Home
Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Zum Fest gibt’s deutschen Wein

| 37 Lesermeinungen

Weihrauch und Myrrhe sind am 24 schon vergeben, also muss Ersatzgenuss her - und was ein echter Patriot im Sinne des deutschen Wirtschaftswunders und des fetten Gänsebratens ist, greift natürlich zum deutschen Wein.

Weihrauch und Myrrhe sind am 24 schon vergeben, also muss Ersatzgenuss her – und was ein echter Patriot im Sinne des deutschen Wirtschaftswunders und des fetten Gänsebratens ist, greift natürlich zum deutschen Wein. Nachdem ich selbst nur über das vegetarische Menü im Bachmaier in Rottach werde berichten können (sagen Sie jetzt nichts, ich werde gezwungen) – obliegt es Christoph Raffelt, die Ehrenrettung deutscher Rebensäfte vorzustellen:

Die Krähen schrei’n / Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt.
Bald wird es schnei’n –  / Weh dem, der keine Schäumer hat.
(frei nach Nietzsche)

Früher gab es bei uns jedes Jahr am Heiligen Abend eine süßliche Soße mit Sauerkraut und Mettwürsten. Die Soße hieß auf Schlesisch Pulsche Tunke, auf Hochdeutsch also Polnische Soße. Diese Tunke hat meine Großmutter im Vorfeld in größeren Mengen zubereitet und an ihre Kinder geschickt. Das Rezept hatte sie aus ihrer schlesischen Heimat. Soweit ich mich erinnere, ist es das einzige Rezept, das sich in meiner Familie von dort gehalten hat – das allerdings auch nur, solange meine Großmutter lebte. Mit ihr ist diese Tradition erloschen und mit dem Aussterben ihrer Generation sind in meiner Familie fast alle anderen Festtagsbräuche ebenfalls verschwunden.

Bild zu: Zum Fest gibt's deutschen Wein

Als Kind habe ich dieses feste Gefüge geliebt; denn ich wusste immer genau, an welchem Weihnachtstag ich bei welchen Großeltern feiern würde, und wer sonst noch da sein und welches Essen gereicht würde. Manchmal zieht mir an Weihnachten der Duft der Pulschen Tunke, dieses Süßlich-Schwere von Lebkuchen und Rosinen, wieder in die Nase – ein Proust’scher Moment aus lange vergangenen Tagen.

Wein wurde erst zum Festtagsbraten im Kreise der größeren Familie gereicht. Wenn ich mich recht erinnere – es war noch nicht die Zeit, in der ich mitgetrunken hätte -, waren es vor allem deutsche Weine, gerne Mosel, später Franken, und Rotwein trank man selten. In anderen Familien aber wurden meist französische Weine gereicht. Da durfte es dann auch schon einmal Champagner sein zum Aperitif, ansonsten gerne Bordeaux oder Burgund. Heute werde ich die familiäre alte Tradition der deutschen Weine zum Weihnachtsfest einmal so uminterpretieren, dass ich für Champagne und Bordeaux auf die Suche nach Alternativen gehe.

Bei Burgund ist das eher nicht schwierig. Abgesehen von der kleinen Handvoll burgundischer Spitzenerzeuger, deren Gewächse sich wohl kaum einer von uns leisten mag, gibt es auf allen Ebenen ausgezeichnete Alternativen, und das in fast allen deutschen Weinbaugebieten: Ahr, Rheingau, ja sogar Mosel, bestimmt Nahe und sicher Rheinhessen, noch bekannter sind die Spätburgunder der Pfalz, Frankens und Badens und man sollte auch Württemberg nicht außen vorlassen.

