Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Währungsschnitt oder Inflation

| 189 Lesermeinungen

Jede Form der Geldentwertung ist schlecht, aber angesichts der Eurokrise stellt sich die Frage, ob es nicht doch das eine oder andere Schlupflloch gibt. Denn eine Inflation hat gegenüber dem Währungsschnitt enorme Vorteile.

Push the Button, Max!

Die Enten schauen etwas misstrauisch. Niemand tut ihnen etwas, aber besonders zutraulich sind sie auch nicht. Früher wurden sie gejagt, geschossen und verspeist, heute werden sie einfach nur fett und warten auf die nächste Paarungszeit. Sie bleiben auf Distanz. Sie sind unsicher, was als nächstes passiert. Und ob etwas passiert. Ein wenig sind die so wie die Anwohner des Sees, sie begreifen auch nicht so ganz, wie privilegiert sie sind. Und sie sind unsicher in Zeiten wie diesen. Denn auch den Menschen liegen Erfahrungen im Blut. Manche Menschen füttern Enten, andere schiessen auf sie. Manche Entwicklung ist für das Vermögen der Menschen gut, eine andere ist schlecht. Und wenn den Enten das Ungemach drohen würde, das gerade den Menschen droht, würden sie nicht nur schauen, sie würden davonfliegen.

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Der Mensch bleibt und geht am Schlosspark entlang, vor zu den Terrassen an den Cafes, bestellt etwas und spricht über das, was alle sprechen: Über das Geld. Und was man in diesen Zeiten, da die Griechen entscheiden und man selbst alternativlos beherrscht wird, damit tun soll. Die eine Lösung ist die der Panik, das Geld abziehen, umtauschen in andere Währungen in einem anderen Land fern der Probleme, und warten, bis das hier alles am Boden ist. Natürlich kann es auch sein, dass man damit Schiffbruch erleidet. Und wenn man ehrlich ist, liegt einem die andere Lösung sehr viel näher als Singapur oder Norwegen: Das wäre der Kauf einer Immobile. Hier: Noch einer Immobilie. Wer hier sitzt, mietet nicht.

Die Zeit ist günstig, denn gerade jetzt erschlafft das Geschäft in dieser Region, in der dennoch immer gestorben wird. Im Frühjahr ziehen die Preise an, im Winter kann man verhandeln. Da geht was. Den Euro, seien wir ehrlich, hat man hier schon längst abgeschrieben. Vermögende haben gelernt, diesen Wackel- und Kriseneuro zu hassen. Dieser Euro ist seit drei Jahren so unsicher wie ein riskanter Anlagefonds, alle paar Tage eine Krise, alle paar Tage eine Talkshow, wie man ihn retten kann. Niemand hier würde sein Geld in einem Kontext investieren, über den in Talkshows geredet wird. Hier aber hängt man nun mit drinnen. Wie alle anderen auch, mit denen man ansonsten nicht zwingend viel gemein haben möchte. Und aus der Familienerfahrung der letzten 150 Jahre mit all ihren Kriegen und Währungsreformen und Inflationen ist die entscheidende Frage beim Notimmobilienkauf: Geht der Euro in einer Inflation kaputt, oder wird er mit einer Währungsreform entwertet?

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Das angenehmere Szenario ist, man mag es kaum glauben, die Inflation. Mit einer Immobilie kann man sich bestens dagegen absichern: Hohe Schulden zu niedrigen Zinsen aufnehmen, und dann zuschauen, wie mit dem Euro auch die Schulden an Wert verlieren. Diese Art der Besitzvermehrung durch Geldentwertung ist die Erfahrung der Generation, die in den 70er Jahren bundesweit die besseren Viertel gebaut hat: Damals waren die Inflation und die Lohnsteigerung hoch, höher gar als die Zinsen auf die Kredite. Wer das Geld brav auf die Bank tat, verlor Geld, wer es sich lieh, gewann Besitz. Natürlich waren Schulden für diese Kreise erst mal eine neue Erfahrung; in den Dekaden davor galten Schulden bei der Bank eher als anrüchig. Aber es war fraglos die richtige Entscheidung, und heute hört man am See diese Geschichten, damals, 1974, da hat das Haus komplett 500.000 Mark gekostet, das sind 250.000 Euro – dafür bekommt man heute in München zwei Zimmer.

Die Generation davor, die noch in den Altstädten lebenden Grosseltern also, haben ganz andere Erfahrungen mit dem Wertverlust des Geldes gemacht. Damals verlor das Geld nicht nur über Jahre hinweg seinen Wert, sondern auch schlagartig, wie etwa 1948. Auf den ersten Blick wurde damit jeder Immobilienbesitzer reich und jeder Geldbesitzer arm, aber zum Ausgleich kam mit der Währungsreform auch eine Zwangshypothek für Hausbesitzer. Viele der hübschen Blockviertel des sozialen Wohnungsbaus dieser Republik verdanken ihre Existenz einer als höchst asozial empfundenen Belastung der Hauseigentümer, die obendrein noch unter den Folgen der Wohnungszwangswirtschaft litt: Alternativlos ist keine Erfindung von Frau Merkel. Natürlich war das Haus trotz Hypothek immer noch besser als wertloses Geld; aber man ist ja nicht reich, um zu verarmen, sondern um reicher zu werden. Dass die Hausbesitzer bei der Währungsreform obendrein auch ihr sonstiges Vermögen verloren, trägt sehr zum Trauma jener Jahre bei.

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Die Frage, die also aus diesen Erlebnissen und Erzählungen im Raum steht, ist: Werfen die Regierungen die Gelddruckmaschine an, um erst Staatsanleihen aufzukaufen und dann die Schulden wegzuinflationieren? Dann sollte man es wie die Regierungen halten und auch das kaputt gehen lassen, was man nicht hat: Die Schulden. Oder kommt es zu einer Währungsreform, die das Geld schmälert und die Immobilien aus angeblicher Gerechtigkeit mit belastet, mit, sagen wir mal 30% des Verkehrswertes? So etwas wird immer wieder gerne mal vorgeschlagen, nicht nur von Kommunisten, sondern auch von angesehenen Wirtschaftsforschern. Dann wäre ein Kauf auf Schuldenbasis kein besonders gutes Geschäft. Dann wäre man mitgefangen und mit gehangen, also das, was zu vermeiden das natürlichste Interesse der Eliten ist. Was ist wahrscheinlicher?

Das Unangenehme am Währungsschnitt und der Belastung Aller in kurzer Zeit ist die massive Verärgerung. Man traut der aktuellen Kanzlerin inzwischen ja so ziemlich alles bis zur Zwangskollektivierung zu, aber kein Mindestlohn, kein Atomaustiegaustiegaustieg und keine Bundeswehrreform trifft die konservative Klientel so ins Mark wie die Belastung von Haus und Hof. Die Vorstellung, der Staat könnte zugunsten von wem auch immer einfach kommen und sich einen Teil des Hauses abschneiden, lässt einen gleich nach Banken in Singapur googeln. Das gäbe eine Flucht ins Ausland und, nebenbei, einen kollabierenden Immobilienmarkt. Man will schliesslich ein Haus kaufen., und keine 20 Jahre Zwangsverpflichtung. Das war 1948 möglich, als Deutschland in Ruinen lag, aber heute käme es einer Vernichtung aller Vermögensgewinne aus Häusern seit gut 100 Jahren gleich. Das ist, denken wir an die Bedeutung des Baugewerbes in Deutschland, eher unwahrscheinlich. Selbst, wenn es vermutlich so etwas wie eine gewisse Gerechtigkeit in sich tragen würde: Dieses Land ist kein Gerechtigkeitsstaat, sondern ein Rechtsstaat. Zumindest darauf möchte man sich hier am See verlassen können. Wenn sonst schon nicht dauernd die Sonne scheint.

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Ausserdem hat die Inflation den grossen Vorteil, dass sie einfach passiert. Und alle machen mit, der Staat, die Banken, die Arbeitnehmer, die Geschäfte, die Mieter, die Aktien, die Renditen: Jeder trägt dazu bei. So eine Inflation ist ein Naturereignis wie der Regen und die Wolken, jeden Tag ein paar Tausendstel, und wenn dann einmal im Quartal der Aufschrei kommt, kann sich die Politik hinstellen und neue Krisengipfel gegen die Inflation einberufen. Die tun was für das Geld der Leute. Und nicht dagegen wie beim Währungsschnitt. Wenn ein Politiker etwas wegnimmt, wird er abgewählt. Wenn er aber dafür sorgt, dass etwas bleibt, zumindest teilweise, ein wenig, also bei denen, die nicht so haben, und ein wenig auch von den Schulden, die man hat, dann ist das eine andere Sache. Solche mutigen Inflationsbekämpfer wird das Land brauchen. Und nachdem das jetzt auch in dieser Zeitung zu lesen steht, habe ich nicht den geringsten Zweifel, dass man in Berlin die richtigen Schlüsse ziehen wird. Auch ohne Parteispenden, nur auf Basis der guten Argumente.

Und wer nichts hat, hat so oder so weder das eine oder das andere zu fürchten.

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189 Lesermeinungen

  1. Ich hab nix, also fürchte ich...
    Ich hab nix, also fürchte ich nix oder begreife nicht, was ich fürchten sollte. Seitdem ich dieses Blog lese, habe ich das Gefühl, es würde etwas ganz Schlimmes passieren. Aber so langsam schwant mir, dass mich das vielleicht gar nicht betrifft.
    „Glaubst du, so hast du.“
    (Martin Luther)

  2. hach ja, sehr gelungen...
    hach ja, sehr gelungen wiederum, verehrter Don!

  3. "Audaces fortuna iuvat!"...
    „Audaces fortuna iuvat!“ [Tullius Firlefancus, in: Asterix und der Avernerschild]

  4. danke für den artikel,...
    danke für den artikel, geschätzter gastgeber, es steht zu hoffen, dass man nicht kollektiv im eisigen tegernsee baden geht.
    zustimmen würde ich der einschätzung, dass eine gewisse inflation nicht nur beruhigend wirkte, sondern sich damit auch noch werte, und hier gerade immobilien durch aufnahme von hypotheken, die natürlich nicht die eigene kragenweite überragen*, ’schaffen‘ liessen.
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    fluchtgedanken hin, fluchtgedanken her –
    bei all der desaströsen lage des finanzsystems sollet man nicht unter den tisch fallen lassen, dass solide unternehmen tatsächlich recht gut dastehen – wenig schulden, technisch auf dem stand, innovativ.
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    somit sind sachwerte, wie aktien sie darstellen, eine gute anlage, trotz der volativen märkte, alternativ zu den ebenso real existierenden immobilien, bei denen man sich an einen ort und an ein objekt und meist leider auch erst an den notar, und schliesslich an handwerker und schornsteinfeger bindet, wohingegen man bei aktien bestimmte stückzahlen kaufen kann.
    bei allem kann und wird es preisschwankungen geben, und wichtig ist zuvor die analyse, welche werte wirklich etwas taugen. zuviel liquidität ist jedoch keine alternative, höchstens für den zukauf weiterer aktien.
    * eventuell sollte man auch diesmal dem bankberater einmal nicht über den weg trauen.
    .
    eine grosstante von mir sagte stets, höre ihn an, und dann tue das gegenteil.

  5. Werter Don,
    so einfach ist das...

    Werter Don,
    so einfach ist das mit der gezielten Inflation gar nicht, fragen Sie mal die Japaner. Im Uebrigen brauchen wir auch keine Zwangshypotheken sondern endlich eine gerechte Erbschaftssteuer. Soll heissen: Erbe ist Einkommen. Da wird auch nichts doppelt versteuert. (Dass der Erblasser seinen Besitz vielleicht mal irgendwie versteuert hat, tut in dem Zusammenhang nichts zur Sache. Der Einzelhaendler zahlt ja auch Steuern auf seinen Umsatz, obwohl die Kunden das Geld, mit dem sie einkaufen, wahrscheinlich vorher auch schon als Lohn versteuert haben.) Jeder soll in Ruhe besitzen duerfen, aber wenn wir den Besitz ueber Generationen hinweg ungestoert sich konzentrieren lassen, bekommen wir amerikanische Verhaeltnisse auch in Deutschland:
    http://www.thedailyshow.com/watch/thu-august-18-2011/world-of-class-warfare—the-poor-s-free-ride-is-over
    (und die bisherige Nivellierung durch einen grossen Krieg alle paar Jahrzehnte ist ja auch nicht das gelbe vom Ei)

  6. eine anmerkung noch: wer...
    eine anmerkung noch: wer weiss, wie man inflation erzeugen kann, wird für irgendeinen nobelpreis vorgeschlagen.

  7. Fiat money, fiat nox.
    .
    @donna...

    Fiat money, fiat nox.
    .
    @donna laura
    Existenzgeld?

  8. Don,

    ich beobachte hier ja...
    Don,
    ich beobachte hier ja seit einiger Zeit und komme zur Erkenntnis:
    Kein Blog unter der Sonne, welcher besser das deutsche (Bildung-)Bürgertum beschreiben..äh…eher widerspiegeln könnte.
    Das hier ist Heartland of Germany…und zugleich Herz der Finsternis.
    Draußen geht die Welt unter…und hier sorgt man sich um seine Immobilie, sein Erbe, seinen Italienurlaub, seinen Nachwuchs….
    Cocooning… ganz wunderbar, wie alle Meta-Ebenen auf den Horizont des Vorgarten runtergebrochen werden. Kleinstaaten…äh…Kleingärtnerkultur.
    Danke, selten soviel gelernt über Deutscheland wie hier.
    (P.S. der besondere Witz an der Sache ist, dass hier eine Selbstbeschreibung mittels Ironie ermöglicht wird, die aber gerade deswegen möglich ist, weil hier keine Ironie realisiert wird. So hat schon Loriot gearbeitet…)

  9. Lieber Goodnight,
    .
    was...

    Lieber Goodnight,
    .
    was könnten wir Ihrer Meinung nach besseres tun?
    Bleiben Sie noch ein wenig da, lassen Sie sich Tee einschenken und erzählen uns, was an Ihrem Aufenthaltsort jetzt gerade so los ist.

  10. "auri sacra fames" - Pirat...
    „auri sacra fames“ – Pirat Dreizack in „Streit um Asterix“.

  11. Es gibt ja universitäre...
    Es gibt ja universitäre Experten für Unternehmensbewertung, nach deren Kriterien kann man sein portefeuille mal checken und außerdem (das hab ich hier in der Vorstadt gelernt): keine Angst vor der miesen Immobilie in mieser Lage, Hostessenstudios zahlen hohe Mieten, Investitionen obsolet.

  12. liebe(r) goodnight,
    es gibt...

    liebe(r) goodnight,
    es gibt rot-grün-Blindheit und Ironieblindheit.
    Aber allen Ernstes: was soll man tun? was schlagen Sie vor?

  13. Sehr schöner Text werte DA....
    Sehr schöner Text werte DA. Ich bin auf die Antworten schon sehr gespannt.
    Danke, dass Sie den ewigen Vergleich „wer verliert mehr und schneller“ weggelassen haben, es zählt am Ende ja sowieso das eigene Hemd, das der Hose näher ist.

  14. @ Goodnight

    Früher war mehr...
    @ Goodnight
    Früher war mehr Lametta.

  15. ... und wenn die miese...
    … und wenn die miese Imobilie auf dem Land liegt, dann kann sie noch gut als Asylwerberheim vermietet werden
    http://salzburg.orf.at/news/stories/2507730/
    also kaprizieren Sie sich nicht unbedingt auf AAA-Lagen!

  16. lieber HM555, nec soli credit....
    lieber HM555, nec soli credit.

  17. Die Nicht-Inflation in Japan...
    Die Nicht-Inflation in Japan hängt vielleicht auch mit deren (über-) alterten Gesellschaft
    zusammen. Die Älteren wollen, dass die Jungen sparen und sich nach der Decke strecken.
    Eine Folge des “ demografischen Wandels“ :).
    Stichwort: das eigene Lebenswerk absichern. Der Hausherr kann davon ein Lied singen.
    .
    Da das ewige Leben noch nicht erfunden ist, ist es unvermeidbar, dass auch dieser
    Wandel an ein Ende kommt, D ist m.E. der Spitzenreiter und durch die globalen
    Handelsverpflichtungen, Initiator.

  18. Der Petrus in meinem Keller...
    Der Petrus in meinem Keller kennt weder Inflation noch Währungsschnitt. Höchstens mein Gaumen den Korkgeschmack. Den fürchte ich mehr als Angie, Silvio und Hellas zusammen.

  19. Bei Lichte betrachtet ist...
    Bei Lichte betrachtet ist Norwegen alternativlos. Reich an Energie und Geld, die reichsten Europäer überhaupt, lachen die doch über uns. Richtig. Wir aber sind schlau und investieren dort in Weinbau, denn dank des Klimawandels und der günstigen Energie ohne Ende, können wir dort warmen Regen auf geheizte Böden rieseln lassen und ernten aus Mutter Erde Balsam für unsere gehetzten Geister. Goethe pilgerte heute nach Oslo. Fernab der Agonie.

  20. Wohlhabend zu sein ist...
    Wohlhabend zu sein ist offenbar ein hartes Los. Ständig diese Angst vor dem Verlust von Vermögen und Status, da bekommt man fast Mitleid beim Lesen. Jammern auf hohem Niveau nennt man das wohl. Wobei: Auch ich habe – auf bescheidenem Niveau – wegen der drohenden Geldentwertung inzwischen die Flucht in die Sachwerte angetreten. Nach dem Motto: Alle notwendigen Anschaffungen in möglichst hoher Qualität kaufen und hoffen, dass die Sachen bis zum Lebensende halten.
    Ansonsten sei den Wohlhabenden in dieser Runde gesagt: Man kann auch sehr gut leben ohne ein Haus, ohne Silberkannen und ohne den Bodensee. Vielleicht muss man sich dann ein bisschen mehr anstrengen, mehr geistige Unabhängigkeit und Substanz entwickeln, aber das hat noch niemandem geschadet. Mir jedenfalls nicht.

