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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Es muss nicht immer Massenmord sein

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Kein Mensch muss Sklave seines Umfelds sein: Wilhelmine von Bayreuth hatte eine schwere Kindheit in einem kriegslüsternden Elternhaus, und wurde dennoch eine angenehme Erscheinung, während ihr Bruder Europa mit Kriegen überzog.

Zuerst rissen die Kanonen auf jeder Seite so ein sechstausend Mann nieder, alsdann säuberte das Musketenfeuer die beste aller möglichen Welten von so ein neun- bis zehntausend Schurken, die deren Oberfläche angesteckt hatten.
Voltaire, Candide

Deutschland hat allen Grund zum Feiern. Im Sommer dieses Jahres jährt sich die Geburt von Wilhemine von Bayreuth (1709 – 1758) aus dem Hause Hohenzollern zum 303. Male, und es kann keinen Zweifel daran geben: Auch einem demokratischen, friedliebenden und in Wohlstand angenehm lebenden Gemeinwesen steht es gut an, dieser Markgräfin des Rokoko mit Staatsakten, Feiern und Ausstellungen die Referenz zu erweisen. Natürlich sprechen wir hier von einer Vertreterin des sog. „aufgeklärten Absolutismus“, aber in diesem Fall ist die Aufklärung weit, weit vor dem Absolutismus. Und selbst der Absolutismus dieser Markgräfin war eher so wenig absolut gestaltet, dass man unter ihr gut leben konnte.

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Denn Wilhelmine war ein echter Glücksfall für das verschlafene Markgrafentum in Franken. Sie war hoch gebildet, kulturell begeistert, ein Naturtalent in der Architektur und Inneneinrichtung, sie war eine Meisterin auf der Laute, und die Jahre unter ihrer Herrschaft waren eine rundum glückliche Zeit. Man baute die Stadt um, verzichtete auf finstere Gassen und enge Tore, alles war offen, freundlich, grosszügig und auf eine Art heiter und charmant, wie es bis dahin nur das Rokoko sein kann. Reich war man in Bayreuth nicht und gross auch nicht, ein kleines deutsches Fürstentum mit einem kleinen Neuen Schloss, der von aussen nicht besonders üppig wirkt. Drinnen ist die delikateste und feinsinnigste Raumabfolge, die ich aus jener Zeit kenne. Potsdam, Wiener Hofburg, Schönbrunn, Münchner Residenz, Karlsruhe, Pommersfelden, Würzburg: Das alles ist nett, da haben Menschen mit viel Geld bauen lassen. Bayreuth dagegen führt die Kunst vor, wie man mit wenig das Beste erreicht.

Zum Beispiel die berühmte Spiegeldecke. Spiegel waren damals aufgrund der komplizierten Herstellungsprozesse ausserordentlich teuer, teurer als Marmor, und selbst für die Fürsten in Bayreuth keine geringe Geldausgabe. Was bei den Bauarbeiten im Schloss an Bruch angefallen ist, wurde in die Decke eines Privatzimmers eingebaut, was den Eindruck erweckte, Wilhelmine könnte sich Spiegel sogar an der Decke leisten. Prunk ja, Verschwendung nein, das zieht sich als stilles Motto durch die Räume. Statt dessen kam das Fürstenhaus lieber für die Verluste einer in Schieflage geratenen Senioreneinrichtung auf, gründete eine Universität und machte generell Dinge, die auch in einem bürgerlichen Staat als sinnvoll gegolten hätte. Das alles zu einer Zeit, als andernorts noch die erbärmlichen Zustände herrschten, die jene Epoche der Ungleichheit von Kuchen oben und kein Brot unten so nachhaltig in Misskredit, und letztlich zum Untergang brachten. In Bayreuth gab es dagegen eine kompetente Verwaltung durch einen zum Ersten Minister aufgestiegenen Bürgerlichen.

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Im 18. Jahrhundert hat man dieses bescheidene Verhalten durchaus nicht durchgehend begrüsst. Wilhelmine holte sich Rat unter anderem bei ihrem Bruder, und dessen Meinung zu dem, was heute ein Hauptwerk de deutschen Rokoko ist, war eher nur so mittelgut. Von aussen, also dorthin, wo man repräsentieren, beeindruckend und gross wirken möchte, macht das Schloss eher einen bescheidenen Eindruck. Im Gegensatz zur damals üblichen Methode der Autokraten – alles Alte, Unzeitgemässe abreissen lassen und komplett neu bauen – wurden im Schloss, soweit möglich, auch die Reste der Vorgängerbauten integriert. Das sparte Geld, zwang aber zu manchen Einschränkungen, die dem Besucher kaum auffallen werden. Dafür konnte sich Wilhelmine auch ein Opernhaus und einen prachtvollen Garten leisten. Und dort in Briefen und Gazetten lesen, was sonst so auf der Welt geschah.

In der Heiterkeit dieses Ensembles aus Schlössern, Gärten und Kultureinrichtungen kann man sich kaum vorstellen, dass die Zeiten an sich gar nicht so gut und heiter waren. 1740 bis 1748 und ab 1756 tobten mit dem Österreichischen Erbfolgekrieg und dem Siebenjährigen Krieg die ersten globalen Konflikte. Mochte Bayreuth auch nur ein kleines Fürstentum sein, so gab es doch von den diversen Koalitionen Versuche, es in die Kriege mit hinein zu ziehen. Zum Glück widerstanden die Bayreuther jedoch, und während um sie herum, wie oben von Voltaire beschrieben, die Welt der Menschen jenseits der Schlösser in Schutt, Asche und Bestialitäten versank, war diese kleine fränkische Region ein Hort des Friedens.

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Musste es so kommen? Historisch betrachtet hätte man Wilhelmine sicher keine Vorwürfe gemacht, hätte sie sich in diesen frühen Weltbränden auch engagiert. Sie hatte eine extrem schwere Jugend, am Hof ihres Vaters wurde sie fast zum Krüppel geschlagen, man hat sie wie ihren Bruder eingesperrt und massiv bedroht, ihr eine Ehe aufgezwungen und gemeinhin auf eine Art und Weise behandelt, dass man ihre echten Memoiren im 19. Jahrhundert für eine Fälschung hielt. Einfach, weil die unglaublichen Grausamkeiten an diesem, für das deutsche Nationalbewusstsein so wichtigen Hof nur begrenzt in dessen vorgeblich ruhmvolle Geschichte passen. Unter diesen Bedingungen hätte sie nicht eine vorzügliche Lautenspielerin werden müssen, eine Musikliebhaberin oder eine Bauherrin. Sie hätte auch das werden können, was wir heute als Massenmörder, Kriegsverbrecher, Landsverderber und Diktator bezeichnen würden. Sie wurde es nicht.

Aber eben diese schreckliche Kindheit wird heute bei ihrem Bruder als Anlass genommen, ihn für derartige Verbrechen zu entschuldigen. Denn leider werden wir in diesem Jahr keinen Staatsakt für Wilhelmine und ihre segensreiche Herrschaft sehen, man wird für sie nicht den Wulff und die Merkel auffahren und bedeutsame Worte verlieren, man wird ihre Musik nicht herausheben und ihre Fähigkeiten, die so umfassend und zugleich freundlich den Menschen gegenüber waren, oder ihre Briefe an Voltaire in einem kleinen Lederband herausgeben. Man wird ihre Bruder feiern, der auch musikalisch war, auch Voltaire zumindest zeitweise schätzte und gern baute. Vor allem aber in die Geschichte als Feldherr eingegangen ist, selbst wenn seine Kriegspolitik frappierende Ähnlichkeiten mit modernen Diktatoren hatte: Friedrich der II. von Preussen. Manche sagen auch „Alter Fritz“, oder fügten in unerfreulicheren Epochen der deutschen Geschichte kategorisch ein „der Grosse“ hinzu. Dessen Geburtstag jährt sich nun zum 300. Male, man wird erstaunlich viel Gutes über einen Toten sagen, man wird auf den Glanz in Potsdam schauen, und die weniger guten Dinge unter den exculpierenden Teppich der schlimmen Familiengeschichte kehren.

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Das war damals so, wird man sagen. Da war das üblich. Die Kabinettskriege waren nicht ganz so schlimm wie der 30-jährige Krieg oder die napoleonischen Schlachten, was man als Redenschreiber im sicheren Sessel schon mal bemerken darf, wenn die Wahrscheinlichkeit, als harmloser Bürger von einem Bajonett aus nächster Nähe entdarmt zu werden, nicht allzu hoch ist. Zudem hat man ja auch die Briefe von diesem Herrn, die in Stunden schwerster Niederlage Todessehnsucht und zutiefst menschliche Verzweiflung erkennen lassen. Nur Zyniker würden darauf verweisen, dass Gaddafi und Saddam in ihren Erdlöchern auch nicht gerade in Party- oder Staatsaktlaune waren. Und die anderen Briefe muss man zum Jubeljahr nicht ausgraben: Dass es zwischen Friedrich und seiner Lieblingsschwester Wilhelmine wegen ihrer Neutralität und Kriegsabstinenz beinahe zum Bruch gekommen wäre, weil er nichts dagegen gehabt hätte, sie am Morden zu beteiligen. Man wird uch nicht sagen, dass er von ihr forderte, einen ihm nicht genehmen Pressevertreter zu verfolgen. Wilhelmine liess den fraglichen Herrn in Erlangen nach Nürnberg entfleuchen; einen anderen Kritiker des Mordens liess Friedrich für 50 Gulden zusammenschlagen, und widmete ihm ein Spottgedicht. Darauf eine Feierstunde mit Prinz und Prasident! Der ein oder andere Politker wird es vielleicht nicht ganz ohne Freuden hören, auch wenn die Hegemonialpolitik im Sinne Friedrichs im weiteren Verlauf der deutschen Geschichte aus Preussens Gloria den Soli, den Stadtschlossersatz auf Steuerzahlerkosten und andere blühende Landschaften machte.

Ich war länger nicht mehr in Potsdam. In Bayreuth bin ich gerne. Ich bin auch der zutiefst bürgerlichen Überzeugung, dass eine Zivilgesellschaft einer Militärdiktatur überlegen ist, und dass es keinen Zwang und keinen Fluch gibt, der einen zu Massenmorden und so viel Unglück für die Menschen zwingt. Man kann sich immer so oder anders entscheiden, man kann auch dem Drängen widerstehen, es gibt kein Mirakel im Krieg und keinen Fluch des Untergangs, man kann morden wie Friedrich und Frieden vermitteln wie Wilhelmine. Beide Kriege, als deren Ursache Friedrich und seine Lust am Morden gelten kann, waren für alle Betroffenen teure Angriffs- und Eroberungskriege, teurer als alle Schlösser und Gärten in Bayreuth. Ich denke auch nicht, dass es etwas über die Gefestigtkeit einer bürgerlichen Demokratie aussagt, wenn sie meint, so einem Gegner ihrer eigenen Grundprinzipien einen Staatsakt widmen zu können.

Es sagt nur etwas über ihre Dummheit. Wenn Sie jemanden aus dem Hause Hohenzollern feiern wollen, trinken Sie einen Tee in der Eremitage und staunen Sie über die delikaten Einfälle im Neuen Schloss von Bayreuth.

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190 Lesermeinungen

  1. Chapeau!
    Danke für diesen...

    Chapeau!
    Danke für diesen aufklärenden Beitrag!

  2. Freut mich, gern geschehen!...
    Freut mich, gern geschehen!

  3. Ein schoener, menschlicher...
    Ein schoener, menschlicher Beitrag. In Berlin wird es eine Sonderaustellung ueber Friedrich II Geben: Gehasst, geliebt, verehrt. Heinz Erhard hat ihm ein Gedicht gewidmet:
    Vom Alten Fritz, dem Preussenkoenig,
    weiss ma zwar viel, doch viel zu wenig.
    So ist zum Beispiel kaum bekannt,
    dass er die Bratkartoffeln erfand.
    Drum heissen sie, das ist kein Witz,
    Pommes Fritz
    Uns wurde damals auch nicht gesagt dass der Koenig homosexuell war. Am Ende seines Lebens hat er die Kriege tief bereut. Vergessen sie nicht; Bayern ist noch da aber Preussen ist ausgeloescht.

  4. Die Bilder sind genau so, wie...
    Die Bilder sind genau so, wie ich erhofft hatte! Aber der Text auch sehr schön und informativ…. wie immer!

  5. Wieder mal ist die Frau der...
    Wieder mal ist die Frau der bessere Mensch.
    Herzlichen Dank für Beitrag und Bilder.

  6. Leider ein Artikel zum Hacken...
    Leider ein Artikel zum Hacken zusammenschlagen! Er bestätigt meine Vorurteile nicht.

  7. Herrlich, ich wette, die...
    Herrlich, ich wette, die Gender-Schwätzer_innen der Berliner Republik wussten da bisher ooch nix von.
    Merci!

  8. Herzlichen Dank! Ist das nun...
    Herzlichen Dank! Ist das nun eine Einstimmung zur (zumindest von mir…) sehnlichst erwarteten Fortsetzung der Aufklärungsreihe aus den Rebellen? Das wäre ja fein

  9. DA: "Denn Wilhelmine war ein...
    DA: „Denn Wilhelmine war ein echter Glücksfall für das verschlafene Markgrafentum in Franken. …hoch gebildet, kulturell begeistert, ein Naturtalent in der Architektur und Inneneinrichtung, sie war eine Meisterin auf der Laute, und die Jahre unter ihrer Herrschaft …glückliche Zeit. Man baute die Stadt um, …alles war offen, freundlich, grosszügig und auf eine Art heiter und charmant, … Reich war man in Bayreuth nicht und gross auch nicht, ein kleines deutsches Fürstentum“
    *
    Der Tonfall erinnert mich an die BUNTE, die beim Zahnarzt immer herumliegt; allerdings habe ich von diesem historischen Stoff keine blasse Ahnung. Wenn also Wilhelmine wirklich so ein Naturtalent war, komme ich auch gern mal ins Schloß von Bayreuth. Ist das nicht auch der Ort, wo diese finsteren Wagner-Festspiele stattfinden, diese ‚Black Sabbath‘-Sessions für Klassikgrufties?