Bild zu: Zum Fest gibt's deutschen Wein

Weniger bekannt und mit Sicherheit auch seltener sind die hiesigen Alternativen zu Champagne und Bordeaux. Doch auch da lassen sich Weine finden, die erwähnt werden sollten – man muss sie nur suchen. In der Champagne gibt es das relativ neue Phänomen der Winzer-Champagner. Der Begriff mutet ein wenig seltsam an, ist jedoch der Tatsache geschuldet, dass die bekannten Markenchampagner ja nicht mehr aus der Hand eines Winzers stammen, sondern das Produkt eines Prozesses sind, an dem ein größere Anzahl von Personen beteiligt ist. Schließlich ist es der Chef de Cave, der Chiefwinemaker, der den Stil eines Champagnerhauses bestimmt und festlegt, aus welchen, teils hunderten Grundweinen, die Champagner dann zusammengesetzt werden. Immer mehr Winzer jedoch, die meist jahre- oder jahrzehntelang ihr Traubengut aus den wenigen Hektar, die sie besitzen, an große Häuser abgegeben haben, entschließen sich dazu, ihre eigenen Champagner zu produzieren und zu vermarkten. Die Champagner dieser Winzer haben einen anderen Stil – ich habe es vor einem Jahr mal an gleicher Stelle an Hand dreier Champagner-Witwen erläutert. Um es kurz zu machen, der Stil ist deutlicher vom Jahrgang geprägt und meist purer, kantiger. Es sind Champagner, die deutlicher das spezifische Terroir besonderer Lagen widerspiegeln und häufig auch die Rebsortentypizität klarer herausarbeiten. Nun gibt es in deutschen Landen Winzer, die genau in diesem Stil arbeiten und Sekte erzeugen, die in der Liga spielen, die in der Champagne gerade einen starken Aufschwung erlebt.

Bild zu: Zum Fest gibt's deutschen Wein

Die einsame Spitze bildet in Deutschland Volker Raumland aus Flörsheim-Dahlsheim in Rheinhessen. Er hat sich ganz auf die Schaumwein-Produktion verlegt, und gehört damit zu einer überschaubaren Minderheit. Es gibt in Deutschland nomalerweise entweder große Abfüller wie Mumm oder Rotkäppchen, oder Betriebe, die neben der Stillweinproduktion vielleicht auch den einen oder anderen Schaumwein produzieren. Die Raumlands, die regelmäßige Gäste in der Champagne sind, nehmen sich die kleinen Champagnerhäuser ganz bewusst als Vorbild und arbeiten ähnlich. Entsprechend liegt hier nicht der Fokus auf dem Riesling, für den diese Region Rheinhessens eigentlich berühmt ist, hier werden die klassischen und selteneren Sorten der Champagne ausgebaut, und zwar als Cuvée oder sortenrein, mit Reserveweinen oder als Jahrgangssekte. Die Grundweine bleiben dabei ebenso lange in den Tanks oder Fässern, wie es bei gutem Champagner üblich ist. Manch ein Jahrgang reift mittlerweile locker ein Jahrzehnt, bevor er in den Verkauf gelangt. Die Preise für die Spitzenprodukte orientieren sich dann auch schon an denen der Champagne, die Einstiegscuvée und die teilweise brillanten sortenreinen Sekte allerdings sind deutlich günstiger zu haben. Wer beispielsweise die Cuvée Marie-Louise oder die Cuvée Katharina probiert hat, wird bei jedem Discount-Champagner zum gleichen Preis die Nase rümpfen. Wer sich eine Flasche Chardonnay Prestige Brut 2007 gönnt, dürfte begeistert sein und sich in Zukunft den Griff zu Moet, Taittinger oder Veuve Clicquot mindestens zweimal überlegen. Das ist puristische Chardonnay-Frucht, mit dem Duft von frisch gebackenem Brioche, von Mandeln und Nüssen. Dazu ist der Sekt klar und präzise, harmonisch und lang. Für mich ist das ganz klar ein Lieblingswein aus dem Hause Raumland und einer der schönsten deutschen Sekte, die ich kenne.

Nicht ganz so radikal wie die Raumlands hat sich das Pfälzer Haus Winterling auf die Schaumweinproduktion verlegt. Auch wenn hier parallel eine ganze Reihe Stillweine produziert werden, findet sich jedoch ein reichhaltiges Angebot an prickelndem Stoff. Was mich kürzlich beeindruckt hat, ist das Geliebte Gretchen. Die kleine Produktion, deren Flaschen von Hand beschrieben werden, ist ein Unikum im deutschen Weinbau: stoffig, massiv, opulent und so charaktervoll, wie ich selten einen Schaumwein probieren durfte. Zum Fest empfehlen würde ich jedoch eindeutig den 2009er La Coulée d’Or. Schon der Name deutet Richtung Champagne und die Auswahl der Rebsorten bestätigt das. Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier bilden hier eine stimmige Cuvée.