  21. Ja, so ist das eben, das Jahr...
    Ja, so ist das eben, das Jahr 1970 ist nun auch schon rund fast hundert Jahre her, und der Kampf Schopenhauers um sein in einer Bankhaus-Konkursmasse befindliches Vermögen – er gewann ihn, diesen Kampf, der immer Hartnäckige, – auch schon längst vergessen.
    .
    Interessant aber, dass die FAZ, wie wir meinen zu beobachten ist, auch weiterhin – und anscheinend wie unbewußt – dieses Blog-Experiment hier riskiert (dessen Ausgang eigentlich allen leidlich Geschichtserfahrenen vollkommen klar sein sollte, ohne apodiktisch sein zu wollen):
    .
    Wie erwartet, ist jede wirklich gute Zeitung, also auch die FAZ, dass, was der deutsche Kulturkreis auch so lange schon „anonym und gemeinsam“ nennt („Text: FAZ“) , um ein um Wahrheit, Stil, Kontinuität, Repräsentation und Richtung ringendes Ganzes zu kennzeichnen.
    .
    Und der prominente Blogger ist das Gegenteil, ist, mehr noch, Verletzung dieses einen, höchsten Prinzip: „Das Blatt ist der Star, kein Einzelner ist es.“
    .
    Und so sind auch wir – quasi ebenfalls von Alters her und von Anfang an- nur der einen, eben nicht-geldwerten, sondern am Ende höchstwahrscheinlich lediglich leidlich vorauseilend-schmerzhindernden Ansicht, nämlich, dass das Prinzip „anonym & gemeinsam“ gewinnen wird.
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    Spätestens dann z.B., wenn auch dem letzten klar geworden wäre, dass es auch durch einen solchen Blog keine nennenswerten und derart fokussierbaren „Westviertel“ mehr gäbe -allerlei weiteren Globalisierungstendenzen sei es geklagt – resp. dass der bei den nämlichen erzielte Effekt – wie bislang durch alle Geschichte noch immer – kleiner wäre, als der beim Mitlesen durchs unveränderliche Kleinbürgertum sich ergebende Negativeffekt. Am Ende würde auch hier z.B. die umgebende Kleinbürgergesellschaft „mehr kaputt machen“, als fokussierender Nutzen unter sich atomisiert/marginalsiert fühlenden „Westviertlern“ der Fall wäre, oder nicht?
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    http://books.google.de/books?id=7ja-4dYGbPkC&pg=PA100&lpg=PA100&dq=anonym+und+gemeinsam+zauberberg&source=bl&ots=zt27trVcn0&sig=YP5aQgSyqOZMs4Wvu4HS6K8LG2Y&hl=de&ei=MISxTszKJcbQsgbHv-1w&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CCAQ6AEwAA#v=onepage&q=anonym%20und%20gemeinsam%20zauberberg&f=false
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    „1826 scheint sich Schopenhauer verspekuliert zu haben, denn er berichtet seinem französischen Jugendfreund Anthime Grégoire: „Ich würde sogar bequem leben, aber unglücklicherweise habe ich einen Fehler begangen, indem ich eine beträchtliche Summe in Mexikanischen Fonds angelegt habe … Mein vermindertes Einkommen genügt noch für ein Leben als Junggeselle, in möblierten Zimmern, mit Essen an der Table d’hôte, alles ohne Luxus, aber anständig; ich habe das Notwendige und nichts weiter.“ In Wahrheit hatte Schopenhauer stets mehr als das Notwendige. Im Verlauf seines überaus selbstbewusst absolvierten Lebens gelang es ihm, trotz des mexikanischen Fehltritts, das väterliche Erbe fast zu verdoppeln.
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    Er starb wohlhabend, rechnete aber bis zuletzt mit dem Schlimmsten, das er vor allem in seinen Mitmenschen verkörpert sah, denen er nicht über den Weg traute: „Der Mensch ist im Grunde ein wildes entsetzliches Tier. Wir kennen es bloß im Zustande der Bändigung und Zähmung, welcher Zivilisation heißt; daher erschrecken uns die gelegentlichen Ausbrüche seiner Natur. Aber wo und wann einmal Schloss und Kette der gesetzlichen Ordnung abfallen und Anarchie eintritt, da zeigt sich, was er ist.“
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    http://faustkultur.de/kategorie/literatur/otto-a-boehmer-schopenhauer-als-finanzberater.
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    „Schopenhauer wusste den Wert seines vom Vater geerbten Vermögens zu schätzen. Es erwies sich, neben der Philosophie, die er sich ausgedacht hatte und die er verteidigte, auch wenn keine Angreifer in Sicht waren, als die eigentliche Konstante seines Lebens. Auf sie konnte er bauen: „Vorhandenes Vermögen soll man betrachten als eine Schutzmauer gegen die vielen möglichen Übel und Unfälle; nicht als eine Erlaubnis oder gar Verpflichtung, die Pläsiers der Welt heranzuschaffen. Leute, die von Hause aus kein Vermögen haben, aber endlich in die Lage kommen, durch ihre Talente, welcher Art sie auch seien, viel zu verdienen, geraten fast immer in die Einbildung, ihr Talent sei das bleibende Kapital und der Gewinn dadurch die Zinsen. Leute, welche ererbtes Vermögen besitzen“ hingegen, „wissen … sogleich ganz richtig, was das Kapital und was die Zinsen sind. Die meisten werden daher jenes sicherzustellen suchen, keinesfalls es angreifen, ja womöglich ein Achtel der Zinsen zurücklegen, künftigen Stockungen zu begegnen. Sie bleiben daher meisten im Wohlstande.“
    .
    Wir – einmal mehr ganz ohne uns wichtig nehmen zu wollen – wissen, worüber wir z. B. mit unserem Nachwuchs reden und anhand welcher Beispiele – und auch ohne FAZ, darf man es sagen? – den „Tegernseen“ nur scheint da irgendwas abhanden gekommen, nicht wahr?
    .
    Und außerdem wäre Geld letzten Endes sowieso lange nicht so wichtig, wie, sagen wir, „die Vergnügungen des Ausdrucks“ … .

  22. Solch' Sorgen möcht' ich...
    Solch‘ Sorgen möcht‘ ich haben. Ich bin schon froh, wenn am Ende des Monats noch genug Geld auf’m Konto ist, um die Krankenversicherung für nächsten Monat zu bezahlen.
    Und ein Kompliment muss auch noch sein: so möcht‘ ich schreiben können. Danke.

  23. "Vermögen zu haben ist von...
    „Vermögen zu haben ist von Vorteil, und zwar in allen Lebenslagen. Wer sich um seine Existenzsicherung keine Sorgen machen muss, hat den Kopf frei für andere Dinge. Schopenhauer, als Hochschullehrer gescheitert und lange Jahre ein nahezu unbekannter Autor, konnte für die Philosophie leben, weil er sich finanziell abgesichert wußte. Er zog daraus den kühnen Schluß, dass sich nicht nur seine Philosophie, sondern auch seine persönliche Lebenssituation als beispielgebend begreifen ließ: „Von Hause aus so viel zu besitzen, daß man in wahrer Unabhängigkeit, d.h. ohne zu arbeiten, bequem leben kann, ist ein unschätzbarer Vorzug. Nur unter dieser Begünstigung des Schicksals ist man eigentlich als ein wahrer Freier geboren: Denn nur so ist man Herr seiner Zeit und seiner Kräfte und darf jeden Morgen sagen: ‚Der Tag ist mein’. Seinen höchsten Wert aber erlangt das Vermögen, wenn es dem zugefallen ist, der mit geistigen Kräften höherer Art ausgestattet, Bestrebungen verfolgt, die sich mit dem Erwerbe nicht wohl vertragen.“ Bei dieser Beschreibung hatte Schopenhauer den einzigen Menschen vor Augen, der ihm wirklich nahe stand, nämlich Schopenhauer. Er tat etwas für sein Geld, fand er; sein Leben diente der allgemeinen Wertschöpfung, ja glich einem „Monodrama“ zur „Beförderung der Wahrheit an das Menschengeschlecht“.“
    .
    “ 1819 bekam Schopenhauer Gelegenheit, seinen philosophisch-ökonomischen Sachverstand einer praktischen Bewährungsprobe zu unterziehen. Es galt eine Finanzkrise zu bestehen, die keine globalen Ausmaße hatte, ihn aber persönlich empfindlich zu treffen drohte. Im März 1818 hatte er sein Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung abgeschlossen, das Anfang 1819 bei Brockhaus in Leipzig erschien. Die Drucklegung seines Buches wollte er nicht abwarten; im September 1818 brach er zu seiner ersten Italienreise auf. Im Juni 1819 , als er sich schon auf der Rückreise befand, erreichte ihn in Mailand ein alarmierender Brief seiner Schwester Adele. Sie teilte ihm mit, dass das Danziger Bankhaus Muhl & Co, dem die Mutter ihr gesamtes Vermögen und Arthur mehr als ein Drittel seiner Kapitalien anvertraut hatte, in Zahlungsschwierigkeiten geraten war. Muhl ersuchte seine Gläubiger stillzuhalten und verwies auf die Möglichkeit eines Vergleichs; ohne eine solche Übereinkunft, ließ der Bankier verlauten, drohe der endgültige Konkurs seines Hauses. Schopenhauer war empört und misstrauisch zugleich, er weigerte sich, dem Vergleich beizutreten. Auch die inständigen Bitten seiner Schwester, die in dem Vergleich die Rettung für das Vermögen der Mutter sah, von dem auch sie lebte, konnten ihn nicht umstimmen. Der Philosoph, dessen Gesamtvermögen sich damals auf mehr als 22000 Taler belief, die etwa 1540 Taler Zinsen abwarfen, blieb stur. Er hielt es für angebracht, das Problem auszusitzen. Muhls Vorschläge, ihn abzufinden, lehnte er allesamt ab. Er bestand auf der vollen Auszahlung seiner Forderungen. Sein mit Ingrimm betriebenes Kalkül bestand darin, dass der Bankier, der als gewiefter Taktiker galt, sich in einem Vergleich sanieren musste und wieder zahlungsfähig würde. Schopenhauer hätte dann erneut seinen Wechsel präsentieren können und wäre zur Gänze ausbezahlt worden. Muhl zog alle Register seines Könnens. Er bot erst dreißig Prozent der geforderten Summe, dann fünfzig und siebzig..“ wie bekannt ebenda.
    .
    („Wer sich um seine Existenzsicherung keine Sorgen machen muss, hat den Kopf frei für andere Dinge“ – deshalb, und um der ausgleichenden Gerichtigkeit Willen, gäbe es daher heutzutage auch „Autogenes Training“, eben vor allem für Arme?)

  24. "Geht der Euro in einer...
    „Geht der Euro in einer Inflation kaputt, oder wird er mit einer Währungsreform entwertet?“
    Ich biete eine Wette an, Laufzeit 5 Jahre, Einsatz des Wettgegners: Ein Bier, meiner: 6 Flaschen guten Wein oder Champagner. Darauf, dass es für die Eurozone beides nicht geben wird. Für einzelne Länder, möglich. Aber für uns alle? Dafür reicht das Ausmass der Krise einfach nicht.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  25. Don for ECB-President! Ein...
    Don for ECB-President! Ein bischen Inflation muss sein!
    .
    Eine Zwangshypothek finde ich aber auch nicht schlecht. Dann würden die Papis aus dem Neubauviertel mit Ihren A4 + A6 nicht mehr täglich zur Arbeit sondern erst nach Berlin und danach Richtung Griechenland mobil machen.
    .
    Der Euro by the way ist m.E. durchaus eine Erfolgsgeschichte. In 10 Jahren gegen dem Dollar 1,4/0,9 = + etwa 50%. Da können die EUR-Südländer eben nicht mehr mit und müssen 50% abwerten.
    .
    Die Dollar Anleger haben (in Euro) 50% gewonnen.
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    Warum machen wir den Schuldenschnitt für Gesamteuropa (einschliesslich Deutschland ;-)) nicht ausschliesslich gegen die „EUR-Hartwährungs-Anleger“ ausserhalb des Euro-Raums statt im EUR-Inland den deutschen Idioten für die gesamte Süd-Zeche zahlen zu lassen und die Steuereinnahmen der kommenden Jahrzehnte ins Nicht-EUR-Ausland zu transferieren?
    .
    Beggar thy neighbour – and the neighbour is not Germany!

  26. @T.I.M.:
    "(und die bisherige...

    @T.I.M.:
    „(und die bisherige Nivellierung durch einen grossen Krieg alle paar Jahrzehnte ist ja auch nicht das gelbe vom Ei)“
    Wieso? Der scheint uns richtig zu fehlen, ausweislich der sich immer schneller drehenden Spirale von sicher herbeigesehn …äh, lustvoll gefürcht … besser vielleicht unverantwortlich herbeiger … jedenfalls Weltuntergängen. Aller Art. Heute im Schaukasten: Der Untergang des Euro. Untertitel: Besuchen Sie Europa, solange es noch steht.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  27. "Ausserdem hat die Inflation...
    „Ausserdem hat die Inflation den grossen Vorteil, dass sie einfach passiert“…aha..so einfach können Dinge sein. Bloß kommt leider das Gegenteil, egal wie heiß die Druckerpressen auch laufen werden, einfach weil sich keiner mehr weiter verschulden will und das viele Geld auch leiht. Schäuble müsste schon auf Heli-Ben machen. Stattdessen kommt leider die Mega-Deflation durch Abschreibung der Schulden. Und dann viel Spaß mit dem unbezahlten Häusle…die bezahlten werden auch in den Keller rauschen, so wie mit ihnen die Aktien…und „somit sind sachwerte, wie aktien sie darstellen, eine gute anlage“ wird sich als folgenschwerer Irrtum entpuppen, der Keller ist SEHR tief für Aktien…sorry, aber das ist meine Prognose.

  28. Werter Don,
    ich erlaube mir...

    Werter Don,
    ich erlaube mir einen Beitrag vom 28. Mai 2010, 00:21 zum Thema „Davoser
    Kanten für bessere Kreise“ zu kopieren:
    .
    Meine Oma erzählte mir, daß sie die Familie am Ende des Krieges einen Monat von
    einem Tscherwonez ( 10 Goldrubel ) satt bekam – man konnte „vom Gold
    abbeißen“. Später musste die Familie auf Haus und Grundstücke beträchtliche
    Abgaben an den Staat leisten.
    Ich sehe Gold ausschließlich als Versicherung – es ist egal welchen Geldwert es in
    einer beliebigen Währung hat, es ist nur wichtig wie lange ich uns von 100 gr. werde
    ernähren können.
    Dabei vertraue ich darauf, dass alles jemals geförderte Gold einen Würfel von 20m
    Kantenlänge ergibt – das ist nicht viel für 7 Milliarden Leute.
    .
    Gruß Hanskarl

  29. jean jacques, Sie zitieren...
    jean jacques, Sie zitieren mich klug, doch heiße ich anders.
    .
    Goodnight, so einfach ist das nicht. Die Westviertel haben nun einmal keinen weltverbessernden Auftrag. Sie tun, was wir alle versuchen: zurechtkommen. Mehr sollten wir nicht verlangen, solange wir es von den Entscheidungsträgern auch nicht wünschen.
    .
    Die Griechen: die tun auch, was sie unter ihren Bedingungen können. Wo weder eine funktionierende Wirtschaft noch eine taugliche Verwaltung Anstrengungen dulden, geschweige honorieren, ist es faktisch sinnvoll, zu lavieren. Es wäre naiv, für Deutschland anderes anzunehmen. Es geschieht nur cleverer. Die meisten betrügerischen Abschöpfungen aus den Agrarfonds der EU beispielweise gehen nach Deutschland. Nicht zum Kleinbauern, sondern zum Agrarunternehmer, der erfolgreich die Nennung von Ross und Reiter verhindert. Die Griechen werden nicht ihrer besonderen Durchtriebenheit, sondern allein ihrer Schwaäche wegen vorgeführt. Dass andere eher an der Reihe wären, steht außer Frage und wird verhindert nur deren behäbigere, aber weit malignere Steuerung der Geldabflüsse.

  30. Lasst uns als Europäer "gegen...
    Lasst uns als Europäer „gegen den Rest der Welt“ zusammenstehen – statt unsere Finanz-Probleme zu internalisieren.
    .
    Wer + 50% in den letzten 10 Jahren im EUR gewonnen hat kann den EUR-Gesamtwährungsunions-Schnitt verkraften.
    .
    Wer gegen den EUR noch weiter aufgewertet hat als der EUR gegen den Dollar, der ist eh viel viel reicher geworden (Schweiz, Norwegen, China usw.).
    .
    „Shock and awe“ -> 50% der EUROPA-Gesamt-Auslandschulden abschneiden und als Gesamt-Europa gegen den Rest der Welt zusammenfinden statt mit dem A6 gen Griechenland zu fahren.

  31. Wir heisst das auf Griechisch:...
    Wir heisst das auf Griechisch: „Wir steigern das Bruttosozialprodukt…“?. Auch der Name Band passt ja ganz gut.
    .
    Wenn es trotz Gelddruckens keine Inflation mehr gibt, dann heisst das, dass der Kommunismus vor der Tür steht. Jeder bürgt „nach seinem Vermögen“ und jeder konsumiert auf Pump „nach seinen Bedürfnissen“, und die Banken haben längst damit aufgehört, das rein- und rauslaufende Geld noch richtig zu zählen.
    .
    Irgendwann werden es die Supermarktkassiererinnen genauso machen und jeder, der nicht zu faul ist einen Einkaufswagen zu schieben, wird sich einfach umsonst alles aus dem Regal nehmen dürfen.
    .
    Nur wer die Alten umsonst pflegen wird, ist noch nicht geklärt.

