Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Warum Hochheiraten keine Option mehr ist

| 201 Lesermeinungen

Vom glücklichen Hafen zur Durchgangsstation der Karrierleiter: Auch die Kinder der besseren Kreise können nicht mehr damit rechnen, dauerhaft ein erstrebenswertes Lebensziel zu sein.

Und dann lebten sie glücklich und zufrieden und wenn sie nicht gestorben sind, dann

Hin und wieder hört man öffentliche Klagen, die Reichen, die besseren Kreise, die Vermögenden würden sich abkapseln und nur noch untereinander heiraten: Der Arzt die Ärztin, die Richterin den Anwalt, der Unternehmer die Unternehmerin, der Apotheker die Pharmalobbyistin. Was dann auch zur Folge hat, dass auch untere Klassen unter sich bleiben. Der Bandarbeiter heirate die Verkäuferin, und der Politiker habe mit der Journalistin was laufen. Die Klassen vermischen sich also nicht mehr, Dünkel und Defizite werden direkt in den Familien weiter gegeben. Das ist nach meiner Beobachtung wahr und auch nicht; vor allem aber ist das Kernproblem da, den Nachwuchs überhaupt so weit zu bringen, sich längerfristig zu binden.

Denn für viele ist das freie, ungebundene Dasein einer der wichtigsten Vorteile, die das Leben auf der Sonnenseite der Gesellschaft mit sich bringt. Heirat und Familie sind oft Ausdruck von Sicherheit und Schutzbedürfnis, eine Zweckgemeinschaft auf Gegenseitigkeit, und wenn diese Bündnispolitik aufgrund der besonderen Situation nicht nötig ist, sind die Nachteile so einer Bindung schwerwiegender. So eine Beziehung ist ja immer eine Abwägungssache, Liebe allein kann es nicht sein und überhaupt, mit dem modernen Scheidungsrecht und der Dauerhaftigkeit der Beziehungen kommen weitere negative Punkte dazu. Das Aufwand-Nutzen-Verhältnis ist einfach nicht mehr so wie früher, also gibt es viele Singles oder lockere Paare, die für das Hochheiraten nur in der Form falscher Hoffnungen taugen.

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Das macht man sich übrigens nur selten bewusst; in meinem Umfeld sind durchaus einige Exemplare, die man früher als begehrenswerte Junggesellen oder Damen bezeichnet hätte, und die überhaupt keine Neigung zeigen, sich ernsthaft einer Beziehung zu verschreiben. Fragt man nach, bekommt man oft als Antwort, das sei halt so gekommen, Gründe wüsste man auch nicht und nie, wirklich nie habe es gepasst – das sagen gleichlautend übrigens auch manche, die es schon miteinander versuchten und somit in allen Belangen durchaus passen könnten, bei der Liebe und bei der Herkunft. Es ist in Deutschland also keineswegs so wie in Italien, wo Ehen ausbleiben, weil den Partnern das Wohneigentum fehlt.

Aber warum dann, fragte mich gestern eine italienische Bekannte, die das einfach nicht verstehen kann. Wenn alles an Vermögen da ist, was man benötigt, wenn das Risiko überschaubar ist und die Gesellschaft vergleichsweise liberal an Ausschweifungen erduldet, was früher in Ehen unvorstellbar war, wenn die Ehe nicht das Ende der Freiheit bedeutet und die Vermischung der Schichten kein Problem von Stolz und Vorurteil ist, ganz im Gegensatz zu Italien – warum dann es nicht einfach mal versuchen? Oder gibt es zu viele andere schlechte Beispiele, dass man Angst haben müsste? Nun, sagte ich, das ist einfach so ein diffuses Gefühl, so eine Vorahnung, dass es mittelfristig Schwierigkeiten geben könnte, auch wenn vieles andere unabhängig von der Herkunft stimmt: Man kann vermögend sein und ungebildet wie ein Bildzeitungsleser, und unser Schulsystem verspricht umgekehrt allen Zugang zu wirklich famosen Wissenswelten. Selbst wenn es also geistig passt, ist da was… und dann wechselte ich das Thema, weil ich das „was“ auch nicht weiter ausführen konnte.

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Unsere Wege trennten sich, ich radelte nach Hause, vergass das Thema wie alles Unangenehme – Verdrängung ist schliesslich eine Kerntugend derer, die sie sich leisten können – und hätte auch keinen Gedanken mehr daran verschwendet, wäre ich im Internet nicht über eine Erklärung für dieses obskure „was“ gestolpert. Das „was“ ist unsere eigene Trägheit, die sich nach draussen, gegenüber anderen, in dieser für heutige Zeiten schon fast pervers guten Laune manifestiert. Die ganze Zukunftsangst der Optimierer, die Befürchtung, der Lebenslauf passe nicht in die Anforderungen der Welt, die Befürchtung, das System sei stärker und würde einem keinen Raum für die Entwicklung geben, wie hier beschrieben – das alles fehlt uns. Und zwar deutlich. Sicher, die Existenzkrise ist dem Westviertel auch nicht fremd, aber das, was viele an kleinen Nöten und Sorgen umtreibt, die den Tagesablauf und die Lebensentwicklung bestimmen, das ist ziemlich weit weg von der Lebensrealität der Vollversicherung durch die Familie.

Auf dieses Niveau hochzuheiraten ist der Traum all der Leserinnen von Courts-Mahler und Jane Austen gewesen. Das war es, was möglich gewesen ist. Die Spitze der Gesellschaft war nicht so arg hoch, als Gesellschaft noch ein regionaler Begriff war. Es ging um einen Aufstieg, der mit der Heirat abgeschlossen war, danach lebten sie glücklich und zufrieden, er lobte stets ihr Essen, und sie züchteten Rosen in einem bewundernswerten Garten und hatten für jeden Tag der Woche eine andere Silberkanne. Die Frau heiratete nach oben und blieb dort. Der Mann war schon oben und blieb auch dort. Sie war zufrieden, und er wusste, dass sich überzogener Ehrgeiz in einer kleinen, lokalen Oberschicht nicht auszahlt: Die Gewinne im Kampf um Mehr vertrugen sich nicht mit den Aufwendungen. Das Ziel des Lebens war das Dasein als Privatier, nicht der Umzug in die nächste Stadt und das Aufmischen der nächsten Gipfelgesellschaft. Die begrenzte Mobilität und die Verankerung in festen Strukturen entschleunigten gründlich, und die Gesellschaft war auch so freundlich, diesem saturierten Lebensstil tugendsame Eigenschaften zu unterstellen.

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Das ist ein wenig die Haltung, mit der wir auch noch aufgewachsen sind, denn der Bankdirektor, der Apotheker und der Manager konnten sich nichts Schöneres vorstellen, als hier zu bleiben und das Leben zu geniessen, während unter ihnen die Stadt aufblühte, und sie ohne ihr Zutun nach oben purzelten. In diesem Bewusstsein habe ich gestern Nacht aber auch noch anderes gelesen; namentlich von einer Person, die es für ihre mediokren Voraussetzungen recht weit brachte, weil sie ein System offensichtlich mit ihrem Einfluss optimal für sich selbst genutzt hat. Dieses gesellschaftliche Garnichts hat nun also einen bestimmten Ruf und einigen Einfluss, und während es früher glücklich gewesen wäre, wenn es jemand im Taxi mitgenommen hätte, ist heute Jammer und Unzufriedenheit das miussmutige Leitmotiv. Wie kann es die Bahn wagen, zu lange zu brauchen! Was hat der Stau da im Lebensweg verloren, merkt er nicht, dass er behindert? Dieser Stress, wenn der – ausgesprochen gut bezahlte – Beruf wieder mal Unpässlichkeiten mit sich bringt, wie bei jedem Bandarbeiter auch! Welch Dreistigkeit, etwas zu präsntieren, was schon einmal deutlich kritisiert wurde! Dieser Termin in jenem Hotel eine Frechheit, wie konnte man nur so ein Zimmer anbieten! Das Fehlen jeglicher Bevorzugung angesichts der Bedeutung ist unerhört! Mitunter ertappt sich auch unsereins solcher hysterischer Gedankengänge, errötet nach innen und nimmt sich vor, demütiger zu werden. Das Garnichts schreibt das ungefiltert ins Internet und findet, dass die Gesellschaft endlich etwas tun sollte, damit diese Ungerechtigkeiten ein Ende haben. Woanders hört man über das Garnichts, es sei „überempfindlich“, was eine sehr nette Umschreibung des Sachverhalts ist.

Das Garnichts ist, das weiss ich aus guter Quelle, auf dem freien Markt der Beziehungen zu haben findet aber keinen Abnehmer auf der Ebene, die es schätzt. Ich weiss auch genau, warum das so ist: Das Garnichts ist nach oben gekommen und hat dabei nicht nur unten jede Bodenhaftung verloren. Es hat auch dort, wo es dank seines Berufes angekommen sein will, keinerlei Bodenhaftung gefunden. Das Garnichts ist einen Weg gegangen und sucht einen  Partner, um weiter voran zu kommen: Es hat gar nicht vor, die besseren Kreise mit Gemütlichkeit, Waschkünsten oder Kochhimmel zu erfreuen, es will eine Wäscherei und das neueste Luxushotel und 5-Sterne-Küche und zwar immer und jederzeit. Es rauscht genau in jenen Verdrängungswettbewerb, in dem auf einen Sieger 10 Verlierer kommen, und wo der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Entweder ein teuer Sieg oder eine schwere Niederlage, etwas anderes ist nicht zu erwarten.

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Anders gesagt: Wir haben es nicht mehr mit einer schönen Situation zu tun, in der es einen Weg von unten nach oben mit einem Ziel gibt, das für immer mit dem Hochheiraten erreicht ist. Wir haben eine Situation von zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten, der eine steht mehr oder weniger fest, und der andere rast vorbei. Für einen Moment mag man tatsächlich gleichauf sein, die Bedürfnisse und Wünsche scheinen gleich zu sein, aber das ist nur ein Augenblick. Die Auflösung der alten Klassen durch globale Massstäbe und Eliten machen aus dem Endpunkt einen Zwischenhalt in einem Provinzbahnhof des Lebens, und so etwas wie Zufriedenheit wird es da sicher nicht geben: Immer wird die Frage sein, was da noch an besseren Möglichkeiten kommen wird. Und das ist dieses obskure „was“, das einen so umtreibt bei den Aufsteigern: Die dunkle Ahnung, dass man damit die eigene Existenz überhaupt nicht bereichert, sondern im Gegenteil jemandem überlässt, der sie nur als Zwischenstand im Leben begreift. Wer dabei bleiben will, muss sich anpassen – etwas, das unsereins so unendlich schwer fällt.

Zum Glück haben sie nicht nur gelernt, andere schlecht zu behandeln, sondern auch, das als moralisch gerechtfertigt zu kommunizieren. Davon lässt man dann lieber die Finger und greift, wenn es denn sein muss, besser zur Tochter des Apothekers. Bitte, das hat mit Klassendünkeln überhaupt nichts zu tun. Nur mit Selbstschutz. Und dem Wunsch, beim Betrachten des Absturzes nicht auf dem Beifahrersitz zu sein, sondern in der Loge.

 

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201 Lesermeinungen

  1. Lieber Don, ein interessanter...
    Lieber Don, ein interessanter Beitrag. Aber in wieweit repräsentativ? Was das Heiraten angeht, so gibt es in Deutschland eben noch verschiedene kulturanthropologische Nischen. In Ostfalen ist so mancher Jungmann nach wie vor auf der Suche nach der Hektarbraut. Den Heiratsmarkt in Ingeleben gibt es seit nunmehr 43 Jahren. Schönheit vergeht, Hektar besteht!

  2. Nun, natürlich ist er nicht...
    Nun, natürlich ist er nicht repräsentativ, aber das ist ja auch nicht das Ziel; es ist nur eine Wahrnehmung meinerseits, die auf dem besagten Beitrag einer Aufsteigerin aus dem Garnichts fusst. Und was die macht, das wäre unter meinem Leuten vollkommen undenkbar, man würde sagen: OMG, was für eine elende Person – und sich dann verdeutlichen, dass sie das Konzentrat dessen ist, was man besser nicht in den Familienstrukturen hat.

  3. Wundervoll!...
    Wundervoll!

  4. Umso mehr ist es doch Ironie,...
    Umso mehr ist es doch Ironie, dass gerade über diesem Artikel eine Werbung für ein „Erfolgs-Portal“ auftaucht, die mit dem Slogan wirbt: Fitter werden – Karriere machen – glücklicher sein – finanziell verbessern.

  5. Andererseits, ein ähnliches...
    Andererseits, ein ähnliches Verhalten, was das Nichthochheiraten angeht, gab es schon früher unter den Bauern im südöstlichen Niedersachsen. Alle meine Vorfahren bis ins fünfte Glied sind Bauern und Bauerntöchter. Keine Magd, kein Adeliger, größtenteils Ackerbauern und Kothsassen. Erst in meiner Generation wurde ausgeschert.

  6. "He was reputed one of the...
    „He was reputed one of the wise men that made answer to the question when a man should marry. ‚A young man not yet, an elder man not at all.'“ Francis Bacon, Essays (1625)

  7. Ein weiteres Problem ist,...
    Ein weiteres Problem ist, zumindest für junge Männer, die „sich hochhreiten“ wollen, dass sich die Frauen verändert haben. Meist waren die Unternehmertöchter überhaupt nicht interessiert daran das elterliche Unternehmen zu leiten. Und oft studierten diese besagten irgendein schöngeistiges Fach, wie Kunstgeschichte, Kunst, Kulturwissenschaften oder dergleichen. So konnte man als junger Mann zumindest hoffen durch eine Ehe mit einer solchen den eher schöngeistigen Dingen zugewandten Unternehmertochter einen Fuss in das Familienunternehmen zu bekommen, als einfacher Angestellter oder gar geschäftsführender Gesellschafter. Die Zeiten sind leider schon vorbei. Spätestens als die ersten Unternehmertöchter anfingen eher wirtschaftliche Fächer zu studieren mit dem Ehrgeiz das elterliche Unternehmen zu übernehmen und zu leiten. Tja, das ist das Unglück der späten Geburt. Einige Jahrzehnte früher geboren und ich schmale Begabung hätte mich in ein Familienunternehmen einheiraten können und müsste mich nicht mit so etwas schrecklichem wie dem deutschen Arbeitsmarkt herumschlagen. Manches war früher doch irgendwie besser..

  8. "Ab 30 Hektar ist das Aussehen...
    „Ab 30 Hektar ist das Aussehen egal.“
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    Genug Spaß gehabt. Das Thema ist sehr interessant. Man könnte es jedoch noch provokanter verfassen:
    Das „was“, der Wille, sich zu jeder Zeit und unter jeden Umständen, sein Leben anders zu gestalten, neu anzufangen und andere Gelegenheiten zu ergreifen, nennt sich in Deutschland „Freiheit“. Dabei wird diese Freiheit der Unabhängigkeit angepasst. Es gebe eben jene Endgültigkeit nicht in der Freiheit. Doch das ist der Trugschluss. Freiheit war noch nie die Unabhängigkeit und auch nie damit verknüpft. Freiheit ist das Gegenteil: Man bindet sich und dadurch wird man Freiheit. Das Absolute gibt einem Halt, Raum, Spielregeln, Entfaltungsmöglichkeiten. Das Relative und damit die Unabhängigkeit machen unfrei. Man wird zum Sklaven seiner Ideologie und bindet sich nicht. Es fehlt an Halt, Raum, Entfaltung.
    In der Heirat gilt es um so mehr: Am Absoluten festhalten. Also das Ja-Wort auch in schlechten Zeiten zu halten und es gerade da noch mehr zu halten. Wer weiß, dass sein Partner ihm treu ist und vertrauen schenkt, der wird in der Ehe selbst auch frei sein.

  9. @Erich von H., seien Sie doch...
    @Erich von H., seien Sie doch froh, dass Sie nicht Erich Mende sind. Frau Mende:
    „Erich aufstehen, Karriere machen!“
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    Auch eine Gnade der späten Geburt.

  10. Treffende Umschreibung unserer...
    Treffende Umschreibung unserer Multioptions-Acedia!

  11. Werter Don Alphonso,
    Ihr...

    Werter Don Alphonso,
    Ihr Beitrag spricht mich sehr an. Aber leider finde ich den Text des „Garnichts“ selber nicht, den ich zum Verständnis gerne läse.
    Wenn Sie ihn aus nachvollziehbaren Gründen hier nicht verlinken können, bitte ich Sie höflichst, den link mir doch an meine PM zu senden.

  12. och doennelsken, das ist jetzt...
    och doennelsken, das ist jetzt aber zu lieb: „sie wollen mich eh nur wegen meiner colnago rahmen“ … bei lichte betrachtet allerdings vielleicht nicht ganz von der hand zu weisen. – italienischer stahl hat schon ganz besonderen zauber… – und dann klebrige kinderpfoten ueberall drauf… – hast recht, jung! lass bleiben!

  13. @mobbisher, das ist nun sehr...
    @mobbisher, das ist nun sehr katholisch, was Sie da schreiben. Am Ende steht der von Gott gegebene Freie Wille, sich zu ihm zu bekennen. Ansonsten droht auch schon einmal die Christenhölle, wenn mit der Gabe nichts g’scheites angefangen wird. Da wählen wir doch lieber, auf gut protestantisch-kapitalistisch, ein anderes Angebot, von denen es ja so ungemein viele gibt. Freedom of choice – nur die Kontingenz ist notwendig und absolut. Das ist sehr großzügig gefasst, denn die Doppelmoral kann ebenso gewählt werden, wie alles andere. Das steht jedem frei.
    .
    Mir gefällt die im Artikel angerissene Idee von den zwei Geschwindigkeiten, aber kann man die Differenz nicht noch weiter radikalisieren? Gibt es in der Moderne überhaupt eine Vorstellung von „oben“? Sicher gibt es eine Vorstellung von Aufstieg, aber das ist nur eine ökonomische und keine metaphysische Konstruktion, ein Anreizmodell, mit Prämien, eine psychologisch raffiniert gestaltete Box.
    .
    Wenn Politiker gefragt werden, was sie motiviert, dann sagen sie gerne, dass sie etwas bewegen wollen. Nicht Macht ausüben, sie wollen bewegen und bewirken. Sie wollen nicht durch die Politik bewegt werden oder in der Bewegung sein oder gesetzt werden, sondern unbeweglich bewegen, wie Aristoteles Gott, also doch Macht ausüben. Das ist eine weitere dieser Boxen, etwas dass aus der alten Welt in die neue hineinragt, etwas, an dem sich die Moderne irgendwie zu befestigen versucht, statt sich von all dem abzustoßen.

