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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Schönen, die Reichen und die Verzichtbaren

| 224 Lesermeinungen

Beim Kampf um die Deutungshoheit der besseren Kreise werden keine Gefangenen gemacht: Schon wieder wollen Berliner Schreiber mit einem russischen Investor im Rücken befehlen, wie die Gesellschaft auszusehen hat. Da kann ich nur sagen: So nicht.

Ich hätte grosse Lust, nächste Woche mit ihr nach Cannes zu fahren.
Nancy Mitford, Landpartie mit drei Damen

Sollten Sie zu jenen gehören, die von einer Zeitung Servicecharakter erwarten und schnell informiert werden möchten, darf ist das hier abkürzen: Wenn Sie gern kostenlos Urlaub bei Partyveranstaltern machen, die ihr Appartment „Residenz“ nennen, wenn Ihr Gschpusi sein Vermögen mit Drückerkolonnen gemacht hat, wenn Sie sich gerne mit Air Berlin einfliegen und upgraden lassen, wenn Sie der Gemahlin von Bundespräsident Wulff etwas zum Tee mitbringen möchten, wenn Sie die Markennamen der Werbung in Gala und Bunte entziffern können, wenn für Sie ein gelungenes Wochenende in Berlin im Quartier 207 beginnt und im Grill Royal endet, und wenn Sie in Kitz sind, weil da alle sind – dann könnte die neu erschienene Zeitschrift Interview durchaus einen gewissen Reiz und echten Sinn haben. Baba, und denken Sie daran: Davos hat Einbahnstrassen, wenn Sie da in die falsche Richtung schauen, gar nicht auszudenken, was man dann über Sie denkt.

 Für die anderen muss ich etwas weiter ausholen: Vor drei Jahren wurde ich nach Frankfurt eingeladen und gefragt, ob und was ich gerne für diese Zeitung bloggen möchte. Damals gingen gerade drei neu gegründete Zeitschriften unter, die sich alle um die besseren Kreise bemühen wollten: Park Avenue, Vanity Fair und Rich Magazin. Wer auch nur einen Funken Ahnung von der deutschen Oberschicht hatte, wusste beim Durchblättern, dass es nichts werden konnte. Da hingen Redakteure und Investoren der Illusion einer Oberschicht an, wie sie oben beschrieben ist. Das gibt es durchaus. Leider. Diese Leute sind für den Ruf besserer Kreise so förderlich, wie es der verschwenderische Papst oder moralisch fragwürdige Bischof für die katholische Kirche  ist. Aber so wenig, wie diese Einrichtung deshalb eine Zeitschrift „Der prassende Kardinal“ herausbringt, wären diese Gesellschaftskonstrukte nötig gewesen. Und weil die alle so schön berlinfixiert waren, schlug ich vor, das Gegenteil zu versuchen: Ein Blog über die real existierenden Westviertel im Alten Westen, wo eben jenes Publikum lebt, das diese Magazine als Kundschaft gewinnen wollte.

Bild zu: Die Schönen, die Reichen und die Verzichtbaren

Als statistischer Hinweis: In den Landkreisen München Land, Starnberg und Miesbach leben unter einer halben Million Einwohner gut doppelt so viele Reiche und Superreiche, wie im sechs mal grösseren Berlin. Das sind die Realitäten, und Werbekunden haben überhaupt nichts davon, wenn sie nur von jenen gesehen werden, die sich für sexy halten und arm sind. Ambitionierte Gesellschaftsberichte müssen in den reicheren Regionen ankommen, oder es ergeht ihnen wie diesen Magazinen. Sie waren gefangen in der Blase Berlin, nicht beachtet beim Zielpublikum trotz Adelsredakteuren, Ex-Welt-Mitarbeitern und Namen, die in Berliner Szenen gut klingen und woanders kein Mensch kennt. „Da hat der und der das Layout gemacht und dieser Skandalmaler das geschrieben“ wirkt mangels Bekanntheit in diesem Umfeld einfach nicht, und wenn doch, dann befremdlich. Dort sind ganz andere Themen, Fragestellungen und Plaudereien gefragt. Das Bild der Reichen und Schönen in diesen Zeitschriften war weltenfern von der gelebten Welt der Immernochsehrwohlhabenden und Abendkleidimkonzerträgerinnen. Gerade in stürmischen Zeiten, in denen sich die Gewissheiten auflösen und die Verhältnisse grundlegend ändern, sollte etwas mehr Themenvielfalt als die üblichen Stars aus den RTL-Nachrichten sein. Über die tiefgreifenden Veränderungen kann man sich nicht einfach hinwegshoppen.

Diese Sentimentalität für den alten Westen, diese Erinnerungen an gute und einfache Zeiten machen sich inzwischen auch die Luxusmarken zunutze. Die einen zeigen Stilzitate der 50er, 60er und 70er Jahre, die anderen schwelgen gleich in traditionellen Tugenden, Werten und Landschaften. Nichts ist in dieser Welt eigentlich peinlicher als als der prassende Oligarch, der dreiste Bankster, der Globalisierungsprofiteur, der aalglatte Schnorrer, die ganze ins Gerede gekommene Schicht der Lauten und Neureichen: So erzählen es Berg- und Familienidyllen der Werbung in der Interview. Nur Gucci hat das wohl noch nicht überrissen. Und die Macher der Zeitschrift auch nicht.

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Nun muss man wissen, dass hinter dem Import der Zeitschrift aus Amerika nach Deutschland eben jener Ex-Chef von Conde Nast steht, der schon Vanity Fair in Deutschland auf den nicht ausreichend vorhandenen Markt gebracht hat. Diesmal ohne bekannten Grossverlag, aber mit einem russischen Investor im Hintergrund. Zwischenzeitlich gab es wohl die Idee, dass die Chefin der russischen Vogue die Zeitung machen sollte, aber so konsequent zog man das doch nicht durch, und  holte sich Einheimische. Vermutlich getrieben von der Hoffmung, sie wüssten, was sie in Deutschland, natürlich wieder von Berlin aus, tun.

Nun, es gibt eine Kategorie, die heisst „WOW!“. Mit Ausrufezeichen. Für Kaufklimbim. WOW! Diese Kategorie ist dick, wirkt wie angenehmes publizistisches Umfeld und zeigt Dinge, die Frauen tragen, die WOW! rufen, wenn sie durch Einkaufpassagen gehen, bevor sie sich ein ein Etablissement mitnehmen lassen, das von der Familie Jagdfeld betrieben wird. Es wird vorausgesetzt, dass man einen gewissen James Franco aus Hollywood kennt, der eine zum Glück kurze Kurzgeschichte geschrieben hat. Eine Berufskleiderträgerin namens Julia Zimmer wird vorgestellt, ein Skateboarder und dicke Ketten für Frauen. Clint Eastwood redet viel, was schade ist, denn am besten ist er in seinen Filmen, wenn er Leute erschiesst, die dann den Mund halten, was angenehmer als, sagen wir mal, die Plagiatorin Hegemann ist, wenn sie wie in diesem Magazin gezwungen ist, etwas selbst zu schreiben. Andy Warhol, der Interview erfunden hat, ist schon tot und wird noch einmal kräftig abgefeiert. Er hätte so ziemlich jedes Gesetz des Journalismus gebrochen, behauptet man in der Abteilung A-Z, und wenn man bei dieser Aussage angekommen ist, versteht man auch wieder, warum man mitunter Gesetze braucht. Hier ist was Kleines mit Twitter und da ein Verweis auf die Hompeage, viele Entfaltungsmöglichkeiten für Kreative, bunt, laut, grell, aufgeregt. Es ist, um es kurz zu machen, eine extrem hektische, das inhaltliche Nichts zuplärrende Angelegenheit, und all die typographischen Brüche und Bildstrecken können nicht so ablenken, dass das Wesen dieser Zeitschrift als eine sehr krude, unausgewogene und beliebige Aneinanderpappung von Werbungszwischentexten nicht auffallen würde, weltenfern von den Spitzen der Gesellschaft.

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Es ist eine Qual wie leichte Zahnschmerzen. 270 Seiten, ein paar mässig hübsche Bilder, kein einziger Gedanke, an den man sich nach einer Stunde noch erinnern würde. Das alles wurde schon oft plattgewalzt, Wladimir Kaminer machte die selben Witze schon im Kulturzentrum der jüdischen Gemeinde München vor 10 Jahren,  und manche machen das wohl, um ihre Kunst, Filme, Haarschneidereien und was sie sonst so tun zu bewerben. Und ich frage mich, was diese Leute in Berlin denken, was Leute wie ich, meine Bekannten, meine Umgebungen so ausmacht. Ich kenne, angefangen von den Gestaden des Tegernsees über die Konzertpause bis zu den Netzwerken der Medienkunst wirklich niemanden, dem ich sagen könnte: In der Interview sagte der und der übrigens… die und jene haben dort geschrieben… Und selbst, wenn es einmal thematisch passen könnte, wie beim Thema Italien, wüsste ich erheblich bessere Autoren als Zeugen zu benennen, als das Bröckchen, das Interview zu bieten hat. Man kann diesen Designunfall nicht lesen, und man kann seinen Inhalt nicht weiterverbreiten. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass irgendwelche normalen, reichen Menschen sich hinstellen und diese A-Z-Promi-Faseleien ohne Tiefgang weiter verbreiten. Es sei denn, sie entsprächen dem Zerrbild, das man gern von Davos und Kitz und Rottach-Egern zeichnet. Wer sich dort rote Aallederjacken kauft und in die Winner’s Lounge nach Bad Wiessee fährt: Vielleicht. Die anderen: Niemals.

Ein Teil des Problems ist sicher die Achse Moskau-Berlin-New York, entlang der das Heft aufgehängt ist. Wie schon bei Vanity Fair suhlt sich das Projekt im Spreeschlamm und ignoriert vollkommen, dass es da draussen auch noch ein anderes Deutschland gibt. Aber selbst bei meiner Berlinaversion möchte ich nicht glauben, dass das Magazin dort begeisterte Anhängerschaft findet: Da mag eine gewisse Blase sein, die genau das lesen will, zumindest mal die Graphiker und ihre Oma. Der Rest der Reichen hat heute aber ganz andere Sorgen, die Themen sind durchwegs andere, und selbst wenn es einmal eine Übereinstimmung geben sollte: Derartig penetrantes Namedropping käme auch in der Berliner Realität schlecht an. Interview hat zwar jede Menge teuren Plunder und Vergnügungen im Angebot, aber keine Immobilien, noch nicht mal in Rottach. Ich vermute, dass sie an ein junges, gut verdienendes und mobiles Publikum denken, das viel im Netz macht, gern sinnloses Zeug konsumiert, alle iPad-Generationen hat, und die Gala wird ja auch gelesen, nur gibt es keiner zu. Also wird Andy Warhol aus dem Grab geholt, es gibt ein wenig Kunstanmutung und dann kaufen sie es schon. Und darin nimmt sich das Magazin auch noch ernst.

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In einer ganz anders eingestellten Welt, in der man sehr genau aufpasst, womit man sich zeigt und verbindet, kann so ein Magazin keine Gnade finden. Das legt man sich nicht auf den Tisch. Es gibt bei uns neben dem Laden, der diese Zeitschrift und Bestseller hat, bei uns auch noch ein Buchgeschäft, das die im Eingangszitat erwähnte Gesellschaftsgroteske von Nancy Mitford führt. Das ist bitterböse, sarkastisch, ehrlich und höchst unterhaltend; man wird sehen: Es ist durchaus möglich, diesem trockenen Felsen von einer Gesellschaftsschicht höchst amüsanten Nektar abzugewinnen, wenn man nur lang genug knetet und presst. Das Bild der Klasse ist alles andere als schmeichelhaft, es wird von einer Autorin durch Dreck und braunen Kakao gezogen, die genau weiss, worüber sie da schreibt. Interview und dieser Roman, beides sind Zerrbilder dessen, was man als Gesellschaft bezeichnet, aber Nancy Mitford hat dabei ein moralisches Ziel, wie es sich gehört.

Interview hat ein ökonomisches Ziel. Man will Anzeigen verkaufen, man will dabei sein, und dafür dreht man die Gesellschaft entsprechend hin, damit man auch reinpasst. Dieses Adabei-Bemühen trieft aus jeder Zeile, und das ist die Haltung, mit der man sich ins gesellschaftliche Nichts schreibt. Das ist die Zeitschrift zum deutschen Bundespräsidenten. Aber nicht für das Westviertel, das sich beleidigt fühlen wird, von so etwas vereinnahmt zu werden. Wir können ja wetten: Ich bin immer noch hier, wenn Interview in Deutschland vom Markt genommen wird.

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224 Lesermeinungen

  1. im schlußabsatz bringen sie...
    im schlußabsatz bringen sie es auf den punkt – ökonomisches konzept, was nicht nur das startkapital kostet. aber so richtig kann ich vermutlich vor allem das neureichen-syndrom nicht nachvollziehen, jedenfalls erschließt sich auch dem nicht an besseren kreisen teilhabenden die unglückliche bzw. lächerliche parvenü-nummer, wenn mal bourdieus klassiker den weg kreuzte. wie basteln die ihre geschäftsideen zusammen??? die parvenü-nummer zieht doch bei galatuntenpublikum, aber darüber hinaus???
    was den spreeschlamm angeht, so düsseldorft das blättchen für mich scheinbar ganz gut. vieles, fast schon sehr vieles am neuen berlin geht auf das konto der trendbedingt zugezogenen – babias hat da mal boshaftes zu geschrieben, was ich als recht plausibel erinnere. paßt zur b-sortierung landespolitischer personalien, die in den osten entsandt wurden, um ihn nach vorbild des angeblich so goldenen westdeutschland zu formen (nrw als exportmodell, weil ach so erfolgreich – gruselige vorstellung).

  2. Das ist ein bombensichere...
    Das ist ein bombensichere Wette, dumm wer dagegen hält.
    Wie kommen Sie zu der Einschätzung, diese Zeitschrift wende Sich an Reiche bzw. Oberschicht? Das ist doch ein reines Selbstbeweihräucherungsblättchen.
    Darf ich aus dem Inhaltverzeichnis zitieren, etwas komprimiert?
    „Das Cover mit Lana del Rey wird von dem Fotografenduo Sean + Seng produziert, das Styling übernimmt Jodie Barnes. Lana trägt Prada, Kostas Murkudis und Viktor & Rolf…“ „Die international bekannten Models Karlie Kloss, Joan Smalls und Heather Marks sind allein für die Show von Hugo Boss eingeflogen worden…“ „Nach „I Am Love“ und „Melissa P.“ wagt sich Regisseur Lucas Guadagnino an ein kommerzielles Projekt…“ „Das Designerduo Issever Bahri gewährt mit einem privaten Fototagebuch Einblick in seinen Vorbereitungsprozess…“ „Der belgisch-australische Sänger Gotye ist mit seiner Single „Somebody I used to know“ über Nacht…“ „Die verlorenen Heels des Models auf dem Laufsteg sieht Dorothee Schumacher als gutes Zeichen, Model Luca Gajdus eröffnete…“ „Gestern Abend spielte Marina Diamandis alias Marina & The Diamonds bei der „Michalsky Style Night“ im Berliner „Tempodrom“…“Der falsche Lidschatten ist es, der im Backstage-Bereich das Fass zum Überlaufen bringt. Die Gäste von Leyla Piedayesh, die in wenigen Minuten…“
    Die international bekannten Models? Maximal doch Kategorie D bis F, mangels Bekanntheit nicht mal für’s Dschungelcamp zu gebrauchen!

  3. Ich zitiere mal aus den...
    Ich zitiere mal aus den Mediadaten:
    .
    INTERVIEW macht keinen Zielgruppenjournalismus. In Andy Warhols
    Welt trafen sich Macht und Schönheit, Ein!uss und Talent, Ehrgeiz und
    Sex-Appeal. So richtet sich INTERVIEW an eine gebildete, stilsichere
    und neugierige Leserschaft. An Frauen und Männer, die global denken
    und fühlen und deren breit gefächerte, kulturelle und stilistische Interessen
    durch INTERVIEW einzigartig bedient werden.
    .
    Das ist zwar nur Blabla und wird natürlich auch nicht eingelöst, aber es zeigt, wo die Reise hingehen soll. Das Amüsante an der Sache ist, dass ich durchaus Leute kenne, die in diese Beschreibung reinpassen, angefangen bei mir selbst, aber ich würde mir eher die Zunge rausschneiden als sagen, ich wäre „stilsicher“. Das ist überhaupt kein Kriterium für was auch immer. Klar ist aber auch, dass es sich dabei um eine Elitenbeschreibung jenseits der Klassengrenzen handelt – allerdings ist die Werbung dann wieder eine reine Klassenveranstaltung. „Wir geben uns ein junges und schickes Image damit die alten Deppen mit dem Geld kaufen“, so würde ich die Strategie sehen. Erinnert etwas ans P1 in München, und so scjhäbig kommt es auch bei mir an.

