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Die Hunnenpläne des DIW

11.07.2012, 13:30 Uhr  ·  Was die Banken nicht raubten, verlangen die Ökonomen: Mit einer rücksichtslosen Zwangsabgabe sollen sogar die Ärmsten den Begüterten zur Rechenschaft politischer Fehlentscheidungen gezogen werden.

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Es gehört jedem, der stark genug ist, es zu nehmen.
Attila der Hunne

Die Generalprobe auf der sonnigen Dachterrasse über der Altstadt war ein grosser Erfolg, aber die Premiere des mediterranen Gratins musste dann doch in geschlossenen Räumen stattfinden: Dunkel grollende Wolken hatten die I. und mich zur Übezeugung kommen lassen, dass Kerzenschein in der Bibliothek zwar nicht so schön wie ein sommerlicher Sternenhimmel ist, aber was bleibt einem schon übrig, wenn draussen Unwetter drohen. Obwohl, ich formuliere es lieber anders, man weiss ja nicht, wer hier alles mitliest: Eigentlich kam nur eine durch die Scheidung ruinierte Bekannte für eine Kartoffelauflauf vorbei, und was nach weiträumigem Stadtpalast klingt, nennen andere in der Familie „de oide Kalupp’n”. Man kann die Geschichte so oder so erzählen; aus der Sicht eines Grundeinkommensfreundes, der 1000 Euro im Monat für seinen Lebensstil als ausreichend betrachtet, war allein die oberpfälzer Herkunft der Pilze im Gratin verschwenderischer Luxus. Aus Sicht eines Reichen sassen da zwei Geringverdiener unter zweitklassigen Gemälden in einer überteuerten Provinz ohne Privatstrand, und träumten ohne Dienstboten von einem Eigenheim in Meran mit Weinberg. So also war das. Draussen drohte peitschender Regen, drinnen wurden Luftschlösser gebaut und südtiroler Bergapfelsaft von Kohn getrunken.

Bild zu: Die Hunnenpläne des DIW

Dann ging die arme I. zurück in ihre kleine Behausung, ich spülte ohne Dienstboten ab und ging zu Bett. Ich weiss, mein Bett mit Goldbrokat unter dem Kronleuchter sieht nicht wirklich bescheiden aus, aber als ich hier einzog, war ich arm dran und musste etwas aus dem familiären Bestand nehmen. Manche würden sagen, ich schlafe unter schwerem, alten Damast, andere dagegen würden meinen, dass von der Verwandtschaft so viel Aussteuer übrig geblieben ist, dass es noch für Generationen reicht. Dann wachte ich auf, tapste über das historische Fischgrätparkett – aus Sparsamkeit auch nach 200 Jahren nichr erneuert – und liess mich auf dem Sofa – damals ein Geschenk, so etwas könnte ich mir nie leisten – nieder. Schaltete den natürlich gebraucht gekauften Rechner ein, denn wer 1000 Euro für so ein Glump ausgibt, der müsste sich Sünden fürchten. Schrieb der I. eine Mail, in der ich für den schönen Abend dankte und der Hoffnung Ausdruck gab, irgendwann einmal, wenn man nur ganz fest daran glauben möchte, dann werde Meran Wirklichkeit. Die kleinen Träume armer Menschen eben. Und dann las ich diesen Beitrag im Handelsblatt über einen Vorschlag des DIW, eines Forschungsinstitutes für angwandte Hunnentaktik im Reichshauptslum. Und schlagartig war ich reich.

Es gibt da in der Familiengeschichte einen dieser Fälle des Aussterbens eines lang vergessenen Zweiges, dessen Vermögen dann plötzlich jemandem zufällt, einfach so, und den Betreffenden dann schlagartig vermögend machte. Das ist einerseits toll und andererseits nicht ganz fein; wer seine Verwandten vergisst, sollte nicht unbedingt erben. Und nun ist mir das auch widerfahren, aber ganz ohne Todesfall, über Nacht, dank des Instituts. Das DIW setzt eine Grenze, 250.000 Euro mit allem, was man hat, Geld, Immobilien, Aktien, Anlagen, und sagt: Wer darüber ist, ist reich. Dazu gehört bei uns eigentlich gar nichts ausser in dem Haus zu bleiben, in dem man geboren ist. Bei den hiesigen Quadratmeterpreisen sind sogar Leute reich, deren Behausungen hier „Hundehütten” oder „Locher” heissen, oder gar in „Klein-Kasachstan” liegen, ja sogar in Berlin gäbe es dann Reiche. Gestern war man noch ein armer Schlucker in einem alten Haus, der sein Leben lang nicht weiter kam, heute ist man schon vermögend in einer hoch bewerteten Immobilie. Ohne einen Cent mehr, aber bald viele Cents weniger.

Bild zu: Die Hunnenpläne des DIW

Denn das DIW schlägt nun vor, arme Gratinköche wie mich und meine Freunde ab dieser Grenze mit einer Zwangsabgabe zu belegen. Ich glaube, ich kenne kaum jemanden, den das nicht betreffen würde, und davon sind nur die wenigsten nach meiner Vorstellung reich. Aber was zählt, ist nicht meine Meinung und der Umstand, dass das Vermögen nur entstand, weil unsereins eben gern Gratin kocht, statt im Urlaub in den ersten Häusern das Beste zu bestellen. Es zählt nicht die Sparsamkeit, mit der angehäuft wurde und nicht die Entsagung, sondern allein die nackte Zahl. Wer hat, dem wird genommen. Wer dagegem verprasst hat, der darf behalten. Das DIW legt damit die Axt nicht nur an die klassischen Profiteure der globalen Umverteilung, sondern auch an das bürgerliche Selbstbewusstsein. Würde man alten Besitz ausnehmen (sagen wir mal, vor dem Einmarsch der DDR 1990), dann könnte man durchaus auch in besseren Kreisen darüber reden. So aber werden alle zusammen geschoren, sie Schuldigen und diejenigen, die gar nichts getan haben. Ich sehe schon Steuerberater Modelle entwerfen, wie man sich unter diese läppischen 250.000 rechnet. Ein teures Automobil auf Kredit kaufen, das könnte helfen. Oder ein paar Schulden für eine Gemäldesammlung aufnehmen – auch das könnte man gut rechnerisch brauchen.

Was rechnerisch dagegen überhaupt nicht hilft, ist die Ehe. 250.000 für einen, 500.000 für beide, das ist entweder eine Verhöhnung oder aber eine Einladung zu unpassenden Hochzeiten. Denn in meinem Umfeld ist es nun mal so, dass Gleich und Gleich sich gern gesellt. Seien wir ehrlich und rational, mit 500k braucht man zu zweit nicht mit weiteren Lebensentwürfen anfangen; das geht allein schon für ein mittelunprächtiges Haus drauf. Das ist kein Reichtum, sondern allenfalls Substanz, und wenn von allem, was dazu kommt, zusätzlich abgeführt werden soll – nun, das DIW ist sicher auch so eine Berliner Kaschemme, wo die Angestellten ihre Pilze für das Gratin bei Aldi aus dem Plastik pullen. Da fehlt es einfach am grundsätzlichen Verständnis für Microökonomie. Der Vorschlag ist bestens geeignet, Leute wie meine Bekannte K. zu züchten, die alles, was über die Substanz hereinkommt, mit vollen Händen in den Boutiquen wieder ausgibt. Warum auch nicht. Wenn der Staat als alles verschlingender, nach einer Art Grundeinkommen gierender Mitesser am Tisch sitzt, lohnt es sich nicht, mehr als nötig für eine Zukunft des Clans heranzuschaffen.

Bild zu: Die Hunnenpläne des DIW

Die langfristigen Folgen derartiger Selbstbedienung werden natürlich gern übersehen: Will man beispielsweise doch Kinder, möchte man auch ein gewisses Polster erarbeiten, damit die es später mal nicht schlechter haben. Erschwert der Staat aber diese Polsterbildung, werden eben weniger Kinder produziert, weil andere Anlageformen – prassen, verschwenden, verschleudern – sehr viel attraktiver und kurzfristig auch risikolos, ja gar steuerlich begünstigt sind. Es ist ja nicht so, dass dieses Verhalten in uns nicht angelegt wäre. Jetzt käme nur noch ein Staat dazu, der jene bestraft, die Vorsorge treffen. Dann halt nicht. Jedes Kind in diesen Kreisen wird zwar nicht mehr mit Schmerzen geboren, sehr wohl aber sauber durchgerechnet: Wenn die Kosten durch Zwangsabgaben auf das Vermögen weiter steigen, wird so ein Kind schnell unrentabel. Man sucht sich andere Möglichkeiten, das Geld anzulegen. Irgendetwas wird sich schon finden, denn auch die genetische Ausmerzung der Akademiker führt zu guten Geschäften. Die Zwangsabgabe kann man heute sicher mit heftigen Frühverlusten aus Fonds zum Bau von Billigmärkten verkleinern – in 10, 20 Jahren ist das dann sicher ein Bombengeschäft.

Wollte man wirklich so eine Zwangsabgabe einführen, müsste man das mit einer Familienkomponente verbinden: 250k für Alleinstehende, 750k für Verheiratete, und pro Kind ein weiterer Freibetrag von 250k. Das wäre dann so halbwegs, auf Kante genäht, gerade eben, eventuell machbar und mit dem Ideal einer vernünftigen Erziehung vereinbar. Sonderluxus wie Pferde, Cabrio mit 18 und Studium an der Ostküste wären damit natürlich noch nicht ohne Bedrohung durch Sonderabgaben finanzierbar, aber es wäre zumindest ein Anreiz, sich nicht gleich gegen Kinder und langfristige Investitionen in die Zukunft zu entscheiden. Es wäre immer noch nicht genug, um mich an Nachwuchs denken zu lassen, aber der Idee, eine Zweckehe – auch das ist heute schon was! – mit der I. einzugehen, die wäre dann nicht mehr ganz weltenfern. Alles andere, fürchte ich, wird nur zur weiteren Steigerung der Verschwendungsfreude beitragen. Wenn ich überlege, was meine Eltern alles getan haben, um aus mir einen anständigen Menschen mit einem vorzüglichen und dennoch kostengünstigen Gratin zu machen… und was jetzt vom DIW getan wird, um mich zu überzeugen, dass all die Raucher, Säufer, Kaviarangeber, Porschefahrer, schnorrenden Berlinhocker und 5 mal im Jahr in den Urlaubfahrer doch alles richtig gemacht haben…

Bild zu: Die Hunnenpläne des DIW

Deutschland ist bislang eigentlich ganz gut damit gefahren, dass weite Teile seiner Elite sparsam, fleissig und ordentlich gelebt haben. Es hat das Land vor Verwerfungen wie in Spanien, England, Irland und den USA geschützt, und es hat gute Gründe gegeben, sich anzustrengen. Das kann man natürlich auch aufkündigen und alle bestrafen, die nicht alle zwei Jahre eine neue Polstergarnitur aus China kauften, sondern langfristig dachten. Man kann armen Schluckern, die seit Generationen immer die gleiche Gemäldegalerie anschauen, die immer gleichen Häuser bewohnen, zigmal den gleichen Stuck streichen und ihre Rolex dem Onkel verdanken, natürlich auch einreden, dass sie reich sind, und deshalb mehr zahlen müssen. Man rikiert aber, dass sie sich dann auch wie Reiche benehmen werden. Firmen sollen ausgenommen werden, dann überführen wir es einfach in eine Verwaltungsgesellschaft auf den Kanalinseln. Ob Deutschland damit gut fährt, noch dazu, wenn die Beute allein verwendet wird, um Schulden abzubauen, die durch Bankenkrisen und EU-Haftung entstehen, wird man sehen.

Die I. jedenfalls macht bei Auktionen eine ganz phantastische Figur.

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (302)
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lieber don, invece che...

lieber don, invece che facciamo? die banker koennen ihre boni doch gar nicht versilbern, so viel ist das. und deren vermögen können die sozi-BWLer dann mit einrechnen und besteuern. dann trifft es mal die richtigen. und der Staat hat wieder das geld, mit dem er die bonusauszahler retten kann. gesunde zirkularatmung. also: was schlagen Sie vor? kostenlosen gratin in der "volxkueche" für alle?

Vielleicht ist die I. aber...

Vielleicht ist die I. aber auch Ihr einzig wahrer Schatz, welchen man Ihnen nicht wegbesteuern kann. Sehen Sie es mal so... Verlobungsringe werden wohl eher nicht in die Bemessungsgrundlage des schwarzen Berliner Lochs fallen; wie wärs mit dem hier: http://www.77diamonds.com/vintage_rings.html

0 Karl Meier 11.07.2012, 13:57 Uhr

Schwieriges Thema. Ich werfe...

Schwieriges Thema. Ich werfe nur, ohne weitere Wertung, mit in den zu bedenkenden Zutatentopf für das Steuer-und-Abgaben-Gratin, dass höhere Einkommen in den letzten zehn Jahren steuerlich nicht gerade gelitten haben (Spitzensteuersatz ca. 2000: 50%, 2012:42%). Und das war ja nicht die einzige Besserstellung - das könnte man natürlich auch alles rückgängig machen. Da erscheint die Idee einer Zwangsanleihe, bei der zumindest noch eine gewisse Chance auf Rückzahlung besteht, im Vergleich vielleicht doch gar nicht schlecht.

Soeben auf Swisscom...

Soeben auf Swisscom Homepage: >>Mit einem spektakulären Vorschlag wollen Berliner Wirtschaftsforscher die Eurokrise in den Griff bekommen: Reiche Bürger könnten unter anderem mit einer Zwangsanleihe die hohen Staatsschulden finanzieren. "Je nach Konsolidierungsfortschritt beim Staat können diese Anleihen dann später zurückgezahlt und auch verzinst werden", schreibt der zuständige Experte beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Stefan Bach, in einer Studie, die "Handelsblatt Online" vorliegt. Eine andere Möglichkeit sei eine zeitweise Vermögensabgabe ("Reichensteuer") für Bürger mit hohen Einkommen, die der Haushaltssanierung zugutekommt. Werde die Zwangsanleihe nicht zurückgezahlt, sei der Effekt ähnlich.

0 Der Tiger 11.07.2012, 14:00 Uhr

Mir ist dieser Satz der DIW...

Mir ist dieser Satz der DIW Presseveröffentlichung schleierhaft: ‘Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ergeben für Deutschland ein Aufkommen von etwa 230 Milliarden Euro bei einer Abgabe von 10 Prozent auf private Vermögen über 250 000 Euro. Betroffen wären die reichsten acht Prozent der Bevölkerung.’ . Besitzen 92% der Bevölkerung kein Haus, Aktien und/oder Sparguthaben im Gesamtwert von ¼ Million? Unser Reihenhaus kostet schon doppelt so viel, von dem abgesparten Vermögen zur Altersversorgung ganz zu schweigen. Wir essen auch nur Gratin, und das auch noch mit selbstgesuchten Pfifferlingen. . Gehören wir trotz meines sich über ein Jahrzehnt hinziehenden Rechtsfall zu den 8% der reichsten Deutschen? Da Mutti einen Hang zum Sozialismus hat, wird sie den DIW Vorschlag unter Umständen für systemimmanent notwendig halten… da bin ich doch sehr froh, in den Niederlanden Steuern zu zahlen.

Herzlichen Glückwunsch, ich...

Herzlichen Glückwunsch, ich schaue hier rein und lese einen neuen Beitrag! Herzlichen Glückwunsch auch, weil dieser Beitrag quasi an meinen Kommentar zum vorletzten Beitrag anschließt. Am Ende, ich wusste es schon lange, werden die bestraft, die nachhaltig wirtschaften. Das zeigt sich ja bereits auf europäischer Ebene, dort will man Deutschland auch sein Vermögen streitig machen. Und keine Sorge, es wird geschehen. Und wer in die Geschichtsbücher schaut, der wird lesen können, dass der Staat noch nie verlegen war, den Bürger per Zwangsabgabe und Zwangshypothek zu enteignen. Viele sagen, wir kommen in eine DDR2. Da stimme ich nicht ganz zu, meiner Meinung nach befinden wir uns in einem Krieg reich gegen arm. Und reich wird gewinnen! Da freut man sich doch über ein leckeres Gratin ... so lange man noch die Zutaten bezahlen kann!

Werter Don, eure Sorge ist...

Werter Don, eure Sorge ist verständlich! doch ich glaube nicht, dass sich solch Ungemach wirklich über uns ergießt! jedenfalls nicht in der vom DIW geplanten Form! Das würde ja auch die meisten Poltiker und Ihr klein Häuschen treffen! Und wenn wir eins wissen dann doch das sich kein Politiker gern in die eigene Tasche greifen lässt! Gruß FS

Wenn der Gesetzgeber Ihre...

Wenn der Gesetzgeber Ihre Kalkulation aufgriffe und den Freibetrag pro Kind - Sarrazin lässt grüssen - noch ein wenig erhöhte, hätten wir bald wieder geburtenstarke Jahrgänge und die Renten wären sicher, oder so. Amüsanter Gedanke.

Der Tiger, zu Ihrem zweiten...

Der Tiger, zu Ihrem zweiten Absatz: wenn man wie Sie immer nur die Bewohner von Kronberg als Peergroup betrachtet, ist es verständlich, dass einen diese Zahlen überraschen.

0 Schepenese 11.07.2012, 14:24 Uhr

Und das Geld für die...

Und das Geld für die Zwangsanleihe nehmen wir dann bei einer soliden Bank auf, die Zinsen sind sicher steuerlich absetzbar. Und wenn dann die Zwangsversteigerung kommt, gehen die Häuserpreise in den Keller und die Bank hat keine Sicherheiten mehr und muß gerettet werden. Denn an da Geld aus der Zwangsanleihe kommen ja nicht mal die. Wegen der 80-jährigen Haltefrist. Aber dafür dürfen sowohl meine Kinder als auch meine Enkel dann Schulden für die Erbschaftssteuer machen. Wegen der durch den Staat erklärten Werthaltigkeitder Anleihen und wegen der BGB-Änderung, die eine Ausschlagung geerbter Zwangsanleihen ausschließt. Da ist noch viel mehr drin......

Werter Don, das ganze klingst...

Werter Don, das ganze klingst doch nach nicht gut durchdacht - die Liste "Geld, Immobilien, Aktien, Anlagen" lässt es schon erahnen - bereits bei Immobilien ist der Wert oft garnicht so einfach zu beziffern - von den Vermögenskomponenten, welche nicht auf der Liste stehen ganz zu schweigen. Und die denkbaren Schlupflöcher - Sie reissen es ja schon an - erinnern an das Wasser im Sieb... Auf der anderen Seite ist es aber schon bemerkenswert, dass dies nun nicht von den üblichen Verdächtigen kommt (tiefrote Linke) sondern vom DIW. Der Vorschlag klingt auch ein bisschen nach einer Mischung von Direktsubvention der Banken und nächster Immobilienblase: Das Gros der 250k-Reichen dürften Kleinimmobilien-Besitzer sein, die die Abgabe per Hypothek finanzieren müssten.

0 californication 11.07.2012, 14:45 Uhr

Lieber Don, unsere Eliten...

Lieber Don, unsere Eliten sind sparsam, fleissig und ordentlich. Ja, aber diese Elite erbt im Gegensatz zu Ihnen normalerweise keine Vermögen sondern verdient sich mühsam ihren Lohn als Krankenschwester, Altenpfleger oder Erzieherin und gehört zu jenen 90%, die weit unterhalb der 250.000 Euro Vermögensschwelle liegen. Oder von welcher "Elite" reden Sie da genau? Meinen sie sich? Erben als Nachweis von Leistung - das ist ja auch mal eine interessante Definition. @Tiger: Ja, zu jenen 8% gehören sie. Siehe hier: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/93785/09-4-1.pdf

Schnell noch eine (eigene)...

Schnell noch eine (eigene) Hypothek draufhauen auf die alte Hüttn. Und das Geld verprassen, aber hey. . Aber Scherz beiseite: Ich denke, der Begriff "Vermögen" ist von der DIW oder ihren Abschreiberlein vorsichtig gesagt, unvorsichtig oder absichtlich polarisierend unscharf definiert. . Und: Don't panic, das wird eh erst nach guter alter Merkelscher Sitte in den Medien als Versuchsballon hochgejazzt, um die Reaktionen darauf zu prüfen. Die macht das immer so, das ist ihre Liquid-Volksbefragungs-Software in Echtzeit. Und diese Eigenentscheidungslose nennt das dann Regieren. Langsam nervts mich. Daher brauchen mir die Piraten mit ihrem Liquid Zoich auch nimmer kommen, gibs ja alles schon bei Merkel.

0 Booooster 11.07.2012, 14:59 Uhr

Ein Problem ist doch, dass man...

Ein Problem ist doch, dass man in den 50ern und 60ern das 17-fache des Durchschnitts verdienen mußte, um in den Spitzensteuersatz zu kommen - heute ist ein alleinstehender Facharbeiter in der Automobilindustrie mitten drin - mit dem 1,5-fachen des Durchschnitts. Don, Du hattest vor fast zwei Jahren schon mal die Angst vor der Zwangshypothek aufs Tapet gebracht. Jetzt kommt sie.

Hunde die Bellen beißen...

Hunde die Bellen beißen nicht! Ein weiterer 'Experte' der eine Unsinnige Theorie in Umlauf bringt, damit sein Institut mal wieder ins Schlaglicht gerät und er seine Existenz und den Verbrauch von Fördermitteln/Steuergeldern rechtfertigen kann. Ist ja nicht so, dass es nur den Hans Werner in München gibt. Überall gibt es von sich selbst überzeugte Menschen die mit ihrern Theorien nicht hinter dem Berg halten wollen und die sich über ein paar Schlagzeilen freuen, auch wenn man diesen Personen, so sind sie doch in ihre Positionen gekommen ein besseres Verständnis davon unterstellen könnte wie der deutsche Staat funktioniert. Natürlich haben Zeitungen und Journalisten die gleich das Thema aufnehmen und sich daran aufgeilen auch Anteil an dieser Entwicklung.

0 hansgeer333 11.07.2012, 15:02 Uhr

Zu spät. In der Halbzeitpause...

Zu spät. In der Halbzeitpause des Halbfinalspiels wäre die DIW-Attacke glatt durchgegangen. Als FDP-Vorlage. Noch nichtmal Neuer hätte dieses Eigentor gehalten. Aber jetzt, wo das hohe Haus in die verdienten Ferien entschwunden ist, wird diese dorfgetriebene Sau noch nicht einmal einen Sozialisten unter der Palme hervorlocken.

0 rittervomgeist 11.07.2012, 15:03 Uhr

Sehr schwieriges Thema, und...

Sehr schwieriges Thema, und jeder, der auch nur ansatzweise Verständnis für die Forderung des DIW verlauten läßt, fällt sofort der Gerneralverdammnis namens Neiddebatte zum Opfer. Es ist eine Tatsache, dass in diesem unserem geliebten Vaterland die Reichen (wo die Reichtumsgrenze beginnt, kann ich als Nichtangehöriger dieser Klasse nicht definieren) immer reicher und die weniger Reichen, auch als Arme bekannt, immer ärmer werden. Und die Reichen haben auch noch die Möglichkeit, die mir verwehrt ist, ihr Vermögen mit Hilfe der Credtit Suisse steuerfrei auf exotischen Inseln zu deponieren. Ob die vom DIW gesetzten Beträge vernünftig sind, kann man diskutieren, der Vorschlag selbst ist vernünftig - und hat damit nicht geringste Aussicht, realisiert zu werden. Verehrter Don, Sie müssen sich um Ihr Sofa, Ihr Fischgrätparkett und Ihre I. nicht sorgen!

0 E.R. Binvonhier 11.07.2012, 15:08 Uhr

Wer hätte gedacht, dass der...

Wer hätte gedacht, dass der franz. Präsident Hollande ein Vorreiter ist. @ Der Tiger, ob Sie in NL da noch sicher sind?

0 prince Matecki 11.07.2012, 15:10 Uhr

Der sehr minimal -...

Der sehr minimal - intellektuelle Vorschlag aus der Hauptkaschemme krankt gleich an zwei nicht korrekt erkannten Verwerfungen: - Einerseits hat D kein Einnahmeproblem und auch kein Liquiditätsproblem. Unsere Steuereinnahmen sind auf einem annähernd Allzeithoch in diesem Jahr und wir können uns - Krise sei dank - zu einem historisch niedrigen Zinssatz kreditorisch refinanzieren. Damit wird eine solche "Abgabe" oder "Zwangsanleihe" derzeit finanztechnisch gar nicht benötigt. - Anderseits ist eine solche Refinanzierungsquelle geeignet, den Druck durch GG-Schuldenbremse und Finanzkrise auf unsere Politiker zu reduzieren. Wir wären in 10 Jahren als Republik nicht schuldenärmer, hätten weniger Vermögen insgesamt weil ein deutlicher Prozentsatz in Staatsquote und Staatsbeton (oder Asphalt) (oder Bahnhöfe) investiert und würden weiter muddeln wie bisher. Die Frage, ob das den Weg durch die Gerichstinstanzen überstehen wurde, will ich gar nicht erst erörtern. Wie ein "Wissenschaftler" verkennen kann, dass die unterschiedliche Bewertung der Vermögensarten (Bar-und Kapitalvermögen, Anlagevermögen, Immobilien, Kunstwerke usw.) das BVerfG seinerzeit zur Aufhebung der entsprechenden Steuer veranlasst hatte und deswegen jeder Ansatz mit heikelsten Frage verbunden ist (wie wird was steuerlich einwandfrei erhoben, der Oldtimer wie der Marcks, das Silber....) das will mir nicht in den Kopf. So im Elfenbeinturm verschanzt kann man doch eigentlich gar nicht sein. . Privatim könnte ich vermelden, dass es auch Vorteile hat, depossediertem weit östlichen Familienstand anzugehören, denn ich würde glatt unter die Schwelle fallen.

0 Wolfgang B. 11.07.2012, 15:12 Uhr

Meine Marktverkäuferin mit...

Meine Marktverkäuferin mit eigenem, ausgedehnten Apfelhof auf dem Lande wäre dann auch reich, ich muss sie bei Gelegenheit - samstags oder mittwochs steht sie da immer in ihrem ausgefransten Pulli vor ihrem 15 Jahre alten Transporter, letzter Urlaub Bayerischer Wald vor zwei Jahren - direkt mal fragen, ob sie das auch so sieht. Und wir wären auch reich, so plötzlich, juchhee, den Berlinern sei Dank! Oder wir sagen den Sinns und Unsinns dieser Welt einfach mal, dass das "wissenschaftlich" in Wirtschaftswissenschaften nur eine geheime Maßnahme war, um die sonst zu nichts zu gebrauchenden Taugenichtse, vulgo Wirtschaftswissenschaftler vor der Aldikasse zu bewahren, obwohl ich mir durchaus vorstellen könnte, den Herrn Wagner an Kasse 2 wegen seiner langsamen Art der Preiserfassung beim Supermarktleiter zu verpetzen. Arme Träume reicher Menschen halt.

ich wusste es würde Sie zu...

ich wusste es würde Sie zu einer Antwort reizen! Gab es diese Zwangshypothek nicht schon einmal, nach dem Krieg? Nun werde ich diese Erfahrung also auch machen. Also, ich geh dann mal zum Lieblingsitaliener, meinen Reichtum abschmelzen.....

0 Karl Meier 11.07.2012, 15:32 Uhr

@Booster: Dieser...

@Booster: Dieser Spitzensteuersatz, von dem Sie sprechen, betrug in der ersten Hälfte der 50er Jahre aber auch unbescheidene 80%. Ein klitzekleines Detail, das bei dieser beliebten Argumentation gerne versehentlich vergessen wird.

0 Der Tiger 11.07.2012, 15:36 Uhr

@muscat – ich brauch ja nur...

@muscat – ich brauch ja nur einmal zu googln, was ein Haus in Frankfurt kostet: . Gebrauchtes Reihenhaus 120 Quadratmeter 250.000 Euro Freistehender Einfamilienhaus 160 Quadratmeter 420 000 Euro . http://www.focus.de/immobilien/kaufen/immobilien-atlas?stadt=Frankfurt+a.M. . Jeder, dem alleine in Frankfurt ein Reihenhaus gehört, erreicht schon ohne irgendwelche Ersparnisse die Reichtumsgrenze. Jedes pensionierte Ehepaar in einem Einfamilienhaus mit ein bisschen Ersparten, gehört auch schon zu den 8% der Oberreichen..... soll ich das glauben?

0 schrödingers katze 11.07.2012, 15:38 Uhr

das kann doch nicht wirklich...

das kann doch nicht wirklich überraschen! (vgl. Booster 16:59) vor einiger zeit wurde hier die drohende zwangsanleihe - naja, erörtert ... und woher soll das geld denn kommen? natürlich muss es da geholt werden, wo es ist. bei denen, die "besser verdienen" und/oder denen, die was haben (nicht deckungsgleich! wer besser verdient und genauso viel ausgibt hat eben auch nichts). allerdings wird es nicht bei 250k bleiben. zuviele interessengruppen/lobbies; und die volksvertreter wollen sich ja auch wieder in ihre wahlkreise trauen. aber es wird passieren... deshalb vielleicht doch schon mal an der vermutlichen bemessungsgrundlage arbeiten und etwas in die nächste generation übertragen? wobei das in meiner situation, in meinem kasten, gar nicht so einfach ...

"Zwangsanleihe" - Ich habe...

"Zwangsanleihe" - Ich habe darüber nachgedacht und sowas wäre m.M.n. effektiv Konfizierung resp. Beschlagnahme. Illegal?

0 specialmarke 11.07.2012, 15:58 Uhr

Die Fürsorglichkeit des...

