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Die Kosten des Sparens

13.05.2012, 17:47 Uhr  ·  Frau Merkel kam nicht nach Cerea: Im Zentrum der italienischen Möbelproduktion sieht man, wie Sparsamkeit in der Globalisierung eine ganze Region ruiniert.

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Das ist die Villa Dionisi in Cerea, einem kleinen Landstädtchen 25 Kilometer südlich von Verona.

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Wir alle kennen diese Region am Po aus den Filmen über Don Camillo und Peppone, ihre Armut in früheren Zeiten und den Willen der Menschen, für ihre Ideale zu kämpfen. Cerea ist ein klein wenig anders, denn hier war man gar nicht so schrecklich arm. 1928 wurde eine Kunstgewerbeschule eröffnet, die sich mit der Möbeltischlerei beschäftigte. Die Bewohner der umliegenden Dörfer mussten keinen Reis mehr anbauen, auch wenn der Reis hier ganz exzellent ist. Sie konnten auch in die Möbelherstellung wechseln. Die schönsten Stücke der Region sieht man in obiger Villa, die heute ein Museum beherbergt.

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Auf dem Weg dorthin ist ein Möbelhersteller am anderen. Allein in Cerea soll es 600 kleine und mittelständische Firmen gegeben haben, und in den daneben liegenden Dörfern hat man auch lieber Polsterstoffe getackert, als die Erde umgegraben. Möbel sind in dieser Region der entscheidende Wirtschaftsfaktor.

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Wer genau hinschaut, sieht auch, dass Cerea damit gut gefahren ist. Die Dörfer der Region sind stark gewachsen, die Ortskerne sind nur Anhängsel der Neubaugebiete, und die Strassen sind breit und grosszügig angelegt. Man hatte noch was vor mit diesem Zentrum der Möbelherstellung. Man liess sich nicht lumpen und zeigte den Besuchern, was man hatte. Cerea war eine dieser Erfolgsgeschichten, von dem die Lega Nord so gerne spricht. Fleissig arbeitende Menschen, die schöne, hochwertige Dinge produzieren, in Firmen, die noch auf die Qualität achten.

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Unter besonderer Berücksichtigung der Kundschaft und ihrer Wünsche. Cerea ist nicht das internationale Mailand, man fertigte dort für die italienischen Käufer direkt, und orientierte sich an ihren Wünschen. Gerne übernahm man Entwürfe vergangener Epochen italienischer Grösse, gerne historistische Entwürfe aus der Zeit der italienischen Einigung, und manchmal auch am Gebaren und Wollen eines aus ärmlichen Verhältnissen stammenden italienischen Ministerpräsidenten. Die Italiener kauften dort gern, und gern auch direkt beim Hersteller. Das war billiger. Und deshalb stehen in Cerea an den grossen Strassen auch die Paläste und Showrooms der hiesigen Hersteller.

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Cerea passt zu Italien und Italien passt zu Cerea, es sind die mittleren Betriebe, die hier florierten, es arbeiteten sich hier Familien nach oben und liessen niemanden zurück. Arbeit gab es genug, und weil die Arbeit hier nicht teuer war, und kein Zwischenhandel zu bezahlen war, konnte man in allen Zeiten gut davon leben. Und so sind auch die Vorzeigeläden aus allen Epochen: Art Deco, 50er Jahre, swingende 60er, kühler Glasbeton der 70er Jahre, die Postmoderne und jede Menge Beton der letzten Jahre. Und natürlich nachgebaute Paläste. Lange Zeit gingen die Geschäfte gut.

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Heute ist in Italien La Crisi, die Krise. Die Italiener erleben massive Reallohneinbussen, sie müssen sparen und sind für ihre Immobilien hoch verschuldet. Ihr Staat ist in einer üblen Finanzklemme, und dann sind da noch die globalen Riesen des Möbelbaus, die sich in Italien breit gemacht haben. Man kann so einiges an den Kosten tun, wenn die Zeiten schlecht sind. Aber man kann nicht so viel daran ändern, dass man mit Gegnern fertig wird, die Industriemüll statt Holz verarbeiten, in Gefängnissen fertigen lassen, ihre Gewinne in Steueroasen abführen, und so billig sind, dass man sich trotz la Crisi noch alle 10 Jahre eine neue Wohnungseinrichtung leisten kann. Das Geschäftsmodell von Cerea war die Produktion hochwertiger Möbel für ein langes Leben. Damit haben sich die Preise gerechnet. Früher einmal. Aber jetzt wird Sparsamkeit verordnet, oder gleich erzwungen.

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Nun ist es laut den deutschen und italienischen Politikern an der Macht so, dass man sparen soll, um die Finanzmärkte zu beruhigen, obendrein die Löhne kürzt, dadurch dann effizienter wird, und so die Wirtschaft in Gang kommt, Wachstum entsteht und mehr Geld in die Kassen kommt, mit denen die Schulden bedient werden, damit die Kurse wieder steigen, das Vertrauen der Märkte wächst und die Krise überwunden wird. Genau das hat man gezwungenermassen frühzeitig in Cerea versucht, und gegen die globalen Märkte anderer Möbelhersteller erschreckend oft verloren. Ich weiss nicht, ob solche Bilder irgendwelche Märkte beruhigen können. Es sind die Bilder, die man nicht so oft sieht. Aber wenn sich in Italien wieder jemand verbrennt, versteht man es vielleicht besser, wenn man Cerea kennt.

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Zu gerne würde man die Politiker fragen, was denn diese Region, gebaut auf Reis und Möbeln, tun soll, um wieder zu wachsen. Man würde gerne wissen, wie diese Medizin hier wirken soll, und was all die Polsterer und Schreiner, die Vorhangnäher und Schnitzer denn sonst machen sollen. Es leben rund 100.000 Menschen in dieser Region, es ist eine Kernregion Europas, die in jedem Business Plan der Krisenbewältigung auf der Habenseite steht, weil es dort noch so viele Mittelständler gibt, auf die man meint bauen zu können. Wer die Probleme von Cerea lösen kann, sollte es auch in Europa können. Nur sieht es hier nicht so aus, als wäre jemand dazu in der Lage. Cerea lässt die Rollläden runter, und macht sie nicht mehr auf.

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Das alles passiert nicht verborgen in irgendwelche Industriegebieten, sondern an den besten Strassen der Stadt. Man lebt im Zerfall, alles ist zu verkaufen und zu vermieten an jene, die noch Geld haben und Produkte, die immer noch gekauft werden. Aber es sind auch nur wenige Kunden da. Man muss ja sparen. Und obwohl man spart, steht es schlecht um die Haushalte. In Italien. In Spanien. In Frankreich. In Griechenland. Überall wird gespart und gestrichen, die Menschen haben Ängste und Sorgen, sie  wählen Kommunisten und Rechtsextreme und hassen die Deutschen.

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Was ist eigentlich, wenn, sagen wir mal, die Chinesen und andere, die unsere Produkte kaufen, auch so sparen, wie die Italiener in Cerea?

 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (264)
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0 E.R.Langen 13.05.2012, 18:25 Uhr

Das kann man nicht mit...

Das kann man nicht mit ansehen! Don, bitte zurück an die Küste! Zu den schönen Motiven!

0 HansMeier555 13.05.2012, 18:43 Uhr

Man sollte diesmal...

Man sollte diesmal Hauswirtschaftsschulen gründen, wo die Jugend lernt, wie man subsistent wirtschaftet.

Vielleicht verkaufen die...

Vielleicht verkaufen die Italiener ihre Möbels an die Chinesen, Brasilianer, Inder oder die Russen. Oder sie produzieren auf Halde, lassen es sich bezahlen und nehmen einen Streichholz. zum Grusse

0 teeretiker 13.05.2012, 19:02 Uhr

ach wie schön wäre es wenn...

ach wie schön wäre es wenn man im regen nicht nass würde, oder noch besser nur dann wenn man es wollte. ... wenn die augen nur dass zeigten, was gefällt; ...die nase nur die erwünschten gerüche durchließe. aber ach... alles so traurig wie gehabt. wir werden nass im regen und es scheint im Hof zu stinken!

0 E.Kuhlmann 13.05.2012, 19:02 Uhr

Die Verbraucher bevorzugen...

Die Verbraucher bevorzugen billige Moebel und irgendwie ist dieses nun die Schuld von Politikern weil diese nun einsparen muessen, was sie vorher mit beiden Haenden hinausgeworfen haben? Don Alphonso, da machen Sie es sich ein bisschen zu leicht.

Genau, schönere Motive...

Genau, schönere Motive müssen her. Wie wäre es also alternativlos mit ein paar anmutigen Bankfassaden? Oder reizenden Sparkassenfilialen, dezent vulgär, aber immer classizismo? La dolce pecunia, ein Näschen voll fürs gesunde Volksbefinden.

0 Felix Bertram 13.05.2012, 19:09 Uhr

Ein Abgesang auf eine schöne...

Ein Abgesang auf eine schöne Zeit, aber auch nicht viel mehr. Mal sehen, wie die Zukunft aussieht.

0 Sparfuchs 13.05.2012, 19:12 Uhr

Es wird auch in Italien nicht...

Es wird auch in Italien nicht gespart sondern der Schuldenanstieg findet etwas langsamer statt. Wenn Italien bald 10% bis 20% Zinsen für die Neuschulden zahlen will, kann es gerne weiter Schulden machen. Nur diese Schulden kann es bald nicht mehr bedienen und die dann folgende Pleite dürfte für die italienische Wirtschaft wesentlich schlimmer ausfallen als der etwas gebremste Schuldenanstieg!

Keine Sorge, die Chinesen...

Keine Sorge, die Chinesen sparen um uns aufzukaufen und zu kolonisieren, was sie schaffen werden, wenn Europa weiter mehr ausgibt als einnimmt. Ja, es wird eine spätere Rache der Geschichte, wenn Genua eine Kolonie von China wird. Vor vielen Jahrhunderten ging das römische Reich herunter. Nun, wenn Europa weiter so fröhlich vor sich hin wirtschaftlich kaputt macht und überschuldet, wird auch etwas ähnliches passieren.

0 Der Tiger 13.05.2012, 19:13 Uhr

Bei all dem Sparen ist da eine...

Bei all dem Sparen ist da eine Frage, die sich stellt, aber der Mutti und ihre Kollegen nie nahe kommen: “Frau Merkel, was ist ihre Vorstellung von Europa (Deutschland, Italien, Griechenland, Spanien. Niederlande….) in 10 Jahren, in 20 Jahren?”

Cerea haT AUCH EIN...

Cerea haT AUCH EIN sTRUKTURPROBLEM. Die Industien mit der Massenfertigung hat den Mittelständlern und kleinen Gewerbetreibenden das Wasser abgegraben, ein grosser Teil macht auch die Veränderung des Desgns aus und für den Rest ist IKEA verantwortlich, die die Möbel aus Polen, Rumänien, Russland ect billigst produzieren und eine absolut schlechte Qualität darstellt im Vergleich zu den individuell gerfertigten Möbeln aus der Region CEREA. Nur in der BRD ist alles langsamer abgelaufen und es hat nirgendwo in Deutschland eine solche Region gegeben wie in der Gegend von CEREA. Wenn Europa so weitermacht wird es auch anderen Regionen und anderen LÄndern auch so ergehen. Denn Schulden sind das Gift der Wirtschaft. Lösung gibt es keine, es wird schmerzhaft sein und es wird lange dauern. Erst wenn die grossen Industrien wieder zusperren , wird es eine Renaissance der individuellen Möbler geben.

0 Booooster 13.05.2012, 19:28 Uhr

Keynes nannte es "Das Paradox...

Keynes nannte es "Das Paradox des Sparens". Es wird alles noch viel schlimmer. Und in der Tat ist das Problem, dass alle Politiker ein Denkverbot namens "Alternativlosigkeit" sich selbst auferlegt haben. Neoliberal ist grandios gescheitert... aber Alternativen werden nicht entwickelt. Einfach mehr desgleichen. Beschämend.

0 K. Gossmann-Walter 13.05.2012, 19:44 Uhr

diese Bilder sehe ich in in...

diese Bilder sehe ich in in Italien immer mehr,...Affittasi-Schilder krönen die leeren Läden. Jeden Tag liest man, dass sich wieder Mittelständler oder Arbeiter umgebracht haben. Norditalien und Mittelitalien, wo viele mittelständische Betriebe sitzen, trifft es schwer. In Prato (vormals Hochburg d. ital. Bekleidungsindustrie) haben die Chinesen die Produktionsstätten der Italiener direkt übernommen. Monti lässt das normale Volk bluten, wo soll da noch eine Zukunft sein...es ist einfach nur noch traurig, Südeuropa verarmt.

0 bertholdIV 13.05.2012, 19:45 Uhr

@HansMeier555 13. Mai 2012,...

@HansMeier555 13. Mai 2012, 20:43 das ist gar nicht so falsch. zu meiner zeit gingen einige der mädels nach dem abitur noch auf einen crashkurs in hauswirtschaft. @DA_ mein vorschlag wäre: rückfahren der subvention der konventionellen ladwirtschaft. aber da ist nicht nur in aut die "dreifaltigkeit" aus bayernverband-raiffeissen-rkk und deren helfer övp/cdu etc. vor. andererseits, wenn ich mir anschaue wie in meiner heimat die wenigen und immer größer gewordenen konventionellen bauern sich bekriegen; das system wird sich auch zu tode siegen... ein beispiel für die unglaublichen geldgeschenke in aut, aber in der brd genauso: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/414234_Das-agrarische-Steuerparadies.html besonders zum "schmunzeln" bringt mich immer diese kette: fukushima-atomausstieg-biogas-maisanbau. wie brav die bevölkerung dieser expansiven ausweitung der maisflächen zur stromerzeugung zuschaut. bei uns in der mittleren oberpfalz sind die jagdgebiet wegen des maisanbaus und der wildschäden durch die massentierhaltung von wildscheinen völlig im preis verfallen usw. usw.

0 m.schlitter 13.05.2012, 19:46 Uhr

die schuldigen an den miseren...

die schuldigen an den miseren sind nicht das ergebnis des jetzigen sparens, sondern die folgen und konsequenzen zahlreicher unverantwortlicher parteien und regierungen, ihrer persoenlichen egoismen, bereicherungen, eines korrupten enormen staatsapparats, der steuerhinterziehung, schattenwirtschaft und mafien nicht genuegend bekaempft hat. die schulden die die gewaehlten vertreter auf diese weise im namen der buerger meinte verantworten zu koennen, sind eben seine. italiener fanden dies bis monti fabelhaft, sie glaubten tremonti, sie haetten die groessten privatersparnisse, staatsschulden seien kein problem, ecc, ecc, der sueden solle es nicht anders. schulden muessen zurueckgezahlt werden, nur wie? monti muss eintreiben, vor allem die liebgewordene gewohnheit eliminieren, ohne rechnungen zu arbeiten und arbeiten zu lassen. beginnend bei anwaelten, aerzten, notaren, handwerkern soundso. transparenz in den staat und seinen haushalt bringen. strukturen modernisieren, schulen, ausbildung, strassen, bahnen, wasserleitungen, der sueden, parteien, ecc, ecc, . die parteibonzen haben sich jahrzahnelang hauptsachlich selber unterhalten, also nichts gemacht, ausser auf kosten ihrer untertanen ueppige gehaelter und pensionen zu sichern und immobilien zuzuschieben. italien hat verstanden, ist unter schock. ist in der eigenen realitaet angekommen. ich lebe in mittelitalien. es gibt leise hoffnung, dass sie so intelligent sind, es doch zu schaffen.

0 m.schlitter 13.05.2012, 19:49 Uhr

die schuldigen an den miseren...

die schuldigen an den miseren sind nicht das ergebnis des jetzigen sparens, sondern die folgen und konsequenzen zahlreicher unverantwortlicher parteien und regierungen, ihrer persoenlichen egoismen, bereicherungen, eines korrupten enormen staatsapparats, der steuerhinterziehung, schattenwirtschaft und mafien nicht richtig bekaempft haben. die schulden, die die gewaehlten vertreter auf diese weise im namen der buerger meinten verantworten zu koennen, sind eben seine. italiener fanden dies bis monti fabelhaft, sie glaubten tremonti, sie haetten die groessten privatersparnisse, staatsschulden seien kein problem, ecc, ecc, der sueden solle es nicht anders. schulden muessen zurueckgezahlt werden, nur wie? monti muss eintreiben, vor allem die liebgewordene gewohnheit eliminieren, ohne rechnungen zu arbeiten und arbeiten zu lassen. beginnend bei anwaelten, aerzten, notaren, handwerkern soundso. transparenz in den staat und seinen haushalt bringen. strukturen modernisieren, schulen, ausbildung, strassen, bahnen, wasserleitungen, der sueden, parteien, ecc, ecc, . die parteibonzen haben sich jahrzahnelang hauptsachlich selber unterhalten, also nichts gemacht, ausser auf kosten ihrer untertanen ueppige gehaelter und pensionen zu sichern und immobilien zuzuschieben. italien hat verstanden, ist unter schock. ist in der eigenen realitaet angekommen. ich lebe in mittelitalien. es gibt leise hoffnung, dass sie so intelligent sind, es doch zu schaffen.

0 attenschrat 13.05.2012, 19:50 Uhr

Nun ja: Die letzte Fabrik für...

Nun ja: Die letzte Fabrik für Kutscherzubehör, die irgendwann dichtmachen mußte, hat bekanntlich auch die besten Teile für Kutscherzubehör produziert, die es je gegeben hat.... Dennoch: Kauf keine Zwiebeln aus Neuseeland bei Aldi und keine Möbel aus Sonstwoher, sondern das , was vor Ort produziert wird.

0 Klaus Michael Strauß 13.05.2012, 19:54 Uhr

Dank für diesen weiteren...

Dank für diesen weiteren Bericht eines Niederganges, verursacht von Folgen gesellschaftlichen Wandels, jahrzehntelang politisch abgewerteter produktiver Tätigkeit zugunsten einer postindustriellen Gesellschaft. Tatsächlich gewann Finanzwirtschaft, die produktive Basis von Wertschöpfung verlor. Produkte im Mainstream waren immer weniger "wirklich gut" wertmäßig unterlegt, durch Werbung assoziierter Lifestyle stand im Vordergrund. Hier wird Realwirtschaft und Kultur ruiniert, für was eigentlich? Möbel sind entweder erschwinglich und im Lauf der Jahre geradezu unverschämt schlecht geworden. Oder richtig teuer und dann von ansprechendem Wert. Die Spreizung der Einkommen, die Unsicherheit der Mobilitätsforderungen und die politische Transformation in Patronat und Klienten wirken schwer. Natürlich ist deflatorische Sparpolitik so inhuman, wie die Verweigerung von Nahrungshilfe an Betroffene der irischen Hungersnot. Der Weg aus dem Niedergang ist der Abschied vom Müßiggang unterbeschäftigter potentieller Arbeiter (im weitesten Sinn) und dem quartären Sektor der "politischen Klasse" mit Hofstaat. Historisch üblicherweise mit Währungsreform und Restrukturierung zugunsten produktiver Wirtschaftszweige. Kurios, wenn führende Wirtschaftsnationen statt Kapitalbildung Finanzspekulation als einträglichster Branche zulassen. Infrastruktur, Bildung, Arbeitsethik und Mut zur Zukunft. "Neoliberalismus" ist tatsächlich sozialistische Sachzwangdiktatur. Ein lesenswerter Beitrag der c't analysiert den Status der europäischen Telekommunikation. Regulatorisch, strukturell und industriell. Mit sehr ernüchterndem Ergebnis. Monopolnetze privatisiert, zwanzig Jahre später Innovation blockiert.

Die Leerstände auf den Fotos...

Die Leerstände auf den Fotos sind ein Zufallsfund, der uns als aktuelles Problem verkauft wird. Als hätte die Möbelindustrie dies benannten Probleme nicht seit 25 Jahren. als hätte der Wandel der Kaufinteressen etwas mit einer Schuldenkrise zu tun. Als gäbe es die Billiganbieter nicht europaweit. Als hätte das Möbelsegment nicht seit anderthalb Generationen die Entwicklung gezeigt, die nun alle Konsumgüter angeht: entweder billigst oder Höchstqualität. Es gehört zu gutem Jouranlismus, zu prüfen, ob das, was man selber gerade entdeckt, womöglich nur für einen selbst neu ist. Hoffen wir, dass der Don nicht noch entdeckt, dass die Tonbandkassette durch die CD abgelöst zu werden droht...

0 Sammy_Senkbley 13.05.2012, 20:14 Uhr

Sehr veehrter Don...

Sehr veehrter Don Alphonso, der Niedergang dieser altitalienischen Möbelproduktion ist keineswegs nur eine Frage des Sparens. Machen wir ein Gedankenexperiment. Unterstellen wir, Sie seien der Patenonkel meiner 18jährigen Tochter. Unterstellen wir weiter, daß Sie aus Begeisterung für meine Tochter und aus Begeisterung für diese altitalienischen Möbel einen Check zusammensparen, mit dem Sie meine Tochter und die in Cerea verbliebenen Produzenten beglücken wollen. Sofern der Check an diese Verwendung gebunden wäre, würde meine Tochter dankend ablehnen. Sie will eben lieber die leichten modischen Möbel von Ikea, die sie am GRA kauft. Und das kann man weiterdeklinieren: Mein Sohn, wenn ich denn einen hätte, würde lieber Turnschuhe wollen, als gute Lederschuhe, lieber einen Rucksack aus synthetischen Fasern als eine gute ledernen Aktentasche. Diese Generation will halt nichts Krachledernes, nichts was knarzt, nichts, was für ein Leben hält. Sie will raus aus den Möblierungsgewohnheiten der Eltern und Großeltern. In Deutschland hat dieser Ablösungsprozeß schon in den 70er Jahren stattgefunden, in Italien kam er erst nach 2000 so richtig in Schwung, als Ikea ins Land kam. Sammy Senkbley

0 E.R. Binvonhier 13.05.2012, 20:16 Uhr

@Der Tiger 21:13, wie Frau...

@Der Tiger 21:13, wie Frau Merkel sich Europa in 10 oder 20 Jahren vorstellt? Die Frage wird zurecht nicht beantwortet. Sie wollen die Antwort nicht wissen und ich verbitte sie mir. Jedenfalls ist Frau Merkel ihrem Machtziel heute näher gekommen. Der großdeutschen Kaderpartei. Nicht nur den Konzernen sind die Basisbetriebe lästig. Frau Merkel auch. Wozu braucht sie den Unterleib der CDU, wenn sie die SPD hat?

0 Der Tiger 13.05.2012, 20:22 Uhr

B4 –Frauenfachschule, eine...

B4 –Frauenfachschule, eine Lehrerin hat das seinerzeit meiner Mutter für mich empfohlen.

0 specialmarke 13.05.2012, 20:36 Uhr

Werter Don, Ihre Bilder einer...

Werter Don, Ihre Bilder einer verstorbenen Industrie sind wirklich deprimierend. Ähnliches kann man aber auch hier seit vielen Jahren in Oberfranken beobachten, wo es in den 80ern noch eine florierende Möbelindustrie - mit Schwerpunkt Polstermöbel - gab. Aber auch da finden Sie solche Industriebrachen zuhauf. Der Maschinenpark der Fabriken, die in den vergangenen 20 Jahren geschlossen haben, wurde zumeist nach Polen, Tschechien und Ungarn verkauft, wo die Produktion mit neuen Herren weiter ging und weiter geht, bis die Möbel für ganz Europa komplett aus Fernost kommen, wie inzwischen schon fast alle Textilien und Schuhe. Ich bin sicher, auch Sie haben längst Fernost-Produkte im Schuhschränkchen, ohne es zu wissen. Ich kenne einen Händler,der hochwertige Gitarren (vierstelllige Preise) vertreibt, die alle aus China stammen. Für das gleiche Geld könnten die Kunden auch einen deutschen Gitarrenbauer zur Herstellung eines ganz individuellen Instruments animieren. Ich selbst habe früher "historische Sitzmöbel" gebaut, die Antiquitätenhändler weltweit verkauft haben. Inzwischen finde ich aber im einstigen Zentrum der deutschen Polsterindustrie praktisch keinen Polsterer mehr, der in alter Manier arbeitet. Und auch die Materialien, die er braucht, sind praktisch auch nicht mehr zu bekommen. Da sich überall die Schere zwischen arm und reich immer weiter auftat, gab es für Hersteller nur noch die Flucht in die Qualität. Aber inzwischen sind auch Hersteller, die ihre Hochglanz-Anzeigen früher in führenden Zeitschriften und Magazinen plaziert haben, im Konkurs gelandet. Daß es keine Mittelschicht mehr gibt, die sich durchaus auch einmal etwas Besseres anschafft, scheint mir jedoch das eigentliche Problem zu sein...

0 diktionaftis 13.05.2012, 20:36 Uhr

Da hab' ich doch ein passendes...

Da hab' ich doch ein passendes Goethe-Gedicht. . Gleich mit jedem Regengusse ändert sich dein holdes Tal, ach, und in dem selben Flusse schwimmst du nicht zum zweitenmal.

0 Köstlich 13.05.2012, 21:05 Uhr

Ich hatte -vor etwa 20 Jahren-...

