vorstellen können. Und nächste Woche kaufe ich mir einen ollen SUV.

  23. @colorcraze: "... dann werden...
    @colorcraze: „… dann werden sie so gammelig, daß nicht mal Obdachlose sich mehr reintrauen. …“
    *
    Und damit wären wir schon beim Kern: Es geht bei all diesen Problemen gar nicht um Architektur, Kultur oder dergleichen, sondern es geht um die nun seit 15 Jahren andauernde Verteilungsungerechtigkeit in der Bundesrepublik. Natürlich müsste man als verantwortungsbewusster Intellektueller schön blöd sein, in diesem Augenblick, wo sich das Land wirtschaftlich und psychisch sehr gut erholt, irgendwelche sozialen Konflikte heraufzubeschwören, die es so nicht gibt. Aber wenn die „Diktatur des Kapitals“ innerhalb Deutschlands nicht irgendwann aufgelöst wird, kommt es dazu, dass das Eigentum nicht mehr geachtet wird. Es wäre ein moralischer Verfall, bei dem sich der Arme beim Reichen zurückholt, was ihm vorenthalten wurde. Der Besitzende wird zum Hassobjekt.
    *
    Der Don könnte seine Geschichte gar nicht so schreiben, besäße er nicht ein ererbtes Haus, dass er vielleicht zwangssanieren muss. Aber interessiert das diejenigen, die das Haus nicht besitzen? Und muss man den Bundesbürgern auf beiden Seiten der ehemaligen Mauer nicht zurecht vorwerfen, dass sie fast sämtliche ethischen Standards des Zusammenlebens mittlerweile über Bord geworfen haben? Der Staat kurbelt die wirtschaftliche Entwicklung an: Aber zu welchem Preis? Noch mehr Schulden?

  24. "ick bin allhier" und wohne...
    „ick bin allhier“ und wohne schon in einer gedämmten WBS-70 Plattenbauwohnung. Richtig kuschelig, noch mit Eigenheimzulage gekauft.
    Wer sich laut über die DDR beschwert, der sollte nicht vergessen, dass Bankenrettung und auch Euro-REttung dazu dienen deutsche Firmen zu schützen. Somit stehen sie faktisch unter staatlichem Schutz. Somit werden sie ähnlich staatshörig wie die VEB in der DDR. Beispiel: CoBa, Landesbanken und Volksawagen.
    PS: wenn der Euro crasht, haben wir die nächste Währungsreform

  25. @ThorHa

    Vollste...
    @ThorHa
    Vollste Zustimmung!!!!

  26. Foersterliesel, haben Sie mich...
    Foersterliesel, haben Sie mich vermisst? Ein Winter lag nun wahrlich nicht dazwischen, allenfalls eine Art bürgerlicher Winterschlaf. Grundsätzlich wollte ich Don Alphonso nur gratulieren. Das ist nunmehr der dreissigste Beitrag, der ohne oberflächliche, antibürgerliche Polemik daherkommt. Ich habe also nicht vor allzu lange zu verweilen.
    Die Weinlese wird in diesem Jahr zwar früher sein; im Moment ist es aber die Rosenscherre die meine alten Gelenke auf Trab hält.
    Strukturell haben wir mal wieder die gleiche Entwicklung: in den 50er und 60er Jahren war man ähnlich begeistert, ähnlich naiv der Atomkraft gegenüber. Nach und nach erkannte man dann die Gefahren und hat heute einen recht differenzierten Blick auf die Geschichte. Strukturell vergleichbar ist das nun mit den alternativen Energien und auch gegenüber verschiedenen Energieeffizienzmassnahmen. Am Anfang vollkommene Begeisterung. Inzwischen diskutiert man recht offen über den Cadmiumgehalt von Solarplatten, Infraschall von Windkraftanlagen (Schlafstörungen etc.), langfristige Auswirkungen von Plastikhüllen etc.. Selbst das Lehrerinnenblatt Zeit berichte in seiner aktuellen Ausgabe von Maismonokulturen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Bodenerrossion. Da sind nun bei einem einzigen Unfall mehr Leute gestorben als in Fukushima (es gab da eine Windböe und die hat den Maisschrot auf die Autobahn geblasen).
    Aber, gewisse Parteien und Umweltverbände dürfen ja lügen und unsere Gesundheit ruinieren. Wer in so einem supergedämmten Haus wohnt (da muss man nun noch neu ein Lüftungssystem einbauen), der ruiniert sich seine Gesundheit mit Schimmelpilzen. Greenpeace und Co. behaupten weiterhin, Tschernobyl hätte zehntausenden, hunderttausenden den Krebstod gebracht. Laut WHO sind es 4 – 5.000; damit statistisch nicht nachweisbar. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine ganz neue Studie der Univ. Bern in Sachen Leukämie. Man hat im näheren Umkreis von AKWs die Leukämiehäufigkeit untersucht. Ergebnis: die reinen Zahlen lassen zwar auf ein erhöhtes Risiko schliessen (20% höher), die absoluten Zahlen sind aber so gering, dass es keine statistische Signifikanz gibt.
    Zu empfehlen auch ein Beitrag von Matthias Heitmann in der aktuellen Ausgabe der Schweizer Monatshefte. Ein Kohlekraftwerk strahlt ca. 10x mehr als ein AKW; im Kohlebergbau sterben Jahr für Jahr tausende von Menschen. In Fukushima starb bisher nicht eine einzige Person.
    Ich habe gerade selber so einen Kostenvoranschlag für eine Sanierung einer etwas älteren Immobilie auf dem Tisch liegen. Dieser Architektendödel will mir auch eine 16cm Dämmschicht aufs Auge drücken; die Kosten sind enorm, es sieht wirklich scheusslich aus und die vermeintlichen Einsparungen dürften in aller Regel nicht zu erreichen sein. Günstiger ist es da wirklich, jedes Jahr ein paar neue Pullover zu kaufen.

  27. @KKkrug: " Somit werden sie...
    @KKkrug: “ Somit werden sie ähnlich staatshörig wie die VEB in der DDR. Beispiel: CoBa, Landesbanken und Volkswagen. …“
    *
    Deutschland konkurriert – zu meiner Verblüffung erfolgreich – mit China. Und China ist immer noch quasi-kommunistisch, deren Konzerne sind noch viel enger an den Staat gebunden. Verteilungsgerechtigkeit hin oder her, in dieser Beziehung machen „die da oben“ in Deutschland einen richtig coolen Job…

  28. Selten soviel Antworten auf...
    Selten soviel Antworten auf eine Satire gelesen, die selber keine sind und dennoch besser eine sein sollten.
    Ich denke der Aufruf in dem Text ist lobenswert, die Romantisierung der alten Bauten, jedoch reaktionär. Wer ernsthaft 48cm Kathedrale-Wand fordert, hat nicht gemerkt, dass dort niemand mehr ohne weiteres wohnt.
    Zudem ist der rant am Ende gänzlich Rückwärtsgewandt, aber immerhin trifft man bei der Spaltung der Gesellschaft im Bereich der Zustimmung, dass wir im Westen… immer auf Unterstützung.
    Im Rahmen der Rolle des Don akzeptabel, aber die Kommentare wirklich nicht.

  29. Ganz meine Meinung....
    Ganz meine Meinung.

  30. Stichworte "Plattenbau",...
    Stichworte „Plattenbau“, „DDR“:
    Ich meine, das Grundproblem an der Sache ist der Verordnungszwang, sei es energetische Sanierung, sei es die Kanalanschluss-Inspektion, sei es der Energiepass, sei es die Baumschutzsatzung u.a.m. Da frage ich mich, ob die Gängelung al la DDR hier bei uns nicht verspätete Siege feiern darf.
    Ich bekenne:
    ich habe meine gebraucht gekaufte Hütte (BJ 1962) 1998 mit dem üblichen Styropor-Programm versehen, zuvor schon die Vinyl-Doppelverglasung eingebaut. Das ist ohne Reue mit guten Erfahrungen geschehen, die vergammelten Weichholzfenster mit Schwitzwasser und dem zuvor auftretenden Schimmel an kalten Wandecken im Schlafzimmer weine ich keine Träne nach; zum Fensterstreichen fehlen mir Zeit und Lust, zum Streichenlassen schlicht das Geld. Auch die z.T. mit Asbestplatten verkleidete, ansonsten rissige Fassade konnte so nicht bleiben. In derartigen Nachkriegsbauten sind damals aus Kostengründen keine sehr guten Baustoffe zum Einsatz gekommen, also keine überlieferten Mörtelmischungen ländlicher Baumeister des Mittelalters.
    Meine Hütte hat m.E. also deutlich gewonnen und ist in Folge des Umbaus nicht vergammelt (aber ist und war zuvor eben nur Null-Acht-Fünfzehn, von „Architektur“ sollte man vermutlich nicht reden.)
    Die Verpackung war damals aber meine freie Entscheidung und nicht gesetzlich erzwungen; es bestand Handlungsbedarf, aber auch nur ein begrenztes Budget.
    .
    Das Zauberwort ist eben „Freiwilligkeit“. Nur wenn sich aktuell die Baubranche um den Kunden bemühen muss, wird es optimale Lösungen geben, die über den derzeitigen Styropor-Plattenstandard hinausgehen. Ein staatliches Wärmebettchen für die Baubranche ist dafür eher kontrapropduktiv.
    .
    Der Einschätzung, dass es Schwachsinn ist, Gründerzeit-Altbauten oder ähnliche Solitäre jetzt mit Styropor zu ummanteln, stimme ich ohne Einschränkungn zu. Auch sollte ein jeder seinen Ofen weiter befeuern dürfen, solange er seine Rauchgase nebst Feinstaub aus ungetrocknetem Holz oder heimlich verbranntem Hausmüll nicht zwei Meter neben meinem Lüftungskamin ins Freie lässt.

  31. @plindos
    danke der...

    @plindos
    danke der grüße
    btw: ein guter architekt m.e. zumindest der einzige, den ich kenne
    http://www.zunner-architekt.de/
    wenn ich daran denke, wieviele meiner studienkollegen als physiker jetzt bei scheffler/siemens/conti arbeiten. was man mit dieser ausbildung sinnvolles machen hätte können, statt autos mit frontantrieb entwickeln. eine schande…

  32. @yast: Das...
    @yast: Das Ungerechtigkeitsempfinden ist nichts, an dem ich gerne rühre, deswegen bleibt mir das außen vor (gerecht geht es nur manchmal, und über verschlungene Wege, zu, ganz prinzipiell, meiner Meinung nach), ich sehe das mehr unter dem Aspekt Infrastrukturbestand und was für Häuser die nachfolgenden Generationen denn brauchen werden. Besitz, die Fähigkeit das Haus zu erhalten, passende Handwerker dazu, wer es bewohnt sind ja in der Regeln Dinge, die zu „Lebzeiten“ eines Hauses mehrfach wechseln, weil die meisten Häuser, die in D gebaut werden, recht langlebig sind. Ja, man hat auch ab und an mal so Temporärbauten hingestellt, aber der Hauptbestand sind Häuser, die sehr langlebig sind, aber auch gewisse Instandsetzungsintervalle und Nutzungsanforderungen (im Winter muß geheizt werden, sonst platzen die Wasserrohre) haben, wenn sie nicht kaputtgehen sollen. – Probleme mit verelendeten Mietern und Hausbesitzern gleichermaßen gab es in den 1920ern und im 19.Jhdt auch schon zuhauf, möglicherweise erwischt uns das auch noch breitflächig, aber wegen der Generationsstruktur vermutlich eher noch anders, in Form von Dörfern, in denen nur noch Alte leben und dann der Wind durch die Dachlöcher der leeren Häuser zieht, und dies als Flecken auch in der Stadt. Wie die Häuser nach den Hausbesetzungen ausgesehen haben, wissen Sie vermutlich so gut wie ich, sie können sich daran ausmalen, was passiert, wenn die Besitzverhältnisse quasi leerlaufen und keiner mehr da ist, der den langfristigen Erhalt des Hauses organisieren kann. Randale gegen Hausbesitzer ist da allenfalls ein Nebenaspekt, es kann durch ungeklärte Erbfälle dasselbe rauskommen.

  33. @Sthenes

    Alte 48cm dicke...
    @Sthenes
    Alte 48cm dicke Gemäuer haben nichts mit romantisierenden Vorstellungen zu tun, es wird gelebt in ihnen, täglich! Und es hat etwas zu tun mit Raumklima, dass winters wie sommers angenehm ist. Außerdem wird man zur Sparsamkeit verleitet bei hohen Räumen, deren Böden natürlich gerne gut gedämmt sein dürfen!!!
    Ich finde die Dämmhysterie schon sehr bedenklich und die Oberflächlichkeit ebenso, wie man mit daraus resultierenden Probleme umgeht! Bei mir schimmelt jedenfalls nur der Käse!!! ;-)
    Das Problem sind doch nicht die zu heizenden Häuser in Nord-Europa, es ist die wachsende Weltbevölkerung….und alle wollen sie heizen, kochen, Klimaanlagen betreiben….und deutsche Autos fahren!!!

  34. Regieren die Grünen...
    Regieren die Grünen eigentlich immer noch?

  35. konservativ = neues erst mal...
    konservativ = neues erst mal von den anderen ausprobieren lassen und wenn es funktioniert, in 10 jahren nachmachen. falls nicht – sich eines ins faeustchen lachen. so gewinnt man immer!

  36. @JR: aha, BJ 62... gut, da...
    @JR: aha, BJ 62… gut, da sind sicher andere Dinge „kompatibel“ als bei BJ 1700. Tja, warum man das nicht den Leuten auf Basis von Freiwilligkeit überläßt… zum einen, weil man die Hausbesitzer halt zwingen will, Geld rauszurücken (das sie kaum haben). Zum anderen, weil man damit die Entwicklung von verbrauchsarmen Häusern übers Knie brechen will (eben: übers Knie brechen. Mit Ihrer Methode ginge das länger und wahrscheinlich sorgfältiger, würde aber nie für soviel Beschäftigung sorgen, wie man durch Pfusch und Pfuschbeseitigung erzeugen kann)

  37. @HansMeier: haben die...
    @HansMeier: haben die angefangen?

  38. Ernsthaft...
    Ernsthaft jetzt:
    Geschäftsidee! Putze entwickeln, die atmen und dennoch das Klima schützen.
    DFG-Drittmittel anspitzen, UNI-nahen Forschungs-Joint-Venture anhauen, Vertrieb zusammen stellen. Wer macht mit?
    .
    Die Putze
    .
    [ Disclosure: kann verputzen und dämmen. Meine Fußböden sind alle gedämmt, Plastikfenster kommen mir aber keine ins Haus, ich hasse als Halb-Hausstauballergiker und Ästhet Schimmelecken über alles. Musste sie als Student ertragen, grusel. Wir haben einen feuchten Keller, der ist hauptsächlich deswegen feucht, weil die Hausbewohner & Mieter glauben, man müsse ihn im Sommer „lüften“ und sie lassen die Kellertür und sämtliche Kellerfenster absichtlich offen. Dass dann der „Kühlschrank-Effekt“ mit superfeuchten Wänden eintritt, das ist konsumistischen FeeBreeze-Anwendern nicht mehr vermittelbar. Habe es als Erklärbär eingie Male freundlich versucht Physik und Natur anhand von Bierflaschen aus dem Kühlschrank zu demonstrieren. Denke jetzt über einen bösen „Verwalter-Zettel“ in steifer, bürokratischer Befehlssprache nach, funktioniert meist besser für den Mainstream. Obwohl Bier wieder besser für Nachbarschaftsgefühle …]

  39. @wurmstich: genau, man sollte...
    @wurmstich: genau, man sollte mal die Archäologen fragen, seit wann in Mittel- und Nordeuropa denn Heizungen nachweisbar sind. Fließend Wasser im Bad gabs jedenfalls schon bei den Mykenern in der Bronzezeit. Das Heizen mindestens eines Hauptraums im Haus dürfte auch schon recht lange betrieben worden sein.

  40. @Sthenes
    48 cm sind wenig, das...

    @Sthenes
    48 cm sind wenig, das brauchte es ja für ziegel. eine gute bruchsteinmauer hat 1m und damit wohnen in der oberen pfalz viele

  41. colorcraze: "@yast: Das...
    colorcraze: „@yast: Das Ungerechtigkeitsempfinden ist nichts, an dem ich gerne rühre, …“
    *
    Stimme ja allem zu, aber es trifft den Kern nicht: Eine Öko-Anweisung zwingt Hausbesitzer zum Dämmen, der die Kosten dann auf die Mieter etc. umlegt. Das stört den sozialen Frieden, gleichzeitig hat der Hausbesitzer durch den geldwerten Vorteil seiner Immobilie eine große Macht über Menschen, die nicht zu den Besitzenden gehören können, weil Verteilungsungerechtigkeit herrscht. Das ist Konfliktstoff ohne Ende, der nur zu lösen ist, in dem das Eigentum als störend empfunden und als ideller Wert heruntergestuft wird. Ich will ja nicht Kassandra spielen, aber es ist in Wirklichkeit ein gesellschaftlicher Kulturbruch, der an Bauwerken ausgelebt wird. Und darum ging es dem Don doch in seiner Ansprache an das Volk?

  42. @ThorHa
    ich bin so und so für...

    @ThorHa
    ich bin so und so für eine trennung: kinder bekommen nur noch hartzIV empänger und die sdg. die der ersteren werden nach dem abstillen in den hort der rkk oder der gemeinde gesteckt. und die frauen der mittelschicht bleiben kinderlos und opfern sich für eine karriere bei kpmg, mercer, towerswatson oder ernst and young.

  43. @dipsy
    sie haben noch...

    @dipsy
    sie haben noch vergessen, dass amn dann stromtrassen für den windstrom von der nordsee nach bayern braucht. vor 15 jahren gab es proteste gegen wohnen in nähe von solchen leitungen

  44. Man nehme ein...
    Man nehme ein Niedrigenergie-Holzhaus, geplant und gebaut mit Können und Wissen und Geld, es steht seit einem Jahr, lässt sich wunderbar bewohnen, das Raumklima ist toll, jeder Gast, welcher hereinkommt, ist begeistert auch vom Geruch des Holzes und so weiter. Und dennoch: Plötzlich schimmelt ein tragender Balken der Dachkonstruktion, und zwar außen am First! Der Grund? Die Dachisolierung war an einer einzigen Stelle falsch verbaut, so dass die warme feuchte Innenluft außen sich niederschlug. Und die Moral der Geschicht: Bauphysik ist nicht trivial. Und die hyperisolierten Häuser werden hinter ihrem Dämmmaterial schon in wenigen Jahren in Vielzahl in ihrer eigenen Feuchtigkeit (die von innen, nicht von außen kommt) vergammeln.

  45. @Don Alphonso und die Damen...
    @Don Alphonso und die Damen und Herren Foristen
    Sie zeigen wenig Respekt für das WELTKLIMA und seine Entwicklung. Mit Leuten wie Ihnen, die der Glühbirne am Kronleuchter nachtrauern, die sich wie Don Ferrando in einer Ökodiktatur wähnen, die wie HansMeier die Herrschaft der Physikerin mit einer grünen Regierung verwechseln …… kann man nur fürchten, daß in diesem Winter der Strom für mehrere Stunden oder gar Tage ausfällt. Und hoffen, nein, fürchten, daß es mit dem kommenden Minimum an Sonnenaktivität einige zehn kalte Jahre gibt.
    Dem Hausherrn will ich in seinem Blog nicht fürs Atom reden. Aber auf Wind und Sonne will ich mich von November bis Februar nicht verlassen. Und nicht auf warme Farben, so richtig dieser Gedanke auch ist.

  46. @melursus
    pst.....nicht über...

