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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Neues vom Wischer

| 221 Lesermeinungen

Für die einen ist es eine Kulturtechnik, für die anderen der Untergang: Mit einer Wischbewegung auf dem Mobiltelefon entschieden heute Jung und Alt über das Schicksal der schreibenden Zunft.

Retreat may be subtle, but victory lies in the other direction

Es ist November. Es ist kalt und neblig, zumindest jenseits des Tegernsees. Am Tegernsee selbst ist es auch November, und wie so oft ist es nachgeholter Sommer.

Bild zu: Neues vom Wischer

Trotzdem sind die meisten Lokale im Betriebsurlaub. Das Schlosscafe: Geschlossen. Die Ostiner Stuben: Geschlossen. Seeglas: Geschlossen. Villa am See: Geschlossen. Und deshalb geht es am Samstag Abend bei Francesco wie auf einem Rettungsboot der Titanic zu, jeder will einen Platz, überall drängeln sich unterschiedlichsten Schichten: Reiche vom Leeberg, normale Multimillionäre aus Rottach und arme Schlucker wie ich, die schon seit Jahren keinen anderen Wohnsitz mehr als die drei, die sie ihr eigen nennen, zu sehen bekamen, und sogar einer anderen Arbeit als gefälliges Depotbetrachten nachgehen. Aber hier ist es egal, bei Francesco gilt das Prinzip des zuerst Kommenden und die Kastanientortelli zwischen den Zähnen Mahlenden, ich habe einen Platz und nebenan stehen welche und warten. Und reden derweil im Dialekt ihrer Düsseldorfer Urheimat.

Und sie reden so laut, dass ich nach kurzer Zeit im Bilde bin: Grossvater ist mit Enkelin (hellblaue Bluse von Van Laack, Rolex Oyster, dunkelblauer Kaschmirpulli, Perlenkette, wählt vermutlich FDP) zu Besuch bei Onkel und Tante, auf dem Leeberg wohnhaft, wo, wie sie berichten, der Quadratneter damals für vierfünf totaaal billig war, wenn man es mit heute vergleicht. Und sie sind wirklich froh, hier zu sein, denn die Schweiz war dann doch nicht so ihres, das müssen sie nachträglich wirklich zugeben. Wegen der Schweizer natürlich, aber auch wegen der zu nahen Berge und dem Elend mit der Swisscom, die zwar alles anbiete, aber so richtig würde das mobile Netz oft nicht funktionieren. 30 Jahre alt mag die noch nicht verheiratete, gut gekleidete Nichte sein, Onkel und Tante sind gut Mitte der 50er: Für einen Moment denke ich dennoch, ich bin im Obdachlosenasyl des Sankt Oberholz in Berlin. Und das nicht nur, weil der Parmaschinken auf dem Schneidetisch inzwischen restlos weggeschnitten und verteilt ist, und auch schon vorher in der Bergschwalbe die Dampfnudeln nicht mehr verfügbar waren, und somit das Angebot so überschaubar wie in Berlins Gastronomie ist.

Bild zu: Neues vom Wischer

Es ist mehr das Verhalten der gar nicht so jugendlichen Gäste. Denn die Tante greift nach ihrem iPhone und macht das, was hier eigentlich alle machen, ausser ich paranoider Armer, der ich aus Prinzip kein Mobiltelefon mehr mitnehme: Sie wischt. Sie wischt durch die Dateien und zeigt dann der Nichte Bilder vom Anwesen in Gstaad, während der Opa erzählt, wie er ihnen damals die Bodenvase ganz unauffällig in seinem Wohnmobil mitbrachte und wie schwer es war, sie dann nach der Aufgabe des Schweizer Hauses nach Italien zu schmuggeln, wo noch ein Haus steht. Welche Bodenvase, fragt die Enkelin, und Opa zückt auch sein kleines Kästchen, wischt herum und zeigt Bilder. Ein wenig Kastanienfüllung löst sich von meiner Gabel, fällt in die Butter und ich zucke zusammen: Ich hasse es, wenn ich besudelt zu Tisch sitzen muss.

Das war der Schreck der Erkenntnis. Denn eigentlich empfinde ich es als normal, dass die Jüngeren wie ich keine Zeitung mehr lesen. Ich persönlich tue das durchaus, wenn ich in Italien bin und recht viel Zeit habe. Dann sitze ich wie ein alter Mann in der Bar Venzia, lese vor den Tortelli das Feuilleton, bestelle danach noch etwas zum Runterspülen, und gehe weiter zur politischen Kommentarabteilung. So sitze ich unter dem Sonnenschirm und lache herzhaft. In Italien, einem Land der langen Mittagsruhe, passt so eine Zeitung bestens in meinen Tagesablauf. Daheim müssen sie einer noch geregelteren Arbeit als meiner nachgehen, da dominiert der Neoliberalismus, und ich kann mich gar nicht genug wundern über die Ironie, mit der viele Presseprodukte die Effizienz und die Flexibilität und die Sparamkeit predigen. Und dann erstaunt sind, wenn die Leibeigenen dieses Systems gar keine Freiräume mehr haben, in die solche Medienprodukte passen könnten. In Italien gibt es eine andere Arbeitsauffassung, da wird noch viel Zeitung gelesen, es gibt jede Menge Kioske und Bars, und für das Internet ist es viel zu hell. Wer weniger tut, hat mehr Zeit für ein dickes Printprodukt, so einfach ist das. Und so furchtbar, gäbe es da nicht noch die Alten und Vermögenden.

Bild zu: Neues vom Wischer

Aber leider ist es aber auch so, dass ich die ganze Zeit am See (ich bin hier schon etwas länger, schliesslich sind momentan Werktage für andere und bis auf das Wochenende ist das sehr angenehm), eigentlich nur einmal Leser von Buchstaben und Bildern auf schlechtem Papier gesehen habe, und dahinter steckte vermutlich kein allzu kluger Kopf. Es war mehr so wie hier in Francescos italienischem Rettungsboot: Man hat etwas Zeit, bis man einen Platz oder das Essen bekommt, also wischt man auf dem Mobilgerät. Die jungen Mütter, die aus lauter Langeweile ein Kind bekommen haben und es im Stil der 70er Jahre aufwachsen lassen, mit Jean-Seberg-Frisur und Kinderwagen mit orangen Punkten, wischen mit grösster Selbstverständlichkeit im Strandcafe. Wie das Kind in jenem Wagen dereinst den Umgang mit einer Zeitung lernen soll? Vielleicht packt es in 30 Jahren so ein Wischgerät aus und denkt, dass es voll retro ist, und das eigene Kind erleben soll, wie das damals in den 10er Jahren war. Mit Apfelgerät!

Es machen aber auch die Alten, zum Zeitvertreib: Photo von den Freunden, rumwischen, verschicken. Lachen, wenn bedauernde Antworten aus den trostlosen Nebelregionen kommen. Wie die kindischen Leute in Berlin, nur hier in alt, reich und gut angezogen. Jeder wischt. Niemand liest Zeitung. Auch wenn das hier ganz einfach wäre: Zeit ist da, Geld ist da, das Cafe ist da und die Bedienung freut sich, wenn man noch einen Sprizz in der Sonne nimmt. Aber ob man dabei wischt oder blättert, ist ihr egal. Hier, in einer Region, in der man noch erwarten könnte, die Welt sei in Ordnung, und die Leute wären wie früher.

Bild zu: Neues vom Wischer

Aber sie haben das Wischen gelernt, und eine Flatrate, wenngleich nicht mehr von der Swisscom. Auch bei Francesco wischen alle, jung und alt, und an den Reaktionen meine ich erkennnen zu können, dass sie sich nicht zu jenen wischen, die so freundlich sind, ihnen die Welt zu sortieren und zu erklären, warum man weiter mit allen Mitteln darum kämpfen muss, beim Export den Anschluss an die Chinesen nicht zu verlieren; jene Chinesen, die bei ihren 16-Stunden-Schichten nicht mehr mal Zeit zum Wischen haben. Niemand wischt sich hier ein paar Kilo E-Paper. Wozu auch, es gibt genug anderes, was man damit anfangen kann. Ich bin, wie gesagt, überhaupt kein Freund dieser Gerätschaften, ich denke auch, man sollte nur so oft online sein, wie es nötig ist, aber gewischt wird hier auch vor dem schönsten Sonnenuntergang, mit dem spielenden Hund und eigentlich immer, wenn sich im zersplitterten Tagesablauf etwas Zeit dafür findet. Da kommt gerade der nächste Medienwandel, und ich selbst laboriere, wenn ich nicht gerade mit dem Cabrio zwischen den Wohnorten wechsle, auf Berge steige oder – nein danke, keine Zuppa Inglese, aber vielleicht Panna Cotta, was, aus, na auch egal, die Rechnung bitte – gehe, um den Düsseldorfern Platz zu machen, ich selbst also laboriere noch am Wandel zum normalen Internet. Ich bin noch gar nicht so weit, dass ich den Wischern nachkriechen könnte.

Man darf sich eigentlich nicht beschweren. Wir haben aus dem gemütlichen Kommerzienrat erst den leitenden Manager und dann den erfolgsorientierten CEO gemacht, und aus dem Arbeitnehmer die Humanressource, wir haben sie angetrieben und Druck gemacht, da ist es nur gerecht, wenn wir vom Autor zum Wischerinsmobilnetznachkriecher degradiert werden, wenn überhaupt, siehe Frankfurter Rundschau und Financial Times Deutschland. Das ist fast schon ein Privileg, sich zwischen Hundebildern und Mails an die Haushälterin einsortieren zu dürfen. Sonst wischt das Schicksal in Form eines brilliantengeschmückten Seniorinnenfingers über einen weg. Ganz beiläufig. Sie haben das gelernt, sie werden es nicht mehr vergessen.

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Und vielleicht sollte ich das nächste Mal nicht mehr so borniert dreinschauen, wenn neben mir eine Millionärsenkelin steht, deren Grossvater vielleicht noch ganz andere Sachen als Bodenvasen in die Schweiz gebracht hat. Ich mache schon, was ich kann, um nicht überwischt zu werden, aber, seien wir ehrlich, wenn wir am Ende alle weggewischt sind, gibt es sehr viel Schlimmeres, als ein Haus am Leeberg vom kinderlosen Onkel zu erben, dem Ehefrieden zuliebe FDP zu wählen und ab uns zu die Bodenvase vom Opa abzustauben, die man, wie alles andere und besonders das Haus in Italien, in höchsten Ehren hält.

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221 Lesermeinungen

  1. Es wird offensichtlich Zeit...
    Es wird offensichtlich Zeit für eine DA-App „Siri liest Don Alphonso“…

  2. Mit gespnsorter Diashow (heute...
    Mit gespnsorter Diashow (heute 10% Rabatt für Düsseldörflerinnen bei Dirndl Mittelhuber, Ihrem freundlichen Fachgeschäft für Hacklstecka, Hirschstecher und Vorderlader)

  3. Ich gestehe, ich bin vor zwei...
    Ich gestehe, ich bin vor zwei Jahren den Verlockungen der Wischwelt erlegen, nachdem ich ursprünglich nur auf Reisen so einen kleinen Musikspieler haben wollte. Aber vom Ipod zum entsprechenden Phone und den Verwicklungen des Netzes ist ja oft nur ein Schritt. Ich nutze das in Restaurants oder Gaststätten allerdings nur sehr diskret und nur wenn ich entweder auf meinen Partner/In zum Essen warte („Was, so lang ist der Stau? – Da kann ich ja schon mal Salat und Minstrone nehmen, du willst ja sowieso nur die Saltimbocca!“) oder meine hohe Leitung Bedarf an gutem Rat hat und die Vibration sich wiederholt meldet.
    Und nein, kein Bild vom nicht mehr existierenden Schloss und auch nicht das Wappen als Hintergrund, insofern also nichts zum demnostrativ vorzeigen.
    Dafür das Bild vom Unfallschaden, der mich am Samstag am Auto ereilte, ein wenig am kommentieren hinderte. Wie denn auch das letzte Thema oder eher dessen weit mäandernde Ausuferung nicht so ganz nach meinem Geschmack war, dieses aber – gut beobachtet und schön bebildert – viel mehr.
    Und hier am dienstlichen Schreibtisch aus dem Bendlerblock auf die Stuaffenbergstraße blickend, grau kommt der RH-Slum daher, kann ich den Anflug eines leichten Neidgefühls für die Sonne am Tegernsee nicht völlig unterdrücken.
    Auf viele weitere schöne SdG-Mitteilungen und viele Klicks, verehrter Don!
    (und leckere Kastanientortelli)

  4. la dolce vischa...
    la dolce vischa

  5. Graisliger als alle Wisch-Mops...
    Graisliger als alle Wisch-Mops je sein können: das „Runterspülen“. „Den Döner happich mit ner Cola rutergespült“. Autoren, die sich als Klosett betrachten. Herrje.

  6. Solange die Bodenvase das...
    Solange die Bodenvase das Abwischen überlebt ist mir noch nicht komplett bange, dass sich die virtuelle Wischwelt mit der realen zu stark vermischt. Bei vielen, nicht nur Oysterträgern, vielmehr auch schlechten Papier-Lesern, sind aber derartige Vermischungs-Tendenzen beobachtbar.
    Die Probleme mit der Swisscom sind relativ: die anderen Anbieter sind noch schlimmer. Und dies bei den vermutlich teuersten Handy-Tarifen.
    Sent from wischfrei-Handy

  7. E.R.Langen, ich glaube, das...
    E.R.Langen, ich glaube, das Runterspülen bezog sich nicht auf das Essen, sondern als Vorsorgemassnahme auf Kommendes. (Mal wieder viel zu subtil gewesen)

  8. In meiner Jugend gab es noch...
    In meiner Jugend gab es noch Kneipen in denen 5 Tageszeitungen und mehrere Wochenmagazine auslagen. Da ging man nach dem 3ten Bier zum Feu’lton ueber.
    Zudem war entweder das Bier oder die Zeitungen umsonst oder zumindest frei.
    Die Handystreichler brauchen nur noch waifei um die ‚breaking news‘, aber keine Inhalte zu konsumieren.
    Ca va

  9. Mein Lieber, subtil ist nicht...
    Mein Lieber, subtil ist nicht so Ihres, zum Glück. Grober Keil würde ich eher sagen. Sonst wärs Lesen auch nicht so erheiternd.

  10. Die Wischgeräte sind die...
    Die Wischgeräte sind die idealen Instrumente für Leute, die mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen – und mit sich selbst. Ich wusste nur bis vor kurzem gar nicht, wie viele das sind.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  11. Viel Glück mit der...
    Viel Glück mit der Düsseldorfer Prinzessin
    unter den Reichen soll es genauso nette, integre und lustige Mädchen geben, als unter den armen. Bloß wird alles ihr gehören. Substanz und so. Und Ihr Einkommen geht für den Lebensunterhalt drauf.
    Das Wischen? Ich denke, die Wischer klinken sich etwas aus. Sie sind noch öfters online und damit offlive, als ich mit meinem festnetznet. Es kostet zeit und verhindert den kontakt zu den Menschen der unmittelbaren Umgebung. Den Kontakt mit Ihrer Käsefrau suchten Sie doch nicht um des Käses willen. Kontakt ergibt sich, wenn man live ist.