Die Fürsorglichkeit des Staates bezüglich ihres Vermögens sollten die Reichen doch zu schätzen wissen, wo es doch auf dem freien Markt kaum mehr risikoarme Anlagemöglichkeiten gibt. Nachdem nun schon Bundesanleihen mit kurzer Laufzeit und null Prozent Verzinsung weg wie warme Semmeln gingen, wären doch auch langfristige Zwangsanleihen mit negativem Zins - mit sozusagen eingebauter Inflation - zumutbar, zumal die damit verbundene Geldmengenverminderung eine reale Inflation verhindern könnte. Die neuen Anlageberater kommen jetzt halt nicht mehr von der Bank, sondern vom Finanzamt...

Es würde völlig ausreichend,...

Es würde völlig ausreichend, den Reichen, die den Banken und Staaten in Südeuropa ihr Geld gegeben haben, das Geld wieder wegzunehmen. Indem man die Schulden *dort* streicht. 70% auf griechische Staatsschulden, 30% auf die griechischen Banken. 30% auf die spanischen Staatsschulden, 20% auf die Banken. Und Zack sind genau die Leute, das Geld wieder los, die es dahin geschoben haben. Gerechter geht's kaum. Man kann ja (vor mir aus) 50.000 pro Konto staatlich versichern, aber darüber ist die Knete halt weg. Problem: Kapitalflucht. und zwar eine massive. Weil Geld von Konten und Depots schneller weg ist, als man kucken kann. Das klappt bei Immobilien halt nicht ... Gerechter ist der DIW Vorschlag aber auf keinen Fall ...

Aus Wikipedia.de zur...

Aus Wikipedia.de zur französichen revolution: "Teuerung als sozialer Treibsatz: Der Großteil der Bevölkerung im Ancien régime war an Aufklärungsdenken und Politisierung wenig interessiert, am Brotpreis umso mehr. Die Bauern, die vier Fünftel der Bevölkerung stellten, hatten 1788 in Folge der Kleinen Eiszeit eine schlimme Missernte erlitten und danach einen harten Winter durchlebt. Die klimatischen Extrema dieser Dekade können auch zusätzlich durch den Vulkanausbruch vom 8. Juni 1783 auf Island verstärkt worden sein. Während es den Bauern am Nötigsten fehlte, sahen sie die Speicher der weltlichen und geistlichen Grundherren, denen sie Abgaben zu entrichten hatten, noch gut gefüllt..." Die Revolution dauerte mehr als 5 Jahre und in ihrem Verlauf gewannen mal die Habenichtse, mal die Privilegierten. Die auffälligste Parallele zu heute ist, dass die Adligen und "Privilegierten" sich weigerten die immens aus dem Ruder gelaufene Staatsverschuldung des franz. Königs weiter zu finanzieren, geschweige denn, auf ihre Zins- & Tilgungsforderungen zu verzichten, deren Begleichung ja allein auf den Einnahmen durch die Besteuerung der Bauern beruhte. Am Ende lag die alte Weltordnung unter tausenden von Toten begraben, der größte Teil ihrer Privilegien wurde abgeschafft, große Vermögen wurden in die Hände des Staates überführt. Während die dummen kleinen Bauern ruhig gestellt werden konnten, profitierten schließlich dennoch Großgrundbesitzer und reiche, bürgerliche Eigentümer durch die "Steuerreformen" und Kapitaleignern zugestandenen Rechte.

0 donalphonso 11.07.2012, 16:19 Uhr

driver, in meinen Augen wäre...

driver, in meinen Augen wäre es durchaus in Ordnung, das Einkommen zu steuern, beispielsweise den Kapitalertrag, oder Schlupflöcher zu schliessen (Erbschafts-GmbHs). Man muss, wenn man den Besitz betraft, halt mit den Folgen rechnen. Und die sind ganz sicher nicht gut, denn dann rechnet und transferiert sich jeder arm. . muscat, an der I. ist schon ein Mann gescheitert, und das mit Pauken und Trompeten. Wie Dirty Harry so schön sagt: Man's gotta know his limitations".

0 donalphonso 11.07.2012, 16:23 Uhr

Karl Meier, das müsste man...

Karl Meier, das müsste man dann aber sinnvollerweise über eine Erhöhung der Steuer machen, und nicht rückwirkend alle Immobilienbesitzer bestrafen. Diese Steuer betrifft auch die Oma mit drei Zimmern in München. Oder bei mir daheim den Besitzer eines Reihenhauses, der gerade abbezahlt hat. Ist das gerecht? . fionn, ein staatlich kegitimierter Plünderungszug, der grösste seit dem 30-jährigen Krieg.

0 donalphonso 11.07.2012, 16:29 Uhr

Der Tiger, angeblich hat die...

Der Tiger, angeblich hat die Hälfte der Bevölkerung kein relevantes Eigentum, was ja auch ganz gut zur Mietquote passt. Trotzdem glaube ich nie im Leben, dass nur 8% mehr als 250k haben. Oder, um es mit I. zu sagen Das hat doch heute jeder. Möglicherweise will das DIW die sache auch nur schmackhafter machen. Ich bin jedenfalls ganz sicher nicht reich. aber helfen würde mir das überhaupt nichts. Und warum? Weil meine Wohnlage von mässig auf höchst begehrt angestiegen ist. Aber es sind immer noch die gleichen 80 äh 120 wegen der Gästewohnung, ach so 200 Quadratmeter, der tegernsee, wenn man München nicht dazurechnet. Aber das ist nicht reich. . Rotwild, ich sehe da auch einen Testballon, allein: Diee Zwangsanleihe würde so viele treffen, dass man einen Aufstand hätte. Krieg ist etwas anderes als das Debakel des Euro, da mache man bitte den Waigel und den Kohl haftbar. .

0 rittervomgeist 11.07.2012, 16:30 Uhr

@prince Matecki Könnte es...

@prince Matecki Könnte es sein, hypothetisch gedacht, dass der Vorschlag des DIW eine dialektische Qualität hat? Er ist verfassungswidrig, politisch nicht durchsetzbar und praktisch undurchführbar. Möglicherweise ist der Autor nur ein Dummkopf, aber indem er ein unqualifiziertes Konzept propagiert, will er etwas ganz anderes, nämlich darauf hinweisen, dass es in D ein Steuer'recht' gibt, dass alle Möglichkeiten einer finanziellen Sanierung aktueller und - vor allem - zu erwartender Probleme erlaubt - wenn man es denn nützen würde. Erbschaftssteuer, Kapitalertragssteuer, Grundsteuer, Einkommensteuer auf exzessive Beträge, Missbrauch gemeinnütziger Stiftungen (die Liste ist unvollständig), das wäre doch ein Anfang. Ist aber genau so unwahrscheinlich wie eine Vermögensabgabe.

0 donalphonso 11.07.2012, 16:32 Uhr

FS, der Politiker fängt das...

FS, der Politiker fängt das mit einer Diätenerhöhung sicher wieder auf - man kann ja, wenn der Schuldenstand sinkt, wieder orfentlich hinlangen. . V. der Mensch macht zum Steuersparen die irrsten Dinge, ich halte da auch Kinder nicht für augeschlossen

0 donalphonso 11.07.2012, 16:37 Uhr

Schepenese, man sollte nur...

Schepenese, man sollte nur vererben, was beim Erben so durchrutscht. Eine Gemäldesammlung zum Beispiel, Goldbarren, ein Schrank voller Silber, und eventuekl Immobilien im Auslan, die sich mit Wertgutachten minimieren lassen. . Chris, mein Eindruck ist auch, dass man für so eine Aktion neben vielen verlierern einige Gewinner sehen wird. Die Banken gehören da fraglos mit dazu sei es als Makler oder als Kreditgeber. Aber wann gehören die schon zu den Verlierern?

0 Greenbowlerhat 11.07.2012, 16:43 Uhr

@Der Tiger: das sind...

@Der Tiger: das sind allerdings Zahlen, die ich nicht mehr so recht nachvollziehen kann, zumal sie offensichtlich auf vor-Krisen-Daten basieren - lesen Sie mal die Fußnoten, die sind alle von 2008. Vielmehr ist es doch so, dass man unter 400.000 kaum mehr was bekommt, was nicht echte harte Nachteile hat (Straßenlage, Bahngleisgrenze) oder in einer, ahem, nichtsoattraktiven Gegend liegt. Wie ich neulich hörte, sind ja selbst im sonst ja eher schwierigen Offenbach, wo man wirklich traumhafte Altbauvillen und Altbauwohnungen für vergleichsweise günstiges Geld bekam, die Preise enorm gestiegen. Nichtdestotrotz, bei aller mangelnden Präzision und auch Dummheit (@prince Mateki, glauben Sie doch bloss nicht, dass die die Überlegungen des BVerfG noch kennen) schadet es durchaus nicht, sich schon ab und an mal klar zu machen, wo man mit seinem Einkommen steht und wie sorgenfrei man im Vergleich zu anderen mit einem Einkommen von 75, 80 oder mehr Tausend EUR leben kann und man sich fragen muss wie das eigentlich Leute schaffen, die netto knapp vierstellig im Monat verdienen und damit eine Familie in Städten wie Frankfurt oder München großziehen wollen.

Der Tiger, es wird wohl eher...

Der Tiger, es wird wohl eher um das Vermögen nach Abzug bestehender Verbindlichkeiten gehen (Nettovermögen). Und pensionierte, schuldenfreie Eigenheimbesitzer gibt es prozentual betrachtet in Ffm. gewiss deutlich weniger als in den Taunuskäffern mit Champagnerluft. . specialmarke, auch schön... ;-)

Wiwi's waren bei uns im...

Wiwi's waren bei uns im Studium immer diejenigen die die Colaflasche mit der Aufschrift auf dem Boden bekamen: please open the other side ! Hier wird eine (DIW)-Sommersau durchs Dorf getrieben .

0 donalphonso 11.07.2012, 16:59 Uhr

californication & Vroni, es...

californication & Vroni, es ist diese Reichtumsdefinition, die meines Erachtens brandgefährlich ist. Da geht es gar nicht um ererben oder erarbeiten, sondern schlichtweg um eine Grenzziehung, die moralisch, höfoch gesagt, Komplikationen nach sich ziehen kann, Man möchte wegen einer selbstgenutzten Immobilie nicht als Bonze dastehen, und ich möchte auch das Niveaui nicht so weit hinunterschrauben lassen, dass hier eine Diskussion a la Priraten losbricht, die auch 1000 Euro pro Monat für ausreichend halten. Man spielt hier nicht Reich gegen arm aus, sondern opfert jene, die gerade dabei sind, etwas zu erwerben.

Don, 250 K, das kann schon...

Don, 250 K, das kann schon sein, dass dies nicht mehr als 8% haben. Vermutlich ist das eine bereinigte Summe. Dann passts wieder. . Bereinigt: Von notwendigem Eigenverbrauch und von Passiva (Verbindlichkeiten, Schulden). Es gab 2011 den Zensus, an dem teilzunehmen für alle Immobilienbesitzer Pflicht war. Da waren ziemlich differenzierte Angaben auch mit drin (selbst bewohnt oder nicht, sonstiger Verdienst, Mieteinnahmen, Investitionen, Reparaturen, all das. Aktiva und Passiva. Schätze, der DIW konnte bereits mit den neuen Zahlen operieren, weiß ich aber nicht. . Gedanken über den Hintergrund und Sinn des Zensus 2011 hat sich auch dieser Mann gemacht. Nach ihm wird das deutsche Immobilienvermögen auf rund neun Billionen geschätzt: http://www.proaurum.de/home/infos/quer-gedacht/grandt-immobilien-im-visier.html?displayOnlyContent=true . Was 1952 war, kann wiederholt werden. Absolut. Eigentum verpflichtet. Trotzdem glaube ich, dass das DIW-Ding erst einmal ein Öffentlichkeits-Lackmus-Test ist. Vorglühen. S.o.

0 Economist 11.07.2012, 17:11 Uhr

Wie hoch soll die Zwangsabgabe...

Wie hoch soll die Zwangsabgabe auf 250.000€ Nettovermögen denn überhaupt sein? Ich gehe mal davon aus, dass das prozentual gestaffelt wird. Eine einmalige Zahlung von 1000€ halte ich für verkraftbar. Ich hätte von der FAZ mehr Hintergrundinformationen gewünscht anstatt billigen Populismus.

0 donalphonso 11.07.2012, 17:17 Uhr

250k ost, soweit ich das...

250k ost, soweit ich das verstnanden habe, die Grenze, ab der es anfängt. Aber auich die 250 überschreitet man locker. Und nein, einfach 1k so hergeben, nicht mal das. Lieber in Trüffel baden.

@ Econ8msit, "Ich hätte von...

@ Econ8msit, "Ich hätte von der FAZ mehr Hintergrundinformationen gewünscht anstatt billigen Populismus." . Nicht nur Sie. Gibt halt mehr KLicks und Kommentare, wenn Artikel statt erhellend polarisierend sind.

0 donalphonso 11.07.2012, 17:43 Uhr

Ich denke, das ist...

Ich denke, das ist überdeutlich: . "Je nach Konsolidierungsfortschritt können die Zwangsanleihen später getilgt oder in Vermögensabgaben oder in andere Reichensteuern überführt werden." . Bestenfqalls Kredit, aber nur, wenn es funktioniert, und wenn nicht, ist es eben weg. Das DIW wird übrigens vom Bund und von Berlin bezahlt, ich vermute, das war dann wohl die Wowereitecke, die das schrieb.

0 Jonas Amazonas 11.07.2012, 17:44 Uhr

Komischerweise erhitzt die...

Komischerweise erhitzt die Grenzziehung der "Reichtumsdefinition" immer sehr die Gemüter. Kaum einer der Betroffenen kann sich vorstellen, zu den reichsten 8 Prozent der Bevölkerung zu gehören (wobei der Blick offenbar außer durch verständliche Abwehrreflexe auch durch erhebliche Realitätsverweigerung - schichtspezifische Verzerrungen - getrübt zu sein scheint). Weniger als die Grenze zwischen "oben" und "unten" scheint hingegen zu interessieren, ob die Betroffenen die geforderten Summer wohl aufbringen könnten. Also: Sind 10 Prozent Zwangsanleihe aufs Vermögen für die genannten Alleinstehenden oberhalb 250.000 € Vermögen wirklich eine Zumutung? Es handelt sich dann doch nur um 25.000 €. Ist das wirklich der Rede wert? Warum gilt hier auf einmal nicht mehr: "Das hat doch heute 'jeder'"?

0 Madame Putiphar 11.07.2012, 17:51 Uhr

Wie von einigen treffsicher...

Wie von einigen treffsicher erkannt, handelt's sich um einen Testballon. Meine Damen und Herren, achten Sie bitte auf die Details! Verkosten Sie doch die Nuancen! . Vergleicht doch bitte mal den Wortlaut der Meldung in den gängingen online-Zeitungen (FAZ, Welt, Zeit, Sueddeutsche etc.). Ein kleines aber nicht unbedeutendes Detail in der Reaktion Kotthaus findet man leider nur bei Welt und SZ: . Kotthaus Antwort über die Anwendbarkeit des DIW-Vorschlags in Deutschland wird in der SZ (oder Welt) nämlich wie folgt paraphrasiert: "(...) das Land sei ganz solide aufgestellt und habe derzeit "keinerlei Probleme" mit dem Steueraufkommen." . Na? Entdeckt? Bingo! Das Stichwort lautet "derzeit". Und es ermöglicht leider auch die Lesart, dass der DIW-Vorschlag von Team Schäuble in Zukunft nicht mehr ausgeschlossen wird. Die ganz solide Aufstellung Deutschlands, die als Gegenargument ins Spiel gebracht wurde, kann sich nämlich schneller ändern als uns allen lieb ist (ESM anyone?). . Testballon, Lackmustest, jenau dat isset. Vroni & Don habens erkannt. MMS at it's best (Merkelsche Mediale Salamitaktik).

0 Karl Meier 11.07.2012, 17:52 Uhr

@Don Alphonso: Mir ist das...

@Don Alphonso: Mir ist das Thema zu kompliziert, um da eine Falsch/Richtig-Meinung zu haben. Vermutlich gibt es gar keine. Stimme Ihnen aber zu, dass eine Besteuerung laufender Einnahmen erstmal sinnvoller klingt. Bei den Fakten sollte man aber so oder so bleiben, und das 50er-Jahre-Argument ist, absichtlich oder nicht, eine derart klassische Faktenverdrehung, dass man es anstandshalber in jedem Fall richtig stellen muss, egal welche Meinung man ist. Da mein Menschenbild, speziell im Hinblick auf das Thema Geld, zugegebenermaßen nicht das allerfreundlichste ist, sei ganz allgemein noch angefügt: Letztlich werden vermutlich die meisten Menschen bei so einem Thema das für richtig halten, was ihnen selbst am wenigsten schadet oder am meisten nützt.

Völlig ironiefreie...

Völlig ironiefreie Zwischenfrage: Die "Stützen der Gesellschaft" - was ist könnte ihre tragende Rolle in der Gesllschaft sein in so eine Krise wie jetzt in Europa? Ich mein jetzt außer dem Vermögen. In diesem Blog geht's vor allem um Abgrenzung durch Lebensart, um die Abwehr der plebejischen und neureichen Zumutungen, epischen Genuss des Distinktionsgewinns durch herablassende Betrachtung weniger guter Kreise... usw. Was aber verkörpern die "Stützen" außer der Absicherung der eigenen Lebenswelt im materiellen Sinne? Denn das ist halt letztlich irgendwie auch nur eine Form von höherem Spießertum...

0 stimmviech 11.07.2012, 18:06 Uhr

Mobilien wie Silberkannen...

Mobilien wie Silberkannen entziehen sich der Abgabenpflicht.

0 Veil of ignorance 11.07.2012, 18:08 Uhr

@Economist: Jeder Cent der...

@Economist: Jeder Cent der über 250k liegt soll mit 10 Prozent versteuert werden. . Die Zwangsanleihe soll in erster Linie ein Instrument für südeuropäischen Krisenländer sein und die Vergemeinschaftung der Schulden verhindern. Sprich: die Zustimmung in D zur kollektiven Haftung und Bankenunion fällt wesentlich höher aus, wenn dafür den armen Reichen nicht das Geld aus der Tasche gezogen wird. Denn Fakt ist, die Krise hat unfassbar viel Geld vernichtet. Fraglich ist dabei nur noch wessen Geld. . @Simon Stützen der Gesellschaft: Da muss man an das Bild von zwei Betrunkenen denken, die sich gegenseitig stützen :P

0 TorstenKlier 11.07.2012, 18:10 Uhr

Wieder mal eine tolle Suada...

Wieder mal eine tolle Suada von Don Alphonso, dem Sprecher der Ochlokratie.

0 Schluchten-Ossi 11.07.2012, 18:19 Uhr

Angenommen wir hätten ein...

Angenommen wir hätten ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1 k€ pro Monat, dann hätte jeder Bezieher eines solchen Einkommens ab einer Lebenserwartung von 21 Jahren auch bei der Zwangsanleihe mitzumachen. Schließlich ist ein solcher Anspruch dem Staat gegenüber bares Geld wert und somit zweifelsfrei als Vermögen einzuordnen. Sogar ohne iphone. Ohne Neiddiskussion. Und Sie, verehrter prince matecki, wären bei solch einer Bemessungsgrundlage ganz sicher steinreich!

Eine Vermoegenssteuer durch...

Eine Vermoegenssteuer durch die Hintertuer... und wer weiss, ob dieses "Notopfer: einmalig bleiben wuerde. Die Vermoegenssteuer lehne ich prinzipiell ab, weill ein Mensch auch besitzen duerfen soll, wohingegen eine Besteuerung bedeutet, dass er seinen Besitz von der Gesellschaft gleichsam geliehen hat. Wieso aber Erbschaft anders besteuert werden sollte als anderes Einkommen, das war mir stets schleierhaft. Dieses Argument der "doppelten Besteuerung" ist ja Bloedsinn - jede indirekte Steuer ist fuer all die, die ihr Geld durch Lohnarbeit erwerben, auch stets eine doppelte Besteuerung. . Fuer Laender wie Italien seh ich aber ein, dass eine sofortige einmalige Vermoegensabgabe (man verzichte nur auf das erlogene Label "Anleihe") einer der wenigen realistischen Auswege sein koennte. Es bliebe weniger Zeit, Mobilien ins Ausland zu schaffen, verglichen mit einer dauerhaften Vermoegenssteuer. Gleichzeitig koennte der krasse Gegensatz zwischen Sparvermoegen und Staatsverschuldung schnellstmoeglich reduziert werden. Dieser Gegensatz resultiert ja in besonderem Masse aus jahrzehntelangem Steuerbetrug.

Die Frage ist, ob es diesmal -...

Die Frage ist, ob es diesmal - anders als 1952, wo konkret augen- und sinnfällig fällig war, an wenn das Geld Noch-Besitzender umverteilt wurde (an Ausgebombte, Vertriebene) - auch wieder grundgesetzmäßig funzt. Ich denke, nein.´Es geht um Artikel 3 GG ff. "Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig." . Die Frage ist, um wessen virtuelles Wohl es derzeit geht. Das Wohl der Allgmeinheit kann es nicht sein. Das Wohl der Gläubiger der BRD. Wer sind diese, Festgeldkontenbesitzer? Banken? Echte Menschen? Spekulanten? Geht es ihnen schlecht, haben sie kein Dach über dem Kopf? Schnell, schnell Frau Merkel, die Dinge vorantreiben. Obwohl, sch+++ Grundgesetz. Diese Karlsruher Richter brauchen immer so unglaublich lange. Diese Bremser.

0 PeterausdemWald 11.07.2012, 18:32 Uhr

Reiche Besteuern?, und was...

Reiche Besteuern?, und was anders als eine Steuer wäre diese Zwangsanleihe? Bullshit. Ökonomisch und politisch. Wenn man wirklich sparen will, muss man bei den Armen sparen. da kommt dann auch was bei rum. Man kann aber sogar Hartz4- Empfänger reich rechnen. Kapitalisiert ist dieser Rechtsanspruch durchschnittlich 600K wert. Der Vorzug des Kapitalismus gegenüber dem Sozialismus ist doch, dass die Enteignung der Reichen jedes Jahr wiederholt werden kann. (Nicht von mir stimmt aber trotzdem) Klappt doch prima seit Jahrzehnten. Und die Rolle der Stützen der Gesellschaft? auch ganz klar: Die sollen gefälligst die völlig unsinnigen Luxusautos kaufen, damit die Porsche-Arbeiter weiter zu den Hochverdienern gehören können

@Der Tiger - "Besitzen 92% der...

@Der Tiger - "Besitzen 92% der Bevölkerung kein Haus, Aktien und/oder Sparguthaben im Gesamtwert von ¼ Million?" So ist es. Vergisst man schnell mal, als Stützenmitglied. Hängt allerdings auch mit der Methode der steuerlichen Immobilienveranschlagung zusammen. --- @Don: Hervorragend ge- und beschrieben, das moralische Gerüst der wirklich besseren Gesellschaft auf den Punkt gebracht. Alle Umverteiler, Reichenbesteuerer und Salonsozialisten (in Deutschland gibt´s keine echten) führen immer die höhere Moral im Munde, ohne Rücksicht darauf, dass sie natürlich Vorsorge, Sparen und Vermögensaufbau bestrafen. Deshalb allerdings kann der Don auch ziemlich ruhig schlafen - solche Pläne haben in Deutschland keine Mehrheit. "Oma klein Häuschen" soll verkauft oder beliehen werden für eine Vermögensabgabe? Gegen den bei dieser Idee aufziehenden Widerstand wagt das keine mehrheitsfähig bleiben wollende Partei. Sobald doch wird´s wirklich hohe Zeit für einen Nationalitäten- und Wohnsitzwechsel. Vor dem Mauerbau. Gruss, Thorsten Haupts

Pensionäre und Rentner sind...

Pensionäre und Rentner sind reich! Es ist ein Verdienst der FAZ, Rubrik "Die Vermögensfrage", kontinuierlich den Bar-Wert eines Rentenanspruchs zu nennen. Die bescheidene Durchschnittsrente ist hunderttausende EUR wert. Konsequente Vermögensbesteuerung heisst: RENTENKÜRZUNG. Der Grossteil des "Reichtums" der älter werdenden Bevölkerung liegt im Bar-Wert der Rente. Bloss dumm, wenn hochakademische Volkswirte im italienischen Renteneintrittsalter merken, daß ihr halbprekäres Dasein kaum Rentenansprüche abwirft. Don Alphonso sei dank, dank, dank, er hat es immer gesagt. Diesem DIW-Vorschlag eines talentierten stellvertretenden Abteilungsleiters merkt man den Geburtsort an, die streetvjuwunverpixelte Mohrenstrasse 58 in Berlin. Aus braungrauen Plattenbauten, hinter sonderafagrünen Fenstern können nur postpresozialistische Raubgedanken entstehen. Noch nicht einmal gescheite Strassenlampen stehen vor diesem Gebäude! Die Krönung ist die Strassenecke mit dem Outlet einer bordellbeliebten Backwarenwärmerei. Was soll denn aus diesem Umfeld schon kommen?

0 Der Tiger 11.07.2012, 18:51 Uhr

@prince Matecki – vielen...

@prince Matecki – vielen Dank für Ihren Kommentar. Er hat mich des längeren beschäftigt, während ich den Kram der Tigerbabys auf dem Speicher herumräumte. Sie schrieben: ‘Die Frage, ob das den Weg durch die Gerichstinstanzen überstehen wurde, will ich gar nicht erst erörtern.’ Wie kommt ein Institut darauf, eine Maßnahme vorzuschlagen, von der ein Kenner der Materie so etwas sagt? Was ist dieses DIW für ein Verein? . @Jonas Amazonas – wenn die 250 000 Euro der Hauptteil der Altersversorgung ist, dann sind 25 000 sehr viel. Auf der anderen Seite, ein Beamter im Frankfurter Reihenhäuschen knapp unter der Reichtumgrenze kann mit seiner Pension rechnen – ohne Abgabe. . @Vroni – 1952 kann man mit heute nicht vergleichen. Da waren sogar die hier so verachteten Kronberger mit ihren Immobilien arm dran. Ihre Villen waren von den Amerikanern besetzt. Wenn sie keine den Amerikanern passende Villa hatten, sondern nur ein gewöhnliches Bürgerhaus a la Don, dann mussten sie ihre Wohnzimmer angeben, in die dann der Bürgermeister Flüchtlinge und Ausgebombte aus Frankfurt einquartierte.

0 das ist Europa 11.07.2012, 18:53 Uhr

Einerseits ein DIW-Experte,...

Einerseits ein DIW-Experte, "Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DIW Berlin (1992 bis heute)", mit sonderbaren Ideen, andererseits ein sonniges Land im Süden, über das die FAZ schreibt, "zahlreiche Sonderregelungen führten indes zur Verrentung schon im Alter von Ende Vierzig und Anfang Fünfzig."

0 HansMeier555 11.07.2012, 18:58 Uhr

Die Einschläge kommen...

Die Einschläge kommen näher. . Ein gutes hat die F.D.P. ja gemacht. Sie hat den Freibetrag an Rücklagen erhöht, den Hilfeempfänger legal haben dürfen.

0 Sterngucker 11.07.2012, 19:02 Uhr

Millionen von Deutschen haben...

Millionen von Deutschen haben heute erfahren, dass sie "reich" sind... Grins.... Aber die Nummer kommmt so zumindest nicht. Schon Helmut baldowerte anno 1992 selbiges aus und hatte am Ende die Hosen getrichen voll, den Abzug zu ziehen. . http://img40.imageshack.us/img40/4724/1992zwangsanleihe01.jpg .

0 HansMeier555 11.07.2012, 19:03 Uhr

Renoviert das Bad, und werdet...

Renoviert das Bad, und werdet mündige Bürger...

0 Frundsberg 11.07.2012, 19:10 Uhr

Jetzt plappert auch schon beim...

Jetzt plappert auch schon beim DIW der Pöbel ... unnötige neue Neiddebatte, die nur den Mittelstand weiter verkleinern möchte. Aber, nette Sache, so ein Kartoffelauflauf. Gratin Dauphinois, könnte ich auch mal wieder machen ... danke für die Anregung, Euer Liebden.

0 bestpilot 11.07.2012, 19:12 Uhr

@Vroni: ich schließe mich an....

@Vroni: ich schließe mich an. Polarisierung und mimimi sollte man bei diesem Thema vermeiden. Verteilungsfragen beinhalten pers se genug Sprengkraft.

Don, musst halt jetzt...

Don, musst halt jetzt heiraten.

Ich muss ja zugeben, ich war...

Ich muss ja zugeben, ich war platt als ich die meldung gelesen habe. @ Don : Die überlegung mit kindern und sparen & wie das so zusammen hängt macht eigentlich schon sinn, hab aber nie wirklich drüber nachgedacht. Zurück zu den anleihen: Vielleicht verstehe ich das ja falsch, aber so wie es in meiner (naiven) vorstellung laufen sollte ist ungef. so: desto härter einer arbeitet, desto mehr verdienst sollte er haben. jeder der auch so viel haben will, soll sich selber dafür anstrengen. Nun sind mit diesem recht simplen gedanken sogar die verschiedenen steuersätze unfair, aber da die grund idee erhalten bleibt sind sie wohl noch "ok". Diese zwangs anleihen allerdings, finde ich unglaublich! es würde mich zwar nicht so hart treffen, aber allein die grund idee bringt mich wort wörtlich zum kotzen! in meinem falle: wieso sollte ich mich um die beförderung anstrengen, wenn mir die früchte dieser mehr anstrengung weggenommen werden? wieso sollte ich? wär ja blöd. Naja, auswandern steht bei mir eh schon seit einer weile auf der agenda und sachen wie diese lassen mich deutschland eher nicht vermissen... Herzliche grüsse, Weparo

Nur wer den Kapitalismus als...