  14. Die Tochter des Apothekers hat...
    Die Tochter des Apothekers hat auch unbegrenzt Zugang zu Doppelherz und Viagra. Ab einem gewissen Alter des Bräutigams ein kaum zu unterschätzender Vorteil.

  15. lieber Dreamtimer, das ist...
    lieber Dreamtimer, das ist nicht falsch, was sie da schreiben. aber auf einem mobileartigen karussel, und eher so denn statisch wäre m.e. die gesellschaft, für die politik zuständig ist, möchte wohl kaum ein zu politik bemüssigter mitfahren. die aus der kurve geflogenen und geflogenwordenen pflastern den boden, aber man richtet den blick fest auf die nächste stufe und wünscht sich festigkeit herbei. natürlich gibt kaum einer gerne zu, machtgeil zu sein, auch wenn es den sachverhalt träfe.
    zum glück also gab es bislang nicht so wenige, die die ‚verbesserungen‘ des rederechts im bundestag heftigst kritisierten. für jüngere abgeordnete, die durchaus nicht abgesichert sind und letztlich für den arbeitsmarkt, so sie nicht rechtsanwalt oder beamter sind, verbrannt und verdorben wären, wäre es nach all den kämpfen ein schwerer gang vor die pressemikrophone, um der aufrichtigkeit, so vorhanden, und der derzeitigen form von demokratie das wort zu reden.
    interessant ist es vor allem, sich anzuschauen, wer hier schon einmal den mund zu halten einübt.
    voltaire wird zugeschrieben, dass er gesagt habe, dass er die meinung eines seiner kontrahenten nicht schätze, er jedoch sein leben gäbe, damit dieser seine meinung kundtun könne.
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    lieber Don Alphonso, wenn man es nicht schon wüsste, so dürfte man wohl spätestens jetzt wissen, dass sie sich mit eheschliessung und dem brimborium nur aus sicherem abstand befassten.
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    was sie ob der thematik verständlicherweise ein wenig zögerlich umschreiben, ist im übrigen der typus potenzieller heiratspartner, der zuweilen freunde von uns quält: hier grosse ankündigungen und grosses geschenkeausdenrippenleiern, dort grosses herausreden. zuweilen laufen manche wie veritable weihnachtsgänse herum, manchmal sogar mit – nur – bei dieser thematik passenden besiedlung des schädels.
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    ein wenig darf man schon noch hinschauen, mit wem man sich einlässt, und vor allem, wem man sich selbst anvertrauen darf.
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    man darf sich ja gerne in alle möglichen menschen verlieben, doch muss man daraus nicht die in songtexten üblichen konsequenzen ziehen. was hat man da schon für tragödien mitansehen müssen!
    liebe kann man nicht absprechen, eine himmelsmacht zu sein, aber entlieben geht auch ganz schnell, spätestens bei zweifelhaftem verhalten des objekts sollte man seine neigung überprüfen.
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    lieber Apothekerpapa, und falls man den ältlichen bräutigam entsorgen wollte, so wüsste man schon mittelchen und wege…

  16. Hervorragend beschrieben....
    Hervorragend beschrieben. Gleich im ersten Absatz habe ich mich köstlich amüsiert.
    .
    Quasi so nebenbei stellen wir „den Apotheker und die Pharmalobbyistin“, „den Politiker und die Journalistin“ auf eine Gesellschafts-Stufe. In meinem erlernten Verständniss von Berufen und deren Aufgaben stimmt das natürlich gar nicht.
    .
    Ist doch klar, der Apoteker ist der Gute – und die Pharmalobbyistin ist die böse Abzockerin, oder nicht? Natürlich auch der Politiker, der verlogene – und die ehrenwerten Journalisten, die alle schlimmen Geheimnisse an das Tageslicht bringen.
    .
    Für eine Sekunde habe ich beim Lesen gestoppt – und mußte dann herzlich lachen. Auf eine geniale Art und Weise wurde (auf hohem Niveau) eine Gleichstellung definiert. Ob zum Guten oder Schlechten … muss sich natürlich jeder selber fragen.
    .
    Der Rest der Geschichte war natürlich genauso erheiternd. Wirklich schön beschrieben.

  17. wenn Blinde von Farbe reden...
    wenn Blinde von Farbe reden ….
    wie kann man eine Herzensache so kühl nach „Aufwand-Nutzen-Verhältnis“ wägen?

  18. Ehr-geiz
    Brigitte...

    Ehr-geiz
    Brigitte Seebacher-Brandt
    Grauen-haft

  19. Hochheiraten macht ein...
    Hochheiraten macht ein Comeback und die Auswahl scheint grösser denn je zu sein. Nehmen wir das Beispiel Kate Middleton und Prince William.

  20. Nun, man muss natürlich auch...
    Nun, man muss natürlich auch sagen, dass es nicht mehr so viele Thronfolger wie früher einmal gab, also sind die Optionen auf Gleichrangige für Könige nicht mehr allzu gut.
    .
    Gabriele, nicht zu vergessen auch der letzte Bundeskanzler und sein Adlatus.

  21. tiberiat, es wird halt so...
    tiberiat, es wird halt so gemacht. Man stellt sich besser darauf ein, damit die anderen nicht einen wiegen, ohne dass sie selbst gewogen werden. Im Übrigen habe ich auch Bekannte, die der guten, alten Zweckehe das Wort reden.
    .
    makkus, die Apotheker werden nicht nur aus Herzensgüte reich, und auf der anderen Seite muss man auch sagen: Eine Beziehung, wo nur einer ein berufsmässiger Lügner ohne jede Moral und Anstand ist, geht nie gut, da müssen schon zwei zusammen kommen. Danke!

  22. donna laura. generell, als...
    donna laura. generell, als Randopfer und Nutzniesser von Scheidungen gleichermassen, möchte ich schon sagen, dass viele Ehen besser nicht geschlossen worden wären. Oft ist so ein Zaudern auch nur die Bitte, man möchte es ihnen doch ausreden, aber auch da kann man sich furchtbar in die Nesseln setzen: Tut man es, wird man immer mitschuld sein. Sei es, weil man die schönste Ehe mitverhindert hat, sei es, weil man die katastrophe nicht genug bekämpfte. Man kann nicht alle retten. Ich lasse sie ziehen, es ist nicht mein Problem. Sollen sie? Langfristig sind sie alle wieder auf meinem Sofa gelandet.
    .
    Apothekerpapa, leider auch zu Gift, wenn Letzteres nicht mehr wirkt und das Erbe winkt… man sollte immer auswärts essen.

  23. rezeptiv, produktiv,...
    rezeptiv, produktiv, potentiell>betrifft mich;
    mixtürchen anrühren, die chemie stimmt, für alles ein rezept haben, man hat schon pferde kotzen sehen…(vor der apotheke)…
    also- ich bekomme die tochter vom apotheker nicht unter.
    ..ab wann ist jemand genügend verarztet…?
    ehrlich gesagt, das ganze ist langweilig, hat etwas beiläufiges-hin und wieder sei die frage nach dem Hauptthema gestattet.
    paradigma der liebe.

  24. Werter Don,
    bemerkenswert...

    Werter Don,
    bemerkenswert unromantisch, aber durchaus treffend. Wobei ich das mit der Ortsverbundenheit im Gegensatz zur permanenten Mobilität nicht als entscheidenden Unterschied sehen würde. Auch Sie beispielsweise sind ja durchaus in Bewegung zwischen Heimatort, Tegernsee und Italien usw. Der eigentliche Unterschied ist, ob die Mobilität selbst gewählt und gestaltet oder von außen aufgedrängt ist.
    .
    Traurig an der Sache ist ja auch, dass durch das Internet eigentlich ein Großteil der heutigen Tätigkeiten ziemlich ortsungebunden sein könnten, es in der Praxis aber nicht sind. Was einen dann wieder zum verlinkten Text von Nessy bringt…

  25. " .... auch der letzte...
    “ …. auch der letzte Bundeskanzler und sein Adlatus….“
    Oja – aus dem Blöd-zeitungs-schlamm zum rettenden Ufer …
    würg…
    Ich kann diese Geschichten immer erst wenn sie antiquarisch abgehangen sind verdauen.
    Sowie in dem Buch:
    Die Befragung der Contessa Maria
    Mit fünfzehn Jahren verliebt sie sich in den Abkömmling
    einer aristokratischen Familie und verführt ihn;
    als die beiden in flagranti ertappt werden,
    sperrt der Vater die Contessa in ein Stockwerk
    des vornehmen Hauses ein, damit sie in
    Abgeschiedenheit ihre Schuld büße.

  26. @Dreamtimer: Ja, das ist...
    @Dreamtimer: Ja, das ist durchaus katholisch. Ist es aber deswegen automatisch falsch?
    .
    di, ich stimme zu, Paradigmenwechsel der Liebe. Scheinbar ist der Liebesbegriff von heute etwas Emotionales und Sexuelles. Zumindest denken viele so. Und unter dem dazugehörigen Freiheitsbegriff wird eine Heirat eine reine Zweckmäßigkeit.
    Man bedenke dabei vielleicht „Irrungen, Wirrungen“ von Fontane. Neigungsheirat vs. Zweckheirat. Damals waren die Umstände anders und man hat sich unterworfen. Die sog. freiheitliche Gesellschaft, die in dem Deutschland der Gegenwart wohl verwirklicht ist, nimmt die Heirat heraus. Neigung vs. Zweck.
    Fehlt es nicht an aktuellen Formaten, die solch einen Lebensbereich kritisch beleuchten? Wo ist die „moralische Anstalt“ hingewandert? Das Fernsehen bietet nur den unkritischen „Emotionsgenuss“ und propagiert eine moralferne Enzyklika des absoluten Hedonismus und der Inflation des nach Entgrenzung strebenden Menschens.

  27. Wenn ich richtig gezählt...
    Wenn ich richtig gezählt habe, ist das jetzt der dritte Beitrag zum Thema innerhalb weniger Wochen. Da scheint irgendwie Druck auf dem Kessel zu sein.

  28. Ich sehe es wohl recht...
    Ich sehe es wohl recht einfach: Es fehlt fast jeglicher Vorteil der Ehe und Bindung. Frauen werden durch die richtige Scheidung eher wohlhabender (ein paar machen das ja öfter), Männer fühlen sich als Verlierer. Da reicht einer mit dieser Erfahrung im Freundeskreis, um angesichts der gezahlten Summe jeden Gedanken an Bindung absterben zu lassen. Die Frau verläßt in 66% der Trennungsfälle den Mann…der Mann zahlt in fast 100% der Fälle. Die Singlebörsen im www sind voll von alleinerziehenden Müttern zwischen 30 u. 45, die ihren Mann verlassen haben. Wer sie es es einmal gemacht hat, tut sie es soweiso wieder….sagt sich der Junggeselle. Eine Frau ist im Leben eines soliden, auf Erfolg und Anerkennung ausgerichteten Mannes ein unbeherschbares Risiko.

  29. lieber Erich von H./18. April...
    lieber Erich von H./18. April 2012, 19.55 u, pardon, dass ich sie – ganz entgegen meiner ursprünglichen absicht – in meinen ausführungen nicht einer silbe bedachte. „junge Männer, die „sich hochreiten“ wollen“ fand ich aber sehr nett.
    .
    wobei man sagen muss, nachdem auch weiblicherseits betriebene anbahnungen zum geschlechtsverkehr gesellschaftlich nicht mehr geächtet sind, wird die luft für diese hochreiter etwas dünner, denn die hold-gutgestellte weiblichkeit kann ihren spass haben, ohne gleich den temporären haberer zum stellvertretenden geschäftsführer küren zu müssen. und man hat deutlich mehr vergleichsmöglichkeiten. um einen scherz aus dem letzten beitrag aufzugreifen: monsieur sollte nicht nur matrizenrechnung, sondern auch die horizontale matratze drauf haben. und sein vektor sollte hübsch sein.

  30. Der Wunsch nach diesem Thema...
    Der Wunsch nach diesem Thema wurde an mich herangetragen, angeblich, weil Leser mehr davon wollen.
    .
    Chris, die Ungebundenheit ist meines Erachtens insofern relevant, als das ständige Hineinarbeiten in neue Umfelder heute völlig normal ist, was es früher ganz sicher nicht war. Man muss sich heute niemanden mehr suchen, der einen vorstellt, man hat laufend neue Kollegen, neue Vorgesetzte, und so weiter. Das verändert natürlich auch den Zugang zum Menschen. Wenn ich den Rest meines Daseins mit einem Umfeld leben muss, reagiere ich anders, als wenn das Dasein aus vielen Optionen besteht, die ich als Grundlage meines Lebens betrachte.
    .
    Ich zum Beispiel gehöre klar zu erster Kategorie. OIch verändere mich nicht gerne. Und wenn ich sehe, was hier schon an Blogs kam und ging, bin ich sowas wie der Dinosaurier. Durchaus gerne übrigens. Ich mag lange, zuverlässige Bindungen.
    .
    Nur keine Ehe und keine Kinder. Das wäre zu viel.

  31. um es auf den Punkt zu...
    um es auf den Punkt zu bringen:
    früher war es hochschlafen, heute rumschlafen – und wenn die ganze Kohle nix mehr wert ist (nicht wg. der Euro-Krise, sondern weil man 86 ist). Dann zählen nur echte Beziehungen, nicht die listigen Manöver – zum Thema Beziehungsmanagement http://bei-gott-ist-alles-moeglich.blogspot.de/2011/11/beziehungsmanagement.html

  32. Was für ein Nullthema....
    Was für ein Nullthema. Stinklangweiliger Artikel. Beim Überfliegen habe ich an meine letzte Thai-Massage gedacht. Die war gut, aber ohne Happy Ending.

  33. Galerie Al Fayette...
    Galerie Al Fayette

  34. lieber Don Alphonso, nun, da...
    lieber Don Alphonso, nun, da sind wir ja einer meinung. zuverlässigkeit in beziehungen sind letztlich das a und o des lebens. auch hier lebt man so, denn letztlich bleibt man und streunt nicht ortlos in der weltgeschichte herum.
    es ist ebenso nichts weiter als töricht, sich mit jemandem einzulassen, bei dem man sich nicht sicher sein kann, ob seine absichten über die funktion, die man in seinem leben zeitweise darstellen sollte, mithin die einseitige, parasitäre zweckbeziehung, hinausreichen und das ganze wesen meinen resp. berühren möchten.
    .
    was immer wieder festzustellen ist, ist der umstand, dass in ganz vielen singles – und dies sind letztlich doch die meisten der freunde, wenn ich mal ganz genau zähle – der wunsch nach einer ehrlichen liebe schlummert oder besser gesagt: lauert, so sehr, dass von zeit zu zeit ignoriert wird, dass man zwar gerade liebelei betreibt – was für sich besehen ja etwas ganz schönes ist -, aber dies dann mit der liebe, die es jetzt doch endlich einmal sein müsse, aufgrund dieses romantischen wunschgedankens und ein paar hormonell induzierter ausreisser verwechseln wollen.
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    gedichte, hollywoodschinken, soaps, die dauerbeschallung mit love songs, die gesellschaftliche ausrichtung auf die familie und ehe mögen die ursache für diese sehnsucht nach ehrlicher, glücklicher, ewig währender liebe sein.
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    das fehlen dieses ideals der liebe wird dann als lücke, als manko, als schmerz ausgemacht.
    und nicht als norm.
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    dabei sollte man in betracht ziehen, dass noch vor einhundert jahren nicht jeder mit seiner oftmals von den eltern betrieben verheiratung zumindest zufrieden war, und sich zufriedenheit, besser: gewöhnung erst bestenfalls im laufe der jahre einstellte.
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    zuweilen frage ich mich, ob es nicht viel eher so ist, dass eine glückliche, auf gegenseitigkeit beruhende liebe die ausnahme ist, und das friedliche einzelgängertum die norm.
    .
    wenn man sich die lebenszeit vergegenwärtigt, die in einer wie-auch-immer-beziehung verbracht wird, und die lebenszeit als single, und wenn man dann noch die glücklichen phasen in einer zweierkonstellation dazu in beziehung setzt, so könnte der verdacht keimen, dass
    eine sehnsucht nach glückender liebe im menschen i.a. existiert, die kaum erfüllbar ist, zumindest darf man sie nicht vermessen vom leben erwarten.
    .
    andererseits sind zweckbeziehungen, so sich beide über zwecke und ziele – zumeist vermehrung, doch sollte man zuvor unbedingt medizinischen rat einholen, ob man das dynastische ziel gemeinsam überhaupt erreichen kann; der wunsch nach intellektueller zusammenarbeit ist auch nicht selten – einig werden können, nicht das schlechteste arrangement. die illusionen und die erwartungen an den anderen sind nicht so himmelhoch, mit dem respekt verhält es sich umgekehrt propotional, und das geschirr freut sich auf bessere überlebenschancen.

  35. Mal wieder schwer am...
    Mal wieder schwer am Wiederkauen des immer gleichen Sujets, des gleichen Defizits, genannt Bindungsunfähigkeit. Geistschmerz, auch öffentlich aufgeblogt, findet keine Linderung sondern, Gähn, geht in Verlängerung.

  36. lieber don, nie käme auch nur...
    lieber don, nie käme auch nur einer auf die völlig abwegige idee, dass sie natürlich selbstverständlich keinerlei eigeninteresse an solcherlei themen haben, nach dem, was man seit einiger zeit in ihrem grünen salon sehen kann.
    .
    ganz recht, liebe muscat. nie.
    .
    ausserdem spart er sich so gastbeiträge und deren aufwendige betreuung ein, denn gewisse themen poppen hier in den dialogen sowieso immer wieder auf.

  37. dr Gärtner, bedaure, aber es...
    dr Gärtner, bedaure, aber es wird nun mal gelesen und zwar nicht zu knapp. Erkären Sie den Lesern, dass es nicht taugt, vielleicht hilft es ja was.

  38. Was enthält der Artikel?...
    Was enthält der Artikel? Zunächst mal eine klar formulierte Frage: Wieso _heiraten_ bestimmte Personen nicht mehr? Danach kommt leider nicht mehr viel. Eigentlich nur einige, teilweise unstrukturierte Gedanken ohne eine echte These oder ein wirkliches Ergebnis einer Analyse am Ende zu präsentieren.
    Wenn man selber sich mal ein bisschen Gedanken macht, dann kommen einem viele Punkte, die man hier mal mit ein bisschen Recherche hätte verifizeren können. Meine Theorie ist, dass vor allem unser Scheidungsrecht das Risiko einer Heirat vollständig auf den jeweils besser verdienenden Partner verlegt. Ab einem gewissen Punkt werden die angesprochenen „oberen Kreise“ bei einer Heirat abgesehen von ein bisschen Steuernsparen nicht mehr viele Vorteile in einer Ehe haben. Schlimmer noch, eine Ehe kann einen gut Verdienenenden komplett ruinieren.

