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Gutes Benehmen mit Stil und Kamera

19.06.2012, 15:32 Uhr  ·  Darf man das Essen ablichten und ins Internet stellen? Mangels Internet wissen Castiglione und Knigge darauf keine Antwort, aber der Abgrenzung und dem Klassendenken kann es durchaus zuträglich sein.

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Die unschuldigsten Vergnügungen sind nicht für mich geschaffen.
Aus dem Tagebuch von Maria Leszczyńska, Königin von Frankreich

Vor ein paar Wochen war ich in Monte Carlo, und an einem Nebentisch wurde Geburtstag gefeiert. Eine der jungen Damen wollte den üppig mit Speisen gedeckten Tisch ablichten, und dafür hat der Oberkellner das Licht ein wenig hochgedreht. Und er, ein sehr kompetenter Mann der Genüsse, lächelte dabei, nicht wie über eine Torheit, sondern wie über eine Auszeichnung.

Bild zu: Gutes Benehmen mit Stil und Kamera

Letzte Woche war ich in meiner Lieblingssalumeria in Mantua, und als der Chef – genannt der Sindaco der Via Oreficio, das Oberhaupt der Goldschmiedegasse – merkte, dass ich auch ein Bild seiner Käsetheke wollte, machte er sie bereitwillig auf. Und die Dame, die nach mir kam, fand es wirklich ganz reizend, dass ich diese Pracht ablichte. Das sollte ja auch jeder sehen, was für schönen Grana Padano sie hier haben. Der steht etwas im Schatten der Parmesan, und wer seinen Ruf mehrt, ist immer ein Freund, dem alle Türen geöffnet werden.

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Ich habe eine sehr gute Freundin aus gutem Hause, die mit Leidenschaft kocht, und sich sehr freut, wenn sie im Internet bei gewissen Blogs nicht nur Rezepte, sondern auch selbst gemachte Bilder findet. Sie sagt sich, dass solche Photos zeigen, was mit eigenen Kräften möglich ist, und ausserdem mag sie die Liebe und die Hingabe zu dem, was Menschen tun.

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Damit ist das Thema eigentlich schon umrissen und beantwortet: Gäbe es die Vorgeschichte der besseren Kreise nicht, kämen wir gerade erst aus einer traurigen Welt ohne Tischsitten, sähe es bei uns daheim so aus wie im Lebensraum einer Berliner Punkerin, hätten wir dereinst aus dem Topf gegessen und nur drei oder vier Kilo Silber gehabt und ähnlich schlimme Phantasien, und würden wir nun, wohlhabend und einsichtig geworden, frei alle  Regeln und Zwänge neu definieren können, um unerwünschte Personen dorthin auszugrenzen, wo sie hingehören, und uns dann gesittet über sie zu erhöhen – dann wäre die Frage müssig, ob man die gedeckten Tische in Gesellschaft ablichten darf. Wir leben im 21. Jahrhundert, wir sind es gewohnt, unverfängliche und schöne Bereiche unseres Daseins auch umfassend zu leben, und das Bild und dessen Verbreitung gehören fraglos zu dem, was nicht verdammenswert ist. Es gäbe dann, in den letzten Jahren entstanden, eine Art Gewohnheitsrecht, das Bild des Gastmahls im Netz zu verbreiten. Keinen Zwang, aber auch keine gehobenen Augenbrauen. Das Internet wäre die Silbervitrine, der Geschirrschrank der neuen Zeit – gäbe es da nicht die Vorgeschichte. Und diese Vorgeschichte des Benehmens sah es im 20. Jahrhundert einfach nicht vor, dass man Bilder der Tafel veröffentlichte. Man verbietet das Undenkbare nicht.

Wie so oft stellt sich also die Frage, ob es erlaubt ist, die alten Sitten weiterzudenken. Man kennt das aus der Moraltheologie, die sich zu allen Zeiten mit einem festen Gefüge neuen Entwicklungen stellen musste. Es gibt beispielsweise im Judentum Speisen, die nicht koscher sind. Die werden auch explizit benannt. Aber wie ist es mit Speisen, die die Bibel nicht kannte? Tabak ist ein gutes Beispiel dafür, im 19. Jahrhundert galt er allgemein als anregend, erweiternd und deshalb als koscher; heute dagegen ist man sich weitgehend einig, dass man im Lichte neuer Erkenntnisse im Lungenkrebs nicht G’ttes Wunsch für den Menschen erkennen kann. Vor vierzig Jahren wäre es fraglos unüblich gewesen, Tische abzulichten und das Bild an Creti und Pleti zu verbreiten – heute, das es üblich ist, muss man fragen: Schadet es irgendjemandem? Irgendwie? Ist es schlecht für unsere Klasse, kommen wir damit in Verruf?

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Und hier nun bietet sich die glänzende Gelegenheit, ein neues Minenfeld des Geschmacks und der Diskriminierung aufzumachen. Es schadet uns nicht, aber den anderen. Was alles nicht geht: Ein Kantinentellerleerlecker, der zwischendrin mit seinen berufsbedingten Besuchen in preislich gehobenen Restaurants angibt, solange es auf Spesen geht – Parvenü (es gibt dafür übrigens auch einen bayerischen Fachausdruck, der ein Borstenvieh beschreibt, das sich allein von den Resten der Bierbrauerkunst ernährt; Parvenü ist immer noch nett. Im Vergleich)! Nachplappern der Weisheiten irgendwelcher TV-Köche – grauenvoll. Einkaufen nach Schuhbeck – ah ja. Das sieht so aus, wie man es im Kochkurs gelernt hat – soso. Und so praktisch, man sitzt, wenn man fertig ist, auf Barhockern rund um die Kücheninsel – nun denn. Man hat früher Menschen nicht umsonst zum Essen eingeladen und sich einladen lassen. Man tat es, um weitreichende Schlüsse zu ziehen. Die Möglichkeiten, die man nun hat, und zwar ganz ohne das Risiko, jemand könnte seinen Ellenbogen auf den Tisch legen, sind famos.

Und auf der anderen Seite geht wieder der Sozialdruck los. Wer sich einreiht, muss öfters mal das Geschirr wechseln, sonst wird es langweilig. Die Maggiwürze verschwindet vom Tisch. Man kann auch nicht das billige Öl des Discounters herumstehen lassen. Dieser Ikeatisch passt nicht zum Anspruch, der auf dem Teller gelebt wird, wo sind der Grossmutter Damasttischdecken? Halb freundliche, halb spöttische Kommentare können Wunder wirken. Das ist wie das Vorstellen bei den Grosstanten, nur global und in Echtzeit und solange das Bild online ist. Ein Segen vielleicht, ein Fluch aber ganz sicher. Manches kann man sich erkaufen, aber ein Alpenpanorama hinter der Torte, einen Gebirgssee, monatelang eine italienische Piazza und Delikatessenläden oder ein Silberschrank der Grosstante, in dem matt die grosse, alte Zeit funkelt – das muss man erst mal haben. Der Anpassungsdruck nach oben kann im Netz gnadenlos sein. Natürlich geht es auch anders. Niemand muss mitmachen, man darf auch ehrlich Fabriksaucen auf Pappteller träufeln. Alles eitel, alles Fassade. Und genau darum so effektiv. Ich höre aus verschiedenen Richtungen, dass ein Blick in die virtuellen Speisekammern entscheiden kann, wer gefällt, und wer nicht.

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Ein jeder findet darüber das, was ihm entspricht, die einen stehen zusammen am Dönerstand, über den die Flieger düsen, und die anderen empfehlen sich jene stillen Brauhäuser bei Klostern, die es können und wissen, wie es zu sein hat. Das Internet, ansonsten als grosser Gleichmacher verschrien, kann hier ganz anders wirken, Klassen erhaltend, Gruppen abgrenzend, Erkenntnisse der Unvereinbarkeit fördernd. Was sonst fairerweise immer erst nachher sagen kann, wenn man sich schon zusammengesetzt hat – jene würde man nicht mal mit der Kneifzange anfassen – lässt sich nun schon von Aussen ergründen. Töchterlein, höre ich mich sagen, möchtest Du wirklich jemanden, dessen Lieblingslokal auch in Rottach stehen könnte? Mein Sohn, ich habe nichts gegen Deine Freundin, ich finde, in Zeiten der Emanzipation ist es nur angemessen, wenn Du sie bekochst, statt Dich von ihr vergiften zu lassen. Aber bitte, bei diesem Familienrostfreiedelstahl – mach eine Gütertrennung. Oder ich verjuxe vorher alles a la Berlusconi. Ich wäre keine besonders nette und stilvollendete Grosstante, aber ich würde die Mittel des Netzes sehr zu schätzen wissen.

Bei Frau R., der vornehmen Mutter einer ganz liebreizenden Tochter, die gerade der Scheidung entgegen geht, habe ich übrigens auch recherchiert: Sie fände es überhaupt nicht schlimm, wenn sie jemand nach dem Rezept ihres sechslagigen Johannesbeerkuchens fragen würde, und darum bäte, zur Erinnerung ein Bild machen zu dürfen, wo es doch so eine Pracht ist, in diesem Garten. Ganz im Gegenteil, das Digitale muss nur richtig vorgetragen und verpackt werden, und alle sind zufrieden. Die Welt ist wieder in Ordnung, der eine hat und der andere hat nicht, und bei so einer Mutter wird die Tochter auch nicht lang alleine bleiben. Die Grenzen sind klar, es tropft Tau von der Rose und die Katze passt auf die Dornen auf, während woanders die S-Bahn am Currystand vorbei rattert, und das Frischei in der Kantine den Klebeschinken grüsst. Nur ab ins Internet damit. Man soll es sehen, vergleichen, und sich seinen Teil denken. In zwei Generationen wird es kaum mehr richtig boshafte Grosstanten in Massen geben, wir müssen deren Werk selbst übernehmen. Wir haben wenig Zeit und klicken uns die Vorurteile zusammen, und dafür brauchen wir mehr Bilder im Netz. Wir interessieren uns sehr für die Kultur der Wilden, solange sie einige Rechenzentren und Glasfaserkabel entfernt sind.

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (152)
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0 Prinzessin auf der Erbse 19.06.2012, 15:46 Uhr

Danke!...

Danke!

Als routinierte...

Als routinierte Papierserviettenbenutzerin (faule Umweltsau) halte ich mich hier und heute lieber mal zurück. Ihr Beitrag gibt nun den Anlass, vielleicht doch bei meinem nächsten Besuch auf Omis Angebot zurückzukommen und ihr Halbleinen mitzunehmen. Sie freut sich bestimmt.

0 P. Seudonym 19.06.2012, 16:30 Uhr

Gütertrennung in Anbetracht...

Gütertrennung in Anbetracht des Familienrostfreiedelstahls - ich brauchte 15 µs um zu verstehen & 15 Minuten, um zu Ende zu lachen :-)

Danke für die Torten und...

Danke für die Torten und Tarten und Danke für See, Berge, Räder, Sonnenuntergänge und Piazza im Hintergrund. Ist es Neid, wenn ich gestehe, gerne an Ihrer Stelle Monate in Mantua verbringen zu können? Trägheit, wenn ich auf das Silber verzichte, schon um es nicht putzen zu müssen? es ist kein Neid, behaupte ich, da ich Ihre Tableaus wirklich genieße. Trägheit, oder der Schweinehund ist es wohl schon, da ich bei Freunden das Silber schon als schön und angenehm empfinde. Danke für die Einblicke in einen idealen Lebenstil.

0 Schrottplatzkatze 19.06.2012, 17:31 Uhr

Ich fände es peinlich, im...

Ich fände es peinlich, im Angesicht der Gästeschar das Buffet von allen Seiten abzulichten. Bild und Rezept vom sechslagigen Johannisbeerkuchen an Gartenpracht dagegen würde ich gern sehen! Was bitte ist Klebeschinken, ist der über die Zeit?