    @melursus
    pst…..nicht über die nachlassende sonnenaktivität. wir sind doch im moment bei der metaerzählung des bösen co2…

  47. @Melursus: "Sie zeigen wenig...
    @Melursus: „Sie zeigen wenig Respekt für das WELTKLIMA und seine Entwicklung. ..“
    *
    Es gibt kein Weltklima. Es kann sich auch nicht entwickeln, weil es kein Lebewesen ist. Die einen haben den Klimakollaps als seelischen Ersatz für die atomare Bedrohung nach dem Ende des Kalten Kriegs gewählt. Für andere stellt die Klimakatastrophe einen Ersatz für die Hölle dar, nachdem sie mit ihrem Kirchenaustritten nicht ganz zurande kamen. Verwirrung lässt sich zwar grundsätzlich therapieren, aber der Glaube ist ein menschliches Bedürfnis und kein wissenschaftliches Argument. So viel Realität muss sein… :-)

  48. Etwas OT, weil nicht Haus,...
    Etwas OT, weil nicht Haus, aber eben „ungeklärter Erbfall“, nach dem alles zugammelt: http://www.tagesspiegel.de/berlin/brandenburg/der-bund-will-seen-verkaufen-aber-das-land-nichts-dafuer-zahlen/4410322.html

    @yast: in Anbetracht eines zu erwartenden Häuserüberhangs in den nächsten 30, 40 Jahren sehe ich nicht, was zunehmender „Vereigentumswohnisierung“ entgegenstehen würde – und somit der Wiederherstellung der Einheit von Besitz, Selbstnutzung und Selbstverantwortung, auch in urbanen Strukturen. Das Problem sehe ich in den Mitteln und Fähigkeiten (eben dem Wissen, wie man mit solchem Besitz umgeht), diese Verantwortung auszuüben – die Minderheit, die das jetzt tut, wird nicht so klein bleiben, und wenn man selbst wenigstens Gammelhüttler ist, ist ein Feindbild „Hausbesitzer“ eher abwegig.

  49. @Werter Melursus, ja, nur dass...
    @Werter Melursus, ja, nur dass eben das Weltklima nicht in meinem Wohnzimmer weilt und mein Hausklima dafür auch nicht in Südamerika. Wie also Atom und Solar und krongeglühte Leuchter und die ökodiktatorischen Fürchtelei in Ihrer Bemerkung logisch, also sinnhaft, sich vermengen sollen, bleibt a weng schleierhaft. Um Hilfe bin ich dankbar – denn vielleicht stehe ich ja gerade auch nur auf einer Oberlandleitung namens capé.

  50. Was Produktivität resp....
    Was Produktivität resp. Output angeht, ist DA unschlagbar. Wovon lässt er sich inspirieren?

  51. @Melursus: jaja, das...
    @Melursus: jaja, das Weltklima… wenn das Haus fürs lokale Klima paßt, ist ja schonmal gut…

  52. @Ephemeridenzeit: oh, das ist...
    @Ephemeridenzeit: oh, das ist böse. Zum Glück haben Sie es rechtzeitig gemerkt.

  53. Es wird schon nicht so schlimm...
    Es wird schon nicht so schlimm kommen. Ueberhaupt nicht. Unbemerkt hat Mutti weit ueber den Tellerrand der gesellschaftlichen Entwicklung geblickt. Sie macht das nach der Technik charmanter Frauen: Den Gegner annehmen, umarmen, kuessen-erwuergen. Also wird sie den monothematischen Gruenen die Schuessel leerfressen, die SPD in den Wahnsinn treiben, den Steinbrueck adoptieren-der Rest ist Gerede von gestern.
    In Absprache mit den Gremien von ARD und ZDF werden Nachmittagsprogramme fuer die „geistig interessierten Senioren“ entwickelt, damit die nicht mehr gelangweilt vor Bahnhoefen ‚rumstehen muessen. Die Resttriebe der „erlebnisorientierten Rentner“ werden mit Fahrradtouren auf der A-3 kanalisiert.
    .
    Kein Haus wird zwangsisoliert werden. Kleine, flinke Vietnamesen werden im Park geschmuggelte Gluehdirnen verticken, in finsteren Kneipen werden anatolische Dunkelmaenner fragen: „Ey, brauche Diss? Kannst haben von meine Schwester. Nix geklaut, ich schwoere.“
    .
    Ich aber halte mich an den Dichter:
    „Wer jetzt kein Gluehlicht mehr im Hause hat,
    Wird einsam in der dunklen Stube sitzen…“
    .
    …sagt der Besitzer von hundert mattierten 60ern von Osram.

  54. berthold IV, "stromtrassen...
    berthold IV, „stromtrassen für den windstrom“ stelle ich mir sehr reizvoll vor, Landschaftsgestaltung en gros.

  55. @Melursus:
    Ja, dann...

    @Melursus:
    Ja, dann missionieren Sie besser Brasilien, Indien, China usw. schwerpunktmäßig, nicht zu vergessen God’s own Country. Am deutschen Klima-Wesen wird schwerlich die Welt oder das Erdklima genesen, da ist dann für ein paar stilechte Glühbirnen* im Kronleuchter immer noch Platz.
    * Gab es da nicht ein pfiffiges Kerlchen, der diese als „Wärmegeräte“ o.ä. weiter vermarkten wollte?
    @BertholdIV: CO2 – hier wollte ich schon immer die Frage aufwerfen, ob der Schampus oder das Bier ökologisch-politisch korrekt immer noch mit CO2 schäumen dürfen?

  56. Vom dummen Styropor-Irrtum zum...
    Vom dummen Styropor-Irrtum zum Grundsätzlichen und völlig anderen, wie oft in den Kommentaren: die Grünen (& Linken) sind schuld, das mit dem kaputten Weltklima ist nur Hysterie und früher war alles besser. Manche nennen das konservativ, manche reaktionär. Oder „rechts“.
    Kurz: Die meisten Kommentare zu diesem notwendigen Styropor-Beitrag gefallen mir diesmal nicht.

  57. @schreckenberg
    ich mir auch,...

    @schreckenberg
    ich mir auch, wahrscheinlich aus gründen der risikominimierung wird man dass unter die ice gleise verlegen und dann entlang der gleise die modernen hartzIV glasscherbenviertel aufziehen

  58. lieber Dipsy,
    danke, Sie haben...

    lieber Dipsy,
    danke, Sie haben meine Erwartungen nicht enttäuscht. Für die zusätzlichen Pullover empfehle ich Ihnen Juraschaf.
    http://www.finkhof.de/de/Erwachsene/Oberbekleidung/Pullover/Jura-Troyer::922.html?XTCsid=7db2c97e551f97c83b65a92660680f10
    Haben Sie auch manchmal Kontakt mit Leuten, die größere landwirtschaftliche Flächen bewirtschaften, durchaus konservativ aber doch grünlich orientiert sind?

  59. Lieber Yast,
    "... aber es ist...

    Lieber Yast,
    „… aber es ist in Wirklichkeit ein gesellschaftlicher Kulturbruch, der an Bauwerken ausgelebt wird. Und darum ging es dem Don doch in seiner Ansprache an das Volk?“
    .
    Nicht nur, denke ich.
    Man mus auch mal ganz banal denken.
    .
    Dass wirklich die Gemäuer kaputtgehen und ihre Bewohner nicht gesünder davon werden, wenn Nässeschäden auftauchen.
    .
    Kulturbrüche gibt es dauernd. Es ist die Frage, ob sie gut für den Menschen sind, was dabei herauskommt.
    Der Öko-Kulturbruch scheint mir mehr die Erde retten zu wollen als ihre Bewohner. Ihm fehlt, wenn man den Blödsinn mit den Glühbirnen udn der Plaste&Elaste-Dämmung anschaut eine menschenfreundlichere, ganzheitlichere Sichtweise.
    .
    Zur Zeit wird nur überlegt, wie man damit
    1. entweder Kasse und überflüssige Dienstleistungen machen kann, die letzendlich Schrottimmobilien produzieren (lustige Endlos-Geschäftskette), oder
    2. wie man als Besitzer lustig den Kosten entkommt und sie auf den Underdog umlegt.
    .
    Beide Ansätze finde ich haarsträubend.
    (Aber menschlich wieder, so sans…)

  60. Melursus 19. Juli 2011,...
    Melursus 19. Juli 2011, 15:51
    Vor der besten aller Frauen habe ich Respekt,
    vielleicht vor einigen Kommentatoren hier, aber vor dem Weltklima…-?
    Energiesparlampen mit ihrem Quecksilber, nicht eingehaltener Lichtausbeute
    und Haltbarkeit halte ich, mit Verlaub, für Schwachsinn.
    Und im Kalten sitze ich bestimmt nicht, dann wird mit dem Ofen geheizt,
    und dass das zu Feinstaub führt, ist mir ehrlich gesagt, ziemlich egal.
    So lange die Oligarchen dieser Welt mit Ihren Schiffsdieseln, Ölplattformen
    und nicht zuletzt Banken nicht reglementiert werden, versucht ich mich auch nicht reglementieren zu lassen, klappt leider nicht immer…

  61. Übrigens gerade im Baumarkt...
    Übrigens gerade im Baumarkt gesehen:
    E27 + E14 Fassungen in die man ein Halo-2Pin-Birnchen reinstecken und einen Glaskörper seiner Wahl drauf schrauben kann, sieht dann aus wie Glühbirne, Kerze,
    Ballon e.t.c.

  62. @JR
    eigentlich entsorgt doch...

    @JR
    eigentlich entsorgt doch dieses sprudelnde wasser das co2 oder? es soll ja studien geben, die sagen, dass solches gesünder ist als stilles, auch hier im blogg mal präsentiert….also am besten halt nicht lange offen rumstehen lassen…
    ansonsten geht – alter laborwitz – nichts über eine gasflasche, die sich selbständig macht…

  63. Habe selten soviel Unsinn...
    Habe selten soviel Unsinn gelesen wie in den Kommentaren zu dieser Glosse.
    Ich finde WDVS auch nicht optimal und schön schon garnicht, habe aber vor den Bemühungen vieler Altbaubesitzer, den Energieverbrauch zu senken, allemal mehr Respekt als vor der despektierlichen Handlungsarmut, der hier gefrönt wird. Was ist denn ihr Lösungsvorschlag? Sollen jetzt alle hinter 1 m dicke Bruchsteinmauern ziehen? Ganz große Idee! Holzhäuser? Auch Prima. Am liebsten aus Bankirai, Ipe und Konsorten. Ja, das Zeug aus den Tropen, das die meisten hier wahrscheinlich auf der Terasse liegen haben.

  64. @His Majesty 555: Bitte nicht...
    @His Majesty 555: Bitte nicht SUV, sondern Sänfte.

  65. <p>lieber Filou,</p>
    <p>"den...

    lieber Filou,
    „den monothematischen Gruenen die Schuessel leerfressen“ – jaja…
    zu gestern:
    Margiela und die anderen belgischen designer überleben doch, also könnte ein Laden der arabische/afghanische/punjabi – Kleidung anbietet (wo doch die städtischen Sommer viel unangenehmer geworden sind!) auch überleben, hm?

  66. liebe colorcraze,
    für...

    liebe colorcraze,
    für Sie:
    http://www.somashop.com/
    http://www.somashop.com/crafts_en2.html

  67. Vroni: "Zur Zeit wird nur...
    Vroni: „Zur Zeit wird nur überlegt, wie man damit
    1. entweder Kasse und überflüssige Dienstleistungen machen kann, die letzendlich Schrottimmobilien produzieren (lustige Endlos-Geschäftskette), oder
    2. wie man als Besitzer lustig den Kosten entkommt und sie auf den Underdog umlegt.
    Beide Ansätze finde ich haarsträubend. (Aber menschlich wieder, so sans…)
    *
    Eine Frage der Rhetorik: In Nordkorea leben auch Menschen. Deswegen arbeitet aber doch niemand für den nordkoreanischen Geheimdienst? Oder ist das auch haarsträubend, aber menschlich?

  68. fionn, Sie dürfen sich...
    fionn, Sie dürfen sich erheben.

  69. Ich wohnte auch mal in einem...
    Ich wohnte auch mal in einem alten Haus. Die Wände waren gigantisch dick. Auf den Fensterbänken konnte man fast zweireihig sitzen. So teuer zu bauen würde heute keiner mehr bezahlen wollen. Leider war der Keller fürchterlich feucht und man konnte nichts Organisches (Holz, Leder, Stoff etc.) einlagern. Natürlich lässt sich ein Haus mit feuchtem Keller nicht mit Styropor verkleiden. Der Fehler liegt doch aber eher am Keller als am Styropor. Vermutlich hätten das auch „die Alten“ so gesehen.

  70. Schimmel? Fenster und...
    Schimmel? Fenster und Heizkörper aufreissen im Winter. Dös paßt scho. Wie die Luft/Wasser/Wärmepumpen in alten Häusern mit Radiatoren, da freut sich auch der Stromversorger.

  71. Finger weg davon, wer es...
    Finger weg davon, wer es selbst entscheiden kann!
    Die Styroporverpackungen sind nicht das Ende der Kostenleiter, sondern es kommen ca. 10 Jahre später weitere Kosten für einen neuen Anstrich hinzu: Das Wachstum von Algen und Pilzen wird zunächst von den beigemischten Chemikalien verhindert. Besonders Wände in Richtung Norden sind vom Befall betroffen. Da ist auch wegen der bauphyiskalischen Eigenschaften nichts zu ändern.
    Anstrich heisst, dass der gesamte Aufbau neu gemacht werden muss, denn Überstreichen zerstört die Oberflächenstruktur und sieht anschliessend felckig und streifig aus.
    Das zweite Problem ist der Anstrich, der häufig unter starker Sonneneinstrahlung Haarrisse bekommt. Bei Frost werden diese durch das Gefrieren und die Ausdehnung aufgesprengt. Damit entstehen Kältebrücken! Und die Optik ist grottig!
    Die saubere Verarbeitung der Ecken und Kanten an Fenstern und Türen bekommen die Unternehmen kaum hin. Weil unterschiedliche Materialien mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten aufeinander treffen, ergeben sich auch hier nach dem ersten Winter Risse.
    Das totale Abschotten des Mauerwerks bringt nichts,weil wie bisher gelüftet werden muss. Da keine Belüftung wie bei Passivhäusern eingebaut ist, staut sich die Feuchtigkeit. Wenn die Fenster nicht auch mit den Rolläden komplett erneuert werden, bleiben die Kältebrücken.
    Es wird also noch teurer.
    Der Einsparungseffekt steht nur auf dem Papier!
    Auf den Styroporwänden kann man nichts montieren, ohne die Oberfläche dauerhaft zu zerstören. Wenn etwas ausgewechselt wird, sieht das schlecht aus. In Eigentümergemeinschaften nimmt damit das Konfliktpotential weiter zu.
    Die Sache dient nur als Konjunkturprogramm für Industrie und Handwerk.
    Mängelbeseitigung ist kaum mögllich, ohne es zu verschlimmbessern!
    Ich rede aus der Praxis.

  72. eben habe ich nach...
    eben habe ich nach altbausanierung und dämmwahn gegurgelt, und da war dann dann auch schon der meister:
    http://www.konrad(minus)fischer(minus)info.de/index.htm

  73. Früher hat man sicher auch...
    Früher hat man sicher auch nicht daran gedacht, daß keine 100Jahre später Kriege geführt werden wegen fossiler Brennstoffe. Und Wald gabs einst so viel, daß man in Spanien Schiffe auf Deibel komm raus für die Welteroberung zimmerte; und auf den Osterinseln gar alles abholzte, um den Götzenkult zu bedienen. Ich erinnere ein Haus mit beheiztem pool aus den 60ern, eine Wirtschaftswundervilla, die Rohre nackt durchs Erdreich verlegt. Kost doch nix, das Öl.
    Also, was da in der Regel verplattet wird, war ohne Platte auch nix, meist Sozialer Wohnungsbau. Und ist erstmal der Strukturputz drauf, gütiger Himmel, siehts doch keiner mehr.

  74. heute hab ich Holz...
    heute hab ich Holz gemacht
    schwarz vom Harz sind meine Hände
    wenn`s im Winter mal im Ofen kracht
    sind dann auch schwarz die Wände..

  75. @Seben von Theben: es hat aber...
    @Seben von Theben: es hat aber doch keinen Wert, wenn man die Heizkosten für 5 Jahre niedrig hat, und dann die ganze Hütte hin ist mit Schaden (dessen Beseitigung dann ebenfalls die Mieter bezahlen können oder die Gemeinde, weil der Hausbesitzer inzwischen pleite ist und die Bank auch Geld will)! Und es ist bis jetzt eben viel Glump als „Lösung“ unterwegs, das nicht wirklich längerfristig taugt! Manche Methoden scheinen ja zu funktionieren, wenn man JR so hört, aber die meisten eben nicht. Und gerade bei qualitativ und raumklimatisch guten Häusern sollte man da die notwendige Vorsicht walten lassen!

  76. sieht die Kälte Styropor
    dann...

    sieht die Kälte Styropor
    dann bleibt sie aussen vor
    doch ist bös mit dir dein Schatzilein
    dann zieht die Kälte wieder ein…

  77. "Die Partei, die Partei, die...
    „Die Partei, die Partei, die hat immer recht“ Welche? Zwo links, zwo rechts, einen fallen (ge-)lassen. Hübsches Strickmuster für lausige Zeiten.

  78. Beim Herbert wächst auf den...
    Beim Herbert wächst auf den Ziegeln Moos
    im Haus kein Geländer,keine Treppenschoner
    die Dachrinn` verstopft,das Unkraut riesengross
    er ist halt ein Niedrigenergiebewohner…

  79. Die sind auf den Mond...
    Die sind auf den Mond geflogen, irgendwann werden sie auch noch ein Fahrradrücklicht konstruieren, das nicht nach der ersten Feldwegfahrt kaputt geht.
    .
    @Don
    Vielleicht gelingt es ja, in der Hauswand Trüffel zu züchten? Das wäre doch mal ein echter Fortschritt.

  80. Fragt mich der...
    Fragt mich der Kleinbaggerfahrer, wer mich ihm vorgestellt hätte.

  81. Ich bilde mir ein, das Wort...
    Ich bilde mir ein, das Wort Plattenbau hätte nichts mit Styroporplatten zu tun sondern mit Stahlbetonplatten, die meist geschosshoch und zimmerbreit sind und als Synonym für industrielles, vorgefertigtes Bauen nicht nur im Osten gilt.
    Wärmedämmung in unseren Breitegraden ist ein Muss, im Norden eher zur Winterszeit, im Süden zur Vermeidung des Aufheizens der Innenräume. Dass es verschiedene Methoden für Wärmedämmung gibt, wissen wir alle (am Körper beispielsweise ist Wolle besser als Baumwolle oder Kunststoff, Leinen hat wiederum Vorteile im Sommer). Dass Styropor nicht die einzige Aussendämmung ist, dürfte auch bekannt sein, und dass Aussendämmung bauphysikalisch logischer ist als Innendämmung, die es ja auch gibt, wissen auch viele.
    Dem Zwang zum Dämmen aus schierem Überlebenswillen kann mit viel Heizen entgegengewirkt werden. Uneffektiv sind offene Kamine, sie bewirkten im Verbund mit besonderen Wetterbedingungen beispielsweise über Jahrhunderte den literarisch bekannten undurchdringlichen Nebel in London. Die auf dem Kontinent üblichen Kachelöfen sind schon besser, sie sind effektiver und die Strahlungswärme hat gewisse Vorteile gegenüber der Konvektionsheizung, die heute meist verwendet wird.
    Denken Sie bitte auch an ein Wärmedämmsystem das von niemandem erwähnt wird aber in jeder Beziehung hocheffektiv ist, nämlich die Isolierglasscheibe. Denken Sie einige Jahre zurück: Gab es Isolierglasscheiben bei Schaufensteranlagen, in Zügen oder sogar in Autos?
    Für Neubauten gibt es Verbundsysteme, bei Altbauten gibt es einen Rattenschwanz von Problemen. Ich verbrauche in meiner Gründerzeitwohnung viel zu viel Gas – man stelle sich vor, dass das Abgas mit 200 Grad Celsius in den Schornstein geblasen wird, damit dieser nicht versottet.
    Gäbe es eine Verordnung, dass jedes hässliche Haus (gedämmt oder ungedämmt) begrünt werden müsste, wäre das Dilemma zwischen Ästhetik und Technologie lösbar – die Begrünung bindet Kohlenstoff sowie überschüssiges Wasser und gibt Sauerstoff frei, die Gentechnologie könnte möglicherweise eingesetzt werden um einen Pullover ums Haus wachsen zu lassen.

