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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Residenzen für Hütten und Paläste

| 203 Lesermeinungen

Im echten Klassensystem weiss jeder, woran er ist: Der Arme weiss, warum er hungert, und der Adel weiss, warum er das spanische Hofzeremoniell erdulden muss. Der eine bekommt Skorbut in der Hütte, der andere Gicht im Schloss. Heute lösen sich die Unterschiede auf: Ein jeder kann alles haben, erst unten in den billigen Angeboten wühlen und danach hoch in die Residenz gehen, und auch Ziviliastionskrankheiten sind für alle da.

Wie da Herr, so as G’scherr
(Trad.)

Im Hof stellte mich die Mieterin vorsichtig zur Rede. Ob es mir denn nicht aufgefallen sei, dass die Papiertonne immer so voll sei. Und ob man nicht ein grösseres Exemplar bestellen könnte. Könnte man. Es würde leider mehr kosten, ich müsste das auf die Mieter umlegen, die den Müll doch eigentlich nicht produzieren, denn im Haus fällt mach dem Auszug des letzten Zeitungsabonennten weniger Papiermüll denn je an. Was schwer wiegt, sind dicke Packen von Werbebroschüren, die fast täglich vor dem Haus abgelegt werden. Der Papiermüll ist also ein Phänomen der Umwelt, nicht des Bedürfnisses der Bewohner, und wir sind überein gekommen, dass ich als ersten Schritt die Verteiler dazu anhalte, andere damit zu belästigen. Allerdings konnten die Verteiler, auf frischer Tat ertappt, mein  Ansinnen nicht nachempfinden: Was ich denn hätte, es sei doch umsonst, und für viele sei das willkommene Lektüre. Statt Neuigkeiten Waren, herbeigebracht aus aller Welt.

Bild zu: Residenzen für Hütten und Paläste

Und tatsächlich weist die Zunahme des Werbemülls grosser Geschäfte in Industriegebieten darauf hin, dass es sich wohl lohnen muss. Das Anzeigenblatt kommt kostenlos, so scheint es, aber es ist natürlich nicht umsonst, sondern finanziert sich aus den angehobenen Preisen, die laut diesen Broschüren so niedrig wie möglich sind. Dass da ein Widerspruch ist, scheint keine besondere Rolle zu spielen. Offensichtlich wird das gelesen, die Preise werden verglichen, und wer das billigste Angebot und bei der Rechnung bestanden hat, wird aufgesucht und darf sich über den Erfolg der Massnahme freuen. Der Wettbewerb um den niedrigsten Preis ist nur die eine Hälfte des Erfolgs – es geht nur, wenn der Kunde ebenfalls dieses Rennen mitmacht: Billiger, mehr Rabatte, mehr Gramm für den Cent, man wundert sich fast, dass es dazu noch keine typisch würdevolle TV-Show gibt: Die Maxi Kilo Show – wer für 100 Euro die meisten Lebensmittel einpackt, darf den Opel Insignia Kombi behalten.

Noch aber ist es ein normales Angebot, die Blätter werden dicker und grösser, die Zahlen schreiender, der Papiermüll wird noch schneller voll, und kaum einer dürfte sich daran im Gefühl delektieren, er wäre gezwungen, nach dem Billigsten aus bitterer Not Ausschau zu halten. Um der Kundschaft nicht das Gefühl zu geben, sie wäre vom Billigsten abhängig, nannten frühere Anzeigen gerne Preisspannen, etwa: Eingetroffen sind Zylinderbureaus in Kirsche, Nuss oder Mahagonie, grosse Auswahl an Bronzebeschlägen und Marketerie, von 2 Gulden bis 14 Gulden. Füe jeden ist etwas dabei, sagten diese Anzeigen. Heute bedienen sie nur noch den unteren Bereich. Der obere Bereich lässt sich anders demütigen: Dort, wo heute noch besagte Möbel zu 14 Gulden stehen. Denn was dem einem seine konsumfinanzierten Prospekte sind, sind dem anderen seine steuerfinanzierten Schlösser.

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Wo das absolute Gegenteil der billigen Konsumkultur zu besichtigen ist, inclusive Zurechtrücken der Illusionen: In so einem Schloss nämlich lernt man, wie bescheiden man doch eigentlich lebt. Ich, zum Beispiel, habe unmittelbar vor dem Schlossbesuch eine weitere Biedermeierkommode aufgestellt, die mit den Bronzebeschlägen und dem gestreiften Kirschholz vielleicht ein wenig verschwenderisch für ein Schlafzimmer sein mag – aber so ein Schloss lehrt einen Demut. Da geht noch viel. Man hat im Studium zwei Dutzend Abgüsse antiker Statuetten gesammelt? Hier stehen ein paar hundert aus Marmor. Man hat bunte Wände selbst gestrichen? Wie arm im Vergleich zu Seidenbespannung. Man hat so Gipslinien an der Decke? Stuck mag man das in solchen Räumen eigentlich nicht nennen. So, wie der Prospektbetrachter in die Tiefen seiner Existenz gedrückt wird, so lastet so ein Schloss schwer auf dem Betrachter, denn jeder Seufzer „So ein Prunk“ sagt auch „Ich brauche unbedingt mehr Imariporzellan“.

Und natürlich nimmt es nicht Wunder, wenn neben dem Schloss und seinen Verlockungen das ein oder andere Geschäft für ganz ähnliche Gegenstände steht; so ein Schloss ist auch nur ein Prospekt, gewissermassen die obere Hälfte der alten Anzeige mit den höheren Preisen. Und so treibt es den Vermögenden dort hinein, und er tut Dinge, die den Erben später vielleicht weniger zusagen: „Du, Anton, schaug amoi, dea gloane Maschgara vom Buschdelli is a do“ – nein, es ist kein Zufall, dass schräg gegenüber vom Schloss gleich der Fabrikverkauf, wenn man das so nennen darf, der dazugehörigen Porzellanmanufaktur ist. Dortselbst auch der feine Leuchter, den man im japanischen Teezimmer so hübsch fand. Möbel finden sich zwei Strassen weiter. Keine Schnäppchen, aber Gelegenheiten. Wenn man eh schon da ist, kann man das auch gleich mitnehmen.

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Viel, das muss man leider, leider zugeben, unterscheidet Prospekt- und Schlossbetrachter letztlich nicht; der eine sieht Trauben viel knackiger, als die matschigen Früchte nach einem Tag dann sind, der andere stellt daheim fest, dass die neue Preziose doch nicht ganz hineinpasst, und beide haben sie eigentlich schon vorher viel zu viel. Trotzdem ist in ihnen die Überzeugung, mehr zu brauchen und zu wollen, der eine möchte ein neues, dreiteiliges Badvorlegerset und der andere einen neuen Seidenteppich, denn die alten sehen jeweils schon so schäbig aus. Der eine findet ein Malerset für 2,99 und billige Farbe, die eine Massenzeitung offeriert, der andere sagt sich, dass er sich zumindest einen Raum auch mit etwas Brokatstoffen leisten könnte. Der Stoffhändler in meiner dummen, kleinen Stadt an der Donau hat ein Sofa gerade mit diesem weissroten Samt bezogen, und ich gehe nach dem Schloss ganz anders an dem Objekt vorbei, als vor dem Besuch. Aha, sagt mein Unbewusstes, Reiche Zimmer, 1740. Aha, sagt das Unterbewusstsein vielleicht bei anderen, sowas ähnliches war doch auch letzthin im Prospekt vom Möbel Supergross drin, 70% reduziert.

Das eine ist nicht besser als das andere, der eine fällt auf den Preis herein und der andere auf die gebaute Propaganda eines glücklosen Kaisers, aber was sich deutlich unterscheidet, ist die Richtung, in die hineingefallen wird: Ein Teil der Gesellschaft fällt in seinen Entscheidungen ganz nach unten, ein anderer Teil lässt sich von Prestigegedanken antreiben. Und irgendwo zwischen den  Stoffen, die den Monatsetat eines HartzIV-Empfängers auf einem halben Meter abdecken, und dem T-Shirt für 1,99 aus einer Sklavenfabrik in Bangladesch wäre das gesunde Mittelmass zu finden. Wäre da nicht das kleine Problem, dass die Gesellschaft in ihre Extreme zerbricht, und diejenigen, die zwischen den Polen sind, mal so und mal anders denken, aber oft an den Nutzwert. 20 mal Fabriksemmel im Stehen = genug Ersparnis, um Hummer zu bestellen. Hütte, wenn es keiner mitbekommt, Palast, wenn es auffällt. Das enorme Aufkommen der vormals als Wohnungen bekannten „Residenzen“ im Immobilienvertrieb und immer neue Discounter lassen ahnen, dass diese Haltung bestens bedient wird: Gleich gegenüber dieser hier abgebildeten Residenz etwa, in einem Neubau. Was auch eine Art der unbemerkten Demütigung ist, wenn man davor steht und direkt vergleicht.

Bild zu: Residenzen für Hütten und Paläste

Die Extreme sind im Kommen. Sehr wahrscheinlich also werde ich eine grössere Papiertonne bestellen müssen. Sehr wahrscheinlich wird es auch bald hier Residenzen geben, und einen weiteren Discounter mit ultrakurzen Kassenablagen, damit man schnell wieder in seine Residenz verschwindet, wenn man sich entlang des Prospekts reich gespart hat. Wie der Herr, so as G’scherr, sagte man früher in Bayern über die Herrschaften in den alten Residenzen. In den neuen Residenzen kann man das gar nicht mehr trennen.

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203 Lesermeinungen

  1. Zumindest bei uns in...
    Zumindest bei uns in Norddeutschland sind Papiertonnen beliebiger Größe kostenlos (Altpapierverwertung scheint ein profitables Geschäft zu sein). Ist das in Bayern anders? Würde mich wundern…

  2. Seit wann kosten...
    Seit wann kosten Papiermülltonnen Geld?

  3. Das Scharnier zwischen...
    Das Scharnier zwischen Residenzbewohner und Billigkäufer ist die Mülltonne. Sie ist für beide von der Marke billigster Baumarkt. Erstaunlicherweise stört es niemand, dass jede gepflegte Residenzallee einmal wöchentlich von diesen hässlichen grauen oder schmutzig-grünen Tonnen vollgestopft wird. Neben ihnen sieht jeder geparkte Jaguar völlig fehl am Platz aus.

  4. Werter Don,

    ich bewundere...
    Werter Don,
    ich bewundere jedes Mal aufs Neue die Dreistigkeit, mit der Sie als jemand, der sich nicht zu schade ist, einen FIAT zu fahren, über Opel herziehen.
    Damit das hier nicht falsch rüberkommt: Ich lese hier immer mit großer Begeisterung mit, führen Sie mir doch regelmäßig vor Augen, wie gut man dran ist, wenn man solche Werbeblätter unbesehen in den Papierkorb schmeißen kann, ohne dadurch arm zu werden, und den Gedanken an brokatbespannte Wände mit „unnütz, zu teuer“ abtun kann, ohne gleich als Geizkragen dazustehen…mit einem Wort: wie sorglos man doch leben kann, wenn man eben nicht zu den Extremen gehört.
    In diesem Sinne: ich erwarte mit Spannung Ihren nächsten Artikel. Nur mit Ihrem Fahrzeuggeschmack werde ich wohl nie zurechtkommen.
    Es grüßt
    G.

  5. Schöner Text, Don! Aber die...
    Schöner Text, Don! Aber die Menschen sind mit ihren Gedanken gerade woanders, glaube ich…

  6. HM555@: ..für Ihre superben...
    HM555@: ..für Ihre superben kalt-wütenden Kommentare.
    Pallida mors aequo pulsat pede pauperum tabernas | regumque turres. Hor.c.1,4,13f. (Schäferhütten und Königsschlösser betritt mit gleichem Fuße | der bleiche Tod.)

  7. Wunderschöne Beschreibung...
    Wunderschöne Beschreibung für drei Buchstaben: Gap

  8. Ach Don, mal wieder sehr...
    Ach Don, mal wieder sehr treffend von Ihnen beschrieben… Wir wissen alle, es darf so nicht weitergehen. Und doch schaffen sich diese Angebote ihre Nachfrage. Auf der anderen Seite möchte man sich nicht ausmalen, wo wir ohne die Betäubung der Massen durch Konsum stünden. Sicherlich wären das auch keine angenehmen Zustände.

  9. Bestellen und weg....
    Bestellen und weg.

  10. @Ingeborg - There is no free...
    @Ingeborg – There is no free lunch, und schon garnicht eine freie Mülltonne.

  11. Ich habe jahrelang solch...
    Ich habe jahrelang solch unverlangen Papiermüll stante pede an den Absender zurück geschickt (wenn der Absender drauf stand; bei manchen „Zeitungen“ musste ich etwas suchen): Den Prospekt oder die Zeitung in einen schön großen Umschlag stecke, adressieren, oben rechts „Porto zahlt Empfänger“ schreiben, über die Adresse „ANTWORT“ raufdrucken und ab damit in den nächsten Briefkasten. Natürlich keinen Absender raufschreiben.
    Zumindest hat der Empfänger dann mit der Post einige kleine Probleme, a la Sandkorn im Getriebe.
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    Es hat sich gelohnt. Inzwischen wird solch Zeugs nur noch ganz selten hier im Haus in die Briefkästen gesteckt, auch diese „Zeitungen“ nicht mehr. Eigentlich gibt’s nur noch Zettelchen vom örtlichen Pizzaversand, der gibt einfach nicht auf, der Schlingel.
    .
    Aber zwei große blaue Papiertonnen sind trotzdem immer voll: die mehr schlichteren Bewohner bringen wohl allen möglichen Papiermüll von irgendwo mit? resp. wenn ich in der Urlaubszeit mal für einen Nachbarn „die Post reinhole“ seh‘ ich wo’s herkommt: 90% deren „Post“ sind irgendwelche an sie adressierte Kataloge irgendwelcher Versender, die sie offenbar benötigen? lesen? was bestellen? …und die dann in die blaue Tonne werfen. Und hinterher sagen: Aber üsch doch nüsch!

  12. Aber stimmt: wir haben jetzt...
    Aber stimmt: wir haben jetzt auch einen Blaue-Tonnen-Papierabholer, der kostet uns nix. Nur: der Platz für diese Tonnen muss ja auch irgendwo herkommen.

  13. Moderne...
    Moderne Betriebswirtschaftslehre: Gewinnmaximierung, moderne Gesellschaft: Konsummaximierung, altes Griechenland: Lebensregel in Delphi: „Meden agan“ (nichts allzu sehr); oder altes Rom (Cato bei Seneca): „Kauf nicht, was du gebrauchen kannst, sondern was du dringend brauchst; was du nicht brauchst, ist schon für einen Heller zu teuer bezahlt! Der Bildungsbürger ist der natürliche Feind der Konsumgesellschaft, daraus folgt: Schüler von heute müssen von Latein, Altgriechisch und Philosophie möglichst ferngehalten werden, dieser Unterricht ist konsumschädlich, da sind sich dann praktisch alle politischen Parteien in den Landtagen erstaunlich einig. „Mehr Bildung für alle“ meint natürlich nicht wirkliche Bildung (Reflexion über sich und das eigene Verhalten und das der anderen im aktuellen und historischen Kontext) sondern leichterer Zugang zum Konsum für alle, der ideale Bürger unserer Gesellschaft ist das Konsum-Schaf, und wenn es die Oberschicht vormacht, kann man es dann dem kleinen Mann mit Dispo-Kredit vorhalten?

  14. Natürlich ganz falsch, was...
    Natürlich ganz falsch, was wir geschrieben haben: „Bestellen und weg – und für die Dame einen großen Blumenstrauß“ muß es natürlich und korrekterweise heißen.
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    (Ohne jede weitere Begründung, denn dass Damen Bescheid sagen ist Tugend, und die muss belohnt und gefördert werden, alles andere gibt es schließlich mehr als genug und überreichlich, as we all know. (Und das man das einem Don sagen muss, tsss (*g*).)) (…. dass Damen den Mut haben, sich ein Herz fassen….) (… einen Blumenstrauß und ein freundliches, anerkennendes Gespräch, evtl. bei Gelegenheit auch noch mal eine Schachtel Pralinen, sich zu erkundigen, ob das jetzt mit der Tonne besser…)

  15. Wo ist die Tonne, in die die...
    Wo ist die Tonne, in die die alternativlosen Ramschpapiere von Bruxelles gestopft werden können? Die betäubten, solidarischen Massen wissen nicht wohin damit.

  16. @DA

    "Hütte, wenn es keiner...
    @DA
    „Hütte, wenn es keiner mitbekommt, Palast, wenn es auffällt.“
    War das nicht eher 90er? Bei vielen beobachte ich heute eher die Haltung: Palast, wenn man sich Zeit nimmt und mit allen Sinnen dabei ist, Hütte für den Nebenbeikonsum im schnöden Alltag.
    Aber der Papiermüll nervt wirklich. „Keine Werbung!“-Aufkleber werden viel zu häufig ignoriert. Denke über ein Scanner nach, der debil-bunte Prospekte direkt beim Einwurf detektiert und die Briefkastenklappe in diesem Fall für einige Sekunden unter Hochspannung setzt.
    Das wäre, ganz nebenbei, praktizierter Sozialdarwinismus ohne schlechtes Gewissen.

