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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
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Weniger Infrastruktur wagen

10.01.2013, 17:16 Uhr  ·  Reich, sexy und glücklich auch ohne Flughafen: Beste Wohnlagen haben Privatstrassen, Privatparks, Schranken und verblockte Waldwege, und trotzdem wollen alle dort sein.

Von

Hic sunt dracones.

Die F. wohnt gleich hinter der Grenze zu Bayern und schickt mir schöne Grüße zum Jahresanfang. Das geht in etwa so: Wollte schon längst schreiben… aber die Familie… Marathon beim Essen…. ich platze… und wir waren auch in Valeggio…. ich habe die Bilder bei Dir auf dem Blog gesehen…. also, nicht schlecht für einen Bayern, aber bei uns ist die Lasagne original… warum bist Du eigentlich nicht gekommen, Du Schuft… Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass die F. das auf Italenglisch schreibt, denn die Grenze zu Bayern, hinter der sie wohnt, ist die des Jahres 952, als auch die Grafschaft Verona zum Herzugtum Bayern gehörte, dazu ein Stück der Adria und auch sonst noch viel, was mir gefällt, wie auch die Schwester der F, die am bayerischen Ufer des Po lebt. Ach, wie das klingt. Und ich habe auch keinen Zweifel, dass die F. und ihre Schwester noch viel zu meinen Kochkünsten beitragen können.

Bild zu: Weniger Infrastruktur wagen

Ausserdem hat sich auch die K. angekündigt. Der Arbeitgeber der K. ist multinational und hat sich in Unkenntnis Europas nach einem Blick auf eine Karte – vermutlich mussten sie als echte Amerikaner erst mal erklärt bekommen, dass so ein Atlas nichts mit einem Buch von Ayn Rand zu tun hat – für einen Stadtklops als Standort entschlossen, der im Deutschen Reich in den Grenzen von 2013 nicht mehr nur ein slawisches Sumpfdorf ist, sondern auch Hauptstadt. Jetzt bemerken sie, dass ihre Kunden, also Firmen mit selbstverdientem Geld, aber eher im Süden sitzen, weshalb die K. dorthin fliegt und danach hin und wieder meinem Sofa zur Zier gereichen wird. Und nachdem ich die F. mag und die K. schon einmal zum Flughafen gefahren habe, nur um dort festzustellen, dass ihr Flug immer noch in Berlin rumsheduled und noch abgeflogen ist, möchte ich hier die Frage stellen: Ist wirklich jede Infrastruktur gut, oder könnte man nicht auch allgemein auf die ein oder andere Anbindung verzichten? So dass die K. lieber gleich bei mir übernachtet? Wir könnten so schön in Ostin zum Essen gehen.

Weil, ganz ehrlich, hier am Tegernsee und an vielen anderen Seen in Alpennähe ist es ganz anders. Da wird schon mal ein Schild mit der Aufschrift „Privatstrasse“ angebracht, auch wenn das gar nicht stimmt, aber man hätte es halt gern privat. Daher die Schilder. Kleine Kosten, guter Effekt. Man will, je feiner die Lage ist, eigentlich gar keinen Verkehr, keine durchmarschierenden Horden und auch keine parkenden Autos. Egal ob am Lago di Como, am Attersee oder am Tegernsee, überall das gleiche Spiel. Das, was momentan in Berlin beklagt wird, die Dysfunktionalität der Infrastruktur, ist bei uns eher gewünscht. So gibt es etwa ein Radverbot auf dem Höhenweg zwischen St. Quirin und Tegernsee. Und die Villa, die ich mir letzte Woche angeschaut habe, liegt hinten an einer engen, steilen Strasse ohne jede Parkmöglichkeit: Wer hier nicht einen eigenen Parkplatz oder gleich derer sechs hat, kann hier nicht bleiben, und kommt auch nicht weiter. Und das wiederum wird als Vorzug angepriesen. Wer nicht hier wohnt und bleibt, hat von dieser Strasse gar nichts. Sie ist auch nicht anders als der Berliner Bettina- und-Christian-Wulff-Flughafen oder wie das Ding heisst wenn sie es mal fertig gebaut haben werden sollten.

Bild zu: Weniger Infrastruktur wagen

Man nimmt das heute alles so widerspruchslos hin, diese verkürzten Wartezeiten und die schnellere Beförderung zu besseren Ausgangspunkten: „Mit dem neuen Flughafen verkürzen sich die Wartezeiten an den Gates laut Studie um acht Minuten, ausserdem bleiben die Flugzeuge 20 Minuten kürzer am Boden, und die Abflugfrequenz wird analog zum Passagieraufkommen um 30% gesteigert.“ Ich formuliere das mal für unsere Region und das daneben liegende Arbeitslager München a. d. Isar um: „Mit der neuen Schnellbahnen kommen die feierwütigen Horden nach dem Ende des Oktoberfestes sehr viel bequemer an den Tegernsee, die Züge brausen jetzt, statt dass sie leise rollen, und vor dem Bräustüberl steigen die tätlichen Übergriffe durch Australier ebenso stark wie die Forderung nach mehr Wodka im Bier an“ – man ahnt, was man hier zu solchen Zuständen sagen würde, wenn man mal wieder den verantwortlichen Politiker am Telefon hat.

Das war früher natürlich anders. Bereits 1825 gab es im Park des Schlosses Nymphenburg eine erste Versuchsbahn auf ausdrücklichen Wunsch des Bayerischen Königs, und die alte Zuglinie zwischen Nürnberg und Fürth verlief 1835 entlang der besten Wohnviertel dieser Städte. Das war fraglos besser als Schusters Rappen oder das Elend der Droschken, dazu konnte man sich bekennen und damit angeben. Aber heute leben wir im 21. Jahrhundert, und keiner, der bei Sinnen und Vermögen ist, würde ernsthaft in die Nähe einer grossen Verkehrsverbindung ziehen; Hamburger an der Alster mal ausgenommen, aber das ist Hamburg und auch nicht in den bayerischen Grenzen, egal ob von 952 oder 2013. Selbst in Berlin ist ein Balkon zum Autobahnring nicht wirklich wertsteigend, und die Anwohner demonstrieren gegen die Einflugschneisen des Flughafens. Auch das ist Fortschritt, wir haben gelernt, den Fortschritt anderen auszuhalsen. Niemand hat mehr eine Versuchsbahn im Garten, und an der echten Bahn wohnt nur, wer keine Alternative hat.

Bild zu: Weniger Infrastruktur wagen

Das führt dann zum Paradox, dass die Preise der Liegenschaften und die Sozialstruktur der Bevölkerung dort ansteigt, wo die Infrastruktur suboptimal ist. Jeder Rennradfahrer weiss um die inferiore Qualität der Strassen rund um den Starnberger See, und trotzdem will man dort hin. Die Erfahrung zeigt dass, wenn wirklich der Wille da ist, auch schlechte Wege in Kauf genommen werden, um Ziele zu erreichen. Man versuche nur, an einem sonnigen Novembertag im Biergarten auf der Neureuth einen Platz zu bekommen, zu dem nur drei steile Anstiege führen. Mit stets wachsenden Flughäfen und schnelleren Bahnen fördert man eigentlich nur die Attraktivität des Reisens an Orte, die man vielleicht ansonsten gar nicht besuchen würde, und das wiederum führt zur Frage, ob diese ganze Infrastrukturideologie nicht im Kern falsch und schädlich ist. Ich mein, ich weiss, warum ich über enge, steinschlaggefährdete Alpenpässe zur Schwester von der F. kurve. In meinem elektronischen Briefkasten dagegen ist Post von einem Billigfluganbieter, der meint, ich sollte für kleines Geld mal nach Ägypten.

Vielleicht also sollte man etwas weniger Mobilitätsanreize wagen. So ein Berliner Flughafen zum Beispiel ist nicht hilfreich, wenn es darum geht, die tatsächliche Beliebtheit so einer Stadt zu ergründen. Wenn sie wirklich so toll ist, gebe man der Stadt und dem Volk die Transi-transi-transi-transitautobahnen mit den lustigen Rumplern der Betonplatten wieder. Sollten aber 300 Kilometer durch ostdeutsche Steppen zu weit und entbehrungsreich sein, dann ist das eben so, dann kommen weniger Menschen, und der Berliner als ein solcher muss nicht darüber jammern, dass das Preisniveau für seine Mietwohnung so schlimm wie im München des Jahres 952 ist, nämlich vollkommen irrelevant. Die ganze Menschheitsgeschichte erzählt davon, wie wir Ziele trotz schwerer Wege erreichten. Oder uns angesichts der gefährlichen Wege klug waren, uns beschränkten und daheim lieber Privatstrassen errichteten. Man nennt das Kultur und Gesellschaft. Und damit sind wir, auch wenn wir blieben, gar nicht schlecht gefahren.

Bild zu: Weniger Infrastruktur wagen

Und wer weiss, wenn die Berliner erst mal eine Weile wirklich gezwungen sind, ihre Stadt Jahr um Jahr dauerhaft zu ertragen – vielleicht fangen sie dann auch an, die Gehwege zu kehren, die Gärten zu pflegen, die Bahnen zu reparieren und den Müll aus den Grünanlagen zu beseitigen, wie man das auch sonst in jedem ordentlichen Viertel mit Anliegerstrassen so macht. Man soll die Hoffnung nie aufgeben, der Mensch lernt dazu, und auch wir mussten erst mal lernen, wie man einen Markt so organisiert, dass wir drin bleiben und die anderen nicht reinkommen, wo wir es doch jetzt so schön haben. Lernzeit bis zur Eröffnung der nächsten, grossen Lufteinfallsschneise ist erst mal vorhanden, und für eine Kommission, die sich mit dem sozial ausgetüftelten Wegesystem in besseren Wohnlagen beschäftigt, sollten auch die verbleibenden Wege aus der Stadt ausreichen. Wir zeigen das gerne her und erklären auch, wie man wieder auf die Autobahn nach Norden kommt, aber besser nicht auf die kleine, hübsche Landstrasse zur F., ihrer Schwester und zum bayerischen Ufer des Po.

 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (226)
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0 bertholdIV 10.01.2013, 18:38 Uhr

vor kurzem habe ich mich noch...

vor kurzem habe ich mich noch mit leuten von black rock über infrastruktur in form von private equity unterhalten. das ist auch richtig so, dass der staat aufhört solche sachen zu machen. irgendwohin muss das geld ja, außerdem sind pe schöner mit mehr freiheit zu bilanzieren... bei den krankenhäusern sind wir ja schon auf dem richtigen weg. in der oberen pfalz so und so, der landkreis as ist da noch eine ausnahme, aber wahrscheinlich auch nicht mehr lange. auch in aut, selbst in einer so roten stadt wie wien mit einem rot angestrichenen ehemaligen burschenschaftler als bürgermeister geht man bevorzugt in die krankenhäuser der orden oder in das evangelische krankenhaus (oder wenn es gar nicht geht in eine privatklinik).

bertholdIV, "....außerdem...

bertholdIV, "....außerdem sind pe schöner mit mehr freiheit zu bilanzieren..." Herzlich gelacht, danke!

0 perfekt!57 10.01.2013, 19:02 Uhr

wir sagen heute nichts. wir...

wir sagen heute nichts. wir sind auch nicht da. aber schöner text, klug beobachtet, psychologisch richtig und vollkommen eindrucksvoll: je steiler die berge, desto seltener die gäste. aber reizbarer. oder milder. wie auch das klima zumeist. . die luftwurzeln hatten mit erosion zu tun, oder war das das bild vom letzten amazonas? . "Die Erfahrung zeigt dass, wenn wirklich der SUV da ist ..."? (kommt die wirkliche herrschaft auch weiterhin mit der flachsten flunder aus maranello bis in die nähe - und lässt sich sodann gepflegt abholen, *g*) . und der luxus der flieger läge darin, auch woanders solch abgelegene gegenden und hauslagen gerne häufiger zu besuchen? oberhalb von limone piemonte? oder an den laghi di roburent? (und solange es überhaupt noch flüge gäbe) (und angst vorm faeroplan haben kann ja jeder) . http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/cloud-computing-eu-bericht-warnt-vor-ueberwachung-durch-die-usa-a-876789.html - und zum glück sind die wolken bei inversion ja auch weiterhin nur im tale. . und andy warhol, vollkommen männlich, hatte eine werkstatt um sich herum, gefüllt mit groupies und anbeterinnen, sich die gemeinen bürgersleut' auf distanz zu halten. und frauen können das anderes. oder man nimmt die bergeshöhen. hoch wie zinnen. wobei berge kein haar herunterlassen. nicht mal aus liebe. wobei das zimmer des warhol auch wieder ein innenraum, psychologisch doch eher einer küche verpflichtet, als einer strecke, man nehme? (farbe). . und wir bitten einmal mehr um nachsicht: jacob wassermann, das bis an sein lebensende vorübergehend erfolgreiche arme leute kind, kam uns aus versehen in erinnerung. und sein anwesen in altaussee. ab ca. 1919. "blicke auf villa, berg und see", s. 72 ("die erzählung der landschaft") "wassermann leistete sich zur mißgunst der ein- oder anderen dichterfreundes einen chaffeur..." http://books.google.de/books?id=gJKl2lqBbXQC&pg=PA72&lpg=PA72&dq=jakob+wassermann+anwesen&source=bl&ots=K3qVyLSqr2&sig=mxm8Ajroc4HHnLfuKCqef6z_xOU&hl=de&sa=X&ei=2QfvUKDnF8TYtAb0hoDIBA&ved=0CGQQ6AEwCQ#v=onepage&q=jakob%20wassermann%20anwesen&f=false . (und zeitgeist - ungefähr überflüssigerweise - das kam heute im radio "show me the way" - "all these fine memorys..." http://yersweetchimneys.blogspot.de/2009/03/show-me-way-show-me-way-show-me-way-to.html to shake a memory", was immer das heißt, http://www.youtube.com/results?search_query=bill+callahan+&oq=bill+cala&gs_l=youtube.1.0.0i10.3239.9398.0.11757.9.9.0.0.0.0.229.1630.0j7j2.9.0...0.0...1ac.1.4nxEIKRpATs ) . und die experten sprachen heute im interview "von dieser italienischen währungsunion"; na dann passts doch. (smile) . und wir waren nicht da. reine durchsicht steht auch uns am besten.

0 bertholdIV 10.01.2013, 19:02 Uhr

@muscat wird noch besser: auf...

@muscat wird noch besser: auf den von einem untertanen der habsburger designten papieren steht die unterschrift eines ehemaligen goldmann-sachs mannes: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ezb-stellt-neue-euro-banknoten-vor-12020380.html

0 bertholdIV 10.01.2013, 19:08 Uhr

der link...

der link fehlte: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ezb-stellt-neue-euro-banknoten-vor-12020380.html in der eile zwischen zwei geschichten vom kleinen nick vorlesen, passiert so was

0 perfekt57 10.01.2013, 19:11 Uhr

und durch zufall kamen wir...

und durch zufall kamen wir drauf, dass manche sich bayern auch wieder mehr als insel wünschen. http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=416#more-416

0 donna laura 10.01.2013, 19:16 Uhr

glückwunsch! man hat sie...

glückwunsch! man hat sie bereits für grossen innovationspreis des bundesverkehrsministers vorgemerkt! . die grossartige idee, auf asphaltierung von strassen grosszügig zu verzichten und im gegenzug ein wenig urwüchsigkeit und baumwurzeln in kauf zu nehmen, ist nicht neu und zur abschreckung von lichtscheuem gesindel nicht schlecht, allerdings fährt man besser nicht mit einem sportwagen über die ausgefahrene schotterpiste. hausfrauenpanzer allerdings schaffen diese kleinen hürden im vorbeibrettern - noch - und schaffen sich niederwalzend ihren ganz eigenen parkraum. bei uns ist es so, dass es ausserhalb der grundstücke keine legalen parkplätze gibt. hin und wieder verirrt sich ein unerfahrener auswärtiger auf unsere privatparkplätze, aber da gibt es ein gutes mittel. einfach dahinter plazieren. wir haben lange wege, und auch, wo ist jetzt nur der schlüssel, wer hat ihn? da muss man suchen, und es vergeht zeit. die umstände! schrecklich, das. . mobilitätsoptimierungen dürften wohl ein wenig wachstumszunahme erfahren - biostrassen - nur echt mit dem schlagloch -, energiepreise - nur echt mit ökozuschlag -, gestiegene versicherungsbeiträge - nur echt mit unisex-... tja.

0 perfekt57 10.01.2013, 20:29 Uhr

und bitte sehr, wir sind nun...

und bitte sehr, wir sind nun wirklich alle ganz "entre nous", nicht wahr? http://www.n-tv.de/wirtschaft/Dollar-Gekrakel-empoert-die-USA-article9919026.html - und zwar da auch schon geithner als erwachsener mann und 50ger nochmals seine unterschrift ändern und neu besser üben musste, bevor er für die welt und die welt der repräsentation gut war. http://www.marketplace.org/topics/economy/geithner-interviews/timothy-geithners-signature-not-fit-print . @donna laura - man fühlt erfreut mit, "wo ist jetzt nur der schlüssel, wer hat ihn" - muss und kann nicht anders, als so zusammengezogen gedacht sein. wir hatten einmal, nach einem großzügig bemessenen haupthausschlüsselrevirement stücker fünf. und solcher überschuss macht (die familie) auf einmal und ganz plötrzlich höchst verschwenderisch. wozu aufpassen, es gibt ja noch mehr! nie wieder! . (leider gehts weiter, wie bisher. http://kurier.at/politik/weltchronik/schiesserei-in-taft-high-school-naechstes-schulattentat-in-den-usa/2.449.719) . und zum glück wird deutschland nicht ohne ecken und kanten verkauft.

0 Bruckbacher 10.01.2013, 20:29 Uhr

Sehr geehrter Herr...

Sehr geehrter Herr Alphonso, mit Interesse haben wir Ihren Artikel gelesen. Wir möchten anfragen,ob wir die Rechte an ihrem Satz "Weniger Infrastruktur wagen" erwerben können. Unser Bürgermeister sucht noch ein griffiges Motto für sein Aktionsprogramm. Dieses beinhaltet u.a.: - offen lassen der Schlaglöcher unter 50cm Ø - Abriss der vom Hochwasser beschädigten Brücke nach Vordersumpfing - Schneeräumung erst ab einem halben Meter Höhe - Müllabfuhr künftig einmal pro Quartal Natürlich wissen wir Ihr geistiges Eigentum zu schätzen. Der Bürgermeister bietet als Gegenleistung 1 Fass Bier und 1 Zentner Weisswurst Hochachtungsvoll Gemeindeverwaltung Hintersumpfing gez. Bruckbacher Leiter Bürger-Service-Center

0 Der Tiger 10.01.2013, 20:42 Uhr

@perfekt57 - Diese EU Studie...

@perfekt57 - Diese EU Studie reißt mich vom Stuhl! Wie entsetzlich, die Amis könnten ihre Nase in die Cloud-Infrastruktur stecken. Natürlich können sie das, auch in jeden Google Zugriff, Apple update, erhaltene oder geschickte G-mail. Und heute Morgen fuhr mir so ein Photosalon fast über die Füße – in einer Nebenstrasse letzter Ordnung wurde ich e-festgehalten. Die sagenhafte elektronische Infrastruktur ist globally transparent (für die Amis zumindest).

0 prince Matecki 10.01.2013, 20:43 Uhr

Ja, die Infrastruktur.......

Ja, die Infrastruktur.... Freunde mit mehr Vertrauen in meine Finanzkraft als Kenntnis der Bundesbesoldungsordnung bewogen einen Münchener Makler mir ein Haus in der Nähe von Asti anzubieten, etwa so viele Zimmer wie Ihre Behausung in der kleinen Stadt an der Donau, unten Gewölbe und oben Seide und Stuck aus dem 18 und 19 Jh, die Möblierung (teils modernes italienisches Design, nach den Bildern tippe ich auf de Sede und Poltrona Frau) könne bitteschöne inklusive mit übernommen werden. Das Dorf habe immerhin mehrere Gaststätten, eine Post, zwei Läden und eine Tankstelle. Vermietung eines oder beider Seitenflügel (es handelt sich um eine der Landschaft angepasste, also nicht rechtwinklige Dreiflügelanlage) sei kein Problem. Zentralheizung sei da, falls ich im Alter vergäße Öl nachzubestellen aber auch die alten Öfen.... Und die Zufahrt sei am Hang mit Spitzkehre so dass ich keine Angst vor ungebetenem Besuch haben müsste, nun ich könne vielleicht auch die Büchsen und Flinten des verstorbenen Conte übernehmen, eine davon sei so altmodisch da stehe Holland & Holland drauf, das wollten die Erben nicht haben. Und ich alter Esel hab tatsächlich Excel angeschmissen um mal zu kalkulieren was ich an Eigenkapital hätte, wieviel Hypothek und was so in Italien die Nebenkosten sind.... Und etwas Personal braucht man ja auch, wobei ein Freund mit zwei Stehzeiten beim NATO Kommando in Neapel meinte, das nötige Personal (Haushälterin, Köchin, ein Bursche) könne er mir aus Apulien besorgen, zuverlässige Leute.... Ach, wenn man sich trauen würde...

0 HansMeier555 10.01.2013, 21:00 Uhr

"Wir werden überall hinfahren...

"Wir werden überall hinfahren können, aber es wird sich nicht mehr lohnen, dort anzukommen". (Otl Aichinger?)

0 bertholdIV 10.01.2013, 21:04 Uhr

@DA das mit der reziproken...

@DA das mit der reziproken struktur der strassen und dem wohnwert stimmt aber auch für bayern. paradebeispiel die a93..ab autobahnkm 100 ca. kommen sie zum ersten mal in bewohntes gebiet.

0 bertholdIV 10.01.2013, 21:06 Uhr

@perfekt57 10. Januar 2013,...

@perfekt57 10. Januar 2013, 20:11 "deutscher katholiken" ;o)

Die Entdeckung der...

Die Entdeckung der Langsamkeit? Ja. Aber zum Hype und Größenwahn gehört eben auch ein anständiger Flughafen, der nichts taugt. Wie soll das auch gehen, wenn Lahme und Blinde das Schuldenchaos verwalten und einen Flughafen bauen. Die Elbphilharmonie, nun, ja...... ist da was anderes, denn Hamburg ist eben Hamburg, Berlin doch eher Spanien. Verdient man in Berlin eigentlich Geld? Hier hol ich mir den Ziegenkäse immer aus einem Bergdorf, fahre da mit dem MTB hin. Nach Preisen fragt man hier nicht, nein, das wäre nicht anständig, auch im Schweiße der getretenen Kettenblätter nicht. Die Ziegen und ihr Pastor müssen schließlich auch rauf und runter. Weniger ist immer mehr. Und schmeckt besser.

0 perfekt57 10.01.2013, 21:19 Uhr

@prince matecki - genau, man...

@prince matecki - genau, man fühlt mit. denn mit den exel-tabellen fängt immer all das elend an. entweder man machts, also ohne excel - und dann muss man vorl allem dem umfeld, also alle den trelativ unterbeschäftigten menschen an so einem ort, auch ein sinn sein, sich um die leute, seine leute mit kümmern, irrgendwas da anfangen, oder "so" das vermögen reinbutttern - oder weiter träumen und woanders bleiben. und meistens leider die vernunft richtig. . wir hätten auch sowas wunderbares im angebot. http://sketchup.google.com/3dwarehouse/details?mid=de2172a83fcaa5ec5df6aba2f6c0021c aber das ist alles sinnlos. der zeitenwandel machts platt. da kommt nie wieder einer.

@prince Matecki, ohne...