Bild zu: Zum Fest gibt's deutschen Wein

Deutlich deutscher, was die Rebsorte angeht, stilistisch gesehen jedoch vielen Winzer-Champagnern ebenfalls sehr nah, sind die Riesling-Sekte der beiden Nachwuchs-Weingüter Immich-Batterieberg und Lubentiushof von der Mosel. Beide werden von Weinfreaks geführt, die ihr Handwerk verstehen und an Mittelmosel (Immich) und Terrassenmosel (Lubentiushof) seit einigen Jahren hervorragende Rieslinge produzieren. Andreas und Susanne Barth betreiben dabei den Lubentius in Niederfell mehr oder weniger im Nebenerwerb, denn hauptberuflich betreut Andreas Barth das renommierte Saar-Weingut van Othegraven, Gernot Kollmann dagegen hat lange Jahre das ebenfalls an der Saar beheimatete van Volxem-Weingut zurück in die erste Liga gebracht und nutzte dann die Chance, Immich-Batterieberg aus dem Dornröschenschlaf zu küssen. Beide Weingüter verfügen über teils wurzelechte Schieferlagen und geben ihren Weinen viel Zeit auf der Hefe. Die beiden Sekte unterscheiden sich stilistisch deutlich. Der 2007er Riesling Brut vom Lubentiushof ist der betont frische Vertreter, dabei allerdings vielschichtig und rund. Eine leichte Dosage harmoniert ausgezeichnet mit der knackigen Riesling-Säure. Der 2008er Jour Fixe vom Immich-Batterieberg hat keine Dosage, ihm wurde also keine Süße zugegeben. Gleichzeit wirkt der Schaumwein so, als habe er etwas weniger Druck. Dabei weist der Riesling-Sekt reife Noten vom mürbem Apfel auf, die darauf hinweisen, dass das Traubengut reif gelesen wurde, sodass neben Fruchtsüße und Extrakt die Dosage nicht mehr notwendig ist. Solch charaktervolle und ungewöhnliche Schaumweine trauen sich auch in der Champagne nur ganz Wenige zu machen.

Gibt es Alternativen zu Bordeaux? Sicherlich nicht zu den wenigen, teils vierstellig gehandelten Spitzengewächsen. Wer jedoch einen Vergleich zu guten Cru Bourgeois oder etwas einfacheren klassifizierten Gewächsen sucht, der kann auch fündig werden. Da meine Zeilen begrenzt sind, beschränke ich mich auf vier Weine.

Bild zu: Zum Fest gibt's deutschen Wein

Im Land des Spätburgunders, Trollingers und Schwarzrieslings, führt der Cabernet Franc ein Schattendasein. Der Cabernet Franc war und ist immer der kleinere Bruder des so bekannten Cabernet Sauvignon gewesen. Trotzdem gibt es an der Loire und im Bordelais, genauer gesagt auf der rechten Seite der Gironde, einige wunderschöne Exemplare, die deutlich vom Cabernet Franc dominiert werden. Die bekanntesten davon sind Château Cheval Blanc und Ausone. Will man die Unterschiede der beiden Cabernets charakterisieren, von denen der Franc die ältere Sorte ist – denn der Cabernet Sauvignon ist eine Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc – fällt auf, dass der Cabernet Franc weniger Tannin besitzt und etwas mehr vordergründige Frucht und Würze aufweist. Reinsortiger Cabernet Sauvignon dagegen braucht eine längere Zeit, bis die massiven Gerbstoffe im Laufe der Jahre runder und zugänglicher werden. Reinsortige Cabernet Francs sind eine Seltenheit, auch wenn man an der Loire erfahren kann, welches Potential in dieser Sorte steckt. Entsprechend gespannt war ich auf die beiden Vertreter aus Rheinhessen und Württemberg.

Hans Hengerers Cabernet Franc Fréderic kenne ich nun schon etwas länger. Er ist der deutlich schlankere Vertreter der beiden Weine, um die es hier geht. Frucht und Würze stehen stärker im Vordergrund als das Tannin, der Ausbau im Holz ist ganz dezent vonstattengegangen. Der Wein, der von noch jungen Rebstöcken stammt, ist harmonisch, ja geradezu fein mit einer präsenten Säure, die ihn sehr frisch macht. Zum Fest würde ich ihn eher zu hellem Fleisch servieren oder zu kurzgebratenem Fisch. Der rheinhessische Vertreter vom Weingut Peth-Wetz dagegen strotzt nur so vor Kraft, Frucht und Würze. Erinnert der Wein aus Württemberg eher an einen schlanken Loire-Wein, ist dies hier die tatsächliche Alternative zu St. Émilion und Pomerol. Der Holzeinsatz ist deutlich in Form von Mocca-Röstnoten spürbar und will man diesen 2009er jetzt genießen, sollte man ihn ein paar Stunden vorher dekantieren. Dann macht dieses Unikum aus deutschen Landen Freude. Christian Peth, der bei seinen Weinen auch auf Konzentration und Opulenz setzt, gehört zur neuen Generation rheinhessischer Winzer, deren Namen man in Zukunft sicherlich noch häufiger hören wird.

