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Die Einzäunung unerwünschter Elemente

01.06.2012, 19:52 Uhr  ·  Früher verbannte man unerfreuliche soziale Erscheinungen einfach aus den Städten, und heute ist es nicht mehr anders: Der Fussballfan geht den Weg aller Störenfriede in abgelegene Fanbezirke.

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Der Ball trägt Werbung und das Spiel dauert zu lange.

Mit Fussball ist es wie mit manchen Menschen: Man hat damit zwar nichts zu tun, man wurde dem Gegenstand nicht vorgestellt, aber man redet trotzdem darüber. Im Moment zum Beispiel werde ich oft auf dieses Thema angesprochen. Ich stehe oben auf der Leiter, binde den Weinstock hoch, aus der Kirche nebenan strömen nach dem Konzert die Leute, ich entschuldige mich für mein Nichterscheinen – der Wein ist mein Schrebergarten, und er treibt dieses Jahr so stark wie das Unkraut – und dann plaudern wir etwas. Schliesslich kommen wir zum wichtigsten Punkt der elitären Abgrenzung, nämlich der Erkenntnis, dass es auf diesem schönen Erdenrund keinen besseren Ort als diesen gäbe, um ausgedehnte Besitztümer in der Stadt zu haben. Und dann sagt einer: Dieses Jahr wird es sogar noch besser! Denn es gibt keine Fanmeile und kein Public Viewing. Und alle sind erleichtert.

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So gehört sich das: Einen persönlichen Gewinn aus dem Nichterscheinen und Verschwinden anderer zu ziehen. So eine Art ethnische Säuberung der Innenstadt in Sachen moralisch-geistiger Natur. Die vielen Beschwerden von Anwohnern haben gefruchtet, die Politiker fürchten einen Aufstand der anständigen Hausbesitzer, und haben gespurt. Offiziell, so wird das kommuniziert, bekommen all die Fans jede Menge Auslauf draussen vor der Stadt, in einem umzäunten Gelände, wo dann eine Leinwand steht, die ihnen das Verhalten vorgibt. Dorthin müssen sie auf eigene Kosten mit dem Auto fahren, und aussenrum ist nur Wiese. Und jede Menge Polizei und Werbung. Sie würden vermutlich lieber in die Stadt, aber das ist nun mal so. Sie wurden verbannt. In der Renaissance galt so eine Vertreibung als Schmach. Hier und heute baut man eine gigantischere Leinwand auf, da merken sie es nicht so. Ausserdem, sie sind Experten im Balltreten, und Kulturgeschichte ist nicht ihr täglich Geistesbrot: Die verstehen gar nicht, dass sie wegen Gemeingefährlichkeit in ein buntes Internierungsstadion gesteckt werden. Zumindest für eine gewisse Zeit. Die auch gerne etwas länger sein dürfte.

Das hatte in der Geschichte der Menschheit schon schreckliche Folgen, aber hier muss man sagen, dass wir, die wir die Altstädte pflegen, erhalten und schützen, in den letzten Jahren stets die Leidtragenden der Massen gewesen sind. Wenn es im Winter schneit, stehe ich um 6 Uhr Morgen auf der Strasse und räume den Schnee. Und wenn dieser Sport Zusammenrottungen nach sich zieht und die Horden in der Stadt waren, mache ich das auch. Der Schnee ist unabänderlich und eigentlich ganz hübsch, ja fast romantisch, wäre es nicht so früh, die Scherben, das Erbrochene und – ich will hier gar nicht in die Tiefe gehen – wäre vermeidbar, und ist eine ziemlich scheussliche Sache. Wenn ich hier also zu Protokoll gebe, dass ich Fussball hasse, dann ist das im Zorn verkürzt. Ich verabscheue das G’schleaf, das im Zusammenhang mit Fussball die Gelegenheit sieht, andere in Mitleidenschaft zu ziehen. Sei es negativ durch ihr miserables Benehmen, sei es versucht positiv, weil Alkoholiker mit Schnauzbart und massiven Gesundheitsproblemen meinen, mich ausgerechnet in Sachen Sport für eine Nation vereinnahmen und zum Mitjubeln auffordern zu können. Doch, auch so etwas muss man bald erdulden, man betrachte nur mal Privatradio und andere Medien.

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So kriegt man sicher eine Frau mit fragwürdig farblichen Blazern aus der Uckermark auf die Tribüne, aber unter uns regt sich da eine abwehrende Haltung. Ich kenne hier einfach niemanden persönlich, der sich in Nationalfarben anmalt und biertrinkend vor einer Leinwand steht, anbuchstabiertes Halbwissen aus der Bild oder von mangelschönen, alten Männern geschrieben Fachblogs rezitierend. Das gibt es zwar, aber es ist wie alles andere, die Flaggen, die Autocorsos, die öffentlichen Besäufnisse, die Sonderaktionen für Flachbildschirme, eine Entwicklung der letzten 10 Jahre. Ich wohne seit 25 Jahren wieder in der Altstadt, ich weiss, wie es früher war, und was es wurde.

Und zwar: Zuerst viel Geplärre, und dann wurde es still. Denn das Marketingteam mit den deutschen Streifen hat es alle zwei Jahre auf dem Rasen versäumt, zum End’ zu siegen. Und weil es Deutsche sind, zählt alles andere nichts. Wer siegt, ist Sieger und wer nicht siegt, ist Anlass zur Traurigkeit. Es sind sehr unsympathische Verlierer, diese Anhänger, es muss immer eine Sensation und das Beste sein. Man merkt, dass sie nie ein klassisches Konzert besucht haben. Niemand würde bei uns jammern, wenn nicht die Weltspitze der Künstler auftritt. Keiner beschwert sich, wenn das Programm nicht vollständig zusagt, manchen erschliesst sich eine Händelarie nicht, das kann passieren, aber das ist kein Anlass für Unmutsbekundungen. In Konzerten lernt man das Ergründen und Erfassen. Gejubelt wird am Ende trotzdem. Dem Anhänger des Fussballs ist die Schönheit eines brasilianischen Spielzuges egal, Hauptsache, seine eigene Manschaft verbringt den Ball – with all means necessary – ins Tor.

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Und wenn es nicht möglich ist, so wie letzthin bei dieser Niederlage in München, vor der die Stadt in weissrot gleichgeschaltet wurde, von Menschen, die zumeist gar keine Münchner sind, sondern Zugewanderte, bricht der grosse Katzenjammer aus. Menschen weinen. Sie sind entsetzt. Sie leiden. 2 Weltkriege hat Deutschland verloren, und sie sind noch immer nicht in der Lage, ein Fussballergebnis wegzustecken. Wo sie sich doch extra einen Flachbildschirm gekauft haben, ein Bierfass und Grillwaren bestellten, sich die angemessene Kleidung als dummer August, so hiess das früher im Zirkus, beschafften, für Konzerne als Werbung herumliefen,  sich vielleicht auch noch für fragwürdige Sportwetten hergaben, und auch sonst für eine kleine Sonderkonjunktur der Näherinnen in Bangladesch, der Sponsoren und Mitgrölfirmen sorgten.

Und da wundern sich manche, warum das in einigen besser gestellten Bereichen der Gesellschaft ein wenig anders ist. Nun. Das ist durchaus nachvollziehbar, man muss dafür nur auf der richtigen Höhe der Einkommens – und, vielleicht noch wichtiger, Besitztaditionspyramide sein; neureiche Manager zum Beispiel gehen ja durchaus in die VIP-Salons der Stadien, wo sie ganz vorzüglich hinpassen. Die anderen stehen auf Leitern und sagen, das Haus hat die Schweden, die Protestanten, die Österreicher, die Franzosen und die amerikanischen Bomben überlebt, es wird auch diese Fans überleben. Ausserdem hat so eine Veranstaltung durchaus auch ihre schönen Seiten: Die Strassen sind, soweit sie nicht zum Internierungslager führen, sagenhaft frei, die Natur kann vor sich hinschweigen, man fühlt sich auf dem Rad wie der letzte Mensch der Welt. Das ist wirklich sehr angenehm, schöner und freier kann man sich kaum bewegen.

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Natürlich gibt es dabei nichts zu gewinnen und zu bejubeln. Aber sehen wir den Tatsachen ins Auge: Dieser ewige Zwang, das beste Ergebnis liefern zu müssen, sich mit allen Mitteln zu optimieren, das Vorankommen und das taktische Aufbauen, um nach vorne zu gelangen – das muss man schon irgendwie nötig haben, um daran Gefallen zu finden. Ich habe den leisen Eindruck, das die gestiegene Popularität dieses Marketingsports ein klein wenig auch mit der veränderten Definition von Arbeit als Dauerleistung und Performance zu tun hat. Die Massen jubeln, wenn einer das Letzte gibt, und sie sind entsetzt, wenn es zum Weltmarktführer nicht reicht. Und am Ende muss sich das für alle irgendwie rechnen.

Auf meinem Weg aus der Stadt hinaus komme ich übrigens ebenfalls seit 25 Jahren an einem Bolzplatz eines beschaulichen Dorfes vorbei. Früher war da oft etwas los, an den Wochenenden, nach der Arbeit. Heute sehe ich da niemanden mehr. Ginge es um den Sport, wäre das vermutlich anders. Aber fragen kann ich keinen. Es ist niemand hier. Und die anderen werden, wenn ich komme, hinter dem Zaun sein und unter Überwachung schreien.

 

 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (245)
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0 Prinzessin auf der Erbse 01.06.2012, 20:07 Uhr

Treffender geht es nicht zu...

Treffender geht es nicht zu beschreiben, wie sich Nichtfußballinteressierte fühlen.

0 HansMeier555 01.06.2012, 20:17 Uhr

"Jede Menge Polizei und...

"Jede Menge Polizei und Werbung" . A people united will never be defeated....

Ich bin ein grosser...

Ich bin ein grosser Befuerworter der Amusierghettos.

Ach, was den Siegeswahnsinn...

Ach, was den Siegeswahnsinn angeht: 2006 wohnte ich in der Naehe der Piazza dei Popolo, kurz gesagt: In D und NL waere ich vor dem Volk gefluechtet. Aber bei denen? Ach was! Nett war's.

Was eigentlich heisst: Man...

Was eigentlich heisst: Man muss die Kulturnase nicht zu hoch ziehen. Die Italiener, die ich da sah, wussten sicher weder von Haendel, noch Gesualdi, noch Cavalli; die konnten einfach froehlich sein. Nur so. Einfach so. Dann zogen sie vom Popolo zum Circus Maximus am naechsten Tag war die Stadt wie immer. Kein teurer Brunnen war zerstoert, es lag nicht mehr Dreck als sonst (immer erstaunlich wenig) auf den Strassen. Fussball ist wichtig. Aber nur heute. Morgen gehen wir arbeiten.

"2 Weltkriege hat Deutschland...

"2 Weltkriege hat Deutschland verloren, und sie sind noch immer nicht in der Lage, ein Fussballergebnis wegzustecken." "One world cup and two world wars" skandieren die Englaender noch heute (also die nicht-aristokratischen natuerlich - die anderen sind ja irgendwie Deutsche).

Die von Ihnen beschriebene...

Die von Ihnen beschriebene Klientel ist uebrigens daran schuld, dass obschon ich sehr gerne Fussball sehe, ich die Stadien bislang stets gemieden habe. "Public viewing" (was im Englischen soviel wie oeffentliches Aufbahren des Leichnams bedeutet) wird sicherlich aehnlich unangenehm sein. Dabeisein ist alles funktioniert aber in keinem Sport - selbst beim Rudern oder Polo wird dem wohl kaum einer ernsthaft zustimmen. Letztlich ist es immer so, dass ein guter Verlierer eben ein Verlierer ist. Aber etwas mehr Glimpf muss man verlangen, nur lasten Sie das Fehlen desselben bei einigen Anhaengern bitte nicht dem Sport an.

Bester Artikel seit langem,...

Bester Artikel seit langem, sehr zutreffend. Ich bin dem Fußball nicht abgeneigt, gehe aber zu keinen Massenveranstaltungen also Konzerte, Festivals, Public Viewing.....ich meide auch die Kaufingerstr. nach 16 Uhr, und am Wochenende. Einfach zuviele Menschen...

0 bertholdIV 01.06.2012, 22:29 Uhr

war schon mal verlinkt...

war schon mal verlinkt hier: http://www.ballesterer.at/ das beste deutschsprachige fussballmagazin

0 bertholdIV 01.06.2012, 22:44 Uhr

@DA sehr schöner und guter...

@DA sehr schöner und guter Artikel. Es geht natürlich nicht um Fussball, sondern um faschismusähnliche Inszenierung der Nationalmannschaft mit Zwang mitzumachen. Ganz deutlich auch an der fachlich schwachen Berichterstattung in den Fernsehsendern. Über den Verfall solcher Sendungen wie das aktuelle Sportstudio ist ja schon viel geschrieben worden. Mein Schluss daraus, ich sehe mir kaum Nationalspiele, freue mich, wenn wir wie 2006 im Halbfinale rausfliegen und hoffe dass diese Klinsmann-Löw-Zeit bald zu Ende ist. Der Vereinsfussball ist da noch ein bisschen mehr mit "echten" Fans gesegnet, aber auch das geht zurück. @DA um mit Xavier Marias zu sprechen ihre Vorliebe für brasilischen Fussball, die kurz aufscheint kann ich natürlich nicht teilen. http://books.google.at/books?id=WMGGjPnaKqMC&pg=PA90&lpg=PA90&dq=javier+marias+all+unsere+stefano&source=bl&ots=jWhFaEUNom&sig=pfY0eA8DtITrhPmxKKNIKpcqBVk&hl=de&sa=X&ei=jEXJT7GRN8jotQbnh8n-AQ&ved=0CGgQ6AEwBQ#v=onepage&q&f=false

"Das Fußballspiel ist eine...

"Das Fußballspiel ist eine Art versuchte Heimkehr ins Paradies, das Heraustreten aus dem versklavten Ernst des Alltags in den freien Ernst dessen, was nicht sein muss, und darum schön ist." Joseph Ratzinger, 1978

0 hafenrundfahrt 01.06.2012, 22:51 Uhr

@T.I.M.: »"Public viewing"...

@T.I.M.: »"Public viewing" (was im Englischen soviel wie oeffentliches Aufbahren des Leichnams bedeutet) « Ach, dass dieser Unsinn immer noch und immer wieder aufgewärmt wird.

("Wenn es nicht verdorben wird...

("Wenn es nicht verdorben wird durch einen Geschäftsgeist, der das Ganze dem düsteren Ernst des Geldes unterwirft.")

0 bertholdIV 01.06.2012, 22:52 Uhr

was m.e. auch den rechten...

was m.e. auch den rechten charakter dieser nationalmannschaft inszenierungen belegt ist die mediale aufarbeitung der ursprünglich c.g.s. linken ultra szene: http://www.migration-boell.de/downloads/diversity/Kurzfassung_Studie-Wandlungen.pdf

0 hansgeier333 02.06.2012, 02:03 Uhr

Don, Sie unterschlagen, dass...

Don, Sie unterschlagen, dass vor dem kreuzbandreisserischen noch ein musikalisches Event geboten wird, und zwar mit Mitmachfaktor. Man darf die Lippen dazu bewegen oder bierkohlensäuregestützt von der Maas zur Memel grölen, jedenfalls bewegt sich nicht das Runde ins Eckige, bevor nicht die Nationalhymnen geschmettert wurden, gerne auch unter Mithilfe von aufgespritzten Blondinen, bei denen irgendwas blüht, nur nicht das richtige. Haydn ist immer mit dabei. Wie herum er im Grab liegt, könnte kulturgeschichtlich höchst interessant sein.

Sehr schön beschrieben. Habe...

Sehr schön beschrieben. Habe auch nicht viel am Hut mit Fussball. Aber wer es mag. Warum nicht. . Jeder soll auf seine Art glücklich werden. Viele Menschen sind halt nur glücklich, wenn sie kommerzielle Produkte konsumieren. Ist halt schade, daß diese Menschen noch nicht das näxte Level errungen haben. . Aber das kommt sicher noch. Ich sage immer: "Stelle Dir _jetzt_ mal vor, Du hast noch 5 Minuten zu leben ... und dann bewerte Deine Vergangenheit, was _wirklich_ wichtig war in Deinem Leben." . Vielleicht ist ja ein besonders gutes Fussball-Spiel ein besonderer Freuden-Moment gewesen und wird in diesem Moment genannt. Dann ist doch alles gut.

Genau. Richtig. Ja. Bravo!...

Genau. Richtig. Ja. Bravo! Doch: wünschte mir sehnlichst einen Beitrag zur italienischen Erdbebenmisere, Verzweiflung und Kampf der Leute ... aus kenntnisreichem Mund.

Ein wirklich sehr gelungener...

Ein wirklich sehr gelungener Artikel, lieber Don Alphonso. Mir gefällt die Beschreibung aus der Sicht eines Nichtfussballers oder Nichtfussballfans. . Noch nie war ich ein Fussballfan, der ins Stadion ging, um Fußballspieler anzufeuern, sondern spielte selber Fußball. Gegen Ende meiner Jugendzeit sogar recht erfolgreich in der Oberliga Hessen. Aber nur aus reiner Freude am Fußball spielen, ohne den Anspruch, in den bezahlten Bereich aufzusteigen. Das erfordert nämlich nicht nur ein unglaubliches Talent, sondern eine Leistungsbereitschaft an der Grenze des Möglichen und den Verzicht auf ein normales Leben. Nur wenige Topspieler der besten Oberliga Jugendmannschaften schafften zu meiner Zeit den Sprung in die Top-Clubs. Die meisten dieser Topspieler verbrachten, wenn sie es in einen dieser Clubs schafften, die meiste Zeit auf der Auswechselbank, vorausgesetzt sie schafften es überhaupt in den Kader. Oder sie spielten später in nicht so namhaften Clubs einige Ligen weiter unten oder im Ausland. Es herrschte ein unglaublicher Leistungsdruck. Während andere in den Sommerferien im Süden Urlaub machten, hatten wir viermal die Woche Training: Morgens 2 Stunden Ausdauertraining, die Mittagspause verbrachten wir im Schwimmbad und nachmittags 2 Stunden Training mit dem Ball. Was meine damalige körperliche Ausdauer betraf: Ich konnte laufen wie ein Pferd ;-) Für mich war es jedoch zu Ende, als ich den Verein wechseln wollte und mein Spielpass ohne Ablösesumme nicht freigegeben wurde. Diese gängige Praxis hat mich so sehr geärgert, dass ich mit dem Fußball aufhörte. Denn ich wollte nur spielen und mich nicht einem Verein gegenüber zu irgendetwas verpflichten lassen. Es hatte aber auch etwas Gutes, so hatte ich neben der Schule und späterem Studium mehr Zeit für andere Interessen. . Und heute? Es gibt für mich nichts langweiligeres, als einem Fußballspiel im Fernsehen oder gar im Stadion zu folgen. Wenn zudem dümmliche Kommentare von noch dümmlicheren Kommentatoren zu einem Spiel im Fernsehen gemacht werden, finde ich das einfach nur bescheuert. In meiner Jugend galt Fußball als Sportart der Arbeiter und einfachen Leute. Tennis oder Golf waren die angesagten Sportarten der Schönen und der Reichen. Aber in den letzten 10-15 Jahren hat sich das Interesse auch der Schönen und Reichen etwas zugunsten des Fußballs verschoben und sich so zu einer "angesagten" Sportart entwickelt. Fußball ist geradezu eine Art Ersatzreligion geworden, nicht nur in Deutschland. Persönlich finde ich diese Entwicklung abstoßend.

Man sollte auch die Mille...

Man sollte auch die Mille Miglia aus den Innenstädten verbannen. Dieses Motorengeknatter und die Abgase sind einfach unerträglich,abgesehen davon,dass sie alte Bauwerke schädigen.Zudem werden die Anwohner durch gesperrte und verstopfte Strassen über Gebühr belastet.Irgendwo einen eingezäunten Rundkurs mit 200m Durchmesser einrichten,am besten auf einer Insel im Mittelmeer. Da san`s dann beianand,die Motoristi.Wenn sie den Rundkurs oft genug durchfahren,bekommen sie auch 1000 Meilen zusammen..

Fussball.... Fussball ..... da...

Fussball.... Fussball ..... da war doch was ? Danke, werter Don, ich geb das mal so weiter... August... August der war gut

..für jemand, der eher...

..für jemand, der eher kulturgeschichtlich und wirtschaftl. unterwegs ist, haben sie den Nagel einfach nur auf den Kopf getroffen. Es scheint derart zu stimmen, dass man über noch folgende Selbstkommentierungen nachdenken muss, um nicht Gefahr zu laufen, banaler Zustimmungsschreiberei anheim zufallen. Mein nächstes Musikziel sind im fernen August die los Romeros in Johannesberg.

0 Piccolino 02.06.2012, 07:38 Uhr

Oh je! Werter Don, ich habe...

Oh je! Werter Don, ich habe schon in manchem Konzert oder bei mancher Opernaufführung angeblich guterzogene Menschen aus der angeblich besseren Gesellschaft völlig die Beherrschung und alle Grundsätze der Höflichkeit verlieren sehen, nur weil die Inszenierung nicht ganz ihren Wünschen entsprach. Und gerade Italienische Fussball-Fans als Vorbilder hinzustellen, wie´s ein Vorredner tut, zeugt von nicht allzuviel Sachverstand. In Italiens Stadien regiert der rechte Mob die Fankurven! Die Tribünen sind meist halbleer, Familien und "normale" Fans trauen sich gar nicht mehr in die Stadien. Dass eine Minderheit, und die ist es unter den Millionen von Fußballbegeisterten, sich nicht benehmen kann, ist ärgerlich und die Auswüchse der letzten Monate (Berlin, Düsseldorf) müssen auch Warnung für die Zukunft sein. Aber dennoch ich bleib dabei, die große Mehrheit beim "Public Viewing" oder im Stadion benimmt sich ordentlich, erbricht sich nicht auf der Straße, zerschmeißt keine Flaschen usw. Bestes Beispiel ist doch das von Ihnen so gescholtene Finale in München gewesen, Traurigkeit und Entsetzen ja, aber keine Gewalt, keine Zerstörungen. Fußball ist nicht umsonst der erfolgreichste Sport weltweit und nicht erst seit Werbestrategen anfingen das letzte Potential auszuschöpfen. Dieses Spiel ist faszinierend, immer für eine Überraschung gut, alles andere als gerecht... Oder wie es der legendäre Liverpool-Trainer Bill Shankly sagte: Es gibt Leute, die denken Fußball ist eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist.

Leider lebe ich in Hamburg und...