Nur wer den Kapitalismus als System von Schulden und Zinsen nicht verstanden hat, kann über diese Entwicklung überrascht sein. . Freiwillig wollen/können sich immer weniger Menschen verschulden, also müssen sie erst per Staatsverschuldung, dann per Zwangsanleihe (erst kollektiv, dann persönlich) verschuldet werden. Nur dann kann die kapitalistische Knute wieder geschwungen werden und alle müssen das Hamsterrad aus Schuld und Zins weiter am laufen halten. Wer nicht will/zufrieden ist mit dem Status quo muss zu seinem Glück (Wachstum durch Schulden) gezwungen werden. . Das ist doch jetzt nicht wirklich erstaunlich....

0 HansMeier555 11.07.2012, 20:13 Uhr

Flächenbombardement oder...

Flächenbombardement oder Immobilienblase, immer endet es mit Lastenausgleich. . Die Frage ist nur, was es diesmal anstelle der Zonenrandförderung geben wird

0 HansMeier555 11.07.2012, 20:45 Uhr

Das ist ja das eklige am...

Das ist ja das eklige am B-tum. . Dass sogar die Reichen sich selber immer für die Mittelschicht halten. . Das wäre dem Adel nie passiert, zuletzt dem verarmten.

0 HansMeier555 11.07.2012, 20:49 Uhr

Notfalls kann man sich ja...

Notfalls kann man sich ja immer noch eine Arbeit suchen...

0 newswatch 11.07.2012, 21:02 Uhr

Was soll diese...

Was soll diese Sommerlochmeldung? Wovon soll abgelenkt werden?

@ keiner : Nee, eben nicht!...

@ keiner : Nee, eben nicht! Im kapitalismus geht der Idiot der sich übernommen hat und jetzt kein geld hat (griechenland & glaubiger) pleite. Ende aus. Im KOMMUNISMUS passiert eben das hiesige : hart arbeitende deutsche bürger werden ZWANGSENTEIGNET um für jemand anderes fehler zu bezahlen Sorry das ich grade eben so geflammt habe, aber ich würd's auch am liebsten brüllen weils mich so aufregt. Weil dass ist es eben wass die jetzt vorhaben. sie drücken es nur "schöner" aus. Herzliche grüsse, Weparo

0 Rochus Reblaus 11.07.2012, 21:07 Uhr

Restituiert! Wir gäben dem...

Restituiert! Wir gäben dem König freiwillig den Zehnten.

Widersprüchliche, ältere...

Widersprüchliche, ältere Sozen, die gern Kameraüberwachung zwecks Schutz ihres geerbten Eigentums vor den hiesigen Säuferrandalierern hätten, aber ungern ihren Beitrag, den Zehnten dazu leisten.

@sterngucker: schon richtig,...

@sterngucker: schon richtig, daß Helmut nicht den Abzug gezogen hat. Deshalb blieb dieser stinkende Soli-Zuschlag mit 7.5% jahrelang in der deutschen Kloschüssel liegen, und musste im gemeinsamen Haus ertragen werden. Das war der Preis für Rückgabe, statt Entschädigung zu Marktwerten von 1945. Auf das Ende der Zehn-Jahres-Frist und die Rückzahlung dieser Soli-Zwangsanleihe warten viele. Oder war die spätere Verringerung auf 5.5% der Ausgleich für fehlende Tilgungsabsicht?

Jeder glaubt, ER allein...

Jeder glaubt, ER allein arbeite hart. Lustiges Verteilungs-Kriterium. Lasst das mal nicht den Akkord-Lackierer hören, der lacht sich scheckig.

0 donalphonso 11.07.2012, 21:20 Uhr

Nichts gegen einen Zehnten -...

Nichts gegen einen Zehnten - wir reden hier aber über einen Drittzehnten, der so ubel wie eine Drittscheidung oder ein Drittvandale ist.

0 Rochus Reblaus 11.07.2012, 21:32 Uhr

Julia, stimmen Sie mir zu,...

Julia, stimmen Sie mir zu, daß verantwortungsvolle Bürger dem König nicht das Zehntel, sondern besser das Zwanzigstel abtreten sollten?

0 donna laura 11.07.2012, 21:38 Uhr

lieber don, insgeheim gehofft,...

lieber don, insgeheim gehofft, dass sie sich zu diesem thema äussern, haben sie meine völlig unmassgeblichen erwartungen noch weit übertroffen: heiraten! und kinderlein gar? . allerdings muss mea parvitas sie ein klein wenig rügen, weswegen sie mir hoffentlich nicht zu lange gram sein sollen: auf solcherlei vorschläge - ausgerechnet von diesem institut - ist nicht einzugehen. das institut, und vielleicht nicht nur dieses, wollte eine bombe legen, und nun hat sie ausgelöst; man diskutiert herum, ob man 'reich' sei oder doch wohl eher nicht. . einerlei, die treppe wird von oben gekehrt, und so gibt es noch nicht einmal ihre ein wenig kleinmütig vorgeschlagenen 750.000, sondern gar nichts. . mit zwangsanleihen hat sich eine der ersten republiken auch schon nicht sonderlich beliebt gemacht bei ihren zürnenden bürgern, doch zehn prozent (in worten zehn) hat sie nicht versucht, für ihre spielchen einzutreiben. . zehn prozent als nicht viel zu bezeichnen, kann nur jemand wagen, der schon lange nicht mehr auf der bank seines unvertrauens war und versuchte, seine zweieurofünfzig als festgeld anzulegen. . natürlich ginge die 'anleihe' von generell bereits versteuertem einkommen aus kapitalerträgen ab. . wenn sie fortune aufweisen, so erwirtschaften sie - konservativ angelegt und streng berechnet, um ganz sicher zu gehen, wenn sie rechnungen zu begleichen haben - bestenfalls drei prozent, abzüglich steuern verbleiben zwei prozent. . der wert der erwerbarbeit von jemandem mit einem nicht schlechten, aber nicht gerade hervorragend bezahlten job ist grosso modo mit plusminus zwei millionen zu veranschlagen. . so, und jetzt ziehen sie davon einmal zehn prozent ab, und lassen sie sich dies als kredit eintragen.

0 E.R. Binvonhier 11.07.2012, 21:44 Uhr

Ob das Ganze eine Inszenierung...

Ob das Ganze eine Inszenierung für die Sommerpause ist? Sonst hielt man das Ganze doch erst einmal drei Tage am Kochen, bis ein Minister sich dazu äußerte. . Minister Schäuble hat m.E. mit seinem Einwurf 'derzeit nicht' und nur für 'Krisenstaaten', wenig zur Beruhigung beigetragen. . Und Leute, die in einem abbezahlten Häuschen sitzen und ihre Ersparnisse verzehren, sind für Finanzindustrie und Staat 'failled', ein schwarzes Loch. . Wie reich oder arm auch immer. Die IT-gestützte Bürokratie, ob in der Wirtschaft oder beim Staat, macht keinen Unterschied, ob es sich bei einem Vorgang um Euro 3,50 oder um 3.5 Mio. handelt, der Aufwand - auch der Absicherungsaufwand ist der Gleiche. D.h. der Aufwand der für Euro 3,50 betrieben werden muss, ist genauso hoch, als ginge es um 3.5 Mio. . Das System relativiert nicht.

0 Der Englische Patient 11.07.2012, 21:47 Uhr

Sehr originell : "Gold gab ich...

Sehr originell : "Gold gab ich für Eisen". Der nächste Hunnenplan wäre dann ja wohl die "Alternativlosigkeit" des Überfalls auf Polen, bzw. die dortigen Reichen. Die Schweiz hat ja bekanntlich keinen Seehafen, womit dann die südländischen Reeder erneut aus dem Schneider wären. Bleibt noch 'sine ira et studio' zu prüfen: Gibt die Boarische Verfassung das her ?

0 The Great Artiste 11.07.2012, 21:55 Uhr

Was für ein schön...

Was für ein schön geschriebener Artikel! Leider fehlt mir die zeit, die herrlich aufgeregten Kommentare gründlich zu lesen und zu goutieren,da ist vieles sehr richtig beobachtet - der Kernpunkt scheint mir, dass man jetzt plant, bei den privaten (Alt)vermögen das abzugreifen, was man als Wirtschaftssubvention eingeführt hat, um die in den Süden (Target)verschenkten Waren dann doch zu bezahlen. Damit man dann nicht in existentielle Not gerät, werden AWD und Kollegen der Mauschelmeier-Elite Lebensversicherungen auflegen, bei denen dann alles am Ende bei der Banken&Finanzoligarchie landet. . Ein netter Artikel über die ausgeklügelte Korruption in China, die seit der Kaiserzeit fröhlich gedeiht, lässt uns ahnen, welche Form des Totalitarismus unsere Weicheier-Demokratie ablösen kann: . http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/vom-kaiser-zur-partei-chinas-verborgene-regeln-11815975.html . Ob Mauschelmeier oder rotgrüner Nachhaltigkeitsfürst - oben in der Regierung wird man am besten wissen, was all die brauchen, die wegen ihrer Zwangshypotheken ihr Haus zum Schleuderpreis an irgendein Immobilienkonsortium versteigern lassen mussten... . Am Ende zahlen alle die, die sich um eine ihrem Einkommen und ihrem Vermögen nach angepasste vernünftige Lebensführung bemüht haben, um ohne Exzesse ihre materielle und geistige Unabhängigkeit und Freiheit zu bewahren, für die Finanzdesperados, die uns alle als arme ausgequetschte Riester-Würstchen sehen wollen.

@keiner: weitgehend korrekte...

@keiner: weitgehend korrekte Beobachtung, aber falsche Ursache genannt: Das eigentliche Problem ist nicht der Kapitalismus, sondern, das ungedeckte, beliebig vermehrbare Schuldgeldsystem! Mit "echtem Marktgeld" ist man vom Wachstumszwang befreit - im Gegenteil, nicht Teuerung, sondern tendenziell günstigere Preise sind durch den Produktivitätsfortschritt die Regel. Das Schuldgeld und Zentralbankwesen wird aber von Bankern & verschwenderischen Politikern geliebt, denn ohne es wären sie weitgehend machtlos. (Vgl. Schriften der "Austrians" Hayek und Mises) . Nach dem unvermeidlichen Reset ist also zu befürchten, dass wieder mit dem unseligen "Spielgeld" weitergemacht wird, sodass der nächste Kollaps nur wieder eine Frage der Zeit ist. . Was uns also fehlt ist ein echter Kapitalismus, mit echtem Geld und echten (!) Zinsen (das Problem der zentralbankgesteuerten (=manipulierten) Zinsen wird weitgehend unterschätzt: gerade die nach unten verfälschten Zinsen lockten die Staaten und die breite Masse in den Schuldensumpf!).

0 Wüterich 11.07.2012, 22:30 Uhr

die Pointe an der ganzen...

die Pointe an der ganzen Geschichte ist doch, dass dieses Institut sich seinen 20 Mio Euro Haushalt auch noch zu zwei Dritteln von Bund und Schuldengroßmeister Berlin finanziert lässt, wo das Bedürfnis nach finanzieller Unterstützung anscheinend schon ins Genom übergegangen ist.
Vielleicht wäre es mal an der Zeit die Kakophonie der Wirtschaftsexperten etwas erträglicher machen, indem man an dieser Stelle den allseits beliebten Haircut ansetzt und einmal greek-style 50% der Mittel kürzt.
Auch auf die Gefahr hin, dass die Auswahl der Gäste bei den einschlägigen Shows noch weiter eingeengt wird.

0 Claire Grube 11.07.2012, 22:44 Uhr

Ein starkes Home Bias...

Ein starkes Home Bias verstellt den Blick auf Alternativen. Andorra, Bahamas, BVI, Cayman Islands, Isle of Man, Mauritius, Panama, Singapur, Nevis, Vanuatu, VAE sind Gegenden, in denen sich Kapital sehr wohl fühlt und sich auch nicht vor der Kavallerie fürchten muss. . Z.Z. ist Fluchtgeld aus dem Club Med geradezu verzweifelt auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten im vermeintlich sicheren Deutschland. Bitteschön! Die Gelegenheit, seinen Immobilienbesitz zu Bestpreisen zu veräußern (oder wäre hier "verhökern" angemessener?) ist so gut nie zuvor und es ist fraglich, ob die künftig noch zu erwartenden Preissteigerungen das Risiko aufwiegen, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Kapital ist ein scheues Reh, Immobilien sind ein Klotz an dessen zartem Bein. . Auch wenn in diesem Blog mehr als nur einmal das Hohelied auf die Immobilie gesungen wurde...Irgendwann muss man sich fragen, ob die mit dem Besitz privater Immobilien verbundenen Sentimentalitäten deren Opportunitätskosten noch aufwiegen.

Ein sehr schöner Kommentar...

Ein sehr schöner Kommentar über den Wahnsinn, der sich in diesem Lande langsam breitmacht. Der Schlaumeier vom DIW scheint nicht zu wissen, dass für einen pflegebedürftigen Menschen in Pflegestufe 3 mal locker an die 3.300 Euro monatlich zu zahlen sind. Und wenn der Mensch dann nur 10 Jahre lebt, macht das immerhin 400.000 Euro. Die hat er natürlich nicht, weil ja Vermögen ab 250.000 abgegriffen wird. Sein Häuschen musste er vorher verkaufen, weil er die Zwangsabgabe wegen niedriger Rente nicht als Kredit aufnehmen konnte. Es ist aber richtig, dass die Menschen sich in ihrem Verhalten darauf einstellen werden, kein Vermögen zu bilden. Das lohnt sich ja heute schon nicht. Der Eckrentner hat nach 30 Jahren Einzahlung in die Rentenversicherung eine Rente auf Hartz IV-Niveau mit dem Unterschied, dass er die Krankenkasse, Miete, Telefon, GEZ-Gebühren etc. im Gegensatz zu seinem Nachbarn, der nie gearbeitet hat, selbst zahlen muss und je nach Rentenhöhe auch noch Steuern zahlt.

Für mich ist das ganz klar...

Für mich ist das ganz klar ein Versuchsballon von Schäuble & Co. Man will die Leidensfähigkeit der Bürger testen und ihnen anschließend eine andere, schon jetzt geplante Belastung als das kleinere Übel verkaufen.

@Claire: Da haben Sie voll und...

@Claire: Da haben Sie voll und ganz recht! Wer seine Kohle in den Nicht-Euroraum verschieben will, sollte es aber bald tun. Die geplanten Maßnahmen der Regierung sind ohne Devisenbewirtschaftung nicht umzusetzen. Und wenn kein Investor in Griechenland investieren will, dann wird das eben zwangsweise gemacht. Wer hätte das gedacht: Gut 20 Jahre nach Ende der UDSSR steuern wir auf eine EUDSSR zu. Als letztes werden die Grenzen dichtgemacht, damit keiner mehr rauskann.

Ist eine ähnliche...

Ist eine ähnliche Zwangsabgabe nicht schon mindestens einmal gescheitert? Abgesehen davon: Für mich wird aus dem verlinkten Artikel nicht ersichtlich, bei wem denn nun die zusätzlichen Abgaben erhoben werden sollen. Sind es a) Leute mit hohem Einkommen? Wenn ja: Ab welcher Grenze? Netto- oder Brutto-Einkommen? Pro Kopf oder pro Haushalt? Mit oder ohne Freibeträge für Abhängige? b) Leute mit einem "Bruttovermögen" von mindestens 250'000 € pro (erwachsenem) Kopf? c) Leute mit einem "Nettovermögen" dieser Größenordnung? (Also abzüglich Hypothekarkredit etc.) Bei diesen Details gibt's ja durchaus Unterschiede.

"das ist Europa", 11. Juli...

"das ist Europa", 11. Juli 2012, 20:53 Nun ja. Man müsste betrachten, wer sich wo in welchem Alter und mit welcher Tätigkeit den Lebensunterhalt zu verdienen beginnt. Jemand, der ab 14 körperliche Schwerarbeit leistet, ist mit 40 oder gar 50 anders beeieinander als jemand, der mit Ende zwanzig das erste Mal seinen Lebensunterhalt selbst verdient und das größtenteils am Schreibtisch tut. Ersterer ist nicht selten schon tot, wenn letzterer in den Ruhestand geht.

Ups, pardon, Don Alphonso, mir...

Ups, pardon, Don Alphonso, mir war nicht klar, dass man hier die Links ausgeschrieben setzen soll.

@ Günter "Man will die...

@ Günter "Man will die Leidensfähigkeit der Bürger testen und ihnen anschließend eine andere, schon jetzt geplante Belastung als das kleinere Übel verkaufen." . Dieser Blog ist doch immer wieder aktuelle Lebenshilfe. Jetzt extrem hilfreich sogar bei Kunden-Akquise, Vertrieb und Verkauf: das kleinere Übel ... gn.

californication, 11. Juli...

californication, 11. Juli 2012, 16:45 Danke für den Link! Offenbar dachte das DWI also ans Nettovermögen (ging für mich aus dem Handelsblatt-Artikel nicht hervor). Zu einer Viertelmillion netto dürfte man nun tatsächlich weniger durchs Essen günstiger Gratins kommen als durch Einkünfte, die deutlich mehr abdecken als Grundlegende.

Der Verweis von...

Der Verweis von Californication beweist das jeder der sich hier aufregt mit über 250k Vermögen als Reicher zu gelten schlichtweg bezug zur Realität in Dtl. verloren hat. Berreits auf der ersten seite der Analyse von 2009 des IDW geht hervor das ca. 2/3 der Deutschen unter der 15000 Euro Vermögensgrenze (nicht vermögend oder sehr gering vermögend) liegen. An Luxus gewöhnt man sich. D.h. effektiv arbeiten 2/3 der Deutschen von der Hand in den Mund oder befinden sich in Ausbildung und werden von Staat oder Eltern durchgefüttert. Der Vorschlag des IDW ist für mich inakzeptabel, allerdings staune ich sehr wie viele Leute sich über die eigene Klassifizierung "Reich" wundern. Offensichtlich ist man Reich wenn man ein Haus im Wert von 500k Euro besitzt lieber Tiger.

Wessens Idee war denn...

Wessens Idee war denn das? Wenn ich diesen amuesanten Kommentar Don Alphonso's richtig verstehe, handelt es sich um eine diabolische Prozedure Geld aus den Taschen der Buerger zu locken. Demnach schreie ich "Autor! Autor! --- bitte sofort die Namen der cleveren Talente die dieses Vorhaben entwickelten. Ich will wissen wessens "brainchild" diese Produktion ist? Denn sollte ich einen davon mal treffen, dann kann ich ja so richtig denen die Hand schuetteln. "Well done boys and girls". Fest weiter so, was? Dazu welcher Genie hat wohl den 250,000 Euro Masstab entwickelt ? Warum nicht 199,000 Euro z. Bsp. oder gibt es einen "Refund" wenn man Pleite macht ehe die Geldsammler kommen? Ob die dann und die ueber ueberbleibenden Truemmer bewerten, und feststellen man ist unter der besagten "Vermoegensgrenze"?. Das ganze duftet nach "Expropriation" oder "Konfiskation". Dazu bleibt der Verdacht dass die Autoren dieses Konzepts anscheinend nur dann gluecklich sind, wenn alle arm sind. Ob das einer Sozie Ideologie entspringt? Hatten wir nicht so eine Besitzverteilung in frueheren Zeiten im Osten in der anderen Republik der Deutschen? Waren die zufrieden wenn dann alle arm waren? Sounds to me like the 'Robin Hood Syndrome": Take from the Rich, give to the Poor." Nur bleibt die Frage wer der Schiedsrichter von Armut und Reichtum ist. Not a very happy prospect -- this distribution of "wealth" Es aergert mich. Pax vobiscum

0 tylerdurdenvolland 12.07.2012, 02:23 Uhr

Werter Don, Werd ich mich halt...

Werter Don, Werd ich mich halt mal wieder ihrem Hobby widmen, dem von den zweierlei Masstäben. Wenn mich meine Erinnerung nicht ganz trügt gab es von ihnen keinen solchen Artikel, als mit dem Geld aller Steuerzahler jene Banken re-finanziert wurde bei denen sie, Don, ihr Geld angelegt hatten und deswegen keine Verluste hinnehmen mussten… In eben dieser Zeitung hier hat Schirrmacher vor kurzem daran erinnert, dass „…der Verdacht in der deutschen Bevölkerung massiv gewachsen (ist), man werde in der Europa- und der Eurofrage verschaukelt, die Wahrheit werde nicht gesagt, der Steuerzahler solle die Fehlleistungen von Banken, Versicherungen und der Politik ausbaden.“ Wie genau hatten sie sich denn die Zukunft so vorgestellt? Sie meinen ein Volk, dass sich Kohl, Schröder und Merkel zu Kanzlern wählt, das käme ungeschoren davon? Obwohl ich nicht reich bin, habe ich doch DE 2008 verlassen, denn was da kommen würde, das wollte ich mir denn doch nicht antun. Damals gabs 170 Yen für den Euro, heute gerade mal 90. Sie hingegen weigern sich nach wie vor die tatsächlichen Zustände zu akzeptieren und träumen einstweilen weiter: „Wollte man wirklich so eine Zwangsabgabe einführen, müsste man das mit einer Familienkomponente verbinden: 250k für Alleinstehende, 750k für Verheiratete, und pro Kind ein weiterer Freibetrag von 250k.“ Und: „Trotzdem glaube ich nie im Leben, dass nur 8% mehr als 250k haben. Oder, um es mit I. zu sagen Das hat doch heute jeder.“ Vielleicht bestätigen solche Absurditäten ja, dass sie jenseits ihrer eigenen Realität manchmal doch sehr blind sind? Opfern sie ein wenig ihrer wertvollen Zeit, und recherchieren sie doch mal die tatsächlichen Lebensumstände des Restes der deutschen Bevölkerung. Da gibt es 6,8 Millionen Menschen die 400 Euro Jobs haben. Da gibt es mittlerweile einige Millionen anderer die zwar Vollzeit arbeiten, aber mit dem dabei Verdienten ihre Familie nicht mehr versorgen können…. Was dachten sie denn so, was eine Regierung in solchen Zeiten tun wird? Sie schreiben es doch: „Wer hat, dem wird genommen.“ Wem soll man denn sonst nehmen, ihrer Meinung nach? Den Bankern und Hotelbesitzern, deren Geld diese Regierung ihren Job verdankt? Neben dieser Abzocke der Reichen, das hat die Geschichte gezeigt, bleibt nur noch der Verbot des Privatbesitzes von Gold, und dann natürlich das Eigentum von Immobilien Besitzern. Ist doch eigentlich ganz einfach zu verstehen, oder? „Wer dagegen verprasst hat, der darf behalten.“ Mal abgesehen davon, dass wer verprasst hat, nichts mehr zu Behalten übrig hat…. wenn sie es denn wissen, was hat sie daran gehindert? Wie hat Forist „keiner“ doch so richtig geschrieben? „Nur wer den Kapitalismus als System von Schulden und Zinsen nicht verstanden hat, kann über diese Entwicklung überrascht sein.“

0 tylerdurdenvolland 12.07.2012, 02:35 Uhr

@ FED "Was uns also fehlt ist...

@ FED "Was uns also fehlt ist ein echter Kapitalismus, mit echtem Geld und echten (!) Zinsen (das Problem der zentralbankgesteuerten (=manipulierten) Zinsen wird weitgehend unterschätzt: gerade die nach unten verfälschten Zinsen lockten die Staaten und die breite Masse in den Schuldensumpf!)." Es ist wohl sogar noch einfacher. Wenn man 2008 einfach dem "freien Markt" seinen Lauf gelassen hätte, dann wäre HRE Pleite gegangen und nichts von dem, das heute ein Problem ist, wäre entstanden. ALLE Anleger hätten ihrer Bank von dem Tag an auf die Finger geschaut. Und keine Bank hätte wissentlich noch faule Kredite an die mittlerweile einschlägig bekannten Länder vergeben. Aber die Machtverhältnisse in der Republik, gekoppelt mit der unsäglichen Dummheit des Georg Schramm'schen "Urnenpöbels", beschert halt Regierungen die ohne mit der Wimper zu zucken die Profite privatisieren lässt, aber die Verluste sozialisiert. Irgendwann müssen die Dummen, die übrigbleiben, die unvermeidlich anfallenden Rechnungen halt bezahlen, und dann ist, besonders in DE, das Gejammer halt gross…..

0 tylerdurdenvolland 12.07.2012, 02:37 Uhr

Sehr lehrreich in diesem...

Sehr lehrreich in diesem Zusammenhang dies hier : „Wie CDU-Leute mit Ihrem Geld umgehen: Mappus, Notheis und EnBW sind vermutlich nur die Spitze eines Eisbergs.“ http://www.nachdenkseiten.de/?p=13833#more-13833

0 HansMeier555 12.07.2012, 05:00 Uhr

Wirklich witzig zuzugucken,...

Wirklich witzig zuzugucken, wie sich die Reichen jetzt armrechnen. . Wenn der Staat ihnen die 400.000 Euro Rücklagen nimmt, wer wird dann ihre Pflege im Alter finanzieren? . Das erinnert mich an die Spätphase der DDR: Da fragten die wütenden Bürger, warum Honckers Tochter eine Dienstboten bräuchte? Die Antwort: "Ich habe ein Kind und will ausserdem noch studieren". . Willkommen in der Echtrealität, und vielleicht tun Sie einfach schon einmal das, was Sie selber den einfachen Leuten auch raten würden: Suchen Sie sich eine (besser bezahlte) Arbeit, verkleinern Sie Ihr Auto, vermieten Sie nicht genutzte Teile Ihrer Wohnung. Sagen Sie ihren Kindern, sie sollten gefälligst in der eigenen Stadt studieren und zu Hause wohnen, wenn ihnen 600 Euro monatlich nicht reichen. Erwägen Sie vorsorglich (für den Fall eines Pflegefalles) den Umzug in die unmittelbare Nähe Ihrer Verwandten.

0 HansMeier555 12.07.2012, 05:28 Uhr

Das Allerschlimmste: Es gibt...

Das Allerschlimmste: Es gibt nicht mal einen geeigneten Sündenbock. . Das DIW ist am Schlamassel ungefähr so schuld wie Willy Brandt am Verlust von Pommern und Schlesien. . Politisch durchsetzen können so was nur dieselben Parteien, die seit 60 Jahren das Vertrauen der "Stützen" genießen. . Ceterum censeo: Sie müssen einfach nur den Bürger in sich überwinden und selber mal in die Rolle des "Attila" (gemeint ist Alarich) schlüpfen. Den Weg zur Herrschaft antreten. Wie man das macht? Ganz einfach. Ergreifen Sie Privatinitiative. Rennen Sie zur Bank werden mündige Ritter. Formieren Sie die orientierungslose Prekariatsjugend zu schlagkräftigen Einheiten. Machen Sie der Polizei und dem Innenminister Angebote, welche die nicht ablehnen können. Stürmen Sie die Finanzämter und verbrennen Sie die Unterlagen. Organisieren Sie eine Podiumsdiskussion mit Sloterdijk und Heike Goebel. Schließen Sie überflüssige Behörden. Pflegen Sie die Festkultur. Sorgen Sie dafür, dass sich Leistung wieder lohnt. Erhöhen Sie Ihre Drittmittelquote. Stärken Sie das Prinzip der persönlichen Verbundenheit und Sicherheit. Seien Sie souverän und entscheiden Sie über den Ausnahmezustand...

0 HansMeier555 12.07.2012, 05:42 Uhr

Konsumgutscheine. . Verteilen...

Konsumgutscheine. . Verteilen Sie Konsumgutscheine.

Bald kommt man auch wieder auf...

Bald kommt man auch wieder auf die Bartsteuer und was es in der Vergangenheit schon alles gegeben hat. Zur Not werden dann einfach auf Geldscheinen Stempel aufgedrückt wie bei der Inflation und damit automatisch jeder von jetzt auf gleich zum reichen und muss abgeben. Dieses völlig entfesselte Ungeheuer der Finanzlobby hat sich als Staat verkleidet und wie bei der Augsburger Puppenkiste zappeln unsere deutschen Vorturner rum wie Marionetten. Nur sind mir das Urmel aus dem Eis oder König Kalle Wirsch viel sympatischer als die bulldogenartige Physikerin oder Yoda in seinem Rollstuhl.

0 HansMeier555 12.07.2012, 06:15 Uhr

Das ist der Irrtum des...

Das ist der Irrtum des Bürgertums: Sein privates Vermögen als Festung, Insel, einen unsinkbaren Flugzeugträger zu betrachten, das der Gesellschaft entzogen wäre und einem wirklich ganz alleine gehört. Sozusagen ein eigener Staat, auf dem man autonom und autark leben und überleben kann, idealerweise ohne noch dafür arbeiten zu müssen. . Als ob das überhaupt gehen könnte. Als ob eine Gesellschaft einer exponentiell wachsenden Zahl von Leistungsträgerenkeln diesen Traum verwirklichen und dabei funktionsfähig bleiben könnte. . "Vermögen" ist in der Regel die Illusion, irgendwann in Zukunft auf Waren, Dienst- und Arbeitsleistungen zugreifen zu können, die mindestens so wertvoll sein werden wie die Leistung, die man zum Aufbau dieses Vermögens erbracht hat. . Das hatten die antiken oder mittelalterlichen Stadtbürger den heutigen voraus: Dass sie genau wussten, dass es auf der Welt keinen "sicheren Hafen" gibt und auch ihre Stadtmauern nur eine relative Sicherheit gewähren. Dass ihr Wohlstand von kluger Politik abhängt, die wiederum Kompromisse erfordert. Dass der Herrgott einem alle Reichtümer schwupps wieder nehmen kann. Diese ständige "Vanitas"-Bilder sprechen ja nicht nur für religiöse Gefühle, sondern auch für politische Klugheit. . Mit einem Wort, sie wußten, dass sie, egal wie reich sie sind, immer abhängig abhängig abhängig bleiben würden. Abhängig von der politischen Großwetterlage, vom Wetter auf der hohen See, der guten Laune der Mitmenschen und der politischen Klugheit der nachfolgenden Generation. Es ist diese Abhängigkeit, welche sich der heutige Geldbürger nicht eingestehen will. Diese narzißtische Phantasie, sein Vermögen könne ihm auf alle Zukunft Unabhängigkeit verschaffen. Dass man, wenn man nur über ein großes Vermögen und eine solide Anlagestrategie verfügt, keine Gesellschaft mehr nötig hätte.