  17. Nach § 4 der...
    Nach § 4 der Abfallgebührensatzung der Stadt an der Don – Au („Gebührenmaßstab“) bestimmt sich die Gebühr für die Hausmüllabfuhr nach der Zahl und dem Fassungsvermögen der Restmüllbehältnisse und der Zahl der Abfuhren … In der Gebühr für ein Restmüllbehältnis mit einem Fassungsvermögen von 60 l bzw. 90 l ist jeweils eine Bio- und eine Papiertonne bis maximal 240 l eingeschlossen, in die Gebühr für ein Restmüllbehältnis von 120 l bzw. 240 l jeweils zwei Bio- und Papiertonnen mit 240 l. Bei einem Restmüllbehältnis mit 1.100 l sind in der Gebühr jeweils 2.200 l an Behälterkapazität für Papier und Biomüll enthalten.
    http://www2.ingolstadt.de/media/custom/465_1104_1.PDF?1291636359

  18. muscat, in den ersten...
    muscat, in den ersten Weltkrieg sind nicht wenige mit Begeisterung gegangen, um Langeweile und Überdruß zu entkommen.
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    Beides sehe ich in meiner Umgebung genügend, allerdings verhindert eine alles erdrückende Sättigung, dass daraus genügend Aggression entsteht. Bis zu den Ärmsten meinen alle, sie hätten mehr zu verlieren als zu gewinnen.
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    Insofern schauen wir bei der schleichenden Abschaffung der Demokratie wohl noch eine Weile zu, Ablenkung und Betäubung gibt es genug.
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    Aber wann schlägt das um? Und wie?

  19. @DA: da sind Ihnen wieder...
    @DA: da sind Ihnen wieder einige treffende Beobachtungen gelungen – die Parallelisierung der Massen an Werbeprospekten mit den kranken Vielfreßwettbewerben, und die hohltönende Fassadenhaftigkeit des Ganzen mit der Parallelisierung von Werbepapierflut und „Residenzen“, ausgestattet mit „Schnäppchen“. Ja, durchaus.
    @ilnonno: daß Depression in allgemeinen Menschenhaß umschlägt, sieht man in Oslo und bei den Amokschülern; es sind doch alle nur noch am schwimmen, aber einstweilen schwimmen sie noch gerade so und versuchen das möglichst energiesparend zu gestalten, weil sie damit rechnen, daß sie noch lange schwimmen müssen. Bei den Älteren wächst gaanz laaangsam die Einsicht, daß sie den Jüngeren geben müssen, weil die diejenigen sind, die übrigbleiben. Aber die Konturen der „neuen Zeit nach der Krise“ sind noch nicht klar. Die Griechen müssen mal wieder vorangehen… möge ihre Seglernatur ihnen nützen…

  20. Früher mussten wir sparen...
    Früher mussten wir sparen (typisch CH/D), heute sollen wir uns wie Amerikaner verhalten – ständig konsumieren damit wir alle wie Amis aussehen – hässlich und mega-dick? Also haben Sie alle heute so viel wie möglich konsumiert (natürlich inkl. TV Werbespots, Zeitungen usw)?

  21. @JvdP: ach, Haß auf die armen...
    @JvdP: ach, Haß auf die armen Schweine von Zettelverteilern und Callcentersklaven ist unangebracht. Sehen Sie es so: es ist fassadenhafte Beschäftigungstherapie. Die tun so, als würden sie werben, Sie tun so, als würden sie hausmeistern.

  22. @fionn: i wo, konsumiert wird...
    @fionn: i wo, konsumiert wird doch hauptsächlich virtuell. Das strapaziert die Nerven, aber dick macht das nicht.

  23. "werbung zahlt, wer keine...
    „werbung zahlt, wer keine macht“, sprüche meines großvaters. die neuerliche verödung historischer innenstädte ist die kehrseite des billig-gebrülls. auf dem einödhof hält sich das unerwünschte papieraufkommen zum glück in grenzen, da wird der verteilungsaufwand unrentabel, und die lokalzeitung ist hier gänzlich indiskutabel und wird nicht abbonniert. weniger von den zeitläuften beeinträchtigt und mit mehr echter patina als münchen finde ich den saal in augsburg:
    http://www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de/index.php?id=20195
    davon vermisse ich immer noch gute (detail)aufnahmen im netz.

  24. Stellenweise kommt mir...
    Stellenweise kommt mir FAZ-Geplauder über Papiertonnen wie auf XING* vor:
    Da rümpfen ernsthaft Leute, die deutlich irgendein Marketing für ihr dümpelndes unpositioniertes marketingloses mieses Izzii-Bizzi-Tini-Wini-Mini-Unternehmen bräuchten, die Nase über Werbung. Und kotzen sich auf „Unternehmer“-Foren allen Ernstes z. B. über den einen unerwünschten Callcenteranruf letzte Woche aus, statt sich um Kundenkontakte zu kümmern. Sollten froh sein, dass überhaupt irgendwer sie anruft. Oder aber über ein Sushiblatt, das vorgestern mit einem Möbelflyer ihren edlen Einmannfirmen-Briefkasten „verstopfte“. Motto: „Heuer trägt man die Nase noch ein wenig höher!“ (Aus: „The Importance of Being Earnest“). Hihi.
    .
    Ich möchte nicht wissen, wieviele erfolgreiche Unternehmer, die für die Billigblattflut verantwortlich sind, in Villen oder „Residenzen“ wohnen. So fügt sich das. Welche selbstredend billigblattfrei sind, da durchtrainiert, der Dobermann am Zaun.
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    Nein, ich bin nicht für diese Papierverschwendung. Aber gegen Doppelmoral. Gottseidank gingen zumindest Autohersteller wie BMW oder AUDI schon seit Jahren dazu über, ihre Edelprospekte nicht mehr Kreti & Pleti über den Zaun zu werfen. Man bekommt sie nur dann, wenn man zur zahlende „Zielgruppe“ (moderner: Bedarfsgruppe) gehören könnte oder gehört (gutes HHNE, gute Gegend, Geomarketing und so). Die Dinger auch deutlich will und bestellt. Allerdings bekommt man dann auch Nachhak-Post. Nicht allzu oft, aber immer öfter.
    .
    Sorry für meinen Sarkasmus heute.
    .
    Einen Vorteil haben diese Billigzeitungen (leider in fetten Stapeln einfach in die städtischen Hausflure gelegt oder oft gleich von den schlecht bezahlten Verteilern noch zugeschweißt an den Bahndamm geschmissen) , den man kaum kennt: Alte Leute in Rente, die sich kaum etwas leisten können − und davon wird es immer mehr geben, vielleicht kann ich mir als alte Lady auch nicht mehr die Butter auf das Brot leisten, wer weiß − lesen sie gerne. Steht doch auch viel über ihr Viertel drin, so fühlen sie sich metaphysisch nicht so alleine.
    „Normale“ Zeitungen befriedigen dieses starke lokale Bedürfnis hochnäsigerweise nur sehr ungenügend. Oder überhaupt nicht.
    *Aus XING bin ich raus, weil ich das ambivalente Pseudo-Business-Getue psychisch nicht mehr ausgehalten habe, ohne dauernd wie ein Dobermann die Tastatur zu zerbeißen.

  25. Bei uns sind die Papiertonnen...
    Bei uns sind die Papiertonnen an die Restmülltonnen gekoppelt, das heisst: Wenn ich eine grössere Papiertonne brauche, bekomme ich ein anderes Set. Die Kosen berechnen sich nach dem Restmüll, am Ende steigen sie aber wegen des Papiers.
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    Der Tiger, ich finde die in Bayern verbreiteten gelben Säcke sehr viel schlimmer: Alle zwei Wochen sieht es nach Berlin aus.

  26. IIch meinte natürlich Berlin...
    IIch meinte natürlich Berlin als Reichshauptslum und nicht als Ort vieler FDP-Wähler)

  27. Vroni, das ist ja der Witz an...
    Vroni, das ist ja der Witz an der ganzen Geschichte: Die Viertel der Profiteure erkennt man daran, dass dort nichts daran erinnert, woher das Geld stammt. Das einzige Plakat bei uns im Westviertel ist einer einer Konzertreihe.
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    Lieber Gregor, ich muss natürlich sagen: Gegen Opel an sich habe ich gar nichts. Prima Geräte! Aber warum zum Teufel müssen die Besitzer diese Barrikaden immer auf die Strassen stellen, wenn ich da kangfahre? Ich stelle doch auch nicht meine Mülltonne auf die Strasse.
    .
    Sorglos zwischen den Extremen… ich bin mir gar nicht sicher, wie sorglos das auf Dauer sein wird. Es ist gut, wenn es so ist. Nur erlbt man gerade oft, dss sich manche schon ihre Sorgen machen.

  28. DA: "... ich finde die in...
    DA: „… ich finde die in Bayern verbreiteten gelben Säcke sehr viel schlimmer: Alle zwei Wochen sieht es nach Berlin aus.“
    *
    1. „Denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Galaterbrief, Kapitel 6, Vers 7).
    *
    2. „Denn was irgend ein Mensch sortiert, das wird er auch bezahlen.“ (Yastbrief, Tonne 3, Müllschicht 5)

  29. Wobei die Bereitstellung einer...
    Wobei die Bereitstellung einer weiteren 240 l Papiertonne 2,5O Euro kostet. (In Ingolstadt jetzt.) Wo ist das Problem, Don? Ich sehe ja ein, dass Verwalter sparen. 2,50, wenn man über das Set hinaus kommt. ??
    Unserer spart auch, der hat das Sparen erfunden und hält eisern aus guten Gründen die Restmülltonne klein.
    .
    Außer das Problem des Platzes für die 2. blaue Tonne, das sehe ich ein.

  30. Vielleicht hilft dem Don ja...
    Vielleicht hilft dem Don ja schon die Kündigung des F.A.Z.-Abos und der Verzicht auf die Ummantelung ersteigerter Silberkannen mit Packpapier. Und die Müsliverpackungen kann man im Hinterhof sammeln und bei kalten Tagen ebensogut als Fidibus verwenden wie griechische Staatsanleihen.

  31. Das kleine Ratespiel des Herrn...
    Das kleine Ratespiel des Herrn Don Alphonso: Gezeigt wird der Blick in das sog. Antiquarium der Alten Residenz in München. Bingo!
    Wer die weiteren Bilder enträtselt, darf kostenlos mitkommentieren (entgegen dem GG: Zensur ist seitens des Blog-Admin erlaubt).
    (Bitte bei Besuch im Saal keine Kaugummis auf den Boden hinterlassen, Werbe-prospekte für österr. Schlösser mitzubringen und liegenzulassen ist absolut strengstens seitens der Bayer. Schlösserverwaltung untersagt.) http://www.schloesser.bayern.de/deutsch/schloss/objekte/mu_res.htm

  32. Wir könnte ja das Mathe-Blog...
    Wir könnte ja das Mathe-Blog nebenan (Deus ex Machina) nießbrauchen und das Sopherl mal hochrechnen lassen, wie dies jährlich die Hausbesitzer- oder die Mieterfinanzen stört. Oder besser noch: den Gesamtschaden der Billigbladdeln an der Volkswirtschaft samt Kompensierung, samt CO2-Kosten. Dann übertragen wir dies auf eine goldpigmentierte Powerpointfolie und überreichen sie den Profiteuren zur höflichen Nachzahlung, sonst ab nach Griechenland.

  33. Was heißt FIAT? - Fahrende...
    Was heißt FIAT? – Fahrende italienische Abfalltonne! – Für Italiener ausreichende Technik!

  34. Verstehe mal wieder garnix....
    Verstehe mal wieder garnix. Zwei mal im Monat stellt der hoellaendische Kleinstadtbuerger die gesammelten Druckwerke, von Lidl bis Hegel, sauber mit Bindfaden verschnuert, an die Strasse. Dann erscheint ein lustig pfeifender Sammler, laedt alles auf seinen Laster und freut sich, dass er was zum Verdienen hat.
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    So manche, nach der Kleidung zu urteilen, bessergestellte Dame sah ich mit der druckfrischen Werbeschrift im Supermarkt stehen, um das angepriesene Produkt aus dem Regal zu zerren.
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    Es ist so, wie mir ein Bekannter sagte, der einen kennt, dessen Bruder einen lesenden Grossvater hatte: „Much ado about nothing!“
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    (Kann leider nicht weiterkommentieren, muss noch Weinetiketten ins Album kleben. Danach die Schuhschraenke von Madame mit alten Zeitungen auslegen.)

  35. Zweifallspinsel & yast2000:...
    Zweifallspinsel & yast2000: Danke.
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    Ich bin aber der Meinung, dass das, was ich zu dem anderen Thema zu sgaen hätte, ungern hier an dieser Stelle sagen würde.
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    muscat, das Schöne ist doch zu wissen, dass, egal wie schlimm und übel es wurde, es trotzdem immer irgendwie weitger geht. Die Situation ist nicht wirklich grandios, aber es recken sich ja auch Gegenbewegungen. Manches nimmt man mit, weil es billig ist, Aber anderes – Atomkraft etwa – verschwindet, weil die Leute einfach nicht mehr wollen, egal wie billig es angeblich ist.

  36. Ois wos recht is, mia hom do...
    Ois wos recht is, mia hom do bei hons herin ainä mustagildigä, agademisch ausgbüldede Abfallentsorgungstäterschaft. Do wiad nix herglafanan Lüberalisierungs-Saubreissn übalossn. Feit se nix. Mia kehrrn nua wengerl untam Teppich. Boarischa Abfall bleibt boarischa Abfall! Do kenna mia koa Gschpassl übahaupts net. Mei aus is!
    http://www.bay-staedtetag.de/index.php?id=5774,113
    http://www.bvs.de/fortbildung/tagungen/bauabfallentsorgung/

  37. Ganz nebenbei würden wir...
    Ganz nebenbei würden wir meinen, dass die 19,5 h „Freiheit“, von J. Franzen, (gelesen von Ulrich Matthes,) Copyright 2010, wirklich anhörenswert wären. „Sittengemälde, durchaus auf der Höhe der Zeit“, sozusagen. Relativ wenig (aber ausreichend) 1942, aber viel 1962 oder oder 1984-Geborene.
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    Eben weil F. einfach erzählt, alles bald mehr Bericht ist, mehr Journalismus ist, als Roman. Und eben seine Figuren auf der Höhe der Zeit erzählt. (Für uns war es empfehlenswert, die gut und gerne erste Stunde quasi als Hin/Einführung zu sehen, denn 19,5 h sind schon Text- u. Zeitkörper. Und am Ende sind die Figuren Freunde, mehr als das: sind sehr gute Bekannte; eben welche von uns. Könnten einen eigenen Blog haben.)
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    Wie immer: Erst ganz anhören, dann einen Tag oder zwei sacken lassen, dann urteilen. Sich abrunden.
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    http://cgi.ebay.de/Freiheit-Franzen-Jonathan-NEU-kein-Porto-/320721611109?pt=Belletristik&hash=item4aac7f6965

  38. Don, die Sucht nach...
    Don, die Sucht nach Billigwilligbillig und damit Ramsch wird nie ganz verschwinden. Wie ich erfahren durfte, liegt es an unserem Gehirn (wieder mal).
    .
    Dozier:
    Billige, niedrige Preise, Rabatte lindern NUR unseren (Geld?-)Schmerz im Schmerzzentrum des Gehirns. Lindern. Kurzfristig. Schmerz und Un-Schmerz sind schnell vergessen. Wie jede Gebärende weiß, die auf die Periduralanästhesie verzichtet hat und den Höllen-Schmerz erfuhr. Nach wenigen Tage weiß sie schon nicht mehr, wie das war. Vermute, die Natur hat das so eingerichtet, sonst wären wir schon seit der Eisenzeit ausgestorben.
    .
    Billigpreise dopen jedoch nicht das Belohnungszentrum, wie mache Billigheimer glauben und überzeugt Rabatte und Billigblättchen für ihren Ramsch zur Kundenbindung einsetzen. Oder wie manche Schnäppchenjäger meinen, sie hätten ein Glücksgefühl. Ganz falsch. Denn sie sind nie zufrieden, nach wenigen Stunden geht es wieder los mit der Sucht. Kundenbindung und echte Befriedigung gehen nur über das nachhaltigere Belohnungszentrum, sitzt ganz woanders, nicht über ein gelindertes Schmerzzentrum. Und geschieht z.B. durch den Erwerb von schöner Gestalt, wirklich begehrenswerten Inhalt, angenehmen Aufenthalt.
    .
    Auf Wunsch kann ich mit Links zu 2 Papers dienen (Englisch, Harvard).
    Naturbegabungen wussten so etwas aber schon vorher und brauchen keine schlauen Papers. Außer zur Misionierung von ungläubigen Thomassen. Wovon es in der Wirtschaft reichlich gibt, seufz. Privat missoniere ich keinen, das gibt nur Ärger. Man glaubt nicht, wie viele Leute an alten Glaubenssätzen hängen und sie verbiestert verteidigen, macht jedes Geplauder kaputt. Sollen sie alle selbst erkennen oder nicht. Hier aber mach ich das mal, weil es allemal interessant ist und auch die Sammelleidenschaft von alten, günstigen Möbeln und Kronleuchtern ein wenig erklärt (Kombi von Belohnung und Schmerz-lass-nach, besonders hinterhältiger Dope.)