Leider lebe ich in Hamburg und in dieser geistlosen Stadt wird ja von den plumpen Lokalmedien und -Politikern alles an Events hochgejazzt, was die Eventagenturen so hergeben. Besonders natürlich die Mutter aller Events, der symbolische Weltkrieg der Nationen. Das Pabblig Wiuing muss - natürlich - mitten in die Innenstadt, dort hin, wo sonst der Dom stattfindet. Eine Zeitlang hieß es, es könne dieses Jahr dort nicht stattfinden, die Finanzierung sei nicht gesichert - großes Drama. Lokalradios und -Blätter suhlten sich nun in falscher Empörung und gespielter Verzweiflung, Politiker ließen ihrem Populismus freie Bahn und gelobtem, dem Bürger doch noch zu geben, was ihm rechtmäßig zusteht, ein Sponsor sprang schließlich ein. Hurra! Natürlich gibt es noch diverse weitere Pabblig Wiuings in der Stadt. Lokale Supermärkte haben seit Wochen bizarre Installationen im Eingangsbereich, männliche Schaufensterpuppen behängt mit Tröten, Luftschlangen, Patriotismus-Kosmetik und weiteren Fandevotionalien. Ich kam ja bisweilen, wie im "Sommermärchen"-Jahr, durchaus in Versuchung, fußballbegeisterten Freunden und Bekannten mit blankem Opportunismus und purer Heuchelei zu begegnen. Ich gab dann vor, auch über Stärken und Schwächen von teilnehmenden Mannschaften informiert zu sein, anstehende "Begegnungen" ebenso mit Freude kaum erwarten zu können und diese auch gerne mit eben jenen Freunden gemeinsam zu betrachten, in einer Bar oder sonstwo, jedenfalls gewiss kein Snob zu sein, der die stumpfe Treterei hochnäsig verachtet. Aber irgendwann überwog der Selbstekel, die Langeweile, die Abscheu vor dem Gegröhle, und besonders vor der oben beschriebenen deutschen Unfähigkeit, verlieren zu können. Und als nach dem gescheiterten Halb? Viertel? es-ist-mir-so-Wurst-Finale die eben noch trötenden und gröhlenden Exportweltmeister mit gesenkten Köpfen, still, manche unter Tränen, von ihrem werbegepflasterten nationalen Werbeevent wegschlichen, war es mir insgeheim ein Fest. So müssen deutsche Emigranten beim Vorrücken der Amerikaner 1945 empfunden haben. Das einzige Argument, das ich gelten lassen würde, ist, dass Fußball als zivilisatorische Leistung ressentimentbeladene Konflikte und Aversionen symbolisch-spielerisch-stellvertreterisch-medial austrägt, wo in vormaligen Jahrhunderten eher noch die Schwerter, Säbel und Kanonen zum Einsatz kamen. Das ist zwar nicht wenig, aber auch schon alles. Ansonsten eben: Brot und Spiele. In der Zeit werden ja dann immer die abstoßendsten Kabinetts- und Parlamentsbeschlüsse gefasst, in der Hoffnung, sie würden medial untergehen im großen Patriotismusrausch mit "Schweini". Fußball als Anästhetikum, dazu billiges "Volksbier" von der Bildzeitung (kein Scherz, traurige Realität). Selber gespielt hab ich es auch nie gerne, obwohl ich durchaus mal paar eher zufällige Tore geschossen habe. Aber all das ist lange her: zwei populäre Burschen "wählen" im Sportunterricht "ihre" Mannschaften. Der pure Darwinismus, erst die anderen Sportler und Draufgänger, dann das Mittelfeld, am Ende übriggebliebene Ladenhüter, Schlakse mit Brille, versponnene Außenseiter, Pummelige, denen so zum x-ten Mal suggeriert wird, wir wollen dich nicht, du kannst es nicht, du bist kein Leistungsträger, du gehörst nicht zu uns, aber wegen diesem verdammten Grundgesetz müssen wir auch dich mitschleifen und vielleicht irgendwo in der Verteidigung unterbringen. Aus den Sportlern und Draufgängern ist aber später oft nix geworden, das fiel mir auch auf.

Warum sollte es im Fußball...

Warum sollte es im Fußball sein als in der Medienwelt? Dort gibts es den Schreihals mit den vier Buchstaben, den auf Befragen niemand liest oder facebook mit 800Mio. Deppen und im Fußball gibt es eben die oben beschriebenen Zustände, die zumindest beim Massen-public-viewing zutreffen. Es gab 2006 aber auch ganz erfreuliche Zusammentreffen in den Altstädten und Kneipenvierteln der Städte hierzulande fast aller zusammenlebenden Bevölkerungsgruppen, die Angesicht zu Angesicht für ihre Sache und Land begeistert stritten: hier die Brasilianer, die Franzosen gegenüber, dort die Bastion der Italiener und dort die der Argentinier, Deutsche und Holländer - ohne zu pöbeln und zu randalieren. Nie war die Stimmung beim Sport schöner. Und am nächsten Tag sah es auch so aus wie am Tag zuvor. Sichbegeistern können und Enttäuschung ausleben sollte man auch nicht in Gänze verurteilen. Und selbst Händel kann nicht die Dramatik eines Fußballspieles wie kürzlich in München liefern. Und Werbung war auch ihm wohl noch unbekannt.

0 Der Tiger 02.06.2012, 08:58 Uhr

@B4 – Sorry, ich habe...

@B4 – Sorry, ich habe gestern mit lester Kraft mein Buch fertig geschrieb. Da fällt mir heute zu Löw und Klinsman nichts mehr ein. Mein Kopf ist lehr.

@Mupf, Piccolino, so ist es....

@Mupf, Piccolino, so ist es. Und dazu haben es die Italiener wieder mal durch linke Intrige geschafft, die Deutschen durch die Sperre von Frings, der seinerzeit in Bestform spielte und somit unersätzlich war, für das Halbfinal-Spiel D-I zu schwächen, daß deren Spiel enorm an Fahrt verlor, und es letztlich nicht reichte. Italien konnte sich auf die Unterwürfigkeit des Gastgebers verlassen. Mit Erfolg. Nur der Sieg zählt eben. Obwohl auch ich nicht der Meinung war, D spielte nun extrem weltmeisterlich. Das taten eher schon die Franzosen, die letztlich durch die Unbeherrschtheit von Zinedin Zidan den Titel verloren. http://www.focus.de/sport/fussball/wm2006/disziplinarverfahren_aid_22642.html

Fußball und vor allem das...

Fußball und vor allem das Drumherum hat mich in meinem langen Leben noch nie interessiert, ebenso wenig wie das schnelle Radfahren auf teuren, bunten Rädern, die für den Straßenverkehr meist gar nicht zugelassen sind, ...oder gar Autorennen. Alles nicht mein Bier. Drum: 1000 Dank, zumindest für diese geglückte Ohrfeige für den Fußball wie sein schreckliches Publikum. Versöhnlich, weil amüsant: auch John Cleese hat seinen klugen Senf dazugeben: http://bit.ly/mB63I Übrigens, hafenrundfahrt: Der Link zu den Scienceblogs ist nicht okay.

Q... ...ein langer Aufsatz,...

Q... ...ein langer Aufsatz, aber zu klischeebeladen! ..in Hamburg war ich einige Male mit Punks u. allem was dazugehört am Millerntor und fand´s recht geckisch. Überhaupt trifft die Beschreibung auf´s damalige Hamburg nicht zu. Hamburg hat viele Gesichter und ist nicht eben geistlos. Zum Event; nach meiner fussballerischen Phase folgten einige andere, auch ´elitäre´ Sportarten, die allerdings spätestens dann ihr elitäres Antlitz verloren, wenn sie der Trend erreicht hat oder sie in einer Schublade landeten. Das heute jede grössere Stadt einen Langstreckenlauf veranstaltet, ist nur noch nervig! Das Niveau sinkt. Die Masse benimmt sich daneben. Das gleich gilt für Radrennen usw. bei denen das Geschäft zu dominant wird. Wenn ich mit meinen Kleinen Leichtathletiktraining abhalte, wird nebenan Fussball trainiert und oft, bei spektakulären Aktionen lässt die Aufmerksamkeit zu wünschen übrig. "Ihr(Leichtathleten) seid Weicheier", nebenher bemerkt von den Minikickern. In meinen Übungen baue ich auch Ballsportgedanken>Bewegung und Spielzüge ein, d.H. ich habe keine Antihaltung. Auch machen einige nach dem Fussballtraining bei mir noch weiter. Zu Beginn der ganzen Geschichte trainiert eine Oberstufensportgruppe vom Gymnasium Damenfussball, von denen sind zwei bis drei ganz gut(ebenso die Trainerin). Von diesen sehr wenigen ist die Bewegungsdynamik und Koordination so schön, dass das Training zu beobachten Spass macht. Im kampfbetonten Spiel jedoch möchte ich die nicht sehen! Diese kleine Aufzählung soll zeigen, dass es jenseits von Masse, Geld und Lärm eine Wahrnehmung gibt, die aktiven Sport zu rechtfertigen hilft. Wie man von dem Mainstream vom viel zu hohen Hängen ´runterhilft, darüber lohnt es sich nachzudenken. ..ich bitte den Schreibfehler in der Ortsbez. Johannisberg zu entschuldigen.

Hervorragender Text. Mich...

Hervorragender Text. Mich erinnert das an die WM 1990, die komplett zu ignorieren ich seinerzeit geschafft habe - keine Sekunde auch nur eines Spiels gesehen, obwohl ich noch mittig in Altona wohnte. Das war nicht einfach. Das Endergebnis musste ich trotzdem ca. 2 Sekunden nach dem Abpfiff zur Kenntnis nehmen.

0 E.R. Binvonhier 02.06.2012, 09:47 Uhr

@nico 10:39, so hab ich es...

@nico 10:39, so hab ich es auch erlebt und viele, die sich aus Fußball nichts machten haben sich ein kleines verschämt-witziges Figürchen in schwarz-rot-gold gegönnt. . Und am nächsten Tag? Die BK: Die Deutschen müssen den Gürtel enger schnallen. SPON titelte: "Merkels Blutgrätsche"

0 E.R. Binvonhier 02.06.2012, 09:56 Uhr

In der örtlichen Tagespresse...

In der örtlichen Tagespresse waren 2006 nur junge Menschen abgebildet, die sehr sympathisch rüberkamen. . Das darf nicht sein.

0 Werner Schneyder 02.06.2012, 10:05 Uhr

"Ich weiß, es gibt keinen...

"Ich weiß, es gibt keinen schönsten Sport. Doch einen gibt es, das ist der Schönste: Fussball. Das beginnt schon bei der optischen Komposition: der (im idealen Fall) durchgehend grüne Rasen, die zwei einander gegenüber stehenden weißen Torrahmen, die weißen Linien. Manchmal, wenn ich im Zug sitze und der Anblick eines so gestalteten Rasens an mir vorrüberzieht, neige ich zu kurzem Optimismus, was die Zukunft der Menschheit anlangt“

Ich habe nichts zum Thema...

Ich habe nichts zum Thema Soccer zu sagen. Doch zum Jubiläum der Queen, here's something: I had an uncle (mütterlicherseits) who was an admiral. Nach seiner Pensionierung musste er sich ein paar Male pro Jahr zum Dienst in Buckingham Palace melden. I asked him "What do you have to do there?" and he said "I take some aspirins with me and I walk up and down the corridors all day - in case anyone needs a doctor".

Und das alles ohne...

Und das alles ohne Fußballereignis: botellon! http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/285388 http://www.google.de/search?q=botellon&hl=de&prmd=imvns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=peTJT7i5EMbUtAamlf34Bg&sqi=2&ved=0CGkQsAQ&biw=1280&bih=644 http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,574994,00.html

0 lutz-breunig 02.06.2012, 10:24 Uhr

Dieser ewige Zwang, das beste...

Dieser ewige Zwang, das beste Ergebnis liefern zu müssen, sich mit allen Mitteln zu optimieren, das Vorankommen und das taktische Aufbauen, um nach vorne zu gelangen – das muss man schon irgendwie nötig haben, um daran Gefallen zu finden: aber ein eingezäunter Schrebergarten - der sich als Vorzeigemodell präsentieren will - verträgt nun mal kein Unkraut, nicht solche Elemente ;-)

Werter Don, mir fiel beim...

Werter Don, mir fiel beim Lesen auf, dass Sie ja eigentlich gerade auf einer Veranstaltung waren, bei der die akustische Beeinträchtigung von Innenstädten auch Teil des Programms war... Nicht dass ich dem Fußball und der in die Öffentlichkeit verlagerten Begeisterung für dessen Inszenierung viel abgewinnen könnte. . Wobei eine Verbannung des 'Public Viewings' je nach Wohngegend nur begrenzt was bringen würde - Die Fähigkeit von Kindern, ein Fußballspiel mitsamt der akustischen Komponenten zu simulieren (dazu gehören oft nicht nur Spieler und Fans, sondern auch Fernsehkommentatoren) ist nämlich nicht zu unterschätzen.

0 derwodasomitdenhaarn 02.06.2012, 10:27 Uhr

Unverhohlen spöttisch nehme...

Unverhohlen spöttisch nehme ich für meinen Teil ja an, dass zwei Drittel der Kundschaft beim Öffentlichen Anschauen (und auch andernorts, wo das Match zum entertainment event erhoben bzw. erniedrigt wird, d. h. bspw. in zu EM- und WM-Zeiten sich zu "sportsbars" hochmausernden Kneipen, an deren Tür großformatig der SKY-Empfang angepriesen wird) sich hauptsächlich dort lümmeln, um dem Zeitgeist zu imponieren: man ist dort, wo alle sind, man ist nicht allein, man ist dort, wo es ein leichtes ist, dazuzugehören etc. Natürlich, es ist auch eine Gelegenheit, ungestraft seiner Umwelt auf den Wecker zu fallen, denn man hat die Macht der Masse im verschwitzten, buntbemalten Rücken. Dies ist mithin das, was mir am meisten an solcher "Eventkultur" missfällt: wie sehr es eine nicht geringe Anzahl an Menschen es anscheinend genießt, andern lästig sein zu können, ohne sich vor einem Rüffel fürchten zu müssen. In der Gestalt der "events" offenbart sich diese ganze laute, schamlose, leerköpfichte Hässlichkeit selbst und stellt sich (auf sich selbst geil) zur Schau - wer will nicht hässlich und laut sein? Ist es doch alles, was einem Augen noch geblieben ist (eine Geisteshaltung, die den multinationalen Lagerwächtern natürlich nur allzu lieb und recht ist). Da kann man doch endlich mal aus sich rausgehen!, wiewohl es fraglich ist, WO man da als stumpfsinniger Büttel seines eigenen entertainments eigentlich heraus will, wenn man doch schon die Taschen willig nach außen gekehrt hat.

0 bertholdIV 02.06.2012, 10:33 Uhr

@DerTiger ich glaube ihr buch...

@DerTiger ich glaube ihr buch ist wichtiger als der alte oder der aktuelle teamchef/bundestrainer

"Sei sparsam - hasse nicht, wo...

"Sei sparsam - hasse nicht, wo du mit Verachtung auskommst." (Roda Roda)

0 hansgeier333 02.06.2012, 10:43 Uhr

Da war doch neulich was in...

Da war doch neulich was in Heiligendamm. Eingezäunte Psychopathen unter schärfster Sicherheitsüberwachung. Was für ein event ohne public viewing und Musik. Leider auch ohne Sieger. Nur Loser. Na ja. Bei der Veranstalterin. Dann lieber Exile On Main Street wie beim Don.

Es gibt auch andere...

Es gibt auch andere Fußballanhänger. Betrachten Sie Greuther Fürth! Jubel über Leistungen in der zweiten Liga. Leidensfähigkeit. Freude über Etappensiege und Glückseligkeit beim Triumph über den FCN. Und der Aufstieg. Dabei friedlich, frank, frei und familiär. Oder blicken Sie auf Nürnberg, auf die Anhänger des "Ruhmreichen", des Rekordaufsteigers in die Bundesliga. Dann sehen Sie echte Genießer des Spiels, Menschen, die für kleine Erfolge dankbar sind. Die Zuneigung zu Mintal oder Trainerlegende ( Hans )Meyer ist echt.

Hier eines der oben...

Hier eines der oben hochgelobten "Fachblogs": http://spielverlagerung.de/ Dort habe ich all mein Halbwissen anbuchstabiert. Taktik wurde bis vor ein paar Jahren in Deutschland ja sehr unterschätzt. Dabei kann man sich damit in geradezu ausufernder Weise beschäftigen. Ich gehe sogar soweit, dass ich mir einzelne Spielzüge bei YouTube anschaue, um zu verstehen was da passiert! Und es ist schon ein gewisses Erfolgserlebnis, wenn man die Entstehung eines Tores schon lange vorher an gewissen taktischen Verschiebungen erkennt. Von dem italienischen Libero Franco Baresi sagte irgendein Kommentator einmal ehrfürchtig, er verstünde ein Spiel zu lesen und sei in neunzig Prozent der Fälle an der richtigen Stelle. Das hat damals nicht gereicht, aber diese Sequenz habe ich mir doch gemerkt und schleppe sie seit dem mit mir rum, um auch auf diese Weise lesen zu lernen - natürlich nur am Bildschirm, versteht sich. Ich lese auch meistens allein, sonst hat man ja nichts davon. Zu so einer Festveranstaltung mit M e n s c h e n gehe ich zwar auch ganz gern, doch die fachgerechte Aufbereitung erfolgt dann hinterher im stillen Kämmerlein. Mir dient Fußball vor allem dazu, mich emotional abzureagieren. Vielleicht hat das tatsächlich was mit dem Abbau von Agression zu tun. Aber ich beschädige dabei nur selten Autos, Vorgärten oder gar denkmalgeschützte Bauwerke - eigentlich nie. Vielleicht beschädige ich mein eigenes Gewissen, wenn ich den Betrieb hinter der aufregenden Fassade beobachte. Das kann man sehr schön bei http://www.jensweinreich.de/ tun! Auch die Verquickung mit der Politik ist ein schönes Betätigungsfeld. Man kann nicht nur aus dem Spiel selbst lesen, sondern auch aus dem Drumherum. Und nicht nur Liberos, Viererketten und Stürmer versuchen, im richtigen Moment an der richtigen Stelle zu stehen, natürlich auch Politiker. Helmut Kohl hat das damals auch sehr gerne getan - er nahm regelmäßig die Hälfte des ZDF WM- oder EM Studios ein.

0 Fußballflüchter 02.06.2012, 12:01 Uhr

Fußball ist ein Sport von...

Fußball ist ein Sport von Idioten für Idioten. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Nun darf sich in Deutschland jeder Idiot selbstverständlich frei entfalten. Allerdings passiert das, wenn es um Fußball geht, immer auf Kosten der Allgemeinheit. Natürlich kommt dann die Lügen von den "guten" Fans, die man gefälligst von den anderen zu unterscheiden hat. Dumm nur, dass sie sich so gar nicht unterscheiden lassen. Das Auslagern der Public Randale auf die grüne Wiese ist ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings nicht konsequent. Eigentlich müsste jeder Besucher schon beim Eintritt prophylaktisch, mit dem Ruf SSSSCCCCHHHLAAAAAAND, eins in die Fresse bekommen - weil er das braucht und tief im Inneren auch will. Dann anständig Bier und Bratwurst bis zur Erbrechensgrenze nachgestopft, und der Fan ist so weit, den Marketing-Event zu konsumieren. Ist er fachmännisch über 90 Minuten verarscht worden, darf er extra dazu bereitgestelltes Mobiliar zertrümmern. Das ist wahre Fankultur. Zum Abschied gibt es noch ein paar Schläge in die Magengrube, dann wird er wieder in die normale Gesellschaft entlassen. TRÖÖÖÖÖÖÖT.

@Fußballflüchter siehst Du,...

@Fußballflüchter siehst Du, auch Du reagierst Dich schon emotional ab und kompensierst Deine Agressionen. Auch im Konjunktiv ist das nützlich und wohltuend.

Habe auch das Glück, im...

Habe auch das Glück, im Herzen der Altstadt zu wohnen. Und der oertliche Verein ist grad aufgestiegen. Kann dem Don zu seiner Poelmik nur beipflichten. Gab's eigentlich schon Widerspruch zu meiner Behauptung, die Unterschicht habe den öffentlichen Raumm siegreich erobert? Gruß, Thorsten Haupts, Stadtleben mit al seinen Geräuschen mögend, wenn's nicht besoffene Krakeeler sind

0 Rainersacht 02.06.2012, 12:51 Uhr

Warum haltet ihr klein-,...

Warum haltet ihr klein-, mittel- und großbürgerlichen Fußballverächter, die ihr eure Phobie vor "Massen"veranstaltungen auch noch ausstellt, als wäre es eine Kulturerrungenschaft, nicht einfach eure überheblichen Mäuler zum Thema? Ja, ich bin defintiv für Ghettos: Für konsumistische Ego-Scheißer...

0 Piccolino 02.06.2012, 13:08 Uhr

@Fußballflüchter: In Ihrer...

@Fußballflüchter: In Ihrer Wortwahl zeigen Sie sich als Mensch, dem anscheinend alle guten Sitten fehlen. Sie geben sich nicht einen deut besser, als die die sie zu kennen glauben und so unflätig beschimpfen. (Wäre es nicht unhöflich, ich würde sie glatt einem Psychologen empfehlen.)

0 bertholdIV 02.06.2012, 13:47 Uhr

...

@jordanus http://derstandard.at/1282979068290/Constantini-Taktik-generell-ueberbewertet

Frau Gröner! Frau...

Frau Gröner! Frau Gröööööner! Er hat den deutschen/bairischen/.. Fußball beleidigt! Vergeltung!

Mario Vargas LLosa hat es in...

Mario Vargas LLosa hat es in "Geheime Aufzeichnungen des Don Rigoberto" einmal so audgedrückt. „...Nun ist es aber auch nicht wahr, daß das Treiben von Sport in unserer Zeit gesunde Geister im banalen Sinne des Wortes erzeugt. Das Gegenteil ist der Fall, und du weißt es besser als jeder andere, Du, der Du, um den Hundertmeterlauf am Sonntag zu gewinnen, bereit wärest, Arsenik und Zyankali in die Suppe deines Konkurrenten zu streuen, sämtliche pflanzlichen, chemischen oder magischen Drogen zu schlucken, die Dir den Sieg garantieren, die Schiedsrichter zu bestechen oder zu erpressen oder zwecks Disqualifikation Deiner Gegner ärztliche oder gesetzliche Verschwörungen anzuzetteln, Du, der Du neurotisier bist durch die Fixierung auf den Sieg, den Rekord, die Medaille, das Podium, was aus Dir, dem Berufssportler, einen abhängigen Schwachkopf, ein ungeselliges, hysterisches Nervenbündel, einen Psychopathen macht, den Gegenpol zu jenem geselligen, großzügigen, altruistischen, Wesen, das der Idiot im Sinne hat, der sich immer noch traut, den Ausdruck im Sinne des edlen, mit zivilen Tugenden ausgestatteten Athleten zu verwenden, wo sich doch hinter diesem Wort ein potentieller Mörder versteckt, bereit ist, Schiedsrichter auszurotten, sämtlichen Fans der gegnerischen Mannschaft die Hölle heiß zu machen, die Stadien und die Städte heiß zu machen, die Stadien und die Städte zu verwüsten, die sie beherbergen, und die endgültige Apokalypse herbeizuführen, aber nicht aus einer erhabenen künstlerischen Absicht heraus, wie sie den dichtenden Nero beim Brand von Rom leitete, sondern damit sein Klub einen Pokal aus falschem Silber nach Hause tragen kann oder um elf Idole auf einem Podium zu sehen, wo sie, im lächerlichen Polyacrylglanz ihrer gestreiften Hosen und Hemden, die Hand auf der Brust, mit leuchtenden Augen eine Nationalhymne singen!...“ Er ging da sehr weit und alle Zweifler und Hasser des Sports und besonders des Fußballs werden wohlwollend nicken. Ich schaue trotzdem Fußball.

Naja, "Sport von und für...

Naja, "Sport von und für Idioten..." . Als Kind selbst Fußball gespielt. Kinder sind Idioten. Habe als little idiot sogar Radfahren probiert mit geschlossenen Augen. Was soll ich sagen: ging sauschief. . "Public viewing": das bekloppteste Wort mit - ing hintendran. . Was sacht der Püschologe zum Phänomen des "Pöbel"-Massenfußballs, dozier (frei nach Robin Skynner): Brot und Spiele! Fan sein sei idealerweise sogenannte "gesunde Paranoia" seelisch gesunder Erwachsener, die nur während des Spiels offen ausgelebt wird. Sport ist: Man "darf" stellvertretend den Feind symbolisch vernichten und herumschreien. Darf man ja am Schreibtisch oder an der Drehbank nicht so. . Was der Psychologe unterschätzt hat, dass viele inzwischen nach dem Spiel nicht damit aufhören können. Und herum-hooliganen, Scherben verspratzeln und Kotzfladen hinterlassen. Es muss also ein starkes, in heutigen Zeiten fast nicht mehr kanalisierbares Bedürfnis geben nach Paranoia, nach Hass. Das sagt mir, wie die Gesellschaft beieinander ist: nicht gut. Brot: immer weniger, Spiele: extrem ausufernd, fast nicht mehr zu kontrollieren. Daher rascher Gedanke: diese "Idioten" wegsperren. Ist aber keine Lösung. Besser wäre, dafür zu sorgen, dass diese Menschen nicht mehr so vieles hassen müssten. . Paranoia ist übrigens in den seltensten Fällen das Klischee "Verfolgungswahn", sondern eher allgemeiner misstrauischer Hass auf Andere. Beispiel: Eine paranoide Persönlichkeit wittert hinter jedem normalen, neutralen oder freundlichen Wort einen Angriff auf ihre Person. Mein Schwiegertiger ist zum Beispiel paranoid: egal was man sagt, es wird einem grundsätzlich zuungunsten ausgelegt und man wird wie ein Insekt bekämpft. Jahrelang. Ein bisschen Mannschaftsport oder als Fan zum Fußball zu gehen würde ihr gut tun. Mein früherer Schwiegertiger war nicht so. Eine Seele von zutraulichem Mensch, ein echter "team player". Sie war früher Handballerin. Helps a lot. . [Aber am Radio saß ich dann schon, als gegen Chelsea gespielt wurde. Was soll ich sagen, ich wusste, Chelsea würde gewinnen. Nicht dass er der sympathischste Verein wäre (die Tottenham Hotspurs wären mir lieber gewesen), aber ich wollte, dass die eingebildeteten Bayern lernen zu verlieren. Verlieren lernen ist ganzganz wichtig für Hochmütige. Von mir aus weinen sie.]