0 political correctness 12.07.2012, 06:35 Uhr

In Kölle wir bei Zeiten...

In Kölle wir bei Zeiten gesungen, 3x0 iss 0 ist null, denn wir woren in der Kaygass in der Schuul (heutige Förderschule). Vielleicht auch DIW-Institut? Gemach ihr Blogger, der DIW-Experte kann nur ein ca. 25-30 jähriger Praktikant sein, dessen in der Frühstückspause mal so was rausgehauen hat und der aber auch irgendwie Bescheid weiß. Denn denkt doch mal zurück, als ihr in den 70-ern ward und so vor Studium, Lehre und Beruf standet, aber auch gegen die bösen Kapitalisten gewettert habt, wäre so etwas, ohne Grundwertebesitz und Vermögen vielleicht so gar "in die Tüte" gekommen, also die Idee meine ich. Hat der Staat nicht alles für euch gemacht, Schule, Bildung und die Kultur, die es euch erst ermöglicht hat, über all das dezidiert nach zudenken, so dass es aber auch stets eine verzwickte Lage ist, den Menschen ihre über die Bank finanzierte Immobilie zu gönnen (sozialer Kapitalismus) und dann deren Werteverfall und damit die faulen Kredite der Banken als nur deren Problem zu sehen. Wenn man, wie in den 70-ern nichts hat, sind die politischen Utopien groß und gedanklich mächtig, ist man/frau im gesetzten Alter (leicht bis schwer vermögend) sieht die Welt dann doch eigentlich ganz anders aus.

0 HansMeier555 12.07.2012, 07:03 Uhr

Und es geht mich wirklich...

Und es geht mich wirklich nichts an, warum einer keine Kinder hat und ich frage nie nach so was. . Aber das Argument, man hätte ja vielleicht welche, wenn man sich nur ganz ganz sicher sein könnte, dass die niemals in die Mittelklasse absinken werden, die für ihren Lebensunterhalt irgendwann einmal arbeiten muss, das überzeugt mich weitaus weniger als die Forderung nach BGE.

Testballon Solidarität. ......

Testballon Solidarität. ... subsidiär: H4-Kürzung Häuschen-Geldkriegsanleihe Renten-Haircut Hundesteuer-Erhöhung . Super - ALLE sind erregt, beschäftigt und abgelenkt. . Das Beispiel beim Meldegesetz zeigte es uns. Keiner passte auf? Ja dann ... . Hinterfotzigkeit . Mappusschläue...da muss es doch noch was geben. . GUTMENSCHEN sagt man, seien solche die ihr Ego blankputzen wollen. Claudia Roth z.B....heult betroffen...und beisst seit 16 Jahren alle weg. . doch: GÜTIG ... ein verschwundenes Wort? . Kennen Sie jemand, den sie gütig nennen können? . Kann man gütig sein, wenn man nicht steinalt ist? . Kann man es lernen?

0 Jonas Amazonas 12.07.2012, 07:26 Uhr

@ Leser Danke für die...

@ Leser Danke für die verlinkten Statistiken der Bundeszentrale für politische Bildung. Hier sind ja viele unterwegs, die 250.000 € Nettovermögen für wenig halten und der Mittelschicht zurechnen. Dennoch endet die Statistik leider im Jahr 2007. Danach soll die Umverteilung zugunsten des obersten Zehntels ja durch die Wirtschaftskrise bedingt noch einmal gesteigert worden sein. Das ist übrigens kein "Betriebsunfall", sondern der kapitalistische Normalfall. Am vorläufigen Ende solcher einseitigen Aufhäufungen kommt es zur Rückverteilung oder zu Zusammenbrüchen, gerne auch kriegerischen Übersprungshandlungen. Ist jedenfalls in den letzten 200 Jahren Kapitalismus (sagen wir: seit den Preußischen Reformen) so gewesen. Und die "Stützen" haben sich immer auf die Seite der Neureichen geschlagen (obwohl sie auch die verachteten) statt auf die Seite der Habenichtse. Wofür hätten sie denn sonst so viel in die Pflege der Distinktionsmerkmale gegenüber "unten" investiert?

"Don´t think: buy. Don´t...

"Don´t think: buy. Don´t stop: spend. Prove to yourself that you still exist. Consume or be consumed. Ciao, bambino. Buy, buy. Fukuyama´s capitalist paradise as the end of history? F*ck you, Francis." (Penny Rimbaud)

0 Justinian_muc 12.07.2012, 07:38 Uhr

2013: die Garantien...

2013: die Garantien Deutschlands für den Club Med werden gezogen und der Liquiditätsbedarf des Nachfolgers des Herrn Schäuble steigt ganz erheblich. Soll dann nach wie vor nur der Zufluss an Geld besteuert werden, mit Steuersätzen, die um 10, 20, ... Prozentpunkte höher sind? Während vorhandenes Vermögen verschont bleibt? Zu Recht blickt der Don mitleidig auf die, die nichts geerbt haben, aber nach 8 Semestern Studium, Promotion und einigen Jahren 70-Stunden-Woche ein 200k-Gehalt - vor Steuern - verdienen (sogar außerhalb der bösen Bankenwelt). Sollen die doch die Stützen des Steuerstaates sein, als Stützen der "Gesellschaft" sind diese Emporkömmlinge nicht willkommen, schon klar - je höher der Steuersatz, desto weniger steht zu befürchten, dass sie sich den Tegernsee doch einmal leisten könnten. . Also: keine Neiddebatte - eine Verteilungsdebatte!

Danke, lieber HansMeier....

Danke, lieber HansMeier.

0 Don Ferrando 12.07.2012, 07:48 Uhr

@HM555 "Wenn der Staat ihnen...

@HM555 "Wenn der Staat ihnen die 400.000 Euro Rücklagen nimmt, wer wird dann ihre Pflege im Alter finanzieren". . Gunther Dachs docet !!!

0 Klaus Michael Strauß 12.07.2012, 07:52 Uhr

Prägnant und tiefgründig,...

Prägnant und tiefgründig, mit höflichstem Sarkasmus. Auch ich habe darauf gewartet, daß die Idee Zwangsanleihe aufkommt. Allgemeiner als financial restriction bekannt. Letztlich ein verfassungswidriger Raubzug mit kurzem Siegesgelage danach. Die Geschäfts- und Politiksitten aus der Seeräuberei, wie sie unvergessen von Rolf Magener einer "gefährlichen Nation" zugeschrieben wurden, müssen wieder gebändigt werden. Damit das historisch belegt Positive wieder vorherrscht: Bürger- und Menschenrechte, Humanität, Kultur. Denn Wirtschaftsethik ist Kultur. Beherrschenden Einfluß dürfen nicht diejenigen haben, die im überkomplexen Steuersystem Gewinne statt Verluste versprechen. Denn tatsächlich wollen sie sich vor allem selbst Reichtümer aneignen.

0 Foersterliesel 12.07.2012, 08:29 Uhr

lieber HM555, vermutlich sind...

lieber HM555, vermutlich sind Sie zu jung um soziale Abstiege über 3 Generationen aus der Nähe mitangesehen zu haben; bei dem Bemühen die Zukunft der Kinder abzusichern geht es den meisten nicht so sehr darum, daß ihre Kinder einmal nicht arbeiten müßten, sondern darum daß sie hoffentlich kontinuierlich werden arbeiten können, darum daß man sie für Phasen der Arbeitssuche absichert und ihnen die Unwägbarkeiten eines Mieterdaseins erspart. Gleichzeitig aber sind hier Meinungen zu lesen, daß man sich völlig beweglich halten müsse, sich ja nicht an eine Familienimmobilie attachieren dürfe und einfach immer nur die verfügbare Geldsumme zu optimieren habe. Kultur ist aber auch mit Materiellem verbunden, mit Orten, Räumen, Gegenständen, Riten und Gewohnheiten. Ich kenne Menschen denen all das durch die Geschichte genommen wurde, aber auch solche, denen ihre Eltern das Großmutterhaus genommen haben, um sich selber ein arbeitsfreies Leben zu ermöglichen. . liebe Gabriele, ja, Güte... da haben Sie wohl recht, selten erfahren wir Güte und selten genug bringen wir sie selber auf

Eine Fabel. Der Sündenbock...

Eine Fabel. Der Sündenbock ist - das Schaf ! Das Huhn das goldenen Eier legt ist nämlich ein dummes verfressenes Schaf. So sagte es einst der schlaue Fuchs...Joe. Und: Raum ist natürlich nur in der größten Hütte Gefräßige Schweine - kann nur noch der Wolf niederreißen. Doch Wolf unter Wölfen ... Vorsicht! . Beckstein Beckstein, alles muss versteckt sein... Auf der Mauer auf der Lauer, liegt ne kleine Wanze... Ene, mene, miste, es rappelt in der Kiste... . Zusammenhalten ihr kleinen Fische! . Und so geht´s auch: http://sharpxs.com/wp-content/uploads/2011/09/KatzeHundSchwanz.jpg

Nochmal zum mitdenken, was...

Nochmal zum mitdenken, was hier gerade geschieht: . Per ESM wird ein JEDER demokratischen Kontrolle entzogener Schattenhaushalt zur Befriedigung der Bedürfnisse der Finanzindustrie geschaffen. . Gleichzeitig wird über "Schuldenbremsen" und ähnlichen Schwachsinn der Handlungsspielraum des Staats für seine eigentlichen Kernaufgaben, Sozial- und Strukturpolitik, um die demokratische Gesellschaft vor dem totalen Kapitalismus in allen Lebensbereichen zu schützen, auf NULL für die Zukunft festgeschrieben. Denn es besteht kein politischer Wille (außer derzeit in Frankreich) dem Staat durch angemessene Besteuerung eine seinen Ausgaben entsprechende Einnahmenbasis zu schaffen. . Das ist der kalte Putsch der Finanzindustrie gegen das Grundgesetz und zur DAUERHAFTEN Versklavung der zu Lohnarbeit (und indirekten Steuern) verdammten Nutzmenschen in Europa. DAS ist der größte Raubzug seit den Hunnen.

Nur 8% haben mehr als 250k und...

Nur 8% haben mehr als 250k und immer noch ist niemand schockiert darüber, wie heruntergewirtschaftet das Land ist. Kein Wunder, dass die Neoliberalen immer dreister werden wenn sich die lokalen Eliten so widerstandslos verarmen lassen.

Der Punkt ist doch, dass...

Der Punkt ist doch, dass dieses Land hoffnungslos über seine Verhältnisse lebt und jetzt auch noch Südeuropa retten soll, das noch ausgeprägter mit geliehenem Geld geaast hat. Wenn einer den Zugriff auf fremdes Geld versucht, muß ihm klar sein, dass er einen Teil seiner Souveränität abgeben muß. Ähnlich wie bei der Bank, die eine Grundschuld fordert. Diesem Land, dass nicht in der Lage sein wir, geliehenes Geld zurückzuzahlen, gibt keiner freiwillig einen Cent mehr als er sowieso muß. Im Gegenteil: Was man mir von meiner harten Arbeit noch läßt, wird mit Klauen und Zähnen verteidigt. Hinzu kommt, die meisten Leute sind gar nicht so flüssig, dass sie eine Zwangsanleihe bezahlen könnten, ohne sich selber bei der Bank zu verschulden- mit 2-5% Zinsen für die Bank. Der dt Staat bekommt das Geld zinsfrei. Der Vorschlag ist so schwachsinnig, dass man Fragen muß, wer die Profs des DIW seinerzeit bei Habilitation durchgewinkt hat.

0 prince Matecki 12.07.2012, 08:44 Uhr

Das DIW Berlin gehört sich...

Das DIW Berlin gehört sich selbst, es ist ein eingetragener Verein, geht auf die 20er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück und ist nach eigener Einschätzung "das größte deutsche Wirtschaftswissenschaftsinstitut". Es gehört nicht als originärer Teil in eine der Berliner Universitäten, auch wenn dort vielfältig Aufgaben in der Lehre übernommen werden. Es ist Mitglied der Leibnitz-Gesellschaft bzw. Gemeinschaft. Als "Spitzenforschungsinstitut" wird es über den Wissenschaftsrat evaluiert. Regelmäßige Publikationen erscheinen seit 1926. Als "Zuwendungsempfänger" von Bund und Land Berlin unterliegt es nach den jeweiligen Gesetzen (BRH-Gesetz, Landesgesetz Berlin zum Berliner RH) der externen Finanzkontrolle durch die Rechnungshöfe. Nach einer Kontrolle durch den Berliner Rechnungshof kam es zu einem turbulenten "kontradiktorischen Verfahren" (so heißt das wenn sich geprüfte Einrichtung und RH auseinandersetzen) in dem der Präsident des Instituts wohl anwaltliche Beratung in Anspruch nahm. Klaus F. Zimmermann beendete seine Präsidentschaft vorzeitig. Eine vor einer größeren Wahl (Bundestag) publizierte Studie zur Kinderarmut musste in der Kernaussage Armutsquote nachträglich korrigiert werden (2009, 2010). Über weitere Details kann man sich auch im guten Wikipedia-Eintrag zum DIW informieren.

Die Bartsteuer war im alten...

Die Bartsteuer war im alten Russland gar nicht mal so dumm von dem Zar: Die Männer sollten mit den Bärten auch alte Zöpfe abschneiden und endlich in der Gegenwart ankommen, weg vom "doofen Bauern"-Image zum aufgeklärten Bürger. Oder so ähnlich. Wer den Bart abschnitt, dem wurden also Vorteile gewährt, mehr ging damals kaum (wenn man von plumper Gewalt absieht). Hatte diese clevery Idee nicht sogar Peter der Erste, der "Große"?

Man kommt sich vor wie in der...

Man kommt sich vor wie in der kaiserlichen Pfalz und Mephistopheles beherrscht die Stunde. „Das ist ein Schalk – Der's wohl versteht – Er lügt sich ein – So lang' es geht – Ich weiß schon – Was dahinter steckt – Und was denn weiter? – Ein Projekt .“ Es ist schon erbärmlich zu sehen, wie das Leben die Literatur nachäfft. Allein, es überrascht mich nicht. Ich denke auch, daß hier ein Versuchsballon gestartet wird. Nachdem alle über die 250.000 Tscherwonzen erschrocken sind, werden sie bei korrigierten 500.000 erleichtert aufatmen. Gottseidank bin ich Pharisäer, also nicht wie diese und habe mein Geld in absolut krisensichere Papiere angelegt. Dagegen kann nicht mal Wolfgang M. Schäuble was unternehmen. . Apropos „I.“, Don Alphonso: ist schöner scheitern nicht das Ziel?

0 HansMeier555 12.07.2012, 09:12 Uhr

Und das alles in der...

Und das alles in der produktivsten Volkswirtschaft aller Zeiten.

0 E.R. Binvonhier 12.07.2012, 09:17 Uhr

muscat 9:38, an Francis...

muscat 9:38, an Francis Fukuyama muss ich auch immer denken, wenn versucht wird, Zukunftsversprechen und Zukunftsanspruch vom Ende her zu berechnen.

0 HansMeier555 12.07.2012, 09:19 Uhr

Liebes Försterliesl, . ich...

Liebes Försterliesl, . ich bin alt genug um zu wissen, wo Westungarn liegt.

0 Plusminusrechner 12.07.2012, 09:24 Uhr

Die Doppelmoral des DIW...

Die Doppelmoral des DIW besteht aus dem Weglassen des Sozialversicherungsvermögens. Jeder Rentenanspruch, jede kostenlose Krankenversicherung, jeder lebenslange Hartz-4-Anspruch hat einen Bar-Wert. Jeder Hartzi ignoriert das, jeder Student, jeder Sozialfall nimmt die geschenkte Krankenversicherung und die geschenkten Anrechnungsjahre als Selbstverständlichkeit. . Dumm ist, wer sich diese Werte erarbeitet, und kein Geld vom Staat will. Dumm war der Urnenpöbel, als er sich enteignen liess um den Barwert der ALG-1-Werte.

0 Sterngucker 12.07.2012, 09:30 Uhr

Nachdem die Wiederholung der...

Nachdem die Wiederholung der 57-Sekunden-Nummer, dieses Mal mit vorherigm "Druckaufbau" beim beim BVerG, ein voller Griff ins Klo war, wird halt mit dem DIW - Paste & Copy vom alten Helmut, "altem Wein in neuen Schläuchen", beim Tribun Druck aufgebaut. "Und seid Ihr nicht willig, so brauch ich Gewalt". . http://img152.imageshack.us/img152/3875/1992zwangsanleihe02.jpg . Ich vermute mal, diesen Artikel dürfte nicht mal der von mir geschätzte Frank Schirrmacher gelesen haben. Meine Meinung: Alles heiße Luft in Tüten. .

@HansMeier555 - Illusionen des...

@HansMeier555 - Illusionen des Bürgertums: --- Und es war schon immer eine Illusion von Sozialisten aller Schattierung, man können eine dauerhafte Gesellschaft aufbauen, ohne die, die mit harter Arbeit und Verzicht (auch) persönliches Vermögen schaffen. Solange es auf der Erde auch nur ein Gebiet gibt, in das diese Leute flüchten können, muss man immer eine Mauer mit Stacheldarht und Selbstschussanlagen bauen, um sie zwangsweise im Land zu halten. Was den Ruin dann auch nur hinauszögert ... Was Ihre Feudalismuswünche angeht, die werden sich niemals erfüllen. Wenn es um körperliche Gefahr geht, hat niemand schwächere Nerven als Krämer. --- Gruss, Thorsten Haupts, nichtbürgerlich und nichtvermögend

0 diktionaftis 12.07.2012, 09:47 Uhr

Thema Bartsteuer: Hier ein...

Thema Bartsteuer: Hier ein Link zu ‪nicht mehr erhobene‬n‪ Steuerarten‬: . http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_nicht_mehr_erhobener_Steuerarten . Witzig ist z. B. die Fenstersteuer. . http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3b/Honor%C3%A9_Prouvaires.jpg . Gut passen täte demnächst wieder so etwas wie die Reichsfluchtsteuer ...

0 donna laura 12.07.2012, 10:12 Uhr

zu jeder festanstellung gib es...

zu jeder festanstellung gib es als geschenk eine anleihe. wäre das nicht ein angebot?

0 Der Tiger 12.07.2012, 10:14 Uhr

Mephisto war mein Passwort,...

Mephisto war mein Passwort, also ich noch eins brauchte. Heute darf mir jeder über die Schulter gucken und ein charmantes Gedicht von Jean de La Fontaine lesen: . 'Die Bösen trenne, das nur ist imstand, zur Sicherheit der Übrigen zu dienen. Zwietracht sä' unter sie, da sonst mit ihnen sich nie und nirgends Frieden halten läßt. Dies nur beiläufig; Schweigen ist der Rest.' . 'Tenez toujours devisés les méchants: La sûreté du reste de la terre Dépend de là. Semez entre eux la guerre, Ou vous n'aurez avec eux nulle paix. Ceci soit dit en passant; je me tais.'

0 HansMeier555 12.07.2012, 10:18 Uhr

"Wenn Ihr unser Vermögen...

"Wenn Ihr unser Vermögen besteuert, werden wir aufhören, uns daran zu klammern bzw. neu zusammenzuraffen. Wir werden alles verprassen und dann ebenfalls H4 beantragen, und dann werdet Ihr ja sehen, was Ihr davon hattet". . Weiß auch nicht, warum diese Drohung in meinen Ohren unglaubwürdig klingt.

0 HansMeier555 12.07.2012, 10:24 Uhr

@ThorHa . Sie haben Recht,...

@ThorHa . Sie haben Recht, ohne persönliches Vermögen geht es auch nicht. . Aber das müssen die Reichen eben wissen: Dass ihr Privatvermögen ihnen eben niemals wirklich ganz allein gehört, dass der Staat bzw. die Gesellschaft darin immer eine Reserve sehen wird, auf die im Notfall zurückgreifen kann. Das war schon immer so. Wird die Stadt belagert, dann werden alle Lebensmittelvorräte requierert etc., die Armee quartiert sich in Privathäusern ein, usw. . Darum sollten die Reichen eben ihren politischen Einfluß (über den sie ja verfügen) eben so nutzen, dass diese Situation nicht eintritt. Und das haben sie in den letzten Jahren versäumt, jetzt kommt die Quittung. . Nicht weil irgendwelche Sozialisten aus den Löchern gekrochen sind, sondern weil Kohl, die CDU und die Deutschland AG den Euro eingeführt haben und ihn jetzt permanent retten.

0 E.R. Binvonhier 12.07.2012, 10:26 Uhr

"...jeder lebenslange...

"...jeder lebenslange Hartz-4-Anspruch hat einen Bar-Wert." . Einen Bar-Wert? Werter Plusminusrechner, sind Sie sich da ganz sicher? . Sollte man wirklich virtuelle Buchvermögen für 'bare Münze' nehmen?

0 Jonas Amazonas 12.07.2012, 10:42 Uhr

Wenn das DIW mit seinem...

Wenn das DIW mit seinem Vorschlag auch nur erreicht hätte, - einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln, dass 250.000 € Nettovermögen für einen Alleinstehenden tatsächlich nur den oberen 10 Prozent der Bevölkerung zur Verfügung steht, - den "Stützen" ihre schichtspezifischen Wahrnehmungsstörungen, sie seien im Grunde arm, vor Augen zu führen, - den "Stützen" in einigen Fällen zu einer Selbstreflexion ihrer Abwehrreflexe zu verhelfen, dann wäre das ein großer Beitrag zur Volksaufklärung und aller Ehren wert.

0 HansMeier555 12.07.2012, 10:53 Uhr

Kann ich meinen H4-Anspruch...

Kann ich meinen H4-Anspruch auch verpfänden? . Das schreit ja nach Strukturpapieren. . Welchen Barwert meine Niere wohl hätte?

0 donna laura 12.07.2012, 11:00 Uhr

ad 12.12 u: als absicherung...

ad 12.12 u: als absicherung wird eine berufsunfähigkeitsversicherung obligatorisch. . nicht nur versicherungsunternehmen, auch zeitarbeitsfirmen werden sich freuen. . man könnte auch das pferd von unten aufzäumen und um härten zu vermeiden: alle erwerbstätigen zahlen einen südsoli in höhe von einskommafünf prozent, meinetwegen auch ein klein wenig nach oben angepasst. da spart man sich die scherereien mit den bewertungen von mobilien und immobilien. . zwar läuft das pferd nicht mehr so gut, aber es lebt, und das ist doch die hauptsache.

0 prince Matecki 12.07.2012, 11:04 Uhr

Gut der Paul Kirchhoff Artikel...

Gut der Paul Kirchhoff Artikel in der heutigen Printausgabe der FAZ, inzwischen (nachdem es morgens nur einen teaser online gab) auch online: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/europas-zukunft/paul-kirchhof-zur-krise-der-eu-verfassungsnot-11817188.html Ohne das Recht, without the rule of the law, ist weder Integration noch Wohlstand auf Dauer zu sichern. Dann gerät es wirklich zum Hunnenkrieg, zum Kampf aller gegen aller. Moderne Demokratie wurde durchgesetzt gerade auch als Kampf um das Recht gegen den Monarchen, gegen die Regierung. Verwaltungsrechtsweg (mit dem Sonderfall Finanzgerichtsbarkeit) und Verfassungsgericht sind die aus Sorgen, Nöten und Unrecht ins GG und die Gerichtsverfassung Deutschlands geschriebenen Garanten dafür, dass der Einzelne nicht so schnell Opfer des Staats werden kann. Sonst könnte HM555 noch heute Nacht die Proskriptionslisten ausgeben (ich fürchte, die meisten Politiker wissen nicht einmal, von welcher Epoche und welchem Recht ich béi dieser Anspielung spreche).

@HansMeier555 - "das müssen...

@HansMeier555 - "das müssen die Reichen eben wissen": Schon richtig, kein expliziter Widerspruch. Ich würde mir im Gegenteil ehrlich wünschen, dass mehr Menschen unser Gemeinwesen und seinen Zustand eben nicht für selbstverständlich nehmen, sondern sich dauerhaft engagieren. Politikverachtung ist so ziemlich das Blödeste, was mir an Verhalten je untergekommen ist. Nur ist es verständlich, solange die Rahmenbedingungen von Anreizen und Sanktionen für Engagierte sich immer weiter verschlechtern. Gruss, Thorsten Haupts

0 E.R.Langen 12.07.2012, 11:17 Uhr

Bartsteuer ist doch klasse....

Bartsteuer ist doch klasse. Islamisten bewirtschaften, statt sie immer nur zu pampern. Und phob ist das nicht: wer Steuern zahlt, ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

0 plusminusrechner 12.07.2012, 11:24 Uhr

@HM555: Wie klamm sind Sie?...

@HM555: Wie klamm sind Sie? Muß es eine Niere sein, oder reicht etwas Blut? http://www.blutspende-plasmaspende.de/vergutung/aufwandsentschadigung-fur-blutspenden-geld-verdienen-als-blutspender/ Cornelius Monti Sulla sichert die Stabilität des Römischen Rechts.Rechts.Rechts. (pardon, die Platte hängt)

Ich bin dafür. Ich habe...

Ich bin dafür. Ich habe nämlich keine 250 Tausend. Auch nicht in Immobilien.

0 Giannozzo 12.07.2012, 11:35 Uhr

Was für ein Kokolores der...

Was für ein Kokolores der DIW-Vorschlag ist, zeigt schon die simple Tatsache, dass Rentenanwartschaften überhaupt nicht berücksichtigt werden. Eine beamtetes Lehrer-Ehepaar muss dank sicherer Pension kein Vermögen bilden, und wenn es doch auf 500k kommt, ist das ein schöner Batzen Geld. Zwei Freiberuflern, die selbst für sich sorgen müssen, bringt die gleiche Summe gerade mal eine Altersrente knapp über der Grundsicherung.

@Besucher - "nur 8%" Ist ein...

@Besucher - "nur 8%" Ist ein klein wenig Faktenrecherchieren und Rechnen vor Aufregen eigentlich zuviel verlangt? Es geht erstens um NETTOvermögen, also abzüglich Kreditschulden. Zweitens leben 43% aller Haushalte - also deutlich mehr als 8% der Erwachsenen - in Eigentumsimmobilien, nur sind nicht alle davon schuldenfrei. Drittens bezieht das Nettovermögen - wie andere Blogkommentatoren schon ausgefüht haben - keineswegs das Komplettvermögen ein, also z.B. keine zukünftigen Ansprüche auf Renten oder Pensionen. Viertens wird der Barwert von Immonbilienvermögen bei steuerlicher Veranschlagung nach dem Einheitswert drastisch unterbewertet, siehe zum Einstieg http://de.wikipedia.org/wiki/Einheitswert. Und last but not least ist die Gruppe der Nettovermögensbesitzer von mehr als 250.000 Euro inflationsangepasst auf die (west)deutsche Geschichte keineswegs geringer geworden. Gruss, Thorsten Haupts

0 TucholskyfuerArme 12.07.2012, 11:52 Uhr

Erst habe ich ja gedacht, das...

Erst habe ich ja gedacht, das der Don einen grandios ironischen Beitrag zur Doppelmoral der wohlhabenden Schichten geschriben hat, inzwischen bin ich mir da nicht mehr sicher. (Disclaimer: Das wird jetzt eine ziemliche Tirade und Parforce-Ritt) . Reich das sind immer Anderen. . Außer man erzählt aus seiner Jugend und den beschaulichen Zeiten im Westviertel, wo man abgetrennt von den restlichen 95% die Vorzüge dieser Welt genoss. Man (oder die Sippe) ist nicht reich, wenn man zum Studienbeginn von Vater und Mutter in München eine Eigentumswohnung finanziert bekommt. . Das ist alles ein bescheidener Wohlstand der durch den eigenen Fleiß finanziert ist und dem ständigen Kartoffelgratin zum Essen. Da vergisst man doch glatt die Trüffelnudeln, barocken Gemälde, italienischen Lederschuhe und die Campingausflüge nach Norditalien. Nichts davon hat damit zu tun, das der faule Teil der Bevölkerung sich die großzügigen Mieten in den familieneigenen Immobilien leisten kann. Fleiß, das ist wenn der Vorfahre die Steuern beim faulen Pöbel eingetrieben hat und einen Teil davon behält. Fleiß das ist wenn der Zahnarzt täglich 100 Patienten behandelt und er alles selber macht (abgesehen von den 13 Zahnarzthelferinnen, die die Patienten vorbereiten und dem polnischen Dentallabor). Fleiss ist, wenn man einfach mal so aus Allergiegründen 6 Wochen in Italien lebt. . Faulheit dagegen ist es sich als Altenpfleger/in in anstrengenden Nachtschichten den Rücken kaputtzumachen damit man sich mit privater Vorsorge genau solch eine Unterbringung mal leisten kann. . Am Ende ist doch "Alles meins". . (Oder hab ich da was falsch verstanden?)