  4. @filou: Merci beaucoup für...
    @filou: Merci beaucoup für die schöne Arie für die Liebe im Verborg’nen aus dem Notenbüchlein. Sehr, sehr hübsch!

  5. Gestern hatte ich das...
    Gestern hatte ich das Privileg, eine Sendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ARD oder ZDF) zu verfolgen. Es ging um High Life in Mallorca. Mehrere Tittenmäuse traten auf, von denen die eine als Millionärstochter vorgestellt wurde (eine andere war Estefania Dingsda, ehemals Dieter-Bohlen-Einparkhilfe). Die erstere, „die Millionärstochter ist 28, stolz auf ihren Körper und hält sich einen persönlichen Assistenten, der Altenpfleger gelernt hat. Sie hat eine CD aufgesungen und ein Herrenmagazin (DAS Herrenmagazin des letzten Jahrhunderts) hat sie abgelichtet.“
    Wer meint, Asoziale zu kennen, hat bei dieser Sendung noch was dazugelernt.

    Zu „Clint Eastwood … am besten ist er in seinen Filmen, wenn er Leute erschiesst, die dann den Mund halten“
    .
    Lichtenberg sagt sinngemäß, „das Beste im Werther ist, wenn er den Hasenfuß erschießt“ (ergo dass Werther selbst den Mund hält).
    Heute morgen geht es mit gelber Weste zum Gottesdienst! Während der Pfarrer seine Sprüchlein aufsagt, wird meine weibliche Begleitperson zum Fenster gehen und leise schmachten: Klopstock! Niemand will dich haben! :-)

  6. Ich verstehe die Aufregung...
    Ich verstehe die Aufregung nicht: Was ist denn gegen ein Neureichenblättchen für entkernte Persönlichkeiten einzuwenden? Die müssen doch auch etwas haben, womit sie ihre Depressionen bekämpfen können! – Das es nicht moralisch genug ist, kann angesichts der Tatsache, dass sich Westviertelbewohner ihren Reichtum in der Regel nicht erarbeitet haben, sondern ererbt, nicht wirklich gelten.
    *
    In Berlin kennt keine Sau ‚Interview‘, wahrscheinlich schon wegen des Namens: Das wäre so, als ob BMW sein neuestes Modell „Gas Pedal“ nennen würde, kein Kriterium für guten Geschmack! Und es gibt, so glaube ich, auch keine „Elitenbeschreibung jenseits der Klassengrenzen“, denn dann wäre es ja keine Elite mehr! Die Elite sitzt in Davos und arbeitet, das ist die Realität.

  7. Pornos für Impotente. Was es...
    Pornos für Impotente. Was es alles gibt.

  8. Und bitte immer im Auge...
    Und bitte immer im Auge behalten: Der VS ist kein Staat im Staate, sondern Schild und Schwert der herrschenden Partei.

  9. Als Freund von Wodehouse...
    Als Freund von Wodehouse wollte ich mich nun auch mit Frau Mitford beschäftigen. Und fand gerade dies auf der Deutschlandradio-Seite:
    „Landpartie mit drei Damen“ ist ein missratenes Werk der ansonsten wunderbaren englischen Gesellschaftsautorin Nancy Mitford – nicht zuletzt, weil sein Humor die Umtriebe englischer Faschisten in den 30er-Jahren verharmlost. Die Autorin wird hier von ihrer brillanten Scharfzüngigkeit verlassen. … Eine Weile war sie Kult, auch auf dem deutschen Büchermarkt: Nancy Mitford. (…)
    „Landpartie mit drei Damen“ ist ein missratenes Werk der ansonsten wunderbaren englischen Gesellschaftsautorin Nancy Mitford – nicht zuletzt, weil sein Humor die Umtriebe englischer Faschisten in den 30er-Jahren verharmlost. Die Autorin wird hier von ihrer brillanten Scharfzüngigkeit verlassen.
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1610032/
    .
    Hilfe!

  10. Mir fällt, O Don Alphonso,...
    Mir fällt, O Don Alphonso, sowas wie, ähh, wie war das noch, ach ja, INTERVIEW, nicht mal am Rande auf. So hab ich es erst durch Sie kennengelernt. Und heiter macht es mich, das es, wie war das noch, ach ja, INTERVIEW gibt! Weil die Zielgruppe, ob mit Hirn oder Gesäss, sich sicher nicht dort aufhält, wo ich gerne bin, sondern weit weg in der duftenden Vanitas.

  11. richtig gemein wäre es erst...
    richtig gemein wäre es erst dann, wenn diese bande von abgreifern damit auch noch erfolg hätten.
    .
    allerdings bleibt dem ex-chef nicht viel anderes übrig:
    „Nun muss man wissen, dass hinter dem Import der Zeitschrift aus Amerika nach Deutschland eben jener Ex-Chef von Conde Nast steht, der schon Vanity Fair in Deutschland auf den nicht ausreichend vorhandenen Markt gebracht hat. Diesmal ohne bekannten Grossverlag, aber mit einem russischen Investor im Hintergrund.“
    ziemlich viel aufwand für etwas geldwäsche.

  12. Nancy M.s Übersetzer Reinhard...
    Nancy M.s Übersetzer Reinhard Kaiser schreibt in seinem Blog:
    „Aber Nancy Mitford mochte die Amerikaner, um es vorsichtig auszudrücken, nicht besonders – noch weniger als die Deutschen.“
    Das macht sie mir gleich wieder sympathischer.

  13. Soviel Zorn auf eine...
    Soviel Zorn auf eine Zeitschrift, die eh keiner liest? Da muss mehr dahinter stecken als ein kluger Kopf, stilsicher und mit Sex-Appeal. Gelächter!

  14. Der Papagei ist bunt, aber das...
    Der Papagei ist bunt, aber das Entscheidene am Papagei ist das Papageiische
    (Zitat)

  15. :-))) immer nur druff, druff,...
    :-))) immer nur druff, druff, druff….auf diesen kuenstlichen schmutz.
    solch krampfhafte marktlueckensucher und selbsternannte zeitgeistfinder mit gierigem investor im ruecken koennen gar nicht genug schlaege abbekommen !
    aber, auch nach jedem verenden….sie sterben nie aus, sie versuchens immer wieder auf die gleiche art. seit jahrzehnten immer die gleiche tour. getriebene…

  16. Fritz, ja, das gibt es...
    Fritz, ja, das gibt es wirklich, und es ist auch nicht so selten; allein, es ist nicht zwingend deckungsgleich mit den Regionen, in denen die Reichen leben. Mit solchen Leuten kann man Reportagen dieser Art machen, aber keine sinnvollen Magazinprojekte. Zumal die Vermögensverteilung aufgrund der hohen Lebenserwartung auch nach hinten geht – Erben werden durch weniger Kinder zwar reicher als früher, aber erst erheblich später und damit dann, wenn sie für solche Projekte aus dem Raster fallen. Für einen 60-Jährigen ist da vermutlich einfach nichts mehr drin. Und für jemanden wie mich ist das ein Paralleluniversum. Zum Glück ist es eher klein.
    .
    HansMeier555, nun, es sind ein paar Halbnackte drin zu sehen, aber das ist banal angesichts des Internets. Und was den Verfassungsschutz angeht: Abschaffen. So schnell wie möglich.

  17. Jeeves, das kann aus der...
    Jeeves, das kann aus der Perspektive der Gegenwart so sein, aber das Buch entstand 1934, also vergleichsweise früh. Es ist eine beissende Satire auf das, was 1934 über den Faschismus bekannt war, und dass sie nicht ahnen konnte, was da kommen würde, kann man ihr schlecht vorwerfen. In jener Zeit galt Faschismus in ganz Europa vielen als akzeptable politische Strömung, und es kann auch nicht schaden, sich einmal damit auseinander zu setzen. Gerade in der besseren Gesellschaft, da gaben sich die ostelbischen Junker und die britischen Adligen in ihren rechten Tendenzen wenig. Aber wie schon gesagt: Die auftretenden Faschisten sind klar verrückt und lächerlich.
    .
    MSP, ich muss ganz ehrlich sagen: Ich war paar mal auf Modenschauen in München, da konnte man so etwas erleben. In den Redaktionen von Frauenzeitschriften, da gibt es auch so Umfelder…. zum Beispiel ist es so, dass für Autotests dieser Magazine dann auch solche Promis eingeflogen werden, die dabei dann die Schmiertanten bei Laune halten. Aber das hat nichts mit dem zu tun, was man sonst so erlebt. Ich weiss, dass die wegen dem obersten Chef ab und zu in einer unsäglichen Kaschemme am Tegernsee sitzen, aber die sind dann auch bald wieder weg.

  18. Das P-Wort meinte ich mehr im...
    Das P-Wort meinte ich mehr im übertragenen Sinn.

  19. @DA: Widerspruch! Den VS...
    @DA: Widerspruch! Den VS brauchen wir noch für HansMeier555, den Totengräber der Demokratie…

  20. ottfried fischer letzten...
    ottfried fischer letzten freitag:
    Hilft da das NPD-Verbot? Nein. Der Denkfehler ist so alt wie Otto Schily. Um die NPD loszuwerden, hilft nur eins: den Verfassungsschutz verbieten.

  21. auch-einer, ich glaube, dass...
    auch-einer, ich glaube, dass der Weg zum Herzen der Oberschicht ein anderer wäre: So eine Art Luxusversion von Landlust, wie sie ansatzweise mit „Servus in Stadt und Land“ gerade probiert wird. Es ist sicher nicht leicht, da einen Mittelweg zu finden – schliesslich braucht man Werbung – aber gerade jetzt wäre die Zeit recht günstig, so etwas zu versuchen. Es ändert sich ja nicht nur die Altersverteilung, sondern auch das Wesen des Alters. Die Frauen, die schon vor 25 Jahren mit 40 bei Teresa eingekauft haben, tun es noch immer, die Grenze zum Omasack steigt, aber gleichzeitig verlagern sich die sonstigen Interessen. In Berlin ist das nochmals anders, aber wer in München lebt und 50 ist, geht einfach nicht mehr ins Herr Hotter oder was sonst so angesagt ist. Angesichts solcher Verschiebungen wirkt Interview ganz schaurig wie aus den 90ern.
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    Jeeves, in „The Pursuit of Love“ sind die Faschisten dann auch konsequent nicht nur die Deutschen, sondern auch manche Amerikaner.

  22. hansgeier333, wie schon oben...
    hansgeier333, wie schon oben erwähnt: Ich mag solche Konstrukte nicht, die uns lächerlich machen, nur damit die entsprechenden Marken ihre Werbung abladen könnten. Das Geschäftsmodell geht im Prinzip so; Kauf die Zeitschrift und die Mode, gehöre dazu und rede mit. Das ist dreist gelogen. So kann man im Arabellapark fettentsaugte und getackerte Redakteurinnen von Burdapostillen vielleicht ansprechen, aber sonst macht man sich damit unmöglich.
    .
    miner, der Aufwand, so etwas auf den markt zu bringen, ist enorm hoch und wird zunehmend durch Corporate Publishing ausgetrocknet. Weltmarken wie MHLV könnten solche Magazine auch selbst stemmen, und sie würden dann vermutlich auch ganz anders auf die Kundenwünsche reagieren; bei Hermes zum Beispiel ist in der Werbung nichts so, wie es bei Interview ist.

  23. Ich hab das Mitford-Buch...
    Ich hab das Mitford-Buch bereits geordert.
    Zwei von Nancys Schwestern, olala, D I E trieben’s allerdings richtig innig mit dem deutschen Pack von damals resp. den englischen Faschisten.
    Die eine: …berüchtigt für ihre Adolf Hitler-Verehrung, verkehrte in seinem persönlichen Umfeld und gehörte zur High-Society des NS-Regimes. Ihr Vater sah sich genötigt, gegenüber der britischen Presse eine bevorstehende Verlobung seiner Tochter mit Herrn Hitler zu dementieren.
    Die andere: war verheiratet in zweiter Ehe mit dem britischen Faschistenführer Sir Oswald Mosley.

  24. DIE ZEIT ... der Artikel ist...
    DIE ZEIT … der Artikel ist übrigens von Uwe Wesel, ein GUTER Jurist. Das hätte auch fefe ruhig mal erwähnen sollen anstatt (nur) die ZEIT zu loben.

  25. @Don:
    Ein Spitzenverriss einer...

    @Don:
    Ein Spitzenverriss einer auch mir bis dahin völlig unbekannten Zeitschrift. Und Sie haben natürlich völlig Recht – eine zielgruppengerechte Zeitschrift wäre tatsächlich die Luxusvariante von „Landlust“, mit ein paar Spritzern Capital und ein bisschen adaptiertem Cicero vielleicht. Lustigerweise nicht erst heute. An den grundlegenden Vorlieben und Interessen des wohlhabenden deutschen Bürgertums hat sich in den letzten 150 Jahren wenig geändert.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  26. Sie werden die Wette gewinnen,...
    Sie werden die Wette gewinnen, gewiss.
    Zumal die neureichen Spacken ihren Kosmos schon in der ‚How to spend it‘ vorgespiegelt bekommen – aber das quasi for free. Freut den BWL-Abbrecher, der sicherlich nicht 2,50 Euro (pro Ausgabe im Studenten-Sonderabo) zuviel ausgeben würde.

  27. don alphonso,
    ja, das mit der...

    don alphonso,
    ja, das mit der zeitschrift für ländlichen adel hätte was für sich. soll es in frankreich schon seit langem geben, die leserschaft dafür auch.
    eine gute frage, warum mhlv nicht selber eine kundenzeitschrift stemmt. wäre ja auch noch was, die apotheken-umschau floriert doch auch und gut, wie man hört.

  28. Ein Bericht in einer Zeitung!...
    Ein Bericht in einer Zeitung! Das hätte gerade noch gefehlt! Das ist vielleicht was für die Nachkommen elsässischer Dienstmädchen wie die Battenbergs. Und da gibt es ja schon genügend Käseblättchen. Aber man hat ja doch Geschmack und Dezenz. Kein vernünftiger Mensch würde die bessere Gesellschaft an Geld oder Konsumnachäfferei festmachen. Allerdings sind ja auch wohl weniger wir als Zielgruppe anvisiert sondern die Träumer und Phantasten, die sich Ihre Vorstellung von angenehmem Dasein aus Hochglanzblättern leihen müssen weil ihnen der entsprechende Erfahrungshorizont fehlt.

  29. Danke, Don Alphonso, daß Sie...
    Danke, Don Alphonso, daß Sie mich immer wieder über Phänomene aufklären, die sonst meiner Aufmerksamkeit vollständig entgangen wären. Ich glaube allerdings, daß solche Gazetten durchaus eine Zielgruppe haben. Der Irrtum besteht nur bei den Werbeagenturen. Man sollte eben nicht für Gucci werben, sondern für Granufink. Ich bitte, dies nicht als Spott zu werten. Für jeden von uns kommt die Zeit, da wir uns für Granufink, das große Fest der Volksmusik und den Rollator interessieren werden. Gottseidank sind wir dann so dement, daß es uns nicht mehr stört.
    .
    Es gehört zwar nicht zum Thema, aber da Sie es erwähnen, möchte ich etwas zu Clint Eastwood sagen. Bis zum Film „Erbarmungslos“ von 1992 hatte ich die denkbar schlechteste Meinung zu diesem Herrn. Zuviel Testosteron, zuviel Selbstgewissheit. Mit jenem Film wurde alles anders. Was auch immer geschehen ist, er wurde weise und bekam Selbstironie. Vielleicht bekommen wir da doch den Bogen zum Granufink-Zeitalter. So, wie Clint Eastwood im Alter wurde möchte ich selbst gern sein. Etwas verstanden haben, wie Eastwood in „Gran Torino“, nicht peinlich sein, sondern eine Hilfe für seine Mitmenschen. Würde, letztendlich. Das, was Journalisten niemals haben können. So, vielleicht.

  30. Wer von den im...
    Wer von den im Handelsblatt-Artikel (wow! – das Blatt feuilletonisiert ja geradezu!) Genannten findet sich eigentlich zugleich in dem an dieser Stelle zu Recht bemitleideten Konsumbeschleunigungs-Hochglanzprodukt?

  31. @ Savall: treffende...
    @ Savall: treffende Beschreibung der wunderbaren Wandlung des guten alten Clint!

  32. Man sollte viel öfter die...
    Man sollte viel öfter die Mediadaten lesen, da hat man was zu lachen! Oder sollte man eher Mitleid mit jenen haben, die so gerne wären…
    Die Strategiebeschreibung „Wir geben uns ein junges und schickes Image damit die alten Deppen mit dem Geld kaufen“ trifft es auf den Punkt!

  33. Und ich habe geglaubt VS steht...
    Und ich habe geglaubt VS steht für Volksschule.
    Wozu braucht man eigentlich einen Verfassungsschutz, wenn man gar keine Verfassung hat, sondern „bloß“ ein Grundgesetz?

