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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Fettabsaugen in Rottach 4: Öffentlichkeit im Nahverkehr

| 210 Lesermeinungen

Teurer, aber nicht besser als Privat-TV, und keine Fernbedienung: Erzwungener Regionalverkehr für alle Schichten zeigt dem Fernsehlosen, wie es im Nachmittagsprogramm zugehen könnte.

Im Ganzen lebe ich, soviel als tunlich, zurückgezogen.
Ludwig II. von Bayern

In der Nähe von Vicenza steht eine Villa mit dem schönen Namen „La Malcontenta”, zu Deutsch: Die Schlechtgelaunte. Der Name leitet sich einer Legende zufolge von einer Besitzerin mit nicht wirklich freudiger Lebenseinstellung ab, die hier ein wenig ihre Marotten vergass. Eine Malcontenta sitzt auch eine Reihe vor mir, schaut etwas gereizt und tippt ab und an etwas in ihr Mobiltelefon. Es wäre für sie schön, wenn ein paar SMS von Freunden kämen, um sie abzulenken. Aber es kommen zu wenig. Und das direkte Umfeld ist zu aufdringlich. Wie etwa der kurzgeschorene junge Mann, der mit einer – pardon – primitiven Klangfärbung einem Mitreisenden erzählt, wie er und seine Freunde einmal einen Obdachlosen abgezogen haben, der Bilder verkaufen wollte. Dann steht er auf, geht ein paar Reihen vor und singt, dass Alex, der das Ziel seiner torkelnden Bewegungen darstellt, länger und öfter als sonst keiner könne. Ich sitze in der Bayerischen Oberlandbahn, und leider habe ich einen Waggon erwischt, in dem Feiernde aus dem sog. „Bräustüberl”, einer entsetzlichen Borzen am Tegernsee für Burdamitarbeiter und andere nach Hause fahren.

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Ich bin 170 Kilometer auf dem Rad gesessen, ich bin Berge hinauf geflogen und durch Täler geeilt ich habe Mütterstrassensperren nur leicht verletzt überwunden, und dem Berggott ein brennendes Fleisch- und Fettopfer aus mir selbst dargebracht. Aber immer hatte ich das Gefühl: Wenn ich nur weiter trete, fahre und keuche, wird es besser. Ich möchte etwas erreichen. Es gibt ein Ziel, eine Sache, die erledigt werden muss, ein Scheitern vielleicht, oder gar einen Verlust. Jetzt sitze ich hier und kann nirgendwo mehr hin. Nicht ich entscheide, sondern die BOB und das Themenspektrum der Mitreisenden. Gerne würde ich aufstehen und der mit guten, besten Gründen schlecht Gelaunten sagen, dass ich keinesfalls denke, dass sie hier hineinpasst. Und dass ich auch nur hier aufgrund der Verletzungen bin, mit denen ich mich zum Bahnhof Gmund schleppen musste. Weil das Radeln nicht mehr geht, wenn sich das Blut aus dem Knie ergiesst. Und kein Auto da ist. Sie, ich, dieser Zug und diese Leute: Das ist alles nur ein Missverstännis. Ein schreckliches Missverständnis.

Ich wohne schon ein paar Jahre am Tegernsee und weiss, dass die Oberlandbahn existiert. Der Name klingt nett und beschaulich, es gibt eine kleine Brücke über die Mangfall, die Züge sind geräuschoptimiert, und unser kleiner Fachwerkbahnhof ist aus Film und Fernsehen wohl weithin bekannt: Einen Schöneren in Seenähe gibt es kaum, weshalb in all den Vorabendserien, die bessere Kreise an Alpenrandseen zum Thema haben, dieser Bahnhof oft zu sehen ist, und dahinter erheben sich andere Villen und grossbürgerlich-ländliche Bauten. An den Fenstern sind Blumen, und der Warteraum ist wie in der guten, alten Zeit. Ich weiss das alles, aber ich bin noch nie damit gefahren. Wozu auch, wer hier lebt, hat keinen besonderen Drang nach München zu fahren. Das ist eine Stadt, die für eine Millionenansammlung wirklich gelungen ist, aber dennoch keine Blumentröge an den Laternen über die Brücken hat, sondern Schilder mit der Aufschrift, man sollte keine Flaschen zerbrechen. Der Unterschied zwischen unseren Blumenkörben und diesen Schildern ist in etwa die Differenz zwischen der richtigen Wohnlage und der, die der arbeitenden Bevölkerung bleibt. Die Linie dazwischen ist diese Bahn. Und wie soll ich sagen: Man merkt, dass sie aus einer Stadt kommt.

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50 Minuten sind eine kurze Zeit, wenn man auf einen Berg steigt, aber während die Bahn so durch das Oberland zockelt und weiter vorne debattiert wird, in welcher Wasserflasche denn nun das Wasser und in welcher der Wodka sei, den man auf diese Weise schon in das Lokal schmuggelte, werden diese Minuten zäh, sie gerinnen, sie fangen an, klebrig zu werden. Man muss das verstehen, in meiner Welt trinkt man gemeinhin aus Tassen und Gläsern, die meist nur gedachten, gehässigen Lästereien gegen Nuckelmuttis mit Plastikflaschen, die immer ausreichend trinken wollen, gehören zum guten Ton, der sich dann in einer Art Mitleid – schon wieder so ein armes Opfer schlechter Frauenzeitschriften – äussert. Aber das ist der einzige Berührungspunkt zu denen; alles andere, der Wodka, die Strategie, das Verlangen nach Hochprozentigem und seine Besprechung vor anderen Menschen, die das mitbekommen, das gibt es doch angeblich nur im Fernsehen. Man hört – ich habe so einen Kasten nicht – Schlimmes über die Privaten. Ob vielleicht wieder gedreht wird, wie am Bahnhof, aber diesmal eine schwarze Satire, eine moderne Version der Lokalbahn von Ludwig Thoma für Hools? Ich schaue mich um. Nichts zu sehen ausser jenen, die Alkoholika umverteilen, und anderen, die schon etwas genervt wirken, es aber dennoch geschehen lassen.

Ausserdem, was sollte man diesen Leuten sagen? Es macht nicht den Anschein, als würden Sie ihr Verhalten irgendwie, wie könnte man das umschreiben, bedauern. Es mag nicht das Umfeld sein, in dem man sich landläufig die Heimreise von einem idyllischen Bergsee in die grosse Stadt und ihre grauen Mauern vorstellt, aber es ist fraglos die Art der Heimreise, an der sich die Herrschaften erfreuen. Keine Verlegenheit, keine Zurückhaltung, alles ist so, wie sie es haben, und als Trost, könnte ich der Malcontenta zu-SMS-en, wenn ich denn SMS richtig beherrschen würde, mag man sich sicher sein, dass der See nicht auf sie abgefärbt hat. Die machen das einmal, und das nächste mal fahren sie nach Mallorca oder Bulgarien, Gott schütze unser Bayernland und auch die Konjunktur für Minderbegabte. Die Gruppe ist übrigens gemischt, manche sprechen den hiesigen Dialekt, und andere kommen aus dem Norden. An der Donnersberger Brücke steigen sie aus. Ich mein, ich habe über 10 Jahre in München, genauer, in der Maxvorstadt gewohnt, ich weiss, dass da an der Häuser stehen, und die Lichter verraten auch, dass sie bewohnt sein müssen: Jetzt weiss ich auch, wie die Bewohner aussehen.

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Der Zug läuft in den Hauptbahnhof ein, ich packe mein Notebook, auf dem ich all die hübschen Bilder vom Berg bearbeitet habe, und betrete den Bahnsteig. Normalerweise tue ich so etwas nur, wenn ich jemanden zum Zug bringe, und dann bin ich abgelenkt. Hier nicht. Hier sehe ich, dass jemand ein Hemd trägt, auf dem zu lesen steht, er sei ein obszönes Hinterteil, aber ein sexuell erregendes. Irgendwer auf dieser schönen, weiten Welt, muss diesen schalen Wortwitz erfunden haben. Und irgendwer sagte: Das, was kein Mensch öffentlich sagen würde, drucken wir auf ein Hemd, liefern es an Geschäfte, und dann kommen welche, kaufen es, geben dafür echtes Geld aus, und tragen das in der Öffentlichkeit. Ich habe in meinen Münchner Tagen – es grassierte die New Economy – viele irre Geschäftsmodelle gesehen, aber das erscheint mir als undenkbar. Doch – es hat funktioniert, es steht dreist in meinem Lebensweg herum, und es ist, nehme ich an, durch das Grundgesetz gedeckt. Und es fühlt sich damit keinesfalls schlecht.

Ich denke, das hat viel mit unseren Medien zu tun, die nicht im Mindesten mehr ein Interesse daran haben, Werte – so falsch und scheinheilig sie auch sein mögen – zu vermitteln, sondern den Kunden dort abholen, wo er ist, und dann zur Vermarktung bringen. Sie sagen nicht: „So sollst Du nicht herumlaufen”, sondern „Schönes Hemd! Magst Du nicht auch noch einen Masskrughut dazu? Und limitierte, in Bangladesch von Kinderhänden zusammengeklebte Turnschuhe, die ausser Dir nur 2 Millionen andere haben? Ein wenig Hunger vielleicht? Unser Werbepartner macht seine Fleischsemmeln jetzt besonders gross, damit noch mehr Sosse beim Hineinbeissen herausläuft, Dein Hemd besudelt, und dann kaufst Du Dir noch eines, mit einem noch innovativerem Ausdruck Deiner Persönlichkeit. Damit bist Du der König von Bahnsteig 27.” Jedes Mitleid wäre hier falsch empfunden, es geht ihnen gut. Bestens. Und ich gehe in die Buchhandlung, und hole mir meine Lieblingszeitschrift.

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Ich bezahle den Fahrschein, und finde danach das Benzin gar nicht mehr so teuer. Überhaupt, ganz ehrlich: Ich bin mit eigener Kraft durch das Altmühltal gerast und nach München geradelt, ich habe gekämpft und mich auf den Berg geschleppt, ich bin gestürzt und dennoch blutüberströmt 12 Kilometer nach Hause geradelt, aber das alles hatte irgendwie seinen Reiz. Der ist weg, seitdem ich in Gmund den Zug bestieg, und befördert werde, in einem schlechten Programm, ohne die Möglichkeit, einen anderen weg zu nehmen oder umzuschalten. In München überlege ich mir, ob es statthaft ist, das Abteil zu wechseln, weil ich einen bösen Verdacht gegen die sich zu mir gesellende Reisegruppe habe: Nein, sage ich mir, das fällt negativ auf, das würde die Leute diskriminieren, bleib schön sitzen und lese etwas über die Restaurierung von Landhäusern in Nordfrankreich. Die Gruppe, erfahre ich, hat einen Betriebsausflug im Hofbräuhaus hinter sich. Es sind einfache Menschen, Steuerzahler, verheiratet und vermutlich auch sehr ordentlich, normalerweise. Und einige sind auch froh, ein wenig dösen zu können. Aber wie es mit Gruppen von Menschen nun mal so ist: Andere geben dann der Ton an. Und nun weiss ich so einiges über Heike aus einem kunststoffverarbeitenden Betrieb zwischen Neuburg und Donauwörth und würde ihr, ohne sie persönlich zu kennen, durchaus raten, ihre Macht als Personalbeauftragte weniger restriktiv gegen den Kare und den Jürgen einzusetzen.

Aber mehr noch frage ich mich über den Seiten zu Erhaltung und Ausstattung historischer Bauten, wie es wohl umgekehrt wäre. Nehmen wir an, ich würde mit einer wilden Horde Schlossbesitzer hier sitzen, und wir würden uns lautstark über Mahagonimöbel unterhalten, über die Vorzüge der belgischen Märkte und die Frage, wo man am besten Gemälde aus der Schweiz nach Deutschland bringt, und wie unfair es doch ist, dass die besten Muranoleuchter aus den Villen am Comer See gestohlen werden müssten, und über die Frage, welche Art Teppich nun zu welcher Frau und zu welcher Katze passt – was würde so ein einzelner, wehrloser Freund des Alkohols wohl denken, der das Pech hätte, uns ausgesetzt zu sein? Ich glaube, er wäre kaum zu bekehren, er würde ich wundern und sich fragen, was diese Zeitschriften eigentlich aus Menschen machen. Es ist doch egal, ob so eine Krawatte aus Siena oder Bellagio kommt, wenn da eh kein guter Spruch drauf steht.

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Der Zug läuft mit Verspätungen ein, die mit Verwünschungen kommentiert werden, ich gehe zum leeren Bus, zahle noch einmal und fahre nach Hause. Ich betrete meine Wohnung, und über mir schimmert ein Muranoleuchter Rokokogemälde an. Nirgendwo ist blauer Samt mit dunkelblauen Karos, bei jedem Schritt gibt der Perser etwas nach, und ich lasse mich auf jenem Sofa nieder, auf dem mir die Idee kam, ich sollte aufstehen und versuchen, dem Druck der Gesellschaft zu folgen, und durch eine Rundreise schlanker zu werden. Ich war ganz oben, ich war schnell und langsam, ich habe mich überwunden, nur um letztlich zu sehen

dass es keinen interessiert.

Ich habe 3 Kilo abgenommen, aber die Welt um mich herum trägt weiter Hemden mit Aufschrift und möchte wissen, wo das nächste Bierfest ist. Unser Dasein ist sinnlos, wir spielen keine Rolle mehr, und unsere Fenster, hinter denen das Kristall funkelt und das Silber gleisst, sind Gucklöcher für Aquarien, in denen Zierfische erbittert um Nichtigkeiten sinnlos streiten. Da draussen ist es anders. Und man kann es nicht ausschalten.

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210 Lesermeinungen

  1. Lieber Don,
    mir scheint hier...

    Lieber Don,
    mir scheint hier Einiges an Text zu fehlen oder sind Sie gar so erschöpft, dass gar nix mehr geht. Mein Mitgefühl. Allerdings… bin ich selbst auch schon 300 km am Tag gefahren – wenn auch überwiegend flach, “ersatzweise” 240 km + 4ooo Höhenmeter, jeweils unter zehn Stunden . Also, da geht noch was. Alles eine Frage der Einstellung und des Trainings. Ne Menge Kuchen schadet da keinesfalls und die Jahre, die ich Ihnen voraus habe, auch nicht.
    Im Gegenteil, bei 100 km Strecke, Durchschnitt 30 kmh, braucht man etwa 4000 Kalorien. Viel essen ist Trainingsbestandteil :-) Gute Erholung – bis zum nächsten Versuch, den Sie sich sicher nicht nehmen lassen.
    Beste Grüsse!

  2. Da spricht mir jemand aus dem...
    Da spricht mir jemand aus dem Herzen. Gab’s da keine 1te Klasse?

  3. Milan, ich bin alt und fett...
    Milan, ich bin alt und fett und froh mit dem Erreichten. Aber meran, das möchte ich packen, noch dieses jahr, unbedingt.
    .
    Filou, nein, das ist einheitlich, und letztlich ist es ja auch nicht schlecht, mal etwas Exotisches bei den Wilden zu erleben.

  4. In kleinen Dosen genossen hat...
    In kleinen Dosen genossen hat die Begegnung mit der breiten Masse des Volks durchaus seine Reize und hilft bei der Produktion eines schönen Textes. Ich selbst bin vermutlich viel proletarischer und misanthroper veranlagt als der Hausherr. Normalerweise bin ich von Volkes Stimme nicht negativ berührt, selbst das Niveau im deutschen Strafvollzug fand ich- die hiesige Leserschaft wird es anders sehen- nicht unangenehm. Aber auch ich bin schon an meine Niveaugrenzen gekommen, nämlich in einem Berliner Betrieb, in welchem ich als Zeitungsausfahrer und Abpacker einige Monate angestellt war. Mir eilte scheinbar der Ruf eines Intellektuellen voraus, nicht verwunderlich in einer Umgebung, in der man die ” Südzeitung” abpackt, aber an ihrem Inhalt desinteressiert ist. Eine Kollegin stellte sich mit : Ich bin die C., 3 Kinder, 2 im Heim, eins bei der Omi vor. Diese Dame war befreundet mit einem Herrn namens Lemmi, Typ gerade mal trockener Alkoholiker. Wenn mal der Strom ausfiel- kam dort öfter vor- klärte Lemmi gern mal vorher lautstark ausgetragene Konflikte mit C. auf sexueller Basis, entsprechende Lautäußerungen inklusive. Selbst C. aber war schockiert über einen jeden Morgen in Erscheinung tretenden Ausfahrer und seine Intensivreferate über Intimdetails käuflicher Damen am Ostkreuz, die er vorher besucht zu haben vorgab. War bisher meine intensivste Erfahrung dieser Art, rückblickend durchaus bereichernd. Ach so, einmal verschlug es sogar Lemmi in seinen Streits mit C. die Sprache: jeden morgen erschien ein Herr in einem Mercedes Sportcabriolet und holte eine einzelne FAZ. Die C. lautstark zu Lemmi fast noch in Gegenwart des Herrn: wenn sich so ein alter aber reicher Sack mal für sie interessiere, würde sie Lemmi sofort abschießen.
    Abschließend-solche Erinnerungen wecken weitere Assoziationen: ein bekannter Graf, Kolumnist einer noch bekannteren Boulevardzeitung, verlangte seine Zeitungen eingewickelt in Schutzpapier, er lese sie nämlich im Bett und sie dürften nicht verschmutzt sein. Ein Ausfahrer mußte sich extra bei ihm entschuldigen. Seitdem lieferten wir seine Zeitungen eingewickelt. Auf dem Wickelpapier haben wir vorher extra rumgetrampelt. Womit ich mich als zumindest teilweise dem Proletariertum zugehörig oute, allerdings war selbst mir der robuste Stil in der Firma auf Dauer zuviel.

  5. Mein Gott, wenn Sie Wein...
    Mein Gott, wenn Sie Wein tränken würde ich zu Burgunder raten, aber so.

  6. Genüsslich zu lesende...
    Genüsslich zu lesende Milieustudie aus den Tiefen des kollektiven öffentlichen Personenverkehrs namens Bahn. Leider sind diese Beobachtungen nicht nur in den besseren bayrischen Gegenden zutreffend, sondern eher länderübergreifend. Meine – zugegebenermassen radikale – Haltung zu diesem nicht nur in Deutschland wettbewerbsunfähigen Betrieb, der die Hälfte seiner Ausgaben über Steuern finanziert: Abschaffen! Das Problem würde sich vermutlich von selbst erledigen, wenn der Linienbusverkehr vollständig liberalisiert wäre.

