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Reichtum kleinrechnen für DIWandalan

15.07.2012, 13:49 Uhr  ·  Eine Viertel Million soll laut DIW schon abgabepflichtiger Reichtum sein. Es ist höchste Zeit, für den Plünderungsschutz den Besitz mathematisch zu minimieren

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Geht es auch eine Nummer kleiner?

fragt der Herr aus dem Reichshauptslum. So stelle ich mir dort die Lobbyisten vor: Schnellgangstudenten mit Jura und BWL, denen der Abschluss alles und Allgemeinbildung nur Zeitverschwendung ist. Da kommt dann sowas raus. Jeht es ooch nö Numma kleena wa, kommt einem also diese Person entgegen. Wohl fühlt er sich vermutlich mit praktischem Einweggeschirr, wenn er nicht gerade auf einem Event ist. Solche Leute rüpeln dann auch „Geht es auch eine Nummer kleiner?”. Bei uns würde man sagen „Könnten Sie bitte Ihren Ton mässigen”, oder „Sicher, pardon, das war natürlich etwas überspitzt formuliert, aber ist es nicht doch so, und sollte man nicht vielleicht auch bedenken…” – aber Stefan Bach ist Ökonom und Berliner und arbeitet beim DIW und schreibt so etwas in die Zeit, weil er sich nicht vorwerfen lassen möchte, er argumentiere mit seiner Vermögensabgabe ab kleinen 250.000 Euro mit einer Hunnentaktik – aber bitte, heute ist Sonntag, das Wetter in Bayern ist schön, wer wird denn streiten wollen, geben wir es ihm eine Nummer kleiner:

Bild zu: Reichtum kleinrechnen für DIWandalan

Die Zeiten der Völkerwanderung mit unfreiwilligen Wirtsgesellschaften und ungehobelten Barbaren waren lang und unerfreulich, es gab auch schon damals noch jede Menge Volkstum aus der Grossregion des Ostens, wo Berlin heute steht, Ostgoten, Awaren, Burgunder, Gepiden, Langobarden – und Wandalen. Kleiner als die Hunnen, unbedeutender, aber genauso unfähig, wirtschaftliche Zusammenhänge zu begreifen, immer nur auf Plündern aus und fern aller langfristigen Überlegungen. Doch, es geht eine Nummer kleiner, die Wandalen passen ganz gut zu dem DIW, das in der Armut des Spreesumpfes kein Mass mehr kennt. Reiche beginnen bei 250.000 Euro, pardon, aber wie arm muss man sein, wenn man das so argumentiert? Nach dieser Definition wären hier, wo Gesellschaft noch floriert und gedeiht. Putzfrauen reich und Bandarbeiter enorm reich. Dem Wandalen des 5. Jahrhunderts erschienen schon kleine römische Grenzstädte verlockend, den DIWandalen aus Berlin dagegen erscheint alles als Vermögen, was nicht in Berliner Art zur Miete leben muss, weil es keine Alternative gibt – und dann ziehen sie eben los und möchten alles, was nicht niet- und nagelfest ist, berauben.

Ohne zu verstehen, dass sie damit alles, was ihnen verlockend erscheint, zerstören. Ich habe extra in meinem Umfeld gefragt, als da wäre die kleine Selbstständige, die gerade eine selbst genutzte Wohnung abbezahlt hat – die würde sich bedanken, wollte man ihr jetzt aufgrund der Preissteigung der Immobilie, von der sie nichts hat, nochmal ein paar Tausend Euro abverlangen. Sie müsste dann eben Schulden machen, bei einer von den Plünderungsplänen ausgenommenen Bank, und Zinsen dafür zahlen, an jene Bank, und die wiederum macht sicher Kongresse, bei denen sich die Wirtschaftsinstitute herumtreiben und ihre Wandalenideologie verbreiten. Das betrifft den Bandarbeiter in meiner Heimatstadt, das betrifft das ältere Ehepaar, das etwas für die Rentenergänzung zurückgelegt hat, und viele andere, die dem Wohlstandsversprechen der BRD jene ominöse Summe abtrotzen konnten, und nun angesichts der Flucht ins Betongold klar darüber liegen. Keiner von denen ist ein Gewinner der Umverteilungsprozesse, sie waren nur sparsam und haben brav ihre Kredite bedient. Vielleicht sollte man sich von den 250k verabschieden und eine vernünftige Summe für den Reichtum nennen. Unter einigen Millionen brauchen wir da gar nicht anfangen.

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Aber wie es nun mal so ist: Auch hier musste ich mich eines Besseren belehren lassen. Denn auch die armen Millionäre – das sind die, die sich kategorisch für Mittelschicht halten und immer jemanden kennen, der wirklich reich ist – können aus langjähriger Erfahrung ihr Vermögen klein und unscheinbar machen. Vermutlich, weil vor den Plünderungshorden des DIW schon anderes Diebsgesindel vor den Türen auftauchte, Zeitschriftendrücker, Staubsaugervertrter, Anbieter geschlossener Immobilienfonds und die Esoteriker der Gewinne durch Lehmann-Zertifikate: Hat man nichts, gibt man sich zumindest den Anschein, nichts zu haben, dann verschonen diese Gestalten einen und ziehen weiter zu den Toskanabunkern mit den Chromringen an den Säulen. Solche Anlageexperten, die eignen sich eher für jene, die gerade zu Geld kommen, klassische Umverteilungsgewinner, die Zeitschriften wie Euro am Sonntag oder Geldidee lesen und sich mit Luxusuhren auskennen. Die brauchen so etwas. Unsereins dagegen weiss, dass es zwar langt, mehr aber auch nicht.

Denn eigentlich hat man so gut wie nichts. Ein klassisches Beispiel sähe etwa so aus: 250m²-Villa in der besten Lage einer süddeutschen Stadt. Da werden manche denken, sind diese Leute aber reich. Trauriges Faktum aber ist, dass solche, in den 60er und 70er Jahre gebauten Villen auf grösseren Grundstücken überhaupt nichts mehr wert sind. Momentan werden sie von Bauträgern weggeschoben und durch Toskanaklötze mit 8 Wohnungen ersetzt. So eine Villa ist da nur ein Kostenfaktor beim Abbruch. Mag man, unkundig von aussen wandalierend, auch an Vermögen denken: Diese Villen verursachen später einmal Kosten in Höhe von 50.000 Euro, aber auch nur, wenn nicht noch ein Schwimmbad im Keller entfernt werden muss. Da ist also kein Vermögen, keine dreiviertel Million. Und selbst, wenn man es so verkaufen könnte, wo sollten die Bewohner dann hin? Es ist selbst genutzt. Da hat man nichts von diesem „Vermögen”, das ist nur eine theoretische Zahl. Ein altes Haus.

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Nun mag so ein Wandale sagen: Dann gehen sie doch in ihre Zweitimmobilie. Also ob man so etwas besitzen würde. Man hat keine Zweitimmobilie, in der Altstadt steht halt noch das ganz alte Haus. Ein Groschengrab, das dauernd saniert und restauriert werden muss. Es ist so teuer, dass der Staat den Unterhalt steuerlich begünstigt, wegen Denkmalschutz. Und somit ist das kein Vermögen, von dem man herunterbeissen könnte, sondern ein unverkäuflicher Dienst an der Gemeinschaft. Vermögen wäre es, das Ding heiß mit einer Gasexplosion zu sanieren, die Versicherungssumme zu nehmen und dann ein Renditeobjekt in die Stadt zu klatschen. So, wie es jetzt ist, sind es 50 allenfalls an Studenten vermietbare, aber unverkäufliche Räume. Man kann nicht einfach die 400.000 Euro, die hier für 100m² Altstadtwohnung veranschlagt werden, auf ein Collegium mit 1000m² hochrechnen, wo allein schon das historische Treppenhaus 200 m² verschlingt. Das Ding ist unverkäuflich. Das tun sich nur so verrückte Familien an, statt ihr Geld dorthin zu bringen, wo es jeder hintut – aber dort kommt kein Wandale hin, deren Macht endet an der Schweizer Grenze. Weiterhin ist da also kein Vermögen. Nur Verluste bei jedem Handwerkerbesuch.

Sicher, Geld ist da. Ein wenig. Das aber muss man vorrätig haben, wenn etwas passieren sollte. Bei solche Immobilien braucht man immer wieder mal 100.000 Euro, Sanierung, ein Dach, Wärmeisolierung, das alles ist also kein Reichtum, sondern nur kleine Sicherheit am Rande des finanziellen Abgrunds. Hätte man es nicht, man könnte die Häuser nicht halten. Man kann das also keinesfalls mit einrechnen. Zumindest nicht, bevor es eine halbe Million übersteigt. Ungläubige Wandalen können sich gern die Rechnungen vom letzten Dachdecker anschauen. Nur, weil man etwas Geld auf der Bank hat, ist das noch lange nicht verfügbar. Das mag beim neureichen Mitleuten anders sein, aber die kennen wir nicht.

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Was? Was soll da noch sein? Wohnungen in München? Nichts da, das Studentenwohnungen der Kinder, längst, genauer gesagt, vor dem letzten Raubzug mit drohenden Verkehrswerten bei der Erbschaftssteuer überschrieben. Aktien und Anlagen? Reste früherer Fehlentscheidungen, übelst gerupft durch die Krisen und Inflation, da hat man schon geblutet, wieso sollte man jetzt nochmal zahlen? Und ausserdem sollte der Staat doch froh sein: Kommt irgendwann der Pflegefall, und die Rente reicht nicht aus, dann zahlt man das eben selbst. Da liegt man niemandem auf der Tasche, das ist ein Dienst an der Allgemeinheit, da ist nichts zu holen, wir geben nichts. Sollte das DIW das aber anders wollen, müssten wir noch einmal mit dem Ministerpräsidenten darüber reden, wieso die einen zuzahlen müssen, und die anderen, die nichts haben, nicht – das ist hier bei uns nur ein Ratsch auf dem Wochenmarkt, und dann wackelt Berlin. Übrigens sollte man sich auch klar darüber sein, dass die horrenden Kosten, Kosten und nochmals Kosten für die kleine Hütte am Ammersee nur deshalb so hoch wurden, weil der Park, der Tennisplatz, das medizinische Whirlbad und das Bootshaus auch senioren- und behindertengerecht sein mussten. Auch das kann man nicht als Vermögen betrachten, ganz im Gegenteil: Sollte das verkauft werden müssen wegen der Wandalen, wären das preismindernde Einbauten. Verluste, wirklich schlimme Verluste. Und sonst? Die Bilder von der Tant’ Agnes? Man war arm, man konnte sich 1740 noch keinen Photographen leisten, deshalb ist das auf Öl, aber kein Wertgegenstand. Die Skulpturen? Die waren im Haus in der Altstadt dabei, und Barock ist doch eh nichts wert, alle wollen Leipziger Schule. Man wird doch sicher auch nicht anfangen wollen, wegen ein paar lachhaften Kilo Tafelsilber, alles nur geerbt, herumtun zu wollen. Und die Autos sind auch schon fast schrottreif. Was ist denn der Zeitwert von so einem Mercedes aus den 50er Jahren, der nicht mal ein Dach hat? Nix.

Und so weiter. No DIWandals allowed, das werde ich jetzt jetzt auf Messingschilder gravieren lassen und im Bekanntenkreis vertreiben, dafür gibt es Bedarf, und wenn sie doch kommen sollten, wird man ihnen schon erklären lassen, wieso es hier nichts zu holen gibt. Vom Personal aus dem Osten, die sprechen dann deren Sprache, nehme ich an, das kommt ja auch aus so Regionen, ist aber mit ein paar hundert Euro pro Woche und der kleinen Einliegerwohnung zufrieden, und kann, falls es sich nicht benimmt, zum Teufel gejagt werden. Und wenn die DIWandalen auf Raubzug gute Argumente zum armen Leben bei uns in den Vorstädten nicht überzeugen, helfen vielleicht Stücke aus der wertlosen Büchsensammlung vom Opa. Vielleicht sollte man jetzt doch noch den offenen Kamin in die Halle bauen lassen, dann hat man noch weniger, und kann die Schiessprügel endlich mal aufhängen, wo sie in Griffnähe sind.

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Auch für arme Menschen sind das nämlich harte Zeiten. Wenn das alles nicht helfen sollte, da haben sie sich schon informiert, machen sie eben eine Immobilien-GmbH auf. Unternehmen wollen die DIWandalen nämlich ungeschoren lassen.

 
 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (233)
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So spricht ein leicht...

So spricht ein leicht reizbarer Oberbayer. Die von vielen Schicksalsschlägen gebeutelten Franken (letzte Schicksalsschläge: die Existenz von Beckstein, Loddar und Guttenberg) sind da bedeutend gelassener. Sie wissen: Es wird nichts so heiß gegessen, wie gekocht wird. . Der DIW ist doch nur ein dummes Berliner Institut. Wer bellt, beißt nicht. Man nehme das nervige Münchner Ifo-Institut mit dazu, das auch immer versucht, Politik & PR zu machen, und hänge ein wunderschönes Rokkoko-Bild drüber.

Sie sind so herrlich böse!...

Sie sind so herrlich böse! Und als Jurastudent, der sein Fach ernst nimmt und nicht dem Abschlussturbo einschaltet, weil ich etwas dauerhaftes mitnehmen will, unterschreibe ich Ihr Manifest, Zeile für Zeile. Bis auf eines. Das Wetter ist so schön heute nicht in Bayern.

0 Berliner seit 67 Jahren 15.07.2012, 14:59 Uhr

Korrekt wäre: "jehts ohch ne...

Korrekt wäre: "jehts ohch ne Numma kleena?"

Sorry, Don, aber bei langem...

Sorry, Don, aber bei langem Vocal ein ß tippen, also "Kein Maß mehr kennt", dann versteht man's auch und es hemmt nicht den Lesefluss.

Werter Don, da haben Sie ja...

Werter Don, da haben Sie ja noch einmal die rhetorisch-ironische Kurve genommen. Nach dem letzten Beitrag konnte man ja meinen, sie hielten sich tatsaechlich fuer arm. . Aufgrund dieses Textes hab ich nochmal kurz ueber die Vandalen gelesen. Also es scheint, dass diese selbst vor den Hunnen fliehen mussten (aus der Berliner Region). Spaeter haben sie dann kurzfristig ganz Nordafrika kontrolliert, Rom gepluendert, zweimal die roemische Flotte vernichtet und sogar eine gemeinsame west- und ostroemische Militaeraktion siegreich ueberstanden. Nach ein paar weitern Jahrzehnten war der Spuk dann zwar wieder zu Ende, aber ich denke, von Ihren Messingschildern haetten diese Leute sich nicht beeindrucken lassen.

0 donalphonso 15.07.2012, 15:14 Uhr

Gibt es irgendwas jenseits...

Gibt es irgendwas jenseits eines Koffers mit kleinen Scheinen, das einen Experten beeindruckt?

0 donalphonso 15.07.2012, 15:15 Uhr

Nohmals, das ß mache ich aus...

Nohmals, das ß mache ich aus Prinzip nicht. Aber es ist auch neine stete Klage. . Jeeves, das glaube ich gern, ich war lang nicht mehr dort und habe das meiste vergessen.

0 donalphonso 15.07.2012, 15:16 Uhr

Stephan, hier und jett: Bauer...

Stephan, hier und jett: Bauer Himmel. Nicht ideal, aber nicht Berliner Chlorgelb. . Vroni, man ist versucht, deren alte Sprüche vor der Krise herauszusuchen und ihnen diese Medizin zu geben.

Nochmals, voellig unnoetige...

Nochmals, voellig unnoetige Ligatur, das sz. Man haette sich, wieder einmal, ein Vorbild an den Schweizern nehmen sollen und den Quatsch bei der "Rechtschreibreform" komplett streichen koennen.

0 perfekt57 15.07.2012, 15:35 Uhr

ähh, wer das nötig hätte,...

ähh, wer das nötig hätte, wäre der nicht ... anfänger? . http://www.michaelgraeter.de/2005/nizza-brutal/

0 perfekt57 15.07.2012, 15:46 Uhr

und wäre es nicht in wahrheit...

und wäre es nicht in wahrheit so, dass diejenigen, die was von der welt verstünden - also ggfls. auch arbeiten könnten - sich schon immer - u. a. mit dem nebenziel vermögenserhalt resp. -ausbau - eine tätige beteiligung suchten, statt bloß langweilige immobilien zu horten? eben auch, weil tätigkeit spaß machte, reiseanlässe böte, begegnungen förderte, usw., usf.? . ein weites feld, könnte man stundenlang von handeln ... .

Nur keine Panik,...

Nur keine Panik, DA. http://www.welt.de/wirtschaft/article108297384/Firmen-drohen-bei-Reichensteuer-mit-Abwanderung.html Trotzdem.... man muss (auf französisch) "toujours botté et prêt à partir" sein.... (always have your boots on and be ready to leave)

0 SUPERSCHWIEGERSOHN 15.07.2012, 16:00 Uhr

Die sogenannte "Studie" des...

Die sogenannte "Studie" des DIW zu "Vermögensabgaben" kann sich auf der Seite des Institus ein jeder hinunter laden. Ich tat dies, unwissend dass es mir an diesem Tag Teile meiner Lebensfreude rauben würde: Es geht ausschließlich um die rechnerische und politische Machbarkeit dieser Zwangsmaßnahmen.
Vereinbarkeit mit Recht? Sozialer Marktwirtschaft? Ethik? Moral? Nichts dergleichen findet Erwähnung. Der für das Machwerk Verantwortliche folgt also nur der Prinzipienlosigkeit der Euro-Retter. Wie der Herr, so´s Gescherr...
Sauber gerabeitet ist das -recht schlanke- Machwerk aber leider auch nicht. So wird beispielsweise ohne weitere Argumentation behauptet, eine Abgabe in der angedachten Höhe würde dem Konsum in Deutschland nicht schaden. Man muss kein Freund der Konsumideologie sein, um dies zu bezweifeln...

Jaja, perfekt!57, so ist das....

Jaja, perfekt!57, so ist das. Mir haben sie gestern meinen Kaercher vom Dachgarten geklaut. Niemand weiss, wer's war. Einer Bekannten kam die Unschud abhanden. Auch sie weiss nicht, wer da so boese war. Nur eine Swatch blieb ihr. Und ihr Hollandrad.

0 Umverteiler 15.07.2012, 16:54 Uhr

Gemach, versammelte...

Gemach, versammelte Vermögende ! Es ist doch bekannt, dass das DIW das "volkswirt- bzw. volkswissenschaftliche Sprachrohr" der RotGrünInnen ist. Der Mittelstrahlökonom Dr. Bach hat eben mal das in 15 Jahren postgraduierter unterbezahlter Lehrtätigkeit in Orchideenwissenschaften aufbaubare eigene Vermögen überschlagen und definiert, dass jeder, der mehr akkumuliert hat, per Definition vermögend sein muß. Und der Mann ist kompetent, denn er beschäftigt sich durchgehend seit 15 Jahren mit der Frage, wie das kälteste aller Ungeheur namens Staat zu zusätzlichen Steuereinnahmen kommen kann, ohne jemals von der Politik "erhört" worden zu sein. Dass der schleswig-holsteinische Salon-Bolschewike Stegner und das gesamte rotgrüne Umverteiler-Gesocks diese Steilvorlage natürlich dankbar aufnimmt, sollte uns nicht allzu sehr erschrecken. Die SPD lebt schon seit 2 Generationen vom nie eingelösten einzigen Parteiprogrammpunkt, Vermögen nachhaltig umzuverteilen, wird aber regelmäßig von der "dunklen Seite der Macht" vom ursprünglichen Vorhaben "wegkorrumpiert". Außerdem könnte man dann mit dem einzig seit knapp 70 Jahren ziehenden Parteiprogrammpunkt, dem emotionalen Appell an Neid und Mißgunst der in jeder Weise Minderbemittelten, nicht mehr in den nächsten Wahlkampf ziehen. Das ist wie bei der katholischen Sekte: wenn man das Himmelreich gleich hier und jetzt haben könnte, würde doch keiner mehr die Messe besuchen und Zeit damit verschwenden, aufs Jenseits zu hoffen. Der Katholizismus ist eine "Verzichtsreligion", der den philosophisch unbestimmten Begriff der "Gerechtigkeit" einem höheren Wesen in ungewisser Zukunft zuschreibt.

Dieser oft schnöselige Ton...

Dieser oft schnöselige Ton hier gegenüber Preußen, insbesondere Berlin ist unfreiwillig komisch, wenn man bedenkt, dass bspw. Berlin/Potsdam es auf 3 Weltkulturerbestätten bringt. Das große deutsche Loch findet sich diesbezüglich in Oberbayern. Wenn Ihr in Oberbayern also irgendwann die Anzahl und Klasse der hiesigen Opern, Museen, Theater erreicht habt, dann könnt Ihr Euch gerne wieder melden. Also nie... Selbst Sachsen-Anhalt hat da mehr an Baukultur zu bieten...

0 rittervomgeist 15.07.2012, 17:17 Uhr

Ein Kommentar mit Schaum vor...

Ein Kommentar mit Schaum vor dem Mund; die Metapher ist schief, ich weiß, aber so etwas erwartet man von Ihnen, verehrter Don, dann doch nicht. Sie wissen so gut wie ich und jeder andere, der seine fünf Sinne beisammen hat, hat dieses 'Denk'modell des DIW nicht die geringste Aussicht auf Realisierung hat. Wozu der aufgeregte Wortschwall? Richtig bleibt aber die Feststellung, dass die besseren Kreise (die nicht bei 250k beginnen) von der Schuldenpolitik der letzten Jahrzehnte profitiert haben. Dass die also freundlich gebeten werden, zur Problemlösung ihr Scherflein beizutragen, halte ich für nachvollziehbar. Man könnte aber auch die ALG II-Bezieher auf Null setzen (ein reizender Gedanke, nicht wahr?), aber das brächte gerade mal schlappe 40 Milliarden, und das wird nicht reichen.

0 Umverteiler 15.07.2012, 17:42 Uhr

Werter Don, ich sehe gerade,...

Werter Don, ich sehe gerade, dass sich die geplante Umverteilung schon zum Fortsetzungsroman entwicket. Waren's vor wenigen Tagen noch die Hunnen, sind es jetzt die Vandalen, die aus dem "Bundeshauptslum" einfallen (das Copyright für diesen Begriff liegt vermutlich bei einem der Hartgeld-Autoren, die schon seit Jahren den Untergang des bürgerlichen Wertesystems voraussehen und sektengleich das Armageddon täglich erwarten). Könnte man den gedanklichen Spagat nachvollziehen, dass die Vermögenden direkte Profiteure der Finanzspekulation seit 2008 sind und somit unmittelbar Verursacher einer gesamteuropäischen Schuldenmisere, dann sind die Folgerungen eines Herrn Bach wohl "gerechtfertigt", diese Klientel zur Kasse zu bitten. Das leicht durchschaubare Ziel der Studie ist wohl, den Sterbeprozeß der Fehlgeburt namens Euro mit den letzten alternativlosen Mitteln hinauszuzögern, indem private Vermögenswerte und Papierforderungen, also "Aktiva" in Euro, vom Gläubiger auf den Schuldner Staat umgeschrieben werden, was die Illusion eines werthaltigen Scheingelds noch etwas länger aufrechterhalten kann. Und von wem kann man nehmen, doch nur von denen, die haben, allein das "moral hazard" muß man "wegargumentieren", indem man den "vermeintlich Vermögenden" zum "Finanzspekulanten" "aufwertet". Aber, letztendlich ist es schon richtig: wer netto Forderungen gegen das Scheingeldsystem besitzt und somit "vermögend" ist, muß daran interessiert sein, das Ponzi-Schema auch unter Abschreibung wertloser eigener Forderungen, also qua Vermögensabgabe, länger am Leben zu halten, damit die Mitschafe noch länger nicht vom Glauben ans Buntbedruckte abfallen und fleißig weiter im Hamsterrad noch schneller ihre Runden drehen. Das G(ame)O(ver) kann sich kein vermeintlich Vermögender wünschen, denn das endet in einer Totalabschreibung, sprich Ausbuchung aller Papierforderungen in einer Währungsreform.