Ich hatte -vor etwa 20 Jahren- Betten und Schränke in Süditalien gesucht. In sämtlichen Geschäften nur Poltroni, Poltroni, Poltroni, luxuriös, und teuer ... sonst nur Schrott, Schrott, Schrott! . Also Schränkchen und Betten samt Matratzen von Ikea in Norditalien gekauft und (im Mietwagen-Kombi) in den Süden gekarrt. Die stehen heute noch. . Von Cerea wusste ich damals nix .... jetzt ists wohl zu spät. Schade. . Zur Ehrenrettung des Süden muss ich wohl sagen, dass ich dort auch den ein oder anderen Schreiner fand, der vor sich hin sägte. Er hatte meist leider keine Ausstellungsstücke und ich keine Sprachkenntnisse. . Aufwachen - das ist Europa!

Nun wird's wirklich...

Nun wird's wirklich dramatisch, die Krise ist bei den "Stützen der Gesellschaft" angekommen.

Servus! Auch ich kenne diese...

Servus! Auch ich kenne diese Region und weiß, welche wunderschönen Möbel dort hergestellt wurden. Ich wuchs an einem Kärntner See auf; meine Eltern haben zwei Hotels mit Möbeln aus Italien ausgestattet, und als Bub fuhr ich oft mit, wenn sie aussuchten und bestellten. Es war erstklassige, von interessanten (und wohlhabenden) Menschen liebevoll und großteils in Handarbeit hergestellte Qualität: aus massivem Pinien- und teilweise Olivenholz, jahrelang gelagert. Halb Österreich und auch Bayern kaufte dort ein, übrigens auch Antiquitäten, Schuhe, Messinglampen und Klamotten. Die Lira war schon damals ein wenig weich, was den Schilling und die DM (beide im Wechselkurs 7:1 miteinander verheiratet) enorm kaufkräftig machte — obwohl Importzölle anfielen. Dann kam die EU, dann kam der Euro. Und von nun an ging's bergab. Die Preise italienischer Möbel in Euro waren nicht mehr konkurrenzfähig. Für dasselbe Geld bekam man jetzt bei den fast ausgestorbenen (aber auflebenden)österreichischen und bayerischen Möbeltischlern vergleichbare Qualität, konnte sich aber Reise- und Transportkosten überwiegend sparen. Dennoch hätte ich nie gedacht, dass diese Gegend (wie Sie erschütternd schildern, Don) heute so verarmt ist. Ein in Jahrhunderten gewachsenes, bodenständiges Handwerk — so etwas sollte doch auch in der EU einen goldenen Boden haben? Offenbar nicht. Hier in Norddeutschland sehe ich, wie die Regulierungswut der EU die Hirten der Heidschnucken um ihre Existenz bringt: Über Nacht werden sie gezwungen, ihre Herden bürokratischen und veterinären Vorschriften zu unterwerfen, die die eh kaum lohnende Haltung dieser seit Ewigkeiten freilebenden Tiere, ohne die die Heide ihren Charakter verlieren würde, praktisch unmöglich macht. O.K., ich geb's zu: Als einstiger Fan der europäischen Idee bin ich zum überzeugten Gegner der EU geworden. Bürokraten, Rosstäuscher, Schuldenmacher und ungewählte Hinterbänkler haben diese Idee zur Farce gemacht. Das Schicksal der Menschen von Cerea bestärkt mich darin.

0 AB Zocker 13.05.2012, 22:10 Uhr

So sieht das aus wenn ein...

So sieht das aus wenn ein Schneeballsystem wie die "Life AG" den realen Markt befällt.

Neue Möbel alle zehn Jahre?...

Neue Möbel alle zehn Jahre? Neues Holz, neue Presspappe, neue Spanplatte alle zehn Jahre? Besinnungslose Vermögensvernichtung erster Klasse! Sessel und Sofas werden aufgepolstert und neu bezogen! Generationen haben sich die Möbel, welche Tante Anna auf keinen Fall weggeschmissen hatte, aus ihrem Herrenzimmer oder Onkel Alfons' Dachboden geholt. Irgendein Nachlass fand und findet sich in der Familie sicher. Da kontrolliert man eigentlich nur die Stühle, weil sie schwierig zu restaurieren und nachher gefährlich zu be-sitzen sind. Quatscht nicht von Nachhaltigkeit, Amici, sondern rezykliert ganz selbstverständlich die Sachen, die es gibt....... übrigens: wenn die Möbel ästhetisch zu den Läden etc. auf D.A.'s Fotos gepasst haben sollten, ist es besser, den Untergang zu bejubeln, nicht?

0 Ladl und Ildi 13.05.2012, 22:27 Uhr

Aldi, Kik usw Die Preis...

Aldi, Kik usw Die Preis drücken ohne Ende. Modell "teures Billig" Metzen. Das funktioniert genau so lange wie man noch Firmen findet die man in den Ruin treiben kann um Sie zu plündern.

Ach, haette sich der Einfluss...

Ach, haette sich der Einfluss der Kunstgewerbeschule doch auf die Architektur ausgewirkt. So aber sehe ich haessliche Gebaeude aus den 60gern, um die es nicht Schade ist. Sollten die in den dortigen Manufakturen hergestellten Mobile diesem Stil entsprechen, waere der Niedergang natuerlich und durchaus wuenschenswert. . 1928 soll diese Schule in der Landschaft des 'Bitteren Reis' entstanden sein? Ahja! Eine Mussolinische Idee wie Sabaudia in den pontinischen Suempfen. Dort wo der Wille die Ideale vergewaltigt, ist es nur gerecht, wenn etwas Haessliches in den Orkus sinkt. Bloss keine falsche Sentimentalitaet. Italien kann unschoen sein. Oft sogar. Dort naemlich, wo wirklich gearbeitet wird. Und dort wo die Armut nur dem idealisierenden Auge des klasssische Gebildeten als pittoresk erscheint.

Meine Güte, da siehts aus wie...

Meine Güte, da siehts aus wie im Osten. Darf man dafür Berlusconi eine schallern oder waren das andere Kräfte der Zersetzung. Am meisten tut es mir um die jungen Leute leid, sie haben es schwer und werden weggehen, wenn sie können. Aber wohin? . "Das kann man nicht mit ansehen! Don, bitte zurück an die Küste! Zu den schönen Motiven!" . Und das ist gut so. Unser Merian-Italien existiert sowieso nicht. Ich habe im anmutigen Südtirol schon so viel Armut gesehen, die ist in keinem Lobhudel-Prospekt.

Danke für den Bericht ...

Danke für den Bericht über Cerea , erinnert mich aber schwer an Varese vor 30 Jahren , alles schon einmal dagewesen , und die nächste MM kommt bestimmt , mfG. T.

Omas Stilmöbel kopieren kann...

Omas Stilmöbel kopieren kann der Asiate einfach billiger, dass wäre auch ohne Finanzkrise nicht mehr lange eine Option gewesen. Italien war einmal führend im Möbeldesign. Da fallen mir Namen ein wie beispielsweise Carlo Molino, Gio Ponti und Vico Magistretti die mit zeitlosen Objekten in die Geschichte eingegangen sind. Überall ist zu lesen, dass es soviele gut ausgebildete, junge Menschen in Italien gibt die keine Arbeit haben, darunter würde sicher auch der ein oder andere talentierte Designer zu finden sein, der froh wäre überhaupt einer sinnvollen Beschäftgung nach zu gehen. Wieso machte man sich diesen Umstand nicht zu nutze, das Handwerkliche Know-How um neue Ideen umzusetzen war ja eindeutig vorhanden. Dadurch hätte man sich auch gleich neue Kundschaft erschließen können, in die Lücke zwischen billiger Massenware und überteuerten Designikonen stossen können. Bekanntheit kann man heute mit relativ geringen finanziellen Mitteln über das Internet erlangen. Wenn man bedenkt, dass der Markt für Luxusgüter nur so boomt und wieviele Menschen bereit sind hunderte Euros für bunt bedruckte Handtaschen oder elektronische Produkte mit einer Halbwertszeit von einem Jahr auszugeben, glaube ich durchaus, dass sich auch in dieser schwierigen Situation Käufer für zeitgemässe Qualitätsmöbel finden würden. Ich kann beim betrachten der Fotos nur spekulieren, wieso es zum totalen Stillstand in diesem Ort kommen konnte, wie verkrustet die Strukturen sind. Für mich sind diese Bilder vielmehr ein Ausdruck, der aus der Auswegslosigkeit der Situation geborenen Lethargie die sich an diesem Ort ausbreiten muss. Vermutlich hat man garnicht mehr die Kraft sich auf etwas Neues einzulassen. Das scheint mir aber der einzige Ausweg aus dieser schwierigen Situation zu sein, sich auf seine Stärken zu besinnen und neu zu erfinden.

0 Folkher Braun 14.05.2012, 00:50 Uhr

Moin. Cerea ist auch bei uns....

Moin. Cerea ist auch bei uns. Weil der Lkw- Hersteller IVECO statt 22000 nur noch 8000 Exemplare - vorwiegend in Südeuropa - verkauft hat, wird das Werk in Ulm geschlossen - bis auf die Feuerwehr- Abteilung. 670 Arbeitsplätze entfallen und die Betroffenen harren der "Anschlussverwendung" gemäß Auskunft Frau UvdL.

Sparen, Sparen, Sparen… ein...

Sparen, Sparen, Sparen… ein unschönes Beispiel, wohin Sparen führen kann. Vielleicht liest auch die Kanzlerin diesen Blog ;-) Die Krise ist auch bei den "Stützen der Gesellschaft" angekommen (wie Pedro am 13. Mai 2012, 23:28 schreibt). Was tun dagegen, oder dafür, um aus der Krise rauszukommen? Bin schon gespannt, viele pragmatische, realisierbare Vorschläge zu lesen. Viva l'Italia!

Schon erschreckend, wie die...

Schon erschreckend, wie die Diskussion verläuft und wie die Folgen einer dummen Wirtschaftsschule die Demokratien und die politischen Bündnisse der letzten 70 Jahre zerstört. Die Reichen werden steuerlich entlastet. Der Staat erläßt den Firmen die Steuern. Der Staat verarmt. Der verarmte Staat wird genötigt jede Konjunkurdelle antizyklisch zu füllen (Ausgaben). Der Staat soll die dann höheren Einnahmen in guten Zeiten nutzen (welche nie kommen). Der Staat gibt den Reichen bzw. deren Firmen was er nicht hat. Der Staat spart an denen die sich nicht wehren können. Der Staat veräussert sein Eigentum, um den Unsinn weiter betreiben zu können. Der Staat stoppt den Sozialtransfer. Der Staat kürzt die Renten und Löhne per unausgeglichener Inflation. Der Staat macht Gesetze um die soziale Ruhe zu bewahren und entrechtet seine Bürger. Der Staat ändert die Gesetze um die Firmen von der Last der Arbeitsverhältniss zu befreien. Der Staat fördert private Unternehmen die für ihn Runtfunkgebühren und Nutzungsgebühren für öffendliche Anlässe eintreiben, aber er erhebt keinen staatlichen Anteil. Der Staat fördert Infrastrukturprojekte, die Unsinn sind, weil sie "Arbeit" sichern, aber diese sichern nur Einnahmen von Wenigen zu Lasten Vieler. Der Staat zerstört systematisch die Möglichkeit zur Familiengründung und bejammert ebenso systematisch die demographische Lage. Der Staat besteuert eine Putzfrau höher als einen Bankchef. Der Staat hat Beamte die er gut bezahlt und die nie eine Rentenansparung erbringen, aber siehe sie ernten doch. Die Wahlbeamten erhalten für -> jedes

Werter Don Alphonso, dem...

Werter Don Alphonso, dem allgemeinen Tenor hier in der Runde muss zugestimmt werden: Den Strukturwandel verschlafen zu haben, muss man den Betroffenen schon selbst anlasten. Sowas kann man auch in Deutschland vielerorts beobachten, z.B. in Pirmasens/Pfalz (Schuhindustrie) oder - zugegebenermassen weniger selbstverschuldet - in so ziemlich allen ehemaligen Industrieregionen Ostdeutschlands. Im uebrigen denke ich, sollte man nicht vorschnell den Konsumenten verurteilen, der heute andere Kaufentscheidungen trifft. Meine Wohnung ist zugegebenermassen mit IKEA-Moebeln eingerichtet. Da mein Aufenthalt in Uebersee nur temporaer angelegt ist, waere es fuer mich Unsinn, teuere Moebel zu kaufen. Vermutlich kann man das verallgemeinern: Wer heute mobil lebt und gelegentlich das Land wechselt, will nicht unbedingt zwei Container wertvollen Inventars mit sich fuehren - zumal dieses ja auch nicht zwanslaeufig zur neuen Wohnstaette passen muss. Im besagten Moebelhaus konnte ich eine ganze Wohnungseinrichtung (Kueche gab es schon) zu einem Preis erstehen, den ich beim Schreiner/Tischler fuer ein einziges Bett bezahlen muesste (bzw. nochmals fuer den Transport teuerer Moebel nach Europa). Ausserdem musste ich nur eineinziges mal mit einem Lieferwagen hin und konnte sofort alles mitnehmen - ohne laestige Wartezeit (jaja, gut Ding will weile haben, aber ich auch einen Stuhl und ein Tisch!) Natuerlich sind da einige Gegenstaende dabei (bspw. das Sofa, auf dem ich gerade sitze), die weder qualitativ noch vom Design meinem Ideal entsprechen, aber es ist unrichtig (wenn auch ein bequemes Distinktionsmerkmal), alle diese Moebel als Schrott zu betrachten. Beispielsweise habe ich zwei Tische (Wohnzimmer und Esszimmer), die aus Massivholz gefertigt, praktisch im Design und sehr stabil und voraussehbar relativ langlebig sind. Einziger Wermutstropfen: Statt aus hartem Laubholz sind sie aus recht weichem (=billigem) Nadelholz gefertigt, was man in Zukunft sicherlich in Form von Schrammen etc. sehen wird. Allerdings hab ich gehoert, dass auch oberbayerische Tischler gelegentlich solche Hoelzer verwenden. In ein altes Jesuitenkolleg wuerde ich diese Moebel allerings auch nicht unbedingt stellen.

Nach 15 Jahren Leben in...

Nach 15 Jahren Leben in Thailand kann ich versichern, daß es hier - in diesen Ländern - noch jede Menge Nachhol-Bedarf gibt. . Das Auto - das eigene Haus und ein kleines Reisfeld. Die üblichen Dinge halt, die sich ein Mensch wünschen tut. Um bei dem Beispiel Thailand zu bleiben fällt mir extrem auf, daß die wirtschaftliche Kolonialisierung der umliegenden Länder ähnlich wie in Deutschland voran schreitet. . In einem Supermarkt in Laos z.B. gibt es vielleicht mal 5% Lao-Produkte. 70% Thai-Produkte und der Rest kommt aus China. Wir sehen also, daß sich die deutsche Vergangenheit des Wirtschafts-Aufschwunges hier in einer ähnlichen Variante wiederholt. . Ob das nun gut oder schlecht ist, ist mir ehrlich gesagt egal. Aber, dieser Aufschwung wahrt den sozialen Frieden (alle haben Arbeit - wenn auch zu nicht gerade üppigen Löhnen). Die umliegenden Länder werden ausgebeutet ... . ... und in 30 Jahren fährt hier genau so alles an die Wand, weil der ganze Konsum auf Pump (Banken-Kredite, Ratenzahlung etc.) aufgebaut ist. . Geschichte wiederholt sich, werter Don. Im übrigen - mal abgesehen von dem Eindruck, daß hier nur s€x-süchtige Rentner und Kriminelle leben. . Man kann hier immer noch gut und günstig leben - so als standard Programmierer - und für die näxten 30 Jahre. . ... und Heuschnupfen gibt es hier auch nicht.

Die alten Römer hinterließen...

Die alten Römer hinterließen auch prächtige Ruinen.

0 HansMeier555 14.05.2012, 04:33 Uhr

Wohlstand durch Arbeitsteilung...

Wohlstand durch Arbeitsteilung ist eine Illusion. . Technisch funktioniert es zwar, aber nicht sozial. Jeder, der am Prozess beteiligt ist, findet, dass er zuwenig bekommt und zuviel bezahlt. Deswegen, (und nur deswegen) braucht die Ökonomie immer Konjunkturspritzen, Wachstum auf Pump, Inflation, etc.. Um allen Beteiligten vorübergehend die Illusion zu verschaffen, sie bekämen für ihre Arbeit mehr als sie tatsächlich bekommen werden. . Irgendwann kommt dann die Krise, wo hier und dort jemand seine Hoffnungen abschreiben muss. . Das ist im Kern kein ökonomisches Problem, sondern ein anthropologisches. Wo Märkte sind, wird gefeilscht und wo gefeilscht wird, wird betrogen. Darum beruht jede arbeitsteilige Wirtschaft zu einem notwendigen Anteil auf Betrug. Aber ist diese Einsicht ein Grund, zur Selbstversorgung zurückzukehren? . P.S.: Auch die Chinesen werden noch früh genug merken, dass man Papiergeld nicht essen kann. Wenn China irgendwann seine Devisenreserven angreifen muss, werden diese nur noch einen Bruchteil des Wertes haben, den sie im Moment ihrer Anhäufung hatten. Insofern sind wir es heute, die die Chinesen betrügen, indem wir dort billig einkaufen.

0 HansMeier555 14.05.2012, 04:41 Uhr

Oder anders gesagt: Wenn die...

Oder anders gesagt: Wenn die Ausgabenpolitik (inklusive Verschuldung, Inflation etc.) die einzige Möglichkeit, die Leute dazu zu bringen, das Richtige zu tun (zu investieren, zu arbeiten, zu kaufen), muss man sie dann trotzdem schon allein deswegen ablehnen, weil es ihr auf lange Sicht an monetärer "Nachhaltigkeit" fehlt? . Ist die Schuldenkrise, die dann irgendwann kommt, wirklich so schlimm? Ist ein Staatsbankrott oder GEldentwertung wirklich das Ende der WElt? In Wirklichkeit werden einfach nur ein paar Parameter zurückgestellt und es kann wieder von vorne beginnen. Die materiellen Werte bleiben alle arhalten. Wo ist das Problem?

0 stimmviech 14.05.2012, 05:28 Uhr

Wer nicht mit der Zeit geht,...

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Es gibt Worte, da stockt und...

Es gibt Worte, da stockt und stolpert man beim Lesen, der Lesefluss wird unnötig gebremst, man überlegt: hä? Zum Beispiel "Reallohneinbussen". Es hilft dem Leser, wenn man solch' - an sich schon schwer lesbare - Worte dann wenigstens korrekt schreibt, denn es sind ja keine (Reise-)busse gemeint, sondern Reallohneinbußen. Seh'n Sie, das liest sich doch gleich ein bissl flüssiger. (Dafür gibt's auch 'ne ganz einfach zu merkende Regel)

0 Ephemeridenzeit 14.05.2012, 06:24 Uhr

Alles hat seine Zeit, und...

Alles hat seine Zeit, und alles hat seinen Sinn. In ein oder zwei Jahrhunderten wird sich der Chinese die Haare raufen, wie er die so schöne Weltmachtstellung verspielen konnte und nun im Vergleich zu den Somalis so verliert...

0 Ephemeridenzeit 14.05.2012, 06:34 Uhr

holly01, oh wie recht sie...

holly01, oh wie recht sie haben! dabei hat die konzentration von vermögen ja auch noch den effekt, dass der einzelne reiche unmöglich so viel konsumieren kann wie zehntausende prekäre... das nicht ausgegebene wird dann investiert, aber offensichtlich nicht in kleine handwerksbetriebe vor ort...

Derartige "Strukturschwäche"...

Derartige "Strukturschwäche" kann man in vers. Regionen Italiens seit mindestens 30 Jahren beobachten. Ich habe angesichts der Bilder DA's direkt wieder diesen eigenartigen, charakteristischen Modergeruch in der Nase, ein eigenwilliges Hintergrundrauschen aus Schimmel, schlechter Isolierung und mangelndem Heizen inkl. klammer Tücher, welches ich neben wunderbaren Dingen wie der italienischen Küche direkt in Erinnerung habe. Auch in Norditalien ist eben nicht alles "toll" (und die Möbel dieser Region waren oftmals weit fern jeder Moderne!), sondern es gibt erheblichen Investitionsbedarf bei Wohngebäuden, Industrie oder auch Gesundheit. Übrigens gibt es auch zahlreiche Studien zur deutschen Möbelindustrie - denn auch in D hat diese Branche Probleme zu bearbeiten, allerdings weitgehend von der Öffentlichkeit unbemerkt. Schade eigentlich, denn nicht uninteressant!

Das Problem liegt in den USA...

Das Problem liegt in den USA (grösste Wirtschaft der Welt). Die Amerikaner leben auf Pump, wollen das eine ohne das andere zu lassen (they want to have their cake and eat it). Das Resultat - US "toxic debt" und eine Abwertung (über Jahre hinweg) des USD.

0 staff aureus 14.05.2012, 06:54 Uhr

Mehr Kinder, mehr Möbel, mehr...

Mehr Kinder, mehr Möbel, mehr Wohlstand. Weniger Barchetta.

Ein gelungener, wenn auch...

Ein gelungener, wenn auch trauriger Beitrag. Sparen um des Wachstums willen - wie bescheuert ist das denn... . Klaus Michael Strauß, ja - genau! . HansMeier, "... Darum beruht jede arbeitsteilige Wirtschaft zu einem notwendigen Anteil auf Betrug. Aber ist diese Einsicht ein Grund, zur Selbstversorgung zurückzukehren?" Nicht zwangsläufig; einstweilen würden es saftige Sanktionen gegen die Damen und Herren Halsabschneider mitsamt ihrem Lobbyistenpack auch tun.

0 HansMeier555 14.05.2012, 08:10 Uhr

@fionn Der Amerikanische Pump...

@fionn Der Amerikanische Pump hat zu besseren Zeiten ganzen Volkswirtschaften das Wachstum ermöglicht. Nicht zuletzt die chinesische. . Vielleicht ist es trotzdem ein Fehler, neue Millionenstädte mit neuen Staudämmen zu elektrifzieren und darin billigstmöglich Elektroschrott für die ganze Welt zu produzieren. Vielleicht wäre es besser für die Chinesen und die Welt, sie liessen das bleiben. . Aber das hat nichts mit der Frage zu tun, ob Amis und Euronen dafür einen gleichwertigen Gegenwert liefern können oder nicht.

0 HansMeier555 14.05.2012, 08:21 Uhr

@muscat Den Korruptionsfaktor...

@muscat Den Korruptionsfaktor hab ich noch gar nicht mitberechnet. . Es ist doch so: A würde das Produkt herstellen, wenn er dafür 11 Euro bekommt statt 10. Und B würde das Produkt kaufen, wenn es nur 9 kosten würde statt 10. Also kommt die Konjunkturpolitik, und verpricht dem einen Einnahmen in Höhe von 11 und dem anderen Kosten von nur 9. Und die Maschine läuft! . Der Staat finanziert diese Differenz mit Schulden und Inflation, so dass am Ende doch alle nur bei 10 landen. . Damit die Maschine die Summe der Egoismen zum Allgemeinwohl verarbeiten kann, muss sie immer gut geölt werden. . Die neolibeale Theorie will das nicht wahrhaben. Sie tut im Grunde wie dasselbe wie die Physikschulbücher, in denen bei allen Aufgaben der Reibungswiderstand der Einfachheit halber bei Null angesetzt wird.

0 gerhard monsees 14.05.2012, 08:46 Uhr

Werte...

Werte Gesellschaftsstütze, trotz absichtlicher sprachlicher Verstellungen ist "Sparen" immer noch das Zurücklegen von Mittel zur späteren Verwendung, ziemlich das Gegenteil von Direktkonsum und Verschwendung, nicht zwingend kompatibel mit mediterraner oder neureich-deutscher Lebensweise.

HansMeier, die Neoliberalen...

HansMeier, die Neoliberalen wollen so manches nicht wahrhaben. Und was sie unter gar keinen Umständen möchten, ist die konsequente Anwendung ihrer Theorien auf eben deren Anhänger. Die hätten spätestens seit 2007/2008 bei Wasser und Brot auf den Dachterrassen der geschmacklosen Villen von "The Palm" dem sicheren Hautkrebstod entgegenbrutzeln müssen. Eigentlich...

0 HansMeier555 14.05.2012, 09:42 Uhr

Produktivitätswahn und...

Produktivitätswahn und Sparsamkeit zu kombinieren ist gute Betriebswirtschaft, aber schlechte Volkswirtschaft. . Ausser man wählt als Nation bewußt eine Strategie der Dominanz und Expansion. Wenn das Fernziel darin bestehen soll, Länder mit weniger tüchtigen Volkswirtschaften zu kolonialisieren und auch politisch von sich abhängig zu machen, dann macht es vielleicht Sinn. . So gesehen hat Deutschland heute, mit 100 Jahren Verspätung, seine Bestimmung doch noch erfüllt: Den Europäischen Kontinent so wiederstandsfrei zu dominieren wie zuletzt nur Kaiser Otto I. Und auch der Papst ist diesmal auf unserer Seite. Wir sollten die Eurozone in "Heiliges Römisches Reich Deutscher Produktion" umbenennen.

0 Stefan von Zollern-Alb 14.05.2012, 09:55 Uhr

In der Burg haben wir Möbel,...

In der Burg haben wir Möbel, die 600 Jahre alt sind. Marcus von Bentheim-Burg, bei Ihnen dürfte das nicht anders sein?

0 E.R. Binvonhier 14.05.2012, 09:58 Uhr

"trotz absichtlicher...

