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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Vom richtigen Umgang mit den Mietern

| 216 Lesermeinungen

Früher war der Kunde König, heute ist er Diktator: Gegen überzogene Ansprüche des Tyrannen wehrt man sich am besten mit Stil und Haltung

Der Text ist rein fiktional, alle Charaktere sind frei erfunden und ausserdem meinten meine Anwälte, ich sollte auf keinen Fall die originalen Schreiben der Frau U. hier verwenden.

Liebe Frau U.,

zu meinem grossen Bedauern muss ich Ihnen mitteilen, dass auch der von uns beauftragte Handwerker R. wie schon die Stadtwerke keinerlei Fehlfunktion an den Zählern feststellen konnte. Insofern müssen wir leider den Realitäten ins Auge sehen: Der Verbrauch war wohl wirklich so hoch, und woran es lag, kann ich auch nicht beurteilen. Zwei Kühlschränke, die Beleuchtungsanlage im Garten, die Solariumstation, die Sie mir gezeigt haben, dieser Beamer in Ihrem Wohnzimmer, das alles frisst natürlich Strom, wie der Brunnen Wasser verbraucht. Sie können natürlich gern auch den Anbieter wechseln, wenn Sie möchten, der Vertrag ist vom Vormieter übernommen, und es gibt gar keinen Grund, dass diese Kosten noch über uns laufen. Das kommt noch von einem alten Rahmenvertrag.

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Liebe Frau U.,

natürlich hat sicher auch der Boiler im Bad ein klein wenig zu Ihrem Verbrauch beigetragen, aber auch Ihre Vormieterin hatte warmes Wasser, und dennoch keine derartig hohe Nachzahlung. Der Boiler ist, wie das ganze Bad, jetzt 14 Jahre alt und entspricht immer noch allen Vorschriften; er war wie auch die sonstige Einrichtung zudem nicht ganz billig, und die Wartung hat keinerlei Probleme gezeigt. Ihr Vorschlag, den Boiler zu entsorgen und dann auch noch „das dreckige, alte Schimmelbad” zu entfernen, wie Sie es meinem Sohn am Telefon erklärten, kann ich deshalb leider nicht nachkommen. Ach so, sollte ich das auf der Hausabrechnung vergessen haben: Die Kontonummer für die Nebenkosten lautet…

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Liebe Frau U.,

danke für die Übersendung des Kostenvoranschlags für ein neues Bad. Ich habe ihn meinem Sohn gezeigt, der sich gerade überlegt, sein 50 Jahre altes Bad renovieren zu lassen, und der daraufhin sofort Abstand von der Idee genommen hat. 18.000 Euro sind, wie Sie sicher verstehen, eine enorme Ausgabe, und entspricht anderthalb Nettojahresmieten, wenn es dabei bliebe. Leider hat die gleiche Firma schon beim Verlegen eines – so eigentlich nicht abgesprochenen – Wasserrohres im Garten für Ihren Springbrunnen so deutlich über ihrer Einschätzung gelegen, dass ich sie nicht einmal beauftragen würde, wenn ich denn beabsichtigte, das Bad neu machen zu lassen. Das bestehende Bad ist ordentlich, gross, hat Dusche und Wanne, und wir haben damals schon auf zeitlos elegante Fliessen geachtet. Im Ernst, im Anhang ist ein Bild von meinen Fliessen am Tegernsee – 1973, vielleicht etwas schräg, aber gepflegt und wird weiter genutzt. Eine kleine Bitte noch: Könnten Sie eventuell nachschauen, ob die Nebenkosten schon überwiesen sind? Vielleicht liegt es ja an der Bank…

Bild zu: Vom richtigen Umgang mit den Mietern

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Liebe Frau U.,

ich muss mir mal ein neues Telephon am Tegernsee anschaffen. Irgendwie tütet es immer nur, wenn ich abhebe, und den AB kann ich auch nicht abrufen. Ich verstehe zwar nicht, warum die anderen hier immer durchkommen, Sie aber nie, aber technische Dinge sind nicht so meins – Sie sehen ja, ich schreibe immer noch mit der Schreibmaschine (und vielleicht habe ich auch nur die Nebenkosten einfach nicht gefunden? Könnten Sie bitte noch einmal nachforschen?). Mein Sohn hat mich jedenfalls informiert, dass Sie ihn auf die Schnelle besucht und betont haben, „die Kloake” nicht mehr ertragen und sich freundlicherweise mit 2000 Euro am Jakutsi Modell „McWINKs Vollcheck” beteiligen würden, um die Kosten für eine Totalsanierung zu deckeln: Wie ich im letzten Brief schon sagte, sehe ich dafür im Moment leider keinerlei Möglichkeiten, und möchte auch darauf verweisen, dass ich mich keinesfalls mit einer Gestaltung in Schwarz und Gold anfreunden kann. Modern mag es sein, aber das Moderne veraltert schnell, und wenn es dem nächsten Mieter nicht gefallen sollte, bleibt das Problem an uns hängen.

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Liebe Frau U.,

zuerst zwei kleine Bitten; die Nebenkostennachzahlung wäre wirklich freundlich. Und dann habe ich von einer Freundin gehört, in der Nachbarschaft machten Gerüchte die Runde dahingehend, dass wir selbst nicht gerade in sauberen Verhältnissen hausten, „ruachard” wären und somit unseren Mietern moderne Installationen verweigern. Sollten Sie dergestalt angesprochen werden, würde ich Sie sehr bitten klarzustellen, dass es sich um üble Nachrede handelt. Wer es nicht glaubt: Die Wohnung meines Sohnes war vor zwei Monaten in einer grossen Tageszeitung als Vorbild für Wohnen im Denkmal zu sehen, und es ist nun mal so, dass er lieber noch ein Bild kauft, statt ein neues Bad zu bezahlen.

Womit wir beim Thema Ihres Schreibens sind: Ja, dass die Fugen dreckig sind, sehe ich an den Bildern auch. Würde Ihre Putzfrau aber eine alte Zahnbürste und genug Reiniger nehmen, und einmal die Fugen entlang reiben, wäre das schnell wieder sauber. So machen wir das nämlich auch. Und zwar ohne auf die Idee zu kommen, jemanden anzuschreiben und anzudeuten, dass die gestiegenen Kosten für die Instandhaltung des Bades eigentlich von der Miete abzuziehen wären. Ich habe in der Sache vorsorglich nachgefragt und muss Ihnen leider mitteilen, dass die Rechtslage auch bei mieterfreundlicher Auslegung dergleichen nicht zulässt. Insofern ist die aufgemachte Rechnung, wie sich das neue Jacuzzi (danke für die Berichtigung, wir kennen hier am Tegernsee nur Badewannen, wir sind einfach etwas rückschrittlicher als in die Provinz verschlagene Metropolitaner wie Sie) durch Verzicht auf Mietminderung auch für mich refinanzieren könnte, nicht wirklich hilfreich.

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Liebe Frau U.,

selbstverständlich können Sie den Mieterverein aufsuchen und dort das vortragen, was Sie schon meinem Sohn gesagt haben. Trotzdem muss ich leider auf den Nebenkosten bestehen, das hat mit dem Bad nichts zu tun, auch wenn Sie nicht müde werden, das Energieproblem im Boiler zu sehen. Ganz wie Sie es wünschen. Ihr Anerbieten, mich hier am Tegernsee besuchen zu kommen und „mir mal ordentlich die Meinung zu sagen über die Bruchbude” muss ich an dieser Stelle allerdings ablehnen – ich habe wirklich viel zu tun. Mein Sohn hat das Haus besichtigt, es gibt dort keime Baumängel, und Ihr Kompromissangebot, wenigstens im ersten Schritt den Jacuzzi einzubauen, und dafür die Nebenkosten zu bezahlen und auf den Gang zum Mieterverein zu verzichten, kann ich allein schon aufgrund der neuen Wünsche nicht annehmen – das Modell „McWINKs Crauleur d’Oefs” ist gleich doppelt so teuer. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Dieses Haus wurde so vermietet, wie es ist, und wenn es Ihren hohen Ansprüchen nicht genügt, werde ich Ihnen sicher nicht im Wege stehen, wenn Sie sich ein Ihnen angemessenes Ambiente beschaffen.

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Liebe Frau U.,

das mit dem Mahnverfahren wegen der Nebenkosten war leider nötig, nehmen Sie es nicht persönlich, aber die neue Hausverwaltungssoftware macht das automatisch. Früher war das anders, aber wir haben jetzt umgestellt.

Ich bedaure Ihren Nervenzusammenbruch. Ich kann Ihnen versichern: Auch mich hat die Sache einiges an Kraft gekostet haben, auch wenn ich nicht zu den sensiblen Personen aus besseren Kreisen gehöre, die wie Ihre jacuzzibesitzenden Freundinnen in Ohnmacht fallen, wenn sie ein ganz normales, aber hochwertiges und relativ neues Bad sehen. Ich bin eine normale, alte Frau, wir haben uns das alles erspart, und im Moment überlege ich ohnehin, mein bescheidenes Vermögen neu zu ordnen. Ich habe in den letzten Monaten die Entfernung von der Stadt sehr genossen, und über eine Bekannte erfahren, dass ein kleines, bescheidenes Hexenhäuserl in der Nachbarschaft – mit einem alten Bad übrigens, das mir aber reicht – zum Verkauf steht. Mit 1,4 Millionen ist es leider nicht ganz billig, aber das liegt nur an den 2000m² Grund, ansonsten ganz simpel und basic, also wirklich basic und ohne Springbrunnen wie bei Ihnen, aber dafür mit Bach. Sie werden sicher verstehen, dass bei solchen Investitionen nicht nur das Geld fehlt, um Mieter mit Luxusbädern zu beschenken, sondern auch andere Einschnitte gemacht werden müssen. Kurz und gut, ich habe mich dazu entschlossen, angesichts des überhitzten Immobilienmarktes das Haus, in dem Sie wohnen, dezent im Freundeskreis anzubieten, und würde Ihnen auch ein Vorkaufsrecht anbieten. Man erzählt sich ja in der Stadt so viel über all die Mittel, die in den Springbrunnen und den Pavillon geflossen sind, insofern nehme ich an, dass ein Preis von, sagen wir mal 650.000 sicher keine Ausbeuterei, sondern angesichts der Preisentwicklung wirklich günstig wäre.

Bild zu: Vom richtigen Umgang mit den Mietern

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Sehr geehrte Frau U.,

ob Miete oder Kauf, das muss jeder selbst wissen; wenn Sie zwar, wie Sie betonen, das Geld haben, aber keinesfalls wollen, weil das Haus nicht Ihren Wünschen entspricht, dann ist das halt so. Sie müssen deshalb das Haus nicht absichtlich heruntersetzen, und schon gar nicht in diesem Ton. Am Dienstag würde Herr Dr. G. vorbeischauen und sich ein wenig umtun; ein netter, junger Mann, der nach einem Investment sucht; er wird sich wegen eines Termins bei Ihnen melden. Keine Sorge, es ist nicht der Gerichtsvollzieher wegen der Nebenkosten.

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Sehr geehrte Frau U.,

Herr Dr. G. hat natürlich Kinder, habe ich das nicht erzählt? Ich dachte, ich hätte das geschrieben. Also, Herr Dr. G. hat grosses Interesse, möchte bald einziehen und so, wie Sie in letzter Zeit Kritik am Haus äusserten – mein Sohn fand diese Szene im Konzertverein übrigens ausgesprochen unerfreulich – gehe ich davon aus, dass es erst gar nicht zu einer Eigenbedarfskündigung kommen muss. Herr Dr. G. hat grosse Pläne mit den Garten; der Rückbau der Veränderungen, etwa des eleganten Pavillons und des Springbrunnens mit seinen Goldfiguren, haben Sie uns damals ja schriftlich zugesichert.

Bild zu: Vom richtigen Umgang mit den Mietern

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Liebe Frau U.,

vielen Dank für die Überweisung der Nebenkosten. Herr Dr. G. ist noch am Überlegen, fand das Bad aber sehr hübsch, was Sie ihm seiner Erzählung nach bestätigt haben. Nehmen Sie es bitte nicht persönlich, aber da ist noch ein Punkt; Herr Dr. G. hat mich wissen lassen, dass er, falls er es kauft, noch einige Zeit in Hannover sein wird, und das Haus so lange als Renditeobjekt betrachtet: Die Miete nun erscheint ihm recht gering, und wir sind überein gekommen, eine kleine Anpassung an die ortsüblichen Mieten vorzunehmen. Das allerdings macht dann die Hausverwaltung K. in den nächsten Tagen, die ich ab sofort mit der Betreuung beauftragt habe. Es wird Sie sicher freuen zu hören, dass die monatlichen Nebenkosten damit für Sie nur um ca. 100 Euro steigen werden, was ich wirklich günstig finde, wenn ich bedenke, wieviel Arbeit es macht, so etwas selbst zu betreiben. In vier Jahren hat die Hausverwaltung wieder drin, was ich mir an Zusatzausgaben für einen entspannenden Jacuzzi nach all dem Stress in meinem kleinen Häuserl oben über dem See spare Wobei ich Ihnen inzwischen schon recht geben muss: Das ist gar nicht so schlecht, so ein Jacuzzi, ich habe das im Saunaschiff am See ausprobiert. Allerdings, wenn Sie mir den Ratschlag erlauben, würde ich da einen aus Italien nehmen, die sind erheblich stilsicherer und wirken überhaupt nicht wie von so einer, da denkt dann bei uns keiner an Frankfurter Bahnhofsviertel, Sie verstehen.

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216 Lesermeinungen

  1. @DA
    endlich, das neue jahr...

    @DA
    endlich, das neue jahr kann beginnen

  2. herrlic!...
    herrlic!

  3. Solche Töchter werden solche...
    Solche Töchter werden solche Mieterinnen, meinen Sie?

  4. haben solche Leute womöglich...
    haben solche Leute womöglich leicht übertriebene Vorstellungen von der Macht des Mietervereins?
    Woher könnte das kommen?

  5. Köstlich, köstlich.
    Aber...

    Köstlich, köstlich.
    Aber eigentlich dachte ich, Sie hätten in der Regel eine ganz glückliche Hand mit den Mietern?
    Falls nicht: mein tief empfundenes Mitgefühl. Diese Sorte Mieter braucht man nicht wirklich.

  6. Hihi. Das Jahr wird gut!...
    Hihi. Das Jahr wird gut! Weiter so.

  7. Sehr verehrter Don! Köstlich!...
    Sehr verehrter Don! Köstlich! Was für ein fabelhafter Start ins Blogjahr 2013(*). Da ich im Laufe meiner bezahlten und unbezahlten Karriere haufenweise Briefe dieser Art geschrieben habe, fand ich es hochinteressant, den Stil einer anderen alten Dame zu studieren.
    .
    Ich selbst bin mittlerweile etwas faul geworden. 5 Zeilen müssen genügen, Erklärungen beschränke ich auf Halbsätze.
    .
    (*) Sehr verehrter Prinz Matecki, bitte beachten Sie, dass ich mir Ihre Kritik zu Herzen genommen habe!

  8. Sehr geehrter Don Alphonso
    Sie...

    Sehr geehrter Don Alphonso
    Sie sollten sich freuen, daß ihre Frau U. so moderat vorgeht. Im Normalfall wird die Miete nicht bezahlt und die Wohnung wegen Schimmel für unbewohnbar erklärt. Nach nur 8-12 Monaten ist die Räumungsklage vor Gericht erfochten worden. Die durch die Klage und das Einlagern der Möbel entstandenen Kosten werden in einem weiteren Verfahren eingeklagt. Nachdem diverse Gutachter zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen sind wird das Gericht einen Vergleich vorschlagen. Sie werden ca 50% ihrer Kosten erstreiten. Diese Summe wir Ihnen dann in 36 monatlichen Raten überwiesen.
    Das ist die Realität!

  9. @nachtrag
    ich wollte da jetzt...

    @nachtrag
    ich wollte da jetzt keine hartzIV diskussion starten, sondern in den genannten beispiel dient das einfach der optimierung der rendite. vor zwanzig/dreisig jahren – als man das asylrecht noch nicht optimiert hatte – quartierte man in diese aufgelassenen bauernhöfe asylbewerber ein.
    habe ich schon erzählt, dass in den 80ern die burg wernberg ein solches heim war, mehr kann ich jetzt nicht sagen….
    http://www.burgenseite.de/html/wernberg.html
    aber damals hatten wir auch noch das projekt im taxöldener forst..
    http://www.burg-wernberg.de/

  10. Köstlichst! "die neue...
    Köstlichst! “die neue Hausverwaltungssoftware macht das automatisch” unbedingt in die Ahnengalerie, dieser Spruch!

  11. Sehr schöner Briefwechsel,...
    Sehr schöner Briefwechsel, die Realität ist leider oft brachialer:
    Bei einem unserer Mieter war nächtens das SEK (zu Recht). Zwei Denkmalfenster (5000 Euro) sind dabei durch Rammstoss zertrümmert worden. Miete wurde dann nicht mehr bezahlt, die Fenster sind ja kaputt. Nach Räumungsaufforderung durch unseren Anwalt und Auszug nach 5 Monaten bleiben wir auf allen Kosten sitzen (5 Monate Miete, NK 2011, NK 2012, Anwaltskosten, Kosten für Abtransport und Einlagerung der Möbel) da Mieter in Privatinsolvenz und wir keine offiziell eingetragenen Gläubiger sind. Gericht, und Insolvenzanwalt werden zuerst bedient. Ein Einklagen der Summe wäre nur l’art pour l’art wie mein Anwalt sagt, Aussicht Geld zu sehen gleich null.
    Das ist deutsche Realität und wir sind dennoch froh diesen Mieter los geworden zu sein auch wenn’s mächtig was kostet.

  12. @B4 – Ich glaube nicht, dass...
    @B4 – Ich glaube nicht, dass die Mieterin Stoff für eine Herz4 Diskussion ist. Aber was die hohen Nebenleistungen betrifft, habe ich mich gefragt, ob die Dame in ihrem Pavillon eine kleine Marihuanaplantage betreibt.

  13. Ein gelungener Start ins Jahr...
    Ein gelungener Start ins Jahr 2013, aber die Probleme bleiben, wie man lesen kann…
    Ich finde es abenteuerlich, mit welcher Anspruchshaltung manche Menschen durchs Leben gehen. Wenn man Mieter ist, ok, warum nicht, es gibt ja auch Mieter, die Eigentum erwerben, nur um es selbst zu vermieten. Aber wenn man Mieter ist, warum sollte man das Eigentum eines anderen nicht so behandeln wie das eigene?
    Aber ich kann es verstehen, Mieter können sehr nervenaufreibend sein, da entschädigt dann auch die magere Rendite mancher Immobilien nicht…denn nicht überall ist München!

  14. An Herrn Dipl.Architekt (BDA)...
    An Herrn Dipl.Architekt (BDA) A. Bcdefg.
    Betr.: Meine 2 Monate Mietrueckstand/ Kaution (2 MM)
    .
    Sie bemaengelten voellig zu Recht einen kleinen Schaden am Parkett. Dafuer bin ich bereit aufzukommen.
    Betreffend ausstehender Restmiete folgendes:
    Drei Jahre lang wohnte ich in einem Appartement Ihres Hauses. In dieser Zeit vernetzt man sich wegen guter Nachbarschaft mit der Mehrzahl der anderen 30 Mietparteien. Man erzaehlt, dass Sie sich bei Rueckzahlung dieses zinslosen Kredits (Kaution) gerne etwas zoegerlich verhalten. Praeventiv, um Missliebigkeiten vorzubeugen, wohnte ich den von mir gewaehrten Kredit einfach ab. Wir sind quitt. Die Zinsen schenke ich Ihnen, denn ich bin inzwischen diplomiert (cum laude) und meine finanzielle Zukunft ist Anlass zur Grosszuegigkeit.
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    Ich erachte mich als unauffaelligen Mieter (die vier sehr lauten Partys auf 35 qm wollen wir vergessen); ich beschwerte mich nicht ueber die Brandstiftungen in Ihrem Haus, Feb. 19xx (Dachgeschoss), Ostern 19xx (Tuer meiner Nachbarin zur Linken), Okt. 19xx (hinterer Teil des Hausflurs 2te Etage) und Jan. 19xx (brennender Sessel 1te Etage), genausowenig beschwerte ich mich ueber die mangelnde Anzahl Muelltonnen, welche die Entsorgung meiner zwei woechentlichen Plastiktueten Abfall zu einer Strafexpedition machten. Auch trug ich mit Gelassenheit die demolierte Klappe meines Briefkastens sowie den nicht funktionierenden zentralen Antennenanschluss.
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    Auch keiner Erwaehnung Wert fand ich den etwas fiesen aelteren Herrn, der zum monatlichen Zahltag mit einem Stricher vom nahegelegenen Hauptbahnhof kurze, aber laute SM-Rituale veranstaltete. Sie dauerten jeweils nur eine Stunde, dann war das Abo abgelaufen.
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    Ohne Klagen nahm ich hin, dass ein verstopftes Fallrohrs mein Badezimmer wegen des faekalen 10cm hohen Pegelstandes fuer eine Woche unbenutzbar machte. Ingenieurmaessig baute ich mit dem Sand der nahegelegenen Baustelle einen Deich vor der Klotuer, so blieb meine sauteure HiFi-Anlage unbeschaedigt. Zum Pinkeln fuhr ich mit der KVB zu meiner Freundin, bei der ich dann gnaedigerweise laenger bleiben durfte.
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    Sie sehen, man nimmt die Imponderabilien des Mieterdaseins mit koelscher Toleranz. Machen Sie darum wegen der Kaution bitte keinen weiteren Stress, ich koennte mich sonst mit liebevoller Genauigkeit ueber Ihre Nebenkostenabrechnung beugen wollen.
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    MfG, Ihr Filou F. Filou
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    PS: Nach den Brandstiftungen sind einige Mieter entnervt ausgezogen. Die Nachmieter kamen aus einer suedoestlichen Gegend. Diese zahlten um 40% mehr Miete. Weil ich kein Schuft bin, denke ich mir nichts weiter dabei.