  10. colorcraze@: Sie hatten nicht...
    colorcraze@: Sie hatten nicht genau hingesehen: Es hieß DA:etc. pp.
    Entweder Sie nehmen das zurück, dass ich meschugge sei oder ich kommentiere Sie nicht mehr ;-)

    Plus cher Monsieur Don Alphonso,
    soweit mir bekannt, waren die Ansbach-Bayreuthischen Dragoner durchaus gestandene Typen und zeichneten sich in der Schlacht von Hohenfriedberg aus. Allerdings war der Markgraf Friedrich von Ansbach-Bayreuth, der Gemahl der Wilhlemine, Schwester von Fr.II. nur mehr nominell Regimentsinhaber während der folgenden Kriege. Der Markgraf war zwar Generalfeldmarschall des Fränkischen Kreises und befand sich damit in einer argen Zwickmühle in der geforderten Loyalität zur Deutschen Kaiserin Maria Theresia als Reichsfürst und als Schwager des Preußenkönigs, während des Siebenjährigen Krieg aus dem er sich nur mit allergrößter diplomatischer Kunst heraushielt..
    Mögen muß man Friedrich II. von Preußen-Hohenzollern nicht, aber ein Hundsfott war er nicht.
    „Frechheit empört, Schwäche rührt; nur feige Seelen rächen sich an überwundenen Feinden, und ich gehöre nicht dazu.“ Friedrich der Große an d’Alembert
    Zweifelsohne muß die Fürstin Wilhlemine eine bezaubernde und sehr kultivierte Persönlichkeit gewesen sein. Sie verdient es wirklich in der Deutschen Panthenon gehoben zu werden. Sie komponierte sogar. Bayreuth ist wirklich mehr als nur die „Wagnerei“. Zumal in architektonischer und landschaftsgärtnerischer Hinsicht.
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Wilhelmine_von_Preu%C3%9Fen_(1709%E2%80%931758)
    https://www.youtube.com/watch?v=gj-aUYnTthY
    http://www.bayreuth.de/sehenswuerdigkeiten/sanspareil_840.html
    http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/franken/schloesser/bayreuth/friedrich1.htm

  11. Gut gebrüllt, bayerischer...
    Gut gebrüllt, bayerischer Löwe – aber warum nicht auch gleich gegen die Habsburger und Wittelsbacher? Mangelnde Gelegenheit?

  12. Ich hatte den Zusammenhang...
    Ich hatte den Zusammenhang zwischen Soldatenkönig und Wilhemine nicht gekannt, Bayreuth in den letzten zehn Jahren drei Mal, das Schloß aber nicht besucht. Danke
    Wenn Sie wieder dort sind, könnten Sie noch Bilder von den Gärten ergänzen.
    Und Torten. Und fein beschuhte Damen. Und Obstschalen

  13. Morgengebet mit der Bitte um...
    Morgengebet mit der Bitte um Neutralität:
    „Lieber Gott, stehe mir heute gnädig bei! Oder willst Du nicht, so hilf wenigstens die Schurken, die Feinde nicht, sondern siehe zu, wie es kommt!“
    Fürst Leopold von Anhalt-Dessau vor der Schlacht von Kesselsdorf 1745 bei Dresden, die er als Siebzigjähriger Kommandierender gewann.

  14. Es ist schon immer so gewesen,...
    Es ist schon immer so gewesen, am letzten Tag wird vorgelesen…Bräuche schleppen sich von der Schulzeit durch unsere ganze Sozialisation, immer schön vermeiden, über Sachverhalte selber einmal nachzudenken.
    Feldherren, wenn sie gewonnen haben, sind immer tolle Hechte, die Collateralschäden deckt der Mantel des Schweigens, sich im Nestprachtbau verausgabende Potentaten durchgeknallte Spinner, solange man sie nicht touristisch ausschlachten kann wie Kini Ludwig II.
    .
    Schön mal wieder einen anderen Gedanken zu diskutieren, als über den Flach……. W. oder die leidige Schuldenkrise, das erschöpft sich wie eine Saisonkarte fürs Kinderkarrussel.
    .
    Was ist wirklich ein gelungenes Leben?
    Wenn man seinem Dreijährigen das unfallfreie Streicheln einer Katze erklärt hat, die Siebenjährige beim Mädchenfussball ins Finale angefeuert hat, zwei ältere Kinder gerne und weitgehend drogenfrei aufs Gymnasium gebracht hat, und trotz allen Anforderungen noch immer ein lebhaft funktionierendes Sexualleben mit dem selben Partner auf die Reihe kriegt?
    Muss man so etwas wie den I-Pad erfunden haben? Eine Goldmedaille gewinnen? Oder einen Oscar? Genügt es, auf seiner Feuerbestattung nicht so gut wie allein von den vom Sozialamt bezahlten Bestattungsprofis ins Rohr geschoben zu werden?
    Ist es besser, eine Heavy Bet-ing Session auf dem Kirchentag organisiert zu haben oder grinsend aus dem Swingerclub loszufahren, weil man einen ganz nette Party mit ganz normalen Leuten gefeiert hat, und fürs Amseln niemand vollschwindeln musste?
    .
    Sind es letzlich nicht die selben Berge und Seeufer durch die Windschutzscheibe eines rattigen Barchettas oder eines geschniegelten Cabrios, das sogar die selbe Modellbezeichnung trägt?
    Aber eben nicht vom Mutterhaus Fiat verkauft wurde, sondern beim Edelcouturier Ferrari erworben wurde, nachdem man gerade mal wieder einen mittelständischen Betrieb mit einem profitablen Asset Strip Tease plattgemacht hat, das da etliche ihre Mercedesse und Volkswägelchen verkaufen müssen.
    .
    Schon eine gute Frage: Womit würden Sie sich korrumpieren lassen? Für wieviel?
    Und für was?
    Ein Klinkerhäuschen? Eine Atomrakete? Eine Bunga Bunga Party?
    Wo wäre Ihr Limit? Afrikanischer Diktator? Russischer Oligarch? Organisierter Oberverbrecher? Wall Street Finanzberater? Sportbetrüger?
    Kann man mit gutem Gewissen beim dicken Lurch von Korea, dem HB-Männchen von Iran oder den vereinten Währungsschwindlern des Westen mitspielen?

  15. Was Habsburg angeht:...
    Was Habsburg angeht: Nordwestrumänien ist nicht so mein Ding.
    .
    Man kann es auch so sagen: wer meint, für seinen persönlichen Vorteil andere ins Gras beissen lassen zu müssen, braucht bei mir gar nicht mehr ankommen. Da dreh ich die Hand nicht um.

  16. (Nicht umsonst hängen bei mir...
    (Nicht umsonst hängen bei mir Napoleon und Ludwig XIV. – auf dem Klo)

  17. Fritzens Umbettung ist mir...
    Fritzens Umbettung ist mir noch als düsteres Bild in Erinnerung, in dem die alten Herren quasi kerzenbeschienen vor dräuendem Horizont draußen in Potsdam sich berauschten an der Gemeinsamkeit großer Staatsmänner, einsame Entscheidungen treffen zu müssen. Man kann ja hinterher bereuen. Fritz hat´s uns vorgemacht. Kaum war das Gewissen entdeckt, konnte man schon abstrahieren zwischen der privaten Entscheidung und der staatsnotwendigen Entscheidung des ersten Dieners. Was der Anstand des Bürgers verbietet, ist dem Staatsmann alternativlos.
    Ich erlaube mir an eine leider verschüttete Tradition anzuknüpfen und empfehle das feine, zeitgenössische Lautenspiel von Slivius Weiss.

  18. Danke Don, für diesen...
    Danke Don, für diesen melodischen Kontrapunkt zu den anstehenden Jubelfeiern in Potsdam. Und die Laute ist wirklich ein königliches Instrument.

  19. Vielen Dank, lieber Don, fuer...
    Vielen Dank, lieber Don, fuer die kleine Erweiterung meines Geschichtshorizontes.
    .
    Was mich immer wieder verwundert ist die Tatsache, dass die von Ihnen erwaehnten Massenmoerder doch einiges an nachhaltigen zivilisatorischen Leistungen hinterliessen. Die Nachfolger derselben, und die sich auf sie Berufenden, taten das nicht mehr, wie wir, die wir im 20. Jhdt. geboren wurden, leidvoll erfahren durften.

  20. Soso, eine kulturverbessernde...
    Soso, eine kulturverbessernde Fürstin, die Würzburg recht dauerhaft verschönern half. Naja, ihre Oma war ja auch schon gebildet (die spazierte in Lietzow ums Schloß und disputierte mit Leibniz) und für Kultur (italienische Oper, z.B.) auf alle Fälle zu haben.
    @Meschuggener: aber ich kann doch nichts dafür, daß Sie sich so nennen!

  21. wirklich sehr angenehm und...
    wirklich sehr angenehm und lesenswert…endlich einmal wieder.

  22. Don Alphonso@: Da fehlen in...
    Don Alphonso@: Da fehlen in Ihrer traulichen Toilettengalerie aber noch eine ganze Reihe von Blutsäufern von Rang. Z. B. Mao tse Tung. Oder Dschingis Khan. Wie wärs mit Pol Pot? Oder Karl XII. von Schweden, ein Wittelsbacher, der konnte allerdings den anderen nicht das Wasser reichen bezüglich der Massen an Toten, er war aber auch nicht ohne. Eine Lieblingsfigur von Voltaire, der er eine historische Arbeit widmete.

  23. zur schwierigen kindheit der...
    zur schwierigen kindheit der so talentierten geschwister fällt mir jochen kleppers „Der Vater“ ein, welcher roman nicht ohne sympathie für diesen geschrieben ist, und einblick in die tragischen wirkungsketten innerhalb dieser familie gibt. dieser vater friedr. wilh. I trug übrigens den beinamen „soldatenkönig“, weil soldaten seine leidenschaft waren, hat aber darum doch nie einen krieg geführt, nicht der berühmtere und kriegerischere sohn.
    Es gibt noch mehr fürsten, die mit redlichem bemühen ihre länder zu wirtschaftlicher und kultureller blüte geführt haben, und sich aus kriegen heraushielten, mit dem erfolg, daß sie in der martialischen preußenlastigen geschichtsbetrachtung des kaiserreiches mehr oder weniger unter den tisch gefallen sind. ich denke hier z. B. an kurfürst carl theodor.

  24. nicht schlecht, aber auch...
    nicht schlecht, aber auch nicht mehr genial. sie haengen irgendwie fest. sehr statisch. leider. seit vielen monaten.
    ich moechte wieder mal richtig ergriffen sein und mir so einen artikel mehrmals durchlesen.
    ich stehe immer wieder vor dem vulkan, der ihren namen traegt. schaue nach so einem artikel auf die kleinen rauchschwaden und traeume von gluehenden magmabrocken, die da aus der oeffnung fliegen, die sich mund oder hand nennt…

  25. Beim Fritzen mussten Kriege...
    Beim Fritzen mussten Kriege profitabel sein. Teuer mögen sie gewesen sein, bezahlt haben die Verlierer. So erfreuten sich die Sachsen nach ihrer Niederlage gegen die Preussen der Bezahlung durch Ephrahemiten. Außen Fritz und innen Ephrahim (Fritzens Finanzminister Ephrahim hatte den Einfall), hieß es. Ist ein Fachbegriff. Verdünnte Silbertaler. Das ist bis zu den heutigen Raubzügen als Vorbild übernommen worden. Nur sind heute die Verlierer diejenigen, die die Schuldscheine, das „Geld“ akzeptieren müssen. Alle, mit Ausnahme der Bankiers, die zwar kein Geld haben, aber auf die Schulden, auch aus den Kriegen, die Zinsen kassieren. Für den „Rest“ der Welt ein nicht so nettes Spielchen. In der Tat hat die Preussen seinerzeit nur der Tod der russischen Zarin vor der vollkommenen Vernichtung durch Maria Theresias Österreich und Russland bewahrt. Der Schock darüber saß dem Fritzen bis zu seinem Tod in den Knochen.

  26. sehr interessant! vielen...
    sehr interessant! vielen Dank!
    (Die Hohenzollern waren aber auch in Rumänien)

  27. dem hausherrn meinen dank für...
    dem hausherrn meinen dank für seinen text.
    .
    was altenfritz angeht: martin stade, der könig und sein narr.
    .
    wer eher den zweiten joseph schätzt: franz gräffer, josephinische curiosa
    (bei projekt gutenberg.de und bei google books)

  28. Vielen Dank für das...
    Vielen Dank für das Lob.
    Miner, ich habe keine Ahnung wie das geht und habe sie auch noch nie gehabt, es trifft bei unterschiedlichen Leuten unterschiedliche Nerven, ist mein Eindruck. Schlicht: ich tue, was in meiner macht steht, aber das ist alles, was ich tun kann.

  29. ein lesenswerter artikel, der...
    ein lesenswerter artikel, der spass macht – herzlichen dank, lieber don!
    .
    besonders viele nachkommen und ein langes leben hat sie nicht gehabt, und auch ihr hübsches töchterlein nicht, wohl aber der schwiegersohn, der hat alles wieder ausgebügelt.
    .
    wo steckt eigentlich Grand Guignol? hoffentlich ist seinem holzköpfchen nichts passiert…

  30. Frauen sind im Allgemeinen...
    Frauen sind im Allgemeinen überhaupt Glücksfälle.
    .
    manangement ist allerdings noch lange nicht absolut. gestern abend im dlf: eine frau im vorstand geht unter, zwei reichen noch nicht. ab dreien gehts rund: nachhaltig, unblutig, intelligent. ob unsere ministerinnen das auch schon wissen?

  31. lieber Meschuggener, bewahre,...
    lieber Meschuggener, bewahre, die verzierung der toilette dürfte bereits ausreichen
    – sonst muss unser lieber gastgeber das friedliche örtchen noch in den ‚roten stuhl‘ umbenennen!
    (angesichts der aus den bildnissen eruierenden schwierigkeiten würde er vermutlich alsbald in ‚die presse‘ umgetauft.)

