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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Frauenkauf jenseits des Bordells

| 283 Lesermeinungen

Nichts ruiniert das gesellschaftliche Ansehen gründlicher als der Besuch einer Sexarbeiterin. Aber auch der Erwerb von freizügigen Rokokodamen in Öl auf Leinwand kann den öffentlichen Ruf dauerhaft beschädigen.

In unserm Puff kriegt jeder, was er braucht.
Francois Villon

Eigentlich wollte der B. erst mal Leute totschiessen, aber heute rettet er als Unfallchirurg Leben, und das kam so: Als unsere Schulzeit zu Ende ging, standen wir alle vor der Frage, wie wir uns gegenüber dem Militär verhalten sollten. Es gab, grob gesagt, vier Möglichkeiten. Die Untauglichkeit war angenehm, blieb aber nur wenigen vorbehalten, darunter auch einem, dem das zu einer früher Karriere als Berufspartymacher in München verhalf – dem Autor dieser Zeilen nämlich. Dann gab es besonders unter den Söhnen liberaler Familien viele Verweigerer, was damals in Bayerns Schulen schon mal als Vaterlandsverrat gebrandmarkt wurde. Es gab die Militärfreunde, die sich auf Führerscheine, Schlammrobben und Schiessprügel freuten und nicht ahnten, wie öde das alles werden würde. Und es gab junge, ernste Männer wie den B., die alten, ernsten und konservativen Familien entsprangen und den Dienst mit der Waffe als Teil ihrer staatsbürgerlichen Pflichten schulterten. Der B., in der Schule sehr gescheit und mit einem famosen Abitur ausgezeichnet, hatte das Glück, den Pionieren zugeteilt zu werden, die in der Stadt lagen, und konnte sich Hoffnung machen, die damals im kalten Krieg noch lange, lange Zeit beim Barras gut herumzubringen. Zumindest für die ersten Tage unter dort ebenfalls eingewiesenen Jungen aus der Oberpfalz.

Bild zu:   Frauenkauf jenseits des Bordells

Eines Abends jedoch wurden sie vom ihnen zugewiesenen Unteroffizier in einen Bus verfrachtet, und fuhren in das neben der Militäranlage gelegene Industriegebiet. Dort wurde ihnen erklärt, wo welche Bordelle sind, welche Preise verlangt werden, worauf sie zu achten hätten und wie ihr Benehmen sein sollte. Die Oberpfälzer beklagten sich über die Preisgestaltung, fragten nach den besten Damen und brachten diesbezüglich jede Menge Erfahrung mit, die dem B. als Abkömmling einer guten Familie natürlich vollkommen fehlte. Seine Kameraden probierten das Angebot aus, er blieb allein zurück, und musste sich den Rest des Abends wenig erbauliche Dinge anhören, sei es über die Ereignisse im Bordell, sei es über die ihm fortan unterstellte Homosexualität.

Und so kam es dann, dass der B. sich schleunigst mit seinen konservativen Eltern unterhielt, die nicht wirklich begeistert von den Zuständen der Truppe waren. Anwälte und Ärzte wurden konsultiert, und der schauspielerisch ansonsten überhaupt nicht begabte B. legte, getrieben von der Angst vor Monaten mit diesen Oberpfälzern, eine reife Leistung hin: Für einen, der vor dem Abitur noch mit grösster Selbstverständlichkeit dem nächstbesten Russen in den Bauch geschossen hätte, bekam er einen erstklassigen Nervenzusammenbruch in Verbindung mit neu entdeckten, ultrapazifistischen Neigungen. Es folgte ein kleiner Klinikaufenthalt und einiges an gezogenen Strippen, die hier jeden Rahmen sprengen würden, und letztlich fand sich der B. als Zivi in einer Unfallklinik wieder, wo er sein Talent im Umgang mit anderen Oberpfälzern lernte, die hier am Wochenende in mehr oder weniger Teilen angeliefert wurden. Der B. war sehr gescheit und universell begabt, er hätte mit seinem Abitur alles machen können und wusste nicht wohin mit sich – in der Klinik fand er seine Berufung, und so setzt er heute noch Leute zusammen, die es auf dem Weg von Disco zum Bordell zu eilig hatten.

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Und dass wir heute doch von einer alternativlosen Dame aus Ostdeutschland mit FDJ-Vergangenheit beherrscht werden, geschah ohne eine Schuss und ohne Russen. 1987 hätte man sich das schwerlich vorstellen können. Aber es war eine andere Zeit, in den bayerischen Städten hatten sich die alten Eliten noch behauptet, und die Regeln waren streng und unbedingt einzuhalten. Keine Verbot jedoch war so strikt wie jene drei, die man gar nicht erst verkündigte, weil eine Nichtbeachtung in dieser Gesellschaft undenkbar war: Keine Drogen (Bier ist in Bayern bei bis zu 10 Flaschen Grundnahrungsmittel und darüber hinaus auch nur menschlich). Keine Glücksspiele (Schafkopf spielt der Bayer als Traditionspflege, das zählt nicht, und die mondänen Spielbanken gehören dem Staat). Und keine Bordelle. Da gibt es nun wirklich keine Ausnahmen. Das war einfach nicht vorstellbar.

Mit einem aufgeflogenen Besuch in einem Freudenhaus hätte man sich aus der bürgerlichen Gesellschaft auf immer entfernt. Die Bordelle, einst in der Altstadt beheimatet, wechselten die Standorte, hinaus in Industriegebiete und Dörfer, aber selbst dort wäre das Risiko der Entdeckung gross gewesen. Wer hier aufwächst weiss, dass die Wände, besonders die Aussenwände, tausend Augen und Ohren haben. Jeder schaut nach dem anderen, und jeder schaut dem anderen nach. Und käme auch nur so ein Verdacht auf, wäre es mit der gesellschaftlichen Stellung vorbei gewesen. Ein Ehebruch aus Leidenschaft, auch das hätte vernichtende Folgen gehabt, wäre aber menschlich verständlich gewesen. Weil das erstens jedem passieren kann und man zweitens auch nicht will, dass jemand die alte, aber sehr ähnliche Geschichte von der Tant’Theres und Gustl von 1912 wieder aufwärmt, schliesslich verdankt man den Millionen der Theres vieles, und sie war trotz dieser Geschichte eine respektable Frau, solange keiner darüber redet. Aber Unzucht im Freudenhaus, kalt berechnet und mit klingender Münze bezahlt: Das ist nicht nur Sünde und Unzucht und Ehebruch, sondern auch Vergeudung von Vermögen. Da wird gegen alle Vorgaben auf einmal verstossen. Beim Militär mag das, siehe David Pretaeus oder die Oberpfälzer, anders herum sein, aber wir sind nicht umsonst Zivilisten. Bei uns gelten andere Regeln, nämlich die unseren, und das Standgericht gehört uns auch.

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So zumindest war es noch 1987. Seitdem ist die Sexualisierung der Gesellschaft aber mindestens so vorangeschritten, wie die Kolonialisierung des Westens durch den Osten, und nun leben wir in Zeiten, da der organisierte Bordellbesuch offensichtlich zu den Soft Skills gewisser Teile des deutschen Managements gehört. Noch immer beklagt man sich wegen der Verschwendung, noch immer ist das nicht moralisch sauber, und noch immer kann das zu schlimmen Folgen in der Ehe führen, aber man muss auch sehen: Es ist längst Teil der Populärkultur, bekannt aus Buch, TV und Film, sei es modern und tätowiert oder mittelalterlich und wandernd. Allerdings kann man sich mit anderem Kauf von Frauen auch anderweitig soziale Probleme einhandeln; vor eine Weile etwa war bei mit die Grosstante einer Freundin zu Gast, die das Haus schon als kleines Kind besucht hatte, und nun, von den Erzählungen der Lieblingsgrossnnichte angetan, das Wiedererstehen in alter Pracht mit Stuck und Kronleuchtern betrachten wollte. Zwischen Parkett und Stuck seien auch Gemälde des Rokoko zu sehen, und die Grosstante kam, betrachtete, lobte steif und ging wieder. Im Auto stellte sie dann klar, dass ihr Herzblut keinesfalls bei so einem Wüstling mit all den Nackerten enden sollte: Die Gemälde mit viel Fleisch und wenig Anstand (Sie, liebe Leser, sehen auf den Bildern einen Ausschnitt des Angebots, und zwar den, der halbwegs jugendfrei ist) waren auch nach 250 Jahren nicht akzeptabel.

Seitdem machen in der Stadt wüste Gerüchte die Runde, egal wie viel ich von jüngst erworbenen, zugeknöpften Biedermeierdamen und jugendlichen Klosterschülerinnen erzähle. Ich hätte da so ein Kabinett der tausend Brüsten, was völlig übertrieben ist, aber die öffentliche Meinung ist an der schnöden Realität hinter meinen Mauern ebenso wenig interessiert, wie an der Banalität der käuflichen Sexualhandlung. Ich bin Nichtraucher, Drogenfeind, Antialkoholiker und kaufe nur auf dem Wochenmarkt, aber dieses eine Zimmer ist wirklich moralisch fragwürdig. Dabei bin ich keinesfalls Oberpfälzer, sondern nur Kulturhistoriker und sammle gern. Andere hängen TV-Geräte an die Wand und lassen Privat-TV darüber flimmern, das stört niemanden. Aber wehe, man steht zu seinen Leidenschaften. Dafür wird man verflucht und geschnitten.

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Bordellbesucher hätten es da vielleicht sogar leichter, schliesslich verzeiht man dem einsichtigen Sünder. Würde ein Oberpfälzer sagen, er distanziere sich von den Schandtaten seiner Jugend, die nur mit den Zuständen bei der Bundeswehr zu erklären sind, mit den sozialen Druck und der Angst, als Schwuler gebrandmarkt zu werden, würde man ihm das nachsehen. Sagte er gar, er habe sich vollkommen gewandelt, und würde heute sein Geld lieber in Öl und Leinwände des Rokoko investieren, er wäre Kunstsammler geworden und es würde ihm schlecht werden bei dem Gedanken, was er damals alles verpulvert hat, statt sich ganz den Musen hinzugeben, die besseren Kreise würden aufhorchen. Stellte er am Ende fest, dass er das alles tue, um dem Haus seiner Vorfahren all die Pracht vergangener Epochen wiederzugeben, würde man ihm vielleicht sogar wieder eine mitgiftfreie zweifach Geschiedene mit Kindern von einem anderen überantworten, wenn das Haus gross genug ist.

Aber ich kaufe Frauen ausserhalb der Bordelle und hänge sie auf, ohne ein Gefühl der Scham, und sage auch noch, dass mir diese natürliche Ausstellung der weiblichen Reize das Geld wert ist. In solchen Räumen, sagt die öffentliche Meinung, möchte man keine Enkelkinder sehen. Die BRD ist verschwunden, der kalte Krieg ist vorbei, die Kasernen werden gerade durch Luxuslofts ersetzt und die Bordelle werben heute mit Leuchtpalmen und auf Taxis. Das sittliche Verderben aber ist an meinen Wänden. Das kommt davon, werden sie munkeln, dass der Autor nie beim Bund Zucht und Ordnung gelernt hat.

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283 Lesermeinungen

  1. sehr nett!...
    sehr nett!

  2. "Lass die Leute reden! Sie...
    „Lass die Leute reden! Sie reden über jeden…“
    Irgendetwas hätte die Großtante der Freundin auch so gefunden, was ihr nicht behagt.

  3. Do kennt jo a jeda kemma. Mia...
    Do kennt jo a jeda kemma. Mia sand a grrundsolids Untanehmen. Ham´S mi?

  4. Es gab damals eine fünfte...
    Es gab damals eine fünfte Möglichkeit – die Flucht nach Westberlin.

  5. Dass der wortgewaltige Don ein...
    Dass der wortgewaltige Don ein verkappter Lüstling sein könnte liess sich aus früheren Blogs schon erahnen.
    .
    Dass er aber auch noch egoistisch ist und nur die züchtigsten Ausschnitte hier ablichtet und den Rest für sich allein behält mag ich ihm nicht nachsehen….

  6. -- tiberiat 16. November 2012,...
    — tiberiat 16. November 2012, 13:40
    — sehr nett!
    sehr informativ!

  7. Ja, der kalte Krieg mag vorbei...
    Ja, der kalte Krieg mag vorbei sein, moralisch hat aber effektiv der Osten gewonnen? Nun, die Oberpfälzer sind heute wohl ein Sammelbegriff für das verbliebene Prekariat bei der Truppe, oder wie sehen Sie das?
    Ihre einleitenden vier Möglichkeiten, Verweigerung, Untauglichkeit, Dienst mit und ohne philosophischen Hintergrund, sind übrigens nicht imkompatibel zueinander: ich selbst habe die ersten drei Varianten kombiniert.

  8. abgelegt unter: "...Zumutungen...
    abgelegt unter: „…Zumutungen der Moderne, Ethik, Alltag, Anstand“
    .
    Herrlich!
    .
    Gut, dass die Vertreter der öffentlichen Meinung auf dem Wochenmarkt Ihrer Kleinstadt Ihre Bildersammlung zum Tratschen gefunden haben. Das hätte auch übler ausgehen können.

  9. Werter Don,
    das Naserümpfen...

    Werter Don,
    das Naserümpfen gegenüber ihren Sammelvorlieben könnte auch etwas damit zu tun haben, dass die distanzierte, geschäftliche Beziehung zu Verwerflichem oft als noch anrüchiger gilt, als die unmittelbare. Der Bordellbetreiber/Zuhälter rangiert ja noch unterhalb des Bordellbesuchers. Wenn Sie Verwerfliches sammeln (man könnte auch sagen: damit Handel treiben) gilt vielleicht dasselbe.
    .
    Die Lösung: malen Sie selbst…

  10. "Untauglichkeit" - wie, was -...
    „Untauglichkeit“ – wie, was – bei IHNEN??? Hat die Bunzenwehr etwa kein RRK (Radl&Rodl-Kommando)?
    .
    Das älteste Gewerbe ist zugleich auch das ehrlichste Gewerbe, imo.
    Und auf jeden Fall das Gegenteil von Erotik. Uaargh.
    .
    „Es ist längst Teil der Populärkultur, bekannt aus Buch, TV und Film, sei es modern und tätowiert oder mittelalterlich und wandernd…“
    Köstlich, da kann man wirklich beschwingt ins Wochenende starten!

  11. So untauglich wie das Gewissen...
    So untauglich wie das Gewissen eines Bourgeois
    .
    @Don Alphonso: Mir ist nicht ganz klar, worüber Sie sich eigentlich beschweren, mal abgesehen von den stilistischen Überdrehungen, sprich: Fehlern – sie sollten den Text noch mal redigieren. Juckt es Sie wirklich was eine Großtante von wem auch immer dazu sagt? Oder wollen Sie allen Ernstes glauben machen, dass die Doppelmoral nun endgültig der Unmoral gewichen ist? Oder weinen Sie gar einem bairischen Viktorianismus nach? Wo wäre der Oskar Wilde, der uns darüber erhebt, oder der D. H. Lawrence, der uns mit diesem versöhnte? Zugegeben: der andere Oskar, der Maria Graf, hat ein wenig von beiden.
    .
    Der eingangs von Ihnen zitierte Francois Villon – ich liebe ihn –, jedenfalls ist der definitive Kontrapunkt zu dieser oder jener Heuchelei, zu all der gespielten Pikanterie wie ernst gemeinte Bigotterie. Allein, dass es diesen gab, macht mir den Menschen sympathisch. Die Herrschaft des Pöbels erscheint so als Herrschaft der Libido. Und da gibt es nur den einen wahren Herrscher unterm Götterhimmel – Pan. Bei mir hängt dieser als ein Stahlrelief, einst geschaffen von einem Künstler aus dem Harz. Sein Künstlername war Jasin – hab ihn leider aus den Augen verloren. Nach vorne dem stilisierten „bösen Engel“ zugewandt, mit dem Rücken dem „Guten“. „Bipolarität“ betitelt. All die anderen Götter sind so untauglich wie das Gewissen eines Bourgeois oder der barocke „Pan“, wie von katholischen Künstlern dem christlichen „Teufel“ abgerungen.

  12. Bei der weltkriegserprobten...
    Bei der weltkriegserprobten Verwandtschaft konnte man als (W-15-) Soldat auf Heimreise noch im kleinen Dienstanzug reüssieren, anschließend im Studentenwohnheim hatte man bei den grün angehauchten BH-losen T-Shirt-Trägerinnen als potentieller Mörder total verschissen. sic transit…

  13. Beherzen Sie den Spruch: Ist...
    Beherzen Sie den Spruch: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich voellig ungeniert.
    Danke fuer den interessanten Beitrag!

  14. Die Einschläge rücken...
    Die Einschläge rücken näher. Mußten sich bisher meist die Berliner berechtige und weniger gerechte Keile vom Don gefallen lassen, trifft es jetzt schon die Oberpfälzer.
    Glücksspielhallen mit großen Werbetafeln entlang der Autobahn und Puffwerbung auf den Taxen und auf Anhängern am Straßenrand. Es ist eine massive Umweltverschmutzung.
    Wer geht da eigentlich hin?
    ZUm Schauen gäbe es doch gratis das Internet. Es gibt das Kopfkino, in dem vieles verbleiben sollte. Und dann, (mit und trotz respice finem) könnte mann einmal mit der Herzdame sprechen. Vielleicht hat sie auch eigene Phantasien und Wünsche.
    Sich einen Puff und den dortigen Rockern, Luden, Anbieterinnen auszusetzen – ich stimme dem Don zu.

  15. Anregender ist nicht der Kauf,...
    Anregender ist nicht der Kauf, sondern der Raub.>>>>>der Sabinerinnen.
    Oder ein Besuch bei Hèrmes in Paris mit der Liebsten.

  16. Beim betrachten der Bilder...
    Beim betrachten der Bilder musste ich an die Vorliebe des
    Hausherrn für Backwaren und Torten denken.
    .
    Zum reinbeißen.

  17. Die Grosstante der Freundin...
    Die Grosstante der Freundin des Don ist selbst nach den Masstäben von 1980 reichlich prüde, wenn sie Anstoss an Nacktszenenen aus dem Rokoko nimmt. Diese Einschätzung nimmt natürlich keinerlei Rücksicht auf die Gepflogenheiten der Westviertes bayrischer Kleinstädte, dass räume ich mangels Kenntnis beschämt ein.
    Diese Art der Bordelleinweisung war in der Bundeswehr in den achtzigern nicht sehr weit verbreitet, aber zu den Pionieren wie zu den Panzergrenadieren schickte man nicht unbedingt eine Bildungs- und Intelligentenauslese, vieleicht hängt´s damit zusammen. Und war entweder als Akt der Fürsorge gedacht. Oder resignierte Schadensbegrenzung.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  18. Ha! Da bin ich als Berliner ja...
    Ha! Da bin ich als Berliner ja fein raus: Die Soldatenkacke blieb mir wie meinem Sohn erspart; kenn ich alles nur vom Hörensagen.
    A propos sagen: Man sollte mal sagen, dass ich, resp. meine Generation, wohl die erste in D. ist, die keinen Krieg erleben musste, jedenfalls daheim (und wenn man von den ersten drei Wochen absieht: aber ich kann mich zum Glück nicht erinnern). Wem darf ich dafür danken? Hoffen wir, dass es bis zum Ende meinerseits so bleibt. Auch wegen der Damen, nackich oder freundlich…

  19. Mit Verlaub Meister Don...
    Mit Verlaub Meister Don Alphonso, wuerden Sie es wagen mal so ein „Menu“ oder „Rate Card“ von solchen Bordello Unternehmen zu beschreiben?
    Natuerlich nur aus akademischen Interesse.
    „Rate Cards“ wuerden die oekonomischen Aspekte fuer Investoren erklaeren.
    Ob die wohl konkurrenzfaehig sind mit unseren bekannten „Mustang Ranches“ im wilden Westen der USofA?
    Waer auch interessant von dem „Menu“ Angebot was zu hoeren. Sowas koennte nicht nur faszinierend sein, aber eventuell sogar Menuschreiber im taeglichen Leben, inspirieren.
    Zur rhetorischen Frage: „Wie war dein Tag, Liebling?“ …. kommt die Menuschreiber Anwort: „Ja Darling, ich hab mal wieder ein tolles Menu geschrieben. Shakespearean Niveau. Hoechst satirisch.“
    „What’s for supper darling“ fragt dann der Schreiber.
    Die Antwort ist unbekannt. Der Schreiber soll in med. Behandlung sein.
    Pax vobiscum

  20. Werter Don, soll ich Ihnen...
    Werter Don, soll ich Ihnen einen Kunstmaler vermitteln, der jeder Ihrer Damen eine „maßgeschneiderte“ Burka verpasst, die sich in liberaleren Zeiten auch wieder entfernen läßt? Beispiele solcher Korrekturen gibt es ja in der Geschichte der Malerei und der kirchlichen Zensur ja zuhauf…

  21. Ich lobe ungern in...
    Ich lobe ungern in literarischen Dingen, Don Alphonso, Sie wissen es. Ich finde, nicht ausgescholten ist schon Lob genug und mache dazu ein Gesicht wie der Rat Knarrpanti. Ich gestehe, ungern, aber notgedrungen, daß mir heute die Gesichtszüge entglitten und die Ohren Besuch bekamen. Nun, ein Gentleman bewahrt auch in der Niederlage seine Haltung und so erhalten Sie von mir heute ein respektbezeugendes Kopfnicken. (Weitergehende Maßnahmen verhindern meine Vatermörder.)

  22. die "nicht wirklich"- flut...
    die „nicht wirklich“- flut grassiert weiter

  23. @Devin08 – Was Don will, ist...
    @Devin08 – Was Don will, ist doch offensichtlich…. Mit seinen gekauften Damen ein bisschen angeben. Wir können schließlich nicht alle bei ihm aufkreuzen und uns seine Sammlung im Original betrachten.

  24. Falsch, ganz falsch, Thorsten...
    Falsch, ganz falsch, Thorsten Haupts, die Tante ist gar nicht prüde. Sie schließt nur vom allgemeinen auf das besondere.
    .
    Devin, Devin, schön Sie wieder hier zu haben, aber Sie haben das Dingens mit der Ironie immer noch nicht verstanden. Warum sind die Leute mit einer Ideologie immer so humorbefreit? Aus Ihren vielfachen Beiträgen entnahm ich doch, daß Sie die freie Entwicklung eines jeden für die Bedingung der Entwicklung aller halten. Aber warum immer so verkrampft? Wenn wir morgens arbeiten und abends Gedichte schreiben sollen, warum dann keinen Humor und immer nur Apocalypse now? Keine Lieder abends unter dem Lindenbaum, sondern immer nur zum Ruhm des höchsten Perückenträgers? Gerade so schön in China zu sehen. Alles Klone, garantiert humorbefreit.

  25. soft skill oder doch...
    soft skill oder doch Incentive?

  26. @Savall – sieben Männer und...
    @Savall – sieben Männer und keine Frau. Ich stelle mir ein Meeting der chinesischen Führung fürchterlich langweilig vor. Außerdem frage ich mich schon den ganzen Tag, warum diese konservativen Männer da in Peking Angst vor einer Madame haben. Ob Sie sich fürchten, dass sie nicht verkäuflich sein könnte?

  27. Gute Frage, Der Tiger. Ich...
    Gute Frage, Der Tiger. Ich hingegen frage mich, ob die Sieben überhaupt Menschen sind.

