Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Vollgas als Luxus

| 218 Lesermeinungen

Von der Gewohnheit zum besonderen Vergnügen: In einer Gesellschaft ohne soziale Mobilität ist auch die motorisierte Mobilität gar nicht mehr so wichtig.

Wer Geld hat, kauft ein Auto. Wer keines hat, stirbt auf andere Weise.
Fernandel

„Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.“ So steht das in der Charta der Menschenrechte, so wollte man das als Bürger haben, so wurde es ein Anlass, die DDR zu stürzen. Die OPEC und die sog. Märkte haben dazu auch noch eine Ausführungsbestimmung: „Solange er in der Lage ist, zu diesem Zweck ein Fortbewegungsmittel mit Brennstoff zu betanken und diesen Vorgang angemessen zu bezahlen.“ Und ich sage es, wie es ist: Bei 1,85 für den Liter Benzin in Italien, teurer als günstiges Olivenöl im Kanister, merke auch ich langsam, dass es mit der Lebensfreude ab dreitausend Umdrehungen nicht mehr so ganz weit her ist. Zudem habe ich das Glück, in einem Weltkulturerbe zu wohnen, und alles mit dem Rad machen zu können: Sicher, ich habe das eine Land verlassen und ein anderes besucht, aber ich bin gerade vergleichsweise unbeweglich.

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Was nicht so schlimm ist, wenn man das schönste Buchkäsegeschäft, einen traumhaften See, den Wochenmarkt, den Markt am Donnerstag und eine Unzahl von Kulturdenkmälern auch ohne Automobil erreichen kann. Ist man erst mal dort, ist alles bestens, aber natürlich ist mir auch bewusst, dass mein Lebensstil nicht wirklich die Norm in meiner Heimat oder in Italien ist. Andere müssen Rücksichten auf Familien, Schulen, Arbeitgeber und Löhne nehmen, und so war die prinzipielle Reisefreiheit schon immer eine Frage der sonstigen Möglichkeiten. Ich finde es zum Beispiel wenig überraschend, dass ich hier in Italien nicht auf Scharen chinesischer Fabrikarbeiter treffe, oder auf Bewohner amerikaner Trailerparks. Das Reiserecht ist, anders als die Meinungsfreiheit oder das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines, das in unterschiedlichen Schichten anders gehandhabt wird. Schon immer.

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Das ist nur in den letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten. Jahrzehnte, die dem Deutschen in seinem Wohlstandswunderland zwei Dinge ans Herz wachsen liessen: Sein Auto und seine Fernreise. Vor dem Krieg war das nur den Reichen vorbehalten, nach dem Krieg konnte es sich fast jeder leisten. Folgerichtig wandelte sich auch in den besseren Kreisen die Einstellung zur Reise: Wer ein Auto über seinen Verhältnissen fuhr, und sein bescheidenes Dasein daheim im Urlaub gegen einen luxuriösen Auftritt eintauschte, wer darauf hinarbeitete, es in jenen Wochen des Automobils in fernen Ländern richtig krachen zu lassen  – der galt als nicht gerade feinsinnig, um es höflich zu formulieren. Dass der eigene Grossvater 1928 dagegen den Adler am Brenner zu Schrott gefahren hatte, nur wegen einer dummen Wette, dass der Onkel Toni unbedingt Doppeldecker fliegen musste und so zum Maschinenschaden auch noch die Beerdigungskosten dazu kamen – das ist dagegen natürlich Familiengeschichte.

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Der Drang der schlechteren Kreise jedoch, endlich auch zu reisen, ist nur zu verständlich. Die Reisefreiheit nämlich ist eine vergleichsweise neue Idee im sich gerade entchristlichenden Abendland; erst ab dem 18. Jahrhundert machte man sich ernsthafte Gedanken über das Recht der normalen Menschen, sich ohne Diskriminierung, Verfolgung und Ausgrenzung auf die Socken zu machen. Wer ohne die entsprechenden Mittel davor unterwegs war, kam schnell in den Ruf, ein Bandit, ein Herumtreiber, ein Betrüger, ein Ruchloser ohne Herd zu sein, jemand ohne soziale Bindungen, dem man nicht trauen könnte. Die Städte wussten schon, warum sie Torwachen bezahlten. Wer als Sklave, Leibeigener, Pächter oder sonstwie Unfreier eine Reise tun wollte, musste vorher fragen, oder davonlaufen. Unsere Vorstellung vom Reisen ist aus der Sicht unserer eigenen Geschichte vollkommen unbegreiflich. Begreiflich ist aber auch der Wunsch aller, das zu tun, wenn es möglich ist. Und man machte damit auch im Geschmack der Zeit Politik: Der Deutsche hatte seine Kdf-Dampfer, der spätere Mitläufer war nur wegen der Autos dem NSKK und dann der SS beigetreten, der Franzose zur gleichen Zeit sein verbessertes Urlaubsrecht und Urlaubsgeld durch die Volksfrontregierung, und noch heute wird „Wetten dass“ für die Massen auf einer spanischen Insel aufgezeichnet. Es gibt Sommerinterviews am Urlaubsort von Politikern, die wie Südtirol, der Comer See oder die Toskana reichlich normal sind, und so wird man auch unterwegs zu einer vergleichsweise klassenlosen Gesellschaft. Zumindest sah es so aus.

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Allerdings hat sich auch seit den Tagen Adenauers am Comer See einiges verändert. Das Angebot des Westens war zu verlockend, der Wunsch nach Reisefreiheit brachte die Ostdeutschen dazu, die Mauer umzustossen, und wie es nun mal so ist bei Lockangeboten, die eifrig geordert werden: Die Preise steigen und die Leistungen sinken. In diesem schönen Lande nennt man das die Umverteilung; jener Prozess, der die Reichen reicher und die Bildschirme der Ärmeren grosser macht. Die Kinder der einen gehen auf Privatschulen und die der anderen nicht auf das Gymnasium, die einen suchen Anlagemöglichkeiten und die anderen bieten Einsparpotenziale. So gesehen ist die Entwicklung des Benzinpreises – und damit die Veränderung der Reisegewohnheiten – auch nur ein weiteres Beispiel für diese Entwicklung: Der höhere Benzinpreis verschwindet ja nicht. Es hat ihn nur ein anderer. Und es bedeutet auch nicht, dass die Ärmeren kein Auto mehr haben. Die Aufwendungen bleiben gleich. Es wird nur weniger damit gereist.

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Das Ganze hat natürlich auch seine innere Logik, denn damit wird diese Gesellschaft der Umverteilung eben auch im Reiseverhalten sichtbar. Dass die Beschwerden darüber nicht so laut sind, liegt vielleicht auch daran, dass die Elite dieses Landes… ich formuliere es einmal so: Es ist ja nicht so, dass es am Tegernsee eine reine Freude wäre, die verstopfte Uferstrasse zu sehen. Eine Halbierung des Autoverkehrs etwa würde den Wert der Immobilien an der Strasse deutlich steigen lassen. Man könnte hier ohne vielfahrende Tagestouristen schon irgendwie überleben. Die Reisetätigkeit neigt nun einmal dazu, nicht Fabrikareale oder Neubaugebiete aufzusuchen, sondern die schönen Ecken dieses Landes. Die, wie allgemein bekannt sein dürfte, auch jene Ecken sind, wo sich die Vermögenden bevorzugt niederlassen. Mit einem geringeren Reiseradius ist es für diejenigen, die unter den Benzinpreisen ächzen, natürlich schwerer, sich den anderen zu nähern, die auch ächzen, aber das ist nicht so schlimm, wenn die Urlaubsregion der Lebensmittelpunkt ist, und im Depot die Aktien von Versorgern schlummern. Es wird wieder ein wenig so wie früher, als der Hirt bei seinen Tieren auf der Wiese lebte und einfach nicht die Mittel hatte, seinen Herrn aufzusuchen. Ein wenig. Wir sind ja auch noch nicht besonders weit mit der Umverteilung, wenn man historische Massstäbe zugrunde legt.

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Man sieht also: Es hat alles seine zwei Seiten. Nicht jeder Kilometer, der nicht gefahren wird, ist ein Schaden für alle, nicht jede verkürzte Reise verschlechtert das Land, und mit dem Grillen hat man in Berlin ja auch schon etwas als beliebten, die Lebensfreude erhaltenden Ersatz gefunden, für das nur noch tote Tiere gestapelt in die Stadt gebracht werden müssen, statt lebende Berliner ungeordnet nach draussen. Es riecht auch nicht schlimmer als im Inneren eines Auspuffkrümmers. Wie so oft in der Entwicklung der Klassengesellschaften zieht hier ein Effekt den nächsten nach sich, man bleibt wieder mehr unter sich, das Leben wird rational auf die neuen Bedingungen eingestellt, und ich muss leider auch zugeben, dass sich mein Bedauern über fehlende deutsche Opels in Grenzen halten wird, wenn ich nächste Woche, hoffentlich offen und mit der Titelmelodie von Signor Rossi im Autoradio entlang der Riviera nach Monte Carlo fahre.

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Da haben sich nämlich ein paar Millionäre den Traum der solargetriebenen Fortbewegung geleistet, ganz ohne fossile Energieträger, und das schaue ich mir an. Man sieht ja, wo die Abhängigkeit von Brennstoffen die anderen hinführt.

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218 Lesermeinungen

  1. Ich hatte mir eigentlich...
    Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, nur noch zu lesen. Aber, sehr verehrter Don, mit Bezug auf ihre höchst amüsante Geschichte vom Autofahren, möchte ich doch anführen, dass schon im grauen Mittelalter die Leute gereist sind, sogar (und insbesondere) die alten Frauen wie ich, wenn sie von ihrem Mann die Nase voll hatten. Dann haben sie einfach eines Sonntags am Abendbrottisch gesagt: ‘Lieber Mann, Gott hat mich gerufen. Ich muss mal schnell nach Santiago de Compostella.’
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    Ich wollte da auch mal hin, hatte sogar einen Mann, der mitwollte. Aber das war 1975. Damals kannte niemand diese romantischen Pilgerstrecken. Heute würde mich das nicht mehr reizen. Everybody and his dog goes there.

  2. diese tankdeckel sehen...
    diese tankdeckel sehen irgendwie nach Bankschließfächern aus. by the way, flugbenziin ist ja immer noch steuerfrei. nach malle kommt der opelfahrer also immer noch für fast umsonst. von da nach mantua ist es nicht mehr weit. bleiben Sie in Bewegung!

  3. Und wieder der drollige Link...
    Und wieder der drollige Link zum letzten Beitrag – hat man diese Art von Marketing nötig in den besseren Kreisen?

  4. Das geht zurück auf diverse...
    Das geht zurück auf diverse Anfragen, die sich mit der Navigation der FAZ-Blogs nicht zurechtfinden und gerne, falls sie eine Beitrag aufgrund der diversen Onlinezeiten verpasst haben, einen Link möchten, wo es noch einmal zurück geht. Leider stellt die Software bei manchen Browsern und Auflösungen das Blog auch noch falsch dar, dass der Apparat mit den akten Beiträgen erst unter den KOmmentaren kommt.
    ,
    Sonst irgendwelche Probleme?

  5. Was hält denn da den letzten...
    Was hält denn da den letzten Tankdeckel zamm. Sieht aus wie eine Wäsch’zwicker. Fett.

  6. Grüßen Sie mir Diano...
    Grüßen Sie mir Diano Marino/Arentino auf dem Weg nach Monte Carlo…

  7. Bitte vorsichtig fahren...
    Bitte vorsichtig fahren !
    Wurde die Barchetta nicht während einer Periode der technischen Zusammenarbeit zwischen Opel und Fiat gebaut ?
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    Aber vielleicht hält sie ja gerade deswegen durch.
    Ich drücke die Daumen.

  8. Eine gute Seite hatte der...
    Eine gute Seite hatte der Massentourismus aber doch: mehr noch als wohlfeile Politrukreden und Schüler-, Kultur-, Sportler- Austauschprogramme war er das ein gutes Mittel zur Völkerverständigung.
    Ich hab erst vor kurzem meinen Glauben daran verloren, als mit den Besucherzahlen der griechischen Tourismusbranche 2011 schwarz auf weiss herauskam, dass sich die Leut im Zweifelsfall immer noch lieber vom rassistischen Pressemob verhetzen lassen statt ihren eigenen Erfahrungen zu vertrauen.

  9. Die Pilger sind als...
    Die Pilger sind als gesellschaftliche Randgruppe, die wirklich weite Srrecken überwindet, fast ein eigenes Fachgebiet, In Massen treten sie eigentlich nur in Zeiten erheblicher Bevölkerungsverschiebungen auf, alnsonsten wäre das im mittelalterlichen System auch kaum möglich gewesen. Und von Reisefreiheit kann man da auch schlecht sprechen, es waren meist Versprechen oder aber auch Urteile von Gerichten, die die Menschen dazu brachten. In diesen Zeiten war das alles andere als Urlaub.
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    opelfahrer, das ist richtig, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das so bleiben wird.

  10. Verehrter Don,
    ich hoffe, Sie...

    Verehrter Don,
    ich hoffe, Sie haben Recht – und die Zeit der Individualfortbewegung in viereckigen Metallbaukästen mit 4qm umbautem raum pro Person ist tatsächlich vorbei. Sie wird in den Geschichtsbüchern des nächsten Jahrhunderts als einer der herausragenden Irrsinne des 20. und 21. Jahrhunderts ihren gerechten Platz finden.
    Ich selbst erlaube mir seit gut 30 Jahren extreme Mobilität (und ca. 7 feste Wohnsitze mit Wohnzeiten >1 Jahr), obwohl ich weder ein Auto noch einen Führerschein besitze. Und lange Zeit auch nicht gut verdient habe. Um Einwänden vorzubeugen: Natürlich geht das nur als Stadtbewohner. Weder Reisefreiheit noch Reisemöglichkeiten werden den Wegfall ölgetriebener Blechkästen vermissen, sie können selbstverständlich auch für Normaleinkommen erschwinglich bleiben. Lediglich seine Alltagsstrecken wird man besser planen müssen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  11. ist opel auch ein auto?...
    ist opel auch ein auto?

  12. Lieber Don,

    es ist ja beinahe...
    Lieber Don,
    es ist ja beinahe erschreckend, in welch schöne Worte man gesellschaftliche Wandlungen wickeln kann. Insofern war es genüsslich, Ihr Posting zu lesen.
    Dennoch, als Mensch, der Zeit seines Lebens der Mobilität und hier ganz besonders der Automobilbranche verbunden ist, stimmt es mich schon nachdenklich. Denn fern jeder Poesie sind Ihre Gedanken doch nahe der Realität. Und damit muss unter anderem auch unsere Branche umgehen (lernen). Und das wird noch harte Arbeit.
    Viel Freude in Monte Carlo, genießen Sie die Zeit!

  13. dazu passt womöglich auch -...
    dazu passt womöglich auch – „vorurteil meets reality“ – dass der besonders intelligente außendienstler für seinen vw-audi-tdi wie bekannt angeblich nur noch „exillium super“ tankt, „für die besonders reine v-power-verbrennung, den ewig schönsten motor innen und das sozial-überlegene, wissende lächeln an der tanke, hin zu solchen, die nicht bilanz verstehen und auch kostenrechnung und daher dummerweise nur den unnütz-billigen durchschnittsdiesel tanken“: denn überlegenerweise wissen solche, so sagen sie es auch schon mal, aber nicht immer, da geheimnis, nur fpür auserwählte, dass das tanken von exillium-diesel den kosten pro km höchstens von 67 auf 68 cent pro km steigerte: und da käme es dann darauf auch nicht mehr an. („zahlt eigentlich sowieso die firma und die steuerersparnis fast ganz mit“) und richtigerweise bietet „der markt“ (aka don a’s ältere brüder in linie und verantwortung) also für genau solche „exillium-diesel“ an.
    .
    in kategorien wie benzinpreisen denken aber weiterhin womöglich – q.e.d – nur die vermögenden oder vermögenderen. trotzdem. (und geschäfts-tdi-fahrer fänden sich auch weiterhin lediglich abgeschrieben: möglichst weit weg. möglichst weit runter?) http://www.youtube.com/watch?v=MDctDebE8lE

  14. Also im 17. und 18. machte der...
    Also im 17. und 18. machte der normale Mensch seine normale Grand Tour durch Europa.
    .
    Wirklich immobil war immer nur das Bürgertum.
    .
    Früher gab es fahrendes Volk, fahrende Sänger, reisende Adlige.
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    Fahrende Bürger sind eine Plage des 20. Jahrhunderts und ein deutliches Zeichen, das die Apokalypse allmählich näherrückt.

  15. Also im 17. und 18. machte der...
    Also im 17. und 18. machte der normale Mensch seine normale Grand Tour durch Europa.
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    Wirklich immobil war immer nur das Bürgertum.
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    Früher gab es fahrendes Volk, fahrende Sänger, reisende Adlige.
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    Fahrende Bürger sind eine Plage des 20. Jahrhunderts und ein deutliches Zeichen, das die Apokalypse allmählich näherrückt.

  16. Sehr geehrter Don, bitte...
    Sehr geehrter Don, bitte nehmen Sie es mir nicht übel, ich denke, Sie können sich halt nicht so richtig in die Lebensumstände einer älteren Dame versetzen, insbesondere, was sie als Urlaub empfindet. Ich nahm Bezug auf eine Frau im Mittelalter, die ein Dutzend Kinder gehabt hatte und noch einen mehr oder weniger fleißigen Mann und die eines Tages denkt: ‘Die Kinder sind versorgt und was soll ich dem alten Knacker jeden Tag sein Abendessen zubereiten und mir seine fabelhaften Jagdgeschichten anhören. Ich will auch mal was auf eigene Faust erleben. ‘ So eine Pilgerreise ist natürlich nicht mit einer Dr. Tigges Studienreise nach Norditalien vergleichbar. Aber die Frau, die ich meinte, ist keine Oberstudienrätin, sondern mehr so eine Frau wie ich. Die will nur mal was erleben. Sie amüsiert sich köstlich mit der Vorstellung, nicht zu wissen, wo sie heute Abend schlafen wird, und im übrigen damit, einfach mal alleine und ohne Verantwortung zu sein und den anderen Leuten zuzugucken.