  12. Tscha - das Wischen ist...
    Tscha – das Wischen ist allgegenwärtig.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=aXV-yaFmQNk

  13. Was mich jetzt irritiert, ist,...
    Was mich jetzt irritiert, ist, daß im Stadtbild von Gmund (od. Tegernsee oder Rottach-Egern) anscheinend Plastiktüten und Bildzeitungen geduldet werden. Das stört schon ein bißchen, mit dem Bayernkurier und einem Einkaufskorb würds besser ausschauen. Ist das ein Autochthoner oder ein Preiss? Immerhin: Das Wetter reißt’s fast raus.
    Gruß K

  14. Köstlich !

    Sehr gut...
    Köstlich !
    Sehr gut beobachtet und so gut beschrieben,daß man eint, daei zu sein.
    Gelegentlich hatte und habe ich ebenfalls Gelegenheit, diese dekadenten Existenzen zu beobachten.
    Da unterhalten sich dann 16-jährige auf der Terasse der Dependence am Comer See ganz ernsthaft, ob nun die erste klasse bei Singapure Airlines oder eher die erste Klasse bei Emirates für die Reise zum Shoppen in Fernost zu bevorzugen sei.
    Eine Stunde zuvor wurden sie standesgemäß im Riva-Boot vom Onkel in Como abgeholt, der Weg den ganzen See entlang und zurück kostete zwar 200 Liter Super, aber dasist der Fun allemal wert, schliesslich ist man wer…
    Wisch – und weg.

  15. Das nenne ich einen nahtlosen...
    Das nenne ich einen nahtlosen Anschluss an den vorherigen Beitrag. Aber haben Sie sich im Titel nicht (mal wieder) vertippt?

  16. Kalchas, 15:11: das Bild ist...
    Kalchas, 15:11: das Bild ist gestellt. Der Mann hinter der Zeitung ist doch unser Hausherr! Achten Sie nur auf das Feincord-Sakko und die rahmengenähten Schuhe!

  17. Ja, läsen wir mehr...
    Ja, läsen wir mehr Qualitätszeitungen, würden wir die Präposition „außer“ auch noch mit dem Dativ verbinden. But the times, they are a-changin‘.

  18. @Kalchas, das Boulevard ist...
    @Kalchas, das Boulevard ist hier zur Zeit voll mit Reißern über den Tegernsee-Mord!

  19. Wisch und weg: das...
    Wisch und weg: das Zewa-Prinzip passt doch hervorragend ins virtuelle Leben.

  20. Wisch you were here......
    Wisch you were here…

  21. Wieder mal ein echter Lacher,...
    Wieder mal ein echter Lacher, vielen Dank! Ich empfehle dazu den FAZ Artikel: Aus Leuten werden Kinder:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-infantile-gesellschaft-aus-leuten-werden-kinder-11947625.html
    Aber wie wahr, sich mal selbst zu beschäftigen oder mal gedankenverloren in die Sonne zu blinzeln…ist kaum möglich. Ich war auf dem Oktoberfest (als Kunde eingeladen) und die meisten konnten nicht miteinander reden sondern haben auch nur gewischt. Tolle Gesellschaft, aber Wischgeräte sind optimal für Menschen, die auch sonst keine Interessen haben und unter mangelnder Aufmerksamkeit (ihnen gegenüber) leiden!

  22. Werter Don, schöner Beitrag1...
    Werter Don, schöner Beitrag1 Tja das ist der Lauf der Zeit! in zehn Jahren hat keiner mehr ne Telefonnummer sondern nur noch ne mobile IP-Adresse! und selbst wir werden wohl notgedrungen zu den Wischern gehören1
    Gruß
    FS

  23. Hey, Kalchas.
    Stadtbild - bei...

    Hey, Kalchas.
    Stadtbild – bei knapp 6000 Einwohnern.

  24. Hat das Wischen negativen...
    Hat das Wischen negativen Folgen für die Wirtschaft – sinkende Produktivität?
    With best wisches
    fionn

  25. Bauer Schulte gefällt...
    Bauer Schulte gefällt das.
    https://www.youtube.com/watch?v=N6duo3MZZm0
    .
    Man beachte den gleichzeitigen Cat-Content.

  26. Das Schlimme ist ja nicht das...
    Das Schlimme ist ja nicht das Wischen, sondern das Brett vorm Kopf.

  27. Aus dem weltberühmten...
    Aus dem weltberühmten Kattenvenne gibt´s natürlich auch eine Spargelstech-App (erwähnte ich glaube ich schon mal an anderer Stelle). Ist leider gerade keine Saison.

  28. Wischen die Leute eigentlich...
    Wischen die Leute eigentlich auch, wenn sie im Theater oder Kino sitzen? Oder durch die Pinakothek schlendern?
    .
    Um von da aus zur nächsten Frage überzugehen: Würden wenigsten die im letzten Beitrag erwähnten Oberpfälzer Rekruten heute ihre Wischdinger im Bus zurücklassen?

  29. Könnte mir vorstellen, dass...
    Könnte mir vorstellen, dass heutzutage sogar die Dienerinnen des ältesten Gewerbes hin und wieder eifersüchtig werden auf die jüngsten Technologien.

  30. zu 17:43, nee, in de...
    zu 17:43, nee, in de afwerkbox.

  31. Keine Ahnung, ob den...
    Keine Ahnung, ob den Oberpfälzern das Brett bis vor den Kopf reicht. Aber die Wichsdinger würde ich auf keinen Fall im Bus zurücklassen.

  32. @rotwild nach etwas...
    @rotwild nach etwas Aufmersamkeit verlangen wir alle. Facebook-Freunde, Follower, mit einem Wisch kann man in eine Welt eintreten und Elfe sein, Herzog oder Barbar. Barbarus hat dies vor einigen Beiträgen in die Diskussion geworfen. Und ich denke, Barbarus ist eine Frau. Um Professor Higgins zu paraphrasieren: wir Männer sind großzügig. Wenn wir unseren Riß geschlagen haben, unsere Dame bei uns haben und den Teller voll, dann lassen wir andre Männer auch mal ins Rampenlicht, lassen sie reden, bramarbasieren und verraten sie nicht, selbst wenn wir könnten.

  33. Medienwechsel:
    Es wäre die...

    Medienwechsel:
    Es wäre die Frage, ob es eine Tischgemeinschaft genauso stört, wenn der smarte Delinquent statt den glänzenden Mucknpatscher zu befingern, ein Gedichtheftchen rauspackt und darin herumschmockert.
    Ich denke ja.

  34. Alles schoene Kommentare. Die...
    Alles schoene Kommentare. Die machen den Blog lesenswert. Fest weiter so ….and wish me luck, on my next adventure — mit oder ohne GPS, iPad, Laptop or smoke signal.
    Postkarte folgt aus dem Wilden Norden — wish you were here !

  35. Aber was so ein echter "Last...
    Aber was so ein echter „Last Century Man“ ist – der wischt nicht.
    Einige sind entwischt … (sex & drugs & rock’n’roll)
    Vieles verwischt sich …
    http://www.youtube.com/watch?v=83CE-mpwHWc

  36. Da gabs doch mal diese blöde...
    Da gabs doch mal diese blöde Mär, dass Wischen blind mache.

  37. Ist doch alles nichts Neues....
    Ist doch alles nichts Neues. Schon vor 30 Jahren boten flinke Jungs am Eingang der Via di Porta San Sebastiano, dat is die Stross, wo zur Via Appia fuehrt, reichlich Wisch-Wisch der nicht minder beruehmten (auch) amerikanischen Firma Kleenex an.
    .
    War nur billiger. Zum Abschluss des Verkaufs schlugen sie lachend zweimal mit der Faust in die andere flache Hand.
    Heisst wahrscheinlich Danke auf italienisch. Oder Good Luck. Oder ‚pass auf dein Auto auf‘.

  38. Nur gut, dass die Apfelteile...
    Nur gut, dass die Apfelteile per Eigenstrahlung das Hirn erwärmen, da denkts sich besser

  39. Ist hier ein echter Wisch-Mob....
    Ist hier ein echter Wisch-Mob.

  40. E.R., Rahmengenäht sind die...
    E.R., Rahmengenäht sind die Gummitreter beim besten Willen nicht; und dem Hausherr traut man in China vorverwaschene Hosen mit einem beigen Oberbekleidungsetwas wirklich nicht zu.

  41. Ich wette auf 410 Kommentare....
    Ich wette auf 410 Kommentare. Plus-Minus.

  42. muscat, höre ich da...
    muscat, höre ich da mangelnden Respekt vor Kattenvenne heraus?

  43. Erneut ein Volltreffer, werter...
    Erneut ein Volltreffer, werter Don, ihr aktueller Text. Besuchte diesen Sommer eine wunderschön gelegene Strandbar auf Spiekeroog. Herrliche Außenterrasse in den Dünen, laue Mondscheinnacht wie all die Jahre zuvor, doch mit einem großen Unterschied: Die Wischer sind da. Flackerndes Kerzenlicht vermischte sich mit dem Schein von fünf Smartphones. News, Fotos und Videoclips wurden betrachtet und die Geräte herumgereicht. Bleibt die bange Frage: war dies erst der Auftakt oder wird dies bald wieder vom Sande verwischt?

  44. Endlich mein Niveau. Ich freu'...
    Endlich mein Niveau. Ich freu‘ mich.

  45. "Die Wischgeräte sind die...
    „Die Wischgeräte sind die idealen Instrumente für Leute, die mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen – und mit sich selbst. Ich wusste nur bis vor kurzem gar nicht, wie viele das sind.“
    .
    Ich habe das schon lange gewusst, aber früher hat es nicht so beschäftigt gewirkt. Ich meine, ins Leere zu gucken, die Zeit überbrücken, da nichts passiert, vielleicht so zu tun, als betrachte man die Landschaft oder das Etikett einer Flasche, Däumchen drehen oder mit einem Stift herumspielen, Bierdeckel mischen oder daraus kleine Skulpturen bauen, die in sich zusammenfallen, gelangweilt die Bilder an der Wand betrachten oder die Uhr, fast so als sei man verabredet oder hätte einen wichtigen Termin. Eine endlose Folge von Nicht-Handlungen, die keine Spur in der Erinnerung hinterlassen und von denen uns daher gar nicht auffällt wie viel Lebenszeit wir mit ihnen verbringen.
    .
    Bei den Wischpads geht es also nicht um einen ganz plötzlich ausgebrochenen Infantilismus, sondern eher darum, mit der Zeit, mit der man noch nie etwas anfangen konnte, anders nichts anzufangen, dies aber in einer uniformen Art und Weise, s.d. es den Leuten auffällt. Es ist schwer dagegen anzugehen, selbst wenn wir das Pathos des Kulturmenschen teilen, der das Individuelle vor der Vermassung retten will, denn niemand wird sagen „oh ja, ich spiele viel zu viel mit meinem iPhone. Früher habe ich oft mit leerem Blick dagesessen. Wie war das doch schön“.

  46. Die ganz modernen...
    Die ganz modernen „Retro“-Freaks haben auf ihrem Smartphone den NOKIA-Monophon-Klingelton aus der Ära 3310 …

  47. Da erinnere mich an eine...
    Da erinnere mich an eine schöne Geschichte:
    Vergangenen Freitag in Neapel: Wir schlendern durch die Altstadt, lassen uns durch spaccanapoli treiben. Ich suche eine spezielle Sorte Pasta, „Cannoli“, will ein Rezept mit sugo di pesce ausprobieren. In einem sicherlich für alle Sorten Touristen und ebenso alle Sorten Pasta eingerichteten Geschäft frage ich nach Cannoli. Die zwei schicken Verkäufer-Italiener lachen mich aus. Cannoli sei eine Süßspeise, keine Pastasorte. Doch, doch – ich beharre, habe ja ein Rezept mit Bild im Hinterkopf. Der eine italienische Verkäufer zieht sein Iphone und googelt nach „Cannoli“ – siehste, Frau Kundin, kein Ergebnis, es kommt immer nur „Canneloni“. Du meinst sicherlich Canneloni oder Paccheri. Er sucht mit dem Iphone Rezepte mit sugo di pesce und Paccheri und präsentiert mir Foto um Foto, wischen inklusive. Paccheri, erklärt er mir, heiße „Ohrfeige“, deshalb habe man es in manchen italienischen Landstrichen abgewandelt und sage vielleicht „Cannoli“, aber es sei nicht wirklich das, was ich suche.
    Das war ein wunderbarer Spaß mit den beiden, umgeben von touristenkompatibler Pasta, die ich nie kaufen würde, wenn die beiden Jungs mir nicht mit ihrer Cleverness mittels Iphone imponiert hätten. Zwei Tüten Paccheri warten jetzt auf ihre Fischsauce zu Natale.
    Mal ehrlich: Das wäre mit ´ner Zeitung so nicht gegangen :-)

  48. "Facebook-Freunde, Follower,...
    „Facebook-Freunde, Follower, mit einem Wisch kann man in eine Welt eintreten und Elfe sein, Herzog oder Barbar.“
    .
    Muss man, um in einer Welt zu sein, nicht an eine, sagen wir ontologische Kohärenz dieser Welt glauben? Das ist doch etwas anderes, als wenn Rainer jetzt Twix heißt und Klaus sich Frosch nennt. Die Leute reden ja nicht einmal wir Herzöge, Barbaren oder Elfen.

  49. Nun, ich wische auch....
    Nun, ich wische auch. Freilich, wie es sich für proletarische Verhältnisse gehört auf einem Gerät der koreanischen Konkurrenz, unteres Preissegment. Und ich möchte es nicht missen. Wer einmal den Unbilden des öffentlichen Personennahverkehrs ausgesetzt war und sich unverhofft auf offener Heide wiederfand, der wird sich über GPS und den Haltestellenplaner freuen. Aber mich interessiert die andere Hälfte des Themas mehr: die Zukunft der gedruckten Zeitung. Wie es der Zufall will, war gerade heute der Untergang von FR und FTD Tischgespräch zur Mittagspause. (Ja, ja, selbst hier in der westsibirischen Einöde hat man davon vernommen.) Allgemeiner Tenor war: die Zeitungen graben sich im Internet selbst das Wasser ab. Der kostenlose, aktuelle Zugang zu den relevanten Artikeln zerstört den Printmarkt. Gleichzeitig wäre aber niemand bereit, im Internet zu zahlen. Die entsprechenden Neuigkeiten bekäme man denn doch auch anderswo. Auf den zaghaften Einwurf, man müsse doch auch einmal Hintergrundberichte zur Kenntnis nehmen hieß es, dafür habe man keine Zeit. Das Verhältnis in der Runde war etwa zwei Papierzeitungsleser gegen sechs Nichtleser bzw. Internet-Leser. Selbst ein Tablet oder Smartphone war manchen schon zuviel.
    Ich weiß im übrigen auch nicht, wie man heute als Zeitung angemessen reagiert. Ich ahne allerdings, daß es so wie es die Zeitungen derzeit praktizieren nicht gehen wird. Man versucht derzeit ohne Verständnis für das neue Medium das alte Medium 1:1 zu reproduzieren und das gewohnte Geschäft fortzuführen. Das hat früher nicht funktioniert und wird auch dieses Mal nicht funktionieren. Bei Einführung des Buchdrucks meinte man, die Handschriften nachahmen zu müssen. Die Entdeckung der Typographie, des Massenmarkts, Broschüren, Zeitschriften, Zeitungen kamen erst Jahrhunderte später. Wir sind derzeit wieder in einer solchen Umbruchphase. Aber ich sehe nichts neues, nur den verzweifelten Versuch, das bekannte Modell zu retten: feste Ressorts, genau abgezirkelte Kolumnen (es geschieht bekanntlich jeden Tag in der Welt genau so viel, daß die Zeitungsseiten voll werden), der Gedanke, daß ein Leser die gesamte Zeitungsausgabe erwerben müsse. In summa: Altes Denken. Das wird nicht vorhalten. Es wird sich alles ändern müssen, damit alles bleibt wie es ist. Wohl dem, der dabei vorn dran ist. Die Fußlahmen der Entwicklung wird der Springer holen.

  50. @Dreamtimer 19:06
    Wenn Ihre...

    @Dreamtimer 19:06
    Wenn Ihre Hochwohlgeborene Leserigkeit gestatten möge, so lasse er sich gnädiglich herab eine Veranstaltung errnsthafter Mittelalterfreunde oder Piraten zu besuchen. Alle Details der Gewandung, Ausrüstung und Haltung müssen stimmen. Lange vor Larp (live action role play) gab es die society of creative anachronism. Am Feuer diese Don können viele sitzen und zuhören oder reden oder staunen oder zweifeln. Keine Gefahr. Wenn sich böse alte Vierziger als junges Mädchen glaubhaft in Foren rumtreiben können, beweisen sie, daß wir im Netz alles sein können, was wir wollen. Turingtest irgendwer?