@ThorHa, darauf könnte man...

@ThorHa, darauf könnte man antworten: Und die Elite hat die Welt, zumindest die Finanzwelt, in den Abgrund getrieben. Das aber sind natürliche hehre Ziele, die weit edler sind. Systemrelevant heißt es dann. Und Medien haben da noch mitgewirkt. Was nun ist schlimmer? Nicht ein jeder hat eben die Gabe, zur Ablenkung und Besinnung einen Hölderlin zu lesen, einem Händel zu lauschen. Die Gesellschaft braucht auch das einfache Volk, das zum Fußball marschiert, aber am nächsten Tag um 2Uhr in der Backstube oder am Band steht, damit Finanzgängster mit dem SUV ihre Brötchen holen können. Wenn Sie in der Altstadt wohnen, dann werden Sie da nie Friedhofsruhe haben. Kneipengänger, Benzin-Rasenmäher und kläffende Tölen gibts auch ohne Fußball. Früher war natürlich alles besser.

The Importance of Not Being...

The Importance of Not Being Seen: http://www.youtube.com/watch?v=zekiZYSVdeQ Herrlich.

0 Rainersacht 02.06.2012, 15:24 Uhr

@ThorHa: "Habe auch das...

@ThorHa: "Habe auch das Glück, im Herzen der Altstadt zu wohnen. Und der oertliche Verein ist grad aufgestiegen. Kann dem Don zu seiner Poelmik nur beipflichten. Gab's eigentlich schon Widerspruch zu meiner Behauptung, die Unterschicht habe den öffentlichen Raumm siegreich erobert?" Falls du - wie ich vermute - die Düsseldorfer Altstadt meinst: Du solltest der Fairness halber aber auch berichten, dass diese Düsseldorfer Altstadt durch den vermaledeiten Junggesellenabschiedstourismus und eine Gastropolitik des Grauens zum Ballermann des Nordens mutiert ist und die Fußballfans an einem normalen Wochenende die geringste Geräuschquelle darstellen. Aber das andere passt natürlich besser in die Vorurteilskiste. Und wenn es nicht die Düsseldorfer Altstadt ist, dann gilt das folgende aber auf jeden Fall: Und: Nicht die Unterschicht hat den öffentlich Raum erobert (Was für ein Schwachsinn!) die spießbürgerliche Mittelschicht hat seit den späten Neunzigern den Fußball feindlich übernommen. Als sich in den Stadien noch die Menschen, die du bewusst mit dem Etikett "Unterschicht" diffamierst, vergnügt haben, hat sich der öffentliche Raum kaum um den Fußball geschert - und übrigens auch darum, dass in den Stadien geprügelt und gezündelt wurde. Erst die scheinintelektuellen Spießer, die einen auf Fußballproll machen wollten, haben Schiss gekriegt - und weil sie jetzt ihre Blagen mitbringen wollen, pochen sie auf Ordnung & Sauberkeit.

0 prince Matecki 02.06.2012, 15:45 Uhr

@fionn 12:14 Oh, could it have...

@fionn 12:14 Oh, could it have been my dear old friend Sir Peter Revell, Surgeon Admiral and physician to H.M. ? When we met on international conferences we could talk endlessly about classical music and really good stere0 equiptment. And on on of my first conferences in the US, at the "international delegates reception", while the speeches were still going on, he pulled my sleeve and said: "Mike, if you are new to this, you will admire all the beautful dress uniforms and the splendid hall, you migth even be tempted to listen to the speeches, but if you are a seasoned veteran to this - like I am - then you know the single most important thing is to get an early start to the buffet!" Said and done, actually we were the first to pick a plate once it wa declared open. This glass on the health of Sir Peter!Cheerio!

0 Foersterliesel 02.06.2012, 15:47 Uhr

Stadtmarketing, events, public...

Stadtmarketing, events, public viewing, Saufmeilen in historischen Zentren - wahrscheinlich ist das für den Tourismus gar nicht so gut wie immer getan wird. Auch Leute die in der Umgebung von Stadien wohnen und jedes Wochenende Rockkonzerte, Matches und den ganzen Lärm und Vandalismus mitbekommen sind nicht zu beneiden (es gibt aber auch Golfplätze, wo gekreischt und gestritten wird und wo verdammt harte Bälle über den Zaun verschlagen werden).

Der Tag, ab dem der etwas...

Der Tag, ab dem der etwas graufade Angestellten-Mittelstand das ungehemmte Prollsein für sich akquirierte: Als er in den 90ern anfing, auf Parties todschick direkt aus der Bierflasche zu nuckeln.

Die geortetete Ursache für...

Die geortetete Ursache für das Ruhestörungsproblem in Großstädten: "Mediterranisierung" http://www.merkur-online.de/aktuelles/muenchen-zentrum/naechtlicher-laerm-gaertnerplatz-suche-nach-einer-loesung-1271377.html

Mediterrorisierung....

Mediterrorisierung.

"Ich habe den leisen Eindruck,...

"Ich habe den leisen Eindruck, das die gestiegene Popularität dieses Marketingsports ein klein wenig auch mit der veränderten Definition von Arbeit als Dauerleistung und Performance zu tun hat." . Ich hab diesen Eindruck nicht leis, sondern laut. Gez. Der Underperformer

Ach ja,der Händel schön,er...

Ach ja,der Händel schön,er hat ein paar Arien komponiert. Aber hatte er für eine Arie etwa nur 90 Minuten Zeit? Hatte er einen Gegenspieler,dessen Aufgabe nur darin bestand,ihn bei jeder seiner Aktionen zu stören? Musste er bei jedem falsch gesetzten Ton mit einer gelben Karte rechnen? Konnte er jederzeit ausgewechselt werden? Ich weiss es noch wie gestern:Int.C-Jugend Pokaltunier in Frankfurt,im Finale stands zur Halbzeit 4:0 für die anderen,dann Gewitter und Graupelschauer,aber wir haben das Ding noch gedreht.Wo war er denn da,der Händel? Wahrscheinlich mit dem Hintern in der warmen Stube und Arien komponiert...

@ nico "Nicht ein jeder hat...

@ nico "Nicht ein jeder hat eben die Gabe, zur Ablenkung und Besinnung einen Hölderlin zu lesen, einem Händel zu lauschen. " . Lauschen. Wie soll man das auch bei dem Krach der Fans. Geht nur mit rockkonzertmäßigem Aufdrehen der 3-Weg-Aktivboxen bis auf Anschlag. Eine Klassik for Dummies-Hörerin. . Händel, das war doch der, bei dessen Uraufführung der Feuerwerksmusik bei Halbzeit die Riesenbühne mit Feuerwerk abgefackelt wurde. Er soll sehr sauer gewesen sein.

0 auch-einer 02.06.2012, 16:53 Uhr

ach ja, da ist dann erst mal...

ach ja, da ist dann erst mal die vorrunde, andere können auch fussball spielen, ein paar derbe aber verdiente packungen und der spuk ist schneller vorbei, als er angefangen hat. so gheert dees, jogi.

0 auch-einer 02.06.2012, 16:59 Uhr

mupf, gibt es denn bei der...

mupf, gibt es denn bei der rundschau den schlappekicker noch? . "früher waren im schnee ganze mannschaftsteile abgeschnitte, in der halbzeit hawwe se den pausentee mit der ju eingefloge, heute ist der platz unbespielbar, wenn enner eine kugel eis drauf fallen lässt" so oder ähnlich, glaube ich.

@hafenrundfahrt: American...

@hafenrundfahrt: American English, um praezise zu sein. Die belustigten Blicke meiner amerikanischen Kollegen haben mir dies auch bestaetigt. @Der Tiger: Gut das es mit letzter Kraft und nicht mit letzter Tinte war. Diese Diskussion hier ist schon belustigend. Wieso kann nicht einfach jeder seine Freude ausleben ohne andere uebermaessig zu belaestigen? Fussball in der Kneipe schauen ist herrlich - 90 (oder manchmal auch >120) min pure Emotion. Klar ist es nur ein Konvention, sich ausgerechnet fuer Fussball und nicht etwa Lacrosse, Hallenhalma oder Curling zu faszinieren, aber der Umstand, dass dich fast die gesamte Welt (mit Ausnahme von Nordamerika - und auch hier ist "soccer" im Aufschwung) darauf geeinigt hat, macht den Sport in seiner Universalitaet noch faszinierender. Wieso sind so viele hier in ihrem kulturellen Snobismus gefangen? Fussball ist von und fuer Idioten und wir vergnuegen uns lieber in der Oper!? Wieso entweder oder? Homo sum, humani nihil a me alienum puto! Haendel und Fussball (deswegen hat die UEFA ja auch fuer ihre Champions League-Hymne ordentlich beim Meister geklaut). Ist es nicht diese Selbskasteiung, dieses sich selbst gewisse Emotionen nicht zu goennen, dass dann bei vielen sich aufstaut und letzlich in genau jenen jaemmerlichen Exzessen muendet, sobal es opportun erscheint? Das muessen nicht nur die geschilderten Fussball-Saufgelage sein, das gleiche gilt beispielsweise auch fuer Karneval/Fasching. Verachtet ihr diese Leute fuer ihre mangelnde Selbstkontrolle oder dafuer, dass ihr selbst nicht aus der haut koennt, die ihr doch auch gerne mal verlassen wuerdet? Wenn ich mich an einige aeltere Kolumnen in diesem Blog erinnere, habt ihr das in euerer Jugend doch auch geschafft.

@RainerSacht, Mupf, wie schön...

@RainerSacht, Mupf, wie schön und köstlich. Anzumerken bleibt noch, daß für ebenjene Spießer und Pseudointellektuellen es ja die VIP-Lounge gibt, wo man hinter Glas seine Etiketten-Puffbrause schlabbern kann.

0 hansgeier333 02.06.2012, 17:29 Uhr

Mupf, ein Heldenepos hat er...

Mupf, ein Heldenepos hat er komponiert. Für die Spitzekicker, die nur im Matsch gewinnen können. Gut, dass es heutzutage Drainagen gibt. Und Arien vom Band (Wieh aaaahr se Tschäääämpiens).

Fuer's froehliche Randalieren...

Fuer's froehliche Randalieren brauchts keinen Fussball. Die richtige politische (in Gaensefuesschen) Gesinnung reicht aus. Nur Marketingzeug hat der "Schwarze Block" noch nicht. Da sind die Neonazis schon weiter. . http://www.ksta.de/html/artikel/1338545189373.shtml

Sportlich, sportlich, The...

Sportlich, sportlich, The upper class twit of the year: http://www.youtube.com/watch?NR=1&feature=endscreen&v=zss6-E-b8PA

Sehr schöner Artikel,...

Sehr schöner Artikel, tiefgründig und mit einigen Spitzen versehen, macht er der f.a.z. alle Ehre. Die Dame aus der Ückermark mit den farbigen Blazern, die dann ungekonnt die Arme hochreißt, wenn die Deutsche Nationalmannschaft ein Tor geschossen hat - ja - das hat schon was. Fussball ist politisch, war er immer schon, weil er ein Sport für die Masse ist, Massen immer da sind, und diese Spiele weltweit übertragen werden bis ins kleinste Kaff in Afrika oder am anderen Ende der Welt. Da können sie glänzen, die Dame aus der Ückermark, die Präsidenten und Könige. Sie tun es für ihr Volk. Eine kleine Weile sind sie eins mit dem Volk. Danach gehen alle nach Hause, am nächsten Tag der Kater - mit oder ohne Sieg. Fussball ist nichts für Individualisten, für Intellektuelle. Fussballübertragungen sind für mich die Abende, an denen ich meinen Bügelkorb hole und vor dem Fernseher Wäsche bügle. Einfach so sitzen ist dem lieben Gott die Zeit gestohlen. Ich habe Freude an einem guten Spiel, auf beiden Seiten, rege mich auch über Lahm-arschigkeit auf und meistens freue ich mich, wenn D verloren hat, weil mir die Arroganz und der Hochmut, der diesen Sport inzwischen auszeichnet, auf die Nerven geht und Fair play für alle wohl ein Fremdwort ist. Hatte ich noch gelernt, mich als Sportlerin auch sportlich zu verhalten, sehe ich heute Anderes. Dieser Fussballsport ist kein Vorbild mehr für Kinder und Jugendliche, wenn Ellenbogen, Intrigen und Gewinnstreben angesagt sind. Der Sport gehört nicht an die Börse, da wird er böse. Die begeisterungsfähige Masse wird nationalistisch aufgeheizt. Was Kriege nicht schafften, soll der Fussball friedlich tun. Du bist Deutschland. Wir sind Deutschland. Diese Parole, von der Bertelsmannstiftung erfunden, hat schon einen Sinn. Beispiel: das Länderspiel Israel:Deutschland. Der Anfang: die Hymne von Israel wird angekündigt. Die Musik ertönt, einige Fussballer singen mit. Ende. Dann wird die deutsche Hymne angekündigt mit den Worten: Sie hören jetzt die deutsche Nationalhymne und bitte alle mitsingen. So etwas habe ich noch NIE bei einem Länderspiel gehört und ich fragte mich, was so ein Unsinn soll ? Kann so etwas nur in Leibzig passieren ? Werbung und Indoktrination gehen subtil ins Unterbewusstsein. Wenn der Fussball dafür missbraucht wird, steht es schlecht um ihn, die Menschen und die Völkerfreundschaften, die der Sport verbinden sollte.

0 auch-einer 02.06.2012, 19:18 Uhr

"Dann wird die deutsche Hymne...

"Dann wird die deutsche Hymne angekündigt mit den Worten: Sie hören jetzt die deutsche Nationalhymne und bitte alle mitsingen." . früher wurden sie nicht gebeten, da wussten sie, wann die zu singen haben, und was sie zu singen haben. . ich summe bei solchen gelegenheiten immer die zweite strophe (kaum einer kennt vor lauter streit um die dritte und die erste strophe die dazwischen liegende zweite, sie beginnt mit: deutscher wein und deutsche frauen...). . stimmt es eigentlich, dass im united kingdom im kino, nach dem hauptfilm alles god save the queen gesungen aht, ohne dazu aufgefordert worden zu sein und ohne sich dabei böses zu denkan?

die einzige Menschenmasse,die...

die einzige Menschenmasse,die mir massiv geschadet hat,sind die FDP-Wähler...

0 Folkher Braun 02.06.2012, 20:10 Uhr

"God save the queen" kenne ich...

"God save the queen" kenne ich nur von den Sex Pistols. Ob die jemals in einem Kino aufgetreten sind, weiß ich allerdings nicht.

Wie die...

Wie die Tiere: http://www.youtube.com/watch?v=CJs3PYich2g Man beachte die Sanitäter.

0 bertholdIV 02.06.2012, 20:23 Uhr

das paradebeispiel für diese...

das paradebeispiel für diese instrumentalisierung des nationalmannschafts-fussballs durch die politik wäre unser kapitän der nationalmannschaft. politische äußerungen gefordert: http://www.spiegel.de/politik/ausland/fussball-em-bayern-praesident-hoeness-fordert-solidaritaet-mit-timoschenko-a-830453.html und schon geliefert http://www.stern.de/sport/fussball/fall-timoschenko-lahm-kritisiert-em-gastgeber-ukraine-1822908.html eine stiftung mit ruck-politikern im kuratorium: http://www.philipp-lahm-stiftung.de/stiftung/vorstandkuratorium.html so sichert man sich den sportlich gefährdeten stammplatz und den vereinsfussball, der sich nicht kontrollieren lässt: http://ballesterer.at/heft/weitere-artikel/es-gibt-ein-interesse-an-der-verfolgung.html

"Fussball ist politisch" Der...

"Fussball ist politisch" Der Fussballsport im speziellen wirkt direkt entpolitisierend und mithin als Förderung reaktionärer Neigungen. (Willi Reich, 1934, Schriftenreihe der Sex-Pol 1)

Vroni: "Wie die...

Vroni: "Wie die Tiere..." * Man beachte die Camper....

Folkher Braun: "God save the...

Folkher Braun: "God save the queen" kenne ich nur von den Sex Pistols. Ob die jemals in einem Kino aufgetreten sind, weiß ich allerdings nicht. * Es gibt jedoch einen Film über die Sex Pistols im Kino.

0 perfekt57 02.06.2012, 22:40 Uhr

wie's der zufall will ... ...

wie's der zufall will ... . "VW-Chef Martin Winterkorn, bekennender Fußballfan, hat sein Führungsteam neu durchgemischt: „Damit gewinnen wir neue Schubkraft"" http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/vorstandsumbau-vw-chef-winterkorn-wirbelt-sein-team-durch-11771923.html . aber wahrscheinlich muss man sich hin- u. wieder auch innerhalb der faz abgrenzen, nicht wahr? . und spricht uns aus der seele, resp. "ist echt zeitgeist": das thema gibts jetzt tatsächlich landauf, landab, soweit wir das mitkriegen; die militanten fußballverweiger werden auf einmal richtig keß, so nach der art "fußbal? nö, aus dem "deppensport" habe ich mir noch nie etwas gemacht, interessiert mich überhaupt kein bißchen, nicht die bohne, noch nie!" usw., usf.. . und selbstverständlich geht man lieber ins konzert, wie auch immer. und wundert sich ansonsten auch weiterhin, dass autovorstände tatsächlich im allgemeinen soviel bedeutender sein sollen, als musiker. http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/boulevard_nt/article106392090/Erstes-grosses-Wagner-Konzert-in-Israel.html . (wie jung jerusalem da noch wirkt: http://www.youtube.com/watch?v=XPmldLR3bJw ) . "schon wg. der notwendig starken verbindung der führenden zeitungen mit der wirtschaft sollten an der spitze solcher ganz allgemein höchstwahrscheilich meist doch nur bekannte fußballfans stehen." (m. doepfner) . (a propos doepfner: es tut sich was im staate brd. hier, eine wenn man so will ganz sachlich ausgewognene berichterstattung, berichtete uns eben, und wir waren erfreut http://www.welt.de/politik/ausland/article106400038/Palaestinenser-erleben-den-distanzierten-Gauck.html . "Das Dorf Burin, beginnt die palästinensische Bildungsministerin Lamis Al-Alami ihre Rede, "leidet ständig unter israelischer Besatzung". Sie beschwört die Freundschaft ihres Volkes zu den Deutschen, beklagt die israelischen Siedler und das "ständig beschlagnahmte Land". Joachim Gauck klammert sich während dieser Worte zunächst an sein Redemanuskript. Dann stützt er seine Hände auf die Oberschenkel, ganz so als befinde er sich in einer Abwehrhaltung. Ein wenig ist das wohl auch so. Zwei Tage lang wurde Gauck in Israel herzlich empfangen, und er selbst zeigte Interesse, Zuneigung, ja Liebe zu dem Land. Emotional ging es immer wieder zu. Erkennbar berührt verlieh Gauck am späten Mittwochnachmittag an den aus Deutschland stammenden israelischen Industriellen Stef Wertheimer das Bundesverdienstkreuz. Wenige Stunden später traf er Überlebende des Holocaust, und seine Gesprächspartner erlebten, wie der Bundespräsident einige Tränen vergoss. "Bewegt" war das Wort, mit dem Gauck immer wieder seine Gefühle beschrieb, selbst in einem fensterlosen Konferenzraum im renommierten Weizmann Institut. ... . Natürlich, Gauck weiß um das Schicksal der Palästinenser. Die israelischen Siedlungen hat er in Israel kritisiert. Und doch gibt es dieses unsichtbare, aber doch zu spürende Band zwischen Gauck und Israel. Diese Nähe fehlt in den Palästinensergebieten. In Burin lobt Gauck den "schönen Tag, das schöne Wetter, das schöne Gebäude". Die Landschaft habe ihn schon bei seiner "Anfahrt" begeistert, sagt er. Der so sprachmächtige und –freudige Gauck verwendet tatsächlich das technokratische Wort "Anfahrt". Das mag ein Detail sein, aber es ist bezeichnend. Dann spricht Gauck über Bildung, und böse Zungen meinen, jene Rede könne er ebenso gut in Hildesheim halten." . und man weiß, wie eng frau springer israel verbunden ist ... . aber nur am rande, und es ging auch um basketball) . und fußball ist eh doof. jedenfalls so, wie er bei uns oft angebetet wird. . ("drum bleibe in der welt und nähre dich redlich": http://www.goethesociety.org/ die bibel wars, ausnahmsweise; kamen wir am rande drauf, weil der ein- oder andere forscher schon von jeher überall in der welt forschte & lehrte, auch nicht nur über fußball ... http://www.smith.edu/german/faculty_vaget.php )

auch-einer: Wieso sollen...

auch-einer: Wieso sollen deutsche Frauen eigentlich alt klingen? Oder ist die Stimmlage gemeint (aber wer singt dann Bruennhilde und all die anderen Heroinen)? Alternativ koennten Sie es auch mit "Auferstanden aus Ruinen" versuchen (das war eh die schoenere Hymne) - nur bei der letzten Zeile muessten sie ein paar Silben auslassen. . Folkher Braun: Ist doch die selbe liebliche Melodei wie bei "Heil dir im Siegerkranz", "Heil dir Helvetia" oder "Oben am deutschen(jungen) Rhein lehnet sich Liechtenstein". Und am Ende von Queen-Konzerten haben die Besucher das Lied tatsaechlich gesungen. . Alorak/Karola: Bei aller Abneigung gegen Politiker - Koennen sie sich vielleicht vorstellen, dass es einige darunter geben sollte, die sich Fussball tatsaechlich des Fussballs wegen ansehen (und vielleicht weil sie die Besuche auch noch als Spesen abrechnen koennen)? Kohl und Schroeder haben doch als junge Maenner beide im Verein gespielt - wieso sollte das Interesse auf einmal nur noch politisch sein? Aber es freut mich zu hoeren, dass sie dadurch wenigstens zum Buegeln kommen. Was haben "Einigkeit und Recht und Freiheit" eigentlich mit "nationalistischer Indoktrination" zu tun? Das ist doch links-idealistisches Geseiere. Der Fussball ist heute uebrigens weit friedlicher und weniger brutal als noch vor 30-40 Jahren - und damals ist Uwe Seeler nebenher noch in die Fabrik gegangen! Ist der Mensch wirklich stets des Menschen Wolf? Oder nur den feigen Fuechsen?

Für Kenner schigger,...

Für Kenner schigger, schigger, Doooor: http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&NR=1&v=OUOB0NCCzQQ Fussball extreme auf dem Wochenmarkt zwischen Eiern (bio) und Keramik. Däs gibd Ärgär.

Da man hier gerade so schön...

Da man hier gerade so schön ausgrenzt, würde ich Ihnen gerne 1:25h Ihres Lebens abknöpfen. Die ersten 30 min sind zum warm werden, der Rest erklärt recht schlüssig die Geldprobleme unserer Zeit und warum man mit Schuldenbasiertem Geld keine Güter schaffen kann. Die Güter gehen vielmehr zwangsweise in Bankbesitz über. http://www.youtube.com/watch?v=fme2rAYeyQw&feature=related . Der zweite Filn steckt zwar voller Informationen, die Schlussfolgerungen muss man aber unter der amerikanisch patriotischen Tunnelblick einordnen. 2:20h ist allerdings happig. http://www.youtube.com/watch?v=O9uQZiIZKyM . Beide Vids speziell für jene, die hüfttief in Ihrer Sichtweise einbetoniert sind. Falls speziell diese Spezies Sodbrennen bekommt ... bitte gerne geschehen.

0 Ephemeridenzeit 03.06.2012, 00:43 Uhr

@werter Don alphonso: Jaja,...