  39. Auch das muß gesagt werden,...
    Auch das muß gesagt werden, nach diesem grausamen Massaker in Norwegen, ist das hier erstmal alles liebevolle Spitzwegidylle. Hoffentlich bleiben wir in Europa von weiteren solcher Taten verschont. Tiefe Trauer über den Tod so vieler hoffnungsvoller engagierter junger Menschen ist was bleibt.

  40. Frischer Spam zum Thema von...
    Frischer Spam zum Thema von Google+:
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    Unser Analysetool rechnet im permanenten Dialog mit Ihren Eingaben im Hintergrund mit und wird Ihnen abschließend die Bestellung Ihrer Haushaltsbudgetempfehlung ermöglichen, sollte es aufgrund Ihrer optimierten Haushaltsausgaben rechnerisch möglich sein, Ihre Schulden in einem Zeitraum von maximal fünf Jahren zur Gänze abzubauen.
    Gutes Gelingen und viel Erfolg!

  41. Das man das...
    Das man das Auseinander-driften (-reissen?) der Gesellschaft ausgerechnet mit Dünger beschleunigt?!

  42. @holofernes: Genau, bohren Sie...
    @holofernes: Genau, bohren Sie weiter: AUGSBURG, die Erhabene!! Ich bin für Augsburg. Damit ich nicht völlig ärgerlich werde, hatte der Zahnarzt letzte Woche immerhin ein Augsburg-Merian-Heft ausliegen. Darin ein Interview mit der derzeitigen Fugger-Familienchefin (die gibt es ganz unskandalös und unspektakulär immer noch), wie sie die Fuggerei über die Runden bringt (sei wohl die tatsächlich älteste, zumindest durchgehend bestehende, Sozialsiedlung der Welt – 500 Jahre jetzt.).
    @Vroni: ja, als lokales Rentnerblättle kenn ich das auch. Aber noch interessieren mich die Vorfälle größerer Reichweite stärker, ich weigere mich noch, völlig zu verkiezen. Ansonsten, „Doppelmoral“: ich glaub, das ist eher Begriffsstutzigkeit. (19:22) Doch, natürlich verschwindet der Billigwahn, wenn die Leute nicht mehr Verelendung als Aussicht haben, sondern ein gleichmäßiges Leben, bei dem sie wissen, was sie sich leisten können und was nicht. Es gab ihn ja zwischen ca. 1960 und 1990 nicht.
    @DA: oh weh, Google+ scheint ja wirklich ein Schuß in den Ofen zu sein, von dem man sich lieber fernhält.

  43. @ Gregor: Für mich ist die...
    @ Gregor: Für mich ist die genannte Marke, diejenige „deutsche“ die die Autowelt nicht braucht. Da können die mir noch so viele Premium Prospekte zusenden – die füllen einzig die Papiertonne.
    .
    Ein Barchetta wollte ich mir hingegen in den 90ern (die Lira war so schön schwach gegen die D-Mark) in Italien am liebsten direkt besorgen. Nur war meine Bonität damals noch schlechter als die Italiens; auch taten die Warnungen vor dem Tüv-Zulassungs-Grauen in D ihr übriges.
    .
    Habe eben den Markt geprüft – ein Bötchen für 2 – 3 TEUR ist ein überlegenswerter „Sommer-Schnapp“.

  44. Ja, wegen Oslo wird jetzt viel...
    Ja, wegen Oslo wird jetzt viel „politisch“ rumgefaselt. Nachdem man feststellen mußte, daß es mit Ausland oder Islam nun absolut gar nichts zu tun hat, wird auf den „rechten“ Äußerungen des Attentäters früher und seinen Waffen rumgeritten. Nur, das erklärt eben auch nix, und Sicherheitswahn weder in die eine noch die andere Richtung nützt auch nix. Der Typ ist nihilistisch verzweifelt, ziemlich individuell. Drum kam er auf diesen „Nach-mir-die-Sintflut“-Trichter und diesen Menschenhaß (Jugendliche der eigenen nationalen Zugehörigkeitsgruppe als böser Bonbononkel kaltblütig hinzurichten ist schon unerhört). Das Schlimme ist, diese Geisteshaltung wabert im Hintergrund der ganzen „nicht gebrauchten“ Generationen herum, ob als abgespact hungerkünstlerisches Veganertum oder diverse Arten von Nicht-Wissen-wo-hinten-und-vorne-Ist aller Art. Man kann zur Zeit nur Aushalten und Abwarten, und suchen die Spinner wieder zu erziehen.

  45. Keine Sternstunde der Medien...
    Keine Sternstunde der Medien und der Terrorexperten.
    .
    Jeeves, das sollte ich vielleicht auch mal probieren, jede Idee ist willkommen. Generell aber wäre es mir am liebsten, man könnte irgendwo eine Erklärung abgeben, von Werbung verschint zu werden, und dann ist das einfach vorbei. Man verliert dadurch nichts. und wenn dann in der World of Interior schöne Bilder mit einem Markennamen drunter sind, ist es in Ordnung.

  46. Twice a day, ich habe ja eher...
    Twice a day, ich habe ja eher nicht den Eindruck, dass einen Latein zum besseren Menschen macht; ganz im Gegenteil, ein sehr raffender Zug ist um alle, die sich mit der Vergangenheit beschäftigen: Namentlich Bücher. Aber auch Kunst. Und Abgüsse. Ich kann davon ganze Arien singen. Und zwischen den Idealen und der Realität, siehe Villa des Catull, waren dann auch ein paar Unterschiede. Ethik dagegen scheint mir ein sinnvolleres Fach zu sein. (Übrigens: Auf Bild zwei, über all den Statuen, stehen auch lateinische Sinnsprüche, die keiner ernst genommen hat)
    .
    perfekt57, Blumen sind einfach nicht meine Sache; nicht nur bin ich da extrem ignorant, ich reagiere auch allergisch. Greife deshalb eher zu Konditorenkunst.

  47. @DA: naja, unfrei...
    @DA: naja, unfrei zurückschicken kann man machen, liegt dann aber eher bei der Post rum. Googeln Sie mal nach „Robinson-Liste“, füllen Sie sämtliche aus, und schreiben Sie an die Post (hartnäckig nachfragen, Sie werden die Zuständigen nicht auf Anhieb erreichen, in der Postfiliale schon gar nicht). Sorgt für ein klein bißchen Abhilfe bzgl. anrufen, evt. auch Papierflut. (Ich war mal 16h in einem Callcenter. Seither habe ich zumindest eine vage Vorstellung von Adresshandel)

  48. @DA: ach, die Beschäftigung...
    @DA: ach, die Beschäftigung mit den alten Römern hat mich letztlich eine distanziertere Betrachtung der politischen Gegenwart gelehrt, die mir im Gespräch mit anderen sehr zugute kam. Aber da, wie Sie beobachten, zur Zeit so ziemlich alles zum unsinnigen Extrem ausschlägt, mag das wohl sein, daß manche dann einen Sammelwahn entwickeln.

  49. Das ist Arbeit, ich bräuchte...
    Das ist Arbeit, ich bräuchte so etwas wie einen Spamfilter. Ich erlebe das übrigens auch gerade bei Google+, wo mir sehr viele Leute folgen wollen, von denen ich nicht will, dass sie das tun. Da müsste einfach so ein Knopf sein. Drücken und Vergessen.
    .
    Grand Guignol, diese Tonne heisst gemeinhin „Portfolio“ . man schaue dazu nur in seinen Rentenfonds.

  50. Den alten Mommsen für lau...
    Den alten Mommsen für lau elektrisch bei project guttenberg abgreifen und auf den handheld überspielen und schon hat man spannende Literatur. Erspart bei Nichtgefallen den Gang zur Tonne. Da kann man dann was/wen besseres/n reintreten.

  51. <p>DA: "Keine Sternstunde der...
    DA: „Keine Sternstunde der Medien und der Terrorexperten.“
    *
    -> Doch, ein gewisser Richard Herzinger (siehe Link) hat das Problem sehr schön auf den Punkt gebracht: Kurzzusammenfassung: Religiöse Grundsatzdebatten führen bei den damit Überforderten zu mittelalterlichen Racheakten, und zwar im Gewande der Postmoderne. So schön hat er es zwar nicht gesagt, aber immerhin… :-)
    *
    „… Die Gefahr aber, dass sich fanatische Randgruppen unter dem Vorwand der Angst vor der (Selbst-)Auslöschung des „christlichen Abendlandes“ ihren islamistischen Antipoden – deren paranoiden Wahn sie in Wahrheit teilen – angleichen und ihre Methoden übernehmen könnten, ist nach dem Horror von Oslo nicht mehr von der Hand zu weisen. Das Prinzip des islamistischen Terrorismus, möglichst viele unschuldige Menschen umzubringen, hat teuflische Maßstäbe der Aufmerksamkeitserregung in einer reizüberfluteten Mediengesellschaft gesetzt. Ähnliches gilt auf anderer Ebene für spektakuläre Amokläufe. …“

  52. <p>Haha. Gerade der...
    Haha. Gerade der Islam-Dauerpanik-Herzinger aus der Springergosse. Gerade der ist so ziemlich der letzte, der jetzt seinen Mund aufmachen sollte. Seit 10 Jahren arbeiten die in diesem Konzern an der Verteufelung des Islam, seit 10 Jahren liest man dort immer von den bösen Muslimen, und jetzt muss man irgendwie erklären, dass einer, der im Internet nichts anderes geschrieben hat als das, was man tatgein tagaus auch bei der Welt an Kommentaren hat, ein Terrorist ist. Haha. Link zu Springers Pfuhl aus hygienischen Gründen zerstückelt. Thema damit bitte durch sein lassen.

  53. An unserer Haustür hängt...
    An unserer Haustür hängt seit vielen Jahren ein Schild „Werbeprospekte, Wochenblatt: bitte nur 3 Stück!“ (Das Wochenblatt ist eine kostenlose Zeitung, natürlich auch mit viel Werbung.) Die meisten Austräger halten sich daran! – wenigstens ungefähr. Das Haus hat 8 Wohnungen, aber bisher hat sich noch niemand über eine zu geringe Zahl an Edeka-, MediaMarkt etc. -Postillen beklagt. – Ich nehme mit, was mich interessiert, und lege es meist nach der Durchsicht wieder auf die untersten Treppenstufen.
    Was die Mülltonnen angeht: Zahlen müssen wir hier (Ludwigshafen) nur für die grauen „Restmüll“-Tonnen. Altpapier- und Biotonnen sowie „gelbe Säcke“ gibt’s nach Bedarf gratis dazu.

  54. <p>Du bist wirklich kindisch,...
    Du bist wirklich kindisch, Don. Es ist doch nun wirklich egal, woher jemand kommt, wenn er etwas Kluges sagt! (siehe auch noch zweiten Link) Oder ob eine Zeitung jemandem gehört, und sich trotzdem Gedanken macht. Europa verändert sich gerade massiv, Menschen sterben und Du willst ernsthaft über überquellende Mülltonnen reden? Gehörst Du auch zu den Leuten, denen man erst die Freundschaft kündigen muss, bevor sie einen ernst nehmen?

  55. Spagat
    vor Jahren habe ich...

    Spagat
    vor Jahren habe ich einen Aufkleber an den Briefkasten gemacht : Bitte keine unadressierte Werbung einwerfen! Das Fernsehdings hat vor 10 Jahren die Caritas bekommen und damit lebte es sich gut. Doch nun kommen die Einschläge immer näher:
    Meine Tochter ist zu Besuch und am frühen Morgen nehme ich ihren Laptop zum surfen (durfte ich) und seit langem sehe ich mal wieder den ganzen Werbemüll beim ehemaligen Nachrichtenmagazin. Nun, flugs war der ADbloc installiert und dann weiter gelesen. Nach dem Früstück : Oh Papa ! wo ist denn meine Werbung abgeblieben? Ich muss die haben, ich lebe davon. hgrrrrr!
    Dann Telefonat mit dem Junior: was , du hast ein neues Handy? Wer hat dir das geschenkt? Wie selbst bezahlt? äh mit Zeitung austragen.
    Na das kann ja was werden….

  56. <p>Link gelöscht. Kein...
    Link gelöscht. Kein Springer. Schon gar nicht bei dieser Abweichung, die nur sehr begrenzt wünschenswert ist – es gibt genug Beiträge, bei denen man das bereden kann, aber hier finde ich das etwas pietätlos. Und wenn ich hier immer gleich sagen würde, was ich von dem ein oder anderen Off-Topic-Thema halte, wäre ich nicht ganz so höflich, Das würde ich aber gerne bleiben.

  57. Du weißt ja, dass ich ein...
    Du weißt ja, dass ich ein guter Analytiker bin, Don! Und Du hast Dich mächtig verändert seit dem Motor-Verlust Deiner Barchetta. Sollen wir ein paypal-Konto einrichten und gemeinsam auf einen neuen Motor sparen…. :-)

  58. Ärgerlich, wirklich...
    Ärgerlich, wirklich ärgerlich bin ich nur, wenn ich mir Gemälde nicht leisten kann. Das war aber schon immer so und wird auch immer so bleiben. Der Motor war kein Problem.

  59. Du brauchst keine Gemälde,...
    Du brauchst keine Gemälde, Don! Und das weißt Du auch! Wenn Du Dir ein Bild von der Welt machen willst, kauf Dir gefälligst eine Staffelei, Pinsel und Farben und male selbst! Könnte mir gut das Thema von Edvard Munchs „Der Schrei“ vorstellen: Don Alphonso neben einer defekten Barchetta und ohne Handy… :-) +++ (Das würde zumindestens Deinen gegenwärtigen Zustand gut beschreiben.)

  60. y2k, das mit dem Konto ist...
    y2k, das mit dem Konto ist schon richtig, nur der Zweck ist verfehlt: Wir müssen einen Kunstmaler suchen, der unseren Don in Überlebensgröße portraitiert. Aber nicht mit Schirm, Charme und Melone, sondern in Nerz mit Krone, Apfel und Zepter.

  61. In meinem bayerischen...
    In meinem bayerischen Landkreis gibt es keine gelben Säcke.
    Die Papiertonnen kosten naturgemäß gar nichts; ja anfangs traten private Aufstellwer sogar in Konkurrenz zur kommunalen Entsorgung.
    .
    Der Werbeflut kann man mit einem einfachen Aufkleber am Briefkasten entgegentreten. Wenn der nicht beachtet wird, hilft eine strafbewehrte Unterlassungsaufforderung Wunder.
    .
    @DA. Wie sieht es mit Hundeexkrementen aus? Ich finde, da merkt man intensiv die sozialen Unterschiede der Wohnviertel.

  62. Vermutlich werden kommende...
    Vermutlich werden kommende Ereignisse in Europa und weltweit das Totenglöckchen
    auch für dies Blog läuten. Kaum hörbare Töne klingen bereits an mein Ohr.
    Eigentlich schade, aber, alles hat seine Zeit.

  63. @Don:" ich habe ja eher nicht...
    @Don:“ ich habe ja eher nicht den Eindruck, dass einen Latein zum besseren Menschen macht; ganz im Gegenteil“
    Daß die Beschäftigung mit alten Sprachen allein keinen guten Menschen macht, ist doch eh klar. Aber wenn die ganze globalisierte Welt nur noch Gewinnmaximierung bis in das Extreme zelebriert, dann ist doch ein Apollo-Tempel-Spruch „Nichts allzu sehr“ aus einer anderen Zeit Anlaß, unserer heutiges Denken zu reflektieren; diesen Spruch könne ich mir am Eingang einer dieser größeren Beratungsfirmen jedenfalls nicht vorstellen, und jetzt kann das Nachdenken losgehen, warum nicht und welcher Spruch heute aktuell wäre und so weiter.
    *
    Natürlich lassen sich aus der Antike für jedes gewünschte Argument entsprechende Sinnsprüche finden. Man muß die Antike auch nicht schön finden oder verherrlichen. Latein und Griechisch sind aber geeignete Sparring-Partner, um das gegenwärteige Tun und Lassen besser einschätzen zu können und sei es auch nur mit dem Ergebnis, daß diese jetzige Welt die bestmögliche ist.
    *
    Schauen Sie, der diesjährige Bayerisches Landeswettbewerb „Alte Sprachen“ hat unter anderem das Aufsatzthema: „Nietzsche und die Sophisten“. Gerade Nietzsche mit seiner Genealogie der Moral und den entsprechenden Vorläufern in der Antike, das ist Sprengstoff pur zu unserem schönen offiziellen und geliebten Europabild mit seinen „jüdisch-christlichen Wurzeln“, gerade in Zeiten der Islamdebatte. Welches andere Schulfach bietet denn hier ähnliche Möglichkeiten, sich mit solchenoder ähnlichen zentralen Fragen unseres Daseins auseinanderzusetzten?
    *
    Wenn der Unterricht nur Konjugieren und Deklinieren bedeutet, ja dann ist eine Chance natürlich vertan, das gilt aber auch für ein Essay über immer größer werdende Konsumunterschiede, die sich in unterschiedlichen Druckerzeugnissen festmachen lassen, und dies dann im Wesentlichen nur in eine Diskussion über Müllgebühren für die Entsorgung der Papiermülls endet.