  28. Habe ich schon mal erwaehnt,...
    Habe ich schon mal erwaehnt, dass ich Romantiker bin? Nun denn, hiermit sei’s eingestanden. Somit duerfte klar sein, dass selbst in meinen wildesten, na, sagen wir mal ‚unruhigsten Zeiten‘, der Duemmer See (Seelandschaft mit Pocahontas) Raum und Stimmung genug bot fuer Schaeferspiele auch deftigster Art.
    In der Naehe besagten Gewaessers lag die Kaserne, welche fuer eine gewisse Zeit mein nicht besonders gemuetlicher Aufenthaltsort war.
    Von der Kaserne kommend, kurz vor dem Ortseingang, stand ein solches Luderhaus. Immer wenn dem Wachleiter hoher Besuch beim Regiment angekuendigt wurde, vergatterte er die Mannschaft besonders nachdruecklich, dann schwang er sich mit dem Walkie-Talkie in den Munga, fuhr zum Puff installierte sich hinter einem Fenster, wenn dann ein General Wachleiter Holzauges Holzauge passierte, ging ein Funkspruch bei der Hauptwache ein. Nur so konnte man eine gewisse Illusion miltaerischer Disziplin hervorrufen. Da stand dann ein Haufen Tachinierer verblueffend stramm, als ob der preussische Koenig eigenhaendig mit dem Stoeckchen die Disziplin eingepruegelt haette. Es war eine wundervolle Farce.
    Ein Pionierbattailon gabs auch. Ach Gott, welch eine Strafe war es doch, als Fahnenjunker (weiter kam ich nicht) Stellvertreterdienste zu machen.
    .
    Das Bordell uebrigens war nicht wirklich professionell. Meist wurde es, wir man sagte, von Freizeitnutten frequentiert.
    .
    Wie konjugiert man als gebildeter Mensch eigentlich Bordell? Bordell, Bordella, Bordellare, Bordellum?
    .
    (Begleitmusik momentan: Hasse, Piramo et Tisbe (ziemlich viel Waldhorn))

  29. Ich liebe solche...
    Ich liebe solche Großtanten.
    Sie sind die wahren Stützen der Gesellschaft.

  30. ThoHa,
    in der Domagkstraße...

    ThoHa,
    in der Domagkstraße waren es Panzer-Pioniere.
    .
    In Frankreich kommt man für die Oberschicht nicht in Frage und gilt als Langweiler, wenn Baudelaire das Regal und Fragonard die Wand schmücken.
    .
    Was die Münchener Oberpfalz betrifft, kann ich leider keine Kleenex-Geschichten beisteuern.
    Grundsätzlich fehlt mir die Begeisterung für Whirlpools, Yucca-Palmen und die Hinterlassenschaft vorheriger Kunden.

  31. Der kalte Herbst ist ein...
    Der kalte Herbst ist ein Frühling für Geniesser. So gibt und gab es doch für mich nie Schöneres, als mit einer angezogenen Frau….und Ihr immer wieder zu sagen: Nein, bleib angezogen.
    Frauen sind viel schöner als Männer, aber…in schönen Kleidern versteckt sind sie sogar noch viel schöner.
    Und ein Bordell ? Ein Bordell habe ich bis heute nicht verstanden.
    Aber, es reicht ja, wenn viele Andere es verstehen.

  32. Filou, Sie sind ein Zyniker....
    Filou, Sie sind ein Zyniker. Was soll in einem solchen Kaff, auch Mare Crisium, denn anderes herauskommen. Wenn überhaupt was kommt. Ist’s denn nicht die unwiderrufliche Pflicht des Muschkoten, die obgeordneten Persönlichkeiten ruhigzustellen, damit alles seinen geordneten Gang gehen kann? Wo kämen wir denn hin, wenn jeder machen wollte, was er will und keiner macht was er soll? Oder gar Zitronenfalter anfingen, Zitronen zu falten?

  33. Achzo. Wo ist mein Kopf?...
    Achzo. Wo ist mein Kopf? „Pioniere in Ingolstadt“. Check, Don Alphonso.

  34. Savall, lustig ist, dass, egal...
    Savall, lustig ist, dass, egal wo ich hinkomme, Kuehe in Halbtrauer rumstehen.

  35. Werter Filou, Bordell kommt...
    Werter Filou, Bordell kommt aus dem Franzoesichen, insofern sind lateinische Deklinationen (die meinten Sie wohl) voellig unangebracht. Manch empfinden ja heute schon das korrekte verwenden lateinischer Plurale als peinlich, insbesondere hier in den U of A (da heisst, z.B., es auch im Singular „Visa“ oder „data“).
    Was hat Sie denn von der offizierslaufbahn abgebracht, wenn man fragen darf?

  36. Ach, et tu, Filou? Ich ahnte...
    Ach, et tu, Filou? Ich ahnte es. Irgendwie trifft man sich immer auf der Insel Felsenburg.

  37. @Savall – Da stimme ich...
    @Savall – Da stimme ich Ihnen voll zu! Das habe ich mir heute auch überlegt: inwieweit sind diese sieben Oberchinesen eigentlich Menschen – mit eigenen Ideen, Ressentiments, Vorurteilen und Plänen? Vielleicht werden die gar nur im Computer der chinesischen Partei simuliert? Dann kam ich zu dem Schluss, dass ich lieber Tiger in Dons Salon bin als so ein alter Knacker im chinesischen Kabinett – obwohl ich als Tiger umsonst denken und Kommentare schreiben muss, während diese chinesischen Mandarine wohl abgepolstert sind…. aber wenigstens ist das, was ich schreibe, ein Ergebnis meiner eigenen Ideen, Ressentiments, Vorurteile und Pläne.

  38. Operettenarmeen und das Corps...
    Operettenarmeen und das Corps diplomatique (Botschafter etc.) unter der Madame de Staat, wer nimmt sie noch ernst, wenn jede Woche Gipfelkonferenz in Brüssel im TV läuft? Sind sie nicht schön anzuschauen die golddurchwirkten Epauletten, die Ordenspangen der Militärattacheés und die Fangschnüre auf den Heroenbrüsten?
    Leichtfüssig und geflügelt dagegen gehen meine Botschaften an der Geliebten Herz.
    Wir werden uns immer handelseinig. Das bringen/bewirken schon allein meine Botenstoffe.

  39. Savall, oder auf der...
    Savall, oder auf der Gelehrteninsel.

  40. @T.I.M., Na was glauben Sie?...
    @T.I.M., Na was glauben Sie? Wein, Weib, Gesang.
    Und eine tiefe Abneigung gegen Zwaenge.

  41. Filou, wenn Sie Hasse mögen,...
    Filou, wenn Sie Hasse mögen, kommen Sie doch über Weihnachten nach Dresden. Am 25. vormittags und 31. nachmittags Hasse mit den Kapellknaben in der Hofkirche. Zeitig kommen. (FDJ-Ausweis mitbringen!)

  42. Der jugendlich stolze Tonfall,...
    Der jugendlich stolze Tonfall, in welchem Lucretia Borgia dem Französischen König versicherte, von der teuersten Kurtisane Roms abzustammen.

  43. @Devin08: Villon hat ein...
    @Devin08: Villon hat ein überaus interessantes Verhältnis zu Gerichten …
    http://angerweit.tikon.ch/lieder/lied.php?src=villon/verzeihung

  44. lieber salonsurfer, mit ein...
    lieber salonsurfer, mit ein wenig verspätung darf ich ihnen für ihr so freundliches compliment dennoch artigst danken, der sanfte augenaufschlag wird trefflich von einer kleinen kaskade von goldlöckchen verborgen…
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    liebes cologne, nicht wirklich.
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    lieber irgendeiner, streiche ‚verkappter‘.
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    lieber don, dem kompliment von Savall kann und möchte ich nur unumwunden zustimmen, verbunden mit meinem herzlichen dank für angenehme minuten.
    .
    und ob man sich heute noch so verhalten kann! ha! da könnte ich, wenn es nicht so indiskret wäre, durchaus einige anekdoten beisteuern, was damen der famille und der gesellschaft alles furchtbar, scheusslich und indiskutabel finden, und da ist die grosstante mitnichten ein ausreisser. vor allen dingen das schnattern hinter dem rücken des delinquenten.
    man findet vordergründig ’so etwas‘ nicht fein, sondern pervers, wer weiss, was da noch alles in den kommoden lagern mag – und weist zugleich etwaige ‚entgleisungen‘ für sich persönlich weit von der hand, ob dies nicht zutreffen mag oder, nicht wahrscheinlich, nicht zutreffen mag -, und wenn sich solcherlei obszönitäten noch in der wohnung eines unsäglicherweise unverheirateten befinden, der unverschämterweise nicht einmal heiraten will, dann vermutet man das schlimmste für die lieblingsgrossnichte und für alle zarten, jungen, unbescholtenen damen, die diesem ungeheuer in die fänge geraten könnten.
    auf alle fälle geht eine solche dame reinsten leumunds aus diesen vorfällen heraus, mit bestem gewissen, der unzucht einhalt geboten zu haben. zum glück musste sie sich nicht mit einer veritablen hure, mit seidenen bändern gefesselt an ein straflager, auseinandersetzen, denn der sünde in ihr feueräugiges angesicht sehen, geschweige sich verbal damit auseinandersetzen und auch noch abgrenzen zu müssen, dazu wäre sie vor lauter schnappatmung wohl kaum imstande gewesen.
    schliesslich lässt man sich nicht erwischen.
    und wenn die dame tatsächlich dem sozialen druck sich zeit ihres leben gebeugt hätte, so hätte das nagende bedauern über verpasste gelegenheitem im leben sich in noch deutlicherer abgrenzung gezeigt.
    .
    wie man es macht, so macht man es nicht richtig, denn ein ruf ist ein gut, das gar keinen wert besitzt, er entschädigt uns niemals für die opfer, die wir ihm bringen.

  45. @Savall: Apocalypse...
    @Savall: Apocalypse now?
    Wegen des „Lustreisen deutcher Bundestagsabgeorndeter (West) und späterer MPs“ Luftbildbandes (Dschungelcamp und -kind) im Aussenministerium (der Geloge kam aus Bayreuth)?
    Ein Gürteltier ist deshalb Gürteltier weil die Krokodile dort in Zuchtfarmen gehalten werden und es artenschutztechnisch nicht als verwerflich angesehen wird Alligator-leder zu tragen (Allgato heißt auch irgendwas auf japanisch, Guten tag oder Dnake oder so). Aus Schnittzeichnungen deustcher U-Boote welche bei der anläßlich Carstens Besuch vor Anker gegangenen „Deutschland“ seinerzeit zur Werbung der an internationalen Schulen lernenden Auslandsdeutschen für die Bundesmarine verwendet wurden haben dann findige Journalisten möglicherweise die Schleswig Hollsteinchen -Boot Lieferungen konstruiert: inklusive Schubladen-Affäre, Barschels-Wanne (mit Beruhigungsbad (Tavor))

  46. liebes x, meinen sie etwa...
    liebes x, meinen sie etwa solcherlei ergüsse fragonards? http://it.wikipedia.org/wiki/File:Jean_Honore_Fragonard_Young_Woman_Playing_with_a_Dog.jpg.
    .
    lieber mediensegler, von ihnen habe ich in dieser hinsicht einen schönen begriff lernen dürfen…

  47. Fritz, Sie machen mich lachen....
    Fritz, Sie machen mich lachen. FDJ-Ausweis? Ich wurde an einem froestelden Maerzmorgen beim Fahnenappell meiner Schule vor versammelter Mannschaft (ca. 200 SchuelerInnen) von den ‚Jungen Pionieren‘ ausgeschlossen.
    Die Peinlichkeit hielt nur kurz an, denn ploetzlich hatte man Freunde aus dem altbuergerlichen Lager dazugewonnen.
    .
    Da war nix mehr mit FDJ und GST und DSF. Aus die Maus. Ab in den Westen. Egal wie. Bloss weg.

  48. @HansMeier555, wie meine...
    @HansMeier555, wie meine Madame in einem hellen Moment sagte: „Ein bisschen nuttig sind wir alle.“

  49. Filou, "Weib" sehe ich sofort...
    Filou, „Weib“ sehe ich sofort ein, allgemeiner Unsinn der Veranstaltung auch (ThorHa – nicht die Existenz der BW sondern deren Organisation), aber Alkoholika (vielleicht nicht Wein in der bevorzugten Qualitaet) und Gesang (sogar in der sportlichen Variante Marsch mit Gesang) gab’s doch sicher genug.

  50. Ich habe das Gefühl, das...
    Ich habe das Gefühl, das Thema hat die Leser in noch exklusivere Stimmung versetzt als sonst. Alle drücken sich noch gewählter aus als hier üblich. Es ist eine einzige galante Plauderei.
    .
    Dabei ist die Kombination von Bundeswehr und Bordell wirklich nur dadurch zu ertragen, dass sie von Leidenschaften in Öl überdeckt wird. Ich verstehe die Entrüstung der Tante nicht. Ich dachte immer, Nacktheit wird akzeptiert, so lange es sich um Kunst handelt.

  51. liebe muscat, wohl aber ein...
    liebe muscat, wohl aber ein rödlkommando hat die truppe.

  52. @Filou:
    ...
    Wegen Ihres...

    @Filou:

    Wegen Ihres Ausschlusses nachträglich herzlichen, ernstgemeinten, Glückwunsch!

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    P.S.: Ich habe auch etwas gegen Zwänge. Und bin deshalb Offizier geworden :-).

  53. Liebe lonna laura,

    ja, solche...
    Liebe lonna laura,
    ja, solche meinte ich. Wer möchte da nicht Hündchen sein.
    Eine andere Dame mit einem Hündchen aus der Feder eines russischen Dichters hatte auch die Macht, einem das Genick zu brechen.
    .
    Un petit cadeau pour vous, Madame:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=TE1rcGk4NvU

  54. Der Tiger16. November 2012,...
    Der Tiger16. November 2012, 20:54
    „obwohl ich als Tiger umsonst denken und Kommentare schreiben muss“
    .M u s s ?
    Mir macht es Spaß, zu denken und hier zu schreiben.

  55. Auch ich habe immer...
    Auch ich habe immer oberflächlich geglaubt, Nacktheit als Kunst sei o.k. Selbst ein hyperrealistisches Mel Ramos Busenwunder würde in seiner Mischung aus Kostspieligkeit und Inszeniertheit wohl kaum den Besitzern das Etikett verwerflicher Lustmolche eintragen.
    .
    Allerdings ist in der Kombination „ältere weibliche Verwandte“ zu „Kindähnlichem“ alle Art Sexualität eklig, man möchte sich das Bild der Kleinen unschuldig und rein und mit Putto-Stummelschw%&zchen auf dem Eisbärfell bewahren.
    .
    Ich weiss nicht genau zu sagen, wieso, vielleicht weil weibliche Sexualität viel sensibler und fragiler und dadurch so oft enttäuscht und frustriert wurde, ergibt sich diese Abneigung zum Thema, vor allem wenn es in dieser oberpfälzisch-robusten Art an die Oberfläche der Erscheinungen tritt.
    Und von Grosstante, die etwas auf sich hält und ihr schleckendes Pudelchen, zu Grossneffe ist dann jedes Indiz zu viel und zu verräterisch auf den oberpfälzer Gorilla in jedem Mann.
    .
    Ich glaube, es hat viel mit dem unguten Machtgefälle zu tun, da es zum weiblichen Erleben gehört, in diesen Dingen mit männlichen Erwartungen und Praktiken konfrontiert zu werden, die man einfach nicht erfüllen möchte, weil sie einem nicht zusagen.
    (Um es vorsichtig zu formulieren – das Verhältnis Sexualitätsausbeutungsbetrieb und ukrainisches hübsches, aber armes Mädchen ist nicht schön und romantisch).
    .
    Da gerät Sexualität schnell in Pauschalverruf, dass man als Gentleman lieber keinen Unterleib zu haben kultiviert, oder er vor lauter schlechtem Gewissen sowieso abstirbt. ( Da haben Mütter und Tanten oft ganze Vorarbeit in der Jugend geleistet.)
    .
    Wenn man an die frühen Achtziger Jahre denkt, wo BH- und Bikinioberteillosigkeit auch Programm für jede junge „coole“ Frau waren, und um den Eisbach links und rechts die Nackerten beiderlei Geschlechts und unter 50 herum lagen, dann hat sich das Klima heute sehr in Richtung Grosstantigkeit verändert, und ein paar Grossonkels liegen da nur mit Socken bekleidet zwischen den Grashalmen.
    .
    Kann sein, dass man früher keine 3D-Internetschweinereien kannte, und selbst die Nutella Zuhälterbande noch marginale Ehrencodizes pflegte, die den heutigen Rotlichtbetreibern aus Gegenden, die man besser nicht beim Namen nennt, völlig abhanden gekommen sind.
    Auch da ist die Discountermentalität angekommen; möglichst viel Tätowierung, Silikonbusen und Megam… für möglichst wenig Geld.
    .
    Was hätte man kotzen können, wenn man Huren und Freier selig zusammen sah in dem Horrorpuff, zu dem RTL II einen „Sexperten“ geschleppt hatte um das Ding wieder aufzumöbeln , wie eine heruntergekommene, fetttriefende, in jeder Ritze krabbelnde Gruselcurryknorpelwurstbude.
    .
    Allein an den Assoziationen, die der Begriff „Bordell“ lostritt, merkt man, wo wir heute stehen. Nein, dass hat nichst mehr mit Toulouse-Lautrec, Moulin Rouge, und dem ersten Mal von Fabrikantensöhnchen zu tun… und auch das war nur eine männliche Perspektive.

  56. Liebe donna...
    Liebe donna daura,
    .
    interpretieren Sie bitte die versehentlich falsch geschrieben Anrede als Zeichen einer Aufgeregtheit und nicht als Ausdruck von Unkenntnis.
    (Wussten Sie, dass ich manchmal beim Lesen Ihrer Zeilen Ihre Stimme imaginiere?)

  57. Oje, Filou, dann haben Sie...
    Oje, Filou, dann haben Sie schon in sehr jungen Jahren mit der alleinseligmachenden Penetranz Bekanntschaft gemacht. (Wir brauchen die vielleicht schmerzhafte Geschichte dazu nicht zu vertiefen, oder wollen Sie?)
    .
    Interessant, was das ganze hundertprozentige Gesocks von damals eigentlich heute macht: Vertreter, Franchisenehmer einer Ladenkette, Baulöwe mit stets geregelten Pleiten, Rentier am Tegernsee. Nette Nachbarn im Villenviertel!

  58. Filou16. November 2012,...
    Filou16. November 2012, 22:32
    „Und eine tiefe Abneigung gegen Zwaenge.“
    Und dann ist da dieser abgehalfterte Arzt, ganz klar ein Versager,
    im Auge eines Twens+x, packt dir an die Eier, mit Gummihandschuh,
    und sagt, husten Sie mal.
    Entwürdigend.
    … wieder drei Punkte.
    .
    Und dann stimmt das trotzdem.
    „Ein bisschen nuttig sind wir alle.“
    .
    Ich hoffe, ich kann auf Dons Text, den ich zweimal gelesen habe,
    morgen kommentieren, jetzt bin ich nicht in der Lage.

  59. fritz_17. November 2012,...
    fritz_17. November 2012, 00:46
    Habe bisher nicht gewusst, das es am Tegernsee Rentiere gibt.

  60. The Great Artiste17. November...
    The Great Artiste17. November 2012, 00:30
    Nein, dass hat nichst mehr mit Toulouse-Lautrec, Moulin Rouge, und dem ersten Mal von Fabrikantensöhnchen zu tun… und auch das war nur eine männliche Perspektive.
    .
    Ja.
    .
    Herzflimmern.
    .
    Alles ist käuflich.
    .
    Heute.
    .
    Die ganze Welt ist ein Bordell.

  61. Orrrrdnung ist das halbe...
    Orrrrdnung ist das halbe Leben, lieber Alfons.

  62. Don, einen schönen guten...
    Don, einen schönen guten Morgen, aber…
    Da regt sich denn doch leichter Widerspruch.
    Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass sich „die Sexualisierung der Gesellschaft“ auch „1987“ bereits weitgehend durchgesetzt hatte, zumindest in Gebieten die zum deutschen Kulturkreis gehören, etwas das die Oberpfalz ja, wie man manchmal lesen muss, auch heute noch nicht schafft.
    Deren Einfluss reicht aber zumindest noch immer bis in manche Medien hinein, die uns weismachen wollen, dass „der organisierte Bordellbesuch …. des deutschen Managements“ etwas arg Verwerfliches, oder gar etwas Aussergewöhnliches sei, statt ehrlich zu sagen, dass der negative Effekt solcher „Erholung“, bzw. dessen Publizierung leidiglich bei den Nicht-Mitgliedern jener Kaste zu Neid und Missgunst führt.
    Was allerdings ihren Ruf angeht, werden sie damit leben müssen, dass man nicht mehr wie früher sagt: „Wer Roth Händle raucht, der frisst auch kleine Kinder“. Heute sagt man (nicht nur in Nordbayern), wer solche Bilder hortet, der ist nur noch einen Schritt weit weg von Kinderpornos auf dem Computer….
    Wer zu seinen Leidenschaften steht, der zeigt wie wenig er doch allgemeine Verklemmtheit respektiert, und das mag der Katholik gar nicht, das erweckt wie gesagt den Neid und so wird man „Dafür … verflucht und geschnitten“, und wie auch bei mir, weiss man auch bei ihnen woher das kommt: „dass der Autor nie beim Bund Zucht und Ordnung gelernt hat.“
    Mein Vater hätte die Oberpfalz geliebt. Er stammte aus Oggersheim….. das ist wirklich wahr, so was kann man gar nicht erfinden.

  63. I usally get kissed before I...
    I usally get kissed before I get fucked“, wie der Lateiner sagen.
    .
    Nutten erlauben einem nicht, dass man sie küsst. Das kostet nicht extra, sondern ist ein no go!
    Echte Nutten haben Charakter.
    .
    Der Gegenstand einer Beziehung ist bei mir ausschließlich das Küssen.
    Es ist auch umsonst, wie das Kastaniensammeln, aber die Ausbeute ist viel geringer.
    Ich habe in meinem Leben bisher nur 8 Menschen auf den Mund geküsst.
    Alle 8 habe ich geliebt und nur mit solchen Menschen werde ich intim.
    Man kann retro sein und trotzdem ganz vorn.
    Dazu muss man aber erst den Politmüll aus der Birne entfernen. Wie der Mensch zu sein hat und wie nicht.
    Dann ist auch eine Annäherung möglich, die keiner Vergewaltigung gleich kommt und die zudem nicht auf dem Marktplatz verhandelt wird.

  64. The Great Artiste 16....
    The Great Artiste 16. November 2012, 23:30
    Frank Zappa, in Dirty Love (ich glaub in „Over-nite Sensation”): „…the poodle bites, the poodle chews it…“
    … und: thanks for the memories…. Der Eisbach in den 70er und 80er Jahren, zwischen den Vorlesungen… was sagt uns dies eigentlich heute, dass es so was nicht mehr gibt? Gibts da einen Zusammenhang zu den Pfaffen Gauck, Merkel, von der Leiden und Göring-Eckardt?

  65. Tendenziell sollen ja die...
    Tendenziell sollen ja die weniger preiswerten Damen schon vor Don Alphonsos Pforte von Zahnärzten o.ä. ersteigerungshalber abgefangen worden sein.
    Vielleicht fühlte sich die Großtante auch nur deshalb etwas heftiger angerührt.
    Wenn man dem Don glauben darf wurde so manche Dame mangels Sachkenntnis billiger eingeschätzt und fand so den Weg in dieses Ingolstädter geheime Kabinett und das auch noch unter einem steingewordenen jesuitischen Deckmantel.

  66. Man kann nicht viel länger...
    Man kann nicht viel länger als drei Jahrzehnte sexuelle Abenteuer mit
    Tausenden von Menschen haben, danach wird es einfach langweilig.
    Viele Grüße – und schönes Wochenende!
    Ihre Annie Sprinkle
    http://www.stern.de/lifestyle/leute/was-macht-eigentlich-annie-sprinkle-703677.html

  67. The Great Artiste,...
    The Great Artiste, 00:30
    Angeregt durch Ihren Kommentar habe ich den Artikel ueber
    die Wanderhure nochmal gelesen.
    Vielleicht komm ich noch drauf wieso sich eine Wanderhure
    in eine Adlerfrau verwandelt.

  68. Wenn ich die Ueberschriften im...
    Wenn ich die Ueberschriften im Feuilleton auf FAZ.net durchgehe,
    habe ich den Eindruck, es wurde eine Grosspackung ‚ Hallowach‘
    verteilt.