  17. Lieber, geehrter Don, die...
    Lieber, geehrter Don, die Bilder und Ihre geschaetzten Texte sind mir wieder ein Genuss.
    Bitte berichten Sie, was die Solarkuenstler so auf die Raeder stellen.

  18. Nun, es geht ums Wasser,...
    Nun, es geht ums Wasser, genauer, um ein Boot.

  19. Nebenan übrigens Werbung für...
    Nebenan übrigens Werbung für den Opel-Mutterkonzern. Don Alphonso wird Ihnen präsentiert vom Elend der Strassenblockaden.

  20. Im Mittelalter war man...
    Im Mittelalter war man erstaunlich mobil.
    ( Neuester Stand der Forschung, letztes Semester „Alteuropa“ )
    Es reisten Studenten, Handwerker, Händler, Söldner, Ritter, Bergleute, Kleriker, Gelehrte sowie Könige und Kaiser – komplett mit Hofstaat.
    .
    Sogar die normalerweise an die Scholle der adligen Herrschaft gebundenen Bauern flohen, wenn die Lebensverhältnisse zu schwierig wurden, in den Wirkungsbereich des nächsten Adeligen.
    Es gab keine Zentralgewalt die dies hätte verhindern können.
    Den europäischen Osten galt es zu kolonisieren. Die Wälder der Mittelgebirge wurden gerodet um anschliessend neu besiedelt zu werden.
    .
    Die Unbeweglichkeit der Menschen im Mittelalter ist eine überholte Vorstellung.

  21. (@der tiger - dürfte man...
    (@der tiger – dürfte man sagen „man versteht sie?“ – ein wenig zumindest ganz sicher? und ein kleines geheimnis ausplaudern? uns verschlägt es – gefühlt auch vollkommen inkognito – auch desöfteren dahin, wo wir nicht wissen, wo wir abends schlafen werden (das anscheinend auch überhaupt nicht mehr so wichtig, wenn man nur genug bei sich selbst angekommen, so eine variante davon), morgen z. b. erleben wir etwas, falls man so sagen dürfte, denn wir fahren an die mosel südl. von nancy, genauer an den „canal des vosges“ (evtl. scrollen http://www.google.de/imgres?q=sam+Neuves-Maisons&start=0&hl=de&sa=N&rlz=1T4GZAZ_deDE412DE412&biw=1280&bih=871&tbm=isch&prmd=imvns&tbnid=PV7K5AOy9nsDcM:&imgrefurl=http://mirabelle.lorraine-cafe.fr/%3Ftag/Neuves-Maisons&docid=nJ9x6pvZ9wiApM&imgurl=http://mirabelle.lorraine-cafe.fr/public/Photos_Mam/Neuves_Maisons/00AvionNeuves_Maisons.jpg&w=600&h=450&ei=tZqdT_T1FYnxsgaZv8GfAQ&zoom=1&iact=hc&vpx=795&vpy=327&dur=956&hovh=194&hovw=259&tx=143&ty=99&sig=116388303357608309757&page=1&tbnh=158&tbnw=198&ndsp=20&ved=1t:429,r:8,s:0,i:83) – und das alte stahlwerk von früher direkt daneben eher genau bereicherung als gefährdung. (es gibt sowieso keine gefahren – nicht für alte gebäude, nicht für menschen im richtigen alter. sorge dich, nicht lebe! bleibt das bekannte motto dazu womöglich.) und man bleibt man selbst, durchaus. und ästhetik ist und bleibt eben auch eine frage der einstellung, durchaus: http://www.google.de/search?q=ferraille&hl=de&rlz=1T4GZAZ_deDE412DE412&prmd=imvns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=yJ2dT6WlAYXptQbfi6Vz&ved=0CEsQsAQ&biw=1280&bih=871)

  22. und auf dem weg bitte san remo...
    und auf dem weg bitte san remo nicht vergessen, der blick von der küstenautobahn über die gewächshäuser bergab richtung stadt und meer so beeindruckend, und wer zeit hätte, würde sowieso über ventimiglia die küste entlangflanieren, klar, und auch der autobahn-übergang – italienischer tunnel raus, grenze, franz. tunnel rein – markiert unterschied. europa heute. es gibt viel zu übersehen.
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    zum glück kennt ja jeder heute schon alles. „In der gesamten Umgebung von San Remo überziehen Gewächshäuser die Hügel, denn hier in der Region werden Blumen, vor allem Schnittblumen wie Rosen und Nelken, angebaut und in die ganze Welt exportiert. Nicht umsonst bezeichnet man San Remo als Cità dei Fiori, Blumenstadt. Bekannt und beliebt ist der Blumenmarkt, der täglich an den Mauern der San Siro Kathedrale stattfindet.“ http://www.immorent.org/ligurien/sanremo.html
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    gute reise also und viel vergnügen!

  23. lieber Reiterjunge, trefflich...
    lieber Reiterjunge, trefflich gesprochen. wenn man allein an die meist prächtigen hoftage denkt, die meist an hohen kirchlichen feiertagen abgehalten wurden, zum beispiel den mainzer hoftag von 1184, der ausführlich dokumentiert ist im gegensatz zu anderen hoffesten; allein um die 40.000 ritter waren zu besuch, vom gemeineren volke ganz zu schweigen.
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    man reiste durchaus, gerne weite strecken.
    das pendeln war natürlich keine folkore, die pferde hätten sich bedankt, die räuber auch.

  24. @Tiger: ah, sehr schön, Ihr...
    @Tiger: ah, sehr schön, Ihr Einwurf, er brachte mir die lebhafte Erinnerung an die Pilgerfahrt meiner Großmutter zurück! Nur weiß ich nicht mehr, wann sie das machte, ob vor oder nach dem 2. Krieg. Die Motivation dürfte die von Ihnen beschriebene gewesen sein… denn sie fand es an ihrem Lebensende sehr schade, daß sie nie dazu gekommen war, einmal mit einem Ballon zu fahren. Jedenfalls erzählte sie von Straßen, die mit Brettern ausgelegt waren, also ungeteert. Das war mir damals sehr exotisch. In Berlin hörte ich jedoch später die Worte „Knüppeldamm“ und „Reitweg“, die es vor 1900 wohl noch gab. Vielleicht war das mal eine durchaus verbreitete Methode, und man hat sie nur vergessen?

  25. Normale Menschen wollen gar...
    Normale Menschen wollen gar nicht reisen (v. althochdeutsch: risan = aufstehen, sich erheben). Die wollen mal was anderes sehen, sich anders fühlen. Oder mal so richtig die Sau rauslassen. Dazu gibt es an geografisch und klimatisch weit entfernten Orten entsprechende Gelegenheiten. Deshalb begibt man sich von einem Ort zum andern. Die eigentliche Reise, eingezwängt im Flieger, wird dabei eher als notwendiges Übel empfunden. Früher hat man die Sau einfach vor Ort rausgelassen. Wir trocken den Met bis keiner mehr steht und ähnliches. Heute rennen alle auseinander, um sich dann hinterher den ganzen erlebten Unsinn vorzukauen. Das verstehe wer will. Andererseits, wären die Deutschen in ihrer arbeitsfreien Zeit sich selbst überlassen und nicht auf Reisen, dann könnte es gefährlich für den Staat werden. Das hatten ja bereits vor einiger Zeit die Deutsche Arbeitsfront und der FDGB erkannt. Frau Merkel, handeln Sie!

  26. Also ich weiss wirklich nicht,...
    Also ich weiss wirklich nicht, was die Leute mit Opel am Hut haben, von wegen ‚Ruesselsheimer Strassenbarrikade‘: ich werde staendig von Opels ueberholt. Im Wald und auf der Heide-und auf der Autobahn auch.
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    Frueher, als ich noch mit dem Segelboot stromaufwaerts ackerte, rasten sogar Bauerntrecker auf der Deichkrone an mir vorbei.
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    Eins aber weiss ich sicher: Barchettas ueberholten mich nie. Niemals. Nicht zu Wasser, nicht zu Lande und in der Luft sah ich auch nur silberfarbene Boings.
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    Mithin: Die Barchetta ist das Bielefeld der Automobilitaet. Ja, so ist das mit dem Wahn: Madame behauptet, eine Miele im Schuppen zu haben, aber sie waescht von Hand. Bielefeld eben. Bielefeld ist ueberall. Ist Italien nicht vielleicht auch nur ein Bielefeld? Man soll auch versucht haben, Bielefeld mit einem Boot zu entdecken. Der kuehne Kapitaen verschall, das Boot wurde nie gefunden. An der vermuteten Untergangsstelle entdeckte man etwas duennes Rundes. Archaeologen vermuten, dass es sich um Reste eines beinbetriebenen Fortbewegungsmittels handeln soll.
    Man fand auch Tempelreste. An einem Kapitell war noch zu lesen ‚C….w…st‘, wahrscheinlich das Kroenungsjahr eines Koenigs namens Drais. Es koennte sich auch um eine draiste Faelschung handeln.
    Man wird sehen. Es ist doch heute so, wie vor 200 Jahren: Das Licht der Aufklaerung ist eine truebe Funzel. Ihr trueber Schein beleuchtet Ruesselsheim.
    Darumherum ist Dunkel. Im Lichte werden Autos gebaut. In der Finsternis vegetiert der Autofahrer, irrt umher und versinkt auf der Suche nach Erhellung in Batteriesaeure. Sonne wird ihm nicht. Da ist G-tt vor. Filou ist sein Prophet.
    .
    Noch ein Glaeschen?

  27. Die Reisetätigkeit neigt zu...
    Die Reisetätigkeit neigt zu den schönen Ecken dieses Landes? „Die, wie allgemein bekannt sein dürfte, auch jene Ecken sind, wo sich die Vermögenden bevorzugt niederlassen“.
    Das ist definitiv nicht richtig. In den schönsten Ecken dieses Landes finden sich vergleichsweise wenig Vermögende. Der Vermögende an und für sich lässt sich bevorzugt dort nieder, wo schon andere, echte oder vermeintlich Vermögende wohnen. Gern natürlich in der Nähe von Gewässern und nicht in Flughafennähe. Aber ein Ort mit Riesengedränge auf der Uferstraße kann maximal eine „ganz passable Ecke“ sein, schöne Berge hin oder her.
    An den schönsten Ecken, die ich in Deutschland kenne, finde ich auf ausgedehnten Spaziergängen immer wieder villenähnliche Anwesen in guter Lage, gern am Hang versteckt, von außen kaum einsehbar und ohne Namen am Tor. Und denke mir: Der weiß wo’s schön ist, und hängt es nicht an die große Glocke. Vor neugierigen Wanderern schützt ein hoher Zaun, und ein Stau wird hier nie entstehen, schon allein deshalb, weil die letzten Meter der Zufahrtsstraße ganz bewusst nur geschottert und nicht asphaltiert sind.

  28. ...
    @opelfahrer
    „Bankschließfächer“
    Die Tankdeckel bezeugen heftigen finanziellen Opfermut der Besitzer. Kaum einer
    der Tankdeckeleigner wird je zugeben, welchen erheblichen finanziellen
    Aufwand er tatsächlich bis zum oft erfreulichen Erscheinungsbild des Fahrzeugs treiben mußte, allein schon um sich nicht wohlmeinenden, amtlich eingeleiteten,
    Pflegschaftsansinnen potentiell erbrechtlicher Nachfolger auszuliefern. Das
    unter dem Tankdeckel investierte kehrt sicher niemalsnie ins Bankschließfach
    zurück. Allenfalls für Schrauber ist es i.d.R. auch finanziell interessant.

  29. Wenn wir bald - Piraten sei...
    Wenn wir bald – Piraten sei dank – umsonst die Fernreisezüge besteigen wie weiland ein SPD-Bundesbankdirektor und Volksschriftsteller auf dem Weg zur täglichen Arbeit und Köche und Kellner die Vier-Sterne-Hotels in dieser Republik übernommen haben, dann wird auch der letzte Turbanträger merken, dass man Öl nicht essen kann, es sei denn, man quetscht es kalt aus Oliven oder Sonnenblumenkernen.

  30. @Reiterjunge
    .
    Sehr schön!...

    @Reiterjunge
    .
    Sehr schön! Nur die Bürger waren eben nicht dabei, stimmts? Handwerker nur als Gesellen, Meister bleiben hocken wo sie sind.
    .
    Im Frühen Mittelalter sicher noch die Kaufleute. Später sassen die nur noch im Kontor, die Ware wurde von anderen rumgekarrt.

  31. Erwachsene sind Privatsache....
    Erwachsene sind Privatsache. Jeder muss selber wissen, ob er sich welche anschafft.

  32. Reisen ist kein Privileg, wenn...
    Reisen ist kein Privileg, wenn man selber laufen muss. Und dabei noch was schleppen, was anderen gehört.
    („Er ritt hin und sein Pferd ging zu Fuß hin“).

  33. @Filou
    .
    Wozu überhaupt...

    @Filou
    .
    Wozu überhaupt Reisen. Wo man ankommt ist Bielefeld.

  34. Werter Don Alphonso,
    1,85 €,...

    Werter Don Alphonso,
    1,85 €, das ist natürlich hart, und Ihr Hilferuf wurde gehört.
    Posten Sie doch eine Kontonummer damit ich meinen Hilfsbeitrag leisten kann,
    und Sie weiterhin unescoweltkulturerbegebettet räsonieren und uns mit Ihrem netten Geschreibsel erfreuen können; wo immer Sie Ihr Gefährt auch hintragen mag.
    Mit freundlichen Grüßen, tiberiat.

  35. @Lutz
    .
    Das kann sein....

    @Lutz
    .
    Das kann sein. Bestimmt gibt es im Bayer Wald oder an der Müritz ganz passable Landschaften, wo einem kein Münchener Motormob belästigt.
    Sogar im Schweizer Jura können Sie da und dort ihre Ruhe haben. Dafür dann die neugierigen Dorfbewohner.

  36. Tiberiat, meine Grossmutter...
    Tiberiat, meine Grossmutter pflegte zu sagen: Reich wird man nur vom Geld behalten und nicht vom Geld ausgeben. Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass die Reichen bei ein paar Cent nicht genau hinschauen.

  37. was hat Geld mit Reichtum zu...
    was hat Geld mit Reichtum zu tun,
    ich denke da eher an so Stichworte wie Bildung, Erziehung und Vermögen?
    (Nichts gegen Grossmütter und ihren Rat, hier zu kritisieren steht mir nicht zu und liegt mir auch fern)
    Ich bin nach wie vor der Meinung dass Geld nur bedrucktes Papier ist das man gegen andere Waren eintauschen kann; und was der liebe Gott davon hält sieht man an jenen Leuten denen er es gibt.

  38. "...noch heute wird „Wetten...
    „…noch heute wird „Wetten dass“ für die Massen auf einer spanischen Insel aufgezeichnet. “
    …und es gibt – hab ich gehört – Autos als Geschenk.

  39. Was für Bilder wird DA uns...
    Was für Bilder wird DA uns schicken aus MC? The yachts in the harbour?
    Gateau St Honoré in einem Schaufenster?

  40. Als Undeutscher (kein Auto,...
    Als Undeutscher (kein Auto, kein Malle, kein Bier) habe ich mit Auto-Themen immer ein kleines Verständnisproblem. Will heißen, daß mich die Probleme mit Reifen, Spritpreis und Steuern nicht tangieren und immer ein wenig fremdartig anmuten. Bei meinem ÖPNV, dem Mitteldeutschen Verkehrsbund, ist es schöne Tradition, die Preise in jedem August um 3-4 % anzuheben, im übrigen völlig unabhängig von irgendwelchen wirtschaftlichen Entwicklungen. Momentan summieren sich die Kosten im Jahr auf runde 1000 Euro. Das ist keine Bagatelle, aber verkraftbar. Ich habe ja auch keine Alternative. Deshalb meine Frage an die Kfz.-Besitzer: ist es wirklich so, daß der gegenwärtige Spritpreis Sie dazu bringt, weniger zu fahren? Oder wird der Preis zähneknirschend hingenommen und an anderen Stellen gespart? Würde mich wirklich sehr interessieren.
    .
    Im übrigen glaube ich mit HansMeier555, daß der Bürger früher zu Hause blieb und es sich je nach Umständen wohlsein ließ, während hinten, weit in der Türkei die Völker aufeinander schlugen. Reisen war Transition, Übergang, den Rändern der Gesellschaft (oben und unten) vorbehalten. Ich vermute auch, daß die momentane Reiselustigkeit der Vielen eine Übergangserscheinung ist. Ob die Kosten oder der Überdruß die Massenmobilität verändern werden sei einmal dahingestellt. Das langsame Reisen (so man es sich leisten kann) hat sicher seine Vorzüge. Wie der Zufall es wollte, las ich einstmals im Zug von Leipzig nach Frankfurt den Briefwechsel Goethes mit den Willemers. Die Reisestrecke über Weimar, Eisenach und Fulda entsprach genau der Goethes. Allerdings brauchte Goethe dafür dreieinhalb Tage (24.-27. Mai 1815), während ich nur dreieinhalb Stunden brauchte. Ich fragte mich aber, ob das Hin- und Herhetzen an einem Tag wirklich nötig war und ich es nur tat, weil ich es konnte? Wieviel Verkehr induzieren eigentlich die Verkehrsmittel selbst, wieviel ist echter Bedarf?