0 rittervomgeist 15.07.2012, 17:48 Uhr

@Umverteiler Ich habe bis...

@Umverteiler Ich habe bis jetzt geglaubt, dass bestimmte Erscheinungsformen von Dummheit (jedenfalls im Bereich von homo sapiens) nicht unterschritten werden können. Sie haben mich eines Besseren belehrt.

@Umverteiler: so an...

@Umverteiler: so an Schmarren @alle: die Studie war ja ein schöner Schlag ins Kontor, da bellen auch nicht getretene Hunde; diejenigen die den Hasen nicht gesehen sondern nur der Meute hinterher rannten werden sich eh bald wieder verkriechen; beim Kleinrechnen bin bei Don Alphonso, nur wird das so nicht funktionieren, die Rechenregeln machen die Anderen.

0 aristius fuscus 15.07.2012, 18:51 Uhr

Ein wenig verwirrt hat mich...

Ein wenig verwirrt hat mich dieser Beitrag schon zurückgelassen. Handelt es sich jetzt um eine mehr oder weniger ernstgemeinte Kritik an den DIW-Vorschlägen oder um eine Satire auf das Jammerlappentum des gehobenen Bürgertums? Ich vermute ersteres, bin mir aber nicht sicher. Wenn dem so sein sollte, kann man nur sagen: komplett am Thema und der Realität vorbei. Es dürfte offensichtlich sein, dass diese exzessiven Bankenrettungen, die die Politik zur Zeit nahezu ausschliessich beschäftigen, früher oder später ihren Preis fordern werden. Ob diese Rettungen nötig sind oder nicht ist eine Frage, die zu beanworten ich mir nicht zutraue. Das DIW hat lediglich die Frage nach dem Personenkreis gestellt, der diesen Preis aufbringen muss, und ist zu einem durchaus vernünftigen Ergebnis gelangt. Alternativ dazu kann man an Geldentwertung denken, aber das trifft in der Tat ausschliesslich den arbeitenden, nicht den besitzenden Teil der Bevölkerung. Das gleiche gilt für Steuererhöhungen, bleibt also die Vermögensabgabe, die gemäss dem DIW-Vorschlag noch einigermassen moderat ausfällt, in die Armut wird damit jedenfalls niemand getrieben. Der Vergleich mit den Vandalen trifft also nicht wirklich ins Schwarze. Wenn schon historische Reminiszenzen aus der Römerzeit, sollte man eher an die Spätzeit der Republik denken. Hier sahen sich die Machthaber gezwungen, ebenfalls zu einer Vermögensabgabe zu greifen, um die allzu mächtig gewordenen Legionen der Bürgerkriegsära (a.k.a. Banken) ruhigstellen zu können. Das ganze nannte sich Proskriptionen, und die Proskribierten verloren nicht nur 100% ihres Vermögens, sondern gleich noch ihr Leben dazu. Hätte es damals vergleichbare Vorschläge gegeben, Cicero und seine Standesgenossen wären sicher heilfroh gewesen, so billigen Kaufs davongekommen zu sein.

0 perfekt!57 15.07.2012, 18:52 Uhr

und berichte vom zeitgeist so...

und berichte vom zeitgeist so vieles oder "was murmeln die nixen von rügen?" . es sei evtl. - womöglich besonders für solche, die noch eher häufig intelligent auf noch vorhandenen wochenmärkten kaufen - empfohlen den film "food inc." von kenner nochmals zu sehen - "kleines update", vielleicht für solche, die schon alles wissen. "kleiner erinnerungsreiter auf der karteikarte tut manchmal doch wieder ganz gut". (und wer weiß, wie lange es noch wochenmärkte gibt?) . http://www.youtube.com/watch?v=QqQVll-MP3I http://www.amazon.de/Food-Inc-Was-essen-wirklich/dp/B0040Q0ZX2 http://de.gloria.tv/?media=125010 . und letzte woche den besuch von fürst albert & frau in stuurgard zur kenntnis genommen? überall in den nachrichten; radio mal wieder gut, weil viel o-ton. . und war wohl so, wie es war: der gute fürst hat sich zeit gelassen ins ländle zu kommen. wollte das aber. sobald wie möglich. nachdem also klar war, dass kretschmann fest im sattel sitzt, sein handwerk versteht und die verbindung fürs fürstenhaus keine blamage oder belastung darstellen würde. "grün-konservativ sind wir ja heute alle", fürst albert II (sternzeichen fisch von 1958) aber schon viel früher ("der kommt ja auch von weiter oben, hat mehr überblick.") . und überall wurde berichtet: "der fürst hatte ja auch seine umweltstiftung bereits 2006 gegründet". gerade so, als ob die weltaristokratie auf der zeitachse nur drauf gewartet hätte, dass "junge alte, früh vergreiste, korrupte, vielleicht doch un-intelligente cdu-spezialisten von gestern" (mappus) nun endlich vom wähler zu recht weggespült worden wären, um ins neue, junge, zukünftige, bessere aufbruchs-deutschland kommen zu können ... . . und im radio natürlich diese interviews, dem volk gerecht: also wasgibtsdennzuessen und washatsiean. und k. hatte natürlich keine ahnung, was er dem fürst als menue servieren würde. denn er wollte ja mit dem reden, projekte entwickeln, übereinstimmungen festellen, ggfls. fördern. aber essen? was es gibt? "keine ahnung". später aber wusste man's dann doch, weil eben auch fürs volk so unverzichtbar, wie ihre garderobe. also was mildes, ausgewognes, nicht scharf machendes, nichts aufregendes, also kalbsbraten mit salzkartofellen und gemischtem gemüse. . und ach ja: beim daimler, ein feigenblatt, war fürst albert natürlich auch. und charlene mit. fanden das daimler-automobil-museum "ganz toll". "so die wendelspirale hoch". "geniale design-idee" usw., usf.. (was auch sonst? kunsthandwerk ist kunsthandwerk - und soll immer ganz toll gelobt werden: "soviel arbeit!") . und dabei weiß doch die gegenwart schon alles: "geschossflächenzahlverbrechen für arme überall." (und zwar am besten direkt noch gleich bis in die freizeit fortgesetzt, dann fällts nicht so auf. damit alles gleich dämlich wäre. so gesehen.) "geschossflächenzahlverbrechen für arme" überall. nichts sonst, falls man den fokus falsch legt. außer wochenmärkten, unverstanden. . http://www.floatinghomes.de/ ("B-Type") http://www.waterhus.de/ (brandenburg) "die schwimmenden ferienhäuser der marina lauterbach liegen fest vertäut am steg, der über das wasser führt. von nahem wirken sie verlässlich und gleichzeitig übermütig und unberechenbar, so, als könnten sie sich im nächsten augenblick von ihren ketten losreißen. der boden unter den füssen der gäste verschwimmt in seltsamen träumen. was murmeln die nixen von rügen? warum ist das schweigen der fische so schwatzhaft? was gluckst und plappert so trunken unter dem vollmond?" http://www.im-jaich.de/dasein/wasserferienwelt-ruegen/schwimmende-ferienhaeuser/index.php . und womöglich besser ein uniformes boot, als gar kein lebenssinn http://www.schattmaier.com/ . und nachhaltiges öko: "Couchtisch, aus rustikal wiederaufbereitetem Teakholz. Jeder ein Unikat." http://www.impressionen.de/shop/produkt/couchtisch/5083184?query=couchtisch&origPos=1&pos=1&origPageSize=9&page=1 . "zeit für feudalismus also, was sonst? die mitteleuropäer können doch nichts anderes, nichs anderes wächst aus ihnen, wenn sie das schicksal nur lässt", so mindestens eine stimme hier.

0 E.R. Binvonhier 15.07.2012, 18:57 Uhr

Reich sein kann ja ganz schön...

Reich sein kann ja ganz schön anstrengend sein und in Nizza auch noch gefährlich. . Opa mit Kleinstrente, der seine Enkel und Enkelinnen rechtzeitig schult ist da besser dran. . Werter Umverteiler, Herrn Stegner treibt keine Neiddebatte um. Er will den Reichen nur ihr schweres Los etwas leichter gestalten. Schlichte Fürsorge, wie es sich für einen Politiker geziemt.

0 E.R. Binvonhier 15.07.2012, 19:19 Uhr

OT: Der Rumäne Punta, will...

OT: Der Rumäne Punta, will von Zusagen an die EU wieder zu Hause angekommen, nichts mehr wissen. . Einzig die Deutschen scheinen vor Brüssel zu bibbern, oder zu glauben da wäre Macht zu erringen.

0 perfekt!57 15.07.2012, 19:27 Uhr

kleinigkeit evtl. noch zur...

kleinigkeit evtl. noch zur abrundung von den himmelsrichtungsablenkungen, also süd statt berlin: http://www.laveno-realestate.com/de/information/konzept/26-0.html . und der kern des konzeptes:" Laveno Premium Realestate ist aus der Idee entstanden, dem ehemaligen Areal der Keramikmanufaktur, für die Laveno weltweite Bekanntheit erlangte, wieder neues Leben einzuhauchen. Laveno Premium Realestate liegt eingebettet in der neuen Parkanlage direkt an der Uferpromenade, welche von den englischen Landschaftsplanern Gustafson & Porter konzipiert wurde. Dieser Park mit wunderschönen Gärten, einem Seerosenteich und Alleen ist der Kern des Konzepts." . und man könnte sich manchmal womöglich des eindrucks nicht erwehren, dass es inzwischen mehr so rentner-bruchbuden gibt überall, als man sinnvollerweise zur kenntnis nehmen sollte: http://www.residenzenschlossvelden.com/ . und schließlich gehen die europäischen nationalstaaten nicht unter, sublimieren sich lediglich zu transnationalen wirtschaftsverbünden höheren rechts mit verbliebenem großen demokratiepotential, darin die motorrisierten vier-ringigen brot-und-spiele-veranstaltungen für höhere einkommen als eine katalysatorähnliche durchgangsfunktion auf unsere geliebte eurostärkung durch uniforme produktausbreitung großen stils wirken. . warum als audi und vw nicht gleich schon morgen werbung schalten gegen den deutschen staat wissen die götter. schließlich stellt der staat mit seinen im direkten vergleich größtenteils un- oder wenigernützen 4,6 millionen arbeitsstellen die letzte große verbliebene personalreserve in deutschland bei vollbeschäftigung. "sie fühlen sich an ihrer, sprechen wir es doch einmal ruhig aus, im grunde doch recht einfachen und vergleichsweise simplen staatsarbeitsstelle im öffentlichen dienst objektiv nicht recht ausgelastet, können die fortschrittlichen büromöbel ihrer zolldienststelle, neu von 1979 in grün und hellholz nicht mehr sehen, wissen, dass sie mehr können, als den feierabend abwarten bei unbezahlten überstunden, wollen jetzt endlich mal was anderes machen, evtl. auch 9.000 oder 13.000 euro weihnachtsbonus bekommen wie unsere autobauer alle, und möchen mal wieder an neuester technologie teilhaben und zur globalen mobilität beitragen, womöglich häufig unbeschwert und nützlich international reisen? dann kommen sie zu uns, wir bieten ihnen glorreiche teilhabe, statt bloß weiter bis ins nichts bloß unsichere amtstube ... ." . heimlich abwerben tun sie ja womöglich schon lange, dadurch dass durch lobbistenarbeit arbeitsstellen im staatsdienst nicht oder unzureichend neu besetzt werden, so die starke allgemeinwirtschaft im vollbeschäftigungsengpaß zu fördern. es würde nun aber zeit auch für abwerbung 2.0: öffentlich & frontal!

0 donalphonso 15.07.2012, 19:46 Uhr

rr, es gibt kein Preussen, nur...

rr, es gibt kein Preussen, nur eine Zone, die 1989 hier einmarschiert ist. . aristius fuscus, um es mit Villon zu sagen: In unserm Puff kriegt jeder, was er braucht. Es ist alles.

0 HansMeier555 15.07.2012, 20:37 Uhr

Wandalen. Ja, es geht auch um...

Wandalen. Ja, es geht auch um die Lust am kaputtmachen. Durchaus.

0 HansMeier555 15.07.2012, 20:53 Uhr

Und apropos Hunnen: Was haben...

Und apropos Hunnen: Was haben die Chinesen eigentlich für ein Steuersystem? . . . .Und die Mongolen?

0 E.R. Binvonhier 15.07.2012, 22:23 Uhr

...herzerfrischend, das...

...herzerfrischend, das Interview der ZDF-Journalistin Betinna Schausten mit BK Merkel auf SPON. . "Wir bleiben weiter auf Wachstumskurs." . DA, wie war das nochmal? In diesem *****bekommt jeder was er braucht?

0 Folkher Braun 15.07.2012, 23:00 Uhr

Moin. @Umverteiler: Was den...

Moin. @Umverteiler: Was den D.A. umtreibt, ist, was der DIW- Vorschlag de facto ist: die Androhung des Hartz IV für kleine Vermögensbesitzer. Das ist ja jetzt schon der Fall: Wer z.B. als Ingenieur fleißig 30 Jahre gebuckelt, die Blagen großgezogen, das Häusken abbezahlt hat, bekommt, wenn er 55 jährig arbeitslos wird noch ein Jahr ein - nicht vorhandene - Chance und dann ab in Hartz IV. Haus - unter Zeitdruck - schlecht verkaufen, dann den Erlös verbrauchen, bis der Selbstbehalt von ca. 10 T€ erreicht ist und tschüss. Ich habe das bei meiner Lebens- und Immobilienpartnerin erlebt: Als Besitzerin des Hauses ihrer Eltern (mit Nießbrauch- Regelung) wurde ihr nach drei Krebsoperationen und Arbeitsunfähigkeit (von der Agentur bestätigt und von der Rentenversicherung negiert) empfohlen, das Haus zu verkaufen, ihre Eltern könnten dann ja Miete zahlen. Jetzt kommt via DIW die Expropriation der kleinen Vermögensbesitzer in etwas höheren Preis- Regionen. Genau so - sage ich mal in Fuhrleute- Diktion - drecksäckig, wie unsere politischen Entscheidungsträger es schon bei den kleinen Leuten mit der Agenda 2010 durchgezogen haben. Die konnten sich nicht wehren, weil ihre ursprüngliche Organisation, die Gewerkschaften, besoffen waren von der Vorstellung, dass Gazgerd und Adecco- Wolfgang und IGM- Riester es schon richten würden. Ich bin hier in D´dorf Beirat der Eigentümer eines 40 Wohnungen- Komplexes. Wer sich mal mit dem Erhalt von Immobilien beschäftigt hat, wird zugeben, dass der Erhaltungsaufwand immer unterhalb des technisch nötigen Aufwands rangiert. Würde man den Leuten klar sagen, was tatsächlich gemacht werden müsste und was das kostet, würden sie schnell versuchen, ihren Anteil zu verkaufen. Es gab mal einen Artikel in der FAZ über Immobilienwerte und Grundstückswerte, den finde ich leider nicht mehr. Also: "Betongold" - das kann man knicken.

0 tylerdurdenvolland 16.07.2012, 04:07 Uhr

Nun ja, interessant, aber wie...

Nun ja, interessant, aber wie immer bei dem Thema: mit zweierlei Masstäben messend. Lassen sie mich also Grundsätzliches gleich am Anfang klarstellen. Sie sind Teil der Mehrheit, der ganz grossen Mehrheit, der rechten und linken Spiessergemeinde. Sie haben nicht das Geringste gegen Abzocke an sich. Sie haben nur etwas dagegen wenn sie selber Gefahr laufen zu denen gehören die abgezockt werden. Solange sie zu denen gehören die selber abzocken dürfen, also vom Zinseszins System zu leben, solange ist abzocken möglicherweise ein wenig bedenklich, aber keineswegs verwerflich. Hab ich damit nicht recht? Don, haben sie eine Vorstellung davon wie viele Menschen in Deutschland einen Vollzeit Job haben und dann von dem, was sie damit verdienen, nicht ihre Familie ernähren können? Und da erwarten sie Mitgefühl und Zustimmung von Menschen, die eben nicht wie sie von Beruf Sohn sind und sich deshalb schon für Leistungsträger halten, also jene die wie Sie das Recht haben von den zufälligen Gegebenheiten der Welt wunderbar zu leben? Aber dann jede Änderung für Teufels Werk halten, wenn sie nicht das eigene Bankkonto begünstigt? Das zweite Auffällige ist etwas, das ich mit Freude zur Kenntnis nehme. Ich gehöre nicht zu ihrer Gesellschaftsschicht und denke deshalb auch nicht im Rahmen ihrer an-konditionierten Ideologie. Denn, als die Bankenkrise 2008 begann, konnte man sich ausmalen wohin diese HRE Geschichte unweigerlich führen würde, wenn man den Ganoven Laden mit Steuergeldern aufpäppeln würde, anstatt ihn einfach Pleite gehen zu lassen. Es sei denn, man ist Gefangener ihrer Ideologie, da verbietet das Eigeninteresse solche Einsichten. Vergessen sie wenigstens heute im Jahre 2012 mal die Lügen über die Pleite: Nach einer Pleite damals wären ALLE gezwungen gewesen in Zukunft die eigen Habgier etwas argwöhnischer zu betrachten. Die Banken, die ihre Spekulationsverluste selber zu tragen gehabt hätten, die müssten bei neuen „Investitionen“ schon genauer überlegen ob sich solches Spekulieren wirklich rechnet, oder nicht doch nur dann, wenn korrupte Regierungen im Falle eines Falles die anfallenden Verluste tatsächlich sozialisieren und mit Steuergeldern ausgleichen. Und auch die Anleger, also Sie, Don, und alle anderen in ihrer Lage hätten sich künftig ein wenig länger überlegen müssen, wie sinnvoll es denn ist, seine Millionen, demjenigen Bankberater auf gut Glück, und mit viel Habgier, über den Tisch zu schieben, der statt drei oder vier halt 6, 8 oder gar 10% Rendite verspricht! Nun, für Aussenstehende war schnell abzusehen, wie das alles in diesem „Rechtsstaat“ ausgehen würde. Es wurde damals ja, völlig ehrlich, ganz schnell klargestellt, was denn „systemrelevant“ und „alternativlos“ sein würde: Und solange dies mit Ihren, Don, Interessen deckungsgleich bleiben würde, war ja alles in Butter. Nur übersahen sie halt, dass diese Regierung sie damit gar nicht gemeint hatte. So wie die vielen absurden FDP Wähler erst nach der Wahl ganz überrascht feststellten, dass sie gar keine Hotel Besitzer waren, die jetzt MWSteuer sparen könnten…. Aber jetzt, heute ist das Gejammer gross, obwohl ausser einer unspezifischen DIW Ankündigung noch nichts passiert ist. Es ist ihre politische naive, unreflektierte Einstellung, die sie damals zum Bleiben und zum Vertrauen auf den Fortbestand ihrer finanziellen Privilegien unter einem Regime dieser Art verleitet hat. Einige wenige andere sahen die kommende Entwicklung bereits damals deutlich und haben vorgesorgt. Nicht etwa weil es grosser Einsicht bedurft hätte, sondern weil man wusste wessen Interessen diese Regierung vertreten wird, wenn es hart auf hart ankommt. Und das sind nicht Ihre Interessen, Don, Leute wie sie gehören gehören zur nächst höheren Stufe der Milchkühe, die halt irgendwann auch mitgemolken werden, wenn die anderen nichts mehr hergeben. Jetzt auf einmal fangen sie mit den berühmten 250.000 Euro an zu rechnen und sich arm zu rechnen, da man wie sie so schön schreiben, ja das Schwimmbad im Keller noch weg-renovieren müsste…. Anstatt also abwechselnd zu keifen und zu jammern sollten sie in einen Spiegel schauen. Dort sehen einen Angehörigen jenes Teil des deutschen Volkes, das dieses System und seine darin verkörperte politische Richtung über 3 Jahrzehnte hinweg gewählt, getragen, ermächtigt und legalisiert hat. Und nun, wenn es sich denn notgedrungen auch gegen sie wendet, da haben sie den Nerv uns hier über ihr angebliches Unglück und die Ungerechtigkeit der Welt zu klagen? Sie sind selber ein Teil der Ursache! Es ist ihr Bett! Sie haben es gemacht, sich hineingelegt, und so leben sie halt gefälligst auch in Zukunft damit. Wer sich mit Hunden schlafen legt, der muss sich nicht wundern, wenn er mit Flöhen aufwacht!

0 tylerdurdenvolland 16.07.2012, 04:12 Uhr

Werter Fionn, ihr "toujours...

Werter Fionn, ihr "toujours botté et prêt à partir" in allen Ehren. Aber als ich zu Beginn dieser "Entwicklung" nach Japan übersiedelte, bekam ich 170 Yen für den Euro, jetzt gibts 92....

0 HansMeier555 16.07.2012, 05:35 Uhr

@Folkher Braun . O ja. Mit den...

@Folkher Braun . O ja. Mit den Geringverdienen hat man das alles längst durchgezogen. Und es hat, ausser den paar hunderttausend Betroffenen, niemanden gestört. . Hat aber alles seine Logik: . Die Armen arbeiten umso eifriger und billiger, je ärmer sie hungriger sind. Die werden vom Wohlstand nur frech und faul. Unsereiner aber arbeitet umso besser, je mehr er kriegt. (Boni). . In der gefühlten volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Wohlhabenden ist es so, dass sie selber 100 % Prozent des BIP erwirtschaften und alle anderen ihnen nur als Kostenfaktor auf der Tasche liegen. . Die kriegen Stütze, wir sind die Stützen. . Darum ist es völlig okay und systemnotwendig, immer nur die Armen zu belasten: Denn deren Wohlstand ist schädlich fürs Allgemeinwohl, das auf dem unseren aber letzlich beruht.

0 HansMeier555 16.07.2012, 05:44 Uhr

Natürlich endet nicht jeder...

Natürlich endet nicht jeder als Pflegefall. . Ob man mit Google-und-Facebook-Statistiken herausfinden könnte, ob es da auffällige Verflechtungen gibt zwischen Sterbehilfediskussion und Vermögensverwaltungsmodellen? Vielleicht schlummert da ein Thema für die F.D.P.?

0 HansMeier555 16.07.2012, 05:55 Uhr

Tja, und der Aufbau Ost. Nun...

Tja, und der Aufbau Ost. Nun hab ich zuwenig Ahnung von Wirtschaft und weiß auch nicht, wie man das Beitrittsgebiet 1990ff. anders, gerechter und besser hätte neuordnen können. (Entschädigung vor Rückgabe natürlich, aber was tun mit den großen Kombinaten?) . Aber eines steht völlig ausser Frage: Da hat sich in ganzen Landstrichen flächendeckend das soziale Gewebe aufgelöst, das zu DDR-Zeiten sehr wohl noch exisitert hatte. Natürlich zu schäbigen DDR-Konditionen, aber immerhin. Insbesondere für Familien gab es so was wie eine Existenzgarantie. Für die Kinder ist bekanntlich nicht die Höhe des Einkommens wichtig, sondern das ihre Eltern sich nicht streiten, nicht saufen, sich nicht scheiden lassen, nicht asozial werden. Genau das ist dann aber nach der Wende passiert, in zigtausend Fällen. . Man stelle sich einfach mal vor was passieren wird, wenn in der dummen Stadt die Autofabrik plötzlich zumachen würde. Vollkommen ausgeschlossen ist das ja nicht für alle Zukunft.

0 HansMeier555 16.07.2012, 06:20 Uhr

Natürlich führt die...