0 donna laura 19.06.2012, 17:36 Uhr

sehr hübsch, lieber Don...

sehr hübsch, lieber Don Alphonso! . im übrigen lichtet einer von uns ebenso das essen und die stimmung ab, wenn es noch einmal ganz besonders hübsch ist. bislang jedoch nur für private zwecke.

0 perfekt!57 19.06.2012, 17:51 Uhr

"dann wäre die Frage müssig,...

"dann wäre die Frage müssig, ob man die gedeckten Tische in Gesellschaft ablichten darf" . ua. herman hesse beantwortet die frage im steppenwolf aus der perspektive des künstlers & literaten sinngemäß wie bekannt ungefähr so: "... anders als der adel, von dem es (das bürgertum) abhängig ist, genau wie von jeder form der obrigkeit, zu denen beiden es zwar mit notwendigkeit beziehungen unterhält, sich aber immer in aller schicklichkeit und mit der aus seiner sicht nötigen distanz sich nicht "infiziert" zu finden) entfernt haltten kann - adel & obrigkeit, die beide das bürgertum zwar verkleinern aber in keiner gesellschaft ganz auslöschen können - anders als diese also beanwortet das bürgertum die frage (es ist keine) "was mir nichts nützt, das schadet mir" genau anders herum: "was mir nicht schadet, nützt mir". . und somit wäre es lt. h. auf die dauer maximal im stande, sich, was nützt, anzueignen. ohne allerdings, er sagte es selbstverständlich richtigerweise, "bzgl. seiner selbst als gruppe" irgendwelche konzessionen zu machen, resp. machen zu müssen oder ohne not zu wollen. und was nutzen ist stellt sich heraus. bleibt so dehnbar und ungefähr und in der guten schwebe, wie notwendig, alles, was sich von rändern her näherte, prüfend zu begutachten, transformierend sich ggfls. anzuverwandeln. . aber man habe geduld mit den menschen, viele sind schon alt und überall voll herzinsuffizienz und ander gebreste. . (und die aufweichung der sitten hat nicht vor 40 jahren erst begonnen, da aber, oder etwas kurz davor, also so ca. 1929, hatte sie aber wie bekannt einen ersten höhepunkt http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/features/3068441/Royal-photos-to-grace-the-net.html - ein solches bürgerfoto - paar mit kind! - war bis dahin vollkommen undenkbar gewesen: "total modern das bild, angepasst an die neue zeit!" (der weltkrieg kurz zuvor war ja auch völlig neu gewesen) --- bis dahin gab es überhaupt keine fotos von der royal family. oder deren gemächern. mauer, komma, von außen, war alles, was das volk sah!) . und bliebe "doppelleben". gerade auch im bürgertum. obwohl "das" (also doppelleben) weder schädlich oder unnormal war oder wäre. daher auch in ""-zeichen: wer in seinem umfeld nicht an alten autos schraubend gesehen werden darf (nicht: möchte) muss halt seine "schraubergarage" einfach nur weit genug weg haben. 60 kilometer min. ein weg sind empfohlen. macht halt 120 km fahrerei hin- u- zurück, aber wozu wäre man denn ggfls. das, was man "besser situiert" nennen wollte? und von mäterressen schreibt man auch nicht.

0 perfekt!57 19.06.2012, 18:04 Uhr

aber es gibt wichtigeres:...

aber es gibt wichtigeres: italien! . man hat eine neue literaturgesellschaft gegründet. was viele freut. http://www.studigermanici.it/istituto ("Il prossimo appuntamento, 22 June 2012, Associazione Italiana di Studi Manniani") . eine netter ort für den zweck, wirkt direkt angenehm http://www.ac.infn.it/personale/formazione/homepage_corsi/VII_progr_UE/storia.htm . also am 22.6 die feierliche gründung der italienischen thomas-mann-gesellschaft. ("was antibürgerliche krisen so alles möglich machen", ist die provokation fast geneigt auszurufen, lässt es dann aber sein, einsichtsvoll, ... .)

0 perfekt!57 19.06.2012, 18:11 Uhr

es gibt das übrigens...

es gibt das übrigens zufällig klar "im internet" http://www.youtube.com/watch?v=u01Q9vVnGYU (evtl. mal anhören, nicht alles ist heute noch richtig, und außerdem ja bloß ein text.) . wir bitten also den nachtrag zu entschuldigen.

0 Don Ferrando 19.06.2012, 18:29 Uhr

Chapeau! Ein Meisterwerk....

Chapeau! Ein Meisterwerk.

0 specialmarke 19.06.2012, 18:58 Uhr

Wenn ich kulturpessimistisch...

Wenn ich kulturpessimistisch an der Frage des Lebenssinns knabbere, versuche ich ja gerne, den Anfang aller Kultur in den täglichen Bemühungen zu suchen, regelmäßig etwas zu essen, weil der Mensch ja essen muß. Da wir von den immertragenden Bananenbäumen vertrieben wurden, haben wir das Auto, das Atomkraftwerk, das Internet erfunden, um täglich am wohlgedeckten Tisch sitzen zu können. Aber dann haben einige ganz Dumme die Kantine, den Schokoriegel und die Fertigpizza erfunden - oh Gott! - auch das Kultur!!! . So blieb uns denn nichts anderes übrig, als die Kultur-Kritik zu erfinden. Da gibt es in der FAZ einen etwas humorlosen Kochbuch-Kritiker, da gibt es zahllose Fernsehsendungen ums Kochen - mit vermutlich sehr geringer Nachkochrate. Und es gibt Don Alfonso, der so gerne Käse isst, daß er anschließend ewig radfahren muß. Und (siehe link oben) - das hat mir sehr gefallen - es gibt eine Schülerin, die in Ihrem Blog den täglichen Fraß in der Schulkantine dokumentierte und bewertete, bis sie ein Fotografierverbot erhielt... . Trotz alledem: die Fotografiererei steht dem Genuss irgendwie im Wege. Ich werde weiterhin alles undokumentiert essen und mit beinem Glas Wein herunterspülen...

Sie hatte sich viel Muehe...

Sie hatte sich viel Muehe gemacht, die Frau Studienraetin, verheiratet mit einem nicht unbekannten Kuenstler. Auf des Tisches Mitte stand eine Fruechtetagere Sogar eine Flasche Roten stellte man, obwohl selbst dem Alkohol abgeneigt, fuer mich bereit. Nach einer Suppe, deren Eindruck ich vergessen musste, gab es Pasta, auf deren Sugo die Dame des Hauses nicht Stolz genug sein wollte. Sie hatte das Rezept aus einem Time-Lifebook. Sie wusste nicht, das ich das wusste. Irgendwann berichtete sie vom Erfolg ihrer Kinder. Ich klammerte mich an die Tischkante und fuehlte mit den Fingern einen eingetrockneten Popel. 'Wie lang, Verehrteste, sind Ihre Kinder schon aus dem Haus?' 'Ah, so lange schon!' Mahlzeit! Lasset uns beten: Wir danken dir fuer deine Gaben, die wir heut... . Die Sehnsucht nach Feinheit bleibt staendig unerfuellt.

0 specialmarke 19.06.2012, 19:09 Uhr

...ja, und dann, werter Don,...

...ja, und dann, werter Don, empfehle ich noch eine weitere Fahrt ins Erdbebengebiet, um die unendlichen Schäden am Kulturdenkmal "Parmesan" zu dokumentieren...

Filou, meine Oma sagte zu so...

Filou, meine Oma sagte zu so etwas: "Hochmut kommt vor dem Fall!" Die kluge Frau wusste, dass es besser ist bescheiden zu bleiben trotz Tuchserviette, erst gar nicht anspruchsvoll und etepete zu tun: Es ist immer irgendwas.

..wer selbst viel kocht...

..wer selbst viel kocht erkennt die Arbeit, ggf. auch die Qualität der verwendeten Zutaten. Ich selbst nehme die Gäste zuvor gern mit zum Einkauf, wurde selbst oft in die Küche gebeten o. auch in It. mit zum Einkauf genommen; was solls....; Ich suche keine Popel und im Freundeskreis gibt es die Sitte, verwendete Kaugummies sichtbar zu horten. An der Stelle habe ich den Fremdschämhebel verkeilt . Die Oma sollte sich nicht solche Gedanken machen. Schon´mal was vom Vortag angeboten bekommen, was so richtig gut war? Da wird´s vornehm!

Eintopf, ha! . Besonders...

Eintopf, ha! . Besonders Erbsen oder Linsen.

0 colorcraze 19.06.2012, 21:44 Uhr

Es ist halt so. Einerseits...

Es ist halt so. Einerseits freut man sich über schöne Essensbilder (die hier sind sehr gelungen, erfreuen das Auge und machen Appetit!), aber andernseits ist man dann halt nicht dabei. Was dann wieder die Frage nach der Heimlichkeit bzw. Ungestörtheit beim Essen - von mir existieren aus den 1980ern gewiß noch so einige Photos zwischen Alaska und Tibet, die mich mit spektakulärer mehrfarbiger Stachelfrisur trinkender- oder essenderweise zeigen, and I was not amused when they were taken - einerseits, und der Bildästhetik andererseits aufwirft, mindestens. Denn zugunsten des schöneren Bildes wird ja denn auch gern mal ein bißchen beschissen und am Geschmack gespart, etwa die Torte mit Glanzlack besprüht. Zumindest wenn es sich um Bilder für ein Druckwerk handelt. Mit Bildern "Stilleben zuhause allein am Tisch" oder "der volle, stolz gezeigte Vorratsschrank in der Wirtschaft" tut man niemand weh, aber schon beim Tresenblick muß man schwer aufpassen, daß man die abgelichteten Personen nicht zu sehr involviert...

0 colorcraze 19.06.2012, 21:53 Uhr

@specialmarke: also eigentlich...

@specialmarke: also eigentlich fing es doch damit an, daß die Frauen auch mal andere Beziehungen mit Männern haben wollten als nur Bussi-bussi und, hm, naja, das, wovon Kinder künden. So wurde aus dem Grillen, von dem der Jägersmann der Gattin was abgab, das Kochen und Backen erfunden, wobei dann die Frauen eine Weile den Herd bewachten, um ihre tollen Werke auf den Tisch zu stellen. Später, in größeren Haushalten, machten dann die Männer aus den Herden und Backöfen eine Kunst und aus den Tätigkeiten schier eine Wissenschaft. So in etwa muß es wohl gewesen sein, nachdem die Menschheit den Umgang mit Feuer geübt hatte...

0 colorcraze 19.06.2012, 22:02 Uhr

@Schrottplatzkatze: och, bei...

@Schrottplatzkatze: och, bei Hochzeiten kommt das zu Dokumentierungszwecken schonmal vor. @donna laura: ja, durchaus. Sobald eben die Atmosphäre und lebende Personen im privaten Moment ins Spiel kommen, werfen sich Fragen auf, wenn es um Veröffentlichung geht.

0 colorcraze 19.06.2012, 22:04 Uhr

@perfekt: die...

@perfekt: die stilsanktionierende Wirkung von Königshäusern haben Sie gut herausgearbeitet.

0 colorcraze 19.06.2012, 22:06 Uhr

@Filou: tja, denken Sie dabei...

@Filou: tja, denken Sie dabei an den rheinischen Adenauer - "man muß die Leute nehmen, wie sie sind, es gibt keine anderen."

0 colorcraze 19.06.2012, 22:10 Uhr

@di: Eintöpfe, Sauerkraut,...

@di: Eintöpfe, Sauerkraut, aufgearbeitete Kartoffeln sind durchaus lecker, wenn gewärmt - aber im Sommer will man lieber was Frisches.