  32. Danke....
    Danke.

  33. "Kraftvolle Selbstbezogenheit...
    „Kraftvolle Selbstbezogenheit wirkt oft anziegend auf schwache Charaktere“, auch im DLF – über Jean-Jacques Rousseau, der wie bekannt alle seine fünf Kinder ins Waisenhaus abgab. Sicher bestimmt besser so.
    .
    „Weil mir nichts fehlt, bin ich sozial defizitär“ – was man sich trotz angerichteter Weltzustände auch nicht einreden lassen sollte. Begründete Zufriedenheit bleibt erlaubt. (Auch in Bayern, *g*)
    .
    Und vor allem auch Bundeskanzlerin ist eine Aufgabe, die sich bis auf weiteres scheinbar durch besonders große Kenntnisse und Fähigkeiten in öffentlich-oraler Gehemmtheit auszeichnet. (Sicher gegen Willen.)

  34. Don Alphonso: deiser Beitrag...
    Don Alphonso: deiser Beitrag gehört nicht ins Blog. Er fängt gut an, lässt dann aber nach. Das Ende der Ouvertüre gut anpassen, und dann: auf die erste Seite des Blattes damit! Ganz nach vorne getönt! Als Korrektiv für die ahnungslosen Fritzenpreiser, deren dämliche Kniefälle noch folgen werden!

  35. @miner
    .
    was soll er denn...

    @miner
    .
    was soll er denn schreiben bitte sehr? etwa so was wie „Trotz allem doch auch viele Grüße aus den schönen Westvierteln an alle Minderkrüppel aus der Phalanx der Ungenialen?“
    .
    immerhin hat er sich inzwischen unseren ehrentitel „embedded artist first class“ verdient.
    .
    und mc carthy hat nach seiner außerdienstsetzung im alter von 48 innerhalb kürzester zeit mit wodka selbstmord begangen. („your peers are your natural allies“, wenn er mal welche gehabt hätte)
    .
    der einzelne ist immer die summe des ganzen. (darum auch zählt ein don a. mehr als jede gemeinschaft. *g*)

  36. "anziehend"...
    „anziehend“ natürlich.
    .
    @miner
    .
    wir hätten evtl. noch zwei „für Don“, wenns beliebt. wie wäre es probehalber mal mit
    .
    – „Die Dummheit des Staatswesen rüttelt an den Grundfesten der Zukunft.“ Oder
    .
    – „Die intelligenten Leute aus den Westvierteln arbeiten inzwischen längst nicht mehr für Deutschland, denn sie wollten den Dummen aus den anderen Stadtvierteln nicht länger deren natürliche Aufgaben wegnehmen.“
    .
    ???
    .
    Und Grüße.

  37. Ein intellektueller...
    Ein intellektueller Gegenentwurf zu dem unsäglichen Historiendrama in der ARD! Mit feinem Geist geschrieben. Leider habe ich nicht mehr anzumerken, als dass der Name in der zweiten Zeile ein „l“ vermisst.

  38. Don Alphonso: "Man kann es...
    Don Alphonso: „Man kann es auch so sagen: Wer meint, für seinen persönlichen Vorteil andere ins Gras beissen lassen zu müssen, braucht bei mir gar nicht mehr ankommen. Da dreh ich die Hand nicht um.“
    *
    Da werden sich die Dikatoren, Milizenführer und andere Bösewichter dieser Welt aber ganz schön ärgern, wenn der Don sie so einfach links liegen lässt….

  39. Welch schöne ReVerenz!...
    Welch schöne ReVerenz!

  40. Aus bayerischer Sicht war...
    Aus bayerischer Sicht war Friedrich II. größer als Napoleon: Er hat den bayerischen Kurfürsten nicht nur zum König, sondern gleich zum Kaiser gemacht.

  41. Sehr geehrter Gastgeber, dann...
    Sehr geehrter Gastgeber, dann schreiben Sie bitte nie was über Alexander den Großen. Fratrizide. Möglicherweise Patrizid. Leichen zuhauf bis an den Indus. Der hat schon damals die Freiheit am Hindukusch (erfolgreich, als Letzter bisher) verteidigt. Und war im Filou´schen Sinne (19:30) doch äußerst erfolgreich.

  42. perfekt!57: "Frauen sind im...
    perfekt!57: „Frauen sind im Allgemeinen überhaupt Glücksfälle.“
    *
    Das ist mir zu pauschal.

  43. Was den Bunte-Vorwurf angeht:...
    Was den Bunte-Vorwurf angeht: Nein, es gab im POrivatleben auch etliche üblere Geschichtgen; dass ihre Hofdame die Hauptmätresse ihres Mannes war, ist so eine Sache, dass er selbst recht inkompetent und verlottert war, eine andere. Aber im Ergebnis erlebte Bayreuth eine ausgesprochene Blütezeit.

  44. Sehr schön und interessant!...
    Sehr schön und interessant!
    Bleibt zu hoffen, dass uns die geschilderte Dimension der Dummheit zunächst weiterhin halbwegs erspart bleibt.

  45. Zur Philosophie der Kriege,...
    Zur Philosophie der Kriege, zumindest der Kriege bis zum Beginn des 20. Jhdt. gibt es in diesem Blog einen Kommentator, dessen kompetente Meinung ich gerne lesen wuerde (wenn er nicht gerade seine Planstelle am Hindukusch verteidigen muss).
    .
    Damit moechte ich eigentlich meine Skepsis zum Begriff des Massenmoerders aeussern.
    .
    Friedrich II. Vater war ein gewalttaetiger Choleriker, der seine Kinder grausam behandelte. Vor einem deutschen Gericht unserer Tage bekaeme Friedrich II. unter Beruecksichtigung seiner kindlichen Vergangenheit eine Sozialstrafe von 14-taegigem Laubkehren im Park von Sanssouci. Auf Bewaehrung.

  46. Don Alphonso: "Was den...
    Don Alphonso: „Was den Bunte-Vorwurf angeht …“
    *
    Das war kein Vorwurf, aber von einem studierten Historiker eine undifferenzierte Lobeshymne zu hören, ist schon eigenartig. Andererseits geht es ja hier um das zwanglose Plaudern, welches wir von Don Alphonso erlernt haben: Eigentlich liegt es ja recht nahe, dass eine Hofdame u.U. die Funktion der sexuellen Grundversorgung übernimmt, wenn die heiße Liebe der Hauptprotagnisten abgekühlt ist. Zuletzt hatten wir den Fall Schwarzenegger, der erkennen musste, dass die geistige Quellkraft seines Schaffens nicht immer identisch war mit der lustvollen Kraft seiner Lenden. Ein Kind mehr von solchen Genen wird der Menschheit schon nicht schaden….
    *
    Die Blütezeit solcher Menschen, (und ich beschäftige mich schon eine ganze Weile mit solchen Sonderkonstellationen), ist nämlich immer geprägt von einer Abweichung üblicher Beziehungen: Es hält sich z.B. auch hartnäckig das Gerücht, dass Goethes Liebe zu Charlotte von Stein tatsächlich geistiger Natur war, seine sexuelle Begierde aber tatsächlich der Herzogin Anna Amalia galt, die aus ihm wohl erst einen „richtigen Mann“ gemacht haben soll. Für eine solche Behauptung wird man zwar von eingefleischten Goethe-Verehrern gefedert und gesteinigt, aber sehr oft findet man bei kreativen Menschen aller Art zunächst eine ungewöhnliche Zurückhaltung bei der Ausübung seiner körperlichen Pflichten, und erst später kommt es zur Mann- oder Frauwerdung, wobei auffallend oft körperliche und geistige Begierden ganz natürlich getrennt werden, solange es die äußerlichen, gesellschaftlichen Beschaffenheiten zulassen.

  47. abgesehen von den vielen...
    abgesehen von den vielen Schreibfehlern inhaltsleer, naiv, einseitig…aber flotter Stil immerhin

  48. Preussinnen sind keine...
    Preussinnen sind keine Praißn.
    Ihre Sparsamkeit hatte sie von ihrem Vater.
    Der hat jahrelang Haushaltsüberschüsse angehäuft und seinem Sohn eine prall gefüllte Staatskasse hinterlassen. Und wofür?

  49. Die Philosophie der Kriege...
    Die Philosophie der Kriege war, dass all die Bauerndödel auf ihren elenden Dörfern auch kein viel längeres oder schöneres Leben gehabt hätten als beim Militär.

  50. Heute würde man sagen:
    Diese...

    Heute würde man sagen:
    Diese Wilhelmine mit ihrem Zwergfürstentum drückt sich vor Verantwortung und will ihrer Bündnisverpflichtung nicht nachkommen. Ja ja, in Bayreuth kann man die Weltgeschichte vielleicht vom Logenplatz aus betrachten! Wir in den Metropolen Berlin/München/Hannover/Wien/Dresden können das nicht!
    .
    Beklemmend an Friedrich ist, dass er wirklich Geist hatte und vieles, was ihn anziehend macht. Und dass er ein „Philosoph“ war, ein Spieler, der genau wusste, was er da anrichtete.
    Noch beklemmender ist die echte Begeisterung, die er bei so vielen hervorrief, die es ebenfalls besser wissen mussten.

  51. daß sie es aber nicht mit der...
    daß sie es aber nicht mit der von ihnen so hochgeschätzten wilhelmine zu tun bekommen, wenn sie mit soviel häme über ihren bruder herziehen…
    ach nein, dieser (lesenswerte) artikel wird dem preußenkönig sicher nicht gerecht, da muß man nur mal über den tellerrand (grenzen) blicken

  52. Sehr schoene Abhandlung!...
    Sehr schoene Abhandlung!

  53. Danke für die bitter nötigen...
    Danke für die bitter nötigen Richtigstellungen – auch wenn Wilhelmine vielleicht etwas zu modern aufgewertet dabei wegkommt („Beyreuth“ bestand ja auch damals nicht bloß aus schmucken Bürgerhäusern, dienstbotenlos sozusagen – und überhaupt diente und dienete die Kunst auch dort). Der Vergleich mit dem Bruder bleibt richtig und die Spitzen gegen die fröhliche Friedrichverklärung („ja, ja, er hatte Schwächen, indes…“) allemal angebracht

  54. HansMeier555: "Ja ja, in...
    HansMeier555: „Ja ja, in Bayreuth kann man die Weltgeschichte vielleicht vom Logenplatz aus betrachten! Wir in den Metropolen Berlin/München/Hannover/Wien/Dresden können das nicht!“
    *
    Das ist völlig richtig, und genau diese Erfahrung machen ja auch Leute wie Guttenberg und Friedrich in Berlin: Fränkische Provinzialität kann man sich nicht aussuchen, aber Dummheit ist nun mal kein Privileg.
    *
    Wovon handelt also die Story? Von Wilhelmine und ihrem friedfertigen Charakter? Von einem Geschwisterstreit? Vom Glück, inmitten des Ozeans der Geschichte zufällig auf einem tropischen Korallenriff zu leben? Von Menschen, denen es gelingt, aus dem Korsett der akzeptierten Sexualbeziehungen auszusteigen und ihre körperlichen und geistigen Interessen zu trennen? Dann schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt: „Pazifisten der Geschichter“ – Bösewichter kommen bei Don Alphonso nicht in die Tüte….

  55. was ? er kann das...
    was ? er kann das verschwommene an gedanken buendeln, was diffus durch alle koepfe geht. kann es buendeln zu einem ziel. einer geschichte. nicht viele koennen das. er schon.
    veraenderung in gang setzen. (ach, was ermuedet mich grad mein sinnloses gelaber)
    na klar ist es trotzdem nett und auch drollig, wenn er hier kleine applausartikel fuer die in sich erstarrte geisteselite deutschlands schreibt und von ein paar ueberbildeten damen und herren mediale rosen und tuechlein zugeworfen bekommt. chapeau, chapeau, chapeau :-) 
    aber mehr als nett und drollig es eben nicht.  

  56. Panem et circenses

    die einen...
    Panem et circenses
    die einen haben ihr rtl 2, die anderen halt ihr faz kammerspiel.
    beides hinterlaesst den gleichen, schalen geschmack des verharrens.
    so, genug. ich schau jetzt mal ob die welt heute einen tellerrand zu bieten hat, ueber den man…… ;-)

  57. Mich erleichtert es ja sehr,...
    Mich erleichtert es ja sehr, wenn wir mal nicht einer Meinung sind, Don Alphonso. Es wird einem ja sonst geradezu unheimlich. Ich wußte ja schon einiges zu Wilhelmine, aber so detailliert auch wieder nicht. Also vielen Dank für den schönen Beitrag. Allerdings meine ich nicht, daß die Weltgeschichte das Weltgericht ist und schon gar keine moralische Anstalt. Ich habe deshalb Probleme damit, historische Gestalten und Prozesse aus heutiger Sicht gewissermaßen zu benoten und den Daumen zu senken oder mit dem Tüchlein zu wedeln. Ich halt dafür, daß man sine ira et studio vergangene Epochen betrachtet und vor allem versucht, zu verstehen. Natürlich auch, um zu lernen. Aber bekanntlich ist ein Individuum lernfähig, aber nicht die Menschheit insgesamt. Gesetzt den Fall Wilhelmine hätte die Thronfolge in Preußen übernommen bin ich mir sicher, daß sie nicht anders als Maria Theresia, Madame Pompadour oder Katharina II. regiert hätte. Der Österreichische Erbfolgekrieg war unter der damaligen Konstellation unvermeidbar und nicht zuletzt Bayern an vorderster Front dabei. Alle wollten sich aus dem Habsburger Erbe bedienen und Friedrich war nur der schnellste. Ihn als „Mörder“ zu bezeichnen mag aus einer pazifistischen Haltung verständlich sein. Ich teile diese Meinung nicht. Er handelte unter den Zeitumständen und überragte dabei seine Zeitgenossen bei weitem. Deshalb halte ich ihn auch weiterhin für einen Großen. Er war sicher ein widerspruchsvoller Charakter, kein sehr angenehmer Mensch, aber immer faszinierend. Ich kenne scharfe Kritiker wie Krockow und kritiklose Bewunderer wie Carlyle, aber keiner kann sich dem Faszinosum entziehen. Allerdings gebe ich Ihnen recht, daß man die historischen Figuren im Schatten der Großen nicht vernachlässigen sollte.
    Friedrich an Maria Antonia von Sachsen: „Ich liebe die Philosophie; ich bemühe mich, weise zu werden, wenn ich es vermag, aber ich bin nicht so dünkelhaft und verblendet, daß ich mich für einen Weisen halte. Hätte ich zu beichten, ich sagte Ew. Königl. Hoheit: mein Herz ist gerade und meine Absichten sind lauter, aber ich bin schwach, und trotz meines Wunsches, weise zu werden, geschieht es, daß ich Bosheiten begehe, die ich nachher bereue. Dies das ehrliche Geständnis meines Wesens.“

  58. @HM555, yast2000, miner:...
    @HM555, yast2000, miner: gestern Nacht erschien mir die Beobachtung, daß DA nun zum ersten Mal außerhalb Bayern-Schweiz-Norditalien Bilder gemacht hat, nämlich in Franken (Augsburg will er ja immer nicht). Und daß das eigentlich das dritte Mal ist, daß er „Franken“ thematisiert. Zuerst mit „Gutti“, dann im letzten Beitrag mit dem Schweizer Franken, und nun die Zeit Würzburgs unter der preußischen Schwester von Friedrich II.