  7. Don, mit freundlichem Verlaub:...
    Don, mit freundlichem Verlaub: Eines der virulentesten gesellschaftlichen Probleme ist eindeutig, dass man Leute wie Sie zu selten bzw. gar nicht mehr zwingt, mit denen Kontakt zu haben, die man die “einfachen Leut” nennt. Ich hatte das Vergnügen während meiner Bundeswehrzeit, zu Zeiten, als es noch wirklich eine Wehrpflicht gab. Und die absolut schlimmsten unter meinen Rekruten waren Einzelkinder aus “gutem Haus”, deren Asozialität in Einzelfällen skurrile Züge annahm (formale Beschwerde wegen des Reihum-Toilettenreinigens).
    So sehr ich Ihre Kritik der gesunkenen öffentlichen Standards im Benehmen teile, in reine Verachtung sollte sie nicht umschlagen. Und vielleicht auch nicht vergessen, dass die einen ihre Asozialität über öffentliches Saufen herstellen, die anderen über weniger öffentliches Abzocken. Nur sind die Abzocker das Rollenvorbild der Säufer, jeder benimmt sich seines gesellschaftlichen Hntergrundes entsprechend daneben.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  8. ja, die gute neue zeit....
    ja, die gute neue zeit. http://www.andere-laender.de/france/vittel.htm und wir spielen kein golf. auch wir lassen fahren, äh blut fließen (*g*)
    .
    und man kann es ausschalten.
    .
    http://www.andere-laender.de/france/vittel.htm
    http://de.wikipedia.org/wiki/Heroin
    – wiki, dum-dum-geschoss
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    aber die meisten bevorzugen nun einmal reversible methoden wie intraorale substancen.
    .
    oder ein buch kaufen: http://books.google.de/books?id=YyKa-NeWWEsC&printsec=frontcover&dq=inauthor:%22Nicolas+Du+Boys+de+Riocour%22&source=bl&ots=iwnccMEKkD&sig=dgvJP7iLXfO9kR2W6TWQBORQubk&hl=de&sa=X&ei=JDA5UPHHEMnftAby3oCIDg&ved=0CEEQ6AEwAw#v=onepage&q&f=false
    .
    oder das schöne, leestehende schloß derer von Du Boys de Riocour in damblain, nordfrankreich (evtl. goggle earth).
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    und samt? was für samt?
    .
    und wie gesagt, wir meinen manchmal, er täte den menschen unrecht. die wären in wahrheit nett und intelligent. wenn er einen unfall hätte, sie würden ihn retten, wüssten, was zu tun ist. mit handy und rot-kreuz. z.b.
    .
    und notebook im vorortzug? mit blut am knie. und alles überströmt? ein schönes vorbild das. wie kam er da überhaupt hin und ließ sich das nicht vermeiden… würde die großmutter wissen. auch, dass da was draus zu lernen wäre.
    .
    also z.b. in der zukunft immer nur noch draußen zu sein, zur abhärtung nämlich:
    .(nicht ganz ernst gemeint) http://www.youtube.com/watch?v=VIla0-lsEXM (von http://www.dmax.de/fotos/galleries/das-survival-duo-dave-und-cody/ ) (und cody trägt wie bekannt auch nie schuhe, schon um sich nicht zu unterscheiden)
    .
    es gäbe also training, gerade auch für solche, die schon mal küche oder wohnung ganz überraschend und unvorbereitet leider doch verlasssen müssen:
    .
    – Wilderness Living and Modern Outdoor Survival Skills,
    – Urban, Suburban and Rural Preparedness,
    – Disaster Mitigation, Training and Survival.
    .
    http://www.alssadventures.com/ (keine haftung für den inhalt von links)
    .
    nun, wie auch immer.-

  9. Sehr verehrter Don! Wenigsten...
    Sehr verehrter Don! Wenigsten saß Ihnen keine junge aufdringliche Dame gegenüber, die unbedingt wissen wollte, wo Sie herkommen und was Sie machen. Bei mir sind es immer junge Herren, wegen deren aufdringlichen Fragen ich es aufgegeben habe, mit der DB zu fahren.
    .
    Hemden mit Aufschrift besitze ich allerdings auch, wohlgemeinte Geschenke. Aber was würde das hiesige Dorf sagen, wenn ich mich in der Öffentlichkeit zeigen würde mit:
    “Outrages Woman”
    oder
    “If you are born to run, it’s hard to just slow down”

  10. .... ob "der Tiger" auch schon...
    …. ob “der Tiger” auch schon mal Bahn gefahren ist? “don ferrando” ist schon mal Bahn gefahren – da bin ich mir fast sicher.
    Wir werden es erfahren …
    …. ganz sicher.

  11. Schmidt, ich habe das nur...
    Schmidt, ich habe das nur freigeschaltet, um zu sagen: Persönliche Angriffe nerven. Sehr. Bitte nicht nochmal.

  12. Ich bin notorisch...
    Ich bin notorisch uninteressant, mich spricht niemand an.
    .
    perfekt57, was für Samt da in den Zügen ist, weiss ich auch nicht – aber er fühlt sich eklig an.

  13. ... aber die Koinzidenz hier...
    … aber die Koinzidenz hier ist schon ein schoener Proof of Concept, ich bin damit zufrieden und raus aus der Brause, bonne continnuation.

  14. Alpler, die Oberlandbahn ist...
    Alpler, die Oberlandbahn ist schon so ein liberalisiertes Unternehmen. Immerhin, in Bussen müsste man sitzen bleiben, das wäre auch schon was.
    .
    Thorha, ich verachte das nicht, es ist halt, wie es ist, und das wird sich auch mühelos so halten, wie es ist. Die sterben nicht aus, wir dagegen vermutlich schon.

  15. Die besten Wünsche für die...
    Die besten Wünsche für die weiteren Abenteuer in der Welt der Realität.
    .
    Oder anders; Aliens.
    Man reist im künstlichen Koma Lichtjahre durch Galaxien,
    nur um nach dem Aufwecken festzustellen, dass in einem Aliens wachsen,
    die einen beim Schlüpfen töten.
    .
    Oder noch anders;
    Ich habe nie verstanden, was hübsche junge Mädchen dazu veranlasst,
    Kleidung zu tragen, auf der in Druckbuchstaben geschrieben steht:
    “ICH BIN GUT ZU VÖGELN”
    Das sind doch ganz andere Galaxien, als die, in denen wir unseren Flug starteten.
    .
    Oder noch ganz anders;
    Es werden nie Perserteppiche bei McDonalds liegen,
    auch nicht, wenn der BIGMAC 10000 DM kostet.
    Und an der Wand werden sie da auch nicht hängen.
    .
    Es gibt kleine Enklaven des guten Geschmacks, Wurmlöcher,
    die müssen wir suchen.

  16. tiberiat, warum...
    tiberiat, warum Burgunder?.
    .
    Ich mag es, wenn hier respektvoller Umgang herrscht, alles andere bringt niemandem etwas. Es ist alles andere als selbstverständlich, dass hier angenehm gesprochen wird, und das soll auch so bleiben.

  17. Danke, Thorsten Haupts....
    Danke, Thorsten Haupts.

  18. Werter Don,
    danke für ihren...

    Werter Don,
    danke für ihren Bericht. Seit Jahren ist meine Standardansage an (meist linksalternative) Gutmenschen (man verzeihe mir den Ausdruck) aus dem akademischen Umfeld, die tatsächlich glauben, die direkte Demokratie sei eine tolle Idee und man müsse den Leuten nur alles erklären, dass sie doch mal Bus (Ubahn, BOB…) fahren sollten und dem anderen Passagieren zuhören. Das sollte in der Regel heilsam einem zu positiven Menschenbild entgegenwirken.
    .
    Wer weiß, ob dir Gesellschaft tatsächlich an der Donnersberger Brücke wohnt. Wahrscheinlich
    ging es einfach nur weiter zum Augustiner Keller.

  19. Die wilden Horde...
    Die wilden Horde Schlossbesitzer erleben ich aber auch gefühlt einmal die Woche,
    und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich schlimmer finde.
    .
    Nett dass Sie Schmidtchen eine Erziehungsbeihilfe gespendet haben.

  20. Glänzendes Plädoyer für die...
    Glänzendes Plädoyer für die Rauschmittelplattformneutralität.

  21. Don Alphonso, the invisible...
    Don Alphonso, the invisible man?
    .
    Ihr Travelogue hat Spass gemacht und brachte auch Erinnerungen an Reisen mit unangenehmen Compagnions in Erinnerung, — oder selbsterkorene Propheten die mich dieser oder jener Religion, Sekte oder sonstigem empfehlen wollten. Meist wollten die aber Geld.
    Ich war auch beeindruckt von ihrer Bemerkung dass sie sich als “notorisch uninteressant” sehen und dass sie “niemand anspricht”.
    Das ist nicht schlecht.
    Solch Talent ist sehr begehrt bei Geheimdiensten, die sind immer auf der suche nache dem “invisible man”, den keiner bemerkt und der in die Ambiente verschwindet. Sowas hat seinen Vorteil — besonders wenn Mitreisende eine Interrogation durchfuehren wollen. Man verlangt Details ueber Ehestand, Scheidung, die Finanzsituation, etc. Auch wird man befragt ob man in Zelt, Yurte, Palast oder Burg wohnt?.
    Ich sage manchmal was von wegen RV (Recreational Vehicle) oder Mobile Home — Leser Kennen die vom TV als Splitterholz nach einem Hurricane, oder Tornado. Solche Stuerme demolieren diese Dinge ganz schnell.
    Das ist ein ganz besonders interessantes soziales Milieu. Aber man liebt dort Country $ Westen Music, Blue Grass und viel “Hurting Music.” Ist schon interessant dort. Man braucht natuerlich einen Pick-Up Truck um Eintritt zu bekommen.
    Auch ich liebe meine Anonymitaet werter Don, und finde stille Freude in meiner Ecke im Bahnabteil, weil ich mich hinter der Zeitung verstecke. Letzt, hatte ich anscheinend die falsche, denn ein Verhoehrer wollte wissen warum ich eine Zeitung aus rosa Papier lese. Kam ihm verdaechtig vor. Ich wr zu muede zu erklaeren.
    Nun ja, wer eine Reise macht, der kann schon etwas erzaehlen. It’s also a great way to do a little people watching.
    Happy Trails Meister Alphonso.
    Pax vobiscum

  22. ...und ich dachte schon "la...
    …und ich dachte schon “la malcontenta” hiesse “die Unzufriedene”…

  23. dass man Leute wie Sie zu...
    dass man Leute wie Sie zu selten bzw. gar nicht mehr zwingt ?!!!
    .
    Gut, dass ich nie Rekrut gewesen bin.
    Unter th

  24. @Der Tiger, letztens die...
    @Der Tiger, letztens die Erzählung mit dem jungen Mann der Sie auf der Straße zum Beischlaf aufforderte, jetzt Beschwerden über junge Herren, von denen Sie aufdringlich angesprochen werden- wir als junger Mann fragen uns da schon wer hier wen begehrt.

  25. Scusi, Don!
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    Der...

    Scusi, Don!
    .
    Der kurzgeschorene junge Mann mit der primitiven Klangfärbung, das bin ich.
    .
    Mir ist gar nicht in den Sinn gekommen, dass unser Verhalten – explizit mein Verhalten – von Mitreisenden als belästigend empfunden werden könnte. Mich dünkte, wir seien ganz alleine im Zug. Mitreisende sind mir nicht einmal aufgefallen (vermutlich alkoholinduzierter Autismus), denn sonst hätte ich Sie selbstverständlich großzügig zum Mittrinken aus der Wodkapulle eingeladen. Und wenn ich mich einmal in so großzügiger Geberlaune befinde, dulde ich keine dankende Ablehnung. Sie wären voll auf ihre Kosten gekommen und hätten den Zug in spürbar angeheiterter Stimmung verlassen, möglicherweise sogar den Mut gefunden, die Malcontenta anzusprechen.
    Nächste Woche sind wir wieder mit der der BOB auf der Strecke unterwegs. Sollten Sie auch wieder mitreisen, sprechen Sie uns doch einfach an. Wir sind primitiv, aber nicht ungastlich und gar nicht eingebildet. Wir saufen mit jedem – sogar mit Reaktionären.
    .
    Hochachtungsvoll
    Bevitore

  26. Lange habe ich mich nicht mehr...
    Lange habe ich mich nicht mehr mit so viel Menschenverachtung auseinandersetzen müssen. Als gelegentlicher Fahrgast der Deutschen Bahn wurde ich zwar ebenfalls schon mit solchen Situationen konfrontiert und kann Ihre Gereiztheit durchaus verstehen, eine derartige Hasstirade zu veröffentlichen wäre mir jedoch nie in den Sinn gekommen.

  27. @ThorHa
    Ich weiss nicht so...

    @ThorHa
    Ich weiss nicht so recht, wenn ich mich beobachte so stelle ich schon eine Änderung Richtung weniger Toleranz an mir fest. Ich war schon immer allergisch gegen Eingriffe in mein Leben die von einem Übermass an Dummheit und Primitivität verursacht werden. Seit es das Wort von der politische Korrektheit gibt und man solches nicht mal mehr aussprechen darf, ist es natürlich noch schlimmer geworden. Dummheit scheint jetzt in DE der Gold-Standard für den Umgang miteinander.
    Ich habe DE letztes Jahr für 3 Monate besucht weil in meiner Nachbarschaft ein AKW in die Luft zu fliegen drohte und ich muss gestehen, bei allen Annehmlichkeiten die DE bietet, unter den Menschen bei Euch finden sich ein wenig zu viel der Widerlichen, selbst für meinen eigentlich bescheidenen Geschmack.
    Da der öffentliche Verkehr das Thema ist, will ich ihnen ein paar Beispiele geben, wobei ich aus wohl bekannten Gründen die Stosszeiten ausnehmen.
    Kein Mensch käme hier auf die Idee seine Mitreisenden durch ein Handy zu nerven. Man kann zwar den weiblichen Teil der Fahrgäste dabei beobachten wie er spätestens alle zwei Minuten das Gerät nach einer neuen SMS durchsucht, aber dies bleibt geräuschlos.
    Ebenso wenig werden sie Getränke in Zügen finden, schon gar keine alkoholischen, und auch keine lautstarken Gespräche mitanhören zu müssen. Sie werden nicht mal eine einzige Tasche sehen die jemand selbst in einem fast leeren Zug auf den freien Sitz neben sich stellt, denn sie könnte zuvor auf den Boden gestanden haben.
    Ich glaube sie verstehen was ich meine, ich muss die Liste nicht fortsetzen?
    Es gibt tatsächlich anderenorts Gesellschaften in denen Bürger auf ihre Mitmenschen Rücksicht nehmen. Es ist hier generell so, die öffentlichen Verkehrsmittel sind nur ein Beispiel. Ein Service Angestellter weiss hier was Service ist, und wenn sie auf ein Amt gehen, werden sie sehen, dass ein Beamter kein Staatsdiener, sondern tatsächlich ein Bürgerdiener ist. Vor kurzem hat einer von diesen um 12:30 sein Mittagessen unterbrochen um mir bei der Zulassung meines Motorrades zu helfen! Können sie sich dies in DE vorstellen?
    Natürlich ist eine Frage des Alters wie sehr man dies wertschätzt, aber es ist eine ungeheuere Erfahrung dies tagtäglich zu erleben, und sie hat meinem Leben eine Qualität verliehen, die ich nicht mehr missen möchte.
    Nach Jahrzehnten des Übens gelingt es mir DE meistens die von Don beschriebenen Energien zu ignorieren und sie sowenig als möglich an mich heran zu lassen, aber mein politisches Bewusstsein ermöglicht mir nicht die in meinen Augen katastrophale Konsequenz solcher „Kultur“ zu übersehen.
    In Demokratien wie DE sind dergleichen Menschen leider die übergrosse Mehrheit und entscheiden allein durch ihre Masse, die von den Medien noch mehr verdummt und manipuliert wird, darüber wer das Land regiert und wohin es sich entwickelt.
    Es sind die für mich völlig inakzeptablen Regierungen und Kanzler der letzten 30 Jahre, die zu einer geradezu absurden Degeneration Deutschlands geführt haben, und die mich dazu bewogen haben meine Heimat wieder mal zu verlassen und in ein Land zu übersiedeln, das zumindest im Bereich des zivilisierten Umgangs miteinander Welten von der der Deutschen entfernt ist, wie sie Don beschrieben hat.
    Ich kann seine Darstellung problemlos nachvollziehen und bin dankbar, dass ich weit weg bin….

  28. man sagt ihm nach dass er...
    man sagt ihm nach dass er Gemütszustände wie die Ihren wenn nicht zu heilen so doch zu lindern vermöge;

  29. Berlin ist überall....
    Berlin ist überall.

  30. wenn ihnen der Schaffner noch...
    wenn ihnen der Schaffner noch eine Mass Bier gebracht hätte
    dann wärs wie auf dem Oktoberfest gewesen
    Geisterbahn fahren nicht auf der Wiesn,sondern im Oberland
    wenn man dann auch noch versteht,was die Monster so grunzen und quieken
    dann wirds ganz besonders schaurig
    we `re on the railway to hell..
    vielleicht sollten sie in Zukunft nicht mehr in Gemälde investieren
    sondern in Freundschaften und soziale Netzwerke
    wenn man weiss,dass man immer jemanden anrufen kann
    der einen dann abholt oder sonstwie weiterhilft:
    das ist der wahre Reichtum

  31. Lieber Don,
    .
    Sie waren ja...

    Lieber Don,
    .
    Sie waren ja nicht beim Militär, aber doch als Gymnasiast sicher mal im Schullandheim gewesen.

  32. Darf ich wieder einmal ein...
    Darf ich wieder einmal ein Häppchen Erkenntnistheorie beisteuern? Eine bessere Gesellschaft (ist das die Steigerungsform von guter Gesellschaft?) definiert sich notwendig in Abgrenzung von anderen Gesellschaftsformen. Ohne schlechte Gesellschaft ist gute (oder gar bessere) nicht denkbar. Sie sollten Ihrem Schöpfer (oder an was immer Sie glauben) dankbar sein für die Existenz des Oberlandbahnprekariats. Woher könnten Sie sonst wissen, dass Sie anders sind?

  33. Zur weiterführenden Lektüre...
    Zur weiterführenden Lektüre empfohlen: Neues Testament, Lukas 18, 9-14

  34. @Schmidt – Wie ich schon...
    @Schmidt – Wie ich schon sagte, normlerweise fahre ich nicht mehr Bahn, weil mir die aufdringlichen Mitreisenden den Spaß nehmen. Aber diese Strecke möchte ich doch emfehlen (obwohl mir seinerzeit auch da ein junge Mann auf die Nerven ging):
    http://www.rhb.ch/Engadin-Rundfahrt.1579.0.html

  35. ..der Tiger-Schmidt..
    es...

    ..der Tiger-Schmidt..
    es handelt sich doch hier eher um ein Spitze;
    .im übrigen finde ich die heutige Geschichte ganz lustig, weil die Kombination Nah> Fernzug> Fahrrad von mit auch verwendet wird. Samstags in D. sollte man aufpassen wegen der Bundesliga. Das kann einem die Fahrt vermiesen.
    In Italien und der Schweiz hatte ich häufig angenehmste Kontakte mit angeregten Gesprächen. Auch Schulschluss war nie schlimm.
    Die S-Bahn in Mailand , nachts, häufig benutzt war immer ok. Man war hilfsbereit, wenn ich mal nicht weiterwusste, Übernachtung , freie Zimmer, Umsteigen auch in Englisch
    war unproblematisch. Die Italiener um 19 .00 Rushhour, mit Rad in der S-bahn am Bahnhof ; es erfolgte keine unfreundliche Reaktion, meist das Gegenteil.
    D.A.
    170 Berg-km am Tag sind ordentlich. 300 km am Tag eklig, da kann man danach nichts mehr machen.
    Ich bin mal morgens , nach der Teilnahme an einer Sportveranstaltung von Stuttgart nach Wiesbn. mit einem alten 10 Gang-Koga -RR. gefahren, waren auch um die 290 km. Sowas hat nur meditativen Nutzen.
    Ach ja, abschliessend , was überall am meisten nervt, sind diese Handy- Leute, die allen anderen mitteilen müssen, was sie abends machen oder was sich im Kühlschrank befindet.
    Torsten Haupts > ein sinnvoller wichtiger Kommentar! Basiskontakte sollten keinen Zwang darstellen, aber dienen der Information, worum es eigentlich geht oder gehen kann.
    Älpler> die Fahrt über München zur Zeit des o.-Festes war immer amüsant.
    Da ich selbst kein Fan dieser Veranstaltung bin, gelang es mir dennoch einen kleinen Einblick und einen Hauch Atmosphäre zur erhaschen, durch die Menschen, die zu und ausstiegen. In der Umsteigpause trank ich am HBf. dann auch mein Weissbier vor dem Nachtzug>keine Klagen!