  51. @ Dreamtimer,
    Sie koennen...

    @ Dreamtimer,
    Sie koennen einem zur Verzweiflung treiben.
    Wenn jetzt die Wanderhure zur Adlerfrau wird,
    woher kann sie adlerisch?
    … und die Elfe elfisch?
    Sprechen Elfen überhaupt?
    Die wischen! Eben…

  52. Neulich stand auf der Zeil der...
    Neulich stand auf der Zeil der übliche Zirkusmann mit seinem kleinen Pony und der Spendenbüchse.
    Eine wischende Mutter kam mit ihrer 3jährigen. Die 3jährige liebte das Pony, wie alle Dreijährigen. Griff in die Futterschale und hielt dem Tier Karottenstückchen mit spitzen Kinderfingern hin.
    Der Chef vom Pony sagte mehrmals laut, dass das gefährlich sei. Und das Kind die Handfläche „rund“ machen solle, wenn es ein Pony füttere.
    Das Kind verstand es leider nicht und die Mutter registrierte ihn nicht und hörte nicht auf zu wischen.
    Das Geschrei war groß, als das arme Tier dem armen Kind in die Finger biss, um die Karottenstücke zu essen.
    Das war der erste Moment, an dem die Mutter mit dem Wischen aufhörte und im Weggehen ( mit dem armen Kind ) den armen Mann und das noch ärmere Pony beschimpfte.

  53. Ja, diese von Unkenntnis...
    Ja, diese von Unkenntnis getrübten Zeitungsartikel können einen schon nerven, E.R.Binvonhier. Wie oft mir jetzt schon die „Adlerfrau“ untergekommen ist… Dabei ist die Marie einfach die Frau von Michel Adler. Blöder Kalauer natürlich, aber unfreiwillig humorvoll und kein bißchen esoterisch.

  54. ... und Barbaren wischen auch....
    … und Barbaren wischen auch.
    Alles mit einer ausladenden Handbewegung vom Tisch.
    .
    Deswegen duerfen sie nicht an den Tegernsee.

  55. Savall, da stimme ich Ihnen...
    Savall, da stimme ich Ihnen zu. Ein Layout, das ersichtlich für gedruckte Zeitungen gedacht ist, einfach online zu stellen, reicht nicht. Wenn man die „Bilderstrecken“ in manchen Artikeln sieht, die aus 2 – 4 Presseveöffentlichungen eines Unternehmens bestehen, die dann im lupentauglichen Format eingestellt werden…

  56. Bei der Gelegenheit: was ist...
    Bei der Gelegenheit: was ist so ein Klick- oder Wischkunde in Cent wert? Und was kostet er? Bestimmt hat das ein Erbsenzähler ausgerechnet.

  57. Sehr geehrter Prince...
    Sehr geehrter Prince Matecki!
    Ich habe heute mehrere Stunden über diesen, Ihren Satz nachgedacht: “meine hohe Leitung Bedarf an gutem Rat hat und die Vibration sich wiederholt meldet” und überlegt, ob es mir als Bürgerliche ansteht, Ihnen einen Rat zu geben…. Aber sie brauchen Ihn ja nicht anzunehmen.
    .
    Einem talentierten und ambitionierten jungen Mann würde ich raten, auf direkte Vibration zu verzichten. Zwischen dem Boss und sich selbst sollte man immer eine (zuverlässige und kluge) Sekretärin einschalten, die ganz diplomatisch entscheidet, ob man verfügbar ist oder nicht. Ferner sollte man mit seinem Boss nie über ein Problem reden, für das man nicht selbst schon eine Lösung im Kopf hat. Deswegen braucht man als Vermittlerin eine intelligente Sekretärin (oder Sekretär), der mehr kann als so eine dämliche Mailbox. Ferner sollte man seinem Boss nie das Gefühl geben, dass er oder sie einem jederzeit auf Kreuz kriechen kann. Wenn sie Karriere machen wollen, dann müssen Sie lernen, dass Sie entscheiden, wann (und worüber) Sie mit ihrem Boss reden wollen.
    .
    Selbstverständlich benutze ich kein Handy – außer wenn wir nach Kanada verreisen, weil wir da kein normales Telefon haben.

  58. Genau, palatinus, das ist es...
    Genau, palatinus, das ist es was ich meinte. Haben Sie zufällig mal eine Testausgabe in der iOS-App angeschaut? Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Ich kann mir richtig vorstellen, wie das bei der Präsentation abgelaufen ist: „Oh, wie ist das schön, man kann alles genauso sehen, wie es gedruckt ist!“ Ja, bloß lesen kann man es nicht. Aber wen schert schon der Leser?

  59. Hochverehrte "Der Tiger" -...
    Hochverehrte „Der Tiger“ – wegen Matecki:
    Wenn ich den Mann richtig identifiziert habe, ist er aufgrund seines Dienstgrades mindestens 40. Glauben Sie wirklich, die muss man noch wie kleine Jungs behandeln?
    Mit amüsierten Grüssen,
    Thorsten haupts

  60. es gibt mehrere mögliche...
    es gibt mehrere mögliche verbindungen zwischen überschrift und text. mal sehen, was sich so herauskristalisiert.

  61. Aaah, Kastanientortelloni. Mit...
    Aaah, Kastanientortelloni. Mit was waren die denn gefüllt? Hatte mich beim sonnigen „Plopp“ schon gefragt, wie es denn nun weitergeht mit dem Sackinhalt. Da müßte das Bäcker-Gen doch drauf ansprechen.Neulich bei der großen Touristendampferfahrt ab Luzern habe ich leider die Vermicelles verpaßt. Ich wollte immer mal wissen, wie die schmecken, weil eine Schweizerin mir mal sagte, das sei recht gut und speziell; und ich habe bisher nur 3 Arten Eßkastanienzubereitung kennengelernt: Marrronni vom Öfchen, gewässerte als Beigabe zu Ente, und ein flacher italienischer Kuchen, hm, schon kastanig, aber irgendwie auch ein wenig langweilig, dem hätte man vielleicht noch einen fruchtigen Kontrast verpassen sollen. Ob man vielleicht so eine Art Rüeblitorte damit machen könnte, halb Kastanie, halb Haselnuß, und zu diesen ein Viertel Karotten? Oder doch eher was Salziges, so eine Art Bierstengel?

    @Lehmann: Comer See 200 Liter? Das glaub ich erst, wenn ich Auftanken und Nachtanken selbst gesehen habe. Der See ist dafür doch viel zu klein und wellenglatt. Oder mit was für einer lahmen Gurke von Dickschiff bewegen Sie sich in einer Pfütze?

    @HansMeier: die wischen auch beim Philharmonikerkonzert und wenn sie an der roten Ampel stehen.

    @Dreamtimer: genau, geschäftig erscheinen. Blick und Hand sind abwesend. Wie Walkman am Ohr und gleichzeitig stricken (gab es früher in der U-Bahn). Solche Abschottung ging bisher nur im Sitzen. Die Wischer machen das jetzt auch im Stehen und Laufen. Ist ja auch so fürchterlich die Augen ohne Fensterrahmen auf der gebauten und sich bewegenden Umwelt zu haben. Man könnte ja tatsächlich in den Augenwinkeln noch was wahrnehmen. Aber das ist wohl zuviel Bildschirmentzug.

  62. Ich hatte noch nie eins und...
    Ich hatte noch nie eins und ich hab‘ auch jetzt keines dieser Geräte, und zwar ganz bewusst. Nicht mal ein Mobiltelefon. Brauch‘ ich nicht, denn ich bin Berliner. Ha! (ich sag‘ das nur wegen der Macke – Trauma, was weiß ich?! – des Don wg. Berlin. Demnächst ist das pöse Berlin auch an, seiner Gewichtszunahme, seinem Fahrradsturz, an: mein Gott womöglich muss er doch noch heiraten und bekommt Kinder! … schuld?).
    .
    Botschaft: Es geht auch ohne all dies Zeugs in der Tasche oder vor der Nase. Ist wohl eine Frage des Alters („…der Intelligenz“ sag ich nicht. Obwohl….)
    .
    Und morgen geh‘ ich – lt. Wetterbericht im Nebel – wieder spazieren mit meiner jungen fröhlichen Julia. Ha! Mit neune „schwedischen“(!) Stiefeln, die drinnen so einen kleinen Stofffetzen haben, wo draufsteht „Made in Portugal“.
    Die Welt ist auch lustig, verrückt, groß und mysteriös …ohne all das Zeugs zum ablenken, ohrenstöpseln oder (neuester Schickimickikram:) wischen.

  63. der tiger, ich teile dieses...
    der tiger, ich teile dieses Boss- Nicht- Boss-Karriere-Denken nicht.
    Dieses abhängige Arbeiten und jemand anderem Rechenschaft ablegen, das halte ich für erniedrigend.
    Ich will auch von keinem anderen “ Mitarbeiter“ genannt werden oder „Präsentationen“ abliefern.
    Anders als als Chef könnte ich gar nicht leben, ich würde tagaus tagein nach Luft schnappen oder auf Erlösung hoffen.

  64. @Savall: sehe ich auch so, die...
    @Savall: sehe ich auch so, die Formate für den Druck brauchten viel Zeit, bis sie selbstverständlich waren – warum sollte es beim Internet anders sein. Die NYT beehrt mich ab und an mit „Sonder-Billig-Kurzabo-Angeboten“ für online, ganz althergebracht wie Print, aber das ist es mir wirklich nicht wert. Wenn schon Online-Abo, dann müßte das ein ganzes Zeitungsbündel sein und dabei wirklich verläßlich recherchierte Sachen und Hintergründe, nicht unbedingt die Chefredakteursmeinung.

  65. und evtl. alles auch sehr eine...
    und evtl. alles auch sehr eine frage der einstellung weiterhin. onkel und tante. spätberufene, zweite ehe für beide. er aus dem großraume berlin, früher immer feste flüssig mit marx argumentierend, immer akademisch-brilliant, preussisch-protestantischer background, sie katholisch und fromm – und schon immer „bekennend cdu“. „und mit besten beziehungen zu allen chefärzten ihrer näheren und weiteren pers. umgebung“. „wie auch jeder wissen darf“. und frotzeln sich gfls. bei jeder gelegenheit an. „wg. der polit. abartigkeit des anderen“. und haben mit sich selbst und deutschland überhaupt keine probleme, auch nicht damit, dass sie sich beide bei jeder wahl gegenseitig neutralisieren – und eigentlich gar nicht gehen bräuchten, so gesehen. und gehen aber trotzdem. schließlich ist man wer. und das in vollkommener toleranz. nie haben wir erlebt, dass sie sich gegenseitig zu missjonieren versuchten.
    .
    und wie hieße es nochmals „küchenpsychologisch“ („es tun sich abgründe auf“, zum glück nur rein sprachlich, ja) „der kreative weist oft masoschistische grundtendenzen auf“? also wir stimmten dem noch nie zu, konnten das auch noch nie beobachten oder feststellen. es wurde in unserem beisein aber schon desöfteren von – völlig vorstellungsfreien – leuten im bruston höchster überzeugung verkündet.
    .
    wie dem auch sei, wer halt immer weiter mit größter beharrlichkeit dahingeht, wo es ihn dann zwickt, der kann uns schöne geschichten schreiben, unser plus.
    .
    und wer wie ein geier also am liebsten bis tief mit dem hals ins tote fleisch kröche, den schnabel inwändig scharf vorzurecken, wäre nicht sein liebster tischgenosse, aha.
    .
    und ja, manchen frauen stehen einfach keine uhren.
    .
    und von der vermutlich ewigen wandlungsfähigkeit der menschen. (hatte man den link schon einmal gesetzt?) ( http://www.youtube.com/watch?v=1uNeEXonqqc )

  66. und mit zeitmessern ist eben...
    und mit zeitmessern ist eben vermutlich, wie mit all diesen automarken: ulrich betz von a. martin sagte es neulich im interview nochmals kurz und knapp – man verstand ihn gerne – „von a.m. wären bis heute in all den jahrzehnten insgesamt nur ca. 62t wagen gebaut worden“. „thats why we’re in the luxury-business“. während andere „nur premiumhersteller sind“. (weshalb auch wir bereits eine vorstellung davon haben, welches unsere nächste wahl sein wird. noblesse oblige.) aber es gibt so viele welten. und alle wollen erfahren sein.

  67. Danke,Savall, Sie haben eine...
    Danke,Savall, Sie haben eine intellektuelle Last von mir genommen.

  68. Die Fülliung ist m.E. eine...
    Die Fülliung ist m.E. eine Mischung aus Edelkastanienmeht und Ricotta.

  69. James Fenimore Cooper,...
    James Fenimore Cooper, „Conanchet oder Die Beweinte von Wish-Ton-Wish“, deutsch von Arno Schmidt. Passt doch irgendwie, oder?

  70. Edelkastanienmeht und Ricotta...
    Edelkastanienmeht und Ricotta und alles plumpst in (gebräunte?) Butter – Don, Sie laufen zur spätherbstlichen Hochform auf!
    .
    Ich hoffe die (kastanienbraune?) Cordhose hat keinen Fleck bekommen. Na und wenn; das schöne an Cord ist doch dessen Aufnahmefähigkeit.

  71. Weisses Hemd von Feraud und...
    Weisses Hemd von Feraud und ein dunkelmalvenfarbenes Kaschmirsakko, was der Kleiderschrank am See eben noch so an Resten hergibt. Man muss mutig kombinieren, dann geht es.

  72. Kennt jemand einen wirklich...
    Kennt jemand einen wirklich guten Kardiologen in Wien, Österreich, Deutschland oder sonstwo? Ich bräuchte ganz dringend, am besten heute noch, eine Zweitmeinung zu einer bevorstehenden OP.
    @ Foersterliesel: Entschuldigung, ich melde mich wieder, wenn ich aus dem Spital raus bin.

  73. mit der evtl. möglichen bitte...
    mit der evtl. möglichen bitte um aufklärung: neben dem geschmackvoll verkleideten manne vom verfassungsschutz hinter der zeitung, um was für ein fahrzeug handelte es sich da, also das silberne hinter dem roten busch? und auf dem zweiten bilde, das weiße, in der mitte des bildes, auf der maschine, wäre was? man ist so unerfahren, wenn man so selten so ißt, ja. also so vollkommen mechanisch zumal.

  74. Bitte, bitte, ThorHa, machen...
    Bitte, bitte, ThorHa, machen Sie uns prince Matecki nicht abspenstig. Er lehnt sich ohnehin weit aus dem Fenster und ich würde seine Beiträge sehr, sehr ungern vermissen. Im Gegensatz zu römischen Senatoren gibt es bei Offizieren kein Mindest- nur ein Höchstalter. Wenn ich seine Rangstufe richtig einschätze, dann ist das Höchstalter 62. Aber ich hoffe, er bleibt uns länger erhalten. Und überhaupt, sind wir nicht alle alte Knacker und weise? :-)
    .
    Ahja, ich sehe, colorcraze, die Leute, die Ahnung haben empfinden dasselbe Gefühl. Ich weiß nicht, ob Sie ein iPad oder etwas vergleichbares haben. Ist das nicht alles grottendämlich? Die einzige akzeptable deutschsprachige App, die ich gefunden habe war die der „Zeit“ (für iPad, die Anwendung für Kindle ist eine Frechheit.) Und selbst ich Amateur hätte denen auf Anhieb zwei Dutzend Verbesserungen nennen können. Sind die Entwickler dumm, faul, ignorant oder haben sie noch nie einen Leser getroffen?