  82. "Auf Linie bringen", wie...
    „Auf Linie bringen“, wie übersetz ich das jetzt ins englische: put him online?
    on partyline? on partyhotline?
    .
    Was weiss ich warum die Hausbesitzer keine bessere Lobby mehr haben als Arbeitslose.
    Elektorate werden überschätzt.

  83. Lieber Yast,
    jetzt werden Sie...

    Lieber Yast,
    jetzt werden Sie rabulistisch.
    Das ist zwar auch unterhaltsam, aber eben: rabulistisch.

  84. ...auch Buntspechte brauchen...
    …auch Buntspechte brauchen ein Zuhause.

  85. Erinnert sich hier jemand noch...
    Erinnert sich hier jemand noch an den Film „Tin Men“ mit Danny DeVito aus den Achtzigern? Passt thematisch ganz gut hierher,
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tin_Men

  86. Und da die Partei inzwischen...
    Und da die Partei inzwischen nicht nur recht hat, sondern auch die Dollarreserven, ist es ganz normal daß die Amerikaner jetzt langsam aber sicher auch die Rätedemokratie einführen, mit imperativem Mandat und so.
    .
    http://www.nytimes.com/2011/07/19/opinion/19tue1.html?_r=1&partner=rssnyt&emc=rss

  87. HansMeier555: "Auf Linie...
    HansMeier555: „Auf Linie bringen“, wie übersetz ich das jetzt ins englische…
    *
    Da fragen Sie am Besten den Kokser ihres Vertrauens…

  88. @Hans Meier, Beat:
    Alternativ...

    @Hans Meier, Beat:
    Alternativ zur Hausbegrünung ist auch Styropor-Plattenbau gut für die Fauna, die Mäuse lieben die Hinterlüftung …

  89. Lieber Jeeves,
    das mit dem...

    Lieber Jeeves,
    das mit dem Weltklima ist keine Panikmache.
    Es verändert sich dramatisch. Keiner, der wirklich ernsthaft als Wissenschaftler unterwegs ist, würde das bezweifeln. (@all: Obacht vorm Meckern über Brainies und Blinzler − habe in meinem Umfeld welche und lasse nix auf die kommen. Da bin ich streitbar.)
    .
    Bin Besitzer einer Altbauwohnung. Ebenso wie meine Cousine. Diese hat vor lauter Energiesparen ihr Haus dermaßen gut abgedichtet, dass sie trotz Lüften enorme Schimmelprobleme und Kältebrücken bekam.
    .
    Ich gehe einen Mittelweg und dämme da, wo es fürs Wohlfühlen wichtig ist (Boden, wg. kalter Füße). Bücherwand an den kalten Wänden. Dazu fahre ich kein Auto, nur Fahrrad, und heize dermaßen sparsam, dass sogar mal einer von den Stadtwerken da war, um nachzuschauen, ob wir nicht absichtlich falsche Angaben machen, wenn wir unseren Gaszähler ablesen …
    .
    Wärmepumpen sind eine feine Sache, um Energie zu sparen. Dazu braucht es eigenen Grund und tiefen Boden. Es geht also nicht nur um Dämmung, sondern auch um neue Heizarten, wen man Energie sparen will. Der Nachbar meiner Mutter hat jetzt mit einer Photovoltaik-Anlage die (auch pekuniäre) Aufmerksamkeit der lieben Nachbarschaft, weil er Strom zurückspeisen kann. Allein die Vögel auf dieser Wiese haben sich − hoffentlich nur vorübergehend − zurückgezogen.
    .
    Also nicht die Herschaften hier alle in die gleiche Tonne kloppen. Viele machen sich mehr Gedanken, als man in der Konversation vermuten mag. Es ist nur das lakonische-rotzige, das grade so schick ist. Aber auch kein Wunder bei der Regierung, die es sich etwas einfach macht.

  90. @ Ruebezahl

    Sehr interessant,...
    @ Ruebezahl
    Sehr interessant, ihre Ausführungen. Ich kann gerade dabei zuschauen und leider auch -hören wie ein Haus in der Nachbarschaft mit Styropor eingepackt wird. Typische Berliner Gründerzeitkiste. Diese Styropor/Plastikplatten auf der Fassade sehen wirklich furchtbar aus, etwa wie die ganz klobigen Ikea-Kindermöbel aus Plastik, die es in den 90ern gab. Und die Fenster wirken ziemlich schießschartig.
    Vor wenigen Sommern erst waren unter ähnlicher Geräusch- und Staubentwicklung so häßliche Blechbalkons an das selbe Haus drangeklatscht worden. Der Vermieter ist wohl echt scharf auf seine Abschreibungen, bloß keinen Pfennig Steuern zahlen, bitte… und dank neuer „Energieeffizienz“-Gesetze müssen die Mieter anscheinend sowohl die Belästigung durch die Bauarbeiten als auch die folgende Umlegung der „Modernisierung“ einfach mal eben schlucken. Weil wenns doch gut für die Umwelt ist… angeblich… ja, das hat schon einen leicht totalitären Touch. Und die Öko-Bilanz von det janze darf ja wohl insgesamt angezweifelt werden.
    Der Haken an der gewünschten Förderung des Baugewerbes, übrigens: auf der besagten Baustelle wie auch auf anderen in meiner Nachbarschaft (die ich mich hier grad nicht zu nennen trau ;) ist in letzter Zeit sowieso kein Wort Deutsch mehr zu hören. Beschäftigt wird eher das Baugewerbe der östlichen Nachbarstaaten, jedenfalls was die einfachen Arbeiter betrifft. Weiter oben in der Nahrungskette, bei der Planung und Leitung, fällt dann vielleicht noch ein bißchen ab für einheimische „Leistungsträger“. Und nur auf diese sogenannten kommt es politisch ja derzeit an, siehe andere heutige Nachrichten über die Einkommensentwicklung bei den „einfachen“ Leuten, und wen’s interessiert.
    Danke, lieber Don, für diesen Blog, denn nun bin ich fast schon froh über meine undichte, schlecht sanierte Bude. Wo’s zieht, schimmelt es wenigstens nicht. Und stricken für den Winter macht ja auch Spaß.

  91. Ich finde das einfach toll,...
    Ich finde das einfach toll, wie hier nachgedacht wird. Weiter so!

  92. Dipsy, übernehmen Sie!...
    Dipsy, übernehmen Sie!

  93. OT, BertholdIV, jetzt! Doku...
    OT, BertholdIV, jetzt! Doku ueber Horst Mahler auf 1.
    (Die ueblichen Vedaechtigen kommen ebenfalls vor)

  94. Vroni: "Lieber Yast, jetzt...
    Vroni: „Lieber Yast, jetzt werden Sie rabulistisch. Das ist zwar auch unterhaltsam, aber eben: rabulistisch. …“
    *
    Mir geht es um Mieter, die ihre Miete u.U. nicht bezahlen können. Außerdem betreuen wir in Berlin Eure eingemieteten Kinder, da darf man auch rabulistisch sein… :-)

  95. lieber specialmarke,
    Spechte...

    lieber specialmarke,
    Spechte konnte ich hier auch schon an den neuverschalten Fassaden beobachten, ich wußte aber nicht daß sie da auch Maden finden könnten, danke für den link !

  96. Don Alphonso, danke. "Ein...
    Don Alphonso, danke. „Ein Beispiel für die mangelhafte Lernfähigkeit der Menschen“ sind sowohl die gequälten Häuser als auch die Finanzkrise, als auch ein Kommentar zum vorausgegangenen Blogeintrag, der mir ob seines Standesdünkels den Atem stocken ließ. Da lassen ebenfalls die sozialen Verhältnisse aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg grüßen.
    Die Partei hat natürlich immer recht, aber vor allem müssen die Mitglieder der Partei auch an ihr Leben nach der Partei denken. Und daher kommt wohl der mangelnde politische Wille, sich nachhaltig und unabhängig von den Begehrlichkeiten aller Beteiligten mit dem Thema Energiesparen zu beschäftigen — und damit, wie man sie umsetzen kann, ohne Menschen in hermetisch abgeschlossene Räume zu sperren, bis sie am Asthma vom Schimmel eingehen. Das leuchtendste Beispiel für dieses Verhalten, weil mal wieder so schön hemmungslos schmierig, sehen wie in unserem lieben Roland Koch, der sich jetzt anheischig macht, gerne die Atommeiler zurückzubauen, die er 2009 noch weiternutzen wollte.
    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/roland-koch-wirbt-fuer-atomkraft-und-erneuerbare-energien/1654646.html
    Aber vielleicht kommt die Finanzkrise jetzt ja den alten Häusern zu Hilfe. Denn wo kein Geld, da keine Investitionen, auch keine Fehlinvestitionen. Ich komme ursprünglich aus einem recht ärmlichen Teil Frankens. Die schönen Altbauten überwiegen noch bei uns. Vorwiegend allerdings auch auf dem Land. Und ja: das Elend mit den Asbestplatten und hinterher mit dem Aluminium, und dann mit dem echten Hausschwamm (dry rot — was für ein wesentlich anschaulicherer Name!), das gibt’s schon auch … bei den standesdünkelnden (und ja, reichen) Bauern und Stadtbewohnern. Mir fehlt da ein bißchen das Mitleid.
    Sie machen es jedenfalls richtig mit ihren blauen und roten Räumen. Und so ein venezianischer Spiegel, hach! der fehlt mir tatsächlich noch. Unsere Küche ist sandsteinrosa (damit ich nicht immer so nach meiner alten Heimat heule), und langsam überlege ich mir, ob wir die Bibliothek nicht tatsächlich in Burgunderrot und Gold anmalen sollen.

  97. @mimi: Ja, Stricken ist toll....
    @mimi: Ja, Stricken ist toll. :-) So toll, daß selbst die FAZ drüber schreibt, und Kommentatoren vor Neid vergehen.
    http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~EC4CDA141CE8A4D7DB206264EF0AB8859~ATpl~Ekom~SKom.html#640045

  98. Vroni19. Juli 2011, 22:0
    viele...

    Vroni19. Juli 2011, 22:0
    viele machen sich mehr Gedanken, als man in der Konversation vermuten mag
    Viele hier haben eine Burg, ein Schloss, Bedienstete, ein Landhaus, und laut Aussage einiger Kommentatoren sind viele hier hochintelligent, da sollte man doch meinen…
    Rübezahl hat es gut erklärt, und Sie gehen die Dinge auch von der praktischen Seite an… aber ich spüre hier auch viel Sarkasmus und Resignation.
    Meine Erfahrung ist, man sollte sich viel mehr mit Handwerkern und Baggerfahrern unterhalten…. auf Augenhöhe, denn wir sind alle Menschen, die es heimelig und warm haben wollen.
    Filou: die Gluehdirne war wieder mal spitze

  99. mimi

    Noch ein...
    mimi
    Noch ein Realo!
    Hochachtung, gut beobachtet.
    Ich wundere mich nur, dass wir von Styropor noch nicht bei Religion und Stasi gelandet sind, oder bei Sänften, die von Bediensteten getragen werden.
    Na, die ganzen von und zu sonst was, das Thema zu … ?
    … da fällt mir ein, danke der Tiger für das Wort flabbergasted

  100. @filou
    danke bin gerade selber...

    @filou
    danke bin gerade selber darüber gestolpert; wir hatten das aber auch im blogg schon mal diskutiert incl. literaturhinweis eines kommentators über einen artikel: mahler, der lustigste anwalt der welt

  101. Bin wieder zurück und muss...
    Bin wieder zurück und muss erst mal nachlesen! Weiss jemand, ob der Beitrag auf der Hauptseite gewesen ist?

  102. ...
    http://www.christian-meurer.de/titanicartikel/mahler1.pdf
    http://www.christian-meurer.de/titanicartikel/mahler2.pdf
    aber jetzt wieder zur rettung der welt durch reduktion von co2, erzeugung von biodiesel und funktionalem essen….

  103. ja zumindest einmal gegen...
    ja zumindest einmal gegen abend vor 9, danach war ich mit meiner frau essen…

  104. Don Alphonso: Bin wieder...
    Don Alphonso: Bin wieder zurück und muss erst mal nachlesen! Weiss jemand, ob der Beitrag auf der Hauptseite gewesen ist?
    *
    Sitzen zwei Schauspieler im Biergarten. Sagt der eine: „Jetzt reden wir unhöflicherweise schon zwei Stunden über mich. Reden wir doch mal über Dich!!! Hast Du mich gestern im ‚Birnbaum‘ gesehen?“

  105. @Elsa

    Trage gerade...
    @Elsa
    Trage gerade handgestrickte Socken, die beste aller Frauen sagt,
    sie kann dabei besser nachdenken.
    Sie ist leider nicht hier, gerade in einem der ärmeren Bundesländer als Beraterin :-)
    unterwegs. Sie sagte mir, da gibt es wenig Styropor. Die können (müssen) rechnen.

  106. Werter Don, Ihr Beitrag war...
    Werter Don, Ihr Beitrag war vorübergehend auf der Hauptseite.
    .
    Unter ästhetischen Gesichtspunkten ist Ihrer Stellungnahme nichts hinzuzufügen. Es dürfte Sie als Immobiliomanic indes interessieren, dass die Bundesregierung jüngst einen steuerlichen Anreiz zur Energiesanierung gesetzt hat: Die Kosten sind über zehn Jahre – mit jeweils 10 Prozent – absetzbar. Neben der gleichfalls vermieterfreundlichen Regelung zur Überwälzung der Sanierungskosten auf die Mieter (Mieterhöhung-Sonderregelung). Schätze, die Hersteller der Plattenbau-Technik können demnächst eine Zentralhotline für Zahnärzte einrichten.
    .
    Eine technisch aufwändigere, ästhetisch aber u.U. überzeugenderer Lösung der Isolierung ist übrigens auch gegeben: Hinter vorhandene Fassadenteile (vorgehängte Fassaden) können mit Drucklufttechnik Kunststoff-Kügelchen verpresst werden. Oder aber man greift zu einer noch teuereren Variante:vor die Kunststoff-Isolierung wird eine neue Fassade gesetzt zB. aus Naturstein – den Schießscharten-Effekt kann man damit indes nur bedingt vermeiden. Übrigens widmet sich mittlerweile eine beachtliche Gruppe von Fachleuten dem Thema der energetischen Sanierung von Altbauten mit denkmalgeschützten Fassaden – auch hier dürften bald symbiothische Beziehungen mit Dentisten vorzufinden sein. Schaun mer mal.

  107. @yast

    fragt sich jetzt nur,...
    @yast
    fragt sich jetzt nur, wer gemeint ist

  108. Owling & Planking in der...
    Owling & Planking in der Nacht-Tagesschau auf 1 (auch wieder so ein Wiederspruch)
    …?… Was müssen die echten Nachrichten schlecht sein.
    Na,ja- die Ratten haben das Schiff schon verlassen, in der Bilge liegt eine Leiche..
    was kommt noch?

  109. mediensegler @yast : fragt...
    mediensegler @yast : fragt sich jetzt nur, wer gemeint ist
    *
    Stehen zwei Birnbäume im Biergarten. Sagt der eine: „Kenne ich Sie?“ – Der andere: „Williams Christ.“

  110. Lieber mediensegler,
    "Viele...

    Lieber mediensegler,
    „Viele hier haben eine Burg, ein Schloss, Bedienstete, ein Landhaus, …“
    .
    Oder tun nur so, die Damen und Herren Avatar-Barone zu Lumpersack oder von Kohlen und Reibach. :-)

  111. Lieber Yast,
    "... Mieter, die...

    Lieber Yast,
    „… Mieter, die ihre Miete u.U. nicht bezahlen können. “
    .
    Deswegen sagte ich ja, dass ich es unlustig finde, wie der Immobilienbesitzer nur drüber nachhirnt, wie er die Kosten für seinen schimmligen Schrottkübel auf den Mieter umwälzen könne.
    .
    Habe selbst jahrelang zu Miete gewohnt, und was mir als durchaus vernünftigen, seriösen Menschen ohne Messie- und Megapartymaus-Einschlag da so für Vermieter vom Schlage Herrenmenschen passiert sind, kann ich hier nicht in Worte kleiden. Selbst nicht in bajuwarische Schimpf-.
    .
    Der Schritt zum eigenen Eigentum war mir ein Befreiungsakt. Aber ohne das kleine Erbe meines Vaters + nicht möglich gewesen.
    Der Schritt weg von der ersten Darlehens-Bank, die mir nicht erst seit der Finanzkrise blöd aufstößt, hin zu einer lokalen genossenschaftlichen Bank war der zweite Befreiungsakt. Der letzte wird an dem Tag sein, an dem das Ding abbezahlt ist. Zur Zeit deutlich weniger pro Monat als die Miete für die kleinere Wohnung nebenan, da wir in der Niedrigzinsphase umgeschuldet haben und darüber froh sind wie der Mops im Paletôt. Im Grunde aus Versehen Krisengewinnler.

  112. Vielleicht sollte man sagen,...
    Vielleicht sollte man sagen, dass München in Sachen Vermietung ein ganz eigenes Pflaster ist.
    .
    jean-jacques, daruf läuft es hinaus, und man vergisst zu erwähnen, dass diese Umweltförderung eigentlich eine Förderung einer ganz bestimmten Bausubstanz ist: Die schlecht isolierten, allein stehenden Häuser in den Villenvierteln der 60er, 70er und 80er Jahre. Einerseits sind das wirklich die Häuser, die das brauchen, andererseits, um es fast auf Bayerisch zu sagen, wird hier dem fetten Schwein das Hinterteil geschmiert

  113. bertholdIV, was man mit...
    bertholdIV, was man mit Bausubstanz nach 1950 macht, ist nochmal eine andere Sache, da gibt es wirklich was zu tun. Aber bei echten Altbauten ist das in meinen Augen unbegreiflich, denn sie machen nur einen Bruchteil der deutschen Immobilien aus, sind ohnehin schwerst gerupft worden (Krieg, Abrisswahn) und stehen zumeist in dichter Verbauung der Innenstädte. wo es ohnehin wärmer ist. Man gewinnt dadurch also nicht wirkich viel. Problematisch sind andere Objekte, aber aufgrund der Mieten in den Innenstädten geht man mit Styropor dort hin, wo es weh tut. Es geht weniger um die Umwelt, als vielmehr um das Geschäft.
    .
    Mondry, ich bin durchaus gespnnt, wie man das in 10 Jahren sehen wird. Aber das ist dann erheblich zu spät.

  114. Don Ferrando, das Elend ist,...
    Don Ferrando, das Elend ist, dass wir keinen Bewusstseinswandel haben, was ja nicht schlecht wäre, sondern eine neue Legitimation für Förderungen und Verbote unter einem grünen Bapperl. Man müsste sich mal die Mühe machen und aufzeigen, welche Sachen sinnvoll sind, und welche Irrsinn. Ich sage nur „Abwrackprämie“ als Subvention für Autobauer, die nicht in der Lage waren, damals auch nur halbwegs sparsame Autos zur Verfügung zu stellen.
    .
    In allen Bereichen hilft eigentlich nur, die Leute zu verantwortlichem Handeln zu bewegen. Aber statt dessen wird auf Teufel komm raus für die einen verboten und für die anderen steuervergünstigt.

  115. Ach ja und noch eine Bitte an...
    Ach ja und noch eine Bitte an alle:
    Auch wenn es die CDU ist, die das Gesetz politisch zu verantworten hat, dann geben einfach trotzdem den GRÜNEN die schuld dafür.
    Danke.