  34. Verquere Welt oder...
    Verquere Welt oder erfrischender Patchwork beim Hauptartikel?

  35. irgendein Nachwuchsschreiber...
    irgendein Nachwuchsschreiber hat mal über Reich-Ranicki gesagt:
    „Er liest mich,also bin ich “
    jetzt werden die von INTERVIEW sagen:
    „Er (Don Alphonso) hat ein Heft gekauft,also sind wir…

  36. Wenn man für eine Handvoll...
    Wenn man für eine Handvoll Dollar den Sinn des Lebens serviert bekommt, ist das doch in Ordnung. Dschungelcamp oder Schloss Bellevue: Hauptsache Spaß an der Freud! Es ist die fünfte Jahreszeit.

  37. Ich bin derart bescheiden,...
    Ich bin derart bescheiden, dass ich meine Gucci Umhängetasche mit dem „GG“ nach innen trage. Und mein Lieblingszitat heisst „mura-hachibo“ (if a piece of wood sticks out, hammer it back in“.
    P.S. Die Farbkombination gelb-braun finde ich really horrible.

  38. "Country Life" magazine - für...
    „Country Life“ magazine – für upper-class Leute die auf dem Lande (oder sogar am Tegernsee?) leben.
    http://www.countrylife.co.uk/countryside

  39. Gegen Ihre Argumentation, Don,...
    Gegen Ihre Argumentation, Don, spricht, dass auch die Interview-Zeitschrift „Galore“ wirtschaftlich gescheitert ist. Und Galore – soweit ich mich erinnere – war redaktionell recht seriös und anspruchsvoll. Die Interviews waren sehr ausführlich, die Grafik schlicht und übersichtlich. Demnach scheint dieses Konzept auch nicht (in den besseren Kreisen) zu funktionieren.

  40. @hm555
    der verfassungsschutz...

    @hm555
    der verfassungsschutz sitzt doch in köln, also in dem teil der brd, der auf den „segen“ der aufklärung und moderne noch wartet

  41. nachdem uns unser...
    nachdem uns unser südöstliches nachbarland zum zweiten mal in der jüngsten vergangenheit mit einem phantastischen manager aus oberösterreich beglückt an herausragender stelle eines der dax-unternehmen, würde ich trotz des chefwechsels bei der lufthansa (herr franz wird es nicht mehr retten können) auch bei der db sehr short gehen

  42. fast vergessen: glückwunsch...
    fast vergessen: glückwunsch natürlich an die allianz und an air berlin

  43. Das sollen noch Zeiten gewesen...
    Das sollen noch Zeiten gewesen sein:
    http://www.google.de/imgres?imgurl=http://img299.imageshack.us/img299/1175/gdsib1.jpg&imgrefurl=http://www.reigen-blog.com/post/117245925/twen&usg=__Z3zGYLCxp2G9H7aWAnNFjjXxeLE=&h=1539&w=1119&sz=219&hl=nl&start=0&zoom=1&tbnid=XoqgiTMQn69TvM:&tbnh=151&tbnw=107&ei=GEIlT9TlJYaU-wb27v0k&prev=/search%3Fq%3DTwen%26hl%3Dnl%26biw%3D1600%26bih%3D813%26gbv%3D2%26tbm%3Disch&itbs=1&iact=hc&vpx=689&vpy=295&dur=6819&hovh=263&hovw=191&tx=113&ty=162&sig=117295487306715644304&page=1&ndsp=34&ved=1t:429,r:12,s:0
    .
    Karteileichen der Prominenz:
    http://www.parkavenue.de/
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    Abgestuerzt wie Moelli:
    http://www.vanityfair.de/general/impressum
    .
    Dann sah ich mir das hier an: http://blog.interview.de/ und rieb mir meine vor vier Wochen eingeschraubten Neuaugen. Das waere aber nicht noetig gewesen: In blindenfreundlicher Schriftgroesse der ewig revolvierende Lebensartmist. Was sagt das ueber die Leser? Fruehrentner? Augenkrebs? Wie heisst denn der neue Goebbels geschmacklicher Gleichschaltung, der da im Stillen wirkt?
    .
    jean-jaques (03:12), man halte sich daran und geniesse im Stillen die Freude des Lebens. Es ist ueberall ein wenig zu laut.

  44. Die Quelle der weltweiten...
    Die Quelle der weltweiten faschistischen Bewegungen i.e.S. dürfte der durch die Weltwirtschaftskrise verarmte Mittelstand gewesen sein. Irgendwelche ostelbischen Junker waren dafür weniger prädestiniert, als irgendwelche bayrischen Beamten. Der schnauzbärtige Migrant kam wohl aus Bayern über ein hessisches Katasteramt in ostelbische Regionen. Wenn die Bayern ihm gleich die Gurgel durchgeschnitten hätten, wäre der Welt trotzdem nichts erspart geblieben. An der Misere waren ganz gewiss keine Preußen schuld.
    .
    Lieber reich und gesund, als arm und krank. Natürlich macht reich und krank auch keine Freude. Auch die Reichen sind nicht unsterblich, es ist ein nettes Märchen, dass die Alten immer älter werden. Es wird mit den net birth dead – Modell aus dem Hut gezaubert. Mit einem besseren Arzt könnte man vielleicht ein paar Jahre rausschinden, aber das, was der bewerkstelligt wird oft weniger mit Leben, als mit Siechtum zu tun haben. Entweder eine Krankheit ist heilbar, oder nicht. Man braucht nur auf einem Friedof langgehen und nachsehen, wie alt die Beerdigten wurden. Die Mehrheit wurde nicht 80 oder 90, um das Alter zu erreichen, braucht man vor allem gute Gene. Ausserdem sollte man seine Gesundheit nicht durch zuviel Arbeit ruinieren. Deshalb hat der Krankenkassenpunkt ab 58 den doppelten Geldwert. Weiterhin finden Ältere auch keine Anstellung mehr, weil sie zu oft richtig und länger krank sind. Das wirklich mieserable englische Gesundheitssystem bewirkt eine mittlere Lebenserwartung von 82 Jahren, das erheblich aufwändigere deutsche behauptet auch auf 82 Jahre zu kommen. Daran erkennt doch jeder, dass fauler Zauber im Spiel sein muss. Dieses „höhere“ Alter dient dazu, die Renten zu kürzen, weil die Sozialkassen wegen Zweckentfremdung ihrer Mittel am Limit zum Bankrott sind. Was wirklich gespielt wird, erkennt man doch an der Billiglöhnerei und solchen abartigen Auswüchsen, wie „Generation Paktikum“.
    .
    Die Sache mit den Erben ist einfach. Es gibt immer weniger „Reiche“ von denen es überhaupt was zu erben gäbe, ausser Schulden und „Sachwerten“. Wie oben geschrieben, die Torte wird immer kleiner.
    .
    Man sollte andere nicht für dumm halten, sondern lieber von der Dummheit anderer zu profitieren versuchen. Das „INTERVIW“ könnte zum Beispiel ein Steuerabschreib- oder ein anderes Subventionsmodell sein.
    .
    @Schluchten Ossi
    Ein Grundgesetz auf dem Papier. Um, in der letzten Konsequenz, die „Reichen“ zu schützen. Wenn Don meint, er braucht das nicht, wozu sollten wir das denn brauchen ? Also, meinetwegen, weg damit. Die Globalisten werden eher früher, als später, mit oder ohne Verfassungsschutz, ….

  45. Ohne das Blättchen gelesen zu...
    Ohne das Blättchen gelesen zu haben, mit Verlaub
    (Habe das Magazin Vice gelesen, aber das ist etwas anderes)
    .
    Das Problem (als alter Ex-Werber darf ich mal den allgemeinen Dozierton anschlagen, hoffe ich):
    Werber, und anscheinend hier auch Magazinmacher, haben noch nicht zur Gänze erkannt, dass sie ihre „Zielgruppen“ eigentlich GAR nicht kennen.
    .
    Sie strategieren sie sich anscheinend, fern von ihnen in ihrem Lotter-Büro sitzend, abstrakt aus der bekannten „Typologie der Wünsche“ heraus und aus den Sinus-Milieues.
    .
    Daher kommt es in ihren Entwürfen und Umsetzungen auch zu den unsäglichen unglaubwürdigen Klischees und den besprochenen Verwerfungen. Immer.
    .
    Lösung: Seine „Zielgruppe“ muss man kennen, persönlich kennen. Sonst wird das nix. Oder sie zumindest glaubwürdig beschrieben bekommen.
    .
    Und zwar nicht mit dem üblichen Gedöns und veralteten Parametern wie HHNE (Haushaltsnettoeinkommen) und angeblich statistisch über Panels untersuchte angebliche Vorlieben für Baume & Mercier oder Lamborghini. Diese Vorliebe habe ich vielleicht auch, aber kann mir diese teuren Autochen trotzdem nicht kaufen …
    Sondern beschrieben bekommen mit: Woran glauben diese, wie leben diese wirklich, was essen sie wirklich zum Frühstück …, welche Sorgen haben sie.
    .
    Man muss also in ihren Schuhen gehen wollen und können.
    Und nicht aus den Sinus Milieues abschreiben.
    .
    Zu der Übung „In ihren Schuhen gehen“ gibt es seit Jahren eien Menge löbliche oder nicht-löbliche Schulungen und Seminare an Werber und Medienleute (Kino im Kopf und derlei). Aber wie es immer so ist: Menschen fällt es generell sehr schwer, sich Leute geistig und körperlich vorzustellen und sich in die hineinzuversetzen, die nicht im eigenen Dunstkreis vorkommen.
    .
    Es wird zum Beispiel als Hausaufgabe von den Schulungen empfohlen, sich regelmäßig in die nächste Bierkneipe am Eck hineinzusetzen und mit den Leuten zu reden, statt in seiner Freizeit immer wieder nur ins Schumanns der Adabeis zu gehen.
    JvM hat seinen Mitarbeitern z. B. extra das „Durchschnittswohnzimmer“ eingerichtet, damit diese sich die Menschen vorstellen können, an die sie ihre Werbetexte adressieren.
    .
    Es reicht halt nicht, denn es ist kaum schulbar.
    Weder kriegen Werber es hin, sich wirklich Oma Kaschulpe vorzustellen, die im Plattenbau wohnt. Noch kriegen sie es hin, sich die Familie Quandt vorzustellen, wie sie wirklich lebt.
    .
    Dilemma: Zudem fehlt vielen Werbern (und auch anscheinend Journalisten und Blattmachern) der Kontakt zu wirklich Reichen und falls nicht: die Spiegelneuronen, welche Empathie (Einfühlung in andere) erst ermöglichen. Denn es scheint unausgesprochene Basisqualifikation für diesen Beruf, eigentlich lieber keine zu haben, sonst drohen Gewissenskonflikte.

  46. Don, vielen Dank für den...
    Don, vielen Dank für den service, derlei Magazine interessieren aber eh kaum, eher wohl das Buch der Nancy.
    Wo soll denn auch ein moralisches Ziel herkommen, aus dem Spreeschlamm oder aus dem Transferleistungssumpf vielleicht? So hoch wie die Steuereinnahmen können keine Gummistiefel sein, um sich damit nicht doch bei jedem Schritt zu besudeln.
    Ja, Deutschland- äh Berlin geht es gut. Und da geht dann vielleicht auch so was Nichtssagendes.
    Ist denn wenigstens Werbung für griechisches Olivenöl, Teakholzplantagen und Immobilien auf Mykonos (letzteres passte ja zu Andy Warhols Zeit ) drin?
    Oder ein Interview mit dem Bürgermeister, in dem der über die Einnahmen aus seinem Buch und dem Mainstream plaudert. Könnten ja dazu den BP einladen zur Vorbesprechung seines Buches: Die Affäre.
    .
    Clint Eastwood in Million Dollar Baby kann man wohl auch nennen!

  47. @bertholdIV
    Ob long, ob short,...

    @bertholdIV
    Ob long, ob short, das Geld ist fort. Natürlich muss man keine Finanzaktien haben, wenn man die Gewissheit hat, dass die europäische Politik die griechische Komödie langsam mehr als satt hat. Juncker fühlt sich um den Schlaf gebracht, was macht man, wenn das „Investment Griechenland“ einen derartig nervt ? Sofort und ohne Rücksicht auf Verluste verkaufen. S&P hat sein D-Rating schon angekündigt. Inbesondere der Vortrag von Professor Sinn Ende vergangenen Jahres war doch bestens geeignet das mittelfristig erforderliche Handeln zu erkennen. Irgendwelche kurzfristigen Kurszappeleien nutzen zu wollen scheint mir entschieden zu anstrengend.

  48. @filou: Mit nüchternerem Kopp...
    @filou: Mit nüchternerem Kopp noch mal Anna-Magdalenas Werk geläuscht. Man beachte auch den beachtlichen Namen der Interpretin! Eine souveräne Interpretation! Wie schlicht hübsch die Melodei der Komposition, insbesondere auch die Begleitung – und dazu in der Ausführung eine Beherrschung der Stimme und vor allem rythmische und interpretatorische Raffinesse! Nichts übertriebenes – tout droit – lebendig – toll!

  49. motörhead,
    "Die...

    motörhead,
    „Die Strategiebeschreibung „Wir geben uns ein junges und schickes Image damit die alten Deppen mit dem Geld kaufen“ trifft es auf den Punkt!
    .
    Ja, das ist lustig.
    .
    Ebenso lustig ist es aber, dass es wirklich so ist:
    Keiner will sich mit Falten und Rollator abgebildet sehen, sondern fühlt sich innerlich schicker und jünger. Immer.
    .
    Es ist eine Kunst, in Würde zu altern. Den meisten, auch denen mit Geld, gelingt das nicht und übrig bleibt ein geschöntes Wunschbild von sich, wie man vielleicht nicht einmal war, als man jung war. Und das will man lesen. Man will doch nicht die Wahrheit lesen.
    Reiche und alte Reiche machen da keine Ausnahme.
    .
    Das machten sich Werber, Fotografen und Blattmacher schon immer zunutze und sie positionieren daher alternde oder biedere Kundschaft immer ein bisschen jünger und ein bisschen schicker. Das schmeichelt deren unreifen alten Herzen.
    .
    Nicht einmal ein Therapeut sagt die Wahrheit zu seinem depressiven Clienten: „Wissen Sie, Sie sind ein unbelehrbarer neurotischer alter Rechthaber und sehen dazu Scheiße aus.“ Er wird sagen: „Ich verstehe, dass Sie sich unverstanden fühlen.“ Und: „Sie haben eine charaktervolle Nase.“
    .
    Daher wird der Werber oder Magazinmacher erst recht den Deubel tun.
    :-)

  50. Denke nicht, dass das Magazin...
    Denke nicht, dass das Magazin für die bessere Gesellschaft ist. Es wird am Ende in Fitnessstudios oder bei Friseuren ausliegen. Das Zielpublikum sind Menschen die auch sowas lesen wie Manager Magazin, Focus Money, Mens Health, Nido oder Neon. Und sich jetzt den Intellektuellen touch geben wollen.Leute, die den Tipps für Geldanlage aus dem Manager Magazin oder Focus Money glauben schenken, und die gleichzeitig die Modetrends und Technikgadgets aus der Mens Health kaufen. Das man die oft im P1 trifft und die Grenzen zu Neureichen oder Immobilienverkäufern verschwimmen ist ja egal.
    Dem Gucci Clan ist es sicher egal wer seine Hemden trägt. Ob das ein Neureicher Gangster ist der nicht wirklich ins Image passt oder BWL studierter Emporkömmling ist doch wurscht, solange Umsatz generiert wird. Glaube es ist auch schwer, für die von ihnen angesprochene Zielgruppe ein Magazin zu entwickeln. Würde mir eher vorstellen, man kauft sich mehrere Zeitschriften, die gerne auch richtig teuer sein können, aber gibt sein Geld doch nicht für ein Produkt aus, was zur Hälfte aus Werbung besteht. Denke an so Sachen wie Buisnessweek, Weltwoche, Le Monde diplomatique, Economist, New Yorker, Vogue aus Fr/Ital und Zeitschriften zu Hobbies wie Segeln, Golf, Autos, Design, Inneneinrichtung…..

  51. Wer keinen Porsche fährt,...
    Wer keinen Porsche fährt, kann ihn nicht verkaufen.
    Und: Es ist leichter, ein Jeansjäckchen mit Ozelotkragen für 4000€ zu verkaufen als 40 Jacken für 100€. Kommt nur auf die Lage an. Dann gehen auch Aallederjacken in rot.