  69. Wenn man das Tötungshandwerk...
    Wenn man das Tötungshandwerk auch in einem 2-4 wöchigen Kurs erlernen kann, wie die Burschen in Afghanistan, wozu wird dann der Rest der Zeit benötigt? Man könnte meinen, Sinn und Zweck des Militärs sei die Angst vor dem Vorgsetzten und die Ermöglichung eines Gruppenzusammenhalts gegen die Zivilgesellschaft. Von hier aus kann man dann alles weitere ableiten.
    .
    Die Idee vom „Triebstau“ junger Männer, der im Bordell abgebaut wird, entspricht einer liberalen Selbstinterpretation der Gesellschaft, wie sie in Deutschland üblich ist. Ein sehr konservativer peruanischer Kollege wunderte sich kürzlich in einem Gespräch über einen deutschen Vater, der seine 15-jährige Tochter mit dem Auto bei deren Freund ablieferte, damit sie mit diesem das Wochenende verbringen kann. Auch hier ein Triebstau, der, wenn er nicht abgebaut wird, nur zu Schererein daheim führt. Ob nun beim Freund abgeladen oder vor dem Fernseher geparkt, alles folgt derselben Logik.
    .
    Die Möglichkeit zugleich liberal und konservativ zu sein, besteht darin, den Zwang zu delegieren und Profis für den Umgang mit Triebstaus einzusetzen, denen es nichts ausmacht konfrontativ zu agieren und ihre Klienten zu brechen. Die Armee hat einen guten Ruf in dieser Hinsicht und dass gerade sie abgebaut wird, halte ich für eine instinktive Verwirrung. Wer soll das künftig auffangen? Die Schule? Das Zeit-und Selbstmanagement moderner Firmen …? Setz dir ein Ziel und werde unglüclich, wenn du es nicht erreichst. Vielleicht hilft das ja – bei einigen zumindest.

  70. @mediensegler – das...
    @mediensegler – das “muss” bezog sich nicht darauf, ob ich schreibe, wann ich will und ob es mir Spaß macht, sondern darauf, dass es kostenlos ist. Vielleicht macht den Oberchinesen Ihr Job ja auch Spaß… aber sie müssen ihn deswegen nicht umsonst machen.

  71. Die Überschrift des Artikels...
    Die Überschrift des Artikels ließ mich Anbahngespräche und Vermittlung von KunsthistorikerinnenstudentinnenausgutemHause während des Spargelessens oder des Stiftungsfestes „auf dem Haus“ vermuten. Wäre bestimmt auch lustig geworden, ich mag die Art, mit der Sie über zwischenmenschliche und zwischengeschlechtliche Beziehungen aller Art schreiben.
    Die Liebe zu Gemälden des Rokoko und der Kommentar der Tante sind ebenfalls vergnüglich zu lesen.
    Und bevor ich es vergesse: Gerüchten nach werden auch heutzutage noch pickelige Jungs in Uniform nach der Weihnachtsfeier der Fallschirmjäger ins Bordell gekarrt – hat ein Freund des Bruders erzählt, der es von einem Freund weiß – muß also wahr sein!

  72. @achwas - Warum nach nur drei...
    @achwas – Warum nach nur drei Jahrzehnten aufhören? Das große Vorbild schafft noch viel mehr:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=mdYIl2zKcpg
    .
    Und was ein Mann erfreut, erfreut doch erst recht eine Frau!

  73. Re Liebschaften
    When it's...

    Re Liebschaften
    When it’s over, it’s over (sagte einmal Yogi Bear)
    You can’t re-boil boiled potatoes (sagen die Griechen)

  74. Wenn schon Bordell, dann so...
    Wenn schon Bordell, dann so ein Bordell:
    http://www.youtube.com/watch?v=KEiZ-J97O5A
    .
    Alle anderen sind Bumslokale.

  75. Aber ich liebe Euch doch alle!...
    Aber ich liebe Euch doch alle! (Mielke) Ich muss heute nach Innsbruck, aber es wird freigeschaltet, und ich bringe auch etwas mit!

  76. Hm, die Welt schien früher...
    Hm, die Welt schien früher komplzierter zu sein. Heute muss man nur zu einem bekannten Arzt gehen und sagen, dass man keinen Bock hat ein Jahr durch den Wald zu robben, wo man doch ökonomisch viel sinnvoller studieren könnte – und schwupp ist untauglich und kann sich ersteinmal ein Jahr Selbstfindung als Backpacker mit der gleichen Menge an Marschgepäck auf dem Rücken widmen.

  77. (Und pardon für mein...
    (Und pardon für mein Schweigen, weil ich so brav bin und nicht ausgeschlossen werde (ich halte nichts von Bordellen), sind hier gerade Familientage angesagt)

  78. @Fionn - wollen Sie damit...
    @Fionn – wollen Sie damit sagen, dass Yogi Bear ein Fachmann auf dem Gebiet der Liebe ist? Ich würde dann schon eher Goethe heranziehen:
    .
    „Und doch, welch Glück, geliebt zu werden, 

    Und lieben, Götter, welch ein Glück!“

  79. O.T . höre gerade im Radio:...
    O.T . höre gerade im Radio: Auch Sie werden sterben.
    Lassen Sie uns darüber reden.
    .
    Hinweis auf eine ARD-Themenwoche.
    .
    Ich! Never.
    Ist in meinem Bissnisplan nicht eingepreist.
    Da könnt ja jeder kommen. Frechheit aber auch.

  80. Familientage? Und wann ist es...
    Familientage? Und wann ist es denn so weit?

  81. Alle Anderen: have a good...
    Alle Anderen: have a good trip.

  82. @Norddeutsche – Wenn Sie das...
    @Norddeutsche – Wenn Sie das Thema ernsthaft interessiert, könnten Sie sich ja mal an Prince Matecki wenden. Der weiß vieles über die Bundeswehr.

  83. fi fi filou...
    fi fi filou

  84. Filou17. November 2012,...
    Filou17. November 2012, 10:11
    Könnte schärfer sein.

  85. Innsbruck? Transkarpatien? Das...
    Innsbruck? Transkarpatien? Das Wort Familienbande hat einen Beigeschmack von Wahrheit.
    Andererseits, Filou, Dank für den Hinweis. Da wird ja selbst der Knarrpanti milde gestimmt:
    http://www.youtube.com/watch?v=e1k5l4oiCEc

  86. wir stimmen zu. jede zeile...
    wir stimmen zu. jede zeile auch die unsere. und ein unterschied, na sagen wir, eben wie zwischen zbg. und davos. positiv unverwischbar. gesetz eben. „es gibt die wahrheit – und, eben notwendigerweise, auch „eine erzählung von der wahrheit““. und erzählung ist immer mehr – vielmehr: ohne sie ist alles nichts. (danke, dass er erzählt)
    .
    und die auswirkungen von peträus auf die ganze welt würden mind. ein ganzes buch füllen. leider ist das so.

  87. Und ich dachte schon, diesmal...
    Und ich dachte schon, diesmal kommt vielleicht was über steuerhinterziehende Stützen der Gesellschaft mit guten Beziehungen, einen angeblich Paranoiden, dessen „Wahn“ dann von der Hypovereinsbank aber als Realität bestätigt wird, und die Merk, die nicht zurücktreten mag.

  88. O.T. - aber ich hoffe, der Don...
    O.T. – aber ich hoffe, der Don lässt es trotzzdem durch:

    Ich empfehle die Anschaffung der ZEIT vom letzten Donnerstag. Im Magazin haben sie etwas für Deutschland sehr ungewöhnliches geschafft – 8 Menschen, vom Hartz IV Empfänger über Altenpfleger bis zum mittelständischen Unternehmer, reden offen über ihre Monatseinnahmen und -ausgaben. Hat auch 2 Jahre gedauert, die zu finden :-). Einkommen zwischen 1000 und 10000 Euro im Monat.

    Auch wenn man über Geld in den besseren Kreisen natürlich nicht (direkt) redet, hat mich dieser Artikel in meiner Grundhaltung bestätigt. Nein, es ist nicht alles gut. Aber wir stehen auch nicht am Rande des Abgrunds.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  89. Also diese Geschichte...
    Also diese Geschichte hier:
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=31KJ3QzWKeg

  90. Eins ist sicher: Neue...
    Eins ist sicher: Neue Scheibenwischer von Bosch.

  91. liebes x, der vertipper wäre...
    liebes x, der vertipper wäre mir entgangen, hätten sie nicht darauf hingewiesen; ausserdem vertippe ich mich zuweilen reichlich häufig, oder, schlimmer noch, scheitere im dickicht meiner negationen – was bis jetzt kaum jemand ernsthaft monierte, was mich ins grübeln bringt, denn so zerfällt manchmal die logik eines beitrags in welke blätter.
    .
    vielen dank besonders für ihre letzte zeile von 0.41 u. ein echtes kompliment.

  92. @Franz von Hahn, seit es die...
    @Franz von Hahn, seit es die Wehrpflicht nicht mehr gibt ist es sogar noch viel einfacher geworden.
    .
    Oder doch nicht, denn sonst bräuchte es ja kein Jahr Selbstfindung mit oder ohne Backpack, oder noch viel länger. Tatsächlich ist es wohl schwieriger geworden, ein einfacher Mensch zu sein.

  93. lieber HansMeier555/10.45 u,...
    lieber HansMeier555/10.45 u, hehe.
    .
    lieber Dreamtimer, irgendwo habe ich einmal gehört, dass die jungen männer dort erst zur schnecke und dann zur sau gemacht werden – und dann in diesem zustand auf die gesellschaft losgelassen werden.
    „Setz dir ein Ziel und werde unglüclich, wenn du es nicht erreichst“ ist im übrigen tatsächlich ein probates mittel, weswegen man ausgiebeig der ehrgeizlosigkeit frönt, was nach aussen aber mit gecshäftigkeit kaschiert wird, des geredes wegen.

  94. ferner fiel auf, dass wir...
    ferner fiel auf, dass wir inzwischen sogar auch in der tiefsten eifel, unter „kne – kommunale netze eifel aör“, selbstverständlich den wasserzählerstand online & 7-sprachig eingeben können. („Deutsch | Français | English | Türkçe | Русский | Español | Italiano“ bietet man an)

  95. @ARD via E.R.Binvonbier –...
    @ARD via E.R.Binvonbier – „Der Tod geht mich eigentlich nichts an.
Denn wenn er ist, bin ich nicht mehr,
und solange ich bin, ist er nicht.“ (Epikur)

  96. HansMeier, hm.
    Les oiseaux...

    HansMeier, hm.
    Les oiseaux dans la charmille?

  97. @Der Tiger 10:04, es heißt...
    @Der Tiger 10:04, es heißt doch: „ein jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden“
    Wohl dem der seine Fasson gefunden hat und leben kann bzw. darf !
    Oscar Wildes „ Bildnis des Dorian Gray“ könnte man da hervorkramen.
    ………………….
    Z u f ä l l i g zeigt das Jüdische Museum in Berlin eine Retrospektive
    des Malers R.B.Kitaj – mit dem schönen Titel “Obsessionen”.
    Das Bild „The Autumn of Central Paris” ist W.Benjamin gewidmet. Kitaj:„Benjamin und ich, wir sind beide leidenschaftliche
    Büchersammler, Rotlicht-Flaneure, Großstadtkreaturen, Obskurantisten…
    http://www.artchive.com/artchive/k/kitaj/autumn.jpg
    http://www.kunst-magazin.de/leidenschaft-und-besessenheit-des-r-b-kitaj/

  98. Rokkokokokotten....
    Rokkokokokotten.

  99. Mir zeigen die gesammelten...
    Mir zeigen die gesammelten großzügigen Rokoko-„Schweinigeleien“ nicht so sehr was über Don, sondern eher was darüber, dass man früher schon mal weniger verklemmt war.
    Auch chinesische oder japanische Zeichenblätter nahmen nix vor den Mund.
    .
    Heute muss man, um einen bestimmten Krimi-Stream im ähm Internetz, ähm der Mediathek anschauen zu wollen auf nach 22 Uhr warten. Nur weil da vielleicht ein Nippel freiliegt oder zwei im Deckengewickel zu stöhnen anfangen. Gewalt hingegen ist nicht ab 22 Uhr, sondern so halt.
    .
    Wenn ich Historiker wäre, würde ich meine Gemeinde eher mal mit asiatischen Zeichnungen provozieren, ggn. Damit sie ein Gefühl dafür kriegt, was früher möglich war. Unter dem „Vorwand“ Historische Kunst geht scho was vor 22 Uhr.
    Da bleibt der Tante dann die Luft weg beim Biss in den Baiser.

  100. Nachtrag zu R.B.Kitaj und...
    Nachtrag zu R.B.Kitaj und „Obsessionen“
    Kataj: Was ich noch mehr liebte als Katalonien selbst,
    war meine Freundschaft mit Josep, dem wohl reinsten Herzen,
    das mir je begegnet ist…
    http://www.jmberlin.de/kitaj/de/kitaj-kennst-du-das-land.php

  101. Und grad eine hoch-verklemmte...
    Und grad eine hoch-verklemmte Gesellschaft braucht viele Puffs. Sie wird auch versuchen, diese „Sex-Arbeit“ als normal hinzustellen um eine Werteverschiebung herzustellen.
    .
    Dieser Mann, vom Fließbandarbeiter bis zum Manager, der vielleicht eine Top-Position hat, es aber wegen der sozialen/mentalen Defizite nicht hinkriegt, zu einer Frau eine einfache (freiwillige) körperliche, geschweige denn ohne Gefühlskrüppelei eine seelische Beziehung aufzubauen. Es war schon jeder Mann im Puff mit oder ohne die grüne Firma und mindestens oder über 80% (?) tun es angeblich regelmäßig.
    .
    Meine These ist: je mehr Gefühlskrüppelei (heute en masse, mehr als früher, der Mann muss ja cool sein), je mehr Verklemmtheit, je mehr präpotentes Machtgehabe (ERGO-VErsicherungs-„Events“) desto mehr Puffs, desto mehr unverbindliche, illoyale Käuflichkeit braucht eine Gesellschaft. Ein unverklemmter Mann, der geistig-seelisch nicht allzu sehr bekloppt ist, eine Beziehung zu einem anderen erwachsenen menschlichen Wesen aufzubauen, der Sex nicht auschließlich über Macht&Geld definiert, braucht keinen Puff.

  102. "Bringe was mit."
    Was könnte...

    „Bringe was mit.“
    Was könnte das nur sein? Ein Stück der Sprungschanze? Das goldene Dachl? Einen Tirolerhut?
    Last exit to Innsbruck. Na servus. Jodeledihü, jodeledihüjahä!

  103. weil jeden tag alles update...
    weil jeden tag alles update ist, wenn die dinge ins rollen kommen, weil generationswechsel angeagt ist:
    .
    nur die tatsachen weiter laufend mit auf die festplatte schreiben also.
    .
    „Italien und Spanien fallen in der Euro-Krise als Exportmärkte für die deutsche Wirtschaft weit zurück. Osteuropäische Staaten ziehen in der Rangliste der Abnehmer deutscher Waren an den Krisenländern vorbei. …
    .
    Demnach dürfte Italien als vormals sechstwichtigster Absatzmarkt in diesem Jahr von Österreich überholt werden. Spanien wird den Daten zufolge von Rang elf auf den 13. Platz abrutschen – noch hinter Polen, Russland und Tschechien. Dort können deutsche Unternehmen mittlerweile deutlich mehr Waren absetzen als in Südeuropa. …“
    http://www.ftd.de/politik/europa/:export-einbruch-in-suedeuropa-wir-kaufen-nichts/70117608.html
    .
    wer zeitung las, also eine solche, die es schrieb, konnte evtl. wissen, warum auch fr. erkel jetzt in russland war. also vermutlich.
    .
    und wdr 5 gestern nachmittag für die historiker.
    http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/16.11.2012-16.05 http://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2012/11_November/manuskripte/ms121116Massengraeber_Dreissigjaehriger_Krieg.pdf
    .
    Ansonsten haben wir sehr viele verheilte Knochenbrüche. Man sieht, dass diese Männer – wir haben ja bisher nur Männer nachgewiesen – Frakturen, Knochenbrüche hatten und dass die wieder verheilt sind und dann wieder in den Krieg geschickt wurden.“ „Wir können das sagen aufgrund der Verteilung der Bleikugeln. Wir haben über 900 Bleikugeln und an der Verteilung sieht man eigentlich sofort: Der
    absolut größte Teil und darunter ein Großteil an Pistolenkugeln, ist auf
    diesem Bohnekamp-Hügel und das ist das Zentrum der Reiterei-Kämpfe. Am
    Weinberg ist das Zentrum der Infanterie-Kämpfe, hier ist die Anzahl an
    Musketenkugeln deutlich größer, hier ist auch unser Massengrab. Und der
    eigentliche Scharfe Berg, der Namensgebende, da hat so gut wie gar nichts
    stattgefunden, weil: Wir haben in der Staatsbibliothek Berlin eine Karte
    gefunden, eine handgezeichnete Karte der Stadt Wittstock und der
    Gemarkung. Da sieht man ganz deutlich, dass der Scharfe Berg bewaldet
    war.“ Sprecher: Aus dem Schlachtfeld ist ein Gewerbegebiet geworden.
    .
    „Sehr sehr viele Männer haben Arthrose; eigentlich ein Zeichen für hohe
    Belastung. Sie kann man sich bei der normalerweise üblichen Arbeit in der
    Landwirtschaft zuziehen. Der Arthrosegrad ist aber etwas erhöht und von
    daher kann man ausgehen, dass die Männer alle schon eine gewisse Zeit in
    der Armee gedient haben und dass die schweren Belastungen, denen man
    dort ausgesetzt war, durch das Marschieren, den Drill, das Reiten sich schon an den Knochen niedergeschlagen hat.“ Sprecher: An den Knochen lassen sich noch mehr Krankheiten jener Zeit ablesen: Zwar nicht die Pest, die in jenen Jahren grassierte, sagt Sabine Eickhoff. Dafür aber Syphilis und Parasiten. …“
    .
    der dreissig-jährie krieg exhumiert also.
    .
    und im spiegel 46 von dieser woche fanden wir auch einen beitrag „über erweitertes bruchrechnen an oberbayrischen seen“. also von achteln zu sechzehnteln zu tausendsteln womöglich. nebst jährlichen zahlenangaben zu aufwändungen für haushaltsführungen. eben auch im internationalen kontext, „falls man bei bedarf an mehreren seen wohnte“. (seite 52 daselbst). und von einer reise ins nahe nürnberg auch.
    .
    und es bleibt ein unterschied, ob die welt unsere wohnung ist, oder unsere bühne. oder verantwortung. oder und. nun denn.

  104. wir verstehen zwar nicht so...
    wir verstehen zwar nicht so ganz genau, worum es da geht, aber „A different kind of poverty now upsets my soul“ scheint wohl ein im historischen kontext unverlierbares ingredienz. http://www.youtube.com/watch?v=-bliyct4_6o
    http://www.lyricsbay.com/4_20_lyrics-crosby_stills_nash.html

  105. Liebes "x", ab 2 Promille...
    Liebes „x“, ab 2 Promille sollte man die Kontakte zur Außenwelt auf ein der Zivilisation förderliches Maß beschränken oder sich zum Heise-Forum scheren.

  106. @achwas - Der Ausspruch...
    @achwas – Der Ausspruch “Jeder soll nach seiner Façon selig werden” (Friedrich II) bezog sich nicht auf Glück in der Liebe, sondern auf den Glauben und das Leben nach dem Tod – so habe ich das jedenfalls verstanden.
    .
    Das Bildnis des alten Knacker Dorian Grey würde ich mir nicht in mein Boudoir hängen, denn das Gesicht auf dem Bild wurde alt während der lebendige Jüngling seine jugendlichen Züge behielt – in der Erzählung des Wilden jedenfalls.

  107. Hah, Der Tiger, den Eifer der...
    Hah, Der Tiger, den Eifer der deutschen Betroffenheitsarbeiter
    soll man nicht unterschätzen.
    Auch wenn sie am Ende nur ein “ kann man nichts machen“
    anbieten koennen.

  108. Sehr spassig und noch...
    Sehr spassig und noch spiessiger. Zumindest die alte Tante Ju(lischka). Womit wir über einen Umweg schon beim Bund sind. Ja ja die alten Tanten und die alten Geschichten. Puff, Champagner und Kaviar, eventuell sogar blonder gehören seit langer Zeit zusammen. Warum? Keine Ahnung, aber es scheint so zu sein!

  109. @ Franz von Hahn

    Ihnen ist da...
    @ Franz von Hahn
    Ihnen ist da wohl etwas entgangen. Es gibt keine Wehrpflicht mehr in Deutschland sondern nur noch den Freiwilligen Wehrdienst.

  110. Ich hab jetzt einen Schock...
    Ich hab jetzt einen Schock .
    Erst lese ich hier was von beschwingtem
    Wochenende und anderen Sauereien, schalte ahnungslos
    das Radio ein und Orson Wells teilt mir mit, dass ich sterben werde
    und der Herr von der Rentenversicherung mit mir darüber reden will.

  111. @Vroni (17. November 2012,...
    @Vroni (17. November 2012, 15:12), schieben Sie um Gottes Willen nicht alles auf die seelisch verformten Maenner.
    Sieht gerade so aus, als ob die Frauen wieder mal die total unschuldige Engerln sind.
    Das meine ich zur Abwechslung mal ueberhaupt nicht spassig.
    .
    Wie sagte Madame in einem hellen, aber unueberlegten Moment? „Wann schon gibt eine Frau einen Fehler zu!“

  112. Allein schon ein Grund, warum...
    Allein schon ein Grund, warum diese Frau eigentlich schon längst weg muss:
    .
    „Im Februar 2010 erntete Merk Kritik, als sie sich hinter Äußerungen des damaligen Bischofs Walter Mixa stellte, die sexuelle Revolution sei mitursächlich für den sexuellen Missbrauch an Kindern in katholischen Einrichtungen. Merk hatte sich bei Mixa „sehr dankbar für diese klare Stellungnahme“ gezeigt. Sie sehe darin „keine unglückliche Formulierung, sondern den Versuch einer Erklärung“.“
    (WIKIPEDIA)
    .
    Bin nicht stutenbissig (eher hengstbissig, hrhr), aber bei solchen Frauen vergeht mir jegliche Frauensolidarität.

  113. @Vroni: 80% aller Männer...
    @Vroni: 80% aller Männer sollen regelmäßig gehen?! Das kann und will ich einfach nicht glauben.
    @Tiger: vielen Dank für den Hinweis, aber bisher hab ich mich ferngehalten von der Bundeswehr und jeglichem Militarismus, ich bin mir nicht sicher, ob ich mich wirklich mit der Materie beschäftigen will…
    Aber ich will ja auch an die 80% Bordellgänger nicht glauben.
    @Don: Gabs Torte auf Ihrem Fest?

  114. @Fritz (17. November 2012,...
    @Fritz (17. November 2012, 00:46), der Anlass war typisch fuer die Laecherlichtkeit der damaligen Paedagogen.
    Bei einer Schultaschenkontrolle-grosses Kino: Rektor, Pionierleiterin, in der Nebenrolle als Denuziantin, eine Lehramtskandidatin-entdeckte man bei mir 10 Micky-Maus-Hefte. Die nahm man mir weg. Grosser Protest meinerseits. Termin beim Rektor, zu dem sich auch noch ein Schulrat, sowie eine FDJ-Schnatze gesellten.
    .
    Thema: „Warum ist ein Micky-Maus-Heft eine antisozialistische Hetzschrift?“
    Da stand ich 13-jaehriger, von Geburt mit wenig Respekt versehen, vor dieser Horde Affen. Ich schlug mich praechtig. Auf meine Anregeung hin musste die Pionierleiterin mehrmals in ihr Buero eilen, um das von mir angefuehrte Argumentationsmaterial (Exemplare der ‚Pionierzeitung‘) zu holen. Peinlich, peinlich fuer die Herrschaften.
    Ich war Sieger ohne Medaille.
    .
    Letztlich, man ueberlegte drei Wochen, entfernte man mich von der Schule. Das fand ich schade, denn ich kannte die Verhaeltnisse dort sehr gut. Zu gut, meinten wahrscheinlich die Machthaber. Ich hatte sie in kleinem Kreis hereingelegt. Wer mag das schon?
    .
    Es war keineswegs traumatisch. Die neue Schule war anspruchsvoller, die Maedchen huebscher, viele Mitschueler waren Abkoemmlinge der ‚besseren (alten) Gesellschaft‘. Man fand sich zusammen.