"trotz absichtlicher sprachlicher Verstellungen ist "Sparen" immer noch das Zurücklegen von Mitteln zur späteren Verwendung." Werter gerhard monsees, würden Sie mir erklären, wie Sie im globalen Finanzkapitalismus "Mittel" zurücklegen und haben Sie eine Vorstellung davon wie Sie wieder an die Mittel kommen und wenn ja, es noch etwas gibt wofür Sie sie verwenden könnten. Es gibt auch das Cerea im Kopf! Das ist das Problem.

0 E.R. Binvonhier 14.05.2012, 10:27 Uhr

muscat 11:12, nach diesem...

muscat 11:12, nach diesem Erfolg, wissen die Neoliberalen erst recht, wie sie auf der Klaviatur überkommener Vorstellungswelten spielen müssen.

0 E.R. Binvonhier 14.05.2012, 10:32 Uhr

" Mittel zurücklegen,...

" Mittel zurücklegen, hinlegen..."????? bei Facebook???

0 Der Tiger 14.05.2012, 10:34 Uhr

bzg. Sparen: Mein Schreibtisch...

bzg. Sparen: Mein Schreibtisch ist weder aus Italien, noch von IKEA… sondern vom Sperrmüll.

Mit Verlaub, der Niedergang...

Mit Verlaub, der Niedergang dieser Region scheint nicht erst seit der Merkel'schen EU-Sparidee so zu sein, wenn man sich die Manufakturen/Häuser dort so anschaut. . Irgendwie wie Oberfranken (sorry für das Kapern, aber ich versteh halt mehr von Oberfranken als von der Gegend um Verona). . Ich kenne den langsamen und stetigen Niedergang von Textil-, Porzellan und gerade Möbelherstellung gut aus Oberfranken. Gleicher Untergang. Es gibt wenig Arbeit. Es kann sich kaum einer die Rosenthal-Dinger leisten, sondern kauft Billigporzellan ausm Diskount. Die Immobilienpreise für Häuser dort sinken auf lächerliche 80 T., kaum eine Bank gibt mehr ein Annuitätendarlehen raus für solche "Occasionen". Denn die Immo-Preise dieser Region sinken weiter im Blindflug, Häuser stehen bereits leer, manche vergammeln bereits. Die jungen Ehrgeizigen ziehen seit den 70ern weg. . Will sagen auf die platte Art nach Ford: Autos können keine Autos kaufen. Jeder Arbeiter bei Ford (der war ein kühler Rechner, kein Altruist) musste mindestens so viel Geld verdient haben, auch das Auto erwerben zu können, das er baut. . Diese Weisheit alter schlauer Patrons, ihre Leute anständig zu bezahlen, für sie zu sorgen, bei ihnen stetige Binnenachfrage zu ermöglichen, ist längst vergessen. Für Neoliberale sogar bekämpfenswert. Denen gilt, dass der Staat (dem sie eigentlich sonst bei jeder Gelegenheit übel nachreden), die sozialen Härten aufzufangen hat. Sehr scheinheilig. Nennt man Sozialisierung der Verluste. . . Feuchte LOHA-Regionalträume bringen nichts. Ihre Schwäche: Funktionieren anscheinend nicht mehr, wenn die Leute in der Region kein Geld mehr haben für irgendeine nachhaltige Anschaffung. Also hat das Zauberwort nachhaltiges Wirtschaften seine klaren Grenzen: Wenn keiner mehr was kaufen kann. Is auch nix mit Luxus-LOHA. Müssen sich die Leute autark selbst versorgen. . Subsistenz: Klingt nach ganz toller Superidee. Ich finde, sie ist ziemlicher Mist. Der autarke Selbstversorger braucht gar keine Gemeinschaft mehr. Er wird in der Folge auch irgendwann nicht mehr einsehen, dass er Abgaben für Wasserzuleitung und Strom braucht. So eine Region wird entgültig verelenden, die Stukturen werden kaputt gehen, es wird kein Gemeinschaftsdenken mehr geben, keiner schickt mehr seine Kinder zur Schule, jeder unterrichtet selbst. Diese Art Eigenfeudalität ist eine Rückkehr in die Steinzeit mit schlecht geschnittenen Lederlappen an den Füßen.

Und ich habe ueberhaupt keinen...

Und ich habe ueberhaupt keinen Schreibtisch. . (Marmeladenglas weg schieben-Akten auf den Tisch.)

0 donalphonso 14.05.2012, 10:52 Uhr

Die strukturellen Probleme...

Die strukturellen Probleme haben sich natürlich - wie bei der gesamten Krise - nicht erst seit gestern entwickelt. Da gibt es eine Vorgeschichte und Fehler, die früher gemacht wurden, die aber zu jenen Zeiten durch Käufer aus der italienischen Mittelschicht kompensiert wurden. Diese Käufer trifft die Krise jetzt besonders hart. . Und jetzt kann man natürlich darüber reden, was das Kernproblem ist und wie die Schuld verteilt werden sollte: In Cerea aber sieht es übel aus, die Geschäfte und Firmen schliessen, die Menschen sind ohne Arbeit, und es gibt dort keine Alternativen. Weil eben die bisherigen Käufer, brutal gesagt, ökonomisch abgehängt werden. Für die Armen ist es zu teuer, die Reichen gehen in andere Geschäfte, die Mittelschicht ist voll von den Sparbemühungen betroffen. . Wer Alternativen weiss, darf sie gern vortragen.

0 donalphonso 14.05.2012, 10:54 Uhr

Ach so, und zum sparen: es ist...

Ach so, und zum sparen: es ist ein Unterschied, ob ich Geld beiseite lege, oder Geld beiseite gelegt wird, um es für die Finanzmärkte zu verwenden. Ich kaufe vielleicht in Cerea, der Hedgefondsmanager aber sicher nicht.

0 Duke Nukem 14.05.2012, 10:57 Uhr

Liest man die Kommentare, wird...

Liest man die Kommentare, wird deutlich, bei den Stützen geht es langsam ans Eingemachte. Die Jammerei schaukelt sich so langsam neuen Höhen entgegen. Da kann nur noch der Sozialismus helfen. NRW macht vor wie es geht.

0 hans günther 14.05.2012, 11:08 Uhr

schon interessant, wie viele...

schon interessant, wie viele hier auf bezahlen von schulden pochen (warum eigentlich, ist das ein naturgesetz?), ohne von der habenseite zu reden. den die schulden der einen sind die forderungen der anderen. in zahlen: in deutschland stehen 8000 milliarden privateigentum (inkl. immobilien) 2000 milliarden staatsschulden gegenüber, davon konzentrieren sich 2/3 bei den reichsten 10% der bevölkerung. vielleicht hat der staat (genauer, die regierenden parteien) zu wenig steueren erhoben, bzw. steuern gesenkt, besonders bei den reichsten 10%, und dies wurde u.a. durch pump ausgeglichen? könnte man mal drüber nachdenken. und vielleicht dient das ja den interessen einer minderheit. dazu ein zitat aus diesem artikel http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83865235.html: Dringend, schrieb in den neunziger Jahren so ein mehr in Wirtschaftskreisen bekannter Experte, müsse der Staat an Macht verlieren. Dagegen sei Widerstand zu erwarten. Zu lösen sei das Problem, indem man beispielsweise Steuern senke. Man brauche "das Diktat der leeren Kassen". Man brauche "ein Defizit, das als anstößig gilt". So könne man den Staat beschneiden. Ganz unverblümt steht es da: Nicht aus Notwendigkeit solle der Staat machtloser und ärmer werden, sondern aus Prinzip. Der das schrieb, war kein Exot. Es war Herbert Giersch, ein vor anderthalb Jahren in hohem Alter verstorbener Wissenschaftler, der jahrzehntelang als "Doyen der deutschen Volkswirtschaft" galt. Er war Regierungsberater, Gründungsmitglied der "Fünf Wirtschaftsweisen", Direktor des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, prägender Lehrbuchschreiber und Ausbilder mehrerer Generationen von Ökonomen, die heute in Banken, Verbänden, Unternehmen zu finden sind. der staat als feind, aber nicht der jedermänner und -frauen wie wir, sondern der grosseigentümer. weniger staat können sich nur reiche leisten. überhaupt der staat, der in den kommentaren oft genannt wird. wer ist das? wieso eigentlich der staat? da stehen reale menschen und interessen dahinter. der staat, gerade in einer demokratie, steht für die gemeinschaft. das wird oft vergessen, und die bürger sind in der pflicht, vertreter zu wählen oder selber welche zu werden, die nicht nur den interessen einiger dienen. also mal an die eigene mase gefasst, und nicht immer irgendwen für die misere verantwortlich machen, sondern aktiv werden.

Jetzt weiß ich, warum in...

Jetzt weiß ich, warum in Deutschland der Spruch: "am Deutschen Wesen soll die Welt genesen" immer noch seine Gültigkeit hat. Das Problem ist, dass viele in Deutschland das glauben. Die wirklichen Ursachen werden verdreht, und grundsätzlich sind immer die anderen Schuld. Richtig ist, Deutschland wollte nur deshalb eine Währungsunion, um noch mehr ohne Währungschwankungen Exportieren zu können. Alles andere war Deutschland egal. Das Deutschland mit seiner Lohndumping und Subventions Poltik nicht Opfer sonder Täter ist, wird ignoriert. Deutschland hat mit dieser Politik, die Wettbewerbsfähigkeit anderer Länder massiv untergraben. Früher hätten die Länder abgewertet, jetzt geht dies nicht mehr und sind somit dem Spardikatat schutzlos ausgeliefert. Solange die Finanzmärkte nicht massiv reguliert werden, können sich die Menschen zu "Tode" sparen, das Geld verpufft in den Steueroasen dieser Welt. Da viele in Deutschland immer noch glauben ja sogar überzeugt sind, die anderen sind Schuld, wird dieses Diktat immer weiter betrieben, bis Deutschland selber betroffen ist. Viele Deutschen offensichtlich können oder wollen nicht begreifen, dass man nicht wie die sog. schwäbische Hausfrau sparen kann, wenn man keine Einnahmen hat. Dann kann man nur an der Substanz sparen, was mit Sicherheit nicht zielführend ist. Wie viel Millionen Hungernde muss es noch geben, bevor man erkannt hat, dass man sich irrt?

Don, die Finanzbranche mit...

Don, die Finanzbranche mit ihren Gierfonds, alles hat eindeutig zur Verschärfung beigetragen, da gebe ich Recht. Die neoliberale Angebotstheorie, der gehuldigt wurde, ebenfalls. Genügend Leute haben jedoch vor dieser Art des hysterischen Dumm-Wirtschaftens und des BilligKonsums gewarnt. . Ich würde sagen, das Kind, der ehemals kaufkräftige Mittelstand, der dort einkaufte, ist in den Brunnen gefallen. . Er knausert seit längerem. Nicht immer nur aus Daffke und Giergeiz, oft kann er einfach nicht mehr. Er fürchtet Entlassungen und hält eisern zusammen, was er hat. Und: Viele haben schon alles. Schöne alte Schränke, Möbel für ihre Bücher. Ihre Wohnung ist vollgestopft. Müssen kaum mehr etwas neu anschaffen. Nicht jeder ist so ein begeisterter Sammler wie der Don, weil er nicht zig Wohnungen hat, wo er all das nete Zeug hinstellen kann :-) . ["Zahlreich sind die Dinge, deren ich nicht - mehr - bedarf": Werde demnächst als elender, unbelehrbarer Mittelstands-Heinz, der indirekt für den Möbelniedergang in Oberfranken verantwortlich ist:-) in Frühlingslaune meine Wohnung sogar entmisten. Möbel und Bücher weg, nicht her. Also umgekehrter Konsum. Ich konsumiere gern: viel Platz. (Es wird Ehe-Ärger geben, überall konsequent zu entrümpeln, denn mein lieber Angetrauter mag es gern vollgestopft. Klüger, dass ich nur meinen Bereich entrümple und über seinen dezent drüberbalanciere. :-). )]

0 donalphonso 14.05.2012, 11:20 Uhr

Noch eine kleine...

Noch eine kleine Ergänzung: . http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/krisen-suizide-in-italien-ich-bin-pleite-deshalb-mache-ich-schluss-1.1356511

0 donalphonso 14.05.2012, 11:25 Uhr

Vroni, in Italien ist aber die...

Vroni, in Italien ist aber die Heltung, bei den eigenen Leuten zu kaufen (vulgo Binnenkonjunktur) sehr viel ausgeprägter als in Deutschland. Das Kundschaftsverhalten war ein anderes. Es gibt Läden, wo man noch und wieder anschreiben lassen kann, letzteres durchaus zu meinem Entsetzen auch in Orten, die auf den ersten Blick wirklich propper aussehen. Das geht solange gut, solange da noch kleine Reserven da sind. Und es reicht vielleicht noch für den Sprizz und das Familienfest, aber halt nicht mehr für die Möbel. Das Ergebnis ist halt, wie es ist. man kann lang darüber reden, aber das ändert nichts am Sachverhalt.

0 donalphonso 14.05.2012, 11:27 Uhr

Und mir ist schon klar, dass...

Und mir ist schon klar, dass man dafür gerade als Deutscher rational klingende Erklärungen sucht, die einen nicht dazu zwingen, das in Deutsch zu denken. Wäre schön, wenn es stimmen würde. Aber das muss sich noch zeigen.

0 donalphonso 14.05.2012, 11:28 Uhr

Ach so, und: ich habe rund 200...

Ach so, und: ich habe rund 200 Bilder aus dieser Region, die ähnlich aussehen. Und ich bin nur durchgefahren.

0 colorcraze 14.05.2012, 11:36 Uhr

@DA: Jetzt werden Sie mutig....

@DA: Jetzt werden Sie mutig. Die Träumerei vom schönen Fluchtort anderswo ist vergeblich. Und so wie von Ihnen bebildert, geht es eben der "gesellschaftsstützenden" oder "Zusammenhang und Alltagskultur schaffenden" Mittelklasse (zuerst am Mittelmeer, demnächst dann hier, denn diese Tendenzen weiten sich immer aus). Also eigentlich diejenigen, die seit jeher Urbanität und Staat - dauerhafte seßhafte Gemeinschaften über den häuslichen/BWLerischen Horizont hinaus - geschaffen haben. - Und abgedroschene 90er Jahre-Blubberblasenpläne recyceln wie "Sieche aufmotzen" oder "noch mehr Las Vegas" (versucht wohl gerade mal wieder einer den Spaniern anzudrehen) sorgen nicht mal mehr für kurzfristige "Erleichterung", sondern nur noch für Ekel.

Ach du lieber Mist. Sie...

Ach du lieber Mist. Sie sollten sich nicht depressiv umbringen, sondern aggressiv und selbstbewusst die Mario Montis von der Macht fegen. Wut nach außen statt Wut nach innen. Das sagt sich leicht. Aber Revolution haben die Italiener schon mit bei dem komischen Bungabunga-Heinz nicht geschafft. Den wählten die auch noch dauernd, ich kann es immer noch nicht fassen. . Lösungen? Fail. Die Deutschen hingegen konnten noch nie Revolution und wählten ebenfalls dauernd dieses Elend im Hosenanzug. Wir Oberlehrer dürfen eigentlich gar keine Ratschläge geben. Mein Blick geht nach Frankreich. Liberté, égalitée ... . Kann es kaum erwarten, 2013 die Merkel und andere sauber abrauchen zu sehen. Bin in Stimmung. Mein Wählstift ist schon länger zugespitzt, geölt und geschmiert. Mehr kann man nicht tun. (Naja, vielleicht noch in der strammen CSU- Verwandtschaft rumätzen und dort rausfliegen. Viel mehr Möglichkeiten habe ich nicht. Außer Revolution. Grüße aus dem roten Widerstandsnest im Glockenbach.

0 diktionaftis 14.05.2012, 11:47 Uhr

Schon mal zum Vorbereiten,...

Schon mal zum Vorbereiten, wenn es einen dann mal persönlich trifft: . http://berlinfolgen.2470media.eu/chapter-detail.97.de.html?tfs[chapterId]=44&tfs[projectId]=11

DANKE!!! auch für die klaren...

DANKE!!! auch für die klaren Worte über diesen grotesk beliebten Möbelriesen, der hauptsächlich in China fertigen lässt. Der Neoliberale ist der Barbar von heute.

0 Sophokles 14.05.2012, 11:56 Uhr

ich habe rund 200 Bilder aus...

ich habe rund 200 Bilder aus dieser Region, die ähnlich aussehen. Und ich bin nur durchgefahren. . Ja, Digitalkameras können die Hölle sein.

Um sich einen...

Um sich einen satirisch-emotionalen, ätzenden Überblick zu verschaffen, wenn man als Unwissender keine Zeit hat (oder kein Geld), selbst jetzt nach Italien zu gehen, kann ich einen kleinen Film empfehlen: Tutta la vita davanti (Das ganze Leben liegt noch vor dir.) . Hab den gestern angeguckt. Ist zwar noch unter der Berlussoni-Schlussakkord entstanden. Hab aber noch keinen solch heftigen Film gesehen. Ging in die Richtung von "Das-Leben-ist-schön"-Benigni. Philosophie-Magna cum Laude-Absolventin verdingt sich mangels Jobs in einem neoliberalen Hire&Fire-Orwell'schen Callcenterladen in Norditalien. Verkauft Dummzeuch. Mutter in Palermo darf von nichts wissen. Am Schluss ist der Boss tot, die Oberlady Marke "Snake in Furs" kommt in den Knast, alle sind arbeitslos. Keiner weiß wie es weitergeht. Ich glaub nicht, dass das wirklich Satire ist. Oh Mann. Hab hinterher fast einen Schnaps gebraucht. Ein Glück, dass ich Schnaps nicht mag. Schütt den nur immer in die Sauce.

0 diktionaftis 14.05.2012, 11:58 Uhr

sorry, obiger Link scheint...

sorry, obiger Link scheint nicht zielführend zu sein. Daher so: . http://berlinfolgen.2470media.eu . ... und dann #15 / Der Obdachlose suchen.

Kann ich bestätigen, Don....

Kann ich bestätigen, Don. Habe Info aus Kundenkreisen, dass Italiener ganz miese Auftraggeber sind: sie zahlen nicht. Wer es sich leisten kann, bietet ihnen seine Dienste erst gar nicht an, zuviel Stress.

0 diktionaftis 14.05.2012, 12:05 Uhr

Am Rande bemerkt: Irgendwie...

Am Rande bemerkt: Irgendwie witzig ist ja auch, dass IKEA hier rechts seine Möbel bewirbt. Harr.

0 hansgeier333 14.05.2012, 12:05 Uhr

Sollen sich die Ithakalier...

Sollen sich die Ithakalier doch wieder bücken und Reis anbauen. Und als Cerealien verkaufen. Wenn nicht schon ein anderer das Urheberrecht daran hat...

Quelle Deutschlandfunk,...

Quelle Deutschlandfunk, aktuell über die Lombardei - zwischen Mailand und Verona: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wirtschaftundgesellschaft/1754935/ "Lieber tot als bankrott"

hansgeier333, das war sehr...

hansgeier333, das war sehr geschmacklos. Und Ithaka ..., gehts noch?

0 E.R. Binvonhier 14.05.2012, 12:48 Uhr

D.A. 12:54, Sie legen Ihr Geld...

D.A. 12:54, Sie legen Ihr Geld unters Kopfkissen? ts,ts

0 diktionaftis 14.05.2012, 12:48 Uhr

Scacciacrisi - cacciamo questi...

Scacciacrisi - cacciamo questi bastardi in un bel pasticcio di riso!

0 hansgeier333 14.05.2012, 12:50 Uhr

Seit der Name der Rose kennen...

Seit der Name der Rose kennen wir doch die Urheber des dolce vita: die Dolcinianer. Schon vor Shakespeares viertem Heinrich hatten sie die rettende Idee: Let´s kill all the lawyers. Let´s do it tonight (zitiert nach den Eagles, Get over it).

0 donalphonso 14.05.2012, 13:01 Uhr

Nein, ich investiere es in...

Nein, ich investiere es in mein Leben.

0 E.R. Binvonhier 14.05.2012, 13:22 Uhr

D.A. In Leben zu investieren...

D.A. In Leben zu investieren ist leider aus der Mode gekommen.

0 E.R. Binvonhier 14.05.2012, 13:26 Uhr

Sie verstehen... die...

Sie verstehen... die Sachzwänge... läßt sich nicht ändern.

0 HansMeier555 14.05.2012, 14:10 Uhr

Versteh nix von...

Versteh nix von Wirtschaft. . Aber nach meinem Eindruck entsteht öffentlicher Wohlstand durch den Willen, ihn zu erwerben, und durch die Weigerung, mit wenig zufrieden zu sein. Nur so kann ich mir die Armut in Osteuropa erklären: Dort hält man es halt für normal, dass die Straße überwiegend aus Schlaglöchern besteht. Das ist dort einfach kein Grund, es ordentlich zu reparieren: Geht ja so auch. Dabei wären Geld und Fähigkeit potentiell schon vorhanden. Aber wozu sich die Mühe machen? Die sollen halt ein bissel langsamer fahren und besser aufpassen. Irgendwie geht es auch ohne Investitionen und wer Hunger hat ist zu faul zum Kartoffeln pflanzen. Ansonsten kann man immer noch Metallschrott sammeln.

0 E.R. Binvonhier 14.05.2012, 14:15 Uhr

@ Vroni, wie war das nochmal...

@ Vroni, wie war das nochmal mit den bair. Anarchisten? Sagt der Häuptling: Na gut, wenn jetzt alle Revolution wollen, machen wir halt eine.

0 homo bulla 14.05.2012, 14:26 Uhr

Ist es nicht alles nur eine...

Ist es nicht alles nur eine Frage der ästhetischen Präferenzen? Es fehlt doch eigentlich nur etwas Patina und eine Prise Sentiment: . http://www.fflch.usp.br/dh/heros/cursos/polis/ideiasroma_arquivos/RomaPaniniWga.jpg

0 E.R. Binvonhier 14.05.2012, 14:31 Uhr

P.S. Vroni, Werbebanner auf...

P.S. Vroni, Werbebanner auf SPON: Blöd wer da nicht zuschlägt.

Amerikanische Exporteure...

Amerikanische Exporteure können einen schwachen Dollar gut brauchen. Vor ca. 30 (?) Jahren konnte man mit einem Dollar fast CHF3.-- kaufen. Heute ist der USD nur CHF 0,91 (d.h. 91 Rappen) wert. Da der Preis vieler Rohstoffe sowie Oel und Metalle in USD berechnet sind ist für die US Wirtschaft sehr vorteilhaft.

Re Frau Merkel und sparen. ...

Re Frau Merkel und sparen. Ich habe in meinem Notizbuch 2010 folgendes geschrieben "Merkel's declared strategy post-crisis in the Eurozone for Germany is growth-friendly debt reduction". Nun will sie offenbar damit anfangen?

Italiens Schuldenberg ist ein...

Italiens Schuldenberg ist ein Problem, doch die Mafia nimmt jedes Jahr €100 Milliarden aus der I-Wirtschaft. Sonst wäre Italien wirtschaftlich hervorragend positioniert, oder?

fionn, schätze, die Mafia...

fionn, schätze, die Mafia nimmt nicht nur, sie tut auch Investitions-Geld rein. Allein das rausgenommene Geld zu zählen, wird nicht ganz korrekt sein.

0 Marcus von BentheimBurg 14.05.2012, 17:35 Uhr

UNsere Niederlassung in...

UNsere Niederlassung in Schwerin meldet, dass am Graben der Vorburg zwei ältere Männer saufen und singen. Sie behaupten, filou und HansMeier555 zu heißen und wollen nicht gestört werden. Kann jemand die beiden einsammeln und ausnüchtern? Ich fürchte das Schlimmste - um den Schloßgraben!

0 waskostetdiewelt 14.05.2012, 18:17 Uhr

@HM555, 14. Mai 2012,...

@HM555, 14. Mai 2012, 11:42 Nein! Eilig reich mit deutschen Produkten.

0 HansMeier555 14.05.2012, 18:22 Uhr

Ja, und ausserdem schafft die...

Ja, und ausserdem schafft die Mafia Arbeitsplätze. Und trägt das Risiko. Wenn die ganzen Mafiosi mit all ihrem Geld, ihrer Erfahrung, ihrer "can-do-mentalität" einfach nach China, Brasilien, Mexiko oder Kalifornien abhauen würden, dann würden die Italiener blöd aus der Wäsche schauen. Dann wär nix mehr mit Trickle-down.

0 waskostetdiewelt 14.05.2012, 18:30 Uhr

@Vroni 19:24 Wenn nichts...

@Vroni 19:24 Wenn nichts da ist haben die außer Granit (wenn der sich mal nicht als Sandcompound herausstellen sollte) auch nichts zu beißen. Die japanischen Berufskollegen wurden schon beim Bezug von Sozialleistungen erwischt, obwohl das für diese Gruppe ausdrücklich untersagt ist.

HansMeier555, sie sind...

HansMeier555, sie sind überall. Wenn die Mafiosis weggingen, vermute ich, wäre Italien entvölkert. Ein paar unbelehrbare Südtiroler könnten noch da sein und der Papst.

0 Der Tiger 14.05.2012, 19:02 Uhr

@Don (12:52) – Mit der...