0 herdprämie 19.06.2012, 23:47 Uhr

Wie war es eigentlich vor 100...

Wie war es eigentlich vor 100 Jahren um das Schulwesen bestellt? Ich halte das Bildungs- und Betruungsangebot für einen Auswuchs des Feminismus.

0 Dreamtimer 20.06.2012, 04:58 Uhr

"Sie fände es überhaupt...

"Sie fände es überhaupt nicht schlimm, wenn sie jemand nach dem Rezept ihres sechslagigen Johannesbeerkuchens fragen würde, und darum bäte, zur Erinnerung ein Bild machen zu dürfen, wo es doch so eine Pracht ist, in diesem Garten." . Dem dürfte die Natürlichkeit des Stillebens fehlen, wie sie einige der hier abgebildeten Fotos besitzen. Stattdessen nur süß und opulent. Möchte man die Träume dieser alten Frau wirklich kennen? . Ein besondere Form des Sadismus: eingesperrt und ausgehungert in einer Zelle, das Auge ständig gefüttert mit Bildern guten Essens. Das Auge isst mit, wie man so sagt, was aber wenn nur noch das Auge isst? . Ein Bildschrimschoner, der kulinarische Köstlichkeiten zeigt. Ein Weckruf für den Arbeiter von heute? . Danach raus und in die Schlange stellen, für eine Currywurst. Die Schlangen für Currywurst, Dürüm und den halben Hahn sind stets die längsten. Sie können keine Pizza machen; der Teig gerät ihnen immer zum Zwieback, aber trotzdem können sie es nicht lassen und sie wird ihnen immer auch abgenommen. Ein seltsames Wesen, der Mensch.

0 der pöbel 20.06.2012, 06:26 Uhr

Filou, "Sehnsucht nach...

Filou, "Sehnsucht nach Feinheit" Dieselbe Feinheit, mit der humorlos und arrogant offenbar anständige Gastgeber kritisiert werden? Bestimmt sind Sie sonst wahrscheinlich stilvoll, gütig und bescheiden. Hier, in dieser dreckigsten aller Niederungen des Internets, scheint davon nichts zu bleiben.

0 Frankie Bernankie 20.06.2012, 06:29 Uhr

Grana Padano - hätte man...

Grana Padano - hätte man rechtzeitig investieren sollen, wenn man das sieht: http://blog.gustini.de/delikatessen-italien/grana-padano Vor einigen Jahren war ich mal beruflich beim grössten Parmesan - Hersteller Europas. Der wird jetzt sicher profitieren von der Erdbebenkatastrophe ( der befindet sich nämlich in Wangen im Allgäu; diese Molkerei hat früher nur den Rohstoff ins notorisch milcharme Norditalien geliefert, bis man sagte, warum eigentlich soviel Wasser über die Alpen schicken , wir stellen gleich die Parmesan-"Rohlinge" im Allgäu her und transportieren dann nur die, in Italien sollen sie dann endreifen ).

Es gehört zur europäischen...

Es gehört zur europäischen Kultur, "mit Speisen gedeckten Tischen" darzustellen. Manchmals sind Eltern, Kinder und ein paar Haustiere auch dabei. http://www.sinoorigin.com/images/classical-still-life-painting/large/A%20Table%20of%20Desserts.jpg

qperfekt!57 Dass Hermann Hesse...

qperfekt!57 Dass Hermann Hesse die Modetorheit der fünfziger Jahre - alles klein schreiben - mitmachte, glaub' ich nicht. Schon gar nicht in einem Buch von 1927.

.bei dem obigen Titel denke...

.bei dem obigen Titel denke ich immer, irgendwo hast du ´was falsch gemacht. Szenen wandern am Auge vorbei, in denen man einen Schnappschuss positionierte, das Objekt in Pose und und Stil überrumpelnd. Aber ich fand´ nix, nicht ohne zu fragen, kein Paparazzi. Geschmacklose Fotos waren nicht erstrebenswert! Aber ich bin kein Profi, stehe nicht unter Kriegs-iggittiggit- Informationszwang oder muss keine Porno-davon ernähre ich meine Familie- aus Hüfte-Stimmungsbilder vermarkten; Preisgewinnung ist keine obere Zielsetzung.. Also ich bin eine arme Natur-Museums-Kultursau mit Bibliotheken-Bildband-Kompositionsstützrädern.... ...@colorcraze ....Und Sprung......koche ziemlich bodenständig. " Ist von dem..(...) noch was da?"---"Oh die Küche ist schon zu,..aber ich mach´ dir noch schnell ´was; "Mit Ihnen hab´ich nicht mehr gerechnet, aber verhungern sollen sie ja nun auch net". Bis zum "wir schlachten gerade", habe ich es allerdings auch noch nicht gebracht. Ach ja doch, früher ´mal.. als Kind.

Gute Manieren, die zum...

Gute Manieren, die zum Ausgrenzen anderer missbraucht werden, sind ein Zeichen schlechter Erziehung und mangelnder Herzensbildung. So bleibt man regelmäßig unter seinem eigenen Niveau. Ein wohl generelles Problem der besseren Stände. Aus der Kunstgeschichte kenne ich einige zugegeben propagandistische Darstellungen von Tafelfreuden, so neu ist das also nicht, mit dem Smartphone heute nur schneller zu machen. Ansonsten stimme ich zu, dass Nahrungsaufnahme zur Privatsphäre gehört. Ich dreh meiner Frau und mir jetzt weiter den Kapaun über dem Lagerfeuer. Gegessen wird später aus der Hand; wir leben in Gütergemeinschaft.

0 Der Tiger 20.06.2012, 09:31 Uhr

Vielen Dank Don – vor allem...

Vielen Dank Don – vor allem die Kreuzstickerei gefällt mir gut. Allerdings… mein bestes Mittagsmahl in 2011 entsprach überhaupt nicht diesem Stil. Wir waren unerwartet am Abend zuvor eingeladen worden während unseres Besuchs bei meinen Schwiegervater in Los Alamos. Die Dame des Hauses hatte für 12 Gäste gekocht, aber hatte es trotzdem noch geschafft am Vormittag in die Kirche zu gehen. Zum Mahl saßen wir auf einer mit Reben umwachsenen Veranda, die zur Hälfte eine Freiluftwerkstatt war. Die drei Tische passten nicht zu- und aneinander, Tischtuch gab es keines, auch keinen Wein, dafür Wasser aus Papierbechern. Der Gastgeber – spanischer Herkunft – war im Unterhemd. Auf seinem Schoss saß ein kleines Mädchen, Sozialweise, dass sich von seinem „Papa” füttern ließ. Der am Abend zuvor vorgekochte Stew hat mir ausgezeichnet geschmeckt. Über die Unterhaltung könnte ich eine lange Geschichte schreiben. Zum Nachtisch gab es Crumble mit Aprikosen, die am selben Morgen noch im Garten am Baum gehangen hatten.

Wo soll´s denn...

Wo soll´s denn hingehen?@Aurispa.. Im übrigen stimmt.. das mit der Erziehung und dem Herz. Geht aber noch weiter..in Richtung Kleidung, Herkunft...und... .im Barock ging es ´drunter und ´drüber..motivmässig. Aber das meinte ich nicht! "Are you hungry, why don´t you eat?" .. c. hind... Etwas zu schnell, etwas zu hastig, der Brocken war zu gross, es fällt etwas von der Gabel, der Knopf ging auf..der Kommentar war doof und das Kind wird zu laut. Aber wenn´s gut war, ist danach einiges(vieles ge- und vergessen). Und lädt ein zum experimentieren... Die 13 Fee, schon´mal gewesen? Da hilft nur besser kochen! Oder, als Fee versteht sich das von selbst, einfach wegfliegen! It´s better at the bermudas!..Canary islands,.seychelles...Husch!.. Husch!...feenmässig; ...weder Kapaun noch Broiler? ....dann halt ins Cafe Euler...

0 HansMeier555 20.06.2012, 09:58 Uhr

@Aurispa . Ausgrenzung anderer...

@Aurispa . Ausgrenzung anderer via gute Manieren ist ja keine aktive Tätigkeit, sondern ein Vorgang, vollautomatisch und regenerativ. . Man meidet die Nähe von allen, die es einem schwer machen, sich so zu benehmen wie immer und sich dabei gut zu fühlen. Und das war es auch schon.

@der pöbel, nunja, ich bin...

@der pöbel, nunja, ich bin erschreckend (!) unpraetentieus. Und ich habe ein feines Gehoer fuer falsche Toene, besonders dann, wenn die Mittelschicht versucht etwas nachzuahmen, von dem sie glaubt, das es in "besseren Kreisen" so waere. Das wird dann immer nur "Gala". Es ist die wirksame Rache des Adels fuer seine Marginalisierung, indem sich der Buerger auf diese Art zur Karrikatur seiner selbst macht.

0 diktionaftis 20.06.2012, 10:03 Uhr

Eine schöne Szene aus ‪Luis...

Eine schöne Szene aus ‪Luis Buñuel‬s "Das Gespenst der Freiheit" ("Le fantôme de la liberté" - 1974) zum Thema Benehmen bei Tisch: . http://www.youtube.com/watch?v=oaU5VI9gnxU

Lady Troubridge war und ist -...

Lady Troubridge war und ist - immer noch? - sozusagen "the Queen of Etiquette" der Briten. http://www.marts100.com/etiquette.htm

0 friedhelmfranz 20.06.2012, 10:28 Uhr

filou scheint Spezialist für...

filou scheint Spezialist für Würstchen, besonders für arme, zu sein.

0 misterpocket 20.06.2012, 10:46 Uhr

Ein toller Artikel. Aber: Der...

Ein toller Artikel. Aber: Der lange Schachtelsatz, einen halben Artikel, nämlich den vierten, lang, der hätte doch, seien wir mal, und das wollen wir doch, ehrlich, nicht so ganz, also so unbedingt, sein müssen, oder?

0 Der Täufer 20.06.2012, 11:14 Uhr

"Rezept ihres sechslagigen...

"Rezept ihres sechslagigen Johannesbeerkuchens"? . Nein, nein, nein:-) Dass Johannes eine Zutat im Johannesbeerkuchen ist, ist mehr als unwahrscheinlich. Es handelt sich um JOHANNISBEERKUCHEN. Ein Kuckuck fliegt über den Ozean, schwimmt unter ihm ein Hai, sagt der Kuckuck:"Hi!", sagt der Hai:"Kuckuck!"

0 donna laura 20.06.2012, 11:23 Uhr

lieber Aurispa, sicherlich ist...

lieber Aurispa, sicherlich ist ihnen zuzustimmen, wenn gute manieren solcherart eingesetzt werden, denn das macht man nicht. zudem wirken diese gute manieren dann eher aufgesetzt und daher auch erst spät angelernt, was den anschein doch ziemlich ad absurdum führte, wie auch schon Filou mit seinem hinweis auf die eine ein wenig alberne galaisierung ausführte. . m.e. steht es nicht unbedingt anzunehmen, dass gute manieren aus distinktionsbestrebungen zum einsatz kommmen, sondern dass sie einfach vorhanden sind, dass man gar nicht anders kann, als sich so zu benehmen, weil es ganz tief verankert ist, alles andere wäre verstellung. wenn sich andere anders benehmen, nun, dann haben die eben kein benehmen, aber das ist ausschliesslich deren sache, was soll man sich da sonderlich echauffieren. . und auf dieser basis intrinsischer guter manieren kann man wieder eine ganze menge unsinn treiben, weil man gar nicht so tief fallen kann. lieselotte von der pfalz besass hervorragende umgangsformen, doch manche ihrer hobbys und kleinen wettbewerbe haben jeglichen benimm fahren lassen und nahmen sich gelinde gesagt ein wenig befremdlich aus. nicht einmal colorcraze, auch wenn ihr das bürgertum dies unfreundlicherweise sicher unterstellt haben mag, als sie noch buntstachelig daherkam, dürfte sich je so benommen haben (selbstverständlich wird sie damals auf den abgespreizten finger beim herzhaften biss in die wurst verzichtet haben, da reichlich unpassend, besonders wenn man auf den treppenstufen eines flughafens sitzt).