  115. @ Der Tiger 17. November 2012,...
    @ Der Tiger 17. November 2012, 17:12
    Ich weiß … aber – ist es nicht schön, dass man heute dies “Jeder soll nach seiner Façon selig werden” auch anders verwenden darf?
    (ich war so frei)
    „Mia san mia“ (Seehofer I)

  116. "Wann und wie wurde man...
    „Wann und wie wurde man Söldner? Was bewegte die Menschen dazu, einem Regi­ment beizutreten? Bot die Armee wirklich ein neues Zuhause? Die Anwerbung und Musterung von Söldnern verlief in deutschen, schwe­dischen oder schottischen Regimentern sehr unterschiedlich. Die Funde von Wittstock zeigen, dass die militärischen Vorschriften nicht immer streng angewendet wurden. Die beiden parallelen Erzählstränge ergänzen sich gegenseitig und bieten ein umfassendes Bild des Dreißigjährigen Krieges und des Lebens im frühen Barock. …“
    .
    in der „archäologischen“ in münchen. analyse einer schlacht nördlich von berlin. http://www.1636.de/category/ausstellung/ein-blick-tiefer/ inkl. sonntagsführung: http://www.1636.de/veranstaltungen/sonntagsfuhrung-%C2%BB1636-%E2%80%93-ihre-letzte-schlacht-leben-im-dreisigjahrigen-krieg-%C2%AB/

  117. wir hatten den dorian grey...
    wir hatten den dorian grey (http://doriangrey.net/ ?) eigentlich anders verstanden. „mehr so als in erzählform nach außen gekehrte psychlogie einer durch alkohol, drogen und sexucht induzierten spaltung/doppelbildung“ (eines sowieso grundsätzlich in tendenz narzißtisch veranlagten).
    .
    und der „stoffgebundene mißbrauch“ (zeitgeistworte, komma vermutlich zutreffend) machte, in verbindung mit dem verhaltensmißbrauch, dass der blick in den spiegel (ausgeschlafen und geschminkt) zunächst über lange zeiträume noch ein äußerlich relativ unverändertes konterfei zeigen würde. während die seele beim blick in den spiegel schon tiefer sähe, „in klaren momenten alles“.
    .
    so halt http://pennaazure.wordpress.com/2010/04/06/el-retrato-de-dorian-grey/
    (und selbstverständlich handelt es sich hier um den absouten „anti-dorian-blog“ – „maximal antipodisch“ eben. und kenntnisreich, man wusste das aber, zum glück durchaus banalerweise, schon immer.)

  118. @Vroni:
    ...
    80% regelmässig?...

    @Vroni:

    80% regelmässig? Da ist wohl mit jemandem (nicht zufällig weiblich?) arg die Phantasie durchgegangen. 80% schon mal probiert könnte stimmen, aber die meisten Männer belassen es denn doch bei dem einen Mal.

    Thorsten Haupts

  119. @dreamtimer - "Wenn man das...
    @dreamtimer – „Wenn man das Tötungshandwerk auch in einem 2-4 wöchigen Kurs erlernen kann, wie die Burschen in Afghanistan, wozu wird dann der Rest der Zeit benötigt?“

    Kein Haufen, der das Handwerk in 2 bis 4 Wochen erlernt, ist jemals einer regulären Truppe gleicher oder geringerer Stärke gewachsen, aber das nur nebenbei.

    „… denen es nichts ausmacht konfrontativ zu agieren und ihre Klienten zu brechen. Die Armee hat einen guten Ruf in dieser Hinsicht …“

    Ich rege mich nicht auf, aber das ist glatt gelogen. W18er/W15er beim Bund (zu meiner Zeit, also Anfang der achtziger) war nach übereinstimmender Aussage aller bereits Berufstätigen, die zu uns kamen, als Umfeld mindestens nicht schlimmer, häufig besser, als ihre Arbeitsumgebungen. Unter anderem deswegen, weil klar geregelt war, wer wem was sagen darf und wann. Schon die Wehrmacht hatte keine „Brech-„Tradition, sonst wäre ein Zusammenhalt der Truppe bis zum letzten Kriegstag völlig ausgeschlossen gewesen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  120. "ich kiff mich nach haar" (man...
    „ich kiff mich nach haar“ (man weiß, ins klinikum, http://www.iak-kmo.de/ )
    .
    Wie einen räudigen Köter, denn du spürst eh’ gar nichts mehr, außer dem Gefühl unermesslicher Scham. Du könntest in den Boden versinken und du tust es beinahe auch. Und jetzt schiebst du einen Film: Das Licht wird auf einmal so hell und grell, als hättest du Tage kein Sonnenlicht gesehen. Du musst deine Augen zusammenkneifen und plötzlich spürst du einen kalten Hauch auf dem Gesicht, eine dunkle Gestalt steht vor dir. Du erahnst das bleiche, knittrige Gesicht. Ein pechschwarzer Tropfen fällt aus seinen leeren, weiß schimmerenden Augenhöhlen empor, du verfolgst ihn. Er schwebt langsam zu dir, auf ein kleines, weißes Stück Papier. Er trifft auf den Namen, der da steht. Es ist deiner. Mit einem lauten Donnerknall spritzt rote Farbe über das rissige Papier. An etwas Kaltem hält deine Hand jetzt fest, schwarze Tinte tropft schon auf das Papier und du bist dabei zu unterschreiben, dich zu verabschieden.” Doch scheiss drauf, du kriegst mich nicht, du Penner!”Irgendwann wachst du wieder auf. Du gehst ins Bad und eine Mumie steht vor dir: Blass, fahl, abgefuckt, dein Spiegelbild. Du machst dein Fenster auf, um frische Luft zu schnappen und draussen zwitschern noch die Vögel. “ ganz unten in http://doriangrey.net/ich-kiff-mich-nach-haar/
    .
    („… den Klischee-Münchner mit Rosa Hemd und Clarks bei dem man sich wundert, wieso der kifft und nicht kokst, …“)

  121. @E.R.Binvonhier – der...
    @E.R.Binvonhier – der typische deutsche Betroffenheitsarbeiter hat nie eine andere Lösung als: „Kann man nichts machen” oder „alternativlos” oder „Da könnt’ ja jeder kommen” oder „nicht hilfreich”. Eigenverantwortung oder Initiative ist nicht im Denken von Mutti und ihresgleichen. Mutti war und ist einfach nur die Beste in der Klasse. Perfekt im Auswendiglernen vorgegebener Lehrstoffe.
    .
    @achwas – Akzeptiert. Ich bin halt kein Bayer. Ich bin mit: „No, so gewwe Se se her!“ aufgewachsen.

  122. gross schreibt man mit ß,...
    gross schreibt man mit ß, trotz aller Reformen

  123. @Filou
    Haben Sie "Der Turm"...

    @Filou
    Haben Sie „Der Turm“ gelesen? Und wie fanden Sie es?

  124. Kenne einen harmoniesüchtigen...
    Kenne einen harmoniesüchtigen Teddybär, der immer böse, desillusioniert, sarkastisch und zynisch sein will —

  125. filou, menschen deklinieren...
    filou, menschen deklinieren bordell und konjugieren kopulieren

  126. Habe grade eine Broschüre in...
    Habe grade eine Broschüre in der Hand, die Sie mit Ihren Steuergeldern finanziert haben.
    Zitat:
    „Komplexe Herausforderungen erfordern individuelle Lösungen. Die [Firma] orientiert sich bei ihrer Arbeit an den Besonderheiten und Zielen ihrer Auftraggeber. Dabei verfolgt das Unternehmen eine wirksame Strategie: Wir setzen auf die effektive Umsetzung von Veränderungsprozessen mit schnellen Erfolgen beim gleichzeitigen Aufbau nachhaltiger Lösungen.“

  127. Neben den Zähnefletschern...
    Neben den Zähnefletschern Mord Krieg und Abtreibung ist doch so ein Bordellbesuch gerade ein ungezogener Rauhaardackel. Mit dem sollen die Jungs ruhig gassi gehen.

  128. thorsten haupts,
    gut , daß...

    thorsten haupts,
    gut , daß im Herbst 18 der Zusammenhalt nicht so gut war und sich einige weigerten weiterzumachen.
    manch einer von uns säße heute nicht hier .

  129. Lieber HansMeier, zur...
    Lieber HansMeier, zur Handlungszeit des Romans(1982 ff.) war ich laengst nach Westen entschwunden, um mir dort neuen Aerger einzuhandeln.
    Das Buch habe ich nicht gelesen. Die intellektuelle Aufarbeitung der DDR interessiert mich nicht weiter. Nach meinem Abgang wurde ein Schlussstrich gezogen, genauso geschah das nach meinem Wegzug aus Westdeutschland.
    (21:31 war wieder mal nett)

  130. filou, gerne...
    filou, gerne

  131. Gähn...
    Und ich dachte bei...

    Gähn…
    Und ich dachte bei dem Titel käme jetzt mal etwas Echtes…

  132. Ganz ehrlich: Angesichts der...
    Ganz ehrlich: Angesichts der unfassbar guten Klickzahlen komme ich echt ins Grübeln, ob man nicht mal sowas schreiben sollte.

  133. Jetzt muss ich doch noch eine...
    Jetzt muss ich doch noch eine Lanze fuer die Bundeswehr brechen.
    .
    Als jugendlicher Realist, der ich war, empfand man die Grundausbildung als anstrengend, aber auch lehrreich.
    Da man, aus der Erfahrung der Alten kommend, nie genau weiss, welch mieses Blatt das Schicksal an einen ausgibt, ist es garnicht so uebel, mit Landkarte, Kompass und Klappspaten umgehen zu koennen. Auch die Beherrschung allerlei Schiessgeraetes (MG, Uzi, P-1, FN, G-3, Panzerfaust, Handgranate) koennte sich als nuetzlich erweisen.
    Nur Idylliker glauben an ein lebenslange Existenz in bukolischer Landschaft.
    .
    Ich zitiere nicht gern: „Wenn du den Frieden willst, sei auf den Krieg vorbereitet“ (J.G. Caesar).

  134. 20%, gehöre ganz eindeutig zu...
    20%, gehöre ganz eindeutig zu den 20%,ich war da nie,
    aber ich sage auch nicht bah, wenn ich einem von den 80 begegne.
    Rechnet doch mal. da gibt es bestimmt eine Formel.
    Habe da auch ganz große Zweifel, wenn ich mein Umfeld sehe,
    aber das ist ganz bestimmt nicht repräsentativ.
    .
    Savall17. November 2012, 16:51
    Ja.Aber 1,6 reicht auch. Außerdem glaube ich hier nicht an Alkohol.

  135. Klickzahlen als Chiffre für...
    Klickzahlen als Chiffre für Ichwichtigkeit in Zeiten des Niedergangs

  136. Nur aus Neugier, was passieren...
    Nur aus Neugier, was passieren würde. Welche Debatten es gäbe.

  137. "Die meisten Männer belassen...
    „Die meisten Männer belassen es bei dem einen Mal…“
    .
    Thorster Haupts,
    Ihr Wort in Gottes Ohr…
    .
    Es geistern Zahlen herum, dass 47% der Männer zugeben, ins Bordell zu gehen.
    Was von Eigenauskünften über intime Gewohnheiten zu halten ist, weiß niemand besser als ein Arzt, der die Alkoholangaben seiner zu narkotisierenden Klientel zu beurteilen hat. Sonst wachen die ihm mitten in der OP auf.
    Eine – gewerkschaftsnahe glaube ich – Umfrage unter 500.000 Damen des liegenden Gewerbes ergab, das sie täglich 1,2 Millionen Männer abarbeiteten.
    Mehr Zahlen für Faktenheinze sind derzeit wohl nicht zu bekommen.
    Wer genau hingelesen hat, hat gesehen, dass ich den 80% ein Fragezeichen hinzufügte. Ich persönlich halte es mit den freiwilligen Bordellangaben eher wie der Arzt, der zugegebenen Alkoholkonsum von einem Gläschen Wein pro Abend ungerührt auf 2-3 Gläschen hochrechnet, da es den Erfahrungen gemäß mehr der Wahrheit entspricht.

  138. Die restlichen 20% sammeln...
    Die restlichen 20% sammeln Gemälde.

  139. und wer malt?...
    und wer malt?

  140. Savall weiss es natuerlich...
    Savall weiss es natuerlich wieder ganz genau. Der ist belesen. Ich beziehe mich auf E.E. Kisch, den unser Hausherr mal als Borderlinejournalisten bezeichnete, also der Kisch erinnerte sich gern an ein solches Haus.
    Man ging dorthin, um frei mit anderen Menschen zu reden. Gesellte sich ein nicht abgeneigtes Maedchen zur Gruppe, fand man das recht nett. Ob man mit ihr etwas tat, war keineswegs voraussehbar und keine Bedingung fuer die gastliche Aufnahme.
    .
    Ueberhaupt scheint mir die Verdammung des Hurenwesens einer reichlich prueden Gesinnung zu entstammen.
    .
    Q.e.d. (ab 2:37): http://www.youtube.com/watch?v=lQVmwBk_4MA&feature=related
    Schon wieder? Ja, schon wieder. Erwaehnte ich, dass ich Rotwein, Frauen und Barockopern liebe?
    Und Katzen. Und Kinder. Und meinen Dachgarten.

  141. oder üben den gebrauch von...
    oder üben den gebrauch von werkzeugen. http://www.youtube.com/watch?v=7Ev6DJT0P4U&feature=related

  142. Vroni17. November 2012,...
    Vroni17. November 2012, 23:58
    Bin kein Faktenheini, Ihr Kommentar sagt auch nichts anderes als „Ich habe keine Fakten, nur Vermutungen“ trotzdem stellen Sie hier 80 % in den Raum.
    Das ist wie mit dem Eisengehalt des Spinats, der jahrzehntelang mit falscher Kommastelle verbreitet wurde.

  143. @Vroni 17. November 2012,...
    @Vroni 17. November 2012, 14:12
    Ihre Vorstellung von Sexualität ist schon arg kleinbürgerlich.
    Glauben sie es mir einfach mal: Sie haben weder eine Ahnung vom Unfang sexueller Möglichkeiten, noch haben sie eine Ahnung davon, wie es bei Männern tatsächlich ausschaut, wenn diese mal EHRLICH die eigenen Sexualität erforschen.
    Die Puffs, die sind für den grossen Rest, zugegeben.
    Und was in einem etwas späteren ihrer Beiträge die Merk angeht, so ist nicht sie das Problem sondern, dass der von Georg Schramm völlig treffend so genannte „Unenpöbel“ eine Partei voller solcher Politiker wiederwählt und wiederwählt und wiederwählt.
    @ThorHa
    Immer wieder mal für einen Lacher gut „…weil klar geregelt war, wer wem was sagen darf und wann…“
    Ja, in so einer Welt, da lacht das Spiesserherz. Wenn ich jetzt hier mal frei wiedergeben würde was Freud über Menschen ihrer psychischen Struktur sagt, dann müsste sogar der Don anfangen zu zensieren. Schlagen sie einfach selber mal unter „anal“ nach….
    Man glaubt es wirklich kaum: „…weil klar geregelt war, wer wem was sagen darf und wann….“
    Hatten sie nie den Gedanken, dass sie mal eine Therapie machen könnten?
    @ perfekt 57 „Ich kiff mich nach Haar“
    Sie scheinen überrascht zu sein, dass sie in Dorian Grey lesen müssen, dass bei dummen Eltern die Chancen recht hoch sind, dass auch die Kinder dumm sind? ThorHa beschreibt öfters ganz zu recht, dass sich die Deutschen abschaffen und sie scheinen gerne einen Führerschein einführen zu wollen, ohne den sich Menschen nicht mehr fortpflanzen dürfen?
    Das ergäbe dann aber mal eine recht lustige Alterspyramide.
    @Filou
    Ist es nicht ein wenig peinlich, wenn man 18 Monate zum Militär muss, weil man sonst nicht mit „Landkarte, Kompass und Klappspaten“ umgehen könnte?????
    Und „Ich zitiere nicht gern: „Wenn du den Frieden willst, sei auf den Krieg vorbereitet“ (J.G. Caesar).“
    Sie meinen das ernst, gell? Na ja, wenn sie nicht Besseres mit ihrem Leben anzufangen wissen… meinetwegen. Mir war meine Zeit damals schon zu wertvoll.

  144. Naja Mediensegler,
    auch für...

    Naja Mediensegler,
    auch für Sie: Es stand ein Fragezeichen von mir anbei.
    .
    @ Filou,
    ich mag Ihre lockere und lebenslustige Art hier zu kommentieren. Mir fehlt immer was, wenn Filou fehlt. Das Freiertum könnte sich in der Realität doch etwas anders gestalten als in freisinniger, lebenslustiger Literatur und Kunst gerne dargestellt. Ein Bericht einer Hure aus München. Interview von Radio M 94,5:
    http://www.m945.de/buntes/portrait-einer-prostituierten.html/
    .
    Auszug:
    .
    „Wie war das denn früher, wie war der Kontakt zu den Freiern, wie gehen die mit einem um?
    .
    „Die meisten denken: „Sie haben jetzt dafür gezahlt und dürfen mit dir machen, was sie wollen.“ Sie beachten also überhaupt nicht deine Persönlichkeit, gehen nicht auf dich ein. Sie zahlen dafür und wollen mit dir machen, was sie zu Hause nicht bekommen. Ich denke schon, dass die meisten einen auch als Objekt betrachten. Es gibt mit Sicherheit auch andere, man hat ja nicht immer nur Sex, sondern redet auch viel. Aber auch in solchen Situationen ist man nur der Mülleimer für den Freier. In dieser Zeit habe ich wirklich nur sehr wenig Menschlichkeit erfahren.“
    .[…]
    .
    „Meiner Meinung nach macht das keine Frau freiwillig und keine Frau gerne.“
    […]
    .
    „Es hat Einfluss auf mein Leben insofern, dass es mich psychisch wahnsinnig kaputt gemacht und ich immer noch daran arbeite, das aufzuarbeiten, das irgendwie zu verkraften und zu verstehen. „

  145. HansMeier555, 17. November...
    HansMeier555, 17. November 2012, 21:13
    :
    HM (der Turm), suchen Sie eventuell, vielleicht, womöglich insgeheim ein kleines bisschen nach Ihrer DDR-Identität („wie wäre _ich_ gewesen“)?
    Das wäre niedlich, ehrlich! Sen-sa-tio-nell!
    – Grübeln Sie bitte noch ein paar Tage und dann lassen Sie uns teilhaben!
    .
    (Danach können wir die DDR als Boulevardthema und Stichwortgeber von mir aus einsargen. Wenn HM sich dahingehend geoutet hat, ist der Drops gelutscht.)
    .
    (Was das Buch angeht, das ist wie Karl May nebenan in Radebeul, nur nicht ganz so stringent. Wenn Sie Unterhaltung suchen, schadet es nix. Sie könnten jedoch auch einfach Ihren Goethe noch mal lesen. Oder etwas von dem, was Savall gelegentlich empfiehlt.)

  146. und das hansmeier555 jemanden...
    und das hansmeier555 jemanden kannte, war uns auch neu. (und es beruhte doch nicht etwa auf gegenseitigkeit? also gutartiger solcher?) (*g*)
    .
    und auch wir sind immer für entmischung. weil immer die andere serengeti so viel schöner ist. (f. nietzsche – the origin of spezies – and how the mingle)
    .
    und höchstleistung. (bleibt antipodisch zu manisch-depressiv) („ist vielmehr tägliche himmelserreichung“, m. buonarotti) (oder was ein d.-a.-blog auch schon immer voraussetzte)
    .
    und der prophet gilt nichts im eigenen leben. (und nichts, das ist diese dehnbare ebene, dieses uneinsichtige gebirge; zwischen wenig und garnichts muss es harren)
    .
    und so pflegen wir die genialen lichtbögen – nur sie schweissen die völker zusammen.
    .
    denn es ist nun einmal so: nomaden sollst du seßhaft machen – und bauern in den krieg schicken.
    .
    wir alle sind heute ulysses.

  147. Tyler,
    selbstverständlich bin...

    Tyler,
    selbstverständlich bin ich borniert und dumm, mit keiner Faser wissend und urban. Vermutlich irre ich ohne Medikamente orientierungslos in geflickten Wollunterhosen und Kompressionsstrümpfen umher.

  148. Prostitution: dem Feudalismus...
    Prostitution: dem Feudalismus entfremdete kapitalistische Lohnarbeit, die es noch nicht ganz auf Fließbandgeschwindigkeit geschafft hat. Sonst wäre sie börsennotiert.

  149. Ich könnt dem Troll Tyler...
    Ich könnt dem Troll Tyler natürlich auch sagen, er soll sich mal zusammenreißen und keinen Kommentatoren beleidigen sonst schepperts.
    Geht naürlich auch.

  150. und demnächst kaufen wir...
    und demnächst kaufen wir glücklicherweise gar nichts mehr. (wie wunderbar, dass man uns auch damit nun alle bald in ruhe lassen wird!)
    .
    hier: „… ist inmitten einer der größten Kapazitätsausweitungen in unserer 175 Jahre währenden Geschichte: Zwischen 2010 und 2015 bringen wir 20 neue Werke rund um die Welt ans Netz. Mit einer Ausnahme sind alle Standorte in aufstrebenden Ländern. Lassen Sie mich ein paar Beispiele nennen: Wir haben unser Mundpflegegeschäft in Lateinamerika ausgeweitet und gleichzeitig die Marke Vicks in Russland eingeführt. Ein anderes Beispiel ist Safeguard-Seife, die unlängst in sieben afrikanischen Ländern eingeführt worden ist.
    .
    Sind Produkte von Procter & Gamble nicht grundsätzlich zu teuer, um sich stärker in solchen aufstrebenden Regionen zu etablieren?
    .
    Ich denke, unsere Ergebnisse zeigen, dass wir schon stark etabliert sind. Im Jahr 2000 standen diese Märkte für einen Umsatz von 8 Milliarden Dollar, jetzt sind es 32 Milliarden Dollar. Das sind 10 Milliarden Dollar mehr, als jeder andere Konsumgüterkonzern hat. Unser Ziel ist es, das Wachstum der Märkte selbst zu beschleunigen und gleichzeitig unsere Anteile zu erhöhen. Das gelingt uns auch. Der Haarpflegemarkt in Brasilien ist in vier Jahren um 45 Prozent gewachsen, und unsere Marke Pantene konnte ihren Anteil daran in diesem Zeitraum fast vervierfachen. Unsere neue Wachstumsstrategie besteht darin, uns auf unsere 40 größten Geschäfte, unsere 20 wichtigsten Innovationen und unsere zehn Topmärkte unter den aufstrebenden Regionen zu konzentrieren – also auf die Bereiche, auf die es am meisten ankommt.“ http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/2012/11/16/die-konstruktive-unzufriedenheit-von-procter-gamble.aspx
    .
    ein hurra also auf den bereich, auf den es nicht mehr ankommt!
    .
    und wir hätten noch einen: auf cd 1, track 6 („rosalie geht sterben“) so ab minute neun fanden wir die mögliche psychologische einsicht in die alten damen nachmittags bei kaffee und kuchen beim konditor recht interessant. „eine mögliche sichtweisenbereicherung“ sozusagen. http://www.amazon.de/Ruhm-Daniel-Kehlmann/dp/3829122594 (auch tracks 4 u 5. auf seite zwei mit ihrem spiel bzgl. spiegelungen guter bericht von der höhe der zeit.) (der gehabte vorab-abdruck hier in dieser zeitung womöglich auch schon fast wieder vergessen. aber wir würden ganz sicher einmal mehr das hörbuch empfehlen.) (und kehlmann wird im kommende januar auch schon 38)
    .
    wir erwarten also für schon recht bald das auftauchen des ersten erfolgreichen und überzeugenden don-alphonso-imitators.