@werter Don alphonso: Jaja, wer jemanden anpinkeln will, muss selbst die Hosen herunter lassen. Manchmal hilft auch ein gescheites 'leben und leben lassen', um einer Zivilgesellschaft die Chance auf Entfaltung zu geben. . Nicht jedes Ärgernis ist Grund für Dogmatismus - und Motorradfahrer verpesten mit ihrem Sinnlosfreizeitlärm immerhin jeden Sommer nicht nur Städte, sondern ganze Naturlandschaften (um noch ein Fass zu öffnen - nur wo hört solches Anfeinden auf?)

Wenn Sie schon so viel zeit...

Wenn Sie schon so viel zeit mit schauen verbracht haben, dann schiebe ich noch einen Absacker nach. Voller Infos, recht unterhaltsam präsentiert und dei lezten 15 min sind ziemlich knackig. http://www.youtube.com/watch?v=aI7Ja0FLmY8

0 Dreamtimer 03.06.2012, 05:47 Uhr

Immerhin ist der Don...

Immerhin ist der Don konsequent und verweigert den Konsum von Alkohol gänzlich, statt auf Kaffeetante mit Baileys zu machen oder auf Schampustussi. . Den Faschismus kann man in jedes Massenspektakel hineinlesen, nur um dann mit adornititischer Empfindsamkeit, sich gegen dessen Zumutungen zu wehren und mit dem Fahrrad vor ihm zu fliehen. Nicht dass es mir nicht regelmäßig auch so ginge, aber wenn einem die eigenen Befindlichkeiten von anderen vorgeführt werden, ist es schon halb so schlimm und man kann sich darüber wundern und lachen. . Dazu gehört auch das Bild von der Instantarena vor der Stadt als Ort der freiwilligen Deportation. Den Gebildeten fällt beim Riesenbildschirm vielleicht auch noch Platons Höhle ein, in der sich die Leute diesmal selbst fesseln, aber das war schon im Kino auch nicht anders ... Ist dieses Wuchern des Imaginären wirklich nötig? Wie würden die Kommentare aussehen, feierte man dort anschließend echte Orgien und gäbe sich noch ganz anderem Rausch und Exzessen hin, statt bloß Bier und Gejohle? . Die Grundregel lautet, sich nichts vorzustellen. Kann man das überhaupt aushalten? . Das Missing Link zwischen proletarischem Fussballkult und bürgerlicher Fussballbegeisterung, von der alle angesteckt werden wollen, scheint mir genau in der Idee zu liegen, dass jeder in seiner Kindheit oder Jugend doch einmal Fussball gespielt hat, d.h. in einer Zeit unschuldiger Lust am Ballspiel. So kann jeder seine kontinuierliche Beziehung zum Ball fingieren, als Erinnerung an ein früheres, glücklicheres Leben. . Vielleicht werden Politiker, die sich ebenfalls anstecken lassen, dadurch wirklich beliebter. Ist das eine Politisierung des Spiels oder eine Entpolitisierung der Politik durch das Spiel? Man kann Letzteres als weitere Finte der Politik verstehen, wie der Dialektiker Zizek, der kritisiert, dass Politiker nicht entrückt, leninistisch und technokratisch auftreten, d.h. ihrem vorgestellten Wesen gemäß als eine Mischung aus Philosoph, Soldat und Finanzamtsformular. Stattdessen geben sie sich bei jeder Gelegenheit gewöhnlich und menschlich, was einfach nur schrecklich ist. . Huizinga hatte der Demokratie selbst Spielcharakter bescheinigt und das ist vielleicht das beste, was je über sie gesagt wurde. Den Diktator hielt der holländische Gelehrte für einen Spielverderber, ungeachtet all der Spiele, die er vielleicht inszenieren mag. Er entzieht sich dem ständigen, geregelten Wettkampf, wobei man zu seiner Ehrenrettung sagen kann, dass er den Wettkampf dann gewöhnlich, Regeln hin oder her, im Krieg sucht. "Homo Ludens" war 1938 erschienen, also noch bevor er wieder losging.

0 Gute alte Zeit 03.06.2012, 08:05 Uhr

Als Kind war ich einmal mit...

Als Kind war ich einmal mit meinem Vater und einigen "Onkels" bei einem Fußballspiel. Es war schon ein recht großes Stadion (Kinderperspektive). Wir Kinder wurden vor der Ballustrade im Gras platziert, es war ein tolles Erlebnis. Heute würde ich nie mit Kindern in ein Stadion gehen, ich gehe auch sonst nicht hin. Das heißt...in Shanghai war ich allerdings einmal im riesigen Fußballstadion, darf ich es sagen? Es war wie damals.

0 E.R. Binvonhier 03.06.2012, 08:32 Uhr

Vielleicht OT, oder auch...

Vielleicht OT, oder auch nicht. Hier in der Nähe gibt es eine größere Insel, die Mehrheitsbevölkerung ist + 65. In einem Dorf geschah ein Drama - ein Kind kam zur Welt -. Einige +65 waren empört: dann wird es Mofa fahren und all der Lärm und Gestank muss man aushalten.

Zwei Seelen wohnen, ach, in...

Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust. Einerseits ist Fußball, wie schon ganz richtig angemerkt wurde, keine Sache auf Tod und Leben sondern viel, viel mehr. Andererseits bin ich allem Pöbeltum und Belästigung des Nächsten abhold. Ganz einfach aus dem Grundsatz heraus: was du nicht willst, das man dir tu, das füge keinem andern zu. Insofern verstehe ich Don Alphonsos Zorn, der sich nicht nur belästigt fühlen muß, sondern auch noch hinterher die Scherben aufräumen darf. Allein, auch der Zorn des Peleiden Achilleus blieb letztlich erfolglos. Ich sehe die Fußballfolklore letztlich als karnevalistisches Ereignis mit Ventilfunktion. Vorübergehende Umkehrung der Machtverhältnisse und Beschränkungen zum Zweck der Stabilisierung der Gesellschaft insgesamt. Die sportlichen Ersatzkriege sind zumindest mit deutlich weniger Zerstörung verbunden als die echten. Ich erinnere mich gern an die WM von 2006, bei der ja auch Leipzig ein Austragungsort war. Ich war zweimal zum Public Viewing, dabei auch beim Spiel Niederlande gegen Serbien, das auch in Leipzig ausgetragen wurde. Es war eine wunderbar entspannte und freundliche Atmosphäre. Sowohl die holländischen wie die serbischen Anhänger sind ja nicht gerade für ihre Dezenz bekannt und es gab im Vorfeld vielfältige Bedenken. Allein, sie lösten sich alle in Wohlgefallen auf. Karneval eben. Ich möchte diese Erfahrung nicht missen. Wie es der Zufall will, hat Google Maps genau diesen Tag mit den Satellitenfotos eingefangen. Wer es sich anschauen möchte, gebe als Suchbegriff zum Beispiel Leipzig, Augustusplatz ein und benutze die Zoomfunktion. Die zahlreichen orangefarbenen Figuren sind leicht als Holländer zu erkennen. Das Gelände des Public Viewing liegt auf besagtem Augustplatz zwischen Oper und Gewandhaus, die natürlich durch die Fußballfans nicht den geringsten Schaden nahmen. Dieses zufällige Bild gibt kurioserweise ganz gut meine Meinung wider.

0 TucholskyfuerArme 03.06.2012, 08:55 Uhr

@Holly01 . Damit auch jeder...

@Holly01 . Damit auch jeder weiß wo bei Ihnen und Ihren Links der Wind herweht. Das erste Videos wurde von einer Website hergestellt bzw. hochgeladen, die auf der ersten Seite direkt vom "Weltnetz" und von "Volksdeutschland"spricht, und direkt aus dem Hauptwerk eines dort nur sogenannten "A.H." zitiert. . Das zweite Video stammt von einer "Person". die sich in ihren sonstigen Videos einer kruden Mischung aus Antichristentum, Antisemitismus und Verherrlichung des "wahren" Islams hingibt. . Und das dritte Video ist von jemanden den man heutzutage am besten mit "Verschwörungstheoretiker" bezeichnet. Interessante Mischung an Videos die Sie meinen uns präsentieren zu müssen. . Sind sie nun eine verwirrte Person die Rattenfängern auf den Leim gegangen ist oder jemand der aus voller Überzeugung gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung hetzt?

0 Der Tiger 03.06.2012, 09:07 Uhr

B4 - Das mit der Politisierung...

B4 - Das mit der Politisierung der Nationalmannschaft hat mich auch sehr amüsiert, als ich das letzte Mal ein Fußballspiel guckte. Das war vor sechs Jahren, soweit ich mich erinnern kann – Deutschland gegen Italien im Viertelfinale in Rom. . Zu diesem Zweck saß ich bei meinem italienischen Freund auf dem Sofa. Wir sind sehr höfliche Leute. Ich war für die italienische Mannschaft, denn ich war bei einem Italiener zu Gast; mein Freund war für die deutsche mit dem Argument: „wenn die Deutschen gewinnen, sind sie gut gelaunt, kaufen viel ein und das ist gut für Europa.“ . Das Spiel war sehr langweilig. Selbst jemand so unerfahren wie ich konnte sehen, dass beide Seiten auf defence spielen. Nie gab es ein Tor. Uns hat das nicht weiter gestört, denn wir hatten ausreichend Klatsch zu erzählen. Aber von Zeit zu Zeit guckte Bruno in die Röhre und fragte dann: ‘Wo ist bloß dieser soundso’ (ich habe den Namen vergessen, damals der beste Spieler der italienschen Mannschaft, der aber schon etwas alt war. Der Trainer war auch alt). . So ging es 45 Minuten, weitere 45 Minuten und durch die Verlängerung. Der deutsche TV Mann redete schon dauernd von Elfmeterschiessen und wie gut das wäre, denn da seien die Deutschen besonders gut drinnen. Auf einmal hörte mein Freund auf zu klatschen und guckte fasziniert in die Röhre, Ich folgte seinem Blick und bemerkte, wie der Spielstil sich geändert hatte. Wuff, wuff, ging es… Bruno rief: ‘Guck, Lisbeth, da ist der soundso!!!’ und wuff – da hatten die Italiener ein Tor geschossen. Der TV Mann erholte sich kaum und sagte etwas von Zufall, da machten die Italiener noch einmal “Wuff” – zweites Tor… und dann war das Spiel zu ende. . „Irre“, sagte ich zu meinem Freund: „da hat schon wieder ein alter italienischer Couch einen jungen deutschen geschlagen. Dieser Kindsmann hätte nie die Nerven gehabt, seinen besten Spieler so optimal einzusetzen und bis zur letzten Minute zurückzuhalten.“ Wir haben auf den Erfolg der Italiener dann noch ein Eis gegessen. . So wie Bruno und ich auf dem Sofa, saßen Mutti und Prodi nebeneinander im Stadion und guckten auch zu. Wir haben uns darüber köstlich amüsiert. Das TV hat nie gezeigt, dass die beiden sich unterhielten und zusammen Spaß hatten – wie wir. Zum Schluss wurde auch nicht gezeigt, ob Mutti ihrem Kollegen gratuliert, sondern nur dass sie ausgesprochen muffig guckte, aufstand und runter zum Rasen zu ihren Jungs lief. Da sagte ich zu Bruno: „Stell Dir vor, die armen deutschen Kerle haben endlos lang gespielt, sind erschöpft und depressed und jetzt müssen sie auch noch Muttis Auftritt über sich ergehen lassen. Deren Mitleid ist sicher das letzte was diese Männer im Moment wollen.“

0 E.R. Binvonhier 03.06.2012, 09:14 Uhr

Hierzulande gibt es keine...

Hierzulande gibt es keine Kinderfeindlichkeit, nur eine massive Zukunftsfeindlichkeit. Zukunft nur, wenn alle meiner reinen Lehre folgen und die muss von allen - auch den 'Massen' gewollt sein. . Zu den Massen: hat hier mal jemand überlegt wie viel Aufwand und Geld nötig ist um noch Massen zusammen zu trommeln.( Der Organisator der Berliner Fanmeile 2006 hat sich noch in der selben Nacht erschossen) Die andere Seite des Sommermärchens.

0 Spielverderber 03.06.2012, 09:41 Uhr

Ich freue mich auf die...

Ich freue mich auf die Schlagzeilen, die den Bogen von den Niederlage(n) der Mannschaft zur Unbeliebtheit des Merkelschen Austeritätsdiktats spannen und die Überlegenheit des Club Med auskosten.

0 E.R. Binvonhier 03.06.2012, 10:05 Uhr

@Savall, danke für Ihren...

@Savall, danke für Ihren Kommentar. Ich erinnere mich wie viel Mühe sich 'irgendwas mit Medien' gegeben hat, gerade die ehem. 'Ostzone' als No-Go-Area zu verkaufen und die 'Ausländer' zu warnen. Die waren dann doch amüsiert.

@ TucholskyfuerArme 03. Juni...

@ TucholskyfuerArme 03. Juni 2012, 10:55 : Die Wahl überlasse ich Ihnen. Mir ist das nicht wichtig, in welcher Ecke ein Gedanke gedacht wurde oder in welcher Ecke ein Argument entstanden ist. Die Frage ist immer : könnte es richtig sein? Im Übrigen erhalten Sie aus unseren Medien nix. Nur dummen Sülz. Dann hole ich mir lieber die Infos aus den "alternativen" Quellen. Die Inhalte zum Rechtsstatus von Deutschland kann man ja anzweifeln, aber sie sind überprüfbar. Das Grundgesetz wird nicht versteckt. Viele Reden unserer Gründerväter sind verfügbar. Ein Zitat von Herrn Schäuble auf dem Frankfurter Bankertreffen ist im Netz. Man muss nicht an das Glauben, was man so hört, aber (selber) denken darf jeder. Was man daraus macht ist jedermanns/-fraus eigenes Ding. Nur ausgrenzen, das ist dumm. Nicht zuhören ist ebenfalls dumm. Abstreiten das auch der Dümmste oder Verrückteste etwas richtiges und wichtiges sagen ist (mE) sehr dumm. Wo Sie mich einordnen, ist mir egal. Ich bin nämlich nicht wichtig (nur etwas übergewichtig).

wenn es um Fussball geht,muss...

wenn es um Fussball geht,muss einer unbedingt zu Wort kommen... * Reporter: Giovanni Trappatoni,wie finden Sie den Artikel von Don Alphonso? * "Wo isse Problem? Trappatoni mache futballspiel,fans komme un gucke un bezahle Diese Mann mache Artikel,Fans klicke un lese un bezahle Abber habbe du geseht Fans kaufe Trikot von Don Alphonso? Habbe du geseht Fans winke mit Fahne von Don Alphonso? Habbe du geseht Fans weine wenn Artikel nix gut? Diese Mann musse einmal richtig ficke mack,musse einmal saufe bis Koma,musse einmal sein totale bankarott,für verstehn futball ich habe fertig...

0 Thorsten Haupts 03.06.2012, 11:12 Uhr

@tucholskyfuerarme - A.H. Und...

@tucholskyfuerarme - A.H. Und Weltverschwörung: Danke. Das erspart mir die Antwort, vermutet habe ich es schon lange (mehr in Richtung Lyndon LaRouche, aber egal). Gruß, Thorsten Haupts

@ Savall, das war ein schöner...

@ Savall, das war ein schöner Satz von Ihnen: "Das Missing Link zwischen proletarischem Fussballkult und bürgerlicher Fussballbegeisterung, von der alle angesteckt werden wollen, scheint mir genau in der Idee zu liegen, dass jeder in seiner Kindheit oder Jugend doch einmal Fussball gespielt hat." . Fühle mich verstanden. Ja, als Kind - sogar für mich als Mädchen - war das toll. Je wilder, desto besser. Dieses Anarchische, Freche auf dem Bolz-Platz. . Das was heute in den Straßen abläuft ist für mich jedoch keine "bürgerliche Fußballbegeisterung" mehr, außer Sie verwendeten den Begriff bewusst ironisch. Dieses sich indianische Kriegszeichen in Deutschlandfarben ins Gesicht Schmieren, dieses Gesaufe, dieses Schland-Geschrei, dieses mutwillige "wir sind da, wir sind laut" zusammen mit einem seltsamen marketing-getriebenen Nationalismus, der mir die Schuhe auszieht. Das ist nicht bürgerlich. Da ist nicht einmal proll. Ich weiß nicht, was das ist. Da ist ja ein ehrliches, freches Foul anständiger.

@ prince Matecki yesterday @...

@ prince Matecki yesterday @ 17.45h No, that wasn't my uncle.

Schade, Vroni, der Satz war...

Schade, Vroni, der Satz war von Dreamtimer und nicht von mir. Ich würde ihn aber auch gern für mich reklamieren. Denn es war so. Wenn ich mir die kleinen Schreihälse bei uns auf der Wiese so anschaue scheint es auch heute noch so zu sein. . E.R. Binvonhier, die Medien und die Realität leben seit je in einem gespannten Verhältnis. Wenn ich bei uns in LE Nazis sehen will, dann muß ich das Fernsehen einschalten. Es ist eben so, daß die 3 % Randale immer mehr Aufmerksamkeit bekommen als die 97% Normalität. Ich war übrigens seinerzeit selbst im Stadion, Iran vs. Angola. Keine Spitzenpartie, deswegen bekam man auch noch Karten. Mir ging es aber um die Sache an sich und ich wurde nicht enttäuscht. Es war eine wunderbare Familienfestatmosphäre ohne den geringsten Krawall. Die allgemeine Völkerverbrüderung nach dem Spiel hatte fast schon etwas kitschiges. Aber auch das muß man mal erlebt haben.

Jetzt weiß ich was es...

Jetzt weiß ich was es ist: von PR- und Marketingagenturen durchdesignter Scheiß.

0 perfekt57 03.06.2012, 12:32 Uhr

und autobauer und fussballer...

und autobauer und fussballer sind wichtige rädchen im getriebe, halten uns mit aufrecht, bloß nicht verachten. aber der dichter ... . "ertragreiche europäische stunden, eingespannt zwischen maschinerien und nützliche tätigkeiten. großstädte, stillstehend in den cafés, in den cafés - oasen lärmender nutzlosigkeit, wo stimmengewirr und gebärden des nützlichen und räder, zahnräder und zapfenlager des fortschritts sich kristallisieren und überstürzen! neue, seelenlose minverva der bahnhöfe und kais! internationale, transatlantische emsigkeit, canadian-pcific! lichter und fiebriges zeitvergeuden in bars und hotels, in longchamp, ascots, und derbys, auf picadillys und avenues de l'opera - im inneren meiner seele! (fernando de pessoa) . evtl. auch so: "Life is whatever we conceive it to be. For the farmer who considers his field to be everything, the field is an empire. For a Caesar whose empire is still not enough, the empire is a field..." http://www.google.de/imgres?q=pessoa+pic&hl=de&sa=X&rlz=1T4GZAZ_deDE412DE412&biw=1280&bih=871&tbm=isch&prmd=imvns&tbnid=P5P7x5AQHQ1ISM:&imgrefurl=http://anatomyofmelancholy.wordpress.com/2008/06/17/pessoa-and-nostalgia-for-the-future/&docid=4z-buBm_Ww47NM&imgurl=http://farm4.static.flickr.com/3259/2586082065_b634b15e75.jpg&w=286&h=500&ei=GljLT_TeGczAswarsMnYBg&zoom=1 ) . wie bekannt. und grüße einmal mehr.

0 colorcraze 03.06.2012, 12:56 Uhr

@DA: aha, man kehrt also...

@DA: aha, man kehrt also Ihrerorts dieses Jahr zur klassischen örtlichen Anordnung von Schläjerei und Tanzvajniegen zurück – eher am Ortsrand. - Ich habe die Eventitis auch über. Zu grell, zu schrill, zu schnell aus dem Leim gehend bezüglich Stil und Haltung, zu schnell verramschend. Der Rhythmus zwischen Alltag und Festtag wird gestört, wenn ein Fest das nächste jagt. Aber wahrscheinlich pendelt es immer hin und her zwischen zuviel Fest und zuviel Alltag. - @Vroni: das mit der Übertragung der Angestelltenaggressivität ist merklich, ja. Ich erinnere mich an einen Beitrag über Hooligans irgendwo, die sich zum Gekloppe verabreden, und einer der Oberschläger war wohl Rechtsanwalt. Nicht gerade das, was man erwartet hätte. Das war aber vor einigen Jahren, ich weiß nicht, wie es heute ist, ich stecke da nicht drin, da ich Fußball über 2, 3 WM-Spiele hinaus eigentlich nicht wirklich zur Kenntnis nehmen mag. Warum wird eigentlich nicht Handball gespielt? - @FolkherBraun(22:10): soso... - @TucholskyFürArme: es war schon damals mit meiner Oma so, wenn sie anfing, mit dem erhobenen Zeigefinger herumzufuchteln, war allen klar, was jetzt kommt, ist nicht mehrheitsfähig, und jegliche Ernstzunehmendheit war mal wieder verspielt... - @bertholdIV: es geht das Gerücht, daß auf Fußball (auch weit runter) mittlerweile ein massives Wettgeschäft drückt, u.a. von Asien aus. Derartige Vergeschäftlichung macht Fairness natürlich nicht gerade einfacher aufrechtzuerhalten.

0 perfekt!57 03.06.2012, 13:43 Uhr

auch wir werden in den...

auch wir werden in den nächsten jahren ganz sicher auch nur noch marmelade einkochen und uns unter den kirschbaum an die brombeerhecke legen, wenn die sonne scheint. sowas http://www.spiegel.de/politik/ausland/israelische-atomwaffen-auf-u-booten-aus-deutschland-a-836645.html wie das aktuelle spiegel-heft, für das hier lins reklame gemacht wird, werden wir mit sicherheit weder kaufen noch lesen, schließlich hat uns die faz nichts davon gesagt, dass wir es sollten. . und auch nicht zu fußballspielen gehen. lesen und mit den kindern spielen reicht.

Die groehlen nicht nur...

Die groehlen nicht nur 'Schland', die groehlen auch 'Hooooooolland'. Was Italiener groehlen, weiss ich nicht, versteh's auch nicht. Dito Frankreich. Eins aber kann ich mit Sicherheit behaupten: Die Hoellaender (man achte auf das 'oe') koennen auch die Sau rauslassen. Wenn da der Poebel tost, besonders in den drei grossen Staedten (Utrecht, Amsterdam und Rotterdam) wird gern und viel mal was kaputtgemacht. . Der Fanatismus, auch der des sich sonst bieder gebenden Kleinbuergers, kann ungeheuer massiv werden. Da scheut sich ein Angestellter ueberhaupt nicht, einen deutschen Kunden (mich) anzurufen und einen Haufen Unflat durch's Telefon zu schicken. Da hilft nur noch eisernen Hoeflichkeit, verbunden mit ewiger Verachtung. Solche Leute sind dann nur noch Figuren in meinem Schiesskino. . Als 15-jaehriger (lang, lang ist's her) hatte ich mal einen Job als Zigarettenverkaeufer in einem Stadion-irgendwas britisches spielte gegen irgandwas deutsches. Bis heute habe ich diese latente Aggressivitaet in der Luft nicht vergessen. . Ich persoenlich wuensche den Hoellaendern ein fruehes Ausscheiden, Deutschland auch. Dann ist Ruhe im Karton und die Welt ist wieder mal fuer einige Zeit friedlich. . 'Die Hoellaender sind als Verlierer sehr verbluefft und als Sieger unertraeglich', Abwandlung eines Zitates aus dem Bello Gallico, eigentlich an die Gallier adressiert. Jedoch one size fits all.

0 TucholskyfuerArme 03.06.2012, 14:16 Uhr

@colorcraze Aber ich frag...

@colorcraze Aber ich frag mich immer wo so was herkommt? Und wie die Leute das mit der Realität vereinbaren? Da ist man auf einer Party, unterhält sich mit einer scheinbar vollkommen vernünftigen Person und bekommt auf einmal erzählt das es die Bundesrepublik eigentlich gar nicht gibt und alle von ihr geschaffenen Rechtsnormen illegal sind, weil vor 200 Jahren das hl. röm. Reich dt. Nation formaljuristisch nicht korrekt abgeschafft worden ist. WTF? Ich stell mir dann immer vor wie Frau Merkel zum nächsten EU-Gipfel reist und den dortigen Regierungschef folgendes eröffnet: Dass das Alles so ja gar nicht geht und illegal ist, weil die Beamten im Justizministerium festgestellt haben, dass das hl. röm. Reich dt. Nation nicht korrekt abgeschafft worden ist und Deutschland sich jetzt erstmal nach den damaligen Regeln neu konstituieren muss. Dann beginnt sie aus der Goldenen Bulle vorzulesen, während Hollande und Cameron unter dem Schreibtisch ihre Atomköfferchen öffnen....