  15. Aber Tiger, ich habe es mit...
    Aber Tiger, ich habe es mit Dank und Freude gesehen.
    Bisher – toi toi toi – habe ich nur einige kleine Diskussionen mit meinen Mietern gehabt (ich habe die ETW meiner Eltern vermietet) und bin froh dass die ordentliche Hausverwaltung unserer Anlage mir das meiste abnimmt.
    Aber wenn man in Berlin schaut was da alles inzwischen bei Anträgen auf Abschluss eines Mietvertrages (sic!) einzureichen ist, kann man sich fast vorstellen was so alles passiert.

  16. ganz recht.
    .
    so beginnt man...

    ganz recht.
    .
    so beginnt man schon ein wenig skeptisch zu werden, da nun die in den sechzigern in ein bezauberndes wohnhaus umgewandelte pittoreske remise neu vermietet werden soll.
    das bad ist ein wenig rudimentär, aber, wie es so schön heisst: fortlaufend renoviert worden, mit einem gewissen stopp in den frühen neunzigern. das material ist hochwertig und vor allem funktioniert alles, und der ausblick ist recht nett.
    unsere bäder sehen ein wenig anders aus, wie es eben dem standard für ein nicht ganz so kleines haupthaus entspricht, da ist dann alles ein wenig älter, den marmor muss man eben gründlich pflegen lassen, die armaturen und der rest bekommen ab und an eine neue beschichtung und die hübsch bemalte, einmalige keramik hält es noch ganz gut aus, wenn man von ein paar nur optisch beeinträchtigenden, kleinen, oberflächlichen rissen einmal absieht, und die aufputzleitungen stören nicht weiter, der rest ist patina. schliesslich stellt dies immer noch eine nicht undeutliche steigerung des standards dar, im vergleich zu früheren jahrhunderten, so ganz ohne schwamm und seife.
    .
    man hat es ja nicht eilig, doch nun hat sich allerdings ein potenzieller mieter (männlich, hete), der sich von sich aus meldete, das haus angesehen und fragte schon einmal nach, ob wir nicht das bad renovieren wollen (stichwort: putzwolle?). nun, eigentlich nicht, denn sonst stiege unweigerlich die miete. er könne sich ja einen teppich hineinlegen und neue lampen anbringen. dies und die mietsteigerung verstand er nicht ganz.
    und frug nach der küche; nun, die ist original, und dies sollte auch so bleiben. die anderen zimmer sind frisch, aber sanft renoviert, keine fehler und ohne vergessenes löcherl (http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2010/08/07/das-vergessene-loecherl.aspx).
    .
    einrichtungstipps verschloss er sich, so, wie mit einiger wahrscheinlichkeit auch die tür des hauses für ihn. immerhin wäre dies eine einmalige gelegenheit gewesen für ihn, dann zu wohnen auf historisch geprägtem boden, mit nicht als völlig unfreundlich zu beschreibenden vermietern in rufweite, und in einer touristisch verseucht-, äh, attraktiven region, mit bestem blick auf sehenswürdigkeiten.
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    eigentlich nicht schlecht für eine vermietung als ferienunterkunft. hm…

  17. Nach diesen nervtötenden...
    Nach diesen nervtötenden Briefen musste es zum Eklat kommen.
    (andere Menschen in Frau U. Umfeld sind ja auch nicht nett)
    .
    Irgendwann hatte es Frau U. einfach satt, das hatte sie nicht verdient!
    Sie MUSSTE nun einfach diese Villa im fernen Berlin haben.
    Jetzt versteht man endlich….
    .
    http://d1.stern.de/bilder/stern_5/kultur/2012/KW51/Villa-Unseld_fitwidth_420.jpg

  18. Filou, ziehen Sie dort aus,...
    Filou, ziehen Sie dort aus, das bekommt Ihnen nicht.

  19. Betreff:
    Zutritt:...

    Betreff:
    Zutritt: Besichtigung durch Miet-/ Kaufinteressenten
    .
    Sehr geehrte/r (Name),
    .
    da wir in der nächsten Zeit wohl öfter mit Wohnungsbesichtigungen rechnen müssen, bitten wir Sie, sich auf folgendes Verfahren einzustellen:
    .
    Wir stehen Ihnen vorläufig einmal wöchentlich, und zwar (Wochentag) von (Uhrzeit) bis (Uhrzeit) zur Verfügung, sofern Sie uns spätestens jeweils drei Tage vorher Anzahl und Namen der Besucher/innen schriftlich mitgeteilt haben.
    .
    Wir halten es jedoch für unzumutbar, gleichzeitig mehr als vier Personen in unsere kleine Wohnung zu lassen. Bitte richten Sie sich entsprechend ein.
    .
    Mit freundlichen Grüßen.
    .
    Quelle: http://www.bmgev.de/mietrecht/musterbriefe.html

  20. die Latrine hat einen...
    die Latrine hat einen Volltreffer erhalten; wow!

  21. Andere Zeiten, andere...
    Andere Zeiten, andere Immobilien. Wir haben ein kleines Landhäuschen mit Gartengrundstück, das für 1,5 Millionen verkäuflich ist. Kam eine chinesische Interessentin und erkundigte sich nach dem Preis. “Möchten Sie den Garten sehen?” “Nein danke, unter 2 Millionen kaufe ich sowieso nichts.”

  22. man lernte auf einmal die...
    man lernte auf einmal die qualität der eigenen leute, an die man’s delegiert hat, in ganz neuem lichte zu sehen. (und über evtl. nickelichkeiten mit denen nun noch leichter hinwegzusehen. *g*) – thx fore sharing.

  23. Solche Leute haben einen...
    Solche Leute haben einen Nervenzusammenbruch?

  24. Wenn man die Nebenkosten...
    Wenn man die Nebenkosten wirklich bezahlen muss und das in schon geplante Beautyspa-Aufenthalte umrechnet…

  25. lieber HansMeier555, solche...
    lieber HansMeier555, solche leute haben den sogar schon vorher, oder wieso gerieren diese sich dergestalt dünnhäutig – ach ja, wegen der vielen dermabrasiven peelings.

  26. evtl. noch? drei? kleine?...
    evtl. noch? drei? kleine? beiträge? oder vier? aus den anfängen der zeit?
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    leider also keine tortenbilder heute – wir kehren so gerne bei ihm ein, im restaurant zur verflossenen zeit.
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    und ja, der tonfall ist immer richtig in seinem salon – schließlich muss hier niemand leise zweifel durch laute zustimmung überwinden.
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    und was ist, falls wir entschleunigen wollten? (dann geben wir unserem affen kandis – denn kandis ist langsamer als zucker)
    .
    und herzkammerinnenwandpanzerungen? (womöglich zutreffende beschreibung heruntergekommener öffentlicher dienste, anderswo)
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    und elektronen zu gummmibändern (das internet hält die welt zusammen, nicht staatsreiche) (ok, bis jetzt lediglich im vorgriff) (oder: aus der reihe: kleine grabesreden für weltreiche, gefasst in bekannt verblasste massivgold-ausgaben)
    .
    und internet ist hochbegabtenförderung für dumme. (*g*)
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    aber seelenzauber – das leben ist keine zusammenschau. sondern besteht lediglich aus einzelnen gedanken.
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    und die hausparty in der historischen schützenhalle in lüdenscheid ist auch schon ausverkauft.
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    und wir bitten uns zu überlesen,
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    und grüße an seine mitarbeiter von den stadtwerken – wenn schon die mieter nur eine last. (*g*)

  27. und eine klitzekleine...
    und eine klitzekleine abschweifung vom zeitgeist wäre gestattet – und vom thema? lediglich als beitrag zum samstag abend gedacht, nicht länger – und als nichts anderes?
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    deutschland kann zur zeit unter druck jederzeit die bündnispartner wechseln, billig & beliebig tauschen. z.b. von den usa noch rotchina und zurück. denn es ist kein freies land. und flucht, egal wohin, stünde jedem flüchtling, jedem unfreien zu. friedensvertrag aber, volle souveränität und volle verantwortung erst bänden deutschland eindeutig. an die usa, an den westen. an die anderen freien. (aus der reihe psychologie der nationen heute, neue motti, den außenpolitiken vorgeschlagen.) (gsci – neue bildungen, der natur abgeschaut, denn mensch ist natur)
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    ein text, nicht mehr, nicht weniger. unter freien und verantwortlichen. und voller irrtümer, sicherlich.
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    und depardieu ist in sotschi. (auch das ist auch vollkommen natürlich?)

  28. Schön geschrieben,keine...
    Schön geschrieben,keine Frage.
    Aber wie gewohnt einseitig.
    Es geht nämlich auch andersrum.
    Beispiel:
    Meine erste Wohnung mit 19 war ein kleines Bauernhaus.
    Mit Plumpsklo,aber zugegeben,die Miete war günstig.
    Geld hatte der Vermieter schon,aber Gemälde hat er keine gekauft.
    Dafür jede Menge Bier im Wirtshaus.
    Da blieb halt nix für ein Wasserklosett übrig.
    Irgendwann merkte ich,dass er heimlich in die Wohnung geht.
    Zur Rede gestellt glaubte er Rauch gesehen zu haben,er müsse ja schliesslich nach dem Rechten sehen,es hätte brennen können.
    Daraufhin habe ich das Schloss an der Wohnzimmertür ausgetauscht und einen Schlüssel in einem Holzkästchen mit Glasscheibe sowie einen Hammer neben die Tür an die Wand gehängt.
    Zum Vermieter sagte ich,wenns mal brennt dürfe er gern mit dem Hammer die Scheibe einschlagen,den Schlüssel nehmen,in die Wohnung gehen und löschen.
    Es gab natürlich einen Riesenärger.
    Ich bin dann von mir aus ausgezogen.
    Danach stand das Haus noch etliche Jahre leer,bis es abgerissen werden musste.

  29. Mieter, meine geborenen Feinde...
    Mieter, meine geborenen Feinde –
    danke für den lustigen Artikel.
    Ich vermiete nicht mehr. Das deutsche Mietrecht ist so mieterfreundlich, weil die meisten Vermieter Privatleute sind. Nur 5 % der Mietwohnungn sind in öffentlicher Hand.

  30. Wenn die Überschrift lauten...
    Wenn die Überschrift lauten würde:
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    “Vom richtigen Umgang mit Frau U.”
    .
    hätte ich überhaupt nix auszusetzen

  31. Polarisierung olé!
    .
    1050,...

    Polarisierung olé!
    .
    1050, ja, das ist es. Wohnen ist nun mal ein privatisiertes und liberalisiertes Grundrecht.

  32. (Aber die Leute wollen es...
    (Aber die Leute wollen es genau so. Wenn man ihnen erzählt, wie es in Italien ist, jammern sie ja auch und regen sich auf und finden das total hinterwäldlerisch.)

  33. Bruckbacher, sicher, aber so...
    Bruckbacher, sicher, aber so muss man mit dem Geschäft gar nicht anfangen. Ich habe kein Problem damit, es der Kundschaft recjt zu machen (das tue ich auch hier), aber es gibt eine Schallgrenze zwischen Verständigung und Ver*****ung. Und manche Mieter halten den Mietvertrag für einen Feibrief zum frech sein.
    .
    perfekt57, Tortenbilder kommen noch genug.

  34. ergo sum, das ist dann mehe...
    ergo sum, das ist dann mehe Geldanlage, das ist nochmal ein anderes Thema.
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    Vroni, das kann man versuchen. Dann kann der Vermieter aber auch foirdern, was rechtlich möglich ist, und da gibt es ganz viel böse Möglichkeiten, siehe München. Und man lernt schnell, wenn der andere fies ist. Idealerweise ist das ein gutes, verständnisvolles Verhältnis, dann will auch niemand verkaufen, so wie ich.

  35. achwas, die fragliche, von mir...
    achwas, die fragliche, von mir erfundene Frau U. ist in der Realität keine Unternehmerin, sondern mittleres HR- und Nerv-Management.
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    Donna Laura, da bin ich Don Gnadenlos: Wer unebdingt einen Neubau will, soll einen beziehen. Da gibt es jede Menge draussen vor der Stadt. Wer aber einen Altbau will, bekommt den auch und muss mit den Folgen leben. Und bei uns ist es nun mal so, dass kein Mietermangel herrscht, sondern Wohnraummangel.

  36. Rotwild, so im Grossen und...
    Rotwild, so im Grossen und Ganzen sind die meisten Mieter reizende Menschen, mit denen man gut reden kann, wenn man ein gutes Klima schafft. Aber es gibt halt auch Abwohner und Runterleber, denen es egal ist und die das Ganze als ihren gerechten Klassenkampf betrachten. Zum Glück muss man ja nicht jeden nehmen. Aber die UNzufriedenen und Dauermäkler und “Ich habe bezahlt und jetzt kann ich auch verrlangen dass”-Leute nehmen durchaus zu, auch aufgrund der unkommoden Frechheiten der Optimierungsgesellschaft. Man kämpft also weniger gegen die APO als vielmehr gegen die Mieter-FDP, zumindest in den besseren Lagen.
    .
    Der Gärtner und dhyanesh, wir hatten den Fall einer gegen unseren Willen entstandenen WG, die zum Auszug nochmal eine Überschwemmung mit Wasserschaden verursachte und glaubte, es gäbe eine Solidarität unter Mietern, die man durch Einwerfen eines Zettels in den Briefkasten und Abhauens hervorrufen könnte. Ich betrachte das als das, als was die Damen das auch betrachten sollten: Als Lernprozess. Zum Glück sind die fraglichen Objekte aber so, dass man sich auf die eigenen Mieter verlassen kann: Die sind ordentlich und bringen auch ordentliche Leute an, sobald wieder etwas frei wird.

  37. Was den Mieterbund angeht:...
    Was den Mieterbund angeht: Effektiv ist der bei uns nicht besonders, weil wir einen Wohnraummangel haben. Aber trotzdem bedeutet das Scherereien und Schriftverkehr und kostet Zeit und Nerven für Summen, für die andere einmal mit der Familie essen gehen würden.Psychologisches Druckmittel, das man am besten mit “mein Onkel ist bei der Schufa und meine Nichte räumt Häuser n München” beantworten sollte.

  38. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr K…en,
    ich sehe mich von Demoiselle F., die der deutschen Sprache nicht in der hier anzusprechenden Angelegenheit ausreichend maechtig ist, sowie ihrer Wohnungsgenossin, Frl. M., beauftragt, Ihnen folgendes mitzuteilen:
    Sie als Vermieter der Wohnung (Stadt, Strasse, Nummer, Etage) werden hiermit eindringlich gebeten, die Wohnung beider Damen NIEMALS mehr in Abwesenheit obengenannter Mieterinnen zu betreten.
    .
    Die Gruende: Mehrmals stellten die beiden jungen Frauen fest, dass in deren Abwesenheit vermutlich Sie, als Inhaber eines Generalschluessels, sich in genannte Wohnung begaben, um die herumliegende Unterwaesche beider Frauen mit maennlichem Ordnungssinn sauber auf Stuhllehnen anzuordnen.
    .
    Welche mentale Abweichung Ihrerseits fuer Ihr Verhalten verantwortlich zu machen ist, kann ich nicht beurteilen; ich will Ingenieur werden, kein Psychiater.
    .
    Bevor wir bei weiterem Fehlverhalten zu juristischen Konsequenzen schreiten werden, verspreche ich Ihnen hoch und heilig, dass ich Sie vorher greifen werde, um Ihren Kopf im Etagenklo einer kalten Therapie zu unterziehen.
    .
    Es gilt also: Lassen Sie Ihre Wichsgriffel von der Waesche der beiden Maedchen.
    .
    MfG. Filou F. Filou
    .
    Beilage: Vollmacht und eidesstattliche Erklaerung der Damen F. und M.

  39. Don,
    bin ab 2001 in einem...

    Don,
    bin ab 2001 in einem Miezhaus (ETW) statt in einem Mietshaus.
    Pure Notwehr. Der “nette” Vermieter ist Science Fiction. :-)

  40. heilige scheiße, was für...
    heilige scheiße, was für fliesen! und bayern zahlt in den länderfinanzausgleich… aber mit sicherheit nicht aufgrund größeren reichtums. wohl eher wegen höherer inflation.

  41. Don,
    so einen Brief schreibt...

    Don,
    so einen Brief schreibt man stolz als Mieter, wenn man gekündigt hat und in 2 Monaten sowieso in seinem kleinen angezahlten Miez-Eigentum sitzt. Dann macht er richtig Spaß.
    .
    [My Personal Stats gehen in Richtung Filou-Brief: Von 5 Vermietern, die ich hatte, waren vier nicht ganz sauber. Der eine, Verwalter, sein Teuer-Haus von “Schöner Wohnen” seinerzeit mit 1. Preis dekoriert, floh vor der Nürnberger Polizei nach Südafrika, nachdem sie bei ihm Unregelmäßigkeiten in 6-stelliger Höhe mit den Nebenkosten entdeckten …, der andere Vermieter war das Früchtch ähm 19jährige Vermietersöhnchen, welches über Nacht ohne Vorwarnung mit seinem ganzen Kaminholz mein Gärtchen zuschmiss, das ich – mit Erlaubnis – liebevoll bewirtschaftetete, und riss vorher früh um sieben die Pflanzen samt Kletterrosen raus. Die nächste war eine überneugierige “wohltätige” geizige Nervperson, die genau deswegen eine Heimsuchung war für den jungen evangelischen Pfarrer – der mein direkter Flur-Wohnungsnachbar war – und für den Pfarrgemeinderat, die ihren Ehemann (Ingenieur) vor ihren Mietern runterstutzte. Die Heizung hat sie jahrelang nicht machen lassen, ich fror im Winter. Der älteste Vermieter, eine katholische Stiftung in Bamberg seinerzeit, war im Vergleich fast harmlos. Sie verlangten kraft ihrer ubiquitären und alternativlosen Konfession Bediensteten-Demut: dass man heiratete, bevor man untertänigst als Paar einzuziehen gedachte.
    Bedarf an Gutsherrn-Vermietern such as ist mit all diesen freundlichen Erfahrungen bis auf Weiteres gedeckt.]
    Und nun wieder zum Wetter.:-)

  42. "alles nur...
    “alles nur westviertelanfänger hier … tss”. carlos, nicht die fliese ist die frage, die sieht gut aus. sondern die schiefe anbringung der armatur! also nach rechts verrückt auf der fliese. “daran sieht doch jeder sofort den doofen altbau!” – also jeder sofort.
    .
    denn zuerst zählt man die fliesen aus, resp. lässt das machen, also von der badewannenecke aus gerechnet – und dann werden die wasserleitungen vom installateur gelegt, dass die armatur mittig auf der fliese sitzt, nicht wir hier rechts geklemmt – und dann auch noch kaum verdeckt rechts die kante dran angestückelt. (in sowas zögen wir eh nie ein, verletzt ja jeden guten menschenverstand… .)
    .
    (aber wen interessiert so was, wir sind immer sauber. auch wenn wir uns vom arbeiten nicht waschen. nur der geruch stinkt dann manchmal.)
    .
    (und lügengeschichten neuerdings überall – sogar nun auch von unseren adligen http://home.arcor.de/epservice/spezialreporte/asket.pdf “sie müssen aus dem netz klettern, um fliegen zu lernen” – aber wie liest man faz dabei?