  75. a propos - der wdr brachte...
    a propos – der wdr brachte letzte woche eine, wie wir fanden, überraschend gut gemachte erinnerung an gunter sachs. http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/11/14/wdr3-wdr5-zeitzeichen-gunter-sachs.xml womöglich ganz anders, also wohlwollend-intelligent gemacht, statt so, wie man es evtl. yellow-press-mässig gewohnt/gar befürchtet hätte. gut so.

  76. Berthold IV, Gute Genesung....
    Berthold IV, Gute Genesung. Egal wer’s ausfuehrt.

  77. @DA: Ricotta, aha. Klingt eher...
    @DA: Ricotta, aha. Klingt eher nach was, wovon ich eher einen Vorspeisenteller nehme als einen ganzen. – Ob Kastanie und Rauch paßt? Also was Geräuchertes dazu?

  78. pM, soviel ich weiss, Abitur...
    pM, soviel ich weiss, Abitur 1972. Aufgewachsen in den kargen 50ern.

  79. Mindestens einen Apfel für...
    Mindestens einen Apfel für jeden Schultag. Ich hab´mir in der Pause am sauberen glänzenden Apfel die Hände schon damals abgewischt bevor jener halbsyrische adoptierte Amerikaner die Schule verlassen hat. Dieses haptische Erlebnis – ich kann es heute immer noch nicht lassen. Aber, cave: malum malum malum est.

  80. @Savall: meistens liegt sowas...
    @Savall: meistens liegt sowas nicht an den Entwicklern, sondern an der bestellten bzw. abgenommenen Entwicklung. Wenn Chefchen oder Kunde beratungsresistent sind, kann man nichts machen, allenfalls resignierend Krümelgeld für Murks abgreifen. Ich selbst gehöre (noch? wer weiß, was für Zumutungen noch bevorstehen) nicht zu den Wischern, aber auch meine Umwelt (wenn auch nicht die tägliche, ständige) ist davon durchsetzt. Mir ist das alles zu AOL. Apps kenne ich nur aus Vorführung von anderen; Interesse dafür aufzubringen kostet mich Selbstbeherrschung. ÖPNV-Apps mögen vielleicht einen gewissen Gebrauchswert haben manchmal; in vielen Fällen scheinen sie aber eher anzuzeigen, welcher Zug oder Bus den man eh nicht braucht gerade nicht fährt, und das ist gleichzeitig zuviel und zuwenig.

  81. Uniklinik Freiburg, sagt meine...
    Uniklinik Freiburg, sagt meine spezielle Freundin, Berthold IV. Prof. Dr. Dr. Manfred Zehender.
    .
    Ritter vom Geiste, Sie haben also auch den ganzen Roman gelesen und es ist nicht nur ein Jokus? Dann sind wir ja mit Filou schon unser drei. Fehlt bloß noch, daß der Marius Fränzel hier auftaucht. :-)

  82. Savall, seit der...
    Savall, seit der FAZnet-Designreform sind die Stuetzen auf dem iPod-Touch unlesbar. Das ist schade, wie ich immer wieder, besonders in Frankreich, wo fast jedes Lokal (fuer Kaffee, wirklich nur Kaffee, isch schwoere) WiFi hat, feststellen muss.
    .
    ORF und Spiegel gehen prima. Mit kleinen Abstrichen. Figaro und Parisien sind auch nicht schlecht. Volkskrant ist ein aesthisches Uebel,, aber wenigstens lesbar.

  83. @Berthold IV Gute Besserung!...
    @Berthold IV Gute Besserung! Ich denke, Sie können ihrem betreuenden Arzt/Ärztin auch in Wien/Karpatenberlin vertrauen. Wenn´s Zeit hat, fragen Sie halt so lange, bis ihnen jeder das Gleiche gesagt hat.
    .
    @savall, 22:40: Nach meiner Erfahrung gilt ihre letzte Zeile.
    .
    @Filou: ich bemühe mich, meinen Teil für Ihre Wette beizuragen. Aber ohne Schummeln.

  84. @Savall - Matecki:
    ??? Wie...

    @Savall – Matecki:
    ??? Wie käme ich dazu? Ich schätze seine Beiträge ebenfalls.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  85. Furchtbar war's, Savall, da...
    Furchtbar war’s, Savall, da hungerte ich mir das Typoscript von ‚Julia oder die Gemaelde‘ ab.
    Ich legte es auf dem Tisch unterm Dachfenster ab. Es regnete-das Fenster war undicht. Dabei lag das Buch noch im Schuber.
    Das kommt davon, wenn einer Schwarten im A-3 Format (ungefaehr) fertigt, die man niemals im Bett lesen kann.

  86. Filou:"Ich wette auf 410...
    Filou:“Ich wette auf 410 Kommentare. Plus-Minus.“
    Don, ich schließe mich an, glaube auch, dass die Leute viel klicken und kommentieren.
    Ich mag Ihre Texte sehr sehr gerne.
    Filou sagte nicht, wieviel plusminus, ich tippe auf knapp mehr, wie wetten wir jetzt?
    .
    Habe eine Apfel-Penis-Verlängerung schon lange, (letztes Thema) ;-)
    war am Anfang sauer, dass das Ding alles kann, außer telefonieren, (das ist sch€i$$)
    habe noch nie eine SMS geschrieben, und finde das Mauskino grauenvoll,
    warum um Gotteswillen soll ich mir das antun?
    Aber … schon wieder drei Punkte
    Finde es toll, dass egal wo ich bin, ich den Großteil meiner Musik immer dabei habe.
    Meine Adapterkollektion bezüglich fremder Autos und fremder HiFi-Anlagen
    ist sehenswert, das geht bis zum DIN-Stecker 5polig.
    Und es ist klasse, wenn man auf einem fremden Segelboot bei Flaute,
    auf der Ostsee oder wo auch immer, das Köln-Konzert von Jarrett hören kann.
    Zur Info: M e i n Speicher ist zu 2 Drittel voll mit Musik.
    Das letzte verfügbare Drittel sind Bilder, sie erklären mehr als tausend Worte,
    und man zeigt ein Bild, (das man vorher nicht wahllos irgendwoher hat,
    sondern zur Unterstützung seiner Gedanken lange vorher ausgewählt hat)
    wenn man redet, zur Unterstützung,
    und man wischt ausdrücklich nicht, denn man kennt seine Struktur, seine Ordner,
    und sucht nicht per Wisch, sondern findet ganz einfach, mit zwei max drei Tipps
    E-Mail per Phone, viel zu lästig, Apps wofür,
    die Wasserwaage habe ich ganz praktisch gefunden,
    und natürlich zwei, nee drei Navis, eins für Land, für See, für Berge
    die sind wirklich eine Hilfe im Hintergrund,
    wenn die gedruckten Karten mal ausfallen, hi, hi,
    und so könnte man weiter alles kommentieren, muß man aber nicht,
    kurz und schluß, wer mit mir zusammen ist, und während dessen
    ohne wirklichen Grund sein Smartkack bedient, ist danach alleine. Punkt.
    .
    Filou, OT, Re Felicien Rops
    Warum immer dieser alte Kram.
    Auch die neuere Zeit ist schweinisch.
    Na ja, nicht ganz so neu.
    69 …. hä
    Gurgeln mit Fornicon Tomi Ungerer
    Er nannte es damals glaube ich Masturbationsmaschinen
    Ganz bewusst kein Link

  87. achwas 20. November 2012,...
    achwas 20. November 2012, 18:27
    http://www.youtube.com/watch?v=t9kFCMNvoKQ

  88. Warum soll ich etwas...
    Warum soll ich etwas veraltetes Gedrucktes kaufen,
    wenn ich das Aktuelle mit Meinung und Kommentar, (Teilweise viel interessanter)
    (und Querlinks) umsonst haben kann?
    Bücher kaufe ich, weil lesen am Schirm viel zu anstrengend ist.

  89. Marco Settembrini di Novetre...
    Marco Settembrini di Novetre 20. November 2012, 16:06
    Einer der besten Kommentare zum Thema.
    Hrmpf!

  90. prince Matecki2 0. November...
    prince Matecki2 0. November 2012, 14:08
    Noch einer, der wenigen, der das virtuelle Leben mit Realität füllt,
    Hochachtung dafür, dass Sie sich trauen.
    Sie kommen zwar aus einer für mich fremden Welt, aber ich lese gerne,
    was Sie schreiben.

  91. Öhm, ThorHa, ich meinte, Ihre...
    Öhm, ThorHa, ich meinte, Ihre Schätzung würde sein Inkognito ankratzen, auf das es doch ankommt. Nichts für ungut.
    .
    Mir fehlen die Einblicke, colorcraze, deshalb meine Vermutung. Die Ergebnisse bei den Apps sind bloß so erbärmlich, daß ich mich frage, ob die betreffenden Entwickler das jemals selbst ausprobiert haben und wenn ja, warum sie mit den Ergebnissen zufrieden waren. Ich für mich selbst krieg jedenfalls ein rotes Gesicht und möchte irgendwo mein Aggressionen abbauen.
    .
    Überhaupt, Don Alphonso, möchten Sie, daß wir hier unseren Frust ablassen? Okay.
    Hier mein Plan für die FAZ, obwohl ich weder ein fünfstelliges Monatsgehalt noch einen sechsstelligen Beratervertrag habe:
    Ich rede jetzt nicht zu den Heren Zeventien, sondern den Heren Vijf:
    1. Was immer man Ihnen erzählt hat: Ihre Kunden sind nicht die werbenden Unternehmen, sondern die Leser. Die Leser, die viel Geld bezahlen. (Jahresabo: 538,80 EUR, haben Sie das mal in DM ungerechnet?)
    2. Die Leser fühlen sich veräppelt: sinkender Umfang, kein Freitagsmagazin, keine Bilder&Zeiten (Kommen Sie mir nicht mit der derzeitigen Attrappe, fragen Sie den Pförtner, wie das früher ausgesehen hat.)
    3. Ihre Online-Auftritte sind ein Witz. Hat jemals einer der Heren Vijf versucht, eine FAZ auf dem iPad zu lesen?
    4. Paywall ist lächerlich. Vergessen Sie es.
    5. Gute Autoren, literarisch gute Autoren. Leute die man kennt, Leute nach derem nächstem Beitrag man lechzt: Platthaus, Bartetzko, Stadelmaier, Bopp, Mayer, Diener u.a. Die Leute sind da, setzt Sie sie ein.
    6. Versuchen Sie ein Tablet zu verstehen, es ist ganz anders als eine gedruckte Zeitung.
    7. Benutzen Sie mal ein Tablet.
    8. Wo sind die vielen Bilder?
    9. Wo ist die Vernetzung zum Archiv? Themen, Themen, keine Ressorts.
    10. Ich will bezahlen, machen Sie es mir leicht
    (Und außerdem bitte ich alle um Nachsicht für meine Geschwätzigkeit. Das Thema liegt mir nunmal am Herzen. Und ich habe die düstere Ahnung, daß Don Alphonso darauf spekuliert hat. Wie auch immer, ich freu mich, daß ich es mal loswerden konnte.)

  92. Das ist das Problem, im Netz...
    Das ist das Problem, im Netz kann jeder alles sein.
    Man wischt seine eigentliche Existenz einfach weg.

  93. Von meinem iPhone gesendet
    Wie...

    Von meinem iPhone gesendet
    Wie ich das gehasst habe
    Kränk!

  94. ThorHa20. November 2012,...
    ThorHa20. November 2012, 14:48
    Es sind viele.

  95. Savall 21. November 2012,...
    Savall 21. November 2012, 00:41
    Genau deswegen.
    Früher hat man noch spationiert.

  96. Was denken Sie, wie lange ich...
    Was denken Sie, wie lange ich schon an „Zettl’s Traum“ spare, Filou? Es ist ein Elend! Wenn man doch nur reiche Verwandte hätte, wie der Don!

  97. melursus20. November 2012,...
    melursus20. November 2012, 14:52
    „wenn man live ist“
    http://www.youtube.com/watch?v=b3kO5jjYioY

  98. muscat 20. November 2012,...
    muscat 20. November 2012, 17:41
    Brauche eine „Mein Absperrventil im Keller ist verkalkt mach mir das APP“

  99. Filou, bezüglich der Wette...
    Filou, bezüglich der Wette …
    ich kann noch mehr …
    mehr als 410 …
    vergessen wir das vage plus-minus …
    mehr als 410 heißt gewonnen
    Ich komme wieder …
    sagt der Terminator ;-)
    .
    schon wieder drei Punkte, wer hat das nochmal gehasst?

  100. Geehrter Don .

    im Oktober ...
    Geehrter Don .
    im Oktober bin ich einmal wieder vorbeigekommen ,
    über den Mini-Pass , ha-ha , was ist eigentlich so toll
    am Tegernsee wenn man dort keine lmmobilien besitzt ?
    OT : dort sind die schlechtesten Autofahrer unterwegs , die
    ich je gesehen habe . Zum Trost : keine Barchetta fiel un-
    angenehm auf . Nur suizid-gefährdete Radfahrer .
    Tolles Kaff , merke ich mir für später , mfG.T.

  101. sachs war auf der seite von...
    sachs war auf der seite von warhol, nicht hamburg, grübel … . und nur das waren sein instikt und freude. und wie wollte einer leben, wenn nicht so?

  102. "irgendwas mit medien", wie...
    „irgendwas mit medien“, wie doof. „farewell faz – du stehest, oder du bleibest, das arge tanzvergnügen, worein du gerissen, dauert vermutlich noch so manches sündenjährchen, ünd wir möchten nicht hoch wetten, dass du davonkämest, ahnungsvoll kamen dir momente, wo dir zwischen internet-unzucht und intelligenzmangel ein traum von liebe erwuchs – wir aber bleiben scheue schatten am wegesrand der erzählung…“ genie muss man erkennen, wenn man es vor sich hat. alles andere taugt nur für kanonenfutter. oder als. das aber den zeitenläuften egal. (wie schrieb hier einer immer „try harder?“, tsss…. .)
    .
    wer medien segelt, statt zu rudern, muss sich nach dem winde richten, und wird wellen ernten. zu hohe wellen, fürchten wir. und nicht einmal zu hohe für sein böötchen. (also lernen wir segeln, so die empfehlung hier. segeln geht leichter, tsss… .)
    .
    die galeere winkt. frohen mutes. und unerschöpft.

  103. Kampfwischer...
    Kampfwischer

  104. Das waren noch Zeiten als man...
    Das waren noch Zeiten als man nur mit Zewa gewischt hat…
    Die Blogs der FAZ werden auch weggewischt, Antike&Abendland ist dem Wischmob zum Opfer gefallen. Wenn Don A nicht wäre, käme man sich hier langsam vor wie im Nachmittagsprogramm von RTL

  105. @B4 – Gute Besserung! Ich...
    @B4 – Gute Besserung! Ich kann Ihnen leider überhaupt keine Kardiologen empfehlen, denn ich kenne keine.

  106. @b4
    Hauptsache, Sie bleiben...

    @b4
    Hauptsache, Sie bleiben uns gesund erhalten.

  107. Alkohol. Koffein....
    Alkohol. Koffein. Schlafentzug
    – und schon tragen die Kühe Halbtrauer.
    Ein milder Kuhblick kann doch so tröstlich sein.
    .
    Frivoler Hochmut 60jähriger über (das Essen beim) Bauern.
    http://www.literaturzirkel.eu/autoren_sch/schmidt_a_12_hoerprobe.mp3.
    Damals waren Dichter mit 7.50 DM pro Artikel zufrieden.
    Warum? Porto und Papier – das waren damals noch UN-KOSTEN.
    .
    Genügsam und bescheiden will man nicht die ganze Kuh!
    1 Schnitzel pro Tag ist fast schon zu viel.
    http://www.arno-schmidt-stiftung.de/Zettel.html?nummer=3507
    Schnitzel des Tages Nummer 3370: allein mit W & Fr …
    Rotes Flimmern am Abgrund.
    Da läßt sich nix wegwischen.