Bild zu: Zum Fest gibt's deutschen Wein

Etablierter, wenn auch ebenfalls noch zur jungen Generation gehörend, ist Daniel Wagner vom Weingut Wagner-Stempel. Daniel Wagner hat diesen Teil Rheinhessens, der auch Rheinhessische Schweiz genannt wird, mit seinen Großen Gewächsen aus dem Siefersheimer Heerkretz und dem Höllberg praktisch im Alleingang berühmt gemacht. Davon profitiert heute auch Christian Peth; denn auch er besitzt dort mittlerweile einige Hektar. Auch wenn Wagner ein – und ich übertreibe nicht – begnadetes Händchen für weiße Sorten hat, so beeindrucken doch auch die Rotweine, allen voran der noch junge 2008er Merlot. Wieder kann man einen Vergleich ziehen zum rechten Ufer der Gironde, wo reinsortige Merlots keine Seltenheit sind. Wagner zeigt, dass diese Sorte auch hier ihre Berechtigung hat: in der Nase feine Würze und ein Duft von Zedernholz, am Gaumen dann ein voller Körper, kräftiges, aber weiches Tannin und eine schöne Länge – keine Spur von Unreife oder grünen Noten. So macht Merlot, der einem viel zu häufig als dünnes Fruchtwässerchen präsentiert wird, wieder Spaß. Auch hier gilt: Der Wein ist jung und sollte ordentlich Luft ziehen, bevor man ihn zum Entrecôte serviert. Allerdings passen hier auch Wild oder Lamm ganz ausgezeichnet.

Zum Schluss geht es an den Aloisiushof in St. Martin in der Pfalz. Wie schon im November-Artikel deutlich wurde, gibt es in der Pfalz eine ganze Menge Tüftler, und der junge Phillip Kiefer gehört definitiv dazu. Was er vor allem kann: Er hat ein Händchen für den Einsatz der richtigen Fässer. Und diesem Fall hat er für den 2009er Ambrosia Cabernet Sauvignon Reserve eines des vielleicht besten Küfers Frankreichs, François Frères, genommen. Das wirkt sich aus. Der Wein, der gerade erst nach 24 Monaten Fassreife in den Markt gekommen ist, erinnert in seiner Dichte, Eleganz und Frucht an feinen Pauillac. Auch wenn der Wein noch sehr jung ist, hat er mich beeindruckt. So viel Perfektion in einem deutschen Cabernet hatte ich einfach nicht erwartet. Wenn diese Weine die Zukunft französischer Rebsorten im deutschen Weinbau sind, dann bitte gerne, sehr gerne. Denn auch wenn die Weine für sich genommen nicht ganz günstig zu haben sind, kosten sie natürlich nur einen Bruchteil dessen, was für guten Bordeaux mittlerweile zu berappen ist. Ein Festessen, wie wir es an den kommenden Tagen ausrichten werden, bereichern diese Weine dabei ungemein.

Bild zu: Zum Fest gibt's deutschen Wein

Was ich zur Pulschen Tunke denn reichen würde, mag sich manch einer schließlich noch fragen. Nun, bei mir gäbe es Trappisten-Bier aus Belgien. Ein Tripel in die Soße und ein Dubbel auf den Tisch. Ich wünsche genussvolle Weihnachten.

0

37 Lesermeinungen

  1. Herr Raffelt, ach, Sie machen...
    Herr Raffelt, ach, Sie machen mir wieder mal deutlich, in welch’ heruntergekommenen Gegend ich mein Leben fristen muss. Im weiten Umkreis gibt es keine Weinhandlung. Schon garkeine, in der ich mich an den von Ihnen gezeigten Etiketten ergehen kann. Nichts gibt es hier, ausser der ueblichen Hochpreisploerre aus den Supermaerkten.
    .
    Trappistenbier, ohja! Madame nennt sie ‘katholische Knickbiere’ nicht ohne weiter zu bemerken, dass es mit ihnen, den Bieren, wohl einen sehr, sehr langen Fernsehabend geben wuerde.
    .
    (Verfalle ins Traeumen und sehe das ‘Mort Subite’ in Bruessel.)
    .
    Bevor ich vergesse: Auch Ihnen genussvolle Weihnachten. Ihr Keller ist zumindest voll.