@Don (12:52) – Mit der Frage, was man machen kann, beschäftige ich mich schon seit langem. Was die Möbelgeschäfte betrifft, bin ich mir aber nicht sicher, in wieweit es sich um ein überholtes Geschäftsmodell handelt, dass sowieso ausgelaufen wäre, was durch die Krise nur beschleunigt wurde. . Was das populäre IKEA betrifft, sind die Möbel nicht nur billig, sondern die Geschäftsidee entspricht auch den Bedürfnissen junger Familien. In unserem Haus gibt es viele IKEA Möbel. Sie stammen aus der Zeit als die Tigerbabys jung waren. Das war auch die Zeit, in der wir die meisten Möbel kauften. Wir hatten genügend Geld, aber keine Zeit (die meisten Paare in der Lebensphase haben nicht nur keine Zeit sondern auch wenig Geld). Wenn wir einen Schrank für das Nannyzimmer brauchten, oder noch ein paar Regale für unsere Bücher, oder einen Tisch für die Kleinen, fuhren wir alle zusammen zu IKEA. Die waren nicht sehr kinderfreundlich, sondern auch sonntags offen. . In der Zeit haben wir auch ein edles Möbelstück gekauft, ein Teaksofa mit lederbezogenem Polster aus Dänemark. Es hat ein kleineres Vermögen gekostete. Darauf bestand ich, weil ich wusste, dass ich das biedermeierne von meiner Mutter sicher nicht erben würde. Das entsprechende Geschäft war weder sonntags offen, noch kinderfreundlich (Verständlicherweise, die Geschäftsführung wollte nicht dass 2 jährige auf ihren teueren Sofas herumhopsen). . Heute habe ich Zeit und könnte viel Zeit darauf verwenden, etwas Chices zu kaufen. Aber dann müssten wir die alten Möbel wegwerfen. Ein guter Freund von mir hat es einmal auf den Punkt gebracht: ‘Das Dumme ist, man muss Möbel kaufen, wenn man weder Zeit noch viel Geld hat. Die aber halten dann doch ewig, zumindest so lange wie wir leben und wir müssen uns mit den hässlichen billigen Dingern für immer abfinden.’

Die Entwicklung hat in Italien...

Die Entwicklung hat in Italien ein wenig später eingesetzt, aber seit einigen Jahren ist es wie überall in Westeuropa: das Gros der Konsumenten will keine lokal produzierten, qualitativ vernünftigen Produkte mehr. Jedenfalls nicht zum Preis, den die Produzenten und Händler für diese verlangen müssen, wenn sie überleben wollen. Das Gros der Konsumenten ist "doch nicht blöd" und will möglichst oft möglichst viel möglichst billig und sucht es im Discounter. Die gab's in Italien vor 10 Jahren allenfalls in Großstädten. Mittlerweile findet man sie im Norden überall. Seit einiger Zeit gibt es in Italien auch Gebrauchtwaren- und Antiquitäten-Märkte, aber von denen haben die heute lebenden Handwerker nichts. Sie müssen schließen, und ihren Kollegen aus dem Lebensmittelhandel geht es ebenso. Von den zwei Brötchen und dem Kanten Käse, die sich diejenigen leisten, die nicht zum Supermarkt fahren können, überlebt kein lokaler Lebensmittelhändler. Und so erhält der Konsument, was er offenbar wünscht: eine Einheitswüste aus Schrottangeboten. Dass er sich damit die eigenen Füße amputiert, merkt er erst zu spät. Auch das ist in Italien nicht anders als anderswo.

J.P. Morgan hat mal wieder ein...

J.P. Morgan hat mal wieder ein paar Milliarden Dollar versenkt. Ups, kann ja beim Zocken mal passieren. Die Regierungen falle als Regulativ aus, also wird sich dieser abgeschottete Finanzmarkt weiter im Sinne eines Selbstbedienungsladen ohne Kasse gebärden. Heute Griechenland, Italien , Spanien und morgen eben ein anderes Land. Das ist die Realität im 21. Jahrhundert.

0 HansMeier555 14.05.2012, 19:51 Uhr

Schon wieder...

Schon wieder Technokraten. . Langsam wird es wirklich Zeit, das Volk leerzuverkaufen und stattdessen Optionen auf human ressources zu ordern.

..den einzig konkreten...

..den einzig konkreten Ansatzpunkt für mich eine helfende Idee zu formulieren, ist der Umstand, dass es in Wiesbaden ebenfalls einen sterbenden Stadtteil gab. Ursache war u.a. die Zerschlagung der Kalle/höchst-Werke. Eine Folge waren viele Geschäftsschliessungen, Verelendung der Wohnlandschaft , Wegzug usw.. Es wurde ein Kulturhilfsfond(Geld)/Programm entwickelt. Kunst sollte angesiedelt werden. Um die Kunst und einige Plätze sollten kulturelle Inseln entstehen. (was genau ´draus geworden ist , weiss ich nicht) .. .zum Text: .Die schlimmen Fotos aus dem Norden, habe ich zunächst nicht so extrem bewertet. Normalerweis fahre ich in den armen Süden, jedoch hat dort die Armut ein anderes Gesicht; vermischt sich mit Schlichtheit ..usw... In der neapolit. Gegend das morbide, hervorgerufen auch durch Naturkatastrophen.. L´Aquilar, die Molise, da war nie viel. Kleine Landwirtschaft, hier und dort´mal ein florierendes Städtchen. Wann ist in Sulmona Saison(bspw.)?? Die Armut, selbst in den kleinen südlichen Orten am Meer>manche Ortsteile. Was soll man tun? Man fährt eben hin, isst dort, trinkt Capuccino, versucht sich zu verständigen. Und denkt an die eigene materielle Unvollkommenheit(hiermit ist kein slum -tourismus gemeint!) Vor zwei Jahren hat es mich mal in den Norden verschlagen, Piemont, Toreno usw. Lugano etwa 500 km mit dem Rad. Die Kontakte mit der Bevölkerung waren anders. Ich glaube, sie waren gar nicht (Ausnahmen!)da. Wenn ich den Gedanken weiterspinne, weshalb sollte der normale Toscana -Reisende die Orte meiner Reisen aufsuchen. Wie sollte ich mich mit den strukturellen Problemen der oben genannten .......identifizieren? Es sollte eine Zielgruppe geben... D.h. irgendjemand muss betroffen sein. Über die Mafia sprach man und ohne aufgesetzt zu wirken, wenn ich meine Ital. Gesprächspartner richtig verstanden habe, sind obige Lokalitäten, also Orte ohne familiäre Bande oder gewachsene Strukturen für die ein gefundenes Fressen.

@Don: Die Überschrift...

@Don: Die Überschrift enthält leider eine Falschaussage: Italien spart nicht, es nimmt nur weniger neue (!) Schulden auf als bisher. --- @Holly01: Eine Denkschule, die seit 70 Jahren bestehende Bündnisse zerstört. Und damit schon vor 50 Jahren angefangen hat, denn seitdem attestieren Sie Staaten ja einen stetigen Vermögensrückgang. Könnten Sie versuchen, Ihre Argumentation wenigstens in sich konsistent zu machen? --- @Muscat - Damen und Herren Halsabschneider mitsamt ihrem Lobbyistenpack: Ratten und Schmeissfliegen waren offenbar die Worte, die Sie suchten ... --- @hans günther - Reiche steuerlich zu sehr begünstigt: Natürlich. Und das kann man auch wieder korrigieren, dafür sind Demokratien die beste denkbare Regierungsform. Die Korrekturen kündigen sich doch schon länger an und werden mehrheitfähig. --- @(Fast) Alle: Dieses Blog wäre gut für eine schöne Soziologenstudie zum Herdenverhalten. In den neunzigern liefen Hinz und Kunz hinter dem Henkel her, nur weil der Mal IBM Deutschland geführt hat. In 2007 liefen hunderttausende in Deutschland zu einer isländischen Bank, weil die 1% mehr Zinsen versprach, als die Konkurrenz, darunter nur sehr wenige wirklich Vermögende ... Und in 2009 (!) bekam eine Partei, deren Programm nichts enthielt, als das Versprechen auf "mehr netto vom brutto" 15% der Wählerstimmen. Jetzt treibt man die neueste Sau durch´s Dorf, die "Ratten und Schmeissfliegen", im Kollektiv ist es eben doch am wärmsten ... Das Kollektiv ist sich gerade einig, dass eine Saatsquote von 46% in Deutschland neoliberal ist und dringendst erhöht werden muss, Papa Staat weiss es ja am besten. Nur dass Papa Staat sowohl am Anfang der Ursachenkette der Finanzkrise 2008 als auch am Anfang der Ursachenkette der Schuldenkrise 2010 steht. Weshalb, halten zu Gnaden, mir das Rezept "mehr Staat" nicht wirklich einleuchtet. Gruss, Thorsten Haupts

0 E.R. Binvonhier 14.05.2012, 21:28 Uhr

@HansMeier 16:10 Sie verstehen...

@HansMeier 16:10 Sie verstehen nichts von Wirtschaft? Niemand tut das. . Alle, auch die Wirtschaftsnobelpreisträger, halten nur das was sie verstehen für Wirtschaft. . Sind wohl eher sehr menschliche Mentalitätsszenarien ; nur das ist aufschlussreich. . Da liegt Kommentator Savall richtig, wenn er sich an die Literatur hält, selbst wenn die Verwissenschaftlichung da zu kurz kommt.

0 Duke Nukem 14.05.2012, 21:30 Uhr

Im Club Med wird jetzt schon...

Im Club Med wird jetzt schon seit Wochen brutal gespart. So langsam müsste die Schulden-Krise doch überwunden sein, oder?

0 Duke Nukem 14.05.2012, 21:30 Uhr

Man sollte endlich viel mehr...

Man sollte endlich viel mehr Geld ausgeben und weniger Schulden machen!

0 donna laura 14.05.2012, 21:47 Uhr

lieber Stefan von Zollern-Alb,...

lieber Stefan von Zollern-Alb, beim möbelquartett kann meine parvität einigermassen mithalten - und vielleicht sogar ein klein wenig toppen. wir haben hier im zweiten kellergeschoss noch recht strapazierfähige "historische sitzmöbel" mit recht interessanten bezügen - die specialmarke so nicht nachgebaut haben dürfte, da er sehr viel hätte nageln müssen -, die freilich nur noch fakire und recht schräge subjekte faszinieren dürften. . diese stabilen möbel sind übrigens voll funktionsfähig, liebe muscat. vielleicht setzen sie mal einen aufs töpfchen. tun sie sich keinen zwang an. . allerdings steht schwer zu vermuten, dass diese möbel woanders auch heute noch angefertigt werden und zum einsatz kommen. sie sind bei den nutzern allerdings nicht sonderlich beliebt und stammen allerdings nicht von ikea, auch wenn die ergebnisse zuweilen angeblich ähnliche züge annehmen sollten, vermeldete der lokale orthopäde, aber auch der ophthalmologe. starck sei da aber auch nicht schlecht als abm für ersteren. . lieber Marcus von BentheimBurg, das ist völlig unmöglich. zumindest Filou treibt sich ab und ab eher in unserer gegend herum - meine laufenten haben ihn bereits schätzen gelernt: immer ein gutes wort und ein altes brötchen.

0 E.R. Binvonhier 14.05.2012, 21:51 Uhr

Oh, Halt, Stop: Dürrenmatt -...

Oh, Halt, Stop: Dürrenmatt - 'Die Physiker - will ich nicht unterschlagen.

0 donna laura 14.05.2012, 22:00 Uhr

liebe E.R. Binvonhier, die...

liebe E.R. Binvonhier, die annahme von einer reinen wissenschaft ist ein sauberer trugschluss. . mir persönlich bereitet ein gespräch mit eingefleischten naturwissenschaftlern einen heidenspass. in sekunden liegen sie auf dem rücken wie griechische landschildkröten und röcheln von beweisbarkeit im gegensatz zur geisteswissenschaft. bei der prämissendiskussion ist meist ein grosses scheitern. freude schöner götterfunken!

0 E.R. Binvonhier 14.05.2012, 22:16 Uhr

"Man sollte endlich viel mehr...

"Man sollte endlich viel mehr Geld ausgeben und weniger Schulden machen!" @Duke Nukem, wären Sie überrascht, wenn das klappt?

0 tylerdurdenvolland 14.05.2012, 23:25 Uhr

Werter Don…. Da haben sie...

Werter Don…. Da haben sie nun mit ihrem Blog dem Klassenfeind Munition geliefert! Ausgerechnet die Nachdenkseiten vom 14.5. verweisen auf ihren Blog zu Cerea. http://www.nachdenkseiten.de/?p=13217#more-13217 Die NDS sind ein seit einigen Jahren das einzige Medium von einiger Bedeutung, das unmissverständlich auf die permanente Zensur zum Zwecke von Manuipulation und Meinungsbildung durch unsere samt und sonders gleichgeschalteten Medien hinweist, und dies auch täglich mit sehr vielen Beispielen belegt. Sie werden nun in Kreisen populär werden die ihnen gesellschaftlich etwas ferner stehen als die reaktionären ThorHa & Co dieser Welt, ob man sie in Chefetagen der FAZ weiter für akzeptabel hält, wissen sie hoffentlich besser als ich….. Wenn man sie in den nächsten Tagen also mal in die Chefetage zitiert, wissen sie jetzt wenigstens schon mal worum es gehen wird.

0 tylerdurdenvolland 14.05.2012, 23:28 Uhr

@ donna Laura Schiller ist...

@ donna Laura Schiller ist derzeit out, seit einigen Monaten heisst der grosse Lacher "Freude schönes Gottesteilchen"

@ ThorHa14. Mai 2012, 23:07...

@ ThorHa14. Mai 2012, 23:07 : Nett zusammengefasst, nicht bösartig aber begabt. Der Staat, ist das was wir als staatstragend oder als staatslenkend betrachten. Gemeinhin sind das Politiker, die als Spitzenpolitiker gehandelt werden und mit dem Volk so viel zu tun haben wie Spitzenbanker mit Sparern, nix. Das Volk ist nur der Balast, welcher mitgeschleppt wird (denken diese Herrschaften). Stark verinfacht geht das so : amerikanische Wirtschaftsschule : Wirtschaften bedeutet Schulden machen. Man nimmt eine Sicherheit und bewertet diese. Nun gibt die Bank einen Kredit der mit der Sicherheit verbürgt ist. Das Geld, welches als Kreditsumme im Vertrag erscheint gab es vorher nicht. Die Bank hat er gerade erschaffen, man nennt das schöpfen. Nach amerikanischer Wirtschaftsschule ist das ein neutraler Vorgang, denn Schuld und Geld sind im Einklang. Jedes Geld hat eine Sicherheit, aber jede Sicherheit ist auch mit einer Schuld hinterlegt. Nun haben wir aber auch Spareinlagen. Dise Spareinlagen werden als (man beachte die feine Ironie) Eigenkapital der Banken betrachtet. Jede Bank ist so gut wie ihre Kunden. Auch das ist ergebnissneutral, also für einen amerikanischen Ökonom irrelevant. Die Banken geben also ein Stückchen Papier gegen eine reale Sicherheit. Vorprogrammiert ist damit eine Sicherheitenkrise. Die Banken benutzen die Zahlungsversprechen (Kreditraten) und die Sicherheiten (reale Sicherheiten) und betreiben damit Handel. Da es sich um Kapitalersatz handelt spricht man vom Derivatehandel, zu dem natürlich noch hunderte andere Faktoren gehören, meist geht es um Vorhersage und Zeitfaktor. Der Staat ist dabei ein Störfaktor. Staatsquote bedeutet einschränkung des Marktes und der Markt hat immer Recht, da ja nur der Markt die Steigerung des Zugewinns einschätzen und fördern kann. Es MUSS immer ein Wachstum da sein. Denn nur das Wachstum generiert den Zins. Leider hat dieses System dazu geführt, dass den rund 100-120 Billionen realer Werte weltweit ein Derivat-/Finanzemarkt von etwa 8-10 facher Größe gegenübersteht. Das Ergebniss dieses Wahns von Schulden -> Geldschöpfung -> rechnerischem Wertzuwachs (Inflation) -> neue Schulden hat dazu geführt, dass man mit einem Teil Geld die Zinsen von 8-10 Teilen Geld erwirtschaften muss. Ohne Zinsversprechen und Einhaltung der Zinszahlung würde die Sicherheit fällig, und das bedeutet schlappe 80% der Forderungen stehen im Regen. Das alles ist nach amerikanscher Ökonomenmeinung unwichtig. Es hat nichts mit dem Wirtschaftskreislauf zu tun. Geldmenge ? egal Geldquelle, also Herkunft ? auch egal Mit der Aufgabe des Golsstandarts haftet eine Wit´rtschaft nicht mehr mit einem gelben (wirtschaftlich nicht relevanten) Metall, sondern mit allen realen Vermögen die es in der Gesllschaft gibt. Eine Ökonomie wird umfassend und komplett gepfändet, wenn die Sicherheiten fällig werden. Es gibt nur keine ausreichenden Sicherheiten. Sparen ist in diesem System nicht vorgesehen. Der Staat, d.h. die Politik muss den Schuldzins erbringen, wenn die Wirtschaft nicht dazu fähig ist. Die Schuldzinsen erdrossen aber die reale Wirtschaft. Denn der Staat kann ja nur dort Steuern erheben, wo reale Werte sind : Arbeit und Herstellung. Arbeit lohnt nicht mehr. Herstellung weicht an Orte mit niedrigeren Steuern aus. Um eine funktionierende Ilussion von Witschaftskreislauf zu erhalten wird die Inflation zwingend. Der Inflation steht (so wie im Moment) ein Moment gegenüber in dem die Kreditgeber die Zinsen nicht mehr tragen können und der Staat als Kreditnehmer mangels Bonität (Einnahmen) ausfällt. Praktisch alle OECD Staaten leiden unter Deindustrialisierung, Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung und einer Politik, welche keine Auswege sieht. Alles direkte Folgen der amerikanischen Wirtschaftssicht. Die Profiteure kaufen sich für wenige Milliarden die öffendliche Meinung, denn von der Schule über das Studium bis in das letzte Staatsamt, wirkt die amerikanische Sicht der Ökonomie. Ja das zerstört am Ende unsere demokratische Ordnung, die unserer Nachbarn und damit auch die Strukturen, die in Europa nach dem WKII aufgebaut wurden. Es ist lang geworden, aber Sie haben gefragt. Ich denke nicht das es viele lesen, aber ich fühle mich nach dem Schreiben besser :-) .

Ja, Oberfranken ist der Hort...

Ja, Oberfranken ist der Hort des Niedergangs der deutschen Polstermöbelindustrie - keine Verwandte dort @ DA? Regionen im Niedergang haben es allerorten schwer (und nicht im Übergang ... für die gezeigten Immobilien gibt es doch ohnehin keine neue Verwendung, denn bei solchen Ruinen wird man ja schon beim Anschauen depressiv - wie soll man darin arbeiten? Genauso wenig wie man in den zahlreichen Wohnruinen leben kann!). Ich frage mich nur, was mit den Beträgen aus den europäischen Strukturfonds passiert ist - da ist das Geld mal wieder in irgendwelchen Kanälen gelandet ... die Mafia gräbt sich selbst ihr Geld ab. Mal sehen, wann man merkt, dass dieses Geschäftskonzept nicht mehr funktioniert ....

0 Duke Nukem 15.05.2012, 01:30 Uhr

@E.R. Binvonhier Nein, denn...

@E.R. Binvonhier Nein, denn selbstverständlich wäre das möglich - guter Wille vorausgesetzt. . Das Schlüsselwort heißt Großzügigkeit. Nur Krämerseelen verleihen Geld, geben Kredite. Wahrer Adel macht Geschenke. Die Stützen Europas, beispielsweise der deutsche Staat (andere fallen mir gerade nicht ein), geben mehr Geld aus, kaufen U-Boote, Kampfpanzer, Oberklasselimousinen, Sportwagen, etc., und verschenken den Plunder an den Club Med, der sich dann nicht mehr so schrecklich verschulden muss. Hier steigt das BIP, die Menschen haben Arbeit, im Süden sinkt die Neuverschuldung, die Menschen haben keine Arbeit, brauchen sie aber auch nicht, sie bekommen ja alles geschenkt. Allen ist geholfen, alle sind glücklich - Deutsche, Griechen (nur als Beispiel), Ratingagenturen. . Das Beste daran: Der deutsche Staat kann es sich leisten. Die Zeche zahlt der Steuerzahler von morgen und übermorgen. Aber das ist ja auch gut so. Die momentan geradezu obzön niedrige Staatsquote wird dann endlich auf ein erträgliches Maß gehoben...auf 60% oder 66%, vielleicht auch auf 71% oder 82%. Man darf da nicht zu kleinlich denken. Jetzt mag der eine oder andere einwerfen, dass das so nicht geht, denn die zukünftigen Generationen sehen das vielleicht anders und haben gar keine Lust, soviel zu arbeiten, damit sich der Staat soviel Großzügigkeit hat leisten können, aber das ist zu kurz gedacht, denn in Zukunft muss ja niemand mehr arbeiten. Wir haben dann ein BGE, keiner muss mehr arbeiten, aber jeder darf kreativ sein. Ich habe mir schon überlegt, wie ich dann kreativ werde: Ich werde meinen Enkeln zeigen, wie sie am besten Hampelmänner basteln. Dazu brauche sie nur ein paar Meter Draht, ein paar Straßenlaternen und ein paar Hochverräter. Die Straßenlaternen haben dann sowieso keine andere Funktion mehr - bis dahin ist das Licht schon lange aus.

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 01:52 Uhr

Offenkundig ist, dass weniger...

Offenkundig ist, dass weniger Schulden machen, die Schulden explodieren lässt. Wenn ein Wirtschaftswissenschaftler das mal erklären könnte, wär das wirklich nett.

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 01:54 Uhr

...und unter welchen Vorgaben...

...und unter welchen Vorgaben dieser Fall eintritt.

0 tylerdurdenvolland 15.05.2012, 04:25 Uhr

@ Holly 01 Nicht, dass sie da...

@ Holly 01 Nicht, dass sie da gross unrecht haben, aber zu kurz gedacht ist es trotzdem. Denn das kapitalistische System, wie sie es ja recht anschaulich beschrieben haben, ist nun mal auch das System, das unser (materiell) reiches Leben ermöglicht hat. Ohne dieses System würden unsere Lebensumstände einigermassen trüb aussehen, und obwohl Anarchist, bin ich nicht gewillt ein Leben im „Wohlstand“ für ein wenig mehr „Gerechtigkeit“ aufzugeben. Und ich nehme an, die allermeisten anderen Menschen auch nicht. Als Zyniker ertrage ich diesen Widerspruch ohne Folgen. Was also ist es denn eigentlich was da schiefläuft? Wir haben, gerade 2008 für alle offensichtlich, Exzesse der Finanzwelt erlebt, die nun ungeheure Konsequenzen für viele haben. Aufgabe der Wähler in einer Demokratie ist es, eine Regierung an die Macht zu wählen, die solche Exzesse mit einer durchdachten Finanzpolitik verhindert und das Gemeinwohl aller als Ziel hat. Also, die Marktteilnehmer darin unterstützt ihre Profite zu maximieren, und eingreift, wenn die Folgen aus dem Ruder laufen. Dumpfes Mittelmass, wie Kohl, Schröder oder Merkel können das nicht nur nicht, sie können nicht mal verstehen, was das heisst. Was wäre passiert, wenn man die HRE einfach hätte Pleite gehen lassen? Alle Anleger, private oder institutionelle, wären wegen der Verluste gezwungen gewesen ihren Banken ab sofort auf die Finger zu sehen und bei Verdacht iher Einlagen abzuziehen. Statt dessen war das einzige, das die Anleger interessierte die versprochene Rendite. Sie ist das Einzige das ALLE, von Don Alphonso bis zum letzten HartzIV Bezieher interessiert. Die Verluste, die das Sterben der HRE nach sich gezogen hätte, wären ein Klacks gegen das, was jetzt stattfindet. Man muss sagen, dass die Regierungen seit Kohl 1980 eben genau diese Aufgabe nicht erfüllt, aber es war nun mal der Wähler, der sie in seinem Egoismus und seiner Habgier gewählt hat. Das Ganze ist übrigens noch lange nicht vorbei. Nach wie vor benutzen die Finanzmarkt Teilnehmer die bestehenden politischen Machtverhältnisse ERFOLGREICH dazu, ihre Verluste auf die Allgemeinheit, eben jene Wähler, abzuwälzen. Und sie wäre dumm, wenn sie es nicht täten, wenn die Bürger ihnen dies erlauben. Sogar Cicero, eine Zeitschrift die ganz bestimmt linker Umtriebe unverdächtig ist sagt das mittlerweile. http://www.cicero.de//kapital/Finanzkrise-staatschuldenkrise-merkels-kostspieliger-irrtum/49258

0 HansMeier555 15.05.2012, 04:27 Uhr

Im Moment geht es gar nicht um...

Im Moment geht es gar nicht um die Frage, "wieviel Staat" man will, sondern auf wen die Folgen der Bankenrettung abgewälzt werden sollen. . Gegen die hatten die Ideologen dieses Spektrums nicht so viel einzuwenden, ebensowenig gegen den Irak-Krieg. . Immer sobald es wirklich richtig richtig teuer wird, sind die Neoliberalen nämlich voll und ganz für den Staat und für die Verschuldung auf Teufel komm raus. Je höher, desto besser. Wenn es für einen guten Zwecke ist (wie zum Beispiel SDI damals)spielen Defizite bekanntlich keine Rolle mehr. . Dass es trotzdem noch Leute gibt, die ihnen die Sparpredigt glauben, kann ich mir nur mit manifester Dummheit und der Korruption (besser Prostitution) der Qualitätsmedien erklären.

0 HansMeier555 15.05.2012, 05:40 Uhr

Als einer, der von Wirtschaft...