  64. Es gibt durchaus einfache...
    Es gibt durchaus einfache Lösungen für dieses Problem, allerdings hat man dann natürlich ein Thema wenig, worüber man sich aufregen oder einen FAZ-Artikel fabrizieren kann.
    Also ich würde es jedenfalls mal mit einem Aufkleber etwa in der Art versuchen:
    ‚Bitte keine Werbung und kostenlose Zeitungen‘.
    Das hilft!
    Diese Art Werbemüll ist, seit wir hier diese Aufkleber auf Briefkästen und Haustüren angebracht haben, praktisch auf Null gesunken.

  65. Nicht überall in Bayern...
    Nicht überall in Bayern Kosten Papiertonnen Geld – aber fast überall. München ist eine Ausnahme, aber hier gibt es auch die hässlichen gelben Säcke für den grünen Punkt nicht. Man muss ja nicht jeden Wahnsinn mitmachen …
    Apropos Wahnsinn – wie kann man einen Fiat (offen) mit eine Opel (Caravan) vergleichen !?

  66. @colorcraze:
    Robinsonliste:...

    @colorcraze:
    Robinsonliste: ich dachte, die dürfte allgemein bekannt sein; da bin ich seit Jahrzehnten eingetragen. Auch das half natürlich. Ich hab‘ zwar nie im Callcenter gearbeitet, aber zehn Jahre bei der Post und deshalb mein Tipp mit dem ordentlichen Zurücksenden des Mülls aus dem (immerhin: Brief(!)kasten) als „Antwort“).

  67. "Werbung ist unten" hieß es...
    „Werbung ist unten“ hieß es hier einmal.
    Und bei diesem herrlichen Aprilwetter sehe ich schon die sonntäglichen regionalen Hauswurf-Gazetten, gefüllt mit zahllosen Nimm 3 Zahl 2-Einlagen, durch die Lande wehen wie die obligatorischen Grasbüschel in den Westernstreifen von 19haumichblau. Und morgen schon ruft die Tageszeitung zur Aktion Saubere Stadt auf. Freiwillige gesucht!

  68. Was ich hasse ist Open-Plan,...
    Was ich hasse ist Open-Plan, Küche/Wohnzimmer zusammengelegt – keine Trennwand und folglich (leider öfters) ein übel reichendes Wohnzimmer.
    Also, lieber Küche – Esszimmer (dining room) – Wohnzimmer (sitting room).

  69. @DA:“ Google+, wo mir sehr...
    @DA:“ Google+, wo mir sehr viele Leute folgen wollen, von denen ich nicht will, dass sie das tun“ d.h., die Gesichtsbuch-Variante mit der Gegenseitigkeit fänden Sie doch besser… hm, ich finde, es müßte beides geben: einen Modus „Leute, mit/zu denen man spricht“ (der nochmal divers unterteilt), und einen Modus „was jeder sehen darf“. Das wäre ähnlicher der Handhabung im RL, wo man ja auch auf der Straße von den gerade Anwesenden gesehen wird, aber nur ein paar von ihnen grüßt und mit noch weniger ein Schwätzchen hält.
    „Keine Sternstunde der Medien und der Terrorexperten.“ – man darf von Medien auch nicht zu viel erwarten. Bis eine neue Nachricht begriffen wurde, dauert es ein paar Tage.
    @Hartmut: das war jetzt die kürzeste und treffendste Krisenbeschreibung überhaupt. Wir Alten reden noch viel zu oft von Wahlmöglichkeiten, die die Jungen gar nicht haben.

  70. Bitte Rechtschreibung prüfen,...
    Bitte Rechtschreibung prüfen, z. B. Maßnahmen, größer werden mit ? geschrieben und nicht mit ss.

  71. Hallo Don,

    Ich lese oftmals...
    Hallo Don,
    Ich lese oftmals mit Vergnügen Ihre Texte.
    Anbei ein Link, der thematisch irgendwie zum Blog passt,
    und den Sie als Medienaktiver wahrscheinlich sowiso schon kennen.
    http://www.blablameter.de/index.php

  72. Ich erfreue mich seit langem ...
    Ich erfreue mich seit langem eines werbungsfreien Briefkastens – der allerdings dauerhaft gepflegt werden muss.
    Der Weg dorthin:
    Als erstes der obligate Aufkleber.
    Dieser wurde natürlich missachtet.
    Als ich den Gründen durch Kontaktaufnahme mit Absendern, Austrägern und Briefzustellern nachging,
    lernte ich:
    – Werbebotschaften von Banken, Parteien, Versorgungsbetrieben, Veranstaltern etc. sind gar keine Werbung, sondern INFORMATIONEN und fallen daher nicht unter mein Werbeverbot!
    Als vor einer Stadtverordnetenwahl sich ein Parteiblatt in meinem Briefkasten wölbte, eilte ich dem Austräger hinterher und stellte ihn zur Rede. Er teilte mir mit, der Ortsvorsteher (und Vorsitzende der beworbenenPartei) habe ihn ausdrücklich aufgefordert, das Blatt auch in mit Werbeverbot gekennzeichnete Briefkästen einzuwerfen. Er habe sich beim Rechtsamt der Stadt juristisch beraten lassen; es handle sich nicht um Werbung, sondern um Informationen!
    – Weist man Versorgungsbetriebe oder Banken diskret auf die Möglichkeit eines Anbieterwechsels hin, falls man zusätzlich zu den finanziellen Leistungen auch noch die Entsorgung ihres Werbeaufkommens schultern müsse, erhält man die gequälte Antwort: „Das geht nicht! Das System lässt das nicht zu. – Irgendwann hat das System es dann aber doch zugelassen…
    – Oft handelt es sich gar nicht um Werbung, sondern, sofern sie in Form von Gutscheinen daherkommt, um GESCHENKE!
    – Austräger können mein Werbeverbot nicht beachten, denn sie können nicht lesen! – „Wir holen die Jugend von der Straße!“
    Ich habe mich überall, selbst bei grummelnden Pizzabäckern und Brötchenbringdiensten , letztendlich durchgesetzt, indem ich, vorwiegend per E-Mail, in Großbuchstaben angekündigt habe
    JURISTISCH ABZUMAHNEN.
    Inzwischen war mein Feldzug „Mein Briefkasten gehört mir“ fast zu einer soziologischen Recherche gediehen:
    Der verzweifelte Marktleiter: „Sonst beschweren sich Kunden nur, wenn sie keine Werbung erhalten!“
    Der Partyveranstalter, der mir zur Entschädigung anbot, an meinem Geburtstag meinen Garten kostenlos zu illuminieren
    Der Vorsitzende des Handballvereins, der mich beschwor, durch meine Verweigerung nicht die Jugendarbeit zu gefährden – die Sponsoren zahlen nur, wenn das Handballblättchen mit seiner prallen Werbung an alle Haushalte gelangt.
    Wohlwollendes Verständnis fand ich nur bei Briefzustellern, deren mit Werbung immer voller bepackten Arme bei zunehmend verdichteten Arbeitszeiten chronische Leiden entwickeln.
    Ja, so schnell wird man zur – geduldeten – Minderheit!

  73. @Don: Ein generalüberholter...
    @Don: Ein generalüberholter Barchetta-Motor dürfte für 3 Teur samt Einbau zu haben sein. Die Barchetta wurde ja lang produziert, entsprechend dürfte die Ersatzteillage gut sein.
    .
    Eine gebrauchte Barchetta ist somit wohl eine der günstigsten offen fahrbaren Spassmobile und man fragt sich, warum so viele hässliche Cabrios die Strassen verunzieren.
    .
    Sehen Sie das -nach ihrer Werkstatterfahrung- auch so?

  74. Ingeborg, Sie halten sich...
    Ingeborg, Sie halten sich vielleicht für geistreich, aber nach meinem Geschmack woird es langweilig.
    .
    Köstlich, ich denke auch, dass sich die Kosten im Rahmen halten; bei einem SLK geht vielleicht weniger kaputt, aber das kostet mehr, ein Alfa hat die gleichen Probleme in teurer, und der Audi TT hat einen höheren Anschaffungspreis. Und der Z3 ist lahm und obendrein ein BMW.

  75. ghostwriter, das ist fein, Bei...
    ghostwriter, das ist fein, Bei Kabel Deutschland und ihrer Drückerkolonne musste ich auch harte Mittel anwenden, aber das hat funktioniert. Discounter würde ich gern boykottieren, aber da kaufe ich eh nicht ein.
    .
    Opelfahrer, es wundert mich gar nicht, dass Sie so etwas kennen.

  76. <p>colorcraze, ich bin dort...
    colorcraze, ich bin dort ohnehin nicht dauerhaft, ich kann mit sozialen Netzwerken nichts anfangen. Generell ist mir ein Blog immer eine gute Lösung gewesen, und die Nutzererfahrung ist wohl auch nicht ganz schlecht. Aber natürlich kann man sich die Leute nicht heraussuchen.
    .
    fionn, Trennmauern von 1720 schützen vor jeder Art von Offenheit, und die Räume sich auch noch recht klein, wenngleich auch umgewidmet: Dienstbotenzimmer -> Abstellraum, Speisekammer -> Küche, Küche-> Bibliothek.
    .

  77. @fionn (Küche mit...
    @fionn (Küche mit Eßzimmer/Wohnzimmer): aha, mein jederzeitiges Ideal. Denn solche Einteilung – Küche mit Alltagseßtisch, im Wohnzimmer eher Zusammensitzen mit Getränken – ist mir altbekannt, und Eßgeruch während Gesprächen oder beim Schreiben hat mich seit jeher gestört.
    @nico: aufklauben und in die nächste Tonne damit! Ist mir zwar auch lästig, aber ich machs. Weil mir sonst die Zeit des Herumliegens dieses Krams einfach zu lang ist.
    @DA: jaja, Sie sind ein Prototyp von Blogger, das merken wir ja *gg*

  78. Geschmack oder Gschmäckle,...
    Geschmack oder Gschmäckle, das ist hier die Frage.

  79. Sonar: "Vermutlich werden...
    Sonar: „Vermutlich werden kommende Ereignisse in Europa und weltweit das Totenglöckchen auch für dies Blog läuten. …“
    *
    Wie sagte Filou neulich so schön zum Zahnriemen? Der raunende Kiffer vom Gästeklo?

  80. Ich versuche es noch einmal...
    Ich versuche es noch einmal freuindlich: Bitte.

  81. "Discounter würde ich gern...
    „Discounter würde ich gern boykottieren, aber da kaufe ich eh nicht ein.“
    Ha, ha – wirklich lustig, mein lieber Don, Sie sind eine immerwährende Quelle der Erheiterung, darum lese ich Ihre Texte so gern.
    Angeblich hat man Sie kürzlich bei Edeka gesehen, aber gut, die zählen ja auch eigentlich nicht zu den Hard-Core-Discountern.
    Nein, aber es ist doch ganz lehreich mal zu schauen, wer sich so alles in der Früh z.B. bei Metro oder Selgros z.B. zum Gemüsegroßeinkauf trifft.
    Da weiß man dann endlich, bei welchen netten kleinen Händlern man welchen Preis für das gleiche Zeug bezahlt hat!
    Gerade bei Obst und Gemüse hat man oft gar keine Chance mehr, unabhängig einzukaufen, traurig aber wahr.

  82. @colorcraze, fionn, beim Umbau...
    @colorcraze, fionn, beim Umbau unseres Hauses rissen wir ein paar Mauern weg. Ich brauche weite, offene Raeume, offene Fenster, offene Terassentueren-kurz: die Kueche befindet sich in einem Teil des Wohnraumes, geschickt vom Architekten hineinkonstruiert (keine Fabrikware). Das haben wir bis jetzt niemals bedauert. Allein der positive kommunikative Aspekt macht die kurzfristige, eventuelle Geruchsbelaestigung vergessen. Bei gutem Wetter spielt sie ueberhaupt keine Rolle, denn dann ist zum Dachgarten hin fast alles barrierefrei. Allerdings wird bei uns wenig gebraten und die Tischkultur ist – aehem- auch mehr rustikal…
    …das Eine bedingt das Andere.

  83. Wenn ich richtig informikert...
    Wenn ich richtig informikert bin, ist „Discounter“ etwas anderes als „Supermarkt“. Discounter als Name vermittelt, dass dort vor allem mit Nachlässen operiert wird, ein Supermarkt dagegen ist „Über dem Markt“. Sicher, ich kaufe Schmand im Edeka, weil es ihn auf dem Wochenmarkt nicht gibt. Ansonsten kann ich nur mal raten, sich mit dem Angebot des Wochenmarktes auseinanderzusetzen, namentlich mit den Zertifizierungen, die wir hier in Deutschland haben. Ich kaufe, soweit es eben geht, das, was die Saison hergibt. Da kommt man dann schon recht gut über die Runden. Auch und besonders bei Gemüse.

  84. Hm, Detlev von...
    Hm, Detlev von Westhofen-Runkel, dank für Ihren Hinweis. Nein, es ist keine gute Zeit, auch nicht für schäbige Schadenfreude. Wer angesichts von > 90 Toten soetwas selbstgerecht-dummes schreibt, hat selbst den Totalschaden, den er anderen vorwirft.
    .
    Lieber Don, bitte, können Sie meine Kommentare aus Ihrem Blog löschen? Alle? Ich schäme mich so, hier gewesen zusein. Sicher erfüllen Sie meine Bitte sofort, denn es ist ja auch Ihr Wunsch: „Da müsste einfach so ein Knopf sein. Drücken und Vergessen.“ Gott wie peinlich.

  85. @Sonar – ‘Vermutlich...
    @Sonar – ‘Vermutlich werden kommende Ereignisse in Europa und weltweit das Totenglöckchen auch für dies Blog läuten. Kaum hörbare Töne klingen bereits an mein Ohr.’
    Sie haben offenbar erheblich bessere Ohren als ich. Ich vernehme kein Töne und sehe auch keinen Grund, diesen Blog abzuschaffen – es sei denn, der werte Gastgeber bekommt Lust auf echte Ferien, was man ihm natürlich nicht verdenken sollte.

  86. nico, es gibt natürlich auch...
    nico, es gibt natürlich auch welche, die dergleichen direkt vor der Tür ablegen, und wenn es dann regnet… weniger schön. Es ist schon eine Belastung, man würde ich fast wünschen, es wäre irgendwo verlustfrei, wie im Internet, wo man es gut ignoriieren kann. Ich sehe hier Werbung gar nicht mehr und wenn ich sie sehe und mir merke – kaufe ich woanders.
    .
    Twice a day, naja, was den guten, alten Nietsche angeht – eine lustige Geschicnhte ist beispielsweise die Halacha und ihre Entstehung im Kontext der kynischen Philosophie. Da kommt dann ein sehr eigenartiger, aber auch sehr amüsanter Zug des Querdenkens in ein Europa, das zu der Zeit vor allem bezahlte und verliehene Rechte kennt, und wiederum in der Neuzeit sehr modern anmutet, man nehme etwa Spinoza oder die Haskala. Aber muss man dazu Hebräisch, Aramäisch und Griechisch können? Ich frage mich das, weil ich auch komplexere Fragestellungen der Patristik bearbeitet habe, namentlich die Konstantinsvita, wo es bei der Forschung schon bei simplen Begriffen wie „Dies Soli“ massiv aussetzt, wenn dort Theologen versuchen, mit dessen Einführung einen wöchtentlichen Sonntag zu erfinden – dass es sich aber nicht um einen christlichen Wochentag, sondern um ein Fest im Rahmen des neuplatonisch angehauchten Sonnenkultues handelt, wird einfach mal ausgerechnet von jenen übersehen, die Latein ins Zentrum ihrer Arbeit stellen. Insofern würde ich andere Dinge als sehr viel wichtiger erachten, als Latein (zumal: Gibt man dem Altphilologen den kleinlateinischen Finger, will er immer auch gleich die grischische Hand).