Natürlich führt die 250k-Frage auch unmittelbar zur Schuldfrage. . Im debattieren von Schuldfragen haben wir Deutschen ja Erfahrung. . Was sagt uns die? Dass nur Türken und 68er am Schlammassel schuld sein können. Wie das? Ganz einfach. Schauen Sie nach, wie die letzten Debatten gelaufen sind. . 1918: Deutschland kämpfte angespannt, im Felde unbesiegt -- da stach der jüdische Kommunist dem Soldaten den Dolch in den Rücken. . 1919-33: Deutschland rang schwer um seine Existenz und wollte ernsthaft Republik spielen, aber wer hinderte uns daran? Die Kommunisten, die 15 Prozent der Wähler auf ihrer Seite hatten und dabei waren, einen Bürgerkrieg zu entfachen. Da blieb uns gar nix anderes übrig, als die Nazis zu wählen und für das Ermächtigungsgesetz zu stimmen. Das war pure Notwehr! . 2008-2012: Deutschland ist so produktiv wie nie und hat sämtliche Weltmärkte erobert. Trotzdem fressen die Zahlungsverpflichtungen alles auf. Wer ist schuld? Wie gesagt, die Türken und die 68er. Warum? Nun, darüber denke ich noch nach. Eine richtig überzeugende Begründung ist mir selber noch nicht eingefallen. Herr Sarrazin hat sich bemüht, aber nun ja. . Fest steht, dass nicht nur die CDU, sondern die gesamte Volksseele sich nach einer solchen Legende inbrünstig verzehrt. Wenn die deutschen Stützen, das B-Tum und der Rest der Bagage eines nicht ausstehen können, dann die Störung im Gemeinschaftsgefühl, die durch ehrliche Ursachenforschung ja entstehen müsste. . Also eröffnen wir den Wettbewerb: Treten Sie in die Reihe der erfolgreichsten deutschen Sachbuch-Autoren und schreiben Sie einen Sachbuch-Bestseller, indem sie erklären, warum die Türken und die 68er an der Euro-Krise schuld sind, und werden Sie Medienstar. . Der Dank des BDI und der Bertelsmann-Stiftung sind Ihnen gewiss, aber innig ins Herz schließen wird Sie das ganze deutsche Volk. (Und beeilen Sie sich, bevor die PIraten IHnen die Tantiemen rauben).

0 HansMeier555 16.07.2012, 06:42 Uhr

Und nun ja, alte Häuser und...

Und nun ja, alte Häuser und ihr Erhalt. . Das stand schon beim letzen Mal auf der Prioritätenliste nicht an oberster Stelle. . Die Deutschen bevorzugen Neubauten.

@HansMeier555 Ihre Mails...

@HansMeier555 Ihre Mails heute. Deutschland funktioniert nach dem Soziale Marktwirtschaft Modell, was in der Tat eine Polarisierung der Politik sich vermeiden lässt - wie in der Schweiz.

Am fruehen Morgen ist 555 am...

Am fruehen Morgen ist 555 am besten.

Wir (die Katholiken) haben...

Wir (die Katholiken) haben nichts zu befürchten. Lieber Gerechtigkeit im Jenseits als zum heutigen Barwert, wie bei den Protestanten oder den Hegel-Fans.

Die Vandalen-Ironie ist noch...

Die Vandalen-Ironie ist noch viel größer, T.I.M. Nachdem man glücklich in Africa angekommen war, haben sich die Vandalen in so rasantem Tempo römisch-dekadent sozialisiert, daß sie schon ein paar Jahrzehnte später militärisch nicht mehr in der Lage waren, die Oströmer abzuwehren. Die Byzantiner waren darüber baß erstaunt. Die Chinesen haben es zu früheren Zeiten auch so gemacht: haben sich erobern lassen und dann eiskalt die Eroberer kulturell überwältigt. Also gebt dem Knaben vom DIW ein Haus am Tegernsee und gut ist’s.

0 Don Ferrando 16.07.2012, 08:30 Uhr

@savall, die Idee ist...

@savall, die Idee ist gut. Aber da braucht es gar nicht Tegernsee. . Es genügt ein EFM in Gaimersheim und einen neuen A6 davor, dann kann er sogar seine Frau mitbringen!

@Don: Bei all Ihrer...

@Don: Bei all Ihrer verständlichen und für Sie nachvollziehbaren Aufregung über Sonderabgaben-Gedankenspiele, bereiten Sie sich besser auf weit drastischere Szenarien vor. Denn scheint mir klar: Aus der derzeitigen Euro-/Schulden-/Bankenkrise werden wir mit Durchwursteln auf Dauer nicht rauskommen. Auch in Deutschland nicht. Bleiben signifikante Steuererhöhungen, Gelddrucken/Inflation, Währungsumstellung und Schuldenschnitte als mögliche Auswege übrig. Fangen Sie schon mal an zu rechnen, welche dieser Lösungen für Sie am (un)günstigsten ist. Gruss, Thorsten Haupts

@HansMeier555 -...

@HansMeier555 - Schuldfrage: Für die BILD und den SPIEGEL sicher relevant. Ich habe aber den Eindruck, die wenigen verantwortlichen Politiker halten sich an die alte Erwachsenenregel, zu schauen, was morgen zu tun ist. Und nicht, wer gestern was falsch gemacht hat. Gruss, Thorsten Haupts

@tylerdurdenvolland - HRE...

@tylerdurdenvolland - HRE pleite gehen lassen: Das kann man so sehen. Wünschenswert wäre es gewesen. Nach der Lehmannpleite habe ich aber allergrösstes Verständnis für aktive Politiker, die ähnliche Folgen in einem Wiederholungsfall für die schlimmste denkbare Alternative hielten. Gruss, Thorsten Haupts

Alte Häuser sind, wie alte...

Alte Häuser sind, wie alte Menschen, nur unter einem sehr, sehr engen Blickwinkel systemrelevant. Dier Abschreibungsbedarf ist hierfür leider, leider sehr gering. Auch ist der Erhaltungsaufwand viel zu hoch in Bezug auf einen möglichen kärglichen Ertrag. Beim Erben sollte man schon genau hinschauen. .. Ein (Geld-) Adelsprädikat wäre quasi das Erscheinen des eigenen Namens auf einer dieser "ominösen" CDs. Ungeachtert der pösen Folgen. Aber da kann man sich ohne Weiteres, wenn in irgendeiner Schublade noch genug Bimbes vorhanden ist, freikaufen. .. Die Deutschen unterscheiden sich in solche und solche. Das ist die unvermeidliche irdische soziale Schichtung. Diese famose DIW-Studie suggeriert dem "Kleinen Mann", er gehöre auch zu den Ersteren. Er kann somit leichteren Herzens dem Moloch opfern, was eh und seit je des Molochs sei. .. Weitere Tröstungen können nur transzendeter Art sein. Man muß sich in das Unvermeidliche schicken. So oder so. Heureka.

Die Galla Placidia hatte die...

Die Galla Placidia hatte die rechte Weise im Umgang mit den Vandalen gefunden.

Einstürzende Neubauten. Was...

Einstürzende Neubauten. Was hat schon Bestand in dieser besten aller möglichen Welten? Plattenbauten waren doch ooch nich alle schlechte. Ein Kaltscha-Genuß ohnegleichen, wie sich im Schloßpark von Sanssouci so´n Ding sensibel in die Blickachse schieben "tut"

0 donalphonso 16.07.2012, 08:50 Uhr

Ich kann nicht glauben, dass...

Ich kann nicht glauben, dass der kleine Mann gerne etwas hergibt. Die lautesten Klagen hörte ich von jenen, die knapp über der Grenze sind, denn bei denen geht das wirklich ins Geld, das sie nicht haben oder erarbeiten mussten. Wer klar darüber ist, lässt sich eben eine Firma dazukonstruieren, kostet ja heute nichts mehr und ist ganz einfach.

0 Karl Meier 16.07.2012, 09:05 Uhr

@HansMeier555: Die von Ihnen...

@HansMeier555: Die von Ihnen angesprochene Schuldfrage ist simpel in zwei bis drei Sätzen zu klären. Ein Buch dafür lohnt kaum. 68er und sonstige sozialistisch-libertinäre Träumer haben zunächst durch windelweiche Familienzuzugsgesetze und zynisches Gutmenschentum die Voraussetzung dafür geschaffen, dass unser Vaterland von islamistischen Hasspredigern und deren Apologeten unterwandert werden konnte. Was in der Folge - nicht zuletzt durch die unchristliche Gebärfreudigkeit der mitgebrachten Kopftuchträgerinnen - unser von wahrlich bemitleidenswerten Eliten (siehe Don Alphonsos erschütternde Bestandsaufnahme oben) getragenes Gemeinwesen in den finanziellen Ruin getrieben hat. Da ein ähnlich brutales Schicksal alle wohlmeinend aufgeklärten europäischen Staaten getroffen hat, erklärt sich praktisch von alleine, dass niemand anderes als 68er, Sozialdemokraten, Türken und andere Zugereiste an der Euro-Krise schuld sein können.

Zum Thema "Firma...

Zum Thema "Firma dazukonstruieren" und "kostet ja heute nichts mehr": Die Strukturiererei hat wiederum andere, aber womöglich nicht weniger unangenehme steuerliche Folgen in der Zukunft (insbesondere bei Veräußerung der Immobilien, Wegzug etc.). Das wird gern ausgeblendet.

0 HansMeier555 16.07.2012, 09:28 Uhr

Den Franken gelang, woran die...

Den Franken gelang, woran die Römer scheiterten: Sachsen, Bayern und Thüringer in die Zivilisation zu integrieren.

0 diktionaftis 16.07.2012, 09:35 Uhr

So wird man fürderhin des...

So wird man fürderhin des Seins-ohne-Haben nimmer mehr abhold sein, denn in Bälde hat eh keiner mehr etwas. (Oder vielleicht doch?) . Wo ist das Schwarze Loch, in das hinein alles verschwindet? (Gibt es davon mehrerere?) . Lasset ab vom Materiellen und suchet Heil im Nichts.

0 HansMeier555 16.07.2012, 09:43 Uhr

Das GG verbietet nicht den...

Das GG verbietet nicht den Staatsbankrott. . Nicht jeder Einser-Jurist bringt es so hübsch auf den Punkt. Wenn das mal kein Bärendienst war.

0 HansMeier555 16.07.2012, 09:51 Uhr

Was war denn an der...

Was war denn an der Lehmann-Pleite eigentlich so schlimm? Wenn mir das mal einer erklären kann. Mir hat die nix gemacht. . Oder warum ist die GR-Pleite so schlimm? Warum läßt man die Griechen nicht einfach kurz und bündig ihren Staatsbankrott verkünden und beläßt sie trotzdem im Euro? (Wenn ich bankrott gehe, verbleibe ich ja auch in der Euro-Zone).

0 HansMeier555 16.07.2012, 09:56 Uhr

Und das Nachdenken über die...

Und das Nachdenken über die Zeitgeschichte ist Kinderquatsch. . An solchen Einschätzungen erkennt man den wertkonservativen Leistungsträger, der ruhig und gelassen bleibt, wo alle um in herum hysterisch werden.

olawei und...

olawei und sowieso... Arbeitslos nach ~30 J. Genauso erging es mir – Erspartes fast futsch. H4 ist halt STEUERGELD – klar. Abgeminderte Rente - so what, gewonnen hat man: Zeit! ... Aber gestern! – Überraschung! Mein Rentenbescheid sagt - dass ich für Kindererziehungszeiten 46,52 € angerechnet bekomme. Danke ihr Lieben !!! . Ich habe mir dafür einen Organ-Spendeausweis zugelegt. Ich radl ohne Helm. Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse alles topfit! Knie eher nicht. . Und meine Gehirn wird all den toxischen Müll von widersprüchlichen (Bau-)Gesetzen und -Vorschriften schon noch abbauen... Daran arbeite ich. . Hab´auch schon vergessen - wie dieser „Bauherrenvertreter“ hieß, der immer so nach Alk+Pfefferminz roch, der immer extra zu spät mit seinem Pupsi-Z4 auf die Baustelle kam... und immer zu nahe stand und Witze riss und Arbeiter zusammenstauchte...

Ein neuer Aetius (Huch, doch...

Ein neuer Aetius (Huch, doch nicht der Hollande) muß her, der die Hunnen auf den campi catalauni stopt. So oder so. Zumindest an der nächsten Raststätte. .. Soll und Haben, sprach melancholisch das Suppenhuhn, waren nicht in der Balance, als die Köchein ohn Erbarmen mich ganz ohne erkennbare Gemütsregung alternativlos rupfte und mir den Hals abschneiden wollte. Oh, oh weh! Ach, sprach darauf die Weihnachtsgans ihr zugewandt mit einem letzten Seufzer, man nahm mich aus und füllte mich mit billigen Brüsseler Spitzen-Aassignaten. .. Aktuell Frau Däubler Gmellin, Sie wissen doch: Vor Gericht und auf hoherSee ist man ganz auf sich allein gestellt.

@HansMeier555 - "An solchen...

@HansMeier555 - "An solchen Einschätzungen ..." Keine Ahnung? Erkennt man den linksliberalen Leistungsverweigerer an Dauerhysterie? Erklären Sie´s uns, woran man wen erkennt? Denn dass Sie ein bisschen hinterfotzig sein wollten, ist ausgeschlossen. Sie können ja nur "ironisch". Gruss, Thorsten Haupts

Lieber Herr Meierr555, das...

Lieber Herr Meierr555, das Kernland der später zugezogenen Bajuwaren, lag südlich des Limes. Somt ist Bayern uraltes Kaltscha-Gelände. Ois wos recht is, net wahrr. ....und vor den Römern waren die Kelten eh schon da. Zwegn dem haben viele der Bayern einen roten Schopf. Das eine bräunliche Hautfarbe sich dazu eingeschlichen hat, ist dem Jahr 1945 und den Amis geschuldet. So lebt es sich kunterbunt durch den menschlichen Zoo in den Zeitläuften. Mia san mia.

0 rednaxela 16.07.2012, 10:50 Uhr

Reich ist der, der mit einem...

Reich ist der, der mit einem warmen Herzen küsst, gibt und lebt, der ungehindert durch sein eigen Denken wandert und immer einen verstaubten Raum hinterlässt, wenn der Mob in Form einer Behörde ganz aufgeregt die Tür aufschrauben lässt.

Kaum ist der eine...

Kaum ist der eine Energiewender verheizt, verheizt sich schon der nächste Meisterkoch selber. Nur die ruhende Mitte bleibt gelassen bei ihren Zaubersprüchen.

noch spaziert der Don im...

noch spaziert der Don im Lederschuh doch kommen die Wandalen aufgepasst!-es geht im Nu dann läuft er mit Sandalen..

0 E.R. Binvonhier 16.07.2012, 11:05 Uhr

@tylerdurdenvolland,...

@tylerdurdenvolland, entschuldigen Sie die Frage: Sie beziehen Ihre Einkünfte in Euro? . Hab mich schon oft gefragt wie es wohl den Expats geht, die nicht im Dollarraum leben. . @ThorHa, genau ein Erwachsener steht morgens auf und frägt sich what next! und nicht was war gestern und was ist morgen. Damit haben Sie den Kern der etablierten Wirtschaftsordung hinreichend ausformuliert.

0 HansMeier555 16.07.2012, 11:20 Uhr

Nieder mit den...

Nieder mit den Behelfskrücken, Freie Fahrt dem Rollstuhl.

0 HansMeier555 16.07.2012, 11:52 Uhr

Falls jemand wissen will, wann...

Falls jemand wissen will, wann die Völkerwanderungsmetaphorik hier im Blog notorisch wurde. Ich glaube, das hat mit dem Westerwelle damals angefangen. Spätrömische Dekadenz.

0 E.R. Binvonhier 16.07.2012, 11:53 Uhr

@Gabriele, das Leben im...

@Gabriele, das Leben im Alzheimer-Modus verlangt einem einiges ab, aber nicht aufgeben! Diese Flucht aus der Wirklichkeit lohnt sich besonders für Gesunde. ;-)

0 HansMeier555 16.07.2012, 11:54 Uhr

Wollen wir wetten? Nächstes...

Wollen wir wetten? Nächstes Jahr wird Westerwelle zurückkehren auf den Parteivorsitz.

0 HansMeier555 16.07.2012, 11:55 Uhr

Und Berlusconi wird wieder...

Und Berlusconi wird wieder italienischer Ministerpräsident.

0 Der Tiger 16.07.2012, 11:56 Uhr

@Plindos – “Vor Gericht...

@Plindos – “Vor Gericht und auf hoher See ist man ganz auf sich allein gestellt” gilt auch für Mutti und ihren Finanzminister. Ich bin schon sehr gespannt, was das Bundesverfassungsgericht am 12. September verkündigen wird. Ich nehme an, der Besucherandrang ist noch größer als letzte Woche. Da machte es nicht einmal Sinn, anzurufen bis man kein Besetztzeichen mehr bekommt.

0 hansgeier333 16.07.2012, 12:05 Uhr

Der Don hockt auf dem...

Der Don hockt auf dem Diwan
und guckt sich seine Wand an
Für seine Rembrandts musst er zahlen
Jetzt hat er Angst vor den Wandalen
Sein rechtsgelenktes Stinkgefährt
ist auch nur noch die Hälfte wert
Und für den Rostfrass aus Italien
kriegt er noch nicht einmal Fressalien
Sogar der Augstein aus dem spon
hat nicht die Meinung wie der Don
Nun grämt er sich auf der Matratze
und schneidet jedem Gast ne Fratze

Diese DIW-Posaunen-Notation...

Diese DIW-Posaunen-Notation ist im eigentlichen Sinne als Entwurf für eine Organspende-VO zu sehen. E .R. Binvonhier: Muddling through.

0 diktionaftis 16.07.2012, 12:42 Uhr

Ob Goten, Hunnen und...

Ob Goten, Hunnen und Burgunder, lasst doch denen all den Plunder. Komm'n Gepiden und Awaren bald hierher in großen Scharen: Gebt ohne Murren her die Sachen, die and'ren Leuten Freude machen. Nur heraus mit all dem Erbe, auf dass sich's leichter sterbe; denn bedenket dies, ihr Leute: Morgen ist nicht Heute!

danke für den Beitrag und...

danke für den Beitrag und auch für die überfällige Klarstellung mit der Putzfrau und dem Audi-Fließbandbonzen. Das mit dem Gas ist übrigens ein Heißabriss und nicht eine Heißsanierung :-)

Wohlhabende haben sich schon...

Wohlhabende haben sich schon immer arm rechnen können. Das unbeliebteste Verhalten ist das des selbständig tätigen Vaters, der sich arm rechnet, weil er bewusst den Kindesunterhalt nicht zahlen will. . Uralt: Steuersparmodelle, Schiffe, Immobilien im Osten ... Und wo es an die Grenze stößt, geht immer a bissi no wos: umziehen nach Zug, Wohnsitz nach Monaco verlegen. . Dass die Sympathien der restlichen Bevolkerung gegenüber einem solchen Verhalten nicht riesig sind, und diese sich fruen, wenn es schief geht (Immobilien im Osten ...) schert jene nicht viel. Es gilt als schick und clever, windig zu sein. Der Berlusconi-Effekt. Man mochte ihn nie, aber a Hund war er scho, ha. . Ob das so in den USA funktionieren würde, weiß ich nicht. Da hat man den Satz gelernt: "Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst.". . Aber in Europa kommt schon alles zusammen. Nicht nur, dass der Patriotismus nicht so absolut ist, nicht nur, dass man ge_zwungen wird, sondern dass man diesmal ausgerechnet das Feindbild Großbanken aus dem Sumpf hieven soll. Nur weil sie systemimmanent sind. Banken, nicht die Staaten sind die großen, das Staatengefüge gefährdenden Schuldenmacher in diesem Fall. Will ich mal ausnahmsweise dem Herrn Sinn glauben.

0 E.R. Binvonhier 16.07.2012, 13:29 Uhr

@Gabriele, 30 Jahre in einer...

@Gabriele, 30 Jahre in einer Bauunternehmung - doch nicht in Berlin? Wenn Sie das, als aufrechte Frau, durchgestanden haben, müsste Ihnen ein Orden sicher sein.

0 Der Tiger 16.07.2012, 14:17 Uhr

Sehr verehrter Don! Ich...

Sehr verehrter Don! Ich bedaure es sehr, dass Sie lieber kleinrechnen wollten, als Signaturen zur Diskussion zu stellen. Zu dem Thema wäre mir viel eingefallen. Was sich so in meinem Kopf an Beobachtungen angesammelt hat. Warum zum Beispiel blaue Tinte schwarzer vorzuziehen ist - man kann ein Original leichter von einer Kopie unterscheiden. Was ich mich frage, wenn ich einen Brief kriege, der etwas lang erscheint, und auf dessen zweiter Seite nichts steht außer einem formalen Gruß und der Unterschrift. Usw.

Der Hund geht seine...

Der Hund geht seine Gassi-Runde laufen dabei entsteht ein Riesen-Hundehaufen der DIW geht an sein Werk mit Fleisse und schon gibt s noch nen Berg mit Scheisse..

0 Don Aldduck 16.07.2012, 14:22 Uhr

Sehr geehrter Besucher, . das...

Sehr geehrter Besucher, . das Wort "Heißabriss" (auch "warmer Abriß" u.Ä.) benutzt man in unseren politisch korrekten Kreisen nicht mehr. . Man sagt jetzt "Thermischer Rückbau". . Jedenfalls bei Immobilien. Bargeld, Forderungen etc werden zur Finanzierung des Staatshaushalts benötigt. Oder eines anderen Staatshaushalts.

@HansMeier555 - Berlusconi und...

@HansMeier555 - Berlusconi und Westerwelle: Kann passieren. Dann hat´s die Schwarmintelligenz so gewollt. Wie schon häufiger erwähnt - Demokratien sind eine taugliche Methode zum friedlichen Herrschaftswechsel. Und keine zur Ermittlung von Wahrheit, zum Setzen moralischer Standards oder zur Eliminierung der Mehrheit unsympathischer Politmitspieler. Gruss, Thorsten Haupts

@E.R....

@E.R. Binvonhier: Leseschwäche? Ich schrieb "was morgen zu tun ist." Überlassen Sie Spitzen besser dem Meier, der hat darin mehr Übung. Gruss, Thorsten Haupts

Savall, damals waren die...

Savall, damals waren die Roemer und die Vandalen ja schon Christen (bzw. Arianer), insofern koennen Sie sogar als SPAETroemisch-dekadent angesehen werden. Im Grunde genommen hatten die frueheren Roemer ja das System perfektioniert, die eroberten Gebiete gleichsam durch den mitgebrachten Fortschritt zu korrumpieren. Die noch frueheren Roemer haben sogar freudig die Kulturleistung der eroberten Gebiete (d.i. Griechenland) in die eigene Kultur integriert. Alles in allem sehr anders als das chinesische Modell. Das ganze System kam aber - und das ist wohl kein Zufall - ungefaehr dann zum Erliegen als sich das Christentum als dominante Religion UND Philosophie durchsetzen konnte. Wenn man so will (und ich will) kann man den Katholizismus in seiner Absolutheit durchaus als Grundlage und Essenz einer spaetroemischen Dekadenz (im kulturellen Sinne) ansehen.

Gesetzt der Fall. Es...

Gesetzt der Fall. Es würde. Die Konjunktivitis grassieren. Mit´m Rollator das Nürburgrennen ausgetragen. Die Energiewende mangels Nachfrage scheitern. In der SPD die 3 Kandis sich gegenseitig die Dolchstoßlegende..... Mutti wirklich Mutti würde. Die Claudia hinkend vom Platze hüpfen. Herr Kauder Herrn Mappus nicht mehr kennen. Die Ironiker und die Zyniker sich reuevoll in die Arme fallen. Der Rhein bergauf fliessen. Bonn wieder B-Hauptstadt würde. Die Schuldenkrise auf Null gesetzt. Bayern der Türkei inkorporiert. Putin weißgewaschen. Marmelade Kraft enthält. Afghanistan christlich. Norwegen muslimisch. Der Sommer doch noch sonnig. Dann, ja dann.