  116. <p>oh weia. </p>
    <p>Hab jetzt...

    oh weia.
    Hab jetzt nicht alle Kommentare durch, aber dennoch:
    Man kann sich auf den Kopf stellen und hurra schreiben, aber in der Gebäudesanierung liegen hierzulande riesige Energieeinsparpotentiale. Übrigens muss man um den EneV-Anforderungen zu genügen im Neubau kein verpöntes Styporpor verbauen wenn man das nicht mag, Ytong reicht auch. Ein Besuch einer entsprechenden Vorlesung an der technischen Uni der Wahl hilft vielleicht, das Wissen etwas nachzuholen (Skript reicht vielleicht auch). Da wird auch gelehrt wie man richtig zu lüften hat (ich sag nur Fenster auf Kipp! Nicht!).
    hat jemand von Ihnen eigentlich schonmal in einem Plattenbau gewohnt? Ich hatte das Vergnügen in einem sanierten Exemplar zu wohnen (ist jetzt nicht ironisch gemeint), der war vor 15 Jahren mit dem geschmähten Styropor saniert worden. Wunderbares Wohnklima, niedrige Nebenkosten – in dem West-Mehrparteienhaus das in den 80ern gebaut wurde in dem ich zur Zeit wohne muss ich im Sommer schwitzen, im Winter frieren und hatte grade eine Heizkostennachzahlung im 4 stelligen (!) Eurobereich. Ich tu mir das nicht mehr an, weil vom Hausbesitzer bezüglich energetischer Sanierung leider keine Investitionen zu erwarten sind.
    Wo ich allerdings dem Don zustimmen muss: Bei wirklich alter Bausubstanz muss das nachdämmen wirklich nicht sein, da kann einfach zu viel schiefgehen. Am besten gute neue Fenster rein, das Dach nachdämmen so dass man nicht direkt in den Himmel heizt, das sollte reichen.

  117. mediensegler, dem kann ich nur...
    mediensegler, dem kann ich nur beipflichten. Einen Gruß unbekannterweise an Ihre Frau: möge ihr nie das Garn ausgehen, oder — the horror — eine Nadel brechen.

  118. Bei einem typischen...
    Bei einem typischen 70er-Jahre-Zweifamilienhaus in der Vorstadt oder einem 60er-Jahre-Block kann man von mir aus gerne isolieren, was man will. Tatsächlich geht es nur um die alte Bausubstanz, von der wir nicht mehr viel haben, und wo das wenig bringt, aber dennoch gemacht wird, weil das halt so gesagt wird. Für die Sanierer ist das ein riesiges Zusatzgeschäft, also wird das den Besitzern eingeredet, und mittels Verordnungen – Kostenabwälrung auf Mieter und Steuerzahler – auch gemacht. Es macht bei der typischen Altbausanierung schon mal 30% des gesamten Auftragsvolumens aus.

  119. @Don
    8:10
    .
    Das ist halt, weil...

    @Don
    8:10
    .
    Das ist halt, weil die deutschen Stützen, trotz aller Freigeisterei, die sie sich in ihrem Privatleben inzwischen allesamt gestatten, politisch immer noch im feudalen Obrigkeitsstaat leben.
    .
    Die neoliberale Presse hat in den letzten 20 Jahren kräftig auf die „Staatshörigkeit und Vollversorgungsmentalität der Deutschen“ eingedroschen, aber damit natürlich immer nur die Arbeitslose, Arbeitnehmer, Gewerkschaften und Beamte etc. gemeint, keinesfalls aber die Hausbesitzer, Bauunternehmer Bankvorstände oder die Autoindustrie.
    .
    Wer ein Problem hat, wendet sich an den Feudalherren, der findet eine Lösung (natürlich in Form einer obrigkeitlich angeordenten Transferleistung) und die Parteien und Parlamente organisieren dann zum sinnvollen Tarif demokratischen Konsens und Legitimation. Dieses Modell hat jahrzehntelang funktioniert und niemand weiß, wie es anders funktionieren könnte.
    .
    Entsprechend infantil ist das Untertanengemecker über die „Politiker“ und deren „Privilegien“. So als ob unmündiges Stimmvieh jemals kluge oder ehrlich Politiker verdient haben könnte. Es ist wirklich wie in der DDR. Die Partei macht blöde Gesezte und keiner hindert sie daran. Wie denn auch.

  120. @ Don Alphonso: 10 Jahre? ich...
    @ Don Alphonso: 10 Jahre? ich bitte Sie- das liegt jenseits der Aufmerksamkeitsspanne! Und dann noch zeitlich rueckwaerts…
    .
    Jared Diamond zitiert in (ich glaube) „Collapse“ einen Berater seinerzeit der 2. Bush administration (verstaendlicherweise wollte der anonym bleiben), der ganz schockiert war ueber deren „event horizon“, naemlich von maximal 90 Tagen.
    .
    Vielleicht hat HansMeier555 ja doch nicht so unrecht mit seinem Verlangen nach Monarchie- da mag es dann vielleicht sogar ein dynastisches Streben auf Nachhaltigkeit geben…

  121. Vroni20. Juli 2011, 00:18...
    Vroni20. Juli 2011, 00:18 Lieber Yast, deswegen sagte ich ja, dass ich es unlustig finde, wie der Immobilienbesitzer nur drüber nachhirnt, wie er die Kosten für seinen schimmligen Schrottkübel auf den Mieter umwälzen könne.“
    *
    Eben. Ich will ja jetzt hier nicht die Käßmann machen, aber vielleicht sollten die Deutschen vor allem lernen, wie man vernünftig miteinander umgeht. Wir sind alle nur Menschen, die sich auf die eine oder andere Art durch das Leben schlagen.

  122. @DA: "In allen Bereichen hilft...
    @DA: „In allen Bereichen hilft eigentlich nur, die Leute zu verantwortlichem Handeln zu bewegen. Aber statt dessen wird auf Teufel komm raus für die einen verboten und für die anderen steuervergünstigt. …“
    *
    Wäre nicht übel, wenn man jetzt ein paar praktische Erfahrungen mit einer friedlichen, fröhlichen Revolution hätte, nicht wahr? Als erstes braucht man einen Slogan wie „Die Ökosanierung muss weg!“, anschließend versammelt man sich in Kirchen und zündet Kerzen für die von der Sanierung verschandelten Häuser an. Anschließend zwingt man jemanden aus der Führungsspitze dazu, einen so dämlichen Satz wie „Den Klimakollaps in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf!“ herauszukrakelen. Nun gibt es in allen Städten Montagsdemos á la Stuttgart, wobei aus dem befreiten Polen Kameras eingeschmuggelt werden müssten, die diese heimlich aufzeichnen und dann auf Youtube gesendet werden… usw. :-)

  123. Ich denke, dass mit "Bauhaus"...
    Ich denke, dass mit „Bauhaus“ BAUHAUS und nicht das Bauhaus gemeint ist. Denn BAUHAUS hat mit dem Bauhaus in etwa so viel zu tun wie Caesar’s Palace mit einem Palast Caesars. Glasbausteine, klug eingesetzt, können übrigens sehr schick sein.

    Auf dem Land, vorwiegend in verarmten Gegenden, sieht man auch heutzutage noch mit Eternitplatten in allen Graustufen eingehülltenHäuser und man kann sich bildhaft vorstellen, wie der örtliche Eternitberater sich erfolgreich von Hütte zu Hütte vorgearbeitet hat.

    Ansonsten spiegelt die verzweifelte und zweifelhafte Förderpolitik in sämtlichen Bereichen (wie auch so mancher der Kommentare) eher eine allgemeine Tendenz zur Rat- und Orientierungslosigkeit einer Gesellschaft, der die Fähigkeit zum Denken in Generationen abhanden gekommen ist ohne gleich ins Reaktionäre abzurutschen.

  124. @yast („Mir geht es um die...
    @yast („Mir geht es um die Mieter, die ihre Miete nicht bezahlen können“): seien Sie versichert, darum geht es den Mietshausbesitzern auch, denn die wenigsten wollen ihre Häuser zu Altkleidercontainern umwidmen. Gleichwohl sind sie natürlich etwas pickisch insoweit daß sie die, die erkennbar nicht zahlen werden, nicht haben wollen – wie jeder, der ein Geschäft umtreibt, das ökonomisch funktionieren muß, und keine Spendenverteilorganisation.
    Ja, es ist ein Riesenproblem, daß so viele in die Armut rutschen. Und sie vor völliger Verelendung zu bewahren, erfordert viel Geschick.

    @Elsa: ja, die Finanzkrise wirkt da in gewisser Weise glücklicherweise bremsend, weil sie das völlig flächendeckende Durchschlagen von modisch angeheizten Fehlinvestitionen verhindert.

    Ein Internet-Bekannter, Architekt, hat mal viele Fotos von Häusern im Westerwald ins Netz gestellt. Zusammen mit dem, was ich in meiner Umgebung so beobachtet habe, sind mir 2 Sachen aufgefallen: es gibt eine Hausverpfuschung aus Armut, und es gibt eine Hausverpfuschung aus Dummreichtum. Und die nehmen sich nicht viel.

    @DA (20.7.2011 6:46, 6:56, 7:10): man muß sich das mit Verstand anschauen, welche Haustypen es sind. – Wenn ich mir die gebauten Häuser über die Jahrhunderte Revue passieren lasse, dann gab es doch immer mal so eine Art Standardisierungswelle, also, wenn man eine Lösung gefunden hatte (in Berlin seinerzeit etwa „das Gründerzeithaus“, früher anderswo „das Fachwerkhaus“ u.a.), dann wurde die breitflächig angewandt. Umbau nach Zeitgeschmack gab es auch immer, wie man an diversen alten Kirchen sehen kann, ebenso lange Erhaltung der Ersteinteilung (z.B. alte Häuser in Basel). – Ich schätze, daß wir von standardisierbaren Lösungen noch zu weit entfernt sind, daß man das jetzige schon so verbreiten könnte. Das ist noch zu sehr im Experimentalstadium. Man muß noch Erfahrung und Wissen sammeln und Testen, bevor man da flächendeckend losschießt. Da allzuviel politisch Einfluß drauf nehmen zu wollen durch Steuerungsversuche geht eher nach hinten los. Ein paar Leitplanken an den gefährlichen Kurven sind ja ok (mein Lieblingsbeispiel: die preußische Brandverordnung, die sich langfristig als extrem nützlich rausgestellt hat), aber sonst muß die Verantwortlichkeit eher aus der Gesellschaft kommen, und die, die sich drum kümmern müssen, müssen durch verständige Debatten unterstützt und erzogen werden.

  125. @unellen
    also ich verbau kein...

    @unellen
    also ich verbau kein ytong, ich möchte schon ein gute bauphysik, ansonsten haben sie schon recht, bei einem wirklich alten haus, würde ich zuerst beim dach und den fenstern anfangen. ich glaube don hat styropor umgangsprachlich gebraucht, ob die platten aus Ps, PU etc. waren wollte er nicht entscheiden

  126. @Mondry
    Nicht Monarchie,...

    @Mondry
    Nicht Monarchie, sondern feudale Verhältnisse. Die können auch in Form einer REpublik gefaßt werden.

  127. @DA 8:50: die wilde...
    @DA 8:50: die wilde Hausbesetzerei in den 70ern und 80ern hatte neben dem jugendlichen Aspekt „Freiräume suchen“ auch noch einen tieferen Kern: Altbausubstanz vor der Vernichtung bewahren. Dies ist zum Teil geglückt. Jedenfalls setzte dadurch eine gewisser Bewußtseinsumschwung ein. Der wird immer wieder in Abstraktionen verwässert, und wenn die entgleisen – wie schnelles Pfuschgeschäft mit Altbaustyroporbeplankung – dann sollte man sich die Zeit nehmen, diese zu bekämpfen. Wobei man das auf vielfältige Art tun muß und viele ansprechen…

  128. @yast: Häuser richtig bauen...
    @yast: Häuser richtig bauen und erhalten ist so revolutionär wie Kinderkriegen – man sollte da schon ein wenig aus der Pubertät raus sein.

  129. @ Mondry 10:04, "Verlangen...
    @ Mondry 10:04, „Verlangen nach Monarchie“ diskutieren wir hier offline auch immer mal wieder und fänden es ebenfalls gerade im Hinblick auf Kontinuität und Integrität im politischen Handeln wünschenswert. Wir kommen aber auch jedesmal wieder an den Punkt wo wir uns anschauen, und einer sagt: „Es kann aber auch ganz schrecklich schiefgehen, …“ und dann stirbt das Thema leise ab. Eine parlamentarische Monarchie … eventuell … mit Kontrollinstanzen … werfe ich dann schon ganz verunsichert ein. Aber es ist wohl doch so, daß des Einen benevolent dictator des anderen bloßer Wüterich ist.

  130. Don Alphonso: "Vielleicht...
    Don Alphonso: „Vielleicht sollte man sagen, dass München in Sachen Vermietung ein ganz eigenes Pflaster ist. …“
    *
    Ich hab’s gewusst! So stellt man sich in Berlin München vor: Die zelten wirklich schon auf der Straße…?

  131. colorcraze, das Erstaunliche...
    colorcraze, das Erstaunliche an der Hauabesetzung ist eigentlich, dass sie zwar nichts wirklich erhalten hat, aber dennoch einen Bewusstseinswandel eibgeläutet hat – einfach, weil Besitzer plötzlich hörten, dass Abreissen und Blockbauen gar nicht sein muss, um Mieter zu bekommen. Wobei man auch da unterscheiden muss: Manche Regionen – wie etwa meine – sind so rückschrittlich gewesen, dass der Boom der Altbauten auf weitgehend intakte Hausbesitzerstrukturen getroffen ist.
    .
    Das Problem ist, dass Bauen einen Zeithorizont von 50, 80, 500 Jahren voraussetzt. Man muss sich nur mal eine Tür aus der Zeit um 1700 anschauen.

  132. Meier hat recht, man sollte...
    Meier hat recht, man sollte inzwischen nicht mehr ueber die Politiker schimpfen, besonders nicht mehr ueber die Einheitspartei CDU. Das jetzige Regime ist das demokratischste der letzten Jahrzehnte. Egal wer sich laut-und ereignisstark zu Wort meldet, ob Radfahrer, Bahnhofspenner, Flaschensammler, AKW-Gegner, Windmuehlenhasser, Homo-Multi-Monosexuelle-alle werden gehoert, auf alle wird eingegangen, fuer alle wird eine kleine Problemloesung gefunden. Trotzdem ist keiner recht zufrieden. Vor lauter Flickerl ist der Teppich nicht mehr zu erkennen.
    .
    (Ende der Morgenpredigt. 10:40 ist nicht wirklich meine Zeit. Misanthropie endet bei mir um 16:30. Heute gibts Chianti.)
    .
    Nochwas: mein Haus ist ein gesichtsloses Ding von 1960. Suedlage. Seit ein paar Jahren sind Kunststofffenster mit dickem Isolierglas verbaut. Die Heizkosten, schon davor nicht erschreckend hoch, sind dramatisch gesunken. Gerade in den letzten harten Wintern war das sehr erfreulich. Bei einen moeglichen Konflikt Schoenheit (bei uns kein Thema) vs. Effizienz wuerde ich mich laessig fuer Effizienz entscheiden.
    (Gilt nicht fuer Dachgarten, Katzen, Frauen und Rotwein.)

  133. colorcraze: @yast: "Häuser...
    colorcraze: @yast: „Häuser richtig bauen und erhalten ist so revolutionär wie Kinderkriegen – man sollte da schon ein wenig aus der Pubertät raus sein.“
    *
    Meinetwegen…auch … richtig…: Wichtiger wäre allerdings, dem zum Libidobündel geschrumpften gemeinen Bundesbürger mal wieder beizubringen, seine demokratischen Rechte wahrzunehmen.

  134. @colorcraze, 10:22...
    @colorcraze, 10:22 „Hausverpfuschung aus Armut, und … Hausverpfuschung aus Dummreichtum“ Das haben Sie jetzt tatsächlich besser dargestellt, als ich.

  135. faciunt favos et vespae. (Auch...
    faciunt favos et vespae. (Auch die Vespen bauen Waben (aber unbrauchbare im Gegensatz zu denen der Bienen)) Tertull.ad Marc.4,5
    Gegenwartsliteratur-Neorealismo-(Einaktiges Luststück)
    -OH-OH-OH-
    A: Aha, das ist also Ihr Augiasstall-sauber-werden wir gleich haben…
    B: Bitte gehen Sie sorgfältig mit der Substanz um, wir haben da Denkmalsmäs-
    A:-sig machn Sie sich mal keine Sorgen nicht, wir sind Spezi-
    B: Geh, Wiggerl schwing di-bring des Inschtrumendenkofferl diräggd do amoi hea!
    B: -listen, des kriagn ma scho hi-gnä Frau! Und überhaupts-
    B: Ja, Himmiherrsackzement und wo hostn des Brodzeitkasterl un des Flascherl Bier-
    B: sind wir brädesdiniad fier sowas, gons nach dera ENEV und ois. Gwiss gnä Frau!
    A: Und was soll denn diese Volldämmungsisolationsaktion denn, ich mein, was-
    B: Da machn sie sich biddä koani Sorgn nicht, des kriagn ma scho-
    B: Zefix, nia hot ma sei Ruah (Handy): Jo, na, jo-ois klarr- nacha brings hoit hea des Glump, Zamperl windiga!-ja so hat man halt seine Sorgn gnä Frau-
    A: Aber wir hättn halt gern ein Angebo-
    B: -hol ich Ihnen gern ein Gegenangebot herein, des mach ma selbsdvastädlich, ois im Servis mit drinna. Auch ham mia ssehr gute Vabindunga zum Denkmalschutz, gö!
    Mia machn koane Isolierung, mia machn ächts Wärrmedämmen-zwegn dem Klima und Co² un unsa Süstämisosupaschaumeinschbritsverfahrn is padendlich gschützt.
    B: Gnä Frau, un wos i no sagn wollte, a kloane à-condo, do hams gwiss nix dagegn?!
    ISBN CODE: 3-xy-!?!-z
    ..
    http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmed%C3%A4mmung

  136. HansMeier555@: Also die...
    HansMeier555@: Also die Adelsrepublik Polen mit ihrem Wahlkönigtum-Bathory, Wasa, Sobieski, Wettin-Sachsen, Leszinsky, Poniatowski-hatte seinerzeit einen gewissen Charme. Klare, eindeutig, feudale Verhältnisse. Da brauchte es keine Verbindungen zu einer gewissen Presse-s. akt. UK/GB, um das Nötige zu deichseln.
    Der Kleinadel war froh, wenn er auf seinen Klitschen sitzen bleiben durfte und machte umstandslos mit.

  137. Filou@: Selbstverständlich...
    Filou@: Selbstverständlich alternativlose Lösungen-erstklassige Lösungen-wie etwa griechische Staatstitel z.B. oder gar der neue Euro(schirm)bonds-benötigen keine Alternative, das sagt es schon sui generis.

  138. Filou@: Selbstverständlich...
    Filou@: Selbstverständlich alternativlose Lösungen-erstklassige Lösungen-wie etwa griechische Staatstitel z.B. oder gar der neue Euro(schirm)bonds-benötigen keine Alternative, das sagt es schon sui generis.

  139. yast2000@: ..der gemeine,...
    yast2000@: ..der gemeine, geschrumpfte Bundesbürger sich, rein demokratisch, wieder zum Bildungsbürger emporschwingt.

  140. Hallo

    das problem hat in...
    Hallo
    das problem hat in Kanada einen Namen: „condo crisis“.
    Das betrifft besonders die Provinc B.C. und Vancouver
    Leaky condo crisis continues for some B.C. homeowners
    http://www.ctvbc.ctv.ca/servlet/an/local/CTVNews/20100719/bc_leaky_condos_100719/20100719?hub=BritishColumbiaHome

  141. unellen, wenn Sie heraus...
    unellen, wenn Sie heraus haben, wie man den Leuten das Fensterkippen abgewöhnt – sagen Sie es.