  87. Don, ich mache das genau so...
    Don, ich mache das genau so wie Sie.
    Aber ich wollte nur etwas überspitzt (dafür müßten Sie nun wirklich Verständnis haben!) darauf hinweisen, daß der Spielraum oft kleiner ist als angenommen, zumal man einen bayrischen Wochenmarkt nicht gerade als Regelfall ansehen kann, auch und besonders bei Gemüse.
    Zertifizierungen sind ein eigenes Thema, generell sind die mit Vorsicht betrachten, nur ein Bruchteil davon hält was sie versprechen, der große Rest ist reines Marketing!
    An manchen Orten gibt es noch genügend Spezialitätenhändler, z.B. wie den, bei dem ich Oliven u.s.w. kaufe – absolute Spitze.
    Anderswo hingegen ist Edeka schon das höchste der Gefühle.
    Es ist leicht sich aufs hohe Roß zu setzen, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

  88. <p>Arabella, pardon, aber Sie...
    Arabella, pardon, aber Sie erwarten, ich wüde 55000 Kommentare nach den Ihrigen durchsuchen und dann alles brav löschen und alle Threads mit Antworten dann ins Leere laufen lassen? Wirklich? Und wie soll das gehen? Woher weiss ich denn, dass unter Arabella immer die gleiche Person geschrieben hat? Bedaure, aber Sie müssen sich dann halt mitsamt gewisser anderer Aliasse damit abfinden, dass ich, wie es Ihr Wunsch sein dürfte, eben ab sofort nichts mehr freischalte. Aber dennoch: Dankr für den Hinweis, die erwähnte Trollerei habe ich glatt übersehen.
    .
    Ansonsten: Mir geht’s prima, es ist alles hier wie gehabt, danke für die Sorgen, aber sie sind unbegründet.

  89. @Der Tiger, 16:15 Uhr.
    Schön,...

    @Der Tiger, 16:15 Uhr.
    Schön, dass Sie für möglich halten, jemand könnte über feinere Sinne verfügen als Sie.
    „diesen Blog abschaffen,……… nicht so grob, „abschaffen“, tss.

  90. kryptart, ich persönlich bin...
    kryptart, ich persönlich bin durchaus der Auffassung, dass man sich zumindest bewusst machen sollte, was man da kauft, und wie es zustande kommt. Sicher, die Zertifizierungen sind problematisch, man mussauch da nachdenken, was man tut. Für mich ist es halt die Lösung, dass ich dort kaufe, wo ich aus eigener Ansicht weiss, dass es ok ist, aber das ist sicher eine Marotte und ein Hobby und keine Weltanschauung, Wäre die Welt besser, wenn ich statt dessen jeden Tag ein Käfighuhn verspeisen würde?

  91. Es wäre sehr freundlich, wenn...
    Es wäre sehr freundlich, wenn man die Entscheidung über dieses Blog jenen überliesse, denen sie zusteht. Hier können genau zwei Personen den Stecker ziehen, der zuständige Herausgeber, der den Auftrag dazu gab, und ich, der ich es fülle. Ich habe das nicht vor, etwas Gegenteiliges habe ich letzte Woche in Frankfurt nicht gehört – also, bittschön, zurück zum Thema, geunkt und geschuhut kann gern woanders werden.

  92. Don Ferrando, Entsorgung ist...
    Don Ferrando, Entsorgung ist eine Sache für sich: In München Maxvorstadt gibt es im Haus einen Müllschluck, Klappe auf, alles rein, Klappe zu, es fällt hinunter. Natürlich steht drauf, was nicht hinein darf. Ob das so ist – wer weiss. Vermutlich nicht. Merkt ja keiner, auch nicht in dieser Lage.
    .
    muclomo, ich würda das auch nicht vergleichen. Das eine ist ein Auto, das andere eine Barrikade, aber beide sind sie leider im gleichen Lebensraum zu finden.

  93. Re Trennmauern. The best is...
    Re Trennmauern. The best is to have sliding doors (or make a double door in the wall) separating the dining room from the sitting room. When the doors are opened, you have a very large area for a big party! Also, have parquet floors (for disco-dancing). This provides space for parties for all age groups – kids, teenies and upwards.
    My own dining table was specially made (modern style in mahogany, with metal legs). It is in 3 sections, each is 82x82cm, so I have 3 separate tables for bridge parties. And the three tables placed together make a dining table long enough for 8 people. Multi-functional.

  94. Liebe...
    Liebe colorcraze,
    „Ansonsten, „Doppelmoral“: ich glaub, das ist eher Begriffsstutzigkeit. (19:22)“
    *
    Das ist eine sehr freundliche, milde Interpretation. Es zeigt eine sympathsiche, menschenfreundliche Grundhaltung.
    Das Nichterkennen von Zusammenhängen hat in der Tat viele Ursachen. Für mich alten Misanthropen läuft es halt oft auf zwei Grundfragen hinaus „Wollensie nicht?“ oder „Könnensie nicht?“. Ab da verzweigt es sich und dann wird’s interessant.
    *
    „Doch, natürlich verschwindet der Billigwahn, wenn die Leute nicht mehr Verelendung als Aussicht haben, sondern ein gleichmäßiges Leben, bei dem sie wissen, was sie sich leisten können und was nicht. Es gab ihn ja zwischen ca. 1960 und 1990 nicht.“
    *
    Diesen Idealismus hätte ich gerne. Da ist jedoch zusätzlich zum „Verelendeten“, den es leider in gewissen schwankenden, oft steigenden Prozentsätzen schon immer gab, etwas seit „Geiz ist geil“ aus dem Boden gekrochen, was sich nicht mehr so einfach zurückstopfen lässt: der gutaufgestellte Schnäppchenjäger, dem es an kaum etwas mangelt.
    *
    Es müssen entweder die Endorphine sein, die so etwas freisetzt oder ein unausgefülltes Leben, eine andere Erklärung habe ich derzeit nicht dafür, warum man sich für Billigkoteletts, für Billigküchen oder den x-ten Billigschuh (Ballerinas für 19,95) dermaßen interessieren sollte. Aber ich bin ja auch ein alter Agnostiker, der mit zunehmenden Jahren immer sarkastischer wird ob der vielen irrationalen Dinge um einen herum. Ich muss nicht mehr alles verstehen. Ich darf jetzt tatterig und „weise“ werden.
    *
    Nur eines weiß ich, nicht erst seit Oslo: „Religionen“, „Politik“ und Leuten mit „starken Werten“ stehe ich immer misstrauischer gegenüber. Überlege grade earnest (im Sinne von ernsthaft, aufrichtig), ob ich nicht besser meine Website- und Blogtexte nicht noch einmal durchchecken sollte und alles, was nur ansatzweise implizit nach „Werten“ riecht, rausschmeißen. Zieht im Geschäftsleben eh nur falsche, sprich merkwürdige Klientel an (am schlimmsten: Coacher, Trainer und Berater – und ganz schlimm: solche ohne Businessplan. Da werd ich ganz nervös) und dann hab ich meinen Käs. Auf Deutsch: a Gfrett mit denen. ;-)
    *
    Mit agnostischen und wertkritischen Grüßen
    (Der Wissenschaft gegenüber sollte ich auch allmählich meine Zuneigung ablegen, die ist ja oft auch durchsiebt von falschen Grundannahmen und Eitelkeiten.)

  95. Eine merkwürdige Replik.
    Ich...

    Eine merkwürdige Replik.
    Ich sagte ja bereits, daß ich es beim Einkauf genau so halte wie Sie, das tut im übrigen ja wohl jeder, der Wert auf das legt, was er ißt und trinkt.
    Wie Sie auf die Idee kommen, ich habe Ihnen Käfighuhn oder ähnliches empfohlen, ist mir absolut schleierhaft!

  96. DA 16.08h Keine Frage. You...
    DA 16.08h Keine Frage. You are the Boss. You control the Off-On switch.

  97. Re DA @ 16.08h

    Be tough...
    Re DA @ 16.08h
    Be tough and be strong
    Or be weak and be gone.
    (USA – Sprichwörter)

  98. @fionn, my TAILOR is RICH!...
    @fionn, my TAILOR is RICH!

  99. @Vroni, meine Katze moechte...
    @Vroni, meine Katze moechte Follower Ihres Katers werden.

  100. Entschuldigung, falls es etwas...
    Entschuldigung, falls es etwas wirr war, irgendwie habe ich schlecht geschlafen und heute Migräne.

  101. Lieber Filou, mein Kater ist...
    Lieber Filou, mein Kater ist doch gar nicht in Google +. Man kann ihm nicht followen.
    (Google hat ihn gesperrt, weil er angeblich keinen Klarnamen angegeben hatte. Dabei heißt er wirklich so. Jetzt hockt er da und plärrt.)

  102. Ich nehme in solchen Fällen...
    Ich nehme in solchen Fällen immer einen sehr trockenen Martini.
    Bunuel war sogar der Meinung, es reiche durchaus, was den Noilly Prat angeht, sich Richtung Frankreich zu verbeugen – trockner gehts nicht mehr.

  103. Selbst auf die Möglichkeit...
    Selbst auf die Möglichkeit hin, dass Don diesen Kommentar nicht freischaltet, weil er vom Thema abweicht, möchte doch noch etwas feststellen. Ich habe es reichlich satt, dass Leute mich in einer Weise zitieren, die auf das Gegenteil schließen lässt von dem, was ich geschrieben (oder gesagt) habe.

  104. Ich lese meiner Katze (und...
    Ich lese meiner Katze (und nicht nur der) alles, wirklich alles von den Augen ab. Momentan sitzt sie vor dem Futternapf und brennt mir die Frage in den Ruecken: „Gibts auch mal was anderes als whiskas?“
    „REWE Hausmarke?“
    Hmpf.
    „Trockenfutter?“
    Hmpf.
    „Ich hab hier noch BrekkiesExcell!“
    Hmpf.
    „Scher‘ dich ins Bett. IN 5 Stunden komme ich nach.“
    Ok!

  105. @ Don Alfonso: "dass (...)...
    @ Don Alfonso: „dass (…) wird einfach mal ausgerechnet von jenen übersehen, die Latein ins Zentrum ihrer Arbeit stellen“
    Nein, es wird von denen nicht „übersehen“. Und sie stellen auch nicht Latein ins Zentrum ihrer Arbeit. Sie missbrauchen m.E. vielmehr wider besseres Wissen die antiken Texte ganz bewusst zu apologetischen Zwecken. Vergleicht man Einträge zu Themen der frühchristlichen Kirchengeschichte in historischen Lexika mit den entsprechenden Einträgen in theologischen Handbüchern, hat man allzu häufig bei ersteren ein Déjà- Vu- Erlebnis, das fatal an Copy-and-Paste erinnert.
    Das wird sich m.E. auch kaum ändern, solange Theologen in den Berufungskommissionen für die Besetzung von Lehrstühlen der Geschichtswissenschaft sitzen.
    Gerade deshalb: Wer an den Kulturleistungen Europas Freude hat: Ad fontes!
    Im übrigen gibt es für mich kein besseres Mittel gegen Migräne und die zugrunde liegenden Wirrnisse, als die Lektüre eines lateinischen Textes.
    Wie wäre es mit den certa et solida gaudia in Augustinus, De beata vita?
    Allerdings schreibt der Kirchenvater zur Auswahl der Gefährten bei seinen philosophischen Erörterungen ():
    „Auch wollte ich meine Vettern Lartidianus und Rusticus nicht missen, obwohl sie nicht einmal den Grammatikunterricht genossen haben. Gerade ihren gesunden Menschenverstand hielt ich zu der Sache, um die ich mich bemühte, für notwendig.“ (Aurelius Augustinus, De beata vita. Über das Glück, Lateinisch und Deutsch. Übersetzung, Anmerkungen und Nachwort von Ingeborg Schwarz-Kirchbauer und Willi Schwarz, Stuttgart 1997, S.13ff.)
    Also Eins zu null für Sie!

  106. Der Discounter unterscheidet...
    Der Discounter unterscheidet sich zum Supermarkt durch ein begrenztes Sortiment und letzterer Vollsortimenter ist. Man bekommt dort auch Markenware und wenigstens 10000 Artikel. Also auch ein Gummiband und Klebstoff, was auf dem Wochenmarkt zuweilen schwierig zu finden ist.

  107. @ Filou: Zählen denn Katzen...
    @ Filou: Zählen denn Katzen auch den „Stützen der Gesellschaft“? Und wenn ja, in welcher Funktion?

  108. "Im Hof stellte mich die...
    „Im Hof stellte mich die Mieterin vorsichtig zur Rede. Ob es mir denn nicht aufgefallen sei, dass die Papiertonne immer so voll sei. Und ob man nicht ein grösseres Exemplar bestellen könnte.“
    .
    Was noch auffiel: Man könnte im christlich-konservativen und gebildeten Paradigma dazu evtl. auch so sagen: Da ist Jemandem der Jesus begegnet, der (auf Umwegen, wie immer, denn die Umwege sind seine Form der Verstellung, der indirekten Herzensprüfung) um ein Almosen bat. Und wurde vom Pharisäer klar abgewiesen, was sonst. Pharisäer kennen ihre Vorteile.
    .
    Darum auch beten, so meint man gehört und vielleicht auch verstanden zu haben, die Völker in Bayern und anderswo konservativ aber einsichtsvoll, „trotz Papst aber basisdemokratisch womöglich“: „Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, …“ Man kann begreifen, es ist möglich.
    .
    Nur ganz am Rande.

  109. Opelfahrer, danke fürs...
    Opelfahrer, danke fürs Blablameter. Es prüft Texte allerdings nur auf für Werbetexter typische Wortwahl und Satzbaueigenschaften (Nominalstil, Wörte wie „Effizienz“ und „Relvanz“). Über den Inhalt ist keine Aussage möglich. Im Beispiel: ich habe einen Text des Don und einen der Bildzeitung eingegeben. Der Bildzeitungstext hatte marginal weniger „blabla“. Das ist aber kein Wunder, den beide Quellen nutzen einfache Wörter und einfachen Satzbau, sind also beide wenig „gestelzt“. Prüfen, ob der Inhalt etwas taugt, muss man weiterhin selbst. Eine Hilfe ist das Blablameter trotzdem, denn wenn etwas schon gestelzt herkommt, ist Unsinn wahrscheinlich (umgekehrt wird aber kein Schuh draus).

  110. @alle oder wer sich damit...
    @alle oder wer sich damit auskennt: Wieso verschwinden manchmal Kommentare, die bereits veröffentlicht waren, bzw. wieso erscheinen Kommentare/Antworten in der Mitte einer Diskussion erst viel später, als Datum und Uhrzeit besagen?
    Auf diese Weise habe ich nämlich auch eine Don’sche Replik übersehen. Und mir fällt es seitdem immer wieder auf, daß zwischen bereits von mir gelesenen Kommentaren auf einmal etwas Neues steht, wenn ich mal weiter oben einsteige als ich vorher aufgehört habe.
    Hat noch jemand dieses Problem? Oder ist das mein Browser und ich muß mir Sorgen um ein Virus machen?
    @Don Alphonso: Ich habe „trollen“ nachgeschlagen, und wollte mich entschuldigen. Ich glaube, ich habe auch getrollt, aber nicht um das Forum zu sprengen. Dieser Salon ist mir im Gegenteil tatsächlich sehr wichtig. Zur Erklärung: Ich hatte damals instant einen Wutanfall, und werde in Zukunft darauf achten niemals mehr zornig zu posten. Es tut mir wirklich leid.
    @Falkenherz, falls Sie gerade mitlesen: Es tut mir leid, so ausfällig gewesen zu sein. Ich bitte um Entschuldigung. Mich hatte die Wortwahl Ihres Beitrags sehr geärgert, aber das entschuldigt nicht meine eigene Ausdrucksweise.

  111. "Es prüft Texte allerdings...
    „Es prüft Texte allerdings nur auf für Werbetexter typische Wortwahl und Satzbaueigenschaften (Nominalstil, Wörte wie „Effizienz“ und „Relvanz“). “
    .
    Sorry, Sie haben von nichts eine Ahnung, aber das gewaltig. So schwätzen nicht Copywriter/Werbetexter. So übel schwätzen BWLer.
    .
    Über professionelle Werbetexter kann man allerhand Schlimmes sagen. Zum Beispiel, dass sie Huren sind. Das stimmt sogar. Aber nicht, dass sie verquast schreiben. Sie pflegen zumindest sprachlich/formal ein gewisses Ethos. Wo immer man Bullshit-Nominalmist liest, kann man seinen durchgesessenen Hintern darauf verwetten, dass dies der werbetreibende Kunde, BWLer, ein verhinderter Journalist oder Cheffe selbst war.
    Geheimtipp. Man gewinnt diese Wetten immer.

  112. Bei uns wandert...
    Bei uns wandert Prospektmaterial ungelesen in die Papiertonne. Allerdings stört mich daran, dass irgendwann einmal ein nicht unwichtiger Brief zwischen die bunten Blätter rutschen und mit diesen entsorgt werden könnte. Außerdem frage ich mich, warum man mir ständig Vorschriften zu meiner Lebensführung (Co2-Spuren … sie wissen schon) machen will und die Umweltsünde Prospektwerbung wird einfach so toleriert und am Ende noch staatlich subventioniert.