  39. (Sie sind ja auch immer noch...
    (Sie sind ja auch immer noch hier. Sie könnten doch einfach etwas anderes lesen? Es gibt so viele Alternativen.)

  40. Uwe, "Eine Frau ist im Leben...
    Uwe, „Eine Frau ist im Leben eines soliden, auf Erfolg und Anerkennung ausgerichteten Mannes ein unbeherschbares Risiko.“
    .
    Wer als so beschriebener (Ehe)Mann „beherrschbare Risiken“ haben möchte, muss Putzfrau, Köchin, Kindermädchen, Geliebte und Entertainerin, also Versicherungsprämien, bezahlen.
    Dazu sind die wenigsten bereit und hoffen stattdessen darauf, dass ihre Perle kostengünstig alle Profile in einer Person vereint. Und nicht etwa so dreist ist, trotz ihres Versagens in dem einen oder anderen Bereich später auch noch Zugewinn- und Versorgungsausgleich zu fordern. Wo kämen wir denn dahin, gell?

  41. Gut beschrieben. Ursachen für...
    Gut beschrieben. Ursachen für die Bindungsunlust gibt es vermutlich viele, die auch nicht so einfach auf den Egoismus der heutigen Generationen zurück zu führen sind.
    Sie beschreiben da die abgeklärte Beziehungsidylle der früheren Zeit, die aber auch viel Negatives zu gedeckt hat. Das Rollenverhalten war gesellschaftlich festgeschrieben und internalisiert, aber auch durch gegenseitige Abhängigkeiten zusammen gehalten. In den Sechzigern kamen dann die Befreiungsschläge, man ist Beziehungen in erster Linie aus individuell- persönlichen Gründen eingegangen. Der Partner sollte einen glücklich machen, die Beziehung sollte vor allem nicht langweilig sein, man sollte sich auch mit seinen negativen Seiten in einer Beziehung verwirklichen können, usw. Da gab’s dann natürlich auch jede Menge unrealistischer Erwartungen. Das hat der Dauerhaftigkeit und Bindungsbereitschaft sicher nicht gerade gut getan.
    Vielleicht ist es aber doch besser wenn es ein paar schlechte Beziehungen weniger gibt, und vielleicht auch weniger Heuchelei. Außerdem gibt es ja viele Gestaltungsvarianten , die auch eine manchmal gesunde Distanz mit einschließen. Nein ideal ist alles nicht, aber das war es vermutlich nie, und eigentlich können die meisten ganz gut damit leben.

  42. Verzeihung, dass ich mich kurz...
    Verzeihung, dass ich mich kurz einmische. Aber der Don sollte sich endlich ein Herz fassen und die so oft erwaehnte Apothekerstochter fuer einen laengeren Zeitraum an sich ziehen. Dann sieht man weiter. Vielleicht ist sie was rechtes?
    Wenn’s stimmt, was mal hier zu lesen war, soll sie aussehen wie die junge Palin, ist also keine eastethische Beleidigung. Man kann es ja diskret veranstalten, sodass die ganze Spiessermischpoche vor der Tuer bleibt.
    .
    Ausserdem gibt es nichts befriedigenderes, als einem huebschen Menschen unbekannte schoene Dinge zu zeigen. Altruismus ist eine feine Sache.
    .
    (Wie man eine Dame von ihrer Familie abkoppelt? Nun ja, hier im Blog gibts mindestens einen Spezialisten.)
    .
    Damit verabschiede ich mich wieder in die freudvolle Selbstausbeutung, die Spass macht und sogar bezahlt wird.

  43. Dass RTL noch nicht auf Sie...
    Dass RTL noch nicht auf Sie aufmerksam geworden ist, wär doch mittlerweile ein Klasse Vorabendformat.

  44. Ich könnte beim Thema...
    Ich könnte beim Thema Hochzeit einen Modetipp gebrauchen. Kann man als Gast auf einer Hochzeit auch einen schwarzen Anzug tragen? Der Anzug als Kleidungsstück ist soweit gesetzt, weil alles darüber overdressed wäre. (Das Brautpaar besteht aus Unternehmensberatern, viel Geld und wenig Geschmack) Strittig hingegen ist die Farbe. Mein Argument war, dass Schwarz nur zur Beerdigungen getragen wird. Das Tragen einer Farbe dunkler als anthrazit verbietet sich zu einem „freudigen“ (mir macht er keine Freude) Anlass. Jedoch besteht meine Freundin auf Schwarz mit dem Hinweis das sei gesellschaftliche Konvention. Soll ich mich dem Matriarchat fügen?

  45. Alternativen gibt es auf dem...
    Alternativen gibt es auf dem Beziehungsmarkt auch (nicht), aber bequemer ist es doch, die immer selbe Person jahrzehntelang vollzunörgeln.

  46. Der spanische Erbfogekrieg...
    Der spanische Erbfogekrieg beginnt von neuem: Ursula Piech im Aufsichtsrat. Wird sie weiterhin Gewerkschafter nach Rio schicken, wo man schon mit Schnaps im Tank fährt, nur um des schnöden Mammons willen? Schwingt sie sich auch auf die Dukatti wie weiland diese Landrätin unweit von Istadt? Macht sie die Merkel fertig? Kauft sie die Toskana und macht sie zum siebzehnten Bundesland? Gibt es bald einen VW down?

  47. sex and crime- was gelesen...
    sex and crime- was gelesen werden soll/muss
    kürzlich las ich einen krimi; sowas von fesselnd, (spannend soll man nicht mehr sagen); eine Thematik behandelnd, die mich , meine Familie und auch ehemaliges soz. Umfeld anging: 500 Seiten, noch neu, aktuell, eine Leihgabe.
    Die beschriebenen Verbrechen scheinen, das macht man heute oft(Verzeihung ,schon der zweite), aus real existierenden Presseberichten abgeleitet worden sein: Orte, der Handlung-mir bekannt und gern in Erinnerung ; zitierte Medien von mir viel benutzt., Lesezeit- von einem auf den anderen Tag.
    Aber () Warten bitte!! Ist das noch Realität?..O. eine Grenzüberschreitung?
    Der Weiterempfehlung folgte: (sage ich jetzt nicht!!)
    Wenn´s ein „iiii!“ gewesen wäre , hätte ich´s verstanden nach den ersten 15 Seiten, so aber , wenn was wirklich gut erscheint oder ist, nimmt man den ablehnenden Kritiker nicht mehr für voll>..“ Dann nehmen sie bitte etwas anderes…()
    Nur-, den empfehle ich die nächsten Monate nicht mehr ;das Werk ,wie auch ich haben eine langweilende Wiederholung nicht verdient.
    Die Wiederholung im metaphorischen Sinn sehe ich hier nicht und wenn dr Gärtner sich langweilt bei der Beziehungsanalyse, liegt´s vielleicht daran , dass Geldsachen im allgemeinen etwas trocken daherkommen.
    Was dann aber der FAZ und ihren Stammlesern mit ökon. Schwerpunktinteresse
    auch entsprechen mag.
    Ist doch so, odr?

  48. donna laura, es geht mir nur...
    donna laura, es geht mir nur um die Volksaufklärung. Nutzwertbeiträge laufen stets gut
    .
    Der Gärtner, wenn Sie dann zuschauen, ist ja alles gut – ich habe leider kein TV-Gerät.

  49. MüllerSchmidt, ich bin hier...
    MüllerSchmidt, ich bin hier als Plauderer tätig und nicht als Faktenheinz. Das Auslaufen und das Ausufern gehört zum System.
    .
    Veil of Ignorance, ich würde schwarz tragen und wenn die Braut mich fragt, sagen: Das ist die Trauer, weil ich Dich damals nicht hinter die Hecke….

  50. Veil, wenn das Brautpaar wenig...
    Veil, wenn das Brautpaar wenig Geschmack hat, ist die Farbe des Anzugs doch wurscht, oder? Entweder sie mäkeln an allem herum, oder sie merken es nicht mal.

  51. Bürgertum halt.
    .
    Betrachten...

    Bürgertum halt.
    .
    Betrachten wir uns selber als Humankapital, dann darf man das Kinderkriegen als eine Investition betrachten, aus der nicht wir, sondern eben die Kinder selber auch den Gewinn ziehen werden.
    .
    DAs ist durchaus gerecht, weil wir ja selbst Gewinn aus der zuvor von unseren Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, etc. getätigten Investition gezogen haben, indem wir uns jetzt unseres jetzigen Lebens erfreuen.
    .
    Aber es gibt natürlich auch die Möglichkeit, das Kapital aufzuzehren, es nicht wieder zu investieren, sondern einfach zu verbrauchen. Weil es ja da ist.
    .
    Und das ist es, was die heutige Gesellschaft tut: Sie lebt einfach vom Humankapital, das sie selber darstellt und braucht sich damit auf. Warum nicht? Eine Generation lang lassen sich auf diese Weise Bruttoinlandsprodukt und Lebensstandard steigern (weil mehr weibliche Arbeitskraft verfügbar wird), und was später passiert, kriegen wir nicht mehr mit und unsere Kinder mangels ihrer selbst ja auch nicht.
    .
    Und für alle anderen Bedürfnisse gibt es diskrete Versandhäuser.
    .
    Soweit zum Bürgertum.

  52. Veil of ignorance, schwarzer...
    Veil of ignorance, schwarzer Anzug geht immer, wenn er nicht gerade von Charme&Anmut oder Hungerlohn&Mangelqualität ist.
    .
    Aber leihen Sie sich besser eine Pilotenuniform aus.

  53. lieber don, hahaha,...
    lieber don, hahaha, nutzwertbeiträge… und sie sind sich ganz sicher, dass sie nicht ein klein wenig hinterhältig sind?

  54. <p>pochissime!</p>...
    pochissime!

  55. Und was heißt das nun wieder?...
    Und was heißt das nun wieder? Weder bei Leo noch in meinem Langescheidt find‘ ich’s. (Ich vermute doch richtig, dass es Italienisch sein soll?)

  56. Kommt wohl von "poco".
    Der...

    Kommt wohl von „poco“.
    Der Hausherr findet sich selbst nur ein kleines bisschen hinterhältig.

  57. Ist doch alles ganz...
    Ist doch alles ganz anders.
    Wie fragt eine Frau nach einem Mann.
    Unter zwanzig: Wie ist er?
    Zwischen zwanzig und dreißig: Was ist er?
    Ab dreißig: Wo ist er?

  58. Danke
    Das einzige Wort mit p...

    Danke
    Das einzige Wort mit p o c ist im Italien-Dictionary tatsächlich nur poco.
    Und: Un poco loco = das war mir bekannt.

  59. @Veil of Ignorance – ich...
    @Veil of Ignorance – ich würde mich nie dem Matriarchat fügen (und Patriarchat schon gar nicht). Mein Vorschlag wäre, ziehen Sie an, worin Sie sich selbst am wohlsten fühlen und begegnen Sie dieser Veranstaltung mit Humor.

  60. Ach wie schön.
    .
    Bereits vor...

    Ach wie schön.
    .
    Bereits vor hunder Jahren übersetzte man ‚Verloben‘ mit ‚Festhalten und Weitersuchen‘. Das Bedürfnis, damit ein paar Stufen nach oben zu hüpfen, existierte wohl schon damals und nicht erst heute.
    .
    Heute wird es offener ausgelebt und wenn’s nicht geklappt hat, weil einer der vorgeblichen Partner auf der letzten Stufe gestolpert ist, zeigen sich die Parvenues, stillos, wie sie sind, den Stinkefinger oder treten eine Kolumne in einer der passenden Zeitungen los.
    .
    Nicht anders als der übliche Rosenkrieg in der üblichen Ehe.
    .
    Lieber Don, perfekt formuliert: ‚Die dunkle Ahnung, dass man damit die eigene Existenz überhaupt nicht bereichert, sondern im Gegenteil jemandem überlässt, der sie nur als Zwischenstand im Leben begreift‘.
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    Je mehr sich so ein Strahlepärchen in der Öffentlichkeit präsentiert, desto mehr ahnt es mir dunkel, daß es nur um Eigenreklame in Richtung anderer potentieller und noch potenterer Partner geht.
    .
    Wozu sich festlegen? Hinter der nächsten Ecke, auf der nächsten Party, auf der nächsten Partnerwebsite warten sie doch alle! Jeder ist ersetzbar, mit Glück sogar gegen was Bessseres.
    .
    Kein Unterschied zum Auftritt im Bisiniss. Nur wer klare Forderungen stellt, kommt weiter.

  61. ah, caro don, l'appoggio della...
    ah, caro don, l’appoggio della società è uno piccolo pisello ridacchiaro, vero?

  62. Worum geht es ?...
    Worum geht es ?

  63. Nach längerer Abwesenheit...
    Nach längerer Abwesenheit möchte ich mich auch wieder mal zurückmelden. Ich hatte etwas das Gefühl bekommen, das sich alles hier wie überall in großen Kreisen, schön gesagt d. laura, in einem Mobile-Karussell um sich selbst dreht, ohne irgendwelche Veränderungen.
    Aber es stimmt ja auch, wir sind hier nicht beim Faktenheinz, der bei Luhmann promoviert hätte, sondern es geht ja um das Gespräch, und nicht die Konsequenz. Auch wenn man mal ein wenig müde werden kann.
    .
    Das Thema ist halt ein Klassiker, wie der vergammelnde Euro.
    .
    Mal die Frage ganz anders herum gestellt: Was bedeutet OBEN überhaupt?
    .
    Das man seine Lüste und Launen jederzeit mit einem Mausklick und einer schwarzen Kreditkarte sich erfüllen kann?
    .
    Das man ein ganzes Heer von Prostituierten zu jedem Lebenszweck wie einen Mops nach der Wurst scheuchen kann?
    .
    Irgendwann, und meist schneller als man es gedacht hätte, wird alles langweilig.
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    Die Frage nach der fehlenden Bindungsfähigkeit hat meiner Meinung nach viel mit der fehlenden Antwort auf die Frage nach den Sinn des Lebens, dem Universum, dem ganzen Fisch und dem Handtuch zu tun.
    .
    Wir vermeiden eine Entscheidung, weil wir fürchten, eine mögliche wichtige Option zu verlieren, und übersehen dabei, dass wir am Ende wie Hans im Glück dastehen, der einfach froh ist, den Mühlstein seiner dann von allen möglichen Zipperlein geplagten Existenz los zu sein.
    .
    Gerade weil ich bestimmt nicht religiös bin, halte ich die Entscheidung, einem geliebten, gefallenden, und über eine Weile des täglichen Zusammenlebens erprobten Partner dann irgendwann das feierliche Jawort zu geben, für die wichtigste und schönste Entscheidung, die wir im Leben frei treffen können.
    .
    Da wird der Himmel sicher nicht immer voller Geigen hängen, da werden immer Optionen wegfallen, aber über was sollte man sich denn mehr freuen, als über einen anderen erwachsenen Menschen, dem es auch Freude macht, jeden Abend mit einem einzuschlafen und morgens wieder aufzuwachen?
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    Sooo gross ist die Variationsbreite in unserem Leben nun auch wieder nicht. Und gerade die Wärme der Vertrautheit brennt viel schöner als das Feuer einer selbstbesoffenen Leidenschaft.
    .
    „Ich werde nicht jünger. Jünger hat man.“ – können leider die wenigsten Zeitgenossen sagen ( schöner Gag von Andreas Müller)
    .
    Ich schätze Ihre Meinung, werter Don Alphonso, glaube aber, dass in unserer ICH-Gesellschaft die Entscheidung für ein Du ein essentieller Baustein für eine weniger gierige und sensationsgeile Lebensform wäre, aufgebaut auf einer freien Verfügbarkeit sexueller Abenteuer in jungen Jahren, und der darauf folgenden Fähigkeit zu Respekt und wirklicher Freundschaft über die Geschlechtergrenzen hinaus.
    .
    Und auch wenn es banal klingt, wenn es einem mal so richtig dreckig geht, gibt es nichts schöneres als den Gedanken an jemanden, zu dem man aus dem Krankenhaus unbedingt wieder nach Hause möchte.

  64. hansmaier..
    sehe ich auch so!
    ...

    hansmaier..
    sehe ich auch so!
    man kann das weiterspinnen; humankapital——–investition, kopfkissensparen-reinvestition-resource-irreversibel,-erneuerbar.–nachfrage-angebot..
    magisches x-eck des humankapitals, bei steigendem I gilt (c.p.) ein sinkender..ich will nicht mehr mit dir……; oder wenn gross k gegen null: ich hab jetzt keine Lust…

  65. poco tedesco...
    poco tedesco

  66. pochissime=ein klein wenig...
    pochissime=ein klein wenig

  67. Ein schöner Artikel

    Wort des...
    Ein schöner Artikel
    Wort des Tages: Faktenheinz

  68. @ Hans Meier 555 / Antike und...
    @ Hans Meier 555 / Antike und Abendland 11.24h
    Wer ist Dodi?

  69. @ DA. Hochheiraten ist keine...
    @ DA. Hochheiraten ist keine Option mehr?
    ALWAYS keep ALL options OPEN.

  70. Auch der Faktenheinz kann sich...
    Auch der Faktenheinz kann sich zum Vollhorst machen.

  71. vermutlich bestellt der liebe...
    vermutlich bestellt der liebe don auch gerne mal ein sorrisotto al spiacevolezza grande con fiasco truffato… übrigens eine spezialität des hauses (mi scusi, carissimo, ich kann es ja auch nicht).

  72. Wehrter Don,
    Ihr trefft wie...

    Wehrter Don,
    Ihr trefft wie immer ins Schwarze, doch das ganze ist noch schlimmer
    wenn die Enkel nicht auf einen hören.
    Da bin ich dann nur froh das unser Anwalt mehr als nur ein Freund ist.
    Herzlichst P.

  73. Manche vertragen kein...
    Manche vertragen kein Aspirin
    Und manche halt keine Ehe.
    Ein zufälliger Blick zu einem Fremden
    löst angenehme Gefühle aus … so wie ein Sahnetörtchen
    Tageintagaus angeblickt zu werden, erzeugt Tortenwerfreflexe.
    Gibt es eigentlich ein Recht auf k e i n e n Sex ?
    Hui, dann gibt´s aber auch keine Juwelen, Pelze
    und den neuen SUV schon garnicht.
    Sex macht schöne tiefe Freundschaften kaputt.
    In einer Freundschaft fühlt man sich nie ausgeliefert,
    Manche halten Freundschaft deshalb für wichtiger.