  41. "Vollgas als Luxus" ist mir...
    „Vollgas als Luxus“ ist mir als Titel zu moralisch. Ich wäre für „Lachgas als Duktus“.

  42. Um sich im siebten Himmel der...
    Um sich im siebten Himmel der Stahl/Eisen/Rost-Kunst zu fühlen,
    kann man (nur) wegen Chillida…. nach San Sebastian pilgern,
    – um einmal an der Küste bei seinen Windkämmen zu stehen.
    http://www.nw-news.de/_em_daten/_nw/2009/12/10/091210_2226_x2.jpg
    Um dann weiter nach Bilbao zu reisen:
    Guggenheim mit Serra und einer alten Schwebefähre…!
    Danach kann man klimaneutral daheim bleiben und auf Friedhöfen rostigen Zäune oder alte filigrane Stahlbrücken bestaunen …
    solange es sie noch gibt.

  43. @Savall: Spätestens wenn man...
    @Savall: Spätestens wenn man das Rentenalter erreicht hat, tritt ja in aller Regel zumindest ein Stillstand der Einkommensentwicklung ein. Wenn das Benzin teurer wird, muß der Wein billiger werden, oder man fährt weniger, oder man trinkt weniger. Ich ziehe es vor, die unvermeidlichen Einkaufsfahrten in die Stadt besser zu organisieren, um weniger oft fahren zu müssen. Etwas weniger Wein trinke ich auch, der Gesundheit zuliebe, aber keinen billigeren…

  44. 2 Euro der Liter? Scheissegal....
    2 Euro der Liter? Scheissegal. Endlich kommen die Zeiten, in denen man das Hochbollern seines leistungsgesteigerten V6 auf der A3 zwischen Hanau und Frankfurt als echten, gelebten Luxus empfinden kann. Der Plebs hebt zeitgleich für 29 Euro nach Malle ab.

  45. @Savall "...kein Auto, kein...
    @Savall „…kein Auto, kein Malle, kein [TV] ) habe ich mit Auto-Themen immer ein kleines Verständnisproblem. Will heißen, daß mich die Probleme mit Reifen, Spritpreis und Steuern nicht tangieren und immer ein wenig fremdartig anmuten.“
    Endlich mal noch einer. Willkommen im Klub.

  46. @yast2000: machen Sie doch...
    @yast2000: machen Sie doch einfach einen eigenen Blog auf, mit dem Duktus, der Ihnen gefällt…

  47. @HansMeier (30. April 2012,...
    @HansMeier (30. April 2012, 07:19), wie recht Sie doch haben! Wenn Sie mein Bielefeld kennen wuerden, muessten Sie Ihres Bielefeld Erde kuessen.
    Hier feiert man der Koenigin Geburtstag und es klingt als ob die Lager aller Waescheschleudern des Universums (darunter machen wir’s nicht) ausgeschlagen waeren.

  48. specialmarke @yast2000:...
    specialmarke @yast2000: „machen Sie doch einfach einen eigenen Blog auf, mit dem Duktus, der Ihnen gefällt…“
    *
    Das würde ich schon gerne, aber ich weiß nicht, wie man das macht; ich hatte noch nie Kontakt zu intellektuellen Berufssoldaten. Außerdem verklagt mich bestimmt wieder ein Reifenhersteller, wenn ich in einem FAZ-Blog ausführlich nachweise, dass viereckige Räder die einzigen Industrieprodukte sind, die erst nach längerer Benutzung ihre tatsächlichen Gebrauchswerteigenschaften erreichen.

  49. savall, wer auf dem land lebt,...
    savall, wer auf dem land lebt, hat kaum eine andere wahl, als sein auto zu benutzen, wenn er zur arbeit, zum einkaufen, sonstwohin will.
    .
    das andere ist, man gewöhnt sich schnell daran, sich nicht an fahrplänen orientieren zu müssen.
    .
    letzten freitag, so sechzehn uhr, zum reifenwechsel in die werkstatt, weil, der winter ist vorbei. sagt der mechaniker, das vorderrad wackelt aber ziemlich. auch ich wackle einmal mit, eben, sage ich daraufhin, das muss repariert werden. bis wann ist das fertig, frage ich den inhaber der werkstatt. hm, das kann dauern, mal überlegen, montag ist brückentag, mittwoch, donnerstag…
    ja, aber ich sollte am mittwoch wieder zur arbeit und wie komme ich jetzt nach hause? ich fahre sie eben heim, sagt der inhaber der werkstatt, wir reparieren ihr auto bis morgen vormittag und dann hole ich sie wieder ab.
    damit geht mit mir zu einem fahrzeug, früher sagte man hundefänger dazu. da fällt mit ein, dieses fahrzeug liesse sich zu nützlichen anschaffungen in der nahegelegenen grosstadt verwenden: könnten sie mir den nicht vermieten, damit könnte ich gleich noch zu obi, nein, zu ikea fahren, morgen vormittag bin ich dann wieder da. ja, machen sie das, sagt der inhaber der werkstatt, nehmen sie das auto und kommen sie morgen wieder, frühstücken sie erst, so gegen zehn können sie dann ihr auto abholen.
    .
    so konnte ich noch am freitag kultregale einladen, nach hause fahren und dann am samstag mein auto holen.
    am sonntag bestand ich dann die heimwerkerprüfung, grundkurs ikea eins bäh wie billy, und brauche jetzt nur noch die bücher einzuräumen. morgen ist ja feiertag.
    .
    soviel zum thema, eigentlich brauche ich gar kein auto. ich jedenfalls brauche das und eine gute werkstatt hilft mir dabei.
    .
    —-
    ach so, da habe ich mich en passant als so einer geoutet, den der hausherr eigentlich nicht mag, wer beim dem alten schweden kauft, isst am ende dort auch noch hotdogs. legal, illegal, ikearegal, sagten früher die spontis.

  50. Meine Frage nach dem Sprit war...
    Meine Frage nach dem Sprit war übrigens durchaus nicht ironisch gemeint, sondern ehrlich interessiert. Ich habe es für meine Person ausgerechnet. Ich bin in Statistik nicht so gut wie Frau Infinitesimalia, aber die Rechnung sollte stimmen. Um in meine Firma zu kommen, braucht es eine Wegstrecke von rund 20 km, hin und zurück als 40. Ich würde ein mittleres Gefährt mit einem Verbrauch von 8 l/100 km betreiben. Nach der Euro-Einführung sagte die Bundesbank, daß es keinen signifikanten Inflationsschub gegeben habe, so daß ich 1,40 DM/l mit 1,40 Euro/l als Normalpreis voraussetze. Momentan sind also 1,85 gefordert, was mein Excel zu dem Ergebnis von 316,80 EUR Mehrkosten per annum bringt (in summa 1302,40 EUR, was meine Autofahrer-Kollegen regelmäßig zu der Äußerung bringt, daß der ÖPNV nicht so wahnsinnig günstig sei, geflissentlich die Abschreibung, Steuern und Versicherung übersehend, weil, ein Auto hat man eh schon.) Auf Alphonsinische Verhältnisse und die Strecke von Ingolstadt nach Mantua und zurück betreffend gerechnet, wären das 38,88 Euro Mehrkosten (540 km, 0,45 EUR Differenz je Liter). Wäre das für uns Pöbel ein Grund, zu Hause zu bleiben?

  51. @Savall
    Meine private...

    @Savall
    Meine private Beobachtung mit Bezug auf den Benzinpreis: Es wird im Schnitt langsamer gefahren auf der Autobahn als noch vor 10 Jahren. Links mit 200 km/h sind nur noch die Inhaber einer Firmen-Tankkarte. Einige Bekannte reduzieren auch die Zahl der Fahrten, in dem sie die Notwendigkeit im Einzelfall prüfen, bzw. Alternativen wählen (Bahn, Rad).
    Ich will aber nicht ausschließen, dass sie auf diese Weise das Benzingeld für die unverzichtbare Autofahrt in den Urlaub zusammensparen. Die Stauberichte zum Ferienbeginn in diesem Jahr werden es ans Licht bringen.

  52. @ Vroni 29.04. 18:24 : das...
    @ Vroni 29.04. 18:24 : das Tankdeckelgebimsel? Ein Lederschnürriemen aus einem Mokassin, öl- und benzinfest. Und da auf der anderen Seite sicher noch ein Tankdeckel ist, fährt der unerfahrene Genießer ab sofort barfuß (der Experte weiß, daß man sich bei diesen Autos ganz fürchterlich die nackten Füße verbrennen kann, was auch Mokassins nicht mit Gewissheit aufhalten). Und auch die Schalthebel sind nicht die kältesten.

  53. yast2000, ich finde das...
    yast2000, ich finde das ehrlich gesagt alles nur begrenzt spassig.
    .
    Damals war es so, dass die Stassen schlechter waren und deshalb so ein Tankdeckelverschluss schon mal aufspringen konnte, mit ganz verheerrenden Folgen, wenn das Benzin auf den heissen Auspuff gelangte. Diese Details entschieden damals über Leben und Tod.

  54. Benzin ist deutlich billiger...
    Benzin ist deutlich billiger als 1960:
    Durchschnittslohn 1960 = 212€/Monat Benzinpreis 0,031€/Liter = 683,87 Liter Benzin für einen Monatsverdienst.
    Mindestlohn Bau 2012 = 1675€/Monat Benzinpreis 1,75€/Liter = 957,14 Liter Benzin für einen Monatsverdienst.

  55. Savall30. April 2012, 13:53
    Es...

    Savall30. April 2012, 13:53
    Es gibt auch die Leute, die das zur Zeit (noch) weniger interessiert,
    die Fahrer der diversen Firmenwagen.
    .
    karolakettenhemd30. April 2012, 14:09
    Jaguar?

  56. @ karolakettenhemd
    Nette...

    @ karolakettenhemd
    Nette Erklärung, danke.
    Ein Indianer spürt keinen Schmerz.
    .
    Don,
    danke. Eine meiner Lieblingszeichnungen, dieser rußgeschwärzte Knabe:
    http://images.artnet.com/artwork_images_191_692783_henride-toulouse-lautrec.jpg
    (Henri de Toulouse-Lautrec, L’automobiliste)

  57. Ich leugne nicht, daß viele...
    Ich leugne nicht, daß viele ein Auto als schlichte Notwendigkeit betreiben müssen, auch-einer. Ich habe ja den umgekehrten Fall: ich wohne in der Stadt und muß zur Firma aufs Land, nur damit der Arbeitgeber vor 15 Jahren ein paar Tausend DM/Euro Grundstückskosten sparen konnte. Das Innenstadtgrundstück, auf dem unsere Firma damals stand ist übrigens immer noch eine Brache. Das ist es, was mich so sehr aufregt und auch Don Alphonsos Frage aufgreift, ob es nicht andere Mobilitätskonzepte gäbe. Ein kleines Entgegenkommen seitens der Stadt bei den Grundstückskosten hätte Hunderttausende, vielleicht Millionen Fahrkilometer gespart. Aber da die Mobilität selbstverständlich und die Kosten quasi privatisiert sind spielt das alles keine Rolle. Lieber diskutiert man über die Erhöhung der Pendlerpauschale. Klassische Fehlsteuerung. Ein für mich interessanter Gedanke: der Arbeitgeber muß in vollem Umfang die Fahrtkosten erstatten. Die Folgen wären überaus bemerkenswert, denke ich.
    .
    Danke, Lutz, für diese Beobachtung. Ich glaube, ich finde diese Entwicklung nicht schrecklich.

  58. Filou29. April 2012, 23:19
    Ich...

    Filou29. April 2012, 23:19
    Ich wurde schon mal von einer Barchetta überholt,
    aber noch nie niemals von einer Draisine.
    Übrigens, Bielefeld findet keiner mehr, weil es 68 unter die Erde verlegt wurde,
    damals hat man noch wegen anderen Dingen protestiert.

  59. Ja, sicher, nur war damals...
    Ja, sicher, nur war damals Autofahren auch noch Luxus, und das Geld ging wegen enderer Produkte drauf. Ausserdem sind wir ja noch nicht am Ende der Entwicklung, da kommt noch mehr.
    .
    Vroni, hier läuft Tazio Nuvolari etwas daneben:
    http://www.targaflorio-1906-1977.it/images/foto%20piloti/1931%20T.Nuvolari%20si%20disseta%20dopo%20la%20vittoria.jpg
    In jener Zeit, als alle noch tankten was das Zeug hielt.

  60. Vor 16 Jahren habe ich 100...
    Vor 16 Jahren habe ich 100 Liter Super+ für 160.- plus minus 5.- DM getankt. Ok, ich habe keinen Wagen mit Zusatztank mehr, aber trotzdem würden mich die 100 Liter heute um die 175.- EUR kosten! Das wirft Fragen auf und Vollgas fahren wird mehr denn je ein Luxus. Während wir früher gedankenlos und sinnfrei mit dem 280SL der Mutter durch die Gegend gefahren sind überlegt man sich heute, ob man wirklich mal die Drosselklappe waagerecht stellt damit die 5 Zylinder vom turbo gut belüftet werden können!
    Es stimmt irgendwie schon, die sogenannte Mittelschicht ächzt unter den Lasten und versucht nach oben Anschluss zu halten, dort wird aber nach wie vor mit großvolumigen Motoren der Kraftstoff verbrannt. Warum? Weil die unteren Schichten durch ihren Konsum auch noch zu den üppigen Dividenden der Oberschicht beitragen. Wie sagt ein Freund(der den SL heute noch fährt!) von mir: Ich bin der erste, der mal zwei Wochen lang nicht tanken würde.
    Ob es was bringen würde? Eher nicht, es ist ein unaufhaltsamer Trend. Also keine Sorge, bald ist am schönen Tegernsee wieder Ruhe und ich kann gemütlich dort wandern!

  61. Frag mich, was die damals in...
    Frag mich, was die damals in der Hitze so als isotonisches Getränk reinschütteten.
    .
    Mich zieht es jetzt solargetrieben und beschuht unbandig nach draußen. Für ein Eis oder so. Am 1. Mai soll das Wetter hier schlechter werden.

  62. Don Alphonso: "yast2000, ich...
    Don Alphonso: „yast2000, ich finde das ehrlich gesagt alles nur begrenzt spassig.“
    *
    Sehen Sie, Mediensegler, das meine ich: Nichts gegen den Don, der macht auf seine Art einen guten Job und hat damit Erfolg. Wenn Sie aber das Denkschema wirklich unterlaufen und echte Satire machen, ruft es auch heute noch die Sittenwächter auf den Plan. Kästner, Tucholsky u.a. hätte es nie gegeben, wenn sie nicht zu bestimmten Zeiten gelebt hätten, in denen ihr Tun wegen der Angst der Bevölkerung auf fruchtbaren Boden gefallen wäre. Damit muss man sich nun mal abfinden: Keine Angst, keine Satire!

  63. Ja, Don Ferrando, über die...
    Ja, Don Ferrando, über die Inflationsrate habe ich mir auch Gedanken gemacht. Meine Kontoaufzeichnungen gehen ohne größere Suchaktion nur bis 2000. An den Spritpreis damals kann ich mich nicht genau erinnern. 90 Cent/l, eventuell? Ich finde allerdings den alten FAZ-Abo-Preis. Mein Gehlat ist seit 2000 nominell um 21,4 % gestiegen, der FAZ-Preis um 57,7 %, Falls mich meine Erinnerung nicht trügt, dann wären es beim Sprit 105,5 %.

  64. yast2000, ich erkläre das...
    yast2000, ich erkläre das gerne noch einmal (aber dann bin ich wirklich am Ende meiner dafür vorgesehenen guten Laune): Man und auch ich wird hier den Eindruck nicht los, dass es hier in der Regel nur noch um Stänkereien geht. Es ist vollkommen normal, dass Leute, die dergleichen betreiben, der Meinung sind, ihr Tun sei höchst unterhaltsam und sie seien blendende Humoristen, deshalb sind sie auch davon nicht abzubringen. Nur fördert das die Sache der anderen überhaupt nicht. Und ich habe auch keine Lust mehr, da weiter nzuzuschauen. Alein schon der Ton, der da stets mitschwingt, verleidet mir die Lust am eigenen Blog. Sollte dss Zweck der Übing sein, ist die Übung jetzt vorbei.
    .
    Vroni, in der Regel war das verdünnter Wein, was man so hört. Zumindest in den grossen Flaschen. Die Rennen waren damals ziemlich schmerzvolle Erfahrungen, also war man einer gewissen Betäubung nicht abgeneigt. Ausserdem muss es ein schlimmer Geschmack auf der ZUnge und ein schweres Atmen gewesen sein.

  65. "Ein für mich interessanter...
    „Ein für mich interessanter Gedanke: der Arbeitgeber muß in vollem Umfang die Fahrtkosten erstatten. Die Folgen wären überaus bemerkenswert, denke ich.“
    .
    kein schlechter ansatz savall. ich denke, dass damit, zumindest bei den grösseren betrieben, die individuellen fahrten wohnung – arbeitsstätte schnell erledigt wären, dafür gibt es dann den vom unternehmen selber oder im auftrag betriebenen zubringerdienst. das versanduntnernehmen quelle war dafür bekannt, packerinnen und packer mit eigenen bussen aus dem bayrischen wald nach fürth und wieder zurück zu fahren.
    .
    wekswohnungen und betriebkindergärten gibt es auch schon seit längerem nicht mehr, viellecht kommt das alles wieder und frau familienminister kann damit bei den bediensteten des bundes und des bundestages gleich mal mit üben anfangen.
    .
    es wird wohl ganz anders kommen. angenommen, peer steinbrück wird wieder das, was er schon einmal war*), führt er gleich wieder das werkstorprinzip ein, diesmal weiss er ja, wie er es richtig machen muss.
    .
    ——
    *) eigentlich schon erstaunlich, dass einer, dessen zwei wesentlichen reformen als finanzminisiter (die einführung des werkstorprinzips und die abschaffung der werbungskosten für ein häuslichen arbeitszimmer) vom bundesverfassunggericht kassiert wurden, sich nicht ins bürgerliche heldenleben zurückzieht, sondern einfach dort weitermachen will, wo er aufgehört hat.