  113. Schreckenberg nochmal,
    die...

    Schreckenberg nochmal,
    die BLÖD ist zwar ein schlimmes Lügenblatt, pflegt jedoch, wie Sie richtig erkannt haben, ein gewisses plain German. Was generell gesehen nicht ganz so falsch ist. Textern großer Agenturen ist die BLÖD ein Pflichtblatt. So dummdreist diese Zeitung ist: Sie bringt in reißerischen Headlines Dinge unglaublich rasch auf den Punkt. Wo andere noch dezent rumfaseln. Zumindest aus Sicht der anvisierten sensationsgeilen „Zielgruppe“. Und reizt, auch wenn man es nicht will, den restlichen Text zu lesen, ob er nun informativ ist oder nicht. Meist ist er letzteres.

  114. @ Filou

    Probieren Sie es...
    @ Filou
    Probieren Sie es einmal mit Gourmet-Perle (REWE). Es gibt drei Geschmacksrichtungen Hühnchen, Lachs und Kaninchen, mein Kater liebt es.
    VG PadE

  115. Elsa, das liegt an der...
    Elsa, das liegt an der Software bzw. der Freischalteinrichtung, bei der es manchmal hakt: Man drückt auf OK, aber das reicht mitunter nicht aus, wenn das Programm noch mit der Datenbank beschäftigt ist. Hin und wieder muss man dann in die nicht veröffentlichten Kommentare reinschauen. dazu kommt, dass meine eigenenKommentare sofort angezeigt werden – sollte während des Schreibens ein anderer einen Kommentar verfassen, wird der erst danach freigeschaltet, obwohl er vor meinem Kommentar einsortiert wird. Das liegt halt daran, dass das System auf ein richtiges Blog mit richtigen Threads nicht ausgelegt wurde. Seit zweieinhalb Jahren möchte ich hier WordPress haben, aber es geht nichts voran, und nein, mir gefällt das auch nicht.

  116. WordPress läuft nicht auf...
    WordPress läuft nicht auf jedem Server und auf jeder IT-Umgebung gleich gut.
    So praktisch das Frontend ist, es hat seine Probleme.

  117. @DA: Danke für die...
    @DA: Danke für die Erklärung. Wenn Sie mit WordPress mehr Echtzeit herstellen können, dann würde das sicher nicht nur ich befürworten.

  118. et.al: sind alle ...
    et.al: sind alle bescheuert oder ich bin nur ein ldiot. mfG.T.

  119. @Vroni 21:38
    ...
    Manchmal...

    @Vroni 21:38

    Manchmal steht „Herumfaseln“ allerdings auch für „komplexe Zusammenhänge in einer angemessenen Sprache darstellen“ (manchmal auch analysieren, aber das spielt bei dem BILD-Bezug ohnehin keine Rolle“. Natürlich wird viel zu oft gefaselt, aber noch viel öfter wird die Kritik am Faseln als Argument gegen jede Form der Nachdenklichkeit eingesetzt. Wenn Jacob Burckhardt die terribles simplificateurs verachtete und vor ihnen warnte, dann waren avant la lettre ganz bestimmt auch die „Texter großer Agenturen“ darunter, die vor dem großen Weltgericht, sofern sie es nicht selber bestücken dürfen, nicht bestehen werden und dann wieder ganz klein sein werden.

    Der Hausherr faselt hin und wieder auch gerne. Und deshalb lese ich seine Texte.

    Papiermüll (sofern nicht mit irgendwelchen Schweinereien beschichtet) eignet sich zum Anfachen des Kaminfeuers. Bemerkt habe ich, daß Werbesendungen mittlerweile als Bündel in Folie eingeschweißt geliefert werden. Da hat man dann doch alle Verdächtigen beisammen! Werde einmal jeeves‘ Guerillataktik dagegen anwenden.

  120. @Vroni: soso, das Erwähnen...
    @Vroni: soso, das Erwähnen von „Werten“ zieht seltsame planlose Gestalten an. Ja, kann ich mir vorstellen. Sobald was Normatives erwähnt und nicht einfach en passant gelebt wird, setzt die Babbelei ein.

  121. @Bettelbaron: aaarrrggh, diese...
    @Bettelbaron: aaarrrggh, diese Sch…folie, wie ich sie hasse, jedesmal ziehe ich sie extra am Mülleimer ab, Papier in die eine Tonne, Folie in die andere…

  122. Kleiner Versuch zum Thema...
    Kleiner Versuch zum Thema „Werbe-induzierter, kreditfinanzierter Konsum von Nicht-Westviertlern“:
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    (1) Konsum auf Kredit – das ist doch Selbst-Betrug – mit Anlauf! Mehr ausgeben, als man sich leisten kann – ist das nicht ein kindliches „haben-wollen“? Kindhaft, unmündig deshalb, weil ein solches Verhalten die Konsequenz zukünftigen Konsumverzichtes aufgrund Tilgungsdiensten – und zwar noch unter das aktuelle Einkommensniveau – ausblendet.
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    (2) Konsumieren ist die einfachste Möglichkeit sozialer Teilhabe. Per Konsumenten-Kredit können sich „Konsum“ auch diejenigen scheinbar leisten, die ansonsten mangels Job aus der Arbeitswelt und mangels Einkommen aus den meisten sonstigen sozialen Rollen/Beziehungen herausgefallen sind. – Dabei ist Konsum auch ein gesellschaftlich akzeptiertes Verhalten, das von Einkommens-Eliten vorgelebt wird, mitunter auch in nicht mehr schöner Weise. Petros Markaris („Kommissar Charitos“) bemerkte unlängst, den seit der Euro-Einführung kredit-gedopten Griechen sei eine alte Tugend abhanden gekommen: in Würde arm sein. Bittesehr! wünschenswert sind diese Tugenden erfordernden Zustände nicht. Schöner ist es allemal, auf Konsum freiwillig verzichten zu können – aber meine Eltern, Großeltern kannten noch Menschen, die trotz materieller Armut „auf sich hielten“ und so jeden Sonntag, jahrein-jahraus mit dem gleichen Mantel in den Gottesdienst kamen. Heute würden diese Menschen sich den immerhin eintritt-losen Kirchgang nicht mehr trauen…
    .
    (3) Kreditfinanzierter Konsum ist jedenfalls in Deutschland eine Erscheinung der letzten Generation. Ein Bekannter erzählt häufig, dass er sich an den Tag erinnern kann, an dem er zum ersten Mal im Fenster einer Spaß-Kasse Werbung für Konsumkredite sah. Ein heute absolut „normales“ Bild.
    .
    (4) Die jünste Finanzkrise ist eine Kreditkrise (seit den 80ern hat sich das Kreditvolumen der US-Banken bez. auf das BIP von gut 30 % auf fast 50 % erhöht!). Im Tagesschau-Interview vom heutigen Tag findet Douglas Brown, Hedgefonds-Betreiber, folgende Worte: „Aber es gab viele Faktoren, die in die Krise führten – und das schon seit den 80er Jahren. Der Technologieboom, die Energiepreise, der Wandel am Arbeitsmarkt, die Immobilienblase, die faulen Kredite. All das arbeiten wir nun ab.“ Na dann.
    .
    @Don: Kopfschmerzen und dann auch noch von Furien verfolgt – das Fehlen der Barchetta macht sich aber doch sehr bemerkbar… Courage! Fortuna wird nicht ewig zürnen.

  123. Werbeprospekte sind mir eher...
    Werbeprospekte sind mir eher ein Appetitzügler.

  124. Re Appetitzügler. Ueber...
    Re Appetitzügler. Ueber diese amerikansiche Frau wurde gestern in der NZZ am Sonntag berichtet.
    http://www.bestgore.com/forum/donna-simpson-fattest-woman-world-earns-figures-eating-t-5050.html

  125. Diese gelben Säcke haben wir...
    Diese gelben Säcke haben wir hier in den Niederlande nicht. Wenn ich meinen Vater in Kronberg besuche und dann so einen Berg gelber Säcke in einer Villenstrasse in Kronberg sehe, frage ich mich immer, zieht man damit nicht die Ratten an? Was machen die Kronberger Nobelbewohner mit ihren schlecht gewordenen Gänsepastetenresten in Plastikverpackung, den vom Hauskater zurückgewiesenen Häppchen in Alufolie und den nur zur Hälfe geleerten Yoghurtbechern? Müssen die immer erst alles spülen, bevor sie es wegwerfen dürfen?

  126. Konsequentes Nichtlesen hat...
    Konsequentes Nichtlesen hat bislang leider nicht geholfen.

  127. Ich las und fand es dennoch...
    Ich las und fand es dennoch nicht: Elsa, 24. Juli 2011, 22:15, habe Sie nicht in böser Erinnerung.

  128. @Ingeborg23. Juli 2011, 23:00:...
    @Ingeborg23. Juli 2011, 23:00: danke fuer den tip!
    .
    @Don Alphonso: Was haben Sie denn gegen (leicht) abgewetzte Seidenteppiche? Erst mit Gebrauchsspuren sind die doch wirklich schoen!
    .
    Thomas Mann uebrigens soll abgewetzte, linnene Handtuecher bevorzugt haben. So zumindest behauptete in den 80ern des letzten Jahrhunderts das Forum Hotel in Budapest, angeblich sein „Stammhotel“ bei Aufenthalten in der Stadt. Wobei das in einer anderen Inkarnation gewesen sein muss, denn das Forum in den 80ern war ein glaeserner Neubau…
    .
    Der Werbemuell, ob analog oder digital, ist entsetztlich. Meine erste email Adresse aus den 90ern habe ich daher schon abgegeben, eine zweite nur aus professionellen Gruenden behalten (so dass ich auch unabhaengig vom Arbeitgeber dauerhaft kontaktierbar bleibe). Leider erhalte ich da jetzt Werbung von Hotels etc., die auch nicht immer willkommen ist.
    .
    Nie an den Preis zu denken, das ist wohl das Privileg der Junggesellen. Wurde mir in den resten Ehejahren oft vorgehalten. Erstmalig letzten Samstag kam Lob: Du hast Dich aber geaendert! (Weil ich von der Vorwoche her wusste, dass der gleiche Kaffee im anderen Regal abgestellt billiger war). Und, ehrlich gesagt, da ist auch nichts dran, ein bisserl zu sparen…
    .
    Geiz ist nicht geil, und natuerlich sind die Propaganden solcher Ideen auch gar nicht daran interessiert, dass wir sparen…

  129. Sehr verehrter Don – darf...
    Sehr verehrter Don – darf ich auf ein Thema zurückgreifen, das zwar nicht zu diesem Beitrag passt, aber über das Sie sehr viel bescheit wissen und schon oft geschrieben haben. Ich würde mir gerne ein Touringfahrrad kaufen, um nicht immer wie die vorherige Königin von den Niederlanden daherzukommen. In meinem Alter (62) lohnt es sich aber eigentlich nicht mehr, ein Neues zu kaufen, weil ich sicherlich nicht noch viele Jahre radeln werde (und bekannterweise habe ich auch nicht viel Geld). Kann man so etwas zweiter Hand finden, und wenn ja, wie?

  130. @DA/Vroni: WordPress würde...
    @DA/Vroni: WordPress würde allein wohl nicht reichen, man müßte das sicher noch bissel aufbohren, etwa mit einer Funktion „Texte mit $Namen meistens/fast nie freischalten“ (nicht „immer“ und „nie“ – das prüfende Auge des Hausherrn darf nicht grundsätzlich ausgeschaltet werden.). Ach, wenn man nur nicht immer so geizig wäre gegenüber den IT-Handwerkern.
    @fionn (6:58): bitte, solche entsetzlichen unappetitlichen Entgleisungen einfach weglassen. Wir wissen alle, daß Not und Elend groß sind, aber durch Breittreten werden sie nur noch größer.

  131. lieber Don Ferrando,
    "Wie...

    lieber Don Ferrando,
    „Wie sieht es mit Hundeexkrementen aus? Ich finde, da merkt man intensiv die sozialen Unterschiede der Wohnviertel“
    – und wie recht Sie leider haben!
    Allerdings: im Villenviertel wird auch weniger kühn gespuckt, wird weniger öffentlich gepinkelt und werden weniger Vodkaflaschen (Scherben: Gefahr für Hund und Kind!) zerdeppert, die Energydrinkdosen, die Bierflaschen&dosen, die Pizzakartons und die Spielkarten (kaufen die immer einen neuen Satz?, frag ich mich) die Präservative und die übrigen Papierln, die gebrauchten Spritzen und die kleinen Blisterstückchen der Opiate und das Erbrochene —– alles weniger bis gar nicht, glückliches Villenviertel!

  132. @jean-jacques: in der Analogie...
    @jean-jacques: in der Analogie Konsumkredit-Doping steckt was Wahres. Auch daß die ganze Chose seit den 80ern immer mehr leerläuft – mit gelegentlichem Knall einer geplatzten Blase zwischendurch -, entspricht meinem Zeitempfinden. Nur, so allmählich würds mal Zeit, daß die ersten winzigen Knospen des Neuen auftauchten.

  133. Lateinischer Sinnspruch des...
    Lateinischer Sinnspruch des Tages an alle Porzellankannenbesitzer der billigen Konsumkultur als auch an die ökonomisch privilegierten Silberkannenbesitzer der alten Residenzen
    Magnus ille est, qui fictilibus sic utitur, quemadmodum argento, nec ille minor est qui sic argento utitur quemadmodum fictilibus
    Aus Senecas “Ad Lucilium Epistulae Morales”

  134. „.... noch viel öfter wird...
    „…. noch viel öfter wird die Kritik am Faseln als Argument gegen jede Form der Nachdenklichkeit eingesetzt. “
    .
    Stimmt Bettelbaron. Kommt halt immer darauf an, wen man vor sich hat: Einen, der mit Gewinn zuhören kann (immer seltenere Eigenschaft) oder einen Nicht-Zuhörer, der es es liebt, zu abwertenden rhetorischen Finten zu greifen. Siehe auch Schopis 38 fiese Tricks, beim Reden immer Recht zu behalten.
    Analytisches Denken ist nie Faseln. Würde es halt nicht auf einer Party tun. Oder im falschen Blatt.

  135. @Falkenherz, 25. Juli 2011,...
    @Falkenherz, 25. Juli 2011, 09:58: Es liegt einige Wochen zurück („Kinderabrichtung in der Konsumgesellschaft“), und um das Sub-Thema ob Frauen auch nach der Ehe weiter einen Beruf ausüben sollen und den ganzen Rattenschwanz an Unbehaglichkeit, den dieses Thema nach sich zieht. (Als ob Hausarbeit Genie-like mit einem Fingerschnippen erledigt wird. Von Kindererziehung ganz zu schweigen.)
    Und jetzt, da ich’s nachgesehen habe, entdecke ich auch noch, daß ich einiges mißverstanden habe. (Und daß ein Teil Ihrer Antwort, die mich so aufgebracht hatte, inzwischen gelöscht ist. Langsam wird’s unheimlich.)
    Es ist mir jedenfalls peinlich, tut mir leid, und ich entschuldige mich nochmals.

  136. @Tiger(8:42): ja ausräumen...
    @Tiger(8:42): ja ausräumen wird man wohl schon noch können, oder sind an den Händen nur lauter Daumen? Schimmelgammel in den Müll, Plastik zu Plastik – natürlich unausgewaschen, waschen en gros tun die Verwerter, es selbst zu tun, wäre Verschwendung.
    @Försterliesel: hm, bei dem Streiflicht (ich denke, es ist für viele Städte treffend) mußte ich an das alte Paris, in dem man die Friedhöfe noch nicht nach draußen verlegt hatte (weiter will ichs nicht ausführen), denken…

  137. ...
    Colorcraze,
    „meistens/fast“
    .
    Hihi, kleiner Coder-Witz. Schade, dass die arg schematische Welt der Nullen und Einser, des eindeutigen „true“ oder „false“ diese nie raffen wird, diese Zwischentöne.

  138. @Tiger(11:24): Sie fangen...
    @Tiger(11:24): Sie fangen früh an mit „nichts Neues kaufen“. Erst mit 80 macht sich das Alter wirklich bemerkbar, sagt meine Mutter, die den Abgang der vorigen Generation miterlebt hat. Und so wie ich meine Tante beobachten konnte, hat sie recht. Deswegen: kaufen Sie was rechts, Sie werden es noch 20 Jahre brauchen können.

  139. „ ... soso, das Erwähnen...
    „ … soso, das Erwähnen von „Werten“ zieht seltsame planlose Gestalten an. Ja, kann ich mir vorstellen. Sobald was Normatives erwähnt und nicht einfach en passant gelebt wird, setzt die Babbelei ein.“
    .
    Habe es hautnah erlebt, was das für Gestalten anzog, für die ich dann gestalten sollte. Die Diskretion verbietet mir, mehr zu erzählen. Nur soviel: Hatte den Kanal von denen so voll, dass ich ernsthaft erwog, sofort dicht zu machen. Stichwort: amateur clients mit NLP- oder Eso-Bubbelbabbel. Doppelhölle, kommt in der Härte gleich nach vollprallen Startups oder New Economy Freakshows. Dann doch neue Site aufgesetzt. Jetzt besser.