  59. Donaueschingen!...
    Donaueschingen!

  60. Betrachtet man Krieg als Sport...
    Betrachtet man Krieg als Sport und den WK-2 vom rein sportlichen Standpunkt, welche Armee hat dann (nach Punkten) gewonnen? Hm?

  61. Trotzdem verwunderlich, dass...
    Trotzdem verwunderlich, dass sich die Friedrichfans nicht deutlicher outen, sondern mehr so verdruckst. Schon seit zwei Jahren versuche ich hier die Protestanten aus der Reserve zu locken, auch das stets vergeblich.
    .
    Erinnere mich dunkel, dass F-2 um 1986/87 in der DDR plötzlich aufgewertet wurde, im Zsgh. mit der Berliner 750jahrfeier und Honeckers Bonnbesuch. Und dann 1991 die Umbettung zu seinen Windspielen im Beisein von Kohl.
    .
    Ein anderes Jubiläum haben wir letztes Jahr doch glatt verschlafen: 250 Jahre russische Truppen in Berlin!

  62. Lieber Don, geht es denn auch...
    Lieber Don, geht es denn auch anders als im Dreiklang Fritz Wilhelm II Hitler, dem alten Spiegel Titelblatt? Wenn man aus dem Westen Deutschlands nach Osten, über die Elbe schaut, findet sich schon etwas mehr, als dieser Vorurteilskitsch. Sonst so genau und feinsinnig, fassend und treffend, kommen Sie hier mit dem Massenmörder. Das, was als moderner Krieg bezeichnet wird, also unter strategischem und taktischem Einbezug der Zivilbevölkerung, fängt mit dem amerikanischen Bürgerkrieg an. Massenmörder, der Begriff gehört ins 20. Jhrdt. Verzeihung, hier fallen Sie in genau den Journalismus, den Sie sonst so wundervoll widerlegen.

  63. HansMeier555: "Betrachtet man...
    HansMeier555: „Betrachtet man Krieg als Sport und den WK-2 vom rein sportlichen Standpunkt, welche Armee hat dann (nach Punkten) gewonnen? Hm?“
    *
    Meier!!!! Lesen Sie bitte mal wieder Erich Maria Remarque! Und nehmen Sie bitte Ihre Medikamente, bevor Sie einen solchen Blödsinn ablassen…

  64. neuerdings wird auch wieder...
    neuerdings wird auch wieder erfreulich offen über friedrichs homosexualität diskutiert, was hinter vorgehaltener hand schon immer der fall war. ein jüngerer friedrich-biograph scheut sich allerdings noch, darauf näher einzugehen, indem er darauf hinweist, dass friedrichs neigung keine bedeutung für sein politisches handeln und seine zielsetzungen habe. doch ob diese einschätzung wirklich zutrifft, ist zu bezweifeln, denn friedrichs ruhmsucht, konkret sein miiltärisches handeln könnte sehr wohl etwas damit zu tun haben, dass er sich mehr als andere fürsten seiner zeit gezwungen fühlte, sich als „männlicher heros“ zu beweisen
    http://www.tagesspiegel.de/kultur/interview-mit-friedrich-biograf-preussenkoenig-friedrich-ii-die-geschichte-das-bin-ich/6010778.html

  65. Danke für diesen Artikel -...
    Danke für diesen Artikel – genau was man braucht, um in der Verwandschaft ein paar Köpfchen geradezurücken.

  66. Sehr schön.
    .
    Eine...

    Sehr schön.
    .
    Eine gebildete, engagierte Fürstin und fähige Minister, da blüht ein Gemeinwesen auf.
    Da kann das Staatsoberhaupt auch inkompetent und verlottert sein – macht nix.

  67. In Menschen mich...
    In Menschen mich hineinzuversetzen, die seit Geburt (Gewalt)-Opfer der politischen Ranküne sind, will mir nicht gelingen.

  68. Hunde, wollt Ihr ewig leben?...
    Hunde, wollt Ihr ewig leben?

  69. Wenn es um Erbfolge(-kriege)...
    Wenn es um Erbfolge(-kriege) geht, scheint das immer Frauen auf den Plan zu rufen;
    aber vermutlich irre ich mich.

  70. ...und nun die Jubelfeiern...
    …und nun die Jubelfeiern für Friedrich II. Die Reinkarnation der großen Zarin erweist
    ihm ihre Reverenz – auch hübsch.

  71. @ennui
    Ein Klischee eigener...

    @ennui
    Ein Klischee eigener Art (Härtekitsch) ist die Verharmlosung der Kabinettskriege als begrenzt und rein instrumentell. Unter den gegebenen Umständen und Abhängigkeiten einer Subsistenzwirtschaft hatte jeder Krieg der Frühen Neuzeit auch Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Hunger, Pest und Not gehören immer dazu.
    (Die Schrecken der Schlacht selbst werden auch gerne verharmlost.)

  72. An HM555:

    Der Osten ist...
    An HM555:
    Der Osten ist protestantisch (zum großen Teil jedenfalls), aber in der FAZ kaum präsent. Trotzdem tapfer weiter locken!

  73. Schön geschrieben, danke. Die...
    Schön geschrieben, danke. Die Wilhelmine hatte also wahren Esprit, den geistreichen menschenzugewandten.
    Der Bruder hingegen: „Vouz n-avez aucune idée a quelle race maudite nous appartenons“ – mit so einer Post-Antimachiavelliattitude im geistigen Gepäck lässt sich der Pöbel auch heute noch sehr gut in den Tod hetzen.

  74. obwohl, heut besaufen die sich...
    obwohl, heut besaufen die sich mit Nietzsche und Huntington, ist auch viel einfacher

  75. Falls der Anwalt von Herrn...
    Falls der Anwalt von Herrn oder Frau Meschuggener erlaubt:
    .
    Ich werde mir für meine Toilette eine Kopie des Lagerfeld Plakats beschaffen:
    .
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/mode/lagerfeld-zur-wulff-affaere-ein-paar-schlussstriche-unter-die-debatte-11600566.html
    .
    @Perfect – Ihre Bemerkung’ Frauen sind im Allgemeinen überhaupt Glücksfälle’ finde ich erstaunlich. Warum nur Frauen?

  76. Meschuggener – Ich hab mir...
    Meschuggener – Ich hab mir Ihre Frage von vorgestern in
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/209. Januar 2012, 10:08012/01/04/reichtum-fuer-alle-der-franken-einstieg-ist-machbar.aspx?CommentPosted=true
    .
    noch einmal durch den Kopf gehen lassen. In meiner Antwort (09. Januar 2012, 10:08) hatte ich eine Konsequenz noch nicht erwähnt. Wenn Muttis und Gabriels Plan nicht durchgeht und es keine große Koalition gibt, gibt es irgendwann eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu den bereits beschlossenen EURO Schirm Verträgen/deutschen Gesetzen. Ihrer eigenen Logik bei vorangegangenen Beschlüssen folgend, kann das Bundesverfassungsgericht diesen eigentlich nicht zustimmen solange das Haushaltrecht als Aufgabe des Bundestags im GG verankert ist.
    .
    Konsequenterweise gibt es für den Merkel/Gabriel Plan unter der Hand viel Unterstützung… auch und insbesondere im Ausland.

  77. HansMeier555@ Keine Armee hat...
    HansMeier555@ Keine Armee hat WKII gewonnen; das war allein das Werk der Generäle
    Frühjahr, Herbst und Winter – der Platz war nicht mehr bespielbar.

  78. Für die Klimaforscher gibt es...
    Für die Klimaforscher gibt es da noch einiges zu tun, bis sie in der Lage sind das
    Wetter für die militärischen strategischen Ziele zu modellieren.

  79. Fragt der alte Fritz den neuen...
    Fragt der alte Fritz den neuen Leibarzt: „Na, hat er schon einen Friedhof gefüllt?“ — „Längst nicht so viele wie Eure Majestät!“ — und beide lachen herzlich.

  80. @E.R. Binvonhier
    Aber...

    @E.R. Binvonhier
    Aber Wertungsnoten kann die Jury trotzdem vergeben.

  81. In Ihrem anderen Blog hatten...
    In Ihrem anderen Blog hatten Sie klagend den Namen Dönhoff ins Spiel gebracht; den kenne heute kaum noch jemand. Sie meinten doch sicher nicht „die Inge Meisel des deutschen Journalismus“ (Rainald Goetz), sondern einen Vorfahren?

  82. Pardon, was die Meisel angeht,...
    Pardon, was die Meisel angeht, stammt das nicht von Goetz, sondern von Raddatz.

  83. @ Paul Bademeister: Wenn man...
    @ Paul Bademeister: Wenn man sagt, was sich vertreten lässt, dass Quantität in Qualität umspringt, dann hat das 20. Jahrhundert, meine bescheidene Ansicht, mehr zu bieten.
    .
    Ein stehendes Heer zu beherbergen, bedeutete für die Gegend in der Regel ebenfalls Hunger und Not.
    .
    Wenn nach dem 30igjährigen Krieg Landstriche mit einer Restbevölkerung von 1 /5 (ein Fünftel) übrig geblieben sind und dort noch hundert Jahre später die in vergleichbarer Zahl pro Frau lebend geborenen Kinder immer noch eine deutlich höhere Sterblichkeit hatten als vor dem Krieg (Kirchenbücher), zeigt dies etwas über die seelischen Verwüstungen dieses „lustigen Zeitverteibs“. Brandenburg war so ein Landstrich, da waren es wohl meist die Schweden, die Obstbäume abgeholzt haben und auch andere Dinge mit den Äxten anzustellen wussten. Aber wen nennen wir da Massenmörder?
    .
    Und wenn uns heute der Richtige käme und fragte: „Wollt ihr den totalen Krieg“? Der Richtige??? (Augenverdreh) ( @perfekt 57: da sind Frauen genau gleich bescheuert wie das Mannsvolk, meine bescheidene Vermutung)
    .
    Also: kein Härtekitsch, aber auf dem Boden bleiben schon.

  84. So sehr ich mich auch redlich...
    So sehr ich mich auch redlich bemühe, es anders sehen zu können: Es geht nicht. Ich empfinde den Text als zu flach und einseitig, verehrter Hausherr, um es mit Achtung auszudrücken, und es riecht lauthals nach dem inzwischen von Ihnen ja gewohnten Schlechtschreiben von allem, was auch nur entfernt mit Berlin, Potsdam, Preußen und Ostelbien ganz allgemein in Zusammenhang zu bringen ist.
    Es fällt bisweilen recht schwer, etwas anderes zu ahnen als daß Sie ein äußerst unaufgearbeitetes und offenbar schwerwiegendes persönliches Trauma mit einer gewissen Weltengegend hätten und dieses via dem Pfade deren zuweilen recht bitter unschönen Geschichte regelrecht herausspien, pardon, immer und immer wieder. Ich möchte Ihnen hier in keiner Weise zu Nahe treten, aber dieser augenscheinliche Abscheu vor Berlin, Potsdam, Preußen und allem, wofür diese, gewollt oder ungewollt, stehen, trübt zuweilen recht arg die hier sonst durchaus in großem Maße vorhandene Freude am Lesen Ihrer Zeilen.
    Friedrich aus unserer bequemen heutigen Sicht als quasi einen Massenmöder zu bezeichnen … nun ja … das ist beileibe kein Alleinstellungsmerkmal des Herrn, er war da zu seiner Zeit in allerbester Gesellschaft. Von anderen Herren hinter den Vogesen und über dem Ärmelkanal drüben wurden in weniger Zeit mehr und grausamere Kriege geführt, man könnte da mal eine Rechnung aufmachen, die ließe die Preußen so schlecht gar nicht dastehen im Vergleich. Ich finde das ja immer zu simpel, die Geschichte aus der gemütlichen Chaiselongue heraus zu bewerten, das ist mir zu kommod und wohlfeil. Etwas mehr in die Tiefe, wahlweise die Abgründe darf das schon gehen, wenn man mit Grausen zurückblickt, damit sich das Schaudern auch wirklich lohnt und einen Effekt hat.
    Natürlich hat er Männer geliebt. Das ist so offensichtlich daß es schon wieder banal wirkt, derlei festzustellen. Ob er das nun körperlich tat, ist, meines Wissens nach, nicht belegbar, aber wohl anzunehmen, es sei denn er hätte sich sein Leben lang selbst kasteit und sich jede körperliche Freude versagt, furchtbare Vorstellung, die mir unsinnig erscheint. Solange nicht einmal redlich fersucht wird, auszuloten, was die grauenvolle Sache mit Hans von Katte wirklich für den Menschen Friedrich bedeutete wird man den Mann in dieser Hinsicht wohl nie so wirklich verstehen können.
    Ich finde auch die Diskrepanz zwischen dem einzigen Bildnis aus seiner Lebenszeit, für welches er Modell saß, und all den unzähligen späteren Portraits interessant.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7c/Friedrich1763o.jpg
    Im Übrigen: Daß die Hohe Dame von Preußen zu Bayreuth eine großartige Person war, steht ja gänzlich außer Zweifel, es ist ja nun auch nicht so, daß dieses allseits unbekannt oder gar unerwähnt wäre.
    Zuletzt: Es liegen stets Kartoffeln auf seinem schlichten Grab, und, ganz gleich, wie man sonst über ihn urteilen und richten mag, die Pommes Fritz auf dieser einfachen Sandsteinplatte im Rasen bei SanSouci empfinde ich als eine durchaus respektable Achtungsbezeugung für den Menschen, der da liegt, was immer auch irgendwelche nachfolgenden Herren (und Damen) des besseren Lumpenzeugs aus den Machtétagen sich bis heute haben einfallen lassen, ihn zu instrumentalisieren für ihre Zwecke.