@prince Matecki, ohne unhöflich oder gar destruktiv erscheinen zu wollen, rate ich doch eher ab. Oder: Trinken Sie mehrere Flaschen Asti, und wenn Sie morgens aufwachen und haben immer noch ein gutes Gefühl, dann tun Sie es.

0 hansgeier333 10.01.2013, 21:39 Uhr

Die Infrastrukturen sollten...

Die Infrastrukturen sollten aber soweit erhalten werden, dass noch irgendwelche durchgeknallten Kinis lautlos im Starnberger See bzw. anderer nächstliegender Gewässer versenkt werden können, insbesondere solche ohne Nachkommen, was auf eine gewisse schöngeistige Nähe zu den Baumeistern der nordelbischen Philharmonie und BER schliessen lässt. Ein schönes Gegenbeispiel steht in Cottbus: Das Staatstheater. Beschluß zum Bauen am 01. 11. 05, dann Architekturwettbewerb. Bauzeit 16 Monate, Eröffnung 01. 10. 1908.

0 donna laura 10.01.2013, 21:48 Uhr

lieber Bruckbacher, mit bier...

lieber Bruckbacher, mit bier und wurst kommen sie beim don nicht weiter, fürchte ich. er ist doch kein mops. . in der regel laufen einem nicht wenige männer in scharen nach, wenn man beides offerierte und noch anderes nicht rundheraus abschlägig beschiede - zumindest dem doch stets hoffnungen weckenden augenaufschlag nach... . lieber mediensegler, sagen sie, wie lautete noch einmal dies wort, das sie so freundlich waren, zu lehren. irgendetwas mit hund.

0 Erchanbert Schlattringer 10.01.2013, 22:07 Uhr

Wir in Tirol sind da schon...

Wir in Tirol sind da schon bedeutend weiter: http://www.youtube.com/watch?v=a1vVxBGSnsY

0 Der Tiger 10.01.2013, 22:15 Uhr

In meinem kleinen Dorf gibt es...

In meinem kleinen Dorf gibt es zwar keine krummen Anfahrtswege, aber wir haben ein sehr strategisches Zufahrtsnetz für das gesammte Dorf. Zwei oder drei durchdacht platzierte Unfälle genügen, um uns von der Außenwelt abzuschneiden (auf der einen Seite ist sowieso die Nordsee). Dann kann keiner ins Dorf und keiner raus. Die Straßen selbst sind auf vielen Strecken mit Ziegeln belegt. Die werden regelmäßig rausgerissen und neu verlegt. Besonders vor den Residenzen der global exponierten Botschafter. Eine aufgerissene Strasse ist billiger (und der Grund weniger offensichtlich) als eine Polizeiwache im aufgesteltzten Container.

0 mediensegler 10.01.2013, 23:30 Uhr

Mit 20 wollte ich andere...

Mit 20 wollte ich andere Länder sehen (europäische) mit dem Auto, fliegen war nicht mein Ding. Schweiz, Spanien, Holland, Frankreich, Italien, Belgien und Luxemburg. Ja, genau in der Reihenfolge. Mit 30 wollte ich große Städte sehen (europäische) Paris, London, Hamburg, Stuttgart, Brüssel, München, Barcelona, Amsterdam, auch alle mit Auto bis auf Berlin, vor 89, Mann war diese Stadt schon damals hässlich. Und auch in dieser Reihenfolge, und immer wenn ich zurückkehrte, sah ich, wie schön Deutschland eigentlich ist. Mitte 30 fing ich an, Yachten zu chartern, und Europa vom Wasser aus zu erreichen, England, Holland, Dänemark, Deutschland, Schweden, Spanien und die Schweiz. Auch in dieser Reihenfolge. Und auch hier sah ich, wie schön Deutschland eigentlich ist. Ganz besonders Rügen, kurz nach den "blühenden Landschaften vom Ver-Kohl". Gager, damals ein Mini-Hafen für Yachten, schwer zu erreichen, (Hach!) Danach fing ich an, kleinere Städte zu besuchen, mit dem Boot oder mit dem Auto, immer in Europa, und mein Fazit ist ähnlich, je schwerer der Weg, desto schöner. In Irland habe ich einen Freund besucht, sehr schönes Land. Freunde von mir erzählen von U.S.A, Asien, Australien, Russland. Nicht mein Ding. Türkei und U.S.A, für mich ein NoGo. Europa will ich, ohne die Bürokraten. Wenn man auf das Monte Rosa Plateau über das Klein Matterhorn gekommen ist, und 360 Grad Panorama geniesst, und bei guter Sicht die Berge der verschiedenen Länder sieht, bekommt man eine Ahnung davon, was Europa eigentlich sein könnte.

0 mediensegler 10.01.2013, 23:48 Uhr

donna laura 10. Januar 2013,...

donna laura 10. Januar 2013, 22:48 Netter Versuch, aber ich werde das hier jetzt ganz bestimmt nicht wiederholen. Aber ich weiß ziemlich genau, was Sie meinen. ,-) . Da gab es doch mal einen beturnschuhten Noch-nicht-Außenminister, der sagte: Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ... Oder irre ich ?

0 HansMeier555 11.01.2013, 04:41 Uhr

@b4 . Mehr Gnosis wagen?...

@b4 . Mehr Gnosis wagen?

0 Dreamtimer 11.01.2013, 05:36 Uhr

@Bruckbacher, ich glaube D.A....

@Bruckbacher, ich glaube D.A. versteht schon den Unterschied zwischen Reichenviertel und dritter Welt. Man darf nie verwechseln, auf welchem Level man sich befindet und ob man etwas verfallen lässt, weil man es so will oder weil man es nicht besser kann. . Medienseglers Auflistung zeigt wieder einmal, wie unglaublich reisemüde ich noch bin. Es ist ohnehin sinnlos touristisch zu reisen und all diese zufälligen Bewegungen quer über die Erdoberfläche erzeugen noch nicht einmal die Spur eines Lebenslaufs. Allein das Fernweh selbst kann mich gelegentlich motivieren, aber das ist nun schon seit etwas mehr als einem Jahr ausgeblieben.

0 Bruckbacher 11.01.2013, 06:01 Uhr

äh äh Herr äh äh...

äh äh Herr äh äh Alphonso, äh also wenn Sie äh äh von Berlin äh Tegernsee äh also mit dem Flieger äh äh von Tegernsee äh äh äh also in zwei äh Stunden äh wenn Sie äh.... . Edmund der Erste

0 HansMeier555 11.01.2013, 06:19 Uhr

@mediensegler . Und doch...

@mediensegler . Und doch müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass manche Leute die Vorstellung, mit dem Auto auf schnurgeraden Strassen kreuz und quer durch eine öde Wüstenlandschaft zu fahren, in der die Leuchtreklame von Motels und Tankstellen den kulturellen Höhepunkt darstellt, für unglaublich romantisch halten und sich dafür gerne vier Wochen Urlaub nehmen. Wie kann man sich das nur erklären?

0 Don Ferrando 11.01.2013, 06:25 Uhr

Na, die Lokalspresse berichtet...

Na, die Lokalspresse berichtet allerdings auch über teure Infrastrukturprojekte gerade am TEGERNSEE http://www.merkur-online.de/lokales/tegernseer-tal/steg-streit-erneut-gericht-2694465.html

Kommen Sie nach Kürnbach in...

Kommen Sie nach Kürnbach in der Kommune (Bad) Schussenried. Die zuständige Behörde des Landkreises Biberach hat dort zwei Strassen komplett gesperrt. Was der Stadtrat beantragt wird zumeist ungeprüft erledigt. Eine Busunternehmerin als stellvertretende Bürgermeisterin bekommt für ihren Teil des Gewerbegebietes Tempo 30. Akteneinsicht beim Landratsamt wird schlichtweg verweigert. Wahrscheinlich ist es in vielen Regionen des Bundeslandes Bayern sehr viel liberaler als im katholischen Oberschwaben des Bundeslandes Baden Württemberg.

0 ulbrichwinklern 11.01.2013, 07:24 Uhr

Lieber Don, hat Ihnen...

Lieber Don, hat Ihnen eigentlich noch niemand geschrieben, daß in dem Kasten da rechts oben ein grammattischer Fehler ist? Ich meine den Dativ beim "Kleingedruckten". Seit ich von Berlin in den bayrischen Sprachraum gezogen bin, habe ich wohl schon bemerkt, daß das gemeine Volk hier mit Dativ und Genitiv so seine Probleme hat, und ich finde das ja auch originell, aber bei den Stützen der Gesellschaft muß das ja nicht sein.

Nicht zu vergessen. Für sich...

Nicht zu vergessen. Für sich selbst werden diese Leute dafür sorgen schlecht erreichbar zu sein. Wenn es aber darum geht, freie Wege zu haben dann werden andere Mittel eingesetzt. 'Oh heiliger St. Florian verschon mein Haus, zünd andre an'

Think global, but eat local? ...

Think global, but eat local? Ich bin für "la cuisine du pays" mit frischen Produkten.

@ mediensegler. Die Vereine...

@ mediensegler. Die Vereine in der Deutschschweiz sind einmalig - es gibt Hunderte von denen auch im klensten Kanton Zug. Gibt's sowas auch in Deutschland?

Schön, sehr schön: "Auch das...

Schön, sehr schön: "Auch das ist Fortschritt, wir haben gelernt, den Fortschritt anderen auszuhalsen." Ich kenne den Begriff nur als "aufhalsen", also jemand anderem etwas überlassen, damit man selber damit nichts zu tun hat. Aber ansonsten stimme ich vollkommen zu! Wir leben immer mehr in einer Gesellschaft, die alles machen lässt. Was machen wir noch selber? Kochen? Nein, für mich alleine koche ich nicht, die Standardantwort vieler (Frauen). Lesen? Nein, ich lasse vorlesen (Hörbuch). Reisen? Ja, ich mache Kreuzfahrten, Transatlantikflüge, usw... Warum? Nur, um dann dort das zu machen, was ich hier zu Hause auch mache: Cappuccino trinken in der tollen Altstadt von XY, Essen gehen, abends im Hotel die Glotze an oder an der Bar versacken. Und dazu verbrauchen wir Luft und Ressourcen, nur um unsere trägen Körper von A nach B zu bewegen? Von daher sage ich auch: Weniger Infrastruktur wagen! Wir brauchen viele Flughäfen nicht, ich rate eher mal dazu, seine Heimat kennen zu lernen. Sich frei machen von dem Druck, nach dem Wochenende im Büro von dem ach so tollen Städtetrip berichten zu müssen (weil man eigentlich hundemüde ist und froh ist, wieder zu Hause zu sein). Und BER: So langsam sieht man die Folgen des Niedergangs. Ich frage mich, welche Ausbildung die verantwortlichen Ingenieure haben?!? Waren das alles Bachelors die zwar viele Wochenendtrips gemacht haben und in den Semesterferien selbstverständlich auf Bali waren, aber sonst nichts auf der Pfanne haben?!?!?

0 Helmut Weiß 11.01.2013, 09:14 Uhr

Don, "weniger Infrastruktur...

Don, "weniger Infrastruktur wagen" ist eine Berliner Erfindung. Gänzlich unerwähnt lassen Sie die Lebensweise der Berliner, die sich auf Transfereinkommen (Rente, Hartz IV), Transfervermögen (Erbschaft, Diebstahl, Spekulation) und/oder beides (Studium, Politik/Diäten, Bloggen) gründet und z.B. einen kostspieligen und funktionierenden ÖPNV entbehrlich macht. Das Ressourcen schonende Zeitmanagement der Stadt entspricht etwa dem eines mecklenburgischen oder bayrischen Dorfes.Und wie ich FAZ-net entnehme, hat sich das "Berliner Modell des fortschrittlichen Müßigganges" bis an den Tegernsee ausgedehnt.

0 HansMeier555 11.01.2013, 09:24 Uhr

Und wie finden Sie, Donna...

Und wie finden Sie, Donna Laura, Uwe Tellkamps neue Krawatte? Passt sie zum Scheitel? . http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/siebzig-fuer-suhrkamp-appell-der-autoren-und-erben-12020293.html

Auch am Tag nach dem...

Auch am Tag nach dem Erscheinen immer noch mehrere Schreibfehler - es wäre schön, wenn mich nicht nur der Inhalt, sondern auch das Fehlen der üblichen sprachlichen Fehler für eine Viertelstunde aus meiner realen Welt entführen könnte.

0 HansMeier555 11.01.2013, 09:40 Uhr

@fionn Wie kann etwas, das es...

@fionn Wie kann etwas, das es im kleinsten Schweizr Kanton hundertfach gibt, einmalig sein?

0 donalphonso 11.01.2013, 10:04 Uhr

Ich bin auch nur ein gehetzter...

Ich bin auch nur ein gehetzter Mensch, und das alleinige Erwähnen hilft mir auch nicht weiter.

0 donalphonso 11.01.2013, 10:05 Uhr

Und mit diesem...

Und mit diesem MachenSemalhophop-Ton macht das Frühstück auch keinen Spass.

0 donalphonso 11.01.2013, 10:06 Uhr

Vor dem ersten Galette und Tee...

Vor dem ersten Galette und Tee bin ich empfindlich.

0 donalphonso 11.01.2013, 10:06 Uhr

Immerhin bin ich schon um 11...

Immerhin bin ich schon um 11 Uhr wach, das isr hier bei uns nicht jeder!

@Hans Meier 07:19 Man fährt...

@Hans Meier 07:19 Man fährt nicht wegen der Motels und Tankstellen auf schnurgeraden Straßen durch die Ödnis. So eine Fahrt (ich hatte 1 Woche Zeit) macht man wegen der unglaublichen Leute, die man unterwegs trifft. Das wichtigste Infrastrukturprojekt am Tegernsee ist pünktlich fertig geworden (nicht in Sichtweite des Sees) http://www.merkur-online.de/lokales/tegernseer-tal/gewerbegebiet-soll-wachsen-duerfen-2532259.html @Rotwild Ich tät nicht nach der Ausbildung der Ingenieure fragen, sondern nach der headcount ratio. Bei dieser Art von Projekten sind die Projektmanager gegenüber den Technikern/Ingenieuren in der Überzahl @Helmut Weiß Beim ÖPNV in Berlin ist die Sache inzwischen geregelt. Wer es sich leisten kann, fährt mit dem Fahrrad. Wer etwas transportieren muß, nimmt notgedrungen das Auto. Besserverdienende nehmen ein Taxi. In der U-Bahn sitzen nur noch diejenigen, die nicht bzw. nicht mehr Fahrrad fahren können und kein Geld für ein Taxi haben.

0 colorcraze 11.01.2013, 10:38 Uhr

@fionn: das Vereinswesen, das...

@fionn: das Vereinswesen, das vor allem in Ruhrgebiet und Rheinland sehr stark war, ist meines Wissens sehr niedergegangen. @Helmut Weiß: so in etwa siehts aus. Wobei Ingolstadt mit seinem Autowerk natürlich noch eine Weile auf der sicheren Seite steht. - Was Schönefeld fehlt, ist ein Mehdorn, der einfach verkündet, es reiche jetzt und wenn es zu klein gebaut wurde, dann bleibe das halt so, basta. Ich bin ja schon für die Entlastung von Tegel, aber nicht für dessen völliges Verschwinden.

0 HansMeier555 11.01.2013, 10:43 Uhr

@Lutz Um unglaubliche Leute zu...

@Lutz Um unglaubliche Leute zu treffen, muss ich nicht aus dem Haus gehen.

0 colorcraze 11.01.2013, 10:43 Uhr

Was ist eigentlich auf der...

Was ist eigentlich auf der ersten Abbildung zu sehen? Sie erinnert mich so fatal an die Backpulver-Pizza, die es als "Backbaukasten" in Norditalien zu kaufen gab und tatsächlich verzehrt wurde...

0 Yog Sothoth, Esq. 11.01.2013, 10:54 Uhr

Werter Don, lassen Sie sich...

Werter Don, lassen Sie sich nicht hetzen! Erstmal lecker frühstücken! und dann am besten noch ein paar Schreibfehler einbauen, anscheinend ist das ein einfaches Mittel ein paar Leute zu ärgern. Die Welt geht den Bach runter, aber Hauptsache die Grammatik stimmt.

0 antagonist 11.01.2013, 10:55 Uhr

Ich, als Volblutpolitiker,...

Ich, als Volblutpolitiker, kämpfe vollinhaltlich für jede Infrastrukturförderrrrrmassnahme, die den Standort Deutschland verbessert und stärrrrrkt. Auch bin ich durchaus für die Supermagnetschwebebahn zwischen Potsdam, BER und dem Bundeskanzleramt zu haben; mit einer Weiche nach Brüssel. Man denke nur an die zwanzig Mnuten Zeitersparnis, die dies für die verantwortlichen Entscheidungsträger bedeutet. Die Steinbrücksche Sonderzulage für die Banzlerin (2013 - 2029) kann so ihre Rechtfertigung ganz zwanglos finden. Der angedachte Alpenrailtransit-Tunnel, welcher Tegernsee mit Meran verbinden soll, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Auch im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmassnahmen unterbeschäftigter BND- und Medienmitarbeiter ist dies volkswirtschaftlich gesehen mittels der Brüsseler Sonderförderungs-solidarfonds "EUROSPONSOR" ein, rein aktivierungsmässig, starker Schluck aus der "Pulle" zugunsten unserer südlichen Freunde und deren Innen.

Mediensegler Ja, herrlich, den...

Mediensegler Ja, herrlich, den Monte Rosa habe ich vor meiner Haustüre am Ortasee. Mir ging es ähnlich wie Ihnen, nachdem ich fast die ganze Welt gesehen hatte (ausser Japan und Sibirien): Deutschland (und bedingt auch Europa) war immer die Nr.1 für mich. Jetzt lebe ich 10 Monate im Jahr am Ortasee und 2 Monate in Wien - und habe kein Fernweh mehr, wie früher.

0 salonsurfer 11.01.2013, 11:05 Uhr

...

@suhrkamp-appell-der-autoren Wir danken der Unternehmensberatung Berger für die Durchökonomisierung aller Lebensbereiche unserer Leser und Autoren. Wer oder was sich im Literaturbetrieb nicht rechnet, hat seine Existenzberechtigung verloren und kann abgewickelt werden. Gerne verzichten wir deshalb zukünftig auf Autoren wie Joyce, Kafka und Proust, die sind zum Lesen suboptimal. Widerspruch sinnlos, da helfen auch keine Talkshows weiter. Skandalnudeln allerdings, dürfen gerne Platz nehmen. . Geschätzter Don, ein Downgrade wird die persönliche Lebensqualität sicher nicht verschlechtern - mit dem Radl über alte Feldwege und Fotos mit dem Auslaufmodell der Olympus Pen, macht mir jedenfalls viel Freude. Vom Fazit-Blog allerdings erwarten wir analytischen Beistand, warum unsere Großprojekte zunehmend scheitern, natürlich auf hohem Preisniveau. . Und gerade haut Germanwings wieder One-Way-Tickets ab 33 Euro raus, da werden die Berliner bald noch mehr Dauergäste bekommen. Zum Wochenende wird aufs Fahrrad gestiegen und nicht nach Nizza geflogen, denn die Sonne lacht endlich wieder vom Himmel.

0 bertholdIV 11.01.2013, 11:20 Uhr

@HansMeier555 11. Januar 2013,...

@HansMeier555 11. Januar 2013, 05:41 @b4. Mehr Gnosis wagen? ja sicher, haben sie nicht am 1. weihnachtstag den gnostischen text im evangelium gehört, oder waren sie bei den lutheranern in der kirche? ich werde zeit meines lebens halt ein bewunderer dieses forschers bleiben, wenn sie ihn wie ich zumindest einige zeit persönlich erlebt haben, oder bei ihm geprüft wurden...

0 The Great Artiste 11.01.2013, 11:30 Uhr

Wieder schön geschrieben und...

Wieder schön geschrieben und gegen den Strom gedacht, auch wenn ich gestehen muss, dass mich diese eher unverfänglichen Themen der Selbstbehauptung des obersten Mittelstands ein klein wenig weniger begeistern, weil eben so oft durchgedacht. . Als die Diskussion über die tiefer liegende Ebene, wo die ethische Substanz unserer Traditionen zwischen ängstlicher Unfähigkeit zum Wandel und aktionistischem Modernisierungsdruck hin verschwunden sei, die Frage aufwarf, wieviel Anteil das Jüdisch-abendländische im Gegensatz zum Christlich-abendländischen haben könnte - verunglückte das Gespräch in den Schluchten des 137. Aktes der ultrashakespearischen Megatragödie "KingLearmeetsMacbethmeetsRichardIII.usw", als die man den Nahostkonflikt bezeichen könnte. Wenn man sich einigermassen elegant aus der Affäre stehlen möchte, weil man die Party nicht wieder verderben möchte, weil das ein Thema ist, dass wohl den Rahmen dieses Forums übersteigt. . Der ungute Bodensatz von Jahrhunderten ist leider viel zu emotional besetzt, um in einem so öffentlichen Medium adäquat diskutiert werden zu können, und hinterlässt automatisch eine Beklemmung, sich entweder irgendwie schuldig zu fühlen, oder das oder dies unbedingt loswerden zu müssen - was leider wahrscheinlich nur in langen, äusserst vorsichtigen, äusserst diskreten Geheimverhandlungen in winzigen Stückchen verbessert werden könnte. Hoffentlich nur reichen Zeit und Geduld, bevor irgendwer die Meinung fasst, die ganze gordische Verknotung mit einem Schwert, Rakete oder Jagdbomber zu einer Entscheidung zwingen. . Und dann können uns Währungs-, Miet- und Infrastrukturprobleme ziemlich egal sein, wenn dieses Elendsthema dazu als Alibi dient, andere Strukturdefizite unserer Polit- und Wirtschaftskultur nicht mehr im Griff zu haben. . Aber die ursprüngliche Frage war sehr substantiell und spannend: Was ist der Kern unseres gehobenen Wertekanons? . Privacy Aussicht SUV? Superkomfortable durchfallfreie Fernreisen im 400m langen Kreuzfahrern, NoroViren in der chinesischen Himbeermousse und besoffen verliebte Kapitäne in Inselufernähe ausgenommen? Abenteuer Sex im Premium-FKK-Club oder mit dem zwanzig Jahre jüngeren Schatzi IV., das einen kulleräugig ansieht, wenn Echsi mit den Krokodilschuhen erzählt? Sich auf der MilleMiglia in einem Flügeltürer totschwitzen und dann 100km vor Brescia auf den italienischen Abschlepper warten und für die ganze neidische Bewunderung ein Vermögen bezahlt zu haben? Auch nicht viel besser als die Zunge im kleinsten vorderen Kettenblatt auf dem Weg zum Col de Neverrest? . Wir reden viel zu selten darüber, was wir uns wirklich wünschen würden und was wir selbst dafür zu leisten bereit wären. . Und wir nehmen uns oft viel zu ernst, um so amüsant, wie Sie, Don Alphonso, auch mal ein Thema gegen den Strich bürsten zu können, um dieses kleine Bild aus dem Universum der hier weit verbreiteten Stubentiger-Liebhaber zu bemühen.

0 Folkher Braun 11.01.2013, 11:39 Uhr

Professor Otto Most, einer der...

Professor Otto Most, einer der Mitgründer der hiesigen Verkehrswissenschaft, bemerkte mal, zu einer entwickelten Ökonomie gehörten ein funktionierendes Bankwesen und ein funktionierendes Verkehrswesen. Beides ist uns bekanntlich abhanden gekommen. Solange der Euro noch eine Währung darstellt, sollte man in adäquate Fortbewegungsmittel investieren, z.B. JCB- fastrac, einfach zu kugeln. Der kann auch ganz ohne Straße.