0 E.R. Binvonhier 16.07.2012, 16:03 Uhr

@ThorHa, nehme jeden guten Rat...

@ThorHa, nehme jeden guten Rat dankbar an, den inhaltlichen Unterschied kann ich leider nicht erkennen; meine Schwächen sind zu ausgeprägt.

0 Wimmerl d. Ä. 16.07.2012, 17:12 Uhr

Mia konns eh scho a moi vo...

Mia konns eh scho a moi vo furnherein wuarrscht sein wias kemma duat. Wann nacha die Breissn kemma datn un moanaten sie kennatn unsaoans zangshybbodhegarisch unsan Hof söll dableckn, da homs gschissn. Mia homm scho no eppis i dera Jagabichsn drinna, gö. De Oberlandschützn un de Mander vo da Gebiarrgsdifision sand scho Hund. Do kenna ma nix. Wia bei deni Fandalen do aa, mia gäbän koan Pardong net wanns um unsani Sach genga duat. Mi leckst. Ja wo samma dann. Mia samma doch koane Russn net do herinna. Aus is: Zenzi, bring ma a Mass, oba gschwind sog I.

0 Der Tiger 16.07.2012, 17:15 Uhr

Vielleicht steckt hinter der...

Vielleicht steckt hinter der DIW Offensive auch der Wunsch, endlich ein genaues Bild des privaten Vermögens deutscher Bürger zu kriegen. Schon im Schweiz-deutschen Steuereinkommen von Muttis Finanzminister steckte so ein Pferdefuss: . http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/pferdefuss-fuer-ehrliche-steuerpflichtige-1.17361755

@ Vroni 16. Juli 2012, 15:14...

@ Vroni 16. Juli 2012, 15:14 „ Das unbeliebteste Verhalten ist das des selbständig tätigen Vaters, der sich arm rechnet, weil er bewusst den Kindesunterhalt nicht zahlen will“ So isses... und als Mutter steht man da, will den Kindern das Vaterbild nicht kaputtmachen, schweigt dazu und spart halt so unauffällig wie möglich. Mies van der Rohe – ein Un-Vater – seine Tochter Georgia nannte ihn so. Ich kapier es nicht. Heldenmythen strapazieren...das ganz Große wollen. Und dann so ein armseliges Verhalten. Aber – dem Himmel sei Dank - es gibt auch prima Papas, die wie ein Fels in der Brandung zu ihrer Familie halten. * @ E.R. Binvonhier 16. Juli 2012, 15:29 ... O ja! Berlin und Architektur - schwierig, schwierig! Als ich 18 war, bin ich von Bayern nach Berlin gezogen. Der Liebe wegen! Ich lebe nun gerne in Berlin - mein latentes Berg- Heimweh schwindet reziprok proportional zur Zunahme der Knieschmerzen... ich kann - mittlerweile - diese sanften Landschaften auch schön finden. . Ich wurde übrigens immer eingestellt, weil – O-Ton! meine Schulzeit/Ausbildung in BAYERN stattfand.

@Plindos: "Wuerde" die...

@Plindos: "Wuerde" die Konjunktivitis tatsaechlich grassieren, grassierte sie dann nicht eher? ;-)

Plindos - erst muss noch...

Plindos - erst muss noch gelöst werden, wie man den Atommüll so versteckt und kennzeichnet, dass in 10.000 Jahren die Forscher tunlichst die Finger von dem Zeug lassen sollten. . Ob die überhaupt noch Finger haben?

Es geht auch ne Nummer...

Es geht auch ne Nummer größer. Letztlich gewinnt in einer Demokratie per definitionem immer die Mehrheit und sei sie nur durch eine zusammenvö....te Koalition entstanden. Wäre sie noch so hauchdünn besetzt. Man muß sich nur zu helfen wissen. Auch (f. u. m.) Legastheniker, Asthmatiker, Atlantiker, Budicker, Rheumatiker, Romantiker, Alkoholiker, Fanatiker, sonstige Ticker, Grammatiker & Mathematiker sowieso, dürfen wählen. Alle deren Stimmen werden gerecht und neutral ausgezählt. Basta.

0 HansMeier555 16.07.2012, 18:30 Uhr

"Die Familie Pferdemenges war...

"Die Familie Pferdemenges war eine angesehene, aber keineswegs reiche Familie in Mönchengladbach. Erst die Hierat vom Vater des Robert Pferdemenges, einem Textilindustriellen, mit einer geborenen Croon aus der wohlhabendsten Familie in der Umgebung, brachte den Umschwung. Mutter Croon brachte nicht nur Geld mit, sondern auch einen ominösen Verwandten in die Familie Pfermenges. Ihre Schwester heiratete den jüngeren Bruder von Friedrich Engels. Sagt Robert Pferdmenges: Es ist nicht wahr, dass ich ihn je gesehen hätte. Aber es stimmt, dass es in unseren Familien ein geflügeltes Wort gab, das immer dann drohend angewandt wurde, wenn jemand über die bürgerliche Stränge schlug: "Du wirst noch wie Onkel Friedrich"." Robert Pferdmenges wurde nicht so. (Quelle: Der Spiegel, 1954)

0 HansMeier555 16.07.2012, 18:39 Uhr

"Highlife", mokierte sich...

"Highlife", mokierte sich "Treibhaus"-Autor Wolfgang Koeppen in seinem Bonner Schlüsselroman über die Idealgestalten eben dieser Parvenüs, "vornehme Welt, ein Zauberspruch, was war das, wer gehörte dazu? Korodin? Nein, Korodin war nicht highlife. Der Kanzler? Auch nicht. Der Bankier des Kanzlers? Der hätte solche Leute rausgeschmissen." (Ebda).

Ja, Reichtum kleinrechnen...

Ja, Reichtum kleinrechnen ...und "Nicht auffallen, liebes Kind" (CH-Sprichwort)

Hollande will die...

Hollande will die Einkommensteuer in Frankreich massiv erhöhen. Und TV Suisse Romande berichtet, wohlhabendste Franzosen wandern schon in den Kanton Jura ein.

0 HansMeier555 16.07.2012, 19:28 Uhr

O no. Europa will najwer...

O no. Europa will najwer sacksied noar fäiljur, sondern sich äh, förder durchworsteln änd morksen antill di änd of aur laiwes...

0 perfekt!57 16.07.2012, 19:28 Uhr

"Tja, und der Aufbau Ost. Nun...

"Tja, und der Aufbau Ost. Nun hab ich zuwenig Ahnung von Wirtschaft und weiß auch nicht, wie man das Beitrittsgebiet 1990ff. anders, gerechter und besser hätte neuordnen können. (Entschädigung vor Rückgabe natürlich, aber was tun mit den großen Kombinaten?)" . 1. wiederienführung der alten feudalgrenzen. im westen hatten wir ja das herzogtum lauenburg auch nie aufgegeben. das volk baut auf. der feudalherr schaut lobend zu. bei bedarf lobend. 2. die kombinate bleiben volkseigentum. also das volk zahlt für sie, da es sie ja auch angerichtet hat. kann spaßbäder, freizeiteinrichtungen oder museumsindustrie von machen. als abschreckendes beispiel für die gehabte verweigerung kluger unterordnung. damit so was zukünftig nie weider vorkommt. werden sie lange erhalten und gut konserviert. . "Die Armen arbeiten umso eifriger und billiger, je ärmer sie hungriger sind. Die werden vom Wohlstand nur frech und faul." . 3. ganz richtig. fehlt aber noch die zwangsweise betätigung mit kunst. im kaz konnte man ja die rationen auch nochmals von 300 kalorien auf 150 pro tag halbieren, als man endlich kritisches laientheater (ibsen, hauptmann) und sinfonieorchester (beethoven, mahler) wieder erlaubte. (wir bitten um verzeihung für den absolut unpassenden vergleich: aber so war es leider.) kunst mit kritischer seelenlage ist immer wichtig in jeder krise. für die beherrschten. . der hof zu wien hat immer einen kaiser. und intriegen als günstig-netter ersatz für wirkliche probleme. und orangerien und hübsche fräuleins für neckisch ablenkende spiele. ""probleme" - bitten nur höchsten 20 minuten am tag. wir wollen uns ja nicht echaufieren!" den ernst hat immer nur das volk. an welcher nicht-erkenntnis schon ein wallenstein zugrunde ging. mitsamt dem tilly. . und wir sollten berlin regieren. wie ein erster deutscher ludwig vierzehn. nichts anderes frommt. (quel impossibilite!)

0 donna laura 16.07.2012, 22:10 Uhr

liebe fionn, das ganze sollte...

liebe fionn, das ganze sollte niemanden sonderlich überraschen, denn auch sarko wäre in nöten, und insofern dürften die klügeren bereits vorgesorgt haben. . vor einigen wochen schrieb mea parvitas bereits von konstruktionen, wie man - allerdings nicht ohne geistigen und finanziellen aufwand und mit vielen argusaugen nur - zugriffe vermeiden könnte, und zur not eben auch komplett aus dem euro austreten könnte (falls sich andere [auch staaten] dazu nicht entschliessen könnten; worunter leider auch künftige erblasser sich befinden, mais bon, man kann nicht alles haben, und die herrschaften sind alt), was auch der geschätzte gastgeber in seinem vorletzten satz aufgriff. . und andererseits, zumindest in diesen zeitläuften dürfte sich die hiesige herkunftsbedingte wurffreudigkeit einigermassen ausbezahlt haben werden. teuer wird nur noch die ostküstenerziehung... aber die kleinen haben im geiste bereits gepackt, jedes seinen persönlichen karton mit pretiosen. man gibt lieber mit warmer hand.

@Don: So wie Sie sind...

@Don: So wie Sie sind natuerlich auch die meisten anderen "Reichen" in der Lage, laut zu schimpfen, also wird alles schon nicht so schlimm (fuer Sie) werden. . Die Aufrechnung gegen Totalkuerzung von Hartz IV ist lustig. Was wirklich kommt ist eine Abgagenerhoehung, die wirklich jeden irgendwie trifft, denn damit ist ganz leise naemlich am meisten zu holen. . Der ganze Vorschlag lotet doch bloss aus, inwieweit Deutschland Robin- Hood Land ist: "von den Reichen nehmen, den Armen geben." Klingt doch gut, oder? . Das Problem ist natuerlich, dass die Definition der Reichtumsgrenze ("Wow, trifft nur die Top 8%!") ganz an der Realitaet vorbeigeht. Denn statistisch gesehen sind diese Top 8% eben nicht in Form einer Gausskruve verteilt (sie sind ja keine eigene, natuerlich abgegrenzte Population), sondern zum allergroessten Teil duerften die Leute grade so ueber der 250.000 Euro- Grenze herumkrebsen, und Schwierigkeiten damit haben, mal eben so 25.000 Euro Abgabe aufzubringen. . Und gerade diese Masse der "Reichen" duerfte auch identisch sein mit den "Leistungserbringern" der Gesellschaft, die man sich nicht vergraetzen sollte, solange die Grenzen noch offen sind. . Also: Schnapsidee. Kommt so jetzt nicht. Werden wieder alle irgendwie zahlen muessen, so oder so. . Und wenn alle zahlen, dann schmerzt das natuerlich mehr diejenigen, die jetzt nichts mehr sparen koennen, als die, die noch immer was zureucklegen koennen. . "Reich ist nicht derjenige, der eine Million im Jahr verdient. Reich ist der, der am Jahresende Geld uebrig hat".

0 HansMeier555 17.07.2012, 05:21 Uhr

So geht es nicht....

So geht es nicht.

sale and lease back hat jetzt...

sale and lease back hat jetzt Hochkonjunktur. Am besten mit der eigenen Leasing-GmbH. Und alles kann an seinem Nagel bleiben. Dann gehen auch ital. Karossen, Havannas und Ölgemälde als Büroausstattung für den Verlustvortrag. Also, nicht jammern, ran an den Speck. Wenn die das so wollen......

@ donna laura Ueber online...

@ donna laura Ueber online Nachrichten wie diese freue mich: >>Über 99 Prozent der Schulabgänger in Ob- und Nidwalden haben eine Anschlusslösung gefunden. Lediglich 0,9 Prozent in Obwalden und 0,3 Prozent in Nidwalden wissen laut einer gemeinsamen Medienmitteilung vom Dienstag noch nicht wie es weiter geht. 62,1 Prozent der Schulabgänger in Obwalden und 59,5 Prozent in Nidwalden beginnen eine berufliche Grundbildung (Attestbildung oder Lehre). Das Gymnasium oder eine Fachmittelschule besuchen 15,8 Prozent der Obwaldner respektive 24,8 Prozent der Nidwaldner Jugendlichen. 15,8 Prozent in Obwalden und 15,4 Prozent in Nidwalden haben ein Zwischenjahr gewählt. 0,2 Prozent der Obwaldner Schulabgänger beginnen, ohne Ausbildung, zu arbeiten; in Nidwalden niemand. Die Situation für Lehrstellensuchende sei wie schon in den beiden Vorjahren entspannt, heisst es in der Medienmitteilung. In den Bereichen Gestaltung, Natur, Gesundheit und Soziales wurden alle Lehrstellen besetzt. Offen blieben in Obwalden 90 und in Nidwalden 68 Lehrstellen in den Bereichen Lebensmittel, Gastgewerbe, Baugewerbe, technische Industrie und technisches Handwerk.

0 donalphonso 17.07.2012, 08:55 Uhr

Mondry, ich bon sicher nicht...

Mondry, ich bon sicher nicht reich und auch nicht vermögend, und ich möchte nur zeigen, wie da gedacht wird. Unabhängug davon halte ich diesen Weg für grundfalsch, und es gibt auch beste Gründe, das nicht zu tun: 1. ist so eine Zwangsanleihe teuer, denn man braucht jemanden, der schätzt und umsetzt. 2. ändert das nichts an der Verschuldung des Staates - er hat dann die Schulden bei seinen Bürgern. 3. nimmt dieser Staat Schulden auf und bekommt dafür von den Banken sogar noch Geld. . Kurz, es würde sich also noch nicht mal lohnen, es sei denn, man würde enteignen. Gegen höhere Steuern wäre überhaupt nichts einzuwenden. Allerdings haben wir bei Rekordsteuereinnahmen auch kein Problem damit - wir haben ein Ausgaben- und Haftungsproblem. Das DIW schnibbelt nur an einem Symptom herum, und die Behauptung, alle Reichen seien Umverteilungsgewinner, stimmt auch nicht. Man könnte die Vermögenssteuer wieder erheben, die Kapitalertragssteuer anheben und den Spitzensteuersatz - immer nur zu, kein Problem. Aber wenn der Staat einmal einen Haircut macht, wird er ihn das nächste Mal bei anderen wieder machen.

0 donna laura 17.07.2012, 09:02 Uhr

lieber nico, muscat hat schon...

lieber nico, muscat hat schon recht, wenn sie sagt, dass es nach auslagerung probleme bei der rückführung ins eigentum gibt, zum beispiel bei erbschaften. . lästig sind bei familienlösungen auch erbschaftsstreitigkeiten. die einzigen mit dem breiten grinsen sind dann steuerberater, wirtschaftsberater und rechtsanwälte. . und wenn sie ganz viel pech haben, haben sie nach eingehender, selbstverständlich *hüstel* völlig unabhängiger beratung irgendeines spezialisten eine solche lösung gewählt, bei der nach ein paar schachereien ein anderer die oberhand über ihre ehemaligen besitztümer hat, die er dummerweise zu günstig an einen stroh-, äh, pardon, geschäftsmann veräussern muss. oder der gesetzgeber ändert im nachhinein die bedingungen. tja, hat es alles schon einmal gegeben. . um steuern zu sparen kann, man auch richtig viel geld ausgeben.

Muß doch ma gesagt werden,...

Muß doch ma gesagt werden, ne. Die Energiewende scheitert an der Physik und am mangelnden Reichtum an Ressourcen. Die AKWs waren und sind ja auch nur ein in die Jahre gekommenes Konzept, welches an seinem strahlenden Ungenügen der Müllbeseitigung scheiterte. Ähnlich wie die der Stalinschen Tonnenideologie der Stahlerzeugung. Die Verspargelung und Verspiegelung der Landschaften soll also die ultima ratio der notverordneten Regierungskunst sein? Anstatt das Geld in Abwrackprämien und ähnlichen Zinnober, wie Bankenrettungen, bankrotte Staatenalimentierungen oder futuristischer ESM zu stecken, hätte man besser neue Wege der Energieumwandlung erkundet. Die anvisierten Zwangshypotheken sind nur die indirekte Verschleierung eines Notstandes, der tiefer angesiedelt ist als die sog. Schulden-und Finanzkrise. Letztere ist nur der, pekuniär, dynamisch mit heißer Luft betriebene, Ausdruck des nationalen und globalen energetischen, über die gegebenen, momentanen Verhältnisse, Leben und Wirtschaftens. Es nützt ooch nüschte nix, wenn drohend mit leerer rhetorischer Geste zum x-ten Male der Klimawandel beschworen wird. Le Waldstärbön hatten wir schon vor dieser Kanzleidekade.

"Reich ist nicht derjenige,...

"Reich ist nicht derjenige, der eine Million im Jahr verdient. Reich ist der, der am Jahresende Geld uebrig hat". . Da habe ich auch noch einen Kalauer auf Lager: "Man besitzt nur das, was man in einer Viertelstunde auch findet." (Such grad mein Telefon mitohne Schnur.)

nico, genau, dann fangen Sie...

nico, genau, dann fangen Sie doch mal in Spanien damit an. Viel Vergnügen - vor allem beim "Sale". . Es gibt anscheinend noch genug Provinzmittelständler, denen man diese Schlaumeier-"Gestaltungskonzepte" aus den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts andrehen kann.

@Don: Das war Klartext, und...

@Don: Das war Klartext, und entspricht exakt meiner Sicht der Situation. Danke. . Uebrigens gibt es im Englischen den Begriff des "high net worth individual", definiert als mehr als 1 Million investierbaren Vermoegens, ausgenommen erster Wohnsitz, Sammelstuecke und Verbrauchsgegenstaende. http://en.wikipedia.org/wiki/High-net-worth_individual. . Laut des capgemini world wealth report 2009 gab es davon in Deutschland rund 810.000, was also etwa nicht 8% sondern rund nur etwa 1% der Bevoelkerung ausmacht. . Das waere die eigentliche Zielgruppe, die solch eine Zwangsabgabe wohl tatsaechlich auch verkraften koennte. Allerdings ist das auch gerade die Gruppe, die vermutlich die beste Lobby hat, und somit wohl auch ungeschoren davon kommt. . Seit ueber 20 Jahren zahlt man in den alten Bundeslaendern einen "Solidaritaetsbeitrag". Fuehrte man einen aehnlich strukturierten "Tilgungsbeitrag" von z.B. 5% auf alle sowieso erhobenen Abgaben, aber vor Abschreibungen ein, und fuehrte man einen sofortigen Ausgaben- Erhoehungs- Stop fuer alle oeffentlichen Haushalte ein, dann liesse sich langsam, langsam die Schuldenmasse zurueckzahlen. Etwas gering erhoehte Inflation, und die Verschuldung nimmt prozentual ab. . Uebrigens denke ich schon, dass "der Staat" besser bei seinen Buergern, also "sich selbst" verschuldet ist als auswaerts.

0 HansMeier555 17.07.2012, 09:46 Uhr

Vorschläge von Herrn...

Vorschläge von Herrn Pferdmenges aus den 50er Jahren: . Der Staat solle radikal die Steuern reduzieren und die Haushaltslücken einfach über Anleihen (auf Pump) finanzieren. Nur Finanzminister Schäffer sperrte sich dagegen: Ein "Buchhaltertyp".

ach wo, man müsste einzig nur...

ach wo, man müsste einzig nur die 1991 abgeschaffte Börsenumsatzsteuer wieder einführen, das wären pro Jahr 50 MRD Mehreinnahmen. Oder die Steuerbefreiung vom Gerdgas für Veräusserungsgewinne aus Unterernehmensbeteiligungen (vulgo Zockerei) rückgängig machen - weitere 15-20 MRD. Diese Maßnahmen würden genau bei den richtigen Ackermännern und ihren Oligarchen ansetzen, die normale und bessere Mittelschicht bliebe unbelästigt und könnte sich vielleicht Gedanken machen, was sie als nächstes gegen den Vandalismus der Neoliberalen zu tun gedenkt. Mich widert an derzeitigen deutschen Politik am meisten an, dass sowas gar nicht in Frage kommt und man derzeit alles tut, um die Fahrt durch die neoliberale Geisterbahn noch zu beschleunigen. Wie es dann an der Endstation ausschaut kann man transatlantisch bereits besichtigen, mit Mexiko als Zukunftslabor.

0 hansgeier333 17.07.2012, 10:35 Uhr

Kann mir jemand bitte den...

Kann mir jemand bitte den Unterschied zwischen Vermögensteuer und Zwangsanleihe erklären? Oder von stiller Gesellschaft und partiarischem Darlehen? Die Vermögensteuer wird nicht mehr erhoben, weil eine bestimmte Vermögensklasse (Immobilien) ungerechtfertigt bevorteilt wurde. Aber anstatt die Ungerechtigkeit zu beseitigen (bei der Erbschaftsteuer gehts ja auch), hat man lieber – zugunsten welchen Klientels wohl, lieber Don – ganz auf die Steuererhebung verzichtet. In 1996, dem letzten Jahr der Erhebung, wurden ca. 9 Mrd. DM vereinnahmt. Würde man die Immobilien „gerecht“ besteuern, gehe ich mal vorsichtig so von mindesten 6 Mrd. € p. a. aus. Da wäre in der Vergangenheit ein schönes Sümmchen zusammengekommen. Gabs nicht auch mal ein Reichsnotopfergesetz? Steuersatz von 10-65%. Das waren noch Zeiten!

0 donalphonso 17.07.2012, 10:50 Uhr

Mondry, ich würde vielleicht...

Mondry, ich würde vielleicht noch etwas darunter ansetzen, weil es in diesen Kreisen völlig normal ist, das Vermögen über Generationen zu streuen. Da sind wir dann wieder bei den Clans, die sich künstlich unter diese Grenze rechnen, um nicht aufzufallen. Und dazu kommt, dass diese verfügbare Million in D auch nicht so beliebt wie in den USA ist. Man müsste meines Erachtens dorthin gehen, wo die Umverteilung wirklich stattfindet, und das sind diese ominösen Märkte. Dort wird das Geld geschaffen, Stichwort 25% Eigenkapitalrendite, und dort muss man mit Abgaben ansetzen. Nur hat die Politik davor Angst, denn wenn man das tut, was wird dann aus der privaten Rentenvorsorge, die man so gern etablieren möchte? . Und dann sind wir wieder da, wo wir angefangen haben.

0 E.R. Binvonhier 17.07.2012, 10:57 Uhr

"Offen blieben in Obwalden 90...

"Offen blieben in Obwalden 90 und in Nidwalden 68 Lehrstellen in den Bereichen Lebensmittel, Gastgewerbe, Baugewerbe, techn. Industrie und techn. Handwerk." . fionn, mich interessieren diese Zukunftsentscheidungen der jugendlichen Schulab- gänger auch immer. Das zeigt die Richtung an in die es geht. . Und wenn dann ein Exot unter ihnen Landwirt werden will, braucht er bei uns 3 Ausbildungsbetriebe. Wegen der Spezialisierung. Will einer Maurer werden, hat er es schwer, es gibt keine kleinen oder mittelgroße Baugeschäfte mehr.

0 donalphonso 17.07.2012, 11:01 Uhr

Anleihe sind Schulden, die...

Anleihe sind Schulden, die irgendwann zurückgezahlt werden sollten (haha, von wegen). Steuern sind Enteignungen, die ohne Möglochkeit der Gegenwehr dem Staat gehören.

0 diktionaftis 17.07.2012, 11:38 Uhr

Nebenan erklärt uns Onkel...