Als einer, der von Wirtschaft nix versteht, mach ich es genau wie die Kiebitze, die vom Schach nix verstehen: Nicht aufs Brett gucken, sondern in die Gesichter der Spieler. . Also und die liberalen Monetaristen sehen für mich wie Menschen aus, die sich Reichtum und WErte immer nur als Gegenstand vorstellen wollen. (Darum ihr Fetischismus um den Goldstandard.) Dass ihr Reichtum aber nicht aus Gegenständen besteht, sondern in der Option, auf die Arbeitskraft und Person anderer Menschen zuzugreifen, (die diese Option umgekehrt nicht haben), das wollen sie nicht einsehen. . Die Haltung ist im eigentlichen Wortsinn a-sozial: Man hätte die Wirtschaft gerne als Maschine aus Rädchen und Schräubchen. Das berüchtigte Diktum von Thatcher "there is no society" ist keine Diagnose, sondern ein Wunsch: Es soll keine Gesellschaft geben. Gesellschaft nervt, stresst, predigt Moral und guckt vorwurfsvoll. Also weg damit. . Sagen wir nicht, dieser Traum sie nicht erfüllbar. Die Lösung gibt es und sie heißt Sklaverei.

0 HansMeier555 15.05.2012, 06:06 Uhr

Die überall in Europa...

Die überall in Europa endemische demographische Krise ist eben auch eine Folge des Sparens am falschen Ende. Mag ja sein, dass die Arbeitsproduktivität schneller steigt, wenn die jungen Leute alle nur Zeitverträge haben. Aber wer will da noch eine Familie gründen? Und selbst wer schon eine hat, bekommt lieber ein Kind weniger als möglich. Weil man ja "eigenverantwortlich" sein will. . Man sehe nur den demographischen Einbruch im Osten nach 1990. Die DDR mag eine Diktatur und ein Unrechtsstaat gewesen sein, aber die Verhältnisse waren trotz allem so, dass die Leute Kinder bekamen.

0 Yog Sothoth, Esq. 15.05.2012, 06:11 Uhr

Sparen sparen....ich bin zu...

Sparen sparen....ich bin zu arm um mir billiges zu leisten :)

@ Ephemeridenzeit 14. Mai...

@ Ephemeridenzeit 14. Mai 2012, 08:34 : Investieren ..... ja schön und gut, aber es gibt keine Substanz mehr in die man investieren könnte. Es ist alles schon lange weg. Hier schreibt einer von 2 Billionen Staatsschuld. Das bist nur der Bund. In Summe haben alle Staaten nach westlicher Wirtschaftslehre geführt, null komma nix. Schulden der Privaten, Industrie und der öffendlichen Haushalte verrechnet mit den Privatvermögen ist negativ. Die Kapitalstöcke sind aufgezehrt. Keine Rücklagen für Renten oder Pensionen. Der Kaufkraftverlust der letzten 40 Jahre (Inflation) verbunden mit den reinen Buchgeld generierenden Kapitalgeschäften, haben alle realen Werte längst aufgezehrt. Unsere Milliardäre mögen sich klasse fühlen, aber auch die sind betrogene. Ihre Besitztümer sind mehrfach verpfändet. Ihr Geld ist "Negativgeld", es ist immer schuldenbehaftet, kompromitiert, entwertet. In was wollen Sie investieren? Wo wollen Sie sparen? In Griechenland haben die Banken negatives Eigenkapital, d.h. alles ist weg. Die Zahlen auf den Kontoauszügen sind die Tinte nicht wert. Welche Werte glauben Sie den sammeln zu könne? Fällt eine der Megabanken, dann werden alle Sicherheiten gezogen. Jede Hypothek, die die Kreditnehmer für ihre Bank haben eintragen lassen, ist mehrfach verwendet und kann jederzeit fällig gestellt werden, von wem auch immer, denn Sie wissen nicht wer Ihre Sicherheiten gerade besitzt. Sie wissen auch nicht wie es dem Besitzer Ihrer Sicherheit wirtschaftlich geht. -> jederzeit

Mer-kozy und Hollan-de = ...

Mer-kozy und Hollan-de = Merde.

0 diktionaftis 15.05.2012, 07:00 Uhr

HM555 (08:06) "DDR ......

HM555 (08:06) "DDR ... Diktatur ... Verhältnisse ... , dass die Leute Kinder bekamen." . Wenn man sonst nichts zu tun hat, gibt man sich den kleinen Freuden des Alltags hin ... (Analogie: angeblich soll es ja zu erhöhter Geburtenrate gekommen sein 9 Monate nach Stromausfall in NY.) . Was ich beobachte, ist die höhere Bereitschaft von Leuten, deren Wurzeln in Ostdeutschland liegen, ihre Kinder früh in die Krippe zu geben. (Wohl ein Relikt?)

0 diktionaftis 15.05.2012, 07:10 Uhr

HM555 (07:40) Sklaverei - die...

HM555 (07:40) Sklaverei - die war doch nie weg, es wird sie wohl auch immer geben. . Hier ist sie ja nicht so offensichtlich; aber z. B. Kaffee - der deutschen liebstes Getränk - wird größtenteils nicht wirklich ethisch vertretbar geerntet. Schokolade und Baumwolle ebensowenig. Textilverarbeitung: grauenhaft. Und nach dem Leben kommt noch ein Grabstein aus Indien aufs Grab.

@Holly01: Danke, ich habe es...

@Holly01: Danke, ich habe es gelesen. Ich teile die Kritik in einigen Einzelpunkten, nur leuchtet sie mir global schlicht nicht ein. Die Staatsquote in Europa liegt seit Jahrzehnten stabil zwischen 40 und 50%, sie wächst nach einem steilen Anstieg (in Deutschland in den siebzigern) nur nicht mehr WEITER. Ihrer Darstellung folgend ist der Neoliberalismus also auf ganzer Linie gescheitert. Sie (und andere) können ja mal offenlegen, welche Staatsquote Sie für gerecht und nicht neoliberal halten würden. 55%? 60% 65%? Die von Ihnen genannten Probleme der OECD-Staaten (Arbeitslosigkeit, Deindustrialisierung, Schulden) hängen erstens zusammen und zweitens haben sie überhaupt nichts mit dem "Neoliberalismus" zu tun. Das Beispiel Arbeitslosigkeit ist dafür geradezu symptomatisch - sie entstand, als der Niedriglohnsektor in Staaten vernichtet wurde und gleichzeitig das Arbeitskräfteangebot (Frauen) steil anstieg. Hartz IV zeigt, was man (Staat) dagegen tun kann. Gruss, Thorsten Haupts

Kann mal einer diesem...

Kann mal einer diesem HansMeiser444 den weg zum nächsten Nervenarzt zeigen, wegen massiver kognitiver Dissonanzen? Erst wenn es in Deutscheland genauso aussieht wie auf diesen Bildern, also so in 1-2 Jahren werden die letzten Mittelschichtler aufwachen: http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=30763 Ab Minute 25:20 ...und dann wird es richtig bitter und keiner lacht mehr so wirklich.

"...aber die Verhältnisse [in...

"...aber die Verhältnisse [in der DDR, d. S.] waren trotz allem so, dass die Leute Kinder bekamen." . Vielleicht lieber Meier, war es nur so, weil DDR-Kondome und die DDR-Antibaby-Pille dort - absichtlich, unabsichtlich - nichts getaugt hat. Ich mein, man musste sich ja nur mal die dort gefertigten Plaste & Elaste-Autochen anschauen, auf die man dort über 10 Jahre lang warten musste. . Es sind immer die einfachen Dinge, an denen es liegt.

@tylerdurdenvolland -...

@tylerdurdenvolland - Finanzkrise 2008: Auf dem Boden der Finanzkrise liegt der Staat. Dreifach. Immobilienfinanzierungen für Millionen Leute, die sich das nicht leisten können, in den USA. Gesetzliche Rahmenbedingungen, die zum Spielen geradezu einluden (die Hebelwirkung von 1 Euro Eigenkapital - 10 Euro Fremdkapital - 100 Euro Derivatkapital). Und fehlende Aufsicht. Das Ergebnis war vorhersehbar ein Desaster, dessen Selbstkorrekturmechanismen (= Pleiten!) auch noch ausser Kraft gesetzt wurden. ICH hätte, wie eine ganze Reihe anderer Marktwirtschaftler auch, in z.B. Deutschland die HRE einfach zusammenbrechen lassen. Aber ich mache Politikern nicht den Vorwurf, die Risiken anders bewertet und ihre Bevölkerung nicht ins offene Messer laufen gelassen zu haben. Krisen sind fast immer Situationen, in denen es keine klar richtigen oder falschen Entscheidungen mehr gibt. Gruss, Thorsten Haupts

Und was das Kinderkriegen dort...

Und was das Kinderkriegen dort auch noch sehr in Fahrt gebracht hat, lieber Meier, war, dass man, bei den Eltern beengt lebend, erst dann eine eigene vernünftige größere Wohnung zugeteilt bekommen hatte, wenn Kind da und verheiraspelt ... . Aber nie und nimmer, weil es ein wunderbar altruistischer Staat war, in dem es sich die Leute bequem bis zur Rente einrichten konnten. Das war er nicht. Man konnte sich fast nur noch in der feucht-heißen Sauna oder draußen auf Äckern ungestört unterhalten, der staatliche Lauscher war auch in der eigenen Familie. Wie unappetitlich, kein guter Ort zum Kinderkriegen. Das nur als Hinweis, falls die Erinnerung an diesen perversen Zauselstaat schon nachgelassen hat .

0 staff aureus 15.05.2012, 07:32 Uhr

@HM555: Das DHM schreibt zur...

@HM555: Das DHM schreibt zur Geburtenrate der DDR: "Seit 1972 zahlte der Staat bei jeder Geburt eine Beihilfe von 1000,- Mark; 1976 wurde die einjährige bezahlte Freistellung nach der Geburt des zweiten Kindes eingeführt, die von den meisten Müttern in Anspruch genommen wurde. Gleichzeitig wurde der Status der nichtverheirateten Mütter durch zusätzliche Hilfen und Vergünstigungen abgesichert, die die Leistungen für die verheirateten Mütter noch übertrafen (u.a. bevorzugte Bereitstellung von Krippenplätzen, Förderung des Studienabschlusses). Der Anteil der nichtehelich geborenen Kinder war in der DDR mit über einem Drittel (1988) sehr hoch (zum Vergleich: Bundesrepublik 10 Prozent)." wikipedia:"In der DDR kam es von 1975 bis zirka 1985 erneut zu einem Anstieg der Fertilitätsrate" Kann man also sagen: Geld macht Kinder?

0 wolfswurt 15.05.2012, 07:34 Uhr

Wer nicht die wahre Ursache...

Wer nicht die wahre Ursache benennt, versteht sie entweder nicht oder trägt zur weiteren verdummung bei. In einem Kreditgeldsystem entsteht Geld durch Kredit! Keine Kreditaufnahme - kein Geld! Schulden verringern - Geld verringern! Das über diesen Zusammenhang nicht berichtet wird hat wohl seine Gründe. Sagte der Papst zum Kaiser: Halt du sie arm, ich halt sie dumm.

0 HansMeier555 15.05.2012, 08:03 Uhr

@staff aureus. . DDR-Mark...

@staff aureus. . DDR-Mark waren doch kein "Geld". . Was die DDR ihren Untertanen bot, war die existenzielle Sicherheit, zumindest in materieller Hinsicht. Die Gewißheit, dass es immer einen Job geben würde und immer eine bezahlbare Wohnung. Die DDR verzichtete darauf, ihre Untertanen mit dem Absinken in die Asozialität zu bedrohen. ´ . Wer hätte 1989 gedacht, dass das ein großes Verdienst ist und keine Selbstverständlichkeit.

0 HansMeier555 15.05.2012, 08:20 Uhr

@Vroni . Die Kinder kamen,...

@Vroni . Die Kinder kamen, weil der Ort zum Kinder kriegen so schlecht war. . Und heute ist es umgekehrt: Wir leben in der produktivsten Gesellschaft aller Zeiten, die nur sich selber nicht für reproduktionswürdig hält.

ThorHa, wenn wir Sie nicht...

ThorHa, wenn wir Sie nicht hätten. Dann würde uns keiner erklären, dass es in "Krisen keine klar richtigen oder falschen Entscheidungen mehr gibt." Und wir müssten statt dessen Twittermeldungen vom "RegSprecher" o.ä. zu unserer Aufklärung lesen. . Das Recht des Stärkeren hinterfragen - wo kämen wir denn dahin. . wolfswurt, das Lustige ist ja, dass u.a. über diese Zusammenhänge auch vom Doktorvater des scheidenden Deutsche Bank-CEOs geschrieben wurde... da kamen freilich erst mal nur wenige drauf.

0 HansMeier555 15.05.2012, 08:44 Uhr

Man könnte ja auch so...

Man könnte ja auch so argumentieren: Wenn die Verhältnisse richtig übel sein müssen, damit die Leute Kinder kriegen, (so übel wie in der DDR) dann müssen wir jetzt eben auch wieder für üble Verhältnisse sorgen. . Dass man den Menschen manchmal richtig weh tun muss, damit sie gute Demokratesn und produktive, selbstverantworlich handelnde, mündige Wirtschaftsbürger werden, wird ja kein vernünftiger Mensch bestreiten. . Ebensowenig dass ein bissel Spitzelei (z.B. mit Lauschangriff und Online-Durchsuchungen) noch niemanden umgebracht hat. Aber wird der Bundestrojaner, so sinnvoll und notwendig er auch sein mag, die Leute zum Kinderkriegen veranlassen? Sorgt Unrechtsstaatlichkeit alleine für Fertilität? Zweifel bleiben. . Nun leben genug Menschen auch heute in Europa in üblen Verhältnissen (wie z.B. in Cerea) und kriegen trotzdem keine Kinder. Woran also liegt das also? . Was also ist an der spezifisch sozialmarktwirtschaftlichen Übelkeit dasjenige Element, was die Leute von der Fortpflanzung abhält? Das Fehlen der DDR-typischen Unterdrückungsapparate ist bestimmt ein wichtiger Faktor, aber doch sicher nicht der einzige.

0 HansMeier555 15.05.2012, 08:51 Uhr

Freiwillige Ernteeinsätze auf...

Freiwillige Ernteeinsätze auf der LPG.

ehe ich auch nur einen...

ehe ich auch nur einen Gedanken an volkswirtschaftl. Denkmodelle o. ihre betriebswirtsch. Gegenstücke verschwende, versuche ich es mit einer kontrastiven Darstellung als Beitrag zum Ansatz eines alternativen Verlaufsmodells Einfach nur ein Bild: celebrare -lacrimare Sekt o. Selters Wenn man im Oktober von Italien über die Westalpen in die Schweiz fährt, feiert dort ein Tal(Region....) eine grosse Messe. Es handelt sich um Luxusmöbel, Handarbeit, edle Hölzer, Leder, individuelle Formen, Prototypen!? Die Stadt ist belagert, man bekommt kein Bett mehr, überall Polizei und Militär, ..also keine kleine Messe. Abends am Camping, ich werde angesprochen, warum ich so müde aussehe, schenkt mir irgendein Messeteilnehmender xyz eine Freikarte im Rahmen eines Gedankenaustauschs übers Radfahren, was er auch betreibt. Ich gehe nun etwa um 18.00 Uhr zum Messegelände und werde vom dem, was ich sehe erschlagen. Der kleine Sessel, der mich interessiert, Leder schwarz-weiss ist wesentl. teurer, als mein eigenes Dreiersofa aus dem Schwarzwald(namhafter Hersteller, Leder...bla bla..) auch der kreative Nachwuchs ist anwesend, man prostet sich zu- ich bilde mir ein, der eine o. andere ärgerliche Blick streift mich. Es ist noch brütend heiss. Ausser meinen schwarzen Rad Schlechtwetterkleidern hab´ ich nichts mit. Im vorbeigehen freue ich mich über das eine . o. andere Werbegeschenk und einen abschliessenden Kaffee. Ein kleines Feedback bekommt mein Kartenspender von mir nach Wochen in einer e-mail, ich schicke ihm ein kleines Foto von einer winzigen Schreinerwerkstatt in Spoleto, die ich Tage zuvor beim abendlichen Bummel machen konnte. Das Werkstatträumchen war nicht historisch, sondern einfach nur alt. Der Meister arbeitete mit dem Hobel. Die e-mail Antwort meines schweizerischen Möbelfabrikanten(er hat einen beeindruckenden Internetauftritt, wie ich später feststellte) lautete: "Schön. Was soll ich damit? Soll ich sie kaufen?" Die kleine Schreinerwerkstatt, auch den in der nähe arbeitenden Instrumentenbauer habe ich Jahre danach nicht mehr wiedergefunden, was aber nichts heissen muss.

0 diktionaftis 15.05.2012, 09:08 Uhr

"... was die Leute von der...

"... was die Leute von der Fortpflanzung abhält?" Kinder sind einfach so hinderlich, wenn man "sich selbst verwirklichen" will. Es gibt heute so viele Möglichkeiten, dem Leben vermeintlich einen Sinn abzutrotzen, neben oder besser statt der Weitergabe der eigenen Gene. . Am Ende wird man dann vielleicht über das Leben nachdenken und feststellen: "Wie jetzt? Das war's? Wo ist denn der Witz?"

@muscat - Das Recht des...

@muscat - Das Recht des Stärkeren hinterfragen - wo kämen wir denn dahin: Ja, so lesen sich Ihre Beiträge auch. Seitdem DIE Mächtigen, Reichen, Herrschenden (kurz - das Ventil für das Scheitern der eigenen Träume) nicht mehr gepanzert, bewaffnet und mit der Waffe augewachsen sind, ist der Stärkere schlicht der mit der grösseren Zahl. In allen entwickelten Demokratien also "das Volk", denn DEN Mächtigen steht ja nicht mal mehr ein loyaler bewaffneter Sicherheitsapparat zur Verfügung. Tschuldigung, dass ich das Recht des Stärkeren öfter mal hinterfrage, zum Beispiel das Recht auf unbegrenzte Besteuerung oder Enteignung. Nehmen Sie´s als Stärkerer gelassen, zur Staatsquote von 50% plus fehlt doch kaum noch was, dann können Sie Ihren Sieg geniessen. Kurz ... Gruss, Thorsten Haupts

0 donna laura 15.05.2012, 09:25 Uhr

lieber tylerdurdenvolland, ob...

lieber tylerdurdenvolland, ob man in den bäckereien rund um cern ein teilchen zu bestellen wagt?

0 donna laura 15.05.2012, 09:30 Uhr

liebe fionn/8.23 u:...

liebe fionn/8.23 u: blattschuss! mes félicitations!

0 mediensegler 15.05.2012, 09:36 Uhr

donna laura14. Mai 2012,...

donna laura14. Mai 2012, 23:47 Was Sie alles im Keller haben. Bei anderen steht da ein Californium-Neutron-Flux-Multiplier. . http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/jahrzehntelang-geheim-kodak-versteckte-atomreaktor-im-keller-1.1356796?google_editors_picks=true

Interessanter Artikel, aber...

Interessanter Artikel, aber (für mich) wenig Neues, trotzdem gut. Ein kleiner Exkurs in die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung: S=Sparen, C=Konsum, Y=Gesamteinkommen, G=Staatsausgaben, T=Steuern, I=Investition Y=C+I+G S=Y-C-G Die Ersparnis kann man in private und staatliche Ersparnis zerlegen: S(privat)=Y-T-C S/Staat)=T-G Nun kann man zeigen, dass 1.) - die Investitionen der Ersparnis entsprechen und 2.) - die private Ersparnis der staatlichen Ersparnis entspricht. zu 1.) S(gesamt)=S(privat)+S(Staat)=Y-T-C+(T-G) = Y-C-G Macht ja auch Sinn, das, was vom Volkseinkommen verkonsumiert wird und in Staatsausgaben fließt, kann nicht gespart werden, also wie oben: S=Y-C-G zu 2.) Y=C+I+G -> I=Y-C-G aus 1.) S(gesamt)=S(privat)+S(Staat)=Y-T-C+(T-G) = Y-C-G Daraus folgt: I=S Investitionen = Sparen Und nun komme ich zu dem Schluss und zu der Erkenntnis, dass in Europa eine gewaltige Fehlallokation von Kapital stattfindet. Klar, Geld fließt dorthin, wo es Rendite abwirft. Aber durch eine erzwungene Renditeangleichung seitens der EU ist viel Ersparnis in Gegenden geflossen, in denen nun Betonruinen und leere Autobahnen vorhanden sind. Hätte es diesen Prozess nicht gegeben, wäre sicher viel Sparvermögen im Land geblieben, und wer weiß, vielleicht hätte sich dann das ein oder andere Investitionsprojekt doch noch gelohnt, finanziert durch die Spareinlagen bei Banken, die für Investitionen bereit stehen. Und wer wissen möchte wo Unsummen deutschen sparvermögens hinfließen, dem empfehle ich sich über die sogenannten Target2-Salden zu informieren. Trostlose Wirklichkeit, hervorgerufen durch die EU-Politik. Hätte man unsere heimische Wirtschaft geschützt und nicht dem weltweiten Kapitalismus vorgeworfen, wer weiß, vielleicht gäbe es noch den ein oder anderen heimischen Produzenten. Wir konkurrieren bei den Löhnen für die Produktion mit China und Co, aber bei den Managergehältern konkurrieren wir mit den USA! (sonst BrainDrain) Irgendwie seltsam, oder?

In Sachen Kinderkriegen in der...

In Sachen Kinderkriegen in der DDR muß Oppa mal wieder vom Kriech erzählen. Das Geld war die eine Seite. Es gab die erwähnten 1000 Mark, aber auch der Ehekredit konnte durch Kinder reduziert werden (mit dem gräßlichen Ausdruck „abkindern“ versehen). Aber auch die Vorteile an Zeit, die die Frauen bekamen waren nicht zu verachten. Der sogenannte „Haushaltstag“, 12 Tage im Jahr zusätzlich zum Urlaubsanspruch und Freistellung bei Krankheit des Kindes bei voller Lohnfortzahlung. Dazu gab es eben den benannten privilegierten Zugang zu knappen Gütern wie Wohnung und passend zum Thema, zu Möbeln. Es wäre dumm von den Frauen gewesen, keine Kinder zu bekommen. Ich hatte in der Firma den Fall einer jungen Frau, die zwei Kinder hatte und ein „Frauensonderstudium“ anfing. Das war ein Ingenieurstudium bei gleichzeitig fortbestehendem Arbeitsverhältnis. Sie schaffte es, mit den Studientagen, Urlaub, Haushaltstagen, Freistellung wegen Krankheit der Kinder oder eigener Krankheit maximal 1-2 Tage pro Monat in der Firma zu sein. Ich tadle sie nicht, sie hat die Vorteile eben genutzt. Aber auf Dauer ließ sich so ein System nicht aufrechterhalten. . Mir ist ein Fall bekannt, bei dem ein Staat seine Schulden beglichen hat. Das war England nach den napoleonischen Kriegen. Es hat wohl mehr als 40 Jahre gedauert, aber sie haben es getan. Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, dann ist dieser Fall singulär geblieben. Ansonsten wurden die Schulden weginflationiert oder schlicht Staatsbankrott ausgerufen. Alles immer mit häßlichen Folgen. Aber die Welt ist davon nicht untergegangen.

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 10:02 Uhr

@wolfwurt, muscat, danke. Wenn...

@wolfwurt, muscat, danke. Wenn man jetzt auch den Staaten die Luft abgedreht hat, wo nimmt man neue Schuldner her? Es kann doch nicht sein, dass sich Alle auf Jahrhunderte verschulden müssen, nur damit die Bonis für einige, heute nicht in Gefahr geraten. Gut man dreht den Griechen die Luft ab, damit Deutschland sich weiter ver- schuldet und dies in einem Aussmass, dass der Club Med, sähe er etwas von dem Geld, sorgenfrei leben könnte. Schade, dass der frühere BuBa-Chef Axel Weber sein Versprechen nicht wahr gemacht hat: Er wollte nach 5 Jahren sich wieder seiner wissenschaftlichen Arbeit widmen und die gemachten Erfahren verwerten. menschlich

0 diktionaftis 15.05.2012, 10:04 Uhr

@"Ernteeinsätze auf der...

@"Ernteeinsätze auf der LPG" ... Weil wir jung sind, ist die Welt so schön: . http://www.bt-music.de/eShop/index.php?sid=x&shp=oxbaseshop&cl=details&cnid=abd481713d7759433.58655624&anid=e3b481ae2022493a0.24838976 . Weil wir nicht mehr so jung sind, ist die Welt - nu, was?

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 10:22 Uhr

Die Finanzwissenschaftler und...

Die Finanzwissenschaftler und Ökonomen sind jetzt am Zug, man sollte sie nicht aus der Verantwortung entlassen. Sie hatten mit ihren Modellen Erfolg und haben sich und ihr Denken global durchgesetzt, sie sollten auch mit dem Ergebnis um- gehen können. Die Ausrede, dass der real existierende Kapitalismus sich von der reinen Lehre unterscheidet hat schon dem Kommunismus nix genutzt.

HansMeier55, wo produzieren...

HansMeier55, wo produzieren wir denn noch was? Es wird das Zertifikat vom Zertifikat gemacht. Und Kopien. Wir leben im Zeitalter der virtuellen Produkte und der Kopien. . Das einzige mit Hand und Fuß, was viele jemals zustande gebracht haben, waren Kinder. . (Kinder sind übrigens keine Kopien von einem, was auch viele nicht begreifen wollen, sondern eine komplett neue Mischung.)