Herrje, wenn ich hier noch...

Herrje, wenn ich hier noch einmal "Paul KirchoFF" lese, dann... . Oder "IDW". Wißt ihr eigentlich, was das ist?

0 bestpilot 12.07.2012, 12:06 Uhr

Dieser Beitrag ist eine...

Dieser Beitrag ist eine Sternstunde, diesmal nicht für DA sondern für HM555

0 HansMeier555 12.07.2012, 12:08 Uhr

Vielleicht noch mal kräftig...

Vielleicht noch mal kräftig CHF kaufen? Das kann man auch in D., und es ist legal.

0 TucholskyfuerArme 12.07.2012, 12:22 Uhr

Zusatz: Ich entschuldige mich...

Zusatz: Ich entschuldige mich dafür das die obige Polemik von mir sich all zusehr auf die Figur "Don Alphonso" bezieht, der ja durchaus differenziert argumentiert. Die Polemik bezieht sich auch viel auf die in den Kommentaren vorherrschende Meinung: "So wohlhabend bin ich ja gar nicht und das hab ich alles allein verdient." . MfG

0 Mon_y Burns 12.07.2012, 12:26 Uhr

"URGENT BEZNEZZ...

"URGENT BEZNEZZ PROPOSAL" *Kichernd* "ich werde bald erben" http://www.419eater.com/ - § 419 des nigerianischen Strafgesetzbuchs

0 E.R. Binvonhier 12.07.2012, 12:42 Uhr

Es ist mir immer noch...

Es ist mir immer noch schleierhaft wie Ansprüche, deren Erfüllung in der Zukunft liegt, im Jetzt besteuert werden könnten. . Erinnert mich an den alten Juristenspruch: Anspruch ist das was der Soldat auf dem Brot hat.

Re Dr Stefan Bachs Vorschlag -...

Re Dr Stefan Bachs Vorschlag - Is it a red herring? http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Wie-Reiche-mit-Zwangsalmosen-die-Eurozone-retten-sollen/story/17137718

0 donna laura 12.07.2012, 12:50 Uhr

lieber Jeeves, sehen sie, so...

lieber Jeeves, sehen sie, so simpel funktioniert das st. floriansprinzip: denjenigen, die nicht persönlich betroffen sind, ist es einerlei, ob dies nun rechtmässig oder räuberndes rittertum wäre. . allerdings müssten anleihen zumindest vordergründig wieder zurückgezahlt werden, und dann stellt sich die frage, wer zahlt (und wann) - schon wieder führt st. florian regiment. . doch eigentlich müssten nach gewissen haltefristen (möglichst lang, s. den armen hl. florian) alle bürgerlein die anleihen den 'reichen' zurückbezahlen, zinslos zwar, die inflation griff auch noch zu, aber die 'reichen' sollten doch froh sein, nicht unter der brücke und nicht als laternenschmuck zu enden, und überhaupt. . die wahren schuldigen sitzen jedoch woanders und die mitmacher sind unter uns: wie Don Alphonso vor wochen richtig bemerkte, riestern ganz normale 'kleine' leute mit dem wunsch nach möglichst hohen zinsen für ihre kröten - und beteiligen sich damit an den schweinereien, die ganz normale bankster massenhaft verbrachen, um möglichst viel rendite, vor allem für das eigene institut, das von der gesetzeslage profitierte, herauszuholen - und nun sitzt man kollektiv in der tinte und flennt . nur die banken flennen etwas weniger, dafür umso lauter. . kurz gesagt geht es doch darum: alle dürfen nun kreditgebenden banken ihre weggebrochenen kredite zahlen, wofür zum beispiel panzer über die ladentheke und die landesgrenze gingen, und hiesige rüstungsbetriebe konsumfreudig gute löhne und ein wenig steuern zahlten. die panzer sind übrigens immer noch dort, und so mancher hat sich vor ort eine wahrhaft goldene nase verdient... . nur der jet set - der ist wirklich mobil, wirklich reich - und wirklich weg...

Ooch, HansMeier, Sie hatten...

Ooch, HansMeier, Sie hatten doch heute so gut angefangen. Und jetzt wieder das CHF-Thema. :-( Die Antworten kennen Sie längst.

0 E.R. Binvonhier 12.07.2012, 13:26 Uhr

"...2 Freiberuflern, die...

"...2 Freiberuflern, die selbst für sich sorgen müssen, bringt die gleiche Summe ( 500k) gerade mal eine Altersicherung über der Grundsicherung." . Ja, wenn man von den Zinsen leben will. Im Gegensatz zu Renten und Pensionen. Da wird der Anspruch verbraucht.

0 donalphonso 12.07.2012, 13:38 Uhr

Ein Pflegeheim kostet bei uns...

Ein Pflegeheim kostet bei uns im Moment so ca. 3.300 Euro im Monat oder 30.000 im Jahr. Wenn man davon, weil die Rente nicht reicht, pro Jahr 15.000 selbst zahlen muss, wie lange reichen dann 500.000, wenn 300.000 davon in einer Immobilie stecken?

0 donalphonso 12.07.2012, 13:40 Uhr

TfA, das ist so halb ironisch....

TfA, das ist so halb ironisch. Aber nachdem ich da drüber bin, ist es irgendwo auch ernst. Weil ich nicht reich bin. Noch nicht mal vermögend, wohlhabend oder wenigstens abgesichert.

Muß sagen das ich mich hier...

Muß sagen das ich mich hier diesmal wirklich köstlich amüsiere! nicht zuetzt wegen HM555 hintersinnigem Humor!

0 diktionaftis 12.07.2012, 14:08 Uhr

DA (15:40) = armes Hascherl!...

DA (15:40) = armes Hascherl!

Unfair! Diejenigen, die einen...

Unfair! Diejenigen, die einen behutsamen und vernünftigen Vermögensaufbau betrieben haben, sollen jetzt für die Zocker die Kohle aus dem Feuer holen. Man hätte die Wackelkandidaten einfach 2008 alle pleite gehen lassen sollen. Der Bankensicherungsfonds hätte für sozialen Ausgleich bei eher kleinen Vermögen gesorgt und die größeren Vermögen, die es 2008 erwischt hätte: Tjaahaaaa... no risk, no fun! So spielt das Leben. Da hätte es 2008 halt ein paar größere Vermögen zerlegt. Mir doch egal....

0 Giannozzo 12.07.2012, 14:12 Uhr

E.R. Binvonhier, genauer...

E.R. Binvonhier, genauer gesagt: Wenn man von den Zinsen leben *muss*. Übrigens rede ich nicht nur von Zinsen, sondern von Kapitalverzehr. Angenommen, ich gehe als Freiberufler ohne weitere Pensionsansprüche mit 250k in den Ruhestand. Das Geld verzinst sich zu 2 Prozent und soll 25 Jahre reichen. Dann komme ich auf eine monatliche Rente von rund 1.000 Euro, mit der alles abgedeckt sein muss: Miete, Nebenkosten, Versicherung, sämtliche Konsumausgaben, von evtl. Pflegekosten gar nicht zu reden. Danach ist das Geld weg, und von Inflation habe ich noch gar nicht angefangen. "Reichtum" geht anders. . Das Problem ist eben, dass das Nettovermögen als Maßstab für „Reichtum“ nur sehr begrenzt taugt. 250k auf dem Konto, das klingt erstmal toll, und man kann sich prima das Maul darüber zerreißen. Kommen keine zusätzlichen Ansprüche dazu, entspricht das im Alter aber gerade mal einer etwas aufgepimpten Grundsicherung.

@TucholskyfuerArme (Und HM555....

@TucholskyfuerArme (Und HM555. Und andere): Ihre Polemiken wären viel wirkungsvoller, wenn Sie deren Kritik wenigstens ernst nehmen würden. Gegenüber einem pensionierten Oberstudienrat ist ein lebenslang freiberuflich tätiger Anwalt arm, wenn er ein Geld- und Immobilienvermögen von 500.000 Euro (boah. Eine halbe Million!) aufgebaut hat. Davon muss er nämlich 20 Jahre lang leben, wenn er mit 65 in Ruhestand geht. Gruss, Thorsten Haupts

0 Sterngucker 12.07.2012, 14:35 Uhr

Don, abgesehen von Ihrem...

Don, abgesehen von Ihrem kleinen - wohl absichtlichen - Rechenfehler: Geben Sie mir bitte die Adresse duch, wo man für 3.300 Euro Pflegeheimsatz unterkommt? . Je nach Art von Erkrankungen und genehmigter Pflegestufe, kommen hier durchschnittlich inzwischen monatliche (!) Kostensätze in fast doppelter Höhe zum Ansatz. . Bei Schwersterkrankungen und notwendiger Rundumpflege - 24 Stunden - fallen heute schon mal monatliche Pflegekosten von über 20.000 Euro an. Mit ein Grund, für den Nachfrageboom nach privaten Pflegekräfte aus Osteuropa für die private Pflege zu Hause. Projektentwickler und Betreiber von Seniorenimmobilien und Pflegeheimen witzelten früher: "Kauf dir eine Mischmaschine, schütte Zement rein und hinten kommt Gold raus" .

" ...wie lange reichen dann...

" ...wie lange reichen dann 500.000, wenn 300.000 davon in einer Immobilie stecken?" . In solchen Fällen wird nicht allzu selten die Immobilie veräußert. Oder Verrentung. Passiert jeden Tag irgendwo in Deutschland. . Einen interessanten Artikel las ich neulich dort: "Die bittere Pille". http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/vermoegensfragen/die-vermoegensfrage-verrentung-des-eigenheims-ist-fuer-senioren-eine-bittere-pille-11812440.html

ThorHa, ach so, Anwälte...

ThorHa, ach so, Anwälte bekommen keine Altersversorgung? Ganz sicher? Dann schieben deren Versorgungswerke (Mitgliedschaft ist Pflicht) ihre Milliarden nur so zum Spaß vor sich her?

@HansMeier555 13.08h Gerade...

@HansMeier555 13.08h Gerade vor einigen Tagen hat Kt Luzern eine Steuersenkung angekündet (s. nach unten) Wer hat sich sofort gemeldet? Eine weltweit renommierte US-Firma! http://www.zugerzeitung.ch/zentralschweiz/kantone/zentralschweiz/Kanton-Luzern-rennt-fast-allen-davon;art1687,187234

0 Giannozzo 12.07.2012, 14:51 Uhr

ThorHa, so langsam wird es mir...

ThorHa, so langsam wird es mir unheimlich ... . (Übrigens bin ich durchaus für knackige Spitzensteuersätze, ein Steuergesetz ohne Schlupflöcher und dafür, mafiöse Vereinigungen, die zur Steuerhinterziehung anstiften (a.k.a. Banken), einfach mal dichtzumachen wie einen Imbiss mit Gammelküche. Aber das wäre eine völlig andere Baustelle.)

0 E.R. Binvonhier 12.07.2012, 15:03 Uhr

Giannozzo, natürlich geht...

Giannozzo, natürlich geht Reichtum anders. Auch der Durchschnittsrentner und Pensionist ist nicht weit über diesen 1.000 Euro und hat die gleichen Belastungen. . Auch die obligatorische Pflegeversicherung plus Rente dürfte meistens nicht ausreichen um die Unterbringung im Pflegeheim zu bezahlen. Neuerdings werden deshalb Versicherungen angeboten, die Kinder für den Pflegefall ihrer Eltern absichern sollen. Sie sehen es wird an Alle gedacht. :-) . Nur reich ist eben anders. Das Gros der Mittelschicht wird sich daran gewöhnen müssen, dass sie es nun mal nicht sind. Ob als Freiberufler, Unternehmer oder abhängig Beschäftigte inkl. Beamte.

0 Herr Schwarz 12.07.2012, 15:15 Uhr

Interessant, ich habe immer...

Interessant, ich habe immer geglaubt, dass die größten Gangster in Frankfurt sitzen, nun sieht man, dass die in Berlin mindestens genauso schlimm sind! Die Frage ist nur, wie wollen wir den bisherigen Zustand ändern? So weitermachen wie bisher, geht nicht! Auf der anderen Seite ist auch klar, dass Staaten niemals pleite gehen, es gibt dann halt einen Währungsschnitt, der Euro 2.0 lauert schon um der Ecke. Oder nennen wir das dann den Taler?? Fände ich wenigstens sympathisch. Informationen zu Gangstern aus Frankfurt finden Sie hier: http://youtu.be/PAXTooLed4w

0 Südost Schachfreund 12.07.2012, 15:16 Uhr

Sehr geehrter Don, ich lese...

Sehr geehrter Don, ich lese aus Ihrem Artikel vor allem tiefste Resignation heraus. Sie sind ohne Zweifel ein Snob, aber Sie schreiben wunderbar politisch unkorrekt und es ist ein Vergnügen, Ihren Blog zu lesen. Bei der Lektüre habe ich mich als (schlechter) katolischer Junge aber immer gefragt, ob nicht das Leben etwas mehr als der eigene Besitz ist, denn wo kommt er her, wenn nicht aus Mut, Risikobereitschaft, Geschicktheit oder Intelligenz? Sollten wir uns diesem Besitz mit mehr Gleichmut nicht ein bisschen würdiger zeigen, wenn Teile davon scheinbar bedroht sind, ganz davon abgesehen,dass der DIW Vorschlag in keiner Weise Programm einer größeren politichen Partei ist und durch diverse GG Eigentumsgarantien unmöglich gemacht wird? Ich sehe in dem Ganzen auch durchaus positives, dass nämlich der Staat/das Gemeinwesen/wir endlich anfangen, darüber nachzudenken, wie wir bisher über unsere Verhältnisse gelebt haben. (Wir scheinen in dem Prozess aber weiter vorangeschritten zu sein als unsere südlichen EURO Kollegen, die solcherlei Überlegungen wesentlich dringender anstellen sollten) Wir sind wir, pfiffig und aufgeweckt, und lassen uns durch einen wilden Vorschlag nicht allzu sehr die Stimmung verderben. Es gibt ups and downs und nach einem down kommt wieder ein up, notfalls von uns "erackert". Oder sind wir nur unser Besitz? Nur Mut, Don! & schöne Grüsse aus dem Osten von München!

@Thorsten Haupts, natürlich...

@Thorsten Haupts, natürlich war in meinem Beitrag das Nettovermögen gemeint, was denn sonst? 8% sind vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit dieses Landes schändlich wenig. Sie sind der Abdruck der neoliberalen Flurschäden, die uns in den letzten 15 Jahren an Gesellschaftsstrukturen wie in Entwicklungsländern rasant näher gerückt haben.

0 The Great Artiste 12.07.2012, 15:39 Uhr

Da haben wir halt spanischen...

Da haben wir halt spanischen Facharbeitern 10% einer Eigentumswohnung und 90% Schulden spendiert, plus eine neue Nuckelpinne und einen Breitwandfernseher, die Griechen haben eine Grossfamilienpackung Panzer gekriegt, in Frankreich gabs auch jede Menge Autos und Smartphones und hier haben wir geglaubt, es ginge uns gut, weil wir für die ganze EU-Kohle eben ordentlich Arbeit hatten. Unsere Lobbyisten haben gut gearbeitet, dass Bentley, Rolls und Lamborghini auch deutsche Wertschöpfung sind, und ein Audi eben gerade so luxuriös ist, wie er sein darf, ohne protzig zu sein. . Tja, und jetzt will eben keiner bezahlen. . Und keiner mehr nen Fiat oder Citroen kaufen, selbst wenn bald über 3 Jahre alte Autos zwangsrecycelt werden müssen... Auch wenn dabei die Umwelt erst recht kotzt - wir könnten die Dinger in Zukunft vielleicht aus dem Waffelteig backen, den man an manchem Volksfest bekommt, damit zumindest die Hälfte der Pappteller wenigstens noch aufgegessen wird. . So ein Euro-Soli ist wirklich keine schlechte Idee, jeder kriegt ein Grundeinkommen und jeder Euro darüber geht in Mauschelmeier Lebensversicherungen und Staatshaushalte - d.h. in Jet Set Taschen. . Dann können wir auf unseren Breitwandfernsehern schön zugucken, wie eine neue Prinzen- und Prinzessinnengarde in abgesperrten Luxusenklaven ihre Fürstenhochzeiten feiert und sich bescheiden vermehrt, während wir alle mit Pfandflaschenbier unsere Sommer- und Winterfussballweltmeisterschaft geniessen dürfen. . Traumjob der Zukunft: Lustsklave/in. Denn dann darf man auch rein ins VIP-Paradies...

0 specialmarke 12.07.2012, 15:48 Uhr

@TucholskifuerArme, 14:22:...

@TucholskifuerArme, 14:22: Also, ich habe das Ganze so verstanden: Der Don will jetzt endlich heiraten und bereitet uns schon mal seelisch darauf vor...

Don, von Begriffen wie reich...

Don, von Begriffen wie reich oder vermögend kann man natürlich unterschiedliche Auffassungen haben - aber halten Sie sich wirklich für weniger abgesichert als ein 50-jähriger Angestellter mit Rentenanspruch und einer kleinen Eigentumswohnung? Natürlich sind das Vergleiche von Äpfeln und Birnen, die Risiken sind einfach vollkommen unterschiedlich aber trotzdem... . Ich denke, dass zwar jeder im unteren Bereich der 250k berechtigterweise etwas dagegen haben kann, als reich klassifiziert zu werden, dass die Grenze für eine mögliche Vermögensabgabe (welche natürlich anders gestaltet werden müsste - wurde ja hier schon viel diskutiert) bei etwa 8% von oben zu legen, durchaus sinnvoll wäre. Und dass Sie da mit drin lägen steht vermutlich außer Frage.

0 Greenbowlerhat 12.07.2012, 16:00 Uhr

@Vroni: wie der Teufel so...

@Vroni: wie der Teufel so will, hier in München fiel mir heute die Ausgabe Nr. 22. der "ImmoStar Mpnchner Immobilien Magazin" in die Hände, ein Werbeblättchen für absurd überteuerte Wohnungen und Häuser. Auf Seite fünf, "Leser fragen Experten", wird die sorgenvolle Frage "Wie kann ich die Freibeträge für die Schenkungssteuer nutzen und eine krankheitsbedingte Pflegesituation regeln" beantwortet. Gemeint ist natürlich, wie man das Häuschen in Sicherheit bringt, bevor man es im Pflegefall verwerten muss, während man sich gleichzeitig dagegen absichern will, dass die undankbaren Sprösslinge dasselbe verjuxen. So läufts. Jeder Insolvenzverwalter kann mit dem Anfechtungsgesetz Transaktionen zwischen Insolvenzschuldner bzw. des Eigentümers desselben und nahestehenden Personen bis 10 Jahre rückwirkend angreifen, aber hier wird ganz offen dazu aufgerufen, die Verwertungsregelung zu umgehen. Wer mit den Freibeträgen nicht hinkommt, dürfte also genug haben, und wer mit den Freibeträgen hinkommt, umgeht die Regelung. Am Ende blöd da steht, wer nichts tut. Und das ist das Problem in unserem Land - wer kein Schlupfloch sucht, ist der Dumme, wer ein findet, sozialisiert seine Kosten (Pflege) und privatisiert seinen Gewinn bzw. verhindert dessen Sozialisation. Und warum sollte das anders sein, wenn es um Zwangsabgaben geht?

0 Herr Schwarz 12.07.2012, 16:05 Uhr

@The Great Artiste...

@The Great Artiste 17:39 Lustsklave ist der Traumjob der Zukunft?? Ist doch jetzt schon die Wirklichkeit der ganzen Ostvölker äh NeuEUeuropäer. Entweder Prostituierte oder Räuberbanden, so kommt es einem zumindest vor. Wie damals bei der Völkerwanderung um 400 n.C. geht es jetzt wieder vom Osten aus. Nicht nur das Licht kommt aus dem Osten, sondern auch unsere Zukunft!

0 Der Tiger 12.07.2012, 16:30 Uhr

@prince Matecki – Ich fand...

@prince Matecki – Ich fand den Artikel des ehemaligen Bundesverfassungsrichters sehr peinlich. Hat sich Herr Kirchhoff so wenig mit den europäischen Institutionen beschäftigt, dass er von der mangelnden Judikative dort nichts weiß? Auf die Gefahr hin, dass es hier viele langweilt, wiederhole ich zum x-Mal: Es gibt keine Polizei an die sich eine Sekretärin wenden kann, die in der in der EU Kommission, EZB oder europäischen Patent vergewaltigt wurde. Es gibt auch keinen unabhängigen Staatsanwalt, dessen Aufgabe es ist, in diese Institutionen Korruption oder anderen kriminellen Machenschaften nachzugehen.

@muscat - Versorgungswerk: Sie...

@muscat - Versorgungswerk: Sie haben natürlich Recht. Nur haben die anderen Freiberufler keine Versorgungswerke. --- @besucher - neoliberale Verwüstungen: Was auch immer, für den Vermögensbestand der besseren Kreise irrelevant. Die Zahl der Vermögenden hat sich in den letzten 15 Jahren nicht verringert. --- @Giannozzo: Nehmen Sie´s sportlich. Hier ist es wirklich der pure Neid derjenigen, die Zeit ihres Lebens für den Sprung in die Selbständigkeit zu feige waren, aber dem Teil der Selbständigen den Ertrag ihrer Risikobereitschaft neiden, der erfolgreich war. Zustimmung zu Spitzensteuersatz und Steuerschlupflöchern. Und Banken sollte man einfach pleite gehen lassen können. Wo nicht, gilt entweder verstaatlichen oder zerschlagen. --- @Chris: Ohne die Vermögensverhältnisse des Don zu kennen, aber mit einer Immobilie für 250.000 Euro als einziges Vermögen wäre jemand weit (!) schlechter abgesichert als ein höherer Beamter mit seinen Pensionsansprüchen. --- @Viele: Sich über Bankster aufregen, aber Raubrittermethoden gutheissen. Klar, unethisch und gierig sind immer nur die anderen ... Gruss, Thorsten Haupts

Peinlich? Sind wir schon...

Peinlich? Sind wir schon soweit? Ok, dann wird es jetzt Zeit für die Schnäpse... schwarzgebrannt, versteht sich. Vielleicht auch einen für den TiEger? Aber nich dem Profässor Kirsch-Hoff petzen, ne?

0 Berliner Vorstadt 12.07.2012, 17:41 Uhr

Vielleicht interessant fuer...

Vielleicht interessant fuer die Reserveoffiziere unter den Mitlesern: "Das Bundesfinanzministerium plant ab dem kommenden Jahr sogenannte geldwerte Vorteile von Reservisten zu besteuern. Dazu gehören z. B. die Bereitstellung der Unterkunft während einer Wehrübung sowie die Reisekostenzuschüsse für Familienheimfahrten und die Verpflegung – auch während einer sogenannten dienstlichen Veranstaltung." (Quelle Reservistenverband) Die Soldaten werden eigentlich immer erst ganz am Ende geopfert.

0 Der Tiger 12.07.2012, 18:44 Uhr

@muscat – ich hätte nie...

@muscat – ich hätte nie gedacht, wie gut ein schwarz gebrannter Schnaps schmecken kann!

0 Veil of ignorance 12.07.2012, 18:46 Uhr

Das DIW hat sich in der...

Das DIW hat sich in der Vergangenheit nicht nur als Anschluss-Verwertungsgesellschaft für die verdienten Haudegen der INSM einen Namen gemacht, sondern konnte auch durch seinen kreativen Umgang mit dem Zahlen zum angeblichen Fachkräftemangel von sich reden machen. Deshalb ist es nur folgerichtig, wenn uns die Experten mit ihrem wohldurchdachten Vorschlag vor der Diskussion über die Einführung einer Reichensteuer bewahren. Wir wollen doch nicht Frankreichs Beispiel folgen und schon ab 250k Einkommen den Spitzensteuersatz erhöhen, 250k das klingt doch nach Zwangsanleihe. Nach Frankreich fahr' ich nur auf Ketten. . Zum Glück gibt es da noch das Verfassungsgericht. Direkt vom Volke gewählt, immer mit einem Ohr am kleinen Mann, werden transparent Entscheidungen zum Wohle Aller getroffen. Paul Kirchhof ist zuzustimmen, wenn er auf die Einhaltung des Rechts pocht; man denke nur daran, wie viel Gutes das Primat des Rechts in der Weimarer Republik bewirken konnte.

0 Der Vasall 12.07.2012, 18:48 Uhr

Gemach, gemach liebe Stützen...

Gemach, gemach liebe Stützen - spätestens auf der nächsten Bundespressekonferenz werden wir das Dementi hören: . "Herr Seibert, stimmt es, das die Bundesregierung plant, die Vermögenden der BRD im Sinne der DIW-Pläne mit einer Zwangsanlage zu belegen?" . "Ich verstehe Ihre Frage so, daß die Politik die Absicht hat, mit verfassungswidrigen Mitteln ihre über Dekaden verfehlte Haushaltskonsolidierung auf dem Rücken eines Teils der Bevölkerung qua Enteignung durchzusetzen? Mir ist davon nichts bekannt. Niemand hat die Absicht, eine Zwangsanleihe aufzulegen."

0 HansMeier555 12.07.2012, 18:56 Uhr

Überhaupt war die...

Überhaupt war die Zugehörigkeit zur Mittelklasse noch nie ein Grund, nicht besteuert zu werden. Insofern kann ich den auch nicht wirklich reichen Stützen 250k+x nur zurufen: Willkommen im Club!

0 Der Vasall 12.07.2012, 19:01 Uhr

Nachtrag: Für den...

Nachtrag: Für den unwahrscheinlichen, also wirklich ganz und gar unwahrscheinlichen Fall, daß die Absicht doch ein kleines bischen besteht: . "Herr Seibert, wann wird die Zwangsanleihe rechtswirksam?" . "Moment, das tritt nach meiner Kenntnis ... gilt das ab sofort, unverzüglich." . Die jüngere deutsche Geschichte bietet also ausreichend rhetorische Versatzstücke für die Kommunikation jedweder politischen Entscheidung. Und die Schlußworte "Ich liebe doch ... liebe doch alle Menschen", die dann als Tröstung nachgereicht werden, schließen doch auch die Vermögenden ein. Wer will da so kleingeistig sein und auf sein vermeintliches Recht pochen ... .

Dann wird es wird Zeit fuer...

Dann wird es wird Zeit fuer einen kleinen Umsturz. Etwas Vorrevolutioneres gefaellig? Et voila: Nun, genau jetzt, La Nozze de Figaro, auf Arte und aus Aix-en-Provence. Live. Hoffentlich haben die etwas besseres Wetter als ich hier. . Ich sehe gerade, man spielt in Kostuemen der Jetztzeit. Wird ein rechter Scheiss werden. Aber was ertraegt man nicht alles fuer wuenschenswerte Vernichtung des demnaechst Gewesen seienden. . Die Rente ist sicher!

0 Köstlich 12.07.2012, 19:47 Uhr

@The Great Artiste: Ja, wir...

@The Great Artiste: Ja, wir haben wirklich toll produziert in den letzten Jahren. War das wirklich alles für lau? . Früher gabs Hermes Bürgschaften, damit das Ausfallrisiko (gegen Gebühr) auf die Allgemeinheit übergeht. . Steigen diese Bürgschaften eigentlich parallel zu den Target Forderungen und wer muss dafür am Ende den Kopf hinhalten ? Ich hoffe, diese Bürgschaften wurden -im Zuge der nachhaltigen Angleichung der Risikoprämien und Ausfallwahrscheinlichkeiten im Euro-Raum- vor 5 Jahren eingestellt.

Das deutsche Drama: Prof.von...

Das deutsche Drama: Prof.von der Mauer herrunterrufend: "Saget an, was ist Euer Begehr?" Mr habe nix ze verschengge!" König Etzel: Unconditioned surrender, my dear!"

0 mediensegler 12.07.2012, 20:53 Uhr

Fühle mich hier immer öfter...

Fühle mich hier immer öfter an die Feuerzangenbowle erinnert. Wegen der Wartungsarbeiten. (bin ich da alleine) "Dat maach isch üsch janz schnell zurääch" . Da gab es doch das Märchen von der Grille und der Ameise. Habe die Deutschen früher immer mehr bei den Ameisen gesehen. Ganz schön viele Grillen hier. Oder gießen wir mal Feuer ins Öl. Die Grillen, das sind die, die im Stadtpark mittags grillen, während andere arbeiten. Kommt dann noch Migrationshintergrund dazu, dann bleibt auch der Müll liegen. Da fällt mir noch der Spruch ein, der auf einem mattgrauen Ami.Pick-Up stand, den ich jahrelang auf dem Weg zur Arbeit sah: "Eure Armut kotzt mich an" Diese Neid-debatte hier mich auch.

0 donna laura 12.07.2012, 20:58 Uhr

liebe/r Veil of Ignorance, sie...

liebe/r Veil of Ignorance, sie sehen meine wenigkeit bass erstaunt. die insm und das diw hängen zusammen? wie das?

Das Lustigste an post und...

Das Lustigste an post und Kommentaren ist ja das Aus-der-Rolle-fallen. Gab man eben noch den Angehörigen der Oberschicht, der allenfalls zum Spaß einer Erwerbstätigkeit nachgeht, so ist man jetzt ein armer Schlucker mit nur drei Wohnungen zur eigenen Verwendung / einem Reihenhäuschen / mehreren hunderttausend € auf dem Konto (jeweils netto), quasi ein Mitglied des Proletariats also, das nun aufs Allerletzte ausgepresst werden soll. Wäre das alles auch nur halbwegs ernst gemeint, es wäre obszön.