Nebenan erklärt uns Onkel Thilo, was er von der Währungsunion hält. Interessant. . http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/europas-zukunft/zukunft-europas-geburtsfehler-maastricht-11822292.html

0 donna laura 17.07.2012, 11:39 Uhr

liebe/r Mondry, lieber don,...

liebe/r Mondry, lieber don, und versicherungsbeiträge und anwartschaften sind etwas, worauf man anspruch erheben kann. . weswegen manche politischen kreise, gerne alles auf steuern umstellen würden. der bürger regiert sich einfacher, wenn er almosenempfänger ist. . . lieber Don Alphonso, eindeutig sollte man den obskuren beteiligten der opaken märkte habhaft werden, hier stimme ich ihnen ausdrücklich zu. . alles andere, wie der kindergartenstreit, ob einer nun reich sei oder nicht, und dass jetzt bitte alle oberhalb von algII einen hair cut bekommen, weil man selbst ein armer schlucker sei, halte ich für ausgemachte petitessen, denn mit diesen spiegelfechtereien sollte man nicht nur arm, sondern auch dumm gehalten werden und man verkennt folgendes: . die höchsten durchschnittlichen vergütungen finden sich bei hedgefonds- und investmentbanktopmanagern; diese dürften im durchschnitt um die 600 mio dollar pro kopf einfahren, was einem mehr als 200.000fachen des durchschnittslohns entspricht; wiki klärt zum beispiel über die schaffensfreude des ceo einer firma mit dem eigentlich sehr hübschen namen renaissance technologies gerne auf. . damit ist nicht gemeint, dass man nur bei diesen ansetzen dürfte, denn die gehaltstufen darunter sind ebenso noch recht interessant und machen sehr deutliche aussagen über die gewinne, die in diesem bereich möglich sind, und damit über die gewinngestaltungsmöglichkeiten, sobald man im unregulierten, wirklich rechtsfreien raum einer bank sich befindet und neue finanzprodukte und deren komplexe verflechtungen erfindet. . zu dumm ist nur, dass diese investmentbanken und hf zumeist in übersee beheimatet sind, und mit sicherheit nichts geschehen wird, um dieser gleichsam perversen einkommensentwicklung einhalt zu gebieten. . im prinzip ist es so, dass regierungen heutzutage zu einer politik für die finanzmärkte tendieren, und zwar unabhängig von ihrer politischen ausrichtung. . ziemlich klug war es von diesen klugen leuten, gleich alle in die finanzmauscheleien einzubinden und ihre lobbyisten in die hauptstädte zu entsenden, damit auch ja jeder kleininvestierende am ende - falls es je eines geben sollte - polsterfrei mitgehangen wird, was jeder politiker aber zu verhindern bestrebt sein wird; und somit ist die garantie vorhanden, dass diese gut gepolsterten leute auch nie fallen werden. . ceterum, nur der jet set - der ist wirklich mobil, wirklich reich - und wirklich weg...

0 E.R. Binvonhier 17.07.2012, 12:05 Uhr

Werter Don, immerhin, hat das...

Werter Don, immerhin, hat das DIW es geschafft die Bayern auf die Palme zu bringen, statt unter Palmen den wohlverdienten Urlaub zu genießen. . Vroni, nein so reich kann Bayern nicht mehr sein. Den Länderfinanzausgleich in D kann man sich nicht leisten. ...und was macht man, wenn man weiß, man kann sich nicht mal einen Smart leisten, man bestellt einen Porsche Cayenne.

0 Schluchten-Ossi 17.07.2012, 12:11 Uhr

@donna laura, 11:02: Woher...

@donna laura, 11:02: Woher kennen Sie die österreichische Stiftung dermaßen gut? Mit der Vermögenssteuer ist das halt so eine Sache. Für die Firma Digg hat Google 164 Mio. USD geboten, 2008. Jetzt ist der Laden für 1/2 Mio USD über den Ladentisch gegangen. Kriegt der Mensch seine Vermögenssteuer - bei 10% wären das mehr als das 30fache des aktuellen Warenwertes - zurück? Langjährige Griechenland- und Argentinien-Anleihen - können die Vermögen zugerechnet werden? Ist das nicht eher geschenkte Entwicklungshilfe? Wenn der Herr Zuckerberg, Besitzer des hier allseits beliebten Fratzenbuches, Vermögenssteuer zahlen müsste, hätte der soviele Aktien zu verkaufen, daß der Laden kaum noch was wert wäre, wer will ihm die notwendige Menge abkaufen? @DA, 13:01: die Steuern gehören dem Staat nur dann, wenn er es schafft, sie auch tatsächlich einzutreiben. Das scheint nicht einmal im Kavallerie-begeisterten D so richtig gut zu funktionieren...

0 tylerdurdenvolland 17.07.2012, 12:21 Uhr

@ ThorHa Sollten Politiker...

@ ThorHa Sollten Politiker nicht diejenigen sein, die eine Sache dann verstehen, wenn dies eine Rolle spielen würde? Es gab genügend Einsichtige die die HRE hätten Pleite gehen lassen…. Natürlich muss man angesichts des Verhaltens des Urnenpöbels (trotz solcher Konsequenzen für ihn) zugeben, dass zynische Politiker diese Leute zu Recht ignorieren. Warum sich in die Nesseln setzen und die eigene Klientel vergraulen, wenns das dumme Volk auch so frisst und die Rechnung bezahlt. Aber wie schon mal gesagt, ich möchte in so einem Staat mit solchen Menschen nicht leben müssen… @E.R. Binvonhier Ich beziehe höchstens ab und zu Einkünfte in Yen. Ich habe immer nur kurzfristig „gearbeitet“ und dann länger nichts getan und mich in anderen Ländern vergnügt. Insgesamt habe ich wohl kaum mehr als 10 Jahre meines Lebens ans Geldverdienen verschwendet, ich halte das Leben für ein Geschenk und finde, dass es unsere eigentliche Aufgabe ist, es zu geniessen. Was ich derzeit besitze sollte bis ans Ende reichen, nach der 80 fängt der Körper wohl ernsthaft damit an dem Zerfall zu viel Tribut zu zollen. Man kann zu Philip Roths Büchern meditieren ob dies dann ein Leben ist, auf das man noch übermässigen Wert leben sollte. Egal wie viele es sind, keine Millionen helfen gegen Alzheimer oder Inkontinenz…. ;-)

0 E.R. Binvonhier 17.07.2012, 12:29 Uhr

werte donna laura 13:39, sehr...

werte donna laura 13:39, sehr einverstanden mit Ihrem Post. Die Aussicht alle zu Almosenempfängern zu degradieren, wird wohl Rot-Grün bei der BT das Genick brechen. . Dem Jet-Set kann man nicht an den Kragen, aber auch sie brauchen ihre 'Bauern'. Das übliche also, die Kleinen hängt man die Großen lässt man laufen.

0 E.R. Binvonhier 17.07.2012, 12:35 Uhr

...und wessen Bauern gehängt...

...und wessen Bauern gehängt werden, macht der Jet-Set unter sich aus.

Der Solidaritätszuschlag zur...

Der Solidaritätszuschlag zur Einkommensteuer, Mondry, wird im gesamten Bundesgebiet erhoben und nicht nur im Westviertel. Ich würd nicht so sehr auf der Korrektur dieser Bagatelle bestehen, wenn sie sich nur nicht so hartnäckig hielte und manche ihr ganzes Weltbild darauf aufbauen (nein, nicht Sie). Im übrigen ist mir der Soli genauso verhaßt wie Ihnen. Vor allem weil ich immer wieder sehe, wie sinnlos Milliarden im Sand verbuddelt werden: http://de.wikipedia.org/wiki/City-Tunnel_Leipzig

0 hansgeier333 17.07.2012, 14:04 Uhr

Nach meinem bescheidenen...

Nach meinem bescheidenen Kenntnisstand werden Staatsanleihen nicht zurückgezahlt, sondern nur „revolvierend“ verlängert. Der Rest heißt Neuverschuldung. Die Tilgung geschieht in Ewigkeit. Die aktuelle „Staatsschuldenkrise“ ist keine Krise der Schulden, sondern der Zinsen. Die als solche bezeichneten bankrotten Staaten können nicht zwei Prozent mehr p.a. für zu verlängernde Staatsanleihen aufbringen bzw. kriegen keine neuen Anleihen unter, um die höheren Zinsen bedienen zu können. Es sei denn, irgendeine Notenbank, ein Rettungsschirm oder nunmehr die Bürger kaufen sie ihnen „notgedrungen“ ab. Es ist wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Auch so eine Zwangsabgabe. Nach einem Monat ist das „einbezahlte“ Geld ausgegeben und man hat die ungewisse Hoffnung, irgendwann irgendetwas wiederzubekommen, das überwiegend steuer-(oder anleihe-)finanziert ist.

@ E.R. Binvonhier 11.57h Der...

@ E.R. Binvonhier 11.57h Der Bericht aus OW / NW überrascht mich nicht. Tatsache ist, in schwierigen Zeiten (Wirtschaftskrisen) gehen junge Leute auf "Nummer Sicher" und machen eine Lehre. Re die Landwirtschaft - die meisten Betriebe in CH sind Familienbetriebe. P.S. Finanzausgleich in Deutschland: Also, Bayern muss tief in die Tasche greifen, so habe ich erfahren (auf ZDF).

0 schrödingers katze 17.07.2012, 15:43 Uhr

wir sind die 92%!...

wir sind die 92%!

0 Karl Meier 17.07.2012, 17:50 Uhr

@Don Alphonso . "Nur hat die...

@Don Alphonso . "Nur hat die Politik davor Angst, denn wenn man das tut, was wird dann aus der privaten Rentenvorsorge, die man so gern etablieren möchte?" . Was das Bankenproblem angeht, scheint mir die Lage viel ernster. Gegenüber internationalen Großbanken wirkt Politik schlicht zunehmend machtlos, erpressbar nicht zuletzt durch hohe Staatsschulden. Anders ist die fast vollkommene, unterwürfige Tatenlosigkeit nach der Beinahe-Katastrophe vor drei Jahren eigentlich nicht zu erklären. . Nur an der Sorge um die eigenen Altersbezüge kann es jedenfalls nicht liegen. Da stünden ja auch noch Energieversorger bereit. Und wer da nicht unterkommt, dem bleiben notfalls noch IHKen und Konsorten.

0 donna laura 17.07.2012, 18:34 Uhr

liebes kätzchen, seien sie...

liebes kätzchen, seien sie froh, dass sie nicht putins fifi sind, da geht es dem schröder anders. . ach übrigens, wie geht es ihnen?

0 HansMeier555 17.07.2012, 19:14 Uhr

Und Gotland ist jetzt...

Und Gotland ist jetzt Weinbaugebiet.

0 perfekt!57 17.07.2012, 19:19 Uhr

uupss, der post zuvor war ja...

uupss, der post zuvor war ja noch gar nicht fertig gewesen. we hopefully beg your pardon! . "als man endlich kritisches laientheater (ibsen, hauptmann) und sinfonieorchester (beethoven, mahler) wieder erlaubte" . evtl. auch rilke womöglich noch. aber man hatte verstanden: brecht nie. denn bei brecht gäge es immer ein licht am ende des tunnels. zumindest tut der so. und seine apologeten gar meinten: er wäre licht. nun denn: wie auch immer. . wenn wir aber im moment eines ganz sicher nicht gebrauchen können, dann wären das beschäftigungen und selbst-beschäftigungen, die ein licht am ende des tunnels auch nur ahnen ließen. "reine problemhermetik bleibt auch weiterhin angesagt." (auch hier im blog sieht mans übersichtlich deutlich.)(eher kollektives weinen, als aufbruch: und das gälte es zu fördern. mutti macht alles richtig. zumindest bis für die lenkungsheinheiten ersichtlich katharsis einesetzt hätte. ersichtlich beim volk.) . und zeitgeist: . "am ende der wildnis - die wahre geschicht vom verschwinden des grant headwin" . ich bin eigentlich nie zu hause. ich kennen keinen solchen ort. ich muss immer weiter. (dr. caravan-link) (nein, ilse aichinger, 91)(oder von der rücksichtslosigkeit von zauberformeln)(sie wirken) . und bar jeder vernunft. geboren 1977 in dresden. annamateur & außensaiter (was die ddr alles anrichtete. wie gut, wenn man unverletzte kindheiten und leben hatte und auch so spendet, nicht?) "screamshots" - http://liveundlustig.wordpress.com/2012/02/01/annamateur-ausensaiter-screamshots-ein-musikalisches-overhead-projekt-premierenkritik/ . und hannibal lecter ist ein großer intellektueller. darf man sagen. . und heute ggfls. auch noch ein anders wort für hermetik? (literarische kreise selbstverständlich)(Patrick Modiano (geb. 30. Juli 1945 in Boulogne-Billancourt) zählt zu den bedeutendsten französischen Schriftstellern der Gegenwart. Er ist italienisch jüdischer Abstammung von Seiten des Vaters. Seine Mutter war eine bekannte belgische Schauspielerin. Modiano verbrachte seine Schulzeit hauptsächlich in Internaten, da der Vater ständig abwesend und seine Mutter oft auf Tournee war. Mit 15 Jahren lernte er über einen Kontakt durch seine Mutter den Geometrielehrer Raymond Queneau (Autor von « Zazie in der Metro ») kennen. Dieses Treffen war für Patrick Modiano mehr als schicksalshaft. Durch Queneau wurde er in die literarischen Kreise eingeführt.) http://durchleser.wordpress.com/2012/03/04/durchgelesen-im-cafe-der-verlorenen-jugend-v-patrick-modiano/ . "niemals arbeiten!" - kampfruf des banlieue - demnächst auch auf oberseen übertragen. . und wie immer nicht einmal mit gewähr auf teilständigkeit. evtl. grüße. am rande.

0 perfekt!57 17.07.2012, 19:30 Uhr

und ein vorbild, wie manche...

und ein vorbild, wie manche manchmal nicht nur zu berlin auf weitere distanz hielten. und dabei haben alle immer nur das beste gewollt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mappus-und-notheis-enge-bande-zwischen-politik-und-wirtschaft-a-844702.html (ein see um jedes vermögen. quietsche-entchen, du fängst an!)

0 E.R. Binvonhier 17.07.2012, 19:44 Uhr

" wir sind die...

" wir sind die 92%!" schrödingers katze, schneiden Sie nicht so auf. Einmal die Klappe gelüpft...:-) . @tylerdurdenvolland, savall, hansgeier333, es gibt Sachverhalte, die kann man den Leuten - unabhängig von ihrem Bildungsstatus - immer wieder unter die Nase reiben, sie glauben einem nicht, werden nur misstrauisch auch bei alltäglichen Dingen, wenn man versucht sie vor Schaden zu bewahren. Man kann versuchen eine Drohkulisse aufzubauen, die doch nur solange wirkt bis sie wieder mit ihren 'Spezies' getroffen haben. Und wenn es eine ganze Gesellschaft betrifft, nennt man das wohl die 'Lust am Untergang'.;-)

0 donna laura 17.07.2012, 21:00 Uhr

lieber Schluchten-Ossi, zum...

lieber Schluchten-Ossi, zum glück nur vom leise geraunten hörensagen. solcherlei spielchen gibt es allerdings allerorts zu beobachten. als schon verloren kann gelten, wer gerade in solchen fragen von spezialisten abhängt. je komplizierter, desto flatsch. . man denke da nur an einen gewissen, so überaus *hust* umsichtigen wie in beruflicher hinsicht hochgradig erfolgreichen kaufhausmanager, der gerade tüchtig baden geht...

0 The Great Artiste 17.07.2012, 22:15 Uhr

Bis wir wirklich kapieren, wie...

Bis wir wirklich kapieren, wie das Spiel läuft, werden wir dankbar sein, wenn wir einen Domestikenjob bei Mauschelmeiers, Putins Fiffis oder einem rotgrünen EU-Fürsten abstauben konnten... . Schrödingers Katze: eher dreiviertel tot...

Überraschung! Heute gibt es...

Überraschung! Heute gibt es für jeden Leser 1000 Euro von Don Alphonso. Auf Seite 25 der Print-Ausgabe.

0 HansMeier555 18.07.2012, 05:34 Uhr

Jaja die...

Jaja die Badenser: . http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kaspar-hausers-raetsel-zweiter-teil-sargverlust-in-der-fuerstengruft-11822206.html . Ich würd mal im Fundament vom Stuttgarter Hauptbahnhof suchen.

@Don Alphonso17. Juli 2012,...

@Don Alphonso17. Juli 2012, 12:50: Also sind auch Sie ein Robin Hood! :) . Letztlich muss die Reichtumsgrenze fuer eine derartige Abgabe ja auch praktisch definiert werden, und bei der Vermoegensbestimmung des HNWI wird ja der Erstwohnsitz ausgeschlossen ("der Oma ihr klein Haeusschen"), Sammelstuecke ("Don Alphonsos Silberkannen und Oelgemaelde") und Gebrauchsgegenstaende ("der 1950er Mercedes ohn Dach"). Und dann bleiben noch 810000 Individuen in Deutschland uebrig, auf die das zutrifft. . Klar, von einem 600 MioJahresgehalt 60 Mio abschoefen, das klingt gut. Aber davon gibt es dann eben nochmal weniger... . Statistisch gesehen bringt "das Wahlvieh" am meisten ein. Und wenn man das dann mit ein paar Robin Hood Parolen und Summen, die nicht ganz jenseits seines Vorstellungsvermoegens liegen, besaenftigt, dann ist auch die Wiederwahl in Krisenzeiten moeglich...

@Savall: danke fuer die...

@Savall: danke fuer die Aufklaerung. Ich dachte wirklich immer, nur Wessis muessten den Soli zahlen!

@ Donna Laura: Letztlich gilt,...

@ Donna Laura: Letztlich gilt, fuer Griechenland ebenso wie fuer Deutschland, dass Staatsverschuldung ab einem gewissen Niveau eben nicht mehr etwas Abstraktes, uns nicht Betreffendes ist, sondern letztlich auf jeden, der Staatsbuerger sein moechte, zurueckfallen. "Wir sind das Volk" rief man vor Jahrzehnten und Jahr und Tag, und damit haben unsere "Wutbuerger" auf ihre Rechte gepocht. . Aber nicht nur Peter Parker wird wissen, dass mitRechten auch Pflichten verbunden sind. . In letzter Konsequenz auch die Pflicht, die Staatsschulden zu tilgen. . Und, lieber Don, aus genau diesem Grund ist es besser, wenn man die Schulden "in der eigenen Familie" hat anstatt, z.B., bei der VR China. Denn wenn man dann die Familie in die Pflicht nehmen muss, dann hat die zwischenzeitlich trotz allem auch profitiert (an, z.B. recht guten Strassen, einer im internationalen Vergleich ausnehmend gerechten Justiz, vergleichsweise grossen Sicherheit im privaten und oeffentlichen Raum etc.). Und dann ist da noch das deutsche Pflichtgefuehl... . Auslaendische Glauebiger wollen bares, sonst nichts. Kriegen sie das nicht, dann: s. gerade Griechenland, Spanien, etc....

0 HansMeier555 18.07.2012, 07:26 Uhr

Visbyer Sonnhalde. Herr...

Visbyer Sonnhalde. Herr Raffelt?

Dann eher Sonate fuer...

Dann eher Sonate fuer Akkuschrauber und Kreischsaege in f-Dur, Venezia-Herzchen?

0 Thorsten Haupts 18.07.2012, 08:15 Uhr

@tylerdurdenvolland - "Es gab...

@tylerdurdenvolland - "Es gab genügend Einsichtige die die HRE hätten Pleite gehen lassen…. " Es gab in den USA auch genügend Einsichtige, die Lehman Brothers tatsächlich pleite gehen liessen. Die unmittelbare Folge war die schwerste Weltwirtschaftskrise seit 1929. Bei diesem Ergebnis war die Lust auf eine Wiederholung nicht so furchtbar gross. Gruss, Thorsten Haupts

0 Thorsten Haupts 18.07.2012, 08:21 Uhr

@The Great Artiste -...

@The Great Artiste - Domestikenjob: Ach was. Mit Inflation und/oder Schuldenschnitt und/oder höheren Steuern ist die Krise durchaus lösbar. Inklusive eines vorübergehenden, aber heftigen, Wohlstandverlustes in den alten Industrieländern. Denn die haben, wir haben, über unsere Verhältnisse gelebt und bekommen jetzt die Rechnung präsentiert. An der Erkenntnis führt kein Weg vorbei, wenn wir nicht direkt in die nächste Krise stolpern wollen. Und Banken gehören schlicht so reguliert, dass man sie einfach pleite gehen lassen kann. Dann funktioniert der Markt nämlich tatsächlich ganz gut. Gruss, Thorsten Haupts

Ich möchte gern wissen, warum...

Ich möchte gern wissen, warum der Staat resp. Bürger resp. Steuerzahler wie DA für die enormen Verluste im Bankensektor aufkommen müssen. Wenigstens müssen "bailed-lout" Banken teilweise verstaatlicht werden m.M.n. .... warum nicht?

Meine Mail von soeben. ...

Meine Mail von soeben. "bailed - out" i/o "bailed-lout"

0 E.R. Binvonhier 18.07.2012, 10:21 Uhr

Mondry 8:31, Staatsschulden...

Mondry 8:31, Staatsschulden tilgen, ich weiß nicht, ob das noch so einfach ist. Die Buchvermögen die global angehäuft wurden und die, die Schulden darstellen, können von keinerlei realer Wirtschaftstätigkeit der real existierenden Menschen mehr getilgt werden, sosehr die Inhaber dieser Schuldtitel sich an diesen Strohhalm klammern. Die Realwirtschaft wurde schon lange nur noch als Fassade gebraucht, und die bröckelt. . Und ich glaube nicht, dass ein Haircut hilft. Es geht m.E. um Auslese, wer den längeren Atem hat und die Zukunftsagenda bestimmt. . Eine Krise ist das nicht mehr. . Und die Bildungsbürger müssten eigentlich triumphieren, schließlich ist die neue Ordnung wie sie auch immer aussieht ein geistig/intellektuelles Konstrukt.

0 diktionaftis 18.07.2012, 10:23 Uhr

@Visbyer Sonnhalde Sobald man...