  142. @ HM555: Hm. Haben wir die...
    @ HM555: Hm. Haben wir die nicht laengst, die feudalen Umstaende in der Republik?
    .
    @ Elsa: „Benevolent dictatorship“ wird oft angefuehrt, wenn von Singapur die Rede ist. Auch dort gibt es Meckerfritzen, auch dort gibt es Leute, die bezeugen koennen, dass LKY ihnen gegenueber gar nicht so benevolent war (er aber sagt, ihm war die Gesamtgesellschaft wichtiger, und bezweifelte die Benevolenz der kommunistischen Opposition in den 60ern). Und am Ende steht da eine Erfolgsgeschichte, von der wir uns in Deutschland eine Scheibe abschneiden koennen (gerne die mit chicken rice, sate, chili crab, bokolat…)
    .
    @ Don Alphonso: und der Grund fuer die kuerzeren Planungszeitraeume liegt im Allgemeinen darin begruendet, dass heute Wertschoefung nicht dadurch gelingt, dass ein Meister stolz auf ein haltbares Werk blickt, sondern am Ende des Finanzjahres die Eigentuemer der Aktiengesellschaft (im Englischen ganz klar: shareholder, also Anteilhalter) ihren Obulus fordern.

  143. "Vielleicht sollte man sagen,...
    „Vielleicht sollte man sagen, dass München in Sachen Vermietung ein ganz eigenes Pflaster ist.“
    .
    Mag sein, Don. In Neuperlach kriegt man schon was Günstigeres zur Miete, wenn man nicht gerade einen Altbaufimmel hat.
    .
    Wer jedoch in Nürnberg in Erlenstegen oder in Zerzabelshof zur Miete wohnt, wie ich es tat, blecht nicht schlecht. Ob Altbau oder neu, egal.
    .
    [Meine Vermieterin in Nü. war regelrecht geldgierig. Sie wusste, dass es eine gute Gegend war, die Hütte mal in „Schöner Wohnen“ gepreiswürdigt wurde und ich mit meinen Miezen erpicht war, in diesem Katzen- (und Menschen-) paradies zu bleiben. Die Heizungskosten waren auch nicht schlecht (übel). Bis ich drauf kam, dass der Verwalter mogelt und ihn zur Brust nahm. Ab da waren die Heizkosten wieder normal. Aber nur meine. Jahre später erfuhr ich, dass sich der Verwalter nach Südafrika abgesetzt hatte und von der Polizei gesucht wurde. Grund: Betrug an der Eigentümergemeinschaft und den Mietern wegen falscher (vem. gefälschter) Wirtschafts- und Nebenkostenabrechnungen. Aber ebenfalls in dieser Hütte wohnen und einen auf dicken Eigentümer mit Mordsextra-Eingangstür machen. Gschwerl. München ist überall.]

  144. @Elsa („Monarchie“):...
    @Elsa („Monarchie“): näää, laßt mal stecken. Auch nicht besser wie die Anwandlungen meiner Oma seinerzeit „wir bräuchten einen Diktator“. Zu teuer, und das Individuum, das das aushalten könnte, ohne in irgendeiner Art eher früher als später den Verstand zu verlieren, gibt es nicht und ist auch nicht züchtbar. (Daß das in anderen Ländern noch geht, ist kein Gegenargument: D ist _viel_ komplizierter.)
    @DA (9:51): Genau, der lange Zeithorizont, das sollte man ganz fett unterstreichen. Eben weil das Haus noch nach einem da ist, muß man auch an die zukünftigen Bewohner denken.
    @Filou („fuer alle wird eine kleine Problemloesung gefunden“): da sagen Sie was richtiges, so in etwa erscheint mir das auch. Es herrscht so eine Art allgemeine Ermattetheit, und es gibt nichts, was wirklich überzeugt. Aber kann es z.Zt. wohl auch nicht geben, „die Gesamtsituation“ ist nicht danach. Wahrscheinlich wird es in 20 Jahren wieder besser, weil bis dahin klarer ist, wie es weitergeht, auch wirtschaftlich und politisch. Aber bis dahin müssen wir halt mit dem jetzigen Zustand und noch vielen plötzlich auftretenden Fußangeln vorlieb nehmen. Vor einigen Tagen hörte ich sogar junge Leute (so Mitte 20) auf der Wilmersdorfer Straße zueinander sagen „erst in 20 Jahren wird es besser“.
    @yast („Libidobündel“): ach, es hat sich in vielerlei Hinsicht „ausgereizt“, Knalleffekte mag man nicht mehr.

  145. [leicht OT] DA, das Bild mit...
    [leicht OT] DA, das Bild mit dem abgeplatzten Putz unter dem Fenster: was ist da mit den grauen Steinen? Wie kommen die da in die Löcher? Was war da mal? Haben Sie eine Idee?

  146. Spät, spät, aber was hier...
    Spät, spät, aber was hier noch fehlt: Die EnEV 2009 verpflichtet nun auch Eigenheimbesitzer (so sie ihr Heim nach 2002 erworben haben), die obere Geschossdecke oder das Dach zu dämmen (§10). Wer das nicht tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann ggf zu Bußgeld verknackt werden. Schön, nicht wahr?

  147. Das ist der in dieser Region...
    Das ist der in dieser Region anstehende Sandstein, wobei es verschiedene Varietäten gibt, rot, gelb grau, grünlich. Je reicher man war, desto grössere Steine der gleichen Art hat man genommen, die Ärmeren mussten nehmen, was an Material übrig oder sonstwo zu beschaffen war. Diese bunten Häuser hatten dan auch meistens einen Verputz. Alle sind aber nach heutigen Vorstellungen sehr solide.,

  148. Etwas umgeformter Leserbrief...
    Etwas umgeformter Leserbrief (CA), sorry:
    Good thing Min. Sch….e is a very good finance minister. He would reverse mortgage our nation. Maybe he could have told the people to eat dog food for the next 10 years, and pay for the (moisture) leak damage.

  149. Darf ich anmerken, dass alter...
    Darf ich anmerken, dass alter Sandstein, auch der kleinere für die Armen, eh deutlich besser aussieht als der Klinker? Sandstein altert schön. Wenn der saure Regen durch die Abgase nicht wäre, hielte er auch länger, menschliche Lungen wären ebenfalls freier. (Friedhofsgrabsteine aus Sandstein sind fast schon überall ohne lesbare Inschriften. Weggefressen.)

  150. @Mondry: Die Obole war des...
    @Mondry: Die Obole war des Charon. Wenn die shareholder kollektiv dem Charon entsprechen, dann wissen wir ja, wohin die Reise geht.
    Alle im Chor: „Wir sind nur Gast auf Erden…“

  151. Schluchten-Ossi: Alle im Chor:...
    Schluchten-Ossi: Alle im Chor: „Wir sind nur Gast auf Erden…“
    *
    Aber nicht alle! Ich bin der Gastgeber, um das mal klarzustellen…

  152. Haben Sie zufällig das da...
    Haben Sie zufällig das da gelesen, als Sie einen Aufhänger suchten?
    http://www.faz.net/artikel/C30664/energieeffizienz-hamburger-backsteindaemmerung-30431534.html
    .
    Zu den schrottigen Nachkriegsbuden der 50er- 60er und 70er, die vielleicht mal Angehörigen der höheren Schichten gehört haben mögen fällt mir ein Spruch ein: Ilsebilse, keiner willse, kam der Koch und nahm sie doch.
    .
    Abgesehen davon finde ich die These sehr naheliegend, dass wir eigentlich vom Osten übernommen wurden. Die grassierende USA-Feindlichkeit passt dazu ganz gut. Vielleicht können wir mit dem alten Kerneuropa auch mal wieder selber Punkten, das ist eine fromme Hoffnung. Wir sind seit den römischen Verträgen leider in der Versenkung verschwunden (abgesehen von dem gelegentlichen Aufflackern der europäischen Atommacht oder dem Commonwealthzombie). Mag vielleicht daran liegen, dass auch die EGen zum größten Teil aus Planwirtschaft bestanden und immer noch bestehen. Das kapiert nur keiner, oder es mag tatsächlich Zeitgeist sein.
    .
    Styropor, ausgerechnet Styropor. Das ist in der Tat kein Fortschritt.

  153. @DA: ach, der ist aber sehr...
    @DA: ach, der ist aber sehr bunt! Bei den 2 oberen Steinen hätte ich gedacht, daß es sich um Zementziegel handelt, der untere sieht nach Naturstein aus.
    Vronis Beobachtungen kann ich anhand von verwitterten Grabsteinen (aus Sandstein) nur bestätigen, die paar, die ich an den Kirchen in meiner Herkunftsgegend kenne – so zwischen 1600 und 1780 vielleicht – sind mE in den letzten 30 Jahren arg abgewittert. Man hätte sie einhausen sollen.
    Jedenfalls ein schönes Material, das sich da in der Gegend findet. Eigentlich zu schade zum Verstecken hinter Putz. Aber andernseits, der Regen… mit Putz hälts halt länger.

  154. Madame F: "Du bist ein fauler...
    Madame F: „Du bist ein fauler Hund!“
    F: „Wieso? Ich verhalte mich klimaneutral.“

  155. @falkenherz: danke für den...
    @falkenherz: danke für den Link. „Qualitätstandards für das Handwerk entwickeln“ klingt ja man sinnvoll. – Es ist nicht alles Schrott, was in den 1950er bis 1980ern gebaut wurde, aber ein Teil davon ist zu recht bereits weg und ein Teil kann noch weg. Aber neu bauen sollte man erst, wenn man besseres weiß. Und das ist mE noch nicht richtig der Fall. Insofern steht einer „naja, vielleicht“-Wärmedämmung an solchen Häusern meist nichts entgegen. – Kölle und Prag halten aus, wie alte Weinreben. Die fruchten immer mal wieder.

  156. @yast: nix, Kellner....
    @yast: nix, Kellner.

  157. Laufkunde, immerhin: Noch kein...
    Laufkunde, immerhin: Noch kein Umerziehungslager!
    .
    Falkenherz, die Bebauung von Städten wie Hamburg oder sozialer Wohnungsbau sind nochmal ganz eigene Kapitel, jenseits der Erhaltung der normalen alten Häuser. Generell sehe ich das auch so, dass man dort etwas tun sollte, aber das, was wir gerade tun und was quasi vorgeschrieben ist – das erinnert mich ein wenig an „Atomkraft schützt Umwelt“-Argumente. Wir sparen für einen begrenzten Zeitraum Heizkosten. Aber was danach kommt – ich habe das dumme Gefühl, dass an jenem Tag, da das alte Zeug runter und entsorgt werden muss, und neues Zeug drangebaut wird, dann aber ohne Förderung, auch die Enbtscheidung fällt, das alles zu verkaufen. Das ist, als würde man sich ein teures Zubehör als integrales Bestandteil des Autos kaufen, von dem man weiss, dass es alle 5 Monate kaputt geht. Man hätte zuerst eine Lösung entwickeln müssen, die 20, 30, 40 Jahre problemlos hilft. Und erst dann fördern und fordern.

  158. Holzhäuser sag ich. Oder...
    Holzhäuser sag ich. Oder Fachwerk.
    Isolieren gut und halten locker 500 Jahre.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/db/Geburtshaus_Nikolaus_v.d._Fl%C3%BCe.jpg

  159. @maximpuska: -v, plz. In den...
    @maximpuska: -v, plz. In den 90ern soll also Murks gebaut worden sein. Aber war das nicht in der sowieso in Nordamerika verbreiteten Temporär-Bauart, die eh nur 30 Jahre hält?
    @ilnonno: das geht nur durch nicht-kippbare Fenster (Flügel nach links und rechts), wie die Altbauten sie hatten. (Halte Fensterkippen auch für eine 50er-Jahre-Marotte, die keiner braucht, aber aus Unfähigkeit zur richtigen Fensterherstellung weiter mitgeschleppt wird)
    @Laufkunde: verständlicherweise (wenn man schon diesen Ansatz wählt), denn in EFHs verbraten frierende Omas die meiste Energie.

  160. Filou, nicht mal das stimmt,...
    Filou, nicht mal das stimmt, denn faule Hunde furzen gerne, besonders wenn sie alt sind.
    .
    Ansonsten hat der Teletubby, wie immer, natürlich NICHT recht. Aber er ist eben auch nur ein Teletubby.

  161. Sie klagen an, dass es keinen...
    Sie klagen an, dass es keinen wirklichen Bewusstseinswandel gibt, sondern eine planwirtschaftliche Kurzsichtigkeit wie zu besten DDR-Zeiten. Ich finde das zu negativ, da es, wie der verlinkte Artikel zeigt, auch positive Bemühungen gibt. Andererseits sehe ich es auch so, dass eine der zentralen Herausforderungen unseres Jahrhunderts, vielleicht auch Jahrtausends, ist, eine Art gesellschaftliche Nachhaltigkeitsidee zu etablieren, die über Kurzsichtigkeit der Agierenden des Realsozialismus oder des Manchestertums hinausgeht.

  162. muscat, ein Wort Tucholskys...
    muscat, ein Wort Tucholskys für Sie persönlich: „Sie haben ja alle so recht!“

  163. Das hat alles etwas Panisches,...
    Das hat alles etwas Panisches, Unueberlegtes. Bevor ich mir eine Rundumisolierung des Hauses befehlen liesse, wuerde ich mir erstmal einen kompetenten Menschen engagieren, der kuehl und sachlich eine Bestandsaufnahme meiner haeuslichen Enegiebilanz macht.
    Der wuerde die Bauzeichnungen konsultieren, Soll-und Istzustand vergleichen, einige Waermebildfotos machen…
    …und dann schaun wer mal, wie wir aus der Nummer elegant und kostenguenstig rauskommen. Das bisschen Rechnerei und Kombiniererei macht Papi doch gerne an fussbalfreien Sonntagen. Herrje…!
    .
    Ein Kumpel schaffte sich vor Jahren eine Waermepumpe an. Er hat ein grosses Haus auf einem grossen Grundstueck. Ein ganzes Jahr lang verglich er Messergebnisse, die Jahre ohne und mit Waermepumpe. Dann stellte er das Ding kommentarlos ab. DEN Strom hatter schon mal gespart.
    .
    „Meten is weten“, sagt der Hollaender.
    Aber auch:
    „Wer misst misst Mist“, koennte auch stimmen. Bei mir stimmt’s.
    .
    Aber so voellig Ohne an die Bulletten rangehen? Das ist doch Quatsch!
    .
    Und ueber den Unsinn mit dem subventionierten Solarstrom, der aus Hausanlagen ins Netz eingespeist wird, sollte der noelende Spiesser auch mal nachdenken. Es koennte sein, dass er danach grosse Lust hat, die Gesetzgeber verkehrt herum an Laternen aufzuhaengen.

  164. an die...
    an die Styropor-Alte-Häuser-Jammerer:
    kostenlos hierdrauflosschreiben und dann die FAZ nicht lesen?
    http://www.faz.net/artikel/C31725/statt-dickem-styropor-viel-vakuum-30316930.html
    an: yast „Aber nicht alle! Ich bin der Gastgeber, um das mal klarzustellen…“
    Die Erde war vor Ihnen da, also benehmen Sie sich entsprechend!
    an die Runde:
    ist das eigentliche Problem wirklich nur die Dicke des Styropors? Da hat jemand Eigentum erworben und die Gesellschaft schreibt ihm vor, wie er mit diesem Eigentum umgehend soll. Ist es nicht meine Sachse, ob ich im Winter frieren will oder meine Geschoßdecke dämmen will oder den WC-Kasten am Warmwasseranschluß montiere? Im Grunde genommen ist das schleichende Enteignung. Mir schreibt die Gesellschaft vor, daß ich meine Heizungsrohre so und so isolieren muß und läßt dies durch Schornsteinfeger kontrollieren und andererseits akzeptiert die Gesellschaft, daß ich mein Kind dem Kinderarzt nicht vorstellen muß oder eine Röteln-Impfung für mein Kind verweigern kann, obwohl doch die möglichen Folgen im persönlichen Bereich oder die finanziellen Folgen für die Gesellschaft weitaus höher sein können. Was ist der nächste Schritt dieser Alternativlos-Politik-Adminsitration? Wann wird uns die Wohnzimmertemperatur vorgeschrieben? Wie oft dürfen wir klimaneutral noch duschen? Der Staat funkt immer mehr in den Privatbereich eines jeden einzelnen. Leben und Leben lassen – ja das war einmal – und genau das ist es, was mich jetzt zunehmend an die DDR erinnert. Und das Schlimme ist, das uns der ganze Mist noch als Fortschritt verkauft wird.
    Augenblickliches Lebensmotto: Es zu erkennen das Höchste, es zu verändern unmöglich (Georg Büchner,1813 bis 1837 (Flucht in die Schweiz über Frankreich))

  165. Holzhäuser sag ich. Oder...
    Holzhäuser sag ich. Oder Fachwerk.
    Isolieren gut und halten locker 500 Jahre.
    upload.wikimedia.org/…/Geburtshaus_Nikolaus_v.d._Fl%C3%BCe.jpg
    .
    Hansmeier555: Das tun die. Wenn man alle 20-30 Jahre das Holz austauscht. Die Schweizer können Ihnen das näher erläutern.

  166. Falkenherz, ganz meine...
    Falkenherz, ganz meine Meinung, aber ich möchte noch hinzufügen „…die über die Kurzsichtigkeit der Agierenden des Realsozialismus oder des Manchestertums ODER ÜBER HIPPE FUSSABTRETER für 29,90 € hinausgeht.“
    http://www.impressionen.de/shop/produkt/fumatte-/5021421
    Nicht ganz ohne Ironie, versteht sich. Chef-Einkäufer von Versandhäusern, die ihre Kataloge vorzugsweise in Westviertel-Briefkästen einwerfen lassen… das sind doch auch Leute, denen man nicht vorgestellt werden möchte.

  167. @plindos 11:12 >"Der Kleinadel...
    @plindos 11:12 >“Der Kleinadel war froh…“
    Wo haben Sie dass denn her? Das war ja gerade das Problem das zur Unregierbarkeit Polens führte. Der Kleinadel („Slachta“) wählte Repräsentanten zum Reichstag die dort, jeder einzelne, über das „libero veto“ verfügten. Es gab eben keine Mehrheitsentscheidungen, Konsens war gefragt. Der Hochadel versuchte (manchmal erfolgreich) die kleinadeligen Landsleute zu bestechen, dann bekam man Entscheidungen. Ob das als Prinzip taugt?
    .
    Welche Altbauhäuser noch stehen, ist in Deutschland natürlich auch ein Ergebnis des Krieges. Die verehrten Alliierten experimentierten mit der „Optimierung“ der Wirkung im Ziel, wer Einzelheiten wissen möchte lese bei „Der Brand“ nach.
    (Jörg Friedrich, Der Brand, 2002).
    .
    Und wer in einem wirklich alten Gemäuer mal die Wasser-, Abwasser- und Elektroinstallation erneuern lassen musste, wird auch genug zu seufzen haben.
    Immerhin, in der großen Hitze im Spätsommer 2003 verbrachte ich die angenehmsten Tage in einem alten Kloster mit hohen Räumen und meterdicken Mauern.

  168. Schreckenburg, ja ja, Sie...
    Schreckenburg, ja ja, Sie auch.

  169. prince Matecki@: Ratlos, war...
    prince Matecki@: Ratlos, war als Ironie bei der Registratur abgegeben worden.