  2. Der reine Cabernet Franc ist...
    Der reine Cabernet Franc ist ja leider nicht sehr häufig anzutreffen !
    Ich habe ihn vor Jahren im Collio gefunden und halte mir immer ein paar Fläschchen im Keller.
    Die rhoihessische Variante werde ich unbedingt verkosten.
    Besten Dank für den Tip!
    .
    Beim schaumigen habe ich einen Winzer im Elsass, der einen ganz vorzüglichen Cremant macht, der bei mir am Weihnachtsfest gereicht wird.

  3. Volle Zustimmung! Man muss...
    Volle Zustimmung! Man muss die einheimischen Weinbauer unterstützen.
    Ich gehe nun ein Mega-Shop machen.
    Uf wiederluege.

  4. @Filou, herzlichen Dank! Aber...
    @Filou, herzlichen Dank! Aber leider ist momentan lediglich die Nase voll. Und wenn das nicht besser wird, wird es nichts mit genussvollen Weihnachten.

    Mort Subite in Brüssel ist ein toller Lden. Zum Schlemmen ist da eh eine geniale Stadt

    Und bei den Etiketten hat man hier in Deutschland auch ordentlich aufgeholt. Nicht nur inhaltlich.

  5. <p>@Don Ferrando, Auf die...
    @Don Ferrando, Auf die Winzersekte bin ich ja nicht zuletzt deswegen eingegangen, weil wir uns bei meinem letztjährigen Weihnachtsartikel über die drei schäumenden Witwen kurz dazu ausgetauscht hatten. Bei mir ist es auch so. Einer meiner liebsten Schäumer kommt aus dem Elsass. Er stammt von André Stentz und ist in den meisten Bio-Supermärkten der Republik zu haben.

  6. Aus einem Leserbrief in der...
    Aus einem Leserbrief in der “NZZ am Sonntag” 16.12
    “Schweizer Winzer fehlen im “STIL” (magazine der NNZ am S.) vom 9. Dez” :
    “Seite 9: Artikel über kleine Winzer der F-Champagne”
    “Seite 15: Ditto über Magnum-Flaschen aus A, F und Spanien.
    “Seite 19: Besprechung zweier Weine des deutschen Weinguts Fürst.
    “Seite 20: NZZ Festtagsmenu mit den passenden Weine, 2 x aus I, 1 x aus D
    und 1 x aus F)…..

  7. Ich glaube, das ist überall...
    Ich glaube, das ist überall so: Das eigene zählt nicht.

  8. <p>@fionn, eigentlich ist der...
    @fionn, eigentlich ist der Schweizer Wein sehr populär im eigenen Land. Während ich noch kaum vernünftige deutsche Weine in gut sortierten Läden in der Schweiz gesehen habe. Ändert sich da gerade was?
    .
    In Österreich zum Beispiel sind deutsche Weine eigentlich seit langer Zeit verschrien. Doch so langsam entdecken sie dort die feinen, leichten Kabinett-Weine von der Mosel.

  9. @ Christoph Raffelt...
    @ Christoph Raffelt 11.03h
    Good to see you back again, with DA commenting too!
    Migros (CH’s biggest retailer) now own Denner, the Swiss chain of shops selling wine alcohol and tobacco products all over Switzerland.
    Because the Migros charter forbids the sale of alcohol / tobacco in Migros stores,
    that means they can sell those goods now via Denner stores. Probably the range and sales of wines etc will now boom in CH as a result?

  10. "Ich glaube, das ist überall...
    “Ich glaube, das ist überall so: Das eigene zählt nicht.” nur in der liebe ist es manchmal anders.

  11. Wer ist eigentlich dieser Herr...
    Wer ist eigentlich dieser Herr auf dem Bild, das auf der Startseite der Faz beim Blog von Don Alonso erscheint? Ist das etwa Herr Alonso selbst?
    Ein sehr romantisches Bild, das ich sehr schön finde. Erinnert mich an einen Dichter, einen verwegenen kühnen Kerl aus dem 18 Jahrhundert, ein Freund von Lenz und Goethe… Die Pferde sind gesattelt, ein heller Streifen am dunkeln Morgenhimmel kündigt den kommenden Tag an…

  12. Ganz ehrlich. Das gleiche...
    Ganz ehrlich. Das gleiche liest man nun seit Jahren. Als Weinhändler (mit Herz) erlaub ich mir folgendes Urteil:
    Weiss: spitzenniveau
    Rot: Man kann mal was leckeres finden, für den Kurs gibts aber im Ausland definitiv besseres!