  74. I bin's ned - na, na, na...

    I bin’s ned – na, na, na ..na I bins ned
    Wolfgang Ambros
    http://www.youtube.com/watch?v=yylAcm95h18

  75. hallo

    witzig
    mir fällt dazu...

    hallo
    witzig
    mir fällt dazu ein: es gibt sicher auch männer aus der besseren geselschaft und auch sonstiger gesellschaften – die frau besser nicht mit der beißzange anfast.

  76. Grossartig - wie immer!...
    Grossartig – wie immer!

  77. Ich vermisse die Kommentatorin...
    Ich vermisse die Kommentatorin Unellen hier !!!

  78. ..noch nicht...
    ..noch nicht veröffentlicht:
    „kleinmäusigkeit“

  79. Don Alphonso, könnte ich hier...
    Don Alphonso, könnte ich hier auch gleich eine Heiratsannonce aufgeben? Wird bestimmt oft gelesen, und ich bin seit langem auf der Suche nach einer sehr wohlhabenden Braut (eine Apothekerstochter und spätere Erbin wäre duachaus genehem, wenn ich auch derzeit noch kein Viagra benötige. Sic!)

  80. Und ich vermisse den Esprit...
    Und ich vermisse den Esprit früherer Tage hier !!!

  81. @pisello: Schöner Spruch mit...
    @pisello: Schöner Spruch mit dem Vollhorst, ich muss da unweigerlich an Finanzberater denken und ihr Gesülze zu einer „intelligenten“ Altersvorsorge, ja, die rechnet sich für HeinzHorsti und seinen kommandierenden Mauschelmeister.
    .
    @Gabriele: das ist in unserer Art, mit Sex umzugehen, leider der bittere Status quo:
    Man verzichtet auf ein Sexualleben und hat eine funktionierende Freundesfamilie, oder man hat Sex und einen Trümmerhaufen zerstörter Illusionen und seelischer Verletzungen.
    Ein bisschen übertrieben. Aber wir sind nun mal Viecherl, für deren Gesundheit, vor allem die seelische, ab und zu eine Runde Fröscheln oder so unabdingbar ist.
    Vielleicht(??) können Frauen leichter darauf verzichten.
    So pragmatisch wie in der Schweiz, wo ein lauschiges Püffli fast alle zwanzig Kilometer an der Landstrasse zu finden ist, sollte die Lösung wohl nicht aussehen.
    Da gibt es sicher ein Bedürfnisgefälle, was man sicher sonst nie so effizient kommerziell ausbeuten könnte.
    Aber ich finde es äusserst fies, wenn unter dem Deckmantel des Jugendschutzes und des Respekts vor Frauen alle explizite Sexualität aus den Medien getilgt wird ( selbst die oft gescholtenen Schmuddelsender verpixeln jetzt alles, was mehr als ein Busen ist) und rein in die hochrentable „Pr0noecke“ verbannt wird.
    .
    Wenn man mit Sexualität so undramatisch aufwachsen würde, wie mit dem Bier in Bayern ( das bekommt dem einen oder anderen auch sehr schlecht) statt wie mit stigmatisierten Joints, wäre meiner Meinung nach Freundschaft und Sex so locker zu verbinden wie mit jemand Nettem, Hübschen abends tanzen gehen.
    .
    Aber weil kein ernstnehmender Intellektuelle sich gerne von seinem Wurmfortsatz terrorisieren lässt, ist und bleibt Sex ein Ih,bäh-Thema wie andere notwendige und im Allgemeinen lustlos verrichtete Bedürfnisse.
    Schade.

  82. @Der Tiger: Vielen Dank für...
    @Der Tiger: Vielen Dank für Anmerkung. Ich kenne Sie ja nur aus dem Kommentarbereich, aber Sie sind ein toller Mensch :)

  83. und der netzoptiker ist auch...
    und der netzoptiker ist auch nicht mehr, was er früher einmal war … http://www.netzoptiker.de/ …. der verkauft jetzt online auch verstärkt an singles.
    .
    Und wir verkünden „Die Geburt des Internet-Reporters – Rein zuständig für Berichte aus der virtuellen Landschaft“. (Eine wunderhübsche, süße Single-Zeugung, man hat es begriffen, „haben wir ganz alleine gemacht“, *g*) (Und „Entschuldigung Friedrich“ – nicht jede Geburt muss man wirklich anzeigen, *gg*) (Und eine stark wachsene Redaktion – ganz offensichtlich.)
    .
    „Was auch diesem fragwürdigen Buche zu Grunde liegen mag: es muss eine Frage ersten Ranges und Reizes gewesen sein, noch dazu eine tief persönliche Frage, – Zeugniss dafür ist die Zeit, in der es entstand, trotz der es entstand, die aufregende Zeit des deutsch-französischen Krieges von 1870/71. Während die Donner der Schlacht von Wörth über Europa weggiengen, sass der Grübler und Räthselfreund, dem die Vaterschaft dieses Buches zu Theil ward, irgendwo in einem Winkel der Alpen, sehr vergrübelt und verräthselt, folglich sehr bekümmert und unbekümmert zugleich, und schrieb seine Gedanken über die Italiener nieder, – den Kern des wunderlichen und schlecht zugänglichen Buches, dem diese späte Vorrede (oder Nachrede) gewidmet sein soll. Einige Wochen darauf: und er befand sich selbst unter den Mauern von Metz, …“ http://gutenberg.spiegel.de/buch/3261/1
    .
    und grüße.
    .
    und das beste erschiene uns auch weiterhin, zu heiraten, weil man sich liebte. und zwar jede nacht. und alle anderen erwägungen & gedanken jenseits dessen wären kein luxus.

  84. Lagerfeld im Kuechenradio.
    Der...

    Lagerfeld im Kuechenradio.
    Der Mann ist klasse.
    .
    „Man muss das Geld zum Fenster heraus werfen, damit es durch die Tuer wieder hereinkommt“
    .

  85. außerdem ist "hochheiraten"...
    außerdem ist „hochheiraten“ schon deswegen keine option mehr,
    .
    – weil wir ja schon alle oben sind,
    – wie bekannt, eine reine frage des postmodernen polyperspektivismus,
    – schon verheiratet sind
    – und kein geld brauchen,
    – da wir ja alle viel besser auf kosten der substanz leben,
    – z.b. auf kosten der von deutschland. http://www.staatsverschuldung.de/schuldenuhr.htm
    – was zumal den kinderlosen leichter fällt, denn sie sehen nur der eigenen zukunft zu beim schwinden,
    – was kinderlosigkeit wie beziehungslosigkeit als das zeigt, was sie womöglich sind:
    – doppelt-erfolgreiche ausweichstrategie vor negativen gefühlen.
    – also vor deren möglichkeit
    – was allerdings womöglich für viele wiederum weder intelligent klänge noch mutig.
    – was uns wiederum zu der frage brächte,
    – warum sich nicht immer mehr leute zunehmend runterheiraten?
    – denn gemeinsam würde doch der geteilte abstieg viel mehr spaß machen, kurzweiliger sein,
    – zumal wo der doch sowieso kommt, der abstieg,
    – und keiner so genau weiß, wo unten läge,
    – oder ob es das überhaupt gibt.
    – und man ja auch immer mal was neues ausprobieren sollte,
    – und, psychologisch geschult, sowieso nicht alles so ernst wäre:
    .
    – man könne sogar demächst auch in bayern in mustern heiraten, statt gar nicht, also z. b. rauf und runter immer im wechsel, oder auf 3x rauf dann 3x runter, usw., usf.,
    – und all das so schnell wie möglich immer gleich online, denn
    – its more fun to compete!

  86. @fionn
    Forgot Dodi?
    Galerie Al...

    @fionn
    Forgot Dodi?
    Galerie Al Fayette…

  87. Wenn Hochheiraten keine Option...
    Wenn Hochheiraten keine Option ist, dann könnte man doch wenigstens das Hochschlafen entstigmatisieren, dann klappt es auch mit der Frauenquote.
    .
    Wie überhaupt die strategische Ausnutzung der körperlichen Ressourcen.
    .
    Denn da und nur da liegt der Grund, warum es mit der Gleichberechtigung nicht vorangeht: Weil die Frauen bisher nicht die Konsequenz aufgebracht haben, sich über alle inneren Hemmungen hinwegzusetzen, die dem Körpereinsatz im Wege stünden. Das Schmähwort „Hure“ sollte heute niemanden mehr einschüchtern. Männer verkaufen der Karriere zuliebe ohne mit der Wimper zu zucken alles, was sie haben, Anstand, Überzeugungen, Geschmack und Selbstachtung und sind dann auch noch stolz auf ihre Macherqualitäten.
    .
    Was weiss ich, welche archaischen Tabus da fortwirken.
    Dabei hätten es Frauen leichter als Männer, gerade weil sie ja nur ihren Körper verkaufen müssen und die Seele am Ende sogar behalten dürfen?
    .
    Und wenn die wilden Jahre vorbei sind, kann man viel Gutes tun, Enzyklopädien fördern und so.

  88. Hier bitte nur noch...
    Hier bitte nur noch Jubelperser!

  89. Schön wäre es ja, der Autor...
    Schön wäre es ja, der Autor hätte Recht – und Hochheiraten wäre aus im Kern ästhetischen Gründen keine Option mehr, Verweigerung der besseren Kreise gegen Turboaufsteiger.
    Die Wirklicheit ist wesentlich banaler: Nachdem mehr Frauen als Männer studieren, gibt es jene Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage nicht mehr, die eine Heirat zwischen Chef und Sekretärin früher naheliegend werden liess. Die örtliche Entmischung von Schichten durch die Abstimmung mit den Füssen jedes einzelnen tut ein übriges hinzu.
    Last but not least ist das Wirtschaftsideal des Don immer augenscheinlicher ein mittelalterliches. Eine selbstverordnete Stasis mit einer Handwerksordnung, die den Mitgliedern der Lobbyorganisation Weiterentwicklung ausdrücklich Verbot, um die einmal erreichten ökonomischen Vorteile eines Zunftmitgliedes für die Ewigkeit festzuschreiben. Aber das ist für einen Erben der besseren Gesellschaft eine den eigenen Interessen entsprechende Position …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  90. Ein Leben lang auf der Suche!...
    Ein Leben lang auf der Suche! Das ist es, was wir sind. Kann es ein Ziel geben, wenn man sich immer an Anderen orientiert? Man Kann O. Geissen mäßig mit ner 2 Mio Yacht in St. Tropez vor Anker liegen und sich gut fühlen, wacht man eines Morgens auf und die 100 Mio Yacht eines russischen Oligarchen ankert neben einem, wird jedem klar, was für ein armes Würstchen man doch ist. Marc Aurel hat in seinen Selbstbetrachtungen irgendwann mal gefragt, was es einem nutzt ein reicher Toter zu sein? Die Crux an der Ehe / Liebe / Sexualität ist, dass jedes für sich bestehen kann und wir es immer vermischen. Und die Liebe mag sie einen noch so entzünden hat nichts mit der sexuellen Sucht und Suche nach immer neuen Kicks zu tun. Die Ehe ist Vertrauen und die Fähigkeit die eigenen Bedürfnisse / Wünsche / Sorgen nicht immer als oberste Maxime des Wollens und Haben müssen zu begreifen, sondern einen Kompromiss zu finden aus zwei Menschen eine gemeinsame Richtung hinzubekommen.
    PS: seit 13 Jahren, 10 Monaten und 1 Tag verheiratet.

  91. @Unellen
    Geben Sie ihn uns...

    @Unellen
    Geben Sie ihn uns zurück!

  92. Obskurant, der:
    Jemand, der...

    Obskurant, der:
    Jemand, der Dinge sichtbar macht
    .
    (Aus dem Wörterbuch des Qualitätsjournalismus)

  93. PS: Bild 4, sehr apart!...
    PS: Bild 4, sehr apart!

  94. @Veil of ignorance – Was...
    @Veil of ignorance – Was für eine nette Überraschung! Ich gucke am grauen Freitagmorgen muffelig in den Computer… und finde ein Kompliment. Auf einmal ist der Tag nicht mehr grau. Vielen Dank!

  95. Hochreiten ist ja schon allein...
    Hochreiten ist ja schon allein deshalb gar keine auf Dauer angenehme Option weil es grundsätzlich doch unmöglich ist, sich von unten nach oben herabzulassen. Die fade Erkenntnis über diesen Umstand kriecht den betreffenden Personæ aber meist erst dann ins tumbe Hirn, wenn es zu spät ist. Immerhin, es wirft sich dann mit Meißner weitaus stilvoller als mit Ikea, und die pekuniäre Satisfaktion für RittmeisterInnen nach Rückabwicklung der blamablen Mesalliance ist auch potentiell höher.

  96. Reiterei, Schwulst und Penunze...
    Reiterei, Schwulst und Penunze sind im Übrigen gleichermaßen heillos überbewertet heutzutage, zudem gesellschaftlich absurd vermengt zu einer auf Dauer für das allseitige Wohlempfinden höchst unangenehmen Melange. Das kommt wahrscheinlich auch davon, daß man den selbst Menschen in besseren und besten Kreisen zumutet, sich um solch nieder Dinge wie die Erziehung ihrer Balgen und die Belange der Haushaltung selbst zu sorgen anstatt derlei nervenzerrüttende Verantwortlichkeiten zur Gänze in professionelle Hände zu legen, wie das früher üblich war.

  97. Heiraten ist sowieso ein...
    Heiraten ist sowieso ein Lotteriespiel.

  98. Der Gärtner, ich wäre ein...
    Der Gärtner, ich wäre ein schlechter Blogger, wenn hier so viel Ablehnung käme, wie Zuspruch kommt. So sind nun einmal die Regeln. Ich schalte aber auch die Kritik frei und überlege schon, ob das nicht auch seinen guten Grund hat. Ich glaube, man ist nicht gut beraten, zu bloggen und nicht an das zu denken, was in der Kommunikation entsteht.

  99. fionn, und ich bin keine...
    fionn, und ich bin keine Spielernatur!
    .
    JHM, naja, wer Kinder will, will sie heute ja auch ganz und wie das war, wenn man es anders macht, zeigt die Geschichte: Nur so mitteltoll. Ich jedenfalls habe phantastische Eltern, die natürlich alles selbst gemacht haben. Und was wurde aus mir?
    .
    Hm.

  100. Obwohl, andererseits....
    .
    Im...

    Obwohl, andererseits….
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    Im Ernst: Solche Dige sollte man nicht outsourcen.

  101. liebe fionn, schön, wenn man...
    liebe fionn, schön, wenn man dabei gewinnt!
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    liebe/r JHM, oja, jaja. und oh nein: die erben dürfen ihren kram gerne im ausserhäusigen schulinstitut treiben, den erbinnen steht dies qua jugendlichster jugend noch bevor. dieser sack einigermassen domestizierter flöhe werden aber auch noch von einer perle oder von den anderen einigermassen erwachsenen im hause versorgt. pekuniäres ist schon nicht ganz so übel, vor allem hinsichtlich seiner verwendbarkeit.
    .
    lieber Herr Schwarz, bester krötenmörder, da kann man nicht umhin, ihnen grosso modo zuzustimmen.

  102. liebe gabriele, au weh.
    .
    cher...

    liebe gabriele, au weh.
    .
    cher Filou, in dieses gabriele-horn stiess der gut aufgelegte lagerfeld gestern abend auch ein wenig. immerhin war er so ehrlich, pronodarstellern mehr mut als anderen schauspielern (oh, werden die mich im geiste für diese satzkonstruktion killen, hehe) zuzugestehen. der mann weiss, was er will, und wie er es bekommt, chapeau.

  103. mein lieber herr gesangsverein...
    mein lieber herr gesangsverein HansMeier555 (und kollateral auch ThorHa, was meinen sie denn mit diskrepanzen?),
    hin und wieder – man ist ja einiges gewohnt, nicht nur hier -, muss man als holdeste weiblichkeit dennoch auf solcherlei flachste provokationen eingehen, damit sie nicht noch mehr einreissen, kopfschüttelnd über
    so viel androzentrismus, der sie nicht jünger aussehen lässt.
    .
    „Anstand, Überzeugungen, Geschmack und Selbstachtung“, lieber HansMeier555, werfen frauen in ähnlichen berufen bereits ebenso über bord, und bitte, ich bestehe darauf, auch männer prostituieren sich bereits körperlich, durchaus im unpassenden beruf. bitte sehr, solange er hübsch und sauber ist, seine arbeit anständig erledigt und anspruchslos hinsichtlich belohnungsmechanismen ist, ts.
    .
    das durchaus doppelt deutbare desiderat – zum einen, dass ganz besonders frauen sich gut prostituieren können (wieso?), zum anderen, dass sie es eben sollen –
    führen sie bitte noch genauer aus, damit man wenigstens versteht, was exakt sie meinen.
    .
    zwar ist es sonnenklar, lieber Hans, dass sie jedem widerspruch auf ihre thesen ausweichen, mit dem ungefähren argument der gottgebenen gefügtheit des soseins der – vorzugsweise wieder feudalistisch werdenden – gesellschaft und dem der ironie,
    das aber muss ja nicht zwangsläufig bedeuten, dass man solchen altherrenfrotzeleien unwidersprochen zuhört und sich nach möglichkeit nicht an den krümeln der argumentationshülsen verschlucken darf.
    ziehen sie sich diesmal nicht hinter diese ihre üblichen argumentionszirkel zurück – das langweilt ein wenig (keine sorge, ansonsten finde ich sie ja wirklich ganz niedlich und witzig).

  104. @Don Alphonso: outsourcen?...
    @Don Alphonso: outsourcen? was? Das Kindermachen?? gibt es doch seit Menschengedenken!!

  105. @HansMeier555 06:28:
    Früher...

    @HansMeier555 06:28:
    Früher waren die Liebesdienerinnen (in der Antike) durchaus hoch angesehen und nicht verwerflich. Auch im Mittelalter gab es eine Zeit, da der Scharfrichter die Bordelle betreute und es nicht als unzüchtig galt zu huren. Wie passt das nur mit Onan zusammen?? Da durfte doch nur zwecks der Kinderzeugung …
    Egal warum hat die Kirche eigentlich dieses frauenfeindliche in sich? Nur weil Paulus anscheinend ein Frauenhasser war? Hm das wäre doch mal ein Thema für einen Gastbeitrag oder den Don himself!