  32. Natürlich ist der Euro eine...
    Natürlich ist der Euro eine Erfolgsgeschichte, wenn auch auf krummen Wegen.
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    Es war nicht mal verkehrt die Griechen in die Eurozone aufzunehmen. Ihr Fall ist geeignet
    Europa wieder etwas Selbstbesinnung zurückzugeben.

  33. "Interessant aber, dass die...
    „Interessant aber, dass die FAZ, wie wir meinen zu beobachten, auch weiterhin…“ natürlich – wir bitten einmal mehr über ein gewisses grundsätzliches Unvermögen unsererseits korrekt zu denken und sich einer Sprache auch nur halbwegs adäquat zu befleissigen, zu entschuldigen.
    .
    Und wir wollten nicht versäumt haben, kurz noch zu erwähnen, dass selbstverständlich die Verwendung von (gesichtslosen) Avataren hier im Kommentarbereich – und somit die Bewahrung einer relativen (und am besten hochgradig naiven) Anonymität – unserer Meinung nach selbstverständlich auch weiterhin unverzichtbares Ingrediens wäre. („… und sich somit die parallelen Geraden, wenn man so wollte, einmal mehr im Unendlichen träfen“: „Anonym und gemeinsam“ auch hier.)
    .
    Und: Man kennt seine Pappenheimer, und trotzdem. (Will sagen: Auskunfteien oder Geheimdienste verhielten sich zu einem Bloggerfürst wie Don A. wie die Pappenheimer zu Wallenstein. Ok, nicht ganz: Er verzehrt nicht, nicht Leben, er erteilt Subalternen keine Befehle, muß dies nicht, er plaudert, was zu schätzen ist.)

  34. bester netwanderer,
    wenn sie...

    bester netwanderer,
    wenn sie die güte besässen, darzulegen, worauf ihre analyse beruht, dass ein einbruch der immobilienpreise und der aktienkurse angesichts drastisch fallender preise schadet.
    alternativ (das ganze ist ja nicht alternativlos): und, was schlagen sie vor?

  35. Das Traurige ist, dass unsere...
    Das Traurige ist, dass unsere Politiker sich vom Nicht-EUR-Ausland beständig unter Druck setzen lassen.
    .
    Für den „Shock and awe Gesamteuropa-Schuldenschnitt“ halte ich selbst den von mir höchst verehrten „Transatlantiker Altbundeskanzler“ als zu schwach an – eben weil er mehr ein „Transatlantiker“ als ein Europäer ist.
    .
    Wir brauchen ein neues Selbstbewusstsein in Europa, wenn wir nicht den Weg unserer transatlantischen Freunde gehen und vom ehemaligen „Systemfeind No 1 (China)“ und den „Dschihad-Ölländern“ abhängig sein wollen.

  36. lieber perfekt!57, einen...
    lieber perfekt!57, einen besonderen dankschuldet man ihnen für die kurzweiligen hinweise auf schopenhauer, als berufssohn ein veritabler kollege des gastgebers.

  37. Ach so ... falls wir in...
    Ach so … falls wir in Deutschland jetzt wieder German-Angst bekommen, dass das Ausland dann keine A+S6 + A+S4 + M+Q5+6+7 +911+S usw. bei uns kauft sind unbegründet.
    .
    Nach einem 50% Auslands-Schuldenschnitt und den damit einhergehenden Steuersenkungen fahren wir in D alle nur 911!
    .
    Ist dann aber auch langweilig – deshalb besser in Bildung investieren!

  38. @Thorsten Haupts: Das ist...
    @Thorsten Haupts: Das ist Sportsgeist! Gewöhnlich wäre ich gerne dabei, erst recht bei so brauchbaren Einsätzen. – Indes: In der Wirtschaftswoche lese ich ein Gruppeninterview mit den Top-Anlageberatern der Republik und die sagen: Die Kreditausfallversicherungen für Banken seinen noch mal teurer (ca. 20 %) heute als in der Post-Lehmann-Phase. Und: Das Verhältnis reales BIP zur Summe der Handelsbilanzen der Banken betrüge in den USA 1:0,8; in den Euro-Ländern hingegen: 1:3,37. – Wenn Herbst 2008 schon „the perfect storm“ war – zumindest in den Depots wurde es (vorübergehend) ziemlich zugig! – dann sollten wir den Wetteinsatz in der Vorstands-Leder-Garnitur des Büros von Herrn Ackermann trinken. Dessen Job will dann wohl garantiert keiner mehr haben. Ok: Oskar Lafontaine vielleicht.
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    Das lesenwerte WiWo-Interview mit Jens Ehrhardt/Flossbach und Co. – Teil I: Analyse der Lage:
    http://www.wiwo.de/finanzen/sicherheit-vor-rendite-486120/
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    Im Teil II geht es um vernünftige Geldanlage – überraschenderweise lautet die Antwort: Diversifizieren.
    http://www.wiwo.de/finanzen/was-top-anlageexperten-jetzt-raten-486530/

  39. @Köstlich – ‘Das Traurige...
    @Köstlich – ‘Das Traurige ist, dass unsere Politiker sich vom Nicht-EUR-Ausland beständig unter Druck setzen lassen.’ Ich glaube nicht, dass das der Kern des Problems ist. Die europäischen Politiker sind in erster Linie nationale Politiker. Auch der transatlantische Altbundeskanzler war es. Sie werden nicht dafür gewählt, was sie versprechen für Europa zu tun, sondern dafür, was sie für ihr Land zu tun vorhaben. Das bestimmt ihr Denken und Handeln.
    .
    Wenn ein europäischer Politiker etwas tut, was gut für Europa ist und von den meisten Europäern auch gut geheißen wird, aber nicht von seinen eigenen Landsleuten, nutzt ihm das professionell politisch überhaupt nichts, weil die Nichtdeutschen ihn nicht wählen können.

  40. @Thorsten Haupts:...
    @Thorsten Haupts: Wahrscheinlich gewinnen Sie die Wette, aber bei der Quote wuerde ich trotzdem einschlagen. Gegen wen wuerden sie denn Krieg fuehren wollen? Das Dumme ist ja, um nachher von vorn anzufangen, muss man den Krieg eigentlich verlieren – und dreimal hintereinander verlieren ist irgendwie deprimierend. Dann lieber Schulden. Oder aber, man erobert das bereits erwaehnte Norwegen. Haetten die beim Unternehmen Weseruebung aber schon von ihrem Oel gewusst, die haetten sich auch besser gewehrt – und die Marine der Bundeswehr ist auch nicht wirklich satisfaktionsfaehig… die hat ja schon Probleme mit ein paar jaemmerliche Piraten (wir brauchen Gallier! ;-))
    Dieser Blog dreht sich doch gerne auch mal um das, „was man (oder eben nicht) macht“. Erschiene den Mitforisten ein „Shock and awe Gesamteuropa-Schuldenschnitt“ nicht zutiefst unanstaendig? Der Deckel muss bezahlt werden! (Man frage mal den ehemaligen Mainzer OB.)

  41. Pardon, ich war heute in...
    Pardon, ich war heute in Innsbruck. 20 Grad, wunderschön.
    .
    Um auf das Thema zu kommen: irische Anleihenausgabe wurde zurückgezogen. Offensichtlich haben die Anleger schlicht zu viel Angst vor allem, was aus irgendwelchen PIIGS-Staaten kommt.
    .
    http://www.independent.ie/business/irish/europe-postpones-plans-to-raise-euro3bn-for-ireland-2923321.html

  42. @ Der Tiger: "... nutzt ihm...
    @ Der Tiger: „… nutzt ihm das professionell politisch überhaupt nichts, weil die Nichtdeutschen ihn nicht wählen können. “
    .
    Da haben sie das politische Problem innerhalb Europas erkannt. Dieses gilt es zu lösen, schliesslich sind wir im „Währungskrieg“ mit sehr grossen Währungsräumen für die nur 1 Präsident, Kanzler, Premier spricht und entscheidet.
    .
    Wir sind ein EUR-Währungsraum -und obgleich wir und unsere Kanzlerin es in D nicht wahr haben wollen- auch eine Schuldenunion (mit einem Puppentheater an EUR-Gipfel-Clowns).
    .
    Wenn wir Euro-Bonds einführen (und daran führt jetzt m.E. kein Weg mehr vorbei), dann erst nach einem 50% Schuldenschnitt für Gesamt-Euro-Land ggü. dem Nicht-EUR-Ausland.
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    Ich sage es jetzt explizit: Auch deutsche Bundesanleihen in Depots ausserhalb des EUR-Raumes (Stichtag 30.10.2011) werden nur noch zu 50% zurückgezahlt.
    .
    Noch können wir daraus einen gigantischen (für das Ausland aber verschmerzbaren) „deutschen Gewinn“ für Gesamteuropa generieren.

  43. Also doch...
    Also doch Währungsschnitt.
    Gulden, Taler, Kreuzer, Mark, EUR, Söder.
    Der Platz im Geschichtsbuch steht bereit.

  44. „Denn wer da hat, dem wird...
    „Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, dass er Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat.“ – Mt 25,29 LUT

  45. geehrter Thorsten Haupts , ...
    geehrter Thorsten Haupts , ein Bier setze ich gerne , mfG.T.
    ( würde ich für Ihre Kommentare aber auch freiwillig ausgeben )

  46. "Ich sage es jetzt explizit:...
    „Ich sage es jetzt explizit: Auch deutsche Bundesanleihen in Depots ausserhalb des EUR-Raumes Stichtag 30.12.11) werden nur noch zu 50% zurückgezahlt“.
    .
    Heißa, das macht Spaß; so stell‘ ich mir Kapitalismus vor. Aber deren Schulden im EUR-Raum, also die, die müssen sie bezahlen – darauf besteh‘ ich.
    .
    ….eines Tages werde ich auch noch kapieren was ein Währungsschnitt ist. Puuhhh

  47. Solche Beiträge zur...
    Solche Beiträge zur Finanzkrise ziehen mich moralisch ganz schön runter..ich sitze hier und esse trocken Brot um mich auf die kommende Apokalypse einzustimmen. Wie sagte schon Lee Majors in jeder Folge (gefühlte drei mal) von „Ein Colt für alle Fälle“? : WIR MÜSSEN RAUS HIER, DIE GANZE KISTE FLIEGT GLEICH IN DIE LUFT!

  48. @ E.R.: "Beggar thy neighbour...
    @ E.R.: „Beggar thy neighbour in shock and awe“ hat natürlich eine gewisse Einseitigkeit. Die Amerikaner z.B haben aber genau das bereits 2008 zelebriert. Jetzt wirds Zeit aus Europa mal zurück zu schiessen – und was böte sich da besser an als die Bundesanleihen-Bazooka!

  49. Besitz und Bargeld. Auf E,...
    Besitz und Bargeld. Auf E, „fixed capital“ and „moveable capital“. Ein Aktienpaket kann man immer sofort verkaufen – an der Frankfurter Börse. Dasselbe gilt für Gold, Silber, Anleihen, Währungen usw. Natürlich will man auch Hausbesitzer sein, doch im Notfall sofort einen Käufer zu finden könnte
    ggf schwierig bis unmöglich sein (Beispiel: der Immobilienmarkt heute in den USA).
    P.S. Faustregel in der Schweiz – 15% des Vermögens in Gold anlegen.

  50. Eine dreissigprozentige...
    Eine dreissigprozentige Immobilienabgabe? So what? Inflation? 4 Prozent, 5 Prozent – wer bietet mehr? Das Depot um die Hälfte weggeschmolzen? Was juckt’s? Den Q5 zurück zum Händler geschoben? Ja und?
    .
    Zum Schluss müssten wir uns schon allerhand Mühe geben, uns zurück zum Lebensstandard der 1970er Jahre zu beamen – und wenn es so wäre? Haben wir damals am Hungertuche genagt? Ging es uns schlechter als heute in der Summe der Alltäglichkeiten?
    .
    Das eigentliche Problem: Angst essen Seele auf. Es gibt genug freundliche Mitmenschen, die für die Rettung ihres Q5 die Demokratie opfern, denen es für ihr Feriendomizil am Schliersee durchaus recht ist, in Griechenland wieder eine Militärjunta an der Macht zu sehen, die sich nolens volens wieder zum Steigbügelhalter für irgendeine Brut machen würden und denen stabile gesellschaftliche Verhältnisse so etwas von Wurscht sind solange sie ihre jährliche Kreuzfahrt unternehmen können.

  51. Bazooka, das war in meiner...
    Bazooka, das war in meiner Kindheit keine Panzerfaust, sondern ein Kaugummi,so ähnlich wie Hubba Bubba: „Riesenblasen die nicht kleben“.

  52. Aaaah, sehr schön...
    Aaaah, sehr schön auseinandergefieselt. Ja, so sehen die Grunderfahrungen aus. Ich könnte mir aber vorstellen, daß da jetzt noch eine dritte Variante ansteht, für die mir gegenwärtig noch die Phantasie fehlt. Vorausgesetzt, jemand anders entwickelt da genügend Phantasie.

  53. ...
    http://www.elpais.com/articulo/economia/banca/reduce/26/176000/millones/exposicion/riesgo/inmobiliario/elpepueco/20111102elpepueco_14/Tes
    .
    Was den Immobilien-Zweitkauf angeht, so sind die Spanier zur Zeit die beste Referenz. Da haben viele zur Zeit der Bonanza mit der zu 100% finanzierten Erstimmobilie die zweite mit der fiktiven Wertsteigerung der ersten gekauft. Ein Vorzeigemodell, geradezu avantgardistisch, wie sich nun rausstellt. Denn ca. 176 Milliarden toxischer Kredite schlummern noch in spanischen Geldhäusern. All diejenigen, die sich schon sin techo sahen, werden nun als Sieger aus der Krise hervorgehen. Diese Euphorie hat nun auch Madrid dazu verleitet, über ein Las Vegas in Madrid nachzudenken; Es bringe vermutlich 50.000 direkte und ca. 200.000 indirekte Arbeitsplätze. – Madrid hat ca. 500.000 Arbeitslose, ganz Spanien 21%. Man müsse nur zuvor 16,9 Milliarden investieren. http://www.elpais.com/articulo/madrid/exigencias/mister/Adelson/elpepiespmad/20111103elpmad_5/Tes
    Dort könnten dann die durch den Schuldenschnitt wiedererstarkten Spanier ihr Geld erneut versenken……Dann allerdings wohl für immer.
    Visionäre braucht das Land.

  54. "Nur was Du im Kopf hast, das...
    „Nur was Du im Kopf hast, das kann man Dir nicht wegnehmen“. Das war das ewige Mantra meiner Eltern, und es hat Spuren hinterlassen. Ich bin erstaunlich wenig materialistisch und sehe die ganze Angelegenheit recht entspannt.
    „Eure Sorgen und Rothschilds Geld – die hätt ich gern.“

  55. "...aber man ist ja nicht...
    „…aber man ist ja nicht reich, um zu verarmen, sondern um reicher zu werden. Dass die Hausbesitzer bei der Währungsreform obendrein auch ihr sonstiges Vermögen verloren, trägt sehr zum Trauma jener Jahre bei…“
    Don, falsch, sitzen, 6.
    Als Gewinner der Währungsinflation 1948 erwiesen sich nicht nur Immobilienbesitzer, sondern auch Aktienbesitzer. Allerdings nur diejenigen, die 1948 – anstatt zu verkaufen – es sich leisten konnten, die Aktien in der Hoffnung auf bessere Zeiten für die nächsten fünf Jahre bis 1955 zu halten, denn die Währungsreform begünstigte auch Aktionäre (!) erheblich. Im Gegensatz zu Barvermögen in Reichsmark, das entweder verfiel oder im Verhältnis 10 zu 1 in die neue Währung D-Mark umgetauscht wurde, konnten die Aktien im Verhältnis 5 zu 3 getauscht werden.
    Im „zurückgerechneten“ Deutschen Aktienindex DAX sieht man, unmittelbar vor der Währungsreform 1947 (noch Reichsmark) stand der DAX bei 102,18 Punkten. Unmittelbar nach der Währungsreform 1948 dann bei 12,93 Punkten, was einem Verlust von rd. 87% entsprach.
    1954 hatte der DAX bereits wieder 135,28 Punkte erklommen, unter Berücksichtigung des Währungsumtauschs von 10 : 1 in DM, also bereits eine durchschnittliche Verzehnfachung der damals im DAX enthaltenen Aktienwerte.
    http://de.wikipedia.org/wiki/DAX
    .
    .

  56. lieber Yog Sothoth, Esq., aber...
    lieber Yog Sothoth, Esq., aber bitte nicht doch – nehmen sie lieber noch ein wenig von der ausgezeichneten konfitüre oder etwas honig. greifen sie ruhig zu, nehmen sie noch eine scheibe, es ist genug für alle da. bis versorgungsengpässe auftreten, wäre das brot ohnehin verdorben. und dann werden sie sich mächtig ärgern, nicht die butter dicker obenauf getan zu haben. noch ein croissant? und das omelett mit pilzen, nicht wahr (aber nicht mit spaltpilzen)?

  57. Sehr geehrter Don,
    vielen Dank...

    Sehr geehrter Don,
    vielen Dank für Ihre Beiträge, die ich immer sehr genieße. Weiter so…
    Grüße von Ortasee.

  58. @Chajah
    .
    Sind Sie sich...

    @Chajah
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    Sind Sie sich sicher? Sinn und Zweck der sozialen Marktwirtschaft ist es bekanntlich, sich die Seelen der Unterworfenen einzuverleiben.