  43. Mon dieu, ich vermiete & miete...
    Mon dieu, ich vermiete & miete gleichzeitig – vermieten klappt nach einigen erstaunlichen Erfahrungen nun endlich aufgrund sozialer Kontrolle (nur noch Mieter, deren Umfeld, insbesondere Eltern, ich persönlich kenne), vorher habe ich ganz hübsch Lehrgeld zahlen dürfen. Aber Mieten, in München … mühsam. Da gibt es Vermieteranwälte, die halten sich für richtig harte Burschen. On verra, wenn’s wirklich stimmt, muß ich auch auf’s Land ziehen, der sozialen Kontrolle wegen.
    Die soziale Kontrolle funktioniert nämlich offensichtlich in beide Richtungen, auch da, wo die Rechtsordnung sich in Grauzonen verlieren würde.

  44. @Stefan von Zollern-Alb, da...
    @Stefan von Zollern-Alb, da war ich bereits ausgezogen. Ich war Student und stand den Herausforderungen und Unertraeglichkeiten des Lebens offen gegenueber. Schule des Lebens.

  45. @ Vroni 23:19 ... Tit for...
    @ Vroni 23:19 … Tit for Tat …

  46. lustige geschichten. unklar...
    lustige geschichten. unklar ist nur: warum will jemand partout immobilieneigentümer werden und die immobilien an andere leute vermieten, womöglich noch von der miete als rente leben? dass die mieter als nicht-eigentümer nur ihre eigene position sehen und mit allen mitteln durchfechten, ist völlig legitim. besser: wohneigentum für alle. noch besser: vergesellschaftetes wohneigentum für alle.

  47. Sehr geehrter Don,
    Ihre...

    Sehr geehrter Don,
    Ihre Verärgerung aufgrund überzogener Forderungen von Seiten der Mieter mögen in dem geschilderten Fall gerechtfertigt sein, zum richtigen Umgang mit den Mietern gehört in den meisten Fällen jedoch auch ein angemessenes Benehmen der Vermieter.
    Als Mieterin hatte ich bereits das Vergnügen Vermieter kennen zu lernen, die zwar ihren Mietern allerlei vorwarfen, i.d.R. ungerechtfertigt, ihrerseits sich jedoch nicht an Abmachungen hielten. Mehrmals waren Handwerker angekündigt, die nicht kamen, es folgten Vertröstungen, letztendlich haben wir es selbst übernommen. Das Unangenehmste waren unangekündigte Besuche. Niemand möchte von seinem Vermieter im Schlafzimmer geweckt werden! Zu meiner großen Überraschung bekam ich die Kaution zeitnah nach dem Umzug zurück, mit Zinsen! Andere Mieter mussten Monate warten.

  48. Und das ist nicht mal...
    Und das ist nicht mal überspitzt, ich könnte reihenweise solche Geschichten erzählen.
    In der Realität haben diese Leute dann aber den Finger gehoben und man kann weder Nebenkosten noch Mietrückstände einklagen, sondern muß dankbar sein, wenn man sie nach 6-12 Monaten rausgeklagt hat, wobei man dann, dank Rechtskostenbeihilfe, auch noch auf den eigenen Rechtsanwalts und Gerichtskosten sitzen bleibt, selbst wenn man den Prozess gewonnen hat.
    Vermieten in Deutschland?
    Niemals wieder!

  49. PS:
    In einem Gerichtsverfahren...

    PS:
    In einem Gerichtsverfahren könnte die verwendete Sprache vom Richter auch noch gegen den Vermieter ausgelegt werden, von wegen “Eigentum verpflichtet” und von wegen der “sozialen Verantwortung” des Kapitalistenschweines, das man in den Augen so einiger auf deutschen Unis erzogenen Richter als Mittelständler und privater Besitzender ist.

  50. Kleiner Gruß aus dem...
    Kleiner Gruß aus dem Gallusviertel.
    http://www.inkognito.de/images/articles/a3f873d90a107979dd55df36dde578a9_5.jpg?sCoreId=ac25d1ad15a57aa3740c3e7fcc82f129
    Jetzt muss ich aber schnell hier weg, bevor Herr Dagobert Duck vom Haus- und Grundbesitzervein hier auftaucht.
    .

  51. Schon Momus wusste:
    Das beste...

    Schon Momus wusste:
    Das beste Haus ist eines mit Rädern dran.
    Lässt der Vermieter oder der Nachbar die Maske fallen:
    Weiter geht`s,dem Glück entgegen !
    Bei einem Wohnmobil steht sich nur der Motor kaputt.
    Ich habe einen ausgebauten LKW-Anhänger.
    Kein TÜV,keine Baugenehmigung,kein Prüfstatiker.
    Geheizt wird mit einem Holzofen.
    Im Bedarfsfall einen Traktor vorne dran und tschüss.
    Derzeitige Miete im Gewerbegebiet: 0,50€/qm/Monat.
    Das ergibt eine Miete von ca. 100 Euro im Jahr.
    Mit sowas kann man die Banker so richtig ärgern.
    Die sanitäre Frage ist natürlich ein grosses Problem.
    Ich gehe oft ins Thermalbad.
    Für eine Mobiltoilette braucht man allerdings ein Gemüt wie ein Fleischerhund.
    Aber,um mich dem aktuellen Duktus anzupassen:
    Zum Kacken reicht es völlig aus

  52. Das Schlimme an den...
    Das Schlimme an den Optimierern ist, dass sie allen andern noch ein schlechtes Gewissen einreden.
    Dass sie blöd sind, weil sie es nicht genauso machen.

  53. Was ist...
    Was ist
    “Nerv-Management?”
    .
    Lieber Tiger, haben Sie vielleicht eine Ahnung?

  54. Es gibt auch das Gegenstück:...
    Es gibt auch das Gegenstück: Dumme (!) und dreiste Vermieter. Wobei Larmoyanz – und erst recht die humoristische Art – der besitzenden Klasse (Besitz hier nicht im Rechtssinne sondern marxistisch begriffen) eigentlich unerträglich ist.
    Und was die angeblich überbordenden Mieterrechte angeht – es ist mir schon klar, was gemeint ist – empfiehlt es sich, die Dinge doch einmal ganz grundsätzlich in philosophischer Ruhe zu betrachten: Ganz real: Irgendwo muß der Mensch ja tatsächlich bleiben.Und das ist keine Kleinigkeit. Es mag ja Vorteile haben, wenn anstatt der guten alten Lehnsherrschaft (die ja vor allem Lehnsherschaft war) privater und handelbarer Besitz an Grund und Boden möglich ist. Nur ändert das – wie gesagt – nichts daran, daß der Mensch irgendwo bleiben muß. Er hat nicht nur physische Bedürfnisse, er nimmt schlicht und einfach Raum ein. Und in einer Zeit, in dem sich demokratischer Unverstand und kapitalistische Ausbeutung etatistisch die Hand reichen und nicht einmal bereit sind, den Verlust von Gott und König belehnten Grund und Bodens durch ein monetäres Grundeinkommen zu substituieren, darf und kann es nicht verwundern, daß wenigstens halbherzige Kompromisse wie Sozialhilfe (selbst die wurde ja „abgeschafft“) und Mieterschutz existieren. Und wenn man dann statt Grund und Boden noch Dinge, die wesensmäßig privat sind, wie die eigene Bildung, etatistisch betreibt, planwirtschaftlich organisiert und demokratisch bevorschriftet und polizeilich deren prokrusteshaft normative Vergesellschaftung und ausnahmslose Teilnahme erzwingt, dann gibt es eben zunehmend auch dumme und dreiste Menschen – auf Mieter und zunehmend auch auf Vermieterseite. Denn das neoaristokratische Bürgertum geht ja auch darüber zuschanden. Worauf ich noch zurückkomme. Es bleibt eine gewaltbereite politische Klasse und eine sich im Wettbewerb fast schon zerfleischende Klasse, die diese bedient. Und selbst um die „Spielregeln“ besteht ein unrechter und ungünstiger Wettbewerb um den „bestmöglichen“ Mißbrauch der Staatsgewalt. Wo Menschen anstatt Gemeinschaft zu pflegen als „Gesellschaft“ und als Parteigänger elemanterstes Naturrecht systematisch und wortwörtlich gesetzmäßig verletzen und die Natur der Dinge und das Recht durch demokratische Willkür und politische Gewalt ersetzen, ist man dann eben doch von einer möglichen Zivilisation meilenweit entfernt. Wo Menschen, anstatt frei – und zwar für sich – zu handeln vermögen, danach schielen am liebsten Alles Allen vorzuschreiben, jedenfalls „mitzubestimmen“ und zudem geifern, die eigene Meinung als Parteigänger mit Gewalt durchzusetzen – und dann auch noch die Kosten dieser Durchsetzung verstaatlichen, da ist nun einmal jeder Anstand und jede Moral, jede Gesittetheit, Vernunft und (Charakter)-Bildung letztendlich zum Untergang geweiht. Wer den heiligen Pfad der vertikalen Weltenordnung verläßt, der landet nun einmal irgendwann auch allenthalben in den todgeweihten Niederungen horizontalen Niveaus. Und vielleicht erkennt er dann, daß die neuzeitlichen und modernen „Stützen der Gesellschaft“ nicht tragen und nie tragen konnten, weil schon Gesellschaft an sich etwas (bestenfalls spießig) Boshaftes hat und ist – und immer auch eine Gesellschaft der Rebellion gegen die vertikale Ordnung darstellt. Um es vielleicht noch deutlicher zu sagen: Letztendlich ist Gesellschaft horizontal und duldet ebenso letztendlich nicht einmal vertikal ausgerichtete Stützen.

  55. Lieber Don Alphonso,
    der Dr....

    Lieber Don Alphonso,
    der Dr. G., das war doch nicht der ex-Dr. G. der seines werten Titels verlustig ging?! Ich nehme an, er verkehrt nicht gerade in Ihren Kreisen ;-).
    Sehen Sie sich eigentlich das Dreikoenigstreffen an? Waere vielleicht auch mal ein Blogeintrag wert? Oder ziehen Sie die Dreigroschenoper vor? Oder The Three Stooges? Larry, Moe and Curly wuerden in fast jede dt. Partei passen, nicht wahr? Danke fuer den ersten Eintrag im neuen Jahr!!

  56. Bei den horrenden Mieten ist...
    Bei den horrenden Mieten ist der Ärger nachvollziehbar. Die Leute werden verbiestert wenn sie dran denken, wie sie ausgenommen werden. Meist von Erben der Wohnungen und Häuser. Als ich noch Mieter war wohnte ich noch kein einziges Mal in einer perfekten Wohnung. Ich könnte Bücher über Vermieter schreiben. Aber da ich jetzt keine Miete mehr bezahle bin ich milder gestimmt. Der Vermietersumpf liegt hinter mir.
    Halleluja

  57. ! „dermabrasive peelings“...
    ! „dermabrasive peelings“ !
    ?
    Irrwitzig: da bieten Menschen einem „Behandler“
    ihr Gesicht dar … um es zu verlieren.
    .
    So eine Kur auf Fliesen/Fugen, würde nur einen Bruchteil kosten;
    das Bad … gewönne an Gesicht.
    .
    Haus (putz+streich) Musik
    http://www.youtube.com/watch?v=8J4mWbpzZvs
    .

  58. Lieber Don Alphonso, Sie tun...
    Lieber Don Alphonso, Sie tun mir leid, aber glauben Sie mir, ich kenne diese Probleme. Daher haben wir sukzessive alle nicht selbst genutzten Immobilien verkauft, denn Vermieten ist in diesem Land mittlerweile das idiotischste, was man machen kann. Das sollen lieber große Unternehmen mit einem Heer an Rechtsanwälten besorgen, ansonsten hat man kaum Chancen.
    .
    Leider hat Don Alphonso auch keine andere Chance mit seinem Palazzo in Ingolstadt, als den nicht von ihm genutzten Wohnraum zu vermieten. Mein Beileid.
    .
    PS: Mit dem Rodeln ist es dieses Jahr irgendwie nicht so ideal. Wir waren lieber ein paar Tage in Venedig mit den Kindern.
    .
    Beste Grüße, mawu

  59. PLATON`S ...
    PLATON`S 156.DIALOG
    .
    Personen:Bruckbacher,Sokrates
    .
    Bruckbacher:Nennt man die Miete nicht auch den Mietzins?
    Sokrates: Das tut man
    B.: Tut man das in Anlehnung an die Zinsen der Banken ?
    S.: Daher kommt es
    B.:Ein Banker verleiht also Geld und kassiert dafür Zinsen
    S.: Das macht er
    B.:Und ein Vermieter verleiht ein Haus und kassiert dafür Zinsen
    S.: So ist es
    B.: Don Alphonso sagt,alle Banker sind Arschlöcher
    S.: Da hat er Recht
    B.: Don Alphonso ist ein Vermieter
    S.:(erstaunt) echt ?
    B.: Ist Don Alphonso jetzt ein …..
    S.:(überlegt) Lass uns in die Stoa gehen und ein paar gymnastische Übungen machen…

  60. " Was ist Nerv - Management?...
    ” Was ist Nerv – Management? ”
    .
    Machiavelli für Arme.

  61. @Vroni:
    Lost in translation:...

    @Vroni:
    Lost in translation: Sollten Sie jemals einem amerikanischen Bekannten auf Englisch Ihre Wohnverhaeltnisse schildern, sagen Sie auf keinen Fall “Since 2001, I live in a cathouse.”
    @Bruckbacher:
    Diogenes kam mit einem Fass aus. Aber er war Grieche, dort ist es waermer als in D (vielleicht mit Ausnahme der Insel Mainau, aber nicht des Tegernsees), und er mag seinen Bericht auch etwas geschoent haben …

  62. Ein rationaler Umgang mit...
    Ein rationaler Umgang mit Modernisierungswünschen von Mietern könnte natürlich auch darin bestehen, den Mieter mit der nach der Gesetzeslage möglichen Mieterhöhung zu konfrontieren. Die Rendite für den Vermieter ist doch schließlich nicht schlecht, wenn man davon ausgeht, daß das neue Bad mindestens 20 Jahre hält…
    .
    Und ich selbst möchte nach schon weit zurückliegender 20jähriger Erfahrung als Mieter und aufgrund der Erzählungen von Bekannten über ihre Vermietungen weder Mieter noch Vermieter sein. Hier auf dem Lande (Oberfranken) kann sich eigentlich jeder sein eigenes Dach über dem Kopf leisten und frei entscheiden, ob er ein Jakutsi
    braucht …was ist das überhaupt, ein “Jakutsi” ???

  63. Die deutschsprachige Welt hat...
    Die deutschsprachige Welt hat die niedrigste Wohnungs-Eigentumsquote, obwohl wir zu den wohlhabendsten Ländern gehören. Das gibt zu denken. Brauchen wir etwa Mietverhältnisse, um ein spezielles deutsches Querulantentum zu pflegen? Sagt nicht ein Dutzend liebevoll formulierter Briefe zu einer eher belanglosen Mietangelegenheiten viel über unseren Charakter aus? Sind wir besonders risikoscheu und überlassen die Finanzierung unseres wichtigsten Grundbedürfnisses lieber anderen? Auch die Weigerung, Familien zu gründen, erscheint jetzt in einem neuen Licht.
    .
    Siehe hierzu auch:
    Jonathan Ben Shlomo: Unterschiede in den Eigentumsquoten von Wohnimmobilien – Erklärungsversuche und Wirkungsanalyse, Wiss. Hochsch. Lahr (2011), im Internet veröffentlicht.
    .
    Gut, das war jetzt ziemlich humorlos. Ich kann auch anders.

  64. Auch professionelle...
    Auch professionelle Hausverwaltung hat ihre eigenen Tücken.
    .
    Je nach verwendetem Modell schlägt die Mathematik Purzelbäume.

  65. @Bruckbacher II:
    S: Ein Banker...

    @Bruckbacher II:
    S: Ein Banker verleiht zu 90% nicht sein/ihr Geld, sondern “other people’s money.” (Und warum darf er/sie fuer diesen Dienst kein Entgelt nehmen? Dienen Sie anderen Menschen, ohne dafuer etwas zu verlangen?) Ein Vermieter verleiht sein/ihr Eigentum. Und wenn nicht fuer Geld, sondern aus Barmherzigkeit, doch wie barmherzig ist dann der Mieter? Duerstet es den barmherzigen Vermieter, bringt ihm/ihr der Mieter eine Schale Tee?

  66. Hochgeschätzter...
    Hochgeschätzter Don,
    herrlicher Briefwechsel Ihrer Frau Mutter. Ich befand mich in ähnlichen Situationen seit Immobilienbesitz in unserem Hause Einzug fand. So um 1176. Dann wurden Liegenschaften, Dörfer, kleinere Weiler und Städtchen verpachtet. Wenn dann ein Pächter den Nebenkosten nicht nachkam, wurden “Hausbesuche” notwendig. Hierfür gab es bewaffnetes Personal, das sich im Kassenbuch mit ca. 20% der jährlichen Ausgaben bemerkbar machte, dafür konnte man auf Korrespondenz, wie oben zu sehen, verzichten. Man konnte sich mit erfreulicherem auseinandersetzen. Tanz und Ball, Speis und Trank. Hier empfehle ich das Buch, das der Don hier schon einmal besprach: BNie war es herrlicher zu leben. Der Autor übrigens ein entferntes Familienmitglied aus Frankreich. Köstlich!
    Eine Hausverwaltung ist in diesen speziellen Fällen immer hilfreich. Hierauf haben wir uns auch vor einigen Jahrzehnten, Ende des 19. Jhd., eingelassen. Erspart eine Menge Ärger. Stichwort Bäder und vorhandene wie nichtvorhandene Bäder in Immobilien von 1600….
    Ein entspanntes 2013 wünscht Ihnen Ihr
    MvB-B

  67. lieber in-die-Broekmaker/7.55...
    lieber in-die-Broekmaker/7.55 u, letzte zeile, nun hat die liebe runde auch erfahren, weswegen sie so auf dosenravioli abfahren.
    .
    lieber don/22.51 u, zwei monatsmieten sind ausreichend, wenn wir alle essen gehen.
    .
    “vergesellschaftetes wohneigentum”. oh, wunderbar. ein held!

  68. John Jacob Astor, 1763 in...
    John Jacob Astor, 1763 in D-Walldorf geboren, 1835 der reichste
    Mensch in den USA geworden, sagte:
    “Buy the acre, sell the lot” d.h.
    Land (hektarweise) kaufen, in Parzellen aufteilen und (einzeln) verkaufen…

  69. der immobilienboom läßt auch...
    der immobilienboom läßt auch die zahl guter Mieter schrumpfen,.
    manch einer läßt sich doch von sparkassenbetriebswirten in schlechten Anzügen kredite mit 90% beleihung verordnen, zieht damit ins eigentum geniesst es “dazuzugehören” und weiss nicht wie er als zukünftig arbeitsloser ehemaliger IT overperformer zurückzahlen soll.
    auch bestenfalls sind zur tilgung oft zwei oder drei leben notwendig.
    ingesamt erbärmliches schauspiel.

  70. @DA: Abwohner und Runterleber...
    @DA: Abwohner und Runterleber in der Optimierungsgesellschaft…sehr schön gesagt. Und den Kern getroffen. Betriebswirtschaftliche Optimierung macht ALLES kaputt!

  71. HansMeier555 – Wo habe ich...
    HansMeier555 – Wo habe ich behauptet, irgendwelche Ahnung zu haben? Ich habe mein erstes Haus mit 30 gekauft und seither wohne ich im eigenen Besitz. Vermieten tun wir nichts. Unser Ferienhaus steht 49 Wochen im Haus leer – außer, wenn Freunde sich da kostenlos einquartieren.
    .
    Der Rehbock, der unter unserem Ferienhaus schon seit einigen Jahren wohnt, hat keinen Mietvertrag und bezahlt auch keine Miete (aber reagiert immer sichtlich verärgert, wenn wir ihn für ein paar Wochen stören).

  72. Das ist nur zufällig in der...
    Das ist nur zufällig in der Vermieter-Mieter-Relation dargestellt. Das fragliche Verhalten findet sich überall.
    Als wir vor knapp 20 Jahren aus unserer letzten Mietwohnung auszogen, gab es eine damals 4 Jahre alte maßangefertigte Küche (Maßanfertigung wegen Dachschrägen), die sinnvollerweise am Platz blieb. Wir vereinbarten mit dem Nachmieter einen Abstand von damals 2.500 Mark, bei einem Neupreis vier Jahre vorher von 12.000 Mark. Alle Geräte blieben natürlich in der Küche; wie kauften eine völlig neue. Was nach dem Umzug nicht kam, war das Geld. Wir schalteten einen Anwalt ein, der Nachmieter schaltete einen Anwalt ein. Der Anwalt des Nachmieters behauptete, es habe keinen Kaufvertrag über die Küche gegeben.
    Prima. Unser Anwalt schrieb zurück, dann gehöre die Küche offenbar noch uns. Er biete 3 Termine an, an einem dieser Termine werde eine Firma kommen, um die Küche abzubauen und zu entfernen.
    Wir hätten das durchgezogen (es hilft halt, wenn man das Geld hat), aber eine Woche später waren die 2.500 Mark auf unserem Konto.