0 diktionaftis 15.05.2012, 10:25 Uhr

Pittoreske Armut in Kentucky...

Pittoreske Armut in Kentucky (nebenan) - passend zum Artikel hier: . http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/armut-in-kentucky-so-leben-die-nachfahren-der-siedler-11745320.html

0 donna laura 15.05.2012, 10:35 Uhr

lieber mediensegler, solch...

lieber mediensegler, solch feine hochtechnologie haben wir in unserer burg natürlich nicht zu bieten. allerdings erhielt der neue president den code zum auslösen der atombomben, hoffentlich macht er damit keine sauce hollandaise... (mit den verspargelten landschaften des alten erbfreundes würde so etwas natürlich hervorragend harmonieren) . apropos, da sie californien erwähnen - mir fällt ein, dass ich vor wochen ein rätselchen offerierte, und die auflösung vergass, auch, weil niemand danach frug: wieviele californier benötigt man, um eine glühbirne einzudrehen? weiss es jemand, hm? preis: eine neue original 100 watt-glühbirne alten zuschnittes.

ThorHa, mit Verlaub - Ihre...

ThorHa, mit Verlaub - Ihre Digitaldenke ("der/die=0; ich=1") mag ja beim Bund noch taugen, aber in Diskussionen finde ich sie wenig erquicklich. Arbeiten Sie doch fürs erste mal mit ein paar weniger Unterstellungen anderen gegenüber; das könnte helfen.

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 11:00 Uhr

In Leben investieren bedeutet...

In Leben investieren bedeutet für mich in das Leben derer investieren die da sind. Alle wollen immer nur in irgendeine Zukunft investieren. Dass man sie damit vernichtet kommt ihnen nicht in den Sinn.

@muscat - Digitaldenken: Geht...

@muscat - Digitaldenken: Geht ungeöffnet zurück an den Absender. Verbunden mit der Bitte, in modernen Mediendemokratien mit ihren Mechanismen zur permanenten Elitenerneuerung auzuhören, in Herr/Knecht-Kategorien zu denken. Überlassen Sie das Meier555 und seiner Feudalismus-Phantasmagorie. Gruss, Thorsten Haupts

@Vroni - produzieren: Es ist...

@Vroni - produzieren: Es ist aus Konsumentensicht nicht immer einfach zu begreifen. Aber wir produzieren täglich zehntausende von Dingen, die von anderen zum Produzieren gebraucht werden. Weltweit. Und sind dabei auf vielen Gebieten auch noch Weltmarktführer. Nur die Kühlschrankproduktion, die haben wir an Maschinen und Angelernte im Ausland abgegeben. Darüber berichten unsere "Qualitäts"medien aber nur, wenn Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen. Schliesslich wollten Journalisten schon immer "irgendwas mit Medien" machen und haben deshalb von Maschinen, Elektromechanik, Chemie, Werkstoffen, Werkzeugmaschinen etc. pp. keine Ahnung. Ich musste von einem amerikanischen Journalisten erfahren, dass ein deutscher Familienweltkonzern die LCD-Patente hält. Weltweit ... Gruss, Thorsten Haupts

0 mediensegler 15.05.2012, 11:31 Uhr

donna laura15. Mai 2012,...

donna laura15. Mai 2012, 12:35 Ich kenne das nur mit Ostfriesen. 5. 4 die den Tisch drehen auf dem der steht, der die Glühbirne hält. . Aber laut muscat haben wir hier ja nur Nullen und Einser. ;-)

0 hansgeier333 15.05.2012, 11:50 Uhr

Wie wär´s denn mit etwas...

Wie wär´s denn mit etwas mehr Steuergerechtigkeit bei der Umsatzsteuer? Keine Mehrwertsteuer auf die Mineralölsteuer, dafür Umsatzsteuer aufs Flugbenzin. Und neben der Grunderwerbsteuer, einer Umsatzsteuer auf Immobilienkauf, ebenso Umsatzsteuer auf andere Vermögenserwerbe: Aktien, Anleihen, ..., aber bitte keine Promille wie bei der Finanztransaktionssteuer, sondern ehrliche Prozente wie bei der Grunderwerbsteuer! Was ist mit den Fußballspielerverkäufen? MWSt drauf wie bei dem täglichen Sklavenhandel Leiharbeit/Werkverträge. Dafür schaffen wie die Bier-, Sekt- und Branntweinsteuer ab. Das wär mal eine Umverteilung von oben nach unten. Mal sehen, was Lafo so drauf hat

@Savall - Schulden...

@Savall - Schulden begleichen: Nope, es gibt schon ein paar Fälle mehr. Preussen nach den Kriegen 1864, 1866 und 1879. Deutschland nach 1945, wenn auch erst nach einem in Verhandlungen erzielten Schuldenteilerlass, bezahlte uanter anderem noch ausstehende Kriegsschulden des Deutschen Reiches von 1918. Wohingegen die Alliierten (des Ersten Weltkrieges) ihre Kriegsschulden an die USA - denen und alleine denen sie ihren Sieg verdankten - nie zurückgezahlt haben ... Gruss, Thorsten Haupts

0 diktionaftis 15.05.2012, 11:52 Uhr

@donna laura "wieviele...

@donna laura "wieviele californier benötigt man, um eine glühbirne einzudrehen?" . Sollte es sich um das "Centennial Light" handeln, können wir noch lange darüber sinnieren. . http://www.centennialbulb.org/

Wo soll ich denn Möbel...

Wo soll ich denn Möbel kaufen?

ThorHa 08.27h Es stimmt,...

ThorHa 08.27h Es stimmt, was sie sagen. In meinem Notizbuch damals schrieb ich "Leverage has allegedly reached 100".

0 colorcraze 15.05.2012, 12:26 Uhr

@Tiger: daß für Möbelkauf...

@Tiger: daß für Möbelkauf kein Geld da ist, wenn die Kinder auf die Welt kommen, wurde lange Zeit durch die Großeltern, die dann Geld oder entstaubte Möbel zuschießen, überbrückt. Das geht aber nur mit wenig und nicht zu weiten Umzügen, und wenn die Lebensweise wieder ähnlich ist. Das ererbte Sofa läßt sich nicht in den Rollkoffer packen. @ThorHa: Ihre Betrachtungen staatlicher Regulierungsschräubchen haben so etwas Bonn-Nostalgisches an sich. Das ist so, als hätte der CSU-Bürgermeister in der bayrischen Kleinstadt noch zu bestimmen, wer den Acker bekommt. Holly sieht da durchaus schon etwas weiter. @Savall: die Sache mit der englischen Schuldenrückzahlung ist interessant. Das sieht doch hübsch nach einem Szenario aus, das u.U. zur Zeit läuft. USA und EU sich gegenseitig aufrauchen lassen und dort alle Sicherheiten einziehen, und damit das Pfund unterlegen.

0 colorcraze 15.05.2012, 12:38 Uhr

@diktionaftis/HM555: ich denke...

@diktionaftis/HM555: ich denke nicht, daß es der Selbstverwirklichungsquatsch ist, der die Leute vom Kinderkriegen abhält. Sondern die Forderung nach völliger Flexibilität (unbegrenzte sofortige Mobilität und Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit), die als Zukunftsaussicht nur Verwirrung und keinerlei akzeptierte und gangbare Form vorsieht.

0 colorcraze 15.05.2012, 12:39 Uhr

@donna laura: das einzig...

@donna laura: das einzig Positive, das ich über Hollande gehört habe, war, daß er gerne Fessenheim abschalten wollte.

0 specialmarke 15.05.2012, 12:46 Uhr

Lieber Thorsten Haupts, auch...

Lieber Thorsten Haupts, auch ich fände es sehr nett, wenn Sie sich dann zu Wort meldeten, wenn Sie wirklich einen Beitrag zur Diskussion zu leisten haben. Aber Ihre oberlehrerhaften Abkanzeleien - inzwischen schon listenmäßig angelegt, damit Sie beim Überbraten ja keinen vergessen - die sind wirklich überflüssig... @Holly01: Ihre Erläuterungen zur Geld- und Wirtschaftspolitik aus der Sicht der amerikanischen Wirtschaftsschule war in Ihrer Zuspitzung für mich außerordentlich informativ. - Ich fand das sehr hilfreich. Dankeschön...

Herr Haupts, Sie werfen die...

Herr Haupts, Sie werfen die falschen Dinge zusammen. Die Staatsquote ist zu hoch, die Staatsverschuldung ist zu hoch die, Zinslast ist zu hoch. Sozialleistungen bedingen nicht die hohe Staatsquote. Das ist eine Mär der Neoökos. Niemand soll enteignet werden (und niemand will eine Mauer bauen). Im Gesensatz zu Ihnen bin ich der Meinung das der Sozialtransfer durchaus sinnvoll ist und das ein gesundes System durch diesen Transfer nicht belastet wird, sondern es wird unterstützt. Alle Lehren die nach der weltweiten Krise von Mitte 1920ger bis Mitte 1930ger gezogen wurden, hat man mitte der 60ger gekippt. Das war ein Fehler. Die USA bestimmen das Spiel. Wir können garnichts tun. Oder wie Hr. Schäuble (der unerklärlicher Weise immer noch Minister ist und nicht im Gefängniss sitzt) so schön sagte in Frankfurt : wir waren seit dem 2 WK nie souverän und das hat uns nicht geschadet (ich denke "uns" sind die Banker unud Hr. Schäuble). Kapitalfehlalokation ? Voll krass ey.

0 mediensegler 15.05.2012, 13:31 Uhr

Holly01 15. Mai 2012,...

Holly01 15. Mai 2012, 02:11 Ich denke nicht das es viele lesen, aber ich fühle mich nach dem Schreiben besser . Ich lese alle Ihre Kommentaren, sind immer sehr fundiert. Ebenfalls mein Dank.

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 13:36 Uhr

@ThorHa, die DDR besaß das...

@ThorHa, die DDR besaß das Patent auf die Maschinen zur Zigarettenherstellung weltweit. Genutzt hat es ihr nicht viel. Einem früheren VW-Boss ist über dieser Patent und dieser High-Tech-Diskussion mal öffentlich der Kragen geplatzt: Den Ingenieuren ist es egal, wo die Patente herkommen.

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 13:36 Uhr

@ThorHa, die DDR besaß das...

@ThorHa, die DDR besaß das Patent auf die Maschinen zur Zigarettenherstellung weltweit. Genutzt hat es ihr nicht viel. Einem früheren VW-Boss ist über dieser Patent und dieser High-Tech-Diskussion mal öffentlich der Kragen geplatzt: Den Ingenieuren ist es egal, wo die Patente herkommen.

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 13:36 Uhr

@ThorHa, die DDR besaß das...

@ThorHa, die DDR besaß das Patent auf die Maschinen zur Zigarettenherstellung weltweit. Genutzt hat es ihr nicht viel. Einem früheren VW-Boss ist über dieser Patent und dieser High-Tech-Diskussion mal öffentlich der Kragen geplatzt: Den Ingenieuren ist es egal, wo die Patente herkommen.

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 13:36 Uhr

@ThorHa, die DDR besaß das...

@ThorHa, die DDR besaß das Patent auf die Maschinen zur Zigarettenherstellung weltweit. Genutzt hat es ihr nicht viel. Einem früheren VW-Boss ist über dieser Patent und dieser High-Tech-Diskussion mal öffentlich der Kragen geplatzt: Den Ingenieuren ist es egal, wo die Patente herkommen.

@ E.R. Binvonhier 15. Mai...

@ E.R. Binvonhier 15. Mai 2012, 12:22 : Ich möchte es noch einmal betonen : Diese Sicht der Wirtschaft, ist nicht tauglich, um zu wirtschaften. Es ist ein Umverteilungsmechanismus. Von unten nach oben, von überall in die USA. Von Opfer (bevorzugt Stimmvieh) zu Gewinner (das establishment ist in diesem Fall durch billionen geeint und besteht aus allen Strukturen, die unsere Gesellschaft zusammenhalten uund bestimmen). Es steuert -bewusst- auf den crash hin, es gibt keinen Plan B. So lange die USA die Welt derartig beherrschen (und uns sowieso), so lange wird dieses System aufgebläht und werden die Gelder mit immer größeren Summen und immer schneller umverteilt. Renten werden nicht bezahlt. Pensionen werden nicht bezahlt. Das Gesundheitssytem wird zusammenbrechen. Der Staat wird seine Rechnungen nicht bezahlen, weil er Billionen an die Banken gab und gibt und geben wird (zumeist unter dem Titel "Hilfe", welche aber nicht für Menschen geleistet wird, sondern diesem System dient). Eine Apokalyse (zumindest für uns Normalbürger)kommt. In Griechenland ist sie schon eingetreten. Wir sitzen alle in der Falle. Vor 100 Jahren währe dies der Vorabend vor dem großen Krieg. Ob das heute wirklich anders ist, liegt am Ende an der schieren Militärmacht der USA und daran wie lange die Amis das System am laufen halten können. Die Betreiben haben sich so weit abgesichert, dass Widerspruch absolut ausgeschlossen ist. Widerstand ist sowieso unmöglich, denn der Staat selbst wäre der Gegner, sekundiert von Kirche, Gewerkschaft, Arbeitgebern und Kapitalinhabern, aber auch von Rentnern und Sozialtransfer Abhängigen. Es gibt keinen Plan B, das muss jedem klar sein, kein Netz, kein doppelter Boden.

@ ThorHa 15. Mai 2012,...

@ ThorHa 15. Mai 2012, 09:18 "@Holly01: Danke, ich habe es gelesen. Ich teile die Kritik in einigen Einzelpunkten, nur leuchtet sie mir global schlicht nicht ein. Die Staatsquote in Europa liegt seit Jahrzehnten stabil zwischen 40 und 50%, sie wächst nach einem steilen Anstieg (in Deutschland in den siebzigern) nur nicht mehr WEITER." Währen Sie sich nicht selbst Inhalt genug, bliebe Ihnen vielleicht mehr Kapazität, um die Inhalte der anderen zu betrachten und zu bewerten. Erfrischend wäre eine Reflektion Ihrerseits, statt nur "keine Ahnung, aber ich schreibe natürlich trotzdem, um ihnen mitzuteilen wie dumm sie mir erscheinen". Danke

@ specialmarke 15. Mai 2012,...

@ specialmarke 15. Mai 2012, 14:46 : Das freut mich, gerne.

@Holly01: Nur zur Klarstellung...

@Holly01: Nur zur Klarstellung - ich halte Sozialleistungen im Kern für einen halbwegs wirtschaftlich leistungsfähigen Staat für völlig unverzichtbar, wenn er des Menschen würdig sein soll. Wiederum mit dem klaren Schwerpunkt auf exakt den Leistungen, die Menschen das (Über)leben sichern oder/und die wirklich Schwachen und Ausgegrenzten einer Gesellschaft unterstützen (Behinderte als sichtbarstes Beispiel). Der umfangreiche deutsche Sozialleistungskatalog verfehlt mindestens das zweite Kriterium vollkommen. Was den Zusammenhang zwischen Sozialleistungen und Staatsquote angeht, einfach zwei Zahlen: 52% des Bundeshaushaltes von 305 Milliarden Euro sind Sozialleistungen, also etwa 158 Milliarden Euro (2011). Staatsquote 2011 etwa 46%. 1965 waren es etwa 20 Milliarden DM von 65 des Gesamtbundeshaushaltes (also 30%). Staatsquote 1965 betrug etwa 37%. Die hier http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_151036/DE/BMF__Startseite/Publikationen/Monatsbericht__des__BMF/2012/01/statistiken-und-dokumentationen/01-finanzwirtschaftliche-entwicklung/tabellen/Tabelle__S11.html wiedergegebene Übersicht macht den Zusammenhang noch klarer - Treiber der Staatsquote ist seit 50 Jahren praktisch ausschliesslich der Sozialstaat, seit 1970 ergänzt durch eine wachsende Zinslast. Die inzwischen der zweithöchste Posten im Bundehaushalt ist - 37 Milliarden Euro, die für alles mögliche fehlen. Und diese 37 Milliarden haben ihren Ursprung nicht in irgendwelchen Ökonomenschulen jenseits des Atlantik, sondern in der Weigerung von Bürgern und deren Vertretern, die Kosten gewünschter Leistungen selbst zu tragen. Die USA bestimmen das Spiel? Welches? Das "Leistung auf Pump" Spiel jedenfalls beherrschen wir selbst hervorragend, auch ganz ohne US-Hilfe. Gruss, Thorsten Haupts

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 14:28 Uhr

@ Holly01, es lohnt sich immer...

@ Holly01, es lohnt sich immer zu fragen wer mit 'uns' und 'wir' eigentlich gemeint ist. Auch dann, wenn vom 'Volk' geredet wird, das über seine Verhältnisse lebt, sich selbst nicht dazu zählt. @colorcraze, die Tragik des bürgerlichen Denken und Ökonomieverständnisses ist es, dass es solange sehr erfolgreich war, wie es nur von einer kleinen städt. Mittel-und Oberschicht betrieben und perfektioniert wurde. Sobald es sich allgemein durchsetzt und von allen erwartet wird, verpufft der Effekt. . "Wenn das Alle machen würden" - eben.

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 14:38 Uhr

Sorry, an alle für 15:36, so...

Sorry, an alle für 15:36, so bedeutend ist der Kommentar nun auch wieder nicht.:-(

0 colorcraze 15.05.2012, 14:40 Uhr

@Holly: daß das Geld und die...

@Holly: daß das Geld und die private Rentenversicherung verreckt, mußten die Großeltern erleben, bei unserer (50+) Generation ist es voraussichtlich so, daß auch die staatliche Rentenversicherung verreckt, die die Eltern- und Großelterngeneration noch für sicher hielten. Jedenfalls "wird daran gearbeitet". So in der Art wie Sie das beschreiben.

0 Der Tiger 15.05.2012, 15:03 Uhr

@colocraze – Auch (welt)...

@colocraze – Auch (welt) weite Umzüge lassen sich meistern. Man muss nur bei einer entsprechenden Firma anrufen. Die globale Welt ist auf globalen Möbelvertrieb eingestellt. Unser dänisches Teakledersofa wurde über Atlantik und durch den Panamakanal verschifft und die IKEA Möbel wurden auch nicht in Vancouver hergestellt.

colorcraze, aus meiner engen...

colorcraze, aus meiner engen Perspektive moechte ich zum Kinderkriegen-und haben in Deutschland dann doch meine kleine eigene Meinung sagen, bevor ich mich wieder aus dem Doomsday-Szenario verabschiede: . Als ich nach einem bunten und lustigen Jugendleben begann zu studieren, fiel mir auf, um wievieles meine Mitstudenten aus den Laendern F, B, NL, Columbien, Israel (alle mit gediegenem Familienhintergrund) sich im Kontrast zu meinen Landsleuten sich verhielten. Darueber begann ich nachzudenken und kam zu dem Schluss, dass ein deutsches Kinderleben in Deutschland erheblich ungemuetlicher sein muss als in anderen zivilisierten Gesellschaften. Nehme ich ich noch meine eigenen Erfahrungen aus den zwei Deutschlands, die mich praegten dazu, blieb nur der eiserne Entschluss: Falls ich mal Vater werden sollte (war aus 'Selbstverwirklichungsgruenden' nicht vorgesehen), dann mache ich mich mit Kind und Kegel vom Acker. Ich traf nicht viele weise Entscheidungen in meinem Leben. Diese war es. . (Weitere Erlaeuterungen auf Nachfrage. Ich moechte michte mich kurz fassen)

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 15:17 Uhr

Holly01 15:46 Es gibt keinen...

Holly01 15:46 Es gibt keinen Plan B, einverstanden. Mir liegt daran, dass die Verursacher klar benannt werden und nicht wieder die gefangen und gehängt werden, die nicht fliehen konnten. Diese Chance sehe ich nur, wenn sich die Finanzwissenschaftler schnell etwas einfallen lassen. Dieses System ist nicht unverwundbar, dazu ist es zu einseitig.

@Holly01 - Inhalte anderer: Na...

@Holly01 - Inhalte anderer: Na schön. Der zentrale Satz Ihrer hier hochgelobten Analyse ist der folgende: "In Summe haben alle Staaten nach westlicher Wirtschaftslehre geführt, null komma nix. Schulden der Privaten, Industrie und der öffendlichen Haushalte verrechnet mit den Privatvermögen ist negativ." Stimmt der nicht, ist Ihre Analyse in toto hinfällig. Wert aller Anlagegüter OHNE Geldvermögen und Geldforderungen in Deutschland 2010: 7900 Milliarden Euro. Quelle: http://www.bundesbank.de/download/statistik/statba_vermoegensbilanz_1992_2010.pdf Wert aller Schulden in Deutschland (private wie öffentliche) 2010: Staatsschulden etwa 2.000 Milliarden Euro, private Schulden etwa 63% des Bruttoinlandsproduktes, also etwa 1,5 Milliarden Euro, Unternehmensschulden etwa auf gleicher Höhe, also auch 1,5 Milliarden Euro. Die Zahlen für private und Unternehmensverschuldung sind mit Vorsicht zu geniessen, weil ich wirklich aussagefähige Quellen im Netz nicht gefunden habe. Gesamtverschuldung Deutschlands 2010: 5.000 Milliarden Euro. Alleine der Wert des Sachvermögens in Deutschland übersteigt also den Wert aller Schulden deutlich. (In Holly Analyse nicht betrachtet): Geldvermögen Deutschland 2010: 5.000 Milliarden Euro Fazit: 2) Ihre Analyse ist falsch 3) Ihre Analyse bleibt auch falsch, wenn morgen Geld nichts mehr wert sein sollte - dann sind nämlich auch die Schulden nichts mehr wert. Gruss, Thorsten Haupts

E.R. Binvonhier (12:02 Uhr),...

E.R. Binvonhier (12:02 Uhr), pardon, hatte Ihren Kommentar anscheinend überlesen. Bitte, gern...

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 16:24 Uhr

Werter ThorHa, ist Ihnen mal...

Werter ThorHa, ist Ihnen mal der Gedanke gekommen, dass auch Sozialleistungen der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung unterliegen. Sie auch Entwicklungskosten sind, von denen die deutsche Industrie und die Finanzwirtschaft nicht zu knapp profitiert. Wenn es nicht so wäre, ich garantiere Ihnen - es gäb sie nicht.

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 16:35 Uhr

...und ich glaube im Gegensatz...

...und ich glaube im Gegensatz zu deutschen Spitzenpolitikern nicht daran, dass man mit einer 'Schuldenbremse' dem US-Kapitalismus ans Bein pinkeln kann. Die Entwicklung lehrt einem anderes.

0 E.R.Langen 15.05.2012, 18:05 Uhr

Wie man liest, sind nun...

Wie man liest, sind nun Antiquitäten hip, weil green und sustainable and so weiter. Damit sind die Möbelbauer vom Ökotisch. Es sei denn, sie arbeiten als Fälscher weiter. Aber neue Möbel - das geht gar nicht!

@ ThorHa 15. Mai 2012, 17:19...

@ ThorHa 15. Mai 2012, 17:19 : Entschuldigen Sie bitte, wenn mein ego(n) nicht groß genug ist Ihrer hochgelobten Replik zu folgen. 1.) Der von Ihnen gewählte Satz steht nicht im Mittelpunkt, sondern die Aussage : "der amerikanische Ansatz zur Ökonomie ist falsch". Es ist auch keine Analyse, sondern ein höchst subjektives Schlaglicht, zu einem komplexeren Thema. Es ist eine Verkürzung und trägt damit alle Merkmale einer Verkürzung, die da z.B. nicht nur aber auch sind : Ungenauigkeit und Widersprüchlichkeit. . Die Aussage zu den "Guthaben" der OECD Staaten ist unter dem Aspekt der Heranziehung aller Sicherheiten und der Mehrfachverwendung dieser Sicherheiten, ein reiner Buchwert. Es ist Interpretationssache, ob die Deutschen 5 oder besser 10 Billionen Euro Guthaben nach Abzug der direkten Schulden haben. Ihre mathematische Rechnung ist richtig, Ihre Quellen zweifle ich nicht an. Meine Meinung beruht auf dem Wissen, dass alle Guthaben und Sachwerte verpfändet sind und das unser Wirtschaftssystem, das auch quasi erzwingt. Wirtschaftliche Störungen stellen also den Besitz in Frage. Ein Hausbesitzer der keine Grundschuld eingetragen hat, ist nicht mit dem Haus betroffen. Richtig. Das ist aber in etwa wie die Aussagen : "Bei Rot muss man mit dem Auto vor der Ampel stehen bleiben." und "Bei Rot muss man auch bei Rot in die Kreuzung einfahren, man darf garnicht stehen bleiben" Beide sind richtig, wenn man bedenkt, das die 2. nur gilt, wenn ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht hinter dem betreffenden Autofahrer steht und dieser den Weg frei machen -muss-, egal wie, solange er niemanden zusätzlich gefährdet. Eine Verkürzung würde sich immer die erste Aussage zu eigen machen. Die zentrale Aussage in meinem Text sehe ich anders als Sie und ich hoffe, die anderen Leser auch. . Danke für Ihr Bemühen sachlich und inhaltlich auf meinen Text einzugehen, rechne ich Ihnen hoch an.

0 Berliner Vorstadt 15.05.2012, 18:58 Uhr

Guter Artikel, gute...