  52. Das ist das grosse Problem:...
    Das ist das grosse Problem: wie creiere ich einen Kult? Das ganze Dünnbrettbohren mit zwölf Schichten Hochglanzlack auf dem Sperrholzbrettchen schafft noch keinen Jugendstil-Intarsien Tisch.
    An Schlauchboot-Lippi Lana del Rey kann man den ganzen Grusel doch mal im Schnelldurchlauf erleben. Ein bei ein, zwei maligem Anhören passables Liedchen, ein Videoclip, ein passabel gewählter Name und ein bei genügend Bildbearbeitung ganz leicht überdurchschnittlich aussehendes US-Mädchen – und dann ein Riesenkübel von PR-Arbeit, und eine absolut klägliche ganze Platte von dem selben einem mittlerweile meterweise aus de Ohren heraushängendem Gesinge, nur deutlich schlechter.
    Beim Interview taucht dann ein mal angenehm nicht verhungerter kichernder Quasi-Teenie auf, der sich leider schon alles verscherzt hat, wenn sie ihre erste Knete in ein Neunaugen-Saugmündchen investiert hatte.
    Wer redet heute noch von Stefan Raabs Retortenbaby Lena Meier-Dingsbums und ihrer Discographie, um die sie Bob Dylan beneiden muss?
    .
    Das Problem ist, dass wir alle gar nicht wissen, wofür wir eigentlich reich werden wollen, ausser vielleicht um niemals Stress am Bankautomaten oder bei Überweisungen zu haben.
    Ein Ferrari kann einen nicht anlächeln und eine Silberkanne lässt sich nicht knuddeln. Ein Meisterwerk der Malerei wird uns niemals überraschen können. Das Jahrhundertbuch legen wir weg, ja ja stimmt schon. Oder wir denken sofort, was wir jetzt unseren Mitmenschen mittteilen müssten, wenn wir es sogar nicht nur gelesen, sondern geschrieben haben.
    .
    Das Problem der besseren Gesellschaft ist, dass sie gar nicht weiss, was wirklich zählt, sondern sich nur einigermassen nach Mode, Hormonen, Anforderungen der direkten Verwandschaft und den Statuserfordernissen der Kollegen und sonstigen Peer-Gruppen durchwurstelt.
    .
    Wie hätte sonst jemand wie Guttenberg so dämlich sein können, sein glänzendes Leben mit so einer gefakten Doktorarbeit in die Tonne zu treten?
    Aber wie könnte sonst jemals ein 170 S Mercedes Cabrio, ein 190 SL, ein 356er Porsche so teuer geworden sein, wie sie sind?
    .

  53. Und wenn jetzt zwischen Freud...
    Und wenn jetzt zwischen Freud und Jung statt dieses Fräulein Spielrein Pippi Langstrumpf aufgetaucht wäre?

  54. @b4
    Vor allem fehlt die...

    @b4
    Vor allem fehlt die Erfahrung der Gegenreformation.

  55. @Great Artiste
    Der Ferrari...

    @Great Artiste
    Der Ferrari lächelt einen nicht an, sorgt aber dafür, dass andere es tun.

  56. Nico: "Ja, Deutschland- äh...
    Nico: „Ja, Deutschland- äh Berlin geht es gut. …“
    *
    Ägypten, – äh Kairo geht es auch gut. Die Menschen dort sind zwar nicht reich, haben aber aus eigenem Antrieb eine Veränderung der politischen Verhältnisse erwirkt. Schwellenländern wie Syrien, Russland und der alten Bundesrepublik steht das noch bevor. Baden-Württemberg hat schon mal einen hoffnungsvollen Anfang gemacht….

  57. HansMeier555: "Und wenn jetzt...
    HansMeier555: „Und wenn jetzt zwischen Freud und Jung statt dieses Fräulein Spielrein Pippi Langstrumpf aufgetaucht wäre?“
    *
    Sie verwechseln da was: Pippi Langstrumpf zeigte im Gegensatz zu Frau Spielrein keine Symptome der Hysterie, sondern war ein klassischer Fall von ADHS, also dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hochbegabung. Eine solche Diagnose gab es damals noch gar nicht, Pippi hätte also Künstlerin werden müssen.
    *
    P.S. Hat ja letztlich auch geklappt…

  58. Ich mag Frau Jagdfeld....
    Ich mag Frau Jagdfeld. Unternehmerin und begeisterte Mutter!
    Und ihr 206 hat was und habe ich in München noch nicht gesehen.
    Und eigentlich finde ich die Vogue auch nicht mehr wirklich zeitgemäß.

  59. Re VS: Warum das Verbot der...
    Re VS: Warum das Verbot der NPD gescheitert ist: Einer von diesen Leuten http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:NPD-Vorstand.jpg ist vom BfV, die anderen sieben sind im Auftrag ihrer Landesämter dabei – und wissen nichts voneinander!
    Und nicht nur den VS abschaffen, BND nicht vergessen. Der BND ist viel größer und baut gerade für 790 Mio € einen Bunker mitten in Berlin. Übel, übel, der Bau und der ganze Laden.

  60. Irrtum, HansMeier555!
    "Der...

    Irrtum, HansMeier555!
    „Der Ferrari lächelt einen nicht an, sorgt aber dafür, dass andere es tun“
    Mieten sie mal einen – das funktioniert nicht.
    .
    Wenn ich so recht überlege: Autofahrer werden überhaupt nicht mehr angelächelt, die Zeiten sind vorbei, im Straßenverkehr schon mal gar nicht. Radfahrer lächeln sich manchmal zu, wenn sie z.B. im Schneetreiben gemeinsam an einer Ampel warten.

  61. <p>Es kommt ganz auf den...
    Es kommt ganz auf den Ferrari an:
    .

  62. Allerdings kann man auf dem...
    Allerdings kann man auf dem Rad sehr, sehr viel besser flirten. Das stimmt.

  63. @hm555
    ich - als oberpfälzer...

    @hm555
    ich – als oberpfälzer – sagen ihnen, das mit der gegenreformation hat seine vorteile. einmal von kopf bis fuss durchgetscheckt und neu aufgebaut einschließlich des vergessens der eigenen geschichte…
    @michael
    das mit der db war eigentlich nur auf die performance des gebürtigen linzers gemünzt – ich glaube die db wird da noch ihren spaß haben

  64. @Lutz
    Nicht mal dazu taugt ein...

    @Lutz
    Nicht mal dazu taugt ein Ferrari? Dann halt wie bisher Ferrero.
    .
    Ansonsten fehlt hier ein Couch-Blog, irgendwo zwischen Freud, Foucault, Deleuze und Ratzinger aufgezogen. „Analog/Pausenlos“.

  65. laengst wurden print und tv...
    laengst wurden print und tv als meinungsmacher und – viel wichtiger – als sinnstifter in der existentiell auf sinntransfer angelegten zeitgenoessischen konsumgesellschaft verabschiedet. – laengst sind es die huffingtons, sartorialists, selectisms und andere, die dingen und themen zunehmend ihre so dringend benoetigte kulturelle verankerung verleihen. – als don alphonso nen printprojekt zu verreissen, das ist ein bisschen so, als wuerde henry ford kurz vor dem durchbruch der individualmotorisierung gegen droschkenkutscher wettern… – eigentlich unnoetig. eigentlich unverstaendlich.
    oder verstaendlich vielleicht nur dann, wenn man sich in die legendaere deutsche dotcom-zeit zurueck versetzt; so wie mir juengst geschehen ueber dons beitrag zu kim gleichen nachnamens, den ich laengt vergessen hatte, von dem ich auch nicht wusste, dass er mit der unschoenen mega-bude in verbindung stand.
    dem aufschneidertum sonnenfluechtiger nerds und grossmauliger gluecksritter der deutschen dotcom-zeit stand im heimischen jedermannjournalsmus der jungen bloggerszene flaechendeckend kaum mehr als rotzigkeit und misanthropie zur seite. die einen klaefften laut, weil venture cash befeuert, die andern lauter und gemeiner, weil an ihnen die grosse giesskanne der startup-finanzierung vorbei gegangen war. so sah die zukunft aus. wirklich schoen, erbaulich oder irgendwie substanzvoll war sie nicht.
    doch all das ist laengst geschichte. die szene ist keine szene mehr und common sense und common intuition haben das web belueftet und zu einem deutlich angenehmeren ort gemacht. kim ist weg und blogs liest heute keine sau mehr wegen – allenthalben vielleicht mal trotz – der klaefferei.

  66. @lutz
    richtig. radfahren im...

    @lutz
    richtig. radfahren im winter in eienr großen stadt – vielleicht nicht in berlin, da ist es immer kalt und von daher…

  67. @b4
    Dafür brauchten die...

    @b4
    Dafür brauchten die Kölner den wk2, den unbarocken.

  68. HansMeier555: "Der Ferrari...
    HansMeier555: „Der Ferrari lächelt einen nicht an, sorgt aber dafür, dass andere es tun“
    *
    Ach, Ihr seid doch solche Hinterwäldler! Ferrari oder auch ein Hummer sind total out, das klappt noch nicht mal mehr auf dem Frankfurter Straßenstrich! Ihr braucht einen alten, schönen Bulli mit Berliner Kennzeichen, aus den leicht geöffneten Fenstern muss „The Messiah Will Come Again“ (siehe Link) erschallen und im Campingkühlschrank muss eine Flasche Champagner warten: So läuft das heute, dann klappt es auch mit den Frauen!
    *
    P.S. Das Fahrrad für Umweltbewusste hat man auf dem Heckgepäckträger und es wäre nicht übel, wenn der Typ hinter dem Lenkrad nicht total hässlich aussieht: Aber da können die meisten natürlich auch mit Geld nicht viel machen….

  69. @bertholdIV
    Auch in Berlin,...

    @bertholdIV
    Auch in Berlin, und je kälter desto besser. Radfahrer(in) an der roten Ampel anlächeln. Reaktion? Dann Tempo so dosieren, dass man sich an der nächsten roten Ampel wieder trifft. „Kalt heute, nicht?“ usw.

  70. @bertholdIV – Ich bin heute...
    @bertholdIV – Ich bin heute Fahrrad gefahren, trotz Kälte. In einer großen Stadt war ich auch, so man Den Haag als solche bezeichnet. Einen Ferrari hab ich auch gesehen, aber den Fahrer nicht mal beneidetem. Mein neues altes Rennrad ist viel besser. Nach vielen km waren meine Glieder steif und ich las mit Vergnügen den ganzen Blog. Aber ich muss zugeben, dass ich eigentlich nichts verstanden habe. Ich kaufe nie Zeitschriften, ob die nun Interview heißen oder nicht. Ich schaffe es nicht einmal, die (Papier) FAZ von hinten bis vorne zu lesen. Jeden Abend schmeiße ich ungelesene Nachrichten, Kommentare und Berichte für mindestens 1.40 Euro weg – leider.

  71. @abf: Ich bleib dabei, da...
    @abf: Ich bleib dabei, da ganze hip klaeffende Szene-Gezeter ist immer nur dagegen, aber nie wirklich für etwas.
    Irgendwie möchte man mal etwas anfassen, riechen, schmecken, doch mal gerne mit so einem Ferrari wie ihn Don A. abgebildet hat, durch Brescia röhren – aber wenn man genau nachdenkt, ist der Energieaufwand dafür so riesig, und das Mehr an Lustoutput so gering, das einem das Mehr an Freiheit so wertvoll wird, wenn man die selbe Strecke in einem Fiat Barchetta, einem Mini Cabrio oder einem Porsche Boxster von 2004 zurücklegt.
    Man muss nur an Wartungskosten und Versicherungsprämien denken.
    Ich mag Radfahren wenig, aber es hat auch was, wenn man einen anderen Geschmack hat.
    Ich glaube gerade die Einbildung des Blicks, des Lächelns der anderen ist der grosse Trugschluss, warum wir denken, dass wir den Flügeltürer, den Ferrari oder den 911er wirklich bräuchten.
    Wirklich wichtig sind ganz andere Dinge und Erlebnisse. Und Begegnungen.

  72. Wie sagte ich neulich zu einem...
    Wie sagte ich neulich zu einem Antiquitätenhändler mit Ferrari: In diesem Auto können Sie ja nicht mal einen Biedermeierstuhl mitnehmen. – Er sagte: Noch schlimmer: Das Auto hat noch nicht mal ein Handschuhfach…

  73. Bevor Berliner Journalisten...
    Bevor Berliner Journalisten sich nicht einig über die Begriffe : Migranten bzw Südländer sind ,sollten sie ersteinmal besser ganz aufs schreiben verzichten…oder auf den „dritten Weg“…
    aber gleich ein ganzes Heftchen für die bessere Gesellschaft in Berlin …haha
    wenn Berlin dann nächstesmal überhaupt noch einmal …. wiederaufgebaut werden sollte … Was angesichts , der Tatsache , dass dort jeder dritte Hartzler ist bezweifelt werden muss und das ist auch gut so.

  74. Falsch

    am besten war Clint...
    Falsch
    am besten war Clint wenn er geblasen hat
    in die Mundharmonika

  75. das heft ist immerhin sehr gut...
    das heft ist immerhin sehr gut plaziert im kiosk…in der selchower str. am u-bahnhof boddinstr. in berlin-neukölln. hahaha

  76. noname ist aus Köln...
    noname ist aus Köln

  77. @nico mit Ihrem (echten)...
    @nico mit Ihrem (echten) Ozelot werden Sie aber ordentliche Erklärungsnot bekommen, da dafür seit mindestens 20 Jahren ein absolutes Handelsverbot gilt.

  78. @ filou 14:48: 'Das sollen...
    @ filou 14:48: ‚Das sollen Zeiten gewesen sein‘ mit der erwähnten Zeitung? Das waren Zeiten, wenn man’s genauer betrachtet, war es eine Zeitung des Aufbruchs, einmal durch Layout und Typographie, und dann durch Berichte und Ideen, die uns damals in’s Träumen brachten. Eine Zeitung für die Jungen, eben nicht für die Arrivierten. Für die Jungen, die vorhatten, aus dem Muff der Fünfziger zu flüchten, mal was anderes zu sehen als Edgar-Wallace-Filme, und ganz schnell reich zu werden und arriviert. Die heutigen Neugründungen versuchen’s andersherum – den angeblich Arrivierten einen Hauch von Jugend zu geben. Klappt nicht wirklich.
    .
    Als die begeisterten Jungleser der Twen zu spießigen Jungarrivierten wurden, kauften sie ihre Landhäuser in der Toscana, wie damals vorgeschlagen, und ließen fortan die Zeitung am Kiosk verhungern, da gab’s keine neuen Ideen mehr, nur noch blutleere Revoluzzer-Romantik. Die Zielgruppe gab’s einfach nicht mehr oder wenn, dann las sie Playboy (wegen der Interviews).
    .
    Nix mehr mit spätrömischer ach Sie wissen schon.
    .
    Andererseits ist Zeitungmachen heute so simpel, daß man auf irgendeine Schnapsidee von angeblichen Machern innerhalb von drei Wochen eine fertige Nullnummer auf dem Tisch hat. Mit der, und der Zusicherung von redaktionellen Promotionsartikeln, geht man dann Anzeigen schnorren. Von eigenen Ideen ist bis dahin sowie noch keine Rede.
    .
    Glauben Sie denn, daß diese unsäglichen Wochen- und Anzeigeblätter anders funktionieren? Eine Gehaltsstufe höher kommt dann eine Hochglanzpostille auf den Markt, ob die nun von einem Gebrauchwagenhändler oder einem Luxusartikelhersteller oder dem örtlichen Bischof finanziert wird, ist doch den Zeitungsmacher völlig egal. Hauptsache, der Rubel rollt. Und natürlich, wenn’s nicht klappt, hat man eine Menge steuerlich abzuschreiben.
    .
    Man darf nur nicht romantischerweise von seiner Idee überzeugt sein und sich mit Optimismus über mehrere brotlose Ausgaben in die persönliche Bredouille reiten.
    .
    Von zwanzig Neugründungen hält sich eine länger als ein ganzes Jahr, hörte man mal in Fachkreisen.
    .
    Das Thema hatten die SdG doch schon mal beim Thema ‚Wired‘. Und da gab’s doch auch schon ein Revirement.

  79. "Wir können ja wetten: Ich...
    „Wir können ja wetten: Ich bin immer noch hier, wenn Interview in Deutschland vom Markt genommen wird.“ Ich bezweifle, daß es im ganzen deutschsprachigen Bereich, sofern dieser Beitrag bekannt ist und somit der Wettanlaß, auch nur eine Person gibt, die auf diese Wette einzugehen bereit ist – denn wer gibt schon freiwillig seine Zeit hin für verzweifelte Werbeblättchen ohne jegliche Orientierung? Sowas hält man nur aus reinem Mitleid nicht davon ab, in den Briefkasten geschleppt zu werden, und entsorgt es diskret, aber sofort, weit bevor es in die Wohnung kommt. Betrachten Sie es als eine Art Starnberger Variante von Obdachlosenzeitung.

  80. @specialmarke
    Da wäre ich mir...

    @specialmarke
    Da wäre ich mir nicht so sicher. Mit seinem Feudalissmo hoch drei gibt HM555 den
    gesellschaftspolitischen Agent Provocateur.
    Das Geheimnis um seinen Dienstherrn hat er bisher nicht preisgegeben. Oder gibt
    es da Sorge um sein berufliches Fortkommen?