  106. Die Erziehung!...
    Die Erziehung!

  107. Meine Mutter hat solange mit...
    Meine Mutter hat solange mit dem Kindermädchen am Kindertisch gegessen, bis sie die Tischmanieren gelernt hatte.
    Also so mit sechs Jahren.

  108. @Veil of ignorance: Ich will...
    @Veil of ignorance: Ich will ja kein Radio Eriwan spielen, Frau Tiger hat im Prinzip recht. Aber, wobei ich unterstelle, das ist alles später als 14:00h, Sie sind mit dem schlichten gutsitzenden anthrazitfarbenen Anzug am besten gekleidet. Schwarz = Beerdigung und nur Beerdigung.
    Weil es eine Hochzeit ist, darf es ausnahmsweise auch ein weißes Hemd sein, damit machen Sie nichts falsch. Die könnte man mit einer silber-schwarz gemusterten Krawatte und einem weißen Einstecktuch kombinieren.
    Schwarze Schuhe sind Pflicht, und wenn Sie keine Routine im Kombinieren von Farben haben, so dass eine Harmonie, oder ein gewollter Bruch, zwischen Farbe der Strümpfe, Krawatte, Hemdenmuster, Einstecktuch, Manschettenknöpfe entsteht, sind Sie mit anthrazitfarbenen bis schwarzen Strümpfen auf der sicheren Seite. Strümpfe, niemals Socken.
    @Frau Tiger: dem Kompliment wohnt sicherlich der Wunsch nach mehr Beiträgen von Ihnen inne, dem ich mich gerne anschließe. Lese das von Ihnen alles sehr gerne.

  109. lieber don, die erziehung als...
    lieber don, die erziehung als ganzes wird hier nicht aus der hand gegeben, zumal da sich die erben ab zwölf erst im internat wiederfinden und sie dort gleich zu mehreren schon darauf achten, dass maman et papa alles brühwarm per sms und mms erfahren, was einer von ihnen – wehe! – verbrochen hat.
    nun mag die liebe runde beurteilen, ob meiner wenigkeit diese form der schulischen erziehung geschadet haben mag oder nicht; vermutlich schadete es nicht (ich war schon so – die gene), denn so lernt man recht frühzeitig auf den eigenen beinen stehend die ‚welt‘, also das, was man in dem alter dafür hält, zu erobern, sich dabei zu behaupten und freundschaften für das leben zu schliessen, auch mit menschen, die einem in der zukunft nicht zum schaden gereichen.
    andererseits machte ich wohl meinen armen eltern das leben schwer, da ich zwar fest entschlossen war, ein studium zu absolvieren, aber ebenso fest entschlossen, parallel zu allem eine kleine famille zu gründen, weil eben der richtige schon über den weg lief. das mit den unabwendbaren tatsachen wäre zuhause wohl nicht passiert. denken sie immer noch. nun denn.
    .
    ich glaube sie, lieber don, jedoch dergestalt zu verstehen, dass man die kinder, wenn man schon einmal die gören hat, nicht aus egoistischen gründen in irgendwelchen vereinen oder horten abstellt, nur damit man sie mal los ist, um sich wieder mal eine latte macchiato reinzupfeifen und sich dabei selbst zu verwirklichen.
    .
    das nenne ich kalte vernachlässigung.
    .
    weil es diesen eltern – wenn aus dem westviertel, dann durchweg mit hohen ansprüchen, aber nichts dahinter – so völlig egal zu sein scheint, was ihre kinder treiben oder was mit ihnen getrieben wird.
    hauptsache, das ergebnis stimmt am ende: tolles bac, toller studienabschluss, toller job (ach ja, und dann eventuell noch ein wenig mehr nach oben heiraten…).

  110. @donna laura
    .
    Es ist...

    @donna laura
    .
    Es ist meinerseits weniger ein Vorschlag als die Frage, warum es nicht längst genauso läuft.
    .
    Und jetzt sagen Sie nicht schnippisch, es liefe längst so.
    Tatsache ist, dass Prostitution im weitesten Sinne ausserhalb von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten immer noch negativ gesehen und wird und nicht als konsequente Realisierung der human resources zum gegenseitigen Vorteil. Warum?
    .
    Was genau wäre denn die Moral, die mensch davon abhalten sollte, und und worin könnte sie gründen?
    .
    Da drüben sitzen junge Leute, die könnten Ihnen ausrechnen, was so einer Volkswirtschaft an Wirtschaftsleistung entgeht, weil junge Leute ihr Kapital brachliegen lassen. Und dann jammern sie über Studiengebühren!
    .
    Ich beschreibe nur eine win-win-Situation. Und die Kinder, denen das irgendwann peinlich sein könnte, nicht zu wissen, wer ihr Vater ist, wird es ja ohnehin nicht geben.

  111. Wenn sich das durchsetzt mit...
    Wenn sich das durchsetzt mit den wundervollen Eltern ,stirbt die Menschheit dann aus?
    .
    Ohne Ironie, mal gefragt?

  112. Nochmal den kinderlosen...
    Nochmal den kinderlosen Lagerfeld zum Thema zitieren: Ist so ein Sohn dümmer und
    unfähiger als man selbst, ist es ein Graus, ist er intelligenter – unerträglich.
    Er will das in seiner Gesellschaftsschicht beobachtet haben.

  113. @E.B.Binvonhier
    .
    Die...

    @E.B.Binvonhier
    .
    Die Menschheit sicher nicht. Nur die Population, die so tickt.
    Aber keine Sorge, irgendwas wächst immer nach, höchstwahrscheinlich was fröhlicheres, unbekümmerteres.
    .
    Um 1900 stellten die Europaer ca. 25 Prozent der Weltbevölkerung, heute sind es, naja.
    Ich sehe das ganz gelassen und ohne irgendein Ressentiment gegen wen auch immer. Aber doch im langen Zeitraum.

  114. @E.R.Binvonhier (2)
    ad...

    @E.R.Binvonhier (2)
    ad Lagerfeld:
    Sehen Sie, das meine ich mit meinem Spruch: Die Hölle ist man selbst. Weil es den Menschen, der einem noch helfen könnte, gar nicht mehr geben kann.

  115. oh je, lieber Hans, ich habe...
    oh je, lieber Hans, ich habe es befürchtet, dass sie mal wieder ihre runde mit dem steckenpferdchen ziehen und auf die insel der ironie flüchten.
    (gleich wärmen sie wieder ihre kurtisanen auf, oder die sie, wer weiss.)
    .
    prostitution ist den meisten kein berufswunsch gewesen, ob in der profiliga (davon träumen doch nur die dirty old men. was sollen die huren schon sagen, ausser dass es toll sei. zum friseur, der seinen beruf hasst, möchten sie auch nicht gehen) oder als amateur als dreingabe zum arbeitsvertrag.
    .
    das stichwort dsk reicht.
    .
    da wird mit macht die beine gespreizt oder der hintern in die höhe gereckt, wie sie wollen.
    .
    sex is a give and take.
    .
    sabba the hutt ist nicht attraktiv.

  116. @HansMeier555 06.15h
    Ah,...

    @HansMeier555 06.15h
    Ah, yes. Doch Sie meinen Al Fayed, oder?

  117. Weiss nicht von wem das Zitat...
    Weiss nicht von wem das Zitat ist:
    „Sie haben Aerger mit Ihren Kindern? Dann sind die vermutlich intelligenter als Sie!“

  118. Tja, da trappelt das Pferdchen...
    Tja, da trappelt das Pferdchen der Diskussion ja schön im ausgetretenen Pfad dahin…
    Wer sagt denn, dass „Körpereinsatz“ bei Frauen eine vernachlässigte Ressource wäre, wenn er nicht davon ausginge, dass die dazu reziproke Nachfrage im wesentlichen bei älteren männlichen Entscheidungsträgern zu finden wäre?
    .
    Ich denke, im Mode&Medien Bereich könnte so mancher hübsche Mann auch in Sorge um seine Kehrseite ausbrechen, sofern es ihm nicht sowieso schon Spass macht, ab und an eine Wunderkerze in der Hose zu zünden. Und so manche Milliardärin hat auch mal einen eher nichtsnutzigen Galan in den siebten Finanzhimmel befördert..
    .
    Ich finde die ganze Diskussion schade, Sexualität als rares Mangelgut unter dem Tisch zu halten, sondern es wäre viel sinnvoller, seine Bedürfnisse offen zu bestimmen und leben zu können, als sie nur als Bezahl- Druck und Korrumpiermittel zu instrumentalisieren.
    .
    Wenn Studien zeigen, dass der Anblick leichtbekleideter Damen im statistischen Männerhirn Arreale aktiviert, die im wesentlichen bei einer Aufgabe aktiviert werden, wie wenn ein Loch in die Wand gebohrt werden müsste, und die umso ferner von Empathie und Einfühlungsvermögen liegen, desto mehr der Mann Frauen geringschätzt — dann zeigt das nicht nur, das alle Männer potentielle Vergewaltiger sein könnten, sondern auch, dass sie es umso mehr sind, solange sie reizvolle Frauen nicht als gleichwertige Kommunikationspartner zu schätzen gelernt haben.
    .
    Sicher ist da vieles wahr, dass homo- und heterosexuelle Männer oder Frauen, und Individuen, ganz unterschiedliche sexuelle Vorlieben und Abneigungen haben, manches biologisch, anderes anerzogen, abe ich bleibe ein Fan der sexuellen Revolution im Gegensatz zu dem Martin-lila-Latzhose Biobumsen, um endlich den Kinderwagen voll zu kriegen auf der einen und dem neopuritanischen „Igittigitt, ich habe ein Geschlechtsteil!“ Entsetzen auf der anderen, das alles nur in Dimensionen des Missbrauchs und der Diskriminierung zu sehen.
    .
    Je geheimnisvoller, desto desaströser.
    Das ganze hätte ja auch mal Spass machen können ohne dauerndes pubertäres Verschreckt sein, vom Grossen Bruder mit der Hand unter der Bettdecke erwischt zu werden.

  119. @Don Fernando – Bei uns gab...
    @Don Fernando – Bei uns gab es Rundfraß, was mir keiner glaubt. Wir drei Kinder saßen nebeneinander auf einer Bank und vor uns das Hausmädchen mit einer Riesenschüssel Haferbrei. Immer reiherum wurde uns ein Löffel dieses entsetzlichen Gerichts in den Mund geschoben. Wer den Mund nicht öffnete, dem klatschte das Hausmädchen den Inhalt des Löffel ins Gesicht (einmal diese Erfahrung, und man machte den Mund auf schon bevor man dran war). Da ich die Älteste war, habe ich diese Zwangsernährung noch bis ins ältere Kindesalter erlebt.
    .
    Auf Grund dieser Erfahrung habe ich meine Kinder nie gezwungen, irgendetwas zu essen wogegen sie sich wehrten. Die Kleinen durften sich immer selbst füttern sobald sie greifen konnten und das wollten(> 10 Monate). Statt Brei gab es dann greifbare Bissen (z. B. Kartoffel- und Pfannkuchenstücke, gekochte Karotten, Brie). Eines der Tigerbabys hat sich daraufhin ein paar Monate lang im Wesentlichen nur von Camembert und Oliven ernährt, was ihr aber offensichtlich nicht geschadet hat. Und was Tischmanieren betrifft, womit man müden und hungrigen Kindern auch den Spaß am Essen und Leben verleiden kann, hab ich gesagt: „bei mir könnt ihr so essen, aber wenn ihr mal bei Königin Beatrix oder Prinz William eingeladen seid, solltet ihr besser die Gabel so und so halten.“

  120. @HansMeier555
    .
    "Um 1900...

    @HansMeier555
    .
    „Um 1900 stellten die Europäer ca. 25 Prozent der Weltbevölkerung.“
    .
    In einem langen, sehr langen Zeitraum betrachtet ein einmaliger Ausrutscher.

  121. Als mildernden Umstand für...
    Als mildernden Umstand für mich würde ich anführen, von diesem Artikel hier inspiriert worden zu sein.
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/2012/03/31/monogamie-ist-eine-loesung.aspx
    .
    Warum soll man nicht hin und wieder was konsequent zu Ende denken?
    .
    Thema dieses Beitrags hier ist doch, dass Männer sich heute nicht mehr binden und auch die Ehe keine lebenslange Verpflichtung mehr darstellt.
    Warum sollen dann (so könnte man mit Julia Seeliger fragen) die Frauen noch Regeln einhalten, die doch nur im Rahmen der alten patriarchalen Ehe ihren Sinn hatten, die ihnen zumindest Status und soziale Sicherheit gewährte?
    .
    Wer keine unbefristete Stellung mehr erhält, muss sich eben aus den Zeitverträgen rausholen was geht.

  122. @ donna laura von 13:14...
    @ donna laura von 13:14 Uhr
    (Mein lieber Herr Gesangsverein …) Chapeau!*
    .
    * Ein zwar mittlerweile verachtetes Wort. Es passt hier bitte unbedingt. Bin begeistert und verbitte mir jede Begründung (Max Goldt)

  123. Ich habe mich ja schon lange...
    Ich habe mich ja schon lange daran gewöhnt, daß meine jeweilige Lektüre in einer beunruhigenden Koinzidenz zu Ihrem aktuellen Thema steht, Don Alphonso. Allein, einer gewissen gutmütigen Verblüffung kann ich mich nicht entschlagen und ich frage mich was geschähe, wenn ich eines Tages etwas Roche-artiges lesen würde. Nun denn, die Gefahr ist gering. Also dieses Mal: Das Glück der Familie Rougon. Veröffentlicht 1871, handelnd im Jahr 1851 und in den Jahrzehnten davor als Rahmenerzählung. Und was findet der neugierige Leser? Es ist wie es immer war. Ein bäuerlicher Kleinbürger, der, nachdem er Mutter und Geschwister um das gemeinsame Vermögen betrogen hat, nach oben heiratet. Dort feststellt, daß die Bäume auch nicht in den Himmel wachsen. (Man schafft es zwar fast ins richtige Viertel, aber nur auf die falsche Straßenseite.) Nichtsnutzige Kinder: Journalist, Politiker und idealistischer Arzt mit totalitärem Unterbau. Dazu ein einziges Lebensziel: reich werden und zwar schnell und: „Im übrigen gab sie [Pierre Rougons Ehefrau Felicité] den Kampf nicht auf; sie hatte den Vorsatz gefaßt, eines Tages durch die Schaustellung ihres Reichtums und ihres schamlosen Prunkes die ganze Stadt vor Neid bersten zu machen.“ Wo ist die Differenz zum „Garnichts“? Zola: „Die ganze Bitterkeit ihres Unglücks stieg Felicité wieder in die Brust. Ihre Söhne trieben sie in den Bankerott. Sie hatten sie zugrunde gerichtet und trugen ihr nicht die Zinsen des Kapitals, das sie darstellten.“

  124. @ The Great Artiste
    "...wie...

    @ The Great Artiste
    „…wie mit dem Bier in Bayern“
    .
    Ein entspanntes Bild. Da stechen Sie bei mir etwas an. Leider nichts so Entspanntes.
    .
    Mecker. Meine Erfahrung als Nord-Bayerin: Es wird gesoffen, bis die Hucke kracht. Das bairische Bier in Bayern als flüssiges Brot hinzustellen und den Bayern als solchen als Menschen, der halt so ist und das im Unterschied zu anderen Volsstämmen entspannt kann, ist ein geschickter innerbairischer Trick von notorischen Säufern, schon ab 14 Uhr nachmittags das Saufen anzufangen und dass keiner etwas dagegen sagen kann. Außer er will ein böser Kultur-Spielverderber sein. Maulkorb! Will er natürlich nicht
    .
    Das 4000-Seelenkaff, aus dem ich stamme, hatte gefühlt ungelogen in jeden zweiten Haushalt mindestens 2 feste Alkoholiker. :-p Die Teenager saufen fast alle. Einige (zu viele) Altersgenossen habe ich im Disco-Autostraßenkampf wg. Alkohol am Steuer verloren. Und die Stützen der Gesellschaft in dem Kaff haben ALLE gesoffen. Der Bürgermeister hat gesoffen, der Pfarrer liebte den Schnaps, der Herr Doktor war ein Säufer, der Malermeister hat gesoffen. Man fand ihn willenlos im – gottseidank im Sommer fast immer trockenen – Bachbett herumkriechen. Er hielt es für die Straße nach Hause. Aber es war – immerhin, ohne GPS! – der Bach zu seinem Büro.
    Der Herr Doktor hatte ab und an seltsam falsche Diagnosen. Einige dieser Diagnosen liegen auf dem Friedhof und können sich nicht mehr beschweren. Irgendwann hatten alle bei ihm Rheuma. Egal, was sie wirklich hatten. Auf dem Lande fällt das aber gar nicht auf. Da sind Rheuma, offene Beine und Gicht Goldstandandard. Gicht vor allem (Ursache hoher Fleischkonsum, Alkohol-Missbrauch, bairische Lebensweise …)
    .
    Ein Verwandter hat sich neulich ein Auge ausgestochen, weil er mit ein paar Bierchen – wieviele es wirklich waren, sagt er bis heute wohlweislich nicht, nicht mal seiner Mutter – auf eisglattem Gehweg hinfiel. Mit dem Auge auf etwas drauf, und vermutlich dabei immer noch die Hände in den Hosentaschen hatte. (O’gnähte Händ‘ sagen wir da oben dazu.) Sonst hätte er Abschürfungen oder Bruch an den Händen oder Ellenbogen. Was normal gewesen wäre. Denn jeder, der nicht besoffen ist, reißt reflexhaft die Hände nach vorne.
    .
    So ist das in Bayern. Schön ungemütlich dieses mia san mia, es tut mir leid. Schön ist das nur von außen, gewissermaßen von Kiel her betrachtet.
    Vermutlich ist das mittlerweile schon in den Genen drin. Das geht rasch, innerhalb von 2 Generationen. Ein Genpool von Verrückten, Irren und Berauschten. :-) Was einen in einer nüchternen Stunde ernsthaft davon abhalten kann, eventuell ebensolche Nachkommen zu produzieren. Wenn da nicht die Hormone wären. Zefix!

  125. @HansMeier555, hat in einer...
    @HansMeier555, hat in einer Welt voller Optionen eine monotheistische Religion
    nicht ausgedient, sozusagen Altpapier?

  126. @donna laura
    .
    Prostitution...