  85. HansMeier555: "Hunde, wollt...
    HansMeier555: „Hunde, wollt Ihr ewig leben?“
    *
    Ich kann Ihre Existenzängste sehr gut verstehen, seit ‚Mars Inc.‘ das Produkt „Chappi flüssig – für zahnlose Hunde“ eingestellt hat.

  86. HansMeier555@, die Punkte...
    HansMeier555@, die Punkte wurden folgerichtig und im Einklang mit dem System von den Verbandsfunktionären vergeben.
    Die Meinungs-Medien (deutsch) fielen erstmal als Jury aus; das passiert ihnen hin und wieder.

  87. Sehr amüsant!

    Der Don...
    Sehr amüsant!
    Der Don probiert eine neue Textsorte im blog, und das Kommentariat haut sie ihm um die Ohren.
    Vielen Dank allerseits, für die Kurzweil.
    Ach, und, hm555: Dranbleiben! Da geht noch was!!!

  88. Bayreuth - überhaupt...
    Bayreuth – überhaupt Oberfranken! Fuhr gestern zwischen Kloster Banz und Vierzehnheiligen durch. Hochbarocke Leuchttürme. Das war schon fast surreal, wie diese Monumente vor-bürgerlicher Baulust da in der ansonsten arg harmlosen Landschaft – aber: Staffelstein! – stehen.

  89. waltereggers: "Ach, und,...
    waltereggers: „Ach, und, hm555: Dranbleiben! Da geht noch was!!!“
    *
    Verräter!

  90. Andere haben auch dauernd...
    Andere haben auch dauernd Krieg geführt, aber nicht alle so mutwillig und frivol, „um sich einen Namen zu machen“.
    .
    Sein eigenes Land wurde dabei zerstört. Objektiv machte er sich zum Instrument für die Engländer („Festlandsdegen“).
    .
    Die Schlachten verliefen ja im allgemeinen so, dass es (Tabu hin oder her) ab einem gewissen Zeitpunkt als okay galt, davonzulaufen. Er hat dafür gesorgt, dass bei seinen Truppen dieser Zeitpunkt ein wenig später eintreten würde als z.B. bei den Österreichern oder Franzosen. Darauf beruhten seine ERfolge, aber eben auch die erschreckend hohen Verluste. Pech für ihn, dass die Russen dieses Prinzip noch besser beherrschten, Glück für ihn, dass die Zarin rechtzeitig starb.
    .
    Was Friedrich von anderen Potentaten seiner Zeit unterschied, war seine übergroße Risikobereitschaft. Alle führten Krieg, alle liebten ihre Strategien, Intrigen und Kombinationen — aber sie kannten auch ihre Grenzen. Sie versuchten hier und da mal einen Schnitt zu machen, traten dann aber auch wieder auf die Bremse. Man blieb berechenbar. Friedrich aber führte aber eine Politik die, gemessen an der Größe seines Landes, viel zu ehrgeizig und agressiv war, und ihm darum nach vorherrschender Moralaufassung nicht zustand.
    Er hatte zwar immer wieder Glück und kam am Ende als Sieger. Ja, man kann beim Roulette Erfolg haben und die Bank sprengen. Aber kann man danach auch aufhören, weiterzuspielen? Schlesien ist heute längst wieder katholisch.

  91. Zwei Beiträge nacheinander...
    Zwei Beiträge nacheinander über Franken. Ist die Lage so ernst, kein Gedanke mehr an Käseknödel mit goldener Buttertunke? Was kommt nun: Flucht in die Eremitage?

  92. @Savall
    Das würde ich nicht...

    @Savall
    Das würde ich nicht so stehen lassen. Der bekannte Philosoph der Aufklärung Immanuel Kant, Königsberg, seinerzeit Preußen, war bei Friedrich II nicht sehr beliebt. Natürlich gehen viele Fortschritte in Preußen und im späteren Deutschen Reich auf Friedrich II zurück. Es war die Zeit der Hofschranzen. Man muss es im Zusammenhang mit der damaligen Geschichte betrachten. Preußen unter Friedrich II war der Keim, aus dem später Deutschland wurde.

  93. Hatte eigentlich das...
    Hatte eigentlich das Rotkäppchen alle Fragen des Wolfs seinerzeit zufriedenstellend
    zu Protokoll gegeben? Wer weiß denn so genau, ob da nicht auch noch ne veritable Gabriel´sche Staatskrise vor sich hinköchelt?

    Lieber Herr Don, Ihre Aversion gegen alles Preußische sind ja Blog-bekannt. Aber F. II als Massenmörder zu diffamieren, Ui, ich weiß nicht, das ist zu einfach in der Argumentation. Mit einer pazifistischen Haltung ist diesem Menschen nicht beizukommen.
    Immerhin gab es unter seiner Ägide Religionsfreiheit und ein hohes Maß an Pressefreiheit. Auch wurde die Aufhebung der Leibeigenschaft und die Gewerbefreiheit in Prußen eingeführt. Er förderte in erstaunlichem Maße die Künste und Wissenschaften.
    Mit dem alten J.S.Bach kam er allerdings nicht so richtig zu Rande. Obwohl dieser ihm das geniale Ricercario gewidmet hatte. Philipp Emanuel Bach konnte es besser, weil er den eleganten französischen Musikgeschmack des Regenten virtuos beherrschte.
    Pazifisten und Philantropen gegenüber habe ich sowieso ein gesundes Gefieder-sträuben im Nacken. Weil, die können sowas von aggressiv werden. Kämpfer für den Frieden sinds halt.
    Das bayerische Ressentiment speist sich wohl aus dem verlorenen Sechsundsechziger Krieg an der Seite Österreichs.
    Im Jahrhundert zuvor war Fr. II. der Liebling der Bayern.

  94. Schöner Artikel, Don.
    Aber...

    Schöner Artikel, Don.
    Aber anders gefragt. Was hat Friedrich II geleistet, dass man ihn heute mit Staatsakten ehren muss?

  95. Wie will man den Gastgeber...
    Wie will man den Gastgeber dazu bringen über den Tellerrand nach Osten zu schauen,
    wenn z.B. ein Hotel Neptun als ein ’schillerndes Luxushotel‘ (Spon) angepriesen wird?
    .
    Das klappt nie!!!

  96. loreley, meines Erachtgens...
    loreley, meines Erachtgens nichts, was das andere irgendwie aufwiegen könnte. Schulen? Haben andere auch gemacht. Kartoffeln? Gab es in Frankreich längst. Ausserdem ist der Hintergrund die Auspressung der Bauern für die hohen Militärkosten. Schlösser? Naja. Flöte spielen? Hab ich in der Grundschule gemacht uind bekomme auch keinen Staatsakt.
    .
    E.R. Binvonhier, Warnemünde? Ostsee? Ich glaube, meine Reifen sind platt.

  97. ...es gibt ja jetzt schon...
    …es gibt ja jetzt schon Namenspingpongspiele für einen präsumptiven Nachfolger. So beschädigt man ein hohes Verfassungsgut. Irreparabel. Nie würde ich mich auf so eine Diskussion vor einer amtlich bestätigten Resignation einlassen. So etwas macht man nicht. Das ist keine Edjucäschn.
    Was halten Sie, wo wir schon einmal dran sind, von Gerhard Polt. Er ist welt-und sprachengewandt, hat Skandinavistik studiert,
    kann mit dem schwedischen König auf Augenhöhe parlieren. Humor hat er, so scheint es, auch. Ich bitte Sie, so ein Mensch ist doch eine Trouvaille. Jetzt müßte er halt nur noch mögen. Die Biermöslblosn könnte als präsidiales Sprecher-
    draumdeam fungieren. Meine Wenigkeit dagegen, würde sich dezent als graue „Eminenz“ im Background halten.
    Packmas, fesch samma aa, Hund samma! Die CSU steht geschlossen hinter Polt!

  98. Die Amis waren schlau, auch...
    Die Amis waren schlau, auch Uncle Joe gegenüber. Schnitten sich Bayern mit Munic, Bad Tölz, Tegernsee aus dem Scherbenhaufen von Großgermanien und die Exclave Bremerhaven für den Whisky- und Camelnachschub heraus. Sowie Sonderrechte in Ffm. Die Russen waren die Blamierten. Bekamen zum Trost dafür Sanssouci. Und die KGB-Residentur für den Nachgeborenen Putin in Dresden.
    DA@: Was müssen Sie nur für ein furchtbares Trauma seinerzeit in Börlin erlitten haben!

  99. Meschuggener@, ei.ei,ei...das...
    Meschuggener@, ei.ei,ei…das gehört sich nicht, den 1.Abs. meine ich.
    Aber andererseits Staatskrisen sind ‚in‘; kann Deutschland da zurückstehen, wollen wir uns abhängen lassen?
    Was tut man nicht alles für die Standortsicherung; auch Deutschland hat Anspruch auf einen Platz an der Sonne.

  100. "neuerdings wird auch wieder...
    „neuerdings wird auch wieder erfreulich offen über friedrichs homosexualität diskutiert, was hinter vorgehaltener hand schon immer der fall war. ein jüngerer friedrich-biograph scheut sich allerdings noch, darauf näher einzugehen, indem er darauf hinweist, dass friedrichs neigung keine bedeutung für sein politisches handeln und seine zielsetzungen habe.“
    .
    schön gesagt, aber der derzeitige aussenminister heisst nicht friedrich.
    .

  101. yast2000@: Warum, zum Teufel,...
    yast2000@: Warum, zum Teufel, hacken Se auf den armen Herrn Meier555 herum?
    Er hat doch immerhin den Bayern nach Napoleon Bonaparte ausser nem Kini nochn
    nen Kaiser spendiert. Wenn auchn Fußballer.

  102. Meschuggener, Polt als BP...
    Meschuggener, Polt als BP waere natuerlich ein Traum, aber dass er auch nur eine Stimme von der CSU bekaeme, halte ich fuer illusorisch. Naja, vielleicht von Gauweiler, so aus Anti-Prinzip.
    Democracy – what is it?!

  103. Never be the Bundespraesident...
    Never be the Bundespraesident of the either-or, of the entweder-oder, always be the Bundespraesident of the as-well-as, of the sowohl-als-auch. Be the Bundespraesident of the upper class as well as the Bundespraesident of the underdogs, those who live under the bridge!

  104. Also sone Staatskrise bietet...
    Also sone Staatskrise bietet auch Möglichkeiten.
    Man tritt sie selbst los und schiebt sie dann der Opposition in die Schuhe.
    Wenn man das eine schafft, ist das andere ein Kinderspiel.

  105. Da bin ich wirklich...
    Da bin ich wirklich baff:
    .
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/schadprogramm-im-dns-internetpolizei-ruft-zur-pc-pruefung-auf-11602394.html
    .
    insbesondere:
    ‘Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Mittwoch mitteilte, habe es daher zusammen mit der Deutschen Telekom und dem Bundeskriminalamt eine Internetseite eingerichtet, über die Nutzer ihre Geräte prüfen und gegebenenfalls Fehler beheben lassen können.’
    .
    Ist das jetzt der eingeladene Bundestrojaner?

  106. Ach, Geschichte - ich bin in...
    Ach, Geschichte – ich bin in dieser Hinsicht eine Null – like Mrs Disraeli who didn’t know who came first, the Romans or the Greeks.

  107. ...und was sagte Adenauer...
    …und was sagte Adenauer über seinen Außenminister: Bei mir hat er es noch nicht
    versucht.

  108. Meschuggener: "yast2000@:...
    Meschuggener: „yast2000@: Warum, zum Teufel, hacken Se auf den armen Herrn Meier555 herum?“
    *
    Meier ist weder arm und auch nicht dumm, aber er ist die Fünfte Kolonne des gegenwärtigen, faulenden und parasitären Kapitalismus. Er setzt sich zwar öffentlich für eine Refeudalisierung Deutschlands ein, lässt es aber dabei an nötiger ideologischer Entschlossenheit und einem gereiften Klassenstandpunkt vermissen. Solche Weicheier können wir auf unserem schwierigen Weg in die vorindustrielle Gesellschaft nicht dulden….

  109. @JHM: das Bild ist sehr...
    @JHM: das Bild ist sehr interessant. Ich sehe da eine gewisse Gesichtsähnlichkeit zu http://de.rian.ru/politics/20120111/262440095.html .

  110. Der Kommentar HansMeier555 11....
    Der Kommentar HansMeier555 11. Januar 2012, 18:41 war übrigens der 66.666ste auf diesem Blog.

  111. @Don Alphonso
    Toleranz und...

    @Don Alphonso
    Toleranz und Glaubensfreiheit waren bei Wilhelmine wohl auch besser aufgeho-ben.
    Im Agendenstreit (1822-1834) zeigte sich wes Geistes Kind diese regierungs-amtlichen Preußen waren.
    Man kann das auch als totalitären Fingerzeig auf das spätere Tausendjahres-
    komprimat verstehen.
    Auf der sicheren Seite ist man bei diesen marketingschreierisch präsentierten
    „preußischen Tugenden“ nur, wenn man die damit verbundene (den Idealen
    öfters hohnsprechende) preußische Realität sorgfältig prüft.
    „Ihr verfluchten Racker, wollt ihr denn ewig leben?“ wird man den feiernden, teilweise schon pensionierten Gästen zur Vermeidung von Mißverständnissen als regierungsamtlich gelebtes Preußentum wohl nicht vortragen wollen.