  108. Wie ist denn dieser Schwenk zu...
    Wie ist denn dieser Schwenk zu Arno Schmidt hier hineingeraten? Ich lese gerade mal wieder die Print-Version des ‚Sitara‘ und kann dort keinen direkten Bezug zu smarten telefonini oder dem Tegernsee finden. Was gibt es denn an Gemeinsamkeiten zwischen AS und DA? Außer der grenzenlose Verachtung des sogenannten Zeitgeistes?
    Gruß K

  109. Hab es gerade erst gesehen,...
    Hab es gerade erst gesehen, Yog Sothoth, das Ende von „Antike & Abendland“ und man kann nicht mal mehr kommentieren. Wieder mal Zeit, Max Liebermann zu zitieren.

  110. Zeitungssterben bei (wegen?)...
    Zeitungssterben bei (wegen?) einer Explosion der Magazine.
    Blättern = wie wischen, nur mit angefeuchtetem Zeigefinger.
    Surrogat.
    Man bleibt unzufrieden. Aber man kann sich Appetit holen.
    (Dazu dient die Werbung) Aber wer die Wahl hat die Qual.
    Als Kompass – statt GPS ;-) – hilft:
    >Immer da wo man ein klein wenig Angst verspürt, da geht’s weiter.
    Radlfahren ist Ihnen zu fad?
    Für die „Wuidn und Varrucktn“ – im nächsten Sommer, auf geht´s!
    Kurven!
    http://www.curves-magazin.com/Blog/Schweiz-Italien-Borders/Tag-1
    Sie werden Blut und Wasser schwitzen. Und zittern.
    Hinterher sind sie ganz zahm und friedlich.
    Große Artisten haben aber andere Rezepte.

  111. @ 05:38 - und lebensläufe...
    @ 05:38 – und lebensläufe sollen nicht harmonisiert werden.
    .
    und vom geist attributärer erscheinungen? (wer miteinander redete, lernte sich kennen. also: vom schweigen der tastaturen) (denn attribute sollen einander nicht vorgestellt werden)
    .
    und evtl. vom geist unseres gastgebers auch? (auch den luxus einer immer schön glatt rasierte gesichtshaut möchte man sich heutzutage wieder uneingeschränkt leisten können. und wollen. denn mit- u. endfünfzigern – im beruf, aber ohne bart – fehlte womöglich die notwendige signalwirkung optischer seniorität/superiorität/distanz/überlegenheit, um noch zweifelsfrei starker chef von unerfahrenen mitvierzigern sein zu können.) (so ein evtl. auch schon altes paradigma)

  112. Entschuldigung, Kalchas, das...
    Entschuldigung, Kalchas, das Arno-Schmidt-Thema ist uns im vorigen Beitrag zugelaufen und jetzt so ein Art running gag.

  113. @Savall
    Ich konnte eben noch...

    @Savall
    Ich konnte eben noch einen Kommentar absetzen. Und sonst kommentieren Sie es doch hier, wen’s betrifft, der wird es finden.

  114. wer geht denn nun eigentlich...
    wer geht denn nun eigentlich sammeln? für die ftd eine stiftung einzurichten? aus deren erträgen 250 redakteure bezahlt werden könnten? zur förderung/aufrechterhaltung der meinungsvielfalt unter den mitteleuropäern? oder ob man aus der ftd evtl. doch besser flugs noch eine anstalt öffentlichen rechts machen sollte? demnächt vorsitz rupert m.?

  115. @mediensegler: Ich schreibe...
    @mediensegler: Ich schreibe manchmal scherzhaft unter meine Mail: Von mir gesendet! hahaha
    @melursus: Ja, wir verlangen alle nach Aufmerksamkeit, klar. Aber ich brauche keine Aufmerksamkeit von falschen Freunden…es reicht schon, wenn man von guten Freunden enttäuscht wird. Wobei ent-täuschen ja eigentlich nicht negativ ist. Ich halte es da ein wenig wie DA: Konzentration auf das Wesentliche und Nachhaltige!

  116. Als gesunder Mensch ist man...
    Als gesunder Mensch ist man oft (zu) rabiat (mea culpa)
    wg. B 4 und anderen die ans Bett gefesselt sind –
    kann so ein Wischtableau durchaus hilfreich sein.
    Vielleicht lenkt ein wenig blättern in alten Büchern,
    die man nicht zur Hand hat, von den Sorgen ab.
    http://www.journal21.ch/category/rubrik/urs-bitterli

  117. lieber berthold IV,
    erste...

    lieber berthold IV,
    erste Empfehlung aus dem Freundeskreis:
    Frau Prof. Dr. med. Johanna Wolfram, eigentlich genaugenommen eine Angiologin,
    erreichbar am AKH, 2. Kardiolog. Abtlg.
    alles Liebe und Gute! Halten Sie die Ohren steif!

  118. und wir hatten es vermutlich...
    und wir hatten es vermutlich schon verschiedentlich gesagt. „rangordnungen“, „wichtigkeiten“ usw. konstruierten aus unserer sicht hier nur dumme. also dummes testosteron z.b.. also wahrscheinlich dummes, altes, unreflektiertes testosteron von gestern. wir dagegen neigen eher zu der ansicht, hier wäre alles attribut. nur beifügung. wort zu wort. bild zu bild. vergleich zu vergleich. ein platz mehr an der wand. („zwischen gedankenpalast und berliner mauer“, würden wir nie sagen, weil viel zu dumm (schon wieder dies wort) – berge sind aussicht, danke gastgeber!)
    .
    wichtig, falls überhaupt – und zwar bei ansonsten völliger zweckfreiheit (gerade psychologisch, *g*) – das überhaupt etwas stünde. wo sonst nichts stünde. sonst nichts.
    .
    keine rangorndung eben. so wie das meer nur wellen kennt. unterschiede zwischen ihnen aber nur des menschen, des betrachters sache sind. das meer selbst kennt sie aber nicht.
    .
    also füget! und ohne unterlass!

  119. lieber berthold IV,
    zweite...

    lieber berthold IV,
    zweite Empfehlung (meines Hausarztes)
    http://internist-jung.com/
    .
    Es tut mir leid daß ich verspätet reagiere, ich habe im im Wohnhaus keine funktionierende Internetkabelverbindung mehr und bin deswegen etwas seltener online.
    Nochmals: alles, alles Gute!

  120. Alles geht irgendwann unter,...
    Alles geht irgendwann unter, auch die Antike und das Abendland.
    .
    Vivat Alaricus Rex

  121. Gönnen Sie sich etwas!!
    Z.B....

    Gönnen Sie sich etwas!!
    Z.B. An Abo for a Sunday Newspaper.

  122. bIV in Berlin Charité,...
    bIV in Berlin Charité, Kardiologie Campus Mitte, ein wirklich nicht nur fachlich guter sondern auch menschlich angenehmer Kardiologe ist Prof Dr Karl Stangl stv Direktor der Klinik,
    Luisenstraße 6-8, Ebene 3, Raum 0060
    t: +49 30 450 513 142
    f: +49 30 450 513 932
    Ansonsten, ich bin manchmal für Notfälle zuständig gewesen, auch solche aus den Einsätzen. Wenn schwer verwundete Soldaten heim gebracht und versorgt werden müssen, werde ich die Frage meiner Erreichbarkeit sicher nicht dem Gefühl (mag es auch „Fingerspitzen“ noch so gut sein) meiner Vorzimmerdame überlassen. Dafür gebe ich auch manchmal Ratschläge, bei denen ich das Seufzen am anderen Ende der Leitung höre. Es spricht für diese Leitung (so bezeichnet man nach der „Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesregierung / -Ministerien“ die Kombination aus Minister und Staatssekretären) dass man mich immer noch fragt.

  123. Mein erstes "tablet" mit...
    Mein erstes „tablet“ mit Wischfunktion…

  124. @ThorHa – Der über...
    @ThorHa – Der über vierzigjährige kann meine Anrede ja auch als Kompliment verstehen… und drüber grinsen.
    .
    @aigon – Auf Erlösung hoffen… sehr verständlich. Das Leben des Bosses.. it’s lonely at the top.
    .
    @B4 – Ich hatte heute Morgen leider nur wenig Zeit und konnte nur kurz über den Blog wischen. Leider fällt mir auch nach längerem Nachdenken in Wien kein Kardiologe ein. Aber den Dekan der Philosophischen Fakultät kann ich zur Unterhaltung und Beistand empfehlen (O. Univ. Prof. Dr. 
Peter Kampits). Vor Jahren habe ich des längerem mit ihm über den Tod diskutiert; zum Beispiel: “Lieben heißt sagen, du wirst nicht sterben” (Sartre).

  125. Ziemlich gut, was Sie als...
    Ziemlich gut, was Sie als Leseranforderungen aufschreiben, Savall. Bin dabei. Wobei Ihre Punkte 4, 9 und 10 zusammengehören und meiner Meinung nach eben genau die Crux sind, wo ein Bezahlmodell fürs Internet entwickelt werden muß, oder genauer, überhaupt ein Zeitungsmodell fürs Internet, denn das muß einerseits einen ziemlich breiten und zu niedrigschwelliger Aktivität einladenden kostenlosen Bereich haben (wobei sich da wohl noch das günstigste Betreuungsmodell herauskristallisieren muß), andernseits muß aber auch Geld reinkommen, und dies ginge vielleicht über den „Archivbereich“, der aber keine reine Ablage ist, sondern auf dessen Texte immer mal Bezug genommen wird.

  126. B4, ich kann keine...
    B4, ich kann keine Empfehlungen abgeben, aber überhauen Sie’s gut und bleiben Sie uns erhalten!

  127. specialmarke 11:25: genau,...
    specialmarke 11:25: genau, genau, eigentlich sind wir ja alle mit dem analogen Wischtablett aufgewachsen.

  128. @savall/colorcraze:
    Das...

    @savall/colorcraze:
    Das Kernproblem von Zeitungen scheint mir nicht die Frage zu sei, wie sie aufbereitet sind und digital bezahlt werden.
    Sondern: Für WAS will ich eigentlich Zahlung?
    Das war in Prä-Internet Zeiten nicht schwierig – für Basisinformation, der Kommentar war Beiwerk.
    In Internetzeiten verschieben sich die Gewichte erheblich. Wenn man auch in Qualitätsmedien bereits bei der reinen Information täglich Defizite finden kann oder nur dpa-Meldungen umformuliert gedruckt sieht, schwindet der Wunsch danach. Auf die Kommentare – häufig freischwurbelnde Spekulationsblasen – ist man eh nicht angewiesen.
    Dann werden Dinge wie ein wirklich gutes Feuilleton, über längerer Zeit recherchierte Hintergrundartikel oder Reportagen aus erster Hand umso wichtiger.
    Wie man es richtig macht führt exemplarisch der „economist“ vor, mir wäre aber auch um die FAZ nicht bange, wenn sie richtig weiterentwickelt wird.
    Wer allerdings 08/15 in mittlerer (also zweifelhafter) Qualität anbietet, verschwindet. Und das ist auch kein Verlust.
    Nachdem man die Schwerpunkte und das Ziel eines gedruckten Mediums formuliert hat, kann man sich daran machen, beides adäquat auf die neue Plattform zu übersetzen. Und dafür sind Savalls Hinweise sicher richtig, eine reine digitale Druckwiedergabe lässt immer den Wunsch nach dem Original aufkommen …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  129. @Savall – Ich zahle über...
    @Savall – Ich zahle über 1000 Euro für die FAZ, Kiosk Preis im Ausland, weil ein Abonnement mit der Post käme, wenn die Nachrichten schon vergammelt sind. Außerdem haben wir ein Abonnement der niederländischen NRC. Der Beitrag unseres Haushalts zur Stütze der unabhängige Presse ist also recht hoch. Ich habe aber nur eine Beschwerde: für die dünne FAZ Montagsausgabe sollte man einen Rabatt kriegen (oder eine Montagsextrabeilage).

  130. Scheinbar ist das FAZ-Internet...
    Scheinbar ist das FAZ-Internet voll, so daß man mittels Entfernung der Antike wieder etwas Platz geschaffen hat. Für neue Tanzschritte beispielsweise.

  131. Auch in Frankreich ist es...
    Auch in Frankreich ist es offenbar ungewöhnlich geworden in einem Café-Bar eine Zeitung zu lesen.
    Ich zitiere aus „Le Monde“ 17 Nov S. 18:
    „Il n’y a rien de plus „extraordinaire“ que de lire Le Monde à la terrasse d’un café
    sous les yeux ébahis des garçons de café. Certains passants sont hallucinées de voir la première page du Monde offerte à leurs yeux“ …..

  132. Das ueber den Archivbereich...
    Das ueber den Archivbereich Geld hereinkommen
    muss, sehe ich auch als die einzigste Möglichkeit mit dem
    Internet Geld zu verdienen.
    Seine Erinnerungen, sein Gedaechtnis ins www auszulagern
    wird teuer sein.

  133. ... ein Wisch ... und sie (...
    … ein Wisch … und sie ( Erinnerung und Gedächtnis) sind weg.

  134. Diese Epoche ist wohl...
    Diese Epoche ist wohl sterblicher, als jede vorangegangene.

  135. Hat mal einer versucht, einem...
    Hat mal einer versucht, einem Wischer nahezubringen, wieso man ‚Smart’phones und der Tätigkeit des Wischens in aller Öffentlichkeit kritisch gegenübersteht? „Verlorene Zeit“ ist noch die harmloseste Beschreibung, die mir nach meinen letzten Versuchen in den Sinn kam.

  136. Nicht die Banken sind...
    Nicht die Banken sind systemrelevant, sondern die von
    ihnen geschaffenen Netzstrukturen.

  137. @Jacques: denken Sie sich...
    @Jacques: denken Sie sich hinterhältig das Wischen lächerlichmachende Witze aus, dann geht es wieder weg. Wie der Opel Manta. Der war eigentlich nicht wirklich schlecht, aber die Konkurrenz bezahlte einen Witzerfinder. Und aus wars.
    @ThorHa: diese strikte Trennung in Kommentar/Meinung und Information läßt sich mE bei vielen Dingen nicht wirklich durchhalten, zumal schon die Auswahl der publizierten Information bereits eine Steuerung ist – das ist von den Genres her zu binär, meine ich. Gerade in Blogs – hier ist es ja auch so – werden oftmals Informationen, Verknüpfungen und zusätzliche Gesichtspunkte in den Kommentaren angeliefert. In den Zeitungen gibt es Leitartikel, Infoartikel, Themenressorts, Lokales und „aus aller Welt“, das sind Formen, die sich herausgebildet haben als passend für gedruckte Zeitung. Meiner Meinung nach – und Savall verstehe ich auch so – bräuchte es halt eigene, internetadäquate Formen von Zeitung. Die andere Sache ist die, daß in vielen gedruckten Zeitungen nur noch Agenturmeldungen abgepinselt werden, eine eigene Themensetzung also gar nicht mehr versucht wird. Themensetzung ist eher was Diskursives, also wie Menschen miteinander reden; das kann man mE nicht auf „reine Information“ herunterbrechen. Denn es ist nicht rein operativ, sondern eben auch gestaltend.

  138. Wenn das Marketing soo...
    Wenn das Marketing soo plüschäugig daherkommt wische sogar ich über das schon etwas altmodische touchpad und seh mir den ausgestopften Windhund an
    http://www.tods.com/en/content/index/collection/c/74/e/236/#1

  139. Ich würde auch gern die...
    Ich würde auch gern die E-Paperausgabe der FAZ auf meinem Tablet hin-und herwischen, aber mit Android-Proleten wie mir will man anscheinend nix zu tun haben. Wahrscheinlich spülen die Apple-Fanboys genug Geld in die Kasse.