  140. @Mondry: fühlen Sie sich auf...
    @Mondry: fühlen Sie sich auf die Schulter geklopft für die „Gebrauchsspuren“. Ein Gegenstand, der etwas taugt, hält einige Gebrauchsspuren aus, ohne zu verramschen.

  141. Colorcraze, schlimmer als...
    Colorcraze, schlimmer als Eso-Einzelspinner ohne Plan sind natürlich Gesamt-Spinner mit Plan und fundamental-christlichem Sumpf, ganz tolle Werte.

  142. Wer immer dem Don einen...
    Wer immer dem Don einen Anti-Inge-und-Ingeborg-Filter bastelt bekommt von mir ein dreifaches D-Ranking. Und das bezieht sich nicht auf die Oberweite.

  143. @alle: Weil es zwischen dem...
    @alle: Weil es zwischen dem ganzen Krisentrübsinn und unsäglicher Medienaufmerksamkeit für einen geistesgestört-narzistischen Skandianvier auch mal etwas zum Herzerwärmen (und auch ein bißchen: zum Lachen…) braucht, diese Trouvaille bei Youtube, Schubert-Ständchen mit fern-asiatischem Charme und EINIGER Hingabe (laut!):
    http://www.youtube.com/watch?v=b61pyp437V0&feature=related
    .
    Wo wir dabei sind: hier eine GROSSARTIGE Interpretation von Heines „Die alten bösen Lieder“ in Schumann-Vertonung, neu interpretiert von Idil Üner, FM Einheit, Caspar Brötzmann (Vorsicht: mehr zum Herz-Erschauern, aber dabei sehr, sehr gut!):
    http://www.youtube.com/watch?v=qrIpeqxelPI

  144. @colorcraze: Stichwort:...
    @colorcraze: Stichwort: Kreditschwemme. „Nur, so allmählich würds mal Zeit, daß die ersten winzigen Knospen des Neuen auftauchten.“ Bin kein Experte – aber mir scheint, dass – von Innovationsleuchttürmen abgesehen – in den USA der letzten zwanzig, dreißig Jahre ein überkommenes Wirtschaftsmodell gepflegt wurde. Siehe etwa den „Innovationsgrad“ der US-Autoindustrie. Oder diese wahnwitzigen Immobilienkredite. Ganz zu schweigen von dem Quantitative Easing für „die Märkte“. Da werden alte Produktideen zu Tode geritten über Rabattschlachten, Konsumentenkredite oder eben Gelddrucken. Nach uns die Sintflut. – Im privaten Umfeld kennt man solches Verhalten, wenn Veränderungsunwillige Unsummen zB. für Reparaturen oder Umbaumaßnahmen ausgeben, um zB. in ihrer gewohnten Umgebung wohnen zu bleiben.
    .
    Stichwort: Kreditdoping. Petros Markaris hat in seinem neuen Charitos-Krimi übrigens die Kreditkrise und Sportdoping im Plot zu einander geführt. Sind ein paar gewohnt kauzig-treffende Bemerkungen drin, insgesamt aber doch arg am Reißbrett gearbeitet.

  145. @colorcraze – was Sie da...
    @colorcraze – was Sie da beschreiben ist ausgesprochen unappetitlich. Ich schmeiße eine halbvergammelte Leberwurst mit seiner Plastikhülle einfach in die graue Mülltonne, die einmal in der Woche geleert wird. Die armen Kronberger Nobelleute müssen die Gänseleberpastete aus der klebrigen Plastikhülle herausbohren und dann getrennt versorgen. Die gelben Säcke mit dem verschmierten Plastik werden nur alle zwei Wochen abgeholt. Kluge Kronberger Ratten haben sicher längst herausgekriegt, wo man die besten Essensreste zum Ablecken findet.
    .
    Was die Anschaffung eines funkelnagelneuen Fahrrads betrifft, werde ich über Ihren Gesichtspunkt nachdenken. Heute bin ich zwar 50km geradelt… aber im Alter von 80 kann ich mir das schwer vorstellen.

  146. @jean-jacques: auf die USA zu...
    @jean-jacques: auf die USA zu schauen lohnt sich nur noch – gelegentlich – bezüglich Internet-Entwicklungen. In anderen Bereichen ist da nichts zu erwarten auf absehbare Zeit, mMn. Es gibt nichts mehr abzugucken. Selber machen ist angesagt.
    @Vroni: man muß den 30jährigen aber nachsehen, daß sie etwas tun _müssen_ im Leben, und sich nicht gleich auf die reine Babbelschiene begeben können.

  147. @alle: Aus Anlass der 100....
    @alle: Aus Anlass der 100. Festspiele in Bayreuth und „parallel“ zum dortigen Premieren-Geschehen hier noch – abschließend… – die Tannhäuser-Ouvertüre mit den New York Philharmonics unter einem glänzend aufgelegten Zubin Mehta (allein das Tannhäuser-Motiv bei Minute 7:10 … und die Hörner… zum Niederknien)
    http://www.youtube.com/watch?v=cQ2WIUam7Tc&feature=related

  148. @colorcraze: Internet - fine....
    @colorcraze: Internet – fine. Den Amis – eine der letzten Industrienationen mit positiver Bevölkerungstendenz PLUS positiv besetztem Thema „Integration“ – ist gleichfalls noch einiges zuzutrauen: Zb. haben die California-Boys von Tesla in zwei Jahren mit ihrem Elektor-Roadster etwas hinbekommen, was Heerscharen von eigenheim-sparenden Daimler-Konstrukteuren in Jahrzehnten nicht gelungen ist… Zitat: „TESLA MOTORS was founded in 2003 by a group of intrepid Silicon Valley engineers who set out to prove that electric vehicles could be awesome.“ Just great! – sorry, colorcraze, „muss“ jetzt ins Kino, Freundesempfehlung.

  149. @Tiger: nicht vorstellen....
    @Tiger: nicht vorstellen. Einfach machen. – Die Kronberger werden sich doch wohl rattenfeste „Zwischenspeicher“ leisten können?

  150. @Ingeborg: was ist ein D-, und...
    @Ingeborg: was ist ein D-, und was ein Dreifach-D-Ranking??

  151. Bitte keine Trollfütterung....
    Bitte keine Trollfütterung.

  152. @Don
    www zerstückeln ein...

    @Don
    www zerstückeln ein Buchstabe?
    Wenn das ernst gemeint war, war es dilettantisch,
    wenn nicht, warum?

  153. @colocraze- Zum Thema...
    @colocraze- Zum Thema Zwischenspeicher: Vor einigen Monaten besuchte ich einen alten Freund, einen emeritierten, alleinstehenden Professor. In seiner Küche hing so ein großer scheußlicher gelber Müllsack am Haken, ziemlich voll, denn es war zwei Tage vor der nächsten Leerung. Da wir alte Freunde sind, konnte ich mir erlauben, ihn zu fragen, ob er das Ding nicht auch total geschmacklos findet. (Sein Hause ist so möbliert, wie ich mir Dons vorstelle.) Er meinte, seine Putzfrau hätte ihm dazu geraten, weil er sich geweigert hatte, wegen jedem Yoghurtbecher in den Keller zu gehen, wo er zuvor dieses hässliche Accessoire aufgehoben hatte. Meinetwegen hat er den Sack dann aber doch für die Dauer meines Besuches in den Keller verbannt. Das Rattenthema schnitt ich auch an. Er sagte stolz, dass er seine Yoghurtbecher immer ordentlich wäscht, bevor er sie in den gelben Sack steckt.

  154. und warum sollen wir den Troll...
    und warum sollen wir den Troll nicht füttern?
    Inge(Borg)
    es gab da mal eine SF-Serie …

  155. Und warum darf der Tiger hier...
    Und warum darf der Tiger hier Fahrräder verkaufen ;-)
    (Ironie) Ich habe alle Texte nachgeholt

  156. zur Anmerkung von Don...
    zur Anmerkung von Don „Insofern würde ich andere Dinge als sehr viel wichtiger erachten, als Latein “
    Vorschlagsliste für Dinge in der Konsumgesellschaft, die wichtiger sind als Latein und Altgriechisch:
    Sauberes Trinkwasser
    Einmal am Tag satt essen
    Saubere Wäsche
    eigenes Bett
    Lesen und Schreiben können
    trockene Wohnung, ohne Ungeziefer und mit angenehmen Temperaturen
    eigenes Bad
    nicht zu enge Schuhe
    Stromanschluß, Telefonanschluss und Internet
    Ruhiger Schlaf
    Musikinstrument spielen
    Fahrrad

  157. @ Der Tiger

    Gelbe Säcke...
    @ Der Tiger
    Gelbe Säcke sind eklig! (Besonders im Sommer)
    Waschen der entsorgten Behältnisse ist Verschwendung von Ressourcen ! ;-)
    Alternative: Graue Tonne mit mehr Volumen ( Kostet) ;-)
    Ich würde nie auf die Idee kommen, das ganze in MEINEM Keller zu lagern. ;-)

  158. DA …. Trolle… das erinnert...
    DA …. Trolle… das erinnert mich daran, worüber ich mir heute Morgen Gedanken gemacht habe. Vor dem Zeitungsladen kam eine Frau vorbeigeflitzt, die hatte dicke, geflochtene, abstehende Zöpfe und sah aus, wie eine gealterte Pipi Langstrumpf.

  159. Gelbe Säcke? Grüne...
    Gelbe Säcke? Grüne Säcke!
    Ich sage nur DOSENPFAND.
    Greifswald Jahr 1 nach DosenPfand.
    Man segelt nicht mit Glas an Bord.
    Der Vercharterer hat eine Ausnahmegenehmigung.
    Mit Vorlage des Chartervertrags und des Personalausweises des Skippers bekommt man Dosen ohne Pfand.
    Es gab nur keine. Nirgends. Es war das erste mal das an Bord Bier aus Plastik genuckelt wurde.

  160. Twice a day 25. Juli 2011,...
    Twice a day 25. Juli 2011, 22:29
    Eigener Brunnen, setzt voraus ..
    .. Eigenes Land …
    .. eigener Strom, Ofen der alles frisst …
    brauchen wir glaube ich demnächst
    und ab und zu fünf Minuten Angst ;-)
    Schuhe kann man gegen Tabak eintauschen
    alles andere ist überflüssig
    Lesen und Schreiben wird übrigens überbewertet … hier in diesem Blog

  161. mediensegler, das mit dem...
    mediensegler, das mit dem Pfand und dem Echtglas, das weiss man doch.
    Auf Reisen haben wir immer ein Hotelkoefferchen bei uns. Darin befinden sich 2 Pullen Wein (Weiss und Rot), zwei ECHTE Trinkglaeser, mehrere Kerzen…
    …und (Achtung, Statusverlust) ein Schweizer Armeemesser mit Kreuzschlitzschraubenzieher, den braucht man um in billigeren Hotels den Fernseher von der hohen Eckkonsole zu holen und tiefer zu legen.
    Cola und Wasser in handlichen Reisegebinden nehmen wir direkt aus Holland mit. Die kennen den Namen Tritt-hin nicht.
    .
    Und noch was: ich bin hier ja ein beruechtigter Altkommentierer. Wenn man so will, einer der ersten Stunde. Grau bin ich darueber geworden, und gebrechlich.
    In den letzten Tagen, die, lobet den Herrn, nicht meine sind, recherchierte ich in diesem Blog nach dem Begriff „Heiterkeit“. Um es kurz zu machen: „Apokalyptisch“ kam auch nicht oft vor, „Heiterkeit“ wenigstens 9 (in Worten: Neun) Mal.
    Mit dieser trostlosen Erkenntnis in meiner Seele, fuesiliere ich gleich mit einem zarten Hauch der Flit-Spritze zwei kopulierende Fliegen und wende mich fuer den Rest des Abends Alexander Kluges „Garten der Informationen“zu.
    .
    (Geschrieben im sonnenroten Angesicht eine 2004er Médoc, umflort von singenden, tanzenden Bajaderen in nicht allzuknappen Bikinis.)

  162. Claudia Roth (überall da...
    Claudia Roth (überall da anzutreffen, wo es Freigetränke gibt, und man gefilmt wird)
    hat zerknirscht zugegeben als Kind Luftgewehre verhökert zu haben … :-)

  163. @Vroni 24. Juli 2011,...
    @Vroni 24. Juli 2011, 17:21
    Sehr engagiert, auch die folgenden Texte von Ihnen.
    Ich frage mich gerade, wie alt…. au weia, tut man nicht
    Werbung ist nett, wenn man sie nicht braucht …
    … und das mit der Prostitution, gibt es Werbung auch ohne…?

  164. Ich fand es eigentlich eine...
    Ich fand es eigentlich eine ganz anregende Idee, die sich auflösende/auseinanderdriftende Mittelschicht in Zusammenhang zu bringen mit einem — panisch anmutenden — Anstieg an unaufgefordert zugestelltem Prospektmaterial und einem fast verzweifelten Buhlen um Aufmerksamkeit und Verlangen. Zugespitzt würde dann das Ende der Mittelschicht auch ein Ende von Werbung bedeuten. Das wird mir bei den jetzt anstehenden Besuchen eine Menge Gesprächsstoff geben, ohne das ich das Wetter bemühen muss. Und dafür bedanke ich mich schon mal.

  165. Ingeborg: Wer immer dem Don...
    Ingeborg: Wer immer dem Don einen Anti-Inge-und-Ingeborg-Filter bastelt bekommt von mir ein dreifaches D-Ranking. Und das bezieht sich nicht auf die Oberweite.
    *
    {main}
    select INGEBORG from KOMMENTATOR
    ; hier steht in der Regel ein nutzloser Kommentar
    if „inge, borg mir mal kurz deine zeit“
    then
    „mach deinen mist gefaelligst alleine“
    until
    „ich muss don alphonso ein bisschen auf die ketten gehen“
    {end main}

  166. @Der Tiger
    25. Juli 2011,...

    @Der Tiger
    25. Juli 2011, 21:20: Vor so etwa 15 Jahren wurde ueber mehrere Monate auf den Leserbriefseiten von entweder Nature oder Science eine hitzige Debatte ausgefochten darueber, was oekologisch sinnvoller sei: den Laborkaffee aus Plastik/ Pappbechern zum Einmalgebrauch zu trinken, oder wiederverwertbare Tassen („mugs“) zu benutzen.
    .
    Beide Parteien hatten gute Argumente fuer und wider. Natuerlich gab es keinen gueltigen Schiedsspruch.
    .
    Jedoch, und um damit den Weg zurueck zu finden zu den gelben Muellsaecken: wird zu grosser Aufwand betrieben, dann geht der oekologisch Nutzen floeten. Also z.B. die Verpackung zu spuelen, um sie sortengerecht zu entsorgen- das verbraucht Wasser und, so selbiges warm ist, Energie.
    .
    Da ist dann der Umweltschaden im Zweifelsfalle groesser als bei Mischmuell.
    .
    Anekdote am Rande: als das mit dem Muelltrennen so vor gut 20 Jahren Buerostandard wurde, da trennte mein Vater saeuberlich in seine zwei Abfalleimer.
    .
    Als Langarbeitender dann konnte er die Entsorgung durch den Reinigunsdienst taeglich beobachten: die hatten dann einen Muellsack am Reinigunswagen, und in jedem Buero mussten sie dann zweimal einen Abfalleimer leeren- beide in diesen gleichen Sack…

  167. @Mondry
    Leider hat sich in den...

    @Mondry
    Leider hat sich in den 20 Jahren nicht viel geändert. Ich kann das gleiche Entsorgungsspiel (zwei Abfalleimer, die beide im gleichen Müllsack landen) hier in der Hamburger Verwaltung tagtäglich beobachten.

  168. Mondry, das erlebe ich auch...
    Mondry, das erlebe ich auch heute noch so, jeden Tag zwischen 15 und 16 Uhr.

  169. @Tiger: ihr Bekannter kommt...
    @Tiger: ihr Bekannter kommt aber wirklich geistig nicht aus dem Studentenstadium heraus. Daß man in der Küche Behältnisse für Altpapier, Plastik/Dosen, evt. reine Pflanzenabfälle sowie Restmüll hat, ist doch nun schon seit X Jahren Standard. Und im Keller entsprechende Sammelbehälter zum Rausfahren.

  170. @Ghostwriter "Wohlwollendes...
    @Ghostwriter „Wohlwollendes Verständnis fand ich nur bei Briefzustellern, deren mit Werbung immer voller bepackten Arme bei zunehmend verdichteten Arbeitszeiten chronische Leiden entwickeln.“
    .
    Das kann ich als „Postzusteller“ (vor vielen Jahrzehnten) nur bestätigen: Wie hassten wir diese „Postwurfsendungen“, so hießen die damals. Wir wusste, die landen doch nur im Mülleimer, aber wir musste die Dinger immer vier Treppen hochtragen und überall durchstecken. Damals gab’s noch keine Hausbriefkästen und in ’ner Villengegend hab ich auch nicht bearbeitet. Wehe, es kam raus, dass mal ein Postbote (alles Beamte, damals) solch‘ Reklame „unterdrückt“ hat, also heimlich weggeworfen, der wurde sofort entlassen: das galt als gaaaanz schlimmes Vergehen. Noch schlimmer als ohne komplette Uniform (Mütze!) auf Tour zu gehen. Tempus fugit.