  81. Mal ein paar Dinge gerade...
    Mal ein paar Dinge gerade rücken:
    1. Dass Blatt ist Schrott. Danke fürs Lesen! Ganz wie der geschätzte Kaube, wenn er für seine Leser Fernsehen schaut und diese sich kopfschüttelnd denken: „Was es nicht alles gibt!“
    2. Was an den erwähnten „Berliner Journalisten“ berlinisch sein soll, hätte ich gerne einmal halbwegs befriedigend erklärt. Und komme mir keiner mit „Berliner Republik“, die hatte sich ja schon hier vor Ort als Chimäre erwiesen.
    3. Wäre ich ein Blattmacher, was ich gottlob nicht bin, weil dies Tätigkeiten beinhaltet, die ich für inakzeptabel halte, würden die dreitausend Seelen von denen Sie sprechen mich nicht sonderlich interessieren. Und so wird es wohl auch in diesem Falle sein. Doch auch für dies Erkenntnis wird man keinen würdevollen Preis erhalten.
    4. Werter DA, Sie mogeln uns hier einen vor, indem Sie Ihre – gemessen an den Orientierungen derer, die Sie hier zu vertreten vorgeben – halbseidene Existenz als Prachtexemplar des bayerischen Westviertels ausgeben. Was liest denn der durchschnittliche „Reiche und Superreiche“ in und um München? Ich vermute, dass die Abonnementrate von MM, SZ, Focus und, ja auch, Gala etc. ebenso überdurchschnittlich ist, wie die angehäuften Vermögen. So zumindest belehren mich meine Einblicke ins „alte Geld“, das ja zumeist auch gerade mal die dritte Generation erfreut. Aber dass man auch in solchen Blättern den Stein der Weisen nur unter großen Mühen finden wird, das werden Sie als letzter bestreiten.
    5. Auch der Tegernsee kennt keine Nancy Mitford.
    6. Wozu eigentlich die Aufregung? Verstehe ich wirklich nicht. Man ist in diesen VIP-Club-Redaktionsstuben eben anders blöd als in Rottach-Egern.

  82. Ich habe mich nicht amüsiert...
    Ich habe mich nicht amüsiert wie sonst immer, ich habe mich köstlich amüsiert.
    Das Amüsement erinnert mich an früher, dotcomtod etc, man hat einen Gegner und eine Mission.
    Das macht mehr draus.

  83. "Betrachten Sie es als eine...
    „Betrachten Sie es als eine Art Starnberger Variante von Obdachlosenzeitung.“
    colorcraze, diese Bemerkung ist hinreißend.

  84. Mein Lieblingsblatt ist...
    Mein Lieblingsblatt ist natürlich der „Freie Bürger“: http://www.frei-e-buerger.de/

  85. Überhaupt ist angelächelt...
    Überhaupt ist angelächelt werden nicht immer nur schön.

  86. @waskostetdiewelt 00:18
    .
    Ihre...

    @waskostetdiewelt 00:18
    .
    Ihre Andeutungen sind unfair. Demokratiebefürworter werden auch nie gefragt, wer sie finanziert und was sie sich für sich persönlich von freien Wahlen versprechen. Einen Job als Plakatekleber?

  87. Werter Don,
    die Wette nehme...

    Werter Don,
    die Wette nehme ich nicht an, bei Ihrer treuen Leserschaft gewinnen Sie garantiert. Aber so ist nun einmal der Unterschied zwischen altem Geld und Neuem! Fragen Sie doch mal den M., der kennt sich damit aus.

  88. @Karola...
    Achjarichtig,...

    @Karola…
    Achjarichtig, …was ist eigentlich aus der deutschen „Wired“ geworden?

  89. Solche Wurstblätter sind für...
    Solche Wurstblätter sind für Leute, die auf Gigaliner-Kreuzschifffahrten sich langweilen
    – nachdem sie grad den Canale Grande umgepflügt haben.
    Solche Mitteilungen wie auf den Nachdenkseiten würde die einfach nicht glauben. Und das ist der Sinn hinter diesen Fetzen.
    Die „Staatsparteien“ können sich alles leisten. Von Demokratie weit und breit nichts zu sehen. (AMs Wochenrückblick)

  90. Was soll man sagen? Eine...
    Was soll man sagen? Eine Zeitschrift nur für Reiche habe ich ´mal vor Jahren beim Zahnchirurg gelesen. Ich war amüsiert. Der nachher vom Arzt empfohlene operative Eingriff war für mich unbezahlbar.
    Was ich viel peinlicher finde, waren die Beiträge kürzlich in einem Computerforum
    von Apple(Zeitschrift?!?). Obwohl der Artikel offen und ein wenig (selbst)-kritisch gehalten war, gab eine Reihe Kommentare, die besagten, dass es die Chinesen selbst schuld wären, wenn´s ihnen so dreckig ginge; andere (Samsung u.a.) wären ähnlich schlimm usw..Den Konzern, also Apple hätte dies´nicht zu interessieren, er hätte gefälligst gewinnorientiert zu wirtschaften-und dann käme „sowas“ eben vor( Selbstmorde, Vergiftungen(i.d. Zuliefererfirmen)).
    Das ist eben so(vgl. Opel /Lopez fällt mir noch ein)!
    Ein macbook kann man ja noch bezahlen im Gegensatz zu div. Implantaten;
    Aber man möchte nicht mehr unbedingt dazugehören zu einer Community, deren Betonung
    auf dem „so lange es mich nicht trifft“, liegt.
    Das ist nicht vornehm!
    Es bleibt also die Frage offen beim Lesen von Zeitschriften dieserart: Möchte man dazugehören?

  91. Wer textet eigentlich...
    Wer textet eigentlich Mediadaten? Ein Mensch oder ein Programm?

  92. Da wäre zunächst einmal die...
    Da wäre zunächst einmal die Rückfrage, in welchem Film Clint Eastwood eine Mundharmonika bläst?
    ‚So richtet sich INTERVIEW an eine gebildete, stilsichere und neugierige Leserschaft.‘ Kann die kein Englisch? Um das Original zu lesen. Sowohl bei National Geographic als auch bei Scientific American ist das US-Original jedenfalls besser als die deutsche Ausgabe. Gruß K

  93. Lieber Don Alphonso, Sie...
    Lieber Don Alphonso, Sie hängen lustigerweise der Illusion an, dass bei der Konzeption der Zeitschrift vorrausgesetzt wurde, dass jemand die Zeitung liest. Die Zielgruppe dieser Zeitschrift besteht ganz offensichtlich nicht aus Reichen, auch überhaupt nicht aus Lesern, sondern ausschließlich aus den Bipedes in den Marketingabteilungen und Mediaagenturen, die die Anzeigen in dem Heft platzieren.
    Man braucht sich nicht darum zu kümmern.

  94. Gab es in den letzten jahren...
    Gab es in den letzten jahren überhaupt neu Zeitschriften/Magazine die wirtschaftlich erfolgreich waren und nicht nur vom Verlag aus Imagegründen künstlich am Leben erhalten werden? Dieser Markt ist mir zugegebenermaßen etwa fremd, das einzige was ich abonniert habe ist garnicht hip..hat keine Bilder und erscheint seit 1949 in der selben Aufmachung. Vll sollten die neuen Blattmacher das mal testen, nur um mal aus dem Rahmen zu fallen.

  95. waskostetdiewelt: "Da wäre...
    waskostetdiewelt: „Da wäre ich mir nicht so sicher. Mit seinem Feudalissmo hoch drei gibt HM555 den gesellschaftspolitischen Agent Provocateur. Das Geheimnis um seinen Dienstherrn hat er bisher nicht preisgegeben.“
    *
    Ich habe auch schon überlegt und mal meine Beziehungen spielen lassen: HansMeier555 heißt in Wirklichkeit Noah Reply und arbeitet bei Microsoft in Unterschleißheim, genauer in der Outlook-Abteilung der Office-Division. Er hat dort die Aufgabe, alle SPAM-Mails seiner Kunden unfrei zurückzusenden und mit dem Betreff“ Porto zahlt Empfänger!“ zu versehen.
    *
    Ich denke mal, das hat nichts mit ‚Totengräber der Demokratie‘ zu tun; wenn man so einen Job hat, ist es mehr als verständlich, dass man dringend den Feudalismus zurückhaben will…

  96. Das Drama der deutschen...
    Das Drama der deutschen Medien; man will für seine – deutschen – Leser das Guckloch
    in die Welt sein – und macht sich nur noch lächerlich, außer sich selbst kann man nichts
    mehr erkennen.

  97. @ HansMeier:...
    @ HansMeier: http://ems.guj.de/print/portfolio/brigitte/profil/
    .
    Making money is art. And working is
    art. And good business is the best art.
    Andy Warhol
    .
    Har har!!! Was für Schwachmaten. Ich bin gespannt auf die Auflagenzahlen.

  98. Den Feudalismus in seinem...
    Den Feudalismus in seinem Lauf
    hält weder Knecht noch Wagen auf.

  99. Kalchas: "Da wäre zunächst...
    Kalchas: „Da wäre zunächst einmal die Rückfrage, in welchem Film Clint Eastwood eine Mundharmonika bläst?“
    *
    Das war in einer Prügelszene aus „Dirty Harry“, er spielt dort während des Kampfes wunderschön eine Coverversion von „Da fliegt mir das Blech weg!“. Das unnötige Sinfonieorchester im Hintergrund hätten sie allerdings ruhig weglassen können…

  100. ...und dann spukt man auf...
    …und dann spukt man auf alles, was man gestern noch gefeiert hat.

  101. ja möchte man dazu gehören?...
    ja möchte man dazu gehören? Ich finde jeder sollte das tun, was ihm gefällt und sich seine Gruppe aussuchen. Die einen fahren in den Dschungel, die anderen im Gucci Mobil in die Berge und Pioniere eben in sepia, wie dieser hier:
    http://youtu.be/3yIY1yDcPgA

  102. E.R. Binvonhier: "...und dann...
    E.R. Binvonhier: „…und dann spukt man auf alles, was man gestern noch gefeiert hat.“
    *
    Genau! So enstehen die Aliens…

  103. @Jeeves
    Ja, die 6...

    @Jeeves
    Ja, die 6 Mitford-Schwestern sind unglaublich. Man muss noch erwähnen, dass es neben den beiden „braunen“ Schwestern Diana und Unity auch noch die Kommunistin Jessica gab.
    Falls Sie mehr wissen wollen, kann ich Ihnen noch folgendes Buch empfehlen: The Midfords. Letters Between Six Sisters. Es bietet neben den Briefen der Schwestern auch noch eine Reihe von Hintergrundinformationen und Fotos.

  104. @ Kalchas
    Ein beliebtes...

    @ Kalchas
    Ein beliebtes Marketingspielchen war immer schon das Herausbringen einer Deutschen Ausgabe eines draußen halbwegs erfolgreichen Hochglanzmagazins, weil das Original von Angebern oder Insidern oder Trendscouts hier in Deutschland ins Gespräch gebracht wurden, weil sie damit ihre globale Belesenheit demonstrieren konnten.
    .
    Und für die Adabeis wurde dann eine deutsche Variante herausgebracht, die Themen und Berichte inaktuell, da erst drei Monate beim Googlegestählten Akkord-Übersetzer verschludert, der die Wortspielchen und Gags eh nicht erfasst hat. Dann aufgefüllt mit zweitrangingen Artikeln mit deutschem Bezug, alles in allem der zweite Kaffeemaschinendurchlauf mit altem Kaffeesumpf. Trübe Brühe.
    .
    Hübsches Beispiel die deutsche Ausgabe von ‚Classic & Sportscar‘ (vermutlich als Rache an ‚meals and wheels‘ unserer sehr verehrten Gabriele Spangenberg). Hier wurde nicht einfach die englische Ausgabe übertragen, nein, man übersetzte die französische Ausgabe (!) dieses eigentlich anerkannten Journals in’s gebrochen Deutsche, übernahm die originalen französischen Anzeigen gleich mit und lehnte sich dann beruhigt zurück: Mission accomplished.
    .
    So kann man’s natürlich auch machen und beweist Weltläufigkeit. Wie Borat, wenn er Englisch parlierte. Da hilft nur noch Beten.
    .
    Früher baute man ja schon mal internationale Auflagen, in dem man aus Kostengründen die teuren Vierfarb-Bildstrecken übernahm (frühere Vogue) und lediglich die Texte mehrfach anlegte (multilingual war mal der große Hype, fragen Sie Vroni). Dürfte heute nicht mehr wirklich aktuell sein.
    .
    Ich kenne nur die Luther-Bibel, die sich mit diesem Konzept einigermaßen durchgesetzt hat.

  105. Werter Don, wow, was für ein...
    Werter Don, wow, was für ein Verriss! Von alleine wäre ich auf diese Zeitschrift nie aufmerksam geworden. Aber jetzt bin doch etwas neugierig ob Ihr Urteil gerechtfertigt ist! :)
    Grüße FS

  106. A jede Leich is schtinkat...
    A jede Leich is schtinkat wanns ölda ois zwoi Dog oid is.

    Da Feudalismus is oafach a Schimär, sogn ma amoi a so wia da Kommunismus, Kapitalismus, da Faschismus, da Globalismus, Fanatismus…halt wiar olli ismen. Gö!

  107. @Karola
    Bei Donald Duck soll...

    @Karola
    Bei Donald Duck soll die deutsche Übersetzung besser gewesen sein als das Original. Ist vielleicht auch nur Marketing-Legende, wer weiß.

  108. FS, immerhin nhabe ich es...
    FS, immerhin nhabe ich es geschafft, nicht in deren Pressespiegel online zu kommen . da hat die Frau, die früher das peinliche Mode- und Schleichwerbeblog da bei Burda gemacht hat und jetzt deren Seite betreut, sich doch nicht getraut.

  109. Das Leseranraunzen beherrscht...
    Das Leseranraunzen beherrscht immer noch am besten:

  110. @ HansMeier555: Keine Legende....
    @ HansMeier555: Keine Legende. Der lautere Donaldismus hätte sich nie entwickeln können, wenn Ehapa und Dr. Erika Fuchs – hier war der Doktortitel angebracht, sie brachte die Lautmalerei zu neuer Blüte – nicht die Traute für eine pfiffige Übertragung gehabt hätten. Bei Asterix klappte das auch noch, danach klappte nichts mehr.
    .
    Es ist und bleibt in entscheidenden Dingen immer personenabhängig. Geht mir bloß weg mit ‚Team‘ und ‚Managern‘ und ‚ein bißchen schwanger‘.

  111. @Yog Sothoth, Esq.
    .
    Das...

    @Yog Sothoth, Esq.
    .
    Das Bundesgesetzblatt?

  112. @HansMeier555 (12:37)...
    @HansMeier555 (12:37) (Donald-Duck-Übersetzung):
    Das könnte schon stimmen – die Übersetzung erfolgte durch Erika Fuchs.
    .
    Hier ein Zitat aus – der nicht immer allwissenden – Wikipedia:
    „… Ihr Einfluss im alltäglichen Sprachgebrauch und in der Popkultur ist bis heute enorm.
    Erika Fuchs hat in den Augen ihrer Bewunderer mit ihren eigenschöpferischen Übersetzungen eine eigene Welt erschaffen, die in der sogenannten „Donaldistik“ Ausdruck findet. Unter anderem im Feuilleton der Frankfurter Allgemeine Zeitung erscheinen regelmäßig von Erika Fuchs stammende Donald-Duck-Zitate in schöngeistigem Zusammenhang – vornehmlich als Titelzeilen und Bildunterschriften.“
    Quelle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Erika_Fuchs

  113. Ha! KarolaKettenhemd,...
    Ha! KarolaKettenhemd, Hallo!
    Zwei Dumme – ein Gedanke.
    ;o)

  114. Zum Ausgleich mal eine...
    Zum Ausgleich mal eine amerikanische Ausgabe der Stützen auf der Seite der NYT?

  115. Titanic: "Das Leseranraunzen...
    Titanic: „Das Leseranraunzen beherrscht immer noch am besten: …“
    *
    Die Deutschlehrerin?

  116. Werter Don, war jetzt mal auf...
    Werter Don, war jetzt mal auf deren Website! Ein Haufen Namen die ich nicht kenne und wohl auch nicht kennen muß! Wie sagte mein Vater öfters: Das tangiert mich nicht mal peripher!
    Gruß FS

  117. Ich musste auch erst mal...
    Ich musste auch erst mal googlen, um meinen Horizont eintrüben zu lassen.

  118. FS: "Wie sagte mein Vater...
    FS: „Wie sagte mein Vater öfters: Das tangiert mich nicht mal peripher!“
    *
    Es muss richtig heißen: „Der Tanga berührt nicht meine Peripherie.“ – Formal gesehen ist es ja ein Vater-Sohn-Gespräch unter Männern….