  73. Übrigens, das Zeug von Foto 3...
    Übrigens, das Zeug von Foto 3 ist gut, wer sich damit den Nacken einreibt,kommt als olfaktorisches Äquivalent zu einer Lancia Aurelia B 24 Spider America rüber.

  74. Filou , in Köln kann man...
    Filou , in Köln kann man nicht wohnen, überall zu laut wg. Autobahn oder Einflugschneise,
    Die Münchener sind schlauer, Flughafen im Moor, und kein Autobahnring um das Südviertel

  75. Lieber Helmut Weiss,
    ich bin...

    Lieber Helmut Weiss,
    ich bin ja bei Ihnen (wie diese unheilige Beratungs- , Optimierer- und Coacherbande auch immer sagt. Wohneigentum in D ist auffällig niedrig verglichen mit anderen Ländern.
    .
    In der Ursache bin jedoch noch uneins mit Ihnen:
    Muss nicht unbedingt an Risiskoscheu liegen.
    .
    Kann auch daran liegen, dass bei uns vergleichsweise sehr perfektionistisch gebaut wird (bei allem Respekt und bei allen Pfuschereien, die es auch gibt). Und die Kosten für eigenen Top-Grund – supererschlossen, modernst vollglasfaserverkabelt – , und ohne teuere Mauscheleien im Gemeinderat geht auch nixen – und ein eigenes Haus rasch unerschwinglich werden für einen einfachen Angestellten. Dafür natürlich stehen unsere Häuser nicht im Sumpfgrund (außer im Odergrund…) und fallen unser Häuser nicht bei jedem Orkan, oder wenn es in der Eifel ein bisschen rumpelt sofort wieder ein, wenn Sie verstehen, was ich meine.
    .
    In den US wird ohne Unterkellerung und ohne Massivbauweise gebaut, das und die noch verbreitetere Modulbauweise (Fertighaus) schlägt sich in einem deutlich niedrigeren Preis nieder. Einfache Häuschen kosten dort nur so viel wie Durchschnitts-Deutsche für ihren Optimierer-Angeber-Mittelklasse-BMW ausgeben.
    .
    Mir wär das ja nicht recht: ich mag kein Eigentum, das einem hinterfotzig unterm A*** wegrostet, wenn man mal nicht hinschaut. Zuviel und zu schneller Verfall, das schafft keine Schimmel-Immobilie.
    .
    Brüller-These: Der Deutsche wohnt bereits im Eigentum: in seinem Super-Auto (falls es nicht geliest oder auf Pump ist). Brezelbrösel, Coladosen, komplettierte Schminkstuben im Handschuhfach oder/und^^ Rasierapparate am Zigarettenanzünder geben beredtes Zeugnis darüber.
    .
    [Dänen bauen auch gerne ohne Massivbausteine, dafür aber schon lange in einer sehr guten, wärmeerhaltenden Holzbauweise. Schlau.]

  76. Wenn Josef,der Vater von Jesus...
    Wenn Josef,der Vater von Jesus Christus, im Jahre 0 den Stall von Bethlehem für 1Cent gekauft hätte und ihn dann mit einer Rendite von 5% pro Jahr weiter vermietet hätte,würde sei Vermögen heute 150Millionen Erdkugeln aus purem Gold betragen.Nachzulesen bei Wikipedia-Josefspfennig.

  77. Man zahlt immer einen Preis:...
    Man zahlt immer einen Preis: Mit Holzbauweise verlagert man die Kosten durch die Instandsetzung in die Zukunft. Das ist durchaus ok und nicht ehrenrührig. Nur muss man halt auch hier wissen, was auf einen zukommt. Altes Holzhaus + niedrige Rente zum Beispiel ist eine unschöne Kombination.

  78. @ ibaxugeu
    Ja stimmt. Man kann...

    @ ibaxugeu
    Ja stimmt. Man kann nicht behaupten, Bayern hätten keinen Humor: Ausnahme neben dem bereits erwähnten Odergrund ist unser Münchner Flughafen, der nach einem flugunfähigen Vogel benannt ist. Er steht deutlich im Sumpf.

  79. @ Lieber specialmarke
    Da Sie...

    @ Lieber specialmarke
    Da Sie sich als Oberfranke geoutet haben, eine Frage, ob Sie das auch so sehen:
    .
    Als solcher O. im Münchner Exil (Abkürzung OiME) fragte ich meine eine Verwandtschaft, die noch dort oben lebt in einem neuen Haus mit Fußbodenheizung und Bad-Trallala:
    “Wie kann es sein, dass dieser Herr B. (Bauunternehmer und zumindest für mich Riesen *+++loch) trotz der Tatsache, dass in Oberfranken Myriaden von Häusern leerstehen, mit Vermietung von hingek(l)otzten Neubauten mit Fußbodenheizung und Bad-Trallala wahnsinnig Kohle macht?
    .
    Dass er nicht auf seinen pseudo-Toskana-Buden sitzenbleibt? Zieht doch keiner mehr nach Oberfranken? Man zieht dort weg, zur Ausbildung, zwecks Beruf, etc. Überalterung, hohe Arbeitslosigkeit in Hof, Kulmbach und so?”
    .
    Sagt die Verwandtschaft: “Stimmt. Es stehen zwar faktisch viele Häuser und Bauernhäuser leer, doch da reinziehen will kein Enkel mehr.
    .
    Man will Komfort, man will keinen feuchten Modergeruch, den alte Häuser ausströmen, der Oberfranke WILL Riesen-Panoramafenster, Whirlpool und den ganzen heißen Shice. Er will die alten, niedrigen Häuschen nicht, und auch nicht die alte Bauernhäuser. Des alte Glump. Wenn er nicht selbst neue Whirlpool-Häuser bauen kann oder keine Zeit hat, mietet er das, hat er kein Problem mit.”
    .
    “Des alte Glump.” Hätte ich früher drauf kommen können.

  80. @ Στέφανος
    Ja, ich...

    @ Στέφανος
    Ja, ich find auch, dass endlich Schluss sein muss mit dem Vermieter-Elend.
    Völlig zerlumpt und schlecht ernährt schlurfen sie zu den Silberschüsseln, wo nur ein einzige Trüffelscheibe drauf – und die nicht einmal aus dem Perigord – etwas Hoffnung vemittelt in schwierigen Zeiten des frechen Pöbels.

  81. Schimmel ist ein schoenes...
    Schimmel ist ein schoenes Stichwort. Nachdem an unserem Mietreiheneckhaus mittels Styroporkuegelchen der Isolierungswahn Fuss gefasst hatte, breitete sich an den Innenwaenden Schimmel aus. Beschwerden beim Vermieter, fruchteten ueberhaupt nichts; man raegierte nicht einmal.
    .
    Was tun, sprach Zeus, die Goetter sind besoffen.
    .
    Zusammen mit einem befreundeten Grafiker bastelte ich einen huebschen, teuer aussehenden Flyer, auf dem zur Presseparty im verschimmelten Badezimmer eingeladen wurde.
    Kommet zuhauf!
    .
    Versprochen wurde Champagner, Petit Four und das Auftreten der ‘Zangeres zonder naam’ (angefragt) [1].
    .
    Endlich reagierte der Vermieter. Genuetzt hat es dennoch nicht. Der Schimmel lebte froehlich unter dem Neuanstrich weiter, die Waende blieben feucht und wir bezogen gegen unseren Willen das Haus, das uns schon immer gehoerte, aber staendig vermietet war.
    .
    [1] Eine hollaendische Kitschikone.
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    (Auch diese Geschichte ist wahr. Ich brauchte sie noch nicht mal anzudicken. Das Leben ist saemig genug.)

  82. @ 07:44 - so wohl, als auch....
    @ 07:44 – so wohl, als auch. wir hatten schon aus den fehlern der anderen wie von gutem vorbild gelernt. und alles möglicherweise einstellungssache. so lange ich mich noch über die vielfalt aufrege, die die anderen, wie auch immer, sind, solange gibts in uns noch zu bessern.
    .
    und wir alle sind höchstwahrscheinlich den ganzen lebensweg lang “optimierer”. kommt nur drauf an wie. (am besten halt unauffällig und nur für uns alleine? ja, sicher)
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    und frage: was ist ein macciavelli für reiche?
    .
    und eine frage der ehre. aber man kann auch anschaffen lassen.

  83. deutschland hasst sich...
    deutschland hasst sich gegenseitig.
    jeder hasst jeden.

  84. Das Deutsche Mietrecht scheint...
    Das Deutsche Mietrecht scheint wesentlich mieterfreundlicher als das österreichische MRG zu sein. Hierzulande geht ohne Anwalt gar nix, Forderungen nach einer Renovierung werden nicht einmal ignoriert, sowohl von Verwaltern als auch von Eigentümern, zwischen denen es aber auch Interessenskonflikte gibt. Am besten man mietet/vermietet im angestammten sozialen Umfeld, damit habe ich persönlich die besten Erfahrungen.
    In Wien wird am meisten gemietet, allerdings mit einem hohen Anteil an Sozialwohnungen (Gemeindebau) und gefördertem Wohnbau (Genossenschaften).

  85. und man kann auch anschaffen...
    und man kann auch anschaffen lassen. unser staat macht z. b. das womöglich auch gerade mit uns. gewährt dafür schutz und sicherheit im gegenzug. und wer an der ecke steht darf auch unsinn schwätzen. solange er nicht stört beim schutz-machen. in dem er z.b. feststellte, dass er für zweitklassige, selbsternannte schützer bezahlte, die kaum etwas anderes könnten, als anderen in die tasche zu fassen. reine frage der emanzipation. wer schützt, ist halt wichtig und braucht nicht zu arbeiten. aber nur am rande. und viele können auch nichts anderes. einfach zu dumm. aber wem sagen wir das?

  86. ...
    http://www.youtube.com/watch?v=qrO6f1WfUxAtwas selber zu können ist nur für eine ganz bestimmte, enge soziale schicht etwas unangenehm verkehrtes. eben genau die, die auf einem büro durchschnittlich etwas druchschnittliches reden können und wollen, mit tendenz zum überdurchschnittlichen ggfls.. danach hört es sich hier halt so einwenig auch mit an.
    .
    das volk insgesamt aber ist der held. http://www.youtube.com/watch?v=qrO6f1WfUxA – evtl. inkl. der vorstände unserer automobilindustrie, die auch nichts hätten gegen selber-schrauben – from time to time.
    .
    (und ferdinand piech hat sich um deutschland verdient gemacht. und jetzt gerade gemeinsam mit kanzlerinchen in nord-korea anscheinend noch einmal mehr. in absolut herausragender weise. wichtigstes ereigniss seid der wiedervereinigung. deutschland ist pazifikmacht. und zwar noch deutlich vor barack. sehr deutlich sogar. aber das jetzt wieder eine andere baustelle. und wir gratulieren kanzlerinchen, dass sie solche männer hat, und den zugang zu ihnen pflegt.)
    .
    und @ hans meier – und der marsch durch die institutionen wäre heute der marsch durch die finanzmärkte? (mit allen mitteln des eroberten staates, sic?)

  87. klar doch, links vergessen -...
    klar doch, links vergessen – unter jungen erwachsenen http://www.youtube.com/watch?v=qrO6f1WfUxA http://www.youtube.com/watch?v=EY7IhtL83gw
    http://www.youtube.com/watch?v=7_0CvsTaz-g
    .
    man hat doch heute kaum noch zeit mit anderen über seine “probleme” zu reden, schließlich gibt es das internet, da werden wir schneller fündig, als in den langweiligen erzählungen der offline-mitmenschen.

  88. Der Primat an sich schätzt...
    Der Primat an sich schätzt nun mal ein wärmendes Bad, und dem Mensch als König der Primaten ist sein Bad sakrosankt, Tempel&Allerheiligstes, und im Zweifel noch wichtiger als das Herdfeuer – jedenfalls verbrächten die meisten vergleichsweise lieber ihre Zeit im Luxuspool als in der denkbar luxuriösesten Küche – (besonders unter den Damen scheint mir diese Einstellung weitverbreitet)…
    Bedarf es eines Beweises? Bitteschön:)
    http://www.rastlos.com/japan2007/images/onsen_mit_affen.jpg
    .
    Ja, 2013 kann nicht anders werden als 2012, wie sollte es auch, es sei denn, durch glückliche Zufälle um nicht zu sagen da bräuchte es schon Wunder (per def. ja Aufhebung der Naturgesetze): denn die Menschen haben sich ja nicht geändert, sie streben nach handfest-materiellem Wohlbehagen, und davon halt immer mehr, da gibt es keine Grenzen des Wachstums, die liegen eher im Bereich der spirituellen und moralischen wellness.
    Und so genügt es nicht, dass die Höhle des Hominiden trocken, beheizbar, winddicht und vielleicht auch noch flut- und erdbebensicher ist – nein, da muss es schon eine Höhle mit Blick auf den See sein, besser allerdings noch eine mit direktem Uferzugang zur Thermalquelle. Die Weibchen wünschen sich das so, und die Männchen wissens im übrigen aber auch durchaus zu schätzen, solche Annehmlichkeiten.
    .
    Zur Hölle also mit nachhaltigem Wirtschaften und dem einfachen Leben. Und weiter so!
    .
    Die Frau U hat m.E. nichts falsch, sondern alles richtig gemacht. Sie hat darauf geachtet, ihren persönlichen Gewinn und Nutzen zu maximieren, was im Grunde natürlich ja nur auf Kosten anderer gehen kann. Sie hat sich also völlig markt- und systemkonform verhalten, ihre Einstellung als solche scheint mir vorzüglich vorbildlich und abbildlich. Freilich kann man einwenden, sie habe die Machtverhältnisse falsch eingeschätzt und sich auf Augenhöhe gewähnt, wo sie sich ihr forderndes Anspruchsgebaren hätte leisten können. Merke also: Andere ausbeuten und sich derart verbessern funktioniert also nur, wenn man auch die entsprechende Macht hat.
    .
    Ob U nun für Unseld, UBS oder einfach nur ungezügelte Gier steht – die Geschichte ist jedenfalls musterhaft. Vor gewissen Geschäften wie Geschäftspartnern, ob nun Mieter oder Anteilseignern mit zweifelhaften Interessen bzgl. der richtigen finanziellen Strategie hinsichtlich der Verwertung von Altbaubeständen, Denkmalobjekten oder Backlists kann man nur immer wieder warnen und Abstand nehmen, das kann gar nicht oft genug gesagt und betont werden! Immer wieder kommen da Reinfälle selbst in den besten Kreisen vor. Auch 2013 wird uns sicher wieder mit einigen pikanten und amüsanten erfreuen – es sei denn, es geschähen noch Wunder.

  89. Ja,Ja,...erst Nostalgie und...
    Ja,Ja,…erst Nostalgie und Nachhaltigkeit und schwups – alles nur noch ” altes Glump”.
    Das ist hart.

  90. Dass eine Frau wie die U....
    Dass eine Frau wie die U. nicht weiß wann sie verloren hat, ist die eine Seite; dass
    ihre Wünsche nicht mehrheitsfähig seien,eine andere.

  91. @Vroni: Es ist natürlich so:...
    @Vroni: Es ist natürlich so: Oberfranken ist statistisch ein “Entleerungsgebiet” – nicht nur um Kulmbach herum sondern auch im Coburger Land. Als ich vor 30 Jahren mit junger Familie und wenig Geld von Berlin hierher zog, war es nicht schwierig, einem Besitzer eines leerstehenden Hauses einen selbstgestrickten Mietkaufvertrag schmackhaft zu machen, der mich nach sieben Jahren zum halben Besitzer machte und keinen Pfennig Bankzinsen kostete. Der Restpreis liess sich dann durch ein günstiges Hypothekendarlehen finanzieren. Und Modernisierungen beschränkten sich eher auf Dach, Fenster, Heizung und andere Elementarteile. Über ein “Jakutsi” – ich weiss immer noch nicht, was das sein soll – musste ich mir nicht den Kopf zerbrechen.
    .
    Einer meiner Söhne wohnt seit zehn Jahren in München und zahlt für zwei Zimmer in
    Innenstadtlage monatlich über 1 000 Euro Miete. Damit liesse sich hier problemlos ein stattliches guterhaltenes Haus finanzieren, sogar mit “Jakutsi”….

  92. wir bitten um nachsicht und...
    wir bitten um nachsicht und bleiben auch deshalb ganz leise: voraus die mieter. und wenn wir den kopf von ihnen abwenden, uns resp. ihn herumdrehen, dem leben zu, dann sähe man womöglich die anderen dinge. z.b. “wandel durch annäherung” wie erwäähnt eben. (leider geht das mit den meisten vollkommen unmöglichen mietern aus fernen sozialen schichten zum glück eben nicht so gut.)
    .
    hier wären am rande evtl. zwei, drei links: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/masterplan-mit-hilfe-deutscher-wissenschaftler-nordkorea-bereitet-baldige-oeffnung-der-wirtschaft-vor-12014602.html und von solchen “brückenköpfen” aus geschieht das wohl dankenswerter weise: http://www.welt.de/wirtschaft/article809851/Wir-sind-jetzt-halbe-Chinesen.html
    .
    “Vizeumweltminister Pan Yue erklärte jetzt, Umweltprüfungen von Einzelprojekten seien sinnlos. China brauche eine strategische Gesamt-Umweltplanung. Anders sei der ökologischen Zerstörung und der sich ausbreitenden Städte nicht mehr beizukommen. Der Mann muss Ihnen aus der Seele sprechen. …”
    .
    “China ist derzeit der wichtigste Absatzmarkt von Volkswagen. Im vergangenen Jahr ist der Absatz dort um 17,7 Prozent auf 2,26 Millionen Autos gestiegen. Das sind fast 27 Prozent des weltweiten Absatzes von 8,2 Millionen. Trotz sinkenden Wachstums hat sich der Aufwärtstrend in der ersten Hälfte des laufenden Jahres gehalten. Das Plus lag im Vorjahresvergleich bei 17,5 Prozent.” http://www.automobil-produktion.de/2012/09/volkswagen-patriarch-piech-daempft-china-hoffnungen/
    .
    und nur manche unmögliche deutsche frauen unter den mietern sind immer noch viel zu verwöhnt – und entsprechend ungezogen.
    .
    wobei naturgemäss viele exil-chinesen nicht nur glücklich sind darüber, dass und wie langsam alles vorangeht: “Albert Speer wird wirklich als Großmeister bezeichnet, und zwar in Überschriften. Die beiden Überschriften lauten “Sohn des nationalsozialistischen Großmeisters – der berühmte Architekt Speer spricht über China” und “Exklusives Interview über den Sohn des nationalsozialistischen Großmeisters und den Architektstar in China”. Innerhalb von zwei Jahren (2005-2006) wurde der Architekt Speer Junior zweimal interviewt, weil er seit 1995 mit dem Regime zusammenarbeitet. Über 80 Projekte hatte er bis zu den beiden Interviews für das Regime durchgeführt.” http://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/category/auslandpropaganda-der-kp-chinas/
    .
    also wirklich viele mieter bei uns jammern in der tat auf hohem niveau. die wissen oft gar nicht, dass und wie sie zur miete wohnen, ihre “freie entfaltung” der gesellschaft zur last fällt: hier, von 1400 netto pro monat gehen 700 für beauty drauf. http://www.snacktv.de/videos/play/das-hat-der-welt-noch-gefehlt-eine-weitere-lebende-barbie-puppe/740232

  93. 'Macciavelli für Arme" ist...
    ‘Macciavelli für Arme” ist für Ohnmächtige.
    Was außer nerven können sie schon tun?

  94. @specialmarke, vermutlich ist...
    @specialmarke, vermutlich ist sowas gemeint.
    http://www.dekasound.be/verhuurlijstfotos/jacuzzi.jpg
    .
    Alles Stuetzen,
    Die sitzen.

  95. @ whatcrisis,
    diesem modernen...

    @ whatcrisis,
    diesem modernen homo oeconimus hat Schirrmacher sein neues Buch “Ego” gewidmet.
    (http://www.randomhouse.de/Buch/Ego-Das-Spiel-des-Lebens/Frank-Schirrmacher/e339355.rhd)
    .
    [So “markt- und systemkonform” bröselt der homo-oeconmicus-Anfragende zunehmend in des Dienstleisters stille Manufaktur mit Betriebskatze. Man hat sich der meisten dieser homines entledigen können, bevor sie Schaden in Form seltsamer Forderungen anstellen konnten, die das doch verlangte Werk kurioserweise zunichte gemacht hätten. Früher mit Angabe der ehrlichen Gründe. Leider nehmen solche noch einmal erbost Anlauf. Jetzt neigt man zur freundlichen Lüge.]