    @donna laura
    .
    Prostitution gegen cash wäre ja das geringste Thema.
    .
    Die von Fräulein Seeliger aber ganz richtig gestellte Frage ist schon, warum weibliche Promiskuität auch heute noch ganz allgemein negativer bewertet wird als die männliche, auch wenn dabei von Prostitution im engeren Sinne nicht im mindesten die Rede sein kann?
    .
    Die Antwort scheint mir ganz banal. Das sind eben nicht nur archaische oder religiöse Vorurteile, sondern die in unserer KUltur womöglich durchaus plausible Unterstellung, dass Frauen (aufgrund ihrer schwächeren, ärmeren, abhängigeren Lage) sich dabei eben nicht nur aus „echter“ Zuneigung, sondern mit materiellen Hintergedanken verführen lassen. Dass sie sich von ihrem Entgegenkommen eben den sozialen Aufstieg versprechen, von dem im ARtikel hier die Rede ist. Darum dann auch gleich das Schimpfwort mit dem großen H.
    .
    Und eben darum brauchten Frauen bis 1977 oder so auch noch die Zustimmung des Ehemanns, wenn sie einer bezahlten Arbeit nachgehen wollte.
    Und das versteht heute ja längst auch keine(r) mehr.
    .
    Manchmal freu ich mich darüber, dass die Fundichristen in den USA so stark sind. Wären sie es nicht, hätten die neoliberalen Ideologen das Thema längst aufs Tapet gebracht.

  127. Von mir lernte der Kleine...
    Von mir lernte der Kleine Spagettis zu schluerfen, mit dem Suppenloeffel Erbsenartillerie zu spielen, in der Kueche die Butter ins Seifenschaelchen zu tun, dafuer die Seife ins Butterfach, ganz schlechte Erziehung eben.
    „Der isst wie ein Graf“, so die Meinung der Kinder befreundeter Eltern zitierend.
    .
    Gute Vaeter muessen (!) schlechte Beispiele geben, dann klappts auch mit der rechten Erziehung.
    .
    Bitte weghoeren; ich habe Schnupfen und muss eben die Nase hochziehen. So, Sie duerfen wieder hinhoeren. Lohnt aber nicht, denn aus Mangel an Taschentuechern muss ich jetzt eine neue Klorolle vom Haeusle holen.
    .
    Gruess Gott!
    (Wenn du ihn siehst. War ein guter Mann.)

  128. Und die Mutter guckte...
    Und die Mutter guckte dumm,
    Auf dem ganzen Tisch herum.

  129. @Vroni: Dass Cervisia...
    @Vroni: Dass Cervisia ordinaris regional so katastrophal zuschlägt, wie sie es konträr zum Inhalt wunderschön schildern, hätte ich wohl für möglich gehalten, in der Vehemenz doch eher auf den Einzelfall vermutet.
    Auch ich kenne ein paar Leute, denen Alkohol schlecht bekommen ist, aber eine überwiegende Mehrzahl zieht doch eher Genuss und Entspannung daraus, selbst wenn sie medizinisch gesehen viel zu viel trinken.
    .
    Das ist so das klassische Dilemma: wegen 5-10% Idioten müsste man alles, was Spass macht, aus Gesundheitsgründen verbieten: Tempo 90 auf der Autobahn, 0,00 Promille Alkohol, Alkohol und Tabakgenuss rigoros nur in den eigenen vier Wänden.
    .
    Ein, zwei Spanner ( oft völlig von der Rolle wegen einem anderen kulturellen Hintergrund) können eine normale, lockere Sauna schnell zur reinen Herrensauna umfunktionieren; Textilsauna wie in USA ist im Vormarsch.
    .
    So geht es eben. Leider. Die Lösung mutig nach vorne oder defensiv nach hinten kann nur die Zeit zeigen.
    .
    Ich finde auf alle Fälle alle Art von Prostitution unangenehm, weil sie alte Machtstrukturen und Rollenbilder in Stein meisselt.

  130. @ The Great Artiste
    :-)
    .
    In...

    @ The Great Artiste
    :-)
    .
    In Provinz-Bayern sind das leider nicht ein paar 5-10% Idioten, bzw. Suffköpfe, sondern mindestens 50-70%.
    So hoch ist ungefähr ist übrigens auch der Anteil der CSU. Oder der Anteil an latent Depressiven. Was nicht zwingend zusammenhängen muss, frotzel. (Korrelation ist dazu auch nicht Kausalität).
    .
    Da die Stützen der Gesellschaft dort im Unterschied zum normalen Fußvolk (misera plebs wie der Lateiner sagt), wo durchaus der eine oder andere Nüchterne dabei sein mag, komplett bereits in jungen Jahren dem Alkohol verfallen sind, ist es eine Forderung weiblicher oder männlicher Vernunft, GENAU NICHT NACH OBEN ZU HEIRATEN. Da sind 99% bleu oder haben sonst einen Knall und wenn es die Hybris ist. Sondern lieber seitwärts. Mit einem zarten Blick auf das Suchtverhalten des bairischen Kandidaten, sofern das in rosa Stimmung noch möglich ist.
    .
    Das liebe höhere CSU-Bürgertum in bairischen Käffern hat gut versteckte Risse und Abgründe, da ist ein SPD-Arbeiter-Haushalt mit seinem Billigbier und seiner Currywoscht ein Hort von Kultur und Aufrichtigkeit.

  131. liebe Vroni, mein compliment...
    liebe Vroni, mein compliment für ihre zeilen für die bayerische bierkultur, sehr erhellend – um nicht zu sagen: ernüchternd – und sehr schön geschrieben!
    .
    lieber The Great Artiste, wenn ich noch wüsste, wo ich gelesen habe, dass amerikanische soldaten heutzutage im trainingsanzug in die sauna gehen… anfügen möchte ich noch, dass ich einigen männern irgendwelche gewalt gegenüber frauen überhaupt nicht zutraue, und bei anderen könnte man den eindruck haben, es müsste nur eine negative konstellation eintreffen, und es wäre so weit. beurteilen kann man das an der art der kommunikation, wie dem anderen generell und wie dem anderen geschlecht begegnet wird.
    übrigens, ihr lila biobumsen und das puritanische igitt ist ja auch wirklich herrlich.

  132. Ein schönes Sittenbild,...
    Ein schönes Sittenbild, Vroni. Ich finde es ja überaus schade, daß die „Titanic“ den body-count besoffener CSU-Funktionäre eingestellt hat. War sehr erhellend. Jetzt könnte ich ja pharisäerhaft mir auf die Schulter schlagen und meine wohlerworbenen Vorurteile über die seltsamen Bewohner der Lande südlich des Weißwurstäquators fröhliche Urständ feiern lassen. Ich glaube aber, daß die hiesigen Stützen der Gesellschaft da wohl nicht anders sind. Und da bin ich doch wieder Pharisäer: danke, Gott, daß ich nicht so bin wie diese. Nobody is perfect.
    .
    Also ich bitt, Filou, wer wird denn mitten im Frühling Schnupfen haben? Courage, nicht wahr?
    .
    Ist es bei Ihren Sprösslingen tatsächlich so, Donna Laura, daß sie das Internat wirklich schätzen? Ich mag ja frühkindlich geschädigt sein, aber ich kann mich an entsprechende Institutionen nur mit Grauen erinnern. Ist bei der positiven Einschätzung durch die Eltern vielleicht der Wunsch der Vater des Gedankens? Und die Kinder hassen es vin Wirklichkeit? Nunja, ich bin kein phänotypisches Beispiel, geradezu undeutsch: ich habe kein Auto, war noch nie auf Malle und habe noch nie eine Zeitung gelesen, deren Schriftgröße höher als 12 Punkt war.

  133. "Sie blickten in den Himmel...
    „Sie blickten in den Himmel der Zukunft von gestern.“
    Eine herrliche Überschrift; auf FAZ.NET gefunden.

  134. ...das Schicksal aller...
    …das Schicksal aller Planwirtschaftler, Bürokraten und Technokraten.

  135. Donke, donke. Nur koin Rummel...
    Donke, donke. Nur koin Rummel um moine Person.
    (Nein, es steht kein Alk am Rechner und es auch keiner in der Vroni drin.)
    .
    Während HansMeier3x5 lustige provokative Thesen zum Neofeudalismus produziert (wo hat er nur alle diese Einfälle her), kann man nicht umhin, zu sehen, dass ich am gehobenen Bürgertum (k)einen Narren gefressen habe. Jeder dahergelaufene Grund ist mir Recht, engstirnig prollig auf ihm herumzuhacken. (Nicht auf den armen Meier, sondern auf dem besseren Kreiseltum.)
    .
    Wenn man jung und niedlich ist, ist ein Leichtes, mit diesen Kreisen in Kontakt zu treten. Egal, ob höhere Söhne selten sind oder nicht, wenn man jung und hübsch ist, geht scho oiwei wos. Allzu dämlich sollte man halt nicht sein, sich nicht zu benehmen. Umstürzen der Ming-Vase (Uuups! tut mir aber leid!) leider tabu. Dumm nur, dass ich die meisten einfach nicht mag. Und wenn sie nicht schon eine Freundin haben (toll: ich soll ihrem Harem beitreten! Nice try) oder neurotisch oder Muttersöhnchen oder beides sind, dann haben sie eine gusseisern hochnotpeinlich prüfende Mama, wegen der ich auf Jeans und gewisse Ausdrücke verzichten sollte. Oder sie haben merkwürdige Väter, über die seltsame Gerüchte in der Stadt in Gange waren.
    Es heißt immer, dass Männer vor Bindung flüchten. Weibliche Fluchtreflexe sind bei dem menschlich mäßigen Angebot – manchmal sage ich böse: seltsames Männermaterial – manchmal auch nicht schlecht.

  136. nun, lieber Hans, ob dies eine...
    nun, lieber Hans, ob dies eine antwort auf die von seeliger aufgeworfene frage ist, kann ich ihnen nicht beantworten. vielmehr ist es, dass mich diese position der verurteilung in der gesellschaft schon sehr irritiert, um es vorsichtig zu formulieren.
    .
    als ich einmal von einem bekannten hörte, das die eine dame da hinten eine schlampe sei und er mir auf meine erstaunte nachfrage hin erläuterte, dass sie es mit der treue – sie war damals übrigens single – nicht so habe, dann meinte ich, auf einen herrn in einer anderen ecke deutend:
    schauen sie mal, demnach ist dieser mann ein schlamperich.

  137. wie im übrigen hier in...
    wie im übrigen hier in unserer burg das problem mit liebe, sex und treue gehandhabt wird, breite ich zuweilen ja aus. nicht ganz einfach, und sicherlich nach jedermanns geschmack, aber individuell gesehen durchaus angenehm.

  138. @Filou – (15:39) – Mit...
    @Filou – (15:39) – Mit Bezug auf: “Weiss nicht von wem das Zitat ist:
    „Sie haben Aerger mit Ihren Kindern? Dann sind die vermutlich intelligenter als Sie!“ .
    Intelligenz ist ein Geschenk der Natur. Dafür, dass man Kinder hat, die klüger sind als man selbst, kann man nichts… ebenso wenig, wie man nichts dafür kann, klüger zu sein als die Eltern. Darüber hinaus füge ich noch aus eigener Erfahrung hinzu, dass die Situation ausgesprochen schwierig ist, wenn man auf wichtigen Gebieten merklich klüger als die Eltern ist.
    .
    @Savall – Ihre Frage bezüglich Internat ist interessant. Als eines der Tigerbabys so um die 14 Jahre alt war, war das Familienzusammenleben für uns alle schwierig. Schließlich habe ich gesagt: „Bevor wie uns gegenseitig das Leben schwer machen wie in meiner Jugend zwischen mir und meiner Mutter, suche ich ein Internat, wo die Leute wissen, wie man mit intelligenten Teenagern umgeht“. Ich war schon so weit, aus der FAZ die Adressen zu kopieren, da lenkte das Tigerbaby ein… und seitdem – habe ich mit Interesse beobachtet – hat es nie wieder alle ihre Karten ausgespielt. Denn eine vierzehnjährige mit einem jungen, nicht mit verbrauchten Ideen vollgestopften Gehirn ist seinen alten Eltern mit verkalktem Gehirn und vorsichtigen argumentativen Vorgehen immer überlegen.

  139. lieber Savall, zu anfang ist...
    lieber Savall, zu anfang ist es immer schwierig, für alle, und logischerweise hat der älteste erst einmal gelitten, weil ausser seinem besten freund (nein, nicht dieser) sonst niemand aus seinem gewohnten umfeld dabei war. das gibt sich mit der zeit und es ist ja auch kein kinderheim oder gar langweilig und hässlich. im nachhinein merkt man schon, dass es eine besondere zeit war, dass man viel zeit für sich und die freunde hat und im prinzip die abwechslung wie sport o.ä. direkt vor der haustür liegt. ausserdem ist es ganz sinnvoll, weil dann auch die eltern nicht so klammern und sich in der phase der pubertät peinlichst auf ihren nachwuchs stürzen und herumglucken. was der herzlichkeit keinen abbruch tut; man begegnet einander anders, gelassener, von den alltagsstreitereien um liegen gelassene socken recht unbeeinträchtigt. kurz gesagt.

  140. The Great Artiste 19. April...
    The Great Artiste 19. April 2012, 14:59
    Schön, dass Sie wieder da sind.
    Im Gegensatz zu vielen hier, die in Bezug auf Unterleib dem Don nacheifern,
    (Donna Laura & Filou ausgenommen) reden Sie darüber. (gerade bei diesem Thema)
    Beim Thema hier wird völlig außer acht gelassen,
    dass Männer öfter mal nicht mit dem Hirn denken.

  141. @an alle die Hochreiten...
    @an alle die Hochreiten gepostet haben, habe ich im Kamasutra was verpasst?

  142. @ Savall
    Schade aber auch. Ihc...

    @ Savall
    Schade aber auch. Ihc vermisse auch das „Schlechte Verstecke“ der Meister des Frankfurter Blödsinns.
    .
    Kann nur mit einem Uralt-Bodycount eines besoffenen FDP-Bundestaglers aufwarten: http://www.youtube.com/watch?v=siw-MAiKVtA
    .
    [Kleinert ist für eine Rede bekannt, die er am 23. November 1994 in alkoholisiertem Zustand im Deutschen Bundestag hielt, in der er unter anderem die „Aufnahmefähigkeit eines Teils der Mitglieder des Hauses“ als „offenbar nachhaltig eingeschränkt“ sah, was angesichts seines alkoholisierten Zustandes und seiner lallenden Artikulation mehrfach zu Gelächter unter den Anwesenden führte. Jene Szene wurde im deutschen Comedy-Fernsehen seither häufig ausgestrahlt. Quelle: Widipedia]
    .
    Und neben Wiesheu % Co. einen erhellenden Text (Obacht Berlin, Obacht ein Blogger, vermutlich ein blogpolizeilich gesuchter Dönerfresser) über einen Politiker mit dem Namen eines flugunfähigen Vogels, nach dem ein irrelevanter Flughafen in einem Sumpf benannt wurde:
    .
    „Wir packten ihn mit vier Mann und trugen ihn zu einer Hollywod-Schaukel in der Garten-Ecke. Am Rest des Abends beteiligte sich X nur noch mit unartikulierten “Uijujui”-Rufen von der Hollywood-Schaukel.“
    Quelle: http://www.sprengsatz.de/?p=1448
    .
    Auch schön: „,,,begrüßte der CSU-Chef in einem Münchner Lokal lautstark mit den Worten: “Da kommt die Hure von Brandt”.“ (Quelle: ebenda)

  143. @Donna Laura -...
    @Donna Laura – Diskrepanzen:
    Ich meinte schlicht den zahlenmässigen Unterschied zwischen Männern mit Magister- oder Doktortitel und den Frauen mit ebendenselben Titeln.
    @HansMeier – Prostitution:
    Ich bekam vor Jahren einmal die Frage gestellt, ob ich mir das Arsch Hochhalten als Quelle des lebensunterhalttes vorstellen kann oder es gar verpflichtend machen würde, des Arbeitsamts wegen. Ich musste verneinen, womit sich ihre Frage von selbst beantwortet. Ihre Ausfälle gegen den Neoliberalismus langweilen (mich) – dass der mensch auf Anreize reagiert, ist offenkundig. Und dass es nicht alleine, nicht einmal überwiegend monetäre sein müssen, hat sich auch in die moderne Ökonomie herumgesprochen, und das schon länger.
    @Vroni – Idioten und Suffköpfe:
    Jeder, der tatsächlich glaubt, mehr als die Hälfte seiner Mitmenschen seien Idioten, ist mit Sicherheit selbst einer.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  144. donna laura 20. April 2012,...
    donna laura 20. April 2012, 15:15
    .
    sabba the hutt ist nicht attraktiv …
    … aber mächtig.

  145. Da waren in zwei Beitraegen...
    Da waren in zwei Beitraegen zwei literarische Zitate. Wer’s weiss kriegt mein ‚Prost‘ aus letzter Flasche (noch’n Zitat). Savall darf nicht mitspielen. Der weiss zuviel.

  146. donna laura 20. April 2012,...
    donna laura 20. April 2012, 13:14
    Meine Verehrung, komisch dass mir hier beim Thema die Frauen besser gefallen.

  147. Vroni 20. April 2012,...
    Vroni 20. April 2012, 17:58
    Wenn, ja, wenn.

  148. Q Donna Laura: danke.
    @Vroni:...

    Q Donna Laura: danke.
    @Vroni: Oje. Man fragt sich unweigerlich, ob der Suff aus der Dämlichkeit entsteht, oder die Dämlichkeit den apokalyptischen Bierdurst erst entstehen liess..
    Vielleicht ist es manchmal vor allem viel zu viel unhinterfragte Tradition, die von unglücklich agressiv dominanten Elternhäusern, auch versoffen und von ihren Eltern genauso in eine sogenante Gutbürgerlichkeit hineingeprügelt, mit Zuckerbrot und noch mehr Peitsche in die armen Würmer hineingestopft wurde.
    Als Fluchtreaktionen bleiben dann nur Suff, Disco-Mille-Miglia-Rennen in tiefergelegten quietschgelben getunten Opel Astras und komatöse sexuelle Übersprungshandlungen.
    .
    Das ist wahrscheinlich das grösste Problem, das man nicht mit einem umgebauten Ford Transit mal ein halbes Jahr nach Spanien ( oder irgendwie woanders hin) abhauen kann, und mal eine Weile ohne sein krankes Bezugssystem darüber nachdenken kann, was denn wirklich im Leben zählt.
    .
    Da sind dann nette Begegnungen ( gerne auch sexueller Art ) ganz oben, gutes Essen, kein Stress, Selbstbestimmungsrecht, ein schönes Motorrad, tolle Landschaften, auch ein kühles Weissbier ( nicht sechs hintereinander) oder ein gutes Glas Wein ( nicht im Eimer mit einem Liter Orangensaft aus dem Tetrapak verquirlt).
    .
    Und man begreift, dass man auch mit einem offenen Chrysler PT Cruiser, gebraucht so ziemlich dem billigsten Cabrio mit Flair von Deutschland, wunderbar heute eine malerische Küsten- oder Passstrasse hochfahren kann. Bevor man sich dann möglicherweise in zehn Jahren den Porsche Turbo oder Bentley leisten kann, den man mit seiner 80 Std. Woche tief im Hintern seines Abteilungsleiters durch die Bonuszahlungen seiner dann hoffentlich erfolgten Karriere locker neu bestellen könnte.
    .
    Und wie beim grossen Wettschwimmen der kleinen glibberigen Babymacher bleiben da leider die Mehrzahl auf der Strecke; schaffen es nicht über einen geleasten silbergrauen Touran hinaus, und lassen den Frust an ihrer Frau und den Kindern beim Komasaufen im All-Inklusive-Leber-Stresstest in der DomRep aus.
    Und das ganze Scheisspiel geht in eine neue Runde.