  170. Tja, da kann man wenig machen....
    Tja, da kann man wenig machen. Schwierige Therpie.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tourette-Syndrom

  171. Hm, scheinbar muß ich mich...
    Hm, scheinbar muß ich mich wieder einmal in die Rolle des advocatus diaboli schicken. Ich bin laut meiner Gehaltsabrechnung wohl eine Stütze der Gesellschaft, niemals aber eine „Stütze der Gesellschaft“ und wohne deshalb in einer Plattenbauwohnung mit 10 cm Styropor. Freilich, für die Zeit, wenn im Winde die Fahnen klirren auch mit einer wärmenden Bibliothek versehen, aber trotzdem. Im Sommer ist es scheußlich. Wenn die Wärme einmal drin ist, geht sie so schnell nicht wieder heraus. Der Rest des Jahres ist allerdings ganz angenehm, die Wulstigkeit der Fassade ist nicht bemerklich. Freilich verzehre ich mich auch nach einer Altbauwohnung. Andererseits habe ich bei meiner Verwandtschaft, die ein entsprechendes Haus saniert und bewohnt, belehren lassen müssen, daß man auch gern zum Sklaven eines Gebäudes werden kann. Nein, schön ist es in der Platte nicht, aber praktisch. Letzten Endes eine Frage der Prioritäten. Freilich, wenn ich es mir leisten könnte, freilich…

  172. Ich habe noch nie bewusst...
    Ich habe noch nie bewusst einen isolierten Plattenbau gesehen. Die scheinen in den Niederlande nicht en vogue zu sein. Dafür wundere ich mich über die Bandenreklame des SdG Blogs:
    ‚TIP – Werbeverlag
    Wir suchen Austräger – Du suchst einen Nebenverdienst’
    Liegen die in einem Silberkannenblock nicht vollständig falsch. Anscheinend funktioniert die Analyse des Google Aufrufverhaltens doch noch nicht so richtig. Oder soll das ein Vorschlag sein, endlich mal wieder richtige Briefe zum Briefkasten auszutragen?

  173. Don Alphonso: "..., immerhin:...
    Don Alphonso: „…, immerhin: Noch kein Umerziehungslager!“
    *
    aus dem STERN 7/2022, S. 68: Was macht eigentlich Don Alphonso? Der bekannte FAZ-Blogger verschwand spurlos vom Boden, nachdem er in seinem Blog „Stützen der Gesellschaft“ die Haussanierungs-Anordnungen Angela Merkels kritisiert hatte. Jüngst wurde er aus einem chinesischen Umerziehungslager als bekennender Buddist entlassen und nennt sich jetzt skurrilerweise ‚Styro Por I‘. Als solcher klagte er zuletzt auf die Rückgabe seiner Silberkannen aus dem „Deutschen Historischen Museum‘. STERN sprach mit ihm in seiner provisorischen Behausung, einer alten Barchetta (mit Gaskocher und Waschschüssel), welche noch immer auf ihre Reparatur wartet…

  174. @prince Matecki
    .
    Schauen Sie...

    @prince Matecki
    .
    Schauen Sie sich doch mal den Sejm in Washington an.
    Das Imperium geht, das imperative Mandat kommt.

  175. @Elsa 20. Juli 2011,...
    @Elsa 20. Juli 2011, 09:44
    Hoffe, ich kann Ihren Gruß noch weitergeben, sie ist mit Ihrem Chef unterwegs, der es auch heute noch liebt, mit 250 über die Autobahn zu düsen, wenn er kann.
    Und was mach die Beste- …. sie strickt auf dem Beifahrersitz.
    Ist das jetzt noch Vertrauen oder schon Fatalismus …

  176. der artikel gefällt, lieber...
    der artikel gefällt, lieber don, dass das ewige, schmale feigenblättchen des umweltschutzes das wirtschaftsprogramm für die wie stets komplett lobbybefreite bauwirtschaft nur kaum, wenn nicht gar nicht verhüllt – schön, und danke dafür, dass dies einmal gesagt wurde!
    .
    allein jedoch, was habe ich mich winden müssen angesichts solcher folterworte wie taupunkt, kompetenter fachmann, fortschritt, architekt – aua!

  177. Liebe Donna, Architekt? Ich...
    Liebe Donna, Architekt? Ich habe gerade einen neuen engagiert. Der muss sich jetzt mit der Gemeinde pruegeln (Schoonheidskomissie). Scheint ein robustes Kerlchen zu sein. Aber mit Gebrauchsanweisung.
    Und „kompetenter Fachmann“, so ganz ein heuriger Hase ist man ja auch nicht mehr. Schoen auf die Finger gucken.

  178. Ha! Ein Thema, dass auch...
    Ha! Ein Thema, dass auch Frankreich betrifft, die Sache mit dem Niedrigenergiehaus ist nämlich europaweit ausgekungelt worden.
    Herr Icke (Klimatechniker von Beruf) rät von Wärmepumpen, die hier mit öffentlichen Subventionen von wahren Drückerkolonnen verscherbelt werden, dringends ab: die Themperaturkalküle seien irrealistisch (ebent, unter 7°C Aussenthemperatur (?) wir elektrisch geheizt), und die Abschreibungsmodelle lassen locker den Unterhalt aussenvor.
    Unser Eigenteim, original Billigbauweise von anno 62, haben wir von innen isoliert (nebst Belüftung, v.A. in Küche und Bad): jetzt ist der Schimmel wenigstens nicht mehr auf den Wänden (vorher waren die kälter als der Taupunkt, bei dem das in der Wohnungsluft enthaltene Wasser, abhängig von der relativen Luftfeuchtigkeit, kondensiert).
    Und die bunten Wände: also die Tristesse dunkler Wände (Schokoladenbraun mit verblichener Blumentapete an den Wänden einer Notarskanzlei in Thoul) erspare ich mir, auch wenn es warm und schmutzunempfindlich ist.

  179. Vroni 20. Juli 2011,...
    Vroni 20. Juli 2011, 01:01
    Liebe Vroni,
    sie meinen wirklich, die sind gar keine von und zu sonstwas,
    sondern Handwerker und Baggerfahrer? ;-)

  180. yast2000 20. Juli 2011,...
    yast2000 20. Juli 2011, 18:27
    Ich sagte es schon einmal, Autos sind zur Fortbewegung gebaut,
    nicht zum Bewohnen.

  181. Icke, ich dachte an Prunk und...
    Icke, ich dachte an Prunk und Luxus, nicht an 70er Jahre.

  182. mediensegler @yast2000 :"Ich...
    mediensegler @yast2000 :“Ich sagte es schon einmal, Autos sind zur Fortbewegung gebaut, nicht zum Bewohnen.“
    *
    Aussagen werden nun nicht deswegen intelligenter, weil man sie andauernd wiederholt… (siehe Link :-)

  183. lieber Savall,
    vielleicht...

    lieber Savall,
    vielleicht wurde in Deutschland solider gebaut, aber wenn Sie eine Altbauwohnung suchen, vermeiden Sie Häuser von 1900-1914, die haben zwar hohe Räume und Parkett, aber bereits dünne Wände und sie erwärmen sich im Sommer und halten die Hitze fast so wie ein Neubau. Ich habe mehrmals in solchen Häusern gewohnt, wohne auch jetzt wieder so, es gibt ein paar dicke Stützwände innen, der Rest ist dünn und hellhörig, auch die Außenwände sind recht dünn. Am besten wohnt es sich in Häusern vor 1860.

  184. Tiger: 'Madame, why do they...
    Tiger: ‚Madame, why do they have a meeting in Berlin today, I mean Madame Merkel and Mr Sarkozy?‘
    .
    Madame: ‚I don’t know. But it could be that certain forces assume, you are finally caught – tonight.‘
    .
    Tiger: ‚What for?‘
    .
    Mr e-Rodota: ‚I think, they just have a meeting, so Madame Merkel gets a kiss from Mr Sarkozy. She does not strike me as a woman, who had an exciting sex life, when she was young. Sorry, I mean, it’s not quite a polite topic, but…. everybody has her or his weak spots.‘
    .
    Tiger: ‚Shall we post that in Don’s blog?‘
    .
    Madame: ‚I don’t think, Don will publish it…… but we can try.‘

  185. @Tiger/Bannerwerbung zum Blog:...
    @Tiger/Bannerwerbung zum Blog: ja, da kommt das abartigste Zeugs. Zeitungsausträger per Onlinewerbung suchen (noch dazu für den TIP – gibts den woanders als in Berlin überhaupt??) dürfte wohl eine Premiere sein…. was es bei mir vor paar Wochen war, hab ich vergessen, ich meine, irgendein Medikamentenzeugs, bei dem ich dachte, „hey, das bekommt man doch bestimmt nicht über den Apothekentisch.“
    @Savall: weiß nicht, ob es Sie tröstet, aber auch wir hatten letzten Sommer mal 39 Grad in der Wohnung, obwohl mittendrin und hohe Decken. Die Grundrisse der Wohnungen nach 1950 haben auch was für sich, die sind nicht schlecht. Nur die niedrige Deckenhöhe, die stört mich einfach enorm.
    @donna laura: hahaha, man merkt, Sie stecken noch mittendrin…
    @Filou: ach was, „Schönheitskommission“ heißt das in den NL?
    @Icke: oh yeah, was in unserem Haus an Anstrichen zutage trat (die Wände waren zwischen 1908 und 1970 nur gestrichen, dann kamen z.T. Tapeten drauf; auch diese ein buntes Kaleidoskop durch die Jahrzehnte. Weder die OpArt- noch die Alufolientapete fehlte.) – mehrfach dunkeltürkisene Küche (vermutlich wurde im Dämmerschein Kaffee gekocht, wiewohl das Fenster groß ist und ziemlich Licht hereinläßt), ockerfarbenes Berliner Zimmer. Das muß so um die 1920er gewesen sein. In den 1930ern griff man in der Küche zu senfgelb und maigrün, mit einer rostfarbenen Bordüre (Stupftechnik und Schablone, wie damals allgemein üblich). Rosa war das Berliner Zimmer auch mal, auch mal hellgelb. Der Urzustand war allerdings kalkweiß mit von Hand gemalter Goldbordüre – das haben wir in etwa wieder nachgemacht. Die Goldfarbe war sehr sparsam im Verbrauch und das billigste daran…

  186. @yast

    Mein Bus ist meine...
    @yast
    Mein Bus ist meine Burg, vielleicht ist das ja die Erklärung für die Burgfräuleins ;-)
    Aber es soll ja auch Leute geben, die mit der Nagelschere ihren Rasen schneiden.

  187. @maximpuska: -v, plz. In den...
    @maximpuska: -v, plz. In den 90ern soll also Murks gebaut worden sein. Aber war das nicht in der sowieso in Nordamerika verbreiteten Temporär-Bauart, die eh nur 30 Jahre hält?
    @ colorcraze,
    das hatte damals nichts mit der typischen 30 jahre bauweise zu tun, sondern ebenfalls mit bürokratischen vorschriften. Da wurde von oben verordnet alles besser zu isolieren. Resultat waren schäden in milliarden höhe – und das geht heute noch weiter.
    Das ist ein ganz spezieles problem rund um vancouver.
    Suchwort – condo crisis vancouver
    „According to internal documents CMHC was aware in the early 1980s that new federal building regulations could lead to severe damage to homes in coastal areas“
    Also – bürokrate, architekten usw sind da drin verwickelt.
    Architekten, Bauträger sowie sonstige verantwortliche in deutschland könnten daraus lernen.
    Im text von Don wird das problem bereits angesprochen.
    300 jahre alte häuser – immer noch bewohnbar – gibt es in Kanada auch.

  188. @colorcraze, das ist...
    @colorcraze, das ist orwell’sch fuer „Bauamt“ im weitesten Sinn. Die Jungs sind aber nicht wirklich furchtbar. Aber als Deutscher sollte man einen Authochtonen mit Argumentationskraft vorschicken. Ich hab‘ hier schon Sachen erlebt-man bekommt am Ende Recht, man kann das aber mit Hilfe eines Einheimisch sehr verkuerzen.
    Das rechnet sich.

  189. [OT] Der Club der alten...
    [OT] Der Club der alten Firmen: http://www.henokiens.com/index_membres_gb.php

    @maximpouska: aha, so. Also auch Fälle von „übers Knie brechen“.
    @Tiger: ah, das war dann wohl Sarkos Maschine, die heut mittag so rauschte. Der muß ja immer lärmen, wenn er zu spät zum Essen kommt.
    @Foersterliesel: ich habe nur 3 Häuser in D zum Vergleich (1840, 1880, 1908), aber mit denen ist es auch so, wie Sie sagen. Nur das mit den Stützwänden innen kenne ich nicht, ich kenne superdünne (z.T. nur 5 cm) Rabitz- und „Backpfeifen“-Wände als Trenner in der Wohnung – ja, Rigips-Trockenbau hatte Vorläufer…

  190. Maximpouska – ‘300 jahre...
    Maximpouska – ‘300 jahre alte häuser – immer noch bewohnbar – gibt es in Kanada auch.’ Naja, da müssen Sie aber sehr, sehr lange suchen.

  191. @Filou: nach Ihrer...
    @Filou: nach Ihrer Beschreibung konnte es nichts anderes sein als das Bauamt, aber daß das so heißt…kch-ch.. die Holländer sind schon manchmal ulkig.

  192. Schluchtenossi 13:23: ""Wir...
    Schluchtenossi 13:23: „“Wir sind nur Gast auf Erden“ singe man auf die – passende – Melodei von „Das Wandeern ist des Müllers Lust“. Das nimmt den existenziellen Ernst des Kirchenliedes in eine heute bekömmlichere Ausflugsstimmung hinein.

  193. muscat, ich bitte darum....
    muscat, ich bitte darum.

  194. @Foersterliesel: die dicksten...
    @Foersterliesel: die dicksten Wände erlebte ich mal im Höhlenhotel in Coober Pedy, 2 m Sandstein zum nächsten Zimmer. Draußen hatte es um 30 Grad, denn es war tiefster Winter, innen angenehme 22-24. Es hieß, es heize sich auch im Sommer (50 Grad+) nicht auf.

  195. Soweit meine Erfahrungen mit...
    Soweit meine Erfahrungen mit alten Häusern reichen, ist es jedesmal eine Herausforderung, an ihren Wänden etwas sicher zu befestigen. Wie schafft man es eigentlich, dass diese Platten (wohl bis zu 15) überhaupt stabil angebracht werden?

  196. Die Lobby der...
    Die Lobby der Dämmstoffindustrie hat einen bemerkenswerten Erfolg erzielt bei der Vermarktung und politischen Verankerung ihrer Produkte. Der Geschäftsführer des entsprechenden Verbandes heißt folgerichtig „Seelig“.
    .
    Die Grundidee ist ja auch bestechend einfach. Wenn es dem Menschen kalt ist, hilft ein Pullover.
    Und das Haus wird ebenfalls schön dick eingepackt, denn dann muss die Wärme ja drin bleiben. Das ist schön einfach und verständlich für Hausbesitzer, Architekten, Handwerker und Politiker.
    (Andere Maßnahmen mögen effizienter und kostengünstiger sein, sind aber gedanklich, technisch und planerisch komplizierter oder werden von den Nachbarn nicht gesehen.)
    .
    Zu diesem Thema gibt es ganze Religionskriege. Erstaunlich, dass es hier so friedlich zugeht.
    .
    Übrigens, wenn ein Haus atmet, hört man es dann nachts auch schnarchen ?

  197. @schreckenberg 21:37: guter...
    @schreckenberg 21:37: guter Vorschlag.

  198. liebe colorcraze, ich nenne...
    liebe colorcraze, ich nenne nur das stichwort ‚ar$chit€kt‘.
    mittendrin ist noch etwas anderes, es ist nur das übliche.

  199. "sie meinen wirklich, die sind...
    „sie meinen wirklich, die sind gar keine von und zu sonstwas,
    sondern Handwerker und Baggerfahrer? ;-)“
    .
    Von und zu GröKatz bitte.
    Größter Katzenbesitzer aller Zeiten.

  200. Es gibt aber auch noch...
    Es gibt aber auch noch Klimaanlagen.
    http://markus-jakob.net/wp-content/uploads/2010/08/mob915_1168984911.jpg

  201. Italiener und Griechen wenden...
    Italiener und Griechen wenden drohende Klimakatastrope ab und lösen zugleich ihre Schuldenkrisen!
    http://www.heise.de/tp/artikel/34/34400/1.html
    http://pesn.com/2011/02/28/9501774_Future_Impact_of_Rossis_Cold_Fusion/
    Gestern stolperte ich im im Technikteil der FAZ darüber. Die Wiedergänger von Pons und Fleischman haben die „kalte Fusion“ geknackt, alles wird gut!

  202. Wenn ich das Wort...
    Wenn ich das Wort „Plattenbauten“ sehe, denke ich immer an die ehem. DDR.
    Gibt’s immer noch Unterschiede zwischen den Wessies und den Ossies?

  203. Sorry, aber mit der...
    Sorry, aber mit der Erkennbarkeit von Ironie im reich schriftlichen, ohne Stimmduktus und Körpersprache wie beim Plaudern entre nous, ist das so eine Sache.
    Ansonsten flüchtet man bei der verordneten Verplattung zu Schüttelspeer und denkt sich: „though it be madness, there is a method in it“….

  204. Man kann auch Haeusern Gewalt...
    Man kann auch Haeusern Gewalt antun, das ist auch nicht schoen.

  205. an Fionn: den Unterschied...
    an Fionn: den Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschen müssen Sie sich so vorstellen wie den Unterschied zwischen Waadt und Basel in der Schweiz. Ich meine hier nicht nur die unterschiedlichen Vornamen.

  206. Hrmpf! :/
    *
    Das ist...

    Hrmpf! :/
    *
    Das ist smartophonisch und heißt in etwa: Ich bin ziemlich zerknirscht, weil alles gesagt ist. Und mir fällt auch nichts mehr dazu ein…

  207. apreslude: "Zu diesem Thema...
    apreslude: „Zu diesem Thema gibt es ganze Religionskriege. Erstaunlich, dass es hier so friedlich zugeht.“
    *
    Hinweis: Die virtuellen Leichen werden auf einem anderen Server gehostet.

  208. prince Matecki21. Juli 2011,...
    prince Matecki21. Juli 2011, 10:20 : Sie und ich waren in etwa von annähernd gleichen Wissenstand ausgegangen (Wahlkönigstum, Seijm, Slachta). Wahrscheinlich war meiner eher geringer als der Ihre. (Meine Vorfahren verpassten die Gelegenheit sich ein Schild anzufertigen, jedoch Großvater war von Adel, er führte die Nahadel). Wie auch immer, auf jeden Fall lebt Ironie von der Differenz in der Interpretation, der Verfremdung von Werten, auch von frappanter Umkehrung, Absurdität, grotesker Übertreibung. Gewiss steckt in der kritischen Ironie auch ein klitzekleiner Akt von Agression drin. Gipfelnd in der zur Schau getragenen Selbstironie. Seht her ich kann auch so…macht sich somit womöglich heiliger, als man zu sein vorgibt ;-) Auch darf man, gerade im Gespräch nicht allzusehr auf der Bedeutungserklärung dessen, was als Ironie vorgetragen wird, bestehen. Die Kunst besteht in der Balance des Schwebezustandes. Leicht kann man in die Nähe des Zynismus geraten.
    Persönlich konnte ich übrigens feststellen, daß Tiere (Katzen, Hunde, Pferde)keine Ironie „verstehen“, man verunsichert sie bei deren Gebrauch ihnen gegenüber.

  209. liebe colorcraze,
    ordentlich...

    liebe colorcraze,
    ordentlich alte Häuser riechen auch besser, haben Steintreppen und Steinplatten in den Gängen und sie sind nicht so zugig. Um 1900 wurde auch Sand als Füllung verwendet, sagte mir der Fachmann von Bauamt, den ich (aus guten Gründen) schon mal herbat. Die Philosophie mit Presskarton statt gepresstem Leder für Sessel, Ofenschirme (diese häßlichen Sessel gab es in den alten WGs reichlich, aber auch unerkannte Bugholzjuwelen) scheint ab 1890 auch für den Hausbau gegolten zu haben.

  210. @Plindos - wollen Sie damit...
    @Plindos – wollen Sie damit andeuten, dass mich Ironie verunsichert?

  211. @Plindos: Da sind wir doch gar...
    @Plindos: Da sind wir doch gar nicht weit auseinander. Angesichts dessen was mir derzeit so dienstlich auf den Schreibtisch oder in den Rechner kommt fällt es ohnehin schwer nicht in den Zynismus zu flüchten. Der Ursprungsberuf, bevor ich Uniform anzog, tut ein übriges – wir Medizyniker.