0 Dreamtimer 03.06.2012, 14:27 Uhr

"Im Übrigen erhalten Sie aus...

"Im Übrigen erhalten Sie aus unseren Medien nix. Nur dummen Sülz. Dann hole ich mir lieber die Infos aus den 'alternativen' Quellen." . Wenn es denn Quellen sind und keine Senken, aus denen man herausholt, was schon in sie hineingeworfen wurde. . Aus- und abgrenzen tun wir uns heute alle und das i.d.R. ohne besondere Absicht. Jeder lebt in seiner eigenen Welt und nur eine Art geplante Verrücktheit, wie eine Fussi-EM oder der Wiesn-Karneval, bei dem sich Millionen Touristen als Bayern verkleiden und Masskrüge stemmen, kann das kurzzeitig aufheben. Alles andere ist mindestens von Polaritäten bestimmt. Das ist der Fussball, als Spiel, natürlich auch, aber das ist nur Teil des Spiels. Daher haben auch nur diese Feste eine Bedeutung für uns und sie werden öffentlich diskutiert. Was von vornherein schon limitiert ist, reproduziert einfach unsere alltägliche Solitude, die uns schon durch Ausbildung, Beruf, Lektüre oder Abwesenheit einer solchen, durch Besitz, Herkunft, Wohnviertel usw. mitgegeben ist. Feiern ist dann wie eine Grillparty unter Freunden oder Kollegen ...

@ colorcraze "Warum wird...

@ colorcraze "Warum wird eigentlich nicht Handball gespielt?" . Handball ist ein sehr schnelles Spiel. Kommt gleich nach Eishockey. Es braucht hohe Auffassungsgabe und gute Screens, um Ball oder Puck zu sehen. ("Wo laufen se denn?"). Ist also nur was für Intelligente mit guten Augen.^^ Im Unterschied zu Fußball.

0 Piccolino 03.06.2012, 14:43 Uhr

Mei können sich die Leit...

Mei können sich die Leit über so einen Schmarrn aufregen! In 4 Wochen is die ganze Gschicht vorbei ! (Hoffentlich mit einer riesen Gaudi und dem Pokal in den Händen der besten Mannschaft!) Aber zwei Dinge muss ich dann doch noch loswerden: Wo kann denn der deutsche Fußball und seine Nationalelf für dumpfen Nationalismus herhalten, wo sie doch in so wunderbarer Art und Weise das Multikulti unserer Gesellschaft wiederspiegelt, mit all den Einwandererkindern, die ihr die besondere sportliche Note geben (Özil, Podolski, Klose, usw.) Und wieso soll Fußball nichts für Intelektuelle sein? Camus, Javier Marias usw. sind/waren Fußballverrückte und gehören intelektuell sicher nicht zu den Dünnbrettbohrern.

Um nochmal kurz auf Google...

Um nochmal kurz auf Google Maps zu kommen, Filou. Schauen Sie mal unter Leipzig, Burgplatz und Leipzig, Markt. Man könnte ja fast vermuten, daß sich da jemand einen Jokus erlaubt hat. Entweder wußten die Leute um die Aufnahmen oder jemand bei Google hat genau diese Aufnahmen ausgewählt. Wie auch immer, es war eine friedliche Eroberung und ganz einfach nett. Außerdem habe ich an diesem Tag gelernt, daß auch die Holländer mit ihrer Nationalhymne hadern: "Wilhelmus van Nassouwe ben ik, van Duitsen bloed..." Und ich find es einfach nur amüsant. Vielleicht fehlt mir auch nur der sittliche Ernst für das alles.

Wie Sie wissen, lieber Savall,...

Wie Sie wissen, lieber Savall, geht mir heiliger Ernst ganz grundsaetzlich ab, zu Beerdigungen werde ich deshalb nicht eingeladen. Zu Hochzeiten auch nicht. . Leipzig: Kommt auf die Situation und das Publikum an. Wie eine grimmige Stimmung entstehen kann, weiss ich nicht. Hardcore-Fans machen die Sache gruselig. Aber nicht nur die. Ein Haufen besoffener Halbgarer plus ein Raedelsfuehrer-und schon ist die Kacke am Dampfen. Standardfall: Einer benimmt sich daneben und rempelt einen anderen an. Man kriegt sich in die Haare, bisher friedliche Fans wollen Frieden stiften und mischen sich ein. Die Stimmung dreht sich dann sehr schnell. Da fliegen auch schon mal Terrassenmoebel. Einer reicht, um alles kaputt zu machen. Einer ist immer anwesend und wartet auf die passende Gelegenheit. Hammse letztes mal Schwein gehabt in Leipzig. . Kennen Sie die wunderbare Krimiautorin Joyce Porter (http://en.wikipedia.org/wiki/Joyce_Porter) ? In einem ihrer Romane philosophiert ein Stadionanlieger ueber die Konstruktion eine Mini-Gouillotine fuer seinen Tuerbriefkasten, weil die Fussballfans schon mal durch den Briefkastenschlitz pinkeln. . Es war schon immer so. Und was sich so am Rande des roemischen Kolosseums abgespielt hat, will ich garnicht wissen.

Savall, Wilhelmus: Vor Jahren...

Savall, Wilhelmus: Vor Jahren besass ein alter Bekannter, ein fanatischer Republikaner, einen Papagei der die ersten Takte dieser Nationalhymne pfeifen konnte, um hinterher noch ein kraeftiges 'Klootzak' [1] hinterherzukraechzen. . [1] Gemaesstigte Form von Armleuchter.

@ TucholskyfuerArme 03. Juni...

@ TucholskyfuerArme 03. Juni 2012, 16:16 : Jeder ist seines Glückes Schmied. Wir haben eine Rechtsordnung, da steht ziemlich weit oben : die Gewalt geht vom Staate aus. Jeder der meint er müsste Gewalt anwenden bekommt es mit dem Staat zu tun. Und womit ? Mit Recht. Darum geht es also nicht. Die letzte Bundestagswahl wurde von gut 2/3 der Bevölkerung legitimiert, die teilgenommen haben. Wenn schon durch nichts anderes, dann ist die Regierung dadurch legitimiert. Gewalt und Chaos sind keine Lösungen. Information und Wissen sind für jedwede Lösung essenziell. Ihre "Angst" vor Hitler verstehe ich nicht. Der Mann hat sich durch seine Taten hinreichend disqualifiziert. Leute die ihn postum verehren argumentativ zu zerpflücken ist nicht einmal eine Fingerübung. Das ganze Gewese um "Mein Kampf" ist Unsinn und umgibt ein Buch mit einem Aura des Verbotenen. welches in jedem Bücherladen stehen sollte, damit alle lesen können wie dumm der Inhalt ist. Wir sind umgezogen. 5km von einer Kleinstadt in ein Dorf, dabei haben wir den Kreis gewechselt. Es gibt zwischen den Orten keine Verbindungen. Es sind andere Welten. Abgrenzen ist der Normalfall und das ist dumm. Wenn Eine/-r erkennt das es dumm ist, dann ist es ein guter Post. Ihre Allergie gegen "unerwünschte" Informationsquellen empfinde ich als Schwäche Ihrerseits, aber ich stelle Sie deshalb nicht auf eine Stufe mit ignoranten Bücherverbrennern. Ziehen Sie Ihre persönlichen Grenzen dort, wo Sie es für nötig halten, denn genau so soll es sein. Ihre Rechte enden erst dort, wo sie andere unnötig einschränken. Das ist auch gut so.

Ich bin nicht so naiv zu...

Ich bin nicht so naiv zu glauben, Filou, daß damals, 2006, Normalität stattfand. Ich habe mich bloß so unglaublich gefreut, daß es eben doch geht und eventuell die Hoffnung doch nicht ganz vergebens ist. Daran muß man eben festhalten, wenn man nicht dem Diogenes-Club beitreten will. Wir haben ja hier seit zwanzig Jahren das Wave-Gotik-Treffen. Da laufen jede Menge Leute rum, die im Normalfall als Bürgerschreck gelten. Nie, nie ist das kleinste Problem aufgetreten. Mittlerweile ist die ganze Bande förmlich eingemeindet und alle freuen sich zu Pfingsten auf sie. Die Autobiographie von Th. Th. Heine hieß: „Ich warte auf Wunder“. That’s the spirit. Der Papagei übrigens amüsiert mich. Ich hoffe nur, daß er für seine Künste nicht hat leiden müssen. Joyce Porter kenne ich nicht. In Sachen Krimi bin ich hoffnungslos altmodisch. Conan Doyle, Agatha Christie, Martha Grimes, P.D. James, so etwa. Ich hab übrigens gerade ein wunderbares Sherlock-Wochenende hinter mir: Jeremy Brett, the best Sherlock ever. Derzeit läuft, ungelogen, „The Private Life of Sherlock Holmes“. Wilder ist immer gut, wenn man zu ernst zu werden droht.

0 E.R. Binvonhier 03.06.2012, 17:53 Uhr

Wann endet das Streben nach...

Wann endet das Streben nach Distinktionsgewinn im Selbst-Outsourcing? . @piccolino, kann ich bestätigen. Ich kenne sehr gebildete, intelligente Fussballverückte. 2006 waren sie sich nicht zu schade am Kiosk nach der Bild zu verlangen; wegen den Beilagen zur WM. Der einsetzenden (weiblichen)Häme trotzend. . @ TucholskyfuerArme, sagen Sie bloß Sie haben die seinerzeitige Diskussion um den deutschen Rechtsstatus (Nachfolge Hl.Röm. Reich) ernst genommen? Sie Ärmster! Dann kann man gleich mit dem Vatikan weiter machen und hoffen der Vatikan nimmt es ernst.;-)

E.R. Binvonhier: "Wann endet...

E.R. Binvonhier: "Wann endet das Streben nach Distinktionsgewinn im Selbst-Outsourcing?" * Es endet, wenn das Gesetz über die "Vermeidung des Instinktverlustes beim Fremd-Insourcing" beide Kammern passiert hat und endlich in Kraft treten kann.

0 TucholskyfuerArme 03.06.2012, 18:29 Uhr

@E.R. Binvonhier Nein, ich...

@E.R. Binvonhier Nein, ich amüsiere mich über Leute die das machen. Gab es darüber wirklich mal eine ernsthafte Diskussion? Entweder die ist an mir vorbeigegangen oder ich war damals noch zu jung.

Die Briten sind Krimimaessig...

Die Briten sind Krimimaessig immer gut. Sie kennen den Autor Dan Kavanagh? Mit seinem gewoehnlichen Namen fabriziert er grosse Literatur.

0 Ephemeridenzeit 03.06.2012, 19:16 Uhr

@Holly01: Nur, dass es sich...

@Holly01: Nur, dass es sich hier eben um einen höchst anonymen Platz der Gescheitheiten handelt - und da erschließen sich Beweggründe und wahre Gesinnungen überhaupt nicht. Man (Sie) sollten daher in solcher Umgebung ganz besonders behutsam sein mit zündelndem Gedankenwerk - schließlich wäre es nicht das erste Mal, dass sich die Wölfe auch sanft in Schafspelze kleiden. Und ob Sie als gewissermaßen "echter Mensch" nun lieber den Karni- oder den Herbivoren zuneigen, wird sich auf dieser virtuellen Ebene niemals klären lassen. Daher appelliere ich hier für mehr Vorsicht beim Umgang mit Quellen.

0 colorcraze 03.06.2012, 19:16 Uhr

@Savall: das ist sehr schön,...

@Savall: das ist sehr schön, was Sie beschreiben, so sollte das sein, so macht das Freude :-) Und, ja, eine gewisse Randale in der 3. Halbzeit gab es immer. @TucholskyFürArme: das kommt nicht irgendwo her, das ist immer existent (jeder lebt in seiner eigenen Realität, da kommt man nie drumrum), nur wenn die Menschen sehr beschäftigt sind und dauerhaft zufriedenstellende Interaktionen und Lebensläufe haben, kümmern sie sich eben nicht um derlei. Was bleibt Arbeitslosen und an den Rand Gedrängten denn anderes, als anzufangen neugierig zu graben und zu philosophieren, wenn es nichts zu machen und zu tun gibt? Und besonders wenn die Jungen völlig wider ihre Natur gezwungen sind herumzuhocken. Dieses Problem gibt es mE zur Zeit auf der ganzen nördlichen Halbkugel (vielleicht teilweise auf auch der südlichen, darüber weiß ich nicht so viel), es äußert sich zwar überall ein wenig anders, aber im Prinzip denn doch überall in der oben beschriebenen Weise.

0 colorcraze 03.06.2012, 19:25 Uhr

@TucholskyFürArme 20:29:...

@TucholskyFürArme 20:29: zurückblättern in diesem Blog. (Sie sind ja noch nicht so lange dabei, so wies aussieht) @Vroni (16:41): ~seufz~ und es könnte so schön sein, mit ab und an Zeitlupe... @Filou (18:07): oh ja, der Rand des Kollosseums war sicher jahrzehntelang in dem von unserem Gastgeber nur andeutungsweise angetippten Zustand. - Übrigens gabs dort in einem Hintergäßchen vor 30 Jahren einen guten kleinen versteckten Pizzabäcker. Der machte die typische römische Pizza, weiß oder rot. Aber den gibts vermutlich auch schon lange nicht mehr.

0 colorcraze 03.06.2012, 19:34 Uhr

@Ephemeridenzeit: Quellen, ein...

@Ephemeridenzeit: Quellen, ein sehr gutes Stichwort. Meine Meditation darüber kommt nicht weit über Sokrates hinaus... denn das allermeiste wurde uns doch erzählt oder über die veröffentlichte Meinung überbracht, und nachprüfen gestaltet sich schwierig, denn Vollständigkeit kann man nicht erreichen, was wirklich entscheidend ist, wird nicht öffentlich breitgetreten, und jeder, der lebt, will nicht an den Karren gefahren bekommen.

Zu Koniginnedag wurde das Tier...

Zu Koniginnedag wurde das Tier in den Keller geschickt. Spaeter gesellte man ihm ein Papageienweibchen zu. Ab dann sprach und sang er nicht mehr. Da hatte er andere Sorgen. Zweierbeziehung. . Julian Barnes aka Dan Kavanagh, Savall, mus man schon allein wegen folgender Idee gern haben: Zwei Raeuber wollen in der Wohnung einer aelteren Dame das Versteck der Wertsachen erfahren. Um ihren Wuenschen Nachdruck zu verleihen, steckten sie den Kater der Frau in die Mikrowelle. Langsam, nach Grad der Verstocktheit des Opfers, erhoehten sie die Leistung. Ist das nicht suess?

0 E.R.Langen 03.06.2012, 19:58 Uhr

Hier sollte Herr Löw nicht...

Hier sollte Herr Löw nicht kritisiert werden. Er achtet auf seine Kleidung wie der Don und gehört ebenso zu den Stützen der Gesellschaft. Da spielt keine Rolle, dass er als Trainer keine Erfolge aufweisen kann. Was sind Meisterschaften, solange das Sakko passt?

0 colorcraze 03.06.2012, 20:02 Uhr

@perfekt: Pessoa, Pessoa......

@perfekt: Pessoa, Pessoa... war das nicht der mit "Bank gründen ist gründlicher als Bank ausrauben" und diversen tiefseelischen Sehnsüchten, der immer im Cafè du Brasil oben im Barreio Alto saß?

Grad seh' ich auf Arte...

Grad seh' ich auf Arte 'Brazil' von Terry Gilliam. Dieser Film naehert sich immer mehr der Realitaet an. Oder umgekehrt. . Ist von 1985.

@ Ephemeridenzeit 03. Juni...

@ Ephemeridenzeit 03. Juni 2012, 21:16 : Tja, das tut mir nun sehr leid. Ich unterwerfe mich keiner Selbstzensur, nur unseren Rechtsnormen und dem Bloginhaber, der schaltet nämlich frei. Ich erwarte aber auch weder Zuspruch noch will ich überzeugen. Mich kann also man also getrost ignorieren, wenn die Quellen unangenehm sind. Meine Bitte an alle ist, selbst zu entscheiden. Die Meisten brauchen auch diese väterliche, beschützende Pose nicht. In diesem Blog ist kein Stammi, der ein Problem damit hat sich klar und deutlich zu äussern. Im Gegenteil habe ich eher den Eindruck, der Puls und Blutdruck geht bei meinen Posts nicht messbar nach oben. Das ist einer der wichtigen Gründe warum ich ich hier poste. Die ich etwas aufregen möchte quietschen dann auch regelmässig, aber das finde ich auch o.k..

@ colorcraze Warum soll es...

@ colorcraze Warum soll es schön sein. Man kann auch in Schönheit sterben. Lieblingsspruch von meinem Typo-Professor, der liebevoll eine Horrorkammer pflegte der miesesten Entwürfe, die er je sah: die Kammer des Schreckens. . Ich liebe Chaos, Folter und rohe Gewalt. In der Küche. Töpfe rumhauen, Tomaten die Haut ab ziehen, Kartoffeln die Augen ausstechen, Eier abschrecken.

Vroni Talibani...

Vroni Talibani

0 bertholdIV 03.06.2012, 22:34 Uhr

@colorcraze fussball v.a. die...

@colorcraze fussball v.a. die nationaltuniere waren oft von politischen interessen getrieben. wie wäre die brd weiter gegangen, wenn 1954 ungarn oder 1974 polen gewonnen hätte - zur not lässt man halt auch einem überfluteten acker in frankfurt spielen. oder vielleicht umgekehrt, vielleicht war nur der "guten alten" brd west "erlaubt" ein wm-turnier zu gewinnen. die "wettmafia" ist schlimm, aber natürlich v.a., weil jetzt die "schmuddelkinder" auch die "heiligen" wm-turniere manipulieren und andere protagonisten nicht mehr alleine an den rädchen drehen. bei der wm2006 war aber m.w. nur das spiel ghana brasilien in korruptionsverdacht http://www.sueddeutsche.de/sport/wm-wettmafia-versteckt-im-millionenmarkt-1.950468 ich war während der em2008 in wien das erste mal unterwegs zum schuster. als ich zwei polizisten nach der kahlenberger straße in grinzing fragte - sie fragten, ob ich zum schuster wollte - sind wir über die em ins gespräch gekommen, polizeieinsatz etc. und bald wurde mir erzählt, dass die sicherheitslage während der wm2006 katastrophal war, dies aber verschwiegen wurde. vielleicht steht ja hier dazu was: http://wm2006.deutschland.de/DE/Content/SharedDocs/Publikationen/abschlussbericht-bundesregierung-wm2006,property=publicationFile.pdf p.126!

0 E.R. Binvonhier 03.06.2012, 22:49 Uhr

Jetzt hab ich ein Problem: ich...

Jetzt hab ich ein Problem: ich mag Julian Barnes ganz und gar nicht, bin ich nun ein Verächter großer Literatur?

Savall, bei Ihrer Erwähnung...

Savall, bei Ihrer Erwähnung der holländischen Invasion von 2006 in Leipzig musste ich flugs meine Fotos aus diesen Tagen durchsehen. Gefühlt 10000 Orangsche auf 500 mal 500 Meter in den Gassen und Höfen der Innenstadt, zehn Serben und immer dieselben zwei Brasilianer, mit Ordem et Progresso auf ihrem Badetuch. Tage später ein aggressiver angemalter Mob aus dreißig koreanischen Musikstudentinnen. Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrr. So ist es doch schön.

0 Veil of ignorance 04.06.2012, 00:02 Uhr

Dass die BRD kein Staat sei,...

Dass die BRD kein Staat sei, weil noch irgendeine alte Verfassung in Kraft ist, kann an Naivität kaum überboten werden. Menschen geben sich eine Verfassung, die Verfassung schafft keine Menschen. Andererseits sind Gemeinschaften in Nationalstaaten organisiert, deshalb ist es genauso naiv von "dumpfen" Nationalismus zu sprechen, wenn Menschen ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe mit den Nationalfarben symbolisieren. Menschen müssen sich mit dem Gemeinwesen identifizieren, denn um solidarischen Verhalten zu praktizieren, ist ein Zusammengehörigkeitsgefühl notwendig. Da erfüllt Fußball eine wichtige Funktion in Deutschland, denn nur hier darf man die Profilneurose ablegen und Teil der Gemeinschaft sein. Dumpf finde ich allenfalls diesen unreflektiertem Hang zum Liberalismus. Jeder ist sich selbst der Nächste.

0 HansMeier555 04.06.2012, 05:55 Uhr

Zwei Strategien: Guttenberg...

Zwei Strategien: Guttenberg machte den Krieg zum Fest, de Misère macht ihn vergessen.

0 colorcraze 04.06.2012, 08:41 Uhr

@Vroni: tja in der Küche, wo...

@Vroni: tja in der Küche, wo das bereits Geschlachtete landet...

0 HansMeier555 04.06.2012, 10:43 Uhr

"Soccer ist doch für...

"Soccer ist doch für Mädchen" . Serie: Sprüche zur Überwindung unangenehmer Gesprächssituationen (3).

0 perfekt!57 04.06.2012, 11:02 Uhr

evtl. wären noch weitere...

evtl. wären noch weitere beiträge zur vielfalt denkbar: ... Then on Tuesday night, Ceasar’s back in town... http://www.youtube.com/watch?v=AYQs2rRnJYY . ... oder "von fist-fuck to wrist-watch" waren es früher auch rein sprachlich schon womöglich höchstens nur wenige zentimeter, so ca. 1979. (*g*) http://www.lyricsfreak.com/f/frank+zappa/broken+hearts+are+for+assholes_20056813.html http://de.wikipedia.org/wiki/Sheik_Yerbouti . und inzwischen seit jahren schon sogar auch in koblenz angekommen (wenn die band-mitglieder nicht evtl. gerade fußball spielen, "vor der stadt, frei eingehegt", *g*): http://www.sheikyerbouti.de/ . und grüße. . (hat eigentlich kürzlich noch jemand hm555 und donna l. gesehen?)

0 perfekt!57 04.06.2012, 11:18 Uhr

kurzer naxchtrag: . "Maybe...

kurzer naxchtrag: . "Maybe you should stay with your mama (Mama) She could do your laundry and cook for you Maybe you should stay with your mama ..." http://www.youtube.com/watch?v=KQXUCjKd13Q&feature=related http://de.wikipedia.org/wiki/Sheik_Yerbouti . ganz wie deutschland. nur seine blogger (don) spielen in einer anderen liga. . und immer schön offen bleiben, schon psychologisc;, dumme, enge alte, gestrige, angestrengte haben wir überall eh schon genug (eine mögliche sichtweise).

@Jordanus Danke. Jetzt kann...

@Jordanus Danke. Jetzt kann ich mir das Schreiben meines Kommentars sparen :-) Ich freu mich. Auf schönen Fußball. Und natürlich den Titel.

E.R.Binvonhier, ...und ich mag...

E.R.Binvonhier, ...und ich mag Grass ueberhaupt nicht. Sehn'se.

Statt unerwünschte Elemente...

Statt unerwünschte Elemente einzuzäunen, es gibt die Möglichkeit sich selber zu entfernen. Ich kenne jemanden, der auf einem Schweizer Berg gewohnt hat.

0 E.R. Binvonhier 04.06.2012, 16:27 Uhr

Filou, den Grass mag ich auch...

Filou, den Grass mag ich auch nicht - und eben keine Hetze.

E.R. Binvonhier, wenn Sie...

E.R. Binvonhier, wenn Sie Barnes nicht moegen, sollten Sie sich fuer den naechsten grippalen Infekt einen Duffy-Krimi von Dan Kavanagh beschaffen. Bei gleichbleibender litaerarischer Qualitaet werden Sie ein grippefreundliches Sujet vorfinden. Kein Tiefsinn [1], aber lustig. Ironisches aus den Seitenstrassen der menschlichen Niederungen. . [1] Da bin ich mir aber nicht sicher. Tiefsinn ist nichts fuer mich. Tiefsinn scheint mir wie Brunnenbohren: Je weiter man nach unten kommt, um so kleiner wird der Horizont. . Anmerkung: Was ist hier los. Neutronenbombe eingeschlagen?

... Fußball? Fernsehen?...

... Fußball? Fernsehen?