0 diktionaftis 20.06.2012, 11:26 Uhr

@misterpocket Man müsste dann...

@misterpocket Man müsste dann doch eines Tages - zum Beispiel, wenn man das nächste Mal ins Krankenhaus muss - "Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel Garcia Márquez lesen, denn da soll ein ellenlanger Schachtelsatz zu finden sein, gegen den das hier quasi gleichermaßen - äh - "Peanuts" ist.

:-) . Gute Manieren, liebe...

:-) . Gute Manieren, liebe Leute hier, das ist heute sicher nicht mehr der abgespreizte - oder nicht abgespreizte - Finger. . Manieren sind Benehmen und Höflichkeit gegenüber dem Gegenüber. "Höflichkeit" stammt zwar durchaus von der Höflichkeit am Hofe ab ("höfisch") ab und läuft leider für viele heute noch so (dienern, buckeln, sich per Distinktion und der "richtigen" Serviette, des "richtigen" Kleides hervortun). . Doch das ist doch heute Philisterkram. Das Wort und seine Bedeutung haben seitdem eine Entwicklung durchlaufen. Manieren und Höflichkeit heute sind - unverbindliche, nicht-diskriminerende - Freundlichkeit. Nur noch zu steigern von Freundlichkeit, die von Herzen kommt. Auch Knigge hat sich dazu in diesem Sinne deutlich geäußert: Gute Manieren sind mehr als das richtige Besteck am richtigen Platz. Wer das falsch versteht und nur eng nach Regelwerk der Tafelkultur umsetzt, hat eben - noch - keine guten Manieren. . Beispiel: In einem Plauderkreis (Steh-Empfang, Party) zwar perfekt und kleckerfrei das Tellerchen balancierend, aber beim Gespräch jemandem deutlich und bewusst den Rücken zuwenden, das sind bereits extrem schlechte Manieren. Viele bourgeois empfindende Menschen würden das zwar verneinen und auf ihr Recht auf Distinktion pochen, hätten aber bei vielen anderen, humanistisch geprägten Menschen, kräftig herein-"gelosed (etym.: von "loser", der Verlierer.) Bei mir auch.

Und jetzt möchte ich um...

Und jetzt möchte ich um Entschuldigung bitten für Abwesenheit heute. Habe gestern per Post meine neue DSRL-Kamera bekommen und muss sie dringend ausprobieren. Einkäufe für mein scharfes Gemüsecurry heute abend stehen ebenfalls an, dem Haushalt fehlen Lauch und Koriander. Eine Reinzeichung muss heut auch noch sein, zrreissn müsst ma sich können. Gez. Im Konflikt zwischen Neigung und Pflicht.

0 Tjalf Boris Prößdorf 20.06.2012, 12:39 Uhr

Danke, Jeeves. Ich fürchte...

Danke, Jeeves. Ich fürchte aber, mit bildungsbürgerlichem Wissen werden Sie da auch nicht weiterkommen ...

0 HansMeier555 20.06.2012, 12:46 Uhr

Die bayerischen Stützen sind...

Die bayerischen Stützen sind auch nicht mehr, was sie mal waren. . So ein heutiger Vollgasbanker weiss ja nicht mal, wie man einen Zirkusdirektor so besticht, dass der später zuverlässig die Klappe hält.

@ filou Die Mittelschicht war...

@ filou Die Mittelschicht war aber immer schon Experte für Rechtschreibung.

0 Thorsten Haupts 20.06.2012, 14:04 Uhr

@specialmarke - Da gibt es in...

@specialmarke - Da gibt es in der FAZ einen etwas humorlosen Kochbuch-Kritiker: Humorlos vielleicht. Aber die wenigen Kochbücher, die er empfiehlt (habe 3 davon) sind die Empfehlung wirklich wert. Mit ihnen kann man versuchen, auf dem Niveau gosser Köche zu arbeiten, auch wenn der Versuch nicht immer gelingt. Gruss, Thorsten Haupts

0 Thorsten Haupts 20.06.2012, 14:14 Uhr

Rituale der Abgrenzung waren...

Rituale der Abgrenzung waren und sind ein sicheres Merkmal dafür, dass man nichts Vernünftiges zu tun hat. Und weder sicher in sich selbst noch in seiner sozialen Stellung ruht. Typisch Bürgertum - sowohl der alte Adel als auch die alte Arbeiterklasse hatten für Abgrenzung weder Zeit noch Verständnis. Gruss, Thorsten Haupts

Vroni geht, Filou kehrt...

Vroni geht, Filou kehrt zurueck. Filou verband heute das Zweckmassige mit dem Schoenen: Er erneuerte sein Liebesverhaeltnis mit einem Baumarkt. In der einen Hand eine Bratwurst, den Zollstock in der anderen sagte er hoeflich 'Guten Tag' zu jeglichem Personal. . @The Mza, ich bin Klemptner und kein Dichter.

0 stefan.derrick 20.06.2012, 14:26 Uhr

Was mir bei solchen Bildern...

Was mir bei solchen Bildern fundamental fehlt ist das Verständnis dafür, dass sich die Emotionalität des Augenblicks nicht einfach so durch Drücken des Auslösers konservieren lässt. Das ist einfach keine gute Fotografie. Die Tomaten finde ich noch ganz passabel, insbesondere wegen der Beleuchtung und wegen des Arrangements, aber die Gläser gehen gar nicht. So darf man einfach kein Glas fotografieren. Das ist zwar realistisch, zeigt aber trotzdem nicht die Wirklichkeit. Und wenn die Gastgeberin den Kellner und die Gäste verrückt macht, dann kann man das verstehen, weil sie einfach glüchlich ist oder stolz, und was soll man gegen Gefühle sagen, aber das lässt sich mit solchen Bildern einfach nicht nachempfinden. Und ich gebe es zu: da ich mir nicht mal gutes Rostfreiedelstahl-Besteck leiste, gönne ich mir den ästhetischen Dünkel, wo er mich nichts kostet. Aber trotzdem sehr schön geschrieben.

0 donalphonso 20.06.2012, 14:31 Uhr

Bei den Gläsern in Monte...

Bei den Gläsern in Monte carlo musste ich aus gewissen Gründen schnell sein. man tut, was man kann, und was man nicht kann, versucht man zu verbessern.

0 donalphonso 20.06.2012, 14:33 Uhr

Frankie Bernankie, zum...

Frankie Bernankie, zum Parmesan gibt es noch ein Spezial, nur wollte ich nach all den Erdbebenberichten in der Zeitung wieder normale Dinge schreiben. Man darf nie Parmesan im Supermarkt kaufen. Am besten fährt man direkt zu den Molkereien.

0 hansgeier333 20.06.2012, 15:08 Uhr

Vorschau auf das Viertelfinale...

Vorschau auf das Viertelfinale am Freitag: http://www.youtube.com/watch?v=71l1KytVNcY&feature=player_embedded

...man darf nie Parmesan im...

...man darf nie Parmesan im Supermarkt kaufen. Auf keinen Fall !

0 mediensegler 20.06.2012, 16:19 Uhr

Lieber Don Alphonso, mal...

Lieber Don Alphonso, mal wieder ein sehr schöner Text, und ich liebe ellenlange Schachtelsätze. . Wenn man sich mit seinem Benehmen oder seinen Manieren overdressed fühlt, sollte man die Umgebung wechseln. . diktionaftis 20. Juni 2012, 12:03 Sie waren schneller, dieser Link war das Erste, was mir dazu einfiel. :-)

@Frankie Bernankie,...

@Frankie Bernankie, specialmarke, Don, nun, die zusammengestürzten Parmesanregale sind ein Übel, vorhin gerade kaufte ich welchen, quasi im vorauseilendem Gehorsam, da man nie genug davon im Hause bevorraten kann. Man darf aber doch davon ausgehen, daß der Käse nicht auf dem Müll, sondern im Schredder landet und für Discountertütengehexeltes abverkauft werden wird. Dafür wären sie allemal gut. Schön sind im übrigen die corazones de buey. Dazu ein wenig mozarella di bufala (von Büffeln fern der Müllverbrennung), ligurisches Olivenöl (ohne Rückstände aus dem Tankwagen) und Basilikum. Ach, bella italia, wie lieb ick dir!

hansgeier333, sehr schön,...

hansgeier333, sehr schön, unglaublich. Im Grunde mag ich Ouzo und Metaxa nicht so sehr....Man sollte dann aber mal mit den Griechen anstoßen - wir zahlen ja.

0 perfekt57 20.06.2012, 18:11 Uhr

und wasserstandsmeldungen bei...

und wasserstandsmeldungen bei den stützen? bitte mitmachen! melden! . "bei uns im keller stauen sich die silberbestecke drei generationen hoch.". . tatsächlich. wiewohl echte stützen ihre kaum dort aufbewahrten, so das gemeine vorurteil. aber die weltlage ändert sich. oder die familiäre. ein wenig wohl auch nach dem motto - man hätte nie geglaubt, dass es jemals auch nur ansatzweise auf die eigene generation zutreffen könnte - "kleine kinder kleine sorgen - große kinder, große sorgen". und da fällt der blick also eher nicht auf die besteckfarbe. und die enthält auch keine wertigkeit. also fast nicht nicht. jedenfalls gerade eher nicht mehr. sondern es geht tendziell richtung inhalte. also aber kaum mundinhalte oder andere geime zungen-langweiligkeiten. aber, sagen wir, um gesundheit, sozialverhalten, abitur, zukunftspläne, studium, gemeinsamkeiten der emotion in u. zwischen generationen oder trennendes. (1) man blickt sich eher in die augen oder die seele. nicht so sehr auf den blumenkohl. (und käme nie auch nur im entferntesten auf die idee an würzflaschen auch nur zu denken, man hat sowas nicht mal gesprächsweise gerne ins haus geschleppt, so leute mag man sonst nicht, so abgrenzer (ohne grund womöglich, als hohlheit)) . nein, die inhalte sind schon da. sogar rund um nackte tische wär's am ende richtig spannend. und nie langweilig. so meint man, ohne dass es je einen leeren solchen zum rund gegeben hätte. (darf man es sagen, und ganz ohne kritik: wenn bei uns welche anfangen, bei tisch über die qualität vom silber sich was großzumachen, fliegen die raus. "richtig mensch werden bitte vorher!")(s.u.) . und heute neueste forschungsergebnisse mitgekriegt? kinder, die vor der schule volle 3 jahre in den kindergarten gehen, sind am ende des 4. schuljahres deutlich weiter (fast ein jahr), als solche, die zu hause bei den eltern waren "nicht in den kindergarten mussten". und zwar ist das so: problemfamilien-kinder profitieren stark. noch stärker, also am allerstärksten profitieren aber "die westviertelkinder", also aus den familien in denen zu hause überdurchschnittlich viel gelesen (und geredet wird). die kriegen dadurch überhaupt erst den turbo. . und hätte man womöglich so nicht gleich vermutet, liegt aber eben doch nahe: ist unsere genetik aus der großfamilien-savannenherkunft: klar tollten da die 3-6 jährigen schon seit jahrzehntausenden den ganzen tag als quasi eigene referenzgruppe mit-, um- und durcheinander her. balgten und machten blödsinn und probierten aus. und die goilsten lernen am schnellsten, profitieren most. . (und wir bitten um endschuldigung: unsere frau z .b. braucht oft nichts weniger als wortreiche, dumme männererklärungen. einfach (wortlos) in den arm nehmen reicht, wir wissen.) . und "der kongress schreitet nicht voran, der kongress tanzt." (charles fürst de ligne) (wie gut es früher die kongresse hatten. heute stockts womöglich auch schon ohne tanz - noch ein grund für die richtig zünftige refeudalisierung?)(„Le congrès danse beaucoup, mais il ne marche pas“, wie bekannt.) . und grüße

bah ! Zu versuchen, Eindruck...

bah ! Zu versuchen, Eindruck zu schinden mit Johannisbeerkuchen. Das ist sowas von 60ziger Jahre. Langweiler ! Sonntag nachts um eins frische Erdbeeren in Schlappendistanz (kleiner 100 meter) zu kriegen, nur weil man das gerade Leuten in Canada zeigen will, die über die angebliche Servicewüste Deutschland lamentieren. So schaut Lebensqualität schon eher aus : - )

0 perfekt57 20.06.2012, 18:27 Uhr

fast hätten wir's vergessen,...

fast hätten wir's vergessen, also für den fall, also eben nur ganz für den fall, das also, nun auch ausländische *hüstel* stützen mit in frage kämen für das thema, also "mit bild und hut", dann gäbe es hier evtl. ein paar, also so ca. stücker 29, womöglich zum exemplum. http://www.zimbio.com/photos/Isabella+Orsini/Edouard+de+Ligne+de+la+Tremoille/Edouard+de+Ligne+Marrys+Actress+Isabella+Orsini/1QhtaZ5NNb9 (auf bild acht z.b. sieht man, wie es scheint, das volk fotografiert vielfach einfach auch selbst.)