  149. Filou 20. April 2012,...
    Filou 20. April 2012, 18:52
    Spaghetti schlürfen?
    Wie bei Susi & Strolch?

  150. Filou 20. April 2012,...
    Filou 20. April 2012, 18:57
    Ja, ja, der Philipp, der zappelt bald nicht mehr …
    nicht, nachdem er sich vom Lanz betatschen ließ, und vom Frosch erzählte.

  151. The Great Artiste 20. April...
    The Great Artiste 20. April 2012, 18:58
    Sie haben Cannabis nicht erwähnt.

  152. Savall 20. April 2012,...
    Savall 20. April 2012, 19:56
    Das hängt sehr vom Internat ab, glaube ich.

  153. ErnstWilhelm 18. April 2012,...
    ErnstWilhelm 18. April 2012, 18:43
    Scheren Sie mal weiter.

  154. @donna laura - ich bin 1971...
    @donna laura – ich bin 1971 mit einer Freundin in Finnland getrampt und wurde von zwei Amerikanern mitgenommen. Wenn ich mich recht erinnern kann, amerikanische Westküste – Harvard oder so. Die gingen mit Badehose in die Sauna… damals, als man love and no war machte.

  155. das sind schlechte...
    das sind schlechte nachrichten.
    .
    vom arbeiten wird man nicht reich, zu erben war nichts, reich heiraten geht ncht mehr, was bleibt da noch?
    .
    genau. ein beitrag zum thema lotto bzw. lottokönig könnte noch etwas hilfestellung geben. passt auch ins italienische umfeld, das lotto wurde doch in italien erfunden, in genua (danke, wikpedia).
    .
    genua wäre auch einmal einen beitrag wert, hafenstädte haben so etwas verruchtes.

  156. "Schlamperich", das ist...
    „Schlamperich“, das ist schön.
    .
    Also sagen wir mal so: Wenn die Frauen ihre Skrupel über Bord würfen und ihr Kapital, mit welchem Gott sie ab paradiso ausgestattet, voll ausspielten, hätten die Männer bald nicht mehr viel zu melden. Es ginge ihnen wie Adam: einen Moment lang Spaß und dann…
    .
    Hach je, warum sagt der besseren Hälfte das keiner. Bei Emma steht es nicht und Lukian wird im Deutsch LK nicht „durchgenommen“.

  157. The Great Artiste 20. April...
    The Great Artiste 20. April 2012, 18:58
    Textilsauna?
    1991.
    Wunderschöne Abfahrt vom Klein-Matterhorn bis ins Tal vor das Park-Hotel.
    Mein Freund und ich danach in die hauseigene Kellersauna.
    Nackt.
    Danach zwei junge Frauen im Badeanzug. (Tuschel, tuschel, Blicke die töten könnten)
    Italienisch … die Frauen gehen, wir bleiben.
    An der Rezeption: es hat Beschwerden gegeben, aber der Concierge hat das für Sie geregelt. ? … ?? Ja, man hat sich beschwert, dass Sie nackt in der Sauna saßen,
    aber wir sind hier in der Schweiz.

  158. @Vroni
    Von wegen "originelle...

    @Vroni
    Von wegen „originelle Einfälle“.
    .
    Ich frage mich immer, wie die übrige Menschheit es schafft, die aller-offensichtlichsten Zusammenhänge NICHT zu sehen.

  159. lieber mediensegler, schön,...
    lieber mediensegler, schön, mal wieder von ihnen zu lesen – und herzlichen dank, wie immer sacht errötend übermittelt, den verschämten blick wohlerzogen auf die zart beschuhten füssschen gerichtet…
    .
    ach ja, sie haben tatsächlich etwas verpasst. reiten kann man einiges.
    und wenn man keinen unterleib hat, was wich$t man dann? äh, tja…
    .
    cher Filou, susi und strolch fiel bereits als stichwort, zappelphilipp ebenso.
    zu ihrem krankheitsbild fiele als zitat noch joyces ulysses, erste seite, ein: rotzfahne. bekomme ich jetzt bitte von ihrem calvados? da sehe ich eine uralte flasche, ganz hinten im schrank, da, hinter der bärenfalle…

  160. @ The Great Artiste
    Ja...

    @ The Great Artiste
    Ja genau.
    Und klar hat Hochschlafen was mit Sex zu tun, keine Frage. :-)
    .
    Wer als Mann Karriere machen will, muss sich hoch_saufen. Das ist viel anstrengender und geht viel mehr auf die Leber.
    .
    @ Und Sie, ThorHa nu wieder,
    stimmt absolut. Aber nur statistisch gesehen:
    „Sie sind alle so dumm, und ich bin ihr Chef!(Schluchz)“
    http://www.comedix.de/lexikon/db/img/sie_sind_alle_so_dumm.jpg

  161. lieber auch-einer, bancarotta...
    lieber auch-einer, bancarotta wurde auch in italien erfunden.

  162. lieber HansMeier555, ihren...
    lieber HansMeier555, ihren zweiten absatz höre ich ständig – von gary. die analyse ist richtig.

  163. liebe Vroni, "Sie sind alle so...
    liebe Vroni, „Sie sind alle so dumm, und ich bin ihr Chef“- ich werf‘ mich weg! beste antwort des tages!
    .
    aber die chlamydien…

  164. @mediensegler, der Tiger:...
    @mediensegler, der Tiger: Seufz. So ist es eben. Übrigens auch bei den saunaverrückten Schweden ist, glaube ich, in Hotels die Sauna wie die Toiletten nach Männchen und Weibchen getrennt…
    Offenbar sind nur wir Deutsche solche „Ferkelchen“…
    .
    Man sorgt halt dafür, dass wir eben schön in einem Fremdkörper leben, der uns ein größeres Rätsel ist als das Geheimnis nicht zusammenfallender Souflets, damit man uns eben weiter schön fremdbestimmen kann.
    .
    Komm, Deppilein, kauf, schön weiter kaufen, na, hast Du noch ein paar Kröten, die du für unseren vollkommenen Blödsinn über den Jordan springen lassen kannst…
    .
    @Hans Meier 555, 22:58.: In dem Fall muss ich Ihnen zustimmen. Wenn die Frauen es darauf anlegen würden, würden wir Männchen mit hechelnder Zunge reihenweise gegen die Laternen rennen.
    Vielleicht muss man sie deshalb dann so massiv als Schlampen unterdrücken, damit wir Helden das Heft gegenüber unserem Sch.iedelwutz in der Hand behalten.
    Ich denke aber, nicht Instrumentalisierung würde uns weiter bringen, sondern Gewöhnung auf Augenhöhe an das Spiel mit dem Reiz, gerne ein bisschen phantasievoller..

  165. mediensegler, 21:42, Sie...
    mediensegler, 21:42, Sie kommen der Sache ziemlich nahe. Nur war meine Teure die Susi. Mich hat sie nur genommen, weil sie der Kapitaen auf dem Dampfer bleiben wollte und einen faehigen 1ten Offizier brauchte. Als sie erfuhr, dass ich eine Karriere auf einem Freibeuterschiff hingelegt hatte, wurde ich angeheuert. Was heisst hier angeheuert? Ich wurde shanghait (http://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaien).
    Seitdem schippern wir Zwei muehsam auf einem Ozean der Idiotie.
    Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass Susis Familie von mir ausgesprochen entzueckt war. Aber: Come away fellow sailors, com away, the anchors be weightet…

  166. donna laura, na ja,...
    donna laura, na ja, privatinsolvenz anstelle der reichen heirat…
    .
    erinnert mich so irgendwie an buddenbrooks, tony buddenbrools und ihre heirat mit bendix grünlich.

  167. liebe donna laura,...
    liebe donna laura, privatinsolvenz anstelle der reichen heirat?
    .
    erinnert mich an buddenbrooks, tony buddenbrooks ehe mit bendix grünlich.

  168. An die Saunisten:
    Die meisten...

    An die Saunisten:
    Die meisten Männer sind alle in einem männlichen Körper gefangene Lesben.

  169. Filou 20. April 2012,...
    Filou 20. April 2012, 23:19
    Einem Segler zu erklären, was shanghaien heißt …
    ich bin jetzt beleidigt …
    normalerweise ein Privileg der Frauen …
    Aber der Ozean der Idiotie haut Sie wieder raus …
    Schönen Gruß an Susi, ich glaube, sie hat es schwer ..

  170. @ The Great Artiste
    "Man fragt...

    @ The Great Artiste
    „Man fragt sich unweigerlich, ob der Suff aus der Dämlichkeit entsteht, oder die Dämlichkeit den apokalyptischen Bierdurst erst entstehen liess.“
    .
    Ganz einfach, das Henne-Eierlikör-Ding ist der gesellschaftlich-öffentlicher Suff*, medizinisch gesehen (s.u.) ein ziemlich fieser Wettbewerb für die Champions Ligue der „Besseren“: In besseren Kreisen wird damit getestet, wie weit sich einer im Griff hat. Sich im Griff haben, gilt als diszipliniert, daher für höhere Aufgaben geeignet. Zum Beispiel genau zu wissen, wieviel Single Malts man verträgt (abends genau nur einer, you idiot! Und in der Konferenz keinen, null, nada).
    .
    In den etwas schlechteren Kreisen ist er ein grobes Initiationsritual, wie viel einer körperlich von der miesesten Plörre verträgt, bevor er in die Horizontale geht. Neu ist, dass jetzt bei beiden Varianten auch junge Damen mitmachen. Daher Dämlichkeit.
    .
    Beides kann nur der/die unbeschadet mitmachen und überstehen, der keine Sucht-Rezeptoren besitzt, die ihn abgleiten lassen. In Wirklichkeit ist die Widerstandsfähigkeit gegen Alkohol keine selbst errungene Fähigkeit, auf die man stolz sein kann, sondern eine Sache von Genen, Veranlagung. Schlecht für den, der aus diesen Gründen bei diesen gesellschaftlichen Spielen eigentlich gar nicht mitmachen dürfte, es aber nicht weiß. Er hat nicht nur medizinisch die Arschkarte gezogen, er wird auch vom bigotten besseren Bürgertum fortan verachtet, weil „er sich nicht im Griff hat“.
    .
    * Der heimliche Suff wird fast nur von Frauen betrieben. Wer Sorgen hat, hat auch Likör. Dämlichkeit 2.

  171. Das Facebook hat seine...
    Das Facebook hat seine sparsamen Momente:
    http://www.facebook.com/pages/Mehr-Frauen-in-F%C3%BChrungspositionen-auch-M%C3%A4nner-wollen-sich-hochschlafen/151434244875942
    Mehr Frauen in Führungspositionen – auch Männer wollen sich hochschlafen.

  172. ThorHa20. April 2012,...
    ThorHa20. April 2012, 21:25
    Schlagen Sie eigentlich die Hacken zusammen,
    wenn Sie Ihr Thorsten Haupts deklamieren ?

  173. "Ich frage mich immer, wie die...
    „Ich frage mich immer, wie die übrige Menschheit es schafft, die aller-offensichtlichsten Zusammenhänge NICHT zu sehen. “
    .
    Die hohe Kunst der Verdrängung.
    Unterm Teppich ist Platz fürs ganze Universum.

  174. Wow ...
    .
    Was das hochschlafen...

    Wow …
    .
    Was das hochschlafen alles auslöst …
    .
    HansMeier555 20. April 2012, 22:28
    Fünfermeier, anscheinend haben Sie recht ..?!

  175. Vroni 21. April 2012,...
    Vroni 21. April 2012, 00:57
    Welche Lesbe bin ich denn ?
    Die mit oder ohne Di..o ?

  176. In Sachen Internat noch...
    In Sachen Internat noch einmal: Das sind alles sehr interessante empirische Befunde. Für meine eigene Person reklamiere ich den Standpunkt des Tiger-Babys. Ich glaube, daß ich in gedachtem Fall auch sehr brav geworden sein würde. Bei mir war es ja nicht eigentlich ein Internat, nur die alljährliche Kinderlandverschickung in den Sommerferien, genannt „Kinderferienlager“. Man kann sich das so vorstellen wie das scheußliche Pfadfinderlager in „Addams Family 2“. Leider hatte ich nicht die Courage von Wednesday Addams und habe die Sache still erduldet. Allerdings beschwerte ich mich auch nicht bei meinen Vorgesetzten, äh, Eltern. Deshalb meine Vermutung, daß der Nachwuchs eventuell gute Miene zum bösen Spiel macht und ansonsten still leidet. Stichwort Odenwaldschule. Allerdings gebe ich gern zu, daß es auch Gegenbeispiele gibt. Letztens sah ich den Thomanerfilm:
    http://www.thomaner-derfilm.de/#/start
    Das ist natürlich ein ander Ding, aber auch mit ganz anderen Voraussetzungen. Da bin ich mit mediensegler ganz einer Meinung. In dem Film wird unter anderem der kleine Johannes ausführlich dargestellt. Das ist der kleine Wonneproppen vorn links im Titelbild. Der hat einen Charme und eine Intelligenz, daß sogar Don Alphonso in der Kinderfrage schwankend werden könnte. Ihm gefiel der Alumnatszauber ganz offensichtlich. Wer dabei wirklich litt war die Mutter, obwohl sie es so gut wie möglich zu verbergen suchte. In summa: Unentschieden?

  177. ...
    @mediensegler:
    Nein.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  178. lieber Savall, in ihrem ersten...
    lieber Savall, in ihrem ersten absatz schildern sie die extreme, und wie meist befindet sich die – individuelle – wahrheit irgendwo dazwischen. es ist nicht so sehr das stille leiden, man bekommt es mit: alle haben weinend auf dem schoss gesessen und wurden getröstet; man versucht zu unterstützen, wo es geht; es ist mehr das frühzeitige akzeptieren von, das mag jetzt ganz furchtbar klingen, traditionen, denen alle famillenmitglieder unterworfen waren, in die man sich zunächst fügt (wie man sie ausgestaltet, bleibt einem letztlich selbst überlassen), einhergehend mit der akzeptanz, dass man verantwortung trägt für die freizeitbeschäftigungen, die irgendeiner von ihnen einmal fortführen wird, und die geschichte des namens, die entsprechend weitergeschrieben werden soll. ausreisser stecken in den genen und sind nicht unerwünscht. von den kompensationsmechanismen habe ich ab und an welche hier plaziert; denken sie nur an die sexuellen escapaden des zweiten (relativ gesehen, legt sich das gewitter) und des dritten (der so richtig aufdreht, nun, solange niemandem irgendetwas negatives passiert, soit). der erste ist wie aus dem bilderbuch für erstgeborene; und zeigen sie mir irgendeinen menschen, der wirklich alles, was irgendwie in ihm steckte, aus sich machen konnte – es ist allein aus prioritäts- und zeitgründen unmöglich.
    sie müssen sich entscheiden. sie können par exemple nicht erben in die welt setzen und dann so leben, als gäbe es sie nicht, und umgekehrt.
    .
    auch aus mir ist weder eine formeleinsfahrerin noch ein rockstar geworden, die alma mater habe ich nicht mit deren allerhöchsten würden verlassen, die nobelpreisvergabe ist gründlich an meiner parvität vorbeigegangen, die diplomatie habe ich nicht neu erfunden, ich habe nicht den hunger in darfur bekämpfen können, die bewirtschaftung unseres landes habe ich nicht revolutioniert, dafür habe ich dies, jenes und solches gemacht. ich kann nicht behaupten, unzufrieden zu sein. im prinzip denke ich, wenn ich damals bei meinen eltern gelebt hätte, hätte ich nie im leben mit gary eine solche ungebremst-intensive zeit – frei von externer einmischung, mütterlicher neugier, väterlicher eifersucht und allerlei geschnatter und anweisungen – erleben dürfen, die mit dazugeführt hat, dass wir sehr zugewandt leben und einander verfallen sind wie damals. diese liebe ist eine meiner, wenn nicht die stützen. der erste lebt nicht ganz unähnlich, und ich hoffe, dass es stimmt, wenn er sagt, dass er weiss, was er möchte. ich richte mich bereits auf nachwuchs seinerseits ein, gefühlt für mein bild im spiegel und im passeport schmerzhaft deutlich zu früh, für ihn und seine freundin in den nächsten drei, vier jahren wohl richtig, ach, egal.
    .
    ernsthafte probleme bekommt, wer sich an unseren küken vergreift, von wegen – verzeihen sie bitte den scherz: – „der kleine Johannes“*…
    es gibt hier genug sehr unterschiedliche erwachsene, denen man seine nöte anvertrauen darf, der sehr einfühlsame ciccio hat da ein echtes talent (ausserdem erwischen sie da den richtigen; wie gesagt, der anwalt in hause erspart das killerkommando).
    —–
    * *hüstel* wie die nase eines mannes, so sein *räusper*

  179. mediensegler, 21. April 2012,...
    mediensegler, 21. April 2012, 01:08, letzte Zeile: Solange sie dabei nicht schwerer wird…

  180. Ist schon in Ordnung so, Donna...
    Ist schon in Ordnung so, Donna Laura. Der kleine Johannes heißt übrigens wirklich so, das ist kein Jokus. Es war übrigens für mich ein beinahe transzendentales Erlebnis, als ich den Knaben nach der Kinovorstellung in persona sah. Er war mit seiner kompletten Mischpoche, inklusive der sehr sympathischen Mutter auch dort gewesen. (Die DVD wird im Herbst erscheinen. Ich kann nur allen Leuten, denen ich wohlwill den Erwerb wärmstens ans Herz legen.) Es war sehr irritierend, so einenm Leinwandstar dann ganz unvermutet ich richtigen Leben wiederzubegegnen. Er verhielt sich übrigens genauso nett wie Film. Ja, ich kann es in diesem Sinne nachfühlen, daß es möglich ist, dergleichen Erziehung als Wohltat zu empfinden. Bei mir war es anders, aber ich war ja auch kein Thomaner. Im übrigen stimme ich Ihnen durchaus zu, daß die Einbettung in Traditionsstränge hilfreich ist. Die meinen sind natürlich ganz anders geartet als die Ihren. Aber ich frage mich auch manchmal bei allfälligen Entscheidungen, was der Urgroßvater (ein Ochsenkutscher und Kossät) getan hätte. Das ist es auch, was mir an der Gegenwart so mißfällt, diese alberne Selbstoptimierung und Geschichtsvergessenheit.
    „Was du ererbt von deinen Vätern hast,
    Erwirb es, um es zu besitzen.“
    Mancher wird ja dieses Faust-Zitat als Kalauer abtun, und das mit Recht. So vielfach ist es mißbraucht worden. Aber der tiefere Sinn ist doch evident. Das „Erwirb es“, darauf kommt es an.