  36. Oje- La Crisi macht sich...
    Oje- La Crisi macht sich mental breit und frisst sich ins Gemüt.
    Gegensteuern!
    Normalerweise, wenn man nach einer Bergtour auf dem Heimweg
    ermattet in der Bahn sitzt, ist man rundherum zufrieden und
    glücklich und andere Leut´sind einem wurscht, aber auch oft sympathisch.
    Tourenvorschläge mit der (umweltfreundlichen) Bahn finden Sie hier:
    http://www.steinmandl.de/Homepage.htm?Bahn.htm
    Für Rekonvaleszenten aller Art bietet sich die schöne gemütliche Tour (Forstwege) von Mittenwald ins Hinterautal – zum Isarursprung – an. Geschichtlich interessant ist, dass man die Grenze nach Tirol bei Scharnitz
    so locker passieren kann, im Mittelalter war hier das Tor zur Handelsroute Venedig-Augsburg.
    Und wer möchte sich nicht mal die“ kleine“ Isar anschauen.
    http://2.bp.blogspot.com/_SiZSAdryYFU/TTXV51vnV3I/AAAAAAAADjo/lJ7EA3cSDjI/s1600/u_51b-1-karwendel-08.jpg
    http://2.bp.blogspot.com/_SiZSAdryYFU/TTXUPngwYKI/AAAAAAAADjQ/9cQcWchwFr0/s1600/u_51b-1-karwendel-03-47o-09.jpg

  37. Die Kunst, sich köstlich zu...
    Die Kunst, sich köstlich zu encannailieren haben die Stützen früher besser beherrscht.
    Dafür gab es sogar extra Vereine, Studentenverbindungen und so.

  38. Drat, das ist sehr freundlich...
    Drat, das ist sehr freundlich von Ihnen, aber ich bin nun mal nicht nett.
    .
    HM555, heute gibt es dafür Autos und ich wünschte, ich wäre damit gefahren.

  39. Fusskranker, dazwischen war...
    Fusskranker, dazwischen war ein Tag Schmerz und Leid. Das schärft die Sinne.
    .
    di, jetzt weiss ich, dass es geht, jetzt reicht es auch erst mal wieder.

  40. rittervomgeist, ich bin zwar...
    rittervomgeist, ich bin zwar ein Freund gesellschaftlicher Soaltungen und Brüche und des Lebens auf der einzig richtigen Seite, aber so gross bräuchte der Unterschied auch nicht sein. Diskriminieren kann ich schon mit der Haltung am Tisch, und meine verachtung für Springer ist grenzenlos, seitdem ich in dessen Clubräumen einen billigen Webteppich sah.
    .
    HM555, Schullandheim hatten wir nicht. Ausserdem war das bayern, das war damals noch resolut.

  41. Mupf, ich hätte mich schon...
    Mupf, ich hätte mich schon holen lassen können, aber das passt nicht zur Bestrebung, es auf eigene Faust zu machen, Ich würde lieber im Auto verhungern, als jemanden nach dem Weg zu fragen.
    .
    Tyler Durden Volland, es kommt immer auch ein wenig auf die Region an. Ansonsten nämlich ist der Tegernsee auch menschlich Balsam. Kein Geplärre, kein Vandalismus, sehr familiär, alle ratschen gern. Keiner brüllt rum. Daher fällt der Unterschied auch so auf.

  42. di cattivo umore, das eine...
    di cattivo umore, das eine bedingt das andere.
    .
    EgonOne, ich habe massive Schwächen beim Kontakt und der Kommunikation mit Fremden, zumal, wenn es mehr als eine Person ist. Ich bin da extrem schlecht drin und schaffe das nur, wenn ich dann die Rampensau rauslasse. Zwischen Hemmungslos und Introvertiert gibt es bei mir keine Zwischenstufen. Und was ich an öffetlichen Aufgaben zu erfüllen habe, reicht dann meist wieder für Wochen. Und entsprechend abweisend und reduziert verhalte ich mich auch.

  43. @ di cattivo umore
    ... nicht...

    @ di cattivo umore
    … nicht vielleicht doch ‘die Unbefriedigte’…?

  44. T.I.M., die Hoffnung ist...
    T.I.M., die Hoffnung ist natürlich, dass die Eigenverantwortung die Menschen bessert, und da käme es auf den Versuch an. Ich habe damit ein wenig Erfahrung bei Stadtviertelgesprächen, und das hat sich schon gut angelassen. Schwieriger wird es erst, wenn es zu viele werden.
    .
    mediensegler, das kommt ganz auf die Art Schlossbesitzer an. Ich weiss, es gibt adoptierte Muckibudenbesitzer etc., das ist natürlich schlimm, aber nicht bei uns.

  45. rittervomgeist: ahem, also....
    rittervomgeist: ahem, also.

  46. (Ich erröte zart)...
    (Ich erröte zart)

  47. Aus reichlich eigener...
    Aus reichlich eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Grad an eigener Erschöpfung einen nicht unwesentlichen Anteile daran hat, wie man die Umwelt um sich herum wahrnimmt. Auch und gerade die Intensität negativer Eindrücke betreffend. Dieser Text klingt wie einer, über dessen Veröffentlichung ich angesichts dieser Erkenntnis sehr, sehr lange nachgedacht hätte.

  48. Lieber Don, wie verachten Sie...
    Lieber Don, wie verachten Sie denn dann, daß 1und1 wieder mal Ihren Beitrag flankiert? Irgendwie paßt das zu den Hemden mit den Obszönitäten, meine ich. Sie sollten sich da ein Mitspracherecht einräumen lassen.

  49. @T.I.M.
    "Gutmenschen" – Ein...

    @T.I.M.
    “Gutmenschen” – Ein grauenhaftes Wort, angerührt im Wunsche, den Adressaten so dumm aussehen zu lassen, wie es ihr Urheber schon ist.

  50. Enhance your home, and live...
    Enhance your home, and live alone…

  51. Das mit dem zarten Erröten...
    Das mit dem zarten Erröten würde ich ums Verrecken gern sehen.

  52. Im ONV, in der BO, in der...
    Im ONV, in der BO, in der S-Bahn, DB Interregio etc. gibt es als Mitreisende, ähnlich wie auch bei der EZB, A- und B-Löcher. Die B-Löcher sind die Stiefelknechte der A-Löcher…

    Definition: Ein Loch ist ein Nichts im Etwas.

    Sich wenden und die SMS-Bedienung ergründen kann man von der Kanzlerin lernen.

    Fett schwimmt oben.

    Jammern auf hohem Niveau nützt nix und niemandem.

    Hart wie kalter Stahl (sich selbst gegenüber) werden ;-)

    Hätten´S halt einen Leihwagen genommen. Z.B. einen Opel.

    Mit sich selbst in guter Gesellschaft sein und bleiben (noli me tangere oder so).

  53. Auf die Frage eine...
    Auf die Frage eine Supermarktkassiererin, ob ich den Herzen sammele (Tengelmann: “Sammeln sie die Herzen?”) antworte ich misslaunig, ob ich denn so aussähe, als sammele ich Herzen. Der Leser muss hierzu wissen, dass ich sehr düster bin und auch so aussehe.
    Eine sehr trashige Frau hinter mir in der Schlange bekam das mit und äußerte: “Also jemandem, der einen korrekten Konjunktiv bilden kann, wäre ich geneigt, ihm seines zu öffnen und meines zu schenken.
    Ich war baff. Ich wollte sie zu mir einladen und ihr meine Muranoglasmenagerie zeigen, bin dann aber zu dem Fazit gelangt, dass sie nur ein Anhängsel wäre/würde.

  54. Kein Schullandheim!
    Dabei ist...

    Kein Schullandheim!
    Dabei ist das der Moment X, wo einem vorgelebt wird, wie man als normaler pubertierender Jugendlicher zu sein hat.

  55. Habe 13 Jahre in der Schule...
    Habe 13 Jahre in der Schule und dann noch viel Lebenszeit ÖPNV verbracht, aber richtig an der Menschheit zu zweifeln angefangen hab ich erst beim Lesen der Leserkommentare in der F.A.Z.

  56. ..die Rätlibahn durch´s...
    ..die Rätlibahn durch´s Engadin hab´ ich auch ´mal der Verwandtschaft empfohlen, oder den Glacierexpress; ob es jemand gewagt hat, weiss ich nicht.
    Ein positives Erlebnis kann das gesamte spätere Leben beeinflussen.
    Schade ist, dass die unbeschreiblich malerische Anmutung der Rätli, wenn man sie am Albula mit dem Rad begleitet, mit den ganzen Streckenschnörkeln in ihrem Idyll fast nicht mehr zum immer moderner werdenden Umfeld passt, bzw. diese Makel offenlegt.
    Zersiedlung und der Massentourism. haben ihre Spuren hinterlassen.
    Es ist etwas traurig.

  57. Don Alphonso26. August 2012,...
    Don Alphonso26. August 2012, 10:09 @:
    Mei jo, wos wuist macha, so samma hoit mia Baiern (Mannsbilda) netwoahrr. Sensibäl mit si sölba un a Sääle vo Määnsch un grad dass ma net zum Schpeibn is, wann ma grad grantig wiad, wanns net a so is wias ma gearn ghobt hätt….Mei Erwardungshoritsond is allaweil scho da Maßschdab welchän I unboarmhearzig aanwändä aan, Kruzitürkn noamoi, de Lausa um mi herrum . Mei Oidi moant aa i wear a gans a gschearda Hammi und a ausgschamda Hundling.
    .
    Mi leckst. I gangad itza zuar Post (Wirtshaus).

  58. PS

    Manchmal bereue ich es,...
    PS
    Manchmal bereue ich es, sie nicht hinein gebeten zu haben. Wir hätten uns verwandeln können.
    Vom Demian zum Tonio Kröger, vom Gartencenter zur dunklen Waldblume und anders herum.
    “Aber, Woyzeck, die Tugend! Die Tugend! Wie sollte ich dann die Zeit rumbringen? Ich sag’ mir immer: du bist ein tugendhafter Mensch – gerührt: –, ein guter Mensch, ein guter Mensch.”

  59. @captein – auf diese...
    @captein – auf diese Bemerkung habe ich nur gewartet. Sie sind nicht der einzige, der allen oder zumindest missliebigen Frauen (insbesondere Rothaarigen, und selbst angegrauten Rothaarigen) dieses Urbedürfnis unterschiebt. Es passt in die Weltanschauung des Republikaners, der letzte Woche behauptete, dass bei Vergewaltigung kein Kind gezeugt wird – wenn die Frau wirklich keinen Sex wollte.

  60. Tyler Durden Volland26. August...
    Tyler Durden Volland26. August 2012, 03:40
    Ausgerechnet die Japaner, ausgerechnet die?
    Guten Appetit beim Fischessen.
    http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1353355

  61. @haberland01 -...
    @haberland01 – Gutmenschen:
    Ein leider notwendiges Wort. Menschen beschreibend, die gut gemeint mit gut gemacht verwechseln.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  62. @tylerdurdenvolland -...
    @tylerdurdenvolland – Rücksichtnahme:
    Meine Allergie wächst auch. Bei meinen noch immer vorkommenden, gelegentlichen Interventionen stehe ich einem bestimmten Phänomen fassungslos gegenüber – sofern Dritte anwesend, bekomme ich immer deren fast ungeteilte Zustimmung. Warum äussert sich diese klare Mehrheit nicht in ständiger Intervention gegen die öffentlich Rücksichtslosen? War die “anything goes” Erziehung der vergangenen 30 Jahre derartig erfolgreich?
    Gruss,
    Thorste Haupts

  63. Tyler,
    das Blöde ist immer...

    Tyler,
    das Blöde ist immer und überall. Als Kind habe ich in sehr vielen Ländern gelebt, Man findet es eine Weile gut, weil neu, bis man die Sprache besser versteht und das, was die Leute sagen, wie sie sind.
    Aristokratie besteht auch darin, Dornenkronen zu tragen.

  64. Don Alphonso26. August 2012,...
    Don Alphonso26. August 2012, 10:13
    Es geht um das erzwungene Mithören diverser Selbstdarstellungsversuche
    bestimmter “Schloßbesitzer”, die sich natürlich nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln
    abspielen, sondern am Tag der offenen Tür der Firma XYZ, in der Pause im Theater,
    am Nebentisch beim Sternekoch, oder im Feinkostladen und ich glaube nicht, dass Süddeutschland davon völlig befreit ist.

  65. Manch einer würde es schwer...
    Manch einer würde es schwer haben im Gulag.

  66. @di – Ziehen Sie und Schmidt...
    @di – Ziehen Sie und Schmidt Ihre Schlüsse etwa aus meinem Bericht vom letzten Oktober?
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/10/20/singen-wie-die-franzosen.aspx
    .
    Sehr verehrter Don! Sie sind offensichtlich nicht der Einzige, der auf einer Reise nach Frankfurt aufregendes erlebt. Bei Köln auf dem Hinweg warf mir jemand das Endstück eine Einkaufwägelchen in den Weg. Ich fahre allerdings aus Erfahrung sehr konzentriert, konnte also rechtzeitig um die Eisenstange mit Rädchen herum manövrieren. Auch in der Riesenpfütze Heizöl am Eseleck auf dem Rückweg bin ich nur ein wenig herumgerutscht, bevor ich den Fuß vom Gas nahm, aufs Bremsen verzichtete und das Auto vorsichtig aus der Patsche rollen ließ.

  67. "das haus, für das vernon und...
    “das haus, für das vernon und ich uns schließlich entschieden, war 7136 sycamore trail. ich mochte es nie wirklich, von anfang an nicht. es war merkwürdig finster. vielleicht gibt es in los angeles mehr häuser, in denen es spukt, als in jeder anderen stadt der welt. in ihnen spuken die ängste der vorhergehenden besitzer. sie riechen nach scheidung, abgebrochenen kontakten, studiointrigen, zweifelhaften forderungen, falschen freunden, ehebruch, ausschweifungen, whiskey und lügen. in jeder ecke versteckt sich der kleine geist eines totgeborenen rufs. “geh weg”, flüstert er, “geh dahon zurück, wo du hergekommen bist. hier gibt es kein zuhause. ich war eitel und gierig. sie schmeichtelten mir. ich bin gescheitert. du wirst scheitern. geh weg.”” christopher isherwood, juni 1939.
    .
    evtl. war mit der straßenbahnlinie ein wenig genauso: schon aus planungsgier und teilweise totem ruf auf die welt gekommen. und dann zum mißbrauch freigegeben. (evtl. ists aber auch ganz anders.)
    .
    und wir immerhin haben gerne gelesen, was er schrieb. würden nicht so etwas meinen wie “da muss man halt erstmal mit sich alleine drüber hinwegkommen, und dann schreibt man wieder so wie immer, sobald die (kleine) verdrängung des gwestrigen tages gewirkt hätte.” so war’s nicht. und so schätzt man auch d.a. nicht ein. und so ist auch dieser blog nicht. meinen wir.
    .
    ein nettes haus, ganz oben auf dem berg übrigens (google earth), dies dings von unserem verflossenen schriftsteller.
    .
    wie bekannt: http://www.amazon.de/Der-Einzelg%C3%A4nger-Christopher-Isherwood/dp/3935596766
    .
    “Ein Tag im Leben eines alleinstehenden Herrn. Die brüchige bürgerliche Gesellschaft war zeitlebens eines der wichtigsten Themen Isherwoods. Seine kultivierten Helden beobachten die Berliner Halbwelt mit ähnlicher Distanz wie die Spießbürger im Alptraum der amerikanischen Vorstädte in Der Einzelgänger. Der autobiografische Hintergrund ist leicht zu erkennen.”
    .
    ok, wir sind alle keine einzelgänger und eben auch richtigerweise passend verheiratet, aber bestimmte soziologische muster wiederholen sich anscheinend womöglich eben doch zur zeit.
    .
    und hans meier giesst evtl. in letzter zeit mit absicht dünne suppe auf, finden auch wir. (an den grenzen gestriger bürgerlichkeit angelangt kann er aber nicht sein, *g*, soviel ist klar.)
    .
    (und don bachardy lebt, wie es aussieht immer noch da oben? http://de.wikipedia.org/wiki/Don_Bachardy ; but anyhow)

  68. am rande: wer wird nicht das...
    am rande: wer wird nicht das jetzt wegen seiner vernetzung und wahlfreit interessant und attraktiv finden? (nie hätte man mehr zugang, kenntnis und überblick gehabt? und zum glück wird es von all dem auch weiterhin exponentiell noch mehr geben, und die welt wird auch weiter dankbar zugreifen?)
    .
    am beispiel?: wir hatten noch gar nicht gewußt, dass und wieviele zeitgenossen c. v. vechten porträtierte hatte (ggfls. scrollen) http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_van_Vechten
    .
    und dass, für den der mag, angenehmer weise auch der zugang so leicht und vielfältig ist, eben womöglich besser & schneller wäre, als je zuvor. http://www.ebay.de/itm/280937154838?ru=http%3A%2F%2Fwww.ebay.de%2Fsch%2Fi.html%3F_sacat%3D0%26_nkw%3D280937154838%26_rdc%3D1 http://www.ebay.de/itm/330778327181?ru=http%3A%2F%2Fwww.ebay.de%2Fsch%2Fi.html%3F_sacat%3D0%26_nkw%3D330778327181%26_rdc%3D1

  69. haberland0126. August 2012,...
    haberland0126. August 2012, 10:33
    An dem Begriff “Gutmensch” hatte man sich hierorts schon einmal abgearbeitet. Es ist ebenso nonsense wie “Kampf für den Frieden”. Gern werden heutzutage die Begriffe vermischt und vermatscht. Es reicht im Grunde genommen völlig aus, gut oder friedlich zu sein, aber so zu leben oder zu handeln, das bringt enorme Schwierigkeiten mit sich.
    Z. B. frage ich mich immer noch warum Obama mit seiner verwaschenen kriegerischen Rhetorik und Doktrin den Friedensnobelpreis einheimste.
    Die Römer sahen das klar und deutlich:
    Arma, nisi ut summoveas, ne sumpseris!(Cato)
    oder
    Si vis pacem, para bellum. (unbekannt)
    ihttps://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch
    ..
    DA: Des homma a scho ghobt, es geht hoit imma um an Diridari:
    https://www.youtube.com/watch?v=yH6ntnFLbyg

  70. Einen ordentlichen Stuhl aus...
    Einen ordentlichen Stuhl aus einem Stapel Holz herausgesägt, gedrechselt und gepolstert zu haben, etc. , und sich darüber zu freuen, sind Arbeitserlebnisse, die nur noch ganz wenigen gegönnt sind. Erfolge, Gründe um stolz zu sein, ohne sich als Gottes Geschenk an die Warzenschweine aufzuspielen, eine gewisse Demut, seine Freiheit dort enden zu lassen, wo sie auf den Füssen der Mitmenschen herumtrampeln würde – Schnee von gestern.
    .
    Heute stehen fast alle bis zum Hals in Schreisse und Sieger ist, der am lautesten krakeelt, dass diese Schreisse in Wirklichkeit Manna, Champagner oder Weissbier wäre.
    .
    Was ist so toll, mit seinem Smartphone den billigsten AAA+++ Kühlschrank im Umkreis von 25 km orten zu können.
    MIt dem Navi irgendwo hin gefahren zu sein, und, weil der Akku platt ist, nicht mehr nach Hause zu finden?
    .
    Die ganze Geschichte erinnert mich an eine Erzählung, wie jemand in den Achtziger Jahren auf Easy Riders Spuren mit einer Harley nach Italien fuhr, als noch nicht jeder Zahnarzt eine serienmässig durchindividualisierte Maschine besass, und wegen fehlender Werkstätten mit einem eigentlich albernen Defekt im Interrailer-Zug zurück nach Köln fahren musste. Von wegen Romantik der Landstrasse, auch da hätte man schon am Wettkotzen mit billigen Tetrapak-Lambrusco mit machen können…
    .
    Selbstermächtigung, Bezug zu seinen Dingen, zu seiner Umgebung – vor allem Bezug zu seinen Freunden und Partnern (der echte moderne Platzhirsch muss mit 55 noch mal eine Zweitfamilie in die Welt setzen) – das riecht nach aussterbenden Werten.
    Wir sind jetzt komplett in der Wegschmeissgesellschaft angekommen, wo jeder Müllbeutel umso lauter kreischt, um nicht als erster in der Presse zu landen.
    .
    (@stimmviech, schön geschildert, Sie Intellektueller….)
    .
    Das Erfolgsmodell nach dem Zweiten Weltkrieg war eine Art Drei-Klassen-Gesellschaft gewesen – eine wie immer unantastbare Oberoberschicht, ein breiter Mittelstand, der weitgehend facettenreich und reflektiert war und eine Unterschicht, animalisch und suchtmittelbegeistert, aus der man sich aber auf einigen Pfaden nach oben arbeiten konnte.
    .
    Jetzt, wenn uns die internationale Währungskrise ordentlich beutelt, sind wir auf dem Weg, in einer Art Ökosozialismus 2.0 zu landen, einem Funktionärsfeudalismus a la China, in dem nur etwas besser getarnt ist, dass es eine “freie” Presse eigentlich nur bei den Staatsmedien gibt, die konsumierbar sind.
    .
    In Amerika hat das Grosskapital die gleiche Situation von oben herab geschaffen, ohne Wall Street geht gar nichts mehr – und mit Obama haben sie sich einen gutmeinenden, netten Clown geangelt, der so wie nur Schröders SPD Hartz IV durchsetzen konnte, die schlimmsten Exzesse so abfedern kann, dass der Protest in Grenzen bleibt. Alternativlos.
    .
    Alle schreien “TOLL”, wenn Sahra Wagenknecht fordert, 1 Mio. Vermögen müsste reichen pro Nase.
    Mit 5% Vermögenssteuer und Einkommensteuer von 50% und Kapitalrenditen zwischen 1 und 3% hat sich dann das Problem dezentralen “Reichtums” schnell erledigt.
    Alle müssen dann ran, Werbeprospekte austragen, und sind froh, wenn sie beim Stromausfall ein bisschen gut zu Vögeln sein können.
    .
    Ausser natürlich unsere Medien- und Politik-Elite, unsere Profientscheider, die den content unserer Breitwandschirme, Smartphone-Mäusekinos und Fummeltafel-PCs beschicken, die ganze Werbung, die Gewinnspiele, die Castingshows, die Kochsendungen, die Sportweltmeisterschaften.
    .
    Die sind dann wieder wer, unter sich in Cannes, auf den Yachten der ganzen Offshore-Firmen, auf den Festivals für Zerstückelungsfilme, den Konferenzen zur halbstarren Designerschlauchbootlippe, den Kongressen zur Rettung von Mallorcas Strassenkötern….
    .
    Irgendwie kriegen wir es nicht hin, aufzuwachen und zu sagen: Moment mal, was habe ich mir eigentlich wirklich für meine paar Jahre Leben gewünscht.
    .
    So ein alberner 1000 PS Piech-Bugatti für beschränkte Ölscheichs oder Oberkommunisten kann es ja nicht gewesen sein, wenn man das vergleicht mit einem Bild von Clark Gable vor seinem Haus neben seinem Rollston-Duesenberg.
    .
    Selbst ein 300er Adenauer hatte noch etwas viel Prächtigeres als so ein modernes Computerspielzeug zum Reinsetzen.
    .
    Wenn man mal nur von Autos redet – das Perverseste heute sind die Spreizungen der Einkommen nicht um den Faktor 50, sondern um den Faktor 5000.