  66. Aber, aber - was für...
    Aber, aber – was für Weltuntergangsphantasien!
    Laut hochoffiziell angewendeter Meßverfahren brauchen doch moderne Autos quasi gar keinen Sprit mehr – selbst die Mittelklasse kommt mit vier oder fünf Litern aus!
    Aus diesem Grund braucht’s doch gar keine neuen Mobilitätskonzepte, über Hybrid & Co lacht ein deutscher Inschenör doch nur – und die Stunde, die der so modern mobile Arbeitnehmer extra im Stau steht ist halt sein Pech: kann ja umziehen, wenn die Firma das schon kann…
    Andererseits erinnert mich das immer barockere Geschwulst (der „richtige“ Barock war übrigens wesentlich stilsicherer als das, was heute so bezeichent wird) der aktuellen Blechschachteln an die Chromorgien der 50er- Jahre: falls es irgendwo tatsächlich sinnvolle Innovationen gibt, sind sie nicht vermittel- bzw. verkaufbar. Also lockt man mit Äußerlichkeiten.
    Notwendiger, aber nicht realisierter Fortschritt wird durch Etikettenschwindel vorgetäuscht (NEFZ). Alte Sichtweisen werden gehätschelt und gepflegt, wenn sie für Industrie und Plebs vorteilhaft sind (z.B. Sportlichkeit ergibt sich durch höhere Motorleistung und wird demonstriert durch „Sound“ – der heute zT künstlich generiert wird und bisweilen nicht mehr aus dem Auspuff, sondern aus dem Lautsprecher kommt…)
    Für mich ist eine DS3 WRC wesentlich sportlicher als jeder Großkampfwagen al la Lambo oder R8, ein sauber gebauter 500cc-Eintopf interessanter als Piechs neueste Spielzeuge mit 200 PS auf zwei Rädern.

  67. Rotwild, letztlich kommen ja...
    Rotwild, letztlich kommen ja die kleinen Freuden unten einer kleinen Gruppe oben zugute. Und es ist viel, weil es so viele sind.. Ich sehe aber nur H&M auf dem Vormarsch und keinerlei Erkenntnis, dass einen das eher nicht bereichert, sondern nur bebuntet, und bei den Autos ist es nicht anders. Wer bei diesem Zikel nicht dabei ist, bleibt, wo er ist, oder rutscht ab. So einfach eigentlich. In Deutschland geht das noch, aber hier in Italien sieht man das deutlich.
    ,
    Savall, das Problem sind natpürlich auch die An- und Abfahrten der Waren. Die eigentliche Idee ist das kleinräumige Denken, aber das funktioniert so gut wie gar nicht mehr, weil es einfach einen Preisnachteil hat. Also geht die Verkehrsanbindung der Just-in-Time-gesellschaft vor den Zeitvorteil der Mitarbeiter. Auch das, wenn man so will, eine Umverteilung. es profitiert die Firma und der Apparat, es bezahlt der Arbeitnehmer mit seiner Flexibilität. Und zwar auf eine Art und Weise, dass sich keiner mehr hinstellt und das gemein findet. Man hat sich daran gewöhnt.

  68. mediensegler, bis zu dem...
    mediensegler, bis zu dem Zeitpunkt da ich in diesem Blog versegelte, wusste ich noch nicht mal was eine Barchetta ist. Autos sind mir wurscht; ich kaufe eins, eins das Madame gefaellt-und dann ist Schluss. Auch neige ich zu gemuetlicher Fahrweise seit die Hollaender mir ein kleines Vermoegen wegen allerlei Vergehen abknoepften.
    Staus sind mir willkommen. Sie sind die einzige Gelegenheit, eben einen Rillo aus dem offenen Fenster zu paffen. Ueberhaupt sorge ich dafuer, dass der ganze Wahnsinn an mir vorbeirauscht. Ich hasse Eile, weil ich faul bin. Klimaschonung war mir schon als Kind ein hohes Gut. Lehrer hatten dafuer keinerlei Verstaendnis.
    Falls vor Ihnen mal eine silberne Rentnerschleuder mit gelbem Brett auftaucht, koennte ich darin sitzen. Bitte nicht hupen! Es gibt nettere Arten mich zu wecken.

  69. Ja, Don Alphonso, dieser...
    Ja, Don Alphonso, dieser Wahnsinn kommt noch hinzu. Wir beziehen Pappen aus Spanien und Papier aus Frankreich. Noch nicht einmal, weil es billiger ist, sondern weil es die entsprechenden Sorten in Deutschland nicht mehr gibt. Und die Fracht von Shanghai nach Hamburg ist billiger als die Fracht von Hamburg nach Leipzig. Das Effizienzkarussell dreht sich mit irrer Geschwindigkeit und keiner weiß, wo der Effizienzgewinn eigentlich bleibt. Bei den Druckereien? Pah! Bercker, Cantz’sche, Freiburger Graphische Betriebe. Alles hochangesehene Druckereien, alle insolvent. Bei den Verlagen? Hah! Die quietschen unter der Schraube von E-Book, Online-Handel und Handelsrabatten. Die großen Buchhändler? Karstadt insolvent, Thalia am Ende, Weltbild vor dem Verkauf. Die Herstellkosten sind in den letzten 20 Jahren um mindestens 50 % gefallen und wer kassiert die Dividende? Die Buchpreise sind so hoch wie je. Aber ich will nicht jammern, auch andere Branchen sind so gestorben. Die Autoindustrie in ihrer jetzigen Form wird vielleicht die nächste sein. Aber diese dumme Frage wird doch erlaubt sein: wer profitiert eigentlich davon?

  70. Was mich aber an meiner neuen...
    Was mich aber an meiner neuen Kiste richtig aergert ist dass sie nicht recht aus den Puschen kommt. Da fasst man seinen Gegner taktisch ins Auge, will ihn ueberholen-und der Motor maehrt rum. Beim Herunterschalten in den Dritten bleibt bei hohen Touren das Gas haengen; das ist nicht mehr das elegante Niedermachen eines doesenden Kaeskoppes-man hat erst mal selber Probleme. Ausserdem finde ich Servolenkung gefechtsfeindlich; sie reagiert schon beim Blick aus dem Fenster wenn man rechts guckt, um zu sehen was das nun wieder fuer ein Astloch ist, das einen in die unmoeglichsten Situationen bringt.
    Ekelhaft sage ich nur. Ekelhaft.

  71. Der eigentliche Jammer der...
    Der eigentliche Jammer der immer weiter steigenden Benzinpreise ist der, dass immer weniger Fahrten zum reinen Vergnügen, immer mehr aber aus reiner Zweckmäßigkeit stattfinden. Wäre es nicht schöner, es wäre umgekehrt? Man müsste nur Transport ohne Fahrzeug erfinden (Beamen) und gleichzeitig an mehreren Orten anwesend sein können (wie Jesus). Dann könnte man sich ganz auf herrliche Schnorchel- und Schnuffelgeräusche aus offenen Ansaugtrichtern, das Tickern der Ventile, das Blubbern des Öls im Tank und herrlichste Auspuffgeräusche ab 3.000-min konzentrieren. Wie es allerdings in, sagen wir Venedig aussähe, wenn man einfach so hinbeamen könnte, das will ich hier lieber nicht ausmalen. Ist so schon schlimm genug.

  72. yast200030. April 2012,...
    yast200030. April 2012, 16:28
    Warum sprechen Sie mich an?
    Ganz ernst gemeint.

  73. "Ein für mich interessanter...
    „Ein für mich interessanter Gedanke: der Arbeitgeber muß in vollem Umfang die Fahrtkosten erstatten. Die Folgen wären überaus bemerkenswert, denke ich.“
    …?
    Ja, Leute die dann 100 km und mehr entfernt wohnen, werden nicht mehr eingestellt.

  74. Filou30. April 2012, 17:10
    Das...

    Filou30. April 2012, 17:10
    Das mit dem Paffen ist mir sympathisch, mach ich genauso,
    beim Auto ist mir nur wichtig, das es Leder hat,
    altert in Würde, genau wie ich. ;-)
    Beim Silbernen, Klorolle und/oder Wackeldackel?

  75. Lutz, dass heutzutage im...
    Lutz, dass heutzutage im Durchschnitt langsamer gefahren wird, mag durchaus stimmen, das wuerde ich allerdings eher dem dramatisch zugenommenen Ost-West-Transitverkehr zuschreiben. Der Autobahnausbau kommt da nicht mit. Sonntag nachts hingegen wird meiner Beobachtung nach noch genauso geheizt wie frueher. Und wenn ich mal in Deutschland bin (dann meist mit Mietwagen), freu ich mich auch, einfach mal Gas geben zu koennen. Ganz ehrlich, so irrational das auch ist, ich wuerde niemals ein Partei waehlen, die fuer ein allgemeines Tempolimit (ausser 200 oder sowas) plaediert.

  76. mediensegler, weder noch. Aber...
    mediensegler, weder noch. Aber im Gepaeckraum jede Menge Karosseriekosmetik. Ich bin naemlich ein Parkgenie. Und Harmoniesuechtig.

  77. Mein erster und einziger...
    Mein erster und einziger Neuwagen war eine Citroen Diane. Neupreis 4 200 DM, Tankinhalt 28 l, Reichweite bei Vollgasfahrweise 400 km. Eine Tankfüllung kostete damals – es war ja immer noch ein Rest drin – so zwischen 11 und 12 DM. Das konnte man mit dem Kleingeld in der Hosentasche bezahlen. Gekauft habe ich das Auto eigentlich wegen des aufklappbaren Verdecks. – Daß man das Fahrzeug nicht umwerfen konnte, ist allerdings Legende. Ich habe es geschafft, als ich nach Besuch eines Autorennens auf der Heimfahrt in einer engen Kurve einen VW-Käfer überholte…

  78. @Filou
    .
    Servolenkung, Pah....

    @Filou
    .
    Servolenkung, Pah. Wenn mir einer mal erlären könnte, wie man bei MS-Word oer Excel. die Rechtschreibkorrektur ausschaltet. Ganz.

  79. Savall, apropos...
    Savall, apropos Buecher:
    http://www.buch-stabe.de/
    Ihrer werten Aufmerksamkeit anempfohlen.
    Alles im Dunstkreis von Leipzch/Einundleipzch
    .
    (Ueberhaupt, schoene Buecher…)

  80. Danke lieber Don für die...
    Danke lieber Don für die Darstellung des Unvermeidlichen, jetzt und in der (automobilen) Zukunft.Ein echter Don Alphonso, weiter so !!! Man wird selbst nachdenklicher.

    Aber für die Antwort an yast 2000 (30.4. 16.52) : Lust am eigenen Blog vermiesen lassen? Auch nicht von miesepetrischen Leuten!!

  81. Savall30. April 2012,...
    Savall30. April 2012, 17:29
    Ich weiß genau, wovon Sie reden.
    Bin vor 25 Jahren noch selbst nach Zanders Papier gefahren um ein Ries Bütten
    fur die Andruckpresse zu besorgen, bei der Menge war Selbstabholung damals billiger
    und vor allem schneller.
    Die Frage nach dem Benzinpreis halte ich in Zeiten, da die ganze Welt Papiergeld druckt, für relativ irrelevant, die Frage, wer profitiert, dagegen schon.

  82. @HansMeier, das weiss ich auch...
    @HansMeier, das weiss ich auch nicht. Ich persoenlich wuerde sie nicht ausschalten, weil ich bin doof und habe immer Huelfe noetig. Thesaurus finde ich auch gut. Habe ihn leider nicht. Stattdessen muss ich stundenlang gruebeln. Pro Gruebel ein Wein.
    .
    Von meinen Vorfahren ist mir ueberliefert, dass es da mal ‚was vom Duden-Verlag gegeben haben soll. Gedruckt. In Buchform. 9-Punkteschrift. Umschlag Schwarz mit Cyan.

  83. specialmarke30. April 2012,...
    specialmarke30. April 2012, 18:34
    Und wenn dann im Autoradio …

    I’m so young and you’re so old
    This, my darling, I’ve been told
    I don’t care just what they say
    ‚Cause forever I will pray
    You and I will be as free
    As the birds up in the trees
    Oh, please stay by me, Diana
    ….
    ertönt, dann fragt man sich, ja, was …
    Bei mir war es ein R16, Lenkradschaltung, Oktober, erstes Eis, Landstraße,
    überhöhte Geschwindigkeit, ganz viel neugepflanzte Bäume,
    ich lag im Feld, mein Auto auch, die Bäume waren abrasiert, und der Kasettenrecorder im Auto spielte zu dem hell illuminierten Feld …
    I`m im Love with my Car von Queen

  84. Die Tankfüllung meines Oldies...
    Die Tankfüllung meines Oldies entspricht einem schicken Essen im besten Restaurant der Yachthafen-Residenz Hohe Düne (ein Stern im roten Michelin).
    O tempora o mores! Aber derzeit ist das Gerät gegroundet weil die Elektrik spinnt und ich auf ein Ersatzteil warte.

  85. mediensegler @yast2000 - Warum...
    mediensegler @yast2000 – Warum sprechen Sie mich an? Ganz ernst gemeint.
    *
    Ich habe Sie mit ’specialmarke‘ verwechselt. Sorry!

  86. Thukydides, es freut mich...
    Thukydides, es freut mich sehr, wenn es gefällt. MMan kann halt nicht immer so banal lustig sein.
    .
    Ich weiss, das mit dfem Spass klingt blöd, aber es ist halt auch immer so eine Motivationssache: ich muss jeden Kommentar lesen und durchdenken und abwägen, und dadurch entseht halt oft so ein „Ach komm nicht schon wieder“-gefühl. Und wenn das dauernd hochkommt, manchmal gleich bei einem der ersten Kommentared, denke ich mir, dann soll der oder die halt machen was er will.,Aber ich halte mich dann zurück, Es sind ja auch genug andere vergnügliche Leute hier. Nicht die beste Strategie, aber mei.

  87. Ach, Filou, um die Buchbranche...
    Ach, Filou, um die Buchbranche ist mir einstweilen nicht bange. Aber um die buchproduzierende schon. Wird letzten Endes niemanden interessieren, wie auch bei der Textilbranche. Tempora mutantur. Aber wenn man mittendrin steckt, ist es nicht so schön. Tod auf Ansage. Wie auch immer, mediensegler, Zanders hält sich gottseidank noch. Scheufelen nach dem zweiten Konkurs auch. Aber die Zeiten werden nicht besser. Biberist ist Geschichte und von Haindl sind nur noch Reste übrig. Überall werden Maschinen stillgelegt, es ist traurig. Um auf Don Alphonsos Ursprungsfrage zurückzukommen: wie werden wir morgen leben? Gelingt die Umkehr? Ich weiß es nicht. Sicher wird es die Stützen der Gesellschaft weniger treffen als den Rest. Aber ich glaube mit Gandalf at the turn of the tide zu sein. Wird ein bissel spannend.

  88. prince Matecki30. April 2012,...
    prince Matecki30. April 2012, 20:01
    oh, oh,
    meinen Sie das hier?
    .
    http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/dscf1280pf1l49gsa8.jpg
    .
    Wir waren 2007 mit dem Boot da, letzte Zwischenstation nach Schweden,
    man konnte es förmlich riechen, alles gebaut mit fremden Geld,
    es war leer, trotzdem hielten alle die Nasen hoch, ganz hoch,
    wie früher, in der Tätärä, ich war als Kind in Dresden, da kamen Erinnerungen hoch,
    aber die Klos waren in Ordnung. Stern, Michelin, ja, klar mein Prinz, habe die Ehre.

  89. Freie Fahrt für freie...
    Freie Fahrt für freie Bürger.
    (Dieser Slogan gehört wohl zu den Top 10 seit 1945. Der altert einfach nicht).

  90. @Savall
    Sie meinen die...

    @Savall
    Sie meinen die Druckereien, die Böcher drocken?
    .
    Ja und woran liegt das? Liegt es an den E-Books, lesen die Leute weniger und verschenken auch nur noch Parfum?
    .
    Und all die Edelhochglanzwerbeprospekte? Oder sind das andere Firmen?
    .
    Ansonsten erinner ich mich dunkel, dass die Bücher von den drei ??? vor dem Mauerfall in Warschau, Prag und Budapest gedruckt wurden. Mit schönem Schutzumschlag. Damals ungewöhnlich bei Kinderbüchern.
    .
    (Doch hoffentlich nicht von Zwangsarbeitern?)