0 Dreamtimer 20.06.2012, 20:43 Uhr

"Manieren und Höflichkeit...

"Manieren und Höflichkeit heute sind - unverbindliche, nicht-diskriminerende - Freundlichkeit.Nur noch zu steigern von Freundlichkeit, die von Herzen kommt." . Damit wäre die Ge-Schicklichkeit ja schon abgewickelt - aber kann ein freundlicher, herzensguter Tölpel, nicht bloß rührend sein, sondern schon Manieren haben? . "Voll der Freundliche!" - sagte eine Bedienung zu einer anderen, mit Hinweis auf mich. Ich strahlte über beide Ohren, aber ich war auch zwei Stunden zu Fuß unterwegs gewesen und mit Sauerstoff gedopt. . Kommunikation, wir wissen es, funktioniert nicht, jedenfalls nicht so, wie wir ihr unterstellen. Also entwickeln wir Formen und Regeln zur Disambiguierung. Diese wiederum legen Ironie und Missbrauch nahe, Strebertum, Wetteifer und die Neigung eine Kunstfertigkeit daraus zu machen. Daher der Korb mit den Tomaten: nicht zuweit gehen und im Arrangement den Schein der Natürlichkeit wahren. . Es ist leicht, wie der Don, die Optimierer zu verabscheuen, aber was tun mit den De-Optimieren? Sind sie eine Tragödie? Was ist mit Lieselotte von der Pfalz? Ich kenne ihre Geschichte nicht und ihre Subversionen im Marionettentheater. Ist die Individualität der De-Optimierer nicht die Spiegelung des Konformismus der Optimierer, wobei der Punkt an dem sie sich spiegeln genau so flüchtig ist, wie der Preis einer Sache?

0 mediensegler 20.06.2012, 20:49 Uhr

Wir machen es. NOCH. Es wird...

Wir machen es. NOCH. Es wird das mehrfach ererbte vorhandene gute Geschirr, nicht spülmaschinenfest, weil Goldrand, aufgedeckt, die ganze Latte an verschiedenen Gläsern für die verschiedenen Getränke, passend zu den einzelnen Speisen, das Silberbesteck inklusive Spezialbesteck für wirklich seltenes, wenn man das Glück hatte, sowas noch zu bekommen, plus Tischdeko, Kristall, Menükarte handgeschrieben, nicht weil man es muß, sondern weil es Spass macht, für Freunde, und nur für die, nicht weil man damit beeindrucken will, sondern weil man es selber als angenehm und entspannend empfindet, und weil die Stimmung hinterher eine andere ist. Und natürlich macht man ab und zu ein Bild. Um sich zu erinnern. Wie amüsant es doch war, trotz der Arbeit, die man vorher investiert hat. : http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/essen1kfzn09ogw.jpg

0 The Great Artiste 20.06.2012, 21:24 Uhr

Kann dem Faden nur zustimmen,...

Kann dem Faden nur zustimmen, jeder benimmt sich, wie er sich benimmt, wie er es geübt hat, mit voller silberner Menübewaffnung oder zwei Holzstäbchen. Wie heisst es so schön? Das Zauberwort heisst Sensibilität - jemand kann ein ganz rustikales Elternhaus gehabt haben, und trotzdem soweit phantasiebegabt sein, nicht aufdringlich oder prätentiös aufzuschlagen. Wer in der Lage ist, seine Gegenüber zu achten, wird schon einigermassen nett rüberkommen, und wenn dann jemand die Zitronenkaltschale ansetzt, die zum Goldbroiler gereicht wurde, können alle drüber lachen. . Ansonsten finde ich es schade, wenn Sticheleien auf niederem Niveau sich ausbreiten, irgendwie habe ich diesen Blog immer so vor dem Hintergrund gesehen, was denn nun das Lebensgefühl im Westviertel wirklich aufrecht erhält, und manchmal vermisse ich knackige, prägnant formulierte Gedanken, die mich nachdenken lassen. Sehr schön, Hans Meier555, Ihr link 15.6. 7:03 über den Allttag einer philosophisch/schriftstellerischen Deluxe-Prostituierten. . Oder Fionns Hinweis (18.6., 10:59), das alles im Euro Raum auch aufs Quantitative Easing hinaus läuft; was für ein schöner Name für Gelddrucken a gogo - und irgendwie hat man was verpasst, wenn man da irgendetwas böses vermutet. . Wie wäre denn mal eine Erörterung, wie eine hochklassige kommerzielle Schlafzimmerbegleitung für die Dame aussehen sollt? Wenn wir die Industrialisierung unseres Unterleibs beklagen - viel der weiblichen Wut auf die kommerzielle Sexualität dürfte doch auch daran liegen, dass es für sie fast kein Angebot gibt? . Oder warum nicht mal querdenken, was denn alles passieren könnte, wenn unser Euro samt dem Dollar dann doch einmal dahinscheidet? . Die Revolution? Der digitale Faschismus? Die Refeudalisierung? . Einfach das heulende Elend? . Oder die selben Tröge, nur neue Schweine? . Solche Spielereien finde ich spannender als Aktaufnahmen von sechslagigen Johannisbeerkuchen, auch wenn ich da den Reiz nicht ganz abstreiten würde. . In diesem Sinn: Prost Weissbier!!!

0 mediensegler 20.06.2012, 21:33 Uhr

Rainer Hank im Ersten, bei...

Rainer Hank im Ersten, bei Anne Will, zum Ko...., entschuldigung, Übergeben.

0 donalphonso 20.06.2012, 21:38 Uhr

Leuten einen Buchflop andrehen...

Leuten einen Buchflop andrehen müssen ist ein ziemlich unschönes Geschäft.

0 mediensegler 20.06.2012, 21:40 Uhr

Habe gerade ein neues Wort...

Habe gerade ein neues Wort gelernt, in der öffentlich-rechtlich abgesicherten Talkshow-...... POSTDEMOKRATISCH!

0 The Great Artiste 20.06.2012, 21:46 Uhr

Was ich noch vergessen hatte,...

Was ich noch vergessen hatte, wie wärs mit einem heroischen Lastenausgleich zur Bewahrung des Weltfriedens und unseres MickyMaus-Geldes in 25 Jahren??? . Die Quintessenz ( analog zu Hilmar Kopper) könnte lauten, die Steuerzahler der einigermassen organisierten Staaten zahlen dafür, dass die reichen Oberschichten der etwas weniger streng organisierten Staaten das Geld in der Schweiz, oder in Singapur oder in der Karibik verschwinden lassen. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europaeische-krise-schuldentopf-ohne-sachverstand-11791605.html

0 donna laura 20.06.2012, 22:28 Uhr

lieber mediensegler, es freut...

lieber mediensegler, es freut sehr, von ihrer inszenierung zu hören; mir geht es nicht anders. es ist nicht etwa angabe, sondern hingabe. alles könnte so einfach sein, wenn man nur freude daran hat. unglücklicherweise macht ihr foto leider wirklich grosse lust auf ein schönes dessert, genau jetzt, wenn die küche geschlossen hat. . wobei ich den artikel von seeliger, auf den sie, lieber Don Alphonso, anspielen, aus überbordendem altruismus kurz überflog. der artikel erscheint dermassen belanglos, so dass man sich mangels dessen relevanz nicht weiter angesprochen fühlt. man mag sich kaum vorstellen, dass dies jemals eine mehrheitsmeinung sein könnte: rhetorische pirouetten wie in einem nicht gerade überambitionierten theologieseminar. . lieber The Great Artiste, trefflich gesprochen. zunehmend nerven kleine pöbeleien zwischen den kommentatoren, die sich darin ergehen, ob es einen schreibfehler gab oder nicht - ja, wo sind wir denn, im deutschdiktat? -, oder was nun das richtige sei, und dass bitteschön tout le monde dem richtigen zu folgen habe, humorentleert, hirnbefreit, straight, ingenieurskultur. fakten, fakten, fakten und an das eigene rechthaben denken. ein wenig ordentliche klassenkeile mit offenem visier geht ja noch, aber dieses gespucke verdirbt doch ein wenig das süppchen, das der geschätzte gastgeber liebevoll zusammenbraut. . das sein ist doch stets nur ein werden. . mal ein tiefgreifendes thema einigermassen wechselseitig wohlwollend durchzuspielen und dabei nicht ganz den sinn für humor und ironie zu verlieren, bei allen mängeln - die meisten kommentatoren werden doch nur sonntagsschreiberlinge sein -, das macht doch eigentlich den charme aus.

0 E.R. Binvonhier 20.06.2012, 22:59 Uhr

Leuten einen Bluchflop...

Leuten einen Bluchflop andrehen zu müssen, mag ein unschönes Geschäft sein, Leuten jeden Tag aufs neue die Eurokrise zu verkaufen ist noch blöder.

0 E.R. Binvonhier 20.06.2012, 23:01 Uhr

... was tut man nicht alles...

... was tut man nicht alles für die 'Postdemokratie'.

0 E.R. Binvonhier 20.06.2012, 23:15 Uhr

Stichwort Wiener...

Stichwort Wiener Kongress: Eine hübsche Einlassung bei Wiki..." Die deutschen Probleme wurden angesichts ihres Umfangs von den übrigen Angelegenheiten getrennt besprochen." . Wie weise! . Macht Tanzen klug?

0 E.R. Binvonhier 20.06.2012, 23:29 Uhr

Auch mit Postdemokratie...

Auch mit Postdemokratie können die gegenwärtigen Akteure die Zukunft nicht verhindern.

0 E.R. Binvonhier 20.06.2012, 23:53 Uhr

...und jeden Tag muss man aufs...

...und jeden Tag muss man aufs Neue, nach jedem angefaulten Strohhalm grapschen.

0 mediensegler 20.06.2012, 23:54 Uhr

Und das Silber zu putzen,...

Und das Silber zu putzen, während man einen der schlechtesten Fred Astaire ganz so nebenbei schaut, in Erwartung, wie denn das neue Dessert gelingt, das man sich wirklich selbst ausgedacht hat, und nicht im Netz downgeloadet, Ja, ja, Essen, der Sex des Alters, prima, das ich mich noch nicht soooo alt fühle, und Phantasie kann man dabei ja auch entwickeln.