  112. Bitte Bescheid sagen, wenn er...
    Bitte Bescheid sagen, wenn er den 555.555sten hat

  113. @DA Don Alphonso 11. Januar...
    @DA Don Alphonso 11. Januar 2012, 23:47
    wenn das mal kein zeichen ist 666? das wäre ja eine „theologische“ diskussion wert…

  114. irgendwie habe ich den...
    irgendwie habe ich den eindruck, dass sich die protestanten im blogg nicht provozieren lassen, dann tue ich es als zwangsrekatholisierter auch nicht.
    erinnerung an zwei leider nur noch in reduziertem umfang herausgegebe zeitschriften:
    http://www.jungekirche.de/
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aufbau

  115. Zu Fritz und Kunz und Wilhelm,...
    Zu Fritz und Kunz und Wilhelm,
    auch zu Christina, Katharina, Theresia etc.
    …“Ach, wir hatten viele Herren
    hatten Tiger und Hyänen
    hatten Adler, hatten Schweine
    doch wir nährten den und jenen.
    Ob sie besser waren oder schlimmer:
    Ach, der Stiefel glich dem Stiefel immer
    und uns trat er. Ihr versteht: Ich meine,
    dass wir keine andern Herren brauchen, sondern keine!
    B. Brecht, Die Ballade vom Wasserrad
    http://www.myspace.com/undnamaste/blog/511360611

  116. Als die französische Polizei...
    Als die französische Polizei 1968 Jean-Paul Sartre festnehmen wollte, soll de Gaulle erwidert haben: „On n’arrête pas un Voltaire.“
    Der „Philosophenkönig“ hat’s getan.
    PS: Historische Personen mit dem Beinamen „der Große“ waren alle Massenmörder.

  117. @bertholdIV
    Das ist ja auch...

    @bertholdIV
    Das ist ja auch kein Wunder, bei der defensiven Ausgangslage: wo die Una Sancta sogar ein Schäfchen am Spreeweg hat!
    Friedrichzwo war, nebenbei, wahrscheinlich ungefähr so protestantisch wie seine Hunde.
    @hm555: sehr typische Punktlandung.

  118. Darüber mal einen Roadmovie...
    Darüber mal einen Roadmovie drehen: Ganz Deutschland versinkt in rauchenden Trümmern, und irgendwo dazwischen kriecht ein Zug von Potsdam nach Schwaben mit einer großen Kiste drin: Dieses Röslein knickt der Russe nicht!
    Wer will?
    Tykwer? Edel? v. Donnersmarck? Sonst eben Tarantino.

  119. @Balthasar Spaur – warum...
    @Balthasar Spaur – warum „hatten Tiger”. Ich bin doch noch da! Aber manchmal hab ich eben auch mal was anderes zu tun, und Familie hab ich auch.

  120. die Franzosen sind schon...
    die Franzosen sind schon einmarschiert, alle glauben das schlimmste überstanden zu haben, und dann klappt der Zombie den Sargdeckel hoch…

  121. bei allem respekt, jeder...
    bei allem respekt, jeder historisch gebildete mensch weiß, daß es unangemessen oder sogar gänzlich verfehlt ist, historische phänomene mit nicht zeitgemäßen (moralischen) kategorien zu beurteilen. insofern können sie bspw. auch nicht über die demokraten des 19. jahrhunderts diskutieren, ohne deren chauvinismus, nationalismus, militarismus und antisemitismus zu erwähnen

  122. Und was dann folgt, hat nichts...
    Und was dann folgt, hat nichts mehr mit Fußball zu tun.

  123. Entschuldigen Sie, Michael,...
    Entschuldigen Sie, Michael, ich kann Ihnen nicht ganz folgen. Zu Kant hatte ich mich überhaupt nicht geäußert. Oder beziehen Sie sich auf das Friedrich-Zitat? Wenn er sich als „Philosophen“ bezeichnet, dann hat das nichts mit Schulphilosophie á la Kant zu tun, sondern meint die im 18. Jhd. Geläufige Bezeichnung eines „homme philosophe“, eines nach Erkenntnis und Seelenruhe strebenden Menschen. Daß Friedrich das zumindest wollte, nehme ich ihm durchaus ab. Mir ist jedenfalls ein Militär, der ein besserer Mensch werden will sympathischer als ein homme de lettres wie Voltaire, der Katharina inständig bat, doch ja reichlich Türken zu metzeln und es vollkommen in Ordnung fand, ein paar Zehntausend russische Bauern über die Klinge springen zu lassen. (sh. Briefwechsel mit Katharina II.)
    .
    Ich bin im übrigen ein wenig uninformiert und bitte um Hilfe: Was soll das für ein Staatsakt sein, von dem ständig geredet wird? Der letzte Staatsakt für Friedrich fand meines Wissens 1933 in der Potsdamer Garnisonkirche statt. Meiner Wertschätzung für Friedrich als historischer Person ungeachtet würde ich einen solchen Staatsakt in heutiger Zeit als äußerst unpassend betrachten. Oder ist mit „Staatsakt“ die Ausstellung im Neuen Palais gemeint? Dann wird die Polemik nachgerade albern.

  124. Nun, abgesheen davon, dass...
    Nun, abgesheen davon, dass Friedrich schon in seiner Zeit als Störenfried und Kriegshetzer galt, ist die Sache mit seiner Scchwester doch insofern charmant, als on beiden Fällen die gleichen historischen Anschauungen zugrunde liegen, und sie eben genau nicht wie er geworden ist, sondern das glatte gegenteil, was man damals übrigens sehr geschätzt hat. Gerade beim Volk waren sie und ihr Mann sehr populär, vermutlich hätten sie auch eine Demokratie machen können, und wären gewählt worden.

  125. @yast
    recht herzlichen Dank...

    @yast
    recht herzlichen Dank für die überfällige Intervention, ich hielt bisher die Kommentatoren-Gemeinde der FAZ in dieser Hinsicht für eher beißgehemmt: daß die Gomez-Davila’sche Feudalismuspropagierung des HM555 ein scharfes Schwert ist, das sich – liest man auch nur zwei, drei Bonmots weiter im Original – ungeniert gegen den eigenen (Klein)_Geist richtet, wird einem spätestens dann klar, wenn man die in den Botanischen Garten („Fazit“ oder wie das Ding heißt) verbrachten Kommentare von HM555 betrachtet, wo geklagt wird, daß sie ihn „sehr viel Mühe gekostet hätten“ und man deshalb nicht einsieht, daß sie a) überhaupt nicht oder b) nur verzögert freigegeben werden: Timing sei schließlich alles. Spätestens an dieser Stelle hätte HM555 weiterlesen sollen: „Kurz schreiben, um abzuschließen, bevor man Überdruß erregt“. Das ist das Problem bei Davila: er läßt sich nicht selektiv ausschlachten – man muß schon die ganze Medizin schlucken, will man sich auf ihn (auch inkognito) berufen.
    .
    „Danke BILD!“ im anderen Blog hat dann das Kraut ausgeschüttet.
    .
    Hier mal zur Erholung ein echter Davila (ich schlage das Buch „Das Leben ist die Guillotine der Wahrheiten“ an einer beliebigen Stelle auf): „in bestimmten Epochen verliert der Geist, wer auch immer gewinnt“. Oder: „Das Dreieck: Weiler, Schloß, Kloster ist nicht eine mittelalterliche Miniatur. Sondern ein ewiges Paradigma.“ Drei dürfen es auch sein (angesichts von 66.666 ohne Quellenangabe): „Geistige Unverschämtheit kann keine Parteiparole sein, sondern die Herausforderung eines einsamen Abenteurers“. Danke BILD!
    .
    Und selbstverständlich gehört der Protestantenstich zum selben Repertoire: „Zu den wichtigsten kulturellen Leistungen des Katholizismus gehört es, ein der ökonomischen Aktivität ungünstiges Klima geschaffen zu haben. Das als Lob der Arbeit getarnte Lob der Habsucht war im Mittelalter unbekannt“.
    .
    Zurück zu Fritz (auch von Davila): „Nehmen wir als Motto für die steifen wissenschaftlichen Monographien der Geschichtsschreiber der Revolutionen dieses Distichon eines Guillotinierten: „Nul ne resterait donc pour attendrir l’histoire / Sur tant de justes massacrès?“ (Bliebe also keiner, um das Mitleid der Geschichte / Für so viele ermordete Gerechte zu wecken?).

  126. Dann müssen Sie aber auch...
    Dann müssen Sie aber auch fair sein, Don Alphonso. Wilhelmine hatte keinen Katte und kein Todesurteil. Die verkorkste Psyche Friedrichs geht im überwiegenden Teil auf das Konto des Vaters. Im übrigen geht Größe selten mit Nettigkeit einher. Die Unvereinbarkeit großer Männer mit glücklichen Zeiten bejahe ich durchaus und bin mit der Zwergenstatur unserer gegenwärtigen Politiker insofern sehr zufrieden. Was Wilhelmine in Ansbach und Anna Amalia in Weimar zuwegen brachten, geht eben nur im kleinen Maßstab. Und die Krähwinkelei gibt es kostenlos dazu.

  127. liebe Avantgarde, ihrem ps...
    liebe Avantgarde, ihrem ps möchte man keinesfalls den umkehrschluss nahelegen.
    .
    lieber Don Alphonso, zuweilen lässt sich sublimierung doch als triebfeder für ästhetische grosstaten erkennen, gerade bei nicht aussergewöhnlich selbstbezogen agierenden personen. man kann ihr nur wünschen, dass niemand etwas von einer möglicherweise vorhandenen untugendhaftigkeit wusste, und dies insofern unter den tisch fiel. ein wenig liebe hat noch keinem geschadet.

  128. liebe Der Tiger/gestern, 22.11...
    liebe Der Tiger/gestern, 22.11 u/letzter satz:
    ja, sicher. es lebe die handschrift!
    .
    nebenbei gesprochen, zumindest meine wenigkeit schreibt nichts, was nicht auch mit offenem visier durchgefochten werden könnte.
    .
    unter den augen der schwiegereltern und der nachbarn machte dies sicherlich keine besonders ausgesuchte freude, doch letztlich wäre es ab-so-lut gleichgültig.
    .
    nicht die tugend fordert man von uns, sondern nur ihre maske. wenn wir uns zu verstellen wissen, so ist man zufrieden.
    .
    dann fiele eben die maske. et alors?

  129. Friedrich den Grossen (ich...
    Friedrich den Grossen (ich bleibe beim „Grossen“) unterscheidet von 99,99% der Menschen seine Illusionslosigkeit auch über seine eigenen Motive.
    Und was die Friedfertigkeit angeht – damit haben es damals einige deutsche Kleinstaaten versucht. Unter anderem der dreíssigjährige Krieg hatte aber schon unmissverständlich klar gemacht, dass Mächtigere unverdrossen über die deutschen Kleinstaaten hinwegtrampelten, wenn es ihnen in den Kram passte (es war nach relativen Menschenverlusten der blutigste Krieg Europas – 1/3 der deutschen Bevölkerung starb damals!)
    Zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert waren die pittoresken Kleinstaaten des heiligen römischen Reiches deutscher Nation die bevorzugten Kriegsschauplätze ganz Europas. Es gibt also einen guten Grund für Friedrichs Streben danach, zumindest einen deutschen Staat nicht mehr zum Übungsplatz seiner Nachbarn zu machen. Wilhelmines liebenswerte Friedfertigkeit hing an einem seidenen Faden – nämlich daran, dass ihr Kleinstaat zufällig nicht auf der Liste von Durchmarsch- oder Annexionsabsichten naher und ferner Nachbarn stand.
    Es gab in der Menschheitsgeschichte viele, viele relativ friedliche Klein- und Grosstaaten. Die alle eines gemeinsam haben – sie fielen regelmässig schnell den Unfriedlichen zum Opfer. Ob die Friedenswilligkeit ihrer Herrscher ihren Untertanen zum Glück gereichte? Man kann diese nicht mehr fragen – sie wurden getötet, versklavt, vertrieben.
    Der Vergleich eines aufgeklärten Absolutisten des 18. mit zwei Massenmördern des 20. jahrhunderts ist übrigens reine Propaganda. Man hat Friedrich viel vorgeworfen – aber dass er seine Untertanen massenhaft getötet oder gefoltert hätte, gehört nicht dazu. Übrigens hatten seine Soldaten, die die hauptlast seiner Kriege trugen, mehrhundertfach die gelegenheit, ihm eine Kugel oder ein messer in die Rippen zu jagen. Friedrich hatte keine Leibwache, führte von vorme und zog, schlief und ass mit seinen Männern. Es gab nie auch nur den Versuch, ihn zu beseitigen. Soviel zum Thema „Massenmörder“. Ach nein, da hat nur der deutsche Bequemlichkeitspazifismus wieder zugeschlagen. Den es nicht mehr gäbe, hätte es im kalten Krieg nicht diese Idioten genannt „Soldaten“ gegeben, hinter denen man gemütlich und geschützt „Soldaten sind Mörder“ skandieren konnte. Friedrichs Beobachtungen zum menschen und seiner Fähigkeit zu unbegrenztem Selbstbetrug in Verbindung mit nacktem Egoismus sind auch heute noch überaus aktuell …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  130. Im Zusammenhang mit...
    Im Zusammenhang mit Geschwistern, habe ich gestern sehr gelacht. Auf Seite 13 der Auslandsausgabe war eine kleine, in einen Text eingeschobene Anzeige:
    .
    _____________________________________
    ‘Und wer soll den Job machen?
    H-> Ludwig Heuse GmbH
    Interim management.de’
    _____________________________________
    .
    Ich hab das Tigerbaby gefragt, welches am Esszimmertisch saß und sich mit den letzten Korrekturen ihrer Doktorarbeit beschäftigte: ‘Meinst Du, dass soll ein Wink sein, dass mein Bruder ein guter Ersatz für den Wulff wäre?’ Leider habe ich keine Genehmigung, die Antwort des Tigerbabys zu veröffentlichen.

  131. Savall, man hat sie als Kind...
    Savall, man hat sie als Kind fast totgeschlagen, sie bekam dadurch eine Gallenkolik und Gelbsucht, ihr Vater hat sie wegen Friedrich einsperren lassen und drohte ihr mit Haft in Spandau und Hinrichtung. Ich glaube, recht viel härter geht es kaum.