  91. Auf dieses Thema habe ich fast...
    Auf dieses Thema habe ich fast gewartet, wann fängt Otto Normalverbraucher an zu sagen, Autofahren macht mir für das Geld keinen Spass mehr… Man hört so von den ersten, die ihr kleines gemütliches Häuschen in der Peripherie kündigen, und eine viel kleinere Wohnung mit gutem ÖPNV Anschluss suchen…
    .
    Da geht wohl eine Ära zu Ende, man muss sich jetzt mal nur vorstellen, was passiert, wenn die Chinesen und andere BRIGS-Länder keine Lust mehr auf deutsche Autobahn-Tiefflieger haben… Sogar die Grünen sind stille in Sachen Tempolimit, das machen eh nur noch Erben und Geschäfts-A6er Kombis in Schwarz…
    .
    Autofahren wird wohl ein Nischenprodukt wie Reiten oder Motorbootfahren werden, wenn man es nicht bis auf spezielle museale Anlässe verbieten muss, damit die Oldtimer-SUVs 2030 nicht die ganzen dann aktuellen geschlossenen Leichtbau-Elektroroller für 2 Personen plattmachen.
    .
    Für Fernreisen werden die alle Viertelstunde zu ineinandergekuppelten Zügen verbunden, die dann eine Zugmaschine per Stromschiene zu den Verteilerpunkten schleppt, von denen man dann mit dem Akku die letzten 20 km zum Ziel fährt.
    .
    Die Autobahnen werden enorme windradgesäumte Carrera-Bahnen oder Oberleitungs-Bussysteme, auf denen LKW computergesteuert die Langstrecke absolvieren, die dann auch die letzten Meter per Akku oder Hybrid zurücklegen…
    .
    Eine S-Klasse mit Batterieantrieb ist so logisch wie ein Braunkohlebagger zum Eierköpfen…
    .
    Geniessen wir, solange wir es noch können…
    .
    Was hätten wir für eine Welt bekommen, wenn man den Verbrennungsmotor nicht erfunden hätte, und beim Dampfschiff Schluss gewesen wäre???
    .
    Keine Luftfahrt, kein Bombenkrieg, kein globaler Handel, keine überregionalen Märkte und Währungen, ok, weniger Völkerverständigung, aber auch kaum Migrationsprobleme…
    .
    Ob wir da im Klein-Klein wieder landen werden?

  92. Savall: Fragen Sie doch mal...
    Savall: Fragen Sie doch mal die Familie Wartelsteiner wo das ganze Geld hingeht. Ich befürchte mindestens nach München, wenn nicht an den Tegernsee? Schwere Fehlentscheidung, denn in und um Leipzig ist es trotzdem schöner.

  93. Savall30. April 2012, 20:40
    Es...

    Savall30. April 2012, 20:40
    Es lohnt nicht, nach hinten zu schauen, Umkehr? na,ja,
    wenn ich sentimental werde, dann schaue ich 12 farbige Lithographien an,
    auf Bütten, das war noch Handwerk.
    Ist Ihnen Scitex ein Begriff, die haben Bildbearbeitungssoftware verkauft,
    die konnte weniger als Photoshop, war aber 20mal so teuer.
    Viele Reprobetriebe gingen damals Konkurs,
    nachdem sie Knebelverträge unterschrieben hatten.
    Spannend ist daran rein gar nichts.
    Ich freue mich, das alles hinter mir gelassen zu haben.

  94. yast200030. April 2012,...
    yast200030. April 2012, 20:10
    Kann ja mal vorkommen. ;-)

  95. Warum ist das so:
    Europa kann...

    Warum ist das so:
    Europa kann die Welt nicht in Ruhe lassen und die Welt nicht den Geist?
    .
    @Savall:
    Was vermag Gandalf gegen den Balrog?
    Du weißt, das die Zwerge viel zu tief gegraben haben in den Minen von Kasadun.

  96. Freunde, ich habe einen Tag...
    Freunde, ich habe einen Tag verloren.
    .
    Mir ist beim besten Willen nichts eingefallen, wie ich … ärgern kann.

  97. Und heisst der weltbeste...
    Und heisst der weltbeste Pianist aller Völker und Zeitalter nicht — Buchbinder?!?

  98. Vollgas als Luxus?
    .
    Von...

    Vollgas als Luxus?
    .
    Von wegen. Der wahre Luxus lag schon immer in der Langsamkeit, in der Ruhe, im Privileg, andere auch mal warten lassen zu dürfen.
    .
    Auf der Freude sanft schimmernden Wellen gleitet die Seele dahin wie der Kahn

  99. Moin,

    endlich mal wieder...
    Moin,
    endlich mal wieder trasporti internationali beim DA. Bezüglich der Spritkosten bin ich sachkundig. 1982 wurde ich nach drei Tagen Lehrgang bei Mercedes- Benz ein Energiespar- Ausbildungsfahrer. O.k., das war mit einen 38 t Sattelzug und 330 PS- Nennleistung V8- Turbodiesel und 16- Gang Getriebe dahinter. Mit einer Barchetta geht das Sparen aber auch. Man braucht einen dünnen Bindfaden, einen Saugnapf und einen Zahnstocher. Den Saugnapf befestigt man oben auf der Lenksäule. Von oben drückt man den Zahnstocher in das Material. Dann befestigt man den Bindfaden auf 1/3 Höhe des Zahnstockers und führt das Seil zum Gaspedal und macht es dort fest. Immer wenn der Zahnstocher ganz nach rechts zeigt, ist das Fahren gerade sehr teuer.
    Es soll auch Automobile geben, die besitzen einen Drehzahlmesser. Das ist die teure Version des Zahnstochers.
    Bevor ich´s vergesse: Transport der Räder von D nach I (aus dem Parallel- Blog): Teile auf eine Europalette schnallen (ordentlich verzurren), Lieferadresse mehrfach an dem Stapel befestigen. Dachser in I- stadt beauftragen, es kommt dann Fercam aus Verona zum Abholen.
    gruß fb

  100. @mediensegler: Nein, kein...
    @mediensegler: Nein, kein Jaguar, das ist m.E. älter, 30er Jahre letztes Jahrhundert. Da hatten nur wenige Mobile eine Benzinpumpe, man fütterte die Vergaser per Überdruck im Tank (kleine Pumpe neben dem Fahrer, besonders schön beim Morgan Threewheeler in Arbeit zu sehen). Deshalb dieser druckfeste Tankverschluss wie beim Schnellkochtopf. Gut geeignet für Methanol – was Filou sicher für Vergeudung halten würde. Aber da sieht man wenigstens nicht, wenn’s brennt.
    .
    @Hansmeier dreimal 5: ‚Extras‘,’Optionen‘,’Fehlerüberprüfung‘, Häkchen weg. Ihnen würde auch eine Umstellung der Sprache auf ‚Feudaldeutsch‘ weiterhelfen.

  101. HansMeier55530. April 2012,...
    HansMeier55530. April 2012, 22:37
    Der wahre Luxus lag schon immer in der Langsamkeit, in der Ruhe, im Privileg, andere auch mal warten lassen zu dürfen.
    .
    Stimmt, es dauert, bis man das eine PS eingespannt hat,
    und es dauert noch viel länger bis man es wirklich kann.

  102. The Great Artiste, haben Sie...
    The Great Artiste, haben Sie sich mal die Energieeffizienz von Zuegen im Vergleich zum Automobil angesehen? Die ist naemlich nur dann wirklich positiv, wenn der Zug voll und das Auto ausser dem Fahrer leer ist. Und Schienen sind gegenueber Strassen maechtig im Nachteil. Wegen Weichenschaeden bin ich schon oft mit der Bahn stecken geblieben, aber wie oft mussten sie schon eine Autoreise abbrechen, nur weil eine Ampel gesponnen hat?
    Und mit heutigem Energiemix ist Elektromobilitaet auch nicht effizienter als andere Verbrennungsmotoren. Sollten wir aber eines Tages tatsaechlich unbegrenzt saubere Energie haben (Solarstrom aus der Sahara, Kernfusion oder was auch immer), halte ich es fuer einigermassen wahrscheinlich, dass es das effizienteste sein koennte, daraus fuer den Individualverkehr wieder Verbrennungstreibstoff herzustellen (Wasserstoff, wenn man dafuer vernuenftige Speicher entwickelt, sonst halt irgendwas anderes). Vielleicht auch Brennstoffzelle, das wird sich zeigen.

  103. @The Great Artiste:
    "Ob wir da...

    @The Great Artiste:
    „Ob wir da im Klein-Klein wieder landen werden?“
    Nein :-). Der Untergang des Abendlandes fällt auch diesmal aus.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  104. @Jeeves:
    Der Club ist...

    @Jeeves:
    Der Club ist aufallend exklusiv, leider ändert sich das gerade.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  105. The Great Artiste30. April...
    The Great Artiste30. April 2012, 21:30
    schön das Sie wieder da sind.

  106. Solange wie jeder Mann...
    Solange wie jeder Mann jenseits der 40 als Ausgleich für seine mangelnde Potenz technisches Spielzeug , ist es egal ob der Liter 1,2 oder 5 Euro kostet. Da spart man lieber an einer anderen Ecke als an der Autoerotik.

  107. Mein Gott, Thorsten, nimm das...
    Mein Gott, Thorsten, nimm das Messer aus dem Auge …

  108. karolakettenhemd30. April...
    karolakettenhemd30. April 2012, 23:09
    in Erinnerung unseres ersten Dialogs finde ich es nett wieder von Ihnen zu hören…
    (Dyck) hi, hi …

  109. @Veil of ignorance:

    Nehmen...
    @Veil of ignorance:
    Nehmen wir an, statt 48 Millionen Automobile hätte wir 48 Millionen Pferde. Die nur für den Personentransport. Dann brauchten wir noch die Hafermotoren für den Gütertransport. Ein kräftiges Pferd zieht zwei Tonnen Anhängergewicht (Quelle: Johan van Loon: Van paardenkar tot Composittrailer, Tielt 2001). Wir brauchen also für den gewöhnliche 40 ft.- ISO- Container (30t) plus Fahrgestell (5 t) siebzehneinhalb Pferde. Wir haben aber 500.000 schwere Lastzüge in Deutschland, also 8,75 Millionen Kaltblut- Zugtiere zusätzlich. Frage: Woher bekommen wir deren Futter? Wer baut die Stallungen? Wer macht die Köttel auf den Wegen weg? Wenn ich recht erinnere, war das Argument der Bierkutscher in Berlin um 1910 gegen den Lkw, dass derselbe im Unterschied zu den Pferden den Weg zum Stall nicht alleine findet. Wir müssten den Pferden das nur mit dem GPS beibringen. Kann wohl nicht so schwer sein. Die Lkw können das jetzt schon.

  110. Puh, Folkher Braun, immer...
    Puh, Folkher Braun, immer dieses Wasser in den Wein gießen…
    Schade, dass die doch sehr mobilen Mongolen, ihr Problem mit den Pferden und den
    Weidegründen in Westeuropa seinerzeit auch nicht lösen konnten und von ihrer Energiekrise eingeholt wurden.
    Mobilität ist – wie man es auch dreht und wendet – eine sündteure Angelegenheit, auch
    ohne den verbratenen menschlichem Gehirnschmalz mit einzurechnen.
    Erstaunlich, dass sich das Milliarden leisten können und wollen.

  111. Alles ist eitel und am Ende...
    Alles ist eitel und am Ende seiner Tage reist der Mensch gerade einmal drei Meter nach unten.

  112. Re "Vollgas" - sind classic...
    Re „Vollgas“ – sind classic cars tatsächlich umweltundfreundlich resp. umweltschädlich?

  113. @filou "Thesaurus finde ich...
    @filou „Thesaurus finde ich auch gut. Habe ihn leider nicht. Stattdessen muss ich stundenlang gruebeln. Pro Gruebel ein Wein.“
    .
    Ich benutze sehr gerne http://synonyme.woxikon.de/
    Und http://dict.leo.org für Englisch.

  114. @ Don Ferrando "Benzin ist ...
    @ Don Ferrando „Benzin ist deutlich billiger als 1960: … Benzinpreis 0,031€/Liter“
    .
    Etwas über 3 Cent, also 6 Pfennig?
    Sogar in der DDR kostete das besonders billige Benzin für Westler auf der Transitstrecke in dieser Zeit und nach meiner Erinnerung etwa 36 Pfennig, in Westberlin und Westdeutschland um die 50 bis 60 Pfennig der Liter. Aber doch keine sechs Pfennig.

  115. Ach, Der Gärtner, Sie sind...
    Ach, Der Gärtner, Sie sind ein Insider? Nun, die Wartelsteiners waren naive Idealisten und scheiterten folgerichtig an der Realität. Der böse Wessi-Unternehmer, der sich an den dummen Ossis schadlos hält ist aus meiner Sicht alberne Folklore. Ich habe schon etliche Eigentümer erlebt. Sie waren alle keine schlechten Leute. Eine Zeit lang haben wir ja sogar zur FAZ-Gruppe gehört. Wunschdenken, Inkompetenz, das ja. Aber keine Böswilligkeit. Die Dinge sind eben, wie sie sind. Die deutsche Druckbranche stirbt derzeit, HansMeier555. Ich will, wie gesagt, nicht jammern und vom Ende einer Branche wird die Welt nicht untergehen. Der Balrog kommt aus China und er ist ein häßliches Monster. Ich frage mich nur, was passiert, wenn die Chinesen ernsthaft anfangen, Autos zu bauen. Ich für meinen Teil kann am bedingungslosen Grundeinkommen nichts Schlechtes finden. Es wird nur nicht finanzierbar sein.

  116. @Klaus:
    Danke für den...

    @Klaus:
    Danke für den Hinweis.
    Natürlich 31 cent = 0,31 €!

  117. Don, Sie haben Recht! Besser...
    Don, Sie haben Recht! Besser kann man es nicht sagen, man wird bebuntet. Unten gibt es wenig Nachhaltiges, man wird bespaßt und gibt sich mit dem zufrieden, was angeboten wird, so zum Beispiel die Reisen, die keine sind, denn es ist nur ein Transport zu einem Ort, an dem man das machen kann, was man zu Hause nur ab und zu macht, sich mal richtig gehen lassen. Ich frage mich oft warum es so wenige(oder kenne ich nur so wenige?) Menschen gibt, die so geringe Ansprüche an die Dinge um sich herum haben. Meine Kollegen verkaufen mir Jahr für Jahr aufs Neue den Badeurlaub in Ägypten als absolute Sensation, ganz zu schweigen von Kreuzfahrten.
    Erkenntnisse gibt es nicht, woher auch, denn Bildung für unten ist nur eine Scheinbildung. Und so wird ein Verbrechen an der Jugend begangen die schein-akademisiert wird um dann als bessere Sachbearbeiter vom Cluburlaub träumen kann. Aber das ist ein anderes Thema, welches hier nicht ganz passt.
    Allen hier einen schönen ersten Mai, auf gehts in die Sonne!

  118. @ mediensegler 23:09: Ganz...
    @ mediensegler 23:09: Ganz meinerseits, mon cher. Wie erfreulich, daß der Schaum vor’m Mund so schnell wegtrocknete!

  119. "Alles ist eitel und am Ende...
    „Alles ist eitel und am Ende seiner Tage reist der Mensch gerade einmal drei Meter nach unten“
    .
    na, ok, aber manche doch nicht ganz ohne spuren hinterlassen zu haben (worauf es aber in der tat auch nicht ankäme).
    .
    auch in dem zumsammenhang evtl. nochmals der hinweis auf die „Villa Romana del Casale“ in sizilien. so ganz kann man wahrscheinlich italien (& den zeitgeist) nicht begriffen haben, ohne wenigstens einmal dagewesen zu sein. wahrscheinlich das ganz zivile anwesen „von den sigfried & roy, von 265 nach christus“, „welche als wildtierimporteure aus afrika für den zirkus maxmimus in rom für/auf exklusivtiere ein nahezumonopol hatten und über erhebliche gewinnspannen zu überaus beträchtlichem bürgerlichen reichtum kamen“.
    .
    alles vorhanden, was man sich so wünscht bei „lage“ angefangen, eben in einem nach süden entwässernden, sich lieblich erweiternden tal, geschützt durch nördl. erhebungen, usw., usf. eben weit genug weg von rom, um keinen/wenig neid zu erregen, geschäftsgeheimnisse heimlich zu lassen, sich preiswerter lokaler arbeitskräfte und baumaterialen gewiss zu sein – und nahe genug, also näher, an afrika. („Der Gebäudekomplex der Villa del Casale bedeckt etwa 1,5 Hektar. Es sind heute noch etwa 45 Räume erhalten. Die Mosaiken sind hervorragend erhalten, da sie im 12. Jahrhundert durch Erdrutsche verschüttet wurden, die die Decken und einen Teil der Wände zum Einsturz brachten. Außer den Fußböden sind die Wände in einer Höhe von zwei bis zu acht Metern erhalten. Die Ausrichtung der Köpfe wechselt an zwei Stellen: Zum Eingang vom Vestibül hin und zu Füßen der Zugangstreppe des Saals mit der Apsis an der östlichen Seite. Diese Wechsel hatten wahrscheinlich den Zweck, die beiden Wegführungen im Inneren des Gebäudes hervorzuheben: Links vom Eingang gelangte man zu den privaten Räumen im nördlichen Bereich und die andere Richtung führte zum Saal mit der Apsis an der östlichen Seite und in den Bereich des Trikliniums mit dem ovalen Peristyl. Entlang der nördlichen Seite des Peristyls befinden sich Räume für verschiedene Zwecke. Zuerst drei Diensträume, die als Küche dienten und dahinter zwei weitere, die zum nahe gelegenen Apartment der Herrschaften gehörten. Sie haben Fußböden mit Mosaiken geometrischen Musters. Die Gestaltungsschemata finden sich im Repertoire nordafrikanischer Mosaiken wieder …“) (earth n 37°21’53.46 – o 14°20’05.75)
    .
    wie gesagt: nord & süd sowie einst & jetzt solcherart einmal mehr noch etwas ausführlicher durchmessen.
    .
    und manches bleibt oder wird geheimnis – und später auch mal drei meter weit wieder freigelegt (*g*).