  151. "Kein Haufen, der das Handwerk...
    „Kein Haufen, der das Handwerk in 2 bis 4 Wochen erlernt, ist jemals einer regulären Truppe gleicher oder geringerer Stärke gewachsen, aber das nur nebenbei.“
    .
    Ich nehme an „mit geringerer Stärke“ meinen Sie jetzt nicht den Einzelkämpfer John Rambo, der allerdings wiederum irregulär ist. Ansonsten gibt es doch mind. zwei bekannte Präzedenzfalle erfolgreicher irregulärer Armeen in der jüngeren Vergangenheit, die es mit den am höchsten entwickelten Militärmaschinerien der Welt aufnehmen konnten, auch bei formal sehr ungleicher Stärke. Die haben sich freilich aber auch nicht auf den 3ten Weltkrieg mit dem Westen bzw. der Sowjetunion vorbereitet, d.h. auf einen Krieg, der gar nicht stattfand und lernten das meiste, was sie brauchten „on the job“, wenn man so will.
    .
    Ein Kollege von mir, ein ehem. NVA – Offizier, erzählt wiederholt und gerne folgenden Witz: „Ist ein Biologe anwesend?“ Einer meldet sich. „Ab zum Kartoffelschälen!“ Irgendwie muss die bürgerliche Existenz erst einmal raus, bevor das Selbstbewusstsein neu zusammengesetzt werden kann. Ich glaube, im Kern wollten viele angebl. Pazifisten, die so große Skrupel vorgaben an der Waffe zu dienen und auf Menschen zu schießen, sich nicht vom Staat als Soldaten/Befehlsempfänger konstruieren lassen, nachdem sie sich selbst schon mühsam als Individuen konstruiert hatten. Das ist der Bruch von dem ich sprach. Ich meinte nicht Gehirnwäsche in Foltergefängnissen oder so etwas.
    .
    Ein anderer Kollege hat die Hierarchie stärker verinnerlicht als der erwähnte Ex-NVA und auch eine größere Furcht vor Vorgesetzenschelte. Er ist ein sehr anständiger Mensch, besitzt eine geradezu enervierende Gruppenloyalität, befolgt ohne Widerspruch Anweisungen und macht zugleich selten, was er soll. Dieser anarchistische Zug in seinem kameradschaftlichen und soldatischen Wesen liegt nicht in einem heimlichen Widerstand oder gar seiner Inkompetenz begründet – seine Intelligenz und Fachkompetenz ist unbestreitbar – aber ihm fehlt dennoch, so scheint es oft, ein Gefühl für die Sache, für das Ganze oder sagen wir, ein ästhetischer Zugang zur eigenen Arbeit. Es gibt einen Punkt an dem es nicht mehr hilft „klare Anweisungen“ zu geben und Leute zu mikromanagen.
    .
    Das ist der Grund, warum ich kein Konservativer bin. Ich schätze Ausbildung, Erfahrung, Struktur, Management, geregelte Arbeitsabläufe usw. sehr wohl, sehe aber auch ihre Limitierung und arbeite häufig, in der Gruppe und für sie, von Außen. Der konservative Ansatz, mit solchen „Querdenkern“ und „Kreativen“ umzugehen, besteht darin, sie entweder komplett zu ignorieren, sich von ihnen zu trennen, wenn sie sich nicht ignorieren lassen wollen und offen ihren Frust ablassen oder ihnen im besten Falle eigene Abteilungen zu geben, wo sie „spinnen“ können, d.h. die Hierarchie vor ihnen zu schützten und sie zugleich, in der Absonderung, zu etwas besonderem stilisieren. Unnötig zu sagen, dass ich davon nicht viel halte und auch nicht glaube, dass da jemals etwas rauskommen wird.

  152. perfekt!57 17. November 2012,...
    perfekt!57 17. November 2012, 19:30
    Zitat: wir hatten den dorian grey eigentlich anders verstanden.
    .
    Bei der (vor langer Zeit gelesenen) Dorian-Gray-Geschichte blieb mir im Kopf, dass eine „normale“ Selbstentfaltung aus Angst vor der
    sich nach außen hin sich so moralisch gebenden Gesellschaft,
    einschließlich erfahrenen „Strafen“ von selbiger misslingen kann.
    (Persönlichkeitsformen,von mir ohne jeweilige „pathologische Formen“ gemeint, wovon ich nichts verstehe und auch nichts wissen will.)
    Ihre beiden doriangray-Links habe ich gleich wieder ausgeschaltet,
    waren mir zu „seltsam“
    Aber ich frage mich schon, wie mag wohl ein Dominique Strauss-Kahn als Kind in seinem Umfeld gelebt haben?
    Grundsätzlich „narzisstisch“ veranlagt? Ererbt?
    Wie hieß dieser arme Kerl aus der Krupp-Dynastie…
    .
    Und – wegen der Gerechtigkeit- vergesst bei all der holden Weiblichkeit nicht die Jungs, die auch in dem Metier arbeiten.
    Da gibt es überhaupt nichts “Kunstvolles“ an die Wand zu hängen.
    Das heißt dann anders.
    Und das wäre ein anderes Thema.

  153. Bundeswehr ist...
    Bundeswehr ist Mist.
    Stattdessen lieber 20 Monate Zivildienst im Krankenhaus mit erster eigener Unterkunft.
    Neben dem Schwesternschülerinnenwohnheim.
    Lauter junge, liebesbedürftige, heimwehkranke und hilfsbereite einsame Seelen.
    Ich bedauere heute sehr, daß ich damals eigentlich noch viel zu brav war.

  154. Bei genau so einer Gelegenheit...
    Bei genau so einer Gelegenheit wurde ein Verweigerer aus meinem Jahrgang Gegenstand einer Schiessprügelhochzeit auf dem Dorfe.

  155. @Vroni – nur mal so ein...
    @Vroni – nur mal so ein Gedanke am Sonntagmorgen: Wenn eine Dame, die sich von Männern aushalten lässt, in einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Radio ausführlich davon erzählen würde, dass ihr Job ihr Spaß macht und warum…. Würde es das öffentlich-rechtliche Radio dann verbreiten?
    .
    Ich habe keine persönliche Erfahrung auf dem Gebiet, aber es scheint mir so, dass es auf dem Gebiet, materielle Gegenleistung für Sex, viele Varianten gibt, wobei ich Prostitution im Frankfurter Bahnhofsviertel unter die Kategorie Fastfood stellen würde, manchen gefällt es, manche zahlen lieber ein bisschen mehr (und/oder nicht so direkt in bar).

  156. @fritz
    .
    Die ersten 200 Seiten...

    @fritz
    .
    Die ersten 200 Seiten habe ich gelesen, dann nicht weiter.
    Seitdem ist der Roman für mich eine Art Schrödingerkatze. Wie der junge Mensch wohl weiter sich entwickeln wird?
    .
    Wer als Schulkind sich schon so eindeutig in der bürgerlichen Gegen-Elite sozialisiert hat, bei dem ist die Gefahr doch ganz besonders hoch, dass er als IM endet. Also zumindest im Roman, so wie ich mir einen tiefgründigen Roman vorstelle.
    .
    Jetzt bitte bitte nicht verraten, ob es so kam. Vielleicht lebt die Katze ja noch.

  157. Unfaßbare hohe Klickzahlen,...
    Unfaßbare hohe Klickzahlen, lieber Don?! Na also, da fällt mir sofort der grandiose Oxford-Ägyptologe Prof. Pollock (in Stanley Donens „Arabeske“) ein, der bei einem seiner kunstvollen Hieroglyphen-Interpretationen einen schlafenden Studenten mit dem eingestreuten „Sex!“ aufschreckt – und dann lakonisch anmerkt: „Ich wußte doch, daß es noch etwas gibt, was Sie interessiert“. Nebenbei angemerkt, der oben angezeigte Satyr, der der Nymphe in die Auslagen greift, hat sich in christlichen Zeiten rasch in einen Unterteufel verwandelt: Merkmal u.a. die langen spitzen Spock-Ohren. Neulich wurde von der Staatsbibliothek PK zu Berlin ein unzüchtiger Daumenwälzer (5 x 7 cm) mittelhochdeutscher Frivolien angekauft (mit unbekannten Texten!) – und die Feuilletonisten hatten nichts Besseres zu tun, als sich über das Teufelchen im Innendeckel der Handschrift zu exaltieren. Trug doch dieser lüsterne Herr in der Linken eine – Handtasche. Was besagen soll?? Naja, der Kölner kennt die Symbolik aus dem Huren-Milieu, die sich in dem Ausruf spiegelt: „Leck mi inne Tesch“. Ich verzichte darauf, Maggie Thatchers Handtasche zu exegetisieren – dabei käme viel Anzügliches heraus (Europäischer BUKO = Beischlaf-Utensilien-Koffer?). Wenn aber der kuriale Unterteufel (sprich: Kardinal-Diakon) bei einem liturgischen Staatsakt seines Chefs dergleichen in der Linken trägt, ist es natürlich ein Weihwasserbehälter.

  158. Ein Generationendiskurs findet...
    Ein Generationendiskurs findet statt:
    http://www.textezurkunst.de/55/eine-neokonservative-warenkunde/
    Es wird im Text die nostalgische Rückwendung der Generation Golf angesprochen.Der Witz ist, der Text entstand 2004 ! Vor 8 Jahren!
    .
    Ob es einen Unterschied für Puffbesucher von 2004 zu 2012 gibt?
    Nur bei den Damen! Sie sind 8 Jahre älter geworden.
    Die Herren werden reifer.
    Der oide Sack im Schpiegel, a geh weida, des bini ned.
    I bin a wuida Fega, mei Liaba … i grantl bloß dahoam, wia mei Vadda.
    .
    Ob die Damen wohl ihr erworbenes VERMÖGEN
    auf Anraten einzelner Freier mit grauen Schläfen
    bei der HRE (o.glw.) angelegt haben?

  159. Yeah , ich mußt vor ein paar...
    Yeah , ich mußt vor ein paar Tagen meine “ magische Box “ aus einer online-Galerie entfernen ; dabei ist auch nicht mehr zu sehen als man am Strand so sieht.
    Komische Welt .
    Sven Janotta

  160. Nichts gegen gut bestückte...
    Nichts gegen gut bestückte Wände, Herr Texter, aber das was da nach Satyr und Quellnymphe aussieht, hätten sogar wir selbst ihm in den Schnee … OK, das will sich freilich dann auch keiner mehr aufhängen.
    Wie auch immer, die Marketenderinnen gehen eben mit der Zeit und hübschen mittlerweile auch im Industriegebiet die Frauenquote auf, d.h. in ‚3D‘ und mitunter sogar ganz ohne Wand, das behauptet zumindest unser in Sachen Schwesternwohnheim völlig unbeleckter Steuerberater.
    Wir hingegen kennen zwar den im Text erwähnten Bus, das Wohnheim war dann aber doch die klar bessere Entscheidung.

  161. Es scheint ja in der Tat so,...
    Es scheint ja in der Tat so, daß Unterleib und Schießprügel heftige Emotionen freisetzen. Vermutlich nicht ganz zufällig, denn es sind ja die ältesten Beschäftigungen der Menschheit. Es ist kein Zufall (ich wiederhole mich), daß derzeit Don Alphonso auf Betreiben höherer Mächte entlang meiner Lektüre schreiben muß. Nun denn, momentan bin ich zwischen „Das Geld“ und „Der Zusammenbruch“. (Zwischen heißt, daß ich Karen Duves „Grrrimm“ dazwischengeschoben habe.) Bekanntlich befaßt sich ersteres damit, daß wir eigentlich alle Prostituierte sind und letzteres, daß der Schießprügel letzten Endes nicht weiterhilft. Und so benehmen sich zwei distinguierte Herren bei einer käuflichen Dame :
    „»Jetzt hören Sie mal, das wird mir allmählich zu bunt! Ich gehe, wenn ich will … Sie sind nicht der Mann, mir Angst einzujagen, Sie Schwachkopf!« Und als er in seine Stiefel gefahren war, stampfte er energisch auf dem Teppich auf und sagte: »So, jetzt bin ich fertig, und ich bleibe.« Delcambre erstickte fast vor Wut. Mit vorgestreckter Schnauze kam er näher. »Du dreckiges Schwein, willst du wohl abhauen!« »Nicht vor dir, alter Halunke!« »Ich knall dir eine!« »Ich trete dir in den Wanst!« Auge in Auge bellten sie sich zähnefletschend an. Der hohe Beamte und der Mann der Finanz vergaßen sich und ihre gute Erziehung in dieser schmutzigen Schlammflut der Brunst, die sie einander abspenstig machten; sie stritten sich wie betrunkene Kutscher; in einem wachsenden Bedürfnis nach Unflat warfen sie sich abscheuliche Schimpfwörter an den Kopf, als wollten sie sich anspeien. Sie schäumten über von Gemeinheiten, und die Stimme blieb ihnen in der Kehle stecken.“
    .
    Zum rasenden Reporter habe ich keine Meinung, Filou. Er hatte in seiner Anfangsphase einen Scoop mit dem Obersten Redl und hat davon ein Leben lang gezehrt. Ich hab ihn mal gelesen und war sehr enttäuscht. Ich hab’s mehr so mit Karl Kraus. Was den „Turm“ betrifft, HansMeier555, so danke ich Ihnen ausdrücklich für die Auskunft. Ich fragte mich nämlich bei der Lektüre, wie jemand, der mit den Umständen nicht vertraut ist wohl darauf reagieren würde. Sie scheitern dabei, ich ahnte es. Lassen Sie das Kätzchen dort wo es ist, es kommt auch nicht darauf an. Über den literarischen Wert kann ich nicht urteilen, denn ich bin befangen . Es ist quasi „mein“ Buch und erzählt auch meine Geschichte. Ich bin mir ziemlich sicher, daß ich damals Tellkamp im Antiquariat in der Grimmaischen Straße begegnet bin. Und vermutlich hat er mir den zweiten Band der Börne-Ausgabe weggeschnappt.

  162. @Tyler:
    ...
    Mein Lieber, nicht...

    @Tyler:

    Mein Lieber, nicht so schüchtern, wenn Sie es jemandem so richtig geben wollen. Sie erinnern mich damit wehmütig an meine Studentenzeit, als die kleinen Jungs der Basisgruppen mich mit meinem analen Character konfrontierten.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  163. @Dreamtimer:
    ...
    Erfolgreich...

    @Dreamtimer:

    Erfolgreich ist relativ. Die Auseinandersetzungen, auf die Sie anspielten, wurden nicht wegen überlegener Fähigkeiten der Irregulären gewonnen, sondern politisch. Und das wird immer so sein, wenn für eine der Konfliktparteien Verluste keine Rolle spielen, für die andere dagegen wohl. Ändert aber nichts am nur auf die bewaffnete Auseinandersetzung bezogenen Grundsatz.

    Was die Kreativen angeht: So sie denn wirklich kreativ sind (und das nicht die Schutzbehauptung für chaotisch oder unwillig darstellt), wird und kann gutes Management sie natürlich integrieren, weil sie zur Produktivität erheblich beitragen können. Dass das – da gebe ich Ihnen Recht – regelmässig schiefgeht, ist menschlichen Grundkonstanten geschuldet, der Mensch bewertet Anpassung an die Gruppe ziemlich hoch und Ausreisser (egal in welche Richtung) erst einmal negativ. Und für jeden Manager ab Teamleiter aufwärts ist die Integration von Aussenseitern deshalb so schwierig, weil man sie nach oben wie nach innen gegen erhebliche Widerstände durchsetzen muss.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  164. Savall, ich mag seinen Stil,...
    Savall, ich mag seinen Stil, dieses, früher hätte man gesagt, jüdisch-zersetzende, das einfach keinen Respekt kennt. Ausserdem gibt es da schöne Millieustudien aus der guten, alten Zeit.
    .
    snabel-a, ich bin ja auch nur ein recht armer Vertreter dieser Gattung und werde Tag um Tag von Zahnärzten und ihrem Taschengeld brutalst eingeebnet. Man lacht über mich, wenn ich Auktionshäuser betrete. Ich muss nehmen, was übrig bleibt, schon immer. Aber es ist besser als Phototapete.

  165. @Vroni -...
    @Vroni – Prostitution:

    habe mir die Mühe gemacht, im Netz verfügbaren Zahlen nachzugehen. Pustekuchen – Vermutungen, Schätzungen, Spekulationen. Und da die Zahl der Männer, die regelmässig Prostituierte besuchen, auch als Waffe in Auseinandersetzungen um gesellschaftliche Macht verwendet werden, bleibe ich bei meiner Vermutung. In meinem engeren, also vertrauteren, Bekanntenkreis gilt für praktisch alle Männer dasselbe wie für mich – ein- bis dreimal, in jungen Jahren, aus Neugier.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  166. @Tyler, peinlich? Peinlich war...
    @Tyler, peinlich? Peinlich war mir, dass ich keinerlei redliches Argument fuer die Wehrdienstverweigerung fand.
    .
    Vertane Lebenszeit? Wer jung ist und neugierig und lernwillig, kann innerhalb kurzer Zeit beim Militaer einen bestsortierten Zoo allerlei Gezuechts studieren. Man kommt als 18-jaehriger mit engem Horizont hin und verlaesst aufatmend mit erweitertem Menschenbild diese staatliche Einrichtung.
    .
    Zum Caesar-Zitat: Ich bin kein Bellizist. Es hat aber keinen Zweck, seinen Schrebergarten zur Weltfriedenszone zu erklaeren, hoffend dass ein vorbeilaufender Strolch, dies anerkennt und einen in Ruhe laesst. Er wird das mitnichten tun; er ist eben ein Strolch. Man rechne das hoch, schon ist man bei der bewaffneten Streitmacht.
    Das Kaessmann-Experiment ist noch nicht durchgefuehrt. Mit grossem Spass erwarte ich das Ergebnis, wenn sich diese komische Ex-Bischoefin dann doch zu einem gemeinsamen Gebet mit den Taliban aufmacht. Heissa!

  167. Eine interessante Diskussion,...
    Eine interessante Diskussion, die Sie hier angestoßen haben. Männer kaufen Frauen. Ich bezweifel allerdings, dass die sogenannte bessere Gesellschaft, da außen vor bleibt. Ich denke, die gehen genauso oft hin, wie die nicht so besseren zumindest besser gestellten Kreise. Mann muss sich das finanziell auch leisten können, und wenn ich mir die im Internet genannten Umsatzzahlen des Rotlicht Milieus anschaue, dann gehen da eine Menge Männer hin.
    Ein Freund berichtete mir, dass er, als er noch für eine große Bank in Frankfurt tätig und als Betreuer für Asiatische Investoren zuständig war, das üblicher Geschäftsgebrauch war. Vor der Vertragsunterschrift ging es in ein Frankfurter Bordell, mit dem die Bank einen Deal hatte. Es gab einen festen Betrag, egal, was die Kunden machten. Viele Kunden weigerten sich zu unterschreiben, wenn der Bordellbesuch ausblieb! In einem Magazin der British Airways wurden vor Jahren mal 99 Gründe genannt, warum ein Besuch in Deutschland sich lohnen würde. Grund 6! damals lautete: Prostitution ist legal!
    Mehr muss man doch nicht sagen.
    Wer übrigens einen Krimi lesen will, der in diesem Milieu spielt, der sollte dieses Buch lesen:
    http://www.amazon.de/Blonder-Kaviar-Kriminalroman-Elektroauto-Kommissaren/dp/3942358263/ref=pd_rhf_gw_p_t_1

  168. @Savall
    .
    Gescheitert...

    @Savall
    .
    Gescheitert dabei?
    Nein nein, ich hatte einfach nur Angst um die Figur. So ein Autor kann ja alles mit ihr anstellen.

  169. Prager Pitival....
    Prager Pitival.

  170. @Tyler zitiert Georg Schramm...
    @Tyler zitiert Georg Schramm mit „Unenpöbel“. Wohl zu später Stunde vertippt. Ich habe für mich „Runenpöbel“ ergänzt. Das Wort gefällt mir auf Anhieb.
    Gemeint war wohl was anderes…
    @Don, wg. Cliczahlen
    Vor zwei, drei Jahren hat DA mal angekündigt, aus eigener Erfahrung was über Partnersuche Online zu schreiben. Scheint aber im Sande verlaufen zu sein, oder habe ich die Ausgabe von SdG verpasst?

  171. Auf einmal lief Martin, der...
    Auf einmal lief Martin, der Mann von Donna Michaela, mit einem Monoklel durch die Burg, durch das Reihenhaus……ach, durch das Gebäude, meinetwegen Gemäuer.
    Wo hatte er bloß dieses Monokel her? fragte sie sich.
    Anfangs kam es ihr kurz albern vor, doch dann spürte sie mit einem Aufkommen der letzten Restwärme in sich, dass er ihr wohl auch ein wenig entgegenkommen wollte.
    Ihrem ewig allmächtigen, blitzgescheiten Geist ein wenig entgegenkommen.
    In dieser eh schon verlorenen Zeit.
    Eine Zeit, die schleunigst weggedacht werden musste.
    Erase & Rewind.

  172. Ich weiß nicht recht, Don...
    Ich weiß nicht recht, Don Alphonso, bei Kisch ist da sehr viel Lyrik und wenig Substanz. Kraus ist mir da sehr viel lieber, er hat eine Haltung. Übrigens: wenn Ihnen „Grrrimm“ mal unterkommen sollte, lesen Sie bitte „Der geduldige Prinz“. Ich zitiere hier nicht, nein, auf keinen Fall. Die Initialen hat übrigens Kat Menschik gezeichnet.

  173. So nah an meinem...
    So nah an meinem Lieblingsthema, und ich habe eigentlich überhaupt keine Zeit…
    Wenn ichs kondensieren sollte, ich fürchte, dass Sex so weit weg von der verbalen Kommunizierbarkeit, und so nahe am Kern unserer Seele ist, dass er uns brennend interessiert, auch wenn wir kaum objektive Aussagen darüber machen können.
    .
    Ich glaube, die sexuelle Revolution hat dazu geführt, dass Männer sich eher im Recht fühlten, ihre Perspektive für „unverklemmt“ zu generalisieren, während die Frauen mittlerweile enttäuscht und frustriert in den Schmollwinkel zurück gezogen haben, weil sie das, was sie wollen (gar nicht wenig) in dieser Welt sowieso nicht bekommen.
    .
    Für mich war immer sehr wichtig, auch eine nackte Frau als eine selbst entscheidende menschliche Persönlichkeit wahrzunehmen, was auch nicht immer gefragt war, weil so manche metaphysisch-männlich überwältigt ins Bett geschleift werden wollte.
    .
    Aber wo es hakt, jetzt sehr schnell und oberflächlich geschrieben, ist, dass Sex für Männer oft ein Abenteuerspielplatz ist, für Frauen eher das Siegel auf eine tiefe Verbindung (sei sie auch nur kurzzeitig). Vielleicht, weil Bindung und Familie (gemeinsam Kinder grosszuziehen, hatte in grauen Zeiten mal was mit Sex zu tun) sehr unmodern geworden sind, haben viele (?) Frauen wohl den Spass am Sex verloren, weil es eh nicht ihrer ist.
    .
    Ein paar kurze Kommentare:
    Vroni 17/14:51: Das seh ich auch als sehr ärgerlich: Die schauerlichsten Methoden, Menschen wegzumachen, sind so viel „normaler“ in den Medien, als die Versuche, neue herzustellen. Mehr lustiger, normaler filmischer Sex, in dem gezeigt wird, dass Menschen gleichzeitig geil und menschlich bleiben, und nicht zu stöhnend-zappelnder Biomasse degenerieren. Wie sollen die Teenies je eine Gegenwelt zu den grässlichen Silikonorgien etc. lernen. Die Jungs bekommen ins Hirn geschissen, die Mädels grausts fürs Leben.
    .
    Don Alfonso: 17/23:36: Sex sells!
    .
    Reiterjunge18/9:01: Das bereuen sicher so manche, dass man viel zu viel Jugendzeit mit schlechtem Gewissen verschwendet hat.
    .
    Tyler/ThorHa: Ich lese sie wegen ihrer ziemlich individuellen Argumentationslogik beide gerne, und finde es schön, wenn Ihre Kabbeleien diesseits der Grenze zwischen Kasperle und Krokodil bleiben.
    Wir lernen alle dazu, wenn wir nicht die gleiche Meinung haben.

  174. @Filou: A propos Egon Erwin...
    @Filou: A propos Egon Erwin Kisch. Schon sein allererster für eine Zeitung geschriebener Augenzeugenbericht als „rasender Reporter“ über einen Mühlenbrand war gelogen. Er hatte es nämlich nämlich nur vom Hörensagen, schrieb aber so, als ob…
    Ja, K.K. war und ist immer noch besser, weil: ehrlich und konsequent.

  175. Don, das jüdisch-zersetzende...
    Don, das jüdisch-zersetzende kann man gerade im Gaza-Streifen beobachten. Erinnert irgendwie an die Bombennächte in WK II. Da kamen die Engländer nachts und haben die Amis tagsüber fliegen lassen.

  176. Blitzgescheit...
    Blitzgescheit !
    Blitzgescheit, sinnlos, zermürbend über alle Gräber gehend, bis man gebildet, aber doch dumm und eben einsam in das Eigene fällt.
    (Und bis dahin werden noch viele Feste & Trauerreden gehalten, denn nicht mal ein Bakterium oder gar ein Virus traut sich an so viel entschlossene Überlegenheit). Es ist die gleiche Logik, mit der auch Oligarchen alt werden.
    Was soll das eigentlich ? Wer hat dieses seltene Gen diesen ( zum Glück) seltenen Frauen eingepflanzt? Vor Allem. Seit wann konnte es sich so frei entwickeln, dass es zerstörende Außenwirkung bekommen hat ?
    Mag das Schicksal sich Derer erbarmen, die direkt mit solchen Wesen konfrontiert sind.