0 donna laura 12.07.2012, 22:01 Uhr

cher Filou, es bleibt trocken,...

cher Filou, es bleibt trocken, aber der raue wind fährt durch mark und bein und wird noch für verheerungen und niesanfälle sorgen. ansonsten: schauen sie einfach nicht hin. im hintergrund höre ich noch die reste; annehmbar, denke ich, wenn auch nicht sonderlich spannend, mit deutlicher tendenz nach unten. es geht schlimmer. . lieber mediensegler, wie so mancher hier bereits erwähnte, steigen viele versuchsballons und es - sie wissen es selbst - wird nichts so heiss gegessen, wie es gekocht wird, was aber nicht bedeutet, dass einem die häppchen zusagen werden. einen kräftigen löffel lebertran für jeden, schätze ich. ein löffelchen für mutti, ein löffelchen für draghi...

Jonas Amazonas, von dem...

Jonas Amazonas, von dem Vorschlag mag man halten, was man will. (Ich halte wenig davon, weil eine solche Abgabe weder den Euro retten noch zu jenen fließen würde, die's nötig hätten.) Völlig untauglich sein dürfte er aber, um verzerrte Selbsteinschätzungen geradezurücken. Wie man sieht, löst er bei den meisten nichts weiter aus als Abwehrreflexe. Wer die Fakten zu Einkommens- und Vermögensverteilung bisher nicht zur Kenntnis genommen hat, wird's auch weiterhin nicht tun.

0 tylerdurdenvolland 13.07.2012, 00:27 Uhr

Lesen sie es im Kirchhoff...

Lesen sie es im Kirchhoff Kommentar nach: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/europas-zukunft/paul-kirchhof-zur-krise-der-eu-verfassungsnot-11817188.html "Ein Problem liegt bei den Staaten und ihrer Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik. Doch ein größeres Problem liegt bei dem Finanzmarkt, den Banken, Versicherungen, Anlegern, Spekulanten, die Geld eingesetzt haben, um Gewinne zu machen, nun aber dieses Geld nicht verlieren wollen. Das Freiheitsprinzip setzt voraus, dass jeder bei Gewinn und Verlust auf eigene Rechnung handelt, ihm also der Erfolg seiner Anlage gutgeschrieben wird, er aber auch den Misserfolg persönlich trägt. Nun beginnt der Gedanke zu dominieren, dass privatwirtschaftliche Verluste aus dem Staatshaushalt finanziert werden könnten." Die "Reichen", in deren Phantasiewelt Geld ja bekanntlich arbeitet, haben ihr Geld bei derjenigen Bank über den Tisch geschoben, die ihrer Habgier die grösste Rendite versprach. Die KOnsequenzen kommen halt nun....

0 Habenichts 13.07.2012, 01:13 Uhr

ich bin arm und habe kein...

ich bin arm und habe kein geld bin immer besoffen schön ist die welt

0 tylerdurdenvolland 13.07.2012, 04:52 Uhr

@ Köstlich.... wahrlich...

@ Köstlich.... wahrlich köstlich... Was glauben sie denn so? Dass die Ackermänner dieser Welt zu dumm sind zu sehen, dass Griechenland seine Kredite niemals wird zurück zahlen können? Die geben den Griechen das Geld aber trotzdem, aus reiner Menschenfreundlichkeit? Was glauben sie denn worüber sich die Merkel und der Ackermann so unterhalten, bei Geburtstagsfeiern im Kanzleramt? Über die Bundesliga? Oder was man denn mal arrangieren könnte, damit Sie, Köstlich, ein wenig mehr verdienen? Hermes-bürgschaften und andere, werden natürlich mit Steuergeldern garantiert. Der Exportweltmeister ist deshalb Exportweltmeister, weil er in Länder exportiert, die diese Waren niemals werden bezahlen können. Die Ware wird bei den exportierenden Firmen in DE mit eben diesen Krediten bezahlt, welche die Griechen jetzt nicht zurückzahlen können. Auf Deutsch: Die Griechen haben dieses Geld nie gesehen, es wurde aus dem Steuertopf an die Exportfirmwen überwiesen. Machen sie sich mal einen Spass... recherchieren wie doch mal was die Griechen in den letzten, na, sagen wir mal 10 Jahren, an Waffen aus Deutschland importiert haben... Ich kann ihnen da nur zustimmen... es ist köstlich. All dies hat übrigens Schirrmacher schon vor Wochen hier in der FAZ unmissverständlich geschrieben: „…der Verdacht (ist) in der deutschen Bevölkerung massiv gewachsen, man werde in der Europa- und der Eurofrage verschaukelt, die Wahrheit werde nicht gesagt, der Steuerzahler solle die Fehlleistungen von Banken, Versicherungen und der Politik ausbaden.“

0 HansMeier555 13.07.2012, 05:27 Uhr

@Leser . Och nein, da greift...

@Leser . Och nein, da greift noch ein anderer Mechanismus. Die Fakten wurden sehr wohl gesehen und anerkannt. (Wir sind hier nicht im Wirtschaftsteil). Man hat auch verstanden, dass sich was tun muß! . Aber doch nicht bei einem selbst. Sondern erst ab weiter oben! Man selber ist nicht arm, aber auch nicht reich (bzw. nicht "wirklich reich", nicht "neureich", nicht asozial reich). . Das ist verständlich: Man hat seinen Lebensstil und sein Vermögensmodell, seine Zukunftsplandung, und alles gut durchdacht -- und jetzt kommen die Hunnen und werfen alles über den Haufen. Dann müsste man sich wieder von vorne eine Strategie überlegen, wie man als Privatier überlebt, auf schmalerer Basis. . Nur ist es bei den einfachen Leuten ja genau dasselbe: 1000 Euro Studiengebühren pro Semester sind nicht viel, aber für manche Leute durchaus ein Grund, das Studium zu schmeißen. . Und das ist vielleicht das eigentliche Problem: Dass einem das vielbeschworene "mündige" Verhalten, die eigene Zukunftsplanung, dadurch so schwer gemacht wird, dass sich die Regeln immer wieder ändern. Kaum hat man sich ein Modell gezimmert, das einem Boden unter den Füssen verschafft, wird er einem wieder weggezogen. . Das ist das Argument des Artikels: So eine Zwangsanleihe könnte unsereinen von der Familiengründung abhalten. Hatten wir zwar eh nie vor, aber trotzdem. Oder davon, weiterhin unsere höchst wichtige soziale Funktion zu erfüllen, das Geflecht von altem Bildungsbürgergeld zusammenzuhalten, ohne welches die Gesellschaft gar keine Identität mehr hätte. Wir sind das lebendige Heimatmuseum, nach uns käme die neureiche Barbarei. Dass wir uns nicht benehmen wie Christian Lindner muss der Gesellschaft schon etwas wert sein. . Tja, bei aller Liebe und Sympathie für diese Position, die ich keineswegs für absurd halte: Als Argument taugt es nicht, weil die Drohung nicht glaubwürdig ist. Diese Leute können nicht anders. Auch wenn man den Don komplett enteignen und in eine Mietwohnung in Eching stecken würde, dann würde er trotzdem niemals so werden wie Christian Lindner. Er würde auch als armer Mensch der Kulturbürger bleiben, der er ist und auch wieder gucken, wie er über die Runden kommt. (Fahrräder reparieren, Koch im vegetarischen Restaurant...?). Darum braucht man ihn auch nicht zu schonen. A guter hält's aus...

Re tylerdurdenvolland ...

Re tylerdurdenvolland 01.27h Soll der Finanzsektor in Deutschland - sogar in der ganzen Eruozone - verstaatlicht werden?

Leiden die USA an...

Leiden die USA an Zerfallsercheinungen? http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Eine-Supermacht-leidet-an-Zerfallserscheinungen/story/25078539

0 HansMeier555 13.07.2012, 07:09 Uhr

Für Liebhaber von später...

Für Liebhaber von später eingetroffenen Prophezeiungen hier ein echtes bayerisches Schmankerl: Löwenstein, Kooptation und Zuwahl, Frankfurt 1973, S.208-214. Aber auch S.198. . Darin u.a. über das Recht, "sich seinen Umgang selbst auszusuchen". Aber noch nichts über Rauchverbote.

0 HansMeier555 13.07.2012, 08:24 Uhr

@fionn . Die obersten 1...

@fionn . Die obersten 1 Prozent bereichern sich dort ungehindert weiter, und aus deren Sicht ist alles in Ordnung. Des einen "Zerfall" ist des anderen Konsolidierung.

Von der Hallen Zinnen ruft...

Von der Hallen Zinnen ruft Hagen Tronje (Prof. Sinn) soufliert von Dietrich von Bern (Prof. Kirchhof) herab: " Saget an, was ist Euer Begehr?" darauf König Etzel: "No Questions, unconditioned surrender!" hinter ihm kreischend Krimhilden: "Alternativlos, dalli, dalli!"

ThorHa, doch...

ThorHa, doch doch: http://www.iww.de/quellenmaterial/dokumente/070748.pdf

0 E.R. Binvonhier 13.07.2012, 09:17 Uhr

OT: Heute morgen habe ich Post...

OT: Heute morgen habe ich Post von der Telekom bekommen. Jetzt brauch ich mir keine Gedanken mehr machen. . Die Deutsche Wirtschaft und die deutschen (reichen?) Elten erschlagen sich selbst. Mit dem Knüppel von hinten auf den Kopf.

0 Veil of ignorance 13.07.2012, 09:17 Uhr

Normativität des Faktischen...

Normativität des Faktischen ist das neue alternativlos

0 diktionaftis 13.07.2012, 09:20 Uhr

@Plindos (10:28) Hagen...

@Plindos (10:28) Hagen flüsternd zu Dietrich: "Lasset sie nur ein! Ich hab' den Schatz ja längst versenkt …"

0 Köstlich 13.07.2012, 09:22 Uhr

Werter Don, Sie sind prominent...

Werter Don, Sie sind prominent erwähnt. . Was der Herr Bach vergisst, sind die ganzen Bewertungsfragen beim "Vermögen", die schon die Erbschaftsteuer so aufwendig machen, dass immer wieder deren Abschaffung gefordert wird. . Im Unterschied zur Erbschaftsteuer gehört eine lebenslange Rente eines Beamten oder Professors (Herr Bach?) m.E. natürlich auch zum "Vermögen" und müsste entsprechend gekürzt werden. . Herr Bach, nehmen Sie es meinetwegen von den Toten, aber lassen Sie die Lebenden mit diesem Murks in Frieden.

"Wer braucht eigentlich...

"Wer braucht eigentlich Psychotherapie?" Immer der, der fragt. . Bald haben wir es ja geschafft und der Don präsentiert uns auch hier zum Wochenende nackte Tatsachen... (bitte, bitte).

ThorHa, ich habe ganz bewusst...

ThorHa, ich habe ganz bewusst keinen Beamten für den Vergleich genommen (dessen Pension ggf. zwar nicht sehr hoch aber doch extrem risikoarm ist) und ich denke, der Don liegt deutlich über den 250k. . Es gibt übrigens eine Antwort auf die Kritik vom DIW (in der der Don auch erwähnt wird, Glückwunsch ;-)): . http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-07/zwangsanleihen-bach

0 E.R. Binvonhier 13.07.2012, 09:40 Uhr

...wenn jetzt auch noch die...

...wenn jetzt auch noch die Hunnen kämen, das wäre doch sehr overdressed.

Solange die vor Zahnärzten...

Solange die vor Zahnärzten geretteten Bilderchen jahrhundertealter Damen für das kommode Eigenheim noch der Billigstpaketlieferant mit so gut wie gar nicht ausgebeuteten Arbeitsauslieferaufstockerbienchen abends vorbei bringt, scheint die Welt des werten Bloggers noch in Ordnung. St. Florian, auch ein hübscher Name...Oder?

Overdressed, E.R. Binvonhier?...

Overdressed, E.R. Binvonhier? Nur ein ganz kleines bißchen. http://www.youtube.com/watch?v=X-x6FBuF4JM

Eilmeldung der TAZ: Der...

Eilmeldung der TAZ: Der Nibelungen ihr Schatzi soll vollinhaltlich und komplett werthaltig an die Zürcher Gnomen verpfändet worden sein. Im georteten entsprechenden Baggerloch des Rheins zwischen Speyer und Worms wäre nur noch WK II-Schrott von Pattons US-Panzerkorps gefunden worden. Bewährter Vermittler wäre ein Herr S. M. (Energiefachmann) aus Pforzheim gewesen.

@ HansMeier555, (zum Beitrag...

@ HansMeier555, (zum Beitrag von heute 7:27) Ob das sooo viel mit alten Bildungsbürgergeld zu tun hat, weiß ich nicht. Das wirklich Fatale ist doch das Signal, das damit gesetzt wird. Die, die umsichtig an ihrem Besitz planen, ihn pflegen, die arbeiten und keine Schulden machen, werden anscheinend mit Extra-Abgaben "bestraft". Kann auch den Facharbeiter bei Kugelfischer treffen, der zwei Grundstücke von Omma geerbt hat und as Verwegene wagte: sich ein Haus hinzustellen. Dafür Jahrzehnte gerackert hat. Die, die sich nicht um so etwa Anstrengendes wie Immobilien kümmern, aber jedem hippen neuen Finanzprodukt hinterherrennen, werden nicht "bestraft". . Und tatsächlich stelle ich mir unter einer klugen, 'gerechteren" Besteuerung vor, dass solche fatalen Signale an das biedere Erwerbsstreben vermieden werden. . Der Hintergrund, sich an die Güter zu wagen, die nicht 'davonlaufen' können, ist ganz einfacher Art: An das andere kommt der Fiskus schwerer ran. Sie haben es immer noch nicht geschaft - bis auf ein paar wenige Erfolgsmeldungen hie und da - das Gros des Schwarzgeldes aufzutreiben, das in ausländischen Safes schlummert. Sie haben es immer noch nicht geschafft, die Erben-GmbHs auszutrocknen. Sie haben es immer noch nicht geschafft, das Kerosin höher zu versteuern. . Es ist halt immer leichter, entweder den Kleinen zu schnappen, der wenig Möglichkeiten hat, sich zu wehren (Benzinsteuer, Tabaksteuer, etc.), der nicht einfach ins Ausland fahren kann um schnell 150.000,00 [derzeit noch EURO] Schwarzgeld in Versicherungsmäntel auf den Bermudas zu stecken. Oder den an Mittel Wohlhabenden, der standorttreu und bieder ist, seiner Region auch was zurückgibt, der lange gebraucht hat, sein Vermögen zu mehren und zu sichern. Der ist ebenfalls leicht zu schnappen. Die Grundbücher sind offene Bücher. . Alle anderen können ihr Ding machen? Das kann ein Staatsgefüge zersetzen. Rechtlich, moralisch. Ideen, dem überhitzten Finanzzirkus die schlimmsten Spitzen zu nehmen, täten not, aber die sehe ich nicht. Man faselt wohl immer noch von 'Anreizen' und 'Märkten'. Dabei geht langsam aber sicher das Vertrauen in den Staat und in die Demokratie verloren.

"So eine Zwangsanleihe könnte...

"So eine Zwangsanleihe könnte unsereinen von der Familiengründung abhalten. " . Im Gegenteil. Jeder Kopf mehr eines vorherigen Single-Haushalts reduziert das Prokopf-Nettovermögen vortrefflich. Vor allem Kinder. Wichtig ist nur, dass die oder der Neue nicht noch mehr Vermögen in die Familie schleppt. . Nach unten heiraten wird zur Option. (Bildung und Gemütsbildung natürlich vorausgesetzt, nicht alle Ärmeren sind rohe Vandalen... )

Der neue brandneue...

Der neue brandneue Romanerfolch ist da. "Die Leiden des werthen Herrn D. A." (Vorabdruck in der "DIE ZEIT")

@ Julia, "... der...

@ Julia, "... der Billigstpaketlieferant mit so gut wie gar nicht ausgebeuteten Arbeitsauslieferaufstockerbienchen abends vorbei bringt," . Das wissen wir nicht, das ist eine nicht nette Vermutung. Für ein Gemälde würde ich mir als Liebhaber nur einen teueren Spezialversand mitsamt Versicherung ausbitten. Man zittert schon um eine leicht angezogene Dame, dass Rahmen oder Canvas bei Billigkurieren kaputtgehen. Weil diese Leute schnell arbeiten müssen, nix Glacé-Handschuhe, die Pakete schnell herumschmeißen, beim Beliefern der Adressen von Tür zu Tür sogar rennen müssen. . Mit den ausgebeuteten Kurieren und Billig-Briefgesellschaften samt üblem Zeitarbeits-Konstrukt dahinter haben Sie jedoch etwas angesprochen. Diese unteren sind die, die trotz Hartz4-Elends versuchen zu arbeiten. Obwohl ich ganz persönlich diese Subsub-Unternehmerdinger alle sofort zusperren würde, wenn ich etwas zu sagen hätte. Da packt mich heiliger Zorn. Es profitiert nur der Ober-Geschäftsführer. Übles Schneeball-System mit dem Kapital 'Arbeit'. . Das Einzige, was man machen kann: nicht allzuviel Internet-Bestellungen aufgeben, vor allem die nicht mit 0 € Lieferkosten. Wieder mehr in echt einkaufen gehen. Neulich bin ich dann doch wieder daran gescheitert, weil es diese Gastro-Aufsteller so halt nicht in München gibt (B2B-Ware).

@Leser: "Völlig untauglich...

@Leser: "Völlig untauglich sein dürfte er aber, um verzerrte Selbsteinschätzungen geradezurücken." Wie zum Beispiel die Fehleinschätzung, dass man mit 250K greifbarem Nettovermögen reich ist? Da haben Sie Recht. Ganz nebenbei - was machen Sie eigentlich mit der FREMDeinschätzung von jemandem, der nicht mal nach Ihren Kriterien reich ist? Meiner z.B.? Gruss, Thorsten Haupts

@HansMeier555 - "Diese Leute...

@HansMeier555 - "Diese Leute können nicht anders.": Wenn Sie sich da mal nicht täuschen. Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Und die staatstragende Schicht Deutschlands fühlt sich möglicherweise seit Jahrzehnten von unten wie von oben verarscht, von links wie von rechts. Und könnte beschliessen, ihr antiquiert aussehendes Wertegefüge wie ihre darauf beruhende Selbstachtung über Bord zu schmeissen. Als sie das das letzte Mal tat, war´s für 12 Jahre zappenduster. Aber Sie haben natürlich Recht - sich der Illusion hinzugeben, dass "diese Leute" nicht anders können, ist am bequemsten. Gruss, Thorsten Haupts

Daran sollte doch mal ein...

Daran sollte doch mal ein Historiker arbeiten: "Der deutsche Staat und die immanente Niedertracht des Systems". Tradition seit den Anfaengen, wird der Buerger durch seinen Staat niedertraechtig oder der Staat durch seine Buerger?

Der Finanzzirkus . Krieg als...

Der Finanzzirkus . Krieg als kleiner Dienstleistungs-Lumpersack mit kleiner noch nicht ganz abbezahlter ETW immer mehr Cold Calls von Finanzschmeißfliegen. Die Zunahme sagt mir was. Die einen aus dem United Kingdom (hübsch zu sehen an den Ländervorwahlen), einige aus der Schweiz, die anderen vom Starnberger See. Besonders hübsch auch die mit 089-Vorwahl, die vorgibt, eine Immobilienumfrage der Stadt München zu machen. . Gottseidank habe ich ein gutes Telefonziffern-Gedächtnis und drück die Herrschaften weg, bevor sie Muh sagen können. Wenn die wüssten, dass ich das Finanzproduktspack am liebsten wie im Mittelalter teeren, ersäufen, vierteilen und dann vom Turm schmeißen möchte, damit sie in möglichst viele Stücke zerschellen. Dabei bin ich eigentlich ganz anders, ein ganz netter Mensch, komme bloß bei dem Geschmeiß kaum dazu.

@Vroni: Also das Logo der...

@Vroni: Also das Logo der nicht gerade im Verdacht einer übertariflichen Entlohnung stehenden Packerlfahrerfirma war auf dem Privatblog des werten Bloggers recht gut neben der neusten Damenerwerbung fürs Hausstübchen zu sehen. Oder, um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: "Hermes in a drag." Auch dort zu finden. Aber mei, man kann nicht immer alles geben.

ThorHa, ich muss dem...

ThorHa, ich muss dem gescholtenen HansMeier Recht geben. Wer in dieser speziellen Kulturschicht aufgewachsen ist (auch die aussterbende stolze klassische Arbeiterschicht ist so), der kann wirklich nicht anders. Der rappelt sich wieder hoch. Der ist ein Stehaufmännchen mit Käsereibe. . Da ist alles an Ursache drin, die Gene des Kämpfers, die Gene des Gemüts (suchen Sie sich was aus) und natürlich zu über der Hälfte die Erziehung, Ausbildung, die genossen wurde. Halte es nicht für bequeme Ausreden. Es ist Lebensbeobachtung.

0 E.R. Binvonhier 13.07.2012, 11:34 Uhr

Savall, danke für den Link...

Savall, danke für den Link ;-)

0 diktionaftis 13.07.2012, 12:06 Uhr

@ Vroni (13:21) Matthias...

@ Vroni (13:21) Matthias Klostermayr (aka Bayerischer Hiasl) wurde 1771 in Dillingen an der Donau folgendermaßen hingerichtet: . 1. Erdrosselt 2. auf der Radbrechmaschine zertrümmert 3. Kopf ab 4. gevierteilt . Man wollte also ganz sicher gehen, dass der Hias auch würklich tot ist, bzw. konnte man den Gewaltphantasien mal so richtig freien Lauf lassen, auf dass das Volk sehe, wie man mit vermeintlichen Volkshelden umspringt. . (Aber "Mittelalter" war da schon vorbei …)

0 mediensegler 13.07.2012, 12:24 Uhr

wir versaufen unser oma ihr...

wir versaufen unser oma ihr klein Häuschen ;-) http://www.youtube.com/watch?v=MtIum3mvpwk

@ Julia, stalken wir nicht ein...

@ Julia, stalken wir nicht ein wenig? . Hermes? Es gibt noch Schlimmere, eigenlich alle. Das soll jetzt keine Relativierung sein. . Der Hermes ist bei mir aus noch weiteren Gründen unbeliebt. Und bestelle so gut es geht nicht, wenn der im Spiel ist. Der klingelt nicht mal, schmeißt seine Benachrichtigungen rein, dass er einen leider nicht angetroffen hätte. Variante: dass er diese Adresse nicht vorgefunden häte (den Briefkasten an der besagten nicht gefundenen Adresse hat er aber gefunden.) . Das liegt natürlich daran, dass diese Menschen - vor allem in den Großstädten - zu wenig Zeit von ihrem Unternehmen zugebilligt bekommen zuzustellen. Zettel einschmeißen ist DIE Notlösung, falls sie nicht gefeuert werden und verhartzt wollen. Da bin ich ganz bei Ihnen. . Und ThorHa: Solche Menschen meinte ich im "Deus ex machina"-Blog. Damit wir uns richtig verstehen. Die, die durch die Flure gehetzt werden (Krankenschwestern, Altenpfleger), nur im Dauerlauf ihre Aufgaben noch halbwegs hinkriegen - und die, die durch ihren Arbeitstag treppauf treppab gejagt werden und japsend jedesmal trotzdem vor ihrer potenziellen Kündigung stehen. . Damit die 'Märkte' bedient werden können und der Shareholder. Das ist modernes Sklaventum. Es wundert einen tatsächlich, dass noch keine Revolution stattgefunden hat.

0 E.R. Binvonhier 13.07.2012, 12:33 Uhr

@Filou, dazu braucht man keine...

@Filou, dazu braucht man keine Historiker; das bringt die Evolution so mit sich.

Hat schon einer, Filou. (Es...

Hat schon einer, Filou. (Es ist ja jedes nur so absurde Thema schon mal von einem Historiker beackert worden. Allein die Titel der Mitteilungen das DAI sind manchmal reine Poesie: „Kalapodi. Ergebnisse der Ausgrabungen im Heiligtum der Artemis und des Apollon von Hyampolis in der antiken Phokis.“ Da möchte man doch gleich zum Schulmeisterlein Maria Wutz aus Auenthal werden, nicht?) Zurück zum Thema. Harold James schrieb 1990 zu diesem Thema ein erhellendes Buch: „Deutsche Identität 1770 – 1990“. Der Tenor war, daß die Deutschen sich über wirtschaftlichen Erfolg definieren. Bleibt dieser aus, wird es gewöhnlich häßlich. Quod erat demonstrandum. . Gern geschehen, E.R. Binvonhier. Eine etwas mehr monty-pythoneske Betrachtungsweise der momentanen Regierungstätigkeit täte uns allen gut.

0 HansMeier555 13.07.2012, 12:53 Uhr

Irgendwie amüsiert mich...

Irgendwie amüsiert mich das. . Als ob unser Steuersystem nicht sowieso schon viel zu kompliziert wäre, infolge des Versuchs, jede individuelle Situation "gerecht" zu erfassen. . Als ob das Finanzamt jetzt das Verhalten seiner Kunden während der letzten zwei Generationen begutachten und moralisch bewerten könnte. Um das "gute alte Geld" von den "barbarischen Neureichen" zu trennen. Genau das scheinen manche hier aber in vollem Ernst zu erwarten. . Seien wir doch ehrlich: Die Gesellschaft, wie wir sie derzeit haben, befindet sich längst im freien Blindflug und wird schon von lange niemandem mehr "gestützt". Und das Verschwinden derjenigen, die nach traditionellen Maßstäben als Honoratioren oder Bildungsbürger gelten könnten, würde überhaupt niemand mehr bemerken. . Dass andere einen sehr viel kritischer sehen als man selber, sollte niemanden überraschen. Ob Sie sich selber mit 250k reich fühlen, ist ja nicht ausschlaggebend, fest steht, dass es für den normalen Menschen ein ungeheures Vermögen ist. Egal ob es in Immobilien steckt oder in Rentenansprüchen oder wo auch immer. Der normale Mensch zahlt Miete und hat ein Problem, wenn zwei Kinder gleichzeitig studieren wollen und dann auch noch eine Zahnbehandlung fällig wird. . Wie es ja auch keine klare Unterscheidung gibt zwischen "Leistungen", die man selber erbringt, und "Vergünstigungen", die man von anderen erhalten hat. Nehmen Sie das Hochschulstudium: Meinen guten Abschluß rechne ich mir als Leistung an, bei anderen dagegen würde ich sagen, die hätten auf meine Kosten auf der Uni rumgesessen. Meinen eigene Arbeitsleistung kann ich gar nicht hoch genug einschätzen, aber bei anderen würde ich sagen, die hätten sich wohl einen privilegierten Posten zuschanzen lassen bzw. die Praxis geheiratet, etc. Ich hab mir alles erkämpft, den anderen wurde alles geschenkt. . Oder so: Türkische Gemüsehändler sind eine Belastung, weil sie keine Bildungskarriere anstreben. Der Ponader ist eine Belastung, weil er seine Bildung jetzt für Politik nutzt, anstatt im Discounter zu jobben. Akademikerinnen sind ein Problem, weil sie sich auf der Uni selbst verwirklichen, statt intelligenten Nachwuchs zu gebären. Hausfrauen sind aber auch ein Problem, weil sie zu Hause bei ihren Kindern rumsitzen, anstatt etwas schaffen zu gehen, und immer so weiter. . Und wo sind eigentlich die 15 Prozent, die vor drei Jahren F.D.P. gewählt haben, inzwischen hinverschwunden?

diktionaftis, früher hat man...

diktionaftis, früher hat man nicht nur nicht keine Gefangenen gemacht, sondern ein Exempel statuiert. It was showtime, baby. Das hat nicht nur den Hiasl getroffen, sondern auch den Störtebeker. . Leider erscheint die Finanzbranche als anonymes Konstrukt, wie soll man die teeren und federn können. Nur so a kleines, nur klitzekleines verlogenes Exempel 'just for show' würde dem Bürger ab und an genügen. Doch selbst das macht man nicht. Soviel Angst haben Verantwortliche, dass dieses Schneeballsystem zusammenbrechen wird. Was sagt uns das. Mein Instinkt sagt mir: Kurz vor dem Zusammenbruch. Kurz bitte in historischen Ausmaßen verstehen.

@Vroni - "Stehaufmännchen mit...

@Vroni - "Stehaufmännchen mit Käsereibe": Mich müssen Sie nicht überzeugen. Ich bin mit einem ähnlichen Satz an Überzeugungen aufgewachsen, aus einer anderen Richtung kommend. Ich meine nur, dass dieser Satz schlicht erodiert ist, aus vielen Gründen. @HansMeier555 - "Blindflug der Gesellschaft": Nein, auffallen wird das Verschwinden des Besitzbürgertums niemandem direkt. Es erklärt aber so manche gesellschaftliche Entwicklung. Den alten Römern ist bis zu Augustus auch nicht aufgefallen, dass ihre Patrizierschicht sich faktisch aufgelöst hatte ... Gruss, Thorsten Haupts

@Filou - "Niedertracht": Mir...

@Filou - "Niedertracht": Mir wär´s lieber, ein paar gute Historiker würden sich mit ein paar guten Soziologen und Neurobiologen an die Aufgabe machen, das Axiom zu überprüfen, dass eine Demokratie wie eine Marktwirtschaft von Voraussetzungen leben, die sie selbst nicht erzeugen können. Denn wenn dieses Axiom stimmt, haben Demokratien historisch betrachtet sehr kurze Halbwertszeiten. Gruss, Thorsten Haupts

HansMeier555, bei dieser...