0 E.R. Binvonhier 21.06.2012, 00:01 Uhr

Es gibt nur ein florierendes...

Es gibt nur ein florierendes Gewerbe - die Totengräber.

0 mediensegler 21.06.2012, 00:25 Uhr

Und beim Gespenst der Freiheit...

Und beim Gespenst der Freiheit geht es nicht nur um Essen und dessen Entsorgung, da gibt es auch eine Szene mit der Peitsche.

0 mediensegler 21.06.2012, 00:39 Uhr

donna laura 21. Juni 2012,...

donna laura 21. Juni 2012, 00:28 Sie beachten bitte den auf dem Foto ausnahmsweise nicht mit einer geklöppelten oder auch handbestickten Tischdecke verdeckten Granittisch, Blue Pearl, ausnahmsweise habe ich bei der Tischdeko die Oberhand behalten. ;-)

0 Dreamtimer 21.06.2012, 03:39 Uhr

"Leuten jeden Tag aufs neue...

"Leuten jeden Tag aufs neue die Eurokrise zu verkaufen ist noch blöder." . Hatte mich schon gefragt, wo ihre Erwähnung hier bleibt. Andererseits, auch Krisen werden irgendwann einmal langweilig.

@ E.R. Binvonhier 21. Juni...

@ E.R. Binvonhier 21. Juni 2012, 02:01 : Gebären, Essen Trinken, Verdauen und Sterben werden die Menschen immer. Die Hebamme ist, wie der Bäcker doch eine freundlichere Erinnerung daran, als der Totengräber :-).

0 Herr Voigtländer 21.06.2012, 04:44 Uhr

Was ist mit dem Rechtsfall von...

Was ist mit dem Rechtsfall von Tiger?

0 Frankie Bernankie 21.06.2012, 06:56 Uhr

@nico . "Man darf aber doch...

@nico . "Man darf aber doch davon ausgehen, daß der Käse nicht auf dem Müll, sondern im Schredder landet und für Discountertütengehexeltes abverkauft werden wird." . Dem ist leider nicht so. Es handelt sich allermeist um unreifen Käse ( sonst wär er ja nicht in der Reifung ) , der aufgrund der geplatzten Käselaibe sofort zu schimmeln begann - und zwar Schimmel von der Art, der dem Käse eher nicht zuträglich ist. Das ist dann schon ein Verzehrproblem.

Ach, jetzt erst komm ich...

Ach, jetzt erst komm ich dahinter: Da hat eine rote Korsarin was davon geblubbert, dass Essensbilder im Internet nicht recht wären, da die Kinder in Afrika ... . Was soll man dazu sagen. Erstens ist das ein müder Abklatsch jeder viel besseren knackig-katholischen Omarede, gern auch noch Elternrede in den 60ern: "Kind, ess deinen Teller auf! [prust, den Teller] Sonst darfst du nicht spielen.". Gefolgt von der Ermahnung: "Es wird kein Essen weggeschmissen, die Kinder in Afrika haben gar nichts und wir werfen weg ...!" . Folge: Kinder, die zornig oder leise sich aufgebend vor ihrem Fisch und den trockenen Pellkartoffeln saßen, heulten und stocherten. Später wurden sie verklemmte und übergewichtige Erwachsene. Immer noch unfähig aufzuhören, wenn sie satt sind. Den Satz im Ohr, der geht nimmer weg. Als Erwachsene ein Opfer eines widersinnigen Modediktats - knabenhaft enge Röhrenhosen, zu schmale Ärmchen - einiger schwuler Modehirschen, tschuldigung, die meisten sind tatsächlich schwul. Und dann ein perfektes Opfer der Diät-/Lightfood-Industrie. . Warum soll man privat gebloggte Essensfotos im Netz schlecht reden, das ist das Harmloseste, Netteste, was das Netz zu bieten hat. Außer Katzenbildern. Hoffentlich kommt kein selbsternannter Gerechtigkeitsapostel daher, dass Katzenbilder im Netz nicht recht seien, man bedenke die armen Katzen in China... . Hardcore-Twitterer sollten bedenken, dass die Jungz und Mädlz in Afrika nicht so einfach so den Tag lang luxuriös abhängen und rumtwittern können. Also nix mehr rumzwickern. Twitter wech und zwar zackig. Is ächt unkorrekt, Alter. . [Wer gern lustig missratene Katzenfotos sehen will, habe gestern welche gemacht, grummel. Neue Kamera mit allen Schikanen und superkurzer Auslöserzeit, aber kein Respekt vor der Technik.]

Was mir bei Seeliger et alii...

Was mir bei Seeliger et alii auf FAZ-Blogs nicht nur beim Essensartikel auffällt: Diese schreiben in einen Artikel halt einfach alles ein, was ihnen bei kurz Überlegen schnell zu dem Thema einfällt. Da kann dann schon mal ein rollstuhlfahrender Vergleich drin stehen. Mein Vater hätte gesagt: Einfälle wie die Kuh Ausfälle. O.k. war böse. Aber ein roter Faden wär schon nicht schlecht. Da sie keinen haben, lese ich sie kaum. . Schreiben geht anders. Paul Ingendaay kanns, viele andere könnens nicht. Und das auf der bildungshuberischen FAZ. Kriegen die Geld dafür? Aloha. . Aber richtig aufgeregt hätts mich nedda. Da hör ich von Kundenseite manchmal Übleres. ("Wie, das soll neu sein? Das habe ich aber noch nirgendwo gsähe." - "Gehen Sie sofort aus meiner Website raus, ich komm nicht rein!" - Warum empfehlen Sie mir eins Ihrer drei Logos? Sind die anderen beiden schlecht?" ) Nach dem flockig-irischen Motto: Could be worse, ist mir daher die Seeliger ziemlich egal.

0 donalphonso 21.06.2012, 11:10 Uhr

Mir geht das lieblos...

Mir geht das lieblos hingeschmierte Füllmaterial in Kombination mit der pseudolinken Überheblichkeit sehr auf die Nerven. Entweder ich kann schreiben, dann darf es bei den Argumenten hapern. Oder ich habe gute Argumente, dann muss es stilistisch nicht ideal sein. Aber zwei solch eklatante Mängel zusammen sind peinlich. Und offensichtlich merkt sie es nicht, denn bei Twitter sagt sie, sie möchte als Autorin geschätzt werden. Die persönliche Neigung zur, äh, Bewusstseinserweiterung, die ebenfalls breit dargestellt wird, scheint da ihren Teil beizutragen.

Don, wollen kann man...

Don, wollen kann man tatsächlich viel. Obs mit THC besser wird? . [Wollte auch als Katzenfotografin geschätzt werden. Haute auch ums verecka net hi: http://www.blog.vroni-graebel.de/logisches/2012/06/moderne-physik-katzen/ Diese Karriere wurde wegen fortgesetzter Unfähigkeit beendet.]

0 Der Tiger 21.06.2012, 11:39 Uhr

@vroni – Wollen Sie damit...

@vroni – Wollen Sie damit sagen, dass sie einen neuen Blogbeitrag der seeliger sehen? Den seeligen Block lese ich nie. Aber weil sie ihn so wichtig finden, wollte ich mich informieren und habe nachgeguckt. Den letzten, den ich abrufen kann, ist immerhin schon drei Wochen alt: . http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/2012/06/07/having-ist-krieg.aspx . Aber, wie gesagt, vielleicht ist mein FAZ.NET einfach nicht auf dem neusten Stand.

Essen läuft nicht weg. Wie...

Essen läuft nicht weg. Wie Katzen oder Männer. Werde mich daher ebenfalls der Essenfotografie zuwenden.

Ich sehe mir gerne schöne...

Ich sehe mir gerne schöne Bilder an, bei denen Essen eine gute Figur macht und man dann im Hintergrund vielleicht noch eine schöne Gabel oder ein altes Buch (oder einen taubetropften Johannisbeerstrauch) sieht. Es erfreut einfach. Ist doch ein bißchen wie gemalte Stilleben, die ich jenseits ihres Verweises auf Vergänglich- und Verderblichkeit auch genieße.

Verstehe. . Bei solchen...

Verstehe. . Bei solchen Artikeln wie von J. S. frage ich mich aber nur: Was will mir der Dichter Nebel damit sagen. . Pseudolinks und echt Links - gibt es die echt Linke überhaupt noch, das wäre auch mal einen Ansatz in SDG wert. Im Lichte des aufrechten Bürgers natürlich. [Zur Zeit frage ich mich wg. Seehofer und Bär wieder einmal, was das"C" und was "S" eigentlich in der CSU soll. Reicht nicht "Union"?)

Nein, lieber DER Tiger, ich...

Nein, lieber DER Tiger, ich bezog mich nur auf den aktuellen Eintrag.

Vroni, reg' Dich...

Vroni, reg' Dich ab. . http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/katzlr1hvfxm3d.jpg . (Nicht von mir. Geklaut.)

0 specialmarke 21.06.2012, 12:59 Uhr

@Vroni: Ich würde es bei der...

@Vroni: Ich würde es bei der Katzenfotografie mal mit ordentlicher Gage probieren - Goldfisch o.ä...

Filou, jaaa, wenn se wolln die...

Filou, jaaa, wenn se wolln die Katzen, dann geht plötzlich alles.

Leider haben Essensbilder...

Leider haben Essensbilder anderer auf mich einen fürchterlichen Effekt. Eine gute alte Freundin sagte mal, allein von Bildern würde sie schon dick, sprich es sei appetitsteigernd. Mit schrecklichen Folgen, wenn man halbwegs gut selbst kochen kann. Und sie kann. Damit ist alles gesagt: Der einzige Grund, warum es zu meiden ist, sich allzuviele davon anzuschauen, wenn man selbst gern kocht: Die Anregungen im Netz sind uferlos. . [Anderer Flausch: Ich werd demnächst eine Torte von mir fotografieren Mit Makro auf den Flausch des lockeren Biskuits samt glänzender Fruchtfüllung.]

Mit Makro entzieht man sich...

Mit Makro entzieht man sich dem bürgerlichen Gemecker über das restliche Styling, gn.

0 mediensegler 21.06.2012, 16:22 Uhr

Vroni 21. Juni 2012,...

Vroni 21. Juni 2012, 15:50 Also mein Kater ist nur ein bisschen verdreht. . http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/jeronimo2ykmrgbjws8.jpg

@Frankie Bernankie, danke für...

@Frankie Bernankie, danke für den Hinweis. Mein Vertrauen in die Geschäftstüchtigkeit allerdings ist zu groß, daß ich glaubte, die Käselaibe landeten im Ofen oder auf dem Müll. Analogkäse ist auch auf Tiefkühlpizzen und werweißwo gelandet. Und den Leuten hat es wohl auch gemundet. Und von Gammelfleisch, daß schön in Lacke konserviert und verpackt irgendwann auf dem Grill landet für 2,95€/Kilo, nun ja, ist ja auch bekannt. Und die ganzen Zusätze im Tütenfutter tun ihr Übriges, um die letzte "Reifung" in der Tüte zu vollziehen. Da, allerdings, bin ich sicher. Die Redlichkeit der Affineure stelle ich natürlich nicht infrage.

@ mediensegler 21. Juni 2012,...

@ mediensegler 21. Juni 2012, 18:22 : Ein schöner Kater. Ist das ein Norweger?

0 HansMeier555 21.06.2012, 19:58 Uhr

Mein Gott Herr Pfarrer. . Er...

Mein Gott Herr Pfarrer. . Er ziert sich als wär es seine Verpflichtungserklärung.

0 HansMeier555 21.06.2012, 20:00 Uhr

Charismatiker: Einer, dem man...

Charismatiker: Einer, dem man zutraut, als Usurpator reüssieren zu können.