Guter Artikel, gute Diskussion! So gar nicht passt dazu diese Meldung: http://www.moebelmarkt.de/nachrichten/nachricht/vdm-deutsche-moebelindustrie-mit-71-mehr-umsatz-im-1-quartal-37598.html In Dänemark sind die Möbelfabriken auch alle dicht (und sehen so traurig aus), obwohl die richtig gute Sachen gemacht haben: http://www.youtube.com/watch?v=hVaFeMY_sOs In DK wollen die jungen Leute diese Sachen nicht nur nicht kaufen , sie sind sich auch zu fein, Polsterer oder Tischler zu werden. Ansonsten gilt natürlich das kluge Wort von Michael Klonovsky: "Die Kultur endet, wenn die Reichen keine mehr besitzen."

0 colorcraze 15.05.2012, 19:30 Uhr

@Tiger: Herrjeh, Limeyland ist...

@Tiger: Herrjeh, Limeyland ist nicht China oder Burkina Faso. Versuchen Sie dafür mal eben eine Umzugsfirma zu finden.

0 colorcraze 15.05.2012, 19:32 Uhr

@bInVonHier: wo sollen...

@bInVonHier: wo sollen "unabhängige", selbstdenkende Finanzwissenschaftler, die einigermaßen verstehen könnten, was abgeht, denn versteckt sein? In Universitäten und als Firmenangestellte gewiß nicht.

0 colorcraze 15.05.2012, 19:36 Uhr

@Filou: verstehe, Sie fühlten...

@Filou: verstehe, Sie fühlten sich offenbar angefeindet. Ist mir auch passiert, in anderen Zusammenhängen. Sie sind "ab nach Holland". Könnten Sie ähnlich prägnant-andeutend die erlebten Unterschiede benennen?

0 colorcraze 15.05.2012, 19:38 Uhr

@BinVonHier: Je, Verursacher....

@BinVonHier: Je, Verursacher. Ich glaube nicht wirklich daran, daß man die "wirklichen, ursprünglichen" zu fassen bekommt.

0 colorcraze 15.05.2012, 19:47 Uhr

@BinVonHier: ach,...

@BinVonHier: ach, "Schuldenbremse" wurde doch schon bei Einführung des Euro vereinbart, und sofort "wegen Sonderfall BRDDRVereinigung" gebrochen. Was danach kam, war "weiter so" in Ignoranz. Von daher habe ich schwere Zweifel, ob all diese dicken Verträge ernstzunehmen sind. Was meiner bescheidenen Meinung nach jedoch ernstzunehmen ist, ist der Zugriff der EU-Kommission innert 7 Tagen auf die Staatsfinanzen der unterzeichnenden ESM-Länder. Kassenzugriff ist immer ernstzunehmen. Alles andere ist plänkelndes Schönwettergeschwätz.

.schade ein Textbeitrag ist...

.schade ein Textbeitrag ist verschwunden beim absenden. Stattdessen dass , was ich vermeiden wollte. Ein Volkswirtschaftliches Model mit den untersch. Verschiebungen/ c.p. was keinem nutzt, weil es ja so einfach ist und alle es verstehen. Jetzt sollte nur noch jemand kommen mit dem Standardzielmarkzmodel, dem Produktzyklus und alles hat Bordellniveau.

0 colorcraze 15.05.2012, 19:57 Uhr

@hansgeier: um auch Ihre...

@hansgeier: um auch Ihre Illusionen zu beseitigen: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/reisanbau-in-italien-risotto-tradizionale/6627256.html da werden keine bückenden Wassertreter mehr gebraucht. Und die kleineren Produzenten werden demnächst von den Monopolen gefressen.

0 E.R. Binvonhier 15.05.2012, 20:11 Uhr

@ colorcraze, so aussichtslos ...

@ colorcraze, so aussichtslos stelle ich mir das nicht vor. Wenn man als David gegen Goliath antritt, welche Chancen hat man, wenn man nicht die eigene Steinschleuder nimmt, sondern eine nachgeahmte Großkeule anschleppt, vom Gegner sich die Waffe diktieren lässt. Vielleicht geht es noch einfacher: Aufhören wie ein Kaninchen auf die Schlange zu starren, darin sind die Deutschen in Europa führend - das ist schlecht für Europa.

@Holly01: Sie haben es...

@Holly01: Sie haben es klargestellt, nur wird ab hier (für mich) jede Diskussion sinnlos. Über Eindrücke und subjektive Schlaglichter kann ich als Faktenmensch nicht diskutieren, da fehlt mir der Diskussionsgegenstand. Gruss, Thorsten Haupts

@E.R. Binvonhier: Meine...

@E.R. Binvonhier: Meine Grundsatzhaltung zu Sozialleistungen habe ich so klar wie mir möglich dargestellt. Ich habe nur - vielleicht mangels weiterer Erläuterungen - den Eindruck, Sie verwechseln Sozialleistungen mit Bildungs- oder Infrastrukturinvestitionen. Für die stimmt Ihre Aussage, viele Sozialleistungen dagegen würde ich nicht unter Entwicklungskosten verbuchen. Gruss, Thorsten Haupts

@colorcraze: Werfen Sie mal...

@colorcraze: Werfen Sie mal einen Blick ins Wirtschaftsblog der ZEIT (das der FAZ ist kleinstes Karo). Nicht die Autoren sind dort das Interessante, sondern eine Handvoll von Kommentatoren. Die sich auf eine Weise in die Materie gekniet haben, dass mir die Ohren schlackern. Aber selbst die Handvoll kann sich selten auf eine Sichtweise einigen, obwohl sie nach meinem Eindruck sehr wohl verstehen, was wo passiert. Gruss, Thorsten Haupts

0 Der Tiger 15.05.2012, 20:44 Uhr

@colorcraze – Sind Sie noch...

@colorcraze – Sind Sie noch nie ernsthaft umgezogen? Das ist ganz einfach, zum Beispiel mit: http://www.crownrelo.com/relo/nl/relocation.services.html?cid=ad30

@ E.R. Binvonhier15. Mai 2012,...

@ E.R. Binvonhier15. Mai 2012, 17:17 : Es bildet sich bei den Ökonomen ein kleines gallisches Dorf, mal sehen wie erfolgreich die sein werden. In der deutschen UNI Landschaft gibt es meines Wissens keinen einzigen Prof, der die ami Lehren auch nur in Zweifel zieht, da wird knall hart durchgelehrt.

@ Rotwild15. Mai 2012, 11:44...

@ Rotwild15. Mai 2012, 11:44 : tagret 2 Salden entstehen, wenn eine Nationalbank einen Geldabruf an eine andere Nationalbank tätigt. Dieser Abruf erfolg gegen Sicherheiten. Eine target2 Forderung entsteht nicht, wenn einfach nur Geld über Grenzen hinweg überwiesen wird. eine Nationalbank kann einem target2 Abruf nicht widersprechen, sie muss überweisen. . Warum gibt es dieses Mittel? In Griechenland haben die Kapitalinhaber ihr kapital ins Ausland transferiert. Das erzeugt keine target2 Salden, das ist normaler Transferverkehr. Die griecheischen Banken haben damit ihr Eigenkapital verloren und haben einen hohen Kapitalbedarf. Die griechisches Nationalbank ruft Geld bei einer Nationalbank mit einem hohen Überschuss ab. Es ist ein mengenausgleich, der auf Kapitalflucht beruht. Die deutschen Banken haben durch die Überweisungen der griechischen Kapitalinhaber eine Liquiditätsschwemme. Das Geld ist in Deutschland, das Buchgeld ist in Griechenland, die Sicherheiten sind wieder in Deutschland. Hat eine Nationalbank keine Sicherheiten mehr um einen target2 Abruf auszuführen, dann gibt es als letztes Mittel die ELA, da wird Geld schlicht geschöpft, man druckt es mit Zustimmung der EZB, welche nur mit 2/3 Mehrheit die ELA stoppen kann. Das target2 Problem liegt in der Bankenfinanzierung. Die EZB hat unter Draghi die Mindesteinlage für Banken von 2% auf 1% gesenkt, um mehr Liquidität ins System zu bekommen. Die 1% sind schon extrem, denn der Wert liegt normal bei 20-30%. Mindestreserve bedeutet, dass bei jedem Gelddurchgang ein Teil des geschöpften Geldes abgeschöpft wird. Bei 20% sind es 5 Durchgänge, ein geschöpfter Euro erzeugt also 1€ + 80C + 60C + 40C + 20C = 3€ Bei 1% ist die Geldmenge praktisch frei gegeben und die Geschäftsbanken erhöhen die Geldmenge extrem schnell (wenn sie Kreditnehmer haben). target2 spielt sich also auf der Ebene der Nationalbanken ab, auf dieser Ebene hat Geld nur eine inhaltliche, keine Mengenbedeutung.

0 E.R.Langen 15.05.2012, 21:27 Uhr

filou, 17:08: Betrachten Sie...

filou, 17:08: Betrachten Sie diesen Eintrag als Nachfrage.

Jetzt wird’s spannend,...

Jetzt wird’s spannend, welchen Kurs Merkollande einschlagen. Das erste Treffen vermittelte nicht den Anschein eines „coup de foudre“, wenn auch Monsieur Hollande sich verspätete aufgrund eines „coup de foudre“. Kommen nun Eurobonds und Wachstumsfödermassnahmen?

@ E.R.Binvonhier "Aber neue...

@ E.R.Binvonhier "Aber neue Möbel - das geht gar nicht!" . Doch, und wie. Z. B. bei den Möbelmachern. Heißt so. Kleine nette nachhaltige Firma in Franken bei Hersbruck (Slow City); machen Schaukochen, all das. [Hab mich mal mit denen wegen ihres zugekleisterten Webdesigns angelegt als ich noch jung und wild war, kamma noch im Netz nachlesen. Aber ihr Blog und die Möbel, das machen sie ganz ordentlich. Ganz ordentlich: transl. aus dem Fränkischen: super! Anm.: Der Franke untertreibt gern.) . @ ThorHa Stimmts? Sie sind eigentlich ganz anders. Aber kommen so selten dazu.

Also mein letzer Möbeleinkauf...

Also mein letzer Möbeleinkauf (2011) war ein italienisches Sofa. Modern. Mein kleines böses Herz ist rein. Auf dem lümmle ich grade. Leider hat meine Katze auch einen Narren dran gefressen. (Sie kratzt gerne. Zum Wohle der Möbelindustrie.)

0 tylerdurdenvolland 16.05.2012, 02:11 Uhr

@ThorHa 15. Mai 2012,...

@ThorHa 15. Mai 2012, 08:27 Man lernt nie aus… Es war der "Georg W Staat", der völlig unabhängig von der Wall Street die Rahmenbedingungen erfunden hat. Aber das Problem entstand, weil die Banken erst tausendfach faule Kredite vergeben haben und dann diese CDS anderen angedreht haben, oder? Ich bin allerdings auch ihrer Meinung, dass man die HRE hätte eingehen lassen sollen. Es war eigentlich selbst für jeden Nicht-Fachmann deutlich abzusehen, dass dies die billigere Lösung geworden wäre, ohne den mittlerweile fatalen Rattenschwanz den die „Rettung“ nach sich zieht. Während die Entscheidung der Politiker unübersehbar das Resultat von simpler Korruption war, so trifft die eigentliche Schuld daran natürlich die Wähler, die sich aus eigener Habgier eine solche Regiertung gewählt hatten. Es trifft also die Richtigen.

0 tylerdurdenvolland 16.05.2012, 02:13 Uhr

@donna laura 10:25 lieber...

@donna laura 10:25 lieber tylerdurdenvolland, ob man in den bäckereien rund um cern ein teilchen zu bestellen wagt? Doch, doch, sie müssen nur eines mit einem, schwarzen Loch drin verlangen…

0 tylerdurdenvolland 16.05.2012, 02:18 Uhr

@ ThorHa Sie schreiben: „Nur...

@ ThorHa Sie schreiben: „Nur zur Klarstellung - ich halte Sozialleistungen im Kern für einen halbwegs wirtschaftlich leistungsfähigen Staat für völlig unverzichtbar, wenn er des Menschen würdig sein soll. Wiederum mit dem klaren Schwerpunkt auf exakt den Leistungen, die Menschen das (Über)leben sichern oder/und die wirklich Schwachen und Ausgegrenzten einer Gesellschaft unterstützen (Behinderte als sichtbarstes Beispiel). Der umfangreiche deutsche Sozialleistungskatalog verfehlt mindestens das zweite Kriterium vollkommen. Was den Zusammenhang zwischen Sozialleistungen und Staatsquote angeht, einfach zwei Zahlen: 52% des Bundeshaushaltes von 305 Milliarden Euro sind Sozialleistungen“ Können sie un erklären was das eine mit dem anderen zu tun hat? Entweder sie sind für ein von Staat zu zahlendes Mindest Niveau an Lebensqualität, dann kann es doch keine Frage sein, wieviel % das sind? Wer schafft denn die Rahmenbedingungen wegen derer soviel Leute auf Unterstützung durch den Sozialstaat angewiesen sind? Schauen sie sich doch allein mal die ungeheure Schweinerei wegen der Verweigerung eines landesweiten Mindestlohnes an!

@Holly: Ich muss Ihren...

@Holly: Ich muss Ihren Ausführungen widersprechen. Sie haben zwar den Ablauf der Transferzahlungen im Target2 System inhaltlich richtig geschrieben, nur stimme ich nicht überein. Denn wenn, als Beispiel, Griechenland aus dem Euroraum austritt, dann haben wir, die Bundesbank, eine offene Forderung gegen ein System, was es nicht mehr gibt. Dann treiben Sie doch bitte die ausstehenden Milliarden bei den Griechen ein. Denn von Sicherheiten kann ja keine Rede sein, wenn die griechsiche Notenbank Geld druckt und dafür griechische Staatspapiere aufkauft. Das System scheitert, und zwar bald. Ich verweise auf die Ausführungen von Herrn Prf. Dr. Werner Sinn vom ifo-Institut. Danke auch für Ihre Ausführungen bezüglich Mindestreserve, ich bin Volkswirt :-)

@tylerdurdenvolland: Der...

@tylerdurdenvolland: Der Zusammenhang zwischen Sozialleistungen und Staatsquote war eine Replik auf die Behauptung, es wären NICHT die Sozialleistungen gewesen, die die Staatsquote trieben. Was die "so vielen" Leute angeht, die auf Unterstützung angewiesen sind - nun, viele von denen waren vorher ausschliesslich auf Unterstützung angewiesen, weil sie zu den 5 Millionen (+) Arbeitslosen gehörten. Mindestlohn - den befürworte ich schon lange, allerdings mit sehr, sehr grossen Bauchschmerzen. Fällt er zu hoch aus (für mich alles über 7,50 Euro/Stunde) treibt er Arbeitslosigkeit (Blick nach Frankreich). Und nach meiner persönlichen Beobachtung ist gesellschaftlich wie für die meisten Menschen selbst gering bezahlte Arbeit der Arbeitslosigkeit vorzuziehen. Bei der Frage nach den % Anteil der Sozialleistungen am Staatshaushalt trenne ich zwischen notwendig und wünschenswert. Wünschenswert ist viel, nur müssen Sie diejenigen überzeugen, die es finanzieren müssten. Das werden nämlich nicht die "Reichen" sein (Definition: Kann von den Erträgen seines Vermögens leben), sondern die oberen 40% Einkommensbezieher. Und das wissen die. Gruss, Thorsten Haupts

@alle...

@alle "Faktenmenschen": Rechnete man die implizite Staatsverschuldung mit ein, wäre Deutschland schon pleite... sagt ein Herr Bach vom DIW: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.364649.de/10-50-1.pdf

0 donna laura 16.05.2012, 08:58 Uhr

lieber mediensegler, man...

lieber mediensegler, man benötigt genau einen - die glühbirne muss es aber auch wollen.

Der Euro auf Talfahrt, der Dax...

Der Euro auf Talfahrt, der Dax auf Talfahrt. Deutsche Aktien sind spottbillig geworden. Frau Merkel will Griechenland in der Eurozone behalten - ist sie auf dem richtigen Weg?

0 E.R. Binvonhier 16.05.2012, 10:29 Uhr

Mir fällt nur noch dieses...

Mir fällt nur noch dieses kleine Filmchen ein (von Filou verlinkt ). Das Fußballspiel zwischen deutschen Philosophen vs. die griechischen Philosophen. Während die Deutschen diskutieren, schießen die Griechen das Tor.

0 E.R. Binvonhier 16.05.2012, 10:41 Uhr

Frau Merkel hat gestern...

Frau Merkel hat gestern öffentlich erklärt die Griechen im Euro halten zu wollen. Das Szenario: Griechen raus aus dem Euro ist vom Tisch. Ein klares Signal an die 'Märkte'.

0 donna laura 16.05.2012, 11:00 Uhr

lieber Holly01, falls man mit...

lieber Holly01, falls man mit deutschen und amerikanischen wissenschaftlern nicht sonderlich weiterkommt, so habe zumindest ich regelmässig auf franzosen, fern aller nationalismen, zurückgegriffen - eine ziemlich andere sichtweise der dinge, mit der man in deutschland in wissenschaftskreisen durchaus gefallen, auffallen und sich sogar einigermassen würdevoll schlagen kann [ot: einmal ganz abgesehen von deleuze und guattari, die sehr viel mehr umdrehungen erzeugen als gar mon ami heidegger, wobei auch sie für so manche hirnw!¢h$€r€! herhalten müssen. was bedeutet schon verstehen, ts]. . pardon, dass ich marc chesney wieder einmal ins spiel bringe, doch finde ich den mann als didakt und querdenker einfach génial: http://www.forschungsportal.ch/unizh/a473.htm. . die von ihnen kritisierte sichtweise der ökonomie evoziert auch andernorts prinzipiell nicht gerade irrelevanten einspruch: http://www.responsiblefinance.ch/2012/01/harvard-studierende-protestieren/ (diese site bietet zudem zumindest mir so manches lesevergnügen) sowie http://www.mem-wirtschaftsethik.de/memorandum-2012/das-memorandum/ . das problem besteht darin, wie sie zu recht sagen, dass die politikgenerierenden personen, also die gewählten personen an den schlüsselpositionen, nicht die ohren und das dazwischen haben*, um dies zu vernehmen oder vernehmen zu wollen - da es die sie ohnehin quälende komplexität noch einmal erhöhte, darüberhinaus die eigene, ursprüngliche herangehensweise in frage stellte sowie nicht sein könne, was nicht sein dürfe -, und darüber zu sinnieren, ob an den formulierten thesen etwas dran sein könnte, geschweige denn, konsequenzen zu ziehen. ----- * obwohl das vielleicht eine vorzügliche ausrede sein kann, ignoranz vorzuschieben, und derweil gemütlich eine kleine runde mit dem schnellboot vor ischia zu reden, das einem 'jemand' freundlicherweise zur verfügung stellte – lieber eine dumme made im speck als eine tote made auf dem meeresgrund (daher auch die wahlvolksempörung angesichts der heruntergelassenen hosen von wullf. man sah auf beiden seiten dinge, die man nicht sehen wollte, von denen man aber wusste, dass sie vorhanden sein müssen).

0 donna laura 16.05.2012, 11:06 Uhr

lieber tylerdurdenvolland,...

lieber tylerdurdenvolland, dann nehme ich einmal bitte ein dutzend teilchen mit schwarzem loch, supernovafüllung und météoritenstreussel.

0 E.R. Binvonhier 16.05.2012, 11:20 Uhr

ThorHa, das Gesundheitswesen...

ThorHa, das Gesundheitswesen hab ich zu den Sozialleistungen gerechnet und an die Pharmaindustrie und Medizintechnik (Siemens) gedacht. Wenn der heimische Markt zu klein ist, muss man die Leistungen/Entwicklungskosten auf möglichst alle verteilen. M.E. war die deutsche Exportindustrie - bisher jedenfalls - nur mit Produkten auf dem Weltmarkt erfolgreich, wenn sie auf das praktische Beispiel Deutschland ver- weisen konnte. Aus Erfahrung Gut. Als Gegenbeispiel könnte man die 'Kopfgeburt' Transrapid anführen.

Auch wir haben hier ein...

Auch wir haben hier ein italienisches Sofa. Seit 34 Jahren. Aus einer grossen Fabrik (Cassina) von einem noch groesseren Entwerfer (Migistretti). Hat 5 Katzenleben ueberstanden und beim Kauf unser Kasse nachhaltig ruiniert. Nachteil der Qualitaetsprodukte: Man braucht nur EIN Sofa. Wer kauft die vielen anderen? . @colorcraze, E.R.Binvonhier. Heute Abend. Ein Wein muss meinen umstaendlichen Gedakengang auf Linie bringen.

@Muscat - pleite: Die...

@Muscat - pleite: Die Interpretation gibt der Bericht (den ich schon kannte) zwar nicht her. Was er dagegen hergibt, ist eine klare Sicht auf die Schuldenpolitik der letzten 30 Jahre. Ich hielt die deutsche Verschuldungspolitik 30 Jahre lang für falsch und gefährlich, durfte mir aber auch hier im Blog schon unwidersprochen anhören, es wäre halt nichts anderes möglich gewesen. Sei´s drum, danke für die erneute Bestätigung. Gruss, Thorsten Haupts

@fionn - Merkel auf dem...

@fionn - Merkel auf dem richtigen Wege: Ja und nein. Nein, wenn man nur den Euroraum betrachtet und Griechenlands bekannte Zahlen - es ist pleite, Punkt. Und ja, wenn man sich vor Augen führt, dass nur ein Rausschmiss aus Euroraum UND Europäischer Union uns das griechische Problem vom Halse hielte. Ich bin trotzdem für den Staatsbankrott. Danach wird u.a. die Beschimpfung der Deutschen als "Spardiktatnazis" schlagartig aufhören. Gruss, Thorsten Haupts

0 donna laura 16.05.2012, 12:06 Uhr

während der neue beitrag sich...

während der neue beitrag sich mit dem wein der sulfite und der hefen besäuft, darf man hier noch den süssen wein des vergessens verschütten und den bitteren wein der wahrheit offerieren... . zum bargeld: was halten die geschätzten kommentaroren und der ebensolche gastgeber von dem ziel der eu-kommission, das bargeld abzuschaffen? http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/wie-die-elektronische-geldboerse-das-bargeld-abloesen-soll_1.16900660.html . na wunderbar, im sinne der "sicherheit und sauberkeit" wird der bürger nicht nur beim überqueren der strasse gefilmt, sondern überwacht, was er kauft (chips, eis und besonders strapazierfähige kondome) beziehungsweise als privater verkauft (flohmärkte, autoverkäufe). . was technisch versierte kriminelle damit anstellen können, gehört selbstverständlich in die hände der justiz. basta. wieso vorsorgen. das produkt reift beim kunden. . na bravo, haben die lobbyisten der banken und kreditkartenfirmen mal wieder ganze arbeit geleistet: bank runs werden verunmöglicht, man kann nicht diese systemrelevanten institute nicht einmal im privaten umgehen etc. soll die alternative zum stand auf dem flohmarkt tatsächlich die firma ebay sein? dann verdient nicht nur sie, sondern auch der angeschlossene bezahlkumpel, sondern auch die paketdienste oder besser gleich noch die müllabfuhr... kaufen wir doch einfach plastikkerzenständer aus taiwan. . und überweisen sie als grosseltern mal der kleinen für die zweiplus in mathe drei euro mit dem smartphone, was für ein geknibbel - einfach nur lachhaft. . wenn schon zuweilen die kassenschublade in der kleinen konditorei versagt (eine registrierkasse ist nicht unbedingt erforderlich: eigentlich reicht eine ordentliche buchführung, so dass man nicht unbedingt den kassenhersteller glücklich machen muss) und wer hat noch einmal gesagt, dass die kartenlesegeräte funktionieren. na also. . wenn man nun auch noch ein smartphone kaufen muss (mit dem man sich sowohl tracken und als auch f*cken lassen kann, ach was, muss), um noch strassenbahntickets lösen zu können... . (na toll, und für alle trolligen persönchen, die nur lücken in löchrigen argumentationen suchen: diese äusserung entstand im vollen bewusstsein, dass auch die papier- und münzherstellung nicht umsonst ist, und dass natürlich das verbrechen bekämpft werden muss, sicher) . umsonst ist der tod der freiheit? echt? umsonst?

0 colorcraze 16.05.2012, 12:22 Uhr

@Tiger: was verstehen Sie...

@Tiger: was verstehen Sie unter nicht-ernsthaften Umzügen? - Ich betrachte mich als Mitglied des naturgemäß seßhaften Teils der Gesellschaft (Diplomaten, Soldaten und einige andere Gruppen sind naturgemäß Nichtseßhaft, jedenfalls in ihrer aktiven Zeit), deswegen ist mir die Vorstellung ständigen Umziehens zuwider. Ich entwickle tiefsitzende Anhaftung an einen Ort und möchte dort auch bleiben. - Daß es Umzugsfirmen gibt, die einem die Vase samt Schnittblumen, die in der alten Wohnung auf dem Eßtisch stand, in der neuen Wohnung genau so wieder hinstellen, und das innert 1, 2 Tagen, ist mir bekannt. Aber die Lästigkeiten oder Bequemlichkeiten des Umzugs sind unwesentlich gegenüber der Frage nach dem ZIEL des Umzugs.

0 colorcraze 16.05.2012, 12:26 Uhr

@muscat: ja sicher. Und viele...

@muscat: ja sicher. Und viele andere auch.

Auf CASH.ch online heute Re...