  59. @HansMeiner555: Wer sagt, ich...
    @HansMeiner555: Wer sagt, ich sei unterworfen? ;-)

  60. @Don

    "Pardon, ich war heute...
    @Don
    „Pardon, ich war heute in Innsbruck. 20 Grad, wunderschön.“
    Arrrghh …. genau das meine ich…… in Cannes steht Europa am Abgrund… das wird hier thematisiert…und der Autor selbst liefert dann als ersten Kommentar: dies…..und zwar ohne Ironie….und der Rest der Zuschauer klatscht Beifall, „genießt“ die Beiträge und huldigt der grandiosen Unterhaltung. Weltuntergang als Schauspiel…
    Yep, auch wenn hier alle beyond der 60 sind und die FAZ-/Beamtenpension noch sicher….so stellt sich doch die Frage:
    Existiert da so etwas für Realität? Und wie sieht die aus? Alles Komödie? Aber wenn Apple mehr Handys verkauft… dann fährt hier das Drama auf?
    Whatever, gerade dieses Mentalität lässt hoffen, dass allen Hyperinflationen, Währungsreformen, Aktiencrashs, Immobilienpleiten, Weltkriege stand gehalten wird, in den Vorgärten dieser Republik. Weil alles nur ein Schauspiel…solange es nicht durch die Gartenpforte tritt…..

  61. Bazooka gibt's leider nicht...
    Bazooka gibt’s leider nicht mehr auf dem deutschen Markt, aber in Österreich ist ein Spezial-Importeur: http://www.gschwandtner-import.at/image/wueu/Bazooka%201956%20Ausschnitt.jpg

  62. Liebe Donna Laura,

    ich danke...
    Liebe Donna Laura,
    ich danke für Ihre verlockenden Angebote, aber Brot pur hab ich schon immer gern gegessen. Was bei meinen Erziehungsberechtigten zu Panikattacken führte. Die hatten nämlich Angst, dass es dann in der Nachbarschaft heisst der kleine Yog bekäme zuhause nur trocken Brot. So wurde ich dann genötigt mir all die Leckereien aufs Brot zu tun die Sie angepriesen haben und noch was dazu…
    Und was Pilze angeht, bevorzuge ich Pilse :)

  63. jeder will abgesichert sein...
    jeder will abgesichert sein und benötigt dafür ein vermögen. selbst auf die noch so schwache illusion, durch lohnarbeit zu einem vermögen zu kommen, will keiner verzichten und arbeitet lieber neunzig stunden pro woche, während andere ‚ihr geld arbeiten lassen‘. gleichzeitig glaubt jeder, in einer marktwirtschaft zu leben, in der die nachfrage den preis bestimmt und deshalb jeder eine chance auf ein vermögen hat, solange er nur gut genug arbeitet.

    haken: vermögen auf der einen seite sind nur möglich, wenn woanders geld entzogen wird. verstärkt wird das problem, weil die geldkonzentration auf einzelne deren marktposition stärkt, was zwangsläufig zu weiterer geldkonzentration bei diesen einzelnen und zu verarmung der anderen führt.

    der zwang, produktiv zu sein, um überhaupt eine chance auf ein einkommen zu haben resultiert außerdem in einer verschwendung von kraft, zeit und material, weil eben nicht alles, was produziert wurde, auch zu den erhofften und erforderlichen einkünften führt. die werte wurden zwar geschaffen und bleiben vielleicht erhalten, ermöglichen jedoch nicht das überleben ihres erzeugers, weil sie zu geringe preise erzielen.

    wendet man den ersten hauptsatz der thermodynamik auf das leben an, ist arbeit erforderlich, um es zu erhalten oder um es auf einen höheren zustand zu versetzen (wohlstand). geld arbeitet nicht, es läßt arbeiten. wer also nur von seinem vermögen leben will, verlangt von anderen die mehrarbeit, die zur erhaltung und verbesserung seines daseins unabwendbar erforderlich ist, die er jedoch selbst nicht leisten will.

    zwar erlaubt es die hohe produktivität einer hoch entwickelten industriegesellschaft, auch menschen ein durchaus akzeptables dasein abzusichern, die nicht für ihren eigenen unterhalt sorgen können. auch bildung, kultur, krankenbehandlung, renten, innere und äußere sicherheit, die zunächst keine gebrauchswerte schaffen, können infolge der hohen produktivität problemlos unterhalten werden. doch die produzenten des wohlstands müssen irgendwann scheitern, wenn ihre wirtschaftliche leistungsfähigkeit von der zahl und den ansprüchen einer vermögenden, aber nicht produzierenden schicht überfordert wird.

    natürlich wäre es ungerecht, alle menschen gleich zu entlohnen, einfach weil ihr jeweiliger gesellschaftlicher nutzen unterschiedlich ist. deshalb sind einkommensunterschiede gerecht und auch erforderlich. vermögensunterschiede sind es jedoch nicht, denn sie sind nicht zwingend ein äquivalent zu einem gesellschaftlichen nutzen und schaden einer gesellschaft, sobald sie einen bestimmten anteil der gesamtwerte dieser gesellschaft überschreiten.

    eine abwertung von vermögen durch eine verstärkte inflation dürfte trotzdem nicht zu einer lösung des problems der gesetzmäßigen konzentration von geld in großen vermögen führen, weil aufgrund des cantillon-effekts bestimmte teile der bevölkerung noch eher infolge geldmangel vom wirtschaftskreislauf ausgeschlossen wären.

    gesamtgesellschaftlich erstrebenswerter wäre ein zwang zum geldausgeben. es beständen immernoch große wohlstandsunterschiede aufgrund der individuellen unterschiede in leistungsfähigkeit und geschäftstüchtigkeit, die somit auch weiterhin einen leistungsanreiz böten. doch so könnte immerhin die gesetzmäßige umverteilung von geld hin zu wenigen großen vermögen bis zum zusammenbruch des geldkreislaufs in den breiteren ärmeren bevölkerungsschichten vermieden werden. ebenso die massive überproduktion, weil jeder zwar grundsätzlich zur produktion gezwungen wäre, um ein einkommen zu erzielen, aber eben nur entsprechend seinen persönlichen ansprüchen. unvermeidlich müßte damit eine stärkere besteuerung oder eine beschränkung von grundbesitz einhergehen, um dort vermögensbildung auszuschließen.

  64. Goodnight, wenn ich als...
    Goodnight, wenn ich als Sonnengeseiteter schon draufgehe wie alle anderen auch, dann will ich auch das auf der Sonnenseite tun und nicht am Ticker:
    .
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1926312/
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    So will ich draufgehen. Mit dem gefühl, dass alles bestens ist und am Ende bis zum Schluss eine Torte. Griechenland geht mit mir und ohne mich unter.
    .
    RoRo, sehr zu Diensten, mit grösstem Vergnügen,

  65. Es wird ein groß' Heulen und...
    Es wird ein groß‘ Heulen und Zähneknirschen sein… dieser Rettungsschirm ist des Hebelns nicht wert… das Refinanzierungsvolumen von Bella Italia bis 2014 beträgt satte 650 Milliarden EUR, dasjenige von Espana nur schlappe 450 Milliarden EUR (Quelle: Catherine Hoffmann, SZ von heute). Mal ganz abgesehen davon, dass Herr Hu in Cannes trotz präsidialer Aufwartung nicht einen einzigen, schäbigen Renminbi rausgerückt hat! Ob ein nur gedachter Rettungsschirm verhindern kann, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt???

  66. @Don: Ihre Fotoserie ist eine...
    @Don: Ihre Fotoserie ist eine grobe Unverschämtheit für alle, die in Köln im Regen sitzen. Weitermachen!

  67. @nico
    .

    „Bei Lichte...
    @nico
    .
    „Bei Lichte betrachtet ist Norwegen alternativlos. Reich an Energie und Geld, die reichsten Europäer überhaupt, lachen die doch über uns.“
    .
    Im Sommer haben sie ordentlich geweint, schon vergessen? Das Grauen taucht an den unvermutesten Stellen auf. Im Verhältnis zur Bevölkerung starben durch Breivik mehr Leute als bei 9/11, Statoil und Staatsfonds zum Hohn.

  68. Don, ich will nicht...
    Don, ich will nicht draufgehen. Nicht mit Torte, nicht mit Sonnenuntergang, nicht mit „wow, wow, wow“.
    Liegt an meinen „Autoritätsproblem“. Ich mag keine Grenzen, d.h. keine Gartenzäune, d.h wenn man mir sagt, wie ich zu leben haben (mind. Reihenhaus, max. ein Kind, mindestens A4/3er/C-Klasse, max. eine Scheidung etc.), was zwischen meinen Ohren erscheint (Gothe, Schiller, Frisch, …Bayern München, Wetten das?) und auch nicht, dass ich sterben muss.
    Hybris? Yep….aber Hybris ist die Mutter des Fortschritts.
    Aber dafür muss man wollen das alles anders wird als es ist….und nicht dass das Leben endet, wir es angefangen hat: mit Muttis Kirschtorte im Garten. ;-)

  69. Die letzte Sause am...
    Die letzte Sause am Tegernsee:
    http://www.youtube.com/watch?v=uZz3Nh2pJfs

  70. Goodnight, das ist noch gar...
    Goodnight, das ist noch gar nichts; erst wenn man den eigenen Vorgarten zur Metaebene
    stilisieren kann, ist der Deutsche ganz bei sich. Nur das wird honoriert, entsprechend
    hart ist der Wettbewerb.
    Die Schicksalsfrage Gartenzwerg oder nicht Gartenzwerg, hält keine Apokalypse aus.

  71. <p>Regen? Glaube ich nicht. 20...
    Regen? Glaube ich nicht. 20 Grad! Sonne!
    .

    .
    Aber ich geh gleich auf den Berg und schaue mal runter, bei 300 Kilometer Fernsicht sollte ich es ja fast sehen.

  72. Goodnight, ich denke auch,...
    Goodnight, ich denke auch, dass es jeder, soweit möglich, selbst entscheiden sollte, und ich darf anfügen, dass es auch im meinem Dasein jede Mwenge höchst unerfreuliche und banal-dumme Zwänge gibt, aber die sind hier nicht Thema. Thema ist das, was ich tatsächlich als der tun kann, der dieses Blog schreibt, und der ist nun mal so, wie ich auch gern immer sein würde. Ein wenig dumm und sorglos.

  73. Yep...Ihr solltet öfters mal...
    Yep…Ihr solltet öfters mal auf Beerdigungen gehen.
    Meine letzte Erfahrung diesbezüglich war die Beisetzung im Sauerland. 5 Leute plus Geistlicher. Alle waren sich einig: Ein ordentliches Leben, unauffällig, Nachwuchs, Haus, und ein top Vorgarten….90 Jahre …ein langer ruhiger Fluss
    Und da weiss man dann: So nicht!
    Ich will mindestens ein Dutzend Ex-Damen, die auf mein Grab spucken, mindestens ein Dutzend Ex-Konkurrenten, die meinen Tod bejubeln, ein dutzend Gläubiger die auf der Suche nach Erben sind, die sie für meine Schulden belangen können, und ein dutzend Nachbarn, die über meinen Lebenswandel und den Zustand meines Vorgarten lästern. Ich will, dass der Pfaffe sagt: Ja, er war ein großer Sünder…..
    Yep, ich will gelebt haben.

  74. dafafa...
    dafafa

  75. Wie vermutllich jeder Mensch...
    Wie vermutllich jeder Mensch gehe ich nicht öfters auf Beerdigungen, als es wünschenswert wäre. Aber bei uns in Bayern stirbt man noch nicht allein.
    .
    Dieses Jahr sind ein paar Leute in meinem Alter gestorben. Einer von denen war sich sicher, dass er nicht alt werden würde, und hat nochmal alles mitgenommen. Und dann: Schlaganfall. naja, und um Feinde bei meinem Tod brauche ich mir keine Sorgen machen, gell, Ingeborg?
    dafadfaf, ah´gahaga!

  76. <p>Frankie Bernankie,...
    Frankie Bernankie, ausserdem ist das Klima in Norwegen nicht imnmer so einfach, und wer möchte schon irgendwo wohnen, wo die Menschen 3/4 des Jahres dick eingepackt sind – und von der Küche will ich noch gar nicht anfangen?

  77. Holly01, mit dem Altruismus...
    Holly01, mit dem Altruismus ist es nicht weit her, aber das überrascht wohl niemanden.
    .
    netwanderer, das stimmt natürlich alles: Meine Aussage war blanker Zynismus angesichts der Art, wie man hier die Bevölkerung weichkocht. Ganz langsam. Auf kleiner Flamme.

  78. WUHUUUU! Es geht los! Draghi...
    WUHUUUU! Es geht los! Draghi senkt gleich mal den Leitzins!
    .
    http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:zinsentscheid-neuer-ezb-chef-draghi-senkt-ueberraschend-leitzins/60124610.html
    .
    Die Maschinen rattern, die Geldlaster rollen –
    .
    und die Pässe in die Schweiz sind noch frei.

  79. @T.I.M.:
    "Erschiene den...

    @T.I.M.:
    „Erschiene den Mitforisten ein „Shock and awe Gesamteuropa-Schuldenschnitt“ nicht zutiefst unanstaendig?“
    Ts. Sie können Fragen stellen! Unanständig sind immer nur die anderen. Und was können wir dafür, dass sich unsere Demokratie verschuldet hat? Nichts natürlich, das waren die (beliebiges einsetzen). Und jetzt sollen WIR dafür die Verantwortung übernehmen, völlig unschuldig, wie wir sind. Aus ANSTAND? Kann man das essen? Nein, nein. Bezahlen sollen das die (beliebiges einsetzen), die haben sich schliesslich auf unsere Kosten unmässig bereichert, es muss doch gerecht zugehen, also jedenfalls nicht auf UNSERE Kosten! Legal, illegal, scheissegal – und da behaupten manche, die 68er wären nicht erfolgreich gewesen. Doch, Sieg auf der ganzen Linie. Ich will SPASS – und zur Selbstverantwortung bin ich (beliebiges einsetzen). Hans Meier, übernehmen Sie.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  80. .@ Köstlich
    .
    „Dann würden...

    .@ Köstlich
    .
    „Dann würden die Papis aus dem Neubauviertel mit Ihren A4 + A6 nicht mehr täglich zur Arbeit sondern erst nach Berlin und danach Richtung Griechenland mobil machen.“
    .
    Nie und nimmer, denn womöglich erlitte der A4 oder A6 eine Schramme.
    Für uns deutsche Mittelstandsbürger kommt Selbstbeteiligung nur bei der Haftpflichtversicherung in Frage, nicht bei Revolutionen.

  81. Kommentar zu...
    Kommentar zu Griechenland:
    .
    Papandreou hat ehrlich versucht, den Spagat hinzubekommen zwischen ausländischen Gläubigern und eigenem Volk. Mit der Volksbefragung wollte er zeigen, dass er nicht der Statthalter und Vasall der Gläubiger ist.
    .
    Die Zerreißprobe scheint nicht zu klappen. Nach ihm werden alle griechischen Politiker sich entschieden müssen, sie werden entweder Statthalter oder „Populisten“ sein müssen.
    .
    Die ihn jetzt stürzen wollen, sind vermutlich diejenigen, die sich längst für die Statthalterrolle entschieden haben. Das fiel ihnen leicht, da sie in den Augen des Volkes längst nichts anderes mehr sind. Sie haben die Brücken hinter sich abgebrannt. Sie stemmen sich gegen das Referendum, das für sie persönlich ein abruptes Karriereende bedeuten würde.
    .
    Wie sie sich ihre weitere Zukunft vorstellen? Der nächste Wahltermin kommt bestimmt.
    Vielleicht so: Die Spitzen der Politik einigen sich über alle Parteigrenzen hinweg und treffen ein „gentlemen’s agreement“, dass keiner von ihnen im Wahlkampf einen Euro-Austritt bzw. eine Volksabstimmung etc. auch nur in Erwägung ziehen wird. Sozusagen eine Art Allparteiendiktatur, selbstverständlich sind auch Militärs und Geheimdienstler mit im Boot.
    .
    Sie machen den feudalen Statthalter-Job und werden ihn sich honorieren lassen.
    .
    Das ist natürlich nur eine vage Verschwörungstheorie. Es kann auch anders kommen.

  82. Die Frage nach einem...
    Die Frage nach einem Gesamtschuldenschnitt schliesst die Frage ein, wer dann eigentlich die Renten zahlt. Und wer danach noch Staatsanleihen kaufen soll Egal an welchem Ende man es anschaut: Das Spiel mit Schulden auf der einen Seite und Wertschöpfung durch Handel mit Geld auf der anderen ist ein gigantisches Ponzisystem. Egal wo man zieht – es fällt mehr um. Es gibt keine einfache Lösung für alle, wenn schon die individuelle Lösung schwer ist,

  83. Der A1 ist auch nicht...
    Der A1 ist auch nicht schlecht, wenn man daneben einen Opel Astra sieht. Sehe auch kein echtes Revolutionspotenzial, solange es nicht an die Häuser geht.
    .
    Ich denke, die Konservativen werden halt das machen, was sie immer machen: Von allen Seiten nehmen und es an ihre Leute verteilen und genau überlegen, wann es den Europäern zu viel wird. Wobei es noch nicht mal sein muss, dass sie gewählt werden: Mit etwas Pech haben die Griechen einfach genug und machen diesmmal auf Arabellion. In Italien wird es auch so kommen, früher oder später.

  84. Na, die Schuldenkrisen werden...
    Na, die Schuldenkrisen werden wir nicht mehr los. Nirgendwo sonst ist soviel Geschäft
    und gibt es für viele soviel zu verdienen. An den Börsenkursen kann man es ablesen. Unternehmen mit sehr guten Zahlen und noch besserem Ausblick werden abgestraft,
    Konzerne mit Führungsproblemen mieser Ertragslage und ohne Konzept – wird gekauft.

  85. "Mit etwas Pech haben die...
    „Mit etwas Pech haben die Griechen einfach genug und machen diesmmal auf Arabellion.“
    Das wäre unter dem Strich eh die vernünftigste Lösung. Griechenland gehört nicht in den Euroraum, Italien schon. Das ist nämlich inklusive seiner Schattenwirtschaft noch immer das mindestens drittstärkste Land in der EU und im Euroraum.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  86. Die Finanzmärkte haben...
    Die Finanzmärkte haben endlich wieder eine Blase entdeckt – die Schuldenkrisenblase.