0 The Great Artiste 11.01.2013, 11:40 Uhr

@Lutz: Zeilen, wie Ihre zum...

@Lutz: Zeilen, wie Ihre zum Berliner ÖPNV sprechen doch Bände, wie die nackte Zahl von 57% Jugendarbeitslosigkeit in Spanien oder Griechenland. . Wird die Lösung Richtung Ökodiktatur gehen, oder Militärherrschaft, wie es in den disfunktionalen Staaten Mittel- und Südamerikas oft das letzte Mittel war? . Und jetzt bitte nicht wieder Tiraden zur Schrecklichkeit des angloamerikanischen Finanzkapitalimus - denn an der grossen Schreisse haben alle unsere "Bestverdiener" herumgerührt!

0 donalphonso 11.01.2013, 11:40 Uhr

Aber, aber, das ist selbst...

Aber, aber, das ist selbst gemachte Lasagne, hier ist das Rezept: . http://rebellmarkt.blogger.de/stories/2185415/ . Sehe ich aus wie Baukasten?

0 Foersterliesel 11.01.2013, 11:41 Uhr

lieber prince Matecki, Kauf im...

lieber prince Matecki, Kauf im Konsortium, Hauptwohnsitz ab Pensionierung, EU-Agrarförderung, Frühstückspension für alte Kameraden....lokales Festival für alte Musik, ....viel selbst machen, Neffen einladen und einspannen, ... riskieren Sie´s doch, bon courage!

0 auch-einer 11.01.2013, 12:13 Uhr

försterliesel, das mit der...

försterliesel, das mit der rentnerkommune unter ausnutzung aller möglichen fördertöpfe hat was für sich. andererseits habe ich mich (noch im alten jahr) entschlossen, so mählich vom dorf in die großstadt zu wechseln, einfach weil dort alles in der nähe ist und wenn nicht, dann günstig per öpnv zu erreichen.

P, P und P. 1. I don't like...

P, P und P. 1. I don't like Pasta. 2. I like to make Profiteroles for a dinner party. 3. It's POETS' day tomorrow. P.S. POETS day means in English Push Off Early Tomorrow's Saturday (i.e. leave work early on Friday afternoon).

0 Stefan von Zollern-Alb 11.01.2013, 12:33 Uhr

Um unglaubliche Leute zu...

Um unglaubliche Leute zu treffen, muss ich nicht aus dem Haus gehen. . HM555, Sie sollten wirklich ausziehen. Bevor es zu spät ist...

0 prince Matecki 11.01.2013, 12:40 Uhr

Verehrte Försterliesl, an so...

Verehrte Försterliesl, an so etwas in der Art denke ich gerade herum, es gibt bei den Gambisten eine Vereinigung ( Orpheon) (mit eigener Homepage) [hier http://www.orpheon.org/Orpheon/Photos.html ] die sich gern in alten historischen Anlagen trifft, da Meisterkurse (oder meinetwegen auch mal welche für Anfänger) organisiert und darüber auch in der entsprechenden Szene berichtet und ganz gut vernetzt ist. Trotzdem muss das Risiko natürlich überschaubar bleiben, und ich sollte vielleicht noch ein paar Kurse Italienisch machen.....

Stichwort Berlin. . Bin in den...

Stichwort Berlin. . Bin in den 80ern beruflich einige Monate in Berlin (West) gewesen, zwangslaeufig, zeitbedingt, mehr in Charlottenburg [1]. Breite Buergersteige, Baeume, Biergaerten. Bismarckstrasse gemieden, genauso den Bahnhof Zoo. Keine Auffaeligkeiten, die mein Grossstaedterauge- und Ohr haetten uebermaessig beleidigen koennen. Der manchmal etwas raue Ton? Herrjeh, das gleicht sich durch anderes aus. 'Man ist immer irgendwo ein bisschen ungern" (Sebastian Haffner). Nachts um 10 eine nahegelegene Nachtkneipe. Ganz ruhig war es da, belegte einen Tisch mit meiner japanischen Minischreibmaschine und troedelte so vor mich hin. Bei Sonnenaufgang leitete mich die Bedienung in ein Fruehtueckscafe, anschliessend waren wir im Wannsee schwimmen. Es ist halt so: Der Wald ist das Echo des eigenen Geschreis. . [1] Kreuzberg bei Nacht. Mehrmals. Ein quartalsaufender Mitarbeiter war verschollen. Der Chef und ich durchkaemmten alle Budiken im Kiez, um dem Manne, so wir ihn faenden, wieder auf den rechten Weg zur Guttempler-Moschee zu bringen. Auch da keine Ereignisse, die nicht auch in Koeln, Muenchen oder Wanne-Eickel haetten passieren koennen. . In einer Grossstadt findet jeder was er sucht. Der eine sucht den Dreck um sich darob zu erregen, ein anderer geht mit der huebschen Kneipenwirtin an den See. Auch schwimmen. Auch.

Lasagne? Ich hatte zuerst auf...

Lasagne? Ich hatte zuerst auf Erdbeermarmelade auf Knäckebrot getippt, bin dann aber über die Form und die Anordnung gestolpert. Elbphilharmonie Hamburg: Mir hat die kürzlich geäußerte Idee außerordentlich gefallen, den Bau, womöglich einige Jahrhunderte, als Mahnmal unausgegorener Stadtplanung unfertig zu lassen. Mir reicht meine heimische Anlage und niemand stört sich an Chips oder Popkorn zu Bach oder Beethoven, und ich habe keine Gewissensnöte, dass mein Vernügen durch Verzicht auf Stadtteilbibliotheken und Streichungen bei Kitas subventioniert würde. Villen am Tegernsee: Wenn man schon eine hat, soll man Sie geniessen, aber eine mit echtem Geld neu zu kaufen...? Ist das wirklich ratsam, für die Nachbarschaft zu anderen Reichen, die man dann doch lieber nicht sehen will, einen Aufpreis zu bezahlen. Dann lieber ein schönes Gelände im toten Winkel eines Flughafens oder in Nähe einer Autobahn.

Don, was soll man da groß...

Don, was soll man da groß widersprechen, stimmt. Selbst Stadtplaner haben eingesehen, dass überall da, wo sie bequemeren Zugang geschaffen haben, der Verkehr statt sich zu entspannen und sich elegant zu verteilen (wie der Plan war), weiter zunimmt, eigentlich alles zunimmt, aber nicht die Lebensqualität der Menschen, die da wohnen. Aber auch nicht die der Menschen, die da hinwollen. . Man restringiert Stadtverkehr längst wieder. Und nicht erst seit gestern. Im Nürnberger Bleißweiß-Viertel hat man in den Achtzigern einen der Anfänge gemacht: Ruhe schaffen, schwer von außen zu erreichen und innendrin Kriechtempo, Schwellen, Boller, oder Autos ganz raus. Von Bologna weiß man ab den Neunzigern Ähnliches zu berichten. Nicht, dass es den Italienern anfangs gefallen hätte. . Und ja Flughäfen sind leider ein ganz eigenes Thema. Beim Autoverkehr in den Städten glaube ich es den Stadtplanern sogar, dass sie ursprünglich an ihre Mission glaubten. . Beim Flughafen BER oder der dritten Startbahnerweiterung MUC aber ist die Idee "Mehr Infrastruktur! Mehr Anbindung" wirklich nur VORGESCHOBEN. In Wirklichkeit geht es - earnest - nur um Arbeitsbeschaffung für die Bauwirtschaft und Legitimationsbasis für gewisse Politiker. Das muss man als Mensch aus dem Volk erkennen können. . [Persönlich fände ich es aber fies, falls ich zu meinen Leuten heimfahre, wenn die A9 und B 303 wieder Schlaglöcher hätten. Don, ächt jetzt. Oder die Bahn nur jeden zweiten Tag fährt und am Wochenende gar nicht. Ob ich meiner Obfr.-Familie vorschlagen soll, dass sie umgekehrt zu mir mit der Kutsche in den Süden anreist wie weiland Göthen nach Italien tat? Zumindest meine Frau Mama wird mir was pfeifen. Und mit mir nur noch über ihr Notebook verkehren. :-)

0 Don Carlos 11.01.2013, 13:16 Uhr

weniger orthographie wagen...

weniger orthographie wagen

0 diktionaftis 11.01.2013, 13:18 Uhr

fionn (13:28) ... to be more...

fionn (13:28) ... to be more raffish - you could also say: "Piss Off Early Tomorrow's Saturday" Thank God It's Friday.

"Um unglaubliche Leute zu...

"Um unglaubliche Leute zu treffen, muss ich nicht aus dem Haus gehen" Man kann diese Leute natürlich auch nach Hause einladen - wenn man sie denn kennt. Es fehlt aber der Moment der Überraschung. Außerdem gibt es an diesen langen geraden Straßen diese unglaublichen Menschen, die nie eine Einladung annehmen (sie wissen warum) und die ich nicht einladen täte (ich weiß warum). Oder hatten Sie, HM, den Sonderfall der eigenen Kinder vor Augen?

Ist es verwerflich, wenn mich...

Ist es verwerflich, wenn mich die dritte Ansicht an Szenen - irgendetwas Nächtliches, Alptraumhaftes - aus Harry Potter erinnert?

0 donalphonso 11.01.2013, 13:29 Uhr

Fehlär behopen....

Fehlär behopen.

0 donalphonso 11.01.2013, 13:31 Uhr

Das ist der Wurzelteppich am...

Das ist der Wurzelteppich am Steilanstieg auf die Neureuth von Gasse aus, über den man einen recht üblen Hohlweg vermeiden kann. Es ist halt Gebirge.

Wird die Bütt auf den...

Wird die Bütt auf den Karnevalssitzungen im Kanton Zug denn mittlerweile auch auf Englisch gehalten?

0 donalphonso 11.01.2013, 13:33 Uhr

Vroni, das Ideal ist für mich...

Vroni, das Ideal ist für mich Mantua, und ich finde es durchaus richtig, so eine Stadt wirklich hefrig abzusperren. So sehenswert sind dann Industriegebiete auch nicht.

0 Jochen Hoff 11.01.2013, 13:43 Uhr

Ach der Don und seine...

Ach der Don und seine schlechten Erinnerung an Berlin. In meinem Berlin pfeifen die Anwohner die Dreckfinken schon selbst zusammen. Deshalb lebt der Berliner ja auch in seinem Kiez und nicht in Berlin. Wir heben auch von anderen weggeworfenes Papier auf und packen die Hinterlassenschaft unserer Hunde in kleine Plastiktüten. Die Blumen an der Baumscheibe teilen sich der Türke, der Grieche und der Deutsche und gießen sie wie auch die Bäume. Wenn unsere Politiker, für die wir nichts können weil sie von Parteien aufgestellt werden mit denen wir nicht einmal reden, nicht so blöd wären, würde auch die Blumenwiese auf dem Mittelstreifen was. Aber die haben ja den Auftrag vergeben, das Grün weitgehend abzufräsen. Und den Flughafen, den belächeln wir nur. Der Fluch"hafen" Cottbus geht uns nichts an. Solange die den nicht zum laufen kriegen, fliegen wir als Westberliner von Tegel, die Ostler von Schönefeld. Aber warum sollte man nicht an den Gleisen wohnen. Jedesmal wenn die S-Bahn es geschafft hat einen Zug in Fahrt zu bringen, bricht auf den Balkonen frenetischer Jubel aus, aber das passiert ja nur selten. Seit dem Mehdorn Gedächtnisbahnhof ist auch mit den Intercity und Interirgendwas ziemlich Ruhe eingekehrt. Wir müssen nicht mehr über Infrastruktur nachdenken. Auf den Fahrradwegen parken die Autos auf den Bürgersteigen rasen die Radfahrer und die Bürger haben eh kein Geld um ihre Steige so oft zu benutzen, weil das Geld vielleicht in Berlin erarbeitet, aber eher am Tegernsee ausgegeben wird. Von denen die noch nie gearbeitet haben.

@ Don Carlos An die restliche...

@ Don Carlos An die restliche Qualitäterätsjournaille: Noch weniger Inhalt wagen!

0 E.r.Binvonhier 11.01.2013, 14:02 Uhr

@rotwild, diese Desaster bei...

@rotwild, diese Desaster bei den Großprojekten wird sich kaum den Ingenieuren verdanken Eher den Managern, die solche Projekte entwickeln und managen wie es bei Finanzmarkt Produkten üblich ist. ...und wenn die Aufseher auch nichts anderes mehr beherrschen?

@ diktionaftis 13.18 How...

@ diktionaftis 13.18 How about this which I found online. http://matadornetwork.com/abroad/how-to-piss-off-a-german/

0 Der Tiger 11.01.2013, 14:37 Uhr

@Vroni – Schwellen haben wir...

@Vroni – Schwellen haben wir auch überall. Die Ferrarifahrer des Dorfes bestehen allerdings darauf, dass sie von ferrarigerechter Höhe sind. Außerdem werden alle Zufahrtsstraßen beblitzt. . Von Zeit zu Zeit passiert der totale Gau, meistens eine Kombination von Bauarbeiten und Unfall. Dann kann man nur mit seinem Privathubschrauber weg und auch die Hauptstadt unseres Landes nur auf dem Fahrrad erreichen. Die Dorfzeitung interviewt regelmäßig die hiesigen Botschafter. Egal von welchem Land sie kommen, sie erzählen immer stolz, dass sie sich ein Fahrrad gekauft haben und es auch regelmäßig nutzen.

0 antagonist 11.01.2013, 14:42 Uhr

Sehr geehrter Herr...

Sehr geehrter Herr Berthold, das ist halt das Bassocontinuo, welches Sie in diesem Leben nicht mehr quitt werden. Sie können propablement nur versuchen, wie es der Cusaner und danach als letzter der Nolaner anempfahlen. die Stufen der Leiter mühevoll zu erklimmen, bis approximativ der erste Limes erreicht wurde. Dahinter erstreckt sich eine weitere Ebene.... begrenzt von einem Limes. der vermutlich vor uns zurückweichen wird. Der proof of grace darf Ihre stille Hoffnung und die Sehnsucht danach Ihr permanenter Wegbegleiter sein. Der halbblinde argentinische Staats-Bibliothekar, Luis Borges, hatte die Sachlage ebenso schonungslos gesehen. Daher entspannen Sie sich doch und gehen Sie im Prater spazieren. Schaun`S den Vögerln zu. Pax vobiscum semper in eternitas.

0 Dreamtimer 11.01.2013, 15:33 Uhr

@E.R.Binvonhier, ohne die...

@E.R.Binvonhier, ohne die Details von BER zu kennen: es stets ein sicherer Tip, auf Anforderungen zu spekulieren, die sich im Laufe der Bauphase noch ändern. Mit wieviel Verkehrsaufkommen wurde beim Baubeginn gerechnet und mit welchen Zahlen rechnet man jetzt und welche Konsequenzen hat das für die Baubestimmungen? Wer zu knapp plant, d.h. früh den Bedarf und die Kosten optimiert, verliert immer. Auch bei der Elphilharmonie sind der Stadt Hamburg noch viele tolle Anwendungen des Gebäudes eingefallen, die ursprünglich gar nicht vorgesehen waren. Schuld ist dann der Architekt, der Projektmanager, die Firma Hochtief oder die (Junior-)Ingenieure, die jetzt kein Dipolm mehr machen. . Mit Aufsehern, wie Wowereit oder Platzeck macht man dann gleich den Bock zum Gärtner. Das sind doch Leute, die gar keine Zahlen hinterfragen, sondern eher noch politisch gewünschte Zahlen bestellen. Der Thyssen-Krupp Fall ist auch exemplarisch. Im Spiegel-Interview ließ Cromme den erfahrenen Prozessmanager durchblicken, der seinen Zuträgern, ebenfalls Topmanagern, vertraut und die erwarten dann - was? den päpstlichen Segen vielleicht. So ist der Mann redundant, wie ein Tester, der den Entwicklern vertraut, die ihm zusichern, dass alles in Ordnung ist. Passiert das im technischen Bereich, schütteln alle den Kopf, aber auf Unternehmensebene sorgt es wohl für ein gutes Betriebsklima.

Ich kann Don Alphonso nur...

Ich kann Don Alphonso nur uneingeschränkt zustimmen. Wenn ich ein Chateau in den Alpen, oder mutatis mutandis im Elbsandsteingebirge hätte, wünschte ich mir auch nicht, daß etwelche minderbemittelte Touristen meinen Rasen zertrampeln. Der jetzt statthabende Winter hat zumindest den Vorteil, daß sie ihres Leibes Notdürftigkeit verbergen müssen. Nichtsdestotrotz, so eine feine, ungepflegte Schotterpiste sorgt dafür, daß nur jene zu einem finden, die das wirklich wollen. Ich stelle mir das vor wie bei "Eine Leiche zum Dessert". Wer die erste Nacht nicht überlebt, hat es nicht verdient, daß man ihm vorgestellt wird. . Jesses, HansMeier555, was für ein Zitat! Ich mußte nachgerade zur Suchmaschine greifen. Hermann Löns? Nicht gerade nobel, aber sei's drum. Er hat ja recht. Um bei der Lüneburger Heide und angrenzenden geographischen Banalitäten zu bleiben: ich wollte vor einigen Jahren bildungshalber ein Örtchen namens "Haltern am See" aufsuchen. Entsprechend Don Alphonsos Diktum dürfte es die gentrifizierteste Gegend Deutschlands sein. Oder zumindest die am schwersten zugängliche.

0 donna laura 11.01.2013, 17:00 Uhr

lieber don/11.06 u, beide male...

lieber don/11.06 u, beide male meine volle zustimmung. ohne croissant und kaffee keine gute idee, mich mit schwierigen fragen zu konfrontieren, etwa welche marmelade oder doch tee statt kaffee. . lieber HansMeier555, ein streifenhörnchen! allerdings schaut er ein wenig kariert aus seiner wäsche, scheitel hin oder her. so mancher wäre froh, er hätte noch einen. . lieber Lutz, ihren letzten zeilen mit den hinweisen zu berlin hätte man kaum trefflicher und charmanter beschreiben können, ein kleines merci für ein lächeln. . lieber Yog Sothoth, Esq., auch sie sprachen trefflich! ein don alphonso ist nur echt mit ein paar tippfehlern, die auf sehr gelungene art einen m.e. richtigen weltzugang darstellen: pah, perfektion! hauptsache amüsant. (so bleiebn, leiber don!) . lieber salonsurfer, da wird wohl mancher zu merve wechseln müssen, auch wenn die verlegerschaft sich schon etwas wandelte. und nicht jeder unterschrieb, was mich ein wenig verwundert. vielleicht auch nicht erreichbar, im sozialen. . lieber The Great Artiste, "Auch nicht viel besser als die Zunge im kleinsten vorderen Kettenblatt auf dem Weg zum Col de Neverrest?" - seien sie eines lauthalsen amüsements versichert. natürlich haben sie recht, doch solcherlei diskussionen enden am stammtisch, gar im salon doch zumeist vor der tür: entweder beförderte man sich selbst dahin, weil man manche rede- und denkweisen schlicht nicht ertragen mag, oder man verbalprügelt sich mit sinnlosestem ausgang. wer denkt, handelt nicht, wer handelt, denkt nicht. bei diesem komplex sollte man beides zugleich beherrschen können. . liebe fionn/15.29 u, herrlich! danke! . wie war das, liebes antagonist, "Schaun`S dem Vögeln zu". sitten sind das. ts.

0 antagonist 11.01.2013, 17:08 Uhr

Berlin und sein Ruf. Und was...

Berlin und sein Ruf. Und was ist mit der Reichsidee? Man hätte es ohne weiteres bei dem putzigen Bonn belassen können, und die aufgewendeten Kosten in bildung und Wissenschaften investieren können. Anscheinend geisterte die Idee doch noch unverdaut in vielen Köpfen der damaligen Parlamentarier herum. Jetzt soll Großeuropa dafür herhalten. EUROSPONSORSHIP. Na denn.

0 mediensegler 11.01.2013, 17:47 Uhr

HansMeier 55511. Januar 2013,...

HansMeier 55511. Januar 2013, 07:19 Erklärbar ist das für mich nicht, die Faszination von Easy Rider war bei mir doch sehr begrenzt, der Weg ist das Ziel, na ja, ich glaube beamen fände ich nicht schlecht. Auf dem Boot mit Autopilot ist das natürlich etwas anders. :-) . fionn11. Januar 2013, 09:29 Jedes Dorf in Deutschland hat einen Schützenverein, die Mitgliedschaft dort würde ich allerdings nicht anstreben. . The Great Artiste11. Januar 2013, 12:30 Schön dass Sie wieder mitmachen, und sogar mit Strich und $€>< . ;-) . RoRo 11. Januar 2013, 12:02 Monte Rosa, ja, als ich das erste Mal da war, war ich so überwältigt von so viel Großartigkeit, dass ich aufpassen musste, dass mir die Tränen der Rührung bei minus 23 Grad nicht festfroren.

0 mediensegler 11.01.2013, 17:53 Uhr

Aurispa 11. Januar 2013,...

Aurispa 11. Januar 2013, 13:55 Grübel, grübel, was meinen Sie mit ECHTEM Geld?

0 perfekt!57 11.01.2013, 18:17 Uhr

"wieder schön geschrieben und...

"wieder schön geschrieben und gegen den Strom gedacht". (beg-par, smile) . falsch, ganz falsch, *g* - auch wenn's nervt (uns also nicht) - wir scheinen objektiv immer noch genau zeitgeist zu sein, absolut mainstream; also wieder dieses obskure dreibuchstabenkürzel (zbg.) immer noch anzuwenden. (oder "weiteres nachdenken ergab", albert e., "eine theorie der spez. relativität") . denn da kann das flachland druck machen, soviel, wie es will, rufen und rufen und argumentieren "komm doch runter, komm doch mal probehalber runter, hier unten ist es auch ganz nett, doch ganz nett, man muss nur mal wollen, den mut haben, es zu probieren, das runterkommen und unten-leute-treffen, auch aus der welt der arbeit, neue-alte erfahrungen einmal wieder machen, usw., usf.". . das alles selbstverständlich vergebens. eher genauer noch: eigentlich war das ergebnis vorhersehbar, nicht wahr? also, dass es so kommen würde. mit diesem blog *g*. . man ahnte also auch , was kommen sollte, würde? sah allseits selbst voraus das? auch entsiegelten auges, wie die genialischen unter den dichtern? (*g*) sah man's? . ja klar, auch dieser zauberberg bricht von oben herab die strassen. und brücken ab. er will keinen besuch. (es sei denn, ganz lieben, der höchste widerstrände wie im fluge und traume überwände. das aber wäre schon wieder etwas anderes. und mit hier nichts zu tun. oder höchstens, seiner inneren natur und verwandtschaft nach, mit dem märchen und märchenhaften an sich.) . aber nein, wir konnten wir es nicht alle schon tage im voraus wissen, unserer erfahrung sei dank? auf druck antwortet die idylle nicht mit realitätssinn, wieder einsetzender ratio und ernüchterung, nein, sondern mit erschwernis. . und klar: vorgeblich denken wir hier im text von unten nach oben, wie einer der's herauf erlebt. es so glaubt. aber eigentlich ist's alles gespielt und schauspiel und ereignis: von oben runter werden diese strassen schlecht gehalten, unmöglich und immer noch umöglicher gemacht. . man sieht: es ist zeitgeist, und zwar sogar vermutlich maximal. alles passt. (und zwar, weil es passt, nicht weil hier einer was hingerboegen hätte, meinen wir.) . und morgen schreiben wir das schicksal deutschlands auf. (*g*) . p.s.: "Alles Vergängliche // Ist nur ein Gleichnis // Das Unzugängliche, // Hier wirds Ereignis; // Das Unbeschreibliche, // Hier ist es getan; // Das Ewig-Weibliche // Zieht uns hinan." und gerne sinkt man hin. man hat ja in diesen zeiten auch sonst nichts anderes zu tun. . und thomas mann? das ist zuforderst was? imitatio goethes? . und wir bitten um nachsicht, man soll die dichter im allgemeinen umarmen, schützen und lieben, nicht erklären, ja. . (und wer sein deutschland kennt, weiß, was es braucht, bräuchte, der weiß: "Thomas Mann, "imitatio Goethe's" aus dem Geist der Entsagung") (und sagt bitte nicht bingo.) . (und wir sind übrigens auch schon oben. nur anders. *g*)

0 antagonist 11.01.2013, 18:25 Uhr

Was will der( Rest-) Bürger,...