Auf CASH.ch online heute Re Griechenland: >>Im ersten Quartal schrumpfte die Wirtschaft im Jahresvergleich um 6,2 Prozent. Viele Griechen sehen schwarz für die Zukunft. "Das Land ist am Ende", sagte etwa der 57-jährige Reiseverkehrskaufmann Panos Leonidas. "Von nun an kannst du nur hier leben, wenn du ein Tier bist."

Naja, wir haben alle unsere...

Naja, wir haben alle unsere Fehler und Sie schreiben sehr nett, da will ich Ihnen Ihren Beruf nicht vorwerfen :-) . Ich bin Techniker und betreibe seit 30 Jahren die Fehlerbehebung, lebe also analytisch. Mit dieser Krise beschäftige ich mich nun schon 6 Jahre. Da bleibt einiges hängen. Falls ich aber etwas dummes schreiben, wäre ich dankbar für Korrektur, statt lächeln.

0 colorcraze 16.05.2012, 12:41 Uhr

@BinVonHier (22:11): so...

@BinVonHier (22:11): so könnte das durchaus gehen, aber einstweilen ist noch Fuchteln mit Pappmachekeulen angesagt, um den Augenmerk von der Schleuder abzulenken.

Bargeld abschaffen: Um...

Bargeld abschaffen: Um endgültig zum hilflosen Sklaven der Fähigkeiten, der Integrität und der EDV-Systeme von Banken zu werden? Nein, danke. Das ist ein feuchter Wunschtraum aller grossen Banken. Der momentan wohl noch an der Infrastrukturfrage scheitern würde. Lesetip dazu ist die aktuelle (Schwerpunkt Loyalität) brand eins, ausführlicher Bericht dort. Gruss, Thorsten Haupts

0 donna laura 16.05.2012, 13:07 Uhr

lieber ThorHa, danke für ihre...

lieber ThorHa, danke für ihre rasche antwort und ihre position! . lieber Holly01, falls sie mit ihrem beitrag von 14.29 u auf meine wenigkeit angespielt haben sollten: zu wenig verstehe ich vom finanzwesen, um auch nur den gedanken an korrektur in meinen zartgrauen hirnwindungen keimen zu lassen. und so war mein beitrag als ergänzung gedacht, gerne auch lächelnd. ausserdem, wenn man nicht hier die dummheiten, falls es je in anderen beiträgen ausser den meinen vorkäme, schreiben dürfte, nun, wo dann?

0 colorcraze 16.05.2012, 13:12 Uhr

@donna laura (14:06): ja, die...

@donna laura (14:06): ja, die Konsequenzen sind hübsch scheußlich, nicht? Für jeden Cent das System um Erlaubnis fragen müssen. Nichts mehr versteckt verschenken dürfen. Von anderen vorgezählt bekommen, statt selbst zu zählen.

0 donna laura 16.05.2012, 13:47 Uhr

liebe colorcraze, nun, es ging...

liebe colorcraze, nun, es ging weniger 'nur' darum: man dachte mehr an die konsequenzen aus den erkenntnissen von klügeren menschen, die sich mit den auswirkungen des systems, wie es derzeit betrieben wird, befassen und die eine korrektur anraten, sollten die auswirkungen auf den noch-citoyen in dessen sinne erträglich sein. . irgendwie war doch einmal das unbequeme projekt der lästigen aufklärung angedacht worden, mais oui, so richtig ist es nicht angekommen, demnach war es wohl nichts, und wenn sich nur ein paar verstreute intellektuelle ärgern, so macht dies nichts, ts, hauptsache die rest-deppen sitzen mit kreditvertrag und toastschnitzel vor dem grossen flachbildschirm und sehen sich die prügeleien neben dem fussballstadion an.

0 diktionaftis 16.05.2012, 14:15 Uhr

@donna laura: "hauptsache die...

@donna laura: "hauptsache die rest-deppen sitzen mit kreditvertrag und toastschnitzel vor dem grossen flachbildschirm ..." . Währenddessen gönnt sich der Übermensch einen Positronen-Portulak-Salat, zum Nachtisch wird ‪Bismutgermanat‬-Biskuit gereicht. Dazu einen Synchrotron on the Rocks. . :)

@ donna laura 16. Mai 2012,...

@ donna laura 16. Mai 2012, 15:07 : Nein, das war nicht für Sie, es war für Rotwild und sollte nur die etwas "launige" Antwort entschärfen. Sich in der Öffendlichkeit als VWLer zu outen nicht so einfach. Da kommen eine Menge Ärger und Vorurteile an. So gesehen, auch eine Leistung, sich diesem zu stellen. Ich habe anderswo einen Vorschlag für eine "europäische Schule" gemacht, aber die ganze VWL besteht ja quasi nur noch aus Splittern, Schulen oder amerikanischem mainstream (von aussen betrachtet). . @ muscat 16. Mai 2012, 09:45 : Ich habe das abgewürgt, aber die realistische Antwort lautet : Die Statistiken sind alle samt ein Mist wert. Ein System mit negativem Geld baut keine Vermögen auf, es erzeugt Schulden. Was an vermögen da war ist abgeschrieben oder abgewertet durch Inflation. Was wir sehen ist quasi der Schaum vom Bier, natürlich sehr schwunugvoll gezapft, das Bier darunter ist sehr wenig, schal und wenig schmackhaft. Ein Multimilliardär kann treiben was immer er will, aber nach dem cut, ist der genauso am popo wie der harz4er. Wer es schafft hatte Glück, mit System hat das alles nichts mehr zu tun. Wir sind längst alle am popo, es fühlt sich nur noch so kuschelig an, weil das fallen noch nie das Problem war, nur der Aufprall ist problematisch.

0 donna laura 16.05.2012, 14:42 Uhr

lieber diktionaftis, immer...

lieber diktionaftis, immer diese völlereien... als übermensch sollte man sich beherrschen können (wenn es schon zur herrschaft über andere kaum reicht) ;-)

@Holly01 - am popo: Der...

@Holly01 - am popo: Der Untergang des Abendlandes ist nah. Bereuet und büsset. Gruss, Thorsten Haupts, Überlebender vieler angekündigter Weltuntergänge

0 E.R. Binvonhier 16.05.2012, 14:53 Uhr

Alles, alles zu spät....

Alles, alles zu spät. Lesefrucht auf Spon im Forum: Die Deutschen - Achtung - können nicht in einem (Währungs-) Raum mit den Griechen leben. Anderes Etikett drauf und schon stimmt's wieder. Und das ist wie man verfolgen konnte keine Einzelmeinung.

@ ThorHa 16. Mai 2012, 16:45...

@ ThorHa 16. Mai 2012, 16:45 : Wissen Sie, ich denke bei Ihnen muss man auf das achten, worauf Sie nicht antworten, weil Ihnen die Inhalte und Argumente fehlen. Desto agressiver und platter Sie abkanzeln, deso mehr dokumentieren Sie Ohnmacht und Unvermögen. Das war der wichtigere Grund die Diskussion mit Ihnen zu beenden, Sie würden da wo Sie anderer Meinung und es nicht belegen können sind ins persönliche flüchten. Am Ende ist es egal, sie lassen denken, Ihre Meinung bekomme ich an jeder Strassenecke im mainstream.

@Holly01: Wissen Sie, ich...

@Holly01: Wissen Sie, ich denke über Sie überhaupt nichts. IHRE Meinung allerdings bekam man schon 1980 in jedem besseren Buchladen in der Esoterikecke, im Internet dann bei Lyndon LaRouche. Und wenn Sie "Meinungen" wie "wir sind längst alle am popo" ablassen, konkrete Diskussionen (wenn angeboten) schlicht verweigern und de facto begründungslos den Untergang beschwören, wundern Sie sich bitte nicht über die Antwort. Letzter Hinweis - ich habe mich erkennbar und sehr bewusst über eine bestimmte Meinung lustig gemacht. Und genau nicht über Sie. Amüsierte Grüsse, Thorsten Haupts

Alle Achtung, ThorHa. Jetzt...

Alle Achtung, ThorHa. Jetzt wissen Sie auch noch besser als der Autor selbst, wie dessen Text zu verstehen ist: "Die Interpretation gibt der Bericht (den ich schon kannte) zwar nicht her..." . Äh. Ich zitiere aus dem DIW-Bericht, S. 8: "Durch die erheblich gestiegene Staatsverschuldung und die nur geringen Zuwächse beim staatlichen Vermögen ist dieses „Eigenkapital“ seitdem nahezu aufgebraucht worden. Berücksichtigt man noch die implizite Staatsverschuldung aus den sozialen Sicherungssystemen, ist die „Deutscher Staat AG“ überschuldet." . Frohe Himmelfahrt allerseits!

Liebe donna laura, welche von...

Liebe donna laura, welche von Chesneys Publikationen haben Sie denn gelesen? Es sind ja doch einige. Gibt es eine konkrete Empfehlung? Vielen Dank vorab.

Ich glaube ich gehe heute...

Ich glaube ich gehe heute angeln, die beissen ja heute wieder prächtig.

0 E.R. Binvonhier 16.05.2012, 19:00 Uhr

@fionn 11:37, die Meldung,...

@fionn 11:37, die Meldung, dass Frau Merkel die Griechen in der Euro-Zone halten will, wurde von den Medien ungeöffnet zurückgeschickt.

@muscat: Ach, dann zitier ich...

@muscat: Ach, dann zitier ich doch mal zurück: "Daher sollte die implizite Staatsverschuldung aus den sozialen Sicherungssystemen nicht überbewertet werden." Seite 6 Und der Satz ist deshalb wichtig, weil der Berichtsverfasser die implizite Staatsverschuldung braucht, damit der deutsche Staat auf Seite 8 zu "überschuldet" erklärt werden kann. Dazu ist die gesamt Rechnung reichlich seltsam. Infrastruktur- und Geldvermögen werden die Verbindlichkeiten aus Krediten gegenübergestellt, die (im Vergleich zu Unternehmenserlösen sicheren) laufenden Einnahmen aus Gebühren und Steuern überhaupt nicht berücksichtigt. Und wenn der Autor seinen Vergleich mit Unternehmensbilanzen ernst genommen hätte, würde er hier http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberschuldung nachlesen können, dass es zur Feststellung einer Überschuldung in Unternehmen keineswegs ausreicht, dass Verbindlchkeiten das Vermögen übersteigen. Gruss, Thorsten Haupts

0 donna laura 16.05.2012, 19:56 Uhr

liebe muscat, das kommt...

liebe muscat, das kommt allerdings sehr auf ihr persönliches interesse an. schauen sie doch einmal beim swiss finance institute nach; dort finden sie am ehesten zugang zu texten. meines sanft verbleichenden wissens nach können sie sich sogar online anmelden und solcherart zumindest einige artikel lesen. . liebe E.R. Binvonhier, nun, dass sie dies möchte, ist durchaus ehrenhaft, die spannende frage bleibt jedoch: wird sie es tun und wird sie es können. . eine kosten-nutzen-rechnung wäre nicht schlecht. . im übrigen dürften auch schon die portugiesen keine fingernägel mehr haben. ihr brain drain zieht südwärts, weit südwärts, und wer noch im land bleibt, bleibt, weil er aus verschiedenen gründen nicht wegkommt. allerdings sind sie, die portugiesen das schimpfen schon seit jahrzehnten gewohnt, das darben und knabbern an fischgräten gar über einige jahrhunderte hinweg. das macht es nicht besser. . eine äusserst kuriose wendung nähme die europäische geschichte, wenn mit den griechen die demokrtatie (gemeinsam mit dem bargeld) ginge, und die türkei mit ihrem kleinen europazipfelchen aus sicherheitspolitischen gründen in der eu landete.

Ich bin drueben im 'Weinhaus...

Ich bin drueben im 'Weinhaus Raffelt'. Sehr nett da. Fehlt nur noch Venetia die uns Zigeunerweisen geigt (einmal im Jahr darf man auch unter Niveau musizieren). Vivat Bacchus!

0 auch-einer 16.05.2012, 20:25 Uhr

bargeld abschaffen? . der...

bargeld abschaffen? . der feuchte traum aller finanzminister.: schluss mit der schattenwirtschaft.

0 acuh-einer 16.05.2012, 20:30 Uhr

"die Meldung, dass Frau Merkel...

"die Meldung, dass Frau Merkel die Griechen in der Euro-Zone halten will, wurde von den Medien ungeöffnet zurückgeschickt." . so langsam bekommt sogar der mainstream mit, dass frau dr. merkel einge zeit nach einem sager so ziemlich das gegenteil davon tut. . also, ich glaube ja nicht, dass es den medien schon so schlecht geht, dass jetzt neuwahlen her müssen, bloss damit wieder wind ind anziegengeschäft kommt.

0 E.R. Binvonhier 16.05.2012, 21:15 Uhr

OT: Herr Röttgen ist...

OT: Herr Röttgen ist lernfähig, zumindest wenn es um seine Versorgung geht. Niemand wird anzweifeln, dass sein Rausschmiss politischer Natur ist. Die Angst um seine Versorgungsbezüge war es seinerzeit auch, die ihn davon abhielt sich für den BDI zu entscheiden. Frau Merkel hatte Verständnis. . Hatte sich hier jemand über zuwenig Leichen zum Dessert beklagt? Zuwenige Masken, zuwenig Charade? Was der Blog nicht so recht auf die Beine bekommt, stemmt der Zeitgeist.

0 tylerdurdenvolland 17.05.2012, 10:48 Uhr

@Thor Ha ein letztes...

@Thor Ha ein letztes Mal.... Ichbin ja im grossen und ganzen ihrer Meinung... aber die Details... aber die Details... Sie schreiben: "Das werden nämlich nicht die "Reichen" sein (Definition: Kann von den Erträgen seines Vermögens leben), sondern die oberen 40% Einkommensbezieher. Und das wissen die." Ja dann sollten diese oberen 40% halt nicht die Parteien wählen die sie immer wählen... bei mir würden gerade die Leistungsträger NICHT das ganze zu fianzieren haben. Sie können sich ja socher noch an die Steuersätze die der alte Kommunist Ronald Reagan seine reichen Amerikaner bezahlen liess, oder? So dumm wie die "kleinen Leute" waren einen peinlichen Emporkömmling wie Schröder zu wählen, so dumm ist der obere Mittelstand wenn er FDP/CDU wählt. Die sind sogar nicht mal dann lernfähig, wenn sie sehen, dass es nur die Hotelbesitzer waren, die davon profitierten. Also warum sollte man sie nicht zur Kasse bitten? Typisch dumm ist dann, dass man den HartzIVern die Schuld gibt. Mir soll es recht sein.... Jeder sollte so lange bezahlen müssen, bis er anfängt zu lernen, egal, ob HartzIver oder ihre40%... meine SwFranken und Yen sind mittlerweile ungefähr doppelt so viel wert, wie noch vor ein paar Jahren. Euro habe ich schon länger keine mehr.....

0 perfekt57 17.05.2012, 17:37 Uhr

nochmals "westviertel": zum...

nochmals "westviertel": zum glück sind sie ja die, die sie sind - also verschwiegen. und bescheiden. wissen sie doch um ihre rolle "in-beetween". also als zwischen den großen mächten und den kleinen leuten relativ dauerhaft und notwendig nützlich sich befindend. und mit starkem klassenstolz ausgestattet: "beide anderen richtungen sind nur um unserer willen da. denn seid wann könnte einer ganz oben oder ein pharao selber seine fellachen beaufsichtigen, über sie recht sprechen, deren eheverbrechen ahnden oder ihnen land zuteilen oder das gegenteil, oder den zehnten abnehmen oder einen fünften, und zwar so abnehmen, dass dem sinne der ordnung genüge getan und alle und alles in alle richtungen nach ihrer art mit dem notwendigen abgesättigt sich fühlen könnten? also mit dem guten gefühl? für die richtige ordnung? also mit dem guten und richtigen gefühl für die einzig richtige und notwendige und gerechte ordnung? nicht wahr, das ginge nicht. denn das können und sollen nur wir. und pharao und fellachen sind darum je und je nicht um ihrer selbst willen da, sondern eigentlich fast ausschließlich um unserer, wenn man es nur sagen dürfte, ohne die heilige (also durch uns und nur durch uns heilige!) ordnung zu stören: pharao's wie fellachen können wechseln, sich ändern: wir aber, wir bleiben." . und darum auch durfte und hat hier keiner davon geschrieben, dass das gleich eingangs gezeigte beispiel von herrschaftsarchitektur allen sich selbst und den verhältnissen genügenden betrachtern sofort als vom gastgeber absichtsvoll gesetztes fake herausragte: . "baluster und konsorten wie portiki" sind natürlich "unecht", in einer späteren periode - übertrieben angeberisch und geschmacklos? - "vorne und in richtung zwischen die bäume" "drangepoppt". sieht halt jeder sofort, der mit sowas handelt oder sich öfters sowas auch schon mal selber kauft: das eigentliche gebäude dahinter hatte ursprünglich einen eher bloß kleineren aufgang (freitreppe?) - und anders. eben sowas wie im bild genau nicht. und der unechte, sortenunreine "anklatsch" mindert natürlich jeden wert und preis. und also auch das image und einen evtl. wiederverkaufspreis. und also würde man sowas nie nicht erwerben. . aber davon hier natürlich zu recht kein wort, da außerhalb aller westviertelidentität. also schweigen auch wir. und verharren einmal mehr in völliger unkenntnis. so wie eben alle. (*g*) . (dann ggfls. schon lieber sowas aus oxford (tatsächlich): http://www.google.de/imgres?imgurl=http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4e/RowanOak.jpg/220px-RowanOak.jpg&imgrefurl=http://de.wikipedia.org/wiki/William_Faulkner&h=325&w=220&sz=28&tbnid=rMBFFaJ8xUSP7M:&tbnh=98&tbnw=66&prev=/search%3Fq%3Dwilliam%2Bfaulkner%2Bhaus%26tbm%3Disch%26tbo%3Du&zoom=1&q=william+faulkner+haus&docid=nlkU3HURvKRCMM&hl=de&sa=X&ei=NTW1T46tJsHjtQb2sPHJDA&ved=0CIUBEPUBMAg&dur=241 hinge auch womöglich stärker mit dem wort zusammen. (und geistigen getränken auch. das aber schon wieder was anderes. und außerdem dieser blog ja bekanntlich zum glück immer nüchtern.) . und grüße. (und wir hatten mittwoch nachm. aus südfrankreich gepostet, war das eigentlich verloren gegangen? unser rechner sagt nicht, but in vain.)

0 donna laura 17.05.2012, 20:57 Uhr

lieber tylerdurdenvolland,...

lieber tylerdurdenvolland, ihren letzten satz werden auch so manche unterschreiben können... ;-)

0 colorcraze 18.05.2012, 12:04 Uhr

@perfekt 57 (19:37): es kam...

@perfekt 57 (19:37): es kam bisher noch nicht vor, daß mich einer Ihrer Beiträge zu herzlich zustimmendem Lachen brachte, aber dieser tut es.

Liebe Laura (14. Mai 2012,...

Liebe Laura (14. Mai 2012, 23:47), ach Sie waren das!

0 Wolfgang Werkmeister 15.07.2012, 09:30 Uhr

15.7.12 Zum Thema Sparen und...

15.7.12 Zum Thema Sparen und Finanzkrise mal ganzheitlich und großräumig gedacht. Warum brauchen wir Banken im Raubeinkapitalismus unserer Tage und weshalb sind Kreditinstitute für alle, für den Privatmann, die Wirtschaft und die Öffentlichkeit so wichtig, damit nichts verkommt? 7.7.12 Richtig erscheint mir, das ganze System auf den Prüfstand zu stellen und die Dinge ganzheitlich zu heilen. Ganzheitlich heißt global. Das therapieren an Einzelsymptomen hingegen führt immer wieder zur Neuinfektion eines kranken Gesellschaftssystems, dessen Viren und Bazillen Gier, Raffgier und Egoismus sind. Ein Infektionsherd, der nur eliminiert werden kann, wenn man die Infektionswege ganzheitlich vernetzt betrachtet und ausmerzt. Hier ist die Politik gefragt. Doch verstehen die da oben überhaupt noch, was sie da beschließen. Oder retten sie sich nur noch über den Faktor Zeit von einer Infektion zur anderen, bis der Gesamtkörper dann irgendwann endgültig verfällt. Totaler Finanzcrash ja und wann scheint mir bald nur noch die Frage. Neuanfang über eine weltweite Währungsreform, das wird und muss kommen. Japan als meist verschuldete Nation der Welt im Verhältnis zur Bruttosozialleistung seines Volkes steht im Herbst vor dem Kollaps, wenn sich Parlament und Regierung nicht noch zusammenraufen. Renommierte, einst reiche Staaten stehen vor dem Niedergang. Wir haben es nicht mit einem europäischen Problem zu tun. Die gesamte Welt der alten Industrienationen steht auf dem Prüfstand. Auch und besonders die USA. Europa mit seinen südeuropäischen Wunden ist nur ein Teil eines sich global aufgetürmten Schuldenproblems. Und das Übel. Wenn man große, systemrelevante Banken nicht rettet, gefährdet man die Ersparnisse jener, die sich mühsam ein wenig zusammengespart haben. Die Reichen hingegen haben ihre Pfründe schon längst in Immobilien, Gold und anderen Sachwerten gestreut. Lässt man Banken fallen, lässt man die Kleinen fallen. Nie vergessen, Banken verwalten die Einlagen des Volkes. Werden sie nicht gerettet, gehen mit Ihnen die Ersparnisse des einfachen Mannes mit unter. Verdient haben die spekulativ unverantwortlich arbeitenden Banken zwar die Rettung nicht, doch sind sie ein Rädchen im Gesamtsystems, ein Teil von Staat und Bürger. Eine Art Organ im Gesamtkörper, der sich Gesellschaft nennt. Stirbt aber dieses lebenswichtige Organ, sterben auch wichtige Teile im gesellschaftlichen Gesamtrad. Läuft das Rad nicht mehr rund, weil es am Sauerstoff „Geld“ fehlt, kommen auch Wirtschaft und Wohlstand ins Stolpern. In der Folge entsteht Druck auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenrate würde heftig steigen. Die Rechnung würde auf jeden Fall an erster Stelle Hänschen und Lieschen auf der Straße vorgelegt. So gesehen lohnt es sich, Banken zu retten. Aber nur mit Auflagen und über eine allumfassende gesetzlich abgesicherte Gesellschaftsreform, die Banken wieder zu dem machen, wozu sie geschaffen wurden. Diener des Volkes, das ist ihre Mission. Die umgekehrte Auslegung führt zur Perversion. Staat und Bürger müssen die Rechnung immer bezahlen, wenn in der Gesellschaft etwas schief läuft. Das Volk hat verdient, dass ihre Spargroschen gerettet werden. Deshalb muss das System geändert werden. Herumdoktern an Einzelsymptomen verschlimmert den Gesamtzustand. Doch sei auch gesagt, Anarchie ist der falsche Weg. Menschen brauchen Leitplanken, Vorgaben, Orientierung. Zu verschieden ist die Spezies Mensch, zu anfällig für das Luderhafte. Wohin Anarchie führt, sehen wir in diesen Tagen wieder einmal in Somalia. Das Ergebnis ist bekannt. Die Starken und Cleveren kassieren ab und schlagen sich die Bäuche voll. Die schwachen und armen schicken sie als Kanonenfutter an die Piratenfront. So endet Anarchie immer. Darum kann die Anarchie keine Lösung sein. Da ist mir ein starker Staat unter sozialen und demokratischen Bedingungen schon der bessere Lösungsansatz. Doch stark und durchsetzungsfähig muss er schon sein. Man muss die komplex zusammenhängenden Dinge vernetzt verstehen, sonst geht für Hänschen u Lieschen Müller der Schuss nach hinten los, wenn man die großen systemrelevanten Banken fallen lässt. Banken dürfen erst gar nicht so groß werden, dass sie die Systemrelevanz erreichen. Sind sie bereits zu groß, müssen sie per Gesetz zurückgeschnitten bzw. aufgeteilt werden. Siehe hierzu auch das Buch RAUBEINKAPITALISMUS, Finanzkrise, wohin führst du?

0 Andreas Ulbrich 26.08.2012, 10:18 Uhr

Sehr geehrter Don Alphonso,...

Sehr geehrter Don Alphonso, ich entdecke Ihren Blog grad so richtig und freue mich schon durch viele Beiträge hindurch, daß es so etwas gibt. Mit Frau Merkel und dem Osten haben Sie es nicht so, nun gut, ich auch nicht, obwohl ich aus dem Osten bin. Allein Ihr Bild vom Durchschnittsitaliener ist vielleicht etwas idealisiert. Der historische Zufall wollte es, daß die Italiener fast genau die Zeit, die seit Sie dem Osten beitreten mußten, (freiwillig) mit einem Regierungschef verbrachten, der das Oberflächliche tief in der Gesellschaft verankert hat. Ich lese, Sie haben keinen Fernseher, aber vielleicht buchen Sie auf Ihrer nächsten Reise in den Süden mal ein Zimmer mit einem solchen oder schauen in der Bar einfach mal hin. Ein Volk, das sich an so ein Fernsehen gewöhnt hat, kauft auch keine ordentlichen Möbel mehr, egal wie viel Geld da ist. Übrigens verliert beim beim Anblick von RAI oder Media7 sogar eine hochnasende geführenfinanzierte Literaturkritikerin ihren Schrecken. Es sei denn, mann steht auf Silikontitten. Aber wie gesagt, ich bin begeistert von Ihren Beiträgen! Hochachtungsvoll Andreas Ulbrich

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.