  13. Es werden dt. Rotweine...
    Es werden dt. Rotweine diskutiert und Baden dabei ignoriert.
    Da erspare ich mir das Lesen weiterer Texte dieses Autors.

  14. Schweizer Weine bekommt man...
    Schweizer Weine bekommt man außerhalb der Schweiz nur selten. Schade, da gibt es auch feine Sachen. Die trinken das halt vor Ort.
    Weine aus Österreich gibt es hier auch nur selten. Vielleicht kriegt man was einfaches vom Bründlmayer, was immer noch gut ist. So einen Sauvignon Blanc aus der Steiermark muss man sich aber von dort mitbringen.
    Umgekehrt ist es aber ähnlich, deutsche Weine dort im Handel entsprechen dem deutschen Klischee.
    Vermarktungs- und Logistikproblem, oder einfach auch der produzierten Menge.
    Wenn man schnell eine Flasche für den Abend braucht greift man halt ins Regal.

  15. @schusch, ich finde,...
    @schusch, ich finde, Österreich ist mittlerweile ganz gut vertreten hier. Die steiermarkschen Sauvignons gibt es vielleicht selten beim örtlichen Weinhändler – bei meinem örtlichen Weinhändler in Bonn allerdings gab es die von Gross. Aber meine Lieblingsweinhändler im Netz sind gut mit Österreichern ausgestattet. http://www.gute-weine.de oder http://www.weinhalle.de. ein guter Österreich-Händler sitzt in München: http://www.rotweissrot.de.

  16. Bouchet gibts Gott sei Dank...
    Bouchet gibts Gott sei Dank über die ganze Welt verteilt.
    Es liegt am Verbraucher daß man daraus Weincocktails macht.
    Das betrifft ne Menge Rotweinreben. In Portugal gibt es Traubensorten die
    hier nicht mal gutsituierte Weinkenner kennen bzw getrunken haben.
    Man muß halt die Winzer erforschen. Übrigens eine schöner Zeitaufwand.
    Seit 4 Jahren verfolge ich als Ausländer das Gebiet Saale/Unstrut, dort kann man die Winzer in 3 Tagen ablaufen. Mit dem Fahrad schafft man den Großteil an 1 Tag.
    Von damals einem au weia bin ich mittlerweile zu einem, es geht doch, gekommen.
    Deutschland braucht sich in puncto Weisswein vor niemand zu verstecken.
    Bei den Roten ist es wesentlich diffiziler, der Winzer mit dem jährlichen Geschick,
    der Jahrgang, dort gibts halt enge Stellen.
    Und schaumendes bringen die Dt. Winzer schon seit Jahren anständiges und
    gutes auf den Tisch zu Preisen die keinen Bourgoise ein Augenzwinkern kosten.
    Rundum es ist gut bestellt um den Dt. Wein.
    Im Angebot und in der Fülle und mit genügend Idialisten.
    Es liegt an uns diese Kultur durch unseren Genuss, bereits vorhandenes
    auszunützen, damit es nicht wieder verschwindet. Oder im üblichen
    Kommerz-Darwinismus auf der Strecke bleibt.
    Deutschland du hast es gut, was Wein anbelangt.

  17. Don mit Verlaub, ich muss dem...
    Don mit Verlaub, ich muss dem Herrn Weinkennner recht geben: die Schweizer reden nicht über ihren Wein, sie trinken ihn. Sie trinken ihn, weil er gut ist, und sie reden nicht über ihn, weil sie ihn sonst teilen müssten. Mit “Nichts gelten im eigenen Lande” hat das nichts zu tun, weit im Gegenteil.