  119. Man denkt ja sowieso,...
    Man denkt ja sowieso, eigentlich wüsste man alles wichtige selber, und in dem ganzen Information Overkill interessieren einen dann nur noch die ‚anerkannten‘ Informationsquellen FAZ, SZ, Spiegel, NZZ etc., denen man einen echten Aktualitätsvorsprung zugesteht.
    Wer weiss, wer da filtert, verzögert, NICHT veröffentlicht, aber das ist zumindest das, dem man zubilligt: as good as it gets.
    Was so ein/e mit Prosecco, latte macchiato und sushi-Büffet ernährte/r life-style Journalist/in einem ins Hirn trichtern will, das kann sie/er ihrem geschniegelten/geschminkten Häschen mit den Kulleraugen erzählen.
    Der normale Mensch klickt diesen Scheibenkleister allenfalls aus Langeweile beim Ausloggen aus irgendeinem Mail-Programm an.
    .
    Man sieht es ja auch hier: Der Tenor liegt bei: Über Sex, Religion, Geld redet man nicht. Dabei sind das die wahren Konfliktbomben, die jeden ganz einsam an seine Grenzen führen und wohl verdammt viele prinzipiell zukunftsfähige Beziehungen schrotten.
    .
    Darum sind diese ganzen Magazine so endlos öde. Werbung mit dummen überflüssigen Gesabbel, davon hat man schon bei Tanten und Schwiegervätern genug.
    Das wirklich schreckliche unserer Zeit ist diese Hochglanz-Spiessigkeit, die aerodynamischen Kinderwagen, die überteuerten Papp-Kaffees, Fahrräder zum Harley-Tarif und Porsche 911s mit dem Gewicht einer ‚LeopardIII‘ S-Klasse von 1992 (W140) , die zwar wenig verbrauchen, aber bei denen der Entwicklungsingenieur am meisten darüber schwitzt, wie man denn einen Rollator einladen könnte, nachdem der Bluetooth-Adapter für alle gängigen Hörgeräte gar nicht so schwer war.
    .
    Wir mogeln uns in leeren Ikonenhülsen am Tegernsee entlang, aber könnten überhaupt nicht mehr sagen, auf was wir uns denn so im Examensstress gefreut haben, danach, für unser Leben.
    Da kam der erste Job, die Kompromisse, die Kinder, die Finanzierung der Wohnung im angesagten Viertel, dann kam da diese schlagfertige, frische Sekretärin, der so unwiderstehlich lächelnde, selbstsichere Yogalehrer…
    .
    Wer will da noch von belangloseren Ehedramen als das Getröte um Panzermama Heidi und den tobenden Hausmeister Seal lesen?
    Oder Testberichte von Kaffeemaschinen? Alaska-Rezepte zu vergammelten Robbenflossen?
    Von was träumen wir noch? Was würden wir gerne selbst erleben? Wo müssen wir uns an die eigene Nase fassen, das wir uns das eigentlich nicht mehr leisten können?

  120. @ HansMeier555 13:47: Eine...
    @ HansMeier555 13:47: Eine Drohung? Ich seh sie schon als Gründer einer feudalen Hagebutten-Tea-Party.
    .
    Das liest dort keiner. Das Deutsche ist zu schwermütig und humorlos. Schaun‘ se sich doch mal um.

  121. @ diktionaftis 23:45: Komisch...
    @ diktionaftis 23:45: Komisch – ich seh nur einen.

  122. @HM555:
    kann man das...

    @HM555:
    kann man das abonnieren? Aber da wird man bestimmt mit Werbung für Bundespfandbriefe belästigt…

  123. KarolaKettenhemd, ich weiss...
    KarolaKettenhemd, ich weiss von Interview eigentlich nur durch Vorträge beim ZKI in München über Warhol und hatte nur am rande mitbekommen, dass es die noch gibt. Ich wüsste nicht, dass irgendwer in meinem Umfeld nach einem Gesprächsheft gefragt oder das erwähnt hätte. In einem gewssen Bereich sehe ich Frauen, die statt Vogue deutsch lieber Vogue Original kaufen, wo dann wirklich auch ab und zu schlauere Sachen stehen. Das ist auch so bei AD, die in Deutsch immer ganz schauderhaft borniert und dummdreist ist.

  124. @ diktionaftis natürlich...
    @ diktionaftis natürlich 13:45, ich war meiner Zeit mal wieder voraus.
    @ The Great Artiste 15:11: Und plumps, sind wir nicht nur wieder mit den Füssen auf dem Boden … welch wahre Schilderung.

  125. The Great Artiste,

    "Wir...
    The Great Artiste,
    „Wir mogeln uns in leeren Ikonenhülsen am Tegernsee entlang, aber könnten überhaupt nicht mehr sagen, auf was wir uns denn so im Examensstress gefreut haben, danach, für unser Leben. Da kam der erste Job, die Kompromisse, die Kinder, die Finanzierung der Wohnung im angesagten Viertel, dann kam da diese schlagfertige, frische Sekretärin, der so unwiderstehlich lächelnde, selbstsichere Yogalehrer…“
    Nein, bei mir ist das entweder alles sehr langweilig oder dann wieder kurzfristig sehr spannend, und wo ich rauskomme, weiss ich auch nicht. Von einer Sekretärin sehe ich gar nichts, und das wird auch so bleiben.
    .
    homo bulla, es stimmt, die Zeitschrift richtet sich zuerst an die Werbetreibenden, aber dafür müssen die die Illusion haben, dass es dafür auch Abnehmer mit einem IQ über dem einer toten Qualle (also jenseits der Agenturen) gibt. Und daher halt auch diese Pseudomasche mit den Besserverdienenden.

  126. @KarolaKettenhemd (15:17)
    Im...

    @KarolaKettenhemd (15:17)
    Im Garten der Selbstkritik wachsen gesunde Pflanzen.

  127. Sich in leeren Ikonenhülsen...
    Sich in leeren Ikonenhülsen am Tegernsee entlangmogeln?
    Was heißt das auf deutsch?

  128. @ Don Alphonso 16:01 'Vogue...
    @ Don Alphonso 16:01 ‚Vogue Original statt Vogue deutsch‘ – stimmt im Großen und Ganzen (die Seiten mit den Celebs kann man ja bei beiden rausreissen, bunt anmalen oder Fische drin einwickeln). Im ‚Original‘ ist einfach mehr Drive, als ‚deutsch‘ ist es entweder leicht abgestandenes Nachgeplapper oder ängstliches Schielen, ob man sich noch nah genug an der Imponiergrenze bewegt.
    .
    Und ehrlich, deutsche Biederwerbung braucht man nicht auch noch in einer solchen Zeitung. Wie soll man es sagen? Peinlichkeiten zu bemerken war noch nie die Stärke von Nachahmern.

  129. @ diktionaftis 16:17: Stimme...
    @ diktionaftis 16:17: Stimme Ihnen zu.
    .
    Die Feinheit ging Ihnen leider durch, sollte eigentlich ein harmloser Joke sein: Wenn ich Sie anschaue, wieviele kann ich dann sehen? Und wenn Sie mich anschauen, wieviele sehen Sie dann?
    .
    Es sollte keine Beleidigung werden. Im Gegensatz zu manchen Politikern (hab den Namen vergessen) bitte ich um Entschuldigung.

  130. danke für die kritik der...
    danke für die kritik der berliner blase,
    leider, so befürchte ich, wird es bzw. will es niemand glauben.

  131. Ach, was ist es doch ein...
    Ach, was ist es doch ein ueberfluessiger Streit, obwohl es bewiesen ist, wie das Weinen Jesu: Es gibt nur die Heilige Unitaet von Barks und Fuchs = Heiliger Geist.
    Mein Jerusalem bleibt donaldistisch. Sollte dereinst ein falscher Glaube ueber die Stadt herrschen, so werde ich reitend eilen, um aus der Ketzerbande eine gottfriedsche Bouillon zu kochen.

  132. Jerusalem und Entenhausen....
    Jerusalem und Entenhausen.

  133. So wie in fast keinem...
    So wie in fast keinem Auswanderungsbericht das stinklangweilige und doch so vieles entscheidende Thema ‚Krankenversicherung‘ angeschnitten wird, sind es genau diese Pinscherrudel-Problemchen, die uns das Träumen abgewöhnen, so dass wir es dann ganz toll finden, mit einem fünf Jahre alten CLK-Cabrio, natürlich Silber/schwarz innen, vor unserem Ferienappartement zu parken und bei Bachmair auf der Terrasse ein paar Weisswürste mit Weisbier zu vertilgen und Donald Duck zu lesen.
    Ist ja auch ganz nett.
    Aber das ist das vertrackte an unserer Art zu leben, dass uns alle Medien wegen ihrer Werbekunden in einem Oratorium nur Disney, CLK-Cabrios und Bachmair Weisswürstchen predigen, so dass wir gar nicht mehr auf schrägere Ideen kommen.
    Na, und da wird’s dann für die meisten von uns leider nie mehr spannend, bis dann der Onkel Doktor sagt: Ich kann leider nur noch wenig für Sie tun.
    .
    Und ob dieser ganze Occupy-Anarcho-Sozialismus eine bessere Welt generieren könnte, da habe ich meine Zweifel, wenn ich die Junghirsche von Piratenpartei und Co. ansehe.
    Leider bedeutet Sozialismus oft, erst die Landmaschinen des enteigneten Bauernhofs zu versaufen und dann nach dem bedingungslosen Grundeinkommen zu quengeln. Nur wer soll es dann erwirtschaften?
    Und wenn dann ein paar, die das Elend nicht mehr mit ansehen können, für Ordnung und Sauberkeit in dem Saustall sorgen, eiverbibbsch, wo sind wir denn dann wieder gelandet? Beim hinter Fähnchen hermarschieren. Links rum? Rechts rum?
    .
    Ich plädiere für mehr Mut, Phantasie und Originalität auf dem Boden unserer pluralistischen Ordnung und Wirtschaft, und da ist es um so bedauerlicher, dass unsere Medienwelt so sehr dem Geist abgekochter, schlabberiger Werbepampe verpflichtet ist.
    Aber so ist das Leben. Das Neue entsteht erst dann, wenn das Alte so sehr gegen die Wand gefahren wurde, das sich die Mächtigen nicht mehr retten können.
    Und dann muss man sich halt über die neuen Mächtigen ärgern.
    .
    Verdammt, für dieses ‚freiwillige‘ sechsmonatige Sozialpraktikum hätte ich volle Punktzahl für meine erste Studienfachwahl bekommen müssen, wenn ich nur mit der blöden Tante vom Bürgermeister im Altersheim länger ihre alten Silbermond-MP3s gehört hätte, statt mit ihrem Nachbarn im Rollstuhl aus dem Haus um die Ecke zu verschwinden, weil der ein paar tolle, streng verbotene Nikotinzigaretten gebunkert hatte.

  134. @ filou: in diesem Fall komme...
    @ filou: in diesem Fall komme ich zu Hilfe, um die Canards zu entfesseln und bringe auch den Dosenöffner mit für die Calvadöschen.

  135. Ist ja wie Amsterdam und Den...
    Ist ja wie Amsterdam und Den Haag

  136. Entenhausen ist das Jerusalem...
    Entenhausen ist das Jerusalem des Herzens.

  137. Und alle hören sie nur auf...
    Und alle hören sie nur auf ihren Bauchnabel und sein Schrottpiercing (verrottete, mit Sklaventreiberei aufrechterhaltene, verblasste „Handelsmarken“), und keine Sau bekommt mit, was anderswo los ist, obwohl uns das anzugehen hat:
    ganz Belgien im Generalstreik: kein Zug, kein Flug, keine LKWs, Politiker mußten über Militärflughafenschleichweg anreisen:
    http://www.standaard.be/
    http://www.lesoir.be/actualite/belgique/2012-01-30/les-syndicats-emettent-une-premiere-euro-obligation-a-schuman-893676.php
    gefunden auf
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/autor/deutsche-mittelstands-nachrichten/page/2/
    wo es auch heißt, daß auch in Italien sich der LKW-Streik zum Generalstreik ausweitete.
    (Der Server dieses Blättchens steht in der Lietzenburger. Ursa Minor guckt eben doch ein bissel weiter. Auch wenn – Zeichen der kleinlich-verzagten Zeit – das gestern an der Litfaßsäule angeschlagene Plakat verkündete: „Europa-Center – soviel Westberlin war nie! Über 80 Läden, 1000 Parkplätze“ – nicht wörtlich, sinngemäß -).
    Tja, ihr Tegernseer, ihr wollt gerne, daß man euch das passende Futter darreicht, aber daß das nicht alles ist und eben auch aktives Regieren und Gestalten zum Dasein in der Welt gehört, das wollt ihr nicht hören und lieber „outgesourct“ lassen.

  138. @bettelbaron: Ich sehe...
    @bettelbaron: Ich sehe solcherart „Zeitschriften“ als reine Kurzzeit-ABM-Maßnahme für notleidende mittelalte Grafiker/Werber an. Dürfen sie halt mal für einen Geldausschütter husch-husch was zusammenhauen und bekommen zumindest ein Trinkgeld. Die von dr_goldmann und Vroni erwähnte Verortung (im Wohnviertel zwischen Neukölln und Britz, wo die ratlose Generation der Spagallos in die Fitnesstudios pilgert) ist mir stimmiger als DAs Verwunderung, daß es derlei bis an bayrische Kioske schafft. Warum sollte es das auch nicht. „Das Elend ist immer und überall“.

    Ah ja, und in Polen gabs heftige Demos wegen ACTA (Konzernzugriff auf Inhaltsrechte). Wohl in so ziemlich jeder Stadt, lt. Heise. – Aber ja, „unsere“ haben das selbstverständlich auch unterzeichnet.

    @Great Artiste: pluralistische Ordnung ist ein bloßes Desiderat, was wir derzeit haben, ist der knallharte Durchmarsch der Konzerne und Geldwirtschaft, hin zum Weltmonopol, egal wieviele Leichen da abfallen. (Eben drum auch das quasitotalitäre Wirtschaftsschnäppchentum der Excelbediener, wie von DA im letzten Beitrag dargetan).

  139. @bettelbaron "dieser ganze...
    @bettelbaron „dieser ganze Occupy-Anarcho-Sozialismus“: natürlich nicht. Das ist blaßlila Retro-Farce. Wir müssen wieder formen-reich werden. Europa muß wieder auf eigenen Füßen stehen, und die Handelshorizontalität in die richtigen Schranken gewiesen werden.

  140. Also, in Frankreich gibt es...
    Also, in Frankreich gibt es „entrevue“, auch bebildert, aber mir scheint, das anvisierte Publikum sein ein anderes (oder doch nicht? Getratsche und unterbekleidete Frauen).

  141. Achtung, Achtung eine wichtige...
    Achtung, Achtung eine wichtige Durchsage: Frau Angela Merkel, bitte melden Sie sich an der Kasse. Sie können sich Ihre Abwrackprämie abholen. Achtung, Ach.. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/postdemokratie-europa-schafft-sich-ab-11630285.html

  142. icke,
    .
    in frankreich gibts...

    icke,
    .
    in frankreich gibts auch „le canard enchainé“ und in england das „private eye“
    (hier: http://w ww.lecanardenchaine.fr/ und http://w ww.private-eye.co.uk/)
    .
    bloss bei uns hier hält man sich für den nabel der welt und meint, an diesem berliner wesen müsste auch noch die ganze welt genesen, der philipp rösler hats auch gesagt. und noch ein wurstblatt am kiosk.
    was ist eigentlich aus der beef geworden? klops, nehme ich einmal an.

  143. @colorcraze
    Die von Dr....

    @colorcraze
    Die von Dr. Goldmann erwähnte Selchower Str – dort am Kiosk diese neue, sehr schön: „Obdachlosenzeitung“ – ist mitnichten in irgendeinem Wohnviertel zwischen Neukölln und Britz (Zwischen Neukölln und Britz gibt’s kein Wohnviertel, nur die A100). Die Selchower Straße mitten in Neukölln hat damit vielmehr ihre Rolle als Speerspitze der Gentrifizierung in der Hauptstadt eindrucksvoll bestätigt. Vermutlich sind die Verkaufszahlen hier höher als am Prenzlauer Berg, wo die Blattmacher wohnen.

  144. HansMeier555: "Sich in leeren...
    HansMeier555: „Sich in leeren Ikonenhülsen am Tegernsee entlangmogeln? Was heißt das auf deutsch?“
    *
    In der Dämmerung auf dem Uferpfad eine E-Zigarette rauchen?

  145. Leider hat sich Frau Merkel...
    Leider hat sich Frau Merkel nie dazu geäußert, wen sie auf den jetzt weg gesparten Posten des Sparkommissars für Griechenland setzen wollte:
    .
    http://www.faz.net/aktuell/politik/eu-gipfel-merkel-verzichtet-auf-sparkommissar-fuer-griechenland-11631953.html
    .
    Eigentlich schade, denn das müsste ein Genie besonderer Klasse sein.