0 perfekt!57 04.06.2012, 21:47 Uhr

je weiter man nach unten...

je weiter man nach unten kommt, um so größer wird der horizont, so heißt es wohl, meinen wir schon mal von gelesen zu haben, in grauer vorzeit, bis er schließlich gegen unendlich tendiert. sprachlich etwas vereinfacht ausgedrückt: die (zeitliche) brunnentiefe (zumindest) ist wie ein fraktal, resp. "wie der rand eines fraktal", so sagen manche fachdisziplinen womöglich auch. . sprachlich halt: "„Tief ist der Brunnen der Vergangenheit“. Mit diesen Worten beginnt das ... Vorspiel der Tetralogie. Am Brunnen und in der Nacht beginnen Die Geschichten Jaakobs. Hier trifft der greise Jaakob den Liebling unter seinen zwölf Söhnen, den 17-jährigen Joseph. Joseph tritt vor uns als hübscher, lebhafter, aber auch eitler Mondschwärmer. Vater Jaakob macht sich Sorgen, ihn am Brunnenabgrund zu finden und dazu halb nackt... ." usw., usf.. . hier hat's bildlich gesprochen evtl. sogar ziemlich viele "tiefen-einstiegsstellen" - in denen es, weiter absteigend immer noch bunter und sich-auffaltender würde. ("bunter" wie im bild halt nur, wenn man die math. funktionen zur phatansieförderung etwas einfärbte. *g*) http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/17/Julia_set_%28highres_01%29.jpg . aber wie häufig nur ganz am rande, wir bitten, es ist ein salon. . und grüße.

0 E.R. Binvonhier 04.06.2012, 22:25 Uhr

Filou, Ihr Rat kommt zu spät....

Filou, Ihr Rat kommt zu spät. Mit Dan Kavanagh hab ich es auch versucht, gleiches Ergebnis. Warum weiß der Geier. . Ist wohl dasselbe wie mit Grass und Walser, nicht meine Welt und keine faszinierende andere. . Das Geheimnis 'großer Literatur' ist womöglich, dass sie einem andere Welten derart nahe bringt, man nur noch mit Ablehnung oder Zustimmung reagieren kann.???

0 E.R. Binvonhier 04.06.2012, 22:35 Uhr

Filou, Ihrer Bemerkung zum...

Filou, Ihrer Bemerkung zum Tiefsinn kann ich einiges abgewinnen :)

0 E.R. Binvonhier 04.06.2012, 22:49 Uhr

...vielleicht überreagiere...

...vielleicht überreagiere ich auch. Bei Nitzsche habe ich schon Tränen gelacht. Bei Fachartikeln im Brockhaus ist mir das allerdings auch schon passiert.

@ Veil of ignorance04. Juni...

@ Veil of ignorance04. Juni 2012, 02:02 : Richtig, Menschen geben sich eine Verfassung. Sie werden spätestens nach dem Ende unseres jetzigen Geldzykluses sehen, wie die Rattenfänger auftreten. Schland hat sich keine Verfassung gegeben. Schland hat keinen Friedensvertrag. Schland ist ein Schwebezustand, welcher funktioniert, weil die Bürger es akzeptieren und die Politik das so vorlebt. Kommunikationsregel : wenn alle Alles wissen sind Betrug und Lüge unmöglich. Apro popo Kommunikation : Das ist nun Kleinkinderniveau, aber anscheinend haben da einige ein Defizit. Kommunikation bedeutet : Austausch von Informationen, um möglichst viele Informationen zu haben und so eine -eigene- Meinung bilden zu können. Kommunikation bedeutet nicht andere zu überzeugen oder andere Meinungen zu unterdrücken. Man könnte auch sagen : Kommunikation ist das ultimative Machtinstrument der Masse, während Kommunikationseinschränkung das ultimative Machtinstrument der Eliten darstellt. Wer wissen will wer ein Land beherrscht, muss nicht monatelang Besitzstände prüfen. Man braucht nur 2h zum Prüfen wer die Informationskanäle beherrscht, dort sitzt die Macht. Die Schere im Kopf ersetzt den Diktator in der Hauptstadt.

0 HansMeier555 05.06.2012, 07:44 Uhr

In der Nase bohrt man nach...

In der Nase bohrt man nach oben

0 Don Alphonso 05.06.2012, 09:24 Uhr

Zur Neutronenbombe: 1000...

Zur Neutronenbombe: 1000 Quadratkilometer Zona Rossa ist viel Arbeit. . http://rebellmarkt.blogger.de/stories/2072072/

0 E.R. Binvonhier 05.06.2012, 09:29 Uhr

Für menschliche Niederungen...

Für menschliche Niederungen reichen mir Nebensätze, abendfüllend finde ich das nicht.

@ egghat @bertholdIV es...

@ egghat @bertholdIV es lohnt sich auf jeden fall, sich mit Taktik zu beschäftigen. während ich auf den fußball starre, wird die politik wahrscheinlich wieder versuchen, einige kontroverse gesetze durchzukriegen. das ist auch taktik und die kehrseite der medaille oder des pokals...

zu 9:44 . ...bis beim...

zu 9:44 . ...bis beim Durchbruch Luft ins Vakuum kommt.

0 diktionaftis 05.06.2012, 12:51 Uhr

zu 13:09 (bzw. 9:44) ... was...

zu 13:09 (bzw. 9:44) ... was dann zu einer Implosion führt - eine schöne Sauerei auf der Auslegeware hinterlassend.

@Holly01 - wenn die Quellen...

@Holly01 - wenn die Quellen unangenehm sind: Sind sie nicht. Es sind nur keine Quellen. Information beruht auf Fakten. Gruss, Thorsten Haupts

0 Alpenland 05.06.2012, 14:56 Uhr

Aus dem Ruder laufende...

Aus dem Ruder laufende Sozialausgaben in Europa und das EM-Fieber. Der Gedanke an Brot und Spiele drängt sich auf. Ich verzieh mich in die Fußball-freie Zone der Allgäuer Alpen. Aber bei allem Nase Rümpfen: Lieber durchkommerzialisierte und verregelte Stellvertreter-Wettkämpfe a la EM, WM, Olympia zum Dampf ablassen ... als die nationalen "Wettkämpfe" wie erster und zweiter Weltkrieg.

0 dornenvogel0410 05.06.2012, 15:09 Uhr

@dreamtimer "ist dieses...

@dreamtimer "ist dieses wuchern des imaginären wirklich nötig"?offensichtlich ja,die machthaber brauchen viel zeit,um ihre fehler zu vertuschen,und dann denken sie römisch-circenses,das brot muss sich das volk woanders herholen.nach dem motto einer französischen königin:ich weiss nicht,warum die nach brot schreien,haben die keinen kuchen? der doppelpass bei sport1 müsste gehijacked werden:jean baudrillard als moderator,gäste:klaus theweleit,niklas luhman,und auf der andren seite roman abramowitsch und donald rumsfeld. but,alas,it was not to be,for obvious reasons

0 Alpenland 05.06.2012, 15:42 Uhr

Den Widerspruch muss ich noch...

Den Widerspruch muss ich noch rausjagen: Lieber diese Spiele der Prolos, des Prekariats... usw. mit Suff und Krakeele als die Spiele der alten gesellschaftlichen Stützen, des Adels, mit Millionen Toten... auf den Schlachtfeldern Europas und drüber hinaus in den letzten paar tausend Jahren. Vornehm ging die Welt zugrunde. Lieber verblöden als töten.

0 colorcraze 05.06.2012, 16:10 Uhr

(Dreamtimer) „...sich nichts...

(Dreamtimer) „...sich nichts vorzustellen. Kann man das überhaupt aushalten?“ Hm, ich glaub nicht. Es drängt den Menschen nach Ausdruck, Verständigung und Orientierung. Wenn er meint, die zu haben, ist er vielleicht eine Weile still, aber sobald er auf ein Menschenwesen trifft (oder auch Äußerungen eines Menschenwesens, ob bildlich, schriftlich oder mündlich), stellt sich diese Frage wieder neu. Und damit die Einigung auf die Bezeichnung, und etwas genauer auf den Begriff, und ansonsten auf den Umgang miteinander. (Huizinga, Spielcharakter der Demokratie) Ach, nicht nur die Politik, auch der ganze tägliche Umgang ist zum Teil Spiel – Schauspiel vor allem. Aber beide haben immer auch eine Art, wie soll ich sagen, terminierendes oder finalisierendes Element, etwa wenn man sich verkracht oder einer den anderen übertrumpft oder jemand aus dem Spiel fällt oder derlei. Diese Trennsituationen und was danach kommt sind noch zuwenig begrifflich erfaßt, meine ich. @diktionaftis (14:51): oh oh oh - Besen+Schaufel, Putzlappen und Eimer bereithalten!!! (Hamwer neulich gebraucht für die Speisekammerdecke, die wegen nachbarlicher Waschmaschinenerschütterung oder sonstwas runterkam - 104 Jahre hat se gehalten, aber dann aus unkalren Gründen nicht mehr...)

0 colorcraze 05.06.2012, 16:13 Uhr

@Jordanus: naja, ESM steht an....

@Jordanus: naja, ESM steht an. Eurobonds. Aber derzeit mag wohl China dafür kein Geld ausgeben.

0 colorcraze 05.06.2012, 16:48 Uhr

@ThorHa: wenn Sie mitten in...

@ThorHa: wenn Sie mitten in Verhandlungen stecken, können Sie noch keine Fakten geliefert haben - weil das erst das Resultat werden soll...

@ ThorHa 05. Juni 2012, 16:29...

@ ThorHa 05. Juni 2012, 16:29 : Ich weiss nicht wer Ihnen das angetan hat, aber Sie sind völlig auf dem falschen Dampfer. Information = ungewichtet und ungeprüft, also neutral Behauptung = ungeprüft Fakt = geprüft und (zur Zeit) nachvollziehbar richtig = immer eine Frage von Kontext und Zeitpunkt falsch = siehe richtig . Es ist nicht im Rahmen Ihrer, meiner oder sonst jemandes Möglichkeiten festzulegen wer oder was eine Quelle für Informationen ist. Sie, ich, jeder kann argumentieren. Nur am Rande : Eine Diskussion (ich nheme an Sie wollen in diese Richtung argumentieren) besteht aus einer Position, einem Widerspruch und daraus resultiert eine -gemeinsame- Gesamthaltung zu einem Thema. Sinn einer Diskussion ist also Konsens, im Idealfall eine Sichterweiterung, weil die Nabelschau der eigenen Meinung aufgehoben wird und man erkennen lernt, daß Medallien zwei Seiten haben und interagieren. . Ihr Ansatz (zumindest empfinde ich diesen so), jemanden überzeugen zu wollen, um zu "gewinnen" ist sportlich aber kindlich. Genau dies ist der Hintergrund, warum ich mit Ihnen nicht diskutiere. Sie wollen gewinnen, ich will lernen. Was soll das?

0 auch-einer 05.06.2012, 17:48 Uhr

filou, danke für den tipp,...

filou, danke für den tipp, soeben bestellt.

auch-einer, Barnes?...

auch-einer, Barnes? 'Metroland' hat meinem Sohn in schweren Zeiten schwere Zeiten ertragen geholfen. . Kavanagh? 'Duffy'? Wenn ich's recht erinnere, war das der Krimi mit dem Kater in der Mikrowelle. Aber Vorsicht, Duffy ist schwul, und anderen Aktivitaeten (auch Passivitaeten) sehr zugetan. Falls also Ihre Angetraute eine der hier so viel besprochenen Hoeheren Toechter sein sollte, koennten Sie nach angemessener Zeit seltsamer Verwandlungen und Neigungen gewaertig werden. Kann auch lustig werden. Wird's. Isch schwoere!

0 HansMeier555 05.06.2012, 19:56 Uhr

@Alpenland . Gar kein Sport...

@Alpenland . Gar kein Sport ist auch keine Lösung

0 HansMeier555 05.06.2012, 19:57 Uhr

Politisch gesehen haben die...

Politisch gesehen haben die Deutschen am Ende alle Weltkriege verloren. Klar. . Aber wenn man jetzt mal nach rein sportlichen Maßstäben urteilt.... ?

0 HansMeier555 05.06.2012, 20:03 Uhr

Mir kann keiner mehr...

Mir kann keiner mehr erzählen, dass die Bilderbergerm Macht und Einfluß hätten. . Wenn die sogar den Trittin in die Bütt lassen.

Savall, falls Sie zufaellig...

Savall, falls Sie zufaellig hier zulesen: Ich hab' bei Polgar nachgeschaut. Der F. hatte sowieso die Absicht, nach seinem 60ten Geburtstag sich das Leben zu nehmen. Er wartete nur auf den geigneten Moment. Als die SA klingelte, wusste er: Es ist soweit.. . Den Schmaeh muss man haben: F's Danksagung auf die vielen Gluekwunsche anlaesslich seines 60ten Geburtstages waren GEDRUCKTE Danksagungskarten mit dem einheitlichen Text (ich extemporiere): 'Von allen Glueckwuenschen war Ihrer der mich am meisten beeindruckendste!' . (Polgar, das wissen Sie ganz sicher, war ein enger Freund von Friedell, sowie sein Koautor vieler erfolgreicher Theaterstuecke in Wien.) Und was ist danach den Oesis geblieben? Jelineck und Handke! Die Welt verfaellt.

0 colorcraze 05.06.2012, 20:18 Uhr

@dornenvogel: Haha, _das_ wär...

@dornenvogel: Haha, _das_ wär mal eine Besetzung. Und dann noch der Don und Donna Laura zum Antreiben dazu. Oh, dafür würde sogar ich den Fernseher einschalten.

0 bertholdIV 05.06.2012, 21:58 Uhr

ohne...

ohne worte: http://derstandard.at/1338558738597/Documenta-Ich-bin-froh-dass-ich-kein-Kuenstler-bin wie sagte ein kommentator auf derstandard: Endlich ist Anton Zeilinger dort gelandet, wo er hingehört : unter die Selbstdarstellungskünstler ! in diesem sinne des prof. mitgliedschaft passt auch dazu: K.a.V. Marco-Danubia Wien

0 bertholdIV 05.06.2012, 22:06 Uhr

@foersterliesel,...

@foersterliesel, schluchten-ossi können sie mir das zerwürfnis strache - graf im umfeld der stiftung der älteren dame erklären? bringt strache ein "opfer"? hat er das christian konrad versprochen um dann nach der nächsten wahl schwarz blau machen zu dürfen? hc strache plakatiert ja jetzt bevorzugt mit jgudenus... lauter fragen...

0 E.R. Binvonhier 05.06.2012, 22:10 Uhr

OT: Jürgen Trittin wurde zur...

OT: Jürgen Trittin wurde zur diesjährigen Bilderbergkonferenz (lt. Medien die Weltentcheider) eingeladen und nahm teil. Bei einigen Grünen stieß das auf Unverständnis. . Kennen die ihre Vorturner derart schlecht? . PS. Wenn die Medien verbreiten, es handelt sich bei den Bilderberger um Weltent- scheider ist das eine Information, eine Behauptung, Fakt oder Fake? . Nur so, wenn es sich um Weltentscheider handeln würde, müssten sie in Sack und Asche gehen und kaum einer würde ihre Einladung annehmen, nicht mal Herr Trittin.

0 Thorsten Haupts 05.06.2012, 22:54 Uhr

@colorcraze: Nicht ganz. Schon...

@colorcraze: Nicht ganz. Schon vor den Verhandlungen gibt es Fakten, die je einseitig bekannt sind (z.B. Einstandspreise, Fertigungskapazitäten, verfügbares Personal - whatever) und Fakten, die beiden bekannt sind (durchschnittliche Marktpreise, Reichweiten, Marktanteile etc.). Es könnte nach den verhandlungen neue Fakten geben, die in ihnen erst geschaffen werden. Holly01 betrachtet aber, ausweislich seiner eigenen Kommentare, jede Behauptung als Information. Weshalb ich auch nicht mit ihm, sondern nur noch über ihn diskutiere. Das letzte Mal, dass mir diese Art der Einschätzung begegnete, war in den jahrelangen Diskussionen mit Rechtsextremisten im Usenet. Auch die griffen gerne auf die geschlossenen, beleglosen Zitierkartelle der wenigen Revisionisten zurück. Immer mit dem unschuldigen Augenaufschlag "Aber wenn er das doch sagt/schreibt, dann ist es eine Information/Wahrheit". Auf der Basis lässt sich nicht einmal eine fruchtbare Debatte führen, leider. Gruss, Thorsten Haupts

0 E.R. Binvonhier 05.06.2012, 23:07 Uhr

Kann es sein, dass jemand der...

Kann es sein, dass jemand der seine fünf Sinne noch beisammen hat, sich öffentlich hinstellt und behauptet der aktuelle Zustand der Welt beruhe auf seinen Entscheidungen. Ist doch besser man sagt es sei alles alternativlos, man selbst ein Getriebener, kein Macher, kein Entscheider. Wenn auch Herr Walter ehem.Chefvolkswirt der "Deutschen Bank" für das kommende Jahr eine schwere Rezession voraussagt - bitte, alle vortreten ihr Macher und Entscheider.

0 perfekt!57 05.06.2012, 23:44 Uhr

"in der nase bohrt man nach...

"in der nase bohrt man nach oben" - klingt sehr katholisch, eindeutig. höhere kardiäle knnen das mit icherheit m besten. (*g*) und frage der definition: auch bei artisten? wenn kopfüber? also "bis der übermut entweicht"?, pardon "...druck"? (*g*) - und man sollte ein wettbohren veranstalten. womöglich streng wissenschaftlich. c4's first. (*g*) . wir hatten den "rebellmarkt" übrigens gar nicht als so umfassend und beeindruckend in erinnerung... . . and many thx for sharing the most impressive px from italy - die armen menschen. und man hat einen eindruck vom altertum: wahrscheinlich haben obrigkeiten damals die menschen auch schon mit gewalt ferngehalten "machen wir gleich bald für euch alles neu! jetzt aber erst mal vorsicht!" - und dann kam das übliche organisationsversagen: daher womöglich auch die vielen wie unbegreiflich nach erdbeben "verlassenen" und nie wieder aufgebauten städte des altertums? . @alpenland: wir stimmen zu. und choreographie der massen ist empfohlen, was ganz neues. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1775583/ . "Ich bin ein alter Kämpfer für den öffentlichen Raum" - will wohl sagen: "der raum ist tot - lang lebe der raum!" . "Immer wieder verweist Volkwin Marg auf den Katalog: und damit implizit auf einen Mangel der Ausstellung: Sie findet als Ausstellung nie zu eigener Größe, ist eher ein illustriertes Lesekabinett" (- so soll es sein: willkommen in der realen welt: die brauchts nix gebautes mehr, vorbei!, p!): "Lieber kaufe man sich tatsächlich den klug zusammengestellten Katalog und freue sich aufs nächste Spiel und - wer es mag - auch darauf, aufzugehen in der Masse." ok, gähn. . und grüße. . (italien interessiert. so wie es unser gastgeber zeigt. meinen wir. aber bitte um himmelswillen keine neubauten mehr, von alten männern, oder einstürzende neubauten, how eklig!) ("kühne neubauten!", wie elend, wer will schon noch "kühne neubauten"? "k. n.", das war doch gestern. und mit dem collosseum hattes schon angefangen, ungefähr.)

0 HansMeier555 06.06.2012, 06:03 Uhr

. rechtendes...

. rechtendes rächen rächendes rechten rechnendes rächen rechtendes rechnen rächendes rechnen rechnendes rechten rechtendes rächen . wandelndes jandeln...

0 diktionaftis 06.06.2012, 10:31 Uhr

@HM555 (08:03) Ernst Jandl:...

@HM555 (08:03) Ernst Jandl: Ottos Mops: . http://www.youtube.com/watch?v=oMtCa-_ygto . Taubtrüber Ginst am Musenhain: . http://www.youtube.com/watch?v=ghbj6iNPfCU

0 hansgeier333 06.06.2012, 10:47 Uhr

Guckt man sich die Denkerstirn...

Guckt man sich die Denkerstirn mancher BedenkenträgerInnen an, so fragt man sich, ob die Anzahl der dortigen Runzeln an anderen Körperteilen noch übertroffen wird.

0 donna laura 06.06.2012, 10:55 Uhr

lieber perfekt!57, lieber...

lieber perfekt!57, lieber HansMeier555, nicht nur in, sondern auch mit der nase bohrt man nach oben: extreme brown nosing. . liebe colorcraze, mille grazie, cara, dies wäre beinahe zuviel der ehre - abgesehen davon, dass man als wurm neben dem hochgeschätzten gastgeber sich selbstverständlich sicherlich nicht ganz so furchtbar schlecht schlüge und der vorschlagenden, so steht es zu hoffen, zumindest keine sonderliche schande bereitete. . da aber nun zumindest luhmann mausetot ist - was, wie so vieles (s.u.), angesichts seines, ach, wunderbar leichtfüssigen und schelmischen humors allein schon grund für eine theodizee wäre - müsste man jedoch, doch ohne allzu grosse verluste hinsichtlich der unterhaltsamkeit, auf eine professorin der ältesten universität, die ihren namen für unsäglichste experimente der so genannten bildungspolitiker hergeben musste (die uni meine ich), zurückgreifen, die bei ihm studierte und auch ihren eco ins spiel brächte. . und bologna - wer wollte da nicht fliehen angesichts des gleichsam lissabonnischen erdbebens.

0 HansMeier555 06.06.2012, 11:31 Uhr

jandelndes granteln......

jandelndes granteln...

Ich lese immer mit, Filou,...

Ich lese immer mit, Filou, habe aber nicht immer Zeit zum Schreiben oder schlichtweg keine Ideen. Was nun Friedell und Polgar betrifft, so sind sie wie Roda Roda, Joseph Roth, Stefan Zweig oder Karl Kraus altes Kakanien und infolgedessen kultiviert. Ich halte ja die österreichische Republik für ein historisches Mißverständnis. Nun gut, man hat Ungarn eingebüßt, Böhmen, Mähren und noch ein paar andere Kleinigkeiten. Weg mit Schaden. Aber die Habsburger? Diese geniale, durch 800-jährige Erfahrung gestählte Despotie, gemildert durch Schlamperei? Das hätte man nicht hergeben dürfen. Mantua, übrigens, dürfte es nie so gut gegangen sein wie unter kakanischer Verwaltung.

Jolifanto rambla rambla......

Jolifanto rambla rambla... hüpfendes Ballen

0 HansMeier555 06.06.2012, 12:09 Uhr

Im einen Blog über den...

Im einen Blog über den anderen zu petzen und zu meckern find ich selber blöd. Aber was soll ich machen? . Fräulein Seeliger stellt seit einer Woche keine Kommentare mehr frei. . Beim ziellosen Rumklicken stellte ich fest, dass sie am 31. Mai offenbar innert 30 Minuten ganze vier Blogbeiträge veröffentlicht hat, von denen mir darum dreie bis grade eben völlig entgangen waren. . Für jemanden wie mich, der die Vertragsbestimmungen jetzt nicht so genau kennt, sieht das schon so aus, als hätte da jemand auf den allerletzten Drücker noch ganz schnell vor Monatsende eine Mindestzahl von Beiträgen veröffentlichen müssen. . Senden, senden, senden, senden. . Um sich nach Entledigung der lästigen Pflicht gleich wieder in bessere Salons zu verabschieden...

0 E.R. Binvonhier 06.06.2012, 13:55 Uhr

perfekt! 57, 'kühne...

perfekt! 57, 'kühne Neubauten', ist das gemeint, was wie vom Himmel gefallener, zerknautschter Weltraumschrott aussieht und gelegentlich als Museum dient?

0 E.R. Binvonhier 06.06.2012, 14:55 Uhr

Bei Frau Seeliger habe ich den...

Bei Frau Seeliger habe ich den Eindruck sie arbeitet nach dem Google-Modus.

Ja, Savall, und nicht zu...

Ja, Savall, und nicht zu vergessen die tschechischen und ungarischen Seitenarme. Was sans a so bleed, aan noch bleederen Krieg anzufangen. Wegen einem depperten Erzherzog. . (Ich gehe jetzt zum Feldkurat Katz und lass mir eine Messe lesen. Das wird eine Hetz!)

0 E.R. Binvonhier 06.06.2012, 15:18 Uhr

Savall, wenn man wie das alte...

Savall, wenn man wie das alte Kakanien seine Marken im Osten verliert, dann hat man vor der Geschichte versagt.

0 E.R. Binvonhier 06.06.2012, 15:36 Uhr

... und wenn man wie in D...