  18. @Erlangen: "sie reden nicht...
    @Erlangen: “sie reden nicht über ihn, weil sie ihn sonst teilen müssten” – hähä, da haben Sie vielleicht recht. Ich habe bisher selten jemals Schweizer Wein getrunken, aber ich habe ihn als ziemlich gut in Erinnerung. Die paar Mal, wo ich ihn probierte, hat er gut geschmeckt. – Es gibt selbstverständlich auch sehr guten deutschen Wein – Herr Raffelt versucht uns ja ein paar Sorten vorzuführen. Aber mir ist aus den 70ern bis 90ern halt auch noch die “sehr mittelmäßige” Sorte in Erinnerung, und ich mag nicht wirklich den Müller-Thurgau, den ich öfters zu schmecken bekam. Und das schlimmste an österreichischem Wein war eine vermutlich mit allerlei Mittelchen gestreckte (Billig-)Sorte vom Mövenpick – brr, das war wirklich nur für ganz junge Leute, die auf “Wirkung” aus sind und nicht vor Bananenschalenrauchen zurückschrecken. Mit Genuß oder passendem Getränk zum Essen hatte das wirklich nichts zu tun. Zum Glück gibt es offenbar genug anderes, was man mit mehr Verzehrfreude zu sich nehmen kann.
    @Herr Raffelt: die Frage, die sich mir aufdrängte, war: enthält die Pulsche Tunke Wein, und wenn ja, wieviel und welchen? (In Australien wurde mir erzählt, Schlesier – tja, offenbar auch ein Weingebiet – hätten den Weinbau in Australien eingeführt.)

  19. @colocraze, die siebziger...
    @colocraze, die siebziger Jahren waren der Tiefpunkt des europäischen Weinbaus. Es gab natürlich überall immer auch die guten Weingüter. Aber ansonsten wurde flächendeckend auf Masse gesetzt. Da haben sich dann auch die Sorten schnell verbreitet, die anspruchslos und ertragreich sind. Der Müller-Thurgau gehört dazu. Doch auch aus diesem, man nennt ihn heute gerne auch Rivaner, das ist unvorbelasteter, kann man schön Weine keltern. Es gibt in Franken, am Bodensee, aber auch an der Nahe (und bestimmt noch in vielen anderen Teilen) sehr gute Beispiele.
    .
    Was die pulsche Tunke betrifft: Nicht wein, sondern Bier kommt in die Soße. allerdings Export und Malzbier. Ob die Schlesier den Weinbau nach Australien gebracht haben weiß ich allerdings nicht.

  20. Vielen Dank Herr Raffelt für...
    Vielen Dank Herr Raffelt für den Schaumweintip aus Flörs’m.
    Hier ein Gegentip für die Pulsche Tunke:
    Versuchen Sie’s mal mit Jelain ambrée.
    Frohes Genießen.
    MD

  21. Frohe Weihnacht überall und...
    Frohe Weihnacht überall und dem Jesuskind einen angemessenen Artikel!
    Die Weisen aus dem Morgenland werden schon eine Mini-Sense bereit halten, um das Ding abzurunden. Was mir persönlich fehlt ist eine begleitende Empfehlung für das traditionelle Weihnachtsmenü mit Würstchen und Kartoffelsalat. Natürlich Weisswein. Aber was soll man nehmen?

  22. @MD, Dank zurück, das Jelain...
    @MD, Dank zurück, das Jelain Ambrée stand bisher nicht auf der Wunschliste. Sollte ich wohl ändern.

  23. Wenn ich geahnt hätte, dass...
    Wenn ich geahnt hätte, dass du dich so ausführlich mit Schaumweinen deutscher Herkunft beschäftigst, dann hätte ich dir noch ein Exemplar ans Herz gelegt. Ganz ohne Übertreibung schlicht der beste deutsche Riesling-Sekt, den ich bislang trinken durfte. Hier ist er ganz links im Bild.

  24. @Herr Raffelt: ah, das ist...
    @Herr Raffelt: ah, das ist eine Biersoße. Export und Rosinen hört sich recht gefällig an für eine Bratensoße in der Winterzeit. Würde mir wohl auch schmecken. – Also, das mit den Schlesiern und dem australischen Weinbau habe ich entweder irgendwo gelesen (irgendeine Broschüre), oder es stammt vom Wirt von dem Känguruh-und-andere-örtliche-Spezialitäten-Restaurant in Alice Springs (es gibt dort ca. 2 oder 3 erwähnenswerte, weil europäischen Speisegewohnheiten einigermaßen entgegenkommende, Wirtschaften, es ist die, in der die Fähnchen auf den Tisch gestellt werden, außer die Aussies sind unter sich).
    @MD: das mußte ich jetzt googeln. Ja, klingt als könnte man das nehmen. (Wenn ich meinen Bierbrauernachbarn mal wieder treffe, muß ich ihn mal fragen, ob er wirklich bei dieser Amifiliale, die überbitteres Bier herstellen wollte, anheuern mußte, oder ob sich das vermeiden ließ…)

  25. @marqueee, Da hatte ich den...
    @marqueee, Da hatte ich den schon längst gesehen. :D Aber leider bin ich noch nicht dazu gekommen, ihn zu probieren. Tja, muss ich dann mal nachholen.