  140. Weggewischt...
    Weggewischt

  141. Warum soll Wischen schlechter...
    Warum soll Wischen schlechter sein als Klicken. Klicken ist doch genauso doof.
    Wischvieh oder Klickvieh – wo iest Untärrschied.
    .
    Es gibt Tage, da möchte man das Digitale komplett wohinwischen, ähm -wünschen. Stell dir vor, es gibt das Internet noch, aber keiner hat mehr Lust drauf.
    –_–_

  142. Schwierig, ThorHa, ist die...
    Schwierig, ThorHa, ist die Situation. Das Problem für die Zeitungen ist, daß sie mit vielen anderen Formaten konkurrieren und dort zunehmend an Boden verlieren. Die Schwierigkeit liegt also nicht bei den Lesern, die manchmal die Faust in der Tasche ballen (Tiefdruck-„Bilder und Zeiten“, ich kann es gar nicht oft genug sagen) und trotzdem brav zahlen. Die Schwierigkeit liegt darin, daß viele nicht mehr lesen wollen, nicht aus Unkenntnis, sondern mit voller Absicht und dazu die ehemals stabile Leserbasis schlicht wegstirbt. Ich muß zugeben, daß die Zeitung bei mir auch ganz oben auf der Abschußliste steht, wenn die Zeiten schlechter werden. Umso ärgerlicher sind die vielen Leserbeleidigungen, die ich derzeit wahrnehme. Offensichtlich Auswirkungen einer rigiden Sparpolitik, die an die Substanz geht. Die Montags-FAZ ist in der Tat ein Hohn, Tiger. Noch ärger finde ich, daß die wichtigen Artikel schon im Internet zu lesen sind, bevor ich die Chance habe, die gedruckte Ausgabe in die Hand zu bekommen. Das läuft etwas ganz gewaltig schief. Ich habe manchmal das Bild eines aufgescheuchten Haufens Hühner vor meinem geistigen Auge. Der Grund, warum ich die Zeitung momentan behalte liegt auch beim Feuilleton und den Themenbeilagen. Und das wäre auch der Nutzen, den ich in der Zukunft von einer Zeitung oder einem wie auch immer gearteten Äquivalent erwarten würde: Aufbereiten von Themen, in allen ihren Facetten, Trennen des Relevanten vom Irrelevanten. Das kann keine Suchmaschine und kein Aggregator. Dafür werde ich auch zahlen wollen, aber das Angebot muß da sein und gute Autoren.

  143. Was das Selbstverständis der...
    Was das Selbstverständis der Zeitungen angeht, ist gerade eine sehr interessante Sicht in einem Kommentar von Herrn Spillmann in der NZZ zu lesen. Dem in D üblichen „hie objektive neutrale Information, dort persönliche Meinung des Redakteurs“ stand dort immer schon ein gemischter Ansatz gegenüber, der dort ausführlich erläutert wird. Kurz gesagt: „wir haben unseren Standpunkt, und von diesem aus schreiben wir.“ Wenn ich rekapituliere, welche Kommentare von mir freigeschaltet wurden und welche nicht, bekomme ich gelegentlich Zweifel an der behaupteten Unabhängigkeit der Redaktionen.
    Und wenn man sowieso schon Mühe hatte, das Internet als Medium wahrzunehmen, wird die sinnvolle Anwendung wohl auch noch etwas auf sich warten lassen (In der Steinzeit des WWW, als es aber immerhin schon Auftritte von Zeitungen gab, hielt sich eine von mir geschätzte so sehr zurück, daß dort nur Seiten zum Abonnentensevice zu finden waren. Als ich dies in einem Leserbrief monierte und mehr Angebot anregte, kam als Antwort der Satz: „Wir lesen unsere Zeitung doch auch nicht im Radio vor.“ (sic!)
    Punkt 10 von Savall könnte da sicher helfen (bei einer „Qualitätszeitung“ stören aufdringliche Werbebanner und „Bilderstrecken“ zur Erhöhung der Klickzahlen noch mehr als sowieso schon).

  144. Tattergreise, lange vor...
    Tattergreise, lange vor unserer biologischen Zeit
    .
    Dieser Tage saß ich in einem Bus, just zu der Zeit, als all die Schüler nachhause fuhren. Kaum einer, der nicht mit seinem Smartphone beschäftigt war. Und als ich gerade denken wollte: schau sie dir an, diese smarte Autistengeneration, bot mir doch eine der vermutlich 18-Jährigen (genaues Alter ist schwer zu schätzen, ob der hormongeschwängerten Turbomilch, die dieser Generation von Geburt an verabreicht wurde) ganz höflich ihren Platz an. Amüsiert und geschockt zugleich antwortete ich: „Nein danke, aber für so alt und gebrechlich halte ich mich eigentlich noch nicht. – Nett!“ Ich bin mir nicht sicher, wie ich das beurteilen soll. Als unverhoffter Nachweis, für eine dennoch die Umwelt und diese gar empathisch wahrnehmende Jugend? Dann empfände ich dieses Angebot dennoch als Beleidigung. Oder eben gerade als ein Mangel an differenzierter Wahrnehmung (und echter Empathie), da offenbar nur noch reflexhaft auf gewisse veränderte äußere Reize reagierend: da kommt einer, der ist grob geschätzt ein paar Jahrzehnte älter, also könnte er mein Großvater sein, also biete ich dem meinen Platz an, dann kann ich auf jeden Fall nichts verkehrt machen?
    .
    Oder ist es so, dass man uns es ansieht, dass wir noch Zeitung lesen und nicht cool über die Tages-Hypes im Smartphone huschen und wir daher schon als einer besonderen Fürsorge erheischend erkannt werden? So erfreue ich mich in meiner Stadt am Taunushang noch des Services ausgelegter Zeitungen. Auch wenn die angebotenen Zeitungen immer weniger werden. – Wie lange eine FAZ oder auch gerade die Taunuszeitung (Frankfurter Neue Presse und als solche im „Frankfurt-Teil“ mit der FAZ nahezu identisch) das noch durchhält, sei dahingestellt. Aber das ist es ja. Die jungen Leute haben das längst vor mir kapiert. Warum sollen sie Zeitungen lesen, die immer rarer werden, bzw. sich immer ähnlicher und deren Informationsgehalt zunehmend zweifelhafter? So bleibt mir nicht nur der Zeitungstisch beinahe konkurrenzlos vorbehalten, sondern vermutlich eben dieser jungen Generation die einzig mögliche Perspektive auf unsereins: Das sind Tattergreise, lange vor ihrer (biologischen) Zeit.

  145. @Savall:
    Sage ich doch....

    @Savall:
    Sage ich doch. Übriens gibt es (mindestens) ein Printbeispiel, das gegen den allgemeinen Trend zulegt, und zwar von jahr zu Jahr: Den britischen economist. Warum, weiss man, wenn man ihn (wie ich) wöchentlich liest: Exzellent aufbreitete, häufig nirgendwo anders in der Dichte und Konzentriertheit lesbare, einerm auch so kommunizierten Ziel verpflichtete, den Leser ernstnehmende (also erhebliche Vorkenntnisse voraussetzend) Lektüre. Man kann seine (wie gesagt transparent kommunizierte) Zielrichtung mögen oder hassen, aber lesbar ist er allemal.
    Kurz, Zeitungen werden ein Segment für Qualitätsleser bleiben (und nicht, wie Devin in Altersdepression vermutet, für Gerontokraten), wenn sie sich entsprechend aufstellen. Natürlich werden 80% verschwinden, aber das ist dann auch kein Verlust. Ob es die Rheinische Pest oder die Westdeutsche Allgemeingeschwalle gibt oder nicht vermehrt oder vermindert den Bildungsgrad der Bevölkerung um 0,00001%. Maximal.
    Und die FAZ hätte das Potential, zu den Überlebenden zu gehören. Die Sonntagsausgabe, die ich mir häufig zulege, ist in der deutschen Zeitungslandschaft schon fast genial zu nennen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  146. @Vroni:
    Kommt schon noch, nur...

    @Vroni:
    Kommt schon noch, nur werden wir es vermutlich nicht mehr erleben. Wenn ich sehe, welchen Bedeutungsverlust das Fernsehen in meiner Umgebung erlitten hat …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  147. Vroni 14:58
    Ja. das waren ...

    Vroni 14:58
    Ja. das waren noch Zeiten , als Verzichten
    noch geholfen hat.

  148. @ThorHa: Soviel Dünkel macht...
    @ThorHa: Soviel Dünkel macht leicht närrisch. Da liebe ich mir die „Altersdepression“.

  149. Hihi, selbst lange nicht mehr...
    Hihi, selbst lange nicht mehr gelesene Kommentatoren wagen sich aus dem Gebüsch.

    @Herr Binsack: also, ein bißchen Selbstabstand und anerkennen, daß es manierlich ist, wenn Junge den Alten einen Sitzplatz anbieten, wär schon angebracht. Es ist doch albern, beleidigt zu sein, weil man älter wird. Das wird man ab Geburt jeden Tag, und ab und an überschreitet man halt wieder mal eine „nächstes Lebensalter“-Schwelle.

    @ThorHa 17:12: interessante Beobachtung, soso, Fernsehen bei den um-50-jährigen nimmt signifikant ab… ich hab vor Jahren eh schon gelästert, daß das ein Rentnermedium wird. So vonwegen rezeptfreies Schlafmittel. Wenn ARD oder ZDF (das weiß ich nichtmal, wer) nicht die Münsteraner Tatort-Serien aufgebracht hätten, die wirklich mal wieder sehenswert sind, hätte ich womöglich angefangen, mit der GEZ zu zecken.

  150. lieber BertholdIV, da wüsste...
    lieber BertholdIV, da wüsste ich jemanden. aus diskretionsgründen lieber via grünen salon. soll ich den don anmailen, mit name, klinik und ort? sie mailen den don dann an, er leitet weiter? (würden sie das machen, lieber don?)
    was halten sie davon?

  151. @ Berthold IV20. November...
    @ Berthold IV20. November 2012, 22:30 :
    Ich kenne leider keinen Kardiologen. Ich wünsche Ihnen das Bestmögliche.
    Gute Besserung.

  152. liebe Foersterliesel, mit ein...
    liebe Foersterliesel, mit ein wenig verspätung meine herzlichen dank für ihre freundlichen worte! wie gesagt, keine sorge, man bleibt erhalten – zumal sich manche flegel noch nicht einmal richtig trauen…
    .
    liebes x, da wünscht man eine gute reise um die welt. es hat freude gemacht, mit ihnen zu parlieren – salut! auf bald, irgendwann.
    .
    lieber Don Carlos, liebe colorcraze, da sind sie ja wieder!
    die vermicelles im übrigen sind veritable bömbli echt schweizerischer produktion. da benötigen sie ganz viel lektüre und viel kaffee, bevor sie sich mit fremder hilfe aus dem cafestuhl heraushieven lassen können. speziell ist da tatsächlich der richtige ausdruck und oft recht süss und mächtig. in den tagen vor bergwanderungen sehr zu empfehlen.

  153. ich würde natürlich....
    ich würde natürlich.

  154. Apropos wischmedium vs....
    Apropos wischmedium vs. Printmedium:
    Bitte mal bei google „book“ eingeben und bei den Ergebnissen den youtube link von popularlibros.com anklicken – wer kein Spanisch kann, sollte die Version mt englisxhen Untertiteln nehmen… Viel Spass!
    Ds ist absolut brilliant… Wir sind aber nicht mehr weit davon entfernt, das solche Erklärungen nötig sind…

  155. herzlichen dank, lieber don -...
    herzlichen dank, lieber don – wenn sie dies möchten, lieber BertholdIV, geben sie bitte hier kurz bescheid, dann sende ich die daten an den don. haben sie zuversicht, handeln sie bitte rasch und alles, alles gute!

  156. Zettels Traum, Savall, sah ich...
    Zettels Traum, Savall, sah ich zum ersten mal im November 1969 in der Auslage einer Buchhandlung. Es war aber nicht so, dass mich Schmidt interessierte, es war, wenn ich mich noch recht erinnere, die Aesthetik des Buches. Es war glaube ich die Erstausgabe. Sie war so teuer, dass ich damals eine Ewigkeit + 3 Tage von dem Geld haette leben koennen.
    .
    Eine teure Freundin, die zurecht ein schlechtes Gewissen hatte, wollte das Werk, gewissermassen als Kompensation (ich haette ihr dann auch wirklich vergeben), liebevoll mir zukommen lassen. Auch sie scheiterte am Preis. Ich verzieh ihr deshalb natuerlich nicht.
    Soll sie in der Hoelle schmoren.

  157. A propos...
    A propos Transplantationsvorhäute: Wer war nochmal dieser Bobbit?
    http://en.wikipedia.org/wiki/File:BobbittTrial.jpg

  158. Meine Email wäre donalphonso...
    Meine Email wäre donalphonso ät gmail dot com

  159. "Wisch mich"
    klingt trotzdem...

    „Wisch mich“
    klingt trotzdem weniger prägnant

  160. Filou,
    Sie verhinderter...

    Filou,
    Sie verhinderter Katholik!
    Ist Zettels Traum denn nicht auch ein Fegefeuer, ein kühleres, nordisches?

  161. "Es gibt Tage, da möchte man...
    „Es gibt Tage, da möchte man das Digitale komplett wohinwischen, ähm – wünschen. Stell dir vor, es gibt das Internet noch, aber keiner hat mehr Lust drauf.“
    .
    Wo ist das Internet, wenn es keiner benutzt? Überall, vermutlich.
    .
    Das Prinzip der zureichenden Wirtschaft hatte den Staat für redundant und daher obsolet erklärt: welche Aufgaben des Staates können nicht von der kapitalistischen Wirtschaft erledigt werden? Das Prinzip des zureichenden Netzes erklärt nun die Wirtschaft für obsolet und setzt den Hive Mind an deren Stelle.
    .
    Bei Futuristen wie R.Kurzweil nimmt der Hive Mind physische Gestalt an und der Mensch cyborgisiert erst mit allerlei Plug Ins, bevor er komplett im Schwarm aus Nano-Bots untergeht, die ihn zunächst besiedeln und kolonisieren, wie künstliche Darmbakterien, bevor sie ihn substituieren. Gesetzt den Fall, so eine Entwicklunslinie gäbe es tatsächlich, wäre deren wahrscheinlichste Ausprägung, für uns, nicht die, dass an deren Ende auch nur wieder das Netz und der Mensch stünde, nur mit einem Netz, dass sich technisch verwandelt hat, in einen ganz unmetaphorisch gedeuteten Hive Mind? Statt einer sukzessiven Generationenfolge, hätten wir dann eine weitere Gabelung, eine Bifurkation des Stammbaums, in dem unser uns bekanntes Leben ebenso aufgehoben ist, wie dessen experimentelle Weiterungen.
    .
    Früher als das Prinzip der zureichenden Wirtschaft, entsteht das Konzept des Nachtwächterstaates, d.h. des notwendigen Staates, der das Prinzip bricht. Die Formulierung eines analogen Konzept einer notwendigen Minimalwirtschaft mit deren spezifischen Zwangsbeziehungen steht noch aus. Im Netz selbst scheint vor allem die Werbewirtschaft diese Rolle zu spielen, aber das kann auch vorübergehend sein.
    .
    Ist es denkbar, dass Google, Twitter, Microsoft, Facebook, Amazon, Apple usw. über Nacht einfach verschwinden, nur weil die Firmen pleite gehen oder sind sie, wie die Banken, längst systemrelevant?