  96. @Vroni 22:51,
    danke für...

    @Vroni 22:51,
    danke für diesen Hinweis, solch ein Buchtitel scheint mir keine unzeitgemäße Betrachtung zu sein, und bei der Inhaltsbeschreibung musste ich sofort an Konfuzius und Lao Tse denken: schon seit über 2500 Jahren könnten und sollten wir Hominiden eigentlich wissen, was die Folgen sind, wenn die Balance zwischen Geben und Nehmen, Selbstbehauptung und Kooperation, verlorengeht – dann wirds hässlich, die Menschen werden abstoßend, und die Disharmonien im Inneren der Vereinzelten werden sich im Großmaßstab des gesellschaftlichen Ganzen als hässlicher Niedergang voll entfalten, in einer Kakophonie eines Kampfes aller gegen alle und des Hasses aller auf jeden und jedes.
    .
    Unfassbar jedes Mal wieder, diese Untergänge der guten Seiten und Anlagen der conditio humana.
    Und noch unfassbarer, wenn daraus dann Modelle von Mensch, Staat, Gesellschaft und Wirtschaft abgeleitet werden. Der Leviathan von Hobbes, der calvinistisch kalt kalkulierende homo oeconomicus (auch in allen vormodernen Varianten): das waren schon immer zutiefst abstoßende Figuren, Scrooges und Shylocks eben.
    Solche Charaktere gelten in nicht-dysfunktionalen Gesellschaften und Kulturen, bei Naturvölkern auf selig gut isolierten Inseln oder im Buddhismus etwa, als erkrankte hungrige Geister, verwirrte bis verdammte Seelen, von bösem Geist Befallene und unrettbar Verlorene…
    Ach, hätten wir landraubenden welterobernden Abendländer doch nur beizeiten von diesen scheinbar primitiveren und nur waffentechnisch unterlegenen Völkern und Kulturen gelernt. Nun scheint es zu spät. Das ganze ist und hat System, und zwar weltweit. Da kommen wir so leicht und unbeschadet nicht heraus, fürchte ich.
    .
    Der Anwalt, dein Freund und Helfer. Der Anwalt als unverzichtbares Multifunktions-Survival-Tool in einer Umwelt voller Fressfeinde und Menetekel. Der probate Hausanwalt ersetzt elegant die Axt im Hause.
    .
    Der menschliche Hang zu Streit und Krieg und Duell existiert auch in hochzivilisierten Gemeinwesen: da dann halt in Form von Nachbarschafts- und Mietstreitigkeiten oder auch mal Rosenkriegen. Wir haben nur die Keule durch Papier ersetzt. Das wirkt sauberer, da unblutiger. Bei Shakespeare musste der Kaufmann von Venedig noch ein Pfund blutiges eigenstes Fleisch einsetzen, das wirkt vergleichsweise direkt sympathisch, denn auf diese Weise vermeidet man Fahrlässigkeiten im Risikomanagement und bleibt hübsch risk aware.

  97. Bausünden?
    .
    Matthias Koeppel...

    Bausünden?
    .
    Matthias Koeppel in Starckdeutsch:
    Arr, di Arr; di Arrckitucktn –
    jarr, di sünd tautul pfarrucktn.
    Pauhn onz euburoll Quaduren,
    vo se gurrnücht henngehuren.
    Vn demm Hurz büsz ze denn Ullpn
    snd di Häusur steitz di sullpn.
    Duch di Arrckitucktn tschumpfn:
    Onzre Pauhörrn snd di Tumpfn!
    Olle zullte mon kastruren,
    düßße auff ze pauhin huren;
    odur stott ünn rachtn Winkuln
    se dönn pauhin, wi se pinkuln.

  98. Über Erfahrungen mit...
    Über Erfahrungen mit Miet-Nomaden liegt der Mantel des Schweigens, gut so!

  99. liebe(r) whatcrisis,
    der...

    liebe(r) whatcrisis,
    der Anwalt muß ebenso wie das Navi immer wieder mal überprüft werden, sonst landet man im Abseits. Der Durchschnittsklient hat ja nur manchmal mit Gerichten und Anwälten zu tun, die Interessen seines Anwaltes in diesem Soziotop sind aber längerfristig und können mit denen des Klienten (vor allem wenn er unwichtig ist)
    durchaus konfligieren.
    .
    (Ich verabschiede mich wieder in den Wald; Filous Gesellschaft wäre hochwillkommen,
    wegen einer Woche Regen aber bitte Gummistiefel mit starkem Profil anziehen, und: was ist eigentlich mit dem Hund, den Sie vor einigen Wochen erwähnten?)

  100. Isabella, ich wollte mal etwas...
    Isabella, ich wollte mal etwas über ein anderes Phänomen schreiben, die Mietnomaden sind ja oft genug im Fernsehen, im Gegensatz zu den Mietbleibern, die sich auf Kosten der Besitzer im Sinne einer zweiten Mietrendite verbessern wollen.

  101. und das ist mal wieder ein...
    und das ist mal wieder ein Beispiel, wieso man als Vermieter nie vorsichtig genug sein kann:
    .
    “Wulff ist demnach bereits in eine Mietwohnung in Hannover umgezogen.”
    .
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/medienberichte-bild-christian-und-bettina-wulff-haben-sich-getrennt-12016941.html
    .
    Man sollte sich wirklich ganz genau erklären lassen, wo so jemand früher gearbeitet hat. “Bundespräsident” klingt zwar nicht schlecht, aber ein Arzt wäre nun mal ein Arzt gewesen.

  102. Mein Bruder und ich hatten von...
    Mein Bruder und ich hatten von meinem Vater ein großes Mietshaus mit 50 Wohnungen geerbt. Nach 12 qualvollen Jahren dem Immobilienmarkt (mit schlechtem Gewissen) erfolgreich zur Verfügung gestellt. Der Gewinn an Lebensqualität (ich meine nicht etwa die finanzielle Seite!) ist unbeschreiblich!!!!

  103. @ Isabella
    Der Mantel des...

    @ Isabella
    Der Mantel des Schweigens? Ne, warum.
    Doch die Dame N., die sich letztens über Mietnomaden in ihrem Eigentum beklagte, sah – Verzeihung – irgendwie selber wie ein Mietnomade aus. *näsel*
    Nicht dass ich wüsste, wie welche auszusehen hätten.
    .
    Die Berichte klangen mir, wie soll ich sagen, recht aufgebauscht. Es wurde auch in der gleichen Runde über – hüstel – Mieter berichtet, die angeblich auf ihrem Balkon kop …, ach lassen wir das..
    Sounds interesting, ist es nicht.
    Doch ich wohn zufällig auch da und kenn diese Balkone von meinem Bürofenster aus, habe ja als Freiberufler nix zu tun außer Nase bohren und Löcher in die Luft der Freiheit, die ich nicht habe, zu starren oder wahlweise auf Ziegen, doch da hat sich nix.
    Was soll man dazu sagen.
    .
    Die einzige Unannehmlichkeit, wo ich als Nachtarbeitsviech Mecker geben könnte, sind die lautstarken Treffen im Hof, die regelmäßig und viel zu spät in der Nacht in Rotwein- oder Wodka-Seligkeit endeten. Mit der unschlagbaren Argumentation, es wäre doch Glockenbach, da dürfe das.
    Aber das waren Eigentümer.
    Honni soit …

  104. Kann mir nicht helfen.
    Obwohl...

    Kann mir nicht helfen.
    Obwohl man weiß, was das ist: Jacuzzi.
    Ganz langsam Ja-cuz-zi. Klingt wie eine italienische Schnellfeuerwaffe. Von der leicht mafiös angehauchten Optik ganz zu schweigen. Ins Bad kommt mir kein solcher Schmarrn. Fordere Pfotenbadewannen!
    @ yoyo
    Mein Mitgefühl. Mehr Quality-Time! (Das ist ein Wort, das bestimmt das nervös-nervige Mittel-Management erfunden hat. Aber ohne zu wissen, was damit anfangen)

  105. Mir tut der Wulff eigentlich...
    Mir tut der Wulff eigentlich leid. In so einer Situation würde ich ihm ein paar echte Freunde wünschen, bei denen – oder in deren leeres Ferienhaus – er übergangshalber einziehen kann. Ich bin ja nur ein vergleichsweise armer Tiger und kein ex-BuPrä, aber war in ähnlichen Situationen sehr froh, in das kleine Gästezimmer von Freunden schlüpfen zu können – ohne Mietvertrag und damit verbundenen längerfristigen Festlegungen, aber etwas ablenkende Gesellschaft beim gemeinsamen Abendessen (das ich als Gegenleistung gekocht habe).
    .
    Zum Thema Auszug von Männern im besten Alter. BuPrä Wulff ging so ziemlich genau vor einem Jahr, Verteidigungsminister Gutenberg vor zwei. Ist jetzt die FDP Spitze mit Rösler dran?

  106. @ whatcrisis
    Ja, ein eigener...

    @ whatcrisis
    Ja, ein eigener Hausanwalt wäre manchmal schön. Aber dann streitet man zuviel rum, weil man sich sicher fühlt. Und schwupps wird man ebenfalls zum hässlichen Fatzke.
    (Und überhaupt: Auf hoher See und vor Gericht an Land bist du in Gottes Hand. Verdienen tut wirklich nur der Anwalt an den hässlichen Streitereien. Wie beim Börsenzocken ähm Daytraden auch nur die Banken mit ihren Depot-Gebühren wirklich und dauerhaft auch in der Baisse verdienen. Sonst niemand.).
    .
    Wasserdichte Werkverträge und ein nettes Inkasso-Unternehmen (echt, das sind Nette, mit dem Claim pecunia non olet, klasse) maximal einmal im Jahr sind aber auch nicht schlecht.

  107. "Ach, hätten wir...
    “Ach, hätten wir landraubenden welterobernden Abendländer doch nur beizeiten von diesen scheinbar primitiveren und nur waffentechnisch unterlegenen Völkern und Kulturen gelernt.”
    .
    @ whatcrisis
    Wem sangsedas. Die räuberischen Zivilisationen (ich sage extra nicht “wir”) haben nicht nur nicht von ihnen gelernt.
    Sie haben sie überfallen, platt gemacht.
    .
    Wenn einer friedlich vor sich hin werkelt. Das sehen andere sofort als Aufforderung, sich unhöflich einzuladen und zu nehmen, was man kriegen kann. Der Mensch ist schon ein komisches Vieh – manchmal möcht man sich initiativ als Misanthrop bewerben.

  108. Whatcrisis 07. Januar 2013,...
    Whatcrisis 07. Januar 2013, 09:26
    Schön beschrieben und zusammengefaßt das ganze Dilemma.
    Doch ihrem Fazit: „Nun scheint es zu spät“ möchte ich
    Laotse in Erinnerung bringen, der da sagte, dass man das eine ohne
    das andere nicht erkennen könne.
    Also der Charity- Gutmensch und die „Opfer“ brauchen einander.
    .
    Aber manch einer will streiten und kämpfen und alles haben,
    bis ihn der Schlag trifft.
    Erst dann gibt (und hat) er Ruhe.
    .
    Ui! – Ch. Wulff müsste dringend seine Fassade renovieren…
    Bei B.Wulff ist der Lack aber auch ab.

  109. @vroni – Wenn man einen...
    @vroni – Wenn man einen echten eigenen Hausanwalt hat, streitet man weniger herum. Man muss diesen natürlich sorgfältig auswählen.
    .
    Man muss sich auch an das Gebot halten, ihm immer die volle Wahrheit zu sagen und sich grundsätzlich an seinen Rat zu halten. Schon deswegen ist es unklug, Anwälte ohne vor Gericht verteidigbaren Grund zu wechseln. Nur dann kann ein Hausanwalt nämlich erfolgreich sein (und eiert nicht so herum wie die Advokatenbüros der Wulffs, Guttenbergs und Steinbrücks). Und weil er erfolgreich ist, ist das gut für seinen Ruf und er kriegt mehr Aufträge und Klienten – weswegen er nicht auf weitere von Ihnen angewiesen ist…. Dann rät er mir auch manchmal, von einer neuen Klage abzulassen, obwohl er sie für berechtigt hält, weil es sich langfristig nicht lohnt.

  110. Hey Vroni,
    Die Uzi kommt doch...

    Hey Vroni,
    Die Uzi kommt doch aber aus Israel.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/86/Uzi_1.jpg
    (… Macht die Sache natürlich nicht besser.)

  111. Wer seine Burg nicht selbst zu...
    Wer seine Burg nicht selbst zu bewohnen versteht, verdient sie nicht.

  112. Aber die Leibeigenen müssen...
    Aber die Leibeigenen müssen doch auch irgendwohin, und den Kerkerinhalt kann man auich nicht mehr einfach so in den Burggraben werfen.

  113. @achwas
    "Gutmensch" und...

    @achwas
    “Gutmensch” und “Opfer” mag einander bedingen und miteinander verbunden sein wie der Leibhaftige mit der armen Seele, aber wer braucht die schon? Also ich nicht. Keiner braucht so etwas, und so enden solche Verbindungen mit der strengen harten Gesetzmäßigkeit der Erfüllung des Fatums stets im Aus, im Abseits, im Jenseits – zumindest aber im gesellschaftlichen Limbus.
    .
    Ich schwöre übrigens, als ich von Rosenkriegen schrieb, da wusste ich noch nicht… Vielmehr hatte ich ganz kurz einen Moment des Gedenkens an Monsignore Berlusconi. Und dessen Schicksals eingedenk, wünsche ich Alt-Bundespräsident Wulff wirklich gute Anwälte. Und gute – also echte – Freunde zudem. Glücklich scheinen mir all die, denen es gelingt, Freundschaft mit ihren Lebenspartnern am Leben zu erhalten. Mir scheint, es gibt einen Unterschied zwischen Gefährten und bloßen Weges- und Lebensabschnittsbegleitern. Weise, wer sie zu unterscheiden und zu erkennen vermag.
    .
    @Foersterliesel
    Trefflicher Warnhinweis. Ja, natürlich sind auch Anwälte nur Menschen, die sich gelegentlich rein eigennutz- und gewinnorientiert verhalten; sie sind ja schließlich auch nicht ihres Bruders Hüter und auch weder Sozialarbeiter noch Betreuer (und selbst in solchen besonderen Schutzverhältnissen soll es Fälle von Missständen und Missbräuchlichkeiten geben…).
    Gibt es eigentlich Gummistiefel mit Klettverschlüssen? Bei globetrotter las ich einen hoch amüsanten Absatz über wasserdichte Schuhe, ein Klassiker der hohen Schule des Werbetextens (sh. Handbuch 2011, S. 191):
    “Schuhe mit eingearbeiteten Membranen sind zusätzlich noch (eingeschränkt) wasserdicht: durch falsche Socken und Hosenbeine, die Feuchtigkeit aufsaugen, entsteht manchmal der Eindruck, dass ein Schuh nicht dicht ist.
    Wer glaubt, mit atmungsaktivem Schuhwerk sei die Zeit der feuchten Füße vorbei, irrt.
    (…)
    Wer wirklich w a s s e r d i c h t e S c h u h e sucht, sollte (auch wenn das vielleicht keine befriedigende Wahl ist) zum altbewährten Gummistiefel greifen.”
    Das Schicksal des Autors dieses Textes ist mir unbekannt, aber ein Suhrkamp-Lektorat hätte so etwas nicht passieren lassen, da bin ich mir sicher. So etwas vorneweg vor 56 Seiten Katalog über funktionelle HiTech-Fußbekleidung…
    Man stelle sich solche Werbetexte vor etwa über Finanzprodukte. Oder über Baumarktartikel. Undenkbar!
    Andererseits… der Umfang der Beratungspflichten und Warnhinweispflichten hat sogar im Finanzsektor zugenommen. Und ordentliche Handwerker beraten ihre Kunden immer noch solide, auch über Wärmedämmung und Feuchtigkeit in Wohnräumen – noch gibt es vereinzelt so etwas wie die schwäbische Hausfrau und das goldene Handwerk.

  114. @DA 14:41

    Don Alphonso, das...
    @DA 14:41
    Don Alphonso, das ist es ja. Die Leibeigenen sollen flexibel und mobil sein, zumal in Zeiten, in denen Leibeigenschaft auch nicht mehr das ist, was sie einmal war, nämlich ein Band auf Lebenszeit. All diese Unsicherheiten in den Lebensläufen der Leibeigenen vertragen sich einfach ganz und gar schlecht mit Immobilien.
    Nomadentum war gewünscht, und Nomaden hat man nun, mit allen Unannehmlichkeiten, welche eben zu solch einem life style dazugehören. Es ist nicht die Schuld der leibeigenen Nomaden, dass sie welche sind resp. zu solchen gemacht wurden. Freilich auch nicht die Schuld von Vermietern. Es sind… nennen wir es mal ungünstige Umstände.

  115. Also wenn ich zwei Worte nicht...
    Also wenn ich zwei Worte nicht mag, dann sind es
    “Gutmensch” und “Opfer”.
    Allerdings folgt “Mutti” gleich danach.

  116. Lieber Tiger,
    wenn sich...

    Lieber Tiger,
    wenn sich herausstellt, dass der kuschelige Hausanwalt, statt sich als vertrauenswürdiger Familienzuwachs zu verstehen, doch wieder nur ein homo ökonomikus war (ein knallharter Nutzenoptimierer von eigenen Gnaden),
    Stichwort Vertrauen 1
    .
    Natterngezücht 2
    Selbst mein schreibselnder Mann, Nistgermane außer Dienst verunsichert mich Halbstudierten ab und an mit dem Spruch “writers are liars my dear” und behauptet, um die Tollkühnheit abzurunden, ganz frech, er würde Stephen Frears zugeschrieben, dabei ist er von Gaiman. qed.
    Das Nudelholz war früher ein adäquates …

  117. Mietnomaden: Der...
    Mietnomaden: Der Neoliberalismus schlägt zurück.

  118. Halte es ja eher mit meinem...
    Halte es ja eher mit meinem pelzigen Mieznomaden.

  119. "Liebe Frau U" ??
    Eher "Sehr...

    “Liebe Frau U” ??
    Eher “Sehr geehrte Frau U” oder?
    P.S. What is the situation in Germany now with duzen und siezen?

  120. Zu Wulff: es fällt auf wie...
    Zu Wulff: es fällt auf wie schwer sich die weiblichen Radiomoderatorinnen mit den
    Reaktionen des Hörerpublikums bzgl. Bettina Wulff tun.
    Da ist wohl ein je persönlicher Lore Roman geplatzt.

  121. Das Image der...
    Das Image der Berufe:
    http://www.welt.de/img/wirtschaft/origs105139291/9639727774-w900-h600/grafik-berufe-DW-Wirtschaft-Berlin.jpg
    .
    Anzüge (“suits”), Anwälte, Politiker und Piloten wie Werber sind draußen, Journalisten hams in der Aufzählung ganz und gar vergessen, Vermieter ist da drin kein Beruf, Müllmann und Briefträger sind top. Hättmer was Gscheids glernt.

  122. Vroni, selbstredend besteht...
    Vroni, selbstredend besteht eine Korrelation zwischen Vermieter und Mieter, auch
    wenn es oberflächlich betrachtet nicht immer so scheinen mag.
    Das ungeübte Auge lässt sich von Designeranzug und passender Krawatte zu gerne
    täuschen.
    Ich selbst verfüge nicht über Erfahrungen mit Mietnomaden, wie auch?

  123. whatcrises, zu wasserdichten...
    whatcrises, zu wasserdichten Schuhen, Gummistiefeln.
    Seit kurzem verfüge ich über ebensolche eines französischen Herstellers, in Handarbeit
    gefertigt. Ähnelt einem Reiterstiefel, ist herrlich bequem und sieht nicht plump aus.
    Klettverschlüsse allerdings – nein!

  124. Wollte mal gerade anmerken,...
    Wollte mal gerade anmerken, dass es sich nicht gehoert so ueber – und seien sie auch noch so nervig und verstrahlt – Mieter zu schreiben. Das ganze Geschnoesel – auch und gerade in den Kommentaren – ist mir ziemlich zuwider. Gehoert einem – im Gegensatz zu DA – die Immobilie tatsaechlich selbst geht man doch sehr viel sorgsamer mit seinen liebevoll (hust, hust) ausgewaehlten Mietern um … und stellt niemand in einer derartigen Form bloß. (ja, und wenns auch noch so nervt – ist doch eine Haltungsfrage … ).

  125. @whatcrisis 14:45
    Gerade...