  26. Kommt auf die Liste der...
    Kommt auf die Liste der dringend zusammen zu trinkenden Weine (ich hab’ noch ein paar Flaschen).

  27. hier sollte man den...
    hier sollte man den schaumweinlieferanten unseres bundespräsidenten nicht vergessen – st. laurentius aus leiwen an der mosel. die familie herres versteht ihr handwerk.

  28. ...was muss man Ihnen...
    …was muss man Ihnen bezahlen, um in einem solchen Artikel erwähnt zu werden?…

  29. Als hier keine Marken erwähnt...
    Als hier keine Marken erwähnt wurden, hiess es: Und wo soll mn das jetzt herbekommen? Und jetzt heisst es: Ist das bezahlt?
    .
    Wie man es macht…
    .
    Nein. Natürlich nicht. Absurde Vorstellung.

  30. Eine Unverschämtheit. Nicht...
    Eine Unverschämtheit. Nicht mehr – aber auch nicht weniger…

  31. ....umsonst ist der...
    ….umsonst ist der Tod……lach

  32. @rainer: Bezahlen hilft nicht,...
    @rainer: Bezahlen hilft nicht, per Gelegenheit etwas Gutes zu probieren geben wohl schon. Aber die Gelegenheit hängt vom spontanen Reiseverhalten der Herren Raffelt und Don Alphoso ab. Also nicht ganz so einfach.

  33. <p>Im Delirium gelegen und gar...
    Im Delirium gelegen und gar nicht bemerkt, was sich noch getan hat.
    .
    Also, @rainer, es kommt halt immer darauf an. Kürzlich, also im vorletzten Artikel, da habe ich über einen Wein von Romanée-Conti geschrieben. Das ist so eine kleine Domaine im Burgund. Als ich dort angefragt habe, waren die natürlich hellauf begeistert. Weil, Exportmärkte sind ja wichtig und dann auch noch FAZ. Also, Flug nach Paris und Transfer ins Burgund mit Limo-Service. Alles sehr diskret (hm, wahrscheinlich wäre denen das gar nicht so recht, wenn ich das jetzt hier so ausplaudere). Dann ein Wochenende mit allem Drum und dran. Man kann da ja gut essen, im Burgund, das muss ich sagen. Und dann Betriebsbesichtigung, Vertikal- und Horizontalverkostungen. Diese ganzen ermüdenden Sachen. Das ist wie bei einer Butterfahrt, da muss man ja auch immer das Pflichtprogramm mitmachen. Aber man will ja auch nicht unhöflich sein. Na ja, meist wird dann noch ne Kiste hinterher geschickt und möglicherweise sind natürlich diskrete Umschläge im Spiel, Nummernkonten und Eskortservice. Ist ja auch keine Spaßveranstaltung, so ein FAZ-Blog.

  34. Herr Raffelt, ist das so? Ich...
    Herr Raffelt, ist das so? Ich habe Sie immer schon um Ihren Job beneidet.
    Es gruesst aus einem verpfuschten Leben:
    Filou
    .
    Was ist bitteschoen eine Horizontalverkostung? Doch nicht etwas das, was mir meine schmutzige Phantasie eingibt.
    .
    Schoene Feiertage, Sie korrupter Mensch. Schweizer Weine waeren auch mal ein Thema. Die haben mich nie enttaeuscht.

  35. @filou, Haha. Jetzt ist doch...
    @filou, Haha. Jetzt ist doch klar: Das müssen die Schweizer auch wollen, dass ich über deren Weine schreiben. Und das wird natürlich nicht günstig. Weil, das ist ja die Schweiz. Die strotzt ja nur so vor Geld. Auch die Winzer. Alle. Grüße und frohes Fest…

  36. @Filou, ach ja....
    @Filou, ach ja. Horizontalverkostung: Ein Jahrgang, unterschiedliche Weine, Vertikalverkostung: Ein Wein, unterschiedliche Jahrgänge.

  37. Ich bin beruhigt, danke....
    Ich bin beruhigt, danke.

Kommentare sind deaktiviert.