  71. @Don
    …“dazwischen war ein...

    @Don
    …“dazwischen war ein Tag Schmerz und Leid. Das schärft die Sinne.“
    Darf ich Ihnen zur “ Linderung“ eine Geschichte schenken?
    .
    Und zwar bezugnehmend auf Ihre wunderbare und unvergessene Geschichte:
    „Wer hat Angst vor Giovanni delle Bande Nere“ (vom April)
    .
    Der Autor Till Bastian hat über Giovannis ELTERN geschrieben:
    > Madonna gegen Valentino. < Eine 500 Jahre alte Skandalgeschichte
    http://www.magda.de/76/artikel/madonna-gegen-valentino/

  72. Ich kenne die Geschichte eher...
    Ich kenne die Geschichte eher so wie es auch in WP zu finden ist: “Die Überlieferung hält hartnäckig an der Legende fest der Name “Malcontenta”, die Unzufriedene, gehe auf eine, wegen ehelicher Untreue, hierher verbannte Dame des Hauses Foscari zurück. Tatsächlich rührt der Name von einer weit vor der Errichtung der Villa zurückliegenden Unzufriedenheit her, nämlich dem Protest der Städte Padua und Piove di Sacco gegen die 1431 von Venedig angeordnete Grabung eines neuen Bettes für den Brentakanal, an dem heute das Dorf Malcontenta liegt.”

  73. @Der Tiger Wissen Sie, meine...
    @Der Tiger Wissen Sie, meine Mutter, ich schätze ungefähr in Ihrem Alter, erzählt mir öfters von den netten Gesprächen, die Sie auf Bahnfahrten (ICE) mit den Mitreisenden hat. Darunter sind sicher auch junge Männer- auf die Idee sich (sexuell) belästigt zu fühlen ist sie glaube ich noch nie gekommen.

  74. @Tyler Durden Volland:
    "Kein...

    @Tyler Durden Volland:
    “Kein Mensch käme hier auf die Idee…”
    Wo ist “hier”?
    .
    @Don: “Die sterben nicht aus, wir dagegen vermutlich schon.”
    Als Berliner U- und S-Bahnfahrer bestätige ich: Ein wahres Wort. Leider. Es ist zum Heulen.

  75. lieber don, erfreulicherweise...
    lieber don, erfreulicherweise ist ihrem artikel abzulesen, dass es ihnen wieder deutlich besser ergeht. gepflegt animositäten ausleben geht besonders gut, wenn der schmerz nachlässt.
    .
    darf man eine kleine anekdote beisteuern, vor allem, da sich manch einer der lieben runde schon erzählungen von sdg im öffentlichen nahverkehr gewünscht hatte?
    nun, es begab sich dereinst zu münchen, als man mit einem befreundeten ehepaar gary zum wohlverdienten erholungsschläfchen in die oper geleitete.
    zu viert in der u-bahn fuhr man in die innenstadt und plauderte ungezwungen ein wenig über die auslagen, die man beim nachmittäglichen stadtbummel zuvor betrachtet hatte. damals gab es noch einen bentleyverkaufssalon in der stadt, und so kam man ziemlich unweigerlich auf die neuesten fahrzeuge – und welcher typ einem denn besser gefiele, man verlor sich in delektierenden erörterungen über die schönste lackfarbe und motorisierung, innenausstattung und lederfarben und den vergleich mit früheren, insbesondere klassischen modellen, die ohnehin deutlich eleganter seien, zumal diese neu-volkswagen, wenn man sie nicht neu kaufte, doch – zumindest in frisurenfreundlich geschlossener variante – allmählich immer erschwinglicher würden; und die topmotorisierung des phaeton entspreche beinahe dem eines bentleys, was letztlich nichts gutes für bentley bedeute. rolls royce jedoch, da war man sich einig, sollte man den chinesen überlassen, da viel zu plakativ. der vollständigkeit halber sollte nicht unerwähnt bleiben, dass man im vollen ornat der klasse reiste, die garderobe bescheiden, die toiletten unspektakulär, und man ignorierte die leicht konsternierte umgebung geflissentlich, dämpfte aber unvorsichtigerweise mit zunehmender unbefangenheit die stimmen wohl doch nicht mehr ausreichend. als die blicke um uns herum uns immer, äh, wohlgesonnener erschienen, ja, hüstel.
    .
    lieber Plindos, wie ausnehmend klug, den begriff gutmensch mit dem des kampfes für den frieden zu parallelisieren; dies erhellt auf abgründig raffinierte weise die auffassung vom menschen an sich.

  76. @captain – vielleicht bin...
    @captain – vielleicht bin ich auch nur ein bisschen sehr altmodisch, was das Bewahren meiner Privatsphäre betrifft, wo heutzutage sogar Mutti die Initiative greift und dem griechischen Ministerpräsidenten vor geballter Manschaft das Du anbietet: „Antonis, we have a handshake here.“
    .
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/berliner-regierungskoalition-wuselnde-bewegungen-11867932.html
    .
    oder (Print FAZ von gestern, Seite 27) dem französischen zweideutig sagt: Wir werden uns nicht langweilen.’ Oh lala!

  77. rittervomgeist26. August 2012,...
    rittervomgeist26. August 2012, 11:10
    Das mit dem Erröten kann Donna besser.

  78. Der ultimative intellektuelle...
    Der ultimative intellektuelle Sex ist aber, wenn man vor versammelter Mannschaft, mal en passent “Lisbeth” oder “Antonio” in die Diskussion rutschen lässt – obwohl man sich unter vier Augen immer ganz formal verhielt und sich mit “Madame Heuse” und “Mr Rodotà” anredete.

  79. Man sollte mit dem...
    Man sollte mit dem inflationären “Du” (auch in delikaten Situationen) sehr sparsam
    umgehen. Ausserdem lädt es ungemein auf ;-)
    ..
    Das Angelsächsische ist mit dem Deutschen nicht vergleichbar. Honey dear…hu,hu.
    ..
    Die Paarmal die ich in der S-Bahn fuhr, liessen meine Mitpassagiere immer im ungewissen, wie ich einzuschätzen sei. Höflicher, gerader, unbewegter, freundlicher Blick durch sie hindurch.

  80. Ich finde öffentliches Saufen...
    Ich finde öffentliches Saufen nicht asozial. Es fällt bei mir unter “Zeige deine Wunde”.

  81. Doch das geht, in guter...
    Doch das geht, in guter Garderobe mit der Strassenbahn zur Oper fahren und sich dabei vernehmlich ueber Spitzenautos fuer Stuetzenchauffeure auslassen.
    Doch, doch.
    Hat ein guter Freund (der letzte ueberhaupt) auch mal so gemacht. Der Grund war simpel: Seine Kreditkarte (Platin) war gesperrt, die Tuer zu seiner sanierten Altbauwohnung (8 Zimmer) war mit einem Kuckuck verschandelt, das Auto (Lamborghini) hatte zwei Stunden zuvor das Autohaus abholen lassen, die Yacht hing an der Kette, nur das Moped hatte man ihm gelassen.
    Vor Verlassen der Strassenbahn verabschiedete er sich von seinen mitfahrenden Bekannten.
    In einer Spielhalle setzte er die letzte Mark. Dann ging er an den Rhein und sprach sein letztes Gebet.
    .
    Liebe Donna, ich habe hier zwei letzten Schlucke eines sehr leckeren Getraenkes. Den einen Schluck stelle ich fuer Sie ans sommerlich geoeffnete Fenster.
    .
    (Dieser Kommentar enthaelt eine Luege. Nur eine.)

  82. Und der französische Hof...
    Und der französische Hof wusste, dass man für eine gelungene Soirée auch immer ein paar Freaks einladen muss. Wohlgemerkt, die Hocharistokratie, nicht der Trachtenadel.

  83. @ThorHa
    "Gutmenschen: Ein...

    @ThorHa
    “Gutmenschen: Ein leider notwendiges Wort.”- Leider Notwendig? Wieso notwenig? Im Sinne von “grausam, aber notwendig“?

  84. @D.A., heute 9:58: Um nochmals...
    @D.A., heute 9:58: Um nochmals auf Springers Clubräume zurückzukommen: ist das hier wirklich so schlimm? – Ich denke, für Journalisten reicht das…
    .
    Die Täfelungen in diesem 60er-Jahre-Hochhaus ohne Stil sind allerdings wirklich unpassend. Webteppiche finde ich dort dagegen in Ordnung. So viel zu Springers “Welt der Interieurs”…

  85. die fülle der kommentare kann...
    die fülle der kommentare kann ich gerade nicht bewältigen. aber um die verknüpfung zu dem herzustellen, wozu dieser artikel die alternative sein soll, ein zitat aus den lesermeinungen zur gaugrede, das ich als apell für die fürsorgliche bewaffnung von bahnreisenden nicht unkritisch sehe: “Die ältesten und erfolgreichsten Demokratien der Welt wie USA, Schweiz oder Kanada basieren auf dem Abschreckungspotential einer zu 50% bewaffneten Zivilbevölkerung. Gerade wir Deutschen sind in der DDR und dem 3. Reich mit der Waffengewalt ausschließlich in staatlicher Hand doch schlecht gefahren.
    Wenn man sich inzwischen als anständiger, wehrloser deutscher Manager oder Handwerker von muslimischen Jugendlichen auf dem Bahnsteig totprügeln lassen muss und dieser Staat dafür nicht einmal Haftstrafen verhängt, weiß ich auch wo die sogenannte Ausländerfeindlichkeit herkommt.”
    bin selbst viele jahre mit der bahn gependelt. das beste an düsseldorf ist die gutsortierte stadtbilbliothek direkt am hauptbahnhof und der zug nach ***. beim bahnfahren habe ich auch WOI kennen und schätzen gelernt. eine schusswaffe nicht dabei zu haben habe ich nie bereut. die mitreisenden erinnern einen zwar öfters daran, wie es sonst so zugeht in der welt, das habe ich nicht persönlich genommen, meine eigene vergleichsweise privilegierte lebenssituation zu hause um so mehr geschätzt. hass auf andere kulturen, in- (wie die beschriebene) oder ausländische muss ich deshalb nicht pflegen.

  86. und wer in der strassenbahn in...
    und wer in der strassenbahn in dezenter opernkleidung vom bentley redet, ist in der tat westviertel. evtl. sogar überwestviertel würde unser freund friedrich meinen.
    .
    und opernkleidung steigert sich tatsächlich zu dezenter und besonders dezenter solcher. und auch wir freuten uns mit.
    .
    wobei wir neuerdings auch sehr stark dazu denkraten, es ggfls. einmal mit dem beruf des strassenbahnfahrers – also nach der oper – zumindest gedanklich einmal versucht zu haben. im leben genügend opern bereits gesehen zu hätten, sicherlich auch einmal eine ruhige und geruhsame abendbeschäftigung. so den leuten zu zu hören bis zu zu beobachten, das dings vom typus “wir verlassen die schiene nicht und lieber nicht” fährt ja von alleine, mit schlingensief möchte man hinsichtlich der lebensleistung auch nicht konkurriren, obwohl man könnte, und die dienstuniform der städt. beförderungs-gesellschaften hat auch so etwas beruhigendes. beruhigend anonymes. und beruhigend preiswertes. (man muss ja nicht unbedingt immer und nur das eigene verschleißen, nicht wahr?) der kleine elektrische knüppel rechter hand voraus macht dann die bewegung. männer- u. frauen- u. evtl. auch oper(erinnerungs)bewegungen zumal. man bewegt schließlich die gedanken unabhängig von den menschen auch schon mal. und gerne. gerne mild also. durch die laue nacht. mal drauf achten? wir sind immer der fahrer der bahn mit den sommers weit geöffneten fenstern. deutschland mag diese innovation. besonders nach großer oper.
    .
    und grüße.
    .
    und es sei denn, die usa würden nach frankreich ausweichen. (die staatliche nicht-souveränität deutschlands ist ein, wenn nicht der globale schlüsselbaustein der united staates-army für ihre globale territoriale präsenz. nehme ich den, nehme ich alles.) (kleiner scherz muss auch mal sein)

  87. und statt bentley kaufen kann...
    und statt bentley kaufen kann man besser auch winterharte pflanzen im kühlschrank züchten. (denn winterharte pflanzen im kühlschrank könnte man in der strassenbahn noch erklären (marotte, evtl. komma interessant, komma frage beleuchtung, resp. beleuchtungskühlung, resp. energieverschwendung) aber ein echter bentley, das geht nun mal wirklich nicht)
    .
    denn einfach für kleines geld so ein auto kaufen, wäre zum glück völlig unmöglich. schließlich vernachlässig sozialer iq niemals die sozialen folgekosten. (und die überträfen schließlich steuern und versicherung bei weitem, aber welch unappetitliches thema, nes’pas?) (evtl. http://www.mobile.de, nr. 57801, von fa. bach, bad homburg. würden wir ihr aber zutrauen. auch gerne zutrauen)
    .
    wobei, man lebt nur 1x.
    .
    and germany is battlefield. (warum wir keine panzerlimouisinen kaufen, *g*)

  88. und wir hätten evtl. noch...
    und wir hätten evtl. noch einen – lob der jungen männer – eben der, die auf der höhe der zeit sind, uns alle jung halten.
    .
    im fogenden link – der vortrag didaktisch exzellent aufgebaut, für uns hatte es sich gelohnt, in ruhe anzuschauen und sich einführen zu lassen – wird dann gezeigt, wie der zukünftige innenarchitekt innerhalb von minuten ein kompletes 3-d-modell seines hauses/heimes bekommt, eben direkt vollkommen digital und rechnertauglich. (ok, da wollen es manche so gar nicht haben, aber das war gestern, und das waren evtl. auch nur die gestrigen westviertel. heute aber ist anders.) http://www.ted.com/talks/lang/de/vijay_kumar_robots_that_fly_and_cooperate.html
    .
    auch die sich ergebenden möglichkeiten der kommunikation genau die, die wir erwarteten. (man muß nur noch das globale gps viel besser, schneller und sicherer machen. das aber auch keine zukunftsmusik mehr)
    .
    und man beachte das innere dieser gezeigten fluglabore. “genius-shack” fällt einem als oft und stark strapzierter begriff ein. so konzentriert auf die sache … .
    .
    und “to build up momentum” – “schwung holen”, umgangssprachlich ausgedrückt. (“creating a map on the fly”)
    .
    und “mobile.de bentley 57801″ bie google zeigt einen wagen genannter marke als erstes suchergebniss. helle innenausstattung fanden auch wir immer so vorteilhaft.

  89. Filou26. August 2012,...
    Filou26. August 2012, 18:41
    Sie haben leider nicht gesagt in welchem Land sich das abgespielt hat.
    Wäre es Deutschland, würde ich bei der Lüge auf das Moped tippen,
    denn die Deutschen sind gründlich.
    Mein Getränk ist zur Zeit Port.
    Donna wäre auch herzlich eingeladen.

  90. Jeeves26. August 2012,...
    Jeeves26. August 2012, 16:10
    Sie sollten sich erinnern, Tyler hat hier schon öfter kommentiert.

  91. specialmarke26. August 2012,...
    specialmarke26. August 2012, 20:19
    Einige hier, denke ich, würden sich da sehr unwohl fühlen.

  92. herzlichen dank, cher Filou,...
    herzlichen dank, cher Filou, für den schluck – und man darf ihnen mehr als nur treuherzig gestehen, dass alles ganz wahr und nichts, wirklich nichts erfunden ist.
    .
    lieber perfekt!57, die nr. 57801 ist aber erst 2027 ein oldtimer, und dann auch nur ein – also, *räusper*, tja, lieber ein wenig jünger. oder auch betagter.
    allerdings hätte ich da einen heissen tip für sie (pst, nicht weitersagen), für knapp unter vernachlässigbare 10k können sie sich einen für rallyes zulegen, bj. 71, also günstiger in der steuer. und hey, man lebt nur einmal.

  93. O tempora! ...

    @Jeeves:...
    O tempora! …
    @Jeeves: Japan, wenn ich Tyler’s vergangene Kommentare richtig erinnere. Passt auch zu meiner (begrenzten) Erfahrung mit Japan und den Japanern.
    @Tyler Durden Volland: hinsichtlich Japan muss man wohl sehen: die gegenseitige extreme Ruecksichtnahme ist teils der Tradition, teils der hohen Bevoelkerungsdichte in den Staedten geschuldet. Wenn jeder seine Aggression so offen ausleben wuerde wie bei uns im ‘Westen’ gaebe es wohl dauernd Mord und Totschlag.
    Bitte nicht verwechseln mit einer bedingungslos entspannten, positiven Einstellung zum Mitmenschen – die Zurueckhaltung ist meiner Einschaetzung nach Ergebnis einer (ziemlich restriktiven) Erziehung. Wenn Sie seit Jahren im Land leben, kennen Sie das sicher besser als ich.
    Die daraus resultierende Gesellschaftsform wurde von jungen Japanern schon um 1990 als einengend und bedrueckend empfunden, keine Ahnung wie die Entwicklungen der letzten 20 Jahre das veraendert haben. Freunde in meiner alten Heimat pflegen noch einen regelmaessigen Austausch mit einer Partnergemeinde in Tokyo, die muesste ich mal fragen.
    Will sagen: Das Modell laesst sich nicht ohne die entsprechenden Grundlagen (und Nebenwirkungen) auf Deutschland uebertragen. Japan steht sicher am einen Ende des Spektrums, Deutschland vielleicht (!) am anderen. In vielen Laendern geht’s noch zivilisierter zu, nicht nur bei uns auf 36.5 Grad Sued.
    Ich denke, Don’s Erlebnisse sind eher ein Resultat des Alkohol-Kontextes als verallgemeinerbar. Bei meiner letzten quer-durchs-Land Tour per Bahn Anfang Sommer habe ich jedenfalls nichts Derartiges bemerken koennen. Ich war positiv ueberrascht (kenne den ‘Kulturschock’ bei Einreise nach Deutschland leider auch zur Genuege).