  177. Gerade deswegen bestehe ich...
    Gerade deswegen bestehe ich auf „gescheitert“, HansMeier555. Ich bin durchaus nicht der Meinung, daß man die DDR der achtziger Jahre erlebt haben muß, aber dem Verständnis jenes Romans ist es förderlich. Wenn Sie jene Jahre erlebt hätten, dann wüßten Sie wie es mit „Christian“ ausgeht. Der „Christian“, den ich kannte ist übrigens derzeit Betreiber eines Off-Theaters in Berlin und bei den Berliner Festspielen involviert. Und er hat mir die „Onegin“-Aufnahme aus dem Bolschoi nie wieder zurückgegeben.

  178. @Artiste, sie argumentieren...
    @Artiste, sie argumentieren gerne wie ein frommer Jugendschützer, der die Seelen aller Unschuldigen vor schlimmen Bilder und Stereotypen retten will. Da man die Uhr nicht zurückdrehen kann, wird dann die Forderung nach mehr Menschlichkeit, Realismus, Kunstwert, Aufklärung usw. laut.
    .
    Ich habe das Gefühl, dass all das den Punkt nicht trifft. In einem philosophischen Traktat über das Gute Leben wird Aspirin oder ein pharmazeutisches Äquivalent, wahrscheinlich nicht erwähnt werden. Dennoch löst es ein kleines Problem und verkauft sich massenhaft. Man wirft es ein gegen Kopfschmerzen, die auch ohne es vorüber gehen würden, aber schneller noch mit Präparat. Diogenes, dem Tonnenphilosoph, wird nachgesagt, er hätte öffentlich auf dem Marktplatz gewichst, was die Leute verständlicherweise ziemlich eklig fanden. Zur Rede gestellt, soll er geantwortet haben: „ach, wenn es doch so einfach wäre, den Hunger zu stillen, indem man sich den Bauch reibt“.
    .
    Er vertreibt die Lust, die ihm so lästig ist wie der Hunger und wer weiss, vielleicht konsumiert ein junger Mann Pornos oder bestellt sich eine Professionelle, weil er an die Frau nicht rankommt, die er gerne hätte, ob er nun seelenvoll ist oder nicht. Oder ein älterer, ein hässlicher, ein schüchterner, der sich keine Chancen ausrechnet oder was weiß ich. Ein Painkiller, der die Lust schneller vertreibt, als wenn man es mit Phantasie versuchen muss.

  179. Im Grunde gab es 1987 nur 4...
    Im Grunde gab es 1987 nur 4 Möglichkeiten. Denn die erst 1987 geflüchteten Neuberliner Bayern wurden ab 1991 zügig eingezogen.

  180. Jetzt ist es heraus, warum die...
    Jetzt ist es heraus, warum die Russen aufgaben: Gegen diese vitalen Oberpfälzer hatten sie nicht den Hauch einer Chance, uns graut halt vor nichts. Solche Bürscherl wie der oben beschriebene B. , die schon bei 5 Grad plus wohl erfroren wären und nach der zweiten Tasse Kaffee eine lebensgefährliche Tachykardie aufweisen, taugen halt nicht mal zum Teeconnaisseur.
    Aber insgesamt gesehen ist es schade, dass die gesellschaftlichen Schichten nicht mehr -wie zuvor beim Bund- zusammenkommen. Man lebt sich auseinander. Und vergisst, dass der schönste Rokokko nördlich der Donau, bei den Oberpfälzern ist.

  181. Filou, wird dissidenz aus...
    Filou, wird dissidenz aus naivität überhaupt als widerstand gegen die diktatur anerkannt…? die herausforderung bestand ja wohl hauptsächlich darin, aufsässig zu sein, ohne zur strafe in den westen zu müssen.

  182. Vielen Menschen scheint der...
    Vielen Menschen scheint der KOPF wichtiger als der UNTERLEIB zu sein.
    .
    Es stellt sich da die Frage, wieso verkaufen so viele ihren KOPF?
    Das Gewissen ist ja wohl im Kopf zu verorten.
    Für den Beruf: Verkäufer von Diensten am Unterleib –
    hat man ein Wort gefunden.
    Angela Merkel behauptet heute dies und morgen jenes, alles dreht sich…falsches Lächeln, Bussibussi, winkewinke. Was für ein Beruf.
    .
    Monika Maron beschreibt in ihrem Roman „Stille Zeile sechs“
    auf brilliante Weise, wie einem der eigene Kopf eine Falle stellen kann.
    Die Protagonistin beschließt ihre intellektuellen Fähigkeiten nur noch
    für sich selbst und für eigene Interessen zu nutzen.
    Sie will NUR die gelähmte Hand eines Funktionärs ersetzen,
    der auch NUR seine Memoiren aufgeschrieben haben will.
    Marons Buch hat 220 Seiten.
    Bei Marons Büchern gibt es kein überflüssiges Wort.

  183. Lieber Jeeves, gelogen ja,...
    Lieber Jeeves, gelogen ja, aber so sollte man es nicht nennen, wenn ein junger Mann mit Intelligenz, Frechheit und Phantasie einen kurzen Artikel schreibt, der wahrscheinlich praezis die Angelegenheit wiedergibt. Man hatte schon mehrere Brandberichte gelesen; immer dasselbe. Also schreibt er dasselbe nochmal und dickt das Ganze etwas an.
    Wie ist der Fake eigentlich herausgekommen?

  184. Don Carlos, ganz reizend, Sie...
    Don Carlos, ganz reizend, Sie wieder mal mosern zu hoeren.
    .
    Dissidenz, Widerstand, Diktatur! Das sind viel zu grosse Worte fuer einen Dreizehnjaehrigen.
    .
    Der Bub wollte nur wissen, warum man ihm die Hefte wegnahm. Da fiel das Stichwort ‚Hetzschriften‘. Das war so ausnehmend bloed, dass das Kerlchen sich fragte, ob man solch Lehrpersonal ernst nehmen muesse.
    Er nahm nicht. Er argumentierte schlau. Und war Sieger nach Punkten.
    .
    Sonst noch Fragen?

  185. @DA, 12:13, §2: Leise...
    @DA, 12:13, §2: Leise zerdrücke ich eine große Krokodilsträne für Sie…
    als kleiner Trost ein kleiner Kommentar.

  186. @Filou, 17:50: Ja. Wo war die...
    @Filou, 17:50: Ja. Wo war die weibliche Unterstützung?

  187. die dorian-grey-links...
    die dorian-grey-links verkörpern, soweit bekannt, die mitte des normalen gesellschaftlichen konsenses hinsichtlich des genannten gegenstandes. sind zutreffend, nichts anders.

  188. @hansgeier333 (18. November...
    @hansgeier333 (18. November 2012, 14:06), wie meinen?

  189. und bei jesus büchern gibt es...
    und bei jesus büchern gibt es auch kein überflüssiges wort. wahrhscheinlich, weil er auch keinen unterleib hatte.

  190. Herr Schwarz – Vor einiger...
    Herr Schwarz – Vor einiger langen Zeit arbeitete ich in einer mittelgroßen Ingenieurfirma als Projektleiter(in). Des Öfteren nahm ich die Kunden (Ingenieure also alle männlich) abends in eine Varietee Show. Nach dem dritten oder vierten Striptease und dem dritten oder vierten Bier schlich ich mich als Dame dann vorsichtig davon und ließ die Herren in dem Milieu alleine. Es waren keine Asiaten, sondern Italiener, Franzosen, Britten, Iren, Deutsche…. fern der Heimat in Vancouver.
    .
    Es stimmt schon, am nächsten Tag haben die dann ohne große Diskussion unterschrieben.

  191. Uff, jetzt fällt mir gerade...
    Uff, jetzt fällt mir gerade auf… Thema verfehlt. Was ich schrieb war Männerkauf im Bordell.

  192. Wenn man als Behörde X Mio...
    Wenn man als Behörde X Mio Euro verschwendet, macht man es falsch.
    .
    Richtig macht es, wer 1,3 mal X Euro verschwendet, wobei die zusätzlichen 0,3 mal X für PR aufgewendet werden, um die bisherige Verschwendung zu rechtfertigen.

  193. man gebe evtl. bei ebay...
    man gebe evtl. bei ebay Artikelnummer: „320960281549“ ein HERREN DOT MATRIX BLAUE BINÄRE LED WATCH UHR“). 767 stk. verkauft. aus china frei haus für 10,79. so geht sie womöglich auch, die marktwirtschaft für junge. („im einkauf liegt der gewinn“, oder wie wir alle auch weiterhin von ständig fallenden preisen profitieren wollten.) (und wären es die fallenden preise fürs volk) (oder anders: solange am ende das volk sich nicht – passender weise – auch noch die eigenen westviertel billiger machte, wäre womöglich auch weiterhin noch alles in ordnung)

  194. Oh,Oh,Oh ...
    Und alles nur,...

    Oh,Oh,Oh …
    Und alles nur, weil an den Westviertel-Großtanten, all die auch
    Geist und Witz vermittelnde Bildung rueckstandslos abperlt.

  195. pffffff... das sind so die...
    pffffff… das sind so die Beiträge, die fahren in eine ganz andere Richtung vorbei, und ich sage mir: Einer muss auf dem falschen Dampfer sein. Vermutlich bin ich das.

  196. @ Filou 19:24
    Zu diesem Thema...

    @ Filou 19:24
    Zu diesem Thema ist seit langem alles gesagt – und zwar von allen.
    Es ermuedet nur noch wie der Kommentar von hansgeier333 zeigt.

  197. Mutti käme natürlich nie auf...
    Mutti käme natürlich nie auf die Idee, die Herren der Schöpfung, pardon, der SPD, mal in ein schickes Berliner Bordell einzuladen, um eine Unterschrift zu erkaufen zu sparen.
    .
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/gesetz-verhandlungen-was-kostet-die-spd-11964631.html
    .
    Dann käme das Schweizer Steuerabkommen sicherlich nicht so teuer. Aber gute Verhandlungsführung ist halt kein Schulfach. Man kann es nicht auswendig lernen und ist deswegen der Besten der Klasse nicht bekannt.

  198. zu 21:42, die Suppe ist aber...
    zu 21:42, die Suppe ist aber genau so komponiert, dass einjeder sich das aussucht, auf dem man am genussvollsten Kauen kann.
    Das ist das Rezept.

  199. wenn dampfer sich begegnen ......
    wenn dampfer sich begegnen … . also wir fanden den text klasse. (und um texte ging es doch, nicht etwa um besitz?)
    .
    „Wie spät ist es? Sie kaufen hier eine absolut stylische, revolutionäre Designer LED Armbanduhr. Anstatt die Zeit mit Ziffern oder Zeiger anzuzeigen, wird die Zeit durch eine grafische Punktmatrix abgelesen. Diese Uhr ist nicht mehr ein Zeitmesser, sie ist Mode und Lifestyle. Die Zeit ist reif für eine neue Zeitanzeige… Beschreibung: 100% nagelneue, hochwertige ditgitale LED Armbanduhr, mit LED Anzeige, Rubber Armband …“ (ebenda)
    .
    wobei, mit dem dampfern war das aber so: die begegneten sich womöglich immer bloß des nachts. sonst nie. http://www.youtube.com/watch?v=MO0lUXnAs-U&feature=related http://www.clipfish.de/video/2888917/schiffe-die-sich-nachts-begegnen/ (*g*)
    .
    besser also alle dampfer fahren nur noch alleine. keiner begenet sich nirgends.
    .
    (wobei, das bringt uns auf eine idee: wie wäre es, am ende auch noch den ganzen kiel von unten hintereinanderweg dicht ein dicht mit einer reihe von diamant-intarsien zu besetzen? wenn schon ultimativer luxus, denn schon. und muss ja auch nicht immer gleich jeder sehen.)

  200. Nee, Don, Sie nicht, habe bei...
    Nee, Don, Sie nicht, habe bei Ihrem Artikel gelächelt.
    Bei mir war es einige Jährchen früher ähnlich, Verweigerung noch vor Ausschuss mit Beisitzern, religiös ging nicht, politisch auch nicht, also ethisch-moralisch,
    die üblichen Fragen mit der Freundin im Wald, zufällig eine Waffe dabei u.s.w.
    dann im zweiten Anlauf durfte ich anstatt 18 Monaten Wehrdienst 24 Zivildienst machen, nach meinem Studium, und ungefähr zu dieser Zeit war ich in Sachen erotische Fotografie unterwegs, nicht ganz untalentiert, wie ich damals meinte.
    Modelle zu finden, war kein Problem, die Frauen waren damals wenig berechnend,
    offener und vielleicht etwas unbedarfter als heute.
    Ich hängte also nach und nach meine im eigenen Labor bearbeiteten Exponate an eine Wand, und an eine andere Wand von mir bewunderte Foto- und Lithografen,
    Newton, Marplethorpe, Wunderlich e.t.c und die Reaktion meiner Gäste
    war eigentlich immer gleich.
    Anerkennende Blicke und ein bisschen Neid bei den Männern,
    gekräuselte Näschen bei den Frauen.
    Habe die Wände lange durchgehalten, aber je mehr Bürgertum bei mir ein und aus ging, desto mehr gekräuselte Näschen gab es.
    Habe irgendwann entnervt aufgegeben, heute hängen nur noch homöopathische Dosen. ;-)

  201. und herrenkäufe - auch...
    und herrenkäufe – auch ausserhalb:
    .
    natürlich sieht man den herren, der die zeit stilvoll zu nehmen weiß, lieber, als jeden anderen. womöglich sogar in der leicht historischen zeit von 1990. http://www.ebay.de/itm/181026636374?ru=http%3A%2F%2Fwww.ebay.de%2Fsch%2Fi.html%3F_sacat%3D0%26_from%3DR40%26_nkw%3D181026636374%26_rdc%3D1
    .
    und noch wieder andere bekommen die zeit gesagt, jenseits eigener messung. aber weil herr don eine uhr hat – und trotzdem zeit. ok, vielleicht auch zwei. lässt er sich zeit. für text. und bild. wie schön. man sagte es bereits.
    .
    und „Berlin, Hamburg, Nürnberg und Köln sind unter der Erde mindestens so aufregend wie Meran an der Oberfläche!“ http://blog.zeit.de/kinderzeit/2009/10/22/expeditionen-in-die-unterwelt_2445 – wussten wir das schon?
    .
    (wir bitten wie immer schuldhaft um nachsicht)

  202. @ Der Tiger

    Da es sowas in so...
    @ Der Tiger
    Da es sowas in so manchem Weltbild nicht geben darf heisst, dass es sowas nicht geben kann.
    @ tja, TorHa,
    meinen sie jetzt ihr Eingeständnis überrascht mich, dass sie es geschafft haben sich in den vergangenen 60(?) Jahren nicht weiter zu entwickeln? Vergessen sie bei mir nie, dass ich rechte Spiesser weit höher einschätze als das linke Modell. Als Schopenhauer Freund weiss ich einen Pessimisten der sich an der tatsächlich existierenden Welt orientiert zu schätzen und jene pseudo-linken Gut-Menschen korrekt einzuordnen.
    @Filou
    „Peinlich war mir, dass ich keinerlei redliches Argument fuer die Wehrdienstverweigerung fand.“
    Das sollte es auch! Es lag allerdings nicht daran, dass es keine gäbe, sondern dass das Weltbild das man ihnen wohl eingeprügelt(?) hat, sie am Denken hinderte. Und, dass sie dies zuliessen und sich dann detailliert beibringen liessen wie man andere Menschen (die ihnen nicht das geringste getan haben) umbringt, das beides sollte ihnen peinlich sein.
    Wenn Ihre Beschreibung hingegen ehrlich wäre, dann wären sie der erste Mensch den ich „treffe“ der die Zeit beim Bund integer überstanden hätte. Meine Erfahrung mit der Spezies der professionell ausgebildeten Massenmörder deckt sich mehr mit der Version die Wolfgang Niedecken in „ne schöne Jross“ besingt.
    Und ihre absurde Schrebergarten Analogie scheint mir dies auch zu belegen. Oder kennen sie einen Schrebergarten der während unserer Lebenszeit bewaffneten Schutz benötigte? Volker Pispers hats so schöne ausgedrückt: „Früher stand immer der Russen vor der Tür, heute ists der Taliban, der gleich kommt!“
    Was diese Taliban angeht, so sind nicht die zu „uns“ gekommen, sondern „wir“ zu denen, und zwar ungebeten! Die US Armee ist als Nachfolger der Briten seit Jahrzehnten dabei im Nahen Osten mit Waffengewalt das Öl zu stehlen, was sie mit ehrlichem Geld niemals bezahlen könnten.
    Afghanistan ist das Land der Afghanen, nicht ein Land in dem Menschen wie sie mal kurz mit Kanonen die christliche Grundwerte einführen müssten, damit auch dort jene segensreiche Gesellschaftsordnung entstehe, die man ja so beispielhaft hier tagtäglich beobachten kann.
    Georg W hat Afghanistan aus rein innenpolitischen Gründen angegriffen und die korrekte Antwort heute bestünde nicht darin mit der anscheinend ein wenig zu oft benebelten Dame dort zu beten, sondern dort noch heute seine Koffer zu packen und damit aufzuhören eine Verbrecherclique dort gegen eine andere mittels Massakrieren zu unterstützen.
    @Lutz
    Warum? Was anderes als ein „Urnenpöbel“ wäre in der Lage 30 Jahre lang Kohl, Schröder und dann auch noch Merkel zu wählen?

  203. Tomi Ungerer habe ich noch...
    Tomi Ungerer habe ich noch vergessen, der hing auch da,
    habe Ihn zufällig mal persönlich kennengelernt,
    macht tolle Kinderbücher und richtige Schweinereien für Ältere,
    ich glaube der hatte ähnliche Probleme.

  204. @22:44
    .
    Weiss nicht, was...

    @22:44
    .
    Weiss nicht, was gemeint ist, aber vom Birklehof nach Sparta war es vielleicht ne ähnliche Strecke wie aus der Oberpfalz ins Gewerbegegebiet.

  205. Wer befindet sich auf welchem...
    Wer befindet sich auf welchem Dampfer?
    Wenn die Eingangsgeschichte mit ambivalenten Fäden durchwoben ist,
    ergeben Kommentare auch ein buntes Patchwork.
    Bilder sind per se festgehaltene Illusionen aus dem Kopf des Malers.
    Ambivalenz als Anregung: Ich sehe was, was du nicht siehst.
    http://www.amandinealessandra.com/cumulus/wp-content/uploads/2009/03/alphabet-mapplethorpe3.jpg
    http://www.wolkenbilder.gerstenberg-verlag.de/wp-content/uploads/2011/03/himmelssurfer.jpg
    Es lebe die Vielfalt.
    Danke dafür!

  206. Macht Respekt blöd?...
    Macht Respekt blöd?

  207. Zugeknöpfte Erbtanten versus...
    Zugeknöpfte Erbtanten versus aufgeknöpfte Mieder..keine Frage wer da die Siegespalme davonträgt …oder?

  208. "Macht Respekt blöd ?"
    Nein,...

    „Macht Respekt blöd ?“
    Nein, der barrierefreie Zugang zur Bildung garantiert nur
    nicht den Erfolg.

  209. Auf die Thermopylen wollte ich...
    Auf die Thermopylen wollte ich sagen.
    Sie lagen da, wie Gott befahl.

  210. Vom Initiationsritus zum...
    Vom Initiationsritus zum Puff
    .
    @Savall: Don Alphonsos Ironie glaube ich schon zu verstehen. Doch ob der vielen moralisierenden Beiträge kommen mir so manche Zweifel. Daher meinen verstärkenden Einwand mit Villon und der Herrschaft des Pöbels als solche der Libido. Die „Herrschaft des Pöbels“ wird vielleicht auch den Puff wieder rehabilitieren, bevor er diesen überflüssig mache.
    Der Link von Wievie weist da in die richtige Richtung.
    .
    Doch zuvor müssen wir uns über einige Dinge vergewissern. Das was der Don hier beschreibt, ist ein klassischer Initiationsritus. Die Jünglinge im Patriarchat sollen so zu Männern reifen. Das Gute daran ist der Ritus, denn dieser ist wohl älter als der älteste Puff. Initiationsriten sind älter als das früheste Patriarchat. Stammen sie doch noch aus der Zeit der sog. Gynokratie, der Anbetung der Fruchtbarkeit auf dem Acker, wie im Schoß der Frau, http://blog.herold-binsack.eu/?p=1802. Das waren sexuelle Massenevents – zur Ehre der Fruchtbarkeitsgötter, wie der Frau.
    .
    Unter der ersten Klassengesellschaft, welche laut Engels mit der Unterdrückung der Frau zusammenfiel, veränderte sich auch dieser Ritus. Die Frau wurde zur Ehefrau, und zwar in dem Maße wie die geschlechtliche Beziehung zur Familie. „Famulus“, das war bei den Römern der Haussklave http://blog.herold-binsack.eu/?p=1235. Bei den antiken Griechen z.B. war die Ehefrau faktisch die erste Sklavin. Ohne Begleitung durfte sie z.B. nicht mal auf die Straße. Und auch die Bildung war ihr verwehrt. Als solche dann kaum noch geeignet für die Befriedigung der sexuellen wie auch geistigen Lüste ihrer Herren. Der Herr bevorzugte, wenn nicht gar junge Männer, die Dienste von Huren und Hetären, bzw. eben die von Sklavinnen. Hetären waren meist gebildete Frauen, freigelassene Sklaveninnen, verdiente Bettgenossinnen. Nicht wenige Philosophen verklärten den Eros im Umgang mit diesen. In der Liebe zur Weisheit z.B. wie man sie Sokrates nachgesagt, sehr zum Ärgernis seiner Frau, der Xantippe (vgl. mein: Was dem Manne sein Orakel, http://blog.herold-binsack.eu/?page_id=17). Den Huren blieb das Geschäft mit der rohen Lust, nicht unähnlich darin dem Schicksal der Kriegsbeute.
    .
    Seit dieser Zeit erhält der Soldat seine oft erste sexuelle Erfahrung auf dem Schlachtfeld, nach der siegreichen Schlacht, oder eben in den Armen einer Hure, welche nicht selten eine vormals vergewaltigte Beute ist.
    Ironie wie Kritik sollten sich d a r a u f kaprizieren, nicht auf die guten oder schlechten Dienste der Huren, oder die wohlfeilen der Ehefrau. Und, und das halte ich wichtig, gerade für die Ehefrau:
    In der bürgerlichen Ehe prostituiert sich Frau! Sehr zur Unlust beider. Und das ist der Grund wohl auch für, warum so viele Männer den Puff aufsuchen. Sie suchen dort paradoxerweise die Beziehung, die sich mit ihrer Frau nicht einstellen will. Wie auch, ist Frau doch dort immer noch die „Hure“/die erste Sklavin. Dass das eine wie das andere eine Illusion ist, die „Beziehung“/die Liebe/ja der Eros – hier wie dort – das ahnen nicht wenige. So werden sie Zyniker. Und die Kosten für den Puff ziehen sie der Frau vom Haushaltsgeld ab.

  211. Auch auf dem richtigen Dampfer...
    Auch auf dem richtigen Dampfer gibt es eine Haifischbar, ein Pornokino und einen Nichtrauchersalon. Der Urnenpöbel vergnügt sich gerade mit Jürgen Drews und seinen Ballermännern. Heute Abend im Herrensalon: „Der Spießer in mir – Wege zum Selbst“, ein Streitgespräch über das richtige Leben auf dem falschen Dampfer.

  212. Dabei hab ich nix gegen...
    Dabei hab ich nix gegen käufliche Erotik, gar nichts.
    Ich finde einfach nur keine (in Büchern, auf bewegten oder unbewegten Bildern) die mir gefällt. Na gut, fast keine.
    Geben Sie mal in amazon die Stichworte Romane/Erotik/Klassiker ein. Kommen immer die gleichen 5 Titel, halt in unterschiedlichen Ausgaben von verschiedenen Verlagen. Natürlich ist der Lieblingsautor des Hausherrn auch dabei.
    .
    H. Binsack, zu Ihrem letzten Absatz: gegen die Unlust in der bürgerlichen Ehe gibt es ein einfaches Rezept. a) frau trägt in gleicher Weise zum Lebensunterhalt bei wie der Mann, b) der Zugewinnausgleich wird fortlaufend während der Ehe ausgezahlt und nicht erst nach 3 Kindern, 22 Jahren und Rechtsstreit.
    Oder Schenkung bei Eingehung der Ehe. Dann sind die Fronten von vornherein geklärt und wenn das Prostitution heißen soll… meinetwegen.
    .
    Reiterjunge, long time no see. Wieso eigentlich?