Was will der( Rest-) Bürger, gar als SdG? In erster Linie Kasse machen. Deshalb ist er strikt für Infrastrukturmassnahmen großen Stils zu haben resp. zu gewinnen. In der Hoffnung, dass sie sich als Investition in die Zukunft auch für ihn persönlich rentieren, amortisieren. Dem Politiker ist dieses Ansinnen als Ausgangsbasis völlig wurscht. Ihn interessiert ausschließlich seine sog. demokrat. Wiederwahl. Er verknüpft sogar sein persönliches Schicksal damit (>Platzeck). Dafür ist ihm, dem Politiker, argumentativ verwendet, das Blaue vom Himmel nicht zu schade, er geht, so steht zu vermuten, davon aus, dass sogar potentiell ein Großflughafen in der Steppe errichtet, womöglich fliegen könne. Schließlich steckt doch das participium "fliegen" im Substantiv drinne. Idem per idem. Eine der größten Wissenschaftlerinnen unserer Tage und unserer glorreichen Nation hatte sogar die gewonnene und tiefe Erkenntnis vor einem Parteikongreß unwidersprochen vorgetragen, dass Flügel tragen (was aerodynamisch gesehen, so allerdings nicht ganz stimmt). Der Märkische Sand gebiert ebenst große Miracula.

0 perfekt57 11.01.2013, 18:35 Uhr

kleinster nachtrag: und auf...

kleinster nachtrag: und auf dem wallberg sind die dronen los. weil reiche sie zuerst haben. ein reines vergnügen. als erste die neckischen eigenen flugfillme der umgebung zu drehen. hier evtl. einem werbebeispiel nicht abgeneigt? http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=I9hKUHqaziY#! (die musik ist ungefähr leider ätzend) . (und ggfls. evtl. einmal kurz "damblain" auf "google earth" von oben betrachtet? (evzl. auch blick aufs schloss, irgeneiner hat sogar die "3-d-bodenansicht" mitreingemacht(!)) - noch zeigt goggle earth aber vor alllem auch den ehemaligen militärflughafen aus der zeit des kalten krieges direkt daneben. die landbahn nebst sonstig. betonflächen wird aber zur zeit mit dem brecher kleingemacht. demnächst also nicht mehr. will sagen, beim blick flach über die saftigen wiesen sah man vom flughafenufer aus längst nichts mehr. so eine landbahn, obwohl selbst überhaupt noch nicht zugewachsen, nimmt nun einmal nicht viel höhe weg. aber anders, als auf bayrische wiesen gabs da, bis g.e. kam, anders keine möglichkeit der draufsicht. but anyway.)

0 antagonist 11.01.2013, 18:54 Uhr

BIV 15:42: sorry-sollte...

BIV 15:42: sorry-sollte "probablement" heißen. Ausserdem wäre die Replik dem großen Artisten besser angemessen gewesen ;-) ceterum: Nieder mit den Gnostikern, diesen Dualistikern.

0 perfekt57 11.01.2013, 19:03 Uhr

uups, nachtrag:...

uups, nachtrag: http://www.amazon.de/Thomas-imitatio-Goethes-Entsagung-Goethe/dp/3895741205 . hier eine mögliche tradition mitteleuropas, man weiß: "was form ist an goethe, ist werk der entsagung" http://books.google.de/books?id=UtFnKH0J_-4C&pg=PA146&lpg=PA146&dq=%22Thomas+Mann,+%22imitatio+Goethe%27s%22+aus+dem+Geist+der+Entsagung&source=bl&ots=ongZoVQXGv&sig=-r1gPGgF3A2ureFFdsDuOU7RVQM&hl=de&sa=X&ei=MFzwUPD5GcnKsgaDrICYDw&ved=0CDEQ6AEwAA#v=onepage&q=%22Thomas%20Mann%2C%20%22imitatio%20Goethe%27s%22%20aus%20dem%20Geist%20der%20Entsagung&f=false . wir hatten u. a. auch das ganz kleingedruckte auf den seiten 145/146 unten wiedergefunden. ("... werke deutsch-erzieherischen verzichts auf die avantagen des barbarismus", auch, jaja) . (und auch wir fänden es wunderbar, wenn menschen wie gastgeber wachsend oder zunehmend auch so etwas hätten oder beibehielten, wie "eine gewisse kindliche Intimität meines Verhaltens zur Größe" - man muss nicht immer alles der umwelt oder den mitmenschen oder nur dem durchschnitt mit gewalt opfern.) . (wir erbitten ausdrücklich nachsicht, da wir zu viel verlinken. aber es ist alles da: "Wahrhaftig, ich war nicht groß. Aber eine gewisse kindliche Intimität meines Verhaltens zur Größe brachte in mein Werk ein Lächeln der Allusion auf sie, das Wissende, Gütige, Amüsable heute und später erfreuen mag..." http://de.wikibooks.org/wiki/Zweideutigkeit_als_System_-_Thomas_Manns_Forderung_an_die_Kunst:_Es_kenne_mich_die_Welt ) . grüße - die welt schreibt mit!

0 grimaldeli 11.01.2013, 20:34 Uhr

@ prince Matecki 10. Januar...

@ prince Matecki 10. Januar 2013, 21:43 und es war nicht moeglich zumindest an diesen 'alten kram' von "holland&holland" zu kommen, um diesen armen menschen bei deren entsorgung dienlich zu sein?

0 Christoph Moder 11.01.2013, 20:49 Uhr

Ich würde sagen: Nicht...

Ich würde sagen: Nicht unbedingt weniger Infrastruktur, aber bewusster. Ist es volkswirtschaftlich sinnvoll (natürlich mit allen gesellschaftlichen Folgen eingerechnet, die Don so schön beschreibt)? Wenn zehntausend Leute von A nach B müssen oder wollen, sollen sie das lieber in einer gut ausgebauten Bahnlinie tun, als einen Stau zu verursachen, ist billiger und angenehmer für alle. Wenn es nur zehn Leute sind, dann reicht auch ein besserer Feldweg. Weder diese typisch amerikanische Angst vor öffentlichen Einrichtungen (lieber alles privat und in der Summe dreimal so teuer), noch der typisch deutsche Ausbau als Selbstzweck, dieses sinnlose Infrastruktur-Dumping und -Wettrüsten. Als ob Arbeitsplätze an Orten entstehen, an denen man möglichst schnell vorbeifahren kann. Das Konzept "Privatstraße" scheint mir nicht so hilfreich. Das Problem ist doch, dass es eine Autobahn und eine breite Bundesstraße Richtung Tegernsee gibt. Zuerst den Leuten infrastrukturell den roten Teppich ausrollen, und dann vor Ort vergraulen? Lieber erst einmal die Zufahrt etwas rückbauen. Und dann natürlich der erzieherische Aspekt, der in dem Artikel auch anklingt: Wenn es den Leuten zu leicht gemacht wird, verlieren sie die Wertschätzung. Ich finde, beim Radfahren wird man jedes Mal wieder geerdet, weil man spürt, wie viel Energie es kostet, einen Berg hoch zu fahren. Bei 200 PS hört man noch nicht einmal am Motorengeräusch, dass es Leistung kostet. Und damit auch wieder zurück zur Wertschätzung der Infrastruktur. Es muss ein "ja, den Bau und die Instandhaltung wollen wir uns bewusst leisten" sein, nicht ein "irgendein Dummer hat dafür bezahlt, jetzt müssen wir das ausnutzen und runterwirtschaften".

0 Folkher Braun 12.01.2013, 02:25 Uhr

Beste Der Tiger, da sind Sie...

Beste Der Tiger, da sind Sie aber schlecht informiert (oder die Ferrari- Fahrer). Ein ordentliches Automobil für Stützen der Gesellschaft hat heute ECAS (electronical controlled air suspension) und ESAC (electronical shock absorber control). Will sagen: kann wie die Deesse von Zidröhn Fahrhöhen und Federraten verstellen. Fragen Sie ihren local George Westinghouse Air Brake- Dealer.

0 Dreamtimer 12.01.2013, 08:26 Uhr

"Wenn zehntausend Leute von A...

"Wenn zehntausend Leute von A nach B müssen oder wollen, sollen sie das lieber in einer gut ausgebauten Bahnlinie tun, als einen Stau zu verursachen, ist billiger und angenehmer für alle. Wenn es nur zehn Leute sind, dann reicht auch ein besserer Feldweg." . Der Don hat schon etwas über Bahnlinien geschrieben, als er notgedrungen die BOB nutzen musste. Fazit: hässliche Sitze und saufende Prolls, die ihn beim lesen störten. Isolationismus strebt nicht danach "hilfreich" zu sein, sondern nur effektiv. . Es bleibt die Einsicht, dass man in allem ein Körnchen Wahrheit finden kann auch in Privatstrassen. Warum die eigentlich respektiert werden, selbst von den Hottentotten aus Berlin, bedürfte einer weiteren Nachforschung. Selbsterklärend ist das ja nicht. Vermutlich einfach deswegen, weil sie kurz sind und niemanden, als ausgedehnte Objekte in der Landschaft ernsthaft stören. Sie signalisieren Sackgassen, die man ohnehin kaum einer benutzen will. Insofern reklamieren sie nicht nur Eigentum, sondern zeigen auch an, dass man auf ihnen nicht sehr weit kommt. . Natürlich kann man auch auf die tieferen Gründe eingehen, warum der Infrastruktur-Wahn nicht von einem heilsamen Isolationismus begrenzt wird, aber das liegt vermutlich daran, dass Isolationismus selten verspielt daherkommt. Deutschland hat, anders als die USA oder Israel, derzeit kein Grenzproblem, in der Rechtsradikale Themen besetzen können. Es gibt keine Oberbayrische Reinheitsfront. Nicht einmal die Schwaben müssen sich fürchten. Diskriminierungen bleiben sub-politisch und volkstümlich. Sollte sich das einmal ändern, wird irgendein Historiker nachweisen, wie tief verwurzelt alles in der Mentalität ist usw.

0 prince Matecki 12.01.2013, 08:42 Uhr

@grimaldeli 11.01.13 21:24...

@grimaldeli 11.01.13 21:24 Ach, früher wäre das einfach gewesen, und mit Haus in Italien gelten die italienischen Gesetze, die jedem Bürger als potentiellen Jäger seine Flinte gönnen. Aber in den jetzigen Zeiten über 2 Grenzen ( Schweiz oder Österreich) nach Germanien und dann hier auf die WBK, ist so aufwendig, dass ich mir das verkniffen habe. Das Häuschen leider auch, weil genaueres Nachrechnen ergab dass ich mich da ( auch als Käufergemeinschaft mit 2 Freunden) verheben würde. Zumal ich bis zur Pensionierung ja noch einen Wohnsitz in D brauche und dann relativ viel pendeln müsste. Mal sehen was in 3 Jahren, wenn der Ruhestand absehbar ist, auf dem Markt ist. Mit Glück ist er etwas eingebrochen, aber die Zinsen noch niedrig.

0 E.R.Binvonhier 12.01.2013, 09:11 Uhr

@dreamtimer, mich erinnert der...

@dreamtimer, mich erinnert der Ablauf bei solchen Projekten zu sehr an die Euro - Rettungsaktionen. Es fängt klein an und mit jeder Terminverschiebung und Geld nachschießen wird die Sache undurchsichtiger. Zum Schluss weiß man außer, dass man eine Kostenlawine losgetreten hat - nix.

0 HansMeier555 12.01.2013, 09:12 Uhr

"Man soll jeden Tag so...

"Man soll jeden Tag so verbringen, als wäre es der letzte" . Grössen Unsinn habe ich nie gehört. Kein Mensch will sein Leben lang jeden Tag auf der Intensivstation verbringen.

0 E.R.Binvonhier 12.01.2013, 09:35 Uhr

Auch Aufseher leben nicht auf...

Auch Aufseher leben nicht auf einem anderen Planeten.

Rheinmetall - Krieg der Sterne...

Rheinmetall - Krieg der Sterne über die Schweiz. Getting ready for Cyber Warfare? http://www.bluewin.ch/de/index.php/1979,735620/Krieg_der_Sterne_ueber_der_Schweiz_/de/digital/editorial/news/

@mediensegler Beim Grübeln...

@mediensegler Beim Grübeln findet man ja eigene Gedanken wieder, weshalb ich mich bei Ihnen wahrscheinlich nicht entschuldigen muss, aber ich gebe zu, dass das Adjektiv im Kontext unterdefiniert und unverständlich bleiben muss, zumal es ein persönliches Gefühl beschreibt. Also ein Erklärungsversuch: Echtes Geld; Geld, welches man (präferentiell durch eigene Arbeit) bereits selbst verdient hat und das niemandem fehlt, wenn es weg ist, insbesondere einem selbst nicht; der Privatsphäre zuzurechnen. Im Unterschied zu Geld, dass man sich leiht oder dringend braucht (in wirtschaftlichen Produktionsprozessen oft sinnvoll), wobei dies bei eigengenutzten Wohnimmobilien weniger Sinn macht, allenfalls im Rahmen von Spekulation auf Wertsteigerung oder bei Zins- oder Inflationswetten, hier m. E. allenfalls als begrenzter Hedge statthaft. Bei nochmaligem Nachdenken spielt hier wohl eine Auffassung von mindestens zwei getrennten Naturen einer Person eine Rolle; als Privat- und Wirtschaftssubjekt. Im Zeitalter der Ich-AG ist dies als Auffassung wohl wenig vermittelbar. Eine Vermischung der Naturen führt häufiger in den Ruin, Aristokratien können davon ein gar traurig´ Lied singen, so das eine Unschärfe hier wahrscheinlich sogar Gutes im Sinne von gesellschaftlicher Umwälzung bewirkt. Bei nochmaligem Lesen ist das astreiner Salonschwachsinn zum Entspannen, den ich hiermit zum Verriss in die Runde werfe.

0 Der Tiger 12.01.2013, 10:00 Uhr

@Folker Braun –...

@Folker Braun – Hochinteressant, muss ich wohl in Herrn Appels Technik und Motor Beilage übersehen haben. Allerdings passt derartige Technologie nicht in meinen classic Mercedes. Ich brauch sie auch nicht, denn ich kenne die Straßenführung unseres Dorfes mittlerweile im Schlaf. Neulich ist mir aber aufgefallen, dass ich meistens Billigautos bemerke, die mit großem Getöse aufschlagen. . Was die Ferraris betrifft, war die Klage, dass die Schwellen anfangs einfach zu hoch waren und die Italiener auf ihnen wie ein umgekehrter Käfer fest saßen.

Der Euro wird stärker...

Der Euro wird stärker (gestern hat die gemainsame Währung CHF1,22 erreicht - das erste Mal seit 12 Monate!!). Die Deutschen produzieren die besten Autos, Frankreich ditto die schönsten Frauen/die besten Weine, Irland die besten Komiker/Witze - und was ist mit NL, GB, ES, I, P, GR und Osteuropa?

@perfekt57 Drohnen sind aber...

@perfekt57 Drohnen sind aber riskant. Habe im Herbst eine billige Drohne mit hochauflösender Kamera aufgerüstet und fliege mit Datenbrille auf Androidbasis. Besser als Achterbahn. Meine Frau fliegt damit als erstes die Regenrinnen ab und drückt mir die Leiter in die Hand.

0 whatcrisis 12.01.2013, 10:03 Uhr

Weniger wagen... was für eine...

Weniger wagen... was für eine zeitgemäße und not-wendige Parole und Agenda das sein könnte: Weniger Ministerien wagen. Weniger Ehrensold wagen. Weniger Parlamentssitze und Staatssekretäre wagen. Weniger Verschuldung wagen. Weniger Bestechlichkeit wagen. Weniger Pseudowachstum und Rohstoff- wie Energieverschwendung. Weniger Landesbank wagen. Hachja. Also meine Wunschliste wäre da lang. Länger als so manche Amazon-wishlist. . Oder umgekehrt: MEHR. Mehr ist nämlich immer gut. Das spricht die Gier und die Spiellust im Mensche an. Mehr Demokratie wagen. Für alle glücklichen Spätgeborenen: Das stammt übrigens aus sozialdemokratischer Ecke und Era, kaum zu glauben in Zeiten, in denen der aktuelle Kanzlerkandidat beim Volke eher mit der Botschaft 'mehr Gehalt wagen' und gößere Dientswagen ankommt (dabei wollte der gute Mann doch eigentlich nur eine Neiddebatte über die Bezüge der Kanzlerin lostreten - was für ein backlash, das kommt davon wenn man Teflon beschmutzt, das perlt einfach ab; Teflon muss man ankratzen, Herr Steinbrück, und dann einfacht warten, es wird schon was anbrennen dann). . Mehr Verstand wagen: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1971213/ Mehr Verstand wagen. Sapere aude. Das hätte auch was. Aufklärung. Transparenz. Kontrolle. Checks in balances statt ungedeckter Schecks in Bilanzen. Mehr Sachverstand, dann klappts auch besser mit dem Banking, Outsourcing und bei Großbauten. Dann könnte man auch mal daran denken, mehr Bildungsinfrastruktur zu wagen, oder flächendeckend mehr KInderbetreuung, mehr Lohn und mehr Beschäftigung, zur Abwechslung mal. Stattdessen immer dieselben Nachrichten von der NonGovernment-Organisation namens Bundesregierung. Das wird doch langweilig mit der Zeit. Cave taedium! möchte man den Aussitzenden zurufen. Gelangweilte Verdrußbürger werden schnell zu zu Wut- und Mutbürgern, und am Ende werden noch alle Traumhochzeiten 2013 abgesagt, das wäre doch ausgesprochen schade, wo alles schon so fein geplant und vorbereitet zu sein scheint. Die Tischkärtchen für die nächste Geschlossene Gesellschaft, äh Legislaturperiode sind schon gedruckt, die Einladungskärtchen für gute Freunde aus der Wirtschaft auch, Herr Anshu Jain hat sich schon den nächsten Dinerabend im Bundeskanzleramt fest vorgemerkt... Also bitte: ruiniert nicht auch das noch. . Vielleicht sollten Wähler auch mehr zu nerven wagen. Aber damit gerät man unter Umständen sehr schnell ins Abseits: Tabuthemen wie ich will mehr Geld für meine Leistung (ob nun Kanzlerkandidat oder Ungelernter oder Praktikant) oder was Frauen wirklich wollen (und denken) oder was ich so tatsächlich denke - das lässt man besser unerwähnt, sonst sinken ratings in ungeahnte Abgründe. . Bauruinen sind übrigens ein phantastisches Ambiente für Kreative. Ein bisschen Rost und Schotter, ein paar schöne Menschen davor, evtl noch eine Prise Photoshop, voila, fertig ist trendiger eyecandy-porn. Arm aber sexy. Also voll hip, und das noch auf viele Jahre vermutlich. Und das dann als Anlage in Kunst, denn irgendwohin muss ja das viele neue Geld.

P.S. Re Italien - sind die...

P.S. Re Italien - sind die schönsten Männer die Italiener?

0 antagonist 12.01.2013, 10:49 Uhr

donna laura: Grad firmissime...

donna laura: Grad firmissime asseverare hatte ich dies nicht sagen wollen. Alles zu seiner Zeit sprach König Salomon.

0 HansMeier555 12.01.2013, 11:01 Uhr

Guten Morgen...

Guten Morgen

0 donna laura 12.01.2013, 11:41 Uhr

liebe fionn/11.01 u/letzte...

liebe fionn/11.01 u/letzte zeile: nl die besten tulpen - gb die beste lauwarme cervisia - ab position drei die besten sorgen. . lieber antagonist, dachte ich es mir doch, dass sie sich nicht trauten.

0 Der Tiger 12.01.2013, 12:20 Uhr

@Hansmeier555 – Sie werden...

@Hansmeier555 – Sie werden erstaunt sein, genau das sage ich mir jeden Morgen und ich lebe nicht auf der Intensivstation.

0 whatcrisis 12.01.2013, 12:41 Uhr

Sie haben ein Großprojekt,...

Sie haben ein Großprojekt, eine Landesbank oder einen öffentlichen Haushalt in den Sand gesetzt? Ach, finden Sie sich einfach damit ab. Das meine ich wörtlich. Mal unter uns gesagt, die Abfindungen für zurückgetretene Aufsichtsratsmitglieder oder Vorstände sind zwar peanuts im Vergleich zu Bankerboni... aber haben nicht andererseits verinnerlicht, dass sich Leistung aus Leidenschaft wieder lohnen muss? also her damit, basta.

0 colorcraze 12.01.2013, 12:44 Uhr

@Jochen Hoff: das mit dem...

@Jochen Hoff: das mit dem Jubel auf den Balkonen, wenn mal ein Zug fährt, ist schön beobachtet. Daß es zum öffentlichen Zuprosten der neuen Wasserkredenz kommt, weil die Leitungen nach Tagen und Wochen mal wieder was hergeben, wollte man aber wohl doch nicht riskieren. Indes, es ist noch nicht raus, denn wenn Berlin jetzt die Wasserbetriebe zurückkauft, und die EU will sie in 3 Jahren wieder privatisiert haben, ist die Konsolidierung schwierig. @BinVonHier 15:02, Dreamtimer 16:33: so in etwa stelle ich mir das auch vor – während des Baus veränderte Ziele („moving targets“) beim Bauherren und vermutlich keine Kontinuität, fehlende Umtriebigkeit und auch ein wenig fehlende Projekterfahrung bei der Beaufsichtigung und Begrenzung. Beim Tagesspiegel brachte ein anonymer Kommentator mal das schöne Wort „Schnabel eintauchen“ ins Spiel. Derlei war in West-Berlin bei größeren Bauprojekten die Regel, wenn ich mir die Historie so rückblickend rekapituliere, aber am Ende standen sie dennoch, und waren qualitativ nicht mal so schlecht. Chaotisiert es vielleicht auch, weil nicht den Richtigen Gelegenheit zum Schnabel eintauchen gegeben wurde (=falsche Verteilung der Anreize)?

0 colorcraze 12.01.2013, 12:50 Uhr

@whatcrisis: mit dem...

@whatcrisis: mit dem Dinerabend haben sie wohl recht, zum Dinnerabend reichts nicht mehr.

0 colorcraze 12.01.2013, 12:52 Uhr

@HM555 12:01: sind Sie jetzt...

@HM555 12:01: sind Sie jetzt unter die glücklichen Rentner gegangen? Die in meiner Umgebung halten es auch so.

0 salonsurfer 12.01.2013, 12:53 Uhr

@donna laura Ach ja, Peter und...