  212. für hm555 19.7.11 21:30:...
    für hm555 19.7.11 21:30: „Auf Linie bringen“, wie übersetz ich das jetzt ins englische:
    Vorschlag: to put him or her on the right track
    P. S.
    Die englischen Texte von Der Tiger verstehe ich nicht – liegt das an meiner sozialen Lage?

  213. Die Seele zieht grad aus dem...
    Die Seele zieht grad aus dem Geviert,
    frisch gedämmt, mit Einstiegsloch.
    Nein, noch ist Haus nicht totsaniert.
    Ich glaub‘ sogar, es atmet noch!

  214. Jeanette: "Auf Linie bringen",...
    Jeanette: „Auf Linie bringen“, wie übersetz ich das jetzt ins englische – Vorschlag: to put him or her on the right track

    besser: on the right lane

  215. Ich möchte gern wetten, dass...
    Ich möchte gern wetten, dass jeder, der hier einen Kommentar abgibt schon mal ins Grübeln gekommen ist, wenn die jährliche Stadtwerke-Rechnung auf dem Tisch lag. Und dann kam vielleicht auch die Überlegung nach energetischen Maßnahmen. Möglicherweise bin ich als 08/15 Bürger auch zu wenig vorbelastet, aber selbst in solchen Märchenstädten wie beispielsweise Amsterdam wohnt die Mehrheit der Bevölkerung doch in Flats.
    Also heißt es einen Unterschied zu machen zwischen den Gebäuden, die das Gesicht, den Charakter einer Stadt oder auch nur einer Gegend ausmachen und denen, in denen die Masse Mensch nun mal leider wohnen muss. Und dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Verbrauch von Energie keine Privatsache gut betuchten Bürgertums mehr ist.
    Nicht alles was alt ist, ist automatisch gut, oder haben etwa alle noch die Einfachverglasung. Und leider ist auch das, was neu ist, nicht automatisch gut, aber das kann es werden, wenn man an den Verbesserungen arbeitet und nicht einfach nur dagegen ist.

  216. @ Der Tiger 20.7 at...
    @ Der Tiger 20.7 at 19.36h
    Frau Merkel (ob sie sexy ist oder nicht) leistet hervorragende Arbeit imo. Oder hätten Sie, Der Tiger, lieber ein Typ wie DSK als Kanzler?

  217. Jeanette: "Die englischen...
    Jeanette: „Die englischen Texte von Der Tiger verstehe ich nicht – liegt das an meiner sozialen Lage?“
    *
    Nein, das liegt am Alter. Tiger versucht etwas zu erzählen, was man eine Sottise nennt. Danach trifft sich Frau Merkel und Herrn Sarkozy nicht aus politischen Gründen, sondern aus persönlichen Gründen. Allerdings ist Tiger der Einzige, der das für eine Enthüllung hält… :-)

  218. @JR
    danke für den artikel zur...

    @JR
    danke für den artikel zur kalten fusion, ich bin erstaunt…
    jetzt braucht es nur noch hochtemperatur-supraleiter bei zimmertemperatur und alles wird gut (magnetschwebebahnen, energiespeicher und riesen überlandstromkabel für riesige ströme). i want the moschiach now…, ende der welt

  219. Der Tiger@: Mit Ironie würde...
    Der Tiger@: Mit Ironie würde ich mich freiwillig und unbewaffnet (schwere Reming-ton als Waffe) nicht in des Tigers Nähe wagen. Es sei denn „Der Tiger“ wäre hinter Gittern untergebracht (max. Sicherheitsabstand = max. Prankenauslangung + 20 cm).
    ..
    Jeanette@ An Beidem! Es ist der Hiatus der zwischen zwei Universen klafft.
    ..
    yast2000: Nein: Es verröchelt unter der letzten Hypothek (zugunsten des Energieausgleichsfonds).

  220. bertholdIV@: ...un watt is...
    bertholdIV@: …un watt is mit´m tunneln? Merke: Was einmal geht, geht immer. (Grundaxiom der hl. Wissenschaften).

  221. Fundstück aus dem Handbuch...
    Fundstück aus dem Handbuch für Journalisten: Ironie versteht der Leser nie!
    ..
    Das hier ist keine Ironie, nur bei Zitierung, sondern lediglich aktuelle Anmaßung:
    „Die Partei, die Partei, die hat immer recht“

  222. Ja, hier in Frankfurt ist...
    Ja, hier in Frankfurt ist durch den letzten Krieg nicht viel alte Bausubstanz übrig geblieben. Und leider werden von denen, die es überlebt haben, auch jetzt mehr und mehr von ihren schönen Sandsteinfassaden „befreit“ und mit Plastik ummantelt. Das Ergebnis sind dann Häuser, die von der kastenförmigen Nachkriegsarchitektur nicht mehr zu unterscheiden sind. Günstige Kredite werden übrigens nur für die Isolierungsmaßnahmen vergeben, nicht für die Erhaltung der alten Fassadenelemente. Entsprechend lassen die Vermieter lieber die alten Fassaden schleifen, anstatt sie zu erhalten, das Geld hat dann niemand mehr übrig. Und die Politik bedauert dann, dass es so läuft, anstatt etwas für die Geschichte zu tun.

  223. @fionn – Ich kann an Frau...
    @fionn – Ich kann an Frau Merkels Arbeit nichts hervorragendes entdecken.
    Darf ich Sie an meinen Rechtsfall gegen die deutsche Regierung erinnern, über den ich in zurückliegenden Beitragen schon wiederholt geschrieben habe. Die Tatsache, dass die europäischen Behörden Bananenrepubliken sind, für die keine unabhängige Justiz zuständig ist, weiß Frau Merkel aus dem Rechtsfall schon seid Jahren. Bisher hat sie nichts unternommen, um das abzustellen.

  224. Nieder mit der Scholastik, es...
    Nieder mit der Scholastik, es lebe die Alchemie!

  225. to the RedBully: You are on...
    to the RedBully: You are on the woodway. Aber mal wieder in Deutsch weiter, lustig ist auch in diesem Zusammenhang des englische Wort „cougar“, was einerseits soviel wie Tiger äh nein Puma bedeutet und andererseits ….. , dann googelt mal schön. Ich könnte mir vorstellen, daß beide Bedeutung passen könnten. Im Focus war jetzt übrigens gerade ein Artikel, daß Beziehungen dann lange funktionieren, wenn sie jünger und KLÜGER ist als er. Damit der Beitrag einen Beug zum Thema hat: styrofoam wär das englische Äquivalent zum Styropor.

  226. HansMeier555@: Was wollen Sie?...
    HansMeier555@: Was wollen Sie? In Ockhams (der alte Rasierer) Nachfolge stellte sich immerhin die existentielle Frage: Wieviel Engel passen auf eine Nadelspitze? Styropor ist eines der Spitzenprodukte der königlichen, alchemistischen Kunst Gold zu machen.

  227. @plindos
    ah tunneln, dann...

    @plindos
    ah tunneln, dann erzählt der scholastiker zeilinger wieder was vom beamen und von den verschränkten zuständen beim tee mit dem dalai lama…
    was anderes: ich habe sogar ein sterb buidla vom kaiser am freitag in der nacht noch erhalten. sehr schön, woll’n s sehen?

  228. Via ThorHa im Nachbarblog in...
    Via ThorHa im Nachbarblog in einem Link bei Zeitonline gefunden:
    Angenommen, wir wären Pizzabäcker in einem miesen Mafiafilm. Eines Tages, wir haben gerade unser Lokal aufgesperrt, besucht uns Don Alfonso mit seinen humorlosen Begleitern. Diese zerren uns in die Küche, weil sich Blut von den Kacheln besser abwischen lässt, zertrümmern uns das Nasenbein und machen uns dann ein Angebot, das wir nicht ablehnen können: Gegen die Zahlung einer Gebühr könne man uns künftig vor solchen Unfällen beschützen. Nur ein schlechter Film?

  229. @plindos
    apropos...

    @plindos
    apropos sterbebilchen. bei uns hat der pfarrer das dann so abgeändert, das vor dem gottesdienst (geld) gesammelt wird mit begleitung durch rosenkranzgebet und sammeln mit heraustreten der gläubigen und gang zum presbyterium und man dann ein sterbbuidla erhalten hat.
    p.s. das mit dem kaiser war jetzt keine ironie, trotz meiner abneigung der habsburger geschichte im 16, 17 jh, kaiser otto fand ich einen sehr klugen und ehrenwerten mann.
    dass die predigt vom kardinal wieder deplaziert war, nicht anders zu erwarten, interessanterweise von illoyalität gegen das haus habsburg oder was solllte die kritik am 1 wk, da hätte er ja auch was zu 1618-48 sagen können

  230. Jeannette: "des englische Wort...
    Jeannette: „des englische Wort „cougar“, was einerseits soviel wie Tiger äh nein Puma bedeutet und andererseits …..“
    *
    Man könnte sich darauf einigen, dass Pumas in den Zoo gehören und Alphatiere … ähm … in das Mathematiklexikon. Und damit das ganze einen Bezug zum Thema hat… Sowohl für Beziehungen als auch das Leben gilt, dass es nicht die Dauer, sondern Qualität und Intensität entscheidend sind.

  231. bertholdIV@: Er, Otto von...
    bertholdIV@: Er, Otto von Habburg, † 4. Juli 2011, war ein honoriger und wirklicher Herr. Der Herr Kardinal hätte besser die päpstlichen Akten der damaligen Zeit im Vatikan studieren sollen. Die Kaiserin Zita, (Gattin Kaiser Karl I.), die Mutter des Verblichenen, aus dem italienischen Hause Bourbon-Parma stammend, hatte sich bei den kriegführenden Mächten während des WK I äusserst unbeliebt gemacht, weil sie Friedensfühler über den damaligen Papst zur Entente ausstreckte. Es gab durchaus positive Resonanzen, um dem Morden ein Ende zu machen. Bekanntlich aber ohne den, alles enscheidenden, Erfolg.
    Josef Roth, Autor der „Kapuznergruft“, war in seinen Exiltagen in Paris mit dem kaiserlichen Thronprätendenten Otto v. H. befreundet. RIP.

  232. Don Alphonso, bei hiesigen...
    Don Alphonso, bei hiesigen Immobilienpreisen ist unsere Hütte zwar nicht Prunk, nähert sich aber schwer dem Luxus (wir ham Garten und können um unser Steinzelt herumlaufen)

  233. Och, dicke Wände hatten wir...
    Och, dicke Wände hatten wir auch mal in Lyon. Alt war die Wohnung auch (der Comfort war nachträglich als Watercloset eingebaut worden). Sehr dicke Wände aus einem unergründlichen Material gebaut, Lüftung aka Durchzug und Winter wie Sommers eisig. Meine Musikinstrumente die ich natürlich nicht fortgeworfen habe tragen seither einen spezifischen Modergeruch mit sich herum. Auch nicht so für mich.

  234. Colorcraze, Berliner Klassik...
    Colorcraze, Berliner Klassik ist doch sowieso weiss und Gold/hell. Oder? Bei uns wäre es eh fehl am Platze.
    Frankreich ausserhalb Paris, vielleicht, ist trist, das sieht man auch an den Interieurs. Nun gut, es gibt einen Hang zu Farbe, aber irgendetwas ist entweder talmi oder Reste einer häufig unwirtlichen Vergangenheit. Deutschland fuhr wieder in den Urlaub als die armen Siegermächte sich mit den Entkolonialisierungskriegen herumschlagen mussten.
    Filou, à propos, vielleicht eine Geschicht für Sie, warum ein ältere Kollege Herrn Ickes die Europäische Union, äh, Fremdenlegion vorzog: Er leistete seinen Wehrdienst in Algerien als Lastwagenfahrer ab. Während er bei den Paras selbst abladen und den Laster waschen musste um dann zu sehen wie er an Essen und Ruhe kam, bekam er bei den Képis Blancs Mahlzeit, Wasch- und Ruhegelgenheit sowie Handgeld für den Puff währen Legionäre abluden und den Wagen mit Deutsch-französischer Gründlichkeit putzten…

  235. "Der Staat funkt immer mehr in...
    „Der Staat funkt immer mehr in den Privatbereich eines jeden einzelnen.“
    .
    twice a day, was bleibt ihm übrig? Die eigentliche Politik und die eigentlichen Gesetze werden in Brüssel gemacht. Gängelung großer Konzerne durch die Politik untersagen die großen Konzerne. Was bitte bleibt dem gemeinen deutschen Politiker noch, wenn er sich mächtig fühlen willl? Das Privatleben des Volkes (Gesundheit, Klimaneutralität usw.) ist der einzige Raum, in dem ein deutscher Politiker noch etwas zu sagen hat. Also legt er dort los auf Hosenanzug komm raus.

  236. icke, 14ter Juli in Avignon....
    icke, 14ter Juli in Avignon. Grosse Parade auf der Rue de la Republique. Jede vorbeimarschierende Gruppe bekam den gehoerigen Beifall. Als die Pompiers kamen, war der Beifall sehr gross, noch groesser war der Beifall als die Legion gemessenen Wuestenschrittes vorbeimarschierten. Ich kann nur ahnen, was diese Akzeptanz der Fremdenlegionaere ausmachte.
    Sie sangen dies: http://www.culturepub.fr/videos/arrebato-parfum-bell-tower
    .
    Selbstironische Abweichung: In der schlimmsten Phase meiner Pubertaet wollte ich entweder alle elftausend Jungfrauen des Heiligen Koeln…
    …oder aber ich gehe zur Femdenlegion.
    Schlimm: Beide wollten mich nicht.
    .
    Ach, die Tristesse der Provinz. Die hat so ihren Charme fuer jenen, der dort nicht bleiben muss. Aber sie hat Charme. Darum sind wir im September mal wieder in der Bretagne. Allerdings diesmal nicht in einem Haus mit kleinen Zimmern und grossflaechig gemusterten Tapeten-und der Simulation royalen Reichtums.

  237. Nichts gegen vernünftige...
    Nichts gegen vernünftige Wärmedämmung und schon garnichts gegen gutes modernes Bauen, aber Styropordämmung ist einfach eine fundamentale Bausünde, die uns noch teuer zu stehen kommen wird, und die zu den Dingen gehört, die ich einfach nicht begreifen kann, gerade weil ich auch mal recht ausführlich Bauphysik wärend des Studiums gehört habe.

  238. Icke! Natuerlich sangen die...
    Icke! Natuerlich sangen die nicht das, sondern das:
    http://www.youtube.com/watch?v=I5riLxcmmcI
    .
    Keine Ahnung, wie es zu zu diesem Scherz kommen konnte.
    (Wer hat da von meinem Tellerchen gegessen?)
    .
    Trotzdem: Vive la France!

  239. @plindos
    ich will ja nicht dem...

    @plindos
    ich will ja nicht dem kardinal zu nahe treten, aber er scheint mir aus seinen predigten nicht der gelehrte, der über die torah bei tag und nacht nachsinnt (ps. 1) sondern eher schon der der liest und sagt, was man so sagen und lesen soll; auch wenn er sich bei der verhinderung des raiffeisen flagship-store am stefansplatz motz mutig zeigte

  240. schreckenberg, heute sagt kein...
    schreckenberg, heute sagt kein Machtmensch mehr, er liebe die Macht. Eleganter formuliert er: ich mag die Möglichkeit, zu gestalten. Und richtig: wo hat er diese Möglichkeit? Allenfalls noch im Privatbereich der Bürger. Darum tummeln sich diese Figuren in unserem Schlafzimmer, klimmen an den Fassaden unserer Häuser, werfen sich jeder kalorienreichen Mahlzeit in den Weg und spannen an unseren Handys. Peinlich das alles, aber eben auch Zeichen höchster Not.

  241. @plindos
    endlich habe ich den...

    @plindos
    endlich habe ich den artikel (beilage der wiener zeitung eines kolloquiums) im bücherschrank wieder gefunden und dann sogar auch noch im internet
    http://www.iilp.at/index.php?download=153.pdf

  242. @JR: Dass Herr Rossi für uns...
    @JR: Dass Herr Rossi für uns alle das Glück findet bezweifle ich. Schaut man in seine Vita, so ist es eher wahrscheinlich, dass er den Investoren einen Induktions-Tauchsieder für mehrere hundert Millionen andrehen will.
    .
    Wenn es jedoch tatsächlich funktionierte, wäre die kalte Fusion wirklich eine Revolution, die Alles veränderte – Wärmedämmung, Mobilität, Geopolitik – Alles!
    .
    So hoffnungsfroh war ich auch vor etwa 20 Jahren als die von Ihnen genannten andere beide Nerds das für sich reklamierten …. um schliesslich einen Messfehler eingestehen zu müssen. Nerds eben ….

  243. filou: ach nee... Ich kenne so...
    filou: ach nee… Ich kenne so manchen, für den diese Einheit ihren Charme erst verlor, als er hörte, dass ausgerechnet der Hauptmann, den er während seines Dienstes für einen Volltrottel hielt, dorthin gekommen war und als er (an anderen) sah, dass die Karriere später dann häufig über „was im Sicherheits-“ zu „was im Reinigungswesen“ weiter ging. Und das Liedgut… Da waren sie also noch nicht beim Blutwurstmarsch angelangt, Adieu vieille Europe schon durch gehabt?
    Ich glaube eine Diskussion über die unterschiedliche Wahrnehmung dieser Truppe zwischen D’land und Frankreich wiche zu arg vom Thema ab. Hat vielleicht damit zu tun, dass zu gewissen Zeiten dort Leute unterkamen, an die man in D’land nicht so gern erinnert werden wollte oder eben als Verräter bezeichnete, während es in Frankreich so manche romantische topoi bediente (Français non par le sang reçu mais par le sang versé; heroischer Kampf bis zum Untergang von Camerone bis Dien Bien Phu).

  244. Allzeit trotz Stimmrecht...
    Allzeit trotz Stimmrecht negliabel bleibt das Elektariat.

  245. icke, nenee, immer wird man...
    icke, nenee, immer wird man missverstanden. Ist mir weitesgehend alles auch bekannt.
    .
    Ich hab ’noch einen (Dach)Garten zu versorgen (Zit. Candide. Unplugged!)
    http://www.fotos-hochladen.net/uploads/dachgartenpuj4682tio.jpg
    Womit ich hoffentlich irgendwie zu Thema zurueckschlingere.

  246. bertholdIV@: Anderweitig schon...
    bertholdIV@: Anderweitig schon gelesen und kommentiert .-)
    Filou@:11000 Juffern?….es ist schon schwierig genug überhaupts eine Einzige zu finden und dann auch noch zu bezwingen, ihr grandioser Wille-einfach bewundernswert der Optimismus. Sie sollten den Lit.-Hinweis von bIV lesen. Es scheint auch eine geistige Wärmleitfähigkeitszahl zu geben;-) chilling reactions.
    ..
    Detlev von Westhofen-Runkel@: Gestern wurden dem staunenden europäischen Publikum die Gestaltungsmöglichkeiten der großen (Macht-)Politik in luftiger Höhe offeriert. Frau M. rief und der Herr A.-mann mit den vollen Taschen flog sofort ein. Groß die Not, doch Rettung nahte.

  247. @HM555: Das Stimmrecht wird...
    @HM555: Das Stimmrecht wird überschätzt, das Elektariat unterschätzt.

  248. Den princeps elector imperii...
    Den princeps elector imperii haben wir doch schon in Gestalt der wundersamen Wiedergeburt (renaissance) der demokrat. gewählt. Landesfürsten. Wobei jene doch die Güterverwalter des Baurechts als Hüter der obligaten Landesbauordnungen sind…und liessen sich die ENEV unterjubeln.

  249. cher Filou, haben sie heute...
    cher Filou, haben sie heute waschtag?

  250. Plindos, vielleicht kommt es...
    Plindos, vielleicht kommt es ja auch so wie in Amerika, und das Einschalen mit Styropor wird prompt wieder verboten, wegen Gesundheistgefährdung. Und vielleicht findet sich ja auch ein Politiker, der damit Stimmung macht.