  213. Seien Sie nicht uncharmant,...
    Seien Sie nicht uncharmant, Barbarus, mit donna laura, das möchten wir doch gebeten haben! Nehmen Sie ein Gläschen und ein macaron
    http://www.lm-laduree.com/products/cheek/cream_cheek_base/

  214. Zum November hätte ich gern...
    Zum November hätte ich gern etwas Nachdenkliches. Etwas Niedergang, Verfall, rostende Rennräder, faulende Tischdecken und ein paar garstige Scheidungen.

  215. @Herold Binsack – Die...
    @Herold Binsack – Die Stellung der Frau nur vom Gesichtspunkt der Ausgenommenen zu sehen, halte ich für einseitig. Mich jedenfalls langweilt diese angeblich zugewiesene Opferrolle der Frauen.
    .
    Vor längere Zeit, als ich noch Business Development und Vertragsverhandlungen machte, habe ich oft gedacht: Was ich tue ist nichts weiter als intellektuelle Prostitution. Man schmiert dem Kunden Honig ums Maul und muss sich jeder Situation anpassen. Das gilt für Frauen wie für Männer. Vorherige Woche traf ich einen Rechtsanwalt. Als ich ihn auf einen höchst bekannten Fall ansprach, sagte er: ‘Das Problem ist, die Klienten sagen einem halt oft nicht die volle Wahrheit.’ Mann muss sie dann doch weiter verteidigen, aber mann fühlt sich vergewaltigt

  216. Sich der Korrumpierung...
    Sich der Korrumpierung verweigern
    .
    @Tiger: Kann sein, dass ich das nicht immer von allen Seiten beleuchte. Doch für mich bedeutet das mitnichten, die Frau ausschließlich aus der Opferrolle zu sehen. Aus Opfern werden Täter, sobald sie die sie ausbeutenden Verhältnisse nicht mehr zu ändern wünschen. Eine Edelnutte ist im ökonomischen Sinne kein Opfer mehr, dennoch bleibt sie es soziologisch betrachtet. Und natürlich ist die Frau des Bourgeois, keine Lohnarbeiterin. Aber im Verhältnis zu ihrem Mann leistet sie Dienste an diesem. Liebesdienste, wenn auch womöglich überdurchschnittlich bezahlte.
    .
    Dass das die Frau per se nicht zum besseren Geschlecht macht, liegt dabei auf der Hand. Wo Unterdrückung korrumpiert, veredelt sie nicht den Menschen. Die Skandalgeschichte um Kachelmann scheint mir das wieder mal aktuell belegt zu haben. Gier und Sensationsgier paaren sich gerne. Und wo eine Alice Schwarzer für die Bild schreibt und für die Bunte agiert, da ist der bürgerliche Puffbetrieb nicht weit.
    .
    Eine deprimierende Feststellung, in der Tat. Doch da gibt es die Tücke der Dialektik. Für Frau und Mann erweist sich das Patriarchat am Ende als wenig lustbringend. Nämlich als beide Geschlechter frustrierend. Und nur da liegt die Quelle für eine mögliche Änderung.
    Doch müssen dabei Frust wie Zynismus überwunden werden, muss das Subjekt (wie auch das davon „abgespaltene Nichtsubjekt“/ Roswitha Scholz) sich der Korrumpierung verweigern. Muss dem bigott-koketten Kapital die Lust vergehen.

  217. @muscat
    .
    Wie Recht sie haben....

    @muscat
    .
    Wie Recht sie haben. Und auch was die offiziösen Kunstphotographen à la Newton uns anzubieten haben, ist ja nix als pure Befriedigung ästhetischer Triebe ohne bleibenden pornographischen Wert.

  218. @Harold Binsack – Besonders...
    @Harold Binsack – Besonders nerven mich Männer, die die arme Opferrolle der Frau beklagen, um sich als verständiger Frauenkenner zu generieren. Solchen habe ich immer gleich in den Hintern getreten. Es ist eine dämliche Nummer, irgendjemanden oder eine gesellschaftliche Gruppe als hilflose Opfer darzustellen, um dann als großer Hilfeleistender aufzutreten, Frauen lieben diese dämliche Rolle auch – zum Beispiel Frau v. Leyen und Frau Kraft.

  219. Ich möchte mich dem Kommentar...
    Ich möchte mich dem Kommentar von ‚irgendeiner‘ vom 16.11. um 14:01 inhaltlich anschließen & frei nach Oskar Maria Graf ausrufen: „Mehr Sexualität die Herrschaften !!!“

  220. Dieses Zitat möchte ich...
    Dieses Zitat möchte ich weitergeben:
    „When you marry yourmistress, you automatically create a vacancy“
    (Sir James Goldsmith)
    Und nun muss ich GBs Wirtschaft-Blog besuchen.
    TTFN
    fionn

  221. @Devin 11:20 - "Aus Opfern...
    @Devin 11:20 – „Aus Opfern werden Täter, sobald sie die sie ausbeutenden Verhältnisse nicht mehr zu ändern wünschen.“

    Solange Menschen existieren, werden sie einander ausbeuten, und das ist keineswegs auf die Ökonomie beschränkt. Ich musste in jungen Jahren (mühsam) lernen, dass die selbsternannten Opfer unter bestimmten Voraussetzungen echte Blutsauger sein können – sie kosten viel Zeit und seelische Kraft, ohne dass sich diese Investition lohnt oder etwas zurückgegeben wird. Diese menschliche Grundkonstante wird jede Änderung politischer oder wirtschaftlicher Systeme überleben, erung nur durch flächendeckende Genkorrektur.

    @Tyler:

    Fein. Sobald Sie erwachsen geworden sind hört auch bestimmt der reflexartige Versuch aus, die eigene seelisch/psychische Überlegenheit zu demonstrieren und Andersdenkenden den Besuch des Psychaters zu empfehlen. Als 25jähriger hat mich das noch beeindruckt, aber das ist einige Zeit her.
    Ihre Verachtung des „Urnenpöbels“ ist ebenfalls billig, solange Ihnen kein besseres Modell einfällt. Ich wäre morgen kein Demokrat mehr, wenn mir jemand eine halbwegs plausible Lösung des Problems der Character- und Fähigkeitsermittlung wie des Machtmissbrauches und der Korruption in autoritären Systemen anbieten könnte.

    @muscat – „… käufliche Erotik …“

    Es gab Anfang der achtziger im Filmbereich zumindest Ansätze, diese zu entwickeln, auch von der pornographischen Seite her. Der Preisverfall durch die massenhafte Verbreitung der Videorekorder hat diese Entwicklung blitzschnell abgewürgt. Man kann ja von Pornographie grundsätzlich halten, was man will – aber die heute dominierende ist nur noch brechreizerregend.

    @Devin 09:05 – Initiationsritus:

    Wenn´s so wäre, bestünde ja noch Hoffnung. Viel wahrscheinlicher ist, dass die Einführung junger Rekruten in die Geheimnisse damenbesetzter Kachelräume ein running gag alter Unteroffiziere war. Oder der Versuch, triebstaubedingte Kasernenprobleme (Schlägereien et al) zu minimieren.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  222. Der Tiger,
    volle...

    Der Tiger,
    volle Zustimmung.
    .
    Vroni,
    ich habe über diese 80 (Fragezeichen)) Prozent nachgedacht. Wenn es so viele wären, dann hätten wir eine gigantische Bordellindustrie und zig Millionen Frauen würden darin arbeiten, um den Bedarf zu decken.
    So pessimistisch bin ich dann doch nicht.
    .
    Alice Schwarzer:
    Ich finde nicht, dass es mit Prostitution zu tun hat, wenn man das Gedankengut in Bild und Bunte vertritt. Es macht auf die Dauer wenig Sinn, sich immer nur da zu äußern, wo ohnehin Übereinstimmung herrscht.
    .
    Ganz grundsätzlich käme ich mir als Mann blöd vor, mit einem dummen Weibchen herumzulaufen.
    Es gibt nichts Abtörnenderes als eine dumme Frau. Wer will denn mit so jemanden zusammenleben.
    So gesehen, kann ich mich sehr für kluge, selbständige, fähige, interessante Frauen begeistern. Allein aus reinem Egoismus. Trotzdem lautet das Verhältnis: Mann – Frau. Geschwister und eine Mutter habe ich schon.

  223. Es überrascht, wie gut sich...
    Es überrascht, wie gut sich hier unten alle in Bordellen und mit P…ofilmen auskennen.

  224. muscat,
    Erotik ist nicht...

    muscat,
    Erotik ist nicht käuflich.
    Erotik lässt sich nicht abbilden, sie findet im Kopf statt. Alles andere ist Junk Food. Macht kurzfristig satt, fällt aber nicht unter hochwertige Nahrung.

  225. Kriege für das Recht auf...
    Kriege für das Recht auf Lust
    .
    @Der Tiger: Eine Frau v. Leyen liebt diese Rolle vermutlich nicht so sehr wie sie sie nutzt. Gender Mainstreaming ist angesagt, nicht um die Frauen zu befreien, sondern um die Ausbeutung auch des Mannes zu optimieren. Oder um mit Bornemann auf Kurz zu referieren: Das Subjekt mag ja „männlich, weiß, westlich“ (Robert Kurz) sein, doch das Proletariat der Zukunft erscheint „androgyn“ (Bornemann/Das Patriarchat). Ein wenig anzüglich könnte man auch sagen: Frau verliert jetzt erst ihre Unschuld, wie Mann zum zweiten Mal. Und mit den Merkels, v. Leyens, Schwarzers u. a. zeigt man/frau uns, was ein weiblich regiertes Patriarchat alles so drauf hat. Es wird interessant sein, zu beobachten, wie die Finanzkrise sich zur sexuellen Krise ausdehnt. Nicht weil die Aufsichtsräte jetzt dort weiblich paritätisch besetzt sein müssen, nein: weil dort nicht ihre bevorzugten Sexualpartnerinnen sitzen werden. Und ständig in diesem Gender-Neusprech zu heucheln, statt sich dreckige Witze zuzurufen, das wird ihnen den Rest der Laune verderben.
    Und so aggressiv das macht, könnte das die Quelle für neue Kriege bedeuten. Diesmal nicht für „Mehr Raum“, Energie oder Wasser, sondern wegen der Befriedigung, nämlich des eigentlichen Grundbedürfnisses – dem Recht auf Lust.

  226. @ fionn 19. November 2012,...
    @ fionn 19. November 2012, 15:08 :
    Das mit GB ist schon lange keine wirtschaflich, monetäre Frage mehr.
    Mit der City, den Inseln unter königlichem Besitz/Recht (Geldwäsche) und dem Sozialsystem (Asozial, Schichtensystem, House of Lords, Bildungssystem nach Herkunft usw usf) ist GB nicht mehr(?) dazu willens die einfachsten sozialen Standarts der EU anzuerkennen.
    Das ist eine grundsätzliche und nicht überbrückbare Kluft.
    Lasst Sie gehen … gestern wäre gut gewesen, heute ist noch ok, morgen ist aber letzte annehmbare Möglichkeit.
    GB ist in Agonie und trägt bereits ein Hippokratisches Gesicht. Wenn die alleine sterben wollen, ist es ihr gutes Recht.

  227. @ThorHa
    "Man kann ja von...

    @ThorHa
    „Man kann ja von Pornographie grundsätzlich halten, was man will – aber die heute dominierende ist nur noch brechreizerregend.“
    .
    Achwas?! Erzählen Sie… !

  228. @Devin:
    Das mit dem Gender...

    @Devin:
    Das mit dem Gender sollte doch „erledigt“ sein; siehe Norwegen (dort gibt’s keine Kohle mehr für den Quatsch) und die wunderbare Aufklärung durch Harald Eia: http://bit.ly/L1zazN

  229. x, dem muss freilich...
    x, dem muss freilich widersprochen werden; der Don mit seinen Rokoko-Möpsen ist nur ein Beispiel von vielen.
    Auf Ihre oder meine Person bezogen mögen Sie jedoch Recht haben – immer vorausgesetzt, man hat ein annähernd gleiches Verständnis von Errodick, wie der fränkische Rekordnationalspieler da sagen würde.

  230. Worum ging's nochmal beim...
    Worum ging’s nochmal beim Trojanischen Krieg?

  231. ThorHa,
    zugespitzt:...

    ThorHa,
    zugespitzt: Pornographie ist nur 3-5 Minuten lang interessant.
    :)
    Tyler,
    und davor waren sie nützliche Idioten gegen die Russen.
    The same: Irak. Zuvor nützlich gegen den Iran.
    Die U.S.A. ziehen ihre Feinde immer selbst auf.
    .
    But:
    Kennst Du den Film, The Missing (Cate Blanchett etc.)
    Großartiger Film!
    Mir gefällt, dass er nicht schwarz-weiß färbt. Böse Weiße – gute Indianer.
    Er bezieht schon eindeutig Stellung hinsichtlich der Vertreibung der Ureinwohner, bleibt aber, insgesamt betrachtet, recht parteilos, was gut – böse betrifft.
    Cate Blanchett spielt eine weiße Heilerin, ihr Gegenspieler ist ein indianischer Hexer.
    Ihr Vater weiß nicht so genau, wo er steht.
    Alle drei sind nicht ohne!
    Mein Filmtipp der Woche:
    The Missing

  232. Das Recht auf lebenslange...
    Das Recht auf lebenslange Lust:
    Sexualbegleiterin wird von der Pflegekasse finanziert

  233. Um Troja, lieber Meier?
    .
    Wie...

    Um Troja, lieber Meier?
    .
    Wie auch immer, bitte alle etwas novemberlicher!

  234. muscat,
    yep, weder Rokoko noch...

    muscat,
    yep, weder Rokoko noch Helmut Newton finde ich erotisch. Für mich ist das Kitsch.
    Kunstgeschichtlich betrachtet stehe mehr auf Gotik. In jeglicher Hinsicht.

  235. E.R.LAngen – Ich hab mich...
    E.R.LAngen – Ich hab mich schon mit dem Thema beschäftigt, da war ich gerade vier Jahre alt. 1952 zogen wir in das erste von den Amis in Kronberg freigegebene Haus. Kurz darauf stellten meine Eltern fest, dass das Puddelloch voll war und bestellten den Kronberger Puddelabsauger. In meiner Erinnerung ist immer noch sehr lebendig wie meine Mutter, mein Vater, der Puddelmann und ich um das Puddelloch standen, und ich neugierig wurde als nur noch 20 cm Puddel drin waren und fragte: ‘Was sind das für dicke weiße Würmer?’ Meine Mutter rannte entsetzt ins Haus. Der Puddelmann guckte meinen – von der Gestalt her – etwas mickerigen Vater grinsend an und sagte: ‘Respekt, Respekt Herr Doktor!’ Der wand sich verlegen.
    .
    Weil die Reaktion der Erwachsenen in den Augen der Vierjährigen sehr seltsam war, gab ich nicht auf und fragte immer wieder…. bis mir meine Erziehungsberechtigten erklärten, dass das Kondome waren und unser Haus ein Amipuff gewesen war.

  236. Heute gehn wir in Dons...
    Heute gehn wir in Dons Boudoir
    Da ist die Pompadour der Star
    Und selbst für Meiern ist es klar:
    Nie wird es wieder wie es war!

  237. Ein bissel mehr Respekt hätte...
    Ein bissel mehr Respekt hätte MRR vor Robert Neumann schon haben können.

  238. Gibt es eigentlich auch...
    Gibt es eigentlich auch Rokokobilder von Judith?
    .
    Immer nur Cranach geht auch nicht.

  239. Und doch hat das 19....
    Und doch hat das 19. Jahrhundert Unglaubliches vermocht!
    .
    Seine Schriftsteller haben uns zwei Jahrhunderte lang glauben gemacht, dass jeder bürgerliche Gymnasiast so etwas haben könnte wie einen Intellekt, eine Persönlichkeit, eine Entwicklung und am End gar ein Schicksal. Und das es sich lohnen könnte, darüber 500 Seiten zu schreiben oder zu lesen.
    .
    Das kam so überzeugend, dass man sich grad zu wundern anfing, warum die Menschen im Mittelalter noch nicht jeder so über sich schreiben konnten.

  240. Don,
    ich teile aber Ihre...

    Don,
    ich teile aber Ihre Schwäche für Murano-Glas, bevorzugt moderneres von Venini.
    Das kombiniert mit gotischer Umgebung, c’est tellement beau…

  241. "Shades of Inkarnat"

    Richtig...
    „Shades of Inkarnat“
    Richtig große großbürgerliche Erotik gibts hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=vyZPDYb4YAE

  242. Apropos französisches...
    Apropos französisches Mittelalter.
    .
    http://expositions.bnf.fr/aimer/albums/echecs/index.htm

  243. @ 18:11 die menschen im...
    @ 18:11 die menschen im mittelalter waren halt schlauer. (und woher man das weiß, als mittelschicht-sepp? na aus dem zbg. natürlich, der dichter lässt es leo naphta ja oft genug sagen, *g*)
    .
    „“Die Antike war kapitalistisch, weil sie staatsfromm war. Das christliche Mittelalter hat den immanenten Kapitalismus des westlichen Staates klar erkannt. ‚Das Geld wird Kaiser sein‘, — das ist eine Prophezeiung aus dem elften Jahrhundert. Leugnen Sie, dass das wörtlich eingetroffen und dass die Verteufelung des Lebens damit restlos erreicht ist? […]
    .
    Sollte Ihrem Manchestertum die Existenz einer Gesellschaftslehre entgangen sein, die die menschliche Überwindung des Ökonomismus bedeutet und deren Grundsätze und Ziele mit denen des christlichen Gottesstaates genau zusammenfallen?
    .
    Die Väter der Kirche haben Mein und Dein verderbliche Worte und das Privateigentum Usurpation und Diebstahl genannt Sie haben den Güterbesitz verworfen, weil nach dem göttlichen Naturrecht die Erde allen Menschen gemeinsam sei und daher auch ihre Früchte für den gemeinschaftlichen Gebrauch aller hervorbringe. Sie lehrten, dass nur die Habgier, eine Folge des Sündenfalls, die Besitzrechte vertritt und das Sondereigentum geschaffen habe. Sie waren human genug, antihändlerisch genug, wirtschaftliche Tätigkeit überhaupt eine Gefahr für das Seelenheil, das heisst: für die Menschlichkeit zu nennen. Sie haben das Geld und die Geldgeschäfte gehasst und den kapitalistischen Reichtum den Brennstoff des höllischen Feuers genannt.
    .
    Das ökonomische Grundgesetz, dass der Preis das Ergebnis des Verhältnisses von Angebot und Nachfrage ist, haben sie Von ganzem Herzen verachtet und das Ausnutzen der Konjunktur als zynische Ausbeutung einer Notlage des Nächsten verdammt. […]
    .
    Diese menschlichen Geister haben den Gedanken einer selbsttätigen Vermehrung des Geldes als ekelhaft empfunden, alle Zins- und Spekulationsgeschäfte unter den Begriff des Wuchers fallen lassen und erklärt, dass jeder Reiche entweder ein Dieb oder eines Diebes Erbe sei Sie sind weiter gegangen. Sie betrachteten, wie Thomas von Aquino, den Handel überhaupt, das reine Handelsgeschäft, das Kaufen und Verkaufen unter Einziehung eines Nutzens, aber ohne Bearbeitung, Verbesserung des wirtschaftlichen
    Gutes, als ein schimpfliches Gewerbe. […]
    .
    Ehrenwert war ihnen der Ackerbauer, der Handwerker, nicht der Händler, nicht der Industrielle. Denn sie wollten, dass die Produktion sich nach dem Bedürfnis richte, und verabscheuten die Massengütererzeugung. Nun denn, – alle diese wirtschaftlichen Grundsätze und Massstäbe halten nach jahrhundertelanger
    Verschüttung ihre Auferstehung in der modernen Bewegung des Kommunismus. Die Übereinstimmungb ist vollkommen bis hinein in den Sinn des Herrschaftsanspruchs, den die internationale Arbeit gegen das internationale Händler- und Spekulantentum erhebt, das Weltproletariat, das heute die Humanität und die Kriterien des Gottesstaates der bürgerlichkapitalistischen
    Verrottung entgegenstellt.“‚ (III, 556 ff.)
    Die Stelle verdankt sich ziemlich vollständig Heinrich von Eicken: Geschichte und System der mittelalterlichen Weltanschauung, Stuttgart Verlag der J.C. Cotta’schen Buchhandlung 1887….“ (http://www.tma.ethz.ch/assets/Uploads/Ueber-uns/Thomas-Sprecher/Dokumente/TSKur-Kultur-Kapitalismuskritik.pdf ; Seite 236)
    .
    also: wir haben seine forderung erkannt: wir brauchen zwar nicht den kommunismus, aber staatsfromm sollen wir wieder werden. und zwar am besten in den grenzen von sachsen-weimar (1788 oder 1815 könnte man sich evtl. noch aussuchen). mit eigener währung.

  244. @ 04:57 - man sehe evtl. 21:44...
    @ 04:57 – man sehe evtl. 21:44 „Einer muss auf dem falschen Dampfer sein. Vermutlich bin ich das.“ daher.
    .
    und „schwangerschaft“ ist der bleibende pornographische wert. (einer unserer liebsten, *g*)
    .
    und in unseren genialen gewerbegebieten bündelt sich unsere moderne intelligenz. (zitiert nach nunc stans)

  245. @ 18:11 zum zweiten: wie...
    @ 18:11 zum zweiten: wie schön also, dass er unseren gastgeber wie aus versehen einmal mehr mit „jesuitischem sozialismus“ beglückt.
    .
    denn „das hat keinen wunder wie individuellen monsieur zum autor“, so heißt nun einmal das einschlägige zitat.
    .
    „es mögen ferner anonyme und persönliche epochen unterschieden werden, je nach ihrem physiognomischen typus im geschichtsbilde.“ (ebenda) – es gibt eben beide möglichkeiten, man weiß. sie folgen auch schon mal aufeinander – oder stehen, wie hier, eben seite an seite, darum auch leben wir das ja alle hier und heute. (wir sind ja nicht dumm, nur ungebildet.)
    .
    http://books.google.de/books?id=liBHmc0LUEgC&pg=PA98&lpg=PA98&dq=leo+naphta+das+hat+keinen+wunder+wie+individuellen+monsieur+zum+autor&source=bl&ots=AoQqVgA828&sig=x0GGM0JzI92_328fu1fE6MNP6TM&hl=de&sa=X&ei=FJWqUP-pI8X74QT7iwE&ved=0CCIQ6AEwAA#v=onepage&q=leo%20naphta%20das%20hat%20keinen%20wunder%20wie%20individuellen%20monsieur%20zum%20autor&f=false
    .
    und wie wäre es nun mit eigener kreativität, eigener produktion? statt „larmoyanz auf hoher warte“? (wir bitten erneut um nachsicht, denn wir wissen seine beiträge sehr zu schätzen, aber…)
    .
    und er hat selbstverständlich recht: einer international-cosmopolitischen ethnie der nichtseßhaften angehörig, hätte man es natürlich billig leichter, den überblick über nationale indifferenzen zu behalten. heute hier, morgen dort.
    .
    für deutschland mache ich nichts, deutschland hat hans meier. (hat es?)
    .
    maybe… .

  246. Schoener Link, Herr Meier (19....
    Schoener Link, Herr Meier (19. November 2012, 20:54).

  247. Und die FAZ krönt das...
    Und die FAZ krönt das Kommentariat dieses wunderbaren Blogeintrages mit einem passenden Artikel:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/petraeus-affaere-kommt-der-general-vors-kriegsgericht-11964360.html
    Offiziere, Ehebruch, vereinsamte Ehefrauen, Striplokale – da ist alles versammelt, was auch die Lefzen der Oberschwurbler eines konservativen Leitmediusm netzt …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  248. @HM555 (19:01)
    ein schönes...