@Visbyer Sonnhalde Sobald man in Grönland mit - selbst angebauten - Zitronen handelt, sollte man sich nach dem Ersatz-Planeten umschauen. . Bis dahin kann man sein Schwedisch perfektionieren: . http://www.gutevin.se/

0 donna laura 18.07.2012, 10:23 Uhr

lieber Mondry, es muss am...

lieber Mondry, es muss am bezaubernden wetter und der intensiven sonne liegen, dass ich nicht ganz verstehe, worauf sie genau hinausmöchten. ich versuche es dennoch, bitte verzeihen sie, wenn ich daher nicht exakt ihre argumentationslinie einhole. . zum thema staatsschulden referierte ich nur mittelbar; was man meiner völlig unmassgeblichen meinung nach durchaus beachten sollte, ist jedoch der umstand, wie sie zustandekommen. . und in diesem zusammenhang bin ich äusserst gespannt, wie das deutsche bvg dazu im september entscheiden wird. . und welche szenarien bis dahin den druck erhöhen (sollen), endlich doch so zu entscheiden, wie es die mehrheit der mit macht ausgestatteten beteiligten in europa zu wollen scheint. . im übrigen fällt es unglaublich schwer, von den durchschnittlich 600 millionen dollar jahreseinkommen einer einzelperson mehr zu besteuern als im moment. . denn es ist nicht zu vernachlässigen, dass die meisten hedge fonds und investmentbanken* in den staaten ihren sitz in den staaten haben. . aber selbst wenn dieses einkommen in europa erzielt werden würde, so würden die machtvollen personae in der politik ganz ganz grosse beisshemmung mit bauchschmerzen haben, auch weil sie lästige besuche und das wegnehmen der ihnen kredenzten hundekuchen und - sic!: - bei offenbarwerdung dieser supernovaschreisse grosse soziale unruhen, die ganz real bereits durchgespielt - und gefürchtet - werden in brüssel, antizipierten: weil, wie sie es so drastisch betonen: 60 millionen auch nicht die welt sind. . naja. . jetzt darf man sich überlegen, welche personengruppe zuvorderst die tinte erzeugt hat, in der alle hineingeschubst wurden und noch weiter werden sollen. wie solche hohen einkommen überhaupt ermöglicht wurden. wieso man nichts dagegen unternehmen wollte. wieso man nicht sehen wollte, mit welchen mitteln gearbeitet wurde. wer am ende die zeche zu zahlen hätte. . das spiel, wie gesagt, ist durchaus nicht neu. . haben sie, liebe runde, vielleicht schon mal von public private partnership gehört? na? das war auch so eine tpolle geschäftsidee, direkt vor den augen der gewählten volksvertreter. . und das waren noch peanuts*. . ceterum censeo, der jet set... ----- * nur ungern muss es erwähnt werden: da gibt es eine gewisse bank, der das privatkundengeschäft äusserst unbequem wurde. das westviertel wurde mit kuriosen papieren über den perser gezogen und zahlte eigentlich schon nicht schlecht für seine fehler, kaum anders, eher schlimmer, erging es nicht wenigen hauskäufern in den staaten. das war das privatkundengeschäft. investmentbank, reine investmentbank wäre man viel so lieber gewesen. und nun gibt es zum hauptgericht kreide englisch für die ceo.

www.faz.net/.../digitale-boheme-in-berlin-diese-verflixten-tausend-euro-11823254.html
.
Es müssen nicht immer Nudeln sein -
für 1000 € bekommt man auch 4 Flaschen hiervon:
www.mallorquiner.com/.../artikel.php Negra ÀN Vinya Son Negre Magnum Vino Tinto 20071,5-l-Flasche&refid=DOM0001

0 donna laura 18.07.2012, 11:10 Uhr

liebe fionn, ich gebe ihnen...

liebe fionn, ich gebe ihnen völlig recht, und stelle diese frage auch.

0 HansMeier555 18.07.2012, 11:11 Uhr

Die Welt ist keine Scheibe,...

Die Welt ist keine Scheibe, sondern ein schrumpfendes Goldfischglas.

@Donna Laura: Die...

@Donna Laura: Die Argumentationslinie: wer Rechte (also z.B. deutsche Staatsbuergerschaft, damit Aufenthaltsrecht in Deutschland und somit Genuss von z.B. Rechtssicherheit und ziemlicher guter Infrastruktur, aber auch Wahlrecht) hat, muss unter Umstaenden auch Pflichten wahrnehmen muessen. "Der Staat", das ist nichts voellig abstraktes, sondern das sind wir Deutschen (in diesem Fall). "Die Regierung", die haben wir gewaehlt aus unserem demokratischen Konsensus heraus, in Frieden seit 67 Jahren. Und selbst wenn wir unsere Politiker persoenlich haftbar machen koennten fuer gebrchene Wahlversprechen- da ist nicht genug zu holen. . Klartext: der Staat sind wir, das sind unsere Schulden, aktuell wohl so etwa 20000 Euro je Staatsbuerger allein fuer die nationale Verschuldung (dazu noch Laender, Gemeinden...). Konkret also fuer meine Familie rund 100000 Euro. Das ist in meiner Heimatstadt aktuell der Kaufpreis fuer eine 40qm Studiowohnung. . Fuer die 100000Euro aber, die der Staat da sozusagen in meinem Namen ausgegeben hat, kann ich auf guten Strassen fahren, ein akzeptables Nahverkehrssystem nutzen, und sogar sicher sein dass der Polizist mich nicht an die Strassenseite winkt, um mir ein Durchfahrtgeld abzuluchsen, damit sein gehalt am Monatsende reicht. . Im groessten teil der Welt hat man auch Staatsschulden, aber nicht all diese buergerlichen Privilegien. . Da sind 100000Euro fuer eine 5- koepfige Familie fast schon billig. Und wenn die Regierung, auf die eine oder andere Weise, uns dazu zwingt, zumindest einen teil disesn Geldes zu zahlen, um Schulden zu tilgen und Wert zu erhalten. dann ist das zwar eine hoechst unangenehme Pflicht, aber letztlich immer noch besser als revolutionaere Umschwuenge. . Also mein Argument: Unser Staat, unsere Schulden. Machen wir uns mal Gedanken, wie wir die zureuckzahlen. . Wo ich Ihnen Recht gebe: es kommt schon darauf an, wofuer die Schulden gemacht wurden. Freimarktliche Spekulationsbankrotte zu zahlen, und dann kein Geld mehr fuer sozial Schwache: gefaellt mir gar nicht, die Idee. . Geld fuer europaeischen Ausgleich, das ist durchaus diskutabel, denn es ist durchaus denkbar und zumindest mir wuenschenswert dass die politische Einheit in Europa groesser, die nationalen Strukturen schwaecher werden. . Klarer jetzt? :)

0 HansMeier555 18.07.2012, 11:26 Uhr

Einfuhr von Wein ist dort ja...

Einfuhr von Wein ist dort ja verboten. Aber der Vetrieb von selbstgebautem? Keine Sorge wegen der Nachfrage.

0 donna laura 18.07.2012, 11:26 Uhr

cher Filou, wie wäre es mit...

cher Filou, wie wäre es mit einem arschgeigenkonzert in d-moll, begleitet von maulschellen vivacissimo?

0 E.R. Binvonhier 18.07.2012, 12:36 Uhr

...und das BGE, was ist das...

...und das BGE, was ist das anderes, als ein sich mit ruhigen Gewissen freikaufen?

0 E.R. Binvonhier 18.07.2012, 12:39 Uhr

.. von den Brüdern und...

.. von den Brüdern und Schwestern.

Wie meinen Sie das denn nun,...

Wie meinen Sie das denn nun, Verehrteste?

@ donna laura 12.10h Kennen...

@ donna laura 12.10h Kennen Sie die deutsche Förderbank KfW? Sie ist Miteigentümerin (mit 30% der Aktien) der Deutschen Post. Und der DP geht's gut. Nicht so gut sieht es aus bei der DB (Deutschen Bank...), oder? http://www.kfw.de/

0 E.R. Binvonhier 18.07.2012, 13:56 Uhr

Das Vorbild für BGE hat doch...

Das Vorbild für BGE hat doch auf baier. Bauernhöfen ebenso gut funktioniert, wie in der engl. Aristrokratie.

@ donna laura. "Deutsche Bank...

@ donna laura. "Deutsche Bank - Kapitalbedarf?" http://www.deraktionaer.de/aktien-deutschland/deutsche-bank-geld-gewinn-euro-kaufen-halten-verkaufen-boerse-18460039.htm

Jetzt haben wir den ganzen...

Jetzt haben wir den ganzen Summs mit Steuergeldern immer brav durchgepampert und nun nochmals Nachschußpflicht? Da staunt aber der Pflegedienst. Wo sind sie gebliehieben?

Forscher aus NRW haben...

Forscher aus NRW haben erkundet, die Welt sei in einer CH-CD enthalten und käuflich. Es seien alle relevanten Daten drauf appliziert, welche die Welt vollinhaltlich erklären.

Existenzielle Angst, das...

Existenzielle Angst, das müsste mehr thematisiert werden. Kommt mir auch im FAZ-Artikel etwas zu kurz. . Ein Freiberufler (ich bin einer) hat sie - immer-, aber auch ein Hotelportier, der fleißig Überstunden schiebt, hat sie. Das Diplomatentöchterchen eines Diplomaten aus Korea, das übergangsweise im Hause eines SIEMENS-Vorstands untergebracht war, hat sie. . Das legt sich nicht immer mit Geld. Der Vorstand und seine Familie wurde bewacht wg. Terroristen; die Bodyguards waren permanent in der Wohnung. Man hatte Angst. Sie roch aus jeder Ecke. Ich war damals nur ein befreundetes, Orchideenfach studierendes naives Arbeitertöchterchen, das ständig Schulden hatte und sie in den Semesterferien versucht hat, wegzujobben, aber angstfreier und unangepasster als sie. . Der Gedanke, dass existenzielle Angst ein großer Hemmschuh für ein erfülltes Leben ist, liegt nahe. Und sie ist es auch meist. . Zusätzlich neben der materiellen Sicherung ist man jedoch unterworfen von seinem eigenen Strickmuster. Wer angstfrei erzogen wurde und wer nicht. Wer Ängste mit sich herumschleppt, weil seine Ahnen schon immer eines sehr ängstliche Verwandtschaft waren (das gibt es), hat schon vorgeburtlich schlechte Karten. Wenn man arm ist, eben noch mehr. Das ist der Punkt. . Und wer reich ist, kann sich einen guten Analytiker gegen seine ängstliche Persönlichkeitsstörung leisten oder angstauslösende Erziehung seiner Eltern leisten. Ein armer nicht. . Die German Ängst: Ich finde tatsächlich, Deutsche haben insgesamt sehr viel mehr Angst als andere. Angst, Überperfektion und hoch-autoritärer Erziehungsstil sind weit verbreitet. Das hochperfekte, pieksaubere Vorzeigeland, aber voll mit lauter Ängstlichen, Paranoiden, die hastig ihre Türen zumachen. Auch so ein Phantom, das man nur teilweise durch historische Thesen belegen kann. . Das Doppelgesicht der Angst: Angst kann ein großer Treiber sein. Sich aufrappeln, etwas tun. Angst kann also Energie sein. Aber auch Lähmung. Dass sie viele lähmt, mache ich, je mehr Lebenserfahrung ich habe, an deren Persönlichkeitsstrukturen fest. Weniger am Einkommen. Aber schon auch. . Daher gibt es In D kaum Revolution. Sie sind ängstlich, egal ob arm oder reich. Daher Spießertum und Drängeln an den Futtertöpfen. Unternehmer, die eine Subvention nach der anderen abgrasen, aber nach draußen das Hohelied der selbstbestimmten Leistung singen, gehören für mich genauso zu den pervertiert Ängstlichen wie der Apple-gesteuerte A-dabei, der sich kaum etwas anderes leisten kann als eben dieses überteuerte Angeber-Spielzeug. Das er braucht, um sich Anerkennung zu holen. Die ganze Werbeindustrie baut auf dem Wissen auf, dass der ängstliche Mensch mehr Statussymbole braucht als ein anderer. War mal in so einer bösen Werbeschmiede.

Vroni@: Angst hat vom...

Vroni@: Angst hat vom Wortstamm etwas mit eng zu tun, wie etwa auch die Angina oder schmalblättrige Pflanzen mit dem Prä "angusti folia". Der Hals wird eng. Frei nach Fassbinder: Angst essen Seele auf. Wenn es eng wird bei der eigenen Börse kommt ebenso Angst auf. Es sei denn, man macht sich frei von allen Ängsten und Sorgen. Warum auch nicht. Das letzte Hemd hat eh keine Taschen. Weder der Arme noch der vermeintlich Reiche wissen wie ihnen morgen geschieht.

Wortschmiede> Wortschmiege>...

Wortschmiede> Wortschmiege> Wortkriege> Wortbiege> Worthülse.

0 donna laura 18.07.2012, 17:47 Uhr

lieber Mondry, aha, merci, da...

lieber Mondry, aha, merci, da entlang lief also der hase. nun, dass man als vernünftiges mitglied der sdg ordentlich seine steuern zahlt, davon gehe ich einmal aus. . cher Filou, man kam im zusammenhang mit den unterschiedlichen verursachern der finanzmisere lediglich darauf, dass es eine menge violinisten gibt, die eine ordentlich scheppernde begleitmusik mit tschingderassabumm verdient hätten. und da sie gerade die muhsik erwähnten...

0 HansMeier555 18.07.2012, 18:02 Uhr

@Vroni . Wie wahr. Wobei die...

@Vroni . Wie wahr. Wobei die Angst ja politisch gewollt ist. . Angst gilt gemeinhin als etwas Gutes und Nützliches, weil sie die Gesellschaft zusammenhält, produktiv und effizient macht. Das Bürgertum definiert sich über den Pessimismus: Gäbe es keine Polizei, würde jeder zum Verbrecher werden. Gäbe es kein Risiko der Obdachlosigkeit, würde keiner mehr arbeiten, usw. . . Dass man die Kinder regelmäßig prügeln muß, damit sie nicht am Galgen enden, ist heute zwar nicht mehr direkt common sense, aber der Glaube an die Notwendigkeit der totalen Konditionierung wirkt ungebrochen -- vielleicht sogar noch stärker als vor 60 Jahren. . Darum ist ja auch Thomas Hobbes immer der Lieblingsphilosoph des Bürgertums gewesen. . Nicht weil er erkannt hat, wie der Mensch "von Natur aus ist", sondern weil er beschrieben hat, wie der Mensch, der so nicht ist, eigentlich sein müsste, um die Existenz der bürgerlichen Gesellschaft zu rechtferigen. . Klingt nach Anarchismus, ist aber von Hannah Arendt.

0 aristius fuscus 18.07.2012, 18:21 Uhr

@ mondry: das trifft den Nagel...

@ mondry: das trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf. Es gibt natürlich einen Grund dafür, warum der einzelne Staatsbürger nicht einsehen mag, warum er letztlich für die Entwicklung des Gemeinwesens verantwortlich ist: es gibt einfach zu viele. Bei einer Bevölkerung von 80 Millionen ist der Einzelne noch nicht einmal eine Nummer. Darum ist es ja so wichtig, viel mehr auf kleinteiliger Ebene zu entscheiden. Die Polis hat schon einige Vorteile und sollte sich heutzutage wieder leicht realisieren lassen.

Alle Macht geht von Banken...

Alle Macht geht von Banken aus. Sie wissen, was gut ist fürs Volk. Sie stellen die Tröge vor ihre Kathedralen und die Schweine kommen, scharren mit den Hufen, mit geöffneten Mäulern. Von der Kanzel.... wird die quasireligiöse Verschuldungsidiologie beschworen. Der letzte macht das Licht aus. Nur der Götze lacht.

0 perfekt!57 18.07.2012, 18:53 Uhr

und wir empfehlen ganz...

und wir empfehlen ganz sachlich dem, der mag oder kann, eine reise von nyon oder pragins über saint-cergue und den coll de la givrine bis, sagen wir, les rousses/morez und zurück. evtl. auch weiter bis champagnole u. zurück. . viel besser und dem möglichen schweiz-freunde naheliegender könnte mane vtl. einen (hier: nord-)westen nicht mit einem etwas hauptstadtfernen osten kombinieren. . (ohne vorurteil oder kritik: wenn es der reinen lehre von den westviertelvorteilen nach ginge, müssten dann nicht bayern und schwaben sich eher um eine assozierung mit der schweiz bemühen, als bei euro-rettungen mitzumachen? gemeinschatfswährung egal oder gar nicht, hauptsache zoll- u. wirtschaftunion so weit wie möglich?) . und wer mag, besucht auf so einer kurzen reise auch noch herrn m. schumacher, oder schaut im vorbeifahren, wie herr e. bertarelli am genfersee wohnt, falls er da ist (*g*).(wie bekannt: http://sc.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/808843.html (nyon-gland ca. 8km, "la bergerie", zwar ganz banale schlossarchitektur direkt am wasser, nordöstlich des golfplatzes imperial de prangin, aber immerhin. wenn man scon mal da ist.)( und wer von "schule" noch nicht genug hat http://de.wikipedia.org/wiki/Le_Rosey) . wie gesagt: bei daimlerchrysler hat sich auch chrysler nach oben verbessert. für einige zeit. . aber wir sind nicht bang: schon unseres gastgebers vorfahren httben sich, so wusste er, soweit bekannt, zu berichten, aus allem raus - und ihr vermögen er-halten. durch verschwiegenheit und fleiß. das für viele bürgerliche anscheinend auch weiter eine option. (immer-die) . und wie locker man früher zu singen und texte zu setzen verstand. http://www.youtube.com/watch?v=YsriPVhTS-4 (die angst überalteter aber eher unreflektierter gesellschaften duldete weniger davon?) . und was wir der armut alles verdanken. lauter kulturelle goldstücke. zum beispiel aus dem immer wieder nennenswerten bereich der ganz neuen unterprimaner-liebe. http://www.metrolyrics.com/the-river-lyrics-bruce-springsteen.html intelligent und arm, das bringts. . "Me and Mary we met in high school when she was just seventeen. Then I got Mary pregnant and man that was all she wrote. And for my nineteenth birthday I got a union card and a wedding. Now all them things that seemed so important, well mister they vanished right into the air." . http://www.youtube.com/watch?v=V35WbPl6sEM&feature=related . klassenunterschiede müssen also unbedingt aktiv aufrecht erhalten werden. sonst gibts ja auch keine neue musik mehr.

0 Der Tiger 18.07.2012, 19:19 Uhr

@Vroni – Ich bin so etwas...

@Vroni – Ich bin so etwas wie ein Freiberufler (und nicht einmal aus eigener Entscheidung) – aber diese existenzielle Angst kenne ich nicht – obwohl ich diverse Erlebnisse hatte, wo man mir offensichtlich an den Kragen wollte. Ich glaube, sich vom Leben nicht einschüchtern zu lassen, hat mit Geld oder angstfreier Erziehung überhaupt nichts zu tun.

HansMeier555, wirklich frei...

HansMeier555, wirklich frei ist man nie. . Ein bisschen freier aber dann, wenn man sich weniger darum schert, was das Bürgertum will. Sondern auf seine wahren Bedürfnisse horcht. Man wird doch nicht umso mehr geliebt, nur weil man zum richtigen Frisör geht, das richtige Gel aufträgt und die richtigen Schuhe kauft. Man wird zum Trendwaschlappen. . Die Hippiezeit hat es mal versucht, dem ängstlichen Bürgertum ein klares Nein hinzusingen. Die Neu-Hippies sind mir jedoch zu angepasst. Mit dem iPhone herumrennen und alle 5 Minuten reinschauen ist nicht hippie, es ist doof. . Peace ey! (Man muss sich jetzt das V-Zeichen denken)

0 Thorsten Haupts 18.07.2012, 20:31 Uhr

@Mondry: Gute Zusammenfassung...

@Mondry: Gute Zusammenfassung einer wirklich verantwortlichen Position. @Vroni - Angst: Verdammt richtig. Aus eigener Erfahrung: Nach einem in vieler Hinsischt angstfreien Leben habe ich mit knapp 40 einige angstgetriebene Fehlentscheidungen zu verantworten. Und nach Analyse beschlossen, dass mir das nie wieder passiert, selbst dann nicht, wenn meine "bürgerliche" Existenz auf dem Spiel steht. Seitdem geht´s mir wieder richtig gut. @HansMeier555 -Das Bürgertum definiert sich über den Pessimismus: Lesen Sie doch einfach mal nach, wie es den Versuchen erging, eine herrschafts- und hierarchiefreie Gesellschaft (in kleinem Masstab) zu gründen, in überschaubaren, kleinen Gruppen. Die experimentellen Belege für den Erfolg echten Anarchismus (das IST das Gegenstück zu bürgerlicher Gesellschaft) sind ziemlich ernüchternd. Vielleicht haben Konservative unter dem Strich das realistischere Menschenbild? Und Hobbes hat doch beschrieben, was er sah, und nicht, was er durchsetzen wollte? Gruss, Thorsten Haupts

0 Veil of ignorance 18.07.2012, 23:00 Uhr

Wir sind nun seit vier Jahren...

Wir sind nun seit vier Jahren im Krisenmodus und der aktuelle Stand der Debatte ist: Wir streiten uns, ob die Armen zu reich und die Reichen zu arm sind. Wer Schuld an der Krise ist, wissen wir nun auch. Die Politik hat zu viele Schulden gemacht und die Anderen sind einfach zu faul. Aber - es gibt immer noch die gleichen Großbanken, die too big to fail sind und sich permanent mit billigen EZB Geld verspekulieren - es gibt keine Trennung von Privat- und Investmentbanken - die Eigenkapitalquoten sind ein Witz, von den Bilanzierungstricks ganz zu schweigen - es gibt keine funktionierende Bankenaufsicht wie der Liborskandal mal wieder eindrucksvoll gezeigt hat - es gibt keine europäische Ratingagentur, aber Basel II ist immer noch in Kraft - credit default swaps sind immer noch nicht verboten, der Derivate der Handel am Sekundärmarkt nicht trockengelegt - Unternehmensgewinne werden immer noch nicht vernünftig besteuert - der Standortwettbewerb nicht unterbunden - Steueroasen nicht trocken gelegt oder der Spitzensteuersätze harmonisiert usw. . Dafür sorgen Krisenmaßnahmen für - Privatisierung des Tafelsilbers der Staaten - Wirtschaftliche Stagnation - Der Wohlfahrtsstaat wird abgebaut zugunsten von privaten Anbietern - Staatsinterventionen gibt es nur zugunsten der Finanzmärkte - Beschneidung der staatlichen Souveränität zugunsten von informellen Expertennetzwerken der Lobbyistenvertretungen etc.pp. . Weiterhin druckt die EZB fröhlich Geld, gibt es den Banken für 1 Prozent Zinsen, die kaufen damit Staatsanleihen mit 5 Prozentzinsen und hinterlegen diese bei der EZB als Sicherheit für neues Geld. Dabei demonstrieren an der Peripherie Europas Woche für Woche Zehntausende von Menschen, während hier in den Medien nur noch Zahlen umherschwirren, wie viel das Deutschland im Fall der Fälle bezahlen müsste. Dabei suggeriert uns das Bundesverfassungsgericht, das überhaupt keine politische Legitimation besitzt, es würde mehr ausrichten als den Rettungsschirm durchzuwinken und ein paar Randbemerkungen zu machen. Wohl wissend, dass Italien und Spanien als Nächstes gerettet werden müssen und daraus die Notwendigkeit resultiert die Finanzhilfen aufzustocken. Maßnahmen zur Krisenbewältigung als "sozialistisch" oder "kommunistisch" zu bezeichnen, ist fast schon pathologisch; fehlt es doch Menschen sogar am geeigneten Vokabular um ihren Unmut und ihre Ängste auszudrücken. Ganz zu schweige davon ihren einen Willen zu artikulieren, der über den Versuch hinaus geht das Beste für sich selbst herauszuschlagen.

Lieber Tiger, verzeihen Sie...

Lieber Tiger, verzeihen Sie mir, wenn ich das sage, ich erlebe einige Ihrer Statements (persönlich kenne ich Sie ja nicht, da kann es anders sein) und wenn es nur Geplauder ist, doch gelegentlich als driven by ängst: stellenweise argwöhnisch. Mit Verlaub. . @ alle Angst versteckt sich generell gern. Bei manchen versteckt sich Angst hinter Aggression. Bei manchen hinter einer Depression. Jeder hat Angst, jeder. Das gibt es nicht, dass jemand zu gar keiner Zeit gar keine Angst hat. Das Beste ist, lernen sich dazu bekennen und sich seiner Angst zu stellen. Bei mir war es jahrelang die beschissene Angst, die Bank könnte mir mein Kabäuschen kassieren und ich stehe samt meiner Mieze auf der Straße. Der Katze wird das am wenigsten ausmachen. Oder die Angst, die Sorge, ein geliebter Mensch könnte wieder krank werden. Psychologen sagen, man sollte sich seiner Angst stellen, statt zu behaupten, es gäbe sie nicht. Habe Menschen mit Panikattacken erlebt. Das sieht eher nach körperlichem Anfall aus (Schwitzen, Herzanfall, Umkippen), aber es ist die Seele. War einige Zeit als Angehörige in einer Angehörigen-Selbsthilfegruppe, da gibt es Geschichten, die gibt es gar nicht. Selbstverständlich muss man darüber schweigen, das ist die Vereinbarung; aber man lernt unfreiwillig was fürs Leben und lernt hinzuschauen. Manche saufen sich lieber zu Tode wegen ihrer Angst. Supercoaches, tags die tollsten Menschen, denen das im Zentrum der Blicke stehen nichts auszumachen scheint, Top-Autoverkäufer, Schwerreiche, die ganze Palette. Habe also genug gelernt, um im Zweifelsfall erst einmal nichts zu glauben. Hinter ihrer armen oder reichen Fassade sind sie alle gleich.

manchmal hab ich echt...

manchmal hab ich echt Angst,dass ich mal Angst haben könnte...