  181. Savall, ich sah neulich einen...
    Savall, ich sah neulich einen Dokumentarfilm, in dem vielleicht weniger gesächselt wird, der thematisch aber sehr ähnlich gelagert war. Er befasste sich mit dem Regensburger Chor.
    (Der Film mag fünf bis zehn Jahre alt sein.)
    .
    Noch eine dumme Frage: Haben Sie eine Idee, warum es auch in neuerer Zeit keine vergleichbaren, großen, internierten Mädchenchöre gibt? Es kann doch nicht nur an den fehlenden Bässen liegen.

  182. Nun, Fritz, Sie gestehen mir...
    Nun, Fritz, Sie gestehen mir natürlich zu, daß ich als Sachse am Sächseln keinen Anstoß nehme. (Wobei ich gern zugebe, daß unser Dialekt wirklich ein bißchen blöd ist. Naja.) Die Frage nach dem Mädchenchor finde ich überaus interessant, weiß aber leider keine Antwort. Ich könnte ja gern auf die unterschwellige schwule Tendenz der katholischen Kirche verweisen. Allein, das wäre keine kunstbezogene Antwort. Gesualdo mit Mädchenstimmen? Ja, und nochmals ja. Aus meiner Sicht gäbe es kein Argument dagegen, außer der christlichen Frauenfeindlichkeit.

  183. Fritz, Sie stellen eine gute...
    Fritz, Sie stellen eine gute Frage. Auch mich treibt sie um. Bei Knaben muss man ‚was abschnippeln, damit die Stimmen hoch bleiben. Aber im umgekehrten Fall, was muss man da anschrauben?
    Befindet sich das entsprechende Wissen in den Geheimarchiven des Vatikans?

  184. @Vroni: Das mit dem Suchtgen...
    @Vroni: Das mit dem Suchtgen war mir noch nicht bekannt, das schlägt dann aber schon öfter gebündelt zu…
    @Savall, Donna Laura: Das mit der Tradition ist ja wirklich ganz schön, und in der ‚Grundausbildung‘ sicher überlegenswert, was die familiäre Einordnung betrifft, aber sie steht und fällt mit ihren Protagonisten (Odenwaldschule z.B.) und dem Grad am militanter ideologischer Indoktrination, auch Protagonisten abhängig. Z.B alle Formen religiöser Internate, die ein bisschen wie Sekte light wirken ( oder wie Odenwaldschule – so würde ich mir sexuelle Initiation bestimmt nicht vorstellen..)
    .
    Ich glaube, man muss einen starken Charakter mitbringen, in so einem Institut nicht das aktuelle Gesinnungs-Gegenstück zu lernen, zu denen die 1914 mit Radetzky Marsch und Blumen in der Knarre jubelnd loszogen, um ihre Erbfeindschaft so richtig ausleben zu können.
    Soweit zur Tradition.
    Aber wenn man dann heute gut vernetzt als gut diszipliniertes und ehrgeiziges Karrierezäpfchen sich so auf seinen ersten Mastdarm freut, läuft es sicher leichter wie geschmiert.
    .
    Wenn man allerdings auf der normalen Schule am besten im Krav Maga Unterricht aufpassen muss, dass man ihn vor allem erst mal übersteht, sieht die Alternative auch nicht rosig aus – und die dritte Alternative der teuren Privatschule wird vor lauter Selbstoptimierungsstress durch Eltern und Chinesischlehrer auch nicht gerade gelassene KInder hervorbringen, die aus sich selbst erkennen, wie sie einmal leben wollen.
    .
    Tradition lebt von den wenigen Individuen, die sie kennen, ohne sie sklavisch vor sich herzutragen, und da reformieren, wo die Lösungen von vorvorgestern wirklich nicht mehr für übermorgen taugen.

  185. Die Frau von Curt Goetz,...
    Die Frau von Curt Goetz, Savall, kam aus Halle. Goetz beschrieb ihre Sprache ungefaehr so: „Die Intelligenz ihrer Stimme wird durch ein leichtes saechseln verklaert. Verklaert! (!hoch3).“

  186. Korrektur: Nicht Valerie von...
    Korrektur: Nicht Valerie von Martens, sondern jemand anderes war gemeint.
    „Verklaerung!“ bleibt bestehen.

  187. Das kommt davon, wenn man in...
    Das kommt davon, wenn man in der Armee war. Dort wurde einem vor dem Wachestehen gesagt, dass man erst schiessen solle, fragen koenne man ja noch hinterher.
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    (Ich muss wieder annen Herd)

  188. (Nein, nein, Savall, ich bin...
    (Nein, nein, Savall, ich bin Landsmann. Freunden von auswärts habe ich in Leipzig nach Kontakt mit Eingeborenen immer gerne erklärt, Goethe sei als junger Mann schließlich auch deshalb nach Leipzig gekommen, um endlich richtig Deutsch zu lernen, *zwinkerzwinker*.)

  189. Valerie von Martens,...
    Valerie von Martens, tatsächlich, Filou? In Sachen Curt Goetz treffen Sie ja eine ganz weiche Stelle bei mir. Ich könnte ganz unbescheiden die Menschheit simpel in Goetz-Verehrer und Goetz-Ingonranten unterteilen. Das würde ihm sicher nicht gefallen, aber es ist bezeichnend. Hokuspokus eben.

  190. @Fritz – Ich glaube es liegt...
    @Fritz – Ich glaube es liegt daran, dass die Knabenstimme ein begrenztes Gut ist. Eine Jungenstimme muss im Alter von 12 Jahren optimiert sein, kurz danach bricht sie um. Deswegen müssen Jungen erkannt und intensive gefördert werden. Mit Mädchen kann man sich Zeit lassen. Wenn man einen Mädchenchor hört, ist da nichts Begrenztes, nächstes Jahr können die selben Mädchen wiederkommen und sind dann sogar noch ein bisschen besser. Wenn man einem 11 jährigen Thomaner ein Solo singen hört, weiß man, heute beautiful morgen Schluss. Darin liegt ein – den meisten Menschen unbewußter – ‘Sexappeal”.
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    Prinzipiell neigt der Mensch dazu, begrenztes Gut höher zu werten als freier verfügbares.
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    Aber ich bin nur ein Laie, mehr Erfahrung spricht aus diesem Artikel:
    http://www.ruendal.de/aim/tagung06/pdfs/mecke.pdf

  191. Manchmal, Savall, wuensche ich...
    Manchmal, Savall, wuensche ich mir die letzte Erkenntnis von Professor Praetorius waere in meinem Wissen fest verankert, statt sie nur diffus zu erahnen.

  192. naja, lieber The Great...
    naja, lieber The Great Artiste, als ich von tradition sprach, meinte ich die tradition der famille, nicht die einer institution – die zum glück recht pragmatisch, laizistisch und gesinnungsfrei, aber verfassungsstreu ist, eine art gesamtschule mit kleinem park, gewässer, sportanlagen, all inclusive mit seitlichem ausblick.
    die famillentradition ist im grossen und ganzen wesentlich weniger friedlich, aber das liegt in der natur der sache.
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    ceterum censeo, dass man wo auch immer seine verbiegung erhalten wird, ob beim schulklassenkampf oder auf der bahn mit degen oder kurzschwert, dürfte klar sein:
    keiner kommt davon.
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    vielleicht ist es nur die wahl des kleineren nachteils, wobei ich dies letztlich nicht unendlich negativ sehen würde:
    man macht eben das beste aus seiner situation.

  193. der fränkische zweikampf...
    der fränkische zweikampf dürfte wohl aus dem duell an der mass und dem fingerhakeln bestehen.

  194. "im prinzip denke ich, wenn...
    „im prinzip denke ich, wenn ich damals bei meinen eltern gelebt hätte, hätte ich nie im leben mit gary eine solche ungebremst-intensive zeit – frei von externer einmischung, mütterlicher neugier, väterlicher eifersucht und allerlei geschnatter und anweisungen – erleben dürfen, die mit dazugeführt hat, dass wir sehr zugewandt leben und einander verfallen sind wie damals. diese liebe ist eine meiner, wenn nicht die stütze.“
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    ganz einfach die wahrheit. und in ewigkeit, amen. und danke fürs teilen.

  195. "Und dem Wunsch, beim...
    „Und dem Wunsch, beim Betrachten des Absturzes nicht auf dem Beifahrersitz zu sein, sondern in der Loge.“
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    passiv wie immer, also erleidend, eben wie die weiblich rolle, unser don: das leben ist ein schauspiel, ich sehe zu, was andere inszenieren. nicht bin ich nicht schauspieler, regisseur, dichter oder kartenabreisser, noch weiß ich vom bucklichten unter dach.
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    wir also bleiben aber fahrer.
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    nicht gerate ich in gefahr in der weiblichen rolle: denn hinterher habe ich von nichts gewußt und aber doch immer das gute gewollt, war vom schicksal verführt – und alles andere auch.
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    wir aber bleiben also trotzdem fahrer. also kommt unsere befügung auch heute nicht in form eines anderen attributes, als der wahrheit.
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    und solange ein deutscher staat uns nicht öffentlich beweist, dass er harmlos ist, solange müssen wir ihn auch weiterhin für gefährlich halten. (b. obama)
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    und da schon die ankündigung eigener texte heute geschmacklos ist und eine zumutung, schreibt man heutzutage gar keine texte mehr.
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    und wie man am beispiel don alphonoso sieht, schreiben immer nur soziale systeme geschichte, nicht aber herausragende einzelne.
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    und „nato-revisited.com“ noch so eine untergangs-wiederbesichtigungsphantasie der nahe zukunft.
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    und unser gastgeber, „ein sorbet vom berge immer noch“: die spitze eines eisberges, „welcher unter wasser ein halbgefrorenes darstellt“ eben.
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    und fahren aber nicht in die grube. und auch noch lange nicht in die himmel.

  196. wir bitten die verbliebenen...
    wir bitten die verbliebenen tipp- u. denkfehler von 13:31 zu entschuldigen, es hatte zu tisch gerufen… .
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    und „das perfekte antistress-mobil für die oberen zehntausend“ – eine e-klasse natürlich (*g*), was sonst? http://www.youtube.com/watch?v=XvFdYCRJEbk&feature=relmfu aber die auspüffe, schrecklich.
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    („mkb“ bietet für den „63 amg“ übrigens auch noch nett-preiswerte verbesserungssätze an, smile)(MKB 15654)
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    und zeitgeist, „oh westviertel, weichet zurück!“:
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    „An den beiden schmalen Seitenwänden: Projektionsflächen für viele live gedrehte Videosequenzen. Auf dieser Bühne von gigantischer, mit dem Auge gleichzeitig nicht zu erfassender Weite, geht es noch mit Fahrstuhl und Treppen in die Höhe und in die Tiefe: Stahlbrücke, Hotel, U-Bahn-Schacht – eine Mischung von grell beleuchtetem Vergnügungspark, Slum und Labyrinth.
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    Frank Castorfs Bühnen-Amerika ist halb qualmende Hotdog-Bude, halb kapitalistische Geisterbahn und ermöglicht, vielmehr: erzwingt rasende Auf- und Abtritte, forcierte Läufe …. das traumwandlerisch sichere Gespür für falsche oder bedrohliche Vermittler, das Subversive in seiner Ahnungslosigkeit, das Ahnungslose in seiner Raffinesse – kurz, all das was Kafkas Text so unvergleichlich macht, lässt die Aufführung vermissen.“ http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1734626/
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    Und „Ein Vorgeschmack auf das, was uns … erwartet: Karl ist von allen Hilflosigkeits- und Verlorenheitsfiguren Kafkas die liebenswürdigste, die leichteste und die leiseste. Ein Unvollständiger. Er hat noch Hoffnung: Er darf ins Internet, zum Blog… . … Kafka schickt seinen Karl auf eine empfindsame Entdeckungsreise in die Schrecken der Existenz: (Er) lässt seinen Karl was erleben. Castorf lässt seinen Karl was konsumieren. Das ist der reaktionäre Unterschied.“ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/castorfs-amerika-in-zuerich-wo-die-trompeten-blasen-11723547.html
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    und über Lichtverschmutzung hat ER auch noch nicht geschrieben. (Megatrend verpasst?) http://www.lichtverschmutzung.de/ (immerhin hellt er uns ja die faz und das dasein auf, nicht wahr?)
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    (und deutschland unter merkel? „leidet an ms?“ an sogenannter „mutti-stagnation“. so die kinder hier neulich. wir würden es aber anders sehen, denn wer die aktuellen fotos unserer kanzlerin vom oster-italien-ischia-urlaub in der bunte gesehen hat, „so anscheinend vollkomen zwischen burnout und häuchen verzweiflung“, der weiß, was dies land, dieses alte land, dieses alte, dumme land ihr zur zeit wahrscheinlich abfordert. und die eu. und die welt.)
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    und grüße.

  197. und es ist alles womöglich...
    und es ist alles womöglich noch anders. man sehe gffls. dies video an http://www.youtube.com/watch?v=qFaYbHNG5Tk aufgenommen am sa. 31.3.12 gegen mittag in „chaumont la ville“ (ggfls. siehe google earth), einem offensichtlich (leider) relativ landestypischen dörfchen in frankreich, ca. 1,5 km luftlinie westlich der autobahn a31 an der anschlusstelle „robecourt/merrey“ also direkt neben der hauptrennstrecke nord-süd ruhrgebiet, köln, b51 bitburg, trierweiler, luxemburg, metz, nancy, dijon, lyon, marseille – resp. lyon, perpignon, barcelona, valencia, almeria.
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    und was soll man sagen? holz vorm haus ersetzt das heizöl? unverputze häuser mit nacktem hohlblockmauerwerk ließen sich durch bayrische motorenwerke davor (deutschlands letzter vorteil?) schnell und sportlich ausgleichend schmücken? wie schön, wenn der nachbar tot und ausgezogen ist, weil ich da auch nicht mehr hinschaue?
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    (2x hatten wir die kamera runtergenommen, anwohner nicht zu brüskieren; unsere route führt vom östlichen ortseingang immer der hauptstrasse entlang durch den ort hindurch, umrundet auf der westlichen dorfseite das kriegerdenkmal vom krieg 14-18 und führt exakt so auf der mainroad zurück; daher hinter dem kriegerdenkmal auch die hinweisschilder „a31“ in blau – diese strasse ist also von westen kommend eben auch hochoffizielle umleitungsstrecke, „falls auf der autobahn stau oder unfall“ … . das aber selten oder nie der fall: noch am samstag vor ostern ging der südreiseverkehr praktisch stoßstange an stoßstange vorbei. aber eben vorbei. (und zwar 80% belgische kennzeichen, „auch da leben welche „trotzdem““, so hätte man fast kleinbürgerlich annehmenn können; und die deutschen fliegen halt schon mehr)
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    wie gesagt: wir wunderten uns nicht, wenn hier manche, betroffene zumal, „westviertelversagen“ denken würden, und auch nicht mehr westviertel-präsidenten wählen könnten … .
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    wie gesagt, lediglich ein bericht: europa heute. keine kritik, schon gar nicht an irgendeiner nation.
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    und könnte im ländlichen bayern in 20 jahren genauso aussehen? europa ahoi – es lebe der struturwandel? und die kamera verschönt noch.

  198. lieber perfekt!57, da haben...
    lieber perfekt!57, da haben sie sich ja ausserordentlich viel mühe gegeben, das nest da abzufilmen, von der atmospäre her kein einzelfall, sicherlich nicht. aber immerhin sauber gefegt das ganze, keine mülltüte, keine schmierereien an den wänden, ein huhn am dorfausgang. allerdings, falls sie auf der suche nach den westvierteln waren, die sind tatsächlich ganz woanders. trostlose und im verelenden begriffene käffer sind dagegen allerorten zu finden, ganz westviertelbefreit.
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    im übrigen hört man ganz deutlich, lieber perfekt!57, das sie, der sie fleissig dem stern folgen, nicht aus bayern kommen…

  199. Hört sich alles sehr gut an...
    Hört sich alles sehr gut an :D

  200. ja, auch wir folgten hin- u....
    ja, auch wir folgten hin- u. wieder unfreiwillig herrn henri nannen, da hat sie sicher recht. (smile)
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    und – räusper – um westviertel ging es auch, deutsche westviertel zumal, wie soll man sagen, „rein gedanklich eben“ würde womöglich nicht ganz ausreichen: es betrifft uns – oder sollte man sagen beträfe? – am ende womöglich eben doch alle mit:
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    unsere französichen freunde machen ja alles richtig: falls wir die wahl haben zwschen „dach neu decken/haus verputzen“ oder „in einen gebrauchtwagen aus bayern zu investieren“, dann besteht glücklicherweise a. wahlfreiheit, und b. „zeitgeistmässig“ mehr glück und freude darin, einen neuen gebrauchten zu erwerben, dafür aber das haus sein zulassen, wie es ist: so machen heute viele. zu unser aller nutzen. zumindest in deutschland.
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    ob aber die verwertbare substanz dieselbe wahl noch allzuhäufig ermöglichen wird, angesichts der auf den fotos sichtbaren heutigen sustanz, nun, räusper – immerhin bleibt ja solchen motoren- u. karroseriewerken der wachstumsweg nach china und überall – und überlegungen der nachbarschaftlichen moral und eines gemeinschaftlichen wohlergehens nicht deren sache. aber ein euro macht unsere gemeisame haftung – früher oder später. zumindest hat man den eindruck. und die bochumer str. in wattenscheid anscheinend auch.
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    und schöne sterne sieht man hauptsächlich gerne gemeinsam an .denn der strahlt mit. (und ist in unserem bunde der dritte, *g*)

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