@donna laura Ach ja, Peter und Heidi von Merve, die trafen wir öfters im "Dschungel" oder im "SO36", das war stets anregend und amüsant, doch ob die Nachfolger noch den gleichen Esprit haben, kann ich nicht beurteilen. Unsere gemeinsame Parole lautete damals: Bildet 1000 Rhizome! . "„Jede Vielheit, die mit anderen durch an der Oberfläche verlaufende unterirdische Stängel verbunden werden kann, so dass sich ein Rhizom bildet und ausbreitet, nennen wir Plateau.“ . Gilles Deleuze, Félix Guattari: Rhizom. Berlin, Merve 1977

prince Matecki Ich habe mit 5...

prince Matecki Ich habe mit 5 Freunden vor 20 Jahren am Ortasee einen halbzerfallenen Palazzo mit 20.000 qm Grund erstanden und daraus mit örtlichen Handwerkern ein Schmuckstück in bester Lage zum See gemacht, mit Sauna, Pool und eigenem Tennisplatz. Damals war unsere Devise: Wenn der erste von uns 50 Jahre alt ist, muss unser Feriendonizil und 'Altersruhesitz' realisiert sein, weil es danach schwierig wird, so etwas noch in Angriff zu nehmen. Ich bin der einzige Gesellschafter, der das Objekt seit einigen Jahren konsequent zu seinem Lebensmittelpunkt gemacht hat, 2 der Freunde arbeiten noch und sind nur gelegentlich da, 1 Freund ist überraschend gestorben und 2 Freunde wollen, da kinderlos, lieber in ein Altersheim gehen und ihren Anteil verkaufen. Nun, wir werden neue Freunde überzeugen, weil man ein solches Objekt in solcher Lage zum überschbaren Preis kaum mehr findet. Ich kann Ihnen aufgrund meiner Erfahreung nur empfehlen, bald Ihre Idee zu realisieren: Leichter und preiswerter wird's nicht. Wenn Sie mehr wissen wollen: Lassen Sie es mich wissen.

@Vroni, in Sachen...

@Vroni, in Sachen Stadtplanung: Schon vor Jahrzehnten las ich mal erstaunt, dass und wie man sich bei der Planung von Autobahnen grundsätzlich geirrt hat. Man stellt entgegen allen Prognosen fest, dass es nicht etwa weniger Verkehr auf zusätzlich gebauten Autobahnen gab, sondern das Gegenteil trat ein: je mehr Autobahnen es gab, desto voller wurden die. Gelernt hat man wohl nicht daraus. Außer ich: Schon seit über einem Jahrzehnt geht's sehr gut und stressfrei ohne.

0 antagonist 12.01.2013, 15:58 Uhr

Stellenausschreibung Sie haben...

Stellenausschreibung Sie haben schon einmal ein Großprojekt in den Sand gesetzt? Macht nichts! Sie sind unse/re Frau/Mann. Wir, als erfahrener Headhunter, versprechen Ihnen im Namen unseres öffentlich-rechtlichen Klienten eine sehr gute Dotierung mit gesicherter Altersruhestandsregelung bei streßfreiem Arbeitsklima. Traun Sie sich. ## Wie aus immer gut nichtinformierten Kreisen zu hören ist, soll sofort nach der SchicksalsBTelection Herbst 2013, der Startschuß für die Erweiterung der BAB von München nach Berlin auf 16 Spuren fallen, so hat´s die Banzlerin, interfraktionell (ohne Rösler zu fragen) im unterirdischen Lagezentrum abgestimmt, entschieden. Peer Steinbrück wird eine launige und kompetente Rede vor dem goldenen Schuß halten. Das Honorar dafür erhält ganz offiziell der Bundesverband der Investitions-und Infrastrukturmaßnahmenruinenhinterbliebenengeschädigten. -- dl 12. Januar 2013, 12:41: Megn dat ma scho, ja mei, kenna deama grad fei net. Für solch ein gewagtes Großprojekt bedarfs derweil allerlei Vorüberlegungen u. -kehrungen.

0 perfekt!57 12.01.2013, 16:01 Uhr

genau aurispa - wobei auch die...

genau aurispa - wobei auch die analog-variante in dem falle noch immer relativ vielversprechend: einfach "direkt so" mit der leiter - hoch und die regenrinne äugisch inspizieren. . aber es gibt in der tat noch neue, intelligente anwendungen, wie auf der aktuellen computerspiele-messe gezeigt: ein laserintelligentes zielsystem für distanzschüsse. das system misst und rechnet mit, und unterdrückt den schuss automatisch, solange der schütze noch nicht ins schwarze terffen würde. erst dann gibt die elektronik den abzug frei. jeder schuss ein blattschuss, garantiert. muss man erst einmal drauf kommen. ab sofort käuflich für jedermann. . hier der bericht: http://www.spiegel.de/video/gewehr-mit-mini-computer-high-tech-waffe-auf-der-ces-las-vegas-video-1245937.html

0 donna laura 12.01.2013, 16:28 Uhr

lieber salonsurfer, sie werden...

lieber salonsurfer, sie werden lachen, aber genauso bestelle ich meinen garten ganz da hinten am zaun (mit achillea millefolium), zu dem man schon ein paar wochen hinreiten muss, als schneckenreiter. . apropos salonsurfen, sie werden noch einmal lachen, denn gestern abend hatte man es im grünen salon des geschätzten gastgebers von den mille plateaux (steinbruch, zierde; devotheitsheischer, fetisch; stabilisator für antike regale, türaufhalter). . mille gateaux wären dagegen um einiges greifbarer und mit ein wenig tee oder heisser schokolade nicht nur dem werten don schmackhaft zu machen.

0 colorcraze 12.01.2013, 16:29 Uhr

@Aurispa: solange Sie damit...

@Aurispa: solange Sie damit Ihre Dachrinnen und Kaminränder (da meckert die Krähe, die doch so gern ein Steinchen aus ihrem Nest dort reinschmeißen würde) inspizieren oder auch die Hasen auf dem Feld außerhalb der Schonzeit, mag das ja angehen, aber halten Sie sich an die Grundstücksgrenzen, sonst schafft sich der Nachbar eine Ramm-Drohne an.

@ whatcrisis 12. Januar 2013,...

@ whatcrisis 12. Januar 2013, 11:03 : Ich sehe die Wunschliste nicht anders, ich frage mich nur : werden wir dahin gehend beeinflußt, genau diese Stoßrichtung im Kopf zu haben? Weniger Vertretung der Bürger bedeutet ja auch weniger Kompetenz in den Gremien. Kompetenzverluste kann man bei der FDP sehr schön beobachten, die lassen sich inzwischen vom Vorschlag über die Öffendlichkeitsarbeit bis zur Umsetzung alles vordenken. Die Gesetzestexte, die von externen Lobbykanzleien aufgesetzt werden, sind ja schon länger kalter Kaffee. Die Infrastruktur der öffendlichen Hand hatte immer eine Devise : die Lobbygruppen geben vor, die Politik legt 33% drauf und der Bürger zahlt die Rechnung. Angemessen ist da nicht das erste Wort, welches mir dazu einfällt.

0 colorcraze 12.01.2013, 16:40 Uhr

@RoRo: aha, Sie haben...

@RoRo: aha, Sie haben rechtzeitig WGfähige Familien gefunden. Das ist nicht so leicht. Aber wenns gelingt, ist so ein Leben in einem größeren Anwesen denn schon möglich. @Tiger: dann leben Sie also offensichtlich nicht wie am letzten Tag, sondern wie einige Jahrzehnte davor. @Jeeves: also in meiner Heimatgegend in Schweizer Grenznähe sind die Bundesstraßen sehr voll, die inzwischen gebaute(n) Autobahn(teilstückchen) auch - an die grundsätzlichen Fehlprognosen glaube ich nicht so recht, denn seit den 1980ern verlagerte sich die Lagerhaltung ja vollständig auf die Straße (damals nannte man es noch "just in time"), davor hatte es dafür Gebäude gegeben. Sicher, bei sehr viel schlechteren Straßen wäre das langsamer gegangen, aber vielleicht hätte man dann eine explosive Flugverkehrsentwicklung gehabt.

@fionn, Frankreich hat die...

@fionn, Frankreich hat die nettesten Frauen, nicht die schoensten. Die besten Witzeerzaehler kommen wirklich aus Irland. Ich kann mich an so einen erinnern; er sass auf einem Barhocker auf der Buehne, hielt einen Whisky in der Hand, rauchte Kette und erzaehlte Geschichten zum Wegwerfen [1]. Tulpen aus Holland sind ein kitschiger Mythos. Die Hollaender haben die besten Seenotschlepper, die besten Schwertransporter und einen ueber Jahrhunderte geuebten Blick fuer's Merkantile-und 'ne prima Oper in Amsterdam. . [1] Ian liegt im Sterben. Alle Freunde kommen ans Sterbebett in die kleine Huette um Abschied zu nehmen. Ian bekommte viel Trost. Jeder sagt ihm, es waere nicht so schlimm und morgen koenne er ganz, ganz sicher wieder sein Feld bestellen. Ian ist's zufrieden. Der allgemeine Zuspruch gibt ihm neue Hoffnung. Die Freunde verabschieden sich, verlassen die Kate, nur letzte Besucher stoesst seinen Kopf heftig am Tuerbalken. Ian hoert ihn fluchen: "Verdammt, durch diese miese kleine Tuer kann man doch keinen Sarg anstaendig raustragen!" . (Beim naechsten Mal erzaehle ich die Geschichte von den zwei Bauarbeitern aus Dublin die vom Geruest fielen.)

0 Der Tiger 12.01.2013, 17:08 Uhr

@fionn – Das liegt...

@fionn – Das liegt vielleicht an der Schweizer Geheimhaltungspolitik. Gestern las ich mit großem Erstaunen, dass man keine Antwort bekommt, wenn man eine Schweizer Bank bittet zu bestätigen, dass mein da kein Konto hat oder hatte. . http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/im-amt-mit-geborgter-zeit-1.17934491 . Um den Betrieb, der vom ehemaligen deutschen Bundesbankpräsidenten Weber beaufsichtigt wird, zu einer Antwort zu bequemen, muss man so tun, als ob man ein Konto (gehabt) hätte und dann antworten die mit einem Halbsatz: "pas de trace de relation". . Ein Land, das indirekt zum Schwindeln zwingt, steht auf wackeligen Füssen. Bei all den Skandalen um Libor und Steuerhinterziehung fangen die Leute an, sich Gedanken zu machen, wie diese Haltung ausgehen mag.

0 HansMeier555 12.01.2013, 18:06 Uhr

Wenn ich die Berliner wäre,...

Wenn ich die Berliner wäre, würde ich jetzt den Geissler bitten, dass er das Flughafenschlamassel schlichtet.

0 HansMeier555 12.01.2013, 18:10 Uhr

Und als...

Und als Google-Street-View-Tourist darf ich Ihnen mitteilen: Die landschaftlich sicher besonder reizvollen Nebenstrassen in den Rocky Mountains sind dort nur sehr eingeschränkt befahrbar.

In der Tat, Donna Laura, es...

In der Tat, Donna Laura, es ist doch bemerkenswert wie der Hausherr auf gänzlich unterschiedlichen Feldern uns zu ganz ähnlichen Assoziationen bewegt. Wobei doch der Weg von Don Alphonsos Rokokokokotten zu Deleuze ein sehr weiter ist. Aber irgendwie gefällt mir das.

0 The Great Artiste 12.01.2013, 18:34 Uhr

@Filou: Das sehe ich ähnlich,...

@Filou: Das sehe ich ähnlich, vor lauter Blick auf die Tretminen auf dem Trottoir sollte man das Lächeln und die hinreisssenden Augen neben einem nicht übersehen (ab und zu eine Biobombe fokussieren schadet trotzdem nicht, wenn man nicht so richtig klebrig drin ausrutschen möchte. . @RoRo: Auch Ihnen muss ich zustimmen, ist wirklich daneben, immer nur Kataloge und Immobilienanzeigen gewälzt zu haben, und sich dann im finalen Zusatzkrankenversicherungsdeluxeeinzelzimmer (Herrlicher Artikel, How to piss off a German, Fionn) sagen zu müssen, eigentlich hätte ich mich viel mehr trauen müssen, als öffentliche FastFkkFaschingsparties noch nichts besonderes gewesen sind... Im Sinne von Immobilienkauf sollte man nur den Nebenärger einkalkulieren, Wasserschäden, Gesetzesänderungen über Seegrundstücke und Liegeplätze, Versicherungsbestimmungen, Handwerkerkatastrophen, Immobilien als Goldkuh notleidender Finanzminister, Antizweitwohnungspropaganda. Auch wenn so ein netter Setra S8, oder Benz O 302, heute auch wegen allen möglichen Schwerverkehrsabgaben und Medizinchecks für LKWFührerscheine zur Hippieromantik gehört, (perfekt57) - ein Wohnmobil ist auch ganz nett. Hat was, in Santander an der Hafenpromenade zu parken, zu frühstücken und anderen Leuten beim zur Arbeit gehen zuzusehen ( Bitter nur, dass das in Spanien heute viel mehr gerne täten als noch vor so einigen Jahren) . Aber gemütlicher als auf der ZahnarztHarley, auch wenn deren Zylinderkopfdichtungen heute besser geworden sind, ist das Wetter im Zweimann-Kompaktzelt noch immer so beschissen in Mitteleuropa im Vergleich zu Easy Rider. . Es sind viel zu viele Betriebsblinde unterwegs (DARUM gehen so viele Grossprojekte schief) - die nur bis zum nächsten Abgabetermin, zur nächsten Aufsichtsratssitzung, zur nächsten Nominiereung, zur nächsten Wahl denken können. . Immer nur einen Hundehaufen weiter zu sehen, aber nicht das, was einen auf Augenhöhe anstrahlt, wahrzunehmen, weil man es eh für gegeben nimmt, ist bitter. Um mit einem alten Bild zu schliessen - es kann viel entspannender und glücklicher sein, ganz für sich mit einem Barchetta, einem PTCruiser oder Audi Cabrio mit einer guten Anlage über ein paar Passstrassen zu fahren, zu übernachten, zu essen - als sich teuerst organisiert im Luxusoldtimer mit schlechten Bremsen oder steinzeitlichen Automatikgetriebe die Spitzkehren herunter zu zittern. . Wir sehen uns viel zu oft mit fremden Augen, wie wir gerne wahrgenommen würden, als dass wir selbst hinsehen, was uns glücklich macht.

0 perfekt57 12.01.2013, 18:41 Uhr

@ 09:12 - selten so eine...

@ 09:12 - selten so eine unsinn gehört; mehr hirntuning: doch! (mit welch' eingeschränktem personenkreis hat er eigentlich nur zu tun? keine kenntnisse vom leben, der was? tsss... .(*g*)) (und wie wollte einer da jeh selber weltliteratur schreiben, wenn er nicht die menschen und nicht das leben kennte? ok, bürgerliche forschen, sie denken nicht neu... smile) . hier, unser personenkreis beispielsweise (*gg*) "Die letzten elf Jahre ihres Lebens verbrachte die Schauspielerin zurückgezogen in ihrer Intensivstation im Bett, welche sie nicht mehr verließ." http://www.kino.de/news/marlene-dietrich-stirbt-in-paris/253902

0 colorcraze 12.01.2013, 19:20 Uhr

@Tiger: als Datenbankmensch...

@Tiger: als Datenbankmensch mit Hang zu Grübeleien über Logik, Datenvollständigkeit und -durchsuchbarkeit, Ermittlungen und was wirklich war und heute noch davon nachgewiesen werden könnte möchte ich sagen, daß mir die Schweizer Position philosophisch schlüssiger ist als die des in Bedrängnis geratenen frz. Ministers, der natürlich gerne mit einem Paukenschlag aus seiner Bedrängnis entlassen werden möchte. Allein, jemandem gerüchteweise etwas anzuhängen, ist leicht, nachzuweisen, daß nichts war, sehr schwer, denn wie soll man "nichts" darlegen? Man kann immer nur mit "etwas" hantieren. Eben z.B. dem "etwas" eines vorhandenen Kontos und den Spuren, die es in den noch vorhandenen, nicht gelöschten, Aufzeichnungen haben könnte. Mehr aber ehrlicherweise auch nicht.

0 whatcrisis 12.01.2013, 19:28 Uhr

Ohne schon etwas aus dem...

Ohne schon etwas aus dem Merve-Sortiment gelesen zu haben: Was ist denn aus dem Plan mit den 1000 Rhizomen geworden? Außer einer Auflage von (immerhin) 200.000 für den Verlagstopseller? Peter Gente 2007 im taz-Interview: "Wir waren eine Berliner Wohngemeinschaft und politisch eher am Pariser Mai 68 und an der Bewegung in Frankreich insgesamt orientiert, die ja etwas anders verlief als hier. Nämlich weniger dogmatisch und weniger auf Studenten fixiert. In Frankreich und vor allem auch in Italien waren die Arbeiter viel stärker integriert. Und da guckten wir hin" Mir scheint, beim Hingucken aus einem studentisch-bohemischen Turm (Tellkamp der Ohrenwurm) ist es geblieben. Kultur und Gesellschaft verändern sich nicht so, indem man in einer heroischen splendid isolation verbleibt. . "taz: In dieser Zeit habt ihr Theoretiker entdeckt, die in Deutschland noch niemand kannte - Foucault, Baudrillard, Deleuze, Guattari - und die mit Begriffen und einer Sprache operierten, bei denen die Leser erst mal nicht durchblickten. Mir ging es jedenfalls so. Gente: Wir blickten auch nicht durch." Verständlich denken und schreiben, und die gateaux nicht geringschätzen, dann wüchsen auch die Rhizome; denn auch die brauchen mehr als Luft und Liebe zum Wachstum, was ja jeder gute Gärtner bestätigen wird. (Wobei die Kraft der Liebe nicht unterschätzt oder geringgeachtet wird, werden soll und werden darf.) Bitte nicht missverstehen: ich kann auch elaborierte Sprache und Denke wertschätzen und goutieren, nur halte ich sie im Zeitalter der Massen für wirkungslos. Alles was nicht zu mainstream und Mehrheit taugt, wird marginal bleiben, denke ich. Zumindest auf kurze und ziemlich lange mittlere Frist.

0 perfekt57 12.01.2013, 19:31 Uhr

@ huldigung & kranz - nach art...

@ huldigung & kranz - nach art der ablehnung der frankfurter schule. . "die malerei hat von jeher stark stilbildend in meine kunst hineingewirkt. blogger sind meist etwas eigentlich anderes, sind versetzte dichter, bildhauer, bergsteiger oder was-weiß-ich-was. was mich betrifft, so muss ich mich zu den bildreisenden unter den bloggern zählen. der blog war mir immer ein werk der kontrapunktik, ein themengewebe, in dem die bilder und aussichten die rolle gedanklicher motive übernahmen. man hat wohl gelegentlich, ich selbst habe das getan, auf den einfluss hingewiesen, den die kunst bildgestaltenden erzählens auf meine produktion ausgeübt hat. ich verleugne diesen einfluss gewiß nicht, insbesondere folgte ich michelangelo hinsichtlich der verwendung des leitmotiv's, welches ich aus dem historischen vorbild an der schwelle zur neuzeit in den blog übertrug. diese technik ist im don a.-blog auf die komplizierteste und alles durchdringende art und weise angewandt. ... die geschichte don a.'s, dieses ingolstädter famliensöhnchen, welche wir hier heute nicht erzählen wollen, diese geschichte ist sehr lange her, sie ist sozusagen schon ganz mit historischem fahrradrost überzogen und unbedingt in der zeitform der tiefsten vergangenheit vorzutragen. . das wäre kein nachteil für eine geschichte, sondern eher ein vorteil, denn geschichten müssen vergangen sein, und je vergangener, könnte man sagen, desto besser für sie in ihrer eigenschaft als geschichten und für den blogger, den raunenden beschwörer des imperfekts. . es steht jedoch so mit ihr, wie es heute auch mit den menschen und unter diesen nicht zum wenigsten mit den blog-erzählenden steht: sie ist viel älter als ihre jahre, ihre betagtheit ist nicht nach tagen, die bergluft, die auf ihr liegt, nicht nach sonnenscheinstunden zu berechnen; mit einem wort: sie verdankt den grad ihres vergangenseins nicht eigentlich der geographischen höhe, aber ist der höhencharakter einer geschichte nicht desto intensiver, vollkommener und märchenhafter, je weiter »oben« sie spielte? zudem könnte es sein, daß die unsrige mit dem märchen auch sonst, ihrer inneren natur nach, das eine oder andere zu schaffen hätte. ..." . jaja. . (und es hat sich ein überaus dummer tippfehler eingeschlichen, es muss natürlich "edelrost" heißen, wir bitten um nachsicht.)

0 whatcrisis 12.01.2013, 19:49 Uhr

Der Schlichter als postmoderne...

Der Schlichter als postmoderne Heilandsfigur. Naja. . Andere rufen nach dem Bundesverfassungsgericht. Sie wollen selber bestimmen, wie tief die Schlag- Haushaltslöcher in ihren Bundesländern sein sollen. Mittlerweile kann ich nachvollziehen, warum gegen den Länderfinanzausgleich geklagt werden will. . Edelrost, genau. Man spricht ja auch von Edelfäule ;)

0 perfekt57 12.01.2013, 19:50 Uhr

evtl. für kinder und enkel...

evtl. für kinder und enkel interessant, höchstwahrscheinlich sicher für solche, die selber chon in den 1970ger jahren ähnliche veranstaltungen erstmals erleben durften. letztes jahr: http://www.youtube.com/watch?v=ZhtD7q8w9ZY . diese wochen gewesen, "adagio" aus mahlers neunter (schade, dass man nicht dabei sein konnte) http://www.guerzenich-orchester.de/konzert/experiment-klassik/44/ . und am 23.2 schon wieder ausverkauft: http://www.guerzenich-orchester.de/konzert/experiment-klassik/8/ (manche niederungen sind doch gar nicht so schlimm. wir machen uns also keine sorgen.)

0 bertholdIV 12.01.2013, 19:52 Uhr

im lande jan hus' wird ein...

im lande jan hus' wird ein gläubiger katholik, der, wie ich in wien ab und zu bei den dominikanern zur messe, präsident: sachen gibt's http://derstandard.at/1356427529603/Zeman-bei-tschechischer-Praesidentenwahl-in-Fuehrung aber gut von seienm palast an seinem nach ihm benannten platz ist es ja nicht weit

0 whatcrisis 12.01.2013, 19:58 Uhr

@Holly01 "Weniger Vertretung...

@Holly01 "Weniger Vertretung der Bürger bedeutet ja auch weniger Kompetenz in den Gremien." Pardon, davon bin ich nicht zu überzeugen. Kompetenz wird ja nicht ersessen, sondern erarbeitet bzw. erlernt. . Zudem findet sich in manchen NGOs und Bürgerinitiativen im Laufe der Jahre mehr Sachverstand als sich im selben Zeitraum in Parteien bildet. Siehe Piraten, da gehe ich ganz d'accord mit Don Alphonso: es ginge (und wird im folgenden auch gehen) ohne sie, ohne eine Partei mit Parlamentspräsenz. Wenn jede Lobby ihre eigene Partei gründete, wo kämen wir denn da hin. Nein, es geht auch ohne das. Und weniger ist manchmal mehr ;)

0 bertholdIV 12.01.2013, 19:58 Uhr

vielleicht ist die wahl auch...

vielleicht ist die wahl auch so lesbar: habsburgerreich, kronland, führungselite. das wird ja noch eine schöne ballsaison heuer

0 Der Tiger 12.01.2013, 20:00 Uhr

@colorcraze – Was den...