    @HM555 (19:01)
    ein schönes Bild der Judith vom Caravaggio (aus dem frühen Barock zumindest) gäbe es. Da spritzt auch ordentlich roter Saft.
    .
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a2/Caravaggio_-_Giuditta_che_taglia_la_testa_a_Oloferne_%281598-1599%29.jpg

  249. perfekt57,

    mir sind Ihre...
    perfekt57,
    mir sind Ihre Beiträge immer zu lang. Nicht, dass sie uninteressant wären, aber die Welt en gros est en détail ist mir immer etwas too much. Zeitlich.

  250. ThorHa,
    ich habe den Eindruck...

    ThorHa,
    ich habe den Eindruck die Konservativen (was immer das ist) haben sich aus Dons Blog schon längst verabschiedet.
    Hier gibt es Leute, die machen selbst aus dem Kastaniensammeln ein Politikum.
    Verlinken ständig irgendwelche Bücher, die sie gelesen haben und verteilen Flugblätter.
    Das hat so etwas Sozial-Pädagogisches auf das ich überhaupt nicht stehe.
    Sie sind Offizier haben eine klare Haltung, schwafeln nicht und auch wenn ich nicht immer ihrer Meinung bin, lese ich Ihre Beiträge sehr gerne. Auch die vom Tyler, donna laura, (deren sprudelnde Erzählweise ich sehr schätze!), der Tiger etc.
    Viele habe ich jedoch innerlich auf Ignorieren gestellt.

  251. zu 19. November 2012, 22:15,...
    zu 19. November 2012, 22:15, mit dem Artikel kann ich nichts anfangen.
    .
    Das Aergste ist nicht der Ehebruch, sondern die Offenbarmachung desselben. In einem so verklatschten Verein, wie ein Regiment es ist, schadet jede Form eines offenbaren erotischen Verhaeltnisses der Reputation der Beteiligten. Je hoeher der Rang des Involvierten, umso haemischer und zotenhafter werden die Kommentare.
    Die Gefahr des Autoritaetsverlustes eines Offiziers ist dann schon ziemlich gross.
    .
    Interessanterweise sind es meist die Frauen die vor Freude ueber ihre Eroberung das Wasser nicht halten koennen.
    .
    Ich halte sowieso Indiskretion bei intimen Angelegenheiten fuer aeusserst ungezogen.

  252. Caravaggios Judith ist aber...
    Caravaggios Judith ist aber ein zuechtiges Maedel (auch ein huebsches), da haette man das Sujet auch noch ein wenig weiter ausreizen koennen. Sie war ja schliesslich sowas wie die heilige Hure des alten Testaments (War es das, worauf Sie hinaus wollten, HansMeier555, oder ging es nur um Petraeus?).
    .
    Interessant uebrigens, dass, wenn man gleich gegen zwei Gebote (Ehebruch [ich nehme mal an, der gute Holofernes hatte zu Hause auch eine brave Assyrerin sitzen] und Totschlag, das Luegen lassen wir mal unter den Tisch fallen) verstoesst, man als Belohnung kanonisiert wird. Kein Wunder, dass das der kluegere Teil des Judentums Jesus nicht als Messias anerkannt hat. Eine Religion der Schwaeche kann sich nur leisten, wer die staerkste weltliche Macht hinter sich weiss.

  253. perfekt57,
    ich habe...

    perfekt57,
    ich habe Kunstgeschichte und Philosophie studiert. Sie müssen mir nicht die Welt erklären.
    Klingt ja alles schön belesen, was da schreiben und Sie binden ja ganz nette Sträuße aus dies und das und jenem, aber ich bin nach der Lektüre ihrer kunterbunten Sachen immer etwas ermattet und frag mich meist: Was meint der? Was will der Autor eigentlich sagen? Ist auch wurscht. Ich bin cosmopoltisch erst mal weg. Mir fehlt es tatsächlich an Zeit. Ich muss arbeiten.
    Ganz stinknormale Lohnarbeit, die mich in viele Kontinente führt. Mein Ausflug in die Welt der Stützen war einem schweren Berufsunfall gewidmet, der mich ans Haus fesselte. Ich werde also Ihre tollen Sachen in Zukunft nicht mehr lesen können.
    Internet gibt es da meist nicht.
    .
    ThorHa, Tyler vertragt Euch! .)
    donna laura, Ihre Bekanntschaft war sehr schön. Einen lieben Gruß!
    Vroni, keep on fighting!
    Don, danke für Ihre freigeistige Gastfreundschaft!

  254. @perfekt, es sollte zu denken...
    @perfekt, es sollte zu denken geben, dass Naphta sich in den Kopf schoss. Er war also, entgegen dem Anschein seiner (vielen) Worte, doch kein rechter Leninist, oder?
    .
    Staatsfromm, das hieße zu neudeutsch „regulieren“?
    .
    Der Staat reguliert, was sich nicht selbst reguliert. Selbstorganisation kann sich nicht vor dem selbstproduzierten Desaster schützen. Allen optimistischen Annahmen zum Trotz, verlässt das System aber die Grenzen der ihm zugedachten Vernunft und verstärkt nichtlinear seine negativen Tendenzen. Das gilt übrigens in besonderem Maße auch für den Staat selbst. Es benötigt also noch einen weiteren Regelkreis, nur der kann nicht noch grundlegender sein, d.h. eine Art Meta-Staat, über dem sich ein Meta-Meta-Staat aufbaut usw. Das alles wäre immer noch der Staat. Der Regelkreis wurde qua Gewaltenteilung, Demokratie und Wirtschaftsmacht ( Postdemokratie ) nach innen verlegt, d.h. in eine höhere Form von Selbstorganisation. Steinbrück spricht vor den Bankstern. Sie loben ihn für seine Regulierungspläne. Im Gegenzug sichert er ihnen zu, die freie Wirtschaft nicht abzuwürgen. Er will jedoch Investment- von Geschäftsbanken trennen. Sie hingegen wollen Größe usw. Das Systems kehrt zurück, generiert erneut seine Grenzen. Das Gefeilsche kann wieder beginnen.
    .
    Wie eine zweiblättrige Riemansche Fläche: http://tinyurl.com/ce898k6

  255. "Ganz grundsätzlich käme ich...
    „Ganz grundsätzlich käme ich mir als Mann blöd vor, mit einem dummen Weibchen herumzulaufen.“ Es gibt nichts Abtörnenderes als eine dumme Frau. Wer will denn mit so jemanden zusammenleben.“
    .
    Gewiss, aber noch abtörnender ist es doch, mit einem Weibchen herumzulaufen, dass sich nicht zu bewegen versteht. Was, wenn die Intelligenz im Körper beginnt und irgendwann den Kopf erreicht, statt dem umgekehrten Modell zu folgen? Ausserdem, wer spricht gleich vom „zusammenleben“, d.h. der Verrichtung des Alltags, wenn es um so schöne Dinge wie das herumlaufen geht?

  256. Alice Springs, der Frau von...
    Alice Springs, der Frau von Helmut Newton verdanken wir dieses Foto.
    http://www.heise.de/foto/bilderstrecke/bilderstrecke_1384914.html?bild=4

  257. der künstler zitiert...
    der künstler zitiert künstler – und der professor andere professoren. wie aufregend und neu und gebildet – und wie reflektiert!
    .
    dabei verstehen wir von alldem doch garnichts. schließlich haben wir im leben nur ein buch gelesen. und das auch noch rückwärts.
    .
    und wenn wir ahnung hätten, würden wir singen. deshalb gründen wir einen chor. (lenin auf dem platz des himmlischen friedens)
    .
    und wenn wir schreiben könnten, wären wir heute maler. und nicht am rande der wüste feuilleton.
    .
    und auf drei dinge käme es an: frei, evangelisch, gottbegnadet und außerhalb. (ok, drei,*g*) (oder warum gut katholisch und frei auf immer eines sind…)
    .
    und „atmen kann durch schreiben nie ersetzt werden“, von miguel auristos blancos.
    .
    dieseits ist vieles käuflich. nur die theologie nicht. (wir fanden, es ging nicht um sex, sondern um geschäftsbeziehungen und freundschaft.)
    .
    und räder können nicht lügen während sie rollen. (warum die unwahrheit meist so still steht)
    .
    und da wir keine lust haben, den rufer in der wüste zu machen, lassen wir die wüste rufen. (hört! das sandkorn singt!)
    .
    und wissen ist ohnmacht. (weshalb wir noch mehr wissen mögen)
    .
    nun.

  258. @Dreamtimer,
    Sie haben den...

    @Dreamtimer,
    Sie haben den regelmäßig stattfindenden ‚ Aufmarsch der Esel‘ vergessen. ;-

  259. @ x

    Wir alle sind nur noch in...
    @ x
    Wir alle sind nur noch in Lichtgeschwindigkeit auf allen Kontinenten unterwegs. Unsere Lohnarbeit ist so verdammt wichtig und ernst, da bliebe wirklich niemals Zeit für ein kleines, nettes Forum.
    Nur noch ein schwerer Unfall kann als Ausrede für die Teilnahme am Geplaudere dienen.
    Und jetzt schnell 38.576 mails checken und die Welt retten, die ohne unser Individuum ganz schnell stehen bleiben wird.

  260. wir bitten bei bedarf einmal...
    wir bitten bei bedarf einmal mehr um entschuldigung, wenn wir so ständig dinge schreiben, die so naheliegend sind. (denn fernliegendes ist uns zu dicht. da kommen wir nicht dran.) (*g*) (von inneren und äußeren entfernungen. in berg und tal.)
    .
    und locker. nichts drängt.

  261. mediensegler, mal unter...
    mediensegler, mal unter ‚Felicien Rops‘ gurgeln (Bildersuche). Ganz viel Ungezogenes.

  262. @ x
    Sie erzählten, dass Sie...

    @ x
    Sie erzählten, dass Sie einen Krankenhaus-Clowns darstellen.
    Und nun wollen Sie wirklich alle in Stich lassen?
    Und wie gelangen jetzt Ihre Hundi in die Feinkotzabteilung?

  263. @x:

    Echte Konservative...
    @x:
    Echte Konservative diskutieren nicht, sie konversieren allerhöchstens, bevorzugt im literarischen Salon einer gebildeten Frau. Also ist qua definitionem wer hier ist nicht konservativ.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  264. @Filou
    "echec" heisst das...

    @Filou
    „echec“ heisst das Stichwort…

  265. @Filou – Also mich...
    @Filou – Also mich amüsieren alle diese Geschichten um die Petraeus Affäre. Schließlich habe ich schon mit vier Jahren selbst gesehen, dass die Offiziere der amerikanischen Armee ihr eigens Puff hatten – während die ausgebombten Frankfurter und die Flüchtlinge sich und den alten Kronberger gegenseitig auf der Pelle saßen. Da war ich natürlich baff als ich las, dass amerikanische Offiziere das gar nicht dürfen.
    .
    Über die Piratenparty der Dame in Tampa hab ich auch gelacht. Als meine Mutter mir zu erklären versuchte, was die Amis in unserem Haus gemacht haben – damals war sexuelle Aufklärung noch kein Schulthema, geschweige denn eines in einem von Nonnen geleiteten Kindergarten – sagte sie, das war so wie deine Geburtstagsfeier. Seit ich mich erinnern kann und trotz unserer knappen Verhältnisse Anfang der fünfziger Jahre hat sich meine Mutter immer große Mühe gegeben, einen echten bürgerlichen Kindergeburtstag zu organisieren. Und weil meiner im Februar ist, kamen alle meine Cousinen und Cousins verkleidet, die Jungen natürlich als Cowboys und Piraten.

  266. @diktionaftis
    .
    Danke für den...

    @diktionaftis
    .
    Danke für den Link, aber gefallen tut mir das Bild nicht. Diese sittenstrenge Judith hätte es nie geschafft, bis zum Zelt des Feldherrn vorgelassen zu werden.

  267. @ThorHa
    .
    Die spinnen die...

    @ThorHa
    .
    Die spinnen die Amis. Mein Gott, die Lewinksi muss ja schon bald 40 sein.

  268. Caravaggios Judith kann sich...
    Caravaggios Judith kann sich meinetwegen der Peträus übers Bett hängen.

  269. Meiern, altes Schlitzohr. Sie...
    Meiern, altes Schlitzohr. Sie spielen damit, dass ich nix kapiere. Stimmt. Ich probiere Schach und Misserfolge irgendwie zu verknuepfen. Morgen knuepfe ich weiter.
    .
    Ueberhaupt: Evrart de Conty. Der hat ja noch nicht mal einen eigenen Wikipediaeintrag.

  270. auch wir hatten uns womöglich...
    auch wir hatten uns womöglich gewundert, dass zu dem satz „Der B., in der Schule sehr gescheit und mit einem famosen Abitur ausgezeichnet, hatte das Glück, den Pionieren zugeteilt zu werden“ noch keine anmerkungen kamen.
    .
    denn war das so? oder wäre „pioniere“ für abiturienten nicht eher so etwas wie eine strafe gewesen? und eher selten? weshalb abiturienten eher fernmelder wurden, oder irgend etwas anderes sprachlich die führungseliten direkter durch kopfarbeit unterstützendes?
    .
    (abitur in der küche kam womöglich auch nicht so oft. und wer ein gutes abi hatte, und westviertel war, also gewesen wäre, „qua herkunft sozusagen“, oder auch nur annähernd, der hätte sich dahin, zu den pionieren also, in kenntnis der sache auch niemals einberufen lassen? mit hilfe der familie – und guten freunden der familie in führungspositionen (wo sonst?) was anders, besseres, intelligenteres zuweisen lassen? nun denn. wobei, man lese evtl. einmal http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_L%C3%BCtzen nach, womöglich ganz, wir taten es selber neulich – besonders intelligent war das alles noch nie. und hat sich bis heute auch überhaupt nichts dran geändert. (ok, die intelligenten chefs heute joggen viel. viel mehr als früher. um klar im kopf zu bleiben.))
    .
    und „meno cux“? „weniger stamm“? – interessantes pseudonym allemal.

  271. @ "meiner im Februar" hatte...
    @ „meiner im Februar“ hatte man ganz leise vernommen? – dürften wir, nun ortsüblich vorsichtig und zurückhaltend gefragt, also sehr ortsüblich und sehr zurückhaltend und in absoluter bescheidenheit dazu, des sei versichert, evtl. die quersumme? rein aus mathematischen gründen verstünde sich selbstverständlich. schließlich wäre die mathematik selbst auch in vielerlei hinsicht so gerne so diskret, nicht? und wissbegierig, also kenntnisvoll bis mitschwingend. im februar also. der reine sinus wahrscheinlich. zwischen wassermann und fischen.

  272. falls man "felicien rops"...
    falls man „felicien rops“ (danke für den link, obwohl nicht an uns gerichtet, wir hatten noch nie von ihm gesehen) mit zille vergleichen wollte – niemand würde das tun, nicht wahr, und ganz sicher nicht hier und öffentlich – denn wäre zille, sagen wir „notwendig“ gewesen? also ungefähr bis fast? notwendiger chronist proletarisch-protestantischer freiheit? großstadtfreiheit und großstadtlast? und rops? „kitsch“?
    .
    und ja, verantwortung.

  273. Cranach hat gezeigt, dass man...
    Cranach hat gezeigt, dass man auch so einen Job mit Charme und Würde erledigen kann.
    .
    Aber wie eine heitere Judith in einem sonnigen oberbayerischen Rokokokirchlein aussehen könnte, wissen wir immer noch nicht.

  274. Lieber Tiger, wenn ich die...
    Lieber Tiger, wenn ich die vielen Worte zu dieser Sache richtig verstanden habe (das ist bei mir nie sicher), ist das Verbot erst viel spaeter ergangen und soll nur fuer Offiziere gelten.
    Im Frankfurt der 50er brauchte man keine Puffs. Es gab soviele GIs mit Taschen voller Nylonstruempfe und ganz, ganz viele frierende deutsche Maedchen.

  275. ...und fuer die Freunde der...
    …und fuer die Freunde der Seefahrt (Hello Sailer!) gibts auch noch gezeichnete Leckerchen von Jean Cocteau.

  276. @dreamtimer - ob die...
    @dreamtimer – ob die riemannfläche dem entspricht, können auch wir nicht sagen. und „staatsfromm“ könnte man schon wörtlich nehmen: beten, dass der gute hält. und „hoffnung auf seine heiligkeit setzen“. wobei auch dies wieder eine vertrackte sache: teils sind unsere staatsdiener – nicht alle empfinden es (schon) so deutlich – ja in wirtschaftlicher und sozialer hinsicht vollkommen von seinem, des staates, überleben abhängig. „kein staat, kein monatseinkommen, keine pension“. also „schafft er mit abhängigen“. teilweise wahr. und um so wütender kann ihr einsatz für ihn sein. wobei gastgeber ja schon immer darauf hinwies, dass sein famile auf andere kontinutäten als deuschen staaten setzte. in deutsche staaten nie mehr als nötig thesaurierte. (welche öffentliche ansage wir auch schon das ein- der andere mal leise kritisierten.)
    .
    bzgl. des übergangs d-eu, so wie er für uns gerade beobachtbar stattfindet, würden wir zur zeit eher keine strukturphantasie wagen wollen. so wie wir aber in den letzten jahren das deutsche volk erlebten (also, die, die noch hier sind, teile – und zwar der besseren/tüchtigern(1) – sind ja „weg“, irgendwo hin in die welt – erschiene uns aber je länger, je deutlicher, ein klar abgegrenzter staat mit intakter souveränität und hoheit auf dauer als das einzig praktikable. der deutschen wirtschaft und großunternehmen und global tätigen unternemensberatungen mag zwar etwas anderes frommen.
    .
    (1) – „if i can make it there, i can make t everywhere“ (und die, die so sind, sein können, sind womöglich auch schon längst da, weils ihnen hier zu langweilig und eng wurde – und die cosmopoiltisch sowieso sind, brauchen dazu keinen kosmopoliischen deutschen staat (eher im gegeteil, „nachtwächters mütze“) – die masse will und muss aber hierbleiben. und sollte durch wahlen auch eindeutige ergebnisse erzielen können, fürs eigene leben.
    .
    und dieser blog ist für die unabhängigen, also eher nicht für“ bloße staatsdiener“ (im beispiel hier diese), nicht? nur wer sein eignes brot backen würde, würde, wie gastgeber, auch ganz eigenes lied singen dürfen wollen. rein von der schönheit. und sonst zweckfrei. don sagte es, wir danken.
    .
    alle anderen müssen sollen (noch) streben. (und naphtas konflikt war, wenn man so will, ein anderer: mit weltbildern nicht zu lösen. egal wie zutreffend oder falsch diese auch waren, resp. gewesen wären.) (und auch der dichter wiederum hatte ihn erfunden, um zu berichten. wir wollen es nicht vergessen. kündete uns von wiederstrebenden hauptrichtungen seiner zeit. in denen sich teils wiedererkennen mag, wer mag: so neu sind wir nicht. auch wenn viele der unbelesenen es womöglich weiter tapfer und frech behaupten würden. (schon um sich selbst (noch) pars pro toto setzen zu wollen müssen.))(anteilig: so wie für manche deutschland heute frech und dumm in europa.)
    .
    ungefähr. und grüße.

  277. "und die cosmopolitisch...
    „und die cosmopolitisch sowieso sind, brauchen dazu keinen „kosmopolitischen deutschen staat“ (aber den staat klassischer prägung brauchen die anderen, die „aus vollen herzen auf nachtwächters mütze stehen“ – und niemand würde sie ändern wollen oder kritisieren.)

  278. Was sich nicht von alleine...
    Was sich nicht von alleine erledigt
    .
    @Klaus: „Das mit dem Gender sollte doch „erledigt“ sein.“ Ihr Wort in Gottes Ohr!
    .
    @Perfekt57: Ich persönlich halte es für problematisch den wissenschaftlichen Sozialismus, qua „Kommunismus“ auf christliche Wurzeln zurück zu führen. Marx und Engels haben sich gerade damit wiederholt auseinandergesetzt, z.B., indem sie wie im Manifest der Kommunistischen Partei auf das „Gespenst des Kommunismus“ abheben. Und gerade der bürgerliche Philister ist ein begeisterter Sozialist, wenn es ihm die Taschen füllt. So beschweren sich ja auch nicht wenige Konservative über den „Sozialismus der Banken“, wenn der „Mittelstand“ ruiniert wird. Die „Enteignung der Enteigner“ (Marx/Engels: Die Expropriateurs werden expropriiert) ist bereits so normaler kapitalistischer Alltag geworden, wie die kirchliche Kritik am Wucher schließlich zu den deutschen Konzentrationslagern geführt hat.
    .
    Um dem Kommunismus heute Respekt zu verschaffen, will es mir unumgänglich erscheinen, diese Enteignungsmaschinerie des Kapitals zu denunzieren. Allerdings nicht als ordinären Raub, auf den Kirchen und auch gewisse „Sozialisten“ (ich denke da an all die Anhänger aus dem anarchistischen Lager, die sich auf Proudhon berufen, http://blog.herold-binsack.eu/?p=2088) immer wieder abheben, sondern als Indiz für eine grundlegende ökonomische Tendenz, die letztlich in der Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln enden muss. Und das Grundverbrechen eines solchen Kapitals liegt eben nicht mal darin, dieser Tendenz zu folgen, sondern sie strikt zu leugnen in seiner Ahnungslosigkeit. Und dabei dummdreist das gegenwärtige System als alternativlos zu verklären. Allerdings erledigt sich das Kapital auf diesem Weg nicht von alleine. Es muss seine Macht verlieren, es muss enteignet werden, und es müssen alle Wege zur Rückkehr an die Macht verschlossen werden. Und dazu bedarf es des wissenschaftlichen Sozialismus‘, wie des Klassenkampfes, der „Diktatur des Proletariats“. So zumindest nachzulesen im Manifest der Kommunistischen Partei.

  279. @herold binsack
    .
    wir stimmen...

    @herold binsack
    .
    wir stimmen teilweise zu. es bleibt aber das problem der freiheit. obwohl auch hier, wenn man so wollte ein „wissenschaftlicher sozialismus“ vorstellbar wäre. also eine verstetigung, verrationalisierung des begriffes „soziale marktwirtschaft“. denn von der reden wir in diesem lande womöglich immer nur. handeln aber nicht gemäß ihrer. finden immer wieder „neue krisen“ vor – die nicht mit der ratio der notwendigen regulierung beantwortet werden – es darf eben nicht jeder immer und überall mit seinem gelde (und den menschen in seinen betrieben) machen was er will. ratio und gemeinwohl sind untrennbar.
    .
    .
    @gastgeber – wir verlinken ungern, aber … . dieser mensch mit diesem unaussprechlichen kürzel, vom ende des alphabets, also mit y oder z, oder so, wir haben es schon fast vergessen, dieser „agent provokateur von der dummkopfbande“ also, wir nennen ihn mal so, der spielte, so der eindruck, auf so etwas hier an (daher auch sprachen wir irgendwo einmal (spielerisch, rein spielerisch) von „kreativität und maso“, in kenntnis also) http://www.i-p-p-m.de/personlichkeit/Menschentypen/Typ___Partner/body_typen_als_partner.html .
    .
    und es gibt leider zeitgenossen (durchaus evtl. selber psychologen, evtl. sogar in staatsbediensteten), deren selbst kreiste evtl. in solchem masze um ein solches weltbild, dass es sich womöglich schon fast selbst hermetisch darinnen befände, alles und jedes nach solchen mustern sehen wollte, weil müsste. ( – „staatsdienst und psycholanalyse“ kann ggfls. eine genauso ungesunde und einseitige fehlgeleitetheit bedeuten, wie womöglich „marxismus und psychoanalyse“ (zu zeiten von dutschke z.b.) – beides erklärt, falsch angewendet, die welt ganz und vollkommen. und ist damit irrlehre. hermetik halt, man weiß. und solche suchen deshalb auch ständig wiederum danach.)
    .
    (hier, noch mehr teilweise total geschmackloser, verkaster mist, teilwahr evtl. manches, vielleicht bedenkenswert aus gründen der übung – und damit man seine typen kenne, während man selbst weiter offen und wahr bliebe, solches auch ratend, vorlebend, an-empfehlend: http://www.i-p-p-m.de/personlichkeit/Menschentypen/Maso/body_masochistisch.html – „jeder, der sich nicht so entfaltet, wie ich es mir mit meiner norm vorstelle, ist blockiert – und (meiner) therapie bedürftig“, so der hermetische. daher zu recht weiter vorsicht im netz)
    .
    wie gesagt, allgemeinbildung, nichts weiter. auch weiterhin jederzeit „nein“ sagen zu können selbstverständlich.

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