0 mediensegler 21.06.2012, 21:11 Uhr

Holly0121. Juni 2012,...

Holly0121. Juni 2012, 21:43 Norwegian Icecat, ein sehr gutmütiger Kerl, ein bisschen faul, bringt aber jeden zweiten Tag ne Maus. Ist nachts sehr oft draußen.

Wenn wir mit den Arrangieren...

Wenn wir mit den Arrangieren unserer Torten- und Früchtestilleben durch sind, sollten wir uns dringend der Katze als wichtigster Stütze der Gesellschaft widmen. . @ Mediensegler, eine wirklich wunderfeinste Katze. Hoffentlich schleppt sie ihre Beute nicht lebend in die Wohnung wie unser gepflegt ignoranter mousemover und shaker.

0 hansgeier333 22.06.2012, 00:53 Uhr

Wie sich Katzen...

Wie sich Katzen vermehren: http://www.youtube.com/watch?v=hSMG2-oi9C4

Bevor Schäuble+Merkel uns das...

Bevor Schäuble+Merkel uns das edle Tischtuch endgültig vom Tisch reissen... sorgen ausgerechnet Gysi und Hertha Däubler-Gmelin, dass das Gericht in Karlsruhe das Torten-Ermächtgungsgesetz für die Finanzelite mal genauer unter die Lupe nimmt.

.....die...

.....die attisch-römisch-jüdisch-christlich-atlantisch-westöstlich-neosozialistisch-kapitalistisch- geprägte Nation (HM555 etwas umformuliert), lässt sich auf dem Diwan nieder und schaut gebannt zu, wie die öffentlichen Spiele ablaufen. Den Putsch via Verfassungsbruch, verursacht von der, durch die Schule der SED gegangenen, Kanzlerin nimmt sie in aller Seelenruhee hin. Das Stilmittel der camera oscura des öffentlich-rechtlichen Wischwaschmediums liess sie, die Putschistin, in aller Gelassenheit siegessicher weg,für diesmal weg. Womöglich sah sie sich schon als zukünftige Macht-und Zuchtmeisterin des unierten Europas mittels der kitzligen und fiskalisierten Knute. Ein im Konkubinat lebender pastoraler Präsi und der oberste Aeropag haben ihr allerdings die Sause vermasselt. Unser Präsi brauchte keine Maitresse en titre die ihm soufflierte wie, vorderhand, zu verfahren sei. Oh holde bürgerliche Göttin Securitas lass nicht zu, was schon so zielsicher eingestielt. Möge das Präludium der "Th.-zu-Guttenberg-Farce" in dieser Causa das donnernde Crescendo im Abgang der Protagonistin finden. Mal sehen, ob es diesmal als Begleitmusik, wieder eine Bloglawine ungeahnten Ausmaßes zu beobachten gibt. Charismatiker aller Länder vereinigt Euch und greift mit Katzenklauen in die Tasten.

0 donalphonso 22.06.2012, 09:17 Uhr

Dass es den Schnorri...

Dass es den Schnorri derbröselt hat, ist ein Glück für diesen Staat, und dass die FDP den gauck wollte, wird sie noch sicher bereuen.

0 Der Tiger 22.06.2012, 09:32 Uhr

… dass der junge Mann im...

… dass der junge Mann im Norden, Mutti in die Quere kommt, hat Mutti wohl auch nicht bedacht. Dabei hätten ihre Zuarbeiter vorbereitet gewesen sein sollen, wenn sie genau beobachtet hätten, wie Rutte den niederländischen Haushalt durchs Parlament brachte.

Zuhülf, ich mag das Wort...

Zuhülf, ich mag das Wort "Mutti" nicht mehr hören.

0 donalphonso 22.06.2012, 11:30 Uhr

Wäre Junta besser?...

Wäre Junta besser?

0 Der Tiger 22.06.2012, 11:41 Uhr

@vroni – Darf ich mal eine...

@vroni – Darf ich mal eine ganz direkte Frage stellen? Wer flüstert eigentlich ein? Die Junta oder Mutti?

0 E.R. Binvonhier 22.06.2012, 12:19 Uhr

D.A. 13:30, JA!!!...

D.A. 13:30, JA!!!

Junta ... ähm , :-)...

Junta ... ähm , :-)

0 Thorsten Haupts 22.06.2012, 12:34 Uhr

@Don - Gauck: Ehrlich gesagt...

@Don - Gauck: Ehrlich gesagt waren dessen Wahl und seine Begleitumstände für mich wie ein Spitzenessen - einfach köstlich. Da bekommt die Union einen Kandidaten auf dem Präsentierteller angereicht, wie sich ihn selber nicht besser hätte backen können. Da promoten GRÜNE und SPD einen Kandidaten, der im praktischen, politischen Leben von ihren Anhängern ganz sicher als Gegner wahrgenommen würde. Da zwingt die deutsche Gehirnerweichungspartei FDP im einzig bekannten Kraftakt ihres Vorsitzenden eine widerstrebende Kanzlerin dazu, den Kandidaten auch auf ihren Schild zu heben, obwohl vor Gauck als Schablone die Freiheitskämpfer noch viel blasser aussehen. Shakespeare hätte daraus eine wunderbare Farce gemacht. Alle Fronten verkehrt, Geistesverwirrung allenthalben, nur das Ergebnis stimmt. Gruss, Thorsten Haupts

0 E.R.Binvonhier 22.06.2012, 12:35 Uhr

"Womöglich sah sie sich schon...

"Womöglich sah sie sich schon als zukünftige Macht-und Zuchtmeisterin des unierten Europas mittels der kitzligen und fiskalisierten Knute." . Werter Plindos, nicht nur 'sie'. Es scheinen Viele zu sein, die in D davon träumen. Sonst wäre die 'Eurokrise' längst gegessen. Und bevor sie das Land nicht in den Abgrund gerissen haben, hören sie auch nicht damit auf.

0 E.R. Binvonhier 22.06.2012, 12:44 Uhr

...und immer muss Herr...

...und immer muss Herr Kissinger herhalten, der sich nur eine Telefonnummer für Europa wünschte, aus nachvollziehbaren Gründen: viele Hunde sind des Hasen Tod.

0 E.R. Binvonhier 22.06.2012, 12:47 Uhr

... man kann sich auch an die...

... man kann sich auch an die drei Musketiere halten: Einer für Alle, Alle für einen, und wenn in Gefahr, jeder für sich.

0 E.R.Langen 22.06.2012, 13:42 Uhr

Plindos!? Der Plindos? Der...

Plindos!? Der Plindos? Der Plindos von früher?

Lieber Der Tiger, ich mag den...

Lieber Der Tiger, ich mag den Begriff deshalb nicht, weil er sich diffamierend an ihrem möglicherweise biederen, wenig eleganten Äußeren und ihrem Alter orientiert. . Eine Mutter flüstert zudem nicht ein (was sind das für Meinungen über Mütter), sie erklärt, sie regelt, sie fürsorgt. Das tut Merkel alles nicht. Sie ist sogar ziemlich hinterfotzig. Aber was solls, nennen Sie sie weiterhin Mutti, wie belieben. Ich musses ja nicht lesen.

0 bertholdIV 22.06.2012, 14:18 Uhr

mutti...

mutti altert http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/vor-dem-gipfel-in-rom-kampf-um-den-krisen-kompromiss-1.1390234 @plindos konkubinat ja, aber formal ist seine frau noch versorgt...

Merkel als "Mutti" zu...

Merkel als "Mutti" zu bezeichnen, ist eine Beleidigung aller Mütter.

Alles wird gut:. . Merkel,...

Alles wird gut:. . Merkel, Monti und Co. planen Wachstumspakt für Europa. . Mal gucken, was da waechst.

0 E.R. Binvonhier 22.06.2012, 15:29 Uhr

...und jetzt wollen alle ins...

...und jetzt wollen alle ins richtig tiefe Wasser springen. Wird sich wohl als veralgter, verotteter mit jedem Müll zugeschütteter Tümpel erweisen.

0 E.R. Binvonhier 22.06.2012, 15:46 Uhr

ESM und Fiskalpakt - eine...

ESM und Fiskalpakt - eine Brandmauer aus Aktenordnern.:-))

0 hansgeier333 22.06.2012, 16:30 Uhr

Hel(l)enistische...

Hel(l)enistische Weisheit: http://www.wilhelm-busch-seiten.de/werke/helene/kapitel16.html

0 Der Tiger 22.06.2012, 18:57 Uhr

@Vroni - Mit Bezug auf Ihren...

@Vroni - Mit Bezug auf Ihren Kommentar: “Merkel als "Mutti" zu bezeichnen, ist eine Beleidigung aller Mütter”, fühle ich mich offensichtlich als Mutter zweier erwachsener Töchter keineswegs beleidigt. . Zweitens, wenn ich Frau Merkel als “Mutti” charakterisiere, dann bezieht sich das nicht auf ihre Kleidung, Alter oder Figur… sondern auf ihre Unfähigkeit, Menschen zu managen. Eine Mutti kann nicht Menschen managen, braucht sie auch nicht, solange sie gut kocht. Aber eine Kanzlerin sollte eine Managerin sein.

0 Der Tiger 22.06.2012, 19:21 Uhr

@hansgeier –Im Anbetracht...

@hansgeier –Im Anbetracht des Spiels Deutschland gegen Griechenland heute Abend bin ich zum lokalen Weinhändler gegangen und hab gesagt: “I want to do something for the Greeks – since they probably loose tonight. Do you have a bottle of Greek wine” In seinem sehr reichhaltigen Inventar hatte er auch eine Sorte griechischen Weins. Eine Flasche davon gab er mir mit einem amüsierten Lächeln. Er hat sehr gut geschmeckt (fand auch mein Mann).

0 Grimaldeli 22.06.2012, 21:22 Uhr

@Don Alphonso/22. Juni 2012,...

@Don Alphonso/22. Juni 2012, 13:30 "Zentralrat" triffts wohl eher! So hiess das doch ehemals, wenn ich die "sogenannte DDR" oder auch "Ostzone" genannt, noch richtig in Erinnerung habe.

0 Grimaldeli 22.06.2012, 21:28 Uhr

@Don Alphonso/22. Juni 2012,...

@Don Alphonso/22. Juni 2012, 13:30 Upps,desolais, ich glaube , es hiess "ZK"! Zentralrat, das sind ja die guten in Deutschland!

0 mediensegler 22.06.2012, 21:46 Uhr

Vroni 21. Juni 2012,...

Vroni 21. Juni 2012, 23:57 Liebe Vroni, sie hatten Makro erwähnt, und ich habe mich erinnert, da war er etwas jünger. Er läuft übrigens von hinten gesehen wie Marilyn, ich habe mich schon gefragt, ob er vielleicht ..... ;-) . http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/geronimo3w816xrelvj.jpg . Plindos22. Juni 2012, 11:14 Möge das Präludium der "Th.-zu-Guttenberg-Farce" in dieser Causa das donnernde Crescendo im Abgang der Protagonistin finden. . Schön, dass Sie wieder kommentieren, ich sage nur POSTDEMOKRATISCH, vielleicht sind wir ja bald alle feudal oder feudalisiert. .

0 Möterhead 23.06.2012, 08:08 Uhr

Wüsste nicht, was gegen...

Wüsste nicht, was gegen Essensbilder sprechen sollte. Vor allem, da es Dir ja auch darum geht, den Discounterfleischfressern auf vernünftige Art hergestellte Lebensmittel zu zeigen. Zu meinem Erstaunen haben viele immer noch nicht begriffen, dass es Auswirkungen hat, was man in seinen Körper so reinsteckt und dass man für Qualität eben ein bisschen mehr zahlen muss, das aber die Sache wert ist. Tierbilder gehen natürlich auch immer, wobei sich da wahrscheinlich auch jemand findet, der daran etwas auszusetzen hat.