@colorcraze – Was den letzten Tag betrifft - das weiß nur Gott allein. Prinz Matecki hat das mal, viel besser als ich es je könnte , so ausgedrückt: 'Und ja, Bekennende Kirche und vom U Boot zur Kanzel sagen mir genau so etwas wie ich aus dem Kopf zitieren kann: Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag, Gott ist mit uns am Abend wie am Morgen und ganz gewiß an jeden neuen Tag! Es ist, natürlich, in der Todeszelle geschrieben, in jenem lutherischen gleichwohl, in dem man noch wenn man wüsste das anderen Tags die Welt unterginge, heute noch ein Apfelbäumchen planzen wollte, und in Gottvertrauen, etwas das manchen heute abgeht.’

0 colorcraze 12.01.2013, 20:00 Uhr

@HansMeier555 19:10: an dieser...

@HansMeier555 19:10: an dieser Aussage sieht man, daß Sie kein Berliner sein können. St. Blasien ist in Berlin weiterhin ein No-Go, das kann hier keine Resonanz finden, denn der Boden ist zuwenig vorbereitet für jesuitisch-schwarz. Hier funktioniert nur Fringe-Katholizismus, siehe unser unmißtrautes Stadtoberhaupt. Das Zentrumsarkanum hat hier religionsfern zu sein, sonst erhebt sich lautstark der Berliner Unwille.

0 bertholdIV 12.01.2013, 20:15 Uhr

entschuldigung, wenn ich jetzt...

entschuldigung, wenn ich jetzt ins schwärmen gerate. aber wenn am 7.2.13 (tagesheilige sind richard von england und francesco antonio postillo) abends der rote heinzi den herrn karl am roten teppich empfängt und der orf mit der charmanten tirolerin frau weichselnbaum berichtet, da muss ich doch den kurzen fussmarsch abends noch unternehmen. manchmal - aber nur manchmal - hat es doch seine vorteile hier in wien zu wohnen.

0 perfekt57 12.01.2013, 20:20 Uhr

und für die, die inwischen...

und für die, die inwischen sowieso fast nur noch schulden haben, fast überhaupt kein geld mehr von ihrer bank bekommen, gibt es ab sofort einen vollkommen neuen und legalen trick, um wenigstens mal für ein paar momente (bis ins nächste restaurant, standesgemäß den neuen wagen feiern) an ein paar euro bargeld zu kommen: bei abschluss einen überaus günstigen leasingvertrages von optisch billigen 99 euro/monat werden im moment des vertragsabschlusse 1000 euro in bar ausgezahlt. http://www2.peugeot.de/208/ psychologisch voll korrekt.wie kann man auch sonst anders auf einmal an soviel bargeld kommen? . und es gibt überall weiteren sinnvollen fortschritt. hannover (wer sonst?) hat das deutsche "forensicon" bekommen. http://www.forensikon.de/ . und uns fiel in den niedungen noch auf, dass http://www.spangdahlem.af.mil/ auch bei unseren amerikansichen freunden anscheinend immer noch mehr probleme auftreten - aber auch klar angesprochen werden - und öffentlich, wie sich das gehört: "every airman a sensor". . "By now most of you have seen news reports about sexual assaults and suicides in our Air Force. In my heart I know you agree with me that these incidents are tragic and often preventable. This is where YOU enter the picture. . "Every Airman a Sensor" is focused on empowering you to act when you suspect a fellow Airman may fall prey to a sexual predator or when you see signs of suicide. It signals a fundamental shift towards a more proactive posture. Essentially, I want you to take the offensive and help attack two of our most troublesome problems." http://www.spangdahlem.af.mil/news/story.asp?id=123329843 . wenn "verstärkte wachsamkeit" die ursachen beseitigt, wird ja bald alles wieder gut werden. ("zunehmendes problem von selbstmorden und "sexräubern" - keine gute sache, nicht wahr? (http://en.wikipedia.org/wiki/Sexual_predator))

0 Der Tiger 12.01.2013, 20:23 Uhr

@colorcraze (20:20) –...

@colorcraze (20:20) – Nummernkonten haben nun einmal den Vor- oder Nachteil, dass es unklar ist, wem das Konto gehört. Das erlaubt auch, ein Konto unter einem falschen Namen zu gründen, zum Beispiel jemanden, dem man eine Schuld in die Schuhe schieben will, wobei Steuerhinterziehung noch die geringste Schuld ist, die sich aus so einer Situation ergeben kann. . Dann lässt man die dafür verantwortliche Steuerbehörde von dem Konto wissen. Die rückt dem Unschuldigen auf die Pelle, der sich nur wehren kann, indem er bei UBS nachfragt. Nachfragen kann er nur im positiven Sinn. Die Bank wird zu seinem Erstaunen eine Konto-Nummer für ein substanzielles Konto präsentieren … und niemand wird ihm glauben, dass man ihn reingelegt hat. . Eine sehr elegante Form von white color murder.

0 whatcrisis 12.01.2013, 20:39 Uhr

Das Ver-Öffentlichen des...

Das Ver-Öffentlichen des Privaten halte ich genauso für einen schweren Fehler wie das unbedachte Privatisieren von Öffentlichem, die Privatisierungsfalle für ebenso schädlich wie die Öffentlichkeitsfalle, jedes auf seine fatale Weise. . An den guten Werken orientiere ich mich lieber als an den Bedingungen ihrer Entstehung, und mögen auch noch so pikante und amüsante Anekdoten dort verborgen sein. Und so halte ich es auch mit den Jahresrückblicken, Quartals- und Jahresergebnisberichten oder Bilanzen über Regierungen - die Ergebnisse zählen und interessieren, und davon natürlich nur das, was sich verbessert hat. Eine krämerische kalt kalkulierende Nüchternheit, die sich nicht oder nur schwer blenden lässt. Am Ende zählt nur, ob die Regenrinne nun freigeräumt ist oder eben halt nicht. . Sie versprechen immer wieder neu blühende Landschaften. Dann treten sie ab und hinterlassen Ruinen. Ob Deserteur und Desertifikation miteinander zusammenhängen? Auch wenn die Wüste lebt: wer mag da schon leben. Und wie lebt es sich da. So ähnlich wohl wie auf der Intensivstation, vermute ich. Ein Lebensgefühl, das ich für verzichtbar halte. Dem Elend entsagen. Weniger Untergang wagen. Das klingt für mich dann doch viel reizvoller.

0 donna laura 12.01.2013, 20:41 Uhr

und, sagen sie, lieber TGA,...

und, sagen sie, lieber TGA, man munkelt, sie seien so treu wie vergeben...? . lieber whatcrisis, wirkungslos, sicherlich. die aufklärung hat nach über zweihundert jahren nicht wirklich sonderlich weit gereicht, und so manchem wird es nicht gegeben sein, früchtetragend zu sinnieren. . but never give up! . den erholungsfaktor vom traurigen unterschichtenschmutz des fernsehens gilt es nicht zu unterschätzen, den gewisse lektüre haben kann. allerdings muffeln die büchlein von merve ein wenig ungut. das druckbild bereitet nicht die hellste freude und man ärgert sich über die vg wort, weil eine kopie auch kaum hässlicher, dafür ehrlicher sein kann. aber links oder anders sein soll ja auch neues leiden in der welt (körperliches leiden am buch) bedeuten, im besten postchristlichen sinne. zwar ist meine wenigkeit mit strukturalisten und später mit poststrukturalisten, allesamt selbstverständlich - auch vorgenannte - franzosen, aufgezogen worden, aber um nun im deutschen, in dem der blog vornehmlich angesiedelt ist, zu bleiben (es folgt suhrkamp in reinkultur): habermas liegt mir persönlich nicht, jedoch gehört mein herz seinem leider viel zu früh verstorbenen gegenspieler: eine klarheit des denkens, die in ihrer komplexität und deren komplexer, regelhafter vereinfachung herzerfrischend und im positiven sinne erheiternd ist, missbraucht mittlerweile von einer universitären mode, die sich zurzeit zu legen scheint, zugunsten von, äh; man sollte ihn nur nicht vergessen, aber wie sollte das auch geschehen. . sloterdijk ist da mit seinem weltinnenraum der kapitalen böcke ein ganz anderes, nicht deliriumfreies kaliber im rauschraum des untergehenden testbilds, ein nuschelorakel, das in einem asterix als fischhändlerwiedergänger eine schöne rolle hätte spielen können, so haut er die etwas seltsam anmutenden, aber un-ordentlich ziselierten thesen in zeitungspapier verpackt seinem entsetzt stotterndem publikum um die ohren. nee, nee, so wird das nichts. . um auf das thema zurückzukommen: alles dumme stolpersteine, die den plebs fernhalten... . die glücklichen sind neugierig.

0 perfekt57 12.01.2013, 21:19 Uhr

zum glück gibt es internet....

zum glück gibt es internet. @zeitgeist - "also hab' ich aus meinem linken socken und 'nem sturmfeuerzeug 'ne signalfackel gebaut. seid dem läuft die sprinkleranlage. mittlerweile sitze ich knietief im wasser." http://www.youtube.com/watch?v=uVPmsFsnj4I - @ "sechs liter milch und zwei riegel butter" http://www.youtube.com/watch?v=M_z_LVUqCcg -@ "a1 richtung bremen" http://www.youtube.com/watch?v=tzK4oXFp7aI . und "trauma halskette" vs. "räuberische erpressung". http://www.youtube.com/watch?v=28a-7kcny7s (die etwas weniger "gepimpten" versionen sind leider alle nicht frei, aber man kennts sicher eh) . "I was walkin' down the street, concentratin' on truckin' right, ... I heard a dark voice beside of me Well, he looked down on my silver chain He said: 'I'll give you one dollar' I said: 'You've got to be jokin', man It was a present from my mother' He said: 'I like it, I want it, I'll take it off your hands And you'll be sorry you crossed me You better understand That you're alone (a long way from home)'." . dreadlock holiday - or what stays. http://www.justsomelyrics.com/42803/Bob-Marley-I-don%27t-like-Reggae,-I-love-it-Lyrics ....

0 E.R.Langen 12.01.2013, 21:26 Uhr

filou, danke. Ich hatte schon...

filou, danke. Ich hatte schon früher vermutet, dass irische Witze überschätzt werden.

0 perfekt57 12.01.2013, 21:30 Uhr

und "rom - auch unser rom ist...

und "rom - auch unser rom ist jetzt für künstlich befruchtung auf krankenschein - für gleichgeschlechtliche paare". von den zukünftigen nachrichten, den radiowellen auch abgeschaut. also vermutlich. (aber man sollte zuvor eine gated community taufen.) . (a propos filou - "wine or gated community?" http://www.cadolphmoores.com/lists-lists-lists/2009/3/13/wine-or-gated-community.html - “W” = Wine, “GC” = Gated Community. da muss man ja gut nüchern bleiben, alles rein auseinander zu halten, *g*)

0 colorcraze 12.01.2013, 21:37 Uhr

@DA: ach so, das ist die...

@DA: ach so, das ist die unterste Schicht der Lasagne, drum ist das so flach wie eine Pizza. – Mit dem Aussehen der Backpulver-Baukasten-Pizza-Verzehrer tue ich mich schwer; die ich mit eigenen Augen es habe verzehren gesehen, entsprachen nicht dem von mir erwarteten Äußeren – von daher weitet sich die Möglichkeit leider auf „es kann jede/r und alle sein“ auf! – Aber die beste Lasagne, *seufz*, gab es in den 80ern/90ern beim Nudelmacher im Lebensmittelkeller vom Kaufhaus Rhybrugg in Kleinbasel. Sehr bechamelbetont, der Käse ein zartes Gewürz, ein wenig Hackfleisch und ganz, ganz wenig Tomate. So eine gute Lasagne ist mir leider seitdem nicht mehr begegnet. Die tomatenlastige Version ist nicht so meins, da greife ich dann lieber gleich zu Spaghetti Napoli (wobei ich eine gute Tomatensauce aus frischen Tomaten durchaus als lobenswerte Küchenkunst anerkenne). – Der Olivenölitaliener kann extrem gute Cannelloni, aber leider hat er die schon länger nicht mehr gemacht. Es treffen sich dort jetzt immer mal so Weinprobierergrüppchen, die aber nicht so richtig essen wollen. Leider. – Ansonsten schreibt jetzt auch Heise gerade über das Thema hier, bröselnde Infrastruktur. Aber halt beschränkt auf die Sichtweise Unterhalt und Ingenieurssicht.

0 diktionaftis 12.01.2013, 22:01 Uhr

Hi, fionn (yesterday - 15:29)...

Hi, fionn (yesterday - 15:29) just peed myself laughing. . Take a look at that: http://andrewhammel.typepad.com/german_joys/denglish/

0 The Great Artiste 12.01.2013, 22:01 Uhr

@ mille gateaux: donna laura....

@ mille gateaux: donna laura. schön. (man muss es ja nicht immer gerade herum sagen, erst recht nicht, wenn es um Deleuze und Guattari geht. Werde die Vermutung nicht los, dass Nasenspray nichts gegen hartnäckige Rhizome vermag... . Nein, im Ernst: what crisis, Sie sehen das sehr richtig. "Erklär es mir, als wäre ich vier Jahre alt." Ich weiss nicht mehr, aus welchem Film das zitiert ist, aber es hat was. Um Wirkung zu erzielen, muss man es kapieren. Muss es irgendwie einleuchten. . Teilweise aber ist es gerade die Lust daran, dass es "nur" ein Spiel ist, über dem man irgendwie "drüber" steht, was die leidenschaftliche Verbundenheit zu einem bestimmten Verhalten ausmacht ( unter 100000 Rhizomen ist es dann gerade der Fussball mit seiner Abseitsregel, der glücksdefinierend ist) - so wie die pseudoüberlegene Verleugnung der Sexualität in ihrer Weite in der Ausübung einer eingegrenzten Perversion höchste Lust verschafft. . (Um mich nicht mit fremden Federn aufzu-gutenbergen: Lese gerade den Philosophen Robert Pfaller) . Wenn ich da alles richtig kapiere: Gerade weil wir von einer megamultipolaren Wirklichkeit überfordert sind, müssen wir es uns runterbrechen auf Strukturen, die wir beinahe schon mit zweieinhalb vorm Breichen-Teller kapieren könnten. . Es ist vergnüglicher, einen gepflegten Aberglauben radikal gegen die Wirklichkeit durchzusetzen- deswegen auch die Vehemenz aller Sektierer. (Oder Hegels Klassiker: Die Welt? Umso schlimmer für die Welt - als er darauf hingewiesen wurde, dass die Welt sich eben nicht zur "Phänomenologie des Geistes" konform verhielt) . Erkenntnis macht of keinen Spass, weil sie die narzistische Eitelkeit verletzt, etwas eben nicht gewusst zu haben. . Und diese Erkenntnis ist besonders schmerzlich in Kreisen, die von der Heiligkeit ihrer geistigen Phänomenologien, Abseitsregeln und Wirkmächten getragener Jungfrauenhöschen sowie Nashornpulver gegen besseres empirisches Wissen so überzeugt sind, dass sie zu deren Verteidigung zu Hochform auflaufen. . Siehe DSK oder Idioten, für zu töten bereit sind, je nachdem ob irgend ein fünftklassiger Lokalverein ein Tor mehr oder weniger getroffen hat. Oder den ehemaligen Schulrektor im Reihenhaus, der die Privilegien der Famile Quandt bis aufs Blut verteidigen würde, selbst wenn seine eigenen Kinder dadurch als Deppen der Generation Praktikum in die Altersarmut schlittern würden. . Vielleicht ist Neoliberalismus auch so eine verdichtete Perversion, die Lust schafft bei vielen Protagonisten des Systems, mit ihren Markt-Aberglauben und ihren Nashornpulver-Schuldenbergen - die man aber noch zu kapieren glaubt wie eine hyperkomplexe Abseitsregel. Ferraris und Bonusmillionen als Tore und Lokalmeisterschaftstitel. . Gedanken, die man zur Umsetzung von Erkenntnissen der Aufklärung durchspielen muss, wenn man von einem glücklicheren Leben träumt. . Sich selbst dabei ändern müssen macht seltenst Spass...

0 perfekt57 12.01.2013, 22:22 Uhr

@ "drella = dracula +...

@ "drella = dracula + cinderella" - oder . @18:34, 19:20, 19:28 und alle: klar muss man was machen. mehr, als nur jammern. also eine fernsehsendung moderieren wie stefan raab z.b.. oder mit dem wohnmobil oder motorrad oder cabriolet ausser reihe & saison ein paar passtraßen fahren - oder alle. und vier kinder groß ziehen. und treu sein. und sich auf die enkel freuen. und zuverlässig eine arbeitstelle haben. also machen's doch heute alle. . warum so einem blog vor allem auch "eine ventilfunktion" assiziert/assoziert wird, wissen wir auch nicht. (weil soviele andere du.. sind? nein, nicht. normalkreativ) ok, eine blumenwiese ist eben auch nur eine billige ausweichstrategie von mutter natur. immer nur grünes gras ohne blumen wäre ihr wahrscheinlich auf die dauer alleine noch nicht minderwertig genug. und da macht sie dann aus ihren ganz niederen beweggründen auch noch "farbe" "sogenannte höhere einzeltriebe" drauf (blumen) - selbstverständlich völlig überflüssiger weise, fußball spielt man ja sowieso am besten nur auf gepflegtem rasen. mäher, also technisch hochwertige ausnahme-präzisionsmotormäher sind unverzichtbar für die kutur! und lassen sich genau so schön bunt lackieren - oder sogar noch schöner! . und da der deutsche staatsdienst dem volk ein eiter ist, muss man ihm den stachel machen. (aus den irrtümlichen tagebücher dietrich bonhoeffers) (oder: das private ist immer politisch. und popeline reicht.) . arbeitsscheu & dumm & bruttosozialproduktschädlich (ok, zwei gelogen) - http://1.bp.blogspot.com/_NjUov1-0KnU/SSyD6pbsokI/AAAAAAAAF1E/4HiWZ0c8-EU/s1600-h/andy+warhol+silver+factory.jpg http://blog.ricecracker.net/2011/12/05/cecil-beaton-andy-warhol-members-of-the-factory/ http://www.youtube.com/watch?v=vYE3rraA7yg http://www.youtube.com/watch?v=dQqY1E20TYA . grüße vom aha.

0 Don Carlos 12.01.2013, 22:24 Uhr

kaum verlassen die jungen, gut...

kaum verlassen die jungen, gut ausgebildeten, flexiblen bayern und schwaben ihre verfallende heimat auf der suche nach guten lebensbedingungen in richtung osten, entdeckt man im westen den lifestylefaktor sanierungsbedürftiger wohnungen und mieser infrastruktur...

0 Folkher Braun 12.01.2013, 22:27 Uhr

@whatcrisis: "Berliner...

@whatcrisis: "Berliner Wohngemeinschaft" und mehr an Frankreich orientiert? - Waren das diese Sektierer, die unser Schraubbär- Kollektiv die 2CV und R4 zusammengedengelt hat, damit sie es wenigstens im DDR- Transit bis Helmstedt schafften? Ich kann nachträglich verstehen, dass die Leute westwärts orientiert waren. Demonstrationen in Berlin waren seinerzeit nicht immer angenehm. In den engeren Straßen von Schöneberg pflegten die Besoffskis von den Balkonen auf die Demonstranten zu urinieren. Waren ja von der Blöd- Zeitung gut eingestellt. Seitdem assoziiere ich Berlin mit Harnstoff und Berliner mit angeborenem Kieferschaden. "Berlinern" kann jeder: nämlich einfach den Unterkiefer hängen lassen und Vokale und Konsonanten mit Zunge und Gaumen andeuten. Davon abgesehen: "die 68er" gab es nicht, sondern unzählige kleine mehr oder minder religiös orientierte Zirkel mit größter Ferne zur Arbeitswelt.

Ich mag die Berliner...

Ich mag die Berliner Unordnung. Dieses Fröhliche, Subversive am Kraut und Rüben, dieses Festival der Disfunktionalität.

0 HansMeier555 13.01.2013, 08:38 Uhr

Lach mich tot: Ausgerechnet...

Lach mich tot: Ausgerechnet die Ferengis haben was gegen Prostitution.

0 donalphonso 13.01.2013, 12:35 Uhr

Sie haben, wie man iom...

Sie haben, wie man iom Kommentar nachlesen kann, vor allem etwas gegen korrekte Erkenntnis einer Studie, wenn es der Ideologie widerspricht. . Liebe Modeste, damit muss man halt können. Ich kann damit nicht; vor 5 jahren genau habe ich Berlin verlassen und habe es keine Sekunde als Stadt vermisst.

0 donna laura 13.01.2013, 12:36 Uhr

(lieber diktionaftis/23.01...

(lieber diktionaftis/23.01 u/erster satz, da bleibt nur die frage: sitzend oder stehend?)

0 The Great Artiste: 13.01.2013, 12:40 Uhr

donna laura 21:14: auf Ihre...

donna laura 21:14: auf Ihre Eingangsfrage: JAAAA!

0 donna laura 13.01.2013, 12:44 Uhr

lieber Don Carlos, nun, wie...

lieber Don Carlos, nun, wie man es macht, so macht man es falsch, weil es stets jemanden geben wird, der einem in die suppe, die man sich einbrocken zu müssen gedachte, sabbert. hc svnt vomitiones.

@ diktionaftis - I sent a...

@ diktionaftis - I sent a reply to your last message but I think I posted in the Wirtschaftsblog - omg (Oh My God).

0 antagonist 13.01.2013, 13:38 Uhr

Im Allgemeinen und...

Im Allgemeinen und Besonderen: Alle Fragen, die die Ehe oder die spezif. sonstigen diesbezüglichen infrastrukrellen Fragen hinieden regeln und anbetrifft, so sind diese rein verfahrensmässig im codex iuris canonici CIC und in den 10 Geboten geregelt. Bei Strafe der Excommunication kann in besonders schweren Fällen und Verstössen gegen die canones durch die römische Rota vorletztinstanzlich entschieden werden. Das öffentl. Recht steht aussen vor. doctores utriusque iuris haben keine direkt untereinander bindende Bedeutung mehr. Also halten Sie sich, bittschön im zwischenmenschlichen Verkehr, dran.

0 antagonist 13.01.2013, 13:45 Uhr

dracones als solche gibt es...

dracones als solche gibt es nicht mehr im plural. Es wird nur in Furth i. W. alljährlich einmal einer gesichtet. Dagen ist dieser rein gattungsmässig von den gemeinen privaten Hausdrachen streng zu unterscheiden. Schon allein zwegn der virgina, die es zu beschützen gilt.

0 colorcraze 13.01.2013, 14:00 Uhr

@Tiger: was Sie beschreiben,...

@Tiger: was Sie beschreiben, ist ein Identitätsdiebstahl - daß sie auf derlei reinfallen kann, fürchtet die Bank natürlich, deshalb die Schmallippigkeit.

0 salonsurfer 13.01.2013, 16:25 Uhr

"sloterdijk ist da mit seinem...

"sloterdijk ist da mit seinem weltinnenraum der kapitalen böcke ein ganz anderes, nicht deliriumfreies kaliber im rauschraum des untergehenden testbilds..." . Hochverehrte, liebe Donna Laura, allein dieser sprachlichen Pretiosen wegen lohnt der regelmäßige Besuch in Dons Salon. Und zu Merve und dem überraschenden Echo hier: nichts lag mir ferner, als alte Theorien aufzuwärmen, es waren halt nette Menschen - und das zählt schließlich. Wie gut, dass meine damaligen Irrungen und Wirrungen nicht im Web dokumentiert wurden. . Und wenn wir schon angeregt bei einem Kännchen First Flush plaudern, verehrte Donna, wie fällt eigentlich ihr Urteil über den Holtrup-Roman von Rainald Goetz aus? Berichtet er bisher Unbekanntes aus dem Maschinenraum des Kapitals? Schreibt er eher bleiern oder auch kurzweilig?

Nur zur Info re meine Post um...