  120. @karolakettenhemd: Filou...
    @karolakettenhemd: Filou kriegt keinesfalls Methanol. Das würde ihn erst blind und dann tot machen. Bei Ethanol allerdings wäre das Verbieten unfair, dann käme der Gute nicht mehr zum Denken (z.B 30.04.2010 19:08). Aber auf einen Buchstaben hin oder her kommt´s hier im Blog ja nicht wirklich an :-)
    .
    @Savall: Die Stadt Wien, hier als Karpatenberlin bekannt, hat die Jahreskarte von 440.-€ auf 365.-€ verbilligt – per heute. Das ist fast so günstig wie vor 20 Jahren, als auch ich dem Klub der Autolosen und Jahreskartenbesitzer angehörte.

  121. @DA sorry OT
    aber...

    @DA sorry OT
    aber
    @HM555
    http://diepresse.com/home/meinung/marginalien/752556/Bald-vergiesst-Jesus-sein-Blut-bei-den-Katholiken-nur-noch-fuer-viele
    Ihnen einen verspäteten aber umso herzlicheren glückwunsch zum sieg. ich war offline, deshalb verspätet (landwirtschaftliche arbeiten in der oberen pfalz)

  122. @rotwild: doch doch, das thema...
    @rotwild: doch doch, das thema passt hier schon (*g*).
    .
    oder: „es gibt womöglich kein richtiges leben im falschen.“ – nur wussten das womöglich früher bloß nur die wenigsten. und wieder andere trauten früher womöglich bloß stärkeren instinkten – also den eigenen & sich selbst – und fuhren gut damit. (nur auch das inzwischen heute zeitgeistmässig verunmöglicht?) man sehe hier, das leben von herrn henne z.b.: „vom allgäu via targa florio und unternehmertum nach gran canaria in 101 jahren“ http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Jakob_Henne – (… wir würden heute bloß noch das unternehmertum weglassen … („lediglich“ also).)
    .
    wenn, so ein teil des möglichen öffentlichen vorurteils, dann muss man direkt ganz weit weg, und sich tatsächlich auf eigene füße stellen, „wirklich“ unabhängig machen: „the declaration of rights inside the postmodern individual“, oder so. (freiheit & verantwortung sind eben so wie freiheit & unfreiheit sowie freiheit & bindung immer zwei seiten ein und derselben medaille“ – was früher besonders waren, lernen heute alle schon von den eltern am esszimmertisch, durch „vorleben“, kann man daher bei allen längst immer und überall automatisch vorraussetzen)
    .
    http://www.arved-fuchs.de/expeditionen/sim.html

  123. @ fionn 9:32: Ich hatte...
    @ fionn 9:32: Ich hatte früher mal am Kühlschrank einen Zettel hängen mit ‚Alles, was Spaß macht, ist entweder verboten oder macht dick‘. Heute ist es politisch korrekt, wenn man ergänzt ‚und/oder ist umweltschädlich‘. Das gilt selbstverständlich auch bei diesem anrüchigen Hobby, genauso aber auch für eine Fahrt mit der Transsib oder ein mittelgrosses Sylvesterfeuerwerk, das man bei Partikelmessungen gerne ausklammert. Um nur mal abzulenken.
    .
    ‚Umweltschädlich‘ in diesem Zusammenhang (nicht von Ihnen, liebste fionn und nicht von mir, ich bin ja Partei) nimmt man auch gerne als Killerargument, wenn man eigentlich eine Neiddebatte lostreten möchte, aber sich das nicht traut.
    .
    Da es Gottseidank (außer bei Flugbenzin) keine verbleiten Kraftstoffe mehr gibt, fällt diese Belastung schon mal weg. Und die Verbrennung von Methanol (was erstaunlicherweise von E10-, E 85- und anderen Biosprit-Evangelisten überhaupt nicht propagiert wird) ist extrem schadstoffarm, wenn man mal von Nebenwirkungen wie verätztem Lack um den Einfüllstutzen oder der Notwendigkeit, geeignete Dichtungen und Leitungen vorzusehen und nach der Veranstaltung den Tank blitzartiug leerzupumpen, absieht.
    .
    Bleiben die Stickoxide bei katalysatorlosen Fahrzeugen, deren Auwirkungen durch den niedrigeren Verbrauch etwas kompensiert werden.
    .
    Ein sehr guter Freund aus dem Rheinland, der schon seit Jahren aus Überzeugung mit gasbetriebenen Autos fährt, hat gerade angefangen, einen seiner Oldtimer aus den Sechzigern H-Kennzeichen-Konform auf Gas umzurüsten (bitte schön, Nachrüst-Gasanlagen gibt es bereits seit etwa 1935). Der Mann wird in seinem Club seitdem geschnitten, als würde er auf Diesel umrüsten, was ihm aber wenig ausmacht.
    .
    Bin mal gespannt auf das Ergebnis. Damit wäre dieses Fahrzeug deutlich umweltfreundlicher als mancher Rasenmäher.
    .
    Champagner auf einem Marmortisch zu verschütten ist übrigens auch ‚umweltschädlich‘, zumindest für dem Marmortisch. Macht man ja auch nicht.
    .

  124. "Alles ist eitel und am Ende...
    „Alles ist eitel und am Ende seiner Tage reist der Mensch gerade einmal drei Meter nach unten.“
    .
    Klasse, das war wieder ein echter Maier555. Und nun mit dem Radl ins Grüne!

  125. @ Schluchten-Ossi: Ihre Sorge...
    @ Schluchten-Ossi: Ihre Sorge um Filou scheint mir unbegründet. Der ist auf Resistenz trainiert und kippt alles, was nach Lösungsmittel aussieht, Hauptsache, es steht Calvados auf dem Etikett.
    .
    Wenn Sie einmal in vor-EU-Zeiten Nachtdienst in einer finnischen Apotheke gemacht hätten, wären Sie nicht so zimperlich. Da wurde der Notdienst für alle möglichen Flüssigkeiten bemüht.

  126. Ich kannte mal einen (das ist...
    Ich kannte mal einen (das ist jetzt kein Witz), der hatte sich tatsaechlich in sein aelteres Mercedes Cabrio einen Dieselmotor einsetzen lassen. Angeblich aus Umweltschutzgruenden. Der Mann war aber bloss geizig, ausserdem betrieb er die Heizung seines Hauses mit Heizoel.
    .
    Geiz ist ueberhaupt kein Ausdruck fuer das was der mit Geld anstellte. Ich konnte ihm mal fuer eine Arbeit 5000 DM entlocken-mein Ansehen innerhalb dieses speziellen Kreises stieg gewaltig. Man redet heute noch darueber. Ja, ja.

  127. Ich trinke ausschliesslich die...
    Ich trinke ausschliesslich die Milch der frommen Denkungsart.

  128. 365 Euro, Schluchten-Ossi? ...
    365 Euro, Schluchten-Ossi? Das ist ein feiner Zug der Stadt. Kann ich nur begrüßen. Ich hab mal nachgeschaut, die günstigste Jahreskarte bei uns kostet 535 Euro. Da kriegt unsereins höchstens ein ziemlich schiefes Lächeln zustande. Aber ich bin nicht neidisch. Finde aber, daß mir A.E.I.O.U. ziemlich wohlgefallen täte.

  129. Bekanntlich in MC wird jedes...
    Bekanntlich in MC wird jedes Quadratmeter überwacht.
    Also….. DA ….. ständig …… auf video?

  130. KarolaKettenhemd01. Mai 2012,...
    KarolaKettenhemd01. Mai 2012, 13:29
    Vor ca.3 Jahren kostete LPG bei uns in der Gegend noch 45 Cent,
    da fuhr die ganze Familie mit LPG. Jetzt sind es schon 80 Cent.
    Alte Benzin-Motoren lassen sich meist problemlos umrüsten, die neueren Motoren machen da schon mehr Probleme, ganz besonders die deutschen.
    Die Autoindustrie hat halt andere Interessen.
    .
    Filou01. Mai 2012, 14:59
    Diesel ist schwer im Kommen, trotz Preisangleichung zum Benzin,
    diese Beobachtung mache ich auch, ganz besonders bei Leuten mit eigener Ölheizung. So wehrt sich das Volk. ;-)
    Die Feinstaubbelastung in der Städten geht trotz Filter und Verboten nach oben,
    und die Regierung wundert sich. Ich nicht. Man muss nur genau in die Gärten schauen, wie viel Holz da gestapelt ist, für den Kamin. ;-)

  131. "Alles ist eitel und am Ende...
    „Alles ist eitel und am Ende seiner Tage reist der Mensch gerade einmal drei Meter nach unten.“
    .
    MenschMeier. Wenns nur dabei bliebe! Dann wär a Ruh‘. Himmlisch.
    .
    Aber nein, er rast geistig weiter: mit Vollgas in die Hölle. Oder in den Himmel (Soll auch schon vorgekommen sein, Belege von Wiedergekehrten fehlen noch.)
    .
    Alle Phantasie wird ständig darauf verwendet, wohin es NOCH weitergeht, wenn es nicht mehr weitergeht. Selbst der Buddhist wünscht sich als Wiedergeburt. Um die erste Mühsal mit einer zweiten zu verschlimmbessern.
    .
    Es muss in den Genen sein. Es fängt schon beim Säugling an: Er plärrt und wippt ungeduldig, wenn seine Mama mit dem Kinderwagen stehenbleibt für ein gemütliches Pläuschchen am Gartenzaun. Auch normales Spazierengehen im Zuckelmodus mit dem Luxus-Kinderwagen wird von ihm nicht geduldet: dann wird genauso ungnädig geplärrt. Erst wenn Maman zwei flotte Gänge hochschaltet und damit alle Fußgänger ummäht, juchzt und nuckelt das kleine Monster wieder gemütlich, als wenn nie etwas gewesen wäre. (Gequälter Originalbericht. Gez. Mama)

  132. Re Ueberwachung in MC. ...
    Re Ueberwachung in MC. Vielleicht nicht überall, doch vielerorts?

  133. Das Verkehrsproblem, ich würd...
    Das Verkehrsproblem, ich würd es nach dem Konzept „weniger Staat /mehr Eigenverantwortung“ lösen — und einfach die Strassenbaubehörde abschaffen, öffentliche Strassen einfach nicht mehr bauen noch repaparieren und die Strassenverkehrsordnung aufheben.

  134. @B4 – Diese Sache mit dem...
    @B4 – Diese Sache mit dem ‘für alle’ oder ‘für viele’ gestorben sein, hat mich beschäftigt, obwohl es mir egal sein kann, was der Papst vorschreibt. Ich dachte, es hätte etwas mit politischer Korrektheit zu tun, i.e. dass sich streng gläubige Nicht-Christen beim Vatikan beschwert hätten, dass die Katholiken glauben und wiederholt beteuern, ihr Jesus sei für sie gestorben.

  135. zu 16:38 Uhr, wird seit Olims...
    zu 16:38 Uhr, wird seit Olims Zeiten in Frankreich gemacht. Meist auf alten kleinen Strassen mit Alleebaeumen.

  136. Ach uebrigens, Jeeves, Danke....
    Ach uebrigens, Jeeves, Danke.

  137. HansMeier555, Ihr Vorschlag...
    HansMeier555, Ihr Vorschlag von 16:38 unterstütze ich mit Freuden. Den ‚Eigenverantwortlichen‘ endlich mal Feuer unter dem Hintern machen!

  138. @HansMeier der...
    @HansMeier der Fünffünffünfte:
    Für jemanden, der das Feudale propagiert, sind sie heute ganz schön revolutionär. Ein 1.-Mai-Symptom? Leider könnte der von Ihnen gewünschte Feudalstaat (der längst existiert) dann keine Strafgelder für Übertretung irgendwelcher sogenannter Vergehen kassieren (allein 2,8 Mio per Anno am bekannten Elzer Berg, dessen Geschwindigkeitsbegrenzung historisch, aber nach großzügigem Ausbau nicht mehr sachlich begründet ist). Die Gelder würden fehlen!
    .
    Die Idee könnte man sicher präzisieren, indem man alle Paragraphen der StVO aufhebt und lediglich den § 1 bestehen lässt. Damit wäre alles erfasst.
    .
    Den pekuniären Ausweg des Gesetzgebers mittels Formulieren von Ausführungsbestimmungen sollte man über eine Ausführungsbestimmung verbieten.

  139. @meier555: Und wie sollen dann...
    @meier555: Und wie sollen dann die braven Arbeitnehmer morgens pünktlich zu Arbeit kommen, wie der Parcelservice mit dem Ebay-ersteigerten zum Konsumenten? Wie kommt Filou zu seinem Calvados und der Don zu seinem Käse? Das sind logistische Höchstleistungen, die ein funktionierendes Strassennetz und auch etwas STVO erfordert. Und die Bessergestellten würden sich halt eines Hummer-Vans bedienen, der sie über Trümmergrundstücke und Äcker zum nächsten Verkehrslandeplatz bringt, wo ihre Privatmaschinen stehen. – Ich würde eher für Benzingutscheine plädieren. Ausserdem haben wir ja in letzter Zeit gelernt, das sich alles irgendwie finanzieren lässt…

  140. Nur noch Paragraph 1 StVo?...
    Nur noch Paragraph 1 StVo? Mein Gott, dass waere doch ein Appell an die Vernunft. Beim deutschen Autofahrer?

  141. @Kleingläubige Kritiker:
    Das...

    @Kleingläubige Kritiker:
    Das regelt alles der Markt
    .
    @b4
    Was alles passieren muss, damit Sie wieder mal hier reinschaun!
    .
    Und was das „für viele“ betrifft, feiern wir erst, wenn es wirklich so weit ist. Es kann noch so viel dazwischenkommen.

  142. @ Filou 20:32: Genau bei dem....
    @ Filou 20:32: Genau bei dem. So bleibt keine Lücke und das Selbstdenken muß wieder eingeschaltet werden. Schließlich ist er ganz plötzlich eigenverantwortlich und er kann sich auch nicht mit Anwalt per juristischem Schlupfloch rausreden.
    .
    Ich weiß, das wird hart.
    .
    Aber: Bei den Engländern klappt’s doch auch ansatzweise, bei denen heißt es ‚Give Way‘ und nicht ‚Stop‘.
    .
    Das andere Extrem: Moskau. Jedem sein eigenes Blaulicht. Zwar mittlerweile verboten, angeblich, aber …

  143. @ filou (15:14): Das war jetzt...
    @ filou (15:14): Das war jetzt kein Gegenbeweis. Die ‚fromme Denkungsart‘ alleine hinterläßt bei mir einen leicht säuerlichen Nachgeschmack.
    .
    Was ist dann erst mit der Milch? Oder haben Sie das mit Pernod verwechselt?

  144. Wehret die 5te Kolonne der...
    Wehret die 5te Kolonne der harten Katholiken.
    Was macht eigentlich bloss der Mossad?

  145. Lieber Hans Meier: Der Markt,...
    Lieber Hans Meier: Der Markt, auf dem politische Ideen gehandelt werden, verzeichnet zur Zeit eine nur segr geringe Nachfrage nach liberalem Gedankengut. Die FDP, die sich wahrscheinlich Ihren Ideen am nächsten fühlt, könnte bald von der Bildfläche verschwunden sein. Also vernünftigerweise doch noch ein bisschen StVO…

  146. ...und wäre die grosszügige...
    …und wäre die grosszügige Verteilung von Benzingutscheinen quasi als bedingungsloses Grundenkommen nicht eine wahrhaft feudale Geste egenüber den Untertanen – wie das sonntagliche Huhn im Topf, das (ich glaube, es war) Louis XVI seinem Volke gönnen wollte…

  147. @specialmarke
    Nein, das war...

    @specialmarke
    Nein, das war H-IV.

  148. @karolakettenhemd: An...
    @karolakettenhemd: An Nachtdiensten habe ich keinerlei Interesse, erst recht nicht in einem Land, dessen Landessprache ich nicht verstehe. Nächte sind für Anderes.
    @Savall: Die Sozialisten möchten wieder gewählt werden. Die Grünen MitregentInnen auch.
    .
    Ab 4. Mai wird uns der geschätzte Gastgeber dann von der Turanor PlanetSolar berichten, daß mit solch einem Karbonfaser-Katamaran das Reisen mehr Freude macht, als in einem eigenen Faltboot zu paddeln.

  149. @Filou
    Apropos "snipers...

    @Filou
    Apropos „snipers alley“: Gehört Sarajewo eigentlich zum christlich-jüdischen Abendland?

  150. Nein, nein, liebe Karola, man...
    Nein, nein, liebe Karola, man nimmt zu dieser Milch etwas Honig. Selbstverstaendlich nur von Oekologen approbierten Bienen.
    Britain: Als Kind lernte ich, dass der Autoverkehr in England im Zweifelsfalle mit Common Sense sich regelt. Ich weiss nicht, ob das heute noch so ist. Der moralische Verfall ist ja ueberall. Ich jedenfalls bin grosszuegig. Mein Rechthaben steht zurueck wenn meine seelisches Gleichgewicht Gefahr laeuft. Dann lasse ich sogar einem orientalischen Migranten den Vortritt an der Lidl-Kasse.
    Noblesse oblige. Das ist die Arroganz der Ohnmaechtigen.

  151. @specialmarke
    .
    Lesen Sie die...

    @specialmarke
    .
    Lesen Sie die eigentlich nie die FAZ? Den Fazit-Blog oder die Kommentare von Heike Göbel? Die F.D.P. ist das geringste Problem, glauben Sie mir.

  152. " Ich weiß. das wird...
    “ Ich weiß. das wird hart.“
    .
    Eben, die stolzen ‚Eigenverantwortlichen‘, die die Systeme und Strukturen, die sie nicht
    selbst geschaffen haben, so hervorragend zu nutzen verstehen, werden jede Menge
    zu tun bekommen. Wie komm ich an meinen Hummer(?), dürfte dann ihr kleinstes Problem sein.
    .