... und wenn man wie in D derzeit die Meritokratie dazu benutzt jeden Steuer-Cent pingeligst aus der entlegensten, kleinsten Ecke herauszufegen, ist man auch am Ende.

0 donna laura 06.06.2012, 15:42 Uhr

lieber Savall, cher Filou,...

lieber Savall, cher Filou, bitte um pardon für mein zurückhaltend gemeintes einmischen, doch fühle ich mich durch die erwähnung kakaniens vor dem hintergrund des themas des artikels inspiriert, einen kleinen, vor kurzem bei ausgrabungen zutage geförderten witz mit einem bart, länger als alle zz-topisten zusammengeknotet, zum besten zu geben. . alora (räusper): . östereich. zwei alte männer treffen sich wie immer am dorfbrunnen, um gemütlich in der alpinen sonne ihre mehlspeisen zu verdauen. schliesslich der erste: du, weisst scho? heut abend schpuit östereich-ungarn. nach einer ganzen weile der andere: ah so. und gegen wen?

0 perfekt!57 06.06.2012, 16:57 Uhr

und schreiben & schweigen,...

und schreiben & schweigen, jaja. . mal was anderes: die zukunft auch hier kommt banalerweise eh womöglich anders, als manche meinen. . z.b. so die, die heute 48-50 sind. viele von den haben heimlich eindeutig pläne. und die gehen eher in richtung "gewissensruh" als "arbeitsstelle". und "karriere" eher schon gar nicht. und zwar ganz sicher auch morgen nicht. wahrscheinlich gerade weil sie meist bestausgebildet, teils von durchaus konservativer herkunft, und vielfach selbstständig. . denen ist klar, sagen sie auch ganz deutlich im kleineren, nicht-öffentlichen kreis, "dass sie so spätestens ab 60 so eher alle zusammen eine "alters-wg." machen werden". und zwar glücklich. mit finanzvorteilen für alle. mangels karierrelust und teils auch studiendauer und nett-vielfältiger lebensumwege. "eben nicht die bestmöglichen ruhestandsbezüge mit sich selbst verabredet" ("egal!"). und sind glücklich. bis zufrieden. und die selbstständigen haben was mehr. am gelde besser interessiert. . aber alles und allesamt freunde. und freuen sich auf ihren irgendwie gearteten großbauernhof mit viel land. und terasse. aber eher weniger arbeit. so, was muss. und garagen für die pferde und stallungen für oldtimer & motorräder & traktoren. und machens heute schon so: weil sie sich alle eng seit der gemeinsamen schulzeit (gimmi) kennen. also "so spätestens in zehn, zwölf jahren irgendwo vor, hinter, bei gewissensruh". (und nett ausgedacht der ort nicht wahr?) und alle viel zu klug(1), lebenserfahren, tüchtig und reflektiert und herkunftsreich für kleinbürgerliche pseudo-idyllen - daher wird das was! . was wir also von dem halten, was gewisse verbände, "alte leute usw". für die zukunft hoffen, wollen, annehmen? wahrscheinlich eher, dass auch darüber schneller die zeit hingeht, als heute gedacht. denn die sind so, vielfach. und eben dankenswerter sozialn wirklich klug: das leben ist ein leben. kein surrogat. und man hat nur eins. und wer mit 60 geht, auf eigene kosten, der ist eben" weg": haben die anderen früher ja auch so gemacht. daher gibts da heute nicht mehr negativen gefühlsbalast moralischer art dazu, als früher. . (1) nachtrag, wg. "sozialer klugheit": "was du ererbst von deinen vätern, erwirb es, um es zu besitzen". niemand, von denen, die so leben aus der generation, käme auf die idee, "billich die passive variante davon zu suchen/nehmen". sich also was vorkauen zu lassen, "den erwerb konzentriert durch stillhalten durch weisere alte über alle fünf sinne reingetrichtert zu bekommen": nein, das können sie schon selbst. denn: rein theoretisch wäre der erwerb sogar rein autodidaktisch möglich, ganz ohne fremde dritte.("was du erwirbst" - da ist eher das du aktiv, fast bald nichts sonst) - "und dabei haben viele gestrige genaugenommen garnix erworben", so das vorurteil, "haben eher ein leben "als quasi ypsilon-modell" zurückgelegt: "intelligent ist, wer eine wichtige verzweigung voraus selber(!) erkennt" - "und noch intelligenter, wer den leichteren weg sodann selbstständig und frei & klug wählt": "also mehr bekommt und weniger brauchen". denn was anderes wäre sonst denn intelligenz? - und richtiger erfolg wirds, wenn's vielfach hintereinander gelingt, über jahrzehnte sogar(!): verzweigungen, wichtige weichenstellungen von alleine erkennen ("ohne fremde hilfe nötig gehabt zu haben!") und dann klug mehr geld bei relativ weniger arbeit & verantwortung aber mehr urlaub bekommen/erreicht zu haben - und haben wir keine hilfe für gebraucht!" . das aber wohl, so geht die meinung, tendenziell eher frühere staatsdiener-vorkollektive gewesen, nicht zukünftige unternehmer-freibeuter. und zeitgeist: die leute "vom typus gewissensruh" eher nicht von der art solcher von früher. die entscheiden und verantworten selbst, brauchen (sic!) zum glück eher eh keine besoldungsordnung fragen. und deutschland geht deswegen bestimmt nicht unter, meinen sie. denn es gibt keinen mangel. . und die leute sind klug, wie man argumentieren kann: z.b. frau petra roth, geb. 8/1944 als beispiel, heute "immer noch" oberbürgermeisterin von frankfurt.usw., usf.. im august wird sie 68. tolle frau, tüchtiges leben. aber wer wollte denn das nachmachen? und warum? wenn er/sie leidlich intelligent ist/wäre? (s.o.) also auf anderer leutes karriereende wrten? "intelligenz mit geheimnis verwechseln" womöglich ("ich habe nach dem abbi zwar nicht studiert, sondern "nur" eine ausbildung im staatsdienst gemacht (oder anderswo), aber natpürlich kenne ich durch meinen beruf viel mehr gehemionisse, als die" ("die studierten", wer kennts nicht?) - und all das der dumme trugschluss dies jetzt: . auf die unni geht man aber, damit der prof so im 8-10. semster sagt "ich habe ihnen jetzt alles beigebracht, was ich weiß - mehr, als ich ihnen beigebracht habe, ist in mir nicht drin, und darüber bin ich glücklich, darauf bin ich stolz - sie waren mir eine freude! studium, akademische realität vernichtet geheimnis. dazu ist sie da. und zwar in ewigkeit, amen. und staatsräson muss ausgeübt sein: . die zukunft auch hier kommt banalerweise eh womöglich anders, als manche meinen. . (frau roth solte mind. noch 14 jahre bleiben - ihre erfahrung wirklich ganz zur neige ausschöpfen, die anderen gehn derweil weiter ins schwimmbad. oder radeln am lago.) (wir bitten um entschuldigung: bei der auch von uns hoch geschätzen fr.dr. roth handelte es sich um eine von uns benutzte projektionsfläche - wahrscheinlich allgemein übereinstimmbarer natur, daher. aber was anderes ist sie, als egoistin auch: wenn sie geht, will sie womöglich dank, nachfolgerdrängeln, anerkennung und ewigen ruhm? warum? wofür? und wer bestimmt, wer wann was muss? in einem freien land?) . ungefähr so. und grüße. (vor allem nach italien)

@ Thorha : Nun gut ich...

@ Thorha : Nun gut ich entschwinde und sterbe an gebrochenem Herzen. Mag der öffentliche Raum Rittern wie Ihnen gehören. Ich würde mich ja gerne gegen den indirekten Vorwurf des Narrzisten verteidigen, indes, ich weiss nicht wie man beweist was man -nicht- ist. So schreiben Sie denn wohl.

0 perfekt!57 06.06.2012, 17:33 Uhr

und die faz erinnert an...

und die faz erinnert an "fahrenheit451" - ja, da war doch noch was? aber was bloß? . "Eine dystopische Gesellschaft weist für gewöhnlich mindestens einen der folgenden Züge aus dieser nicht erschöpfenden Liste auf: eine augenscheinlich utopische Gesellschaft, frei von Armut, Seuchen, Konflikten und sogar emotionaler Niedergeschlagenheit. Unter der Oberfläche offenbart sich jedoch genau das Gegenteil. Die zentralen Aspekte der Geschichte sind 1. das Problem an sich, 2. die Art und Weise, wie dieses vertuscht wird, sowie 3. die Chronologie des Problems. . Weitgehende Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge ohne Aufsicht oder Regulierung des Staates. Dies hat zur Folge, dass sozial schwache Schichten nicht mit Energie und Wasser versorgt werden. . Soziale Schichtung, wobei die Gliederung der Gesellschaft in soziale Klassen streng definiert ist und ebenso streng durchgesetzt wird. Es fehlt gänzlich an sozialer Mobilität, z. B. im Roman Schöne neue Welt von Aldous Huxley die Unterteilung in Alphas, Betas, Gammas, Deltas und Epsilons (Kastenwesen). . Eine reiche Oberschicht isoliert sich in nach außen abgeriegelten (und teilweise luxuriösen) Wohnkomplexen, während die restliche Bevölkerung unter einfachen oder gar erbärmlichen Bedingungen hausen muss. . Ein hohes Wohlstandsgefälle sichert der reichen Oberschicht Zugang zu hochwertigen Lebensmitteln und Wasser, während sich der Rest der Bevölkerung mit künstlichen Nahrungsmitteln zufriedengeben muss. . Ein von der Oberschicht regierter Staat mit wenigen demokratischen Idealen, wenn überhaupt. . Staatliche Propaganda und ein Bildungssystem, das die meisten Bürger in die Anbetung des Staates und seiner Regierung nötigt und ihnen die Überzeugung aufzwingt, das Leben unter dem Regime sei gut und gerecht. " http://de.wikipedia.org/wiki/Dystopie . "Fahrenheit 451 spielt in einem Staat, in dem es als schweres Verbrechen gilt, Bücher zu besitzen oder zu lesen. Die Gesellschaft wird vom politischen System abhängig, anonym und unmündig gehalten. Drogen und Videowände lassen dennoch keine Langeweile aufkommen. Selbstständiges Denken gilt als gefährlich, da es zu anti-sozialem Verhalten führe und so die Gesellschaft destabilisiere. Bücher gelten als Hauptgrund für ein nicht systemkonformes Denken und Handeln. . Die Bücher aufzuspüren und zu vernichten ist Aufgabe der Feuerwehr. Die Bücher werden an Ort und Stelle verbrannt. Mechanische Hunde helfen beim Aufspüren der Bücher. Die Maschinen jagen Buchbesitzer und Staatsfeinde und fangen oder töten sie. Auf den Helmen und Uniformen der Feuerwehr steht die Zahl 451, jene Fahrenheit-Temperatur, bei der Papier Feuer fängt und Bücher sich entzünden. . Protagonist des Romans ist der 30-jährige Feuerwehrmann Guy Montag, der zunächst scheinbar kritiklos in diesem System funktioniert, heimlich jedoch einige gestohlene Bücher in seinem Haus versteckt. Durch die 16-jährige Clarisse lernt er die Kunst der Worte, den Wert freien Denkens und die Schönheit der Natur kennen. Clarisse stellt ihm die Frage, ob er glücklich sei. Als seine Frau Mildred beinahe an einer angeblich versehentlichen Überdosis Schlaf- und Beruhigungstabletten stirbt, beginnt Montag, intensiver über Clarisses Frage nachzudenken, und gerät in Zweifel. Ihm fällt auch auf, dass in den Medien kaum über den Krieg berichtet wird, in den sein Land gerade verwickelt ist. . Bei einem seiner nächsten Einsätze begeht eine alte Frau Selbstmord, indem sie sich selbst mit ihren Büchern verbrennen lässt. Sie will lieber sterben, als sich dem Druck des Systems zu beugen. Traumatisiert bleibt Montag ein paar Tage seiner Arbeit fern. Sein Vorgesetzter, Captain Beatty, sucht ihn auf und belehrt ihn über die Ursprünge der herrschenden Verhältnisse: Die Ablehnung von Literatur, Kultur und selbstständigem Denken wurde nicht von der Regierung aufgezwungen, sondern vollzog sich schrittweise durch gesellschaftliche Veränderungen, die nach einer Nivellierung des allgemeinen Niveaus und staatlicher Zensur strebten, so dass alle Bürger intellektuell gleichgestellt sind und sich keine Minderheit diskriminiert fühlt. Beatty gibt an, selbst Bücher gelesen zu haben, die Lektüre habe ihm aber nichts Nützliches gegeben. . Das Ziel staatlichen Handelns ist es, die Bevölkerung ununterbrochen mit simplen Mitteln zu beschäftigen und sie so von wichtigen Ereignissen wie Kriegen abzulenken." . http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrenheit_451 . und danke faz! (man kann also 91 werden, sogar durch mit trotz atmen.)

0 colorcraze 06.06.2012, 20:26 Uhr

@ThorHa: ja sehnse, es gibt...

@ThorHa: ja sehnse, es gibt einseitig bekannte Fakten. Und die wird man eher nicht dem anderen 1:1 auf die Nase binden, denn einiges ist ja schließlich auch Geschäftsgeheimnis. Stattdessen kommen eher Phantasie und Diplomatie zum Zug, und schon sind wir bei der Frage der Fragen: stimmt das Erzählte so oder nicht? (Irgendwann sah ich mal den Billy-Wilder-Film "1,2,3". Darin kommt ein Westberliner vor, der für den gegnerischen Nachrichtendienst die blockadebrechenden Flugzeuge per Strichliste zählen soll. Man hört ständig welche, manchmal macht er Strichlein, manchmal redet und trinkt er. Sein Gegenüber meint: "aber da waren doch jetzt welche." - Darauf er: "ach was, das war bloß Feindpropaganda.") @HM555: stimmt, so ganz ohne Sport hätten die Frauen keine Gelegenheit, mal in Ruhe mit ihren Freundinnen zu telefonieren. @Savall: sagen Sie das nicht zu laut, die leben noch. Und könnten Ihre Steuern für ein neues Palais heranziehen wollen. @donna laura: Sie meinen, Sie würden das Rhizom zu sehr lockern? Und bräuchten noch etwas Ragù dazu? Nun ja, das letztere macht sich eigentlich fast immer passabel, und den Herrn Luhmann könnten wir ja als Holographie einspielen. Was in Potsdam mit dem Herrn Pückler gelungen ist, sollte mit Herrn Luhmann ja auch gehen.

Sportlicher Wettkampf ist an...

Sportlicher Wettkampf ist an und für sich nichts Verwerliches. Aber die Aasgeier von Geschäftemachern haben sich darüber hergemacht. Das Geld kommt nicht von Mutter Teresa , meinte Ion Tiriac. Dabei denkt er nur daran, seine Taschen zu füllen. Im Tennis sind praktisch nur noch die Verrücktesten erfolgreich. Wer nicht bereit ist, seine Gesundheit zu ruinieren, hat keine Chance. Die Medien heucheln vom hehren Wettkampf. In Wahrheit manipulieren Managementkonzerne und Sponsoren das Geschehen. Beim Fussball geht es rein gar nicht mehr um Sport. Zumindest nicht bei den internationalen Wettbewerben. Es ist nur Party für eine hirnlose Spassgesellschaft. Nur vergleichbar mit dem gleichfalls pervertierten Oktoberfest.

0 colorcraze 06.06.2012, 20:34 Uhr

@HM555 (22:03): es muß ja...

@HM555 (22:03): es muß ja auch Kaffeekränzchen zum Einnorden (oder, wie Don es nennt, "einrichten") des Personals geben (Steinbrück war schon, bei Trittin ist es Zeit. Ah so ja, und die Pressesprecherin der Syrer war auch dabei.). Man kann nicht jedem einen Extraeinlauf verpassen wie den Piraten, deren Schlömer nun immerhin schon von Kissinger und Gutti kontaktiert wurde.

0 donna laura 06.06.2012, 20:52 Uhr

lieber don, ist denn alles...

lieber don, ist denn alles okay bei ihnen? man hört so gar nichts mehr? (nicht dass der backziegel, von dem ich eben nebenan schrieb, ihnen auf den kopf...? don?)

0 donna laura 06.06.2012, 21:27 Uhr

ein offensichtlich...

ein offensichtlich griechischen traditionen sich verpflichtet fühlender landet vor mutti... ts.

Gruenden wir jetzt den Verein...

Gruenden wir jetzt den Verein 'Der letzte Mohikaner' ?

0 donalphonso 07.06.2012, 09:30 Uhr

Pardon, ich bin gerade im...

Pardon, ich bin gerade im Ausseneinsatz in Mirandello. Ich denke, das Bild sagt alles:
.

0 donalphonso 07.06.2012, 09:31 Uhr

Ist gerade nicht die Zeit für...

Ist gerade nicht die Zeit für lustige Westviertelgeschichten.

Der Narrzist ist nichts. Der...

Der Narrzist ist nichts. Der Narzziss ist ein eitler Selbstspiegeler. Der Nazi ist in uns allen, wenn's mal richtig dicke kommt.

0 donna laura 07.06.2012, 11:27 Uhr

lieber don, passen sie bitte...

lieber don, passen sie bitte gut auf sich auf. das ist alles nicht sonderlich gefahrenfrei, und sie sind sicherlich nicht dem heuschnupfen und dem asthma entflohen, um dem ganzen in la bella italia ein allzu rasches ende zu bereiten, n'est-ce pas? . die sorgen und nöte westvierteliger zahnärzte angesichts des frühmorgendlichen klingeln an der haustüre sind tatsächlich ein wenig amüsanter zu lesen, aber was einen ergreift, hat einen erst einmal im griff, das ist dann eben so. . ceterum, wer lustige geschichten sich zu gemüte führen möchte, der kann ja zeitweise auf die lustigen taschenbücher oder alternativ auf horváths geschichten aus dem wiener wald ausweichen.

0 HansMeier555 07.06.2012, 11:58 Uhr

Das muss man sehen: dass nicht...

Das muss man sehen: dass nicht nur das eigene Dasein endlich ist.

0 donna laura 07.06.2012, 12:01 Uhr

cher Filou, hm, ihr letzter...

cher Filou, hm, ihr letzter satz könnte sich auch so lesen, dass man diese typen verniedlicht: mei, wenn alle so sind, ja dann... . gibt es da nicht einen unterschied zwischen dem einfachen erschiessen eines menschen auf der einen seite und auf der anderen seite systematischer brutalster folter und tötung, herabsetzender häme ewiger quäler inklusive? letzteres ist allerdings ziemlich international und der hominiden gattung als ganzes intrinsisch. doch das heisst nicht dass wirklich alle exemplare (überall) so denken und handeln (können). sicher, der mensch ist dem menschen ein wolf, und wenn es hart auf hart kommt, erschiesst man vielleicht einen oder auch mehrere, aber ausgrenzen, quälen und geplant töten, das hat noch einmal eine ganz andere qualität, oder? . noch einen grappa?

0 bertholdIV 07.06.2012, 12:26 Uhr

@Holly01 06. Juni 2012,...

@Holly01 06. Juni 2012, 19:04 bitte bitte nicht

0 HansMeier555 07.06.2012, 12:28 Uhr

Trost ?...

Trost ?

0 donna laura 07.06.2012, 13:01 Uhr

lieber perfekt!57/ gestern,...

lieber perfekt!57/ gestern, 19.33 u, fahrenheit 451 hat wie auch 1984 einiges ausgedrückt, das nicht nur latent in der damaligen gesellschaft vorhanden war und das nach einer kurzen phase der vorgeblichen morgenluft in den 70ern, so hat es den anschein, heutzutage manifester wird. "Das Ziel staatlichen Handelns ist es, die Bevölkerung ununterbrochen mit simplen Mitteln zu beschäftigen und sie so von wichtigen Ereignissen wie Kriegen abzulenken" - hmpf, man denke nur an fussball, handyverträge, hausdämmung*. . wobei man sich die anmerkung nur ungerne verkneift, dass der buchmarkt heutzutage auch ganz gut selbstverbrennung betreibt: das rosa pflasterbuch, das geklaute buch vom überfahrenen schwanzlurch, im nichts verplätschernde schinken von eigentlich nicht übel beleumundeten autoren... alles gedruckt, alles ein buch, die armen bäume, die armen hirne, mais bon. ach ja, ich vergass: saharazinn. alleine schon, wie der knilch das wort buch ("haben sie denn mein buch gelesen?") ausspricht, könnte einen zum feuerwehrmann werden lassen. s. o. bei *.

0 perfekt!57 07.06.2012, 13:27 Uhr

@donna laura - charmant und...

@donna laura - charmant und klug und unverzichtbr wie immer. . das haben wir heue früh gesehen, und waren begeistert. also vom leben an sich. das es sich z.b. von durch mit über kinder reproduziert. (und verhältnisse kommen auch vor. das aber, wie wir fanden, nicht das dings, s.u.) (der liebe gott hat die menschen ganz offensichtlich zu seiner freude "an sich genial" entworfen, es wird deutlich, so unser eindruck. ettikette wie "problemviertel" stören da manchmal nur.) http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/media/hamj19509.html . und wie klug inzwischen manchmal auch printmedien sind: http://www.welt.de/regionales/hamburg/article106316820/Erwachsenwerden-vor-der-Kamera.html - evtl. mal lesen. . in brief about change once more a little... " so http://de.wikipedia.org/wiki/Volkwin_Marg ein leben, das war doch wohl gestern, fühlt sich einfach nicht gut, nicht rchtig an. so ein bißchen wie "kölner möbelmesse", "wo nach 70-80 jahren neustuhl-design auch etwas die luft raus ist bzgl. stuhl-design" - wir meinen "die generation don alphonso durchschaut das alles gleich - und zu recht" http://de.wikipedia.org/wiki/Volkwin_Marg der wunderbare herr magr geht auf die 76 zu - und baut immer noch üerall in der welt. fast "als wollte er sich eine überdosis reinpfeifen, fänden den absprung nicht". richtigerweise, so sünde womöglich anzunehmen, würde die generation don a. in italien und der geschichte zu hause, maximal bei einem solchen projekt mitmachen - und dann gehen: genug gelernt. und selbstverständlich war es wahrscheinlich zu recht bei früheren anders: fühlt sich aber eher wie "möbelmesse" an: von uns brauchen die nachfolge solcher eher die wenigsten. sondern würden ggfls. auf reisen mal da vorbeischauen: so haben "unsere" früher das gemacht, "ein leben zwischen ("dummen") projekten und plänen (aus papier) - was ein glück, das ich das nicht brauche" ("nötig habe, weil klüger bin") - "und heute" so meinen wir, "wird womöglich für in ein, zwei jahrzehnten bereits feststehen, machen das zum glück andere, wir nicht mehr, bauen unsere jungen chinesen so, die hinken ja uns auch weiterhin hinterher, daher solch biographisches paradigma für solche noch attraktiv,für uns aber nicht mehr - ihr pech, unser glück". change happens. . "Im Jahr 1965 bestand er sein Examen und gründete im selben Jahr mit Meinhard von Gerkan das Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp)." http://www.gmp-architekten.de/projekte.html - desgl. 1934: http://www.as-p.de/projekte/mega-events/ - wir meinen, die generation@ will mehr, viel mehr, "nicht bloß bauen in stahl, beton, glas & plastik - und wenn bei uns sowas nicht geht, dann eben halt besser woanders, wo noch geld ist, und evtl. durchsetzungshelfendes autokratiat". http://www.youtube.com/watch?v=qTBuKufsFQc

Hi, DA. Kümmern Sie sich um...

Hi, DA. Kümmern Sie sich um die Menschen vorort. Hier im Blog kann jemand in die Bresche springen. Doch WER ?????