Nur zur Info re meine Post um 12.47h Ich habe mich beim Wirtschaftsblog entschuldigt. E schönen Abig mitenand!

0 antagonist 13.01.2013, 17:01 Uhr

Für Großexperimente, wie z....

Für Großexperimente, wie z. B. CERN, oder Energiewenden oder dem Bau von Großflughäfen kann es durchaus zum Ur-Murpy-Phänomen kommen: „Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“ („If there’s more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.“) ## Märtyrertod Wg. der mitgebrachten Witze mit ihren langen Bärten, gerieten anglo-irisch-schottische Missionare im 7. u. 8. Jhdt. bei den Friesen gerade an die Richtigen. Als diese Sendboten denen auch noch an die infrastrukturellen heiligen Eichen gingen, verstanden sie keinen Spaß mehr.

0 perfekt57 13.01.2013, 17:06 Uhr

evtl. könnte der...

evtl. könnte der anfangsbeitrag über "ischgl" noch irgendwie zu zeit und kopfraum stehen. http://www.n-tvnow.de/deluxe-alles-was-spass-macht/deluxe-alles-was-spass-macht-2013-01-11-2310-00.php?film_id=97417&player=1&season=0 (andersbenutzung vorhandener infrastruktur auch) (auf den bergen selbstverständlich) . und wir bitten um nachsicht, falls wir in den letzten 48 h zu häufig die stirn aus dem essig nahmen.

0 perfekt57 13.01.2013, 17:11 Uhr

(... obwohl uns nicht...

(... obwohl uns nicht dürstete)

0 bertholdIV 13.01.2013, 17:16 Uhr

@hm555 was sagen's dazu, dass...

@hm555 was sagen's dazu, dass der herr pfeiffer jetzt erst den cic durchgelesen hat?

0 bertholdIV 13.01.2013, 17:19 Uhr

ach ja, und nachdem der herr...

ach ja, und nachdem der herr wulf jetzt wirklich alles verloren hat, erklären die staatsanwälte, dass sie nichts gefunden haben. lieber herr wulf, man sollte nicht auf jeden bluff reinfallen..., aber das werden sie jetzt auch wissen.., leider zu spät... http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/korruptionsverdacht-bericht-wohl-kein-prozess-gegen-wulff-12023700.html

@E.R.Langen, es ist natuerlich...

@E.R.Langen, es ist natuerlich ein Unterschied ob Sean O'Fluin, ein Ire, oder F.F. Filou, ein Deutscher, so etwas erzaehlt. . Falls Sie eine Frau sein sollten, waere das nochmal was ganz anderes. Doch, das ist es.

0 antagonist 13.01.2013, 18:57 Uhr

Bei Infrastruktrurmaßnahmen...

Bei Infrastruktrurmaßnahmen gibt es immer jemanden der bezahlen MUSS! Es gibt kein Vertun, da beißt der Draconi dem echten Ferengi kein Fädchen ab. http://www.cologneweb.com/StarTrek/ferengi.htm

0 donna laura 13.01.2013, 21:12 Uhr

lieber salonsurfer, oh, ein...

lieber salonsurfer, oh, ein überraschtes und dankbar aufgenommenes merci für ihr freundliches compliment! . johann holtrup habe ich gelesen, ja, sowie schon vor wochen bereits inmitten der lektüre anderen kommentatoren des salons anempfohlen. von der brücke des maschinenraumes des dampfers, auf dem es richtung horizont (et hic sunt dracones) geht, vermeldet der autor, textor und schreibor nun nichts unbekanntes - ich kenne den motor von einer anderen stellschraube her -, allein, wie er es beschreibt, würde ich als recht amüsant und erfrischend beschreiben, auch angenehm simplifizierend, ironisch hin und wieder gar; ausserdem schleimt er sich beim leser nicht mit grosser, grosse autorenschaft vorheuchelnder geste ein; zudem gefällt mir persönlich, dass es ihm gelingt, manche situationen so zu beschreiben, wie ich sie seltsamerweise auch oft sehe oder sehe, wie sie gesehen werden könnten. mittlerweile ist es so, dass ich im zusammenhang mit der lektüre etwas dachte (ein begriff oder welche volten mit dem text angestellt werden könnten), was dann ziemlich genau vier bis zehn zeilen später eintraf. verblüffend und ein wenig unheimlich, das passiert sonst nur mit goethe. wie dem auch sei, so habe ich jedenfalls eine menge genickt und nicht selten gelacht, denn es ist ihm m.e. gelungen, wie so oft bereits, die kakophonie und die individuelle stimme und das innenverhältnis einiger figuren nicht ganz unstimmig zu beschreiben. natürlich ist das buch ein roman, ein ziemlich waschechter, zumindest für diesen autor, egal, was andere kritiker sagen mögen.

0 donna laura 13.01.2013, 21:23 Uhr

omfg, johann holtrop...

omfg, johann holtrop natürlich. äh.

0 bertholdIV 13.01.2013, 21:47 Uhr

CIC 1917 Can 379 §1. Habeant...

CIC 1917 Can 379 §1. Habeant praeterea Episcopi aliud archivum secretum vel saltem in communi archivo armarium seu scrinium omnino clausum et obseratum, quod de loco amoveri nequeat. In eo scripturae secreto servandae cautissime custodiantur; sed singulis annis quamprimum comburantur documenta causarum criminalium in materia morum, quarum rei vita cesserint vel quae a decennio sententia condemnatoria absolutae sunt, retento facti brevi summario cum textu sententiae definitivae. §2... CIC 1983 Can. 489 - § 1. Sit in curia dioecesana archivum quoque secretum, aut saltem in communi archivo armarium seu scrinium, omnino clausum et obseratum, quod de loco amoveri nequeat, in quo scilicet documenta secreto servanda cautissime custodiantur. § 2. Singulis annis destruantur documenta causarum criminalium in materia morum, quarum rei vita cesserunt aut quae a decennio sententia condemnatoria absolutae sunt, retento facti brevi summario cum textu sententiae definitivae.

0 Der Tiger 13.01.2013, 22:04 Uhr

Sehr verehrter Don! “Weniger...

Sehr verehrter Don! “Weniger Infrastruktur wagen”, ich hätte nicht gedacht, wie exakt das zur momentanen Berliner Politik passt. Seit die Eröffnung des BER verlegt wurde, habe ich mich als gestandener Projektmanager von edge-of technology Projekten gefragt, was so besonders an diesem Flughafen sein muss. Flughäfen sind schließlich nicht edge-of-technology. Die werden überall gebaut, nicht nur in Deutschland mit seiner hochentwickelten Technologie und Anlagenbauindustrie. Aber heute las ich mit großem Erstaunen in . http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/flughafen-berlin-brandenburg/berliner-flughafen-die-geheime-maengelliste-12023659.html . dass die Wowereits sich eine Flughafeninfrastruktur mit höchst unnötiger edge-of-technology leisten: . “Die Brandschutzanlage ist auch deshalb so komplex und fehleranfällig, weil Rauchschwaden unter dem Gebäude hindurch ins Freie geleitet werden sollen. Eine vergleichbare Anlage gibt es noch nirgends. Sie wurde gebaut, weil der Flughafen ein Flachdach hat, auf dem aus ästhetischen Gründen keine Schornsteine vorgesehen sind, und weil im Gebäude keine großen Rohre zu sehen sein sollen. Der Rauchabzug über das unterirdische Rohrnetz funktioniert noch nicht." . Wau, eine Krankenstation gibt es im BER auch nicht. In bin einmal berufshalber von Neu Delhi nach Vancouver über Frankfurt geflogen mit einem sehr unangenehmen Bazillus im Darm….war ich froh, dass der Rhein-Main Flughafen kein sexy Wowereitgebilde ist und stattdessen eine Krankenstation hatte, dessen Arzt mir helfen konnte – ohne dass ich meinen Anschlussflug und meinen Termin mit dem CEO am nächstem Morgen verpasste.

0 Dreamtimer 14.01.2013, 03:14 Uhr

'Nein, im Ernst: what crisis,...

'Nein, im Ernst: what crisis, Sie sehen das sehr richtig. "Erklär es mir, als wäre ich vier Jahre alt."' . Ich glaube, es gibt eine Art "pädagogischen Irrtum", dass philosophische Texte nach der Art von Sophies Welt und nicht dem Theater der Grausamkeit von gestrickt sein sollen. Für Hegel bestand der "hermeneutische Zirkel" schlicht darin, dass man, wenn man zu Ende gelesen hatte, wieder von vorne anfangen musste, um das Buch halbwegs zu verstehen. Kritiker, wie Popper, hatten schon Recht mit dem Irrationalismusvorwurf, aber die Leser dicker, theoretischer Wälzer sind doch erwachsen, sollte man meinen. Natürlich kann man es auch übertreiben und dann wird das Werk wieder langweilig. . Zur Interpretation der Texte von Deleuze & Guattari gibt es übrigens ungewöhnliche Zugänge von unerwarteter Seite - wobei es dann doch wieder nicht so unerwartet ist, wenn man ein wenig darüber nachdenkt: . http://www.frieze.com/issue/article/the_art_of_war/ .

0 HansMeier555 14.01.2013, 06:30 Uhr

@b4 Nach 10 Jahren muss die...

@b4 Nach 10 Jahren muss die RKK alle Personaldokumente vernichten. Mal im Ernst: Glauben Sie denen, dass die das auch gewissenhaft tun? . Mich würde eher interessieren, was der Pfeifer über die 40-Stunden-Kitas denkt, die künftig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf garantieren sollen.

0 Foersterliesel 14.01.2013, 09:24 Uhr

lieber auch-einer, natürlich...

lieber auch-einer, natürlich sprechen kulturelle Angebote, Fachärzte und nahe Bäckereien für die Stadt, vor allem wenn man in einem netten Bezirk mit viel Grün und wenig Kriminalität wohnt; Freunde die Arztpraxen am Land führen und noch Ärzte vom alten Schlag sind gehen nur ungern und kurz auf Reisen, weil sie ihre Patienten dann unversorgt wissen, das nächste Lebensmittelgeschäft ist nur mit dem Auto zu erreichen, der nächste Einbrecher allerdings kommt auch per Auto von der nächsten Autobahnabfahrt.... Trotzdem: lieber an der frischen Luft verrotten als in einer Vorstadt, wo (wies mir grad eben heute früh passierte) der Hausmeister einen tätlich angeht. . lieber prince Matecki, mit Ihrem feinen Gehör werden Sie Italienisch leicht und intuitiv erlernen und die Italiener sind freundlich, verstehen bereitwillig, kritisieren nicht und freuen sich über die Bemühungen der Gäste aufrichtig! Die Jägerei in Italien ist eine Sache fürs Kabaret; aber die Jäckchen von Beretta und die Flinten mit dem roten Plastikteil muß man gesehen haben. . Ansonsten möchte ich mich entschuldigen wenn ich jemandes Frage nicht beantwortet haben sollte, ich bin nun viel seltener und zu für mich unvorhersehbareren Zeiten online und könnte daher was übersehen haben. . liebe Donna Laura, Ihnen schulde ich noch was zum Hund im Bett. Vor etlichen Jahren besichtigte ich den Stammsitz von Vorfahren, zwei Ruinen kleiner Burgen auf zwei Felsnadeln in lieblich hügeliger Umgebung. Da es mir gelungen war unterhalb des Burgfelsen im spätwinterlich schlammigen Feldweg steckenzubleiben und ich auf Hilfe warten mußte hatte ich Zeit mir das Leben der Vorfahren und warum sie wohl Neigung zu Gicht und Rheuma vererbt haben mochten ein wenig vorzustellen. Hoffentlich hatten sie wenigstens tannene (Tanne hält Ungeziefer ab) Kastenbetten wie ich sie in den Steinhäuschen der Kartäuser gesehen hatte, um etwas vor Kälte und Zugluft geschützt zu sein, meine armen Vorfahren. Und wer wollte da dem geschickten Jagdgefährten, ohne den mit Pfeil, Pistol und Saufeder allein wohl kaum genug frisches Wildpret auf die Tafel gekommen wäre, ein warmes Plätzchen mißgönnen, noch dazu wo er, dank höherer Körpertemperatur selber Wärme spendete? Gewiß gabs auch viele Mäuse und viele Katzen und alle, alle suchten sie die Wärme.

0 antagonist 14.01.2013, 09:42 Uhr

dl: Verehrteste schreiben sehr...

dl: Verehrteste schreiben sehr flüssig alles in klitzekleiner Typographie, supamodean, aber dass Sie Ihr interessantes Gedankengut in Kleist´sche anverwandeln-das setzt dem Faß den krönenden Boden auf. Sicher, der Gebrauch des Semikolon macht die Anatomie luzider. Also, entweder man schuftet im Maschinenruam des Dampfers (altmodischer Antrieb, die Pötte fahren alle heutzutage mit Dieselmotoren) oder aber geht gemessenen Schrittes, goldbetresst, seinen Obliegenheiten auf der Brücke nach. Beides gleichzeitig geht aus physikalischen Gründen nicht. Bezüglich des Romanprotagonisten JH gilt, wer nicht abstürzen kann, sollte die Finger von solch hochriskanten Unternehmungen lassen. Das Wichtigste kurz vor dem Aufschlag ist das elegante Abrollen.

0 Der Tiger 14.01.2013, 11:22 Uhr

@HansMeier555 – Ehrlich...

@HansMeier555 – Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum Sie sich so über die 40 Stunden Kita aufregen. Warum sollen Kinder nicht 40 Stunden ohne Mama und Papa auskommen? Es ist eine Frage der Qualität und nicht der Länge. Die Kitamama oder die Nanny wird die Ersatzmama. Den Tigerbabys hat das nicht geschadet. . Die Situation kann auch für Gutverdienende entstehen – wenn nämlich beide Elternteile zur gleichen Zeit auf Geschäftsreise müssen. Wenn man ein Projekt erfolgreich führen will, muss man sich an Termine halten. Man kann schlecht ein Projektsmeeting verlegen, weil Papa gerade unvorhergesehen in Rio zur Montage ist.

0 donna laura 14.01.2013, 11:57 Uhr

lieber antagonist, nun, sie...

lieber antagonist, nun, sie als gebildeter mensch werden doch mit den ungeheuer modernen minuskeln zurechtzukommen wissen und wohl auch kaum den namensgebeneden protagonisten in holtrop mit einem menschen verwechseln - figur, die er ist -, auch wenn etliche zeitgenossen durchaus solch hohlen tontöpfe sind, die zwar klingen, aber zerspringen. scherge-, pardon, scherben bringen glück, heisst es. nun denn. . liebe Foersterliesel, nun weiss ich auch, wieso mancher gern ein häschen im bett hat, danke. . lieber Dreamtimer, den verlinkten artikel, der recht originell wirkt, möchte ich noch ein wenig genauer studieren, leider aber später, denn so richtig zeit ist dafür gerade nicht. was simplifizierungen anbelangt: die hochgelobte sophie habe ich einmal in einem schlecht ausgestattenen buchladen vom mitteltisch aufgehoben und ein wenig darin geblättert. danach war mir schlecht.

0 donna laura 14.01.2013, 11:59 Uhr

artaud war das vergessene...

artaud war das vergessene wörtchen, nicht wahr?

0 HansMeier555 14.01.2013, 12:25 Uhr

Den Chinesen hat der Maoismus...

Den Chinesen hat der Maoismus offenbar auch nicht geschadet. Wären ja sonst heute wohl nicht Exportweltmeister.

0 HansMeier555 14.01.2013, 12:31 Uhr

Und eine Nanny, Tante, Oma ist...

Und eine Nanny, Tante, Oma ist das eine, und eine Kita nochmal was ganz anderes. Da muss das Kind mit vielen anderen Kindern zusammensein, von denen einige ihm womöglich zusätzlich Stress bereiten. . Es gibt auch viele Erwachsene, denen so eine Zwangsunterbringung zwischendurch mal nix schaden würde. Um ihre soziale Kompetenz zu erhöhen.

0 HansMeier555 14.01.2013, 12:50 Uhr

Und so eine Kita ist noch mal...

Und so eine Kita ist noch mal was ganz anderes, als Betreuung zu Hause durch Nanny, Tante oder Oma. Dort, in der Kita, muss das Kind mit anderen Kindern zusammensein, die es sich nicht aussuchen konnte und die womöglich mächtig für Stress sorgen. . Das sollte man öfter mal mit Erwachsenen machen. Wenn ich mich nicht täusche, dann gibt es viele Zeitgenossen, die schon eine Fahrt mit der S-Bahn für eine schwere Zumutung halten. Die sollt man einmal zwingen, mit zufälligen S-Bahn-Passagieren ein paar Tage lang im selben Schlafsaal zu wohnen. Ich weiss wirklich nicht, inwiefern das problematisch sein sollte. Im Gegenteil, das hilft diesen Erwachsenen doch bestimmt bei der Entwicklung ihrer sozialen Kompetenz.

0 salonsurfer 14.01.2013, 12:59 Uhr

"Although you do not need...

"Although you do not need Deleuze to attack Nablus, theory helped the military reorganize by providing a new language in which to speak to itself and others." . Das, werter Dreamtimer, sind in der Tat Betrachtungen aus einer damals nicht für möglich gehaltenen Perspektive - Dank für ihren Link. Und Zustimmung, nicht alle philosophischen Erkenntnisse und Einsichten lassen sich in der Krabbelgruppe erlangen. . Liebe Donna Laura, auch ihnen gilt mein Dank für ihre geschilderten Leseeindrücke. Das klingt doch schon ganz anders als die vielen negativen Rezensionen in den Printmedien. . Apropos Großprojekte, werter Don: auch beim Wilhelmshavener Tiefseehafen "Jade-Weser-Port" haben sich die Planer und ausführenden Baufirmen nicht gerade mit Ruhm bekleckert, vieles wurde nachgebessert und noch immer gibt es juristische Auseinandersetzungen wg. Haftungsfragen. Bei einem Tag des offenen Ports im letzten Sommer war es den Betreibern nicht möglich, die Besucherströme aus ganz Friesland in geordnete Bahnen zu lenken, wir konnten nur mit Mühe das weiträumige Gelände erreichen.

HansMeier555 12.25h I always...

HansMeier555 12.25h I always read what you write (quality not quantity) Re Maoismus. A brilliant piece of logic from you.

0 Der Tiger 14.01.2013, 13:29 Uhr

@HansMeier555 – Die Logik...

@HansMeier555 – Die Logik Ihres Vergleichs der Tigerbabys mit den Maochinesen entgeht mir. Das Leben ist allerdings kein Zuckerschlecken. Kinder, die das nicht von zu Hause aus lernen, sind auf die Realität weniger vorbereitet. . @donna laura – Sophie wurde auch nicht für Sie geschrieben. Das Tigerbaby, das ansonsten alles las, war davon allerdings auch nicht sehr begeistert. . Irgendjemand hat mir mal “Machiavelli für kids” untergejubelt (von Claudia Hart), was wohl ein Wink mit dem Zaunpfahl sein sollte. Auf der Seite, die ich als erstes aufschlug, weil sie bewusst vorgeknickt war, stand: . “Wenn Du jemand groß rausbringst, paß auf! Sie wird versuchen Dich loszuwerden, damit alle denken, sie hätte es alleine geschafft.” . Auf die Frage, was für einen Sinn es haben könnte, einen Wulff groß rauszubringen, geht das kleine Büchlein allerdings nicht ein.

0 E.R.Langen 14.01.2013, 14:05 Uhr

Lieber Berthold...

Lieber Berthold intravenös, nicht, dass der VDD den Vertrag mit Pfeiffer löste, ist ein unweise Geschichte. Sondern, dass er ihn schloss. Hat der VDD wirklich nicht geprüft, mit wem er sich da zusammentut? Sehenden Auges kann man das nicht gemacht haben. Seltsam.

0 The Great Artiste 14.01.2013, 15:15 Uhr

@Dreamtimer: ein wirklich...

@Dreamtimer: ein wirklich aussergewöhnlicher Artikel, zu was man Mille Plateaux gebrauchen kann. Sie haben sicher recht, lieber auf den Schwingen des Pegasus theoretisieren, als Mario Barth oder Cindy Rosa Schlafanzug zitieren müssen - ich kann auch ihr Unwohlsein am Mitteltisch, donna laura, nachvollziehen - mir ging es nur um den Aspekt der Hyperkomplexität, die zum esoterischen Geschwalle degeneriert. Da liegen sicher auch die Schmerzschwellen unterschiedlich hoch - aber ich finde es immer wichtig ein Gespräch zu führen, statt nur einen vergeistigten Singsang harnzulassen. Was will ich, dass der andere versteht? Wie formuliere ich meine Absichten und Perspektiven so, dass der andere eine Chance hat, sie zu erwägen, statt sie nur wegen ein paar oberflächlich gesetzten Symbolen reflexartig abwehren zu müssen? Wie formuliere ich eine komplex verschränkte Situation so, dass man sie in einzelne Aspekte zerlegen kann? . Und wie bringe ich es rüber, dass es auch noch Spass macht, meinen Gedanken zu folgen? . Ungewöhnliche Formulierungen, scheinbar nebensächliche Auswirkungen des diskutierten Sachverhalts, schräge Bilder - all das und mehr hält bei der argumentativen Stange und ist eine Kunst, für die ich gerade Sie, unseren Gastgeber loben muss - und warum wohl Ihre Themen eine gute Resonanz finden, was nicht jeder Blogger sich auf sein Handtuch sticken kann. . Es ist nicht schlecht, wenn ich weiss, was ich sagen will und nicht drauf zurückgreifen muss, dass man es eventuell besser versteht, wenn man das ganze dreimal gelesen hat. Unsere Zeit ist kostbar geworden - weil wir ja einkaufen, staubsaugen, kochen, Steuererklärung, Autoinspektionen und Handwerkertermine zu absolvieren haben, die Hegel, Nietzsche, oder Thomas Mann nie den Tag versaut hätten.

0 hansgeier333 14.01.2013, 15:38 Uhr

Meiern, uns hat der Maoismus...

Meiern, uns hat der Maoismus besser getan. Dreissig Jahre Vorsprung hatten wir dadurch. Mindestens. Aber immerhin holen sie schneller auf als unsere Ossis.

0 Dreamtimer 14.01.2013, 17:05 Uhr

"artaud war das vergessene...

"artaud war das vergessene wörtchen, nicht wahr?" . Ja, klar. . "Da liegen sicher auch die Schmerzschwellen unterschiedlich hoch - aber ich finde es immer wichtig ein Gespräch zu führen, statt nur einen vergeistigten Singsang harnzulassen." . Das ist kontextabhängig. Wenn wir uns hier unterhalten ist es etwas anderes, als wenn wir es in einem Philo-Seminar tun. Leute, die in eine eher gewöhnliche Konversation hereinplatzen und reden, als wären sie Deleuze oder Adorno ( was in D häufiger vorkommt ) finde ich affig.