  153. ...und die armen Arbeitnehmer...
    …und die armen Arbeitnehmer bleiben zu Hause, die Algorithmen überweisen die
    Gehälter wie gewohnt, die interessiert die Realität nicht. So kommt es zu keinem
    Einkommensverlust und das Wirtschaftswachstum denken sich paar Regierungsökonomen aus.

  154. Oh je, lieber Herr Meier,...
    Oh je, lieber Herr Meier, wieso kommen Sie denn jetzt auf sowas?

  155. Lieber Hans Meier, Kommentare...
    Lieber Hans Meier, Kommentare lese ich eigentlich nie. Früher waren die in der FAZ eigens in Fraktur gesetzt, damit man sich davon fernhält. Man geriet nie in Versuchung…

  156. @ Filou (22:33): Interessantes...
    @ Filou (22:33): Interessantes Rezept. Haben Sie jemanden, der Ihnen diese Marmelade freiwillig um den Bart schmiert? Oder träufeln Sie direkt aus der Biene?
    .
    zu Britain und Common Sense: existiert noch, wenn man über das deutlich aggressivere Pflaster in gewissen Vororten von London hinwegsieht, wo Minze nicht mehr das Hauptgewürz ist (schon mal Zaziki mit Minze probiert? In Acton auf der Main Street residiert ein Grieche, der das als Selbstverständlichkeit anbietet).
    @ HansMeier555 (22:32) in Vertretung von filou: Sarajewo? Nicht wirklich, hälftig orthodox, andere Hälfte muslimisch, der Rest akzeptiert Kreditkarten. Verständlich gebetet wird nur auf der Bobbahn.

  157. Karola, Sie meinen...
    Karola, Sie meinen Londonistan? Das gibt sich. Mit einem grossen Knall. Ich mag die Briten wegen ihrer Geduld-und der harten Konsequenz, wenn’s ihnen zuviel wird.

  158. @specialmarke - StVO:
    Es gibt...

    @specialmarke – StVO:
    Es gibt eine niedersächsische Kleinstadt. Die gerade ein revolutionäres Strassenkonzept eingeführt hat: keine Ampeln, keine Bürgersteige, keine Schilder, keine Vorschriften. Alle teilen sich den gleichen öffentlichen Raum – Autos, Fussgänger, Rollator- und Fahrradfahrer. Die Zahl der Verkehrsunfälle ist seitdem rückläufig. Was meinen Erwartungen entspricht :-). Aufmerksamkeit muss man auf möglichst natürliche Weise erzwingen …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  159. @Filou
    Und wie kommen Sie auf...

    @Filou
    Und wie kommen Sie auf so was?

    Den serbischen Tschetniks ging es letztlich auch nur darum, den Islam aus Europa zurückzudrängen.

  160. Ausserdem hatten da nicht alle...
    Ausserdem hatten da nicht alle das Existenzrecht der Respublika Srpska anerkannt. Und irgendeinen Extremisten gewählt (Izetbegowitsch oder so), der nicht zur Kapitulatiln, sondern zur Gewalt gegen Serben aufgerufen hat. Stellen Sie sich vor, diese Menschen von Sarajewo wollten da einfach ungefragt einen neuen Staat gründen — auf Territorium, das die Serben aber schon für sich reserviert hatten.
    .
    Den Serben fehlte einfach nur die richtige publizistische Lobby, die das alles mal ins rechte Licht rückt.

  161. @Mediensegler
    In der Tat, das...

    @Mediensegler
    In der Tat, das meinte ich. Es ging durch ein Insolvenzverfahren, versucht jetzt mit Kongreßtourismus durch die Winter zu kommen (einschließlich Historisch Taktischer Tagung der Flotte der Marine…) und hat sich für das kleine Rennomierrestaurant einen jungen Koch geholt, der bei sehr guten Chefs gelernt hat. Ansonsten gibt es in M-Vp noch „Ich weiß ein Haus am See“ und einiges an solider Mittelklasse (was ich so auf 14 G-M Punkte taxieren würde).
    .
    Ja Sarajewo ist christliches Abendland, mit Franziskanern, alten orthodoxen Kirchen, einer Kathedrale (kath. Bischofssitz, S.E. hat auch in Deutschland studiert, bei einem Ostergottesdienst vor etlichen Jahren an dem auch SFOR Soldaten teilnahmen predigte er neben der Landessprache auch auf Italienisch und Deutsch) und vielen alten Synagogen, teil östlich, teils westlich geprägt. Also sephardisch wie ashkenazisch. Es gab sogar einen Musikwissenschaftler an der dortigen Universität, der sich mit dem Einfluß der aus Spanien vertriebenen Juden auf die lokale Musiktradition und dann die Volksmusik im 16. und 17. Jahrhundert beschäftigt hat.
    Und in der zusammengeschossenen und teils ausgebrannten Nationalbibliothek eine Pessah – Haggadah als gemaltes Manuskript aus dem Mittelalter, die man gerade noch gerettet hat.

  162. Aufmerksamkeit muss man auf...
    Aufmerksamkeit muss man auf möglichst natürliche Weise erzwingen …
    mit der Hupe natürlich! Wie in einem Entwicklungsland. I have a dream…

  163. Tja und der Meinungsmarkt ist...
    Tja und der Meinungsmarkt ist ein Anbietermarkt.
    .
    Das neoliberale Angebot ist jedenfalls noch da.

  164. 00:47
    Tja, fragt sich der...

    00:47
    Tja, fragt sich der Serbe, warum mag er uns nicht aus dem selben Grund? Wir haben die Moslems in Bosnien 300 Jahre lang mit viel Geduld ertragen, bis es zum Großen Knall kam. Nur für die „harten Konsequenzen“ wollte dann keiner Verständnis haben. Die Spinnen, die Westeuropäer. Aber die haben uns ja schon im 14. Jahrhundert im Stich gelassen.

  165. @ ThorHa (00:59): Hilfe! Komm...
    @ ThorHa (00:59): Hilfe! Komm mir gerade blöd vor, weil ich schon wieder ungefragt dazusenfe, aber es traf einen Nerv.
    .
    Das revolutionäre Konzept in Bohmte – Shared Space – eine Attraktion wie woanders ein Neandertaler, ist mit größter Vorsicht zu betrachten. Allein schon die geradezu religiöse Reklame, die dafür gemacht wird, sollte einem zu denken geben.
    .
    Vom Papier her ist es so sicher überzeugend, deshalb hab ich mir das mal angeschaut. Ich fand ein Y-förmiges Strassenstück, ungefährie Länge vielleicht 500 m, mit einem großen Platz an der Zusammenführung und eine Einmündung einer Nebenstrasse (eine Halbkreuzung, wie das Töchterchen treffend bemerkte). Über dieses Konstrukt flossen vor dem Umbau rund 12.000 Fahrzeuge am Tag, da sich an diesem Y zwei Hauptstrassen, die B51 und eine Landesstrasse mit LKW-Verkehr vereinigten, bevor sie durch das Dorf geleitet wurden und an einer Bahnschranke eingebremst wurden. Besonders in der Rush-Hour ein Chaos.
    .
    Dann kam der Umbau, und oh Wunder, jetzt flossen nach meiner (!) Hochrechnung nur noch 5000 Fahrzeuge durch die Strasse, wobei auch die Lastwagen nur noch aus einer Richtung der Landesstrrasse nach Stemwede kamen. Wie das? Man hat gleichzeitig eine Umgehungsstrasse gebaut, die B51 neu, die den Hauptverkehr aus dem Dorf hält. Dies wird in den Jubelberichten aber nie erwähnt.
    .
    Die alte Weisheit: Glaube nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.
    .
    Das ist noch nicht alles. Man stelle sich den Bereich (Strasse mag ich nicht sagen, das Ganze erinnert eher an eine sehr übersichtliche neuostdeutsche Fußgängerzone), der keinerlei optische Führung und keine Randorientierung – für niemanden – gibt (wenn man mal von tollen Lichtmasten absieht, die vor allem nachts für eine deutlich bessere Belichtung als vorher sorgen, und einigen Hauswänden), fast ohne Fußgängerverkehr, ohne parkende Autos (die wurden von der Strasse verbannt, neben und hinter die Häuser). Gut, die Fahrradfahrer stören noch etwas, weil es keine Trennung der Bereiche mehr gibt) und sind deshalb die neuen Opfer, laut niedersächsischem Gemeindeversicherungsverband haben die Unfälle nämlich deutlich zugenommen, und die mit Radfahrer überproportional.
    .
    Während der anderthalb Stunden, die ich an der ‚Halbkreuzung‘ zubringen durfte (es gibt dort ein Lokal mit Außenveranda und gem. Salat), kamen zweimal Autos aus der Nebenstrasse (rechts vor links ist ja die Regel) und verursachten Notbremsungen bei den Lastwagen, die gerade die ‚alte Hauptstrasse‘ entlangkamen. Gut, es hat nicht gekracht, aber ich hielt trotzdem die Luft an.
    .
    Der große Platz, den man laut Reklame auf jede denkbare Weise überfahren kann, wurde durch eine Ansammlung von Baustellenschildern in der Mitte optisch zu einem überproportionalen Kreisverkehr Gottseidank und auch so genutzt. Zwar wird auf Grund der herrschenden Disorientierung durchaus langsamer gefahren, aber als Omma mit Rollator würde ich mich nicht auf die halbstündige Überquerung einlassen, es sei denn, mir wäre die Fahrt in die Schweiz zu umständlich. Erst recht nicht an Nebeltagen.
    .
    Um das nochmal klar zu machen: es handelte sich um einen Bereich von ca. 500 m. Davor und danach finden sich die üblichen Strassen eines Strassendorfes mit konventioneller Regelung. Als Nichteinheimischer bei Nebel und Regen wären sie mit der ungewohnten Situation rettungslos verloren und würden die Seenotrettung rufen. Aber da fahren keine Nichteinheimischen.
    .
    Meine Kiddies über diese ‚Strassen‘ zur Schule schicken? Nie! Das machen die Bohmter auch nicht.
    .
    Ich schlage eine Umbennung des Dorfnamen in Bohmtempkin vor.

  166. Aah, die...
    Aah, die Aufmerksamkeitserzwinger: auch so eine Branche, in der man sich gegenseitig auf die Füße tritt.
    Bis jemand mal ein Schild raushängt – wegen
    Überfüllung geschlossen.

  167. @ Filou 21.33 / 01.5

    Once...
    @ Filou 21.33 / 01.5
    Once (when I was a student in Londonistan) I stopped for petrol at a garage and I was paying in the garage shop when another car arrived and an Indian wearing a white turban got out, but just stood there, looking around.
    Then the garage manager said to his colleague in the shop
    „Go and find out what that man with the sore head wants“….

  168. ...und dann diese Irrwege,...
    …und dann diese Irrwege, selbst die Niederländer befinden sich jetzt darauf.
    .
    Man fühlt sich schon an den Witz mit dem Geisterfahrer erinnert: „Einer fährt in die
    falsche Richtung, ALLE.“

  169. @prince Matecki
    .
    Katholiken,...

    @prince Matecki
    .
    Katholiken, Orthodoxe, Juden, Moslems, lebten friedlich zusammen?
    Ein fröhliches Multikulti-Paradies auf dem Balkan?
    .
    Sollen wir trotz der schrecklichen Erfahrungen mit Londonistan, Amsterdam, Neukölln und Palästina wirklich annehmen, dass so was funktionieren kann?
    Vielleicht wenn die Türken erstmal die Oberhoheit haben?

  170. Nur kurz, lieber HansMeier,...
    Nur kurz, lieber HansMeier, ich verfolge eine andere Spur. Es ist mein unverbruechlicher Glaube an Niedertracht und Dummheit (ich beziehe mich ein), die Morden, Brandschatzen, Vergewaltigung und andere Kulturtechniken mehr, moeglich machen. Sie sind das Urspielzeug des Menschen, tief unten in der Spielzeugkiste vergraben. Nun braucht es nur noch ein paar Priester (geistliche oder weltliche, wurscht!) die an den Spieltrieb appellieren, ganz hohe Ziele setzen, am besten allerhoechste-und schon haben wir den schoensten Fleischsalat.
    .
    Wie gesagt, will ich mich dazu nur kurz aeussern. Schlaue Intriganten, die moeglichst unauffaellig, aus was fuer Gruenden auch immer, dem Wahnsinn zuspielen, gehoeren zur vorbereitenden Propagandamaschinerie.

  171. HM555, filou: Komplott...
    HM555, filou: Komplott Komplott! 1000miglia als Weltverschwörung? Arbeiten Sie weiter daran – kann schöne Beiträge ergeben! (Das Benzin wurde in einem CIA-Labor entwickelt, um uns alle zu knechten usw.)

  172. @KarolaKettenhemd:
    Danke für...

    @KarolaKettenhemd:
    Danke für die Information (war mir in DER Form neu). Ich bleibe prinzipiell trotzdem bei meinem Statement, aufgrund eigener Beobachtung (woanders – Gent Damport). Da, wo viele Verkehrsteilnehmer bei möglichst wenig Schildern oder Ampeln (also fehlender Eindeutigkeit) aufeinandertreffen, gibt´s die wenigsten (schweren) Unfälle. Stimmt die Angabe aus den 107 niederländischen Gemeinden, die shared space umgesetzt haben, dann gab es seit Einführung keine schweren Unfälle mehr.
    Ihre Beschreibung sieht für mich eher danach aus, als hätte man shared space als Insellösung in einem weiterhin hochregulierten Umfeld und dann auch noch an der gefährlichsten Stelle (falsch) umgesetzt. Dass es so, wie von Ihnen beschrieben, vermutlich nicht funktioniert, glaube ich gerne.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  173. @filou:
    Passt zu meinem...

    @filou:
    Passt zu meinem verschwörungsfeindlichen Lebensgrundsatz: Unterstelle niemals pöse Absicht, wo Dummheit oder Ignoranz als Erklärung völlig ausreichen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  174. @E.R.Langen
    .
    Wir wissen doch,...

    @E.R.Langen
    .
    Wir wissen doch, wer die Autobahn gebaut hat.

  175. ...
    Luxus-Kinderwagen-Rennhobel:
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-81691-6.html
    Schmerzbefreiter gehts nimmer.

  176. @HM555
    Tja, ich fürchte die...

    @HM555
    Tja, ich fürchte die Welt ist nicht schwarz und weiß, sondern enthält zahllose Schattierungen von grau (und auch einige Farben, Gott sei Dank!).
    Kakanien, wie auch die „Hohe Pforte“ vor 1914 waren nur in Ansätzen (k.k.) bzw. fast gar nicht demokratische Rechtsstaaten. Trotzdem hat es wenig Fanatismus (Panslawismus, Anarchisten) und viel geregeltes bürgerliches Leben gegeben, in Sarajewo wie anderwärts dort auf dem Balkan. Ob die Modalitäten eines Regierungswechsels dort, also silberne Schnur oder nächtliches Rollkommando, wie bei den Karageorgewitsch, uns so behagen würden, sei dahingestellt. Denn Händler auf dem Markt wie seinen Finanzier hat das nur wenig berührt, wie die Beter in orthodoxer Kirche, in der katholischen, in der evangelischen, die Dozenten an der Universität, die Humanmedizin noch bis in die 50er auf Deutsch und mit deutschen Lehrbüchern unterrichtet haben, wie die Rebbes in der Schul und die Muezzins. Und nur sehr wenige von denen verspürten das Bedürfnis den anderen seines Glaubens (oder auch seiner Rasse) wegen abzuschlachten.
    Mit dem Chef der Herzchirurgie an der Uni Sarajewo habe ich Anfang der 2000er noch bei „landestypischem Hochprozentigem“ deutsch gesprochen, wobei er mir augenzwinkernd erzählte, sein Vater sei noch kurz kuk Militärarzt gewesen, so schlecht sei das gar nicht gewesen, aber unter Tito habe man das nicht öffentlich sagen dürfen.

  177. ...und Hans Meier steht allein...
    …und Hans Meier steht allein auf dem Anbietermarkt und keiner kauft…
    .
    Recht behalten wollen durch Umbenennen, heißt die Methode, würde ich sagen. – Das wird übrigens auch der FDP nichts nützen…

  178. Leider wie oft im...
    Leider wie oft im Zeitmangel… Das ist sicher wahr, dass die grünen Ideale Eisenbahn und Fahrrad auch energiemäßig ihre Grenzen haben – auch Akkurohstoffe sind eher knapp.
    Man muss eben das zu transportierende Gewicht absenken.
    .
    Wenn Öl eben einfach immer teurer wird, werden regionale Märkte wieder attraktiver – und sie sind von einer kleinen „finanziell erleuchteten“ Oberschicht gut zu kontrollieren. Vor allem wenn man dann nach dem Währungsdesaster das Bargeld abschafft und eine „Gutscheinkarte“ für alles per Smartphone einführt.
    .
    Da hat man dann die völlige Überwachung. Wer nicht brav bei Faithbook mitspielt, bekommt hat viel weniger Bonuspunkte, um besseres Essen kaufen zu können.
    .
    Für diese Oberschicht gelten die Mobilitätsgrenzen natürlich nicht – ein Privatflieger ist eh so astronomisch teuer, dass da bis auf weiteres der Ölpreis nix dran ändert. Ausserdem fäng er auch wieder ein bisschen zu sinken an, wenn sich kein Normalbürger mehr ein 8l/100km Auto mehr kauft..
    .
    Der Rest lebt halt in Second Life im Mäusekino seines Smartphones.