0 Foersterliesel 07.06.2012, 14:18 Uhr

lieber bertholdIV, zu Ihrer...

lieber bertholdIV, zu Ihrer Frage von gestern: diese Stiftungsgeschichte hat ja auch die (in Wien recht große) Wählerschaft der Blauen emotionalisiert, diese Wähler können sich mit der über den Tisch gezogenen Stifterin gut indentfizieren: deswegen die "Selbstreinigung". Gudenus wird plakatiert weil er erstens jung ist und zweitens für Wien aufgebaut wird; er schaut patschierlich aus, ist rhetorisch aber ganz schön rechts. Die ÖVP (vor allem in Wien) dürfen Sie sich sehr inhomogen vorstellen; nicht jeder Bürgerliche oder jeder Industrielle braucht sie wirklich, eigentlich brauchen sie nur noch die Funktionäre, das zeigen ja die Wiener Wahlergebnisse. Außerdem kennt man sich intern recht gut und verabscheut einander herzlich; es gibt die eher saturierten Großkoalitionäre und die blau-affinen (Kleinbürger, kleine Kanzleien, kleine Geschäfte, Immobilien in der Vorstadt, Atomlobbyisten, kapitalschwach und sehr offen für Investoren a la Zypern) die unbedingt im Politgeschäft bleiben müssen. Natürlich versuchen auch die blau-affinen Schwarzen - wenns nützt, wenns etwa jemanden zu vernadern oder etwas für sich zu richten gibt, die alten großkoalitionären Wiener Kontakte zu spielen, ein Teil der Roten ist ja grünphobisch. Für eine neuerliche schwarz-blaue Koalition müssen die Blauen zentristischer werden, auch um international Probleme zu vermeiden, Ungarn als einziger Sympathisant wird ja wohl nicht ausreichen, - da paßt der Sturz Grafs natürlich.

0 hansgeier333 07.06.2012, 16:26 Uhr

Halb so wild, die Kabel...

Halb so wild, die Kabel hängen ja noch. Die Mafia sackt schon ein. Bisnis äs juschel.

0 Der Tiger 07.06.2012, 18:50 Uhr

Wenn mich der Heuschnupfen...

Wenn mich der Heuschnupfen befällt, dann fahre ich nicht nach Italien – das wäre viel zu weit, sondern einfach nur ein bisschen nach Süden, Maastricht zur TEFAF oder nach Liege, oder noch besser nach Luxemburg, wie dieses mal wieder. Das ist so amüsant europäisch. Die Staumeldungen im Radio werden in einem verkappten deutsch gegeben, die Schilder an den offiziellen Gebäuden sind in französischer Sprache, aber in meinem Lieblingsrestaurant – wo man mich freundlich als bekannten Gast begrüßt - sprechen sie englisch mit mir. Alles ist sehr überschaubar, voller Historie und bürgerlich bescheiden. Und wenn ich dann vor Junckers “Kanzleramt” stehe, muss ich immer lächeln – das ist nicht mehr bewacht und größer als das Standesamt in Kronberg. Da fühle ich mich dann immer gleich zu hause.

0 Foersterliesel 07.06.2012, 19:17 Uhr

lieber...

lieber bertholdIV, http://kurier.at/nachrichten/4498970-fpoe-beharrt-auf-graf-kein-ruecktritt.php

0 E.R.Langen 07.06.2012, 21:19 Uhr

donna laura, warum erwhnen Sie...

donna laura, warum erwhnen Sie Asterix nicht?

0 HansMeier555 08.06.2012, 04:55 Uhr

Wird das alte Albion noch vor...

Wird das alte Albion noch vor der Eurozone auseinanderbrechen? . Die anglikanische Kirche in den römischen Schoß zurückkehren? . Karl III. in Westminster sich krönen lassen?

Wehrter Don, ich hoffe das Ihr...

Wehrter Don, ich hoffe das Ihr die Ruhe findet welche Ihr Euch wünscht. Sollte der Lärm des "Gettos" zu laut werden, spielt Klavier mit offenen Fenstern das hilft. Herzlichst P.

0 HansMeier555 08.06.2012, 08:05 Uhr

Und wir lästern über...

Und wir lästern über Fussballfans. Gucken Sie mal da: . "Neuer Wettbewerb „Kultur- und Kreativpiloten!“ startet Bis zum 15. Juli 2012 können sich Künstler und Kulturschaffende um die Auszeichnung „Kultur- und Kreativpiloten“ Deutschlands bewerben. Gesucht sind einfallsreiche Köpfe, die mit innovativen Geschäftsideen überzeugen. „Die Kultur- und Kreativwirtschaft gehört heute zu den wichtigsten Wirtschaftsbranchen und ist ein Zukunftsmotor für unser Land. Die Auszeichnung soll helfen, die Bedeutung des Kultur- und Kreativbereichs in der Öffentlichkeit stärker zu betonen“, sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann. . Insgesamt 32 Gewinner werden von einer Fachjury ausgewählt und durch die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft im Dezember öffentlich ausgezeichnet. Sie werden ein Jahr von ausgesuchten Branchenkennern mit persönlichen Gesprächen und Workshops begleitet. Die Gewinner kommen während des „Kreativpiloten-Jahres“ mit erfahrenen Branchenkennern in Kontakt, erhalten zusätzliche Publicity und können ihre unternehmerischen Fähigkeiten erhöhen. Der Wettbewerb „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ wird von der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung gefördert, einem gemeinsamen Projekt des Kulturstaatsministers und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben." . Wenn ich solches Kultursprech lese, werden mir die halbbesoffenen Schlandbrüller gradezu sympathisch.

0 HansMeier555 08.06.2012, 11:49 Uhr

@colorcraze . "ausrichten"...

@colorcraze . "ausrichten" heisst das laut Don in der dummen Stadt. "einrichten" gibt es vielleicht auch, wer weiss.

0 donalphonso 08.06.2012, 16:08 Uhr

Kurz ein paar Worte zu...

Kurz ein paar Worte zu dieser Seeliger: Von all den menschlich schwieriigen
Berlinern, die ich so aus dem netz kenne, wäre das eine der Letzten
gewesen, von der ich hier ein Blög hätte lesen wollen. Sie kann nämlich
nicht schreiben. Und es ist mir elend peinlich, was sie hier leistet, oder
auch nicht.

0 HansMeier555 08.06.2012, 16:37 Uhr

So bös wollte ich das nicht...

So bös wollte ich das nicht hören. Nur ein kurioses Erlebnis erzählen. Man hebt einen Stein hoch und drei Blogbeiträge blinzeln verstört ins Licht.

Bei meiner jugendlichen Reise...

Bei meiner jugendlichen Reise durch vier Welten (DDR, BRD, BuWe[1], NL), liebe Laura, habe ich, der ich mich als zweitsanfteste Mensch [2] nach Jesus sehe, doch einigermassen bedenkliche Erfahrungen machen muessen. Mit Nazi [3] meine ich ich nicht nur den Massenmoerder, egal ob er 20 oder 200.000 auf sein Ungewissen lud, sondern den wildgewordenen Buerger, der fuer jeglichen Lohn andere ueber die Klinge springen laesst, sie bestiehlt, beraubt, im Schatten von Fahnen und Eiden seiner Inferioritaet den Lauf laesst. Es gibt viele Variationen dieses Menschen: Der sich gebildet Gebende, der den redlichen Dummkopf aufs tiefste verachtet; der Humanist, den juedischer Witz und schlaue Lebensbewaeltigung in einen nur mehr durch Hass zu kompensierenden Wahnzustand treibt; der unbeholfene Trottel, den sein eleganter Nachbar (dazu noch mit wechselnden schoenen Besucherinnen) in den Minderwertigkeitskomplex treibt; der vermoegende Deutsche, der die Anpassung der Griechen an die griechische Politik (Mein Staat ist korrupt. Was anderes bleibt mir, als zu korrumpieren?) mit Wut zu begegnet... ...so Vieles im Kleinen gaebe es es noch aufzuzaehlen. Aus diesem Mist aber ersteht der Nazi. Und der ist latent virulent. . [1] Bundeswehr. Zu meiner Zeit eine Sammlung zukunftsaengstlicher Spiesser. [2] Ist saumaessig selbstironisch gemeint. [3] Die gelassene kanadische Jugend (meine Nichte z.B.) kennt im buergerlichen Leben den Steuernazi (Steuerberater) etc.

0 HansMeier555 08.06.2012, 18:24 Uhr

Und dann gab es noch den Nazi...

Und dann gab es noch den Nazi aus purer Begeisterung...

0 bertholdIV 08.06.2012, 18:59 Uhr

@hm555 das albion war ein ezu...

@hm555 das albion war ein ezu starke vorlage. wie wäre es mit der these: die pastorentochter aus der uckermark treibt als rache für karlV. seine herrschaftslande in den wirtschaftlichen untergang. ich kann ihnen sagen, selbst die institutionellen anleger im land des ehemaligen militarischen arms der rkk sind "alle" aus der finanzierung spaniens draußen. first we take manhattan, then we take berlin schauen sie mal, dass sie geld auftreiben; rkk ohne finanzmittel? geht das? die raika in wien wackelt...viel spaß beim spendensammeln..

0 HansMeier555 08.06.2012, 19:48 Uhr

Lieber Filou, sagen Sie uns...

Lieber Filou, sagen Sie uns noch eins. Als Zeitzeuge (räusper): Wo waren Sie, als das Rahn-Tor fiel? (1954)?

0 E.R. Binvonhier 08.06.2012, 20:19 Uhr

OT: D.A.Sie sollten nicht...

OT: D.A.Sie sollten nicht versuchen Ihre Transportprobleme auf Niebelart zu lösen:-) . Die Dirk Niebels dieser Welt sind ein Massenphänomen. So klein kann der Ort nicht sein, dass man nicht auf einen Dirk Niebel trifft. Folgerichtig gilt für den Minister Niebel, was für alle Niebels gilt.

0 bertholdIV 08.06.2012, 20:19 Uhr

@Foersterliesel 07. Juni 2012,...

@Foersterliesel 07. Juni 2012, 16:18 gruenphobisch: ja könnte hinkommen. mit rotgrün in wien könnte sich die spö in ganz österreich ruinieren. nicht, dass das nicht klappen könnte in wien, aber die spö spielt das so in der art "halbschwanger" und strache versucht den "herzstich" direkt im zentrum der roten macht. den entscheidenden fehler hat dr. häupl gemacht, als er gusenbauer damals abserviert hatte und das kanzleramt nachbesetzte. wie sagte don mal: wer vom geld anderer lebt, kommt durch deren geld um. wer wie unser bürgermeister in der jugend einer verbindung angehörte wird durch eine solche aus dem amt gejagt... ich glaube strache braucht graf, sonst wird er von den christian konrad und seinen freunden über den tisch gezogen. kennen sie die annektode (ich glaube im falter), dass christian konrad auf einer jagd einen journalisten wie einen hund zum apportieren geschickt hat und der muss es sogar getan haben

Lieber Meier, da war ich noch...

Lieber Meier, da war ich noch Quark in der Schuessel.

0 perfekt!57 08.06.2012, 20:56 Uhr

@tiger - luxemburg ist klasse....

@tiger - luxemburg ist klasse. und vor allem so total normal. und luxemburger platt ist eigentlich eine kultur- u. hochsprache erster güte. nur das sie eben "platt" heißt. auch im radio beim autofahren immer wieder ein gewinn. gerade auch, weil dieses "durcheinander" aus platt, deutsch, französisch usw. ja eben geraede kein "ducheinander" ist, sondern strengen regeln folgt. und genau so gewollt ist. "durcheinander" hört es sich eben nur für uns aussenstehende an. . "An engem Parkhaus zu Esch an der Rue du Commerce hunn Onbekannter ganzer 6 Feierläscher muttwëlleg eidel gemaach." http://meng-gemeng.rtl.lu . http://lifestyle.rtl.lu/entertainment/people//259069.html

0 donna laura 08.06.2012, 20:57 Uhr

lieber perfekt!57, oh, merci,...

lieber perfekt!57, oh, merci, sie sind sehr gentil! . cher Filou, uiuiui, leute kennen sie... solche kenne ich auch. aber das heisst logisch betrachtet doch nicht, dass diese erstens nazis und (= et

HM555, ich stolperte vorhin...

HM555, ich stolperte vorhin nicht (!) ueber den 'Zeitzeugen'. Mein Bester, mein lieber Freund von der 'Snipers Alley ' vergessen Sie nicht, dass man mit unverstelltem Blick das oben Geschilderte im Hier und Heute beobachten kann. Nicht ohne Grund findet man genuegend Beispiele gerade hier in diesem Blog.

0 colorcraze 08.06.2012, 22:39 Uhr

@Don: ich sehe auf dem Foto...

@Don: ich sehe auf dem Foto hinten einen Steinhaufen, vielleicht von einem zusammengefallenen Gebäude (scusi, die Kirchenwand hinten sieht für mich so aus wie manche Kirchenwände halt so aussehen), und die Absperrung auf der rechten Seite sieht nach Bau aus - also alles erstmal nicht so offensichtlich. Nur die mehrfachen Fallrohre an mehreren Häusern sind mir rätselhaft. @Foersterliesel: Ihre wunderbare choreographische Beschreibung der zusammenwirkenden Bosheiten möchte ich nicht missen... @HM555: ging es da um so etwas wie Krötenweitwurf?

0 HansMeier555 09.06.2012, 04:11 Uhr

@b4 . Geld für die RKK? Nach...

@b4 . Geld für die RKK? Nach meinem Eindruck hatte sie zuletzt immer zuviel davon, das hat sie zahm gemacht, ja ruhiggestellt. . Objektiv sind die Chancen auf eine nachaltige Durchkatholisierung Europas heute weitaus besser als im 5. Jahrhundert. Demokratie und Aufklärung sind tot, die Zahl der Lesekundigen sinkt, der Meeresspiegel steigt von alleine, und nächste Woche guckt Alarich vorbei. Wirksame Konkurrenz (Arianismus, Luthertum) existiert nicht mehr. Schlesien ist wieder katholisch, in Skandinavien, Holland und der DDR warten ungetaufte Heiden auf die Bekehrung, und England ist eine reife Frucht. . Woran es der RKK derzeit am meisten fehlt, ist das kritische Quentchen Verantwortungsethik, das es halt braucht, um wirksame Finanzierungsstrategien auch durchzusetzen. . Warum z.B erscheint die Mutter Gottes in der Uckermark so selten? Zumindest in der Lausitz wär es doch mal Zeit. Langsam kann ich nimmer verstehen, worauf die noch warten.

0 Foesterliesel 09.06.2012, 09:07 Uhr

lieber bertholdIV, -...

lieber bertholdIV, - dämonisieren Sie da den Konrad nicht doch ein wenig? die Anekdote kenn ich aber glaub sie nicht, weil ein Hund einfach so viel leichter und besser apportiert, er beobachtet schärfer, riecht besser und sucht systematischer. Wozu also? Es reicht doch, daß die Journalisten lohnschreiben. Daß Graf der FPÖ gegen Konrad nützlich sei ? Inwiefern? Als Jurist? Eher gibts halt wieder eine Spaltung in der FPÖ: Burschenschafter - hungrige Aufsteiger. Die FP opponiert/argumentiert gegen Raiffeisen, naja, bringt ein paar zusätzliche ländliche Wähler, über die traditionellen Kreise hinaus, mehr nicht. Strache ist eine Gefahr, aber nicht wegen eines starken und etablierten rechten Milieus in Wien, das ist sehr klein, sondern wegen der Protestwähler (Autofahrer, Türkenhasser, Modernisierungsverlierer, von Kriminalitätsdruck Betroffene). Und Gusenbauer? In der Politik kommt man leicht in den Verruf eines Intellektuellen, fast immer völlig unverdient.

0 perfekt57 09.06.2012, 09:36 Uhr

wenn man es sehr weit gefasst...

wenn man es sehr weit gefasst sehen wollte, könnte man auch hier einzäunungsforderungen sehen: . "Europa braucht keinen Bankensozialismus sondern die Rückkehr zur Marktwirtschaft. Es kann nicht sein das der vielbeschworenen "Wettbewerb" seit 2008 nur noch beim Volk und realwirtschaftenden, produktiven Unternehmen angewendet wird. Dazu bedarf es endlich eines glasklaren Signals an die Ackermänner: Misswirtschaft und falsch kalkuliertes Risiko von Banken muss zu deren Abwicklung und Zerschlagung führen. Nur so wird bei diesen Geldverbrennern wieder ein Umdenken stattfinden!" kommentar 9.6. 09:58 http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schuldenkrise-iwf-spaniens-banken-brauchen-mindestens-40-milliarden-euro-11779154.html . zum glück ist und bleibt unser gastgeber zumindest konkurrenzlos und ohne grenzen. und leider erdbeeben.

0 Foersterliesel 09.06.2012, 11:09 Uhr

lieber bertholdIV, noch zur...

lieber bertholdIV, noch zur spezifischen Situation in Wien: die Gefahr ist der Opportunitätsnazi, nicht die traditionelle und quantitativ unerhebliche Rechte. Deswegen ist es wichtig soziale Probleme zu beobachten und zu moderieren. Als Honoratiorensohn aus der Provinz (müssen sozialdemokratische Politiker ein rein proletarisches pedigree vorweisen?) war der Bürgermeister halt in einer Burschenschaft; er ist dort aber nicht geblieben und das schließlich zählt. . lieber Filou, schön geschildert! Ressentiment aus unterschiedlichsten Gründen, die Gelegenheit sich im unverantwortet im Kollektiv zu rächen und zu bereichern...

0 E.R. Binvonhier 09.06.2012, 11:59 Uhr

berthold IV, die...

berthold IV, die Patorentochter aus der Uckermark orientiert sich ausschließlich an der situativen Macht und das ist immer die von gestern. Bei ihr geht es zu wie an den Finanzmärkten: von einer platzender Blase zur nächsten. Ein Plan oder ein Programm gehört dazu nicht. . Und alle drängeln um als Nächste dran zu kommen.:-) ...nur UK und USA nicht. RU und China sind wohl auch immun.

0 Der Tiger 09.06.2012, 14:59 Uhr

@B4 – Die RKK steckt auch so...

@B4 – Die RKK steckt auch so in der Tinte, hat das aber vielleicht noch nicht so richtig gemerkt. Irgendwann wird irgendein der RKK nicht wohl gesonnener Menschenrechtler den Fall von des Papstes Buttler aufgreifen und mal ganz simple fragen: Wie steht es mit einem unabhängigen Gerichtsverfahren, welches garantiert, dass nicht ein Unschuldiger für die kriminellen Machenschaften hochstehender Würdenträger verurteilt wird? Wo kriegt der Angeklagte Gabriel seinen Rechtsanwalt her, der ihn verteidigt und nicht den Papst-Staat? Wer bezahlt den Rechtsanwalt? Wie kann gegen die Entscheidung der ersten Instanz Berufung eingelegt werden – denn auch Richter brauchen eine Qualitätskontrolle. …. Der arme Mann selbst kann nicht mal in Strassburg sein Menschenrecht auf ein faires Verfahren einklagen, denn der Vatikan ist (meines Wissens nach) nicht Mitglied des Europäischen Menschengerichtshofs.

0 E.R. Binvonhier 09.06.2012, 15:59 Uhr

...oder um es mit Peter Struck...

...oder um es mit Peter Struck zu sagen:" Frau Merkel kann man sich als Pilotin anvertrauen, wenn einem egal ist wohin die Reise geht."

Angela hat den Gruenen den...

Angela hat den Gruenen den Pott leergefressen. Gruene Anliegen sind nun in der Kanzelerin Hand. Die SPD hat sie bereits pfannenklar in der Kueche stehen. Zaehlt auch nicht mehr so recht, schon garnicht mit Siggi Popp. Die Linke macht sich selbst fertig: Uberhaupt kein Problem mehr. Die Piraten sind noch nicht ernst zu nehmen. Mit Seehofer kommt sie auch noch klar (eine clevere Frau schickt jeden Mann zum Pinkeln, wenn sie will.) Was sagt uns das? Angela gewinnt die naechsten Wahlen. Danach dreht sich alles: Die Energiewende wird zurueckgewendet-wie ueberhaupt alles, was sie mit Ruecksicht auf populaere Forderungen erfuellte, 'neuen' Einsichten (siehe uebereilter Atomausstieg) zugeordnet wird. . Wird schon, Kinder. Alles andere ist auch Scheisse.

0 E.R. Binvonhier 09.06.2012, 17:27 Uhr

Filou, A.M. bekommt die...

Filou, A.M. bekommt die Alleinregierung, was sonst!!! . Man muss auch gönnen können.:-)

E.R.Binvonhier, kriegt sie nur...

E.R.Binvonhier, kriegt sie nur kurzzeitig. Die anderen muessen nach dem Schock erst mal kapieren, dass man Politik nicht den Vorgaben der Schwarmintelligenz machen kann.. Wir kennen alle das Gleichnis von den Fliegen.

0 bertholdIV 09.06.2012, 23:03 Uhr

@HansMeier555 09. Juni 2012,...

@HansMeier555 09. Juni 2012, 06:11 worauf warten die? gute frage? betraf das jetzt die erscheinungen oder die rk-rekatholisierung? aber zum geld: haben sie gesehen: spanien kommt schon unter obhut...jetzt geht es an italien... @foersterliesel den konrad dämonisieren? iwo. interessant ist, warum so eine episode in der zeitung steht (es war eine qualitätszeitung, ich weiss leider nicht mehr genau, welche und googeln...). ich weiss nicht, ob ich sie glauben soll, denke aber dass der "dämonisierte" so etwas nicht macht. @derTiger ob sich straßburg gegen den vatican entscheiden traut? glaub ich nicht. aber sie haben recht, aus der ferne beurteilt scheint der prozess gegen den kämmerer etwas rechtsstaatlich schwach - aber da kenn ich mich nicht aus in solchen rechtsfragen - vielleicht bittet der kämmerer ja einen arzt aus der charite ihn zu behandeln. in der wiener zeitung steht, dass sich kardinal bertone mit der fraktion des ehemaligen vorsitzenden der it. bischofskonferenz ruini überworfen hat. wenn das stimmt, würde ich aus der hüfte geschossen sagen, muss sich bxvi für sein pontifikat oder für bertone entscheiden. interessant ist auch, dass der in bayern (mittelbayerische zeitung etc..) schon "verlautbarte" nachfolger in der glaubenskongregation bischof müller doch nicht nachfolgt.

0 bertholdIV 09.06.2012, 23:10 Uhr

@foersterliesel graf-strache....

@foersterliesel graf-strache. ja ich glaube wirklich als jurist oder als mann fürs grobe. im moment brauchen die schwarzen die blauen doch nur dazu den unmut zu fangen und politisch wirkungslos verpuffen zu lassen. vielleicht sogar als jurist - s. böhmdorfer. schauen sie sich doch den buwog skandal an, profitiert haben mittels umwidmung die käufer der wohnungen raika und wiener städtische und hängen geblieben ist es an grasser etc..

0 bertholdIV 09.06.2012, 23:14 Uhr

der link zur spannung ruini -...

der link zur spannung ruini - bertone http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/europa/462681_Unheiliger-Intrigantenstadel-Vatikan.html

0 Foersterliesel 10.06.2012, 10:43 Uhr

lieber bertholdIV, - ja die...

lieber bertholdIV, - ja die römischen Kabalen (da Medjugorje die Gegend wirtschaftlich belebt und befriedet bin ich natürlich auch fürs Wunder!)... hier in der Vorstadt gedeihen verschiedene Freikirchen, die muslimische Kulturgemeinde hat gerade ihr jährliches Sommerfest (eine Art dreitägiger Kirtag) beendet, die rkk Pfarren geben sich große Mühen, das alles ist sehr, sehr weit weg von Rom... - daß rot/schwarz letztendlich von der Buwog-Geschichte profitieren ist stabilisierend und (zynisch, gewiß) beruhigend: die Jobs beim Giebelkreuz und bei der Städtischen wenigstens sind keine prekären, es zahlt sich noch aus die Kinder dort hineinzuintervenieren... - heute ist ja FPÖ Parteitag in Wien und wir werden sehen wies ausgeht; an Juristen und Anwälten ist bei der traditionellen Rechten kein Mangel, aus Burschenschaftern werden ja kaum je Psychologen oder Kunsthistoriker. Der Parteianwalt hat immer genug zu tun, auch innerhalb der Rechten (Schlägereien mit Pressesprechern etc FPÖ-BZÖ) selbst, man ist klagsfreudig und Böhmdorfer ja auch bald 70. Aber es gibt doch Appetenzen über dieses selbstgenügsame Soziotop hinaus und dazu muß man Wahlen gewinnen, dem Wähler gefallen, nur dann gibts Ministerien, Posten und Gelder zu verteilen. Das traditionell rechte Milieu allein kann das nicht schaffen, die haben keinen Draht zur Vorstadt, dazu brauchts den Polithysteriker, der alles verspricht, empathisch-emphatisch ist und libidinös besetzbar (also a bisserl sexy und net so altvaterisch-kulturtümelnd

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.