0 HansMeier555 19.07.2012, 05:23 Uhr

@Thorsten Haupts . Keine...

@Thorsten Haupts . Keine Sorge, bin auch kein Anarchist, halte Hobbes Menschenbild aber trotzdem für falsch. . Die Angst, die man in Deutschland hat, halte ich für durchaus anerzogen. Man soll und muß Angst haben, um zur bürgerlichen Gesellschaft zu gehören. Wer keine Angst hat, dem macht man das zum Vorwurf. . Wenn so jemand irgendwann mal Pech hat, dem werden alle die Schuld geben: Warum hat er keine Versicherung abgeschlossen, warum hat er nicht die sichere Variante gewählt, warum hat er so ein Fach studiert und dann nicht mal auf Lehramt, warum hat er eine feste Stelle gekündigt, warum hat er jemandem vertraut der nicht zur Familie gehört, warum hat er mit 30 noch nicht an die Rente gedacht, warum ist sie (ausgerchnet jetzt!) schwanger geworden, warum hat sie es ausgetragen, etc. . Es ist dieses Klima, welches die Leute einschüchtert. Nicht die Aussicht zu scheitern, sondern als gescheiterte Hallodris der sozialen Verachtung anheimzufallen. Wie konnte man nur so blöd sein. . Angst ist ein Grund für die demographische Entwicklung. . Angst ist aber auch der Grund, warum der Don und andere so vehement gegen das BGE sind. Die Angst, dass der Pauper das schamlos ausnutzen wird, dass keiner mehr arbeiten will, dass man die Hausbesitzer mit Zwangsabgaben belegen wird, während Handwerker erst recht unbezahlbar sein werden. Auch dahinter steht letztlich Angst um die Werthaltigkeit des eigenen Vermögens. . Ja, das kann ich schon verstehen ist auch völlig legitim.

0 HansMeier555 19.07.2012, 05:28 Uhr

Zwar fordert die...

Zwar fordert die Wirtschaftspresse die Deutschen schon seit 20 Jahren dazu auf, endlich mutiger zu sein (unbekümmert wie die Amerikaner), und das auch längst ein Gemeinplatz. Alle nicken mit dem Kopf. . Aber wenn jemand in der eigenen Familie, von dem zu befürchten ist, dass er am Ende einen selbst um Bürgschaften, Kredit oder GEld bitten wird, anfängt "mutig" zu werden, dann ist die Begeisterung weniger groß.

Ja, und in den Zeiten, als es...

Ja, und in den Zeiten, als es noch gar kein Sozialsystem gab, war es normal und durchaus erlaubt, im Notfall die bessergestellten Verwandten anzuhauen. . Schätze mal, dass die Deutschen unterm Strich doch sehr sehr froh sind, diese wenn es ein Amt gibt, wo man Eltern, Geschwister und Kinder irgendwann hinschicken kann, und liebend gern ein bissel mehr Beiträge und Steuern zahlen, als moralisch verpflichtet zu sein, plötzlich jemanden bei sich in der Wohnung einzuquartieren.

HansMeier555...

HansMeier555 06.28h "Unbekümmert wie die Amerikaner"???? "haben Sie nicht von Hire and fire" gehört? Ich kenne einen Amerikaner hier in der Schweiz, der bei einer der grössten US Infotechnology Firmen jahrelang gearbeitet hat, und plötzlich eines Tages hat der Manager ihm gesagt "From now on your status is changing - you are no longer an employee but you can work on a self-employed basis, selling our products". No benefits, paid holidays etc etc.

Kompliment zu 19. Juli 2012,...

Kompliment zu 19. Juli 2012, 07:23.

Es langweilt am...

Es langweilt am Schreibtisch jeden Schreiberling. Mir ist das bekannt, wohl bekannt: 20 Jahre, acht Monate und zwölf Tage eben am Schreibtisch als Schreiberling. Eine Qual! Wonach sehnt man sich dann? Klar, nach Opas Gewehr, ein bisschen Sport, Spiel, Spannung - abseits des Schrei-Tisches. Ein klein wenig Katastrophe, Krieg, Kollaps -- Chaos - alles, nur nicht immer am Schreibtisch sitzen und schwitzen und sich die Finger aussaugen fürs Honorar - das Bescheidene.
Das war meine Denke - damals. Nun als Rentner raus aus dem Rennen. Friede! Wenn nur Friede käme! Kommt aber nicht. Das Schreibtisch-Geschrei geht weiter und wieder und wie gehabt: "Bis alles in Scherben...."

0 donna laura 19.07.2012, 07:30 Uhr

dieses klima der...

dieses klima der einschüchterung, wie sie es schildern, lieber HansMeier555, ist m.e. ganz korrekt beobachtet. hinzu kommt noch ein zweites, insofern, dass diejenigen, die mit vorwürfen herumlaufen, die besagen, man hätte dieses und jenes vermeintlich falsch gemacht, sich damit ihrer eigenen position versichern, dergestalt, dass sie selbstverständlich diesen oder jenen so genannten fehler nie begangen hätten. besserwisserei nennt man so etwas, glaube ich. . und davor kuschen? . die dümmsten sind doch immer die, die alles ganz genau zu wissen meinen.

0 HansMeier555 19.07.2012, 07:37 Uhr

@fionn . Aber unbekümmert...

@fionn . Aber unbekümmert sind die Amerikaner doch trotzdem! Dafür bewundern wir sie ja auch. Nicht so weinerlich wie die Deutschen. Sondern sie arbeiten dann halt ohne Urlaub und Krankenversicherung 10 Stunden am Tag, gehen Sonntags noch in die Kirche und sind bei alledem stolz auf ihr Land. Ausserdem kriegen sie Kinder und sind stolz darauf, wenn die sich freiwillig zum Militär melden. . Wenn es doch bei uns auch nur so wäre!

0 Der Tiger 19.07.2012, 07:44 Uhr

@vroni – In Don’s Artikel...

@vroni – In Don’s Artikel geht es um finanzielle Existenzangst und Grundeinkommen. Das ist etwas anderes als wenn man vergiftet wird oder ein Eisenrohr vor das Auto geworfen bekommt, während man 100 km/h auf der Autobahn fährt. Bei letzteren handelt es sich um ganz konkrete Erlebnisse (und keineswegs den einzigen).

Ihre Beschreibung, Vroni, vom...

Ihre Beschreibung, Vroni, vom 18. Juli 2012, 16:10 finde ich sehr „bewegend“. Und Sie haben eigentlich alles punktgenau gesagt. (Und mitten in der Nacht um 2:47 nochmal) Darum nur so – als Ergänzungsgedanken. Hinter die Angst schauen ja- aber hinter manchen „Mut“ auch. Nur in der Balance der beiden Pole – kippt man nicht um. (Motorradfahren – mutig und rasant - und schon trägts einen aus der Kurve. Zu dicht aufgefahren, falsch gebremst... zack) Von Eltern, die mit Kriegs-bzw. Nachkriegserfahrungen in ihren Herzen, alles anders, besser machen wollten, hörte man halt WORTE. Aber als Kind, wenn man diese Worte noch nicht versteht - orientiert man sich erstmal am rätselhaften Sorgen- und Kummer-Gesicht. Mit jenem „das-tut-ein Mädchen-nicht versus „ein Indianer spürt keinen Schmerz“ wurde die Aufmüpfigkeit stärker oder aber manche Seele gebrochen. Wenn Worte und Grundhaltung nicht zusammenpassen, läuft es schief. Man wächst in einer paradoxen Kommunikationssituation auf...und wird schon als kleiner Wicht hin- und hergerissen zwischen Liebe und Zorn. Wenn man es nicht rechtzeitig merkt - steckt man in einer Haut -aus der man am liebsten herausfahren möchte... . Der große, poltrige, charmante, hinterlistige... Seehofer, brachte mich auf die Idee, hinter die „EWIGEN“ Bayern /Preußenanimositäten zu schauen. . Deutsch-Deutscher Krieg oder Rache ist Blutwurscht. Aus: Königreich Bayern 1806-1918 http://www.hdbg.eu/koenigreich/web/index.php/themen/index/herrscher_id/7/id/37 Kriege und Reformen bestimmten den Beginn der Regierung König Ludwigs II. Mit dem deutsch-dänischen Konflikt 1864 begann eine Serie von drei Kriegen (1864, 1866, 1870/71), welche die Entscheidung über die Gestalt Deutschlands brachten. 1866 führte Preußen gegen Österreich und den Deutschen Bund Krieg. Preußen ging daraus als Sieger hervor. Zu den Besiegten gehörte auch Bayern, das auf französischer Seite gekämpft hatte. Der Deutsche Bund wurde aufgelöst. Bayern musste mit Preußen ein Schutz- und Trutzbündnis eingehen. Preußen gründete den Norddeutschen Bund und drängte auf den Beitritt der süddeutschen Staaten. http://www.schwanen-ritter.de/kriege.htm [...] König Ludwig zog sich direkt nach der Unterzeichung der Kriegserklärung in sein Schloß Berg am Starnberger See zurück und weigerte sich, aktiv an jeglichem Kriegsgeschehen teilzunehmen.Schon dieses Verhalten wurde ihm von weiten Teilen der Bevölkerung übel genommen, weshalb er sich nach Kriegsende dazu entschloss, die vom Krieg heimgesuchten Regionen Nordbayerns, vorallem Franken, zu besuchen. Die vierwöchige Rundreise des Königs wurde zu einem wahren Triumphzug, in Nürnberg wurde Ludwig unter stürmischem Jubel empfangen. Er trat sogar die Überlegung an, Nürnberg zu seiner neuen Residenzstadt zu machen, so begeistert war der König von Bayern über seine treuen Untertanen in Franken. [...]

0 Don Driver 19.07.2012, 08:10 Uhr

@HM555 Nüchtern gefallen Sie...

@HM555 Nüchtern gefallen Sie mir auch am besten - am frühen Morgen, wie ein anderer bemerkte. Ja, dem Don seine Angst ist sicher die Angst vor dem frech werdenden Prekariat, das einfach mal ne Runde im Bett bleibt. Schließlich gibt es genug andere, die die Arbeit machen. Und warum soll diese Arbeit auch noch wichtig sein? Unser Hauptproblem ist schließlich die Überproduktion: an Autos, TV-Programmen, Blogs, Computern... Dabei wäre die Zeit jetzt endlich reif für dieses Experiment: Beamtenstatus, Arbeitsamt und Kündigungsschutz abschaffen, stattdessen BGE und Schluss. Notfalls kann man das ja an den Bildungsabschluss koppeln. Als Bedingung, dann wäre der Don da schon mal fast rausgefallen. Übrigens ist mir auch dessen Ponader-Hass unverständlich. Junge Leute reden oft Stuss ("dummes Zeug" nach Altkanzler HS), aber das heisst nicht, dass das ihr Leben lang so bleibt. Der Don hat sich ja auch noch seinen Orchideenfachabschluss erschlichen, oder? Die Angst der Bürger vor dem Arbeiter, der ihn mal abschlägig bescheidet, ist doch größer als das Lustgefühl der "kleinen" Freiheit.

0 HansMeier555 19.07.2012, 08:28 Uhr

@fionn, @filou, @donna...

@fionn, @filou, @donna laura . Es geht noch um was anderes, wofür ich durchaus auch Verständnis habe: Um die prophylaktische Abwehr etwaiger Anbettelversuche, insbesondere von solchen aus der eigenen Verwandtschaft. . Implizit geht es auch um Selbstrechtfertigung. Man will ja kein hartherziger Geizhals sein, der zusieht, wie seine Lieben und Nächsten dort auf der Straße sitzen. Ihre Bitten um Hilfe ahnt er voraus, lange lange bevor die selbst darüber nachdenken. Als wohlhabender Verwandter ahnt man, weiß man, spürt man das im Voraus. . Es muss also darum gehen, alle Angehörigen versorgt zu halten und gehörig Druck zu machen, dass die nicht unnötig aus der Versorgung herausfallen. In diesem Fall hat man auch gar nichts dagegen, dass jemand staatliche Hilfen, Vergünstigungen, was auch immer maximal in Anspruch nimmt. In diesem Fall ist der Betreffende dazu nicht nur berechtigt, sondern moralisch verpflichtet. Keine Verbeamtung anzustreben ist eine unerhörte Verantwortungslosigkeit gegenüber den eigenen Kindern. . Zugleich geht es natürlich darum, sich langfristig eine solide moralische Abwehrposition aufzubauen: All die Gründe, warum der Betreffende selber schuld sein wird und man ihm keinesfalls wird helfen müssen. Und andere haben es ja auch geschafft. . Der deutsche Sozialstaat ist auch die Kehrseite des ebenso deutschen Individualismus, der überall praktizierten Abkehr von der Familie (bzw. von verbindlichen familiären Beziehungen, die mehr sind als die Teilnahme an rituellen Familienfeiern zwischen den Jahren). . Diese ganze selbstgerechte Motzerei und Nölerei (alle anderen sind Schmarotzer, nur auf meiner Leistung beruht das ganze System) kotzt vermutlich auch viele derjenigen an, die sie selbst im Munde führen. Die in ihrer Jugend auch nicht so sein wollten und sich vorgenommen hatten, nicht so daherzureden. Aber was soll man machen. Das ist eben der mentale Preis, den man dafür zahlen muß, dass man ein privilegiertes Plätzchen bekommen hat und behalten darf.

0 donalphonso 19.07.2012, 08:56 Uhr

Nein, ich sehe nicht, dass das...

Nein, ich sehe nicht, dass das Prekariat irgendwelche Chancen hat, ausser vielleicht in Berlin freies WLAN durchzusetzen. Ich habe auch keine Angst, und schreibe gerade, dass das vielleiht gar nicht so gut ist.

0 HansMeier555 19.07.2012, 09:31 Uhr

Sieht man es im langfristigen...

Sieht man es im langfristigen Zusammenhang, dann könnte man durchaus zum Schluß kommen, dass schon die Agenda 2010, die Schrödersche Arbeitsmarktreform, insbesondere die Umstellung auf ALG-2 (H4), hat die Einführung von BGE vorweggenommen. . Bis dahin hatte man ja eisern an der Vorstellung festgehalten, das alle Sozialsysteme aus den Beiträgen aus Brutto-Arbeitseinkommen finanziert werden können, Vollbeschäftigung normal ist, und Arbeitslosigkeit (bezogen auf den erlenten Beruf!) imm nur vorübergehend sein kann. Dahin führt wohl kein Weg zurück. . Aber wo führt er hin? In die Abschaffung des Sozialstaats insgesamt? Das kann ich mir in D auch nicht vorstellen. Das ist politisch nicht durchsetzbar. Nicht wegen der Bettler (denen würde man das schon antun), sondern wegen ihrer ordentlichen Mitbürger. Denen kann man den Anblick von so viel Elend auf Dauer nicht zumuten. Die zahlen Steuern und haben ein Recht darauf, dass der Pauper irgendwie ruhiggestellt wird.

0 donna laura 19.07.2012, 09:33 Uhr

lieber HansMeier555,...

lieber HansMeier555, hinsichtlich der famille müsste ich aber sehr hypothetisch sprechen... . man meint herauszuhören aus ihren werten worten, dass sich der citoyen, falls es ihn je gegeben haben sollte, unbedingt andere citoyens finanziell auffangen sollte. meinen sie, man sollte noch ein wenig mehr kuchen bestellen, damit die armen das brot nicht essen müssen?

Was einem Angst machen...

Was einem Angst machen könnte: 07.05 im Radio: 1. Die Atommüllfässer sollen nun per Landtagsbeschluss in Niedersachsen aus der Asse. 2. Spaniens Banken sollen u. a. per Bundestagsbeschuss mit 100 Mia. gerettet werden. 3. Erneuerbare Energien Gesetz kostet ca. 110 Mia. 4. Schüler protestieren in der Innenstadt gegen Lehrermangel. . Nun darf man aber fragen, wo will man denn damit hin, mit dem Atommüll, wenn es schon in Gorleben nie zur Einlagerung kommen wird. Vor die Werkstore der Energieversorger vielleicht? Da wäre zumindest Platz. Oder besser auf ein Schiff mit maximaler Zuladung und vollen Tanks, zusammen mit Paletten der Euro-Anleihen, das durch Mittelmeer und Atlantik schippert auf seiner Irrfahrt durch den Weihrauch der Verschuldungsmessen, in Vigo vielleicht noch unbemerkt Station machen kann, um ein letztes Mal aufzutanken - das ging ja vor 70 Jahren auch mit dem U-Boot. Denn der Geleitzug hat sich längst verabschiedet, iss versenkt worden von bail-out-Torpedos. Doch wohin, wohin nur soll ein einwandiger Öltanker in stürmischer See. Der rettende Hafen ist nicht in Sicht. Er wird havarieren und untergehen. Doch da, am Firmament des Euphemismus, tut sich was auf: Eine Bad Bank für Erdengüter. Gott sei Dank. 5. Das Wetter: Es soll langsam aufhören, etwas weniger stark zu regnen.

ff: Dann lieber in Spanien...

ff: Dann lieber in Spanien Aufbauhilfe betreiben und helfen, die 100Mia. auszugeben. Und dabei bleibt es ja nicht, das ist die zweite gute Nachricht.

@Don: Freies WLAN? Umsonst ist...

@Don: Freies WLAN? Umsonst ist nur der Tod (und der kostet...). Das waere dann genau ein Beispiel dafuer, dass wir uns halt was leisten fuer das geld (Steuern, andere Abgaben), das wir zahlen. . Ist letztlich wie in einer grossen Familie: Manni will den tiefenbreitenschwarzen Golf, Manuela die Haarverlaengerung, Ernst wuerde lieber ein paar krisensichere (muaharhar!) Anlagen kaufen und sparen, Luise haette gerne das kleine Schwarze von Chanel, Steve moechte einen neuen Computer, und Tante Erna versteht nicht, was das alles soll. . Und wenn dann kein Geld mehr da ist (bzw., wenn das Geld bei Lehmann, VW, Chanel und Microsoft gelandet ist) und nichts mehr reinkommt (weil Opel, Schlecker, Neckermann jetzt gerade keine Jobs mehr bieten), dann kommt der Mann mit den Aufklebern nach Hause. . Und im Grossen, wer klebt da auf?

0 diktionaftis 19.07.2012, 10:07 Uhr

gabriele (09:56) Interessant...

gabriele (09:56) Interessant ist auch, dass Ludwig II. von Bismarck gedrängt wurde, seine Zustimmung zur Reichsgründung bzw. Kaiserkrönung zu geben - und zwar versüßt durch eine gehörige Summe aus dem zuvor konfiszierten Welfenschatz. . Die hat der Kini dann auch gleich in seinen Schlössern verbaut. . Die Preussen hatte er dadurch aber wohl trotzdem nicht wirklich ins Herz geschlossen ...

0 E.R. Binvonhier 19.07.2012, 10:28 Uhr

Mit dem feudalistischen BGE...

Mit dem feudalistischen BGE hat man das Problem: Wer gehört dazu und wer nicht. . Mit der städt. bürgerlichen Variante, der negativen Einkommensteuer, ist man offener.

0 Dreamtimer 19.07.2012, 10:32 Uhr

Die "Sorge" scheint mir eine...

Die "Sorge" scheint mir eine bedächtige oder modern gesprochen, "informierte" Form der Angst zu sein. Die Angst gleicht mehr einem psychologischen Zustand und ruft gleich nach ihrer Therapie, weil sie ja die Seele auffrisst. Auf kollektiver Ebene bestand für die Deutschen die Therapieanweisung in dem von HM555 empfohlenen und über 2-3 Generationen hinweg betriebenen Blick in den fernen Westen, in die USA. Dieser therapeutische Blick wurde während der letzten Dekade genauer in den Blick genommen und analytisch seziert, ein ungeheures Psychodrama wurde entfesselt, an dessen Ende die Obamania stand, die tägliche Berichterstattung über alle Details der US-Wahl und den großen Hoffnungsträger Obama. Ließ sich die USA als realisierte Utopie ( Baudrillard ) und ideale Demokratie wiederherstellen? "Yes, we can!" oder vielleicht auch nicht. Inzwischen wirken die Deutschen eher abgeklärt. . Im Grunde gefällt mir das kulturelle Fernweh, die Idee, dass jeder eine Art Traumland hat, das immer ein anderes ist, als sein Heimatland: die USA, Italien, Tibet, Australien, Japan, ... Dabei will man meist gar nicht alles davon und vollständig darin eintauchen, sondern nur gewisse Züge. Ein in Deutschland lebender Nigerianer lobte mir gegenüber einmal überschwenglich die Deutschen. Die Polizisten würden ihn zwar auch ständig kontrollieren, aber sie wären ehrlich und würden ihn nicht abziehen. Das spricht sich rum in der Welt.

0 E.R. Binvonhier 19.07.2012, 10:44 Uhr

Dabei ist die Bezeichnung...

Dabei ist die Bezeichnung 'Bürgergeld' ein ebensolcher Fake wie die negative Einkommensteuer 'Nest'. Gemeint ist jeweils das andere.

0 specialmarke 19.07.2012, 11:30 Uhr

Daß der Herr dieses Blogs...

Daß der Herr dieses Blogs sein bedingungsloses Grundeinkommen per Erbschaft oder Familie hat, sei ihm von Herzen gegönnt, ebenso die damit verbundene Freiheit, sich seine Arbeit selbst auszusuchen, von der er ja erklärtermaßen nicht leben muß (obwohl er es natürlich gerne tut und daher mitnichten bei Lidl oder Schlecker einzukaufen braucht). Und er kennt seine eigenen Stimmungs- und Motivationsschwankungen (mal gelinde gesagt) wahrscheinlich selbst am besten, so daß man darüber nicht reden muß. Wenn sich der Herr dieses Blogs aber derart in ein Menschlein wie den Herrn Ponader verbeißt, ist das für mich nicht mehr nachvollziehbar. - Wie wäre es mit etwas Einfühlung und Toleranz gegenüber Berlinern, betrunkenen Jugendlichen in Ingolstadt, Opelfahrern, Apple-Nutzern, Döner-Essern, Spackeria, Hartz-4-Beziehern, Müttern von Kindern und anderen Schwachen in dieser Gesellschaft? - Wenn Sie sich, werter Don Alphonso, schon nicht für diese Leute einsetzen wollen - könnte ich ja verstehen - dann lassen Sie sie doch wenigstens in Ruhe und denken stattdessen darüber nach, wie Sie Ihr Vermögen vor dem Zugriff des Staates retten können...

0 HansMeier555 19.07.2012, 12:03 Uhr

@donn laura Nein nein. Nur...

@donn laura Nein nein. Nur ist Drohung and die Fürsorgeempfänger, man könne sie ja auch einfach verhungern lassen, so oder so nicht glaubwürdig. Nicht in so einem reichen Land. Und auch der Pauper kann noch aufrüsten. Bisher war er so friedlich, anstellig und gesetztestreu. Das muss so bleiben.

0 HansMeier555 19.07.2012, 12:05 Uhr

nicht so bleiben, meine...

nicht so bleiben, meine ich. . Gerade das rasche Wachstum der Zahl unversorgter Hochschulabgänger würde ich als Vertreter des Bestehenden mit Sorge betrachten.

Don, Die Frage ist nicht, ob...