HansMeier555, bei dieser netten 'Die Hölle sind immer die anderen'-Ausführung bitte nicht vergessen: Es gibt schon noch ein gemeinsames Maß der Dinge. Dann, wenn alle Gemeinsamkeiten zu Teufel gehen und es zu krachen anfängt, merkt man, dass es eins gegeben hätte und nicht nur immer das eigene Maß. Leider ist der Mensch so: immer nur die Sicht von innen*. Eine gute Politik kann diese Egoismen miteinander versöhnen. Bei der Brandt-Regierung hatte man stellenweise das Gefühl, sie könnte es. . * Verdiene mein Geld damit, die Sicht von außen zu vermitteln. Man glaubt nicht, wie wenig Leute in der Lage sind, sie auch nur ein kleines bisschen einzunehmen. Nur ein bisschen. Borniertheit und die Unfähigkeit, andere Menschen, andere Dinge auch nur halbwegs differenziert zu betrachten, hat für mich in dne letzten 2o Jahren gefühlt zugenommen. Schließe mich da nicht aus: Hohe negative Undifferenziertheit liegt bei mir inzwischen gegen Finanz- und Börsenakrobaten vor, unrevidierbar.

@Vroni (13:29) "Da ist alles...

@Vroni (13:29) "Da ist alles an Ursache drin, die Gene des Kämpfers, die Gene des Gemüts" Bislang hat, soweit ich weiss, noch niemand bewiesen, dass Sie damit Unrecht haetten, aber gefaehrlich ist solch eine biologistische Behauptung allemal, siehe Sarazzin. Bzw., welche politischen Folgerungen wuerden Sie daraus ziehen?

E.R.Binvonhier, Savall, jaja,...

E.R.Binvonhier, Savall, jaja, kann schon sein, aber wenn es so waere, warum ist es so? Kann es sein, dass da ein tiefer Minderwertigkeitskomplex aus der Zeit vor der Reichsgruendung, als die Hoellaender uns verachteten, die Franzosen nur Spott uebrig hatten und die Briten viktorianische Beutezuege veranstalteten, traduiert wurde und nun manifest ist? . Ich denke halt nur so vor mich hin. Warum? Weil ich seit 14 Uhr mit dem Akkuschrauber im Anschlag darauf warte, dass es aufhoert zu regnen. Es ist noch ein 7 Meter langer Steg auf dem Dachgarten zu errichten. Immer wenn ich damit anfange, kommt ein Schauer. Es ist alles, aber auch wirklich alles so ungerecht.

0 Giannozzo 13.07.2012, 13:57 Uhr

Noch ein letzter Versuch,...

Noch ein letzter Versuch, bevor ich endgültig aufgebe, ja? . Diese "ungeheure" Summe von 250k ist, wenn ich davon meine Altersrente bestreiten muss, eben KEIN verfügbares Vermögen. Ich kann davon keine Miete bezahlen und kein Studium der Kinder und keinen Zahnersatz. Ich brauche das Geld nämlich für die Rente. Was ist daran so kompliziert, verflixt? . Diese Rente aus 250k beträgt, ich hab's oben ausgerechnet, rund 1.000 Euro im Monat. Und das entspricht ziemlich genau der durchschnittlichen Rente, die ein Mann in DL heute bezieht (nicht der rechnerische Standardrentner, der bekommt viel mehr). Habe ich weniger, rutsche ich ziemlich schnell in die staatliche Grundsicherung. Das sind die Ansprüche eines "normalen Menschen". Mit Reichtum oder Privilegien hat das nichts zu tun. . Und noch eine Zahl (ich weiß, freies Herumpsychologisieren macht viel mehr Spaß, aber es muss jetzt mal sein): Der durchschnittliche deutsche Beamte erhält eine Pension von 2.500 Euro. Hochgerechnet auf 25 Jahre Ruhestand ergeben sich satte 750k – zu 100 Prozent finanziert vom Staat, ohne jede private Vorsorge. . Und jetzt, HM555, erklären Sie mir bitte noch einmal, wieso jemand, der versucht, mit eigener Arbeit von 0 auf 250k zu kommen, ein reicher Schmarotzer ist, und ein anderer, der sein Leben lang auf gut ponadersch die Hand aufhält, eine Lichtgestalt. Danke. . Daten: http://www.handelsblatt.com/finanzen/ratgeber/altersvorsorge/rentenniveau-wie-sich-der-standard-vom-durchschnittsrentner-unterscheidet/4013938.html

ThorHa, Sie sehen die Dinge zu...

ThorHa, Sie sehen die Dinge zu negativ. Als Hobby-Trendforscher sage ich Ihnen, dass jeder Haupttrend per se einen Gegentrend gebiert. (Die Dualität der Dinge) . Der Gegentrend dazu, dass das alte (Bildungs-)Bürgertum möglicherweise erodiert (wenn ich Ihre Hypothese als Ausgang nehme), ist der Trend der jungen Leute (20-30). Die sich verstärkt um Authentisches und Lebensnahes engagieren. Umfragen zufolge wollen junge Menschen keine Karriere mehr um jeden Preis. Sie wollen auch nicht wegen besserer Jobchancen zigmal im Ausland gewesen sein wollen. Sie schätzen die Region, in der sie aufgewachsen sind, wieder mehr und wollen Familie und Freunde dort haben. Sie kaufen solider und bewusster ein und fahren wieder mehr Rad. Die Automobilindustrie hat es jetzt schon zitternd Schwarz auf Weiß, dass diese junge Zielgruppe das Auto nicht mehr als Nonplusultra erachtet. Ob sich diese junge Spechte mehr bilden und in die Fußstapfen der alten Bildungsbürger treten, das weiß ich nicht. Doch ich empfinde den Gegentrend in Richtung 'Leben und leben lassen' als sehr hoffnungsvoll. Mindestens jeder Zweite davon kommt aus einem sogenannten guten Stall, der Rest rekrutiert sich. Fazit: Sie sterben doch nicht aus.

@Giannozzo: Eine kleine...

@Giannozzo: Eine kleine Polemik: HansMeier555 wird Ihnen nichts erklären, der hat seinen Spass am und über das provozieren, nur ab und an scheint seine klassisch sozialdemokratische Grundeinstellung durch. Und von allen anderen "Kritikern" können Sie schon gar keine Erklärung erwarten. Da quillt die sozialistische Lebenslüge aus allen Poren: "Alle Menschen sind gleich (zu machen), wo kämen wir denn hin, wenn es Menschen besser geht als MIR?" Verbunden mit dem "ICH soll anerkennen, dass es Menschen aus eigenem Recht und mit eigener Arbeit zu Wohlstand gebracht haben?". Völlig normale menschliche Grundeinstellung, nichts fällt Menschen schwerer, als zuzugeben, jemand anders sei tüchtiger als sie selbst. Daran ist die Gesellschaft, der Kapitalismus, der Staat, jedenfalls jemand anders schuld. Garantiert. Immer. Muss einfach so sein. Gruss, Thorsten Haupts

Ach Gottchen T.I.M., dieses...

Ach Gottchen T.I.M., dieses Seitliche immer. Nur weil dieser etwas sehr dumpfe Mensch ziemlich dämlich über Gene schwadroniert hat, darf man das Wort Gene nicht mehr in den Mund nehmen.

0 Köstlich 13.07.2012, 14:21 Uhr

@Vroni: Zur Bestätigung des...

@Vroni: Zur Bestätigung des Gegentrends "in Richtung 'Leben und leben lassen'". . Ich bin da auch hoffnungsvoll, dass Wertarbeit wieder mehr geschätzt wird als Konsummüll (wo ich doch gerade vom Pflegen meiner Schuhe an den PC zurückkehre).

0 HansMeier555 13.07.2012, 14:29 Uhr

Lieber Giannozo, auch 250k...

Lieber Giannozo, auch 250k sind auch dann ein enormes Vermögen, wenn man sie als Beamter in Rentenansprüchen stecken hat. Da widerspreche ich Ihnen ja gar nicht. Das ändert aber nichts daran, dass es auch viele Leute gibt, die weder Beamte sind noch jemals 250k auf die Seite schaffen können. . Glaubt jemand, man kann die Banken mit dreistelligen Milliardenbeträgen "retten", ohne dass irgendjemand das refinanzieren muß? Und wer könnte das denn sonst sein? Der Ponader vielleicht, wenn er sich auf dem Bau einmal ordentlich anstrengt? . Die Alternative zur Zwangsanleihe (Modell 1950, "Lastenausgleich"), wäre natürlich einfach Geld zu drucken (Modell 1923, Inflation). Muss jeder selber wissen, was er lieber hat.

0 HansMeier555 13.07.2012, 14:41 Uhr

...

Olympia-Bewerbungen, Auslandseinsätze der Bundeswehr, Bahnhofsneubauten Transrapid Landesbanken Bankenrettungen Schloßneubauten, etc.pp. . Wenn die "Stützen" welche wären, dann hätte es das alles nie gegeben. Dann hätten CDU und FDP ihr Wahlversprechen von 1982 erfüllt und erst einmal die Schulden abgebaut.

0 HansMeier555 13.07.2012, 14:51 Uhr

Seit 1997 wurde in D keine...

Seit 1997 wurde in D keine Vermögenssteuer mehr erhoben.

"Muss jeder selber wissen, was...

"Muss jeder selber wissen, was er lieber hat." . Lieber HansMeier, das einfachere Modell Egghat hatte einen gewissen Erstcharme. Er bevorzugt das Erlassen der Schulden der verschuldeten Länder. :-) Das ist ebenfalls ein "Hinzuziehen" der Begüterten, und zwar der "Richtigeren". Denn diese verlieren, falls sie Festgeldkontenbesitzer und Staatsanleiher waren, unverzüglich ihre (Zins-) Einnahmen. Auch eine Art süffige Zwangsabgabe, ohne dass Zwang sofort ersichtlich ist, man hat ja "nur" gewissen Staaten Schulden erlassen. Andere als Begüterte und Institutionen haben auch nie Festgeldkonten besessen. Von daher passt es gut aus sozialistischer Sicht. . Das Blöde ist nur, dass dann keiner mehr nach einer solchen Erfahrung, als "Ausputzer" missbraucht worden zu sein, einem Staat in Zukunft irgendeinen Kredit in Form von Anleihen oder Wasweißich gibt. Nicht mehr freiwillig :-) . Also auch Mist.

0 Giannozzo 13.07.2012, 15:38 Uhr

Nun, HM555, die Banken werden...

Nun, HM555, die Banken werden weder Sie noch ich noch der Herr P. refinanziertbekommen. Aber wenn wir über Alternativen zur Zwangsanleihe reden, fallen mir auf der Einnahmenseite die Stichwörter "Steuerlücken stopfen" und "Steuerflüchtlinge aufspüren" ein. Mit anderen Worten, erstmal erreichen, dass das System so funktioniert, wie es mutmaßlich einmal gedacht war. Dann neu über die Besteuerung von hohen Einkommen nachdenken, evtl. auch von hohen Erbschaften. Dann weitersehen. . ThorHa, allerdings sollten wir nicht vergessen, dass diese Lebenslügen in der Praxis auch "von oben nach unten" ganz gut funktionieren. Ich warte noch auf den ersten Unternehmer, der freiwillig auf den Steuervorteil für seinen Dienstwagen verzichtet, weil er mit diesem sozialistischen Teufelszeug nichts zu tun haben will.

0 E.R. Binvonhier 13.07.2012, 16:05 Uhr

@Filou 15:55, vielleicht hilft...

@Filou 15:55, vielleicht hilft die Erinnerung an den 30-jährigen Krieg weiter und die nachfolgenden Grimmschen Märchen. Ich habe noch niemand getroffen, der/die sich über deren Inhalt wunderte.

0 HansMeier555 13.07.2012, 16:23 Uhr

Eine logische Alternative...

Eine logische Alternative wäre, das Geld von der arbeitenden Unterschicht zu holen. Da diese armen Leute ja, im Gegensatz zur mittleren Mittelschicht, sich sowieso keine solide Existenz aufbauen können, kann man sie ruhig noch zusätzlich belasten, ohne das Allgemeinwohl irgendwie zu beeinträchtigen.

Auweh, Filou, Sie stellen mir...

Auweh, Filou, Sie stellen mir eine Frage historischen Charakters und haben keine Furcht, daß ich sie beantworten könnte? Gut, Sie haben es nicht anders gewollt. (Vorab aber noch, weil wir gerade bei Akkuschraubern, Hinrichtungen und anderen netten Freizeitbeschäftigungen sind: die eindrucksvollste Inhumierung war immer noch die des Damiens 1757. Details in den Memoiren des Herzogs von Croy und für alle Illiteraten bei Wikipedia.) Zu den Deutschen, der german angst und der gegenwärtigen Krise: Mr. James schrieb ein ganzes Buch darüber und viele andere taten ähnliches. Ich will hier nicht devinisieren und versuche, mich kurz zu fassen. Nipperdey fängt sein Geschichtswerk mit dem Satz an: „Am Anfang war Napoleon“ und hatte damit erschreckend recht. Seit jener Zeit wurde jede deutsche Generation durch ein Wechselbad von unterschiedlichen Staats-, Geld- und Ideologie-Systemen geschleift. Viele mehrfach. Was blieb, war ein großes Gefühl von Verunsicherung. Der Boden, auf dem man steht schwankt immer, oder könnte jederzeit schwanken. Ich brachte ja letztens das Beispiel Erwin Strittmatters. In jeder Hinsicht exemplarisch. Lebensdaten 1912-1994. Ich erspare mir die Details, man kann sie sich denken. Irgendwann kam er zu der Meinung, daß Tolstoi recht hatte und fand ein bißchen Seelenruhe. Diese Gelassenheit fehlt den Deutschen. Entweder sind sie der große Verbrecher oder der große Depp. Sowas hinterläßt eben Spuren und deshalb machen wir immer in Apokalypse. Aber die Welt wird uns nicht den Gefallen tun und untergehen.

0 prince Matecki 13.07.2012, 17:16 Uhr

Ich wäre für weder noch....

Ich wäre für weder noch. Weder Modell 1923 mit Inflation noch Modell 1950 mit Zwangsanleihe und Notopfer Berlin (wer erinnert noch die Zuschlagmarken die man auf die Briefe kleben musste?). Ich wäre für Vergleichsquote bei rettbaren Staaten und Banken (nach meiner persönlichen Einschätzung fiele Italien darunter) und für Bankrott bei den unrettbaren. Die Angst vor den Knalleffekten an Börsen und bei persönlich bekannten "Finanzstrategen" führt bei den Politikern immer wieder zum fehelrhaften kurieren an Symptomen anstatt zum großen chirurgischen Schnitt. Übrigens, weder bei Argentinien noch bei Russland ist die Weltwirtschaft oder das Währungsgefüge zusammengebrochen.

0 Zigeunerkönig 13.07.2012, 17:16 Uhr

Zählen Goldzähne und...

Zählen Goldzähne und Goldringe auch zum verwertbaren Vermögen? Und eine goldfarbene S-Klasse? Sie ist schon was älter, hat aber eine Anhängerkupplung und ist mit wertvollen Teppichen ausgelegt. Küss die Hand!

Savall, ein Filou fuerchtet...

Savall, ein Filou fuerchtet niemanden und nichts, ausser, dass im der Regen auf den Kopf faellt, wenn er sich schon mal zu koerperlicher Taetigkeit gezwungen sieht. Und wuerde nicht meine Feudalherrin mit eiserner Knute von mir Arbeit einfordern, taete ich gemuetlich und kontemplativ eine Flasche Rotwein betrachten. . Aber danke fuer die Antwort. Sie bestaetigen mir, was ich als Biodeutscher schon immer dunkel ahnte. Die 'german angst' muss inzwischen in den genetischen Code [1] eingetragen sein, denn wenn ich so an meine biodeutsche Nichte in Kanada denke... . ]1] Sarrazinsche Genetik scheint so falsch nicht zu sein.

@Vroni: Natuerlich duerfen Sie...

@Vroni: Natuerlich duerfen Sie genetisch argumentieren (Sie duerfen sogar "Jehova" sagen, ohne dass Sie gesteinigt werden). Ausserdem gebe ich zu, dass ich keines von Sarrazins Buechern gelesen habe, in den Jahren davor seine Wortmeldungen (auch aber nicht nur aufgrund ihrer unfreiwilligen (?) Komik) aber meist goutiert habe. Aber wenn man Ihre Aussage einmal weiterdenkt, dann hiesse das, dass Klassengrenzen (auch wenn sie gnaedigerweise die fleissigen Proletarier einschliessen) zumindest teilweise biologisch begruended sind. Mit Hinblick auf die Verteilung von Genen ist eine solche Schlussfolgerung noch wesentlich unwahrscheinlicher als eine rassisch begruendete. Das heisst nicht, dass Sie deswegen damit Unrecht haben muessten, nur nehme ich an, Ihnen fehlt die statistische Evidenz, eine solche Behauptung aufrecht zu erhalten. Durch die Aeusserung als Tatsachenbehauptung (erworben durch "Lebenserfahrung") machen Sie sich daher angreifbar (genau wie Sarrazin - daher erwaehnte ich ihn; bei ihm hat es ja auch dazu gefuehrt, dass selbst richtige Argumente nicht mehr ernst genommen werden). Auf mehr wollte ich Sie gar nicht aufmerksam machen.

Out of topic ... Hilfe...

Out of topic ... Hilfe erbeten! Ein Staatsminister will diese junge Dame vertreiben! http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Petrus_Christus,_Portrait_of_a_young_girl.jpg&filetimestamp=20100911161029 Der Vorstand des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker e.V. hat den nachfolgenden offenen Brief an den Staatsminister für Kultur und Medien Bernd Neumann gerichtet, um gegen die geplante Zusammenlegung der Berliner Gemäldegalerie und Skulpturensammlung zu protestieren. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/berliner-kulturpolitik-rettet-die-gemaeldegalerie-11803058.html http://www.kunsthistoriker.org/offener_brief_gemaeldegalerie.html

@Savall: Auh, wenn ich Ihre...

@Savall: Auh, wenn ich Ihre Analyse nicht voll teile, so doch die Schlussfolgerung: Die Euro/Schuldenkrise macht einige wirklich hysterisch (Die Masse gottseidank noch nicht). Völlig überflüssig. Die Sache wird entweder über Inflation oder über Schuldenschnitt oder über eine neue Währung gelöst werden. Gruss, Thorsten Haupts

@Vroni - Einem Staat Kredit...

@Vroni - Einem Staat Kredit geben: Was glauben Sie, warum ich so FÜR einen Schuldenschnitt bin? Ich MÖCHTE den Staat für eineGeneration vom Schuldenmachen ausschliessen. Länger hält das eh nicht. Gruss, Thorsten Haupts

0 E.R. Binvonhier 13.07.2012, 19:22 Uhr

..aber, aber prince Matecki....

..aber, aber prince Matecki. Sind WIR Argentinien, sind WIR Russland ? . Haben Sie ein Glück, dass es keine Duelle mehr gibt.

0 E.R. Binvonhier 13.07.2012, 19:26 Uhr

... und unser Gastgeber gibt...

... und unser Gastgeber gibt sich der Vielweiberei hin, tarnt das als berufliches Interesse - und niemand ist alarmiert.

0 E.R. Binvonhier 13.07.2012, 19:29 Uhr

...aber Gabriele, was soll man...

...aber Gabriele, was soll man machen, wenn der Kulturstaatsminister ein Herr Neumann ist, der sich seine Verdienste doch auf einem ganz anderen Gebiet erworben hat.

Das war keine Analyse...

Das war keine Analyse meinerseits, ThorHa, bestenfalls ein Anreißen von Stichwörtern. Ich bin in Fragen der Historie immer nur ein Lernender und kann nur die Meinungen und Deinungen eines Bären von geringem Verstand von mir geben. Mein momentaner Held ist Jürgen Osterhammel („Verwandlung der Welt“). Ich kann den Autor und sein Werk nur nachdrücklich empfehlen. Er ist vielgelobt, aber in diesem Fall zurecht. Was ich aber im allgemeinen aus der Geschichte gelernt zu haben meine ist: Lebbe geht weider. Eine simple Einsicht, aber zutreffend. Wer es in dieser Frage gern etwas ausführlicher hätte: Fernand Braudel, Das Mittelmeer und die mediterrane Welt im Zeitalter Philipps II., Wilhelm Abel, Agrarkrisen und Agrarkonjunktur in Mitteleuropa vom 13. bis zum 19. Jahrhundert. Le Roy Ladurie, Die Bauern des Languedoc. Christian Meier, Athen. Das sind Bücher, die Demut lehren und Geduld. Schwierig zu bekommen in diesen Zeiten (und damit meine ich nicht die Bücher.)

0 Der Tiger 13.07.2012, 20:45 Uhr

@prince Matecki – Ich …...

@prince Matecki – Ich … kann mich noch an diese Zuschlagmarken erinnern. Was einiges über mein Alter aussagt. Im Briefmarkentauschgeschäft in meiner Volksschulklasse galten die als wertlos.

0 diktionaftis 13.07.2012, 20:46 Uhr

Apropos Geld neu drucken....

Apropos Geld neu drucken. (HM555 / 16:29) Der "Cavaliere" meldet sich zurück und meinte kürzlich: "Ecco la mia pazza idea - stampiamo l'euro con la nostra Zecca!" Übersetzt etwa: "Dies ist meine verrückte Idee - drucken wir doch den Euro mit unserer Notenpresse!" . http://www.repubblica.it/politica/2012/06/01/news/resa_nei_conti_nel_pdl-36339155/ . Buonanotte ai suonatori!

0 perfekt57 13.07.2012, 20:51 Uhr

was wollte er denn jetzt also...

was wollte er denn jetzt also dazu hören? au ja genauso ist es? oder dichterworte so ähnlich wie "würd' mein körper aus meiner seele ausziehen, dann würd' ich frei. so wie der himmel mit der sonne darin übers firmament fährt"? und alles wie immer bei ihm: die beziehungen der allgemeinheit steigen durch den raub der wenigen. oder umgekehrt. ja, das leben zuckt noch. und auch die dummen denken. und ja, es gibt gesellschaftliche fragen. und lügen. und selbstbetrugsmanöver. viele unterschiedliche evtl. sogar. http://www.youtube.com/watch?v=1AZnb2Rb0Fk aber er hat ja so recht: ob 250k oder 2500k per anno macht keinen wirklichen unterschied. & global schon gar nicht. wie einer verantwortung trägt und kennt, das dings. aber deutsche masstäbe waren womöglich schon immer eng und dumm. relativ jedenfalls. . http://www.yellowcake-derfilm.de/ (In Koproduktion mit: November Film, ARTE, RBB, MDR. Gefördert durch: Kulturelle Filmförderung des Bundes BKM, DEFA-Stiftung,Wismut GmbH, Thüringer Kultusministerium, Mitteldeutsche Medienförderung, FFA-Filmförderanstalt, Medienboard Berlin-Brandenburg.) . die welt kennt womöglich mehr als die differenzierung hinsichtlich kleinbürgerlicher oder großbürgerlicher nützlichkeitserwägungen. die aber schon die wichtigsten. und eine arbeitsstelle ist auch so wichtig. . und aristokratie gibt keine antwort. das ihr ding und des bürgers not, also notwendigkeit. ggfls. ein besipiel dazu (*g*)? "Kronprinzessin Mette-Marit ist angeblich in Begleitung eines weiblichen Gurus. Bei der Dame handelt es sich laut der Zeitung um die Amerikanerin Sharon „Myoshin“ Kelly (57), die in der „Insight Meditation Society“ (einem Meditationszentrum im US-Bundesstaat Massachusetts) als buddhistische Lehrerin tätig ist. Sie hat sich auf die Vipassana-Meditation spezialisiert, was so viel heißt wie „Einsichtsmeditation“. Dabei werden Dinge ganz bewusst wahrgenommen, nach dem Motto: „Sieh, was wirklich ist". Die beiden Frauen scheinen sich schlichtweg gut zu verstehen – daran ist auch nichts auszusetzen." http://www.bunte.de/royals/mette-marit-von-norwegen-sucht-sie-bei-dieser-guru-frau-halt-_aid_33456.html (und es gibt womöglich neuerdings doch mehr als faz & deutschland zwischen himmel und erde, nicht? (*g*) ausgebucht der kram http://www.dhamma.org/de/schedules/schsumeru.htm ) . was wollte er denn jetzt also dazu hören? au ja genauso ist es: gefühle sind handlungsleitend, aber massenhaft gefühle sind falsch? denn die gefühle der massen sind falsch? ok, in gaddafis libyen war die masse der gefühle wahrscheinlich richtig, denn sie liebten ja ihren diktator. nur bei uns heute ists anders: denn dazu hätten wir ja die kapitalmärkte, als notweniges surrogat für die bürgerlichen spießer. wer, wenn nicht sie, die verwirrten kapitalmärkte, würden uns anlaß sein für die real-life-verwirrung des "zöglings törneß", unsere alternden bürgerlichen spießer alle ob ihrer selbst vollkommen unreflektiert natürlich? und was wollten "die faz-törnisse" schon wirklich von sich selber wissen? (gibt es sie?) nichts ausser selbstvergewisserung, so steht's anzunehmen. bürgerliche selbstvergewisserung zumal: also bei uns ists gut.und sicher. und bei unserem arbeiter zu hause auch. das wissen wir genau. sagen die anderen westviertel auch. vom hörensagen, nicht vom hingehen. hingehen wäre ja auch direkt auffällig. . bar kleine nachträge: . und der beruf des soldaten hat in europa genauso wenig zukunft, wie der des atom. . und die geschichte ist eine abfolge von wahrheitskämpfen. . und was erzählen uns faz und don a. also unaufhörlich, aber unwissend? natürlich nur eines: die unaufhörliche fortsetzungsgeschichte von haben und raum. wir sehen klar. . und von uns wie immer kein wort. wir möchten niemanden verwirren. . und zeitgeist... : http://de.wikipedia.org/wiki/Vipassana empfiehlt buch, statt pseudofragen: https://netzpolitik.org/2012/revolution-2-0-wie-wir-mit-der-agyptischen-revolution-die-welt-verandern/ und weiss auch . "... und versuchte, seine daraus gewonnene Erkenntnis und sein spirituelles Bewusstsein direkt in das Musizieren einzubringen und an seine Schüler zu vermitteln. Er hatte die Absicht, jegliches Ego des Interpreten aus den Werken zu verbannen und allein die Musik klingen zu lassen. Er wehrte sich auch gegen den Begriff „Interpretation“, da dieser Begriff ja wieder die Individualität und somit das Ego des Dirigenten impliziere, und das hatte seiner Meinung nach im organischen Werdeprozess des Werkes nichts verloren. Somit erklangen unter seiner Stabführung vielgespielte Werke, allen voran die Sinfonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner auf eine völlig neue und transzendente Weise. Celibidache war ein begnadeter Lehrer und unterrichtete in Seminaren und Kursen an den Universitäten Trier, Mainz, München und Paris, sowie in seinem Domizil. Er arbeitete mit Studentenorchestern und der Orchesterakademie Schleswig-Holstein. Sein Unterricht war kostenlos." http://de.wikipedia.org/wiki/Sergiu_Celibidache . ansonsten wären narzistische kränkungen für deutschland (also seine alternden bürgerlichen darin) heute unerläßlich, ja sogar höchst notwendig und begrüßenswert, ja sogar gesucht aufs stärkste von der narz. homöosthase vergreisender social entity womöglich, und subtil und gar nicht subtil: auf keine andere art würde der unbewusst agierende zeitgeist womöglich "auf fehlende grenzziehungen in sprachlich-monetären großräumen mit unbewußten fokussierungsanstrengungen reagieren"? "gerade weil wir keine genaue grenze mehr haben und uns das genauso geld davonläuft, wie der durch es vermittelte sinn, wissen wir aber trotzdem doch selbstverständlich auch weiterhin ganz genau, wer wir sind" - durch unreflektierte bürgerliche fokussierung auf die abweichungen, "das uns fremde zumal" womöglich. oder eben genau nicht! wohlan don, mache er uns dies bitte weiter so schön! . und jetzt legen erst einmal alle ein jahr die hände in den schoß. bürgerliches aktivitätskomanndo hat ruh! denn wir wollen ja keine dummen leutnants sein - und sind es auch nicht: http://books.google.de/books?id=Ee0At1CdLagC&pg=PA293&lpg=PA293&dq=abendl%C3%A4ndischen+Aktivit%C3%A4tskommandos&source=bl&ots=9esROqhN2l&sig=UXJTwDeqWv147dMWxUxKAMXoEZs&hl=de&sa=X&ei=NocAUOLcEMTIsgbDiOHxBg&ved=0CC4Q6AEwAA#v=onepage&q=abendl%C3%A4ndischen%20Aktivit%C3%A4tskommandos&f=false . auch von uns also alles wie immer auch nur am rande - und mit dank für gern genossene gastfreundschaft: auch wir haben meist besseres zu tun, als wie voranstehzend die üblichen oberflächlichenkeiten einer kleinen bildung zu ventilieren. ("bildung"! tsss...) . grüße.

@HansMeier555, 07:27, exakt...

@HansMeier555, 07:27, exakt diesen Mechanismus meine ich. Es ist ein Faktum, dass man in Deutschland mit 250'000 € individuellem Nettovermögen zu den reichsten paar Prozent der Bevölkerung gehört. Das ist ja auch nichts Schlimmes und wird vielerorts sogar staatlich begünstigt. . Entgegen der Aufregung schlägt denn auch keiner eine komplette Enteignung der reichsten paar Prozent vor. (Ist in meinen Augen auch gut so. Nicht nur aus egoistischen und aus prinzipiellen Gründen, sondern weil ich mir auch keineswegs sicher bin, ob sich ein tatsächlich verarmter Bildungsbürger als Fahrradschrauber oder quereinsteigender Koch über Wasser halten könnte.) Aber besser fände man's als Angehöriger der reichsten paar Prozent natürlich schon, wenn die anderen den Stützversuch bezahlen müssten. Die Habenichtse also. Die sind eh faul und verschwenderisch, sonst hätten sie's ja zu was gebracht, nicht wahr. Höchste Zeit, dass die sich mal anstrengen.