  146. @KarolaKettenhemd (16:38)
    Pas...

    @KarolaKettenhemd (16:38)
    Pas de problème, Madame Kettenhemd.
    Ich fühle mich gar nicht beleidigt, dazu gehörte schon ein bissl mehr.

  147. @auch-einer: das mit dem...
    @auch-einer: das mit dem Genesen ist so eine Sache, derzeit herrscht allgemein Lazarettzustand und Hühnersuppe, einige wenige Krankenschwestern und -brüder, unterstützt durch nicht ganz so Kranke, verteilen diese, aber von Ärzten ist weit und breit nichts zu sehen, die liegen selber flach.

  148. @Tiger(21:53): Frau Merkel...
    @Tiger(21:53): Frau Merkel nicht, ich schon, aber der kann jetzt außerhalb des Zeitfensters auch nichts mehr bewirken und bleibt deswegen zuhause und kämmt weiter Statistiken.

  149. @Lutz: jetzt mußte ich...
    @Lutz: jetzt mußte ich erstmal die Selchower Straße nachgucken. Nein, sowas eher lauschiges schwebte mir nicht vor, eher sowas wie Buschkrugallee. Ich hätte nicht „Britz“, sondern „Gropiusstadt“ sagen sollen. Mein Fehler.

  150. @yast: oh ja, die E-Zigarette....
    @yast: oh ja, die E-Zigarette. Im Ruhrgebiet wollten die nun 3 Städte extra besteuern.

  151. jean-jaques, sie sang etwas ZU...
    jean-jaques, sie sang etwas ZU kunstvoll, fuer so ein seelenvolles einfaches Lied.
    .
    KarolaKH, Twen zog mir am Ruecken vorbei. Ich war zu klein dafuer. Spaeter wurde mir nur Lobendes berichtet. Zwei Jahrgaenge aus 66-68 hatte ich mal im Hause. Ehrlich? Ehrlich, ein aehnlicher Mist wie heutzutage. Nur war der Trend eindeutiger, homogener; man haette sich muehelos dieser Bewegung anschliessen koennen. Das konnte der kleine Filou aber nicht, eildieweil Massenbewegungen wie, Fronleichnamsprozessionen, Maiaufmaersche, Willy-Willy-Demonstrationen und andere Aeusserungen gemeinschaftlichen Lebensgefuehls ihm stets suspekt waren.
    Suedstadtcliquen, Kunststudenten, universitaere Dauerhoerer, eregierende SdS-Vorsitzende, AStA-Kassenwarte, Dozentenposten-Anwaerterschleimer, nicht zu vergessen die Frau Studienrat mit dem Italienhau und den Kinderchen in Steiners Wahnweltschule…
    …eines Tages beschloss ich Spiesser zu werden.
    Ein herber Entschluss, denn, es hat sich bis heute nichts geaendert: Das Falsche macht einfach mehr Spass, wenn man weiss, dass ein Leben im Richtigen garnicht moeglich ist.
    So kommt es zu einer Existenz zwischen Currywurscht und Veuve-Clicquot. Darum bleiben mir Leifesteil-Blaetter auch ein ewiges Raetsel.
    In diesem Sinn, Frau Kettenhemd: Der letzte kleine Schluck gilt Ihnen. Prost!
    .
    Literaturempfehlung fuer truebe Tage: http://www.amazon.de/S%C3%A4mtliche-B%C3%BChnenwerke-Curt-Goetz/dp/B0028QA8E2/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1327965228&sr=1-2
    Das ist kein weggeschmissenes Geld.

  152. @ filou:
    In der Einschätzung...

    @ filou:
    In der Einschätzung der Zeitung sind wir uns ähnlicher als es scheint. Die Grafik war – für damalige Zeiten – eine Revolution, sehr reduziert Richtung Bauhaus, statt Fraktur nutzte man die Futura, die Fotos waren große Klasse, die politische Einstellung – so man eine herauslesen wollte – pendelte zwischen vorzeige-linksliberal und scheißegal. Die Leser sollten es mal besser haben, in der Hinsicht stand man noch in der Nachkriegszeit, trotzdem war’s erfrischend. Man engagierte sich bei Musikveranstaltungen und mit Platteneditionen gegen den Schlagermuff (heute ist diese Musikrichtung selbstverständlich Mainstream, Fahrstuhlmuzak und Fußgängerzonengeklingel).
    .
    Unbestritten eine hochnäsige, arrogante Grundstimmung, man war was Besseres und hatte alles mit Löffeln gefressen – man gab den zukünftig Arrivierten den Leifsteil vor.
    .
    Ließ sich damals aushalten, weil man am Kiosk nicht erschlagen wurde von einer Unmenge dieser Blätter wie heute (egal welche Sparte).
    .
    Vom Gefühl war damals etwas mehr Information, nicht nur PR und gekaufte Redaktionen. Möglicherweise verklärt die Erinnerung, ich war ja damals auch noch sehr jung. man klaute sich die Zeitung bei den großen Geschwistern aus dem Schrank.
    .
    Ihre Lebensphilosophie hat etwas anrührend Aufsässiges. Sind Sie sicher, daß sie damals nicht vom TWEN geimpft wurden?
    .
    Ich schließe mich Ihren guten Wünschen an und suche jetzt noch ein kleines Getränk auf Ihr Wohl und das von Curt Goetz. Es lebe der Schwebezustand.

  153. @filou
    Jetzt hab ich's: Der...

    @filou
    Jetzt hab ich’s: Der Schnittpunkt zwischen Jerusalem und Entenhausen ist Salt Like City.
    (Danke, fefe.)

  154. Um über eine Gesellschaft...
    Um über eine Gesellschaft amüsant schreiben zu können, muss es die erst einmal geben. Ich meine, nicht nur als Personengruppe, sondern eben auch als Gesellschaft.

  155. Schlimm sind auch die Typen,...
    Schlimm sind auch die Typen, die nichts verbocken können, ohne einen hinter noch ewig mit Ausreden und Rechtfertigungen zu nerven, statt sich einfach hinzusetzen und die Sache in Ordnung zu bringen — schweigend.

  156. Filou: "...eines Tages...
    Filou: „…eines Tages beschloss ich Spiesser zu werden. Ein herber Entschluss, denn, es hat sich bis heute nichts geaendert: Das Falsche macht einfach mehr Spass, wenn man weiss, dass ein Leben im Richtigen garnicht moeglich ist.“
    *
    KarolaKettenhemd: „… Möglicherweise verklärt die Erinnerung, ich war ja damals auch noch sehr jung. man klaute sich die Zeitung bei den großen Geschwistern aus dem Schrank. Ihre Lebensphilosophie hat etwas anrührend Aufsässiges. …“
    *
    Tolle Einlassung, da wird mir ganz warm ums Herz! Es gibt einen dritten Weg zwischen Individuum und Spießer, doch dazu muss man erst einmal den ganzen alten, ideiologischen Müll aus seinem Kopf entsorgen. Auch linke Ideologie kann reaktionär sein, wie Filou so schön beschreibt. Lesen Sie David Fosters Wallace’s „Infinite Jest“, wenigstens die ersten zehn Kapitel; Sie werden unglaublich viel Tränenwasser verlieren; ob Sie aber lachen oder weinen, hängt von Ihrer persönlichen Veranlagung ab.

  157. Das ultimative...
    Das ultimative Rundumwohlfühlderivat fehlt in der Tat noch an den Kiosken. Z. B. mit der Kolumne für die hiesigen Geistesgrößen: Rapports de l’enfer de la réalité
    Mit den allerbesten Grüßen

    Dem deutschen Voll-Spießer gewidmet vom Spießer zum Spießer. Goodvollproll:
    http://www.youtube.com/watch?v=Z3LOUW3vsSc
    http://www.youtube.com/watch?v=Icim6AYWjfw

  158. HansMeier555@: Das ist...
    HansMeier555@: Das ist richtich anrührend was Sie da so von sich rüberkommen lassen. Ährlich. Volle Möhre zu seinem angerichteten Desaster stehen, das ist wahrer Geistestitanenadel. Und zwar laut röhrend. (Möhren können nich röhren, aber Sie wissen schon.)

  159. HansMeier555@: Ausserdem habe...
    HansMeier555@: Ausserdem habe ich nunmehr beschlossen, dass ich in meinem autistischen Nietzeschen Wahn selber eine geschlossene Solipsus-Gesellschaft bilde. Wow.

  160. @yast2000 10:36
    Jetzt haben...

    @yast2000 10:36
    Jetzt haben Sie aber H.U.Gumbrecht wunderbar übersetzt (nein, keine Ironie). Meine flapsige Nachbemerkung zu seinem Vorschlag, konstruktive Kritik durch gegenintuitives Denken zu ersetzen, sollte eigentlich zum Ausdruck bringen, in Dons Plauderrunde wird sogar beides angewandt. Ist mir leider missglückt, Don.

  161. Hier kommt noch der Film zum...
    Hier kommt noch der Film zum Blog… Alle Achtung, Don!

  162. Re Gesellschaft - GB.
    Die...

    Re Gesellschaft – GB.
    Die Naffs – the Not Awfully FrightFullies. Die sind diejenigen die die Umgangsformen der Upper Class nie gelernt haben.
    Naff = bad taste, low class.
    Es gibt „naff“ Menschen, „naff“ Möbel, „naff“ Urlaubsorte….

  163. salonsurfer @yast2000 : "Jetzt...
    salonsurfer @yast2000 : „Jetzt haben Sie aber H.U.Gumbrecht wunderbar übersetzt (nein, keine Ironie).“
    *
    Ich komm gerade nicht ganz mit und weiß nicht genau, was Sie wollen: Meinen Sie den „Das-Glas-ist-halbleer.-Gumbrecht“, den „Das-Glas-ist-halbvoll.-Gumbrecht“, den „Welches-Glas?-Gumbrecht“ oder den legendären „Dieses-Scheißglas-ist-doch-viel-zu-groß-für-das-bisschen-Wasser!-Gumbrecht“?

  164. Gratulation zu Ihrem...
    Gratulation zu Ihrem exquisiten Geschmack. Ihr Gentry-Country-Doughnut-Center wünscht Ihnen guten Appetit. Beehren Sie uns bitte gerne bald wieder. Ihr Chef de Cuisine

  165. @Yast2000 – Ich habe noch...
    @Yast2000 – Ich habe noch einmal über ihre Frage vom letzten Blog nachgedacht, das heißt ob ich Rechtsanwältin wäre (28. Januar 2012, 19:17). Ich hätte zugeben sollen, ihre Frage war naheliegend, nachdem ich geschrieben hatte, dass ich einen eigenen Verfassungsentwurf für Europa gemacht habe.
    .
    Aber man braucht kein Jurist zu sein, um so etwas zu tun. Ich habe mehrere große S/W Systeme entworfen, außerdem viele Vertragsverhandlungen geführt und Vertragstexte geschrieben. Eine Verfassung ist sehr ähnlich wie ein High Level Design: Definition der Funktionen, Kontrolmechanismen, Input, Output etc. Und was man vage halten will, damit der große Überblick nicht verloren geht, drückt man generell aus und überlässt die Durchführung den Detaildesignern und Programmierern… oder den Parlamenten und Gerichten – die wollen ja auch was zu tun haben.

  166. Filou, Sie bringen es mal...
    Filou, Sie bringen es mal wieder auf den Punkt…

  167. @HM555 (5.16-9.45): Ja....
    @HM555 (5.16-9.45): Ja.

  168. "Es gibt einen dritten Weg...
    „Es gibt einen dritten Weg zwischen Individuum und Spießer, doch dazu muss man erst einmal den ganzen alten, ideiologischen Müll aus seinem Kopf entsorgen.“
    Es gibt immer einen dritten Weg, auch einen zwischen kapitalismus und Sozialismus. Nur leider ist ihn noch niemand gegangen. Was den Gegensatz zwischen Spiesser und Individuum angeht – ich lach mich schlapp. Wer den konstruieren will, muss mitten im Schliessen die Prämissen wechseln. Ansonsten sind wir alle Individuen (im Sinne einer nicht 100% wiederholbaren Mischung) – und 99,9% von uns sind Spiesser (Linke tun sich noch immer schwer damit, auch sie seien … Sie sind!).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  169. @yast2000 - Lost in...
    @yast2000 – Lost in translation. Aber das wollen wir hier nicht vertiefen und beim Meister drüben dürfen wir darüber nicht diskutieren.

  170. salonsurfer: "@yast2000 - Lost...
    salonsurfer: „@yast2000 – Lost in translation. Aber das wollen wir hier nicht vertiefen und beim Meister drüben dürfen wir darüber nicht diskutieren.“
    *
    Nochmal: Sie meinen wirklich den „Eure-Kinder-sind-nicht-Eure-Kinder! Sie-sind-auf-der-Suche-nach-sich-selbst!“-Meister?

  171. Der Tiger: "@Yast2000 – Ich...
    Der Tiger: „@Yast2000 – Ich habe noch einmal über ihre Frage vom letzten Blog nachgedacht,…“
    *
    Alles richtig, Sie sind ein kluger Kopf und haben trotzdem in einer Europäischen Behörde angefangen, ihre deutschen Grundrechte aufgegeben und wollten dann die Sache umkrempeln, was (bis heute generell übrigens) schiefgegangen ist. Wenn Sie sich persönlich klarmachen, warum sie das (wahrscheinlich aus gutem Grund) so für sich entschieden haben, sind sie wirklich frei. Sie können aufhören, als politischer Dissident in Holland zu leben und mal ganz ehrlich: Ihre Tigerbabys würden es Ihnen auch danken!

  172. ThorHa: "Nur leider ist ihn...
    ThorHa: „Nur leider ist ihn noch niemand gegangen. Was den Gegensatz zwischen Spiesser und Individuum angeht – ich lach mich schlapp. …“
    *
    Tja, schlappe Weicheier können wir unserem dritten Weg auch nicht gebrauchen. Sorry, moralische Analphebeten waren noch nie hipp….

  173. lieber yast2000, man könnte...
    lieber yast2000, man könnte auch sagen ‚infinite yeast‘, denn es liest sich wie ein bezaubernder, riesiger hefekuchen,
    oder um ihnen zu schmeicheln, aber auch, weil mir dies beim lesen ihres namens stets auf der zunge lag:
    ‚infinite yast’…

  174. da ist man ein paar tage...
    da ist man ein paar tage einmal nicht verfügbar, und schon ziehen die interessantesten themen vorüber:
    .
    lieber Hansmeier555, noch nachträglich meinen herzlichen glückwunsch zu ihrem pamphletischen durchbruch auf die erste seite der e-faz.
    .
    darf ich noch hinterherschicken, dass die wahre macht sich niemals zeigt, stets im obskuren bleibt.

  175. ThorHa@: Es ist nicht ein...
    ThorHa@: Es ist nicht ein dritter Weg, sondern es ist schlicht und ergreifend „der „Weg der weiter führen wird. Ohne große, besondere Anstrengungen wird sich die Hecke öffnen. Es lohnt nicht dafür riesige Analysen, Polemiken, Scheinphilosophien, Strategien gebläht aufzuführen. Z.B. so wie der gute Devin oder der rote Danny. Bakunin, Marx, Kropotkin, Nietzsche ist tot, Lenin auch. Wie so viele andere Koniferen von Rinks bis Lechts. Gelassenheit ausüben ist der richtige „Standpunk“….(Und wie sie es sind.)
    N´Abend

  176. yast2000, ich meinte doch...
    yast2000, ich meinte doch diesen Gumbrecht: „Au weia, jetzt hab ich mein Glass verschüttet!“

  177. Was ist los? Alle tot? Alle...
    Was ist los? Alle tot? Alle erfroren? Stromsperre? Wieder Stau auf der A-3?

  178. Hihi Verfassung: Ich sage nur...
    Hihi Verfassung: Ich sage nur Valéry Giscard d’Estaing. Die EU und ihre merkwürdigen Konstruktionen. Wie mag man sich fühlen, wenn man Kommissar ist? Die Engländer kamen jedenfalls jahrhundertelang ohne aus. So heißt es.

  179. Der Konstitutionalismus ist...
    Der Konstitutionalismus ist die größte Lüge unserer Zeit.

  180. Welscher Tand.
    Hätten in...

    Welscher Tand.
    Hätten in ihrem Ballhaus lieber tanzen statt schwören sollen.