0 Der Tiger 23.06.2012, 09:49 Uhr

Schade, dass man in Dons Blog...

Schade, dass man in Dons Blog keine Bilder abliefern kann. Heute hatte ich ein schönes Essensbild: Fensterscheibe mit Ei drauf. Einer der niederländischen Nachbarn bemerkte amüsiert: ‘Was the egg-thrower send by Ms Merkel?’

0 donna laura 23.06.2012, 10:04 Uhr

lieber Grimaldeli, zk ist...

lieber Grimaldeli, zk ist gut... haben wir hier bald auch, nicht wahr (nur ist le président vielleicht nicht ganz so geschickt wie die für ihre verhältnisse hervorragend gestylte chancelière. nur sie nicht, natürlich. . lieber plindos, welch eine freude!

0 donna laura 23.06.2012, 10:09 Uhr

cher Filou/am längsten tag...

cher Filou/am längsten tag des jahres um 14 u, das ist ja mal ein photo! genial! . liebe katzenfreunde, sie sind ja wirklich ganz putzig, ihre tierchen, wirklich herzallerliebst. und praktisch, endlich keine miniaturratten mehr. wenn sie jedoch noch mehr bilder ihrer lieben kleinen hausregenten hochladen, so werde ich meine vierbeinigen jagdgehülfen aus dem zimmer verbannen. sie werden nervös und eifersüchtig und fangen das sabbern an. alternativ könnte ich mir den 'bluthund' eines freundes leihen und ablichten, mit bedrohlich gehobenen lefzen. na?

0 donna laura 23.06.2012, 10:11 Uhr

lieber mediensegler, die...

lieber mediensegler, die nächstliegende herausforderung dürfte sein das crescendo der währung. für die mehrheit kein spass. zumal in d wohl wenige direkt über aktien verfügen.

0 donna laura 23.06.2012, 11:21 Uhr

[pardon, eine kleine...

[pardon, eine kleine korrektur, denn ich vergass sinnentstellenderweise ein ")": "... wie die für ihre verhältnisse hervorragend gestylte chancelière). nur sie nicht, natürlich."]

Wuff, donna laura, but we like...

Wuff, donna laura, but we like "cat content"...

0 donna laura 23.06.2012, 12:59 Uhr

if you only would be able to...

if you only would be able to chase them, i know...

...von Ihnen bemerkt zu...

...von Ihnen bemerkt zu werden, das ist um Vieles mehr wert als ein dubioser Eurobond, sehr verehrte Donna Laura. .. Der Nasenbär (geführt am Ring durch die Manege): Die alternativlose systemische Relevanz ist in ein neues Stadium getreten: Dem der Sytemimmanenz des persistierenden, durablen, stabilisierenden Mechnismus unter Hinanstellung des Hauhaltsrechts (Köigsrecht?) des ahnungslosen deutschen BT (Bundesparlaments). Um diese Installation ruhig und gleitend ohne Reibungsverluste hinzubiegen, bedurfte es der Feinabstufung mit den Granden der Fraktionsspitzen der Staatstragenden im Kanzleramt in den letzten Tagen- Wie weiland jedoch die Königin von Frankreich in brenzligen Fragen sich mit der Maitresse en titre abstimmte, so blamabel versagte hier die Strippenzieherin vom Dienst. Ein Gespräch unter Frauen hätte die Chose gerettet. Auch ein pastoraler, freiheitlicher Präsi will schliesslich Ruhe in seiner Beziehungskiste haben. Der von keinerlei Staatsrechtskenntnis belastete BP wollte nix falsch machen (100 Tage im Amte) und verweigerte schlicht die Abfertigung der Eilkutsche (Diligence). Der Aeropag hat sich artig und formal korrekt Bedenkzeit ausbedungen zwecks Prüfung des klebrigen Bonbons, zu dem die ganze delikate Frage mutiert ist. Watt nu? Die gesamte Polit-Weltökonomie ist im heillosen Schrecken erstarrt. Der verregnete Sommer lässt das Publikum das Schlimmste befürchten. Am besten ist es, gen Italien oder gar an die Seychellen zu verreisen und, unter der Sonne liegend, abwarten wie sich die Dinge entwickeln. Oder?

Lieber Mediensegler, ja,...

Lieber Mediensegler, ja, dieser feine Katz ist auch mit Makro wunderbar. . Lieber Der Tiger, ohne in den Verdacht zu geraten, Merkel verteidigen zu wollen: Mütter managen und führen Menschen sehr wohl, und meist energisch, oft zutrauend ("Könntet ihr mal euere Stinkesocken hier aufräumen...?!" - "Du bist doch schon ein ganz Großer. Du kannst das."). . Seien Sie froh, dass sie das nicht so in einem engagierten Mütter-Blog geschrieben haben, Sie würden gevierteilt und dann mit brennendem Latte übergossen :-) . Merkels Politikstil gefällt mir aber auch nicht. Sie wartet gewisse Strömungen ab, lässt sie wie Versuchsreihen im Medien-Labor herumblubbern (das lässt sie ab und an zögerlich, führungsunfähig und lahmarschig wirken) - schlägt dann aber plötzlich zu. Das ist von Kohl und der alten DDR von der Pike auf gelernt - und fragwürdig erfolgreich in der politischen Praxis. Das macht sie aus Machterhaltungsgründen. Und weil man möglicherweise als Frau von einer Camarilla ebenfalls machthungriger und nicht ganz blöder Männer umgeben, glaubt, nicht viel anders handeln zu können (fast 'alternativlos'), als sie passiv-aggressiv vorzuführen und dann den rechten Moment abzuwarten. Wenn ich es mir recht überlege, stört mich das auch, aber nicht vorrangig. Vielleicht würde ich ähnlich handeln, um da oben zu überleben, um mit manchen Piranhas oder Stiefelleckern dauerhaft umgehen zu können. . Ihr reduziertes Demokratieverständnis stört mich mehr, sie macht das mittlerweile mit dem ganzen Bundestag (ignorieren und dann schnell zuschlagen). Mit diesem Un-Demokratieverständnis ist sie leider in guter Gesellschaft (Seehofer, die ganze CSU, et alii)

0 mediensegler 23.06.2012, 15:13 Uhr

Also, so konservativ sind die...

Also, so konservativ sind die Münchner dann doch nicht. http://www.abendzeitung-muenchen.de/gallery.tunick-in-muenchen-vor-der-oper-hunderte-muenchner-nackt-auf-der-ludwigstrasse.55b4b285-e14d-4c3b-93ee-1210bd1bd690.html

Da ich nicht wusste- wie man...

Da ich nicht wusste- wie man ordnungsgemäß den heute erhaltenen SPRINGER-SONDERMÜLL entsorgt - habe auf die BILD-Zeitung einen Adressenaufkleber + eine 0,85€ Briefmarke draufgeklebt und an diese Adresse geschickt: Axel-Springer Verlag Axel-Springer-Straße 65 10888 Berlin Blut+Schmierpapier kann man schließlich nicht in eine Altpapiertonne stecken, da kommen die Fliegen.... .

0 Der Tiger 23.06.2012, 16:14 Uhr

@vroni – es ist etwas ganz...

@vroni – es ist etwas ganz anderes Kinder zu erziehen als Erwachsene zu managen. Vor dem Schit-sturm eines Mutterblogs habe ich keine Angst.

So. Bin jetzt grad am Biskuit...

So. Bin jetzt grad am Biskuit backen. Der Biskuitteig diesmal experimental mit Stevia. Wird mit frischer Ananas und Sahnefüllung gefüllt. Wenns optisch taugt, kommts mit schrägem Styling (im Hintergrund Katze, lauernd) in mein Blog. Wenns optisch net taugt, aber schmeckt, kommts nicht in das Blog, aber auf jeden Fall in die Vroni.

0 E.R. Binvonhier 23.06.2012, 19:12 Uhr

@ Gabriele für den Tip und...

@ Gabriele für den Tip und die Adresse vielen Dank; ein bisschen Renitenz sind mir 85 cent wert. Muss sowieso zur Post;-)

0 Der Tiger 23.06.2012, 20:53 Uhr

@vroni – statt Ihres...

@vroni – statt Ihres Biskuit-Backen Update, hatte ich erwartet, dass Sie kontern und behaupten, Kinder erziehen sei viel schwieriger als Erwachsene managen. Was Biskuit backen betrifft, gibt es in meinem (privat gedruckten) Weihnachtsbuch (von 1998): . Mama, what do you do all day long - A young ladies guide to project management . Ein ganzes Kapitel mit der Überschrift: . Running a project is just like baking Christmas cookies. . Der letzte Paragraph betrifft einen der vielen Unterschiede zwischen Management und Kindererziehung: . Cleaning up Just as on a professional project, you do not perceive cleaning up to be noble work. You both are tired from eating too many cookies, and you want to move on to some other activity: TV, a book, or even homework. As a professional project manager, you will have the same problem: most people will have left the project before the end, even when there is still cleanup and maintenance to do. If you are smart, you yourself will have done the same and will have already moved to a new and more interesting job. This is the biggest difference between professional life and motherhood: as a mother you have no escape. No matter what, in the end you as a mother will have to do the cleanup, even if you just do the comprehensive cleanup after your offspring have done the initial work.

0 HansMeier555 24.06.2012, 03:57 Uhr

Der Schäuble sagt, wir...

Der Schäuble sagt, wir brauchen ein neues Grundgesetz.

Lieber Tiger, wo ich früher...

Lieber Tiger, wo ich früher diskutiert hätte bis die Fetzen fliegen, backe ich heut halt lieber. Das erdet. Aufräumen inklusive. Nur soviel: Wenn das, was Sie eben zitierten, der wichtigste Unterschied ist, dann bin ich beruhigt.

0 Der Tiger 24.06.2012, 08:11 Uhr

@vroni – wenn Sie meinen...

@vroni – wenn Sie meinen Kommentar so verstanden haben wollen, dann ist Backen genau die richtige Beschäftigung für Sie.

0 E.R. Binvonhier 24.06.2012, 12:57 Uhr

Dass wir ein neues Grundgesetz...

Dass wir ein neues Grundgesetz brauchen, meinen Viele. Noch so ein Elite-Projekt. Wird wohl das Schicksal der anderen teilen. Da bleibt nur noch Sparen und Retten ( Frau Merkel, oder die schwäbische Hausfrau).

0 E.R. Binvonhier 24.06.2012, 13:08 Uhr

Auch für...

Auch für Grundgesetzänderungen, Retten und Sparen gibt es Zeitfenster. Die schließen sich gerade. . Wenn Politiker meinen 'Alles geht Immer', nur weil wir doch in einer Welt leben, in denen man das ganze Jahr frische Erdbeeren bekommen kann, dann irren sie sich.

Lieber Tiger, ich will...

Lieber Tiger, ich will eigentlich gar nix mehr in einer gewissen Richtung verstehen. . Am liebsten will ich generell überhaupt nichts mehr verstehen. Wissen ist überschätzt. Dass Sommer ist und ich neben dem Hobby Essen und Katze noch ein drittes Objektiv will und ein neues Stativ, das fesselt mich zur Zeit noch am meisten. Über Merkel und den Rest: Es kütt wie es kütt. Mag mich nimmer aufregen.

0 hansgeier333 25.06.2012, 20:00 Uhr

Im SPON steht, die Affen...

Im SPON steht, die Affen sollen jetzt auch Grundrechte kriegen. Ob der Schäuble das mit einem neuen Grundgesetz gemeint hat? Naja, wenn die Griechen bald raus sind, brauchen wir adäquaten Ersatz. Und wenn man sich die Ohren vom Schäuble betrachtet...

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.