    @whatcrisis 14:45
    Gerade geschmunzelt, bei Ihren Dönkes aus den Niederungen der Werbewelt und ja, wasserdichtes Schuhwerk können sicher jetzt auch die Piraten gebrauchen. Doch wehe, wenn dabei falsche Socken ins Spiel kommen, da kennt Mutti dann kein Erbarmen. Das Suhrkamp-Lektorat wird allerdings bald verschlankt, denn werkgetreue Übersetzungen von Lao Tse rechnen sich nicht mehr, sein Tao Te King gibt es doch schon gratis bei Gutenberg-de.

  126. Woher hat der Hausherr bloss...
    Woher hat der Hausherr bloss seine Kenntnis der Fernsehprogramme? Manchmal weiss er sogar mehr darueber als ich. Und ich muss es wissen,
    liege ich doch taeglich eine Stunde in der Wanne und spiele Kaept’n Zapp.

  127. Wenn es nur möglich wäre,...
    Wenn es nur möglich wäre, geeignetes Personal zu finden.

  128. übrigens einmal mehr ein...
    übrigens einmal mehr ein erstklassiger text, wie bei ihm üblich. auch die wunderbare portion ironie und selbstironie haben gut gefallen. und ach ja, was vom umgang mit mietern konnte man auch sehr gut mitnehmen, danke.

  129. @vroni – schon die...
    @vroni – schon die Vorstellung, dass ein guter Hausanwalt “Kuschelig” sein könnte, offenbart ein begrenztes Verständnis professioneller Verhältnisse.
    .
    @Salonsurfer – Das Suhrkamp Lektorat wird sicherlich verschlackt – aber nicht weil Mutti kein Erbarmen hat.

  130. die uzi kommt aus israel - und...
    die uzi kommt aus israel – und evtl. auch von hier: http://www.vice.com/de/read/eine-kalaschnikow-in-handarbeit – das ist ja das problem: jeder talentierte ingenieur oder besietzer eine kleinen maschinenfabrik mit mechanischer fertigung kann alle halbzeuge frei käuflich erwerben, über all auf der welt. und auch techn. zeichnungen mache sich leicht selbst. waffenproduktioin ist easy. womöglich leichter noch als fliesen oder massschuhe. (noch so ein zivilisatorisch unerörtertes tabu, womöglich dämlicherweise) (denn man braucht lediglich federstahl, maschinenstahl und warmfest-zähen stahl für den lauf. und noch so ein paar kleinigkeiten, die aber in jeder mechan. fertigung zu hauf.) (die techn. zeichnungen dazu kann man selber zeichen, vom muster abgenommen. und auch die fertigungstoleranzen dazu gleich mit erspüren, reine, kleine frage der prakt. berufserfahrung mit sowas. dann komprimieren, 128-bit-verschlüsseln, irgendwo mitten in eine film-cd mit reinpacken, fertig.)
    .
    “small-arms-non-proliferation-acts” would be the max. to achieve. we insist.

  131. "deutschland kann zur zeit...
    “deutschland kann zur zeit unter druck jederzeit die bündnispartner wechseln, billig und beliebig tauschen. z.b. von den usa noch rotchina und zurück. denn es ist kein freies land. und flucht, egal wohin, stünde jedem flüchtling, jedem unfreien zu. friedensvertrag aber, volle souveränität und volle verantwortung erst bänden deutschland eindeutig. an die usa, an den westen. und an all die anderen freien.”
    .
    wir fürchten fast, das wird demnächst womöglich noch als die “perfect!57-doctrine for central-europe” in die weltgeschichte eingehen – wir hatten das in der tat ja auch so gemeint, hoffen aber trotzdem nicht (*g*).

  132. hier ein lustiger kleiner...
    hier ein lustiger kleiner film, männer können leicht alles mit ihren tüchtigen händen herstellen, zumal wenn eine tradition da ist, “many sons and a lot of guns” http://www.vice.com/de/video/watch/the-vice-guide-to-travel/the-gun-markets-of-pakistan – und man kann berichten, wie man sieht, falls man möchte. und auch männer vergessen nichts. keine konstruktion, die sie je kopiert haben in den letzten jahrhunderten (q.e.d.)

  133. @Filou(): solch wackere...
    @Filou(): solch wackere Deichbauer nimmt man als Mieter in einem schon etwas älteren leicht anfälligen Haus gerne und quittiert die Sache mit den 2 Monatsmieten auch allenfalls mit einem Grinsen.
    @DA: sehr lustig, der Briefwechsel. Ich dachte, Jacuzzi seien längst wieder passé, aber nun ja, manche wollen halt unbedingt „pazifisch“ bleiben, auch wenn sie mitten in Europa wohnen. Zum stromziehenden Pavillon hatte der Tiger schon die treffende Vorstellung. – Ein ansatzweise in diese Richtung gehendes Erlebnis hatten wir vor ca. 2, 3 Jahren, als wir eine ETW vermieten wollten (wir sind unerfahrene Vermieter, die erstmal mit „learning by doing“ und „denk an das wenige, was Eltern und Großeltern je darüber erzählt haben“ rangingen). Der Rechtsanwalt mit der asiatischen Konkubine, für die er eine Wohnung suchte, war wegen abzusehendem Genervs suspekt; die türkische alleinerziehende Mutter mit dem halbwüchsigen Sohn hatte ein zu begrenztes Budget, als daß wir sie in die neu gemachte Wohnung reinlassen wollten. Hätten wir die Wohnung nicht renoviert, nur repariert, wär es gegangen, aber so wie die Dinge lagen wollten wir nicht die Renovierung in einem überschaubaren halben Jahr in den Wind schießen. Schließlich ein Ehepaar, beide am Flughafen (in nächster Nähe) berufstätig, Kinder aus dem Haus – ideal passend für die 3 Zimmer. Dachten wir. Leider entwickelten sie sonderbare Grillen bezüglich des Balkons, den sie – es war ein End-50er-Hochhaus – in einer leider auch nach außen auffälligen Art – was ja nun gar nicht geht – umgestalten wollten. Weiters wollten sie ihn nicht selbst umgestalten, sondern WIR sollten ihn ihnen umbauen. Also das Geld vorstrecken und uns dann bemäkeln lassen, daß das Angebrachte nicht 100% ihren Wünschen entspricht. Nö, also so nicht. Nichts dagegen, daß jeder sich so einrichtet, wie er es mag, wir waren da auch keinesfalls dagegen und hätten sie machen lassen, aber es gibt a) Grenzen nach außen (andere Hausbewohner, Gesamtbild des Hauses) und b) Grenzen gegenüber den Vermietern (sie stellen die Dienstleistung „Hausverwaltung“ und das Produkt „Wohnung“ bereit, fungieren gegebenenfalls als Hilfsfeuerwehr, Schiedsrichter und Vermittler bei Streit, aber die Dienstleistungen „Einrichtungszauber“ und „Flausen im Kopf kraulen“ werden nicht angeboten.). Schließlich haben wirs verkauft – an ein junges Ehepaar mit Kleinkind, dessen Großeltern 2 Häuser weiter wohnen. Also sozial sehr gut passend. Die stolperten Hoplahopp in die Finanzierung über Sparkasse und waren über die Gebräuche (Notartermin usw.) etwas verwundert, da bisher wohl ausschließlich Mieter gewesen, aber es ging schließlich dann doch alles gut.
    @Vroni: mit dem „ziemlich perfektionistischen Bauen in D“ haben Sie mE recht. Man baut hierzulande Häuser eigentlich schon so auf 60 Jahre + Haltbarkeit mindestens, seit geraumer Zeit. Die allermeisten jedenfalls. Manchmal bleiben wacklige Provisorien länger stehen – ich denke da an ein paar Häuser hier in der Nähe in Charlottenburg, die in „Billigbauweise“ um die Jahrhundertwende errrichtet worden waren als Bauarbeiterunterkünfte, bis die richtigen Wohnhäuser, die dann die nächsten 15 Jahre aus dem Boden sprossen, standen. Diese wurden wider Erwarten auch an die 100 Jahre alt, wiewohl sie dafür nie gedacht waren. In meinem kleinen süddeutschen Heimatort haben sie so ein dünnwandiges Ärztehaus hochgezogen, das wird vermutlich keine 100. So wie das Geschäftshaus an der Straßenecke der Einkaufsstraße hier in der Nähe, das trotz solider Bauweise nur 30 Jahre wurde, jetzt wird es durch ein anderes Gebäude ersetzt. An dieser Straße werden öfters mal Häuser abgerissen und neu gebaut, vor der Zeit. Ich könnte mir vorstellen, daß es mit 70er-Jahre-Kalksandstein-Flachdach-Bungalows und oberfränkischen Panoramafenstern ähnlich geht. Das ist zu modisch, als daß es durchgängig Nutzer findet.

  134. @fionn
    .
    You are a Scot,...

    @fionn
    .
    You are a Scot, aren’t you?
    So did you know your trew king is a bavarian?
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Bayern

  135. Das Schloß Nymphenburg zu...
    Das Schloß Nymphenburg zu vermieten ist wohl auch kein Honigschlecken.

  136. Ach so ja, die abgebildeten...
    Ach so ja, die abgebildeten braunen Fliesen wollte ich noch loben. Ich kenne sie, es gibt solche seit den 1970ern im Haus meiner Eltern. Nie, nie, nie ging daran etwas kaputt, obwohl schon Lampen- und andere Abstürze vorkamen, und man rutscht mit den nassen Füßen nicht drauf aus. Die sind enorm gebrauchstüchtig. Die Farbe fand man spätestens nach 10 Jahren (braun in den 80ern – ein absolutes No-Go) gräßlich, aber inzwischen “gehts wieder”, wenn es auch nicht so recht alla milanese ist. Wegen ihrer herausragenden Gebrauchseigenschaften empfehle ich: Drinlassen, eher Wände und Waschbecken dran anpassen.

  137. die niedrige...
    die niedrige Wohneigentumsquote bei relativem Wohlstand hier rührt daher, dass, bislang zumindest, die Mieten lächerlich billig waren, wenn man Baukosten und Mieteinnahmen vergleicht, bzw., bis vor kurzem, andere Anlagemöglichkeiten.
    Noch was, wenn ich mich zwischen Essen und Wohnen entscheiden müsste, würde ich, glaube ich, mich fürs Essen entscheiden. Komisch, beim Grundbedürfnis Wohnen aber ist der Staat erstaunlich zurückhaltend mit Besteuern.
    Da ist noch Luft drin!

  138. evtl. noch ein kleiner gedanke...
    evtl. noch ein kleiner gedanke – man dürfte hin- und wieder auch statt stark zu unterscheiden sozial-integrativ vorgehen – und wäre es ggfls. auch in der form einer schwachen fernwirkung? (*g*)
    .
    praktisch gedacht und etwas weiter und an möglicherweise noch jüngere, könnte dies im jetzt für häuseranschaffer, -bauer oder -nett-renovierer vielleicht auch noch heißen, dass ein vorsichtig bis sehr vorsichtig und stilistisch äußerst zurückhaltend daherkommender “toskana-stil” das intelligenterweise womöglich konservativste, also zeitloseste von der welt wäre?
    .
    also wir kennen ganz einfache leute in der eifel (oder wars im hunsrück?) (wir würden es nicht behaupten, uns ist aber ganz entfernt evtl. im moment so) die haben für sich versace-fliesen genommen für ihre renovierung, und zwar ganz bescheiden, dafür aber mit warmwasser-fußbodenheizung, ganz wie im alten rom (nix elektro). http://www.fliesenhandel.de/nxs/99///fliesenhandel/11/schablone1/ganz_schoen_kultig_fliesen_von_gianni_versace.htm muss man ja von außen nicht sehen. und eben eine zeit lang drauf sparen. (bei kleinen bädern von kleinen gehts eher.) http://www.gardeniaorchidea.com/en/serie.php (und die proletarier-kinder wissen’s gar nicht anders, als so, von klein auf, was ein pech.)

  139. ...
    http://www.gardeniaorchidea.com/en/serie.php – link vergessen, wir leben ja heute aller wie äußerlich auf dem balkon, ähh balkan.

  140. Leibeigene? Haben wir seit dem...
    Leibeigene? Haben wir seit dem 18. Jh. nicht mehr. Müllers, unsere gute Familie, wohnt längst im Eigentum. Tja, der Rest – heißt heute “GaLa-Bau” . Und der Verwalter ist Single und wohnt mit Retriever im Kavaliershäuschen.

  141. colorcraze 22.05: 100%! Die...
    colorcraze 22.05: 100%! Die haben wir seit 1979 von Oma, nur noch schöner, mit Goldflitter im Dunkelbraun. Wie neu bis heute und längst wieder topmodisch. Sorry, “hip”!

  142. @Foersterliesel, ich kaeme,...
    @Foersterliesel, ich kaeme, ach, so gerne mit. Leider fuehre ich immer noch einen Partisanenkrieg mit der Heizungsfirma. Es nervt, weil man viel Nachdenkens an die feigen Betruegereien unfaehiger Installateure wenden muss. Aber der Sieg wird mein sein. Ich uebe schon an der Filouschen Sportpalastrede.
    .
    Ein Hund? Nein, da haben Sie mich wohl missverstanden. Hunde soll man Hundekennern ueberlassen, weil man doch selbst schon von Katzen zum eigenen Schaden erbarmungslos manipuliert wird.
    .
    Einen gemuetlichen Berhardiner mit Rumfaesschen keonnte ich mir vorstellen. Nur, wenn das Faesschen leer ist, muss man dann den Hund umtauschen?

  143. colorcraze 07. Januar 2013,...
    colorcraze 07. Januar 2013, 21:42
    “asiatische Konkubine türkische alleinerziehende Mutter”
    .
    Nah an der Mohrenlampe, Vorsicht!
    Die kleine Hexe hat es jetzt erwischt, Pippi Langstrumpf schon länger,
    nur Onkel Tom bleibt uns erhalten, wg. Sinnverfälschung ;-)
    .
    Filou, war Ihre Abstinenz erfolgreich zu Sylvester?
    Bezüglich abgesprengte Extremitäten – ich denke,
    die Frage darf unter Tango-brüdern, -schwestern gestellt werden.
    George Sand, ich erinnere es wirklich nicht, obwohl …
    dieses Kropfband verfolgt mich in meinen Träumen (weiteres nicht FSK fähig)
    .
    Ach so, zum Thema, wenig Vermieter unter den Stützen, auch wenig Mieter. ;-)
    .
    Wünsche allen einen besseren Anfang des Jahres als meinen.

  144. @ HansMeier555 21.01h
    Good...

    @ HansMeier555 21.01h
    Good morning! No I didn’t know that.

  145. @HM 555: danke für den...
    @HM 555: danke für den Hinweis.
    “Franz von Bayern ist ein Nachfahre der Stuarts. Er wird deshalb von den Jakobiten seit dem Tod seines Vaters Albrecht als Prätendent auf den britischen Thron angesehen und von ihnen als «Francis II., König von England, Schottland, Irland und Frankreich» bezeichnet” Quelle: Wikipedia
    Das sagt wohl alles über die Hochadels-Groupies. Btw: war nicht auch Idi Amin überzeugt ein Anrecht auf den schottischen Thron (den es garnicht mehr gibt) zu haben?

  146. @Isabella
    Glückwunsch!...

    @Isabella
    Glückwunsch! Letztlich muss man sich wohl pragmatisch für ein passendes Schuhwerk entscheiden, auch wenn es noch nicht perfekt ist – eine wohltuend gelassene pragmatische Einstellung, wie sie auch bei der Wahl des Berufs oder der eigenen vier Wände ratsam sein kann ;)
    .
    Da haben wir es so weit gebracht: bis zum Seeblick, zum Mond, zum Mars und sogar noch viel weiter, zum Terminhandel im Nanosekundentakt – doch einen perfekten Stiefel bringen wir immer noch nicht zustande… Da klaffen Abgründe zwischen den Welten der kleinen und der großen Dinge, wie mir scheint.
    .
    Stiefel sind noch echte Herausforderungen. Schwierig hineinzukommen, und auch nicht leicht, da wieder herauszukommen. Da ist es ja noch leichter, in wohldotierte Ämter, repräsentative Ehen oder Mietwohnungen in guter Ausstattung und Lage hinein (und wieder heraus) zu kommen…
    .
    @Vroni
    Die Vorstellung von einem “kuschligen” Anwalt scheint mir eine zutiefst weiblich-romantische Fantasie zu sein – der fesche Barbar, der abends die Keule am Höhleneingang ablegt und zum Kuscheln antritt. Ein Stoff, aus dem dann und wann ein neuer Bestseller wird, aber absolut kein Sujet für die Suhrkamp-Kultur – zu unrealistisch und intellektuell zu durchsichtig ;)
    Auch hier hilft Pragmatismus gegen irrealistisch-perfektionistische Ansprüche: Ob nun Mieznomade oder einen Wuff, die Vierbeiner bieten beides, sowohl hohen Flausch- und Kuschelfaktor als auch das rohe egoistische Tier, und der Investitionsaufwand (emotinal wie materiell) im Vergleich zu Anwälten oder anderen Bipoden, der ist einfach unschlagbar.
    .
    Wie sich gegen Nervensägen behaupten ohne selbst zu einer zu werden? Das ist für mich die zentrale Frage und Denkaufgabe aus dem aktuellen SdG-Thema. Darüber spricht man doch nicht lautet die klassische Empfehlung, und es leuchtet nun auch ein: Verdruss macht verdrießlich, und bei manchen Themen wird man geradezu zwangsläufig zum Schopenhauer.
    Darüber denken, reden und schreiben, als ginge es einen nicht wirklich an – das wäre die Alternative, und hierin finde ich die SdG ja vorbildlich. Dann klappts auch wieder mit den Nachbarn, MIetern und einem entspannten Lächeln.
    Nur, es geht einen ja so oft dann doch an, es be-trifft eben doch, nolens volens.
    Die Stoiker nochmal lesen. Gern auch als Suhrkamp-Insel-Bändchen. :)

  147. "E.R.Binvonhier
    07. Januar...

    “E.R.Binvonhier
    07. Januar 2013, 16:25
    Zu Wulff: es fällt auf wie schwer sich die weiblichen Radiomoderatorinnen…”
    Weibliche Radiomoderatorinnen? Minus mal minus gleich plus?

  148. Werter Don,

    sehr schöner...
    Werter Don,
    sehr schöner Start in 2013! Dank hierfür und ein erfolgreiches neues Jahr!
    Gruß
    FS

  149. Noch etwas, zu nasskalten...
    Noch etwas, zu nasskalten Füßen und Piraten: Lieber mal eine gescheiterte Idee als eine real-existierende Ideologie. Aus Versuch und Fehlern das Loslassen lernen anstatt das Festhalten, Beharren, Aussitzen und den Stillstand. Real-existierende Piraterie… was für eine grauenhafte Vorstellung. In etwa so grauenvoll wie das real-existente Raubrittertum mit dem Geld anderer Leute – wie nennt sich das noch gleich? ach, die Zahl seiner Namen ist Legion. Nennte man es Kapitalismus, stünde man sogleich unter Generalverdacht, links zu sein, so wie Augstein jr. etwa unter dem, Antisemit zu sein. Und das, obwohl man eigentlich nur wagt, kritisch zu denken über manches ganz real Existierende.

  150. filou, reichen Sie mir die...
    filou, reichen Sie mir die Hand. Mein Kampf findet allerdings nicht im Keller, Heizung,
    statt, sondern auf dem Dach. Würden Sie Ihre Sportpalastrede ansatzweise veröffentlichen?
    Der Sieg ist unser, das ist gewiss!

  151. hihi...

    Mein Tip für...
    hihi…
    Mein Tip für Vermietungswillige, die sich Unabhängikeit und Selbstbestimmung über ihr Eigentum bewahren wollen, ist eine Ferienwohnung. Das bisschen Mehrgeld für Reinigung und Wäsche ist ein sehr angemessener Preis dafür und es funktioniert wirklich hervorragend.

  152. Also Leutz jetzt,...
    Also Leutz jetzt, :-)
    kuschelig war ein ironischer Ausdruck.
    Weder Ausgeburt meiner weiblichen Phantasie, noch Ausgeburt einer nur schwach entwickelten Vorstellung von Professionalität.
    Hätt ich doch bloß “flauschig” genommen.
    (Boha, socializing flauschige Hausanwälte, flauschiger als der Hausdappn.)

  153. Der Beitrag vom 7. Jan. 2013,...
    Der Beitrag vom 7. Jan. 2013, 23:33 ist nicht von mir. Ich bitte ihn so zu editieren, daß mein Name als Anrede zu erkennen ist. Danke.

  154. @ Whatcrisis
    Stichwort...

    @ Whatcrisis
    Stichwort Nervensäge. Hab da einen netten Wiki gefunne:
    http://de.wikihow.com/Wie-man-lernt,-anderen-nicht-auf-die-Nerven-zu-gehen
    Passt auch zu Blogs, wenn man Transfers bilden kann
    .
    Bitte nicht mist_verstehen: Jeder ist mal eine Nervensäge, ich auch.
    Das Beste ist Punkt 5, steh’ nicht zwischen Türangeln rum (hrhr, da kenn ich ein wen, der macht das wirklich und ständig …, damn) und 10, don’t argue!
    (Obwohl bei den Briten argue richtig streiten heißt.)