  181. Anstelle eines Interviews mit...
    Anstelle eines Interviews mit der Zeitschrift Interview:
    .
    FAZ: Tiger, wir kennen uns jetzt schon sehr lange, aber eine Frage haben wir nie gestellt, warum sind Sie nie in die Politik gegangen?
    .
    Tiger: ‘Als Deutscher in den Niederlanden geht das nicht’
    .
    FAZ: ‘Sie hätten jederzeit nach Deutschland ziehen können. Warum haben Sie das nicht gemacht?’
    .
    Tiger: ‘Ich bin kein Politiker von Natur aus. Ich mache Politik aus Notwendigkeit.’
    .
    FAZ: ‘Das glauben wir Ihnen nicht so ganz. Sie haben selbst geschrieben, dass sie schon mit 38 Jahren vorhatten, mit 55 Jahren europäischer Minister für Technologie zu werden.’
    .
    Tiger: ‘Das eine schließt das andere nicht aus. Ich sah die Notwendigkeit… aber Sie haben recht, ich habe mir damals selbst überlegt, wie willst du europäischer Minister für Technologie werden, wenn es den Posten gar nicht gibt, du nicht die geringste rhetorische Fähigkeit hast und das Bad in der Menge hasst.’
    .
    FAZ: ‘Und trotzdem sind sie zumindest so weit gekommen, sich um die Stelle des Generaldirektor in der europäischen Raumfahrtbehörde zu bewerben….
    .
    Tiger: ‘Außerdem setze ich mich nicht nur für eine rechtstaatliche EU, EZB und ESA ein, sondern (indirekt) auch für ein rechtstaatlich organisiertes europäisches Patentamt. Ein Patentamt mit einer Bananenrepublik Struktur kann keine Patente sichern, weil jeder Beamte da bestochen oder erpresst werden kann – ohne juristische Folgen. Ein Freund hat mir vor langer Zeit einmal gesagt, als ich in einer ähnlichen, wenn auch viel simpleren Situation war: „It’s a dirty job, but somebody has to do it“. Daran denke ich immer.

  182. salonsurfer: "yast2000, ich...
    salonsurfer: „yast2000, ich meinte doch diesen Gumbrecht: „Au weia, jetzt hab ich mein Glass verschüttet!““
    *
    Kenne ich leider nicht! Ich meine eigentlich den Typus, der USB für ein Update der USA hält.

  183. Ach wie schön luftig und...
    Ach wie schön luftig und heroisch hatt´s Louis David dargestellt. Ergreifend. Aller (Propaganda-)Hoffnungen voll. Wer von den Protagonisten hatte wohl alles den gepuderten Paume verloren? Im übertragenen Sinn vermutlich alle. Sowohl als auch. Die Philantropen werkelten derweil an der Verkürzungsmaschine.
    http://www.buehler-hd.de/gnet/neuzeit/frzrev/bmat/ballhaus.htm

    Der Tiger@: Fürs Gehabte und Gewollte gibt der Pfandleiher, sorry, nix.

  184. <p>Bislang waren hier...
    Bislang waren hier übrigens nioh keine Schläger.

  185. Der Tiger: "Sie haben selbst...
    Der Tiger: „Sie haben selbst geschrieben, dass sie schon mit 38 Jahren vorhatten, mit 55 Jahren europäischer Minister für Technologie zu werden.“
    *
    Tigerchen, ich bin selbst hochintelligent, aber im Gegensatz zu Ihnen leide darunter…. (Bitte 12 Stunden gründlich nachdenken, bevor Sie antworten! Sonst antworte ich nicht mehr…)

  186. Don Alphonso: "Bislang waren...
    Don Alphonso: „Bislang waren hier übrigens noch keine Schläger.“
    *
    Is ja auch kein Tennisblog….

  187. yast2000@: Was maßen Sie sich...
    yast2000@: Was maßen Sie sich an? Hier stehe ich auf dem Sockel mit meinen profunden Kenntnissen und kann sogar anders.

  188. @yast2000 - Darüber brauch...
    @yast2000 – Darüber brauch ich nicht 12 Stunden nachzudenken:
    Ten years later, my boss at that time, Brian Gilliam, cornered me one day and asked: ‘what would you like to do when you are 55?’ Being cornered, my answer was honest: ‘I would love to be the European Minister of Technology’.
    It was a crazy dream. There was nothing close to a European Minister of Technology. And in any case, I was far away from such a position, being just a project manager in an engineering company (MDA) and a very busy mama of two small girls living at the other end of the world, in Vancouver.
    aus A case for Europe – Part I

  189. Nein, aber es hinterfragt die...
    Nein, aber es hinterfragt die Investitionen gewisser Leute aus einem bestimmten Umfeld.

  190. @...
    @ HansMeier555
    Konstitutionalismus kommt von den Angelsachsen, nicht von der franz. Revolution.
    Im Ballhaus wurde — wenn nicht gerade geschworen wurde — nicht getanzt, sondern Tennis gespielt (es war jener Ball gemeint).
    Die französische Revolution ist ohnehin nur der blutige und kurzlebige — nach 15 Jahren hatte man schon wieder einen Kaiser — Abklatsch des amerikanischen Orginals von 1776.

  191. Don Alphonso: "Nein, aber es...
    Don Alphonso: „Nein, aber es hinterfragt die Investitionen gewisser Leute aus einem bestimmten Umfeld.“
    *
    Verstehe, aber das ist nicht richtig und auch nicht beabsichtigt. Das Plaudern im Blog über Gesellschaftliches bekommt aber ohne Intervention leider so einen Touch, in dem sich alles um sich selbst kreist und in dem die Unterhaltung nicht fortschreitet; das ist wie Stau stehen. Vielleicht müsste der Moderator da intervenieren, damit die Stimmung nicht ganz so endzeitlich wirkt. Nichts für ungut…

  192. lieber yast2000, wussten sie,...
    lieber yast2000, wussten sie, dass im übrigen brian gilliams bruder terry heisst?
    o tempora o tigris…
    .
    always look at the bright side of life. sind wir nicht alle individuen?
    .
    hicks.

  193. @filou: "Zu kunstvoll", Ihre...
    @filou: „Zu kunstvoll“, Ihre Anna Magdalena – accorde. Und ja, die Autobahn war voll!
    .
    Wenn Sie schlicht-schönen weiblichen Gesang schätzen, könnten Sie sich hier in faustischen Gefühlen üben angesichts dieser Gretchen-Szene:
    http://www.youtube.com/watch?v=YYXKzHkVvBU&feature=autoplay&list=UUTWXr9vRJv33InbMGH0ReLw&lf=plcp&playnext=1
    .
    Nun aber noch einmal Kunstgesang: „Zögernd, leise“ – ein hübsches, wenn auch etwas bandwürmernes Abendständchen für Mezzo-Sopran und Männchercho (sisi!) vom Schubert Franzerl – man beachte das Lächeln der Sopranistin, surtout au debut!
    http://www.youtube.com/watch?v=zbqf7wfNAJM&feature=related

  194. es gibt hoffnung, was einmal...
    es gibt hoffnung, was einmal schief ging, geht auch ein zweites mal (und noch viel größer) schief
    http://hls-dhs-dss.ch/textes/d/D13662.php

  195. @Filou, colorcraze,...
    @Filou, colorcraze, K.Kettenhemd: So finde ich die Diskussion fruchtbar, im Stil des „Das Falsche macht einfach mehr Spass, wenn man weiss, dass ein Leben im Richtigen nicht möglich ist.“ Oder dass wir wohl sicher nicht in einer Theokratie leben, doch eher in einer CEOkratie.
    .
    Manchmal ufert die Diskussion wirklich aus wie in Infinite Yeast. Und macht dann keinen Unendlichen Spass mehr.
    .
    Pointiert auf den Punkt kommen. Ein Gespräch führen. Keinen Monolog halten. Als Selbsthilfegruppe für verhinderte UN-Generalsekretäre würde ich das hier nicht einordnen.

  196. lieber yast2000, lieber The...
    lieber yast2000, lieber The Great Artiste, dieses um sich selbst kreisen ohne auf äusserungen anderer auch nur am rande einzugehen ist mit sicherheit nichts sonderlich genussvolles, doch hat es auch weder seltenheitswert noch sammlerstatus, weder bei der grosstante noch im roten salon des geschätzten gastgebers, doch macht es dies nicht besser.
    .
    faszinierend ist doch der umstand, dass man seine aufbruchfrische jugend ein paar tage bereits hinter sich lassen musste, und sich mit der allgegenwärtigen frage konfrontiert sieht, wie es sich in einem universum der anforderungen und sachzwänge lebt.
    .
    der âme und der émotion folgen, nicht die worte sind es, die leiten.
    letztlich ist der mensch auch nur ein kluges tier.
    .
    immer schon wollte ich gerne das werden, was ich bin. nur bin ich es noch nicht.

  197. @yast2000 - "Sorry, moralische...
    @yast2000 – „Sorry, moralische Analphebeten waren noch nie hipp….“
    Schlecht geschlafen oder auf einen anderen Beitrag geantwortet?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  198. Alle reden vom Wetter, nur wir...
    Alle reden vom Wetter, nur wir nicht.

  199. @ thorsten Haupts 22:58: Er...
    @ thorsten Haupts 22:58: Er meint sicher diese Babynahrung, dann stimmt’s doch.

  200. Nun, bei meinen Eltern im...
    Nun, bei meinen Eltern im Westviertel herrscht Entsetzen, weil man im milden Winter viel holz verheizt hat, weil es weg musste, und der Winter hält nicht lang. Und jetzt gibt es ein Beschaffungsproblem, denn nur mit Öl heizen geht gar nicht.

  201. Don Alphonso: "Nun, bei meinen...
    Don Alphonso: „Nun, bei meinen Eltern im Westviertel herrscht Entsetzen, …“
    *
    Wir in Berlin haben hier eine russische Holzpipeline, da gibt es keine Probleme…

  202. Lieber Great Artiste,
    habe...

    Lieber Great Artiste,
    habe den Ziegelstein Infinite Jest zuhause. Man kann mit diesem Ziegelstein seiner Schwiegermutter drohen…
    .
    Bei aller Liebe zu Wallace dem Guten, das Ding ist ein ewiges hochintelligentes, mit Intelligenz protzendes mäanderndes Herumgewitzel. Man kann nicht mehr als 3 Seiten am Tag lesen, aber nicht weil man zu unintelligent wäre. Seine Kurzgeschichten finde ich besser. Gewitzel ertrage ich und liebe ich sowieso eher in der Kurzform. Daher lese ich euch so gern.
    .
    Nicht dass ich den Ansatz seines Buches nicht kapieren würde, aber diese emotionale Haltung von ihm strengt sehr an. Man muss natürlich wissen, er war wirklich hochintelligent, sein IQ war überdurchschnittlich und dazu kämpfte er – mit oder gegen – seine Depressionen. Was in der Kombination schon eine hundselende Bürde ist. Eines allein reicht schon, um sich dem Trübsinn hinzugeben; in Therapeutenkreisen würde man vermutlich sagen, das Buch intellektualisiert. http://de.wikipedia.org/wiki/Intellektualisierung
    .
    So schlimm isses hier gottseidank noch nicht :-)
    Da kommen schon noch echte Emotionen, unverschlüsselt.

  203. Aha. Jetzt redet der Gastgeber...
    Aha. Jetzt redet der Gastgeber vom Wetter. Ich hätte wetten sollen!

  204. @jean-jaques, das zweite...
    @jean-jaques, das zweite Musikbeispiel ist ganz wunderbar, nur darf man mir damit nicht kommen. Das ist Kindheit, Freischuetz in der Galgenbergschlucht von Halle, Gluehwuermchen, die spaeter unter Honnecker abgeschafft wurden, warme Abendluft, dankbares Publikum und ein Maedchen, das fruehe romantische Gefuehle entwickelte.
    Je nun. Ich weiss, warum ich mich dem Barock der Franzosen zuwandte. Distanzierte Emotion, alles ist geregelt, alles ist unter Kontrolle. Geheult wird im Boudoir.
    .
    Was hammer heute? Praesidentenhipp-hopp!

  205. siehe Link...
    siehe Link

  206. @ Filou , h 19:o1 , ...
    @ Filou , h 19:o1 , 31-01-12
    nichts dergleichen , nur Winterschlaf , pennen bis der Calvados alle ist .
    mfG, T.

  207. @filou: Ah - je comprends....
    @filou: Ah – je comprends. Pourtant un souvenir tres cher, me parait-il.

  208. yast2000 - Ihr Link: Wer...
    yast2000 – Ihr Link: Wer hätte gedacht, dass so viele Richtige für das Falsche gibt?

  209. @Filou
    Der Honni hat die...

    @Filou
    Der Honni hat die Glühwürmchen abgeschafft?

  210. @Ted
    Guter Hinweis, aber der...

    @Ted
    Guter Hinweis, aber der Begriff „Angelsachsen“ passt hier nicht ganz.
    Die in Gründung befindlichen USA orientierten sich dezidiert an der französischen Aufklärung, und die Verabschiedung der Verfassung geschah in scharfer Abgrenzung zum englischen Mutterland. Dort gibt es bis heute keine geschriebene Verfassung. Und warum die USA noch eine brauchen, ist mir auch nicht klar.

  211. Gehen Sie sich mal raus an die...
    Gehen Sie sich mal raus an die frische Luft, das macht heiter.
    Z.B.in Berlin: Auf dem kleinen See –im Engelbecken-
    kann man derzeit prima Schlittschuhlaufen.
    Es ist hinreißend. Der Leichtigkeit des Seins kommt man da ganz nah.
    .
    Allerdings könnte man über seinen mitgeschleppten IQ stolpern.
    Hab gestern einen gesehen.
    Sein Hundi nannte er Judas. Judas…nun zieh doch nicht so.., rief er.
    Und was tat Judas…? Genau.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/db/St_Michael_Berlin_mit_Luisenstaedtischer_Kanal.JPG

  212. @HM555, Maikaefer auch....
    @HM555, Maikaefer auch.

  213. Bitte die ENDLOSE...
    Bitte die ENDLOSE Tiger-Selbstbeweihräucherung STOPPEN!

  214. @ Filou 10:43: War das nicht...
    @ Filou 10:43: War das nicht Reinhard Mey?

  215. @Graf Nitz/01. Februar 2012,...
    @Graf Nitz/01. Februar 2012, 21:51
    Wo koennen Sie, ausser bei den Stuetzen, eine Anamnese live verfolgen?
    Das weckt den Shrink in mir!

  216. KarolaKH, der hat es...
    KarolaKH, der hat es betrauert, aber Honi ist schuld. Kartoffelkaefer gibts auch nicht mehr. Der lange Arm der StaSi.
    .
    (Und wo eigentlich sind die Wuermer in den Aepfeln meiner Kindheit?)

  217. Grimaldeli meint Amnesie....
    Grimaldeli meint Amnesie. Odderrrr?

  218. @Filou/01. Februar 2012,...
    @Filou/01. Februar 2012, 23:05
    Grimaldeli meint Amnesie. Odderrrr?
    .
    Nein, ich meine Anamnese!

  219. @Grimaldeli,...
    @Grimaldeli, Leidensgeschichte? Hm!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Anamnese
    .
    Ist eh egal. Manchmal ist sie aber ganz helle, nicht wahr?

  220. cher Filou, ich könnte noch...
    cher Filou, ich könnte noch ein paar glückliche würmer aus saftigen bioäpfeln erübrigen…

  221. amnestie ist das stichwort....
    amnestie ist das stichwort.

  222. Allerliebstes Donnalein, die...
    Allerliebstes Donnalein, die Erlebnisse mit den Aepfeln waren so traumatisch, dass..
    …den Rest koennen Sie sich sicher denken.
    .
    Calvados!
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    One apple a day keeps the doctor away. Prost!

  223. am rande und nachträglich:...
    am rande und nachträglich: die gegenüberstellung von „mitford“ und „interview“ also von „profan“ und „nicht-profan“ hat sicherlich allgemein gut gefallen. (gerade auch in der verwendeten variante von „weiblich“ als repräsentant für „nicht-profan“.)
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    wobei ja eben auch die montierung von „profan“ mit „heilig“ möglich gewesen wäre: wie schön, also, dass sein guter geschmack höchst selbstverständlich in die falle nicht tappte.
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    wobei wir uns im text aber die höchst selbstironische andeutung dieser gegenüberstellungsmöglichkeit – eben als hier nicht richtiger, aber eben doch vorhandener, nicht für ganz ausgeschlossen erachteter möglichkeit – schön gefunden hätten: kenntnis höherer mächte in selbstironie und distanz evtl. auch schon mal besser, als deren scheinbares nicht-vorhandensein, resp. vergessen (-haben) … .
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    und selbstverständlich bleibt es konservativ wahrscheinlich empfohlen, profane texte ncht nur gegen literarisch-ironische texte gegenzulesen, sondern ggfls. auch hin- u. weder einmal gegen die „heiligen“ texte, zumal des eigenen kulturkreises.
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    dabei: „Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger von Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.
    Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die ward schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, da sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“ http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/lukas/2/
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    was das also für eine „blödsinnige männerherschaft“ gewesen sein muss, die da alle ausnahmslos, auch schwangere im 9. monat mit gefahr für leib und zwei leben, einer solchen „analen fixierung“, einem solch rigidem pseudorationalen scheinfortschritt- u. scheinnutzen (zählen, census) unterwarf? und ob wir heute weiter wären?

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