  171. ...
    @jeanjacques(Tesla-Elektroroadster): interessant. Die müssen sich jetzt noch mit dem Agassi zusammentun. Vielleicht finanziert sie Google, und das wird tatsächlich was.

  172. @Mondry: also die...
    @Mondry: also die Reinigungskräfte in den letzten 10 Jahren, die ich so beobachtet habe, hatten hübsch einen Papier- und einen Restmüllbehälter.

  173. Elsa, kein Problem. Da ich...
    Elsa, kein Problem. Da ich bewusst zweideutig geschrieben hatte, hatte ich auch damit gerechnet, mißerverstanden zu werden. Im Übrigen hoffe ich ja schon ein bischen, dass ich wenigstens für meine Frau so etwas ähnliches wie ein herabgestiegener Adonis bin.
    .
    Zum Thema der zwei Extreme und der Suche nach dem gesunden Mittelmaß wäre doch die alte Weisheit angebracht „Bei den Reichen kann man das Sparen lernen.“
    Dazu möchte ich eine etwas andere Beobachtung beisteuern: Die Ehefrau des Managers wird sich gern bei den billigen Utensilien für den Grundbedarf im Discounter bedienen, ebenso wird sie beim Rindfleisch zu viel und nur das beste beim Fleischer ihrer Wahl suchen. Wogegen die Schwester derselben, selbständig, ledig, darauf wert legen wird, stets nur mit gehobener Markenware beobachtet zu werden und sich auch niemals trauen würde, etwas anderes zu verschenken. Kochen kann sie nicht, deswegen gibts convenience food vom Discounter umme Ecke.
    .
    Mondry, der beschriebene Bürostandard ist nach meiner Beobachtung auch heute noch aktuell.

  174. @Mondry: Wir wissen, was...
    @Mondry: Wir wissen, was „Tassen“ sind, gar „wiederverwertbare Tassen“.
    .
    Dass diese Mülltrennung („Grüner Punkt“) eigentlich unnötig ist und nur gemacht wird, weil ein paar Firmen daran riesig verdienen und deshalb weder eine Änderung wünschen noch Konkurrenz zulassen, das hat mal eine TV-Dokumentation – WDR – sehr schön aufgezeigt. Vor Jahren.
    Fazit der Untersuchung: Die ganz normalen Müllabholer- und Vernichter-Firmen können inzwischen diesen „Grünen Punkt“-Abfall recht leicht aussortieren und trennen. Ohne Mehrkosten(!). Das will aber die „Grüne Punkt“-Konkurrenz (das übliche Konglomerat aus Politik & Wirtschaft) nicht.
    Hab‘ nie wieder davon gehört. Also wird’s weiter so gemacht. Und Herr Trittin ist daran NICHT Schuld.

  175. Mondry, richtig, wir (ich...
    Mondry, richtig, wir (ich natürlich nicht) trennen und stapeln den Abfall und dann
    wird alles munter zusammen gekippt.
    Müll vermeiden: ja. Müll trennen: wer sich dabei gut fühlt, bitte.

  176. @mediensegler und Mondry –...
    @mediensegler und Mondry – Wollen Sie damit sagen, ich hätte meinen alten Freund Prof. Dr.Dr. darauf aufmerksam machen sollen, dass seine Yoghurtgelbmüllaffaire vom ökologischen Standpunkt her, sinnlos ist? Das weiß er doch auch selbst. Er macht es ja nur seiner grünen Putzfrau zu Liebe.

  177. "Lesen und Schreiben wird...
    „Lesen und Schreiben wird übrigens überbewertet … hier in diesem Blog“
    lieber mediensegler,
    ja, auch hier kann man als Analphabeth recht erfolgreich sein! Ich erinnere mich an einen Klienten, der 15 Jahre unfallfrei Fernfahrer war und an mehrere Großmütter, die große Familien durchgefüttert, die Preise am Markt durch Zählen an den Fingern verglichen und günstigst eingekauft hatten und die mir stolz und lässig Videos ihrer Enkel am handy vorführten!

  178. liebe colorcraze,
    ja, früher...

    liebe colorcraze,
    ja, früher haben die Städte ja noch viel viel übler gerochen!
    Mein spezielles Interesse ist herauszufinden, wo dieser Wendepunkt sei, an dem Verelendung/Gleichgültigkeit sich in Interesse und Selbstverantwortung für die eigene Umgebung wandeln kann. Es hängt nicht nur von den materiellen Ressourcen ab, wie man in den neugebauten und schnell verwahrlosten Vorstädten in Paris sehen kann, oder auch bei uns, wo Reinigung und Behübschung in manchen Vierteln auschließlich von der Stadtverwaltung betrieben werden. Wovon hängt es ab, daß größere Flächen (als die eigene Wohnung, die auch in schmuddeligen Vierteln oft liebevoll gepflegt wird, aber eben nur bis zur Wohnungstür) mit Selbstliebe bestzt werden, daß es eine positive Vergemeinschaftung gibt?
    Gerade die Wiener Sozialdemokratie war sehr erfolgreich bei der Bekämpfung des großstädtischen Unterschichtselends (allerdings nicht dauerhaft, denn Teile ihrer politischen Klientele aus den Sozialbauten wanderten zu den Nazis ab, es gab Denunziation und Vertreibung z.B. der Angehörigen der jüdischen Arbeiterbewegung auch in den Gemeindebauten, eine beschämende Tatsache, die auch erst recht spät von Historikern untersucht wurde…), heute geht es weniger um pures materielles Überleben sondern um ästhetisch-soziale Verwahrlosung.

  179. @Foersterliesel –...
    @Foersterliesel – Selbstverantwortung für die Umwelt. In meiner Nonnenschule trappten nach der Pause 1000 Mädchen in Zweierreihe in ihre Klassen. Einmal, da war ich wohl zwölf, sah ich vor mir ein gebrauchtes Tempotaschentuch, hob es auf und warf es in die 5 Meter entfernt stehende Mülltonne. Da bemerkte ich die Direktorin, die mir zugeguckt hatte und nun lächelte. Schon damals habe ich mir sofort gedacht, das war jetzt ein Test und war auch nicht verwundert, als es in der folgenden Woche Hebt-gefälligst-euren-Müll-selbst-auf im Unterricht gab (wahrscheinlich in allen Klassen).

  180. Liebe Foersterliesel,...
    Liebe Foersterliesel, heutzutage ist aesthetische Verelendung eine Sache der Heimatlosen. Heimatlos in jeder Hinsicht, unabhaengig vom sozialen Status und Herkunft, die Unfaehigkeit etwas aus sich heraus zu tun, weil es getan werden muss. Es ist die schleichende Verfuehrung zur Ideenlosigkeit, zur erzwungenen Passivitaet, damit zur Mutlosigkeit.
    In den Zones Urbaine Sensible jeglicher Staedte ist es auch deshalb so arg, weil der gute Wille von zehn Menschen durch die Anwesenheit eines einzigen Lumpen eliminiert werden kann. Und wo ein Asozialer seine Duftmarke gesetzt hat, kommen ganz schnell andere dazu. So koennen ganze Stadtviertel verpaupern, eine Trendumkehr wird meist sehr schwierig und langwierig.
    In unserem Kaff wurde das mit einer baulichen Umstrukturierung des Zentrums erreicht. Die abgewohnten und heruntergekommenen Haeuser wurden fuer billiges Geld (und sanftem Druck) von der Gemeinde aufgekauft und abgerissen. Die Grundstuecke wurden danach mit Gewinn und staedteplanerischen Auflagen weiterverkauft. In Deutschland nennt man das Gentrifizierung. Mir soll’s recht sein.
    Hatten wir Zwei nicht vor Kurzem ueber Baron Haussmann geredet?

  181. 'Allo, 'allo. Schon wieder...
    ‚Allo, ‚allo. Schon wieder tea-time (16.20h). Die grosse Frage ist immer :
    should the milk go into the cup first, then the tea, or the tea in first and then the milk?

  182. liebe Der Tiger,
    ja, ich bin...

    liebe Der Tiger,
    ja, ich bin auch vom alten Schlag, wenn ich mit dem Hund in den Wienerwald gehe, habe ich immer ein Sackerl dabei und sammle die Glasscherben, die mir entgegenblinken ein… stadtnaher Grünraum ist von vielen achtlosen und miteinander konkurrierenden Nutzern (Jogger gegen Hunde gegen Mütter…) übernutzt… leider gibts auch dem Mittelschichtler (ist so wer wirklich einer?) der zu Sylvester auf stadtnahen Waldwiesen eine Rakete zündet, Sekt trinkt und Flasche und Billigkelch zerdeppert zurückläßt…

  183. lieber Filou,
    wie recht Sie...

    lieber Filou,
    wie recht Sie haben!
    In wienerisch-sozialreformerisch-sanft-erzieherischer Illusion suche ich halt nach
    Ansätzen, urban gardening, Aufklärung, etc… manchmal allerdings denke ich, daß ich lebenstechnisch irgendwie im Seminar „soziale Randgruppen“ steckengeblieben bin.

  184. An die GR-Kenner hier. Wissen...
    An die GR-Kenner hier. Wissen Sie, dass einige tote Deutsche auf dem Friedhof in Messolonghi begraben sind? Die haben auf der Seite der Griechen gegen die Türken gekämpft. Das war ca. 1821 (Greek War of Independence). Ich habe diesen Friedhof einmal besucht – von überall her (auch aus den USA mit einem Steamship!!) kamen „freedom fighters“ nach GR, um den Griechen zu helfen.

  185. Filou, über Holland nach...
    Filou, über Holland nach Greifswald zu fahren, nur für Pfand wäre damals etwas umständlich gewesen. ;-) Und zum Messer sage ich nur Leatherman, hat jeder
    Segler. Und der Minister heisst bei uns seitdem Tritt ihn, aber Tritt hin ist auch nicht schlecht.

  186. Der Tiger 26. Juli 2011,...
    Der Tiger 26. Juli 2011, 12:0
    Ich habe in meiner entfernten Verwandtschaft Leute, die putzen, bevor die Putzfrau kommt, man könnte sich ja eine Blöße geben. :-)
    Mir behagt es nicht, fremde Leute in meinen Sachen kramen zu lassen, deswegen putze ich lieber selbst. (ja ich, nicht meine Liebste)

  187. Foersterliesel 26. Juli 2011,...
    Foersterliesel 26. Juli 2011, 12:33
    Im Zivildienst, lange her, hatte ich mal einen Mitarbeiter, bei dem habe ich erst am Ende des Dienstes gemerkt, dass der nicht lesen konnte.
    (Lies mir das bitte mal vor, ich habe meine Brille nicht dabei) ;-)

  188. @fionn, irgendwo auf dem...
    @fionn, irgendwo auf dem Karmel (Israel) gibt es einen deutschen Friedhof, auf dem liegen deutsche Piloten des Kaiserreiches, die im 1ten Weltkrieg fuer die Tuerken gegen die Briten kaempften.

  189. Foersterliesel
    26. Juli 2011,...

    Foersterliesel
    26. Juli 2011, 16:27
    In manchen Gegenden muss man aufpassen,
    dass man nicht selbst zur „sozialen Randgruppe“ wird.

  190. Leute, transportiert mich ab...
    Leute, transportiert mich ab und sagt dem Dondampf in allen Blogs, er möge etwas Neues schreiben. Wünscht sich auch der grüne Punkt!

  191. kryptart 24. Juli 2011,...
    kryptart 24. Juli 2011, 18:1
    Sehr trockenen Martini kannte ich bis jetzt so:
    Man fülle den Mixbecher mit etwas Eis und einem Schuss Vermouth dry, rühre um,
    und schütte das Ganze in den Ausguss.
    Dann füllt man den Becher mit eisgekühltem Gin.
    Der Buñuel Martini schlägt das um Längen. Aber doch bitte nicht mit Noilly Prat.

  192. liebe fionn,
    those Byronic...

    liebe fionn,
    those Byronic Heroes haben vorher wohl Childe Harold gelesen…

  193. @ mediensegler 18:1
    Die...

    @ mediensegler 18:1
    Die Bessere Britische Gesellschaft (ich nehme an, die hat die Finanzkrisen überlebt) trinken gern „Long Drinks“ im Sommer
    z.B. Gin and Tonics oder Pimms.

  194. mediensegler, gerade und auch...
    mediensegler, gerade und auch von greifswald aus segelte man schon ohne getränkedosen. ging.

    ohne werbung gäbe es noch einige arbeitsplätze und einigen wohlstand weniger. ohne sie wären wohl nur wenige bereit, für turnschuhe 120 euro zu berappen, die in asien für 1 euro hergestellt werden.

    das ist sicher nicht ganz mit der beschriebenen werbung für billigangebote zu vergleichen, dennoch scheint es da einen zusammenhang zu geben: die übersättigung mit billigangeboten auf billigen postwurfsendungen, verteilt von billigen verteilern soll augenscheinlich den wunsch nach abgrenzung wecken und damit die empfänglichkeit für ‚höherwertigere‘ angebote steigern. eine kleine investition mit großem nutzen.

    und es klappt doch hervorragend: es gibt in allen konsumfragen nur zwei extreme. artikel mit dem niedrigeren preis sind doch vorsätzlich so schlecht gemacht, daß jeder, der die möglichkeit hat, lieber die völlig überteuerten, dafür etwas ansprechenderen, aber darüber hinaus alternativlosen artikel wählt. es geht nicht um die befriedigung irgendwelcher bedürfnisse, sondern eher um deren kanalisierung.

  195. Don Carlos 26. Juli 2011,...
    Don Carlos 26. Juli 2011, 22:05
    Man kann auch ohne Segel segeln, hat die beste aller Frauen vor ein paar Monaten ausprobiert. Auf der Nordsee, 7 Knoten , allerdings Windstärke 10.

  196. fionn 26. Juli 2011,...
    fionn 26. Juli 2011, 22:02
    Das ist ja hier der Tortenblog.
    Königliche Geburtstagstorte
    Gin für „Queen Mum“, die hat den Vermouth immer weggelassen.
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,87515,00.html

  197. @Colorcraze: nochmal Tesla -...
    @Colorcraze: nochmal Tesla – auch dort hat „das System“ bereits zugeschlagen. Daimler ist mittlerweile mit 10% beteiligt.
    @Don: Werter Don, Ihr unter rebellmarkt veröffentlichter Beitrag zur neuen rechten Szene/Mitte ist wirklich sehr, sehr lesenwert. Vielen Dank.

  198. mediensegler, man liest hier...
    mediensegler, man liest hier vikel über Torte, aber die Reue und die Diät, die behalte ich für mich. Aber man darf sich sicher sein: Alles ist Qual.
    .
    So, 2 Uhr 20, Zeit für gefüllte Gniocchi mit Pfifferlingen und Gorgonzola dolce. Oder doch Käsknödel mit Butter und Parmesan?

  199. jean-jacques, danke - manches...
    jean-jacques, danke – manches ist mir zu wichtig, als dass ich es hier verplaudern würde. Ausserdem passt es thematisch überhaupt nicht herein.

  200. Ich verstehe das ganze...
    Ich verstehe das ganze Müllgezeter nicht mehr – da bringt ein verdauungsfördernder Yoghurtkonzern endlich den Becher, der -so glaubt man- alle Gutmeinenden mit der Industrieproduktion endlich versöhnen sollte.
    Es prangt sogar nen Credibility-Lizenz-Bapperl von den weltweiten Ober-Umwelt-Wächtern drauf!
    .
    Prompt regt sich in den niederen deutschen Rängen der Schutzindustrie keifender Widerstand. Die hätten wohl lieber ihr bundes Bapperl draufgetan und (mit)kassiert …

  201. @Oberlehrer26. Juli 2011,...
    @Oberlehrer26. Juli 2011, 11:50: re: wiederverwertbare Tassen („mugs“).
    Wer mit dem pseudonym „Jeeves“ durchs Netz geistert, sollte wissen, dass „mug“ eigentlich ein „Becher“ oder, angesichts des Gastgebers regionaler Bindung, ein „Haferl“ ist. Also gar keine Tasse, jedenfalls nicht von der Art, die Don Alphonso und auch ich als solche akzeptieren wuerden.
    .
    Im Labor leider aber Standard.

  202. Sehr schöner Text. Hat mich...
    Sehr schöner Text. Hat mich als Jemand der gerne das billigste nimmt und einen Schlossbesuch eher scheut auf jeden Fall zum nachdenken gebracht. Vielleicht gibts dann demnächst bei mir auch mal wieder das gute teure Mühlen Kölsch wobei die Extremen im Getränkemarkt wohl nichts gegenüber den oben beschriebenen Extremen sind. Naja klein anfangen.

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