  94. Kann mir mal einer erklaeren,...
    Kann mir mal einer erklaeren, was ‘intellektueller Sex’ ist?
    Ich raetsele und raetsele, doch die Bux bleibt entspannt.

  95. holofernes26. August 2012,...
    holofernes26. August 2012, 20:34
    Die Stützen rüsten gerade auf, Hoch-Volt-Elektroschocker,
    Schlagring als Schlüsselanhänger, Pfefferspray-Pistole, wobei da noch diskutiert wird, welche denn effektiver ist, die die nur streut, oder die die auf 10m noch trifft.
    Ich empfinde diese Entwicklung als Notwehr,
    nachdem es mehrere Urteile gegeben hat,
    nach denen die Täter zwei Wochen Sozialdienst bekommen haben,
    nachdem Sie älteren Frauen die Gesichtsknochen gebrochen haben.
    15 Jährige mit Migrationshintergrund.
    http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/moenchengladbach/nachrichten/jugendliche-pruegeln-frauen-krankenhausreif-1.2846468
    http://www1.wdr.de/themen/panorama/ueberfallmoenchengladbach104.html

  96. @haberland/ThorHa: Ich hab...
    @haberland/ThorHa: Ich hab “Gutmenschen” gar nicht mal gern verwendet, aber im allgemeinen Sprachgebrauch gibt es leider kein besseres Wort fuer die betreffenden Personen; Menschen uebrigens, die ich persoenlich oft sehr schaetze. Deren unrealistische Weltsicht, besonders die menschliche Natur betreffend, kann mir deshalb auch nicht egal sein, weil in unserer Demokratie gerade solche eigentlich intelligenten Leute mit besten Absichten immer wieder Entscheidungen zu treffen haben (direkt oder indirekt), die sich auf unser aller Leben auswirken. Die besten Absichten helfen aber nicht, wenn sie nicht zu den besten Ergebnissen – man waere ja schon mit “einigermassen guten” zufrieden – fuehrt. (zwei Beispiele aus der aktuellen Diskussion: Biotreibstoffe und der Euro)
    @Der Tiger: Im Englischen ist der Vorname doch weit weniger persoenlich als in Deutschland oder Frankreich das Duzen. Vor allem im Amerikanischen waere bei einer Diskussion in einer “Vornamen-Runde” das Siezen eines einzelnen vermutlich eher Ausdruck einer unfreundlichen Distanz. Im uebrigen hat das Englische ja das “Du” (Thou) auch vor Jahrzehnten schon abgeschafft. Die meisten Skandinavischen Sprachen haben, glaub ich, nie ein “Sie” gehabt.

  97. ..Sie meinen die Geschichte...
    ..Sie meinen die Geschichte mit dem zu spät zur Schule kommen und die Kinder bei Hochwasser in den North-West- Territories mit dem Fallschirm absetzen o. so ähnlich.
    Soweit kann ich überhaupt nicht zurückdenken. .@der Tiger!?
    Eine Spitze erkennt man eigentlich recht leicht und als solche ist sie zu behandeln; wie wenn was piekt….
    …beim sex soll nichts pieken usw. usw.

  98. @Filou – Den Eindruck hatte...
    @Filou – Den Eindruck hatte ich auch – intellectueller Sex ist halt nicht jedermanns Sache.

  99. lieber mediensegler, port...
    lieber mediensegler, port hörten meine schwachen augen? sehr gerne, merci beaucoup.
    .
    cher Filou, unter intellektuellem sex stelle ich mir vor, dass man sich eine monographie von dr. schnarch*, seines zeichen hochgelobter sexualtherapeut, vornimmt und sich daraus gegenseitig bis zur vollständigen ermattung vorliest.
    —–
    * der arme mensch heisst wirklich so.

  100. Blonden Frauen mit...
    Blonden Frauen mit treuherzigem Augenaufschlag glaube ich unbesehen alles. Das ist es ja, was Maenner zu Samsons macht. .
    .
    Wieder zum Thema: Beim Bahnfahren bin ich eiserner Verfechter der Klassengesellschaft. Erster Klasse zu fahren muss so asozial teuer sein, dass alle anderen, allein aus Respekt vor diesen vermeintlich Vermoegenden, diese Abteile meiden. Ausserdem sind die Abteile sind meistens so leer, dass man ungestoert sich der Freude des Reisens widmen kann.
    Das sage ich als jahrelanger Inhaber einer Netzkarte 1ter Klasse in Zuegen, die damals noch ein Zugsekretariat und ein Telefon des ‘Oeffentlich beweglichen Landfunkes’ (so hiess das damals wirklich, nicht lachen) hatten. Das ist lange her.
    Auch Strassenbahnen sollten mindestens zwei Reiseklassen haben. Schon vor Zeiten schwankte ich lieber des nachts besoffen zu Fuss durch Koelns Strassen, statt mir von randalierenden Idioten in der KVB die Fresse polieren zu lassen [1+2].
    .
    [1] Das Geld fuer den Fahrschein hatte ich sowieso in Bier (Koelsch) umgesetzt.
    [2] Zeigt also, dass die vom Hausherrn geschilderten Ereignisse nicht einer Entdisziplinierung der neueren Zeit in die Schuhe geschoben werden koennen. Das war alles schon immer so.
    Ich hatte mal einen Gipsarm (auch so ein typischer Filouunfall), damit konnte ich mir in den wuestesten Diskoteken Respekt verschaffen. Als der Gips ab war, ging ich wieder ganz brav in die Studentenclubs.
    (Mediensegler, huhu! ‘Das Ding’.)

  101. Mit Recht, werter Filou, denn...
    Mit Recht, werter Filou, denn wie der Volksmund, das alte Schandmaul, schon immer wusste: “Wenn der Schwanz steht ist der Verstand am Arsch.” Ergo, es gibt keinen intellektuellen Sex, auch wenn ich des Volksmundes weiter Schlussfolgerung, die Qualitaet eines Liebhabers/einer Liebhaberin stuende in negativer Korrelation zu seinem/ihrem Intellekt, fuer Uebertrieben halte. Die Existenz von intellektuellem “Vorspiel” wird hoffentlich kaum jemand leugnen wollen.

  102. PS: Wer die Nennung seines...
    PS: Wer die Nennung seines Vornamens schon als quasi-sexuell empfindet, der fuehlt sich natuerlich leicht im Zug belaestigt.

  103. Das eingangs genannte Problem...
    Das eingangs genannte Problem der Verprollung ließe sich einfach lösen: 1. Neugründung der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen. 2. Wiedereinführung der 3. (Holz-) Klasse im Personenwaggon. 3. Einsatz der Fahrladeschaffner aus dem Güterverkehr (die mit den Sackkarren) zwecks Abfuhr des randalierenden Pöbels.

  104. Sexualität ist der Austausch...
    Sexualität ist der Austausch von diversen Körpersäften in euphorisierter Stimmung.
    Intellektuell wird das Ganze, wenn man dabei Bahn fährt.

  105. Lieber Tiger, Sie werden es...
    Lieber Tiger, Sie werden es nicht glauben wollen, aber Ihre Antwort habe ich GENAU SO erwartet. Davon kriegt man Tigerbabys? Ich habe schon auf dem Gymnasium meinem Biologielehrer (und Spocht) gesagt, das sein Fach Unsinn ist. Die Welt funktioniert anders. Sie sind der Beweis.
    .
    Herzliebste Laura, herrjemineh! Wer ist Dr. Schnarch? Wieso kennen Sie dessen Werke? Bloede Theorien haben Sie doch nicht noetig, hoechstens um Gary vorlesend in den Schlaf zu saeuseln. Grau ist alle Theorie, doch Gruen des Lebens gold’ner Zweig.
    .
    T.I.M., wenn einer das intellektuelle Vorspiel jemals liebte, so war ich es. Es fuehrte jedoch zur voellig unsubtilen Frage: ‘Zu dir, oder zu mir?’
    Und manchmal zur Flucht.
    .
    OK, alle! Ich kenne noch eine offene Kneipe. Kommt jemand mit?

  106. Filou, Schaute gerade auf Arte...
    Filou, Schaute gerade auf Arte die Geschichte von Pink Floyd,
    vielleicht bin ich deswegen so drauf.
    Ich weiß, Sie bevorzugen Opern, läuft gerade Tommy, nicht mein Ding.

  107. Nun bin ich aber wirklich zu...
    Nun bin ich aber wirklich zu gut gelaunt. Las ich doch gerade “Nahverkehr in der Oeffentlichkeit”.
    .
    (Kommt keiner mit? In Ordnung, dann nehme ich Barbara mit. Die ist unkompliziert. Bonne nuit! Egal wie.)

  108. Filou26. August 2012,...
    Filou26. August 2012, 23:35
    Würde bei meinen wirklich sehr seltenen Kinobesuchen
    für die Kinokarte bis zum zehnfachen zahlen, wenn garantiert würde,
    dass neben mir keiner Popcorn krakst, keiner stinkende Taccos mümmelt, und ganz besonders keiner aus dem schon leeren Colabecher versucht, das letzte Leben rauszusaugen.

  109. donna laura26. August 2012,...
    donna laura26. August 2012, 23:05
    Ein etwas älterer Port, getrunken von einem etwas älteren Mann.
    Gehört sich so.

  110. @ Don Alphonso 26. August...
    @ Don Alphonso 26. August 2012, 09:04
    Tyler Durden Volland, es kommt immer auch ein wenig auf die Region an. Ansonsten nämlich ist der Tegernsee auch menschlich Balsam. Kein Geplärre, kein Vandalismus, sehr familiär, alle ratschen gern. Keiner brüllt rum. Daher fällt der Unterschied auch so auf.
    Ich hab ja mit vielen Unterbrechungen mein halbes Leben in München verbracht und bin häufig mit Fahrrad oder Motorrad zum Tegernsee gefahren. Es gab einen ganz einfachen Trick dabei…. Man musste nur Werktags fahren. Es ist zwar schon viele Jahre her, seit dem letzten Mal, aber ich kann mich an keinen einzigen nervenden Zwischenfall erinnern…. Und ich bin sehr leicht genervt.
    @ mediensegler 26. August 2012, 11:34
    Tyler Durden Volland Ausgerechnet die Japaner,
    Nach einer gewissen Zeit in Japan sieht man deutlich, dass das Bild, das sich Europäer von Japan machen, ein völlig absurdes ist. Was man von Japan kennt, das ist nur das Image. Alles „Wissen“ stammt aus Medien in denen schamlos wie immer, einer vom anderen abschreibt. Und so fällt das Unwissen nicht auf. Ich war da natürlich keine Ausnahme.
    Ich geb ihnen mal einen Tip: Japan ist ein 3.Welt Land mit einem Haufen Geld…..
    Meine Aussage bezog sich ausschliesslich auf das Verhalten normaler Japaner anderen Menschen gegenüber.
    Mein Blutdruck ist hier ganz ohne Medikamente um 15 Punkte gefallen….
    Um es mal zu übertreiben: nahezu alles ist in Mitteleuropa besser, nur die Menschen sind bei euch unerträglich, verglichen mit hier. Und in meinem jetzigen Alter ist mir dies wichtiger…

  111. @ ThorHa

    Sie sollten nicht...
    @ ThorHa
    Sie sollten nicht immer was ihnen missfällt den bösen 68ern zuschreiben. Die Eltern, die gerade diejenige Generation erzogen haben, von der wir sprechen sind alles andere als 68er…. „Wir“ hatten damals gute Gründe uns gegen die überkommenen Verhaltensweisen aufzulehnen. Man kann dabei von 20jährigen nicht verlangen das rechte Mass zu halten!
    Für einen Anarchisten gibt es eigentlich nur eine einzige Regel: Keiner hat das Recht, in das Leben eines Anderen einzugreifen, ohne dessen Zustimmung oder gar gegen den Willen des Anderen. Auch 45 Jahre später bin ich nahezu ausschlieslich von Menschen umgeben, die dies für ebenso banal wie richtig halten. Vielleicht sollten sie über den Satz mal nachdenken, statt am Klischee über Anarchisten zu hängen?
    Mit grünen Realos hat niemand was am Hut….
    Die Ursache liegt meiner Meinung nach an der heutigen Form der Demokratie, in der die allermeisten Bürger durch gleichgeschaltete, und von neo-liberalen Interessen geleitete Medien verdummt und manipuliert werden. Die dabei gewählten Politiker sind dann die Spiegelbilder der Wähler, Mittelmass setzt sich durch. Jeder, und sei er noch so dumm, besteht darauf, dass in einer Demokratie seine Meinung ganz genauso viel wert zu sein habe, wie jede andere Meinung. Und eben auch was die Fähigkeit zur Kindererziehung angeht.
    Sie, ThorHa, müssen sich entscheiden was sie wollen. Eine Regierung die ihre ökonomischen Interessen vertritt, bzw. vorgibt diese zu vertreten, oder eine Regierung die dafür sorgt, dass ALLE sich tatsächlich vorstellen können, dass ihre Interessen ebenfalls zum Tragen kommen, und es der Staat daher wert ist, unterstützt zu werden.
    Sonst geht die Entwicklung weiter wie bisher. Ich glaube sie sollten diesen Zusammenhang begreifen…

  112. @Seppl-Wirt
    „Tyler,
    das...

    @Seppl-Wirt
    „Tyler,
    das Blöde ist immer und überall. Als Kind habe ich in sehr vielen Ländern gelebt, Man findet es eine Weile gut, weil neu, bis man die Sprache besser versteht und das, was die Leute sagen, wie sie sind.
    Aristokratie besteht auch darin, Dornenkronen zu tragen. „
    Da ist ganz bestimmt was dran. Mein Trick hier ist auch, dass ich nur das Nötigste der Sprache spreche… ;-)
    Der wesentliche Unterschied zwischen Japan und DE ist aber der, dass hier die Blöden sich nicht in anderer Leute Leben einmischen! Malen sie sich so eine Welt mal aus…
    Ich bin nicht an Aristokratie und schon gar nicht an Dornenkronen interessiert. Wir leben im einzigen Paradies in dem wir je leben werden, in einem sinn- und ziellosen Universum. Das Leben ist ein wunderbares Geschenk und wir sollten die 80 Jahre die wir haben nicht verschwenden, sondern geniessen. Jeder hat die Freiheit dazu, man muss ich aber schon selber aufraffen, um es auch zu tun.
    Es gibt natürlich kein Gesetz dagegen ein Schaf in einer Herde zu bleiben….

  113. Isch fahr schwarz mit de...
    Isch fahr schwarz mit de KVB
    die Mark fuffzisch dejt dejn au nit weh
    .
    (Zeltinger Band)

  114. @T.I.M,22:49
    " Die meisten...

    @T.I.M,22:49
    ” Die meisten Skandinavischen Sprachen haben, glaub ich, nie ein “Sie” gehabt.”
    Doch, doch, DK, S und N kennen alle das “Sie”, es ist in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhundert aber mit Sozialdemokrat.-Gewalt zu nichte gemacht worden.-“wir sind alle gleich und duzen uns”—einige waren natürlich gleicher….

  115. Tyler,

    so eine 68er bin ich...
    Tyler,
    so eine 68er bin ich auch. Ich habe damals studiert und ich weiß: Die 68er sind an allem schuld. Sie und die Freimaurer.
    Endlich sagen Sie, wo sie leben. Ich mag Japan sehr und beneide Sie.
    Das was Sie und viele hier schreiben, hat meine ganze Zustimmung.
    Ich verabscheue es, wenn jemand sich nicht zu benehmen weiß. Für mich ist das keine Frage des Standes. Und jemand, der sich entschuldigend auf seine Kindheit beruft, ist in meinen Augen ein geistiger Schwächling (traumatisierende, sehr schlimme frühere Verhältnisse ausgenommen).
    Woher kommt dieses Phänomen Prolltum? Ist denen alles egal? Ist das eine Krankheit, die noch nicht näher untersucht wurde; eine geistige Verwahrlosung? Ich weiß es nicht.

  116. Intellektuellen Sex hat man ab...
    Intellektuellen Sex hat man ab 40. Davor entfaltet sich er primär auf der körperlichen Ebene, vermählt sich mit Öffnungen und reift wie Wein. Bei manchen zu Chantré, bei anderen zu Cognac.

  117. ...und @Don:Gute Besserung...
    …und @Don:Gute Besserung

  118. @tylerdurdenvolland:

    :-). Es...
    @tylerdurdenvolland:
    :-). Es ist für einen Anarchisten nicht wirklich konsistent, ausgerechnet eine Gesellschaft als Vorbild zu loben, die das exakte Gegenbild zu individuellem Anarchismus darstellt. Noch seltsamer wird´s, wenn die intellektuelle Grundlage für öffentliches Danebenbenehmen reklamiert wird, deren natürliche Folgen aber kritisiert … Nein, man kann von 20jährigen nicht verlangen, das rechte Mass zu halten. Als Korrektiv gab es z.B. 1975 noch völlig selbstverständlich genügend Erwachsene , die einem klarmachten, was sich in der Öffentlichkeit nicht gehört. DIE sind vollständig verschwunden. Fällt Ihnen dafür ein anderer Grund als meine Vermutung ein?
    Was die Ökonomie angeht – MEINE speziellen Interessen gibt es nicht, ich bin lohnabhängig beschäftigt und vermögenslos. Entsprechend leidenschaftslos verfolge ich die leichten Schwankungen um die Staatsquote von +/- 45%, die das zu sein scheint, was die Deutschen langfristig mehrheitlich akzeptieren. Etwas mehr Leidenschaft bringe ich nur gegen die auf, die weitere staatliche Leistungen versprechen, deren langfristig sichere Finanzierung aber nur durch neue Schulden sicherstellen wollen.

  119. .....erstaunlich, wie es in...
    …..erstaunlich, wie es in dem schlingernden Vorortbähnchen hier nach 20.00 h zugeht.
    Es wird auf hohem Niveau alles das in aller verwegenen Deutlichkeit ausgesprochen, was so auf der klammen Seele herumliegt. tempora o mores! Ich will ja nichts gesagt haben, wie die Büroputzfrau immer zu sagen pflegte…
    ..
    Dem Vernehmen nach ist die Troika im Bermudadreieck mit der halben Wahrheit in den Armen wieder aufgetaucht. Es werden noch die Worte abgewogen, nach denen man hochoffiziell ringt,
    um die andere Hälfte der Wahrheit hinzuzufügen…..

  120. Verehrter Don, Burgunder, also...
    Verehrter Don, Burgunder, also vor allem roter, galt früher als “Krankenwein”, vielleicht auch deswegen, weil die Weine ja über die Hospize, also die Kranken- und Siechenhäuser in Beaune, vermarktet wurden und werden. Deren Fässer werden bis heute an Meistbietende versteigert. Übrigens gab und gibt es das auch in Deutschland, etwa in Würzburg, das Juliusspital hat noch Weinberge und vermarktet auch kräftig seine Weine. In den 1970ern habe ich dort im Altbau aber auch noch Hospitalbetrieb gesehen….
    Und sicher ist der (maßvolle) Genuß alten Burgunders geeignet, die Gedanken zu ÖPNV milder zu stimmen, ebenso wie die Schmerzen nach Verletzungen zu lindern. Ob das Nebenwirkungsprofil günstiger ist als das von Acetylsalicylsäure sei der indiviuellen Bewertung überlassen.
    In die Bayrische Staatsoper bin ich eigentlich gern per U-Bahn gefahren, als die Eintrittskarten noch als Fahrschein galten, das ist wohl zwischenzeitlich abgeschafft. Zwar kann man auch gut unter der Residenz parken, aber teuer, und nach der Vorstellung bringt man sich und die Künstler um den verdienten Applaus beim 2. und 3. Vorhang, weil man nach unten hastet, um zügig aus dem Parkhaus zu kommen.