  132. Ach so, und wenn sie nicht...
    Ach so, und wenn sie nicht geheiratet hätte, wie es ihr Vater befahl, hätte man ihre Freundin ins Gefängnis für Prostituierte gesteckt. Auch nicht nett und quasi eine Art Todesurteil.

  133. Lieber Istvan,
    meine Einzeiler...

    Lieber Istvan,
    meine Einzeiler wurden dort zuerst zensiert, und sind auch später nicht mehr im Kräutergarten aufgetaucht. Hortus conclusus!

  134. dann war ihre resilienz...
    dann war ihre resilienz grösser und ihre aufgaben andere, lieber don/12.15 + 12.17 u.
    .
    das konzept der ehe war im übrigen zu zeiten ein völlig anderes. es ging nicht um die romantische liebe – die als nebenprodukt dennoch anfallen konnte -, sondern um wirtschaftspolitik.

  135. das wäre es gewesen, wenn...
    das wäre es gewesen, wenn jeder jeden hätte heiraten dürfen, damals. ts.

  136. Don Alphonso: "Nun, abgesheen...
    Don Alphonso: „Nun, abgesheen davon, dass Friedrich schon in seiner Zeit als Störenfried und Kriegshetzer galt, …“
    *
    Das ist das Drama des begabten Kindes. – // – Ich steh ja auch auf solch‘ pazifistischen und kunstfördernden Wilhelminen, lieber Don Alphonso; aber kann es nicht sein, dass Preußen einfach nicht Franken ist? Was nützt mir der schönste westdeutsche Landstrich wie Franken, Allgäu oder Moseltal, wenn die Menschen dort sich benehmen wie die Schäferhunde, die ihr Haus bewachen? Und wenn ich schon keinen Zugang zu diesen Menschen habe, warum sollte ich mich dann für ihre doofe Geschichte interessieren? (In Berlin dagegen erzählt Dir jeder Zugezogene einfach seine Lebensgeschichte, und die handelt meistens davon, dass sich auf westdeutschen Dörfern seit 500 Jahren nichts geändert hat, dass sie „unbedingt mal raus“ müssen und das es „toll ist“, einem aufgeweckten Urberliner zu begegnen. Das ist die Realität, und der sollten sich diese selbstgefälligen Westdeutschen nach 20 Jahren mal stellen. Sonst stehen sie bald da wie ostdeutsche Funktionäre kurz nach dem Mauerfall… :-)

  137. Lieber Istvan, was soll man...
    Lieber Istvan, was soll man machen. Es gibt immer jemanden, der denselben Gedanken früher, kürzer, klüger formuliert hat.

  138. Ich darf hier übrigens...
    Ich darf hier übrigens ankündigen, dass es bald zu den 3-Jahres-Feierlichkeiten der Stützen einige Gastbeiträge geben wird, u.a. von jemandem, den ICH absolut nicht zensieren würde (wie kann man nur so…).

  139. Und danach hat das Tigerbaby...
    Und danach hat das Tigerbaby gefragt: ‘Und wenn sie DIR den Job anbieten?’ Da hat der Tiger frech gegrinst und aus dem GG zitiert: „ „Wählbar ist jeder Deutsche, der das Wahlrecht zum Bundestage besitzt und das vierzigste Lebensjahr vollendet hat.’ – Ich bin Deutsche, ich bin alt genug… aber ich war zu lange im Ausland, um wählen … und gewählt werden zu dürfen.“
    .
    “Mama, und wenn sie dich unbedingt als Bundeskanzler wollten, müsstest du dann erst mal eine Weile in Deutschland wohnen?” Darauf hat der Tiger nicht geantwortet, sondern wieder nur gegrinst.

  140. Dabei hatte der Papa zumindest...
    Dabei hatte der Papa zumindest eine gute Begründung. Er sah sich als erster Diener seines Landes, der von Gottes Gnaden auserwählt war, nicht um sich privat ein schönes Leben zu machen. Und erwartete dasselbe auch von seinen Kindern. Die Brutalität gegenüber Sohn und Tochter verriet seine aufgeklärte Haltung: Warum sollen es meine Kinder leichter haben als die anderer Leute, nur weil ihr Papa König ist?
    .
    Und gönnte sich ab und zu eine gemütliche Pfeife.

  141. yast2000, 12:34:
    "Das ist das...

    yast2000, 12:34:
    „Das ist das Drama des begabten Kindes.“
    Da sagen Sie etwas Rechtes ueber den gescholtenen HansMeier.

  142. fortsetzung von 11.55...
    fortsetzung von 11.55 u:
    .
    problematisch erscheint, dass die technische und soziale welt in der arbeits- und aufgabenteiligen gesellschaft zunehmend zur black box wird, mithin mehr oder weniger stark ausgeprägte verschwörungstheorien nicht unberechtigt sein müssen, ohne widerlegt werden zu können.
    kurz: man traut ‚denen‘ mittlerweile alles mögliche zu, was eine demokratisch sich nennende gemeinschaft noch verkraftet.
    .
    man sehe sich die antagonisten zum eigenen system an.
    .
    war es früher einmal der sozialismus, so sind es nun staaten,
    die nicht demokratisch geprägt sind oder
    in denen das individuum nicht zählt oder
    in denen demokratisch verfasste strukturen ohne verrenkungen umschifft werden.
    .
    an den antagonisten lässt sich die pot. entwicklung einer gesellschaft ablesen.
    kontrolle? aber bei uns doch nicht.
    zensur? aber bei uns doch nicht.
    und dann schleicht sich das gegenteil ein. das muss nicht zwingend so sein, und wenn es so wird, dann trägt das kind einen anderen namen.
    .
    zum beispiel: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verfassungsrichter-warnt-vor-geplanter-EU-Datenschutzverordnung-1407072.html (dank an fefe).

  143. ...
    @Istvan
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nicol%C3%A1s_G%C3%B3mez_D%C3%A1vila
    jetzt bin ich wirklich entsetzt, wenn hm555 oder wer auch immer auf dieses niveau begeben hätte.
    man sehe nur die fürsprecher an, morsebach, botho strauß.
    prof. knut wenzel an der uni frankfurt hat mal in einem interview einen bösen seitenhieb auf morsebach losgelassen, ästhetik der trientinischen messe überlasse ich lieber anhängern wie herrn morsebach…
    passt natürlich in das o.g. bild und der hier schon geführten diskussion über alle und viele…
    im fazit würde ich meinen religiöse erbauung ohne wirkliche mystik oder gläubigkeit, und das g-ttesbild wird noch der behäbigen, mäßigen intellektuellen anstrengung untergeordnet. waren da die kirchenväter fleißige leute dagegen

  144. @DA (18:47): freigeschaltete...
    @DA (18:47): freigeschaltete oder überhaupte (ist ja auch Glump dabei)?
    @Tiger: jaja, wenn niemand zuständig ist, ist man selbst zuständig.
    @donna laura: auch schon Weckgläser eingekauft?

  145. "Der Klassenfeind greift zu...
    „Der Klassenfeind greift zu den teuflischsten Mitteln. Doch: Gruß über den Graben!“
    (Heiner Müller)
    Gegen Leute wie Martin Morsebauch ist einfach kein Kraut gewachsen.

  146. Am Anfang war Erziehung, und...
    Am Anfang war Erziehung, und zwar die bürgerliche, aufgeklärte. Wie eine Sonnenfinsternis legte sie sich über das barocke Europa.

  147. @b4
    "Mehr wirkliche Mystik"...

    @b4
    „Mehr wirkliche Mystik“ finden Sie bei den Jansenisten aber auch nicht.

  148. Filou -> yast2000 -> "Das ist...
    Filou -> yast2000 -> „Das ist das Drama des begabten Kindes.“ – Da sagen Sie etwas Rechtes ueber den gescholtenen HansMeier.
    *
    Nee, das verwechseln Sie jetzt gerade mit einer Inselbegabung…

  149. Was ziehen sich hier denn alle...
    Was ziehen sich hier denn alle am „Massenmord“ hoch? Massenmord muss man´s ja nicht nennen. Massentotschlag trifft es juristisch auch wohl eher, aber das klingt halt blöd.

  150. liebe colorcraze, danke der...
    liebe colorcraze, danke der freudlichen nachfrage. nein, wieso auch. es gibt noch genug aus den erbfolgekriegen.
    wissen sie im übrigen, wie peinlich sauber man sein sollte beim herstellen von hauskonserven, das kaum wirkliche genüsse generiert? eine qual.
    und wie immer sollte man unbenutzte gummis dabeihaben.

  151. @hm555
    sehr richtig bemerkt,...

    @hm555
    sehr richtig bemerkt, aber jansenisten würde ich auch nicht als vorbilder nehmen

  152. @waltereggers
    wenn ich was...

    @waltereggers
    wenn ich was gegen die rkk hätte, würde ich denen weiter viele freunde wie morsebach, matussek etc. wünschen, und viele kardinalsernennungen wie die in berlin und vielleicht den dominikaner in wien noch als nachfolger bxvi.
    vor ein paar wochen war ich bei der ögut preisverleihung (versuch ökologie durch raiffeisen/övp/rkk zu definieren und noch etwas für den standort aut zu tun)
    http://www.oegut.at/de/index.php
    in der raiffeisenzentrale.
    dort gab es einen buchflohmarkt mit spende für soziales projekt und dort habe ich das gefunden – wie ich jetzt sehe, sogar noch ein ökonomisches schnäppchen –
    Evolutionismus und Christentum
    CIVITAS Resultate Band 9
    von SPAEMANN, Robert (Hrsg, ), Reinhard (Hrsg, ) LÖW Peter (Hrsg, ) KOSLOWSKI u, a,
    habe nur das vorwort von bxvi, damals noch nicht papst gelesen, sehr sehr gut.
    also damals war das thema noch nicht durch den kardinal in wien nach unten nivelliert

  153. @colorcraze – so würde ich...
    @colorcraze – so würde ich das nicht sehen. Als ziemlich einzige Frau in der sehr männlichen Welt der Technologie habe ich schon vor 30 Jahren die Erfahrung gemacht, ich krieg nur die Stellen, die sonst keiner will.

  154. Yast2000, obwohl von hier,...
    Yast2000, obwohl von hier, muss ich zugeben: diese Diskussionen und Debatten haben
    etwas arg autistisches. Vielleicht sollte man Wulff nicht mit Guttenberg vergleichen, sondern mit – Egon Krenz.

  155. ...und wann fällt die Mauer?...
    …und wann fällt die Mauer?

  156. Ha mancher wird ja schon zum...
    Ha mancher wird ja schon zum Thor geboren.
    Wenn man sich die einseitig gewichteten Einsichten des zweiten Friedrich zu eigen macht mag man diese thörichten
    Kriegsvernünfteleien durchaus als Weisheit letzter Schuß ausgeben.
    Unterschlagen wird dabei, daß auch Kleinstaaten bei geschickter Bündnispolitik und diplomatischer Disziplin für gierige Kriegsökonomieräte ein unattraktives Ziel abgaben. Auch Preußen war ja mal klein und mußte für seinen Bestand einiges an Erkenntnis, insbesondere das eigene höchst rückständige Gesellschaftsmodell betreffend, bei reformfreudigeren Ländern abkupfern.
    Und was da an Fritzens Teamgeist berichtet wurde, darf man gewiß als sorgfältig zensoriert betrachten, ist auch der chronischen Finanznot der preußischen Staatskasse geschuldet. Die haben übrigens schon immer, dank kriegerischer Erfolge, die Kohle lieber im Westen abgegriffen, wo sie nämlich erarbeitet wurde. Manche Geschichte wiederholt sich und die Dummheit das zu feiern ist wohl schon eine historische Konstante. Die deutsche Einigung nach preußischem Modell brachte den damalig Zwangsvereinigten jede Menge Finanzlöcher ein.
    Im Vergleich selbst zu Preußen waren die wirtschaftlichen Bedingungen in der Schweiz erbärmlich. Die Schweizer bewältigten ihren Einigungsprozeß mit relativ geringem kriegerischen Einsatz. Innerhalb von hundert Jahren wurde bei friedliebender Politik und Diplomatie ein von den Nachbarn geschätztes Wohlstandsniveau erreicht.
    Auch die unseeligen „Preußen“ des Zwölfjahresreiches, die dem Fritz das „Groß“ so nachhaltig anhängten, wollten an der kleinen Schweiz nicht rütteln, mißbrauchten lieber die diplomatischen Möglichkeiten der gut vernetzten Eidgenossenschaft.

  157. HM555, 14.11, Welche...
    HM555, 14.11, Welche Sonnenfinsternis mag uns jetzt bevorstehen?

  158. Blöder als...
    Blöder als „Massentotschläger“ klingt eigentlich nur noch „Sonntagsökonom“.

  159. Th.H.: Wenigstens einer, der...
    Th.H.: Wenigstens einer, der nicht die Person Fr. II, genannt der Große, dessen Verdienste schmälert. Für den Tag der Banausen in Potsdam Anno 33 kann er nun wirklich nichts.

    Gómez Davilas:
    Der größte moderne Irrtum besteht nicht in der Theorie, daß Gott tot sei, sondern
    im Glauben, daß der Teufel tot sei.
    ..
    Wenn jemand sagt er gehöre seiner Zeit an, sagt man lediglich, daß er mit der Mehrheit der Trottel in einem bestimmten Moment übereinstimmt.
    Mein Kommentar:
    Unzeitgemässes denken und sagen wird allgemein als die größte Unanständigkeit empfunden.

    HansMeier555: Bei bestimmten Künstlern und Philosophen des 18. Jhdts. bekomme ich immer einen pappigen Geschmack im Mund bei der Beschäftigung mit ihnen. Weil, sie sind voller penetranter
    langweiliger, staubtrockener Selbstgewißheit und von erzieherischem Terrorismus
    durchdrungen. Der größte Sündenfall in deren Leben ist ihr plätschern im Tintenfässchen gewesen.