  155. Vroni
    Hättmer was Gscheits...

    Vroni
    Hättmer was Gscheits glernt! Trau’ keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Ich bin ‘an Schwob’ und war 40 Jahre ein Werbefritze. Müllabfuhr hatte mir damals schon nicht so gut gefallen wie meine Verlags- und Agenturtätigkeit. Ich habe als Verlagsmann und Inhaber meiner Agenturen viele niveauvolle Kunden betreut und beraten: Verlage, Verbände, Handelskooperationen usw. Das hat auch hin und wieder Spass gemacht und war erfüllend.
    Dass die Werbeberufe heute so schlecht beurteilt werden, hängt auch damit zusammen, dass die Werbung immer brutaler sein muss und sich ‘die geheimen Verführer’ in den letzten Jahren mit Slogans wie ‘Geiz ist geil’ in der Presse und in der Bevölkerung unbeliebt gemacht haben – und mehr denn je in der Werbung gelogen wird, was auch die Plasberg-Sendung gestern eindrucksvoll belgt hat.

  156. Lese gerade weiter oben das...
    Lese gerade weiter oben das Wort ‘Mohrenlampe”. Haeh? Was ist das?
    .
    Werde ich alt, isoliert, habe ich schon viel verpasst?
    .
    Isabella, ich arbeite noch am Konzept, aber ein Triumph ueber die Idiotie wird es ganz bestimmt. Danach werden alle Klempnerbutzen in Hundeklos verwandelt, vor den Kirchen werden abgerissene Gestalten lungern und hungrig mit ihren Rohrzangen klappern.
    So soll es sein.

  157. Okay, okay... aber, sie die...
    Okay, okay… aber, sie die RadiomoderaTorinnen, kamen einfach zu
    ‘weiblich’ rüber.

  158. auf Anfragen Miniexkurs...
    auf Anfragen Miniexkurs “wasserfestes Schuhwerk”:
    Ganzjährig bewährt haben sich leichte, vermutlich völlig vegane, da gänzlich aus diversen Kunststoffen&Kunstfasern bestehende knöchelhohe “hikingboots”
    unterschiedlichster Firmen, wobei ich bekannte Marken und auch Jagdausstatter wegen ungerechtfertigter Überpreise vermeide, gefertigt werden ohnehin alle zu Hungerlöhnen in Fernost — Hauptsache wasserfest ausgestattet.
    Für den Winter gibt es Schuhe mit gummibezogenem Unterteil (von Beans, USA, aber auch italienische Imitate) die fürs Gelände aber mM zu wenig Sohlenprofil aufweisen.
    Bei Regenwetter sind Gummistifel das Beste. Die können billig und aus Plastik, aber mit dicken Wollsocken recht passabel sein, wenn man sich auf flachem Gelände bewegt und nicht sehr weit gehen muß (beim Stallausmisten z.B).
    Dann gibt es die Kautschukvariante, teuer und mit mehr snob appeal, Wellies (Wellingtons) neuerdings in allen Farben erhältlich(sogar glitzerige, dazu warme Kniestrümpfe mit pelzigen&berüschten Stulpen, halt für girlies), aber auch eher eine Sache fürs Flachland, da die Sohle nur geriffelt ist. Ich trage Stiefel von Aigle, die für mich auch bei langem Tragen und weiten Wegen angenehm sind und davon zwei Sorten: einmal mit Neoprenfutter (für den Winter) und einmal ohne. Diese Stiefel gibt es in der Wadenweite verstellbar. Wie ich darin aussehe ist mir ziemlich egal, wie ich mich drin fühle aber nicht.
    Maronibraterstiefel aus Leder mit einem Schaft aus Wollfilz gibt es von Waldviertler und von Reiter; beides nur fürs Schreiten im sauberen Schnee; die Profile aller Waldviertler Schuhe, von einem sehr sympathischen Betrieb!, sind mir zu wenig tief, da ich gern bergauf-bergab geh.
    .
    Die Sache mit Vertrauen und Abhängigkeit bei Anwälten ist bei Ärzten und ein paar anderen Dienstleistern für happige Lebensphasen leider immer das gleiche Dilemma. Am Ende wird man dann notgedrungen doch Experte für den eigenen Rechtsfall und die eigene Krankheit. Der Hausanwalt, der Hausarzt – tempi passati, ach!

  159. Vroni, ich hätt da auch einen...
    Vroni, ich hätt da auch einen in petto: “Zuviele Noten!” Salieri an den Fürstbischof zu Salzburg in ‘Amadeus’.
    Und obwohl es Internet und wikiHows noch nicht gab, fand sich für den so Gescholtenen ein Weg.
    Ich gebe Ihnen völlig recht, manchem Mäkler gehe man besser aus dem Weg, und wer anfängt auf Gemäkel hin zu argumentieren, hat schon verloren :)
    @Foersterliesel
    Diese verstellbaren von Aigle sind mir auch als vielversprechend aufgefallen. Das ist ja das Grundproblem: entweder man möchte trockene Füße oder auch auf schwierigerem anspruchsvollerem Gelände vorankommen – beides zugleich scheint unmöglich.
    Und sie sehen nicht mal so schlecht aus, die Aigle Stiefel. Mal probieren.

  160. Sorry,Sorry,Sorry...
    Sorry,Sorry,Sorry ……TIPPFEHLER!!!

  161. @Foersterliesel:

    Und was...
    @Foersterliesel:
    Und was machen Leute, die keine Gummistiefel mögen? – Sehen Sie sich mal Schutzschuhe nach EN 20345 an, zum Beispiel von van Elten. Absolut wasserdicht, ordentliches Fußbett, gute Ventilation. Die zuweilen von Discountern angebotenen EN- Schuhe sind allerdings sehr schnell hinüber. Test seit 1997 an den Rheinwiesen in Düsseldorf auf der Hundefreilauf- Strecke Stromkilometer 747 bis 751 täglich.

  162. @ Foersterliesel - “Am Ende...
    @ Foersterliesel – “Am Ende wird man dann notgedrungen doch Experte für den eigenen Rechtsfall” – Wenn es nach mir ginge, würde ich meine diversen Rechtsfälle völlig alleine verteidigen. Das würde mir sicher viel Spaß machen: kanadisches Gesellschaftsrecht, amerikanisches und niederländisches Steuerrecht, deutsches Familienrecht, deutsches und europäisches Arbeitsrecht, deutsches Verfassungsrecht. Aber leider habe ich nicht Recht studiert und muss delegieren, und zwar – den Fachrichtungen nach – an mehr als nur einen Hausanwalt. Aber auch unter den Hausanwälten hab ich einen primus inter pares, einen alten Freund. Der war die längste Zeit selbst Richter (Jetzt ist er pensioniert und hat eine Rechtsanwaltlizenz).
    .
    Ganz zu Anfang meiner Rechtslaufbahn hat er mir gesagt, Richter sind auch nur Menschen. In 20% der Fälle entscheiden sie falsch. Das darfst du nie persönlich nehmen.

  163. Was wird aus den Schwachmaten...
    Was wird aus den Schwachmaten ?
    Sie werden Advocaten,,,
    .
    Noch jeden,der ins Gras gebissen
    hat zuvor ein Arzt beschissen…

  164. Filou 08. Januar 2013,...
    Filou 08. Januar 2013, 14:10
    Unter Gendertröten politisch nicht korrekt.
    M,o,h,r, darf man nicht mehr schreiben, das heißt jetzt P.o.c.
    http://www.google.de/imgres?imgurl=http://palazzo-int.com/images/p/venezianischer_mohr_oar527_2_344.jpg&imgrefurl=http://palazzo-int.com/de/venezianischer_mohr/barocke_skulpturen/344/39/2.html&h=1086&w=400&sz=55&tbnid=Na7fwoSrmWj2rM:&tbnh=109&tbnw=40&prev=/search%3Fq%3Dmohr%2Blampe%26tbm%3Disch%26tbo%3Du&zoom=1&q=mohr+lampe&usg=__P_ZmTIbJrP0D9ZE4ev-Vr2USQio=&docid=G2BPtPCgtJYR4M&hl=de&sa=X&ei=uXXsUPagHoPftAbImYHwCQ&sqi=2&ved=0CDMQ9QEwAA&dur=95
    .
    http://en.wikipedia.org/wiki/Person_of_color
    .
    Die Saubermänner/frauen nehmen sich zur Zeit die Kinderbücher vor.
    .
    Ich habe an Sie gedacht, um Mitternacht, an diese freiwillige Abstinenz. Unglaublich.

  165. mediensegler, seit vor drei...
    mediensegler, seit vor drei Jahren diese arabische Drogenhaendlerqlique (aka Coffieshop) vertrieben wurde, ist vielleicht Nuechternheit an proletarischen Feiertagen nicht mehr so wichtig, dennoch behalten wir die Entwicklung genau im Auge. Merke: Erst wenn der letzte Hollaender anstaendig Saufen kann, der letzte Dealer unterm Pflaster liegt und das Wort ‘Migrationshintergrund’ keine Bedeutung mehr hat, kann man ruhigen Gewissens eine Pulle Pommery schon vor 24 Uhr oeffnen..
    .
    Mohrenlampe, hm, ich sah auf dem Foto einen alternativ gefaerbten, kleinwuechsigen Menschen, der einen Kerzenstaender festhielt.
    .
    http://www.google.de/imgres?q=du+schwarz+ich+wei%C3%9F&num=10&hl=nl&tbo=d&biw=1600&bih=813&tbm=isch&tbnid=8gxHviIedZPjPM:&imgrefurl=http://petermoos.ch/120615/05praerie/dp.html&docid=_f-yBYK0ZdapmM&imgurl=http://petermoos.ch/120615/05praerie/dsiw.gif&w=1200&h=1172&ei=u5vsUN6gPOic0AXvtYGQCQ&zoom=1&iact=hc&vpx=385&vpy=115&dur=333&hovh=222&hovw=227&tx=109&ty=141&sig=109773865034459559355&page=1&tbnh=144&tbnw=148&start=0&ndsp=45&ved=1t:429,r:2,s:0,i:94
    .
    Jaja, diese Ministerin mit dem gelben Strohdach auf dem Kopf, die hat sogar im ‘Le Figaro’ die Schlagzeile erreicht.
    .
    ‘Ces imbéciles qui nous gouvernent’ heisst ein Buch aus den 90gern, es liegt noch immer ungelesen aber fuer alle sichtbar auf dem Vertiko [1].
    .
    [1] Ich versuchte mit dem Erwerb zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Franzoesisch zu verbessern und die Welt zu begreifen. Hat beides nicht geklappt.

  166. im übrigen schwören auch...
    im übrigen schwören auch englische bauern auf gummistiefel – im umgang mit schafen…

  167. "Da haben wir es so weit...
    “Da haben wir es so weit gebracht: bis zum Seeblick, zum Mond, zum Mars und sogar noch viel weiter, zum Terminhandel im Nanosekundentakt – doch einen perfekten Stiefel bringen wir immer noch nicht zustande… Da klaffen Abgründe zwischen den Welten der kleinen und der großen Dinge, wie mir scheint.”
    .
    Der Mond und die Landung auf ihm mussten ja auch nicht “perfekt” sein. Es genügte, sie im Gummistiefel- statt im Fashion- und Wohlfühlformat zu halten. Viele Ingenieure sind sehr bodenständige Menschen, über die Ästheten nur die Nase rümpfen können, denen ein “es funktioniert doch” niemals genügen wird.
    .
    In der dystopischen SF sind die Wohlfühloasen, Komfortzonen und Gated Communities, all diese Grenzposten der Konsumgesellschaft, stets der Ort der größtmöglichen Aggression aus Lebensüberdruss, Langeweile und Dekadenz, so als würde das maligne Unbewusste, einmal von der Innen/Aussen Dichotomie befreit, in einer nuklearen Explosion freigesetzt werden. Komplementär dazu entsteht ein totales Überwachungssystem, welches das alte, verinnerlichte, kulturell und sozial vermittelte Überich durch ein real-existierendes, technisch konstruiertes, ersetzen soll. Vielleicht ist die Rückkehr in den Bauch der Mutter doch keine so tolle Sache oder ist das nur eine männliche Angst, während für die Frau der Kosmos als unendliches Wohnzimmer gar keinen Schrecken besitzt?
    .
    Ich stelle mir Bettina Wulff in einem unendlichen Wohnzimmer vor, in dem sie an jedem Ort hübsch sein, lächeln, einladen, präsentieren, dekorieren, empfangen kann, wo es Freundinnen, mit denen sie über Familie, Klamotten, Promis, Beziehungen und Probleme ratschen kann, so viele gibt, wie virtuelle Photonen, eine Welt ohne Essstörungen.

  168. Hofmohren sind doch keine...
    Hofmohren sind doch keine Plantagensklaven!
    .
    Ich verbitte mir diese Pauschalisierungen.

  169. Dafür waren im Orient, so...
    Dafür waren im Orient, so sagt man, christlichblonde Odalisken heiß begehrt.

  170. Im Grunde genommen muss man...
    Im Grunde genommen muss man zwischen zwei Asset-Typen entscheiden – Will man Fixed Assets (Häuser, Wohnungen) oder Moveable Assts (Aktien, Gold usw)
    kaufen/halten. Persönlich bin ich für Moveables – um jeder Zeit kann man einen Kaufer finden….

  171. Nicht nur englische Bauern,...
    Nicht nur englische Bauern, auch englischer Adler weiss sich, mit und ohne Schafe,
    in Gummistiefeln zu bewegen.

  172. lieber Volkher Braun,
    danke...

    lieber Volkher Braun,
    danke für Ihren Tipp!
    .
    liebe Der Tiger,
    mir tuts auch manchmal leid daß ich nicht Jus (oder Pharmazie, netter Halbtagsjob in der Apotheke, man kann Leute beraten und beplaudern und davon leben) gemacht habe; den Typus des Haus-und Familienanwalts hab ich wenigst kurz vor seinem Aussterben noch kennengelernt: Mokka wurde dort alla turca serviert und man wurde auch noch gegrüßt als man nicht mehr ums Eck wohnte.
    .
    Übrigens, aber Gentrifizierung droht hier noch lange, lange nicht, vermietet man hier in der Vorstadt nun auch gern an die in Wien ja sehr zahlreichen bundesdeutschen Studenten, die aber leider, leider nicht mehr so charmant sind wie es einst die deutschen Theaterwissenschaftlerinnen im Kleinen Cafe und in der Wunderbar gewesen sind.

  173. Re Gummistiefel
    In E "Wellies...

    Re Gummistiefel
    In E “Wellies ….. (Wellington Boots) genannt.

  174. "... während für die Frau...
    “… während für die Frau der Kosmos als unendliches Wohnzimmer keinerlei
    Schrecken besitzt?”
    dreamtimer@ so wie Sie diese Welt am Beispiel Bettina Wulff beschreiben – natürlich nicht.
    Wo man geht und steht lebt man im Mittelpunkt der eigenen Welt.
    Ob das eine rein frauliche Qualifikation ist, möchte ich bezweifeln.

  175. @Dreamtimer – Ich glaube,...
    @Dreamtimer – Ich glaube, Frau ex-BuPrä ist noch tiefer gerutscht als der von ihr sich getrennt habende Mann. Das hat sie wahrscheinlich aber nicht so einkalkuliert als sie ihr dummes Buch schrieb.
    .
    Gestern habe ich mir ernsthaft überlegt, ob ich den Wulff besuchen gehen soll. Ich könnte ihn mit ein paar lustigen Geschichten aufpoppen. Vielleicht könnte er dann verstehen, dass man eine gescheiterte deutsche BuPrä Karriere nicht so Ernst nehmen muss. Aber realisieren lässt sich so ein Besuch leider nicht. Ich kenne die Adresse nicht und wenn ich sie via Bild-Zeitung herauskriege, würden da so viele Journalisten den Eingang blockieren, dass wir nie zu einem privaten Gespräch kämen.

  176. "...als sie ihr dummes Buch...
    “…als sie ihr dummes Buch schrieb…”
    Werte der Tiger, wollen Sie sich auch noch mit den Radiomoderatorinnen anlegen?
    Die Gegenfrage war: ‘ Haben Sie das Buch gelesen? ‘
    .
    Also bitte, …auch das noch!!!

  177. @mediensegler: das Schaffen...
    @mediensegler: das Schaffen einer anderen Realitität bloß durch verschleiernde Beschreibung funktioniert sehr begrenzt, und es ist auch eine Sache der Vorliebe, ob man lieber mit ein paar Linien oder mit Wattebäuschchen zeichnet. Ich habs nicht so mit der politischen Fetischkonstruktion. Mir sind Messer, Gabel, Löffel, Licht lieber. Blubberschaum taugt nicht zur Knochenbildung.

  178. ...ich habe Hoffnung, dass man...
    …ich habe Hoffnung, dass man zukünftig davon verschont wird, wenn alte Ken’s
    und ältliche Barbies in den Medien ihre ‘moderne Ehe’ zelebrieren.

  179. Quantum est quod...
    Quantum est quod nescimus!
    (oder der Mieter und der Vermieter)
    von
    Andreas Gryphius
    Ists! oder ists ein Wahn! daß anverwanter Blutt
    Sey kräfftig unsern Geist durch frembde Macht zu rühren?
    Sol / wenn mein Freund betrübt / ich mich bekümmert spüren?
    Ob schon mir nie entdeckt ward seiner Schmertzen Glutt.
    Sol / wen sein Cörper fault / mein hochbestürtzter Muth
    In unbekanter Angst sich kräncken und verliren?
    Sol mich sein Bild zu Nacht in Lust und Schrecken führen.
    Vnd trösten in der Pein / und rathen was mir gutt?
    Mein Bruder / ehe man mir deinen Tod entdecket:
    Hast du drey Nächte mich aus meinem Schlaff erwecket
    Vnd mein unendlich Leid zu lindern dich bemüht.
    Du hast mir Zeit und Ortt der abgelegnen Reisen /
    Da ich nicht reisen wolt’ ausdrücklich wollen weisen;
    Ists! Oder wissen wir weit minder als man siht?

  180. q.e.d
    Die briitische Königin...

    q.e.d
    Die briitische Königin E II, ist mit Alexander Puschkin über fünnef Ecken verwandt, und hat somit Mohrenblut in dero höchstderselben Adern.

  181. Lieber Tiger,
    .
    auch wenn Sie...

    Lieber Tiger,
    .
    auch wenn Sie keine Flugmeilen oder Treuepunkte sammeln: den Wulf werden Sie sich ja wohl grade noch leisten können.

  182. liebe Der Tiger, aufpoppen -...
    liebe Der Tiger, aufpoppen – das ist genau das richtige stichwort für das wulfl. wird der sich freuen.
    .
    lieber Dreamtimer, dafür hätte man damals gar mit einem smartphone zum mond fliegen können, zumindest trägt dies ein ehedem im entsprechenden beruf tätiger grossonkel regelmässigst hervor. heutzutage, so steht es veritabel zu befürchten, kann man damit ganz hervorragend gut marketingmassnahmen als opfer bereit stehen.
    aber was ist schon das unnütze weltall gegenüber dem konsum.
    .
    nach dem, was sie über die frisch getrennte und ihre freundinnen berichten: sie kennen nicht so viele frauen wirklich, stimmt?s?
    eine gewisse, dergestalte naivität ist nicht unsüss, müssen sie wissen…

  183. colorcraze 09. Januar 2013,...
    colorcraze 09. Januar 2013, 14:48
    ???
    das Schaffen einer Fetischkonstruktion durch verschleiernde Wattebäuschchen
    und Blubberschaum ist nicht meine Vorliebe.
    Aber ich lese Pippi Langstrumpf lieber ohne Zensur.
    .
    http://www.dw.de/kinderb%C3%BCcher-politisch-korrekt/a-16508083
    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M59152715403.0.html

  184. Vielleicht sollte Don wirklich...
    Vielleicht sollte Don wirklich mal einen Eintrag über Tamagotchies, Mon Chichis, Kens und Barbies machen.
    Es scheint ja echt Bedarf zu geben.

  185. @E.R.Binvonhier – Ich habe...
    @E.R.Binvonhier – Ich habe das Buch von Bettina Wulff nicht gelesen. In diesem Fall halte ich es für völlig berechtigt, es für dumm zu halten, ohne es gelesen zu haben.
    .
    Ich finde es generell ausgesprochen taktlos, Intimes über einen Lebensgefährten zu veröffentlichen – außer wenn der Partner der Veröffentlichung zustimmt. Christian Wulff hat das nicht getan, soweit ich der Presse entnehmen kann. Weil ich solche Berichte für taktlos halte, lese ich sie aus Prinzip nicht.