  179. Mensch Maier555 (11:53), wo...
    Mensch Maier555 (11:53), wo ist Ihr subversiver Humor geblieben?

  180. "Da hat man dann die völlige...
    „Da hat man dann die völlige Überwachung. Wer nicht brav bei Faithbook mitspielt,
    bekommt hat viel weniger Bonuspunkte, um besseres Essen kaufen zu können.“
    .
    The Great Artiste, warum glaube ich Ihnen nur? Aber mein Vertrauen in menschliche
    Inkompetenz und Ignoranz lässt mich hoffen.
    Außerdem kriegen die Algorithmen von
    der Realität leicht Pickel – Antikörper auf Kohlenstoffwelt konnten nachgewiesen werden.

  181. The Great Artiste02. Mai 2012,...
    The Great Artiste02. Mai 2012, 14:06
    Man muss eben das zu transportierende Gewicht absenken.
    Stimmt, die Deutschen sind eh zu dick. ;-)

  182. zu 12:57 Uhr, wer hat schon...
    zu 12:57 Uhr, wer hat schon Musils ‚Mann ohne Eigenschaften‘ komplett gelesen? Ich nicht. Aufgehoert habe ich bei einem Salongespraech ueber die Unruhen auf dem Balkan, wo ein Herr zu einem anderen sagte: ‚Sehn’s, es braucht nur jemanden der den Leuten weismacht, sie seien unterdrueckt. Irgendwann glaubt’s jeder. Schon haben wir den Schlamassel.‘ [1]
    .
    [1] Wie immer bin ich nicht zitatenfest. Aber so ungefaehr wird’s schon gewesen sein. Der gute Wille zaehlt. Hob die Ehre.

  183. Eigentlich müsste die Firma,...
    Eigentlich müsste die Firma, die nichts Böses tut, allmählich genügend Daten und Ansichten von unserer Welt gesammelt haben, um uns das Reisen abzunehmen. Wir setzen einfach unsere Datenbrille auf, stöpseln den Knopf ins Uhr und sagen „So, Leute, mir langst hier, jetzt haun wir nach Italien ab“ und schon setzen sich die Bilder in unserer Datenbrille in Bewegung. Ehe sichs der Don versieht, haben wir ihn im Gleitflug auf seinem Weg nach Monte Carlo überholt, haben Trüffel von seinem Trüffelhof geordert, gucken uns die desolaten italienischen Städtchen an, überfliegen Monte Carlo in immer engeren Schleifen, um rauszufinden, was den Don dort hin lockt. Und wenn er leicht entnervt – der Zeiger der Benzinuhr hängt fest und zittert vor sich hin – endlich in Monte Carlo ankommt, rufen wir ihm entspannt einen „Herzlich Willkommen“ über das Mikro unserer Datenbrille zu…
    …und selbstverständlich können wir ihm auch sagen, welche Tankstelle in der Umgebung noch ein 10-Liter-Kontingent Sprit zum Vorzugspreis für Touristen anbietet, denn wir haben ja unsere Datenbrille auf…

  184. Respekt für Ihre immer wieder...
    Respekt für Ihre immer wieder genialen Seitenhiebe in alle Richtungen:“In diesem schönen Lande nennt man das die Umverteilung; jener Prozess, der die Reichen reicher und die Bildschirme der Ärmeren grosser macht.“ Danke!

  185. Aber bitte, das mache ich doch...
    Aber bitte, das mache ich doch gerne, mit grösstem Vergnügen.

  186. @prince Matecki 02. Mai 2012,...
    @prince Matecki 02. Mai 2012, 12:57
    “ sein Vater sei noch kurz kuk Militärarzt gewesen, so schlecht sei das gar nicht gewesen, aber unter Tito habe man das nicht öffentlich sagen dürfen.“
    wenn ich mich mit den serben unter meinen kollegen unterhalte und wie gut es denen in wien gefällt, bin ich geneigt ihnen beizustimmen
    @ Filou 02. Mai 2012, 19:10
    sehr schön
    @hm555
    danke…aber ich denke ihre vorsicht mit dem feiern ist begründet: sehen sie mal hier, v.a. gegen ende des interviews:
    http://derstandard.at/1334796465249/Wien-woertlich-Promis-sind-auch-nur-ganz-normale-Menschen

  187. @ vroni (12:42): Umpff. Haben...
    @ vroni (12:42): Umpff. Haben Sie einen Tip, wie eine stilistisch korrekte Bekleidung aussehen könnte? Lodenmantel geht ja wohl garnicht.
    @ ThorHa (12:19): Ihre Schlußfolgerung ist korrekt. Die Hauptbeschäftigung der Behörde ist die Rechtfertigung der EU-Subventionsmillionen. Deshalb auch die Jubelschreie und die merkwürdigen Statistiken.
    .
    Grundsätzlich habe ich nichts gegen eine solche zivilisierte Lösung des Problems. Voraussetzungen wären m.E. 1. kein Durchgangsverkehr 2. einigermaßen homogenes Fahrzeugfeld (Megalaster und Kinderdreirad passen nicht zusammen) 3. geringes Verkehrsaufkommen 4. Der Schutz der Kiddies muß gewährleistet sein, räumlich wie verkehrstechnisch.
    .
    Also genau das, was auch bei einer heutigen Spielzone vorausgesetzt wird (nur wird die nicht subventioniert).
    .
    Daß die Holländer schon mehrere dieser Zonen haben, liegt am kürzlich verstorbenen ‚Erfinder‘ des Shared Space, der war Holländer.

  188. @karolakettenhemd (10:38):...
    @karolakettenhemd (10:38): haha, sehr schön stadtplanerisch-verkehrsbeobachtend-lebensnah seziert, dieses Medienwunder.
    @ThorHa: sowas funktioniert nur da, wo es eine solche Tradition des gemischten Verkehrs gibt und noch genug Leute, die die aufrechterhalten. Wenn alle „Trennverkehr“ gewöhnt sind und erwarten, wird es schwierig. Zwar sorgt es für etwas Erleichterung, wenn oft §1 eingeimpft wird, aber die Regelgläubigen werden trotzdem fluchen und behindern, und so manche (siehe Karolas Beschreibung) einfach resignieren und sich zurückziehen.

  189. @b4: das beschränkt es dann...
    @b4: das beschränkt es dann aber auf ein nicht alle angehendes Phänomen. Ja gut, daß der freundliche Eichelhäher, der uns schon mehrere Eicheln geschenkt hat – eine ist jetzt zum Bäumchen herangewachsen -, vielleicht eher nicht so arg betroffen ist, weil man mit ihm nicht so umgehen und sprechen kann wie mit einem Menschen, mag ja sein, aber so völlig ausnehmen von dem, was die Menschen so geistig umtreibt, finde ich denn doch etwas, naja, wie soll ich sagen, zu klein?

  190. @Filou (gestern, 21:36):...
    @Filou (gestern, 21:36): besinnt sich gerade aufs mittelklassische – daß man auch mal nach oben hauen muß und nicht nur als Ganggo[0] unterwegs sein.
    [0] allemannische Verlaufsform, Bsp. „gang go Wii hole“ (gehe „mal“ Wein holen), engl. go to (programmierend), hochdeutsch-ungerichtet-desorientiert „MACH WAS!!!“

  191. Gell B4, gemessen an der...
    Gell B4, gemessen an der literarischen (kuenstlerischen) Produktivitaet kann die KuK-Monarchie so schlecht nicht gewesen sein.
    .
    Gilt uebrigens auch fuer‘ deutsche Kaiserreich.

  192. @Karola(21:39): es braucht...
    @Karola(21:39): es braucht wohl mindestens 2 Arten „gemischte Zonen“. Eine mit Kinderdreirad, eine mit Durchgangslaster. Ich bin immer hin- und hergerissen. Einerseits braucht es unbedingt eher Fußgängerbetrieb, wo auch Kinder mal wild herumrennen können, andernseits bekomme ich einen Hals, wenn alles „kindersicher“ sein soll. Aber akut empfinde ich eher die Rollatoren und Radfahrer als verkehrsbehindernd, die sind nicht wirklich eingetaktet. Mag daran liegen, daß sich die Zeiten ungünstig mischen (wenn Kinderwägen und Rollatoren zu bestimmten Zeiten Ausgang haben, und Radfahrer und flotte Zufußgänger zu einer anderen, paßt es besser).

  193. HansMeier555, haben Sie...
    HansMeier555, haben Sie Autobahn gesagt? (Das mit dem Autobahnbau war eine Schnapsidee des Mossad. Vor allem die A8 trage ich denen nach.)

  194. Etwas betulich hier unten....
    Etwas betulich hier unten. Aber ein Satz bleibt für die Ewigkeit: „Pro Grübel ein Wein.“ Darunter tue man es nicht. Hips.

  195. @filou, colorcraze
    mir ging es...

    @filou, colorcraze
    mir ging es um etwas anderes. in meinem bild von österreich und der österreichischen geschichte, konnte ich mir bis zum zeitpunkt meines umzugs nach wien nciht vorstellen, dass man als serbe hier freiwillig lebt….das war der ganze sinn dieses beitrags
    was anderes aus aktuellem anlass: weiss jemand den dr. vater von frau dr. schavan?
    ich frage mich, wie kann man mit einem cdu-parteibuch an einer katholischen fakultät im rheinland im thema moraltheologie(?)……

  196. @Vroni 02. Mai 2012, 12:42
    das...

    @Vroni 02. Mai 2012, 12:42
    das würde ich nicht kaufen, da ist der s.u. m.e. viel besser (federung etc.),
    kostet zwar auch 1100 eur incl. des dritten rads
    http://www.chariot.de/index.php?id=100

  197. ...
    @schavan:
    http://plagiatsgutachten.de/blog.php/
    das ist nicht irgendwer, der die aberkennung fordert
    @hm555
    haben sie im auftrag der piusbrüder – die arbeiten aus eigener erfahrung gar nicht so schlampig – den schwavanplag http://schavanplag.wordpress.com/ ?
    ich frag ja nur… sehr schön
    @dertiger
    bin noch eine antwort schuldig: ihr argument kann man schon unterstützen: das für alle hat schon so etwas von zwang…
    aber das thema ist damit auch durch: ich habe hm555 gratuliert und die umsetzung wird trotz allem ja bald kommen

  198. Live fast ... and pay young!...
    Live fast … and pay young!
    .
    Warum fahren alle nur noch ÖPNV und niemand mehr Delta HF Integrale?

  199. Ohne Häme: Rollatoren und...
    Ohne Häme: Rollatoren und Radfahrer nicht eingetaktet? F*ing first world problems.
    Hier draußen auf dem Land (dem Laaahaand… id est: janz weit draußen) kommt keiner ohne Auto klar. Man hat dauernd Baumaterial zu transportieren und Maschinenteile, Bierkisten, halbe Sauen, oder was die Leute sonst noch durch die Gegend karren, um halbwegs durch den Tag zu kommen.
    Außerdem gibt es einige der schönsten Nebennebenstraßen Deutschlands -liebend gerne auch von Radlern frequentiert- und wer Lust hatte, konnte bis vor wenigen Jahren auch auf einer als „Spessartrundfahrt“ deklarierten Cannonballrallye sein junges Leben aufs Spiel setzen.
    Sprit ist teuer und jeder weiß, wird noch teurer, das Zeug. Trotzdem ist das Rad als Alternative hier nicht wirklich gegeben. Ackergäule, Zirkuselefanten? Hach, kämen die Berliner* (*hier den Namen der Metropole Ihrer Wahl einfügen) doch mal mehr als eine Woche ins Abseits, schon wüssten sie, wie der Hase läuft.
    Fährt.
    FÄHRT!, wollte ich sagen.

  200. Der Irrglaube und der...
    Der Irrglaube und der Hochverrat scheinen eines gemeinsam zu haben: Es kommt auf
    den Zeitpunkt an.

  201. Gemessen an der literarischen...
    Gemessen an der literarischen Produktion leben wir heute . . .

  202. Einhundertneunzehn Millionen...
    Einhundertneunzehn Millionen munkelt man.
    Ich sage nur Sachwerte.
    Der Käufer macht sich bestimmt keine Gedanken um Benzinpreise.

  203. @ köstlich: 'grale? Weil er...
    @ köstlich: ‚grale? Weil er noch ein paar Jährchen bis zum H-Kennzeichen braucht und leider vom köstlichen Nass (dem hochoktanigen) nicht nur nippt. Außerdem starben unglaublich viele den Heldentod oder gingen an der braunen Pest zugrunde. Aber irgendeiner wird die sammeln … sonst wären die Preise nicht so gestiegen.

  204. @Dorn_Mailand
    .
    Jaja, aber es...

    @Dorn_Mailand
    .
    Jaja, aber es muss ja kein SUV sein.
    Warum nicht ein Mofa/Moped/Vespa für den Individualverkehr und eine Kasten-Ente fürdie Tansporte?
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8f/1978.citroen.2cv.750pix.jpg
    .
    So fährt das Land in F und Italien, schon immer.

  205. @b4
    .
    Jetzt brauchen wir...

    @b4
    .
    Jetzt brauchen wir schnell etwas anderes, was wir fordern können.
    .
    Ich habs: Abschaffung der Handkommunion, Wiederherstellung der alten Altarposition.

  206. HansMeier555: "Gemessen an der...
    HansMeier555: „Gemessen an der literarischen Produktion leben wir heute . . .“
    *
    …in einem Wohlstandszoo. Kein ernstznehmender Intellektueller schreibt ernsthaft etwas für Deutsche. Das kann ich Ihnen versichern.

  207. @Filou:
    Für den...

    @Filou:
    Für den Literaturbetrieb sind Systeme mit festen Regeln, klaren Tabus, gefügten Hierarchien und folgenreichen Freund-/Feind-Bildern immer besser, als offene Gesellschaften. Denn sie bieten erheblich mehr Reibungs- und Tragödienpotential.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  208. @colorcraze:
    Sie meinen, man...

    @colorcraze:
    Sie meinen, man hätte den Menschen die Selbstverantwortung auch im Strassenverkehr schon aberzogen? Da will ich nicht widersprechen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  209. @Dorn_Mailand:
    Den Fortbestand...

    @Dorn_Mailand:
    Den Fortbestand der Zivilisation vorausgesetzt ist das Leben auf dem Lande ein Auslaufmodell.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  210. Mobilität...?
    Mit 5 PS.
    Von...

    Mobilität…?
    Mit 5 PS.
    Von Ignaz Wrobel | alias Tucholsky
    http://www.textlog.de/tucholsky-vor-verdun.html

  211. @mediensegler: Und das...
    @mediensegler: Und das Schönste: man konnte sich das Ding mal für einen Tag zuhause hinhängen lassen, um zu sehen, ob es zur Tapete passt. – Haben Sie auch?

  212. Ein Businessplan sollte alle...
    Ein Businessplan sollte alle wichtigen Fragen zu Ihrer Tätigkeit als intellektueller Autor beantworten:
    *
    • Was soll angeboten werden? -> kulturelle Texte
    • Wo ist der Standort? -> Deutschland
    • Wie groß ist das Einzugsgebiet? -> alle deutschsprachigen Leser
    • Wer sind die Kunden? -> verwirrte Germanen, die mit ihrer existenziellen Scham zu kämpfen haben
    • Welche Konkurrenz gibt’s schon? -> Keine: Der einzig erwähnenswerte Konkurrent ist ein ehemaliger Berliner Finanzsenator, der eine deutsche Parodie auf das Peter-Prinzip schrieb. Er wurde mangels Humor missvertanden.
    • Welche Kosten fallen in der Gründungsphase an? -> Ein Laptop, Internetzugang, Drucker
    • Wie viel Startkapital ist nötig? -> Bildung (Achtung: Sehr schwer zu kriegen…)
    • Woher kommt Ihr Startkapital? -> Stipendien etc.; denkbar wäre eine Zusammenarbeit mit einer öffentlich-rechtlichen Volkspartei, die sich mehrere eigene Sender leistet
    • Welche Rechtsform soll die Firma haben? -> freiberuflich
    • Gründen Sie alleine oder im Team? -> mit meinem Anwalt
    • Wie wollen Sie werben? -> Mundpropaganda
    • Wie kommt die Ware zum Kunden? -> per Email, ebook, Hörbuch, ‚Stille Post‘

  213. Aber aufmunternd an die...
    Aber aufmunternd an die Scheibe klopfen könnte der ernstzunehmende Intellektuelle doch mal ab und zu.

  214. @HM555: Wie wärs mit...
    @HM555: Wie wärs mit Klick-Kommunion auf Facebook? Man drückt auf der Seite des Vatikans den Knopf „I like HIM“, schon ist man im elektronischen Kirchensteuerregister…

  215. @yak2000: Solch einen...
    @yak2000: Solch einen hochintelligenten Businessplan läßt man doch nicht einfach öffentlich herumliegen. Stellen Sie sich vor, er wird geklaut…

  216. @KarolaKettenhemd: Ich sammle...
    @KarolaKettenhemd: Ich sammle nicht; habe leider keinen Stellplatz. Ich dachte mir eben, dass er integral zum Titel passt – „Vollgas“ ist in diesem Turbo-Säufer ein echt spassiger Luxus.
    .
    Leider wird die glorreiche Marke gerade transformiert – klobig, wulstig und träge statt breit, kantig und agil. Geradezu anbetungswürdig finde ich den Flaminia Touring Superleggera.

  217. @HansMeier555 03. Mai 2012,...
    @HansMeier555 03. Mai 2012, 09:59
    machen sie keine mundkommunion?. wir hatten zu hause noch ein primizbild – nazarenerstil – in dem das letzte abendmahl als mundkommunion gegeben wurde

  218. @ köstlich: Wem sagen Sie das...
    @ köstlich: Wem sagen Sie das alles, stimme integral zu. Auch was die Flaminia angeht. Durfte vor einigen Jahren in einem solchen Gerät mitfahren (wurde anfangs auf eine nicht vorhandene Rückbank gequetscht, trotzdem klasse).

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