  87. @T.I.M.: Timeout. Oder, auf...
    @T.I.M.: Timeout. Oder, auf deutsch: zu spät. Jetzt bizzelt die Lunte, die erstmal die EU-Peripherie lupfen wird, dann F und D (das sich mit gynastischen Verrenkungen vom Feuer fernzuhalten sucht, aber mit Sicherheit mindestens ganz böse die Finger verbrennen wird). Dann die USA und zuletzt vielleicht doch noch England. Alldieweil die Chaotisierung weitergeht.

    Wenn ich was nicht mehr hören mag, dann Weglauf- und Auswanderungsfantasien. Die Torte und die Oliven gibts noch da, wo es sie immer gab. Anderswo wird das nicht mehr eingeführt.

    Die große Frage ist nur, was man tun kann, damit es auch weiterhin Oliven und torte gibt.

  88. Laut eines SPON-Artikels lehnt...
    Laut eines SPON-Artikels lehnt jeder zweite Grieche diese ominöse Volksbefragung ab. Viele griechische Bürger sehen sich nicht in der Lage, eine informierte Entscheidung zu treffen. So würde ich es als Grieche auch sehen. So würde ich es auch sehen, wenn als Pendant auch hier eine Volksentscheidung herbeigeführt würde (wahrscheinlich würde dann die BILD die Meinung vorformulieren, ein Hoch auf die gelebte Demokratie!).
    .
    Egal was man davon hält, egal wie das ausgeht, Papandreou hat bis dahin zunächst einen Stillstand verursacht, kontraproduktiver gehts nicht und es schadet ganz erheblich. Und den Griechen sagt er ins Gesicht: Würdet Ihr so nett sein, mit verbundenen Augen diese Suppe auszulöffeln, entweder diese mit Atropin gewürzte oder lieber diese mit Sarin? Eigentlich hätte er sagen müssen: Ihr müsst jetzt diese giftige Suppe auslöffeln (keiner will wirklich wissen ob es Atropin oder Sarin ist), aber ich versuche das Zeug so zu strecken, dass die meisten von euch überleben. Wieder mal eine Führungskraft, die versagt hat.
    .
    „Und wer nichts hat, hat so oder so weder das eine oder das andere zu fürchten.“ (Zu)Recht zynisch.

  89. @ThorHa
    .
    Sie meinen, die 68er...

    @ThorHa
    .
    Sie meinen, die 68er sind schuld?

  90. Lieber ThorHa,
    .
    sagen Sie...

    Lieber ThorHa,
    .
    sagen Sie uns bitte auch noch, wer Ihrer Meinung nach nicht (oder am wenigsten von allen) schuld ist.

  91. @Don Carlos: Also die...
    @Don Carlos: Also die Wirtschaft mit thermodynamischen Hauptsaetzen zu erklaeren ist eine ganz schlechte Idee. Wohlstand ist sicherlich keine Erhaltungsgroesse. Und wie rechnen Sie die Erderwaermung da ein (dW)?
    @Thorsten Haupts: Genau! Aeh… wem gehoeren eigentlich die ganzen Bundesschaftzbriefe? (direkt oder indirekt) ;-)

  92. @Goodnight: Viel Erfolg dabei....
    @Goodnight: Viel Erfolg dabei. Aber wieso sollten sich die Damen die Muehe machen, des Spuckens wegen zu Ihrer Beerdigung zu kommen?

  93. Die harmlose Erklärung: Das...
    Die harmlose Erklärung: Das Referendum war ein Manöver, um die Opposition zu zwingen, die Erfüllungspolitik zu unterstützen.

  94. Übergangsregierung? Das wird...
    Übergangsregierung? Das wird ja immer skurriler. Die griechischen Parlamentarier haben es – im Gegensatz zu unseren im Deutschen Bundestag – immer noch nicht verstanden in Zeiten der Not sachlich zu bleiben. Der Stillstand geht weiter, in anderer Form. So langsam fange ich auch an zu glauben, dass da Hopfen und Malz verloren ist.

  95. @HansMeier555: Dem Vernehmen...
    @HansMeier555: Dem Vernehmen nach ist der liebe Kettenhund Kapitalismus darin aber auch ganz gut geübt. Als Pudel daher kommen, der die Herzen entzückt und die Seelen anrührt, und dann – zu geeigneten Zeiten – den mephistophelesischen Kern ausspucken. Die Unterworfenen werden vom großen teuflischen Sortierer dann sehr schnell, sehr mitleidslos und sehr endgültig verdaut – vom Magen der oberen Zehntausend.

  96. @Goodnight: Zum Schluss sind...
    @Goodnight: Zum Schluss sind Sie trotzdem tot. Und ob eher der langsam ziehende Strom oder die quirrligen Stromschnellen das ‚bessere‘ Leben (das Überhauptleben) bedeuten, darf jeder mit sich selbst ausmachen. Der eine erfreut sich an der Reihe Blumenzwiebeln, der andere an der Reihe Exen. Der Unterschied ist marginal und nur äußerlich. Und innerlich gucken sie nicht in den ruhigen Nachbarn und nicht in den hetzenden Gigolo: Beide hatten zum Schluss wohl glückliche und wohl unglückliche Momente. Die Rechnung macht jeder mit sich selbst oder gar nicht – aber niemals jemand anderes.

  97. Bislang stufe ich die...
    Bislang stufe ich die hiesig-aktuellen Kommentare (hiesig: nicht dieser Blog, sondern Bundesdeutschland) noch als „Jammern auf hohem Niveau“ ein, ohne dass tatsächlich gelitten wird oder wurde.
    Lieber Don, von Ihren beiden Szenarien bezieht sich das letztere, „Zwangshypothek für Hausbesitzer“, vermutlich auf den Lastenausgleich in der jungen Bundesrepublik in Folge von WW II:
    http://www.studienstelleog.de/bestaende/Lasten1a.htm
    Da sind wir schon bei den Lösungsszenarien, die mir wirklich Angst machen. Nicht alle Nationen sind so umständlich-betulich langsam wie die EU-Bürokratie.
    USA und UK gehen da ggf. ganz anders zur Sache, speziell wenn Wahlen anstehen oder die Umfragewerte sinken:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,795558,00.html
    So ein bewaffneter Konflikt lenkt immer von den heimischen, materiellen Sorgen ab: „Gold gab ich für Eisen“ usw.

  98. T.I.M., 'Also die Wirtschaft...
    T.I.M., ‚Also die Wirtschaft mit thermodynamischen Hauptsaetzen zu erklaeren ist eine ganz schlechte Idee. Wohlstand ist sicherlich keine Erhaltungsgroesse.‘ – wo ist die argumentation? so ist es nur eine behauptung. fehlt noch ‚wegtreten!‘ am schluß.

  99. Re DAs input um...
    Re DAs input um 13.18h
    Schlaganfall? Ich kenne zwei Fälle (Frauen, Mütter um die 40J.) die wegen Aneurysms (brain) operiert wurden. Die eine hat sich erholt, die andere liegt immer noch im Spital. Mit Handys, iPads usw überall auch daheim im Wohnzimmer leben wir in einem electromagnetic Feld, oder? Basta.

  100. Doch es hat geregnet.
    Nur ein...

    Doch es hat geregnet.
    Nur ein bißchen. Genau so viel dass man nicht mehr auf der Nordschleife üben konnte.
    Der A1 ist schlimm und der Astra auch.

  101. Diese Schuldenkrisen haben...
    Diese Schuldenkrisen haben gegenüber den realen Blasen ( Immobilien, Rohstoffe)
    den großen Vorteil, dass man sie jederzeit und überall produzieren kann.
    Ein bisschen Think Tank, ein bisschen Mathematik,ein bisschen Statistik, ein bisschen mediale Propaganda und schon ist die Schuldenkrise da.
    .
    Falkenherz<@ Ja, die Not ist groß, auch die deutschen Parlamentarier werden sie nicht lindern. blasen

  102. Der Pfarrer grinst, die Witwe...
    Der Pfarrer grinst, die Witwe kichert: Die Leiche war Allianz-versichert. Rückversicherungen sollen in Q3 zugelegt haben. Aber bitte kurz vor Abschuss der ersten Tomahawk auf Buschir abstoßen.

  103. Don Carlos, dafuer muesste man...
    Don Carlos, dafuer muesste man sich erst einmal auf ein zu betrachtendes Ensemble einigen. Das geht streng genommen nur mit der gesamten Menschheit, aber in mehr oder weniger vertretbarer Naeherung auch mit einzelnen Volkswirtschaften. Sagen wir mal ein grosses, prinzipiell autarkes Land wie die USA. Und jetzt stellen Sie sich einen Buergerkrieg vor, in dem ganz reale Fabriken, Haeuser und andere Gueter zerstoert werden. Moechten Sie behaupten, dass der Gesamtwohlstand nach dem Krieg derselbe ist wie vor dem Krieg? Wohl kaum – und eben deshalb ist Wohlstand auch keine Erhaltungsgroesse.
    Selbst wenn er eine solche waere, duerfte man nicht einfach einen Hauptsatz der Thermodynamik auf ihn anwenden. Wenn man ueberhaupt naturwissenschaftliche Erkenntnisse auf die gesellschaftliche Wirklichkeit uebertragen moechte, dann darf man das redlicherweise nur tun, wenn diese Wirklichkeit analoge Voraussetzungen zur wissenschaftlichen Theorie aufweist, so dass man im Analogieschluss die Folgerungen dieser Theorie auf die Wirklichkeit uebertraegt. Gerade das ist aber in Ihrem Beispiel nicht moeglich, weil die hauptsaetze der Thermodynamik eben nicht die Ergebnisse der Theorie sondern gleichsam ihre Voraussetzung oder „Axiome“ (erkenntnistheoretisch wohl nicht ganz der richtige Ausdruck) sind.

  104. "... im Unendlichen...
    „… im Unendlichen schneiden“.
    .
    Und seid wann hat er denn mit „Bevölkerung“ zu tun? Viktualienmarkt oder U-Bahn? Am Ende aber bitte doch nicht beides?
    .
    Und nur „ein wenig“ dumm. Warum nicht gleich „ganz dumm“? (Zumindest, wenn man endlich wieder arm wäre, machte das doch keinen Unterschied mehr, oder nicht?)
    .
    Und er schreibt gut. Weiter! (Wir sehen uns hier sowieso schon genug als Opfer einer Projektionsfläche). (Die FAZ funktioniert demnächst als nobles Komitee? Wunderbar!)
    .
    Und umfassende Dekadenz wäre, wenn eine ganze Gesellschaft gut auf Kosten der Substanz lebte.

  105. ...und der belgische...
    …und der belgische Internetprovider von „Charia Hebdo“ hat sich dreifarbig in die Hose gemacht…
    .
    Helden, wohin man schaut.
    .
    ThorHa muss man Recht geben. Die Abgreifermentalitaet ohne jeglicheMoral der gemeinen Mittelschicht ist furchtbar. Ich, ich, ICH!

  106. @T.I.M.

    Der Witz der Moderne...
    @T.I.M.
    Der Witz der Moderne ist doch, dass man gegen Regeln verstoßen muss um einen Unterschied zu machen, d.h. um in Erinnerung zu bleiben, d.h. um die Zeit zu behoppsen. Und d.h. Frauen erinnern sich nur an die Männer, die ihre Herzen gebrochen haben ;-)
    @J.Mense
    Folglich erscheint das eigene Leben in der Rückschau auch viel aufregender, wenn man die Brüche nicht an einer Hand abzählen kann. Yep, am Ende zählt die Anzahl der Differenzen.

  107. @HansMeier555
    .
    Und Carl...

    @HansMeier555
    .
    Und Carl Amery und die Gruppe 47 werden womöglich auch noch wieder modern: „Ich sehe im Gegenteil … den Fluch aller in Bayern zugereisten Literaten am Werk, nämlich eine Empathie…“ (40:27 und folgende) http://www.youtube.com/watch?v=7GDCH3E0XzQ
    .
    Also hüten wir uns!

  108. Hier wird übrigens über eine...
    Hier wird übrigens über eine Zwangsanleihe der Italiener für ihren Staat spekuliert:
    .
    http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/11/03/723001/italians-your-country-needs-you/
    .
    Zusammen mit einem möglichen Bank Run. Sollte so etwas kommen, kann man die Suche nach einem Haus auch nach Italien ausdehnen, denn dann wird einiges auf den Markt kommen.

  109. @HansMaier555:

    Ich wollte...
    @HansMaier555:
    Ich wollte gerade nicht die Schuldfrage stellen. In einer demokratie ist das fürchterlich unangenehme, dass man keinen einfachen Sündenbock mehr hat. Wenn man ehrlich mit sich selbst ist.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  110. @Falkenherz:

    "Wieder mal eine...
    @Falkenherz:
    „Wieder mal eine Führungskraft, die versagt hat.“
    Bitte, woher soll in einer Demokratie „Führungskraft“ kommen? Die meisten politischen Führer der Geschichte schöpften aus Quellen, die nicht mehr zur Verfügung stehen – Standesbewusstsein, Auserwählung kraft Geburt, Religion. Also all das, was in einer Mediendmokratie unter Generalverdacht steht. „Führungskraft“ hiesse im übrigen auch, für etwas einzustehen, was gerade nicht mehrheitsfähig ist. Wie soll das gehen, wenn man danach automatsich weg vom (Macht-)Fenster ist?
    Im übrigen – Führung war bis gestern nicht mehr gefragt. Die Menschen wissen doch selbst, Schwamintelligenz, aufgeklärte Mutbürger, direkte Demokratie etc.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  111. @Filou - Abgreifmentalität...
    @Filou – Abgreifmentalität der gemeinen Mittelschicht:
    Huh? Von mir stammt das nicht einmal ansatzweise. Ich erlaubte mir nur den freundlichen Hinweis, dass der gemeine Mittelstand exakt derselben Logik folgt, die er bei den Reichen und Grossverdienern für „unmoralisch“, „gierig“, „unsozial“ – also schlicht BÖSE – hält. Den Menschen an und für sich unterscheidet im Wesenskern wenig, schichtunabhängig. Nur dass nach einer erfolgreichen Attacke auf die Sekundärtugenden jetzt flächendeckend die wenigen Schranken gefallen sind, die seinen Egoismus bisher in den als akzeptabel geltenden Grenzen hielt.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  112. T.I.M., äh hm... verstehe Ihr...
    T.I.M., äh hm… verstehe Ihr beispiel nicht. es ging darum, daß leben ohne arbeit nicht möglich ist. wer keine nahrung sammelt oder jagt, verhungert – arbeit. manchem war das zu unsicher, deshalb ackerbau und viehzucht – arbeit. draußen ist es ungemütlich, man braucht ein dach über den kopf – höherer zustand gegenüber camping in der prärie. also suche einer höhle oder bau eines hauses – arbeit. die höhle ist zu trist, also höhlenmalerei, höherer zustand gegenüber kahlen wänden – arbeit. aber der zweite hauptsatz der thermodynamik ist gnadenlos: alles geht vom höheren zum niederen. eben war das haus noch schön neu, sind schon wieder erhaltungsmaßnahmen erforderlich, um den zustand zu erhalten – arbeit.

    die griechen waren ja nicht die ersten, die glaubten, physikalische gesetze gelten nicht für die ökonomie. hat ja auch geklappt: kredit aufnehmen, wohlstand ohne arbeit. bis die beiden freundlichen, schwarzgekleideten herren mit dem russischen akzent vor der tür standen: ‚wo isses geld?‘. oder die militärdiktatur, die dafür sorgt, daß alles zurückgezahlt wird. durch arbeit. ‚there’s no free lunch‘ ist eigentlich nur eine populärwissenschaftliche umschreibung des ersten hauptsatzes.

  113. Am teutschen...
    Am teutschen Intellektuellenwezen wird die Welt genezen. Gans zicher!
    http://www.youtube.com/watch?v=pM9FMRhjcYM

  114. @JMense, dem kann ich nur voll...
    @JMense, dem kann ich nur voll zustimmen. Gut und literarisch schön verpackt umschrieben!

  115. ThorHa@, das mit der...
    ThorHa@, das mit der Demokratie und den Führungkräften scheint Frau Merkel auch
    so zu sehen. Wer muss jetzt weichen?

  116. @Goodnight
    Die wahre Kunst ist...

    @Goodnight
    Die wahre Kunst ist es, wenn die Frauen nicht an deinem Grab stehen und auf es spucken, sondern sie dort stehen und um dich weinen, weil ihnen in diesem Moment das Herz bricht.
    Das perfekte Timing sozusagen.
    Keine Liebe hält so lange wie die Liebe die ständig nur fast greifbar und doch nicht erreichbar ist. Man begehrt nur das was man nicht haben kann, erfüllte Wünsche verlieren schnell ihren Reiz. Die Kunst ist es die Spannung aufrecht zu erhalten bis zum Finale. Qualität statt Quantität sozusagen. Durch die einseitige Erhöhung der Anzahl der Differenzen werden sie beliebig und wertlos, geradezu inflationär.