  162. Im Nebel liegen wir hier .......
    Im Nebel liegen wir hier …. wie ist das Wetter am Tegernsee?

  163. Liebe Donna Laura, vielen...
    Liebe Donna Laura, vielen Dank, ja, das wäre sehr hilfreich für mich.

  164. Um mal eine ganz andere Seite...
    Um mal eine ganz andere Seite der Wischerei anzuleuchten: Ich habe sehr großen Respekt vor den Entwicklern dieser Geräte (seien sie nun i oder Henne).
    Ein derart hochkomplexes System so aufzusetzen, daß es mit hoher Zuverlässigkeit funktioniert UND dabei von jedem D… (bayrische Personenbezeichnung) zu bedienen ist, das ist schon eine Leistung. (Diese Personengattung ist übrigens standesunabhängig…)
    Das Ganze ist ja mittlerweile so weit, daß man sich nur noch über die Details streitet, ob zB ein Herunterblättern mit einem Wisch nach unten erfolgen soll (als verschöbe man ein Sichtfenster) oder mit einem Wisch nach oben (als hielte man das virtuelle „Blatt“ fest).

  165. Savalls Zitat vom 20. November...
    Savalls Zitat vom 20. November 19:22
    „In summa: Altes Denken. Das wird nicht vorhalten.
    Es wird sich alles ändern müssen, damit alles bleibt wie es ist.
    Wohl dem, der dabei vorn dran ist. Die Fußlahmen der Entwicklung wird der Springer holen.“ … hinterhergekleckert…
    .
    durch meine (laienhafte) Überlegungen zu „Moderner Kunst“ und
    deren Pflege / Wartung – bzw. über die Wahrnehmung darüber.
    Nur jener der den Ursprung kennt, nimmt Veränderung war.
    Immer im Rückblick.
    Den Zukunftsblick erhalten wir von „Wahrsagern“
    Nun:
    Ist der Fettklops von Beuys, mit Gips und Stahlbändern stabilisiert
    und einem davor stehendem Wächter, noch ein „echter“ Beuys –
    oder bloß noch ein Fake? (was ist wertvoll?)
    Nur der lange genug lebt, weiß um den Ursprung und beharrt (u.U.)
    auf SEINER Wahrnehmung.
    Ein junger Betrachter amüsiert sich und schnuppert das Ranzige.
    Teilhabe an der Welt ist für (junge) Menschen, die nicht in den Genuss
    von Bildung kommen, äusserst wichtig. Sie haben kein Geld.
    Die kaufen keine Zeitung, sondern klauen sich ein Handy.
    Gut/Böse – was ist das HEUTE.
    Was ist Gesellschaft.
    Achtsamkeit ohne Standesdünkel.

  166. in excess
    Michael Hutchence...

    in excess
    Michael Hutchence von INXS starb heute vor 15 Jahren
    .
    Charisma ist eine ziemlich gefährliche Gabe.
    Never tear us apart:
    http://www.youtube.com/watch?v=l7vjOdDAnt0&feature=fvwrel
    I told you
    That we could fly
    Cause we all have wings
    But some of us dont know why

  167. Erst wenn Ihnen das...
    Erst wenn Ihnen das Toilettenpapier ausgeht, werden Sie erkennen, dass auch Holzmedien zum Wischen taugen…

  168. Der war gemein, aber...
    Der war gemein, aber gut.
    .
    fionn, geht so, viele dünne Wolken, ab und zu Sonne.

  169. Ich muss immer grinsen, wenn...
    Ich muss immer grinsen, wenn ich “ät” lese. Zu Computerurzeiten haben wir das „@“ Zeichen “Klammeraffe” genannt.

  170. Lieber Meier (04:01), das...
    Lieber Meier (04:01), das weiss ich doch nicht, denn ich hab’s aus den geschilderten Gruenden nicht lesen duerfen.
    .
    Sie meinen die Hoelle der Protestanten? Ich stelle sie mir als gekachelten Kuehlraum vor. Ach nein, Irrtum, das ist der Himmel.
    .
    Erst wenn die Promesse als Zahlungmittel eingefuehrt sein wird, dann kann ich mir den Zettel leisten. Ich besitze viele Saecke gesammelter solcher. Unbenutzt, druckfrisch.

  171. @ astroklaus
    Und den...

    @ astroklaus
    Und den Entwicklern, die von Verlagen
    beschaeftigt werden, faellt so garnichts
    ein.

  172. Dass einem etwas einfällt,...
    Dass einem etwas einfällt, muss man auch
    wollen.

  173. Es kann natuerlich auch sein,...
    Es kann natuerlich auch sein, dass kein
    Mensch daran interessiert ist, das einem
    deutschen Verleger etwas einfällt und bereit
    waere dafür Geld auszugeben.

  174. zu 10:54: in Holland nennt...
    zu 10:54: in Holland nennt man’s ‚Drolletje‘ (Hundehaeufchen).

  175. Filou segnet dereinst das...
    Filou segnet dereinst das Zeitliche – und kommt seines Lebenswandels wegen natürlich in die Hölle.
    .
    Dort pflügt er durch plüschige Teppiche und wird gleich von einer scharfen Hostess mit einem Calvados empfangen: „Cohiba gefällig, werter Herr?“
    .
    Filou stutzt und fragt dann beherzt:
    „Ich dachte hier lodern Flammen und die Leute leiden unter unbeschreiblichen Qualen … Ist das hier gar nicht so?“
    .
    „Ach so – ja, da müssen Sie rüber zur Katholiken-Hölle.“

  176. @B4 – Um Sie auf Ihrem...
    @B4 – Um Sie auf Ihrem Krankenbett auf andere Gedanken zu bringen, schlage ich vor, wir lästern ein bisschen über Frau Schakal:
    .
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/geisteswissenschaften/frauenquote-die-politik-plant-eine-grosse-frauenkaskade-11966395.html
    .
    wobei ich mir nicht sicher bin, was ich peinlicher finde, die Initiative der Ministerin oder die Feigheit der Wissenschaftler, sich gemeinsam zu wehren. Als nächstes wird der FAZ vorgeschrieben, das Herausgebergremium auf sex zu erhöhen, zwei der jetzigen rauszuschmeißen und 3 Frauen einzustellen, sonst gibt’s keine Interviews mit Vertretern der Bundesregierung mehr (und Anzeigen der Ministerien sowieso nicht).
    .
    @Filou – Ich weiß ja nicht in welchen Kreisen sie in den Niederlanden verkehren. In meinen hier in Wassenaar sagt man „apestarrtje“ (Affenschwanz). Für die genaue Rechtschreibung kann ich nicht garantieren.

  177. Aber keine Frage es hat was....
    Aber keine Frage es hat was. die Ueberbringer der
    schlechten Nachrichten sich selbst richten zu lassen.

  178. lieber Berthold, schon...
    lieber Berthold, schon geschehen! man drückt ihnen die daumen!

  179. Ja - ich meinte die...
    Ja – ich meinte die technischen Entwickler.
    Auf der inhaltlichen Seite sieht es ganz wesentlich düsterer aus, gar keine Frage…

  180. wishbone ass nennt man hier...
    wishbone ass nennt man hier solcherlei vicious girl or boy.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=9zLfD8UZasU

  181. Ja ja, die Einwohner von...
    Ja ja, die Einwohner von Kakstad. Der Rest des Landes wuerde diese feinen Herrschaften gerne mit Tomaten bewerfen, die Klugheit gebietet jedoch den Verkauf nach Deutschland.

  182. Hehe diktionaftis, der...
    Hehe diktionaftis, der Calvados wird mir dann wohl Engelchen Kaessmann serviert, ja?
    .
    Die Zeitschrift ‚Hoellenreport‘ berichtet anderes. Der Hades unterzog sich in den letzten Jahren gravierenden Reformen. Die Strassen wurden gepolstert, die Heizungen umweltfreundlich, Wasserfontainen gegen Nachdurst geschaffen (auch vom sehr alten Bernini), Hitler, Stalin, Pol-Poth und aehnliches Gelichter wurden in die Sonderabteilung fuer haessliche Menschen verbracht (gefallene Engel des evangelischen Paradieses kommen automatisch dahin, die Asylpolitik ist sehr feindfreundlich).
    Wenn Marylin vorbeischlendert, geht ein Seufzen durch die Menge-es ist die wahre Hoelle. Ungeduldig wartet man auf die Ankunft Sophie Marceaus. Mensch, das werden erst Qualen sein!

  183. Nichts gegen gute...
    Nichts gegen gute Manieren
    .
    @Colorcraze: Ich widerspreche Ihnen nicht. Wenn es Manieren wären. Aber meine Befürchtung ist ja, dass es sich hier nur um Reflexe handelt. Denn eigentlich kenne ich solche manierlichen jungen Leute gar nicht mehr. Ich war nicht nur in Bezug auf mich überrascht (oder beleidigt). Das nahm gar kein Ende. Danach versuchten sich weitere in den „Manieren“. Aber alle Angesprochenen lehnten dankend ab, auch die, die es vielleicht wirklich verdient hätten.

  184. 183 in 2 Tagen. Aus den 450...
    183 in 2 Tagen. Aus den 450 wird nichts mehr, obwohl nicht nur filous Arbeitseinsatz bewundernswert ist :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  185. Also mit dem Zeitungssterben,...
    Also mit dem Zeitungssterben, kann sein. Special-Interest Blaetter wird es immer geben, wie mein obiges Beispiel zeigt. Immerhin geht der ‚Hoellenreport‘ in den hunderttausendsen Jahrgang bei unveraenderter Chefredaktion. Frage mich bitte keiner wie das Meadel von Seite Zwei aussieht.
    .
    (Hoere gerade, es ist heute Donnerstag. Freitag ist Bummeltag. Muss anne Arbeit. Auch so’n Paradies.)

  186. Filou (13:16),...
    Filou (13:16), Bruharr-harr!
    (Wusstet ihr eigentlich, dass die Promillegrenze in GB, Liechtenstein und Malta bei 0,8 ‰ liegt?)

  187. @ Tiger - Ach, die...
    @ Tiger – Ach, die Wissenschaftler! Die sind entweder so in ihrer Arbeit versunken oder so beschäftigt damit, sich gegenseitig in die Pfanne zu hauen (in allen Ehren, rein wissenschaftlich, versteht sich!), daß sie das gar nicht rechtzeitig realisieren; oder – auch noch eine Spezies – sie gehören sowieso zu dem Typ, der auf jeder Welle surft, wenn er einen persönlichen Vorteil herausziehen kann: dem ist das dann egal.
    Die haben sich schon dutzendweise bei Berufungen vom jeweiligen Ministerium blamieren, bei den Stellenplanungen am Nasenring durch die Stadt führen, sich wider besseres Wissen den Bachelor/Masters-Bluff aufschwatzen lassen und keinen ernsthaften Aufstand gegen die völlig intransparente Vergabepraxis der DFG gewagt.
    Und das Ministerium – darüber schweigt des Sängers Höflichkeit (offensichtlich meinen sie immer wieder beweisen zu müssen, daß sie auch etwas zu sagen haben, da ist dann kein Thema peinlich genug).
    Bin allerdings gespannt, wie sich das etwa bei der MPG auswirken wird, die ohnehin eine eher „geheimbündlerische“ Praxis bei der Vergabe ihrer Direktorenstellen und beim Verhältnis zwischen Direktorium und Mitarbeitern hat. Dort ist es sogar bereits vorgekommen, daß ein Institut geschlossen werden sollte, weil die Mitarbeiter gewagt hatten, etwas anderes zu forschen als die Direktoren. Nur – die Direktoren kannten nur Insider, die Arbeiten der übrigen sind weltweit außerordentlich renommiert und bekannt…

  188. Das Hirn muss zur Massenware...
    Das Hirn muss zur Massenware werden
    .
    @ThorHa: Da Sie es angesprochen haben. Ich wage die Prognose, dass auch die FAZ das Zeitungssterben nicht überleben wird. Nicht wegen der Krise der Printmedien im Besonderen, dies ist ehe nur das Szenarium an der Oberfläche, sondern weil die Medienmacht der Marketingstrategen im Marketing dieser Strategen vollends aufgehen wird. Der „Konsumidiot“ der Zukunft wird noch weniger zu unterscheiden wissen zwischen Information und Manipulation als der bisherige. Und dies hat vor allem einen objektiven Grund, der sich natürlich im Subjekt – http://blog.herold-binsack.eu/?p=1761 – auch abspielt. Wir erleben es jetzt gerade schon. Ein Kapital, das gezwungen ist, eine vormals zum Gotte erhobene Kategorie zu untergraben, das scheut sich auch nicht, das eigene Subjekt abzuwickeln (einschließlich der darin eingewickelten Perle – des bürgerlichen Intellektuellen). Der Markt ist es, dieser Fetisch des Kapitals, welcher da gerade zu Grabe getragen wird. Und Kapital ohne Markt, das ist wie Subjekt ohne Hirn. Und das steht uns bevor. Und der Anachronismus hierzu lautet: Und das in der Epoche, in der das Hirn zum wichtigsten Rohstoff geworden ist.
    .
    Aber für das Kapital ist das kein Widerspruch. Denn dieses Hirn muss zur Massenware werden, bevor es zu verwerten geht. Es muss sozusagen standardisiert – http://blog.herold-binsack.eu/?p=1739 – werden. Und wie das im Konkreten aussieht, das wurde uns gerade anhand der Präsidentenwahl in den USA vorgeführt.

  189. @Filou – “Eifersucht ist...
    @Filou – “Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.”

  190. @Herold Binsack:
    Wir müssen...

    @Herold Binsack:
    Wir müssen unseren fruchtlosen Disput zum Marxismus und seinem ebenso fruchtlosen Versuch, die naturwissenschaftliche Methode auf die Geschichte zu übertragen, nicht wiederholen.
    Weshalb ich es bei zwei ganz einfachn Anmerkungen belasse:
    1) Der Markt wird genau dann zu Grabe getragen, wenn man Energie in Materie umwandeln kann, bis dahin wird ein Marktpreis im Verhältnis von Angebot und Nachfrage ermittelt. Und das ist der Kern von „Markt“.
    2) Der bürgerliche Intellektuelle wird nur mit der Menschheit verschwinden, es gab ihn auch in der Vergangenheit nur in kleiner Stückzahl. Die Verbreitung von Tageszeitungen hängt mit der menschlichen Neugier zusammen, an der intellektuelle Neugier immer nur einen kleinen Anteil hatte. Für die generelle Befriedigung von Neugier gibt´s schlicht Alternativangebote, für die Befriedigung intellektueller Neugier dagegen nicht wirklich.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  191. Nur so aus Interesse habe ich...
    Nur so aus Interesse habe ich mal über sie Seiten des MPG’s gewischt. Nicht mal der Präsident nimmt Stellung zur anvisierten Invasion von Frauen:
    .
    http://www.mpg.de/praesident_aktuelles
    .
    … aber dann las ich mit Interesse die sehr elegant formulierte Kritik zum Plagiatsverfahren der Ministerin:
    .
    “Vorwürfe des wissenschaftlichen Fehlverhaltens bei der Anfertigung der Promotion müssen sehr ernst genommen und deshalb sorgfältig geprüft werden. Die Regeln für eine solche Überprüfung müssen strikt eingehalten werden, um die Objektivität des Verfahrens und die unabhängige Urteilsbildung der Entscheidungsgremien zu gewährleisten. Daher wäre es inakzeptabel, wenn – wie in der Presse kolportiert – ein Gutachter im Verfahren zugleich Vorsitzender des Promotionsausschusses ist. In diesem Fall würde der Vorsitzende über sein eigenes Gutachten urteilen müssen, was mit einer unvoreingenommenen Urteilsbildung unvereinbar ist.
    .
    Unverzeihlich ist allemal die Verletzung der Vertraulichkeit des Gutachtens. Mit der Veröffentlichung in der Presse wird ein Richtigkeitsanspruch des Gutachtens impliziert, der erst im Promotionsausschuss festgestellt werden muss. Die damit in der Öffentlichkeit erzeugte Vorverurteilung belastet nicht nur die Unabhängigkeit des Ausschusses, sondern beschädigt im Besonderen Frau Ministerin Schavan. Als öffentliche Person ist es für sie besonders schwerwiegend, dass sie zum laufenden Verfahren eigentlich keine Stellungnahme abgeben sollte.”
    (Dr. Peter Gruss)

  192. @ Tiger - nun ja, die MPG ist...
    @ Tiger – nun ja, die MPG ist in Sachen Wissenschaftsethik ja auch gebranntes Kind: Bei den Pflanzenzüchtern wurde Ende der 90er im Labor massiv gefälscht – rausgeflogen ist die Laborangestellte, nicht der verantwortliche Direktor. Und Jan-Hendrik Schön wäre beinahe jüngster Direktor der MPG geworden, bis sich jemand fragte, wie man gleichzeitig im Schnitt einen Fachartikel pro Woche schreiben kann und noch dazu die Experimente durchführen.
    Ein Institutsleiter war bei allen (auch den gefälschten) Artikeln als Ko-Autor gelistet. Als er gefragt wurde, ob er denn nichts gemerkt habe, war die Antwort: „Ich habe die Artikel doch nicht gelesen“….
    Auch er ist noch im Amt, soweit ich weiß – wisch und weg…

  193. Die Zuspitzung der Medienkrise...
    Die Zuspitzung der Medienkrise in diesem Herbst bringt auch die viel gescholtene Finanzbranche zum Nachdenken. „Das ist ein Desaster für uns. Wenn Zeitungen sterben, brechen uns die erfahrenen Ansprechpartner weg“, sagt Monika Schaller, Kommunikationschefin der Investmentbank Goldman Sachs für den deutschsprachigen Raum und Osteuropa.
    .
    Wieviele Journalisten gibt es noch, die beurteilen können, ob eine Bank gegen ihre Kunden gewettet hat oder nicht?
    .
    + o +

  194. @astroklaus
    Diese ganzen alten...