0 donna laura 14.01.2013, 18:27 Uhr

liebe Der Tiger, natürlich...

liebe Der Tiger, natürlich ist dies schreibwerk nicht auf eine so halbwegs erwachsene gemünzt, sondern auf kinderlein. doch finde ich, sollte man ihnen im leben schöne dinge, und der versuch zu denken gehört m.e. dazu, nicht verderben und es ihnen auch nicht zu leicht machen und vor allem nicht versuchen, sie zu veralbern. jeder, der einem achtjährigen einmal ein babymemory mit plüschfischen geschenkt hat, dürfte davon ein liedchen zu singen wissen. . lieber TGA, ich bin heute noch dafür, dass heidegger seinen eigenen whiskey hätte herausbringen sollen. es muss sich meiner kenntnis entziehen, was ihn dereinst befeuerte, aber ohne einen kräftigen schluck scheinen nachvollzüge merkwürdigerweise schwerer zu bewerkstelligen. den sollte ich übrigens mal wieder lesen, aber nicht ohne zuvor noch die vorräte zu inspizieren. . insofern kann ich mich dem wunsch nach klarheit der jeweiligen ausgebreiteten gedanken anschliessen, wobei man nicht vernachlässigen sollte, dass bei manchem es nicht ohne berechtigung offen gehalten werden kann, ob das noch analyse oder doch schon der holprige weg in eine schöne literatur sein soll, voll mit baumwurzeln über die es einen lang hinschlagen kann, versucht man dem kapriolenspringenden und hakenschlagenden autor in sein hinterstübchen zu folgen. . lieber salonsurfer, sehr gerne. bei riesigen nebenwirkungen natürlich ohne gewehr. . lieber HansMeier555, lieber hansgeier333, und ich las im überschwang: masochismus.

"Reich, sexy und glückliich...

"Reich, sexy und glückliich auch ohne Flughafen" schreibt DA That's the first time I've read / heard that Bavarians are sexy. What do other Germans think about Bavarians?

0 donalphonso 14.01.2013, 19:45 Uhr

Missglückter Kreuzungsversuch...

Missglückter Kreuzungsversuch zwischen Affe und Rind.

0 hansgeier333 14.01.2013, 19:48 Uhr

Unten in Mali, wo wir bald...

Unten in Mali, wo wir bald unsere Freiheit werden verteidigen müssen (es findet sich bestimmt ein SPDitter, der sich in dieser Weise entblödet), haben sie die Infrastruktur etwas zurückgeschraubt. Und schon werden sie mit Bomben beschmissen. Eurofighter gegen Kameltreiber, das nennt sich asymmetrische Kriegsführung. Dabei bräuchte man nur auf die globale Erderwärmung zu warten, und alle Turbanisten leiden am Hitzeschock.

0 donna laura 14.01.2013, 20:17 Uhr

wo sie recht haben, haben sie...

wo sie recht haben, haben sie recht, lieber don...

0 Der Tiger 14.01.2013, 20:21 Uhr

Sehr geehrte Donna Laura –...

Sehr geehrte Donna Laura – ich bin beeindruckt! Sie haben Heidegger gelesen? Ich habe ernsthaft versucht vorurteilsfrei die Logik von Sein und Zeit zu verstehen. Ich fand das absoluten Mist.

0 HansMeier555 14.01.2013, 20:37 Uhr

Wenn jetzt auch der Trittin...

Wenn jetzt auch der Trittin für Krieg ist, dann kriegen wir vielleicht bald Frieden?

0 HansMeier555 14.01.2013, 20:42 Uhr

@hg333 . Ich darf aufklären:...

@hg333 . Ich darf aufklären: "Hinten" ist die Türkei. Mali ist "unten". Wohl geschlafen in Geographie.

0 donna laura 14.01.2013, 21:18 Uhr

liebe Der Tiger, nicht dafür!...

liebe Der Tiger, nicht dafür! gerade sein und zeit ist nun ein veritabler grundlagentext, aber bestenfalls nur zu geniessen, wenn man schwindelfrei ist. erinnern kann ich mich an nichts, weshalb ich ihn leider immer wieder lesen muss. das wesen west. nicht unblöd, aber für mein goldfischgedächtnis geradezu eine bergbesteigung ohne rodel.

0 donna laura 14.01.2013, 21:24 Uhr

lieber HansMeier555, und in...

lieber HansMeier555, und in der allen so wichtigen mitte, hm?

0 apreslude 14.01.2013, 21:26 Uhr

Warum die Straße auf den...

Warum die Straße auf den letzten 300 Meter vor der Villa im Wald in einem so schlechten Zustand ist ? Die meisten Gründe wurden ja oben schon dargelegt. . Außerdem habe ich aber noch den Verdacht, dass damit die Rechtfertigung gegeben ist, seinen Geländewagen bzw. SUV mit Allradantrieb auszustatten.

Eine Armee braucht...

Eine Armee braucht kampferfahrene Soldaten. Die Zeiten, da unsere Reichswehr im milden Schatten der alliierten Besatzung beim Trockenschwimmen sich ertuechtigte sind vorbei. Wie sagte doch ein Minister der Sozialdemokratischen Friedenspartei? "Die Freiheit Deutschlands wird am Hindukusch verteidigt!" Der Minister meinte es natuerlich anders, traute sich aber nicht die Wahrheit zu sagen. . Tropenhelm ab zum Gebet, bis zehn zaehlen, Tropenhelm auf. Mit Gottes Segen.

The Great Artiste Bravo! Auf...

The Great Artiste Bravo! Auf den Punkt gebracht! Hegel , Nietzsche, Thomas Mann würden uns für verrückt erklären, was wir alles glauben, heute tun zu müssen. Angesagt sind doch Muße, Entspannung, Entschleunigung. Natürlich muss man es sich leisten können - ohne schlechtes Gewissen. Es ist herrlich, planlos in den Tag hineinzugehen und dann zu sehen, was zu tun Spaß macht. Der Tiger In punkto Heidegger stimme ich Ihnen voll zu.

0 hansgeier333 15.01.2013, 02:50 Uhr

Mitnichten, HM333. Nur zuviel...

Mitnichten, HM333. Nur zuviel am Näschen geglippt. Und bunte Schiffe den Fluss hinab gleiten sehen. Erst abends nach Hause gekehrt und Haare gespalten.

0 Dreamtimer 15.01.2013, 04:01 Uhr

Zum gekreuzten Affen. Man kann...

Zum gekreuzten Affen. Man kann etwa hier . http://www.heise.de/tp/artikel/34/34584/1.html . nachvollziehen, was passiert, wenn ein Deleuzianer mit seiner Theoriepoesie auf eine Gruppe armer Menschen . http://www.youtube.com/watch?v=W1MADbhcp0A . trifft, die ihn aufgeregt kommentieren. Nichts gegen die Dispositive der Macht, aber es gibt weit Schlimmeres.

0 HansMeier555 15.01.2013, 06:43 Uhr

Warum erwecken grade die...

Warum erwecken grade die banalsten Routineaufgaben immer den größten neurotischen Widerwillen?

0 bertholdIV 15.01.2013, 06:52 Uhr

@hm555 zu kitas: doch soziale...

@hm555 zu kitas: doch soziale kompetenz, tagesmütter, alles super. die leute, die das als soziale kompetenz verkaufen gibt es wirklich, ich rede öfters mit solchen und das sind leider nicht mal die typischen 4 eur pro stunde arbeiterInnen, bei denen von der leyen oder wer sonst sie dazu zwingt...

0 whatcrisis 15.01.2013, 06:52 Uhr

@The Great Artiste 16:15 Ich...

@The Great Artiste 16:15 Ich finde, Sie stellen die richtigen und gute Fragen, danke dafür. . Das Offenbare und Verständliche bedarf keiner Erklärungen, es versteht sich weitestgehend von selbst, und das ist ein bedeutender Vorzug klaren und guten Stils. Hermetik sollte Substanz und Wert verbergen, denn andernfalls wäre es bloß ... . Erstaunt war ich zu lesen, dass einer der da dächte und schriebe wie etwa Adorno, hier als unwillkommen hereinplatzend und affig beschrieben wurde. Ich muss und kann das wohl nur falsch verstanden haben. . Wenn ich die Wahl hätte zwischen offener oder geschlossener Gesellschaft, ich würde erstere wählen, wenn es gestattet ist, das mal zu erwähnen. . Bautechniker - und vielleicht nicht nur diese - werden es vermutlich bestätigen: Ich befürchte einen Zusammenhang zwischen zuviel Isolation und ungesunden Lebensverhältnissen. Privat wie politisch. Gesellschaftlich sowieso. . Gegen den Muff unter Talaren und in hermetisch gut isolierten Diskurs-Krabbel-Sitz-Platz-und-Aktions-Gruppen hilft kräftiges Lüften. Dazu freilich ist es nötig, Fenster und auch Türen zu öffnen und zumindest eine zeitlang auch offen zu halten... So eine Art Diskursneutralität. Freilich, manchen wirds da gleich zu zugig, manche sind doch recht empfindlich und neigen zu Verschnupfung, man kennt das ja auch bspw. von Parteiklausurtagungen, manchen Seminaren, Dichterlesungen, Bischofskonferenzen, den Bayreuther Festspielen und noch so manch anderen geselligen Zusammenkünften, denen etwas Abgestandenes anhaftet. . Was wäre unsere Kultur eigentlich ohne Distinktion und Hermetik. Nur den Pöbel und Barbaren verlangt es nach Aufklärung und Transparenz - feinere Geister hingegen verlangt es nach Höherem, Kult und Okkult. Wer das kennt, versteht es auch; und die Verständigen und Wissenden erkennen einander auch ohne umständliche Erklärungen und Zeichen, und dieses Erkennen ist eines ganz eigener Art, unbeschreibliche Seligkeit, man muss es selber einmal erlebt haben, um zu wissen wie sich das anfühlt, man kann das nicht erklären, entweder man weiß und hat es oder nicht - kurz: Wer das kennt, versteht es auch. Und wer bis hierhin immer noch nicht verstanden hat, der lese nochmal von vorn... . Hermeneutischer Zirkel: tausend Wiederholungen ergeben eine Wahrheit (Orwell). Ob heilige religiöse Texte deswegen so oft wiederholt werden, bis man sie auswendig kann? Weil sie auf diese Weise wahr werden? . Nachgehakt: Ich hätte sehr gerne Hegel, Heidegger oder auch Sloterdijk befragt, mir ihre Schriften so zu erklären, als sei ich vier Jahre alt. Ich fände sogar ausgesprochen gut, das zu einer Standardprozedur bei Promotionen und Habilitationen zu machen. Als Beitrag zur Exzellenzinitiative im Hochschulwesen. Denn ich finde, richtig zitieren können ist noch nicht alles (obschon natürlich unverzichtbar). . Denn gelegentlich fragt man sich ja bei Experten, ob nun schöngeistigen oder ingenieurstechnischen, ob sie denn selber so ganz verstanden haben und wussten, was sie da tun, und nicht nur beim BER verdichtet sich der Eindruck und die skeptische Befürchtung zu hinreichendem Verdacht und schließlich grausamer Gewissheit, dass dem nicht so war. Wie gut wäre es in solchen Fällen doch gewesen, hätte beizeiten einmal einer nachgefragt und zu prüfen gewagt. . Immerhin hinterlassen die Schöngeister keine Bauruinen und Etatlöcher. . Bei der modernen Kriegführung hingegen bin ich merkwürdigerweise vollkommen überzeugt, dass sie wissen, was sie tun. Einerlei, wie sie darüber reden oder schreiben. Da habe ich nicht die geringsten Zweifel. Da scheint es auch keinen Anlass zu Zweifel zu geben. Skepsis verträgt sich ohnehin nicht mit Befehl. Wer fragt, zersetzt die Kampfmoral. Jeder gute Soldat weiß das, und auch jeder ordentliche Salonideologe.

0 whatcrisis 15.01.2013, 07:12 Uhr

Sehr geehrter Don...

Sehr geehrter Don Alphonso, meinen Beitrag vom 12. Januar 2013, 20:49 würde ich gerne korrigieren und den letzten Satz streichen. Ich hatte den Beitrag, auf den ich mich bezog, vor dem Posten nicht ganz gelesen, sonst wäre dieser Satz unterblieben. Mit freundlichen Grüßen, w.

0 diktionaftis 15.01.2013, 08:54 Uhr

fionn (13. 1., 13:47 +...

fionn (13. 1., 13:47 + 17:54) Chommt no öppis?

0 antagonist 15.01.2013, 10:26 Uhr

whatkrisis@: Sie sind mir ja...

whatkrisis@: Sie sind mir ja vleisch ein hermitisch/hermetischer Geistespartisan. Mit allen Wässerchen der Hermeneutik gewaschen und allen Ölen der Okkultik gesalbt. Nu erläutern Se mal der ehrfürchtig lauschenden Gemeinde den Dialog zwischen C. G. Jung und dem Physiker ((nobilitiert) W. Pauli resp.dem Physiker P. Jordan bezüglich der Synchronizität und so. Die jeistije Krise war noch so krisig wie jetze und bedarf unbedingt der Klärung. // bIV: Den CIC gibt es im IN auch in deutscher Übersetzung. Es geht ansonsten nix über ein ordentlich angesetztes Autodafé mit alten, zundrigen Papierchen.

"Erklär es mir, als wäre ich...

"Erklär es mir, als wäre ich vier Jahre alt." . Antwort für 4-jährige: Ich war´s nicht, die Andern sind schuld.

0 Der Tiger 15.01.2013, 10:43 Uhr

@B4 – Eine Mama zu Hause...

@B4 – Eine Mama zu Hause kann für die süßen Kleinen auch ganz schön stressig sein, dann nämlich, wenn die Mama dem gängigen Mutterideal nicht entspricht. Nicht jede Frau ist mit den Genen einer einfühlsamen Volksschullehrerin/Kindergärtnerin geboren. . In Kronberg kann man das gut beobachten. Da gibt es viele ex-Karrierefrauen aus der Banken- und Beratungsbranche, die für ihre Kinder ihren Beruf aufgegeben haben. Für die Damen ist das weniger Stress. Die lassen ihre Männer das nötige Geld verdienen und widmen sich dem lokalen Sozialleben. Das Ergebnis sind die von Don so oft sehr charmant beschriebenen Damen im SUV vor der Schule. Deren Kinder stehen unter permanenten Leistungsdruck, denn der Erfolg der Mutter ergibt sich aus dem Erfolg der Kinder. Ich kenne diese Situation aus eigener Erfahrung, meine Mutter war promoviert und ohne persönliche Karriere (von Ehrenämtern abgesehen). Meinen Töchtern habe ich diesen Stress erspart. Die hatten ihre private Kindergärtnerin. Ich habe ihnen aber auch immer gesagt: ‘The world is full of people who are hungry and want to compete with you’, ‘Look after yourself, no mother can ever protect you when you are grown up’ and ‘Being girls, you have to work even harder’..... und ich selbst war ein gutes Beispiel dafür.

@ DA gestern um 19.45h Ich...

@ DA gestern um 19.45h Ich würde meinen, Sie sind der Typ "dark, satanic"....

0 Dreamtimer 15.01.2013, 12:15 Uhr

"Erstaunt war ich zu lesen,...

"Erstaunt war ich zu lesen, dass einer der da dächte und schriebe wie etwa Adorno, hier als unwillkommen hereinplatzend und affig beschrieben wurde. Ich muss und kann das wohl nur falsch verstanden haben." . Ich war's! . Adornianer sind sehr feinfühlige und gebildete Zeitgenossen, für die ein künstlerisches und musikalisches Urteil immer auch ein Ringen ums Ganze ist. Sie fühlen sich von Kulturindustrie und Barbarei umgeben und wenden Zeit und Mühe dafür auf, nicht dem Anschein zu verfallen, leichtlebig zu sein. Gibt man ihnen zu verstehen, dass einem ihre Übertreibungen und apodiktischen Urteile auf die Nerven gehen und einem Arbeitseifer in der Kunstrezeption wesensfremd ist, reagieren sie pikiert und sehen sich kurz davor, von Faschisten ins KZ gebracht zu werden. Sie kombinieren Kritikfreude mit besonderer Empfindlichkeit, ja es ist gerade diese Empfindlichkeit, die sie ihre Umwelt als besonders aggressiv wahrnehmen lässt und sie merken nicht, dass die anderen dies, als Teil ihrer Umwelt, selbst für aggressiv halten. . Nein, es ist nicht so, dass man keinen Spaß mit den Nichtidentischen haben kann. Man darf ihnen nur nicht auf den Leim gehen.

0 HansMeier555 15.01.2013, 12:46 Uhr

@Tiger Wem sagen Sie das....

@Tiger Wem sagen Sie das.

0 salonsurfer 15.01.2013, 12:54 Uhr

"Man kann etwa hier ...

"Man kann etwa hier www.heise.de/.../1.html nachvollziehen, was passiert, wenn ein Deleuzianer mit seiner Theoriepoesie auf eine Gruppe armer Menschen trifft, die ihn aufgeregt kommentieren.." . Da wurde in der Tat zuviel Wurzeltee getrunken. Und unser Gastgeber Don Alphonso stieß mit seinem Baumfoto eine rege Diskussion mit rhizomatischen Folgen an. Kommentarist Perfekt57 wiederum, führt mit seinen Textfragmenten, Deep-Links und anregenden Querverweisen vieles aus der reinen Lehre in die Forumspraxis ein - wohl ohne diese überhaupt zu kennen.

0 HansMeier555 15.01.2013, 13:38 Uhr

"Die Produktion von Begehren...

"Die Produktion von Begehren muss gesteigert werden." . Mehr ist mir von Deleuze-Guattari nicht in Erinnerung geblieben.

0 whatcrisis 15.01.2013, 15:36 Uhr

@Dreamtimer Achso, die...

@Dreamtimer Achso, die Adornianer. Und ich dachte schon, man würde hier einem Adorno glatt die Tür weisen. Adornianer hingegen... die müssen wohl draußen bleiben?! Jedenfalls, irgendwer muss raus, immer. Es muss ein Draußen geben, sonst gäbs ja auch kein Drinnen, nicht wahr. Die feinfühligen Türsteher - wäre das nicht ein netter Name für irgendein Rhizom-Projekt? Passend auch zum Theater der Grausamkeiten. Wobei... nichts gegen Artaud, was ich zu ihm nachlas, fand ich hochinteressant. Lassen Sie doch allen Adornianern dieser Welt ihre Eigenart und ihren Stil, und sei diese auch mal missgestimmt und etwas bissig! Man belässt und gönnt ja Ihnen auch ihre Art und ihren Stil... Die totale Verdrängung von Aggression hat jedenfalls ihrerseits etwas Totalitäres... und Aggressives. Wenn ich mir vorstelle, es gäbe das Werk von Schopenhauer nicht, dem ollen Griesgram und Wadenbeißer, oder etwa das von Karl Kraus... für mich wäre das ein Verlust. @HM555 So vieles merkt man sich nicht, und das hat seine guten Gründe. . . "Die Produktion von Begehren muss gesteigert werden." Immerhin, das ist ein schöner, einfacher und sehr gutverständlicher Satz. Und somit auch leichter zu merken. Und genau das meinte ich ja mit Wirkung und Wirkungsgeschichte. Man kann das haben wollen, doch dann sollte man auch etwas dafür tun. Oder auch nicht. Der Satz könnte von Orwell oder Huxley stammen, er mutet herrlich dystopisch an. . Wenn ein Autor/Text Gelüste nach einer Schale FirstFlush weckt, weil er stilistisch anstrengend und fordernd ist, lese ich weiter. Wenn in mir hingegen das Verlangen nach einem Pott GunPowder aufkommt, wars das. Es gibt Grenzen. Soviel zu protestantischer Ethik, Arbeitseifer und Leichtlebigkeit ;)

0 perfekt57 15.01.2013, 17:09 Uhr

@whatcrisis -sehr schön, wir...

@whatcrisis -sehr schön, wir stimmen zu! . und auch hansmeier555 läuft inzwischen wieder zu alter form auf, wir freuen uns mit!

0 perfekt57 15.01.2013, 17:19 Uhr

während die produktion von...

während die produktion von unbewusstem beseitigt werden muss. . denn unbewusstes ist überflüssig. denn es stört bei der produktion von begehren. schließlich ist begehren rational! und kennt deshalb kein unterbewußtsein. zu unser aller glück nicht. (und wer etwas anderes behauptet ist ein oktober- oder dezember-verbrecher. also höchstwahrscheinlich ziemlich sicher. oder irgendwas dazwischen.)

0 The Great Artiste 15.01.2013, 21:42 Uhr

@ach was: "Ich wars auch...

@ach was: "Ich wars auch nicht!" Hübsch... . Eine gute Diskussion, die auf die Frage hin drängt, ob ein zu FirstFlush Edeldarjeeling genossener heideggerisch-hegelinianisch DeleuzeGuattari Hirnwixxx wirklich eine höhere geistigkulturelle Ebene darstellt, als ein Nachmittag mit Whiskey Bier und Cocktails in unseres Dons Stamm-Fkk-Paradies - natürlich angenommen, alle gut bezahlten Gastgeberinnen wären wirklich freiwillig da... . Reden sollte immer einen Adressaten (auf verschiedenem Niveau) haben und nicht nur Selbstsinszenierung von EinBildung sein. . Übrigens sehr schöne links, Dreamtimer.(5:01)

0 perfekt57 16.01.2013, 15:34 Uhr

@ 21:42 uups... so arm?...

@ 21:42 uups... so arm? hätten wir gar nicht gedacht... ein salon dürfte also wenigstens hin- und wieder auch einmal für einen moment zumindest frei sein von nützlichkeitserwägungen? und krampfhaften bis krampfhaft seienden "erdungsversuchen" a la 10:41? "erdungsversuchen" von der pflichtbewussten bis "pflichtfördernden" realistenweise von der wichtigen aufgaben- u. geldverdienerfront? . salon ist anders. salon ist unernst, spielerisch, selbstironisch. setzt voraus, dass man arbeiten kann - und es auch tut. aber woanders. und/oder nicht muss. und auch geld/sinn/einkommen hat. . verweise auf die reale welt auch schon mal eher daneben, nicht wahr? es sei denn, auf die vielfalt anderer texte, ja. oder die traumbedeutung der realität schlecht hin. . aber das setzte ja dann auch vielfalt voraus. und unabhängkeit, welche ist wahlfreiheit für morgen. (anstelle von selbstbeschönigungsmechanismen für die fron eines brotberufs, welcher selbstversändlich auch gleichwertig zu höheren zwecken sein muss - so will's die narzistische homöosthase...) . hier, das wär doch vtl. auch noch was. zum bier und bereden - statt der (von uns gerne gesehenen) verweise auf gehabte menschenleben, versuch und irrtum. http://schwedischer-farbenhandel.de/shop/article_1020/Schlammfarbe-grau-3-Liter.html?pse=apq . @ hansmeier555 - wir bitten im namen der anderen um ihr versändnis und ihre nachsicht - und dass wir Sie verteidigen mussten (resp. es unaufgefordert taten).

0 donna laura 16.01.2013, 23:07 Uhr

nützlichkeitserwägungen zur...

nützlichkeitserwägungen zur formulierung von gedanken, ob jemand anderer sie versteht - stets in abhängigkeit vom anderen: wer nicht will, kann nicht, wer nicht kann, wird kaum wollen -, sind naheliegend in einer 'alternativlos'-'hilfreichen' gesellschaft nicht nur von ingenieuren, sondern auch von menschen mit aus vielfachen gründen stets zu knapp bemessener zeit; lebenszeit ist im übrigen stets verknappt; welch eine narzisstische kränkung. letztlich wird es darauf hinauslaufen, ob einem gewisse themen und theoretiker liegen oder nicht. heidegger zum unguten, nicht selten beklagten beispiel dürfte mich zur verzweiflung mein leben lang treiben, denn nur im leicht auswendiggelernten wird ein bestenfalls oberflächlich zu nennender austausch mit adepten möglich sein. . lieber perfekt!57, achternbusch geht noch ein wenig basaler.

0 salonsurfer 17.01.2013, 23:12 Uhr

"letztlich wird es darauf...

"letztlich wird es darauf hinauslaufen, ob einem gewisse themen und theoretiker liegen oder nicht." . Zustimmung, liebe Donna Laura, auch die Getränkeauswahl bleibt jedem selbst überlassen. Prediger des Wahren Glaubens allerdings, dürfen gerne andere Spielstätten besuchen.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.