  186. oder wie wäre es, wenn man...
    oder wie wäre es, wenn man eine vorleserin als mieterin nehmen würde? mal so eine zeitlang zum zeitvertreib? (wenn sie dafür überdurchschnittlich bezahlen würde nur, wie sonst?) http://www.youtube.com/watch?v=p__XGU_vtcA – sie muss ja nicht gleich unbedingt dauernd aus ihren eigenen banalen werken vorlesen nicht wahr? (“ich finde, liebe hat nichts mit ausschließlichkeit zu so”)
    .
    denn, denken tue ich ungerne, da kommt immer so viel bei heraus. (don a.)
    .
    wobei die tat eher ein gedanke ist, wie bei philosophen üblich. aber sie hätte ja evtl. doch noch die chance, eine lieblingsdilettantin zu werden.
    .
    zu anfang vielleicht etwas von unserem freund aust kanutti? aus seinem hauptwerk “die blenderin”? – vieleicht aus den anfängen des einleitenden kapitels, “dieser wortfall ist nicht tief”?
    .
    und geschmack beweist man vornehmlich in der horizontalen. (caesar, eine taube zum munde führend.) (ok, über ihren gehörssinn können wir eigentlich auch nichts genaues sagen.) (aber schlank sollte sie sein, und weiblich und doch nicht zu leicht zu fühlen)

  187. @dreamtimer: interessante...
    @dreamtimer: interessante Idee, so ein Mensch, der kein kaltes “Draußen” kennt. Ich glaube allerdings nicht, daß derlei eher eine weibliche Eigenschaft wäre, wiewohl es sicher ein paar gibt, die so sind.
    @HM555 16:57: Aua..
    @antagonist 15:39: aufzuzählen, womit die nicht verwandt sind, ist wahrscheinlich kürzer.
    @BinVonHier 14:52: es wird leider daran gearbeitet, daß der Typ “Barbie” erhalten bleibt. Ich selbst konnte mich noch dagegen wehren, meine Nichte fährt auf die Puppen aber scheints ab.

  188. @Tiger 13:29: trösten wollen...
    @Tiger 13:29: trösten wollen ist nett, aber evt. kann er auch momentan gerade keine Frauen sehen (vielleicht hat der Trennungshaß bereits eingesetzt). Und daß er nochmal einen Posten bei der EU kriegt, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Man fällt in unserer Generation nicht mehr so weich, die Federn sind ausgegangen.

  189. @Tiger 13:29: trösten wollen...
    @Tiger 13:29: trösten wollen ist nett, aber evt. kann er auch momentan gerade keine Frauen sehen (vielleicht hat der Trennungshaß bereits eingesetzt). Und daß er nochmal einen Posten bei der EU kriegt, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Man fällt in unserer Generation nicht mehr so weich, die Federn sind ausgegangen.

  190. "nach dem, was sie über die...
    “nach dem, was sie über die frisch getrennte und ihre freundinnen berichten: sie kennen nicht so viele frauen wirklich, stimmt’s?”
    .
    Ich kenne schon reale Menschen, Donna Laura, auch Frauen, v.a. solche, die mich von selbst auf ihre Realität hinweisen und damit uns beide auf sie zurückführen, etwas, dass mich ehrlich gesagt, immer wieder etwas deprimiert, aber zu denen kann ich nicht viel sagen. Ich habe, anders als Schriftsteller, die ganze Bücher über ihre Freundin oder gar ihre Mutter mit Indiskretionen füllen, kein intellektuelles Verhältnis zu ihnen. Sie sind nicht mein Symptom; ich lebe i.w. aus mir selbst heraus, aus meinem in-der-Welt-sein. Es gibt andere Menschen, die zutiefst von ihren Beziehungen zu anderen geprägt sind. So bin ich nicht.
    .
    Was ich über die frisch Getrennte weiß, weiß ich aus einigen abgedruckten Zitaten ihres Buches, einem Interview, dass sie gegeben hatte, den Bildern, auf denen sie posiert. Das sind nicht mehr Züge, als sie einer literarische Fiktion zukommen und so gefällt sie mir auch. Im Grunde mag ich ihren Schein, aber ich fürchte sie meinte es tatsächlich ernst damit, als Realität. PR-Beraterin und Politiker-Gattin. Es spricht einiges dafür. Ich halte die nun ausgebrochene moralische Empörung über sie und das Mitleid für Christian Wulff i.ü. für absurd. Sie trafen sich auf der gleichen Ebene, nur in einem etwas anderen Bild. Nun verschwanden beide Bilder und mit ihnen erloschen die Spannung und die Hoffnung.
    .
    Eine Frau, wie Bettina Wulff würde es furchtbar irritieren, dass sie bei mir nie wüßte, ob ich es ernst meine oder nur mit ihr spiele und das findet sie gar nicht süß und andere Frauen finden das i.d.R. auch nicht. Die Wahrheit ist, dass ich es selbst nicht weiß. Ich könnte eine Hypothese dazu erfinden, aber ich habe das Gefühl, dies würde nichts ändern.

  191. @perfekt57: und was fängt man...
    @perfekt57: und was fängt man mit dem amerikanischen Irrsinn an? Über das protestantische Gummimesser hat schon Villem Flusser räsonniert; Ich aber sage Euch: zum Broteschmieren taugt die Kalaschnikow nicht, ein breites Leberwurstmesser eher.

  192. (Wobei diese Formen auch immer...
    (Wobei diese Formen auch immer kränker werden, es gibt da – von WMF? – so zartorange Exemplare wie ein Schattenbild einer Kettensäge, also sehr breit, sie wirken entsetzlich kindisch. Der erwachsene Lebensstil geht völlig flöten. Es wird nur noch gespielt, als seien alle nur noch 3jährig)

  193. und wenn man die hütte der...
    und wenn man die hütte der pandora öffnet? (kommt immer ein freundlicher gastgeber heraus, *g*) (geplagt von vielen rädern, natürlich, *gg*)
    .
    und deutsche dichter verschränkt mit alt-ungarischen spekulanten? (“man muss alt werden wollen, sehr alt sogar, wenn man nach dem werke strebt, mehr als noch allem anderen – und schon gar nicht klug nach einem dumm-absorbierenden brotberuf, denn erst wenn auch alle zeitigen peers alle auch in ihrem ruhestandsalter angelangt, “sie nicht mehr müssen müssen”, “zum glück auch nicht mehr brauchen sollen”, dann erst wird man eine richtige ruhe haben, vor ihrem neid und ihren notwendigen nachstellungen und ihren anerkennungs- und aufklärungswünschen, um der welt ganz ein gestorbener sein zu können, um ganz ein schaffender sein zu dürfen”) (höchst banal, aber so stehts niedergelegt, wohl mit teils wahrem kern, wir alle wissen.)
    .
    und winters ultrakalte einzelteilchen? (neueste erkenntnisse von den energie-bergen also – “Bei positiver Temperatur verteilen sich die Bälle in der Landschaft, vorwiegend in Tälern – und da liegen sie jetzt wirklich am Boden dieses Tals – und was wir jetzt machen, ist: Wir schalten dieses Tal jetzt schlagartig um in einen Berg. Das heißt, wir verformen wirklich die Landschaft, wir machen aus dem Tal einen Berg und die Teilchen, die noch eben unten im Tal saßen, finden sich jetzt auf der Bergspitze wieder.” http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1972052/
    .
    und “fäkal – nicht sexuell”, alleine die deutschen fluchen anders. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/1972053/ – oder warum wir auch weiterhin torzdem in den süden fahren werden. (*g*) “Prüde ist auch Gauger nicht, aber ein älterer Herr des Jahrgangs 1935 und von ausgesprochen bürgerlichem Habitus. Es ist hübsch zu verfolgen, wie er sich auch in der sprachlichen Kloake mit einiger Eleganz bewegt.”
    .
    um.

  194. ... "Und damit ist er schon...
    … “Und damit ist er schon beim Punkt und seiner Hauptthese, nämlich dem auffälligen “Sonderweg” der deutschen Sprache. Wenn er beleidigen, schimpfen oder fluchen will, wird der Deutsche (aber auch der Schweizer und der Österreicher!) fäkal ausfällig, seine Nachbarn hingegen sexuell. …
    .
    Wer öfter englische Filme im Original und synchronisiert sieht, weiss, dass das inflationäre “fuck” / “fucking” / “fucker” eben nicht zum deutschen “Ficken” und entsprechenden Zusammensetzungen werden darf, sondern anatomisch gewissermaßen nach hinten rutscht: In der deutschen Version heißt es dann “Scheisse”, “Scheißkerl” oder “Arschloch”, das “Fuck off!” wird zum “Verpiss dich”.
    .
    Gauger untersucht dies alles systematisch. Und man muss sagen: Wo immer er, mit Verlaub, in die Kloschüssel greift, gibt es etwas sprachlich Interessantes zu holen.” und wir schließen schnell augen und sinne. nun denn.
    .
    und anzüglich zelten in lagern? (“camp magnetics” selbstverständlich – http://www.dradio.de/dlf/sendungen/corso/1972072/ 50 ” Das Original-Gerät aus den achtziger Jahren unterstützt den dreckigen Sound auf den Camp Inc. großen Wert legen, erklärt Sebastian Ingenhoff.” – “mal kopiert – und soviel mehr passiert”.
    .
    und wir sollten jetzt demnächst wirklich ernst machen und die HINÜBA gründen – die heimliche internet-überwachunsanstalt – keine kann es besser, höchstwahrscheinlich.
    .
    “Frage, was dein Land für dich tun kann” (bernd weiß) (schon beantwortet – weniger radwege, mehr querfeldein, selbstverständlich; denn zurück zur natur heisst es, oder wer will noch mehr künstlichkeit überall?) (warum ein don a. ggfls. überall sein kann, wenn es nur ein salon ist, vollkommen abstimmungsfrei) (und die lasten werden unten verteilt, “natürlich-nur-im-tal” genannt der vorgang?)

  195. ach so vergessen @zeitgeist -...
    ach so vergessen @zeitgeist – “willkommen im café elend” – “situation endstation” http://www.youtube.com/watch?v=F1AbKFM70xk angebl. auch vom camp magnetics favorisiert. (nur fahren die noch fahrstuhl, noch nicht seilbahn, *g*)

  196. ein evtl. letztes:...
    ein evtl. letztes: scheuermanns “haus aus stimmen” als hörwerk fanden wir durchaus bemerkenswert, für eine so junge künstlerin. und überhaupt scheint sie es mt häusern zu haben.
    .
    “Was als eine profane Geschichte daherkommt, überführt Silke Scheuermann in ein an Hofmannsthal erinnerndes Szenario in Versen. Das Haus selbst tritt als Vermittler auf, das gleich einem antiken Chor die Szenen und Monologe kommentiert und in Gang setzt. Realismus, Poesie und Imaginäres gehen ineinander über.” (und ein treffendes zitat von pessoa hat sich auch vorangestellt, *g*)

    allerlei sätze darin. z.b.: “die frau hat anziehende hände, ich mag es, wenn sie bilder aufhängt.” “die liebe bietet keinen schutz vor der eigenen ödnis.” “darum haben sie mich, das haus, warum sind sie nicht glücklich?” ” sie sitzen da und warten darauf, dass ihnen jemand ihr leben abnimmt” (lass sie sitzen, p.)
    .
    http://www.phonostar.de/radio/haus-aus-stimmen-eine-hoerspiel-kammeroper/v/43917/2010-05-28 also schon fast eine stunde “akustische dada-collage”, nicht immer nur leicht. aber jung & heute. also völlig unverkrampfte gegenwart.
    .
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hoerspiel/1929880/ – und “die häuser der anderen”: http://www.youtube.com/watch?v=AkC7mt1YsWk

  197. sorry - aber andere zeiten,...
    sorry – aber andere zeiten, andere häuser – der wdr erinnerte heute an richard nixon. zeitgeist-zeitzeichen eben. http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2013/01/09/wdr3-wdr5-zeitzeichen-nixon.xml – evtl. vollständig als “audio” hören. oder aber ab ca. 06:20 “um 1968 gewählt zu werden, musste er sagen, dass er diesen krieg beenden würde. insgeheim überzeugt er aber den süden, die friedensverhandlungen bis nach seiner wahl hinauszuzögern… .” (… denn er hatte überhaupt nicht vor, frieden zu machen, sondern nur die wähler hinzuhalten resp. erfolgreich zu belügen). die liebe sonne bringts eben doch an den tag. und jeder einzelne soldat war noch immer nett.

  198. Mir ist langweilig....
    Mir ist langweilig.

  199. Er hat es nie verwunden, dass...
    Er hat es nie verwunden, dass seine Frau doppelt so teuer war wie er selbst.

  200. Meiern, sterbens -...
    Meiern, sterbens – langweilig???

  201. Mir auch.
    Dabei gäb es doch...

    Mir auch.
    Dabei gäb es doch wieder so schöne Mohrenlampenthemen.

  202. Ich bin happy.
    Die zwei FAZ...

    Ich bin happy.
    Die zwei FAZ Blogs (DA’s plus Fazit – das Wirtschaftsblog) sind
    super.

  203. @colorcraze – Ich hatte...
    @colorcraze – Ich hatte nicht “trösten” geschrieben, sondern aufpoppen. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Trösten impliziert eine Opfer- und eine Kümmerrolle. Ich bin weder Opfer, noch Kümmerer, sondern einfach nur ein Mensch mit sehr ungewöhnlichen Erfahrungen, die in mancher Hinsicht denen des Wulffs ähnlich sind. Auch würde ich nie auf die Idee kommen, dem Herrn ex-BuPrä die Perspektive einer EU-Rolle vorzugaukeln. Ich würde ihn reden lassen und erklären, wie ich mit einer sehr ähnlichen Situation fertig geworden bin und dass man selbst in einer scheinbar 100% miesen Situation noch lachen kann und sollte.
    .
    Dass er von Frauen genug hat, kann ich gut verstehen. Schließlich haben ihn zwei Frauen, Mutti und seine Angetraute, in die BuPrä Position manövriert und dann einfach fallengelassen.

  204. @mediensegler: Ich fürchtete...
    @mediensegler: Ich fürchtete schon, Sie müssen sich beruflich mit dieser Quälerei befassen. Ich hatte mal mit dem Inneren der Verwaltung zu tun, die dort Angestellten taten mir leid, weil sie zu monatlicher PC-Bestrahlung verdonnert waren. Dabei hat Dieter Hallervorden doch längst die umfassende Anrede gefunden: „sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Zwitter!“.

  205. @dreamtimer, orangefarbene...
    @dreamtimer, orangefarbene Brotmesser von WMF(?),das wär’s doch :-))).

  206. ... mir ist auch...
    … mir ist auch lanlangweilig.

  207. @ perfekt57 21.23h
    Brits DO...

    @ perfekt57 21.23h
    Brits DO say “Oh shit!” and they also say “Piss off!” (meaning “Go away / Get lost) , as well as “He’s pissed” (meaing drunk) and “I’m pissed off” (I’m fed up/very annoyed).

  208. @HansMeier555 10. Januar 2013,...
    @HansMeier555 10. Januar 2013, 06:37 Mir ist langweilig.
    ich lese gerade als nachtlektüre:
    http://www.abebooks.de/Erleuchtung-Wiedergeburt-Aktualit%C3%A4t-Gnosis-Norbert-Brox/4315729139/bd
    investieren’s doch die 2 eur

  209. lieber, bester Dreamtimer,...
    lieber, bester Dreamtimer, zugegeben, so ist es nun zudem recht unwahrscheinlich, eine grössere anzahl von personen wirklich zu kennen. mit sicherheit könnte man sich darauf halbwegs einig werden – obwohl dissenz gerade die essenz von kommunikation ist; egal – dass es sich viel eher um die disparatheit der menschen untereinander handelt als um geschlechterunterschiede (denn der unterschied ist wohl klein, aber erfreulich): was der einen die handtasche, sind dem anderen die turnschuhe, was der einen die juwelen, ist dem anderen die kunst, was der einen der wellnessurlaub, ist dem anderen das rennrad, doch das gibt sich nichts.
    .
    hinsichtlich der öffentlichen empörung möchte ich ihnen gerne zustimmen, die zwei sind, nachdem das gnadenbr-, pardon, der ehrensold durchgewunken wurde, des längerem bereits abgehakt; jetzt hat wohl sie ihn abgehängt, oder gar er sie, welch ein wunder und wie langweilig doch.
    in der öffentlichkeit gibt es einen beinahe manisch zu nennenden, ziemlich gestörten pawlowschen reflex, der auf alle möglichen und unmöglichen missssständä in der gegenwärtigen beschwerdekultur folgt.
    beinahe keimt mitleid, doch kommt dieses gefühl von oben herab und gehört sich nicht wirklich.
    .
    sie meinen, die holde weiblichkeit nehme sie nicht ernst? vermutlich weil sie die dinge mit leichtigkeit handhaben.
    dabei ist es doch eigentlich dasjenige welche, um das es gehen sollte…
    ohne einem eskapismus das wort reden zu wollen: das leben ein spiel, ist es doch echt genug. unnötig, dies auch noch schwer zu nehmen.
    ein freund von mir rühmt sich seines kaum zu übersehenden adhs – er spinnt sich ein in ein quirlig-buntes netz von namen, positionen und wohnlagen, also persönlichkeitsassets; ein anderer ist aspi, und dort passiert das genaue gegenteil, ist er sich selbst genug, ohne das soziale nicht zu beherrschen, aber freilich ab und an mächtig gegen eine laterne zu laufen, denn verträge und ihre verklausuliertheit sind nicht seine freunde. der erste hat einen partnerinnenumsatz, den ich für recht amüsant und unterhaltsam halte (mich betrifft es ja nicht), der zweite will nicht wirklich, hat aber. irgendwie kommt da scheinbar nicht ganz das rechte verständnis auf, aber wie man sich bettet, so liegt man. es geht auch anders.
    .
    um auf fiktion und wirklichkeit zurückzukommen:
    esra ist nun ein ganz eigenes spiel mit verblüffendem urteil. biller war wohl authentisch, nicht aber diskret.
    .
    nun stellen sich hochgradig nagende fragen: wie diskret kann man sein und wie kann man diskret sein.
    wissen sie antworten?
    .
    oder sie, lieber, geschätzter gastgeber? nur um der hansmeier555schen langeweile ein schnippchen zu schlagen…

  210. Schön! Das Verhältnis...
    Schön! Das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter ist schon immer ein kritisches gewesen. Beide Seiten haben unterschiedliche Interessen und Sichtweisen. Es kann, muß aber nicht, auf die Dauer gut ausgehen.
    Das bekennerische Buch einer sog. ehem. First Lady und das Debakel um einen, in den märkischen Sand gesetzten, abbruchreifen Flughafen oder um eine versiebte “Infrastrukturmaßnahme” in der Eifel oder um ein philharmonisches Gebilde an der Elbe oder um eine verpatzte Energiewende oder die Schaffung eines europ. Währungsmonsters haben alle den gleichen Hintergrund: Inkompetenz und mangelnde geistige Durchleuchtung und Durchdringung von Prämissen durch das verantwortliche, handelnde, politische Personal.
    …und das fällt uns Allen auf den Fuß, weil wir sie so agieren lassen und liessen, ja genau ebenso denken: Viel Sicherheit fürs Alter und bitte keine Verantwortung mit wehtuender Konsequenz.
    Näheres dazu erhältlich am Infoschalter umme Ecke (Im Archiv noch mehr davon).

  211. die kleine Hexe verliert ihren...
    die kleine Hexe verliert ihren Neger;
    das ist aufregend!

  212. HansMeier 555,12:33, können...
    HansMeier 555,12:33, können Sie diese Bemerkung noch steigern?

  213. fionn (14:38 Uhr), ich...
    fionn (14:38 Uhr), ich bestreite nicht, dass der benachbarte Wirtschaftsblog in gewisser Weise zur Erheiterung beiträgt…
    Ob die Macher des Blogs das jedoch schon bemerkt haben – nu ja, bei so wenigen bzw. null Kommentaren kann man da nur mutmaßen.

  214. Erotik und Sex sind stark...
    Erotik und Sex sind stark ueberbewertet, gibt es doch Fahrraeder, Boote, Brauereien, Klempner.
    Muss man denn immer wieder ueber Verkehrsstau reden?

  215. @fionn 14:22 - lächel, danke,...
    @fionn 14:22 – lächel, danke, also die flüssige seite erwähnter ausdrucksmöglichkeiten, in der tat, die kamen überhaupt noch nicht vor, *g*)
    .
    und @ “Er hat es nie verwunden, dass seine Frau doppelt so teuer war wie er selbst.” – wer nixon?

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