  121. cher Filou, dachte ich es mir...
    cher Filou, dachte ich es mir doch, dass sie sich – völlig unnötigerweise – um mich sorgten. nun, sehen sie, die werke dieses dr. schnarch sind mir von innen völlig unbekannt. das äussere hat schon gereicht, um für immer ein grinsen auf dem zart geschwungenen mündchen davonzutragen, wann auch immer von sexualtherapie die rede sein wird.
    der text auf wiki spricht bände; ich denke, auch sein werk wird hervorragend für tiefes und entspanntes schlummern sein: http://de.wikipedia.org/wiki/David_Schnarch.
    .
    schauen sie mal, das wird sicher interessieren: http://www.zeit.de/lebensart/partnerschaft/2012-05/schnarch-partnerschaft-sexualitaet: in diesem artikel werden erstaunliche parallelen zum geschätzten gastgeber gezogen, von wegen sich “nackt vom Kronleuchter” schwingen…

  122. Ich komme wohl etwas zu spät...
    Ich komme wohl etwas zu spät zu dieser Diskussion, aber dem Selten-Bahnfahrer DA noch ein Tipp: Die BOB hat eine 1. Klasse, an einem Ende jeder Wagengruppe, leicht erhöht. Es sind auch nur 12 oder 16 Plätze und man hört zumindest die Mitfahrer der Holzklasse auf den direkt benachbarten Plätzen, aber es gibt die 1. Klasse immerhin.
    Ansonsten gute Besserung deiner Verwundungen, und wenn du wieder fit bist, biete ich dir an, dass wir mal eine mittlere Tour verabreden. Von dir nach Wildbad Kreuth, die Wolfsschlucht hoch, auf den Schildenstein und über die Königsalm wieder zurück. Oder wir fahren bis Sieben Hütten weiter, ebenfalls die Wolfsschlucht hoch, aber über den Blauberge-Kamm bis zur Halserspitz und über deren Nordgrat runter. Ich komme allerdings mit dem Rad aus München zu dir und fahre danach auch so wieder heim. Wie wär’s?

  123. @Seppl-Wird: "Woher kommt...
    @Seppl-Wird: “Woher kommt dieses Phänomen Prolltum? ”
    Als die Mutter meines Sohnes vor 20 Jahren andauernd (quasi als Anwort auf obige Frage) sagte: “Das Fernsehn!”, hab ich noch dagegen argumentiert.
    Heute hab ich schon lange kein TV-Gerät mehr und bin voll ihrer Meinung.

  124. @ThorHa: "Eines der...
    @ThorHa: “Eines der virulentesten gesellschaftlichen Probleme ist eindeutig, dass man Leute wie Sie zu selten bzw. gar nicht mehr zwingt, mit denen Kontakt zu haben, die man die “einfachen Leut” nennt.”
    Inwiefern ist das “eines der virulentesten gesellschaftlichen Probleme”?
    Was würde von “Zwingen” besser?
    Wie stellen Sie sich das “Zwingen” konkret vor?

  125. Naja, wie diese Menschen sich...
    Naja, wie diese Menschen sich in so einer Situation geben und ausdrücken, das ist ja wohl auch der angeheiterten Atmosphäre eines Ausflugs geschuldet und für den Augenblick belanglos dahingelabert…
    Sie pflegen in Ihrem privaten Blog, nüchtern aufgeschrieben, regelmäßig einen Pöbeljargon (“… Dreckspack, inne Fresse, stinkende Rotzgöre…”), der sogar im Privatfernsehen rausgepiept werden würde. Und müssten sich die Fahrgäste der BOB sowas anhören, würden sie wahrscheinlich, auch nach dem Genuss von Bier und Wodka, noch denken: Boah, wie prollig ist das denn… ;-)

  126. lieber prince Matecki, ihre...
    lieber prince Matecki, ihre erwägungen waren auch die unsrigen, zudem beabsichtigt man noch nach der oper essen zu gehen und ein wenig wein dazu zu geniessen, einen apéritif und einen digestif, vielleicht noch ein, zwei cocktails oder andere drinks, denn der abend ist zwar fortgeschritten, aber noch lang. da würde autofahren zum parcours – flucht vor der polizei und strassenrennen mit den taxis inklusive. nein, nein, in dem zustand wären auch die untergrundbahnen nichts mehr, das allfällige hicksen und gackern dürfte die mitreisenden unangemessen irritieren; dann doch lieber ein taxi. einmal hat uns viererrunde sogar ein sohn der freunde abgeholt, hochgradig freiwillig, jedoch konnte man sich dagegen gar nicht ausreichend wehren. tempus ridenti et tempus vomitendi.

  127. ThorHa,

    den Begriff verwendet...
    ThorHa,
    den Begriff verwendet er glaube ich nur als Ausdruck einer inneren Haltung, weniger als politisches Konzept. Mir ist das zu “anti”. Das kommt auch in dem Schäfchenvergleich zum Ausdruck. Es soll provozieren.
    Ich bin Katholik und mich hat es nicht getroffen. Einen Dreck bin ich ein Schäfchen, vielmehr düsterer Jesuit, wenn man schon labels präferiert.
    Ihn mag ich trotzdem, weil ich denke, zu wissen, wie es wirklich gemeint war.
    Was das das Zurechtweisen betrifft, bin ich anderer Auffassung als Sie. Das wär eine fulltime job und sozialpädogische Neigungen verspüre ich auch nicht.
    Mich pöbelt niemand an. Auf meiner Stirn steht unsichtbar zero tolerance for bullshit.

  128. @Ghostwriter:
    Vergessen Sie´s...

    @Ghostwriter:
    Vergessen Sie´s einfach. Es war die blöde Idee, dass sich Gesellschaftsschichten wenigstens mal im Alltag begnet sein sollten, bevor die einen zu Chefs der anderen werden. Oder mehr oder weniger blöde Sets von Vorurteilen übereinander entwickeln.
    Hat sich durch Zeitablauf erledigt, (fast) alle Menschen stimmen mittels ihrer Schul- und Wohnungsentscheidungen der schleichenden gesellschaftlichen Desintegration aktiv zu.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  129. Verehrte donna laura,
    leider...

    Verehrte donna laura,
    leider ist es je nach Werkdauer und Beginn manchmal gar nicht mehr so einfach in der Münchner City wirklich gut etwas zu essen zu bekommen, wenn man es deftig mag fällt man zweimal um die Ecke in die Pfälzer Stuben und kann jedenfalls manierlichen Wein trinken. Wenn es nicht gerade Freitag und Samstag Abend ist wird es um 23 Uhr, etwa nach Don Giovanni mit Pause, doch schon etwas spärlich was Gastronomie oberhalb Ratskeller oder Bayrischer Hof Keller im Montgelas-Palais angeht…

  130. Vor Jahren war ich einmal mit...
    Vor Jahren war ich einmal mit einem älteren Kollegen, Typ: elder statesman, bei einem Kongress in einer deutschen Großstadt.
    .
    Es gab zwischen uns eine gewisse Arbeitsteilung, er stellte mich den wichtigen Leuten vor und ich sorgte dafür, dass er sein Hotelzimmer wiederfand. Als wir gegen vier Uhr morgens mit dem letzten harten Kern auf die Straße geschwemmt wurden, beschlossen wir, in einem Anfall von Sparsamkeit, mit der U-Bahn, statt mit dem Taxi ins Hotel zu fahren. Wir stiegen also in die nahegelegene U-Bahn Station, um festzustellen, dass um diese Zeit natürlich keine Bahn fuhr, die Station dafür aber als Nachtquartier für allerlei Gestalten diente. Wir sind dann doch mit dem Taxi gefahren.
    .
    Als wir am nächsten Morgen unsere Abenteuer zum Besten gaben, meinte einer der Zuhörer sich über das fragwürdige Gesindel des Nachts in den U-Bahn Stationen mokieren zu müssen und ob wir uns nicht sehr unwohl gefühlt hätten. Daraufhin mein älterer Kollege ganz trocken: „Wieso, wir gehörten doch dazu.“

  131. @Prinz Matecki - Meine...
    @Prinz Matecki – Meine Ärztin fürs Allgemeine hat mir gerade kürzlich wieder bestätigt, dass mir 1-2 Gläser Rotwein zum Abendessen offensichtlich wohl tun. Ich ziehe allerdings leichte Italiener vor und nicht die schweren Burgunder des Hospiz’.

  132. mediensegler, Oper in engen...
    mediensegler, Oper in engen Grenzen, naemlich 17-18tes Jahrhundert, 19tes fast garnicht. ‘Tommy’ kenne ich nur vom Venyl ,das ist bombastischer Stuss. Heute Morgen ist der Sohn nach London geflogen, in der Royal Albert Hall den Figaro gucken.
    .
    Jetzt geht auch noch das „La Päd“ zu.

  133. @ Seppl Wirt
    "Woher kommt...

    @ Seppl Wirt
    “Woher kommt dieses Phänomen Prolltum?” Es waren die Politiker die begriffen haben, dass es von der Sorte am meisten gibt und, dass derjenige bei Wahlen die meisten Stimmen an Land zieht, der denen am weitesten in den Allerwertesten kriecht… Es gab diese leute immer, nur heute sind sie wegen der politischen Korrektheit: die “Normalos”.
    Würde ein normaler Mensch einen absurden Spiesser wie Kohl wählen? Einen lächerlichen Emporkömmling wie Schröder? Einen Prototyp des opportunistischen Mittelmasses Merkel?
    Wir haben ein Problem und es heisst Demokratie, denn keiner hat was Besseres anzubieten… natürlich nennt man es richtigerweise Post-Demokratie seit Colin Crouch, aber das ändert nichts dran.
    @ThorHa
    „..ausgerechnet eine Gesellschaft als Vorbild zu loben, die das exakte Gegenbild zu individuellem Anarchismus darstellt.“
    Wie gesagt: Was SIE unter „individuellem Anarchismus“ verstehen. Ich und meinesgleichen, wir tun das nämlich nicht… Anarcheie heisst nun mal nicht andere auszunützen und zu jammern wenn man selber ausgenützt wird…. Das ist nämlich das, was wir gerade haben.
    Und was ihre „Erwachsenen“ angeht, so waren sie damals nicht bereit zu einer offenen Diskussion darüber „was sich in der Öffentlichkeit nicht gehört“. Es sollte einfach alles so bleiben wie es war. Und die Folge war abzusehen…
    Wir haben halt ausprobiert was ging, und was nicht und Lernen dauert bekanntlich etwas länger. Wenn also die „andere“ Seite keine Argumente anzubieten hatte, (zur Erinnerung, damal gabs Nazis wie Kiesinger!), dann muss man die Schuld schon auf beiden Seiten suchen.
    Und wenn sie meinen, die „Erwachsenen“ wüssten es besser, dann trifft die ja sogar noch grössere Schuld, oder? Die hätten es nämlich besser wissen müssen… wenn ihre, ThorHa, Prämisse nicht ganz einfach falsch wäre….
    Revolution, Revolte, Rebellion…. es kommen am Ende ausnahmslos, IMMER die Falschen an die Macht. Ich glaube sie machen den Fehler unter den 68ern die Schröder/Fischer Kasperles zu verstehen?

  134. liebe Donna Laura,
    πάντα...

    liebe Donna Laura,
    πάντα ῥεῖ
    http://allainjules.com/2010/06/02/daphne-guinness-celle-qui-a-pique-bhl-a-arielle-dombasle/

  135. lieber HM555,
    sagen Sie uns...

    lieber HM555,
    sagen Sie uns doch, bitteschön, was man von solchen Artikeln zu halten hat?
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/pussy-riot-lady-suppenhuhn-11867761.html

  136. liebe Foersterliesel, wichtig...
    liebe Foersterliesel, wichtig ist stets, dass es in die richtige richtung fliesst, zum beispiel aus dem wagen hinaus und nicht etwa hinein.
    wie dem auch sei, wie darf man ihren link verstehen? dass man besser die kinderchen früh bekommt, um noch genügend zeit, nerven und muskeln zu haben für ausschweifende escapaden?
    .
    lieber prince Matecki, haben sie es schon einmal beim hotel vier jahreszeiten versucht? zugegeben, nicht sehr originell, aber was heisst schon originell. die küche ist so übel nicht, ganz und gar nicht, der service dito, mit den menüvorschlägen kann man durchaus leben.
    wenn wir schon dabei sind: die achtziger leben wieder auf, wenn man ins boettner geht: riesenportionen, eine ganz markante, leicht, aber vernünftig renovierte handschrift und ganz gewiss nicht das übliche, zwar leckere, aber eben doch einerlei. nach den menus sind sie fix und fertig; zuweilen gibt es welche mit weinbegleitung, ich glaube, im frühjahr, da sind sie noch fix und fertiger und recht ausgelassen, das ganze aber sehr angenehm. etwas enttäuschend ist ja leider das tantris, aber das ambiente, das kellnerballet sowie der heimfahrservice zieht es raus.
    .
    einmal erlebte ich ein menü mit weindegustation. der abend verlief für ein restaurant dieser kategorie ein wenig, sagen wir es vorsichtig, munter, sogar die kellner haben gelacht. das lag sicher an der abfolge und den verheerend kleinen portionen: erst eine rundumdegustation mit kleinen brotstückchen, um den gaumen zu ‘neutralisieren’, danach noch ein schön eingeschenktes glas champagner, eine kleine ansprache, und das erste glas wein, dann erst das amuse bouche mit beigelegter lupe, danach dann die erste vorspeise, kalt, mit lupe und mit dreierlei fisch von circa ein kubikzentimeter ausmassen, dazu ein löffelchen kaviar und zwei spurenelemente sauce an salatblättchen, danach das zweite glas wein (von sechs), und so weiter.
    man will ja nichts sagen, und verträgt trotz statur so einiges, aber da fuhr man auf dem heimweg schon fleissig karussell.

  137. Zur Entschlüsselung des...
    Zur Entschlüsselung des “intellektuellen Sex” (in Konnotation von “Öffentlichkeit und Nahverkehr”) empfehle ich die Lektüre des grandiosen Parodisten Felix Rexhausen, Die Sache, 21 Variationen (o.J., bei Bärmeier & Nikel, S. 177). Die Fundstelle ist ausdrücklich “Für Gelehrte” bestimmt.

  138. @tylerdurdenvolland 04:08
    "...

    @tylerdurdenvolland 04:08
    ” Für einen Anarchisten gibt es eigentlich nur eine einzige Regel: Keiner hat das
    Recht, in das Leben eines anderen einzugreifen, ohne dessen Zustimmung oder gar
    gegen den Willen des Anderen.”
    .
    “Jeder und sei er noch so dumm, besteht darauf, dass in einer Demokratie seine
    Meinung ganz genau so viel Wert zu sein hat, wie jede andere Meinung.”
    .
    …aber,… dann leben wir doch in einer Anarchie!
    .
    .
    Nebenbei bemerkt: Zu keinem Zeitpunkt hätte es mir gefallen Kohl, Schröder,
    Fischer oder Merkel bei mir auf dem Sofa vorzufinden.

  139. kampfstrampler, oh Gott, wie...
    kampfstrampler, oh Gott, wie alt sind wir geworden! Dieses Buch steht bei mir seit mindestens 25 Jahren im Regal. Mindestens.

  140. Filou27. August 2012,...
    Filou27. August 2012, 13:33
    Weiß ich doch, mache demnächst wieder Sternchen für Ironie.
    Ich würde Sie doch nicht mit Tommy beleidigen.

  141. donna laura27. August 2012,...
    donna laura27. August 2012, 11:02
    Donna, donna, Sie sind schuld.
    Ich habe da jetzt so ein Bild im Kopf, das werde ich nicht mehr los.
    Tarzan schwingt sich von Liane zu Liane ……. und der Don hat viele Kronleuchter …
    .
    Es gab da mal einen Trickfilm (für Adults), glaube in den 80ern, der hieß
    “Tarzoon, Schande des Dschungels” (nein, keinen Link) nein wirklich nicht.
    .
    Dieses Bild ist jetzt festgebrannt wie überkochte Milch auf der Ceranplatte.

  142. tylerdurdenvolland27. August...
    tylerdurdenvolland27. August 2012, 03:52
    Zitat: Japan ist ein 3.Welt Land mit einem Haufen Geld…. ……?
    .
    Japan ist ein Land mit einem Haufen Papiergeld
    und einem noch viiiiiiel größerem Haufen Schulden.
    .
    Zitat: Mein Trick hier ist auch, dass ich nur das Nötigste der Sprache spreche… …?
    .
    Sie wandern aus in ein Land und reden dann nicht mit den Eingeborenen,
    was wollen Sie dann da?

  143. OT. Um 20:15 werde ich wieder...
    OT. Um 20:15 werde ich wieder ein anderer Mensch werden, denn dann gibt es bei ZDFkultur ein Konzert von Leonard Cohen. Danach, ich verspreche es, werde ich ein anderer Mensch bleiben.
    Bis zum naechsten Tag, dann werde ich wieder schreien: Gimme Shelter!

  144. @Tim Schnee (skandinavische...
    @Tim Schnee (skandinavische Sprachen): Danke, wieder was gelernt hier!

  145. @försterliesel
    sie haben mich...

    @försterliesel
    sie haben mich zwar nicht gefragt, aber ein guter artikel in der fas. fällt allerdings aus dem orthodoxen-bashing raus. das stimmt. mein gastland ist ja da ganz bös unterwegs, sowohl der standard als auch, österreich um die ganze bandbreite zu nennen. ein unsägliche karrikatur im standard mit brennendem kreuz…
    um kein missverständniss zu erzeugen. g-tt-slästerung ist m.e. wie viele theologen sagen nicht möglich, insofern ist eine bestrafung auch abzuschaffen.
    mich würde ja interessieren, was bei einer aktion im stefansdom: kardinal glaube an g-tt und nicht an die raiffeissen rauskommen würde….

  146. ....nicht alle Kommentare...
    ….nicht alle Kommentare gelesen…
    in der groessten Grossstadt Nordbayern in der U-Bahn fahrend, hat man zwar das gleiche Umfeld – aber man versteht nix.
    Russisch, Kroatisch, Lettisch, Serbisch… who knows it all
    Ade

  147. Filou27. August 2012, 19:23
    Zu...

    Filou27. August 2012, 19:23
    Zu spät, aber danke.

  148. Bayern gehört zu Deutschland,...
    Bayern gehört zu Deutschland, Meran zu Italien

  149. @berthold IV – Was...
    @berthold IV – Was österreichische Karikaturen betrifft, hat mir das ältere meiner Tigerbabys gestern berichtet, was ihr Arzt in Innsbruck gesagt hat als er erfuhr, dass sie nächste Woche nach Zürich umzieht: „Die beiden Länder sind sehr verschieden. Wir Österreicher hatten für Jahrhunderte eine Monarchie und als Ergebnis jede Menge Kultur, Schlösser, Opernhäuser etc… aber die Schweizer waren immer nur Bauern und sind es auch jetzt noch immer nur Bauern.“
    .
    Dann haben wir gemeinsam über die neureichen Schlösser der Schweizer (Banken) in der Bahnhofsstrasse von Zürich gelästert.

  150. Was fuer eine Chuzpe, was fuer...
    Was fuer eine Chuzpe, was fuer ein Charme! Da ist der Mann dicke ueber 70 Jahre alt und bringt eine grosse Halle zum Jubeln.
    Vermisst habe ich Jennifer Warnes, die blond strahlende Chorstimme. Und vermisst habe ich auch die armenischen Schmalzgeiger. Ansonsten war es bezaubernd.
    .
    Leonard Cohen, London 2009. Deutschland ist Provinz.

  151. @Foersterliesl
    .
    Aus meiner...

    @Foersterliesl
    .
    Aus meiner Sicht ein kluger Artikel, der die Dinge ein wenig zurecht rückt.
    Vor allem macht er sehr schön deutlich, wie verzerrt und einseitig die westlichen Qualitätsmedien über das nicht-westliche Ausland berichten.
    .
    Dieses ganze Redakteurs- und Korrespondentenvolk, besteht nach meiner Schätzung zu 90 Prozent aus Nutten, die ganz genau begriffen haben, wofür man sie bezahlt.