@Thorha, 13:09 Bei solchen...

@Thorha, 13:09 Bei solchen Fremdeinschätzungen empfehle ich dasselbe wie bei entsprechender Selbsteinschätzung: sich die Daten zur Vermögensverteilung anzusehen. . Wenn mich die Erinnerung nicht trügt, spricht das DIW übrigens beim obersten Vermögenszehntel ebenso wenig von "Reichen" wie ich. Es ist nur einfach so, dass man ab einer Viertelmillion Euro netto zu den reichsten paar Prozent der Bevölkerung gehört. . Wenn man schon auf die Idee verfällt, Banken und Währung – und damit auch Vermögen – seien durch Zwangsabgaben zu retten, an wen soll man sich dann halten? Sollen der Altenpfleger, der Müllmann, die gemeine Büroangestellte, die Friseurin, der Putzmann und der Bauarbeiter mal etwas weniger prassen mit ihren 8 bis 13 € irgendwas pro Stunde? Vielleicht die anderen viereinhalb Millionen mit einem Stundenlohn unter 7,50?

@Giannozzo, 15:57 und...

@Giannozzo, 15:57 und 17:38, anders als bei Einzahlungen in eine Vorsorgekasse, bestimmt man bei Geld auf dem eigenen Konto selbst, was man damit anstellt. Man kann es tatsächlich bis zum Rentenalter nie anrühren. Man kann damit aber auch kurzfristige Engpässe überbrücken, es wie auch immer investieren oder eines Morgens beschließen, die Summe nun doch für eine Weltreise zu verwenden. . Anders als Beträge, die man in eine Rentenkasse einzahlt, wird die Summe auf dem Konto auch nicht einfach gekürzt, wenn der Umwandlungssatz ändert, und stirbt man, bevor sie aufgebraucht ist, kann man den Rest vererben. . Kurz: Man kann mit dem Geld tun und lassen, was man will – es ist frei verfügbares Vermögen, auch wenn man es tatsächlich für die Alterssicherung verwendet. . "Steuerlücken stopfen" und "Steuerflüchtlinge aufspüren" halte ich übrigens für gute Stichwörter (zusätzlich "Vermögenssteuer", "Erbschaftssteuer" und Co.), aber wetten, die Aufregung wäre ebenso groß, sobald es ernst würde?

0 tylerdurdenvolland 13.07.2012, 23:04 Uhr

@fionn13. Juli 2012,...

@fionn13. Juli 2012, 08:35

Selbstverständlich kommt sie,...

Selbstverständlich kommt sie, die Zwangsabgabe für "Vermögende". Sie muss kommen, um die Illusion von Gerechtigkeit aufrechtzuerhalten, wenn durch Erhöhung der Mehrwert-/Umsatzsteuer, Grundsteuer, durch Einführung von Süd-Soli, Maut die Einnahmen des gefräßigen Monsters Staat vergrößert werden. Zusammen mit einem erhöhten Renteneintrittsalter, d.h. Reduzierung der Rentenhöhe, kombiniert mit einer mäßig erhöhten Inflation, ist das Staatsdefizit ganz schnell innerhalb einiger weniger Jahrzehnte abgeschmolzen. Finanz- und Politmafia können ihren Raubzug währenddessen bequem fortsetzen, denn es mögen zwar (fast) alle ärmer werden, aber dabei geht es gerecht zu. Das muss zwar nicht stimmen, aber das Volk wird es glauben und alleine darauf kommt es an.

@ T.I.M., sorry,...

@ T.I.M., sorry, "Lebenserfahrung" ist immer subjektiv und keine Tatsachenbehauptung. . Next. Dass ich den Arbeiter wie den Bildungsbürger als gleichermaßen zäh geschildert habe, ist dem Umstand geschuldet, dass sie verbal eine große Bandbreite darstellen sollten. Natürlich haben alle Menschen, wenn es hart kommt, diesen unbandigen Überlebenswillen in sich drin, in ihren Genen. Verdammt, ich habe die Superreichen und die Obdachlosen vergessen. Oder ich hätte sagen sollen, vom Fötus bis zur Mumie. Das wird mir jetzt ewig nachhängen.

0 HansMeier555 14.07.2012, 05:05 Uhr

Sie erinnern sich an die...

Sie erinnern sich an die Abwrackprämie? . Die Botschaft ist klar: Einkünfte und Vermögen von Privatleuten sind eigentlich wurscht, das einzige was zählt, ist die Erhalt der Unternehmen, insbesondere der großen Unternehmen. Solange die in Deutschland rundlaufen, hat die Politik ihre Pflicht erfüllt. . Das ist das Schlachtfeld, auf dem wir siegen müssen. Private Schicksale und Existenzen dürfen, können, müssen dafür in beliebigem Umfang geopfert werden. Dein Spargroschen ist nichts, der Standort D ist alles.

0 HansMeier555 14.07.2012, 06:20 Uhr

Auch wenn's nervt: "Hunnen"...

Auch wenn's nervt: "Hunnen" ist falsch. Die Hunnen kamen, raubten, waren wieder weg. . Alarich trifft es besser. Die Goten kamen, raubten, und blieben da. Und wurden irgendwann von den Franken abgelöst. Und die alle begründeten dann den Feudalismus und das christliche Abenland, auf das wir so stolz sind.

0 Der Tiger 14.07.2012, 07:19 Uhr

@ThorHa – Lassen Sie sich...

@ThorHa – Lassen Sie sich nicht von den diversen Lesern das Wochenende verderben. Vor einigen Wochen haben Sie mal zu mir geschrieben: . http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2012/07/05/kinder-bei-champagner-und-brot-verkommen-lassen.aspx 06. Juli 2012, 10:01 . “@Der Tiger - "Jawohl, ich bin stockkonservativ, ich glaube, dass man für sein Auskommen selbst verantwortlich ist, und den Gegebenheiten anpassen muss." . Machen Sie sich über das "stockkonservativ" keine Sorgen. Diese Haltung bleibt langfristig entweder mehrheitsfähig oder das Volk, in dem das nicht mehr der Fall ist, verschwindet einfach. Man muss gegenüber Kritikern dieses Grundsatzes kein schlechtes Gewissen haben. Sozialisten und Sozialbürokraten haben die Moral keineswegs gepachtet, sie tragen sie nur wie eine Monstranz vor sich her.” . Das mit der Monstranz fand ich besonders passend! Eine vergnügliche Tasse e-Kaffee wünscht Ihnen Der Tiger

14.Juli - Parade auf den...

14.Juli - Parade auf den Champs Elysees in Paris heute. Doch die Franzosen und die Deutschen haben fast nichts gemein.....?

@ HansMeier555 heute...

@ HansMeier555 heute 07.05h Die Erhalt der Unternehmen in Deutschland? Die sind heute wegen der Finanzkrise) mehrheitlich sehr unterbewertet. Beispiel, Deutsche Bank - Werte gestern €25B and der Börse in Frankfurt. SPOTTBILLIG!!! Deshalb empfehle ich, wenigstens den Finanzsektor (am besten auch BMW, VW, Daimler) in Deutschland zu verstaatlichen. Die sind "core German assets".

0 E.R. Binvonhier 14.07.2012, 09:13 Uhr

@Leser,...

@Leser, 00:56 Selbsteinschätzung bzw. Fremdeinschätzung ist ein hübsches Gesellschaftsspiel und passt schon in dieses Blog. Nur ist es eben irrelevant. Wir werden alle geschätzt - täglich 24/7 - und die Kosten die das verursacht: Erheben, dokumentieren, prüfen, analysieren und die Ergebnisse durchstechen stehen in keinem Verhältnis zum Ertrag. Die 20 Mio. für das DIW sind dabei peanuts. Substanz zählt nicht mehr, nur die Bewegung als solche, insbesondere Wanderungsbewegungen ( von einem Land zum anderen, von einem Stromanbieter zu einem anderen, oder an dem kleine Klick mit dem Finger, etc...) besteht ein Interesse und will man verdienen. Der Kostenaufwand ist enorm, den wirtschaftlichen Ertrag über diese Beschäftigungsschwämme hinaus, muss man mit der Lupe suchen. Folgerichtig ist trotz hohem Beschäftigungsstand, wieder hoher Zuwanderung der Einzelhandelsumsatz in 2011 wieder im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Und das obwohl man, wo man geht, steht und sitzt mit Produktwerbung zugeschüttet wird. Trotz Internethandel und Kreditkartenhochsaison. Es wurden nicht nur im großen Stil hochwertige Güter ins Ausland verschenkt. . Und wenn man glaubt und andere glauben machen will, wir leben in diesem Land über unsere Verhältnisse, darf sich als Opfer der Produktwerbung betrachten. .

HansMeier55, 14.07,12,...

HansMeier55, 14.07,12, 8:205:...und schlußendlich kam danach die Krönung, der Leviathan, dieser Moloch (Karthago,) den wir sowohl bilden, als auch mit Freudentränen opfern. Waren Sie schon einmal ein Opfer? Gar der Umstände?

Ein Zertrümmerer der I....

Ein Zertrümmerer der I. Globalisierung: .....und führt sie so, daß kein Chinese es wagt.... http://de.wikipedia.org/wiki/Hunnenrede

0 Giannozzo 14.07.2012, 10:24 Uhr

Leser (00:59), gewiss, man...

Leser (00:59), gewiss, man kann als Freiberufler sein Vorsorgekapital auch einfach verjuxen. Das ist dann halt das System Ponader: Jetzt Spaß haben, später die anderen für eine Grundsicherung zahlen lassen. Keine Lösung.

0 Köstlich 14.07.2012, 10:33 Uhr

Leider wurden die...

Leider wurden die Exportkreditgarantien für die Euro-Zone nicht eingestellt. . Die "PIGS" können vielmehr alle auf der günstigsten Stufe "1" von uns beschenkt werden. . Zu Griechenland steht z.B. unter "Länderbeschlüsse": kurzfristig Es bestehen keine formellen Deckungseinschränkungen. mittel-/langfristig Es bestehen keine formellen Deckungseinschränkungen. Sicherheiten Es besteht kein generelles Sicherheitenerfordernis. Länderkategorie 0 *) . @HansMeier555: Na dann lasst uns mal schön weiter produzieren, produzieren, produzieren. Wir haben ja nix zu verlieren.

Vroni@: Nixi wird Ihnen...

Vroni@: Nixi wird Ihnen nachhängen. Man bedenke: Ein jeder hinieden, ob f. o. m. ist ein Siegertyp. Schon bei der befleckten Empfängnis hat sich der männl. Sämling vor Millionen andern Mitkonkurrenten soweit vorgedrängelt, dass der endgültigen Vermählung nichts mehr im wege stund.Ihre unvergleichlichen Chromosömchen haben sich seit unverdenklichen Zeiten zäh durchgearbeitet, damit Sie hier im Blog gegenwärtig räsonniern können/dürfen. Is dat nix? Halten Sie weiter durch.Großer Lohn wird Ihnen zuteil werden. Bien sure.

0 Der Tiger 14.07.2012, 12:17 Uhr

Um jedem Missverständnis...

Um jedem Missverständnis vorzubeugen, die Liesbeth in . http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/wikipedia-und-die-streitkultur-im-wilden-zoo-der-sockenpuppen-11818398.html . bin ich nicht. Mein Vorname schreibt sich Lisbeth ohne “e” nach dem “i”.

0 E.R. Binvonhier 14.07.2012, 13:07 Uhr

@ Köstlich, wenn wir nix mehr...

@ Köstlich, wenn wir nix mehr produzieren; was wollen wir dann noch bewegen? Selbst in einer Wirtschaftsform in der Alle an der Bewegung anderer verdienen wollen, kann ich mir nicht vorstellen, dass das nur mit Klicks und Rechner generierten Daten klappt.

Plindos, klar wie...

Plindos, klar wie Kloßbrüh'. Bassd scho. Wie auch HansMeier berichtet, waren es die Franken, die dann das ganze Ding machten, während Attilla schon nicht mehr gut roch (er roch wohl zeitlebens schon nicht besonders).

Interaktiev mit starken...

Interaktiev mit starken Nerven, alles ausser Amerika ist Schwellenland. Sozusagen Hunnenland.

HM555 "Die Goten kamen,...

HM555 "Die Goten kamen, raubten, und blieben da. Und wurden irgendwann von den Franken abgelöst. Und die alle begründeten dann den Feudalismus und das christliche Abenland, auf das wir so stolz sind." Ach, so war das?! Gut zu wissen. Endlich. Danke.

Vroni: Ohne das Olfaktorium...

Vroni: Ohne das Olfaktorium geht auch diesbezüglich nichts. Die Negation davon ist pecunia non olet. Will sagen der Staat besteuert sogar die Cloaca urbi et orbi.

0 E.R. Binvonhier 14.07.2012, 16:54 Uhr

Und die Deutschen sind die...

Und die Deutschen sind die Verlierer: Es ging nicht um Poker, Roulette, Hütchen- oder Dominospiele. . Das Spiel nennt sich Mikado. Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.

0 Thorsten Haupts 14.07.2012, 17:31 Uhr

@HansMeier555 - Erhalt der...

@HansMeier555 - Erhalt der Unternehmen: Hat natürlich mit dem Erhalt der Privatpersonen absolut nichts zu tun, nicht wahr? Wofür brauchen wir Unternehmen, Subsistenzwirtschaft ist doch auch ganz schön. Ich habe auch von Ihnen schon deutlich Intelligenteres gelesen. Gruß, Thorsten Haupts

0 Thorsten Haupts 14.07.2012, 17:35 Uhr

@Der Tiger: Danke :-). Aber um...

@Der Tiger: Danke :-). Aber um mir das Wochenende zu verderben, bräuchte es schon einiges mehr. Wer austeilen kann, sollte auch einstecken können, der Grundsatz gilt auch für mich. Und gegenüber den Tönen in einer Projektkrise geht es hier sehr, sehr zivilisiert zu. Gruß und schönen Sonntag, Thorsten Haupts

0 hansgeier333 14.07.2012, 17:47 Uhr

Es ist wie mit den...

Es ist wie mit den ostelbischen Krautjunkern, mit denen seinerzeit Bismarck seinen Parforce-Ritt in Sachen Heeresreform gegen das Parlament und die Verfassung ritt: alles schonmal dagewesen, nur dass diesmal die Frechigkeiten westwärts aus Letzeburg kommen oder wo sich sonst die Gralshüter der angemaßten koordinierten Dummheit aufhalten. Da lob ich mir den Blatternarbigen: seit Jahrzehnten korrupt, jeder weiss es und keiner tut was dagegen, weil er jeden aus seinem Topf schmiert bis er das Maul hält. Genau wie der Eckstein. Oder der Ex-BaWü-Ministrant.

@ThorHa (13. Juli 2012,...

@ThorHa (13. Juli 2012, 15:41), pardon, ich bin etwas spaet. Der Akkuschrauber, das Wetter; Sie werden verstehen. Zur Demokratie: Langsam komme ich auf den Gedanken, dass auch die Idee der Demokratie, wie alles andere in dieser Welt, einer staendigen Neudefinition unterzogen werden muss. Demokratie ist ein Gedankenkonstrukt der letzten 200 Jahre (vergessen wir die Griechen, das ist Studienratsquatsch romantisierender Seelen). Es waere ganz gut, ueber die Volksbeteiligung und ueber den Einfluss des Volkes auf die Politik innovativ (Bawort!) nachzudenken. Nicht alles, was der Schwarm tut, ist wirklich intelligent, und selten, wir erinnern uns vergangener Zeiten, positiv richtungsweisend.

@E.R. Binvonhier, als...

@E.R. Binvonhier, als Grobmotoriker spielte ich als Kind Mikado. Gelernt habe ich, dass man das erste Staebchen ziehen muss, ohne das Gebilde zum Einsturz zu bringen. Frauen waren da sehr geschickt. Den Zusammenbruch erledigten andere. Siehe die Bundeskanzlerin. Die kann das. Und gewinnt. Zu unserem Wohl, zu Europas Leiden? Wer weiss das schon.

Giannozzo, 12:24, Das sehe...

Giannozzo, 12:24, Das sehe ich ebenso. Praktiziert werden kann sie aber trotzdem (sie wird es auch), und deshalb zählen die Rücklagen aus Sicht des Staates als freies Vermögen. . Ich kenne beide Systeme: Zwangseinzahlungen in eine private Altersversorgungskasse und frei verfügbare Rücklagen. Sicher ist keines, und falls man pflegebedürftig wird, steht oder liegt man ohnehin bald mittelos da. Dann müsse der Staat einspringen, wie man mir regelmäßig erzählt. Meine Rücklagen über das steuerlich Begünstigte hinaus seien daher unsinnig. . "Man" sind übrigens keineswegs die Ponaders dieser Welt und auch nicht Leute, deren Arbeit zu schlecht entlöhnt wird, um ihnen Ersparnisse zu ermöglichen. Es sind Bekannte mit vergleichbaren und höhren Einkünften, die auf die Solidarität der Allgemeinheit bauen. Ich betrachte ihre Haltung als, nun ja, wenig anständig, sie die meine als dumm. Kann man nichts machen.

E.R. Binvonhier, 11:13, ich...

E.R. Binvonhier, 11:13, ich fürchte, von Marktforschung und Werbung habe ich nicht die geringste Ahnung. Lohnt der Ertrag den Aufwand tatsächlich nicht? Wie erklären Sie sich dieses Phänomen dann? (Als Laie kann ich nur spekulieren: mehr Konkurrenz? Auf die Idee verfalle ich, weil mir seit einigen Jahren auffällt, dass überall Bekleidungs-, Kosmetik-, Schuh-, Krimskrams- und Supermarktfilialen aus dem Boden schießen. Wer soll denn den all den Kram kaufen? Gewiss, es gibt heute wahrscheinlich mehr Leute als früher, die sich Dinge leisten können, die sie gar nicht benötigen. Trotzdem steht den meisten Leuten kein unbegrenztes Budget zur Verfügung, die Anzahl potentieller Käufer ist also limitiert.)

@Don Alphonso und...

@Don Alphonso und HansMeier: Habe gerade bei der Konkurrenz folgenden Beitrag gefunden und musste spontan an Sie beide denken. Koennte Ihnen gefallen: . http://www.nytimes.com/2012/07/13/opinion/brooks-why-our-elites-stink.html?src=me&ref=general . Grobe Zusammenfassung: Unsere jetzigen reinen Leistungseliten funktionierten deshalb nicht, weil der Verantwortungsgeist der alt-gewachsenen Oberschicht fehle. . Man entschuldige, dass ich da bei den deutschen Stuetzen der Gesellschaft noch skeptische bin als bei den amerikanischen.

0 HansMeier555 15.07.2012, 06:54 Uhr

So ein schönes Fest, wo die...

So ein schönes Fest, wo die Untertanen in allen Städten und Dörfern auf dem Platz vor der Kirche einmal im Jahr ihrem Fürsten feierlich huldigen, das wäre in meinen Augen die einzig wahre und auch schon genug Demokratie. Man muß nur noch den richtigen Feiertag dazu aussuchen. Wenn das Datum des Thronjubiläums nicht passt, dann vielleicht "Erntedank".

0 E.R. Binvonhier 15.07.2012, 10:55 Uhr

@Leser 0:51, :-) ich verstehe...

@Leser 0:51, :-) ich verstehe auch nichts davon. Da bin ich gezwungen mir manchmal selbst 'dumme' Fragen zustellen und vergleiche den allgegenwärtigen und so eindrucksvoll betriebenen PR-Aufwand, den m.E. zu viele für die Wirklichkeit halten, mit dem, dann statistisch erfassten Ergebnis, und das ist negativ- trotz Bevölkerungszunahme-. Und leider auch kein isoliertes Geschehen, nur das was vor der eigenen Nase passiert.

0 E.R. Binvonhier 15.07.2012, 11:12 Uhr

...und sich einzurichten mit...

...und sich einzurichten mit dem was 'nötig' ist, kann gefährlich sein. Sind Barockgemälde nötig? Ist der ganze Bildungsaufwand nötig? . Da kann man schon mal wie Kommentator Savall befürchten, dass eines Tages Bücher unnötig seien.

E.R. Binvonhier "Und wenn man...

E.R. Binvonhier "Und wenn man glaubt und andere glauben machen will, wir leben in diesem Land über unsere Verhältnisse, darf sich als Opfer der Produktwerbung betrachten. " . Stimmt, Marketing ist das Zauberwort. Vor allem aber als Opfer geschickter PR. . Anderes Beispiel für geschickte PR: Bayern und besonders München gelten als reich. Das sind sie nicht. Ich komme aus einem sehr armen Eck Bayerns (wo sogar die Immobilenpreise darniederliegen), die Oberpfalz und Niederbayern sind ähnlich arme Ecken. Bayern besteht überhaupt nur aus ärmlichen Ecken außer maximal Nürnberg/Erlangen/Fürth (aber auch nicht so sonderlich reich, sondern rudern stellenweise); bleiben nur: Ingolstadt (Audi), Dingolfing (wg. BMW), der Speckgürtel um München mitsamt Oberbayern. Der Rest hat nix zu melden. . München: Verschwiegen wird, dass München mindestens 8000 Obdachlose hat (laut einer Zeitungsmeldung). Das sind so viel wie halb Röthenbach bei Nürnberg. Persönlich glaube ich, es sind noch mehr Obdachlose, tippe auf ganz Röthenbach von der Menge her. Was man nicht sieht, da ist es nicht unbedingt so, dass es nicht existiert. . Was alle diese Nixnutz-Ladenketten betrifft, die aus dem Boden sprießen (z. B. solche wie bei uns hier am Bahnhof, die einen Wienerwald verdrängen, der immerhin anständige Hendl hatte) und jetzt Billigdirndl mit Totenkopfaufdruck anbieten oder Sexy High Heels aus China), da hatte ich oft die Idee, dass manche solcher Läden nur zur Geldwäsche eröffnet werden. Brauchen gar keinen Kunden. Im nächsten Jahr ist wieder ein anderer Laden an der gleichen Stelle mit ähnlichen nichtkaufbaren Unsinnsprodukten. Was man sieht, das ist nicht wirklich da, und was da ist, sieht man nicht. . Daher halte ich es fast für gefährlich, als Wissbegieriger, Vielleser, sein ganzes Wissen nur aus den Medien und aus dem zufälligen Stadtbummel zu ziehen. Man muss sich hingegen Strukturwissen aneignen (hinter die Dinge sehen), dann erst kann man seine Ableitungen machen. Sonst ist man wirklich dem Ganzen hilflos ausgeliefert und macht als "mündiger" und vor allem "gebildeter" Bürger Kreuze dahin, wo man keine Ahnung mehr hat, was das bedeutet. Nämlich nix. Den Schnitt machen längst andere, aber nicht die Politiker.

0 Thorsten Haupts 15.07.2012, 13:30 Uhr

@T.I.M.- Eliten: Yep, schöne...

@T.I.M.- Eliten: Yep, schöne Artikel, trotz seiner Vereinfachung. Passt genau zu meiner Vermutung. Der Zangenangriff auf alle Traditionen, Tugenden und Autoritäten der letzten 40 Jahre hat genau eines übergelassen: Anything goes. Und das war und bleibt, was ein Teil der Angreifer schlicht übersehen hat, schon immer am bequemsten für die gesellschaftlich Stärksten. Mein Dank geht an die Linksliberalen, die diesen Angriff zuerst und am heftigsten begonnen haben. Erfolg auf der ganzen Linie ... Gruß, Thorsten Haupts

0 HansMeier555 15.07.2012, 14:09 Uhr

@T-I-M . Nicht alles, was sich...

@T-I-M . Nicht alles, was sich Meritokratie nennt, ist auch eine. Den Artikel in der NYT habe ich auch gelesen. . Antworten finden Sie im schmalen Büchlein von Karl Loewenstein, (siehe oben meinen Literaturtip, 13.7., 9 Uhr 9). . Kurz zusammengefaßt: Es gibt doch gar kein Problem, den maßgeblichen Korporationen geht es besser als je zuvor.

0 E.R. Binvonhier 15.07.2012, 17:35 Uhr

Vroni, das mit den...

Vroni, das mit den Textilgeschäften ist so eine Sache, hier am anderen Ende von D in einer sehr kleinen Stadt gibt es noch einen klassischen Bäcker und Metzger, daneben 7 Kleidergeschäfte nur jeweils wenige Meter von einander entfernt, die nicht nur Ramsch anbieten. Viel Kundschaft haben sie alle nicht - im Gegensatz zu Bäcker und Metzger. Kann es sein, dass die Produktionskapazitäten für Textilien die man in Fernost aufgebaut hat nun mit gleichen Problemen kämpfen wie die Deutschen mit ihren Panzern, Autos und was sonst noch alles gut und teuer ist? . Hauptsache fort damit! . Koste es was es wolle.

0 Freiwirtschaftler 16.07.2012, 15:39 Uhr

"Wo … der Mittelstand sich...

"Wo … der Mittelstand sich in fortschreitender Auflösung befindet, dort haben wir eine direkt dem Verderben entgegenreifende Entwicklung vor uns, und zwar umso sicherer, je größer der Reichtum ist, welcher diesen Auflösungsprozess des Mittelstandes begleitet." Dr. Gustav Ruhland, Berlin 1895 Die Ursache von Wirtschaftskrisen ist die systemische Ungerechtigkeit der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz, die – von einem Krieg bis zum nächsten und dazwischen mit exponentiell steigender Tendenz – die Gesellschaft in eine immer ärmere Mehrheit von Zinsverlierern (Proletariat) und eine immer reichere Minderheit von Zinsgewinnern (Dekadenz) aufspaltet, und die bisher alle Hochkulturen und Weltreiche zerstörte: http://www.deweles.de/files/untergang.pdf Damit unsere "moderne Zivilisation" überhaupt entstehen konnte, wurde diese "Mutter aller Zivilisationsprobleme" (die in Genesis_3 mit archetypischen Bildern und Metaphern exakt umschriebene Erbsünde) schon seit den ersten Anfängen der Geldwirtschaft aus dem Begriffsvermögen des arbeitenden Volkes ausgeblendet (wer den Urzins für einen "Apfel" hält, glaubt tatsächlich, dass arbeitsfreie Kapitaleinkommen auf Bäumen wachsen und nicht durch die Mehrarbeit anderer), sodass von staatlichen Universitäten indoktrinierte "Wirtschaftsexperten" bis heute glauben, dass Wirtschaftskrisen durch "Stimmungen" und/oder "politische (Fehl-)Entscheidungen" ausgelöst werden. Zweifellos kann dies zu Verstärkungs- und Beschleunigungs- oder vorübergehenden Eindämmungs- und Verzögerungseffekten führen, doch die Krise selbst ist mit "Wirtschafts- und Finanzpolitik" nicht zu beenden. Dies war in der Vergangenheit nur durch Kriege möglich: "Die Ursache für das Sinken des Zinsfußes wird vorzüglich darin gefunden, daß die besonders rentablen Kapitalanlagen großen Maßstabes heute erschöpft sind und nur Unternehmungen von geringer Ergiebigkeit übrig bleiben. …Nur ein allgemeiner europäischer Krieg könnte dieser Entwicklung Halt gebieten durch die ungeheure Kapitalzerstörung, welche er bedeutet." (aus der Zeitschrift des Sparkassenverbandes von 1891) Bekanntlich gab es danach zwei "allgemeine europäische Kriege", die sich sogar weltweit ausdehnen ließen, um soviel Sachkapital zu zerstören, dass der globale Zinsfuß wieder auf eine für den Kapitalismus lukrative Höhe angehoben und somit wieder neues Zinsgeld in neue Sachkapitalien investiert werden konnte. Ohne die atomare Abschreckung wäre es etwa in den 1980er Jahren zum 3. Weltkrieg gekommen. Auf der anderen Seite hat darum heute, durch das Ausbleiben dieser "überfälligen Sachkapitalzerstörung", die Zinsumverteilung – sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten – ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht, sodass wir unmittelbar vor der globalen Liquiditätsfalle (klassisch: Armageddon) stehen, die unsere ganze "moderne Zivilisation" auslöschen kann, ohne dass dafür ein Atomkrieg erforderlich wäre: http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/01/2012.html

E.R. Binvohier, 13:12, Oh, ich...

E.R. Binvohier, 13:12, Oh, ich habe nichts gegen unnötige Dinge. Aber Bücher dazu zu zählen? Also, ich weiß nicht recht. Wie soll man denn ohne sie zufrieden leben können, wenn man sie erst einmal entdeckt hat? Ohne Lernen wäre das Leben ohnehin fad, und Bilder sind gut fürs Gemüt. Dasselbe kann man natürlich auch über das 19. Sofa denken, den 511. Mantel oder das 1 273. paar Schuhe, meinetwegen auch über totenkopfbedruckte Dirndl und neonplüschige Schlüsselanhänger in beliebiger Zahl, jeder, wie er will. Wenn er sich dafür verschulden will, halte ich auch das für seine Angelegenheit (Folgen eingeschlossen). Aber interessant ist's schon, welcher Werbeaufwand wofür betrieben wird.

0 E.R. Binvonhier 16.07.2012, 23:14 Uhr

Werter Freiwirtschaftler, sehr...

Werter Freiwirtschaftler, sehr hübsch Ihr Link. Nur frage ich mich, was ein Silvio Gesell noch zum aktuellen Wirtschaftgeschehen, und das ist nur Finanzwirtschaft, in Zeiten in denen wir nicht nur Raketen zum Mond schicken, sondern auch hinter den Mond gucken, beitragen kann. Nix für ungut.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.