  160. Eine Frage: Würden die...
    Eine Frage: Würden die Griechen eventuell die Eurozone verlassen (müssen), wären die Deutschen bereit, Schottland als Eurozone-Mitglied zu akzeptieren? In Schottland findet 2014 eine Volksabstimmung über diese Thema statt.
    Ich habe eine Freundin, die aus Norddeutschland stammt – sie hat mir einmal gesagt dort trinken die Leute Tee (wie in GB!!).
    P.S. Meine Mutter ist Doppelbürgerin (Schottin/Schweizerin).

  161. @fionn
    Ja, das stimmt! In...

    @fionn
    Ja, das stimmt! In Ostfriesland gibt es seit dem frühen 17. Jahrundert eine spezielle Teekultur.
    http://en.wikipedia.org/wiki/East_Frisia

  162. liebe muscat/16.14 u, da haben...
    liebe muscat/16.14 u, da haben sie völlig recht.
    .
    sonntagsökonom, ts.
    .
    sollen diese doch lieber wieder in englisch schreiben anstatt von planeten, die sie nicht kennen/kennen wollen oder können/whatever or oh, dear, complete and utter bull$h!t: fill in your own signature…

  163. Merkozy, Merkozy! Warum nicht...
    Merkozy, Merkozy! Warum nicht Sarkel?

  164. @Meschuggener – als ich noch...
    @Meschuggener – als ich noch einen bezahlten Job und einen Computer mit Passwort hatte, besaß ich das Passwort: ‘Mephisto’. Jedes Mal, wenn ich es eintippte, musste ich grinsen.

  165. fionn: Forget not Culloden,...
    fionn: Forget not Culloden, 16. April 1746! Remember the Massacers the Scots.
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Schlacht_bei_Culloden
    The Scots are welcome.

  166. @donna laura: ich weiß nur,...
    @donna laura: ich weiß nur, daß heiß baden hilft. Bei den Gummis schätzungsweise auch. Ob der Inhalt der Gläser schmeckt, hängt aber mE vom Rezept ab – die Marmeladen, die Schwiegermutter und Mutter vor ein paar Sommern produzierten, waren wirklich sehr gut. Es ist eine Kunst, es kommt auf den richtigen Erntezeitpunkt, die richtige Mischung und die richtige Zubereitung an. Mit Hektik geht wohl einiges daneben, aber wenn man alle Mitbeteiligten zu 4 Erntewochen Sorgfalt beschwätzt bekommt, sollte eine ordentliche Ausbeute möglich sein.
    @Tiger (15:33): hm, widerspricht sich das wirklich?
    @b4: Spaemann als Trödelartikel…was es nicht alles gibt…
    @fionn: ach, 2014 ist noch lange hin…

    Ansonsten erfüllen mich die Kommentare (Abwägen von Preußens eher kriegerischem Aufstieg und den Schwierigkeiten des Großstadtlebens vs. der eher still-bürgerlichen Entwicklung im „abseitig liegenden“ Franken) mit einer leichten Genugtuung.
    (Hatte ich schon erwähnt, daß die Österreicher dem Piefke bereits ein Denkmal gesetzt haben?)

  167. Nun denn, in diesem Forum...
    Nun denn, in diesem Forum widmet offensichtlich keiner der Markgräfin auch nur eine Krokodilsträne. Dabei hat die edle Maid in ihrer Kindheit ein Quantum ertragen müssen, welches heutigen Tages die Staatsanwaltschaft aktiviert hätte.
    Schöner Artikel, Euer Liebden.

  168. @fionn: die Friesen haben eine...
    @fionn: die Friesen haben eine eigene Teemischung, die sie seit Jahrhunderten zu sich nehmen.

  169. wilhelmine hat im übrigen...
    wilhelmine hat im übrigen nicht würzburg regiert, die residenz geht zu lasten der fürstbischöfe… franken ist größer als so mancher kommentator wahrhaben will, es gibt da auch noch andere leute, nicht nur csu-politik-exporte, die wir hier nicht mehr ertragen ;-)

  170. nun, zuweilen, liebe...
    nun, zuweilen, liebe colorcraze, soll es auch eine kalte dusche tun.
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    ist es nicht kurios, dass man zu gerne den anderen die aufgabe zuschreibt, einzukochen und hühnern aus ihren federn herauszuhelfen,
    so sehr wie man es mag, den ekligen euro zu retten, huch, man selbst?
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    und marmeladen… im ernst, wochenlang kann man nicht ausschliesslich marmelade essen, nicht einmal mit löffeln. zudem muss man den einkochkünsten der dame sehr vertrauen können, und selbst dann kann noch etwas schiefgehen. wenn sie dann noch hefe auftreiben, um aus dem mehl noch einen teig zu kreieren.
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    wildbret einkochen, und nach drei jahren wieder aufwärmen? da ist es angeraten, sehr hoch zu erhitzen, weil sie sich auch damit unter die erde befördern könnten – gleichwohl: mit schwund muss man rechnen -, und dann kann es sein, dass man zuvörderst material für die gulaschkanone erzeugt. zu schneiden brauchen sie dann jedenfalls nichts mehr, es reicht der plastikstrohhalm für den sangriaeimer vollkommen aus.
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    bah!
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    allein die legende um die entstehungsgeschichte der konserven dürfte sie eines besseren belehren, zu welchem zwecke sie tatsächlich dienten,
    und kein modebewusster sternekoch überzeugt mich von der notwendigkeit eines zwar adorablen weckglases mit bouillabaisse, die ohnehin wie warme semmeln weggeht.
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    lieber Frundberg, vor allem bedauere ich ihr aus berufenem munde hochgelobtes, wunderhübsches töchterlein, das liebe kind: deren einziges kindlein verstirbt, und der gatte tut, nun ja, eben dieses, was sein name schon sagt, aber leider bei anderen, dies dafür zahlreich und sozusagen *hüstel* überkreuz, so sehr, dass lisa die flucht ergriff.
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    die amourösen verstrickungen der jungen dame, falls es diese denn gegeben haben sollte, sind mir leider gänzlich unbekannt. zumindest befand sie sich alsbald wieder bei den eltern. wie bedauerlich, seine schönheit nicht ausschöpfen zu können, sondern nur die rosen im mütterlichen park zu erfreuen.
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    ach, tugend, tugend, bleib du doch nur eine maske…

  171. @colorcraze
    war nicht ganz ein...

    @colorcraze
    war nicht ganz ein trödelartikel. wie gesagt ögut jahresempfang, sehr sehr gutes buffet. nachspeisen von zotter. und im erdgeschoss der raiffeisen gab es halt unglaublich viele bücher zur selbstbedienung. es wurde nur eine spende gewünscht für irgendein soziales projekt.
    ich war leider etwas spät dran, jemand vor mir nahm sich das meyersche taschenbuch lexikon (das mit den gut 20 bänden). wir kamen dann in den streit, weil ich meinte ein gutes lexikon, nicht so rechts.. der käufer meinte er wolle nur eine neutrale darstellung..worauf ich meinte, dass diese these etwas albern sei.. wie auch immer. er ist dann gegangen mit dem lexikon und ich mit dem papstbuch.
    spaemann ist m.e. wirklich ein ganz kluger und witziger autor

  172. Schade, schade, Donna Laura,...
    Schade, schade, Donna Laura, die Tugend, ach, ich haette da eine Geschichte zu erzaehlen…
    …aber leider fehlt mir dazu das passende Klima: Fritzens Schwester, Kriege und Kirschenmarmelade bekomme ich nicht auf eine Reihe.
    Erinnern Sie mich bitte bei passender Gelegenheit daran. Ich werde naemlich langsam vergesslich; tote Katzen, falsche Weihnachtsgeschenke, Winterstuerme ohne Schnee, Anstreicher im Haus, Praesidenten, Kanzler und zahlreiche andere Laestigkeiten rauben mir den letzten Nerv.
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    Nun ist auch noch das Flaeschchen leer. Gute Nacht boese Welt. Ich gehe in mein Kissen weinen. Morgen Frueh wird mich die Feuerwehr mit dem Schlauchboot aus dem Traenenmeer retten.
    Ich muss also zeitig raus.
    Auch das noch.

  173. cher Filou, nicht doch, mon...
    cher Filou, nicht doch, mon ami, das ist doch kein tränenmeer, treten sie nicht auf die enten und, ah, nicht schon wieder in unseren teich tork-, ach was! bon.
    voilà das handtuch, bitte.
    kommen sie, ich habe hier noch einen entkorkten roten italiener, und er heisst nicht peppone…
    wenn sie doch noch eine ihrer frivolen geschichtchen servieren, dann gibt es hier sogar zwei rote italiener…
    .
    (oh, er versteckt sich hinter dem vorhang, ich gehe ihn suchen… à tout à l’heure!)

  174. Auch das mit der "schweren...
    Auch das mit der „schweren Jugend“ ist ja nur heutiges Betroffenheitsgewäsch.
    .
    Damals man hätte gesagt: Als Jüngling war er/sie ein Strick und ein Lümmel (ein aufsässiges Luder), so sehr sich sein armer Vater auch bemühte, in/sie auf den rechten Weg zu bringen. Ein Wunder, dass aus ihm/ihr später doch noch was ordentliches wurde. Vielleicht waren all die Prügel und Ermahnungen doch nicht ganz umsonst gewesen.

  175. Lieber viel Prügel vom...
    Lieber viel Prügel vom Freibeuter
    als auf dem Hügel der Bayreuther

  176. HansMeier555: "Auch das mit...
    HansMeier555: „Auch das mit der „schweren Jugend“ ist ja nur heutiges Betroffenheitsgewäsch.“
    *
    Meine beiden 75- und 76-jährigen Tanten wohnen heute noch tatsächlich in 35 und 45 Meter Entfernung zur nächsten Feuerwache in Wilmersdorf und Weißensee. Falls es mal wieder losgeht…. :-(

  177. @hansgeier333 – wenn Sie nie...
    @hansgeier333 – wenn Sie nie ernsthaft Prügel bekommen haben, können Sie das eigentlich nicht beurteilen.

  178. Lieber Tiger,
    auch das muss...

    Lieber Tiger,
    auch das muss man ja alles nach damaligen Masstäben beurteilen. Welcher Vater hätte damals seine Kinder nicht geprügelt?

  179. Sehr schöner Artikel! Können...
    Sehr schöner Artikel! Können Sie mir bitte Literatur über Wilhelmine empfehlen?

  180. Leichte Schläge auf den...
    Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen… jaja…
    Die Brandenburger waren unter Joachim II Protestanten geworden. Die Kurfürsten aber wandten sich 1609 unter Kurfürst Sigismund dem reformierten Glauben zu. Das im Zusammenwirken mit Zinsendorfs / Frankes Pietismus beim Vater Friedrich Wilhelm I ist sicher eine besondere Herausforderung bei der Erziehung gewesen. Man stelle sich vor, dass man verantwortlich ist, allein, für das Wohlergehen seines Landes, keine Parteien, kein Fraktionszwang, der einen beschützt. Und jeder Rückschritt ein Zeichen des Entzuges göttlichen Wohlgefallens, das hat eigene Härte.
    .
    Der Tiger (11.24) hat Recht: die Scham des Opfers darf man nicht zu klein einschätzen.

  181. @donna laura: Für den Salat...
    @donna laura: Für den Salat und anderes Frischzeug ist eine zarte kalte Dusche das Allerbeste. Aber fürs lang Haltbarmachen? Es fällt mir noch der gefürchtete Stockfisch ein, mit dem die Wikinger über den Atlantik kamen. Mein Mann kam mal im Rahmen einer Skandinavienreise auf eine Insel, auf der Fische solcherart zum Trocknen aufgehängt waren. Der Geruch soll wahrlich atemberaubend gewesen sein. Daß das meiste aus frischen Zutaten frisch zubereitet besser schmeckt, ist keine Frage…
    @Filou: könnte man Sie denn mit einem Fläschchen Nebbiolo wieder in die richtige Spur bringen?

  182. @Tiger (11:27): ich glaube, er...
    @Tiger (11:27): ich glaube, er wählt nur, zum Urteilen ist es für ihn noch zu früh.

  183. Immerhin: Es gab einen, der...
    Immerhin: Es gab einen, der FÜR ihn gestorben ist. So etwas ist vermutlich auch prägend für den Rest des Lebens.
    .
    Je meurs avec mille plaisirs pour vous, mon prince.

  184. Ich kann das hier sehr...
    Ich kann das hier sehr empfehlen:
    Paradies des Rokoko. Das Bayreuth der Markgräfin Wilhelmine. Erschienen bei Prestel 1997.

  185. Massenmord? Noch nicht, doch...
    Massenmord? Noch nicht, doch die Engländer haben offenbar begonnen mit Schickanieren-Taktiken gegen die Schotten. Was tun dagegen?
    http://www.guardian.co.uk/politics/2012/jan/13/salmond-attacks-bullying-tactics-scotland

  186. @ Meschuggener gestern...
    @ Meschuggener gestern 19.34h
    Besten Dank für Ihre Unterstützung. Doch ich befürchte, die Engländer werden
    alles tun um ein Zusammenbrechen des Königreiches zu vermeiden.

  187. Wird´s Debakel zum...
    Wird´s Debakel zum Mirakel
    macht der Don auch noch Spektakel.

  188. @fionn - Zusammenbruch...
    @fionn – Zusammenbruch Grossbritanniens:
    Yep! Leider haben die Engländer eine traurige Tradition darin, ihr Empire selbst zu zerlegen. Das begann mit Georg III – ohne ihn wäre es durchaus vorstellbar, dass die USA erst vor kurzem (Commonwealth) Selbständigkeit erlangt hätten. Aber der mensch lernt nicht aus der Erfahrung anderer. Respektive zu langsam …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  189. @fionn – die Engländer...
    @fionn – die Engländer werden sicher alles tun, um ihren Einflussbereich zu erhalten. Aber es gibt Fälle, da reicht ‘alles tun’ nicht aus – vor allem wenn man vorher zu viele Fehler gemacht hat.

  190. @Tiger/fionn: Abspaltung...
    @Tiger/fionn: Abspaltung Schottlands, also dessen Annäherung an Skandinavien? Das wär ja ’n Ding. Sie könnten es den Isländern nachmachen: „wir zahlen nicht für unsere Bänker“.

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