  152. @foersterliesel
    der orf...

    @foersterliesel
    der orf artikel ist lustig. als wenn unilever oder nestle für ökologische artikel oder gutes preis leistungsverhältnis stehen würden. die verkaufen doch über werbung. sehen sie sich ein produkt von unilever an, z.b. magnum. der”sahnige” geschmack wird durch butterreinfett erzeugt, ähnlich wie im kraft schokolade noch so ein konzern…
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/jung/sommereis-im-test-wo-milch-und-wasser-fliessen-11112686.html
    und in wien ist das ein gutes eis:
    http://www.eis-greissler.at/

  153. Tyler,

    ich habe etwas...
    Tyler,
    ich habe etwas Besseres anzubieten.
    Ihre Haare flattern auf ihrer Kawasaki, in ihrem Lamborghini, auf dem Kettenkarussell.
    Sie riecht nach Tequila und Veilchen und wohnt in einer riesigen Altbauwohnung mit Katze, Espressomaschine und schönem alten Besteck. Die rote Lola, die schwarze Minou, die weiße Esther.

  154. @fritzgulden
    da gibt es doch...

    @fritzgulden
    da gibt es doch die station maffeiplatz? mit dem wandbild weisswurst und nürnberger bratwurst und fremdsein in bayern.
    bei uns im gymnasium war das immer der erste ausflug in die großstadt und der besuch in diesem wunderbaren museum.
    http://der-fruehe-duerer.gnm.de/
    im gegensatz zu wien und auch manch deutschen metropolen – museum der moderne in münchen, g-tt sei dank im moment geschlossen wegen baufälligkeit, der architekt war anscheinend kunstkenner – haben die so etwas..

  155. @hm555
    "westliche...

    @hm555
    “westliche qualitätsmedien”…
    mein abiturkollege schreibt in der politischen strecke im handelsblatt. ab und zu haben wir uns nach ferienzeiten im re von amberg nach nürnberg getroffen…
    qualitätsmedien…lag aber nicht an ihm

  156. @Der Tiger
    innsbruck?
    mein...

    @Der Tiger
    innsbruck?
    mein rat: ihre tochter soll noch einen kurzen abstecher nach maria zell machen eine armdicke kerze aufstellen und froh sein, dass sie aus dem heiligen land weg kommt…

  157. @filou
    danke - sehr schön -...

    @filou
    danke – sehr schön – und noch ein lied zur guten nacht
    http://www.youtube.com/watch?v=s7aIL_1NYNQ

  158. @ mediensegler 27. August...
    @ mediensegler 27. August 2012, 18:01
    Sie übersehen, dass Japan nahezu ausschliesslich bei seinen eigenen Bürgern verschuldet ist, die an einer Staatspleite kein Interesse haben können. Wohingegen die europäischen Länder ausschliesslich bei privaten, auschliesslich dem Profit verpflichteten Banken verschuldet sind. Sowas wird immer teuer.
    Daher auch der Wechselkurs….
    Was die Sprache angeht, so glaube ich genug meiner Zeit, in vielen Ländern der Welt, an sinnlose politische Diskussionen verschwendet zu haben.
    Japan ist was die politische Szene angeht völlig hoffnungslos und sie besteht mehrheitlich aus ignoranten Faschisten. Da kann ich gern drauf verzichten…. Leider verdüstert sich die Lage hier langsam, da Nord- und Süd Koreaner, Chinesen und Taiwanesen genauso bescheuert sind, und das verstärkte Einmischen „unserer“ amerikanischen Freunde, wie überall, Böses für die Zukunft erwarten lässt
    @HansMeier555 27. August 2012, 21:03
    Wenn hätten sie denn so als „…die westlichen Qualitätsmedien…“ so anzubieten? Die FAZ bringt zwischendurch und selten mal ausgezeichnete Artikel, aber gerade bei dem, das Sie monieren, steht sie zwecks Verdummung ganz mit in vorderster Reihe.
    „Dieses ganze Redakteurs- und Korrespondentenvolk“ wird halt von Konzernen bezahlt, die begriffen haben, dass man sein Konsumprodukt ganz hervorragend dazu benutzen kann, die Leser zu verdummen und zu manipulieren, statt sie zu informieren. Konzerne sind dazu da Profite zu machen und nicht um den Informations- und Bildungsstandard der Bürger zu heben. Solange die Damen Merkel, Mohn und Springer hier das sagen haben, wird’s erst mal so weiter gehen. Womit wir beim Essay vom Don wären, denn genau bei den dreien sollte er die eigentlich Schuldigen fürs Prolltum suchen….
    @Seppl Wirt
    Kawasaki und Lamborghini nutzen nicht viel auf verstopften Autobahnen mit pflichtbewussten Polizisten. Und die Altbauwohnung ist gut und schön, aber irgendwann muss man ja auch mal an die frische Luft (besonders, wenn man nicht in Gmund lebt) und schon ist man wieder unter Deutschen… ;-)

  159. raus - auf und davon, zur Not...
    raus – auf und davon, zur Not im öff. Nahverkehr!
    These are the days of the endless summer
    These are the days, the time is now
    There is no past, there’s only future
    There’s only here, there’s only now
    http://www.youtube.com/watch?v=UqWsg076bqs&feature=related

  160. Und was schließen wir daraus?...
    Und was schließen wir daraus? Die Stützen der Gesellschaft ähnlich dysfunktional wie die Unterklasse? Persönlich und als Familien scheinen sie ja noch erfolgreich zu sein. Aber sie haben abgedankt, wenn es darum geht, Standards zu setzen und zu verbreiten. Mancher ahmt inzwischen ja auch die Unterklasse nach. Der Don natürlich nicht. Wenn man politische aktiv ist, dann nur auf höherer Ebene. Kommunale Präsenz Fehlanzeige. Man fühlt sich offenbar unwohl und gelangweilt.

  161. Achwas, mir scheint es, als...
    Achwas, mir scheint es, als sie statt dessen die nächste Kaltfont im Anmarsch – aber das ist normal, heute vor einem Jahr gab es Schnee auf dem Guffert, 30 Kilometer südlich des Tegernsees. Der August hat seine Tücken.

  162. Überhaupt, im Nahkampf wie im...
    Überhaupt, im Nahkampf wie im Nahverkehr wird kein Pardon gegeben. Wie heißt es doch so schön auf gutesoterisch? Der Weg ist das Ziel.
    ..
    Man muß einem Journalisten unter vier Augen nur sagt, also das habe ich ihnen in strengster Vertaulichkeit gesagt, schon ist es anderntags der Bringer/Aufmacher. So kann man die Medien auch korrumpieren.
    ..
    Gerade die essentiellen Fetten sind alternativlos lebensnotwendig.
    ..
    …und bitte viel Sahne auf die Torte, ja? Einmal die Woche laß ich mich gehen. wofür lebt man schliesslich?

  163. donna laura 27.08. 16:36
    Das...

    donna laura 27.08. 16:36
    Das Boettner kenne ich noch aus der Zeit als es links hinter dem Rathaus war, das innere Ambiente ist auch in der jetzigen location bemerkenswert gleich geblieben. Vor ein paar Jahren habe ich dort mit einem geistlichen Herren meinen Geburtstag als Berufspendler fern der Meinen mit einem durchaus barocken Essen gefeiert. Insofern kann ich die Erkenntnisse zu großen Portionen durchaus bestätigen.
    Das ist. neben einem anderen Restaurant in der Nähe des Loden Frey, auch eine der Gaststätten in denen man die Lodenfraktion und den von auswärts herkommenden bayrischen Landadel häufiger trifft.
    Im Vier Jahreszeiten, also links aus dem Staatstheater heraus, war ich lange nicht mehr, das werde ich bei nächster Gelegenheit gern mal wieder probieren.

  164. Kaltfront, ups... na dann...
    Kaltfront, ups… na dann wieder hinlegen, Augen schließen und hören und träumen.
    http://www.youtube.com/watch?v=n9oddSvRzqw&feature=related
    Wenn ich mich nicht irre, ist diese schöne Musik vom Kommentator jeeves.
    Klaus Schulze = steeves, oder?

  165. @b4
    Eigene Verwandte, Freunde...

    @b4
    Eigene Verwandte, Freunde und gute Bekannte sind natürlich immer ausgenommen.

  166. @tyler
    Im deutschsprachigen...

    @tyler
    Im deutschsprachigen Raum wären das FAZ, NZZ, SZ, ZEIT, ARD, ZDF.
    Im angelsächsichen Raum die NYT.
    .
    Die sind da eben genauso verlogen und zwar durchaus wider besseres Wissen. Auf Dummheit oder Unwissenheit können die sich nicht herausreden. Die wissen genau, was sie tun. Und im Grunde ahnen auch die Leser, dass diese Propaganda immer irgendwas Wichtiges verschweigt. Aber da sie ja dem selben ideologischen Lager angehören, sind sie ja froh darum. Sie wollen ja einseitig informiert und in ihren Vorurteilen bestätigt werden, am besten noch von einem seriösen Qualitätsmedium. Dafür zahlen die Geld.

  167. Unter den US-Korrespondenten...
    Unter den US-Korrespondenten gibt es einen, der macht unverhohlen Propaganda für die Partei der Republikaner und das auf einem ziemlich niedrigen Niveau (nachplappern der Talking points).
    Schwer zu glauben, dass da ehrliche Überzeugung zugrunde liegt und nicht einfach eine Job-Beschreibung: Dieses Spektrum abzudecken.
    Unterm Strich ein lukratives Gehalt für ein Minimum an Leistung. Aber es gibt bestimmt Inserenten, die so was schätzen.

  168. Beste Der Tiger
    Der...

    Beste Der Tiger
    Der Innsbrucker Arzt liegt in seiner Einschätzung leicht daneben. Die Bauern in der Schweiz – diese Art ist am Aussterben. Statt dessen haben Beamte und Kleinkrämer den Staat an sich gerissen…..
    Wird Ihr TigerKleines zur Miete wohnen? Dann sage ich nur eines zur Warnung: WASCHMASCHINE !

  169. ...Ihr bester Text seit über...
    …Ihr bester Text seit über 2 Jahren…

  170. Unterschicht gab und gibt es...
    Unterschicht gab und gibt es schon immer, das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass die Unterschicht heute sehr weit nach oben gekommen ist. Mit aller Macht wird “Bildung” beansprucht, ohne zu wissen, was Bildung überhaupt ist. Bildung wird heute hauptsächlich in Form von geschenkten Abiturzeugnissen sowie “Bachelors” für alle gesehen.
    Wir haben eine Entwertung des handwerklichen, dazu ein Abflachen des Niveaus überall, was wiederum dazu führt, dass jeder “Akademiker” werden will. Mir hat mal ein Professor der LMU München gesagt: Eines der Hauptprobleme ist, dass die viele nach oben gekommen sind, die ihre eigene Herkunft vergessen haben und der Unterschicht nun zu spüren geben, dass sie(die Unterschicht) nichts wert sei. Und aus diesem Schmerz heraus meinen alle, sie müssen studieren – um danach Sachbearbeiter zu werden.
    Wir sind in einem Klassenkampf, es gibt keinen Zusammenhalt mehr zwischen oben und unten, nur noch Absahnen oben und Abspeisung (Plastik-Lebensmittel) unten. Was ich mich frage: In welche realen Assets fließen die Milliarden?
    Aber was solls, heute gibt es keine Autoritäten mehr, wir sind eine verweichlichte und verteidigungslose Gesellschaft geworden. Auf meinen Hinweis, dass es gleich was setzt, wenn die pubertierende nicht gleich ihre Musik vom iphone leiser macht im Bus(ja, ich fahre auch mal Bus), hörte ich nur: Alter, Du kannst mir gar nichts sagen….und ich bin 36.
    Prügelstrafe sollte man manchmal wieder einführen!
    Ansonsten: Ein Volk, welches nicht verteidigungsbereit, wehrhaft und diszipliniert ist, ist ein Volk von Sklaven!

  171. Tyler,

    "Prolltum" - das...
    Tyler,
    “Prolltum” – das gehört MIR!
    Ich rede von Haaren und Sommer der Anarchie und Sie kommen mir mit woods, the end of the days and lost bags in Tokyo. Wo soll das denn hinführen?
    Gestern bin ich vom Laimer Platz nach Großhadern gefahren. Das was krass.
    x aka Seppl-Wirt
    (Don, guckst Du IP)

  172. Plindos, einmal am Tag,...
    Plindos, einmal am Tag, pünktlich um 4!
    .
    achwas, dumm ist, dass ich mich eigentlich über die Berge nach Meran schinden wollte, das geht jetzt nicht.

  173. Rotwild, genau das sehe ich...
    Rotwild, genau das sehe ich eigentlich nicht; was ich mitbekomme, ist Zufriedenheit mit dem System, wie es ist, und mit den Möglichkeiten, sich gehen zu lassen. Wir hatten hier gerade ein traditionelles Volksfest, das gestern Nach zu Ende ging; was dann in die Stadt zog, war offensichtlich bestens gelaunt und sah nicht die Baukunst, sondern nur das Urinal.

  174. prince Matecki, ich würde...
    prince Matecki, ich würde noch warten, bis die arabischen Gäste abgereist sind, dann wird das alles in diesem Hotel entspannter, und die Zahl der Fussballtrikotträger nimmt auch ab.

  175. @kopfgeburt – Ich habe nicht...
    @kopfgeburt – Ich habe nicht den Eindruck, dass das Tigerbaby vorhat, sich langfristig bei den Eidgenossen niederzulassen. Außerdem reichen die Gehälter der ETH nicht für einen Hauskauf. Aber ich werde mal nachfragen, ob ihre recht kleine Mietwohnung eine Waschmaschine hat. Dabei fällt mir ein, als ich vor 25 Jahren mal für ein paar Monate in der Schweiz wohnte, hatten die da so ein System, dass Waschmaschinen zur Mittagsstunde, wenn sich die Bäuerinnen ans Kochen machten, automatisch abgestellt wurden, um den Energieverbrauch gleichmäßig zu halten.

  176. @tylerdurdenvolland -...
    @tylerdurdenvolland – rücksichtsvoller Anarchismus:
    Ich kannte die geistigen Ableger dieses Konzeptes an den Hochschulen unter dem Namen “Basisgruppen”. Für Anarchismus hatte ich schon immer eine Schwäche, auch ich selbst spiele am liebsten nach den Regeln, die ich selbst aufgestellt habe …
    Und jetzt schalten Sie doch zur Abwechslung mal IHR Gehirn ein und ziehen die Schlussfolgerungen aus Ihren eigenen “radikalen” Beobachtungen des Menschen: Rücksichtsvoller Anarchismus würde bei der grossen Mehrheit der Menschen automatisch in rücksichtslose Egotrips umschlagen, jede Art von Anarchie in einer mehr als einstelligen Zahl von Menschen endet daher nach 5 Minuten in Diktatur. Menschen brauchen Regeln so notwendig wie das tägliche Brot, trotz des täglichen Gejammeres über genau die wenigen Regeln, die ihnen aktuell grad nicht passen.
    Ich werfe den 68ern weder ihren Versuch vor, die Gesellschaft zum “Besseren” zu verändern. Noch einzelnen Vertretern ihren im Einzelfall durchaus sympathischen Hang zur Anarchie. Sehr wohl aber werfe ich ihnen ihre gnadenlose Naivität und Selbsttäuschung über die Natur des Menschen vor, ebenso wie ihre Kraftlosigkeit. Die ausreichte, alle alten Autoritäten und Regelwerke ausser Kraft zu setzen, nicht aber dazu, sie durch sinnvolle neue Regelwerke zu ersetzen. Kurz – Dummheit.
    Was die 68er + Nachfolger nicht direkt zu verantworten haben, aber eine vorhersehbare Folge ihres zeitweise beherrschenden Einflusses auf den Zeitgeist war: Ihre absolute Kompatibilität mit den “Neoliberalen”. Wenn jeder die Regeln des Spiels selbst festsetzen darf, um mehr Spass am Leben zu haben, dann ist das die Steilvorlage für all die Menschen, deren Vorstellung von Spass eine andere ist, als die der 68er. Und wenn jeder Regeln generell denunzieren darf, weil sie ihn irgendwo einschränken, dann darf er sich nicht beschweren, wenn andere Regeln ausser Kraft setzen, die für ein halbwegs erträgliches gesellschaftliches Zusammenleben notwendig sind.
    Wenn mich heute eines an 68er Nachfolgelinken stört, dann deren Gegreine über die Regel- und Zügellosigkeit, über die “Unanständigkeit” der “Reichen” und “Mächtigen”. Ja was denn sonst? Regeln dienen und dienten immer (auch) dem Schutze der aktuelle Schwächeren gegenüber dem aktuell Stärkeren, weil sie letzteren in seiner Willkür einschränken.
    Rücksichtsvoller Anarchismus mag ein taugliches Konzept für das Leben weniger Individuen sein. Als gesellschaftliches Konzept in einer Massengesellschaft ist es – vorhersehbar – eine Katastrophe. Und der ultimative Rückschlag dieses Konzeptes sind stramm rechte Anarchisten wie sie z.B. den Kern der amerikanischen “Tea Party” ausmachen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  177. lieber Hans Meier 555,
    Sie...

    lieber Hans Meier 555,
    Sie haben mich nicht enttäuscht, dennoch: da lob ich mir die Heimat mit Bezirksgericht und ohne Straflager.
    http://derstandard.at/1373745
    Und die Berichte über Fatwas (der Teddy der Mohammed hieß und ähnliche Geschichten) sind vermutlich auch nur “embedded journalism”?
    .
    lieber Berthold IV.,
    diese Schwellenland-Strategie von Unilever finde ich schon interessant und perfid. Ich erinnere mich noch an kleine Waschmittel-und Schokoladepackungen;
    Riesentafeln und Waschpulvertrommeln kamen erst Ende der 60er auf den Markt.
    Überteuerte Markenwaschmittel zu bevorzugen ist auch bei uns noch der kleine Luxus der Armen.

  178. @HansMeier555 28. August...
    @HansMeier555 28. August 2012, 10:17
    „Im deutschsprachigen Raum wären das FAZ, NZZ, SZ, ZEIT, ARD, ZDF.“
    Das Widerwärtigste das ich in DE kenne ist das was aus unerfindlichen Gründen immer noch wagt sich SZ zu nennen.
    Heigert rotiert im Grabe, fast so schnell wie Augstein in seinem….
    @x aka Seppl-Wirt
    Sorry, das mit dem Prolltum habe ich ausgeliehen, da es so wunderbar passt. Manchmal stösst man auf solche Wörter die einfach perfekt passen.
    Falls sie, und jeder andere natürlich auch, mal einen wirklich interessanten Bericht über das heutige Tokyo, seine Ähnlichkeit und seine Unterschiede zum Leben in DE hören wollen, es gibt da einen ganz ausgezeichneten podcast auf den ich zufällig gestossen bin und der die leider ganz, ganz seltenen, wirklich guten Infos zum Thema Japan bietet. Zu finden hier:
    http://www.wdr5.de/nachhoeren/dok-5-das-feature.html#
    in der Liste dort am 29.7. unter dem Titel “Heimatlos”.
    (Sehr ketzerisch ist es den neuesten Beitrag, den vom 26.8 zu empfehlen. Wer eine nicht verlogene, no-nonsense Analyse der Ursachen der „Krise“ hören will, dem sei „Der ökonomische Putsch“ zu empfehlen. Nicht nett, aber wahr…..)
    @ThorHa
    „Rücksichtsvoller Anarchismus mag ein taugliches Konzept für das Leben weniger Individuen sein. Als gesellschaftliches Konzept in einer Massengesellschaft ist es – vorhersehbar – eine Katastrophe.“
    Wo genau habe ich auch nur ein einziges Wort geschrieben, das irgendetwas anderes behauptet???????
    Ich lebe so, und ich umgebe mich seit nahezu 40 Jahren fast ausschliesslich mit anderen, die das genauso sehen…
    Ich versuche so präzise wie möglich zu formulieren, aber immer hör ich dieselben Argumente, die mit dem was ich schreibe nicht das Geringste zu tun haben!
    Leider sind die deutschen, gerade die bayrischen Gschaftlhuaba genau das Gegenteil dieser Art des Anarchisten, deshalb ist mir das Land, meine eigene Heimat so zuwider…

  179. ThorHa,

    Basispuppen - cup of...
    ThorHa,
    Basispuppen – cup of tea – piece of cake
    Rechte Nudisten, linke Populisten, besoffene Anarchisten, oben und unten, hinten und vorne, hört doch mit dem labeln auf.
    ————-
    Woyzeck: Sehn Sie, Herr Doktor, manchmal hat einer so ‘en Charakter, so ‘ne Struktur. – Aber mit der Natur ist’s was anders, sehn Sie; mit der Natur – er kracht mit den Fingern –, das is so was, wie soll ich sagen, zum Beispiel …
    Doktor: Woyzeck, Er philosophiert wieder.