  251. Liebe Donna Laura, sowas kann...
    Liebe Donna Laura, sowas kann nur eine kuestenferne Landratte fragen.

  252. @Plindos22. Juli 2011, 10:45...
    @Plindos22. Juli 2011, 10:45 bertholdIV@: Anderweitig schon gelesen und kommentiert .-)
    schade;o)

  253. Revolutionärer Bildungsaufruf...
    Revolutionärer Bildungsaufruf aus poetologischer Sicht
    *
    Glück und Habgier sahen einander nie,
    der germanische Dummkopf hat nichts zu lachen.
    Das ist der Nachteil an der deutschen Demokratie:
    Mit dem Volk ist kein Staat zu machen!
    *
    Der Dichter wird jedoch nicht weilen,
    trifft Schicksal Menschen auch böser und böser.
    Dann kommt er an, mit ein paar Zeilen,
    und die Menschen flüstern: Erlöser, Erlöser!

  254. Filou, hübsch isser. Und...
    Filou, hübsch isser. Und Grünzeug auf Dach soll auch klimatechnisch sinnvoll sein. Damit wäre Sie zum Thema zurückgekommen.

  255. DA@: Stimmungskanonen werden,...
    DA@: Stimmungskanonen werden, in aller gebotenen Sachlichkeit, nicht geduldet!
    ..
    Eine Translation, z.B. Rangieren von Waggons auf´nem Verschiebebahnhof, ist nicht mit einer Transfer-Union zu verwelchsern. Letztere ist „bah-igittigitt“)! (Alles was „bah-igittigitt“ ist, wird gern gemacht).

  256. @Filou – wollen Sie damit...
    @Filou – wollen Sie damit sagen, dass Sie zu Boot sind? Wie charmant von Ihnen, dennoch für Dons e-salon Zeit zu haben! – Wenn ich in drei Wochen meine Freunde auf ihrem Boot besuchen werde, werden wir Blackberries nur dazu benutzen, mit anderen Freunden Verabredungen zu treffen, und sie ansonsten in großen Mengen zum Nachtisch aufzuputzen. Vorher wird es frischen Lachs geben und dazu werden wir aus Europa mitgebrachten Sancerre trinken. Zur Unterhaltung meiner Freunde werde ich von Don und den Affären europäischer Politiker erzählen….. aber fürs Internet werde ich keine Zeit haben.

  257. ...
    http://wirtschaft.t-online.de/wenn-waermedaemmung-krank-macht/id_48243534/index
    Nun springen auch andere online-medien auf das Thema an.
    Don Alphonso, der Trend-setter des www Journalismus ??

  258. nun, cher Filou, auch hier...
    nun, cher Filou, auch hier gibt es recht viel sturm, aber meine fähnchen würde ich niemals – jamais! – in den wind hängen…
    .
    für solcherlei unbequemlichkeiten wie ein wenig wind und etwas erfrischenden regen gäbe es stabileres, das auch optisch befriedigte.

  259. Plindos, alternativlose...
    Plindos, alternativlose Notfallreaktionen sind keine Gestaltung. Allerdings gebe ich zu: auch eine miserabler Lösungsversuch ist eine Lösungsversuch.

  260. @urriegel: was für eine Sorte...
    @urriegel: was für eine Sorte alte Häuser kennen Sie denn? Was Sie sagen, klingt vage nach Lehmwand – davon gibt es einige. Die haben idR eine Holzkonstruktion drunter, an der man was befestigen kann – aber nicht so, wie bei den Betonneubauten. Aber die meisten alten Häuser sind gemauert und verputzt, da ist es nicht so sehr schwer, etwas zu befestigen (Hilti hilft).
    @apreslude: yep, die hehre Idee „Energieeffizienz“ hat gekreißt und die Maus Styroporlobbyschmalspuroption geboren. So gehts, wenn man halt unbedingt „Ergebnisse“ erzeugen will auf Teufel komm raus. Hm, das Schnarchen des Hauses ist das Knarren der Dielen, oder?
    @donna laura: Haben Sie mit denen schlechte Erfahrungen gemacht?
    @JR: Falls das kein BS ist, stünde Autofahren, Heizen und Kraftwerksbau wie bisher nichts entgegen, und die Elendskonkurrenz Agrarflächen für Essen vs. Energie ginge an uns vorbei. Wenn.
    @fionn: ja, klar, die Regionalitäten (Chantönligeischt) leben weiter.
    @Foersterliesel: hm, interessant, daß Sie das Auftreten der Ramschigkeit bei Häusern auf 1890 datieren. Werde das im Hinterkopf behalten, falls ich mal auf Vorgänge zur damaligen Zeit stoße. (Zeug, was zusammenfällt, gab es wohl immer mal – im Barock mußten wohl einige Stararchitekten flüchten, weil ihre kühn ersonnenen Bauwerke zusammenfielen. Das gehört aber wohl eher in die Kategorie „erster Großversuch mißglückt“, nicht in die, die uns vorschwebt, nämlich „flächendeckende Verteilung von Ramsch“)
    @Doctor Snuggles: ja, es gibt erhebliche Fehlsteuerungen. Etwa auch billige Kredite für Neubauten am Stadtrand, aber nicht zur Erhaltung bestehender Bauten in der Stadtmitte. Das ist antiurban und letztlich antisozial.
    @Jeanette: nein, Styrofoam ist ein anderes Material als Styropor. Sag ich mal so als jemand, der mit beidem vor Jahren reichlich rumgefummelt hat. Andere Innenstruktur, ergo anderes Bröselverhalten. So in etwa der Unterschied zwischen Parmesan und Hüttenkäse.
    @b4: aber ja, Bildchen zeigen!
    @DA: man könnte es zumindest mal mit dem Argument „ungesund“ versuchen, denn das ist dringlicher als die „Nachhaltigkeit“, die durch _richtige_ (also passende, langfristig haltbare und nützliche) Sanierung anfällt.

  261. @icke: vielleicht...
    @icke: vielleicht Bruchsteinhaus? So eins hatten die Urgroßeltern (gekauft, gebaut worden ist es früher), das war nie so dollig im Raumklima. Nur der Keller, der war famos. Meine Großtante lagerte dort Zwiebeln und allerlei Gemüse ohne irgendwelchen Verlust. Hatte scheints richtige Temperatur und Feuchtigkeit.

  262. @colorcraze
    wie kann man denn...

    @colorcraze
    wie kann man denn ein bild hier in den blogg stellen oder…

  263. Liebe Donna Laura, oh...
    Liebe Donna Laura, oh spitzmuendige, es gibt da ein Missverstaendnis zu klaeren: die Bettwaesche ist nichts anderes als weisses Segeltuch, zum Einen als Schattenspender, zum Anderen als Sichtschutz gedacht. Es ist eine leichte, schwebende Konstruktion dem Aufbau einer Takelage gleich. Aus der Ferne und bei strahlendem Sommerlicht betrachtet, hebt es sich vom Rest der Bebauung wie eine Segelyacht heraus. Nebenbei, wegen der Beispiellosigkeit des Ganzen bleibt es eine, der staendigen Vebesserung beduerftige Herausforderung. Immerhin handelt es sich um eine Umfassung von 9 x 10 Meter. Sie sehen nur einen Ausschnitt-und dazu den Stand von 2007. Der grosse Bambus ist weg, dafuer kam eine Kastanie von 220 cm Hoehe. Auch keine einfache Sache.
    Ein Daemmerungsfoto, gemacht an einem warmen Sommerabend mit dem Aufbau „Proletenversailles“ [1] wollte ich nicht beifuegen.
    Ab 4 bf muss gerefft werden. Das dauert 3 Minuten. Im Winter wird die Besegelung abgenommen. Dann schauen wir auf einen Haufen anatolischer Hocharchitektur (inzwischen abgerissen, aber irgendein Mist wird wieder hingesetzt werden).
    So versucht man in einer halbstaedtischen Umgebung ein wenig kommod zu existieren. An schoenen Tagen verlaengert sich die Wohnung bis zum Ende des Daches.
    .
    [1] Proletenversailles= Die Videoprojektion einer Barockoper auf eine grosse Leinwand. Dazu gibt es reichlich zu trinken und Kleinigkeiten zu futtern. Unter der Treppe treibt Mr. Pepys mit Ms. X lustige Dinge. Aber darueber redet man nicht.

  264. Wenn es nach mir ginge,...
    Wenn es nach mir ginge, müssten die Denkmalschützer immer ein Haus zum Abriß verurteilen, bevor sie wieder eines mit Abrißverbot belegen dürfen.

  265. Die Geschichte geht um...
    Die Geschichte geht um verbindlich oder unverbindlich.

  266. colorcraze: nicht eigentlich....
    colorcraze: nicht eigentlich. Irgendein Schiet mit viel was hier „torchis“ heisst und Holzstruktur (sah man in der Kneipe ein paar Nummern weiter, sehr elegant mit Metallträgern abgestützt und mit Betretverbot belegt). Aber so genau konnten wir die Mauern nicht untersuchen, da wir zur Miete wohnten.

  267. @b4: Tja, garnicht. Sie...
    @b4: Tja, garnicht. Sie müßten schon wie Filou es http://www.fotos-hochladen.net/ oder einem anderen Bilderportal spendieren und uns einen Link.
    @icke: torchis, nie gehört. Soso.

  268. liebe colorcraze,
    nach 1890...

    liebe colorcraze,
    nach 1890 erlebt Wien dann die größte Zuwanderung, vor allem pauperisierte tschechische Landbevölkerung, die Zieglbehm genannt werden, weil sie Lehm schürfen, Ziegel brennen und auch Bauarbeiter sind, einen Bauboom (Ringstraße – Prachtbauten, Gürtelbezirke – Zinskasernen mit kleinen Wohnungen, 1 Wasserhahn und 1 Toilette pro Stockwerk), schreckliche Wohnungsnot, dichte Verbauung, Überbelag der Wohnungen, Betten werden für Tag und Nacht vermietet, industriell erzeugte Produkte verdrängen Handwerker, Materialien werden gefälscht und imitiert ….
    In Salzburg allerdings habe ich in zwei Häusern aus dieser Zeit gewohnt, die beide sehr solide gebaut waren.

  269. @ colircraze: Lehm mit Stroh...
    @ colircraze: Lehm mit Stroh gemischt=Torchis. (soviel wie ich weiss)

  270. @colorcraze, hab' schon mal...
    @colorcraze, hab‘ schon mal fuer Sie geguckt:
    http://www.google.de/search?tbm=isch&hl=de&source=hp&biw=1280&bih=713&q=torchis&gbv=2&oq=torchis&aq=f&aqi=&aql=&gs_sm=s&gs_upl=2140l5900l0l8307l7l7l0l1l1l0l202l743l2.3.1l6
    .
    So‘ ne Art Fachwerk. Gutes Raumklima auf alle Faelle.

  271. habe ich vergessen, bei einer...
    habe ich vergessen, bei einer anderen wichtigen branche wie den aktuaren ist es ähnlich, meist auch einer der großen versicherer…

  272. Liebe Donna Laura, falls Sie...
    Liebe Donna Laura, falls Sie sich am Begriff „Landratte“ inkommodiert gefuehlt haben sollten: dieses Wort wird durchaus freundlich konotiert von seefahrenden Leuten gebraucht. Ein Moechtegernseebaer wie ich…
    …alles klar?
    Ahoi! Zu Lande (mehr) und zu Wasser (immer weniger).
    Oder:
    Hollodrihiaho (Typischer Gruss hoellaendischer Landeier).

  273. geehrter Filou, h ...
    geehrter Filou, h 21:42
    wenn ich einmal groß bin, dann möchte ich lhren Humor haben. mfG.T.

  274. aber nein, da gibt doch kein...
    aber nein, da gibt doch kein missverständnis, cher Filou, sie wurden nur ein wenig hochgenommen…

  275. @Filou: ah, danke! Also die in...
    @Filou: ah, danke! Also die in aller Welt üblich gewesene Stampflehmbauweise (siehe Unteruhldinger Pfahlbauten und andere sehr alte Häuser). Für das naßkalte Europa finde ich die allerdings weniger geeignet; hab mal in Häusern in Göttingen Lehmwände gesehen. Daß das Raumklima in naßkaltem Wetter dabei sonderlich dollig ist, glaube ich nicht. Zu feucht – daß das Moder ansetzt, glaube ich sofort. In Wüstenoasen ist das anders, ich könnte mir vorstellen, daß es dort sehr angenehm kühlt und die extreme Trockenheit erträglicher macht. – Im Fernsehen kam mal ein Bericht aus einer Wüstenoase. Ich habe es, glaube ich, schonmal erzählt: die Korrespondenten kamen ausgerechnet an dem Tag, an dem es nach 500 Jahren mal wieder wie aus Kübeln schüttete. Die Leute konnten nur noch rausrennen in den Regen und zugucken, wie die ganzen Häuser zu Matsch zerliefen, wenn sie nicht von den herunterkommenden Balken erschlagen werden wollten.
    @Försterliesel: ah, 1890 war also die Zeit der Brachialurbanisierung, als die ganzen armen Leute in die Städte (Wien, Berlin, Ruhrgebiet) flüchteten.

  276. @colorcraze, undeutlich glaube...
    @colorcraze, undeutlich glaube ich mich zu erinnern, dass Peter Zumthor (Architekt) im Kolumba-Museum Koeln diese Technik stellenweise verwendete. Leider kann ich den entsprechenden Artikel im Spiegel-Archiv nicht finden.

  277. @colorcraze, Les Landes...
    @colorcraze, Les Landes (Aquitanien), zwischen Bordeaux (watten sonst!) und Biarritz muss es noch Haeuser in dieser Bauart geben.
    Das Beste an dieser Gegend sind die zwei Endpunkte; Bordeaux an der einen, Bayonne an der anderen Seite. Biarritz ist nix.

  278. Trias, ich bin mir nicht ganz...
    Trias, ich bin mir nicht ganz sicher, wie sie es gemeint haben, aber:
    Humor ist die letzte Rettung der Verzweifelten.

  279. @Filou: ach, der Zumthor hat...
    @Filou: ach, der Zumthor hat auch mal bissel Lehm gebaut? Naja, der macht ja auch so irgendwie „mythische“ Räume. Da paßt das an mancher Stelle schon, so eine Erinnerung ans ganz alte. – F ist ein Phänomen. Ich bin ja nur mal durchgefahren, und bewunderte die streßfreien Autobahnen und die mit dem Zirkel rundum gezogenen Kurven der Nationalstraßen. Faszinierend. Soso, in Aquitanien haben sie noch Häuser in dieser Uralt-Bauart! Anscheinend dringt in F nicht flächendeckend die „neue Mode“ jeweils durch, die scheinen da noch mehr unzeitige Resistenzen zu haben. Vielleicht, weil es mehr ländliche Gebiete gibt wie in D?

  280. @Trias: ein Raumklima, in dem...
    @Trias: ein Raumklima, in dem die Kreide nicht hält, taugt nix.

  281. @colorcraze, das soll eine...
    @colorcraze, das soll eine ziemlich verluderte Gegend gewesen sein. Die Leute wurden zwangsetabliert. Ich muesste noch mal nachlesen, welche asoziale Privilegien den Leuten gegeben wurden, nur um sie dort zu halten damit irgendwie dieses Niemandsland kultiviert werden konnte.
    Wo hab‘ ich nur das Buechlein?

  282. geehrte colorcraze, h ...
    geehrte colorcraze, h 22:11,
    ich freue mich immer wenn Sie sich an mich erinnern, aber was habe
    ich denn dieses mal gesagt ? lch bin doch in letzter Zeit eher schweig-
    sam, gelobe aber Besserung. mfG.T.

  283. hallo Filou, h ...
    hallo Filou, h 18:48,
    gerade erst entdeckt, ich meinte das ausgesprochen freundlich.
    lhre Weisheiten über Calvados haben Sie aber immer noch nicht
    verraten, was ist das geheimnissvolle ?
    Zum Glück liest hier kaum noch jemand mit. mfG.T.

  284. @Filou: auch so ein Fall in...
    @Filou: auch so ein Fall in der Art der märkischen Sümpfe, in die man Einwanderer schickte?

  285. @b4 (Wirtschaftsprüfer): sehr...
    @b4 (Wirtschaftsprüfer): sehr interessant. Ob das klappt oder die Mittelschicht quasiverstaatlicht?

  286. @Trias: Ich hatte gehofft,...
    @Trias: Ich hatte gehofft, daß der Trias was Abgelegenes zur Kreide einfällt, so mehr äonenhaft…

  287. @colorcraze, muss das in...
    @colorcraze, muss das in meinem Hirnkastel zusammensuchen. Also: das ist geologisch eine Marschlandschaft, sehr sandig in Kuestennaehe, sumpfig Richtung Osten. Wenn Sie Google-Earth konsultieren: eine Art Delta. War und ist reichlich unwirtlich. Autochthone lebten daher in schrecklicher Armut. Der Kuestensand wanderte mit Duenen nach Osten und. Deshalb noch zu Louis XIV Zeiten erste Bemuehungen der Bewaldung (so schlecht war Louis fuer F. naemlich auch nicht).
    Die Bevoelkerung wurde mit leichten ABMs (Irrigation z.B.) festgehalten.
    Ueber weite Strecken keine Anzeichen von Kultur. Weder religioes, noch militaerisch und architektonisch.
    Etwas Wohlstand kam mit der Ausbreitung des Tourismus in der Kuestenregion um die 70er Jahre. Im Sommer wegen des Massendrangs keine Freude, danach die uebliche Tote Hose. Das Klima ist angenehm.
    .
    Man kann sich ueber den Massentourismus schoen das Maul zerreissen. Fuer diese Gegend ist er ein wahrer Segen.
    .
    (Disclaimer: Irrtuemer meoglich)

  288. geehrte colorcraze,
    ich ...

    geehrte colorcraze,
    ich fühle mich geadelt, aber ich glaube Sie überschätzen mich.
    Egal, ich gehe jetzt erst einmal etwas essen und ein Bier trinken,
    vielleicht fällt mir ja etwas … (ääh) ein. schöne Grüße, T.

  289. @colorcraze
    interessant ist...

    @colorcraze
    interessant ist die stellungnahme des idw zur neuwahl..

  290. geehrte colorcraze,
    Sie ...

    geehrte colorcraze,
    Sie überrfordern mich, kleiner Scherz, für die Kreide kann ich lhnen
    wirklich nur Louisina anbieten, besonders das Atchafalaya-Becken.
    lst einen Besuch wert, Schlangen und Alligatoren kommen ohne Aufpreis.
    Sie mögen das Eozän, schön warm, ich weiß,
    ansonsten hat sich ja eigentlich nicht viel getan,
    lch glaube ich verstehe ein bißchen was Sie meinen,
    herzliche Grüße, T.

  291. Damit daß hier keiner ...
    Damit daß hier keiner mehr mitliest habe ich mich aber schwer geirrt. T.

  292. geehrte Colorcraze,
    so toll ...

    geehrte Colorcraze,
    so toll war das ja nicht was ich lhnen hier geboten habe, aber Sie
    haben mich auch voll kalt auf dem falschen Fuß erwischt, macht mir
    eigentlich Spaß.
    Sie halten mich sicherlich für einen Geologen/ Paläontlogen , na ja ,
    stimmt irgendwie, und wie kome aus dieser Rolle wieder heraus ?
    lhre Liebe zum Eozän ist bewunderswert, warum eigentlich mfG.T.

  293. Trias, mein Lieber, die...
    Trias, mein Lieber, die Geheimnisse des Calvados werden von den Destillateuren streng gehuetet. Der Liebhaber weiss nur das es sich um vergorenen Apfelsaft handelt, der mehrfach destilliert auf raetselhafte Weise in geschmackvoll etikettierte Flaschen gelangt und auf genauso raetselhafte Weise aus der Pulle verschwindet. Wo ist er? Wo bleibt er? Das wird ein ewiges Menschheitsraetsel bleiben. Fragen Sie mich nicht weiter.
    Ging Jesus nach der Kreuzabnahme nach Indien? Geht Calvados an Filous Magenwaende? Niemand weiss das. Sogar der Papst kratzt sich am Kopp.

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