    @astroklaus
    Diese ganzen alten Leichen, die da in den Kellern herumliegen,
    reichen da die vorhandenen Endlager aus ?

  195. "Das Problem treibt auch die...
    „Das Problem treibt auch die Deutsche Bank um: „Wir brauchen Journalisten, die Zeit haben, sich in Themen einzuarbeiten, die verstehen, was Investmentbanking ist“, sagt Ronald Weichert, Kommunikationschef für Deutschland. Leser bräuchten kompetente Einordnung.“

    Ich ahne schon, welche Branche demnächst bei den Verlagshäusern einsteigen wird.

  196. Aber es wäre logisch: Die...
    Aber es wäre logisch: Die Banken können den Qualitätsjournalismus retten. Und eben dauerhaft als Zuschussbetrieb führen (So ein steuerbefreites Stiftungsmodell)
    Das wäre wunderbar, vielleicht gibt es dann irgendwann mal wieder so was wie ein Feuilleton.

  197. Selbst promoviert, habe ich...
    Selbst promoviert, habe ich neulich den Entwurf der Arbeit eines Neffen (erwähnte ich schon dass ich katholisch bin inklusive Nepotismus?) Korrektur gelesen auf grammatische, Rechtschreib- und logische Fehler, es handelt sich um eine naturwissenschaftliche Arbeit. Wenn ein junger Mensch zu Anfang der Arbeit die Grundlagen referiert und eine Einordnung gibt warum er dieses Thema beackert und wie es in die Systematik des Faches gehört, soll er da ganze Absätze nur in „Tüttelchen“ schreiben? Das referieren von Grundlagen einer Wissenschaft wird immer, gerade bei naturwissenschaftlichen Sachen, bis in Formulierungen hinein etlichen Texten von Einführungen in das Fach entsprechen. Bisher war es allseits akzeptiert, dass man dann schrieb: „Nach Meyer 2009 und Müller 2007 gehen wir davon aus dass…“, den Rest besorgten Fußnoten und Literaturverzeichnis. Aber jetzt wird ja anscheinend Wort für Wort Kenntlichmachung verlangt. Wissen Sie, in welchen Büchern seit der Erstbeschreinung bestimmte Formeln wiedergeben sind? Nach den strengen Anti- Pelagianern, ach nein Anti- Plagiatoren, muss man jedes dieser Bücher aufführen weil – potentielle – Vorquelle. Das ist doch Unsinn.
    Jedenfalls meinte der um Rat gefragte Ordinarius aus meinem Abschlussjahrgang, er würde das nicht so eng sehen, wichtig sei die Versuchsbeschreibung oder bei klinisch medizinischen Arbeiten die Darstellung des randomisiert verblindeten Versuchsprofils und der Ergebnisse. Der Rest sei sowieso nur für die besser Lesbarkeit und wegen der zwei zusätzlichen Gutachtern die nicht aus dem Hauptfach sind. (und oft von den hoch spezialisierten Problemen des Hauptbetreuers und seines Doktoranden wenig Ahnung haben)

  198. Das eine geht ohne das andere...
    Das eine geht ohne das andere nicht, idealerweise übrigens aus illegitimen Beziehungen.

  199. @Don
    Katholisch und...

    @Don
    Katholisch und Nepotismus?
    Oder Investmentbanking und Qualitätsjournalismus?

  200. @ prince Matecki - In den...
    @ prince Matecki – In den Naturwissenschaften wird die Zitation allein schon deswegen etwas lockerer gesehn, weil typischerweise der Hauptinhalt der Arbeit ja der Versuch und seine Interpretation ist. In den Geisteswissenschaften versucht man ja eher, aus bereits vorhandenen Gedanken durch intelligente Neuordnung und -interpretation neue Erkenntnisse zu gewinnen, da ist das natürlich kritischer.
    Übringens ist auch die Wisch-Leistung des Apfels nach diesem Prinzip entstanden, wie vorher auch das Konzept des iPod samt iTunes oder der Oberfläche mit Maus: selten wirklich eigene ganz neue Erfindungen, sondern meist geschickte Kombination bereits vorhandener Elemente. Dabei wurde allerdings wirklich gründlich darüber nachgedacht und auch kleinste Details akribisch untersucht – Steve Jobs war dafür berühmt und (bei den Mitarbeitern) gefürchtet. Der wirtschaftliche Erfolg und die erreichte Dominanz dieser Konzepte stammt also aus dieser Kombination, nicht aus den Elementen.

  201. Und das Versprechen, die...
    Und das Versprechen, die bisherige redaktionelle Linie beizubehalten, klänge glaubwürdig.
    .
    Da haben sich manche bisher einfach zu billig verkauft. Aber einmal muss Schluss sein mit der Gratismentalität.

  202. @HM555,wer rettet hier wen?
    ...

    @HM555,wer rettet hier wen?
    .
    Der Eine ist lahm, der Andere kann nicht gehen.

  203. lieber HansMeier555, nun ja,...
    lieber HansMeier555, nun ja, als besonders bahnbrechend würde ich die erkenntnis nicht bezeichnen wollen, dass die mehrzahl der bei blättern beschäftigten johurnalisten wenig distanz zum objekt haben, ausser in intellektueller hinsicht.
    .
    neulich zeigte man mir einen schrieb, der ganz charmant demonstriert, dass man die dinge durchaus nicht unoffen anspricht: „Ab dem ersten Quartal 2013 werden die Bestände der aufgegebenen Geschäftsfelder von der Investment Bank auf das Corporate Center übertragen und dort ausgewiesen.“
    .
    also, ich finde das hübsch.

  204. Der gentleman genießt und...
    Der gentleman genießt und schweigt!
    ;-)

  205. @berthold IV: Falls Sie noch...
    @berthold IV: Falls Sie noch weitere Empfehlungen zusätzlich zu den bisherigen brauchen sollten, könnte ich bezüglich Wien donna laura´s Weg beschreiten und unseren geschätzten Gastgeber behelligen – sowohl für internistisch tätige Kardiologen als auch für diejenigen, die dann mit Messer, Schere und Nadel etc. fleißig wie die Schneiderlein werken.
    Sonst sehen Sie es als weiteren Kommentar auf dem Weg zu 450.
    .
    Geehrter Gastgeber, haben Sie nicht grad´was besonders Dringendes woanders zu tun?

  206. HansMeier, insofern wundert es...
    HansMeier, insofern wundert es mich schon ein wenig, dass im Kuratorium oder im Gesellschafterkreis der Fazit-Stiftung (GmbH) nicht ein einziger Bankfritze sitzt.
    http://lobbypedia.de/index.php/FAZIT-STIFTUNG
    Andererseits – verständlich. Passagen in der Satzung wie die folgende werden ausreichend abschreckende Wirkung entfaltet haben:
    „Die Gesellschafter müssen sich bei Erwerb der Beteiligung verpflichten, ihrerseits ihren Anteil wiederum UNENTGELTLICH an den Nachfolger abzutreten, der von den übrigen Gesellschaftern benannt wird.“

  207. @diktionaftis
    1. In NL gelten...

    @diktionaftis
    1. In NL gelten 0,5 Promille,
    2. Nicht gut ist, wenn man Kunstgriffe fuer Realitaet haelt.

  208. Cher Filou - wie? Es gibt eine...
    Cher Filou – wie? Es gibt eine Realität?
    Oh Gott! Da muss man doch was dagegen tun!
    Mundschenk!

  209. Don Aldduck, erinnern sie mich...
    Don Aldduck, erinnern sie mich nicht an meine Pickel am Hintern zu Kindergartenzeiten, hervorgerufen durch die ausschließliche Verfügbarkeit von Bildzeitung zum Wischen…
    [Andere bringen es fertig, mit einer solchen Anekdote einen ganzen Abend zu bestreiten, ich bringe es leider nur auf 1 Satz.]

    donna laura, oh ha ha, die Vermicelles scheinen ja nicht ganz ohne zu sein… ich vertrage zwar einiges „Schwere“ (Fettige), wenn ich auch hinterher Verdünnung (Allohol) brauche – Ente und Gans z.B., ölige Saucen oder Torten -, aber so wie Sie das beschreiben, scheint es eher das Kaliber eines Gourmetrestaurants in der Nähe zu sein, nach dessen durchaus schmackhaftem Essen ich mich hinterher gleichzeitig hungrig und mit einem Stein im Magen beschwert fühle. Reproduzierbar. Also nicht so das, womit ich mich wohlfühle. Nun ja, ich bin nun vorgewarnt, hinterher evt. eine echte Zuger Kirschtorte* – evt. ohne die Torte drumrum – zu brauchen. Aber die Gelegenheit wird sich so schnell nicht wieder bieten, denn es ist wohl was Saisonales.

    *die auf dem Dampfer, als solche ausgewiesen, war sehr, äh, „geistvoll“.

  210. liebe colorcraze, soweit ich...
    liebe colorcraze, soweit ich mich erinnern kann, begegnen einem die vermicelles so häufig, dass ich davon ausgehe, dass ihre zutat mittlerweile durchweg erhältlich ist. schwer, aber schmackhaft, wenn man auch kandierte maronen mag. wie allerdings sich hochprozentiges in zeitlicher nähe zu hochzuckerigem verhält – direkteinspritzung wäre wohl das stichwort -, gemischt mit schweren saucen, gebratener gans gar… berichten sie?

  211. @Prince Matecki – Bei...
    @Prince Matecki – Bei naturwissenschaftlichen Fächern ist das mit der Versuchsanordnung in und für eine Doktorarbeit eine ziemlich klare Sache. Aber für geisteswissenschaftliche Fächer gelten nicht so logisch nachvollziehbare Maßstabe. Als Harvard eine Doktorarbeit über einen General im aktiven Dienst vergab, haben die Professoren sicher nicht an irgendwelche Versuchsanordnungen der attraktiven Doktorandin mit dem zu untersuchenden Subjekt Petraeus gedacht…..

  212. Gewonnen, gewonnen! In zwei...
    Gewonnen, gewonnen! In zwei Tagen 210 Kommentare. Zwei Tage weiter waeren es 420 gewesen.
    .
    Hymnen und Champagner bitte hier abliefern.

  213. @Filou - irgendwie sind Sie...
    @Filou – irgendwie sind Sie unschlagbar! Aber Champagner habe ich keinen zum abliefern, den gibt’s erst zu Silvester.

  214. @donna laura: Hochzuckriges...
    @donna laura: Hochzuckriges und Wässerchen habe ich bisher nur in Mengen zu mir genommen, die nichts Signifikantes darüber zu berichten geben – es lag stets „unter 3 Caipis“, nach denen ich mich dann Richtung Bett begab, und einmal zu meiner anfänglichen Verwirrung mit der U-Bahn plötzlich rückwärts fuhr – ich war eingeschlafen und sie hatte in der Endschleife gedreht. Bei Ente und anderem Fettigen wirkt es auf mich nur entspannend für die Bauchdecke. – Jaja, Tantes Hochzeitstorte damals war sehr gespritzt, aber auch das sorgte nicht für Ausfälle. Man ißt ja nicht die ganze Torte auf und stammt auch nicht von den bedauernswerten Menschen ab, die nun gar keinen Oigohoi vertragen, sondern zumindest ein Teil der Verwandtschaft wird mutmaßlich, wenn auch vor mehreren Generationen, am Gebrannten nicht völlig gespart haben.

  215. @Herold Binsack, wischen...
    @Herold Binsack, wischen genügt heute nicht mehr, um am Puls der Zeit zu sein.
    .
    Ob Märkte auch in 50 Jahren noch in unserem Lebensmittelpunkt stehen werden und eine ganze Gesellschaftsform stiften, vermag ich nicht zu sagen, aber wahrscheinlich werden sie an Bedeutung einbüßen, vergleichbar jener der Landwirtschaft im 20ten Jahrhundert, die ebenso unentbehrlich, wie residual ist, d.h. ein Industriezweig unter vielen anderen.
    .
    Ich weiss nicht mehr genau, wer gesagt hat, dass Autos heute Computer seien, die u.a. auch fahren können. Wenn man das zugrunde legt, entsteht ein interessanter Wechsel der Perspektive, denn auch die Produktionsstrassen an denen sie hergestellt werden sind dann Computer mit Zusatzfunktionen. Computer selbst sind aber, seit den 80er Jahren, Software mit supplementären elektronischen und mechanischen Bestandteilen, die in digitalen Netzen existieren, die durch Protokolle definiert sind. Für Software gelten zwar dieselben Eigentumsrechte wie für materielle Güter, aber es funktioniert nicht, weder politisch-juristisch noch ökonomisch. Man hat mehrfach versucht, das Netz auf die Märkte abzubilden und es funktionierte nicht. Demgegenüber hat man Märkte, z.B. die Finanzmärkte auf das Netz abgebildet, was ebenso erfolgreich gelang, wie eine veritable Katastrophe produzierte. Man spricht ja selbst heute noch von Märkten in diesem Zusammenhang, aber wir reden ja auch von Smartphones, obwohl wir kaum noch damit telefonieren.
    .
    Ich hoffe, Sie verstehen, warum Märkte nicht mehr das Paradigma der Zukunft sein können und daher die philosophische Erregung, die sie fast 200 Jahre begleitet hat, vergeblich ist. Sie sind zu einem technischen Problemfall geworden, der in der Übertragung aufs Netz Unfälle produziert und daher als Pflegefall angenommen werden muss. Niemand hat eine Ahnung was kommen wird und vielleicht wird es schlimmer sein als die Märkte es je waren; es herrscht keine revolutionäre Euphorie bzw. sie ist schon wieder vorbei, also blicken alle zurück und versuchen in einem globalen Endspiel der Märkte, deren Probleme zu fixen oder ein kollektives Aufbegehren und Wünschen gegen diese zu beschwören, während man sich zugleich positiv auf sie bezieht und nach wie vor alles von ihnen erwartet.

  216. @ Dreamtimer,
    Ihr Kommentar...

    @ Dreamtimer,
    Ihr Kommentar von 6:22 hat mich wieder versoehnt.
    Auch wenn es nicht interessiert, wollte ich es gesagt haben. ;-)

  217. @Dreamtimer: oho....
    @Dreamtimer: oho.

  218. @Schluchten-Ossi
    ja...

    @Schluchten-Ossi
    ja gerne
    Ansonsten aus dem Spital:
    Liebsten Dank Allen für Grüße, Wünsche und Adressen

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