  117. Wir hier sind das Wasser und...
    Wir hier sind das Wasser und obenauf spritzt der Schaum. Fragt sich nur, wer der Schaum ist und in welcher Tiefe Wir hier sind? Vielleicht ist Mensch-Sein Schaum-Sein, vielleicht sind Wir aber auch um einen „Schwarzen Raucher“ herum in der Tiefsee und werden von den Wassermassen über Uns erdrückt? Der Bilderstreit hat nun begonnen und die „GuteNacht“ kann ja ein paar eigene Gemälde beitragen, bisher ist „Yep“ auf jeden Fall mit seinen Lebenswünschen bestenfalls der Clown unter den Gartenzwergen und allenfalls in der Lage, die Last des Schubkarrens, den Wir hier schwer vor Uns herschieben, Wir VorGartenZwerge, etwas zu erleichtern, als nur nebenherzulaufen und mit dem Stinkefinger auf Uns zu zeigen. Denn Wir versuchen hier zu begreifen, was um Uns geschieht, was das Alles soll, was Hier passiert und Was Wir ausgeliefert sind, mit Haut und Haaren, mit Geld in der Tasch oder ohne, mit ‚was in der Birne oder immer hübsch mitgeführt. Aber ich mag Clowns, weisses Gesicht und rote Nase, roter Mund, immer ein Lachen zwischen den Backen, nur weiter so, treiben Sie Uns nur den Ernst der Lage aus und den Spass zwischen die Schenkel, es ist bald Winter, von den Alpen bis an den Haff, da können Wir etwas Schaum gebrauchen, kribbelt so schön auf der Zunge, ein 63er Chartogne Taillet vielleicht, soll ja exzellent sein, das DaSein als Mensch, so im 21. Jahrhundert, 7 Milliarden sind Wir inzwischen und einige davon leben nicht in D und hungern auch, kennen auch keine Vorgärten und schon gar keine Gartenzwerge, nicht, das Wir das nicht alle wüssten, aber Yep machen Sie mal eine Ansage, ob Wir das mit 7 Exen zum besseren wenden können? Dann bin ich auf jeden Fall mit Ihnen, auf die Eine oder Andere wird es dabei ja wohl nicht ankommen, oder?, lange Rede kurzer Sinn: Wir sind hier ernsthaft (das ist doch auch so eine Deutsche Tugend?) dabei zu verstehen, was um Uns herum so läuft und wie Wir dabei überleben können, den Blick dabei schüchtern auf die Umgebung ausweitend, wie sagte eine Lehrerin zu mir: wer lesen kann ist eindeutig im Vorteil, also, liefern Sie, statt abzuschätzen, das tun Wir genug auf der Hauswaage, ich halte das Gewicht so einigermassen, zunehmen tue ich nur bei den Neuronen, aber das hält sich in Grenzen, der Schädel, Sie wissen, aber von Leichtgewichten abgeschätzt zu werden, bringt meine Neuronen immer in Unruhe, weil ich ein mitfühlender Mensch bin und mit dem Schmerz des Überheblichens immer so mitLeide, oder, wie geht es Ihnen dabei, die Damen und Herren und PseudoGraphen? Jetzt haben Sie mich aber aus der schönen Krise wieder aufgeschreckt, in die ich gerade so schön hinausgehorcht hatte, aber nur kurz, also Lauscher wieder auf griechische Weite eingestellt und Papandreou! …

  118. @ThorHa, da ich ganz Oben...
    @ThorHa, da ich ganz Oben nicht kenne und ganz Unten vergessen habe, mich aber in der Mittelschicht sicher bewege, habe ich im Lauf der Zeit gut begriffen, was man von der Gesellschaft abkassieren kann ohne dafuer eine Gegenleistung zu erbringen. Es ist ein schlechtes Geschaeft auf Gegenseitigkeit.
    Im Grunde sind wir alle Griechen. Uns fehlt nur die demoralisierende Erfahrung hunderter Jahre tuerkischer Herrschaft.
    Was nicht ist, kann aber noch werden.

  119. Im Grunde weiß ich zu dem...
    Im Grunde weiß ich zu dem Thema nichts zu sagen. Leiden Sie alle sehr? Ich rate zu, nicht nur aufs Geld zu schauen. Es gibt doch wichtigeres im Leben. Treue, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Naturgenuß und ein gutes Buch.

  120. Don Carlos, einverstanden:...
    Don Carlos, einverstanden: „Von nix kuett nix“. Aber dafuer muessen Sie doch nicht die Thermodynamik bemuehen. Es gibt kein perpetuum mobile finanzieller Art (naja, Notenpresse – sagen wir finanz-werter Art). Um die Analogie zum Hauptsatz zu ziehen muessten Sie aber behaupten, dass die Menge der Arbeit konstant waere, beziehungsweise nur in Wohlstand (?) umgewandelt werden koennte. Und das Konzept der Entropie haben schon die amerikanischen intelligent design Hirnis vergewaltigt.
    Gut moeglich, dass Oekonomie und Physik die gleichen mathematischen Konzepte benutzen, aber wenn jemand daraus schliesst, die oekonomischen und physikalischen Gesetze waeren deshalb sinnidentisch, so begeht der einen gefaehrlichen Irrtum. Ich gehe in Ihrem Fall natuerlich davon aus, dass der Vergleich nur eine rhetorische Spielerei war, aber allgemein liegt die gefahr natuerlich darin, dass wissenschaftliche Konzepte (und als solche natuerlich „objektiv“ und im Rahmen dessen was bekannt ist vermutlich „wahr“) auf soziologische Prozesse uebertragen auch deren Deutung als „wissenschaftlich bewiesen“ dastehen lassen. Als prominentestes Beispiel muss man ja nur die Auswuechse des Soziadarwinismus im Dritten Reich anfuehren (auch wenn die grundsaetzliche Idee, evolutionaere Ansaetze auf menschliche verhaltensweisen anzuwenden, sicher sinnvoll sein kann).

  121. @DA - "Suche nach einem Haus...
    @DA – „Suche nach einem Haus auch nach Italien ausdehnen“:
    Aber Obacht, „Wenn’s anfängt durch die Decke zu tropfen“!

  122. 19 Grad in Ofterschwang sind...
    19 Grad in Ofterschwang sind aber auch nicht zu verachten. Hier gibt’s Kuhglocken statt viel Laerm um nichts… (Geld). Sonnige Gruesse!

  123. TorHa, mal schauen ob...
    TorHa, mal schauen ob Papandreou jetzt „weg vom Fenster“ ist. Er kam nun ja wieder zur Besinnung, jetzt liegt die Verantwortung beim Parlament. Vielleicht können die dazu kommen, ihre Politikspielchen ein andermal auszutragen. Ich erwähne nochmals mit Respekt die Parlamentarier im Bundestag, die haben bei der Abstimmung zum „Hebel“ doch tatsächlich mal zusammengestanden, mit viel Knurren und Gejaule, aber immerhin.

  124. @Benson: Merci...
    @Benson: Merci beaucoup!
    .
    @muscat: Ja, die Kuhglocken läuten auch bei uns, neben dem Fünfuhrgeläut. Doch das tun sie ja auch – und bei mancher läute(r)nder Institution und manchem Agrarier vermutet man sogar: ausschließlich – des Geldes wegen. Will sagen: Ihr Glockengeräusch wäre im Zweifel sehr schnell verschwunden, wenn auch der Lärm um das ‚Nichts‘ verschwände. Und so hat jede Medaille – und manchmal sogar jede Kuhglocke – ihre zwei Seiten.

  125. Währungsschnitt =...
    Währungsschnitt = devaluation.
    Ohne ein paar „lame ducks“ in der Eurozone wäre der Euro unangenehm stark gewesen – mit schweren Folgen für die deutschen Exporte, oder? Also D braucht einen „not too strong and not too weak“ Euro.
    P.S. Ich persönlich würde nie in Italien leben wollen. Hat DA keine Angst vor der Mafia? Als Immobilienbesitzer (aus Deutschland) ?

  126. Fionn, ich denke, Österreich...
    Fionn, ich denke, Österreich und Frankreich haben Deutschland historisch schon immer als Risikofaktoren ausgereicht.

  127. Und die Mafia? Da müsste ich...
    Und die Mafia? Da müsste ich ja vor mir selbst Angst haben.

  128. Man sollte über Griechen...
    Man sollte über Griechen nicht zu sehr die Nase rümpfen, hier nimmt die Geldvernichtung auch schon groteske Züge an. Selbst Putzfrauen können mit einem Wisch hundertausende Euronen vernichten.

  129. die anwendung und die wirkung...
    die anwendung und die wirkung physikalischer gesetze muß natürlich nicht zwingend positiv für den menschen sein. tsunamis, erdbeben, erdrutsche, überflutungen, waldbrände usw. verrichten gewaltige arbeit, sind allerdings nicht so gefragt. und vom menschen gezielt eingesetzte bewegungen, verbrennungen oder explosionen können arbeit verrichten, um wohlstand aufzubauen oder zu zerstören (wobei zerstörungen in einem krieg in der hoffnung herbeigeführt werden, den wohlstand des siegers zu erhöhen).

    und natürlich sind physikalische gesetze auch ideologisch nutzbar. der sozialismus in seiner reinen form akzeptiert nur produktive tätigkeiten als arbeit. geistige arbeit, die produktiven arbeiten eigentlich vorausgeht, ihnen sinn und richtung gibt, wird verachtet. oder der verteilungssozialismus der ddr, der davon ausging, daß zur versorgung eines menschen ein bestimmter umfang an arbeit erforderlich ist, der demzufolge auf die gesamtbevölkerung hochgerechnet und gesteuert werden kann, allerdings jedoch individuelle unterschiede in bedürfnissen und ansprüchen übersah und an der nachfragesteuerung scheiterte.

    die beachtung und anwendung physikalischer gesetze führt also nicht zwingend dazu, daß das überleben oder gar der wohlstand gesichert werden. fehler sind immer möglich. ihre nichtbeachtung führt jedoch zwingend zu wohlstandsverlusten und gefährdet das überleben. um das überleben und den wohlstand einer gesellschaft zu sichern, muß sie einen bestimmten betrag diesen zwecken dienlicher arbeit leisten. der betrag bleibt, in abhängigkeit von den ansprüchen, gleich, ob ihn nun wenige mit viel arbeit oder viele mit wenig arbeit leisten. die globalisierung und ihre möglichkeiten, auf billigarbeitskräfte auszuweichen, verdeckt und verzögert das problem zunächst, beschleunigt den niedergang dann jedoch um so stärker. die unausweichlich notwendige überlebens- und wohlstandsfördernde produktive arbeit wird ausgelagert, weil gesellschaftlich sinnlose arbeit durch fehlentwicklungen mehr nachgefragt wird und dadurch mittlerweile mehr gewinn und prestige einbringt, bis die gesellschaft ihre lebensgrundlage verliert.

    vorzuziehen wäre, daß viele wenig leisten müssen, um den wohlstand aller zu sichern. dem steht die konzentration großer geldmengen auf wenige im wege. sie erzeugt eine nachfragesituation, der immer größere teile der gesellschaft nicht gewachsen sein können. natürlich widerspricht es der intention dieses beitrags und auch der menschlichen eigenschaft, hauptsächlich an sich selbst zu denken, aber die unproduktive hortung von geld zur bestreitung des lebensunterhalts sorgt zunehmend dafür, wenige immer mehr leisten müssen.

  130. @Susanne

    Der perfekte Moment,...
    @Susanne
    Der perfekte Moment, das große Gefühl, die Liebe des Lebens sind Begehren, die maskulin keine Entsprechung finden. Männer denken eher in Kategorien wie Macht, Ehre und Loyalität, d.h. bezüglich weiblicher Wesen die Ansammlung Momente der Eroberung (vulgo: Sex), Besitzneid anderer Männer und vielleicht noch strukturelle Treue (vulgo: Ehe).
    Folglich ist wesentlich die Anzahl und die Attraktivität der Damen an meinem Grab, weniger wann welche irgendein Gefühl empfindet….
    @Oliver August whatever
    Die Funktion des Hofnarr sollte hier bekannt sein: Er erinnert den Herrn an seine Sterblichkeit.
    Was der Clown hier liefert? Eine Differenz als Einheit……mehr geht nicht…kommunikativ.

  131. Yog Sothoth,...
    Yog Sothoth, Esq.
    „Geldvernichtung … Selbst Putzfrauen.“
    Ach was! Meinen Sie nicht, der Künstler, wenn er noch leben würde, hätte sich beeumelt vor Lachen und der Dame einen ausgegeben?
    Wenn das man kein frecher Versicherungsbetrug ist, fresse ich – äh – den tatbeteiligten Feudel!

  132. Um es mal so zu sagen, die...
    Um es mal so zu sagen, die ganzen Kommentare hier sind “ demokratiepolitisch schlicht
    unerträglich (NZZ).“

  133. Vielleicht brauchen wir...
    Vielleicht brauchen wir einfach eine Plutokratie, dann passen sie wieder.
    .
    Sehe gerade ein Pop up: Mit festen Zinsen ganz locker bleiben. Von der Commerzbank. Die haben Humor.

  134. 10:02 - neuerdings fishing for...
    10:02 – neuerdings fishing for wiederspruch? denn war es nicht eigentlich genau anders herum?

  135. @susanne
    .
    "Keine Liebe hält...

    @susanne
    .
    „Keine Liebe hält so lange wie die Liebe die ständig nur fast greifbar und doch nicht erreichbar ist. Man begehrt nur das was man nicht haben kann, erfüllte Wünsche verlieren schnell ihren Reiz.“
    .
    Wer so redet hat wahrscheinlich von Liebe keine Ahnung, liebt tendenziell eher sich selbst, oder verwechselt ein wahrgenommenes eigenes starkes Gefühl damit. Liebe beginnt genau jenseits davon.

  136. "Zusammen mit einem möglichen...
    „Zusammen mit einem möglichen Bank Run. Sollte so etwas kommen, kann man die Suche nach einem Haus auch nach Italien ausdehnen, denn dann wird einiges auf den Markt kommen.“
    .
    Wir raten noch ein bißchen damit zu warten. (Und nicht immer ganz so nur konventionell zu denken, *g*) Deutschland kommt auch noch an die Reihe. Und es wurde heute gemeldet, dass die CO2-Emissionen in 2010 global um 6% gestiegen sind (6% p.a.!) Auf die gute Konjunktur (mehr Autofahren überall etc.) zurückzuführen – und auf die Inbetriebnahme von jede Menge neuen Steinkohlekraftwerken „zwecks Energiehungerstillung“ überall auf der Welt.
    .
    Von daher kaufe man sich besser (der zusätzlich, smile) ein schönes Wiesengrundstück (oder mehrere) mit Fernblick – irgendwo an den Südhängen des Harz und in 800-1000 Metern Höhe. Wird alles demnächst noch „Westviertel“, also Bauerwartungsland zumindest. Bringt wahrscheinlich genau die 4 oder 5° C weniger, auf dies angeblich ankommt. („Wo angewandte Thermodynamik und Ökonomie sich treffen“, wenn man so willl.)
    .
    Nein, wir sehen nicht schwarz. Lediglich realistisch. (*g*)

  137. @Fritz: Sie haben leider...
    @Fritz: Sie haben leider meinen feinen ironischen Ton überhört :) Ich lachte auch ungezwungen über die Aktion..wenn das Museeum klug gewesen wäre, hätte man das ganze als Kunstaktion dargestellt….ACTION CLEANING oder GUERILLA PUTZEN. Warum das Kunstwerk irreparabel beschädigt sein soll kann ich nicht erkennen…immerhin ist es jetzt sauber :D

  138. @GuteNacht: "Eine Differenz...
    @GuteNacht: „Eine Differenz als Einheit …“? Verschiedenheit ist immer das Merkmal einer Einheit, eine Einheit ist in sich stets Verschiedenheit, Sie sind 2 Arme, die sich wesentlich unterscheiden, Sorry, falls das aus Sie nicht zutrifft!, Sie sind zwei Ohren, die verschiedenes hören und trotzdem sind Sie eine Einheit. Was wollen Sie mehr? „… mehr geht nicht …“ Doch. Das ist eines der Grundtatsachen diese Universums: Es will mehr, und Es bekommt es auch. Auch und gerade „… kommunikativ.“ Aber ich möchte nicht weiter in Sie dringen, das liegt mir nicht, aber Sie haben mit Ihren Anwürfen auch mich gemeint und diese Verallgemeinerung ist Geringschätzung und somit billig, und das kaufe ich mir gerne, wer will schon gerne teuer für Billiges bezahlen.
    @Don Alphonso: Guter Text, und verzeihen Sie die kleine Aufregung.

  139. "demokratiepolitisch schlicht...
    „demokratiepolitisch schlicht unerträglich“ – es geht aber noch besser: ‚Ruf nach Volksabstimmungen ist Populismus pur‘; ‚Wenn schon Abgeordnete des Bundestages nicht durchblicken, wie die gefassten Beschlüsse wirken, wie soll das dann der normale Bürger tun? Oder will der sich vielleicht gar nicht mit den schwierigen Details befassen, sondern allein seinem Baugefühl Entladung verschaffen?‘; ‚Es gibt Sachverhalte, die vertragen es nicht, auf eine simple Alternative reduziert zu werden. Eine komplexe Materie wie die Euro-Rettung gehört dazu. Diese kann man nicht der Stimmung der Straße preisgeben.‘ (www.focus.de/politik/deutschland/fietz-am-freitag/kolumne-fietz-am-freitag-ruf-nach-volksabstimmungen-ist-populismus-pur_aid_681080.html)

  140. Diesen 4. November habe ich in...
    Diesen 4. November habe ich in mühevollster Kleinarbeit vorläufig, und ich betone vorläufig, aus dem Sommerprogramm plagii, äh, übernommen.