Don, Die Frage ist nicht, ob es in Berlin ein paar Spacken gibt. . Sondern die Frage ist, denen zu helfen, die willens sind zu arbeiten und sich aber jeden Dreck und jede faule Tour (von der Agentur, aber auch von Dumpinglohn-Arbeitgebern) gefallen lassen müssen, nicht endgültig den Bettel hinzuschmeißen. Wenn sie nicht ängstlich und unterwürfig waren, so werden sie es. Oder sie werden zynische Spacken. Noch sind sie es nicht. . Wer nur auf Berlin herumreitet, sagt damit zwar- was sicher richtig ist - dass deren schlurige Außenwirkung eine bös kontraproduktive ist, stattgegeben. . Aber es geht doch um mehr: Wie wollen wir in Zukunft leben und arbeiten. La condition humaine. Ich wünschte mir eine konstruktivere Diskussion statt über Parasiten zu dünkeln. . Don und Tiger, ich misstraue den Aussagen von Leuten, die sagen, sie hätten überhaupt keine Angst. . [Solche lustigen Aussagen hatte ich früher auch gemacht. Eigentlich war ich nur bodenlos leichtsinnig, was auf einem übergroßen Selbstvertrauen fußte. War wohl doch zu sehr im Elternhaus als Primadonna, der alles zufliegt, gehätschelt worden. Ich musste noch nie eine Bewerbung schreiben, kam in jeden Job rein, den ich wollte. Ich musste nur auftauchen und schon hatte ich den. Und das in einer Krisenregion. Wenn man älter wird, wird es dann schon realistischer und man erfährt Krankheit und Verlust. Man erfährt vor allem, das das ganze fröhliche und angstfreie Getue von einem im Grunde nur reine Abwehr war. Willkommen in der Realität, kann ich mir jetzt nur sagen. Ich nehme sie an.]

@ HansMeier555 Charlie...

@ HansMeier555 Charlie Winston walking through the USA. http://www.youtube.com/watch?v=9nOd5_Bdc8I&feature=player_embedded#!

Zum an den Kronleuchter...

Zum an den Kronleuchter hängen: "Konservativismus ist Angst vor Veränderungen." . Wer, wenn nicht der Konservative, hat am meisten Angst. Und wer gibt sie als Letzter zu. Genau, auch der Konservative. Denn er sagt, er habe ja alles, daher hätte er auch keine. . Aber genau darum hat er ja Angst: Man könnte ihm seine Sach wegnehmen. Die er oder seine Erb-Lasser vielleicht vorher anderen weggenommen haben*. Das verdrängt sich leicht, wabert aber im angstbereiten Unbewussten herum. Was er aber nicht zugibt. Nicht einmal vor sich selbst. Sondern seine Angst lieber öffentlich am misera plebs auswandaliert: Jener (der plebs) sei stupend faul und überhaupt an allem Dreck schuld. . * Von den Jesuiten sich die Stadtvilla wieder holen, finde ich jedoch klasse. Aber jetz hat man sie am Backen.

0 Foersterliesel 19.07.2012, 14:21 Uhr

Auch wenn man was geerbt hat,...

Auch wenn man was geerbt hat, braucht es nur ein paar dumme Entscheidungen, die falsche Ausbildung, Eltern die einen nicht beflissen genug entrierten, zu viele Kinder, etwas Pech und man ist selbst (und die Kinder natürlich erst recht!) in einer Ponader-Position. Die Distanz ist klein. Es sind die kleinen Distanzen, die die großen Abneigungen nähren. Ich selbst beobachte in den letzten Jahren einen Opa, der - schlau als bonhomme sich gebend - hartgesotten Erbe für eine doch etwas zu groß geratene Enkelschaar zusammenkratzt, die Sippe soll um Himmelswillen nicht absteigen! Und ich lerne immer wieder junge Absolventen interessanter Fächer mit Auslandsaufenthalten, schönen Publikationen, mit Ideen und Elan kennen, manche davon sind Aufsteger, aber die meisten haben einen sehr bürgerlichen Hintergrund, die in prekären Miesjobs werken, die vor 10 Jahren noch problemlos von Leuten mit Pflichtschulabschluß plus Lehre und etwas Lebenserfahrung ausgefüllt werden konnten.

0 HansMeier555 19.07.2012, 15:05 Uhr

@Foersterliesl . Nun machen...

@Foersterliesl . Nun machen Sie uns keine Angst. . Vielleicht so: Die Kinder sollen straff BWL studieren und in ihrer Freizeit halt Thomas Mann lesen, öfter mal ins Museum gehen und vielleicht noch ein bissel Geige üben. Wär das vielleicht ein Programm, privaten Wohlstand und bürgerliche Werte zu retten?

Liebe Foersterliesel, und wo...

Liebe Foersterliesel, und wo bleiben dann die ganz vielen mit 'nur' Pflichtschulabschluss. Die sacken ab? Wohin? . Und dann noch eine Frage: Die brillanten Absolventen mit Ideen und Elan-was haben die studiert, warum will die keiner haben? . Gerne haette ich in meiner Orientierungsphase vor dem Werkstor von Bayer-Leverkusen (war dort Werkstudent) gelesen: "Wir stellen ein: Betriebsphilosophen, Maschinenliteraten und Fliessbanddramaturgen". . Ist jetzt nicht boese gemeint. 12 Semester Philosophie haette ich gern gemacht. Chirurgie waere nichts fuer mich gewesen. Bin Grobmotoriker.

0 HansMeier555 19.07.2012, 15:13 Uhr

@fionn Genau das meine...

@fionn Genau das meine ich. Und die fahrenden Spielleute sind weitaus besser angezogen als die Wohnbevölkerung.

0 HansMeier555 19.07.2012, 15:34 Uhr

Tom und Jerry bis um 5 Uhr...

Tom und Jerry bis um 5 Uhr morgens.

0 HansMeier555 19.07.2012, 15:36 Uhr

Dann lieber die Nr. 32 op. 111...

Dann lieber die Nr. 32 op. 111 bei 39 Grad Fieber. Bobby Fischers Blitzpartien.

0 donalphonso 19.07.2012, 15:41 Uhr

Für Schach bin ich zu dumm,...

Für Schach bin ich zu dumm, meine strategische Fiesheit reicht gerade mal für Mühle.

"Wär das vielleicht ein...

"Wär das vielleicht ein Programm, privaten Wohlstand und bürgerliche Werte zu retten? " . Net, wenn se BWL studieren. BWLer können privat null mit Geld umgehen.

Im Fieberwahn ist gut...

Im Fieberwahn ist gut Schachspielen, wie man ueberhaupt im Fieber die brillantesten Ideen haben kann.

0 Der Tiger 19.07.2012, 16:06 Uhr

@Vroni – In gewissen...

@Vroni – In gewissen Situationen kann man sich Angst einfach nicht leisten, weil Angst ein schlechter Ratgeber ist. Im Übrigen hat schon Epikur gesagt: "Wenn der Tod ist, bin ich nicht mehr,
und solange ich bin, ist der Tod nicht.” . @Foersterliesel – Die Summe der interessanten Jobs im kreativen Sektor ist begrenzt, weil das dafür verfügbare Geld im wahren Sinn des Wortes begrenzt ist. Man kann ihre Produkte nicht exportieren, wie die der Industrie. Konsequenterweise, wenn mehr Leute in diese Richtung studieren als es Jobs gibt, drückt das Überangebot auf die Gehälter. Darüber hinaus landen viele auf Stellen, von denen Sie schreiben, dass sie “vor 10 Jahren noch problemlos von Leuten mit Pflichtschulabschluß plus Lehre und etwas Lebenserfahrung ausgefüllt werden konnten.” . In meiner Erfahrung war es allerdings auch schon vor 40 Jahren schwierig, mit Philosophie, Theaterpädagogik, Soziologie, Politikwissenschaften etc eine der Ausbildung entsprechende Anstellung zu finden…. wenn man nicht sehr begabt war.

0 HansMeier555 19.07.2012, 16:40 Uhr

@Vroni . Dann halt Jura....

@Vroni . Dann halt Jura.

0 Foersterliesel 19.07.2012, 17:37 Uhr

Die Leute mit dem...

Die Leute mit dem Pflichtschulabschluß plus Lehre und learning by doing, die vor 15 Jahren das machten, was heute Jungakademiker zu weitaus schlechteren finanziellen und arbeitsrechtlichen Bedingungen tun, sind heute bereits in Pension, meist in irgendeiner Form der Frühpension. . Bei den Jungakademikern in prekären Jobs sind auch Ökonomen, BWLer, Architekten und Mathematiker dabei. . Die heutigen Pflichtschulabsolventen bekommen keine Lehrstellen, werden in vom Arbeitsamt organisierten Lehrwerkstätten untergebracht, damit sie nicht auf der Straße rumhängen müssen. . Ich habe vor zig Jahren an einer Studie über Studienabbrecher mitgearbeitet: die meisten Studienabbrecher wurden damals Journalisten oder Werber. Meine unmittelbaren Studienkollegen wurden fast alle (wir waren eine kleine Gruppe) ordentliche UnivProfs und ich kenne aus meiner Altersgruppe niemanden, der keinen Akademikerjob bekam ; lediglich ein Philosophenfreund verschleppte die Habil und hatte nur kleine Lehraufträge, von denen er nicht hätte überleben können, er war aber ein Erbe ohne finanzielle Sorgen. . Da das kulturelle Angebot sehr viel größer ist als früher, gibt es auch in diesem Bereich mehr Arbeitsmöglichkeiten, allerdings auch mehr Absolventen der verschiedenen Akademien und mehr Konkurrenz.

@Foersterliesel, es ist mir...

@Foersterliesel, es ist mir klar dass Oesterreich nicht mit D oder NL vergleichbar ist. Deshalb muss ich nochmals nachfragen: warum bekommen diese Menschen keine Arbeit, und warum ist es erstrebenswert, beinahe natuerlich, nach einem Studium in ein universitaeres Lehramt gelangen zu muessen? Studiert man, um sich akademisch ueber die anderen erheben zu duerfen? . Oder studiert man fuer das Leben?

0 Der Tiger 19.07.2012, 19:19 Uhr

@Foersterliesel –...

@Foersterliesel – Mathematik???? Meine beiden Töchter haben Mathematik studiert. Probleme einen Job zu kriegen, scheinen die beiden nicht zu haben (und ihre Freunde auch nicht). Im Gegensatz zu ihrer Mutter vor 40 Jahren, als Frauen in MINT Fächern noch sehr ungewöhnlich waren und weder Lufthansa Pilotinnen noch Dornier weibl. Ingenieure anstellte – und zwar aus Prinzip.

0 Foersterliesel 19.07.2012, 19:23 Uhr

lieber Filou, "studieren fürs...

lieber Filou, "studieren fürs Leben" - naja, klingt natürlich viel besser als diese autoritären Versuche, die jungen Leute in gewisse Studienrichtungen zu scheuchen oder sie von anderen (Medizin z.B.) abzuhalten, aber: ich erinnere mich an die 70er, da hatte jeder Typ hinter einem französischen Postschalter mindestens eine Licence; inzwischen hat die Post ihr Personal stark reduziert, nicht mal diese Nischen gibt es mehr. . "um sich erheben zu dürfen" - na, was ist mit diesen berufsständischen Vereinigungen und Kammern, vor allem der klassischen Freiberufler (Ärzte, Apotheker, Anwälte, Ziviltechniker, Architekten) die eisern Vorteile verteidigen? . Als Philosoph kann man fast nur in die univers. Lehre gehen; eine o.Professur ist ein netter Job, nicht mehr ganz so nett wie früher, aber immer noch ganz nett . letzte Woche traf ich eine Bekannte, Anfang 40; Kleinhäuslertochter mit 7 Geschwistern aus einer Gegend wo nur Gerste und Kartoffeln gedeihen, trotzdem hat sie studiert, promoviert: Geschichte, als Sekretärin gejobbt, noch eine selbst finanzierte Ausbildung gemacht um in der Erwachsenenbildung als freie Dienstnehmerin (ohne bezahlten Urlaub, ohne bezahlten Krankenstand) zu arbeiten, Verdienst für 30 Wochenstunden mit unbezahlten Vorbereitungszeiten knapp über BGE. Sie wollte gern eine Anstellung und hat deswegen neben ihrer Arbeit in Abendkursen eine ebenfalls selbst finanzierte Ausbildung als Sozialarbeiterin gemacht ; diese Ausbildung war anspruchsvoller als erwartet, gegen Ende zu war sie deswegen schon sehr erschöpft. Nun mußte sie erfahren daß es für Sozialarbeiter auch kaum noch Anstellungen gibt, sie ist froh in ihren alten Job in der Erwachsenenbildung zurückzukönnen, die Arbeitsverträge werden dort für einen bis 6 Monate abgeschlossen; sie tröstet sich auch (glücklicherweise?) mit "Studium fürs Leben" und ich bin wütend für sie.

0 donalphonso 19.07.2012, 20:11 Uhr

Bitte, wer keine Ahnung von...

Bitte, wer keine Ahnung von den Interna hat, möchte den Mund halten. Ich schreibe bei der FAZ so viel ich eben hinbekomme, mehr schaffe ich einfach nicht, und online macht mir mehr Spass. Im Print wurde bislang noch fast alles abgedruckt und wenn es mal nicht ging, weil es übervoll war, stand es hier im Blog.

0 Foersterliesel 19.07.2012, 20:28 Uhr

liebe Der Tiger, ich kenne die...

liebe Der Tiger, ich kenne die üblichen Berufsfelder für Mathematiker nicht, aber ich denke daß Sie (abgesehn davon daß Ihre Töchter gewiß brilliant sind) die Tigerbabies eben auch in die "Mathematikerwelt" sozialisiert haben; sich von der Herkunftsfamilie in eine neue berufliche und soziale Sphäre zu wegentwickeln ist oft gar nicht leicht. lieber Filou, wenn Absolventen viel gelernt haben möchten sie das auch gern anwenden und realisieren können, nicht bloß als Hobby betreiben. Intellektueller input hat eben gesellschaftliche Sprengkraft und gegenwärtig wollen viele ihr studiertes Hobby ganztags betreiben, auch wenn sie mit dem BGE nicht mehr als in den prekären Miesjobs haben werden.

0 perfekt57 19.07.2012, 20:35 Uhr

man studiert fürs leben....

man studiert fürs leben. immer. . http://www.versalia.de/Rezension.Gorki_Maxim.118.html

Liebe Foersterliesel, eine...

Liebe Foersterliesel, eine Professur oder wenigstens ein Lehrauftrag war in meiner Generation DAS Ziel (nicht meines, wie Sie sich inzwischen denken koennen): Das hoechste Ziel eines Deutschen meiner Generation war festangestellt zu sein, womoeglich gar verbeamtet, mit allen Segnungen, die der Staat seinen Dienern bietet. Das fand ich unfair. Unfair gegenueber der 'Gesellschaft'. Denn was tut man anderes als auf Kosten der Allgemeinheit zu studieren, um danach (wieder) auf Kosten der Allgemeinheit die Nase ueber den schaffenden (schuftenden) Normalbuerger zu ruempfen.

@Foersterliesel, jetzt zu...

@Foersterliesel, jetzt zu 22:28, das scheint mir das Problem zu sein. Ich lernte nicht fuer eine Karriere. Ich wollte nur wissen. Der Rest sollte sich ergeben, so dachte ich. Ich bekam Recht, fast alles, was ich machen wollte ging schief. Fast alles. Aber die Basis war so gelegt, dass sich sich immer ein Weg fand, etwas zu tun, das finanziell und seelisch befriedigend war. Das Diplom bedeutete garnichts, das bisschen erworbenes Wissen aber war hilfreich. Sehr hilfreich.

0 Der Tiger 19.07.2012, 21:46 Uhr

@Foersterliesel – Abgesehen...

@Foersterliesel – Abgesehen von Lehrberufen, werden Mathematiker überall da gebraucht, wo Modelle entwickelt werden, von Klima bis zur Finanzwelt. Ich habe mit Strömungsmodellen für Schiffbautests, Kartenprojektionen und Positionsberechnungen von Satellitendaten angefangen.

0 Thorsten Haupts 19.07.2012, 22:06 Uhr

@Vroni - Konservative: Auch...

@Vroni - Konservative: Auch zum an den Kronleuchter hängen: Die letzten Konservativen sind mit der Entmachtung des Adels von uns gegangen, ihr Testament schrieb Edmund Burke. Alles, was sich seitdem so nennt, ist keiner mehr. Geht es allerdings nur um die Verhinderung von Veränderungen im eigenen Umfeld, ist eine wachsende Mehrheit von Deutschen inzwischen konservativ bis in die Knochen. Gruß von den Genter Festen, Thorsten Haupts

0 Thorsten Haupts 19.07.2012, 22:12 Uhr

@filou - Beamter...

@filou - Beamter werden: Exakte Wiedergabe des Denkens der Mittelschichten in der Generation meiner Eltern. Verwirklicht wurde das Programm von ... Linken. Die sitzen seitdem in Behörden und Universitäten und verachten leise jene Idioten in der rauhen Wildbahn aka freie Wirtschaft, die ihr Einkommen erwirtschaften. Ich finde genuine Linke spannend und interessante Gesprächspartner. Mein immer wieder durchscheinender Widerwille gegen "Linke" richtet sich mehr gegen deren sozialbuerokratische Richtung. Gruß, Thorsten Haupts

0 Thorsten Haupts 19.07.2012, 22:16 Uhr

@HansMeier555 - Anarchie: Ich...

@HansMeier555 - Anarchie: Ich verstehe Ihre Position nicht wirklich. Wenn Hobbes Unrecht hat, müsste Anarchie im Sinne von Herrschafts- und hierarchiefreien Gesellschaften leicht machbar sein. Da sie es nicht sind, halte ich Hobbes Menschenbild im Kern für verkuerzt aber zutreffend. Gruß, Thorsten Haupts

@ThorHa, aber sicher doch....

@ThorHa, aber sicher doch. Eine gute Bekannte, wohlbestallt bei einer Kulturinstitution, rechte Hand des Direktors, sagte mir ueber meinen ehemaligen Geschaeftspartner: 'Der stinkt vor Angst!' Er suchte sich einen Lehrauftrag bei einer FH. Mit Pensionsberechtigung. . Ich habe es immer gewusst: Frauen muss man ernst nehmen. Auch wenn sie huebsch sind. Dann natuerlich noch viel lieber.

0 Foersterliesel 20.07.2012, 09:22 Uhr

lieber Filou, schön, daß Sie...

lieber Filou, schön, daß Sie offenbar mit einem Hans-im-Glück-Naturell gesegnet sind! Die sogenannten soft skills wie Charme und Umgänglichkeit sind natürlich nicht zu unterschätzen; aber auf dem übervollen Arbeitsmarkt, den die Absolventen heutzutage vorfinden, helfen sie auch nicht mehr viel. lieber Thorsten Haupts, Generation ist Schicksal. Die 68er gerieten in eine allgemeine Modernisierungsphase, neue Berufsfelder auch in der Verwaltung und Planung eröffneten sich...

0 Ruebezahl24 20.07.2012, 16:53 Uhr

@Veil of ignorance Ja, nur...

@Veil of ignorance Ja, nur wurde die Bankenkrise 2008 auch von den Bankern der Landesbanken verursacht, die im strafrechtlichen Sinne das Geld und Vermögen der Bürger veruntreut haben. Das ist Juristenmeinung. Als vor vielen Jahren die Leute an die T-Aktie glaubten und einen Bankkredit aufnehmen wollten, um davon die T-Aktie zu erwerben, war das auf einmal nicht mehr möglich. Aber die Beleihungsquote auf das Eigenkapital einer LB lag bei 40 zu 1. Heisst: 40 Euro wurden aus einem Euro generiert - also fremdfinanziert - und davon wertlose Lehmann-Papiere gekauft, als sie schon keiner mehr haben wollte. Die Profis lachen sich schlapp über die deutschen "Bankbeamten". Und die Bad Banks haben heute alle vergessen, auch der Bundestag am Donnerstag. Politisch ist das Alles nicht aufgearbeitet worden. Die Verantwortlichen mussten vor keinen Untersuchungsausschuss und kein Gericht, keiner wurde verurteilt. Nein, sie fühlen sich frei von jeder Verantwortung und fordern ihre Prämien auf dem Rechtsweg ein. Es wird politisch nicht thematisiert, wieviel kriminelle Energie hinter der so legalen Fassade aktiv ist! Es findet keine Anpassung des Rechtes an die moderne Welt der Finanzwirtschaft statt. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafrecht bestand zu Zeiten der Prozesse gegen die Göttinger Gruppe aus einer kompetenten Mini-Besetzung, die gegen die geballter Kompetenz von zig Kanzleien antreten musste. Man hatte einfach nicht Spezialisten für Steuer- und Bilanzrecht usw. So ist es kein Wunder, dass in Dtld. dem gemeinen Volk das Fell über die Ohren gezogen wird. Das Vermögen der Erwerbstätigen wird umverteilt auf die Vermögenden 10.000 dieses Landes, die Ausplünderung wird legitimiert mit Europa, einer merkwürdigen Fiktion. Tatsächlich geht es um die Abschaffung der Mittelschicht. Es fragt sich, wozu man sich noch engagieren soll. Sind wir nur noch Arbeitssklaven, die in den Dreck gedrückt wurden durch vermeintlich anonyme Finanzmärkte? Dort sind die Wandalen! Das DIW hat seinen Auftrag abgearbeitet, der Erkenntnishorizont war nun einmal etwas eng gefasst. Aber die Hunnen und Vandalen, das sind diejenigen, die einem ein tolles Wertpapier anpreisen und gleichzeitig auf meine Insolvenz wetten! Darüber ist zu reden und es ist zu handeln. Mit einem "ehrbaren" Kaufmann hat das nichts mehr zu tun. Mit sozialer Marktwirtschaft auch nicht! Was ist passiert? Am Donnerstag wurde uns verkündet, die 100 plus 30 Mrd. € werden natürlich ohne die Bedingung einer EU-Bankenaufsicht durchgereicht. Unfassbar!! Wie nach 2008 - Finanzmarkt an die Kette! Was ist passiert? Nichts, was die toxischen Geschäfte verbieten würde!

Ne ne, liebe Foersterliesel,...

Ne ne, liebe Foersterliesel, so einfach ist das nicht. Das Verlassen der familiaeren Praegung, der Abschied von gewohnten sozialen Strukturen und der Kampf gegen die Nymphen, die einen mit suess gesungenen Luegen hinab ziehen wollen ist nicht so einfach. Man muss ein bisschen asozial werden, um als neues soziales Wesen wieder an der Welt teilzunehmen. Man nennt das auch Emanzipation. Wird leider schwammig und zu einseitig kategorisch interpretiert.

0 Thorsten Haupts 20.07.2012, 22:52 Uhr

...

@Foersterlieslel: Unbestritten. Trotzdem bleibt es auffällig, wie viele Linke ihre vehemente Gesellschafts- und Kapitalismuskritiker von vergleichsweise bequemen und sicheren Logenplätzen aus betreiben. Gruß, Thorsten Haupts

0 E.R. Binvonhier 21.07.2012, 08:57 Uhr

Ja, Rübezahl24, ... die...

Ja, Rübezahl24, ... die Profis lachten sich schlapp über die deutschen 'Bankbeamten'. Und wer hatte soviel Einfluss nicht nur die deutschen Bankbeamten in den LBs sondern auch Kommunen, Rentenversicherungen, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Kirchen zum Kauf nicht nur von Lehmann-Papieren zu 'überreden'? Diese Frage hängt m.E. direkt mit der mangelden politischen Aufarbeitung zusammen. . Wer saß oder sitzt noch im Aufsichtsrat der HRE?

0 E.R. Binvonhier 21.07.2012, 10:58 Uhr

...und es ist noch nicht lange...

...und es ist noch nicht lange her, da wollte die BK diesen Mann, als ihren Mann für die Finanzpolitik ins Kanzleramt berufen. Nur der prompte Aufschrei: "instinktlos", ließ sie davon Abstand nehmen. . Noch Fragen?

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.