  180. "Ich denke, das hat viel mit...
    “Ich denke, das hat viel mit unseren Medien zu tun, die nicht im Mindesten mehr ein Interesse daran haben, Werte – so falsch und scheinheilig sie auch sein mögen – zu vermitteln, sondern den Kunden dort abholen, wo er ist, und dann zur Vermarktung bringen.” Mal wieder Klartext, werter Don.
    .
    Tja, unser Benimm heutzutage – ein weites Feld. Die Verprollung der Gesellschaft (nicht nur) beim Bahnfahren soll ja ein Ergebnis des 68iger Laissez-faire sein, so tönt es immer wieder. Und später hat dann die Kohlregierung mit dem Start des Kommerz-TV wertvolle Nachmittags-Talkshows ermöglicht, stilpägend schon für das Kinderzimmer.
    .
    Natürlich sind auch die Altlinken verantwortlich für alle “Spezialitäten”, die im Internet nur 3 Klicks entfernt auf uns warten. Wir entgrenzen uns bei Facebook und suchen bei Internet-Partnerbörsen nach aktuellen “Angeboten”. Schöne neue Warenwelt?
    .
    Schon 1973 sang Frank Zappa: Well, I am the slime from your video
    .
    I am gross and perverted
    I’m obsessed ‘n deranged
    I have existed for years
    But very little had changed
    I am the tool of the Government
    And industry too
    For I am destined to rule And regulate you
    .
    I may be vile and pernicious
    But you can’t look away
    I make you think I’m delicious
    With the stuff that I say
    I am the best you can get
    Have you guessed me yet?
    I am the slime oozin’ out From your TV set
    .
    You will obey me while I lead you
    And eat the garbage that I feed you
    Until the day that we don’t need you
    Don’t got for help…no one will heed you
    Your mind is totally controlled
    It has been stuffed into my mold
    And you will do as you are told
    .
    Until the rights to you are sold
    That’s right, folks.. Don’t touch that dial
    .
    Well, I am the slime from your video
    Oozin’ along on your livin’room floor
    .
    I am the slime from your video
    Can’t stop the slime, people, lookit me go

  181. Beste Der Tiger

    Inzwischen...
    Beste Der Tiger
    Inzwischen hat sich die Stromlage auch ländlicherseits verbessert: Ein mittägliches Abschalten der Waschmaschine ist nicht mehr zu sehen.
    .
    Sollte Ihr geschätztes TigerKleines ihre Waschmaschine mit anderen teilen müssen, dann könnte es passieren, dass sie ersten und höchsten der hiesigen ungeschriebenen Regeln kennen lernt. Es sollte sich davon aber nicht ins Bockshorn jagen lassen sondern sich unbedarft und lernbedürftig zeigen, dann wird ihm manches verziehen werden…. (“Es ist ja noch klein und jung… aber grüsst ganz freundlich!”).
    .
    Wenn es Ihren Nachwuchs aber zB in eine WG verschlagen sollte, sieht das alles natürlich wieder gaaaaaaaaaanz anders aus….

  182. ...
    Basisgroupisten-Basisgroupies.
    ..
    Die Position des Anarchisten wurde schon seit mehr als 150 Jahren gründlich durchtheoretisiert …und praktiziert, incl. mehr oder weniger relativ kurzlebigen Genossenschaften. Angefangen bei Max Stirner (Zeitgenosse Hegels) über den russischen Adligen Bakunin bis hin zu Fürst Kropotkin. In Deutschland schliesslich Gustav Landauer. Dafür ging man sogar auf die Barrikaden, in das Gefängnis und aufs Schafott.
    Die “Reaktion” war allemal stärker, weil da eben ein Mehr an Kapital, Organisation, Ausbildungsstätten aller Art, Militär und Oppurtunismus dahinterstand. So is Läbän.
    ..
    Dann gibt es noch den späten Versuch Ernst Jüngers gegenüber der Masse seine ureigene Souveränität ins Feld zu führen. Er prägte dafür den Begriff des “Wald-läufers” und “Anarchen”. Empfing aber in seiner Klause durchaus Mächtige, sogar Helmut Kohl. Seine Auseinandersetzung mit der überbordenden Technisierung im 20. Jhdt. liess er in den Typus des “Der Arbeiter” einfliessen. Der dann schliesslich die Kanonen des WK II bediente usw. Der aber immerhin einer der Totengräber der bürgerlichen SdG wurde. Und nun? Ouo vadis?https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Arbeiter._Herrschaft_und_Gestalt
    ..
    Auf eigene Rechnung sich durch´s “massierte” Leben durchzuhangeln, ein Versuch der allemal lohnend ist. Man darf aber auf keinerlei Honorare (Ehrensold), weder von der einen noch der anderen Seite hoffen. Auch nicht von der Mitte.
    ..
    Eine Methode u. a. hi,hi: Der/die Sportradfahrer/in und Moutainbiker/in meinen der Tretmühle (sic!) wenigstens freizeitmässig zu entfliehen indem er/sie sich in höhere Regionen emporhebeln.

  183. Nunja, man hat den 68er ihr...
    Nunja, man hat den 68er ihr ‘Ding’ aus den Händen gerissen, das Potential erkannt.
    Ein Herr Diekmann von der BILD gibt das unumwunden zu – und freut sich diebisch.
    .
    Was soll’s, dem Erfinder des Reißverschlusses ging es ähnlich.
    .
    Nur, bei dieser gesellschaftlichen Lage, sollte man sich auch nicht wundern, wenn
    man von Jugendlichen angepöbelt wird: Du hast mir garnichts zu sagen ‘Alter’…

  184. Bester Don
    Ich finde es tapfer...

    Bester Don
    Ich finde es tapfer und lobenswert von Ihnen, dass Sie sich – wie weiland der Kalif von Bagdad – sich zwischen das gemeine Volk mischen und es wagen sich dem ÖPNV auszusetzen.
    Gerade von Ihnen – bester Don – hätte ich aber mehr erwartet, als eine blosse Bestätigung dessen, was Allgemeingut ist: Dass die Ausdehnung der Dummheit ins Unendliche strebt.
    Es ist nicht jedermanns Sache, den Witz mit dem Florett zu führen – es muss auch den Zweihänder (sprich: das Volkstheater) geben – und sei es nur, damit wir die feine Klinge wieder schätzen lernen.
    …und lernen wir, gelassen dem Volkstheater zuzuschauen…
    Beste Grüsse und – wie immer – Ihre ergebenste
    Kopfgeburt

  185. Liebe Kopfgeburt, ich habe...
    Liebe Kopfgeburt, ich habe Blut verloren und war ermattet – mehr war nicht möglich. Aber es geht schon wieder, und mit Gottes fieser Hilfe wird die nächste Tour nicht besser enden, und dann nehme ich mir das zu Herzen.

  186. Mal weg vom Fokus auf die...
    Mal weg vom Fokus auf die geplagte Bahn.
    “… überzogene Wünsche, respektloses Benehmen und sogar Randale”, das sind auch die Sorgen der Flugbegleiter der Airlines, v. a. der Billig-Airlines muss man fairerweise dazu sagen. Aber es ist nicht so, dass in vornehmeren Klassen als der Holzklasse das Benehmen immer mustergültig sei (Gerard Depardieu geruhte in 10.000 Fuß Höhe herum zu urinieren).
    .
    Wer oder was ist “schuld”?
    In meinen Augen ist es das “du kannst alles kriegen, wenn du es willst”, “verwirkliche dich selbst” und die “Lebe jetzt ohne Rücksicht”-Religion, die halt jetzt auch halb-esoterisch die Massen erreicht hat. Vorher haben sie nur die Begüterten leben können. Siehe das gefundene Tagebuch dieses französischen Grafen damals, der ohne Rücksicht und ohne Empathie armen Leuten ihre einzigen Pferde nahm, nur damit er mit seiner Kutsche rascher vorankam. So wie die paar adligen Truthahnhälse damals, so denken und leben jetzt – fast – alle.
    .
    Und bis auf Ethnien, die historisch stärker auf gegenseitige Rücksicht gebucht sind, weil sie nah aufeinander leben (Japan), tun es heutzutage fast alle: Sei laut, falle auf, nimm was du kriegen kannst.
    .
    Wer das nicht akzeptieren will oder kann, darf nicht Bahn fahren oder nicht einfach die nächste Maschine nehmen. Der muss sich einen Fahrer anstellen und sich bei großen Entfernungen ein eigenes Lear Jet leisten. Oder daheim bleiben in seiner Studierstube und zum Bäcker das Rad nehmen.
    .
    Aber nicht unbedingt Rad fahren am Isartal-Hochufer. Da sind sie unterwegs, die papageienbunten Rad-Rowdies. Es gibt mittlerweile also auch in der Natur Strecken, die man als empfindlicher Mensch meiden sollte. Ich persönlich meide die Erzherzog-Johann-Strecke. Da sind sie – und in der Wirtschaft auf österreichischer Seite werden dann hastig die Germknödel zwecks Kalorien-Aufforstung reingestopft. Genuss sieht anders aus.
    .
    “Schuld” dran sind solche Artikel wie in der SZ:
    http://www.sueddeutsche.de/reise/mountainbiking-zur-erzherzog-johann-klause-1.592365
    .
    Rückbau nicht mehr möglich. Außer über eine derartige Verarmung der Massen, dass BOB-Zugtickets oder Räder samt Bunt-Trikotagen auch nicht mehr für den Mittelbau erschwinglich sind.

  187. ...es war einmal. Auch meine...
    …es war einmal. Auch meine kleine Stadt wurde seinerzeit (2005) nicht von einem
    groß organisiertem Wahlkampfauftritt Frau Merkels verschont. Wir verließen die
    Veranstaltung vorzeitig und wurden im Weggehen von zwei verdrossenen,
    jugendlichen Kapuzenpulliträgern angemacht: Sie wollen Die doch nicht wählen?
    Auf unser Nein, trollten sie sich.
    .
    Auch heute deshalb kein Bedauern, kein Mitleid.
    Man kann die Kuh nicht schlachten und hoffen, dass sie weiter Milch gibt.
    .
    Der Zug ist abgefahren.
    Das weiß jeder.
    .
    Zum Leidwesen der SdG auch die Prolls.

  188. Vor kurzem bin ich in...
    Vor kurzem bin ich in Frankreich mit dem TGV gefahren und war überrascht, welche Ruhe im Wagen herrschte: niemand telefonierte, die Leute unterhielten sich leise. Gab es in Frankreich eigentlich keine 68er? Oder liegt es doch eher daran, dass im republikanischen Frankreich Freiheit und Eigenverantwortung schon immer mehr zählten als in der Ex-Volksgemeinschaft Deutschland, wo man Abweichler gerne mit dem Schlagstock auf Linie brachte? Warum haben denn Menschen mit „Migrationhintergrund“, wie man heute sagt, denn solche Probleme? Sie kommen aus eher kollektivistischen Kulturen mit autoritärer Erziehung und finden sich in der Freiheit nicht zurecht.

  189. lieber prince Matecki, im...
    lieber prince Matecki, im boettner findet man nicht nur den bayerischen landadel, sondern, hust, auch den sehr auswärtigen…
    .
    welches andere restaurant meinen sie denn? für empfehlungen für die nächsten besuche bin ich sehr zu haben. ganz amüsant und ziemlich kitschig ist ein weinhaus, dass fondues anbietet, nach denen sie schier platzen, ganz in der nähe des spielzeugmuseums, die strasse richtung haxnbauer, nur fällt mir der name nicht ein. grosse gesellschaften sind da allerdings kaum vernünftig unterzubringen. das ist mehr etwas für ein tête à tête, dem allerdings nicht mehr viel an programm nachfolgen dürfte, füllungsinduziert.
    .
    lieber don, sie haben recht. das vierjahreszeiten, wie auch alles ähnliche sind zu den heissesten monaten der emirate zu meiden, es sei denn man wollte sein arabisch auffrischen und zusehen, wie hinter nicht zerrissenen vorhängen unter den saft gin resp. wodka eingerührt wird.

  190. H. Vonderinsel, und ob es die...
    H. Vonderinsel, und ob es die 68er in Frankreich gab. Von denen ging ja das ganze Theater aus. Ihr prominentester und lautstaerkster Vertreter war Daniel Cohn-Bendit.
    Es war ein reiner Studentenaufstand bei dem die Fetzen nur so flogen. Da floss richtig Blut. Im Quartier Latin war wochenlang die Hoelle los. Da tanzte der Papst im Kettenhemd.
    .
    Weiteres hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Cohn-Bendit
    (Irgendwie mag ich den gut leiden)

  191. Vroni,

    zumindest scheint es...
    Vroni,
    zumindest scheint es nicht monokausal zu sein.
    Nachdem ich nun lernen durfte, dass das Fernsehen, die 68er und eine esoterische Halbbildung schuld sind, ich zudem die Anarchie mithilfe von Wikipedia erklärt bekam, bin ich froh, mich in diese wichtigen Fragen des Lebens involviert zu haben.

  192. Die DB ist schon...
    Die DB ist schon kundenorientiert. Es gibt, zumindest im ICE, abgeteilte Plätze
    für Ruhebedürftige; man kann sie vorher buchen.

  193. Wo kann man in Mümchen was...
    Wo kann man in Mümchen was Gescheites zum Anziehen kaufen? Ich war heute in 10 gehobenen Läden und die Auswahl und das Know How der Verkäufer waren eine Zumutung.
    Ich verlange nicht viel, aber den Unterschied zwischen Baumwolle und Schurwolle sollte man als Verkäufer eigentlich kennen. Einer wollte mir einen “echten” (gibt es auch falsche?) Cashmere-Pullover andrehen. Der bestand bei näherem Betrachten jedoch aus 50% Cashmere, der Rest war Plastik. No thanx. Und dann diese Farben. Wer denkt sich solche Farben aus.
    Was soll eigentlich dieses “Vintage”? Sieht aus, wie von der Altkleidersammlung. Und warum schreiben die überall drauf, wer sich den den Mist ausgedacht hat. Bin ich eine wandelnde Liftfaßsäule. Realy not. Und warum machen die die Ärmel immer viel zu lang. Sind das Pullover für Primaten?
    Ich bin ziemlich geladen!

  194. " (Irgendwie mag ich den gut...
    ” (Irgendwie mag ich den gut leiden)”
    Filou, wollen Sie sich als Aspirant für die anvisierte Altenwohngemeinschaft
    empfehlen? :)

  195. vielen dank für diesen...
    vielen dank für diesen text!
    “Der Steppenwolf” revisited …

  196. @Foersterliesel
    "Überteuerte...

    @Foersterliesel
    “Überteuerte Markenwaschmittel zu bevorzugen ist auch bei uns noch der kleine Luxus der Armen.”
    ich kenne das in der version sich lindt-schokolade kaufen zu können……
    was anderes:
    habe ich heute per email ins büro bekommen, kann man auch als nicht-dpg mitglied abonnieren? bzw. down loaden..
    http://www.dpg-physik.de/presse/pressemit/2012/dpg-pm-2012-20.html
    da gab es doch immer diese weltverschwörer mit den chemtrails, jetzt haben die schon die ehrenwerte dpg angesteckt
    @DA
    tun’s halt bitte ein bisschen langsamer, schnelles bergabfahren ist in unserem alter nichts mehr, da hilft das beste mountainbike nichts mehr…
    meine empfehlung wäre skateboard fahren oder slake line zum wiederantrainieren des gleichgewichtssinns und dann erst auf die harten outdoors spielplätze.
    ein bisschen klettern wäre auch ganz gut:
    http://www.haus-des-meeres.at/de/Geschichte/Kletterwand.html

  197. und auch empfohlen ein buch...
    und auch empfohlen ein buch aus berlin. möglicherweise nicht nur für öffentliche verkehrsmittel oder im wartezimmer vor der fettabsaugung. http://www.ebay.de/itm/190714992964?ru=http%3A%2F%2Fwww.ebay.de%2Fsch%2Fi.html%3F_sacat%3DSee-All-Categories%26_from%3DR40%26_nkw%3D190714992964%26_rdc%3D1
    .
    (seit 2000 in moskau, äh berlin, so wars zu hören, http://www.sarahvquigley.com/folio_img.asp?id=60&one=1 )

  198. "Wo kann man in Mümchen was...
    “Wo kann man in Mümchen was Gescheites zum Anziehen kaufen?” – Im nächsten Internet-Cafe??? (*g*)

  199. E.R. Binvonhier, na so gut nun...
    E.R. Binvonhier, na so gut nun auch wieder nicht. Halt nur ‘irgendwie’.

  200. und der einstein der worte?...
    und der einstein der worte? (schreibt heute jeden tag eine neue theorie der relativität) (nein, er verfertigt jeden tag ein neues alphabet)
    .
    und die realität wäre auch noch da. (aber was kann der wald für die quelle tun?)
    .
    und gastgeber vergiß! (es gibt keine regeln. die er beachten muss.) (denn für schlechtes schreiben gibt es keine grenze, *g*) (Oder von den invertierten formen, die x-te)
    .
    und junge leute im richtigen leben? (ohne blog fehlt dir was) (oder: von der retrospektiven heilung theodor w. adornos) (*g*)
    .
    und ok, dürsten.

  201. wir meinen, die db ist eher...
    wir meinen, die db ist eher profitorientiert. und managementzentrisch. (der kunde – aka, “der durchschnittliche reise-idiot” (entschuldigung), evtl. gesteigert “der durchschn. management-klient” – bekommt so wenig wie möglich. und zum glück wird das auch immer mehr)
    .
    die zeiten als mme. houpflé reiste sind wahrscheinlich vorbei – und kommen auch nicht wieder. https://www.google.de/search?q=mme+houpfle+pic&hl=de&client=firefox-a&hs=VSR&rls=org.mozilla:de:official&prmd=imvns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=BAk9UIO7JJL74QSvpoHABg&ved=0CCEQsAQ&biw=1280&bih=671
    .
    wer die bahn satt hat, bringt sein geld heute für sich anders unter die leute, wie bekannt, eben möglichst weit weg von europa und arbeitenden menschen, halt ein bißchen eher da, wo`s keinre sieht, merkt und weiß. und man unter sich ist. und ohne internet. http://www.luxus-kreuzfahrten.ch/erlebnis-natur-antarktis-expedition-2013 – hanseatisch eben.

  202. perfekt57,

    in der...
    perfekt57,
    in der Pseudo-Stadt, ins Pseudo-Cafe oder was?
    Und in diesen Cafecomputer gebe ich dann meine Kreditkartennummer und Name und Lieferadresse ein und warte dann daheim ganztägig, bis sich die Eisblumen meines Fensters gelb färben.
    Guter Vorschlag.

  203. Don, ja, das ist auch so....
    Don, ja, das ist auch so. Zufriedenheit mit dem System, weil viele sich in ihrer Komfortzone bestens eingerichtet haben, oder die Möglichkeit haben, es sich dort bequem zu machen. Der Staat richtet ja auch eine Menge Komfortzonen ein…dazu alle paar Jahre sportliche Großereignisse und sonstige Bespaßung, schon herrscht Ruhe.

  204. Schöne Sprache, rohe...
    Schöne Sprache, rohe Worte,
    Butterbrot und Sahnetort,
    gehören allesamt dazu,
    und nun hat die liebe Sele Ruh.
    Meine Verehrung

  205. @ x - ok, dann nicht....
    @ x – ok, dann nicht.

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