  141. @Don Carlos - "die anwendung...
    @Don Carlos – „die anwendung und die wirkung physikalischer gesetze“, auch „die beachtung und anwendung physikalischer gesetze“:
    Ich finde Ihre Formulierungen leicht verwirrend, mit Verlaub:
    Physikalische Kräfte wirken – Punkt. Beispielsweise als „Tsunamis, Erdbeben, Erdrutsche, Überflutungen, Waldbrände.“
    .
    Egal, ob der Mensch sie erkennt bzw. wahrnimmt oder nicht; ebenfalls gleichgültig, ob der Mensch versucht, diese in einer physikalischen Theorie (also als phys. Gesetz) zu beschreiben, auch unabhängig davon, ob diese Theorie (Gesetz) ggf. auch richtig oder annähend richtig oder schlichtweg falsch ist. Und nicht zuletzt unabhängig davon, ob es überhaupt noch Menschen gibt – oder schon Menschen gab.
    Physikalische Theorien (Gesetze) kann (darf) man selbstverständlich auch auf andere wissenschaftliche oder auch nicht-wissenschaftliche Bereiche übertragen, die Gedanken sind frei! Ob das dann von Fall zu Fall auch sinnvoll ist, steht auf einem ganz anderen anderen Blatt.
    Vergleichbar ist die verhängnisvolle Anwendung stochastischer Modelle auf die Finanzwirtschaft, vgl. z.B.
    http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=a-formula-for-economic-calamity
    „Yet as we learned so painfully three years ago, those formulas, or models, are only pale reflections of the real world, and sometimes they can be woefully misleading.“

  142. All these politicians in...
    All these politicians in Cannes – it reminded me of Talleyrand’s remark
    „Quand je me regarde, je me désole
    Quand je me compare, je me console“
    D’accord?

  143. In Zürich ist man wohl sehr...
    In Zürich ist man wohl sehr erbost. Das verzeihen sie dem Papandreou NIE.
    Hat wohl viel Geld gekostet.
    Tja, die Schweizer mit ihrem großen Verständnis für Basisdemokratie

  144. @ donna laura
    .
    Unser Sohn...

    @ donna laura
    .
    Unser Sohn meint übrigens, manche alte Männer wie wir würden da etwas überbewerten bzgl. eines bereits eingetretenen Erfolgs gesellschaftlich-emanzipatorischer Anstrengungen. Wir kannten so etwas noch nicht, und wir müssen sagen „wir sind entsetzt!“: http://www.youtube.com/watch?v=Dob4z617HFA

  145. Don Carlos@
    Dieser...

    Don Carlos@
    Dieser fietz-am-freitag ist gaaanz bestimmt der große über-,drunter-und durchblicker.
    „Wenn schon die Abgeordneten des Bundestages nicht durchblicken, wie die gefassten
    Beschlüsse wirken,…“
    Alle, auch die Griechen wären froh, wenn sie glauben könnten, dass die, die Beschlüsse
    durchgeboxt haben, wüssten wie sie wirken.

  146. JR, das war nach 1990...
    JR, das war nach 1990 überhaupt die interessanteste erfahrung: man kann naturgesetze diskutieren. man kann sie beachten oder nicht. sie anwenden oder nicht. alles ist frei.

    E.R. Binvonhier, vielleicht wirbt der artikel um ein wenig dankbarkeit für die nichtwissendenvertreter.

  147. Die perfekte Kombination aus...
    Die perfekte Kombination aus vollkommen entleerten Westvierteln und Mille Miglia gibt es inzwischen auch schon, werfen wir einen Blick voraus: http://www.youtube.com/watch?v=9kC0VfWkAbQ Und welch‘ eine Beherrschung der Maschine durch ihren Meister – den Mann!

  148. @perfekt: Harz ist gut als...
    @perfekt: Harz ist gut als Rückzugsort. Aber man muß dann schon recht einfach leben wollen und die Leute dafür mitbringen… ich erwarte eher einen kalten Winter als einen warmen.

  149. @Oliver-August Nutznichts

    Der...
    @Oliver-August Nutznichts
    Der Witz bei Paradoxien ist das man neben der Einheit auch die Differenz bezeichnen kann. Dies gelingt aber nur mittels second order, d.h. Reflexion. Und letztere ist leider nicht jedem eigen, daher frage ich mich wie sie in mich eindringen wollen….abgesehen davon, dass ich Frauen präferiere.

  150. Don Carlos, wenn schon...
    Don Carlos, wenn schon Küchen-Physik, dann so eindruckvoll wie bei Schiller:
    „Wallenstein (richtet sich auf).
    Die Sterne lügen nicht, das aber ist
    Geschehen wider Sternenlauf und Schicksal.
    Die Kunst ist redlich, doch dies falsche Herz
    Bringt Lug und Trug in den wahrhaft’gen Himmel.
    Nur auf der Wahrheit ruht die Wahrsagung;
    Wo die Natur aus ihren Grenzen wanket,
    Da irret alle Wissenschaft. …“
    Ansonsten halte ich es mit Feynman:
    „We must, incidentally, make it clear from the beginning that if a thing is not a science, it is not necessarily bad. For example, love is not a science. So, if something is said not to be a science, it does not mean that there is something wrong with it; it just means that it is not a science.“

  151. Das Leben in den USA wird...
    Das Leben in den USA wird immer schwieriger.
    I got wews from a friend in California:
    – CEOs are playing mini-golf now.
    – Mormons can only afford one wife now
    – If your bank returns your cheque marked „Insufficient Funds“ ,
    they mean the bank.
    – Wives in the USA are having sex with their husbands now because they can’t
    afford batteries.
    – A truckload of American emigrants were caught trying to cross the border
    into Mexico.

  152. Die...
    Die physiologisch-physikalisch-psychologischen Folgen einer ordinairen house warming party sind oft nicht zu begreifen und richten sich nach quasi überirdischen Gesetzmäßigkeiten aus. Aus ähnlichen Gründen kommen auch Politiker mit den nationalen und supranationalen Währungsproblemen sowie ihren Staatsbudgets i.d.R. nicht zurecht. Das hat nichts mit der viel berufenen Chaostheorie zu tun. Allenfalls, wenn doch, nur marginal ;-)

  153. Eigentlich... eigentlich,...
    Eigentlich… eigentlich, hätte ich gerne gewusst warum sich dieses Chaos, auch das globale Finanzchaos rund ums Mittelmeer gruppiert. Was ist da los, was passiert da?

  154. Wozu braucht man diese ganzen...
    Wozu braucht man diese ganzen „willigen“ Regierungen?

  155. Naja, <am nordrand des...
    Naja,

  156. @DA 12.29h

    re "Die Iren...
    @DA 12.29h
    re „Die Iren haben es geschafft…“ Mmm?? Haben die Iren möglicherweise finanzielle Unterstutzung vom Vatikan erhalten?

  157. Demnaechst werden Ideen eines...
    Demnaechst werden Ideen eines freundlichen, paternalistischen Neokolonialismus rund ums Mittelmeer entwickelt. Von Griechenland bis Portugal geht’s an uns. Den Rest kriegen die Tuerken zurueck. Die kennen sich dort aus.
    .
    Die Polen und Tschechen uebernehmen das fruehere „Sozialistische Lager“.
    .
    Die Oellaender im Nahen Osten werden „Wirtschaftliche Sonderzone“.
    .
    Afrika uebernimmt der Niebel ganz alleine.

  158. Nein, das war der neueste...
    Nein, das war der neueste Aberglaube: Der an das Geld der Banken.

  159. Nur mal so'n Aufreger für...
    Nur mal so’n Aufreger für Zwischendurch: Der zur Kategorie „Offene Immo-Fonds“ gehörende und von Aberdeen aufgelegte DEGI-Fonds „International“ wird derzeit am Zweitmarkt mit sehr sportlichen Abschlägen gegenüber dem letzten Nettoinventarwert gehandelt. Schön. Im Zuge der anstehenden Abwicklung werden bis 2014 nun halbjährlich die Liquidierungserlöse an Anteilsinhaber ausgeschüttet. Auch schön in diesen Zeiten. – Schau’n mer mal, was der INTERNATIONALE – und nicht etwa „europäische“, wie der Schwesterfonds benannt ist – Fonds so im Portfolio hat? Ganze 4,7 % (in Worten: vier komma sieben) der Immobilien befinden sich außerhalb Europas. Ok!?!? Und wo denn? In Japan! — Hallel***. Das Wort Verar*** muss ganz neu buchstabiert werden.

  160. Hierauf noch einmal Bird &...
    Hierauf noch einmal Bird & Johnson mit einer großartigen, britischen Analyse der Finanzkrise noch aus 2009:
    .
    „Now people are saying: crisis is likely to turn into financial meltdown! Can this be avoided?“ – „It can be avoided, provided the governments and central banks give us, the financial speculators, back the money that we have lost.“ – „But isn’t that rewarding greed and stupidity?“ – „No, no, it’s rewarding, what the Primeminister Gordon Brown called ‚the ingenuity of the market'“.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=mzJmTCYmo9g

  161. JR, es scheint eine...
    JR, es scheint eine mentalitätsfrage zu sein. es gab untersuchungen darüber, wie rigide finanzämter gesetze anwenden. dabei fiel auf, daß die bundesländer wirtschaftlich am erfolgreichsten waren, deren finanzämter die gesetze etwas großzügiger auslegen. also vornehmlich in westgermanien. ostgermanische finanzämter dagegen nutzen den interpretationsspielraum der gesetze kaum und würgen dadurch wirtschaftliche entwicklungen oft in der schwierigen aufbauphase ab. das hängt anscheinend mit der sozialisation der ostdeutschen mitarbeiter ab, denn in der ddr boten gesetze keinerlei gestaltungsspielraum und geringste verstöße wurden konsequent geahndet.

    der lockere, unbefangene und großzügigere umgang bei unseren westgermanischen mitbürgern scheint sich jedoch nicht nur auf juristische gesetze zu erstrecken. ein gesetz wird anscheinend grundsätzlich nicht als etwas starres, unabänderliches und unausweichliches betrachtet, sondern eher als etwas interpretier- und dehnbares, dem man entgehen kann, wenn man es schlau anstellt oder wenn man gute bekannte an den richtigen stellen hat. hinzu kommt eine ohnehin weit verbreitete abneigung gegen naturwissenschaften, die ja auch durchaus verständlich ist, wenn man sich die lehr- und fachbücher ansieht.

    und so werden naturgesetze angezweifelt, diskutiert, interpretiert und versucht zu umgehen, daß es eine freude ist. was dann eben in verschiedensten finanzökonomischen perpetua mobilia gipfelt, deren erfinder ja hauptsächlich deshalb betriebswirtschaft studierten, um die beschwernisse naturwissenschaftlicher fächer zu umgehen. das ergebnis dieser gesamten bemühungen, tatsachen und naturgesetzen auszuweichen, ähnelt dann auch einem perpetuum mobile: ein hochkomplexes, kaum nachvollziehbares gebilde, das ständig abgeändert und ‚verbessert‘ werden muß, weil ständig neue probleme auftauchen, die mit neuen komplizierten lösungen umgangen werden müssen, das am ende doch bloß zum stillstand kommt. kurz: ein riesenaufwand für etwas, das nie funktionieren kann, aber geist, kraft, zeit und energie verbraucht, die man anderweitig besser einsetzen könnte.

  162. @BinVonHier: da wackelt gerade...
    @BinVonHier: da wackelt gerade die Grenze, bzw. die Wellen schlagen an der Peripherie eben immer weitaus höher als im Zentrum. – Könnten die Isländer und Norweger nicht mal eben die Kanalinseln besetzen, und die Brasilianer die Karibik? Damit man mal die Hand auf die Schattenbanken bekommt. Ausweitung ihrer Fischereizone haben sie doch seinerzeit auch geschafft. Die Schweizer und Liechtensteiner einzubremsen ist deutlich zuwenig.

  163. Jetzt wird es aber richtig...
    Jetzt wird es aber richtig hässlich:
    .
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schuldenkrise-euro-retter-wollen-an-goldschatz-der-bundesbank-11518707.html
    .
    jean-jacques, wie man sieht: Man gibt bereitwillig das letzte Hemd.

  164. @perfekt!57

    „Die Liebe...
    @perfekt!57
    „Die Liebe beginnt genau jenseits davon.“
    Das ist Sozialromantik Die Liebe gehört zu den Einbildungen ohne Träger. Wenn es in der Natur keine Differenz mehr gibt, schafft der Mensch sie in seiner Einbildung. Es gehört zu den Illusionen einer Gesellschaft, dass es Einbildungen gibt, die immer die der Anderen sind, ohne jemals die eigene Einbildung von Irgendwem zu sein. Das Wissen um diese Einbildung löst diese nicht auf, sondern man bemerkt nicht, dass man es mit einer Einbildung zu tun hat. Liebe erzeugt Liebe sowie Höflichkeit Höflichkeit erzeugt. Einbildungen an die wir glauben und die deshalb für uns real sind.

  165. colorcraze@ Sie gehen ja...
    colorcraze@ Sie gehen ja gleich aufs Ganze, haben Sie sich das bei
    der BK abgeschaut :-).
    Bin mir nicht sicher ob das klappt. Brasilien und die Karibik – ist
    zu weit weg. Island ist selbst eine Insel, die könnten das Geschäft womöglich an sich
    ziehen und die Norweger sitzen schon auf Zypern und könnten ein mäßiges Interesse
    haben. Die begeistern sich vielleicht eher für Filous Plan.
    Mich irritiert, dass sich alles auf den Mittelmeerraum konzentriert “ rent a warplace“ ???

  166. lieber...
    lieber perfekt!57/04.11.,18.47, aus tiefstem herzen stimme ich ihnen zu. diese antwort kann nur von jemandem stammen, der weiss, was liebe bedeutet, und der weiss, was er vom leben – in seinen grundzügen – möchte. schön.
    .
    schön wäre es ebenso, wenn sich übernationale stellen endlich einigen könnten, zumindest die totgefährlichen otc heftigst zu regulieren und zwar rasch. man hätte ihre entwicklung niemals zulassen dürfen (http://de.wikipedia.org/wiki/Außerbörslicher_Handel).
    ansonsten wäre es nicht schlecht, wenn sie sich zügig überlegten, was man mit den in zahlreichen nationen auftreten schulden, die ohnehin nicht mehr beglichen werden könnten und mithin als
    asservissement éternel* betrachtet werden können, anstellt. kurios ist, dass man plötzlich nicht mehr in griechenland abstimmen lassen will.
    .
    so würde ich es wagen, eine these zur diskussion in die runde zu werfen:
    einmal rein kulturhistorisch betrachtet (und sträflich verkürzt) – der wiege der demokratie wird von lobbyisten der finanzokratie das totenglöckchen in die hand gedrückt. denn man befürchtet wohl ein implodieren von teilen des systems – nur wo die ersten balken in den versicherungen zusammenbrechen, das weiss tatsächlich niemand. niemand.
    .
    lieber don, die deckung greift zu kurz – ohnehin. die frage, worin die deckung des geldes besteht, ist immense wichtig. es ist so kurz wie banal: seit der aufgabe von bretton woods hat sich die finanzokratie sehr stark entwickelt, die so genannte realwirtschaft durchaus nicht in gleichem masse.
    .
    —–
    halt du sie dumm, ich halte sie arm.

  167. Der Beamtenadel wird sich...
    Der Beamtenadel wird sich europaweit erheben: Gold zu Kieselsteinen. Wo soll das hinführen? Dagobert Duck hatte doch den richtigen Riecher. Er hatte seinen Goldschatz schon einige Tage vorher verramscht, s. bei Sophie.
    http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/11/03/eigentum-und-eigentuemer-wem-gehoert-die-weltwirtschaft.aspx

  168. Was hat die Liebe mit...
    Was hat die Liebe mit Differentialgleichungen zu tun. Hä?

  169. @ JR So liests sich womöglich...
    @ JR So liests sich womöglich noch besser:
    .
    „Wallenstein.
    Laß es jetzt gut sein, Seni.
    Komm herab. Der Tag bricht an, und Mars regiert die Stunde.
    Es ist nicht gut mehr operieren. Komm! Wir wissen g’nug.
    .
    Seni.
    Nur noch die Venus laß mich
    Betrachten, Hoheit. Eben geht sie auf.
    Wie eine Sonne glänzt sie in dem Osten.
    .
    Octavio.
    Von unserm Denken ist hier nicht die Rede.
    Die Sache spricht, die kläresten Beweise.
    Mein Sohn! Dir ist nicht unbekannt, wie schlimm
    Wir mit dem Hofe stehn – doch von den Ränken,
    Den Lügenkünsten hast du keine Ahnung,
    Die man in Übung setzte, Meuterei
    Im Lager auszusäen. Aufgelöst
    Sind alle Bande, die den Offizier
    An seinen Kaiser fesseln, den Soldaten
    Vertraulich binden an das Bürgerleben.
    Pflicht- und gesetzlos steht er gegenüber
    Dem Staat gelagert, den er schützen soll,
    Und drohet, gegen ihn das Schwert zu kehren.
    Es ist so weit gekommen, daß der Kaiser
    In diesem Augenblick vor seinen eignen
    Armeen zittert – der Verräter Dolche
    In seiner Hauptstadt fürchtet – seiner Burg;
    Ja im Begriffe steht, die zarten Enkel
    Nicht vor den Schweden, vor den Lutheranern
    – Nein! vor den eignen Truppen wegzuflüchten.
    .
    Max.
    Hör auf! Du ängstigest, erschütterst mich.
    Ich weiß, daß man vor leeren Schrecken zittert;
    Doch wahres Unglück bringt der falsche Wahn.
    .
    Octavio.
    Es ist kein Wahn. Der bürgerliche Krieg
    Entbrennt, der unnatürlichste von allen,
    Wenn wir nicht, schleunig rettend, ihm begegnen.
    Der Obersten sind viele längst erkauft,
    Der Subalternen Treue wankt; es wanken
    Schon ganze Regimenter, Garnisonen.
    .
    Wallenstein.
    Die Zeit ist noch nicht da.
    .
    Terzky.
    So sagst du immer.
    Wann aber wird es Zeit sein?
    .
    Wallenstein.
    Wenn ich’s sage.
    .
    Illo.
    Oh! du wirst auf die Sternenstunde warten,
    Bis dir die irdische entflieht! Glaub mir,
    In deiner Brust sind deines Schicksals Sterne.
    Vertrauen zu dir selbst, Entschlossenheit
    Ist deine Venus! Der Maleficus,
    Der einz’ge, der dir schadet, ist der Zweifel.
    .
    Wallenstein.
    Du redst, wie du’s verstehst. Wie oft und vielmals
    Erklärt‘ ich dir’s! – Dir stieg der Jupiter
    Hinab bei der Geburt, der helle Gott;
    Du kannst in die Geheimnisse nicht schauen.
    Nur in der Erde magst du finster wühlen,
    Blind wie der Unterirdische, der mit dem bleichen
    Bleifarbnen Schein ins Leben dir geleuchtet.
    Das Irdische, Gemeine magst du sehn,
    Das Nächste mit dem Nächsten klug verknüpfen;
    Darin vertrau ich dir und glaube dir.
    Doch, was geheimnisvoll bedeutend webt
    Und bildet in den Tiefen der Natur, –
    Die Geisterleiter, die aus dieser Welt des Staubes
    Bis in die Sternenwelt, mit tausend Sprossen,
    Hinauf sich baut, an der die himmlischen
    Gewalten wirkend auf und nieder wandeln,
    – Die Kreise in den Kreisen, die sich eng
    Und enger ziehn um die zentralische Sonne –
    Die sieht das Aug‘ nur, das entsiegelte,
    Der hellgebornen, heitern Joviskinder.
    .
    (Nachdem er einen Gang durch den Saal gemacht, bleibt er stehen und fährt fort.)
    .
    Die himmlischen Gestirne machen nicht
    Bloß Tag und Nacht, Frühling und Sommer – nicht
    Dem Sämann bloß bezeichnen sie die Zeiten
    Der Aussaat und der Ernte. Auch des Menschen Tun
    Ist eine Aussaat von Verhängnissen,
    Gestreuet in der Zukunft dunkles Land,
    Den Schicksalsmächten hoffend übergeben.
    Da tut es not, die Saatzeit zu erkunden,
    Die rechte Sternenstunde auszulesen,
    Des Himmels Häuser forschend zu durchspüren,
    Ob nicht der Feind des Wachsens und Gedeihens
    In seinen Ecken schadend sich verberge.
    Drum laßt mir Zeit. Tut ihr indes das Eure.
    Ich kann jetzt noch nicht sagen, was ich tun will.
    Nachgeben aber werd ich nicht. Ich nicht!
    Absetzen sollen sie mich auch nicht – Darauf
    Verlaßt euch.
    .
    Kammerdiener (kommt).
    Die Herrn Generale.
    .
    Wallenstein.
    Laß sie kommen.
    .
    http://gutenberg.spiegel.de/buch/3306/6
    .
    Und auf sich selbst aufpasssen: „Nur weil zu den eigenen Zeiten alte Männer, womöglich uneins mit sich selber, darum der Konflikte viel begönnen, jung nachwachsend Blut zu spüren, wie es schnell fabrizierter Unrechtzeitenläufte währen wollte, darauf fielen wir nicht herein, ließen solche Alte unbemerkt hier stehn, ja sterben gnadenlos …“
    .
    Und, überflüssig zu bemerken, weil unser verehrter Gastgeber ebenfalls ein „Joviskind“ ist, ein Götterliebling, wir anderen und von außerhalb sehen es alle deutlich. http://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Jovis

  170. Sollen sie doch. Die...
    Sollen sie doch. Die Renovierungskosten für unsere Burgen sinken wohl kaum.

  171. Werte donna laura, die...
    Werte donna laura, die Demokratie wie „Wir sie kannten“, hat scheinbar nur noch unter
    FAZ Lesern Anhänger. Die Anderen sind schon weiter, sie wollen etwas ‚Neues‘, wissen
    nur noch nicht wie und was.
    Die Begründung: die Probleme der Gegenwart und Zukunft unterscheiden sich
    fundamental von der Vergangenheit, da muss man eben leider, leider alles ändern.

  172. "Gelenkte Demokratie" ist das...
    „Gelenkte Demokratie“ ist das Stichwort, Griechenland, Italien, Deutschland, Frankreich.

  173. zu 20:28. da ist was dran. Ein...
    zu 20:28. da ist was dran. Ein franzoesischer Staatsmann des 17ten Jhdt. mit grosser Reputation meinte damals, dass grosse Staaten ein autoritaeres Regime benoetigen, waehrend kleinere durchaus demokratisch sein duerften.
    .
    Demokratie? Zurueck zur Kleinstaaterei.

  174. Am lustigsten fand ich die...
    Am lustigsten fand ich die Begründung: Klimawandel, Umweltschutz und Migration.
    Alles was ich selbst schon zu den Ladenhütern gezählt hatte.
    Hat es zuvor auch noch nie gegeben.

  175. Wertester Binvonhier,

    die...
    Wertester Binvonhier,
    die Demokratie „wie wir sie kennen“ funktioniert unter drei Voraussetzungen sofort wieder:
    1) Wir hören auf, heutige Ansprüche mit Schulden zu finanzieren und uns zu Geiseln der Finanzmärkte zu machen
    2) Grund- und Spielregeln der Demokatie werden vom Mut- und Wutbürger akzeptiert und er hört auf, Mehrheitsentscheidungen zu denunzieren und zu unterlaufen
    3) Der Mut- und Wutbürger kriegt seinen Arsch hoch und engagiert sich langfristig für oder gegen etwas, ohne den Anspruch auf sofortige Einkehr des Paradieses
    Alles ziemlich einfach. Wer fängt an?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  176. @Colorcraze:

    Und wir besetzen...
    @Colorcraze:
    Und wir besetzen Luxemburg :-)?

  177. Hi, hi: "Formierte...
    Hi, hi: „Formierte Gesellschaft“ Slogan, der im März 1965 von dem Publizisten Rüdiger Altmann lancierte Versuch die Kanzlerschaft Ludwig Erhards zu grundieren. Nachtigal ick hör dir trappsen.

  178. @Perfekt57: Danke für die...
    @Perfekt57: Danke für die Mühe der Bereicherung, für Schopenhauer und Schiller, SchSchSchön, Sie sind ein Schatz und Wir sind die Truhe, gut aufgehoben.
    „Gelenkte VolksHerrschaft“? Ja, HersschafftZeiten! Wo lenkts ihr Uns denn hin!? Ihr. Ihr? Volk? Ja Herrschafft-Zeiten! Volk führt und Volk folgt. Wohin aber geht die Reise? Will das wirklich Eines wissen? Frag‘ ja nur. Volksbefragung abgesagt. Ach!? Wirklich? Welches sind die beiden stärksten Parteien in Griechenland? Welche Parteien regieren Griechenland seit Ende der Militär-Herrschaft? Von wem wurden/werden die Parteien gewählt? Das Volk wählt die Führer, die es verdient. Haben Wir so wenig verdient, das Uns Merkosy führen, oder ist das zuviel für Uns. Haben die Griechen Papandreou verdient? Soviele Fragen und soooooviele Antworten, aber sie liegen brach, in Uns, wenn Wir nur herausbekämen, wie wir sie hinausbekämen, die vielen Antworten auf unsere wenigen Fragen. Glauben Sie bloss nicht, ich hätte eine Antwort darauf, ich bin gerade erst ein Narr geworden, der sich vorsichtig den Antworten annähert, habe aber noch keine wichtigen gefunden, @E.R. Binvonhier, ich hätte so gerne geliefert, aber ich grabe und schürfe weiter. Aber ich komme dem Volk und unserem Willen immer näher, ich nehme die Lupe zu Hilfe und zoome mich immer näher ran …. hmm? Da ist nichts! Wo ist den der ganze VolksWille hin, ausser ein wenig Selbst-Behauptung und noch ein wenig Fremd-Anpassung ist da kaum etwas zu finden, halt!, da ist noch was, ein paar Fragen noch, ohh, aber die stellen Wir doch schon sooo lange, warum liegen die denn noch hier herum?, du lieber Himmel!, schon etwas angegammelt, diese Fragen: Warum? Woher? Wohin? und Was ist Ich?, Mann! sind die schwer, kann ich kaum hochheben, so schwer liegen sie da herum, ja jetzt hilf mir halt Eines, Keines da, na gut, … ach, was steht denn da drauf?, auf dieser leeren Hülle: „die griechische Frage“, da hat sich wohl schon Sokrates die Nägel abgekaut und die Hülle blieb unbefüllt und Platon hat seine Ideen hineingeblasen, aber die sind auch schon lange entwichen, und nun kommen Wir und wollen auf Alles eine Antwort, tja, die ist schwer, die kann Keines alleine tragen, da braucht es wohl das Ganze Volk, aber das Will ja nicht, Will nur einfach da Sein, Fragen fallen so schwer, möchte Volk nicht heben, kostet so viel Kraft, einfach da Sein geht doch auch, oder?, aber Halt, was schmatz ich denn da, da kommen doch noch welche!, ja was ist denn jetzt los!?, es werden immer mehr, Wahnsinn?, so Viel Volk, … Volk, was willst du? Wissen! Also gut, pack‘ ma’s.

  179. ThorHa@ Zu wem sprechen Sie?...
    ThorHa@ Zu wem sprechen Sie? Zu einer alternden Bevölkerung, in der sich mittelalte
    Aktivisten mit Parolen aus dem Off (s.a. Onkel Otto 21:31) als die Neuen mit den visionären Ideen präsentieren, und wenn man ein Blick auf die deutsche Alterspyramide
    wirft sieht man, nach denen ist erstmal nichts.

  180. Oliver-August-Lützenich@...
    Oliver-August-Lützenich@ Bitte um Entschuldigung, wollte sie nicht derart belasten ;-)

  181. O.A.L, vielleicht ist es viel...
    O.A.L, vielleicht ist es viel einfacher; das Volk will nicht nur für das Bühnenbild herhalten.

  182. @ThorHa: 1) ist eben derzeit...
    @ThorHa: 1) ist eben derzeit das Problem; es erfordert so geschwindes Handeln und Entscheiden, daß das auf maximal ein Kabinett hinausläuft, schon weil es zu lange dauert, Erlaubnisse einzuholen. Das ist eine derartige ständige Verhandlerei und Feilscherei, daß es imgrunde eine Einzelperson mit Verhandlungsvollmacht braucht. De facto sehen wir ja auch die ganze Zeit, daß die Länder-CEOs herumfuhrwerken, alle anderen Organe versuchen ab und an noch was einzuwerfen, aber ohne Wirkung.

  183. @ThorHa
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    Mein Einsatz für...

    @ThorHa
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    Mein Einsatz für den Feudalismus gründet ja auf der Einsicht, dass das Volk unfähig ist, die ihm in der demokratischen Verfassung zugedachte Rolle richtig auszufüllen.
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    Den „mündigen Bürger“ gibt es ebensowenig wie das „revolutionäre Proletariat“.
    Darum kann er im Prozess der politischen Willensbildung auch keine konstruktive Rolle spielen.
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    Dass er an den politischen Fehlentscheidungen „unschuldig“ ist, mag ihm vorm jüngsten Gericht als Ausrede dienen — im Diesseits wird er für die politischen Entschidungen haftbar gemacht werden, so oder so.

  184. @HansMeier555:

    Obwohl...
    @HansMeier555:
    Obwohl Abkömmling einer in grauen Vorzeiten regionl herrschenden Familie teile ich Ihre Auffassung nicht. Denn die mündigen Feudalherren gab es historisch schlicht ebensowenig, mit nur vielleicht (!) drei Ausnahmen – England, Preussen und Venedig (und selbst die hatten glorreiche Aussetzer, aus einem sind z.B. die USA hervorgegangen).
    Mag der mündige Bürger auch ein Konstrukt sein, ebenso übrigens wie der Mensch mit Willensfreiheit, so ist das Konstrukt schlicht notwendig, um den Menschen in der Masse ein Leben zu garantieren, dass so frei von menschlicher Willkür ist, wie bisher menschenmöglich.
    Mich nervt allerdings zunehmend die – nach meiner Kenntnis stark deutsche – Neigung selbst gebildeter Bürger, alles, was schiefläuft, auf andere abzuschieben und dabei notfalls auch das Wirken finsterer Mächte in die Debatte einzuführen.
    Das „so oder so“ haftbar gemacht werden ist im Ergebnis richtig. Der Deutsche allerdings versucht die Quadratur des Kreises – überall mitbestimmen, aber andere für das Ergebnis in Haftung nehmen. Wenn es einer politischen Ergänzung der Demokratie bedarf, dann ist es die Wiedereinführung der direkten Verantwortung. Grob skizziert – wer gegen eine Müllverbrennungsanlage vor Ort stimmt, bekommt keine Müllabfuhr mehr. Wer sich der Organspende verweigert verliert die Möglichkeit einer Organtransplantation. Wer sich weigert, Wehrdienst zu leisten, darf später über Kriege nicht mehr mitbestimmen. Und wer gegen einen Flughafenausbau ist, bekommt eben lebenslang keinen Flieger mehr.
    So liesse sich auch eine Demokratie mit unmündigen Bürgern führen. Die werden nämlich sehr schnell mündig, nur muss man sie dazu zwingen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  185. @ThorHa
    .
    Und wer gegen die...

    @ThorHa
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    Und wer gegen die 100prozentige Erbschaftssteuer stimmt, kriegt nach ihrer Einführug kein Existenzgeld.

  186. "---im Diesseits wird er für...
    „—im Diesseits wird er für die politischen Entscheidungen haftbar gemacht werden,
    so oder so.“ Eben.
    …und deshalb ist es allemal klüger, das was wächst erstmal sich auswachsen zu lassen,
    bevor man hingeht und die Spreu vom Weizen trennt. Das kann man in einer Demokratie
    tun.

  187. Als Nachtrag ein Artikel mit...
    Als Nachtrag ein Artikel mit der Erkenntnis, dass wir aus der DDR-Übernahme scheinbar nix gelernt hatten.
    .
    Ich hoffe indes, dass die EU stabiler ist als der EUR! Ich tausch lieber Währungen als an Grenzen zu warten.

  188. ...
    http://m.ftd.de/artikel/60126489.xml?v=2.0
    .
    Wenn der EUR am Markt eh abwerten soll, warum dem Markt nicht mal zuvorkommen und dort schneiden wo es Europa weniger weh tut, statt dass wir uns in Europa die Köpfe einschlagen. „Ausland“ fängt für Europäer in GB an und nicht in GR.
    .
    http://www.onvista.de/futures/snapshot/fgblc1/10-jahre#chart
    .
    Fast vergass ich: Auch für einen Dollar-Anleger kamen in den letzten 10 Jahren bei Bunds noch ca. +30% an Kursgewinnen „auf den Währungsgewinn oben drauf“. Schnipp, schnapp … aber an der richtigen Stelle!

  189. @Köstlich
    Und weil der Dollar...

    @Köstlich
    Und weil der Dollar so „wertlos“ ist, kostet bei den Amis ein gleichartiges Auto (meinetwegen VW) die Hälfte, der Spritpreis ist in den Staaten nicht mal halb so hoch wie hier, selbst die Immobilie der Ballerina in den Staaten war nicht teurer als hierzulande, aber eben mit Schulden „finanziert“ ?
    @Don, völlig richtig, steigende Inflation hätte was mit wachsenden Nettoeinkommen nach Steuern und Abgaben zu tun. Das war hierzulande die vergangenen Eurojahre nicht zu erkennen. Wohl aber bei den jetzt zur „Sparsamkeit“ verdonnerten Griechen. Dort stiegen im Vergleichszeitraum die Einkommen um 70%. Bedeutet, auch wenn hier schon lange (Einkommens-)Deflation herrscht, ist der Euro eine hochgradig inflationäre „Währung“. Die Restdeutschen verschenken die Ergebnisse ihrer Arbeit, ihren Wohlstand, seit langem an die (in der letzten Konsequenz zahlungsunfähigen) sozialistischen Brudervölker.
    Auch „Sachwerte“ steigen keineswegs im Preis. Ein neues Auto verliert, sowie es beim Händler vom Hof gefahren ist, 20% seines „Wertes“. Gemälde, die früher tausende DM kosteten, werden oft für ein paar hundert Euro verhökert. Bei den Gemäldeauktionen bleiben mindestens 30% unverkäuflich. Siehe „Lotissimo“, ca. 4000 Nachverkauf 100000 stehen zur Auktion. Dabei bleibt der sichtliche Verkauf unter Händlern noch unberücksichtigt.
    Nun die Billionenfrage, was tun? Relativ einfach zu beantwiorten. Die Zinsen auf Ersparnisse liegen bei Null. Da kann man ziemlich einfach anteilig einen höheren Betrag Bargeld (auch als Gold oder in Währungen, die nicht zerbrechen können) im heimischen Tresor bunkern. Wer etwas risikofreudig ist, kauft einerseits Gold und als hedge gegen dessen Preisverfall (der bei Nullzinsen unwahrscheinlich ist) PIIS-Anleihen kurzer und mittlerer Laufzeiten. Die von den „Bankberatern“ empfohlenen „Sachwerte“, am liebsten in Form irgendwelcher Finanzkonstrukte, sind wohl der dümmstmögliche Einfall. Bei dieser „Krise“ geht es doch die ganze Zeit nur um „Bankenrettung“, koste es was es wolle.
    Das „Geld“ an sich ist in Ordnung. Aber wenn die Banken nur 2 oder 3 % Eigenkapital haben, ist das der erste Hebel von 97 – 98% und das dann noch einmal mit Derivaten gehebelt, kann überhaupt nicht gut gehen. Die Zinsen an sich sind durch den Zinseszins exponetielle Belastungen. Das dann noch einmal zu potenzieren …. Es kann nur darum gehen, die „Investmentbanken“ auf den Pfad der Tugend zurückzutreiben. Das klappt offenkundig nicht. Die werden sogar noch frech und lassen die „Rateagenturen“ Schwachsinn verkünden. Damit Angst und Panik verbreiten, um das „Wachstum“ anzutreiben, indem die einfachen Leute ihre Sparschweine schlachten und sich möglichst noch verschulden….
    Ich hoffe Dir einen Roten Faden aus den Geschehnissen der Vergangenheit und den Zukunftsaussichten geliefert zu haben… :-)

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